Schristltitmig; «atha»Sgafle Kr. 5. Cc!ctt«n Nr. 21, boltntJitt. e »f < 4 ftn n »: tiijtia fall • uliufync Du 6eiui- , st-irr-loz« ota 11—11 Qtt Dmu 9 «ftlftnlt-r« »nini rt<3 iwmecloft ifin-fsKUMn ilat frnUiflittjii. ■int sie IteMlnnu jcjica Peridi-.it., sn billign f«fl-»rtfltai «Amreii (BtQiflrn. •rt iBUftrtSolimitn K»tW- tt>4U|. tX< . »-««>»- IBaäif eti let« j 'dn> «tttw!»» un» easiitag Srnoaltuo»: -liathanSgasse Sir 3 reit«»«» Wt. tt, Intrirt«» Vezvz- '■> ^iromai Duck Mc Kilt d«vi>c» ! rurttrflilrtig ... X l'M . . . . K «M ««-.(litttj. . . . K IS'M »», (1(11 mtt gnWliui« tai Haul: ».'analtlö .... R r — . . K «•— fMlkjöiaS . . . . K 6'— «5-qjiyrt, . . . T 1»— ts?l Hcdan» rrtStfa (IA oic ein - 0nU SSHCttt: u,. Nr. 84 (Siüi, Samstag den 21. Oltobcr 1916. 41. Jahrgang. Dir hfliujfvtf Festung. Wenn den Engländern der geplante Aushungerungskrieg gegen die Mittelmächte vorgehalten wird, hört man immer Antwort, es handle sich hier um eine belagerte Festung. So wie eine Festung eingeschnürt wird, um mit allen Mitteln bezwungen zu werden, so wie man eine Festung nicht bloß mit Waffen bekämpft, sondern auch mit dem Hunger, so stehe eS in diesem Weltkriege mit den Mittelmächten alS Staaten. Sie seien nichts anderes als ein« große, von den Feinde belagerte Festung. Das Bild entsprach ,u KriegSbeginn so ziemlich den Tatsache». Aber daS. was man im Kriege gemeiniglich als be-lagerte Festung erklären kann, waren die Mittelmächte doch nie. Immer gab eS Lücken in der Um-sossung, der Ring war nie vollständig geschlossen. Je länger aber der Krieg dauerte, desto mehr in» derte sich dieses Bild von der belagerten Festung, desto weniger entsprachen dir tatsächlichen Verhält» nisse der Mittelmächte den Verhältnissen, in denen eine belagerte Festung zu leben hat. Wenn eine Fe-stung vom Feinde umstellt ist, so rückt er in der Belagerung doch auch immer näher an den inneren Festungsgürtel heran. Bei den Mittelmächten, die England als eine belagerte Festung hinstellt, ent-wickelten sich die Verhältnisse gegenteilig. Anstalt snger zu werden im Raume, wurde diese Festung immer größer, dehnte sich in ihrem Bereiche immer mehr aus, drückte immer mehr )ie Belagerer zurück, um Gebiete, die srüher dem Belagerten ge! orten, in sich aufzunehmen. Vor einem Jahre wurde aber au» dieser be-lagerten Festung der Mittelmächte »ach Südost ein Ausfall unternommen, der die Einkreisung an dieser Stelle völlig zerschlug und eine breite Oeffnung schuf. Mit der Eroberung Serbiens, mit dem Ein-tritt Bulgariens in den Weltkrieg an der Seite der Mittelmächte waren die Verbindungen mit dem tür kischen Reiche geschaffen und damit der KreiS, den die Belagerer geschlossen hatten, gegen Südosten zu zerschmettert. Gegen Nordosten wurden 'weite Ge-biete, die dem Belagerer gehörten, erobert und in den Festungsbereich einbezogen. Im Westen hingegen wurden die weiten Gebiete, die gleich im ersten Aus- Nachdruck verboten. „Zur Weiterbeförderung . . Novellette von W. Rallst. Oberst von Dürhclm fuhr aus seinen Grübe-leien auf — es klopste. Der Adjutant brachte dem Vorgesetzten einen Brief. »AH--die Feldpost I Nachricht von da- heim!" nickte Dürhelm. „Solche Abwechslung kann man in diesem Nest gebrauchen I..... Heda, lieber Zeisewitz, — waS ich noch fragen wollte: Hat Leutnant Berndt sich wieder eingesundcn?" „Nein, Herr Oberst. Man befürchtet, daß Berndt in französische Hände geraten ist." „Zum Kuckuck — wie ist daS möglich? Er rückte doch mit unS hier ein! Und schachmatt, wie wir alle waren — waS hätte der Leutnant da außerhalb deS OuartierS zu suchen gehabt? Zumal wir in zwei Stunven wieder weiter müssen! — — Na — bringen Sie mir Bescheid, Herr Adjutant, sobald" — Dürhelm lächelte sarkastisch — „von Leutnant Berndt etwas lautbar wird." Eine Falte hatte sich in die Stirn des Cfrer» sten gegraben. Er ließ sich in den primitiven Stroh-stuhl sinken, daß er ächzte, und starrte, den Bries unbewußt umklammernd, dumpf brütend, zu der niedrigen Balkendecke auf--. Leutnant Berndt! falle genommen waren, den verzweifelten Versuchen der Feinde gegenüber festgehalten, teilweise sogar erweitert. Ist das noch das Bild einer belagerten Festung? In England gefällt man sich in dieser Darstellung der Lage der Mittelmächte und sucht daraus auch politisches Kapital bei den Neutralen zu schlagen. Man weist aus die Absperrung der Nordsee hin und daß auch Oesterreichs Handel durch die Sperre bei der Straße von Otranto völlig M m gelegt ist. Man verweist auf die Festungen der Eng-iänder bei Gibraltar, die es ihnen ermöglich««, das ganze Mittelmeer abzuschließen, man verweist auf den Besitz des Suezkanals durch England. So wird den Neutralen die gewaltige Macht Englands zur Z-ee fast täglich vorgehalten und die Ohnmacht der Mittelmächte dagegen zu beweisen gesucht. Nun ha-be» die deutschen Handels-U Boote auch die strengste Absperrung der Nordsee durch die Engländer dnich-brachen und so gezeigt, daß der B griff der Blockade nach den strenge» Bestimmungen des Völkerrechtes in der Nordsee nicht gilt. Jetzt ist gar ein deutsches Kamps U-Boot bis nach Nordamerika gelangt und hat mit der Jagd auf Schiffe, die von Nordamerika Kricgsgeräte und sonstige Hilfe nach England b.in-gen sollen, erfolgreich begynnen. Kann auS einer iielagerten Festung heraus derartiges unternommen werden? DaS B ld wird völlig hinfällig. Die belagerte Festung, von der England ge-sprechen Hat, wird, je länger der Krieg dauert, desto mehr ei» Wahngebilde der Engländer. Die Neutra-len aber, die sich bis jetzt von solcher englischer Darstellung beeinflussen ließen, mögen an der Hand-habung des SeerechteS seitens der Engländer die große Gefahr erkennen, die allen seefahrenden Völ-kern von dieser Seite droht. J?tzt erst ist es klar geworden, was England unter seiner „Oberherrschaft zur See" versteht. Das ist die rücksichtslose Hand-habung der Gewalt, die schamlose Beugung jedes Rechtes, wenn der Vorteil Englands solches ver-langt. Wer sich dem Drucke Englands nachgebend unter daS Joch des Britenreichc» beugt, entäußert sich eines j.den Rechte« sür weitere Selbstbestimmung. Da» haben zunächst alle erfahren, die in diesem Kriege an die Seile Englands traten und die dru-tale Gewalt englischer Politiker würden, wenn der Krieg zugunsten der BerbandSmächle endete, nicht Dieser Name gab ihm jedesmal einen unan» genehmcn Ruck, verdarb ihm auch die Stimmung gründlich. 'n drahtiger Kerl, voll toller Einfälle — vom wütendsten Angriff kam er mit dem gleichmütigsten Gesicht von der Welt wieder — na ja, 'n glänzen-der Frontoffizier eben —. Und dennoch, ihm, dem Oberst von Dürhelm, einfach unerträglich. Der Brief knisterte, so heftig hatte sich die Hand de« Grübelnden darum geballt. Dürhclm er-brach ihn hastig — —. Geheime Fäden spannen sich von diesem Leutnant Berndt zu dem Brief aus der Heimat--. Hand aufs Herz, Jobst von Dürhelm, wenn diese Geheimsäden nicht existierten, würde dieser Berndt nicht nur ein glänzender, son» deru sogar dein bester Offizier sein! Pfui Teufel! Diese niedrige Balkendecke schuf wohl gar solch niedrige Gedanken! Daß man sich ihrer nicht erwehren konnte! Warum mußte man immer denken, wenn man doch nicht wollte!? — War dieser Berndt selbst in sein Verderben gerannt, so mußte er eben die Folgen tragen. — Vielleicht — gehörte er — bereits nicht — mehr — zu den Lebenden —. Starr, als sehe er eine Vision, bl'ckte der Oberst aus die Zeilen. Dann fuhr er sich über die Stirn, reckte sich auf und begann zu lefen. „Dum* meö Geschwätz —", murmelte er nach einem We>l-chen ungeduldig. Eine Verwandte, das alte Frau- bloß die zu Boden geworfenen Mittelmächte und deren Verbündeten, sondern auch die Heiser Eng-lands in diesem Kriege zu spüren bekommen. Kann dann wahre Freundschaft sür kleine Völker auS Km Verhalten Englands gegenüber Griechenlands her« ausgelesen werden? Sind die Httzereien in Norwe-gen, die den nordischen Staat bewegen sollen, an die Seit« Englands zu treten, von irgendeiner Zunei-gung für Norwegen eingegeben? Ist es Sorge um Hollands Hrndel und Dänemarks landwirtichaftlr-ches Gedeihen, wenn man diese Staaten mit allen Mitteln der Erpressung zwingen will, sich am AuS-hungeruugSkriege gegen Deutschland zu betnligen? Und dann all diesem Treiben der Engländer gegen-über das Vorgehen der Mittelmächte! Welch gewal-tiger Unterschied I Wer ichen will, kann sehen und lernen, gerade im Verlause dieses Weltkrieges schon, auf welcher Seite Schutz sür die Kleinen zu hoffen ist, wahr« Freiheit und selbstständige wirtschastliche Entwicklung in Aussicht steh!. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte des österreichischen G e n e r a l st a b e S. Amtlich wird verlautbart: 16. Oktober. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der ungarisch rumänischen Grenze tiui auch gestern keine wesentliche Aenderung ein. Oestlich von Kirlibaba wehrten unsere Truppe» mehrere russische Angriffe ab. An der Bystrzyca-So-lotwineka Borpostenkämpfe. F'ont des Gencralielbmarfchalls Prinzen Leo-pold von Bayern. Nordöstlich von Bolszowce an der Najarowka bemächtigten sich bayrische Truppen eines starken ruffischen «lützpunkieS, wobei sie dem Feind 2 Offziere, 350 Mann, 12 Maschinengewehre abnahmen. Am obersten Serech wurde ein ruffifcher SngriffSversuch im Keime vereitelt. In Wolhynien ruht« der Kampf. Ll). Oktober. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der nngarifch.rumänischen Grenze wird weitergekämpft. Südlich von Dorna Walra lein Friederike von Dürhelm. die nach dem Tode seiner Frau, seit nun bald fünf Jahren, sein Hauswesen leitete, schrieb des langen und breiten von heimatlichem Tratsch und HauSstandsforgen. Wo Vater und Mutter fehlen, hat eine Tante, noch dazu, wenn sie an die siebzig ist, einen har-ten Stand! Die Buben — Otto uud Heinz — werden immer übermütiger. Nun, und daS Mädel, die Lia — eS sind ja schließlich Unarten ihres AI-terS, aber znr Hüterin eines bildhübschen Backfische», das trotz einer ziemlichen Portion Egoismus all« Menschen in sich verliebt macht, fühle ich mich denn doch nicht ausgelegt! Mit einem Wort, mein lieber Jobst, kehrst du aus dem Kriege glücklich heim, was der Himmel geben wöge, dann sei, bitte, so gescheit und heirate wieder, damit ich aimer Wurm meine Frnheit wieder ei lange--. Der Oberst knurrte etwas in sich hinein, fand aber offenbar an der Lektüre plötzlich Interesse, denn mit einer gewissen Hast überflog er die Übrigen, engbefchriebenen Seiten. Seine Stirn hatte sich dunk-ler gefärbt — er zwang seine Gedanken an den Brief — mutwillig machten sie Seitenfprünge —. Mancher würde den Kopf schütteln, wenn es heißen würde, der 45jährige Oberst von Dürhelm hat sich mit seinem Schützling, der jungen Ostxreußia Tekla von Unruh, verheiratet . . . Tekla — —. Die Sturmwelle des Krieges hatte dies schöne, Seite 2 •üe»rir stehen zum Scheitern, bei Gueudeeourt kam es zu heftigen Nahkäinpsen, in denen unsere Stellungen voll behauptet wurden. Die aus der Gegend von Morval und Rancourt vorbrechenden Franzosen wurden nach hartem Kampfe abgewiesen. In Sailly ist der Gegner eingedrungen. Der Kampf ist dort noch im Gange. Seitlich der HauptangriffSstelle. bei Thiepval, Eourcellette und BonchavcSne« brachten Borstöße dem Angreifer keiner!ci Ersolg. Fünf feind-liche Flugzeuge unterlagen im Lnsikampse. 19. Oklober. HeereSgruppe des Kronprinzen Rupprecht. Nördlich der Somme gestern wieder ein ersolgrcicher Großkampftag! In schwerem Ringen ist ein neuer Durchbrnchsvkrsuch der Engländer zwi-schen Le Sar» und Morval vereitelt worden. Ihre Angriffe, die dort vom Morgengraueu bis zum Mittag gegen unsere zähe verteidigten, im Nahkampse gehaltenen oder durch Gegenstoß wieder genommenen Stellungen geführt wurden, sind zum Teile schon in unserem stark.»«, gut geleiteten Artilleriefeuer ge-scheitert. Unbedeutender Geländegewinn der Engläu-der nördlich von Eancourt l'Äbbaye und Gueude-court, der Franzosen in Sailly und auf dem Süd-ufer der Somme zwischen BiachcS und La Maiso« nette bei einem Angriffe in den Abendstunden gleicht die schwere» blutigen Verluste der Gegner nicht au». 20. Oktober. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht. Bei regnerischem Wetter blieb der gegen-seitige Artilleriekampf aus beiden Soinmeuscrn leb < hast. Ein Angriff entriß den Engländer den größ» ten Teil der am 18. d. in ihrer Hand gebliebenen G:äb^n westlich der Straße Eaucourt—L'übbaye— Le Barqne. In den Abendstunden scheiterten Vorstöße englischer Abteilungen nördlich Eomcellctte und üstl-ch Le Sar». Nachlräglich wird gemeldet, daß die Engländer sich beim letzten großen Angriff auch einiger der von ihnen so gerühmten Panzerkrast-wagen (TankS) bedienten. Diei liegen durch unser Artilleriefeuer zerstört vor uusrren Linien. Der Krieg gegen Italien. 19. Oktober. Amtlich wird verlautbarl: Die Kämpfe im Pasubiozebiet erneuerten sich mit gestei-gerter Erbitterung. Die durch Alpini verstärkte Bri-gade Lignria griff unsere Stellungen nördlich de» Gipfels an. Stellenweise gelang eö dem Feinde, in unsere vorderste Linie einzudringen. Die braven Ti-roler Kaiserjägerregimenter Nr. 1 und 3 gewannen jedoch alle Stellungen wieder zurück, nahmen einen BataillonSkommandauten. 10 sonstige Offiziere und 153 Mann gefangen und erbeuteten zwei Maschinen-gewehre. Ein neuerlicher Angriff der Italiener wurde abgewiesen. Starke seindliche Abteilungen, die sich vor dem Boiterücken sammelten, wurden durch unser Artilleriefeuer niedergehalten. 20. Oklober. Im Pafubiogebiete dauern di« Kämpfe fort. Nach langer, heftiger Beschießung der gegriffen, nachzuholen, waS er versäumt —. Immer aber hatte sein unbequemer Ehrbegriff ihn wieder zögern laffen. Nein, erzwingen wollte er sich Tekla nicht — nicht aus Dankbarkeit — au» Liebe wollt« er geheiratet werden. Zum drittenmal bereits las der Oberst die Schlußzeilen —. Tekla — wirklich, da stand ihr Name! Doch wie ein Rätsel beuchten ihm die weni-gen Worte —. Was bedeuteten sie? Friederike schloß: Unsere junge Hausgenossin, die wirklich reizend ist, wie auch ich jetzt eingesiehe, sendet ihrem verehrten Wohltäter einen lieben, lieben Gruß — zur Weitcrbesörderung--. „Verrücktes Frauenzimmer, diese Friederike!" stieß Dürhelm wütend hervor. „Zur — Weiterbe— siir—derung? Zum Henker — was will sie damit sagen?!" Eine energische kurze Klopfansrage unterbrach ihn jedoch. Bon draußen erscholl lärmende Bewegung, deren Schall laut in die Stube drang, als die Tür sich öffnete. Mit allen Zeichen der Erregung trat der Ad-jiilanl ein. „Berndt ?* machte der Oberst sofort bei der Gegenwart. „Ein Auftrag Leutnant Berndts von schwer-wiegender Bedeutung an den Herrn Oberst! Der Ueberbringer, Unteroffizier Decke ist, was das Pserd lausen konnte, angekommen!" griffen gestern 4 Uhr nachmittags die Italiener unsere Stellungen nördlich de» Gipfel» nochmals an. Wieder kam eS zu erbitterten Nahkämpfen. Un-ter Führung ihreS Oberstbrigadi'erS Ellison schlugen die tapferen Tiroler Kaiserjäger deS l., 3. und 4. Regiments sämtliche Angriffe erneut blutig ab. Alle «Stellungen blieben in ihrem Besitz. Ueber 100 Italiener wurden gefangen. Durch starke Artillerie unterstützt, griff an der FleimSlalsront ein Alpini-batailio» die Forcella di Seadole und den Kleir.cn Cauriol an. In unserem Maschinei'gkwchrseuer brach der Angriff zusammen. Der Stellvertreter de» Chef» de« GeneralstabeS: v. Höser, Feldmarschalleutnant. Am südlichen Balkan. Deutscher amtlicher Bericht. 18. Oktober. Gesteigertes Artillerirseuer leitete westlich der Bahn Bitolj—Florina sowie nördlichund nordöstlich der Nidze.Planina seindliche Teilangriffe ein, die mißlangen. Ein bulgarischer Borstoß sauber:« «in Serbennest ans dem Norduser der Eerna. 19. Oktober. An der Eerna haben sich neue Kämpfe entwickelt. 20. Oktober. Nach anfänglichem Zrsolze wurde ein serbischer Angriff im Cernabogen zum Stehen gebracht. Nördlich der Nidze Planina und südwestlich dcS DoiranfecS scheiterten feindliche Teilvorstöße. Bulgarische Berichte. 17. Oktober. Keine Aenderung. Auf der Front östlich vom Prespasee und im Cernabogen lebhafte Artillerietätigkeit. Wir wiesen schwache seindliche An-griffe bei den Döisern Gradeschnica und Tarnov« (NiÄze Planina) zurück. In der Moglenicagegend Ruhe. Auf beiden Seiten dcS Bardar stellenweise schwaches Artilleriefeuer. Bei einem Patromllenzcfecht östlich dcs Bardar warben zwei Engländer gesangen genommen. Am Fuße der Belasica Planiua schwache« Artilleriefeuer. An der Slrumasrout Patrouillengc-fechte. An der Küste dcs Aegäifchen MeercS Ruhe. 18. Oktober. Ocstlich vom Prespasee und im Ceruabvgen lebhaste Artillerictät.gkcit. Ein Angriff zweier feindlicher Negerkompanien in der Umgebung dcs DorseS Negotscheni wurde leicht abgeschlagen. Der Feind zog sich u.iler schweren Verlusten flüch-tend zurück. Nach heftiger Artillcrievorberitung un> ternommcne feindliche Angrisse bei den Dörfern Slivnica und Tarnovr somit bei der Höhe Dobro-polje scheiterten mit großen Verlusten für den Feind. Im Moglenicatale das übliche Artillerie- und Ge-wehrfeuer. Feindliche Flieger bewarfen Prilep und «in Spital erfolglos mit Bomben. Zu beiden Seiten deS Vardar schwache Artillerielätigknt. Ein Versuch der siindlichen Infanterie, gegen einen unserer Posten südlich vom Doiransee vorzugehen, scheiterte. Am Fuße der Belasica Planina Ruhe. An der Struma-front hat die feindlich« Artillerie einige bewohnte Or.schasteu vor unserer Front beschossen. — An der ägäifchen Küste bombardierte die seindliche Flotte die Höhen bei Orsano und die Straße Kavalla—Drama. 19. Oktober. Zwischen dem Prespasee und der „Reinkommen!" donnerte Dürhclm--- Berndt lebt als»--. Mit Lehm bespritzt, rasch atmend, die Stirn schweißbedcckt, trat Unteroffizier Decke ein. „Ohne Umschwcise — was ist?" drängte der Oberst. „Zu Befehl, Herr Oberst.' Und nun funkelte es stahlhart aus in DeekcS Augcn: „Herr Oberst," stieß er mit fliegendem Atem hervor, unserem Regi« mcnt droht ein kolossaler Uebersall! Hcrr Leutnant Berndt hatte seine Ruhezeit be-nützt und sich davon gemacht auf Schleichpatrouille! In der ersten Stunde des Dahintreiben» gewahrte er nicht die Spur — bloß wefcnlofcS, tote« Ge-ländc. Mit 'm Mal aber tauchten fern sich bewe-gcnde dunkle Punkte auf — 'n AufklärungSdetache-mcnt in Marschkolonne kann es sein, dachte der Leutnant. Den Teusel auch, gerade dort sern braute »un solche verflixt unsichtige Lust, so daß eine wei-tere Beobachtung unmöglich war. Plötzlich aber hört dcr Herr Leutnant waS! DaS dumpfe Geräusch schwerrollender Geschützräder, deren eiserner Reif ost gegen Steine schlug! Da war'S dem Herrn Leutnant klar: in der Marschkolonne befand sich 'ne Batterie, nein, mehrere! Und ihre Marschrich» tung war daS Dorf, wo unser Regiment lag — „Und Berndt? Wo ist der Leutnant?" unter» brach ihn tat Oberst hastig. „Ja, waS meinen dcr Herr Oberst wohl? Daß die Funken stoben, ist er auf seinem Braunen den Nummer 84 Eisenbahn Bit»lja—Hlorina daS gewöhnliche Artilleriefeuer. Im Cernaknie heftige« Artillerieseuer und Jnfanterieakli»nen. Der Kamps dauert an. Ein schwacher feindlicher Angriff gegen Tarnowa wurde zurückgeschlagen. Im Mozlenicatal und beiderseits deS Vardar schwache Ariillcrictätigkcit. An der Be-lasica Planina Ruhe. An der Slrumasront lebhaste AufklärungStätigkcit und stellenweise schwache» Ar. tilleriefeuer. An der Küste de« Aegiischen Meere» beschoß ein feindlicher Kreuzer die Höhen um die Stadt Orsano. 