Areltag den 21. Wal liV. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — fi!r Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., viertelj,ihrig 1 fl. 50 kr; für Zustellung ins HauS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionsgebiihr 8 kr. pr. Zeile. Catarlta »ad TMka. Marburg, 20. Mai. Eben so schwer, wie wir diese Worte aussprechen, fällt auch die Last, welche die Sache und was mit ihr zusammenhängt, uns aufbürdet : die Uhlanen erhalten als Kopfbedeckung wieder die Czapka, die sie schon einmal getragen und welche der nationalen pelzverbrämten, schweren und heißen Tatarka weichen nlußte. Die Czapka ist viel kleidsamer und leichter, versichert die Heeresverwaltung. Die alte Klage der Steuerzahler über den beständigen Wechsel der Unisormen erneut sich hier wieder; soll es aber bei dieser Wortklage bleiben? soll nicht lieber gestrebt werden, Aen-derungen und Ausgaben dieser Art jedesmal an die Bewilligung der Vertretung zu knüpfen? Es genügt keineswegs, den Forderungen des Kriegsministers nur im Allgemeilien beizustimmen und es dem freiem Erinessen der Heeresverwaltung zu überlassen, sür welche Uili-sormen — z. B. ob Tatarka oder Czapka — sie sich entscheiden will; es gehört vielmehr in das Gesetz hinein, für welchen Stoff und für welche Formen der ungeheure Betrag gezahlt werden soll. Dieses Recht steht begrifslich außer Zweifel, denn es ist ja unsere Leistungspflicht, welcher dasselbe entspricht. Die Anerkennltng dieses Rechtes ist sür uns desto dringlicher, je bedrängter unsere wirthschastliche Volks- und Staatslage sich gestaltet. Schllh)oll und Frrihrit. Die Zollfrage — eine der wichtigsten Angelegenheiten — ist nun endlich in Fluß ge-rathen llnd begiimen sich auch die eigentlichen Volkskreise für dieselbe zu interessiren. Namentlich aber ist es hohe Pflicht der Wähler, sich darüber ein bestimmtes Urtheil zu bilden, mindestens bis zu jener Zeit, wo in Wählerversammlungen die betreffenden Forderungen zur Verhandlung gelangen. Unter allen Blättern, welche bisher die Zollfrage zum Gegenstand der Erörterilng ge^ macht, gebührt unstreitig der „Deutschen Zei-tutlg" die Ehre, diese Frage kurz, saßlich und anziehend dargestellt zn haben, wie keiil anderes — als eine Sache der Freiheit; die genannte Zeitung schreibt nämlich: Der Abgeordllete Dr. Magg hat in der Begründung seines Antrages auf Schutz der heimischen Industrie im niederösterreichischen Landtage die Reserve vorausgeschickt, daß er selbst den sreihändlerischen Prinzipien zuneige. Aehnliche Deklarationen haben wir schon mehrere zu verzeichnen, und gerade von Rednern, welche sür den Schutzzoll plaidirten. In der That sind die „verschämten Schutzzöllner" ge rade jeßt eine sehr häufige Erscheinung. Me meisten rusen mit Faust: „Zwei Seelen woh nen, ach! in meiner Brust!" Der Schutzzoll kommt aber bei dieser Zwei-Seelen-Theorie schlecht weg ; er vertritt „die derbe Liebeslust", die andere, höhere Seele, das ist der Freihandel, welcher natllrgemäß das Ueberirdische und Vollkommene vertritt. Namentlich hilft zur Propaganda der freihändlerischen Prinzipien die allgentein verbreitete Ansicht, daß der Frei Handel eigentlich das kultur- llnd sreiheitsför-dernde Moment, während der Schutzzoll in der That ein naber Verwaitdter der Reaktion sei. Ja, ist denil das so absolut richtig und ist das so ausgemacht, daß die Beziehung zwischen Schutzzoll und Freiheit gar nicht mehr erörtert werden soll? Wir glauben nicht. Vor Allem ist jene nur auflösungskräftige Idee der Freiheit, welche den Zusammenbruch einer gealterten Zeit herbeigeführt, nicht die schaffensmächtige Freiheit, die wir heute nöthig haben. Jene Freiheit war nur negativ, heute bedürfen mir der positiven Freil)eit; jene wußte nur Verknüpfungen zu zerreißen, Pflichten ailszulösen, welche zu bloßen Fesseln und Lebenshemmungen geworden waren; diese soll Bande und Pflichten schaffen, ohne welche eine frische Lebens-, Macht- und wahre Freiheitsentfaltung ins Neich der Träume, der Utopien gehört. Ohlle soziale Bande, ohne soziale Pflichten gibt es keine soziale Organisation, kein freies nationales, kein freies Volksleben überhalipt. Die hi^)ste