Nr. 121. Montag, 7. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mb acker ' Zeitung PlllnnmelationöprtlS: Mit Pustverlriib»»!,: nanzMrist »o «. Iialbjälirin ll> K, I«i «uiilor^ na!,ziälnin ^ W K. I,n>l,jnl!rin ,l li, fflir dir Zustelln»« >»» Ha»« nai^inhrin 2 X, — Inserlionssstbühr: ssür llriiie Inlrlntc bis zu 4 Zcilc» 50 k, größere per ZeNe ill !>; bei öfteren WiederlwliiüNl!! vrr ^,-üc « >>. ' ^ Nir «Lnibacker ZriNiüss» erlchsi»! «üssüch. i„il Ä>,c,,>n!!m,' drr Eo»l,- „^ >!is«la»!on bsfindel ^ sich Miüoiiüslrllsie 3lr li«; die Mednllion Millo«illlrn«e vtt, li0. <3l' ,.«, « l>>« ,u Uhr ^ Ul'riliitlage, Unfrankierte Briefe werbe» nicht angenommen, ^ , >'lelll. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Den 4. Juni 1909 wurde in der t. l. Hof. und Staats, dructerei das XXIII. Ltüct drr polnischm. das XXIX.. XXXII. Und XXXIII. Stüct der lroatischen, das XXXIV. Stück der lroatischen und rumänischen und daS XXXV. Stück der lroa» tischen Ausgabe des Ncichsa.c,'chl,lattes des Jahrganges 1909 ausgegeben uud ocrseudct. Nach bcni Aintsblatte zur «Wieuer Zeitung» vom -i. Iuui l9<>9 ^ir. 12«) wurde die Weitcrvcrbreitung folgender Preß. trzeugnisse verboten: Nr. 21 «I^ll, 'I'ribunll MuLtlÄw» ddto. Nom. 23. Mai 1909. Nr. 140 «II liiornul« lli Vonoxi»,. — ^!llX!lLtU>, lii Vv-u°2i^. dbto. Venedig, 23. Mai 1909. Nr. <; «8okl>I»Ii6 Il«8«ll)'» vom 1. Juni 1909. Nr. 24 .Ml-oli»? Ud/ui-. vom 29. Mai 1909. Nr. 21 »6«»k/ Xnvuprueovllik» vom 2«. Mai 1909. Nr. 12 .11ori,jell6 1^»^» vom 2«. Mai 1909. Nichtamtlicher Geil'. Die englische Neichsvertcidigung. Ein ausloärtiger luililärischer Verichtcrftattcr schreibt der „Pol. Korr.": Don englischen Kriegsminister Haldalle beschäftigt seit langer Zeit der Medaille einer gemeinsamen Reichsverleidigung und er hat, untersticht von General Nicholson, dein Chef des Generalstades der Armee, nun auch erreicht, daß kanadische und australische Offiziere zur Dienstleistung beim Generalstab in London kommandiert worden sind, um dadurch Minner heranzubilden, die geeignet wären, in ihrer Heimat eine dem Mutterlands entsprechende Organisation der Landesverteidigung zu schassen nnd Truppen zu führen. Die Erreichung diesem letzten Kieles ist mm, teilweise wenigstens, bereits gelungen, denn die Legierungen > 10) vorhanden sein werden, die ill 23 Armeekorps zusammengefaßt die Imperial Army des britischen Weltreichs bilden. Feuilleton. Sclbst.qezogcner Spargel. Von O. Ittiel'o. ' (Nachdruck vollwlr».) „Liebster, bester Walter, sagt mir nur das r>ne: wie konntest du dir nur diese Wohnung angehen, ja wirklich und wahrhaftig andrehen lassend Mau Amalie König schlug die Hände über dem ^"pfe zusammen und warf einen langen vorwurfsvollen Blick auf den Oberlalkulalor. „Ich hatte es ">ir ja gedacht, was bei deiner Überraschung heraus- dünnen würde; aber so schlimm--------. Na, so lcde doch 'mal einen Ton." Obertallulator Waller König war geknickt, wtal gelnicll. Das halte er nicht erwartel. Gewiß. ^ Wohnung mochle ja ihre Schattenseiten haben, ^ie Zimmer waren wirklich etwas sehr klein; doch ^ waren deren fünfe. Und die Küche schien ein ^'Nig feuchl zu sein — aber, beim bloßen Gedanken dman, verklärte sich sein betrübt erstauntes Gesicht, aber der Garten. . „Wir haben doch Gartcnbenutzung!" st,e^ er hervor. Hatte er gehofft, daß dieser Hinweis besänfti-Nrnd wirken sollte, so sah er sich bitler enttauscht. „Du bist gottvoll," die Frau Oberkallulaior ^"ng nach Atem. „Also des Gartens wegeil hast du "-1c für uns unbrauchbare unterbrich mich nickt > für uns unbranchbare Wohnung gemietet? So k'd ihr Männer. Aber gut, reite du dein Stecken^ !^'d; ich werde mich nicht um den Garten küm-Mern." .,>'lber Amalie!" .. , "^cin Aber. Was ich gesagt habe, dabei "u'lbt's. Sie warf noch eineil finsteren Blick aus ihre stärkere Hälfte und verschwand dann. Krachend flog die Tür ins Schloß. Oberlallulator Walter König war allein. Er zog sein rotgetupftcs großes Taschenluch hervor und wischte sich helle Schweißtropfen von der Stirne. Er hatte es ja geahnt! Doch seine Amalie würde schon wieder Vci> nunfl annehmen. Jedenfalls aber sollte der Garten stets ladellos instand sein. Wenn er ihr dann erst Grmüse und so weiter für den Haushalt zur Verfügung stellen konnte, ja dann würde sie große Augen machen und ihm alles abbitlen. Namentlich wenn der Spargel-------- Mit dem Spargel, dies Beet hatte dem guten Walter besonders in die Augen gestochen, hatte er so seine besonderen Pläne. Er wußte, daß Rech-nungsrat Heinsius, der großen Einfluß auf den Verwallullgschef hatte, ein leidenschaftlicher Spar-gelesser war. Dem sollte Obertallulator Königs selbstgczogener Spargel trefflich munden. Eine Gehaltserhöhung konnte dann nicht ausbleiben. Also kalkulierte der Oberlalkulator. <^r war ordentlich stolz alls seine seine Idee. In diesem Gefühl machte er sich denn auch nichts aus dem Zorn seiner Ehcliebsten. Er stülpte sein Käppi auf uud ging in den Garten. Es war nicht groß, das Fleckchen Erde, welches nun zu den garlenlünftlerischen Versuchen des neuen Besitzers dienen sollle. Aber es war sehr sauber in Ordnung gehalten. In tadelloser Gerade zog sich das füns Meter lange Spargelbeet dahin, an dessen beiden Enden sich eine Spargelpflanze erhob, die Tamen zu neuen Stallgen geben sollte. Auch der andere Garlenteil, der leils zu Beerenpslanzungen und Blumenbeeten benutzt wur-den war, harrte aufgehackt und säuberlich geharkt der Samen und des Kompostes. Oberkalkulator König überschaute schmunzelnd das Feld seiner neuen Tätigkeit und nahm sich vor, allmorgig uud allabendlich im Garten zu arbeiten. Wie er denn auch tat. Mehrere Wochen waren dahingegangen. Pfingsten, das liebliche Fest, stand vor der Tür. In Obc'r-lalkulators Garten sah es allerliebst aus. All den Wegrändern blühten Maiglöckchen und Vergißmeinnicht. Buntfarbige Stiefmütterchen umrahmten einige schöne Tulpeneremplare und goldig leuchtete es aus dem Strauch der Pfingströschen. Das sah alles so hübsch und anmutig aus, daß Frau Amnlie schon osl während der Abwesenheit ihres Gatten in den Garten hinausgegangen war, sich der Frühlings-pracht zu freuen. Eigentlich halte sie ihrem guten Walter doch unrecht getan. Es wohnle sich wirklich rechl nett in der neuen Wohnung. Und der Garten war auch nicht zu verachten. Was hatte sie nicht schon alles auf dem Küchenlisch vorgefunden? Schöne Köpfchen frischen Salates, Petersilie, Schnittlauch und rot-leuchtende Radieschen, alles in tadelloser Qua-lität.-------- Obertaltulator Walter König kam nach Hause. Mit freudeglanzenden Augen ging er schnellen Schrittes ms Wohnzimmer, wo Frau Amalie am Fenster stand und zum Garten hinüberschaute. Er fa^te sie um die Hüfte, wirbelte die schon etwas rundliche Gestall herum und drückte einen schallenden Kuß auf ihren Mund. „Aber Mann, was fällt dir ein?" „Vergnügt bin ich. Riesig vergnügt," lachn nun der Oberkaltulalor. „Freue dir Amalie. Heil ist unserem Hause widerfahren. Am erstell Pfingstlage wird unser Rat Heinsius sich zum Diner bei uns einfinden." „Was? — Du bist betrunken, Walter." Laibacher Zeitung Nr. 127.___________________ 1158 7. Juni 1909. Politische Uebersicht. Laib ach, 5. Juni. Die Nachricht, daß die österreichische Regierung dein Parlamente ein sich auf Bulgarien erstreckendes Ermächtigungsgesetz zum Abschlüsse von Handelsverträgen vorgelegt hat, wurde in den Politischen Kreisen Bulgariens mit großer Befriedigung aufgenommen. To viel aus verläßlicher Quelle über die an den befugten Stellen herrschenden Absichten verlautet, ist die Fortsetzung der seit längerer Zeit ruhenden Verhandlungen zwischen Österreich-Ungarn und Bulgarien zum Abschlüsse eines Handelsvertrages beiderseits für die Herbstmonate dieses Jahres in Aussicht genommen. Die Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Baiser Nikolaus 11. in der Ostsee wird sich nicht an den Besuch des Zarenpaars in Stockholm anschließen, sondern diesem Besuche vorangehen und wahrscheinlich am 17. d. M. erfolgen. Es verlautet, daß sich im Gefolge des Kaisers Wilhelm der Reichskanzler Fürst Bülow, in demjenigen des Baisers Nikolaus der Minister des Äußern, Herr von Izvolstij, und möglicherweise auch der Ministerpräsident StolYPin befinden werden. Die „Novojc Vremja" veröffentlichte, wie der „Pol. Korr." aus Petersburg berichtet wird, anläßlich der Beratungen des slavischen Kongresses eine Meldung ihres Londoner Korrespondenten Ncsse-litzly, in welcher dieser versichert, die englische Presse begrüße sympathisch die Tätigkeit der slavischen Gäste in Petersburg, wünsche den Arbeiten des slavischen Kongresses besten Erfolg und rate den Slaven, ihre alten Zwistigteiten zu vergessen und sich zum Schutze der Selbständigkeit ihrer Nasse zu vereinigen. Sultan Mehmed >'. beabsichtigt, wie bereits bekannt, eine Bereisung der Provinzen seines Net» ches, und zwar zunächst in einem bescheidenen Umfange, woran sich später eine ausgedehnte Reise anzuschließen hätte. