Nr. 285. ______________Mittwoch, 13. December 1893. 112. Jahrgang. Zeitung. Ar«n»«er»t»on»p«i»: Mit Pvstvellenduna: ganzjährig fi, ib. holbMrig fl. ? 50. Im «omptoirl «anMhrlg fl, ,1. Halbjahr«« fl, 5 50, ssür die Zustellung ln« Ha»» uanzjühri« si 1. — Insertlonsgedür: Für kleine Inlerate bl« zu 4 Zellen »b tr.. größere ver Zelle N ti.: bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Dle «Laib. Ztg.» erscheint täglich, m»l «n»nabme bn Vmn° und fleiertage. Die »b»»»iftr»t«on befinde» fich !l«>n8rel«v!ay >.'tr,», die Nebnrtio« Vahnhnfgasie Nr, >5, vprechstunden der Redaction von 8 b<« ll Uhr vormitllly» und von 8 bii 4 Uhr nachmittags. — Unfrankierte Vriej, w«ben nich« angenommen, Manulcripte nichj ^urüll«, stellt. Nichtamtlicher Hheil. Die Coalition. Wien, 10. December. Das Datum ladet zu manchen Betrachtungen Über die innerpolitische Lage ein. Es sind vier Wochen seit dem Tage verstrichen, an welchem die Berufung des neuen Cabinets amtlich Verlautbart worden. Vier Wochen — ein kurzer Zeitraum und völlig ungenügend, um ein scharfes und bestimmtes Urtheil über die derzeitigen parlamentarischen Verhältnisse schöpfen zu können, und dennoch lange genug, um der Oeffentlich-leit und den coalierten Parteien Anlass zu einer sorg« sältiaen Umschau und Rückschau, zu einer ernsten Prüfung der Situation zu bieten. Das Cabinet Windisch-Gräh hat als den obersten Zielpunkt seiner Thätigkeit die positive, materielle Arbeit hingestellt, und von diesem Gesichtspunkte aus wird man das Ergebnis dieser kurzen Periode als nicht unbefriedigend bezeichnen dürfen. Das Abgeordnetenhaus war in der Lage, zwei Wichtige Reformgesetze, das eine militärischen, das andere social-politischen Inhaltes, zu erledigen — für Wenige Sitzungen eine ansehnliche Leistung. Besonders die Berathung der Landwehr-Novelle bot ein erfreu« liches Bild. Allein in den nächsten Tagen wird sich die öffentliche Aufmerksamkeit von dem friedlichen Felde sachlicher Thätigkeit abwenden und auf die Arena des Politischen Kampfes hinlenken müssen. Denn die bevorstehenden Debatten über den Prager Ausnahmszustand und daß Budget-Provisorium werden zweifellos den Parteien den Anlass zu principiellen Erörterungen Über die Ereignisse der letzten Zeit und über die gegen-wä'rtige politische Constellation bieten. Am Vorabend dieser ersten größeren Auseinandersetzung erscheint es zeitgemäß, sich darüber Rechenschaft abzulegen, in Welchem Zustande die coalierten Parteien den nächsten Ereignissen gegenübertreten. Es ist im allgemeinen nicht ^ verkennen, und zahlreiche Anzeichen weisen darauf M, dass der Gedanke der Coalition sich wesentlich be« Mgt. Freilich ist es unvermeidlich, dass die natür-Men Schwierigkeiten der Gruppierung verschledenartlger Mrtei-Elemente zu gemeinsamer Arbeit sich hle und du noch immer geltend machen. Allein man kann sagen, dass der Wunsch nach positiver einträchtiger Thätlgkelt, "°ch Förderung der reformatorischen Aufgaben der Ge- setzgebung von allen großen Parteien gehegt wird. Wenn neben den vielfachen günstigen Symptomen auch einzelne störende Momente hervortreten, so sind wir nicht geneigt, dieselben allzil tragisch zu nehmen. Es liegt ja in der Natur der Sache, dass die gegenwärtige Situation, welche allen Parteien ein gewisses Maß patriotischer Entsagung auferlegt und von ihnen die Zurückstellung von Parteibestrebungen verlangt, nicht sofort und nicht überall auf die gleiche verständnisvolle Bereitwillig!» it rechnen kann, und es ist begreiflich, wenn temperamentvolle Politiker sich nicht ohneweiters in die nothwendigen Anforderungen einer Parteien-Coalition hineinfinden. So wenig wir also die Bedeutung derartiger minder freundlicher Symptome überschätzen, so halten wir es doch für pflichtgemäß, auf derartige Erscheinungen aufmerksam zu machen, weil sie den Anlass zu offener und loyaler Aussprache bieten. Die Versuche zur Trübung und Verwirrung der Lage haben sich bisher vornehmlich den Club der Conservative« zu ihrem Objecte erkoren, und hier ist es die katholisch'conservative Gruppe, welcher von außenher manche Schwierigkeit bereitet wird. Man erinnert sich der bekannten Aeußerung des Herrn Hofrathes Dr. Maassen, dass die Coalition für alle Parteien und insbesondere für die katholisch-conservative eine Neutralisation der Principien bedeute, und nunmehr liegt eine Kundgebung der katholisch»conservativen Parteileitung für Niederösterreich vor, welche rundweg erklärt, sie erblicke in dem Eintritte in die Coalition eine Gefahr der Verleugnung der conservative« Parteigrundsätze. Diese Enunciation könnte einigermaßen befremdend wirken. Man wird sich vergeblich bemühen, die Gründe zu finden, aus welchen der bloße Eintritt einer der drei großen gemäßigten Parteien in die Coalition die Gefahr einer Verleugnung ihrer Principien involvieren soll. Es ist ja wiederholt mit aller wünschenswerten Offen-heit erklärt worden, dass keiner der coalierten Parteien ein Aufgeben ihrer grundfätzlichen Anschauungen zu» gemuthet