Nr. 120. Dienstag, 28. Mai 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung PrsnumtrationSPieiS: Mit PoNversendung: ganzjätiiig 3(1 X, hlllbjähril, 15 X. Im Kontor: ganzjährig i« «, halbjäblin il li. ssur die Zustellung i»s Haus ganzjähna 8 X. — Instrtionögebühr: ssür lleine Inserate bis zu 4 Zrilr» 5<» li, größere per Zeile l!i kl >i>'i ufierr» Wied<-rlii)lu!,ssci, per ^eile « b. Die »üaibacker Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Tonn- und Feiertage, Dir Administration befindet sich koiigrehplatz Nr. 2, die Medallion Talmatingasse Nr. 10. Sprechstunden bei Nedaltio» von 8 bis 10 Uhr vor» mittags. UnsillNllerte Vricfe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Mit 1. Juni 1907 beginnt cm nenes Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die P r ä nu m c r a t i o n s - V e d in g u n g e n bleiben unverändert und betragen: mit ßosluirsendung: für Aaibach: gänzjährig . . »0 X — Ii ganzjährig . . 22 K — d halbjährig . . 15 » — » halbjährig . . II » — » vierteljährig . 7 » 50 » vierteljährig . 5 » tlv » monatlich. . . 2 » »0 » monatlich. . . i » 8» » Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. MU- vie psiinumelHtion5-»ettHge wollen porlolrei «uaezenaet weraen. Jg. V. Kleinmayr ^ Fed. Zamberg. Amtlicher Geil. Dcr Laildespräsident iin Herzogtnnle >train hat dein Johann Ken da, Magazinsmeister der k. k. priu. Südbahngesellschaft in Laibach, die init dem AUerhöchsten Handschreiben vom ^.Anglist 18l)i> gestiftete Ehrenniedaille für 4l)jährige trcne Dienste zuerkannt. Der Landespräsident im Herzogtume >train Hai dein k. k. Anitsdiener der Laiidesregierung Bartholomäu^ >< r i >. aj die mit Allerhöchstem Handschreiben vom l«. August 1^!)^ gestiftete Ehrenmedaille für 10jährige trcnc Dienste zn erkannt. Den 25. Mai 1W7 winde in der t. t, Hof- und Staats-druckerei das I^VII. Htück des Neichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 25. Mai 1907 wurde in der l. k. Hof- und Staatsdruckerei das Titelblatt, das chronologische nnd alphabetische Repertorium zur böhmischen Ausgabe des Rcichsgcsehblattes vom Jahre 1906 sowie das V. Stück der slovenischen, das XXXV. Stück der böhmischen, das XI^I. Stück der slouenischen und das XI.III., XI.IV., XI.VI. und XI.VII. Stück der böh-mischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1907 aus» gegeben und versendet. Den 27. Mai 1807 wurde in der t. l. Hof« und Staats» druckerei das IV. Stück der ruthenischen und das XXIX. Stück dcr rumänischen Ausgabe des Reichsgesetzblattcs vom Jahre 1907 ausgegeben nnd versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» von« 25. un° 26. Mai 190? (Nr. 119 und 120) wurde die Weitcroerbreitung folgender Preß?rzeuguisse verboten: Die im Verlage des Volksuereines erschienene, bei H. Miede« mann in Tcplitz gedruckte Flugschrift. Nr. 27 «Ou^iekl! list?» vom 17. Mai 1907. Nr. 7 «>VioIior. vom 16. Mai 1907. Nr. 18 «I! I'eugioro latino» wöchentliche Beilage der Zeitschrift: «I.' ^Ito ^diße» vom 12. Mai 1907. «Nuv/ ^ilwös»!!/ Oülmk» vom 21. Mai 1907. Nichtamtlicher Heil. Serbien. Die Spannung, die bei der kürzlich erfolgten Vertagung der serbischen SkuMina zwischen den beiden radikalen Parteien bestand, hat sich, wie man ans Belgrad schreibt, in den letzten Tagen, verschärft, so daß die Aussichten fnr die Arbeitsfähigkeit der Skup«tina nach ihrem Zusammentritt im nächsten Monat sehr gering geworden sind. Die Inngradikalen erblicken in der Beförderung ein"-zelner Polizeiorgane, gegen welche sie zahlreiche klagen vorgebracht halten, einen neuerlichen Be> weis, das; die Negierung die Proteste der jungradikalen Abgeordneten nicht zu beachten gewillt sei. Sie kündigen deshalb in ihrem Parteiorgan „Odjek" an, daß die Obstruktion fortdauern werde, nnd lenken die Aufmerksamkeit der klrone anf die dadurch entstehende Arbeitsunfähigkeit der Sknp-«tina. Dieser Umstand ist umso bemerkenswerter, als es seit der Thronbesteigung König Peters dcr erste Fall ist, daß eine politische Partei Abhilfe aus seiiler parteipolitischen Situation von der Intervention dcr Krone erwartet. In Negiernngs-kreisen wird gegenüber den jungradikalen Anwürfen erklärt, eine Negiernng, welche von einer parlamentarischen Mehrheit gestützt werde, dürfe C5 nicht zulassen, daß die Minorität die Entschei- dungen der Minister in Fragen der Verwaltung und der Beamtenernenuungen beeinflusse. Da das Vorgehen des Minisler5 des Innern, Tlojan Pro-ti<-, von dcr SkuMinamajorität vollauf gebilligt wurde, besteht für die Ncgicrung keine Veranlassung mehr, die Proteste der Iungradikalen zu berücksichtigen. Die jungradikale Partei, welche den Beschwerden ihrer Anhänger eine so große Bedeutung beigemcHen habe, daß sie sogar zum äußersten parlamentarischen Kampfmittel, der Obstruktion, griff, sei in eine schwierige Lage geraten, welche sich im Falle eines baldigen Abschlusses des Handelsvertrages mit Österreich-Ungarn noch mehr verschlimmern werde, weil dann die ^telluug der Negierung an Festigkeit wesentlich gewinnen werde. Da keine der beiden radikalen (Gruppen von ihrem Standpunkte abstehen will, ist — wenn bis zum Wiederzusammentritt d^r Skupütina nicht cin Umschwung eintritt — cine sehr bewegte Sommersession zn erwarten, welche in ihren äußersten Konseqnenzen wieder zn Neuwahlen führen kann, zumal das Budget für das laufende Jahr noch nicht erledigt ist nnd bei anhaltender Obstruktion die Anssicht anf dessen Votiernng dnrch die gegenwärtige SkuMina gänzlich schwindeil würde. Rumänien. Das „Neue Wiener Tagblatt" berichtet autz Eonstanza über die Unterredung eines seiner Mitarbeiter mit dem rumänischen Ministerpräsidenten, Herrn Temeter Sturdza, über die LcM in Rumänien. Der Minister äußerte sich sehr abfällig über die rumänischen Konservativen, von denen er sich in der grundsätzlichen Führung des Staates unterscheide. Ihr Grundgebrcchen sei totaler Mangel an wirtschaftlichem Sinn, während er eine methodische Regelung des Staatshanshaltcs anstrebe. Er suche Überschüsse nur anf gesunder Basis zu erzielen, nicht durch rücksichtsloses Anziehen der Steuerschraube. Er sei Monarchist vom Scheitel bis Feuilleton. Aufopferung. Von ^aul A. AirNein. (Fortsetzung.) Dcr Landgcrichtsrat zog die Stirn in Falten. „Sie sprechen ein wenig — wie soll ich sagen? — leicht von diesen Dingen. Aber die Aufgabe ist zu ernst. Ehen werden vor (hott geschlosseil!" „Na ja — nnr daß er viele ungewollte .sselfer hcä." „Gewiß, gewiß! Abcr dennoch, wenn man so bedenkt, wie viele Schicksale dabei in die Bn'lche gehen, wie viele Menschen sich ans der Ehe schnck hinüber in den Tod sehnen--------" „Dann möchte man am liebsten das Heiraten ein für allemal verbieten, nicht wahr'^" „Nein, ganz bestimmt nicht! Das nicht! Denn Ehen müssen sein. Dann möchte man nur jedem jungen Mcnschenkind als Mahner und Berater zur Seite stehen. Und möchte es noch weit mehr und weit intensiver, wenn man eine solche Ehe am eigenen Unvck.stand, an übertriebener, sinnloser Empfindlichkeit, an einer . . . Kinderei Zerbrechen sieht. Weil sich kein Mensch findet, der vernünftig mit zwei so Blinden redet. Weil es keiner wag/, das lösende Wort zu suchen und auszusprcckM ^— weil wir immer nur dem Grundsatz huldigen, in eine Ehe darf sich niemand mischen." „Na, das wäre aber auch noch schöner'! Selbst eine ästhetische Ehe zn dreien wird sich doch niemand gefallen lassen." „Ich