Nr. 10. Piänumcr»ti°n«pr«i«: Iu, Comptoir ganzi. halbj. ÜO,l. Kllt der p°st »an,j.)l. 15. ,»ibj. st, ? 5«. Samstag, 13. Jänner. Iul«tt<«n»g«v»l»: y»« Nein» Infe»«« bi« M ^ Zeilen »5 fr., «rkhere p,. Zeile « k.: bei ölteien Wledecholnngen pl. ZeNe 3 l». 1877. Aintlicher Theil. AlkMM' ?^ ,^ Apostolische Majestät haben mit lavUn x """^«"c.n Diplome dem l. l. Korvetten, ck ,7n 3"»"st Trapp als Ri.ter de« Ordens der stau n ^°". Eitler Klasse in Gemäßheit der Ordens. ^lUlen den Rltterstand allergnäoiast zu verleihen geruht. ^ichtmntlich^l Theil. Die Kouserenz und die AndraUsche Reformnote. Kons.3!..^°!"""^^ kreisen ist man der Ansicht, die Arb^ ebenso rasch als erfolgreich ihre der A . ^uE^ führen können. Dic Wiederaufnahme ?"' '" "°^ "'^rtüaigen eifrigen ^pr chungcn sowol unter den Vertretern der Mächte, ""d de"' Großvezier erfolgt. In mit A. «?4,< ?^""«' "^^ die Konferen^mitglieder. I n2V.0" türkischen, im Palais dcs Generals melde ^!.^^'""'de, "'« «""' "'s iim.stantlnope! di Vertr ter'?' ^""""^ ^ Detail besprochen nnd Pu^ m« ^"^°^^ "nigten sich dahin, nur jene zu bal?pn ? Programme der Vorkonferenz aufrecht Verflls, ..' die Garantiefrage enthaltn. Da die "ährt 2^53"^"''d »""zen die Institutionen ge. A"orassy in der Dezembernote for-davln dle sszl ^ die Hauptaufgabe der Konferenz eben lür die Durchführung der Reformen Salisbury ^"^ ^°"ntic wird nach Ansicht Lord beistimmten >. ^ übrigen versammelten Diplomaten "e^ren ,',, « , ^ Erneiumng von christlichen Gouver-3olmier ".^"ien, Voenicn und der Herzegowina und da ia langen in «n '.l' ""' '"llterielle Garantie zu ver-gelassen wn??e" ^ i^t aufgetauchten Formen fallen ^ all VuÄ. °'" '^"'^" ^" ^lsen, das sich fast md ü e^ ^. °" "«' Andrassy'sche Note ankhnen auf ein w.,.,s """^" ^"""' berücksichtigen werde, die in m "'"same Kontrolle der Mächte inbetreff der Auch die ..Presse", indem sie speziell die Garantie-frage zum Gegenstände ihrer Erörterung macht, spricht sich in ähnlichem Sinne aus, sie schreibt: Die No« de« Grafen Andrassy behandelt die Ga-rantiefrage ln der mildesten und für die Türkei annehm. barsten Horm. Sie verlangt nur: „Die Errichtung einer Vpeziallommission, gebildet aus einer gleichen Zahl Muselmänner und Edrisltn, um dlt DurHführung der von den Milchten vorgeschlagenen Reformen zu lon, lrollieren, ähnlich jenen Kommissionen, welche in dem Irade vom 2. Oktober und dem Airman vom 12 De zembe»- 1875 proclamierl wurden." Dieser Konlroll» llusjchuß wäce milhill ei»e Institution, welche der frühere Sultan Abdul Aziz und dessen Minister selbst aus eigenem Antriebe zu errichlcn versprochen haben, bevor dle Mächte dieses Versprechen in der verbindlichen Has, nmll einer förmlichen Vereinbarung mit ihnen fixiert wissen wollten. Das berliner Memorandum ging in der Garanliefordcrung bereit« weiter. Es verlangte: „oah die Lonsuln als Delegier« der Mächte im allgemeinen die Durchführung d«r Reformen und insbesondere der Bestimmung über die Heimkehr dcr Flüchtlinge über wachen sollen," nachdem eine gemischte Kommission, ent» sprechend der Alidrassy'ichen Note, eingesetzt worden. Englische Porschläge, also Proposition en vl«l>kn Todsünden eigentlich nicht viel weniger als kleine Agenden oder Charakter^icbenswürdiglcitcn seien. Bei ^»l immensen Erfolge, den der erwähnte, in alle gc-b'ldetcn Sprachen der Welt übersetzte Roman>Eytlus ^'»crzeit errang, muß eS billig Wunder nehmen, daß in unserer so eminent praktischen Zeit. in der ja selbst — win gewisse Prozesse bewiesen halicn — der Schwindel, wenn er nur mit der gehörigen, imponierenden Eleganz Mio Vorsicht betrieben wird, eine Prämie erster Klasse verdient, noch keiner unserer zahlreichen schriflstellernden ^lodestlososcn bei der Fruclificieruna seiner bewußten und unbewußten Ideen auf den naheliegenden Gedanken gerathen ist, zu dem Sue'schen Toosimden-Noman-CylluS rin drr modernen Zeitrichtung und Anschauungsweise ^sprechendes Ergänzungbwerl zu allgemeinem Nutz und mommen zu schreiben. Es gibt ja außer den sieben Todsünden noch ein reichhaltiges Sortiment menschlicher Cliaraktereigcnschaftcn. wie: Uügr, Verleumdung. Trug, Falschheit, Ungerechtigkeit o tuUi quiuiU, welche bisher —- wenigstens nomiinll -- noch inumr unbilligerweise als kleine Lasterhaftigkeiten gelten, während ihr prat-li scher Werth doch summarisch anerkannt und gewürdigt, ja deren Nutzanwendung in, gesellschaftlichen Leben unter der berüchtigten — von der medisanien Welt zwar freilich mit einem schweren Interdikte belegten, nichtsdestoweniger aber von ihr eifrig befolgten — Devise der schwarzen Gesellschaft Loyola's: „Der Zweck heiligj das Mittel", seit langem sogar schon offen gepredigt wird. Gleichwol geschehen in dieser Richtung selbst von erleuchteter Seite noch manchmal arge Mißgriffe, welche geeignet sind, Verwirrung und Unklarheit in dic praktischen Ideen unserer Zeit zu bringen und in schwankende Gemüther den nagenden Wurm banger Zweifel an die Göttlichkeit der Glaubenssätze unserer heutigen Moral. Lehre zu verpflanzen. So hat erst unlängst ein bedeutendes Nestdenzblatt anläßlich eines ziemlich heftig ge> führten pädagogischen Wort^ und Federkrieges zwischen Volks und MitlelschullelMrn dcn ersteren etwas mehr „Bescheidenheit" empfohlen und damit selbst, verständlich eine Verurtheilung der „Unbescheiden» he it" ausgesprochen. Bescheidenheit! Klingt das auno äomini 1877 nicht wie cine Art Anachronismus!? Hcutzittagc jemandem — und wäre es auch nur dem flaumbärtigstcn Jünger Pestallozi's — die anliquirtr Tugend dcr Bescheidenheit empfehlen, heißt nichts anderes, als ihm zu einem Kumpfc nut Luntenflinten gegen Zündnadelgewehrc, mit Feld-schlang«, gegen Mitrailleuse« rathen. Die Bescheidenheit ist allerdings kein Laster oder Verbrechen an der Gesell, schaft, und sie steht — trotz unserer hochentwickelten Kultur — noch in keiner Strafrcchtslchre als strafbarer Begriff verzeichnet; allein sie ist, wie Talleyrand sagen würde, noch etwaS schlimmeres.- sie ist ein Fehler, und daS Schlimmste an diesem Fehler, daß er incurabel ist. Man will jetzt — wie unbZeilnngsannoncen glauben zu machen versuchen — e,n wundcrthüliaes Elixir sogar gegen die einaefleischle Trunksucht erfunden haben, gegen die Bescheidenheit, auch in ihren minderen Graden, wird gewiß nie eines erfunden werden. »Die Bescheidenheit ist, wie ihre Milchschwester die Guknülhigleit, nicht« weiter als ein moraliiche« Hühnerauge, sobald die Leute wissen, daß man damit behaftet ist, treten sie einem alle Augenblicke darauf," sagt Andersen. Hat das nicht schon jeder im engereu oder weiteren Kreise empfunden, ^ dcr unklug genus ist, ein solches unbeschnittenes Hühnerauge mit sich herum zur Gchau zu tragen? Dcr pral« tische Lugländer weiß diese Schattenseite der Bescheidenheit an, besten zu würdig«,, und er ist darum auch für uns in gewißer Beziehung eine tipische Figur geworden. Würde er auf seinen vielen Reisen in anderen Ländern minder anspruchsvoll «ulftveten, so müßte er wahrsckein-lich für die Hälfte des sonst Gebotenen die doppelte Rechnung bezahlen und sich noch außerdem vom Dome« stilenvolte über die Achsel ansehen lassen, während ihm gerade sein anspruchsvolles Wesen zwar nicht vor un» verschämten Rechnungen, wol aber vor sonstigen Unverschämtheiten — die meist noch schwerer zu ertragen — schützt und ihm zugleich alle jene Submission und Dienst» fertigleil sichert, die dem Grandseignenr das Reisen so angenehm machen. Durch Bescheidenheit hat sich noch selten ein Mensch, der auf den „Kampf um's Dasein" angewiesen war, eine günstige, behagliche Lebenslage, ja vielleicht kau« je nur dir moralische Anerkennung seines Werthes errungen, selbst oft nicht, wenn er groß war bis zu den Sternen. Sogar den Mächtigen der Erde, denen die Bescheidenheit noch eher anempfohlen werden könnte, hat dieselbe oftmals keine süßen Früchte getragen. Was hatte z. V. Josef II. davon, daß Friedrich der Große von ihm sagen lonnte.' ,.Auf dem Throne geboren, ,st er doch bescheiden!"