wird, dass es sich vielmehr lediglich darum handelt, zunächst nur auf die Durchsetzung specieller Parteibestrebungen zu verzichten, damit eine Förderung jener Wohlfahrtsarbeiten ermöglicht werde, die ein gemeinsames Interesse aller patriotischen Elemente bilden. So weit wir die Ereignisse der letzten Zeit, die Kundgebungen der maßgebenden Politiker, ja selbst die Aeußerungen der nicht verantwortlichen Parteiblätter überschauen — nirgends entdecken wir einen Anhaltspunkt für die Annahme, dass die Grundsätze irgend einer der coalierten Parteien durch den bloßen Eintritt in die Coalition tangiert würden. Man darf vielmehr selbst den ausgesprochenen Parteiblättern die Anerkennung nicht versagen, dass sie ein beträchtliches Maß an Zurückhaltung und an Achtung vor den Ueberzeugungen der anderen coalierten Gruppen bekundet haben. Eine Gefahr für das conservative Princip kann also in dem Beitritte der Partei zur Coalition schwerlich erblickt werden. Wir möchten aber jenen Elementen, denen die Secession als das Mittel zur kräftigeren Geltendmachung conservativer Grundsätze erscheint, zu bedenken geben, dass ihre Befürchtungen sich gerade dann leicht verwirklichen könnten, wenn man bewusst oder unbewusst versuchen würde, das conservative Element in der Coalition zu schwächen. Wie sehr diese Erkenntnis in ruhig denkenden conservative« Kreisen getheilt wird, dafür spricht eine bemerkenswerte Kundgebung in dem Organe der con-servativen Slovenen, der Marburger «Südsteierischen Post», welche von ihrem slovenischen Standpunkte aus das Verbleiben eines Theiles der slovenischen Abgeordneten im Hohenwart-Club gerade mit dem schwerwiegenden Argumente begründet, dass das Ausscheiden sämmtlicher Slovenen aus dem Hohenwart-Club geradezu eine Gefahr für dessen weiteren Bestand bilden würde, und dass deshalb die Gruppe Vosnjak-Klun im Club verbleiben müsse, um nicht die conservativen Elemente zur Ohnmacht zu verdammen. Dieser wichtige politische Gesichtspunkt wird als der wahre Grund des weiteren Verbleibens der slovenischen Abgeordneten im Club hingestellt, und ihm gegenüber treten die nationalen Aspirationen so sehr in den Hintergrund, dass das Blatt ausdrücklich feststellt, das Verbleiben im Hohenwart-Club sei keineswegs von der Gewährung nationaler Concessionen abhängig gemacht worden. Diese sehr beachtenswerte Enunciation geht augenscheinlich aus Kreisen hervor, denen man Herz und Sinn für die conservative Sache kaum absprechen kann. Diese Kreise also legen den größten Wert darauf, dass das conservative Element in der Coalition intact erhalten werde, und sie würden nicht in dem Eintritte desselben in die Coalition, sondern vielmehr in dem Ausscheiden aus derselben die größte Gefahr für die confervative Sache erkennen. Dieselbe Anschauung wird von den maßgebendsten conservativen Politikern aus Feuilleton. Eine Besteigung des Großglockner (3757 m). Von Josef Vesel. VII. . . Der Weg führt von der Ndlersruhe hinunter über «lle, aus Schroffen und Zacken bestehende Mände, wuter Schiefergestein. Ueber die ganze Wand ist ein Drahtseil gespannt, und doch ist der Weg sehr unan-uenehrn. weil man auf den vereisten Platten trotzdem M ausgleitet, hinfällt und sich an den messerscharfen Landern des Schiefergesteins schmerzhafte Hautalischür-lungen. Prellungen der Fußknöchel und auch Aergeres °"z'ehen kann. Wir machten diese Wände langsam und ?°ls,'chtig. in verkehrter Reihenfolge, wie beim Ausstieg, An jetzt war Rabik erster und der Führer letzter. Eine 'kletterarbeit von vielleicht 15 Minuten brachte uns auf °en Ködrih-Kees. ^,. Der Himmel hatte sich unterdessen ziemlich ge-M. die Sonne schien warm hernieder. Die blendende Aeche des Schnees zwang uns, Schneebrillen aufzusehen. Mic hatte keine und behalf sich durch krampfhaftes lilla mit Äraaf Pascha, Mn den Frieden nut den Riff-Kabylen wieder herzustellen. Die Unterhandlungen in Tanger erstrecken sich auf die Garantien, um me Ausführung des mit Spanien getroffenen Abkommens zusichern. In der serbischen Skuptschina - Sitzung vom 10. d. wurde die Regierungsvorlage über die Statuten-Aenderungen der Nat'ionalbank nach abermaliger längerer Debatte in erster Lesung angenommen. Die Anträge, wonach die Nationalbank nur Goldbanknoten mit Goldunterlage ausgeben darf und den jetzigen Silbernoten-Umlauf binnen fünf Jahren einziehen soll, wurden an den Ausschuss zurückgewiesen. Sämmtliche beschlossene Statuten-Aenderungen besitzen die Zustimmung der General-Versammlung der Nationalbank — Das Amtsblatt veröffentlicht' ein königliches Handschreiben, worm dem gewesenen Ministerpräsidenten Dr. Dokic der Danl für seine verdienstvolle Thätigkeit ausgesprochen nmd. Wie Reuters Office aus Buenos-Ayres meldet, hab«» die Regierung für alle Emigranten und politischen Gefangenen, mit Ausnahme derjenigen, gegen welche eine Anklage beim Bundesgerichtshofe schwebe, die Amnestie verfügt. Tagesneuigleiten. — (Der Kaiser in Wels.) Aus Wels wirb geschrieben: Seine Majestät der