HchrMkettuug: U»thh«»»Gaff« Str.» ttmacrift«« £«■«). »»««chl»»»,! >>»«» (Oll ttfiatiu In Ctm- ». Wrirr-HHl »«, 11—11 U|t roim. lOMftftttrn wn»e» »tM aMgcg't'ni' uanlolt äls-akn«ai »tchl »erlttfflittigt. Itllitiganten »«, «nBclnina jijm tmttuvi »«, MIi«R IdU uUiui »cd»»,«» rntgca». • Sri Bittrrholiingri Victl ■*AU|. MvS«8t14« B«4t" «liHdot M €tnfita j ant I«niirrli»i sutant. Mtfcac«f« f«ft : . *. H«Idiahi>I «•■Ijätrig IM »10 «'<0 0*« (tut niltu'# H«»«: «»»»in« . . . . (U —•« t ! -? 8i«tctjätrl« . «•niBbtii . . Äoiuiiötij) ; . . fi. «>— A«r'« «uCIacb «höh«» sich bt< ■■ die hähaca 8nfc*t«agl-(Mühst!. 8l*git der Aezugsgebühr im Rückstände find, r» die recht baldige Kinsendnng derselbe«, da-»ü keine Störung in der regelmäßigen Zu-iatoug der Zeitung eintrete. Zie Verwaltung. Lin öedcntungsvoüer Gedenktag. Am 14. Mai d. I. werden 3t) Jahre ver« langen fein, seit den Völkern Oesterreichs das >tick«volksjchulgesetz zmheil geworden Iß. Tiefe« Gesetz war die Glanzleistung der Übe« Irakit Partei. Ein Menfchenaltec hat sein Segen gewährt, I tnien Legen» fruchtbare Quelle ist e» geblieben. I wtzind all' den Stürmen, die den einzigen Frei» I ktnihort de» Reiches umtobten, und «roh der ver« I HgniSoollen Verschlechterung. die ihm durch die I bm'sche Novelle zuilieil geworden ist. T» hervorragendste Borzug unseres R.ichS« I Mschulgesetze» liegt darin, daß e« der Volks« I ftule und deren Lehrern die Freiheit von der I lkltt gebracht ha«. Der Volksschule! Die ungeheuere Bedeutung ■ kiel Institutes für daS Geschick der Völker — »«durch könnte sie Heller beleuchtet werden, als »trilh ta« krampfhafte Ringen des UltramonianiS- ■ ul nach dem maßgebenden Einflüsse auf daS »itlltsch«lwesen! Da« ReichsvolkSschulgesetz sichert I ta Juxend eine „sittlich«religiöseErzieh-lug', da» heißt, eine Erziehung, die daS reit« Ipcje Fühlen al« den Urquell sittlicher Aufsassun-Dpi und die positive Religion als Form der posi- ■ Mn Moral ansieht. Durch die Religion, welcher ItKftffion immer, soll daS junge Herz jene sittliche Ijtsliglei« erringen, die im Lebenskampfe dem guten, laugen Bürger eigen sein soll. ES ist eine Lüge IkNIltramontaniSmuS, daß unser ReichSvolkSschul« »M ohne oder gegen die Religion sei. DaS »Mnihum wollte eben die Volksschule al« eine In» ihm beherrschte Domäne confessioneller Son-I iechchnbungen erhalten wissen. Und dreißig Jahre Isni dm Bestehen de« Gesetze« wogt es ein Pfaffen« I dtchl im steirischen Landtage, Hagendorfer, I nrfjatufen: .Wir verlangen die consessionelle lichulel' Der Mann erfrechte sich, zu sagen, die ■ H«[« sei heute confessionSlo«. Abg. Hackelberg I laurtte yiezu sehr treffend: „Ja, weil die Kate« I fein faul find, in die Schule zu gehen Wir I «tc jagen dazu, daß sie zu wenig christlich sind, aut nationalem Hasse der Schuljugend den Ruttziojen Unterricht verweigern. Wir erinnern an »schweren Kämpfe, welche die deutsche Schul« in »lichten tvald durchkämpfen mußte, um endlich IßNie Jugend katholischen Schulunterricht, theuer Ittjihlt, zu erringen. Die Volksschule soll nicht der Tummelplatz konfessionellen Hasse« sein; der Geist religiöser Duldung gegen Andersgläubige ist kein Feind religiöser. Diese, echter Frömmigkeit und sittlich-religiösen Empfindens — wohl aber ist der consessionelle Haß ein Schandmal, eine Quelle ver-rohter, unsittlicher Regungen, von denen daS Herz der Jugend freigehalten werden muß. ES ist daher hochersreulich, daß die ultramontane» Schulpläne im steirischen Landtage eine so entschiedene Zurück« Weisung erfahren haben. Unser Landtag ist auch in anderer Richtung als treuer Hüter des ReichSvolkSschulgcsetzeS, das dem Volle ein möglichst reiche» Maß an Bildung bieten will, ausgetreten. Die ciericalen Petitionen um Herabsetzung der achtjährigen Schulpflicht wur« den abgewiesen und der LandeSauSschuß nur beaus« tragt, in Erwägung zu ziehen, ob au« G r ü n» den der Sittlichkeit der Schulzucht und besonder« in Fällen der wirthschaftlichen Noth läge der Eltern oder deren Etellver« treter nicht geboten und wünfchen«wer«h wäre, wenn in solchen AusnahmSsällen Kinder, d i e nach sechSjährigemSchulbesuche da« Lehrziel erreicht haben, au« der Schulpflicht entlassen werden können. Damit ist der Landtag einem Wunsche der ländlichen Beoölkeiung schon sehr weit entgegengekommen, und es verdient nur noch festgenagelt zu werden, daß die Clericalen heute mit verdoppelter Kraft an der Verdummung de« Bauernvolke« arbeiten, da sie die Wirkungen der achtjährigen Schulpflicht an dem Körper ihrer Partei schmerzlich zu empfinden beginnen. Wir Haien oben gesagt, daß auch der Lehrer frei geworden ist. E« kann un« erlassen bleiben, ein Bilq jener vormärzlichen Schulverhältnisse zu entrollen, da der Lehrer in erster Linie Meßner und Stiefelputzer de« Pfarrer« war und dieser mit seinen Anschuungen die Schule beherrschte. Frei ist der Lehrer geworden und er weiß e« zu schätzen. Soll er aber mit ganzer ungetrübter Freude des Tage« gedenken, der ihn frei gemacht, so möchten wir auch vom Herzen wünschen, daß die gesetz-gebende Körperschaft unsere» Lande» dem Lehrer zu dem Steine der Freiheit auch da» Brod wirth« schastlichen Wohlbefinde» gebe und die s» allgemein als recht und billig anerkannte Verbesserung der Lehrergehalte vornehme. Dann wird der 14. Mai ein wahrer Jubel-tag sein, daS Palladium unserer ReichSvolkSschul« gesetze« wird mit heiliger, ungetrübter Begeisterung gefeiert werden und die eigentlichen Hüter diese» Palladiums, die im Wirken des Tage« mit ganzer Kraft und ganzer Liebe dafür einstehen, die Lehrer, werden in ihrem Streben von dem wichtigen Im« pulse der Dankbarkeit gehoben sein. Da« walte Gott! Hine Hrkfärnng der evangelischen Pfarrer in Oesterreich. In weiten Kreisen der deutsch-evangelischen Christenheit Oesterreich» wird e» auf da» Schmerz« lichste empfunden, daß unsere evangelische Kirche um der zu ihr erfolgenden Uebertritte willen, welche sich durchaus im Rahmen der StaatSgesetze voll-ziehen, mit Verdächtigungen und Verläumdungm überhäuft wird. Dunkle Mächte, welche au» Herrsch- such« Trug höher al» Wahrheit stellen, wagen e» mit wachsender Dreistigkeit, in Wort und Schrift, die evangelische Kirche al» glaubenslos, unöster-reichisch und illoyal brandmarken zu wollen. I« kleiner unsere, in große, katholischen Gebiete ein-gesprengten Gemeinden sind, desto dringender cm« pfinden dieselben das Bedürfnis unter entschiedener Zurückweisung dieser falschen Anschuldigungen ihr evangelisch-patnotischeS Bekenntnis auSzusprechen. Vergeblich hat man bisher daraus gewartet. Einzel« Äußerungen, die in der Oeffentlichkeit besprochen wurden, haben die Verwirrung nur größer gemacht. In dieser Noth der Zeit ist eine Rundfrage an die deutsch-evangelischen Pfarren und PreSbyterien, welche die berufenen Vertreter ihrer Gemeinden sind, in dieser Sache ergangen. Im Nachfolgenden theilen wir da» Ergebnis derselben mit. Zweiundsiebzig (72) deutsch-evangelisch« Pfarrer und PreSbyterien — weitaus die Mehrzahl der in Betracht Kom« menden — haben sich zu folgenden Leitsätzen, zum Theil mit überaus freudig bewegten Worten be« kannt. 1. Wir bekennen auf Grund der heiligen Schrift, in Uebereinstimmung mit dem Bekenntnis der Apostel und Reformatoren und unserer Väter, wie auf Grund unserer eigenen Erfahrung, unseren Glauben an Goit, den Schöpser und Erhalter der Welt, den Vater unseres Herrn und Heilande« Jesu Christi, de» alleinigen Haupte» der Kirche, außer welchem kein Heil ist, und außer welchem kein Name dem Menschen gegeben ist, darinnen sie können selig werden. Und weil unsere theure, eoan« gelische Kirche, geleitet durch den heiligen Geist, solchen Glauben wieder an den Tag gebracht hat und ihn hegt und pflegt zum Segen für uns und unsere Kinder, für Volk und unser Vaterland, da-rum bekennen wir un« zu ihr in inniger Dank« barkeit. 2. Als deutsche evangelische Christen bekennen wir uns offen und in Treue zu unserem Volke in seinen jetzigen schweren Kämpfen und schmerzlichen Erfahrungen. Wir stehen ein für unsere« theuren deutschen Volke« Recht, für deutsche Sitte und deutsche Sprache, für unsere deutsche Heimat in Oesterreich und verwahren un« dagegen, daß e« seine, ihm von Gott zugewiesene Culturaufgabe an ihm, selbst und den andern Völkern unsere« ge« liebten Vaterlandes zu erfüllen, gehindert werde. 3. Wir wissen, daß frische», freie», geistige« und sittliche» Leben in dem Maße in jedem Volke er« wjcht, al» das Evangelium Christi eS durchdringt. Darum freuen wir un», daß jetzt so viele Volk»« genossen in unsere Kirche eintreten wollen, um mit ihren Kindern den Segnungen de» Christenthum», wie sie unsere Kirche vorzüglich durch da« unver« fälschte Gotte«wort, sowie durch die Pflege einer aufrichtigen, ernst-sittlichen, innerlichen Frömmigkeit darbieten, theilhaftig zu werden. Wir erkennen darin ein Sehnen nach der von Menschensatzungen und Gewissenszwang befreienden Kraft des Eoan« geliumS und halten es für unsere und unserer Geistlichen heilige Pflicht, solche« Suchen nach« drücklich zu fördern. 