19. OkUber. Persische Front. Feindliche Kavallerie, die sich zwischen Hamadan und Bidjar den Vorbergen »vn Hamadan zu nähern versuchte, wurde mit groben Verlusten sür den Feind vertrieben. Wir nahmen eine Anzahl Kisaken mit ihrer ganzen Ausrüstung gefangen. Unsere AusklärungSabteilungen, welche in der Richtung östlich von Lakiz auSgesandt worden waren, erreichten, indem sie den Feknd zurückdrängten, die Gegend der Ortschaft Sainkala, 40 Kilometer nord-östlich von Sakiz. vertrieben die russischen Sireitkräsle, welchen sie begegnet waren, und schlugen sie zurück. Eine feindliche Kavallerieabteilung versuchte unsere nördlich »on Sakiz vorgeschobenen Abteilungen an, zugreifen, wurde jedoch unter Verlusten zurückge-schlagen. Türkischer Kriegsbericht. Mitteilungen des türtischen Haupt-quartier«: 17. Oktober. KaukasuSfront. Auf dem rechten Flügel Scharmützel, die zu unseren Gunsten ver. liefen. Im Zentrum haben wir unsere Schützengräben weiter mich Osten vorgeschoben. Uebersälle, die wir gegen den Feind unternahmen, waren von Erfolg gekrönt. Eine Anzahl Gefangener fiel tn unsere Hände. Aas dem linken Flügel stellten wir Erkundungsab-teilungtn zum Kampje, der erfolgreich für uns verlies. Aeghptische Front. Zwei seindliche Reiterregi« menter, die Bir Megäre, östlich von Suez, angrissen, wurden mit Verluste!, sür den Feind zurückge-schlagen. KaukasuSfront. Für uns günstige Geplänkel. Wir nahmen dem Feinde eine Menge Waffen. Munition und Kriegsgerät in der Gegend östlich vo» Kilhi ad. Im Zentrum und aus dem linken Flügel sür uns günstige Palrouillenzusammenstöße. in deren Verlauf wir Gefangene machten. Ein vom Feinde unter dem Schuhe von Maschinenzewehrfeuer unter, nommener Angriff wurde zurückgeschlagen». Aus MM und Zitnii. Hofrat Dr. Nemanitsch. Die Ma> burger Zeitung ichreibt: Gestern haben wir mitgeteilt, daß Hofrat Dr. Remanilsch in Graz über eigenes Ansuchen «n den dauernden Ruhestand trat. Viele im Unterlande. inSbesonters in Marburg, werden dies« Nachricht, die das dienstliche End; eines hervorragen. Deutsche Wacht den juristische» Wirkens bedeutet, als ein unerwar« tetes Ereignis empsunden haben. Insbesondere hier, in seiner Vaterstadt Marburg, ersreut sich Hofrat Nemanitsch seit vergangenen Zeiten her, alS er noch als Erster StaatSanwalt hier wirkte, einer unver-gänglichen Hochschätzung und Verehrung. Begabt mit einem reichen Wissen, ein glänzender Lprecher, an dessen Rethorik und packende Beweiskraft noch viele Geschworene und Zuhörer von Schwurgerichlsoer« Handlungen sich erinnern und außerhalb »et Dienste« ein durch und durch deutsch gesinnter, deutsch han. delnder Mann, so hat ihn Marburg kennen gelernt während der Jahre seines hiesigen Wirken» und trotz seiner Berusung nach Graz sind die Bande nicht gerissen, die ihn mit der Draustadt verbinden; er blieb Hausbesitzer in Marburg und Bürger in un-serer Stadt, mit der ihn seine Geburt und so man-cheS völkische und persönliche Empfinden verbindet. Nun ist er in den Ruhestand getreten; eine lange Kette von Erinnerungen mag an seinem rückschauen-den Auge vorüberziehen und gerne wird eS verwci-len in der Erinnerung an Marburg, an seine liebe Vaterstadt. — Hoirat Dr. Nemanitsch war auch in Cilli durch viele Jahre tätig. Auch in unserer Stadt genoß er große Beliebtheit. Beförderung. Der hiesige Zahnarzt Doktor Rudolf Sadnik, der seit einem Jahre bei der Armee im Felde steht, wurde zum Landsturmoberarzte be-fördert. Auszeichnung im Postdienfte. Der Kais r Hut den Oberpostverwaltern Johann Krainz in Eilli, Julius Poch in Brück an der Mur, Aloi« Landvogt in Leoben und Ferdinand von Galaleo in Knitteljeld in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung im KriegSoerkehr das goldene Verdienstkrenz mit der Krone am Bande der Tapserkeiismedaille verliehen. Auszeichnungen vom Noten Kreuz. Erzherzog Franz Salvaior hat verliehen: das Ehren-zeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegs-dekoraiion: dem Oderleutna >t i. Verh. d. Evid. August Sioinfchezg, JnspeklionSossizier der physikalisch-orthopädischen Heilanstalt von» Roten Kreuz in Ro-diisch-Sauerbrunn; dem Regimentsarzt i. Verh. der Evid. Dr. Eugen Negri, Leiter der orthopädischen Abteilung der physikalisch orthopädischen Heilanstalt deS Rolen Kreuzes in Rohitsch Sauerdrunn; dem Landsturmarzte Dr. Fritz Hoisel des OsfijierS-Re-convaleöjenlenheiin» in Rohitsch Sauerbrunn; dcm Militärmedikamenteuosfizlal i. Verh d. Evid. Mag. Pharm Vronitlav Baruch Herz d Uhr nachmittag geöffnet. Da der Andrang voraussichtlich groß werden n>nd, empfi hlt es sich, srühzeitig Karten zu bestellen. Wohltätigkeitskonzert im Stadt theater. Am 31. Oktober um 8 Uhr abends findet im städtischen Schauspielhause ein Tonsp el der Musik des Ersaybaiaillon« Rr. 87 zugunsten oe« Militärkapellmeister - PensiouSfondcS mit folgender VortragSsolge statt: 1. Schubeit: H moll-Lyrn. phonie (unvollendet!; Wagner: Einzug der Götter au« dem Bühnenweihspiel „Da« Rheingold"; 3. Weber: Vorspiel zur Oper „Dcr Freischütz'; 4. Strauß: Suite au» der Oper .Der Rosenkavalicr"; 5. Dvorak : a) In den Spinnst üben, b) Humoreske; 6. Lehar: Bruchstück- aus dem Singspiel „Endlich allein'. Den Kartenvorverkauf hat ans Gefälligkeit die Buchhandlung Fritz Rasch übernommen. Wohltätigkeitskonzert im Stadtpark. Morgen Sonntag den 22. ». findet bei günstiger Witterung das 29. Wohltätigkeitskonzert der Musik« ableilung deS Ersatz-Bataillons des JR. 87 statt. Beginn 11 Uhr. Ende 7,1 Uhr mittags. Eintritt 20 Heller. Kinder unter 10 Jahren frei. Vom Deutschen Nationalverbande. Die Wiener Parlameutskorreipondenz schreibt: «La die ossenbar auf ein rares Mißveiständnis zurück;»-führende Meldung eincS Prager Blatte«, Abg. Dr. Groß sei von der Leitung des NationalverbandeS zurückgetreten und Abg. Dobernig sei sein Nachsol« Doch auch dcr Retter des deutschen Regiments schwankte im Sattel. Blut färbte seine Lippen. Und nun glitt er lautlos vom Pferde. Weiler raste das Gefecht. » In einer knappen Stunde hatten 3000 Feinde das Leben lassen müssen. Wohin der Blick traf. Tote und Berwnndele. Jammern und Stöhnen. — Oberst v. Dürhclm war unverletzt geblieben. Eisern blickte sein Soldatengesicht und doch zuckte es darin eigentümlich, alö er sich über die Tragbahre beugte, daraus Leutnant Berndt gebettet lag. Schweigend nahm der Oberst das Eiserne Kreuz von seiner Brust und hing es dem Leutnant um. Der schlug unter der Bewegung langsam die Augen aus —. „Mm, mein Tapferer, wir bekommen Sie wie. der heil! Zur schnelleren Heilung übermittele ich Ihnen liebe Grüße von Fräulein Tekla--. Zur Weiterbeförderung erhielt ich sie heute —." .Herr Oberst," stammelte der Verwundete und ein Leuchten durchdrang seine erblaßten Züge, „ich wollte — aus Tekla — verzichten — um Ihretwillen —• Fest drückte Dürhelm des jungen Helden Hand. „Jugend gehört zur Jugend —sagte er. „Wie könnten wohl dem Herbst deS Frühlings Blumen blühen —?* Weg nach N . . .'. wo ja deutsche Kavallerie lie-geu soll! Trifft er nun mit der Verstärkung rechtzeitig ein, — dann-- „Ausgeschlossen." sagte Dürhclm rauh. Der Oberst reckte sich doch auf. Im nächsten Augenblick trat er groß, stark, vor das Regiment, daS sich aus dcm zerschossenen Bauernhöfe «erlam-melt halte. Erhobenen Haupte« fragte der Oberst ernst: „Kameraden, Ihr wißt, waS unS droht. Wollt Ihr Wtd«rstand leisten oder ausrücken?" „Widerstand leisten!" scholl eS in restlosim Chor zurück. „Brav, meine Tapferen. Haltet Euch bereit." Eine Stunde später war die Hochspannung, die alle überkomme», zum Gipfel gestiegen. Mit dcm Donner, dem Ausspeien der Feuer-schlünde, dem Platzen der Granaten, schien dem ge-ichützlosen, nur auf feine Handwaffe angewiesenen Regiment das Todesurteil gesprochen. Allen voran Oberst von Dürhelm, das mar-kige Soldatengesicht eisern in Pflicht und Todesver-achtung, warfen sich die Deutschen immer von neuem dcm feindlichen Machthaber entgegen. Klingen bliy-ten — wütende Tumulte — Handgemenge —. Hüben und drüben fegten die Schußsalven ganze Rei-hen nieder —. Der Oberst sah seine Besten fallen — er sah im voraus daS Geschick kommen — sich selbst und seine zusammengeschossene Schar dem Feinde ausgeliefert. Sein Soldatenherz empörte sich dagegen. Draus! bis zum letzten Mann! Siegen oder sterben! Was er begehrt vom Leben — Traumland! Der Tod war die Wirklichkeit! Keinen Aus-weg gab'« — keinen. Hilfe? Wahn. Mit dem Le-den wohl gar hatte der Tollkühne, diefer Leutnant Bern»t, seinen Versuch bezahlt! Und wenn nicht — kam die Verstärkung wirklich noch, so würde es zu spät sein--würde sie die Kameraden als Lei- chen — den Rest als Gefangene finden--. »Hurra!" durchgellte es jetzt den Kampflärm. Hurra? Wer hatte e« geschrien? Hatten seine Tap-feren wirklich noch die Kraft, damit dcm Feinde zu