.Nr. 10._______ Samstag, 12. Jänner 1907. 126. Jahrgang. Mbacherß Zeitung " ll, halbjährig il X ssür ^ n.?.!n -"'^' Na>'Mwg ^ X. halb Hhiia lü «. Im Kontor: ganzjayliss I ^^^^^° » . grö^cre per Ze.lc 12 b; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 li, s Nie «Laibacher Zeilm'N» erscheint täglich, mit Ausnahme der Svun- u»o Feierlagc, Die Udminiftratlon besingt sich Ko»l>iel!plllV Nr, 2, die Medallion Dalmaliugasse Nr. 10. Sprechstunden der Nedallion von » b<5 in Uhr vor- mittags, Unsianlierle Vriefe werden nicht angcnuiniuen, Mamijln^' incht zurückgestellt. Amtlicher Heil. druck«? das ^s^^ "c^' '- ' H°f-und Staatsgabe a^gegebm' knd"'ersH^''^^lattes in deutscher Aus. drustte?^' ?vv?s^^ """de in der t. l. Hof. und Staats-Ausaabe k-z?^"'c ^^ «"d XI.IV. Stück der polnischen °°" I°h" lW6 alsgegeben nrr 1W7 ,^"3'"^^5"' sur «Wiener Zeiwng. vom 10. Iän-'rzeugMe^erb?te^ ^ic Weiterverbreitung folgender Preß-Nr< 24 «roädol^u. vom 21. Dezember 190«. Nichtamtlicher Geil. Der Reichsrat. Die „Neue Freie Prefse" führt in eiuer Be tmntuun über das große Arbeitsprogranlm. wl dle in den Provinzeit schon lichterloh Namlnen.de Wahlagitation. Die 'Abgeordneten wollen nicht mit leeren »änden vor den Wählerli "Icheinen. Mit dem Insten Willen, Nützlick)es zu "Men, wird das Abgeordlletenhaus auch in dieser !"ner ^chllißtacnuig die Schwierigkeiten lx'siegen, 'velci>e das nahe Ende der Legislaturperiode be-leitet. Es kann auf diese Weise ein gutes Andenken ymterlassen. Das „5esetzent lvürfe, welche dem. Haufe vorliegen, haben noch selten so gute Aussichten gehabt, angenommen zu lverden, als diesmal. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" sagt, das sterbende Haus were mit feinen lehten Atemzügen noch eine Fülle nützlicher Arbeit schaffen, als wollte es sich, mn in der Sprache des Theaters zu reden, einen schönen Abgang bereiten. Die Bcamtenvorlagen. Die Veamtenvorlagen, welche die Negierung dem AbgeordnetenlMlse, unterbreitete, finden die ')Ustimmung der gesamten Presse. Das „Fremdenblatt" sagt, man merke den Gesetzentwürfen da5 aufrichtige Wohlwollen an, das ihre Schöpfer erfüllt, llnd außer dein Wohl-lu'ollen auch das volle Verständnis, die genaue 5ienntnl5 der ^age und Torgen des Beamtenstandes. Vom Anfang an habe Freihen voi^ Veck deir Wl'inschen der Beamten seine volle Anfinerkfamteit zngelv^idet. Es sei t'ein>ileine5, daß sich der Finanz-ininifter Dr. von >torylolvski, der verantwortliche Hüter des Gleichgewichtes im Staatshaushalt, ent-schlicßt, eine dauernde Belastuug deö Budgets init nahezu dreißig Millionen zu bewilligen, ohne daß er für eine fo große Aufgabe eine eigene Bedeckung vcrlangcn würde. Das „Neue Wiener Tagblatt" widmet dem Finanzmimsiel gleichfalls Worte der höchsten An^ erlennung. Er habe, den Intentionen des Kabinetts folgend, dein er angehört, großzügig und energisch eingegriffen. Er kennt die Sorgen der Beamten, da er die Karriere in ihrer Gänze durchlaufen hat, und er lieferte auch diesmal den Beweis, daß er ein moderner Finanzminister ist. Die „Österreichische Volkszeitung" bemerkt: Mit ehrlicher Absicht mW Anwendung wirksamer Mittel l)at Ministerpräsident Freiherr von Beck, der selbst aus dem Beamtenstande hervorgegangen in, sVine Versprechungen eingehalten. Er hat damit die Lösung einer tief in alle Staatsverhältnisse ein greifenden fozialen Frage erfaßt und sich die all gemeine Zustimmung gesichert. Das „Ncne Wiener Journal" rechnet es dem Miiusterpräsidenten und dem Finanzmiuister als ein großes Verdienst an, daß sie von einer stück weisen Neform abgingen lind ganze Arbeit leisteten, um so mehr als sie mit anderen wichtigen nnd drin-geiwen Arbeiten geradezu überhäuft find. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" ift überzengl, daß das Avgeordnetenl)au5 gewiß nicht, zögern werde, die Bemntenvorlagen der Ncgiei-nng anzu' nehmen. Di.e „Deutfche Zeitung" begrüßt den Umstand besonders, daß in den Vorlagen überall das sozial-politische Moment gebührend berücksichtigt wurde. Die Gehaltserhöhung sei nicht mechanisch durchgeführt, die untersten NangMasseil sind bevorzugt. Japan. Eine Mitteilung aus London versichert auf Grund mehrfacher Erkundigungen, daß die vielverbreiteten Nachnchten über kriegerische Vorbereitungen, welche Japan für die Verwirklichung angeblicher Zutuustspläue treffen soll, mit den Ansichten der diplomatifchen kreise und chrer Kenntnis der Dinge in Widerspruch stehen. Zu einer sehr fkeptifcheu Beurteilung der erwähnten Darstellun gen müsse sich wohl jedermann schon durch einen Blick auf Zahl und Umfang der Aktioneil veranlaßt fühlen, die man fich ill Tokio zum Ziele, geseut haben foll. Wird doch von Tendenzen Iapanö, einen neuen Krieg mit .'llußland behufo weiteren Vordringens in der. Mandfchurei herbeizuführen, vou einem Wasfengang mit den Vereinigten Staaten von Amerika, von, Gelüsten nach den fran- Feuilleton. Gin Wiedersehen. Stizze von A. Fbei«rich. (Schluß.) , Wle langem doch die Zeit verging! I>cht fuhr ^mn, ^?" Hamburg her ihr Glück ihr entgegen, die An, '> "' ^"" ^' '""""' ""^r. — Sie streckte "Franz, mein Franz!" lei,^^ ^" begann in der Nohnmrg über ihr ein und dann fetzte eine Männer-om /)v"^ ^"'b' verhalten uud zart ^ Enka ">n,te dw Norte nicht verstehen. 'um iu^i>"?' ^"'^"' ^"" ^"spiel voll vorhin, nnd lag dai^, ^ "tlmme hervor, und eille Sehllsilcht ^"n und eine riefsnlnige, heiße Seligkeit: und"w^?!5 !^"^ Schwingen der Nachtigall u'ww Ä/^" blülMden, Flieder- "'^t nch ,n bliihondem Flieder------------" dlc Töne l^. ^!'^^^uder, immer machtvoller drangeil Und ' '" ^"" "nsanren Mädchen: Üelsel^^^rchzetvolrDuftimchü Die wi'm^? """"^ lviederholte sie die letzte Zeile. l)"t eilwm" , '^. '^lw" stieg zur höchsten Schön-"liem ^?/. ^ ^"u versank sie allmählich in '''"chsp ei ""^" H"uche. - Nur >i0<nö^t> " ^"?"' Unbekannte doch noch einmal singen zen h^ " ^'"' -" singt ja aus meinem Her- ^eise, l"se erklang wieber das '- "w kannte das ^ied llnd faltete die Hände, Ihr schien's lvie eill Gebet, »vas der Sänger dort oben in Töile kleidete. „Gott wolle sie vereinen, die füreinander find, vom Grämen und vom Weinen wird sonst das Auge blind. Treuliebe ruht in Gottes Hut -^ nnn wird auch alles, alles gut." Und langsam rannen die Tränen wieder über ihr Gesicht. „Nun wird auch alles, alles gut", dachte sie, „mit diesem Trost werde ich mich auf den Weg macheu lilld mir mein Glück holeil!" In ihrem Herzen klangen die Worte immer wieder: „Treuliebe ruht in Gottes Hut — nun wird auch alles, alles gut." llud dazwifchen immer wieder die jubelnden ^aute: „Meine Seele hat Schwillgel, der Nachtigall." Nun lag der Bahnhof vor ihr, und als sie ihre Bahnsteigkarte gelöst hatte und auf dem Perron stand, sah sie, daß sie noch eine hall>e Stunde Zeit l>atte. langsam begann sie auf nnd ab zn gehen. ------------Da war Plötzlich ein Laufen um sie her, ein Schreien, ein Rufen und Drängen. Sie war lvie betäubt. Allmählich konnte sie einzelne Worte und Sätze verstehen, und iln ,v>erz fetzte mit dem Schlagen ans. „Fnrchtbareo Eifenbahn Unglück - der Schnellzug von Hamburg ist entgleist — viele Tote und Verwundete " Ein Herr sprang hinzu und fing die Wankende in feinen Armen auf. Sie sah ihn nn't wirren Allgen an: „Wo ist Franz?" keuchte sie. Der Fremde begriff, daß hier das Unglück eincn wehrlosen Menschen angefalleil hatte, heim tückifch alls dem Hinterhalte. Und sein Herz flotz über von Erbarmen. Er führte das völlig willenlose Mädchen aus dem Gedränge. Um fie hernin gellten Schreie. Weinen uud dazwischen befehlerische Rufe der Bahnbeamten: „Ein Zug geht ab zur Unfall stelle. Wer doN jenrand vermntet, dai°f diesen Zna. benutzen." „Wo ist FranzV" fragte Erika noch einmal, llnd dann erst begriff sie in seiner ganzen, furchtbaren Klarheit das Entsetzliche. „Ich lvill zu ihm!" fchrie fie auf. 