Nr. 317. PränumeratlonspreiS: Im Comptoir ganzj. ft. ll, hnlbi. N. 5..50. Für dle Zustellung in« Hau» haldj. 5,u ll. Mit bei Post Kan,j. st. l.', halbj. fl. ?.5l». Freitag, 2L. September Insertion,gebühr bi» ivZeiien: ,m»l60lr KM. »U ll., »m. I fi.; sonst pl.Zeilc ,m ,! lr. °m « lr 3m, ltt li. u. f. w. Infcllionsftempel jedesm. 30 lr. 1871. Alntlicher Theil. Ve. l. und f. Apostolische Majestät haben mit Wer« twchst mitcrzciäwctcm Diplome dem mährisch-schlesischen OberlandeSgcrichts-Präsidenten Joseph Nitlcr ^ a m inet v. Arzt he im als Ritter des Ordens der eisernen Krone zweiter Klnssc in Gcmüßheit der OrdcnSstatulen den Frccherrnstand allcrgi^digst zu verleihen geruht. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Supplenlen an der Wiener l. t. Oberrcalschule am Schottenfcld Julius Hübncr zum wirllichcn Lehrer un der k. l. Obcrrcalscyulc in Klagenfutt ernannt. Der Handelsministcr hat die Postdircctionsconci-ft'sten Wilhelm Groß in Graz nnd Gustav Niederer w ^inz zu Secrctären im Status der l. k. Postdircc-tlonen ernannt. Nichtamtlicher Theil. Zur inneren Lage. Die öffentlichen Malter des In- und Auslandes haben die gegenwärtige höchst wichtiye ttagc Ocster -rcichs bereits zu Genüge bclmchtet und erörtert. Nach diesen Erörterungen und nach Anhörung der Stimmen aus den beiderseitigen, derzeit sich politisch-feindlich entgegenstehenden lagern dürften wir uns zu dem frcund-llchen Wunsche ermächtigt fühlen: daß die nationale Kartei von der Höhe ihrer politischen Anforderungen einige Slufcu herab- und die deutsche Partei aus der Tiefe ihrer Zugeständnisse an die gegne? llsche Partei einige Stnscn hinaufsteigen möge! Wir stehen, wic die „Neue badischc ^andcSzeitnng" »anz richtig dcmcrlt, am Vorabende großcr Ereignisse. ^ S,i„,^ ^ ^^^,„^^^ ,,„h ^g Hasses sollen endlich verstummen. Wir sollen Alle, ganz Oester-^'ch soll den Neubau und die Erhaltung des Kaiser-"'ches mit „vereinten Kräften" anstreben, "er die Flamme des unseligen Nationalität, nhasscs !M>rt, der die allenthalben brennende Agitation feindlich na'lm, der die Ban?c der Zusammengehörigkeit Ocstcr^ lklchs zerreißt, d e r auf die Zertrümmerung Oesterreichs h'narbellet, der - ist lein Patriot. W'r müssen den SlaalSgedanlm über den uatio« na eu Gedanken stellen; wir Uiüssen ualionale Zwecke emn5 7^^"" verordnen. Oesterreich ist nun amÄ, '^" "'" deutscher Staat, daher auch die Platze zuruckwelchcu und sich grollend in einen Trotz-wmtc setzen." sei niemals die Parole der Minorität einer Korporation. Dort. wo das Nccht ist wird !>mi' wohne auch die ^ . ^>r gelangen nun zum Schlüsse und saacn- Fcst l'lammmhalw,: Einigkeit thut not '."-' Wa. ^"t vermag, haben wir im letzten französijch- Nur Einigkeit macht sla.l! ^'»ry Einigkeit werden die schwersten malcricllcn !!!^^sche^^ierigkeitm behoben. ^»icncr Wcllausstcllun« 1873. ihrc erste S^'^ ^onimission hat a", 16, d. M. Mitglieder waren" ^"halten. Fast alle Eummissions-an seiner Seit« di!"Ä^' H'^ Erzherzog Naincr -berg und Graf Beus. '^'"!'^"^" ^"lst Schwarzen-g udcr Ncdc. ^ eröffnete die Sitzung mit sol- ..Meine Herren'. ^ . ^ seit über Anregung des ^ Dcccnnicn sind verstrichen. Civilisation hochverdienten?"" Albert, dieses um die und zum ersten inale dur^?.^ ^r Gedanke ersaßt friedlichen Wettkämpfc aller Ä"!." "°^" '^' '"^ und Gewerben zu veranstalte. .-" ^" ^"""^" Ausdrucke ..Wcltausstclluua" k'' .^'° "'"" '"" dem Unrecht dcü Olympiaden der^,'.'" ""^ 'u^t mit Oesterreich hat --wir freuen .,.""' "'^'chk. , ' «"ung - an dcn AuSsttUunaen di/1"'.'" .^' ^'"' "nd ziemlich regelmäßiger Folge stat s.'^' !'V°^"' ttnenvolleu Antheil genommen. S " >"s/"' "7" der ängsten Ausstellung 1807 in^i/ha^^ns<.^ allergnlldigslcn Monarchen zu dem alle Gclheiliglcn hoch' ehrenden AuSspruche bewogen: „Ich bin stolz auf mein Oesterreich!" — Wir stehen nunmehr im Begriffe, ein solches, der Gelehrung und Bildung gewidmetes Fest bei uns zu begehen, diejenigen, deren Gäste wir bisher gewesen, nnd alle übriarn Nalioncn der Erde zu mis zu ladeu. Durch die Anordnung Seiner apostolischen Majestät, daß am 1. Mai l87)> eine Weltausstellung in Wien eröffnet werde, tritt das Ausstellungswesen, diese belangreiche und eigenthümliche Erscheinung unserer Zeit. in eine neue Phase. Große Vänderaebiete. die dieser Bewegung bisher fcrne geblieben, werden durch die Nähe des Schauplatzes in dieselbe gezogen, zahllose Gesichts punkte werden dadurch für Künstler und Gclehtte, für Producenten aller Zweige gewonnen werden. Eine große Eulturmission in sich tragend, werden die Ausstellungen erst beim Wechsel dcS Ausstellungsortes mit voller Intensität zur Wirkung gelangen — aber nicht nur ein kosmopolitisches — eS ist vor allem ein österreichisches, ein echt patriotisches Unternehmen, zu dessen Durchführung uns das Vertrauen Seiner Majestät berufen, iu größerem Maße, als dics bei der Betheiligung an den bisherigen Expositionen der Fall sein konnte, wird sich Oesterreichs Produclioneklast auf eigenem Boden entfalten können, in ungleich vclstärllcm Grade wird die ^eistniigssähiglcit unseres Vaterlandes hicr zur Gel-tung kommen. Oesterreich wird alle vorhandenen Bedingungen blühender wirthschasllicher Entwicklung darzn legen iu dcr Vage sein. Die Schwierigkeiten