4. Al« evangelische Christen sind wir treue Unterthanen unsere« angestammten Herrschers und hingebend« Bürger unsere« Vaterlande«. Wir weisen jene lügnerischen Verdächtigungen aus da» entschiedenste zurück, die theil» offen, theil» inSge-heim auch in TageSblättem und selbst an „ge« weihter" Stätte ausgestreut werden, al« ob lutherisch soviel bedeute wie preußisch gesinnt, und deutsch so« viel, wie hochverrätherisch. E« liegt ja auf der Hand, daß hinter solch scheinbarer Fürsorge für Oesterreich, nur clericale Herrschsucht sich verbirgt. Der Vorwurf, im Dienste einer fremden Macht zu arbeiten, fällt aus unsere Angreifer zurück, die viel» mehr selbst, im Gegensatze zur evangelischen Kirche, ihre Anweisungen und Befehle von einem fremden erhalten. E« genügt un» au» vielen Aeußerungen 2 „5e«!fche 1899 unseres all«rgnädigst«n Kaiser« selbst zu wissen, daß Er unseren patriotischen Sinn kennt und nicht be« zweifelt. Und so begrüßen wir denn unbeeinflußt von irgend einer politischen Parteianschauung die mäch-tige, geistige Bewegung, die jetzt durch unser Volk geht, als eine christliche und eine vaterländische auS vollem Herzen, in fester Gebundenheit an das Gebot Christi: „Gebet dem Kaiser, waS deS Kaisers ist, und Gott, waS GolteS ist." Welch schwere Verantwortung nimmt der aus sich, der solcher Bewegung wehren will. — Die Geschichte lehrt eS uns. — Wir sind der vollen Ueberzeugung, daß nur, wenn es gelingt, Regie-rung und Regierte, Familie und Gemeinde, Schule und Kirche mit lebendigem Christenthum zu durch-dringen, wieder Friede und Einigkeit in unseren, von der Parteien Leidenschaften durchwühlten Staat wird einziehen können. Diesen Sätzen haben zugestimmt Pfarrer und PreSbyterien von: Alt-Bielitz, Asch, Atterfee, Aussig, Baden, Bielitz, Bleiberg, Brünn, Cilli, Dornbach. Efferding, Fes-fernitz, Feld am See, Freiwaldau, Freudenthal, Gnesau, Goisern, Görz (Pfarrer allein). Graz, Gröbming. Gelsendorf, Haber, Haida, Hallstadt (Psarrer allein), Hohenbach, Jakob,»ny. Innsbruck, Jägerndorf, Karlsbad, Klagensurt, Klein-Breßl, Komotau, KremS, Kurzwald. Laibach, Leumeritz, Meran. Mitterbach, Mödling, Nabwald, Neuberg, Neukematen, Neu-Sandee, Nieder-HillerSdors, Ra-dautz. Ramsau, Ranischau, Rosendorf. Rußbach, Rumburg, RuzenmooS, Saaz, Salzburg. Scharten, Et. Pölien, Et. Ruprecht (Villach), Schladming, Etadlo, Steqr, Teplitz. Trautenau, Trebesing, Treßdorf, Trieft, H. B. (Pfarrer allein), Unterhaus, Unterwalden. Böklabruck, Waiern, Warnsdorf, Walfchig, Weißbriach. Wels, Wien, A. B. (nur zwei Psarrn), Zauchtel, Zlan, Znaim. und einige andere, die nicht genannt sein wollen. Aotitifche Ftundschau. „5cut)che Worte hör» ich wieder. . , ." Unter diesem Schlagworte schreibt die wackere deutsch-national« „Au»ig-Karbitz«rVolk«ztg." sehr treffend : »Die grüne eherne Mark wurde von Robert Hainer-ling nicht ungerecht besungen. Unser stolzer, füd-deutscher Vorort Graz hat wieder einmal der österreichischen Regierung eine unangenehme Bot-fchaft zugerufen. Die Sitzung deS steiermärkischen Landtage» vom 22. d. M. ist ein Ereignis, welches den römifch-slavisch-studalen Machthabern dieses Staates schlecht in den Kram passen wird. Die Verurth«ilung, die dort oer verfassungswidrige Ge-brauch des §. 14 gefunden, die Kennzeichnung ultramontaner Niedertracht durch unseren Walz --das all'S bewies uns Nordböhmen wieder auf'S neue, daß die Südmark der Noidmark die Schwerthand schüttelt. Der deutsche Radikalismus unterwirft sich in seiner sieghaften, unüberwindlichen Kraft einen Gau unseres engeren österreichischen Heimatlandes um den anderen. Sogar die „Ritter und edltn'Herre»', auch die Greise der vergangenen Manchesterlehre beugte» sich in jener denkwürdigen steirischen LandtagSsitzung dem Geiste deS Radi-caliSmuS. ES vereinte sich alleS im EntrüstungS-stürme gegen eine Willkürherrschaft, wie man sie vergebens in Mitteleuropa noch suchen und finden ivürde. Nur mit einem Worte unseres treuen Kämpen Walz können wir unS nicht einverstanden erklären. Er meinte, daß ihm seine Anklagerede gegen die StaatSanwalt .von der Sorge um den Staat der Habsburger" herauSgepreßt wurde. Wir fühlen uns durch derartige Sorgen allerdings nicht gedrückt. Wissen wir doch den ruhmreichen Staat der Habsburger in den Handen Sr. Apostolischen Majestät in bester Hut. Dieser Monarch hat daS größte Interesse am Fortbestand veS ungarisch-österreichischen VölkerstaateS. Wir lassen uns darüber keine grauen Haar wachsen!" J>it Werschowitzer deutsche Schule. In An-gelegenheit der Werschowitzer Schule wurde seitens deS Obersten Gerichtshofes in Wien das letzte Wort gesprochen. Derselbe bestätigte voll-inhaltlich daS Urtheil deS Prager Oberlandes-gerichteS, wonach die Gemeinde Werschowitz, welche in den Processen durch Dr. Herold vertreten war, verpflichtet ist, die demolierte deuische Schule in den früheren Stand zu fetzen und außer-dem an den Deutschen SchulerhaltungSv^rein in Prag, vertreten durch den Advocaten Dr. Spinaler, an Kosten den Beira» von 390 st. zu bezahlen. Zum Kampfe Aeutschösterreichs. Im deutsch-völkischen Verlage .Odin" zu München (Romanstraße 9) erscheint in den nächsten Tagen als »Odin« Flugblatt No. 1" unter der vorläufig gewählten Ueberschrift „Oesterreich al« Einheitsstaat" eine Flugschrist, welche bestimmt erscheint, für den Kampf der Deutschen in Oesterreich sowohl, wie auch für die in ganz Deutschland sich endlich regend« Abwehr gegen die immer näher rückende Slavengefahr einen neuen Abschnitt zu eröffnen. Dem Verfasser gelingt eS, die Ziele der, mit dem Slaventhume und dem Katholizismus verbündeten leiten-den Kreise Oesterreich» in verblüffender Nacktheit dar-zustellen, und in ebenso überzeugender, wie eindringlicher Sprache den Beweis zu führen, daß die Frage, die heute in Oesterreich entrollt ist. nicht allein eine Frage der dorschen Ostmarkstämme. sondern vielmehr die Frage deS gesammten Deutschthumö, die Frage deS, vom katholischen UltramontaniSmu« so unerbittlich und so planmäßig bekämpften protestantischen deutschen Kaiser-reiche» ist. Insofern« aber, alS der Verfasser deS weiteren den Nachweis führt, daß die leitenden Krei'e Oesterreichs sich dem Slaventhume und dem Katholizismus heute bereits vollkommen und ohn« die entfernteste Möglich-kett einer Umkehr verpflichtet und ausgeliefert haben, infoferne zerreißt er d«n auf so vielen Seiten leider noch gehegten altersschwachen und herzenSmalten Glauben, eS könne die deutsche Frage noch beim warmen Kachel-ofen und im gemüthlichen Zusehen oder, wa« die Oester-reicher inibesondere betrifft, im kläglichen Ausbetteln und Auswinseln nach oben gelöst werden. Die Flugschrift bietet Politikern, Rednern und Schriftstellern den tauglichsten AgititionSstoff, sie enthält Aufklärungen, die binnen kurzem zum Gemeingute deS gesammten deutschn Volkes werden müssen — sie ist eine Fanfare, deren Weckruf bis in die behaglichsten Kreise, biS in die tiefsten Schichtungen unseres Volkes ebenso, wie in die, mit der Verantwortung für die Nation betraute Höhen dringen muß und dringen wird. Der deutschvölkische Verlag „Odin*, welcher heute schon zur Massenver-breitung dieser, von namhaften deutschösterreichischen Politikern mit rückhaltsloser Bewunderung beurtheilten Flugschrift auffordert und schon von jetzt an Bestellungen für jegliche Stückzahl entgegennimmt, wird bemüht sein, derselben eine entsprechende Ausstattung zu geben, Der Preis der Schrift stellt sich (bei einem Umfange von min-destenS 24 Druckseiten einschließlich Freisenoung und Vor-auSzahlung de« Betrage«) auf 50 Pfennige — 30 Kreuzer ö. W, bei Abnahme von 101) Stück auf 20 Pfg. von 1000 Stück auf 10 Pfg. O«r genannte Verlag, welcher sich mit der berechtigten Hoffnung trägt, durch die Heraus-gäbe dieses DruAhcftcS der großen deutfchnationalen Sache einen wesentlichen Nutzen und wesentliche Förderung gesichert zu haben, rechnet infolge dessen auf allseitige Unterstützung diese» seine» Unternehmen«. Aus Stadt und Land. ßillier chemeiuderath. Freitag fand unter dem Vorsitze deS Herrn Bürgermeisters Herrn Gustav S t i g e r eine ordenl-liche, öffentliche Gemeinderathssitzung statt. Nach-dem das Protokoll der letzten Sitzung genehmigt worden war, theilt« der Vorsitzend« folgende Ein-laufe mit: Die Statthalterei vermittelt de» Dank des Kaisers sür di« Trauerkundgebung der Gemeinde aus Anlaß de« Ablebens de« Erzherzog Ernst. Nachdem Herr Carl Schmid von Gustav Hübner daS Hotel Elefant übernommen hat, wird dem Erstgenannt«» di« Concession verliehen, deren Uebertragung an andere eine BetriebSstätt« absolut ausgeschlossen ist. Der steirische Gastwirtheverband labet den Ge-meinderath zu den anläßlich deS GastwirlhetageS hier stallfindend«» Festlichkeiten ein; der Vorsitzend« richtet an den Anwesend«» de» Appell, sich zahl-«ich «inzusinden. In der Angelegenheit der Einbeziehung der Schlachthalle in das Stadtgebiet theilt der Vor-fitzende mit, daß die AuSdücherung der betreffenden Parcellen in die Katastralgemeinde Siadt Cilli allen Jnt«resse»i«n b«r«itS angezeigt wurde, wonach also diese Angelegenheit erledigt ist. Der Stadtökonom Peter D e r g a »z bericht«», daß di« Frau KappuS, trotzdem ihr schon ein-mal daS Verbot ertheilt wurde, noch immer am Galgenberge unter dem Pulv«rthurme weiter grabe» lasse, wodurch die Gefahr drohe, daß daS Gebäude einstürze. Die Gräber« fei sofort zu sistier«n. Der