? Verkannt und angefeindet starb er am gebrochenen Herzen. — 74 Gwählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; ferner Stimmzettel, auf welchen mehr als Ein Name verzeichnet ist, endlich menzählung findet sofort stall — wird erst am vierten Tage nach dem Wahl» termin geschritten. Die Suchwahlen finden vierzehn Tage nach Ermittlung des Wahlergebnisses statt. Wie hieraus ersichtlich ist, finden die Wahlen unter sehr liberalen Normen stait. Für die Geheimhaltung der Nahl ist theils durch die oben erwähnten Bestimmungen gesorgt, theils dadurch, daß die Stimmzettel so zujammengefllttet abgegeben werden sollen, daß der Name verdeckt ericlzeint. V^n vielen wird dies nicht als genügende Bürgschaft angesehen, und darum wurde in der vorigen Session empfohlen, die Wahl durch gleichförmig couvtrtierte Stimmzettel vorzunehmen, wodurch man namentlich in Baiern die Wahler in ultramontanen Ge-gendln früer zu stellen hoffte. In Berlin ist diesmal, wie bereits gemeldet, die Ngitcllion jehr lebhaft. Seitens der National-Liberalen ist im zweiten Wahlkreise Forckenbeck formell aufgestellt; sie empfehlen seine Wahl aber auch in allen axoeren Berliner Wahlkreisen, mit Ausnahme des sechsten, wo sie Borsig als Kanü.daten aufstellen. Von Sozial-Demo traten kandidieren in Berlin Most, Baumann, Rackow, Friijche, Otto Kapell und H^senclever. Nur Most, Hu-sencleocr und Kapell, von denen d»e beiden ersten bcreilS Abgeordnete waren, sind bekanntere Führer. Der Brigantaggio aus Sicilien. Die desperaten Zustände, die hinsichtlich des in vollster Blüte stehenden R ä u b er u u w e s en s in Sicilien herrschen, beschäftigen gegenwärtig mil siecht in ganz Italien die öffentliche Munung. Man weiß, um sehr sich in den letzten Monaten die lii^atti (Entführungen zum Zwecke der Erpressung von Löfe. geldcrn) gemchn habeti und wie oicle besonders auffällige Thaten dc«. Ar: ruchbar geworden sind. Immer mächtiger werden daher die Glimmen, welche nach einer energischen Abhilfe dieser wahren Landplage rufen und nach den neusten Berichten aus Italien, scheint sich auch die Rtg.ccung gcuenwärlig ernstlich aufraffen zu wollcn, ücm Räuberunwesen mit vollster Energie entgegenzutreten. Hoffentlich wird ls ihr diesmal gelingen, die so lange entbehrten geordneten Zustande auf SiciUen wieder herzustellen. Ucb:r die Vorgänge oer letzten Zett auf Sicllien schreibt man der „N. fr. Pr." unterm 8. d. in einer interessanten Korrespondenz auS Florenz: „Es wäre sehr ungerecht, wollte man die siciliani-schen Zustünde der neuen Regierung allein zuschieben, selbst Herrn Zmi, dem Prasccten des 18. März, darf man leine allzu großen Borwürfe machen. DaS Uebel ist eben ein chronisches, das von Zctt zu Zeit in mehr oder minder aculen Symptomen zutage tritt, und es ist mchl bllllg, de» Arzt anzuklagen, dcr gerade im Augenblicke, wo ein solcher Ausbruch blvorstand, die Pflc^e des Kranken überkommen hat. DcSyalb braucht man ihn noch nicht zu bewundern. Der Arzt, wclcher bis jetzt am glücklichsten war, um unser Gleichnis bei« zub,halten, war General Medici, jetzi G^neraladjutcmt des Königs, Marchcse del Vascello >:. s. w., einst wirk-lich ein Arzt, der sich in Garibaldi's Hecrc auszeichnete. Medici kommandierte in Palermo vom Aufstande (1860) bis zum Sturze Bella's (1873), und während der Zcit gingen 2ie Sachen leidlich im Palcrmitanischcn; aber nur weil der General sich, wie früher die Bombonen, der Maffta selber bediente, um zu regieren, und so das Uebel noch vermehrte, wenn er auch für oen Augenblick eS zu beschwichtigen scyie«. Denn das Uebel ist ja gerade, daß dem Sicilianer die Maffia höher steht als der Staat Italien, daß er sie furchtet, weil er sie stärker glaubt, während er den Staat, den er schwächer weiß, verachtet. Medici's Verwaltung aber war ein beständiges Anerkennen und Nesläligen der Allmacht der Maffia, der Ohnmacht dcs Staates. Sein Nachfolger, Graf Giovanni Rasponi aus Ravenna, ein Napoleunide durch seme Mutler und reicher Gutsbesitzer, zur linken neigend und von Minghelli gewühlt, um das linke Eentrum zu versöhnen und a» sich zu ziehen, Rasponi scheiterte total, weil er Land und Leute nicht lam.le, mit Milde auf trat, ohne doch die feinde des Staates sich zu Freunde,' machen zu wollen, und den Kcpf voller „liberaler" Grundsätze hatte, die ihm nicht erlaubten, Sicilien, „wie ein mittelaltrigeS Land" zu behandeln, was