Nr. 140. Samstag, 20. Juni 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung Tir »Laibackrr Zeiiüüg» fr!ckriin läylicd, nn< Nu^üllhm? del 3l>nn° und Heisii»«!', Dir Nbminlftialion bffind^ sich Vlilloik'sliahr Ätr. ^l>: dic «edllktion Dalmalingaür '/il. 10 Lerechftu'idsn der Rebaltion von « bi« w U! / vl'imittag?. Unfranliertf Blis^r werbr» nich: »nß^ommsn, Mllnuslrivt^ nichl ^«rüclgrftsllt. Telephon-Nr. der Nedaltion 32. Amtlicher Geil. Dcn 17. Juni 19t>8 wurde in der l. l. Hos» und Staats-bruckerei das I.III. Stück des Rcichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 17. und 18. Juni ll«)8 (Nr. 1W> und 1^0) wurde dle Wetterverbre,-tung folgender Preh:rzeugnisse verboten: Nr. 10 «Velhagen und Klasings Monatshefte. Nr. 10 vom Juni 1U0«. ^ ^ , ,^u Nr. 1723 «II I^vorzwre» vom 11. Ium 1«^. Nr. 4b!)l> .II (^2?.ottiuo. vom 11. 3"» 1W6. Nr. 10.49« «1/IlKlipemleuto. vom ^, Imu I^U«. Nr. 24 «Vjelwlloöeuk? od^or» vom li. Ium 1W». Nr. 24 «Deutsche Bauernzeitung, vom 13. BrachmondS Nr. 24 «Alldeutsche Bauernzeitung, vom 13. Brachmonds 1H0O Nr. 160 (V«c:«rm) «I.illov« Xovin^. vom 13. Juni 1908. Nr. 21 llk. vom 11. Juni 1W8. MchtamMcher Geil. Zur Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Priisid^ltscl)cifts->t(i,npagno in den Vereinigten Staaten von Amerika ist anf dein Hohe-pun'kt angelangt. Am Kl. d. M. ist in Elncago der Nationalkonvent der republikanischen Parte, zu-sannneugetreteu. am 7. Juli gammelt stch ln ^enverder demokratische Konvent. Den Konventen obliegen zwei Aufgabeu. näiulich d,e Nouumeruug der Kandidaten für die Wahl dos Präsidenten und des Vizepräsidenten, ferner die Formulierung deo Parteiprograunues. dor „Platform". Was die No-nunieruug des Präsideutschafts Kaud.daten betr.f. so entscheidet bei den Demokrateu d>e Zweidrit el-mehrheit der Stimmen, während be, dcn NepubN-kanern einfache Mehrheit genügt. ^ . "n >tand^ dat cine Mehrheit, so gibt es keine <-t,chwahl. nnd die Abstimmung muß so oft wiederholt werden. ö>5 iich eine Mehrheit geeinigt hat. Sobald das ge-scheheu ist. wird die Wahl eiustiimmig gemacht. In der große.i iu Chicago ziisaiumeugetrcteueu Versammlung des repllblikauischeu Nalionalkon-vents wurde uach einer telegraphischen Meldung die Partei-Plalform unterbreitet. Sie tritt unzwcideu-lig für die Politik RooseveltS eiir uiw verlangt energisch eine Tarifreform, die einen Ausgleich der ^o'Ile dadurch herbeiführt, das; Haud in Hand mit dem Schlitze der heimischen Industne uud Arbeit den Kousumenteu günstige Preisverhältnissc gesichert werden. Die Zölle müstteu der Differeuz 'Nu'cheu deu europäischen und den aiueritanischei, Pioduktimlskosten eiuschließlich eines angemessenen Gewinnes sür deu amerikauischeu Uuteruehmer eut-sprechen. Ti^ Platform nimmt das Prinzip des ?chnhzolles im allgeiueineu au und beglückwünscht de'i ^longres; zur Annahme der Aldrich- uud der 7>reeland-Vill. die dcr Finanzpolitik deo Landes entsprächou. 3ie e>npfiehlt eine Abäuderuug deo Shermaufchc" Antitrustgesetzeo iu dem Tiime. das', die Eiseubahu-^esellschaftou iustan,d goseht werden, verui'luftige Perkehrsabmachungen oinzllgchen, ohne eine gerichtliche Perfolguug zu riskieren. Die Plat form trill ferm-r energisch für die festgesetzte Eut-wickluug der flotte einfchliestlich einer audanerndcu Vermehrung der Linienschiffe ein zum Zwecke dcs Tchuhe5 der ainerikainschen Iuteresscn im Aus-laud uud als Stütze für die Monroe-Doktrin. Endlich spricht sie sich für die Aufrechterhalwug der Armee auf der gegenwärtigen Grundlage aus. Bnndessenator Vnrrow gab einen Ueberblick über die republikanischen Errungenschaften der letzten vier Jahre. Als er den Namen Noosevelts erwähnte, erscholl langanhaltender Veifall. Vurrow sührte aus. die republikanische Partei begünstige eine solche Tarifrevision, wie sie die veränderten industriellen Zustände Amerikas und des Auslandes erheischten, jedoch unwr Beobachtung des Hauplgesichtsplinktes. nämlich des Schutzes der amerikanischen Industrie. Burrow erörterte ferner die jetzige Weltmachtstelluua Amerikas, dessen Einfluß im Interesse des Friedens uud der Veredelung der Menschheit ausgeübt werde. Sir R. Hart über (5hina. Man schreibt aus London: Der soeben iu Southampton eingetrofsene (>jeneralinspector dcr chinesischen Teezölle. Sir Noberi Hart. hat in verschiedenen Interviews mit englischen Publizisten Aufklärungen über die gegenwärtige Lage in Ehina erteilt uud Anschauungen über dessen zukünftige Entwicklung geäußert, die bei seinen aus einer füns-undvierzigjährigeu Tätigkeit im Reiche der Mitte geschöpften, außerordentlichen Ersahrnngen wohl anf allgemeines Interesse rechneu dürfen. Seine Erklärungen lassen sich resümieren, wie folgt: „Neberall in Ehina herrscht ein großes Streben nach fortschritt und man darf fagen. daß er dort jetzt iu der Luft liegt. An eine ..gelbe Gefahr" glaube ill) nicht. C»5ewiß steht Ehiua vor einer großen Zukunft nnd wird sich mit der Zeit zu einer Weltmacht nu5wachsen; es ist aber mehr als unwahrscheinlich, daß oas unaufhaltsame allmähliche Wachstum Ehiuas dessen friedliche Negierung uud Bevölkerung iit eiue aggressive verwandeln werde. Auf lange hinaus wird Japan die führende Macht iu Ostasien bleiben. Die kolossalen fortschritte dieses Staats-Wesens haben auf Ehina eiueu tiefen Eindruck gemacht, und dieses ist jetzt eifrig bedacht, sich ebensogut zu organisieren, wie Japan. Es existiert kein Fremdeuhaß im Lande. Es ist stets leicht durch Anwenduug unvernünftiger Methoden lokale Un-ruheu zu Wege zu briugen, und man muß sich Feuilleton. Auf der Landstraße. Von Srih Iheyssen. Leichte Dämmerung wob ihre grauen Schleier über die weite flur. Eiu sanfter Wind säuselte hindurch und spielte aus den jungen >lornHalmen, die so schnell unter den Strahlen der frühliug5 sonne aufgeschossen waren. Gauz hiuteu. wo es schou Nacht, zu werden bcgaun, eilte eiu Erpreßzug dahiu. Wie ein Spielzeug sah er au5,. das am äußersten Rand einer 3cheibe entlangrollte. Der gewaltige Dampfschweif leuchtete von der Mut des Schornsteines bestrahlt gespenstisch rot auf. So raste das seltsame Ungetüm, dessen Leib mit blinkenden Strahlen übersät war. dahin. ^ Adolf >iorte sah ihm nach. bis es im Dunkel verschwand. Dann ging ev nniter die Landstraße entlaug. Er fühlte sich müde werden, und so sprang er über den traben. d<>r die Ehaussee umsäumte. Schwer atmend streckte er sich in das abendfeuchte Gras. Aus einem naheliegenden Teiche klang bald schwächer, bald stärker das eintönige Gequake vieler Hunderte von Fröschen. Anf den grünen Halmen harfte der Abendwind — ßßßsss—ßßßsss. Adolf Dortes Mund umspielte ein wehes, verlorenes Lächeln. Vor einem Jahre war er hier mit feiner Braut geschritten, hier. auf demselben Wege. Ta hatte ihm aus dein säuseluden Gesang der Gräser ein glücksfrohes Zukunftslied geklungen. lind nun?-----------Seine Annemarie war tot. Tot mit ihr all seine Hoffnung. Iu den Brunnen war sie gefallen, hatte sie sich gestürzt, weil sie den verleumderischen Worteu eiues ehrvergessenen Buben geglaubt. „Walter, du Lump!" zischte es zwischen deu Lippen des Liegenden hervor, ^o voll Grimm und Haß. daß Adolf >torte selbst darob erschrak. Plötzlich fuhr er zusammen. War da uicht das Geräusch vou Schritten an sein Ohr geklungen? Adolf >lorte richtete sich auf--------die Schritte schallten näher. Und jetzt hob sich auch aus dein ungewissen Dämmernebel eine Gestalt. Da sprang Körte mit weit aufgerissenen Augeu in die Höhe und auf den Weg. Der Ankommende stutzte, als er so auf eiu-mal jemandeu vor sich sah uud trat eiuen Schritt zurück, als er ihn erkannte. Einige Minuten lang war es still zwischen beiden. Dichter wallten die Abendschatteu, uud fast drohend klang jetzt die Melodie, die der Wind blies — ßßßßßs^ßßßßs- „Hast du mich erschreckt. Adolf!" Walter Noh-leff versuchte einen leichten Ton anzuschlagen, aber er vermochte es uicht, ein Augstbeben seiner Stimme zu unterdrücken. „Na, wieder zurück aus der Stadt. Eiu Jahr ist's wohl fast, daß du fort gewesen? Wie geht's deun? Und er streckte dem früheren freunde die.^and hin. Aus Adolf Kortes Gesicht wich alle ^arbe. Alle Muskeln strafften sich. Teiue Augen begannen drohend zu fnnkcln, nnd knirschend rieben sich die Zähne aueinander. „Du. Lunch, du! — Dich hat ein Uustei-n mir hier in den Weg gesührt. Nun sollst du mir den Tod meiner Anni entgelten!" Mit geballten Fäusten ging er auf Rohlefs zu. Der wich zurück. „Aber Adolf! Was kanu ich für das Unglück?" „Das Unglück?" Körte lachte schrill auf. „Das Unglück?------------Ich habe einen Brief von Annemarie gefunden, einen Brief, der mir anzeigt, daß sie den Tod gesucht, weil ich sie verraten, ihr die Treue gebrochen hätte. Ein guter Freund-------- eiu — guter — Freund hatte sich das Märchen ausgedacht, ihr von meiner Verlobung mit einer anderen in der Stadt drinnen erzählt und meine Briefe unterschlagen.