Zall wild als sehr dringlich d«r Rechts-seclion zugewiesen. Der im AbserligungSwege entlassene Wachmann Jacob Wrann klagt durch Dr. Juro Hraschowetz die Gemeinde auf die ihm nach dem Normale sür Siaai«dien«r angeblich zusteh«nd« Pension und behauptet, daß er, früher ein kräftiger, gesunder Mann, sich im Dienste verdorben habe. Die erst« Verhandlung findet am 13. d. M. statt. Die zur Vorlag« au die Statthaltern de- stimmt«» Copieu de» SchlachthauSpla»«S sind fertig-gestellt. Hinsichtlich der Concession deS Herrn Teka u y «heilt der Vorsitzende mit, daß die Anzeige an die BezirkShaupimannfchaft abgegangen sei, damit Tekautz «inotrnommt» werde. Mittlerweile sei eine Anzeige deS Tekautz eingelangt, worin er bekannt gibt, daß «r fein Local vergrößert, noch ein Extrazimmer dazugemacht und anstoßend daran fein Schlafzimmer eingerichtet hade. Hierüber wird die städtische Sicher-htitswach« Echtbungen pflegen. Uedergang zur Tagesordnung: Für die RechtSsection berichtet deren Obmann Herr Dr. S churb i. Die Angelegenbeil bezüglich deS VerzehrungSsteuer-AbfindungSoereineS wird vertagt. In Sachen der Handhabung der LebenSmiltelpolijei ist die Gemeinde von der Statthalterei verständigt worden, daß sie Curs« zur Erziehung tauglichst Kräfte für den Gegenstand erricht«» werde. Die Gemeinde wird aufgefordert, Persönlichkeiten, welche a««ign«t wären, diesen CurS zu besuchen und die Stelle zu versehen, namhast zu machen. Die Seclion beantragt, eS sei durch daS Stadtam» anzufrage», ob. und welch« Erleichterung?» beim Besuche de« CurseS seitens deS Landes gewährt werden und ob der B«fuch auf Kast«n der Gemeinden oder der einzelnen Besuchrr erfolgen soll. Bis zur Entscheidung über dies« Vorfrage kann auch in eine meraiorische Behandlung deS Gesuche» deS Herrn Karl Schallo», welcher den CurS besuchen will, nicht «ingegange» werden. Für die Finanjsection berichtet Herr G.-R. Dr. v. I a b o r n e g g über eine Zuschrift der Statt-halierei, welche die Gemeinde «rs«cht, die B«> strebungen d«S sogenannten Oesterreichischen Völker-vereine« zu fö.dern. Dieser Verein hat sich angeb-lich die rasche Hilfe bei Elementarereignissen zur Aufgabe gestellt. ES haudelt sich vor Allem um die Bildung von Hils«comit6«. Die Fiaanzsection beantrag«. sich mit dem Völkerverein« nicht zu besassen und di« Zuschrift »ä acta zu legen. Wird angenomm«». Für die Gewerbtseciion berichtet deren Ob-mann Herr Altziedler über den neuen Würstel» wagen deS SelcherS Karlofchek. E« wird ihm ge-stattet, dies«» «iner Eisenbahnmaschine ähnelnd«« Wagen zum Feilhalten h«iß«r Würstchtn zu be» nutze», da dieser appetitlicher aussieht, alS die üblichen Tragtasten, jedoch wird ihm da« schrille Pfeife» untersagt. G.-R. Dr. Stepischnegg theilt mit, daß die Statthaltern mehrere unwesentliche, größten» theils stilistische Aend«rung«n an der Schlachthau«« ordnung verlangt. E« wird mit Rücksicht auf den unwesentlichen Character derselben darauf ringe-gangen. JnSbtsondere wird die Strafgrenze von 100 fl. auf 50 fl. herabgefttzt. BthusS Erlangnng deS Schlachthaus-zwang«», den die Statthaltern vermuthlich auch für die Umgebung einsühren wird, ist e« noth-wendig, daß ihrdie Pläne deS SchlachihauseS der Siatt-Haltern sofort vorgelegt und derselben die Bestellung eineS städtischen Thierarzte» bekanntgegeben werde. Di« fertiggestellten Pläne werden der Statthaltern mit dem Bemerken zugemittelt. daß di« Nomini«, rung de» städtisch«» ThierarzltS im Zug« ist. End» lich wird bezüglich der am Schlachlhause durchge-sühnen Aenderungen in den nächsten Tagen die Commission stattfinden. G.-R. A ltziebler und Genossen stellen fol-genden Dringlichkeitsantrag: „Die Unterzeichneten erlauben sich den Antrag der süniten Seclion vom 13. März 1893 in Er-innerung zu bringen, wo e» angenommen «vurde. daß für Großvieh bi» zum Lebendgewichte vo» 300 Kilo weniger zu zahlen ist. als beim Gewichte über 300 Kilo. Trotzdem, daß in einer spätere» Sitzung vom 8. Februar {899 ein Tarif angenommen wurde, wonach für alle Gattungen Großvieh ohne Unterschied deS Gewichte» gleichviel zu zahle» ist, finden eS die Unterzeichneten doch für gut, daß in der Tarisaufstellung für Großvieh bi« zu 300 Kilo Lebendgewicht nur 2 Kronen und über 300 Kilo erst 3 Kronen al« Schlachtgebühr ein-gehoben werde» sollen. Die Gefertigten ersuche» diesen Antrag im Interesse der Bevölkerung vo» Cilli annehmen zu wollen.* Gez.: Altziebler, Mörtl, Bobisut, Koroschetz. Hofmann. Tepp«. Bekanntlich wurde bei der Beschlußfassung über die Bestimmungen der SchlachthauSordnnng der Tarif für Rindvieh unler 300 Kilo mit 1 fl. »ad für Rindvieh über 300 Kilo Lebendgewicht mit 1 fl. 50 kr. festgesetzt. Dieser Unterschied im Taris wurde über Antrag de« G.-R. Skoberne in «inn späteren Sitzung aukg«hoben und beschloss«», daß für jede» RmSi»ieIj au Schlachtgebüht 1 fl. 30 lr. 1899 ..S.utsche Wa«d»' 3 p bezahlen sei. Der Dringlichteit«an«rag bezweckt me Rehabilitining de« ersten Beschlusse«. S.-R. A l»z i e b l e r sührl zu dem Dringlich-Iultontrage au«, daß der letzte Beschluß zu Gunsten terErvßfleischhauer gefaßt worden sei. Wenn dieser Schluß aufrechterhalten werde, so sei zu befürchten, tiß die Kleinschlächter und Ständler, welche Haupt- Cflich mit Vieh unter 300 Kilo arbeiten, ihre «lagen bei dem erhöhten Tarife nicht finden und Mungen wären, mit den Fleischpreisen in die M zu gehen, in welcher Richtung ihnen dann lu Großfleischhauer nachfolgen würden. Auch die laölkerung fei gegen einen Tarif, der eine solche N^chiheuerung verursachen würde. G.-R. Dr. vchurbi gibt zu bedenken, daß die Gemeinde «chi entschlossen sei, eine Wage auszustellen, wa« ,(bi Heidengeld" tosten würde, und daß bei Fest» skllung de« Gewichte« um 300 Kilo herum der Lagmeister allerlei Unannehmlichkeiten seilen« der Ztaschhauer ausgesetzt wäre. G.-R. Mörtl wollte «sang« «inen Tarif von 1 fl. 20 kr., bezw. 1 fl. 80 kr. beantragen, sieht jedoch mit Rücksicht aus de» DringkichkeitSantrag davon ad. Die Gemeinde «rde doch bemüfsigt sein, eine Wage anzuschaffen; da« wägen werde sür den Schlachthau«aufjeher «ichl viel ausmachen, da man ja in den meisten Fallen aus den ersten Blick sehe, ob daS Vieh mehr al« SOO Kilo wiege oder nicht. Eine kleine Wage, mf welche nur Ein Stück Vieh zu kommen braucht«, toste höchsten« 150 fl. E« fei aber ungerecht, daß für «in Vieh. welche« 30 Kilo Fleisch trage, gerade p viel gezahlt werden müsse, als für eines mit M Kilo Fleisch. Wo ander» seien die Tarife auch verschieden. Die kleinen Fleischhauer würden ßtjiviingen sein, ihr Geschäft aufzulassen, wenn «cht, wa« nur recht und billig sei, zweierlei Preise Mafien würben. G.-R. Wilcher regt an, daß du dtitii« bestehende Wage der Gemnnve benutzt «erde. Wer den niederen Tarif bezahlen wollt, tylte sein Vieh dort abwägen und sich mit dem ölgscheine im Schlachthaus ausweisen. G.-R. Dr. Eiepischnegg verweist darauf, daß der Tarif mi 2 und 3 Kronen der Statthalter« vorgelegt rnd von dieser genehmigt sei. während dies dezüg-lich des später beschlossenen einheitlichen TariseS nicht der Fall sei. Würd« bititr aufrecht erhalten, so «ichte er (ist von der Statthalterei genehmigt «erden, iraS eine neue Verzögerung herbeiführen «ärde. Dr. Etepischnegg ist für den Dringlichkeit«-Antrag und die Anregung Wilcher'«, die darauf «ngeno mm e n wurde. Kodesfall. Samstag früh verschied hier in jugendlichem Alter die Gattin de« k. k. Bergcom-»ifsär« Herrn Josef S a l o m o n. Frau Ella Ealomon geb. Weiß, Tochter de» Herrn Schul-dinctor» Ludwig Weiß. Da« Leichenbegängnis fadtt am Montag, den 3. d. M., um 4 Uhr nach-»«aa« statt. ?r»«otias keirische ^ocatbakinwese». Ueber die unterstetrischen Localbahnen sagt der Bericht deS LanceSauSschusseS, worüber in der Donnerstag« sitzung verhandelt wurde, folgendes: Cilli-Wöllan. Die reinen BetriebS-Ein» nahmen stellten sich auf 55.223 fl., und e« mußte zur Deckung deS Abgange» der Betrag von 58.777 fl. herangezogen werden. Bei dem Umstand«, al» für 1899 eine weitere Reduktion der Regiekohlen-Liefe» rung feiten« der Südbahn vorgenommen wurde, ist für diefe« Jahr noch ein weiterer Ausfall an Einnahmen unvermeidlich. Eine Besserung dieser traurigen Verhältnisse dürste erst mit der Eröff« nung des DurchzugSoerkehreS auf der neuen Linie Zellweg-Cilli eintreten. Pöltschach-Gonobitz. Bei gleich schlech-ten VerkehrSverhältnissen wie in den Vorjahren betrugen die Einnahmen dieser Linie bloß 12.947 fl., so daß sich sür da« GegenstandSjahr ein Deficit von 3202 fl. ergibt. Nachdem zur Verzinsung und Tilgung de« Anlagecapitals dieser Linie 14.505 fl. nothwendig sind, mußteu die restlichen 11.407 fl. dem Lande«-Eisenbahnfond« zur Last geschrieben werden. Betreff« der zur Ausführung genehmigten Linien wird bemerkt: Wöllan-Unterdrauburg, Wolf«-b e r g - Z e l t w e g. Die Be»rieb«eröffnung wird voraussichtlich noch im Herbste 1899 erfolgen. Sübbahn» Sauerbrunn * Lande«-grenze. Durch den Artikel XXII. des Reich«-gefetze« vom 21. December 1898 bezüglich der Betheiligung de« Staate« an der EapitaKbeschaffung für diese Bahnlinie wurde bestimmt, daß deren Au«- bau unter Bildung einer selbständigen Actiengesell« schast ermöglicht und die Regierung zur Ueber» nähme von