Laillschrr WochrilblM Drgan der Verfafjungspartei in kraui. Nr.215 RbonnementS-Bedingnisse: Ganpälirig: Kür Laibach st. 4.— Mit Post st. S.— s-lbjüdrtg: . . . L.— . . . 2.LV «icrteljädrig: . . . 1.— . . . 1.2L Für Zustellung in's Haus: VierteljLhrig Iv kr. Samstag, dk» 20. September. JnsertionS. Preise: Einspaltig« Pettt-Zeile .utz-wassers, das entweder aus nahen Bächen ^r auS nahen Flachbrunncn genommen wird, die oberrr^ch und unterirdisch dem Einlaufen von ^chmutzwasser, Düngerjauche u. dgl. m. preiSgegeben sind, also der Choleraentwicklung äußerst günstige Bedingungen, bedenkt, so wird man sich nicht wundern, aß solche Dörfer, wenn sie einmal von der Cholera heimgesucht werden, ganz enorme Krankheits- un ^b-lichkeitszahlen aufzuweisen haben. ^ eine Cholerasterblichkeit von 4 auf ewo-ner oder 400 auf 10.000 mit Recht Entsetzen erregen Nur noch Pfarrer Dr. Sterben; hatte in die Debatte eingriffen, um als Obmann der Wahlcommission von Adelsberg zu constatiren, daß die Wahlmänner selbst den Obresa als Candidaten ausgestellt und für ihn ohne anderweitige Beeinflussung abgestimmt haben. Die Freunde des Dr. Zarnik hatten es nicht der Mühe werth gefunden, die argen Verunglimpfungen, die der einst gefeierte Taborredner vom „Ljubljanski List" erfahren mußte, auch nur mit einem Worte der Abwehr gegen solche Kampfesweise eines Regierungsblattes zu erwidern. Wenn demnach Dr. ^arnik's totaler Durchfall bei der Adelsberger Wahl ihm die Wandelbarkeit der Gunst „der Nation" >u Gemüthe führen mußte, so konnte er aus der Landtagsdebatte erfahren, daß selbst seine festesten Stützen, die einst wegen ihrer Charakterstärke gerühmten Zirknitzer und Laaser Wahlmänner, dem Lockrufe der Bewilligung einer Straßenmauth nicht widerstehen konnten und daß seine engsten Gesinnungsgenossen im Landtage nicht so viel Freundschaft ihm bezeugten, auch nur einen verschämten Protest gegen das von der Regierung in Scene gesetzt- Wahlmanöver vorzubringen. Armer Dr. Zarnik. Zur Drei-Laiser-Entrevue. Die Monarchenbegegnung auf Schloß Skiernie-wice beherrschte im Verlaufe dieser Woche die politische Situation vollständig. Die hauptsächlichste Bedeutung derselben und der damit verbundenen Mi-nisterconferenzen kennzeichnet e,n offenbar msp.rirter Artikel des „Journal de St. Petersbourg", welches darüber schreibt: . ^ ^ ^ ^ Der Car, von der Carin, dem Thronerben > und den Mitgliedern des kaiserlich-:, Hauses begleitet, j empsänat seine von ihren Nathgebern begleiteten Gäste Kaiser Franz Joses benützte den Aufenthalt der kaiserlichen Familie in der Nähe seiner Grenzen zu einem ersten Besuche seit der Thronbesteigung des Kaisers Alexander. Diese Courtoisie bekräftige die ausaezeichncten Beziehungen beider Höfe. Kaiser Wilhelm hat die Anstrengungen emer langen Reise Nicht gescheut, den Danziger Besuch zu erwidern, den Kaiser Alexander dem ehrwürdigen Oheim, dem mächtigen, allgeliebten Herrscher gemacht. Die Begegnung der eng verbundenen Monarchen, welche von den mit ihrem Vertrauen berufenen Staats- kann, so ist dieß doch sehr wenig im Vergleich z» den Dörfern, die, z. B- 1859 in Mecklenburg, oft und mehrfack über 'l>r?r Einwohner in der kurzen Zeit von ein paar Wochen hinweggerafft Hier hat die staatliche Gesundheitspflege eine große Verantwortlichkeit und eine wichtige Aufgabe, die nicht den Gemeinden anhein,gegeben werden kann, wie allenfalls in den Städten, wenigstens in den größeren, wo intelligentere Einwohnerschaften und Obrigkeiten eher das Nöthige vorkehren werden, wenn ihnen einmal, wie es jetzt der Fall ist, die Möglichkeit und Nützlichkeit sanitärer Verbesserungen gezeigt worden ist. Die zweite Vedingung oder Hilfsursache der Cholera ist die individuelle Disposition oder die Empfänglichkeit der einer Ansteckung ausqesetzten Personen. Auch dieser stets beobachtete und von allen Kennern der Cholera voll gewürdigte Umstand, daß von vielen, unter annähernd gleichen Lebensverhältnissen existirendcn und in gleicher Weise der Ansteckung ausgesetzten Personen einige leichi, sckwer, viele andere gar nicht ergriffen werden, ist kurck Koch unserem Verständnis; erschlossen. Alle Beobachter von Cholercupidemien sind darin b ' daß vorzugsweise diejenigen Personen gefährdet deren Verdauung sich nicht in ordnungsmäßigem Zustande befindet, mag dieß in ihrem allgemeinen männern begleitet sind, kennzeichnet eine Politik des Friedens und der allgemeinen Beruhigung. Dieselbe sei nicht der Ausgangspunkt einer neuen Situation, sondern die Weihe eines glücklicherweise bereits bestehenden Zustandes des vollständigen Einvernehmens in Bezug auf alle größeren Fragen. Es handle sich nicht um formelle Allianzen und Specialabmachungen, sondern um die Weihe eines Einvernehmens, damit jede Frage außerhalb des gegenwärtigen status yuo die Monarchen vereinigt findet, gemeinsam handelnd, wo die Interessen übereinstimmen, die Interessen in Einklang bringend, wo solche divergiren, und solidarisch Ordnung, Recht und Frieden wahrend, Dank ihrer Eintracht, welche auf Achtung der Verträge und in der Aufrechthaltung des europäischen statuz yuo bafirt. Die drei Nationen, welche nur in der moralischen und materiellen Entwicklung wetteifern wollen, tauschen durch ihre Souveräne die Pfänder der Sicherheit und des Gedeihens ein. Die ganze civilifirte Welt werde in der Entrevue eine Politik des Friedens sehen, die gewissenhaft die Rechte Anderer anerkennt und nur die Entwicklung einer Gegenseitigkeit im Sinne der Versöhnung und Beruhigung verlangt, die dabei ein wachsames Auge hat auf die im Verborgenen schleichenden Verächter der bestehenden Ordnung, auf die Anarchisten, welche die Vernichtung aller Institutionen bezwecken." politische Wochenübersicht. „Daily Chronicle" will aus Wien erfahren haben: Kaiser Franz Josef werde im nächsten Frühjahre Bosnien und die Herzegowina besuchen und in Sarajevo die Könige von Rumänien und Serbien und die Fürsten