es doch ist. Den besten Weg fchlug Gerra ein, der ihm folgte, ehemals Prüfect von Rom, der echtc Beamte nordischer Schule, und es wäre ihm vielleicht auch geglückt, durch Reinigung des Polizei-Personals , einen Zweck zu erreichen, wenn der Iustizminister auch nur dasselbe mit dem Gerichtspersonalc hätte thun wollen, vor allem, wenn das Parlament ihm die Abschaffung der Geschwornen und die Reform des Vcrwarnungssistemi! votiert hätte. Er fiel mit der Regierung, der er gedient, am 18ten März, und wurde von dem ehemaligem Slaatsanwalt Zini ersetzt, der sich gerade damals durch Publication indiscreter Mittheilungen um die radikale Partei verdient gemacht, im Parlament leidenschaftlich für sie gefochten hatte. Es war eine rein politische Wahl. Nach sechs Monaten lMe er ausgespielt und wurde von der „un-danlvaren" Regierung geopfert. Jetzt wird ein Herr Malusaroi, der sich nicht mit Politik abgibt, aber als Prüfect von Cat^nzaro eine Räuberbande mit Einsetzung des eigenen Bebens vernichtet hat, nach Palermo geschickt. Vorher wurden die Prüfecten der drei anderen, von der Landplage heimgesuchten Provinzen Sici liens (Girgcnti, Trapani und Caltanisetta), sowie der Gencral.Staats-anwalt von Palermo nach Rom berufen, um sich mit ihm zu verständigen. Ein Offizier, der sich schon früher duich seine Fertigkeit hervorgethan, wird ihm beigegcben; eine kleine Schar ausgewählter Gendarmen mit ausgewählten Offizieren geht ebenfalls unter seinen Befehlen dahin ab. So hofft man doch endlich deS Uebels Herr zu werden. Wer Sidney Sonnino's Werk über die Agrar-uerhültniffe Hicilicns und das Lcopoloo Fanchetti's über die politischen und administrativen Zustände der Insel gelesen, wird nicht viel von diescr Kraftanstrengung hoffen. So lange die großen Lanoeigenthümer und Großpäculer den Bauer durch Wucher und ärmlichsten Lohn in einen, chronischen Zustande des Elendes halten, so lange Bri» ganten und Mafflosen in allen diesen armen Teufeln bereitwillige und verschwiegene Werkzeuge und Hehler finden, so lange die Wohlhabenden entweder selbst der , Maffia angehören und sie zu politischen oder perso^ chen Zwecken gebrauchen, oder aber ihr ruhig und M< lig Tribut zahlen, so lange helfen auch alle Maßregeln der Strenge nichts; es müßte denn sein, daß man oP Geschworene und ohne Verwarnung vorgehen könnte, nach' dem man das ganze Polizei» und Iustizpersonal n»ll den zuverlässigsten und tüchtigsten Beamten Nord-Italienl bcsetzt. In der That finden sich ill West-Sicilien wedn Leute, welche die Räuber angeben, noch Zeugen, die gegen sie aussagen, noch Kläger, dk ihre Angreifer den Oe> richten bezeichnen, noch Geschworne, die sie verurtheilen — obschon die Thäter befser bekannt sind, als der Präfccl und Staatsanwalt, und an ihren Thaten auch nicht del geringste Zweifel sein kann. Alle fürchten vielmehr dit sichere Rache der Maffia, als sie sich auf den höchst M> sicheren Schutz der Regierung verlassen. Nun gibt es freilich von alter Zcit her eine treffliche, wenn uach nicht sehr liberale Einrichtung: die Verwarnung und Internicrung (^.mmoui'öion« 6 vomicilio coatto), einc wahre l^oi ävs LugpsclH; aber sie wird in der Anwen« dung immer gefälscht und muß, wie die Dinge jetzt liegen, immer gefälscht werden. In der That kann nur der Friedensrichter (?r6wrs) die Verwarnung aussprechen, nachdem ihn die Polizei auf ein verdächtiges Indioiouum aufmerksam gemucht. Nun sitzt der Friedensrichter mit 1200 Francs Gchalt in einem kleinen Neste, wo er alle tennl, und er nährt, womöglich noch einen größeren Respekt vor den Briganli, als die anderen Bewohner des OrtcS; er wird sich also hüten, wirklich Gefährliche zu vcrwarnui. Er belügt sich, das untergeordnete Gaunervolt zu ammenicren. Aber nur Ammenierle dürfen von der Polizei inS Oomicilio eoktto gtfuyrt, das heißt interniert oder deportiert wer' den, und zwar erst sechs Monate nach der Ammenilio >. Die Folge «st, daß alle großen Raubvögel entgehen. Wäre rS erlaubt, ohne vorhergehende Verwarnung vorzugehen, so wäre vielleicht etwas auszurichlei.; denn die 1000 bi« 2000 Menschen, die West-sicllien