meine," Wai's der Sanitätsrat ein, „ich muß Herrn Barchfeld recht geben. Einc Versöhnung zwischen Ehelcuten ist gewiß recht gut —" „Und vor allcn Dingen anch nötig!" „Und ob!" „Na jo aber wenn sie cin dritter crft vollziehen muß, wenn der Zank, der Bruch also offenkundig wird, dann ist so einc Versöhnung wie — wie ein Bruchband. Man sieht's nicht gerade, aber die Ehe, die es trägt, die fühlt eo doch auf Schritt und Tritt. Und daß das nicht gerade zum Vorteil ist, das brauchen wir wohl nicht, erst in Frage zu stellen." „Und doch —". der „Scheidungsrat" zündete sich gerade eine Zigarre an und warf das Streichholz in die Tasse, wo es nach lvenigen Augenblicken lustig weitcrbranntc, „wenn ich an den heutigen Vormittag denke . . . Denken Sie sich doch, wir haben dic ^itznng abbrcchen, alle Termine vertagen müssen. Ich mußte hinauf zum Präsidenten ..." „Abcr erzählen Sic doch! Was war dcnn? Wie kam denn das?" Sie waren plötzlich so aufgeregt an dem kleinen Tisch, daß die anderen Gäste der kleinen Konditorei verwnndcrt herüberblickten. Beschwich-tigcnd hob der Landgerichtsrat die beiden wohl gepflcgtcn Hände. Dann beugte n sich wcit über den Tisch herüber. Die anderen steckten die Köpfe zusammen. „Also — es war eigentlich eine ganz einfache Sache. Ein Maler hatte gcgen seine Frau geklagt, »veil sic die eheliche Gemeinschaft verlassen hatte und allen seinen Anfforderungen, zurückzukehren, nicht Folge leistete, d. h. eigentlich, er wußte gar nicht, wo sie steckte. Erst polizeiliche Ermittlnngen ergabm das. Jetzt klagte er also. Zum Sühne- tennin, zu dem ich zweimal hatte laden lassen, erschienen beide nicht . . ." „Wie gewöhnlich!" „Ja, line gewöhnlich — und die Sache ging Nliil also ihreN Gang. Hcutc war Termin. A,,rf Aufforderung waren beide erschienen. Er groß und hager, mit langem Haar, etwas vernachlässigt in dcr Kleidung, totenbleich und mit Augen, . . . so was hab' ich noch nicht gesehen." — „Ach!" „Ganz dunkel - glühend wie schwarze Koh^ len und hin- und hcrflackernd, als könnten sie vor Leidenfchaft alles verwüsten. Neben dicsem Manne erschien die Frau wirklich bemitleidenswert. Sie war schon zierlich und klein vom Hause all>s' sie wankte, wie sic vor den Nichtertisch trat, und es war, als könnte sie jeden Augenblick hinsinken. Sie dllcktc sich förmlich vor dcn Blicken des Mannes.." „Also Angst?" „Angst und Eifersucht." „Hören Sie nnr zu, mcine Herreil! Ich dachte es natürlich auch; aber cs kam anders. Die Anwälte gaben ihre Schriftsätze, ich ließ sie verlesen und ging dann zur mündlichen Verhandlung über. Der Main, als Kläger hatte zuerst das Wort. Er brachte alles mögliche hervor. Daß seine Frau m der Ehe nie zufrieden gelvesen sci, daß sie ihn nicht verstanden habe, daß sie aus ihm, der ein Künstler sei, cinen Handwerker gemacht habe, der nur Geld und immer wieder Geld zur Bestreitung ihrer großen Bedürfnisse schaffen sollte — kurz, was so gekränkte Ehemänner stets zu sagen pflegen, wenn sic die Schuld ihrer- Ehefrau recht groß gestalten wollen." „So? Tun das die Ehemänner?" (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 120. 1112 28. Mai 1907. ^ur Sohle und betrachte sich im Dienste des Könige stehend. Die Konservativen rütteln dagegen, wenn sie an der Macht sind, an den Vorrechten des Königs. Die Konservativen seien eben nicht blos; in ihrem finanziellen und wirtschaftlichen Ge-bahren, sondern mich in, politischer VeZiehung voll ständig Orientalen. Carp nenne ihn — Sturdza — einen Revolutionär, weil er es als eine sittliche und wirtschaftliche Notwendigkeit betrachte, die völlige Gleichstellung oe5 Bauernstandes durchzu führen. Ist es ein erträglicher Zustand, wenn der Bauer von der Verwaltung bedrückt, vom Gui> Herrn und Pächter ausgebeutet und bei den agri^ kolen Vereinbarungen betrogen, wird? Um diesen Übelständen zu begegnen, werde die 51,'uralbank gegründet. Über die auswärtigen Beziehungen Ruinä niens äußerte sich Sturdza, daß es als friedliche» Voll nut allen seinen Nachbarstaaten in bester Freundschaft zu leben suche. Der ssaß gegen Nuß-land sei vollständig geschwuudeu und mit Griecheii-land dürften, wie er hofft, bald wieder normale diplomatische Beziehungen angeknüpft werden. In handelspolitischer VeZiehung sei Rumänien unter dein Schwergewichte seiner wirtschaftlichen Inter essen schuhzöllnerisch gestimmt, habe aber gleichwohl ein Interesse daran, nnt Österreich Ungarn zu einem Tarifvertrag zu gelangen. Politische Uebersicht. Laib ach, 27. Mai. Wie in parlamentarischen Kreiseil verlautet, wird die Einberufung des Reichs rates für den 15. Juni erfolgen. Die erste meritorische Sit zung desselben wird am 18. Juni stattfinden. In dieser Sitzung werden die Wahl des Präsidiums und die Konstituierung des Bureaus des Hauses erfolgen. Die Thronrede wird am 17. Juni ver lesen werdeil. Bezüglich der Präsidentenfrage planen die Polen den Abg. Professor Mabinski zu kandidieren. Es ist aber sehr fraglich, ob sämtliche polnische Gruppen für Mabinski eintreten werden. Die erste Tätigkeit wird ein verhältniÄnäßig geringes ^lrbeitsprogramm umfassen. Sicher ist, daß einige Sitzungen durch Interpellationeil über Vorkommnisse bei den Wahlen ausgefüllt werdeu. Die Bewilligung des Budgetprovisoriums dürfte auf keine Schwierigkeiten stoßen. Weiter bcabsich tigt die Regierung, die Wahl der Quotenoeputa tion baldigst vornehmen zu lassen. Die Wahl der Delegation ist noch nicht festgestellt, sondern hängt von den, Verhandlungen mit Ungarn ab, die in den ersteil Iunitagen von den beiden Regierungen wieder aufgenommen werden. Das „Fremdenblatt" führt aus, daß jene, die von der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes die Heraufbeschwörung eines Kulwrkampfes, so wie auch jene auf der andereil ^eite, die eine (Gesetzgebung mit ausschließlich rück-schrittlichcr Tendenz befürchtet hatten, aus deu Ziffern des Wahlergebnisses Beruhigung schöpfen können. Nur der Mittelweg sei gaugbar, eine Politik, die alle Lrtreme meidet und eine besonnene Reformtätigkeit bringt. Bei keiner Partei könne der Anreiz, die Stärke zu mißbrauchen, so gering sein, wie bei den Sozialdemokraten. Sie dürfen aber auch, wo es die Befriedigung staatlicher Bedürf nisse gilt, nicht vergessen, daß nur der starke Staat die friedliche Entwicklung sciuer Völker verbürgen kann. Nur ein Österreich, das seine Stellung kraftvoll behauptet, kann die vielen Aufgaben erfüllen, die ihm im Innern erwachsen, und darum darf ihm auch nichts versagt werden, was zur Erhaltung und Stärkung dieser Stellung dient. Die Gerüchte über eine Krise im Schoße des bulg a r i sch e n K a binett 3 , die infolge der Rückkehr des Fürsten Ferdinand aus dein Aus-lande von oppositioneller Seite verbreitet wurden, werden, wie mail aus Sofia meldet, an maßgebender Stelle kategorisch bestritteu. Es wird allerdings von einem Teile der führenden Stam-bulovisten scholl seit längerer Zeit die Ansicht ver treten, daß das Kabinett, nachdem es alle Ziele, die es sich gesteckt hat, erreicht habe, zurücktreten sollte. Znr Verwirklichuug dieses Gedankens dürfte es jedoch kanm vor dem Herbst kommen. Die Antwort des französischen Ministers des Äußern, Herrn Pichon. auf die Interpellation des Deputieren Pressen^ über die den Vertretern Frankreichs in der zweiten Haager Friedenskonferenz zn erteilenden Weisungen soll. wie man aus Paris schreibt, am lN. Mai