Kaiser traf Sonntag um 12 Uhr mittags mit dem Schnellzuge aus Wien hler em. Zum Empfange hatten sich eingefunden: Seine l. Hohen der Herr Erzherzog Franz Salvalor mit dem Kammervorsteher Baron Lederer, Oberstlieutenant Varon Voine-burg, Vezirlshauptmann Fischer und Bürgermeister Schau" von Wels. Nach herzlicher Begrüßung zwischen Semer Majestät und dem Erzherzog Franz Salvator erfolg" sofort die Abfahrt nach Schloss Lichtencgg. Zu GH«" °" Anwesenheit des Allerhöchsten Kriegsherrn ist aus or Kaserne des 15. Dragoner-Regiments und auf der uano wehrlaserne die schwarz-gelbe Flagge aufgelDt- " ^ Se. k. Hoheit Prinz Leopold von Vaiern ist Sonntag »" Schloss Lichtenegg eingetroffen. <^„ — (Dynamit.Attentat.) Nach «"" ^. pesche aus Budapest wurde am Sonntag ein ^"°^, attentat gegen die Familie des königlichen Notars w lovic in Chemnitz verübt. Unter das Vrennholz war v" unbekannten Thätern eine ziemliche Quantität ^""^ gemengt worden, welches im Ofen explodierte, ^a» bäude beschädigte und die in der Küche weilende 6"" des Notar« verletzte. , .,._ -(Vrand in A n t w e r p e n.) Der Kornspe'cher «Maison Hansealique», d.ssm Gebäude 6000 t)uaorn^ meter Flächenraum bcdrckcn, wurde am 10. o. M. nacy war start gebräunt, verwittert, der Ausdruck desselben ruhig und kühn. er deutete auf genaue Bekanntschaft mit allen Gefahren der Berge. Ob die Partie gelungen ist, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Um in unserer Zeiteintheilung keine Störung hervorzurufen, blieben wir nur kurze Zeit in der Hütte, kaum mehr, als zur Besichtigung derselben und der Vertilgung der Flasche Bieres nöthig war. Man kann von der Stüdlhütte unter zwei Abstiegen ins Kalser Thal wählen, entweder durch den Teischnitz- oder durch den Ködnitzgraben. Für uns war letzterer, da wir nach Lienz wollten, kürzer und praktischer. Der Führer schlug ein so ausgiebiges Marschtempo ein, dass wir kaum folgen konnten. Der Weg war meistens gut, über steile Wiesen und Bergmatten führend, nur gleich unter der Hütte waren die Gräben schotterig und wasserreich, wodurch wir öfter sehr seichte Wasserrinnen zu durchwaten gezwungen waren. Bei der sogenannten Iörgenhütte hatten wir unseren tapferen Berliner eingeholt. Der Arme schwitzte ganz erbärmlich, seine Knie waren schon sehr schwach geworden, so dass der Bergstock ihm eine willkommene Stütze bot. Sein Führer Pichler zwinkerte uns bedeutungsvoll mit den Augen zu, was einen umso komischeren Eindruck gewährte, als der Berliner krampfhafte Anstrengungen machte, ulkig zu sein, um seine Müdigkeit zu maskieren. Wir luden ihn boshafterweife ein, mit uns zu kommen. Er musste eingestehen, dass seine Pedale im Begriffe sind, ihn gänzlich zu verlassen, bat aber, wir möchten in Kals auf ihn warten. Nachdem ihm dieses Zugeständnis gemacht worden war, setzten wir unseren Dauerlauf unentwegt fort. Entlarvt. Eine amerikanische Dorfgeschichte. Von P. . . . I Am äußersten Ende des Dorfes Foxhill, da, wo der Weg in die Wälder führt, welche an den Ufern des Delaware - Flufses die Ausläufer der Blue Ridge Mountains bedecken, wohnte vor Jahren eine Witwe Robothan mit ihrem einzigen Sohne Benjamin oder Ben, wie dieser Name in der Abkürzung heißt. Die beiden Leute besaßen ein gutes, schuldenfreies Anwesen, hielten sich Knecht und Magd und waren — wie man sagt — gut ab. Mutter Robothan, eine hochbetagte Frau, war für eine Bäuerin ungewöhnlich corpulent, litt dazu an Rheumatismus und kam daher tagelang nicht aus ihrem Schaukelstuhl, in welchem sie sich mit Strümpfestricken und leichter Näharbeit einen Tag wie den anderen beschäftigte. Umso rühriger waltete Ella, das Dienstmädchen, welches seit einer Reihe von Jahren bei den Robothans das Hauswesen besorgte und mit allen Obliegenheiten und Eigenheiten der altmodischen Familie vertraut war. Sie war deutscher Abkunft, resolut im Reden wie im Handeln und von der Natur auch in ihrem Aeuhern nicht vernachlässigt. Eines Tages im Sommer saß Ella draußen vor der Küchenthür, schälte Kartoffeln und sang ein Lied dazu. Plötzlich bemerkte sie einen langen Schatten am Boden, und als sie sich nach der Ursache dieses Schattens umsah, stand der lange Benjamin hinter ihr. Ben war so dünn wie eine Bohnenstange, hatte flachsgelbes Haar, ein kleines, rundes Gesicht und eine ""gemem lange Nase; sie stich mit dem Kinn fast ^ammen. Ben Robothau konnte demnach auf Schönheit lemen Anspruch machen und ebensowenig auf Jugend; oenn er hatte seine vierzig Jahre hinter sich. ^ Da es sich noch nie ereignet hatte, dass er ^u« bei ihrer Arbeit so aufmerksam betrachtet hätte, s" g'aume das Mädchen, er begehre nach feinem Mittagsejstn uno sagte: . . . «Die Kartoffeln sind klein, Herr Benimm, ev nimmt eine geraume Zeit ein, sie zu schalen; aver ^ werd's schon machen, dass das Mittagsessen zur recyien Zeit auf dem Tische steht.» . c > - ^ä«- «Vs8, 76«. 