terrorisieren, sind so belannt wie die Baron: deS Landes. Könnte man sie unerwartet, ohne Verwarnung in einem Nctzzug: abfangen und nach den liparischcn Inseln senden — mchl fur zwei Jahre, sondern mindestens für fünf (wie das Gesetz bei wiederholter Verwarnung es erlaubt) — so würde ganz Sicllien aufalhmen, und dc Zc,l für sich, dem Lande zu beweisen, daß sie die Ställere ist. es an die Herrschaft der Gchhe, die es in Jahrhunderten mcht aelannt, zu gewöhnen, den kleinen Mam, gegtn die Mißbräuche der Reichen zu beschützen, chm zu beweise», daß man cS ebensogut und besser mit ilM memt, als die Maffia. Dann konnten viellc'cht ueo».vntte, menschenwürdige Zustande w Sicilien enl-stehen, früher nicht. Vom neuen Kaiserreiche. Aus Calcutta, dm 7. d. M., erhallen die „TimeS" einen langen telegrafischen Nachlragsbericht über dic f ierliche Proclamation des Kaiserliiels zu Delhi. Nach' dem der Vizelönig Lord Lyllo» im Ampuithiater zu Delhi seine Ansprache an die zur Proclamation ver» sammelten ,surften und Würdenträger geschlossen und die qaüze Versammlung in die drei vom Höchiltomma die rcnben ausgebrachten „Ehcers" auf die itaiserin Victoria cilMstimmt, erhoben sich auch einige indische Große zu An'prachm. Der Maharadscha Scmbia sagte: „Schab/ in-Schah, Paülschah, >ei glücklich. D,e Fürsten von Im Aber nicht nur vom individuellen, auch vom allgemeinen Standpunkte aus kann die Bescheidenheit nur als ein Fehler erscheinen. Durch Bescheidenheit haben wir weder unsern politischen, noch sozialen, noch — trotz augenblicklichen Rückganges — unsern wirthschaftlichen, noch endlich unfern legislatorischen und wissenschaftlichen Fortschritt erkämpft, sondern im Gegentheile einzig und alleili durch die zwcck- und zeitgemäße jeweilige Un« bescheidenhcit ganzer Völker oder Einzelner. Das steht auf jeüem Blatte der Geschichte und unserer Tage. Den unbescheidenen Wünschen oer Völker, den unbescheidenen, Nimmersatten Forschungen und Bestrebungen zum Bes-sern und Bolllomnielurcn haben wir unscru ge s am inten Fortschritt zu danken. Die Uubeschnoenheit wirkt im weiteren Ginne selbst dann noch fruchtbar, wenn sie scheinbar vom Hause aus nur negative Erfolge erzielt, wir dies der letzte sranzösisch'deutsche Krieg glänzend illustrierte. ES ist daher an der Zeit, daß eine so allgemein, als im besonderen nützliche Eigenschaft wie die Unbc» scheidtnhett nicht langer verkannt und verletzen werde, wie dies hie und da noch zuweilen vorkommt. Wir finde» auch weder in den Aussprüchen erleuchteter Männer, noch in der Natur, noch irgendwo im Leben eine genügende Rechtfertigung jener ungünstigen Meinung von der Un-bejcyeidenheit. Hnllparzer, der als wahrhafter Oe.ler-reicher selbstverständlich eine hochgradige Bescheidenheil besaß, welcher zufolge cr es auch nicht aus der vierten in die zweite Etage brachte, wie er zu Ludwig Foglar Nagte, empfahl doch anderen — freilich eben nur wieder in seiner bescheidenen Weise — die Unbeschtidenheit, indem er jchr'eb: „Z»ert Bescheidenheit den Jüngling; Nlcht verkenn er seinen Wcrth;" — oer praktische Oötye aber sagt eS lurz und rund heraus: „Nur die Lumpe ,ind bescheiden, Brave freuen sich der That." Selbst die zartere Hälfte der Menschheit, der man fo gerne die Bescheidenheit als Attribut andichtet (cine iiceutiä postlcn übrigens, für die ich nichl ein^ irrten will), ist offenbar weit mehr der Unbeschüdenhcil gewogen, wie ebenfalls das Oölhe'schc: „Geh' t>tll W-lbti!, zart entgegen, Du gewinnst sie, auf nuin W^rl! Duch wrr rasch ist und neiwegen, «omml vielleicht noch bcsser fort!" verständlich genug anoeutlt, wenn wir es auch nichl schon aus der täglichen Erfahrung, an der gewiß selbst der Nicht-Roue keinen Mangel leidet, wüßten. Und wem, endlich Moriz von Orauien auf die Fragc: wen cr für den gröhlen lebenden Feldherrn seiner Zcit halte, antwortet: «Spmola ist der zweite." und Napoleon auf Elba die gleiche Frage eines Briten, der noch hinzu, fügte: „Ich glaube Wellington" mt den Worten zurück-schlägt: »Er hat sich «och nicht mit mir gemessen," oder wenn der eben von emer Kunstreise aus Rom zurückgekehrte Franz Liszt, in die