von Bulgarien und Montenegro empfangen. Der Abt des Stiftes Kremsmünster, Leonard Achleuthner, wurde zum Landeshauptmann von Oberösterreich und der Landtagsabgeordnete Emil Ritter Dierzer v. Traunthal zu dessen Stellvertreter; der Landtagsabgeordnete Dr. Josef Er wein zum Landeshauptmanne in Kärnten und der Landtagsabgeordnete Bergrath Karl Ritter Hillin ger v. Traunwalt zu dessen Stellvertreter; Graf Karl Chorinsky zum Landeshauptmanne in Salzburg und der Landtagsabgeordnete Bürgermeister Adolf Meisin ger zu dessen Stellvertreter ernannt. Gesundheitszustände, mag es in gelegentlich erworbenen Verdauungsstörungen begründet sein: von jeher sah man schwächliche, durch Anstrengungen, Entbehrungen, Krankheiten erschöpfte, schlecht genährte oder durch Diätfehler an Verdauungsstörungen leidende Personen vorzugsweise und auch besonders schwer erkranken, während kräftige, gut genährte Personen mit normaler Verdauung, sowie Gemüths-ruhige und Kaltblütige auch inmitten der zahlreichsten Cholerakrankni ganz verschont blieben oder höchstens einen leichten Anfall zu bestehen hatten. Koch hat nun gezeigt, daß der Cholerabacillus nur in alkalisch reagirenden Nährsubstanzen regelrecht wächst, durch eine geringe Menge freier Säure aber in sciner Entwicklung ausfallend zurückgehalten oder getödtet wird. Da nun im gesunden Magen beständig freie Säure anwesend ist, so werden die verschluckten Cholerabacillen hier getödtet; fehlt es aber an freier Magensäure, was bei Verdauungsstörungen Vorkommen kann, oder wird etwa durch rasche Entleerung des Magens der mit Bakterien versetzte Inhalt desselben so rasch in den Darm übergeführt, daß die Säure nicht einwirken konnte, so entwickeln sich die Bacillen in dem alkalisch reagi-renden Darminhalt massenhaft und werden an und in dessen Wänden ihre verderblichen Wirkungen entwickeln. iSchlich folgt.) Der schlesische Landtag beauftragte den Landesausschuß, einen Gesetzentwurf betreffs Ausdehnung des Landtagswahlrechtes auf die Fünf-gulven-Männer vorzulegen. Baron Hackelberg kritisirte im steiermärkischen Landtage in eingehender Weise die Haltung des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe, insbesondere auch aus Anlaß der letzten Landtagswahlen. Der Redner schloß mit folgender Ausführung: „Mir bleibt aber Eines übrig, und das wird mir nicht übelgenommen werden, meinem unbedingten Mitleide mit Seiner Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten Ausdruck zu geben, daß er an der Sklavenkette kleiner particularistischer Interessen immerfort gezwungen wird, das große Ganze aus dem Auge zu lassen. Das ist eben der wesentliche Unterschied zwischen dem Liberalismus und dem Standpunkte aller anderen politischen und nationalen Parteien, daß die anderen immer nur die Interessen der Sonderheiten, der Liberalismus aber seinem inneren Wesen nach das Wohl des Ganzen im Auge hat. Ich spreche mein außerordentliches Bedauern auch deswegen aus, weil er nun eine Politik der kleinen Mittel von Fall zu Fall treibt und dadurch auch von Stufe zu Stufe immer tiefer sinkt, und tiefer kann er wohl nicht gesunken sein, als daß er im Widerspruch steht selbst zu dem huldvollen Manifest feines Kaisers und Herrn, welches gestern hier verlesen wurde. In diesem Manifest sprach Seine Majestät außer dem Dank für den Empfang auch in huldvoller Weise die Anerkennung der Thätigkeit dieses Landtages und seiner autonomen Verwaltung überhaupt aus, und ist es nicht ein Widerspruch, wenn in diesem Augenblick sein Minister alles Mögliche anwendet, um, wie in Oberösterreich, diesen Landtag und seine Vertretung in ihr pures Gegen-theil zu verwandeln? Meine Herren! 8i liest parva comiwners msgiiix, so möchte ich mit den Worten des großen forensischen Redners schließen: tzuousczue tauäem abuters Mtientia »ostra,? auf Deutsch gesagt : Wie lange noch willst du, Graf Taaffe, unsere Geduld mißbrauchen?" Nach einer der „Montags-Revue" zugekommenen Mittheilung begeben sich heute mehrere Minister nach Budapest zu Ministerconferenzen wegen Feststellung des gemeinsamen Budgets pro 1885. Die antisemitischen Abgeordneten sämmt-licher Parteien in Ungarn einigten sich dem Vernehmen nach dahin, zu Beginn des Reichstages die Versetzung des Ministeriums Tisza in den Anklagezustand wegen Ruinirung des Landes zu verlangen. Bekanntlich war die ofsiciöse Presse eifrigst bemüht, die Wirkungen der bekannten Rede des Grafen Albert Dzieduszycki, worin dieser so unge-nirt für die jagellonische Idee Propaganda machte, abzuschwächen und ihr einen möglichst harmlosen Charakter beizulegen. Dafür kanzeln nun die maßgebendsten polnischen Organe wie der „Dziennik" und die „Gazeta Narodowa" die Officiösen tüchtig ab und betonen neuerlich auf's Nachdrücklichste, wie erfreulich es war, daß wieder einmal ein polnischer Abgeordneter den Ideen und Wünschen der Nation den richtigen Ausdruck gab. Als ein sehr charakteristisches Zeichen der Zeit darf unter Anderem wohl auch die Rede angesehen werden, mit welcher Landeshauptmann Graf Chorinski den Salzburger Landtag eröffnete; dasselbe proclamirte sich bedingungslos als ein „katholisch-conservativer Parieimann" und pries auch als solcher mit seltener Emphase die außerordentlichen Fortschritte, die seine Partei in der letzten Zeit gemacht habe; von irgend einem Entgegenkommen gegen die liberale Minorität, wie es doch sicherlich in der Rede eines Landeshauptmannes am Platze geweseir wäre, war in dessen Ausführungen keine Spur, ja er gedachte desselben überhaupt nicht; nicht am wenigsten bedeutsam in dieser Ansprache -war der Umstand, daß der Landeshauptmann hiebei .zuerst den Erzbischof von Salzburg und dann erst den kaiserlichen Statthalter begrüßte. Am 11. d. M. hielt Abgeordneter von Plen er vor seinen Wählern in der Egerer Handelskammer unter der lebhaftesten Zustimmung seiner Mandanten eine vortreffliche Rede, in welcher er unter vielem Anderen auch auf's