Prüumneralion«-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . « fl. « kr. Halbjährig , . . * „ 20 „ Bierteljährig. . . 2 „ 10 „ M»natlich . . . — „ 70 „ M i t der Post: Ban,jährig . . . 11 R. - kr. Halbjährig . . . 5 „ 50 „ vierteljährig. . . 2 „ 75 „ Bär Zustellung inS Hans viertel- jährig 25 Ir., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern e kr. Laibacher Nr. 93. Tagblatt. Anonime Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskriple nicht zurückgesendet. RtbnklioR Bahnbofgasse Nr. I3r. Ekpcdilio« und 3iiftmttu-ßurnm: Äongre6VIaV Nr. 81 (Buchhandlung von 3. v.KleinmavrLF. Bamberg), Äilsertioiispreist: Für die einspalüge Petikzeil« 3 ft. bei zweimaliger Einschaltung L 5 kr. , dreimal u 7 fr. Jnsertiönöstempel jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Die Delegationen. lickcn^nE'ge ..Wiener Ztg." bringt die fatser» ÄftwS s“" d'e österreichisch-ungarischen WtlQttt ftf. V ber Zusammentritt der bcider-festgesedt^Ä' T auf bcn 22- Mai in Wien klar toeuil m .d besagen will, wird erst scheu Reicks?'/ !' bie Stellung der zisleitljcmi-ZÄtKtu“? dem Ministerium Hohenwart Siüm li!/flC9CnJUa"h9t- Noch hat dies Mini-eiimcbvnlt angeknndlgten Vorlagen nicht einmal mit nf ■* I ^ e<$ allerhand Ausgleichsmeierei ift kna mOI!a Feudalen und Ultramontaiien, noch JL, ®“b9ctJv1 Abgeordnetenhause nicht berathen, w J c r6 Ministerium zur beantragten Revision PreßgesetzeS und zur Frage der direkten Wahlen nicht Stellung genommen, noch hat es manche stürmische Debatte zu gewärtigen und schon verlangt cs den Siegespreis, bevor noch der Kampf entschieden besucht das uübeschränkteste Vertrauensvotum v7n «on2le,! m ^bseordnetenhauses. die Delega- ,nan seit niiPi ,c P{öWche Hast, nachdem größter 3>nm ? Iatcu uiit den Borlagen von LlenL^ r •C L 9cCiÖiiert ? Dder glaubt Graf Vm li ^lne Refornipläne seien so unbedeutend, um omnen weniger Tage erledigt werden zu können? . -"Och vor einem Monate war das Vertrauen b,e Verfassungspartei nicht so lief gesunken. Man das Haus werde von seinem m?' ber Budgetbewilligung oder Verweigerung, eorauch machen, es werde in den Delegations-Qe?phrLetl^n ,^tcn Stützpunkt erblicken, um die unb bic Reichsverfassung unge- retten ncuen Prüfungen hindurch zu Jeuiü'eton. Römische Schulbildung. ^ieI“6cr schreibt man der „A. A. Ata." aus nach der Besibe°rar??° VCrun9 ^at M alsbald Slrhfit Besitzergreifung Roms an diese schwierigste Lizeum 5. Ier am 3l Dezember 1870 schule doselbh eruff ttlnafVU.m und eine technische ble für ein des u!,'! ;J,tebci hat sich im ganzen wöhntes Volk immrrbi»Uon 8aie,t f°st ent-Zoglingen eingeschriebc" ^ 00n 656 nähme derselben in die ^ mu&tc bei Auf- Revision über die Eraek,.,m " Anstalten eine scheu Unterrichts abaeboftl bisherigen römi- wartungen sehr „Ä!"ften werden. Da die Er-m der Priifuna a»k-s 01.,8cfetit waren, so wurde Man hatte nickt w - beste zu Werke gegangen, lich- Vlrwaltüna ba& die Priester- Elüthen edlerer geistig irflc,tb toe^c Mvntag, 24. April 1871. — Morgen: Markus Ev. 4. Jahrgang. den Rückzug anzutreten. Das Volk hat sich jedoch in seinen Vertretern bitter getäuscht; wir erleben das sonderbare Schauspiel, daß in einem Verfassungsstaat ein Ministerium regiert mit einem Reichsrath, dessen Vertrauen es nicht besitzt. Eö ist die Furcht vor der Auflösung, welche diesen Widerspruch zwischen Wille imb That, dies hamletartige Hin- und Herschwanken zwischen Energie in Worten und Ohnmacht in der Ausführung erzeugt, wchrend die Regierung den Reichörath aus einer Stellung in die andere treibt und unversehens durch Ausspielen des letzten Trumpfes verblüfft. Graf Hohenwart hat bei solcher Gestalt der Sache alle Ursache, sich die Sache als außerordentlich leicht vorzustellen. Mit dieser Gegnerschaft im Hanse, denkt er, ist schon fertig zu werden. Das Budget wird bewilligt, die Delegationswahleu werden vorgenommen, der Mohr hat seine Schuldigkeit gethaii, der Mohr kalin gehen. Aber etwas Vorsicht möchten wir den Herren doch gerathe» haben; Grund dazu ist fürwahr in reichlichem Maße vorhanden. Wir stehen vor einer ernsten Staatsaktion. In einem Staate, wo das Volk durch seine Vertreter Theil haben soll an der Gesetzgebung, ist es eine eigene Sache, wenn hinter dem Riicken dieser Vertreter ausschließlich nur mit allerhand Gegnern der Reichsverfassung geheimuißvoll unterhandelt wird. Handelt es sich wirklich nur um äußere Wahrung der parlamentarischen Formen, oder wird nicht auch die schon errungene Freiheit geschädigt, wem, man offen den Föderalismus anstrebt, die Rechte des Reichstages an die reaktionären Landtage verzetteln will, die kostbarste freiheitliche Errungenschaft, das Volksschulgesetz, nach wenigen Wochen seines segensreichen Bestandes, durch Enqueten in Frage stellt und die klerikale Bekämpfung der