--------O. du Lump. du! Du Lump!" „Aber Adolf! Ich—" „Ja du! — Du! — Du! — Verstelle dich uicht! Ich weiß es. und du sollst es büßen!" Mit eiuem Sprunge sti.rzte er auf Nohleff zu. Doch dieser wich geschickt, zur Seite und hob seinen Stock zur Wehr. Ein schlag fiel auf Kortes Schulter. Ein Schlag nur; daun entstand ein wildes Ringen. Mit kräftiger Fcn.st riß Körte den gewichtigen Eichenstock an sich lind ließ ihn schwer auf den Kopf des Gegners niedersausen. Rohlesf stöhnte auf, dann brach er taumelnd zusammen. Regungslos laa. er da. Adolf Körte beugte sich zu ihm nieder. Am Himmel war oer Mond aufgestiegen und warf durch zerrissenes Gewölk sein fahles Licht. Ein Silberstrahl hüpfte über das Gesicht des Liegenden und blitzte in den starren Anften auf. Nohleff war tot. Adolf Körte strich sich mit der Hand über die Stirn. Was tat er? Das hatte er nicht gewollt! Das nicht! Er faßte die Hand des Erschlagenen und versuchte den Körper aufzurichten. Schwer- fiel die Leiche zurück. Er beugte sich hinab lind legte seilt Ohr an den Mund des Widersaci^ers. Kein Lufthauch, keiu Atemholen. Nur in den jungen Halmen saug der Abeudwind - ßßMs - MMsss. Laibacher Zeitung Nr. 140. 1322 20. Juni 1908. eigentlich wundern, daß ihrer bisher so wenige entstanden sind. Ich weih, daß die chinesische Regierung die Thibetfrage sehr ernsthaft ins Auge gefaßt hat und Einrichtungen zur Entwickluug des Haudels in Thibet mW die Einführung eines Post-systems plaitt. Ehinas Stellung erscheint dort infolge der Ereignisse der letzten Jahre sehr verstärkt. Edina wird wahrscheinlich iin Laufe der <^eit ntit Europa in nicht minder ausgedehnter Ncisc in kommerziellen und industriellen Wettbewerb treten, wie Japan; aber kriegerische bedanken liegen absolut nicht im (Gesichtskreise dieser höchst friedfertigen Rasse. Tie Ehinefen sind vorzügliche Arbeiter, wenn schon sie für jetzt ausländische Werkführer nötig haben. Ein Beispiel für ihre Lcistuugöfähigkcit vietet 5er betrieb der Bahn von Hanlow nach Slianhaikwau an der Grenze der Mandschurei, welche lu geradezu blühendem Zustaude ist. Im allgemeinen möchte ich sagen, daß die Veränderungen, welche sich in dem weiten Neiche seit 1!>l a iser habe sich sehr energisch gegen den Streik der Studenten ausgesprochen und zn dem Unterrichtsminister Dr. Mar-chet bemerkt: „Machen Sie der Sache ein Ende." Er habe dann gegen jene Rektoren eine unfreundliche Bemerkung gerichtet, welche sich seinerzeit mit den Studenten identifiziert hätten ohne noch zu wissen, welchem Ziele der Streik zustrebe. Unterrichtsminister Dr. Marchet habe hierauf dein Monarchen Aufklärungen über den Verlauf der letzten Rektorenkonferenz gegeben, worauf sich der Monarch in befriedigter Weise über die Haltung der Rektoren ausgesprochen habe. In der Sitzung des Abgeordneten-l) a u s e s am 17. d. M. beantwortete Justiz minister Dr. Klein eine Reihe von Interpellationen. Sodann wurde die Budgetdebatte fortgesetzt. Die am 8. o. M. gewählten Wahlmänner für die W a h l e n zum prcußis ch e n Abgeordnete n h ause haben die Abgeordneten gewählt. Ueber das Ergebnis dieser Wahlen liegt folgende telegraphische Melduug vor: Gewählt wurden 152 .konservative, 5!) Freikonservative, <>^ National-liberale, ^ Mitglieder der freisinnigen Volkspartci, ^ von der freisinnigen Vereinigung, 1l)Z Zeittrums-augchörige, 15 Polen, tortc den ^tock weit hinaus in die Nacht. Dann tanmelte er selbst mit krampfhaft geschlossenen Angen voran. 3tolpei-nd fiel er hinab in den sumpfigen Graben, dessen klebrige Wasser sich über ihm schlössen. Die Carreaudame. Roman von U. Nosl. (37. Fortsetzung.) fMchoruck verboten.) Sie bcmerlte nicht, daß sie anf Dr. Wrada einen ungünstigen Eindruck machte, sondern sprach mit ihm wie mit dem besten ?'ekc<:mtcn. Sie kam eben von der Hochzeitsreise zurück, auf der sie mit ihrem Mann mehrere Wochen in Paris verbracht hatte. Von Paris war sie entzückt, was sie aber dort einzig interessiert mW gesehen batte, waren die Vergnügungsorte tingeltangel-haften Eharakters: Die Folies Vergörcs nnd ähnliches. „Ach, die Folics Äergöres!" sagte Frau Mariopulos und verdrehte die Augen. „Lauter Tingeltangel haben sie sich angesehen uud sonst nichts!" lachte Nelly. „Du willst auch was reden, du armes Ha-schert?" fragte Frau Weinhardt. „Was weißt denn du? Dich hat dein Erwin richtig nur in die Schweiz geführt, wo es zum. Totschießen langweilig ist. An den faden Genfer See! Was hab' ich vom Mer de qlaee? Eis läßt man sich gefallen, aber mit Vanille oder Himbeer. Er hätt' dich nach Paris führen sollen!" „Und wenn schon! Meinst du, er hätt' mich dann dorthin geführt, wohin dein Mann mit dir gegangen ist? Akkurat!" „Er hätt' müssen!" erklärte Frau Iantschi. „Wozn heiratet man denn?" „Natürlich nnr, um sich das Recht auf Tingeltangel zu erwerben." sagte Hermann sarkastisch. Nelly lachte nnd lrxmdtc sich an die Frenndin. „Hör' mir jetzt damit auf! Im Lonvre seid's gewiß nicht gewesen!" „Ich lvcro' nicht im Louvre gewesen sein? Ja so, du meinst den anderen. Dort warm wir auch. . . . Adolf hat keiue Ruh' gegeben. Na, es ist ja so weit ganz hübsch." Nelly brach wieder in ein heiteres Lachen aus, und ihre Angen begegneten dabei denen Hermanns. Ja, warum hatte sie aber auch eiue solche Freundin? Nährend Nelly volt ihren Hanofrauenpflichten abgerufen wurde, erzählte ihm Frau Weinhardt sogar, daß sie Nellys intimste und älteste Frenndin sei. Sie war diejenige, die sie ,znm Altar geleitet hatte. An diesem Tage hatte sie allerdings noch nicht so unbescheiden ausgesehen. Auch den Gatten del' jungen Frau lerute er kennen. Ein beleibter, kahlköpfiger nnd verlebter Herr war es. weit über die Vierzig hinaus, aber vermutlich vermögend, denn an Vrillantglanz konnte er mit Panser wetteifern. Obgleich das kecke Venehmen Fran Iantsckis sie älter scheinen ließ, als sie war, mnßte der Alters-uuterschied mehr als ein Vierteljahrhundert betragen. Ihr Benehmen mißfiel Hermann derartig, daß er sich vornahm, Nelly vor dieser Freundin zu warneu. Zwischen der frechen kleinen Person und der ebenfalls nicht sehr distingniert andsehendeu Frau Mariopnlos schien ihm Nelly gar nicht a>n Platze. Diese Freundin geriet gewiß über kurz od^ lang in einen moralischen Tnmpf, und ihre Nahe würde dann Nettys Hermelinreinheit beflecken. Er hoffte, noch im Lanfe des Abends Gelegenheit zu haben, mit Nelly ein Wort in dieser Sache zn sprechen. Unterdessen ging man zn Tisch. Die meyN" Herren litten keine Damen zu führen, und Her' mann war froh, daß ihm wenigstens nicht Frau Weinhardl zugeteilt worden war, die Herr von >torody führte. Laibacher Zeitung Nr. 140. 1323 20. Juni 1908. unteren Aegypten, das früher lahle Wüstc war. ein fcuchtcü Land gcniacht haben. Das jetzt auch im unteren Aegypten fruchtbare und bepflanzte Land zieht häufigen Regen an. der die Oberfläche der alten Sphinx immer mehr durchseht; heftige Sandstürme haben nach einer Meldung des „L.-A." die bereits abgebröckelten Stücke entfernt, so daß das alte. aus einem Gebirgsvorsprung ausgehauene lolossale Steinbild — es hat 52 Meter Länge — nur noch sehr rohe Umrisse zeigt. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Rrainischcr tandtag. Dritte Sitzung am 1«. Juni 1908. Vorsitzender: Landeshauptmann Hoftat Fr. 5, u l l j e. Regierungsvertreter: l. l. Landespräsident Theodor Freiherr von Schwarz und l. k. Landetzregierungsral Wilhelm Haas. Schriftführer: Lanbesselrctär Franz U r 5 i 5. Es sind alle Landtagsabgeordneten anwesend. Nach Verlesung des Protokolles der letzten Sitzung leistet Abg. Dr. Zitnil die Angelobung. Dr. Küster 5:5 erstattet namens des Verfassungs-ausschusscs bcn Bericht über die Reform der Landes- und Landtagswahlordnung. Rebner kennzeichnet die Vorlagen als Ergebnis eines Kompromisses, welches durch das loyale Zusammenarbeiten aller Parteien zustande gekommen ist, die mit Stolz auf ihr Werk blicken können. Die Reform könne indes nur als ein Provisorium angesel)en werden; ein Dcf,-nitivum unter Beseitigung einer Reihe veralteter Bestimmungen zu schaffen, sei Sache des neuen Landtages. Wenn auch'die letzten sechs Jahre häufig als eine gänzlich unfruchtbare Periode bezeichnet weiden, so sei dies nicht zutreffend. Der blohe Umstand, daß ein Milieu geschaffen wurde, aus dem das Wahlreformlompromiß entstand, se, eine wertvolle Arbeit; zudem sei in den letzten Jahren das politische Bewußtsein des Volles geweckt worden und zu hoher Blüte gelangt. Der Umstand, daß sich die Parteien in der so einschneidend wichtigen Frage der Wahlreform gefunden haben, vcrgcwährc auch eine Einigung be, sonstigen Arbeiten. Redner schließt unter Hinweis auf die gu». stigen Auspizien, die sich für Krain aus der Ausgestaltung des Eisenbahnnetzes und der Rückwanderung aus Amerika jetzt ergeben, nnt einem warmen Appell, die Reform zum Wohle des Landes anzunehmen. In der Generaldebatte präzisiert Abg. Graf Varbo den Standpunkt des Großgrundbesitzes. Dieser bringe em großes Opfer der Ueberzeugung, wenn er. obwohl durch d,c Reform und die übergroße Mandatzahl in der allgemeinen Wählertlassc in eine viel ungünstigere Position versetzt, fur die Reform stimme. Er tue dies aber in der Hoffnung, daß nun Friede im Lande