7^,' antwortete Ben m se"" träumerischen Weise. Dabei verharrte er auf dem ^ec«, wo er stand und starrte Ella an, dass es chr M ».. heimlich zumuthe ward. ... -^ ,n «Haben Sie vielleicht etwas anderes f"/n^ f thun, Herr Benjamin? Ich kann die Kartoffeln emi-weilen beiseite leaen, wenn es sein muss.» .. «Ich'habe mit dir zu deiner Arbeit kannst du fortfahren, ich fetze mH A" ' Ben setzte sich auf einen umgestürzten WaMU" und fuhr dann fort: . «iel, «Ich habe dir recht viel zu sagen, Ella, o dass ich nicht weiß. womit ich anfange. Ich ^"^ du wirst recht erstaunt sein über das, was ^ sagen werde.» ^... «c„nl,en «Der muss wohl ein Haar im Fr»"ck^ "«den haben. Immerhin hat er in memer WM^ ' ^ unangenehme Entdeckung gemacht. Wenn» heraus wäre,» dachte Ella. Lalwchn- Zeitung Nr 28b __________________ 2445 IS December 1893. durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört. Die Schisse des benachbarten Bassins konnten sich rechtzeitig, ohne Vchaden zu nehmen, in Sicherheit bringen. Der Wert des Vernichteten Getreides wird auf drei Millionen, der Ver-lust an Baulichkeiten aus zwei Millionen geschätzt. Man vermuthet, dass der Brand gelegt war. — (Eine Meuterei.) In Vitonto (Provinz Vari) versuchte der Iollwächter Curci unter Assistenz von Vendarmen eine Batterie von Mörsern, welche die Be« Mlerung anlässlich einer religiösen Feier vorbereitet hatte, ium .Schießen untauglich zu machen. Ein Vollshaufen suchte dies zu verhindern und bewarf die Gendarmerie mit Steinen. Die Gendarmen gaben Feuer, wobei ein Bauer Mdtet wurde. Derselbe hinterlässt eine Frau und fünf Kinder. Die Gendarmen waren infolge eines neuerlichen heftigen Angriffes seitens der Volksmenge gezwungen, sich in die Kaserne zurückzuziehen. Die Meuterer verfolgten den Zollwächter und drangen in das Polizei-Bureau ein, wofelbst sie Curci mit Petroleum begossen und dessen Kleider trotz der Intervenierung des Syndaco und des senators Rogadeo anzündeten', welch letztere ohnmächtig dem grässlichen Schaufpiele beiwohnten. Erst als Verstärkungen von Bari eintrafen, gelang es, der Meuterei kln Ende zu machen. Curci lebt noch, liegt jedoch in Agonie. Sein Zustand ist ein gräfslicher. Bei dem Handllemenge wurden einige Personen verwundet. Mehrere Personen wurden verhaftet. Das Bomdenattentat in Paris. Ueber die Entdeckung des Attentäters Vaillant Werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die Beamten der Prüfectur verbrachten die Nacht mit der Verificierung der Richtigkeit jener Aussagen, welche in den Verhören im Palais Bourbon von den während des Mentales im Saale anwesenden Perfonen gemacht worden waren. Hinsichtlich Vaillants, der seinen Namen angegeben hatte, Wurde in den betreffenden Nctenstücken das Entsprechende vorgefunden. Nach dem «Hotel Dieu» gebracht, erklärte Vaillant, sich Marchal zu nennen. Im weiteren Verlaufe des Verhöres stellte es sich heraus, dass Vaillant zwe, Wohnungen hatte, und zwar eine in Choify'le-Roi und die andere in der Rue Daguerre, wo er unter dem Namen Marchal gekannt war. Vaillant rühmt stch fortwährend seiner That und behauptet, leine Mitschuldigen zu haben. Derselbe machte genaue Angaben über die von ihm in der Kammer geschleuderte Bombe. Dieselbe bestand aus einem eisernen Kochtopf, der mit Nägeln ge-!M war und eine mit durch Wattapsropfen getrennten Hvlosivstoffen gefüllte Glasröhre enthielt. Vaillant er« llsrte, bafs sein Vorhaben, die Bombe auf den Tisch des Präsidenten zu werfen, dadurch vereitelt wurde, dass «ine vor ihm sitzende Dame, auf die er sich stützte, im Augenblicke, als er die Bombe schleudern wollte, eine Bewegung machte, welche die Schwungkraft feines Armes hemmte. ^ .. . Die Bombe, welche aus das vorspringende Gesimse der Gallerie auffiel, explodierte sofort, verwundete mehrere in der Nähe befindliche Personen und Vaillant selbst, welchem ein Theil der Nase weggerissen wurde. Vaillant behauptete, dass sich in seinem Zimmer in der Rue "aguerre noch Explosivstoffe befinden. Bei der nun vor-genommenen Durchsuchung in derselben fand man einen Kochtopf, welcher jenem ähnlich war, den er in die Kammer geworfen halte und einige Nägel. Vaillant bar vor einigen Jahren verantwortlicher Redacteur emer socialistischen Revue. Derselbe ist verheiratet und Vater b°n zwei Kindern, die er verlassen hatte, als er sich "°ch Vuenos-Ayres begab. Nach Frankreich zurückgekehrt, wnrde er fünfmal wegen Diebstahls und anderer Delicte ^gestraft. Der Polizei war er als eines der fanatischesten .. Als Ben jedoch eines"ihrer langen Schürzen bander in die Hand nahm, um seinen Finger wlckew Und wieder abwickelte, da stellten sich schon die nch> Mn Gedanken bei ihr ein. und sie war auf das, weitere gefafst. «Ella,» begann er schließlich. «Nun, Herr Benjamin?» erwiderte Ella. . «Hat dir jemals einer gesagt, Mädchen, wie schön d« bist?. «Aha,, dachte Ella, «da bist du ja schon,» und "widerte dann scheinbar entrüstet: «O min, Herr Ben-"Mm, wer sollte mir wohl so etwas gesagt habcn^ f, Und doch hatte es ihr jemand gesagt, an dem-'elben Morgen, und nicht einmal, sondern zehnmal, l .. «Hm,, erwiderte Benjamin, «ich glaube davon so N als ich will. Aber hübsch bist du, Ma arg Msch. Du hast ein Gesicht wie Rosen und Apfel-Mten. Dabei bist du eine so gute Wirtschafterin, und ^7 und — für mich wär's Zeit, dass ich heirate, "enkst du nicht auch, Ella?» ,. «O, Herr Benjamin, was lümmern Sie stch ^ meine Meinung, selbst wenn ich eine darüber Ate, was aber nicht der Fall ist. Was geht denn das "lch an?. , «Was es dich angeht, Ella? Gerade dich geht ei ?!