Stammactien einer solchen Gesellschaft bi« z>»m Maximalbetrage von 300.000 fl. ermäch« tigt ist, wenn di« Beschaffung de« restlich.» Bau-capital« ohne Belastung de« Staate« sichergestellt wird. Aus Grund dieser neuen Bestimmungen hat sich nun ein Konsortium au« Localinteressenten gebildet. welche« den Au«bau dieser Bahn al« selbst» ständige« Unternehmen anstrebt. Nachdem bi«her sämmtliche vom Lanbtage auf bie GegenstandSlinie Bezug habenden Beschlüsse unter der Voraussetzung erfolgt sind, daß mit einem Baucapitale im Nominalwerthe von 1,520.000 fl. unbedingt da» Auslangen gesunden werden müsse, waS von Seite des genannten ConsortiumS nicht in Aussicht gestellt wir», erachtet eS der Landes» auSschuß also nicht zulässig, einen Antrag im Sinne der Propositionen de« mehrerwähnten Consortium« zu stellen, der Lande»au«schuß wird aber ermächtigt. bindende Vereinbarungen wegen der Gewäh» rung der au«gesprochenen Subvention au« Lande«-Mitteln treffen zu lönnen. Betreffend die Verpachtung der Schmal» spurlinien an die Südbahn sagt der Bericht de« EisenbahnauSschuffe«: ..Au« dem Be« richte de« Lande«au«schusseS ist zu entnehmen, daß sich eine einschneidende Aenderung in dieser Frage dadurch ergeben hat. daß da« Eisenbahn-Mini« sterium au« eigener Initiative die Südbahn anläß-lich der Durchführung der Verhandlungen wegen Convertierung ihre« Prioritäten-Anleihen« veranlaßt hat. unter bestimmten Voraussetzungen jähr-liche Zuschüsse bi« zur Maximalhöhe von 12.000 fl. zur Deckung be« Abgange« an Verzinsung und Amortisation der Anlage-Capitalien für die beiden Linien Pöltschach—Gonoditz und Kapsenberg-Au« Seewiesen zu leisten. Nachdem da« Eisenbahn-Ministerium über eine Eingabe erwidert hat. daß die bezüglichen Verhandlungen vom Lande«au«-schusse direct mit der Südbahn zu führen feien, hat derselbe nicht gesäumt, solche einzuleiten. Ob diese zu einem günstigen Abschlüsse gelangen werden, entzieht sich aegenwärtig der Beurtheilung. Keiteustei». Auch hier wurde vom 19. bi« 22. März Mission gehalten und e« hat sich gezeigt, daß der Friede in der Gemeinde etwa« eigenthüm« lich aufgefaßt wird. Ganz besonder« scheint im hiesigen Gemeindeamte die Agitation sür die katho« lisch? Religion aufgefaßt zu werden, und die gemeindeämtliche Amtsgewalt und Würd« für die MissionSangelegenheiten auSgefchrott« zu werden. Es wurde genaue Wache gehalten, wer den Missi« onSpredigten nicht anwohnte, und unter verschie» denen anderen sand man auch den hiesigen Volks» schullehrer Kunstiö. DieS gab Anlaß, den Herrn Lehrer Kunstii in die hiesige Gemeindetanzlei rufen zu lassen, und dort wurde ihm vorgestellt, daß er darum, weil er nur zweimal MissionSpredigten beigewohnt habe und nicht zur Beichte feine Sünden bekennen gegangen sei, der zweimalige Besuch der MissionSpredigten aber unzureichend ist,--- für seine Wohnung, die im alten Schulhause liegt und der Gemeinde gehört, statt 36 fl. nunmehr 60 fl. zu bezahlen habe. Dieser Gemeinderath»» beschluß wurde Herrn Lehrer Kunstic im Plenum mitgetheilt, bei welchem ausfälliger Weise kem Pro» tokoll gesührt wurde, da der Schriftführer, seine« Zeichen« Meßner an der hiesigen Pfarrkirche, nicht anwesend war. Herr Volksschullehrer Kunstii gab dem versammelten Gemeindeau«schusse die treffende Antwort: „Wenn Euch da« Gewissen drückt, geht hin und beichtet und bessert Euch, mich drückt da« Gewissen nicht!" — Interessant ist e«, daß da« alte Schulhau«, da« im Friedhofe gelegen ist, der Ort«fchulrath seinerzeit um 800 fl. erworben hatte. Man sieht, daß die Herren sich einen recht netten Profit au« diesem um 800 fl. erworbenen Objecte herau«schlagen wollen, wenn sie vom Herrn Kunstii 60 fl. Mieihzin« begehren und ihre Kanzlei noch dazu im selben Hause belassen werden. — Die Angelegenheit wird übrigen« noch ein gerichtliche« Nachspiel haben, da« den hiesigen Gemeindeau«-schuß über diese Anrempelungeine« hochverdienten Leh-rer« noch nachdenklich machen und den Herren die Ueberzeugung verschaffen wird, daß nach dem Staat»grundgesetze niemand — also auch kein Lehrer, zu religiösen Handlungen gezwungen ist, und der jemanden durch Androhung materiellen Schaden« zu einer religiösen Handlung zwingen will, leicht mit dem Strafgesetze in Conflict kommt. Der Pasch'sche Kiseuöahufaßrptau ist soeben wieder erschienen und zwar die»mal in jener Ein« »Heilung, die im deutschen Reiche zur Bequemlich-feit de« reisenden Publicum« und der größeren Ueberficht wegen schon seit längerer Zeit sehr beliebt 4 fcnts&e DVachi 1S»9 ist. Der Fahrplan ist auch sonst derart eingetheilt, daß er sür die Reisende» bii UntersteirerlandeS alleS, was wissenswerth ist, bietet, und trotzdem ganz gut in Brieftasche oder Notizbuch unter-gebracht werden kann. ße»tralcommission für Kuull- und historische Z>e»Kmale. Conseroalor Bergrath Emanuel Riedl derichiet über die nächst dem StaUnerschen Garten bei Cilli durchgeführten Grabungen. Im östlichen Theile dieses Terrains fanden sich durchwegs nur sehr zerstörte, an sich geringe Gebäudereste, während im westlichen Theile besser erhaltene Baulichkeiten bloßgelegt wurden : ein aus zwei Theilen bestehender Haupuract mit Bodenheizungen, wie sie sich in rö« mischen Wohnzimmer vorfinden. Rette von Mosaik-böden und über zwei Meter tief daS römische Pslaestr. Die gestimmten Baureste dürften nach dem Unter-gange Celeja» jahrhundertelang bloß gelegen sein; im Verlaus« der Zeit hat nach und nach alleS, waS überhaupt zu brauchen war, anderweitig Berwend« ung gefunden. Ferner fand man drei Cylinder aus Tufffandstein, vermuthlich Reste von Meilen» steinen, 22 Bronzemünzen, größtenthnl» schlecht er» halten, nnd einen kleinen Torso (Relief) auS Bacherer Marmor. Die vorgefundenen Absiden lassen mit Sicherheit auf Badeanlagen einer größeren römischen Villa der späteren Zeit schließen. Die Centralcommission empfahl daher, bei Fortsetzung der Grabungen der Verfolgung der Canäle sür Zu-und Ableitung deS WasserS besonderes Augenmerk zuzuwenden. Derselbe Conservator berichtet, daß man in einem Walde bei Klnn-Goretze (Tüffer) auf die Reste eines Gebäudes und innerhalb deS-selben an zwei Stellen, und zwar an der einen auf zwei, an der anderen auf acht menschliche, eng zu« sammengepferchte Skelette stieß. Der Raum zeigt keine Spuren eines regelmäßigen Grabes, sondern stellt sich als eine ganz einfache Grude dar. Die Decke der Reste bildeten regellos liegende Steiu-trümmer, darunter als Deckplatte, die Schriftfeite nach innen gekehrt, ein römischer Jnschriststein. Außerdem wurden nur bereits als Bruch verlassene Scherben von Gefäßen einfachster Topfform aus Schwarzhafnerthon, auf der Drehscheibe gefertigt, gesunde». Der Erhaltungszustand der Skelette ist ein ungleicher, sie dürften mit dem Römersteine in keinen Zufammenhang zu bringen fein. Derfelbe Conseroalor berichtet über die Untersuchung eines Kulturbodens beim Dorfe Lotschitz. Festgestellt wurde, daß daselbst ein Complex römischer Bau-lichkeiten vorliege, welcher ringsum über daS er-wähnt« Terrain hinauSreicht. Die Mauerreste lagen seicht, oft schon 3V Centime«»? unter dem Boden. Sie bestehen, verschieden von den Mauern CelejaS, nur auS behauenem, mildem gelbbraunen, durch Mörtel verbundenen Sandstein. An Ziegeln wurden am häufigsten Dachziegel (Falz, und Deckziegel) und quadratische Pflaflerziegel gesunden. Nach der Richtung der Mauern und dem auffallenden Vor-herrsch«» vo» mit LögionSstempeln versehenen Ziegeln zu urtheile», dürste man eS mit einer in späirö-mischn Zeit bestandenen Militärstation (einem Vor-merke CelejaS) zu thun haben. Weinbanlchule in Marburg. In der Freitag« sitzung des steirischen Landtages «(stattet« Abg. Stallntr den Bericht des Weincultur-AuSschusse», betreffend die LandeS-Obst- und Weinbauschul« in Marburg und stellte folgenden Antrag: „l. Der ThätigkeitSbericht des LandeSauSfchusseS, betreffend die LandeS-Obst» und Weinbaujchule in Marburg, wird zur Kenntnis genommen. 2. Dem Director an der Obst- und Weinbauschule werden anstatt der bisher systemisierlen zwei Quinquennalzulagen zu je 200 fl. Drei Quinquennalzulagen zu je 300 fl. und den Lehrern anstatt der bisherigen zwei Quinquen-nalzulagen je 100 fl. j« fünf Quinquennalzulagen zu ]( 150 fl. zuerkannt; weiter» wird genehmigt, daß die g«g«nwärtig Angestellten in den Genuß dieser erhöhten Bezüge mit 1. Jänner 1899 nach Maßgab« der anrechenbaren Dienstzeit treten. 3. Die Stelle «in«r» Leiters der Winzerschule werde mit den bisherigen Bezügen, und zwar 600 fl. Jahre»-gehalt, Naturalwohnung und Beheizung, Benützung eine» Gemüsegarten» und eine» Feldes (Bezug des FutterS für zwei Kühe), sowie 5 fl. monatlich al» Entschädigung sür Haltung einer Dienstmagd de-sinitiv systemisiert, woraus di«s«lb« dem bisherigen Rebmann und Aufseher Franz Krämer verliehen werden würde. AlS in die Pension einrechenbar wären zu betrachten 600 fl. Gehalt und 150 fl. Bemerkung der Naturalbezüge. 4. Der Landes-auSschuß wird beaustragt, die im vorliegenden Be-richte empfohlenen winhschasllichen BnriebSänder-ungen und nothwendigen baulichen Herstellungen, wenn möglich noch in diesem Jahre, zur Durch-fuhrung zu bringen und darüber in der nächsten Tagung dem hohen Landtage Bericht zu erstatten." Der Antrag wurde angenommen. Marburg. 