Nachdrücklichste betonte, daß die liberale Partei unter allen Umständen einig bleiben und auch in solchem Sinne bei den Neichsrathswahlen des nächsten Jahres Vorgehen müsse. Leider mangelt es uns an Raum, um die ausgezeichneten Ausführungen Dr. von Plener's eingehender zu reproduciren. Wie die „Neue Freie Presse" erfährt, wird der gemeinsame Voranschlag für das Jahr 1885 im Vergleiche zum heurigen Budget nur geringe Veränderungen aufweisen. Für das ordentliche und außerordentliche Heereserforderniß sowie für die Occupationstruppen soll angeblich eher eine etwas kleinere Summe in Anspruch genommen werden. Nur das Marinebudget soll nach dem Vorschläge des neuen Chefs der Marinesection um mehr als zwei Millionen erhöht werden. Doch hänge die Entscheidung über diese Mehrforderung, welche keine vorübergehende wäre, sondern sich durch eine stattliche Reihe von Jahren wiederholen würde, noch von der Genehmigung eines Ministerrathes ab. Dr- Herbst und Genossen brachten im böhmischen Landtage nachstehenden Antrag ein: „Der hohe Landtag wolle beschließen: Die kaiser- liche Regierung wird aufgefordert, dem Landtage in der nächsten Session Entwürfe vorzulegen, wonach die Bezirke, welche derzeit noch aus Gemeinden verschiedener Nationalitäten bestehen, durch Ausscheidung einzelner Gemeinden und Zuweisung derselben zu anderen Bezirken oder durch Trennung bestehender und Bildung neuer Bezirke soweit nur immer möglich in solche Bezirke umgestaltet werden, welche nur aus Gemeinden derselben Nationalität bestehen." Der ungarische Reichstag wird am 29. d. M. mit einer königlichen Thronrede eröffnet werden. Als erster Berathungsgegenstand wird die Reform des Oberhauses bezeichnet. Die Landtagswahlen in Croatien sind im vollen Zuge; bei Schluß des Blattes war folgendes Resultat bekannt: Nationalpartei 48 Sitze, Starüe-vwianer 20, Unabhängige 7, zweifelhaft 2. Ausland. Die „Times" bemerken zur Monarchenbegegnung, daß in London allgemein die Ansicht vorherrsche, die Conferenzen werden die Wiederbelebung jenes Drei-Kaiser-Buudes aussprechen, der durch den russisch-türkischen Krieg aus den Fugen gerieth; während sie gleichzeitig den Kanzlern Gelegenheit geben dürften. Mittel zur Begegnung der internationalen Anarchie zu besprechen, ein Zweck, der bekanntermaßen dem Fürsten Bismarck sehr am Herzen liegt. Der König von Belgien hat dem neuen, auf clerikaler Basis ruhenden Schulgesetze die Sanction ertheilt. In den liberalen Kreisen herrscht noch immer eine bedeutende Aufregung. Die Regierung will dem Vernehmen nach Reservetruppen einberufen und im Kriegsministeriuin werden Vorbereitungen getroffen werden, um zur Ausrechthaltung der Ordnung eventuell 6000 Mann von den Provinzgarnisonen in Brüssel zu eoncentriren. Uebcr Anregung des Fürsten Bismarck wird das deutsche Geschwader den Befehl erhalten, sich in den egyptischen Gewässern stets den dort stationirten österreichischen Kriegsschiffen anzuschließen und, wenn nöthig, mit diesen gemeinsam zu operiren. Der Befehlshaber des deutschen Kanonenbootes „Wolf" hat die deutsche Flagge in Spencer Bay, Sandwich Harbour, Cap Croß Bay und Cap Frio aufgehißt, mithin von dem ganzen Küstenstrich zwischen dem 18. und 20. Grade südlicher Breite, mit Ausnahme der Colonie Walfisch-Bay, Besitz ergriffen. Das annectirte Gebiet dehnt sich über eine Distanz von 80 Meilen landeinwärts aus. Der reactivirte preußische Staatsrath wird demnächst seine Sitzungen beginnen; letztere werden im königlichen Schlosse in Berlin abgehalten werden. In Kairo wurde Abd-el Wahed Tazi, Vertreter des Sultans von Marokko, auf Grund eines mündlichen Befehles des englischen Obersten von der Polizei mit Gewalt verhaftet und in das Polizeigefängniß geschleppt. China rüstet sich in aller Stille zum Kriege mit Frankreich. Die Kciegspartei in Peking tritt überaus mächtig auf, es wurden bereits Armee-Lieferungs- und Verpflegungs-Verträge abgeschlossen. Am 17. d. empfing Reuters Bureau aus Shanghai nachstehendes Telegramm: Zweitausend Mann französischer Truppen landeten am Kimpai-Paß, griffen die dortige chinesische Streitmacht an, schlugen dieselbe vollständig und brachten ihr große Verluste bei. Die chinesischen Truppen sind in vollem Rückzüge begriffen. Wochen-Chronik. Se. Majestät der Kaiser ist am 17. d. glücklich von der Kaiser-Entrevue nach Schönbrunn zurückgekehrt und am folgenden Tage wieder zur Eröffnung der Arlbergbahn abgereist. Der König von Italien hat Neapel wieder verlassen, nachdem er dort in den Tagen, wo die Choleraepidemie am verheerendsten wüthete, geweilt und durch sein heroisches Beispiel den Muth und die Fassung der in maßlose Aufregung versetzt gewesenen Bevölkerung gehoben hatte; zur Verkeilung an die Opfer der Seuche übergab er dem Bürgermeister von Neapel 300.000 Lire. Anläßlich seiner bewunderungswürdigen Haltung kamen dem König Humbert von den meisten Souveränen Europa's und auch von Sr. Majestät dem Kaiser Franz Josef Beglückwünschungstelegramme zu; auf der Rückreise wurden ihm, ungeachtet jede officielle Feier verboten war, doch von der Bevölkerung in Rom und Florenz enthusiastische Ovationen bereitet. Das Ministerium des Inneren hat im Hinblicke auf die Haltung der italienischen Bevölkerung einen Erlaß an die Behörden des italienischen Gebietes von Tirol gerichtet, worin diesen aufgetragen wird, auf die Bevölkerung durch die amtlichen Organe und insbesondere durch die Landeszeitungen belehrend und ermuthigend einzuwirken. Ferner wurden die Behörden angewiesen, etwaigen Bestrebungen der Gemeinden wegen Errichtung einer localen Ouarantaine mit aller Entschiedenheit ent-gegenzutreten. Der Minister des Inneren erließ eine Verordnung, womit den Zuckerbäckern zum Caramelkochen, zur Erzeugung von Dragöes und zum Einsieden von Fruchtsäften unter Einhaltung gewisser Bedingungen die Verwendung unverzinnter Kupfergefäße gestattet wird. Zwischen der Statthalterei und dem