Mbacher iV), ^ / l) Pränlimerationepiei«: Im Lomptoir ganzj. ^/ll,. l ^«l <>- "' halbj. si. 5 5l>. Für die Zustellung ins Hau« * * ^ "" ^all'l. 5><» lr. Mit bcr Post ssonz», fi. ,5. halbj, 7 5«. Donnerstag, 34. Juli. Insertion«,«büi: KÜ« Nelne Ins«»t« bi« ^l ^ N^s^ « Zeilen «5 li.. größere per geile 6 lr.; b«i öft«en > s» « 3k Wiederholungen per Znle 3 ll. A. v, v» Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließnng vom 10. Inli d. I. dem Obcrfinanzrathc nnd Finanzdirektor in Laibach Alois Christ den Titel nnd Charakter eines Hofrathes taxfrei allera.nadigst zn verleihen geruht. Pretis m. p. Sc. t. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ll>. Inli d. I. den, Polizei - Obcrtmnmissär der Triestcr Polizeidirection Heinrich Frans in Anerkennung seiner belobten Dienstlcistnng taxfrei den Titel nnd Charakter eines Polizcirathes allergnädigst zu verleihen geruht. Taaffe m. p. Der Instizminister hat den Oberlandcsgerichts-Nathssekretärsadjuncten in Graz Carl Schwaiger zum Oderlmidcsgcrichts-Rathssetretär daselbst ernannt und dir Stelle des oberlandesgerichtlichen Rath^selretärs« adjuncten in Graz dem bei dem Landesgerichte, Kla-genfnrt zur Dienstleistung zugewiesene» Ärzntsrichter in Spital Raimund Prettuer verliehen. Der Instizniinister hat den Gerichtsadjnncten bei de„l Landesgerichtc in Klagenfurt Carl Sonima-villa zum Bezirksrichtcr in Maria-Zell ernanut. Der Iustizministcr hat den Hilfsämtcr-Directions-adjunctrn des Landcsgcrichtes Graz Franz Appel-mann zum Hilfsänlterdirektor bei demselben Gerichte ernannt. Der Iustizminister hat den Bezirksgcrichtsadjuncten in Radinannsdors Raimund Schwinger zum Staats-anwaltsstlbstitutell in Cilli ernannt. Der Iustizminister hat den Anscultantcn Dr. Hans Tauber zum Vezirksgerichtsadjuntten im Sprengel des Grazer Oberlandcsgerichtes ernanilt. Der Iustizminister hat den Ansenltanten Duklas Aichelberg zum Äezirksgerichtsadjnncten in Fürsten« feld ernannt. Der Handelsminister hat den Postvcrwalter Franz Schaff er «n Aruct a. d. M. zum Oberpostverwalter m Marburg ernannt. Nichtaiutlichel Tbeil. Die Situation in Novibazar. Nicht nnr die ottomanischen Beamten, deren Versicherungen leider nnr allzn oft unglänbig aufgenommen werden muffen, fondern auch dic fremden Ko'nsnln nnd fonstige ans Pflicht nnd Neigung mit strenger Objektivität urtheilende Personen ' berichten aus Prisrcno. Djakova, Ipek nnd Novibazar iibereinstimmend, daß die Gährnng mnerhalb des a l ba ncsischen Clementes in jenen Gegenden bedentend nachgelassen nnd in zwei Distrikten, nämlich in denen von Novibazar uud Nova-varosch, wo allcrdiugs die Arnauten einen sehr geringen Bruchthnl der Bevölkernng bilden, fast ganz aufgehört hat. Sehr charakteristisch w dieser Richtung ist das von 14 albanesischen Optimaten an ihre Landsleute im Novibazarer Sandschak gerichtete Schreiben, welches, nach Bericht der „Pol. Korr.", in wortgetreuer Ueber« setznng lautet wie folgt: „Fromme nnd llebe Volksgenossen!" so reden die Optimalen ihre Stammesbrüder an, „wir haben schon lange den Tag der Beruhigung nnd patriotischen Er-leichternng herbeigesehnt und sind nun glücklich, dessen Aubluch Euch verkünden zu tönueu. Der Himmel hat emen Theil seiner schwarzen Vorhänge abgeworfen, nnd m/?^ m" H"ss"""g. sind für uns' sichtbar geworden. ^/''"'Volksgenossen! daß wir in sichere Erfahrung gebracht haben daß der Kaiser wirklich nur jene Orte am l'lttm Limnfer besetzen lassen will, auf die ihm ein mit dem Padlfchah (tansend Jahre möge er leben!) abgeschlossener Vertrag ein Anrecht gibt. Die Rechte unferes Mulles werden dabei aber nicht die geringste Verletzung erfahren. Dle Moschee bleibt heilig, der Koran unangetastet, der Besitz unberührt; Ihv werdet Euere Richter haben und Euere Waffen tragen. Dle Steucru werdet Ihr nach alter Art entrichten und niemand wird in Euere Rechte und Privilegien eingreifen. Auch bleibt das zu occupicrenoe Land in aller uud jeder Beziehung eins m,t dem Vaterlande unserer Nation, eine Annexion wünscht der Kaifer nicht, eine folche wird weder jetzt noch in der Folge vorgenommen werden. Darum, !?"'"e "no liebe Volksgenossen, ist nunmehr diese Sorge uberflusstg geworden nnd könnt Ihr mit hell leuchtender Seele Allah fnr feme nncndlichc Güte danken. Wenn Euer Arm m Anspruch genommen werden follte. so dürfte es zu dem Zwecke geschehen, um Euere fernen Bruder lm gottbcschatteten Epirus zu schützen und unseren alten Feind niederzuwerfen. Allah segne Euch uud Muhamed mache Euer Leben süß und duftend!" Aus dem czechischen Lager. In Prag fand am 17. d. eine Versammlung der Vertrauensmänner der Iungczechen statt. Das „Fremdeublatt" ist in der Lage, zu bestätigen, daß der Verlauf der Rcichsrathswahlen neues Leben in alle Parteien gebracht und sie aus der bisherigen Entfchluh-und Thatenlosigkeit gerissen hat. Schon dies allein ist ein nicht zu unterschätzender Fortschritt. Aller Orten empfinden die Parteien den Impuls, die ausgefahrenen Geleise, in welchen sie nicht weiter kommen tonnten, zu verlasse», um andere Wege einzuschlagen und sich m Einklang mit constitutionellen Grundsätzen zu bringen. Allgemein war in der Versammlung der Iungczechen die Ansicht vorherrschend, daß der Eintritt in den Reichsrath erfolgen muffe, sowie daselbst auch festgestellt wurde, daß Unterhandlungen mit der Regierung nicht zustande kamen. Die meisten Organe der tampfes-bereiten Opposition haben bereits alle Fäden der Unterhandlungen der Regierung mit den Ezechen blosgelegt, aber man darf in diesem Punkte schon den Ezecken einigen Glauben beimessen. Trotzdem sich die „Narodni Listu", welche als das Organ der Iungczechen gelten, jüngst vollständig auf den Boden der „Politik" stellten nnd über die „Garantien" schwärmten, welche geboten werden müssen, bevor die nationale