>' sonst niemanden. Ich will dich heiraten. Maocl, "H und leine andere. Na, sieh mich nicht nur so Mitglieder der socialistisch - revolutionären Partti seit langem bekannt. Die Zahl der Verwundeten beträgt über siebzig, wovon dreißig sofort in ihre Wohnungen zurücklehren konnten. Cin gewisser Doux wurde fchwer verwundet in die Chariti gebracht, sein Zustand ist hoffnungslos. Von den Deputierten sind nach Mittheilung der Quästur folgende verwundet: Leclect (verwundet am linken Ohr)' Abl^ Lemire (an mehreren Stellen des Kopfes verwundet, sein Zustand ist im Laufe des Abendes etwas befriedi« gender); Graf Lanjuinais (verwundet am Kopfe); Du» saure, Cousin, Delaferronays, Dumas, Leffete und Le-coupanec, letztere alle leicht verwundet. Die Dame aus Wirn, Frau Leon Mandel, ist nur leicht verletzt. Trotz des Atlentates waren die Theater und Concerte sehr gut besucht. Der Socialistenführer Jules Guesde stellt in Abrede, gesagt zu haben, dass derlei Attentate sich nicht ereignen würden, wenn man den Anarchisten Concessionen machen würde. Kammerpräsident Dupuy erhielt eine unzählige Menge von beglückwünschenden Schreiben und Telegrammen. Local- und Provinzial-Nachrichten. Sitzung des Gemeinderathes am 12. December. * Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Peter Grasselli fand gestern eine öffentliche Sitzung des Gemeinderath?« statt, bei der 1b Gemeinderäthe anwesend waren. Nach Verification des Protokolles der letzten Sitzung nahm der Vorsitzende die Verlesung der Einlaufe vor. Aus Anlass des unterthänigsten Glückwunsches des Ge-meinderalhrs zum Namensfeste Seiner Majestät des Kaisers gelangte der Allerhöchste Dank herab; die gnä' dige Kundgebung wurde mit den lebhaftesten Freuden-bezeigungen zur Kenntnis genommen. Die neu angestellten Beamten haben gelegentlich ihrer Beeidigung den Dank für die ihnen zulhül gewordene Berücksichtigung ausgesprochen. Gcmeindcrath Vladimir Hräsly zeigt die Nieder-ltgung feines Gemeinderathsmandates wegen Ueberbürbung durch andere Verufspflichten an. Ueber Antrag des GR Hribar wird der Bürgermeister bevollmächtigt, den Genannten um Zurückziehung seines Entschlusses zu ersuchen. Zum ersten Punkte der Tagesordnung berichtet GR. Subic inbetreff Ueberlassung eines Bauplatzes zur Erbauung eines neuen Obergymnasiums. Der Gemeinderath hat in seiner Sitzung vom 13. December 1692 beschlossen, einen Bauplatz zu diesem Zwecke unentgeltlich unter der Bedingung der Unterrichtsverwaltung zur Ver« fügung zu stellen, dass auch das slovenische Untergymnasium in dem Neubaue untergebracht und die leeren Räumlichleiten des Lyceums der Gemeinde zu Schulzwccken überlassen werden. Nachdem das hohe Unterrichtsministerium diese Bedingungen abgelehnt und unter einem den Ge-meinderath verständigt hat, dass das slovenische Untergymnasium sowie die Studienbibliothel in den renovierten und adaptierten Räumlichkeiten des Lycealgebäudes unter« gebracht würden, nachdem ferner der Neubau an die bedingungslose Ueberlassung eines Bauplatzes geknüpft wurde, beantragt die Vausection: Die Stadtgemeinde stellt zu dem erwähnten Zwecke der hohen Regierung den Platz in der Nähe des Coliseums, wo sich gegenwärtig die städtische Baumschule befindet, unentgeltlich und bedingungslos zur Verfügung. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Dem Ansuchen der lrainischen Baugesellschaft um läusliche Ueberlassung eines Baugrundes an der Rosen-bacherftraße wird unler der Bedingung Folge gegeben, dass dieselbe für die Quadralllafter 7 st. entrichtet und verbli'lfft an. Denk darüber nach, Ella, und gib mir deinen Bescheid heute Abend. Hörst du, Ella, heute Abend.» , . . Damit stand Ben auf und entfernte stch langsam. Ella aber, resolut wie immer, rief ihm nach: «So warten Sie doch. Herr Benjamin, ich gebe Ihnen die Antwort sogleich. Eine Person in meiner Lage braucht sich nicht lange zu besinnen, ich bin nämlich mit Jack Fischer verlobt. Das macht der Sache wohl ein Ende, nicht wahr, Herr Benjamin?. Veu Nobothau wandte sich herum. Sein Gesicht war feuerroth vor Zorn; aber er antwortete ruhig: «O, ich weiß nicht, Ella, Weiber ändern ihre Gesinnungen oft, und dir wär's gerade nicht übel zu nehmen; denn als du dich mit meinem Knechte ver-lobtest, konntest du nicht wissen, dafs ich selber kommen nud mich dir anbieten würde.» «Danke, Herr Benjamin,, erwiderte Ella «Ich werde von diesem Privileg zwar keinen Gebrauch macheu, aber Ihre Werbung ist immerhin schmeichelhaft für mich.» Als sich Ven wieder zum Gehen wandte, sagte das Mädchen: «Vielleicht, Herr