Staatsgruudgesetze uuge ahndet läßt? Daö alles, glauben wir, die wir für den österreichischen Staat und die freiheitlichen Bürgschaften seines Bestandes kämpfen, sei Grund genug, um im gegenwärtigen Ministerium den Gegensatz seiner freiheitlichen Entwicklung zu erblicken. Morgen endlich sollen die Regiernngsvorlagen über den Zusammentritt der Landtage und deren Koinpetenzerweiterung vor den Reichmth gelangen. Wir sind keine Gegner der Autonomie. Die österreichischen Völker besitzen aber gegenwärtig in der selbständigen Verwaltung der Gemeinde-, BezirkS-nnd Landesangelegenheiteil eine Selbständigkeit, wie sie in Europa nur noch in den schweizer Kantonen sich vorfindet. Jeder Nationalität ist vollständige Freiheit und unabhängige Bewegung in der Verfassung gewährleistet. Zertrümmerung von Kron-ländern, Zusammenlegung von nationalen Gruppen, wie selbe slovenische Taborredner befürworten, können wir nicht zugestehen. Leute, denen es mit der Staats-idee Ernst ist und die nicht das Chaos schaffen wollen, werden auch solche Zumuthungen nicht stellen. Wir wollen die Hoffnung noch nicht aufgeben, daß die Verfassungspartei auf eine „erweiterte Länder-Autonomie" erst dann entgehe« wird, wenn der Reichsrath durch direkte Wahlen von den Landtagen unabhängig gestellt sein wird. Freilich, wenn er das alles fertig bringen will, muß der Zusammentritt der Delegationen eine Verzögerung erleiden. Darum noch einmal, die Eile, womit das Ministerium die wichtigsten parlamentarischen Geschäfte erledigt wissen will, mahnt zur höchsten Vorsicht! Der Bürgerkrieg in Frankreich! Die Regierungstruppen sind bereits derart verstärkt worden, daß der unmittelbare Angriff gegen die rebellische Stadt jeden Augenblick erfolgen kann. daß auch die gewöhnlichste Aussaat der Elementar erkenntnisse fehle, hatte man sich nicht vorgestellt. Zur Illustration dieser sogenannten Jugendbildung erlauben Sie mir einige der Prüfungsergebnisse hervorzuheben. Bei der Aufnahmsprüfung für das Lizeum zeigte sich, daß selbst in den „ungefährlichen" klassischen Fächern, auf welche von der klerikalen Erziehung das meiste Gewicht gelegt worden war, die Kenntnisse ungemein tief standen. Die Kenntniß der italienischen Literatur war eine ganz klägliche. Das Unterrichtssistem bestand in mechanischen Gedächtnißiibnngen und jahrelangem Wiederholen derselben Regeln, von denen Tag für die Wände wiederhallten, mit denen unzählbare Hefte vollgesudelt wurden. Darum ward dieses Studium dem Knaben zur Tortur, und damit war die Absicht erreicht, dem heranreifenden Menschen das Selbstdenken auf alle Zeiten gründlich zu verleide«. Von der italienischen Literatur wußten daher die jungen Leute nur einige kleinere Bruchstücke, die sie in einer Blumenlese gelernt hatten. Von einer geschichtlichen Entwicklung dieser Literatur hatten sie keine Ahnung. / Noch traurigere Ergebnisse traten bei der Prüfung zum Gimnasium und zum Technikum zu Tage. Hier handelt es sich um juuge Leute, welche bereits einige Jahre in einem Gimnasinm Roms zugebracht hatten, oder von den Anstalten der Provinz sich zum Eintritt in eine höhere Klasse des hauptstädtischen Gimnasiums oder Technikums melden. Hier kam es vor, daß Leute von 15, lß, ja 18 Jahren des Italienischen so wenig mächtig waren, daß sie nicht einmal die einzelnen Satztheile unterscheiden konnten. Die einfachsten Grundsätze über das Aussehen der Erde waren ihnen unbekannt; von Italien, seinen Meeren, Flüssen, Bergen, seinen größten Städten wußten sie nichts; einige wußten nicht anzugeben, was für eine Wissenschaft die Geografie ist, andere, welche schon mehrere Jahre studirt haben wollten, erklärten die Adria für einen Berg, Sardinien für eine Stadt, Mailand für die Hauptstadt SicilienS; sehr vielen war die Bevölkerungszahl Italien- unbekannt. lieber die Geschichte ihres Vaterlandes war bei allen, mit ganz wenigen Ausnahmen, dieselbe traurige Wissensöde gebreitet; Brutus war ihnen ein Tirann, Dante ein französischer Dichter, Petrarka eine Dichterin; Kolumbus war nach dem eilten ein Heiliger, nach dem anderen gar ein Apostel gewesen. Die Kenntnisse in der Mathematik hätten, streng genommen, nur bei sehr wenigen zur Aufnahme in das Technikum hingereicht. BloS die in isrealiti- General Clinchant beobachtet mit einem Armeekorps die Südforts Vanvres und Jssy. Die Hauptmacht unter Mac Mahon steht im Westen von Neuilly und Clichy, Ducrot hält die Verbindung zwischen der West- und Südarmee aufrecht, während Vinoy die Reservearmee in Versailles in Bereitschaft hält. Im ganzen mögen jetzt etwa 100.000 Mann gegen Paris operiren mit der entsprechenden Artillerie. Der Streitmacht innerhalb der Umfassungsmauer sind die Parlamentstruppen zwar nicht an Zahl, doch an Material und Kriegstüchtigkeit überlegen. Dennoch reduzirten