der Assoziationen aber, welche von der Pflicht des Fortschreitens und der Entwicklung bisher den Völkern aufgelegt worden, ist der Staat. Der Staat ist die Asioziation, welche von der Geschichte hervorgerufen, in den großen Gruppen der Menschen die Idee ihrer geschichtlichen Mission zum Bewußtsein bringt, und die Aussührllng einer solcheti Mission ist es allein, welche den Völkern schwellende Lebenskraft und wirkende Dauer durch die schwindenden und kommenden Zeiten gibt. Und wenn auch ein einzelnes Volk sich seiner historischen Aufgabe nicht bewußt ist, so wird es doch, ein- Ileuilteton. dt« Kasrmattrn Magdlbargs. Von Lewin Schiicking. (Fortsetzung.) Die Gestalt sah ihn mit großeil, weit offenen Augen an; sie stand trotz ihrer Kettenlast hoch aufgerichtet, fast drohend da. Frohn erfaßte ein unwillkürlicher Schauder bei deni Allblick. „Zum Teufel, in welche Galeere bin ich da gerathen?" fragte er sich halblallt — „das muß ein Wahnsinniger feill, eillen vernüllftigen Menschen braucht lnalt nicht so nlit Ketten zu behängen!" Er stand einen Augeilblick ullentschlosien da, eilren Augenblick, in lvelchem er seinen Ge-fährten Auerhuber in der Gegend seiner Beine anlangen und sich jetzt ebe»rfalls halb aufrichten fühlte. Dann flüsterte er: „Gut Freund, Kamerad!" Die weißgraue Gestalt streckte ihm jetzt lnit starkem Kettenklirren die Arnle elltgegen und antwortete eben so leise: „Wer ist Er? — was will Er?" „Was ich will? — nun. Ihm eiuen Besuch lnachell, lvie Er sieht . . „Er ist kein Scherge, kein Verräther?" Frohn wollte, bevor er antwortete, sich in die Höhe schlvingen ulld aus seineln Loch eln-porsteigen, in der mellschensreulldlichen Absicht, seinein Auerhuber Rauln zu lnachen ulld ihn heranzulassen; aber der Manil in Ketten flüsterte hestig Ulld gebieterisch: „Bleib' Er, wo Er ist!" „Will Er lllich hindern?" fragte Frohn ruhig, illdeln er mit eineln Spruilge sich so weit in die Höhe schnellte, um sich auf den von den ausgefchllittenen Dielen gebildete Ralld des Loches setzen zu können. „Meint Er etwa, die Ketten hielten nlich ab, Ihm den Schädel einzuschlagen?" sagte der Andere. ^ Zugleich begann er mit einer unglaublichen Schnelligkeit eine dicke Kette, die an seilleln Fuße befestigt war, zu lösen, dann die Hände aus zwei schwerell, durch eine Stallge lnit ein-allder verbulldenen Handschellen zu befreien, eine andere Kette, die von einelll breiten Halsring lliederhing, abzlllösen — ulld nach wenig Augenblicken stand er von allen Fesseln bis allf das breite eiserne Halsband befrelt da, in seiner Rechten die Stailge mit den Halldfesselll haltend, die in seiller kräftigen Faust keine zu verachtelrde Waffe war. Er richtete je^t allf den frelllden Eiildring-ling einen triulnphirenden Blick, der offenbar die Bewullderung deSselbeil herausforderte. „Ich sehe, daß Er wahr lnachen könnte, was Er sagt", belnerkteFrohn erstaullt — „lvie Teufel hat Er das angefangen?" Der Andere lachte höhnisch allf. „Ein Manll, wie ich, lvird lllit AllelN fertig", sagte er. „Aber erst will ich wissell, wer Er ist, Ulld lvie Er in lneinell Gaug gerathen ist!" „Ich bin ein österreichischer Kriegsgefangener", versetzte Frohll, „llenlle mich von Frohn Ulld stehe bei Prohaska-Dragoilern. Ich habe in die Kaselnatte drüben, wo ich eingesperrt bill, Sein Arbeiten ulld Wühlen ullter deln Boden gehört, Ulld habe Jhln dell Gefalleil thun wollell, Jhnl die Sache zll erleichtern, indeln ich Ihm entgegenkaln." Der Gefangene schlvieg eine Weile. Dann sagte er: „Wir lvollen uilS erst lnehr Licht verschaffen, dalnit wir uilS besser sehell könneil." Mit diesen Worten holte er alis eiller Ecke ein halb lliedelgebraniltes Talglicht allf einem niedrigeil Blechleuchter hervor, züildete es an Frohll's Laterne an ulld stellte es auf gekeilt zwischen andern Völkern, welche, von nlächtigenl Instinkte politischer und materieller Eroberung erfüllt, rücksichtslos um sich greifen, durch die Noth, den äußern Drang der Verhältnisse, durch das gemeinsame Leid, die gemeinsame Gefahr zum Bewußtsein der Solidarität aller seiner Theile gebracht und dazu getrieben, mindestens defensiv als große Einheit, als gesammtstaatliche