einziehen werde, und in der Ueberzeugung daß die in Krain präponderierenden Agrarmter-essen durch die Reform eine noch kräftigere Vertretung finden werde». Nenn auch die Details noch einer Abänderung Da er dem Paare so ziemlich z^siennber sah, konnte Hermann sehe», daß ee> Frau Iantsch, m,t dem Oberleutnant kanm bcsser ercima w,e mit ihm selbst, denn er «ab ihr aar leinen aufmerkimnen Tischherrn ab. Was er ihr saqte, flana, mehr nach Tottisen alc- nach Schmeichelei Sie beklaaw sich denn anch über den ^jch hinüber ^ Nelly, das'. Herr von Korooy wohl >mt dem linken Fuß angestanden se^ „Mach' dir nichts draus, Iantsch'," trosteio Nelly. „Das int er iminor." ^ . ^ _, , ^ ^- hab' ich nicht, qewicht, das; der Pew die Dmnen brüniert," saqte Drawer. „Tonst tonnt' er doch das Enscholzraspeln ,ehr ant. Mit meiner Fran .zankt er sich von jeher! verschte 6rwin. „Ich weis; nicht, warnm die ;wei sich nicht vertragen können. Die Nelly vertraqt nch sonst mit jedem, und der Peter vertragt sich anch nn't jedem, und miteinander können sie doch nicht anskommen." D<>m Oberleutnant schoß eine dunkle Note ins l^esicht. nnd er machte einen Versuch, dem (Gespräch eine andere Nichtnnq zu ciebeir. ^ehr begreiflich! Denn besonders taktvoll waren diese ^röriernn^en vor der ganzen Tafelrunde nicht. Aber daß es wahr war nnd Peter von >to-rody und die junge Hausfrau nicht auf dein besten Fuß miteinauder stauden, davon konnte Hermann sich überzeugen, und so fielen Dr. Mahlers Behauptungen von selbst iu sich zusammen. C'5 war zwar verwunderlich, daß es einen iungeu Mann geben sollte, dem Nelly nicht gefiel, aber zwischen der Frau uud dem Freunde gab es oft Eifersüchteleien. .hermaun selbst war in keiner besseren ^aune als der Oberleutnant. Die ganze Tischgch'llschaft stieß ihn ab. (Fortsetzung folgt.) bedürfen, so sehe seine Partei die Reform in der Hauptsache, in den Grundprinzipien doch als ein Definitivum und nicht als Provisorium an. In eingehender Rede legt Dr. Triller »amciib dcr nationalen Fortschrittspartei deren Standpunkt dar. Redner erörtert zunächst die Geschichte der Kompromißverhandlungen. Seine Partei stehe prinzipiell nach wie vor auf dem Voden des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes mit Proportionalsystem. Erst als sich die Regierung in der entschiedensten Weise weitergehenden Rcformplänen gegenüber ganz ablehnend verhielt und erklärte, für den Landtag am Kuriensystcme festzuhalten, habe sich seine Partei aus realpolitischen Gründen mit der vorliegenden Form einer Aenderung des Landtagwahlrcchtes abgefunden. Im übrigen halte er die allgemeine Wählerllafse nur für ein Provisorium; seine Partei sei auch für die vierte Kurie in der Form gewesen, daß !n derselben nur die bisher nicht Wahlberechtigten wählen; die Slovenische Vollspartei aber sei auf einer allgemeinen Wählerllasse im Sinne der Vorlage bestanden. Wenn die nationale Fortschrittspartei für die Reform im Sinne der Vorlage sei, so haben hiebei insbesondere auch nationale Momente mitgesprochen: Es sei nun unmöglich, daß wie bisher im Landlage eigentlich die Deutschen als Zünglein an der Wage das entsc^idenbe Wort hätten. Drm Slovencn-tum zuliebe bringe seine Partei das Opfer, die Majorität im Landtage ohne Kampf der Slovcnischcn Vollspartci zu lonzedicren. — Redner bespricht sohin die Verschärfung der Geschäftsordnung durch die drakonischen Bestimmungen über die Disziplinargewalt. Trotz mancher Härten dieser Bestimmungen werde seine Partei für dieselben stimmen und hiebei als Pionier des wahren Parlamentarismus handeln, .hierin lieqe lein politisches, wohl aber ein bedeutsames cchisches Moment. Redner schließt unter Hervorhebung des Umstandes, daß es eine Unterjochung einer Weltanschauung durch die andere nicht gebe, mit einem an die Slovenischc Vollsparici gerichteten Appell zu gemeinsamem loyalen Znsammengehen in wichtigen Fragen. Abg. Gangl tritt mit Wärme für die arbeitenden Klassen ein. deren Postulate in den Vorlagen nicht erfüllt seien. Die Reform beinhalte lein System,- man habe der Regierung weit zuviel Einfluß auf dieselbe eingeräumt. Redner bekennt sich als einen unentwegten Anhänger des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes und könne daher für die Reform nicht stimmen. Ein Antrag Gangls, der auf die Verwirklichung des allgemeinen gleichen Wahlrechtes abzielt, findet nicht die nötige Unterstützung. Nachdem noch Abg, Dr. Krel für die Vorlagen unter Entwicklung der für dieselben sprechenden Zweckmäßigleiis-gründe wärmstens eingetreten war. repliziert Abg, Dr. Auster?,' <"- auf die Ausführungen des Abg, Dr. Triller und Gangl, wobei er besonders hervorhebt, die von der Fortschrittspartei gewünschte sogenannte reine vierte Knrie hätte nur eine neuerliche Kodifizierung des Kurialsyslems bedeutet. Durch eine allgemeine Wählerllasse sei das Prinzip des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes wenigstens teilweise verwirklicht und in das Kurialsystcm eine Bresche geschlagen. Die Gesetze über Abänderung der Landesordnung und Landtagswahlordnung wurden sohin in allen drei Lesungen unter Ablehnung einiger Abänderungsanträge angenommen, und zwar in der ?>. Lesung mit allen gegen die Stimme des Abg. Gangl. Lanbesvläsident Freiherr von Schwarz ergriff sohin das Wort und lieh seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Sonne des Friedens und der Verständigung wieder über dem Lande leuchte. Er verwies auf die wichtigen des Landtages harrenden Aufgaben und erklärte, die Regierung habe die Unterbindung jeglicher Tätigkeit in der Landesvertretung schmerzlich empfunden, denn manche Altion mußte unterbleiben, welche sie, sei es im staatlichen Interesse, oder im unmittelbaren Interesse der Bevölkerung, für wünschenswert gehalten und gefördert hätte. Die Regierung wisse daher der erleuchteten Einsicht Dank. mit der das Haus den Ausweg aus einer schwierigen Lage gefunden habe, wofür den Abgeordneten der beste Dant gezollt werde. Die Abgeordneten können das Haus heute mit dem Gefühle verlassen, wahrhaft patriotisch gehandelt zu haben. Wenn sie diesen Saal wieder betreten werden, so werden sie darin neue Volksvertreter finden, welche begeistert an der gemeinsamen Arbeit zum Wohle der lieben Heimat teilnehmen werden. Landeshauptmann Kullje würdigte hierauf in längerer Rede den wahrhaft historischen Moment der Annahme der Wahlreform, die zwar wie jedes Kompromiß ihre Licht- und Schattenseiten habe, in der aber die mächtig anschwellende demokratische Idee unserer Zeit doch zum Ausdruck komme. An das Wort des gewesenen Finanzministers Dunajcwsli anknüpfend, die Politik sei die Kunst des Möglichen im Staate, verwies er darauf, daß die Wahlreform immerhin einen erheblichen Fortschritt zum Besseren bedeute. Wenn auch das Land Krain arm sei, so könne es doch dem geliebten Monarchen im heurigen Jubeljahre leine größere, leine schönere Gabe darbieten als die Wiederherstellung des Friedens im Lande. Der Landeshauptmann erbat sich die Ermächtigung, diesem Gedanken in einem an Seine Majestät den Kaiser gerichteten Telegramme Ausdruck geben zu dürfen, und brachte auf Seine Majestät ein dreimaliges Zivio und Hoch aus, in lvelches die Versammelten begeistert einstimmten. Schließlich dantte der Landeshauptmann auch dem Lanbespräsibenten und allen Abgeordneten warmstens für die Mitwirkung am Zustandekommen der Wahlreform. Der Landespräsibent erklärte sohin im Allerhöchsten Auftrage den Landtag des .Herzogtumes Krain für vertagt. « Ueber Ermächtigung des Landtages hat der Herr Landeshauptmann 6ullje sofort nach Schluß der gestrigen Sitzung nachstehendes Telegramm an Seine Majestät abgesendet: „Seine kaiserliche und königliche Apostolische Majestät Kaiser Franz Josef I., Wien. De? Landtag des Eurer Majestät allezeit getreuen Herzogtumes Krain hat heute die Aenderung der Landesordnung und Landtagswahlorbnung im Kompromißwege endgültig angenommen und mich unter einem beauftragt. Eurer Majestät die ehrerbietigste Versicherung unwandelbarer homagialer Treue zu Füßen zu legen." Aus dem Sitzungsprotokolle des Äindcrschutz- und Fnrsorgevercines für den Gcrichtsbczirk Idria. Von Vezirlsrichtcr Heinrich Stnrm. (Fortsetzung.) Damit der Kinderschutz- und Fürsorgerxrein seiner Aufgabe vollauf gerecht weiden könnte, wäre die Gründung einer Zentralstelle in der Hauptstadt Laibach anzustreben, welcher die Ermittlung und Evidenzhaltung freier Lehr- und Dienststellen bei den einzelnen Handwerls- oder Handelsgewerben im Bereiche des Kronlandes ober auch weiter hinaus zufiele. Lediglich in der Weise, baß mit Hilf« der Zentralstelle die Möglichkeit geboten wäre, Waisenknaben in Lehr- und Dienstorien unterzubringen, könnte aber dem geschafts- und arbeitslosen Umherziehen dieser Burschen im Alter von 14 bis 18 Jahren, deren einzige Beschäftigungsart zur Winterszeit das Schneeschaufeln bildet, Einhalt getan werden. Die schwächliche Körperlonstitution des Ibiianer Jünglings käme hiebei nicht in Betracht, denn es ist eine bekannte Tatsache, daß sich der