sich die Gefechte der letzten Tage meist auf bloßes Geplänkel und Kanonaden. Der Theil, der dabei an Mnth und Selbstvertrauen einbüßte, räumte die Stellung und der Gegner telegrasirte in die Welt hinaus einen großen Sieg, hatte jedoch nicht den Muth und das Geschick, den errungenen Vortheil festzuhalten und auszunützen. Sollte der Fall von Paris beschleunigt werden, so wird dies mehr der herrschenden Anarchie, der nahenden Hnngersnoth und Eiitmuthigung der Nationalgarden , als der Tapferkeit der Parlamentsarmee zuzuschreiben fein. — Pyat und Rogeard, welche die Giltigkeit der letzten Wahlen getadelt, traten aus der Kommune. Ein Dekret der Kommune befiehlt neuerdings die Errichtung einer Luflschifferkompagnic. Der Palast Mac Mahons wurde gleich ändern ausgeplündert und ans dem Jnvalidendome alles Silbergeräthe weggenommen. Der „Nouvclistc," Organ des FinaiizministerS Pouyer-Onertier, schreibt: Die erste halbe Milliarde liegt zur Verfügung der Regierung, sie zögere aber mit der Auszahlung, weil Preußen zwei Forts Angesichts der Ereignisse besetzt halten wolle. Der Artikel, wegen dessen „Bien public" von der Kommune unterdrückt wurde, lautet: „Wann werden wir aus diesem schrecklichen Traume erwachen? Cäsar des Volkes, der Du im Stadthaus regierst, weißt D», daß der Ruin durch unsere Wohnungen wandelt? Weißt Du, daß neun Zehntel der Läden geschlossen sind? Weißt Du, daß jeder Tag, der verrinnt, unwiederbringlich verlorene Millionen repräsentirt? Weißt Du, daß die Märkte verödet und die Fleischbänke leer sind? Weißt Du, daß Paris bald hungrig sein wird? Weißt Du das, Cäsar der Kommune? Und wenn Du es weißt, was willst Du zu unserer Hilfe thuu? — Merkwürdigerweise erscheint der „Bien public" ruhig weiter, ohne sich um seine Unterdrückung z» kümmern. — „Rappel," der immer gegen die Versailler Regierung gehetzt hat, bringt ein Gedicht Viktor Hngo's, das Frankreich beschwört, dem Bürgerkrieg ein Ende zu machen. — Es taucht der Gedanke auf, die Gemeinderäthe der großen Städte Frankreichs scheu Schulen Erzogenen machten hier eine ehrenvolle Ausnahme. Bei den übrigen war das einfache Zusammeuzählen so ziemlich der Höhepunkt der Leistung ; nach dem Diktat fnnfziffrige Zahlen zu schreiben, war ohne langes Zögern, Verbessern und Ad-diren den meisten unmöglich. Es war eben das ganze bisherige Sistem in Personen und in dem Gegenstände des Unterrichts verkehrt und unzeitgemäß. Die zwei größten Miß-stände desselben lagen insbesondere in den ganz ungeeigneten Subjekten der Lehrenden und in dem völligen Mangel eines Elementarunterrichts. Jede Kutte war ja auch Mantel des Lehrers und Professors; jedes geistige Institut konnte sich im Augenblick in eine Erziehungsanstalt umwandeln; jede kleine Gemeinde vermochte zu bewirken, daß eine in ihrem Bann weilende geistliche Körperschaft — man kann sich denken, wie groß deren Befähigung hierzu war — einen zum Besuch der Universität ermächtigenden, ja manche Universitätsvorlesungen ersetzenden LehrknrS eröffnet«; endlich wurden dem Laien, welcher sich zum Jugendunterrichte widmen wollte, tausend Hindernisse von den geistlichen Monopolisten in den Weg gelegt. Ferner fehlt im Kirchenstaate die jolide Basis eines Elementarunterrichtes. Nur diejenigen, welche Delegirte wählen zu lassen, die eine Versöhnung zwischen Paris und Versailles anzustreben hätten. Mehrere Städte, wie Lille, Lyon it. a. haben schon bat Anfang gemacht. Jndeß verlangen die Städte für Paris einen Maire statt eines Seine-Präfekten, was Thierö nimmer gewähren wird." Politische Rundschau. Laibach, 24. April. Inland. Graf Hohenwart täuschte in den Abgeordnetensitzung vom 21. d. abermals die Erwartungen von Freund und Feind und brachte die ominösen Vorlagen nicht ein, dafür aber dctt vielgenannten Herrn Kasimir Ritter von Grocholski in Czamarka und hohen Nalionalftiefeln, aber glücklicherweise ohne bat nationalen Krummsübel, und präsen-tirte ihn bau Hause als Minister ohne Portefeuille, letzteres scharf betonend. Lautlose Stille, jelbst von bat polnischen Bänken, empfing biese interessante Mittheilung. Endlich hatte Herr Christian Reichsfreiherr von Kotz doch ein Einsehen und scherwenzelte um den ministeriellen Neuliug und brachte ihm seine Glückwünsche dar. Wenn künftige Geschichtsschreiber in Oesterreich einmal die Epoche unserer verfassungsmäßigen Flegeljahre behandeln, werden sie gut thun, nicht ohne eingehende Stubien ber Nationaltrachten unserer unterschiedlichen Völkerstämmc an ihre Arbeit zu gehen. Auf unseren Ministerbänken sahen wir in kurzen Zwischenräumen beit schwarzen Frack, bat Attila, die Ezamara ititd die Czamarka sich ablösen, und wer kann wissen, ob nicht bald Herr Bielsky mit dem Hussiteustock und dem nationalen Morgenstern angerückt kommt? Die Tagesordnung dieser Sitzung