MbacherOMtlmg. «^» ^»!»M/« Plänlimerationspici«: Im (iomptoiiganzj. Ä«H^ ?5 / ß"k sl. l!, halbj. s>. 5.5U. ffür ticZustcllmin in« Haus -V^H, . l^ » V. hall'j.5.0lr. 'KlitbelPostaanzj.fl. 15. Halbt.fl.?..'i0. Samstag, l. December Insert ionsgebilhr bis l0 Zeilrn: lmal eu lr., .« t">^»/» lm.8«l»., Am.i sl.z sonst pl.Zeil« Im. <,lr..»m.8lr.. !^NN 3m. 1« lr. u. s. w. Insertionsftlinpel l«desm. ,0 l^. ^ ^ W, Richlulnllichrr THM. Laibach, 1. December. Wir begegnen in den Wiener Journalen zwei Dc< mentis, welche geeignet sind, nnscre Aufmerksamkeit in hohem Grade in Anspruch zu nehmen. Schon gestern konnten wir der Nachricht von angeblichen Truppcuscu-dungen nach Galizicn widersprechen, da dieselbe auf ein» fache Truppcndislocationeu zurückgeführt werden mnß. Die „Wr. Abopst." schreibt nun über denselben Gegei," stand: Wie man den Berichten der Wiener Glätter entnehmen kann, hat der Herr Abg. Schindler in seiner Landlagsrede vom 28. November cincö Börscngcrüchlcs von anSgcdchuten Truppcnscndnngcu nach Galizicu El-»välimmg gethan. Wir tonnen ans das bestimmteste vcr° sichern, daß dieses Gerücht jeder wie immer gearteten thatsächlichen Begründung entbehrt. Im „Wiener Journal" finden wir hiezn nachstehenden Beisatz: „ES würde auch zu einer solchen Maß" Nahme jedc Veranlassung fehlen, da die innere Ruhe in dieser Provinz nichts zu wüuschcu übrig läßt uud die äußeren Verhältnisse einen vollkommen ungetrübten Charakter besitzen." Ein zweites Dementi, das wir hcnte zu verzeichnen haben, entnehmen wir dem „Hon". Er weist hcntc die vom „Pcstcr Lloyd" gebrachte (und vielen Wiener Journalen'auch telegraphisch gemeldete) Mittheilung: in dcr Confcrcnz der hinken vom 25,. d. Mts. sei der Beschluß gefaßt worden, das; die Mitglieder dieser Partei uor Ernennung dcS Ministeriums au den Bcrathungeu der l'7er Commission nicht Theil nehmen werden — mit nachstehenden Worten zurück: „Die Nachricht mochte daher entstehen, daß diese Fr^gc wohl durch ein Mit< glieo der Confcreuz berührt wurde. Doch faßte die Con« fcrcnz hierudcr «icht allein keinen Beschluß, sondern Unterzog dcn Antrag, als verfrüht, selbst keiner Bc-ralhling." Dic Adrehdeballc im n. ö. Landtage hat mit den grellsten Farben ein traurig Bild vou der österreichi. schen Industrie geliefert, welches wohl einer allzu pessi-wistischen Anschauung der Lage n,,d einem hicdnrch getrübten Blicke entsprungen sein mag. Das „Wiener Journal" conslalirt auf Grund der statistischen AuS. weise, daß während der letzten Jahre die österreichischen bandclsvcrhältnisse eine» großen Umschwung zum Bes. leren genommen haben, und fügt bei: Unser Handel ist 'n bedeutendem Maße actiu geworden' In relativem Verhältniß hat die Einfuhr fremder Güter abgenommen, die Ausfuhr einheimischer zngcüommcu. Dic Producte der Agricullur habcu nicht allein hingereicht, um die Bedürfnisse des Inlandes zu decken, sondern ein großer Theil Europa'ö zehrt von unserem Uebcrsiusse. Die 6>senbc>l)licn, welche dcn Verkehr mit dem Auslande vermitteln, vermochten in derselben Stunde, als Dr. Vaucr im Landtage sprach, nicht dcn Lagerraum in den Bahnhöfen zu licfcru, um die Erzeugnisse eines „dahin-siechenden Expcrimculeö" so schnell aufzunehmen, wie stc unlunglrn, noch die Betriebsmittel zu beschaffe,,, um s'c mit gewüuschtcr Naschheit zu befördern. Einem Berichte dcr „Wcscr.Ztg." aus Paris cut« Uchmcn wir die Nachricht, cö werde daselbst demnächst eine Broschüre über dic preußisch-russische Allianz ucr« °sfcntlicht werden, welche angeblich auf beigefügte Ori. a.inal.Documcntc sich stützt. Der Verfasser, dessen Ab-licht darauf gerichtet ist, dic öffentliche Meinung in Iranllcich gegen die nordischen Großmächte einzunehmen, ^sichert in dem Pamphlet, daß zwischen dem Grafcu d°n Bismarck uud Fürsten von Gorlschaloff schou seit bahren ein vollkommenes Einvcrständuiß bestehe. Erst Nachdem das Cabinet des Czaren dcö eventuellen Bei» llmidcs Preußen« gewiß gewesen, habc dcr tussische ^'ce.Kanzler gewagt, die bekannte letzte Antwort auf °'c gleichlautende,, Dcpcjcher. der Wcstmüchte und Nester-!'c>chs i>, dcr Polcn-Augclcgeuhcit zu ertheilen, und seit ^"tr Zeit datirc die von Rußland übcrnommcuc Ver-^l'chtung, für den Fall eiucS Krieges zwischen Wien A'd Bcrlni zu Guustcu deS letzteren iu wohlruollcndcr Neutralität zu verharrcu. ., Dasselbe Blatt bringt auch einen Artikel, dcr auf ^ Stellung, wclche die großprcußischcu Liberalen ciu< °"uchmcn gedenken, interessante Streiflichter wirft. Sie ^"dtt sich gcgcu jene, wclche die freiheitliche,, Fordc- ^"Ncn gegenüber dcn politischen allzu sehr betonen. Dic 'vrralc P„ii^ gleiche einer geschlagenen Armee, dcr ^°9, au dem sic siegreich isl, werde wicdcrkclncu, aber " wäre frevelhafter Lcichtsiun, wollte sie sich jetzt schou zur Hauptschlacht rüsten. „Es wäre thöricht, von den Männern, dic im Kampfe mit ihrer cigeucn wie mit dcr gegnerischen Partei unsere EmhcitSbcstlcbuua.cn so weit gefördert haben, zn fordern, daß fic uus jetzt auch unter Vcrlcugnnng ihrer eigenen Gruudsätzc die Freiheit bringen, die wir nach „uferen Grundsätzen für wün» scheuSwcrth hallen. Es wäre nicht minder thöricht, vou dcu Männern, dic dcr schwierigsten Lage sich gewachsen gezeigt haben, zu fordern, daß sie ihr Amt in die Hände von Männern niederlegen, die, höflich ausgedrückt, ihre Befähigung erst nachzuwciscu habcu u. s. f." — Man irrt wohl nicht, wenn mau iu diesen Ausführungen die Ansichten dcr ministeriell gewordene,, Fortschrittspartei-männcr wieder erkennt. 