Adressen -Werzeichnis der Ämter, Anstalten, Vereine, Genossenschaften, Advokaten, Ärzte, Laufleute, Lande!- und Gewerbetreibenden in Marburg. (Nach beit Verzeichnissen der Genossenschaften bis September 1910.) Ans die Inserate der mit * bezeichneten Adressen wird besonders ansmerbsam gemacht. Ämter und Divil-Kestörden. Bahnhof-Postamt, Südbahnhof. Bezirkshauptmannschaft. Bezirksh. Dr. Adam Weiß von Schleußenbnrg. Bezirksgericht Marburg, im Kreisgerichtsgebände. Vezirksvertretung. Obmann Dr. Schmiderer. Bezirksschulrat Umgebung Marburg. Eich-Amt. Finanz-Bezirksdirektion für Untersteiermark. Hauptsteuer-Amt. Hauptzollamt, Tegetthossstraße 6-1. Haupt-Post-, Telegraphen- und Telephonamt, Domplatz. Oberpostverwalter Tschech. Kreisgericht. Präsident Ludwig Perko. Postamt III St. Magdalena, Franz Josefstraße. Stadt-Amt der Gemeinde als politische Behörde. -Bürgermeister Dr. Johann Schmiderer. Stadtschulrat. Vorsitzender: Dr. Joh. Schmiderer. Stener-Ober-Jnspektorat. SchulanSschnß der gewerbl. Fortbildungsschule. Vorsitzender: Dr. Joh. Schmiderer. K. k. Männer-Strafanstalt. Oberdirektor Josef Reiset. K. u. It. Militär-. Husaren-Regiment Nr. 16, Stab und 1 Eskadron. Kavallerie-Brigade-Kommando. Ergänznugsbez.-Kommando des 47. Jnf.-Neg. Ein Bataillon desselben Regiments. Landwehr-Jnf.-Reg. Nr. 26. Kadre-Kommando des 5. Dragoner-Reg. Dragoner-Regiment Nr. 5, 1 Eskadron. Feldhaubitzregiment Nr. 3. Gendarmerie-Abteilungs-Kommando und Posten Marburg. Militär-Berpflegs-Magazin. Truppen-Spital. K. it. k. Jnfanterie-Kadettenschule. Schulen. Staats-Obergymnasinm. Direktor Gkowaeki Julius. Staats-Oberrealschule. Dir. Rob. Bittner. K. k. Lehrerbildungs-Anstalt. Direktor Schreiner Heinrich. Landes-Lehrerinnenbildungsanstalt und Mädchen-Volksschule III am Tappeinerplatz. Direktor Frisch Franz. Landes-Obst- und Weinbauschule. Direktor Zweifler Franz. Kaufmännische Fortbildungsschule. Leiter der Schule: Sedlatschek Alois, Oberlehrer. Volksschule I und Bürgerschule für Knaben. Direktor Philippek Viktor. Volksschule I und Bürgerschule für Mädchen. Direktor Riedler Josef. Volksschule II für Knaben am Domplatz. Leiter Oberlehrer Karl Schmidl. Volksschule III für Knabe» in St. Magdalena. Leiter Oberlehrer Viktor Schetina. Volksschule IV für Knaben am kleinen Exerzierplatz. Leiter Oberlehrer Sedlatschek Alois. Volksschule II für Mädchen in St. Magdalena. Leiterin Oberlehrerin Hüdl Anna. Kolonieschnle der Südbahn-Gesellschast. Leiter Sorschag Jakob. Kaiser Franz Josef-Knabenhort. Leiter Engelhart Ernst, Lehrer, Schmiderergasse. Privat-Volksschnle der Schulschwestern und Privat-Lehrerinnenbildungs-Anstalt. Städtischer Kindergarten I. Leiterin Seiht Johanna. Städtischer Kindergarten II in Melting. -Leiterin Emma Scheuch. Städtischer Kindergarten III in Magdalena. Leiterin Rößler Emma. Städtischer Kindergarten IV, Elisabethstraße. Leiterin Ruperta Simonitsch. Deutsches Töchterheim, Franengewerbe-, Koch- u. Haushaltnngsschnle für Mädchen. Carnerigasse. Leiterin Adolfine Sieberer. Kinder-Ashl der Südbahn-Gesellschaft. Gewerbliche Fortbildungsschule. Konzessionierte Musik- und Gesangschule des philh. Vereines. Direktor Alfred Klietmann. Privitt-itntm-idji. Französisch: Franzi Oehm, Fabriksgasse 13. Berta Schmidt; Übersetzung von Handelskoire-spondenz; Französisch-Deutsch und Deutsch-Französisch. Gerichtshofg. 26. Englisch: Rhoda Bluett, Bismarckstr. 14. Französisch, Englisch und Italienisch: Helene Kühner, Kaiserstraße 4. Slovenisch: Othmar Herbst, Parkstraße. Privat-Mnsikschnle des Johann Gröger, Wilden-rainergasse 14. Berta Volckmar, staatl. geprüfte Mnsiklehrerin Schillerstraße 10. MarieKokoschinegg, staatl. gepr.Klavier!., Reiserstr, Sofie Sieber, staatlich geprüfte Klavierlehrern:, Ferdinandstraße 3. Zitherunterricht: Anton Bäuerle, Bürgerstraße 4. Josef Omuletz, Herrengasse 12. Handelskurse für Erwachsene (Oktober bis April), Lehrer E. Engelhaft (Schmiderergasse 26) und Lehrer Franz Ruß (Ferdinandstraße 3). Zeichen- nnd Malschulc Plevtschak, Badgasse 11 und FabrikSgassc Sir. 12. Zeichen u. Malschule der Emilie Lecker, Bisinarck-straße 14. Stenographie: Lehrer Kowatsch, Schillerstrabe 6. Maschinschreiben: Lehrer Ernst Eugelhart, Schini-derergassc 26. Kunststickerei und Spitzcnarbeitcn: Eugenie Hasser Postgasje 8. Utvchie und Anstalten. Athletik Sportklub. Allgcin. Krankenhaus. Slllg. stcierm. Arbeiter-Krankcu- u. Ilnterstütznugs-kasse, Filiale Marburg. Allg. Verband d. Südbahn-Bedienst. in Marburg. Allg. Verbrauchs- und Sparverein in Marburg. Arbeiter-Gesangverein „Frohsinn". -.rztlicher Bezirksverein. Aushiljskasse-Vcrein. Direktor: Vielbcrth Jakob. Baugenossenschaft, i. Marbnrgcr. Bautechniker-Verein. Bicycle-Klub. Biojkop, Hotel „Stadt Wien". Bund der Kausleute. Cäcilien-Vercin für die Diözese Lavant. Christlicher Frauenbund für llutcrsteiermark. Deutscher Handwerkcrverein. Deutscher Lehrervcrein in Marburg. Deutscher Lehrcrverein Umgebung Marburg. Deutscher Verein für Marburg und Umgebung. Deutschvölkischer Gehilfeuvcrein „Drauwacht". Deutschvölkischer Turn-Bcreiu „Jahn". Dcutschnatioualer Handlungsgehilfen - Verband Ortsgruppe Marburg. Dentsch-evaugel. Gesangverein in Marburg. Deutscher Sprachverein (Zweig Marburg des allg. deutschen Sprachvereines.) Vorstand: kais. 9int Tr. Artur Mallp. Erster steiermärk. Milchkontrollvereiu. Obmann Alfred R. v. Roßmanit. Evangelischer Frauenverein. Filiale der Öst.-ung. Bank, Tegetthosfstraße. Vorstand: Ferdinand Kummer. "Filiale der k. k. priv. Steiermärkischen Eskvmpte-Bank in Graz, Hanptplatz. Filiale der Anglo-Öfterr. Bank. Herrcngassc 34. Filiale der k.k. steierm.Landwirtschafts-Gesellschaft. Filiale Marburg nnd Uingcbnng des steierm. Bienenzuchtvereines. Filiale Marburg des christlichen Frauenbundes. Franz Josef-Verein zur Unterstützung dürftiger Schüler der k. k. Staats-Oberrealschule. . Freiwillige Feuerwehr. Gas-Anstalt, Gaswerkgassc. Gernianenbiuld „Alldcntjchland". Geselligkeitsverein „D' Unterlandler z'Aiarbnrg". Holzhändlcrverband, jüdösterr. "Jngenienr-Bnrean für elektrische Industrie, Bismarkstraße 17. Katholischer Arbeiter-Verein. Katholischer Franeu-Verein. Katholischer Gesellen-Bercin. Katholischer Mcisterverein. Katholischer Press -Verein. Kausiuännischer Gesangverein. Kellereigcnossenschast Marburg. Krankcn-llnterstütznngs- nnd Leichen-Vcrein. Kredit- u. Sparverein für Marburg und Umgebung. Lagerhäuser in Marburg der k. l. priv. Steiermärkischen Escompte-Bank in Graz. Landwirtschastl.-chemische Landes-Versuchsnation. Urbanigasse Vorstand Schmid Edmund. Lebensmittel-Magazin Marburg der k. f. priv. Südbahn-Gesellschaft. Leiter: Bibus Theodor. Lehrlingsheim, Elisabethliraße 16. "Lcichenbcstattungs-Anstalt, II. steiermärkisch«,Frau Elise Wolf, Tegetthofsstraße, Blumcngaise. Marbnrger Ankündignngsanstalt, Postgane 4.. "Diarburger Escomptebank, Tegetlhossstr. 11. Marburger Gewerbe-Verein. Marburger Holzindustrie. Marbnrgcr Männergesaug-Vercin. I. Marburger Militär-Beteranen- nnd Kranken-Unterstützungs-Verein „Erzherzog Friedrich". Militär-Vcteranen-Berein, zweiter, nichluniform. "Marburger Molkerei, Tegetthosfstraße 63. Marburger Philharmonischer Verein. Marbnrger Trabrenn-Verein. Marburger Radsahrer-Klub „Edelweiß". Marburger Radfahrer-Klub 1887. Marbnrger Schützen-Verein. Marburger Stadtverschönernngs-Verein. Marbnrger Stadtverschönernngs-Verein „Magda-lenen-Vorstadt". Marbnrger Sportverein. Miarbnrger Turnverein. Museum, Elijabelhstrahe IG. Muscuinverein. Musikkapelle der Südbahn-Werkstätten; Kapellmeister: Max Schönhcrr. Musikrnnde der Lehrer, Post- u. Bahnbeamten. Obstverwertungs-Genossenschaft. Öffentliches Krankenhaus. Öffentliche Wage, Magdalencnvorstadt. Ortsgruppe der staatl. Vertragsbeamtcn. Ortsgruppe Marburg, Frauen- und Mädchen-, deS Deutschen Schulvereines. Ortsgruppe Marburg u. llmgcbnng des Deutschen Schulvereincs für Herren. Ortsgruppe des Deutsch-ev. Bundes für die.Lstmark Ortsgruppe Marburg und llnigebung des Vereines „Südmark". Diese Ortsgruppe erhält hier eine Studentenküche für deutsche Mittel-schüler und eine Lehrlings-Vermitilnngsftelle für deutsche Meister. Ortsgruppe Marburg des Vereines „Südmark" für Frauen und Äiädchen, mit einer Herberge für deutsche Dienstmädchen. Ortsgruppe Marburg des steierm. Privatbeamten-Landcs-Verbandes. Ortsgruppe Marburg des steiermärk. Arbeiter-Radfahrer-Bnndes. Ortsgruppe Marburg des k.k.Postbeamtenvereines. Ortsgruppe Marburg des Tonristenvereines „Tie Naturfreunde". Ortsgruppe Marburg des Mnschinistenbnndes. Ortsgruppe des Reichsvereines der t. f. Pest mtb Tclegraphenbcdiensteten Österreichs. Ortsverein der Musiker iu Marburg. Österr. Eiseubahu-Bcaiuteu-Berciu. Ortsgruppe. Panorama International, Martiuzhof. Pfandlcih-Anstalt, Herreugasse 46. Priester-Verein der Lavauter Diözese. Rohstosfvcrcin der Schuhmacher. Bürgerstraßc 8. Reichsvcrbaud „Anker", Ortsgruppe Marburg. Ncichsverband deutscher Eisenbahner. Ortsgruppe Marburg. Schlachthos städt. Dir.: Amtstierarzt A. Kcru. Schützeugesellschast „Schwarze,Kugel". Sektion Marburg des D. u. Ö. Tllpcn-Vereiues. Sparkasse der Gemeinde Marburg. Direktor: Karl Psrimer. Spar- und Darlchcnskassenverein für die Stadt und den politischen Bezirk Marburg. Spar- und Vorschuß-Konsortium des I. allgem. Beamtcn-Vcrcines. Spar- u. Vorschuß-Verein d. Arbeiter iu Marburg. Spar- u. Vorschußkasse der Südbahubcdicustcteu. Städtische Heuwage, Sophicuplatz. Studentenheim, Deutsches, Goethestraße 6. Südbahn-Liedcrtasel Akarburg. Theater- und Kasiuo-Bcreiu. Unterstützungs-Verein s. dürftige Gymnasialschülcr. Uutcrstützuugs-Vereiu für entlassene Sträflinge. Vorstand: Strafhaus-Obcrdircktor I. Reises. Verband deutscher Hochschüler iu Marburg. Verband der Genossenschaften in Marburg. Verein der Liebhaber-Photographen in Marburg. Verein für Tierschutz und Tierzucht. Verein „Arbciterschutz". Verein deutscher Arbcitiichnier. Verein zur Unterstützung in Sterbe- und Erkrau-kungsfälleu f.Arbeiter it.Bedienstete d.Südbahu. Verein der Hausbesitzer iu Marburg und Umgebung. Kauzlei: Schillerstraße 8. Verein der städt. Beamten. Verein „Deutsche Arbeiterjugend". Verein „Frauenhilfc", Elisa^ethstraße 16 Verein zur Unterst, dürftiger Schüler d. Volkssch. Verein ctiang. Glaubensgenossen. Verzehruugssteucr-Abfinduugs-Vereiu. Volksbücheiei der „Südmark", Kärntncrstr. 2. Verein „Volkswohl" für Marburg it. Umgebung. Wach- und Schließaustalt, Bismarckstraßc IG. Wasserwerk, städt., Tricstcrstraße. WirtschaftS-Vcrband Marburg. Zwcigoereiu Marburg des Patriot. LandcS-Franen-Hilfsvereiues vom Roten Kreuze für Steiermark. ©tiiojTtitfriiitfint. Handels-Gremium. Kanzlei: Domplatz 3. Genossenschaft der Anstreicher, Bildhauer, Maler, Lackierer und Vergolder. Genossenschaft der Approvisioniernngs-Gewcrbc. Genossenschaft der Bäcker. Genossenschaft der Bau Gewerbe. Genossenschaft der Fiaker und Lohufuhrwcrker, Genossenschaft d.Dienstinäuner,Union', II. steicrm. r. G. m. b. H., Assichiernngü Anstalt. Genossenschaft der Fleischer und Fleischselcher. Genossenschaft der Friseure und Raseure. Genossenschaft der Gastwirte. Genossenschaft der Grcislcr. Genossenschaft der Herren- n. Dameuklcidcrmacher, Modistiuucu, Handschuh-, Schirm- ». Tecken-machcr. Genossenschaft der Metallarbeiter. Genossenschaft der Schuhmacher. Genossenschaft d. Tischler, Drechsler tu Orgelbauer. Produktiv-Gcnosscuschaft der Tischlermeister. ft. It. y tritt. Küdbahtr- Gr sollschaft. Station Atarburg, Südbahuhof. Station Marburg, Kärutnerbahuhof. Südbahn-Werkstätten. Werkstätten-Chcf: C. Walcuta, Ober-Inspektor. Heizhaus. Heizhaus-Chef: v. Formachcr. Advoltaten. Dr. FnleSchüii Karl, Marieugassc. Dr. Feldbacher Julius, Tegetthosfstraße. Dr. Glaser Ivan, Tegctthoffstraße. Dr. Haas Heinrich, Gerichtshofgasse. Dr, Krenu Franz, Tegetthosfstraßc. Dr. Leskovar I., Herreugasse. Dr. Lorber Heinrich. Burggasse. Dr. Mravlng Ernst, Maricugasse. Dr. Orosel Oskar, Gcrichtshofgassc. Dr. PipuS F., Tegetthosfstraßc. Dr. Possek Josef, Gcrichtshofgassc. Dr. Rosina Franz, Tegetthosfstraßc. Dr. Scrnec Vladimir, Postgasse. Dr. Tschcbull Karl, Gerichtshofgasse. llotitve. Dr. Firbas Franz, Viktriughofgasse. Dr. Hauß Karl, Tegctthoffstraße 14. Arzte. Dr. H. Albinger, Zahnarzt, Gocthegasse 2. Dr. Th. Bergmann, Reiserstraße. Dr. Chandras Leonidas, Jofefgasse. Dr. Flick Karl, Kärutuerstr. Dr. Frank Robert, Gocthegasse, Martiuzhof. Dr. Filaseri o Oskar, Herrengasse 11. Dr. Grögl Raiinuud, Domgasse. Dr. Ipavic Karl, Tegetthosfstraßc. Dr. Kac V., Zahnarzt, Tegetthosfstraße. Dr. Kartin Emil, Schillerstraße. Dr. I. Kemünh, Tegctthoffstraße. Dr. Kornfeld Franz, Tegetthosfstraße. Dr. Krauß Hermann, Herreugasse. Dr. Lambrinos Koustantiu, Zahnarzt, Hcrreugasse. Dr. Leonhard A., k. k. Overbezirksarzt, Tgtthffstr. Dr. Leonhard ?l. jtm., Stadtarzt, Tegetthvfsstr. Dr. tu Lichem, Pfarrhofgasse. Dr. Majciger Johann, Hanptplatz. Dr. Atallh Artur, Domplatz. Dr. Neuwicth Max, Herrcngasse 46. Dr. Rak Amand, Postgasse. Dr. Schimm Johann, Zahnarzt, Strafhansarzt. Dr. Terö Philipp, Viktriughofgasse. Tr. Thalmaim Karl, chirurgische u. zahnärztliche Ordination, Kaiscrsiraße. Tr. Johann Xittsu', Domgasse 5. Urbaezek Josef, Kominunalarzt, Burggassc. Tr. Urbaezek Josef jun., Domplatz. Tr. Wicsinger Ed., Zahnarzt, Herrengaffc. Kern Alois, Schlachthosdirektor, AmtS-Tierarzt, Schlachthaus. Fischer Adolf, k. k. Bczirksticrarzt. Kobammen. Belle Marie, Kärntnerstraße. Tolcnc Franziska, Hanptplchtz Fallent Friederike, Duchatschgasse. Graile Marie, Bergstraße. Jakonäiä Marie, Krenzhof. Hing Katharina, Schillerstraße Kothbancr Hermine, Allerheiligengasse. Kos; Johanna, Bnrggasse. Mally Josefa, Khislgassc. Möhling Stanzi, Schillerstraße. Oswald Maria, Werkstättenstraße. Payuik Aloisia, Bergstraße. Schwamminger Rosa, Kolonie. Skrober Franziska, Hugo Wolfgasse. Spielvogel Berta, Mellingerstraße. Spira Gisela, Viktriughofgasse. Weiler Anastasia, Doinplatz. Wodoscheg Theresia, Bnrgplatz. Apothelrru. König's Apotheke „zur Mariahilf", Tegetthoffstr. Pcull Friedrich, Stadt-Apotheke „zum k. k. Adler", Hauptplatz. Savost B., Apotheke „zur hl. Magdalena", Franz Josefstraße 1. Taborski) Eduard, „zum Mohren", Hanptplatz. Zivil-Cirometer. Hantich Karl, Gerichtshofgasse. Stigcr Richard, Tegetthoffstraße. Kandel und Gemerbe. Bäckcrcicii. Arbeiter-Bäckerei, Triesterstraße. Berner Wilhelm, Kärntnerstraße 24. Ataric Bvcher's Erben, Postgasse. Duma Atarie, Tegetthoffstraße 31. Jank Friedrich, Kuchenbäcker, Flvßcrgassc 5. Klokoeavnik Melchior, Mellingerstraße 14. Kodritsch Anton, Untercotweinerstraße 30. Hottnig Jakob, Tegetthoffstraße 59. Hotzbeck Jnlic, Magdalenen-Borstadt, Triestcrstr. Kramberger Franz, Mellingerstraße 23. Atax Kugler's Witwe, Kärntnerstraße 19. Ledineg Gottsried. Untercotweinerstraße 31. Lorger Michael, Magdalenen-Borstadt, Joscsg. Mnllctz Heinrich, Unterrotiveinerstraßc. Martin Musek's Witwe, Kärntnerstraße 11. Sommer Anton, Reitcrgasse. Scherbaum Karl, Bnrgplatz 2. Schober Franz, Joscfstraßc 4. Wanpotiä Franz, Tegetthoffstraße. Witlaczil Wilhelm, Burgplatz 8. August Zinkh's Witwe, Magdalcnenvorsiadt. Enterich Ziunauer's Witwe, Hanptplatz. Bade-Aiistalten. Baronig Roman, Pobcrschstraße. Gebrüder Denzel (Dampfbad), Badgasse. Städt. Bad, Uferstraße. Kristian Jakob, Augassc. Stern Johann, Angasse. Bescn-Erzcnguug. Lettig Pasqna, Triesterstraße. Bildhauer und Vergolder. Dohnalik Josef, Vergolder, Herrengasse. Hois I., Bildhauer, Kärntnerstraßc. giath Johann, Bildhauer, Allerheiligcngaffe. Zoratti ?l., Vergolder, Schmidcrergasse. ^öjdjuißQ 5(uguft, ^o^bilMjauer, Baugewerbe. B a n m e i st e r. Valtzer Adolf, Architekt, Kaiser Joscfstraße 1. Friedriger Fritz, Architekt, Volksgartenstraße 27. Glaser Julius, Fabriksgasse 17. Kisfmann Rudolf, Mcllingcrstr. 23. Misera Hubert, Nagystraße 25. Nasimbeni Ubald, Gartengasse 12. Pascher Hans, Volksgartenstr. 25. Nt anrermeiste r. Kaschmann Anton, Rciserstraße 23. Z i m m e r m e i st c r. Kisfmann Karl, Mellingerstraße. Nekrcpp Josef, Mozartstr. auch Vrnnncnarbeiten. Epes Johann, Windenauerstraße. S t e i n m c tz m c i st e r. Kocianäiö Karl, Schillerstraßc 25. Kraneggcr Alois, Reiserstraße 15. PcyerJosef, beeid. Sachverständiger, Carnerigasse. B r u n n c n m e i st c r. Kisfmann Karl, Mellingerstraße. Schwarz Karl, Kaiserstraße. B c t o n- n. Z e m e n t w a r e n - E r z e u g n n g Csaszar Joh., Käriitncrstraße. Gruschonig Johann, Windenauerstraße. "Pickel Karl, Volksgartenstraße. Rogatsch Ferdinand, Rciserstraße. Installateure für Wasserleitung, Gas nsw. Hikl Hugo, Urbanigasse 4. Partl M., Brandisgasse. Riha dllois, Nagystraße 11. *2woboda Eduard, Thcatergasse. Schieferde ck er. Blum Rudolf & Sohn, Hilarinsstraße. Bier-Brauereien. *0)öb Thomas, Tegetthofsstraße. Tscheligi Josef, Kärntnerstraße. Bierdepot Pnntigam, Mühlgassc. Buchbinder. Deutschmaim G., Rathausplatz Forstner Lorenz, Domplatz. Koratschin Karl, Burggasse. Nowak Felix, Herrengasse. Sliuza G., Gerichtshofgasse. Witzler Karl, Wcbergasse. Zoridic Wladimir (Platzer), Hcrrengassc. Biichdruckcreicil. *Kralik Leopold, Herausg. der „Marburg. Zeitung" und des Kalenders „Deutscher Bote", Postgasse. Mostböck und Komp., Gerichtshosgasse. „St. Cyrillus" (Satt). Prcß-Bcrciii), Kärutnerstr. Rabitsch Karl, auch Steindruckerei. Buch-, Kunst- und Musilalicnhandlungcu. Heinz Wilhelm, Herrengasse. Höfcr J. (Tischlers Nachf), Schulgasse. Musikalien. Scheidbach Karl, Herrengasse. Büchsenmacher. Čutič Karl, Burggassc. Stcinccker Ferdinand, Domgasse. Straßmayer Rudolf, Überfuhrstraße. Bürstenbinder. Fischbach Julius, Biktringhofgasse; Niederlage: Herrengasse. Daiucullcidcrmachcr. Skala Josef, Reiscrstraßc. Damcnklcidermachcriuucu. Bayer Käthe, Neugasse 2. Bocuuccken Therese (Toplak), Herreugasse 17. Celan Anna, Schmidplntz 3. Czerny Rosa, Schillcrstraße 6. Dietinger Franziska, Burggasse 26. Faschmann Antonie, Burggassc 5. Folger Katharina, Kärnterstraße 19.. Fraß Elise, Parkstraße 18. Fuchs Marie, Gerichtshofgasse 30. Ho is Maria, Kärntnerstraße 17. Hobacher Marie, Domplatz 12. Jamschcg Aloisia, Etzelgasse 7. Jartschitsch Marie, Freihausgasse 3. Jcrid Karoline, Volksgartenstraße 20. Kästner Marie, Perkvstraße 13. Kekctz Joscfine, Tegctthosfstraße. Kleewein Paula, Bnrgerstraße 2. Klemschc M., Tegctthosfstraße 41. Klug Helene, Mellingcrstraße 30. Koller Maria, Burggasse 22. Koschell Joscfine, Färbergasse 6. Kossar Irene, Gerichtshofgasse 14. Kothbauer Louise, 'Allerheiligengasse lo. Kramberger Therese, Humboldtgasse 10. Kroschl Therese, Biktringhofg. 18. Leskovar Anna, Nazygasse 14. Lnpscha Fanui, Mocartgassc 58. Meklenschck Paula, Franz Joscfstraße 8. Meritschnig Klara, Schillerstraße 10. Ncbcr Marie, Blumcngasse 22. Nerath Marie, Mühlgasse 13. Necath Olga, Bnrgerstraße 8 Nolvak Marie, Franz Joscfstraße 55. Oschck Therese, Mellingcrstraße 9. ; Peer Antonic, Reiserstraße 26. Pischcg Therese, Mozartstraße 22. Polansky Maria, Hcrrengassc 25. Posautz Maria, Frauengasse 17. Puch Therese und Pöltner, Burggasse 8. Pukl Anna, Tegetthofsstraße 12. Ribitsch Mathilde, Tegetthofsstraße 64. Roschkcr Antonie, Tegetthofsstraße 26. Schmidinger Philomena, Tegetthofsstraße G. Schnideritsch Marie, Brunngasse 1. Schönherr Regina, Burggasse 29. Schullin Adele, Gerichtshofgasse 32. Schweiger Sophie, Bergstraße 4. Sinkomitsch Maria, Bahnhofsir. 3. Skerbinz Rosa, Domgasse 1. Skergeth Johanna, Puffgasse 17. Stebich Anna, Draugassc 2. Stroß Josesine, Nagystraße 8. Trefalt Rosalia, Allerheiligengassc 13. Tschech Johanna, Pobersch, Dnninigasse. Tscherpinko Juliane, Gerichtshosgasse 32. Tschitschek Rosa, Kärntnerstraße 34. Turk Joscfine, Bismarckstraße 16. Urlepp Johanna, Kärutnerstr. 11. Wagner Emilie, Kaiserfeldgasse 22. Waidachcr Martha, Kärutnerstr. 17. Weixl Antonie, Burggassc 10. Wesiak Marie, Domgasse 2. Wohlmut Käthe, Perkvstraße 8. Wrctzl Marie, Tricstcrstraßc 22. Zwirn Amalie, Kärntnerstraße 8. Damcn-Koiifcktioii. Holliöek Johann, Hcrrengassc. Polansky Niko, Hcrrengassc. Danipfwäscherci. Sparowitz Gustav, Kaiscrstraße 14. Dcckenmacher. Bnbak Marie, Grabengasse. Gödel Paula, Burggasse 24, Schneider Marie, Biktringhofgasse. Delikatessen und Südfrüchte. Copetti Anton, Biktringhofgasse. Crippa Julius, Burggassc 3. Ford Charles, Tegetthofsstraße. Gollesch Karl, Tegetthofsstraße. Atares Hermine, Südfrüchte, Herrengasse. Petrowitsch Hans, Franz Josefstraße. Schwab Josef, Herrengasse 32. Tschutschek Franz, Herrengasse. ti Dienstverinittliingen. Duller Adele, Tegetthossstraße. Janeschitz Auguste, Burggasse. Kadlik Josef, Agentur, Burggasse. Stamzar Wiv., Schulgassc. Toplak Therese, Herreugasse. Drahtmatratzen-Erzeuger. GaiscrMatthias, Tischlermeister, Biktringhofgasse. *Makotter S., I. stcir. Drahtbctteinsätzc-Erzcugung, Möbel-, Bilder- u. Bettwareuhaudlung, Kaiser-straste 2 und Burggasse 2. Steepler. Blaschitz August, Burgplatz. Franz Kokoll's Witwe, Wcbergasse. Kavur Thomas, Schmiedplatz ttoiji Franz, Burggasse. Mijchitz Anton, Bluiucngasse. Stäuber Matthias, Mellingerstraße Drogerie und Cheniilalien. *Wolf Karl, Herreugasse 17, auch cn gros. Wolfram Max, Herreugasse 33. Eier- und Gefliigelhändler. Abt Wilhelm, Schasfnergasse 8. Himmler Adolf, Blumengasse. Löschnigg Anton, Triesterstraße. Roy I. (Deutsch Th. Nächst), Avothckcrgasse. Schcrrer S. (Robitsch's Nachfolg.), Triesterstraße. <5fraßt Antonie, Kärntnerstraße 92. Eiseii-Handlniigen. Andraschitz Hans, Kärutnerstraße. Fontana Silvester, Tegetthofsstraße. Fraugesch Ww., Herrenaassc sPulververschlciß). Kautschitsch Josef, 'Hauptplatz. Kühar Vinzenz, Tegetthofsstraße. Pachner's Nachfolger Szlepecz-Vincetitsch, Postg. Prstec Joses, Triesterstraße. Eisen- und Metallgießerei. Mellingerstraße 109. Essig-Erzeugung. Schmidt Felix, Kärntnerftraße. Farbwaren. Billerbeck Oskar, Herreugasse 29. Kollar Franz, Tegetthofsstraße. Sabukoschek Ludwig, Postgasse. Färber. Nedogg Atichacl, Mellingerstraße, Herrengasse. *Zinthauer Ludwig, Freihausgasse (neuer Platz). Tampsfärberei ». chem. Waschanstalt: Ledercrg. Faßbinder. Hvaletz Josef, Reiserstr. Koren Josef, Reiscrstraße 6. Kuhar Gabriel, Mellingerstraße 10. Oeser Eduard, Mühlgasse. Pichler Raimund, Biktringhosgasse. Schmidt Felix, Kärutnerstraßc 18. Snlzer Franz, Kaierngasse 7. Zügucr Johann, Schillerstraße 17. Feilenhaner. Kantncr Franz, Tcgctthosfstraßc 26. Fiaker. Berlisk Alois, Mellingerstraße. Casntta Franz, Biktringhofgasse. Dietiuger Josef, Burggasse. Juran Jakob, Schillerstraße. Krainz Franz, Kasiuogasse. Leber Johann, Gerichtshofgasse. Leber Josef, Gerichtshosgasse. Mislcta Matthias, Blumengasse. NowakowSki Anna, Edl. v., Reitcrgafse. Nowakowski Eduard, N. v., Hilariusstraße. Obritzhanser Josef, Bruungasse, Omnibus. Orlak's Franz Witwe, Biktringhofgasse. Orner Johann, Frauengassc. Posscl Franz, Kasinogasse. Rath Rupert, Apothekergasse. Reschmann Jakob, Kärutnerstraßc. Sparotvitz Valentin, Apothekergasse. Ternoschcg Barthl., Vurggasse. Vogler Franz, Magdalcucuvorstadk. Zettel Albert, Freihausgnsse. Ztvetti Leopold, Herrengasse, Omnibus. L a st c n f u h r w c r k e. Cesnik Franz, Kärutnerstraßc. Grach Maria, Kärutnerstraße. Horwath Anna, Mellingerstraße. Kalnnder Peter, Kasinogasse. Kočevar Karl, Kärutnerstraße. Liningcr Ww., Bolksgartcnstr. Marko Josef, Kärutnerstraße. Akattel Konrad. Bancalnrigasse. Nemec Anna, Kärntnerftraße. Sprach Andreas, Kärutnerstraße. Skipper Jakob, Mothcrgasse. Teminerl Johann, Landlvehrgasse. Welle Franz, Mellingerstraße. Wolf Friedrichs Witwe, Tegetthofsstraße. Fleischer und Fleischselcher. Achtig Albert, Postgassc. Ballon Johann, Josefgasse. Benczik Johann, Freihausgasse. Eggenweiler Artur (auch Selcherei), Herrengasse. Fritz Karl, Domplatz. Gsellmnnn Blasius, Hauptplatz. Hochnetz Franz, Franz Josefstraße. Holzknecht Josef, Hauptplatz. Kokol Josef, Kärutnerstraße. Kirbisch Franz, Biktringhofgasse. Lehrer Josef, Tegetthofsstraße. Markusch Franz. Merkt Josef, Mühlgasse 1. Neudl Johann, Triesterstraße 13, Hauptplatz. Pergdolt Franz, Hauptplatz. Pirch, Vinzenz, Hanptplatz. Polcgeg Otto, Hanptplatz. Rachle Kaspar, Tegetthosfstraße. Reicher Johann, Hauptplatz. Reismanu Thomas, Schulgassc 2. Reismann Friedrich, Hauptplatz. Schisko Jakob, Hanptplatz. . . . Schrott Georg, Herrengasse 36. Sollal Jakob, Burggassc. Sella k Heinrich, Mellingerstraße 22. Sollak Johann, Tegetthofsstraßc 8. Sollak Zindolf, Hanptplatz. Stossier Primus Witwe, Hanptplatz. Strauß Karl, Franz Joscfstraße. Tratar Josef, Unterrotmeinerstraße. Tschcrnc Johann, Postgassc 8. Tjchernovschck Marie, Tegetthofsstraßc. Urschitz Franz, Hanptplatz. Weitzl Friedr., Franz Josefstraße. Georg Wclle's Witwe, Hanptplatz. Wögerer Hermann, Selcherei, Burggassc 9. Wreßnig Peter, Triesterstraßc 3. Zokalj Franz, Mellingerstraße. Koß Matth-, Allerheiligengasse, Pferdcschlächtcr. Käfer I., Kaserngasse, Pferdeschlächter. Friseurc und Nascurc. Richer Michael, Hcrrengasse 27. Baizer Eilierich, Tegetthosfstraße. Baizer Viktor, Postgasse. Bergles Johann, Tegetthofsstraßc. Vien Raimund, Franz Josefstraße. Brandstätter Jos., Magdalenenvorstadt, Triesterstr. Wobei Friedrich, Mühlgasse. Dumler Louise, Schulgasse, Damenfriseurin. Flieger Ant., Herren- u. Damenfriseur, Burggassc. Goßnig Johann, Franz Joscfstraße. Holzer Johann, Domplatz. Koller Joses, Franz Joscfstraße. Kral Franz, Herren- u. Damenfriseur, Schulgassc. Krefl Ferdinand, Tegetthosfstraße. Kurzmann Anton, Domgasse. » Logar Jakob, Franz Josefstr. Maly Wilhelm, Tegetthosfstraße. Nerath Alois, Kärntnerstraße. NovLak Josef, Franz Joscfstraße. Paul Karl, Tegetthosfstraße. Radolitsch Johann, Mellingerstraße. Rcisp Adolf, Franz Jofefstraßc. Neisp Marie, Hauptplatz. Schaffer Grete, Damenfriseurin, Burggassc. Serdinko Adolf, Triesterstraßc. Spannbauer Johann, Drangasse. Stepan Ludwig, Herrengasse. Stoinscheg Stcf., Kärntnerstr. Thoinann Stefan, Tegetthosfstraße. Ulüar Johann, Kärntnerstraße. Weber Anton, Mellingerstraße. Zahradnik Anton, Burgplatz. Zenthner Johann, Viktringhofgasse. Galantcriewarcii-Handlungen. 'Martin; Josef, Hcrrengasse Martinz Rembcrt, Hcrrengasse. Turnd H. I., Tegetthoffslr. Spiegel Josef jnn, Burggasse 5. Gastwirte und Ncstaiirationc». Ballon I., Josefstraße Brosch Marie. Mühlgasse. Čolnik Theresia, Hcrrengasse 26. Dabringer Matthias, Lend. Felder Marie, Drangasse. Gorinp Fanni, Kärntnerstraße Gscllmann Johann, Mellingerstraße. Hernct Georg, Hauptplatz. Hctzl Heinrich, Kärntnernraßc. Heinrich Joh., Südbahnhos-Nestanratio». Hirschmann Fcrd., Mellingerstraße. Hofer, Pobersclierstraße. HoiSl Marie, Tegetthofsstraßc. Jank Friedrich, Flößergassc. Inkret I., „Zur Stadt Graz", Rathansplatz. JereS August, Triesterstraßc. Jelonschek $i„. Franz Joscfstraße. Kascha Matthias, Franz Joscfstraße. Kager Fanni, Mellingerstraße. Kaschcl Michael, Triesterstraßc. Knttncr Josef, Kascrnplatz. Lnchciner ?llois, Franz Jofefstraßc. Lauser Josef, Untcr-Rothwcincrstraße. Lonüarec Therese, Viktringhofgasse. Löschnig Ferdinand, Franz Joscfstraße. Löschnigg Richard, Drangasse. Ataicrseidl Johann, Triesterstraßc. Marik Theresia (Ockermntter), Mühlgasse. Marko Josef, Kärntnerstraße. Markus Johanna, Kürtncrstraße. Martinez M., Kaserngasse. Atatzhold Andr., Domgasse. Meden M., Tegetthosfstraße. Misleta Matthias, Blnmengassc. Mislowitsch Theresia, Röckcnzaungassc. Modritsch Josef, Josefgasse. Mtrak Th., Franz Joscfstraße. Mnsgcr Josef, Kreuzhof. Novschal Franz, Kaserngasse. Pregl I., Allerhciligengasse. Prelog Maria, Triesterstraßc. Pnkl Franz, Triesterstraßc. Radi Viktor, Franz Jofefstraßc. Radich Josef, Windcnanerstraße. Rapoz Josef, Triesterstraßc Riesmann Amalia, Triesterstraßc. Roiko I., Schillerstraße. Roschanz Franz. „Gambrinushalle", Thcaterg. Schigart Josef, Viktringhofgasse. Schinkv Emmerich, Gerichtshofgasse. Schnideritsch A., Kärntnerstraße. Schneider's Witwe, Frcihansgassc. Schosteritsch' Witwe, Mühlgasse. Serschvn Fried., Bancalarigasse. Skoff Josef, „zur gold. Birne", Franz Josefstr. Spatzck Vinzenz. „Traube", Tegetthosfstraße. Stander, Schlachthofgastwirtschaft. Straus; V., „Z. Steni", Kärntncrstr. Szakovics Aiichael, Domgasse. Tröstner Samuel, Gütz Brauhaus, Tcgetthossstr. Tschcruovscheks Witwe, „Csarda", Tegetthoffstraße. Witzler Amalia, Schmidcrcrgasse. Vogl Rosa, Poberscherstraße. Walter Maria, Mell'ngcrstraßc. Weinhauscr Franz, Burgplatz. Weiß Marie, Burgplatz. Wellet; Josefine, Urbanigassc. Wcrhonig Marie, Hauptplatz. Wcsiak Maria, Kärutnerstraßc. Woch Anton, Kärntuerstraße. Wurzingcr Matth., „zum gold. Löwen", Schmidpl. Zink Zäzilie, Triesteistraße. Zokali; Franz, Melliugcrstraße, F r ü h st ü ckst ubcn: Crippa I., Burggasse. ' Ford Charles, Tegetthoffstraße. Tschntschek Franz, Hcrrengassc. Gärtner. Hosch Franz, Schmiderergasse. Kleinschuster L., Gartengasse und Herrengasse. Mydlil Johann, Elisabethstraße. Blumenhandluna Postgassc. Ogriseg Richard, Langcrgasse. Weiler's Blninenhandlung, Herrengasse. *Zwillag Johann, Klostergasse 11. Geschirr-, Korb- und Holzwarenhandcl. Ko Sir Th., Hauptplatz. Likavetz Marie, Hauptplatz. Glaser, Glas- und Gcschirrhandlniigcn. Bernhard Franz & Sohn, Tegetthoffstraße. Kleinscheg Johann, Kärntuerstraße. Mkacher Max, Postgassc. Manari Anton, Tegetthoffstraße. Melzer Josef, Kärutnerstraßc. Wagrandl Ferd., Ecke der Post- u. Viktringhofg. Wcruig Johann, Aiagdl.-Vorstadt, Triesterstraße, Glocken- und Metall-Gießerei. Gebrüder Denzel, Badgasse. Gold- und Silbcrarbcitcr. Binder Friedrich, Domplatz 5. Götz August, Herrengasse. Karner Karl, Burggasse. Schnabl Jakob, Bergstraße. Seiler Vinzenz, Herrengasse. Gradier und Schnhobcrtcil-Grzcngcr. *Jartschitsch Karl, Freihausgasse. Schuhfabrik. Polgar Jakob, Biktringhofgasse. *Rumesch Johann, Biktringhofgasse. Waidacher Josef, Burggasse. Gürtler, Silber- und Bronzcarbcitcr. Kager Franz, Biktringhofgasse. Tratnik Karl, Pfarrhofgassc. Trutschl Josef, Burggasse. Hafner. Habiauitsch Vinzenz, Pcrkostraße. *Heritschko Paul, Freihausgassc. Handels-Agenturen. Baumeister Josef. Tegetthoffstraße 35. Burndorfer Joses, Huinboldtgasse. Frohm Nestor, Rciserstraße. Grandoschck Fritz, Wildenrainerstraße. Gulda Franz, Melliugcrstraße. Hruza Biichael, Bnrgerstraße. Hudovernik Al. (Reininghanser Vierdepot), Doing. Hubatschck Emil, Bürgerstraße. Liuinger Al., Wielandgasse 8. Mitzki; Heinrich, Goethcgasse. *Rosncr Joses, Ratengeschäft, Nagystraßc. Schmidt Karl, Carneristraße. Schweitzer Anton, Schillcrstraße 10. Sech er Moritz, Ratengeschäft, Herrengasse. Sobota Jos. H., Gerichtshvsgasse. Urban Irene, Bismarckstraße 23. Beritti Anton, Tegetthoffstraße 19. Nolckmar Hugo, Herrengasse 56. Waldhauser Franz, Biktringhofgasse 28. Wegmanu Josef, Handel mit patentierten Back-vsen, Triesterstraße 71. Wentzl Josef, Wielandgasse 14. Zucker Josef, Säcke-Leihanstalt, Tegetthoffstraße. Handschnhmacher und Bandagisten. Pvdgorschck Fr., Burggasse. Ulrich Hedwig, Herrengasse. Hcrrenklcidcrmachcr. Arbeiter-Prodnktiv-Gcuossenschaft, Bergstraße 6. Barloviö Josef, Theatergassc. SBožič Ignaz, Tegetthoffstraße. *Dercani T., Pfarrhofgassc 1. Dincbir Franz, Mnhlgassc 7. Doläek Stefan, Postgasse 9. Dvorschag Fritz, Kärntuerstraße. Ehm Wenzel, Franz Josefstraße. Folger Josef, Kärutnerstraßc 19. Galle Anton, Joscfgassc 13. Glawitsch Matthias, Mnhlgasse 6. Grainbus Karl, Hauptplatz. Haas Franz, Kärntuerstraße 90. Jcsscuko Franz, Viktringhofg. 