'Der Fremde führte fie in ein Eoup6 des bereil stehenden Zuges lind nahm nebeil ihr Platz. „Ich biil Arzt," fagte er einfach, „und zur Hilfeleistuug an die Unfall stelle gerufen worden." Er konnte den Blick nicht wenden von dem armen Geficln, das da so totenbleich in den Polstern lehnte. Und Plötzlich öffneten fich die fchmerzvoll geschlossenen Lippen. „Er muß ja vom Unglück verschollt worden, sein", sagte sie. „wir haben doch drei lange Jahre auf diesen Tag gewartet." Und ein Herzzereisjen des Lächeln irrte um den blassen Mund. Es ging ihr wieder durch den Sinn, das Lied, dao ihr der fremde Sänger unbewußt zum Geleite gegeben hatte, „Treuliebe ruhl in Gottes Hm — nun wird auch alles, alles gut. Gott »volle die vereinen, die füreinander sind." Zwischen Trümmern lind Schutt hat sie ihn wiedergesehen. Sein Gesicht war unversehrt, der Brustkasteu zerdrückt. Ihr Glück war toi! Und um sie herum war die Luft voller Stöhnen uud. Jammern und Geschrei . . . Laibacher Zeitung Nr. 10.________________________________________62 ________________ 12. Jänner 1907. /lösischeu Vesitzungen in Ostasien, ja sogar von heimlichen Projekten, deren Spitze gegen das alliierte England gerichtet U'äre, gesprochen. Die hohe Unwahrscheinlichkeit der Ainiahn:e, daß Japan so rasch nach eineni Feldzug, der an seine Leistungs-fäl/igreit nach seder Nichtrmg die äußersten Ansprüche gestellt hat uud unter dessen Nachwirkungen e5 sich befindet, neuen Eroberungen nachjagen wolle, müsse wohl selbst von denjenigen, die etwa ',u Mißtrauen gegen die japanische Politik geneigt wären, von vornherein erkannt werden. Die kompetenten ausländischen Beobachter der Vorgänge und Kimmungen in Tokio empfangen den Ein' druck, daß man in diesem ostasiatischen Staate keinen anderen (ihrgeiz hegt, als den, für das Land alle Früchte, die ans dein erfolgreichen Kriege nunmehr erwachsen können, zn sichern, die überaus großen wirtschaftliche»! Aufgaben, vor welche sich Japan jetzt gestellt sieht, und für, welche der Weg geebnet, ist, ,zu erfüllen uud mit anderen Nationen an den Fortschritten der Kultur zusanuneuznwirken. Politische Uebersicht. Uaibach, 11. Jänner. 32(X) angebracht. Man kann also behaupten, daß das Interesse sich darnach verdoppelt hat. Diese vermehrte Einsichtnahme der Listen läßt den Schluß zu, daß die Wahlbeteiligung ganz besonders groß sein wird. - Der Berliner Berichterstatter der „Daily Mail" weiß in sensationeller Weise aus angeblich sicherer Quelle zu «neiden, daß der Kaiser Berlin zu meiden beabsichtige, falls die Sozialdemokraten den ersten Berliner Wahlkreis, in dem das Berliner Schloß liegt, erobern sollten. Die Sozialdemokraten machen die größten Anstrengungen, um gerade diesen Wahlkreis zu gewinnen. Tausende Schiffer, die in Berlin überwintern, wnrden von der, sozialdemo rratischen Partei mit Unterkunft im Berliner Wahl kreise versehen und zur Eintragung in die Wählerlisten veranlaßt. Der f ran z ö s i s ch e S e n a t hat anch während der parlamentarischen Ferien an dein Voranschlage für das laufende Jahr gearbeitet, und es scheint, wie man der „Voss. Ztg." aus Paris schreibt, als ob er das Wei-f der Kammer und des Finmiz-ministers einer gründlichen Nmgestaltnng unter- ziehen wollte. Einige der neuen Steuern, welche die Kanuner zur Deckling des Fehlbetrages einführen wollte, hat der Senatsansschnß bereito abgelehnt. Er will nichts davon wissen, daß die Klaviere und Arzneien eine Abgabe bezahlen sollen, und die Er höhnng der Steuer für fremde Staatspapiere auf zwei Prozent des Nenuwertes scheint ihm gefährlich. Anch die anderen nenen Lasten findet der Senat zum Teile bedenklich, und er kann sich nicht entschließen, sie zur Bewilligung zu empfehlen. Der Finanzmiinster Eaillanr versichert, sie nicht entbehren zn können, da er ohne die neuen Steuern den Fehlbetrag nur mit einer 'Anleihe decken könnte, die er durchaus vermeide«: will. Herr Eaillaux steht in dem Konflikte mehr auf der Seite der Kannner als auf der des Senates, denn die Bewilligungen der Kammer haben auf dem Papier das Gleichgewicht zwischen Einnahmen nnd Ausgaveu hergestellt, während die Vorbehalte des Senates den Minister zu neuen Anstrengungen zwingen. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Kassen aus lv c i s der Negierung volN 1. Oktober 1900 weist in Tausenden von Rubeln auf: Ordentliche Einnahmen 1,(j13.20O, außerordentliche Einnahmen 918.200, ordentliche Ausgaben 1,476.000, außerordentliche Ausgaben (l2s>.300 Rubel. Muhammed Ali, der älteste Sohn des verstorbenen S ch a hs von Persi e n , wurde unmittelbar nach dein Hinscheiden seines Vaters vom Großwcsir und den übrigen Ministern zum, Scl>ah proklamiert uud, dank dein zwischen Großbritannien und Rußland herrschenden Übereinkommen hinsichtlich der Thronfolge, dürfte Muhammed Ali ohne ernsten Widerspruch in 22 Tagen in Teheran gekrönt werden. Der dritte Sohn des Verstorbellen Sciiahs hatte iu den letzten Woä^n zlvar 10.000 Mann mit der Absicht angesammelt, seinem älteren Brnder eventuell den Throu zu entreißen- im Hinblicke aber auf die Uuteritützung, deren sich dieser seitens Rußlands und Englands erfreut, dürfte ein Kampf nm die Krone unterbleiben. Auch die von gewissen Stämmen im Süden Persiens zu erwartenden Unruhen dürften nicht erlist ausfallen. Der ueue Schah genießt del: Ruf außerHrdeutlicher Strenge. Tagesneuigleiten. (Der Schah in der Mal ratze.) Ein Berliner Maurer lMte sich nach und »ach cin Ver mögen von über lO.000 l< erworben und bewahrte, ohne das; seine Frau es wußte, seinen Schatz in der Matratze seines Bettes auf. Da die Matratze allmählich etwas schadhaft geworden lvar, so übergab sie die ahnungslose Frau einem Tapezierer. Der arbeitete sie auf und brachte sie dann gleich zurück. Als der Maurer das erfuhr, cilk' er schrecleilsbleich zur Krimiualpollzei und klagte ihr, daß man ihm sein ganzes Vermögen gestohlen habe. Ein großer Apparat wurde cmfgebo teil, oio Bantcn wurden benachrichtigt, die gestohlenen Vapiero gesperrt. Diese konnten nur in der Tapezierer Werkstatt entlveudet worden sein. Schleunigst durch-suchte die Polizei alle Räumo, fand al>er reine-Spur. Untröstlich ging der Maurer nach Hanse, Nach ewiger Heit aber kehrte er freudestrahlend zurück mit der Mei dung, er habe seinen Schatz wiedergefunden, und zwar an derselben Stelle, wo er immer gelegen iiatte, i» seiner Matratze. Der Tapezierer hatte ihn gar nicht gesehen! — (S ä n g e r i n und Polizeibe a »> t e r.) Auf einem Polizeiburcau in Moskau erschien kürzlich eine bekannte Opernsängerin, nm sich, da sie für einige Zeit verreisen wollte, ihren Paß revidieren zu lasse». Der dwnsttue.nde Polizeibeamtc begrüßte die Kunst leri» in der höflichsten Weise und sagte: „Sie müssc» Ihr Gesuch schriftlich eiureicheu." ^ „Schriftlich?" rief die Daune, „Muß denn das wirtlich sein?" ..Es ist unerläßlich, meine Gnädige. Damit Tie aber nicht erst diel Heit verlieren, können Sie das Gesuch gleich hier schreiben." Sprach's, reichte ihr in der liebens würdigsten Weise ein Blatt Papier hi» »no fnhr dann fort: „Schreiben Sie nur, ich will Ihnen alles diktieren." Die Sängerin schrieb, unterzeichnete, steckte das Gesuch i» einen Briefumschlag und fragte: „W^s habe ich jetzt zu Nm?" „Nichts, als das Gesuch ab zugeben, gnädige Frau." — „Wem