5. Sitzung >cs krainischcn Landtages am 30. November. ! Beginn um halb 11 Uhr. Dem Hause präsidirt der Herr Landeshauptmann Dr. Karl v. Wurzbach. Seiteus dcr Regierung anwesend: Sc. Excellenz dcr Herr Statthalter Eduard Freiherr v. A a ch und der Herr Landcörath Josef Noth. Der Herr P räfi d cut theilt mit dic vom Land, tagSabgcordncten Dr. Costa überreichte Petition der Gemeinde Grafcubruun, betreffend die Seruituteu-Ablösung. Sohin tritt das HauS iu die Tagesordnung ein, auf welcher folgcudc Gcschäfisstückc stehen: 1. Antrag des LandcSausschusseS auf Erhöhuug der Subvention für die Mcrlschclschcndorf «Gnrkfcldcr Straße, dahin lautend: Dcr Landtag wolle zur Sub» veuliou des Krakauer WalddurchbruchcS iu dcr Mer« tschttschcudolf'Gurifcldcr Strnßc außer dcu vom Lau« dcsausschussc bereits zugesicherten 1359 sl. 7 kr. für dic iu Folge der ncucn Erhcbnngcn sich bedeutend höher hcrallsslcllcudell Kosten der Kunstbauten, und zwar für Matermlicu uud Meisterschaften einen weiteren Betrag von 2000 fl. auS dem Lauocsfonoc bewilligen und iu das Erfordernis; deö LaudesfondsprüliminareS pro 1807 einstelle,,. Abg. v. Laugcr beantragt die Zuweisung dieser Vorlage an deu Finanzausschuß zur Berathung, Prüfung uud abgesonderten Berichterstattung; waS angcuom-inen wird. Abg. Mulej stellt den Zufatzantrag, daß von dem unu bestehenden Finanzausschüsse stets localluudigc Man-ncr auS dcr Mitte dcö Hauses bei dcr Frage der Eou-currcuzstraßen zu Berathung zugezogen werden. — Wird angenommen. 2. Antrag deS LandcsausschusseS auf Erhöhuug des DiurmlMö für deu Diurnistcn dcr ^audcsbuchhaltuug Raimund Schischlar von 80 lr. auf 1 fi. — Wird angenommen. :i. Autrag des Laudcsausschusscs auf Bewilligung einer Subvention von 1000 fl. auö dem LandcSfoudc au die Gemriudeu des Bezirkts Scnosctsch für dic im Jahre 1867 zur Auszahlung gelaugenden Kosten im Restbeträge von 1W0 fl. für Kunstbauten au der Rela-thaler Straße. Abg. Costa beantragt mit Rücksicht auf die miß. lichcu Vcrmögcuöverhältuisft dcr bcthciligten Gemeinden die Bewilligung des vullcn Restbetrages mit 1960 fl. aus dem Landcöfonoe, uud stellt deu Zusatzautrag auf Zuweisung seines Antrages au den Finanzausschuß zur Erledigung, was angenommen wird. 4. Antrag des ^andeSauSschusscs auf Erlassung eines LandcSgcsctzcs betreffend die Huudcslcuer und Hunde« ordnuug. Dieser Antrag wurde zunächst durch dic Beschlüsse des iuterualioualcu thicrärztlicheu CougrcsseS angeregt, woriu auf die Gefahr dcr Hundswulh und die Noly-wcndigleit, die allzu große Zahl der Hnndc zu bcfchräu. ken, sowie als daö ausreicheudste Gegenmittel auf dic Einführung einer allgemeinen Huudcstcuer hingewiesen wnrdc. Außerdem haben auch 15 Gemeinden dcS Landes specielle Aitlcu wcgcu einer Huudcstcuer gestellt. Der LandcSausschuß beantragt: Dcr hohc Laud-tag wolle ciu Landcsgesetz in folgender Fassuug beschließen: „Gesetz vom .... wirksam für das Hcrzogthum Krain, be< treffend die Huuocstcucr und Hundcorduung. Ueber Autrag deö Landiagcs Äieincö Herzogthmus Krain finde Ich anzuordnen, wic folgt: I. Jede Stadt» und Vaudgemciudc ist ermächtigt, eine Huurcstcucr einzuführen. Die crfolglc Einführung ist dem LaudcSauSschussc mitzutheilen. 2. Dieselbe ist für jcdcn Hund ohne Unterschied mit dem jährlichen Bclragc von 1 bis 2 Gulden vou dem Besitzer des Huudcs zu Gunsten der Gemeinde« cassc eiuzuhedcu. Einc Steucrbefrciuug für Hunde, wclche für gewisfc Zwecke unumgänglich nolhwcudig stud, kann nur ausuahmöweisc vou dem GcmciudcauSschuß bewil^ liget wcrdcu. 3. Bci Einführuug uud EinHebung dcr Huudestcucr ist sich au die vom Laudesausschussc zu erlassende,, Voll-zugSvorschriftcn zu hallcu." Damit jedoch dic einzelnen Gemeinden in möglichst einheitlicher Weise dic Huudcordnung handhaben, ist die Erlassuug einer solchen Instruction, nach welcher sich zu benehmen ist, uothwcudig, daher mit Bezug auf dcu Artikel 3 des Gesetzentwurfes der Landesausschuß den weitere,. Autrag stellt. Der hohc Landtag wolle beschließen: „Der LandeS-ausschuß wird beauftragt, im Sinne der Beschlüsse dcS iutcrnationalcn thicrärztlichcn Congresses in Wien in Uebcrcinstimmuug mit dcu derzeit iu Wirksamkeit stehen» dcu Scuchcuuorschriftcu vou, Jahre 1859, Z. 32,590, eiuc Hundcordnung fammt dcn Vollzngsvorschriften, betreffend dic Eiuhcbuug dcr Hundesteuer, festzustellen uud dieselben dcn Stadt- uud Landgemeinden zur Darnach« achtuug mitzutheilen." — Wird im Einzelnen und im Ganzen angenommen. 5. Der Antrag dcS LandeSausschusses, der Landtag wolle beschließe«: „Dcr LaudcSausschuß wird beauftragt, dic scincrzeiligc Refundirung der auf dic Zcit vom lOtcn September biö Ende December 1866 entfallenden Kosten für die Verpflegung und Begleitung dcr Schüblinge auS dem Landeöfondc zu vcraulasseu uud dic gceigucten Ver-füguugeu wegen der au dic k. l. Bezirksämter zn leistenden Vorschüsse bezüglich aller bci denselben vorlom« mcuden Schubanslag.cn und der hierüber zu legenden Rechnungen zu treffen." Dieser Antrag bezieht sich auf die allerhöchste Entschließung vom 10. September l. I., womit die Forderungen, welche das Acrar an den Landcsfond wegen der bisher aus dem Inquisitiousverlagc bcstrittencn Schubauslagcn (Auslagen auf die Verpflegung nnd Bcglcituug dcr Schüblinge) im Betrage von 62.000 si. zn stellen hatte, abgeschrieben werden, daß aber in Zukunft an dcr ausnahmslos für alle Länder crflossenen allerhöchsten Entschließung vom l4. September 1852, wornach alle Schubkasten (daher außer den schon bisher auS dem LaudeSfondc bcstrittcnen TranSportauS-lagcn auch die oben bezeichneten) ans dem Landcsfonoe zn bcstreiten, festzuhalten und dieselbe unbedingt durchzuführen sei. Der Antrag wird angenommen. 6. Dcr LandeSauSschuß beantragt, dcr h. Landtag wvlle beschließen: „Die Einführung dcr Gasbeleuchtung 1. im landschaftlichen Theater mit einem Kostenaufwand c von 2850 si. 40 lr., 2. im Nedoutensaale und in dcn Nebenlocalitätcn mit einem Kostcnaufwandc vou 793 si. 57 kr., wird . nachträglich genehmigt." — Wird auncnommcn. 