Benjamin, wird es jetzt besser sein, wenn ich mich nach einem anderen Platz umsehe.» (Fortsetzung folgt.) bls zur Erledigung der mit der Südbahn schwebenden Verhandlung über Abtretung eines Grundcomplexes, worauf erst die Regulierung der neuen Straße erfolgen kann, ein Stück des alten Weges provisorisch auf ihre Kosten verlegt. GR. Zabulovec referiert namens der Polizeisection über die Benennung der neuen Straßen nächst dem Landes " museum. Im Sinne eines früheren Oemeinderathbeschlusse erhalten die sämmtlichen neuen Straßen ihre Benennung in der Verlängerung bis zum Südbahngeleise. Die Section beantragt daher: Die «Coliseumgasse» behält ihre Benennung vom Smole'schen Hause bis zum Südbahngeleise. Die neue Gasse zwischen dem Rudolfinum und den neuen Zhuber'schen Häusern, einschließlich der seinerzeitigen Verlängerung zum Casino, erhält die Benennung «Subic-Gllsse»; die gegenwärtige «Nonnen«Gasse> wird bis zur Südbahn verlängert; die künftige »Rosenbach - Straße» beginnt zwischen der Reitschule und dem Ludwig'schen Hause; die neue Gasse zwischen den Samassa'schen Häusern und dem Besitze des Gärtners Korsika wird «Na vi-tköi,, die neuprojectierte Straße von «Ak vi-taöi'» zur Latter-mannsallee «Levstil-Gasse», die Gasse vom «^uT'oäni äonl» bis zum Coliseum «Toman-Gasse» benannt. Die Gründe jenseits der Südbahn erhalten den Collectivnamen «Tivoli». Diese Anträge werden mit einem Amendement des GR. Hribar, die Benennung der »Erjavec-Gasse» in der Verlängerung zum Südbahngeleise zu belassen, angenommen. GR. Hribar berichtet über ein Ansuchen des Eislaufvereines um Verlängerung der Wasserleitung bis zum Eislaufplatze und unentgeltliche Ueberlassung des Wassers zum Bespritzen des Eises. Der Gemeindcrath beschließt über Antrag des Wasserleitungs-Directoriums, die Leitung aus Kosten der Gemeinde gegen eine Bei-tragsleistung von 200 fl. seitens des Vereines durch' zuführen, die Anbringung eines Wassermessers zu veranlassen und das verbrauchte Wasserquantum gegen eine Vergütung von 12 Kreuzer per Cubilmeter zu berechnen. Ueber Antrag des GR. Tavcar wirb die erstgenannte Be-!günstigung nur unter der Bedingung gewährt, dass sämmtliche ?'.ufschristen in der Umgebung der Eisbahn in beiden Landessprachen angebracht werden, l GR. Valentincic referiert namens des Directoriums der Verzehrungssteuerpachtung über den Entwurf einer Verordnung betreffs der Rückvergütung der Gebüren bei der Ausfuhr von Vier aus Laibach. Das hohe Finanz» Ministerium wünscht einen einheitlichen Vorgang in dieser Richtung in geschlossenen Städten und holt diessällige Gutachten derselben ein. Nerzehrungsfleuer-Director Vilhar hat eine bezügliche protokollarische Erklärung bei der Finanzdirection abgegeben, die der Gemeinderath nachträglich genehmigt und zugleich beschließt, den Genannten zur birecten Verhandlung mit den Finanzbehörden für die Zukunft zu bevollmächtigen. Punkt 6» (Verlauf des Baugrundes nächst der Lattermannsallee) sowie 6« (über den städtischen Voranschlagpro 1894) werden von der Tagesordnung abgesetzt. GR. Hribar berichtet namens der Finanzsection über das Gesuch der «Fremden-Zeitung» um Subvention. Der Gemeinderath beschließt, übereinstimmend mit den Sectionsanträgen, eine Subvention von 75 fl., ferner einen Beitrag von 50 st. zur Anschaffung von Cliches den Verlegern, und zwar letzteren unter der Bedingung zu bewilligen, bass die Niche's seinerzeit in das Eigenthum der Gemeinde übergeben und der Landesausschuss zum gleichen Zwecke die angesprochene Unterstützung von 125 Gulden bewilligen wirb. Nach Schluss der öffentlichen folgte eine geheime Sitzung. ___________ * (Verabschiedung.) Gestern verabschiedete sich das gesammte Officierscorps der hiesigen Garnison in officieller Weise von Sr. Excellenz dem Herrn FML. Freiherrn von Albori. Abends sand in den Casinolocalitüten zu Ehren des scheidenden Divisionskommandanten ein Officiersabend statt. — (Save-Ueberfuhr bei Sagor) Die k. l. Landesregierung hat dem Martin Korbar aus Töplih, welcher seine zur Saoe-Ueberfuhr oberhalb der Eisenbahnstation Sagor benutzten Schiffe neu hergestellt und ein neues Spannseil angebracht hat, die Concession zum Betriebe der Seilplältenüberfuhr auf weitere fünf Jahre verlängert und den Gebürentarif folgenderweise genehmig?: von einer Person 3 kr. bei normalem, 4 kr. bei mittlerem und 5 bis 10 lr. bei hohem Wasserstande; von einem Wagen mit zwei Pferden, Ochsen oder Kühen 40 bis 50 ki-.; von einem Einspänner 20 bis 25 lr.; von einem Pferde, Ochsen oder Kuh 15 bis 20 lr.; vom Kleinvieh per Stück 2 bis 4 lr. —o. — (Die Stadt Laibach als Erbin.) Vor kurzem starb in Berlin der dortige Besitzer und Handelsmann Alois Tercel, ein gebürtiger Krainer, der sich durch Fleiß und Ausdauer ein ansehnliches Vermögen erworben hat. Einer aus Berlin Hieher gelangten amtlichen Mel» dung zufolge hat Tercel unter anderem die Städte Laibach und Berlin mit einem Legate von je 10.000 Marl be« dacht und auch sonst namhafte Betrage zu wohlthätigen Zwecken vermacht. Lllidochcr Zeitung Rr. 285. 