denn?" - „Mir." Und er streckte, die Hand aus und nahm feierlich den Briefmnschlag aus den Händen der überraschten Künstlerin. Dcnm setzte cr eine Amtsmiene auf und dazu scinen Kneifer auf die Nase, öffnete den Brief »mschlag nnd las mit der größten Aufmerksamkeit, was er selbst einc» Augenblick vorher diktier hatte. Nachdem er damit fertig lvar, versah er das Papicr mit einer Aktemuuumer und ordnete os cini darauf uvndete cr sich wieder an die Sängerin, ore topfschiii telnd nnd ungeduldig das umständliche Verfahren tx obachtet hatte, und sagte: „Ich habe Ihr Gesuch ablesen, gnädige Frau., und bedaurc, Ihnen sagen zu müssen, daß ich den verlangten Urlaub nicht bcNnlli- lN N kmm ..." (W i e teuer i st <' i n drei M o » ate alte s Kind?) Keine leichte Aufgabe war den Nichtern in Paris abstellt, die sich unlängst mit der Frage zu beschäftigen l>atten. wie teller ei» drei Monate altes Baby zn bewerte ist, I» der Nue de Levallois stand eines Tages die Frau eines Kutschers vor der Tür ihres Hauses »nd hielt ein drei Monate altes Kind ans del» Armc. An dein Hause wurde» Reparaturen ausgeführt und z» diesem Behufe war ein großes Gerüst aufgestellt. Durch die Uiworsichtigleit eines Arbeiters fielen mehrcre Bretter hinunter, trafen das Kind und töteten es im Arme der Mutter. Der Vater des getöteten kleinen Erdenbürgers erhob eine Klage Mld verlangte 4lX)0 Frnnten Schadenersatz. Nach langer Beratung billigte das Gericht dein Kläger '2000 Franken zu. Unrecht Gut. Roman von N. llorony. (38. Fortsetzung.) (Nachdruck »«Voten.) Noiscuil verstand sehr fesselnd und crusfichrlich über jeden Gegenstand zu spreche» nnd dessen Wert i» richtige Beleuchtung zu rücken. Als man wieder Platz genom»«,» hattc, sagte er: „Unser verehrter Gastgeber l)at sein Museum, von welchem man selbst in Paris und Petersburg sprickit, wieder außerordentlich bereickiert. Die Sammlung ist eine der »»ertvollsten nnd sehelt. „Ihr Ausspruch könnte mich stolz machen, Herr Baron, delrn ich weiß, daß Sie Kenner sind." „O, das heißt mir zn viel Ehre erweisen," lehnte Noiseuil ab. „So nennt man Sie, und zwar mit Nccht. Was mich anbelangt, so handelt es sich mehr un> eine Liebhaberei, die mich schon z» manchem leichtsinnigen Streich verführt hat. Weun ich irgend einen Gegeu' stand sehe, dcr !>><'»'» Interesse gefangen »iimnt, so fällt es nur schwer, mich davon zu trennen. Da ließ mich ich erwähne dessen nur, um ein Beispiel an zuführe» - unlängst der Zufall ein Flakon erblicken, Welches, nach seiner Form »»d der nngemein zierlichen Arbeit zu urteile», ans der ^eit der Renaissance stammt, in welcher ja bekanntlich die Goldschmied kllust florierte. Ich konnte mich davon nicht trennen u»d taufte es für eine schr hohe Summe." „Ein Flakon?" rief die Herrin des Hauses. „Sic wissen dock), wie sehr ich für derartige Bijouterien schwärme, Herr Baroll. Ich zürne Ihnen wirklich, daß Sie cs mir nicht schon zeigten." „Glücklicherweise kann ich meine Unterlassungssünde sofort gut machen, gnädige Frau. Ich trage das Zierliäie Ding gewöhnlich bei mir »»5 wvrde es Hof fentlich nicht gerade heute vergasen haben Ah -wie schade! Nein, nein, da ist es!" „O bitte, geben Sie! Entzückend, wirtlich eut zückend. Meine Herrschaften, sehen Sie dock)!" T zu Hand, wurd^' bewundert »nd weiter gereicht. N.useuil rückte seinen Stuhl etlvas zurück, so daß ihn, das lMc Licht des Kronleuchters »icht mehr voll ins Gesicht scheinen, konnte, uno beobachtete schweigend. Jetzt lvar das FläsäM-n in den Händen der Frau Katharina Huber. Sic betrachtete es mit naivem Er staunen, aber durchaus unbefange». Noisouils Auge.» lidcr pflegten immer halb gesenkt zn seiu und n>aren es auch jetzt. Niemand bemerkte den. stechende», lauern de» Blick, mit welckMi er das Weitergeben des kleinen .Vinnstgxgenstanden verfolgte. Jetzt bewunderte die Primadon»a da,H Flaton nnd reichte e.s »ir oo» jeiuaildein allgebotell. den die Not zwang, sich eines Luxusgcgenstandcö zu elltäußei ll. Ich erfuhr bei dieser Gelegenheit mnucl>ellei, was mich inter-essierle. Das Niechsläschche» soll z» einen» altelr Fami lierifchinllck gehöre», aber ilebst Armband seit dem .^riegsiahre l.^70 verschwunden seiu." „Es halldelt sich natürlich um eillen Diebstalil?" „Vielleicht sogar »m »ock^ Schlimmeres: nm cinc» Mord." ..Eillsenlich! A» diese» entzückenden Nippgege» sta»d sollte» sich so fürchterlich Gesck)ehnisse knüpse»? Dürfte ich um die Wass^rkaraffo bitten, lieber 5lonlmel?,icnrat?" Hliber griff dienstfertig danach, abcr sc^ine Haud »>ar seltsam unruhig und so geschah es, daß er sein Cha,!»pag»erglas umstieß, dessen Inhalt sich über da5 Tafeltuch ergoß. Dieses kleine Malhenr beschäftigte momentan 5k> Anwesenden. Diener eiltt'x hcrbei. Viau lachte und sck)erzte. „Ich muß um Entschuldigllng bitten", sagte der Konimerzieiuat. „Ein leichter Schwindelanfall war schuld m: dieser Unschicklichkeit." „Du siehst angegriffen alls. Martin," rief Ka> thurina besorgt. „Vielleicht ' (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 10. 83 12. Jänner 1907. ' (D l o E l e k t r i z i t ä t i n, L ö w e n t ä f i g.) uttit Bezug auf die jüllgsten Unfälle in, Lön,enkäfig, lie, dcnell oio Nälidiger von deil Bestien angefallen und fckpver verletzt wurden, voröffontlicht die „Frailkf. Ztss." cine Zuschrift, in welcher auf eiil Mittel anf-Ml'ttsan, geinacht wird, in bedrohlichen Fällen oie Bestie>l nngefährlich zn inachon. Dieses Mittel erklärt der Einsender in der Anwendung dor Elektrizität Die Elnimtilllg cmes hockjgespannten Stroines in den >iorper ^wirtt blitzartig einlrete»oe» Tod, Zahlreich Und bere.ts d.e Fall., in denen MenMll getötet wu» ^en, d.e durch elne.l nnglückliche.l Zufall mii einer ^ a ltromleitll.ig ,n Bernhrnng la,lloll; die Anleri "'7 ^ziehen, wie bekannt, die Hinrichtnnq." durch ^trö.uc. Auch ein Lölve, Bär, Tiger ud dem ^trom nicht widerstehen. Der Vorschlag M'ht nun dahin! ^odalo der Kampf zivischel! Bestie und sandiger ernst wird, steche ci>, außerhalb des Käfigs M)o>l.or Gehilfe oes Bändigern der Bestie ein In-'trumeut in den Körper, das den Strou, führt nnd ^as Tier fofort tötet. Das-Instrument ist als eine Stange geoacht, die vorne zwei spitze Stahl stacheln nässt, ähnlich einer Heugabel; seitlich an der Slanie aufen isolierte Drähte, die den Strom aus dor Lei^ N'»a zn den Ttahlspitzen siihren. Besser wäre freilich "l> Mittel, die Bestie ni,r zeitweise kampfunfähig z» '»aä>eil. ohne sie zn töten. Ei» solches Mittel wäre vielleicht anch in der Elektrizität zu finden, nämlich 'n dl g s schiff.) Auf lx'lu Wogo i,ach Dar-os-Ealamn an Bord dos Dampfers „Prinzessin" befindet sich ein kaiserliches und Fenerlöschsahr zeug. geballt von der Norddentschen Maschinen- und ^l'Matul'ensabrit zn Bremen. Es ist l5 Meter lang, dier Meter broit und trägt eilleu Rattouvertiiguugs-"Vparat Slistom Clayton, der durch Dampf betrieben wird. Er besteht aus einem Generator, in dem Schwe-N'l verbrannt wird und in einem Gebläse, das die Lnft Nl den Generator aus den Schiffsrämnen saugt ulld sie uann. »nit deu Tchwefolgafeu gesättigt, wieder iu die-N'lbcn Räume hineinbläfi. In der Ttllndo können "wa M«> Kubikmeter konzelitriertos Tchwofelgas "z^ugt werden. eii,o Menge, die genügt, mn Ü000 Kubikmeter große Näunie zu füllen lmd darin alle hatten, Mäuse, Iusoktou sowie KraukhoitSerreger zll ^'Nllchten. Gerade auf die Vernichtung der Wanzen, 6loho nnd Moskitos als Verbreiter von Krantheits-Uotten Nnrd besondres Gewicht gelogt. Das Clayton-^"" M fchon längere Zeit erprobt uud hat deu Vorzug vor dolu Generatorgas, das; es