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, machen sich starke Einflüsse geltend, den Sultan zu bestimmen, daß er die geplante große Rundreise schon jetzt, und zwar mit möglichster Beschleunigung antrete, da man sich von einer direkten Berührung des Souveräns und Khalifen mit den verschiedenen zum ottomanischen Staatsverbande gehörigen Völkerschaften, sowohl eine raschere Besänftigung der hie und da auftauchenden Bewegungen und Niderstände gegen die neue Ära, als auch überhaupt starte moralische Wirkungen im Sinne der Aussöhnung aller noch Widerstrebenden mit dem konstitutionellen System verspricht, dem dadurch viele neue Anhänger zugeführt werden könnten. Man ist in Konstantinopel überzeugt, daß eine rasche große Rundfahrt des Sultans auch bei seinen christlichen Untertanen von den wohltätigsten Folgen begleitet wäre. Die Haltung der Stämme an der Nordwest» grenze von Indien, besonders der Mahsuds, ist wenig befriedigend. Man führt dies auf den ausgedehnten Waffenschmuggcl zurück, der von der Mckrantüstc während der letzten Jahre durch Afghanistan stattgefunden und den unruhigen Stämmen zu billigsten Preisen Gewehre und Munition geliefert hat. Es ist kennzeichnend, daß es sich nicht in ehr so sehr um Raids auf Dörfer innerhalb der britischen Grenze handelt, sondern um Anfälle auf die Außenpostcn. Freilich sind die SichcrhcitSinaß-regeln an der Grenze derartige, daß man stärkeren Haufen das Vorgehen unmöglich macht; die vereinzelten Anfälle häufen sich aber in letzter Zeit in einer Weise, die zu denken gibt. So wurde erst ganz kürzlich der Kapitän Affleck-Graves zwischen Bannu und Miransha schwer verwundet. Die letzte Erpedition gegen die Mahsuds hatte über 18.000 Mann und 25.000 Pfunde Sterling erfordert. Tagesneuigteiten. — sEin Tchwan al« iicbensretter.j Aus Budapest wird vom 3. d. M. gemeldet: Eine aufregende Szene, spielte sich gestern nachmittags im Stadtwäldchen ab. Ein siebenjähriqer Knabe stand am Ufer des Teiches und fütterte die Schwäne. Auf bisher unaufgeklärte Weise fiel der Knabe ins Wasser. Obzwar des Schwim» mens kundig, verließen ihn bald seine Kräfte und er wäre untergegangen. Doch ein grußer Schwan, den der Knabe vorher gefüttert hatte, schwamm an den Knaben hcian, wahrscheinlich in der Erwartung, gefüttert zu werden. Der Knabe klammerte sich an den Schwan, wov. auf dieser zwar unruhig wurde, jedoch sofort dem User zuschwamm und den Knaben mit sich zog. Auf diese Weise wurde der Knabe vor dem sicheren Tode des Ertrinkens gerettet. — vost spricht von der Annäherung des Schausvielerstandes an die Anschauungen des Bürgertums, die Hand in Hand mit der bürgerlichen Anerlennung der Schau» spieler gekommen ist. „Die moderne Schauspielerin, der die Rechte der Bürgerlichkeit zuerkannt sind, nimmt da> mit auch die bürgerlichen Tugenden an, mit allen ihren Praktischen Wohltaten. In dem Maße, in dem sich dü' Ehe zu einer freieu Wahl zweier Menschen entwickelt, die auch der Frau die Unabhängigkeit läßt, in dem Maße nähert sich auch die Schauspielerin dein einem Berns anhängenden Vürgertnm. Was ist daran erstaunlich, daß die Ehe und die Schauspielerinnen sich miteinander aus» söhnen? Ich weis; wohl, was man gegen die Einwir» snngen des Theaterlebens vorbringt, gegen den Snobis« ums, gegn die besondere Eitelkeit der Schauspielerinnen. Sind diese Fehler wirtlich größer als die anderen Bc> rufsfehler irgend einer Frau, die eine Tätigkeit aus» übt? Ich weis; es nicht. Man warte auf die Meinungen der Gatten, die Iurislinnen oder Krankenpflegerinnen geheiratet haben." Nach der Meinung Provosts bergen die Ehen die geringsten Ehaneen harmonischen Glückes» die zwischen den Ausübenden desselben Berufes a/« schlössen werden. Er will nichts von den Ehen zwischen Advokaten und Advokatinnen oder zwischen Ärzten und Krankenpflegerinnen hören: „Ihr Heim unterscheidet sich in allem von dem eines Tuchmacherpaares oder anderer Gatten, die zusammen dasselbe Geschäft be» treiben; im Gegeuleil, ste betreiben dann Kontnrrenz' geschäfte uud ein jeder betrachtet deu Erfolg des andl" ren als einen Nanb an dem eigenen Erfolg. Diese psli' chologischen Fälle sind zu oft und zu genau beobachtet, als daß sie noch ausgeführt werden müssen. Scha«' spielerinnen!" so ruft Prüvust den Damen des Theaters zu, „heiratet und bleibt beim Theater. Aber heiratet keine Kollegen . . ." „Nein Madam'! Nischt zu machen. Hat alles seine Nichtigkeit. Der Herr Rat gibt meinem selbstgezogenen Spargel die Ehre, am hohen Feiertage sein Mahl bei uns einzunehmen." Frau Amalic schüttelte andauernd den Kopf. Aber dann sah sie, daß es doch wohl ernst sein müsse. „Dann wird für ein pickfeines Essen gesorgt sein. Verlaß dich darauf. Werden wir auch genug Spargel haben? Sonst kaufe ich welche zu." „Nein, das darfst du nicht. Der Herr Rat sagte ausdrücklich: Lieber König! — lieber König, sagte er, aber nur selbstgezogcnen Spargel. — Genug wird's schon werden. Und Riesenkerle. — Ein Kollege hat nur gesagt, wie man's machen muß, große Stangen zu bekommen. — Laß' doch mal Bertha die leeren Seltersflaschen zum Garten hinausbringen." -------------- Bertha brachte die Seltersflafchen hinaus und stellte sie auf Anordnung des Obcrkalkulators neben das Spargelbeet. Er schritt dann die ganze Länge ab und spähte, ob noch keine Spitzen sich zum Tageslichte drängten. Richtig, hier zeigten sich leichte Nisse in der glatten Fläche. Des Oberkalkulators wohlgepflegten Hände entfernten vorsichtig den Sand ein wenig. Nichtig, da kam eine Stange aufgeschossen. Langsam wurde eine Flasche darübcrgestülpt. Auch da und dort, überall wo sich eine Spargelstange bemerkbar machte.------------- Der erste Feiertag war da. An der mit Blumen geschmückten Tafel des hübschen Speisezimmers saß das Oberkalkulator Königsche Ehepaar und der illustre Gast, Herr Rat Heinsius. Die Frühlings-suppc war bereits gelöffelt und hatte fürtrefflich geschmeckt. Der weihevolle Moment des Spargelauftragens folgte. Es waren schöne, außergewöhnlich lange Stangen darunter. „Mit der Flasche großgezogen," meinte witzig der Oberkalkulator, was der Gast mit einem Schmunzeln quittierte. Dann nahm letzterer zwei Stückchen der mitscrvierten Kalbszunge und fünf Spargelstangen. Bedächtig, mit dem Gleichmut eines echten Feinschmeckers, drehte er die größte in der goldgelben Butter und führte sie zum Munde. Ein jähes Erschrecken glitt blitzschnell über seine Züge. Pfui Deubcl! War das Zeug bitter und holzig. Vorsichtig eskamoticrte er das größte Stück in die Serviette. Dann nahm er die zweite. Mit demselben Resultate. Den Nest brachte er, durch den Blumenstrauß einigermaßen gedeckt, sofort in der Serviette unter, spülte den bitteren Geschmack mit einem kräftigen Schluck Mosel hinunter und speiste die Stückchen Zunge. Die Serviette steckte er in die Brusttasche. — Dann zog er die goldene Uhr. „Fatal, daß ich schon gehen muß. Vollständig gesättigt. Hat mich außerordentlich gefreut, Ihren Gartenerzeugnissen zusprechen zu können. Hat mich sehr gefreut." Und er empfahl sich. Auf der Straße angelangt, winkte Rat Heinsius eine Droschke heran. „Zum Deutschen Kaiser", rief er dem Kutscher zu. Als die Droschke über eine Brücke rollte, flog aus dem Fenster heraus eine zusammengeknüllte Serviette.-------- Obcrtaltulator König und Frau Amalie aber saßen wie vom Schlage gerührt. Erst als Vertha kam, die delikaten Hamburger Hühnchen zu reichen, kam Leben in den armen Spargelzüchtcr. „Abräumen!" rief er so barsch, daß dem erschrockenen Mädchen das Servierbrett entglitt. Das war zuviel. Spornstreichs rannte er hinaus in den Garten, zertrampelte das Spargelbeet und zerschmetterte die leeren Seltcrsflaschcn. Dann sank er erschöpft in den Faulenzer, der am Eingang der Laube stand.------------- Am Franzoscnstcin. Original»Roman vou Erich Gbenstein. (37. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Sie neigte leicht das Haupt und schritt an ihul vorüber gegen die Bank hin. Hans war sehr blaß, als er ihr nachsah, wie fie zur Bank ging, der Schwä^ gerin etwas zuflüsterte und sich dann hastig, New' nach sich ziehend, mit Sabine entfernte. Etwas preßte ihm das Herz zusammen wie mit eisernen Reifen. War es der Schmerz über Konstanzc Hl'l' zogs Kälte oder der von neuem aufsteigende Groll gegen sie und ihre Sippe? Er wußte es sclvel nicht. Er warf sich wieder nieder und preßte dic heiße Stirn in das kühle, feuchte Moos. Als er eine Stunde später bei einbrechender Nacht nach Winkel zurückkehrte, bemerkte er, dai, eine ungewöhnliche Erregung im Orte herrscht-Überall standen vor den Häusern MenschengruPpcll und sprachen erregt durcheinander. In einigen H^r-zogschen Hütten, wo sonst Tag und Nacht gearbeitet wurde, ruhte die Arbeit und die Arbeiter waren nicht zu sehen. „Vermutlich ist ein Unglück ss^ schehen," dachte Hans, war aber zu sehr in sc>^ eigene melancholische Stimmung versunken, um de Sache weiter nachzugehen. Als er die Villa betrat, stand im erleucht^ Flur Barbara mit verweinten Augen und M/^. hastig in ihr Stübchen hinein, dessen Tür sir lc^ schloß. Dort brach sie von neuen, in Tränen "u^ und flüsterte scheu: „Ach, Hans — weißt du " schon? Es ist entsetzlich -" -. „Was ist denn geschehen? Kein Wort n"'" ich!" ' ^ „Drin im Mittcrbachcr Bergwerk — l>in f"U > bares Unglück — ein Nasscreinbruch in dm n" Stollen. Vierzig Menschen sollen verungluclt ,' und darunter Richard Herzog —" Laibacher Zeitung Nr. 127. 1159 7. Juni 190U. — Mn „Rekord" in Vhescheidunqen) wird cms Amerika, und zwar aus der Grafschaft Los Angeles in Kalifornie» berichtet. Diefer „Rekord" soll sich ans die ersten fünf Monate des lansenden Jahres beziehe», in denen — nach den soeben veröffentlichten Ziffern — cms je vier Heiraten eine Scheidnng lain! Dies bedeutet glge» das vorige Jahr, in dein diese Nate eins zu sechs lulrug, eine wesentliche Steigerung- in San ^raneisco halte iibriqens dieses Verhältnis zwischen Scheidungen »nd Heiraten in, Jahre l9<'8 eins zn sieben nnd in den gcsanite» Vereinigte» Staate» e-5ns zu zwölf betrage». In Los Angeles sind im Lanse dieses Jahres bis jetzt nicht weniger als 460 „provisorische" u»d 2<12 endgültige Scheidungsnrteile ergangen! Lolal- und Provinzial-Nachrichtcu. Sonnige Höhen. Von «. <5. (Fortsetzung.) Bald ist die Stadt passiert und der Weg führt nun über eiueu altersgraue», winlelige» Steg, der auf ge< »valtige» ^elsblöcke» erbaut ist, zwische» de»en hindurch sich schäumeud die Welle» der Pöllander ^eier zwä»gen, »m bald hernach, mit der Selzacher Zeier vereint, der Save i» die Arme zu eile». Wirklich ei» reizendes Bild ist es, das sich da dem Beschauer bietet nnd wer wird es mir verargen, we»n ich meiner Kamera auch das Vergnüge» gö»»e, mit ihrem lristallene» Auge einen Blick hinzuwerfe». Dieses Steheubleibe» beuütze ich, um mich meines Nockes zu entledigen, den» es ist schon warm geworden und in wenigen Minnten begi»»l ,a der Anfstieg zum ^suj»ik. Nra»»e alte Nauernhänser mit interessanten Holz. Verkleidungen dränge» fich »»geordnet zu beide» Seite» dos Weges, bis man endlich ga»z im (Primen ist. Die Markierung, der ich bisher gefolgt, teilt sich, und zwar führt die eine ins Hrasteniea-Tal nnd ans den To^-, die andere znm Osojnik, doch »ms; man in (Nmaiiglnng einer Orientiernngstafel enllveder die rich, tige errate» oder ei»e Karte zur Haud uehme», so»sl bleibt einem nur das dritte übrig, solange am Scheide» lvege zn gedulden, bis einem ei» znfällig vorübergehen» der Einheimischer den rechte» Weg weist. Im glücklichen Besitze einer Spezialkarte schlage ich bl'» li»ls abzweigende» Weg ei». „.Heilig weht'es i» de» Hainen, unser Osterfest er» wacht", spricht Tiedge. farbenprächtige Wiese» si»d es anfangs, dnrch die drr Steig sanft e'mporsührl. Die zarten Florenkinder ^'igen ihr schönstes Ge>va»d. Herrliche ^arbeimnanee» ersreuen das Auge- hier dn' zitronengelbe in.'lgfräliliche Priniel, die übrige» ver. drängend, dort wieder der blane ^rühlingssasran oder dir grüne Nießlvurz, eiuen wohltnenden Reflex hinein» l'ringend, dort das zartblaue Gede»lemei» oder em l'msanies Häusleiu von Knotenblumen. Das leuchtende duftende Veilchen verrät sich durch seinen Dnst n»d Unten s,m Vachesrande läutet das Sch»eeglöckche», des Leises holdl»üliges ^öchlerche», zn»> Envaclie». Im buchte» Grunde aber blickt protzig die gelbe Dotter» ^llime über ihre zartere» Rivalinnen.______________ Das siud Namen, die wie ein Knß — ein Liebes» geflüster erklingen-------------- Maeterlinck sagt: Nichts in der Sprache ist besser nnd liebevoller gebildet als die volkstümlichen Blnmen» »ameu . . . Po» deu Hcmge» hüpfen Quellen frisch und klar über glänzende Kieselsteine. Endlich ist der Waldbode» erreicht. Ja, der Morgen halte die Bänme geweckt nnd ein Liebessehne» durch deu ganze» Wald d»rch Küssen seiner lachende» Son»e»strahle» enlsacht. Nn» streckt alles Grü» der So»»e liebevoll sei»e Ar,»e entgegen u»d dankt ihr durch Küsse mit dem Duft des Atems.' Wie blitzende Talerstücke wirft die Sonne ihre goldenen Kringel ans de» einsamen, stillen Waldweg. Eiue erfrischende Kühle empfängt mich-------------- Dazu der würzige ^rühiingsgeruch der Nadel» Hölzer nnd der feuchtduftende Atem des samtgleichen Moospolsters. Oben in den Äste» aber herrscht ei» treiben n»d Lebe», wie es nur ein ^rühlingsmorgen zeigen kann' ei» Zwitschern, Triller», Pfeife» u»d Singe», freut siel) doch alles des prächtige» Tages. Die jimge» Nlüte»lätzcheu hcmge» schwer mit samt» weichem ^ell a» de» Zweige»; grailgelbe Quaste» tragen die Haselnnßsträncher. Ja, Waldeskühle, Vlälterrcmschen und Vogelsailg, die machen die sechs langen Tage der Woche mit ihre» Sorge» nnd ihrem Ungemach vergesse»; ma» ist hier jemand, ma» ist hier Mensch i» A»dacht und Träumen. Es ist, als hätte» wir von de» Bäumen, die ihre Äste sehnsuchtsvoll der Soune, dem Himmel zn strecken, das Beten gelernt . . . Jemanden habe ich »och vorzustellen vergefsen, eine» stete» Begleiter ans meine» ei»samen Wandern»» ge»' eigentlich ist es ei»e „sie" — meine Botanisier, mappe nämlich, die stets bereit ist, die zarte» Kleinen liebevoll i» ihre Obhut zu uehme» u»d mir z» Hause de» wohlbehületen Schatz pflichtschuldigst zn überreichen. Nun heule dürste sie ost in A»spr»ch genommen wer» den, denn auch im Waldesschatle» zeige» sich schon diverse Blume» u»d Blüte», die allerdings das Auge des Nichtkenners leicht übersehen mag. So komme ich, bota»isiere»d nnd dem Vogel» gezwitscher lauschend, allmählich höher. An manchen Stelle» zwingl mich ei» keckes, den Weg »»geniert benutzendes Wässerchen, denselben zn verlassen, bis ich endlich e!»e lichte Höhe erreiche, vo» der ans sich einerseits eine hübsche Talsicht bietet, ander» scits sich das erstemal der kahle Ct. Hermagorhügel mit semem Kirchlei» i» sei»er ga»ze» Größe vorstellt. Hnmmel nnd Bienen umbrnmme» mich, jeder Sonnenlag mnß ja ausgenützt werden. Käfer und Falter immer zu zweie» i» Liebessehn-sucht und im Gezweige der dürstende Rus der gefie» derle» Sänger- „Ach, komm doch!" . . . Da raschelt es hinler mir. Ei» Rehbock guckt mich a», schüttelt mit dem Köpfchen nnd schon ist er mit ei»ige» Sprünge» im sichereu Dickicht verschwuudeu. „Merkwürdig, so eiu Mensch," dachte er sich wahr-scheinlich, „schaut' zwar ungefährlich aus, allein heut« zutage nieist man nie . . . doch besfer ist besser" . . . Hans machte eine Mo Acwegung und Var-!'lMi5 hölzernes Nähkästchen, das er gedankenlos Ipielend ergrissen haite, brach splitternd in lausend stücke. „Richard? ^c'eill — m'in — „ein - " rang es sich entsetzt aus seiner Brust, „sags nein, Tanlc Barbara — es ist nicht möglich —" „Milcht lvahr, es ist schrecklich? Tie meisten Hcrzogschen Arbeiter sind schon hinein nach Miller b«ch, ün, zn helfen", fuhr Barbara fort. „Das ganze ^crgwerl soll in Gefahr fein. Und die arme Kon-llMzc — sie war, nicht einmal daheim, als die Mch-?cht s^m. Der alte Herzog hat sie erwariel und es 'l).r daun mitgeteilt. Sie soll ohnmächtig hingefallen !^n wie ein Stück Holz und noch immer fo daliegen, ^lc haben einen Eilboten nach Gams zn dem :'!rzt ^'schickt. Vlch. es ist schrecklich! Nud hier in, .Hausc "^" sie blickte sich ängstlich um. „darf man nicht ein-!^al weinen, dein Vater hat's mir direkt verboten, ^r schreit es laut herum, den .Herzogs geschähe schon recht — es ist jämmerlich, ich schäme mich vor den "Uten für ihn. aber so ist er —" .