erfolgen. In politischen Kreisen wird es für wünschenswert angesehen, daß die englische Regierung inzwischen den Viabinetten die Form. in welcher sie die Anregung zur Einschränkung der Rüstungen ill der Konferenz vorbringeil zn lassen beabsichtigt, bekanntgebe. Das vom russischen Ministerpräsidenten ^ t o-lypi ll iii der Duma entwickelte Agrarpro -gramm hat, wie man aus Petersburg meldet, bei allen politischen Parteien einen nachhaltigen Eindruck hervorgerufen. In der Presse wird an deu Einzelheiten des von der Regierung aufgestellten Plans verschiedenartige, Kritik geübt nnd auf manche Lücken der Darlegungen Stolyptns hingewiesen. Die Mehrheit der Petersburger Blätter stimmt jedoch ill der billigenden Anerkennung der entschlossenen Stellung überein, welche die Regierung gegenüber den auf eine völlige Umwälzung abzielenden Tendenzen der, radikaleil Partelen einnimmt. Das französisch-japanische Ü b e r-einko m ln e n ist nach einer Meldung alls Paris in allen Punkten festgestellt uud die Unterzeichnung des Instruments ist deinnächst zu erwarten. Das Eintreffen der Ermächtigung des japanischen Botschafters ill Paris, Herrn Kurino, seine Unterschrift unter das Übereinkommen zu setzen, steht unmittelbar bevor. Das Übereinkommen besteht, wie verlautet, nur aus wenigen Artikeln. Es wird neuerdiugs bestätigt, daß das Übereinkommen eiue Bestimmung enthalten soll, durch welche sich die beiden Mächte zur Achtung der Integrität des chinesischen Reiches iu dessen gegenwärtigem Zustande verpflichten. Tagesneuigleiten. — (Studenten kontra Studentinnen.) Seit einigcn Tagcn ist, so meldet man ans 3tom, die Universität Gvnua der Schonplatz grotesker Szenen. Die Studenten der philosophischen Fatul-tät wollen den Studentinnen nicht mehr den Besuch der Kollegien gestatten und dnbci kam es zu wieder-lioltcn Gefochten Mischen Studenten und den Damen. Der Professor der Pädagogik, Bcnzoni, der die Par° tei der Damen ergriff, wurde mifchandclt. Dann sctztc man die Studentinnen unsanft mi die Luft. Dec Redaktion dcs „Corrivrc Gcnova", der das Ver» halten der Studenten gegeißelt hatte, wurde eine, Katzenmusik gebracht und alle Scheiben eingeworfen, Tarauf suchten dic Erzedcntcn in das Bureau em-zudrinacn, wurden aber vom Nrdnttionspcrsonal mit Prügeln empfangen und zurückgetrieben. Auf beiden Seiten gab es Verletzte. Endlich macht« die Polizei dem Unfug ein Elide. Die Fakultät wurde geschlossen. Die Studenten haben indessen den Beschluß gefaßt, den Damen anck in Zukunft den Eintritt zu vci> wehren. — (Ein hypnotisches Phänomen.) Ein junges Mädchen aus Genf, Fräulein Smith, malt, uxnnl sie sich in hypnotischem Zustande befindet, wilder, die das Entzücken nud die Bewunderung aller Kenner hervorrufen. Den Gegenstand ihrer Gemälde bilden meist religiöse Darstellung on. Dieses juuac Mädchen bat keine künstlerische Erziehung er« halten und malt trotzdem mit, iiberrasckx'nder Leichtigkeit und Grwmldtheit. Sie beobachtet dabei ein eigeucs Verfahren: sie zeichnet zuerst die Skelette ihrer Personen und bedeckt sie dann mit Farben. Fräulein Smith besitzt einen sehr bellen, geweckten Geist und ihr Fall bedeutet ein wahres Phänomen, das dic Ärzte bis jetzt nicht zn erklären vermögen. — (Einen anfragenden Zwischen» fall) mit heiterem Ausgang gab es dicsertage auf dem Polizciamt in Vremerhaven. Die „Nordwestd. Ztg." berichtet darüber: An der Kasse wurde cm kleiiies Postpaket alls Vcrlin abgeliefert, ctwa so groß wie eine balbe Zigarrenkiste, in derbes Packpapier eingeschlagen, gut ucl-schnürt und versiegelt. Als Ab« sender gab der Abschnitt der Vcgleitadrcsse „Schulze, Vcrlin" an. Da man ill dcr Nasse vou keiner Seite ein solches Paket, in dem cs bi'im Schütteln seltsam Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Persall. (74. Fortsetzung.) (Nachdruck vtlboten.) Vei dieser Auffassung blieb es nicht aus, daß er dem Verbrechen gegenüber den Staat jeder morali» schen Verpflichtung entband^ jedes Mittel erlaubt erklärte, dein Verbrecher zu begegilen, nilbetuin inert auf die Rückwirkung auf tic Verbrecherwelt und die Entsittlichung der Gesellschaft selbst, wenn solche Grundsätze die herrschenden würden. Für Hn lhailOelte es sich nicht darum, der Finsternis ihr Eigentum zu entreißeil,, um es dem Lichte zuZufichrel^ oder gar ihre Bollloerke einzureihen, das überließ er den Schwärmern und Problemmachern, den Cassaildschülcril, sondern im Gegenteil darum, das Finstere möglichst abzugrenzen, zu umzingeln, und dmln langsallil mit all seinem Eigentum zu er» würgen^ die Menschheit davon zu befreien. Ja, or wachte förmlich darüber, daß ihm ja kein Kopf eilt» kam, und konnte sich über nichts mehr ereifern, als über allc Vcstrebungcn der inneren Mission, die das Übel nur zerstreut und so schworer fühlbar macht. So war ihnl auch Gundlach ein Dorn im Auge, vor allem aber der Leiter der AnKalt, dieser Ohne» svrA der in seinen Augen selbst nichts anderes war als ein Entronnener, von den schlimmsten Gefühlen aller Geächteten erfüllt, der dic Frechheit besah, das fchlverreiche, von ihm selbst schon ins Auge gefaßte Klärchen sich zur Frau zu holcn, und nun mit seinen haltlosen Problemen, seiner heuchlerischen Humanität in den Vordergrund des Tages zu treten und allerort seine Wege zu kreuzen. Er war es vor allen, der die Anregung zur förmlichen Schleifung des Walles gab, dieser vor» treffliäien Fallgrube für alles Gesnldcl, die der Pott» zei schon zu manchem Erfolge verholfen. Was war die Folge? Der „Grund" — sein Schmerzenskind, dem viel schwerer beizukom-men lvar! Der Kampf mit ihm war augenblicklich sein höchster Ehrgeiz. Alle derartigen Kolonien kristallisieren sich um feste Kerne, um deren Erkenntnis und Auslösung es sich handelt, um das Ganze in Verfall zu bringen. Im „Grund" fand er einen solchen Kern, der ins Gewicht fiel — und der war — — die Ferrolsl Er hätte sie nach ihrer Vorgeschichte einfach aus« nxüsen können, aber das wäre nach Möllerscher Theorie die größte Torheit gewcsen, eine Verhindc« rung der höchst wichtigen Kristallisation um den Kern, die man im Gegenteil begünstigen müßte. So wurde Ferrol erst sein geheimer Günstling, dom er alles durch die Finger sah, um M sicher zu machen. War ihm das gelungen, kam der zweite Teil des Programmes. Ferrol sollte den Lockvogel abgeben, iil seinen speziellen Dienst treten. Das scheiterte an diesem seltsamen Ehrbegriff dcs Gauners, der ihm schon oft ein lästiges Hindernis war. Jetzt war Ferrol eine Gefahir! Er hatte ihn durchschaut und schloß wohl seine verbrecherische Organisation strammer. Jetzt mußte er mMrebiticrt lverdcn, von allen Seiten angefeindet, dann kam er schon selbst. — Möller hatte schon oft ähnlich manövriert. Vor allem war es nötig, die Geschichte UerrolZ genau zu studieren. Das tat Möller denn aiich. Da stieß er auf den Prozeß Cassan, ließ sich die Originalakten, kommen. Sein Interesse wuchs mit dem Stoffe. Bald wendete cr sich aber einer andaren Seite zu — dem Cassanhause. Forrols Aussagen als Mitangeklagter brachten ihn auf seltsame Gedanken.