Opposition das Haus betritt, war die Versammlung der Iungczechen von der Nothwendigkeit einer bedingungslosen Befchickung des Parlaments durchdrungen, nnd einige Mitglieder der Versammlung brachten auch diese Ueberzeugung iu unverblümter Weise zum Ausdrucke. Auch dem Vorschlage des Dr. Gregr, die politischen Fragen, welche nunmehr die öffentliche Meinung occupieren, vor die Bevölkerung zu tragen, wird man gewiß die Berechtigung nicht absprechen, falls es wirtlich dessen Absicht ist, seine slavischen Mitbürger von den Woyl< thaten der Activitätspolitik und des Parlamentarismus zu überzeugen, und gewiß habeu Fragen dieser Art eine öffentliche Behandlung nicht zn scheuen. Was die Iuugczechen über ihr Verhältnis zu den Allczechen sprechen uud in welcher Weise sie ihre Beziehungen zum staatsrechtlichen Klub ordnen wollen, das wird indessen außer Discussion gestellt. Es kann wol nur den Ezechen allein überlassen werden, wie die Parteien sich in die an sie herantretende Nothwendigkeit, den Reichsraty zu beschicken, finden wollen. Feuilleton. Hl«« «der auf dunklen Wege»." Roman von Ed. Wnglirr. (F"»!schuna.) Mr ä? !^l '""" hä'lle Sie im Dorfe gesehen, Mnl^ ""' .laate Jakob Gregg, „und ch dachte °e^. ^' ""z.z'uück, "bwol die Flagge nicht anf^ d ,^,^"'^"^"' D"«" 'st. mvartet man anch bleibt?' ' ^ """ ^lord in der Stadt „So lange Lady Wolga bleibt." erwiderte Pierre Müll. ^ ^^' lhn fehr gern sprechen," sagte der S //'s ^.r "«""' '"'hl'a"' Geschäften. Wenn S,e mn sm,e Adresse geben wollen, Mr. Renard, lm., ich möchte einige Zeilen s^„"?^ ^chaste niiisse» warten. Mylord kann Nhon morgen kommen. Was gibt es denn. Gregq?" a>.f ,'. ^ "!. s'" ""''" ^"hle eine Verschrcibniiq N^'"^'»fdnei.nzlg Jahre haben," entgegnete der 5«enmd pfiff leise vor sich hin. snv^ ' ^^'" Sic nicht bekommen, meine ich." verl^"' "^"d wird Ihnen die freie Pacht nicht vellangern. gwiben Sie mir das." ^" "^ Mül^ l r"- '""^ ich ihn anklagen!" versetzte der lick " Mtlg, nnd ein düsteres Fcner flammte plötz- n ine n ,n'^! ^'^'" "'f- "Anch war eine jnngc Dan.e fuhr er fort, „die unser Geheim- "Vergl. Nr. ,li« d.Vl. nis ahnt und mich ermähnte, die Wahrheit zn sagen. Sie heißt Miß Strange und rettete meinen Knaben —" Der Kammerdiener erschrak. Aber dann flog ein spöttisches Lächeln über seiu Antlitz. „Sagen Sie es doch der Miß Strange," höhnte er. „Erst will ich mit Mylord sprechen," entgcgncte der Müller, immer gereizter werdend. „Schreiben Sie lhm sogleich, was ich verlange, und sagen Sie ihm, dav ,ch ihn anklage, wenn er cs mir verweigert! Ja, Sir ich klage, nnd wenn ich selbst dafür nach Portland muß. Schreiben Sie Mylord das alles, Mr. Rcnard. damit er sieht, daß es mein voller Ernst ist. 5?lc tragen Diamanten nnd ich verlange freie Pacht ans nmnnndnennzig Jahre, oder ich will sehen, was stch sonst verdienen läßt." . D^r Müller warf dem Diener einen trotzigen! -Ulicl zu und ging weiter. Pierre Renard fetzte gedankenvoll seinen Weg nach dem Schlosse fort. ..So hat Miß Strange den Müller aufgestachelt!" mnrmelte er. „Ich habe dieses Mädchen gerade zur rechten Zett ans dem Wege gcränmt." I'" Schlöffe herrfchte keinerlei Anfregnng, woraus er fchloß. daß Alexa'K vermeintliches Schicksal noch nicht bekannt geworden war. Als er an Alrxa's Zinnner vorbeiging, konnte er der Versnchnng uicht widerstehen, zu sehen, ob die Thü, verschlossen war. Er drehte den Drücker, welcher nachgab, und öffnete behntfam die Thür. Das Zimmer war leer, und er warf einen forfchenden Blick hinein. Die große Ordnnng nnd Behaglichkeit, die wohlthuende Wärme und luxuriöfe Ausstattung „lachten einen eigenthümlichen Eindruck auf ihn. „Das Stubenmädchen ist hier gewesen und hat anfgeränmt," dachte er. „Aber wie kommt es, daß sie Miß Strange nicht vermißt und nicht Lärm geschlagen hat?" In diesem Augenblick drang Gesang aus Mrs. In-gestre's Zimmer an sein Ohr. Er hatte die klare, liebliche Stimme schon oft uehört; es war die Alexa's. Sie war zu der alleu Dame gegangen, welche sie leidend wie immer gefunden hatte. Mrs. Ingestre hatte sie gebeten, ihr ein Lied vorzusingen, und Alexa war dieser Auffordernng nachgekommen, ihrer eigenen Ermüdung und ihrer eigenen Schmerzen nicht achtend. Renard horchte in einer Art Erstarrung; er war wie an den Boden gewurzelt. „Das muß eine Täuschung sein," murmelte er, als er sich von seinem Schreck erholt hatte und der Gesang verstnmmte. ,Mrs. Ingestre hat Besuch. Es ist nicht Alexa's Stimme, denn das Mädchen lst todt !« Er machte die Thür wieder zu, hielt aber noch den Drücker in der Hand und wartete in der Voraus-sctznng, daß der Gesang wieder beginnen lviirde, als Lord Montherons Zimmcrthür geöffnet wurde und John Wilson herauskam, ciuen leeren Kohlenlasten m der Hand. Renard starrte ihn mit wilden Blicken an. „Sucheu Sie Miß Strange, Sir?" fragte der Heizer nnbefangen. „Wenn dies der Fall 'st, werden Sie sie in Mrs. Ingestre's Zimmer finden. Ich say sie vor einer Stunde dahin gehen." Renard war keines Wortes mächtig; aber er starrte Wilson an, als wolle er ihn mit seinen Blicken 14« Strafgesetz für die occupierten Länder. Der Chef der Landesregierung für Bosnien und die Herzegowina, FZM. Prinz von Württemberg in Serajewo, erließ unterm 16. d. M. folgende Verordnung : „Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Juni d. I. zufolge Erlasses des hohen k. und k. gemeinsamen Ministeriums vom 29. Juni d. I., Z. 3005 L. ll., mich zu ermächtigen geruht, das für Bosnien und die Herzegowina genehmigte Strafgesetz kundmachen und in Wirksamkeit treten zu lassen. Demgemäß verordne ich: Art. 1. Das Strafgesetz für Bosnien und Herzegowina tritt nach Ablauf des 45. Tages, vom Tage der Kundmachung gerechnet, folglich mit 1. September d. I., in Wirksamkeit, und es bat dasselbe als alleinige Vorschrift