des Transportes, welche die Beschickung cnlfcrntcr Ausstellungen auf llcinc Kreise beschrankten, entfallen jetzt für unS. Auch der kleine Producent wird diesmal in der ^age sein, seinen Antheil an dcr Production zur Geltung zu bringen. - In demselben Maße aber, als die Theilnahme auch dem Gcwerbclrcibcuden möglich wird, wird auch die befruchtende Wirkung dcr Ausstellung sich in tausend und abertausend Aedcrchcn fühlbar machcu. Bisher war es bei uns vorwiegend nur dcr Gioßiudu« strnlle, der die Wellausstellungen als Bildung^quelle betrachten konnte. In der internationalen AnSstclluua zu Wien eröffnen wir auch unserem Aibcilcr und all' den vielen Vcc„begierigen, welchen die Weltausstellungen bisher durch die große Entfernung uicht zugänglich waren, eiuc werlhuolle Schule. ..... Darum freuen wir uns des tai- scrlichcn Entschlusses, snhlcu wir abcrauch das ^ollgewicht der mit ihm übernommenen Aufgabe. — Mit vereinte» Kräften wollen wir schaffen, wollen wir daS Wort Seiner Majestät auch zur That werden lassen. In diesem Sinne, mcinc Herren, begrüße ich Sie, Ihrer vollen Hingabe. Ihrer redlichen, uneigennützigen Mit» wirkung gewiß, als Mitarbeiter, und lade Sie zum wetteifernden Zusammenwirken ein. Möge dcr alte Sprnch: „An Sicg nnb Ehren reich" sich in diesem Falle bewähren nnd uus ein Sicg auf diesem Gebiete grgöimt sein. das dcr höchsten Anstrengung werth erscheint, ans dem Gebiete der Cultur." Dcr Aufforderung des Präsidenten folgend, ergriff dcr General director dcr Ansstcllung, Freiherr Schwarz-Zenborn, das Wort. nm dic Versammlung zu b.arüßcn. theilte das Organisalions-Slatul mit. entwickelte daS Programm dcr AuSstcllui'g. erläuterte die Gruftpen«Ein-lhcililng nnd gab Auflläruugcn über den Bau und die der Versammlung zur Einsicht mitgetheilten Pläne und Zeichnungen. Schließlich fordcite er die Vc,sammlung zur rcgcu Mitwirkung auf und l»d die Anwesenden ein, sich in die verschiedenen Scctioncn eintheilen z^l lassen, welche sich in die ferneren Arbeit n theilen wcrdcn. — Zum Schlüsse brachte der Präsident dcr Handelskammer Herr Rcckenschnß cin Hoch auf Scinc 'Majestät dcn Kaiser aus. iu welches dic Versammlung begeistert einstimmte. Programm zur Wcltauoftcllung. I. Unlcr dem Allelhöchsten Schutze Sr. l. und l. Apostolischen Majestät wird im Ianrc I87)l in Wicn eine internationale Ausstellung stattfinden, welche das Cullurlcbcn dcr Gegenwart und das Gesammtgcbiel der Vollswirthschaft darstellen und deren weiteren Fortschritt fördern soll. ^icsclbc wird im Prattl, in für dics:n Zwcck er-richteten Gebäuden veranstaltet, am l. Mai I87A er-bfflict nnd am '!l. October desselben Jahres geschloffen werden. II. Die AliGcllungdgcgcustiwde wcrdcn in folgende 2ll Gruppen vertheilt: 1, Gruppe. Bergbau m,d Hilltenwescn. ! 2. Gruppe Valid,, Fli,stm,,tlis.!mfl »nd l^^leüba». .^. Gruppe, Chemische Industrie. 4. Gruppe. Nahrung«, und Genußmittcl als Pro-ducte der Industrie. 5>. Gruppe. Textil- und Bekleidungsindustrie. «i. Gruppe. Ledcr^ und Kautschuk-Industrie. 7. Gruppe. Metallindustrie. d. Gruppe. Holzindustrie. l). Gruppe. Stein-, Thon« und Glasindustrie. 10. Gruppe. Kurzwaarenindustrie. 11. Gruppe. Papierindustrie. 12. Gruppe. Graphische Künste und gewerbliches Zeichnen. 13. Gruppe. Maschinenwesen und Transportmittel. 14. Gruppe. Wissenschaftliche Instrumente. I5i. Gruppe. Musitalische Instrumente. N'>. Gruppe. Heercswcscn. Dicse Gruppe umfaßt die für Ausrüstung dcr Armee und Pflege der Verwundeten und Kranken bestimmten Objecte und Vorkehrungen. 17. Gruppe. Marincwesen. Den InHall dieser Gruppe bilden Objecte, welche die See- und Flußschissfahrt, deu Schissbau, die Schiff« ausrüstung, den Hafenbau, die Küstenbeleuchtung, das ReltungSwesen u. f. w. betreffen. 18. Gruppe. Bau- und Eioiliugenieurwcsen. In dieser Abtheilung werden zur Darstellung gelangen : ausgeführte oder ftrojectirle Straßen- und Eisen-balmbantcn, Wasserleitungen, Arbeiten zur Entsumpfung des Bodens, Ncgulirung fließender Wässer, EanalisiruU' ^cn, Anlagen von Wohnhäusern und öffelttlichen Gcbän-dcn (Parlamentshäuscr. Theater. Spitäler. Gesiiugnisse, Badeanstalten, öffentliche Waschhäuser u. s. w.); dann Einrichlungcu. wie: Ventilation, Heizung u. s. w. N>. Gruppe. DaS bürgerliche Wohnhaus, seine innere Cinrichtuug und Ausschmückung. 20. Gruppe. Das BauernhauS mit seinen Gerathen und Einrichtungen. Iu diesen beiden Gruppen soll durch Vorführung vollständig ausgestalteter Wohnräumc zum Ausdrucke ge bracht werden, in welcher Weise die verschiedenen Völker die Aufgabe dcr Wohnung auffassen. 21. Gruppe. Die nalionale Hausindustrie. Dirsc Abtheilung soll darlegen, welche Fülle von werlhvollen Motiven die Erzeugnisse der nationalen Haus« indnstrie in Schmnckgegcnständen, Gefäßen. Geweben ». f. w. in sich schließen. 22. Gruppe. Darstellung der Wirksamkeit der Kunst« gcwerbe Musccn. Diese Gruppe soll die Mittel darstellen, mit deren Hilfe die kunstgewerblichen Museen der Neuzeit auf Veredlung dcS Geschmacke« uud auf allgemeine Kunst« bilduna einzuwirken bemüht sind. 23. Gruppe. Die kirchliche Kunst. In dieser Abtheilung soll vereinigt werden, was auf dem Gebiete dcr Kunslgcwcrbe für Eultuszwcckc gc« schassen wird. 24. Gruppe. Objecte der Kunst und Kunstaewerbe früherer Zeiten, ausgestellt von Kunstliebhabern und Sammlern ^xpouitioil äw iunntou«^.) Mit dieser Ausstellung wird der Versuch gemacht werden, die Schätze der Priuallunstsammlungen. welche in der Regel nur kleine»', Kreisen zugänglich sind, dcn Kunstfreunden zu erschlichen und dem Kunstgewcrbe neue Ideen zuzuführen. 