„ Hans halle nichts von den letzten Worten ge-wrt. Schwerfällig wandte er sich der Tür zu. „Ich r.lll zu ihr —"'murmelte er haldlaut und wollte li'Naus. .. „Um Gotteswillen — wohin willst du?" rief Barbara erstaunt. .,, „Zu ihr. Zu Konstanze Herzog. Zu dem ^indc - ." Sl'ine Stimme klang seltsam tief und llcmd. ^„ Barbara hielt ihn am Ärmel zurück. ,/Aber. panschen, was fällt dir ein! Sie würden dich ja gar "M hineinlassen!" . Er öffnete die Tür, als habe er ihre Worte ''" nicht gehört. T" stand der alle Paur im ivlur uud hielt ihn ^>- „Halloh! Da bist du ja endlich! Na, was sagst .U zu der Neuigkeit? Das ganze Kohlenlager soll M »cm. Allies unter Vasser! Nnd der gescheite Herr ^lchard. der alles so wohl verstand, dazu! Jetzt sind loir obenauf, Junge!" Er klopfte seinem Sohne vergnügt ans die Achfel. .Hans wich empört zurück. Ekel, Abscheu und liesste Verachtung spiegelten sich in seinem Blick. Der Alle steckte die Hände in die Hosentaschen. „Na — na — nur scheint, du möchtest am liebsten flennen wie die dumme Barbara da? Dummheit. >'lber wenn du willst, reden loir von was anderem. Wollte schon lauge darüber mit dir sprechen. Jetzt ist der Moment gerade recht." Er öffnete die Tür des Speisezimmers und drängte Hans. der wie betäubt dastand, hinein. Drin warf er sich breit ans einen Stuhl. „^Ilso das ist's. Hans: ich warte nicht länger. Du mußt endlich heiraten. Was heißt denn das — drei Vierteljahre bist du nun verlobt, und immer höre ich noch nichts von der Hochzeit! Das Hinziehen habe ich satt. Dn bist's auch dem Mädel schuldig. So eine ewige Braut —" „Vater", sties; Hans empört heraus, „jetzt — heute gerade denkst du an solche Dinge! Wo soviel Jammer nnd Elend über anderen liegt —" „Na. ich soll wohl Trübsal blasen, Weil's das Schicksal so gut mit mir meint? Könnte mir einfallen! Was gehen mich denn die Herzogs an?" „Und wenn er zehnmal dein Feind ist — Vater — in dieser Stunde, wo er fein Kind verlor, wo er leidet, verdient er Achtung!" „Bah -^ werde nur nicht tragisch. Solche geschraubte Gefühle kaun ich nicht leiden. Dem Allen geschieht ganz recht, das; fein Hochmut zu Fall kam. Und für dich ist eben jetzt der Moment gekommen, nm deine Fran nach Winkel zu bringen. Jetzt, wo die .Herzogs Trauer haben und Konslanzc lein Haus machen kmm. hat Ina leichtes Spiel. Aus'.erdem wird es die Herzogs furchtbar ärgern, wenn just jetzt bei nus fröhliche Feste gefeiert werden. Ich will es doppell glänzend machen! Ganz Winkel soll deine Hochzeit mitfeiern und darüber diefe hochmütige Sippe vergessen. Die liebe Konstanze aber —" (Fortschuug folgt.) Kleine Felder sind es, zwischen denen der Weg weiterführt, vorüber an einem rotangestrichenen Nild» stocke und nun der Höhe zu! Auch auf den Wiesen des Bergrückens haben sich Vlüten zur fröhlichen ^eier vereint; wie ei» weiches, duftendes Nrautbelt liege» die Wiesen da. Endlich bin ich beun Kirchlein. (5in Paar samtschwarze Waller nmgaulel» Blüte um Blüte im sehnsüchtigen Spiele, nm endlich sich Er» füllung zu geben. Sonst ist es hier obeu eiusam. Nur wcnn ei» scmster Luftzug hmwegstreicht, dann dreht sich das sckuefgebociene, verrostete Kreuz an, Giebel des Kirchleins i» jeinrr Achse und briugt mit seinem lnar» renden (Geräusch Leben in die tiefe Stille. Die weiß. getünchte, in Renovierung begriffene nnd jedenfalls sehr alte Kirche krönt die höchste Spitze des Osoinit nnd bietet, wenn auch nicht geistlichen Trost, so doch jedenfalls Schutz vor den, Winde. So un, sie nmherschlendernd, bewnndere ich die Aussicht, die sich mir darbietet. Allein, wo soll ich be. ginne» und wo aufhören? Ehre wem Ehre gebührt, drum mächtiger Herrscher Triglav, dir vorerst meine Reverenz und deiner stolzen Gefolgschaft die Grüße eines einsamen Bewunderers. Euch, ihr Vasallen im weißen Wintersleide, grüße ich, die ihr kühn enre reckenhaften Leiber i» die ti^f» blaue Höhe streckt, vom Ufer des de:», Meere zn eilenden Isonzo, bis hinauf in den Norde», wo ihr eure» Körnt» »er Niivaleu die Hand brüderlich reicht und weiter hinab nach Osten bis in die grüne Steiermarl, wo zu /fußen eurer Ausläufer die Nebe grüne Rauken flicht. Soll ich fie alle der Reihe »ach herzähle»? Ich komme mir hier oben vor wie der Einsiedler vor seiner Klcmse, der, im Gebete versunken, eine Perle »m die cmdere sei»es Rosenkranzes zwischen de» Fin» gern hindnrchlcmfen läßt. Ist es doch auch eiu Gebet, wenn ich so ^iniie nm Zinne nnd Gipsel um Gipfel mit de» Blicke» verfolge, aus denen ich gestanden uud ihre Schöuheit empsnnden nnd all die Herrlichkeiten bewundert habe. Da ist die mächtige Triglavgruppe, Weiler die sanft geschwungene Linie der Karawanken, denen sich das goldglänzende Massiv der Steineralpenkette anschließt. Weiter drüben folgt der Krim, dann kommt für mich eine große Lücke, die grüne» Il»terlrai»er Berge, denen ich nur einmal einen flüchtigen Vefuch abgestattet habe. (Fortsetzung folgt.) Dic christlichsozialc politische Organisation für L.aibach nnd Umgebung veranstaltete gestern vor» M'^ag5 im gi^e» S.'n'le des Ho'.els „U»ion" ihre Monntsversammlnug, wmin >eri Lcmdesnusschi'ßbei. beisitzer Dr. Eugen L a m p e eingehend über verschie» dene politische Tagesfrage» berichtet»'. Dr. Lampe erörterte zunächst den Kamp! im Äb» gcordueteuhause um die bosuische Agrarbank, iu dem de» Abgeordnete» der Clove»ische» Nollspartei eme führende Rolle zufalle, uud besprach sodauu das Un» recht, das den Slovene» durch deu Eintritt des Grasen Slürglh und Dr. R. v. Hochenburger ins Ministerinn, de» Tlove»e» zugefügt worden sei. Abg. Dr. kuster^iö habe sofort »ach Erue»»u»g der beide» Miuister dem Mi»isterpräfide»te» erklärt, defse» Regierimg bis zu ihrem Sturze zu bekämpfen. Die gege»wärtige (iamvagne weide also um die Rechte des slove»ische» Volkes und der Südslave», i» erster Reihe aber gegen das Wucher» lmn geführt. Redner beschäftigte fich fohin mit den Ansführun» gen des „Slov. Narod", denen zufolge die Abgeord» neten der Clovenische» Vollsparlei im Parlamente Nie-dcrlage aus Niederlage erlitten hätten, nnd zitierte einen im gegenteiligen Sinne geschriebenen Artikel der ..Reichspost". Die Südflaven hätten sich als eine Macht erwiese», vor der sich die Regierung beuge» müsse. Der Augenblick sei günstig, de» Abgeordnete» der Sloueui» scheu Volkspartei das volle Vertraue» zu votieren und sie zu weiterem Ausharren ansznsordern. — Doktor Lmnpe beantragte die telegraphische Absendnng einer diesbezügliche» Resolution,' die uuter stürmischeu ^u-ruseu einstimmig angenommen wurde. Nachdem Dr. Lampe uoch einige Vlätlerstimmen über den Eindruck der letzten Rede des Abg. Dr. Krek zitiert hatte, ging er zu deu lokalpolitischeu Vurlomm» nifse» über »nd brachte zunächst das in der Handels» nnd Gewerbelammer vorgelegte Abkommen zwischen der national-sortschrittlichen Partei und dem deutscheu Großgrundbesitze zur Sprache. Das Abkomme» habe vor allem den ^weck verfolgt zn verhindern, daß die Partei des Redners die absolute Majorität im Landtage er» hielte. In der letzten Zeit sei »n» die Slove»ische Volts» pcntei des öfteren eines Paktes mit den Deutscheu be» zichtigt worden, we,l sie eben »ichl Steine in ihren Taschen trage, nm den Leuleu die Fensterscheiben ein» zuwerfe». Aber die Slovenifche Volkspartei brauche leine» Pakt nnt deu Deutfcheu, weil sie ^a in der Lcmdesstube die absolute Mehrheit habe. — Dr. Lampe besprach emige weitere Puukte des Ablommens, so die Entsendung eines deutschen Vertreters aus dem Landes» ansschusse in deu Lau des schul rat, die ^nsnnmieusetzuucj der Lcmdlagsausschüsse. die Schaffung einer gemein» same» Kommissiml, die über alle wichtigen politischen uud Wirtschaftliche,, Angelegenheiten zn entscheide» hätte, die Verpslichtimg i» betreff der gleichmäßige» Subven» licmieruiig der beiden Theater sowie die Anerlennuug der Berechtigung der deutschen Vertretung im Laibacher Gemeinde!ale und in der Handels» und Gewerbe-kammer. „Slov. Narod" habe erllärt, daß iu allen Vereinbarungen nicht der Schatten eines »atio»c>Ien Laibacher Zeitung Nr. 127 1160 7. Juni 1909. Verrates enthalten sei uud daß von der Realisierung der letzteren akademischen Anerkennung niemals die Rede habe sein können, daß die ualioiial-fortschrittliche Par-tei selbst das Abkommen gelöst habe und das; diesem niemals eine ernste Bedeutung beigelegt worden sei. — Biauche man denn etwas zu lösen, dem keine ernste Bedeutung beigemesscn werde? — Der Artikel besage weiter, daß das Abkommen durch die Perfidie der Deutschen unhaltbar geworden sei und daß die Groß» grundbesitzer damit eigentlich nur dem Binder»Flügel Sand in die Augen gestreut hätten. Redner wolle sich mit