Ge- ! meinderathe in Wien hat sich wegen des Baues einer Tramwaylinie durch die Baben« bergerstraße nach Mariahilf in den letzten Tagen ein sonderbarer Conflict abgespielt. Die Statthalterei ertheilte die Concession zum Baue, der auch begonnen wurde, auf Grund des Eisenbahneoncessionsgesetzes, der Gemeinderath beschloß hierauf, daß der Bau sowohl ob Mangels einer Bewilligung seitens der Baubehörde als auch weil er ohne erlangte Zustimmung auf communalem Grunde geführt werde, sistirt werden solle; unmittelbar nach der betreffenden Sitzung hob dann die Statthalterei den fraglichen Gemeinderathsbeschluß auf, um am nächsten Morgen, zu erklären, daß es davon wieder das Abkommen habe. Unter allen Umständen muß die ganze Haltung der Wiener Statthalterei in dieser Sache, gelinde gesagt, Befremden erregen. Die Unterhandlungen zwischen der Statthalterei. dem Magistrate und der Tramwaygesellschaft dauern übrigens fort. Bei der am 13. d. M. im gräflich Schön-born'fchen Reviere Nekmirsch nächst Pilsen stattgefundenen Jagd schoß ein Forstbeamter die Gräfin Schmissing-Kerßenbrock so unglücklich in den Unterleib, daß sie tödtlich verletzt zusammensank. In der darauf entstandenen Verwirrung entlud ^ sich das Gewehr eines Jagdgehilfen, die ganze Ladung drang dem Unglücklichen in den Kopf, so daß er auf der Stelle todt blieb. Die Gräfin ist ihren Wunden bereits erlegen. Der bekannte Afrika - Reisende Dr. Georg Schweinfurth wird demnächst seine Rückreise von Berlin über Triest nach Alexandrien antretcn, um die geologische Erforschung der egyptischen Wüste forlzufetzen. König Milan von Serbien ist zum Cur-gebrauche in Gleichenberg angekommen. An dem deutschen Sängerfeste in Stadt Steyr (Oberösterreich) nahmen 32 Gesangsvereine mit circa 1000 Sängern theil. Die Bezirkshauptmannschaft in Görz hat die ^ für den 5. Oktober l. I. anberaumte Fahnenweihe des dortigen slovenischen Arbeitervereines neuerlich verboten. Bei der am 13. d. M. in Wien stattgefundenen Arbeiterversammlung wurden die Verhandlungen des jüngst durchgeführten dritten Gewerbetages einer sehr heftigen Kritik unterzogen und es beantragte der Arbeiter Badorf eine Resolution, in welcher die Beschlüsse des Gewerbetages für reactionär, schädlich und unwirksam erklärt werden. Die Resolution bezeichnet die Pläne der Führer des Gewerbetages für im höchsten Grade arbeiterfeindlich und geißelt insbesondere „jene heuchlerischen, egoistischen und inhumanen Beschlüsse, nach welchen die gesetzlichen Bestimmungen über Normalarbeitszeit, über Frauen- und Kinderarbeit, sowie über die Sonntagsruhe nur für die Fabriken gelten sollen, indeß das Kleingewerbe über seine Arbeiter nach Gutdünken soll verfügen können". Es ist eine im ! höchsten Grade verwerfliche Handlungsweise, fährt die Resolution fort, das concurrenzunfähige Handwerk auf Kosten der Gesundheit, der Lebenskraft und des Lebensglückes der Arbeiter concurrenfähig machen zu wollen. Die Reactionäre vom Geiverbetag wollen nichts anderes, als sich ein gesetzliches Monopol auf eine schrankenlose Ausnutzung ihrer Arbeiter ertheilen zu lassen. In scharfer Rede kennzeichnete hierauf Höger das Treiben der sogenannten Volksbeglücker: der Schneider, Löblich u. s. w. Der Gewerbetag sei nichts anderes als ein Aushängeschild, unter dem sich Antisemitismus, Bor-nirtheit, Egoismus und Sonderinteressen zweifelhaftester Natur verbergen. Der Redner wendete sich hierauf in vehementem Angriffe gegen gewisse Redner des Gewerbetages, die früher begeisterte Anhänger der radicalsten Arbeiterpartei, nunmehr bestochen von den Antisemiten, mit diesen nach einer pfeife tanzen. Die Worte des Redners entziehen sich wegen ihrer Schärfe der Wiedergabe ; die Versammlung begleitete sie mit stürmischem Beifall. „Ich befürworte", so schließt Höger, „die beantragte Resolution; ich aber hätte sie kürzer gefaßt- Meine Resolution lautet: Die vorangegangenen Gewerbetage sowie der dritte allgemeine Geiverbetag sind nichts anderes als Schwindel!" In der am 13. d. in Wien stattg-fundenen Versammlung der Delegirten zahlreicher o s e r-reichischer Gewerbevereine wur en nach- stehende Beschlüsse gefaßt: „1. Das gewerbliche Bildungswesen in Oesterreich, dessen weitere Entwicklung auf der gewonnenen Grundlage für Gewerbe und Industrie von höchstem Belange ist, erfordert nach wie vor eine für den ganzen Staat einheitliche Verwaltung. — 2. Die gewerbliche Fortbildungsschule, und zwar sowohl die allgemeine als auch die fachliche für Lehrlinge und Gehilfen, stellt eine unentbehrliche, leider in Oesterreich noch viel zu wenig verbreitete Institution dar. Es ist Aufgabe der Gewerbevereine, darnach zu streben, daß in allen Städten und Jndustrialorten eine ausreichende Zahl solcher Lehranstalten unter der materiellen Mitwirkung der hiezu berufenen Factoren begründet werde. 3. Ueberoll dort, wo ein Gymnasium oder eine Realschule nach den örtlichen Verhältnissen nicht einem factischen Bedürfnisse entspricht, hingegen eine gewerbliche Mittelschule (Gewerbe- oder Fachschule) am Platze wäre, ist durch die Gewerbc-vereine die Umwandlung der Mittelschule ersterer Art in eine gewerbliche Bildungsanstalt anzuregen." Das deutsche Neichspostamt gab kund, daß die für den inneren Verkehr Deutschlands, beziehungsweise Oesterreich - Ungarns ausgegebenen Postkarten mit Antwort auch zur Verwendung im wechselseitigen Verkehre zwischen den beiden genannten Ländern zugelassen sind, demnach angenommen und ohne Portoeinziehung befördert werden müssen. Papst Leo XIll. beschäftigt sich derzeit mit der Revision einer Encyklica »über den wahren und falschen Liberalismus unserer Epoche", welche von einem hervorragenden Prälaten verfaßt wurde und binnen Kurzem zur Versendung gelangt. In derselben wird der Satz ausgeführt, daß die Kirche sich stets zum wahren (?) Liberalismus bekannt Der „Osservatore Triestino" veröffentlichte eine Kundmachung der Triester