Assoziation auf der geschichtlichen Bühne zu operiren. Zu dieser Defensive auf dem ökonomischen Schauplatze des Weltmarktes gehört das System der Schutz zollpoUtik. Der Schutzzoll hat die nationale Assoziation zwischen den Konsumenten und Pro-dllzentell in jenen Richtungen zu vertreten, wo die von freunden, gereiftern Industrien auf die heittüschen Kollsumenten geübte Attraktion die eigene, zwar schon ausbildungsfähige ilnd entwicklungskräftige, aber noch nicht genügend gereifte heimische Industrie gefährdet uild damit das materielle und geistige Leben der Nation beeinträchtigt. Jede ^idustrie ist eine Sonne, welche belebende Wärtne durch das Volk und Land ausströmt und sowoht schlum-nlernde Fähigkeiten des Leibes lind Geistes in Aktion und zl»r Entfaltung bringt, als auch zur Ausbeutung, zur ökonomischen und ästhetischen Umbildung der Natur und der Naturverhältnisse führt. Ohne Industrie keine Freiheit, keine Kultur! Denn die Freiheit im wahren Sinne ist nichts Anderes, als ein vollkräftiges Leben, der volle Erguß der im Volkte liegenden Fähig» keiten und Energien und der im Lande ruhenden ökonomischen Kräfte und günstigen Verhältnisse. Zur Freiheit gehört die Reife des Intellekts und Willens, um das soziale Leben erfassen und nach eigenem Erkennen und Wollen organisch formen zu können. Aber ohne Industrie vermögen sich weder die im Volke, noch die inl Lande schlummernden Kräfte zu entfalten, und ohne diese Entfaltung müsien uns äilßere wie innere Armuth zu Knechten erniedern, auch wenn wir keinen Herren haben. Der Arme ist nie,nals frei; ein geister- wie güterarmes Volk ist imnier geknechtet, wenn neben ihn: Kulturen in Blüthe stehen. Ohne innerlich die geistigen und ökonomischen Fesseln gebrochen, ohne die geistigen und physischen Alllagen erschlossen zu haben, ist auch die internationale Freiheit nicht aufrechtzuhalten, ohne die Industrie sind das Ausgebeutetwerden und der Verfall das sichere Los der ökonomisch jüngern Völker. (Schluß folgt.) einen aus Steinen aufgemauerten Tisch, der sich ill der Mitte der einen Wand befand, dicht neben de»u schweren eingemauerteil Ringe, von welcheul die Ketten niederhingen. Zur Seite des Tisches, gerade unter dein Ringe, lag auf dem Boden ein Strohsack mit einer Decke; der Gefangene hatte, als Frohn ihn zllerst erblickte, daraus gestanden, was seine Gestalt uln so größer und seine ganze Er-scheilulng um so gespensterhafter gemacht hatte. „Nun, konttnen Sie nlir aus dem Loche heraus, Herr Kamerad, und der da unter Ihnen krabbelt, auch", sagte der Gefangene, und in-denl er sich so stellte, daß das volle Licht auf seine Züge und seine Gestalt fallen mußte, fuhr er nlit einem gewissen Pathos fort: „Ich bin der kaiserlich königliche Nittnieister Freiherr von der Trenck!" „Von der Trenck?" antwortete Frohn verwundert. „Von denl Sie gehört haben werden", sagte der Gefangene nnt stolzem Selbstgefühl. Frohi^ schlUtelte den Kopf. „Von dein Oberst von der Trenck, der die Panduren . . „Das ist nlein Vetter l Ich bill der Rittmeister von Trenck, vom Regiment Kordua-Dragoner." ^,Also auch Kriegsgefangener — und man Zur Geschichte des Tages. Die Wahlbewegung in Ungarn hat begonnen und ist es die Rechte, welche zuerst mit ihrem Programme hervorgetreten. In elf Punkten werden sämmtliche Forderungen dieser Partei dargelegt. Vor Allem iilteressiren uns jene Stellen, welche auf die Gegenseitigkeit Bezug haben. Die Opposition erklärt sich für das jetzige Bundesverhältniß ulit Oesterreich und für die ilnbedingte Wehrhaftigkeit der Monarchie. „Wir refpekliren", heißt es, „die gemeinsame Armee, in welcher unsere Landes^ kinder ihrer Wehrpflicht Rechnung tragen und wollen sie stark erhalten. 