solchen Auslassungeil nicht weiter beschäftigen' er müsse nur noch einiges über das Verhalten Hribars anführen, der zu seiner Verteidigung angegeben habe, nur die eine Ausfertigung des Abkommens unterschrieben zu haben. Dadurch habe sich Hribar sowohl gegen Angriffe von deutscher als auch lion feiten der Slowenischen Volkspartei saldiert, denn er habe gegebenenfalls bald an das eine, bald an das andere Exemplar des Abtom» mcns denken können. Indes stecke hinter diesem Doppel» spiel eine bittere Tatsache. Den Deutschen habe man zwar im Gemeinderate keine Vertretung eingeräumt und der Bürgermeister habe sich mit der Glorie des Allslcwentums schmücken können, aber dafür sei Laibach aus dem Gemeindereferate, das Dr. Tartar im Landes» ausschusse führte, ausgeschaltet uud dem Referate, das der Vertreter des deutschen Großgrundbesitzes im Lau-desausschusse versah, einverleibt worden. Insgeheim sei also die ganze Zeit hindurch ein deutscher Oberbürger-meister der Landeshauptstadt Laibach vorgestanden. (Schluß folgt.) — sDic bosnische Agrarbank.) Man meldet uns aus Wieu: Im Zuge der parlamentarlschen Erörte« rungen über die Angelegenheit der bosnischen Agrar» dc,nt wurde von verschiedenen Seiten der Wnnsch ge-äußert, daß den Angelegenheiten Bosniens und der Hcrcegovina eine fortgesetzte Aufmerksamkeit zngewen» dct und entsprechend uorgcsorgt werde, um der öster» reichischen Negierung den ihr nach dem Gesetze vom 22. Februar 188", Nr. l8 R. G. Nl., zustehenden Ein-fluß tatsächlich zu sicheru. Auch der Ministerpräsident Fieiherr von Bienerth hat anknüpfend an eine Äuße» rung des königlich ungarischen Ministerpräsidenten in seiner Rede im Annexionsansschusse am 12. Mai dar» auf hingewiesen, daß, „wenn wir nnsere Interessen in Bosnien und der Herzegovina wirklich wahren wollen, wir uns künftighin kontinuierlich und be» stäudig um die Vorgänge und Verhält» nissc dieser Länder kümmern müssen." Wie wir nun erfahren, hat Freiherr von Vienerth be» reits vor mehreren Wochen an alle Ressortchefs eine Note gerichtet, in der er dringend empfahl, allen Bos» nieu und die Hereegovina betreffenden Angelegenheiten besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und ersuchte, ihn von allen Verfügungen, die sich irgendwie auf dicfe Län» der beziehen, rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Außerdem hat der Ministerpräsident veranlaßt, daß alle Ange» legenhcitcn Bosniens und der Hcrcegovina in Zukunft vom staatsrechtlichen Departement des Ministerratsprä» sidiums in erhöhtem Maße verfolgt und in genauer Evidenz gehalten werden. — Dchuh des Naumeistertitels.) Das Handels» Ministerium hat mit ciucm unlängst herausgegebenen Erlasse über die Beschwerden der Genossenschaft der Bau» und Steinmctzmeistcr in Wien und des Vereines der Baumeister in Nicderöstcrreich gegen eine Statt» Haltcrei-Entfchcidung, mit der ein Einschreiten gegen einen Angezeigten wegen nicht befugter Führung der Bezeichnung „Stadtbanmeistcr" auf dessen Wohnungs» tafel abgelehnt wurde, diese Entscheidung von Amts wegen behoben und ausgesprochen, daß der Angezeigte nicht berechtigt ist, diese Bezeichnung zu führen. Für duse Entscheidung waren nachstehende Erwägungen maß. gebend! Die Bezeichnung „Baumeister" bildet nach den gesetzlichen Bestimmungen die gesetzliche Benennung des betreffenden Gewcrbeberechtigten, also des Inhabers einer Baumeistertonzession. Hiemit steht im Einklänge, daß auch bei handwerksmäßigen Gewerben der Meister» titcl historisch, wie nach der allgemeinen Vertehrsauf» fassung als Attribut des ausübenden Gewcrbctreibcn» den gilt, daher bei diesen Gewerben auch der Titel eines geprüften Meisters gemäß Paragraph !14:i, Absatz 6 Gewerbeordnung nicl)t schon durch die erfolgreiche Ab» lcgung der Meisterprüfung erworben wird, sondern erst im Falle der selbständigen Ausübuug des Gewerbes ge» führt werden kann. Die zur Erlangung der Baumeister» konzcssion erforderliche Prüfung bildete nach den frühe» -ren Vorschriften und bildet nach § 9 des geltenden Baugewerbcgcsetzes lediglich eine der verschiedenen Bedingungen für dic Erlangung der Baumeisterkonzcs» sion, das Bestehen dieser Prüfung berechtigt sohin noch keineswegs zur Führung einer gesetzlich dem Gewerbe» treibenden vorbchaltenen Benennung. Da die Bezcich» nung „Baumeister" durch ihre gesetzliche Festlegung auch gesetzlichen Schutz genießt, ist die Gewerbcbchördc auf Grund des ihr nach der Gewerbeordnung zustehenden Aufsichtsrechtcs nicht nur befugt, fondcrn verpflichtet, gegen den Gebrauch dieser Bezeichnung durch hiezu nicht Berechtigte von Amts wegen einzuschreiten. — ^Aufnahme in dic k. u. k. Artilleiietadetten-schule in Traiskirchen bei Wien.j Die Aufnahme der Aspiranten in den ersten Jahrgang der Artillerie-kadcttenschulc in Traislirchen findet Mitte September d. I. statt. Zur Aufnahme gelangen Jünglinge, welche mit 1. September l. I. das 14. Lebensjahr erreicht und das 17. nicht überschritten und die vier unteren Klassen einer Mittelschule mit mindestens „gutem" Gcsamterfolg absolviert haben. Von ungenügenden Noten in latei» nischer und griechischer Sprache wird abgesehen. Den einzelnen Klassen der Mittelschulen sind die torrespun-dlcrenden Klassen der nach dem 38. Gesetzartikel vom Jahre 1868 organisierten ungarischen Bürgerschulen, der Kommunalbürgerschule in Iiume, dann die 5. bis 8. Klasse der kroatischen „höheren Voltsschulen" in Otu» cwc, Oguli», Sisset, Neu»Gradista, Brod, Virovitiea und Kupreinitz hinsichtlich der Anforderung der nach» zuweisenden Vorkenntuisse für den Eintritt in eine Kadcttcnschule gleichgchalten. Den Bürgerschulen der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, sowie den kroatischen Bürgerschulen kommt diese Gleichberech» tigung nicht zu. Absolventen der mit Verordnung des l. t. Ministers für Kultus und Unterricht vom 26. Inni 1903, Z. 22.503, errichteten, mit Bürgerschulen verbnu» dcneil einjährigen Lehrtnrse werden probeweise zur Ansnahmsvrüfung für den ersteil Jahrgang zugelassen, wenn sie emen solchen Lehrturs, an welchem die deutsche und französische Sprache, dann die Algebra obligate Unterrichtsgcgenstände sind, mit mindestens „besriedi» gendcm sgutem)" Erfolg absolviert haben. Die Aufnahme in den zweiten Jahrgang kann nur erfolgen, wenn außer der vorgeschriebenen Vorbildung, bei der Auf» nahmsprüfung auch die Kenntnis jener militärischen Unterrichtsfächer nachgewiesen wird, welche in den nie» dcren Jahrgängen gelehrt werden. Die Ausnahme in den dritten Jahrgang ist nicht zulässig. Unterrichlsgegeu» stände für die Anfnahme in den ersten Jahrgang: Deutsche Sprache, Arithmetik und Algebra, Geometrie, Geographie, Geschichte, Naturgeschichte, Physik, Ehemie, dann in der ungarischen Parallelklasse ungarische Sprache. Die Aufnahmsprüfling ist in deutschem oder in uugarischer Sprache abzulegen. Es ist gestattet, daß sich die Aspiranten hicbci, als Erleichterung zur Dar» legung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten, ihrer Muttersprache bedienen, sie müssen aber die deutsche Sprache soweit beherrschen, daß sie den Vortragen folgen können. — Die Gesuche nm Aufnahine sind bis läng« stcus 15. August dem Kommando der Artillerietadelten» schule in Traislirchen bei Baden in Niederösterreich einzusenden. Die direkte Vorlage an das Reichstriegs» Ministerium ist uuzulässig. Unvollständige und verspätet einlangende Gesuche tonnen »licht berücksichtigt werden. — Alle näheren Bestimmungen sind in den „Aufnahms-bedingungen für den Eintritt in die t. u. t. Kadetten» schulen", welche von der Arlillerietadellenschnle um den Preis von 40 1, und von der Hofbuchhcmdlung L. W. Seidel A Sohn in Wien erhältlich sind, enthalten. In dcn Ausuahmsbedingungen ist unter auderem die Skizze über den Umfang der Aufnahmsprüfung und das Muster eines Aufnahmsgesuches enthalten. " zur Unterstützung vou Vereiusmit» gliedern, unter Ausschluß von Gewinsten in Geld, Geld» effekten und Monopolsgegensländcn taxfrei zu veranftal» ten. —r. * lslus dem Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirks» fchulrat in Gottschee hat den bisherigen Anshilfslehrer an der Volksschule iu Reichenau Herrn Johann Stal» zer zum provisorischen Lehrer nnd Leiter dortselbst er» nannt. , —r. — lPersonalnachricht.j Der Präsidialist des Arbcitsministcriums Herr Ministerialrat Josef Khoß von K h o ß e n zu Ster n e g g ist gestern von Selo» Laibach abgereist und hat sich nach Lovrana begeben. — sTrauung.) Herr Forstmeister Hugo A n d e r l a, Prinz Friedrich voll nnd zu Lichtenstcinschcr Güterober» Verwalter in Rossegg, hat sich mit Fräulein Hermine N eisn e r in Laibach vermählt. — sVereinswesen.) Das k. k. Landespräsidium für Krain hat die Bildung des „Vereines zur Unterstützung dürftiger Schüler am k. l. Staatsgymnasium mit deut» scher Unterrichtssprache in Laibach", writers des Ver» eines „Dru^tvo />ll vlirutvo vli^<>lic!