für die Bestrafung der darin bezeichneten Handlungen zu gelten, mit Ausnahme der Bestimmungen der H 340 und 347, welche von den Vergehen wider die Wichten eines öffentlichen Amtes handeln und welche auf die aus der österreichischungarischen Monarchie zur Dienstleistung beurlaubten Staatsbeamten keine Anwendung finden können, da für dieselben im Art. 5 der Uebergaugsbestimmungen zum Wirkungstreis des Chefs der Landesregierung ausdrücklich der Fortbestand der Discipliuarvorfchriften, denen sie bisher unterworfen waren, zugesagt wurde. Art. 2. Dieses Strafgesetz hat auf die darin als Verbrechen und Vergehen erklärten strafbaren Handlungen auch dann zur Richtschnur zu dienen, wenn dieselben durch Druckschriften begangen werden. Wo sich das Strafgefetz des Ausdruckes „Druckschriften" oder „Druckwerke" bedient, sind darunter nicht blos Erzeugnisse der Druckerpresse, sondern auch alle durch was immer für mechanische oder chemische Mittel vervielfältigten Erzeugnisse der Literatur und Kunst zu verstehen. Art. 3. Es kann nach Maßgabe dieses Strafgesetzes nur dasjenige als Verbrechen oder Vergehen behandelt werden, was in demselben ausdrücklich als Verbrechen oder Vergehen erklärt wird. Art. 4. Es bleibt die Behandlung und Bestrafung anderer Gesetzesübertretungen, worauf das Strafgesetz keine Beziehung hat, den dazu bestimmten Behörden überlassen. Art. 5. Durch dieses Gesetz wird an den besonderen Vorschriften nichts geändert, vermöge welcher bestimmten Behörden oder Körperschaften das Recht zukommt, den Verlust oder die zeitige Einstellung von Aemtern, Diensten oder Berufsstellungen, gewerblichen Befugnissen und anderen Berechtigungen oder von Titeln, Würden, Auszeichnungen u. s. w. auszusprechen. Art. 6. Mit der Todesstrafe nicht bedrohte Verbrechen, welche von einem zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe Verurtheilten während der Strafdaucr begangen werden, sind durch die zuständigen Gerichte zu unter-uchen und mit den im Strafgesetze bezeichneten Ver-chärfungen, von welchen mit Rücksicht anf die Stvaf-Mrkeit der Handlung auch mehrere in Verbindung gebracht werden können, zu bestrafen. Art. 7. Es sind alle Vergehen, welche von den zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe Vrrur theilten während der Dauer derfelbeu begangen werden, im Disciplinarwege zu bestrafen. Art. 8. Bei allen in dem Strafgesetze vorkom-I menden Zeitbestimmungen sind das Jahr und der Monat nach christlicher Kalendcrzcit, eine Woche zu sieben Tagen und ein Tag zu 24 Stunden zu rechnen. Art. 9. Alle in dem Strafgesetze vorkommenden Geldbeträge in österreichischer Währung sind ohne Rücksicht auf das im Verkehre für Metallmünze bestehende Aufgeld (Agio) in Papiergeld zu verstehen. Auf Handlungen, welche vor dem im Art. 1 angegebenen Zeitpunkte begangen worden find, haben die Bestimmungen dieses Strafgesetzes nur insoferne An-wenduug zu finden, als sie milder sind, als das derzeit geltende Gesetz." Ueberdies wurden nachstehende Kundmachungen erlassen. „Von der Landesregierung für Bosnien und die Herzegowina wird hiemit kundgemacht: 1.) Die im 3., 10. und 17. Hauptstück des heute kundgemachten Strafgesetzes für Bosnien und Herzego« wina erwähnten Verbrechen des Aufstandes, Aufruhrs, Mordes, Raubes, sowie die Verbrechen wider die Kriegsmacht im zweiten Hauptstück werden noch bis zur Aufhebung dieser Anordnung durch die k. k. Militärgerichte standrechtlich behandelt. 2.) Die Untersuchung und Aburtheiluug des im H 307 d bezeichneten Vergehens gegen die 'öffentliche Ruhe und Ordnung durch Theilnahme au geheimen Gesellschaften und verbotenen Vereinen und Verschweigung von Mitgliedern erlaubter Gesellschaften bleibt bis zur weitern Entscheidung noch den k. t. Militärgerichten vorbehalten. Dieses Strafgefetz wird allen in den beiden Ländern befindlichen politischen und Gerichtsbehörden zugesendet, und es kaun bei denselben das Gesetz eingesehen werden, bis die nöthige Anzahl in serbo-kroati-scher Sprache gedruckter Exemplare die Wmcrverbreitung zulässig machen. Das Kreisgericht in Travnik hat vom 1. August d. I. an als Amtstage Mittwoch uud Samstag bestimmt, an welchen Tagen von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 0 Uhr nachmittags Gesuche und Klagen der Parteien zu Protokoll genommen werden. Hievon geschieht die Verständigung voll der Landesregierung für Bosnien und die Herzegowina. Von der Landesregierung für Bosuicn und die Herzegowina wird hiemit kundgemacht, daß das für obige Länder in zweiter und dritter Iustanz errichtete Obergericht zu Serajewo am 7. d. M. in Wirksamkeit tritt und seine Kanzlei in der Kaiserstrahe hat." Politische Rundschau. Mit Bezug auf den von der „Neuen freien Presse" über die serbischen Eise nbahuv erHandlungen veröffentlichten Bericht bringt die „Wiener Abendpost" folgende richtigstellende Mittheilung: „Die „Neue freie Presse" fchrieb in ihrer Nummer vom 15. o. M. gelegentlich einer Polemik gegen die „Politische Korrespondenz" wörtlich: „Trotz des autoritativen Charakters, welchen sich dies officiöse Organ immer anmaßt, behaupten wir, daß unsere Nachrichten über die serbischen Eiscnbahuverhaudlungcn buchstäblich von Anfang bis zu Ende richtig sind, daß sie vollkommen den Thatsachen entsprechen und daß die Konferenzen damit geendet haben, daß „eine durchaus befriedigende Verständigung über alle schwebenden Punkte" eben nicht erzielt wurde." Aus dem am 12. d.M. von den zu Boden schmettern; dann drehte er sich rasch um Und ging in sein eigenes Gemach. Wilson zog sich mit einem seltsamen Lächeln in das Privatgemach Lord Montherons zurück, um seine dort angestellten Nachforschungen furtzufctzen, in denen er gestört worden war. 56. Kapitel. Ein verzweifelter Anschlag. Mr. Dalton übereilte sich nicht mit der Ausführung des