3luch die nationale Institution der Honvedschast wünschen wir ausrecht zu erhalten. Die schier unerschwinglichen Kosten aber können ohne Schädigung der Wehrhaftigkeit wesentlich herabgemindert werden, wenn die Institution der Territorialdivisionen vollständig durchgeführt und die Honvedschaft mit ihr in engeren Verband gebracht wird." Die „Jsolirung Deuschlands" ist eines der höchsten Ziele, welche die Ultramontanen sich gesetzt. Der Jrländer P. Henessey, gegenwärtig^ auf dem Wege nach Rom, soll den überraschenden Austrag haben, dön Vatikan mit Italien zu versöhnen und dadurch letzteres dem Deutschen Reiche zu entfremden. Pius IX. wird jedoch eben so wenig auf den „Kirchenstaat" verzichten, als Viktor Elnanuel auf das „einige Italien". Ist deßhalb das Einswerden dieser Gegensätze unniöglich, so besitzt die Sendung des irischen Parteiführers doch immer noch den Werth eines Agitationsmittels. Aus Frankreich kommen Berichte über Fahrten und Feste der Nltramontanen. Der Jesuitismus versügt nicht blos über die Massen der Landleute — auch in der Armee, in der Beamtenwelt und in; Bürgerthum befestigt er seine Herrschaft und nluß sogar Thiers gestehen, daß Frankreich in den Händen dieser Partei sich befindet. Vermischte Nachrichten. (Entwaldung und Landwirth-schaft.) Ueber den Verfall der Landwirthschaft im Osten Preußens schreibt der Jahresbericht der Berliner Kaufmannschaft: „Dllrch die Ab-holzung der Forste in den Provinzen Preußen, Pommern und Posen sind die klimatischen Verhältnisse llngünstiger geworden. Nur allzuhäusig haben Nachtsröste wäl)rend der FrühlingSmo-nate in den letzten zehn Jahren die jungen behandelt Sie auf solche Weise?" siel der Lieutenant von Frohn ein. „Wo haben Sie denn gesteckt in der Welt", sragte der Andere, „daß Sie von dem Viitt-meister von der Trenck nichts gehört haben, von dem doch, mein' ich, alle Welt weiß? Ich kriegsgefallgen? Nein, Herr Kamerad, ich bin ein Vogel, den man nur anderer Dinge willeil in diesen Käfig gesteckt und, weil er durchaus nicht darin bleiben wollte, eildlich nut tispsün-digen Ehrenketten behängt hat, um ihn zit bewegen, es sich hi er als Gast des großen Friedrich auf längere Zeit gefallen zn lassen. Aber ich kehr' »nich wenig an die Ketten, und werde mich in den nächstell Tagen bei Seiller Majestät beurlailben!" „Weshalb legt denn der König so großen Werth auf Ihr Hierbleibeil, welur ich fragen darf, Herr Kamerad?"^ „Das sindFamilienverhültilisse", entgegilete Trenck lächellld; „GeheilNllisse zwischen mir und meillenl Herrn Schlvager. Nehlnen Sie, nnl die Sache in eilleln romantischen Lichte zu selM, an, es hätte uns ein ulld dieselbe Dame nahe gestandell, aber mit verschiedenen Gefühlen freilich — auf seiner Seite seien mehr die schlve-sterlichen ins Spiel gekomlneli..." Frohn blickte überrascht den mit einein eigenthülnlichen Toile von Nell0ln:nisterei spre- Saaten in diesen Gegenden auf das schwerste geschädigt Ulld dadurch die Ernte in Frage gestellt. Die Landlvirthschast leidet in vielen Pro-Villzell, speziell in Preußell, Posen, Pomlnern, Schlesien und Sachsen, unsagbar unter der von Jahr zll Jahr ilnlner stärker hervortre-tellden Trockenheit, dereil alleiniger Grllnd die sortschreitellde Entivaldung des Lmldes ist. Fragen wir bei den ersahrensteil Landwirthen aller Gegenden all, so sinden wir überall die Aussage, daß seit 15 Jahren die Witterungsver« Hältnisse inllner trockener gelvorden sind und zu den größtell Besorgilissen Anlaß geben lnüssen. Die Lllst zllr Landlvirthschast konunt den SVir-then inllner lnehr abhalldell ulld überall filldet lnall die Neigullg zuln Verkaufen, selbst bei Lalldlvirthell, welche früher lnit großer Liebe an ihrelll Besitzthum hingen lllld dasselbe mit Fleiß bearbeiteten. Ulld lnall siildet dies nicht llur beim Großgnlndbesitz, welcher von der Steigerullg der Arbeitslöhlie betrosfen ist, sondern gellau so bei deln Kleingrulldbesitzer, welcher sein Gut selbst u»ld mit Hilfe der Familie bestellt." Weiter sagt der Bericht: „Die Elit-waldullg fast aller Länder Europas ist bereits so weit gediehen, daß lvir vielleicht von ernsten Kalamitätell ergriffen werden, uild sie schreitet noch ungestört fort." (Einfuhrverbot.) Die Ministerien des Ackerbaues, des Jilnern, der Finanzen und des Handels ullterfageil iln Einvernehmen mit der ilngarischen Regierung die Eillfuhr voll Kartoffeln allS Nordamerika — wegen der Gefahr der Einschleppung und Verbreitilng des Koloradokäfers. Dieses Verbot bezieht sich ferner auf Schalell ulld allderen Abfällen solcher Kartoffelll, Säcke, Kistell, Laub, oder sonstige Gegenstände, lvelche zllr