Idrianer, sobald er der Atmosphäre seiner Vaterstadt entrückt wird, schnell erholt und seine Gesundheit kräftigt. Für die Landwirtschaft hat er leinen Sinn und es fehlt ihm auch die nötige Freude dazu, als Handwerker kann er sich aber vortrefflich bewähren. Kaum ins Leben gerufen, fand der Kinderschutz- und Fürsoraeverein Arbeit in Fülle und Hülle. Auf allen Gebieten seines charitativen Wirkens ergeben sich jedoch dem Vereine vielfach Beziehungen und Berührungspunkte, die der werktätigen Mithilfe der l. l. Nergbireltion nicht ent-raten können. Die l. l. Vergdireltion, welcher die unmittelbare Vertretung und Wahrung der Interessen des Verg-ärars zukommt, läßt auch den Vereinszwecken und Bestrebungen die wohlwollendste Förderung und tatkräftigste Unterstützung angedeihen. Wie sich die Individualität und Charaktereigenschaft des Vorstandes einer Behörde oder Körperschaft dieser selbst mitzuteilen Pflegt und deren Tätigkeit ein besonderes Gepräge verleiht, so sind die guten Wechselbeziehungen zwischen dem genannten Vereine und der l, l. Bergdireliion eben darauf zurückzuführen, daß an der Spitze der letzteren ein Mann steht, dessen ideale Mtur jedwedes edle und humane Werk nach Kräften fördert. Seit der Gründung des Kinderschutz- und Fürsorgevereines bringt der l. l. Oberbcrgrat und Vorstand der l. l. Vergdireltion, .Herr Josef Villel. demselben das lebhafteste Interesse entgegen und nimmt an dessen Tätigkeit einen regen und innigen Anteil. Nicht nur, daß er in die Reihe der Ver-cinsgrünber unter Zuwendung des Siiftungsbeitrages trat, sondern er geht dem Vereine auch sonst mit Rat und Tat an die Hand und ist mit der ihm eigenen Liebenswürdigkeit allemal bestrebt, den Wünschen i nb Gesuchen des Vereines in Ansehung der Unierbringung Jugendlicher in Dienststellen beim Bergwerke sowie in betreff der Besorgung von geeigneten Unterlunftsstättcn für verwahrloste Kinder in zuvorkommendster Weise zu entsprechen. Die Tätigkeit des Kinderschuh- und Fürsorgevereines kcüin jedoch nicht gedacht werben, ohne noch eines edelmütigen Gönners der Idrianer Jugend Erwähnung zu tun. Mit wohltätiger Hand nahm sich der Landeshilfsver-ein für Lungenkranke in Krain einer armen Bergmanns-familie in einem Falle an, der den eminent humanitären Charakter dieses Vereines offensichtlich zutage treten läßt. Seit Monaten liegt ein Bergmann an hochgradiger Lungentuberkulose lranl darnieder; seine Frau ist vor Jahresfrist an der gleichen Krankheit beischieben. Derselben tückischen Krankheit anheimzufallen, schien das Los von fünf unmündigen Kindern im Alter von 2 bis 9 Jahren zu sein. wenn deren Entfernung aus der Nähe ihres kranken Vaters nicht schleunigst bewerkstelligt worden wäre. Kurze Zeit vor dem InLlebentreten des Kinberschutz- und Fürsorgedereines brachte die Pflegfchaftslxhörbe diesen Fall dem erwähnten Landeshilfsvereine mit dem Ersuchen zur Kenntnis, den gedachten Kinoern Schutz und Fürsorge zwecks Hintan- Laibacher Zeitung Nr. 140. 1324 20. Juni 190«. Haltung der Ansteckungsgefahr angedeihen zu lassen. Der Landeöhilfsverein willfahrte edelherzig der Vitte, bewilligte monatliche Unterstützungsbeiträge von je 10 X für jedes der vier jüngeren Kinder und ersuchte die Pflegschafls-behö'rde, die Kinder in Außenpflege zu geben, beziehentlich sie auf bäuerlichem Besitze außerhalb der Stadt bei gesunden Familien unterzubringen. Für das neunjährige Kind, ein Mädchen, sehte er, auf die Möglichkeit dessen unentgeltlicher Unterbringung in irgend einem menschenfreundlichen Hause hinweisend, lein Pflegegeld aus, zumal es bei der Landwirtschaft schon mithelfen könnte. Indessen konstituierte sich der Kinderschutz- und Fürsorgeverein. der die weitere Altion in die Hand nahm. Diesem gelang es verläßliche Pflegeeltern in Neudorf bei Sairach ausfindig zu machen und auch das erwähnte Mädchen unentgeltlich bei einem Besitzer zu unterbringen. Der Kinderschutz- und Fürsorgeverein stattete die höchst dürftig und unzureichend gekleideten Kinder mit den nötigen Kleidungs- und Wäschestücken sowie mit Neschuhung aus und übernahm die Sorge für die diesfälligen künftigen Bedürfnisse dieser Kinder. Außerdem trägt der Verein sein Scherflein zu den Versorgungs-tosten dadurch bei. daß er monatlich zwei .Kronen für jedes der drei jüngeren Kinder zu dem Pflegegelde beisteuert, da sich die Pflegeeltern mit dem Betrage von lediglich 10 X monatlich für ein Kind nicht zufrieden stellten. Für die Ueberwachung der guten Pflege ist vorgesorgt, und es wird sich der Kinderschutz- und Fürsorgeverein namentlich auch die Erfüllung der vom Landeshilfsvereine in Ansehung der jährlich zweimal stattfindenden ärztlichen Untersuchung der Kinder gestellten Bedingung angelegen sein lassen, um so mehr. als dem Vereinsausschusse ein Nergarzt angehört. Wir begleiten diese philanthropischen Bestrebungen beider Vereine mit dem innigen Wunsche, daß sie die sich zum Ziele gesetzte Rettung und Erhaltung der erwähnten Kinder für die menschliche Gesellschaft erreichen und beide Vereine auf diesen Erfolg dereinst mit Stolz und vollster Befriedigung blicken möchten. Sehr grobe Vergehungen gegen die Moral und Schuldisziplin lieh sich ein kaum 11 Jahre altes Mädchen. Schülerin der hiesigen l. t. Mädchen-Werlsvoltsschule zuschulden kommen und lief Gefahr der gänzlichen sittlichen Verlommung. Um sich Mittel zum Ankaufe des Naschwerles zu verschaffen, scheute sie selbst vor Verübung von Diebstählen nicht zurück, ja. trotz ihres zarten Alters bezeigte sie Neigung zu unsittlichen Handlungen. Dafür traf den Vater des Mädchens leine Schuld. Er ist Witwer und muß als Bergarbeiter seinem Erwerbe außerhalb des Hauses nachgehen. Seine vier unmündigen Kinder entbehrten deshalb tagsüber einer strengen Beaufsichtigung, und so konnte es geschehen, daß die erwähnte Tochter auf Abwege geriet. Mit der Angelegenheit dieses Mädchens befaßte sich zunächst der Waisenrat der Stadt Idria. Dieser traf im Einvernehmen mit der Leitung der t. l. Mädchen-Werls-vollsschule die unter l«n gegebenen Umständen gebotenen Maßnahmen, Darnach sollte die Unterbringung des Mädchens in der Freiin von Lichtenthurnschen Mädchen-Naisen-anstalt in Laibach angestrebt, das Mädchen mittlerweile der väterlichen Obsorge entzogen, unter Aufsicht gestellt und einer erprobten Pflegefrau übergeben werden. Diese Maßregel wurde sofort in Vollzug gesetzt; zugleich erfolgte die Suspendierung des Mädchens vom Schulbesuche und die Schulleiterin. Fräulein Marie Kav^i«?. unterzog sich liebenswürdigst der Aufgabe, dem Mädchen dreimal in der Woche privaten Unterricht zu erteilen. Diese vom Waisenrate getroffenen Verfügungen waren durchwegs begründet. Wäre dem Mädchen der regelmäßige Schulbesuch weiterhin gestattet worden, so hätte dies die sittliche Gefährdung der Mitschülerinnen zur Folge haben können. Es hatte nämlich beim Landesgerichte in Laibach die Strafverhandlung gegen einen Burschen ob eines am Mädchen begangenen Sittlichleitsdeliltes stattgefunden und dazu war auch das Mädchen als Zeuge geladen. Sicherlich hätte die lindliche Neugierde die Mitschülerinnen, die von Diebstählen des Mädchens bereits munkelten, zu Fragen an dasselbe über die Details der Verhandlung angeregt und dies, was ihnen das Mädchen darüber berichtet hätte, wäre ohne Zweifel von verderblichem Einflüsse auf die ganze Klasse gewesen. Es glückte, das Mädchen in der erwähnten Anstalt unterzubringen. Hu den Verpflegslosten von monatlich 20 K trägt der Vater des Mädchens 5 X bei, die Bestreitung des Restes von monatlich 15 l< hat der Kinderschuh- und Für-sorgeverein übernommen. Ein typischer Fall der sittlichen Verwahrlosung eines Jugendlichen, wie er auf dem flachen Lande häufig zutrifft, sei im nachstehenden dargestellt: Mit dem Urteile des Landesgerichtes Laibach wurde ein 15jähriger Bursche ob Verbrechens des Diebstahles zu einer zweimonatlichen Kerterstrafe verurteilt, die er sofort antrat. In Befolgung der bestehenden Vorschrift, wornach die Strafgerichte angewiesen sind. die Pflegschaftsbehörde von der Verurteilung eines Minderjährigen zwecks Einleitung der notwendigen Vorkehrungen zu verständign, ließ der erwähnte Gerichtshof dem Bezirksgerichte Nischoflact die eben gedachte Anzeige zukommen, weil nach den strafgerichtlichen Erhebungsalten die im Bezirke Bischoflack gelegen? Ortschaft Oselica als Geburtsort des Knaben und Wohnort seines Vaters angegeben war. Nach ungefähr einem Monate tonnte das genannte Bezirksgericht ermitteln, daß sich der Vater des Knaben im Bezirke Idria, in der Gemeinde Sairach, schon drei Jahre lang aufhalte. Behufs Auskunftserteilung über seinen Sohn vor das Bezirksgericht Idria geladen, leistete der Mann erst der unter Androhung mit Pönale ergangenen Vorladung Folge. Sein Aussehen machte sofort den Eindruck eines Alkoholikers. Schier unglaublich scheint es aber. was er vorbrachte. In dem Alkoholikern eigenen weinerlichen Tone und mit Tränen in den Augen erzählte er, bah ihn sein Sohn vor drei Jahren verlassen habe und seitdem verschollen sei. Es beglückte ihn zu hören, daß nun endlich ein Lebenszeichen vom Sohne kam, und dies rührte ihn so sehr, daß er in heftiges Schluchzen verfiel. Nun, seinen Vaterfreuden bereitete das Gericht ein baldiges Ende. indem es mit der Entziehung der väterlichen Gewalt und Bestellung eines Vormundes für den Sohn vorging. Die Mutter des Burschen war vor Jahren gestorben. Infolge der Trunkenheit des Vaters und der mangelnden Aufsicht kam es soweit, daß der Junge der Vagabundage anheimfallen und sich trotz des schulpflichtigen Alters im Lande unbehelligt umhertreiben konnte. (Fortsetzung folgt,) — (Der Laibacher Gemeinderat) hält heute abend um 6 Uhr eine außerordentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Personal- und Rechtsseltion sReferent Dr. Majar on): ») über die Genehmigung des neugewählten Ausschusses des freiwilligen Feuerwehr- und Rettungsvercines; k) über das Gesuch des Franz Hren um Löschung eines Servitutes auf den Parzellen Nr. 97/1. 