25. Gruppe. Die bildende Kunst der Gegenwart. Diese Abtheilung soll nur solche Kunstwerke auf« nehmen, welche seit der zweiten londoner Ausstellung 1862 geschaffen wurden. 26. Gruppe. Erziehung««.. Unterrichts, und Vll- oungswesen. Diese Gruppe wird umfassen.-, Die Darstellung dcion Mustern und Proben erficht-lich gemacht werden. VII. Um ein Gild des internationalen Austausches der Productc zu geben, wild der Versuch einer Darstellung deS Welthandels gemacht werden. Zu dichm Ende sollen die Handelsartikel aller bedeutenderen Hafcuplätze in Muslern und Proben aufge-stellt und de, jcdcm d-iselbcn Angaben über den Bezug m,d Absatz, die M^gcn der Ein- und Ausfuhr, die Preise :c. ersichtlich gemacht, ferner durch statistische Daten und graphische Darstellungen die Schiffahrls-und HandelSbcmcgung dcS betreffenden Seehafens während der lctzlcn zehn Jahre veranschaulicht werden. VU1. Dcr im Voranstehendcn ausgedrückte Oe^ danke, das Sluliinm der Ausstellung durch Zahlen lind graphische Dalstellungen zu erlcichtcrl,, soll in allen Abtheilungen der Ausstellung seine Verwirklichung auch in der Weise finden, daß die wirthschastlichen Fortschritte, welcye die einzelnen Staaten seit der ersten Weltausstel-lll»g (London 1^5,1) auszuweisen haben, durch officiclle Daten dalgcslclll werden. To sollen z.B. die Nakwei-sungen über die der Bodcncultur gewidmeten Flächen, die Mengen dcr jährlich gewonnenen Bodenerzcugnisse, deren Preise. Bodenwcrlh. Zinsfuß. Eisenbal'uen, Größe dcr BevMtcrung u. s. w.. "wie sie sich iu dcn jeweiligen Zeitpunkten der späteren Weltausstellungen (Paris 185)5. Vondon 15<>2, Paris 18C.7) ergaben, einander gegenübergestellt und in dieser Weise die materielle Product ions-lraft der cinzclncn Staaten in den ihnen zugewiesenen Ausstellungsräumen tabellarisch ersichtlich gemacht werden. Andererseits sollen alle die einzelnen Ausstellimgs' objccte betreffenden Daten, wic: Name des Aussttlic»?, Vezcichnuü.1 des Objectes. Preis - dessen Veiöffcnlli^ chung jedoch dem Belieben des Ausstellers al'hciii'gcsttltt bleibt — u, s. w., bei den bezüglichen Ocqei'.sländei, selbst ersichtlich gemacht werden. Auf gleiche Wcise sollen auch andere Angaben, deren Bekanntmachung dcm Aussteller erwünscht und für das Publicum belehrend ist (Geschichte, Große des Etablissements, das allmälM Wachsthum desselben, die Höhe dcr jährlichen Production und alle sonst nur in den Katalogen enihallcncn Daten u. s. w.), durch Schrift oder Druck v?lr>iclsäli tigt und den ausgestellten Objecten beigelegt, d.n B^su chern der Ausstellung vorgeführt werden. i IX. Um die Ausstellung nachhaltig fruchtt'imgrno zu gestalten, sollen Proben mit neueren oder noch wenig bekannten Verfahrungswcisen und Versuche mit solchen Ansstellungsobjecten, dcren Werth nur auf diisc Weise constatirt werden kann. veranstaltet werden; z. B. Vec suche auf dem Gebiete der Kcllerwirlhschast ^Eihitznng deö Wcines. Anwendung deS HydrocrtraclcurS u, s. w.). Versuche mit Ardeitsmaschinen aller Art, Anwendung des efektrischcn Lichtes, Benützung der Luftschisffahlt, Sprengversuche. Versuche mit Damftpflügen, Drahlscil> bahnen^ Straßenlocomoliucn, Dampffeuerspritzen u >. w. In gleicher Richtung wcrdcn in den AusstcllungSrülüücii Vorlesungen abgehalten und rechtzeitig internationale Preisaufgabcn (wie z. B. für die besten Gcrälhc zur Eultur der Zuckerrübe) ausgeschrieben werden. X. Ocn Gegenstand temporärer, d. h. dliiä, die Natur dcr Objecte auf eine kurze Zeildauer bcschläütler internationaler Ausstellungen werden bilden: bebende Thiere (Picrdc. Rinder. Schafe, Schweine, Hunde, Geflügel, Wild. Fische u. s. w.); todtes Geflügel. Wildpret, Fleisch, Fette ;i. s. w,; Productc der Mllchwirlhschafl; frisches Obst, frische Gemüse, Blumen, der Land-und Forstwirthschaft schüoliche lebende Pflanzen. Um die Leistungsfähigkeit ausgestellter Nutzlhiec zu ermitteln, werden Versuche veranstaltet. Mit der AuSstelluug von Luxnspferdcn weiden i»l^ nationale Wettrennen verbunden, für welche Prcisc in Aussicht genommen sind. Auch sind Darstellungen anderer Arten von Sport, sowie dic Vorführung oollslhümlicher Spiele beabsichtigt. An einzelne l^mMäre Ausstellungen sollen sich praktische Versuche anschließen und auf den Gegenstand bezügliche Fragen zur Erörterung gelangen. So weiden z. B. an die Ausstellung dcr Producle der Milchwitth-fchaft praktische Persuche über Butter- und Käsebcrei-tung gereiht u. s. w. Um dem Publicum die Priisung der ausgestellten Nahrungsmittel zu ermögliche,,, werden Kosthallcn er-richtet, in welchen dic Aussteller Proben ihrer Erzeug» nisse, auch im zubereiteten Zustande, gegen Entgelt ue» abreichen können, XI. Während der Dauer der Ausstellung werden internationale Congrcsse und Berathungen zur Behandlung belangreicher Fragen stattfinden, zu welchen entweder die Ausstellung selbst Anlaß bietet odcr die als specielle Themen der internationalen Discussion angeregt werden. Insbesondere sind in Aussicht genommen: inter. national: ConMssc von Gelehrten urd Nimst^rn. Schul» männci n und Aerzte». Verttckrn dcr Museen sür Klü'sl-^i.werbc, Zeichiiungsl^hrcrn. Iligcninl'S und slrchllllten, Vertretern der Handels- und Gcwcsbcsanlmciü. Mäniiern des Bank- uno VclsichclUl'.