haben wir bereits in der Rundschau von'Samstag erschöpft, nur bleibt uns noch übrig, von der zeitgemäßen Interpellation Rech bau ets zu berichten, mit welcher das Ministerium au die Einbringung der in der Thronrede verheißenen konfessionellen Vorlagen gemahnt wird. Da Bischof Rudigier sich eben in Wien befindet, kann er gleich biesfallö zu Rath- gezogen und die Interpellation in ber morgigen Sitzung beantwortet werden. Zwei Prager Blätter, die czechische „Politik" und die verfassungstreue „Bohemia", behandeln zu gleicher Zeit dasselbe Thema, die Rückkehr zum Oktober Diplom als leitenden Stent der ministeriellen Aktion. Das leitende Czechenblatt sagt kurzweg: Die Rückkehr zum Gedanken des Oktober-Diploms ist aber aus durchaus keine andere Art möglich, als daß mau zuvor über die Februar- und Dezemberverfassung hinwegschreitet. Um einen solchen ernsten weitere Stubien zu machen beabsichtigten, würben in bat anberswo von der Volksschule allgemein gelehrten Kenntnissen unterrichtet. Und selbst bei diesen fehlte eine die Intelligenz allgemein vorbereitende und heranreifende Abstufung dieser frühesten Periode des Lernens; denn sobald der Schüler nothdürftig und auf die mechanischste Weise zum Leseuköuuen gebracht war, sobald er die Feder halten konnte, ging es an ein Lateinlernen, „daß ihm der Kopf rauchte". Man hatte freilich attbere Dinge zu thun in Rom, als für das Unterrichtswesen zu sorgen, soweit es nicht Dressur int grammatikalischen und kirchliche» Katechismus war. Wozu die vielen Lehrmeister und die vielen so leicht gefahrbringenden Denkübungen! Da konftruirte man lieber einen obersten und unfehlbaren Weltlehrmeister, dessen bald eingedrillte Sätze in allen Dingen des Geistes leicht zu handhabendes Maß gaben. Wenn nur die gläubige Menge seine Heilslehre auf den Knieen liegend hinnahm, dann durfte sie die ungezählten Tage fröhlich sein und in Lumpen gehen und in Unwissenheit. Hoffen wir, daß das neue Italien und seine jüngst in Rom begonnene Arbeit im Schulwesen diesem erlahmten Stamme wieder da-sistemqtisch unterdrückte Bewußtsein geistiger Selbst-verantwvrtlichkeit zurückgebe. und tief eingreifenden und, wir fühlen uns gedrungen, zu sagen, zugleich rettenden Schritt zu thun, müßte man wohl treu dem konstitutionellen Prinzipe, nicht aber „verfassungstreu" sein. Denn wenn man heute »och Treue der Dezembervcrfafsung schwört, so kan» man nicht morgen schon über die Leiche derselben zum Gedanken des Oktober-Diploms zurückkehren. Die „Bohemia" bekämpft diesen Gedanken nnd kann nicht an die Rückkehr zu dem Oktober-Diplom glauben, schon deshalb nicht, weil die Ernennung Thuns und Clain-Martinitz' bei der czechische» Partei nichts weniger als einstimmig beifällige Aufnahme finden würde. Wie jedoch die Erfahrung ehrt, bildet die übrigens nirgends sichtbare Abnei« guttg der czechischen Bevölkerung gegen Thu» und Konsorten nicht das mindeste Hinderniß für btrot Berufung. Die Landeschefs haben den Auftrag erhalten, binnen kürzester Frist die Bevölkerungszahl 1 nach nationaler Grnppirnng nachzuweiseu, besonder-die Nationalitätsverhültnisse in Bezirken mit deutscher und slavischer Bevölkerung genau zu beziffern. Ebenso wird Bericht verlangt, ob noch Städte und Markte bestehen, welche nicht in Städtewahlgruppen eingereiht sind, und im bejahenden Fall, ob solche Städte und Märkte wünschen, in eine Städtewahlgruppe eiitgereiht zn werden. Das alles deutet auf beabsichtigte eingreifende Aenderungen der Landtags-Wahlordnungen, möglicherweise auf die Vorbereitung eineneuen Wahlgesetzes, damit alle nicht deutschen Volks- 1 täinntc sich gegen die Verfassung erklären können. Das verkannte Ministerium läßt inzwischen durch seilte Provinzorgane die ganze Schale des Zornes aus die Versassungssreunde ansgießen, weil ie durch die Ernennung Grocholski's nicht in dagehörige Entzücken gerathen, vergißt dabei aber ganz, ' baß auch bie gegnerische Partei von dem letzten Schritte der Regierung nicht besonders befriedigt ist. In gewohnter derber Manier schreien es die czechischen Mütter in die Welt hinein: Was geht uns Grocholski an, wir wollen einen allgemein»»' ! : eilten Sonderausgleich! Auch der Ungeduld der Junker schreitet da-Ministerinm viel zu langsam auf seiner Bahn vor. Das „Vaterland" gibt dieser Ungeduld Ausdruck, j und es entschlüpft ihm dabei ein kostbares Ge- t tändniß: „Wir meinen, daß für einen Österreich^ cheit Staatsmann die Art und Weise, wie am sichersten zu einem allgemeinen Ausgleich zu gelangen sei, keineswegs mehr zweifelhaft sein dürfte, und wir glauben dies am wenigsten von dem Herrn Grafen Hohenwart, der hinlängliche Zeit hatte, darüber nachzudenken, seitdem er wußte, daß er A u s g l e i ch s m i n i st e r wer-? den würde, und seitdem er es geworden ist." Im weiteren