Salons der adels» stolzen Fülstin Mellecnich <>r Gemalin weiland des Kanzlers) gebeten, auf deren vornehm herablasslnoe Frsge: „Haben Sie gute Geschäfle gemacht?" stolz erwidert: „Ich mache Musik, Madame, und leine Geschäfte," und ohne ein Wort weiter die Salons verläßt, so werden uns diese — sicherlich nicht bescheiden angekränkelten — Antworten gewiß vorzüglich gefallen, ja sie würden un« selbst dann gefallen, wenn Moriz von Oranien auch nicht Moriz von Oranien, Napoleon nicht Napoleon und Franz Liszt eben nicht Franz UiSzt wären. Auer auch die heilige Schrift fpricht gerade nicht zugunsten der Bescheidenheit, denn es steht zu lesen im Evangelium Matthäi 5, 15 und 16: „Man zündct nichl ein ^lchl an und stellet es an einen verborgenen Ort, noch umcc einen Scheffcl, sondern anf einen «euch» lcr, so leuchtet es denen allen, die im Hause sind. Alfo lasset euer Uicht leuchten vor den beulen." Freilich heißt eS an anderer Stelle: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedriget . . . .", allein seit der Plv> clamierung des Unfehlbarteits-Doulna'S, dieser größten Sclbstcrhühung, welche die Geschichlc leimt, muß der zitterten Semcnz wol einige Skepsis enlgegengcbrachl werden .... Da« elendste Talgstümpchen, wenn es auf eine hohe Stange geklebt wird, fi:ht doch immer wie ein großes ^icht au», während der prächtigste, strahlenustc Auster lein?n Werth hat und alles um sich her dunkel läßt, wenn er untcr einer Tonne oersleckl »st. Leere Fässer machen mehr Lärm als volle, und auch die leere Achre trägt sich vie! anspruchsvoller auf dem Halme, als die türnerreiche. Und der Mensch, der König der Schöpfung, follte vielleicht fein Haupt besche den tragen, wenn zu-fällig darin nicht viel Gmes u„d Vernünftiges, oder auch gar nichts steckt? Die Unbt,cheldenheil ist nun einmal der soziale Guano, ohne den auf dem heuligen Oesellschaf«sfeldc lein günstiges Ernteresultat erzielt werden kann. Mag dieselbe immerhin von ihrer U,bildung an mcht» andc res als eine natürliche Ablagerung von Dummheit unt, Stolz sein, die Kultur, die alle Welt beleckt, hat sich auch schon auf die Unbeschcidenheit erstreckt, und man sieht ihr heute ihre obscure Abstammung kaum elwaS mehr an, als dem „Ebenbilde Gottes" die seine von irgend einem bisher noch uncntdecklen Assengeschlechtc Inner-Afrila's. 8^isnti «at! Nicharb Kronegge r. 75 dien segnen dich und beten, daß deine Macht und Herrje sur nniuer fest gerundet bleidcn möge." Die «egum Fürstin. Witwe) von Bhopal sprach einige ^ ."2"""!'"^"' 3"r denNizam vo"Hyderabad brachte dcsscn erster Minister, Sir Salär Jung, Danl^ungm und Glückwünsche für die Kaiserin dar. d.r ^^°blch° v°" Dschcipur bat, daß im Namen an ^'"" ""! Radschputaua ein Huldiguna^telegramm °n Ihre MaleMt nach London gerichtet werden möge. nun^n .^/^ U"l"b der Feier zahlreiche Auszeich. ^?in. ?^" "°"'"' "llche die indische AmtSzeltung wur^ ^s.?°"^""^°be veröffentlicht. Unter anderem mit ,m^°"' b°ß Ihrer Majestät Salut in Indien V eloni°'a ^ ^" "" königlichen Flagge und deS U X ^?^ Kanonenschüssen gegeben werden sollte; n m ^ ? '^" ^"'llen ist künftig mit 21, andere G°uve eure n ^Kanonenschüssen zu salutieren. Die Milaii^ . "'^ Gouverneur - Ztcllnertreter sowie die eltwltpn . ^ ^"'^ "°" ^"ien und mehrere Fütstcn N» ^ Titel: Räthe der Kaiserin. Einige indische ^.1 ^ ^^' li«d zu Maharadschas (großen Für. wo ^ ^""^' 3ürstinncn, zu MaharanaS erhoben ""roe«; acht indische Große wurden Nadschas« Bahadur d^. V^'^dschas und vier Mohamedaner erhielten ou' Tl.el Nabobs, andcrc den Ti:cl Khan; der Guito-beibs ^ ^ ''3azzandi.Kas.i-Daulal.i.Inglischia", das b l ''"'"b ber englischen Regierung" ; der Scindia er« N ^. " ^"H'lian-usSullllnat", „Schwert des «7« 5 Z"^"'^^ Decornäonen des Ordens des Ster-""d dcs mischen Militär. Verdienst. k . !^ ""»lbo^ne Offiziere wurden verliehen; der r «, ""ln wurde erweitert und la.m jetzt 175 Rit-wur^ I « ^^" zählen. Für die eingeborne Armee Mr ^ri^.^^'^ """ ^' Sold erhöht. 10 Perzent a s n^'^ ^Wfl°" sind amnestiert, vorausgesetzt, Ne ^ 'N 9ew°h"tjeitömabige ^,,^^^ ^^ ^^ ^^ efa aer^ , ^"«'Se «"t betraun haben. Alle Zivil-lr°. ., '.