-------- Wo roar das Kind hingekommen, das mit der sogenannten Frau dcs Mörders, den Tag vor dem Mordc bei Casscm war, dem Gelehrten als Versuchs« objekt Zil dienen, laut Äußerung des Mitangeklagten Ferrol. In dcr Verhandlung war noch die Nede davon, lag sogar die Tabelle vor, voll Cassans Hand geschrieben. Das Kind war der Sohn der Frau und des Mörders Stubensaild — wieder laut Äußerung Fer« rols. Der Verdacht bestand sogar, daß dic Frau die intellcktuclle Urheberin des all dem Tage vollbrachten Mordes gcwesen sei, — dann verschwand das Kind voll der Vildfläche. Nichts fand sich inchr davon. — Auch die Frau, oder Geliebte, von einer offiziellen Eh? Stubensands war nichts bckannt — nichts Auf« fallendes in diesen Kreisen — war nicht nlehr zu verfolgen -- wohl aber Ferrol. — Er kaufte die Wirtschaft zum Krebs, ein höchst anrüchiges Lokal und l>eiratete--------wen? Sänne Wlazak, di? Geliebte oder die Frau cbcn dieses Stubensand. Je weiter die Nachforschungen des Polizeirates gingen, desto sicherer erschien die Tatsache, obwohl Ferrol sich sichtlich Mill)« gab, sie dnr Öffentlichkeit gegenüber zu verhehlen. Wo war aber das Kind geblieben? Der blonde Knabe, wie es in der Verhandlung hieß. Darüber war nirgends etwas zu finden, so unglaublich ?s war. Da steckte etwas dahinter. Und nur zwewrlei war möglich. Ein neues Verbrechen, sehr unwahrscheinlich, ein Kind kann nicht verschwindeil, ohne daß man dar« nach frägt, eine Untersuchung eingeleitet wird, oder eine von diesen inneren MssionZgeschichten, welche die unheilvollsten Verwirrungen nrachten. (Fortsetzung folgt.) ^,...,.,.« Laibacher Zeitung Nr. 120. H!3 28. Mai 1907. klapperte, zu erwarten hatte, erinnerte sich der Be-mnte, gelesen zu haben, daß auf solche Weise schon ruchlose Anschlag auf Behörden stattgefunden haben, nud es stieg ihm deshalb ein böser Argwohn anf. Es wurde ein Kriminalbeamter benachrichtigt, der nach viiiigeln Überlegen entschied,, daß es am richtigsten sei, das gefährliche Paket mit Hilfe eines sachverständigen Feuerwerkers nnd nnter den bei einer Höllenmaschine gebotenen Vorsichtsmaßregeln zn öffnen. Bald war denn auch der Sachverständige zur Stelle; das Paket, an dessen Hülle vorsichtig ein Haken mit langer Leine befestigt war, wnrde im Hofe zur Erde gelegt, mit Steinen nnd anderem Ma teriale bedeckt, worauf nnter großer Spannung von wohlgedeckter Stellung aus versucht wurde, mittels der Leine die Hülle abzureißen. Dabei wurde aber das gauze ominöse Objekt ans dem Steinhaufen her-ausgerissen. Da e5 ihm bei solcher unzarter Vehand-lung noch nicht einfiel, zn explodieren, wagte man sich nuu doch au eine nähere Untersnchung hera.i. Dank vorsichtigem Öffneil legte man denn anch ohne Unfall den Inbalt bloß - er bestand aus 5M> ein zeluen Pfennigstücken, mit denen ein von hier nach Verlin verzogener Mann namens Schulze iu boshaf ter Weise ein Strafmandat iu der Höhe von fünf Mark bezahlen mußte. - (Das Necht des Hu hu 5.) Eine ernste Rechtsfrage wurde in diefen Tagen vor deni großen Gerichtshof der Kings Bench in London erörtert, blieb aber unentschieden, wenn anch der Fall, wobei der Pnnkt in Frage kam, zur Erlediguug gelaugte. (55 handelte sich znletzt darnm, ob ein Huhn das Necht hat, die Straße zn überschreiten, Ein Radfahrer aus Birmingham, ein Herr Hadnx'll,, fuhrwerkte kürzlich in einem Nachbarorte die Landstraße entlang, als ein Hnhn qner über die Straße ihm in das Rad flog lind Mann nnd Rad zn Fall brachte, wobei das Rad zerschmettert wnrde. der Fahrer aber ziemlich glimpflich davonkam. Herr Hadwell reichte dann vor dem Grafschaftsgericht gegen den Eigen^ tümer des Huhus Klage auf Entschädigung für das zerbrochene Fahrrad ein, und del' Richter entschied dahin, ein Huhn habe das Necht, die Straße zn überschreiten, und da nicht erwiesen sei, daß es gewohnheitsmäßig und in böswilliger Absicht Nadfahrer zn Falle bringe, fo fei der Besitzer für den in diesem Falle angerichteten Schaden nicht verantwortlich zn machen. Damit gab sich indessen der geschädigte Rad fahrcr nicht zufrieden, sondern legte bei dem hohen Gerichtshof der Kings Bench Benisung ein, nnd w kam es. daß von zwei der großen Richter des Landes und verschiedenen namhaften Advokaten zwei Tage lang die Frage der Hühnerli'chtc anf der Landstraße ausgedroscheu wurde; schließlich ging der Gerichtshof aber der heiklen Rechtsfrage vorsichtig aus dem Wege, hielt sich an den trockenen Tatbestand, ermittelte, daß das Huhn in diesem Falle nicht mutwillig die Straße überschritten habe, sondern von einem Hnnde gescheucht und geängstigt worden sei, nnd erkannte, daß deshalb nicht das Hnhn, sondern der Hnnd sür den durch den Sturz des Radfahrers angerichteten Scha> den verantwortlich fei. Es bleibt somit einstweilen unentschieden, ob ein Huhn, das aus Mutwillen oder Dummheit im unrechten Augenblick eine Straße überschreitet und einem Fahrrade gefährlich wird, haftbar zu macheu ist. — (Einen lustigen S o l d a te u st re ich) erzählt die „Petersburger Zeitnng": Tor Obei-st hatte Kompaniebesichtignng angesetzt. Da in dieser Zeit Untersuchungen darüber angestellt werden soll ten, ob Fußlappen oder Strümpfe für die Mann schaften bei längeren Märschen vorzuziehen seien, hatte man einen Teil der Leute mit Fußlappeu. den an-deren mit Strümpfen versehen. Der Oberst wollte nnn von den Lentnants nnter anderen» anch genan wissen: Wer von den Soldaten hat Fnßlappen, wer hat Strümpfe an? Das wußte man nnd mußte sich darauf vorbereiten, da der Gestrenge sich dnrch cen Augenschein von der Nichtigkeit überzeugen würde. Der Tag rückt heran. Unruhe anf den Gesichtern der jungen Marssöhne. Und wie nicht anders zu erwarten: manchmal stimmte ja die Angabe der Lout nants. ob Strümpfe oder Fußlappeu, meistens aber wurde daueben geraten, was immer ein heiliges Donnerwetter einbrachte. Nnr ein jnnger Leutnant erwartete das Examen mit der größten Ruhe. Der Oberst kommt, fragt, aus einen Mann zeigend: „Was hat der da fiir Fußbekleiduug au?" „Fußlappen", antwortet kühn der Offizier. „Einen Stiefel ans ziehen!" befiehlt der Oberst. Und siehe da - es stimmte. „Was hat jener für eine Fußbetlciduug?" ..Strümpfe!" ertönt die Antwort. Wiedernm stimml dw Angabe genau. Und so geht das Fragen iVoch eine Weile fort. Immer die richtige Antwort, wie der Angeilschein bestätigte. Der Oberst sprach seine vollkommenste Zufriedenheit dem jnngen Offizier geyen- über wiederholt aus..Nach der Besichtigung bestürmten diesen seine Kameraden mit Fragen, wie er es fertig gebracht habe, aü das genau zu wissen. „Nichts einfacher als das", sagte der Betreffende. „Ich hade nnr meinen Leuten befohlen, an den linken Fnß sich Fnßlappen, an den rechten sich Strümpfe anzuziehen, uud je uach meiner Antwort entweder den einen oder den anderen Stiefel auszuziehen." — (Ein Elefanten-Anfrnhr.) In Nogen-sur-Marne, einen: der schönsten Dorser bei Paris, wnrde vor einigen Tagen eine Kolonialaus-stellung eröffnet. In dem Eingeborenendorfe der Aus-stellnng befinden sich anch zwölf Elefanten ans Indochina: diese Dickhäuter wnrden am Vorabend des Pfingstfestes Plötzlich vom Heimweh nach dem Urwald ergriffen uud begannen über Hals nnd Kopf davon-znlanfen. Sie rissen ein großes Stück der Umzännnng der Ausstellung nieder uud eilten nach dem Wald von Vincenues. wo sie sich, zum Entsetzen harmloser Spaziergänger, in ihrer Weise amüsierten, indem sie starke Vänme wie Zündhölzer zerbrachen nnd alles t'nrz und klein stampften. Nach,einer langen, höchst pittoresken Jagd gelang es den Kornaks. die Ausreißer einzufaugeu uud im Triumph znrückzubringeu. Kaum waren sie aber im Stall, als sie, von unbändigem Freiheitsdrang erfaßt, zum zweitenmal die Ausstellung demolierteu