«v v I^'udl^nni" mit dem Sitze in Laibach zur Kenntnis genommen. —s>.. — sDer slovcnische Vichclistentlub „Ljubljana") hielt am 4. d. M. seine, ordentliche Hauptversammlung ab. Dem Berichte des Vercinssetrctärs, Herrn Varl e, über die Klubtätigkeit zufolge hat sich der Klub in wirtschaftlicher Beziehung hoch gehoben, wohingegen auf dem sportlichen Gebiete das erhoffte rege Leben aus» geblieben ist. Die Kasse, über die Herr Kassier Kra» pex berichtete, weist 1200 l< an Einnahmen und 457 X 60 l> an Ausgaben aus. Der Klub ist nunmehr aktiv geworden. — In den neuen Ausschuß wurden folgende Hcrren gewählt: Franz (luden lObmauu), Rudolf Vesel «dessen Stellvertreter), Franz Krapex ver» machte, nnd die wirtlichen Mitglieder Franz Kadilnik, Franz Kullmann, Peter Las;nit, Josef Lozar, Wenzel Pissig und Wilhelm Saltner ,» Laibach, Albert Damaslo in Graz, Bernard Jentl i» Marburg, Gustav Schmidl in Eilli, Johann Primuschitz in Krona» und Pal«! Ko-matz in Villach. Die Versammlung ehrte das Andeute» der Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen. Wie wir dem für das Jahr 1908 erstatteten Rechenschafts, berichte entnehmen, kann hinsichtlich der finanzielle» Lage des Vereines eine erfreuliche Wendung znm Besse-ren konstatiert werden. Trotz den namhaften Auslagen und trotz des niederen Kursstandes der im Besitze des Vereines befindlichen Wertpapiere hat fich ^daS Vcr« einsvermögeu dennoch um 1282 I< 65 !> vermehrt. Im Laufe der letzteil 9 Jahre, d. i. vou 1900 bis einschließ-lich 1908 wurden in« Vergleiche zn den vorhergehende» 9 Jahren in der Krankenversicherungsableilung 30.616 Kronen 79 l>, in der Uulerstützuugsableilnng 36.160 K 73 !> mehr verausgabt! der Mehrbetrag beziffert sich somit aus 66.777 I< 52 !>. Diese verhältnismäßig enorme Summe beweist am beste», »vie die Ausgaben von Jahr zn Jahr steigen und die Verwaltung des Vereines immer schwieriger uud kostspieliger gestalte». Die Anzahl der Mitglieder belief sich Ende 1908 auf 3 Ehren», 34 unler» stützende, 556 wirkliche Mitglieder und 10 Lehrlinge, zusammen somit anf 603 Müglieder. Im Jahre 1908 wurden 234 Ertranlungen augemeldet, wovon i» 191 Fällen die Kustenvergütuug im Gesamtbetrage vo» 13.663 lv 6 1, iu Anspruch genommen wurde. In der Unterstütznngsabteilnng wnrden au 14 Mitglieder nw« iialliche Unterstützunge» im Gesamtbeträge von 7955 ^ nnd a» 9 Mitglieder satnltative Unlerslützunge» im Gesamtbeträge von 425 K ausbezahlt. Das Gesamlver» mögen des Vereines betrug Ende l908 in der Kranken» versicherungsabteiluug 94.477 I< 76 1>, in der Unter« slützungsabteilnng 142.467 I< 85 !>, zusammen somit 236.945 K 61 l>. Der Bericht wnrde ohne Widerrede einhellig zur Kenntnis genommen und über Antrag der Rechnnngsrevisoren der Direktion das Absolnlorinm er< teilt. Für das Jahr 1909 wurden 15 bedürftigen Mit' gliedern monatliche Unterstützungen im Gesamtbeträge vou 8640 l< bewilligt. Bei der hieranf folgenden Wahl M» 9 Diretlionsuiilgüeder» wurde» die Herreil Groß» häudler und Realilälenbesitzer Ivan Knez, Handels' man» und Hausbesitzer Alois Lilleg, Handelsma»» und Hausbesitzer Ivan I e la 5 in , Handelsmann Jua» M e ja ^, Nantdirettor Ladislav P e <> anka und Ha»' oelsmann uud Hausbesitzer Andreas H a r a b o u wieder« uild die Herren Handelsgehilse Josef Dr»' !>.ahre 1885 in Podgorica geborene, »ach GroßluPP ä"' ständige Vesitzerssohn Franz Millie iuege» Verbreche»» des Totschlages. De» Vorsitz führte Herr La»desger,chtt'< rat Vederujak, als öffentlicher Ankläger fi»'".'"" Herr Staatsauwaltsubstitut Dr. Kremöär, die Vel» teidigung führte Herr Advokat Dr. KrisPe r. Dic '"' lriminierle Tat geschah anf folgende Art: Zwische» 0l" Doifburschen aus Sap»Sl. Marei» uud deue» ""s oc Ortschaft Podgorica herrscht bereits seit geraumer ,')<, gegeuseitige Feiildschafl. Am 27. Mai l. I. nach N' "^. ilachls kanieii von Sap aus drei Burschen gege" Ortschaft Podgorica. Der Angeklagte war der M"">' H sie seien aus der den Nnrschen i» Podgorica !""",. gesinnteil Ortschaft Sap. Mitli^ faßte daher d"' ^ ,^ schluß, sie zu überfallen. Er bewaffnete sich eil'".! '^ einer Seilse und wartete, bis ihm die Bursche» '"^ Nähe kamen. Dann sprang er aus seinem Erster" ^ versetzte mit dem Scnscnvhr einem der Bursche» Laibacher Zeitung Nr. 127. 1161 7. Juni 1909. derartigen Hieb über den Kopf, das; der Getroffene so-st'rl zu Boden stürzte. Gleich darauf aber bemerkte der Angeklagte, das; er sich geirrt halle uud die verniilllicheil feinde seine eigene» Geiiosse» niareu' auch erkannte er in dcin Verletzte» den Änrschen Johann Potolar aus Pod» NM'ica. Dem Polokar hatte laut des Sachverständigen-besundes der erlittene Sensenhieb den Schädel knochen oingedriickt. Infolge dieser Verletzung trat eine Gehirn, blulnng ein uud Potolar erlag tagsdarauf im Laibacher Laiidesspilale der erlilleuen Verletzu»g. Der Augellagte A'sleht die begailgene Handlung ein. Er verantwortete sich während der Unlersilchnng nur damil, das; er die Tal im Irrtume begangen habe. Während der VerHand-l>mg slellle der Verleidiger den Antrag auf gerichls-älzlliche Unlersilchnng desseu^ Geisteszustandes. Der Ge-richlshof stimmte diefem Antrage zn, lvorailf die Ver-l)andln»g vertag! lvurde. — Die zweite Schwurgerichts» Periode ist zu Ende. —c»— — jTamtäiö'Wochenlicricht.j Iu der Zeit vom 23. liis 29. Mai lamen in Laibach 35 linder zur Well l45 50 pro Mille), darunter 5 Totgeburten, dagegen starben 24 Persoueu <3l 20 pro Mille), »nd zlvar a» Scharlach 1, an Diphtheritis 2, an Tuberkulose 3 <1 Ortsfremder), infolge Tchlagflnsses 1, infolge Un-falles !, an sonstige» Krankheiten 16 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 8 Ortsfremde <33 66^) Nnd K» Personen aus Anslallen <41'66^). I»sellio»s-^rlraiUnngen wurden gemeldet: Masern 5, Scharlach 7. ng. Heuer weise» diese Wiesen und jene der Lai-bacher Umgebnng ciualilaliv und guanlitaliv eine viel-versprechende Ernte aus. Schöner, dichter Graswuchs, dom Graswurm, Dürre und Heuschrecken »och verschont, Mreclt beim Landma»» schon Ml Lob nnd Frende. x. — »anu, im großen Saale des „Mestni Dom" eiuen ^ortrag über die Geflügelzucht, den er mit einer Reihe U'leressanter skioplischer Projektionen illustrierte. Nach l''Mr kurven sachlich gehaltenen Einleitung, welche die ^llhorer ,n übersichtlicher ^orm über die wichtigsten b'swrischen Daten, belresfexd die Abstammung n»d Züch-lu»g unseres Haushnhns, informierte, das ja stets ein ^'»er ^zegleiler des Menschen gewesen uud auch heute bis aus die Polargegende» überall zn finden ist, wo der Mensch Haus- uud Kleinliere sich nutzbar zu mache» Erstanden Hal, behandelte der Vortragende die einzel-Ul'n Hühuerrasseu unter besonderer Hervorhebnng jeuer, die siiv nnsereGegenden und klimatischen Verhältnisse von besonderer praktischer Bedeutung sind, uud besprach daun "ls zu'eite» Teil der rationellen Hühnerzucht iu ein» Sender Weise das Wesen uud die modernen Vorrich-jungen der liiilstlichen Brut. AIs die Urheimat unseres ^anshuhnes ist aller Wahrscheinlichkeit nach Indien, der ^llsgangspunkt der Kultur überhaupt, anzunehmen, wo u^ch heute das wilde Aanlivahuhu als Stammvater aller Unserer he»ligen Nassen vorkommt. In Indien schon ^m >)nhre 1000 v. Chr. nach Assyrien, Babylonien nnd fnsicu und von hier aus in die nördliche» Gegenden "lsiens, Afrikas uud Europas kam. Iu Ägypten kannte "'an schuu 525 v. Ehr. die Kunstbrut, wovon alle Ausgra-^'"ngen von Zuchttieren, Beschreibungen vonHahneuzwei-l"»d die Hiihnerzucht erst um das Jahr 000 v. Ehr. Zugang. Sie machte dort rasche fortschritte, da uns "1"» aus dem 5. und 4. Jahrh. v. Ehr. Lebensbeschrei-f,','»gen von Z»chtlieren,Beschreibungen von Hahnenz»ve ^"lpfen, Kunslbrulanlagen nnd dergl. erhallen sind. ^nch Italien dürsle die Hiihuerzuchl durch Vermittlung "' Phönizier gelang! seiu' kurz nach Ehr. finden sich ""ch dort schon uns erhalteue Daten über diesen Zuchl-'^l'>g vor. In der Mille des 19. Jahrhunderts kamen ^ "sleu a^sialischen Nassen nach England, von wo sie I^ann eine rasche Verbreitung in ganz Enropa und ^besondere in Frankreich, Deutschland uud Österreich snnden. Im Jahre 1881 wurde der erste Verein der A'l'rreichischen uud deutschen Züchter gegründet. Die sl'mstbrut nahm im Jahre 1878 ihren Ansang uud ver-"N'itete sich iu sl, ausschlaggebender Weise, das; ma>) '"'Ute an der Sch»velle eiuer neuen entscheidenden Ära uu Geslüge,z»chtn.,ese» steht. Die besten Mäste Enropas "'e,,!e„ dahin, die Nassenzncht uud die Nutzzucht zu "l'inen uud so dem Zuchlwesen eiue große Znlnnst iiu.nossuen. I» Deulschland hat das Geflügelzucht- l'Il'u allerdings bedeutend größere 75ortschrille auszn-^'si, als in Österreich. In Deutschland gibt es 2000 ."Nugelzuchwereiue, iu Österreich nur 46, in Deutsch- 'Uo demeuisprechend auch 62 T^achzeilschrislen, in Oster-^ 'ui lediglich 7. — Der Vorlragende erläuterte nn», s „ brr Hand slioptischer Projellioilen die verschiedene!, ^ uhnerrassen und Geslügelarten, die siir unsere Gegen-' "ls Zuchlobjekte iu Betracht kommen. So besprach Nm'f "!