2446 13. December 1S93. — (Die Ausstellung von Kunststickerei-Arbeiten), welche am 9., 10. und 11. d. M. von den Lehrerinnen der hiesigen Fachschule'für^ Kunststickerei und Spihennäherei im Ieichensaale der Anstalt arrangiert wurde, hatte sich namentlich am letzten Tage eines bedeutenden Vesuches zu ersreuen. Die Ausstellung beehrten auch Herr Landespräsident Baron He in sammt Gemahlin sowie Se. Excellenz der hochwiirdige Herr Fürstbischof mit ihrer Gegenwart. Vom Director Zubic und den ausstellenden Lehrerinnen empfangen, besichtigten die hohen Besucher sämmtliche Objecte und drückten wieder» holt ihre Befriedigung über das Gesehene aus. — Die Ausstellung war bekanntlich keine eigentliche Schulausstellung, sondern eine private, von der Fachlehrerin Johanna Fäderl ins Werk gesetzte Zusammenstellung der Arbeiten der Lehrkräfte und ihrer gewesenen Schülerinnen. Dem Vereine für die Unterstützung dürstiger Schülerinnen warf sie eine willkommene Spende ab. — (Vom neuen Spitale in Rudolfswert) geht uns die Nachricht zu, dass die , bezüglichen vom ^ Baumeister und Architekten Herrn Wilhelm Treo aus Laibach ausgeführten Adaplierungsbauten^ am 9ten December einer commissionellen Besichtigung unterzogen und die Localitäten vermöge ihrer soliden, den^ sanitären Vorschriften entsprechend ausgeführten Herstellung zur llranlenaufnahme geeignet befunden wurden. Diefe neue Krankenanstalt enthält im ersten Stockwerke drei' zur Aufnahme von Kranken bestimmte große Säle, ein Opera» tions« und zwei Extrazimmer; ebenerdig aber ein Auf-nahms-, ein Ordinations«, ein Isolier» und ein Bade« zimmer, alle diese Räumlichkeiten sind trocken, licht, mit Ventilationsapparaten, gut schließbaren Fenstern,-'und Thonöfen versehen, die Fußböden theils aus Cement, theils aus >Holz .hergestellt und letztere mit Oelfarbe angestrichen; ebenerdig befindet sich auch die Küche, die Wasch- und die Trockenkammer; im Hofraume die ganz auscenlentierte, »it Filter versehene llifterne und i» Oarten eine provisorische Leichenlammer. Die Closets in den Aborten sind schließbar, werden mit Wasser bespült und die Nbfallstoffe aus der hermetisch verschlossenen cementierten Senkgrube mittelst einer Pumpe entleert. Der Dachstuhl des Gebäudes wurde ganz neu hergestellt und dasselbe mit Ziegeln eingedeckt. Demnach ftcht der Etöffnung dieser Krankenanstalt nichts mehr im Wege, und wird die hiezu erforderliche Bewilligung der l. k. Landesregierung de«nächst gewärtigt. —o. * (Deutsches Theater.) Man weih. welche vorzügliche Wiedergabe - Sauer, Kfm., Großkanischa. - Strohbach. 0berl,eutenam, Görz. - Norovicla, Marine.Ingenieur. u. Mladic, Manne Officier, Pola. - Palme, k. t. Notar, s. Frau, Iuy"5 «Nwb t, Himmel» HL» ?U.MgV?35 6 0-6" wInbM^ bewvlit ^ lX) 12,2» N. 7364 24 SW. schwach bewölkt gz^n 9 . Nb. 735 8 16 W. schwach bewölkt V^wöllt. nachts Regen. - Das Tagesmittel der Temperatur 1 - 5", um 2 - 3° über dem Normale. ___________ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianu^cyow»^ Ritter von Wissehrad. —¦---------------— m OTTO MAASS & SOHN % O «L> ^' Aelteste und grösste * alle Zeitungen und Insertions^ g> -. Organe des In- und Auslandes1 ist « Prompte, discrete und bllllgo Bedienung. • -- Zoitunesiitiloeo, EootonvoranBchl»eo gratiii u. franco. ~* 5NB. Dio F.iit«r>Koiina}iinr) von OMertbrlefen Qj Knnc.liliilit dim«! (lf!li, Eilber vcrz. Iäüner-Inli 9? 3?» 97 55 , >> „ ,, «pril^October 97 »5 N7 55 «54er 4"/„ Staasslllse . 250 fl. ,1b'— <7„ .. „anze 500 I, ,15 75 ,<«'-< ?^" " ..ssünftelioo fl. ,l^r Etaatslojc . . 100 st. 194 5N 1!'5 50 dt°.. ,. . . 50 fl. 194 50 ,95, 50 '/» Dllm.-Mbr. k l«n fl, . . l»? io ib8 ia f"/» Oest. Goldrrnte, steuerfrei „8 30 ,1» 50 "/« l)sst. Notenrente, steuerfrei - — — — /° bto. Rente in Kroncuwähr. Ntuerssfi M nm kronen Nom. W55 9N 75 °/°,d!o, b»o. dlo. per Ultimo 9N eo 9«-80 ^ltnbah«. StllatSschnlbder. lchltibunllen, tlilabethbahn in G. steurrfrel ^,(°,Nom. 5'/."/» »L, 70 ,2240 ' V/°«udblvh «. l, E. (did. St.) für 1<««1fi Nom. . . — — —'— ' /° dtn, i.Kroncuw. fteuers, (dw. .„, Et, stir 200 »,>r. Nom, 9N :5 97 ib ' /n Noraliberner Vahn!» Lilb. »<>UU, 1000 si, f. ,'///»...... »Ü» ' ^.' . °'° SnI^.'Tir. 20N fl.«, W.5°/n XL» 224- ' "aliz.karl Uudw, U,u>>- «00 M, 4°/„ , . . »1525 l,L2!> lklifabethbahn, «w u. «000 Vl. L00 M. 4"/„...... 128 8« ,23'50 ssrain Joseph V. Em. I ß«4 4"/„ 9?,« r«' — Oallzlsche Karl ° Kndwig Ällhü VlN, ,»«1 Ul>0 st, S. 4°/„ . 80 L5 97-Lb NorllrlbergcrVahn, »tmifs. l««4, 4",^(biv.L!,) E,,f. lNOfl.N. 96 50 l»7'50 UN«. Golbrente 4°/« per Vasse, — —------- bto. dto, oto. per Ultimo . . lie 25 i,6 45 bto, Mcnte «^onrnwHhr., 4"/„, stslierfrcl sür 200 Kronen Nom. 98 !»5 94 15 4„/" dlo. dto. d!o. per Ultimo. 94 15 94 »5. 0t°.St.«.«ll.Golol00fl.,4'/,°/„ ,24 75 lül. 75 dto. bto. Silt», !00 fl., 4'/,°/p ,ru 80 l«1 80 dto. Vtaale-Oblig. (Ung. Obftb.) v. I. ,«7N, b°/, . , 12» — ,82 l>0 d<°.4V,"/<, Schllnkeglll-Nbl.'vbl. 9!» 