«SwesenS, der Lant" unt, Forstwirlhschaft. des Berg. und Hüttenwesens n. s. w. Als Vcralhung^gcgenstandc sind vorläufij folgende inS Aligc gcflißl: Die Fiagc des gcistigcn Eigenlhums, die Veredlung des Ge'chlllackes, die Velbreitnog und Ausliil-cung de? Z^chcinnilcl-richlcs. dic Vervollkommnniig dcS Transportwesens, die Frage der Erziehung des höchste,» Nutzeffektes der Maschinen, die Pflege dcr forstlichen Statik, die Vermohlseilrrung dcr Lcl.cliömiltel (d^ich Steigerung 5er Production. Verbesserung der Marll' Verhältnisse, Reform der Küche, neue EonscsvilNligc«-mcthoden u. dgl.), die Ernährung und erste Erziehung ocö Kinde?, die Bestrebungen der Gegenwart auf dem Gebiete der Heilpädagogit, die Mlbmiu. dec Friurn und Erweiterung ihrer EiwelbSlhütigkcit u. s. w. XII. Die räumliche Anordnung der Aussttlülnq ist eine geographische, d. i, sic findet nach Bändern in dcr Ait statt, daß die verschiedenen Pi-oduclicmsgcbittc in dcr Ausstellung möglichst in derselben Reihe tischcmcn. wic sie auf dcr Erde in der R'chlung lion Msttn nach Ostcn folgen. XIII. Bezüglich solcher Objecte, welche die Ein reihung in mehrere der im All. Il verzeichneten (^iup pe,' zulassen, bkilit cö dem Aussteller anheimgcstcllt. die Grnppc namyast zn machen, in welche er sein Obj^t eingcreil't zu sehen wünscht. XIV. Für die Beurlhcilung der ausgestellten Ge' gcnstände wiid eine inlelnulionalc July eingesetzt wer den. Jeder Aussteller hat zu erklären, ob er seine Lei' stungen dcr Beurtheilung der July unterzogen wissen will odcr nicht, Im letzteren Falle wird seine Erposi tion mit dcr Aufschrift „Iso,^ 00n«0N!8" bezeichnet. Die r>on dcr internationalen Jury zn vcilcihe„dcn Auszeichnungen zerfallen in folgende Kategorien: ^. Für Werke der bildenden Kunst besteht die Form dcr Anerkennung in dcr Kunstmcdaille. I». Für dic übrigen Ausslcllungsobjecte wcrdcn sal gcndc Auszeichnungen zuerkannt: :l. Aitsst^ller, welche sich schon an früheren Well AuS-stellungen bclhl/iligt haben, werden sür die Forl^ schritte, wclchc ihic El'zeiuliiissc scit der lctztcu von ihnen beschickten WellauSsttlNi»,) nachweisen, durch die Fmlschl'ittOmcouillc auSssczcichnct: I). Aussteller, welche zum clst.n male eine Wclt-auSstcllung beschicken, erhaltcu als Anerkennung der Verdienste, welche sie, rwm uulsölviilhschafl lichen oder technischen Slandpimttc bctiachlc!, szel' tend zu machen in dcr Vagc siüd. die Verdienst-medaillc; s',. alle Au^stcllci', dc>en Elzeugnissc in Aeziig aus Falbe. Form >!i,5 äilszerc Ausstattung den An< forderungcn ein«,e ucrcdellcn OlschmackcS enlsprcchen. haben übeidics Anspruch auf die Medaille jiir gulen Gcschlnack; endlich werden >l. enlsprcchcnd den bei frühereü Ausstellungen z»er kannten „Ehrcnvollen EsirahtiUugen" Zlneilenüung^ oiplome ertheilt. Fkllillelol». Von drn Nnpoleoniden. (Aus drin Tageblichc Lord P almc r st ü n 's.) Palmerston dinirte eines Tages in dcr damals berühmten Restauration von Verey mit einem gewissen tt. NcroinS, dcr drei Iahrc lang unter Bonaparte Ehcf der Polizei gewesen war. ein Mann, der nach Beschreibung des Lords einem Diebe ebenso ähnlich sah, wic cinem Dicbsfänger. Er erzählte uns." schreibt Palmcrslon, ..manche unterhaltende Anecdote von dcr Familie Bonaparte's Er saglc daß Napoleon von derselben und be« sonders von seinen Schwestern, welche geschickte und ehrgeizige Frauenzimmer waren und lhn oft zur Aenderung von Entschlüssen brachten, dle er unt grotzer Halsstarrigkeit gefaßt hatte, schr stark gelenkt und veem-ftußt wurde. Seine Brüder waren dagegen, erzählt er. meistens schwach und närrisch und alle bildeten stch un begreiflicherweise ein. daß, wenn sie zu Herrschern eroberter Staaten gemacht wurden, sie wirtlich unalihänglge Könige sein sollten, und daß cS oft schwer war, sie von chrem Irrthum zu überzeugen. Er war in Kassel als Jerome von dem Königreich Westphalen Besitz nahm, und er sagte, daß der kleine Mann wie ein Pfau umher» Mzme und links und rechts Befehle ertheilte, als ob ".""! dem neu errichteten Throne für alle Ewigkeit m',^", "are. und wenn Ncrvins ihm einen Wink in lV.,?"?.? k"w« yad, so entgegnete cr mit newunde- '^ ^i!7 .?'''"' d°ß ich bei mir selbst Kaiser bm>. N^mns l doch d«^n öderer Austrag es war. lhn m Ordm, g zu hallen. ,«,d ihm zu verstehen, daß der Ka.ser oulwcht e.nen Dim^n«,Zneral auf einen Thron sctzcn mochte, wenn er fonsnhre. sich solche Airs zu geben. Schließlich scheint Jerome solche überzlugendm Gründen sein Ohr nicht länger verschlossen zu haben. EineS Tages tam beim Lever ein Courier mit Depeschen von Bonaparte an. NervinS, welcher sich über Jerome bei dem Kaiser beschwert und ihn gebeten hatte, jenem eine Lection zu geben, war begierig zu sehen, wie dcr kleine König sie aufnehmen würde, und bat ihn daher boshaft, die An^ wescnden wissen zu lassen, was der Kaiser schreibe. Jerome öffnete den Brief und las ihn mit der größten Kühle und Selbstbeherrschung laut