Statthalterei, welche die Doctoren der Medicin und die Chirurgen einladet sich zur Dienstleistung bei dem eventuellen Ausbruche der Epidemie im Littorale zu melden und die Tagesdiäten mit 12 fl. für Doctoren und 6 fl für Chirurgen bestimmt. Nebstdem werden die Reisekosten bis an den Bestimmungsort vergütet. Am 15- d. M. wurde der erste Spatenstich für den Bau der Linie S p ielf el d-Na dk e rsbu rg vorgenommen. Am 14. d. M. wurde in Reichend erg die gegen den Beschluß der dortigen Gemeindevertretung auf Grund eines vom Unterrichtsministerium bestätigten Erkenntnisses des böhmischen Landesschulrathes neuerbaute czechische Communalschule eingeweiht, wobei es zu Demonstrationen kam. Die Eröffnung dieser Schule erfolgte, bevor noch der Verwaltungs-gerichtshof über die Beschwerde der Gemeinde in dieser Schulerrichtungssrage das letzte entscheidende Wort gesprochen hat. — In Olmütz wurde ebenfalls eine über Drängen der Czechen neu errichtete Schule, nämlich das dortige slavische Gymnasium, in diesen Tagen eingeweiht. Ober-Italien ist von einer Po-Überschwemmung bedroht. Im Triester Gemeinderathe soll angeblich demnächst der Antrag eingebracht werden, dagegen Protest -u erheben, daß in der Triester Domkirche slavisch g-predigt werde. Der evangelische Hauptverein der Gustav-Adolf-Stiftung zählt gegenwärtig 1779 Zweigvereine und wurden aus dieser Stiftung im Vorjahre 1883 an Unterstützungen 858.535 Mark aus- Der Postmeister Martin Glaser aus Krapina-welcher am 2. d. M. nach Defraudirung ZI 000 fl- flüchtig wurde, ist m Leonding "Oberösterreich) verhaftet worden. Es wurden nur mehr 15.000 fl. bei ihm gefunden, welche er als Kaufpreis für ein Gut erlegen wollte. Provinz- und Local-Nachrichten. — (Die zweiteLandtagssitzung) fand am vergangenen Dienstag den 16. d. M. statt. Zunächst wurde eine Reihe von Petitionen verschiedenen Ausschüssen zugewiesen; darunter befand sich auch eine Petition des Gemeindeausschusses von St. Martin bei Littai, daß an der dortigen vierclassigen Volksschule der Halbtagsunterricht eingeführt und der Unterricht im Deutschen als solcher ganz beseitigt und nur an Kinder ertheilt werde, deren Eltern dieß ausdrücklich wünschen. Man darf auf die Erledigung dieser Petition seitens des Landtages wirklich gespannt sein, unter allen Umständen aber legt sie Zeugniß ab, welche Auffassungen über Schule und Unterricht durch die herrschende Strömung bereits platzgegriffen haben. — Den wichtigsten und interessantesten Thcil der Sitzung bildete die Debatte über die Verifikation der Ergänzungswahl in dem Landgemeindenbezirke: Adelsberg-Senoschek-Feistritz-Planina-Laas, über deren Verlauf wir an leitender Stelle berichten. — Der Rest der Sitzung war hauptsächlich der Erledigung der Rechnungsabschlüsse des Zwangsarbeitshaussondes und der Landeswohlthätigkeitsanstalten, dann von Petitionen und Unterstützungsgesuchen gewidmet und es wurden unter Anderen bewilligt: der „Glasbena Matica" nicht weniger als 500 fl., der „Narodna 8ola" 100 fl-, desgleichen dem Lehrer Lapajne in Gurkfeld zur Herausgabe pädagogischer Schriften 100 fl. und der Fachschule für Holzindustrie in Gottschee, die bereits bei der vorigen Landesausstellung so überaus tüchtige Proben ihrer Leistungsfähigkeit abgelegt hatte, die seither im erfreulichsten Aufschwünge begriffen und für die dortige Bevölkerung von der größten Bedeutung ist, ebenfalls nur tOO fl. — (Im hiesigen Anarchistenprocesse) ist die Untersuchung in diesen Tagen abgeschlossen worden. Von den inhastirt gewesenen wurden fünf, nämlich die Schuhmacher: Breskvar, Hönigmann und Hubmayer, dann der Schneidergehilfe Dekoal und der Tischler Erschen in Freiheit gesetzt, dagegen verblieben der Schneider ^eleznikar, Sturm, der Schuster Tusna und Krieg! noch weiters in Haft und wurde der aus Ungarn gebürtige Schustergehilfe Franz Dhü erst in den letzten Tagen gefänglich eingezogen. — (MinisterpräsidentTisza in off i-ciöser Beleuchtung.) Unser slovenisches amtliches Blatt fand sich veranlaßt, auch mit der sensationellen Rede sich zu beschäftigen, welche der ungarische Ministerpräsident unlängst vor seinen Wählern in Großwaidein gehalten hat; im Allgemeinen verhielt es sich dazu eigentlich bloß referirend, nur ein Punkt in den Aeußerungen Tisza's bereitete ihm begreiflicherweise einige Unannehmlichkeit, wo nämlich Letzterer sich rückhaltslos als ein Anhänger der liberalen Ideen bekannte. Für Jemanden, dem die schwere Ausgabe obliegt, die Haltung unserer Regierung im Schweiße seines Angesichtes zu vertreten, muß freilich das fragliche Bekenntniß des ungarischen Ministerpräsidenten etwas Beklemmendes haben; ein echter Officiosus weiß sich indeß immer zu helfen und so ist unser slovenischer gleich mit dem Auswege bei der Hand: Tisza habe seine liberalen Versicherungen nur vorgebracht, um damit die gleichzeitig angekündigten Ausnahmsmaßregeln etwas zu versüßen. Wenn man einerseits der Ingeniosität, womit unser Officiosus über den ihm so unbequemen Liberalismus hinwegzukommen sucht, die Anerkennung nicht versagen kann, muß man sich andererseits doch höchlich darüber wundern, daß ein officiöses Blatt es wagen darf, dem ungarischen Ministerpräsidenten eine derartige Heuchelei zu im- putiren, wonach derselbe seinen angeblichen Liberaismus nur als Aushängeschild für Ausnahmsmaßregeln verwenden würde. Oder sollte es irgendwo Minister geben, die im Stande wären, mit Schlagworten herumzuwerfen, um damit die Fatalitäten ihrer eigentlichen Politik zu maskiren? — (Aufdringliche Lobredner.) Die Lorbeeren, welche sich das Regime Winkler in Krain vermeintlich in der Landtagssession des Jahres 1883 geholt hat, lassen die Preßsöldlinge noch Heuer nicht ruhig schlafen, sondern ab und zu meldet sich bald in diesem, bald in jenem officiösen Blatte Einer der Leibtrompeter des grauen Hauses, um dem neuen krainischen Friedensengel, welcher anno 1883 der Schlange den Kopf zertreten, sein