tt»tzen? „Hurra!!" Donnernd durchbrauste dcr Ruf von neuem da« Getöse. — Und „Hurra!" kam e« jetzt donnernd zurück. In rasendem Galopp kam es das Gelände heran —----deutsche Kavallerie! Lanze gesällt und Säbel mit Faustriemen am Arm, vor-wärls in schw'ndelnder Karriere! Trompeten bliesen — die Pserde schnauften. Vorwärts! Voran, auf schweißbedecktcm Pferd, ei» Jnsan-fant rieleutnant —. „Hoch, Leutnant Berndt!" Brausend, jubelnd, empfing diesertRas den Retter. Schon erfolgte der Zusammenprall mit dem Feinde. Degen gegen Degen. Mann gegen jDJann. Dazwischen krachten an tausend Revolverschüsse. In wenigen Sekunden lagen die feindlichen Scharen wie «iedergrwäht —. Seite 4 Deutiche Wacht Nummer St ger, durch einen großen Teil. insbesondere der deutsch, österreichischen Provinzblätter geh«, sehen wir un» veranlaßt, nochmals festzustellen, daß diese Meldung des Prager Blatte« nicht richtig ist. Abg. Dobernig teilt uns in einem bezüglichen Schreiben auS Graz mit, daß er von dieser Sache gar nichts wisse und daß er — politisch »ach anderer Richtung in An-fpruch genommen — seit einigen Wochen bereit» we-dcr schriftlich noch mündlich mit irgend einem Mit» gliede des Deutschen NationalverbandeS politisch verkehrt habe. Abg. Dr. Groß wird, wie bereits festgestellt. auch weiterhin der geschistSsührende Obmann des Deutschen NationalverbandeS bleiben, da kein Anlaß zu einer Aenderung in der Leitung des Ber-bandes vorliegt, und wird al« Vertreter deS Deut-schen NationalverbandeS in der vom Präsidenten Dr. Sylvester sür den 23. d. einberufenen Parteiensitzung im Namen des Verbandes eine entsprechende Ecklä-rung zu dem bekannten Hauptgegenstand der Tage«-»rdnung dieser Besprechung abgeben.' Spenden. Für deu Fond zur Beschaffung billiger Lebensmittel spendeten: Die Eheleute Major Rammel 50 K, Josef Rebeuschegg 5,0 K, Anton Gajschek 10 K, Karl Teppey anstatt eines Kranzes sür Dr. S-pp EgerSdorser 30 st, starl Teppey 200 Ä, Bezirksvertretung Cilli 1000 st, Böhmische Union-Bank Filiale Eilli 300 st, ungenannt 50 st. Für Zwecke des Roten Kreuzes wurden gespendet vom Lehrkörper der Knabenvolksschule 7 K. vom Berg- und Hüttenwerk Store anstatt eines Kranzes für Herrn Hanisch 50 st, ungenannt 4 K. Städtische Lichtspielbühne Di« Ausführungen der letzten Woche waren wieder erstklassig. Besonders gefiel da« Schauspiel ..Schiffe, die sich begegnen" mit seinen ergreifenden Szenen. DaS gute Lustspiel „Die Liebe durch den Kamin" hatte die Lacher aus seiner Seite. Sehr hübsch und lehrreich waren wieder die Naturaufnahmen. Grobfeuer. Gestern am 1 Uhr nachmittags brach in Bischofdorf bei Besitzerin Frau Antonia stoß Feuer aus, welches sehr rasch um sich griff und in kurzer Zeit zwei Gebäude samt den dann befind, ltcheu Futtervorräten, Lebensmitteln und sonstigen Fahrnissen einäscherte. Die fofort herbeigeeilte OrtS-feuerwehr unter dcm Kommando des Wehrhaupt-manne» Herrn Wrecko gelang es nach zweistündiger, mühevoller Arbeit den Brand einzudämmen und die Nachbargebäude zu retten. An den RettnngSarbeiten beteiligten sich auch in hervorragender Weise Ossi-ziere und Mannschaften der im Orte e «quartierten Gebirgsartillerie. Der Schaden beträgt 4000 Kronen, welchem nur eine Bersicheeungssumme von 1200 Ä gegenübersteht. Die Besitzerin ist durch den Brand fulchtbar hart betroffen worden, da ihr Mann seit Oklober 1914 sich in serbischer Kriegsgefangenschaft befindet. Der Brand dürste durch spielende Kinder gelegt worden sein. Ein Opferstockmarder. Kürzlich schlich sich ein bisher unbekannter Einbrecher, nachdem er die Kirchenlüre mit einem Nachschlüssel geöffnet hatte, in die Pfarrkirche in Cilli ein und erbrach sämtliche darin befindlichen Opferstöcke und Sammelbüchsen Er entnahm darau» Nickelgeld im Betrage von 60 bis 70 K und ließ da» Kupfergeld zurück. Auch stahl der Einbrecher auä der Sakristei eine dem Bi° kar Martin Juthar gehörige Brille mit Goldfassung im Werte vou 12 K und verschwand mit dcr Beute, bevor der Meiner in der Fi^ühe die Kirche aussperrte. Transportbescheinigungen für Kar-toffelsendungen. Zur Vermeidung von unnöti-gen Anfragen und deS hiemit verbundenen Zeitverluste» wird neuerlich daraus aufmerksam gemacht, baß Ansuchen um Ausstellung von TranSportbeschei-nigungen sür Kartofielsendungen ausschließlich an die hierfür jeweils örtlich zuständige politische Bezirk», behörde, in deren Bereiche sich die Kartoffeln befin-den, zu richten sind. verbot der Gräberbeleuchtung. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, bei dem Verbrauche der Fettstoffe die größte Sparsamkeit walten zu lassen, hat die Statthalter?! die insbesondere zu Al> lerheiligen und Allerseelen, sowie an anderen Erin» nerungStagen übliche Beleuchtung von Begräbnis-statten bis auf Weiteres verboten. Die Kriegerheimstätten Lotterie des Vereines Südmark erfreut sich großer Teil nalime. Der Bürgermeister der Reichshaup«> und Residenzstadt Wien. Dr. Richard Weiskirchner, hat ihr folgende Empfehlung mit aus dem Wege gege-den: «Ich wünsche dem Schutzverein ..Südmark", daß seine Kriegerheimstätten-Lotterie den gleichen Beifall finde, wie er der Sache der Kriegerheimstät-ten überhaupt in so reichem Maße zu Teil wurde." Diese warme Befürwortung durch den Bürgermeister der ReichShaupt- und Residenzstadt wird sicher nicht verfehlen, günstigen Einfluß auf den Vertrieb der Lose zu nehmen. Da» Erträgnis der Lotterie soll ja zur Errichtung von Heimstätten verwendet wer-den, in welchen die erwerbsunfähig gewordenen vom Felde heimkehrenden Krieger eine Unterkunft finden werden. Der edle Zweck de» Unternehmens macht es wohl allen vaterländisch Gesinnten zur Pflicht, durch Erwerbung von Losen beizutragen, daß da« Grträznig ein möglichst großes wird Im übrigen ist auch die Lotterie sehr reich mit Treffern auSge-statte«. Der Gelamtrefferwert beträgt 60.000 K, der Haupttreffer ist mit 20.000 K angesetzt und kann im baren Gelde ausgezahlt werden. Die Ziehung findet am 28. Dezember in Wien statt. Bestellungen auf Lose mögen an die Leitung der Kriegerheimstät-ten.Lotterie, Wien 8./I, Schlösselgasse 11, gerichtet werden. Kriegszuschläge zu den direkten Steuern. Auf Grund der kaiserlichen Verordnung vom 28. August 1916 sind vom Stcnerjahr 1916 an bis aus weiteres zu den direkten Steuern Kriegs-Zuschläge, die grundsätzlich von den Steuerträgern selbst zu berechnen sind, nach den folgenden Be-stimmungen zu entrichten: I. Z«r Grundsteuer ein Zuschlag von «0 Prozent der ordentlichen Jahres-steuer, der am 31. Dezember 1916 zur Gänze einzuzahlen ist. 2. Zur allgemeinen Erwerbsteuer: für Steuerpflichtige der ersten und zweiten Erwerbsteuer, klaffe ein Zuschlag von 100 Prozent; für Steuer. Pflichtige der dritten und vierten Erwerbsteuerklasse ein Zuschlag von 60 Prozent der ordentlichen Jahressteuer, diese Zuschläge sind am 1. Oktober 1916 fällig geworden. 3. Zur Erwerbsteuer nach dcm zweiten Hauptstück des Personalsteuergesetzes vom 25. Oktober 1896 ein Zuschlag von 20 Pro-zent der ordentlichen Jahressteuer einschließlich der Zusatzsteuer, der am 1. Oktober 1916 sällig ge-worden ist nnd der Rentabilitätszuschlag sür die in der kaiserlichen Verordnung besonders benannten Unternehmungen alS: Aktiengesellschaften, Aktien-vereint. Kommanditgesellschaften auf Aktien. Gewerk-schasten. Er,verbS- und WirischaflSgenossenschaften nnd Gesellschaften mit beschränkter Haftung, welcher Zuschlag 14 Tage nach Zustellung des Zahlung»-austrages fällig ist. 4. Zur Rentensteuer ein Z». schlag von 100 Prozent, der am 1. Dezember 1916 einzuzahlen ist und zur Rentensteuer im Abzugs-wege ein Zuschlag von 100 Prozent, von den nach dem 2. September 1916 ausbezahlten rcutenstcuerpflichtigen Bezügen, der mit der Rentensteuer abzuführen ist. 5. Zur Einkommensteuer einschließlich des Aufschla-ges für minderbelastete Haushalte ein Zuschlag »ach der folgenden Skala: und zwar bei einem veranlag-ten Einkommen von mehr als bis einschließlich ein Zuschlag ron 3.000 K 5 200 K 15 Prozent 5.200 „ 7.200 „ 20 7.200 . 10000 . 25 10.000 .. 14.000 . 30 14.000 20.000 26.000 32.0D0 40 000 48.000 20.000 .. 26.000 „ 32 000 „ 40.0( 0 „ 48.000 „ 56.000 .. 64.000 .. 76.000 . 35 40 45 50 F, W „ >60 56.000 „ 64.000 „ 65 64 000 . 76.000 . 70 76 000 „ 100.000 . 80 100.000 . 140 000 „ 90 140.000 . 200.000 „ 100 über 2>,0.000 .. 120 der ordentlichen Jahressteuer, der mit dieser am 1. Dezember 1916 bezw. bei späterer Zustellung des Zahlungsauftrages am Zustelltage einzuzahlen ist. In berücksichtigungSwürdigen Fällen können über beim Steueramie erfolgte Anmeldungen für die Kriegs-zuschlüge pro 1916 Zahlungsfristen bewilligt werden. Für die Folgezeit sind jedoch alle KriegSzufchläge zugleich mit der ordentlichen Steuer an den für diese festgesetzten Fälligkeitstagen abzustatten. Weitere Ausklärungen über die Berechnung der Knegszu-schlägt können beim Steueramie oder dcr Steuer-behörde eingeholt werden. Abhilfe gegen Kleingeldmangel Wie die tropischen Bläiter verzeichnen, werden Beträge unier 10 K den Pensionisten in Kroatien in Post-wertzeiche» ausgezahlt. Der Bürgermeister von Görz. Die Blätter im Süden melden: Da aus Grund ver vom Gerichte des Armeekommandos erhobenen Tatsachen der begründete Verdacht vorliegt, daß sich der Recht»-anwalt Dr. Viktor CeScutti, ehemaliger Bürgermei-ster von Görz, welcher derzeit abwesend, des Ber-brechenS wider die Kriegsmacht schuldig gemacht hat, wurde vom LandeSgerichte Trieft die Beschlagnahme de« in Oesterreich befindlichen Vermögens de» Be-schuldigten verfügt. Feldpost Warenprobenverkehr. Aus Grund des Erlasses deS Handelsministeriums vom 9. d. ist von nun ab der Warenprobenverkehr zu folgenden Feld-, bezw. Etappenpostämtern zugelassen: 8, 11, 14, 16, 19. 