80 ,00 «0 dtl». Präm.-Knl, il 10« fl. «. W. ,47 75 !4« 5« bto, bto. 5 bN fl. Ü. W. ,47 75 1-18 25 Theih Meg.°Lofe 4"/„ lcxi fl. . 14, Lö!,4,-?5 Gnmdlntl.-Vbllgatlon«« (für ,00 fl. -2!> 130-- Prämien N»l. b. Stadtgm, Wen ,75-25 17« 25 <ör!rl'll»»lnlehen verlosb. 5"/„ lONvO ioo-6« 4«/« vainer Lanbe» Anl. . . 7>l!0 »8-<,U V«ld Ware Psandbri»ft (für 100 fl.). Voder. aNg. «ft, , .. in 50 .. 4»/,°/, —'- —'— Vobcr. all«, bstr. in LU I. vl.4°/, 98 40 9»»« dto. PrHm.'Schlbv. 3V«, l.Vm. „4 75 N5 75 dto. „ 3"/„,II.Vm. ,14 60,15 80 N.-Usterr. Üanbc«-Hl,p.Anst. 4°/« ?9-en 10U 40 Oest.'Niss. Van! vcrl. 4'/»°/» . ------- ^- — bto. „ 4"/, . , 99-90 100 70 bto. 50jiihl. „ 4°/o . . 99-90,00 70 Spllrcassl, l.öst., 80 I. 5'/,°/»^, !00'50 ,0^ — Vriorit8l0'Vbligati«n«n (für ,na fi,). sserdinands-Nordbahil «km. »886 »»-, b l 00 15 Oestcrr. Norbwcstbahn . . . ,0«'— «n« 80 Vtaa«l>ahn....... 208 — 206 »0 Vl!d5llt 40 fl. «M. . . . b« »5 l.7 25 Notbrn lkreuz, 0st, »es.v.,lN fl. ,S'- 19-0 Rochen Kreuz, un<<, Vef, v,, 5 fl. l» 75 13 25 Rudolph Lose IN fl..... 22 75 23-75 Llllm^oft 40 st. LM, . . . 70 50 71 IN Vt, Oenoi« Lose 40 fl. CM, . k» 2!, 70 25 Walbsleiii-liose 20 fl, CM. . . 4? bv 48 50 Wind!h «oft «0 fl. EM. . --- ->— Wew, ^ich.d.«", „ Präul.'Echuldv. d. Vubcncrcdiwnft.l.Vm, '9-Ü0 »n-/.,, dto. II, TM. ,889 .... «8— 3»- «aibacher «ofc...... 2b- «7 — «eld ware Kank-Actien (per Stück). «Inglo Vest. Van! 200 ss. S0"/„ «. ,52 — lk>2 5N Ua,ill,e--e si., 4,7 75 4l8 50 Drposttenblln', Ally., 200 si. . L23 50 225 - TecompwGcs., NbrUst., 500 fl. ««» — 6«b'50 Oiro-ullass'nv,, Wiener, 200 fl. 249'— z>5»'— Hypolhelc,lb.,eft,.200fl,25°/,2 78— «0 — L«nd»rk>lll,l, ss! , 2<»0 fi, . . , 251 75 25» 2', Oestrrr.-Ungar, V»nl «00 fl. . ,004 1008 Unionbanl 200 fl...... 254 —2b<50 Verlehrlbaul, «lla., ,40 fi, . »78 — ,74 — Altkn »on Zlan«p«rt» Pntnnchnmng»» (ver Vtiilli. Nlbrcch! Bah,, 200 fi. Silber . ftb-— ib?^ «luIstll'Tcpl. Vlcnb. 800 fl. . . 181s. 1840 Vöhm. Nordbahn 150 fi. . . 2l9bN«l02, ,. Weftbahn »M ft. . . 874 j»7« — Vulch«ehr!,c!7i Eil. b«> ft. «M. 1188 1142 dto. M, v) »00 st. . 4H8 — 454-50 Donau « Dampffchiffahrt » Gef. Oeficrr. boo fl. 0fi.E. —'— -- Ferdinand« Nordb. »noofl, «M. l887, «»90 Uemb. Cvnww. Iassv «ti'enb.» Vekll^, 20« st. L. . . »»l2 — ,«8 — Uloyd, «fte«., IrieN, 500 si.«« 46,, — 471 — cesterr. No^bweNb «>0fl, Vilb. 2lk> — 21« — dto. (111. U) 200 fl. S. . .«88 75 39 50 Plan-Lulcr Ellenb. ,50 fl. Lilb. «9 25 89 75 Liebenbüraer Visenbahn, erste. —- - Ttaatecisrnliahn 200 fl, E. . . »N« - 30« 50 Vüdonhn 8 fl. Silber ... «06 75 107'— küwiüldd. llirrb. Ä 200 fl. «M. ll<4 5« >>>5'— I-^^^ad He! .Wc..l?0ll.o,w. ^74 — 271. — tM,<««7 ««111. - . »eld War, Tramwah-Vei., neue Wr.,Prl«° rilHt« Aetien 10« fl. . . . 94 50 95'5U U»i,, galz.ltilenb, 2N0 fi. Vilber »0» «»»04-— Un».Wes«i,(Nll»b'Vlllz)l«)0fi.V. »«, b« LN« ,b Wiener Loealbahnen.»ct..«ef. S? — --— Indnftsit-Actin» (per Stück). Naugel.. Nllz. vest., 100 fi. . ,07 — »09'btt «tavbier Eifen- unb Ttahl'Ind. in Men ,00 fi..... «b — «« — Eiseilbahnto.-Lelhg.. erfte, 80 fi. 99 75 100 — „llbemM". Paftiers. u. V. », <» 5 > 44 50 Uieftnger Vroueret »«« st. . ,0? 5ft »08 K0 Vlm««n<««1«lllch.. >ft«rl.»«lplnt 4«?l>, 47 20 t.i:»«er Wnl>3nb.»«es. »no st 4»? — » - Trisailer »Menw.-Ges. 70 st. ,59 5« >»o — Wa?fer«f.°«.,«best.ln«ltn,lN0fi. «47 — 25» — Waggon llelhonst., »ll«. w Pest, 8« st......... 3b0 — 853 — «l. »au^ltMchaft too st. . . 1L8 — »29 «i Men«berg«8«e9«l'«lcui-y...... —— -'-— Valuten. Ducaten........ b »9 »»2 20-ssranc« «Stücke..... 9 »8 994 Silber........ _-->.,'- Di-'iNchs N,!ch«f!nnln!,ten . . «1'8N,K» 87. Illlllenilche Vanlnoten . . . 44—^ 44',5 Papicr-Nnbel . , 1 »,,^! , »» Deželno gledišoe v Ljubljani. š». 25. Dr. pr. 6s>H. V sredo dne 13. decembra drugikrat: )?]*eiioci*töe v Oranatli. Homantibka opera v dveh dejanjih. Spisal L• pl. Hraun. Uglasbil Konrad Kreutzor. 1 osloveiiil Jos. Cimpcrrnan, prirodil E. Gangl Kapclnik g. Fran üerhid __. 0 a ^-______ f attbrs'f fyrattt in i nibad). -ttonjou Döiiitcrstacj 5cn {<{. Vicbv. Per f?nin#0 (JPngHnrri). FürBörse-Speculanten I unentbehrlich ist die I „Heue Fortuna", | (XVI. Jahrgang.) B Wlen I., Adlergasse Nr. 5. i (4056) Probenummern gratis. 106—79 [ Eine größere Partie Tiroler und Unterkralner (3803) 2U nur echte Ware, offeriert zu mäßigen Preisen und bei Abnahme von 50 Liter aufwärts •Tos. Paul in in Lalbaoh, Marionplatz Nr. 1. Billig zu verkaufen: Brookhaus, Convorsationslexlkon, \i), Auflage, 16 Bände, geb., wie neu. Angebote vermitlelt die Administration dieser Zeitung. (5513) Soeben erschienen: Gothaisclicr Hofkalender. Almanac ' ' 10'65> > ' ' 7'10 veneaig.....(und Frcs. 26-10, \ und Frcs. 18-25, l und Frcs. 11-20 Billetgiltigkeit vierzehn Tage. (5510) Näheres die Placate und Programme, welch letztere in der Administration dieser Zeitung gratis erhältlich sind. G. Schroekls Wwe. oono. I. Wiener Relseburoau, Wien I., Kolowratring Nr. 9. 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