HosiannLli in sxoelsis zuzurufen. So hat denn auch jüngst in der alten „Presse", einem bekanntlich bis zur Anbetung des jetzigen slavischen Regimes gesunkenen Blatte, ein Verehrer des Herrn v. Winkler in „Briefen aus Krain" Jubelhymnen über den ewigen Frieden angestimmt, welcher in der krainischen Landesvertretung darum eingetreten ist, weil — die Abgeordneten Dr. v. Schrey und Dr- Zarnik ihre Mandate niedergelegt haben. Ueber die Beurtheilung der Thätigkeit dieser beiden Herren, welche der Corre-spondent von seinem, natürlich nationalen Standpunkte betrachtet, wollen wir um so weniger ein Wort verlieren, als diese „Briefe aus Krain" lediglich der Abklatsch eines ähnlichen, schon pro 1883 bestimmt gewesenen Artikels der „Presse" sind. Wohl aber war es uns interessant, die Meinung des Briefschreibers zu vernehmen, daß das „conciliante Wirken" der Abgeordneten Baron Apf-altrern und Bar. Schwegel eine angenehme Stimmung im Landtage verbürge. Worauf der Korrespondent diese seine Ueberzeugung basire, dieß können wir freilich nur errathen, wohl aber müssen wir es als ganz sicher annehmen, daß diesen beiden Herren mit dem Lobe eines officiösen Scriblers gewiß kein Gefallen erwiesen wurde. Es mag zwar richtig sein, daß das Eintreten dieser beiden Abgeordneten für das bekannte Kompromiß — über das wir allerdings anderer Meinung waren —-momentan einige erregte Debatten im Landtage beseitigte, allein wer da glauben wollte, daß dieß den schönen Augen der Herren Slovenen zuliebe geschehen ist, der wäre gewaltig am Holzwege. Wir wollen hier auf die Ursachen nicht weiter zurückkommen, welche die Ereignisse der Session des Jahres 1883 herbeiführten, allein unter allen Umständen werden die vom Correspondenten der „Presse" umschmeichelten Herren Abgeordneten Schwegel und Apsaltrern sehr lebhaft gegen die Zumuthung protestiren, als ob sie dem nationalen Chauvinismus hätten die Hand reichen wollen; vor einer solchen Annahme sind diese Herren durch ihre bekannte Gesinnung und Vergangenheit wahrlich geschützt. Zwar hatte Excell. Baron Schwegel nicht Gelegenheit, speciell an den politischen Kämpfen der früheren deutschen Landtagsmajorität theilzunehmen, wohl aber spricht die ganze politische Haltung des Abg. Baron Apfaltrern für die Festigkeit und Unumstößlichkeit seiner Ueberzeugung von der Schädlichkeit der nationalen Extravaganzen für das Land Krain; daß er auch nicht der Ansicht sei, daß diese Bestrebungen in der Aera Winkler eine minder bedenkliche Gestaltung annehmen, davon zeugt der aus semer Feder geflossene Bericht des Ausschusses über die Verwaltungsreform, welchen er in der Landtagssession vom Jahre 1881 erstattete, worin er erklärte und in eonspeotu des Herrn Winkler in der mündlichen Debatte wiederholte, „daß der Landtag in der Gegenwart eine volle Be» ruhigung bietende, von politischen Parteien unbeeinflußte Leitung der staatlichen politischen Verwaltung des Landes nicht als gegeben erachtet". Und in so energischer Weise kämpfte Baron Apfaltrern gegen, die Nationalen stets und schon zu einem Zeit im Landtage, als weder Dr. Schrey noch Dr. Zarnik demselben angehörten, die nationalen Gegner mit wuchtigen Keulenschlägen bedrängend, welche ihm auf Seite der Ersteren auch stets zu dem gebührenden Respecte verhalfen. Die Bestrebungen der nationalen Officiösen also, diesen schneidigen Parteimann zu einem „concilianten" Gegner zu degradiren, scheinen nur auf die Umwerbung desselben berechnet zu sein, welche aber sicher fruchtlos sein wird, zumal ja gerade Baron Apfaltrern es war, der für die von den Nationalen so gefürchtete Wahl Defchmann's und Dr. Schrey's in der Curie des Großgrundbesitzes eintrat. Ja selbst ein etwaiger zeitweiliger Verzicht der vom Baron Apfalirern geführten deutschen Abgeordneten auf einen dermalen allerdings zwecklosen Redekamps im Landtage würde nicht zu der Ansicht berechtigen, daß sich dieselben dem nationalen Regime annähern wollen und noch weniger könnte hieraus ein Schluß auf die Anschauungen der deutsch-liberalen Partei in Krain gezogen werden, welche heute noch diejenigen sind, wie vor dem Jahre 1883 und deren Zustimmung der Abg. Dr. Schrey versichert war, als er, vor die Wahl 86 soumsttre ou äsmsttre gestellt, sich für das letztere entschied. Denn diese Partei hält nach wie vor an den Principien der großen deutsch-österreichischen Verfassungspartei fest, welche wir mit keinen besseren Worten als jenen, die der Abg. Plener jüngst in seinem Rechenschaftsberichte an die Egerer Handelskammer aussprach, nusdrücken können: „Nichts ist thörichter, als wenn manchmal unserer Partei von angeblich befreundeter Seite ge-rathen wird, ihre schroffe Opposition aufzugeben oder doch zu mildern, weil sie sich dadurch wieder regierungsfähig macken würde. Gerade das Gegentheil! Für immer müßten wir abdanken vom Range, den wir mit Recht im Staate beanspruchen, wenn wir uns auf dieses armselige Niveau drängen ließen. Regierungsfähig bleiben wir allein durch unser Opposition, durch unser unerschütterliches Festhalten an unseren Grundsätzen." — (Ein neues Gemeinde st atut für Laibach), d. H. ein solches, womit wenn möglich sür alle Zeiten eine nationale Parteiherrschaft in der Stadt gesichert wäre, gehört seit Jahren zu den sehnlichsten Wünschen unserer Gegner. Schon Dr. Costa hatte seinerzeit ein auf dieses Ziel gerichtetes Elaborat geliefert, das auch vom damaligen nationalen Landtage angenommen wurde, jedoch nicht die Allerhöchste Sanktion erhielt. Gegenwärtig erachteten die Nationalen den Zeitpunkt für gekommen, um Nämlich einen Versuch zu machen, ein in ihnm Parteiinteresse gearbeitetes Gemeindestatut durchzubringen. Dr. Costa's Arbeit wurde zu diesem Zwecke wieder hervorgeholt, mit einigen Zusätzen versehen, vom derzeitigen Gemeinderathe abermals angenommen und als Petition an den Landtag in der Erwartung geleitet, daß letzterer noch in dieser Session das bezügliche