19/11, 20, 20/V, 23, 24, 29, 33, 37. 39, 51, 53, 55, 61 76, 79, 85, 88, 91, 94, 95, 102, 103, 105, 109, 110, 111, 113, 117, 117/11, 125, 128, 133. 137, 138, 145, 146, 147, 148, 166, 167, 171, 175, 176, 177. 178, 179, 1?0, 181, 182, 183, 184, 185, 188. 195, 195/11, 195/111, 200, 203, 205, 207. 203. 209, 212 213, 214, 215, 217, 218, 219, 220, 221, 222,' 223, 224, 226, 227, 230, 237, 239, 250, 252, 253, 256, 258, 259, 268, 269, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 280, 282, 283. 284, 287, 288, 289, 291, 292, 294, 295, 298, 302, 303, 304, 306. 307, 312, 316, 320, 323, 324, 331, 333, 335, 339, 340, 850, 354. 356, 357, 358, 359, 360, 364, 369, 370, 372, 373, 374, 375, 376, 377, 378, 380, 381, 382, 383, 385, 386, 389, 390, 391, 392, 393, 399, 401, 403, 404, 405, 406, 407, 408, 409, 412. 444, 444/11, 444/111, 508, 510, 511, 512, 514, 515, 516, 517, 600, 602, 605, 607, 608, 609, 611, 612, 613, 630. In der Zulassung von Warenprobensendungen zu den Elappenpostämtera mit OrtSbezeichnuni, in dem bis-berigen Umsange tritt kein, Aenderung ein. Zuläs-sige Gewichtsgrenze für Warenprobensendungen ins Feld ist wie bisher 350 Gramm bei einer Frankie-rung von 5 H sür je 50 Gramm, mindestens jedoch 10 Heller. Gleichzeitig wird in Erinnerung gebracht, daß die Beipickung von leicht verderblichen und en«. zündlichen Gegenständen uni.atthaft ist. Diebstahl. Die bei Maria Karlovsek, Kauf-mannsgattin in Lava dedienstete Magd Maria Sve-gklj stahl ihrer Dienstgeberin schon durch längere Zeit hindurch verschiedene Lebensmittel im Werte von über 70 K sowie auch Geld im Betrage von mehr als 600 K und wollte damit von Eilli abreisen. Bei der Verhaftung und LeibeSdurchiuchung wurden bei ihr verschiedene Gegenstände, welche sie alle ihrer Dienstgeberin entwendet halte, vorgefunden. Sie wurde verhaftet und dem KrciSgerichte Eilli einge-liefert. Säuglingsfürsorge. Ein überaus gemein-nütziqe« Werk wurde durch „Wanderausstellung für Säuglingsschutz und SäugliugSkunde" von Seite dcS KriegShilfsbüro des Ministerium des Innern geschaffen. Der Stadtrat Marburg hat die Vorarbei-ten eingeleitet, daß diese Ausstellung Ende Novem-ber zur Aasstellung gelangt. Derzeit in Leobeu be-sindlich, kommt oie Ausstellung nach Graz und von dort nach Marburg. In dieser Ausstellung ist ge-meinverständlich bargeian, wie wir unsere Kleinen vom ersten Lebenstage an zu pflegen haben, um au« ihnen gesunde kräftige Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft zu machen. Für die Durchführung der Ausstellung hat sich ein Ortsausschuß unter dem Ehrcnvorsitz des Bürgermeisters Dr. Schmiderer gebildet. Kauf von Sonnenblumensamen. Wir machen die Leser auf die Anzeige der österr. Oel-und Feltzentrale A.'G. in dcr heutigen Nummer auf-merksam. Schadenfeuer. Kürzlich brach bei der Besitzerin Amalia Zuzica in Trifail Feuer au«, wobei das Wohngebäude ein Raub der Flammen wurde. Außerdem wurde der Abbrandlerin beim Retten ihrer Habseligkeiten ein Notizbuch, in dcm sich 400 K be-fanden, durch einen bisher Unbekannten, der wahrscheinlich auch scheinbar bei den Löscharbeiten sich beteiligte, gestohlen. Nummer 84 Seite 5 Schilubühnr. Zyklamen, Lustspiel von Andor Gabor. Die Ungarn bctr'ibea eine» lebhaften Ausfuhrhandel mit mehr oder minder guten Theaterstücken. Zu den letz-teren gehört auch „Zyklamen", eine unwahrfche »liche, aber immerhin spannende Handlung, bei der das Geschickte der Szencnfübrung und der Zwiegespräche lobend zu erwähnen wäre. Wir haben uns ja schließ-lich schon mit den unmöglichsten Lustspielstoffen ab« gesunden, manche behaupten sogar verklärt, daß ein „interessante« Problem' vorliegt. Und diese Leute, die daS behaupten, müssen hierzu diese beiden Fremd-Worte „interessant" und .Problem" gebrauchen, weil ein deutsches Wort eben nicht vorhanden ist. um einerseits die Unkenntnis deS BchaupterS und an-dererfeitS die Schwäche der Arbeit genügend decken zu können. Und wie erschein! man im Allgemeinen „gebildet", als wenn man in Etwas etwas findet, das darin niemals zu suchen-ist. Immerhin: die Sache war ganz gut gemacht, ist sicher durchgeführt und hat Stellen, die wirklich „Theater" sind. Mehr aber nicht! Zu dem warmen Ersolge, den die Lar-bacher bei ihrem ersten Auftreten bei unseren Zu-schern sanden, tat vor allem daS flotte Zusammen-spiel das Seine. Es gab, abgesehen von einer einzigen Szene, nirgends eine Stockung. Und dies rasche Spiel verlangt der UnterhaltungSton deS SiückeS. Am meisten Erfolg hatte dcr Emmerich Nolden des Herrn Toni Äaugl und die Köchin der Emma Embacher. Dies waren laute Ersolge. Die leiseren wußten sich Kläre Karnen als Magda und Gräfin in einer sehr schwierigen Rolle eines Dop« pelfpieles zu erringen. Ansprechend und lieblich war Maria Markl als Nolden? Frau, geschmackvoll im Spiel und Anzug. Die eigentlich schmierige und undankbare Rolle deS Baron Feldek lag in Händen Karl Heinzens, der eher sür den Liebhaber als den Bonvivant geschaffen zu sein scheint, Für den er-grauten Liebhaber bringt er etwas zu viel Jugend und etwa? zu wenig AlterSvertiefuiig mit. Ec ist abcr ein guter Sprecher, der dankbarere Aufgaben leicht bewältigen wird — am richtigen Platze. In übrigen Rollen bewährten sich Julius Sodek als Graf. Kurt Hildcbrandt. Georg Slözer, den wir wiederum gerne begrüßen, Roberi Riemer und Anna Würzingcr. — Ein guter Anfang, der viel verspricht. Hoffen wir, daß die Kräfte dieses Versprechen hal-ien werden. Gerichtssaal. Cilli. 19. Oklober 191«. Ein Freispruch. Im Deutsche» Hause in Cilli ist auch das Gar-nisonsfpital Nr. 9 au» Triest untergebracht. Mit der Liese,uug der Speisen und Getränke sür dieses Spital ist der Wirt des Deutschen Hauses, Herr Karl Stipanek, betraut. Im Jänner 1916 wurde dcm Gerichte plötzlich eine vertrauliche Mitteilung gemacht, daß in einigln Steifen, die an di« Pfleg linge des GarnisonSspitaleS verabfolgt wurden, Un-reiaigkeiten vorgefunden wurden und daß die an die Kranken verabfolgte Milch gewässert gewesen sei. Es wurde daher das Strasverfahren wegen Ueber-tretung drs Lebensmittelg sctzes gegen ihn eingeleitet. Bei der Verhandlung vor dem Bezirksgerichte Cilli wurde Siipanek wegen der Wässerung dcr Milch freigesprochen und wegen der angeblichen Verunrei-nigung der Speisen zu einer Geldstrafe von 40 K verurteilt. Ueber die von ihm eingebrachte Verusung wegen Schuld und Straie, fand »»»die Bcrusungsoer-Handlung vor dem KreiSgerichte Cilli statt. Der Ver-»erdiger deS Beschuldigten, Dr. Karl Balogh, bestritt in längerer AuSjührung jede Schuld des Angeklag-ten und wicS an der Hand der Ergebnisse dcs um-fangreichcn BeweisverfahrenS nach, baß dem beschul-digten, auch wenn die ivliiminierttn geringfügigen Verunreinigungen in den Speisen für' das GoinU ionSspital wirklich vorgefunden wurden, eine Fahr-läsjigkeit absolut »ich! zur Last gelegt werden könne. Es habe sich eben durch die Voruntersuchung und das Bcweisversahrcn ergeb«», daß Stipanck mit aller Sorgfalt und Peinlichkeit aus die Zubereitung seiner Speisen achie und daß die Unreinigkeiten offen-ttchtlich auf eine Art und Weise in die Speisen ge» kämmen seien, die außerhalb dcr Verantwortungs-spdärc deS Beschuldigten licge. Der GerichtShos (Vorsitzender Landesgerichierat Matzcl) schloß sich dieser Ansicht an, und der Beschuldigte wurde von Schuld und Strafe freigesprochen. Weisel als Konkurrenz der Aanm-wolle. Die Verwendung der Neffelfaser als Ersatz für Baumwolle macht immer weitere Fortschritte. Uni-versitätSprofessor Dr. Richter, Wien, behandelt in der „Allgemeine» WirtschastSzeitung der Zentral» mächte" in einem interessanten Artikel daS Nessel» Problem, speziell auf Grund der von der Firma Benedilt Schrolls Sohn in Halbstadt (Böhmen) ge-machten Erfahrung. Wir entnehmen diese» Au»-sühruiige» folgendes: Die F^ma Benedilt Schrolls Sohn erzeugt großindustriell vorläufig Garne von Nr. 4 bis 13 engl. auS 9V Prozent Neffel und 10 Prozent Baum-wolle, die sowohl als Schun wie als Kette verwebt werden können. In ihrer Festigkeit entspreche» sie sehr sesten Baumwollgarnen. doch ist zu beachten, daß die Elementarfaser der Nessel sogar fester ist als die deS Leins. Die von Lenedikt Schrolls Sohn auS dem ge-nannten Mischgarne erzeugten Produkte sind: 1. „Bauer »leine»" — besser Lauernnessel. Die Nessel sieht nämlich Leineugeweben un gemein ähnlich, 2. Leintücher, in der ganzen breite gewebt, 3. Kopipolster für den Gesunden« und Kran-kenbelag. 4. Mannschaftswäsche. 