18. Juterschnig Jakob, Biktringhofgasse. Kapun Alois, Josefgasse 3. Karl Anton, Schnlgasse 2. Korenski, Franz, Tegetthoffstraße 21. Koßnr Anton, Doniplatz 5. Körner Franz, Hauptplatz 4. Kunst Peter, Burggasse. Ledineg Alex., Tegetthoffstraße 21. Lcpej Franz, Joscfgassc 8. Letoma Andreas, Schivarzgassc 5. Lisciiz Johann, Flößergasse. Lorber Franz, Tcgetthoffstraße. Mayer Simon, Kärntncrstraße 102. Mazuch Josef, Doingasse. Mejatsch Peter, Domgassc 4. Mikulce Georg, Mellingerstraße 57. Mohr Anton, Kärntncrstraße 50. Monetti Josef, Schmicdplatz 2. Möller Einerich, Biktringhofg. 25. Mnrschetz Franz, Hauptplatz 4. Nekrepp Ignaz, Schwarzgasse. Ncrath Alois, Schniiderergnsse 3, auch Pntzcrei. Ornig Martin, Blumcngasfc. Oswald Johann, Franz Josefstr. 18. Pauko Matthias, Draugassc. Podgorschcgg Blasius,- Nngystrnße 14. Iiichtcr Josef, Mellingerstraße. Roiko Joh., Kärntnerstraße 81. Schcdiwy Franz, Mßergasse 7. Schischek Franz, Mellingerstraße 1. Schrinipf Franz, Bnrggasse 15. Schwarz Franz (Latzko), Schnlgasse 5. Sodin T., Pfarrhosfgassc. Sonkal Josef, Bnrggasse. Stichler Anton, Gerichtshofgasse 2. Stnmberger Johann, Mellingerstraße 1. Snpane Leopold, Kärntncrstraße 1. Tknlctz Anton, Hanptplatz. Weiß Peter, Domplatz (Turin). Wesiak Jakob, Schnlgasse 4. Wreßnig Robert, Tegctthosfstraßc 28. Zwirn Franz, Kärntnerstraßc 8. Zwcrlin Franz, Tegctthvffstraße 30. Hccrcn-Koufcktionsgcschästc. Lcdineg Alex., Tegctthosfstraßc 21. Möller Einerich, Biktringhofgasse. Srebre Paiil, Tegetthofstraße. Starke! Alexander, Uniforinierungsanstalt, „Scherbanmhof", Sofienplatz 6. Holz- uiid Kohlcit-Haiidlungc». Eilctz Antonia, Bnrggasse 10. Erncschck Marie, Mellingerstraße 5. Fließ Fortunat, Biktringhofgasse 16. Fraß Bartholomäus, Kärntnerstraße 74. Grill Franz, Hans Abt's Nächst, Nnthansplatz ti. Herschitz Ph., Mellingerstraße. Hirschniann Ferdinand, Mellingerstraße 87. JntraS Josef, Franz Josefstraße. Kisfinann Josef, Mellingerstraße. Kodritsch Stefan, Triesterstraßc. Kvßi Johann, Kärntncrstraße 22. Kovaeiü Johan», Mellingerstraße. Lach Friedrich, Reitcrgassc. Leinisch Johann, Reiserstraßc 3. Mayer Johann, Blumengasse 18. Merkt, Mühlgasse 1. Peheim Alois, Theatergasse 6. Rathey Antonie, Mühlgasse 22. Schimek Vinzenz, Tcgetthoffstraße. Smonik Jakob, Franengasse 0. Schönheit L., Tcgetthoffstraße. Staiieth Marie, Franengasse !). Straschill & Felder, Lendgasse 8. Trntschl Peter, Kaiserstraße 4. Weranilsch Marie, Kärntnerstraßc 43. Hotels- und Einkehr-Gasthäuser. Fuchs Ai., Hotel „Alte Vicrquelle", Postgasse. Jcllek Karl, „Znni Lamm", Tegctthosfstraßc. Lehrer Josef, „Zur Södbahn", 'Tegctthosfstraße. lllendl Johann, Triesterstraßc 13.' Obritzhanser Josef, Hotel „Mohr", Hcrrengasse. Schcrsler Josef, „Znni gold. Roß", Biktringhofg. Skallak Hubert, Hotel „Meran", Tcgetthoffstraße. Spaeck Vinzenz, „Zur Traube", Tcgetthoffstraße. Tscharre Peter, „Hotel schwarzer Adler", Bnrgplatz. Wellebil Ailton, „Sandwirt", Biktringhofg. Wiesthaler Th., Hotel „StadtWien", Tegetthosfstr. Wreßnigg Peter, „Zum Hirschen", Triesterstraßc. Zweit! Leopold, „Erzherzog Johann", Bnrggasse. Hutmachcr. Bregar Johann, Herrengasse 16. Hlnstig Ludwig, Drangasse. Küfer Martin, Tcgetthoffstraße. Lehrer Wilhelm, Herrengasse 22. Hut- und Schnhwaccn-Nicdcrlagcu. Blasina Emma, Biktringhofgasse. Fränkcl Ällfr., Wiener Schnhwaren. Küfer Matthias, Tcgctthvsfstraßc 26. Schram M., Herreng., Filiale Tegctthosfstraße. Pirchan G., Mnnchengrätzcr Schnhfabrikslagcr. Kaffcchänscr. Azzvla F., Biktringhofgasse. Fabian Ä., Nathausplatz. Grund Ernst, Kärntncrstraße. Günther Theresia, Biktringhofgasse. Hummel Otto, Tcgetthvsfstraße. Radl M., Joscfgassc. Rieder F., Tegctthosfstraße. Rnpnik Paul, Franz Josefstraße. Rnpprich Julius, Herrengassc. Wagner Josef, „Meran", Tegctthosfstraße. Kamiiiscgcr. Auer Franz, Kascrngasse. Ertl Martin, Burg. Gröger Wilhelm, Rathansplatz. Jnrüschko I., Burggasse. Ratzek Josef, Kärntnerstraßc. Wanek Wenzel, Allerheiligengasse. Käsc-Export-Gcschäft. Menis li. Schcrbanm Feed., Grabengafsc. Schamesberger Josef, Mellingerstraße. Klavicr-Nicdcrlagc und Lcihaustalt. . Hoynigg Isabella, Schillcrstraßc. Bolckmar Bertha, Hcrrengasse 56. Kleider- und Wäschc-Handlunge». Henmeyer M., Hanptplatz. Koller Aloisia, Drangasse, Scbiiicg KreSzcnzia, Tegetthoffstraße 21. Praprotnik St., SNellingerstraße. Toplak Therese, Herrengassc. Tschcde Joscfine, Domgasje 1. Tschiritjch Aiarie, Postgasse. Korbflechter. Slntloga Josef, auch Siebniachcr mid Draht-flcchter, Tegetthoffstraße. Prach Slndreas, Tegetthoffstraße. Kunstbluiucn-Handlung. Dolenz Johanna, Freihausgasse. Bndefcldt Zäzilie, Herrengassc. Kupferschmiede. Weiß Wilhelm, Kärntnerstraße. Glumač Demetrius, Kaserngasse. Kürschner. Granitz Magdalena, Herrengasse. Holliöek Johann, Herrengasse. Laudcsproduktc. Braun Therese, Kärntnerstraße. Gulda Franz, Mellingerstraße. Mayer Slndreas, Viktringhofg. Oehin Franz, Fabriksgasse. Rosenberg Josef, Burggasse 1. Troger Christian, Burgplatz. Nur Felle. Scherbauin Karl & Söhne, Bnrgplatz. Lebzelter. Dnfek Josef, Viktringhofgasse. Gert Franz, Herrengasse 15. Lcdcr-Gcrbcrcicu und Haiidliingcn. Vadl Wilh., Lager am Hauptplatz. Berg Hermann, Fabrik, Lederergasse. Gruber Johann, Bnrgplatz. Gyürck Liitolans Nachf. (Stark jun.), Postgasse. Halbärth Jg., Slnton BadLs Nachf., Fabrik, Badgasse 21. Hoffmann Hans, Tcgctthosfstraße. Koza Slntonia, Lederverkanf, Tcgctthosfstraße. Nasko Sllois, Schlachthofgassc. Reisp M., Lederverkanf, Drangasse. Rosenberg Josef, Lederhandlung, Bnrggasse 1. Stark Hugo, Hanptplatz. Lesezirkel und Zcitschristcii-Lcihaustalt. Kienreich I. 2t., Carncrigasse. Likör- und Brailiitweiu-Erzeugiiug. Sllbrecht & Strohbach, Herrengasse, Sosieuplatz. Fricdnn Franz, Kärntnerstraße. Horwath Seit., Doingasse. Krisper Matthias, Tricstcrstraßc. Lendler Georg, Kärntnerstraße. Scherfler Josef, Viktringhofgasse. Schmiderer, Kärntnerstraße. Schmidt Felix, Kärntnerstraße. Tschcligi I., Hanptplatz. Wrnß IRichacl, Tricsterstraße. Maler, Slnstrcichcr und Lackierer. Divjak Franz, Pfarrhofgassc. Holzingcr Josef, Schriftenmalcr, Rciserstraßc. Horwath Johann, Kasinogasse. Jäger Karl, Kaserngasse. Juterschnigg G., Färbergasse. Lorber Johann, Viktringhofgasse. Nonncr Michael, Schriftenmalcr, Fcrdinandstraße. Pestitschck Josef, Neugassc. Philipp Gustav, Schriftenmaler, Viktringhofgasse. Schiichcgg Hermann, Schristenmaler. Herreng. Sabnkoschek Ludwig, Schriftenmalcr, Postgasse. Sirotiä Michael, Hanptplatz. StrohmayerMichacl, Schriftenmalcr, Brandisgasse. Wergles Florian. Kärntncrstr. ^elcznh Franz, Schmidplatz. Manufaktur-, Mode- u. Kurzwarcu-Haudluugcu. Barta Leopold (Blau), Herrengasse. Gaischeg Niartin, Drangasse. Grubitsch Johann, Tegetthoffstraße. Hobacher Hedwig, Bnrggasse. Jhl Hugo, Tegetthoffstraße 9. Kokoschincgg I., Tegetthoffstraße. Kratina Reinhold, Dran affe 10. Michclitsch Felix, Herrengasse. *Pirchan Gustav, Herrengasse. Pncher Johann, Herrengassc. Raab Viktor, Herrengassc 23. Rop Felix, Postgasse. Schusteritsch Josef, Herrengassc. Zepec M. E., Bnrgplatz. ÜoStariä I. N., Hanptplatz. Srebre Paul, Tegetthoffstraße. Tantschcr F. S., Herrengasse. :. Illlaga Josef, Tegetthoffstraße. :, Wcssiag Sldolf, Drangasse. Morsche Karl (vorm. Grubitsch), Herrengasse. Maschinstrickerci. Blau Leopold, Herrengasse 5. Dnx Josefinc, Tcgctthosfstraße 24. Köllncr Emilie, Herrengasse 7. Wesiak Aiaric, Schnlgassc 4. Mechaniker, Rähmaschiucu- mtb Fahrrnd-Ricdcrlagcu und Fabriken. Baron Valentin, Viktringhofgasse 23. * Dadien Moritz, Viktringhofgasse 22. Heu Sllois, Bnrggasse. Masten Johann, Sophicnplntz. * Sieger Franz, Bnrggasse, elektrische Kraftüber- tragung. Singcr-Maschinen-Niederlage, Herrengasse 32. I Straßmayer Rudolf, Überfuhrstraße 7. Messerschmiede. Artier Thalmanns Witwe, Hanptplatz. Tomaschitsch Franz. Burggasse u. Kärntncrstraße Metallgießereien. Denzel Johann, Badgasse. Jcschek Karl und Richard, Mellingerstraße. Milch und Mollerci-Prodnktc. Marbnrgcr Molkerei. Zentralstelle für hygienische Mtilchversorgnng, Tegetthofsstraßc 63. Molkerei Friede. Jank, Flößergasse. Niederlagen der Kötscher'Molkerei: Hamerlinggasse, Domplatz, Hcrrengasse 36. Möbel-Niederlagen. Kregar Josef, Schulgasse. Mandl Johann, Hauptplatz. Makottcr Ecru., Bnrggasse. Pleterschck Franz, Kärntnerstraße. Prodnktiugenossenschaft der Tischlermeister, Bnrg-plntz 3. Rochl Alexander, Kärntncrstraße. Srebre P., Tegetthosfstraßc. Wcsink Karl, Tegetthosfstraßc. Modistinnen. Dolenz Johanna, Freihansg. 3. Geringer Krcsz., Bnrggasse 34. Glaningcr Amalie, Hcrrengasse 16. Hobachcr Anna, Tegetthosfstraßc 11. Holliöck Amalie, Herrengasse 24. Klobasa Berta, Josefstraße 5. Kratinn Mihi, Trangasse 10. Lehrer Rosa, Hcrrengasse 22. Rotjchak Rosa, Viktringhofgassc 19. Sk et Helene, Domplatz. Witzler Elise (Polt), Hcrrengasse 40. Mühlen. Ludwig Franz & Sohne, Kriehuberstr. ) Dampf-Scherbanm Karl & Söhne, Burgplntz. ) mühlen. Speß Johann, Windenauerstraße. Mnsik-Jnstrmnentcnmachcr. Höfer Josef, Schulgasse 2. Perz Franz, Bnrggasse. Nagclschinicd und Ningclschmicd. Rathey Franz, Poberschcrstraße. Frankl Ferdinand, Brunndorf. Orgelbauer. Vrandl Josef, Schmidercrgasse. Hallccker Alois, Allerheiligengasse. Koroschak Franz, Kärntnerstraße. Papier-, Schreib- und Zcichcn-Ncqnisitcn. Czadnik Friedrich, Tomgasse 5. Gnißer Rudolf, Burgplatz. Heinz Wilhelm, Herrengasse 26. Jvannsch Therese, Mellingerstraße 15. Macher Katharina, Jvsesslraße. 'Nowak Felix (Ferlinz Nächst), Herrengasse 9. Nvlvak Josefine, Hanptplatz. Platzer Andreas, Herrengasse 3. Pristcrnik Bkarie, Teietthossstraße 13. Scheidbach Karl, Hcrrengasse. 28. (Struct Anton, Mühlgasse 28. Handel mit photographischen Bildern und Ansichtskarten. Wcixl Wilhelm, Herrengasse. ' Pseiscnschncider. Kronamettcr Jo'cf, Tcgctthosfstwßc. Photographen. ?ltclier Makart, Bnrggasse 28. Erben Franz, Franz Joscfstraßc. Kiefer L. I., Schillerslraßc 20. Mayer Karl, Hcrrengasse 39. And bk, Atelier „Elite", Badgasse 11. Prader Hans, Bnrggasse 16. Wagner I. R., Bnrggasse 4. Präparatcnr. Zalvesky Franz, Schulgasse 4. Realitiitcn-Bcrkchr. Kadlik Josef, Bnrggasse 17. KrZirek Karl, Burggasse 8. Stamzar Wtw., Schulgasse. Regen- und Sonncnschirinmachcr. Hobacher Alois, Tcgetthosfstr. 12, Herrengasse 14 Hobacher Hedwig, Burggasse 2. *Petrvssi Franz, Hcrrengasse 1. Niemer mib Sattler. Egger Heinrich, Herrengasse. Ferk Franz, Angasse. Mandl Friedrich, Triesterstraße 23. 'Nowak Rudolf, Bnrgplatz Pecharda Franz, (Kriwnnek H.), Sofienplatz. Sabnkoschek I., Kärntnerstraße. Wenitseh Franz, Viktringhofgassc. Zechncr Heinrich, Viktringhofgassc. Schleiferei. Fabian Anton, Mellingerstraße. Silvero Leonhard, Tegetthofsstraßc. Schlcisstcinsabrik. *Pickel Karl, Volksgartenstraße. Swaty, Triesterstraße. Schlosser. Vaiccr Lllois, Mühlgasse. Eylert Ernst, Pnsfgassc Ecke Schlachthofgasse, Wcrkstättc für INaschinenban und Schlosserei. Hitzl Karl, Weinbangasse. Jagoditsch Franz, Flößergasse. Kerth Karl, Kürntnerstraße. Kothbaner Franz, Frcihansgasse. Pirch Josef, Brnnngasse. Pirch Karl, Bnrggasse. Polatschek Alois, Frcihansgasse. Ricgler Alois, Flößergasse. Schell Franz, Kärntncrstraße. Sinkowitsch Karl, Pnffgasse. | Sirak Johann, Poberschcrstraße. Schmiede. Koren Anton, Kärntnerstraße. KorcL Alois, Burggasse. Kotzbeck Konrad, Kriehubergasse. Kukctz Fanni. Mühlgasse 44. Novadek Johann, Lendgasse. Onitsch Alois, Badgasse 6. Pcklar Alois, Badgasse. Schuhmacher. Anbitsch Karl, Triesterstraße. Blasina Joses, Bnrgplatz. Beranitsch I., Josefgasse. (lech Johann, Franz Josefstraße. Tentschinann Franz, Kärntncrstraße. Tornhoser Josef, Mellingerstraßc. Egger Johann, Bnrggasse. Egger Ww., Domplatz. Fabian Johann, Allerhciligengasse. Feix Anton, Allcrheiligengasse. Frieder Stefan, Franz Josefstraße. Fischer F. ?l., Schnlgassc ö. Gabrovec Matthias, Bnrggasse. Glujchitz Valentin. Tegeithoffstraße. Golob Karl, Mühlgasse 8. Görlich Wenzel, Schwarzgasse 6. Greis Franz sen., Triesterstraße 13. Greif Franz jun., Triesterstraße 15 Gnsel Leopold, Bergstraße 8. Horivath Ludwig, Herrengasse 37. Huber Johann, Franz Joscfstraße. Jaworski Albert, Rathausplatz. Jugg Georg, Franz Joscfstraße. Jugg Kaspar, Schillerstraße 6. Jurscha Matthias, Triesterstraße 5. Juterschnig Anton, Bnrggasse. Kohont Wilhelm, Perkostraße. Koren Anton, Mnhlgassc 7. Koß Johann, Tappeinerplatz. Krois August, Kasernplatz. Krois Johann, Kärntncrstraße 37. Kuchar Thomas, Viktringhofgasse. Lenartschitsch Vinzenz, Tegeithoffstraße 28. Löschnig Karl, Kärntnerstraße 26. Lustig Eduard, KärMerstraße 34. Malh Kaspar, Kärntuerstraße. Martschitsch Johann, Drangassc 8. Matignaco Peter, Franz Josefstr. Medwed Thomas, Allerhciligengasse. Michclitsch Alois, Kärntnerstraßc. Muhr Johann, Franz Joscfstraße. Ncrath Franz, Kärntnerstraße 8. Nerath Friedrich, Kärntnerstr. 18. Neubauer Franz, Mellingerstraßc. Neubauer Karl, Mellingerstraßc. Ncuniann Joies, Triesterstraße. lliowak Matthäus, Kärntncrstraße. Padonik Ignaz, Viktringhofgasse 0 Pachitsch Lorenz, Kärntncrstraße. Pettck Franz, Schmiderergassc 5. Pirsch Blasius, Joscfigasse 8. Pisanetz Anton, Windenancrstr. 1. Plasonig Markus, Tegetthossslraßc 72. Plochl Franz, Bürgerstraße 8. *Pototschnig Johann, Mariengassc 10. Rasborschek Val., Mcllingcrstr. 7. Neniler Florian, Tegeithoffstraße 3. Robitsch Valentin. Flößergassc 6. Roiko Johann, Schmidplatz 5. Rnttnik Franz, Tcgetthossstraße 63. äalamvn Johann, Bergstraße. Schalkovitsch Thomas, Fijcherg. 3. Schoral Josef, Kasernplatz 2. Sidar Franz, Poberschstraßc 1. Sieber Feed., Tegctthosfstr. 4-2. Škrabe Johann, Mnhlgassc 4. Sornig Koloma», Allerheiligcngassc Stance, Franz, Psarrhofgassc.^ Standinger Rnd., Biktringhosg.10. Stertilka Michael, Viktringhofg. Stnmbcrger Jos., Tegctthosfstr. 17. Tadina.Matthias, Fabriksgasse. Tomanitsch Josef, Kärntncrstraße. Trost Anton, Domgasje. Wodcb Martin. Viktringhofgasse 28. Woiwoda Joses. Färbergasse. Wanchnig Joses, Postgasse 10. Weber Alois, Urbanigassc 30. Weniger! Franz, Pollgasse. Wcsen6ck Johann, Kärntnerstraße. Micher Andreas, Mellingcrstraße, Wittmeher Franz, Triesterstraße. Wodnschek Johann, Sophienplatz 1. Wogrinetz Matthias, Burggasse 24. Woiik Josef, Hcrrengasse 52. Wresch Matthias, Tegetthossstraße. Zentrich Stefan, Franz Josefstr. Zollenstein Jakob, Bnrggasse 12. Sciscusicdcr. Bros Karl, Hanptplatz, Fabrik Mvthcrgasfc. Scsscl-Erzciigiing. Lirzer 9iniimmb, Augasse. ©eilet. Banmkirchncr Simon, Tegetthossstraße. Heller Franz, Herrengassc. Sodawasset-Erzeugiing. Bender Florian, Triesterstraße. Kampl (£., Viktringhofgasse. Schlesinger M., Mühlgasse. Spezerei- und Geuiischtwaren-Handluugeu. Andraschitz Hans, Kärntncrstraße. Berner Wilhelm, Kärntnerstraßc. Berdajs W.. Burg. CernovSck Maria, Wcrkstättenstr. Christof Josef, Franz Josefstraße 9. Doll Juliana, Schnlgassc. I Fabian Alois, Hcrrengasse. Felder Friedrich, Drangasse. Flecker Johann, Tegetthossstraße. Fontana Silvester jnn., Tegetthossstraße. Frnhanf Atarie, Franz Josefstraße. Frangcsch Wm, Hcrrcngassc. Göttlich Therese, Kokoschineggstraßc. Gnsel Leopold, Triesterstraße. Haber Karl, Tcgetthossstraße. Hartingcr Ferdinand, Tegetthosfstr Havlik Franz, Domplatz. Mineralwässerhandel. Hofmeister Karl, Kärntnerstraße. Holzer Hans, Triesterstraße. Huber Franz, Tegetlhosfstraße. Jandl Johanna, Franz Josefstraßc. Jeres August, Triesterstraße. Stančič Aurelia, Rathansptatz 4. Kaufmann F. (Lncardi), Triefterstr.-Dranbrncke. Kautschitsch Josef, Herrengasse. Keß Gottfried, Herrengasse. Koroschctz L. H., Triesterstraße. Korvschetz Marie, Eisenstraße. König Walter,! Prrkostraßc 7. Lauser Joses, Nothweinerstraße. Lepcj I., Naghstraße. Lorber Hans, Herrengasse 36. Lorber Johann, Hcrrcngassc 56. Leinschitz Franziska, Mellingerstraße. ' Leschanz Leopold, Domplatz. Letonja Josefa, Draugasse. Martin Kathi, Goethcstraße. Atanritsch Agnes, Kärntnerstraße 50. Mayer Andreas, cn gros, Viktringhofgasse. Meinl Julius, Tee, Kaffee, Kakao, Herrengasse. Mitaewitsch Anton, Tcgetthossstraße. Mohorko HanS, Bnrggasse, Petroleum-Vertrieb. Murko Vitus, Mellingerstraße. Marchetto Alexander, Thcatergassc. Mydlil Alex., Herrengasse 46. Opclka Franz, Kärntnerstraße. Paulo Luzia. Kärntnerstraße. Pachner's Nachsg. Szlepecs & Vincctitsch, Postg. Posch Hans, Kärntnerstraße. Pranchart Josef, Bancalarigasse. Preschen» Johann, Hauptplatz. Prstec Joses, Triesterstraße. Qnandest Alois, Herrengasse. Rcichenberg Josef, Kärntnerstraße. Nieser Julie, Kärntnerstraße. Sagai Joses, Kärntnerstraße. Schmidl Karl, .Hcrrcngassc. Schncebachcr Louise, Josefstraße. Schnideritsch Alois, Drangasse. Schnmenjak Alois, Tegetthossstraße Seidl At., Domplatz. Sirk Hans, Hanptplatz. Sock und Kasimir Tegetthossstraße 83. Sorko Franz, Schmidplatz. Souvent Mina, Mühlgasse. Sturm Anna, Viktringhofgasse. Sucher Alois, Triesterstraße. Taschler Anton, Fabriksgasse. Tischler Ignaz, Tegetthossstraße. Travisan Franz, Franz Josefstraßc. Vertnik Amalie, Kärntnerstraße. Vogl Rosa, Pobcrschcrstraßc. Vratariö Stefan, Kärntnerstraße. Walzl Josef, Drangasse. Weber Alois, Urbanigasse. Weigert Adolf, Tegetthossstraße. Wcltzebach I., Franz Josefstraßc. Werbnigg Josef, Atellingcrstraßc 41. Wcrscla Felix, Mnhlgasse. Worschitz Franz, Urbanigasse. Zahradnik Julie, Perkostraße. Ziegler Matthias, Hanptplatz. Zoppoth Elisabeth, Kärntnerstraße. Spczialitätcii-Ecschäft. Spczialitntcntrafik Bnrggasse. SPcditcnrc und Möbel-TranSport. Gulda Franz, Mellingerstraße. Kissmanns Nachf., Burgplatz. *Mally A. Itachfl., Mellingerstraße. Spengler. Blum Rudolf, Hilarinsstraße. *Fcßl Josef, Brnnngasse 7. Hortvath Franz, Tegetthossstraße. Jcllek's A., W>v. Tegetthossstraße. Jnrscha Felix, Triesterstraße 18. Paril Michael, BrandiSgasse. Niha Alois, Nagystraße 11. Niha Joses sen., Kärntnerstraße. *S>voboda Eduard, Theatergasse. Tapezierer. Bnbak Ernst, Viktringhofgasse. Vnbak Josef, Schillerstraße. Pack Johann, Slärntnerstraße 24. Atandl Johann, Möbcllager, Hanptplatz. Sidar August, Tegetthossstraße. Tscherin Anton, Theatergasse. Wesiak Karl, Tegetthossstraße. Wind Hugo, Tegetthossstraße. Zelenka Ernst, Herrengasse. Teigwarciierzcugiiiig. Franz Lndtvig, Mellingerstraße. Tischler. Bcnkitsch Nikolaus, Tegetthoffstraßc. Bobek Andreas, Triesterstraße. Dörflinger Friedrich, Kaserngasse 8. Drofenik Paul, Wiesengasse 2._ Dworschak Jakob, Mellingstraße 41. Eins Valentin, Herrengasse. Eisl Fr., Viktringhofg., Billard- n. Aiöbeltischler. Eisl R., Viktringhofg., Billard- u. Möbeltischler. Fnck Alois, Mnhlgasse 11. Gaiser Johann, Gerichtshofgasse. Gaiser Matthias, Viktringhofgasse. Göttlich Michael, Kärntnerstraße. Grilletz Michael, Nathansplatz. Hallecker Johann, Reiserstraße 23. hochneggcr Peter, Kärntuerstraße IG. hoinik AtatthiaS, Äiiifcnirof;c 8. hölzl Anton, Sofienplap Stefcy Thomas, Urbanigafse 26. Kleinenschck Andren-?, Josefigassc. Kolleritsch Josef, Franz Josefstraße. Koren Max, Kärntuerstraße 41. Kregar Josef, Bnrggasse. Lnbi Matthias, Augajse 25 Ataicen Joh. 'Andreas, Bikttinghofgassc 12. I.ltenhard Georg, Melliiigerstrahe 23. Michitz Anton, Blumengasse 14. Vtnhitsch Anton, Josefgasse 31. Pichler Johann, Rciscrstraßc 3. Plochl Josef, Nrbanigasse 20. Pnrgay Joh., Urbanigassc. Nochel Alexander, Schnndplatz 3. 3ioiko Alois, Kaserngassc. 'Lalzer Rudolf, Gocthcstraße. Sallocker Anton, Tegetthoffplatz 3. Schafferitsch Johann, Mnhlgasse 11. Senckowitsch Franz, Triestcrstraßc 28. Skerbisch Simon, Urban gasje 24. Turk Alois. Mnhlgasse. Volöiö Josef, Tricsterstraßc 11. Micher Anton, Heugassc 4. Wunderlich Leopold, Schmidercrgasse 3. Trödlcrcicn. Blaschitz Joscfine, Bnrgplatz. Henmeycr At., Hauptplatz. Jorgo Agnes, Drangasse. Koller A., Draugasse. Stelle Satt),, Bnrggasse. Uhrmacher. Vuresch Franz, Tegcttthoflstraße. Dren Johann, Kaserngassc. Fehrenbach Th., Herrengasse. Jlger Illois, Burgplatz. Jlger Wilhelm, Postgasse. Kisfinann Anton, Hcrrcng. Filiale: Tegetthosfstr. Mayer Josef, Tcgctthossstraße. Perko Josef, Tricsterstraßc. Sulz Georg, Tegetthosfstraße. Wappers Witwe, Domgassc. Wagner. Borstner Ferdinand, Thcatergasse. Pergler Franz, Badgasse. 'Pergler Franz juu , Wagenfabrik, Mnhlgasse. Potiorcsk Franz, Kärntnerstraße. Fraß Franz, Tegetthosfstraße. Wäsche- und Fciiiputzcrei. Vresnik Anna, Tegctihosfstraße 42. Ebner Akarie, Atellingcrstraße 45. Heller Elisabeth, Fischergasse 4 Kratzer Louise, Allcrhciligengasse 22. Nndl Alois, Bcrggasse 11. Peklar Marie, Atariengasse 10. Perko Maria, Franz Josefstraße 18. Schmigotz Elise, Domplatz 11. Schnnttier Johanna, Flbßcrgasse 7. | Spanbauer Maria, Kärntuerstraße 34. Spnrovetz Guido, Dampfwäscherei, Kaiserstraße. Tschcppe Rosa, Landwchrgassc 20. Mittel Fanlii, Domgassc 4. Zclzer Johanna, Herrengasse 40. Wäsche-Erzeugung, Stickerei ii. Bordriickcrci. Bnrghardt Emma, Bnrggasse 5. havliöek Franz, Wäsche-Fabrik, Tegetthosfstr. 77. Klemensbcrgcr Johanna, Bürgerstraße. Koren Rosalia, Schwarzgasse. Petteg Andreas, Wäsche-Erzeuger, Kärntnerstr. 8. Pirchan Karl und Franz, Wäscheerzcng., herreng. Plotsch Katharina, Mellingerstraße 50. Rasborschcg Josefa, Tegetthosfstraße. Sawcrschnig Marie, Kärntnerstraße. Sagai Marie, Herrengasse 33. Tschcch AgneS, Allerhciligcngafse 24. Badnou Antonie (hriber), Schnlgasse. Wanpotiä Josefa, Bnrggasse 16. Weingerl Josefine, Apothekergasse 4. Welencak Anna, Kasernplatz 8. Žagar tztosa, Biktriughofgasse. Wciuhaudluugcu. Badl Anton, Bordernbcrg. 'Novak K, Biktriughofgasse 13. Cvitanic Angela, Bnrggasse. Eiletz Antonia, Bnrggasse. hausmaningcr Kaspar, Tegetthosfstraße. Küster Ferdinand's Erben, Mellingerstraße. Lorber Marietta, Tegetthosfstraße. Meierscidl Josef, Triesterstraße. Ncdclko Johann, Atellingcrstraße. Paine L., Postgasse. Pcßl Karl, Leitersberg, nächst dem Südbahnhofe. Psrimer I. & 3?., Tegetthosfstraße 45. Pugel & iltoßmann, Sosienplatz 3. Stander Josef, Kärntuerstraße. Staudinger Friedrich, Wiclandgasse C. Thnrn Georg, gieiserstraße G. Tschcligi Josef, Kürntnersttaße 2. Wichscrzeuguiig. Hanke Marie, Biktriughofgasse. Richter Paul, Blumengasse. Zcugschulicd. Schnider Franz, Pvberschcrstraße. Zuckerbäcker. Amon Franz, Bnrggasse 5. Jllich Enianuel, Herrengasse 38. 'Pelikan Johann, Herrengasse imb Bnrgplatz. Pcssek Rupert, Tegetthosfstraße 44. Reichert Oskar, Herrengasse. Tomoff Gregor, Burggasse 6. Ziegeleien. Derwnschck Franz, Leitersberg. H. Schmid und Eh. Speidel,' Meiling. „Styria", Melling (Basch). Ziiuuicrpuycr. Resch Johann, Schillerstraße. Die Ernährung des Säuglings. l/ov beinahe 50 Jahren kam der Schweizer Lhemiker Zleftle auf den glücklichen Gedanken, ein Nahrungsmittel zu schaffen, welches im richtigen Verhältnis alle jene Bestandteile in sich vereinigt, die zur regelmäßigen Lntwicklung des kindlichen (Dr= ganismus erforderlich sind, und gleichzeitig durch ihre Verbindung mit Sauerstoff Lieben und Wärme aufrecht erhalten. Und die versuche sind gelungen, man hat ein „Ukilchzwieback-Pulvcr" erfunden, Namens Nestla's Rindermehl, welches mit Wasser aitgerührt und gekocht — ohne weiters einen angenehm duftenden und schmeckenden Brei ergibt. Dozent Dr. Rarl chochsinger, Direktor des I. öffentl. Rinderkrankeninstitutes in Wien, äußert sich in seinem wissenschaftlichen Werke über Ne ft lü's Rindermehl: „kfieher gehört das altehrivürdige Nest-lü'fche Rindermehl, ein Präparat, welches trotz seines Alters von keilte»: anderen Rindermehl überflügelt worden ist". Gemeinnütziges. IMite jeden Knlenderleseu nach nicht weist, ist die Tatsache, daß es einen Weg gibt, ans dein der Ertrag ans der Schweinehaltung ganz erheblich gesteigert werden kan». Es gibt ein Mittel, bitni) dessen Anwendung es gelingt, die Aufzucht sowohl als auch die Mast mit mehrere Monate abznkürzen und trotz der geringeren Zeitdauer eine viel größere Gewichtszunahme und eine weit bessere Qualität von Fleisch, Fett und Speck zu erzielen, als ohne dieses Mittel je erreicht werden kann. Das Mittel, das sich für jeden Schweine-besitzer als so wichtig erweist, ist durchaus fein Geheimmittel, sondern daS vielen taufcnbcii von Landwirten bereits ans das Beste bekannte Krast-sutter für Schweine, Fattingers Blntfntter „Lncnllns". Während man bei guten Fntterernten manchen Fntterartikel, der sonst erst gekauft werden muß, entbehren und ersparen kann, ist „Lnenllns" immer unentbehrlich. Es kann auch nie durch ein anderes Futter ersetzt werden, da kein Futtermittel eine so gute und zweckmäßige Znsammensetznng aufweist. „Lnenllns" kann in Verbindung mit jedem anderen Futter benützt werden, man warte mit seiner Beigabe aber nicht, bis die Mast beginnt, sondern verabreiche das wirksame Kraftfutter schon den Ferkeln in entsprechend kleinen Gaben. Die Resultate sind dann um so bessere und der Erlös ein um so grüßerer. Ans die in diesem Kalender enthaltene Ankündignng sei noch besonders hingewiesen. §id|ev wirkend und dabei angenelim ist German's Magenessenz; man merkt gar nicht, daß limit Medizin schluckt, und hilft sich damit bei den verschiedensten Magenbeschwerden. German's Magenessenz mit der Marke „Lebensessenz" ist das verläßlichste Hausmittel. Um 2 K 80 Ii (und 40 h für Packung) bestelle man 2 Flaschen beim Erzeuger K. German, Apotheker in Belvvar Nr. 1(37 (Kroatien). (Eine Million Harmonikas und Tausende und Abertausende andere Musikinstrumente werden alljährlich in Klin-gcnthal und Umgebung verfertigt. Wer deshalb Bedarf in Zngharmonikas, Bandonions, Violinen, Zithern. Guttarren k. hat und selbe direkt vom Fabriksort kaufen will, dem ist dringend zn emp-fehlen, sich an die bekannte Firma Meine! & Herold in Klingenthal i. S. zn wenden. Genannte Firma ist int Besitz von 8000 notariell beglaubigter, freiwillig eingesandter Dank- und Anerkennnngs-[et)reiben, welche ein sicherer Beweis sind, daß trotz der äußerst niedrige» Preise mir wirklich gediegene und brauchbare Waren znm Versand koinmen. Niemand versäume daher, vor Ankauf eines Jnstrninentes den neuen Katalog mit vielen Abbildungen nmsonst zn verlangen, derselbe wird an jedermann portofrei versandt. Aufträge von K 12'— an führt diese Firma innerhalb Österreich-Ungarns portofrei ans. Vorsichtige Mütter achten darauf, daß in ihrer Familie keine künstlich hergestelltcn und daher oft schädlichen Abführmittel verwendet werden, sondern nur die feit über 20 Jahren klinisch erprobten, milde, aber sicherwirkenden, magenstärkcndc» .Sagrada Barber" (Abführpastillen). Hauptverjand: Apotheke „Znm heiligen Geist", Wien l. Operngasfe 16. Schachteln zn K 2 10 und 70 li sind in fast allen Apotheken zu haben. Man nehme nur solche mit dem Namen „Barber". Krit 100 Jahren werden in Klingcnthal (Sachsen) und Umgebung Musikinstrumente aller Art verfertigt und nach allen Weltteilen versandt. Diese Tatsache ist ein Beweis von der Vorzüglichkeit der Klingenthalcr Fabrikate. Tie Firma Wolf L Comp, in Klingcnthal 298 führt in ihrem neuen Hanptkatalog für 1910 300 Sorten Ziehharmonikas und außerdem eine enorme Auswahl in allen übrigen Mnsikin-strnmcnten. Der genannten Firma gehen alljährlich Tausende Anerkennungen zu, welche das beste Zeugnis oblegen, daß gerade diese Firma nur in jeder Hinsicht vorzügliche Waren führt. Wer darum Bedarf hat in Zieh- und Mundharmonikas, Geigen, Ziihcrn, Guitarren, Konzertinas, Bandonions re., der wende sich vertrauensvoll an Wolf & Comp., Klingcnthal. ftttiifhit'e Touristvnfluid (aromatische Einreibung). Unvergleichlich kräftigend und belebend wirken nach großen anstrengenden großen Touren Einreibungen der Gliedmassen mit Kwizda's Fluid Marke Schlange (Touristen-Flnid). Dieses Mittel ist zuverlässig wirksam und sollte in keiner Touristen-Ansrüftung fehlen. Kwizda's Vestttutiono-Lluid für Pferde. Wer die Sehnen feiner Pferde bei starkem Gebrauche rein erhalten will, dem ist die Anwendung des Nestitntions-Flnid von Franz Johann Kwizda in Korneuburg zu empfehlen. Man reibe nach jedesmaligem Gebrauche, nachdem die Sehnen gut mit Stroh abgerieben wurden, die Beine des Pferdes vom Knie bis an den Fessel gut mit diesem Ncstitutions-Fluid ein und bandagiere sie dann leicht; es- ist dies ein einfaches und doch sehr wirksames Aiittel, um die Sehnen frisch und stramm zu erhalten und der Bildung von Gallen vorzubengcn. Das Kwizda'jche k. k. priv. Restitutions-Fluid für Pferde sollte daher in keinem gut gehaltenen Stalle fehlen. Ein bewährtes Hustenmittel. Wir machen nufere geehrten Leser auf Her-babnysUnterphosPhorigfanren „Kalk-Eisen-Sirnp" aufmerksam. Dieser seit 41 Jahren von zahlreichen und hervorragenden Ärzten erprobte und empfohlene Brnstsirup wirkt hnstenstillend und schleimlösend 7 sowie Appetit und Verdauung anregend; durch seinen Gehalt an Eisen und PhoSphor-Kalk-Salzcn ist er überdies für die Blut- und Knochenbildung sehr nützlich. Herbanps Kalk-Eisen-Sirnp wird seines Wohlgeschmackes wegen sehr gerne genommen und sowohl von Er-wachscnen als auch von den zartesten Kindern vorzüglich vertragen. Alleinige Erzeugung: Dr. Hellmaims Apotheke „zur Barmherzigkeit", Wien VII., Kaiserstraße 73—75. Vorrätig in allen größeren Apotheken. Verbote» ist cs, feiner Gesundheit z» schaden, wenn die Möglichkeit vorhanden ist, sich vor Erkrankungen zu schützen. Es nehme daher jeder zur Kenntnis, daß man gegen Husten, Brnstschmerzen, katarrhalische Erkrankungen, Heiserkeit,Verschleimung, kalten und heißen Nachtschweiß, röcheln des Atmen, Asthma :c. den echten Zagoriancr Brust-nnd Husten-Sirup des Apothekers E. V. Feller mit bestem Erfolge gebraucht. 2 Flaschen versendet fronto um 5 K der Erzeuger E. B. Feller in Stnbiea 9h'. 435 (Kroatien). Wie weggeblasen ist der llbelstand des erkrankten Menschen, wenn er die echten schwedischen Tropfen des Apothekers Feller anschafft und benützt, denn die Erfahrung lehrt, daß dieses auch unter den Namen Balsam und Lebenscssenz bekannte und ausgezeichnete Mittel gegen alle Beschwerden der Bcrdaunngs-organe,Appetitlosigkeit,Krämpfe, Übelkeiten, Brechreiz, Blähung, Verstopfung, Bleichsucht :c. vorzüglich wirkt. Es verhindert auch das Anfetzen der Fette. Wer sich durch Benützung dieses Hausmittels schützen will, bestelle augenblicklich zwei Flaschen um 5 K, wofür sic vom Erzeuger, Apotheker E. V. Feller in Stnbiea Nr. 435 (Kroatien), samt Gebrauchsanweisung überall hin franko verschickt werden. Jeder Leser dieses Kalenders erhält vollständig kostenlos und Portofrei einen hochinteressanten, reichillnstricrten Prachtkatalog über echte Schweizer Uhren, Ketten, Ringe, Ohrgehänge und verschiedenen Gold- und Silberwaren, man schreibe nur eine Postkarte an die weltberühmte Firma H. Suttner in Laibach 9ir. 287, welche den Prachtkatnlog sosort absendet. Dieses Uhren-Weltversandhaus, das in der Schweiz eine eigene Fabrik hat, erfreut sich allgemein der größten Beliebtheit. Man kauft hier beim Fachmanne und ist niemals Unannehmlichkeiten ansgesetzt, weil die Firma Nichtgefallendes nmtauscht oder das Geld znrückzahlt. Wir empfehlen jedermann, die im Annoncen-Anhangc befindliche Anzeige der Firma Suttner. lil. Die Stadt Marburg ist in fünf Bezirke eingeteilt: I. Bezirk Stadt, II. Grazer-Vorstadt, UI. Melting, IV. Kärntner-Vorstadt, V. Magdalena-Vorstadt. 3'i> nachstehenden Verzeichnisse ist der betreffende Bezirk stets neben dem Namen der Gaffe angegeben. Die Grundbnchbezeichiiungen sind neben jedem Namen mit der Einlagezahl nachfolgend abgekürzt ersichtlich: A für K.-G. Burgtor; B für K.-G. Burgmeierchof; G für K.-G. Stadt Marburg; D für K.-G. Kärntnertor; F für K.