Gesetz beschließen werde. Wir behalten Ans selbstverständlich vor. auf die einzelnen Bestimmungen des neuesten nationalen Stadtstatutes nach dem Bekanntwerden des bezüglichen Entwurfes noch eingehend zurückzukommen, müssen aber schon heute unsere Verwunderung aussprechen, daß ein so wichtiger Gegenstand mit Umgehung des Landesausschusses an den Landtag gelangen und von diesem erledigt werden soll, ohne daß Ersterer Gelegenheit gehabt hatte, seinerseits früher die in Betracht kommenden Fragen zu prüfen, allfällige Erhebungen zu pflegen, kurz, wie es in wichtigen Angelegenheiten üblich und einzig am Platze ist: dem Landtag seinerseits einen wohlmotivirten Antrag zu unterbreiten. — (Sterbe fälle.) In Döbling bei Wien ist der Civilingenieur Heinrich Nessel, Sohn des am Friedhofe zu St. Christoph in Laibach ruhenden Erfinders der Schiffsschraube, Josef Nessel, im Alter von 55 Jahren gestorben. Er war ein strebsamer Mann, der aber gleich seinem Vater es nicht zu einer materiell lohnenden und gesicherten Stellung bringen konnte. Nachdem die Verdienste seines Vaters durch die Errichtung der Statue desselben in Wien geehrt worden, verlieh seine Heimatsstadt Chrudim dem Sohne das Ehrenbürgerrecht. — Am 26. Juli ist in Mopea, einer Missionsstation in Afrika, das Lrdensmitglied der Gesellschaft Jesu, Herr k. Moriz von Vesteneck — ein Bruder der Herren Dr. Julius und Otto Ritter von Vesteneck — gestorben. — (Personalnachrichten.) Dem Conci-pisten der kais. Cabinetskanzlei, Herrn Hossecretär Baron Paul Guss ich in Wien wurde die Bewilligung zum Tragen des ihm verliehenen preußischen Kronen-Ordens (3. Classe) ertheilt. — Die Marktgemeinde Deutsch-Landsberg in Steiermark hat dem dortigen Bezirkshauptmanne Herrn Dr. Julius R- v. Vesteneck das Ehrenbürgeriecht verliehen. — (In dem neuerbauten Schwurgerichtssaale inLaibach) fand am 1 5. d. M. die erste Schwurgerichtssitzung statt. Gegenstand der ersten Verhandlung war eine Anklage wegen Todt-schlags. Der Steinbrucharbeiter Matthäus Balan-titsch aus Littai wurde des Verbrechens des Todt-schlages schuldig erkannt und dieserwegen mit zweijährigem schweren Kerker bestraft. — Am 16. d. M. wurde der 21jährige Bauernbursche Franz Jugovec aus Gedefchiz wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung zur Ausstehung einer achtmonatlichen schweren Kerkerstrafe verurtheilt. — Am 17. d. M. wurde über den 19jährigen Schuhmachergesellen Johann Kifouc aus Obervellach wegen desselben Verbrechens eine 18monatliche schwere Kerkerstrafe verhängt. — Am selbm Sitzungstage fällte der Schwurgerichtshof über den wegen Diebstähle bereits elfmal abgestraften Schneidergesellen Johann Trepeluh in Fuschine, welcher seinem Dienstgeber Johann Kuschan einen Betrag von 200 fl. entwendete, eine aus siebenjährigen schweren Kerker lautendes Urtheil. — (M o r a st c u l t u r - Ausschuß.) Am 21. d. M. Vormittags 11 Uhr wird die Wahl zweier Mitglieder und eines Ersatzmannes des Morastcultur-Ausschusses, welche die Grundbesitzer der I. Wahlgruppe des Morastculturgebietes, nämlich jene in den Catastralgemeinden Tirnauer, Karlstädter und Gradischa-Vorstadt Laibach und Stefansdorf der Umgebung Laibach, vorzunehmen haben, im städtischen Nathhaussaale stattfinden, zu welcher die Besitzer aus den erwähnten Catastralgemeinden mit dem Beisatze eingeladen wurden, daß die Wahl nur persönlich und mittelst Stimmzettel vorgenommen wird und daß zu dem Behuse die Stimmzettel den erschienenen Wählern unmittelbar vor dem Wahlacte werden eingehändigt werden. — (Die Prüfungen) der Lehramtscandi-daten für Volks- und Bürgerschulen werden am 6. Oktober l. I. am Sitze der hiesigen Prüfungscommission beginnen. — (Fabriken-Jnspection in Krain.) Herr Dr. Pogatschnigg, Gewerbe-Jnspector für Krain, Steiermark, Küstenland und Dalmatien, infpicirt derzeit die in Krain bestehenden Fabriks-Etablissements. — (Der Neubau) der Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungs Anstalt in Laibach wird am 4. Oktober d. I. in feierlicher Weise an die Direction dieser Lehranstalt übergeben werden. Der Unterricht an beiden Anstalten und an der damit verbundenen Uebungsschule beginnt in den Tagen vom 10. bis 14. k. M. — (Turnerisches.) Unserer Notiz über das in Villach am 7. und 8. September stattgesundene Gauturnen haben wir noch nachzutragen, daß bei dem mit demselben in Verbindung stehenden Wett-turnen der vorzüglichsten Turner des Gaues Herr Franz Pock, Mitglied des Laibacher Turnvereines» mit 51 Punkten als Sieger hervorging. Bei den volksthümlichen Uebungen (Hochsprung, Weitsprung. und Steinstoßen) errang derselbe 20 Punkte uni> war in diesen nach drei anderen Wettturnern, welche-21 Punkte erhalten hatten, der Viertbeste; in den Gesammtleistungen dagegen unter 19 Weitturnern erhielt er den siebenten Rang und wurde mit einem Diplom ausgezeichnet. — („Collegium Marian um".) Die Verwaltung des Knaben-Waisenhauses in Laibachwurde im Einverständnisse mit dem fürstbischöflichen Konsistorium und in Folge Bewilligung der kraini-schen Landesregierung den ehrw. Schulschwestern des-drittens Ordens des heil. Franeiscus übergeben- — (Vertagung.) Ueber vielseitiges Ansuchen seitens der Vereinsmitglieder wurde die bereits aus^ geschrieben gewesene und in Pola abzuhaltende Generalversammlung der Mitglieder des krarnisch-küstenländischen Forstvereines auf das Jahr 1885 verschoben. — (Einen Lehrcurs für Kunststickerei^ eröffnet am 15. d. M. in Laibach Fräulein Föderl^ deren Arbeiten zu wiederholten Malen bei Ausstellungen mit Preisen bedacht wurden und die erst: jüngst wieder von einer nach Wien unternommenen Studienreise zurückgekehrt ist. — (Die Excesse in St. Georgen.) i Das Kreisgericht in Cilli hat sämmtliche Theil-! nehmer an dem gelegenheitlich einer Versammlung. der Ortsgruppe St. Georgen des Deutschen Schul-vereines am 18. Mai l. I. dort stattgefundenen Excesse des Verbrechens der öffentlichen