Verpackung oder Ver-lvahrullg derartiger Kartoffelll oder Kartoffel-Abfälle gediellt. Insofern sich an Bord ankom' nlellder Schiffe nordalnerikallische Kartoffeln auch Nllr als Proviantrest oder sonstige vorstehend genanllte Gegenstände befinden, dürsell dieselben lücht ans Lalld gebracht werde,l, und habell insbesondere die Hafen- und See-Sani-tätsorgalle bei Zulassung von Schiffen allS nordalnerikmlischen Häfen zmn freien Verkehr die entsprechellden Erhebungen zu pflegen lmd die danach mlgelnessenen Weisungell den Schiffs-sühreril zu ertheilen. ^Länder- und Völkerkunde. Boc-chesen.) Zur Charakteristik der Bocchesen erzählt Th. Frank u. A.: „Der Bocchese achtet das Weib gering, lvie überhaupt der Südslave, als ein tief ullter ihln stehendes Geschöpf, — chenden Gefangenen an. War der Mellsch mn Etlde doch ein Wahnsiniliger? Aber neiil, er flthr lnit vollständiger Ruhe und Klarheit zll reden fort: „Glaubell Sie etlva, ich sei ein Anfschnei-der? Null, es steht bei Ihnen. Ich wilßte llicht, weshalb ich mich daruln ereifern sollte. Ich bin der beste Soldat iln Heere des Kölligs gewefell. Jetzt sorgt der große Friedrich, der ja ein leidenschaftlicher ^^iebhaber der Philosophie lllld der Philosophen ist, dafür, daß^ich nlich hier allch zu einenl Weltlveisell wie Sokrates aus--bilde. Gelviß, uln lnich dann zuln Präsidentell seiner Akadelllie zu lnachen. In derThat, lvenll dies seille Absicht ist, so habe ich ill den nelln Jahrell, die ich hier zilgebracht, derselben glän-zelld entsprochen Ich kalln Jhnell meine Schriften zeigell, lneille Gedichte, allelnitmeilleln Blut geschrieben ... sie werden nlehrere Fo-liobällde füllen — aber davon ein anderlnal, in dieseln Augeilblicke wollte ich Jhilen Nllr andeuten, daß llleine Philosophie darüber erhabell, lvas eill kaiserlich kölliglicher Lielltenant von Prohaska-Dragonern von mir denken lnag!" (Kortsej^ung folgt.) er ißt nicht mit ihr aus einer Schl'issel, er spricht nicht von ihr, ohne früher um Entschuldigung gebeten zu haben; aber er beschützt sein Weib und er thut selbst dem Weibe seines Feindes nichts zu Leide. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sich zwischen den Bewohnern von Pastrovechio und den jenseits der türkischen Grenze hausenden Inwohnern von Spizza ein Streit entsponnen. Es handelte sich um gerallb-tes Vieh und es waren Schüsse herüber und hiuüber gewechselt wordeu, bis es endlich gerade an der Grenze zu einein sörnüichen Treffen kam. Die Spizzanoteil siegten — die Pa-strovecchianer mußten sich zurückziehen. Waruni? Weil die Cpizzaner, deren Dorf in der v!ähe des Schlachtfeldes lag, ihre Weiber als Bundesgenossen hatten. Je zwei Weiber stellteir sich zusammen und zwischen ihren Röcken durä) feuerten die Spizzanotten auf die Pastrovecchi-aner. Diese aber wagten es nicht, auf deu Feind zu schießen, weil sie die Weibet zu verletzen fürchteten und zogen sich zurück. (Zur sozialen Lage in Wien. Wohnungswechsel.) Vom 1. bis 12. Mai haben in Wien und den Vororten sechstausend Parteien ihre Wohnungen gewechselt. Vergleichen läßt sich dieser Vtassen-Umzilg nur mit dem berüchtigten Noveinber-Quartal des Jahres 1872, an welchem 6400 solche Veränderungen verzeichnet wurden. Aber damals stand die Weltausstellung vor der Thüre, es war der Zeitpunkt, wo der Baubankschwindel seinen Gipfel erreichte, wo überhaupt die Wohnungs-noth sich als eine ebenso allgemeine als drückende Kalamität erwies. Gegenwärtig haben die Verhältnisse eine andere Gestaltung genonl-men, die Realitätenkrise ist zwar noch nicht ill der erwarteten Schärfe eingetreten, aber die Entwerthung der Häuser hat nicht zu leugnende Fortschritte gemacht. Sind in demselben Ver-hältniß auch die Miethpreise der Wohnungen gesunken? Diese Frage muß leider im Allgemeinen verneint werden. Die Preise der großen Wohnungen in den Zinspalästen aus den StadterweiterungS-Gründen haben nicht unbeträchtliche Reduktionen erfahren, aber diese Ermäßigungen, wären dieselben auch doppelt so bedeutend als sie es wirklich sind, bleiben ohne Einfluß auf die allgemeinen Wohnungsverhältnisse. Wenn offiziöse Schönfärberei auch die Krise für abgeschlossen erklärt, so