für Menfchen ungefähr. '")" l,t, lveil os riocht. Das Goneratorgas tölot lwmgc „blinde" Passagiere, ohne das; sie sich rekle» ounon, da fofort LähulUllgserscheiuungM eintreten, ^'n Ellllasson von Claykongas in ein Schiff zu """" "hob sich ein grosses Geschrei ini Raum, und 6 «c, blinde" Passagiere wurden dnrch den Geruch Q ^' '?"'" ^"'stecken ini ^aderauui heranSgekrieben. im lk s" ^'^"den sich ullgcfähr 300 solcher Apparate Vouranch, davou ist gut die .Hälfte auf Ssewmp-^lu mftalliert. solal- und Provinzial-Nachrichtcn. ^"sestizzen auS Dalmatien. q. ^on F. I. Wei „ w u r Nl. (Fortsetzung.) gründete ^.'"""" wir in das von den Griechen ge Ginnte T, """""' ^"' l'istmisch überaus iuter- l^'geuübe, "< "U ieiuem grosze», herrlicheil Do.ne. "oucna ^> . ^" ^""^' befindet sich eine originelle l?" ^""den die Straf- und Martor- wurde i "^'w'at luaren, deml iu dieseu Loggien H^rschnsi ^"? Dalmalieil nntor der venelianischeil stanzt ^ "^"^Proch<'n, zn Karnevalszeite» jedoch "o „'^ r "^'" ^'Wieloloeise wurde die all die ssolterkaiunior im Karneval als zufischc. ^ ""^u' berwendel! Die mächtigen anf fran. ""' glo^«^ n^ U^lenen Festungswerke zel.ge.l voll ' ' "crgcmgenhoit Trans, für die Gegenluart zeugen oie Hlin^erte uild aber Huudorte die Niva bo^ deckenden Weinfässer, denn auch Trail ist gleich den Sette Castelli uild Spalato ein lm'chtiger Handelsplal; siir Wein sowie für das aus Chryfanthem herg.' stellte Insekteilpnlver, ebenfalls eine Spezialität Dal matwilS. Trans Gebäude sind auf einer kleinen Landzunge zusammengedrängt. Wir sind demnach bald fertig, denn die gegenüberliegende Infel Buje, die mit Trau durch eine Drehbrücke verbunden ist, bietet in historic scher Hinsicht wenig Interessantes; kehren wir daher nach Spalato zurück, oenn der Dampfer wartot auf nns abor nnr bis Mitlernacht. In Spalato betrachton wir noch einmal vom Monte Marjan das fchöno, von dor Abendsonne vor-klärte Bild, da,s glänzende Meer, die langgestreckten Inseln, die altertümlicho Stadt nnd weit rückwärts die kahle Gebirgskette mit dom Monte Mossor, der unter deu letzten Strahlen der untergehenden Sonne herrliche Farbentöne vom karminrot bis tiefviolett an ni,mmt, und fodann fontt fich das Dunkel der Nacht über Spalato herab, Nnr schwach erleuchtet das go heimnisvolle Flimmern der Sterne die hochragenden Palastmauern, und das ewige Moor beginnt sein geheimnisvolles Flüstern uild Erzähleil aus laugst vergangenen Zeiteil, Ein Imperator steht oben anf der Zinne seines Palastes lind starrt finster nach Italien hinüber, erbittert gegen Nom, die Hauptstadt jenes Reiches, oeni er ein neues Gefügc gegeben und das er zu schier unerhörter Gröhe gebracht hatte: uild jenes Nom, dessen ^trone er freiwillig abgelegt lind fpäter nochmals von fich gewiesen hatte, wagte ihm, dem Schöpfer feiner ueueu Grösse, Trotz zu bieten; er aber, alt, gelähmt, ballt iu ohnmächtigem Grimme die Faust, vor der einst oine Welt zitterte,.. Hallend tönt der Schritt der bei der Porta argentea anfzieheu-den römischen ToNvache dnrch das nächtliche Dunkel.. . sodann wieder tiefe Stille. Plötzlich ein Schrei, fodaun Hellleu der Weiber und Sklaven. Was ist's? Einer der mächtigsten Imperatoren, den die Weltgeschichte kennt, batte selbst Hand an sich gelegt... Solange Madame Adria ein so friedliches nnd züchtiges Betrage» nn den Tag legt, bleiben wir ihr hübsch treu nnd fahren per Schiff nach Gravosa, das wir a,m Morgen erreichen. Gravofa, der Hafen von Nagusa, wo anch einst die reichen Patrizier ihre Villeu hatten, ist nun Stapelplatz für bosnisches Holz nud hübsch gelogen. Mehr kann ich von Gravosa nicht sagen; falls Sie jedoch mehr über Gravosa wissen »vollen, verweise ich Sie auf mein fchon demnächst (die orste Seite habe ich beinahe schon fertig) bei der Triester Verlagssirma Schimpfs bitte beachten Sio güligfl die beide» harteil f ^ erscheinendes ^nellwerk über Gravosa in 27 Bänden, jeder zu MX) Soiteu Gros;quart. Der Subskriptionspreis ist sofort zn erlegen. Wir fahren sofort per Wagen »ach Nagusa, der Vaterstadt des berühmten Dichters Guudulil'. Sio smc« aber materialistisch veranlagt, wollen vorerst nichts von Gunduln'-' großem Epos „Ooniau" hören, sou-deru wissen, wo Sie Ihre körperliche Hülle gut vorpflegen können. Da kann ich Ihnen vor dein Tore Nagnsas das Hotel „Imperial", das fchönste Hotel Dalmatiens, danu aber iu der Stadt Odaks „Hotel de la Ville" empfohlen, wo Sie eine fehr gute Küche finden worden. Sind Sie fchou angenehm berührt dnrch diefe Auswahl, so ux'rden Sie diefes so schöne, so interessante Nagnsa bei näherer Bekanntschaft ge radozu iu Ihr geschätztes Herz schließen, insbesondere nachdem Sie in einem der vorerwähnten Hotels gut gespeist haben, Nagnsa ist schön, ist rein. die Bevölkerung der Einslns; einer oin Iahrtansend alteil Kultur lie benswiirdig gemessen, sehr ruhig (insboioudere bei offiziolle» Empfängen), kurz eine Sta^t von Patri ziern. Einen nngemein malerischen Einschlag erhält die Stadt durch die Landlente ans der Umgebnng in ihren überans schmncken Nationallloidungeu. Die Männer, lauter stramme Erscheinungen, die Iuug-fraueu mit Vlnmen geschmückt nnd am roten KäpP-chen nach rückwärts einen weißen Schleier, obexsalls fehr stramm . . . kurz, eiue Stadt zum Verlieben, in die Schönheit der Stadt, wohl gemerkt. Die überaus große Nettigkeit iu dor Kleidung dieser Landleute ist dadurch erklärt, daß die Nepublik seinerzeit nur ladel los rein gekleideten Landlenten oen Eintritt in die Stadt gewährte und so eben erzieherisch wirkte. Die Geschichte dieser in, ?. Iahrhnnderto von den Epi dauron, verstärkt durch Flüchtlinge aus Saloua, ge-grüudeteu Stadt, dio sich mit ihre» etwa Ai.0lX) E.i» wohnern dnrch zwölf Jahrhunderte in ail diese» wechselvollon Eroiguissen als NepnbM durch ihre ge wandten Diplouiaten zn erhalte» vermochte, ist über ans reich an ruhmvollen Kapiteln. Schlagen wir nun oiue Seite dieser großen Vergangenheit ans. 111«' ulltersagte die Nepublit ihren in aller Welt zerstreu teil Untertanen den Sklavenhandel, da „dieser Handel schimpflich, verbrecherisch nnd verabschenimgswürdig sein uild jedem Menschlichkeitsgefühle Hohn spread". England folgte diejem Aeifpiele M)7. Ich kann hier leider nicht einmal flüchtig auf alle die K'riego, Traktate, Velageruugen, Erdbeben, Plüuderuugon ein gMn, trachten Sie, ein Einführuugsschreiben an Herrn Professor Vueetie, einen liebenswürdigen, mit der Geschichte seiner Vaterstadt genau vertrauten Ge lehrten uud Iourualistoin, zu erhalten und Sio werden sodann Einblick ill nralte Handelsverträge dieser Stadt mit den verschiedenste» Neichen, wie den Ungarn, Türke», Serben, Venetianern usw. nsw.. bekommen nnd Genaneres über diese kleine nnd doch so große Stadt von Seefahrern erfahren. Ein Geschieht» lein wird Ihnen aber doch nicht erzählt werden, wie die diplomatischen Nagnsaner ihrer großeil Konknrron-tin, der Seronifsima, doch einmal aufgesessen siud. Ich muß vorausschickoll, daß die Nepublit Na - ta,iu nm seine von alters her berühmten Wälder. Der große Handel dor Stadt Nagusa verfiel i» folge verschiedener Tchicksalsschläge. doch Marineure j»n>- cx< l'I!