ihm gewordenen Auftrages. Es war in der Abenddämmerung, als er zwei Polizisten den Auf-trag ertheilte, in das Schloß zu gehen, um nach dem lange vermißten Lord Stratford Heron zu fuchen und ihn zu verhaften. Er befahl ihnen Verschwiegenheit in Bezug auf ihre Mission, daß sie nicht mit der Dienerschaft plaudern sollten; er nannte die Quelle seiner Information, besprach die Thatfache von dem erfolgten Ableben Lord Stratfords in Amerika uud brachte es dahin, daß die Polizisten ihre Mission antraten voller Zweifel an den Aussagen des Kammerdieners, uud nicht in der Stimmung waren, sich viel Mühe zu geben, den Flüchtling zu fangen, weil sie die Mühe von vornherein für eine nutzlose hielten. Sie fanden Pierre und Jean Renard ungeduldig ihrer wartend, und der erstere machte ihnen ihrer Langsamkeit wegen Vorwürfe. Die Polizisten antworteten ärgerlich, und so eutfpanu sich ein Wortwechsel, der immer heftiger wurde uud nur verursachte, daß die Polizisten zu ihrer Aufgabe immer mehr die Lust verloren und dieselbe nur noch zum Schein ausführten. Die Ruinen uud die Kapelle wurden durchsucht, wie die Beamten voraussahen, ohne Erfolg. Sie verweilten noch kurze Zeit uud entfernten sich dann, uugeachtct der Befehle uud Drohuugeu Reuards. „Dafür follcu sie belohnt werden!" rief der Kammerdiener. „Die Londoner Polizisten werden morgen früh hier sein, und wir werden den Flüchtling finden, wenn wir auch die gauze Kapelle niederreißen füllten. Diefe Nacht, Jean, müssen wir in der Kapelle völlig durchwachen. Wenn wir ihn erwischen, werden wir sowol den Ruhm ganz für uns allein haben, wie auch di< Belohnung." Jean stimmte bei, uud sie richteten sich für die Nacht iu der Kapelle eiu. Stundenlaug sprachen sie leise zusammen, dann wurden sie schweigsam. Etwas nach Mitternacht hörte Pierre in der Gegend des Kircheustuhls ein Geräusch, aber eine unvorsichtige Bewegung seines Bruders vereitelte seiue Hoffnung, Lord Stratford zu fangen. Er stieß einen Strom von Verwüuschuugeu hervor, worüber sich Jean so ärgerte, daß es beinahe zu einer Schlägerei gekommen wäre. Mr. Strange war im Begriff gewesen, sein Versteck zu verlasse», um sich etwas Bewegung in der frischen Luft zu machen; aber so gewarut, zog er sich eiligst zurück uud tain diese Nacht nicht wieder zum Vorschein. Sein Speisevorrath war nur gering, und mit Rücksicht auf diese Thatsache bemerkte er zu seiner großen Besorgnis, daß seine Anwesenheit im Schlosse entdeckt wurdeu war und daß er sich iu einem Ve-lageruugszustauoe bcfaud. Wie er sciuen Vorrath an Lebeusmitteln erneuern, wie er sein Entkomme» bewerkstelligen oder sich die ihm so nothwendige Bewegung verschaffen sollte, das waren ihm unlösbare Räthsel. (Fortsetzung folgt.) > Vertretern Serbiens und Oesterreich-Ungarns unterzeichneten Protokolle über eben diese Konferenzen wurde der „Neuen freien Presse" amtlich nachgcwiefen: „Aus dem gepflogenen Ideenaustausche und dem Resultate der Verathungen, welche das ganze Materiale erschöpft haben", ergebe sich, „daß, die Genehmigung der m diefem Resume niedergelegten Anträge seitens der betheiligten Regierungen vorausgesetzt, ein vorläufiges volles Einverständnis über alle schwebenden Fragen zwischen den beiderseitigen Herren Vertretern erzielt worden ist." Die Behauptung der „Neuen freieu Presse" vom 15. d. M. stellte sich daher als eine vollkommen willkürliche und im Widersprüche mit der Wahrheit stehende dar. Gerade die heute von ihr veröffentlichten Acteustücke widerlegen schon durch ihre bloße Existenz die Richtigkeit der damaligen Angabe des genannten Blattes. War daher die „Neue freie Presse" am loten Juli wirtlich fchon in Kenntnis des Ganges und des Ergebnisses der Verhandlungen mit den fürstlich serbischen Unterhändlern, wie sie jetzt behauptet, so wirft dies ein zwar keineswegs überraschendes, aber doch sehr bezeichnendes Licht auf ihre Loyalität und Wahrheilsliebe." Die „Köln. Ztg." berichtet, daß das vom Kaisel Wilhelm bestätigte Urtheil des zweiten Kriegsgerichtes iu der Affaire des „Großen Kurfür sten" gegen den Hauptangeklagtcn (Contre-Admiral Batsch) aus längere Festungshaft lautet; Kommandant des „Wilhelm", Kapitän Kühne, und Kapitäulieuleuant Klausa wurden freigesprochen. Gegen den ebenfalls von dem zweiten Kriegsgerichte freigesprochenen Kommandanten des „Kill-surften", Grafen Mouts, ist ein drittes Kriegsgericht, das bald stattfinden soll, angeordnet. Coutre-Admiral Batsch wird demuach deu Abschied uehmeu. Die deutsche Regierung soll den Antrag Rumäniens auf Abäuderuug des Artikels 44 deb Aerliucr Vertrages, betrcsseud die Emancipation del Juden, abgelehnt haben. Herzog Wilhelm von Braunschweig ist be» deutlich erkraukt. Die Thronfolgefrage tritt daher wie' der in den Vordergruud, uud ist die preußische Regierung keiueswegs.gcneigt, Thronfolgerechte des Herzogs rwu Cumberland auzucrtenuen. Im Zusammcuhauge mit dieser Frage wurde dem Abgeordnete» Wiudthorst bedeutet, daß nach der Haltuug des hauuover'scheN Krunpriuzeu auf die Herausgabe des Welfenfonoes nicht zu rechnen sei. Die Ueberreichuug der idcutischeu Noten seitens der Botschafter Frankreichs uud Englands '/ der egypti scheu Angelegenheit hat, wie die „M Korr." erfährt, die beabsichtigte Wirluug nicht ver^"' Der türkische Minister des Innern. KarailMdvN) Paj^> hat noch vor wenige» Tage» den Vertretern del beiden Westmächte in halbamtlicher Form (ullioiouZe-lllmit,) deu Text des Investiturs.Fermans an den Khe' dive mitgetheilt. Wie es heißt, wird durch dieses Document der aufgehobene Ferman vom Jahre 1873 theu" weise wieder hergestellt. Ueber die Aufnahme, welche dieser Schritt der Pforte bei den Botschaftern Frankreichs und Englands gefuuden hat, verlautet nich" Bestimmtes. , Aus Bukarest wird gemeldet, daß Fürst Carl ursprünglich den Prinzen