erklärt das „Vtrld.", daß mit ber Ernennung Grocholski's für die „große Ausgleichsaktion" noch gar nichts geschehen sei. Im Gegen- 1 theil, eilt galizischer Sonderausgleich würde nur den gefährlichen Zisleithanismus verewigen; Rettung fei nur möglich nach der Belcredi'fchen Methode, „durch die Rückkehr zu ber in beit historische» Rechtszustän^ den begründete»ReichSverfafsung",d.h. zum Oktober- 1 diplom. Die „Tagespresse" vom 22. d. enthält itt einer Zuschrift von Karl Vogt folgendes Urtheil übet i bie flavifchen Stämme in Oesterreich. Ich begreife, baß es bat Czechen und anderen Slaven, bie offen an ber Zertrümmerung Oesterreichs unter Fabejeff'S Leitung arbeiten, boch ein wenig kalt über den Rücken gelaufen fein mag, als sie die geflügelte» Worte des eisernen Fürsten (die barsche Abivri^ sung der Pole» und ihrer Sondergelüste im deutschen Reichstage) lasen. Manches Unvorhergesehen' mag »och im Schöße der Zukunft schlummern "V so viel aber ist gewiß, der jetzige aufreibende W tionalitätenkampf in Oesterreich läuft auf eine stückelung des Kaiserstaates hinaus. Die Gegensatz' welche jetzt nicht um Gleichberechtigung, sondern u Oberherrschaft streiten, müssen sich mit der & ' wenn die übrigen Verhältnisse keine Aender» » bringen, so zuschärfen, daß dieses Ende mit Sicherheit vorausgesetzt werden kann. Nur ein Kind oder ein von toller Leidenschaft bethörter und geblendeter Mensch kann glauben, daß das Deutschland, welches heute existirt und dem bei der Zertrümmerung Oesterreichs noch obenein dessen deutsche Provinzen zufallen würden, nicht einen Riesenkampf gegen ganz Europa um den Besitz Böhmens bestehen würde. Weder dieses alte Reichsland, noch den Weg zur Adria könnte Deutschland aufgeben, ohne seine eigene Existenz zu gefährden. Welches aber auch der Ausgang eines solchen Kampfes fein würde — ob nun Deutschland oder Rußland Sieger bliebe — jeder von diesen beiden würde den Czechen dieselben Worte zuherrschen, welche Bismarck den Polen an den Kopf warf: „Ihr seid keine Nationalität — ver- schwindet !" Am Ende ist es doch besser, die Dinge nicht auf die Spitze zu treiben, sondern nur so weit, als der österreichische Staat es vertragen kann — schon mancher hat seinen scheelen Gaul gegen einen blinden vertauscht und sich nachher hinter den Ohren gekratzt, wenn es zu spät war. Im ungarischen Reichstag beantwortete am 22. d. M. Minister Panter die Interpellation Schwarz' dahin, daß er an dem Placetum regium festhalteu werde (d. H. daß kirchliche, von Rout ausgegangene Erlässe vor ihrer Veröffentlichung der königl. Bestätigung bedürfen), von der Veröffentlichung des Uufehlbarkeitsdogma's habe er keine amtliche Kenntuiß. Julius Schwarz erklärt sich durch die Antwort des Kultusministers befriedigt und wünscht strenge Ahndung der ohne Bewilligung erfolgten Proklamation des Dogma's in der Stuhl-weißenbnrger Domkirche. Auf die Frage Ghizy'S, ob das Statut des katholischen Kongresses an den Reichstag zur Genehmigung gelangen und ohne diese Genehmigung nicht ins Leben treten werbe, antwortet Minister Panier: Insofern das Statut Punkte enthält, welche bestehende Gesetze abändern, werden diese nicht ohne Zustimmung der Legis -itttiöe ins Leben treten. GHiczy nimmt diese Antwort auf seine Interpellation unter der Voraussetzung zur Kenntniß, daß die Beschlüsse des KathvUken-Kongresses im ganzen Umfange nicht ohne Zustimmung des Reichstages zur Anwendung kommen werden. Ein erschütterndes Ereigniß ist aus Ungarns Hauptstadt zu melden, der schreckliche Selbstmord Paul Nyary's, des Pester Obergespans und eines ®?r Führer der Linken im Reichstage. Die Nachsicht hat im Landhause, wo sie während der Siz-am 21. d. M. einlief, fast noch eine erschüt-t ' ,re Wirkung als seinerzeit Teleki's Fall her-. gebracht und erregt allenthalben in der Stadt a« größte Aufsehen. Der „Pester Lloyd" berichtet wer den Selbstmord: „Gegen 10 Uhr Vormittags «nt Nyary in das Stein'sche Haus in der Maria« ^aleria-Gasse und fragte den Hausmeister um die Wohnung eines Herrn. Der Hausmeister verwies «ach dem ersten Stockwerke, wo der Gesuchte wohnt, doch Nyary erstieg das vierte Stockwerk des Hauses und stürzte sich durch ein Gangfenster in gepflasterten Hofraum, wo er auf der Stelle bei ^ Auf die über den schrecklichen Vorfall s°f°rt"^adthauptmannschaft erstattete Anzeige eilte daß d°r",^°°'nter herbei, und eö wurde koustatirt, nam nurÄw^c ^Qul Nyary sei. Der Leich-ins allaeinciitp © gerichtlicher Obduktion vorläufig richter m,, ®Iantc»han6 gebracht und dem Stadt t ZZinl iCT «stattet, der die gerichtlich- Jn-Et man°crb,,ete- I» der Tasche Nyary's auch rin« an verschiedene Personen, darunter Komitatks' ^ Vizegespan des Pester die hnn j Ludwig Beöthy, doch tragen stücke keine Unteri* ^art)’s geschriebenen «Schrift* ichIn Unter