und das Weite snchten. Diesmal beteiligte sich ganz Nogent an der Elefanten» jagd; es gelang den tapferen Jägern, die rebellischen Tiere eiuzukreiseu uud wie eine Hammelherde in die Ausstellung znriickzutreiben; hier wurdeu die Pachy-dermen znr Strafe für ihre Widerfpenstigteit in Ketten gelegt. LolaI- und Promnzial-Nachrichten. Ein Frühlingstag in dcn Billichgrazcr Bergen. Von N. L. (Fortsetzung.) Bald ist der Eingang des Dorfes erreicht. Nette, reinliche Häuser bildeu dieses, Gerbereieil und Mühlen an dem das Dörfchen durchschneidenden, ans dem Engtale zwischen Grmada nnd dem Lorenziberg hervorkommenden Bache gelegen, erhöhen den Reiz nnd es mnß einem wuuderuehmen, daß dieses so anmutige Fleckchen so u>enig von Sommerfrischlem aufgesucht wird. Am Ansgange des Dorfes gege>u deu Höhen» rücken — gebildet aus den beiden höchsten Erhebungen der Billichgrazor Dolomiten - befindet sich das im Jahre KilN erbaute Schloß, vor dem im Garten eine mächtige Linde und der grane Schloßbrimnen mit Marmorstatueu steht, die dem Ganzen eiu ehrwürdiges Aussehen verleihen. Das alte Schloß staud etwas höher und wurde durch das starke Erdbebeu vom ^(j. März 15ll, zwischen 4 und 5 Ubr nachmittags, das damals großes Elend über Kraiu uud anch die Nachbarländer verbreitete, in Schutt gelegt. Auch hier begegnet man Geschichte und Sage: erstere schlagt uns die verstaubten Blätter zur Ein sicht auf, letztere erzählt uns ans dem Mnnde di"s Volles. So kursieren über den Ursprnng des Ortsnamens manche Überlieferungen. Nach Valvasors Behaup-tnng soll ein Bischof, im Walde übernachtend, in dem es von Aillichen. „dem Weidevieh des Teufels", wim» melle, diefen Ort nach den unzähligen Nagern be° nannt haben wissen. Ta-s Volk dagegeu erzählt sich, daß in der Nähe der Kirche eine Buche derart von diesen Tiere» beseht war, daß man das Dorf uach chüien bezeichnete. Sicherlich stammt jedoch der Name von dem hn-r begütert gewesenen, jetzt ansgestorbe-neu Geschlechte der Herren von Pillichgratz. Unternimmt man einen kleinen Abstecher znm Fnße des Lorenziberges dessen Kirchlein freundlich herabblickt - und deffen Name jeden Botaniker dnrch das Vorkommen des nur hier uud am Hirtenberge wachsenden Seidelbastes „Daphne BlagMana" bestens bekannt ist, so gelangt man zu einem Obelisken ans Gleinitzer Marmor, dessen Inschrift den Nesnch des hohen Botanikers Königs Friedrich Angnst von Sachseil am 14. Mai 1838 in Erinnerung bringt nnd dessen Wortlaut folgendermaßen lautet: ?liäio I6u8 U2>i — vioi ^auLto — vum — 86rLni88iiuu8 8»xonie 1i«x — l'lißäyrious ^ußliätuZ —-^.ug. <Ü268. ^äüm8 — klllntllm l». v. k're^kl ^U8t«ä6 Hlu8«i I,»d»een8i8 — I^eoßniwin Xovaiu Domino vonutam — vaplmem IjliißÄ) lmam — Ijot»nico8 ^.Nor« — I.oeo N»t»Ii Vi8on6llm — ^ zaubert die Landschaft. Dnrch einen Sattel von der Grmada getrennt, erhebt sich der 21 Meter hohe To/5, der Gebieter dieser Bergkette; hiinter ihm je^ doch in blanvnder Ferne stehen in gewaltiger Größe und Glorie die Iulischen Alpen mit ihrem König Triglav an der Spitze, wie iu Erz hingegossen und von den Strahlen der Sonne beleuchtet. Noch manch anderen Eisdynasten silbern Haupt strahlt ans jeuer Hochburg herein ins Land. Ihnen schließen sich die ebenbürtigen Geschlechter der Karawanken und Steiner Alpen an, deren majestätisckien Tome mit glitzerndem Schnee behängt sind. Ein Unmaß von Lieblichkeit nnd Ernst schwebt über diese dämmen blanen Massen, die sich mit dem Himmol zu vermählen sck>ci'nen. Im Süden da liegt der weite Moorgrund, dem wie eiu Beschützer Vater Krim ernst zur Seite steht. Aber noch andere Bekannte ans dem Süden winken Grüße zu, wie der prächtige Schneeberg, der langgestreckte Nanos und der dw Adria überblickende-Iavornik. Zn den Füßen des Bergwalters aber blicken grüne, mit Hänsern besäte und mit spiegelnd'«, Flutz-länfen durchzogene Täler herauf und knapp da unten lugt neugierig ein Stückchen der St. Ursula-Kirche empor, ein gar liebliches Bild. In selige Telbversunkenheit gerät mau bei diesem Anblick und anch die kleinen Vlümlein scheinen ihi-en Schlummer zu halten in der hehren, einsamen Stille des reinen Tages . . . Selbst die altersgrauen Felsen, die den Gipfel bilden, verspüren des Frühlings siegende Macht uud stra'lileu wohlig? Wärme wieder. Keiu Laut ringsum! (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 120. 1114 28. Mai 1907. (P e r s o n a l n a ch r i ch t.) Wie wir hören, l).at das Justizministerium den Herrn Oberlandes-gerichtsrat Adolf Eisner in Graz lnit den Funk tionen eines Gerichtsinspektors für die Gerichtshof-fprengel Laibach, Eilli, Marburg nnd NndolfsU>ert betraut. — (Voruehlne Gäste in La i bach.) Mit Bezugnahnie auf die in der gestrigen Nummer unseres Blattes unter diesem Titel gebrachte Notiz wird berichtigt, daß die Kongreßteilnehmer nicht am 29. Mai, fondern heute abend mit dein Schnellzuge von Wicn in Laibach eintreffen. -^ (E q u itationsritt der Artillerie ans dem Bcreiche des Agra ln er Korps l' o m m a n d o s,) Ant 2-1. d. M. rückwu die Freqnen-tanten der Artillerie-Equitation ans dem Korps^ bereiche Agranl von Ag-ram aus und trafen um 11 Uhr 12 Minuten in Nndolfswert ein. Die Abteilung bestand ans 12 Oberosfizieren, l Kadetten, 1 Artillerie-Kadettenschüler, 2 Unteroffizieren, lli Mann- und 4? Pferden, nebst 2 doppelsvännigen Battcriewägen. Die 12 Equitatiousfrequentanten lnachtcn deil Nitt von Agram bis Laibach in 16 Stunden nnd wechselten die Pferde nnr in Nudolfswert mit den Relais, die bereits tagsvorher unter Kom mando eines Leutnants in Nndolfswert eingetroffen waren. -^ (Der Land es verein der staatlichen Kanz I eio f,fiz ia n ten nnd Kanzlei-ge Hilfen für Krain in Laib ach) hält Sonntag, den 2. Juni, nm 2 Uhr nachmittags im Salon des Hotels „Ilirija" seine konstituierende Generalversammlung ab. Am gleichen Tage finden in allen Grönländern Massenversammlungen behnfs ltberreichung von Dentfchriften iiber die noch uicht erfüllten Forderungen der staatlichen Kanzleioffi-zianten und Kanzleigehilfen an die nenen Neichs-ratsabgeordneten statt, um gleich llach der Parlamentseröffnung die Einreihuug des bezügliche!, Gesctzantrages Nl die Tagesordnung zu erwirken. — (Der erste Laib acher Beamten-wirtsch afts verein) hält am 4. Juni um ^ Uhr abends in den Vereinslokalitätcn, Kongreßplatz !2, seine 19. ordentliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — (M i l i t ä r - W o h l t ä t i g ke,i t s k o n zert.) Ani Fronleichnamstage findet im Hotel „Union" ein Wohltätigteitskonzcrt der vollständigen Militärkapelle des Infanterieregiments Nr. 27 unter Leitnng des Herrn Kapellmeisters Ehri st o p h statt. Anfang mn 8 Uhr abends. Das Neinerträgnis ist der Kaiser-Inbiläumsstiftung fiir Militärwaisen gewidmet. — (Die Schw u r g e r i ch t s v e r h and-lun, gen) beiui l. k. Landesgerichte in Laibach be^ ginnen am 3. Juni. Es wnrdcu folgende Fälle anberaumt: am 8. Juni: «) gegen den 18 Jahre alten Sägergehilfen Valentin Furlan in Franzdorf, Gerichtsbezirk Oberlaibach, wegen eines Sittlicht'eits-deliktes; d) gegen den 21 Jahre alten Arbeiter Anton Htangar ans Gobjek, Gerichtsbezirk Littai, nx'gell Verbrechens der Brandlegnng; am 4. Juni: u) gegen den 21 Jahre alten Knecht Pln'lipv K'opaö in Neu-dorf, Gerichtsbezirk Idria, wegen Verbrechens des Totschlages: l>) gegen die 26 Jahre alte Arbeiters' ssllttin (Fnbriksarbeiterin) Maria Florjanöiö in Neumarktl Nx>gen Kindesmordes; am l>. Juni: legen den 46 Jahre alten gewesenen Bäckermeister Mat-thias Miklavöi? in Laibach wegen Verbrechens des Betruges; am 6. Juni: n) gegen den 36 Jahre alten, ledigen Schlosser Franz Ocepck aus Podkraj, ferner gegen den 4:'. Jahre alten pensionierten Eisenbahn schlosser Franz s!!lebnik nnd dessen 45 Jahre alte Ehe gattin Maria ^lebnil ans Unter^ii) Joh. Brahnis: „Wiegenlied", Fränlein Tini D z i m s k y. 1.) Eh. d<' Beriot: Nenntrs Konzert für Violine niit Klavierbegleitung. Violine: Ios. KI an er; Klavier-begleitnng: Fränlein Iakobine Kl an er. 5.) Bern-hard Nomberg: Divertimento ül>er österr. Lieder, für Violoncell. Nndolf T o n v i c o. 6.) Wilh. Popp: Phantafie über Motive aus „Lohengrin", fiir Flöte. Oskar Reisn er. 7.) W. A. Mozart: Arie öer Gräfin aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro". Fränlein Mary Tschech. 