6 Aerzienmäntel, 6. Aetzieschürzen, 7. Monturftoffe (Stoffe für Blusen und Hosen, feldgrau); konfektionierte derartige Gegenstände, 8. Pfeldtschtiydecken, 9. allerlei andere Gewebe. Bei einem s hr straaimcn. im April 1916, in heißester Sonne durchgeführten Fußmarsche von Ol-mütz nach Deutsch-Liebau, dei dem ich ein Nesselhemd aus dem Stoff von Brncdikt Schrolls Sohn (B. S. S.) unter der Winteruniform mit Manlel trug, machte ich die intcressrnte Beobachtung, daß der Schmeiß sofort aufgesaugt und durch die Schaswollkleidung bis znm Mantelfutter duichgcleitet wurde. Besondere Anwendung hat daS von B. S. S. erzeugte 18er Garn bei der Herstellung von Zocken, Halstüchern und Schncrhauben gefunden, wobei las Garn gezwirnt wurde. Die Neffelfaser nimmt die meisten Farbstoffe gierig auf und übertrifft darin vielfach die Bium» wolle und alle heimischem Malern. ES liegen in dieser Beziehung bereiiS viele Erfahrungen für Neffel» fafer im Wergzustande und hochinrereffante Versuche von Heinz!,! in DitterSbach bei Halbstadt mit Garn und Stoffen von V. S, S. vor, die die zweifellose Säurefestigkeit und Lichtechtbert der gesärbten Garne und Ware» ergab. Sehr Ichöne Ergebnisse wurde» auch bei den Stoffe» von B. S. S. mit Farbendruck erzielt, wie aus den jüngst durchgeführten Versuchen bei Aoelberg und Heller in AtzzerSdorf hervorgeht. Besonders Indigo wird tief dunkelblau gespeichert. Auch für Glanzmalerei sind B. S. S. Stosse vor» züglich zu verwenden. Ganz besondere Betonung verdient endlich noch die von Heinzel in Ditiersbach festgestellte Tatsache, daß die Brcnncsfelgarnr durch die Imprägnierung um 46 Prozent an Festigkeit zunahmen. Verweilt gaben sie übrigens ein sest bleibendes Gewebe, daß eine Waffersäule von 28 Millimeter zu halten ver» mochte. Diese Tatsache ist sür die Ncffelverarbeitung sür wasserdichte )bczw. 40.000 Kilogramm Kalisalpeier! Nimmt man aus Grund einiger Angaben von / EINZIG f IN SEINER 'ANALYTISCHEN EESCHAFsENHEi T. BESTES ALTBEWÄHRT FAMILIENGETRÄNK. Heiie 6 Touche bei 1,000.000 Kg. Rohgewicht das Gewicht der entblätterten getrockneten Blätter gleichfallt mit 500.000 Kg. an. so ergibt sich bei 24 K per 100 Kilogramm jitr diese allein ein Betrag »on 120.000 Krone». AuS dieser einen Zahl erkennt man sofort, daß daS für di« Blätter allem eingebrachte Kapital aus-reichen würd«, den grüßten Teil der Spinn- und Wedlöhn« aller VerarbeitungSarten zu decken. Rech, «et man bloß die Erträgnisse auS den Knickabfällen dazu, so würde man besonders im Hinblick auf die Ersparnisse an Garn- und Webeerträgen erkennen, daß beide zusammen die vollständige Amortisation der Spinn- und Webekosten besorgen. In dem Augenblicke, wo man die Amortisation d«r Faser durch die Nebenpiodukte ersaß«, erscheint die Brennesiel als Preisregulator der Baumwvll-preise. D«nn in dem Augenblicke, wo die Nebenpro-dukte die Faserprodukle der Nessel amortisiere», kann und wird man diesen einen Prei» geben, der niedriger ist, als der des entsprechenden BaumwollmaterialS. Wenn man dies aber tut und tun kann, kann die Nessel den Kampf mit der Königin Baumwolle mit großer Aussicht auf Erfolg aufnehmen. Haben wir aber die in diesem Kampfe der Nes« sel gegen die Baumwolle liegende Bedeutung tlar erfaßt und in ihrer Tragweite ebenso einzuschätzen gelernt, wie Professor Artur Weiß der Handelihoch-schule in München, der in letzter Zeit in einer Än> zahl von anziehend geschriebenen Artikeln die ver-schiedensten Kreise aus die Nesselverarbeituug aus-merksam gemacht hat und daS allgemeine Interesse sür sie zu wecken verstand, so kommen wir sosort zu dem kateporischen Imperativ: „Pflanzet die neue Nutzpflanze, di« Br«nn«ssel an!" Wuchßanökung Writz Nasch Rathaus- .» ♦♦ Rathaus- aasie 1 . . gftIU.1 . . gaste 1 Schrifttum. Nicht nur mit Fleisch, Brot. Kartoffeln und w^s sonst noch zur Erhaltung unsere« Leibe» noirvendiz ist, müssen wir durchhalten, sondern eben so sehr, vielleicht noch mehr heißt eS durchhallen mit gnier Stimmui-g und ungetrübter Laune. Und diese beiden Dinge sind zum Glück noch ohne BezugSkarte zu haben, sie find ohne j'de Beschränkung vorhanden u.id ganz umionft zu haben. DaS einzige, was wir dazu tun müssen ist, >te willig an u»S h>ranjulassen und «ine» wirklainen 3lr.-reiz dazu nicht zu verschmäden Und ein solcher «ineiz Äummer54 im besten Sinne d«S Wortes und von erprobter Güte sind die Meggendorfer Blätter. Sie stehen seit KriegSbeginn mitten in den politischen Vorgängen, die sie mit Humor und Satire beleuchten, aber auch in stimmungsvoller Weise behandeln. Nicht umsonst sind sie von unsern Feldgrauen draußen nach heißem Schlacht» getümmel ein vertrauter Freund und lieber Kamerad in den Ruhepausen geworden. Doch nicht allein den kriegerischen Ereignissen tragen ste Rechnung, nach wie vor pflegen sie in vornehmer Weise den zeitlose» Hu» mor, und der Kür.stlerstab gibt noch ungeschwächt sein beste» in der Entfaltung reichen BilverschmuckeS. Wer sich erheitern oder anregen will, der wird die Mcggen-dorfer-Blätter nie vergeblich zur Hand nehmen, e« ist für jeden etwas darin enthalten, alles aber ist mit An» mut und Geschmack vorgetragen und wird jeden gebil-beten Leser befriedigen. Der Bezugspreis ist trotz der gesteigerten Herstellungskosten noch immer der alte von Jt 3*60 im Bierteljahr, jede Postanstalt und jede Buch» Handlung nehmen Bestellungen an, auch versendet der Verlag, München, Perusastraße 5, auf Wunsch Probe-bSnde für den billigen Prei» von 60Heller (mit Porto 8.} Heller). öfS SlnötüfrsdjöHe> ». 1 rungsvereincs bei Spielen, Welten und Vermächtnissen. pfaff - Hähmaschinc * Unübertroffen im ' Nähen, Stopfen u. Sticken! , Neueste SpezialApparate ! m \ Niederlage bei :: $ Jos. 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Wodurch war dieser junge Mann dann auS seiner Ruhe und Reserve herauszubringen? L>cß ihn denn wirklich Alles, was Weib hieß, in seiner Marmvrruhe? Er war doch sonst von einer ost unheimlichen, auf-brausende» Art, zu Zeiten jähzornig, starrköpfig und den Frauen gegenüber immer platonisch! Da» ver« stand Trantgolt, der in seiner Jugend einer der Toll-sten gewesen, einsach nicht! Und doch hatte EltenS Ruhe so garmchts Hei« tereS. Siels lag ihm eine Wolke über Stirn und Augen; zwischen den Augenbrauen grub sich eine ständige Falte und um den großen und doch schönen Mund lag eine herbe, srostige Linie. So sah nicht ein Glücklicher aus! * • « Olto von Langen war durchaus nicht der Herz, lose, sür den ihn die kleine Komtesse taxierte. Er befand sich schon seit Langem in einem Zustande andauernder Seelenpein. Die Art, wie seine Hand-lungsweise der Braut gegenüber aus diese gewirkt hatte, schmerzte ihn tief und Reue und Niedergeschla-genheit nagten an ihm. In letzter Zeit schien ihm überhaupt Alle» wider den Strich zu gehen. Die Komtesse, für die er in heißer, wirklicher Leidenschaft entbrannt, wie» ihn von sich; die ehemalige Braut wurde irrsinnig durch seine Schuld; Malwiue von Zardoe, deren Verzeihung er um jeden Preis bereits aus Schloß Ja^xtors dmch eine persönliche Aussprache hatte erreichen wollen, hatte ihm jede Möglichkeit dazu genommen, indem sie seine Visite einsach ab-wies, ihn mied und kalt behandelte, endlich gar seine Briefe uneröffnet zurücksandte. In seinem Aerger über das Scheitern aller seiner Wünsche gab sich Langen hier in der ReichShauptstadt, wohin er versetzt wor-den, dem vollen Stludel des gesellschaftlichen und nicht gesellfchastlichen LebeuS hin; er ward zum Flaneur, zum Lebemann, zum Spieler und diese neuen Passionen kosteten ihm viel, sehr viel. Unglück in der Liebe, Glück im Spiel — dieses Sprichivort schien sich aber bei ihm nicht bewahrheiten zu wollen. Es war darum kein Wunder, daß er sich zu-meist nicht in der rosigsten Laune befand. Da hatte nun plötzlich die ihm zusällig gewordene Kenntnis von dem Aufenthalte der gräflich Laudanscheu Damen, wie ein Lichtblick gewirkt; eS ließ ihn nicht ruhen, es trieb ihn zu dem geliebten Mädchen und nun diese Abkühlung! Einem Siurzbad gleich war die ge-radezu abweisende Haltung der Komtesse sür seine heißen Gesühle gewesen. Er wußte »un, daß er nichts mehr zu hossen hatte. Die alte Gräfin hatte auch ihm ihre plötzliche Abreise mitgeteilt, zwar höflich, aber doch ohne jene ermutigende Herzlichkeit, die die Greisin für ihrem Herzen Nahestehende sonst stets m Bereitschaft halle. Enttäuscht, wie betäubt, ging Langen in diesen Tagen umher. Die Kameraden schüttelten die Köpfe, spöttelten auch wohl über ihn. Er hörte das an-scheinend gar nicht. Ihm war Alles mwider — der Dienst, die lustigen Kameraden, ihre saden Schwätze-reien — er war blasierter, lebenSüberdrüssiger, denn je. Draußen glitzerten die Eiszapsen am Fenster; der Schnee blendete das Auge fast. Langen faßte 2 plötzlich den Einschluß, *i« Eisbahn »u besuchen. Dort würde er Bekannte treffen, Ablenkung finden. Besser noch immer der geistlose Flirt, die leere Eau-serie, al» hier im überheizten Zimmer hocken und Grillen fangen. So ging er denn. Auf der Eisbahn traf er auch richtig ein paar bekannte Damen und Herren, er wurde sofort in Anspruch genommen. Die Tochter deS Major» suchte ihn durch anmutige Plaudereien dauernd für sich ju gewinnen, di« MillionärStochter warf ihm verheißende Blicke zu. Ihn widerte dieS Treiben heute unsagbar an. Er wünschte sich zurück in sein unwirtliches Gar-conheim, und die liebenswürdigen, blonden und brau-nen Schönen in» Pfefferland. Da siel plötzlich fein Blick auf eine schlanke, schlichtgekleidete Mädchcnge-stalt, die sofort seine ganze Aufmerksamkeit fesselte. waS die Majorslochter unter Schmollen konstatierte. Die Dame stand, ihm den Rücken zuwendend, vor einem kleinen, untersetzten Herrn, der fröstelnd von einem Fuß auf de» anderen trippelte und auf den sie eifrig einsprach. Aber dieses Haar, diese Figur, den wunderlichen kleinen Mann endlich mußte er ja kennen! Da» war sie — Malwine! Kein Zweifel und der kleine Mann derfelb: dessen Bekanntschaft er im Jarxtorfer Forsthause gemacht halte! Langen stand noch immer auf demselben Fleck