Gewalt-thätigkeit schuldig erkannt und zu schweren Kerker-strafen in der Dauer von 6, 3 und 2 Monate« verurtheilt. — (Gegen die Verbreitung der Re b-laus.) Das Handelsministerium hat wegen zunehmender Gefahr dieses Schädlings den HandeL mit bewurzelten Weinreben in ganz Oesterreich verboten und werden Zuwiderhandelnde mit 100 fl-aufwärts bestraft. — (Für Landwirthe.) Unter Jnterventiorr der krainifchen LandivirthschaftS-Gefellschast werden, am 27. d. M. in Krainburg 6 Ltück Zuchtlbiere und 2 Kalbinnen der Möllthaler Race im Licitations-wege verkauft werden. — (Erster allgem. Beamtenverein der öst e rr. - u n g a r i sch e n Monarchie.) Beim Beamten-Vereine langten im Atonale August d. I-498 neue Lebensnersicherungsanträge über fl- 525-620 Capital und fl. 3100 Jahresrente ei» und ivmden abgeschlossen 406 Verträge über fl. 412.124 Ver-sicherungscapital und fl. 2210 Rente. Der ganze Versicherungssiand stellte sich am 31. August d. I. mit 43.794 ,n Kraft befindlichen Polizzen über fl. 42,155.775 fl. Capitals- und fl. 172.31K Rentensumme. In Folge von Ablebensfällen sind in diesem Jahre sür 344 fällige Versicherungen fl. 294.850 zahlbar geworden; für fällige Renten wurden fl. 840 liquidirt. Im Ganzen wurden von dem Vereine bisher an fälligen Versicherungssummen^ ausberahlt fl. 4,608.240. Die pro August vorgc-schriebene Prä,»ieneinna!,me betrug fl- 87.979--^- Vom Büchertische. Gesetzsammlung. In Hein r. M c rc >,'» P erl aK in Prag wniden kürzlich zwei neue Bändchen der Talnien- -gäbe der ReichSgesesie für da» Aaiserthuni Oesterreich -A. und 14" (Jahrgang IK84 Hcf, 5 ,„>d 0) »»«gegeben. IN wetmen sämmtliche drei Abtheiluuge» dieser Sammlung kor g I bl '"'*Nr. 1?8 umfnfit a) Publikationen des Nr. 94-112 vom 2 V I,»n l»S 8. Juli 1884, vm> w->»kn Nn Lrlaß betreffend die BieranSfnhr i» ^ der SlaalScisenbahiiverivallung, einige irieb-reglenicnt» sür Eisenbahnen, die Lrgänzunge ' nung handwerksmäßiger «Sewerbe besonder« »„ordnunoeii sind. Die zwc.te Abtheilnng b) Ad.nm.Ma'we und Kmidmachniigc» bringt vornehmlich d>e ^Handel Horden bei Ueberttetung-n de» Gesev-« über den H°u,lryan°e,. dritte Abteilung c> veröffentlicht die Erkenntnisse des Ber-nialtunasgerichtSho'eS bis Lud' Februar 1884. weiche u. A. den «,,.»>4in»k aebraunter geistiger Getränke, Genieindeumlagen von ve i'toatlichtc» Eisenbahnen ic. behandeln. Der Preis diese? Heftes beträat 60 kr., »ach AuSwärtS wird dasselbe gegen Einsendung von 65 kr. franco geliefert. Nr 179 umfaßt die Publikatioiicn des ReichSgesetzblatteS Nr l is'und 114 vom 15. und 17. Jnli 1884 mit den Vollzugs-Vorschriften zum Branntweinsteuergesepe, erläutert durch zahl-rciclie Fornmla c «nd lithographirie Beilagen. In der zweiten Abtheilnna befindet sich die Belehrung betreffend die Nebeiwachnng der Branntweinerzcngnng. Der Preis dieses nnifangreichen Bändchens ist 1 st- 20 k-., nach AnSmartS gegen Einfeiwung von 1 fl 25 kr. franco. „ . ^ Gleichzeitig sind in der Scpnral-AnSgabc der neue» österreichischen Gesetze Nr. 23 und 24 die Gesetze und Verordnungen über die Brauntweinbesteucrung bis ans die neueste Zett ergänzt neu er chicnen und sind znm Preise von 1 fl. 80kr. iu allen Buch-Handlungen vorräthig. Nach Auswärts gegen Einsendung von 1 fl. 90 kr. franco. ___________________________________________ Verstorbene in L?oiu«ch. Am 11 September. ftranziSka Bergan!, Beani^ens-^n,-s,ter ^ 10 Mon., Deutsche Gasse Nr. 9, allgemeine Schwäche. " Unna Palenlimiü, KenfchlerS-7ochler, 2 I., czlonra Nr 33 DivlitheritiS. "lm lö September. Maria /eleziukar, Arbeiters-Tochter, Taae Deutsche G'ffe Nr. », allgemeine Schwäche. " «im Sevtember. Ursula Lim-ar, Inwohnerin, 68 Sklor^anSaaffe Nr. 48, Brustuasscrsucht. — Theresia Wirk. Schuh,nach^ Bahuhofgasse Nr. 6. Lungen- tube.^Mc. Angelo Maccan, Maurer, 33 I., Tnesterslraß'e Nr. 2V. ^mgeulnberfulose. - Katharina Pavliii, RegenschirmniacheiS-Soidter, 4>i Mon., Neiischnlplatz Ztr. 7, Darmkcilarrh. I in E iv > l s p > t a le. A,u II September. Helena Äoritnik, Inwohnerin. 70 I.. llvdroi>8 "nivei-s-Uis. - An, 13. Seplember. Maria -Pan«, ArbeiterS-Tockter, 1 . Iväro.^^l^. ^oses PetriS. Inwohner. 55 3-. Lungentuberknloie. - Am 14. Sep-tember Josef Mih-lLr«; . Inwohner. 82 I., Polnnastrave Nr. 42 (SvitalSsiliale-, KIruaLnnis senile_____________________ Witterullqsbillletin aus Laibach. >Lufrdrut ^ inMilli-^ .nerern ^reoucirr ^ Thermoineier nach »elnu» 2!ieder-'cklaa in Millimetern Witterungs-Kharakter ^ ^^t"' läge«- >^.ar>- IINIM IN NM Trübe, kein Sonnenblick, Abends theilweile heiter. -^14 7 -t-i:e 4 10'Z, 0-0 » 7«-2 ^-14 5 ^-19 4 4-10 2 O'O Angenehm, sonnig, sternhelle Nacht. !> i 24 7^1-6 ^-14 7 4-1!^ s 4- 9'Z 0 0 Dichter Nebel bis 8 Uhr, tagsüber heiter. IS 7415 ir-> 4-1"'8 4. 0'k 00 Nebel, dann heiter. 1«' 744 0 -t-ANI 4-1IB 0-0 Heiterer Tag niii Morgen- nebel, Abendroth. I ^7 745 0 4-21 8 > 4-1> » O'O Morgennebel, heiter. !! 18 7416 4-21'« 4-11 ^ 00 Morgeiinebel, heiter. Wochenmarkt-DurchschniLtöp reise. "„ibach, 15 Sevtember_____ Mki -ft. kr. I> '> Weizen perHcktolit.^ Kor» .. Gerste e Au/uriU Erdäpfel 100 Kilo Linsen vcr Hektolit. Erbsen ,, tzisolen „ Siindschinalz »Ulo Schweiiiichinalz Speck. frisch geräuchert 6 5<> !>.2l»Il ->>Z9 ->-! 4l87> 4^7>! 5 2l> 2 07 8 — 8— -50 -90 -82 -7» 74 - 7 98 0 >2 L,2S :^I2 6 5« 5!43 .^<>0 5^47 Mk,.- Butter per Kilo 85 Eier 2 Stücks—j 5 Milch per Liters— 8! Rindfleisch pr. Äilo !—!64z Kalbfleisch Mi ^chlveinfleifch „ ' 06 ^chöpseufleisch ,, —32 Hendel per Stuck^—!-4"! Taube» ,. ! Heu N'O Kilo Liroh >l!l» ,, Holz. Harles, per 4 ^-Meier Holz.weich. „ ! We, u. > vll>. UEiter §—' —! 24 weißer „ !—l!2v 'lligz^- ,l. !r l8 -1 6»' l>51 > — 7 5>>— 4^N>--!->!24 HG < sn -H «1 ! 11» Hrriitl», ^>rr»> I»vi offerirt gute rcinc Naturweine, 82er u. 83er Weiß-, Schiller- und Rothwei» 10 fl. den Hektoliter mit Nachnahme. Kleinste Bestellung 2 Hektoliter. 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