2. Mai. (Landwirthschaft« liche Vereinigung für die südliche S t e i e r m a r k. Die Vertrauensmänner dieser Ver-einigung hielte» am Sonntag im Casino «ine Be-sprechung ab, in wtlcher einig« wichtig« Maßnahmen erörtert wurden. Der Obmann. Herr Waldemar Hintze aus Pettau, begrüßte die Erschienenen und dankte ihnen für ihre bisherigen Dienste. Im Sinne der Satzungen wäre «S gelegen, wenn die Ver-trauenSmänner in ihrem Wohnorte Filialen gründen würden, dort alle Wünsche ihrer Mitglieder ent-gegennehmen und der Hauptleitung einsenden würden. Desgleichen hätten sie die ordnungsmäßige Ver-«Heilung der eingelangten BekämpsungSmiltel (Schwefel und Kupfervitriol), sowie deS Kunstdüngers und des SchießpulverS vorzunehmen. Die Haupt-leitung werde dann nicht ermangeln, in allen Fragen nach bestem Ermessen daS Nöthige zur günstigen Erledigung zu veranlassen. Seit dem kurzen Be-stehen der Vereinigung wurde daS Verbot der Ein-fuhr von Reben auS Frankreich und Italien erwirkt. Um billigere Frachtsätze für die einzelnen Bedarfs-artikel wurde b«r«it» angesucht und eben geht an daS k. k. Finanz-Ministerium ein begründete» An-suchen, den Weinbautreibenden für ihre Winzer abgabtfreien Branntwein zu bewilligen. Herr Direcior E. Schmied machte auf den großen Werth der Wiefendüngung aufmerksam. Die Vertrauensmänner sollten in ihren Bezirken auf die nicht günstige Be-fchaffenheit der Wiesen aufmerksam machen und eben jetzt auf verständige Düngung dringen. Zu diesem Gegenstand werd« eine Flugschrist erscheinen uns Herr Director E. Schmid einen Vortrag in Gam-litz (KiebergerS Gasthaus, 14. Mai, 3 Uhr nachmittag») halten. Herr Barta au» Ehrenhausen begrüßte die Vereinigung und wünschte ihr vor allem eine recht große Mitgliederzahl. Erst wenn die» erreicht, könne der Verein seinen großen wirth-schaftlichen Nutzen bringen. Er wünschte, daß die Vereinigung in weiteren Kreisen bekannt werde. Herr ReichSrathS-Abgeordnner Fr. Girstmayr machte die Vereinigung darauf aufmerksam, die Weinbau-treidenden vor Uebergriffen der St«utrb«hördt» zu schützen. Jedwede Belästigung möge drr Vereins-leitung angezeigt werden. Herr Hintze berichtet über die Besuche, die er und Herr P. Kammerer in Graz gemacht und theilt mit. daß Herr A. Siiealer, der al» Lande»-, Obst« und Weinbau-Comm ssär nach Graz übersiedelt, seine Zahlmeisterstelle niederlegt. An dessen Strlle übernimmt Herr Director Schmid da» Zahlmeisteramt, während in den Ausschuß Herr Joses Zweisler, Director der Landes Obst- und W«inbauschule in Marburg gewählt wird. Herr Director Schmiv brachte die Gründung «inrr Obst-v«rwerthungSstelle in Marburg nach dem Muster d«r in Graz bestehenden in Anregung. Der AuS-schuß wird dies« Anregung zur Ausführung bringen. Herr Hintze hatte sich schon seinerzeit bereit erklärt, mehrere Zöglinge der hiesigen Weinbauschule aus eigene Kosten im Obstsoriieren zu unterrichten. Diese uneigennützige Zusage wiederholte er heute und «S wird di« Vereinigung beauftrag«, hievon die Wein-baufchule in Kenntnis zu fetzen. Herr Girstmaqr macht auf die in den Zeitungen erschienenen Artikel über die Bekämpfung der Reblaus mi« dem MoroS'schen Mittel aufmerksam und erklärt diese Erfindung nur geeignet, die Wkinbautrtibtnden irre zu führen. Er verlaS den Brief eines Fachmannes auS Klosterneuburg, der die Mittheilung macht, daß mit diesem Mittel behandelte Stöck« miserabel aus-sehen und an den Wurzeln sowohl Läuse, wie frische Nodositäten zeigten. DaSfelde berichtet die commissi-onelle Besichtigung der MoroS'ichen Reblausversuche in Klosterneuburg und Weidling. ES wurden in der zur Behandlung übernommenen Parcellen vier Stöcke nach Auswahl der Sachverständigen unter-sucht. Zwei dieser Stöcke waren mit dem Vertilgung»« miltel behandelt worden, zwei waren dieser Behand« lung nicht unterworfen gewesen. Der erste der behandelten Stöcke wie« keine Läuse aus, jedoch war derselbe nach dem Aussehen deS WurzelstammeS und der Wurzel überhaupt nicht von der Reblaus befallen geweftn. Der zweite in Behandlung ge« standene Stock zeigte auf seinem Wurzelstamme eine Anzahl von jüngeren und älteren Läuse», außer-dem schon gebräunte Nodositäten an den Faser« wurzeln. An den zwei nicht behandelten Stöcken konnten keine Läuse gesunden werden und sanden sich auch keinerlei Verletzungen durch daS Jnsect vor. Der Stand deS fünfjährigen Weingartens war im Allgemeinen «in guter und konnten sichtbare ReblauSschäden nicht beobachtet werden. Zwischen den behandelten und den nicht behandelten Stöcken fanden sich solche auf eigenem Fuße und unveredelte ; Reben vor. Alle waren gegen PernoSpora mit Kupferkalklösung ausgiebig und mit Erfolg gespritzt. I» einer anderen Parcelle wurden süns Stöcke unter-sucht. Alle VersuchSstöcke wurden seit 1891 mit de« flüssigen Mittel behandrlt, außerdem drei der unter-suchten Stöcke im Frühjahr 1896 mit dem i» Pulverform. Der Befund ergab, daß an den fünf untersuchten Stöcken sowohl an dem Wurzelstamme Tuberösitäten und auch an den Faserwurzeln Nodo» siiäten zu finden waren. An einem mit dem flüssigen Mittel behandelten Stocke fanden sich jünger« und ältere Läufe vor. DaS Unheil über daS Ergebnis wurde daher abgegeben, daß ein nachhaltiger Erfolg nicht zu beobachten war. Ein Experte bemerkte anknüpfend, daß die Vegetation der behandelten Stöcke im Jahre 1896 eine be-deutend geringere war als im Jahre 1895, wo er die Parcelle ebenfalls genau untersuchte. Schließlich gaben die Experten cumulatio zu Protokoll, daß sie auf eine weitere ämtliche Erprobung deS Mittel» nicht tinrathen können. Gezeichnet ist diese» Proto» koll von Dr. Thomas, R. Steiner, Jablauczky, H. Kober, A. Knosl, Joh. Ringer, A. Sieingruber, Joh. Lenz. H. Kalbert und S. MoroS. Zu» Schlüsse seien alle, welche sich für die erschienenen Flugschristen „lieber die Behandlung der Sommer» triebe an den Rebstöcken", von A. Stiegler und über Traubenkrankheit und Behandlung kranker Weine, von C. Schmid interessieren, eingeladen, sich behufs freier Zusendung an Herrn Victor Philippe!. Bürgerschullehrer (Marburg. Sophimplatz Nr. 3). zu wenden. Kheilnng der gemeinde Saldenhose». I» der Donnerstag-Sttzung hat der steirische Landtag die Theilung der Gemeinde Saldenhofen in eine „Marktgemeinde Saldenhofen" und Gemeinde »Um-gebung Saldenhofen bewilligt, nachdem Abgeordneter Benko in sachliche», treffenden Worten die rein agitatorischen, jedem wirthschafilichen Programme fremden Ziele der slovenischen Politik gekennzeichnet hatte. In der Begründung beS Antrage» wurde ausgeführt: Bezüglich der Gemeinde Saldenhofen sprechen zwingende Gründe sür die Gemeinde» trennung. Schon seit dem Jahre 1873 bestehe» nämlich in diesem Gemeinwesen heftige Gegensätze, die ihren AuSvruck darin finden, daß die Bewohner der Landgemeinden Drautsch, St. Johann od Drautfch und St. Veit viermal, die Marktbewohner einmal, u. zw. in jüngster Zeit, um die Trennung dittlich wurden. Mehr a!» ein Vierteljahrhunder« ist ver» strichen, ohne daß die Verhältnisse sich zum Bessern gewendet hätten, und e» ist gewiß im größten Inte» reff« der gedeihlichen Entwicklung de» Gemeinwesen», dem wiederholt gestellten TrennungSbegehren endlich Folge zu leisten. Zu dieser Anschauung bekennt sich gegenwärtig auch die Statthaltern, welche ihren ursprünglich völlig ablehnenden Standpunct aus» gegeben und, von einer kleinen Einschränkung ad» gesehen, eine zustimmende Erklärung abgegeben hat. Die gesetzlichen Voraussetzungen sür die angestrebte Gemeindnrennung erscheinen nach jeder Richtung voll erfüllt. Die Lebensfähigkeit der neu zu bildende» Gemeinden „Marktgemeinde Saldenhofen" und „Um» gebung Saldenhofen" ist ganz außer Frage, nach-dem die erstere eine Steuervorschreibung von 658 fl. 23 kr., die letztere eine solche von 2318 fl. hat und die zu bildende Marktgemeinde Salden» Höfen außerdem noch über eine jährliche Sonder» einnähme von 260 fl. verfügen wird. D«e Marktgemeinde Saldenhofen zählt also kNneSweg» zu de» kleinsten Gemeinden Steiermark». Auch die erforder-liche vollständige Au»«inandersegung des gemein» schaftlichtn vermögen» und d«r gemeinsamen Laste» ist vollend» erfüllt. Wenngleich auch die zu bildende Gemeinde Umgebung Saldenhofen durch die Markt-gemeinde räumlich getrennt wird, so tritt die vo» der Statthalterei befürchtete Erschwerung der Ver» waltung der beiden Gemeinden keine»weg» ent; denn an den bi»her bestehenden räumliche» Ver» Hältnissen wird durch die Trennung nicht da» Ge» ringste geändert, da nach wie vor alle bi»herige» Verbindungswege zur Versügung stehen. Der Ge» meindeoorstand wird auch in Zukunft von de» Parteien nicht schwerer als bisher zn erreiche» fein, da derselbe auch jetzt nicht im Centrum der On<« gemeinde seinen Wohnsitz hat. Eine wesentliche Ver» «nsachung und Förderung der Verwaliung erfäh« aber in Zukunft der Markt saldenhofen dadurch, daß dessen Gemeindevorsteher im Markte selbst wohnen wird, welcher Umstand bei vielen Gelege»-heilen, unter andern bei Militärdurchzügen, resp. Einquartierungen, gewiß eine» nennenSwerthen Vortheil bedeuten wird. ^holographische Apparat« für Wir empfehlen allen, die für Photographie, diesem au-regendsten und von jedermann leicht zu erlerne »den üßmarß. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Baus und Familie. Sonntagskeikage der „Pnltsche» Wacht" in gUft. Nr. 19 .Die Sübmart" erscheint joden Eonntaq al« unentgeltliche Beilaae für die Leser der .Teutschen Wachs. — Einzeln ist .DieSüdmart" nicht käuflich 1899 (Fortsetzung.) Heftiges Stimmengewirr schlägt dem Eintretenden ans Ohr; das Lokal ist außergewöhnlich besucht. Und sonderbar — als er sich jetzt der bekannten Tafelrunde nähert, verstummen die Mitglieder derselben mit einer auffallenden Plötzlichkeit. Es will ihm scheinen, als ob seine Ankunft eine gewiss« Sensation unter den Mit-gliedern deS Stammtisches hervorrufe. Aller Augen richten sich auf ihn. De? fönst so selbstbewußte kleine Bankier grüßt besangen. Ein allgemeines Stillschweigen entsteht, wäh-rend er sich am Tisch niederläßt. Ihm ist sehr unbe-haglich zu Muthe. Endlich fängt einer der Herren ein Gespräch über das Wetter an. EtwaS unnatürlich Gezwungenes, eigenthümlich Gespanntes verräth sich in dem Wesen und in den Mienen der Stammtischgenossen, das sich dem „schönen Bütow" sehr empfindlich auf die Nerv«n legt. „Haben Sie auch schon von der unglaublichen Neuigkeit gehört?" beginnt er entschlossen. Alle recken die Hälse, das Wettergespräch erleidet ein jähes Ende. Herr Bütow fährt unter lautloser Aufmerksamkeit aller übrigen fort: „Man erzählt sich, daß Fräulein Barkow heimlich das HauS ihrer Eltern verlasien habe. Natürlich albernes Dienstbotengeschwätz!" Die Mienen der Mitglieder der Tafelrunde beleben sich wunderbar und drücken, je nach dem Temperament der verfchüdentii: Ueberrafchung, Staunen und Schaden-frrud« aus. Der von dem kleinen Bankier Angeredete aber giebt sehr lebhaft zurück: „Dienstbotengeschwätz? Wie sok Die ganze Stadt spricht davon. Ich hätte geglaubt, daß gerade Sie. Herr Bütow, besser als irgend ein Anderer informiert fein müßten." „Gerade ich?" Die Krau des Dichters. Roman von A r t h u r Z a p p. «»chdriilk «6a655B5ei5B65l5a$i563eB SSSS Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc. lnuMMi^PnaCi imnnm ia^ini«M«iitHMW^WHaiBWnWBt'>r'l'il»l»iigCiinCiiaq EffiSOGI 5333 WW BHl!lWlilB>plliTt3wiimi>nnsuwiulS?3uiwwrtP;J-mlg^viwvi^HinBW Blümlein am BacheSrand. Blümlein sieh n am Bachesrand. Blümlein aller Farben. Da pflückt fl« de« Mädchen« Ipanb, Und die Blümlein starben. Trauernd sah da« Mädchen d raus Die verweilten Blüthen: Blümlein. blüht mir wieder aus. Will euch sorglich hüten I — Sprengte sie mit frischem Naß [ Und des Bache« Helle: Doch die Kelch«. bleich und blaß. Weckte nicht die Mlle. — Will euch armen Blümelein Doch ein Grab gewähren! — Scharrte d rauf die Blümlein ein Unter tausend Zähren.-- Freuden, die gestorben sind. Bringt lein Lenz uns wieder: Drum begrabet sie geschwind — Kämpst den Kummer nieder! In'« Album. Der Bogel singt — Und fragt nicht, wer ihm lauscht: Die Quelle rinnt — Und fragt nicht, wem sie rauscht: Die Blume blüht — Und fragt nicht, «er sie pflückt: O sorge. Her,, Daß gleiches Thun dir glückt! * Wen» du den Himmel hast in dir So ist dir Tod und Leben gleich: Und hast du nicht den Himmel hier, Was nützt dir dort da« Himmelreich i Weise Bemerkung eines Narren. Leopold von Olim*ich wollte im Zahle 1313 aus di« Schweizer loSgehen und berieth nun mit seinen Räthen, wie man wohl am besten in da« Land eindringen tönne. Us saß aber der Hosnarr Jenny von Stocken dabei und dieser sagte: „Ihr Narren, Ihr rathe« alle, wie Ihr in das Land hineinziehen wollt, aber keiner denkt daraus, wie Ihr wieder herauskommen wollt!" Und wie der Narr es prophezeit hatte, so geschah «S: Leopold wurde am H. December 1316 in dem Engpässe bei Morgarten von den tapferen Landmännern, für welch« di« Berge mitstrilten, entscheidend geschlagen. 2ci»»y der Gemitsrpflänzcken gegen Frost. Di« l5emüsepslänzchen dürfen in den Arien Sellerie, Porree, Kohlrabi u.s.w. durchaus keinem Froste ausgesetzt sein, denn sonst schließen sie ihre erste Entwicklungszeit ab und schießen bald in Samen, ohne brauchbare Gemüse gebracht zu haben. Sind di« Breie nicht sehr groß, so kann man di« Pflänzchen mit leeren Blumen-töpsen bedecken, oder man spannt über die Beete leichte Drahtn-tze, aus welche Laken gebreitet werden. Sssig al« Gegengift. Essig ist «in wirksame« Gegengist gegen Karbolsäure. Bei durch Karbolsäure oeratzter Haut und Schleimhaut angewandt, verschwmdet die weiße Verfärbung, ebenso die Gesühllosig-keit uud kein Aetzschorf tritt auf. Rei innerer Karboloergiftung gebe man Essig mit Wasser zur Hälfte verdünnt. Wollene und gemusterte farbige Stoffe, insbesondere helle, glaubt man oft nicht wie Wäsche wasch«» zu dürfen, weil sie beim Trocknen trotz häufigen Um-Hängens .streifig" würden. Letzteres kann man nun dadurch verhindern, daß man die Gegenstände — auch Herren-und Damen-Kleider — nach dem üblichen Waschen (mit Seife) uns gründlichem Ausspülen in Wasser taucht, in welchem aus 10 Liter 5 Eßlöffel Kochsalz ausgelöst find. Hieraus werden die Stoffe ausgehängt, bi« fie trocken sind, ohne sie vorher auszudrücken. Die empfindlichsten Muster werdm auf diese Weise klar bleiben und nie .streifig" werden. Ein sehr einsachei Mittel, wenn man e« kennt. Wenn man einen Splitter nicht sosort aus der Wunde ziehen kann, so ent zündet sich dieselbe. Um das Geschwür aufzuhalten, sind Leinumfchläge zu machen. Eitert es dennoch, so muß man es öffnen, sobald es angeht. Neue irden« Geschirre setzt man vor dem Gebrauch in ein Gesäß mit kaltem Wasser und bringt dasselbe langsam zum Kochen. Hat es eine Zeit lang gekocht, nimmt man eS vom Feuer, läßt eS erkalten und nimmt erst dann das Geschirr heraus. Ans diese Art wird da« Zerspringen der irdenen Geschirre veihüiet. Bevor man Lampen mit neuen Dochten versieht, muß mau letztere in der Ofenröhre gut austiocklien: sie ent-halten im gewöhnlichen Zustande eine, wenn auch für das Gesühl unmerlliche, ,fo doch thatsächlich b«deu>end« Menge Feuchtigkeit, au« der Lust angesogen. Diese ersüllt die seinften GewebeSauggesäße und verhindert die Aussaugungssähigkeit derselben sür da« Oel ober Petroleum; Del und Wasser vertragen sich gewöhnlich nicht. Sind die Dochte gut getrocknet, so brennen die Lampen sosort hell. Di« Unrrinlichk«iten schlechten Petroleums verstopfen dieSauggefüße eben-fall«. Ang«schnitt«ne Citronen langer« Zeit aufzubewahren. Man gibt etwa» scharsen Essig in ein Töpfcken und legt die Citrone mit der Schnittfläche in den Essig. Französischer Senf. Man nehme 50« Gr. seinsteS gelb«« Senfmchl, 200 Gr. Oliven- oder Mandelöl und rühre da» Oel mit dem Senf an. Hierauf werden 125 Gr. Sartxllen, 50 Gr. Kapern, 30 Gr. Schalotten und 10 Gr. Knoblauch zu einem ganz feinen Teig gewiegt (zerhackt), durch «in Haarsieb getrieben und dem obigen Mehle beigemischt. — Man übergieße nun in einem Glase 10 Gr. schwarzen Pfeffer. 5 Gr. Kardamom, 2 Gr. Nelken, 5 Gr. Mußkatnuß, einen zerschnittenen Hering, 10 Gr. Selleriewurzeln, 15 Gr. Estragon-kraut und einige Lorbeerblätter mit l Liter guten Weimffig. setze das OMftß 5-6 Tage gelinder Wärme auS, filtrier« den Essig von den Substanzen und rühre denselben dann dem Sensmehlbrei bei. Länger« Ai^j-bewahrung macht diesen Senf besser. C diese Fremdwörter. Dame: .Ja — ja — meine liebe Frau Postsecre« tärin, man kann die Kinder nicht streng genug halten, ick — ick habe meine Jungen« mit dragonerischer Strenge erzogen." Warenhäuser. S«uszerd«S Geschäft«-inhaber«: „A Schand is, wie einem die Lau 'S Geld au« der Tast« stehlen: da is schon wikder ü Kundschaft, wo will haben den Shirting zu be Preis, wie'« st.ht in der Aus lag'!" Reciprocität. Diener: .Herr Kriltlich hat eben seinen Bedienten herübergesandt mit der Bitte, der gnädige Herr möchte seinen Hund erschießen, da derselbe durch sein Geheul die ganze Nachbarschaft stört." — Herr: »Sagen Sie dem Diener, er möchte seinem Herrn einen schonen Gruß auslichten, und zuerst sollte Herr Kriltlich «eine Tochter veigifien und dos Piano v 3. Juni 1852 kobrofzen. zuständig in Altendorf-Pettau, katho-it verehelicht« Inwohnerin dor«. ob DiebstahlS Vagabundage oft bestraft: 3. Mari« Mutz, Pignar, 56 Jahre alt, geboren im Jahre 2 in Klappenborf. zustündig in Angenbach. «lisch, verwitwet« Inwohnerin in Prepole »unschweig), ob DiebstahlS 15mal bestraft, — im Verbrechens deS DiebstahlS. Marie Turt. Anna Bohak und Marie Mutz an dem Markte in Eachsenscld am 13. De-»der 1898 der Marie Hoppe aus Cilli Bargeld »eine Gelbtasche im Werthe von 50 fl., ebenda« un» hinten Marktbesuchern Waren, alS: Tuch, Druck» und Kopftücher im W«rthe von 22 fl. 40 kr. am selben Abende aus der Fahrt von Cilli I Ponigl d«r FranziSka Jer«binZek au« Jerbinjtk gelb und Tasche im Werthe von 2 fl. 30 kr., innen 74 fl. 70 kr. gestohlen, wobei der Dieb« tl mit besonderer Verwegenheit verübt würd« > wobei sich Dieselben da« Stehlen zur Gewöhn-gemacht. Di- schon oft und hart bestraften Markt-ilnen Marie Turk, Anna Bohak und Marie kamen am 13. December 1893 nach Cilli, wie die eine glauben zu machen sucht, dort» fyl einen Verwandten zu besuchen, die zweite um tzhchen Rath einzuholen, die dritte um bei Ponigl »sehe», ob die Weidenruthen reif zum Schneiden Am Abende desselben Tage« kamen