<>il<«' sind die Nagusaner noch heilte. Sie haben denn anch eiue gauze Neihe voll Schiffsrode-reien. deren Schiffe allerdings oft Nagusa nicht berühren, denn als Handelsplatz ist heute Nagnsa leider von verhältnismäßig geringer Bedentnng. Wenn Sie die Überalls sehenswürdigen Altertum lichkeiten der Stadt, daö Musenm, den Nhetorenpalast, Klöster nnd Kirchen besichtigt, die liebliche Insel La-croma, die romantische Omblaauelle uud die Jahrhunderte allen, mächtig großen Platanen von Ca nosa ansgesncht und sich vielleicht gar bei dem Anti-auitätenhändler Kiri, nahe des in der Blütezeit der Nepublik l437 erbauteu Ouofriobruuneus, Stickereieil o. dgl. aus den längst vergangenen Glanzzeiten der Stadt gekauft habeu, dann besteigeil wir das Schiff nach Cattaro. (Fortsetzung folgt.) (Der neue Posttarif.) Mittwoch, den 1»;. d. M., tritt der erhöhte Posttarif in Kraft. Im. Dezember hat die Staatsdruckerei die neuen Postwert zeiche» hergestellt, uud die Postökonomieverwaltung hat sie in Kisten an die Depots der Provinzpostämler versendet. Die Kartenbriofe mit der eingedruckten. Zehnhellermarko haben an der linken Seite in kleinen Lettern den Vermerk „Erzengnngskosten ! Heller" anfgedrnckt, so daß sie jetzt anch im Lokalvertehr -elf Heller losten. Die Telegrammformulare haben dnnlelgrünen Drnck. Auf gewöhnlichem Papier geschriebene Depesche» müssen a» Telegraphendireftiou in Trieft jeuo alisführlicheu Kundmachungeu publiziert, die vielfache Änderungen im Post' »nd Telegraphendienste sowie die Negelung der Telephougebühreu in staatliche» Telephon netzen betreffe». Diese Kilndlnachnngen treten mn <(i, >>. M. in Wirksamkeit. — (Ans B e a m l e «l t r eisen an di e A d r e s s e derH e r r e ll Neich s r a l s a b g e o r d-neten.) Wir werden n», Ailfnahme folgender Z,l-schrift ersucht! Bekaniltlich ivurde die Negiernngs-Vorlage, betreffoild dio Nouregeliüig der Bezüge der Staatsbedienstelen, ohne erste Lesung dem Budget ansschnsse abgetreten, was allseitig als ein günstigos Vorzeichen für deren Lösung betrachte! wird. Diese Negiernngsvorlage befaßt sich jedoch anch teilweise mit der geplanten Einreihuug eiuigor Landeshauptstädte, iusbesondere solcher mit oilier Einwohnerzahl über lo.000, ill die nächsthöhere», Attivitätszulagenklasseil., Demnach wäre dieser Zeitpunkt wähl der g<-eiguetsle für eiue gemeinfame Aktion aller Neichsratsabgeord ileten uuferes .Erolllandes auf Einroihuil.g miferer Landeshauptstadt in die nächsthöhere Aktivitätszn Laibacher Zeitung Nr. 10. ____________8^_________________________________________________12. Jänner 1907. lagentlasse. Üaibach hat bekanntlich einerseits die Einwohnerzahl vou 1l).0()0 bereits erreicht und steht anderseits infolge der nahezu sprichwörtlich gewordenen Teuerung den grossen Städten Österreichs nicht nach. Da abcr anch die Reichsratsabgeordnet.'ll der alpinen Städte Innsbruck, ^lageilfiirt nnd Salz-bürg mit diesbeznaMK'li Dringlichkeilsanträgen an das Parlament herantreten werden, su luäre es anch Anfgabe nnscrer Herren Reichsrastabgeordneten, sich diofeu ihren Kollegen tatkräftig anznfchließen. - I»ii!!»>lx'uu /.ve/il 7>nv^(I^uiIi udrtiiilcov auf mor-gen nn« halb 10 Uhr vorm, in die Pnntigamer Bier-halle, Auerspergplatz, mit folgender Tagesordnung einberufen: l.) Der Gewerbestand und die politische Lage in Österreich. 2.) Die unlautere Konknrrenz, 8.) Eventualia. - (Der In r i sten v e r ei n „Pravnit"1 hält am 30. d. M. nm 8 Uhr abends in dm Nestan rationslokalitäten des „Nmodni Dom" in Laibach jetne XX. ordentliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. - (Vor trag.) In die gestrige Notiz, betreffend den Vurtrag des Herrn Dr. Novak über .Uirche nnd Staat, hat fich hinsichtlich des Datnins ein Fehler eingcschlichen. Der Vortrag findet nicht heute, sondern m orge n nachniitta^s ^ Uhr im ..Mcstni Dou," statt. Der Zutritt ist jedermann gestattet, ,-— (S a n i tä to - W o chen be r i ch t.) In der Zeit vom 80. Jänner 19lXi bis 5. Jänner 1907 kamen in Laibach 21 Kinder zur Welt (28-M pro Mille), darunter l. Totgeburt, daaegen starben 21 Personen (28-0s) pro Mille), nnd zwar an Masern 5 an Tnber lnlose 6, infolge Schlagflusses 1. infolge Unfalles l. an sonstigen Krankheiten N Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 2 Ortsfremde (9-5.2 ranstaltet am 13. d, um 7 Uhr abends in den Lokalitäten oes Herrn Otto Guzelj eiu Tauzkräilzchen. Die Tanzmnsik besorgt die Laibacl^er Vereiuslap<'lle. Der „Zabavni klub" in Radlnannsdorf gibt am <2. d. M. im Salon des Herrn R. .wmsteli eine Tanznnterhaltnng, bei der die Ne-giinentstapelle des l7. Infanterieregiments in Kla-cienfnrt lonzertieren wird. — (T a nz k r ä n zch en.) Der Uuterstützungs' verein der Arbeiter nnd Arbeiterinnen in der hiesigen Tabakhanplsabrit veranstaltet Samstag, den N>. d., n,m ^ Uhr abends iin großen Saale des Hotels „Union" ein Tanzkränzcl)en, bei dein die Musik von der Militärkapelle des 27. Infanterieregiments besorgt werden wird. Eintrittsgebühr für Nichtmitglie-der l K, für Mitglieoer 50 I>. — Der Neinertrag fließt dem KrankenmUerstütznngsfonde zu. - - (S p e nde f ü r das natn r h i st o r i s ch e .U abinelt des >t r a i n b n r ger G y m n a -s i n m s.) Herr Franz O m e r s a jnn. in Krainbnrg hat vor kurzem dnrch Vermittlnng des Herrn Professors Mar P i r n a t dem natnrhistorischen Kabinett des Krainburger Glininasinuis eine kostbare Smnm-lnug von Käfern und Schmetterlingen überlassen. Sämtliche .Uäfer und Schmetterlinge sind prächtige, seltene Ereniplare ans Nordamerika, Südamerila und von den Philippine!,. Von den Käfern mögen hier Erwähnung finden: Leuchtkäfer, Hirfchtäfer (Mann-chen nnd Weibchen), Totengräber, pechschwarzer Schwimmkäfer, Wespen bock, Moschusbock, Grastäfer, Colorado-Kartoffelkäfer, Goldkäfer, mehrere Stücke aus der Gattuug der Sand- nnd Blattkäfer, Pracht» tafer, Marienkäfer. Hertnleskäfer, Nashornkäfer, Unter den Schmetterlingen find in der Sammlnng vertreten: Atlant, Libelle, Pfnnenange, mehrere Ad-mirale, Schillcrfalter. rotes, blanes und gelbes Or° den öbänd. Wandeiheufchrecke, zahl wiche Nüsseltafer. Nachtpfanenauge, Tagpfauenange. Herr Frauz Omerfa jnn., der ein begeisterter Entomolog ist, hat die meisten Käfer und Schmetterlinge anf seiner Ncise. die er im Jahre !R)l anläßlich der in Buffalo in Nordamerika veranstalteten Ausstellung machte, eigenhändig gefangen. Nnr einige Stücke erwarb er im, Kanfwege, Ans feiner Reise dnrch Amerika (er erreichte San Francisco) pflegte er persönlichen Verkehr mit den bekannten amerikanischen Entomologen Smit aus Washington und Mnvr aus Brooklyn, Schto/ (einein Slaven^ aus Hobolen nnd Charles Moretz. -Die geschenkte Sammlnng bildet einen lx'dentenoen Zuwachs der naturhistorischen Sammlnng des Krain-bnrger Gymnasiums, wofür Herrn Franz Omerfa der wärmste Tank gezollt werden muß. '^n erwähnen ist noch, daß sich die Sammlnng in einem netten 5tistchen mit einem prachtvollen Nahmen befindet, — (Touristfahrten der ,.E u n a r o-l i n e" n a ch d e r A d r i a.) Am '». d. ^.vi. verließ der „Ennard"'Dampfer „Earonia" mit seinen NI.Ml Brnttotonnen. gegenuiärtig einer der grüßten Dampfcr der Welt, den Hafen von New Hort' und trat nach dem Vorbilde der dentschen Schiffahrtsgesell' schaftel, damit seine erste Toni-istenfahrt nach der Adria an. Die Reise geht über Gibraltar. Neapel, Alerandrien nach Finme, woselbst der Dampfer am 23. d. M. eintrifft und von wo er drei Tage daranf ansläuft, um am 8. Februar wieder in New Z)ork zn sein. In letzterem Monate veranstaltet diese Linie mit dem l3.M3 Tonnen-Tampfer „Earpathia" eine zlveite Touristenfahrt, die von Liverpool nach Trieft nnd Finme geht nnd deren Passagiere unt oer „Caronia" von Neapel ans nach England zurückkehren, während die des letzteren Dampfers anf seiner zweiten Adriafahrt mit der „Carpnthia" nach New York retour gelangen. Die Vergnügungsreisen haben nicht nur den Zweck, Amerikanern und Engländern die Häfen oes Mittelmeeres nnd der Adria sehen zn lassen, sondern wollen ihren Passagieren auch die Möglichkeit bieten, das österreichisch - ungarische Inland kennen zu lernen. Vierzehn Ausflüge nach den Alpenländern. Wien. Budapest usw, sollen dazu ar-rangiert und insbesondere hiebei daraus gesehen wer den, daß Gelegenheit zur Ausübung des Wintersportes gefunden werde. Es steht bei der Rührigkeit der sich hiefür interessierenden Persönlichkeiten zu erwarten, das; dxm Fremdenverkehre ein bleibendes Aliment zngeführt werden wird. welches in der fo verkehrsarmen Winterzeit ganz befonders erwünscht wäre, e r H i e r o n y m n s - V e r ein i » A gram.) Vom Herrn Sndbahn Offizial Franz Püdkraj.