7. Der Antrag dcS LaudesanSschnsscs auf nachträgliche Genehmigung: 1. der ans dem Landesfoudc erfolgte,, Vcraus« gabnng von 13.889 si. 86 lr. für dic beim Grubcr'schcn Canal geleisteten Mehrarbeiten, so wic 2, dcr Verausgabung von 3921 fl. 82'/, kr. für die Herstellung dcö Schlcußemverkcs im Laibachflusfe. Abgeordneter Suppan beantragt die Zuweisung dieses GcgcustaudcS zur Vorbcrathung und Berichterstattung au dcn FiuauzauSschuß, was angenommen wird. 8. Der LandcSanöschuß legt vor dcn RcchuungS-abschluß dcö lrainischcn GrundentlastungSfondeS für daS Jahr 1865 uud beantragt die Zuwcifung desselben an dcn Finanzausschuß zur Berathung und Antragstcllung, waS angenommen wird. Dcr Hcrr Präsident theilt somit die auf der TagcS. ordnung dcr nächsten Sitzung vorkommenden Geschäfts-stücke mit: 1. Bericht dcS Finanzausschusses über daS Präli« minarc dcS Grnndentlastungsfondcs für das Jahr 1867; 2. Bericht des FinanzausschusfcS mit seinen An-trägen über das Präliminare des Domcsticalfondcs für das Jahr 1867; 3. Autrag des LandcSauöschusscs auf Bewilligung ciucs Beitrages von 1000 si. aus dem LaudcSfoudc zur Unterstützung dcr durch das Feuer verunglückten Stra- Isifchcr; 1828 4. Bcricht des Finanzausschüsse? bezüglich der Vrr« pftegsgcbühr im Zwangsarbcitshausc; 5. Bericht des Fiuanzauoschusscs wcgen Gehalts-erhöhuug dcr Bcamtcn im Zwangsarbeitshause; 6. Dcr Landcsausschuß beantragt eine Gnadengabe für die Witwe und die Töchter des verstorbenen Arztes iln Zwangsarbcilshausc Dr. Sledl. 7. Antrag dcS Landesausschusses auf Erhöhung der Prämien für Vorimpfliuge und Aenderung des stabilen Impfplaucs. Die Abgeordneten Gutmann uno Kapelle werden zu Schriftführern gewählt. Schluß dcr Sitzung 1 Uhr. — Nächste Sitzung Dienstag, den 4. December 1806. Oesterreich. Wicu. Das Kriegsministcrium hat noch uutcrm 8. d. cinc Zuschrift au die Ccutralstcllcu dcr politischen Verwaltung gerichtet, worin dic. ?iothwcudiglcit bctont wird, den Militär fond von Ausladen zu entlasten, die nur abusive ihm auferlegt wurden. Das Kriegs-minislerium fordert iu dieser ')l0tc, daß die Durchzugs. Kostvcrgütung für Militärs auf die jeweilige Ziffer des Mcnagcgcldcs rcducirl und die Arme c >B cq nart ie < ' rung in allen ihren Formen, sowohl beim Durchzugc, als bei dcr daucrudcn Eiuquarlicruu«, sowohl die Uu-tcrkuuftslcislung >» »ntuil', als die Bestreitung der Aequivalentc im Gcldc auf die betreffenden Länder über» nommcn werde. Das Kriegsministcrium fordert, daß dcr Grundsatz anerkannt werde, daß die freie Unter« kunft für die Armee cinc Cardiualgcbühr ist, deren Bei« sttlluug den Gemeinden, dem Laudc obliegt, eine Obliegenheit, wcl6)c im Laufe der Zeiten iu Rücksichtsnahme auf die Bedürftigkeit einzelner Länder durch verschiedene Hilfen nnd insbesondere durch die Hcrauzichuuq des Mililürui<^!l> , begab sich zu den Pyramide», und in weniger als cincm Monat brachte cr einc mit ihm abgeschlossene Crcditopcratio" fij,- und fertig zurück. Herr Cernuschi (uud seine Geschäftsfreunde) gebeu dem Vicclöuig cincu Vorschuß von 22.500 000 Fr. auf den Rest dcr Obligationen deS erwähnten Anlchcns, dcr sich anf 1,400.000 Pf. St. bclänft. Diese Obligationen sind jetzt auszugeben. Ihre volllommcuc Sicherheit lann nicht bezweifelt werde»; dcuu sic siud regelmäßig, parccllcuweisc und durch die Gerichtsbarkeit dcs englischen nnd frauzösischcn Consu-latS auf 153.000 Hektaren bebauten Ackerlandes hypo-lhccirt; also buchstäblich Hypolhckcnschcine. Die Grund-buchsactc und dcr vom Vicekönig uutcrzcichuctc Gcncral-schuldschcin liegen in der Bank von England. Por-thcilhaft sind jene Obligationen; denn zum AnsgabscurS von 3W Francs tragen sie ein jährliches Interesse von 35 Fr., nnd sie wcrdcü zn 500 Fr. binnen vierzehn Jahren mittelst halbjähriger Verlosungen zurückbezahlt. ES ist dieß einc Gclcanlagc von 5 Procent zu 55^, und, gcwissc SnbscriptionSvorthcilc ciugercchucl, von 11 Procent. Für den Viccköuig erscheint dies nicht drückend; denn 7 Procent ist der übliche ZiuSfuß iu Egyplen, und dic Elasticität dcr Hülfsmittel ist daselbst ebenso groß als die Wirthschaftsciurichtuug au und für sich solid uud vervollkommnet ist, so viel auch dic so« cialcu Einrichtuugru zu wünschen übrig lassen. — 20. November. Dic „Opimouc uatioualc" hob gcsteru Abcud, in ciucm sehr überdachten Artikel ihres Ehefredactcurs, die mißlichen Folgen hervor, welche eine Reise dcr Kaiserin »ach Rom unter den gegenwärtigen Umständen habcu könnte. Personen ans dcr Umgebung dcs Kaiscrs theilen dic Ausichlcu dcs Hcrrn Gu<>roult, und vielleicht ist letzterer vou ihncn veranlaßt worden sich ohnc Verzug gcgcn cin Project zu erheben das selbst dcr Kaiser nicht gan; so entschieden mißbilligt als uunl glauben sollte. Der Furchi, daß dcr Pcipst abreiset würde, ist er von neuem zugänglich geworden, seitdem er erfahren hat, daß gewisse Stellen aus dem Rundschreiben des Barons Ricasoli nnd noch mehr der Umstand, daß die frauzösischcu gouveluciurntalen Blätter gegenüber dcusclbcu keine Vorbehalte machten, dcu Papst abermals mißtrauisch nud schwankend gemacht haben. Ich sage „abermals", deun iu den Tagen vor der Vcr^ ösfcntlichnng dcs italienischen Ruudschrciveuö hattc sich der Papst schr beruhigt gezeigt. Ictzt rumort es wie-dcr im Vatican, uud da man in Compi^gnc nichts so schr fürchtet, als dic freiwillige Entfernung dcs Papstes unmittelbar uach oder gleichzeitig mit dcm Abzug der franz. Truppen, so ist es am Ende nicht zu verwundern, daß selbst der Kaiser dcr seltsamen Anwalwlnng scincr Gemahlin kein kategorisches Veto entgegenstellt. Dic Geschichte wird wohl auf ciueu blinden Lärm auslaufeü, nnd sowohl PiuS l.V. als die Kaiserin Engenic dahcu» blcibcn. — Das Gerücht, Preußen wollc zn Guustc>' dcs Papstes intcrvcuircu, ist geradezu absurd; höch>l wahrscheinlich muß cs auf dic Thatfachc zurückgeführt werden, daß daS Berliner Cabinet nicht abgeneigt fei» würde, sich au einer Confcrcnz oder an schriftlichen Berathungen über die zur Sicherheit dcs Papstes crfordcr' lichcu Maßregeln zu bcthciligcn. Spanien. Dcr Telegraph meldet den franzo!