weiß doch jeder arbeitende Mensch, daß diese skurile Behauptung der Widerlegung unwerth ist. Die Einwirkungen der Krise dauern ungeschwächt fort und aus denfelben geht auch der außerordentliche Wohnungswechsel des gegenwärtigen MiethquartalS hervor. Die Zinse sind zu hoch, das ist das Geheimniß dieser Erscheinung, denn nicht die Hanseigenthümer, sondern die Mieth-parteien kündigten und kündigen und zwar in-der überwiegendsten Zahl der Fälle, wegen der hohen Zinsungen, die mit dem durch den Druck der allgemeinen Verhältnisse geschnlälerten Einkommen des Einzelllen im Widerspruch stehen. (Heerwesen. Waffenübung der Landwehr.) Die l)eurige Waffenübung der Landwehr'Bataillone Nr. 1 bis 78 wird in Uebungen der Kompagnien aus die Dauer von vierzehn Tagen, ausschließlich des Aus- und Abrüstungstages bestehen und nach der Getreide-Ernte ill dem betreffellden Krön lande und mit thunlichster Rücksichtnahme auf die Wei!»-Ernte in jenen Kronländern, in welchen diese hauptsächlich die Sttbsistenzquelle der Bewohner bildet, stattfinden. Im Interesse jener Land-wehrlnänner, die in Folge ihrer voll der Ernte unabhällgigen Erwerbsverhältnisse die Waffen-Übungen in einem früheren als dem gedachten Zeitpunkte abzuleisten wünschen, wird die Vornahme partieller Waffenübungen bei den Kadres in der gesetzlichen Dauer gestattet. iLowohl diese partiellen als auch die Hauptwaffenübungen silld innerhalb des zwischen den: Abschlüsse der Frühjahrs- und den: Beginn der herl)stlichen Rekruten-Ausbildung (Anfangs Oktober) liegenden Zeitraumes vorzilnehmen. Partielle Waf- fenübungen können bei den Kadres erforderlichenfalls innerhalb der besagten Zeit auch nach den Hauptwaffenübungen stattfinden. Zur heurigen Waffenilbung sind aus dem nicht aktiven Stande einzuberufen: 1. alle Oberoffiziere und Kadetten, einschließlich der im AuSlaude domi-zilirenden Landwehr-Angehörige?» dieser Kate, gorie, dann Aerzte nach Erforderniß: 2. die erforderlichen llnteroffiziere, Gefreiten und Spielleute; ,mch Bedarf auch solche, welche mit 3l. Dezember 1874 (eventuell 187:^) aus der Reserve des Heeres in die Landwehr übergetretell sind, ausschließlich jeller tim Allslande befilld licheil, deren Reise zu dem nächstgelegenen Laildwehr-Vataillone nur mit größeren! Zeit-aufwalide uild mit unerschwinglicheil Kosteil belverkstelligt lverden löilnte; die in deil Jahren 1869, 1870, 1871, 1872, 1873 und 1^74 uuluittelbar iil die Laildwehr eingereihten und in eillenl dieser Jahre ausgebildeten Jil-santeristen (Schützen). Zlkarburger Ämchte. (Aus dem norischen Zuch t ge b iete.) Am Dienstag hat iln norischen Zllchtgebiete, zn welchem voin Unterlande allch die Bezirkshaupt-schaften Marburg (linkes Drauuser) und Leibnitz, sowie der Gerichtsbezirk Mureck gehören, die Konskription der Zuchtstuten begonilen und dauert bis 25. Jllni. Obmann der Kommisiionen ill den einzelnen Konskriptionsstationen ist der Landes-Thierarzt Dr. H. Klinga«, und werden dieselben in jedem Bezirke durch den Distrikts-vorstaild des Pferdezucht-VereiilS, durch ein Mitglied der Bezirksvertretllng und einen Thierarzt verstärkt. lErtruuken.) Das vierjährige Töchterlein der Helene Topolaufek ill St. Marein wurde in einein Brunnen todt aufgefunden; die Kleine, war nach Bauernart sich selbst überlassen, in denselben gestürzt mld dort ertruuken. (Aus der Fleischkalnmer.) In Lackelldorf bei Cilli haben lnehrere Strolche die Fleischkanllner der Gruildbesitzerin Josepha Zainer erbrochen und 190 Pfund Speck, 60 Pfund Schweinfleisch, sowie zwanzig Rauch-lvürste gestohlen. (Landesgericht s-Nat h Po mm e r.) Herr Franz PolNluer, Lalldesgerath in Cilli, ist auf sein Ansuchen in den bleibeilden Nuhestalld getreten mit der ehrendenAnerkenllung von Seiten des Justizlllillisters, langjährige ulld allSgezeichuete Diellste geleistet zu haben. Herr Polnlner ist eill geborner Äiarburger ulld der letzte lllänll-liche Sprosse der einzigen Bürgerfalllilie, welche aus der Zeit des „Türkeustlirlns" auf Marbllrg (1529) noch ülmg geblieben. (Voln Schlvnrgerichte.) DieVerhalld-lung gegen dell früheren Postexpeditor Ferd. Roßbacher in Sallerbrunn wegen Amtsverlln-treuung lvurde