Demetcr Ghika uud h'^ rauf den Präsidenten des Senates, Bofian», aufgefordert hat, die Kabinetsbilduug zu übernehmen. D" beide genannten Männer auf das entschiedenste diese Mission ablehnte», berieth sich der Fürst mit dett hervorragendsten politischen Persönlichkeiten in Bukarest uud beschloß erst infolge dieser Konferenzen, deu bisherige» Ministerpräsidenten Bratiauu mit der Foruue-vuug eiues aus Elemcuten der verschiedenen Parteien zusammengesetzten Kabinets zu betrauen. Dicsertage h"t Bratiauo den zu einer geheimen Sitzung vereinigt^ beiden Kmuiueru die Erklärung abgegeben, er hoffe, daß das Ministerium bis Mittwoch gebildet sein werde» Unter anderen werden noch immer als Mitglieder des neuen Kabinets Voercscu uud Cogolniccanu bezeichn^' Der „Pol. Korr." geht die Nachricht zu, daß d" Ministcrkrisis iu Griechenland bereits acut gelvor/ deu ist. Da es sich herausgestellt hat, daß sowol dle Regierungspartei als auch die aus den Fractions Tritupis, Zailnis und Dcligeorgis zusammengesetzt^ Opposition über die gleiche Auzahl, uud zwar über l 80 Stimmeu in der Kammer verfüge», fu hat d^ Kabiuetschcf Kuiuundmos es dem Ermessen des K^ nigs anheimgegeben, sich entweder für die Entlassu"» des Miuisteriu'uis, oder für die Auflösung des HaM^ zu entscheiden. Um die Lösung der Krisis zu bcschlc" nia.cn uud dem Monarchen um so freiere Handi" lassen, hat das Gesmmutmiuistcriulu thatsächlich se"'. Dciuissiou eingereicht. Wie mau in Atheu auninw'' wird der Kömg die Führer der Opposition zu ft^ berufen und hierauf unverzüglich die Eutscheidu"^ treffen. Ergebnisse der Verzehrungssteuer im 1.1^ Das Rechnungsdepartemeut dcs k. k. Finauzw^ steriums veröffeutlicht die statistischen Ausweise ^ die Vcrzehrungssteuer im Jahre >«78. Dieselben c»^ halten: 1) die Hauplübersicht des Ertrages der ^ zehrungssteuer iu sämmtliche» Königreichen und Ländel 1443 der Monarchie, getrennt nach dm Hauptobjekteu der Besteuerunq und verglichen mit den Ergebnisjen des vurangegmMncn Jahres; 2.) die Statistik der Aier-erzeugnng in der Zeit vom 1. September 1877 bis Ende August 1678; 3.) die Statistik der Branntweinerzeugung in der Brenncampagne vom 1. September 1877 bis Ende 1878; 4.) die Statistik der Rübenzuckerindustrie Oesterreich-Ungarns in der Erzcugungs-verwde 1877/78; 5.) den Ertrag der Verzeh'rnngs-steuer in den „geschlossenen Städten" im Jahre 1878. Der Vrntto - Ertrag der Vcrzehrungssteuer in sämmtlichen Ländern der österreichisch-ungarischen Mon-archle bezifferte sich ans 78.425,00') fl.. um 3.610.42!)fl. mehr als i,n Jahre 1877, was eine Zunahme um 482 Perzent ergibt. An dieser Gesammtsumme participieren die im Neichsrathe vertretenen iltönigreiche und Länder mit 64.710,510 ft., die Länder der nngari-schell Krone mit 13.546,817 fl. und das kroatisch-slavonische Gebiet der Militärgrenze mit 107.742 fl. Der Gefammtertrag der Verzehrungösteuer ist gegen das Jahr 1877 in den im Reichsrathc vertretenen Königreichen und Ländern nm 2.262.890 fl.. in den Länder,! der ungarischen Krone um 1.253.880 fl. nnd m der Militärgrenze um 93,055 fl. gestiegen. Diese Stenerlcistnng vertheilt sich nach der Zä'hlnng vom 31. Dezember 1809 auf eine Bevölkerung von 35,547,040 Köpfen, von denen 20.217.531 den im'RrulMalhe vertretenen Königreichen und Ländern, ll.509,203 den Ländern der ungarischen Krone und 700,900 der Militärgrenze angehörten. Nach den einzelnen Steucrobjckten ergaben sich im Gefammten folgende Resultate: Branntwein: 13.997,731 fl., um 1.330.706 fl. mehr als 1877; Wem, Weinmost und Obstmost: 6.810.207 fl.. um 4'5! fl. weniger als 1877; Bier: 22.475.587 fl., um 178.744 fl. mehr als nn Vorjahre; Fleisch: 0.743 078 fl.. um 37,002 st. mehr; Zucker aus in-landlfchen Stoffen: 20.220.847 fl., um 1.705 028 fl mehr; andere Objekte: 5.722,04! fl,. mn ,73 32, fl mehr; Verwaltungseiunahmeu, d. i, (tteMssichei stellm^ gen. Nebengebühreu, Micth- und Pachtzinsc, C.scilze lc -2.445.^78 ft., um 187,855 fl. mehr als im Ichr,' . . < Die Zahl der in der Gefammtmonarchie im Betriebe gcstandeneil Brauereien bettug 2352 sie verwerte sich gegen das Vorjahr, und zwar ansschlich-Uch m Oesterrcich, um 35. Von diesen Branere.en be anden stch 2158 in den im Reichsralhe vertretenen Königreichen mid Läildern. Die Vie. erzeuqung auf dein .flachen Lande" erreichte 10.450,141 Hektoliter und n den „gcfchlosseuen Städten" 873,303 Hektoliter Heiter; "^lbe P ,e,e^ .« ^^^^'lft m der Erzengungsperiodc 1876/77 um 215,000 Hektoliter zurückgeblieben. Die Einfuhr Wer die Zollgrenze ist mit 2774 Hektolitern ausgewiesen. Dle Ausfuhr gegen Steuerrückvergütung erreichte m den im Ncichsrathe vertretenen Königreichen Md Landern 200,824 Hektoliter, in Ungarn und seinen Mevenlandern 7403 Hektoliter. All Steuerrestitutioneu wurden m Oesterreich 397,024 fl., in Ungarn I0,>84 Gulden gezahlt. ' Die Gefammtzahl der Branntweinbrennereien ill Monarchie betrug im 25,/^ ^' b'eelben haben sich u», 100 ver- a m si/n22" ^l"N"»tza!il der Brennereien be-Wni^ ? ? ben im Reichsrathc vertretenen Ko gre.ch,„ «„d Ländern, in denen 41 Branntwein-^ . uen mlgingen. Die im Jahre 1878 gezahlten im ganzen 1.745, l 00 fl. lm^s?'^ H?