^ schcn Blättern über die Einweihung dcr Eisenbahn von Madrid nach Badajoz, dic Portugal mit Spanien vcl" bindet, viele Eiuzcluhcitcn, aus denen hervorgeht, daß diese Festlichkeit benutzt wurde, um abermals officic" gcgcn die „iberische Union" zu dcmonstrircu. Die Minist dcS Staates und dcr öffentlichen Arbeiten von Span«"' und Portugal brachten feurige Trinlsprüchc aus die ^l'" heil der materiellen und moralischen Iutercsseu bcidcl Staaten, bci aller politischen Unabhängigkeit, anS. ^ Was die innern Zustände Spaniens betrifft, so zl^l folgende Stelle aus einem Priuatschrcibcu, daS Naroacz an einen französischen Politiker gerichtet, von dessen ""' ucrwüstlichem Selbstvertrauen: „Ich kanu Ihucn v^'' sichern, daß die Ruhe jetzt vollständig ist, baß cS m' dcr Reorganisation des Heeres rasch vorwärts geht, u"" daß ich, wenn ich Ihnen sage, es sei nichts zu fürcht"'' dies thue, weil ich dessen gewiß bin. Die Militär,!") Disciplin ist wieder hergestellt, und die schlecht Keime, die sich darin fanden, sind entfernt uud zc stört." — Dic „Epoca" gibt ciue ungemcin schw"^ reiche Beschreibung des Baulets, welches dic Kömg' zu Ehren der Officierc dcS aus dem stillen Ocean hc>n gekehrten Geschwaders in ihrem Palaste gcacbcn N ' Als der Champagner eingeschenkt wurde, erhob s'") ^i-Majestät und brachte mit klarer Stimme und "^! .^ Würde, welche in so hohem Grade diese erhabene V ^ schcrin auszeichnet, folgenden Toast aus: „3") 1829 aufs Wohl der Seeleute, dle, 6000 Meilen von Spanien entfernt, so glorreich die Ehre ihres Vaterlandes gewahrt haben." Das diplomatische Corps war zn dem Feste nicht geladen wordcn, da man diesem vollständig den Charakter eines Familienfestes erhalten wollte. — Nach der „Correspoudeucia" befindet sich nur ein spanisches Schiff, der „Vnlcano" in den Gewässern von Civitavecchia, in denen tiefgehende Fahrzeuge nicht anlegen können. Sollte sich aber, was bis jetzt nicht wahr« scheinlich, der heil. Batcr an Bord deS „Pulcano" begeben, so würde das in Barcelona liegende Linienschiff „Isabcl ll" Se. Heiligkeit auf offener See ans. nehmen und nach Spanien bringen. — Die Journale don Cadix dcmcntiren in sehr nachdrücklicher Weife die Gerüchte über die angeblich harte und grausame Bchand« lung, welche der Mannschaft des „Tornado" von Seiten der spanischen Dampsfrcgalte „Gcrona" zn Thcil ge< wordcn sei. Die Mannschaft wcrde selbst bezeugen, daß all' diese Verdächtigungen unwahr seien. — DaS Journal von Vayounc, das in Beziehungen zum Cabinet Naruacz slchen soll, veröffentlicht in feiner SountaiMummer eine Korrespondenz anö S p a » nien, in welcher eö heißt, daß die Zusammenkunft verschiedener Mitglieder des HanseS Bourbou in Madrid zu dem Gerüchte von dcr A b d a n k u n g derKönigin Isabella Anlaß gebe. «ondon. 25). November. Man schreibt der ,.N. Fr. Pr." von hier: Eine unmittelbare Gefahr scheint in Irland bcvorznslchcn: das ist dcr Inhalt einer soeben aus Dublin an die Regierung gelangten Depesche. Man fürchtet drüben nicht blos insurrcctionclle (wenn anch unzweifelhaft erfolglose) Ausbrüchc, soudeiu mau ist auch namentlich nicht sicher, wie sich eine Auzahl der auf dcr Infcl garnisouirteu Trupftcu irischer Abkunft in solchem Falle verhalten würde. Die iu Cork mit Bc-schlag belegte Waffcufcuduug hält mau für einen unbc-deutenden, znfällig entdeckten Thcil einer großartig orga« nisirlcn Einschmuggeluug, und da es sich um ausgezcich-nctc amerikanische Gewehre handelt, während die eng. lifchcn Truppcn fast durchgängig noch mit dcn alten Waffen versehen sind, so wirkt die Entdeckung jener Cinpaschnugcn um so bcnnruhigcudcr. Die Regierung hat sich in jüngster Zeit anfmcrlfam mit der Frage bc< schäfligt, wie die Rnhc in Irland vermittelst Anfbic. tung rincr gcnügcndcn bewaffneten Macht zu erhalten sei. Ich höre, cö ist vorgeschlagen, zwauzig eug. lifche Miliz < Ncgimentcr einzubcrufcn nnd sie auf die „S chwcstcr. Ins cl" z ll verlegen. Dafür foll dann ein großer Thcil dcr gegenwärtig drüben stationirtcu regelmäßigen Truppen aus Irland zurück-gezogen werden, wobci mau natürlich Bedacht nehmen würde, dicjcmgcn Regimenter abzuberufen, in welchen sich Spuren des fcnischci» Einflusses gezeigt haben. ES soll, wie verlautet, dicsc Abberufung nnlcr dem Vor» Wände geschehen, daß die regelmäßigen Trnpvcn für auswärtigen Dienst verwendet werden müßten; allein gerade dort, wo dies am uülhigstcn wäre — nämlich in Canada - kann man die vom Fenicrthum augc< steckten Soldaten ebensowenig brauchen, wie in Irland selbst. Es scheint mir daher, daß, wenn dcr erwähute Plau durchgeführt wird, mau die aus Irland zurück. Lezogeucn Regimenter vicl eher hier bclaffen wird, iu dcr Absicht, sie bei etwaigen Conflicten in England zu verwcudcn, falls sich solche auS dcr Rcformbewcgung ergebcu sollten. Dcun das ist sicher. daß sich Irländcr trotz odcr vielleicht wegen ihres Hasses gcgen England leicht auch gcgen das englische Volk commandircn lassen, wovon inan ähnliche Beispiele ja auch anf dem Con< t>»cnt vielfach gcfcheil hat nud fortwährend ficht. — Aus Chalam und Woolwich kommt die Nachricht, daß Abtheilungen der königlichen Marmc.Truppcn nach Ir-la»d aufgcbolcu sind, um einen befürchteten fenlschcn Ausbrnch niederhalten zu hclfcu. Kurz man ist hicr ""gcnblicllich iu Bczug auf irische Zustände iu großer Spannung. Petersburg, 19. November. In Central-Asicn erkämpfen die russischen Waffcn cincn Elfolg nach dcm n»dcrn und, waS inchr sagen will, drinnen imulcr wci« ^r vor, Ländcr auf Bänder crobcrnd. ^lachdcin jüngst d'c Festung Ur°Tjnbc gcnommcu, ucrbrcitct hcntc ein ^rivatberichl vom 27. October die Nachricht, daß sich d>e Stadt ssolan auf Gnade uud Ungnade dcn russi-scheu Truppen uutcr General Romanowski ergeben hat. Die bisherige ^ollinic soll dcm zufolge um die Klei-"'gteit von 300 geographischen Meilen weiter nach ^cntral.Asicn vorgerückt werden. Mau sagt fcruer, der ^encral.Gouvcrncur KriöhauowSki habe sich in Person "ach dcn Besitzungen dcr Bucharei begeben. -Ans alle .e>" schließt man, daß die russische Herrschaft in Ccn-!