8.) L. v. Veetholx'n: Erster Satz ans dem Trio für zwei Violinen und Viola. Opns 18, C°Dur. Violinen: Rnbbia Walter, An-dol 8 ek Oskar; Viola: No /. anc Michael. 9.) W. A. Mozart: Terzett der drei Damen aus der Oper „Die Zanberflöte". Fräulein Nosa Schweiger, Mary Tschech und Adele Schaschel. 10.) W. A. Mozart: Erster Satz aus dem Konzerte fiir zwei Klaviere. Fränlcin Mimi Perlcs und Frida Spetzler. 11. a) T. Ncbenführer-Seifhardt: „Erster Schnee", für vi bis einschließlich Samstag den 1. Inni recht gelungene Ansichten vom Küstenlande, darnnter Kirchheim, Gnv hovo, Dnino mit der Gemäldegalerie, Parenzo, Pirano, Pola nnt dein Admiralitätsgebände, Portorose mit einer Windmühle, das Isonzotal, die Klamm bei Tolmein, den Isonzofall, die römischen Nninen zn Brioni und noch andere sehenswerte Objekte. Di<' Bilder sind rein, plastisch nnd gnt beleuchtet; sie verdienen einen recht zahlreichen Besuch. — Nächste Wocl>e folgt Nordamerika. ~ (D as Panora m a ° K o s m o r a m a) am Nurgplatzc hält in dieser Woche die interessanten An sichten von der nenen bosnische», Bahn mit schönen Brücken, zahlreichen Tunnels und sonstigen Kunstbauten ausgestellt. Ferner sieht man mehrere Schlo»> rninen ans den höchsten Vergspitzen, die Hauptstadt Sarajevo mit einem Pferderennen, die schöne Stadt Treuinje nnd die Kreisstadt Viüegrad in hübscher Lage. -- Nächste Woche: Venedig. -^ (Lachabend.) Hente sowie morgen findet im Garten der bürgerlichen Vierhallc, Petersstrafte, ein Lachalx'nd statt. Anfang 8 Uhr, Entree .">() n. Näheres befagt die Annonce. — (Vom Volksschnldienste.) Der Herr Pfarrer Adolf Knol in Kolovrat wurtx' mit drr Snbstitnierling der erkrankten Lehrerin an der ein-klassigen Volksschule in Kolovrat im Schulbezirte Littai betraut. __^ — (Gewitter und Ha gel schlag.) Aus Littai wird uns unter dem gestrigen berichtet: Heute nachmittag gegen 4 Uhr entlud sich über das ganze Littairr Savetalgebiet ein heftiges Gewitter, welches etwa eine Stnnde andanerte. Das Gewitter begleitete ein etwa fünf Minnten anhaltender Hagelschlag nnd die Schloßen fielen in Haselnuß, mitunter auch bis znr Eigröße. Da der Hagel zwischen Negen nieder-ging, wnrde ein größeivr Schaden an den Knltnren nicht angerichtet. Während des Gewitters schlng der Blitz wiederholt ein. Es entzündete ein Gebände in der zwei Gehstnnden von Littai entfernte!,, anf einer Anhöhe liegenden Ortschaft Manwl, das in Flan,-lnen anfging. Der Brand des Gehöftes konnte von Littai ans sehr gnt beobachtet werden. —ik. ^ (Nindvie h p r ä miie r n n g.) Die Spar-und VorschnsMsr für Weichselbnrg und Umgebnng veranstaltet am 5. Juni um 9 Uhr vormittags beim Gasthanse des I. Sknfca. gegenüber der Bahnstation Weichselbnrg, eine Nindviehprämiiernng. Zur Verteilung gelangen 11 Prämien, nnd zwar für Kalbinnen eine zn 1(1, eine zu 30 nnd drei zu je 2») Ix, für schöne Kühe drei Prämien zu 40, 30 und 20 l< und fiir Znchtstiere drei Prämien, n. zw. zwei zu 30 und eine zu 20 K. An der Konknrrcnz kann jeder Viehzüchter, der iin GcrichtZbezirke Weichselburg wohnt, teilnehmen. ~ (Aussicht auf ergiebige Obsternte.) Ans Littai wird uns geschrieben: Der späte Frühlingsbeginn kam fast sämtlichen Obstgattnngen im ganzen Snvetalg'ebiete sehr zn statten und die Entwicklung der verschiedenen Obstsorten ist die dent', bar günstigste. Dies ist namentlich bei Kernobst der Fall. Die Äpfel, Birnen, Pfirsiche nsw. versprechen einen sehr guten Ertrag. Am ergiebigsten dürfte jedoch die Kirschenernte ausfallen, denn ein so voller und starter Früchtenbedang der 5lirschdänme wmVe schon lange nicht beobachtet. ik. * (Eine Schü lerin überfahren.) Vor der Mädchenschnlc am St. Jakobsplatz hat gestern nachmittag ein Knecht dnrch Unvorsichtigkeit mit, seinem Lastwagen die l^jährige Vida Knajzel über» fahren. Das Mädchen wnrde znm Glück nur leicht verletzt. ^ (Korrig enden als Ausflügler.) Im Frühjahre, wo die Natnr im schönsten Blüten-fchmncke steht, nnd man ill Feld nnd Wald den lieblichsten Vogelgesang hört, zieht es jeden Menschen ins Frei,c. Von dieser Sehnsucht wurden auch drei jugendliche, hinter den schwedischeu Vorhängen sitzende Korrigenden der Zwangsarbeitsanstalt gepackt. Diesertage fand das Kleeblatt Gelegenheit aus-znfliegen, um nicht mehr zurückzukommen. Die Ausflügler sind der 16jährige Franz Ierin aus Zwischenwässern, der 17jährige Martin Hnttcr aus Eberstein in Kärnten nnd der 17jährige Nikolans Moser aus Pernegg. Die Flucht leitete der AusbrürlMkönig Ierin, der schon einigemal aus den gerichtlichen Gefängnissen entsprungen war. Er ist trotz seiner Jugend einer der gefährlichsten Diebe. Dank der väterlichen Fürsorge der Zwangsarbeitsanstaltsverwaltnng wurden von dem Ansflnge der Inngen alle Gendarmerie-posten nnd Polizeibehörden verständigt. * (Erzes se in U n ter-6 i 5ka.) Sonntag nachts fanden in Unter-Ziöka einige Erzesse statt, bei welchen vierzehn Manrer aus dem, Görzischen mehrere Fenster einschlugen. Eine Gendarmcrw-patronille verfolgte die Erzedenten in die Stadt. Unter Polizeiassistenz wnrden alle auf der Triester-slraße verhaftet nnd dann dem Bezirksgerichte ein« geliefert. * (Ein K o g n a t v e rkä u fer.) Gestern niittag wurde vou der Polizei der in Trieft wohnhafle Zahlmarkör Josef Venas Getränk selbst erzeugt haben, — (E in Fa h ! r a d d i e d li n d D e s e r t e n r verhaftet.) Am 27. d. M. wollte der angebliche Fleischbanergehilfe Franz Tolat, znletzt in Pola, dem Mechaniker Iofef Ple«ko in Gleinitz bei Laibach ein anf 120 X geschätztes Fahrrad nm 40 lv v<'rkansen. Da das dem Ple«ko verdächtig vorkam, zeigte er' ihn dem Gendarmerieposten an, der den Dolak zur Nede stellte und ihn anf Grund verschiedener falschen Aussagen als des Diebstahles dringend verdächtig einlieferte. Erst nachträglich gestand Tolak der Patrouille ein, am 20. d. M. von der k. und l. Kriegs' marine in Pola desertiert zu sein und das Fahrrad am 26. d. M. bei einem Gasthause in Planina gestohlen zu haben. I. — (Abgängig.) Laut einer Mitteilnng des Sicherheitsbureaus in Graz entfernte sich am 3. April l. I. die in Graz ansäßige Frau Franziska Duschitz, geborene Vnear aus St. Martin bei Littai, zuständig nach St. Jakob bei Marbnrg, 31 Jahre alt, aus ihrer Wohnnng nnd kehrte nicht mehr znrück. Anch blieben sämtliche bisherigen Nachforschungen nach dem Verbleibe der Abgängigen ergebnislos. Die Dnschitz ist mittelgroß, starten Körperbaues, hat eine dnnkle Gesichtsfarlx', schwarze Haare nnd Angen, gnte Zälme, gntes Aussehen nnd hat als besonderes Merkmal beim rechten Auge ein kleines Mnttermal, gleich einem roten Wimmerl. Sie trng bei ihrem Weggehen runde goldene Ohrgehänge uud war städtisch gekleidet. Franziska Duschitz, für deren Zustande-bringung 50 l< Belohnung ausgesetzt sind, lieh vier kleine, unversorgte Kinder zurück. —ik. — (Große Wallfahrt a uf d e n K u ni -berg.) Am 9. Juni findet anläßlich der kirchlichen Feierlichkeiten zn Ehren des hl. Jodokns eine große Wallfahrt anf den Knmberg statt. Den Umzng der Wallfahrer wird die Musikkapelle aus Natschach begleiten. —,k. — (Heilige Mission.) Auf dem Jantsch-berge wird in der Zeit vom 9. bis 16. Inni von Geistlichen des Jesuitenordens eine Volksmission abgehalten werden. —ik. — (Identitätsfeststellnng.) Dw Identität der vor knrzem im Saveflnsse bei Kre!