96/3 und 99/5 der Katastralgemeinde Karl-städter Vorstadt. — 2.) Berichte der Finanzsettion: a) über den Rechnungsabschluß des städtischen Lotterieanlehens und des Amortisierungsfonds dieses Anlehens pro 1907 (Nefe-rent Milohnoja); d) über die Zuschrift des Stadtmagistrates, betreffend einige Reparaturen und Adaptierungen im Tivolischlosse (Referent K n e z). — 3.) Berichte der Ncn'seltion (Referent Hanu5): l>) über die Zuschrift des städtischen Vauamtes in betreff der Reparatur der Stützmauer an der Realität der Franzisla Muck „Sonnwendhof"; k) über die Zuschrift des Stadtmagistrates, betreffend die Offerte für die Maurer-. Zimmermann-, Spengler- und Dachdeckerarbeiten sowie für die Lieferung der Schließen und Eisenträger für den Bau des neuen Restaurationsgebäudes an Stelle detz gegenwärtigen Schweizerhauses. — 4) Berichte der Schulseltion über die Zuschrift der Verwaltung des städtischen Elcltrizitätswerles, betreffend die Einführung der elektrischen Beleuchtung in die Lokalitäten der Volks- und der Bürgerschule bei den Ursulinerinnen (Referent Dim-nil). — 5.) Bericht der Direktion des städtischen Schlachthauses über den Rechnungsabschluß des städtischen Schlachthauses pro 1907 (Referent Dr. Ritter von B l e i w e i s). — ll) Berichte des Direktoriums der städtischen Wasserleitung (Referent Hanu 5): ll) über den Rechnungsabschluß der städtischen Wasserleitung pro 1907; k) über das Gesuch einiger Besitzer an der Unterlrainer Straße um Verlängerung der Wasserleitung bis zu ihrer Realität. — 7.) Selbständiger Antrag des Gemeinderates Anton Lilozar, betreffend das Laibacher Vollsschulwesen. — Hierauf geheime Sitzung. — ( K. l. Lehrer - und L e h r e r i n n e n b i l -d u n g s a n st a l t in L a i b a ch.) Die hiesige l, l. Lehrerbildungsanstalt zählte am Schlüsse des Schuljahres 1!'07/1908 106 Zöglinge. Der Unteirichtserfolg in den unteren drei Jahrgängen war bei 73 Zöglingen günstig (bei :', mit Auszeichnung) und bei 5 ungünstig; 28 Zöglingen wurde eine Wiederholungsprüfung beivilligt. Zur Reifeprüfung, die am 9. Juli beginnt, haben sich alle 34 Zöglinge des IV. Jahrganges sowie 3 Privatisten gemeldet. — Die l. l. Lehrerinnenbildungsanstlllt wurde von 132 Zöglingen besucht. In den unteren drei Jahrgängen wurden 127 Zöglinge als für den höheren Jahrgang geeignet erklärt, darunter 22 mit Vorzug; bei 1 Zöglinge war der Unterrichls-erfolg ungünstig; 3 Zöglinge wurden zu einer Wiederholungsprüfung zugelassen. — Zu der am Montag beginnenden Reifeprüfung haben sich alle 42 Zöglinge des IV. Jahrganges sowie 28 Privatistinnen gemeldet. — (Personalnachrichten.) Im Hotel „Union" sind abgestiegen: Hofrat H. P a t t a y, Postdireltor samt Familie aus Trieft, Baron Born, Gutsbesitzer und Land-tagsabgeordneter aus Neumarltl. — (Krainische Sparkasse.) In der Sitzung vom 13. d. M. bewilligte die Direliion nachstehende Spenden: Zur .Herstellung von Schulgärten, und zwar in Viaaun bei Zirtnitz 150 K. in Safnitz 150 K. in Mudegg 150 K und in Hl. Kreuz bei Littai 80 X; zur Unterstützung bedürftiger Schüler an der l. k. Korbflechianstalt in Radmannsdorf 100 Iv, weiters dem Vereine zur Pflege kranker Studierender in Wien 100 X und endlich der Feuerwehr in St. Peter bei Mudolfi-m^i ,ur Anschaffung von Löschgeräten 250 15 *' ( K o m m i s s i o n e l l e Erhebungen wegen Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf den Unterlrainer Bahnen.) Wie wir erfahren, werden zufolge Genehmigung des l. l. Eisenbahnministeriums die Erhebungen, betreffend die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf den Unterlrainer Bahnen, unter Leitung der Generalinspeltion der österreichischen Eisenbahnen (Kommissionsleiter Herr l. t. Oberinspektor Hans Zhuber von Olrog) am 23,. 24.. 25. und 20. d. M. vorgenommen werden. Der Zusammentritt der Kommission erfolgt am 23. d. M. um 9 Uhr 30 Minuten vormittags in der Station Laibach S. V. —r. — (Vermehrung des E i s e n b a h n g e l e i s e s.) Der Tchienenstrang bei der Uebersetzung der Wiener Straße erfährt eine Vermehrung um ein Wechselgeleisc. Der hiezu erforderliche Raum ist bereits gewonnen. x. — (Elektrische Straßenbahn.) Die Netriebs-direltion teilt uns mit, daß morgen bei günstiger Witterung probeweise drei Züge. und zwar zu dem Nachtzuge um 11 Uhr 50 Min. der Oberlrainer Strecke, um 11 Uhr 30 Min. und 12 Uhr 4 Min. der Triester Strecke am Süd-bahnhofe bereitgestellt sein werden. — (Bau- und öffentliche Arbeiten.) Die äußeren Maurerarbeiten wurden in den letzten drei Wochen wenig gestört. Im Innern sind sie bei den meisten Objekten bereits durchgeführt. Außer diesen sind bei den fertigen Gebäuden nur noch die letzten Prafessionisicnarbeiten im Zuge. Der Fortschritt ist bei den einzelnen Objekten nachfolgender: Der Rohbau der Villa Supan5i<> in der verlängerten Nonnengasse ist bis zum Dachstuhle fertig. Vor dem Koliseumgebäude (Südseite) sind die Grundmauern für die Villa I. Kmet im Zuge; an der Stadtwaldstraße läßt I. Zupan5i5 ein Hochparterrehaus aufführen. Die Villa Po-povil! an der Vleiweisstraße und das Haus des Fr. Nabi<" an der Unterlrainer Straße werden angeworfen und ausgeputzt. Beim Gebäude der „Katoli^la Tislarna" am Poljanadamm und der „Ljudsla Posojilnica" an der Millo->ii6stillße sind diese Arbeiten noch im Zuge, Die Adaptie-rungs- und Renovieiungsarbeiten beim Hause des Dr. Kot-nik am Valvasorplatz Nr. 5 sind bis zur Hälfte fertiggestellt. Das Pfarrhofgebäube zu St. Jakob ist von außen ausgeputzt; im Innern sind diese Arbeiten nebst einigen Pro-fcssionistenarbeiten noch im Zuge, Die Adafttierungsarbeiten im ehemaligen ..Kc>toli>li' Dom" sind bis zur Hälfte vollendet. Auf den Codellischen Baugründen sind sämtliche fünf Objekte des neuen Verpflegsmagazins im Rohbau fertig. Beim alten Schweizerhause in Tivoli wird die Erweiterung des Bauplatzes fortgesetzt. Auf der städtischen Niese nächst der Lattcrmannsallee (Studentenspielplah) wurde mit dem Bau des provisorischen Nestaurationsgebäudes begonnen. Beim Hause des Ernest Hammerschmidt in der Knafflgasse sind die Maurerarbeiten nahezu fertig. Das Haus Nr. 20 am Domplatz erhielt einen frischen Anstrich. Die Adaptie-runasarbeiten im Hause Nr. 5 am Iur^platz sind vollendet, — Die neue Gasbeleuchtung mit Auerlicht ist im folgenden Stadium der Ausführung: Die ganze MilloM' straße, ein Teil der Gerichtsgasse (vor dem Justizpalais), der Dom- und Vodnilplah sowie die Hälfte des Rathaus-Platzes ist bereits mit Gas beleuchtet. Aufgestellt sind die Kandelaber auf der ganzen Bleiweisstraße; die Kandelaber vor dem Rathausgebäude werden in Bälde durch zwei größere mit doppelter Beleuchtung ersetzt werden. Die Mon-tierungsarbeiten werden in den übrigen Stadtteilen fortgesetzt. Die neueingcführte Beleuchtung ruft in allen Vevöl« lcriingslieisen ungeteiltes Lob hervor. Di« nicht mehr verwendeten Glühlampen werden auf den neubeleuchteten Straßen und Gassen eingezogen. x. — (Ein großes Gartenfest des lauf' männischen Vereines „M e r l u r" zu Wohl' fa h r t s z we cke n.) Unter den in der gegenwärtigen Jahreszeit fast täglich zur Ankündigung gelangenden Gartenfesten dürfte die auf den 5, Juli angesetzte Veranstaltung des slovenischen Handelsvereines „Merkur" als ein« in großem Stil angelegte Sommerunterhaltung das Interesse größerer Kreise um so mehr auf sich lenken, als der Reingewinn des Festes dem Fonds zur Errichtung eines kaufmännischen Vfleinshauses in Laibach sowie dem Unterstützungsfonds fül hilfsbedürftige Vercinsmitglieder zugeführt werden soll. Das Fest findet am besagten Tage bei jrder Witterung statt und soll seinen Mittelpunkt in den Gartenlolalitätcn des ,.Na< rodni Dom" haben, sich jedoch auch auf die Arena und den Solol-Saal erstrecken. Für den Fall ungünstiger Wit' terung wird indes der Solol-Saal den Hauptschauplah des Festes bilden, der mit der Garten-Arena mittels eines gedeckten Ganges in Verbindung gesetzt wird, Das Festkomitee trifft bereits die umfassendsten Vorbereitungen. UM das Fest zu einem den bisherigen Veranstaltungen des Vereines würdig zur Seite stehenden, ja sie womöglich noch übertreffenden zu gestalten, und der Umstand, daß die in Rede stehende Feier unter der Patronanz der Laibacher Damen, welche — etliche achtzig an der Zahl — sich ""t" Leitung der Frau Dr. T a v 5-a r bereits in der liebenswürdigsten Weise der Angelegenheit angenommen habe», bietet wohl hinreichende Garantie für deren ersprießliche und »'rwlii!'