^l.Asicn sich nur dann gesichert sehen wird, wenn sie '" dm vollständigen Besitz des Thales von Amu.Daria Nclaugl ist. Es wird bereits angeregt, iu Taschkent ^"cn besonderen General Gouverneur einzusetzen, weil "er Ort 2000 Werst von Orenburg entfernt ist. Evnstantinopel, 27. November. (Direct.) Trotz ocr Vcrnrthcillmg des „Levant Herald" zu einer Gcld< ''M'c veröffentlicht derselbe abermals einen Bericht über 'wen Sicg dcr Candioten. — Die katholische Bcvölkc-^"g von Albanien ist in großer Aufregung. An dcr >p>bc dcr Bcmcguug slch! cin Geistlicher. Ein laiscr. ")er Kommissär 'ist zur Vermittluug d^hin abgegangen. Aus Vtexico, 6. October, wird berichtet: „Der General und Commandant des österreichischen Freiwil« ligcucorps in Mexico, Franz Graf Thu n.Ho he liste in, sah sich durch Verhältnisse gezwungen, Sr. Ma» jestät dem Kaiser Maz im ilia u i. die Bitte um Rück« iritl in die t. l. östcrr. Armee zu unterbreiten, welche demselben genehmigt wure-c. Anf allerhöchste Anordnung hat dcr kaiserlich französische General Neigrc das Commando dcr 2. Territorialdivision, uud der i« Puebla auwcscndc raugsältcre Officicr des österreichischen Frei-willigcncorps, Oberstlieutenant Baron Bcrtrand, das Commando dieses letzteren vom General Grafen Thun übernommen ; Obcrstlicntenant Hotze versieht seit Anfangs August den Dienst des Stabschefs. Dem Geucral Grafen Thun wurde vom Kaiser in einem a. h. Handschrei> bcn dcr besondere Dank für die mit so viel Treue und Ergebenheit geleisteten Dienste, und gleichzeitig der a. H. Wunsch für die besten Erfolge beim Rücktritt iu das k. k. österreichische Heer ausgesprochen. Die schnell er« folgte Abreise des Generals ermöglichte es uur dcu in Pucbla anwesenden Officiereu, sich pclsönlich zu verabschieden- nur diesen und einer Deputation von Mann-schaft war cö vergönnt, das Bedauern über sein Schci« dcn auszusprcchen. Das OfficiercorpS veranstaltete zu Ehrcu dcs Gcucrals ein Abschicoödiner, wozu dcr l. fran-zösischc General Baron Ncigrc und ein Theil dcr k. fran-züsischen uud mexicanischeu Officicrc dcr Garnison gc-laden waren. Bei dieser Gelegenheit sowohl, als auch bei dcr am folgenden Tage 4 Uhr Morgens (dcö 25tcu September) erfolgten Abrcifc wiederholten sich die lau-testen Beweise dcö Bedauerns über das Scheiden dcs Commandauten. Mit a. H. Entschließung vom 9. Sep. tcmber d. I. hat Kaiser Maximilian die Hauptlcntc dcr Iägcrtruppc: Carl Krickcr uud AruUn Aarou Hammcrstcili zu Majorö cruaunt. Der Rittmeister dcs Ulahncu'RcgimcutcS, John William Bythcl, ist seinen, im Gefechte von Acazochillan erhaltenen Wun-dcn am 6. October d. I. erlegen. Ans Sdew'Aork, 14. Nov., wird gemeldet: Bing. Hain, einer von den Nadicalcn. die sich verschworen haben, den Präsidenten Johnson anzuklagen, bereitet die Artikel dcr Klage vor. Dieselben sollen nichts weniger als die Anschnldignng wcgcn Hilfe und Unterstützung zu der Ermordung des Präsidenten Lincoln enthalten. Die große Jury iu Washiugtou hat ihre Entscheidung gegeben, daß Sandford Couorer, dcr Hauftlzeugc sciucr Heit in dcm Processe gcgcn Icffer-sou Davis, wegen Betheiligung au dem Morde ^in» colns, wegen Meineid vor Gericht zu ziehcu sei. Man erwartet bei dcr Untersuchung merkwürdige EuUMluu gen über die Führung des Prozesses durch den Richter Holt.__________ _______ _________________ Tagesueuigkeiten. — Das Ramin gton »Hinterladun gsg ewehr darf als für die österreichische Arme«.' bereits angenommen betrachtet werden; die in Wien (vor der Favorilenlime) eta-blirte Fabrik ist in vollster Thätigkeit. Die Umarbeitung der vorhandenen Gewehre indeß, die nach diesem System nicht möglich ist, wird nach dem Lindner'schen System erfolgen. Das Ramington-Gewebr feuert 12 Schüsse in der Minute. — Man schreibt aus Frankfurt c>. M. Folgendes: Die aus der Münze hervorgehenden Gepräge tragen cin kleines (^, zur Unterscheidung von dem in Berlin und Hau« nover geprägten Gelde. Das in Berlin geprägte Geld wird künftig ein ^, das in Hannover geprägte cin Ii tragen. Nie hicr geprägten, sehr schön ausgefallenen Dopt pellhaler führen in den Flngeln deS preußischen Adlers die Wappen der bisherigen preußischen Provinzen u»d dcr nru erworbenen Länder. — Von Lamartine erscheinen im Februar des nächsten Jahres „Memoiren," auf die bereit« Subskriptionen angenommen werden. Vorläufig sollen vier Bände herauskommen. Das ganze Werk wird zwölf Bände umfassen. — Von dem Componistcn A ubcr wird folgende picante Anecdote erzählt, die sich in dcn letzten Tagen ereignet hat. Der Dichter der „Stummen" gi»g gerade aus seinem Haus.-, als ihm ein Mann von ernstem Aussehen begegnete, dcr sich dcim Portier um Herrn Auber erkundigte. — Herr Lluber, der bin ich, sagte er mit bescheidenem Lächeln. — Sie, mein Herr! antwortete der Besucher. Es thut mir unendlich leid, ich bin der Doctor L.; man hatte mir Ihren Tod gemeldet und ich bin heibtigceilt, um Ihre Cinbalsami' rung vorzunehmen. — Ach, mein Herr, rü'f Aubcr, ich bedauere sehr, das; ich noch nnter dcn Lebenden mich befinde und Ihnen nicht zu Diensten stehen kann. — Zu dcr ausgeschriebenen Concurrenz um das Denk: mal für den Turnvater Iahn, welches auf der Hasenhaide bei Berlin errichtet werden soll, haben elf Bild« Hauer Skizzen eingeliefert. Die Künstler sind zum Theil ano. nym geblieben, die genannten sind die Herren Cicke, Pohle, Pfuhl, Louis Drake (Bruder von Friedrich Drake), Keil, Thomas und Walger. Die größte zu überwindende und in keiner Skizze ganz ilberwunvene Schwierigkeit bildete sonder« barerweise das schon vorhandene Material zum Postamente des Denkmals. Turnergemeindcn aus fast allen Theilen dcr Welt hatten nämlich Steine dazu nach Berlin gesendet, und diese rohen Blöcke bilocn bereits einen erheblichen Steinhaufen, auf welchen die Statue gestellt werden soll. Die Steine sollen in ihrer natürlichen Form bllüssen werden, und so entsteht die schwierige Aufgabe, dicse» rohcn Haufen in irgend cine Form zn bringen, welche mit dcr Kunstform des Denk- mals einigermaßen harmonlrt. Die Idee, einen Haufen Fels« blocke cylloftisch aufzuthürmen, ist freilich sehr urgermanisch, aber künstlerisch ist sie nicht. — Ais jetzt haben folgende Regierungen von den ihnen angewiesenen Räumen im Pariser AuS st ellu n gS-palaste Besitz genommen: Belgien, Oesterreich, die Schweiz, Spanien, Portugal, Griechenland, Dänemark, Nußland, Cgvpten, China, Irpan, Siam, Persien, Tunis und Ma» rollo. Da« Theater franccu's hat für die Ausslellungszeit ein neues Stück von Augier in putto. Außerdem beabsichtigt die Verwaltung