^ek in Laibach, Refselstraße 21, norden wir nm die Bekanntgabe der Mitteilung ersucht, >aß ergebühr wolle nnter der obigen Adresse bis längstens !5. d. M. eingesendet werden, - (A uch ei n e W o lfsiag d.) Diesertage lvnrde in Adelsberg die 5innde lant, ein Wolf liege anf der Anhöhe von Velit'i Potok nnd eiu zweiter fitze neben ihin, Anf'oiese seltene,^nnde ergriffen die dor tigen Jäger ihre Büchsen nnd eine Glilppe freiwilliger Treiber stellte sich den Nimroden zlir Verfiignilg. Der Trieb begann nnd die Schlitzen standen schußbereit anf ihren Posten. Die Treiber sind schon in der Nähe des liegenden uud des sitzenden Wolfes. Der sitzende heult plötzlich auf, in langgedehnten, schanererregeu den Tönen nnd bellt hierauf ganz hundemäßig. Die Schlitzen fasten ihre Gewehre fester, ihre Hände zit-lern - wahrscheinlich vor Kälte - und schreiten entschlosseil gegen die Wölfe vor. Aber siehe da, vor ihnen lag eiu krepierter Hund und neben ihm saß ein zweiter, der neben dem toten Kameraden oie Totenwache zn halten schien. ^ (C h r istof s P r i v a tleh r a n st a l t f ü r das Maschinenschreiben.) Auf allgemeinen Wnnfch wird an dieser Anstalt mit 1. Febrnar mich ein stenographischer Kurs eröffnet werden, Teilnehmer wollen sich längstens bis zum 20. d. M. ill der Pfalz gaffe Nr. 7, ebenerdig rechts, melden. Honorar mäßig: für Mitglieder des slovenischen Advokaturs- und No tariatsbeamlenvereines bedeutende Ermäßigung. Mit Rücksicht daranf, daß die Kenntnis der Stenographie schon allseits verlangt wird, steht eine zahlreiche Be teiligung an diesem Knrse zu erwarten, (I m städtischcn S ch l a ch t h a ll s e) nnlroen in der Zeit Vom 23. bis einschließlich :>0. v, M. 5)2 Ochsen, 8 Kühe, 1 Stier und l Pferd, lvciters 187 Schweine, 110 Kälber, 9 Hammel und Böcke sowie l> Kitze geschlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zustande 13 Schweine, 10 Kälber nnd 2 Kitze nebst MO >iilogramm Fleisch eingeführt. * (Verloren) wurden: ein Goldbetrag von 10 K, ein Geldtäschchen mit 7 X. ein granes Portemonnaie mit 4 X, ein goldenes Anhängsel, ein schwarzes Geldtäschchen mit 21 X 'lA II nnd ein Geld-täiclichen mi: einem größeren Geldbetrage. Theater, Kunst und Literatur. (V o l ks kon ze r t.) Wie bereits gemeldet, veranstaltet oie „Glasbena Matica" morgen abends nm halb .^ Uhr im Hotel „Union" ein Voltstonzert, in dem nnter anderem znm ei-stenmal Foerstcrs „Turki na Slevici" und Vendls „^ianda dudak", beide für Soli, gemischten Chor und Orchester, vor-geführt werden follen. Die erstgenannte 5iomposiiion behandelt im tertlichen Teile eine Episode alls den Tiirtentriegen, als lveithin sichtbare Höheilseuer das Herannaheil der blutgierigen Horden verkünden nnd sich die Bewohner, vom Grauen erfaßt, auf den Berg Slevica ins Kirchlein mit dem wnndertätigen Gna-denbildc flüchten. Während Frauen nnd Kinder nm Rettung fleheil, stellet, sich die bewaffneten Männer am Kirchtore anf, nm den Türken den Eingang zu verwehren. Schon wird, das Tor unter wuchtigen Art-Hieben gesprengt, schon wanken die Verteidiger nnd schon sprengt der Pascha selbst hoch zn Roß über die Schwelle, da bleibt das Pferd wie gebannt stehen nnd ist nicht weiter zn bringen. Die Mnttergottes im Al tare hat drohend ihre Hand erhobeil, ans ihren Augen sprühen Flammen. Entsetzt wendet sich der Pascha, samt seillein Heereshaufen zur Flucht nnd die Christen sind gerettet. Als sichtbares Zeichen des gesehenen Wnn-ders ist noch hentzntage hinter der SclMelle der Ein^ drnck eines Pferdehufes zn feheu. Diese Sage, von Strita,r poetifch bearbeitet, hat Foerster in Musik ge setzt und läßt darin den gemischten Chor abwechselnd mit Tenor-, Naß-, Alt- nnd,, Topransoli anftreten, wobei sich aber anch Gelegenheit zu Terzett- uud Quartettnummern ic. ergibt. Man kann anf das Ton» wert mit Recht gespannt sein. - Im „^vanda dudat" behandelt Jaroflav Vrchlicky ein böhmisches Märchen von einem Dudelsackpfeifer, der im Dorfwirtshause aufspielt »lld sich dann in finsterer Nacht verspätet noch zn seiner Geliebten begibt, um sein ihr gegebenes Versprechen einzulösen. Auf öder Straße, unweit eines Galgens, begegnet er einem Fremden und läßt sich von ihm beredei,, lim reicheil Lohn einer Gesellschaft anfznfpielen. Kvauda tröstet sich damit, daß ihm ja sl'in Mädchen sein Ansbleiben wohl verzeihen nx'rde, »neun er ihr klingende Goldstücke vorweise. Er begibt sick, also mit seinem Führer iu den „Schwarzen Hof", wo eine Schar von Gehenkten karten spielt. Er erhält einen Reycn von Goldstücken zugesprochen, doch dürfe er beileibe nicht »lit einem „Vergclt's Gott" danken. Nun kommen von allen Seiten .Heren auf Böcken nnd Besenstielen dnrch die Lnst geflogen: es entsteht ein wildes Tanzgewimmel, der Dudelsackpfeifer wird mit blendenoen Goldstücken förmlich überschüttet, so daß er in seiner Freude nnwillk'ürlich das verpönte ..Ver gelt's Gott!" ansruft. In diesem Momente versinkt anch schoil der ganze Spuk. Als der Morgen anbricht, wird ^vauda von Hirten nnd Landleuten oben auf dem Querbalten des Galgens schlafend aufgefunden. Er wird unter Gelächter herabgeholt lind verfpricht den staunenden Leuten, über den Hergang in der schenke genaner zn berichten. Das Gedicht schließ! mit Laibacher Zeitung Nr. 10. 85 12. Jänner 1907. dcr erbaulichen Lchrc, daß sich icmand, der zu sem^r Gellebten angrmemt sei,, selbst nicht durch den Teufel von seinem Vorhawi abbringen lassen dürfe, (T e u tsche V ü h n e.) Ein ehrlicher, zwin gender Erfolg, den nicht allein die reizvolle Indigo-inusik von Johann Ttrauh crrany, zu dei- Stein und Lindau >nit gewandter Feder ein ansprechendes uenes Libretto geschrieben hatten, das Neiterer geschickt be arbeitetei auch die prächtige Ausstattnug und gc-Ichlnactvolle Inszenierung hatte ihren großen Anteil daran, wie nicht minder die temperamentvolle Auf-fuhrung durch die Herren Del Zopp und Hermann sowie die Damen Ziehrer, Pol a und urban in den Hauptrollen. Herr Kapellmeister Schmidt und Negisscnr Mahr mußten für besondere Anerkennung danken. Es herrschle echte Pre-lmercnstmimmw. im ausverkauften Hanse und fast iede Nunnncr fanö lebhaften Anklang. Nach der äu-s;rlst aünftigen Aufnahme, welche die Novität fand, ourfte sie recht oft ihre Iugkraft bewahren. Eine nähere Vesprechnng folgt, .1, ** ^^'ncfiz.) Zum Vorteile dec, verdienten ^chauspirl^.. l,nd Regisseurs Herrn Weißmüller wn-d ani nächsten Mittwoch Oskar Wildeo Lustspiel ..Ein idealer Gatte" aufgeführt werden. Das geist-Wruhende Werk des englischen Dichters übt in Wien ">" Iosesstädter Theater niigefchwächt seine Zugkraft "l5, da es diesertagc seine 50. Aufführung erlebte, ^er Vesnch lauli uubedeiiklich einpfohlen werden, da das Stück eine feine Tatire auf gewisse Schwächen der mg,lisck>en Gesellschaft bildet und frei von den Gewagtsten franzöfifcher Possen ist. Herr Weißmüller Mreut sich mit Recht großer Beliebtheit und verdient dankbare Anerkennung, die ihm das Publikum hof-W'tlich nicht vorenthalten wird. ^ (Aus der dentfchen Theater-t " nzIri.) Morgen gelaugt der tolle Schwank „Eiu-nuartierung", der in Wien und allerorts mit stürmischem Erfolge aufgeführt wurde, zur Erstaufführung. Der Inhalt ist so recht der Faschi'ngssti'mmnng entsprechend. Am Montag gelangt, vielseitigen Wün-'chen entsprechend, die Oper „Die Hochzeit des Figaro" von W. A. Mozart zur Wiederholung, und zwar, um den Ansprüchen aller P. T. Logenbesucher gerecht zu werden, bei geänderter P o r ste l l u n g s-"umnier als ll2. Vorstellung, gerader Tag. Weiterer Spielplan: Mittwoch, M. Vorstellung (un-gerader Tag), literarischer Abend: „Ein idealer Gatte" (Venefiz Weißmüller); Donnerstag: „Hoff-Manns Erzählungen"- Samstag: „Taufend mud eine Nacht". ^ ^ („I^ ^ udI .ji^ n « ki L v o u.") Inhalt des x;annerheftes: l.) Xaver Me«ko: An Simon Grc-goröiö. 