^" S^"lden nicht über 100 Rupien be< Mit »i..sls !"' ""^ b'r Staat bezahlt ihre Schulden, de .. v ^ ^" Gefangenen auf dcn Nndamamn wer° d«" a f d.cse ^se fast 10,000 Gefangene frei. amnest ^ ^ "?, Böller Aufstande Belhciliglen sind ^e ä !''. ?"" l" hcimtchlen. sich dcn Behörden an> auea icbl°s../^ "" betragen. Mörder jedoch sind noch Upcn W ) "«a, Feroze Schah, der Sohn des vorma. is" '.,,,, U" "°n Delhi. Das Kollegium im Pundfchab lhcilunn « '? """ Universität erhoben und zur Er. Vlctnri« ü: ^^m berechtigt. Äuf die Münzen wird Prä/m^ "?°b"' "icht mehr ..Victoria Queen" ge-«ewo,^ ^' ^°"^"'ur vo-, Bengalen ist Mr. Eden ri'cktcbr n N .' ^"^' "'^ "^t nach Calcutta zu-HeA^bei D^ ''''^ ^^elönig noch eine große 5. . . ^^' "^ relste dann nach Puttiala um N. '''l?n Maharadscha zu iustaUi?ren^ M i d Nc ne jchlossen die glänzenden Festlichteilen zur P ocla Mllllon des indischen Kaisertilels. ^ ^ Politische Uebersicht. «ail^ach, 12. Iiinner. öster^.2^" ^'i. '" ^" die Schlußsitzung dcr ^7""chlsch'ungar,sch-rumänischen Zolltonferenz statt Ucher^ das Ergebnis derselben Wen bisher noch positive rail, ?? ^? ""^ "^rn ein ungarischer Minister, m dpn ^ ?^"' "'^ ^' "ie Pester Blätter zu melden w.sscn. nut dcr Ansglcichsfrugc beschäftigte. R.i^^" ?' ^gebnissen der Wahlen zum deutschen zwe !«?,/"^ bi«hcr nur jene aus Berlin bekannt. In ar „? ^" ^l^n daselbst die Ko;ialdcmolratm n°ri^< ^."!°^' '" in" anderen so bedeutende Mi< v ,^^. ^ S!ichwal)lrn nothwendig werden. Hcrr echm 3i!",l5.^' "ational.l.berale Kandidat, hat im "ne kleine Majorität gegen den Fort F r^ Hirsch- I'" zweiten Wahllose erhielt Klotz WA'"^ "«a 45W, Äaumann s^ozialist) circa ^'UenÄ'ü,'!'"!^ ^'" Stichwahl ist wahrscheinlich. Im (H, ^"hltre.se erh.elt Herz (Fortschritt) 5>, 1!!. Rätow schci ,li. ^.. "' Stl»!,,,.^,, eine Stichwahl ist wahr. ziali^ ' ^"' "icrlcn Wahlkreise erhielt Frilschc (So-erd.l/^^'' N,000 Stimmen. Im fünften Wahlkreise I>n .^'^"^ ?""^" Gorlschrilt) eine große Majonlät. ^anl! ?«)''! ^"iillreise erhielt Hasenclcver ^97. Dr. Wahl w ! ^ Sllmmcn. auch hier ist jomit eine Stich. f'''b r«V""!^^" München endlich wurde Staus. Montm>> . I. ^^""""'" «'wählt, Baron Ow (ultra. SUmme,," ' ^'^'^ (Sozialdemolrat) 1007 .Zwischen Deutschland und England einer. C°,.n". ,^^'''l" ""der^rseits scheint es zu einem sl,ct bezugnch der Sulu°I,„cl„ komme» zu wolle... We m, ^.. ^aily News" un.erm 8, d. au« Ber' n ch de?T^ '"^" °^"'^ ""' ^""cht Kriegejch.ff: "°ch den Ptill.pplnen zum Hwecte eines gemtmsam , Sv2"^"'" bie Hindcrmsft ab,cs«nd/wtrde U'"" ihrem ya.del mlt dcn Sulu« j„ den Wca 1 ^ ?" Oberhoheit Spaniens über die Sulu^n^! w'ld bekannllich von Deutschland nicht anerkannt lnl. 1«^ sranzü fische S:nat wühlte vorgestttn w t 195 von 239 Stimmen den Herzog von A^ssr " w^mit ""^^ 2"" ^'üsiden.en. Der Herzo ' be-M lomit nach wie vor das ungeschmälerte Bertlauen der Kammer. Das ist für die Regierung vnn entschieden guter Vorbedeutung, denn wie man sich erinnert, hatte Audiffrel.PaSqmcr an der Ereierung deS Ministeriums Jules Simon einen hervorragenden Antheil. Die Wahl dcr Vizepräsidenten fiel auf General Ladmirault, Kerdrel, Duclerc und Graf Rampon. Allein den fremden Gewässern befindlichen russischen Kriegsschisse haben Befehl erhalten, sich in den italienischen Gewässern zu sammeln. Die in Amerika angekauften Monitore werden auch mit Genehmigung der italienischen Regierung an den italienischen Küsten überwintern. Die Besorgnisse, welche in Rumänien bezüglich der Fassung einiger Artikel der neuen türkischen Con» stitution gehegt wurden, haben den türkischen Mi-nister des Aeußern, Savfet Pascha, veranlaßt, zu erklären, daß die Regierung in keiner Weise beabsichtigt hatte, die internationalen Verträge zu verletzen. Der Nothstand inMontenegro ist ein unbeschreib» licher. Kürzlich sollen zehn Personen in Cetinje am HlMgertifus gestorben sein. In der Nahia der Wassoje« witschi, zunächst der albanesischen Grenze, herrscht eben« falls eine verheerende Epidemie. Senator Plamenac erhielt den Auftrag, in Wien wie in Petersburg darüber zu berichten und um materielle