den Papieren fand Ich ein Verzerchniß der Gläubiger Ntiarh’s und ein fee? Au? £ «riefen geht das Motiv des entsetzlichen Schrittes h rvor, da Nyary feine Vermögensverhältnisse als «mittet bezeichnet. Seinem Vermögen, das er mit 59.000 fl. bewerthet, stehen Passiven von 49.000 fl. entgegen, und die Befriedigung feiner Gläubiger war ihm bereits zur Unmöglichkeit geworden. Nichts anderes als eine Reihe von Unglücksfällen, die ihn getroffen, brachten ihn an den Rand des Verderbens, und nachdem, wie es in dem Briefe heißt, er auch seine Freunde zu Schaden gebracht, blieb ihm kein Ausweg übrig, als seinem Leben einen gewaltsamen Abschluß zu geben. Eine meist liebenswürdige Schwäche für Weiber und Wein, die Unfähigkeit zum Rechnen und Haushalten, dabei groß-müthig und gastfrei, am liebsten mit voller Hand spendend, das sind magyarische, das waren Nyary-sche Eharafteqiige. Leider erstreckte sich seine Gut-müthigkeit auch auf die Verwaltung des Komitats. Dieses dürfte durch die Schuld so manches Beamten nicht in besserer Ordnung sein, als es Nyary's Privatkasse gewesen. Es war, wie sich jetzt herausgestellt, der Herd der schlimmsten Korruption. Von den beiden Obernotären wurde der eine, Gras Paul Raday, der Wechselfälschung überwiesen, der andere, Johann Rako czy, desselben Verbrechens angeklagt. Es liegt auf der Hand, daß diese Männer einen Theil der Schuld am Tode Nyary's tragen, da er für sie Wechsel girirt und zum Theil auch gezahlt hatte. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (ZurBürgermeisterwahl) Die Allerhöchste Bestätigung der Wahl des Herrn Des chmann zum Bürgermeister ist gestern an die h. k. k. Landesregierung herabgelangt. Morgen 11 Uhr Vormittag findet die öffentliche Justallirung respective EideSablegung im Rathhaussaale statt. — (Zur Gährung im ©trafHaufe.) Der neulich gemeldete Fall von grober Widersetzlichkeit fand gestern Abends seine Fortsetzung, wohl nur, weil man in einzelnen Fällen von Meuterei nicht die gehörige Energie entwickelt. Dem Strashauskapla» war es neulich durch gütliche Vorstellungen gelungen, Dobre zur Kapitulation zu bewegen, wonach er in Einzelhaft abgeführt wurde. Gestern jedoch geberbete er sich wieder wie toll, schlug alles in Trümmer und versuchte mit Gewalt durchzubrechen. Einem der stärksten Wäch' ter gelang es jedoch, den Rasenden zu bändigen und die Handschellen anzulegen. Wie es übrigens mit den neuerbauten Zellen der Einzelhaft aussteht, beweist der Umstand, daß eS einem der Häftlinge gelungen, mit einem einfachen Fensterhacken ein bedeutendes Loch in die Ziegelmauer zu brechen. Gestern Abends also war wieder etwas im Werke, man glaubt sogar, es sei auf einen allgemeinen Durchbruch abgesehen gewesen. Gut zwei Drittheile der Gefangenen lärmten und tobten, schimpften über angeblich schlechte« Brot, ereiferten sich darüber, daß daS Georgikirchweihfest am Schloßberge nicht mehr abgehalten werde n. f. w. In zwei Sälen hatten sie sich förmlich verbarrikadirt, in einem sogar Brot, vorräthe, wie in Erwartung einer förmlichen Belagerung, anfgestapelt, und mit Hilfe eines eifernen DfenS, den sie als Widderbock benutzten, versucht, Thore zu sprengen. Da man diesmal die Gefahr erkannte und die verstärkte Schloßwache als unzureichend erachtet wurde, sandte man eiligst um Verstärkung in die nächste Kaserne. Herr Hauptmann Egger gelangte mit der Truppe im Laufschritt auf die Frohnfeste, begleitet von einer Volksmasse, und diesmal beauftragt, mit aller Energie vorzugehen, ließ er die Aufforderung an die Meuterer ergehen und nach deren Zurückweisung einzelne fcharfe Schliffe in den ©aal feuern, die jedoch niemanden beschädigten. Die Folge war, daß daS feige Gesindel augenblicklich kapitulirte, ein Zeichen, daß nur einigermaßen energische» Vorgehen dem offenen Aufruhr gegenüber ähnliche Auftritte, wo nicht hintanhalten, doch jedenfalls nicht zur Tagesordnung werden lassen bürste. Leider reichten die Zellen der Einzelhaft nicht aus, um alle Aufrührer unterzubringen. — Auf ein paar Umstände möchten wir die StrafhauS-verwaltung aufmerksam machen, einmal nicht ein gewisses DertuschuugSststem zu adoptiren, wenn sie nicht will, daß unrichtige Daten ins Publikum dringen sollen, und ehestens für entsprechende Allarmsignale zu sorgen, wenn Gefahr im Verzug ist. ES ist keine Kleinigkeit, wenn plötzlich 400 verzweifelte Kerle losbrechen und sich über Stadt und Land ergießen. — (Impfung.) Wegen des nicht mehr seltenen Auftretens der Vlatternkrankheit wird dem Vernehmen nach das in Steiermark, Kärnten und flratn dislozirte Militär einer Impfung unterzogen werden, falls sich nicht Spuren überstanbener natürlicher Blattern ober deutlicher Jmpfnarben an denselben wahrnehmen lassen. — Aus Görz, 15. April, schreibt man der „Nooke": Vorgestern hatte