und starrte auf da» ungleiche Paar, sehr zum Aerger seiner Dame, deren Existenz er überhaupt ganz ver-gessen zu haben schien. »Träumen Sie am hellichten Tage, oder haben Sie gar Visionen?" spottete endlich daS kleine Fräulein neben ihm spitz. DaS riß ihn au» seiner Ver» funkenheit. »Pardon" entschuldigte er sich. Doch als er Malwine sich eben von ihrem Genosse» verabschieden und einen weniger belebten Seitenweg einschlagend, graziös davoneilen sah, ließ er da» ganz verblüffte, kleine Fräulein einfach nach einigen, undeutlich ge« murmelten Worten, au» denen soviel wie: „Ver-zeihung, ich sehe da eine gute Bekannte", heraus» klang, stehen und bat einen jungen Fähnrich, den er obendrein beinahe umrannte, seinen Stellvertreter bei dem MajorStöchterlein abzugeben. Malwine lief inzwischen, ihrer Umgebung kaum achtend, die Spiegelfläche der Bahn ab. Sie war «ine leidenschaftliche Schlittschuhläuferin und benützt« jede frei« Stunde, die ihr Beruf ihr ließ, ihrer Lei-denfchaft zu frihnen. Si« war so tief in Gedanke», daß sie e» zar-nicht bemerkte, wie ihr jemand folgte. WaS sie so-«den von ihrem alte» Freeunde Sentrniu» gthört, nahm sie ganz gefangen. LangenS Braut sollte wahn» sinnig über die zurückgegangene Verlobung geworden, ihre Ueberführung nach einer «»stalt nur eine Frage der Zeit fein. Also gab «S doch noch w«it Unglück-licher«. alS sie! Si« pries sich in diesen Minuten glücklich, daß sie sich wenigstens von der Verant« worllichkeit, zu jenem Unglück beigetragen zu haben, freisprechen konnte. Und doch, wie weh ihr um» Herz war! Nicht nur der Unglücklichen, auch Langen» gedachte sie. Immerhin war ihr Glauben an ihn noch nicht genug erschüttert, um daran zu zweifeln, daß auch ihm da» Schicksal der Braut und sein« Schuld daran, am Herze« fraß. Di schreckte eine Stimme sie auS ihrem Sinnen. „Malwine, endlich! Hab ich Sie endlich gestellt? Jetzt aber gibt e» kein Entweichen; jetzt müssen Sie mich anhören." „Ot . . . Herr von Langen!* stammelte si« in ihrer Bestürzung, sich hilflos umblickend. Er aber hatte bereits ihre Hand erhäscht. „Malwine, sagen Sie mir, daß Sie mir nicht mehr zürnen, daß . . ." „Ich mich glücklich preise, daß c« so gekommen. Herr von Langen, das will ich Ihnen sagen!' un» terbrach ihn Malwine kalt und wunderte sich, wie ruhig sie jetzt auch innerlich dcm «instigen Geliebten gcg»nübers«ehen, ihm dieS sagen konnte. „Malwine!" Schmerz. Enttäuschung, vkrletzte Eitelkeit kämpften i» LangenS Seele. Er hatte sich damit geschmeichelt, daß ihn Malwine noch immer rasend liebe, er sie durch sein Zurücktreten damals für immer unglücklich gemacht habe und jetzt die kühle Haltung, dies« Ruh«! Er war wirklich sehr enttäuscht und tief verletzt. Das verriet den Au«-druck seine» hübschen, jetzt etwas verlebt aussehenden Gesichtes deutlich genug. „Malwine!" sagt« er noch einmal vorwurfsvoll. In deS Mädchen« Seele aber rang «in ganz neues Gesühl. Vor ihrem Geist spielte sich plötzlich eine Szene ab, deren unfreiwillige, ungefebkn« Zeugin sie gewesen. Sie sah Komtesfe Laudan allein im Park / spazieren gehen, hörte rasche Männerschritte nnd sah im nächsten Augenblick Langen der jungen Komtesse den Weg vertreten. * „Äomteffe, teuerste Beatrice I Seien Sie nicht grausam! Haben Sie Mitleid mit einem Menschen, den Sie durch Ihre abweisende Kälte zum Wahn-sin» treibe» I" Sie hörte Bcatrice« leidenschaftliche Entgegnung: Ich habe, will auch nichts mit Ihnen gemein haben, Herr von Langen! Denken Sie an Ihre Braut! Wenn Sie noch ein Fünkchen Ehre in sich haben,--so---und sie vernahm wieder, wie damals auf Schloß Jarxtorf, die vor sinnloser Leidenschaft bebende Stimme deS Manne«: WaS gilt mir Ehrc! WaS meine Braut! Si«, Sie 3 allein. Komtesse, liebe ich! Machen Sie mich nicht rasend durch ihren Widerstand! Ein Wort »on Ihnen und ich breche mit allen, um Sie zu besitze» I" Mal-wine sah LangenS verzerrte Züge, der Komtesse vor Empirung dunkel gerötete« Antlitz vor sich. Sie sah. wie der Mann, ferner Sinne nicht mehr Herr, da« junge Geschöpf in seine Arme riß, biß er jäh von einer stark.» Faust von der sich sträubenden Kom-teste fortgeschleudert, fast fallend, rückwärts taumelte. Der plötzliche, wie au« dem Boden gewachsene Wi-dersacher be« Offizier« war aber niemand anderer, al« Heinz, ihr Bruder. Sie sah die beiden Männer sich gegenüberstehen, sich mit den Blicken messen, fah bie Komtesse, bleich bi« in die Lippen, zitternd zur Seite stehen, sah wie Langen vor dem drohend-flammenden Auge seine« Angreifers da« seine lang-sam senkte und sich j»m Gehen wendete. Dann be-merkte sie zu ihrem Schrecken, daß die Szene noch einen zweiten Zeugen gehabt hatte und zwar den Schloßherrn selbst. Sie lebte noch einmal mit Zit-tern und Zagen die Minuten durch, in denen Baron Senden vor den Bruder getreten war uud ihm zwar nicht unfreundlich, aber ernst gesagt hatte: Sie hät-ten Ihrer Stellung mehr eingedenk bleiben sollen, lieber Brandt! Eine Dame vor Zudringlichkeiten zu schützen, ist zewiß nur ritterlich und lobenswert, doch die Art, wie diese« soeben »on ihrer Seite geschah, entsprach zum Mindesten nicht der meinen Gästen schuldigen Rücksicht! Sie sah den Bruder stumm, blaß, mit zusammengepreßten Lippen den Herren nachsehen, die langsam seinen Blicken entschwanden. Malwine durchlebte die ganze Szene mit einer Deutlichkeit, als spiele sie sich wirklich erst jetzt vor ihr ab, und wie sie sich so alle« greifbar deutlich entwickeln sah, ging und kam die Röte der Empörung auf ihrem Antlitz, wechselte der Ausdruck ihrer Züge mit den Empfindungen. Langen sah das mit Er» staunen, ohne recht zu wissen, wie er sich das zu deuten habe, aber Eigenliebe und Dünkel spielten ihm einen Streich. Er bilde»« sich ein, da« spröde Mädchen da vor ihm liebe ihn dennoch rasend und verschanze feine Gefühle hinter äußerer Kälte und Ruhe. „Malwine!" begann er daher dreister auf« Neue wieder, „ich weiß ja, daß Sie mich trotz Allem lieben, da Sie zu edel, zu gut sind, mir eine Ju-gendtorheit sür immer nachzutragen!" Sie aber ließ ihn nicht weitersprechen. Mit blitzenden Augen, ihn vom Scheitel bi« zur Sohle musternd, sagte sie eisig: .Da befinden Sie sich in einem großen Irrtum, Herr von Langen i Eine« Mann, der die eine Braut preisgibt, weil sie verarmt ist und ihr ruinierter Bct- tu zum Selbstmörder wird, der die andere Braut seinem Wankelmute opfert, der noch verlobt mit der zweiten sich zugleich aufs Neue mit der ersten Braut Gunst und schließlich sich auch um die Dritte be» wirbt, kann ich weder achten, noch lieben!" „Malwine!• knirschte er totenbleich und dann sich fassend, gewann er auch die alte Ruhe wieder. Um seinen Mund zuckte eS wie Hohn, während er ihr kühl die Entgegnung zuschleuderte! „Sie über-schätzen wie ich einsehe, meine Absichten, ich wollte mir in Zarxtors nicht ihre Gunst, sondern allein mir ihre Verzeihung erwirken!' Die Röte der Scham, aber auch die der Em« pörung stieg ihr heiß in die Waagen. „Da« hätten Sie mir sagen sollen!" kam eS vorwurfsvoll von ihren Lippen. „Ich wußte sehr wohl, daß Sie nicht, um meine Liebe wieder zu erringen, zu mir kamen, son> dcrn daß e« allein Furcht, Berechnung war. die Sie mich um eine Unterredung bitten hieß! Sie, der Sie der Verlobte eines Fräulein von Elten waren, sich um die Lrebe einer Komtesse Laudan beworben, fürchteten, daß ich Sie in kleinlicher Rache preisgeben könnte! O". fuhr die leidenschaftlich Erregte bitter fort, „wie gering muß Ihr eigener Wert sein, wenn Sie mich so niedrig schätzen? Und nun, denke ich, ist unsere Unterredung wohl beendet, Herr v. Langen. Ihren Zweck haben Sie ja erreicht — Sie wissen, daß Sie von mir nicht« zu fürchten haben." Mit zuckendem Antlitz und einer raschen Be-wegung wandte sie dem nun seinerseits beschämt da-stehenden Offizier den Rücken und lief davon. In der peinlichsten Empfindung blieb Langen zurück. „Also regelrecht abgekanzelt wie ein dummer Tertianer!" murmelte er zwischen den Zähnen. Mit finsterem und doch bewunderndem Blick sah er der enteilenden schlanken Gestalt nach. Ja, er hatte sie einstmals geliebt, die füße kleine Malwe. Darüber waren allerdings Jahre vergange» und das Bild deS jungen BackfifcheS war in seiner Erinnerung sast ver-blaßt, biS daS fatale Zusammentreffen mit der ein-stigen Jugendliebe aus Schloß Iarxtorf alle die al-ten Erinnerungen und mit ihnen ein Gefühl dcr Schuld in ihm wachriefen. Fräulein von Zardoe, jetzt die Wirtschafterin de« Baron Senden! Langen lachte grimmig in sich hinein. Er hatte einen tollen Gcoanken. Von den Elten« und ihrem Anhang war er in Acht und Bann getan. Die Komtesse hatte ihm ihre Abneigung auf« Empfindlichste zu fehlen gegeben. Was würden alle Jene wohl sagen, wenn er sich mit der Wirtschafterin de« Freiherrn von Senden verlobte? Wie gesagt, e« war ein toller Einfall, aber er fühlte sich gerade in der Stimmung, einen tollen Streich auszusühien und 4 a» bie Verachtung, an die Abneigung MalwinenS gegen ihn glaubte er jetzt weniger als je. Gerabe die Leidenschaft, mit der ihm bie Jugenbliebe all ihre Anschuldigung ins Gesicht geschleudert, schien ihm ein Bewcis dafür, baß Eifersucht und gekränkte Eitelkeit das Mäntelchen geheuchelter Verachtung und Kälte, der nie erloschenen Liebe umhängten! Weiber — er kannte sie doch! Hatte er recht, der egoistische Op-imist? Malwine hätte heute ruhig die Hand für die Echtheit ihrer soeben in Worte gekleidet.n Empsin» düngen