vertagt, lveil zlvei Hauptzeugen nicht erschienen. i^M o r d.) Jnl Glaser'schen Wirthsl)ause zll Feistritz bei Lenlbach stritten anl Pfiilgst-soilntag Abends halb 9 Uhr der Bahilarbeiter Ferdinand Lch. uild der Pulverlnacher Ä!ichael Dworschak nliteinauder. Der Bahilarbeiter, lvel-cher denl Gegner zlir Linken saß, spielte dann die Zither. Eiil Gast belnerkte, daß ersterer lllit seinel^ rechten Hand zweimal eine raschzilckende Belvegung gegen seiilen Nachbar lllachte. Dieser legte sich lnit denl Ol'erkörper vorilüber auf den Tisch und schien zll schlafeil. Das Zither^ spiel dauerte noch zivei Ltuilden lllld lvoUten die Zecher unr halb N Uhr aufbrechell. Einer versuchte den Pulvermacher zn lvecken, gelvahrte aber, daß dieser alls der linken Seite von Blnt überströnlt ulld bereits eine Leiche ivar. Der oben erwähllte Gast erillnerte sich nnn der zuckellden Handbelvegllngen; der Zitherspieler lvurde zur Rede gestellt und saild niall bei Dlirchsllchung der ^Ueider ein blutiges Taschen-lllesser. Der Thäter konilte sich losreißeil und entfloh. Alll llüchsten Viorgeil lvurde die Strafanzeige erstattet und gelang es denGellSdarinen — drei an der Zahl — aln Molltag Nachlnit-tag den Mörder in der Nähe voll Lembach zu verhaften; nlir nlit großer Mühe konnte sie denselben vor der Wllth der Bauern schützen. (Gro ße r Brand.) Aln 19. Mai gegen 2 Uhr Früh entstalld bei dem Grundbesitzer Kain zu Pöltschach Feuer und wurden acht Gebäude eingeäschert. Dieser Brand ist gelegt worden — höchst lvahrscheinlich von jener Hand, welche dort lvähreild kllrzer Zeit das gleiche Verbrechen beinl Hause Kaiil's schon dreimal versllcht Ulld eillmal beilu Grulldbesitzer Hartner ausgeführt. (Schadenfeuer.) Gestern Nachlnittag 2 llhr gab der hiesige Thiinner das Zeichen, daß es ill der Käriltller-Vorstadt brenlle. Die Feuerwehr eilte rasch zur Stelle und sand die Schellne der Frau Rosalie Fritsche in Flamlnen. Eillige Wagen konilten gerettet lverven; das Holz aber ulld alle Vorräthe an Stroh und Heu verbranllten. Dieses Feuer soll dltrch die )!achläfflgkeit eines tabakrauchenden Knechtes entstallden seiil. (Evangelische Gelneinde.) Nächsten Sonntag, den 23. d. M. findet zur gewohnten Stuilde Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche statt. (Stelle eines Landesgericht s-Rathes.) Beiln Krelsgerichte Cilli wird die Stelle eines Landesgerichts-Rathes wieder besetzt und lällst die Bewerbungsfrist bis 29. Mai. (Landw irthfchaftlich e AuSstel-l u n g.) Die LandwirthschaftS-Gefellschast veranstaltet für den 11., 12 ulld 13. September l.J. eine Ausstellung in Wil^disch-Feistritz. Das Progralnm ist noch nicht veröffentlicht worden; festgesetzt ist aber bereits im Allgelneinell, daß diese Ausstellung landwirthschastliche Erzeugnisse der ullteren Steiermark ellthalteil soll ulld ist naineiltlich der Beschluß gefaßt worden, eille Kosthalle für Weine zu errichteil. Letzte Vost. Als Nachfolger des Handelsministers Banhans wird der Ackerbauminister Ehlu-metzky genannt und soll Graf Belrupt das Ackerbaumlnifterium übernehmen» Die Reise des Kaisers nach Galizien soll aus Atückslcht äuf die politischen Beziehungen zu Deutschland und Rußland un-terbleiben. Der Heeresausschuß des italienischen Senates beantragt die Aufhebung sämmt-licher Borrechte. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l.D.U. wird bekannt gemacht: CS sei über Ansuchen des Lit^u'dationS-Au^schusses der steiermälkischcn Weinhandels-Geskllschast mit dem Bescheide des k. k. Landes-Gerichtts (Iraz ddo. 9. April 1875 Z. 8389 die freiwillige gerichtliche Feilbietung dcS in der st-termarkischen Landtasel Tom. 35 Fol. 97 vorkommenden, der genannten Gesellschaft gehörigen Ke llereigtbäudes Nr. 19 in der Tegettl)off-straße zu Ällalburg bewilligt lvorden. Zur Vornahme derselben lvird die Tc^g-iatzung an Orl U"d Stelle am Mai 1875 Vormittag 10 Uhr angk0idl>e', bei welcher dle Nealllät um den Betrag von 24.000 fl. aufgerufen und nur um oder über diesen AuS-rusSpretS an den Meistbietenden hintang^gebeil lvird. Die Lizitationsliedingnisse, laut welchen vor deln Anbote ein 10°/o Vadium mit 2400 fl. cntlveder in Baarem oder steiermärklschen Spar-kassetzücheln oder in öffentlichen Obligationen zum leßten Börseneourse zu erlegen ist, können in der Kanzlei dtS GerichtskommiffärS Herrn Notar Dr. Mulls oder bel Herrn Notar Dr. Radey in Marburg eingesehen werden. K. k. Bezirtsgellcht Marburg l. D. U. am 4. Mai 167ö. An die?. Vi Mitglieder ulid Freunde des politisch-volksvirthschastlichen Vereines „Fortschritt"! Das „erilste Wort iu ernster Zeit", welches die „Marburger Zeitullg" vor kurzem als „politischei, Weckruf an unsere Mitbürger" veröffentlichte, weckte auch die Leitung des polit.