-G. St. Magdalena; 6 für Steiermärkische Landtafel. Die Besitzer von Eckhäusern und Gebäuden, deren Eck- oder Rückseiten in andere Gassen reichen, sind der (Ordnung halber nur einmal und zwar in jener Straße oder 'Gasse angegeben, wo sich deren Haupteingang befindet. Die Hausnummern jener Eck- und Rückseiten sind, um eine Wiederholung der Besitzer zu vermeiden, ohne Namen bei der betreffenden Gasse oder Straße angegeben. u Besitzer fl <2* r Besitzer Silit Allerhciligeiigasse,!. Bezirk. Nr. 1,2,4,17 3 prcgct Joses und Marie C 251 5 Vogl Juliana G 732 6 Glanünik Maria, Tscheligi Josef, Alberti Fanni Gräfin C 296 8 Ziegler Matthias C 189 10 Schein Anna G 222 11 widgay eignes G 97 12 Kothbaucr Zlloisia G 92 13 puchmeistcr Friedrich u. Marie C 263 14 Stadtgemeinde C 137, 138, 316 15 Kothbauer Aloisia C 110 18 Stadtgemeinde C 136 19 polatschek Alois und Mathilde C 190 20 wanck Wenzel und Josefa G 111 21 Scherbaum Karl C 112 22 heritschko paul C 103 23 wrablinj.wilh.,Maria,TheaG283,284 Hm Stabtpav?, l. Bezirk 1 Lininger Maria B 202 2lndreas Hofergasse, V. Bezirk 4 Tremaui Karl F 449 6 Spaß Johann F 450 8 dlo. F 451 10 dto. F 452 Aineugrubergasse, IV. Bezirk 7 Weber Franz und Johanna D 229 Apothekergasse, I. Bezirk Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 As^'lgasse, V. Bezirk. Nr 1 5 Südbahn-Gcsellschaft, Kolonie F 151 7 dto. F 151 9 dto.' F 151 11 dto. Lebensmittel-Magazin F 151 12 dto. Kolonie F 151 13 dto. Kinder-Asyl F 151 14 dto. Kolonie F 151 16 dto F 151 18 dto. F 151 Angasse, II. Bezirk. Nr. 1, 4, 7, 2 halbärth Ignaz und 21,ma 5 Badl 2lnton 8 halbärth Ignaz und Anna 10 Žebot Franz, Kremt Marie 14 Kristian Jakob 15 weltzebach RIaria 18 Stern Johann und Anna 19 Ferk Johann und Maria 21 hartnagel Viktor 22 Lirzer Raimund, (Sesselfabrik) 23 Lirzer Raimund 25 Lirzer Raimund und Josefa 9 9 74 134 53 118 116 120 A 287 A 43 99 99 298 A A A Badgasse. Nr. 1, 11, 13, 17, 34 Gerade Nummern I, ungerade II. Bezirk. 4 Scharbaum Karl und Gustav (Dampfmühle) G 2lS 5 Denzel Johann (JBaMjaus) A 209 8 pidilcv Raimund und 211aric C 184, 318 9 Denzel Johann A 23 19 Tomanitsch Ferdinand A 91 21 Fjall'äi'tl] Ignaz und 2hma A 7 23 dto A 5 BaHi'Hofgasse, II. Bezirk, Ar. 1, 3. Bancalarigasse, V. Bezirk. Ar. 1, 13,14 2 Aapoc Josef und Anna F 91 4 Schneebacher Lionise F 99 6 Kaufmann Karoline F 100 9 Trend! Juliana F 146 10 Scherbaum Karl F 103 Berggasse, V. Bezirk. Ar. 2, 19, 21, 24 4 Allg. Spar- u. verbrauchsverein F 287 5 Rorschek Georg und Kofalia F 41 6 Allg. Spar- n. verbrauchsoerein F 357 7 Schmiermaul Klaria F 59 8 Klarburger Eskomptebank F 76 11 Koroschetz Lorenz und Franziska F 196 14 Stadlgcmcinde (demoliert) F 56 16 Winkler Johann F 55 18 Vogrin Klaria F 57 20 tfiittl Klichael F 58 22 Franz Ludwig und Söhne F 61 Bisnrarckstrahe, II. Bezirk. Ar. 25 1 Klonisch Klaria B 166 3 Derwuschek Franz B 190 5 Swaty Franziska (Bayer) B 207 10 Koschatzky Karl B 171 11 Gariboldi Lhristine Edle von B 168 13 Scherbauin Karl B 181 14 Bullinann (Dtto B 169 16 Lamprecht Johann B 82 17 Klakasiö Juliana B 151 18 peuinaycr Klaria B 128 19 SlomZek dlnton und 2lpollonia B 136 23 Schürer Klaria B 112 Blunrengasse,!!. Bezirk. Ar. 1,2,35,38,39 3 Spitzer Adrienne, Kantz Herta r>., Schlesinger Zllfons A 137 8 Keschmann Klagdaleua A 98 9 Spitzer dldrienne, Kantz Herta v., Schlesinger dllfons A 146 10 Sellak Heinrich und Franziska A 105 11 Klisletta Klatthias und Klaria A 363 Wolf Elise A 144 dto. A 144 Stadtgeineinde A 323 rjimntlcr Adolf und Hermine A 128 Sabnkoscheg Ludwig u. Josefa A 47 Neischeg Klarič A 139 Klisera Hubert A 384 dto. A 376 Bnrghardt Klaria A 92 Klisera Hubert A 377 Burghardt Klaria A 41 Lirzer Georg A 33 Teminerl Johanna A 22 Beicher Johaiiu u. Johanna A 81 Hartuagel Viktor A 44 Lirzer Raimund A 99 Brandisgasse, I. Bezirk. Ar. 1 Twiekel pins Freiherr von 6 723 Girftmayr Johann G 734 dto. G 734 Brnnngasse, I. Bezirk. Ar. 1, 2, 3, 7, 9, 10, 13 Nrbaczek Josef und Karoline G 72 pird) Josef G 187 Brnnndorferstrasie, V. Bezirk Klartschitsch Jos., Stoklaser Klar. F 383 Hronowsky Wenzel und Klaria F 291 Bttrggasse, I. Bezirk. Ar. 1, 14, 15, 25, 31, 35 Girstmayr Johann G 733 Lrippa Julius und panline C 211 Kak Franziska, Eder 2lnna, Duchatsch Ferd.Dr., Duchatsch K. C 29 Faschinann Antonia G 210 waidacher Josef und Klaria G 33 Urbaczek Josef und Karoline C 250 Kržižef Karl und paula G 248 Wogerer Klaria G 259 Liletz Jda und Berta G 264 Wogerer Klaria C 149 Stadtgeineinde G 159 Zwctti Leopold G 191 Jlger Klarte C 254 ploth Josefine, pichlerKatharina, Schlesinger Eduard C 223 Ternovschek Bartlinü n. Klaria G 1° Aowak Simon G 21* 12 14 17 18 22 24 25 27 28 29 30 31 32 33 34 36 2 3 5 5 6 2 4 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 16 18 20 22 23 Fürstbistuni Caoant G 127 24 Gert Franz C 48 20 Dietiuger Johann u. Franziska C 158 27 Theater- und Rasinoverein C 130 28 pil'd] Karl und Maria G 311 29 Neger Franz und Maria G 118 34 Iuritschko Kreszenzia G 34 36 Marbnrger Gskomptebank C 124 37 Stadtgemeinde G 215 38 Tfcheligi >fcf C 125 38a dro. Wirtschaftsgebäude C 305 40 Stadtgcmeinde (versorgungsh.) C 144 42 dto. (Utagazin) G 62 Bnrgplah, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 4 1 weitz rikaria C 139 2 Šcpcc Markus und Antonia C 260 3 Marbg. Deutscher Bauverein C 246 5 Scherbauin Karl und Gustav G 172 6 dto. C 216 7 dto. G 217 8 dto. C 121 Bürgerstrasje, 1. Bezirk. Nr. 1, 10, 22 2 Badl Ignaz B 3 3 Scherbauin Karl und Gustav B 9 4 Badl Ignaz B 2 5 Glantschnia, mj. Maria, Irina, Stefanie, Ida B 6 6 Glantschnig Berta B 4 7 Badl Anton Dr. B 8 8 Glantschnig Berta B 5 9 k. k. Staatsgymnasium B 76 12 Fürstbischof!. Knaben-Seminar B 40 13 Lehrerbildungsanstalt B 76 17 Mydlil Zllexander und Mlga B 64 Larnerigasse, II. Bezirk. Nr. 2, 17 3 Schwab Josef und Amalia B 165 5 Schmidt Karl und Maria B 195 6 Haushalt.- u. Fortbildungsschule B 197 7 Scherbaum Gustav d. I. B 199 9 podlesnigg Alois B 222 13 Lesiak Theodor und Marie B 252 19 pfrimer Frida B 192 22 Blum Rudolf d. Ä. iv d. I. B 152 Lustozzagasse, V. Bezirk Doingasse, 1. Bezirk. Nr. 7 1 Franz Josef, Franz Rud. Dr. C 120 2 Grögl Dr.Raimund u. Johanna C 68 4 Schmidl Karl und Irma G 203 5 Swaty Franziska (Bayer) C 99 6 Baumann Johann u. Maria G 87 8 Szakovitz Michael und Agnes G 47 10 Matzhold Zlndreas und Anna G 109 12 Brüder Reininghaus G 134 Doinplat;, I. Bezirk. Nr. 2, 4, 8, 15 1 Stadtgemcinde, Knabenschule II G 146 3 Mally Artur Dr. C 140 5 Käfer Alois und Aloisia C 90 6 Hawlik Helene ‘C 282 7 Stadtpfarrkirche St. Johann G 280 9 dto. G 279 10 k. k. postärar C 315 11 Kräcker Läcilia G 147 12 Stadtgemeinde (Kutschern Sabine Stiftungshaus) G 269 13 Ullmann Gustav Albert G 180 14 Frank Robert Dr. G 170 16 Nagy Julie C 166 17 Theater- und Kasiiiovcrein C 23 18 Bistum Lavant zu Marburg G 128 19 dto. G 129 20 Dom- und Stadtpfarrpfründe G 281 Drangasse, I. Bezirk. Nr. 1, 12 3 Tscheppe Georg C 268 4 posojilnica G 234 5 Stadtgcmeinde G 231 6 posojilnica G 234 8 Wahl Josef G 135 10 Schwab Josef C 242 11 Fclber Friedrich und Maria G 37 13 Schmiderer Johann Dr. G 221 15 Zwetler Amalia C 205 DttchatscHgasse, IV. Bezirk. Nr. 38 5 vok Simon D 193 7 Miklautsch Rupert u. Iosefi>re D 268 9 Rakoschan 2lnna, Fallent Frieder. B 197 10 Iudmayr Ludwig und Thekla D 202 42 Hofbauer Anton u. Wilhelmine I) 231 Lisenstras'-c, V. Bezirk. Nr. 6 12 Lichtenstern Frida Baronin v. F 45 14 perko Mskar F 44 16 k. k. Ärar F 227 22 Stadtgem. (Totengräberhaus) F 192 LlisabethsLrahe, II. Bezirk. Nr. 19, 26 11 lllvMi! Johann und Josefa B 142 13 llagy 3ulic B 170 14 Stabtgcmombe(KmborgartciiIV)G 108 15 Socf 3rma, Maria, Karoline, pauk und Karl B 83 16 Skbtgemciitbe B 174 21 5onbi"öc5Y bc Foudrovec et Borkovecz lllngela von B 131 23 Zlöbl Josef, Zllbert u. Franziska B 127 24 Derwuschek Franz B 143 25 Schlosser pant B 133 Lngerthgasse, V. Bezirk 2 Südbahn-Gesellschaft (Kolonie) F 151 3 bto. F 151 4 bto. F 151 5 bto. F 151 6 bto. F 151 7 bto. F 151 8 bto. F 151 Lhclgassc, V. Bezirk, Nr. 3, 4, 5, 6, 7, 8 «Ercrücrptati, IV. Bezirk. Nr. 1, 3, 5 Fabriksgasse, 11. Bezirk. Nr. 20, 25 2 Franziskanerkirche A 35 8 Denzel Johann A 23 11 Frangesch Franz und Maria A 84 12 Fritsche Viktor A 121 13 Dehm Franz A 83 14 Zlicher Michael A 12 16 Tschernc Johann u. Theresia A 195 17 Scherbaum Karl und Gustav A 122 21 Taschler Anlon und Elisabeth A 326 Färbergasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 4, 6, 7, 8, 10 3 Andlovec Johann u. Maria C 108 5 Ban Maria G 85 Felbgasse, V. Bezirk 12 Visnoviä Katharina F 49 14 bto. ' F 50 16 Poit Johann F 51 Fcrbinanbstrahe, 1. Bezirk. Nr. 7, 8 2 Nomelby Karoline Edle von B 130 3 Futter Christof B 99 5 Scherbauin Karl und Gustav B 36 6 Suuinger Maria B 194 9 Babl Ignaz B 3 Fiscbcrgasse, IV. Bezirk Nr. 1, 2, 4, 12 7 Theresia Koschitz, Maria Nainusch Josefa Ivergles, Florian Ivergles D 157 9 Kollmann Theresia D 61 12 Straschill Franziska D 139 Fleischergasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6 Flöstergasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 4, 8 3 Niha Josef und Franziska C 171 5 Jank Friedrich und Maria G 95 6 Niegler llllois und Johanna C 212 7 Nlohor Cacilia ~ G 160 Forstncrgasse, V. Bezirk. Nr. 10 8 Maninger Theresia F 454 Fran; Iosesstrahc, V. Bezirk. Nr. 2, 4, 18, 24, 26, 34, 36 1 Koroschetz Lorenz u. Franziska F 197 5 Lippnik Jakob und Maria F 77 7 Löschnigg Ferbinand ». Maria F 104 8 peis Ella F 96 9 Kollaritsch Josef und Maria F 372 10 Frühe, uf Maria F 114 11 Gulič Lukas F 389 12 Machoritsch Theresia F 39 14 Faritsch Anton F 37 15 Nnppnik pant F 105 16 Jurmanu ksebwig F 97 17 Götz Anton F 128, 182 19 Sovernik Matthias u. Rosalia F 78 20 Pensionsinstitut für Diener der k. k. priv. Sübbahngcsellschaft F 273 23 Edgar Frh. v. Lichtenstern und Maria Arledter F 54 25 Götz Anton F 81 27 „ F 81 28 Südbahn-Gesellschaft (Kolonie) F 151 29 Kascha Matthias und Agnes F 131 30 Südbahn-Gesellschaft (Kolonie) F 121 31 Roßmann Fritz und Maria F 426, 399 32 Südbahn-Gesellschaft F 151 33 Roth Josef F 35 Hoidccker Franz, ZITaria, 21ofa, Emma, Eduard, Friedrich F 250 37 Schwarzer 2llois und Pauline F 242 39 Lacheincr Johann F 85 41 Holzknccht 3°f°f und 211ai'ia F 87 45 23ilnis Theodor F 240 48 Haupt Josef und Johanna F 412 49 CacFner 211aria F 239 51 Mohar Franz und Maria F 380 52 k. k. Infanterie-Kadettenschnle F 135 55 21 trak Theresia F 158 59 Kredit- und Sparverein für Marburg und Umgebung F 303, 349 Fran; Keilgasse, IV. Bezirk 18 Kristaniö Zludreas u. Johanna D 236 19 Steinbrenner Karl u. Maria D 227 Franengasse, I. Bezirk 27r. 1, 3, 5, 6, 8, 12 2 Scherbaum Karl und Gustav C 79 4 Baron Bich. Basso Gödel-Lannoy 6 05 9 Ivambrechtsamer Paula G 320 11 Baron Emil v. Gödel-Sannoy G 58 13 Majeiger 2lnna C 107 Frcihausgasse, I. Bezirk. Br. 1, 7, 12 3 Iartschitsch Karl und Maria G 90 5 Cotičarec Theresia G 255 8 Bapoc 3°fef C 88 9 wnrzer 3oscf G 60 11 Scherbaum Karl und Gustav C 44 14 „ C 112 Fröbclgasse, V. Bezirk Br. 3, 7, 11, 13 Gainserstrasze, IV. Bezirk. Br. 2 5 parmenter Karl und 22osa D 201 7 Modrinjak August und 211 aria D 200 9 Dobrauc Karl Dr. D 263 22 Beßmann Leopold n. Iosefine D 257 24 Pnhringer Karoline D 230 Gartengasse, IV. Bezirk. Br. 1, 2 3 Markus Johanna D 40 8 Mi rich de 2llso Lukavetz Emma D 235 12 Bassimbeni Ubald D 216 17 Kleiuschuster Lcopoldinc D 59 Gaswerkstrasie, III. Bezirk. Br. 1 5 Gaswerk A 40 13 kurzer 21aimund und 3osesine A 104 15 Seinschis; Franz und Antonia A 09 17 Btt Maria A 107 19 Branchardt 3oscf und 21mm A 149 21 Schniacher mj. 2l»na A 275 21a!veihl 3ohanna A 388 23 Scwarth Fanni A 66 23u3ereu Nikolaus, pirzl 2lntonia A 219 25 Znpanöiü Peter . A 130 Gerich tshofgas s e, II. Bezirk Br. 1, 2, 11, 21, 24, 28, 30 14 Dr. Selpnidt Paul und ZITaria A 293 15 Dr. Pipns 21adoslav A 328 10 Dr. Schmidt Paul und Maria A 294 17 Veras Johann und Maria A 340 23 Zllavin Stanko und Amalia A 359 25 Misera 3ulie A 73 26 Stärk Franz A 311 32 Misera Hubert A 357 Getrerdegasse, V. Bezirk Ghegagasse, V. Bezirk. 22r. 3, 5 2 Sndbahn-Ges. (2llte Kolonie) F 149 4 dto. ' F 149 0 dto. F 149 8 dto. F 149 10 dto. F 149 12 dto. F 149 Goethegasse, II. Bezirk. Br. 1, 18, 23, 25 2 Martinz 3°fcf B 58 4 dto. B 191 6 Deutsches Studentenheim B 189 19 Salzer Bndolf B 184 24 SonLar Albert und Mathilde B 103 26 Holzingcr 3°fcf B 220 27 Badl Anton B 113 29 Urban Viktor und Karoline B 200 31 Martin Katharina B 205 34 Gorjak Karl und 3ulie B 214 Gottschalkgasse, V. Bezirk Br. 1,3,4, 5, 6, 7, 8, 9,11,13, 15, 16, 18, 12 Sndbahu-Ges. (Kolonieschnlc) F 151 Grabengasse, I. Bezirk. lir. 1, 2 3 Benediktinerstift 5t. pant C 175 4 (Sirftiimyv Johann C 55 6 Mo. C 52 ©vcnjcjaffe, V. Bezirk. Nr. 2 6 Kobljav Zllidiad und Zllavia F 276 8 puchcr Jllattbias und 2(mm F 289 10 23Iažič Nikolaus und 2ldele F 290 12 Scherbetz Johann und Gertrud F 292 14 Osiin Klaria F 309 16 Horwatek Albert F 303 18 Laboter Karl und JTiaria F 308 22 Nekrepp Elisabeth F 315 24 Brosche Mathilde F 316 26 Kofler Karl F 321 30 Fekonja Ioh. u. Margarethe F 323 32 5inionitsch Josef u. Johanna F 325 34 Lorbek Franz und Elisabeth F 326 40 Ratschet Ida F 394 Gründelgasse, V. Bezirk 3 Lichtenstern Frida Baronin F 281 5 Nassimbcni Ubald F 43,6 7 dto. F 436 9. dto. F 436 11 dto. F 428 Hamerlinggcrsse, II. Bezirk. Nr. 9 2 Kiffmatm 2lnton B 16 Hauptplatz, I. Bezirk Nr. 10, 12, 13, 17, 18 2 Mayer Andreas und Nosa C 119 3 posojilnica C 233 4 Murschetz Franz und Hedwig C 21 5 Taborsky Eduard G 8 6 Buber Maria und Johanna G 89 7 Pichler Maria C 73 8 Fürstb. Lavanter priesterseminar G 126 9 Kirche des heil. Aloisius G 730, 731 14 Badl Wilhelm G 5 15 prull Friedrich und Anna C 169 16 pichler Iosefine, Walter, Kath. G 156 19 Kaučič 3°fcf und Katharina G 16 21 5tadtgeineindc Marburg G 2 Hechhausgasse, V. Bezirk 1 Südbahu-Ges. (Alte Kolonie) F 149 3 ‘ dto. F 149 5 Südbahn-Ges. (Alte Kolonie) F 149 7 dto. F 149 9 dto. F 149 11 , dto. F 149 Herniaiuigasse, V. Bezirk. Nr. 2, 8 4 Stern Josef F 261 Herrengasse, I. Bezirk Nr. 1, 5, 7, 19, 21, 31, 34, 36, 41, 42, 48, 51, 53, 54, 2 Schmiderer Franz., DelagoAlois G 25 3 dto. ‘ G 24 4 (Humidest Zllois G 198 6 Büdefeldt Läcilia C 17 8 walenla Theresia C 122 9 Ferlinz Ferdinand und Člnna G 40 10 worschc Karl C 75 11 Frangesch Marianne G 178 12 Gotz Zlugust C 66 13 Bauer Helene G 9 14 Gert Franz und Anna C 41 15 Kaltenbrnnner Theodor C 132 16 Bregar Johann und Emilie C 12 17 Martinz 3osef G 225 18 dto. G 153 20 pirchan Karl und Franz G 188 22 Leyrer Wilhelm G 131 23 prosch Brigitte G 197 24 Holliček Johann G 244 25 pelikan Johann und Maria G 204 26 Fehrenbach Theodor und Anna C 154 27 Badl Wilhelm G 104 28 wurzer Josef G 267 29 Billerbed Hermann G 10 30 Brüder Reininghaus C 3 32 Schwab Josef und Amalia G 181 33 Stampfl Amalia u. Franziska G 232 37 Löschnig Anton G 19 38 Winkler Johann G 42 39 Meyer Karl Theodor C 20 40 Reicher Johann G 43 44 Sirk Hans B 187 46 dto. B 186 50 Gödel-Lannoy Emil Freiherr B 62 52 Glantschnig Erna, Anna, Berta B 7 56 Badl Viktor B 117 58 dto. B 117 60 Baltzer Adolf B 126 Heugasse, IV. Bezirk. Hr. 2, 15 3 Gasparitsd) Plutonic D 179 4 IVidier Anton D 155 5 Heifp Johann und Josefa D 180 ti Stadtgemeinde D 81 7 Überschwinger Franz, de Paula D 182 8 Stadtgemeinde D 81 10 Hircjmayer 2lnton D 94 11 v. Liszt Gabriele D 194 14 Stander Josef D 134 Hilariusgasse, II. Bezirk 7 Howakowski Eduard Hitter und Louise Edle von B 218 9 pever Maria B 156 Hugo IVolfgasse, IV. Bezirk 42 prifdiiiig Ferdinand n. Luzia D 243 55 Skrober Franziska . D 240 Humboldtgasse, III. Bezirk. Hr. 1, 2, 14 3 Schamesberger Jos. n. Katljar. A 204 6 Murko Vitu» A 254 8 fjoffer Adolf und Leopoldine ' A 252 10 Dnišovič Josef und Johanna A 221 Iahugasse, V. Bezirk 1 Südbahn-Gesellsdiast (Kolonie) F 151 3 dto. F 141 5 dto. F 151 6 dto. F 151 7 dto. F 151 8 dto. F 151 Josesstrasie, V. Bezirk. Hr. 2, 35 1 Fuchs Martin und Leopoldine F 243 3 Zlladicr Katharina F 88 4 Schober Franz und Anna F 86 5 Löschnigg 2lnton und Maria F 132 6 Selber Friedrich und Maria F 23 8 dto. F 23 9 IValdbart Adele, Koben Maria, Forstner Karoline, F 95 10 Modritsch Josef und Franziska F 84 11 IValdbart Adele, Forstner Karoline, Koban Maria F 95 12 Beranitsch Josef und Aloisia F 229 13 Valentin slosef und Johanna F 260 15 Stadtgemeinde (Knabenschule) F 228 16 Schmitt Johann F 88 23 Gaischegg Karl und Maria F 209 23aSchell Franz F 429 25 Seher Theresia F 430 27 IVcime Michael und Maria F 93 29 Szakovitz Michael F 148 31 Muchitsch Kiito» nnd Juliana F 361 33 pavalctz Johann und Maria F 92 37 Mattel Konrad F 94 45 Heiser Mthinar F 145 49 Howak Franz F 271 Kaiserstraye, I. Bezirk. Hr. 1,7,8,19,25 2 Futter Lhristof ß 99 2 Stadtgemeinde (Turnhalle) B 125 4 Scntec und Koprivnik B 65 5 Flucher K. und wabilsch i£. n. L. B 17 6 Ulrich Johann B 93 8 Gödel-Lannoy (Emil Baron B 62 11 Hcmcmic Maria, Kummer Edith B 53 12 Sparowitz Emma B 81 14 Franz Gthinar B 84 16 Gödel-Lannoy Emil Baron B 91 18 dto. B 91 20 Grizold M. B 49 Kaiserfeldgasse, II. Bezirk. Hr. 16,18,24 17 Erportgesellschaft Matheis, Suppanz, Koritsdian und To. A 314 20 Misera Julie A 372 22 dto. A 371 Kaiser Josefstrasse, I. Bezirk Kärntnerstrasze, I. Bezirk 1 Steiermark. Heligionsfond G 730 2 Tscheligi Josef " C 298 3 Strasehill Mar und Josefiue G 98 4 Tscheligi Josef ~ C 299 5 Katholischer preßuereiu G 196 6 Hitzel Läcilie C 80 7 preschern Johann und Maria C 230 8 pirchan Karoline G 78 9 Torggler Iosefine G 18 10 Simert Benno G 321 11 pijfanetz Johann und Maria C 257 12 Stadtgemeinde C 258 13 Kaučič Katharina C 227 14 Hiha Josef und Franziska G 123 15 Schmiderer Maria C 220 IG Saaai 3°f°f C 30 17 potto! Andreas und 211aria C 202 18 Schmidt phitomcna C 133 19 Alberti Fanni Gräfin C 300 20 posch fjan» und (Olga C 45 21 Klulle-Aioser'schc Stiftung G 161 22 Koimčie Johann C 256 IV. Bezirk. Rr. 37 23 Löschnigg Maria D 117 24 Scherbaum K. und G. (I. B) G 79 25 Löschnigg Maria D 52 26 Basso v. Gödel-Lannoy (f. B.) C 1 27 wesiak Josef ' D 23 28 Dr. Schmiderer Johann D 109 31 piffanetz Johann und Maria D 9 32 Dr. Schmiderer Johann D 109 33 119 o d) dlnton und Maria D 89 34 IvidmannstetterDttilie v.Beckh I) 29 39 Aushilfskassen-verein D 121 40 Mixich <£mma v. Also-Lukavetz D 82 41 Aushilfskassen-verein D 122 43 pichler Franziska D 36 46 Holzindustrie-Gesellschaft D 21 47 (Sonupp Franziska D 37 48 Markus Johanna D 40 50 Ivesiak Maria D 120 51 Gafperie Antonia D 179 52 Zergun Iosefine D 105 53 Girstmayr Johann D 31 54 Steinwender Maria D 137 56 puschenjak Lina D 97 58 podkrajsek Rudolf D 98 60 Krasser Maria D 64 62 Kotzbeck Sebastian und Lonise J) 66 63 Temmerl 3oh- u. Theresia D 143,144 64 peitler Margarethe D 168 66 Reismann Friede, u. Theresia D 99 67 Krois Johann und Maria D 169 68 Rieß Maria D 106 69 Strauß Vinzenz u. Leopoldine D 102 70 pack Johann D 138 71 Kolletnig Franz D 60 72 M e richer Maria Magdalena D 2 74 Schlick Franz und Maria B 205 75 Krepek Ant., Mallner Jos. B 153 76 Gradischnig Elisabeth I) 150 77 Krepek Ant., Wallner Jos. B 153 79 Schnideritsch 7lnton u. Agnes B 129 80 Raško Karl B 1 81 petek Georg und Elisabeth B 80 82 Ertl Martin und Anna B 159 S3 Stoinschck Filomena B 4 84 Kranvogel Sebastian B 148 85 pscheid Ludwig u. Theresia B 103 90 Schwab Josef und Ainalia B 100 92 Skrabl Antonia B 56, 57 94 Selenka Alois und Lharlottc B 172 95 Marko 3o(of und Elisabeth B 54 99 Rziha Ed. Ldl. u. Aloisia ' B 170 101 Schimek Vinzenz und Maria B 166 102 IanLar Lyrik und Anna B 132 104 Rerath Stefan und Juliana 1) 131 106 Rerath dlnton B 65 108 Macher Franz und Johanna I) 22 110 Namestnik Karl u. Christine B 187 114 Dobctschar Karl B 146 116 Alt Simon und Anna B 160 120 k. k. Ärar (Einräumerhaus) B 44 122 Ggrinz Anna B 206 126 Mally Kaspar und Josefa B 95 128 Stern Johann und Anna I) 130 128a Göttlich Michael u. Theresia B 244 165 Stadtgemeinde B 42 172 Singer Maria B 158 Kaser,rgassc, I. Bezirk. Rr. 2, 8, 18 1 Gaischeg Martin C 114 3 Löschnig Richard und Maria G 115 4 Denzel Leopoldine C 27 5 Bierbrauerei Sorgcndorf G 270 6 Rcißmann Thomas G 207 7 Sulzer Franz und Karoline C 13 7a dto. C 13 9 Auer Franz und Maria C 245 10 Martinetz Maria C 150 11 Tscheligi Josef G 76, 77 12 Granitz Magdalena G 213 13 Mlekus Anton G 252 14 Glantschnig Maria, Tscheligi Josef, Alberti Fanni, Gräfin C 303 15 Stadtgemeindc C 143 17 k. k. Ärar (Brückenholz-Magazin) G 278 19 Straschill Franziska G 295 21 3m,t Friedrich C 93 23 Micher Andreas und Juliana C 94 Kasernplah, f. Bezirk. Rr. 4, 6, 9 1 k. k. Draukaserne G 763, 764 3 Küttner Johanna G 224 7 Kreis Rosalia C 179 8 pissanetz Johan» und Maria C 257 Kasinogasse, I. Bezirk. Nr. 3 1 Mätzchenvolks- u. Bürgerschule G 312 2 Prinz Sulkowski Ludwig G 100 4 Basso Godel-Lannoy Fried. Bar. G 22 6 ^ dto. G 22 Kernstoekgasse, 111. Bezirk 1 Derwnschek Franz A 329 4 Fischer Julie A 362 6 Špindler Theresia A 368 Khislgasse, 111. Bezirk. 1, 2, 12 3 Kandolini Edmund u. Läcilie A 246 4 Žitfo Johann und Maria A 245 Klostergasse, IV. Bezirk. Nr. 1 4 Kongregation d. Schulschwestern D 258 10 Stadtgemeinde D 77 11 Zwillag Johann und Johanna D 141 13 tseszky Ihermine D 271 Kokoschincggstrasze, II. Bezirk. 2, 8, 36 4 Verstovšek Paula B 196 6 Tosch Marianne B 291 30 Respinger Artur, Emil, Lsermine B 198 32 Murmitzer illngela B 148 35 Tschernovscheg Maria B 68 Kriehnbergasse, III. Bezirk. Nr. 1, 2 7 k. ii. k. Milit.-Ärar (Fruchtdepot) A 170 8 Franz Ludwig und Söhne A 305 17 Steiermärkische Eskomptebank G 1026 19 dto. 6 1026 22 Fasching pankraz A 220 24 Roschker Josef und Johanna A 222 26 ZaverLnik Franz und Maria A 224 28 wolauSek Josef und Betti A 226 31 Steiermärkische Eskomptebank G 1026 32 perLa Johann und Rosa A 230 34 Amalietti peter A 40 Lorbek Maria A 236 42 Stiegler Engelbert ' A 237 Landwehrgasse, Hl- Bezirk 2 Südb.-Gcs. (Kondukteurhäuscr) A 171 4 „ ‘ A 171 5 Assoivitsch Johann A 3 16 Glaser luliiis und Maria A 348 18 A 349 20 A 350 22 Laczy Johann und Emilie A 194 24 Iveronig Florian A 185 Langergasse, IV. Bezirk. C, 9, 11, 14 5 Meiler Berta D 185 8 porwath Ida D 225 10 Rotwangl Franz und Maria D 238 12 Bukwich Maria D 248 13 Br. Duchatsch Ferdinand D 125 15 pototschnigg Ferdinand D 107 17 (vgriseg Richard D 184 Lederergasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 3 7 Berg Hermanu C 168 8 dto. G 238 9 dto. G 238 10 dto. C 167 12 dto. G 238 13 dto. G 238 14 dto. C 238 16 halbärth Ignaz und Anna C 7 17 dto. C 6 18 Stark Mlga G 63 20 Stark (Olga C 64 21 Ziuthauer Ludwig C 274 23 dto. C 309 Lenaugasse, V. Bezirk. Nr. 18 12 Kotzbeck Juliana F 386 13 Ingolitsch Josef u. Franziska F 420 14 Schautzer Egidius F 359 15 Čep 2llois und Lucia F 377 16 Kositer Franz und Anna F 391 16uFriedriger Friedrich F 435 17 Krainz Franz und Katharina F 365 19 Mratschek Anton und Julie F 387 21 Schwarzer Johann u. Franziska F 384 23 Karner Resii F 366 25 Frangcsch Franz F 378 Leirdgasse, IV. und I. Bezirk. Nr. 10 Gerade Nummern IV., ungerade I. Bezirk. 2 Lebert Karl D 69 3 Felder Josef G 38 4 Mlaker Josef D 20 7 Felder Josef C 39 8 D 15 9 Felder "loses C 36 11 C 35 Lendplah, I. Bezirk. Hr. 1 2 Straschill Franziska C 84 G Straschill 21 Tar C 302 7 Straschill Franziska G 293 9 Firma straschill und Felder G 54 10 „ C 301 lOn Glantschuia Klana G 304 10b Straschill Mar, Felder Josef C 26 lOeGlantschnig 'Maria G 176 11 Straschill Max und Anna C 277 12 Pichler Maria C 74 13 Straschill Franziska C 287—294 Lessinggasse, V. Bezirk 9 Marburger Eskomptebank F 76 29 Marburger Baugesellschaft I F 328 Lindcngasse, IV. Bezirk 9 Fnrek Bartlmä und Johanna D 201 11 Iartschitsch Karl D 200 13 Flucher Elisabeth D 220 Lissagasse, V. Bezirk Magdalenengaffe, V. Bezirk 12 Frei Alois und Maria F 415 13 Dolinschek Franz F 352 14 Gigler Ignaz und Fanni F 414 15 Schalamun Leopold u. Aloisia F 364 17 Regorschek Klartin u. Agnes F 367 18 Gižef Blasius F 457 19 Langer Peter F 370 21 Marin Martin F 376 25 Müller Franz F 381 28 Schara Ludwig und Adolfine F 404 63 Spriutschnig Matth. u. Theresia F 259 67 Reicht Ignaz und Johanna F 139 69 Lorbek August und Rosa F 251 70 Lanrentschitsch Franz und Maria F 327 73 Dcrkosch Franz und Barbara F 154 Magdalenenplatz, V. Bezirk. Nr. 1 2 St. Magdalena-Pfarrkirche F 1 3 „ Pfarrhof F 184 4 „ Meßnerbaus F 1 5 Stadtgem. (Mädchenvolksschule) F 188 6 „ (Spritzendepot) F 191 Maltesergasse, III. Bezirk. Nr. 1, 2 11 Schicker Elis., Sprager Marg. A 225 13 Supanec Leopold und Josefa A 227 15 Kahler Josef und Maria A 229 19 Korosa Johann und Maria A 233 21 Mlaker Matthäus und Maria A 385 23 Špindler Therese A 234 25 Salier Julie und Anna A 235 Mariengasse, II. Bezirk. Nr. 12 10 Dr. Schmidt Paul und Maria A 292 14 k. k. Ärar (Gerichtsgebäude) A 282 Mellingerstrasie, III. Bezirk. Nr. 1, 2 3 pfrimer Adolf (II. Bezirk) A 36 7 Zokalj Franz u. Sofie „ A 18 9 Testa Armeline Baronin A 168 10 Ivastian Cäcilie A 119 11 Franz Josef und Anna A 4 12 Adt Ferdinand A 1 13 Firma Ludwig Franz ».Söhne A 112 14 Krottmayer Johann u. Juliana A 52 15 Ulrich Hof»' ' A 126 16 Dolanütsch Maria A 60 18 Schweizer Katharina A 89 19 Ludwig Franz und Söhne A 72,304 22 Mnrko Vitus und Amalia A 80 23 Riffmann Rudolf u. Karoline A 306 24 Murko Vitus und Amalia A 80 25 Kiffmann Rudolf u. Karoline A 307 26 Gulda Franz A 183 28 Kiffmann Rudolf u. Karoline A 186 29 Unterkoffer Lhristian A 333 30 Kiffmann Rudolf n. Karoline A 71 31 Kiffmann Josef und Justine A 196 32 Südd.-Ges. (Kondukteurhaus) A 171 33 Schauperl Johann und Josefa A 205 34 Südd.-Ges. (Kondukteurhaus) A 171 36 Stadtgem. (Landwehrkaserne) A 30, 63 37 Kafer Anton und Maria A 210 38 Scherbaum Karl A 27 40 Scherdanm Karl jim. A 70 41 Iverdnigg Josef und Paula A 286 42 Kandolini Edmund u. Cacilia A 19 43 Nedelko Johann und bselene A 297 44 Isotzl Franz A 45 47 pernat Rosa A 50 50 plotsch Franz und Maria A 86 51 Vogrin Katharina A 49 53 Micher Andreas n. Juliana A 103 55 Ktrapšci Helena A 337 55uGeni Louis A 2 56 pcttcf Gertraud A 82 57 Glantschnig Maria A 133 58 Gsellmaun Johann u. Maria A 42 59 Geni Louis A 28 60 Markusch Job., Leap., Juliane A 108 64 wergles Johann u. Antonia A 142 65 'Klaufet; Franz und Maria A 17 66 Nadler Zlndreas und Johanna A 57 67 Derwuschck Franz A 330 68 Nedogg Michael nnd Viktoria A 94 70 Glodi Klement., Tomasi paul. A 131 72 dto. A 131 74 Tomasi Lrmenegildo A 130 75 Welle Elisabeth A 188 77 bto. A 188 85 Hirschmann Ferd. u. Maria A 26 87 dto. A 26 99 Mnrschak Georg und Maria A 278 103 FirntaR. u. N. JeLek in Blansko A 164 109 Flucher Karl' A 279 Minoritengasse, I. Bezirk Moritz 2lrndtgasse, IV. Bezirk. Nr. 2, 8 4 Badl Anton D 8 6 D 8 Mothergasse, 111. Bezirk 2 Bros Kart und Margarethe A 285 4 polcgeg Mtto und Franziska A 281 Mdsai tstrahe, IV. Bezirk. Nr. 25 20 Laller Zlmbrosius und Hedwig D 204 22 Koller Agnes ' D 218 23 Mixich de Also-Lukavetz Emina D 234 58 Nekrepp Joses und Maria D 256 60 Narath Franz und Mathilde D 250 61 Nekrepp Joses und Maria D 217 62 Novak Matthias und Juliana D 259 72 Ho sch Franz und Barbara D 199 Mühlgasse, II. Bezirk. Nr. 2, 38 1 Merki Anna A 68 3 dto. A 67 4 5trabe Johann und Maria A 129 5 Baicer Alois und Maria A 102 6 Glawitsch Matth, u. Theresia A 138 Lebar Maria A 16 Glawitsch Matth, u. Theresia A 48 Staffier Franziska A 135 Schlesinger Moritz u. Apollonia A 327 Hojnik Matthäus A 59 Schosteritsch Johanna A 110 dto. A 111 Koffär Johann und Josefa A 58 Mayer Johann A 24 psriiner paula und Val de Liüvre wilhelmine A 20 pinteritsch Joh. u. Anastasia A 63 Grazer Aktieubrauerei A 101 Drerler Maria A 147 Derwuschek Franz A 338 Huber Vinzenz und Maria A 88 Ivanuscha Michael A 109 Souvent Ludwig A 114 Baicer Zllois und Maria A 123 Misera Julie A Kukowitsch Maria A 100 Misera Julie A Kukowitsch Maria A 54 Wagner Antonie A 34 windisch Friedrich A 143 welebil Aloisia A 37 Hoffmann Hans und Anna A 85 pergler Franz und Maria A 309 Lirzer Georg A 302 dto. A 302 Nagvstrahe, II. Bezirk. Nr. 2, 30 posojilnica A ISO Kiffmann Nudolf A Ggriseg Mlga . A 361 Nullet Auguste A 310 Ggriseg Nichard A 331 Stärk Franz A 312 Stern Georg und Juliana A 291 Jütiner Flora A 212 Souvent Ludwig A 356 Krape; Josef imt> Nosa A 176 Jauk Friedrich und Theresia A 358 Bros Karl und Margarethe A 175 weltzebach Josefine A 280 Misera Hubert A 370 Neugasse, V. Bezirk. Nr. 2 Götz Anton F 217 dto. F 217 7 8 9 10 11 13 15 17 18 21 oo 23 24 26 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 39 40 44 45 47 1 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 1 3 G Stadtgemeinde (Kindergarten 11) F 228 8 l)ofcr Pennine F 279 9 Sobotfa Zllllert und ITiaria F 294 Gbcr-Hotweinerstras;e, V. Bezirk Nr. 4, G, 8, 10, 12, 14 5 Läufer Maria F 98 parkstraye, II. Bezirk. Nr. 8 12 Musek Marti» und Maria B 164 14 Meruer IVilhelm und Maria B 153 18 Gruber 3tcfcin und Antonie B 172 22 potutschnig Valentin u. Maria B 158 24 f>iraf Johann und Maria B 159 26 5d;e»di Eduard B 156 poberseherstrahe, V. Bezirk. Nr. 2 1 Girstmayr Eduard, Krempl Berta, Girstmayr Maria F 199 3 F 199 5 IVratschko (siakob und Theresia F 60 7 Schiffko Jakob und Maria F 249 9 Fersch Ballette F 90 12 k. k. Iustiz'Ärar (Strafanstalt) F 13 15 Mindisch Zlnton und Johanna F 73 17 Nendl Johann F 65 32 paar Johann und Josefa F 63 34 Tarmanu Maria F 66 36 dto. F 66 38 Fritz Amalia F 67 42 Kotzbcck Ianaz und Juliana F 241 46 Vogl Hosa F 68 perkostraye, V. Bezirk. Nr. 2 3 Auer Zllois ■ F 240 5 Zahradnik Julie F 245 6 Frei Alois F 238 7 Strauß Heinrich F 248 8 Ivohlmuth Anton F 235 9 Goldner Friedrich und Zlima F 269 11 Geniy Josef und Maria F 268 13 prhtčič Stefan und Ursula F 267 15 Kotzbeck Simon F 244 16 perko Gskar F 126 17 Stopper Johann und Maria F 253 18 perko Gskar F 126 19 Höchll Katharina F 256 20 Schinok Iosefine F 283 21 IVagner Maria F 266 23 Habianitsch Vinzenz u. Zlntonie F 284 30 Stadtgemeinde (Artilleriekaserne) F 392 45 IVoschnig Johann u. Zlntonie F 4 47 Sinilsch Helene F 354 52 k. k. Ärar (Heu- u. Strohmagazin) F 218 pfarrhofgasse, I. Bezirk. Nr. 4, 8 1 Dercani Theresia G 116 2 Gemeindesparkassc G 151 3 Kautctzky Hermine G 194 5 Zechner Johann G 11 6 Büdefeldt Karl und Maria G 14 7 Stand»,gcr Friedrich G 241 9 Basso Godcl-LannoyHich.u.Fried.G 65 11 „ c: 46 postgasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2 3 Merio Amalia G 157 4 Kralik Leopold G 91 5 pachncr Homan G 173 6 Bocher mj. Hermann und Hilda G 219 7 Gotz Zlnton G 155 8 Heiser Ernst, (Otmar, Hermann G 117 9 Sabukoscheg Ludwig u. Ioscfine G S3 11 Koprivnik und Sernec G 228 pncheltgassc, V. Bezirk 1 Südbahn-Gesellschaft (Kolonie) F 151 3 • ' dto. - F 151 5 dto. F 151 7 dto. F 151 Pnffgasse, 111. Bezirk 9 Sinkowitsch Karl und Louise A 340 15 Stamitz Franz und Maria A 289 17 Skergcth Zllois und Johanna A 290 20 perkiö Klaria A 265 OZuergasse, II. Bezirk. Nr. 2, 4, 5 3 Misera Hubert A 378 Radehkygasse, III. Bezirk 13 Hitter Johann A 373 Hathaueplah, I. Bezirk. Nr. 5 1 Stadtgemeinde (Hathaus) G 145 2 Tscheligi Josef ' C 308 3 Hawlik Helene G 282 6 Bros Karl und Margarethe C 90 7 Granitz Magdelena C 28 8 Girstmayr Johann C 51 9 Stadtgemeinde G 86 Natzsrhofgcisse, IV. Bezirk 26 Mansche Ignaz und Elisabeth I) 16 Nedtenbachergasse, V. Bezirk Nr. 1, 2, 8, 4, 5, 6, 7, 8 Neisergasse, II. Bezirk Nr. 1, 2, 9, 17, 20, 31 3 Stadtgemeinde B 176 6 Schmiderer Maria B 72 8 dto. B 72 10 dto. B 72 13 Behrens Albert und Louise B 146 14 Mayr Alois und Mathilde B 132 15 Lonear Albert und Mathilde B 147 18 Heumayer Maria B 128 23 Kaschmann Anton B 140 26 Derwuschck Franz und Amalia B 138 30 welley Josefine B 212 33 Winter Paula B 211 Reitergaffe, V. Bezirk. Nr. l 3 Spes Johann F 397 5 Nowakowski Anna Edle von F 69 8 Marburger Eskomptebank F 74, 201 Reffeigaffe, V. Bezirk Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, Röchensaungaffe, V. Bezirk 10 Mislowitsch Cacilia F 388 Rofeggergaffe, in. Bezirk. Nr. 1 16 Langheinz Maria A 214 18 A 214 Backgaffe, II. Bezirk. Nr. 1 , 2 6 Lesiak Maria A 117 8 Busek Fanni, Doswald Josefine, Bauereisz Justine, Nekrepp Kom-. A 32 Satlgasse, IV. Bezirk 7 Jvanuscha Jakob und Berta D 242 Schasfirergasse, III. Bezirk. Nr. 2 1 pcnsionsinstitut für Diener der Südbahn-Gesellschaft A 171 3 dto. A 171 4 Stopeinig Anton u. Katharina A 197 6 Fuchs Ignaz und Käthe A 211 8 Abt Wilhelm A 201 26 Leoineg Martin und Josefine A 216 28 Konča» Karl und Juliana A 208 Schillerstrahe, I. Bezirk Nr. 2, 11, 13, 39 4 Kantny Ferdinand B 124 6 dto. B 43 8 Flucher Karl, wabitsch Ernestine B 18 10 Sofi Karl und Julie ; B 86 12 halbärth Johanna B 30 14 Nemanič Maria, Kummer Edith B 42 16 Nowak Kutoii B 51 17 Zügncr Johann C 275 18 Friedl Anna B 70 19 Noiko Johann ' C 253 20 Kiefer Ludwig B 38 22 Murschetz Franz und lsedwig B 85 23 Fischer Maria G 272 24 Straschill Franziska B 66 25 Kociaiieič Karl G 56 26 Doxat Alide ß 95 29 Tfcheligi Josef G 297 Schlachthofgasse, III. Bezirk 12 Perko Erna A 387 14 Ballon Primus u. Apollonia A 318 19 Nasko Karl A 288 23 Bros Karl A 285 Schlossergasse, I. Bezirk. Nr. 1, 3 2 Städtisches Gefangenhaus G 142 Schmidplah, IV. Bezirk. Nr. 4, 10 1 Sorko Franz D 62 2 Trischak Leopoldine D 118 3 Karti» Emilie D 55 5 Löschnigg Maria D 68 6 Drescher Emma I) 128 Schmiderergasse.lv. Bezirk. Nr. 1, 2, 4, G Gerade Nummern I., ungerade IV. Bezirk. 