!'icli<' Abwickelung. Auf dcm Programme stehen Ge- Laibacher Zeitung Nr. 140. 1325 20. Juni 1908. sangövorträgc des in seinrn Leistungen bcstbclanntcn Ver-einsgesangschores und Kvnzertnummcrn bei vollständigen Laibacher Vcreinslapellc. Im Sotol-Saale findei eine große Tanzunterhaltung statt, wobei dab Laibacher Oltett die Tanzmusik besorgen wird; in der Arena aber, welche in eine Nauernschenlc alten Stils umgewandelt wirb, soll cine eigene Vauernmufillapelle. die sich nach altem Brauch im Winlelgesims hinter dem Ofen placiert, ihre fidelen ..Ländler" erschallen lassen. Zwcifelöohnc werd«, dic Blumen-, die Champagner-, die diversen Vertaufpavillons. die Eaf<-s und Büfetts, der große, schon jetzt mit herrlichen Geschenken bedachte Glückshafcn und die projektierte ftravagante Menagerie ein buntfarbiges Vild voll sorglos pulsierenden Lebens. Zwangloser Fröhlichkeit und allseitiger Befriedigung erzielen. — (Zur heurigen GraZmaH d.) Seit Beginn dieser Woche walten auf den Wiesen. Plateaus und auf unserem Moorgrunbc die „Sensenmänner" ihres Amtes und von nah und fern Men täglich die mit getrocknetem wohl. riechendem Heu beladenen Wagen in Kolonnen nach Hause. Die Grasmahd ist — außer in Innerlrain — bereits überall im Zuge. Die Ernte fiel — ausgenommen den Karst und Dürrenlram fowie einen Teil des Abelsberger und Gottscheer Bezirkes — günstig aus. Sowohl an Quantität als auch an Qualität zwar um ein Drittel schwächer, ist sie im übrigen, insbesondere im Krainburger, Steiner und Gurlfelber Bezirke verhältnismäßig zufriedenstellend. Der zwei Wochen zu spät eingetretene Regen und der vielerorts zu wenig in Anspruch genommene und verwendete Kunstdünger haben auch biesmal ihre Spuren auf den Wiesen hinterlassen. ^ " (Anlage einer elektrischen Kraft-zentral e i n F r a n z d o r f.) Ueber Anfuchen des Herrn Anton Draller in Franzdorf um Bewilligung zur Errichtung einer elektrischen Kraftzentrale auf seiner Parzelle Nr. 507 in Franzdorf, findet am W. d. M. um halb 9 Uhr vormittags die Lolalverhandlung an Ort und Stelle statt. Dabei wird ein Maschinentechnilcr der l. t. Landesregierung intervenieren. ^' * (Wippachrcgulierung.) Wie man uns mit-teilt, findet zufolge Anordnung des ,. l. Acleibauministeriums am 28. d. M. d,e lokale Ucberprüfung des Projektes fur die Regulierung des Wippachflusses statt. Von feiten des l. t. Actcrbauministeriums wurde zu dieser Amtshandlung der l. t. Ingenieur Herr Adalbert Kovaril delegiert. Die Kommissionsteilnehmer versammeln sich am obgenannicn Tage um « Uhr früh in Adelsberg. „Hotel ungarische Krone". ..,, ' * (Gewalttätige Erzedenten.) Als vorgestern nach Mitternacht ein Sichcrheitswachmanu auf der Mana Theresia-Straße hehrere Bursche» wegen Lärmenü zur Ruhe verwies und ihre Identität feststellen wollte, lachten sie ihn aus und gaben ihm falsche Namen an. Als ihnen das S'cher-heitsorgan die Verhaftung ankündigte, versetzte der ^jährige Taglöhner Franz Stefan^ aus Ren^-e bei Görz dem Sicherheitswachmanne einen Stoß. Bon zwei Handels, beflissenen, die gerade vorüber gingen, schlug Stefan.-x- den einen mit der Faust zu Boden und mißhandelte .hn. ^n diesem kritischen Augenblicke zog der Sicherhe>i5wachmann vom Leder und es gelang ihm den Stefan^- zu verhaften, während die anderen Erzedenten die Flucht ergriffen. Der gewalttätige Bursche wurde dem Landesgerichtc eingeliefert. - In den Uhrmacherladcn deä Herrn (luden in der Prc-zerengasse kam gestern nachmittag der allgemein gefurchtete 38jährige Schlossergehilfe Ignaz Kette au» Oberlaidach und verlangte seine vor zwei Tagen zur Reparatur übergebene Taschenuhr. Da ihm der Uhrmacher die Uhr n.cht sofort ausfolgen tonnte, begann er zu exzedieren. Nur nnt schwerer Mühe gelang es zwei Sicherheit.wachmännern, den Gehilfen abzuführen - In einem Gasthause in der Schlossergasse machte fich ein Friseur das Bergnügen. ein Krügelbombar-demenl zu arrangieren, wobei er einen Schaden von 4 15 00 1i anrichtete. Er wurde durch einen herbeigerufenen Sicherheitswachmann entfernt. - Diescrtage morgens erschien in einer Bäctereistubc der ^jährige Taglohncr Andreas Trolan und stellte den Bäckermeister wegen einer angeblichen Verleumdung durch dessen Frau zur Rede. Als er im Nebenzimmer der Bäclersgattin ansichtig wurde, sprang cr auf sie los und begann sie zu würgen. Nur mit der äußersten Anstrengung konnte der Mann seine Frau vor weiterer Mißhandlung bewahren. Während des Kampfes hatte Trotan dcm Bäckermeister das Hemd zerrissen sowie einige Fensterscheiben un>d das Küchcngcschirr zertrümmert. - (Selbstmordversuch.) Gestern nachmittag ging am Poljcmadamm die 18jährige Tochter eines in der Pfalzgasse wohnhaften Monteurs in selbstmörderischer Absicht in den Laibachfluß. Der bei der städtischen elektrischen Beleuchtung bebienstcte Arbeiter Josef Iallu- sprang ihr nach und rettete das Mädchen, das schon bis zur Brust im Wasser war. Das Motiv der Tat soll unglückliche Liebe sein. — (Versammlung von Eisenbahn-beam ten.) Morgen abend um 6 Uhr findet im .Hotel „Seidl" (Nahnhofgasse) eine Eisenbahnbeamtenversammlung unter gleichzeitiger Neugründung der seinerzeit aufgelösten Ortsgruppe Laibach statt. Da der Präsident des österrei-chifchen Eiscnbahnbeamtenvereines in Wien seine Teilnahme an der Versammlung für höchstwahrscheinlich in Aussicht gestellt hat. dürfte sich der Besuch dieser Versammlung sehr rege gestalten. — (Der Verein „M ladil a") hält Samstag den 4, Juli um !"» Uhr nachmittags im Parterre des Vereinsinternates in der Herrengasse Nr. 8 seine diesjährige (dritte) Hauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — (K i n d e r s ch u h,) Der Verein für Kinderschuh und Jugendfürsorge im Gcrichtsbezirle Gurlfeld hält am 22. d. M. um '/2II Uhr vormittags im Vcrhandlungssaale des l. t. Bezirksgerichtes seine gründende Vollversammlung ab. Die Einladungen hiezu sind bereits ergangen. — (Ein großes Militärlonzert) findet morgen im Garten des Hotels „Union" statt. Es wird die ganze Militärmusil unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph konzertieren. Anfang um 8 Uhr abends. — (Ein Depotfund der jüngeren Bronzezeit.) In (>'lmo5njice bei Rudolfswert stieß der Bauer Josef Brezovar beim Pflügen auf eine größere Anzahl bronzener Sicheln. Lanzenspihcn. einfacher Armringe. Schaft-und Düllcnbeile. die ungefähr '.2 Meter tief im Erdreich vergraben lagen. Neb^n 25 ganzen Sicheln sind noch zahlreiche Bruchstücke solcher vorhanden, ferner Bruchstücke von Beilen. Dolchen und der Rest eines mit Strickreihen verzierten Helmes. Der Fund enthält verschiedene neue Type's» und weist durch seine gemischte Zusammensetzung, durch das Vorkommen noch nicht vollkommen ausgearbeiteter Ware und durch dai> Vorhandensein zahlreicher schadhafter Stücke und Bronzeluchen auf die Nähe einer Gußstätte hin. Er wird dem ausgehenden zweiten vorchristlichen Jahrtausend zuzuweisen sein; es ist die Zeit reichlichen Vronzebesihes und einheimischer Fabrikation, daher auch der häufigen gewerbsmäßigen Einsammlung alten, abgenützten Materials. Er ist jeht der größte erhaltene Depotfund der jüngeren Bronzezeit in Kram, der erhalten geblieben ist; der im Jahre 1808 unter dem Lubcnberg bei Iurlova Vas bei Rudolfswert gemachte Fuwd wurde größtenteils verstreut, und nur wenig davon gelangte ins Rudolfinum. Aus den übrigen Gegenden des Landes sind nur kleine Depot- und Einzelfunde bekannt. Das Vorkommen beider Gußstätten in der Nähe von Rudolfswert und ihre geringe Entfernung voneinander erhärtet wiederum die Tatsache der ziemlich dichten Besiedlung Untcr-irams in vorgeschichtlichen Zeiten. — Der Fund wurde vum Landesmusrmn Rudolfinum erworben. Seine wissenschaftliche Würdigung wird in der „Carniola" erfolgen. — (Preisverhältnisse auf größeren N i n d c r m ä r t t e n Krains im Monate Mai l. I.) Nach amtlichen Berichten betrug der Durchschnittspreis für 100 Kilogramm Lebendgewicht auf den Rinder-märlten im politischen Bezirke Gottschee 76 X für Mastochsen, 70 X für halbfette Ochsen und für magere ober Einftcllochfen 00 X. Im politischen Bezirk Gurlfeld notierte der Preis bei halbfetten Ochsen 08 X. bei mageren Ochsen 04 X, im politischen Bezirke Krain -bürg bei Mastochsen 80 X. bei halbfeiten Ochsen 70 X, bei mageren Ochsen 72 X. im politischen Bezirke L i t t a 5 bei Mastochsen 74 X, bei halbfetten 68 X, bei Einstcll-ochscn 04 X, im politischen Bezirke Loitsch bei Mast-, ochsen 73 X, bei halbfetten Ochsen 09 X, bei mageren Ochsen 60 X, im politischen Bezirke Rud 0 lfswert bei Mastochsen 78 X. bei halbfetten Ochsen 68 X. bei mageren Ochsen 64 X. bei Einstellochsen 00 X. im politischen Bezirke Stein bei halbfetten Ochsen 65 X. bei mageren Ochsen 58 X und im politisck)cn Bezirke Tschernembl bei Mastochsen 68 X. bei halbfetten Ochsen 04 X. bei mageren Ochsen 63 X lind bei Einstellochsen 52 X. — (Sanitäres.) Wie man uns mitteilt, sind in den Ortschaften Gradac, Kloster. Gemeinde Gradac. Do-bravice. Grm und Otol der Gemeinde Podzemelj, politischer Bezirk Tschcrnembl. vor kurzem zwei Männer und 15 Kinder an Scharlach erkrankt. Hicvon sind bisher 1 Mann und 5» Kinder genesen. 