ins Feuer gelegt. Nichts von der gehabten Erregung, von einem nachjitternden Weh vibrierte in ihr nach. Selbst der Rückschlag, den sie heimlich doch gefürchtet, stellte sich nicht ein. Ruhig schnallte sie ihre Schlittschuhe ab und trat den Heimweg an. Sie wollte Langen nicht noch einmal degagnen. Aber rS war keine feige Flucht, die sie forttrieb, nur die Unlust. Elastisch, frischer als sonst, ging sie ihres Weges. Hatte sie sich, mit ihren Anklagen der Abfertigung durch die sie den Zugenbgeliebten so tief, das fühlte sie wohl, beleidigt, den jahrelangen Druck vom Herze» geredet? Sie atmete freier, fühlte sich plötzlich wieder jung, jetzt, wo sie sich vor jeden wei-teren Annäherungsversuchen von LangenS Leite si» cher glaubte. Plötzlich rief sie Jemand an. Es war ihr Freund. Doklor Sentenius. In feiner Begleitung befand sich ein schöner GniS mit noch jugendlich blitzenden Äugen. „Prozessor Trautgott, liebe Malwe — Fräulein von Zardoc — Brandt, lieber Professor. Sie wissen ja. Geschwister Zardoe. meine jungen Freunde. Ich erzählte Ihnen ja bereits des Oesleren von den jun-gen Leutchen!" Dcr Professor reichte Malwine die Hand. „Ich kannte Ihre Eltern bereits, mein Fräulein", sagte er dabei. Ein jähes Rot flog über ihr Gesicht. Sah sie auch hier aus dcm zögernden Wort des Professor« das Gespenst der väterlichen Schuld an? Doch des Greises helle Augen ruhten milde, fast innig auf ihrem Antlitz. Der Alp wich von ihrer Brust. (Fortsetzung solgt.) Am Meeresgrunde. Träumend steh' ich am Gestabt, Blick' in s blaue Meer hinab Und mir ist's, — alS ob am Grunde Läg' mein brsch'ner LebenSstab! Wild empörte Wogen brachen AuS der Bahn das segelnd' Schiff Und zerfch'llten eS im Gischte, An des Strandes tück'fchem Riff. Nach bem eis'gen Todeshauchc Schweiget still das tobend' Meer Und die Wellen schaukeln Stücke Vom geborst'nen Schiff umher. — In bem Sturme Wogen grollen, Eprühenb' Brandung, — heulend' Wind, Sehe ich, — so ganz verloren, — Mein geliebtes, armcs Kind, Wie eS freudig, ob dcr Heimkehr, Sich begab in Schiffe« Hut, Kindlich froh der Ankunft harrte, — — Jäh dann sank in Meeresstut. — Träumend steh' ich am Gestade, Blick' hinab in's blaue Meer; Doch eS wirb unt' fest gehütet. Gibt mein Kinb mir nimmermehr! __Isis. Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen WirtfchaftSgcgenstände. Vermischtes. Eine hübsche Orbensgeschichte er-zählen unS die Pariser Blätter. Sin Elfenbeinhänd-lcr nameus DuplessiuS, ein sehr eitler Herr, hatte von einem afrikanischen König im Sudan, mit dem er in Geschäftsverbindung stand, einen Orden mit dem wohlklingenden Namen .Labakfi-Tapo-Orden" verliehen bekommen. Der Franzose, hocherfreut, be-gab sich sofort zur OrbenSkommisfion. um sich bie Erlaubnis zu holen, den Orbcn tragen zu dürfen. .Sie bekommen natürlich gern die Erlaubnis, den Orden zu tragen", sagte der Ministerialdirektor. „Aber ich muß Sie darauf aufmerksam machen, baß ber Orbcn in Uebereinstimmung mit den Vorfchrif-ten der Ordensstatuten getragen werden muß. Sie muffen ihn so tragen, wie eS die Mitglieder de» Ordens in Afrika tun.' — „Und wie ist da»?" — »Der Ring wirb durch die Nase gezogen." Der neuernannle Ritter de« Labaksi-Tapo OrdenS machte ein wcnig intelligentes Gesicht und ft II daraus verzichtet haben, den Orden zu tragen. Numircr 84 Deutsche Zwucht Seite 7 ZI. 12948/1916. Kundmachung. Festsetzung von Höchstpreisen für Verbrauchszucker im Gross- und Kleinhandelsverkehre. Im Grunde des § 19 der Ministerialverordnung vom 29. September 1916, R.-G.-Bl. Nr. 335, und der Statthaltereiverordnung vom 4. Oktober 1916, L.-G.-B1. Nr. 112, werden die für die Stadt Cilli vom 12. Oktober 1916 angefangen giltigen Höchstpreise für Verbrauchs» zucker im Kleinhandelsverkchr und zwar für Zuckeraorten, die im Stadtbezirke gewöhnlich gehandelt werden, festgesetzt, wie folgt: Sorte • Packung Kleinhandelspreise in Hellern bei Abgabe von mindestens 1 kg weniger als 1 kg Grossbrode 114 115 K&ffinade Kleinbrode zu 5 kg 115 116 Raffinade Kleinbrode " zu 3 kg brutto 116 117 ff. Würfel (Kleinwürfel) in Kisten netto 120 121 Kristallwürfel in Kartons zu 5 kg brutto für netto 118 119 Ia Würfel in Kisten netto 119 120 la Würfel in Kartons zu 5 kg brutto für netto IM Raffinademehl ! in Kisten netto 119 120 Grieszucker in Säcken zu 100 kg brutto für netto 116 117 Grieazuckcr in Säcken zu üt) kg brutto für netto 117 118 Kristallzucker in Säcken zu 100 kg brutto für netto 117 118 Die kundgemachten Höchstpreise sind von den Kleinhändlern in ihren Verkaufslokalen sofort nach erfolgter Kundmachung an einer jedermann ersichtlichen Stelle anzuschlagen. Die vorstehenden Preisfestsetzungen haben für Verbrauchszucker, welche vor dem Inkrafttreten der Ministerialverordnung vom 29. September 1916, K.-G.-Bl. Nr. 335, also vor 1. Oktober 1. J. für Lieferungen bis einschließlich 30. September I. J. von der staatlichen Zuckerzentrale zur Versteuerung freigegeben oder von ihr zur Versteuerung angewiesen wurde, auch wenn die Wegbringung des Zuckers aus den Fabriken oder Freilagern erst nach dem 30. September 1916 erfolgt, keine Geltung. Derartige Zuckermengen, welche mit einer gelben amtlichen Verschlussmarke versehen sind, dürfen nur zu dem mit der Statthaltereiverordnung vom 31. Juli 1915, L.-G.-Bl. Nr. 63, bezw. vom 24. September 1915, L.-G.-Bl. Nr. 73, festgesetzten, bisher in Geltung gestandenen Höchstpreisen verkauft werden. Die Kleinhändler sind verpflichtet, in ihren Verschleisslokalen die bisher in Geltung gestandene Kundmachung der politischen Bezirksbehörden über die im Kleinhandel zulässigen Höchstpreise solange angeschlagen zu lassen, solange sie noch Zucker mit der amtlichen gelben VerBchlnssmarke verkaufen. Die Kleinhändler sind beim Verschleiss von Zucker, der lose, das heisst ohne der Originalpackung verkauft wird, verpflichtet, der Kundschaft über ihr Verlangen die Originalpackung mit der amtlichen Verschlussmarke vorzuweisen. Übertretungen dieser Verordnung werden, soferne sie nicht der strafgerichtlichen Ahndung unterliegen, vom Stadtamte als politische Behörde I. Instanz mit Geldstrafen bis zu 5000 K oder mit Arrestsrafe bis zu sechs Monaten geahndet. Die \ erordnung tritt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft. Stadtamt Cilli, am 11. Oktober 1916. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. TVucksorten Vereinsbuchdrnckrrei U---..Celeja" l»|«t }u müßig«! Preise» Cilli. o /»-» ») Die Laut der Einberufungskundmachung „0/$" vom 15. September 1916 für den 2. Oktober • 1916 einberufenen österreichischen und ebenso auch die für denselben Termin mittels Elnberufungs-karten einberufenen, in Oesterreich gemusterten ungarischen Staatsangehörigen der Geburtsjahrgänge 1871, 1870, 1869, 1868, 1867 und 1866 haben statt am 2. Oktober 1916 erst am 3. NoVGMlbcr 1916 und weiters b) die laut der vorbezeichneten Einberufungskundmachung für den 10. Oktober 1916 einberufenen österreichischen Staatsangehörigen der Gebui tsjahrgänge 1892, 1891, 1890, dann 1884, 1883, 1882, 1881 und 1880 sowie die mittels Eiuberufungskarten für den 10. Oktober 1916 einberufenen, in Oesterreich gemusterten ungarischen Staatsangehörigen statt am 10. Oktober 1916 erst am 16. November 1916 zu dem in ihrem Laudsturmlegitimationsblatt bezeichneten k. u. k. Ergän-zungsbezirkskotnmando, beziehungsweise k. k. Landwehr-(Lindesachützen-) E' gänzungsbezirkskommando einzurücken. Einzelne der bisher für den 10. Oktober 1916 einberufen gewesenen Wehrpflichtigen erhalten jedoch besondere Einberufungskarten, die ans einen früheren Termin als den 16. November 1916 lauten, und haben daher zu diesem Termine einzurücken. Im übrigen bleiben die Bestimmungen der Einberufungskundmachung „O/j" vom 15. September 1916 aufrecht. Die obige Verschiebung der Einrückungstermine bezieht sich lediglich auf die im Inland« gemusterten Wehrpflichtigen, während für die ausserhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie Gemusterten der in ihren Lnndsturinlegitimationsblättern eingesetzt* Einrük-knngstermin durchwegs unverändert Geltung behält. Die Niehtbesolgnnj des Einberufungsbefehles wird nach den bestehenden Gesetzen streng btst aft. Stadtamt Cilli, am 2. Oktober 1916. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. ZI. 11940/1916. Kundmachung. Zufolge Erlasses der k. k. Statthaiterei in Graz vom 20. September S 4 9T W 1916, ZI. 4 110' wird bieramts kundgemacht, dass die Höchstpreisbestimmungen vom 10. Jänner 1916, R.-G.-Bl. Nr. 12, für den Verkauf von Heu und Stroh durch Erzeuger und Grosshändler auch ffir die Heu-und Strohernte des Jahres 1916 unverändert in Wirksamkeit bleiben. Es gelten somit bis auf Weiteres für Heu und Stroh nachstehende Preise: Grosspreise für den Verkauf durch Gattung Heu jeder Gattung Flegeldruschstroh Maschinen-drusch-stroh Erzeuger ab Scheune lose gepresst Grosshändler oder landwirtschaftliche Erzeuger ab Verladestation bei unmit- Organisation telbarem Verkaufe ab Verladestation an Verbraucher lose gepresst lose gepresst Kronen 13- 9 — 8-— 14-50 15-50 10-50 9-50 • 11-50 17 — 13 — 10-50 12- 15 — 11.— K)-— 16-50 12-50 11-50 Stadtamt Cilli, am 8. Oktober 1916. Dr. Bürgermeister: Dr. von Jabornegg. Seite 8 Deutsche Macht Nummer 34 Möbliertes Zimmer ebenerdig, separiert, ist sofort zu vermieten. Anzufragen in der Verwaltung d. BI. Str. 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