3 Kartin Emilie D 55 5 dto. D 55 so 7 I. Schmiderer'sche Zlrmenhaus 1) 112 9 Dr. Schrniderer Johann 1) 113 10 Ivambrechtsamer paula G 325 11 Dr. Schrniderer Johann D 113 13 dto. 1) 171 15 Kongregation derSchulschwesteruB 114 17 dto. I) 114 23 Stadtgem. (Totengräberhaus) D 78 26 dto. (Knabenhort) C 144 29 Knauer Franz und Maria D 219 31 Dr. Reiser Max und Zinna D 269 33 Schram Martina B 226 35 Schmidt Maria B 214 Schirigasse, 1. Bezirk. Nr. 2, 7 1 Rupprich Julius und Maria C 186 3 Stockt Franz G 177 4 Müller Georg und Thomas G 208 5 Kämmerer paul u. a. G 247 Schwartgasse, I. Bezirk. ZXr. 1, 2, 3, 7, 8 4 Nekrepp Ignaz und Zinna G 267 5 Grubitsch Iobann und Maria G 229 6 ' G 229 Seherhofgasse, I. Bezirk. Nr. 1, 2, 4 3 Hois Johann und Maria G 226 5 Iamernig ZTtaria G 61 Sophienplatt, 11. Bezirk. Nr. 1, 2, 4 3 pugel Josef G 738 6 Scherbaumhof (I. Bez.) C Stephensoirgasfe, V. Bezirk Nr. 1, 2, 4, 6 Tappeinerplah, 11. Bezirk. Nr. 10 1 Stadtgemeinde B 134 3 pfrimer Karl und paula B 119 5 Schärer Maria B 112 6 Hesse Rosa B 71 7 Holzer Barbara B 106 8 pfrimer Karl B 34 9 Fistravec Josef und Anna ß 32 Legetthoffplach, I. Bezirk. Nr. 2, 7 1 Stadtgemeinde (Gberrea lschule) B 41 3 Twickel pins, Freiherr Don B 21G Legetthosfstrahe, 11. Bezirk. Nr. 2, 0, 27 1 Ivalenta Kamitto B 39 3 Gotz Anton B 26 6 Kammern- Johanna A 296 7 Schrniderer Maria B 74 8 Oehrn Franz A 75 10 Theuer Helene, Zlliklosich Dorn. A 14 11 (Smbitfcl; panla B 37 12 Dr. Schrniderer Josef A 303 13 Kokoschiucgg Rudolf B 67 14 Dr. Schrniderer Josef A 303 15 von Hieran Johan», Graf G 741 16 Dr. Rosina Franz A 113 17 Bernhard Franz n. Aloisia B 31 18 Ogriseg Richard A 115 19 Tobis pauline B 90 20 Dr. Oroscl Oskar A 79 21 Krainer Johann B 102 22 Kac Viktor und Anna A 95, 96 23 Žilave Alois und Mathilde B 79 24 Hoffman» Hans und Zinna A 141 25 Zviesthaler Theresia B 100 26 Kantner Franz di. und Zlgues A 145 28 Zvreßnigg Robert A 15 29 Duma Maria B 101 30 Gluschitz Valentin und Maria A 125 31 Lirzer Raimund und Iosefine B 78 32 Badl Zlnton A 300 33 Goring Isidor und Zinna B 88 34 Badl Auto» A 300 35 Rieder Ludmilla B 12 36 Badl Anton A 300 37 Sfalaf Hubert und Anna B 98, 188 38 Busek Fanny, Doswald Iosefine, Bauereijz Justine, Nekrepp K. A 32 39 Fritz Zldolf und Amalia B 69 40 Busek Fanny, Doswald Iosefine, Bauereiß Justine, Nekrepp K. A 32 41 pfrimer Katharina B 56 42 pfrimer Zldolf A 36 43 Girstmayr Johann B 22 44 pfrimer Zldolf A 36 45 Girstmayr Johann B 23 46 pfrimer Zldolf A 36 48 dto. A 36 49 Kati]. Vorstadtpfarrkirche B 50 50 Hauptbahnhof B 51 Lang Maria und Rosa B 48 53 IeUek Karl und Maria B 35 55 Iellek ZI. u. K., Hartinger ZI. B 29 57 Musek Martiu unb Žilavi« B 99 58 Ferk Felix A 29 59 Langer Anton B 55 Gl posojilnica (Anna Knauer) B GO 69 ZNarbg. Molkerei-Genossenschaft B 87 64 Sdiybaum Karl und Gustav A 55 65 Sarley Frieder., Bauer Frieder. B 59 67 Schager Georg und Hedwig B 209 67aparti Michael und Johanna B 208 69 Fras Aloisia B 94 70 Scherbaum Karl und Gustav A 65 71 Kati;. Vorstadtpfarrkirche B 14 74 Scherbaum Karl und Gustav A 140 75 Zlakouig und Senekoivitsch B 57 77 Havliöek Franz B 141 79 Tschernoscheg Z1 (avia G 179 81 Kottuig u. Kramberger B 180 83 Kramberger Anton und Zllavia B 10 Theatergcrsse, I. Bezirk Nr. 1, 2, 3, 7, 9, 14, 24 6 peheim Zlloi? und paula G 317 10 Dr. Napotnik Mich., Fürstbischof C 31 11 Evangelisches Pfarrhaus B 13 15 Tfcheruitscheks Erben B 19 16 Wiedemann Käthe B 96, 97 17 Koroschetz Lorenz und Franziska B 77 19 Mydlil Alexander und (D I g a B 63 21 Lhreuberg Antonia Baronin B 123 22 Grizold Zli. in Kranichsfeld B 111 23 Bancalari Josef und Maria D 249 25 Berg Hermanu D 173 Theodor Aörnergasse, V. Bezirk. 1 fjvamus Zlutonia F 405 3 Hcumann Zllavia F 411 4 Ianik Karl und Maria F 400 5 Kehl valerie F 422 6 Harter Zldolf und Elisabeth F 401 8 Kolbl Simon F 402 10 Honka Georg und Elisabeth F 403 Triesterstrasie, V. Bezirk 1 Stadtgeincinde F 3 2 Lukardi Franziska F 8 3 Zvrestnig peter und Julie F 7 4 Koroschetz Lorenz und Franziska F 196 5 Fritz Amalia F 5 7 dto. F 5 9 dto. F 5 ll Girstmayr Ed. u. Krempl Berta F 199 13 Hendl Johann und Juliana F 12 14 Turk Anton und Theresia F 193 15 petz Nosa F 18 16 Turk Anton und Theresia F 193 18 wernigg Hans F 62 19 Fond des allg. Krankenhauses F 167 20 Sucher Alois F 15, 225 22 Lorber Iofefine F 17 24 Zlapoc Josef und Zlima F 198 25 Szlcpecz Franz . F 22 26 Zlapoc Josef und Zlima F 198 28 Senekoivitsch Fraiiz und Zllavia F 373 29 Fond des allg. Krankenhauses F 189 30 Stadtgemeinde F 194 32 dto. F 194 34 prstec Josef F 170 36 Scherer Sebastian und Zäzilia F 9 38 - dto. F 347 39 k. k. priv. Sndbahn-Gefellfchaft F 14 42 Stadtgemeinde,Infantriekaferne F 254 44 k. k. Ärar (Truppenspital) F 385 50 Marburger Arbeiter-Bäckerei F 24 53 Fritz Amalia F 6 56 Miloschih Johann und Anna F 160 59 Scharz Hedwig F 358 61 pukl Franz und Maria F 320 65 v. Mohrenschild Zllcxander F 161 66 Bayer Franziska F 25 69 picket Adele, Ruprecht, Sofie, Tschernitschek Friedrich und Gtto F 226 70 Bayer Franziska F 26 71 Temmerl Johann und Theresia F 234 73 Mich! Reinhold und Helen F 233 74 Koroschetz Lorenz und Franziska F 179 75 Druschkowitsch Josef und Maria F 232 77 Futter Lhristof F 231 79 Lettig pasqual F 230 81 Bombeck Andreas und Ludmilla F 221 83 Senekoivitsch Franz und ZTiaria F 288 92 wreßnig Michael und Theresia F 34 98 Scheweder Johann F 31 Überftthrstrahe, III. Bezirk. Hr. 51 1 Stadtgemeinde (Schlachthaus) A 78 2 dto. (Schlachthof-Re staur.) A 199 3 Bittmann Rudolf A 374 5 pfrimer Julius A 198 7 wiesthalers Kinder A 351 47 Tlodi Klement., Tomasi pauline A 131 itferftvrtfjc, IV. Bezirk. Nr. 10, 26 1 patz Theresia D 101 2 Straschill Franziska D 140 4 Neichenberg Maria v. D 24 6 Gruber Johann und Rosa D 39 12 Straschill Franziska D 139 14 Stcrnad Josef, Schauperl Anna 1) 124 16 Refer Josef und Rosalia D 6 18 f.-b. Lavanter Domkapitel D 70 24 pccv Rosa, Kontschan Zldolf, Kontschan Zlmalia D 90 30 Liszt Gabriele v.. D 91 Uhlandgasse, V. Bezirk. Nr. 2, 6, 9, 11 1 Kollaritsch Josef F 158 7 Marnul Franz und Anna F 379 Unter-Rotwen,erstras;e, V. Bezirk Nr. 1, 3 5 Rluletz Rosa F 319 6 5pcß Johann F 362 7 Ivanuscha Julius und Maria F 314 8 Žižef Katharina F 353 9 Berce Juliana F 313 10 Godetz Johann und Josefa F 360 11 Leban Bartl, und Antonia F 293 13 profiler Wilhelm und Maria F 305 15 Medja Kaspar und Elisabeth F 306 36 Steinmetz Karl und Anna F 312 38 Lorbeck Michael und Apollonia F 311 40 Schunko Michael u. Johanna F 257 42 Kaiser Michael und Josefa F 255 51 5korjanc August und Maria F 270 55 Kodella Franz und Theresia F 71 57 Kotzmuth Ferdinandu.KatharinaF 70 Urbanigasse, IV. Bezirk. Nr. 1, 14, 64 2 Kartin Emilie D 55 4 Valaster Antonia I) 123 6 dto. D 123 8 Ggrinz Anna D 26 10 Kunatsch Josef und Maria D 17 11 Dr. Schmiderer Johann D 111 12 Kunatsch Josef und Maria D 17 19 worschitsch Franz und Anna D 228 20 Kmetitsch 2lnna D 174 21 pschenitschnig Franz u. Anna 11 221 22 Gollob Maria II 12 26 JeZovnik Simon und Josefine D 50 28 Kos; Elisabeth D 63 30 Weber Alois ]) 161 33 Landes-Olbst- u. weinbauschule G 772 59 Furman Maria II 142 62 Zenz Franz und Maria D 237 65 Sortschnig Josefine D 164 66 Zhuber, Tauzher Johanna 1) 151 77 Dom- und Stadtpfarrpfründe 1) 75 87 Stadtgeineindc II 78 viktringbofgasse, I. Bezirk Nr. 4, 5, 17, 19, 21 2 Mayer Andreas und Rosa G 262 6 Günther Theresia G 273 7 welebil Aloisia G 200 8 Scherfler Johann und Veronika C 209 9 Kämmerer paul G 100 10 Rapoc Josef G 199 11 Kämmerer paul C 101 12 Scherbauin Karl und Gustav G 44 13 Maicen Johann Andreas G 182 14 Eisl Rupert und Rosa C 285 16 Holzknecht Johann u. Rosalia G 49 18 Girstmayr Johann G 55 20 Benediktinerstift St. paul C 175 22 Heller inj. Franz und Hubert C 206 23 Tisso mj. Ferdin., Alois, Rudolf G 163 24 Heller Franz G 82 25 Müller Emerich und pauline G 162 26 wagrandl Ferdinand u. Juliana G 164 28 Schigert Josef u. Maria C 1 S3,185 30 pelikan Josef G 320 32 Nasko Alois und Franziska G 728 34 dto. 6 728 volksgartenstrasze, IV. Bezirk 6 Brattusiewicz Käthe D 252 8 Lemesch Johann D 267 10 Badl Anton D 8 17 Stadtgcineinde D 76 20 Lininger Maria D 189 21 Zergollern Jda, Edle von D 186 22 valaster Antonia D 212 24 Scdlatschek Alois u. wilhelinine II 213 25 Fcicdriger Friedrich D 178 26 Kren Johann D 262 27 picke! Karl und Adele D 183 29 pickel Adele D 209 30 Sollak Johann und Antonia D 27 31 Steiner Johann D 19G 32 ©grifcg Richard 1) 87 33 Friedriger Friedrich D 41 38 Gasncr Elise D 152 waldgasse, V. Bezirk 1 verliö Konrad und 21osa F 398 2 Krempl Franz und Josefa F 390 3 Hriberschek Ladislaus u. Theresia F 421 4 Lediueg paul und Maria F 423 kvattzasse, V. Bezirk. Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Ulebergasse, I. Bezirk Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11 9 Kammern- patil C 102 tVcinßmtgaffe, IV. Bezirk. Nr. 1 23 Mcrzhun Anton und Antonia D 35 25 Barta Karl und Theresia D 224 27 railjt Karl 1) 49 29 Scherbaum Karl D 190 33 popič Franz und Fauni D 191 35 dto. D 191 Iverkstättenstrasie, V. Bezirk. Nr. 2 4 Südbahn-Ges. (peusionsinstitut für Diener) F 272 11 Kärntnerbahuhof F 20 Südb. (pensionsinst. f. Diener) F 299 22 Kraus Auton F 300 24 dto. F 301 26 Oernovsck Alois und Maria F 302 28 Trendl Johann und Juliana F 146 30 Serschön Friedrich u. Theresia I'' 133 IVicIaitbgiaffc, II. Bezirk. Nr. 1, 2 4 Jellek Anna B 29 6 Staudinger Friedrich u. Johanna 13 11 8 Liuinger Marie B 109 11 Dr. Feldbacher Jul. u. Alfonse B 177 12 Menis Dominik ß 107 14 Stiebler Anton und Berta B 33 ZVtcfcitaaffe, I. Bezirk. Nr. G, 8 5 Girstniayr Johann D 30 IVübeitvatnevoaffe, II. Bezirk. Nr. IG 12 Zechner Anna A 315 14 Stark Franz A 335 22 Misera Hubert A 184 wilhelinstras'.e, V. Bezirk . Mindenanerstrasze, V. Bezirk. Nr. 18, 21 1 perfo (Oskar F 206 3 Vogler Frauz und Maria F 304 6 Öernelz Johann und Emilie F 212 8 Bad ich Josef und Apollonia F 38 23 Mailand Anton und llntonia F 282 26 5pcs Johann und Agnes F 136 62 Denzel Katharina F 124 72 Skassa Auton und Josefa F 42 73 Lobnigg Johann und Maria F 156 80 Fratz Vinzenz und Maria F 393 86 Scherberitsch Anton u. Maria F 40 Mittenbauergasse, III. Bezirk 1 21 op Karl A 345 3 Schmidi Anna A 342 Jeuerzeichen in Marburg. 1. Feuer-Bezirk: (Innere Stadt) 4 Schläge an der großen Glocke. 2. Feuer-Bezirk: (Mclling—Grazervorstadt) 3 Schläge an der großen Glocke. 4. tz-euer-Bezirk: (Knrntncrvorstadt) 2 Schläge an der großen Glocke. 3. Feuer-Bezirk: (Magdalenenvorstadt) 1 Schlag an der großen Glocke. — - —— Umgebung: 3 Schläge an der kleinen Glocke. ===== Trend und Leid eines Mm. (vom Oktober 190! 3m November wurden die Gemeinderatswahlen vorgenommen, welche mehrere neue Männer in die Stadtvertretung brachten. Bemerkenswert ist, daß diesmal die vom allgemeinen deutschen Wahlausschüsse ausgestellte Liste unverändert durchdrang und die Beteiligung der Wähler eine recht rege war. Möge dieses schöne Beispiel von Einigkeit fortbestehen zum Wöhle der Gemeinde! 2(nt 5. November fand eine öffentliche Wählerversammlung in der Turnhalle der Mädchenbürgerschule statt, in welcher der Bürgermeister über die dreijährige Tätigkeit des Gemeinderates berichtete. Der Gemeinderat beschloß in der Sitzung vom 8. November eine Dienstordnung für die städtischen Beamten und Angestellten; auch die Dienst-Verhältnisse der Kanzleigehilfen wurden geregelt. Dein Schlacht-hosverwalter wurde in derselben Sitzung der Titel Schlachthofdirektor verliehen. 3nsolge2lblebensdes Vizebürgermeisters Dr. Heinrich Lorber mußte der Gemeinderat eine Neuwahl vornehmen und siel dieselbe auf Herrn kais. Rat Dr. Artur Mally. Der neue Gemeinderat berief wieder Herrn Dr. Johann Schmiderer an die Spitze und ebenso zu feinem Stellvertreter Dr. Artur Mally. 21 m 3. Ztlai erfolgte die kaiserliche Bestätigung der Bürgermeisterwahl; die 2lngelobung wurde erst am 7. Juni vorgenommen, weil der neue Be-zirkshauptmaun Dr. Adam weiß vou Schleußenburg zu derselben eintreffen sollte. 3>n festlich geschmückten Nathaussaale versammelten sich an diesem Tage die neuen Gemeinderäte, die städt. Beamten, die dienstfreie Sicherheitswache und andere Festgäste. Der Herr Bezirkshauptmann gab zunächst bis 2lngust 1910.) seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß er schon in den wenigen Tagen seines Hierseins die Ehre habe, bei der Ange-lobung des Bürgermeisters der Stadt Marburg mitzuwirken. Nach einer Würdigung der bisherigen Tätigkeit des Bürgermeisters und des Gemeinderates nahm von Schleußenburg die eidliche 2lngelobung vor, nach welcher Dr. Schmiderer seinerseits die 2lngelobung des Bürgermeister-Stellvertreters kaiserl. Nates Dr. 2lrtur Mally vornahm. Nach derselben hielt Dr. Schmiderer, welcher nun zum viertenmale zum Bürgermeister gewählt wurde, eine Ansprache an die Gemeinderäte. (Er gedachte auch mit warmen Worten der verstorbenen Herren Vizebürgermeister Dr. Lorber und Stadtrat Kräcker, des infolge Krankheit nach 3(ljähriger Tätigkeit aus der Gemeindevertretung geschiedenen Herrn 3- Bancalari, dann des Herrn 3n9- Nodl. Tr schloß: Treu wollen wir hüten unsere Stadt, die seit urältester Zeit als deutsche Markburg am Draustrome wie eine wächterin liegt; Hochhalten und treu hüten wollen wir alle unsere Pflichten. Tin dreifaches Hoch auf den Monarchen endete die Feier. Am nächsten Tage, den 8. 3imi hielt der neue Gemeinderat die erste Sitzung ab. 3" derselben wurde Dr. Peter K. Nosegger zum Ehrenbürger der Stadt Marburg ernannt. Der Begründung des 2lntrages hörten die Gemeinderäte stehend zu und mit Heilrufen erfolgte die einstimmige Annahme. Nosegger dankte in einem Schreiben an den Bürgermeister für die ihn erfreuende Ehrung. Die Brückenbauarbeiten nehmen nun ungehindert ihren Fortgang, da die Gebäudeablösungen und 2lbtragungen gesichert sind. Ls verschwinden nun die ältesten Häuser und wird an der Stalle die Stadt ein neues modernes Bild zeigen. Aber auch an anderen Punkten gewinnt das Stadtbild. Die enge Straße bei der Burg wurde erweitert und ein hübscher Neubau an Stelle des pachner'fcheu Hauses ziert die jetzt breite Straße. Die neuen Gassen nächst dem Gerichtshöfe füllen sich immer mehr mit neuen modernen Gebäuden. Trotzdem wird noch über ZlTangct an Wohnungen geklagt, da viele Fremde in Marburg wohnen möchten, aber keine entsprechenden wohnränme finden. Abhilfe könnte hier geschaffen werden, wenn man endlich auch der Kärntnervor-stadt mehr gerecht würde und den Straßen-zng von der Pfarrhofgaffe zur Mozartstraße öffnete. Dadurch würde in diesem Stadtteile ein weit lebhafterer Verkehr geschaffen und die Kärntnervorstadt nicht mehr ein Stiefkind Marburgs genannt werden können. Am «Lude der Tegetthoffstraße wurde durch die Herstellung des Überganges über die Bahn ein großes Verkehrshindernis beseitigt und ein Blick von der Brücke zeigt die Vergrößerungen, welche die Geleiseanlagen des Südbahnhofes erfuhren. Diese Überbrückung wurde vom Baumeister Nnd. Kiffmann ansgeführt. Über den jetzt eingedeckten potfchganbach sind Schienen gelegt. — Kommt nun einmal doch auch die wiefer Bahn zustande, so muß der Verkehr hier noch bedeutend anwachsen, wofür durch die Erweiterungen schon vorgesorgt scheint. verzeichnen wir mm wieder die letztjährige Tätigkeit der größeren Vereine unserer Stadt. Das Jubelfest des Monarchen gab dem Marbnrger Schützenvereine Anlaß, ein Inbilänmsfestschießen zu veranstalten, welches auf der Schießstätte im Burgwalde vom 5. bis 8. Mai abgehalten wurde. Der Einladung waren zahlreiche Schützen gefolgt, die sich gerne an Marburg erinnern werden. Der Gabentempel war reich bedacht worden. 20.000 Schüsse wurden abgegeben. Am 8. Mai fand im Saale des Hotel „Erzherzog Johann" ein Bankett und die Preisverteilung statt. Das an Lebens-nnd Mitgliedsjahren älteste Schützenvereinsmitglied Lxz. FML. von Nvmethy war zur Freude der Schützen ebenfalls anwesend. Gberschühenmeister Herr Hans-maninger begrüßte die auswärtigen und einheimischen Schützen sowie die erschienenen Damen und Herren, worauf er auf Sc. Majestät als den obersten Protektor aller Schützenvereine ein dreimaliges Hoch ausbrachte; weiter gedachte er des Protektors Grafen Meran, der am Erscheinen in Marburg verhindert war und telegraphisch trendentsche» Schützengrnß sandte. Ihm wurde ein donnerndes Schützenheil gebracht. Erz. v. Nümethy bezeichnete die vier Tage des Fest- und Freischießens als Frendentage. Er brachte sein Glas dem Gberschützen-meister Hansmaninger, der die vielen Arbeiten für dieses Schießen dnrchführte, gedachte seiner Tätigkeit bei der Feier des zweihnndertjährigen vereinsbestandes und der Mitwirkung seiner Söhne bei allen Vorarbeiten. Bei ihm selber, führte der Redner ans, beginnen Kng und Hand zu erlahmen, wenn ihn auch der Mberschützen-meister scherzhaft stets den „Brettelbohrer" nenne. Hansmaninger bezeichnete Lxz. v. Nömethy als den Protektor und Liebling des Vereines; wenn niemand ant Schießstande erscheine, er, der „Brettelbohrer" komme gewiß. Gott möge ihn uns noch lange erhalten! Nach weiteren An-sprachen und Nedeit erfolgte die Verteilung der Preise, welche die Tochter des Mberschützenmeisters den Gewinnern übergab. Der Marbnrger Männergesangverein hatte im 65. Vereinsjahre nichts besonderes zu verzeichnen. Außer seinen satznngs-mäßigen Konzerten und Liedertafeln wirkte er noch bei einigen Veranstaltungen bereitwilligst mit, u. a. beim Sommerfeste am 5. 3nni und bei der allgemeinen Soitn-wendfeier am 30. Juni im volksgarten. Zur silbernen Hochzeit Dr. Schiniderers brachte er im Vereine mit der Feuerwehr ein Ständchen. Die Südbahnliedertafel lud heuer wieder ihre Mitglieder und Freunde zu einem grüßen 13üucnibalfc, der am 6. Februar in de» Kreuzhofräumen abgehalten wurde. Die Liedertafeln für die unterstützenden Mitglieder waren stets gut besucht. Die Sommerliedertafel wurde in Verbindung mit einem großen Sommcrfefte am 31. Juli im Kreuzhofgarten abgehalten. Mehrmals wirkten die Sänger bei gemeinnützigen nnd nationalen Veranstaltungen durch Lieder-vorträge mit. Der Philbarnionische Verein brachte in dein Mitgliederkonzerte am 14. März als Gedächtnisfeier Robert Schumanns dessen Merk „Das Paradies uiid die peri" zur Ausführung, damit in würdigster Meise das 29. Jahr seines Bestandes beschließend, vermutete Baugebxechen in der Burg ver-anlaßten die Schließniig des Burgsaales uiid mußten die Proben für dieses letzte Konzert sowie eine Schüleranfführung anderwärts abgehalten werden. Für die Proben überließ der Direktor der Lehrerbildungsanstalt den Saal im Anstaltsgebäude. Der Burgsaal konnte nach Feststellung des Nichtvorhandenseines einer Gefahr wieder weiter benützt werden. Die Musikschule des philharmonischen Vereines zeigte durch drei öffentliche Schüleraufführiiiigen die günstigen Erfolge des Unterrichtes an derselben. Dem Andenken Karl Goldmarks war die Schüleraufführung am 11. Mai gewidmet. (Ein neuer Pfleger des deutschen Liedes in Marburg wurde ins Leben gerufen: der Kaufmännische Gesangverein. Die gründende Versammlung fand am 10. Februar in Schneiders Salon statt. Zu derselben waren Vertreter vieler Vereine erschienen, welche den jungen Verein herzlich begrüßten. Zum (Dbmamte wurde fjerr Reinisch, zum Sangwarte Herr Musiklehrer Milhelm Köhler gewählt. Am 4. Juni fand in der Götz'-schen Veranda die Gründungsliedertafel statt, welche sich eines außerordentlich guten Besuches zu erfreuen hatte. Die Sängerschar errang einen vollen «Erfolg. Der junge Verein wirkte auch schon bei mehreren Veranstaltungen mit und erfreut sich allgemeiner. Anerkennung. Möge er blühen und gedeihen! Zur Mitwirkung bei der Gründungsliedertafel gewann der Verein die Kapelle des 47. Znf.-Reg. aus Görz und bot dadurch auch den Bewohnern Marburgs einen besonderen musikalischen Gennß, daß die vorzügliche Kapelle noch in de» nächsten fünf Tagen hier spielte, auch einen Zapfenstreich und eine Platz-musik abhielt. Der Theater- und Kasinoverein hielt am 24. Jänner seine Generalversammlung ab. Die Theaterfrage beschäftigte sowohl den verwaltungSausschuß des Vereines, wie die Stadtgemeinde und es wird sicher ein Mcg gefunden worden, durch den der Bestand des Theaters in Marburg, welches der Kasinoverein bisher mit großen (Opfern erhielt, für weiter gesichert bleibt. — von den Unterhaltungen, welche der Ausschuß, veranstaltete, wäre die „Phantasie-Redoute" zil erwähnen, welche am 7. Februar ab-gehaltcn wurde; aber auch die Faniilien-abende befriedigten die Gesellschaft allgemein. Das Tennisspiel im volksgarten wurde eifrig gepflegt. — _ (Eine besondere (Ehrung bereitete der verwaltuugsausschuß seinem schon durch vierzig Jahre dem Kasinovereine angehörenden Mitglieds kais. Rat Dr. Artur Mally. (Eine Abordnung beglückwünschte ihn und überreichte ihm ein von (Oberleutnant Herrn Kaan-Albest ausgeführtes Bild: das Kasino, des Gefeierten Geburtshaus und ein Stück Alt-Marburg darstellend, in einem Rokokorahmen mit Lorbeergewinden, in denen die Namen der Ausschußmitglieder 1870— 1910 eingraviert sind. Im großen Kasinosaale fanden außer den Konzerten des philharmonischen und des Männergesangvereines noch einige Konzerte von Künstlern statt; im (Oktober Frau (Olga Türk-Rohn mit Herrn Dir. Klietmaim; im November Karl Grünfeld; Ularzell Salzer; im Februar das Miener Frauenquartett. Unser Stadttheater hatte im letzten Spieljahre der Direktion Karl Door manchen künstlerischen Erfolg zu verzeichnen. Die (Operettenkräfte gaben im Jänner mehrere Vorstellungen in Görz, welche sehr gefielen. 3m Laufe der Spielzeit und nach derselben gab Erels Tir. Bühne mehrere Vorstellungen. Am 20. Dezember veranstalteten Schüler des Gymnasiums nnd der Realschule im Theater eine Wohltätigkeitsvorstellung zu Gunsten der Unterstützung armer Schüler. <£s gelangten Szenen ans „Don Larlos" zur Darstellung, deren Wiedergabe alles tob verdiente. 2(111 5. Zltoi wurde zu Gunsten armer Zöglinge der städtischen Kindergärten eine wohltätigkeitsvorstellnng gegeben und am 8. 211 ai wiederholt. Der Anregern!, Frau Johanna Seidl, allen Mitwirkenden und den Besuchern gebührt der beste Dank. Dem hier in bester Lrinnerung stehenden Direktor des Theaters in (Olmütz, fjcmi Leopold Schmid, welches er schon durch sechs Jahre leitet, wurde die Direktion auf weitere drei Jahre verliehen. Für die nächste Spielzeit wurde unser Theater au bserru Z. Fischer übergeben, welcher bisher als Regisseur in Graz tätig war und and; das Sommertheater in Gleichenbcrg leitet. Die bjanshaltungs- und Fortbildungs-frfiule, Frauengewerbeschnle, dann das damit verbundene deutsche Töchterheiin hatten beim Jahresschlüsse wieder Gelegenheit zu zeigen, was an dieser 2lnstalt geleistet wird. Die Schlußfeier im Festsaale des Anstalts-gebäudes fand in Gegenwart zahlreicher Gäste statt. Die 2lrbeiten- und Roehkunst-ausstellung fand alle Anerkennung. Bürger-meisterstcllvertreter Rais. 22at. Dr. 2lrtur 2Ually dankte namens der Stadt der Leitung, dem Lehrkörper und allen Förderern der 2lnstalt. Der Verein „Deutsd;es Studentenheim" hielt am 7. März eine Versammlung ab. Dem bisherigen Obmann Bancalari wurde für seine Tätigkeit gedankt, ebenso dem Anstaltsleiter Dr. 2Valdherr. (Obmann des Vereines ist 2lmtsvorftand Dr. Schinner. Die Zahl der Zöglinge betrug im letzten Jahre 48. Der Raiser Franz Zosef-Rnabenhort, Leiter Lserr Lehrer Trust Engclhart, veranstaltete außer der Weihnachtsfeier and; eine Feier zu Andreas bjofcrs 100. Todestage. Der Deutsche Sprad;vcrein und die Sektion Marburg des D. und (Ü. Alpen- vereines hielten ihre mit Vorträgen verbundenen Versammlungen in den wintcr-monaten im Rasinospeisesaale ab. Der 2Rarburger Stadtversd'önerungs-vereiu veranstaltete im Vereine mit der Alpenvereinssektion ein großes Sommerfest im Volksgarteu, dessen Ertrag den Veranstaltern zusiel. Der 2llpenverein benützte seinen 2lnteil zur Deckung der Rosten für die von ihm erridstete Bachernwarte. Dem Stadtverschönerungsverein wupdc damit ermöglidfi, unsere sd;önen 2lnlagen zu erhalten. Die Zahl der Mitglieder ist leider nidst so groß, daß der Verein mit den Beiträgen das 2lnslangcu finden, könnte. Durch die Veranstaltung von Ronzertcn im Stadtparke, welche Heuer an Sonntagen vormittags abgehalten werden, bietet der Verein der ganzen Bevölkerung ein Vergnügen und sollte dafür durch zahlreiche Beitritte von unterstützenden Mitgliedern Anerkennung und Unterstützung finden. 2lnmeldungcn werden von ksrn.Rokoschincgg in der Tegetthoffstraße entgegengenommen. Der verschönernugsvereiu St. 21lag-dalena hielt am 12. Februar seine Jahresversammlung ab. Der Obmann bserr 2Uasdfinen-Oberkommissär (Oskar Perko ge-dadste zuerst des verdienstvollen Obmann-stellvertreters und Gründers 2llois bsrast-nig, welcher dem Vereine durch den Tod entrissen wurde (Herr 2llois Hrastnigg starb am 18. 2lpril 1909, an seinem 55. Geburtstage), daun der übrigen aus dem Leben gesdfiedenen Mitglieder. Die Berichte über die Tätigkeit und den Rassa-stand wurden beifälligst zur Renutnis genommen. Strafanstaltsoberdirektor 22eisel stellte den Antrag, den aus Marburg sd;eidenden Vereinsobmann Ing. Oskar Perko in Würdigung seiner großen i\'r-dienste um den Verein zum Lhrenmitgliede zu ernennen, was jubelnde Zustimmung fand, und den Namen 2llois prastnig in die Liste der Ehrenmitglieder zur steten Erinnerung an den Gründer des Vereines anfzunehmen, was gleichfalls allseilige Zn-stimmnng fand. Unsere nationalen Schutzvcreinc können auf ein erfolgreiches Jahr zurücksehen. T)cv Deutsche 5;lMi[iu'veiu vollendete das dreißigste Jahr seines für den Schutz der Deutschen an den Sprachgrenzen hochwichtigen Wirkens. Die von Dr. Peter Noscgger gegebene Anregung der Zwei-Millionen-Spende für den deutschen Schulverein hatte einen kanin erhofften Erfolg. Und zu Pfiiuj* fk'ii konnte bei der Pauptvcrsammlung dem Dichter gedankt werden. 2lnch Marburg hatte mehrere Bausteine abgeliefert. Der zum Nationalfeiertag im Südmarkgebiete erklärte 10. November (Schillertag) wurde in Marburg im Kasinosaal begangen. Mannergesangverein und Südbahnliedertafel brachten Dollgesänge zum Dortrage, das KlietinmuvOimrtett spielte. Pfarrer Mahnert hielt die Festrede. Als Festoor-ftellung wurde am Vortage im Stadttheater Wallensteins Lager und Demetrius gegeben. — In allen untersteirischen deutschen Städten und Märkten beging man den Schillertag ebenfalls. Auch die um Marburg gebildeten Orts-grupen entfalten eine erfreuliche Tätigkeit. Mögen sie treue fjiitcr unserer höchsten Güter bleiben. Am 12. Februar fand die Gründung der Ortsgruppe Leitersberg - Kartschowiu des Deutschen Schnlvereincs im potel Stadt Wien statt. Am 26. Mai wurde in der Gastwirtschaft „Marienheim" die Gründungsfeier abgehalten. — In Kölsch wurde ebenfalls eine Schulvereinsortsgruppe gegründet. Mit den Marburger Südmark-Ortsgruppen feierten jene von Iaring-Pößnitz am 18. Juni das Fest der Sonnenwende bei poinig in pößnitz. In Marburg selbst wurde zum ersten-male eine von den deutschen Dereinen gemeinsam veranstaltete Sonnwendfeier im volksgarten am 30. Juni abgehalten und am Vortage .eine pöhenbeleuchtung veranlaßt. — Sonnwendfeiern wurden auch in den meisten deutschen Orten Untersteier-marks veranstaltet. Daß der verband deutscher Pochschüler seinen Aufgaben getreulich nachkam und alle nationalen Veranstaltungen nach Kräften förderte, brauchen wir kaum zu er- wähnen, nur sei angeführt, daß es der verband ermöglichte, einen Noseggerbaustein aufznbringcn. Der Marburger Turnverein entwickelte auch im letzten Jahre eine eifrige Tätigkeit. Lin großes Schauturnen, Schauturnen der Mittelschüler, Mitwirkung bei verschiedenen Veranstaltungen, Iulfeier, Kinderfest, Ronacherabend, beim Sommerfeste am 5. Juni, seine Teilnahme am Gautnrn-feste in Lilli seien hier besonders erwähnt. Der Turnverein Jahn hatte auch manches seiner Lhronik einzuverleiben: Turngänge, Beteiligung beim Gründungsfeste in St. Egtzdi, Vorführungen bei Festen deutscher Vereine, Iulfeier mit zehnjährigem Gründungsfest, Sommersonnenwende im volksgarten u. a. — Die von der Berg-steigerriege hergestellte Nodclbahu auf dem Bacher konnte wegen der witterungsvcr-hältnifse nicht befahren werden. Die Gruppe Marburg des Neichs-buudes deutscher Eisenbahner ist auch ein wichtiges Glied in der Kette unserer deutschen Vereine, zu welchen noch der Germanenbund „Alldcutschland" hinznkain. Und wie bei der heurigen ersten gemeinsamen Sonnwendfeier dieselben mitwirkten, so mögen sie alle stets znsammenstehen, wo es gilt, den deutschen Lharaktcr der Draustadt zu zeigen. Die Freiwillige Feuerwehr und deren Nettungsabteilung hielt am 28. Jänner die Jahreshauptversammlung ab. Aus dem von der Wehrleitung erstatteten Berichte ersehen wir, daß die wehr im Jahre 1909 mehr als zwanzigmal alarmiert wurde. In Marburg brannte im Gasthause „Zum Elefanten" ein Dachstuhl ab, entstand ein Brand im Garnisonsarreste und hatte die wehr einKellerfeuer beim Farbwareuhändler Billerbeck in der perrengasse zu löschen. Die Nettungsabteilung verzeichnete in diesem Jahre 372 Ausfahrten mit dem Nettungs-wagen, pilfeleistungen in der Station 241. Zahlen zeigen den hohen wert dieser Einrichtung. Der Freiwilligen Feuerwehr gebührt daher alle Anerkennung, vom Noten Kreuze erhielt die Nettungsabteilung ein Anerkennungsschreiben nebst 100 Kronen. 