> nitz aufgefundenen angeschwemmten Leiche wurde uunmchr festgestellt. Der Tote ist nämlich mit dem seit 13. November v. I. abgängigen, 58 Icchlrc alten Saveiiberführer Lorenz Loboda ans Ko«ki Brod, Pfarre Lnsttal, identisch. —il^. * (Verloren) wurde: ein Geldtäschchen mit 5 l<, ein Handtäschchen mit 40 X, eine goldene Damenuhr nnd ein Geldtäschchen nnt einem kleineren Geldbetrage sowie mehreren Coupons von Postanweisungen. Laibacher Zeituna Nr. 120. 1115 28. Mai 1907. * (K^fnnd^l,) wM'dm Mlf d^'r Ei'ldbahn-station Ml,'i >N<.'(icnschirnu' nul) zw<'i Spazk'i'stöck^. Telegramme ksl. l. TelMtzhen-VttlespMliellz-Vllttlllls. Wicn, 27. Mm. Cin^r parlaiiKüiwrisch^n ,^or-N'spundcnz zusol^c l'ndct c>>n ä. Juni in Wicll ^iii^ gonu'iiisanic V^prochlmg dc'r deutsch«.'!! FoNschritto-Partei, der doutschmi Vottcchart^i, der F^iolldcutschrn und d<'r deutschen Aararpartci in dcr Frage dos Zu-sannn^nschlnsscs du's<'l- Park'i^'n statt. Nion, 27. Mai. TX!n Vlälwrn zusulue, übel' reichte Hofopcrndiret'tor Mahler houw öur Go° neralintendanz scin fornieUcs schriftlichet aus Drohoby^Z: Geswrn gegen l Uhr nachinit, tags gerieten elf Schächte in Voryslaw durch Al'ch-strahl in Vrand, der örtlich beschränkt wurde. Vci inehrereu Schächten wurden VuhrliilüK', Maschine», Vtthrivert'zeuge, Gebäude uild Gerätschasteu ein Nanl) der Flammen. Der tatsächliche Schaden wird aus 1^2 Millionen itronen beziffert. Lein be rg, 27. Mai. Wie der „Slowo Polokie" berichwt, sind gestern infolge Fnitt'enre^n^ in Voryolaw zwei Bohrtürme und sieben Schächte eingeäschert worden. Wie dem genannten Blatte weitero berichtet wird, ist der Brand durch einen so genannten ätugelblitz, dor gleichzeitig an sech5 verschiedene», in einein Umkreise von drei .^lilonietern Mlegenen Stellen, einschlug, verursacht worden. Zwölf Nauchsäuleu wurden auf einnlal sichtbar. ^5 entstaild eine große Angst. In acht Schächten ist der Arand nahezu gelöscht. Sehr start wntei dao Feuer in den Schächten „Stella" und „Rosa". Budapest, 27. Mai. Die troatisch-serbische Koalition veröffentlicht ein ,Uoinmuuiqu^ folgenden Iuhalto: Tie heutige Konferenz l>er kroatisch serbischen Koalition, an der auch der Banus Graf Pe-jacoevich teilnahm, hat die neuen Propofitionen, die die gemeinsame Negierung iiu Interesse des Au5° gleiü>es des aufgetauchten ^lonflil'tec' linterbreitete, einer eingehenden Tebatte unterzogen. Da zwischen diesen und den schon früher unterbreiteten Proposi tionen kein wesentlicher Unterschied obwaltet, U'ar die Koalition gezwungen, diese Präpositionen ei» hellig abzulehnen. In Anbetracht der iu, Kroatien verbreiteten Gerüchte hält eo die Koalition für notwendig, zn betonen, daß zwischen ihr und der kroatischen Landesregierung in der prinzipiellen Frage ein vollkommenem Einvernehmen herrscht, trotzdem eo die kroatische Landesregierung für ihre Pflicht hält, zwischeu der Koalition und der gemeinsamen Negieruug zu interveniereu. Paris, 27. Mai. Der in Samt Etienne abgehaltene Kongreß des sozialistischen Verbandes des Loire^Departemento hat nach längerer Debatte ein stimmig einen Aeschlußautrag angenommen, in dem die Politik der Negierung gegenüber den Svndil'a-len getadelt wird-, doch lvurde eiu von den Vertretern des Wahlbezirkes des Ministers Briand eingebrachter Antrag, die Haltuug Briands zn inißbilligen, mit :>8 gegen N6 Stinnnen und der Antrag auf Ausschluß Briand5 mit ^ gegen ll^ Stimnien abge-le,l>,nt. .tt 0 n st a n ti n 0 p e 1, 27. Mai. Die Belgrader Meldung der „Frankfurter Zeitung", daß die l"l<" küber Garnison den Gehorsam verweigert habe und ein Mann geflüchtet sei, wird durch kein Konsulat bestätigt. Die Nachricht dürste durch eine Übertreibung der gemeldeten, bereits beigelegten Demonstration in der Moschee entstanden sein. An der De-monstration hatten sich nicht kl), wie infolge einer Verstümmelung des Telegrammes berichtet wurde, sondern 8M Mann beteiligt. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. TeclMe Wss-2 m. Mittl, Luftdruck 7W-0 mm. » KH W st «,,. ..,H«« Z^ «„ ii N. N. ^32 9 28 2! S. ,mM s teiliv. heiter ^^ « U, Ab. 734 >5 18 4! NW. mäßig tcilw. bcw. 28 I 7 U. F. 784 -« ! 15 «. OSO. schwach j heiter j 0 0 Das Lagesmittel der gestrigen Temperatur 20 7°, Nur male 1b b°. ill) I r II, il <, '^llii. ^u l,- l, I, u l l< u l n u ö I u ^I r flir lirn 28. Mai. Für Stcicriuarl und .Mrntcu: Wcchselud bewölkt, mäßige Winde, warm. spater Nushcitcnma.; für Krain: Wrchsclud bewölkt, üuißig>.' Windr, warm, Gowittcrneiguug 1 Für das Küstenland.' Meist heiter, mäßige Wiudc, warm, Gewitterneigung, Verantwortlicher Ncdallcur: Anton F u n t e t. Verstorbene. Am 24. Mai: Helena Mis, Arbeiterswitwe, 40 I., Wienerstraße 13, Tubertulusc. Am 26. Mai: Karoline Malcusel, Inwohnerin, 80 I., Kastellgasse 2, Nnpl^Lem», pulm. - Maria Music, Inwoh» nerin, 70 I., Nadchlystraße N, II^mipIiloLiu,. Am 2 7. Mai: Gertrud ltmet, Taglühuerin, 54 I., Nadehkystraße 11, 02,rio8 multiacüilari». Im Iiuilspitale: Am 2!l. Mai: Michael Kozjck, Drchorgclspicler, 40 I., Lungruentzüuduug. — Georg Skopcc, zkeuschler, 68 I, N»,l'U8INU8, Am 24. Mai: Stephau Scligo, Schleifer, 19 I., Tllberlulose. — Maria Gruden, Kcuschlersgattiu, 5b I., ?u,rill)'8i8 corlliä. Am 26. Mai: Viuzcnz Strel, Inwohner, 68 I., I'raetiil-a, d«.8on3 «rlinii. Am 27. Mai: Anna Kozljantit, Arbeiterstochter, 1I., ^'udol Rudolf Nchtschin, l. k. Steuereinnehmer iu > Landstraft, gibt im eigenen sowie im Namen der > übrigen Verwandten die tranrigc Nachricht von ! dem Hinscheiden seiner innigstgeliebteu Gattin, > beziehungsweise Schwester, Taute, Schwiegertochter > uud Schwägerin, der Frau ! Hemiiie Wtschin K Millits > welche am 27. Mai 1907 um 12 Uhr nachts nach > langem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe-» sakramcnten, im 47. Lebensjahre verschieden ist. > Das Leichenbegängnis der teuren Verblichenen > findet Dienstag den 28. Mai IW7 um 6 Uhr > nachmittags in Landstraß statt. ! Land straft, am 27. Mai 1l>07. I ^. I. ^. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- j^fa» Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach, Aktienkapital Iv 1 J(),()O().OOO' ^^^SSfelr^^ Kcse.rveioiul IC s»»5,Ot><>.OC><> (171H) Kontokorrente Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen *i5^?<' und Valuten. Verwahruna: von Denots. - "WeohaGlatnbe. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrslilatte) vom 27. Mai 1907. Dir noücrteu Kms? vristchen sich in ttroiieüwäliruiiss. Die Älotirilüiss sämtlicher Altic» und der „Diversen Lose" verstellt sich pl°i Etücl. Hell «arr Allgemeine Staats schuld. C'iichcilliche Nc»!c ^ luliv, stcuerflei, Kronen (Mai-Nov.) per Knssc. , 9^<5> !'