vor. Danach war Bonaparlc erfreut zu hören, daß alles so gut ginge, daß seine Verwaltung so klug und liollsthümlich wäre, seine Finanzen so blühend und sciue Armee so gut im Stande, daß er jcdcn Tag neuen Grund hätte, sich Glück zu wünschen, daß seine Wahl sür das Königreich gcradc auf ihn gefallen fei; zum Schluß die Versicherung seiner unverminderten Liebe und Achtuug. Ncruins lächelte, und da er bemelll hatte, daß ein langer Hußarenosficicr seinen Wuchs benutzt halle, um über dic Schultern dcs kleinen Jerome in dcn Brief zu sehen, so fragte cr ihn lnim Hinausgehen, was er von dem Schreiben dcnlc. Davon deule?" cnlgcgnetc dcr Officier. „Ich war in"mei-ncm Leben nie so betroffen. Was. würden Sie es glauben, ich luö den Brief über des Königs Schuller, und dcr laulclc Wort für Wort gerade das Gegenlhcil von dem, was cr nns ohne zu flocken vorlas." Kunst - Entliasmsmus. Ein eclalantes Beispiel von Kunst-Enthusiasmus beim amerikanischen Publicum li'efme kürzlich Terre Haute, Indiana. Mit großer Spannung hatlc man dort einem Gastspiele des bekannten Komikers Owens entgegengesehen. Am ersten Abend seines Auftretens war daS Opernhaus mit einer schaulustigen Menge überfüllt und für die besten Plätze waren sogar 20 — 25i Dollars bezahlt worden. Der Augenblick deS Beginns war gekommen; Alles harrte mit großer Spannung auf das Emporsteigen des Vorhanges. Derselbe aber wolllc sich nicht rcgcn. und cist als sich dic Unge-dnld dcr Galerie in cli^s geräuschvollen Oemonstralio' ncn Luft zu machen bcgcmn, ei schien dcr schwarzbefrackie Regisseur vor der Rampe uud machte in seinem trübseligen Leichcnbilteltcm di? niederschlagende Mittheilung, daß in Folge einer Vci spätung dcs E'sendahnzugeS Mr. Owcnö nicht im Stande sci, Terrc Halite vor l i Uhr zu erreichen. Die VorsttUulig werde am morgenden Abend statlfindcl!. wcr es aber vorziehe, fein Geld zurück z» erhallen, mögc cö an dcr Kasse in Empfang nchmcn, la machtc cine Stimme aus dem Parterre dcn Vorschlag, darüber ubznstimmcn, ob man nicht lie-bcr bis !! Uhr Abcudö bcisammciibleibcn und dann noch dic Voislellung gcnicßcn wollc. Unlcr allgemeiner Acclamation wurde dcr>clbe angenommen. Die Schauspieler bemühten sich, die Versammlung dnrch musikalische und declamatoiischc Vortrage zu unterhalten und schilderten ihr dic ,'.a^c Einrichtung und dcn Mechanismus cincr groücn Bühne, Unter solchen Unlcrhaltnngeii verfloß die Zeit. Ei» Viertel nach cilf Uh:- cischic» richtig Mr. OwcnS. Dic ihm scilcns dcs Pudlicnms bewiesene Anhänglichkeit licß ihn alle Müdigkeit vel' gcsseu — cr war augenblicklich bereit, scine Rolle z" spiclcn. Auch das Publicum gab lein Zeichen von 6^ müdung: jcdcr Sitz dcs Hauses blicb "besetzt, bis endlich, als cö drei Uhr längst vorüber war. der Vorhang zum letzen male ficl. Kiterarisches. Datz Äteuo Blatt ,«7l. Die soeben eimillrolft"/ Nr. 3« cmhält: Illhainiö Nach!>. Von Graj Nlvich '""'^s'i, - Dre«dm.r EuizmMldcr, ^. Ans Kvi^^daun'. ^°>i 0« " Horn. - Nümäoiri, >i„d sci„c Eiftubahüila^. - Dai< nnn°>, Kleeblatt, V°n Fed°r O„staN'i,sch. - Drci Ritter. - ^« > '' uud Verkehr. - Allerlei: Dc>« Blut dr« heiligen I""'"^' Pedro !!.. Baiser uou Vrasilien. - Eorrespoiideüz. ."".„ris! ) stratwuen folqelidl: Dresdener LiinliqSb'l^r. (!0 2ll, V">'°' ' ^ Iassl). Ha„plstndt der Moldau, cfiülritlsliui'l der "«»ird"" ^^ Ar^l»yl<. Niünäülc» mi« de,i Strmi^derg'scheii Bl'hn^i. p ' Kaiser von Vrasilieu. 15k 5 l). Den Mitarbeitern, welchen nach den von dcn Ausstellern gemachten Angaben ein wesentlicher Antheil an den Vorzügen der Production zukommt, werden in Wurdlgung desselben Medaillen für Milarbcilcr ^»gesprochen. v. Die Berdicnstc. welche Einzelne oder Corpora-tionen um die Hebuna der BollSoildnna. die Pflege der ^ülcswlnl),chafl oder durch besondere Fürsorge für das N^nge, ,ulllchc und materielle Wohl der Agiler sich ermorden haben, werden dnrch eigene Ehrcndiplome an- XV. Die Detailbestimmungen über die Durchfüh-rung der Aus stell ung, iN'er die Zusammensetzung und oas Verfahren der Jury. über die Abfassung des Kataloges, über die Äerichterstattung u. s. w. bilden oen Gegenstand des allgrmcincn und dcr speciellen Reglements. Politische Uebersicht Laibach, 21. September. Wie die ..Magd. Ztg." Hort, werden dcr deutsche Reichstag und das Preußische Ab ge ordneten-haus eine Zeit lang ncbeneinander tagen. Aus compctcntester Quelle wird aus München versichert, das alle Gerüchte von einer Spannung zwischen dcm F ürsten Äismarck und dem baierischen Eabinete aus der Luft gegriffen sind. Fürst Bismarck hat, wie cr sich zu den ihm das Geleite gebenden Ministern aussprach. „hochbcNiedigt" München verlassen. Dle Vorberathungen zur Inaugurirung des Katho lllen.Eongrcsscs in München haben bereits ihren Anfang genommen Wie verlautet. sMn hiebci sehr eingehende Ausemandersctzungcn gepflogen werden. Döllinger vertritt o°ller°N^'°'5^!«'^ b°ch °hne Starrheit und mit vertraulichen Besprecht ^eser dessen Verfasser !^s P^sor'^ ^,^^^ >l!°n" si«"' und lem,znch..