der ersten Bühne für diese Epocbe auch ihre Pensionäre unter die Fahnen zu rufen. Es zÄhlen zu denselben einige Künstler ersten Ranges, welche Paris schon seit Jahren nicht mehr bewundern konnte, wie Samson, Gefflov, Beauualet u. a. — Der Fürst von Monaco, d,r Herr von tausend Seelen und Besitzer einer Vergspitze, gab neuesten« seinem Staatöminister den Befehl — so schreibt man der „Gaz. Nar." aus Florenz — den Commandeur Octav Nal« dim als beglaubigten Gesandten nach der ewigen Stadt zu schicken. Cardinal Antonelli hat nun denselben mit vieler Auszeichnung empfangen. Besagter Diplomat bezicht von seinem Herrn und Gebieter 30 Francs monatlichen Gehalt, einen complete» Anzug und zwei Paar Stiefeln. Dieselben werden auch auf Etatelosten vorgeschoben. — Der Prinz Arthur von England hat sein 10. Jahr erreicht: die Königin Victoria beabsichtigt, ihn als Cadet in die königliche Kriegsakademie von Woolwich eintreten zu lassen. Der Prinz von Wales hat den Titel „General" und ist Oberst des 10. Huharen'Rcgiments i d« Prinz Alfred ist Marine»Capitan, daher will die Königin den Prinzen Arthur zum Artillerie» oder Genie-Osficier vor» bereiten. Die königlichen Prinzen würden in dieser Weise den drei Hauptzweigen des MilitHrdienstls vorstehen. — Der berühmte Violoncellist Servais ist am 20. November in Hal (Belgien) im 60. Lebensjahre ge« storben. — Der König von Dahomey hat wieder ein großes Menschenopfer gebracht. Nach brieflichen Ve< richten aus Lagos vom 10. d. M. war er im Begriffe, gcgcn die Aschantiö in den Krieg zu ziehen, und lieh, um sich des Wohlwollens der Götter für seinen Feldzug zu versichern , 200 Menschen hinschlachten: die dritte Gräuel» that dieser Art in dem laufenden Jahre. Locales. — Wie nothwendig eine strenge Aufsicht über herrenlose Hunde ist, beweist ein gestern vorgelom» mener Fall. Cin großer Hund (ohne Marke) mit weihen zottigen Haaren übersiel in der Nähe des Vischoshofs einen harmlosen Vorübergehenden und biß ihn mit solcher Gewalt in dcn Arm, daß er cin großes Stück des Obeirocls lohrih. Zum Glücke drang der Biß nicht durch die dicke Oberlleidung. — Die „N. Fr. Pr." berichtet: „Dcr Tenorist Heir Adolph Ander, welcher in Laibach in „Robert," „Ernani" l^. s. w. ungewöhnlich gefiel, geht, dem Vernehmen nach, an Stelle dcö Herrn Zottmayr nach Graz." — Wir müßten es sehr bedauern, wenn dieser Abgang schon jetzt erfolgen sollte. — Dieser Tage hat der Senior Herr Medikus auS Triest eine Visitation dcr hiesigen evangelischen Ge> meinde, gleichwie auch jener in G0rz, Marburg und CiIl i, vorgenommen und sodann seine Reise nach Pettau fortgesetzt. — (Theater.) Mit der gestrigen Opernvorstellung — „Lucrecia Aorgia" wurde zum ersten male gegeben __ hat sich dic Thcaterleitung den Abonnenten, die anfänglich darüber erfreut gcwcsen sein mochten, daß sie eine erste Opernaufführung zu Gehör bekommen sollten, nickt zum be« sondern Danke verpflichtet. Gehört „Lucrecia Vorgia" über« Haupt nicdt zu jenen Opern, die unsere Aufmerksamkeit be« sonders fesseln könnten, so war noch dazu die gestrige Opern«-Vorstellung die mindest gute, deren wir uns im Laufe der heurigen Saison zu eunncin wissen. Mit Ausnahme Von Frl. P üchler, welche dcn „Mafsio Orsini" recht brav sang und besonders im letzten Acte viel Beifall fand, sowie des Herrn Podhorslv, der besonders mit der höheren Lage seiner Stimme Cffccte geschickt zu erzielen v^r» steht, wofür ihm die Anerkennung des Pudlicums niemals ausbleibt, können wir leine der gestrigen Leistungen als eine besonders glückliche bezeichnen. Als „Gcnnaro" debutirte Herr Burghofer, konnte jedoch das Publicum keineswegs zu dem Glauben an feinen künstlerischen Beruf erheben: Herr Burghofer scheint uns hiezu der Grundbedingung eines guten Sängers, des erforderlichen Stimmfondes, zu entbehren. Müg° lich, daß die mit dcm ersten Auftreten naturgemäß verbundene Befangenheit und die bei Hcrrn Burghoser, der erst seit einigen Monaten dem Theater sich gewidmet hat, noch nicht überwundene Schüchternheit überhaupt cs demselben nicht möglich machten, seine Stimmmittel in größerer Kraft zu ent» falten, darüber könnten wir erst bei einem wiederholten Auf« treten ein bestimmteres Urtheil abgeben; daß aber sein« Stimme lein Metall hat und den Charakter cincs gewissei, habituellen Umslortseins an sich trägt, tonnen wir wohl schon heute aussprechcn. Im übrigen war seine Intonation rich« tig, nur machte sich in seinem Grange, besonders im Cn. semble, zum Theile eine Unsicherheit bemerkbar, die wir wohl auf Rechnung seines ersten Auftretens setzen dürfen. Im Publicum hatte Herr Burghoser, was wir constatiren müssen, keinen Anklang gefunden, und cs hängt wohl von cinem zweiten Debüt dieses Sängers ab, ob er sich bei unserm Theaterpublicum Sympathien zu erwerben wissen wird, oder nicht. 1830 ^. 6. Krain er in Alerandrien. Am näcbsten Montag werden wieder zwei Kramer von Laibach nach Alexandrien abreisen, wo sich bereits mehrere Kramer, dem Handels' und Gewcrbeslande angehörig, befinden. In der jetzigen Jahreszeit ist das dortige Klima filr den Europäer nicht nur erträglich, sondern sehr angenehm, während im hohen Sommer eine unerträgliche Hitze herrscht. Der eine der jetzigen Neisenden ist ein geborner Laibacher u»d Handelsmann, der andere ein Tischler Namens Martin Miluö, aus Oberlaibach gebürtig und lcdig, im höheren ManneZaltcr stehend. Vcide gedenken nach einiger Zeit wieder rüctznkehrcn, insbesondere will Miluö dann die Rückfahrt über Nom antreten, nm auch die ewige Stadt zu sehen. Denn, wie er nachfolgend mittheilt, war er bereits in Cenlralafrika und Palästina. (5r machte im Jahre 185Z die sehr beschwerliche 3lci.se nach Khartum mit der Karavane Knob lechers M't. Unter den Neiscnden befanden sich noch vier andere Kramer, sämmtlich Gewerbsleute. Die ganze Karavanc bestand aus 18 Mann und 150 Kameelen, welche nebst den Lcbensmitteln und sonstigem Gepäck auch Bretter und verschiedene Waaren aus Wien mittrugen. Indem sie auf den „Schiffen der Wüste" weiter segelten, war durch