11 uit soll ein zweiter Rettungswagen angeschafft werden, um für alle Fälle gerüstet zu fein. Der Marburger Gewerbeverein, welcher stets bestrebt ist, im Interesse des Gewerbestandes zu wirken, das Standesbewnßtsein zu heben, hat vor allein wieder zwei Tage, die Ansflüge nach pettcm am 10. Juli und nach Offer am 11. August, seiner Vereinsgeschichte einzuverleiben. Besonders der erstere, an welchem bei 400 Personen ans Marburg teilnahmen, wird allen Besuchern der aufstrebenden Schwesterstadt in angenehmer Erinnerung bleiben. Es ist auch die Fühlungnahme mit den Gewerbetreibenden anderer Städte von großem IVerte für die allen gemeinsamen Standes-intercffe». Dem Abmanne des Marburger Gewerbevereines penm Gemeindcrat pav-liäek gebührt für diese Veranstaltungen alle Anerkennung. Der deutsche pandwerkcrverein fand mit dem plane der Errichtung einer Lehrlingshortes in Marburg allseits Unterstützung, und so konnte an die Durchführung geschritten werden. Das Zustandekommen des portes ist wohl zumeist den Bemühungen des (Obmannes des deutschen pand-werkervercines, perrn Gemeinderat Franz Aral zu danken. Die nötigen Räume gewährte die Gemeinde in ihrem pause in der Llisabethstraße 16, wo am 17. April die Eröffnung erfolgte. Zu dieser waren erschienen: Dr. Retoliczka, Leiter der 23c--zirkshauptmannschaft, Bürgermeister Dr. Schnüderer, Vizebürgermeister Dr. Mally, Zlbgeordneter IVastian, Vorstand des Vereines für Aiuderfchntz und Jugendfürsorge Vbcrlandesgerichtsrat Liebisch, Landtagsabgeordneter 2teger, Direktor Springer des Gewerbeförderungsinstitutes, Vertreter des Gewerbevereines, des kathol. Meistervereines u. a. Es waren auch 23egrüßungs> schreiben eingelangt. Rach mehreren 2ln-sprachen, in welchen die Bedeutung solcher porte Ausdruck fand, wurde der port dem zu dessen Leitung bestimmten Lehrer perrn Fasching übergeben, welcher an die Lehrlinge eine 2lnsprache hielt. Mit einem vom Bürgermeister ans den Kaiser ansgebrach- ten poch und dem Danke des perrn Aral an alle Förderer des portes schloß die Feier. Der deutsche pandwerkerverein unternahm auch einen Ausflug nach Lhrenhansen zur Besichtigung der dortigen Zementwerke. 21m 5. Juni fand die Gründung einer Gruppe des Verbandes deutscher Arbeiterjugend in Marburg statt. Zu dieser Feier waren viele Vertreter von Vereinen erschienen, auch Bürgermeister Schnüderer war anwesend. Abmann des Verbandes ist perr Lehrer Vadnou. Die hiesige Artsgruppe ist die vierte in Steiermark. Der Museumverein hielt am 10. März seine statutenmäßige panptversaminlung ab. Der Abmann perr Dr. Rak berichtete über die Vermehrung der Sammlungen, die Funde bei den Grabungen nächst pettau. Ein zahlreicherer 23esuch wäre wünschenswert, weshalb wir auf das im pause Nr. 16 der Llisabethstraße untergebrachte Museum sowohl die Bevölkerung Marburgs als auch auswärtige aufnierksam machen. Das Museum ist an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Verein „Volkswohl" ist hauptsächlich bemüht, das Zustandekommen eines öffentlichen Bades zu ermöglichen. Durch die auf Anregung des Sparkaffe-Ansschuß-mitglicdes perrn Alois Mayr von der Sparkasse zugesagten 100.000 Kronen dürfte dieses für Marburg gewiß dringende Bedürfnis doch in absehbarer Zeit befriedigt werden. Der im Vorjahre gegründete „Sportverein" pflegte besonders das Fußballjpiel-und wurden mehrere Spiele mit fremden Mannschaften ansgetragen. Zu den hier bestehenden Radfahrer vereinen „1887" und „Edelweiß" kam noch ein dritter, zwar nicht in Marburg selbst, aber in dem mit der Stadt zusammenhängenden Brunndorf, wo deutsche 2lr-beiter einen Radfahrerverein gründeten und ihn „Drauadler" nannten. 2(m 3. Juli wurde im schon zur Stadt gehörenden Areuzhofgarten das erste Gründungsfest gefeiert, zu dem neben den hiesigen Radfahrern auch von auswärts Sportkollegen erschienen. Der deutschvölkische verband „Dran-wacht" hielt seine Hauptversamnilung am 16. Februar ab. Zu derselben war auch der frühere Gbmann Konrad potzner aus Lilli erschienen, welchen der verband zuin Ehrenmitglieds ernannte. Znin Mbinanne wurde Herr Friedrich Linder, ;u dessen Stellvertreter Herr Lehrer vadnon gewählt. lllm 12. März wurde im Kasino eine Versammlung des alldeutschen Vereines für die Gstmark abgehalten. Es sprachen Abg. Malik, Dr. Ursin-Wieu und 0tto v. Mclzer-Graz. — Am 13. März wurde beim Kaiser Josef-Denkmale ein Kranz niedergelegt und hielt Dr. Ursin eine Ansprache. Der Erste Marbnrger Alilitärveteranen-undKrankenunterstützungsverein „Erzherzog Friedrich" hatte am 22. Mai die Ehre, den Landesverbandstag zu begrüßen. Es waren 50 Vereine vertreten. Die Abgeordneten wurden auf dem Bahnhofe begrüßt und mit Musik in das Versammlungslokal (Gambrinushalle) geleitet. Nachmittags fand dort ein Konzert statt. wie alle Zähre, machen wir auch jetzt wieder auf zwei humane Vereine aufmerksam, deren menschenfreundliches wirken allgemein unterstützt zu werden verdient, es sind dies der Unterstützungsverein für entlassene Sträflinge und der Verein zur Unterstützung armer Volksschulkinder. Der Jahresbericht des erstsren beklagt einen Rückgang der Zahl seiner unterstützenden Mitglieder, was sehr zu bedauern ist. Und der armen Schulkinder Zahl wächst an, so daß dem Vereine weit größere Mittel zur Verfügung stehen müßten, sollte er ausgiebiger helfen können. Mögen daher edle Menschen dieser beiden vereine gerne gedenken. „was ihr den Ärmsten tut, das habt ihr mir getan", sagte der Heiland. Der Verein für Kinderschutz und Jugendfürsorge hielt im Mai seine Hauptversamm-limg ab. Der Gbmaun G.-L.-G.-R. Liebisch berichtete über die Tätigkeit. Die Fälle der Fürsorge zeigen gar trübe Bilder. Die Mittel des Vereines sind zu gering, um seinen Aufgaben Nachkommen zu können. Die Mitgliederzahl stieg auf 387, cs wären aber viel mehr nötig. — Der Jahresbei- trag beträgt nur 2 K. Die Einnahmen betrugen 1609 K 38 h, die Ausgaben 832 K 16 h. — Gberlehrerin Frl. Höd! berichtete über die geplante Errichtung eines Mädchenhortes in Marburg. Die Kosten würden jährlich 3000 K betragen; diesen Betrag könne der Verein nicht bestreiten, man hat sich daher an verschiedene Faktoren um Beiträge gewendet. Das Laird sei wegen der bekannte» Gbstruktion gehindert, das Gesuch zu erledigen. So hofft man, den Hort doch errichten zu könncir. wenn der Staat doch solche Dreadnoughts bauen wollte, wie viel Elend könnte er damit verscheuchen! Der wirtschaftsverband hielt mehrere versamuilungen in Angelegenheit der Teuerung ab und wurde besonders wegen des Fleischbezuges für die Mitglieder verhandelt. Mit Wehmut erinnern ältere Leute sich an jene Zeit (1870), wo man ein Pfund (56 Deka) Fleisch um 12 Kreuzer kaufen konnte, bei Baumann in der Postgasse. Das klingt wie ein Märchen, nur nicht aus uralten Zeiten. Die Filiale Marburg der steierm. Landwirtschaftsgesellschaft und der landwirtschaftliche Verein Rotwein entwickelten eine rege Tätigkeit ;nr Förderung der Landwirtschaft. Der Fischerei-Bezirksverein Marburg (gegründet int Februar) errichtete hier am rechten Drauufer nächst beut Wasserwerke der Südbahn ein Forcllenbruthans. Das vom Baumeister Naffimbeiti hergestellte Gebäude, wo auch zwei Ruhebänke angc= bracht wurden, wird manchen anregen, den weg vom Steg längs der Drau itach Bruuudorf zu einem Spaziergange zu benützen. Das Bruthaus ermöglicht die Erzielung von 100.000 Stück Forellenjungbrut. Die „Bauernrunde" in Bruitudorf ist ein 1909 gegründeter Geselligkeitsverein, der sich gerne in den Dienst von veran-staltungen stellt, die völkischen Zivecken dielten und diese dadurch fördert. Seine Sängerrunde wird überall gerne gehört. Am 13. März fand die Einweihung des Trinkhorns dieser Sängerrttnde statt. Der Znitgvfmbcr und ütcljübvigc Di-rektor der Zlushilfskasse, Herr Josef iEceb legte sein 2(mt aus Gesundheitsrücksichten zurück. 3n einer außerordentlichen Versammlung wurde dem um das Gedeihen des Vereines .hochverdienten scheidenden Direktor der beste Dank ausgesprochen und ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Hing überreicht. Durch die Errichtung einer Filiale der Anglo-Osterrcichischen Bank, deren Geschäftsräume im Erdgeschosse des Hauses Herrengaffs 34, Burggasse 11 unterge-gebracht sind, wurde die Zahl der Geldinstitute vermehrt. Zum Direktor dieser Filiale wurde fjcrr Bayer von der Marburgcr Lskomptebank bestimmt. Ein neuer Spar- und Vorschußverein für deutsche Angestellte ist eben in der Bildung begriffen. Eine zahlreiche Vereinigung ist der Allgemeine verband der Südbahnbediensteten mit dem Sitze in Marburg. Er zählt 5300 Mitglieder, verfügt über ein vermögen von 91.000 K und hat bereits 562.000 K für Vereinszwecks (Unterstützung der Mitglieder und ihrer Angehörigen) ausgegeben. Ein Beweis, was vereinte Kräfte vermögen. — Zur Hauptversammlung im Juni waren sämtliche Delegierte erschienen. Ein gemeinsames Mahl im Hotel Meran und ein Familienabend im Gam-brinusgarten, wobei die Belgiermusik spielte und die Südbahnliedertafel einige Ehöre vortrug, brachte den Delegierten nach den Beratungen einige recht angenehme Stunden. Obmanu des Verbandes ist Herr Burn-dorfer, Schriftführer Herr Johann voit in Marburg. Auch der Verein zur Unterstützung in Sterbe- und Erkrankungsfällen für Süd-bahnbedienstete dehnt sich auf alle österreichischen Linien der Südbahn aus. Belehrend sind auch die Ziffern aus dem Nechenschaftsbcrichte der Bezirkskrankenkasse. Im Jahre 1909 wurden 25.917 An- und Anmeldungen erstattet, welche Arbeit die Verwaltung der Kasse zu leisten hat, ersieht man aus der Zahl obiger Meldungen, dazu an 4000 Krank- heitsmeldunaen. Ausfertigung von 11.000 Zahlungslisten mit 195.000 Namen, Kram kengekdberechnungcn, 10.000 Kasiabuch-posten ufw. dln Mitgliederbeiträgen zahlten die Arbeiinelnner 45.026 K, die Zlrbeit-geber ‘22.512 K. Die Ausgaben betrugen für Krankenunterstützung 85% der Mit-gliederbeilräge. Die Krankenstatistik weist auf je 100 Mitglieder 97 Erkrankungen. 2luch die Herren Ärzte organisierten sich. Krn 27. März fand in Marbnrgdcr erste Orts-gruppenrag des Vereines deutscher Ärzte in Steiermark statt und erfolgte die Gründung der Gruppen Marburg und Eilli. Für die Apotheken wurde eine Sonn tagsruhe derart eingeführt, daß zwei jeden Sonnrag von 12 Uhr mittags bis Montag 7 UE’r früh abwechselnd geschlossen bleiben. Der seit 1862 bestehende Männer-kcankenunterstützungsverein wählte in der Hauptversammlung wieder Herrn Georg Eichkitz. Bezirksvertretungssekretär, zum Ob-inatm. Dem vieljährigen Kassier Herrn Kaufmann Alois Ouandest wurde der Dank für seine Mühewaltung ausgesprochen und er gebeten, dieses 21mt noch weiter zubehalten. Die Molkerei in Kätsch zählt 300 Grundbesitzer als Mitglieder, welche täglich 3000 Liter Milch liefern. Die Hanptabnehmerin ist die Stadt Marburg. Mbmann der Genossenschaft ist Herr Dr. Tausch in Boß-wein, welcher im Interesse derselben unermüdlich tätig ist. — Die Molkerei in Kätsch erhielt ein neues, allen heutigen Anforderungen entsprechendes Betriebsgebäude, dessen feierliche^Eröffnung und Einweihung am 31. Juli erfolgte. 2lus unseren militärischen Kreisen verzeichnen wir: Generalmajor Walter von Sagburg wurde zum Kavalleriedivisions-kommandanten in preßburg, Oberstleutnant Mayrhofer von Grünbüchel, seit 1905 Kommandant der Infanterie-Kadettenschule, zum (Obersten befördert und von hier nach Budapest abberufen. Das Kommando der 3. Kavalleriebrigade erhielt Oberst Brudermaun, jenes der Kadettenschule Oberstleutnant Bitter von Spanyik, gewesener Flügeladjutant des Kaisers. Friedrich Komm, Kommanbant dos Feldhaubitzregiments 3, wurde 5U111 (Dberften ernannt. Oberstleut-nant Julian Fischer vom 11. Dragoner« regiment erhielt das Kommando des neu« errichteten Fohlenhofes in Kranichsfeld. Am 9. llläi'3 hielt auf der Kücffahrt von Bosnien nach prag ein Bataillon des 73. Inf.-Beg. (t£ger) in Klarburg Rasttag. Bei der IDeiterfahrt wurden sie auf dem Basinhofe bewirtet. Kuf dem Exerzierplätze Tsiese» fand ein Rennen der Brigade-Offiziersschule und ein preisreiten und preisspringen des 5. Dragonerregimentes statt. A» der Landes-Ohst- und IVeinhau« schule fand die Schlußprüfung am 29. ssittli statt; zu der sich viele Festgäste einfanden. Dir. Zweifler erstattete den Jahresbericht. Die 2lnstalt besuchten 45 Schüler. Die Unterrichtserfolge waren günstig. Durch Veranstaltung von Fachkursen, Vorträge bei landwirtschaftlichen Versammlungen auch auswärts wurde die Landwirtschaft gefördert. Laudesausschußbeisitzer Graf Franz Attems Hielt an die Schüler eine Ansprache und verteilte die Zeugnisse und Prämien. Den von der Anstalt scheidenden Schülern widmete Dir. Zweifler ein Herzliches Geleitwort. Der Fachlehrer an dieser Anstalt, fjerr Anton Erhärt, wurde zum Direktor der Ackerbauschule Edelhof bei Zwettl ernannt. Von den hier tätigen Professoren traten die Herren Johann Koprivnik von der Lehrerbildungsanstalt und Georg Mayr vom Gymnasium in den Ruhestand; elfterer erhielt den Titel Schulrat, prof. Blasius Matek vom Gymnasium starb im Jänner, 58 Jahre alt. An der Lehrerbildungsanstalt und der Landeslehreriunen-bilduugsaustalt bestanden Heuer alle Zöglinge die Maturitätsprüfung. Dir. Josef Riedler der Mädchenbürgerschule wurde durch Verleihung des goldenen Verdienst-mit der Krone ausgezeichnet. Dir. Riedler ist im Lehrfache schon durch 52 Jahre, an der Bürgerschule 30 Jahre tätig. Herr-Michael Ne rath, Direktor der Volksschule in Kartschowin, trat in den Rusistand. Sein Nachfolger wurde Thomas weruitz- uigg, bisher (Oberlehrer in poberfch, welche Gemeinde ihn zum Ehrenbürger eruahnte. Schuldirektor Johann Forsch erhielt aus 2lnlaß seines Übertrittes in den Ruhestand das goldene Verdienstkreuz. Die diesjährigen Schwurgerichtsver-Handlungen brachten zwei Todesurteile: Von den Mördern des Gaischützen ploj wurde einer zum Tode, der andere zu 20 Zähren Kerker verurteilt. Das zweite Todesurteil sprach der Gerichtshof über Anton Kmetec aus, welcher feine Geliebte ermordete und die Leiche auf die Lifenbahn-schiene» schaffte, um glauben zu machen, sie habe den Tod durch Überfahren gefunden. t£r verriet sich aber durch einen an einen Baum gehefteten Zettel. Die Zahl der Totschläge, schweren Verwundungen hei Raufereien nsw. hat eher zu- als abgenommen. Bemerkenswert ist, daß ein Pfarrer wegen Verleitung zum Meineid zu drei Monaten Kerker verurteilt wurde, welches Urteil der Oberste Gerichtshof bestätigte. 2lm 8. Oktober wurde in Marburg ein Erdbeben wahrgeuommen, ebenso ein schwaches Beben in mehreren Orten Untersteiermarks am 29. Zänner.. 3m Oktober wurde auch von blühenden Erdbeeren, Kastanienbraunen und frischen Himbeeren berichtet. Km 24. Oktober verunglückte in Leitersberg ein Automobil, in dem sich der Ingenieur Heinrich Varrone, dessen.Gattin mit drei Kindern und einer Erzieherin befanden. Der 3ngenieur erlitt hiebei schwere Verletzungen und wurde in das Marb. Krankenhaus gebracht. Die Familie war auf der Fahr! nach Abbazia begriffen. Von großen Eisenbahn Unfällen war wie immer auch in diesem 3a^lx' 5U IÜvcni so bei paris und in Uhersko, Böhmen, dann in anderen Orten. Bei uns kamen wohl keine Zusammenstöße, aber manche Überführungen vor. Am 13. Februar bemerkte der stations-arbeitet- Frühauf in llnterbraubnrg, daß der dlbendzug von Marburg infolge falscher lVeckß'elstellung gegen den dort haltenden Zug aus Kärnten fuhr. Durch Signale gelang es ihm, den d)ug aufzu- hatten und jo ein großes Unglück 511 verhüten. ©b der entschlossene 2Tiaim wohl entsprechend belohnt wurde? Zwischen Steinbrück und Trifail stürzte ein Felsstück auf die Schienen. Bei einem dort fahrenden Znge wurde die Lokomotive beschädigt, sonst hatte der Sturz keine Folge». Die Entgleisung eines Zuges hätte leicht herbeigeführt werden können durch zwei Kinder, welche im Geleisdreiecke hinter der Strafanstalt in Marburg Kuppelungs-laschen, Schrauben, 2"tägo[ und Schraubenmuttern von den Schienen losmachten und stahlen. Znm Glücke wurde das Fehlen bemerkt und so ein Unglück verhütet. Zwischen 5t. Egydi und Spielfeld fiel ein Holzblock auf das Bahngeleise. Sofort wurden Leute »ach beiden Nichtnngen gesandt, um die Bahnzüge anzuhalten. Herren vom angehaltenen Kärntnerzuge halfen bei der Freimachung der Geleise wacker mit und nach 25 Minuten konnte weitergefahren werden. In Kosnice bei Lilli wurde im Hofe eines Besitzers ein bjähriges Mädchen von einem Schweine (i£ber) umgestoßen und angefressen; die Eltern fanden das Kind bewußtlos und schwer verwundet, es starb »ach einer Stunde. Zn Polana am Bachern waren die Kinder des Winzers Znrencic allein zn Hause, während sich die Eltern am Felde aufhielten. Das anderthalbjährige Bübchen Konrad wurde seiner älteren Schwester in ©bhut übergeben. Konrad bekam ein Stück Brot und wurde im Hofe sitzend allein gelassen, dieweilen die Schwester sich ans kurze Zeit in de» Garten begab. Diese kurze Zeit benützte der Hahn des Bachbars weronik, um dem Kleinen sein Stück Brot abznnehme». Das Kind dürfte die heftigen Angriffe des Hahnes auf sein Brot abgewehrt haben, was den bösartigen Hahn in Wut gebracht haben mag, so daß er dem Kinde auf den Bücken sprang und ihm mit seinem Schnabel hinter dem linken ©hce einen so wuchtigen Hieb versetzte, daß er das Kind sehr schwer verletzte. Auf das Geschrei des Kleinen kam dessen Wärterin herbeigerannt, sah de» Hahn als Angreifer anf deni Knaben und diesen hinter dem ©hre heftig bluten. Die Schnabelhiebwunde verschlimmerte sich derart, daß das Kind ins Krankenhaus »ach Marburg gebracht werden wußte, wo es an den Folgen der Verwundung starb. Das ©sterschießen verursachte wieder mehrere Brände und schwere Verletzungen. 3» Unterst. Kunigund büßte dabei Kajetan Heinz, 21 Jahre alt, sein Leben ein; der Ladestock fuhr ihm durch dem Kopf und konnte nicht entfernt werden,' daher der verunglückte damit begraben wurde. Trotz der vielen Unglücke bleibt aber das gesetzlich verbotene Schießen. Eine Hochzeitsgesellschaft fuhr nach der Trauung von 5t. Georgen an der Stainz in acht wägen gegen wallachnetzen. Die Pferde de: ersten Wagens scheuten und stürzten mit dem wagen in den Straßengraben; dadurch wurden auch die anderen Pferde scheu und es lagen sechs wägen mit den Fahrgästen in dem Grabe», wobei alle mehr oder weniger beschädigt wurden. Bei Rann a. d. Save wurde ein wagen beim Übersetzen der Eisenbahn vom Zuge erfaßt und zertrümmert, die auf dem wagen befindlichen drei Personen getötet; die Pferde liefen schwerverletzt davon. Die Wächtersgattin, welche den Dienst versah, trägt die Schuld. Die Kirnte ist Mutter von 11 Kindern. Am 17. Mai nachmittags entstand in Kätsch ein Brand, welchem 13 Bauten zum ©pfer fielen. Ein mit Zündhölzchen spielender Knabe hatte das Feuer verursacht und das Kind kam in den Flammen um, da der Kleine sich nicht zu helfen wußte. Die verschiedenen Feuerwehren taten was möglich war. — Der Statthalter besuchte die Brandstätte. Als Vorläufer des Halleyschen Kometen wurde ein solcher im Zänner beobachtet. Halley erschien im ZVEai, wie es ihm vorgeschrieben ist. Die von gar vielen gehegte Furcht, es könnte doch zu einem Zusammenstöße kommen, war wieder grundlos. Den Halley werden aber nur wenige noch einmal zu sehen bekomme». Zu den erfreulichen Vorkommnissen gehören auch Auszeichnungen und Jubiläen, daher einige solche verzeichnet werden: Herr Johann Pelikan, Zuckerbäcker, Herrengaffe 25 und Burggasse 2, feierte im Dezember das 25jährige Zubiläuin seiner Tätigkeit im selbständigen Betriebe dieses Geschäftes. Am 31. März vollendete Herr Heinrich Schigert das 25. Zahr seines Wirkens als gräfl. Meranscher Verwalter in Zohannes-berg. Gr erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Der Stadtratsoffizial Herr illlois waidachcr vollendete das 25. Jahr seiner Tätigkeit als Beamter. Die Amtskollegen veranstalteten aus diesem Anlasse einen Festabend im Hotel Erzherzog Johann. Bartholomäus Koschiach, Hebermcister, konnte auf eine 40jährige Dienstzeit in seinem Berufe zurückblicken. Seit 1870 bei der Firma Mally tätig, kani er bei der Errichtung des hiesigen Zollamtes 1906 zur Bahn. Durch 25 Jahre tätig ist auch der Schuldicner 3- Pölzl der Knabenschule am Domplahe. Fräulein Marie Sket, Kassier!» im Modewarenhause Kokoschiuegg, legte das 25. Jahr in dieser Stellung zurück. Dem Bahnarzte Herrn 3osef Urbaczek wurde für 40jährige Dienstzeit die Ehrenmedaille verliehen. Er ist bereits Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes und der Medaille für 25jährige Tätigkeit im Feuerlöschwesen. Line Tochter des Ejerr» Urbaczek, Fräulein Paula Urbaczek, ist als (Dpenv sängerin gefeiert und wurde erst kürzlich i» Leipzig vielfach ausgezeichnet. Herr Architekt und Baumeister Fritz Friedriger wurde zum Korrespondenten der Zentralkommission für Kunst- und historische Denkmale ernannt. Der Marburger Drgelbauer Herr 3- Brandt, als Meister seines Faches bekannt, fertigte auch für Straß eine (Orgel an, die bei der Kollaudierung im Februar alle Anerkennung fand. Der Bildhauer Theodor Stnndl (geboren in Marburg) erhielt auf der Aus- stellung im Künstlerhause in Wien den Graf Äppersdorferschen Ehrenpreis. 3m Vorjahre wurde ihn der Kaiserpreis (400 Dukaten) zuerkannt. Herr Dr. Wilfried Kodier erhielt den Franz 3osef-6)rden, Vberoffizial Alois Koroschetz das goldene und der Steuer-exekutor 3ohann Danko das silberne verdienstkreuz. 3»folge des Zlbbruches mehrerer Häuser, welche dem Brückenbau zum (Opfer fielen, mußten die darin untergebracht gewesenen Geschäfte andere Räume aufsuchen. So die alte Lederhandlung Gruber, welche sich jetzt im früher Baskoschen Lokale (Burgplatz) befindet. Das Tapezierer- und Möbelgeschäft Mandl wird auf den neuen Hauptplatz übertragen, wo sich Karl wcsiak bisher befand. Herr wesiak kaufte das Möbelgeschäft Turk in der Tegetthoff-straßc Br. 19 und führt sein bestbekanntes Möbel- und Tapezierergeschäft dort in vergrößertem Umfange weiter. Das Schirm-geschäft Petrossi gewann ein Lokal im Hause Br. 1 der Herrengasse. Den Räumen der Anglo-Ästerreichischen Bank mußten ebenfalls einige Geschäfte Platz schaffen. Hen's Waffen, und Fahrradhandlung und Hobacher's Schirmgeschäft fanden in der Burggasse und die bekannte Drechslerei Blaschitz in der Burg Unterkunft. Herr Kral brachte sein Friseurgeschäft in der Schul-gassc Br. 2 unter. Das Parterre des Scherbaumhof ist für Geschäftsräume bestimmt und verlegt dahin die Filiale der Steierm. Escomptebank (Graz) ihre Büros, sowie Herr Alex. Starke! seine Unifornücrungs-Anstaltz verbunden mit Herren- und Damenkonfektion. Das Hotel Mohr übernahm Herr und Fran 3°fcf Mbritzhauser von Herrn Karl Leeb, welcher einen Gasthof in Graz erwarb. Das Kaffeehaus Azzola wurde an Herrn Karl Glaser und Frau verkauft. Das früher unter dem Namen Seewirt bekannte Gasthaus nächst dem Stadtparke wird jetzt von Herrn und Frau Hein betrieben, welche es unter dem Namen Zur Schießstätte am Teich führen und wieder zu einer guten Wirtschaft gestalten wollen. Sum $0. Scburtsseste unseres Kaisers, welches überall festlich begangen wurde und Anlaß zu manchen wohltätigen Stiftungen und Widmungen gab, brauchen wir wohl niclit diese Deranftaltungcn hier besonders anzuführen, was schon der verfügbare Nauur nicht gestattet. Auch der Negierungszeit Franz Josef I. wird in der Iahresrückschau gedacht. Einige Erinnerungen nur, welche diese erhebende Leier dem Schreiber dieser Zeilen aus seiner Jugendzeit wachriefe», seien hier vermerkt: 2ÜS Franz Josef am 2. Dez. 1848 den Kaiser-throu bestieg, wurde uns dies in der Schule luitgeteilt. (Ich besuchte damals die 3. Klaffe der Hauptschule in Klagcnfurt.) 1851 besuchte derjunge Monarch Klagcnfurt; wir Schüler bildeten auf der Straße gegen Villach Spalier und folgten dann dem wagen. Don dem Mordversuche, der im Februar 1853 auf den Monarchen in Wien gemacht wurde, kam die Kunde am Abend nach Klagcnfurt. 3n der Leou'scheu Buch-druckerei wurde noch gearbeitet, als Herr Leon, der itachmals in Marburg Buch-druekercibefitzer war und hier starb, ins Geschäft kam und uns zurief: „Aufhören, der Kaiser wurde gestochen!" Don wirklichem Schreck ergriffen, ließen wir die Arbeit stehen nnt> wollten näheres hören, deitu der Leiter des mit der Leon'fchen Buchhandlung verbundenen Papiergeschäftes hieß Kaiser und was war natürlicher, als daß wir glauben mußte», es fei auf diese» beliebt gewesenen Mau» ein Attentat verübt worden. Der Irrtum war gleich aufgeklärt, aber die Erregruig wurde dadurch nicht gemindert. Nach der Der-mählung kam der Kaiser mit der Kaiserin wieder »ach Klagcnfurt. Ein Zufall gab mir Gelegenheit, das erhabene paar aus nächster Nähe zu sehen und zu grüßen. Es sollte die Brücke beim Leudkanal in Anwesenheit des Kaiserpaares eröffnet werden. Die Brücke erhielt den Namen „Elisabethbrücke". Dazu hatte sich alles dort versammelt, ich wartete aber beim Museum, welches vorher besucht wurde, auf den wagen Sr. Majestät und dort hatten sich nur wenige. Menschen einge- funden. Zum Museum auf der „Schütt" neben dem Dölkcrmarkter Thore mußte bergauf und darum langsamer gefahren werden, wir hatten daher den besten platz, den Kaiser und die Kaiserin im offene» wagen zu sehen, welche für die Grüße freundlich dankten. Unvergessen ist mir der tiefe Eindruck geblieben, den die junge Kaiserin auf alle machte. So mußte auch die Kunde von ihrer Ermordung 1898 doppelte Trauer Hervorrufen. — Zum letzte» Male sah ich Se. Majestät bei seinem Besuche in Marburg 1883, wo in seiner Anwesenheit das Tegelthoff-deukmal enthüllt wurde. Denken wir noch vierzig Jahre zurück. Der deutsch-französische Krieg; die Gelegenheit, für Köuiggräh sich zu rächen, lag nahe; daß sie nicht benützt wurde, danken wir wohl auch t>em Kaiser und wie richtig diese Nichteinmischung gewesen, hat sich ja gezeigt. Diel Schmerz als Meirsch blieb Franz Josef auch nicht erspart. Gerade heute den 21. August, wo ich diese Zeilen schreibe, erinnere ich »rich dieses Tages 1858, wo uns Kanonenschüsse die Gebrrrt eines Kronprinzen verkündeten, wir feierten den Tag, es war auch ein Sonntag, in Brunndorf, wohin ich das erste ZTial seit meiner Anwesenheit in Marburg kam, bei einem Glase vorzüglichen Weines. welche Wandlungen haben sich aber auch in dieseir Jahren vollzogeir! was früher fast durch Jahrhunderte gleich blieb, wie rasch hat sich alles in den letzten Jahrzehnten geändert! Ich kannte »och Schwamm und Feuerstein, sowie die L>l-lampe; dann kam das Zündholz und die bessere Kerze, die wieder vom petroleum verdrängt wurde. Jetzt leuchten Gas und Elektrizität. Telegraph und Eisenbahn verbinden alle Welt. Je nicht fernen Tagen dürfte auch der weg in die Lüfte gebahnt sein, Heute sendet man eine Karte um 5 Heller nach Wien, wo sie schon am nächsten Morgen der Empfänger erhält, während ein Brief dahin früher mehrere Tage aufderReisewaruud40Hellerkostete. E. 11. Der Kilt jahraus jahrein seine Lrnte und gar manchen holte er sich wieder aus allen Kreisen. Linige Namen, deren Träger allgemeiner bekannt waren, seien hier aus der Totenliste verzeichnet. Mir beginnen mit: ^Katharina 3alas, Oberlehrer:,r i. H* Am 11. März 1910 schied ein edles, aufopferungsvolles Francnhcrz aus dieser Welt: Fräulein Katharina Jalas, Oberlehrern! i. R., gewesene Leiterin und Mitgründerin der Haus-halcnngs- und Fortbildungsschule in Marburg, entschlief nach langem, qualvollem Leiden. Sie wurde mit 2. November 18:39 in Marburg geboren. Nachdem sie bei den llrsnlinen in Graz den Lehrerinncnkurs mit sehr gutem Erfolge absolviert hatte, wirkte sie vom 1. Juni 1859 bis 20. September 1871 als Lehrerin und Erzieherin an der noch in bester Erinnerung stehenden Privat-Mädchen-Lehranstalt des Frl. Amalie Härtel. Am 1. Oktober 1871 trat sie in den öfsentlichen Schuldienst über und war bis 1, September 1894 als Lehrerin an der Mädchen-Volks- und Bürgerschule, sodann bis zu ihrer im Jahre 1902 ans eigenes Ansuchen erfolgten Pensionierung als Obcrlehrerin an der Mädchen-Volksschule 111 tätig, konnte mithin auf eine 43fnhrige Dienstzeit in ihrer Vaterstadt, auf ein Leben voll rastloser Mühe und Arbeit zn-rückblicken. Frl. Jalas war unermüdlich bestrebt, sich sort-zubilden, sich durch Privatfleiß mit den Fortschritten auf dem Gebiete der Pädagogik und Didaktik bekanntzumachcn und dieselben nutzbringend für den praktischen Unterricht zu verwerten. Ausgeriistet mit einem umfassenden Wissen, mit großer Energie, seltenem Lehrgeschicke und hoher Bernfs-freude, widmete sie sich mit aufopfernder Liebe und Hingabe, mit unerschütterlicher Pflichttreue ihrem erhabenen Berufe. Das Gedeihen der Schule ging ihr über alles. Sie verstand es, den Mädchen die Schule nicht nur zu einer Stätte der Pflicht, sondern auch zu einer Stätte der Freude zu machen und erwarb sich die Liebe und Anhänglichkeit ihrer zahlreichen Schülerinnen, die Hochschätzung und Dankbarkeit der Eltern, die volle Anerkennung ihrer Vorgesetzten. Ihre großen Verdienste um die Erziehung der weiblichen Jugend und ihre ersprießliche schriftstellerische Tätigkeit in pädagogischer Richtung wurden durch mannigfache Belobungsdekrete seitens der Stadt- und Landesschulbehörden, des k. k. UnterrichtSmini-steriums sowie durch eine kaiserliche Auszeichnung anerkannt und gewürdigt. Groß war ihre Herzensgute, Wohltuit ihre größte Freude, sich selbst vergessen und andere beglücken ihr Lebenszweck. Den armen Schülerinnen, den Vereinen, welche die Unterstützung oder den Schutz der Jugend, die Förderung des Lehrerstandes im Auge hatten, brachte sie stets ein werktätiges Interesse entgegen. So förderte sie die Zwecke des Vereines zur Unterstützung dicnstnn-tanglicher Arbeitslehrcrinnen nicht nur durch ihren Beitritt, sondern gewann viele Mitglieder für denselben und besorgte das Einsammeln der Jahresbeiträge in Marburg. Der genannte Verein ernannte sie ans Dankbarkeit zum Ehrenmitglicde. Die bleibendsten Verdienste erwarb sich Frl. Jalas jedoch um die Fortbildung und Erwcrbsfähigkeit der der Schulpflicht entwachsenen Mädchen durch die ans ihre Anregung und unter ihrer Mitwir-knng erfolgte Gründung der Haushaltung»- und Fortbildungsschule für Mädchen in Marburg, welche gegenwärtig schon auf einen 26jährigen, ehrenvollen Bestand zurückblicken kann. Die Leistungen und Unter-richtserfolge dieser Schule wurden wiederholt von den Unter-richtsbchörden und anderen Körperschaften belobend hervor-gehobcn und ausgezeichnet. Frl. Jalas leitete dieselbe durch zwanzig Jahre (von 1884 bis 190-1) mit hingebungsvoller Fürsorge und großer Umsicht, voll Opfermut und Uneigennützigkeit; sic verzichtete auf die ihr zukommende Leitungsgebühr und widmete dieselbe dem von ihr ins Leben gerufenen Unterstütznngs-nnd Pensivnsfonde für die Lehrerinnen der Anstalt. Znnehniende Kränklichkeit zwang sie, sich im Jahre 1901 gänzlich vom öffentlichen Wirken znrückznziehen. Leider war es ihr nicht vergönnt, ihren Lebensabend ruhig und froh zu genießen. Ein qualvolles Leiden zehrte an ihrer Lebenskraft, bis sie endlich der gütige Erlöser Tod von allen Schmerzen befreite. Die Einsegnungsfeier gestaltete sich zur ehrenden Kundgabe der Hochachtung und Wertschätzung, welche der Tcihin-geschiedenen in weiten Kreisen gezollt wurde. Dein Wunsche der Verstorbenen entsprechend, wurden die sterblichen Überreste zur Einäscherung nach Zittau in Sachsen überführt und die Urne dort-selbst an einem stillen Plätzchen des Haines beigesetzt. Das Wirken dieses nun entschwundenen, hehren Fraucnlebcns ivird aber lange über den Tod hinaus reiche Früchte tragen, das Andenken an die Dahingegangene in den Herzen der Schülerinnen gese gnct bleiben. Am 12. Dezember starb der Hausbesitzer und Geflügclhändler Anton Löschltigg, Gl Jahre alt. £v entstammte einem alten Marburger Bürgerhanse und war allgemein bekannt; während einer Wahlperiode gehörte Löschnigg auch dem Gemeinderate an. Am 18. Dezember verschied Schulrat Vinzenz Lieber, welcher von 1885 bis 1907 als Professor an unserer Realschule wirkte und dann in den Ruhestand trat, bei welcher Gelegenheit er den Titel Schulrat erhielt. Bieber erfreute sich als Lehrer der Liebe seiner Schüler, der Hochachtung seiner Vorgesetzten und Amts-kollegen. Als die Wasserleitung in Marburg geplant wurde, zog Bürgermeister Nagy Professor Bieber auch zurate, welcher die Ergebnisse seiner Untersuchungen im Jahresberichte der Realschule 1891 veröffentlichte. Der Alpenverein, der Stadtverschönerungs-verei», der Deutsche Schulverei» und andere verloren mit ihm ein arbeitfreudiges Mitglied. Durch Jahre hindurch hatte er die deutsche Schule in St Egydi zu fördern und zu unterstützen; alle Angelegenheiten dieser Schule gingen durch seine fjäuöe. Als Mensch erfreute er sich der größten Wertschätzung bei allen, die näher mit ihm verkehrten. Seiner Militärpflicht leistete er als Einjährig-Freiwilliger, dann Rcserevs-lentnant und bis 1903 Landsturmoffizier genüge. 