„, D»«° C°.!c,',"»ön ""'M wlrd hlcbel als Basis angenommen. AuS Solothurn wird mitgetheilt: Zur Versamm. lung der Alttatholilen sind 400 Abgeordnete ein-yetroffcn. Landamman Keller uon Aarau referirte über ^e Trennung der Kirche vom staatc als im absoluten Sinne unmöglich; der Staat müsse nur die landes-herrliche Oberhoheit wahren. Wie man der .,A. Ztg." aus Paris schreibt, ist °°rt seit einiger Zeit vielfach die Ncde von der bevor, leyenden Ernennung des Herrn Drouyn dc Lhuys zum 'ra"zijsischctt Gesandten in Wien. Dcr Wiedereintritt ves Herrn Drouyn de Lhuys in die actioc Diplomatie Ware cm lgeweiS von dcr friedlichm Politik dcr franzö-Aschen Regierung, denn dieser Staatsmann werde sich an keiner abenteuerlichen Politik bctheiligcn. und er halte dafür, daß nicht blos die frühere oder spatere Erneuerung des Krieges gegen Deutschland, sondern auch jede ungswöhnliche U'itcrnehnumg ein Abenteuer wäre. Die Verhaftungen in Paris sind fort. wahrend zahlreich; zu den neuesten Gefangenen gehören uiioulm, der 12 Stunden die Barricade an der Kirche ^« Älltlauollcs vertheidigte; Borrics. ein ehemaliger l5n.n«, ' ""^" Commandant im Generalstab der Mänk r» ^°V"d ^ Pole Ololewski, der zu den Ob r^ ^«lon gehörte, welche unter dem UMelnecki stand. Die 17. Legion «st un er den Gefangcnen schr sta.l vertreten. >>. le mit einem Hoch auf König Victor Emanucl. "er französische Minister dcS Äcußcrn, Graf dc Ri>,nu. Ausdruck- ^" freundschaftlichen Gefühlen Frankreichs Race an' ^ !°^' wir gchürcn alle dcr lateinischen tigstc Aullcnbl^''^ °^ ^^"^ ^^""^' ^ ^^ ^ ''^' Hörigkeit ^, c ' ^ ^" die Bande dcr Znsammcnge-seinen König, n"""'"' ^r beglückwünscht Italien und ein Wig dcs ss.!/" Durchslcchung dcS Mont^Eenis die Wiege dcr Wi ^ ""^ °cs HeilcS für Turin, Glas im Namen Franst"" Italiens und lccrt sein Unabhängigkeit der No.i ^ ""° ^r Ncpublik auf die AuS Valencia wi,?" "" d" Freiheit. u»term 1l. d. M. berichtet- » «Diario Espagnol" unwohl und hütet feit aest.r.,"? ^ "'U Amadeus ist Die ^^orning Post" ' "^"t." Rußland, nachdem lauge ^'"' """ ^^ cine AuS Krag ujev atz wird °/n.'!7 ^nehme. wurde die Stuptschina mit ei ^ ^m 10 d. »entschaft eröffnet. der Nc mus, die ökonomischen Fortritte. ^ffllcheLage des VollShcereS, die zu lösende Eiscnbahnfragc und da«ü Einverstündniß mit der Pforte betont. Es wurde cm Olaubuch vorgelegt. Auch wurde eine Regierungsvorlage über die Errichtung eines Denkmales für den Fürsten M'chael angekündigt. Aus Eonstaniinopcl erfahren wir. daß das ncuc Ministerium gegen die Entrevue deS Kaiscrö ^lc> xanoer mit dem Sultan ist. welche in Livadia statt-finden soll. Indcsscn ist es wahrscheinlich, d^ gcmäß den noch vom verstorbenen Großiiczier mit Ignalieff ge^ «roffenen Verabredungen die Zufammcnlnnft doch im October stattfindet. Die socialistische Bewegung in Nordamerika hat auf eincm kürzlich abgehaltenen Congleß zu St. ^ouis ihr Programm entworfen, in welchem zur Bcfeitigung dcS täglich wachsmdcn socialen Elends u. a. vorgeschlagen worden: Errichtung einer Nationalbanl. welche die gegenwärtig destehcndcn Ercditanstalten cr-srtzen soll. Ausgabe cincr gewissen Quantität Papier» gcld durch die Regierung, Beseitigung aller Monopole und Aufhebung aller Acticngcscllschaften. Zur Betreibung dieser Reformen ist in dcr „National labour Union" eine permanente Organisation geschaffen worden, wclcln in dcm bekannten Omeral Bullcr auch sch^i cinrn so< cialistischen Präsidentschafts - Candidate« aufgestellt hat. Jug iln Landtagen. (20. September). Im Triester Landtage wurden Anttiigr wegen Auflassung des ssortificationsrayons und Errichtung einer juridischen Facullät in Trieft gestellt, ncbslbei die alten Rechte Triest'S in Erinnerung gebracht. Dergörzer Landtag beschäftigt sich mit dcr Wahl» ordnung. Der kärntner Landtag vclhandelt über Peti. tionen, Gemeinde-, Bau', Administrations, und Schul-sachcn. Der steierische «andlag beschäftigt sich mit Wahlen und Arbcilszutheilungcn. Dcr salz bürg er Landtag verhandelt über die Unioersilätsfrage. Schulsachcn, Petitionen und Gerichts« compctenz. Der ob cr ö sterre i chi schc Landtag behandelt Wahl-, Vcrfassungs. und locale Angelegenheiten. Der n iedcröst crrc ichi schc Landtag beschäftigt sich mit Schul' und Vcrfassmigsfragcn. Dcr böhmische Landtag, dcr bereits die Persönlichkeiten für die neue Landesregierung im Auge hat, beschäftigt sich mit Ausschußwahlcn und Auegleichevcr^ Handlungen. Der mährische Landtag hat sechs LandesauS schüssc gewühlt und beschäftigt sich mit dcr Amtssprachen-frage. Der galizischc Landtag verhandelt über dcn Abrcßanlraa, die Einführung des Schulzwangcs und der Vchulsprache. Dcr buto winner Landtag beschäftigt sich mit Ausschußwahlen. Oagesneuigkeiten. — (Hosnachrichien.) NuS Ischl wird geschrieben, daß die Kaiserin mit dcn kaiserlichen Kindern in deu nächsten Tagen einen kurzen Ausflug uniernimmt und Sude dieses Monats wieder in Ischl eintrifft, um daselbst bis Mille October zu bleiben. Bon Ischl begibt sich die Kaise. rin direct nach Mcran. Erzherzog Karl Ferdinand ist von Ischl nach München abgereist. — Der Kaiser von Vrasilien wird Anfang October in Ischl erwartet. — Sc. Majestät der K ö n i g vo n Sach s e n ist am 15ten September in Metz eingetroffen und in der Präseclur ab-gesllcgcn. Am 1 sl in,- >.!, l5«.>> F "vvlllcsll hat emen Pre,S vo» 2000 fl. slir d.e Entdeckung der Thäter ausgesetzt. ^l^'?" Hoffnung der Mon..(5ln.s' ..?) m. " schartiger «e.. Mehrere große Personenziiqt hab«, dc.. Tu.mcl gefahrlos Yassirt. 