der politische Verein „Soca" seine Generalversammlung, welche sehr stürmisch verlies. Die Ursache war der Antrag des Mitgliedes, KerZ evani, der jetzige Ausschuß möge resigniren, weil er nicht das allgemeine Vertrauen besitze. Während der Debatte ergingen sich die Bertheidiger dealten Ausschusses sehr leidenschaftlich in Persönlichkeiten. Dr. Lavrik, der Präsident der „Soca", hatte den Vorsitz an den dazu unfähigen Geistlichen ValeS übergeben und erklärt, er trete aus dem Ausschüsse, worauf er die Versammlung verließ. Noch vor der Abstimmung über den Antrag deS Herrn KerZevani erklärten die ÄuSschußmitglieder, Viktor Dolen«, Redakteur des Journals „Soca", Landtagsabgeordneter Math. Doljak und Ernst Klavjar, daß sie ihre Stellen als Ausschüsse niederlegen. Die Neuwahl des Ausschusses wurde auf eine nächste Versammlung verschoben. Wie der Korrespondent der „Novice" beifügt, hat der Antrag Keröe-vani'S den Zweck, alle Görzer Slovenen zu vereinigen, denn der bisherige Ausschuß war nur von der slove-nisch-liberalen Partei gewählt. ES handelt sich also auch in Görz darum, das klerikale Unwesen, ebenso wie in Krain, in Schwung zu bringen. Aus dem Vereinsleben. Krankenunterstützungs- und Versorgnngsverei» Gestern fand im Rathhaussaale die gut besuchte Generalversammlung diese« Vereines für das 6. Vereinsjahr, 1870, statt.Der Direktor,Dr. Ke eSbacher, trug zuerst den Jahresbericht in deutscher und flovenischer Sprache, hierauf der tauptkaffier, Herr Bürger, den Rechnungsabschluß und ermögensausweis vor. Erster« schließt mit einem baren Kasserest von 560 fl. 70 kr., letzterer weist das gestimmte Vereinsvermögen Ende 1870 mit 4230 fl. 26 fr. ans. Herr Pakitsch erstattet im Namen des Revisionskomitee Bericht, das die Bücher durchaus richtig befunden hat. Ein von demselben ausgesprochener Wunsch, den bedeutenden in der Sparkaffe erliegenden Betrag noch fruchtbringender anzulegen, wurde vom Sekretär mit der Mittheilung beantwortet, daß die Direktion in der letzten Sitzung bereits einen Beschluß im gleiche» Sinne gefaßt habe. Zum Schluffe wurde das Revisionskomitee mit Akklamation und die bisherige Direktion mittelst Stimmzetteln niedergewählt, nur kam in letztem als Kassier für die Kapuzinervorstadt statt des ausgetretenen Herrn D o b c r l e t Herr Waid haus er. Witterung. Laibach, 24. April. Gestern Vorm. halbheiter, Nachm. zunehmende Bewölkung, windig, Abends nach halb 9 Uhr Regen mit starkem Blitzen in SW. Heute Morgens Höhennebel. Vorm. theilweise Aufheiterung, angenehmer Tag. Wärme: Morgens 6 Uhr f 8.0“, Nachmittags 2 Uhr + 14.8° R. (1870 + 16.7°: 1869 + 14.0°) Barometer 323.29"'. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 10.8°, um 3.0°, da« gestrige + 11.5°, um 3.6° über dem Normale, der gestrige Niederschlag 2.40"'. Angekommene Fremde. Am 23. April. Elefant. Kelcher, Tischler, Gurkfeld. - Breger, Wanitsch, Groß, Zwetanovii, Morell, Giegorit, Radii, Magerl, Vas uud Zeffeu, Gurkfeld. - Knstian, Pfarrer, Vigaun. — Jama, k. k. Finanzrath, Troppau — Papp, Maschine Hauer, Pest. — Wagner, Kaufm., Ungarn.— Raine, Pffarrer, St. Peter. — Smersliker, Rauchfangkehrer, Rudolfswerth, — Krcse, Pfarrer Strug. Neuwirtb, Kaufm, Czaka-Ihurn. — Ebenfpang, Wien. — Prernoser, Oberkraiu — Austerlitz, Reisender, Wien. — Oreutz, Kaufm., Lack. Stadt Wie«. Naglii und Jfrener, tiaufleitte, Lack. — Ritter v. GutmaunSthal, Triest. — Ritter, v. Besteneg, Gurkfeld. — Scherz, Kfm., Graz. — Pauli», k. k. Beamte, Tscheruembl. — Stellario Gianetto, Triest. — Schopl, Kaufm., Wien. — Heilborn, Kaufm., Prag. — Flandral, Reis., Wien. Balerineher Hof. Gulic, Ochsenhändler, Sesfana. — Langfelder, Kaufm., Pest. Verstorbene. D e n 2 2. April. Dem Herrn Anton Wellunscheg, Fabriksbeamter, seine Frau Johanna Nepomuzena, starb im 50. Lebensjahre in der Stadt Nr. 198 an der Tuberkulose. — Georg Rajsel, Krämer, alt 54 Jahre, und Martin Rndman, Schlossergeselle, alt 24 Jahre, beide im Zivilspital an der Abzehrung. Den 23. April. Dem wohlgebornen Herrn Raimund Ritter U. Dittel, k. k. Major in der Armee, seine Tochter Marie Klementine Kornelia, alt 2'/, Jahre, in der Kapuzinervorstadt Nr. 84 an der Gehirnlähmung »ach Masern. — Ursula Lisec, Inwohnerin, alt 78 Jahre, im Zivilspltal an Erschöpfung der Kräfte. Lottoziehung vom 22. April. Wien: 61 47 17 1 74. Graz: 83 60 76 7 39. Telegramme« Paris, 21. April. (Jnsurgentenbericht.) Abends heftiger Angriff der Regierungstruppen bei Neuilly zurückgeschlagen. Andere Nachrichten melden die Erfolglosigkeit des Kampfes. Bei Levallois mörderischer Kampf; Courcelles ist mit Verwundeten angefüllt. Sonnabend. Heute versehen französische Gendarmen den Dienst am Bahnhofe von Denis. — Die Regierung soll Preußen 500 Millionen gezahlt hoben, woraus diese heute die Nordforts räumen. Die Kommune saisirte in dem Bureau der Gasgescllschast 200.000 Franks. Versailles, 22. April, Abends. Heute kein militärisches Ereigniß. In der Nationalversammlung sagte Picard, die Regierung sei geneigt, einem Ansuchen um Waffenstillstand behufs Todtenbeer-digung zu willfahren und den Einwohnern von Neuilly zu gestalten, auszuziehen. — Bis Sonntag Mittags kein kriegerisches Ereigniß. Einer Pariser Meldung zufolge hat die republikanische Unionsliga drei Dele girte zu einem Versuche eines letzten entscheidenden Schrittes in Versailles ernannt. Zahnarzt Med. Dr. Tänzer, (m-3) Dozent der Zahnheilknnde ans Graz, ordinirt seit 19. d. M. hier in Laibach llotel Elefant Z.