3m Freundeskreise hochbeliebt, wird er allen unvergessen bleiben. Lieber war 1851 zu Niederliebich in Dentsch-böhmen geboren und wollte auch in heimischer Erde ruhen. Ehre seinem Andenken! — Regiernngsrat Knobloch, sein ehemaliger Kollege und Direktor, widmete ihm in der „Marburger Zeitung" einen ehrenden Nachruf. Am 17. Jänner verschied nach langem, schweren Leiden der Großindustrielle und Großgrundbesitzer Karl Schcrbaum int 64. Lebensjahre. Der Name Scherbaum ist weit bekannt. Karl Scherbaum war seinerzeit auch Gemeinderat und Mitgründer der Feuerwehr, wo er die Stelle des Pauptmannstellvertreter bekleidete. Am 9. Februar starb Johann Škoflek, Kassier der Gemeindesparkasse i. R., im 64. Lebensjahre. Er durfte sich kaum ei» Jahr der Ruhe erfreuen. Am 15. Dezember 1868 trat er in den Dienst der Anstalt und war durch 30 Jahre Kassier. Am 1. Jänner 1909 wurde er nach vierzigjähriger Dienstzeit pensioniert Durch 30 Jahre versah Škoflek das Amt des Kassiers im Beaintenvereine und war auch in anderen Dcrciiicii ein tätiges Mitglied. Seiner Familie und 'seinen Freunden bleibt er unvergeßlich. 2(m 2. April verschied im 55. Lebensjahre der Kaufmann Franz Frangcsch in der perrengasse. Er war ein tüchtiger Geschäftsmann und im Vorstände der Anshilfskasse tätig. 2(iit 22. Mai starb der Postslallhalter, paus- und Realitätenbesitzsr Johann Lininger, 41 Jahre alt. Er erfreute sich in Freundeskreisen großer Beliebtheit und wurde sein frühes pinscheiden allseits bedauert. 2lm 9. März verschied der pansbefitzer und gew. 2lnstreichermeister Franz Valaster im 65. Lebensjahre. Er gründete hier ein 2lnstreicher- und Lackierergeschäft, welches durch Tüchtigkeit und Fleiß recht gut gedieh. 2lin 5. Juni starb der Sparkafseadjnnkt >. R. Zosef Matzl im 75. Lebensjahre. Er entstammte der alten Marburger Familie Matzl und war hier bestens bekannt. Vom Pandels- und Gewcrbestande in Marburg sind in der Totenliste verzeichnet: Kaufmann Obleschak 2llbert, 52 3>, perschak Franz, Damenkonfektionär, 73 Z., Stamzar Josef, Inhaber eines Verkehrsbureaus, 65 I., Kaufmann wivoda Franz, 53 3n 3§h> Krottmayer, Bäckermeister 77 3- Auch von außerhalb Marburgs Gestorbenen wollen wir einige verzeichnen, um das Gedenken an fie länger zu erhalten. 2lns 2l r n f e l s kamen drei Todes-nachrichten: Der gewesene Bürgermeister 2lngnst Strohmayer, 46 Jahre alt; der landsch. Tierarzt Ferdinand Binder; der Rechtsanwalt Dr. Fritz Pichler, 46 Jahre alt. 3» Graz starb Landesgerichtsrat und 2.H'3tvfsgcriditsiiovftc[>'v von dlrnfels Klar I paufijitj, welcher durch drei Jalne daselbst | tätig gewesen. In Radkersburg verschied der Notar Dr. Albert Neer, 55 Jahre alt, er war erst von Arnfels nach Radkersburg versetzt worden. Dr. Beer war tin Interesse de- Bahnbaues Marburg-ZVies sehr tätig und sprach auch diesbezüglich in einer Versammlung bei Gotz in Marburg. 5o halte Arnfels in einem Jahre fünf tüchtige Bürger zu betrauern. Aus dem Drautale holte sich der Unerbittliche auch drei bekannte, wackere Männer: den Gastwirt und Fleischhauer Alexander Lichholzer in Maria Zünfte, an den sich viele Ausflügler gerne erinnern werden; Anton Kalischuig, Großgrundbesitzer, Bezirksvertreter und Gcmeinderat in Frefen, 52 Jahre alt, dessen Verlust allgemein betrübte; dann Franz Grögl, Realitätenbesitzer, Gastwirt, ©rtsschulrats-©bmaun und Gemeinderat in Notteuberg, 42 Jahre alt. In Lilli starb der auch hier bekannte Kapellmeister Moritz Schachenhofer und der Stadtamtsvorstand Thomas Fürstbauer. In St. Egydi ZV. B. starb Frau Elisabeth Fischereder, 92 Jahre alt, evangelisch. Die alte Frau hätte zu ihrem Begräbnisse gern ein Geläute gehabt und wünschte, daß man beim katholischen Pfarrer darum bitte; das geschah auch, wurde aber nicht bewilligt. Da fand man ein altes Kapelleuglöckleiu und eine Enkelin der verstorbenen läutete damit, während sich der Zug zum Friedhofe bewegte. So fand der Großmutter Wunsch Erfüllung, ©b ich Recht habe, wenn ich meine, das läuten der katholischen Glocke hätte weit eher den Zweck des sogenannten Ketzer-geläutes an Samstagen erfüllt. © du mein Gott! In Graz starben Jakob purgay, Nealitätenbesiher in Leitersberg, ein tüchtiger Landwirt, Ausschnßmitglied des Landw. Vereines Rotwein, 55 Jahre alt; der Schuhmachermeister Gottfried Egger, 45 Jahre und der Lokomotivführer Franz Zvolf, 51 Jahre alt. Die Leichen wurden Marburg bestattet. In Fricdau Dr. Johann ©mulec, Advokat, 02 Jahre alt. In Leutschach ©berlehrer i. R. Adolf Nepal; er wirkte durch viele Jahre an der dortigen Schule. In Luttenberg der pensionierte Stener-verwalter Thomas Zigrosser, 87 Jahre. Im Begriffe, mit seiner Tochter einen Spaziergang zn machen, wurde er von einem Schlaganfalle getroffen. Zigrosser war durch 42 Jahre in Luttcnberg und dort sehr beliebt. In ©berpulsgau Fr. Margarethe Zisel, 57 Jahre und deren Gatte Kaufmann Richard Zisel, 58 Jahre, Karl Zvolf, Finanz-©beraufseher, 51 Jahre. In £jo> chenegg Kaufmann Franz Zottl, 65 Jahre. In pettau: Kaufmann Viktor Schulfink, Gl Jahre, ein in allen Kreisen hochangesehener Mann, lheinr. Winkler, Lhef der Firma Sirks Nachf., 71 I. Stationschef i. N. ZV. Neumann, 64 I. Erfreute sich allseitiger Beliebtheit. In pobersch Franz Zvetschernig, Großgrundbesitzer. In pogled zwei Kinder des Verwalters Michael Essich, Ida 5 und Kugeln 9 Jahre. In pöllitsch-berg Besitzer Julius Kalligaritsch, 55 Jahre. In Radkersburg: postoberoffizialswitwe Marie Grabner, 80 Jahre, fj. Ferner, Hausbesitzer und Schneidermeister, 80 Jahre, eines der ältesten Mitglieder des Gesang-und Musikvereines. Gustav Stover, k. u. k. Major i. R., 81 Jahre, Alois Nowak, Stadtamtskanzlist. In Rosenhof bei Wildon, Kais. Rat Friedrich Müller, Generalsekretär i. R. der Landwirtschaftsgesellschaft, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes m. d. K. und der goldenen Gesellschaftsmedaille. Friedrich Müller veranstaltete als Gutsverwalter in pettau eine gelungene landwirtschaftliche Ausstellung und war dann als Direktor der steirischen Weinhandelsgesellschaft, in Marburg tätig. Reischach bei Gouobitz Heinrich Dobnik, 39 Jahre, Realitätenbesitzer und Kaufmann. Schonstein, Fran ©lga Woschnagg, Fabrikantensgattin; Knton Scharner, k. k. Gerichtsbeamter. Sarajewo Thomas Mörth, Maschinenkommissär der Staatsbahnen, einMarburger. Salbcufyofcu Michael Urban, Hausbesitzer. Offer Wenzel Schneider, 81 Jahre, k. k. Grundbuchsführer i. p. St. Veit bei pcttcm 3°fef Friedl, Gerbermeister und Großgrundbesitzer. Weitenstein Dr. Uudols Lautner, Zlrzt und langjähriger Bürgermeister desMarktes, geb. 1849 in Weitenstein. Windisch-Feistritz perr Alerander Bergmann, 84 Jahre und Frau Uosalia Bcrg-mann, 77 Jahre, Eltern des prakt. Arztes Dr. Thomas Bergmann in Marburg, Egon Konradi, pausbesitzer, 47 3r>hre. Anna pitschl, 88 Jahre. Wölkau Franz Schwarz, Schmiedemeister, 42 Jahre, ein strammes Mitglied der Feuerwehr und des Gesangvereines. ßememnütsiges. Die Grundlage des 'ItöfiwHdjfit Wohlbefindens ist eine geregelte Verdauung. „Herbanhs Sarfa-parilla-Sirup" ist ein ebenso vorzügliches, wie ganz unschädliches Absühnnittel. Auch bei fortgesetztem Gebrauche tritt keine Angewöhnung ein, so daß der Sirup stets eine prompte, milbc Wir-ftmg ansübt. Das Präparat wird seit über 30 Jahren von den Ärzten mit Vorliebe verordnet, dort, wo aus eilte regelmäßige Verdauung Bedacht genommen werden muß. Alleinige Erzeuger: Dr. Hellmanns Apotheke „zur Barmherzigkeit", Wien VII., Kaiserstraße 73—75. Vorrätig in allen größeren Apotheken. „ftmit“ nennt sich ein von der Adler-Drogerie des Herrn Mag. Pharnt. Karl Wolf in Marburg hergestelltes und in den Handel gebrachtes Waschpulver, welches nach den Zeugnissen vieler dasselbe benützenden. Hausfrauen die unliebe Arbeit an den Waschtagen erleichtert und Zeit und Geld erspart. „Luxin" ist überall erhältlich und kostet ein Paket 40 Heller. Mo soll ich eine gute |ll)t* kaufen? Es ist schwer, unter den vielen Uhren-Jn-seraten, welche alle ihre Uhren als die besten anpreisen, die richtigen herauSzusinden. — Wir empfehlen den geehrten Lesern, sich einen Preis-kurant von der weltbekannten und reellen Firma Max Böhnel, Wien IV., Margarethenstraße Nr. 27/18 k gratis kommen zu lassen, wo sie gewiß gut u. reell bedient werden. Eine Postkarte mit genauer Adresse an die obige Firma genügt. Blutarme, Bleiche, Relronoalcszenten wird ärztlich wärmstens das vielfach prämiierte, gef. geschützte Kolaser empfohlen. Dasselbe ist ein nervenstärkendes Kräftigungsmittel allerersten Ranges, das bei Schwächezuständen aller Art vorzügliche Dienste leistet. Die günstige Wirkung durch Vermehrung der Sauerstoff-Funktion des Blutes durch Kolafer zeigt sich schon meist nach kurzem Gebrauch an Erhöhung der Eßlust, Zunahme des Körpergewichtes und des allgemeinen Wohlbefindens. Dieses vielgeschätzte Mittel ist zu haben in allen Apotheken; wo nicht erhältlich dann schreibe man an die Löwenapotheke Wien VIII, Josefstädterstraße 30/51. Es gibt uro hl keinen Menschen, der nicht Musik liebt und deshalb findet die Ziehharmonika, deren Spiel jedermann leicht erlernt, immer größere Verbreitung. Wer sich aber eine solche anschasft, soll sich an eine bewährte VezugS-guellc wenden, beim gerade bei einer Ziehharmonika iff nicht der Preis allein, sondern auch die Güte ausschlaggebend. Die Firma Joh. N. Triminel, Wien VII/3 Burggaffe 123 erfreut sich eines ausgezeichneten Rufes in dieser Branche. Bertrarrenosache ist unbedingt der Einkauf von kosmetischen Waren. Wir machen die geehrte Damemvelt auf das Exporthaus Josef Schneider, Apotheker, Resieza, Hauptplatz Nr. 461 (Süd-Ungarn), besonders ansmerksam. Diese Firma, welche den größten Export im In- und Auslände besitzt, rechtfertigt das in sie gesetzte Vertrauen aufs glänzendste und kann daher als Bezugsquelle für alle Stände aufs beste empfohlen werden. — Näheres im Inseratenteile dieses Kalenders. Gin gutes Hausmittel. Unter beit Hausmitteln, die als schmerzstillende und ableitende Einreibung bei Erkältungen itftv. angewendet zu werden pflegen, nimmt das in dem Laboratorium der Dr. Richters Apotheke zu Prag erzeugte Liniment. Capsici comp, mit „Anker" (Ersatz für „Anker-Pain-Expeller") die erste Stelle, ein. 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Na ja, aus a andere Weis' kuinint ja a Fran zn gar nir. Mir hätten's do wirkli net notwendi und hab'n als reölle Bürgersleut' unser Sacherl im Trockenen, aber meiner Seel', meiner Hausmasterin geht's mit dö Toiletten besser als wia mir. Ta soll'n d'Leut' nachher vor aner Hausfrau an Respekt kriag'n! Wissen Sö, Madam' Pawelka, daß i zw a Winter lang' mit an und derselben Qiluft einkaus'n g'gangen bin? Der ganze Grund hat si schon schkandalisiert d'rüber! Es iS mir nir ander's iibri blieb'n, als mit z'Fleiß a Vitriol drüberz'schütten und zu behaupten, daß i net wußt', wer mir dö Gemeinheit antan hat. Zu solchen Lug'n müassen mir uns erniedrigen, wann mir zu unser'n Recht foinmcn woll'n. Wirkli, es is wahr: Mir Frauen sau halt arm!" . „Ta san Sö eh no gnat dran, mei liabe Madam' Pomeisl, aber was soll denn i sag'n? Wissen Sö, Madam' Pomeisl, daß i mir die Spitzen zu dem Leib da hluati Heller für Heller von die paar Sechserin z'sannng'spart Hab', dö i mein’ Alten aus'n Hosensack ausleer, wann er a wengerl später beduselt hamknmint. Tranri, sehr trauri, wann ma sie net amal a bisserl an Aufputz berguhner dürsert. Mei Tienstmadel schaut noblicher aus wia i. Gar so alt is ma schließlich ja a no net, daß ma ft so verneglischier'n könnt'!" „Halt ja, i will's glaub'n. Wenn t wollt'...." Die Sprecherin, von der man mit Bezug ans ihr Äußeres sagen muß, daß ihr höchstens ein Händler mit alten Möbeln eilten gewissen Liebhaberwert zuerkennen könnte, fniff die Äuglein zusammen und verzog das Rosenmünd-chen zu einem vielsagenden, lieblichen Lächeln, so daß man einen Vierzighellerlaib, ohne ans ein Hindernis zu stoßen, hineinstecken hätte können. „lind hat ma was von seiner Tugend? Dö Männer wissen den Schatz net zu würdigen, den s' an aner Ge-mäuhlin besitzen, wia Sö und i ana fait; hab' i recht oder net? Aber i ver-plander' mi ganz; i sollt' schon längst 's Fleisch znag'setzt hab'n." „J hab' eh a schon d' allerhöchste Zeit." Naive Seelen werden nun zu der Annahme Hinneigen, daß die beiden Damen herzlichen Abschied voneinander nahmen. Das stimmt. Nichtsdestoweniger blieben sie stehen, so daß man billigerweise die Frage auswersen muß, warum sich die Kommune die Ersparnis entgehen läßt und solche Frauen nicht an Orten placiert, wo Barrierestöcke nötig sind. Dabei unterhielten sie sich aber im wesentlichen nur über die Tatsache, daß ihre Anwesenheit am Kochherd schon dringend und im hohen Grade wünschenswert sei. Und sie freuten sich königlich bei dein Gedanken, daß die Männer mit einem „Fleisch, so zach wie a Gummilasti" werden vorlieb nehmen müssen. Endlich schieden sie, zu Tränen gerührt, mit den Worten: „Mir Frauen san halt arm!" ZaHves-Wückfchau. Vom Juli ^909 bis Juli 19 jO. Es ist ein ganz eigenartiges Dreigestirn, in dessen Zeichen die Epoche stand, der diesmal unser Bericht gilt: Aeronautik, Komet und Nordpol, so heißen die einzelnen Teile dieses Dreigestirns und ihnen hat sich, wie sonst Wohl nur bei kriegerischen Ereignissen, das Interesse der ganzen zivilisierten Welt zugewendet. Hatte bereits in der vorigen Berichts-Periode eine Reihe von Ereignissen auf dem Gebiete der Aeronautik nnb speziell der Aviatik die Erwartung als berechtigt erscheinen lassen, daß, wie es dem Menschen gelungen ist, Erde und Wasser sich untertan zu machen, es ihm auch gelingen werde, das Reich der Lüste zu beherrschen, so hat in der laufenden Berichtsepoche eine weitere Serie von Vorkommnissen auf diesem Gebiete mächtig dazu Leigetragen, jene Erwartung wesentlich zu kräftigen. Luftfahrzeuge des starren wie des unstarren Systems, lenkbare und uulenlbare Flugapparate aller möglichen unb schier unmöglichen Konstruktionen durchqueren bereits das Reich der Luft — jeder Tag bringt neue Siege, neue Rekords, die — was speziell die Flugmaschinen, die schwerer als die Luft sind, betrifft — bald dem Höhenflüge, bald dem Weitfluge gelten, bald die Dauer, bald die Schönheit der Luftevolutionen betreffen und wenn da oder dort eine Luftschiffahrtsausstellung, ein aviatisches Meeting stattfindet, so sind eS nicht mehr einzelne Waghalsige, die in die Lüste starten, sondern ganze Scharen von kühnen Männern vertrauen sich auf ihren Apparate» dem Reiche der Luft an. Mächtige Erfolge und Fortschritte auf dem Gebiete der Lustschiffahrt hat der Wettstreit unerschrockener Geister aller Nationen gezeitigt und selbst der Untergang so mancher, die auf dem aviatischen Felde der Ehre gestürzt sind, vermag den Wagemut anderer Streiter auf diesem Felde nicht zu erschüttern. Ist einer das Opfer der balkenlosen Lüste geworden, so treten immer wieder neue in die Bresche, um den mensch-lichen Geist, den menschlichen Willen zum Sieg gegen das schon halb bezwungene Element zu führen. Auch die diesmalige Berichtsperiode hat mehreren der tapferen Luftfahrer den Tod gebracht und so mancher Apparat, so manches mächtige Luft-schisf, das sein Erfinder oder Lenker frohgemut in die Lüste gesteuert, ist zerschellt, verbrannt oder in Wasserfluten versunken. Die Katastrophe des französischen lenkbaren Luftballons „Republicjue", der auf der Rückfahrt voir bcn großen Manövern am 25. September 1909 in der Luft zerplatzte, wobei die Insassen des BallonS, Kapitän Marechal, Leutnant Chauve, die Mechaniker Vineenot und Reau, getötet wurden; die Entführung und darauffolgende Vernichtung des lenkbaren deutschen Militärluftschiffes „Zeppelin II" am Webersberg in der Nähe von Weilburg an der Lahn am 25. April 1910; die am selben Tag erfolgte Zerstörung eines englischen Armeeluftschiffes; der am 3. April 1910 nach einem früheren Zusammenstöße mit einem Stettiner Fabriksgebäude in der Nähe von Saßnitz aus Rügen erfolgte Sturz des am selben Tag in Stettin ans-geslicgcncn VallonS „Pommern" in die Ostsee, wobei drei von den vier Insassen des Ballons, der deutsche ReichStagSabgeord-nete Dr. Wilhelm Delbrück, der Stadtbaurat Bendnhn und der Kaufmann Hein den Tod fanden, während der vierte Insasse, Bankbeamter Sennnelhack, schwere Verletzungen davontrng; der Brand des durch denselben vollständig vernichteten österreichischen Mili-tärkugelballonS „Hnngaria" bei Neutra in Ungarn am 29. Juni 1910; der Tod des ebenfalls am 3. April 1910 bei der Landung deS Ballons „Schlesien" bei Köslin ans der Gondel geschleuderten Prof. Dr. Abcgg; der Todessturz Leon DelagrangeS am 4. Jänner 1910 auf dem Aerodrom von Croix d'Hins bei Bordeaux; der Todessturz Hubert Le BlonS am 2. April 1910 bei San Sebastian und der Todessturz Thaddäus Robls in Stettin an, 18. Juni 1910 — um nur einiges zu nennen — sind tragische Marksteine in der neuesten Geschichte der Eroberung der Luft. Für Österreich-Ungarn waren die bedeutendsten Ereignisse auf dem Gebiete der Lnstschisfahrt die Errichtung und Vermehrung einer Kriegs-Lnftschifflotte, der Ausstieg der Gebrüder Renner in Wien, die späteren Flüge der lenkbaren Militärluftschifse Parseval und Lebaudy über Wien, die Fernfahrt Jllncrs "von Wiener-Neustadt nach Wien und retour, das Vudapestcr aviatische Meeting und vor allem der Ausstieg Louis Bleriots in Wien. Eine Fernfahrt des Grafen Zeppelin mit einem seiner lenkbaren Luftschiffe von Fricdrichshafen nach Wien, welche den deutschen Hochmeister der Luft-schifsahrt am 10. Juni 1910 nach Wien bringen sollte, mußte unterbleiben, weil — wie berichtet wurde — die Ausrüstung des für die Fahrt bestimmten Luftschiffes noch nicht tadellos funktionieren wollte. Skis erste hatten die Gebrüder Renner — die „Renncrbubcn" — Wien Gelegenheit geboten, ein lenkbares Luftschiff in Funktion zu sehen. Sic hatten aus dem Trabrennplatze wiederholte Ausstiege — den ersten am 17. Oktober 1909 — unternommm, welche die Lenkbarkeit ihres „Estaric" eklatant bewiesen, deren zweiter aber mit der Entführung des Luftschiffes endete, das nach kurzer unfreiwilliger Exkursion mit dem einen der Rcnnerbnben — der zweite hatte das Lnftschiss unfreiwillig am Startplatz verlassen, indem er aus das Dach des Hangars siel, ohne sick) jedoch zu beschädigen — in der Nähe von Wien glücklich landete. Mag auch mancher dem freilich etwas primitiven Luftschiffe der Gebrüder Nenner, welche von Beruf Artisten sind, keine Bedeutung in der Geschichte der Lustschiffahrt beimesscn, so sind doch andere hinwieder anderer Meinung; so hat der steiermärkische Landtag aus Anlaß der im September erfolgten wiederholten Ausstiege des Renner-Ballons in Graz Ende Sep-tember 1909 auf Grund eines von sämt-lichen Partciobmänncrn cingebrachten und von allen Mitgliedern deS Hauses Unterzeichneten Antrages den — in Graz ansässigen — Brüdern Renner eine Ehrengabe gewidmet. Der diesfällige Antrag lautete: „Unter dem überwältigen Eindrücke der so hervorragend geglückten Luftfahrten der Familie Renner mit ihrem lenkbaren Luftschiffe, die für unser Heimatland und dessen Hauptstadt ein hochbedcutsames geschichtliches Ereignis darstellcn, wird' Beantragt, der hohe Landtag wolle beschließen: Ter Luftschissersamilie Renner ist eine Ehrengabe aus Landesmitteln im Betrag von 2000 Kronen zu bewilligen." Hatten also die Wiener bereits Gelegenheit gehabt, einen lenkbaren Luftballon vor ihren Augen in Tätigkeit zu sehen, so sollte ihnen am 23. Oktober 1909 zum erstenmal das Schauspiel werden, eine Flugmaschine in den Lüften manövrieren zu sehen. Es tunr ein unvergeßlicher Anblick, als sich Bleriot, der am 25. Juli 1909 — als Erster — den Ärmelkanal mit einer Flugmaschine überquert hatte, vor dem Kaiser und zahllosen Zuschauern aus allen Ständen auf der Simmcringer Heide in die Lüste schwang. Zuerst fuhr er mit seinem Aeroplan auf drei Rädern in schnellem Tempo 80 bis 100 Meter lang ans ebenem Boden, dann verließ der Wagen ans Nädern die Erde und stieg sanft und spielend Himmel- G7 wärts. Zweimal erhob sich bei dieser Gelegenheit Vleriot in die Lust, woselbst er eine Reihe der interessantesten Evolutionen mit spielender Leichtigkeit vollführte, bald bis zu 120 Metern ansteigend, bald fast bis zuni Sieben sich senkend, bald mit einer Schnelligkeit von zirka 60 Kilometer per einem von bem Großindustriellen Igo ©tritt) in Trantcnau konstruierten Apparat — den ersten übcrlandslug durch die heimatlichen Lüfte unternahm, indem er nach langen Vorvcrsuchcn am genannten Tage in 32 Minuten vom Wiener-Neustädter Flugfelde, der Versuchsstätte zahlreicher Stunde die Bahn umkreisend, bald Achter und andere Figuren beschreibend. Dem Franzosen folgte bann am 17. Mai 1910 mit einer neuen Premiere für Österreich und Wien ein Österreicher. ES war der Werkmeister Jllner, welcher mit dem Monoplan »Etrich kl", genannt „Die Taube" — Flugapparate, in einer Höhe von zirka 100 Meter bis Wien zur Simmcringer Heide flog — einen Weg, ven er am selben Abend Ivieder zurück machte, ohne daß er oder sein „Riesenvogel" irgend einen Schaden erlitten hätte. Das avintische Meeting in Budapest sand im Monat Juni 1910 statt. ES wurde mit einem sehr großen Apparat in Szene gesetzt, nahm aber, trotz einzelner sehr schöner Leistungen, keineswegs den Verlaus, den Veranstalter, Publikum und Konkurrenten erwartet hatten. Die großen französischen Flieger haben keine sensationellen Leistungen gezeigt und sic wurden vielfach von unseren weniger geübten und weniger erfahrenen einheimischen Flug-künstlcrn geschlagen. Es gab arge Disfercn-zcn zwischen dem Magyar Aero-Club und den sranzösischen Teilnehmern an dem Flugmeeting; diese wollten die beiden Ir. Krederik Albert ßoolt. letzten Tage der Veranstaltung nicht mehr in Budapest bleiben, da sie für ein Meeting in Rouen verpflichtet waren. Nur dadurch, daß sich der Magyar Aero-Club an die internationale Kommission nach Paris wandte, die bei sonstiger Disqualifizierung den Fliegern auftrug, in Budapest zri bleiben, konnten die Organisatoren des Flugmeetings verhindern, daß die französischen Fluggrößen den Nest des Meetings, schwänzten. Dabei gab es mehrere unangenehme Vorfälle, welche die Preise für Passagierflüge und anderes betrafen, ferner Unterschlagung von Eintrittskarten, eine Reihe von aviatischcn Unfällen unb eine unglückliche Landung,, bei welcher sogar Zuschauer beschädigt wurden. Zum Schlüsse kam cS noch zu einer Beschlagnahme der noch in Biidapest befindlichen Flugapparate zur Sicherstellung von Transportforderungen. Ehe wir das Gebiet der Aeronautik respektive Aviatik — soweit es Österreich-Ungarn betrifft — verlassen, sei noch eines Mannes gedacht, dessen man wahrlich nicht vergessen darf, wenn man in Österreich von der Bezwingung der Lilst spricht. Es ist I Ingenieur Wilhelm Kreß, der — ein Zievcrl tz'dwln S^rtvy. Österreicher — sich in unserem Lande — und unseres Wissens überhaupt — als Erster praktisch mit dem Problem der Be-wältiguiig der Luft durch Apparate, die schwerer als diese Luft, beschäftigte. Er hat dabei den erste» Acroplan in Österreich und — unseres Wissens — überhaupt erbaut und mit ihm öffentliche Flugversuche unternommen. Er war dabei freilich nicht vom Glücke begünstigt. Im Jahre 1901 war cs, als auf der Wasserfläche des Tullnerbach-rescrvoirs bei Wien der Aeroplan des Wilhelm Kreß sank. Es waren ja nur erste und dazu mit unzulänglichen pekuniären GO Mitteln unternommene Versuche. Wo waren wir aber heute — so fragte nu» Anlaß deS Aleriot-Flnges in Wien mit Recht ein Fachschriftsteller — in Österreich auf dem Gebiete der Flugtechnik, wenn man damals Wilhelm Kreß ebenso gefördert hätte, wie Frankreich es verstanden Hai, seine Sltiiatitcr zu fördern! In Deutschland ist neben der Internationalen Lnstschiffahrt - Ausstellung, welche im Herbst 1909 in Frankfurt a. Elt. stattfand, als wichtigstes Ereignis auf dem Gebiete der Lustschiffahrt die Fertigstellung des ersten Passagier - Luftschiffes, des „Zeppelin VII", zu verzeichnen. Dieses Luftschiff — welches aus den Namen Hraf cftntf ,/tOitrH-/»eticniarn, i J M u it ga v i f d) ev ÖM !i t ft er p r a|'i b c ii t. „Deutschland" getauft wurde — vollsührte mit Glück am 22. Juni 1910 unter Leitung des Grafen Zeppelin selbst seine erste llberlandreise von Friedrichshafen nach Düsseldorf und zurück. 2Jtit welcher Schnelligkeit der „Zeppelin VII" die Luft durchzog, beweist wohl am besten der Umstand, daß er z. B. die Strecke von Mannheim bis Düsseldorf, für welche der Schnellzug sechs Stunden braucht, in vier Stunden bewältigte, wobei freilich zn berücksichtigen ist, daß dem Luftschiffe freie Fahrt offen stand, während der Schnellzug an den Weg gebunden ist, den ihm die Schienen vorschreiben. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der ganzen Fahrt betrug GG Kilo- meter in der Stunde. Das nette Luftschiff hatte eine nutzbare Tragkraft von vier- bis fünftausend Kilogramm. Es konnte für eine zwanzigstündige Fahrt eine ganze Anzahl Von Passagieren aufnehmen, für die eine elegante Kabine zwischen den beiden Maschinengondeln als wertvolle Neuheit eingerichtet worden war. Die Kabine war mit vornehmer Zweckmäßigkeit ausgestattet; sie hatte sogar Restaurationsbetrieb, der freilich nur auf kalte Küche, Kaffee, Tee und Wein beschränkt blieb. Auch fehlte der Luft-schisskellner nicht, der auf ein Höchstgewicht Von sechzig Kilogramm „beeidigt" war. Große Schiebefenster gestatteten nach allen. Seiten einen ungehinderten Ausblick von den weichen, bequemen Korbsesseln. — Der Preis für eine Paff«gierfahrt im „Zeppelin VII" war mit 200 Mark festgestellt worden. Auch dieses für die „Deutsche Luftschifffahrts-Aktiengesellschaft" erbaute Luftschiff ist übrigens bereits Von einem schweren Unfall betroffen worden; es strandete auS Anlaß einer von Düsseldorf aus unternommenen Journalistenfahrt am 28. Juni 1910 bei Lahne im Teutoburger Walde, wobei es schiver havariert wurde. Die Passagiere blieben unverletzt. Nicht minderes Interesse als die Erscheinungen auf aeronautischem Gebiete erregte in der VerichtSperiode das Erscheine» des. Halleyschen Kometen. Der berühmte englische Mathematiker und Astronom Edmund Halley (geboren am 29. Oktober 165G zu Haggerston bei London, gestorben 14. Jänner 1724) hatte im Jahre 1705 nach neuen Methoden, die Bahn-' elemente der Kometen von 1531, 1607 und 1682 berechnet und wagte, gestützt auf die Ähnlichkeit derselben untereinander und die nahezu gleiche Zwischenzeit, die Behauptung, daß diese Erscheinungen sämtlich Wiederkünfte eines und desselben Kometen seien, der gegen Anfang 1759 zurückkehren werde. Diese Voraussage bestätigte sich und der Komet wird seitdem als Halleyscher bezeichnet. Nach den Halleyschen und den späteren Beobachtungen und Berechnungen stand das Wiedererscheinen des nach ihm benannten Kometen, welcher zuletzt im Jahre 1835 gesehen worden war, TO für 1900/1910 ju erwarten, wobei er feine Sonnennähe am 20. Mai 1910 erreichen sollte, und die Astronomen dies- und jenseits des Atlantischen Ozean? rüsteten sich zu dessen Empfang. Die große Menge der Abergläubischen aber sah mit Zittern und Zagen dem Erscheinen des Halleysehen Kometen entgegen, sollte er doch den Weltuntergang bringen — stand ja nach den astronomische» Berechnungen für den schon für das freie Auge am gestirnten Himmel sichtbar und am 19. Mai 1910 ist unsere Erde durch den Kometenschweif hindurchgegangen, zwar nicht zwischen 4 und 7 Uhr morgens, wohl aber in der zweiten Hälfte jenes Tages — unserer Erde hat der Komet jedoch keinen Schaden gebracht, er hat sie weder zertrümmert, noch mit seinem Schweife vergiftet — der ganze Durchgang ist fürs große Publikum — um Ar. Alfred Krti Herr von Merger, Direktor dcs Wiener Hosburgtheaters. 