15K6 (Eisenbah n . UnylücksfaU.) Am 15ten September d. I,. Abends 5 Uhr, ist der Arbeiter Johann Mar sola, welcher sich auf einem in Fahrt gewesenen Schotterzug befand, aus eigene». Unvorsichtigkeit bei Profil 834, Gemeinde Bersbichl, von demselben so unglücklich auf das C'isenbahlifcihrgeleisc gestürzt, daß er vom Schotterzug überfahren und sofort todt blieb. — ^Die internationale Industrie-Ausstellung in Lyon) wird im Parte ,/Iöts cl'or" am 1. Mai 1872 eröffnet. — (Todesfälle.) Charles Paul de Kock. der bekannte französische Romanschriftsteller, ist am 30. August und Heinrich Marr. der berühmte Schauspieler-Beteran, am 17. d. zu Hamburg gestorben. Locales. — (Schadenfeuer.) Gestern Mittag lurz vor 12 Uhr signalisirten drei Kanonenschüsse vom Castell ein Schadenfeuer in der Gradischa, wo beim Hause Nr. 1 des Väckers Gacnit ein Nebengebäude in vollen Flammen stand. Die freiwillige Feuerwehr war 7 Minuten nach erfolgter Slgnalisirung am Vrandplatze, hatte binnen weiteren :i Minuten Wasser von der Laibach heraufgeleitet, und nach einer Stunde angestrengter Arbeit war das Feuer völlig gedämpft, jede Gefahr für die anfänglich noch bedrohlen nebenliegenden Gebäude beseitigt. Im Interesse der Stadt» dewohner wie nicht minder der Feuerwehr müssen wir bedauern, daß die Signalisirung deS Feuers auch diesmal wieder eine sehr verspätete war, so daß beim Anlangen des Löschlrains, lroh dessen anerlennenswerther Schnelle, bereits das ganze Haus in hellen Flammen stand und nur die qleich anfänglich eintretende Hilfeleistung der Anwohner die Rettung wenigsten« ciniger Habseligleiten der armen Wip? pacherinnen ermöglichte, von welchen das Haus als Woh« uung beuutzt wurde. Dann zeigte fich neuerdings, daß die Eignalisirmlg eine nicht zweckentsprechende ist, denn in manchen Sladtlheileu wurden die Schusse nicht ge» hört und die dort wohnenden Feuerwehrmänner langten verspätet cu>. Nicht »linder bedauern wir, daß die sittliche Roheit eines Theiles des Publicums (und darunter selbst Leute der bessere» Stände) noch immer in Verhöhnung und Beschimpfung jener Männer sich offenbart, die in Ausübung ihres edlen Werkes kein geringes Opfer an Gesundheit. Ulil>' >md Zeit zum Wohle' ihrer Mitbürger dringen; daß cs immer noch Leute gibt, die eifrigst sich bemühen, die Bevölkerung durch allerlei kleine Mittelchen und Redensarten zu Ungunsten der Feuerwehr zu stimmen, diese selbst aber in Ausübung ihrer Aufgabe behindern und sie beschimpfen. Bci solchen Verhältnissen müssen Lust und Liede auch des eifrigsten Feuerwehrmannes erlahmen, und wir meincu, hier thäte ein energisches Eingreifen der Stadtverlrelung nach beiden Seiten hin noth. Eine Kritik ihrer Leistungen muß und wird sich die Feuerwehr gefallen lassen, dieselbe darf aber nicht eine böswillige, das Institut untergrabende sein, sondern soll der Natur der Sache nach vielmehr eine wohlwollende, die Fehler und Mängel berührende, deren Abhilfe fördernde und somit das junge Institut verbessernde und hebende sein; dann kann und wird die Feuerwehr ihrer hohen Aufgabe jederzeit genügen. — (Ausstellung. Nur Samstag den 23. d. M. wird in den ebenerdigen Räumen des hiesigen Museums ein großes historisches Gemälde von Professor Franz Globo5nil aufgestellt. Es stellt die Enthauptung des h. Stefan (24ter Papst) dar und die Christenverfolgung in den Katakomben St. Lucina 257 n. Chr. Das Bild ist für die Pfarrkirche in Reifniz bestimmt. — (Logcnver miethung.) Für die beginnende Theater - Saifon ist noch die Loge 16 und die halbe Loge 28 zu vermiethcn, worüber beim landschaftlichen Portier nähere Auskunft ertheilt wird. — (Gefunden.) Ein goldener Ring ist gefunden worden. Derselbe kann gegen Entrichtung der Insertions» gebühr im Fürstenhof im Institut Rehn abgeholt werden. — (Aus dem Amtsblatte.) Verpachtung von Linien-, Weg-, Brücken» und Ueberfuhrsmautheil im Gebiete der lüstenländischen Finanzdirection am I«'. October bei der Finanzdirection in Trieft. — Am Vereinsversammlung am 22. September 187 l, Abends 7 Uhr im Echießstätte^ Saale. , Tagesordnung: 1. Discussion des Austrittes der verfassungstreuen Minorität aus dem trainer Landtage. 2. Besprechung der Regierungsvorlagen, betreffend Aenderung der Landesordnung und des Anhanges zu derselben. > Vom Ausschüsse. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten, Revalesciere Du Barry von London. Allen Leidenden Gesnndhcit durch die delicate !l«'Vl,!<>^i,i'<' <>u liül'!'5', welche ohne Anwendung von Mcdicu, und ohneKostcu die nachfolgenden Krankheiten beseitigt: Magen-, Nerven-, Vrust-, Lungen-, Gelier-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tnberculosr, Schwindsucht. Asthma, Huste», Unuer-daulichteit. Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosiglcil, Hchwächr. Hämorrhoideu, Wassersucht, Fieder, schwinde!, Blutanfstcigen, Ohreubrauscn, Uebelkcit lind Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie Abniagcrnnn,, Rheumaliöinnö, Gicht. Bleichsucht. -- Auszug an« 72.000 Certificate!! ilbcr Ge-nesungln, die aller Medicin widerstanden.' Ccrtificat Nr. 48421. Neustadt, Ungarn. Beit mehreren Jahre» schon war meine Verdauung stets gestört; ich hatte mit Maa/nllbelu und Verschleimung zu tämvsen. Von diesen Uebeln bin ich nun seil dem vierzchutägigen Genuß der llliVÄ!