all« wieder aus dem Cillier Bahnhöfe zusammen, angeblich ohne Verabredung, gleiche Fahr zur Fahrt nach KranichSseld und stiegen bei hn de« Abenb-PostzugeS in da« gleiche Coupü. zitka JerebinSek, welche mit demselben Zug« »fuhr, bemerkte bei« Einsteigen, daß sich im änge eine Frauensperson ganz ausfallend an I festhielt, und gewahrte bald darauf den Abgang Seidtasche mit dem Inhalte von 2 fl. 30 kr. : Conducteur Franz Hudobilnig fand nun die tGelbtasche auf dem Corridor desselben Wagen«. Gleichem die drei Beschuldigten saßen, und schöpfte dieselben sofort Verdacht, nachdem er er-, daß eine derselbe« (Anna Bohak) in der henzeit da« Coupo verlassen und aus dem dor eine Zeitlang verweilt hatte. Er über daher dem mitreisenden t. u. k. Unierofficier Kukova die Ueberwachung der drei Beschul» mit dem Ersuchen, dieselben am AuSsteigen >onhinbern. soll« eine derselben vor der End» m» ihrer Fahrkarten (KranichSselb) versuchen den Wagen zu verlassen. Schon bei der vion Pöltschach unternahmen die Beschuldigten l Fluchiv.rsuch und wollte eine von ihnen sogar Fenster hinauSjpringen. Die«, sowie die Be. huing, daß die Beschuldigten während der einen Theil ihre« Gepäck« zum Fenster iltwurfen, bestärkte den Verdacht be« Zug« iterS und veranlaßte ihn. den k. k. Genoar »sten Pragerhof zu verständigen, welcher auch die Verhaftung der Beschuldigten vor-Bei denselben wurden nun sieben verschieben ttoge Eeidentüch-l und Stoffe vorgefunden, außer >»och Bardeträge von zusammen I I fl. 41'/, kr. i nächsten Tage wurde überdieß in der Station hach ein Bündel mit Marktwaren vorgesunden, die Beschuldigten während der Fahrt aus Kp^fenster weggeworfen. Nach den Vor gen der Beschuldigte» konnte e« vom ersten cke keinen Zweifel unterliegen, daß sie auf i htiiiikehr von einem neuerlichen Raubzug« be jlni worden waren. Nachbem die Beschuldigten In Beginne an leugneten und die herrkömmlichen lügenhasten Verantwortungen gewohnheitsmäßiger Marktdiediebinnen zum besten gegeben — gestanben sie endlich am 13. December 1838. den Markt in Sachs-nseld besucht zu haben. Bezüglich der Ent« wendung der bei ihnen vorgefundenen Marktwaren versuchten sie auch später noch die Schuld eine der anderen zuzuschieben, während sie die Entwendung der Baarbeträge zum Nachtheile der FanziSka Je-r.'binSek und Marie Hoppe auch dermalen leugnen. Wenn nun auch FranziSka JerebinSek nicht mit Bestimmtheit angeben kann, ob und welche der Beschuldigten ihr die Geldtasche entwendet hatte, so muß bei bem Umstände, al« bis entwendete Geldbörse aus dem Corridor de« Waggon« gefunden wurde, in welchem die Beschulbicnen Play aenom-men und wo sich eine derselben (Anna Bohak) unier verbächtigen Umständen kurz vor dem Auffinden der Geldtasche ausgehalten hatte, mit Grund ge» schlössen werden, daß die B-schuldigien auch noch beim Besteigen de« Bahnwagen« im Gedränge die Gelegenheit ergriffen, ihr Handwerk zu betreiben. Bezüglich de« GelodiebstahleS zum Nachtheile der Marie Hoppe ist durch die Aussage der Beschä-digten bargethan, daß im Augenblicke, wo da« Geld eniwedet wurde, die Beschuldigte Maria Mutz direct hinter der Gestohlenen stand, während Marie Türk beim selben VerkausSstande al« Aufpasserin Aufstellung genommen. AuS dem Geständnisse der Beschuldigten geht hervor, daß sie alle Diebstähle in der Weise au«-führten, daß eine von ihnen ihre Fingerfertigkeit spielen ließ, während die beiden anderen theil« die Aufmerksamkeit der Beschädigten ablenkten, theil« durch Zeichen den günstigsten Augenblick zur Ausführung be« DiedstahleS der „Arbeitenden" angaben. Nachdem nun die Beschuldigten zugeben, in Gesell-schast den Markt in Sachsenfeld besucht zu haben, weiter« gestehen, daß sie die anderen Diebstähle in der erwähnten Weis« vollbrachten. nachbem ihr« gleichzeitige Anwesenheit am Thatorte erwiesen ist, kann e« keinem Zweifel unterliegen, daß nur st« auch die Maria Hoppe bestohlen haben können. Allerding« wurde im Besitze der Beschuldigten der gestohlene Betrag »ich, zur Gänze vorgefunden. Die«bezüglich muß jeboch auf Die Ergebnisse der Erhebungen und da« Geständnis der Maria Mutz verwiesen werden, welche bestätigte, daß die Be-schuldigten fooleich, nachdem sie sich verrathen sahen, ganz« Bündeln au« den Waggonseuslern warfen, daß Maria Mutz selbst bestätigte. Anna Bohak habe einen klirrenden Gegenstand (Geld) zum F«n-fter hinausgeworfen. Wird endlich erwogen, daß die ob gleicher Diebstähle vorbestraften Beschul digten zu gleicher Zeit in Cilli eintrafen, sich gemeiw fchaftlich nach Sachsenfeld begaben und dort bei samm-n blieben und zu gleicher Zeit wieder die Rückreise antraten, so kann e« keinem Zweifel unterliegen, daß sie die VerÜbung der Diebstähle veralt redet und in Gesellschaft vollbracht. Die Angeklagten wurden wegen Gewohnheit« diebstable« und Vagabundage schuldig gesprochen und Marie Türk zu sech« Jahren. Anna B o h a k zn fünf Jahren und Marie M u y zu sech« Jahren schw«r«n KerkerS verunheilt HenneberH-Seide von 45 kr. bi» fl. 14-65 VN nur «ch!, weitn »irtft *b nistn« {Hftttra fce.w — schnx»,. f-rdi«, — >» den mo» [ebenverdienst, dauernd un<^ steigend, bietet sich geachteten, arbeitsiNii^igen und sesshaftea Persönlichkeiten durclT^bf!rnahme einer Agentur einer inländischentawchernng- • Gesellschaft ersten Ranges. Amfa unter ^LTÖB"* Graz, postlagernd, sss» Ein junger <>esi\^tsmann, 30 Jahre alt* mit gutgehendem Geschäft in mark, wAnseht mit fl^arn Fräulein in» Alter von 20—24 Jahren ^üt etwas Ve mögen, welche Liebe sum ol^chäfte behufs Ehe in Correspondenz *a treten. Bei ernstgemeinten Anträgen wulltaq Photographie beilegen unter »Discretion Ehrensache 3*01" an die Yerw. d. BL 3801—39 Ters mrloi iHumleii sind RhenmatisnQMi und Astbma bei meinem Vater, welcrfifc viele Jahre daran litt, durch ein vorzägjOIittel (kein Ge heiinmittel) und lasse kb den leidenden Mitmenschen Auskunft gfge» 5 Kreuzer-Briefmarke gern zukommen. ' -.3836—27 Brunndöbra L Sachsen No. •iftO . Otto tlrlilhorn. Im JuHre IOOO »aldlea st» all« mit »rr rchlra Bemann Lilienmilch-Seife v. Bargmann ck Co., Dr»s44n u. TaMdiva a. E. weil t» bis b(J Sein Hustenmittel übertrifft Kaisers Brust-Bonbons OQßrk notariell beglaubigte ^ÖOU Z^nnisse beweisen densicherenVrsplgbeiHusten^ Heiserkeit, Katarrh u. V,r-schleimung. Prei« per Paket 10 u. 5Q Kreuzer. Baumbach'« Erben Nachfolger M. Rauscher» .Adler°A?oth«te^ in Cilli, SckwarzlkCo.,Apoth«ke „zur Mariahils" in Cilli. 3220—37| Rattentod (AeNr Ammisch. Delitzsch) i,t da« best« Mittel, »«Latten und Mius« schnell und sicher xu yertttjtn. Unacbld-lich för Menschen und ffM»thiere. Zu haben in Paketen a 30 und lage. 871V—?t Das ist wahrhaft untrügliche, radic jede und jede Insecten CUU: A. Kolenc. Topolak tc rcöuik, Traun & Stiger. Alois Walland. Victor Wogg. Milan HoJerar. Ferd. PellA. Josef Matii. Anton Feijen. Friedr. Jakowitich. Fran» Risehlawy. Carl Gela, Apoth. Franz Zangger. Franz Janesch. Josef Srimz. Bad Nenbaus: J. Sikoeek. Fraaslau: Johann Pauer. „ Ant. Pla&kan. Gamilsko: J. Idvoriek. St.Georgen a.T. F. Plasken Gonobits: Franz Knpnik. Hochenegg: Frz. Zottl. Hrastnik: A. Bauerlieij», , Consum-Ver. „ Josef Wonk. Laufen: Johann Filipiö. Fr. X Pebek. Ranscher, Adl.-Ap. uci,teuwald: A. Fabiani. Ichtenwald : S. F. Schalk. Lud. Smole. Zwenkel & C. [arkt I.emberg: Franz Zupaniil. ifail: Consura-Verein. J. M. Krämer. Fr. Pollak Wwe. Rob. Stenowitz. Iffer: Andr. EUbacber. tika: Job. Zaloznik. lern: Joh, Nowak. Wiillan: Carl Tischler. Weiteiutein: Ant. Jaklin. 1X99 mit 1. Mai das Ich beehre mich ergebenst mitzutheilen, dass jA Depot der Fürst Schwarzenberg^611 Brauerei Wittiöfeau und das Depot der Brauerej^Oberlaibach Th. Fröhlich, Oberlaibach, übernommen habe undfempfehle diese vorzüglichen Biere zur gefällige» Abnahme. w Zum Ausstoß» kommen: das bereits bestbekannte Orig. Wittingauer Lager- und ScMmkbier, sowie Oberlaibacher Export-, Kaiser- und Salvator-Bier. / Yersandjnn Gebinden und Flaschen. Um rtfcht zahlreichen Zuspruch bittet 3319—37 Günstiger Villa mit Park in der Gemeinde Cilli nnd mdjpfrc Lnild reffelltätoii in der Gemeinde Koschnitz gelegen^tfäwie 1 Paar WU(ei»p tf «* r tl5- und Öjährig, 153 Faust hojhrwegen Krankheitsfalles billig zu verkaufen. Näheres: A^rükaturskanzlei des 3820—38 I>r*. Aujfiimt Scliurbi, Cilli. Tokajer Stadtwappen registrierte Schulz marke, „Schlangenkreuz auf drei Bergen". . Der feinste und mildeste Cognac ist TOMIt COliYVi: mit dem obigen'/TokaJer Stadtwappeu ans der Ersten Tokajer Cognac-Fabrik in Tokaj. nnlflinüdaillon • Paris. Bordeanx, Nizza, Haag, London, liululliuUdiilull. Brüssel, Chicago, Wien, Berlin. 3617—37 'reblauer Sauerbrunnen, reinster alkalischer nämlicher Alpensä Erkrankte 1 i jugendliche Verirrnngen W das berühmte Werk kder Dr. Retan 81. Aufl. Mit' Lese ea Jede solcher Laster leiH danken denselbei Stellung. — Zn Ttrltpuguii ii Leiprij,Vu«kl Kr.21, sowie dnreh jedeBuchlun^nngtin-ta elbstbewahrnng ■Abbild. Preis 2 fl. an den Folgen t. Tausend« ver-hre Wiederher- i) durch das T Erste t. t. österr -ung. auSscht. pri». des'Carl Kroiifttclner, Wien, III, Hauptstr. 120 (in tifiata Hsale>. Auigexelehnet mit goldenen Hedalllen. "W fUsernt der erjherzogl. und stlrsll. Kuls»erv«l!»i,«n!. t. K. 