«^'' Eriken, welche Zucker ans in- M'dlschen Stoffen erzengten, betrllg nn Jahre 1878 1> Es wird ein liberales Organ sein. das im Reichs-rathe die Gemeinsamkeit mit den übrigen österreichischen Slaven und im Interesse der Landesantonomie die pulitlsche Annäherung an das deutsche Element sucht; die Annäherung werde kein bloßes Ideal bleiben. Garantien Men die Fuhrer für den Eintritt in den Reichsrath nehmen, wenn sie ihnen jemand bietet; wenn man sie aber nicht bietet, sullen sie das Volk nicht mn den berechtigten parlamentarischen Einfluß betrügen. „Slovansky Listy" erklären schließlich, daß sie sich von niemandem terrorisieren lassen, allein gerne bereit feien, die ehrliche Arbeit im Interesse des Volkes zu achten und anzuerkennen. — (Aus der Steiermark.) Die Weinernte in< Stcicrmark dürfte ergiebig werden. In der Gegend von Heil, Kreuz am Waaseu sind die Trauben fast durch-gchl-ndö vollkommen gesund und von ungewöhnlicher Größe. Wenn anders die Gegend von verderblichen Elementarcinflüsscn verschont bleibt, wird ein quantitativ gutes Mittcl-Wcmjahr erwartet, und bei günstigen Witte« rungsverhältnissrn wird die Qualität die Quantität er-setzen. — In Gleichenberg sind bis zum 18. d. M 2487 nnd m Saucrbrunn 1070 Personen angekommen -Der Grazer „Tagespost" wird ans Cilli geschrieben: „Am 15. d. M. cxcedierten drei Arbeiter der Fabrik chemischer Produkte in Hrastnigg. warfen ohne Veranlassung Steine in die dortige GlaKschlciferei und verletzten dadurch mehrere Glasarbeiter nicht unerheblich im Gesichte. Daranshin stürzten sich die Kameraden der Verwnndeten auf die Ruhestörer »nd brachten dem einen derselben, Jakob Witz, schwere Verletzungen bei. Die beiden anderen entkamen, — In Wirstcin. Bezirk Drachenburg, hatte der Gruudbcsitzcr Martin Jug aus Gostinza einen tranken Ochsen geschlachtet und das Fleisch des« selben ausgeschrotet; mehrere Personen, die davon genossen hatten, erkrankten, und auch den Tod der Aus-züglerin Helena Jug schreibt mau dem Genusse des schädlichen Fleisches zu. Ueber Auzcige des Gemeinde, amtes wurde die Untersuchung des Falles eingeleitet." ^ Für die in zehn politischen Vezirlen am 20. und 30. Juni durch Hochwasser und Hagelschlag Beschädigten sowie für deu am 13. Juli abgebrannten Ort Dornau ordnete der Statthalter eine allgemeine LaudeSfamm-lung an. —- (Ein Famil«cndram a.) Am 10. d. wurde in Prchburg die Leiche der Comtesse Angelica Lamberg eingesegnet, und vorgestern starb noch der Graf Philipp Lamberg. Die Comtesse war das jüngste, nahezu sechs« jährige Töchterchen der Witwe des Grafen Philipp Earl Üamberg, Marie gcbornen Freiin v. Wenckhcim. Graf Philipp war der achtjährige männliche Erbe des Grafen Philipp Carl. Die Mutter war vor wenigen Taaen nn das Krankenlager des Majoratserbeil der Lambrrg'schen Familie zu dessen Pflege nach Ottenstein berufen worden. Während sie dort weilte, starben in Preßburg ihre Kinder, beide an einer diphtheritischen Angina. ^- (Vergiftung durch Gefrorenes.) Der „Ezas" erzählt, daß sich diesertagc in Krakau fünfzehn Perfonen durch den Genuß von Vanille-Gefrorenem ver- giftet hnbrn. Die Symptome der Vergiftung waren ganz ähnlich denjenigen einer Arsenikvergiftung. Eine sofort vorgenommene chemische Analyse des Gefrorenen zeigte nicht die geringste Spur einer metallischen Giftsnbftanz, so daß von einer zufälligen Arsenikgift-Beimischung in dem Gefrorenen nicht einmal die Rede sein kann. Glücklicherweise sind die vergifteten Personen durch eine rasche ärztliche Hilfe am Leben erhalten worden. — (Eine Katastrophe.) Der „Triester Ztg." wird aus Zara. 21. o. M., gemeldet: „Das Landhaus" Rabis sammt dem großen pyrotcchnischen Laboratorium ist gänzlich einem Brande zum Opfer gefallen. Ein großartiges Schaufpiel. Ein t. l. Marineladett nnd ein Infanterie-Offizier verbrannten; Radis, der Eigenthümer, ist zum Sterben. Man befürchtet sehr die Explodierung anderer Pulverdepots, welche sich nahe der Lokalität befinden. In Zara herrscht allgemeine Bestürzung" — (Schwarze Nelken.) Ein Kunstgärtner in Kaschau hat es in der Alumentultur zu einer solchen Vollendung gebracht, daß er Blumen in den ungewöhn-lichstcn Farben zieht; es ist demselben gelungen, voll« kommen schwarze Nelken hervorzubringen. — (Bauten in Athen.) Ein Oesterreich«, der Ingenieur Dr. Raffaele Vicentini aus Ttiest, hat dem Gcmcinderathc von Athen einen Plan zur Erweiterung und Verschönerung der Stadt unterbreitet. Nor einigen Tagen wurde nun der Gcmciuderath, mit dem Bürgermeister Herrn Philemon an der Spitze, in dies« Angelegenheit vom König Georglos in Audienz empfangen, wobei der Bürgermeister die Annahme de» Vicentinischcn Vcrfchüncrungsftlanes in sichere Aussicht stellte. fokales. — (Auszeichnuug.) Dem Oberfinanzrathe und Finanzdirektor in Laibach. Herrn Alois Christ, wurde der Titel und Charakter eineS Hosrathes verliehen. — (Ernennuug.) Der Bezirlsgerichtsadjunct in Radmaunsdors, Herr Raimund Schwinger, wurde zum StaatSanwlllts-Substitnien in Cilli ernannt. — (Verleihung.) Der Statthalter in Kärnten hat die bei dem Rechnungsdrpartcment der dortigen Landesregierung erledigte Rechnungs-Nrvidentenstclle dem Nechnungsufficialen bei der l. l. Landesregierung in Laibach Herrn Carl Franzl verliehen. — (LebensrettungStagli a.) Die l. l. Landesregierung hat dem Josef Milec von Klcinslatenegg für die am 28. Juni l. I. mit eigener Lebensgefahr vollführte Rettung eines Kindes vom Tode des Verbren-licns aus dem in Brand gerathenen Hause des Martin Kastelic von Klcinzikawa die gesetzliche Lebensrettungs-taglia im Betrage vou 2tt fl, 25 kr. bewilligt. — (Zur Theilnahme an der Versammlung der Urge schichtsforscher in Laibach) sind bereits Anmeldungen seitens namhafter Männer der Wissenschaft, von denen einzelne als Reisende einen Weltruf genießen, erfolgt. Es werden unter anderen erscheinen: Hofrath Ferdinand Ritter v. Hochstctter. Intendant der l, l. Hofniuseen in Wien. durch seine Arbeiten über Neuseeland allbekannt; der berühmte Nfrila-reisende und Entdecker der Nilquellcn, Kapitän R. E. Burton, englischer Konsul in Trieft; Dr. M. Much aus Wien, der als Schriftsteller auf dem Gebiete der Urgeschichte, eine Reihe der schätzbarsten Publicationen veröffentlicht hat; Graf Gundaler Wurmbranb. dem die Urgeschichte Oesterreichs sehr wcrthvolle Entdeckungen verdankt; Dr. Simon Ljubic. Direktor des Natural-museums in Agram, ein um die archäologische Durchforschung der südslavischcn