19. Mai 1910 zwischen 4 und 7 Uhr morgens der Durchgang der Erde durch den Schweis des Kometen in Aussicht, ein Ereignis, von dem die Vangemacher einen Zusammenstoß mit der Erde oder doch eine Vergiftung der Atmosphäre der Erde durch die Substanzen des Kometenschweifes befürchteten. Ter Halleysche Komet strafte auch die Voraussagungen der Astronomen nicht Lügen — er erschien zur angekündigten Zeit; er war im Frühjahr 1910 auch uns einer gesellschaftlichen Redensart zu bedienen — holländisch gekommen und ebenso verschwunden. Anders für den Mann der Wissenschaft, respektive für die diesem zu Gebote steheirden Instrumente, für welche, wie eine offizielle Mitteilung des Hydrographischen Amtes der k. n. k. Kriegsmarine in Pola an da§ „Neue Wiener Tagblatt" beweist, der Durchgang der Erde durch den Schweif des Halleyschen Kometen nicht spurlos geblieben ist. So Pünktlich sich alfo mid) bet Hallehsche Komet diesmal keinen besonderen Glanz Komet diesmal wieder eingestellt, so Punkt- entwickelte — ein geistreicher holländischer lieh auch die Erde ihren Dnrchgang durch Schriftsteller nannte ihn den „sterbenden den Kometenschweif oollzogen, so hat die Hallet," — waren die während der Zeit, da © 3 ■H .1 re © 5 S Š .5 1 ä .5 ganze interessante Himmelserscheinnng doch die Astronomen und insbesondere das große Publikum in ihrem Verlauf einigermaßen enttäuscht. Abgesehen davon, daß der man den Kometen überhaupt am Himmel genau beobachten konnte, lind speziell um die eigentliche kritische Zeit herum herrschenden Vewolknngs- und Nebelverhält- nisse so wenig günstig, dag nur Verhältnis« mastig selten den Astronomen und inShc« sondere dem Publikum — besonders bei uns — Gelegenheit geboten war, den interessanten Himmelsvagabunden mit den Apparaten oder gar mit freiem Äuge zu erblicken, wozu noch insbesondere in der wichtigsten Zeit — jene des Erddurchganges — die ungünstige Konstellation mit dem Monde die Beobachtung deS Schwcis-phänomens stark hinderte. ES wurden eben die ungünstigen Be-wölkungs- und Ncbclverhältnissc deS Himmels während der sonst günstigsten Bcob-achtungSpcriode deS Hallchschcn Kometen erwähnt; dem sei gleich hinzugefügt, daß die ganze diesmalige Kometcnepochc, baS ist die Zeit vor dessen Erscheinen am Himmel und nach dessen Verschwinden, sowie während dessen Sichtbarkeit, somit durch Monate eine abnorme Witterung und eine ganze Reihe von Wctterkatastrophen in den verschiedensten Ländern, so in Italien, Deutschland, Serbien, Frankreich, Ungarn und Österreich zu verzeichnen hatte, die von vielen mit dem Erscheinen des Halley-schen Kometen in Verbindung gebracht wurden — Abergläubische werden wohl auch daS Wiederauftreten der Cholera in Rußland, die verschiedenen Erdbebenkatastrophen, welche die Welt heimsuchten und weiß Gott was alles noch auf das Konto des armen, erlöschenden, in dieser Be-ziehmrg gewiß unschuldigen Himmelstrotters gesetzt haben — die Wettcrknndigen leugnen aber einen solchen Zusammenhang zwischen abnormer Witterung sowie Wetterkata-strovhcn und dem Hallchschcn Kometen. Und nun zur Nordpol-Assäre — man kann die Sache wahrlich kaum anders bezeichnen. Am 2. September 1909 .erschien in den Tagesblättern eine vom 1. September datierte offizielle Depesche folgenden überraschenden Inhalts: „Kopenhagen, 1. September. Nitzaus Bureau meldet: Der der Administration für die grönländischen Kolonien gehörende dänische Dampfer ,Hans Egede- passierte mittags Lerwick. Der an Bord befindliche Inspektor für Grönland sandte von Lerlvick an die Administration in Kopenhagen folgendes Telegramm: ,Hier an Bord der amerikanische Reisende Dr. Cook, tvelcher ans seiner Nord-polexpedition am 21. April 1903 den Nordpol erreichte. Dr. Cook traf im Mai 1909 von Kap Bork in Upernwik ein. Eskimos von Jork bestätigen die Richtigkeit von Cooks Reisei" Gleichzeitig meldete eine vom 2. September 1909 datierte Pariser Depesche: „Der,New gort Hcraltü veröffentlicht eine Depesche deS Dr. Cook, laut welcher er den Nordpol entdeckte. Die letzte Spur des Festlandes, die unter 84 Grad 47 Minuten Breite und 86 Grad 36 Minuten Länge festgeslellt wurde, tonnte nicht näher erforscht werden. Man marschierte dann über eintönige, in steter Bewegung befindliche Eisfelder, aus denen jegliche Spur organischen Lebens fehlte. Am 8. April 1908 lagerte man unter 86 Grad 36 Minuten Breite 94 Grad 2 Miimtcn Länge." Die Nachricht, daß Dr. Fredcrik Albert Cook (alias Koch), ein amerikanischer Arzt deutscher Abkunft, der zu den ernsten For-schnngsreisenden Amerikas gezählt wurde und der bereits mehrmals an PearyS Nord-polexpcditionen tcilgenommcn und diesmal am 4. Juni 1907 New Bork auf einem Fischerboote verlassen hatte, um zunächst in arktischen Regionen zu jagen, den Nordpol erreicht, wurde nach ihrem Eintressen — obwohl außer Dr. Cook selbst kein Zeuge für dieselbe vorliegt — sowohl in Europa als in Amerika fast allgemein geglaubt und weitere detaillierte Meldungen schienen deren Nichtigkeit zu bestätigen. In der Beschreibung, die Dr. Cook selbst von den Shetlandsinseln ans über seine Polarreise nach New Fork sendete, hieß eS: „Nach einem langen Kampfe gegen Hungersnot und Fröste ist es uns endlich gelungen, den Nordpol zu erreichen. Ein neues Land mit interessanten Erscheinungen der belebten Natur ist nunmehr erforscht. Gewaltige Höhlen, in denen sich allerlei Wild aufhält, sind in jenen Ge-bieteir festgestellt worden, die das Entzücken deS Sportsmanncs bilden uird den Horizont der Eskimos erweitert haben. Ein Land ifl entdeckt Worden, auf dem die nördlichste Spitze des Erdballs ruht, ein dreißig Qundratmeilcn umfassendes Dreieck eines bisher unbekannten Erdteiles ist erschlossen worden." Als am 3. September der Dampfer „Hans Egede" mit Dr. Cool an Vord in Sicht der Lotsendainpser bei Skagcn kam, wurde der „Polarforscher" sofort von dem Korrespondenten Hon Ritzaus Telegraphischem Bureau interviewt, wobei er letzterem mitteilte, daß er (Dr. Cook) von Grönland zunächst nach Westen, dann nach Norden Instrumente gefehlt hätten. Die niedrigste Temperatur während der ganzen Reise habe 83 Grad Fahrenheit betragen. Am Nordpol habe er die amerikanische Flagge aufgcpslnnzt. Den Erfolg seiner Reise schrieb Dr. Cook dem Umstande zu, daß er die altbekannten Hilfsmittel, nämlich die Eskimos imb ihre Hunde, angewendet tmb völlig als Eskimo gelebt habe. Die Expedition habe ungeheure Leiden und Entbehrungen durchgemacht. Die Reise zum Nordpol habe drei Monate, die Rückkehr neun Monate in Anspruch genommen. • -r77- - '• -«TM»7-s . Ir. Zoscf Veunmpcr, Bürgermeister von Wien. vorgcdrungen sei. Bei der Abreise von Grönland hätten ihn zehn Eskimos begleitet. Diese habe er paarweise umkehren lassen, so daß zuletzt nur noch zwei Eskimos bei ihm gewesen seien. Am 21. April 1908 um 7 Uhr morgens habe er den Nordpol erreicht, was er mittags 12 Uhr durch Messungen festgcstcllt habe. Schon in den letzten 14 Tagen vor Erreichung des Nordpols und acht Tage nachher habe er Messungen vorgenommen. Am Nordpol habe er kein Land gefunden. Die Meerestiefe habe er nicht gemessen, da ihm die nötigen Als am 4. September 1909 der „Hans Egede" mit Dr. Cook in den Hafen von Kopenhagen einlief, war der ganze Hafen mit amerikanischen und dänischen Flaggen geschmückt, ebenso die im Hafen vor Anker liegenden Schiffe, die Sirenen der Dampfer ertönten und von der Festung Kronberg wurde ein Kanonensalut abgegeben. Als dann der „Polarforscher" ans Land stieg, wurde er vom Kronprinzen Christian von Dänemark herzlich begrüßt, worauf dieser mit Dr. Cook und dem amerikanischen Gesandten in der kronprinzlichen Equipage ins Schloß fuhr, auf bcm ganzen Wege von einer vieltausendköpfigen Menge mit stürmischem Jubel Begrüßt. Im Schlosse angelangt, wurde Tr. Cook sofort vom König in Audienz empfangen. Am Abend gab cS zu Ehren Cooks ein Bankett im Rathaus; am 5. September 1909 wurde der Forschungsreisende zur königlichen Tafel zugezogen. Inzwischen waren telegraphische Glückwünsche seitens bc5 Königs Eduard von England, des Königs Halon von Norwegen, des Präsidenten der Vereinigten Staaten Taft für Dr. Cook in Kopenhagen eingelnngt. Am G. September 1909 endlich beschloß das Kuratorium der Kopenhagencr Universität, dein Vorschläge der mathematisch - naturwissenschaftlichen Fakultät, Dr. Cook zum Ehrendoktor der Kopenhagencr Universität zu ernennen, beizupslichten. So häuften sich die Ehrungen für den „Entdecker des Nordpols", die Welt glaubte an dessen Erfolg und selbst eine ganze Reihe von Nord- und Südpol-sahrern der verschiedensten Nationen, so der Schwede Dr. Nordenskjöld, der Österreicher Dr. Julius Kcpes (ein Teilnehmer der Payer-Wehprechtschen Nordpolexpe-bition), der Däne Hovdaarg, der Norweger Sverdrup, sprachen sich für die Glaubwürdigkeit der Cookschen Mitteilungen aus. Doch wurden bereits hie und da leise Zweifel über die Nichtigkeit der Cookschcn Angaben geäußert und gerade in seinem Heimatlande begannen zuerst skeptische Stimmen laut zu werden. Man müsse, so wurde in New Parker Frühblätterir bereits am 3. September bemerkt, die Veröffentlichung wissenschaftlicher Beweise für Cooks Ankunft am Nordpol verlangen; der amerikanische Admiral Hellivey, der drei arktische Reisen mitgemacht, erklärte den Cookschen Bericht geradezu für erdichtet; in der in Winepig (Kanada) zu jener Zeit abgehaltenen Versammlung der „British Association" war man, obwohl die Mehrzahl der gelehrten Teilnehmer dieser Versammlung Cooks Bericht' als glaubwürdig bczeich-neten, doch darüber einig, daß der einzige Beweis, den Cook für die Nichtigkeit seiner Behauptungen zu führen in der Lage wäre, durch seine astronomischen Auszeichnungen geführt werden müßte. Da kam eine zweite Überraschung: Ein vom G. September 1909 datiertes Telegramm aus New Pork meldete, daß der „Associated Preß" eine Nachricht Pearys, die in Indian Harbour aus Labrador ans Land geschwemmt worden ist, von dort auf telegraphischem Wege über Cap Nay auf Neufuudlaud zugegaugen sei. Diese Depesche lautete: „Stars stripes nailed ta liorthpol" (zu deutsch: „Sternenbanner aus Nordpol aufgcpflanzt"). Ein dieselbe lakonische Meldung enthaltendes Telegramm war am selben Tag auch dem Rcuterschen Bureau in London zugekommen. Der Sekretär des „Arctic Club", Bridgeman, endlich hatte am selben Tag aus St. Johns auf Neufundland folgendes Telegramm erhalten : „Pol erreicht, Dampfer .NoosevclÜ unversehrt. Peary." Nach einem weiteren Telegramm Pearys an die „New Pork Times" hatte er den Nordpol am 6. April (die Angabe des Jahres fehlte in der Depesche; nachdem jedoch Peary erst im Juli 1908 zu einer Expedition auszog, so konnte nur der 6. April 1909 gemeint tein) n= reicht. Eine Depesche Dr. B. Mc Millans, eines Mitgliedes der Expedition Pearys, an den Vorsteher der Akademie in Worcester endlich lautete: „Nördlichsten Punkt Erde endlich erreicht. Grüße an Fakultät und Studenten." Was man ursprünglich für einen schlechten Witz der Amerikaner, für eine Persiflage der Dr. Cook in Europa gewordenen Ehrungen ansah, erwies sich als echt — soweit eben nur die Telegramme, die Pearys Erfolg meldeten, in Betracht kamen. So schienen sich die Wunder zu überstürzen; innerhalb weniger Tage kam zum zweitenmal die Nachricht, daß ein kühner amerikanischer Forscher den Fuß auf den nördlichsten Punkt der Erde gesetzt und dort das Sternenbanner aufgcpflanzt habe. Diesmal hieß der Besieger Peary, ein Name, der der wissenschaftlichen Welt seit langem geläufig war als einer der kühnsten, entschlossensten und waghalsigsten Pioniere unter den arktischen Forschern. Diesmal waren es die Wellen, welche die Kunde von bcm außerordentlichen Siege über die Naturgcwalten in die Welt trugen. Lin verschiedenen Stellen waren Nachrichten des Entdeckers ansgcfangcn und von den cn-thusiastischen Findern mit der Blitzesschnelle des Telegraphen weitergesendet worden — seltsam konnte es nur scheinen, daß die telegraphischen Meldungen ans Neufundland über die in Indian Harbour auf Labrador aufgefangene Flaschenpost zu gleicher Zeit mit einem Telegramm von Peary selbst aus Neufundland zu New Pork aulangten, und interessant ist eS, daß, Ar. /lark /ucger, Sürßcrmciftcv von Wien f während der Bericht Dr. Cooks in Dänemark geglaubt, in Amerika aber skeptisch ausgenommen lvorden war, nach Ankunft der Pcaryschcir Meldung in Amerika dieser dort sofort voller Glauben bcigemessen wurde, tvährend man in Kopenhagen wieder Pearys Bericht skeptisch gegenüberstand. Was nun die in Frage stehende Pearysche Expedition nach dem Nordpol selbst anbelangt, so Ivar dieser' Forscher — wie bereits erwähnt — im Juli 1908 zum achtcn-nial, und zwar wieder an Bord des arktischen Dampfers „Roosevelt" zur Eroberung des Nordpols ausgczogcu. Am 1. August kam er auf Cap Pork (Grönland) au und verlies; mit 8. August Et ha (Grönland), von wo aus er seinen letzten Vorstoß nach dem Norde» unternahm. Er war aus seiner Expedition von „weißen" Gelehrten und zahlreichen Eskimos begleitet und hoffte, daß er bis 19JO sei» Ziel, den Nordpol, erreicht haben werde. Was aber die Person Pearys selbst betrifft, so sei hier folgendes angeführt: Robert Edwin Peary, Offizier der Flotte der Vereinigten Staaten, wurde in Cresson (Pcnn-sylvanien) am 3. Mai 1856 als der i^ohn Kranz Aefreggcr. von Charles und Mary Penry geboren. Er wurde im Jahre 1877. in Bowdoin graduiert und hat im Jahre 1888 Josesine Diebitsch geheiratet. Seine Fratt begleitete ihn auf seinen arktischen Expeditionen von 1891 auf 1892 und 1893 auf 1894, soweit es die Winterquartiere in Grönland gestatteten. Sie ivar die erste weiße Frau, die mit einer arktischen Expedition überwinterte. Dort kam atich ihr Töchterchen Marie Ahnighito zur Welt, das am nördlichsten geborene weiße Kind der Welt. Auch in späteren Jahren begleitete sie ihren Mann auf seinen Fahrten in das nördliche Eis- nicer. Im Jahre 1831 trat Peary als Zivilingenicur in die Dienste der Flotte der Vereinigten Staaten. Im Jahre 1886 kam er zum erstenmal nach Grönland und 1892 war er der Ches der arktischen Expedition, welche von der Akademie der Naturwissenschaften in Philadelphia ausgcscndet wurde. In das Jahr 1892 fällt die Entdeckung der Jndependcnccbai, 81 Grad 37 Minuten nördlicher Breite, durch Peary. Ebenso entdeckte und benannte er das Mel-villeland und daS Heilprinland, welche beide nördlich von Grönland gelegen sind. Er stellte den Jnsclcharakter von Grönland fest und wurde für seine Forschungen wiederholt von hervorragenden wissenschaftlichen Instituten ausgezeichnet. WnS endlich die Persönlichkeit Doktor Cooks, dcS Rivalen PearyS im Kampf um den Ruhm, den Nordpol als erster erreicht zu haben, anbclangk, so wußte darüber die „Vossische Zeitung" am 3. September 1909 folgendes zu melden: „Dr. Frcderik Albert Cook wurde am 10. Juni 1865 im Calli-coondepot in Sullivan County im Staate New Fork geboren. Er blieb bis zum sechsten Lebensjahre bei seinen Eltern und wurde von 1878 bis 1885 in Brooklyn erzogen. Im Jahre 1890 promovierte er an der Ilniversität in New Fork zum Doktor der Medizin. Dr. Cook begleitete als Arzt die Peary-Expcdition in den Jahren 1891 und 1892 und in der gleichen Eigenschaft die belgische Nordpolexpedition in den Jahren 1897 und 1898. über alle diese Expeditionen hat er wissenschaftliche Werke veröffentlicht. Er ist Präsident des „New Pork Explorer Club" und Inhaber des belgischen Leopoldordens sowie der goldenen Medaille der königl. belgischen geographischen Gesellschaft." Die beiden kurz nacheinander in Europa und Amerika eingclangtcn Meldungen, daß sowohl Dr. Cook als Peary den Nordpol erreicht hatten, führten zu lebhaften Mci-nungskämpfen zwischen den Anhängern Cooks und Pcarys besonders in Amerika, und diese Kämpfe nahmen an Heftigkeit zu, als Pcary selbst, der bereits von seinem Schisse „Roosevelt" am 7. September die Nachricht in die Welt sendete, daß. er kein' Spur von Cook gefunden habe, in den Kampf Angriff. Peary nannte Cook offen einen Lügner, Cook replizierte, daß Peary ein Dieb sei, weil er sich — angeblich — von Cook in Etah hinterlasscnen Proviant ancignetc, und der amerikanische Vizeadmiral Osborne erklärte in New Porker Zeitungen, daß er bereit sei, gerichtsordnungsmäßig zu erweisen, daß Pcary der größte Schwindler sei, den die Welt jemals kennen gelernt hat. Inzwischen waren weitere Berichte Pcarys über den späteren Verlaus seiner Expedition bekannt geworden. Danach tras Pcary am 1. September auf Cap Sheridan (Grantland) ein und überwinterte dort-selbsi. Er verliest den Dampfer „Roosevelt" am 15. Februar 1909 mit Schlitten, brach am 1. März in nördlicher Richtung von Cap Columbia auf, schlug den englischen Rekord am 2. März, wurde durch offenes Wasser vom 2. März bis 11. März aus-gehalten, überschritt am 11. März den 84. Breitegrad, traf am 15. März einen offenen Kanal im Eise, überschritt den 85. Breitegrad am 18. März, vier Tage später den 86. Breitegrad und traf einen offenen Kanal am 23. März, schlug am selben Tage den norwegischen Rekord und mit 24. März den italienischen Rekord, tras einen offenen Kanal am 26. März, überschritt den 87. Breitegrad am 27. März, schlug den amerikanischen Rekord am 28. März, traf einen offenen Kanal am 28. März, wurde durch offenes Wasser am 29. März aufgehaltcn, überschritt den 88. Breitcgrad am 2. April und den 89. am 4. April und erreichte den Nordpol am 6. April. Am 7. April wurde der Nordpol verlassen, am 23. April das Cap Columbia erreicht, am 27. April erfolgte die Wiedec-einschiffung an Bord der „Roosevelr". Am 18. Juli verließ die Expedition Cap Sheridan, ani 18. August wurde das Cap Sabine passiert und am 26. August das Cap Pork verlassen. Alle Mitglieder der Expedition trafen in Indian Harbour bei guter Gesundheit ein, mit Ausnahme des Professors Marvin, der am 10. April infolge eines IlnglücksfalleS 45 Meilen nördlich von Cap Columbia ertrank. Allmählich verschob sich indessen in Europa das Stinimungsverhältnis ein wenig zuungunsten Cooks, obwohl ihm von seiten der Geographischen Gesellschaft in Kopeirhagen die große goldene Medaille zuerkannt und ihm dieselbe vom Kronprinzen selbst überreicht wurde, obwohl ihm am 9. September das Ehrendoktordiplom der Kopenhagener Universität in Gegenwart des Kronprinzen feierlich cin-gehändigt wurde. Hatte doch der Umstand etwas enttäuscht, daß Cook bis 7. September nicht in der Lage war, glaubhafte Beweise dafür zu erbringen, daß er wirklich zum Nordpol vorgedrungen; hatte doch der Kreiherr AcUcv v. jUlcitciott f Vortrag, den Dr. Cook au dem Abend dieses Tages in der Kopenhagener Geographischen Gesellschaft hielt, statt den erwarteten wissenschaftlichen Argumenten nur eine Wiederholung seiner Mitteilungen an den Korrespondenten der „New Dock Herald" und an die Offiziere des Dampfers „Hans Egede" — ohne Vorlage von Karten oder Tabellen — gebracht. Die Folge davon war wohl, daß Dr. Cook die ihm in Aussicht gestellte große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft mit der Krone — die bis dahin nur Nansen und Sven Hcdin besaßen — nicht verliehen wurde, überhaupt jede Auszeichnung seitens des dänischen Königs auZblieb. Am 10. September verließ dann Dr. Cook Kopenhagen, um — ohne, wie früher beabsichtigt, Brüssel zu besuchen — direkt nach New Jork zu fahren. Von da an mehrten sich dies- wie jenseits des Atlantischen Ozeans die Zweifel in die Berichte Cooks über seine Erreichung des Nordpol?. Pcary aber wurde immer kühner in seinen Angriffen gegen Dr. Cook. Bereits am 11. September erklärte er, daß c r der e i n-z i g e Mensch sei, der den Nordpol erreicht, daß ec fcslgestcllt habe, daß Cook den Pol n i cf) t erreicht habe, daß er exaktr Beweise für diese Feststellung besitze; daß er beabsichtige, auf Cooks Veröffentlichung zu 3’rof. Ar. Atollert Loch t- warten, dann werde er seine Informationen abgcbcn, über die von wissenschaftlicher Seite das Urteil gefällt werden wird imb dann werde von Cooks Beweisen nichts mehr übrig bleiben. Endlich hatte Cook, der unterdessen zum Ehrenbürger von New Jork ernannt worden >var, dann doch durch seinen Sekretär Lonsdale die Tagebücher und sonstiges wissenschaftliches Material über seine Nordpolfahrt dem Konsistorium der Universität Kopenhagen vorgelegt, welches — obwohl eS sich nur um Abschriften und nicht um Originaldokumente handelte — eine eigene Kommission mit der Prüfung dieser Vorlagen betraute. Diese Prüfung fiel aber für Cook und [eine Anhänger sehr deprimierend aus, denn am 20. Dezember 1909 wurde aus Kopenhagen berichtet, daß — wie verlaute — die erwähnte Kommission nach zehntägiger Untersuchung der Cooksehen Beobachtungen am Nordpol dem Konsistorium der Universität erklärt habe, daß daS vorliegende Material nicht auSreiche, um ein definitives Urteil abgeben zu können, ob Cool tatsächlich den Nordpol er-reieht habe. Die dänischen Forscher gaben trotzdem vorerst den Glauben an Cook nicht ganz aus. Doch es sollte schlimmer kommen. Polareise westlich von HeilbergSland niedergeschrieben tvorden sind —' die Originale der Notizbücher sollten vorsichtshalber auf dem Landwege nach Europa gesendet worden sein, lagen aber der Kommission bis zum Tage ihrer Berichterstattung noch nicht vor, ebenso luic es unmöglich war, mit Dr. Cook selbst in Verbin-bimg zu kommen, da dessen Adresse selbst seinem Sekretär Lansdale nicht bekannt sein sollte. Nach Urteil der Kommissionsmitglieder waren die vorgelegten Papiere für die Entscheidung der Frage, ob Dr. Cook M .... j & ' 1 : ' ii \ 6 < k 4 IBStK ... - t 4 'Ali ’ ! *_ . .. w ; " l J i * A Lochmrss-r in I>aris tat Zlinner 1910: Scrprooiaitlicrimg der Zlenwhner der nie gleantfnf. Schon am 21. Dezember 1909 veröffentlichte das Kopenhagener Universitätskonsistorium seinen Bericht über die stattgefundene Untersuchung der Cookschen Vorlagen, welche aus einem von Lansdale mit der Maschine geschriebenen Bericht von 61 Jolioseiten über die Nordpolreise und einer 16 Folioseiten umfasseirden, ebenfalls von Lansdale herrührenden Maschinenabschrift der Notizbücher Cooks bestanden, die angeblich vom 18. März bis 13. Juni 1908 auf der Reise von Svarlevang zum Pol nnb zurück bis zu einer Stelle auf dem den Nordpol erreicht habe, vollständig wertlos; die Abschrift der Tagebücher enthalte keineswegs astronomisches Beobachtungs-materinl, sondern nur die Resultate von Beobachtungen; auch wurden alle erläutern-den Erklärungen vermißt, die es wahrscheinlich machen könnten, daß astronomische Beobachtungen wirklich vorgenommen worden [eien. Auch die praktische Seite des Unternehmens, namentlich die Schlittenreise, sei durch Einzelheiten so unzureichend beleuchtet, daß sie nicht kontrolliert werden löniie. Die Kommission meinte daher, daß aus bent emgereichten Material kein Beweis dafür hergeleitet werden könne, daß Gooi' den Nordpol erreicht habe, und das Universitätskonsistorium ftimmtc dieser 3Jfei= nung bei, indem es zu dem Schlüsse gelangte, daß die eingereichten Dokumente keine Beobachtungen oder Erklärungen enthalten, luelche beweisen, daß Dr. Cook auf seiner letzten Polarreise den Nordpol erreicht habe. Am 22. Dezember wurde dann — allerdings unkontrollierbar — gemeldet, daß Dr. Cook unter Mitnahme tunt daß er sich in einem Sanatorium in der Nähe von Heidelberg aufhalte. To schwankten die Nachrichten über Dr. Cooks Erfolge zunächst hin und her — bis sich schließlich doch im allgemeinen das Urteil der Kopen-hagener Universität siegreich geltend machte. Freilich mag es noch so manchen geben, der trotz dieses Urteils an die Erfolge Doktor Cooks glaubt, da jenes Urteil nur wegen Mangels an Beweisen erslossen sei. Wie aber der Stern Dr. Cooks allmählich sank, so stieg jener Pearhs, der im Mai 1910 MD livt'i ; ;/ ’ M.’l '• Kochwallcr in Z?nriü im Jänner 1910; Z'onl 250.000 Dollar, die er von dem Impresario seiner amerikanischen VortragS-tonmee erhallen habe, die Flucht ergriffen habe. Das Urteil des Kopenhagener Uni-versitätskonsistoriums, das selbst von den bisherigen Anhängern Cooks in Dänemark als absolut kompetent bezeichnet wurde, erweckte den Gedanken, daß Dr. Cook vielleicht doch nur von der fixen Idee befallen sei, daß er wirklich den Nordpol erreicht habe. Im Jänner 1910 erschien denn auch die — ebenfalls in ihrer Nichtigkeit übrigens keineswegs sichergestellte — Mit-teilung, daß Dr. Cook geistig erkrankt und auch in Wien erschien, um einen Vortrag über seine „Nordpolreise" zu halten, und dem bei dieser Gelegenheit von seiten der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien — wie dieS auch von seiten andersstaatiger ähnlicher Gesellschaften geschah — die Ehrenmedaille für geographische Verdienste überreicht wurde. Werreich-Ilngilrn. Nachdem knapp vorher sämtliche österreichisch-ungarische Botschafter den Staatsoberhäuptern, bei denen sie akkreditiert waren, ein Handschreiben Kaiser Franz Josephs überreicht hatten, in welchem — mit Rücksicht auf die in der Türkei eingetretene innerpolitische Umwälzung, luic eine solche die Wiedereinsetzung der Verfassung bedeutete — eine Darlegung der Entwicklung der Orientfrage enthalten war, erschienen am 7. Oktober 1908 in der „Wiener Zeitung" drei kaiserliche Handschreiben, welche an den damaligen österreichischen Ministerpräsidenten Freiherrn ü. Beck, an den gemeinsamen Minister des Äußern Freiherrn ti. Aehrenthal und an den gemeinsaincn Finanzminister Baron Bnrian gerichtet waren. In dem Handschreiben an Freiherrn v. Beck erklärte der Kaiser, daß er sich bestimmt gefunden habe, die Rechte seiner Souveränität auf Bosnien und die Hercegowina zu erstrecken und die für sein Haus geltende Erbfolgeordnung auch für diese Länder in Wirksamkeit zu setzen, sowie ihnen gleichzeitig verfassungsmäßige Einrichtungen zu gewähren. DaS Handschreiben an Bunan aber enthielt nähere Bestimmungen über die Bosnien und der Herzegowina zu gewährenden verfassungsmäßigen Einrichtungen, über die Zusammensetzung und den Wirkungskreis des boSnisch-herzegowini-schen Landtages. Nachdem bmm die Türkei die Annexion Bosniens und der Herzegowina ausdrücklich anerkannt, Montenegro und Serbien ihren Widerstand gegen dieselbe aufgegeben und endlich audj die Berliner Traktatmächte mit den in der Zeit vom 9. bis 20. April 1909 im Wiener Ministerium des Nutzern übergebenen Noten die Annexion respektive die Aufhebung des die Okkupation regelnden § 25 des Berliner Vertrages ausdrücklich anerkannt hatten und damit die friedliche Lösung der Annexionsfrage gegeben war, ging man an die Realisierung der in den oben erwähnten Handschreiben an die Freiherrn v. Beck und Bnrian ausgesprochenen Absicht, den annektierten Ländern eine verfassungsmäßige Einrichtung zu geben respektive an die Erfüllung der diesfalls dem bosnisch-herzegowinischen Volke in einer ebenfalls am 7. Oktober 1908 in der „Wiener Zeitung" erschienenen, die An-gliedcrung Bosniens und der Herzegowina kundgebcndcn Proklamation gemachten Zusage. Die Änderung in ben politischen Verhältnissen in Ungarn — wovon später eingehender die Rede sein wird — erleichterten und beschleunigten die Erfüllung dieser Zusage. Bereits am 20. Jänner 1910 wurde die nahe Publikation der diesfälligen Gesetze angekündigt. Diese Gesetze umfaßten: a) dag Landesstatut, b) die Wahlordnung für den Landtag, c) die Geschäftsordnung für den Landtag, d) ein Vereins- und Versamm-lungSgcsctz, e) ein Gesetz über die Bildung und die Geschäfte der Vezirksvertrctungen. Am 20. Februar wurden dann auch im festlich geschmückten Prunksaale des PalaiS der Landesregierung in Sarajevo vor den Spitzen der Zivil- und Militärbehörden, der Geistlichkeit, der Stadtvertretung, den Repräsentanten der Korporationen von Sarajevo und Notablen aller Konfessionen die vom Kaiser verliehene Verfassung für Bosnien und die Herzegowina in feierlicher Weise proklamiert. Gleichzeitig wurden die Verfassungsgesetze auch in Mostar und weiters im ganzen Lande in feierlicher Weise proklamiert. Am 2. April publizierte dann das Amtsblatt der annektierten Sauber die. Termine zur Vornahme der Landtagswahlen; danach sollten die Wahlen auS. allen drei Wahlkurien (1. Kurie für Großgrundbesitz, Höchstbesteuerte, Intelligenz; 2. städtische Kurie; 3. Landgemcindenkuric) am 18., 23., 25. und 28. Mai 1910 stattfinden. Nach vollzogenen Wahlen tvurde der bos-nisch-herzegowinische Landtag mit kaiserlicher Entschließung vom 31. Mai 1910 auf den 15. Juni 1910. in die Landeshauptstadt Sarajevo zu seiner allerersten Session einberufen. Zum Präsidenten bcS Landtages wurde vom Kaiser Ali Bcg Firdns (Muselman), zu Vizepräsidenten aber Vojislaw Sola (Serbe) und Doktor Nikola Mandič (Kroate) ernannt. Am 15. Juni wurde dann der neugewählte boSnisch-herzegowinische Landtag vom LandeSchef in feierlicher Weise in dem großen, für die Landtagssitzungen eingerichteten Prunksaalc des Rathauses znSara-jcvo eröffnet. Den Vorsitz führte, statt des erkrankten Präsidenten, Vizepräsident Sola. Zwischen den Abschluß der Wahlen zum ncngeschaffcnen boLnisch-hcrzcgowi-ni scheu Landtag und dessen feierliche Eröffnung fiel ein Ereignis von geradezu welthistorischer Bedeutung: die Kaiserreisc nach Bosnien und der Herzegowina. Wir haben die Reise als ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung bezeichnet, und dein ist auch so: Die Reise des Kaisers in die neuen Provinzen her- Monarchie, die eine mühevolle, sorgsame Kulturarbeit vor der zog. Am 29. Mai 1910 trat Kaiser Franz Joseph diese seine Reise nach den annektierten Provinzen an, eine Reise, die sich zu einem wahren Triumphzuge für den Herrscher gestaltete. Umgeben von den ersten Würdenträgern des Thrones und der Monarchie, betrat Kaiser Franz Joseph l. den Boden Bosniens und der Herzegowina. Hohe Festesfreude hat ihn allerorten — in den Gemeinden, die er auf bosnisch-herzegowinischcm Boden mit der Bahn Eduard Vll., König von England t faktischen, vor der staatsrechtlichen Annexion als eine Frucht friedfertiger Tätigkeit den Stammlandcn angegliedert hat, erschien als die Krönung des diplomatischen Werkes, das unter dem Grafen Andrassh in Angriff genommen und vom Grafen Aehrenthal vollendet wurde, als eine Krönung,' die sich mit allem gebotenen Prunke der politischen und höfischen Übung und unter begeisterter Zustimmung der Bevölkerung, fast wie bei einem Plebiszit, voll- durchfahren, wie in den beiden Hauptstädten des annektierten Gebietes, in Sarajevo und Mostar — begrüßt und ihm gekündet, daß Bosnien und die Herzegowina den anderen Völkern der großen Habsburger Monarchie nicht nachstehen in den Gefühlen der Liebe und Verehrung für ihren Landesherrn. Huldigend nahten die Vertreter aller in den neuen Provinzen lebenden Nationen, aller in diesen Provinzen geübten Kulten dem Thron, und das Volk in seinen breiten Massen nun jubelte den in seiner Mitte erschienenen Fürsten. Aber die Tage der Freude, da Bosnien imb die Herzegowina verfassungsmäßige ^ Einrichtungen erhielten, die Tage des j Jubels, da die beiden neu erworbenen : Provinzen des HabSburgischen Reiche-? ^ ihren neuen Herrscher zum erstenmal begrüßen durften, sollten doch nicht ganz ohne bitteren Nachgeschmack bleiben. Am ; geblieben. Der Attentäter tötete sich sofort durch einen Schuß in den Mund. Am 30. Juni "1910 starb der erste Präsident deS boSnisch-herzegowinischen Landtages Ali • 23eg Firdns, der durch Krankheit Bereits von der Eröffnungssitzung serngehalten tvorden und dem eS nicht gegönnt war, auch nur einer Sitzung der parlamentarischen Körperschaft, zu deren Leitung ihn der Kaiser berufen hatte, beizuwohnen. Mit 2(li Beg FirduS, der im Jahre 1862 als Sohn eines Groß- J ; i - vT' ■ ^ ji ;• ii .. '-V/v.:".-.'- • %M % Warp, Königin von England. 