'ZS>5llär»er»a5lllnge«, Lise« Bet«- und J&üttenflefeCn^afteit. ^augesdTücfi». Bamtntmieljmer an» Vaua fomie^fiMb- und AeasitätenbeKtzer. Dies« Fasade-Farben, welche in «alt löslich werden in Zustand in Pulverform und in ><> verschiedenen Mustern von IS per Kilo auswärts lU'uefwi iwb sind, anbelangend die Reinheit des Farbenlone^, dem volltommen gleich. 3669—5a X^MÄtezlcarte. so-wie Ge"texavto4vs&33.-w«5jrvaja.8r gratis vl. £reaa.eo. 1899 .D-ntsch- ^9 Wer «pnU h»ltk»M »d dauerhafte Auadige mnsrt kauiea will. Um lieb bei salnap^i limtdesmeiater nur St* Mastafkarte de* mu ^ Joh. Siikapdsky, Brünn iUU|«bahnui( disau Flmt iwktrii "hob« K«i«tte, noch aadat* Bei KachfrUtt Ws Sdaadd« |i«m T»ri«C*n Die strei W .de» d Kind« r.niü^l itz Pulver. \nr AS»ht wenn jede Bchaehtet Wd Jode. Pulver A. «»II » IlUr cCIHi Sthalsmurke Ad Unterschrift trügt. Holl'i Seidll tz-Pulver än-l^mr Magenleidende ein uriQbertreff- Bthcs Mittel, von d.-n Magen kräftigewf-r und die Verdauung.thStigkeit stetgern- <«r Wirkung und «1» milde M,1li.yliJes Mittel bei Stulilver»topfung allen Jrutiachen Purgativs, Pillen, BitMrvräasem etc. vormiiehen. Preis der Opftiual-Schnchtel 1 fl ö. W. M» r*e.l*!Äe*.te -waHlrd.«». g'ericls.tlicli. Tr«rfolgrt. ^WW Mo!'.§ Franzbr! antweinuSalz. Vni> ai-hi wcrfs 'jede laiche A. Wnll*» SehuUmarfce tr*ift und Bitt der Blelplomb« t>Ur PCnt, _ji, MOLL* verschlossen i«t. Moll'* Franzbranntwein und Sali i»t ?i» namentlich als schmeri-itillendeyfiinreibuD^ bei und den andern Folgen von Er* lUUngeiLÄeatbekannteä VolV-mi ttel von Muskel- und Nerven kräftigender Wirkung. / Preis der plombirten Originnl-Flasche fl. —.90. Kisptvertandt durch Apotheker A MOLL, k u. k. Hoflieferant, Wien, Tuchlanben. in den Depots der Protioi vtrlinfv zu An adidräcklicb A. MOLLe l'r&pnrntft. /Depot»: En gros: Aug. Böhelm, Kohit«ch Sauerbrunn...... / Albert Zotter, F ra » 81» n. 34o2-o CHINA-WEIN SERRAVALLO k«iii f.*. • B/t» TOPOLSCHITZ* bei Cilli. Steierinark. Moderne Einrichtungen für j>hjsikaliseh-diätetisclie Therapie, Thermalbäder, Pensionat und QnmmprfrKphp 3741—37 6ute Wiener Reataaration. OOlUUlGnnaUnj. AtmosptiÄrisch.© Cur Proipccte durch: l>r. Muttern, Wien, VII, Marlahilferetrasee am / Das bestrenorofllrerte Tiroler Loitvwsailllaiis • Rudolf Baur Innsbruck ■t ii d ol |ihM t rnnne l*r. 4, ~ empfiehlt «eine durchgehend« echten Innsbrucker Schafwoll- L Fabricate für Herren und Damen. IVrllCv Havelock)« und lfetlerniiiiiti'l. ^ py Cataloge nnd Muster frei. 8491—89 mit E3IQEN von medizin'echen Autoritäten, wff Hofrath Prof. Dr. Braun, ttofrath Fiof. Dr. Draae», Prof. Dr. Hofrath Freiterrn von Krnfft-Kbli;g, PrqlDr. Monti, Prof.Dr. Bitter von Moaetig-Moorhof, Ho rtth Piof. Dr. Neusser, Puf. Ir. Schaut«, Prof. Dr. Weinlechner, vielfach v«rv>ei d>i und btretet* empfohlen. (Für Schwächliche und Becouvalescenten.) -I 342«—108 Silbern* / XI. Medizinischer Congjpa- Bom 1994. IV. Congres» tür Pharmacie uns Chen>ie Neapel 1894 Ital. General-Ausstellul; Turin 1898. tm' «1/0 Qulden monatl."^-'1 khuien )'>%pueu jed. Stande« in allen Ortochaft0techeru.ebrl.ohncC»pital i R;sico vcrdiÄtti V erk.ges. erl .Staat»-pikiertu.LoatiLudw Oester-reieker.VHI, 8, Budapest. Heinrich Iteppitscli, Zeugsclimied fürBrückenwagenbau u. Kxmstschlosserei €II>IiV (Steiermark) 3773-30 erzeugt Decimal- auch Centimal-Brücken-Waflen, Gitterthüren u. Geländer, Ornamenten und Wappen aus Schmiedeisen, Garten- u. Grabgitter, Hen- n. Weinpressen, Tiefbruunen-Pumpen, auch Einschlagbrunnen sowie Wagenwinden solid u. billigst. Tuch versandt nur für Private. ,a «.so L «10 an« situ a «SO aas cuta fl. T-M ans Fei» a «10 »US Mai _ 8- l u OsU«t«ric»pf nfUr J^rreugafise Mr. 8, ClliLI* Herwogww Nre 3 •■ptiklt llolzeriiifiit-und UarhiMiiiiedrehuiiRen unter lang-jiliriger GaranUa'eowie aawmtUehe Bauarbeiten u R.parataren^??M von Blech-u. Lackiererware. KiskÄsten. Ventilators, heiabare Badewannen, Badestiihle, Wageulatecne«, Closetaufstellungen etc. etc. 3680—49 wird aufgenommen. —37 BrunDengassf^ftifi- 12. Lebens-Versicherungs-tSesellschaft in London. Filiale für Ungarn: Budapest, Franz Josefsplatz 5 u. 6 Banse der (icscllscfiaft Kronen 159,947.578.— 28,823.375.— Filiale für Oesterreich: Wien, !., Giselastrasse I *m Hanse der Gesellschaft. Activa der Gesellschaft am 31. December 18Ö Jahieseinnahme an Prämien und Zinsen bl. December 1897 ....... Wülueud des .lahres 1897 wurden vou der Gesellschaft 7463 Polizzen über ein Capital vou.......... » >67,331.352. ausgestellt. — Prospecte nnd Tarife, auf Grund welcher die Gesellschaft Policen ausstellt, sowie Antrags - Formulare werden unentgeltlich ausgefolgt durch die General-Agentschaft in l.ulbu('b: Outdo %«>*<*liftio. Villa vis-a-vis Narodni Dom. «Ä«S—7t 10 Tanzlelircnrse ii Cilli. Ich. gebt! mir hiemit die Ehre, den P. T. Bewohnern nnd Umgebung anzuzeigen, dass 8 Samstag, den 13. Mai, Tanzunterricht zu ertheilen beabsichtige, und zwar: 1. Taiizl4'Iircurw für KrwuchM'iie (Anfänger) zur feinen Ausbildung im gesammmten Gesellschaftstanze, in begriffen die neuen hier bislang unbekannten Erscheinungen, nebst zeitgemässer Anstandslehre, (Nr. I., II., III. des Unterrichtsprogrammes). 2. C'urM für Vor*«» <>«<>, (Repetenten), in welchem nach deutschen Muster für Werthschätzer schöner körperverschönender Bewegungen, eine Auswahl figurirter Tänze (deutsche Menuette, „Gavotte der Kaiserin* (deutscher Hoftanz), Menuett-Walzer. Steirischer Gruppentanz, Trotzköpfchen etc.) zum Vortrage gelangen. •'*. iNtlM'tiNclM'r für Knaben und Mädchen von 8—15 Jahren an schulfreien Nachmittagen. Hier wird das Hauptgewicht auf die erziehlicho Seite, sowie auf Pflege rhythmischen Gefühles, auf Ruhe und Sicherheit aller Bewegungen gelegt. 4. Aucli I und IIhuhun(erricht. Aus Gefälligkeit gütige Anmeldung in Herrn Ueorg A«ll«*r*s Buchhandlung QC möglichst bald ~9G erbeten, weil hievon die Unterrichtsertheilung abhängt. Die P. T. Angemeldeten wollen sich gefälligst am Samstag, d» n 18. Mai, um 8 Uhr abends, die Eleven des Jugend-Curses um 5 l.hr nachm. desselben Tages, im ('iiwiiio-£mm!c versammeln, woselbst die weitere Eintheilung erfolgt. Hochachtend 3g32 rriedrioJcl Eicih-ler, (nicht zn verwechseln mit Kdunrd Eichler) akadem. tehrer bildender Tanzkunst, geprüft und diplomiert an der „Hochschule für Tanzlehrkunst" zu Berlin, Inhaber der vornehmsten Tanzlehranstalt in Graz, etc. OOOOOOOOOl w Kii^er. Welch? die Mutterbnist entbehren müssen, jolUdi nur mit Kn orr'S Hafer, mehl genügt werden, welches in Verbindung mit Kuhmilch btv Muttermilch vollkommen gleichwertig wird und hervorragend Fleisch, Blut und Knochen bildend toitlL Der beste Beweis, daß Knorr's Haferm^shl sich infolge seines Nährwertes in immer Liieren Kreisen Bahn bricht, ist, daß bereits l/efcje schon weit über 300.000 Kinder Zahr für !^br damit ausge« zogen werden. ^ Z8us— Zn Paketen von l/t oder >/, in allen besseren Geschäften. habe» \ Groa»e schöne 3828 UI in er itx, rein-rs^ig billigst zo verkaufen. Orlentaa-FauriopticMria, Gtafis. Für Kinder m 10 bis 12 Jahren! sind im „Hotel 8tadt Wien* bei Freo Simoniscbek ?o bekommen. 3835 Glapis, Cilli. m Orienlal-Panopticom. Sensationell! Neu! SerLsa.ti0r2.ell l Europa's collosalsfes Geschwisterpaar 3026 C^ora und Ii^iitlicliou, Mit grossem Erfolge in Berlin, Wien, Budapest, Graz et«.. zur Schau gestellt. □C5" ^ur wenige Taire t i sehen. Originell das orientalische Lachcabinet. Näheres durch Anschlagzettel und an der Cassa. Um zahlreichen Zuspruch bittet Qer Impresario >assa. < The Premier Cycle Co. Limd © UFLICAL- 3 >11* Q(C\le CoveXtrV (England) Cr (Böhmen) M Nürnberg-Doos. Grösste ■m Fahrradwerke des Continents. Vertreter: 8790-61 m»rifz Unj»er, Bau- und Maschinenschlosserei, Cilli. ii schöne WohlKmgen sind im Dr. Jos. \Vokanfc^h.n Hause. Herrecgasse No. 19, *u Hoch- parterre nnd II. Stock, jede mit T^^ner, Kttclie, Keller etc. Anfragen bei Aug. Egersdorfer. 8331- Eine Glaswand, sehr praktisch für ein Gaathnu* zum Abteilen des Lokales ; ferner eine Stellage, Jalonsien und Fenster-bulkein siid in der Herreagasse No. 32 fceehr billig xu verkaufen 3840' iung im 1. Stock mit 4 psrr|nettieu7M^i|uierii. Köche und ZugehiSr, sammt ist tu Termiethen. Anzufragen Nr. 9. hoehpsrterrc links. :t8i9—3fl~ hndet Aufnahme. Anzufragen bei der Administration der ,v. Wacht*. 3834 3833-71 I Steiermlandschafllicher ■itsclierl luerbru^ ilhing Rehifsch-Sauerbrunn ch--- beste« ErB (.«Styria f«ilbcrühm •Quelle" WelrtierühmlesHeilwal ■ ron mediciutaritatenbesteflsempfol Nur echt mit dem Korfcbrand: Stlandschaf tl.Rohitscher! ohlcn Das grösste Lager in JPulirraderii und AiÜmuiseliiiieii hat Frledr. Jakowitsch, Cilli, Fahrräder mit denSinübertrossenslen Neulieilen aus den "Txrelt'ber*ü.ti.i3Q.teGtür!iO|>|>, Johann Puch, Slyria und der WnlTeilfttbftk* ebenso das großartigste in Kelten« loseil von Dürkop^Vind CIcss & Plossing. sg;i—? Fahrräfler siiä Nälmiaschiiißii werden anet ----- ---------gebrauchte conlantest «'"hujetnnscht. er«*«« Kadsahrschule! ^Unterricht «ratist' n«di'ii iM0o, ----------v———- vo»» N. 100 aut'-wflrts I Comfortabel eingerichtete mechanische Reparaturwerkstatt*» u. Vernikelnng im Hause. l'rtUßft und fxroueflfbrr: ?jer..n-buchd.u