Länder hochverdienter Gelehrter; ferner Felix Kanih aus Wien, dessen Publicationen über Bulgarien als ein epochemachendes Werk zu bezeichnen sind. u. a. m. Der Letztgenannte hat auch einen Vortrug über die Tumuli in Osteuropa angetündet. Von besonderem Werthe für die Landeskunde wird eine höchst interessante, im Nedoutensaale zur Ausstellung gelangende Sammlung der in jüngster Zeit in den Grabhügeln von St. Margarethen in Untrrlrain gemachten Funde von Vruncrn und Bernsteiüschniuck sein. Vei dem anziehenden nnd mannigfachen Programme der zur Verhandlung kommenden Gegenstände ist auch auf eine zahlreiche Betheiligung seitens des Laibacher Publikums zu rechnen. Die Theilnehlnerkarten sind. wie schon erwähnt wurde, in der Kanzlei des Musealcustos im Pyceal-gcbäude. II. Stock, in der Buchhandlung Bamberg, ferner beim Herrn Handelsmann Karinger um 1 st für die Person zu beheben. — (Assecuranzwesen.) Am 16. d. M. fand in Trieft die Geueralversammlung der Actionäre der Uiuniui^ ^aliuli^ di Licurlu statt. Nach dem vorgelegten Berichte betrüge» am 31. Dezember 1878 die Reserven für die Versicherungen zusammen 4.638.669 fl. In Kraft standen 18,746 Verträge mit einem versicherten Kapitale von 23.743.877 fl. Die Prämienemnahme bezifferte sich in der dreijährigen Ber,chtsper,odc auf .2.6^1 404 fl.. das Erträgnis des Reservefonds «. 674.828 st. Die Bilanz schloß mit einem Ueberschusse von 225.690 st. Nach statutenmäßiger Dotierung der betreffenden Fonds erübrigten 150.012 fl., bezüglich deren die Vertheilung von 148,500 si.. d. i. eine Dividende 1444 von 45 st. für jede Actie und die Verschreibung des Restes von 1512 ft. auf neue Rechnung beschlossen wurde. — (Südbahn.) Die „Sem. Fin." bringt nachstehenden Bericht: „Das erste Semester 187!) schloß mit einem Mehrerträgnis von über 3 Millionen ab. Diesem Bruttomehrertrag entspricht nach dem gewöhnlichen Verhältnis ein Netto-Ueberschuß von beinahe 2 Millionen, wonach 2 66 Francs auf die Actie entfielen. Das Bc-triebsjahr 1878 hatte einen disponiblen Saldo von 2.136,000 gelassen, das heißt beinahe 3 Francs für die Actie. Die Gesellschaft hättc also gegenwärtig ungefähr 550 für die Actie verdient. Wir sagen „hätte", denn es ist unmöglich, noch in diesem Jahre an eine Divi-dendenvertheilung zu denken. Es wird das so lange der Fall sein, bis nicht die statutenmäßige Reserve auf ein befriedigendes Niveau gelangt ist, und bis dahin ist es praktisch, zu sehen, in welchem Maße sich dieselbe vermehrt. Diese Reserve erhob sich 1878 auf 5 260,000 Francs. Der am 7. Juli erreichte Mehrertrag wird sie auf 8^/z Millionen bringen. Das Mehrerträgnis des Verkehrs ist übrigens nicht das einzige Element, welches zugunsten der Gesellschaft spricht. Das Agio Oesterreichs hat sich abermals gebessert und ist von 47 auf 46 und selbst darunter herabgegangen. Nach dem Verhältnis von 17"/, Perzent hat das Agio der Gesellschaft im vorigen Jahre 6.424.000 Francs gekostet. In dicsrm Jahre wür^r der unter 15 Perzent herabgegangene Verlust der Gesellschaft nur mehr eine Last von 5.600,000 Francs auferlegen, was eine Ersparung von zwei Drittel Millionen bildet, wodurch die Reserve auf '.) Millionen erhöht werden könnte, also gauz nahe dem zu erreichen-den Ziele, ehe man praltischerweise an eine Vcrtheiluug denken könnte. Wir wisscu recht gut, daß die Bedeckung für die „Obligationen" im Verhältnis zu der Emittierung der 200,000 Obligationen der Serie 1.1 anwachsen wird. Aber parallel damil wird sich die schwebende Schuld vermindern. Die Ueberlast auf Rechnung des Obligationendicnstes wird also ihr Gegengewicht in den Zinsen finden, welche bis jetzt für die schwebende Schnld gezahlt wurden. Es bleibt jetzt noch zu wissen, ob das zweite Semester denselben Gang verfolgen wird, wie das erste. Man darf hoffen, daß, Dank dem Transport der Cerealien, welche mehr und mehr die Richtung nach dem Adriatischen Meere nehmen, keine Beeinträchtigung des gegenwärtig erreichten Mehrerträgnisscs zu befürchten stehe. Wir wollen andererseits beifügen, daß die Occupation Bosniens, ohne die großen Militärtransporte des letztverflossenen Jahres im Gefolge zu haben, doch immer eine gewisse Bewegung im Verkehr verursacht. Aber wenn der gegenwärtige Mehrertrag nicht bedroht scheint, bis zu welchem Punkte ist es gestattet, darauf zu zählen, daß er sich vermehren werde? Es ist das eine Frage, welche beantworten zu wollen verfrüht sein würde; denn man ist noch nicht im klaren über den Ertrag der österreichisch-ungarischen Ernte. Man darf es übrigens schon als ein ganz befriedigendes Resultat ansehen, wenn es das Betriebsjahr l879 erlaubt, die Reserve beinahe ganz zu restituieren. Auf diese wieder hergestellte Reserve gestützt, kaun die Gesellschaft mit größerer Sicherheit das Betriebsjahr 1880 antreten, welches durch die eventuelle Anwendung der Einkommensteuer mit neuen Lasten bedroht ist. Nenefte Post. Original'Telegramme oer „Laib. Zeitung." Wien, 23. Juli. Die Wiener „Abendpost" veröffentlicht ein Communique, welches die gestrigen Mel. düngen der „N. fr. Presse", daß in Serajewo und in Südbosnien ernste Vorbereitungen zum Einmärsche in Novibazar gemacht werden; daß bedeutende Verpftegs-transporte von Serajewo nach den südlichen Grenzorten abgehen und der Vorpostendienst wie im Kriege geregelt wurde, endlich die weitere Meldung desselben Blattes, daß die zur Occupation bestimmten 4« bis 5000 Mann die österreichisch - türkische Kommission gleichsam als Sauvegarde begleiten werden, auf Grund authentischer Daten als vollständig erfunden bezeichnet. Die „Abendpost" constatiert writers, daß die gestrige Meldung mehrerer Abendblätter, wonach die nächst äajnica beim Straßcnbane beschäftigten Genie-soldatcn nnd Arbeiter von Insurgenten überfallen worden wären, bis zur