1 Mann und 3 Kinder gestorben; 7 Kinder verblieben noch in ärztlicher Behandlung, Behufs Hintanhaltung der Weiterverbreitung der Krankheit wurden entsprechende sanitätspolizeiliche Vorkehrungen getroffen. —,-. — (Richtige Zeit.) Landhausuhr am 20. Juni: ^. 7 Sekunden, das heißt, es müssen zu der Ieit des ersten Viertelswndenschlages 7 Sekunden hinzugerechnet werden, um die richtige mitteleuropäische Zeit zu erhalten. Telegramme des k. k. Telegraphen-Ocirrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 19. Juni. In fortgesetzter Debatte betont Abg. Funle. es wäre im Interesse des nationalen Friedens gelegen, lvenn in Böhmen auch die administrative Trennung durchgeführt würde. Die Deutschen waren und sind jederzeit zur nationalen Verständigung bereit. Nur müssen die Czechen das verrostete Rüstzeug des böhmischen Staatsrechtes in die Rumpelkammer geben und ihre Auffassung von der Einl^it und Unteilbarkeit Böhmens in mildere Anschauungen um-, setzen. Die Deutschen sinb jederzeit zum Frieden bereit, aber auch jederzeit bereit, für die Rechte des deutfchen Volles einzutreten und weiden leinen Zoll breit von diefen Rechten preisgeben. Abg. Aus 0 bsly beleuchtet die Reformbebürf-tigleit der Arbeiterversicherungsgesetzgebung und befaßt sich eingehend mit dem Gewerbcinspeltionsdienst. Abg. Pi^el klagt über die Zurücksehung der Slovenen. Er besprach die Verhältnisse der Slovene» in Untersteiermarl und Kärnlen, welche dort infolge der Verweigerung von Bildungsstätten in ihrer Unterrichtssprache sich nicht kulturell hinreichend entwickeln können. — Am Schlüsse der Sitzung beantwortet Unlerrichtsminister Dr. Marchet die Interpellationen, betreffend die angeblichen Aeußerungen Seiner Majestät des Kaisers über die Hochschulvorgänge. und erklärt, er sei grundsätzlich außerstande, über den Inhalt der Aeußerungen Aufklärung zu geben. Er stehe aber anderseits nicht an, wahrheitsgemäß zu konstatieren, daß die Bemerkungen Seiner Majestät vielleicht an den einen oder den anderen Vorgang der letzten Zeit anknüpften, bestimmt aber sich weder gegen die Rektoren überhaupt, noch auch gegen die mit voller Zustimmung des Ministers gefaßten Beschlüsse der Rettoren-lonferenz richteten, daher sei zu einer Beunruhigung der Ocffentlichleit oder der interessierten Personen eine Veranlassung absolut nicht gegeben. — Nächste Sitzung morgen, Innsbruck. ^l9. Juni. Eine Vollversammlung der freiheitlichen Studenten befchloß den Streik fortzusetzen. Belgrad, 19. Juni. Heute haben im Palais die Beratungen des Königs mit den Führern der politischen Parteien über die Lösung der Krise begonnen. Paris. 19. Juni. Der französische Konsul in Casablanca teilt mit. daß der Stamm der Sraghna und andere Stämme in der Nähe von Maralesch eine Reihe von Kämpfen mit Hafidischen Truppen zu bestehen hatte. Die Anhänger Muley Hafibs feien geschlagen worden. London, 19. Juni. Einer Nlättermeldung zufolge werde der Kaiser von Rußland in diesem Jahre England nicht besuchen. Der Kaiser hofft jedoch, der Einladung des Königs im nächsten Jahre Folge leisten zu können. Chicago, 18. Juni. Nachdem der republikanische Konvent die Platform angenommen hatte, begann die Aufstellung der Kandidaten seitens der Staaten in alphabetischer Reihenfolge. Als der Staat Ohio Taft nominierte, erfolgte eine Szene von größter Begeisterung unter Flaggenschwingen, lauten Zurufen und Absingen von Liebern. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. JYtotorrääer Automobile jÄotorJahr- zcugjabrik ]ungbunzlau. Verstorbene. Nm 17. Juni. Alois Koprivnilar, Maschinenmeister 24 I., Petersdamm 67, '1'uliurcul. pulm. Am 18. Juni. Augustina Sluga. »auzleigehilsens. tochter, 6 Stunden, Vohoricgasse 14. Lebcnsschwache. - Joses Fajdiga. Holzhändler, 50 I., Sallocherstrahe 2. ^vmplw «wr-enmll,. — ! Radetzlystrahe 11, 'luberoul. pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck ?3K 0 mm. 12 2 U. N. ! 734 6 L«-4 SW. mshig ! bewsltt ^ 9 U. «b.! 733 b 21 2^ S. schwach ! heiter 20> 7U. F. 731-6! 18 ! » »00 Das Tagesmittel dn «eftngen Temperatur 22 l', Av,. male 18 2». Wettervoraussage für den 20. Juni: Für Tteiermarf, lkärnten, Krain und das Küstenland: Zunehmende Bewölluny. warm, vorerst noch schvn, später Trübung, Niederschlage. Laibacher Zeitung Nr. 140.___________________________________1326_____________________________________________20. Juni 1908. * lI ndu strielles.) Ueber Ansucken des Fabrikbesitzers Herrn Julius Stare in Mannsburg um Bewilligung zur Erbauung einer neuen Schornsteinanlag« in seiner Brauerei findet am 24. d. M. um 9 Uhr vormittags die kommissionelle Verhandlung statt. Hiebei wird ein Staatstechniler der l. l. Landesregierung intervenieren. —r. — sNochenviehmartt in Laibach.) Auf den Wochenviehmarlt am 17. d. M. in Laibach wurden 56 Ochsen. 43 Kühe und 3 Kälber aufgetrieben. Die Preis« notierten bei den Mastochsen 70 bis 74 X, bei halbfetten Ochsen 62 bis 68 lv und bei Einstellochsen 58 bis 62 X für den Meterzentner Lebendgewicht. — (Die Laibacher Vereinslapelle) lon-zertiert heute abend im Garten des Hotels „Südbahnhof" (A. Seidl). Eintritt frei. Anfang um 8 Uhr abends. Illusion »»or». in der Vornkirche. Sonntag, den 21. Juni (hl. Aloisms) um 10 Uhr Hochamt: Hli^u in sonorem, »nneti^ilni noniiiiils ^68u von Robert Krawutschle, Graduate Do-mine, 8pes inQu und Offertorium (^ni^ n^^l'ncl^!^ in niontein Domini von Anton Foeister. In der Stadtpfarrkirche Kt. Jakob. Sonntag, den 21. Juni (hl. Aloisius) um 8 Uhr Hochamt: Messe zu Ehren des allerheiligsten .Herzens Jesu in v-inoll und v-äui- mit Orchester und Orgel von Fr. Gerbio, Graduate Doniino, 8pe.«> men von Anton Foerster, Offertorium <)ni« .i^s'^lul^t choraliter und darnach Vorit25 nioll von Mor. Nrosig. Nach dem Hochamte findet die feierliche Fronleichnamsprozession statt und nach dieser 1'^ntum «'i-^o und <^,s>n!l"ri von Fr. Gerbic'. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union Am 17. Juni. Ooldberger, Mahner, Fischer, Doneris, sstsd.; Ravazzola. ttovacic, Trebitsch, Ksste.: T>i Cento, Ober« forstrat, Wien. — Mestitz, Nowotny, Iovanovic, Rsde.; Wellisch, Graz. — Dr. de Nardis, Kommissär; Pattay. Hofrat, samt Familie; Dr, Steruber«, Trieft. — Grünwald, Ing., s. Frau; Carlecio, Kfm., Fiume. — Fileß, Hauptmann, Laibach, — Fehle. Kfm., Zara. — Icnlo, Kadett, Vischoflack. — Leyds, Rsd.; Gschwindl, Advokat, s. Frau, Budapest. — Pollanz. Ing.. Billach. — Ergenzinger, Verwalter, St. Anna. — Ielinet, Rsd., Brunn. — Ooriany, Gutsbesitzer, Rudolsswert. Nm 18. Juni. Hübner, Intendant; Meißner. Törin» ger, Nehmann, Rltter v. Staub«. Fengnes, itrampaszty, Hauptlcute; Lanzendürfer, Unterintendant; Eh, Landesgerichts» rat; v. Gräbner, Privat; Pollal, Braun, Nlühweiß, Floigl. Quastler, Runge. H. Pollal, Muck, Rsd.; Flamm, Kfm.. s. Frau, Wien. — Ableitinger, l. t. Oberstleutnant; Draulich, s. Frau; Sanoor, Rsd., Graz. — Lasst,, Hauptmann des Generalftabs« lorps, Laiback. — Perdeck, Rsd., Berlin. — Moscr. Ober» ingenieursgllttin, mit Tochter, Voroernberg. — Grubit, Kfm., Agram. — Sernez, Ing., Trieft. erhält die Zähne rein, weiß and gesund. Überall zu haben. (693) 40-18 3anatogsn Von modr »,1» 5000 kroieggorsn unä Xr2t«u «lilor Xu1turl^li.n6or ^I8,uen in ^I,c,t!l«!ien unä Drazol-ion. NrngcliUi-« ssi-^l!, u, s^nkc» v<,n NNllkk H, c^iu., Herün 3VV. 4«. ^onoi-Hlvoltrotunz: L. NN^DV, VVisn l. I>'Ie-!l!<:l,m»skt ! (1504) 6-8 ^ Bei KINDERKRANKHEITEN ] IrztlleherseHs mil Verlieb« empfohlen. ÜB 5 ^T^I Soropheln, Rachitis, 5 !B WL OrOienaniohwellung, • Es aU Katarrhen, M tfia0V Keuchhusten. Niederlage bei den Herren Miohael Kattner und Peter Laasnlk in Lalbaoh. (12f57) Um Unterschiebungen vorzubeugen, wcnlon die P. T Koiiätiinuntcn vnn „Mattonia OleOhübler" gi:lictcri,.