volle 14 Tage leine Spur von Wasser zu bemerken. Dagegen hatten sie das Wasser in ledernen Schleuchen mitgenommen, und waren für jeden Mann 2 Schleuche bestimmt. . Betreffend den Missionär Knoblcchi'r, sc> findet Mikuö taum Worte, um diesen als Mensch und Priester gleich ausgezeichneten Charakter würdig schildern zu tonnen. Weil dort türtische Regierung und Sprache herrscht, so sprachen Kno-blcchcr, der bekanntlich 14 Sprachen mächtig war, und zwei Aerzte, von denen einer ein Deutscher nnd der andere ein Franzose war, auch tür lisch. In Chart um fanden sie damals die Häuser noch ärmlich und aus Thon gebaut. Fast alle Wanderer erkrankten am Fieber, welches nebst der Ruhr und dem Sonnenstiche zu den gewöhnlichen Krankheiten gehört. Unser Gewährsmann Mikue! war, weil fieberkrank, durch acht Monate an der Arbeit gehindert. Im Jahre 18U3 reiste Mikuö nach Jerusalem: diese Wanderung aber bot viel Angenehmes. Die Neise ging über Croatien, die Wallachei und über das schwarze Meer nach Constantinopel duich interessante und anmulhige Gegenden. Von hier aus begab er sich nach Jerusalem, um die heiligen Stätten zu sehen. In Jerusalem hielt er sich 29 Tage auf und unterließ auch nicht auf ein Paar Tage nach dem nur zwei Stunden entfernten Vetlehem einen Ausflug zu machen. Die Rückreise geschah über Alerandrien. — Ein zufälliges Zn-sammentreffcu mit unserm unternehmenden Neisenden, der übrigens, wie alle, welche die Welt gesehen, ziemlich schweig' sam ist, führte nns zu obigen Mittheilungen, und es wä»e für die Oesfentlichkeit werthvoll, wenn noch manche andere interessante Erlebnisse von unternehmenden Lanoslculcn einem größeren Leserkreise nicht verborgen blieben. Juli den LlllldlMll. Innsbruck, 28. November, Dcr von Dr. ^co-tlardi cinaebrachlc Antrag, ein Counts von fnnf^chn Mitgliedern ans den Gruppen zlir Prüfling der ^age von Wälschtirol lind Orforschuna, der Mittel zn licsttllni, dic Ruhe lind Eintracht im ^andc wicdcr licrznslcllcn und dic Cinhcit dcö Landes anf dir Dancr zn maljicu, wird bei »amcntlichcr Abslimmnng mit 29 gegen 18 Stimmen vcrll)o,rfc» nnd hingcgcx dcr in der vorigen Sitzung gcslclltc Antrag dcs Freihcrrn u. Giouaüelli anf Bestellung eines Alibschnsscö oo» sicbcn Milglicdc,» aus dcm vollen Hanse znr Äcrathnng wcgcn Ell)altl!Ng dcr Einheit nnd Eigenthümlichkeit dc<« Landes angcnmn-mcn. — Dcr Antrag dcr Unmcrsitätarcc'turö wcgcn Äc' trcibnng dcr Erledigung deö Landlaat'licschlnssci', bclrcf-fcnd die Ergänzung dcr Landcönniocrsität, wild einhellig angenommen. .Pest, 2!). November. Der Präsident mcldct, daß während der Vertagung dcö Landtages gegen dc» Dc^ putirtcn Johann M a r o t l) i von Seiten dcr M>l,tär-behüidc cin Verhaflöbcfchl vollzogen wcrdc» sollte. Dcr Präsident intcrucnirle l>ci Sr. Ätajcsläl nnd Sc, N>aj. dc-fahl, daß von dcm Vorgchcu gegen Äiarothi abzustchel! sci, Hicraufwnrdcu noch Eingaben dcrDcpntirteuPanlPap nnd Alcfandcr Escle, deren privatrechlliche Augclcgenhcitcu betreffend, gelesen. Joseph Madarasz bringt eine von Mchrcrcn nntcrzrich»ctc Petition cin, daß dem lalholischcn itlcrnS zu henalcn gestattet wcide. Dcr Präsident mcldct dcn Antrag Tiöza's in Betreff des löniglichcn Ncfcriptcö an. DaS Rescript wird vorgelesen. Hicranf Vorlesung dcs Antrages, welcher cine anl> 15 Mitgliedern bestehende Eominission flir cinc Adresse verlangt, in welcher um i'^Ututi« in int^rum gelitten wird. Dann bringt anch Deaf feincrscil^ untcr Eljen» R>,,fcn sci»cn Antrag cin. Derselbe begehrt gleichfalls im Sinne dcr bisherigen Adressen vollc Hcrstcllnng dcr Rechtscontinnitäl; zugleich soll in der Adresse bcznglich dcr gcmcil'saiilcn Angclcgenhcltcll ans die Fortsct/nn g dcr Arbcitcn dcr l>7gcr.Coinmission hingcluicscn wcrdcn. Pcst, 29. November. Die bei dcn Auträgc Tisza's nnd Dcatö wcrdcn dcm Drnck übergeben und tommcu in dcr nächstcn Sitznng — nbcrmoigcn — znr Verhandlung. Dic von TiSza beantragte Acicsfc würdc erklären, daß, nachdem das löniqliche Rescript dic in dcn siiihercn Adicsscn nicdcrgclcgtcn Äittcn lim Hclstcllnng dcr Rechte nnd Gcsctze des ^andcs nicht erfüllt, dcr Landtag ohnc Vcilctznng dcr 3lcch>öconti° nuilät nicht wcitcr vorgehen tönnc. Znglcich mögc aber, so lantct Tisza's Antrag wcitcr, das Abgcordnelcnl'ans sich mit dcr ehrfurchtsvollsten Bitte an Sc. Majestät wcndcn: Daß S^. Aiajcslät im Sinnc nnscrcr wiederholt ansgcdrücktcn Bitten dic Vcrfassnng in voller Integrität zu rcslitnircn gcilihe, damit wir, nachdem dics geschehen, sowohl dcn von Sr. Majestät bezeichneten An^ gclcgenhcitcn, wic in allen denen, deren Erlcdignng die Intcrcssm dcs Landes unbedingt erheischen, nnscre Thälig, leit bcginncn nnd sic znr Bcfriedignng dcr berechtigten nnd billigen Anforderungen der Bürgcr aller Nationalitäten nnd Eonfcssioncn dcs Vaterlandes fortsetzen und beenden tonnen. Deals Antrag lalltet: Die drückende Bcschwcrde, welche durch dic gcsclMdrigc Snspcndirllng unserer Verfassnug verursacht worden, ist auch mit dcm gegen-märtigcn Allerhöchsten R'cscriptc noch nicht behoben. In uuscrcn Adicsscn, dic wir über die Rcchtscontinnität Sr. Äiajcstät untcrbrcitctcn, haben wir nicht mir daranf gcdrnngcn, daß unsere vcrsassnngömäßigcii 3lcchte an< cllannt wcrdcn mogcn, sondcri, wir habcn vorzüglich nm das gcbctcil und nrgiit, daß linscre Vcrfassnng und nnscrc Gcsctzc sofort in ihrer vollen straft wicdcr her-gcstcllt und vollzogen wcrdcn follen und daß in solcher Wcisc dic Ncchtsconti»uität anch thatsächlich nud wirklich ins ^cbrn tretc. Nnr das allcin wärc im Stande, dcr principiellen Ancrkcnmmg unscr:r Ncchlc, dcm Vcr< fprcchcu und dcn Hosfnnngcn durch Verwirklichung ^cbcn zu gcbni, unsere Acsorgnissc zn zcrstrcncn nnd die Nation zu bernhigcn. In dem Allcrho'chstcu löniglichni Ncscripte ist daö abcr nicht zn findcn. Da also unscrc bcrcchtig-tigtcn Nnnschc anch jetzt noch nicht erfüllt sind, so stcllc ich dcn Antrag: „Daß wir uns in cincr ncncn Adresse a» Sc. ^»cajcstät wcndcn mögcn, in wclchcr Adrcssc wir anf Grnnd dcr frühcrcn Adrcsscu und mit Acrnfnna, anf die in dcnsclbcn