Stunde keine amtliche Bestätigung gefunden hat. London, 23. Juli. Aus Capetown wird offiziell berichtet: Nachdem Cetewayo die englischen Bedingungen nicht annahm und auf englische Truppen schoß, rückten die Engländer am 3. d. M. vor und schlugen die Zulus vollständig. Die Residenz Ulundi wurde eingenommen und zerstört. Der Krieg ist wahrscheinlich beendigt. Bukarest, 23. Juli. Das Ministerium ist definitiv gebildet: Bratiano Präsidium und Arbeiten, Boerescu Aeußeres, Lecca Krieg, Stourdza Finanzen, Cogul-nieeano Inneres, Stolojan Justiz, Crchulesco Cnl-tus. In beiden Kammern wurde das Programm verlesen, wonach die Kammern auf einen Monat vertagt wurden, damit die Regierung mit den Mächtcn in Verhandlung treten lönne zur Herbeiführung einer Lösung, wclchc Europa befriedigt, ohne die Lebens-interesscn des Landes zu gefährden. Bad Gast ein, ^V^Iuli. (Presse.) Der deutsche Kaiser kam hier um 6 Uhr an. Der erste, der den Kaiser, als er an der Treppe des Aadeschlosses ohne irgend welche Hilfe ausstieg, begrüßte, war Prinz August Württemberg. Hierauf hielt Statthalter Graf Sigismund Thun eine Begrüßungsansprache, in welcher er den erlauchten Gast im Namen unseres Kaisers willkommen hieß, worauf Kaiser Wilhelm dankte. Se. Majestät sprach mit den Nächststehenden, unterhielt sich längere Zeit freundlich mit dem Grafen Benst, reichte dem Hofprediger Frommet die Hand, sprach auch mit dem Landeshauptmann Grafen Lamberg und dem General Baron Kotzan. Sodann stieg er die Stufen der Estrade hinan, wo« selbst ihn Bürgermeister Gruber ehrfurchtsvoll im Namen Gasteins begrüßte. Der Kaiser, sich erinnernd, daß er bei seiner vorigen Anwesenheit benn Abschiede auf Grubers Worte: „Gastein möge ihn noch oft Wiederfehen dürfen", geantwortet habe: „Ein zweiund-achtzigjähriger Mann kann keine Zuknnftsprojekte machen", äußerte diesmal: „Ich bin also wiedergekommen". Als der Kaiser des Berliner Geheimraths Wörder ansichtig wurde, fragte er ihn: „Wie kommen Sie denn Hieher?" Wörder antwortete, er sei zur Kur hier gewesen und reise Montag ab. Der Kaiser drohte scherzend mit dem Stocke: „Ist das hübsch von Ihnen, daß Sie fortgehen, wenn der Kaiser kommt?" Se. Majestät sieht heiter ans und scheint vollkommen kräftig. Im Gefolge des Kaifers befinden sich Obersthofmarschall General Graf Pückler, Generalmajor Graf Lehndmf. Leibarzt Dr. Lauer, Oberstlieutenant Winterfell), Oberstlieutenant Lmdequist, Hofrath Bork. Hofmth Kmlsly, Dr. Timan. Ferner das Militärkabinet: General u. Albedyl, Oberstlinttenalit Brcmschitz. Major Elern, Hofrath Adam, Kanzleirath Noder, Rechnungs-räthe Mieleuz nnd Schulz; endlich das Zivilkabinet: Kaliinetsrath Wilmowsty, Hufräthe Zcsner und Hütting, und vom Auswärtigen: Legationsrath Billow und Sekretär Zezulta. Die Herren und Damen, welche bei der Antunft des Kaisers zugegen waren, waren mit des Kaisers Licblingsblumen, Kornblumen, geschmückt, die Dmnen überreichten ciniac dem Kaiser, welcher sich hierauf in seine Appartements im Badeschloß zurück begab. Agram, 22. Inli, Der Landtag beendigte heute die Spez'.aldebatte über das Budget und die Generaldebatte ülier den Vorschlag inbctnff der Fonds. Arüffel, 22. Juli. Die Kammer hat mit -l0 Rindfleisch pr. Kilo -!58 - holbsrncht „ - 617, Kalbfleisch „ -50- Heiden „ 5 4 4 50 Schweinefleisch „ —62____ H'lsc „ 4^39 4 7 Schöpsenfleisch „ - l!4------- Kntiirnh „ 4>60 4 81 Hähndel pr. Stück — 30 Erdäpfel 100 Mo 3 20—-Tauben „ _ 17 Linfen pr, Heltülit 7-----------heu 100 Kilo (alt) 1 6(1 Erbsen „ 7 50-------Stroh „ . . 142 Fijulen „ 7-----------Holz, hart., pr. vier litmdsschmalz Wo — 92------ Q.Mctrr.____7 Schweineschmalz,, — ?()..- weiches, „ — 5 — Speck, frisch „ — 5«--------Wein, roth.. 100 Lit.--------20 - — geräuchert,, — 60 - — —Weiher „ _ ^_ i(j _ Angekommene Fremde. Am 22. Juli. Hotel Stadt Wien. Orcsnil. Wawrzinsly. Reinisch, Kfltc.. unl> u Lchtmou.c W.cn. - Großmann, Malonyay, Professors Pl.hal l Notar; Oszeözly, ftädt. Controllor. und Farl^. GMNllsmldlreltor, Grusjsanischa. — Otto s.Sohn. Prinzhofer, Vcamttnsgatlin, und Kuller, l. l. Hanptmannögattin, Trieft. — Trasauer Luuisc, Dornbirn. — ElSbachrr. Kfm,. Tüffer. Hstel Elefant. Bartcl. Klagenfurt, — Domschih, Reif., Wien- — Plüllinsct, Untcreinnehmer, Petlau. — Ozbolt. Kfm., Trieft-Hutel Europa. Wagner, Linz. — Knaus Marie s. Schwester, Trieft. Baicrischrr Hof. Abele, Oberlieutcnantsgattin, Wien. — Labore, Holzhändlcr, Trieft. — Wlobuinil, Marburg. Kaiser von Oesterreich. Melchior, Trieft, Mohre,,. Tratte nnd Hüttcr. Brauer, Schlesien. — Vesiniger, Overtrain. — Niewer Antonia und Tunuti, Udinc. — Kau» lfchitfch Maria, Agram, - Iatusch s. Frau, Krainburg. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. , _tz W LZ . -- Ä 5 5Z W «z L zZ O 7U.M«, 732 4« >1^« NW. schwach 'bewöllt ,^ 22. 2 „ N. 732^5 -p-20 2 NW. schwach heiter '"'^ 9 „ Nb. 735 72 ^13 0 W. schwach heiter ^aM Morgens Negcn, gegen Mittag Sonnenschein, nachmittag« nach b Uhr Gewitter mit ftarlcm Regenguh, Aucndroth, später ansgchcitcrl. Das Tagesmittcl der Wärme -s- 15 7, um i! 9' unter dem Normale. Ärrcuttwmtlichcr Redacteur: Ottomar Vamberg. t^^^son^^»'l^t W"n, 22. Juli (1 Ul,l.) Die Leblosigkeit des Verkehrs erzeugte in Spcculationstreisen eine unbehagliche Stimmung, und in dieser wurzelten Gerüchte. Dic Anlaae-b «o,i« Dulatcn . . - . 5 fl. 49 fr. 5 fl. 51 tt-Napolconsd'or , 9 „ 20'/,« 9 21 -Deutsche Meich«. Noten .... 56 . 75 . 56 . 30 < Silber^ulden , 100 ^ — ^ 100 ^ — » Krainischc Oruüdclltlaftuligs'Obllaationc»: <«eld !NÜ0. Ware --. Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrcnte 66'85 bis 66 95. Silbcrrente 68 20 bis 6330. Goldrente 73 70 bis 78 30. Kredit 270 80 bis 270 90 Analo 1il5'20 bis I2ü 30. London 115-70 bis 116 -. Napoleons 9'20'/, bis 9 21. Silber 100-- bis 100' -.