2.) Dr. Ivan Tavöar: Aus der Kongreßzeit. :^.) A. A« terc: Der Wind Pfeift. 4.) Vladimir Lovftik: Die Zauberin. 5.) Dr. Josef Tom in-^c k: Aus dem gelchtt-en und ungclchrten Berlin. «.) 4ietru5ka: In finsterer Nacht. 7.) Etbin Kri-N an: slitter Ivan. 5.) Ivan Cankar: Die Heirat oc5 Kanzliften Iarcb. 9.) Utva: An die Jugend, w) Vladimir Levstik: Im Babylon der Freiheit. l>-) Vojeslav Mol<^: Dämmerung. 12.) Xaver Acüko: In bitterer Stnnde. 13.) Fr. Strnad: ^W. 1^.) Roman Romanov: Erotomana. 1l>.) "oieslav MoI5l Sonett. 16,) Josef Wester: Das uoltstnmliche Hans bei den Südflaven , im besonderen 1»^ ^ Slovenen. 17.) Gri«a: Christnachtschnsucht. '«I Vladimir Lcvstik: Wehmnt. 19.) Bücherucu-^tten. 20.) Theater. 2l.) Unter Revuen. 22.) Alla>>-">"ne Nundsckiau. i« der Vomkirche. Hoct ""?"«' den 13. Jänner, uin 10 Uhr Nlll^/^' ^^^ l" nonoi'cm »». nnniini« ,I<^u von von 9l ^^^utschke, Gradnale licn^ic-tun Nominu« s>^ «?" ^erster, Offeitorimn .lubiwtt^ D"'<-!"^ <'« ^uri^" in F-Dnr Von Anton ^ '^'bar. Graduate Omu^» »tlbi^ von I B I- -^ ' ^ffertorium li^^» ^I,iir«i» votr Telegramme Reichsrat. Sitznng des Herrenhauses. W ien, 1l. Jänner. Der Präsident pries bei der Eröffnnng der Sitznng anläßlich des 80. Geburtstages des Erzherzogs Ramer dessen hervorragendes Wirten zum Wohle des Reiches und für die Ausgestaltung der Armee uud beantragte uuwr ledhafter Zustilnmnng, das Hans möge defchließen, deni Erz. Herzoge die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche auszusprechen. Nach einer Unterbrechung der Sitzung bis 4 Uhr wurde in die Beratung der Gewerbenovelle eingegangen. Handclsminister Dr. Fort präzisierte eingehend die mit der Novelle verbundenen reformatorischen Avfichten der Regierung uud empfahl bei Begründung des Gefetzes dasselbe zur Annahme, in» dem er sich gegen, die von der Konnnission des Herrenhauses vorgeschlagene Abänderung des auf den ^laschenbierhandel bezüglichen Teiles des Gesetzes aussprach. Das Haus nahm nach turzer Debatte das Gesetz in der von der Kommission beschlossenen Fas sung in allen Lesungen mit geringen Änderungen an. Der Präsident teilte mit, daß die nächste Sitznng am 21. d, M. stattfindet und daß in diesem Monate noch mehrere Sitzungen abgehalten werden. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 11. Jänner, Das Abgeorduetenhaus beendete heute die Debatte über die erste Gruppe der §8 1 bis 14 des Gesetzes zum Schutze, der Wahlfreiheit uud uahtu sie nebst dein Minoritätsantrage des Abg, Erb (Straffolgen für die Dauer von sechs Jahren) an nnd lehnte die übrigen Minorilätsanträge ab. Es wurde dann die Debatte über die zweite Grnpve (Strafdeftimmungen gegen die Sprengung voll Wäh-lerberfammlungen) eingeleitet und die Sitzung ge-schlössen. Nächste Sitzung morgen. V udap offenkundig war. Gen n a, 1 l. Jänner. Das Blatt „Secolo XIX" erhält ans Santiago de Chile die Nachricht, daß in» Bahnhof von Taiga ein Perfonenzng infolge falscher Weichenstellnng das Depot der Lokomotiven einge^ rannt hat. Beide Maschinen stießen gegen ein Gerüst nnd explodierten. Es entstand eine Fenersbrnnst, die sich anf die Personenwagen ausdehnte. Unter den Reifenden befinden fich viele Tote und Verwundete. Zwei Hilfszüge find nach Talga abgesendet worden, Vrjansf, 11. Jänner. Ein von hier abgelassener Personenzug ist in der Nacht von einein hoben Bahndamm hinabgestürzt. Die Zahl der Opfer ist noch nicht ermittelt, jedenfalls aber nicht gering. P a r is, 11. Jänner. Im Palais der Päpste von Avignon entdeckte der Bürgermeister der Statt in einem von Klemens VI. bewohnten Zimmer nnter einer Tünchschichte Bruchstücke herrlicher Fresken cms dein 14. Jahrhundert. Die Arbeiten zur Vloßlegung dieser Wandgemälde werden nnter der Leitung eines Fachmannes fortgesetzt werden. Petersburg, 11. Jänner. Das Mnisterium des Innern veröffentlicht einen allgemeinen Bericht über die Maßnahmen zur Verproviantierung der von der Hungersnot betroffenen Gebiete. Daraus geht hervor, daß der Ausfall der von der Firma Lidwall für die Monate Oktober-November übernommenen Lieferungen von 64 Millionen Pnd Getreide auf oen. Gang der Operationen nur einen genügen Einfluß ansübte. Behufs Umgehung der Vermittler knüpfte das Ministeriuni direkte Aeziehnngen mit den Go-treidemärkten an, verschärfte die Kontrolle der Ge-treidekäufe nnd schaffte die Erteilung von Vorschüssen ab. Diese energischen Maßnahmen brachten den beson» ders heinigesuchten Gebieten schnelle Hilfe. Die Maßnahmen für die Notleidenden werden fortlanfend zin' allgemeinen Kenntnis der Bevölkerung gebracht. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Von, 8. bis 10. Jänner. Varon Apfaltern, l. k. Mm» merer; Wiltschnig, Gutsverwalter, Kreuz. — Simert, Ingenieur, s. Frau; Spch. Kfm., Trieft. — Volkmar, Nitter, Mestitz, Tal< lian, Kflte.; Micko, Vertreter; Iäckl, zkunstgärtner. s. Frau; Ornstein, Tapezierer; Friedrich, Fabrilant, s. Frau, Graz. — Deutsch, Kfm, Großkanizsa. — Simetta, Kfm,, Cittavecchia. — Feltonelli, Privat. Mailaut,. Segalla, Privat, Villach. — Hermann, Besitzer, Polstrau. Iunghuns, ssabrilsbesitzer, Llisttal. — Pintar, Kfm,, s. Schwester, Sovra. — Vcruch, Kftn., St. Peter. — Varon Astrup, Gutsbesitzer, Schloß Mülling. — Spitz, Nfin,, Brunn, — Vall, Kommis, Marlt'Tüffer. — Goe» ten, Fabrikant, s. Sohn, Ncnmarltl, — Lutasz, Kfm., Boglar. - Erdos, Weiß, Kflte., Budapest. — Wiesana., Kfm,, Dresden. — v. Tucic, Techniker; Stoea.er, Vertreter, Ngram. — Doga» nc>c, litfm., Großlaschitz. — Obersohn, Fabrilsdirettor, s. Frau; Moravetz, Müller, Theuman«, Fischer, Franl, Lauterstein, Slengl, Schönstein, Dieckstein, Kohn Erich. Weiß Felix, Weih Max, Rosenbaum. Martovic, Schneider, Reiß, Wolf. Hirsch, Schnurdreher. Beuermann. Maier, Kohn Eduard, Kflte.; Füh» renlranz, Monteur; Reinhard, Ingenieur; Neuinann, Vertreter, Wien.______________________________________________ Verstorbene. Am 9. Jänner. Johanna Mauer, Bahnbebienstetens-gattin, 40 I., Ienlogasse 6, U»em»tomo»l8, ^uilomi», lleuw. Am 10. Jänner. Michael Leeb. t. l. Postoftizial i. R,, l)b I., Petersstraße 25, >l»ra»mu8 »ouili». — Johann Novak, Bergmann, 58 I., Nadetzkystraße II, I)em«nt,jk p2,ri>.I)t. proer. Am 11. Jänner. Maria Serina, Besitzerin, 73 I. Hilschergasfe 8. >lHr»»inu8 »suili«. Im Iivilspitale: Am i). Jänner. Andreas Turk, Keusch!«, 57 I.. De« menria. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. << 2U. N. 7413 23 NW. schwach halb. bew. " 9U. Ab. 742 3 -16 O. schwach heiter 12j?U.F. j7441j-b2j windstill > Nebel ! 0 0, Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 04°. Nor« male -2 6". Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. -f—Seide --Seide fo«l)ifi^eikUnb ^oben in aIIen ^reižlagen, sonne stet« ba« Neueste in jdjttjarjer, meidet unb fWi hplT11«!1 • erfl'«eibc" «ou 60 Jtteiuer big fl. 1135 per SJietet. — 3ra«Io unb wn betjoat tn« §aug. duftet umge^enb. (61) 7-1 Merveilleux- \ QIM Q Monopol- V QI sfl Q u. Schotten- n% |Z 111 f| Ui Armure~ Ij || 1111| Seiden-Fabrikt. Henneberg, Zürich, Laibacher Zeitung Nr. 10.____________________________86 12. Jänner 1907. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Nagel Dr. L.. Me Genialität eine Schwester der Medialität, X —72. — Feilgenbauer N., Bomben« anarchismus, li — 12. — M. E,, Die Roulette und das Hellsehen, k — 60. — Hoell R., Was ist spiiitismus oder Spiritualismus? « —24. — Schröder O.. Die Erlangung det philosophischen Doktorwürde, lv l 80. — iieuard P.. Über lta" btlto (Jan,»Juli) per Kasse U9-ZU 9» 5« t-2»/, ». W. Noten (Febr..«lug.) per K«ffe......llX» 10 100 so 4-»'/. ». «. Silber (Npril^tt.) per Kaff« . . . . . . lun iü i,>a 3,°> l8«)er Otaa»lose 500 fl, 4«/« ,ü? 10 lü9 iu l»«0«r ,, 100 fl, 4 °/a !<» i»«4er ,. b« fl. . . 2«6 .°o i!S» bv D»m..Pfanbbr. ^ 1«> sl. b°/„ «90 i!k 2l)« 3l> Staatsschuld d. i. «eichs' rate vertretenen König» reiche und Länder. bfterr. Volbrente, stfr., Gold per «asse .... 4°/, ,i? »ü !17'bl> vfteri. Nente in lttonenw. stfr., Kr, per «afse . , . 4°/„ h» 3b 92öt detto per Ultimo . . 4°/^ 99 »b UU üi> t>ft. Investition«,-Rente, stfr,, Kr. per Kasse . 8»/,°/n 8» 8U 9U — Gis»»b«tzn.z»a»l,schul>. ,llsch»tibnn>t». Ulisabelhbllhn in V,, lleuerfrel. zu 1".U0U N. . . . 4»/« 1»? 20 li» 5C Franz Josef-Wahn in Silber (bio, St.) . . , 5'/<°/u 124'1b I8b',5 Val. Karl Uudwig^llhn (olv. Stücke) Kronen . . 4°/„ 39'2» iao 20 siubolfoahn in ttroiienwährung, steuersr. lW>ia ^u >t»»t»schul!>o«schltll!unnln «bgtste«p«l«. ^W fl. KM, 5'/<°/n von 4U« Kronen . . . , 4S1 — 484 -dettv Linz.Budwcl« 2«U fl. ö, W. S. b'/."/,. . . . , 434'- 4«b 50 t>etto Oalzbura-Tirol L0U l. ö, W T. b«/„ .... "!«» - 431- Geld Ware Do» Slaal« ,n» I«hlnn> nber» Gbllg»ti»nen. V»hm. Weftbahn, M. 4"/»........11? Lb 1l«-.!d Fran, Josef-Vahn !tm. 1884 (dlv. Et.) Stlb. 4°/« . . S9 50 l(i0 50 Galizische ttarl lluowlg Nahn lbw, Et,) Silb, 4"/„ . , 09ka l«o 50 U»g.«aaliz. Vahn 2uo fl, S. 5°/„ iii-l!5 ii»-2b Uorarlberger Uahn <3m. 1884 (div. Tt,) Eill,. 4°/, . . 99'l.« 100 25 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/« ung, Nolbrent« per Kasse . !14'?U 114 ^ 4»/u betto per Ultimo 114 ?b 114 9b 4°/o ung. Rente in Kronen- wshi. Nfrei per K«1>e . . 9S «0 W^o 4°/« detto per Ultimo W »ö rk l><> 3'/,"/° detto per Kasse , 84 !ib 85 1b Ung, Prämien.«lnl. ». 10» fl. . 2<>4 25 «U8 2! detto o. bo sl, . !il!4'Lb 2N6-UÜ Thelß'Neg.-Lose 4"/« . , . . ii,4 Lo 15« '^ t°/, ungar. Grunbentl.'vbllg. u«3o 97 30 4°/n lroat. u. slav. Viundentl.. Oblig........96-10 — — Andere öffentliche Nnlehen. Uo3». Landes'llnl. /,°/o . . 99'9U 100 50 5°/<> Donnu Mcg.»Nnlelhe 1878 10b' 106 — Wiener Verkehr« Anleihe 4°/, 99 3l> 10« 3b dettu I»nu 4«/„ n»»k 100 3b «»lehen der Etabt Wie,, . . 103 l5 l«4 15 belto (E. ob, G,) . , . 121-ku i^-l,o betto (1894) ... S8-- 99'— dctto (189«) , , , .89-15 i«?üb bett» (19NU) . , . . 9980 100-3,' detto I»V,M,) 1902 . 9!!'«5 ll!0 !ll!i-Anlehe» verlo«t>. 6°/« 99 - »00 — Vulg. Slaalselftnb.-Hyp.^Aül. 1««U Gold .... 6«/<> 119-- 1ö0-- Ä»lg. Staat«. Hypoihelar Nn!. 188li......l!°/u 118-9ö 1l9 9:> Gelb Ware Pfandbriefe:c. V°d«Nlr.,llllg.»st.lnkNI^l.4«/<> 987b 98-5,0 Böhm, HyMhelenbanl verl. 4°/« 89?>) 100 20 Zentral°Äob.-Kreb.-Bl., bfterr.. 45 I. vcrl. 4'/,°/, - . - 102— — -Zentral «oo..«rtb..«l.. bsterr.. SKI. veil. 4°/« .... 99-50 1«,b0 ftrcb. .Inst, Merr., f. Berl.'Unt. U.össcntl.«lb.«llt.^vl.4°/« 98'50 99 5!) llandtsb, d, Kön, Galizien und Ulldoin. 57'/, I. rullj. 4°/» »?'»ü 98 8!' Mähr, Hypothelenb. veil, 4°/« 9980 10UÜ5 N,»östeir, Lande«.HyP.»«nft.4°/« 9«-l>0 100 50 dettoinN.»"/^Vr, verl. 3'/,°/« 92— 92- bett, K..Sch>!ldlch.vtil.3'/»°/<> »l'?5 »«?5 betto verl, 4°/„ 9940 100 40 vfterr..ungai. Van! 50 jühr. veil, 4°/« 0. W..... 99»o 10055 detto 4°/, Kr..... 100 - 101-- Nparl. 1l>st., 80 I. Verl. 4°/<> 100Ü0 10l50 Elsenbahn.PrioritätS-Obligationen. Fl>rdluand«.Nordbahn . 1904 —— —-— Österr, «orbwestb, i00 sl. S, , 105 L5 105?b Staatöbahn 500 Fr..... 422'50 423 51 Lndbahn il 2»/, Jänner. Juli 500 Fr. (per St.) . . . 81s'L5 318-25 Vübbahn ^5°/«..... 125 15 12« ib Diverse Lose (per EtNcl), Perzllnllche f»se. 3°/„ Vudenlrebit'Lose «km, 1880 274 90 2^480 bett» Eni. ,889 284- «94-— 5°/o Donau.Megullerungs» Lose 100 fl. 0, W..... 257'- 264-— Serb, Pram..Änl, v, 100 Fr, li"/« 100— 110 - zlnoe»lln,lichl z«sl. «udap..Vastlila (Dombnii) 5 fl. 22 75 24?» lkrebitlose 100 fl...... 448- 458'— Llan,.Ullse 40 fl. K, M. . . 141 — 145-— Osener Lose 4« fl..... 165 — 17l-— Palssy.Lose 40 fl. lt. M, . . 17S - 184 — »iotei, l,n'»z, öst. Ges. v„ 10 fl. 4« 7b 48 7l> ü.uto,! «treuz, unn. Ges. v.. 5 fl. 27 75 29 75 ck'iibols.^oft 10 fl...... 57'— 59 — Lalm.Lose 40 fl. K. M. . . 195-— 2 — 510 -Vew..Ech.b. 3"/»Prüm..Lchuldv. d.Vodt!!lr,.Uilst. — «9«- Eüdb, 200 sl, Silber per Ultimo 1?«'3U 179 30 Lübnorddeutschc Aervinbungsb. 200 fl, i»M...... 40« - 408 — Tramway. Ges., neur Wiener, Prioritäts.Ultien lW fl. . —— —-Ungar. Westbahn (Naab'Vraz) 200 fl. V....... 403- 404- Wr. L°laIb..«Nien.Ges. 200 fl. 190—------ Vanlen. «nglo.bsterr. Banl. 120 sl. . . »17 25 318^5 Vaxlverem, Wiener, per Kasse —'— —'— betto per Ultimo . . . 5«2— i»«3 - Nobf»lr,.!?«»s<. eslerr.,200fl.S. 1082— «086- Z!N>r,.Bod,.K«dli. «st.. 200 fl. 558 — 5«0 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl,. per Kasse — — — — bettu per Ultimo Kronen 1780 - 178»-— UnionbanI 200 fl...... 58275 58>-?5 «erlchrsbanl, allg,, 140 fl. . 844 50 «4«-— >nl!ustr. Vauae!.. alia, «sterr., lua fl. . 138 ö0 <30 — Vruf.tr ttuhl'nberab.-Ges. 100 fl. 747— 751 — ltisenbahnw.Leihg,, erste. 1U0fl. 207— 210 5« „ltlbemühl", Papiers. u.V..», ,?4— ,73 — Eleltr.Ges., allg.«fteir,,200fl, 4<«-— 447 — detto ilü« - Liesinger Ärauercl Iva fl. , , L90-— 2s2 — Montan.Gestllsch., öfterr..alplne 627 25 628-«> „Poldi.Hütte". Tiegrlgufzslahl» F..A..G. 200 fl, ... 52? — 520 — Präger Visen. Ind,.Ges, Em. 1905, 200 sl...... 2<>83 — >i«94 — «ima.Murany. Ealgo»Tarjaner Eisenw. 100 fl..... 57425 57ö »5 Nalao'Tarj. Steinkohlen »Oo fl. »42 — «4z — ..Schlöalmuhl", Paplerf..2«ufl, «ßy— „5 — „Schodnlca". «..«. f. Petrol.» Ind,, 5N0 Kr..... soo-— «10 — ..Stryrermühl", Papierfabrik und N,.»...... 458— 4«!«-— Trifailer Kohlenw..«. 7« sl. . 283 — 288 50 Türl. Tabalregic-Ge!. »»Y Fr. per Kasse . —— ..-^ bett« per Ultimo 434 - 435 — Waffenf.»Ges., österr,, in Wien. 100 fl........ 560— z«i- Naanon.ltihanslalt, allgem., in Pest, tnu iir..... —-— —._ Wr, Nauuesclljchast 100 fl. , . 156-— ll.9-- - Wienerberger Zltgels..«lt,.Ves. 812- 8lo- - Devisen. z«l,e Klchtrn und zchtlk,. Amsterdam....... I9i»-- 19S 2U Deutsche Plätze...... 11? 65 11? 85 London........ 24U-S0 «4120 Italienische Banlplätze , , , 9560 9580 Paris......... 3ü'60 95-7ü Zürich »nd Basel..... 95 4U 95-5«, Valuten. Dukaten ....... »1-35 1140 lio-straülenStülle..... 19 10 191» -iu.Marl-Ltücke...... 2849 225? Deutsche Neichsbanlnoteu . . 11??o 11787» Itnlienische Banknoten . . . 95L0 9n«0 «ubel°i>io»en..... 2'52'^ 253» I ,<„. r,u<,, JSuibXZÄL,., AküeB, ,1 J". €?• IM»y«Kr j Privat D^6tT(Sa^Deposits) I I L.owen etc., IH-ivInoii und Valuten. || 33a,Xl]E- -O.Xl.ca. "^7"ecls.slexglescll.äLft I 'U'ator eigoaem VoracliluBo der Partal. I |____(?) 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