anssührlich cntwickeltcil rcchtsge« mäßcu Argnmcntc erbitten nnd nrgircn dic sofortige WicdcrhcrstcllmiH nnserer Verfassung; crdiitcii nild ur-giren d>c oullsländigc nnd faclischc Iicchtscontinnität; erbitten nnd urgircn allcs dasjenige, was wir in nnscrn flühcrn Adressen crbctcu nnd nrgivt habcn " Das Allerhöchste tömglichc ^Ilcscript erwähnt auch dcn Entwnrf, wclchcr bezüglich dcr ans dcm gciuciu-schaftlichcn Intcrcssc cntsprinqcndcu Vcrhältnisfc von dc>n ans fünfzehn Mitglicdcru bcstchcudcu Snbcomit«' der Sicbcnuudscchszigcr ^ Eominission ausgcarbcitct wnrdc, und luacht zil diescm Operate cinia.c Bcmcrkllngcn. In-dcm das Hans sich gcgcnwärtig in dic Bcrathnng dic-scr Bcmcrtnngc» uicht cinlasscn taun, haltc ich dafür, cs sci iil lülscrcr Adrcssc anszlisprcchcn: Das Haus habc bcicits am 1. Ätärz l. I. ans scincr Mittc ciuc aus <>7 Mitgliedern bcstchcndc Emumissiou zu dcnt Zwcckc gcwählt, damit sic cincn Vorschlag allsarbcitc übcr dic ^cststcllnnzi u»d dcu Achandlnngsiiiodno dcrjcnia.cn Verhältnisse, wclchc Ungarn uiid dic audcrn nntcr dcr Herrschaft dcs gcmcinsamcn Ätonarchcn stchcildcu Bänder gc-mciusalll bcrühreu. Die Eommissiou hat ihrcu Vor- schlag uoch nicht eingebracht, das Abgeordueteuhaus wird dahcr dic im königlichcil Rcscripte cnthaltcucu Bcmer-fnnqcn bci Vcrhandlnng dcs erwähnten Eominissions-vorschlaqcs mit Ehrfurcht und qcbührcndcr Anfmerksam-tcit in Erwäqunss ziehen. Demzufolge halte ich cs für nothwendig, daß dcr anch in den bisherigen Adressen er-klärtc Beschluß dcs Hauses, zufolge dcsscu dic aus 6? Mitglicdcru bcstchcndc Eoutiuission mit Ausarbcitnna .'incs Entwurfes bcaliftrngt wnrdc, in scincr vollcn Kraft ^rhaltcn nnd in Vollzng gcscht wcrdc. Dicsc Eommis-sion soll dahcr ihrc durch dic Vcrtagnng dcs Reichstages mttcrbrochcnc Wirtsamtcit chcmöglichst fortsetzen. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Köln, 20. Noucmber. Die „Kölnische Ztg." meldet ans' Paris, eS sci cinc Depesche von Marschall B az ain c im Kriegsministcrinm eingelaufen, wclchc die Ninnöglichü'it nachweist, Mexico vor Ablauf weiterer ;wci bis drei Monate zn verlassen. General Mcjia wild in dicscr Depesche als die passendste Persönlichkeit für die mcxicanischc Regentschaft bezeichnet. Die Staats« form fci glcichgiltig. Dic Gcrüchlc von angeblichen Gelüsten Aazainc's auf dic Krone von Mexico sind falsch. Paris, 29. November. Es wird versichert, daß dic Nachricht von dcr Rückkehr dcs Kaisers Maximilian nach Mcxico falsch sci. Madrid, 29. November. Die „Epoca" veröf' fentlicht cin Telegramm aus Lissabon vom 2tt., welchem ;nfolgc die Königin vou Portugal in dcr gcstii-gcu Nacht eine Fehlgeburt yciuacht habc. NichtSdcsto« wcnigcr ist der Znstand dcr Köuigin ein bcrlihigender. )?cw-Aork, 28. November. Dic Unionstruppen liabcn Matamoras bcsetzt. Kaiser Maximilian soll von Veracruz noch dcr Hauaunah gereist sein. Telegraphische TUechselcourse vom 30. November. 5>M'c. Mrtalliqucö 5)8.75. — !>perc. National'Alileheu l'l>.5>5. --Banlactien 712. — Crrditaclicn 15)1.t0.— 18«0rr Staatsanlchcil ^0,55). — Silber 127. - London 128.20 — K. l. Ducatcn 6.09. Das Postdampfschiff „Germania," Capitän Ehlers, wclchcs am 11. Noucmbcr von Hambnrg und am 14tcn von Sonthamplon abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Rcisc bcrcits am 26. November wohlbehalten in New« Hork anackommcn, Mslde Gaben für die Abbrändler in Strasisch nächst Krainburg sind ini Eomptoir der „Laib. Ztg." eingegangen: Laut lctztcm Vcrzcichniß......si. 282.— Aus Lauerca ein Palet Klcidcr und . . „ 3.— Vou Herrn Karl Pnppo......„ 1.40 „ Fran Cäcilia Rnttcr.....„ 5."" „ Hciru H. Hink.......„ 1.^ „ .. ^oscf Zndcrmann . . . . „ 2.^ . A. A............. 1.- „ dcr Fran I. G. in Laibach . . . „ 5.-^ ______________________znsammcll . . fi, Z00.O Theater. Heute Samstag dcn 1. December: Zinn Vorlhrile dcö Herni Hmirich M tl l l c r. 2)toder»e Vebenlällucr. Sittenbild in 3 Acten. Flotte Bursche. Operette in 1 Act uon Offcubach. Morgen Sonntag den 2. December: Nacht »nd Morgen. Schauspiel in 5 Acten von Eharlottc Virch-Pfeiffcr. .M«tl'0rliloM1ie ^elilluchlml^en ill ^uilnnil^ I___^ ^ZN^Z k_______«^__^5 6 u. Mg.^ 326 8l ' -- 0.8 NO. stark Schneegcst. ^ ^0. 2 „ N. ! 320,5)0 Steuerant. ,„ ü. W. ». I. 18U4 z" 5)p(^t.......>j8.l<) ^.<;o Silbrr-Änl.lil» vun I804 74.- 75> — Silbcranl. 1«05)(F»cö.) riichahlli. in 37 Jahr. zu 5 pCt. flir 100 fl. 77.50 7«.— Nat.-A,ll.,»>tIä»,-(5o»„.zu5'/ (;s!,<; Co,,.o-3l'eul...,ch, >,u 42 I. «u«lr. Il'.25> N'.75> li. dtr Ärl' » lnnder lsiir 1l)0 ft.) Grnndenllaslnngsubliglilioiicn. Nleber-Oest.rrcich . . zu 5>"/„ 8.'l.-. 84.- Ob.r-Ofstprr.ich . . „ 5„ «4.^ 85.— M.ld Waare Balzbnrg , . . . zub"/^ 85.-- -,— "i'l.m.,, ......tt„ l<2 50 f>3 5^0 N^t)l,l,......5 .. 80.50 8l,50 Zchle'ir» ......5 ,. 87.- - 8",— Steirrmall. . . . ,,5,, 84.— 85.- lM'V"».....„ 5 .. 72,50 73.— ?e!:!ls.r.V»»a! . . „ 5 „ 71.50 72. - C o^ti^i iluo S!>iVl,'»i,'u ,, 5 „ 75 —------- w^li^l.»......5 ,. «7.— 67.50 Eiel'lul illg!',! . . . „ 5 „ 6<;— L(!,50 Alill'^'lna.....,5) .. 05.25 .k'' 480 - 490.-P,firr Kctll»l'l,lck< .... 338 - 340. Anglo-Anstria Vant zu 200 fl. 80 — 80.50 Weinberger Cernowihcr Aclien . 184.50 185,— 0 83,— Mg. vst. Bodeu-Crcdit-Anstalt vcrloobar zn 5"/, iu Silber 101.50 102.50 Lose (>>r. Stück.) Cnd.-N"ft. f.H.,l.(«.zll100fI.,'.W.I28.>. ILft.l'O Dl'U.-DnN'l!ch.-G. zu 100 st. CM. 81.50 K2.50 Stadium. Of.n „ 40 „ ö. W. 23.'- 24.-Estcrl'^V ., 40 „ 0 .. ,. . 12. - ^^ Rudolf-Stiftung 10 .. ,. . 12— ".l>" W e ch s c l. (3 ,No»a«e.) Axqsl'urq für 100 ,,. si'dd. W. 107.05 10?^ Fl>n,s,urt a. M. 100 fl. t.tto 107,75 10^ Haml'urc,. für 100'I't,nl !^ni.o !'5 75 A 5 London für 10 ^!!'. Sterling . 128.15 lA-b Paris, fin 100 ifransö . . . 51.— t>^ <5ours dev Geldsorten. Geld Waar« K. Münz-Dufatcn 6 >1. 9 kr. 6 ,1. 1^ Napolelinsd'or . 10 „ 26 .. 10 „ ^ " Äuss. Imp.rial.'. 10 .. 59 .. 10 .. ^ " Versinsthal,r . 1 ., 9l ., l .. '^ " Sill'.r . . 127 ,. - .. 127 ., " " Kramische Gruttdenllastmigö'- Obligationen, P"' vatuotirung: 82 Geld. 86 Waare,