15. Juni 1910, am Tage der Erössnung des bosnisch-herzegowinischen Landtages, feuerte ein fanatischer Serbe namens Bogoljub Cerajic in dem Moment, als der Wagen des Landeschefs G. d. I. Baresa-nin nach der Eröffnung des Landtages die Kaiserbrücke in Sarajevo passierte, fünf Schüsse auf de» Landeschef ab, welcher jedoch gleich seinem ihm zur Seite sitzenden Personaladjntanten unverletzt blieb. Tie Projektile waren in der 23ageh))lache stecken I industriellen in Livno geboren worden war, verschwand eine charakteristische Gestalt aus dem politischen Leben Bosniens. Er tvar der anerkannte Führer der mo-s-lemitifctjcn Nationalen in ihrem Kampfe gegen die moSlemitischen „Selbständigen", die denn auch bei den Landtagswahlen vollständig unterlagen, und der Sieg seiner Partei hatte ihn außerordentlich populär gemacht. Die Beziehungen zwischen den beiden Hälften der dualistischen Monarchie hatten bis zum Schlüsse der Vorigen Berichts-Periode und auch in den ersten Zeiten der diesmaligen Berichtszeit einen recht unfreundlichen Charakter auszuweisen, wozu nicht wenig das Bestreben der ungarischen Koalilionsparteicn und insbesondere der sogenannten „Unabhängigkeitspartei", Vorteile für Ungarn auf Kosten Österreichs zu erringen, das Streben nach einer selbständigen Bank und nach militärischen, mit der Grostiuachtslcllung Österreich-Ungarns unvereinbarer Konzessionen beigctragen hatte. Die im späteren Laufe der Berichtsperiode Beim Abschluß unserer vorjährigen Be-richtsperiodc war zwischen dein realtivier-ten Ministerium Wekerle — dein soge-nanntcn „Sommerininisteriuin" — und der Unabhängigkeitspartei ein Waffenstillstand bis 28. September 1909 zustandegekommen. Nun folgte teils durch Wekerle, teils drirch Kossuth, Ladislaus V. Liikacs und andere eine Reihe Von Entwirrungsversuchen, um den gänzlich verfahrenen Karren der unga-rischcn inneren Politik wieder ins Geleise zu bringen. Sic führten aber sämtlich nicht zum Ziel, weil mau noch immer mit: der Hcorg V., /löitig von England. eingetretene Wandlung in den innerpolitischen und besonders in ben parlamentarischen Verhältnissen Ungarns läßt jedoch die Hoffnung auf eine entschiedene und andauernde Besserung dieser Beziehungen gerechtfertigt erscheinen. Die Schaffung einer auf streng dualistischer — d. i. sie-bennndsechziger — Basis im Sinne Deals stehenden Regierung und Parlamentsmajorität am Schlüsse der laufenden Berichtsperiode erscheint diesfalls als ein günstiges Symptom. Unabhängigkeitspartei paktierte und doch mir ein Kaltstellen derselben samt ihren staatsrechtlichen, auf die vollständige Zerreißung der Bande zwischen den beiden Neichshälften abzielenden Vellritäten und ein in den Vordergrundtreten der auf der Basis des 1867er Ausgleiches stehenden Parteien eine ernstliche, dauernde Sanierung bringen konnte. Da entschloß man sich nach dem Scheitern einer Kombination Lukacs-Justh und eines Versuches, ein reines Kabinett LukacS zu installieren, G* endlich zu jenem radikalen Schritte, der, wie gejagt, allein zur Lösung der ganzen ungarischen Krise führen konnte, zum Fallenlassen der ehemaligen Unabhängigkeitspartei, zum Fallenlassen der Kombinationen, welche nach mit dieser Partei, respektive mit Jusih und Kossuth rechneten und zum Appell au die Sicbennndsechziger-parteien, die unterdessen unter Stefan Tiszas aktivster Teilnahme mächtig in die politische Aktion eintraten und bald große Fortschritte in ihrer Ralliierung gemacht hatten. Am 11. Jänner betraute der Kaiser den Grasen Khucn-Hedervary mit der Bildung des Kabinetts. Damit hatte der Kaiser auch offen seinen Entschluß bekundet, die Lösung der ungarischen Krise in radikaler Weise vorzunchmcu und ein Kabinett zu ernennen, dessen Ausgabe es war, eine neue Parlamentsmajorität zu werben, deshalb eventuell mit der Auf-lösung deS ungarischen Abgeordiretcnhanscs vorzugeheu und an die ungarische Nation und deren Urteil zrt appellieren. TaS Programm der neuen Regierung sollte im Zeichen des Friedens mit der Krone und der Vermeidung eines jeden Konflikts wegen der strittigen Bank- und Militärsragen stehen; das neue Regime sollte auf streng Teakscher dualistischer Basis aufgcbaut werden und sein Bestreben dahin gerichtet sein, dauernde Nrihe unb Ordnung zu schaffen und daS sollte auch die Parole für die kommenden Wahlen sein. Diese entschiedene . Tat übte sofort im Land ihre zündende Wirkung — nun zeigte sich die nie erloschene, sondern nur zurückgchaltenc Kraft des Siebcurmdsechziger Gedankens in neuem Glanz; ein Wort des Grafen Stefan Tisza, wonach jeder anständige Mensch sich schon jetzt aus die Seite jener stellen müsse, bei denen er die Verwirklichung seiner Prinzipien findet, wurde zum Appellsignal des G7cr Lagers und sofort meldeten sich allerorten die Anhänger dieser Partei zur Unterstützung des Kabinetts Khucu-Hedcrvary. Am 17. Jänner 1010 erfolgte die endgültige Enthebung' des Kabinetts Wekcrlc unb die definitive Ernennung des Kabinetts Khucn-Hedervary — des dritten, welches unter der Leitung dieses Politikers ernannt wurde — welchem Graf Karl Khnen-Hcdcrvart) (Präsidium, Inneres, a latere unb provisorisch Kroatien), Tr. Ladislaus v. Lukacs (Finanzen), Karl v. Hicronymi (Handel), Dr. Franz Sze-kely (Justiz und provisorisch Kultus unb Unterricht; letzteres Portefeuille übernahm bald nachher Graf Johann Zichy), GM. Samuel Hazai (Landesverteidigung) und Graf Bela Sereuhi (Ackerbau) ange-hörten. Auf de» 21. März 1910 war das auflösungsreife ringarische Abgeordnetenhaus drirch kaiserliches Handschreiben zu seiner Schlußsitzring cinbcrufcn worden und nun kam es zu ebenso gemeinen als brutalen Skandalszencn gegen die Ncgicrtmg, tvelche sich inzwischen in einer „Nationalen Ar-bcitspartei" — so der offizielle Name, den die ralliiertcn Siebenundsechzigerparteien angenommen hattcir — einen starken Rückhalt erworben hatte. Nachdem das kaiserliche Handschreiben, welches die Auflösung des Abgeordnetenhauses betraf, verlesen und von seiten mehrerer Redner die Auflösung im Ex lex-Zustande für gesetzeS-unb verfassungswidrig erklärt worden war, unternahm es eine Anzahl exaltierter Mitglieder der äußersten Linken (Justh-Partci), den Ministerpräsidenten nach Provozierrmg eines ungeheuren Tumults durch feige tätliche Jirsulteir von dieser Gesetzes- und Versassungswidrigkeit zu überzeugen. In jenem Tumult wagten es diese Herren, mit Stühlen, großen Folianten und den auf dem Tische des Hauses liegenden Gesetzbüchern auf den Ministerpräsidenten loszu-stürmen, wobei dieser unb der ihm zu .Hilfe eilende Ackerbauminister Graf Bela Sercnyi eine Reihe von — zum Glück rmgesähr-lichcn — Verletzungen erhielten. Nur »ach einigen Unterbrechungen der Sitzung gelang es, Ruhe zti schassen unb zur Schließung dieser letzteir denkwürdigen Sitzung des aufgelösten Abgeordnetenhauses zu kommen, die für immer ein trauriges Kapitel in der Geschichte des ungarischen Parlamentarismus bilden wird. Die Neu-wählen für das neue Abgeordnetenhaus wurden für die Zeit vom 1. bis 11. Juni 1910 artsgeschrieben. Diese Wahlen, welche im allgemeinen in seltener Ruhe und satt oljne Blutvergießen verliefen, lieferten de» Beweis, wie sehr sich die ungarische Nation von den Prinzipien der Unabhängigkeitspartei obgciuenbet hat und true klar sie die Nottvendigkeit einsehen gelernt, zu den alten bewährten Grundsätzen des liberalen deakistischen Dualismus, die in der neuen Regierung ihre Vertretung gefunden, zurückznkehren. Die Wahlen ergaben näm-lieh für die Regierungspartei — die „Nationale Arbeitspartei" oder tuic sie sich auch nannte die „Partei der nationalen Arbeit" — eine so imposante, ja vernichtende Majorität, tvie sie selbst die größten Optimisten im Regierungslager nicht zu 1910 durch den Kaiser statt, der bereits am 22. Juni 1910 in Budapest eingetroffen war und dabei Gegenstand der begeistertsten Ovationen seitens der Bevölkerung seiner ungarischen Metropole wurde. Zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses wurde om 30. Juni 1910 Geheimer Rat Albert Berzeviezy, zu Vizepräsidenten wurden Ludwig Navah und Franz Kabos, sämtlich Mitglieder der „Nationalen Arbeits-Partei", gewählt. Inzwischen hatte sich auch am 19. Juni die „Nationale Arbeitspartei" — die neue dualistische Siebrnundsech-zigerpnrtei — des ungarischen Reichstages konstituiert und zu ihrem Prä- dcopolb II., König der Belgier ch hoffen gewagt hatten. Die Partei verfügte schließlich am 25. Juni 1910, da die letzte Stichwahl vollzogen war, über 258 Mandate, wozu noch 21 parteilose Siebenrindsechziger und 40 Stimmen der Kroaten gerechnet werden mußten. Im neuen Abgeordnetenhause standen somit insgesamt 319 Mandate auf streng 67er Basis, während auf rein 48er Basis zusammen 105 Mandate fußten, und zwar 51 Kossuthia-ner, 41 Justhianer und 13 parteilose Unabhängige. Die erste formelle Sitzung des neugewählten Abgeordnetenhauses fand am 23. Juni 1910, die feierliche Eröffnung des neuen Reichstages aber am 25. Juni sidenten das altbewährte Mitglied der früheren Deakschen liberalen Partei, als deren Nachfolgerin die neue Partei zu betrachten ist. Desider Perezel, gewählt. Tie neu ernannte Regierung hatte in ihr Programi» auch die Herbeiführung erguick-licherer Beziehungen zu Kroatien ausgenommen, Beziehungen, die insbesondere durch die seinerzeitige nicht sehr glückliche Ernennung des Barons Rauch zum Banns und dessen Amtstätigkeit soivie durch die mehrjährige Unterbindung deS parlanien-tarischeu Lebens in diesem Lande eine immer stärkere Trübung erfahren batten. Eine rasche Folge der Installierung des Kabinetts Khuen - Hedervary war daher auch die von Baron Rauch am 3. Februar 1910 gegebene Demission, die auch vom Kaiser sofort angenommen wurde. An seiner Stelle wurde im Sinne vorhcrgcgangcncr diesfülliger Verhandlungen beS Ministerpräsidenten Grafen Khucn-Hedervary mit den Kroaten der gewesene Minister im Kabinett Stesan Tisza, Tr. Nikolaus To-masic, eine in Kroatien beliebte und geachtete Persönlichkeit, am 5. Februar 1910 zum Banns von Kroatien ernannt, dessen oberster Programmpunkt die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in Kroatien war. In Erfüllung dieses Programmpunktes erfolgte denn auch die Ein-bcrufung des durch zirka zwei Jahre ausgeschaltet gewesenen kroatischen Landtages auf den 18. März 1910 und dessen Zusammentritt an diesem Tage zur Wiederaufnahme seiner verfassungsmäßigen Tätigkeit. War so in Ungarn nach einer langen Periode schlimmer innerpolitischer Wirren und unfruchtbarer staatsrechtlicher Kämpfe, die auch zu einer Erkaltung der Beziehungen zwischen Krone und Nation geführt, durch den in den Wahlcir ausgesprochenen Willen der Nation das friedliche Einvernehmen und die vollständige Harmonie zwischen Krone und Nation in einer Weise wieder hcrgestellt worden, die auch eine gedeihliche Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Reichshälften verbürgen konnte, war so auch in den Beziehungen zwischen Ungarn und Kroatien wieder der Friede herbeigeführt worden, so stand Österreich nicht unter einer gleich friedlichen Konstellation. Die immer wieder neu auftauchenden, respektive noch nie erloschenen nationalen Wirren ließen hier ein gedeihliches gemeinschaftliches Arbeiten nicht aus die Dauer auskommen. In Böhmen stehen sich die beiden dort lebenden Nationen, Deutsche und Tschechen, zufolge des immerwährenden, mehr oder minder offenen Stre-bcns der letzteren nach einer ihnen gar nicht gebührenden- Hegemonie im Lande, feindlich gegenüber, und obwohl die wirtschaftlichen und finanziellen Zustände des Landes unter diesen Verhältnissen schwer leiden, io nies trotz wiederholter diessälliger Versuche der Regierung nicht einmal möglich, cm friedliches Zusammenarbeiten der beide Volksstämme im böhmischen Landtage zu cimöglichcn, so daß jeder Einberufung dieses Landtages dessen neuerliche Vertagung auf dem Fuße folgte. Auch in anderen Ländern und Landtagen führte die feindliche Stellung der darin vertretenen Nationen zu mehr oder minder schweren Konflikten, im Abgeordnetenhaus ab-:: konnte man nur durch eine im Dezember 1909 ad hoc erfolgte, in ihrer Geltungsdauer bis 31. Dezember 1910 beschränk::, gegen die Obstruktion gerichtete Abänderung der Geschäftsordnung manche Staatsno:-wendigkeit durchbringeu; die feindselige Haltung der Slowenen gegen den Versuch, den Wünschen der Italiener in der Universitätsfrage cntgegcuzukommen und d:e auS diesem Grunde mutwillig inszenierte südslawische Obstruktion im Vudgetans-schnß — für Ausschüsse gilt die neue Geschäftsordnung nicht — hat aber gleich nach Schluß unserer Berichtsperiodc, am 6. Juli 1910, die Vertagung des Reichs-rats herbcigcführt, oluvohl wichtige soziale und anderweitige Vorlagen zur Beratung standen. Als wir unseren vorjährigen Bericht ab-schlossen, stand das im Februar 1909 bestellte bureaukratisch-parlamentarischc Ministerium Vienerth noch im Amt. Auch cm Ende unserer diesmaligen Berichtsperiode stand noch Freiherr v. Vienerth an der Spitze des zislcithanischcu Ministeriums, aber der Personnlstatus dieses Mini'ee-riums hatte im Lause dieser Periode manche Änderung erfahren. Die Notwendigkeit, dem Vordringen des Slawismus auch in rein deutsche Kronländer einen Damm ent-gcgcnzusetzcn, resp. das Deutschtum wenig-steus in gewissen Beziehungen zu schüfen, hat — mit Zustimmung der Regierung — die Landtage von Niederösterreich, Ober-österrcich, Salzburg und Vorarlberg veranlaßt, im Oktober 1909 sogenannte Schutzgesctze zu schassen,- deren eines in erster Reihe (§ 1 und 2) die Festlegung der deutschen Sprache als Verhandlungssprache des Landtages unb als Amts- und ' Geschäftssprache bei dem Landesausschuß tmb beit ihm iiiitcrftcljcnben Organen mib Ansialte» senvie bei beit @emeiiibcticrkctim= gen bei; Stable mit eigenem Statut mib bereit Organen tmb Anstalten bezweckt, während eine luciterc Vestiminnng (§ 3) — speziell für Nieberösterreich mit Rücksicht ans bic ©emeinben Ober-Themenan, Unter» Theinenau mib Bischosswarth im politischen Bezirk Mistelbach, wo von ben Ge-meinben im internen Verkehr tmb teilweise auch im Parteienverkehr auch tschechisch anstalten bas Recht zur Ausstellung staats-Vnttiger Zeugnisse (bas Ossentlichkeitsrecht-nur bann erhalten können, wenn bic Unterrichtssprache bic bentsche ist. Für Vorarl-Ocrg, Oberösterreich tmb Salzburg gilt bas zweite Schutzgesetz auch für bic Realschulen. Als ber Ministerrat mit 30. Oktober 1900 ben Beschluß faßte, bic von beit Lanbtngen votierten Schutzgesetze ber kaiserlichen Sanktion zu unterbreiten, gaben ber tschechische Lanbsmannminister Dr. Zazek tmb ber Msaveth, König ln der ZZekgier. ober slowakisch amtiert würbe — normiert, baß es hinsichtlich ber Amts- und Ge-schäflssprnche ber übrigen Gemeinbever-tretmigen tttib bereit Organe und Anstalten bei jenem Gebrauche zu verbleiben hat, der von der Gemeindevertretnng in der ersten Hälfte be§ Jahres 1909 eingehakten wurde, Das zweite Schntzgesetz normiert aber, baß die Unterrichtssprache an den staatlichen und an den vom Land erhaltenen Privat-Lehrer- und LehrerinnenbilbnngS-anstalten bic deutsche ist tmb baß andere private Lehrer- und Lehreriimenbilbungs- Ackerbauininister, der Tscheche Dr. Bras, als Protest gegen ben Beschluß deS Ministerrats ihre Demission, die vom Kaiser auch angenommen wurde. Mit der Leitung des Ackerbauministeriums wurde dessen rangältester SektionSchef, der Tscheche Popp, betraut; das tschechische Landsmann-ministerinm blieb vorläufig .unbesetzt. Am 1. November 1909 erfolgte die kaiserliche Sanktion der beutschen Schntzgesetze. Als Revanche für diese Sanktion erlangten die Tschechen den — mit 21. Februar 1910 — erfolgten und vom Kaiser am 22. desselben Monat-Z genehmigten Rücktritt des deutschen LandSinannininisterZ Tr. Gustav Schreiner, eines trefflichen Mannes, der mit ehrlichster und selbstloser Energie di' schwer' bedrohten Interessen der Deutschen im Ministrirat vertrat. Auch dieser Posten blieb vorläufig unbesetzt. * * * Ende August 1909 beging Tirol die Säkularfeier seiner heldenmütigen, von Andreas Hofer geleiteten Kämpfe gegen die Franzosen und deren Verbündete. Der Kaiser selbst war ins Land gekommen, um, unibraust vom Jubel seiner getreuen Tiroler, an der Säkularfcier teilznnehmen. Der Feier Haupttag war der 29. August 3 909, und am Berg Jsel bei Innsbruck, >vo die Tiroler unter Andreas Hofer am 25. und 29. Mai 1809 die Bayern und dann wieder am 13. August 1809 die Franzosen und ihre Verbündeten in todesmutigem Ringen aufs Haupt schlugen, im Angesicht des Denkmals des großen Tiroler Freiheitshelden, spielte sich die eigentliche Gedenkfeier ab. Hier war es auch, wo Tirols Landeshauptmann Dr. Kathrein den Trcuschwur der Tiroler erneuerte. Ein glänzender historischer Fest- und Schützenzug, welcher sich am 29. August 1909 bei „Sonnengold und reiner Bergcs-luft" durch die Straßen Innsbrucks bewegte, eine Festvorstcllung im Innsbrucker Stadttheater und ein „Jahrhundcrtfcicr-Ländesfest- und Freischießen 1909" ans dem Landeshauptschießstand zu Innsbruck waren die weiteren hervorragenden Marksteine der Tiroler Säkularfcier. Am 30. April 1910 konnte die österreichische wie die deutsche bildende Kunst den 75. Geburtstag eines ihrer Größten unserer Tage, des am 30. April 1835 in Stronach — Tirol — geborenen und derzeit in München lebenden berühmten Genremalers Franz Defregger feiern. — Im Jänner 1910 wurde Dr. Alfred Freiherr von Berger an Stelle des zurückgetretenen Tr. Paul Schlcnther zum Direktor des Wiener Hofburgtheaters ernannt, dessen Amtsgeschäfte er nach Ostern 1910 übernahm. Möge eS dem bewährten Drama- turgen, der in den letzten Jahren die Direktion des Deutschen Schausviclrauie? in Hamburg mit Geschick und Glück .. gelingen, dem ersten deutschen Schauwiel-hanS der Welt — dem er ja vom Herbst 1887 bis Februar 1890 als Sehr...: für die literarischen Agenden bereits angebört hatte — seinen alten Glanz wieder gewinnen. Am 7. Mai 1910 wurde in Wien eine Internationale Jagdausstellung ohne jeden Pomp eröffnet. Am 9. Jänner 1910, mittags, erfolgte in Raibl bei Tarock- eine schwere Einsturzkatastrophe. Auf eineni Terrain von zirka 100 Quadratmeter tat sich plötzlich unter donnerähnlichcm •: erase die Erde auf und das Werkspital des Llrre-Z sank samt seinem Menscheninhalt in die Tiefe. ES stürzte dabei wie ein ck arten -haus zusammen und ragte zuerst non kaum einen Meter hoch aus der Erde. Wenige Sekunden später war das Spital in der Kluft, die zirka 150 bis 200 Meter lick sein mochte und sich im Laufe bcS Nachmittags mit Wasser füllte, verschwunden. Der Katastrophe, welche man mit den unter Raibl sich hinziehenden Schachten der staatlichen und Graf Hcnckel-Donnersmarckschen örz-bcrgbauc in Verbindung brachte, fielen auch mehrere Menschenleben — darunter die Familie des Werkarztes Dr. Vestly — zum Opfer. Einen schweren Verlust hat die Gemeinde Wien im Laufe unserer Berichts r e node erlitten. Am 10. März 1910 starb in Wien nach langem, schwerem Leiden, fast ganz erblindet, aber noch in voller Amismürde, der Bürgermeister der Haupt- und Residenzstadt Wien, Dr. jur. Karl Lueger. Man mag über Dr. Lueger als Politiker denken wie man will, als Bürgermeister von Wien hat er zweifellos Großes geleistet, er hat seine Vaterstadt nicht nur verschönt, sondern atich zur wahren Weltstadt gemacht. Karl Lueger wurde am 24. Oktober 1844 als der Sohn ck.nes Aufsehers des technologischen Kabinetts an der Technischen Hochschule in Wien geboren. Sein Leben war ein steter Kampf um politische Geltung. Nach viermaliger, 3um erstenmal nicht angenommenen, 311111 zweiten- und drittenmal nicht sanktionierten und zum viertenmal aber über Wunsch des Kaisers abgclchnten Wahl zum Bürger-mcistcr, bestieg endlich Dr. Lueger, nachdem er am 8. April 1897 311111 fünftenmal, und zwar diesmal mit 93 von 123 abgegebenen, Stimmen 311111 Bürgermeister gewählt worden war, mit kaiserlicher Sanktion den Biirgermeisterstuhl der Habsburger 9ic= In einer kleinen Ortschaft des Szatmarer Komitats, in Oekörito bei Mate-Szalka im nordöstlichen Ungarn, brach während eines Tanzfestes, welches in der Nacht vom Ostersonntag auf Ostermontag (27. und 28. März 1910) gefeiert wurde, in der zum Tanzplatz hcrgcrichtetcn Scheune ein Brand aus, bei welchem bald alles in Flammen stand und auch die brennende Decke auf die Tanzenden stürzte, die den Tanzplatz, da man die Türen, um dem Albert I., Aönig der Atekgicr. sidcnzstadt, tvclchen er bis zu seinem Tode — nachdem er 1902 311111 sechsten- und 1908 zum siebentenmnl zum Bürgermeister der Stadt Wien gewählt worden war — innehatte. Zu seinem Nachfolger wurde am 22. April 1910 der erste Nizcbürgermeister unter Dr. Lueger, der am 17. März 1841 in Wien geborene Dr. jur. Josef Neumayer gewählt. * * * Andrangc vorzubeugen, versperrt, rcsp. vernagelt hatte, nicht verlassen konnten. Der grause Totentanz kostete 325 Personen, die teils int Tauzsaal selbst verbrannten, teils in der ausgcbrochenen Panik zertreten ivurden, teils nachträglich den Verletzungen erlagen, das Leben; viele andere Teilnehmer des „Festes" wurden mehr oder weniger schwer verletzt. — Schwere Wolkenbrüche, die über Südungarn und insbesondere im Krasso-Szörenyer Komitat Mitte Juni und besonders am 13. bis 14. Juni 1910 niebergitigcn (der letztgenannte dauerte zwölf Stunden), rcsp. die dadurch hcr-beigcführte» Überschwemmungen zerstörten viele Gehöfte, ja ganze Ortschaften und kosteten über 500 Personen das Leben, j Ter materielle Schaden ging in die Mil-lionen. Dentschkaud. Hat in der vorjährigen BcrichtSperiode der schwarz-blaue Block — die Koalition deS Zentrums mit den Konservativen — durch seine Stellungnahme in der Reichs-steuersrage eine Rcichskanzlcrkrise herbei-gcsührt, so hat derselbe Block in der diesjährigen Berichtsperiode gegen den Willen deS neuen Reichskanzlers und Präsidenten des preußischen Staatsministeriums von Bcthmann-Hollweg sowie des preußischen Herrenhauses die Gewährung einer halbwegs auch die liberalen Parteien befriedigenden Wahlrefornr in Preußen verhindert. Bethmann-Hollweg hat zwar nicht, wie seinerzeit Fürst Bülow, die einzig richtigen Konsequenzen gezogen, sondern sich dem schwarz-blauen Block gefügt, aber ganz wohl scheint ihm bei seinen neuen Bundesgenossen nicht zu sein und auch über den fernerhin cinzuschlagenden Kurs scheint er sich noch nicht ganz klar zu sein; das beweisen die gegen Schluß unserer Berichtsperiode erfolgten Änderungen im preußischen Staatsniinisterium sowie im deutschen Reichsministerium, die ein witziger Kopf als „Großes Reinemachen" charakterisierte, und die zum Teil die Neigung nach einem mäßigen Links, zum Teil wieder nach einem ausgesprochenen Rechts bekundeten. Nachdem bereits anfangs Mai der Staatssekretär im Reichskolonialamt Dcrnburg mit Rücksicht auf seine, von den in der Negierung beS Reiches und Preußens maßgebenden, abweichenden politischen Anschauungen seine Demission gegeben — selbe wurde am 9. Juni 1910 unter gleichzeitiger Ernennung des Untcrstaatssckrctärs im selben 'Amte v. Lindequist zu seinem Nachsolger angenommen — traten am 18. Juni 1910 die preußischen Minister deS Innern Gras Moltke und der Land-wirtschaft v. Arnim zurück; au ihrer Stelle wurde Dr. Freiherr v. Schorlemcr zum Landwirtschaftsministcr, Oberpräsident von Dallwitz zum Minister des Innern ernannt. Am 28. Juni 1910 folgte dann der preußische Finanzministcr Freiherr v. Rheiubabcn und der Staatssekretär im Reichsamt des Äußern Freiherr v. Schoen; erstercr wurde durch den Oberbürgermeister von Magdeburg Dr. Lentzc, letzterer durch v. Kidcrleu-Waechtcr ersetzt. Von den entlassenen Mini-stern waren v. Arnim, Graf Moltke und Freiherr v. Rheiubaben Hochkonservative, Dernburg und v. Schoen gemäßigte Liberale;. von den neuen Ministern neigen Dr. Schorlemcr und besonders Dr. Lentze zur gemäßigten Linken, tvährcud Dallwitz hochkonservativ ist. Eine weitere Veränderung im Rcichsministcrium war bereits früher — natürlich unabhängig von politischen Fragen — eingetretcn; an Stelle des zurücktrctenden Kriegsministers G. d. Sili. Einem war nämlich G. d. I. v. Heer-ringcn zu dieser Würde ernannt worden. Am 30. November 1909 verschied in Bad Kreuth Herzog Dr. Karl Theodor in Bayern, der am 9. August 1839 in Possenhofen geborene Bruder der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Als tüchtiger Augenarzt und besonders als Staroperateur hatte er Tausenden und Abertausendcn Trost und Hilfe gebracht und sein Name war weit über die Grenzen seines engeren und weiteren Vaterlandes wohlbekannt und volkstümlich. Am 22. Juli 1909 starb auf seinem Gut Alt-Rnlhstedt bei Hamburg der moderne deutsche Lyriker Freiherr Detlev v. Lilien-cron; ec war am 3. Juni 1844 in Kiel geboren. „Ein Dichter des LcbenS", so hat man ihn genannt! Am 27. Mai 1910 starb in Baden-Baden der am 11. Dezember 1843 zu Klausthal im Harz geborene berühmte deutsche Arzt und Gelehrte Prof. Dr. Robert Koch, der Entdecker der Bazillen (besonders 1882 Tuberkel- und 1883 Cholera-Kommabazillen). til Italien. Am 2. Dezember 1909 gab das Mini-sierium Giolitti infolge der, dem Entwurf ungünstigen Wahlen in den mit der Beratung seines Stcuerreformentwurses be-tumtcn Kanimeransschuß seine Demission. — Ihm folgte ein Ministerium Sonnino, das seinerseits wieder mit 21. März 1910 wegen einer Schisfahrtskonventionsvorlagc, die cs in der Kammer nicht durchzubringcn befürchtete, demissionierte, um einem Mini-sterinm Luzzatti Platz zu machen. In den Bezichungen Italiens zum Dreibund wurde durch diese berschiedenen Minister- ZZjöritsti«rnc Njörnson. krisen nichts geändert. — Am 23. März begann um M9 Uhr früh eine Eruption bcS Ätna in Sizilien, wobei sich rasch in der Höhe von 2300 Meter vier, Asche, Lava und Steine auswerscnde Schlünde öffneten, die sich allmählich auf 16 erhöhten. Die Front des Lavastromes hatte am 25. März 1910 bereits eine Breite von zwei Kilometer und rückte um ungefähr 10 Meter in der Minute vor. Die Ortschaften Nico-losi, Belpasso und Borrcllo waren an diesem Tage bereits schwer gefährdet. Der angcrichtete Schaden betrug bereits 4 Millionen. Am 26. März 1910 wurde dann gemeldet, daß die Eruption zum Stillstand gekommen und die Gefahr überwunden sei. Am 1. April 1910 hatte die Eruption tat-sächlich plötzlich aufgehört — die bedrohten Ortschaften waren gerettet. — Am 7. Juni 1910 ereignete sich in der Provinz Avellino eine Erdbebenkatastrophe — die schwerste seit der Katastrophe von Messina und Reggio di Calabria — 27. bis 28. Dezember 1908 — von die Stadt Calitri — in bereit Stadtviertel Rio Castello fast alle Häuser cinstürzteu — mit meisten betroffen wurde. Es gab in der Provinz int ganzen 35 Tote und einige hundert Verletzte; der Schaden wurde aus mehrere Millionen bc-Wcrtet. Am selbcu Tag ivütete ein furchtbarer Wirbelsturni auf der östlich von Sardinien gelegenen Insel Ogliastro, der an Feldern und Viehbeständen ebenfalls einen Schaden von Millionen anrichtete und 500 Personen, darunter zahlreichen Fischern, die auf ihren Booten von dem Elcmentarereignis überrascht wurden, daS Leben kostete. Araulirekch. Am 20. Juli 1909 erlitt daS Ministerium Clemenceau aus Anlaß einer Debatte über Mißbräuche in der Marine in der Dcpu-tiertenkanmter eine Niederlage; eS blieb in der Minorität und gab sofort seine Demission, die vom Präsidenten der Republik angenommen wurde. Es gab viele französische Politiker, die da meinten, Clemenceau wäre gefallen, weil er es eben so ivolltc und des Rcgicrens müde war. Ein vehc-mcntcr Angriff .Clemenceans auf den ge-wescncn Minister des Äußern Delcasse, in welchem er letzterem unter Hinweis auf die Algecirasakte vorwarf, er (Delcasse) habe Frankreich erniedrigt, war teilweise mit Schuld an Clemenceaus Niederlage. An die Spitze des neuen Kabinetts trat der Jnstizminister deS Ministerinms Clemenceau, Aristide Briand. — Nachdem die Mandatsdauer der Kammer abgelatifen, wurden für den 24. April 1910 die allgemeinen Neuwahlen ausgeschrieben. Sie ergaben keine merkliche Verschiebtmg der Kräfteverhältnisse der politischen Parteien in der Kammer. (Sine ganz entsetzliche Hochwasserkata-strophe suchte im Monat Jänner einen Teil von Frankreich und speziell auch Paris Heini. Lang anhaltende Regen und schwere Wolkenbrüche hatten verschiedene Flüsse, darunter auch die Seine, so gewaltig an-schwellcn lassen, daß sie aus ihren Ufern traten. Paris war durch eine volle Woche eine zuin Teil überschwemmte Stadt; der Verkehr mutzte in Kähnen aufrecht erhalten werden, die Beleuchtung versagte an manchen Orten und zu den Miseren des flutenden Wassers kamen wegen unzulänglicher Zufuhr auch die Miseren des Proviant-mangclS und dann auch teiltveise Mangel an Triukwasser. Erst am 29. Jänner konnte ein langsames, aber stetiges Sinken der seit 22. Jänner stetig gestiegenen Seine konstatiert werden. Der höchste Wasserstand der Seine — am Mittag deS 28. Jänner — betrug am Port Royal §'/ Meter; es tvar dies der Gipfel nicht nur der diesmaligen Überschwemmung, sondern aller Hochtvasscr der Seine in geschichtlichen Zeiten. Am l. Februar endlich konnte die Hochwasser-katastrophc für Paris als beendet erklärt lvcrdeu; sie hatte bei 200.000 Personen materiell geschädigt; auf 100 Millionen bezifferte man den wirtschaftlichen Schaden in Paris. Auch in der Provinz stand cs nicht besser; in zahlreichen Städten und Orten flutete das Wasser durch die Strasten, Häuser stürzten ein — auch Menschenleben wurden vernichtet — und ein kolossaler materieller Schaden angerichlet. England. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 1910 starb Eduard VII., König von England und Kaiser voit Indien. Er war am 9. November 1811 im Buckingham-Palast zu London als Sohn des Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und der Königin Victoria geboren und bestieg am 23. Jänner 1901 den Thron. König Eduard VII. war eine imperialistisch angelegte Statur; die stets wachsende Land-, See- und Handelsmacht Deutschlands er-ivccktc in ihm eifersüchtige Gefühle und er suchte diese ihm gefährlich scheinende Macht büret) „Einkreisung" Deutschlands zu paralysieren. Zu diesem Behufe versuchte er oder doch seine Regierung, auch Osterreich-Ilngarit von Deutschland loszulösen, und als die Bundcstrcue Kaiser Franz Josephs I. diesen Plan durchkreuzte, war Englands Anttvort daraus dessen unfreundliche Haltung in der Annexionskampagne. — Als Eduards VII. Nachfolger bestieg dessen Sohn Prinz Georg Friedrich Ernst Albert, Herzog von Jork, Prinz von Wales, geboren am 3. Juni 1865 und seit 6. Juli 1893 mit Victoria Mary Fürstin von Teck vermählt, als Georg V. den Thron Englands und Indiens. Am 22. Juni 1910 ernannte der neue König seinen ältesten Sohn Prinz Eduard Albert, Herzog von Cornwall — gebaren 23. Juni 1891 — der Tradition gemäß, nach welcher der englische Thronfolger stets den Titel „Prinz von Wales" führt, zum Prinzen von Wales. Ein ernster Kompetenzkouflikt zwischen Oberhaus und Unterhaus, tvclcher sich im Wesen um die Frage drehte, ob das Oberhaus berechtigt sei, ein vom Unterhaus akzeptiertes Btidgel zu verwerfen — das Oberhaus hatte am 30. November 1909 durch Annahme einer gegen die Budget-beivilligung gerichteten Resolution Lans-downe mit 350 gegen 75 Stimmen den 1 Konflikt provoziert — führte, um eine Entscheidung durch das Volk herbeizusührcn, zunächst am 3. Dezember 1909 zur Vertagung und dann zur Auslösung des Parlaments. Die Wahlen fnnben im Jänner und Februar 1910 unter den Parolen „pro" oder „contra" Oberhaus stall, nnb da ihr Resultat eilt gewaltiges Abnehnlcn der dem liberalen Ministerium Asquith unbedingt zur Verfügung stehenden Majorität ergab, wurden langsam Kompromistvcr-haudlungen zur gütlichen Regelung der Kompetenzen des Oberhauses eingeleitet, die aber mit Ende der Berichts-Periode noch nicht zum Abschluß gediehen waren. - ‘gtufifanb. ES sind — was Rußland allein betrifft — nur wenige wichtigere Ereignisse aus der BerichtSpcriode zu verzeichnen, so der am 19. Dezember 1909 in Cannes im 77. Le- bcnSjahr erfolgte Tod des Großsürstcn Acichacl, des Großvaters der deutschen Kronprinzessin, und die Verhaftung von 1136 Personen ans Anlas; der Beerdigung desselben in Petersburg; so die Ermordung — „Hinrichtung" hat man sic auch genannt —■ des Chefs der Petersburger Geheimpolizei Oberst Karpow durch den Anarchisten Woskresensky im Dezember 1909; so der Ansbruch der Cholera in einzelnen Gouvernements Rußlands in der zweiten Hälfte unserer Berichtspcriode; so endlich die Entdeckung einer slalllichcn Reihe von tr-r-" -■■ • - . "' TT— * —tmanwi— » Marli Cumin, amcrisauischcr Hit mori st f Defraudationen und anderen Skandalen in den Kreisen der russischen Verwaltung und Militärintendantur — ninn sprach von Defraudationen und Betrügereien im Betrag von 100 Millionen pro Jahr. Von elemen-tnrcr Bedeutung für bis Geschichte des XX. Jahrhunderts war aber die capitis deminutio, die Rußland in der Berichtsperiode an Finnland vollzog. Nach der furchtbaren Deroute, welche die mörderischen Niederlagen Rußlands im russisch-japanischen Kriege herbcifi'chrtc, schien es, als ob Rußlands Machthaber nun gerechtere Seiten gegen Finnland ausziehen wollten; aber cs schien eben nur so, denn kaum hatte sich Rußland von jenen Nicdcr-lagen ein klein wenig erholt, begann der für Rußland freilich weit ungefährlichere Ber-nichlungsscldzug gegen die verbrieften Rechte Finnlands von neuem. Zunächst lmitbc der diese Rechte eifersüchtig wahrcirdc Landtag Finnlands am 18. November 1909 aufgelöst; dann brachte unter Umgehung des im Februar 1910 neu-gewählten finnischen Landtages, der nur zu einem Gutachten cingcladcn ivurdc, Ministerpräsident Stolhpin am 28. März 1910 in der Reichsduma Gesetzenüvürfc ein,