^'"' b" Italiener, dann die spanischen Mi-, llcis, die hellen Nrahnias, die Langschans, die gelben w weißen Orpingtons, die Plymnth Nocks als gesper- berle nnd weiße Gatlnng, die graugesperberten sogenann-ten Mechelner Kuckuckshühner nnd die weihen Mechelner, die amerikanischen »veißen Wl)omdets, die französischen Thaverolles, endlich die weiße Namelsloerker, die Nas-sauer, Peliuger uud Aylesburyrasse und außerdem die Emdener und Toulouser Gans sowie vou den Trul. hühneru die Brouee- und die Schneeuutten. Aus dem zweiten Teile des Vortragrs sind als interessant zu er» wähnen die Erörterungen und slioptischeu Projektionen über die Entwicklung des Küchleins im Ei, uud die Be-sprechung und Vorführung der verschiedenen modernen Apparate, deren sich der heutige Geflügelzüchter bedient. So wnrde das T^allnesl, der Nrulapparal jSyslein Ere-malj, das amerilamfche System der unterirdische» Brut» anlagen besprochen, die Anwendung und der Zweck der ^ußringe, ferner der Prüflampe, des fog. Eierprnsers ei klärt. Inslrnktiv waren die Erörterungeu über die richtigen und unrichtigen Eitzstangen siir die Hühner. Interesse erweckte insbesondere auch die Vesprechuug und Vorzeignng der Kunslglucle, der sich automatisch öffnen-den Ansgangstürchen am Hühuerslalle, der aus einem Trasse hergestellte Glnckkäsig, vermöge dessen die Küchlein slels bei der Multer bleibeu uud doch selbständig ohne ihre Teilnahme ihr sutler erhalten und auszehre» tön» nen, der große Hühuerstall für 60 bis 70 Stück Hühner, elidlich der Vrutenllvöhnnngskäfig. Am Schlüsse des Vortrages »ourden »och einige Lichtbilder der großen Ge-flügelznchlanslall in Ober-^i^ka vorgeführt »nd die ein-zeliien Bestaildteile dieses größten Etablissenients dieser Art in Österreich in eingehender Weise erörtert. Der mit Anslänfern versehene Nrutraum befindet sich in den Parlerrelolaliläten eines einstöckigen Gebändes, dient sür Tiere vom ersten Tage bis zur achten Woche und besitzt 25 Brutapparate. Im ersten Stockwerke sind die Mast- und Schlachlräume, im Dachbodenranme die Wohnräume sür die Angestellten untergebracht. Neben diese», Gebäude zieht sich das erste und zweite Aufzuchts-gebäude, mit zahlreichen Ausläufern verfehe», m an-sehnlicher Ausdehnung hin, serner das dritte nnd vierte Aiifznchtsgebände für Kapaune und Poulards, gleich-falls mit Ausläufern. Ein eigenes kleines Gebäude umfaßt die Kühlräume, deu Eiskeller und die Küche für die Zubereitung der Hühnernahrnng. Am nnlersten Ende befinde! sich der große Haupthühnerslall für 700 Tiere und neben diesem das Hühner-„Kranle»hans". Anßer dieser großen Anstalt existieren noch kleinere, so namenl-lich die am T^uße des Oberrosenbachberges gegenüber dem Eingänge z»r Landesschießstälte gelegene, die im Eolle-ginin Mariauui» nnd eine größere Privatzuchtstätte beim C>')astHausbesitzer Urbaiwek an der Wiener Straße. — Der Bericht über die gesteru abgehalteue Hauptver» sammluug des Geflügelzüchtervereiues folgt morgen. — l^'schof John Ttariha aus Amerika) ist mit Begleitung hier eingelroffen und im Hotel „Elefant" abgestiegen. " sZur Vollsbcwessung in Krain.j Im politischen Bezirke N udol s s iv e r t' <48.970 Einwohner) fanden im ersten Quartale des laufenden Jahres 118 Tiauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 425, die der Verstorbenen ans 273, darunter 80 Kinder im Aller von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Aller von 50 bis zn 70 Jahre» erreichle» 63, von über 70 Jahre» 77 Personen. An Tuberkulose starbeu 32, an Lungenentzündung 24, an Diphtheritis 23, an Keuch-husten 2, an Scharlach 2, durch znsälligc tödliche Be-schädigung 5 Personen; alle übrigen an sonstigen ver-schiedenen Krankheiten. Ein Selbstmord, Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. —i-. — lPreisvcrhältnissc aus qröhcrcn Nindcrmärlten in j>lrain im Monate Äpril.j Nach amtlichen Berichten betrug der Durchschnittspreis für 100 Kilogramm Lebendgewicht ans den Nindermärklen im politischen Ve-zirle Ädelsberg für Mastochsen 70 X, für halbfette Ochsen 64 bis'68 X, siir Einstellochsen 56 bis 60 X; im politischen Bezirke Gottschee sür Mastochsen 80 X, für halbfette Ochsen 70 lv, für Einstellochsen 64 X; im polilischeu Bezirke Gurlseld für Maflochfe» 72 bis 74 X, für halbfette Ochsen 62 bis 68 X, für Einstell-ochsen 58 bis 62 X; im politischen Bezirke Krainburg für Mastochsen 68 bis 74 X, für halbfette Ochscu 62 bis 68 K, für Einstellochsen 52 bis 60 X- im poli-tischen Bezirke Liltai sür Mastochsen 66 bis 76 X, sür halbfette Ochsen 60 bis 68 X, für Einstellochscn 56 bis 60 X; im politischen Bezirke Loitsch für Mast. ochsen 70 X, für halbfette Ochsen 66 X, für Einstell-ochsen 60 bis 64 X- im politischen Bezirke Nadmanns-dorf für Mastochsen 68 bis 74 l<, für halbfette Ochsen 62 bis 68 l<, sür Einstellochsen 56 bis 60 X; im poli-tischen Bezirke Nudolfswert für Mastochse» 66 bis 70 K, siir halbfette Ochse» 62 bis 64 l<, für Eiustell-ochfe» .54 bis 60 X; im politischen Bezirke Stein sür Mastochsen 72 X, sür halbfette Ochsen 66 X, für Ein-stellochsen 60 X und im politischen Bezirke Tschcriiembl siir halbfette Ochsen 64 X, für Einstelluchsen 60 X. — lMeisterrinsstämpfen '" Zirkus Zavatta.) Der Nevnncheringlamps zwischen dem uubetannteu Heraus-sorderer und Nai^evN' unlerblieb Samslag infolge Aus-salles der Vorslelluug Wege» schlechter Witterung, wird jedoch hente abends, nnd zwar bei jeder Witterung bis zur endgültigen Entscheidung ansgelragen werden. Gestern abends'siegle der nenangeloiilmene Nnsse Ge-righosf über Sandhofer in 40 Sekunden, woraus ei» Schulringlamps N ai <' evi 5 . Ha n s e n nnler Vor-fühinng sänlilicher Schnlgriffe am Stand und am Boden vorgesiihrt wnrde. Es rangen noch Gerighoss-Hermann, wobei Gerig hoff in 7 Minuten 20 Seknnden dnrch Armfallgriff am Boden siegte. — Als zweites Paar ringen heule abends Hansen-Gerighoff. " slfin ^ialcrwa^cn mit zwei Nummern.) Vor- gestern beanständete ein Sicherheitswachmann auf dem ^ialerstaudplatze aus der Wiener Straße einen Diäter, der an jeder Laterne eine andere Nnmmer hatte. Da der T^ialerlnecht selbst die richtige Nummer nicht lannte, mußte diese erst amtlich festgestellt werden. * t.") Inhalt der 6. Nummer: 1.) Lea Natu r: ssür die Adria. 2.) Tonej Ieleni 6: Das Mädchen. 3.) Xaver Me 5 to: ^rühlingsmedilation. 4.) Veloslav Nemec: Abschied und Gruß. 5.) Au-dieas Ple<"-nili Siena und dies nnd jenes. 6.) An-ton Medved: Gedanke — Arbeit. 7.) Anton Med-ved: Liebe — T^reuudschaft. 8.) Anton Erjavec: Aletsej Vasiljev>5 Koljeov. 9.) Adols Nobida: Sonne. 10.) T^ranz B rega r: Tanben. 11.) Anton M edved: fragen und Antworten. 12.) Adolf Nobida: Ballade. l3.) Anton Medved.- Die Alten und die Jungen. 14.) Anton Medved: Es ist ja vorüber. 15.) Dr. Ivan Nobida: Über Sprengmittel. 16.) Literatur. 17.) Dies und jenes. — Das Hest enthält 19 Illustra» tioucn. — lDei Kunstlvart,) Verlag von Georg D. W. Callwey, München, vierteljährlich 4 Mark, brachte eben mit dem 1. Innihest daS 17. Heft seines 22. Jahr-ganges herans. Es enthält folgendes: Die Lärmfraac. — ^rank Wedekind. Von Theodor Heuß. - Lose Blat. ter: Aus T^raut Wedelinds Schriften. — Nundfchau: Wo unterrichtet man sich über die modernreligiöse Ve> wegung? «Bonus). Vom Ungen usw. Von Peter Alten, berg 6. 2U.N. 729 6 20 1 SSW. mäßis, teilw. bew. 10 0 9 U. Ab. ?Z 1 7 145 EW. schwach ?.> 7 U. F, '732-6 13 4> . , teilw. heiter 0 4 Tas Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 16-7°, Normale 16 6°, vom Sonntag 16 7«, Normale 16 7°. Teismische Berichte und Beobachtungen der Llnbacher Erblicucnwartc (Ort: Gebäude der l, l. Staats-Oberrealsch»le.