-Rr. 2© und 21 im ersten Stock täglich von 9 bis 1 Uhr Vormittags und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags. Aufenthalt noch 12 Tage. Die fd>änftrn und besten Kähne werden ohne Federn noch Klammern, sowie ganze und halbe Gebisse in Bulkamt oder Gold nach der neueste» Methode, ohne die vorhandenen Wurzeln zu entfernen, schmerzlos eingesetzt, hoble Zähne in Gold dauernd plombirt und alle Zahnoperationen mit uud ohne Narkose vorgenouimen von Zahnarzt A. Paichel. Ordination wie bisher von 9 bis (> Uhr noch bis 15. Mai >u Zahnarzt Engländers Etablissement nächst der Hradeczkybrllcke. (158-5) The Howe Machine Company Newyork. Gefertigte Compagnie macht hiermit bekannt, daß sie die seit 2 Jahren bestehende» Preise ihrer _ 5 Original Elias Howe Maschinen 5 ■" um 20 fl. herabgesetzt hat. u Für The Howe Machine Company in New-York % der Repräsentant 5* Tine. Woschnagg. 5® Gleichzeitig macht Gefertigter bekannt, daß die jetzt häufig imgekündigten, um 85 fl. und 100 fl. Tl angebotenen TI bei ihm UNI 58 fl. für Familien und um 68 fl. für Schneider, Schuhmacher re. zu haben sind. Vinc. Woschnag'g', V Laibach: Triest: (180—1) Hauptplatz Nr. 237. Piazza della borsa 1... ... __ >AW.V/A\\W.,.W.V.,.,.V.V.V.%\V icligealffltßii Hove IttmascMnen Wiener Börse vom 82. April. Staatsfonds. @«lt mttc.Äentc, öst.Pap. 69.10 dt», bto. öft.in ©ilb. i RS 60 8efe eon 1854 . . . so.— kose von 1860, ganze »8 — Lose von 1860, Fünft.! io».— Vtämiens*. B. 1864 . 1M16 Orundentl.-Obl. I eteimnarl )U5j>St. 93.-Äätnten, Ätam j 8. «üfanlanb 6 „ j 86.-llngem . . ju 5 „ hü. *toat.u.6la».5 „ 83.60 eteienBilrg. „ 6 „ U 76 Aotten. Rattenalbant . . .74«.— Union*Bant . . • 267.60 Kreditanstalt . . .179.70 n. 6. 6»comt>tc«@e(. »90. «nglo-österr. Bank .171.76 Cefl. Bodrncred.-A.. 263.--- - ~ - 69.— »SS— 110.60 8iOC 18«.— »Sl — $66.85 !6»— 4S0.— 199.- Ware 69.20 Cefl. Htzpoth.-B-nl . Prtorlt&ts-Obllg. Siibb.>®cf. jn 600 @tlb 68 60 91.— 98 30 1(9 50 126 6(1 94.- 86.60 80 26 84.— 76. bto. Bon» 6 »et. Norbb. (100 ft. SM.) Sieb.-B.<200fi.ö.w.> EtaatSbahn Pr. Stück Staat«b. pr. St. 1867 lHubolf«b.(300fl.ö.ÄB.) ($tanj»3o|. (200 97.- Lose. Oest. Hvpoth.-Ba^ eteicr. e«com»t..81. Frank» - iluftri» ,< • flaif. Ferd.-Nordb. . «Ml ------------- Kais. «axl-«nbwig-eitbenb. Eisenbahn «ais.Tranz-IosefSb.. " ".-Barcfer E.-B. 17S. 746.- 268, 879.80 893.— *7i.- *f4 91. 110.75 82C6 182 80 882— 866 75 169 60 481, 193 60 178 50 173.60 CtaatSbahn. »aif.th Fünstt-! -I MW Mföld-Fium. »ahu .178.85 Pfandbriefe. > j Nation. S.W. verloSd. 98 65 93. Lag. Bod.-Lreditaust. 9 X851 90.50 Lllg.öst.Bod..Lredtt. 106.4,11106.6(> bto. tn sau.tüdiU .1 87.-1 87.85 113.-83».-K6 60 89.— 139.— 184.— 8». 90 Ware 113 85 839 50 96.76 89.80 139.40 184.50 90.20 67.10 Ges. Eredit 100 fl. ö. Don.-Dampfsch zu 100 fi. CD trieftet 100 fl. SM. bto. 50 fi. S.W. Ofener . 40 fl. S.W. Salm fort? . , St. GenoiS „ Windistbgräj Walbflnn . Keglevich Rubl 40 40 40 „ 40 „ 20 „ 80 „ *0 w 108.1 olfeftift Wechsel (8 Mou.) ÄugSb. 100 fl. ffibb.BJ. Itanif. 100«. - „ onbott 10 Pf. eterl. Paris 100 Francs *Ansen. fl alt. Münr-Ducatev 80»yrancSfiÜS. . . BereivSthaler . . Silber . . 163 25 99.- 122.— 68.-' 33.— 39.- 29— 85. 31.60 21.60 22 — 16.50 13.60 163 50 100.-125.-60.— 34.-40.-80.-86.-32 56 28.60 23-27.-16.60 104.30 104.90 104.60 125 35 5.f»0 9.96 1.85 12* 7* 104.70 186.46 5 91 9 97 1.86* 128 86 Telegrafischer Wechselkurs vom 24. April. bperz. Rente österr. Papier 58.90. — bperz. Rente öflctr. Silber 68.55. — 1860er Staatsanlehen 98.—. — Bankaktien 747. — Kreditaktien 278.40. — London 12.V40. — Silber 122 60. -- K. k. Münz-Dukaten 5 90. — Na poleonsd'or 9.96'/,. Echt französisches Guttapercha-Papier (Caatschouc, Baudruche) offerirt M. Israel junior, Mül« o. 916. (160 - 6) MM"- Zur Beachtung!!! Ausstellung in Graz 1863 silberne Medaille. Ausstellung in Hietzing 1867 Stiuitspreis. Ausstellung in Graz 1870 silberne Medaille. Prein-Kourant der Hugo Ftlrst zu Windisch-Grätz’5Ch® steierischen Eigenbau-Weine aus der Kellerei Cronobitz Südbahnstation Pöltchach. Rothweine. 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