«'2, be«o (Im,,-Juli) per Kasse 9? UU W U' 4 2 °/„ «. W, N»leu Febr.-Ang,) per Kasse......UU ü< iU ?, l-2«/„ ü. W, Silber (April.Olt.) per Kasse....., NU 4i pl, 6d <8N0ei Staalslosc 5UN sl, 4'V„ln'' >l>H-I860 er ,, im» fl, 4"/„Mi-?«^>-l8(, Lbk'!" 1864 er ,, 50 sl. . , !ib4 ü«, 2k)« I>c> Dom,'Pfandbi. k 12N fl, ü "/„««/«b28!»'2,' Staatsschuld d. i. Neichs. rate vertretenen König' reiche und Länder. bsterr. Goldrenle, stfr., Gold per Nasse .... 4"/„ NS 7ü Nü'Ub Ostcri, Nenle in it^oneilw. stfr., K . per Knsse. . . 4«/„ 0», 2c 88 4« , detto per UXimu . . 4"/« 9« 2> »U 4l Ost. Iiweslilions,-Rente, stsr,, Kr, per Kasse . 8V2"/., «b',5 ««ü5 tzlstnh»I>n>3al»lck»!ld' vtllchltiluilgln. Clisauelliliahn i» G., stenersrei, zu iu,0»(> sl. . . . 4"/n -'- —-Franz Iuscf-Vahn in Silber (did. Vt,) . . . ü V^lLN'Ud lü^Iü «al. Karl Ludwin-Vahn (bw. Etüclc) Kronen . . 4"/, 8»-- li^, ü,' Nnbulsbali» in Kruncnwälinma,, stcnersr, (div, S<,) . 4"/„ 97 .;,", U8'ö.°> Äorarlbcrgcr Nahn, slcnersrei, «u Kronen . . . 4"/« 9« 90 »8 9« Zu Kwlllvschuldverschrlllnmgtn llbgtft»»pelle ßislnbnhU'AKlllU Elisabeth-V, 2N<> sl. KM. 5>' <"/, von 400 Kronen . , . . 4«8'?b 4?« ?5 brtto Kmz-Ändweiü 2«N fl. ö, W. S. 5>VV'/„ , - - .l»<-10««'l< betio Salzlnirn Tirol 2U0 , ö, W, C. b"/„ . . , >2!>'- >^« Vel!" Ware Po« Slnall zur Zahlung iibn> nommtn» Eisenbahn'Pl<»rllll<»> ^bligultonen. MIM. Westbahn. Em, l«95, 400 Krone» 4", „. , . , :8 «! !>9 8» GlisabeNMH» «U!> und 30«>u iUl, 4 ab !0",„......ilü 5» !«,l - illlsabethbahn 4«l> und 20N0 M, 4«/«........ne - il? - ^ran^ Josef-Bahn En>. 1884 (div. St.) Nilb. 4°/u . , «85' 99 !><> Gallische Karl iwdwiu. - Bahn ldiv. St,) Eilb. 4"/„ . , 9? 5l 9^-^< U»n,'üa!iz. Wahn uoo sl, L. ü'Vl, lO!>'^ »10 il !»,'< 4«/^ deUu per Ullinw 11l'7:> lll 9b 4"/^, »n«, i1!en>c in Kronen wül,r. stlrei per Ka>se . . 9:!'5.^ 94 /,"/„ detlu per Kasse , 8li k,' 8» 05 Ung, Prämien Anl, ö. 100 sl, , l!»3 - !96 -detto k 50 fl. , 183- >9« — lhcih-Neg. Luse 4"/^ . . , , 14NÜ, »48 2i> 4°/l> nngnr, <,^cuubr»ll,-ll!blig 9» !i<> 94l>s 4°/^ lroat. u, slav, GrundenII. Oblig........96- —'- Andere öffentliche Unlehen. !^o«n. Landeö.slnl, (div.) 4"/« S3 ü> 84'8> !t>o«n. ° hrrcen, lHisrnb. ° Landes» Unlelien (div.) 4>/,"/c, - »9'4l lU<> 4< 5"/» Nonau Reg, «nlcilie 1878 l»»'ü> >04 b<> Wiener Verlclil«AnIril,e 4"/., 98 15 ,9-15 detto l»00 4"/u 9« l>< 99 b» «nlehen der Stadt Wien . . 1l)1 - I««'-detlo (S. od. G.) . . . iLl-- !ll2--dettu (1884) .... 8ö-5<> belto (189«) .... 97 8! 9«'.«»' detto (1900) , , . . «?'8l 9«'8< detto I»U..«,) 19UL . 98 15 98 l5 Bürsebau-slülehen verlosb. 5"/„ 9i< öl Vulg. Llaatseisenb.-Hyp.-«l»l, 1889 Gold . . . . s."/^ l<9'45 !ia 4b Bnlss, Slanls. Hyputlielar ?ln>, 189^.....»',"„ ,,9'üO lLN'bl! Weib Ware Pfandbriefe «. Vlldenlr^alln.ust.inzoI.vl^/c, »?-») 98 70 Vühm. Hl,po!hclenbanl Verl. 4"/„ 98 8K 99 Kb Zentral «ud,-Krcd,-Äl., österr., 45 I. verl. 4'/.«/« . . , lni zu 108 üc Central «oo..ttred.>Bl., üslerr.. K5I. verl. 4"/„ . . . . 98'K l«o 1l) Kred..Il>st,,österr,,f,Vett..Unt. »,ijffcntI,Arb,Kat.H,vl.4°/<> 97-»,^ 9s-6l> ^andesb. d, Kün, Gallzie» und Lodum, k>7>/, I, rnilz. 4>V„ 97 2h 98 2,^, Mähr, Hlipothelenb. verl, 4> 9? Vb 98'75 N,'ösleir.^andej».Ht,P..A»sl,4"/l, 9«'8/,"/o 91-?f, «8 75 de!tu K,>Schulbsch, uerl, 3'/l°/<> 9i-5« 9«'50 betto verl. 4"/„ 8«?^ 89'7<> Oslelr,.!inn.ar. Vanl 50 iähr, verl, 4°/o Ü. W..... »8'i»b 89 95 deltu 4'Vl, Kl..... 99-75 100-7K Tparl, 1, öst., LN I. verl, 4"/„ 1^)— 10» 50 Eiscnbahn-Prioritäts-Obligationen. ^crdi«and«.Nordbahn Ein. 188« > .-- detto Em, 1904 —» --— Ösierr. iliordwrstb, Ä»<» sl. E. , in»-», 1N4'8<> TlaaMay» 500 ssr..... 41>,"t»! - - äüdbahn ir 3> Jänner. Inli 500 Fr. (per St.) , , . 298 8l> !»>o «c> Tüdbahn l» 5"/u..... l2^K! «22 ic> Diverse Lose lper Stiick). z>tizw»llchl fosl. »"/u ^udenllcdit.iioss Em. I88U 2«ü>',< 2.','50 dctio Em. 1889 272-- 282 -l>"/u Dona». Henulierungö. ^ust l»0 sl. ö. W..... ^5,0-— 2»>N' Zerb, Pram,>Anl. v. 100 Fr. 2"/» 9ü'L5 i«»^ zln«llzw»l 14^. , lüfcner i^use 40 fl..... 114 . 184-^ Palsjy'Lose 40 sl. K. M, . . i?o-, ,8«--. ?1>oi:ole 10 sl...... ü.i - 72 - ZlllM'Lose 40 ll, N, M, , , I«!!'ü< il,«5(> Geld Ware Türl. E..Ä..«nl. Präm..Obldu. >.B°b«!Nlr,.«I!st. Gm, 1889 73— 82- Altien. Ilan»pllrl50 fl. . , 358'-. »»9- ^ujchüchllldei Eisb. 500 fl. »M. 3o<:<> — 3UL8 - dcUo (lit, U.) 2«0 sl. per Ult, N27 - iii>8 -Dona» » Dampfschiffahrt« > Gef,, 1., l. I. priv,, 500 sl, KM, l0l>H — K'l5 - Dnx.Bodenbacher (tisb. 400 Kr. 5Ltt — !>v?- ^rrdinll»d«40 — »ö7U-Ucmb..Ezel!i,.Iass>!. Eisenbal,!» Gesellschast. 200 fl. S, , 568 - 57« — ^loyd.östeic,,Trieft.,500fl,KM, 4«>7- 473- Österr. Nurdwestl'.'lhn fi. L, 4^9«« 43l - detto (lit. ii.) 200 fl. S. p. Ult, 423 50 4«i> 5" ^ra!,.D»rerEiscnb.100sl.llbnst. 2lü - 221-— -taatseisb. 200 sl,L. per Ultimo «7«-25 K7??5 Liidb. 2N0 fl, Silber per Ultimo 124-50 1^5 äN Züdnordbeutfche Vcrbindnngsb, 2ou fl, KM...... 399 - 401-- Tramway.Oef., neue Wiener, Priurilali-.Altien 100 fl. . .--- - -Ungar. Westbahn (Nallb'Graz) 200 sl. S....... 40S-— 4H475 Ulr, Lollllb..U«ien.Ges. »00 fl. 2Ü0 — ------- Vanlen. Änzlo.Österr. Aanl, 18N f1. . . «o^ - 30550 Vanlverein, Wiener, per Kasse — - — — detto per Ultimo . . . 54125 542>25 Kobenlr.-Nnst, österr., 200fl,S, i«'ü<>-— i«ili4-- ,'!enlr,.Vod.'Krcbb. sst., 20« fl. 554'— 55s'-«reditaustaK snr Handel nnd Gelverbe, 1<>0 sl., per Kasse —- detto per Ultimo 658 ^5 6i>e'2' Nredltbanl allg. ung., 200 fl, . ? 25 761 25 Depositenbank, alla.., 200 fl. , 4ül>-- 4,!«--Eölomptc. Gesellschaft, »ieder» ttsterr., 400 Kronen . . . 571'— 574' -Mro» und Kassenvercin, Wiener, 20U sl........ 4«0-- 4l!5 — Hypotlielenbanl, österreichische, 200 sl, 3<>°/u >i..... 890'— «92-- Uändcrbaul, oiterr,, 200 sl, per Kasse....... --- -'- dctto per Ultimo .... 44N-— 447'-,.Merlur", Wechselst,.Nltie». Wesellschast, 200 fl, . . . «14— <8 detto internal,, 200 sl. 6«4-— «iltz>— Hirlenberqer Patr.>, Znndh. u. Met..ril 4UN Kr. . . 11,8 — 1128 - Liesinger Brauerei inn fl, . . 279 - 8«1 — Montan.GeseNsch, üsterr,.alpine 59!i'50 593 i>0 ,,Poldi.Hntlc", Tiegelnusistahl. F..A,.O, 200 sl. ... 48b'— 490- -Vrager Eisen. Ind.. Ge!. Vm. 18<)5, 20« fl...... 2ÜYU — i!«ozj - Nima.Murany. Salno.Tarjmier Eisenw. Ill« sl..... Ü44-— 545 — 2a!s>U'Tari, Steinlohlen 1«n fl. 5>?o — 574 - ,,SchIüg>mnl,l", Papierf.,20«fl, »59-- 3ü,!--„Lchobniea", Ä,.«, j. Petcol.. Ind., 500 Kr..... öl« - 5^0 - „Ntcyrerniühl", PaplerfabrlI und A.»V...... 45«— 46« — Lrifailer Kohlenw.'G, 7» fl, . 266- 271-Tüll. Tabalrtgie.Ges. 2u« ssr. per Kasse , —>— —'- betto per Ultimo 418 — 421'--Wasfe»f..Gef., österr.. in Wien, IONsl........ 547- 55l- ValMN'LellMstalt, allgem,, in Pesl, 4UU Kr..... —-— -' - Wr. ÄausseseNschast 100 fl. . . ,58-- <«a- - Wicnerber«er Ziea.elf,.sll!..Ves. ?»5— 725- Devisen. Anize Sichltn nnl> KcheH,. Amsterdam..... 199 lt5 19950 Deutsche Plähe...... lt? «'^ !17'9» Uondon........ «40 5? 24» ,7 20.Marl TtNcke...... 23 50 2» 5» I ,.... «.,...„., S^„.S^..7.~.»*H».eo, au...„, ,| J. C. Alayei- , P«vat -1)*». (Safe-De,,.^)¦ I I i^Hen et«., »«viNou iiimI viiinton. ! Bank- -u.rLCJL T77-ecla.Blerg-esclj.aft' ^181 el^nem vor-cniuo« d.*x P*it.L I I (4j Los-Versicherung. I-iillnwli, NirHarKHNN«'. ' Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Blro-Konto, I