-volkswirtlischaftlichen Vereines „Fortschritt" allS ihrer Nuhe, welcher sie<^ich, eiilgewiegt durch die Theilnahmslosigkeit der Mitglieder und den Nilcktritt der Führer und Obmänner, lalige Zeit hingegeben hat. Die Vereinsleitung beehrt sich, die Mitglieder des politisch-volkswirthschaftlichen Vereines „Fortschritt" aus das wännste und freilndlichste zu eiuer Vereinsversammlung einzuladen, welche am Freitag den 21. Mai l. I. in dem kleinen Saale der Thomas Götz' schen Bierhalle lnn 8 Uhr Abends stattfinden soll. Die Tagesordnung ist solgende: 1. Ergänzungswahlen der Vereinsleitiuig ; 2. Vesprechllng dringender Vereinsangelegenheiten; 3. Fragekasteil; 4. Anträge. Es ergeht die dringende Aufforderung an die I. Mitglieder zu recht zahlreicher Theilnahme an dieser Versammlung. Aber nicht blos an die bisher noch in den Listen stehenden Vereinsmitglieder, sondern auch an die zahlreichen Mitbürger, welche ehemals an dem Vereitle einen warnten und regen Antheil genommen und demselben ihre ausopfernde Thätigkeit gewidmet haben, an alle Freunde des Vereines, überhaupt an alle, deren Sinn erfüllt ist von dem Bewußtsein ihrer Stellung, ihrer Rechte und Pflichten als Staatsbilrger, als liberale Männer, als Anhänger der Verfassungspartei — an sie alle ist unsere sreulldliche Einladung gerichtet in der nächsten Versammlung als willkommene Gäste zu erscheinen, dem Vereine durch ihreit Beitritt nelle erprobte Kräste zuzusühren ulld so ihil selbst zu nellem Leben zu wecken, zll erfolg reichem Wirken anzuspornen. Marburg an: 18. Mai 1875. Die Vereilisteitung. SS ?! II«iIeii8i>I«ii!!liul!»»ejlM Oraden 16. Ill k'olßs »«vor erLtrselcs ied meinen tldvr LoNQt»K, vas ieli äev ?. I. Damen 2ur ^snoiAtön t(vnvt> ni88 drinZe, inäsm ioti um :sa!i1rsioken Zpruel^ ditte. ^535 vie keisencke «ler R6tvl 1. St., 8. lu» (418 D vsrckoi» nvtoi' Nsrkvtio dvstoi^ Schastvolt-Kleiderjioffe, RsssTvQnvt, VvrltttN einkärliij; lürkisell sliii' 8eI»Inlriiekt;), RRRRÄ V«rI»»itAvA RRIRÄ ^ ^I-kiiikii- liiil! LM-8iiMcki'. AWk. Lsckii. LMkll-lZrssZll!»- Iill^ Lkdsrv!! nedst vielen »nileren KexenslSiläen adAezeden im 27 kr. DW^ liurKpSAtN ^ ^ I). „zur lilsdlZnilzs" beenden sioli ZeKenv^ärtiA iol^enäe (Fstränlce im Tussedanlce: I874sr Kologvl' . . . » I^r. 32 pr. I^1a8g 1873er Notk^vin v. Oonodit^ „ 4l) 1872or lokannvZdoi'gvi' . . „ 4S U i^uttonbsi'gvi' . . „ SS I868sr 8taött)orgof . . . „ Sl) v?ie aaeti verseliietlene (Fattunxen fissvkvn-V^vinv 2U den mässiAZten Dreisen. a?ts c/s»* /lane//u»iA c^ss ^6,»'» /Ko^T'am/. I^^ernvrs äageldgt aued ein ßut ab-ZelsAsenez köti'svkss Mriondisr a jcr. 28 pr. ?!las3 ausZeseliänlct. ßüti^em ^uspruelie laäet IiöiZivk ein (?»8tvirtk. llörrMkIßiäsr 8olill unll sv!b8t gvafbviivt empiiekit cia3 L^leiüermaKa^i» äss (459 t. 8elieilil ii Hsrlxli'K. Dampf-u.Walttleill>ad in der Kärntver-Vorstadt (21s täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. Alois Schmiederer. voll Weinstein, Hadcrn. Messing, Kupfer, Zinn. Elsen, Blci, Kalb- u. Schuffcllcn, Roß.. Ochsen-u. Schweillhaorcn, Schaflvollt', allen Gattungen Rauhwaliren, Knochen, Klaucn nebst allen an-c»eren Landesproduklen. vo» ungarischen Bettfedern, Klanmen und gesponnenem Roßhaar zu den i^^illigsten Preisen. 149) Mar. burg, BurgplaK. Zu verkaufen: Zwei Pferde, Wallachen, 8—10 Jahree alt. Zlvei viersitziqe gedeckte Wäge»» und kin F»»hr-wagen. Anzufragen bei der Eigenthttmerin Josesa Spallek, Schlvarzgaffe Nr. 46, 1. Stock I^jiilialsvk, ?un8eli il Ii» klaev smpüelilt (513 __rn Eisenbahn-Fahrordnung Marburg. Mittlere HrtSzeit. 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