> Lage: Nürdl.Breite !!>>>',!> ui'äüche )<>'i! »>>d !>>>>ds» Ul», M!«!s>„ach! ki« MÜIeruachl 0 II!» l,i« !i4 l!!»- n>^l,!» ^' Die Bude » » n i » I> e wiid iu folgende» öliirlenvade» llalsisiziert Ausschlüsse b!« zu , Millimeter .«el),- Ichwnch», vu» 1 bis !i Millimclcr «schwach», von !l bi« 4 Millimeter» »mäftig start., vo» 4 bis 7 Milliincler» «slail., l,i)„ 7 bis 10 Mill!i»l'!l>r,! «jehv starl» „,,d über 1« Milli^ü'tcr ««»fiel-!»'dl',,'Iich stnil», «Vüln«'»,!'!,,!' ^,!,>'» >!>'d?,!!!'! nll'ichzi'iün «„üreü'üt'e Deutsche Volks- und n^JSSJ Mittelschüler finden im kommenden ^ä Schuljahre Aufnahme im © ® © © © © X ¦ Studentenheim in Laibach I fcv Herrengasse 15 Palais Auersperg. lP^s. Nähere Auskunft durch die © © © © KjgT^s^ (2O55J) (i l Leitung der Anstalt. Sinbii in Zuiischenufässern für August-September mit allem Komfort ausgestattet: Zwei große, lichte Zimmer mit 4 ausgezeichneten Betten, geräumige Kücho mit Bett, Vorzimmer, Nehen-riiume, alles komplett eingerichtet. Tennis* platz, schattiger Garten, Flußbad, um lfiO Kronen für die ganze Zeit zu vergeben« Näheres durch die Administration dieser Zeitung. 2 — 1 Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 5. Juni >909. Die notierten ttuije verstehen sich in ttronenwährung. Die Notierung sämtlicher Altien »nd der ,,Diversen Uose" «ersteht sich per Ttüct Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. «inheitliche Rente-4°, lonver, steuerfrei, Krone» (WaiNov.) per Nu,ie . , 9L 40 Uü'SO dettu (Iüim.-Iuli) per Üassc 96 30 9« b<> » 2«/„ ü. W. Noten (Febr.-«lug. per »tassc......S» «o s8-8l> 4'2°/„ ö. W. Lilber (April Olt. per »asse......gy Sü »9 «b 18««er Vtaatslose 500 ft. 4°/„ls> »o >ez-ku 18«0tl ,. ,00 fl. 4°/„2ü0 -!i^e-- l««4er „ l00 st. . , z>«o—Ä9« - I»S4er ,. »U sl. , , 290 - ll8U-— Dom. Pfandbr, k l!il) !l. b"/„»87 7b2»»'?ü Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. (sterr. Goldrente fteuerfr,, O old per Kasse .... 4"/,. l i? 8d , »6 70 8« S0 Gtsen»»hn.z»llat,schul». »«lschleibuugen. ^lisabeth-Bahn i. <»., steuerst., ,u u»,o fl.....4», l,«-— >l?-- Franz Ioseph-Bahn in Eilb« /»/. ,,l< 2O l1S'2l) «allz. 5tarl Uubwig-Vahn (dlv. Stücke) Kronen . . , 4«/^ 90 — 97 .-Rudolf-Nahn in Kronenwähr. steuerfr. (div. Tt,) . . 4«/« ,« -> «« 90 b'orarlbergei Äahn, ftfr,, 4uo und 2000 Kronen , . 4"/° »< - _ _ )n )<«llt«schnldo«schleibnn»»u 2bg,fte«p«lle ßisenbahn.Aktten «lisabeth-Ä. ^«0 sl. KM, ü'///, von 400 Kr.....45?-4«0 — detto i'inz-Äudwei« 200 fl. , «. »2. S. 5'/<°/n ...- «2-43«-detto Salzburg liiol 200 fl, 0. W. r«m«tal'Vahn 800 u, 8000 Kr. , 4°/".........183— 95'-! Geld Ware ss»« flnatl zur Zahlun« über» nowmene Gistnb«lhn>Prl»lität»° Vbllg»tlontn. Bühm. Westbah», Em, l89K, 40«, 2(«X> u. 10.00« Kr. 4°/„ 9«'f>0 »7 6c Elisabelh Bah» U'X» u. 3000 M. 4 ab 10"/„......IIS'80117«« Vlisabelh-Bahn 400 u, 2000 M 4n,/„........,ie 7b N7 7b Ferdinands-Nordbahn lkm, !8«o deliu 4«v u. 50O» Kr. »'/,"/« ««50 «v b» Vorarlberger Bahn Iheik-Neg. L°!c 4"/„ . . . . ,45 10 >49'io 4"» »ngar. Grilnbei'tl.-Vblig. 93 4!) 94 40 4>v„ troat. u. slav. Vrdentl.-Obl, 94'3b 9b 3b Andere öffentliche Nnlehen. Bosn, Lande^-Anl. (bin.) 4°/„ 93'X0 94 80 Äosn.-Herceg, »tisenb.-Lande«- Änlehen (d,v> 4>/,"/„ . . 99'lbioo-ib 5"„ Tonau «eg, Anleihe I«?8 103'20 — ^ Wiener Verlehrs-Anl. . , 4",„ »e 4!> 97 4« detto 1W» 4"/n 9s 4b 97 4b Nnlehen der Stadt Wien , . 100 9« >0!'»<> detto (<2. ober G.) 1874 120-8U 121 «<» dett« (1«»4).....93?<» 94 70 detto («a«) v. I. 18S8 . 9L'30 97 3» detto iEleltr.) v. 1,1800 3b 9b »« i»b detto lInv..«l.)v,I.1»02 l>7 1b »7'<>ü Aörsebau-Nnlehen verlosb. 4"/n »7 - 98 — Mussisch» TtaatOanI, v. I, 180« f. 100 »r. p. K, . , b«/„ »9 40 «93» delto per Ultimo , . s>"/„ 9» 3N U9 ^u Nulg, Staat«.Hypothekar )inl. '^2 . .... ««/„ 22 b0 ü» 0« Geld Ware Vulg, Etaat« - Goldanlelhe l!»«7 s. 100 Kr. , , 4>/,°/a 92'7b 8,'! 7b Pfandbriefe usw. B°del,lr.,allg.üst, i, b<>I.vl.4"/s, 9b 3» 9«-— Nühm. Hypothetenb, nerl. 4"/<, 97 y<> »l,-«« iftntral-Äod. »red,-Vl., üsterr., 45 I, verl.....4>/,°/n t0!bl> 102 b<> betto «5 I. verl, , . . 4"/« 97'2s> ^-^b «red. Inst,,üsterr,,l,Vcrl,-Unt, u. üfsentl.Ard, Kat. >.4"/s, 9K4N 9«-40 Lllnbesb, b. Nün, Valizie» und Ludom, 57',, I. ruckz. 4°/„ 94 «0 95'5?> Mähr, Hupotyelenb. verl 4"/, 9« 4l> »?4> N.-Üsterr. Lande« bNP.-Anst.4",<» 97,'>» Wl.l) bcito lnll. li"/„ Pr. verl, 3>/,"/>, 8«'bo »9 b<> delio K,-Echuld!ch, uerl, 3>/,"„ ««b^ «9'bü detlo verl......4"/» 97- 9l»> Osterr.-imgar, Bant b<> Jahre verl, 4",„ 0, W..... 98-bO »8-bv detto 4"/« Kr...... 98k,o 9» b<> Spar!., 0 ssr..... 40» 4U7-— Nüdbahn k 3"/n Jänner-Juli 500 ssr. fpcr Nt,) . . , -— — - Liidbahn il 5" „ ü00 fl. L. °. G 118 10 122 Iu Diverse Lose. P«ritn»liche fos«. 3«/,, Vooenlredll-Lole ,-l.'o!e 100 fl, 207-" 273'- Serb. Pläm,-Anl,p. 10« ssr,2"/<, 94 oO 10« b0 Nn»tlw'— , l> f>, 30'b0 I^'bo N»dols-L°se 10 1!...... «?>Ü0 ?3'b0 Nalm Luse 40 il, KM- . . , 2b4 b0 itN4 K0 Tiir», E, V, Nnl °Präm,ObIig, 400 ssr, per Kosse , , , 18b'»b 1«7.>!b betlo per Medio , . . ikb'NO ix«'«« Meld Ware Wiener Komm, Lo!r v, ,^, 1874 b24 — b34-Oew.-Bck. d. 3"/^Prüm, Tchnld d, Vudentr,Ans<, ltm >«8>» «,-- 85>'- Nltien. Hl»n»p«ll.ssnl»Mll!«nng»n. slülsiss Il'PIiyer Eisenb, 50« fl, 2370- j2402'- Bühmüctis Noiddahn 150 fl, 40950 4,1- ^»schtiehrader ltlsl,, 5,00 fl, »M ^«8>' - !282U'^ dclto l!tt. ll, 20« fl. per UK. N»39' - 1U4L>— Donau - Dampfschiffahrt« - Ges., 1.. l, l, priv.. 5«o sl, KM, ?44-- VbO - I»x Bodenbachcr V. V, w« iir, bb«'— s,««' ^cvd!»a»ds Nordb, l00«fl,ttM, 543»'- b470> Kalchau - Oderberger Eisenbahn 200 !l. 2....... 362 3«b ' Lcmb. - llzern,- Iasfu Eisenbahn- Vcselllchafl. 200sl. G, , . b«>' b«3> loud, Us!,. Tries!, b«0 II.. KM. 445-b0 44K b!! Oslerr, Nordwestbahn 20« fl<3, 4»3 - 4Kb'— deüo l>il. l<) 20U fl, K, p Ult. 4»3'- 4«b Pran-TuzccrEisenb 1 >'«> 2b 731 25 Tüdbllli» 200 sl, Silber per Ull, 108 7b ,08 ?ü Lüdnorddeulschc s. ?bi'— 7b2 — Dcpustleiibnül, alia,, 200 fl, , 4bb' ^5<<' !t«lomplc - Gesellschaft, nleber- österr, 4«0Kr..... «(>«>- «>'.b 80 Giro- u, Kassenverein, wiener, 200 sl........ 4b6'- 4««'b0 Hvpotheleubanl, öst.20«Ki. .V/r, »»1-— »»» -Länderbant, österr., i!U« fl., per Kasse....... —'- detto per Ultimo 45« — 4bb'-..Merlur", Wechselstub.-Nltien- Gesellschaü, 200 fl. . . . N<4>- «18-- Österr,.ungar. Äanl »400 «tr. 777-—t?8?-- <„,48'7» Unillübaul, I'ühmische 10» sl. . 244 bn 245'»"' Vcrlel,iöl>a»l, aNg 140 fl,. «4« -- 34'^ ZudnNril'Dnltrnlhmungtn. Bau„r!sll!ch,, nNss öst,, 100 fl. 17,-— '74^ Vrilll'lKMi'ubl'l'Nb (ves, INosl. ?i?-- 7<>2'— Eüriil'ahüUrrlshrz.Vlüstal!, ost., 100 sl........ 414— 4154? Eiseübahüw-Leihs,., erste, lOOsl, 2"3 — 204 b>> „Elbemuhl", Papierf, u, V-<». 10« fl........ 103-— N»?— Vleltr-Mes,. allg, üstcrr,, ü»0fl, 386 - 3»0^ VIeltr, «esellsch., intern. 20« sl. -- . 227 ^ Olcllr, Gclellfch,, Wr, in Liqu, L2» - i!li? l'" Hirienberger Patr-, Wndh. », Me!,-ssabrll 4,«, Nr. , , ,05b-- l0«0 -^ Liesinger Brauerei >o<> fl, . . 2,4'— ^" .i Monwu-Gef.. öst. alpine 10« ll. «4b'40 64" .,P°ldi-H>lt!c", TiegclguWahl- ss..«.G. 200 !l..... 4,'>7-— «8^ PranerEisen.Inbnstrie-Gcscllfch. 200 II........ 2580'- 2b»1'^ liima- Mnra»h Ealgo-Tarjaner . ,. EXenw, 100 sl..... b?42b f>7>'^ Halgo-Tarj. Steinkohlen 100 f!. b7,' b7^ ^ ,,Ech!0n>mühl", Papiers.,20«fl. 8lX)-— 5«>!'" ,,Vch°bi!ica", N, V, f, Petrol.- Iübustiie. 500 Kr, . . 48V- 4?»' ,.NteUrermühl".Papierf.u «.G. 440- "^ .^ Irifailel «ohlrnw,.«. 70 sl, . 28l»'5<, »" l>^ lürl. labakregir-Vel, 200 ssr. ,^. per Kasse..... ' '" »In ^ detto per Ultimo . , , 3k>« - "°" .<> «affenf.Gel.österr.. lovfl. . 644- "',°. Wr. VaugrleUfchaft, 10« fl. . , 16b - '^ ^ Wirnerberge ^egelf,-««,-««!. 740- "» Devisen. »Nt», zlchlen »u» zcheck». Amsterdam....... I9»'5b '^.^ Lluüche «anlplähe , . . . 117<2 >',««, flauenüche Vanlplähc . . . 94>72 »<" London........ «39 8b' ""^ Pari«......... »522 "A Nt. Petersburg...... 2b3 50 "< - Zürich und Basel..... »ü'ln, "" " Valuten. ^ Dulale«........ >^'^ !,ö? 20.ssran»enStu!«e..... ^"' ^ ''^" 94 i«a l»!alieni!cl,e Banlnolen , , , «4 b" ^4 ' !«ubeINo!en..... '^'"" ^ Ein-und verkauf ¦ { ^ m/I £w **> •- n Privat-Depots (Safe-Deposits) I von Renten, Pfandbriefen, Prlorlt&ten, n ^. %^. l'^A^A^t^I Q »-*»».•„ « .- ur„/ri,r PB,til' I Aktien, Loten etc.^evlsen und Valuten. -g- Bä„u. llTlcl WcchSlcrKeschstft "g- unter •'«•"•"» v!LichIuB der P" I _______Loi.Verglcherung. I,»ih»rh, Strltnrg<»*Mf. ^ Veryimun- v»a Bir-lili-|i Im K«it>-