(lio Originalsl.ischa Giesihitblcr Sauerbrunn l>ei Tisch« vor ihren Aupen üftnen za lassen und den Korkbrand zu beachten. («potheler U. Thierrys Nalfam und Zentifolien« Iugsalbe.) Im Interesse unserer geehrten Leser machen wir hiemit dieselben ganz besonders auf diese außerordentlich heil» kräftigen Mittel aufmerksam. Diese beiden in ihrer Heilkraft unübertrefflichen Mittel unterliegen niemals dem Verderben, sondern werden im Gegenteil, je älter, desto wertvoller und wirtsamer, auch leiden sie weder durch Frost noch durch .Hitze, können daher zu jeder Zeit verwendet werden. Sie bringen fast immer Erfolge und Hilfe, selbstredend darf man niemals zu Fälschungen oder derlei vielfach angebotenen wert» und wir» lungslo^en anderen Mitteln greife»», für welche man nur zweck» los Geld hinauswirft, sondern man haltt sich stets nur an diese beidm altbewährten, reellen, billigen, ver'äßlichcn, dabei absulnt unschädlichen, weltbekannten Hausmittel, welche in jeder Familie für alle Fälle stets vorrätig gehalten werden sollen. Wo man sie nicht echt mit allen angegebenen Merkmalen der Echtheit bekommen kann, bestelle man einfach direkt und adressiere: An Apotheker A. Thierrys Schuhengel»Apothele iu Pregrada bei Rohitsch. (1b44u,) 2-3 Nach dem Norden mit der „Thalia". Mit Rück» sicht auf die rasch eingetretene hohe Sommertemveratur richtet sich die Aufmerksamkeit des erholungsbedürftigen Publikums nach dem kühlen Norden, der auf dem Dampfer «Thalia» dcs Österr. Lloyd in zwei Hochsommerfahrten am bequemsten er» reicht werden kann. Diese beiden Reifen finden statt, und zwar I. Nordlaudsreise ab Bremerhafen vom 4. bis 31. Juli über Leith, Aberdeen, Inverneß und Stromnetz in Schottland, nach Digcrmühlen, Hammerfcst, Spitzbergen, Tromsü, Nodü, Torgen. Drontheim, Molde, Gudvangen, Bergen und zurück nach Kiel. II. Nordlandsreise ab Kiel vom 3. bis 31. August nach Nor-wegen, Spitzbergen und dem Ewigen Eise über Loen, Derol, Raftsund, Tromsö, Hammcrfcst, Nordlap, Spitzbergen und dem Ewigen Eise, sodann Lyngen. Bodö, Torgen, Drontheim, Molde, Naeß, Gubvangen, Bergen und Nremerhafen. Fahrpreis für je eine der Reisen, Seefahrt mit Verpflegung, von 7(X) K aufwärts. — Es folgt Reise IX vom b. September bis 1. Oktober von Bremerhafen nach bekannten Seebädern des Allan» tischen Ozeans, nach Algier und Trieft. Fahrpreis für die See» fahrt mit Verpflegung von 520 X aufwärts. — Die Land» touren werden von dem Reiscbureau Thos. Cool >k Son. Wien I., Stephansplatz 2, zu den in einem Spezialprogramm enthaltenen Bedingungen ausgeführt. Programme, Auskünfte und Anmeldungen bei M. Ranzingcr, Gdnard Kfistan, Laibach, sowie bei der Weneral.Ustentur des Österr. Lloyd, Wien l., Kärntncrring «. (2607< Hotel Südbahnhof CA- Seidl) (*«03) heute Samstag den 20. d. M. im Garten Grosses Konzert ausgeführt von der Laibacher Qereinsliapelle. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. Kurft an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 19. Juni 1908. T>ie iMicrtcn Kurse »erstehen sich in Kronenwährunq, Die Notieriiüg sämtlicher Attten und b?r „Liuerjen Lose" versteht slch pel Stück. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Nnile: 4", lonocr, steuerfrei, "ronm (VlaiNov.) per Kui<« . . s? 3« S7 4« d etto (Iünn.-Iuli) per Kasle S7 1ü »? 3b 4 2" „ s, W. «°ten (Febr.-Nug.) per »assc......»9 40 98 «0 4 «»/. «. N. Silber (April 0lt.^ per Kasse......«»<« »»60 18«)er Ltaatslose 5<)0 st. 4"/„,»0 ,bib4 ib t»eoer „ l0N fl. 4"/^2le 25 220 2l; l864«r ,, 10« fl. . .»«,b«2«ü50 »»«4« ,, 5« fl. , .2«' b0ftft»l>llhn.3»»llt,schul». ! »»'schreit nngen. »Ilsabttl, «ahn i. «.. fteuerfr., zu lN.oou fl.....4"/„ -'--------'- Kranz Iosepb-Vahn in Tilber !div. St.) . . , . 5'/^l13 40l20-40 »aliz. »arl Ludwig-Bahn (div. Ltücle) Kronen . . . 4"/« s« «b 97 6b Rudolf-Bahn in itronenwahr. ftruersr. (div, Et,> . . 4"/« 2« 50 g? 50 «orarlberger Bahn. stfr., 400 und 2000 Krone» . . 4",„ 9S «0 97 sc )u ztantsschuldlitlschrlibnngen «b,est»«,el»« Gisenbllhn.Aklu» «lilabeth-B. 2W fl. «M. b'/.",, von 4 8« ?5 8?'7b Vorarlbersscr Vahn Em. I884 (div. st.) Tilb. 4»/n . . !»!8« 97 60 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Gllldrentc per »llsie . ,!i',b l11'35 4"/„ betto per Ultimo Ni'lbiii 3b 4"/, nnnar. Rente in Krvne»- währ. stfr. per Nasse . . 93 1b 93 2b 4"„ delto per Ultimo »3 ib 933b 5>/,"/^ detto per Kasse «3-25 «3'4b Ungar. Prämien.Nnl. i^ 100 sl. l86 50i90'50 detto i^ 50 fl 18« 2b 190 2b Theiß Nen.Loie 4"/„ . . . .I4b b0i49b0 4"/» ungar. Grundentl.-Oblig. 93'0b 94 Ub 4"/<> lroat. u. slav. Vldentl.-c?bl. 93 b0 V4Ü0 Andere össentliche Anlehe«. «llsn, Landrs-Nnl. (bin.) 4«/„ SH-70 »1 70 Vosn.-Herceg. ltisenb.-Landes- Anlchcn /,"/„ . . 98 80 »9'7b 5"/„ Lonau Reg. Anleihe 1878 10b — --— Wiener Verlehrs-Anl. , . 4"/„ 9ß bb 97 5>b detto 1!X>0 4"/» «k 6b 97 «b Nnlehen der Stadt Wien . . ,«o bO lNi'b« betto (V, oder G.) 1874 11 <»<,«,2« »0 detlo (1894,.....93 8b »4^5 detto (Gas) b. I. 1898 . 96 «< 97 8« detto sltleltr.) v, I, 1W0 9S75 «7'7!> detto 9b'7O 9« 20 Vulss, Staat«-Hvpothelar-Anl. «8»2......«"/^ 12! eb^^ »/i"/o 89'bO »0 4b Pfandbriefe nsw. Vodenlr.,allss.«st.i,5<>I.vl.4"/„ 9b »0 98-Ü0 Vöhm. Hypothelenb. Verl. 4°/« 98 bv 99-b0 Zentral Nod.-»red. Nl., »fterr., 45I. verl.....4'/,°/« 102- -- detto 85 I. verl. . . . 4"/<> 98- 99--»red.-Inst., österr.. f.Verl.-Unt. u. üffentl. Arb. »at. ^.4"/„ 9« bv 97'b0 Landeib. b. »ön. Galizien und Lobom. 5?>/, I. rüclz. 4°/„ 94'7b 9b'?b Mähr. Hypothelcnb, uerl. 4"/^ 96 9b 97 9b N.-österr. Landes Hup.-Anst. 4"/, 98'2b 99'2b detto ilill. ^"/„ Pr. verl. 3'/2"/n 89'— — - betto »..Schuldich, verl. 3>/,"/n 89— 90-— detto veil......4"/„ 98 10 99-l0 Osterr.-unllar. Vanl 00 Jahre Verl. 4"/n ö, W..... 98'40< 9S-40 betto 4"/„ Kr...... 9«7b 99'4b Tparl., Vrfte öst.,60I.verl. 4"/, 99>2b — — Eisenbahn-Prioritüts-Obligationen. Östcrr. Nordwestb. 200 fl. T, . 103'« 104-40 Niaatsbahn tN« ssr..... 403- 40«'— Südbah» », 3"/n Jänner Juli 500 ssr, sper St.) . . , 28?-- 289 — Eüdbahn 5 5"/, »00 fl. L. 0. E. i«2-?b 122 75 Diverse Lose. Dtriwlliche f«s». 3"/„ Vodenlredit-Los« Em. I8«o -^?: bn 27?-b0 detto Em. 1»«» 36>-b0 2«? K0 b"/^ Lonau Reg»l.-L°se «00 fl 2b7'75> 262-7Ü Serb. Präm.-Nnl.p. 100 Fr. 2"/„ l„2 60 I0«-«0 Wn»erz>n,Iichl f»sl. Äudap.-Äasilila (Tombau) 5 fl. 20 2b 22-2b Kreditlose 100 fl...... 47«'- 451-- 'b0 EalM'Lose 40 fl. KM . . . 23b' 24b — Türl. E.-B.-Vlnl, Präm.-Oblig. 400 Fr. per «csse . . . 185"?o 18«'7b detto per Medio . . . i»b'7b I86'?b Geld Ware Wiener »omm.-Lose v. I. 1874 4S»'— »0»-— Gew. Sch. d. 3"/„ Präm.»Schuld b. Vodenlr.-Nnst. lkm. 1889 74-— 78'— Aktien. Il»n»porl>8nl«mll)«»ngen. Äussiss Tcpliycr Eisenb. b00 fl. 2440'— «448-- Äijhmilchc Norbblll,,, lün fl. . 40,-bO 403'- Vuschtiehrader Elsb >"0 fl. NM. 289b - 29,5'- dctto lilt. I!) 200 '!. per Ult. 1065 — 10««'-Donau - T)ampfichifw!,r!s - Ges., 1., l. l. priu., 5<«« fl. »M. 1012— 10,7- Dux Nodcnbachcr E, - 4. 200 Kr........ —— 120 — Ungar. Westbahn (Naab - «ra») 2<)0 fl. T....... 40b'— 4'.0-- Wr. Lolalb-Nltien Ves. 200 fl. »10 — 240-- Vanlen. Nnglo-idsterr. Vant, 120fl. , 294'bO 29bb» Vanluerein, Wiener per Kasse —'— —'— detto per Ultimo b19 bv b20-— Voden'r.-Änst. üst., 300 Nr. , ,063'— ,067'- «eiitl.-Bod.-Nredbl. öst.. 200fl. 030'— 542'-Nreditanstall für Handel und Wewerbe, 160 sl., per Kasse -'— —'- oetto per Ultimo «2200 üL3'bN lirebitbanl, »ng, allg,, 20« fl. 740'bO 741 bo Lepositcnbanl, all«., 200 fl. , 4bb'— 4b?'- Eetompte - Gesellschaft, nieder- östcrr., 40« Kr..... b?»'- 581-- Giro- u. Nasseiiveieiü, Wiener, 2- detto per Ultimo 439'IU 440-,0 „Merlur", Wechselstub.-Nltien- Gelellschaft, 2NN fl. . . . b9b'— b99 - Osterr..ungar. Vanl ! ü«i z,r, «74>- ,?bl-- Velo Wale Unionbanl 200 fl...... b39'b0 540 — Untonbanl, böhmische ,0N fl. . 245-— 24«-— Vcrlehrsbanl, nllg »40 fl.. , ,84'— »3«'— Inl>uf!rie»ssnltrneh«nngn>. Äa>,sse!>llsch, all«, üst., ,00 sl. ,28'- 13050 Vrülrr NohIenberssb.-Vcs. inofl. 712-— 713'— Eisenbahnverlehis-Anstalt, öst., 100 fl........ 390'— 39» — Eisenbahnw.-Leihg., erst». 100fl. L04-— »o?-— ..«tlbcmühl", Papiers. ». V.-G. U» f!........ !!»,'- ,9«" ltlcltr, Mes. allg. üsierr., Ä»0fl. 398— »9850 lilcttr. Gescllsch., intern. 200 sl. b«a'b>1 b8zb» ltlcltr. Nclcllsch.. Wr. in Liqn, 222'— 223— Hirtenbcraer Patr.-. Zimdh. u. Met.-^abril 4NN »r. . . 93b'- S40 - Liesmffer Brauerei 10» fl, . , 2b9— «S3— Montan-Mcs., öst, alpine 100 fl. 6b1' - «5«'— „Puldi.Hütte", Tiegelguhstahl- ss.-A.-W. 200 fl..... 421 — 42b— Pragerltisen-Inbustrie-Gesellsch. 200 fl........ 2642'—265»'^ Nima- Mliranv, - Salgo Tarj»ner ltiki'w. lnosl..... 55250 553'5« 2alss»Tarj. Steinluhlen INN fl, 567'— 57, 50 „Tchlöglmühl", Pllplerf..!i«0fl, 305'— »10— „Schodnil-a". «, O, f. Petrol,- Industrie, 5 «r, . . . 450 50 45»'— ,,Lte!,rer!nul,!",Papierl.u,V.G, 435'— 440'^ Trifailer «ohlenw-G. 70 fl. . 272-- 275— lürl. Tabalregic-Vcs. 200 Fr. per Kasse...... --— —'^ betto per Ultimo . . . 43» 5« 43» l-° Waffenf. Vr!., «sterr., lOv fl. . 53l— 535^ Wr. VaunesMchllft. 100 fl. . . 140 - 142' - Wieüeruerge Ziegelf.-Alt,-Ges. 72N'- 730- Devisen. Kurze pichten und Scheck». Amsterdam....... 19»'«0 ,»»«d5 Deutsche Ällnlplähe . . . . l17 60 !l7'8s Italienische Vanlplähe . . . 9b'b2> 95»? London........ 239 87' 24Ü'15 Pari«......... »b-»? 9b'60 Zt. Petersburg...... 2b, 2? ^b'«^ Mrich und «asrl..... 9b 4b 9b'6" Valuten. Dulateii .,.?..'. II »b 11-:"» 20'Franlen-Stülle..... «9'^ ^i^ 2<>Marl StNcte...... 23 b0 23 »« Te»«chc Reich«l!n»l»°ten . . 117 07' N?'??' Italienilchr Äaülnolen . . . 95 4b 9b'«o Rubel iliotei,........'2bt ^^ ¦ von Rentvn, fsandbrlesen, Prioritäten, Aktien, I ¦ LoN«n et«., l>4-vlM4>n nn<1 Tal a ten. I I Loa-Verslcherung.___________(84) mMm Cm Mayer* Bank- -u.n.èL T^Teclislerg-eschälst I.nihacli, MlrltnrirnNM«-. Privat-Depots (Safe-Deposits) Verzlntang »on Bareinlagen Im Konto-Korrant ond aul filso-Konta. J