«^''!,-!''! bestcit. I i'. Sterner. Lehrer an der Vollsschule. Gasen in Hteiermarl. Post Airtfcld, 19. November 1870, Hochgeehrter Herr! Mit Vergnilgen und pflichtgemäß be-stätige ich dic gilnstigc Wirknug der l'.cn«>>,>,<;!:!»','!',> i„ Pulver und in Tabletten filr 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tasse» st, i>50, 4« Tassen st. 4 5l'>, in Pulver für 120 Tassen fl. 10, sllr 288 Tnsscn fl. 20. für 576 Tasse» fl. 36. Zn begehen durch Narr», du Barry ä Comp. in ^l«n, ^-l1M,oI»8H»»« Xr. «,WI«^zbH<)I» Ed Mahr, in Marburg F. Kolletnig, in Klagenfmt P, Virnbach-'r. in Gra; Gebrüder Ol'r» ra nzmayr, in Inu«bruct Diechtl <^ i>ranl, in i'inz Hasrlma yer. ,n Pest Törljl. in Prag .5. Fnrst, in Briiun F. Edcr. sowie in allen Städte» bei guten Apathetern l,ud Epcccrcihändlcrn; auch versendet das Wiener Haus nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahln? Neueste Pust. Prag, 2(1. September. Der Kaiser von Orasi' lien ist incognito mil Gefolge hier angclommcn und im Hotel „zum englischen Hof" abgestiegen. München. 20. September. Zum Katholllen' congrcß trafcn bereits Abgeoidnctc von der russischen und spamscher! Ncssi-rlmg, auö El^lanb. Frcmllc«H. voll der Kirche zll Utrecht und aus allen Theilen Dculscw lande hier em. Als Redner wiid auch Pater Hyacinll» auftretet!. München. 20. September. Wcgel, fottwählenocr l Intriguen des Niuilius gegen die Negurlmy bcabsichligle dieselbe die Abberufung des baicrischen Gesandten beim Pnpsle. j Paris. ^0. September. Der österreichische (Äe-schäststrässer soll Thiers eine Depesche seiner Regierung mitgetheilt haben, woiii, nachgewiesen wild. dusz t>ieA,i' Näherung Oesterreichs unl, Deutschlands leinerlli Drohung qegen ssranlreich und del, ullgemeit-en ftricden be-deute und Oesterreich volle ssseilicit läßt. die fiellndschafl lichen Beziehungen ^u, fializüsisclicn N»pül)lil follz,!» pftcaen. C on sl u n t i nope l, ^0. Zeptembes. „Vcvaut Hc> lllld" meldet: Nachdem daö Sanilätöaml daö Aliflr/lcn der usilltischen Cholera conslatirte, hat dasselbe gestern beschlossen, den ailSlalifenden Schiffen unreitic Gesund' heilspatente zu verabfolgel,. telegraphischer Wecl,selsl»ur« oam 2l, Septnnl'ei. liperc. Melalliline« 5« <)5. 5v?rc M,'!alliqnes mit M>'i' »ud November - Zinftn 5«,l<5 — spcrc. National - Aliledrn s^. lttllOer Slullls-Anlcheu 9«.15. — Ba»t-Act,!'li 770. - lir^dil- Acteü W0.70. l,'ond°u 11'.>. - Silbcr 120. - Kl Munz- Ducateu 5,7« Napuleond'or 9.52. Angekommene Fremde. Alu 20. Slplcmber W'll^snHlt. Sigmnud. Goüfchsl'. Hoffer, Bahnbedienststsl-, >. - Hocevav. Bauunternshmcr, Gnrtfeld, — Hojsttl,', Dechant, Adclöberg. Piulrr. Psairer und LotaaMl,a.eord!i!'ttr, Ober' trai». ..... Vronwoig, Trieft. Mo»tciq, Trieft, ^«««>t HVl«»«. Dr. Nazpct, Eaiiitiil^mlh, Adrlbbng. Sch!ff.'rml!ll>'r, Wevt? Tilccior. itrainlnüg, - MorasnslerN, Kanfm., Wien.— v, Bach. Ncutifr. mit Familie, nuö Sachstl^ - Tchiruhoser. Privale. Neapel.— Globoiüig. Kansm , («la^, — Bloch, Kanfm.. (y,.i;, I»»«««»'»«'«,«!!' »«»<'. Gaber, Stein. -- Knlluig, Wipftach- — l'adel, Kassier. Prag. — Knliart, Südbahnbsam!'', Wie», — Winnsdick. Prag. Ifl«>>>»«»»». Sagorl', Wirth, ^tagusa, Flad^cli, ^'rhser, Pols. — Krizaj, l, l, Feldwebel, Srnosetsch. ^lf^imislifische ^el'sjachwll^'ll ill LMach. « u Mg 7^5 ^i I'l^u windstill Nebel 42,«. 2l. 2 „ N. 730,8? -i-16,.. ^ wiudstlll Rlgcn Gew'l' 10, Ab. 72?.<... I 15,,, windstill Nrgcn Regen In aller Frllh Ncgc». Morons Nrbcl. d»>r sich später hol». Untertags abwechselnd ^i^eii. Äbendö 7 Uhr lebhaftes Gewitter au« Süd mit Platzn'^,,. C'rstcr ausgiebiger Än'grn seit fllüf Wochen. Das Tagcsmiltcl dcr Wärme -j- 1^7", nm 09" übcr l»em Normale. Pcranlwortllchsr Nl-c-a^cur: Iguaz l'. .'i l ? i n in a l; r. Wrlenbericht. '^""'^ Seplrmorr. Dic günstige Olimmuug dcr Vordür,c wlch schon ,m Beginne dc« Mitta^qcschäftc« nnd gingen die erzie,!^, Äuauccn cnos!c»ll,ci,<< mrlu»,, .^ ^ . , ^ „ , .. uamentl.ch von den zwei leitenden Papieren g,lt. Dagegen hielten em.ge Nebeneffcclcn, wie Btreinabanl. Wechslerbanl. ^»ncrbrrger. di. qe.vounene Co. ! ttbe sern m :i^m-l.ch scst. >u MNonalbantactien. welche in de.l letzten Tagen schr begehrt waren, herrschte heule da« Äusgebol vor. SlaalScff^tcn .zewaunr» einen lle.nen Vorspvung Devisen nud V^ K. ?lllstetneine «taatHschuld. Für 100 fi. Veld W«ars Einheitliche Staatsschuld zi: 5 p(lt.: in Noten verzinst. Mai-November 58 75 58.V5 „ ., „ Februar-Alianst 5875 58.85 „ Gilbcr „ Iäuuer-Iuli . «3 70 68 80 „ „ ,. Äprll-October. 68.d0 «8.i-0 Lose h I, 18^9......288.50 289.00 „ „ 1854 (4 °/,) zu 250 f». 90.50 91.- ^ ., I860 zu 500 fl. . . 98.20 98 40 .. „ 1860 zu 100 fl. . .113- 115.50 « „ 1864 zu 100 ft. . , 135 25 135.75 Staats-Domäuen-Pflllidbriefe zu 120 fl. j ^. Gelt, Waare Zicbenb. Bahn in Silber verz. . 89.2.', «9.?5 Slaatsb, O. 3°/, -, 500ssr. „!. Em. 138 - 13i».^ Klibb. O, 3'« « 500 ssre. pr. Stück 107.85 108 25 Aildb.-O.i.200fl.z. 5"„sllr1(l0sl. 89 75 90.-^ ^ildb.-Vons 6°,. (1870 74) «. 500 Frcs pr. Stllck , . , — 23«"" ling, Osibahn fllr 100 sl, . «5 20 ?5.5" >». Privatlos? ^'^ l!ol,d°n, filr 10 Pfund Gtcrlinss 118,20 N»- Paris, silr 100 Franc« . . . 45 «5 4"'"