Unterstützung zu bitten. Die Beurlaubungen in der serbischen Armee werden im gröhlen Maßstabe fortgesetzt. Die Stupsch-tina ist nichl, wie mehrfach gemeldet wurde, auf den 1l. Jänner, sondern auf den 24. Juni einberufen. Gestern fand in Ko nstantinopel wieder eine Plenarsitzung der Konferenz statt, bei der die Pforten-Delegierten ihr auf Grund dcr Andrassy'schen Dezember Note ausgearbeitetes Reformprogramm überreichen sollten. Dasselbe ist, wie heule telegrafiert wird. noch nicht bekannt, es läßt sich also noch nicht sagen, ob daS-selbe annehmbar sein wird oder nichl. Der türkische Ministcrrath hat bezüglich des Vorgehens der türkischen Vertreter Beschlüsse gefaßt. Jedenfalls scheint e« gewiß, daß die Discussion fortgesetzt wird. Di< „Western Morning News" erhält von ihrem Korrespondenten in Kairo unterm 1. d. eine allarmie» rendc Schilderung der Lage der Dinge in Egyp ten. Der frühere egypfische Finanzminister, der jüngst ent. lassen wurde, bekleidete auch einen Posten unter dem Sultan. Seine Entlassung erregte daS Mißfallen der Pforte und dcr Khrdioe wurde peremplorisch aufgcfor» dert, nach Konstantmopel zu kommen und dem Sultan persönlich seine Gründe für die Entlassung deS Mini-sters zu erklären. Der Khedive schrieb nach Abhaltung eines stürmischen Ministcrrathes zurück, man möge ihm in Anbetracht seines Alters und seiner körperlichen Schwäche, sowie der ungeregelten Zustände in seinem Vanke eine so lange Reise erlassen, mit dem Hinzufügen, daß er bereit fei, zugunsten seines SohncS abzudanken, wenn die Pforle mit seiner Verwaltung unzufrieden sci. Die Pforte erwiderte, dcr Sultan je« nicht abgeneigt, die angebotene Abdankung zu acceplieren, aber er müsse sich die Wahl seines Nachfolgers vorbehalten. In Kairo soll die Affaire bclrächtlichc Aufregung erzeugt haben. Mgesmuigkeiten. -- (Bürgermeister Dr. Felde? «l« Notur« forscher.) Im Gommer dilfc« Iahrrs werden e« 50 Iahrc, scit der Vllrgem'.lifili vo« W>en, Dr. Felder, begonnen h°t, mit Vorliebe Nlliurwissmschaften zu studieim. Al« zwöWhriger Kn°br b'glllin er srine Schmettevlingsümmlungen anzulegen. 2r Hut die ersiell llpmplllle, die rr gsfongen, bi« beut« anfbewohrl. Isyt ift s?ine ^epidopleleü-SüMmlung nl« die gloßartigsse dieser Art b.llll,»,. E« muß blmcrll werden daß von den 1» Väntxn mit 229 Tafeln, welche al« die Publicationen dir ..Vioont»"-LrpedMon bela„n< sind und liber die e,fi lllczlich Vr. MojestUl dem Kaiser dlr Schlusioericht erNaltet worden ill, zwei Quai!» Vändc mit 140 Tafeln vom Bürgermeister Dr. Felder stammen, in welchen mehr als 2000 neue «rt/n von kepidopleren besiimml und in der vollls?dllNrn Wl'se gezeichnel und colorierl erscheinen. Dr Felder« Nsisln in Amerila, Nirila und NstsN sind «n der wisslischasilichsn Wr>< so btlain», r>aß e« lem,« dsfondeleii Hinweise«» a„f dissc,ben bedarf. Ein Reise.Eilelml« sei jedoch hier rrwtlhlit. Zu Blginn der Vilrzi^erj^hrc hatte Dr. Felder Peisit» und Kleluasi-n durchwandert und traf aus der Reife von Vaalbe? nach Vcnmh eine Olssllschafl von Norddeutschen, welche sich eben llnschillls, de:i Libanon zu llbcrfi'igen. Die Oef^llschafl war ihn, jedoch zn nnruhlg nnd er lrenule sich von derselbe». Nach einigrn Tagen «ras Dr. Felder mit den Rasenden wieder in Veirull, ,l!s<,mn,en. Sjf wmen von ninr Hör»»" vo» hsruoizishen^en rüu» büschc» Dluff» ü»e» «bst die ,m abgelaufen,^ Jahre no» G«'^» ail« per ^uhn ve>se»df!e<> Obst. uod Traubeumengen. Dllfc NnliadlN sind von dem Vozner Wallni'iauvereine eihoben worden und lant»n nach Axgaben der KlationOverwullung: itir» schen gingen Per Bahn ab »42" Z^lüztM,,^ im Werlhc von 14.200 fl,, Zwrlschle!!, Marillen, Pfi'siche ,,„d FrOhobfl ^300 Zentner im Wenhe von 04/>00 si , Trauben 10.800 Zsnlner im Werthe von 1li2,(XX) ft., Acpfcl und Virncu 42,97!i Zentner im Werlhe v°» «44.5^0 fl.. Kastalnen 21.Ubd Zentner im Werthe i von 213,900 ft., in dec O^fammlheit wurden somit von «oze« versende« tt0,ljS8 Zentner im Werthe von 1.099.180 ft. Del Vol-! rath in den Vozner Obftgcwölben wirb auf 3000 Zmtner ml Werthe von 15,000 ft. geschätzt. — (Mortalität, - Stlltistil unb Vesunb-heit« verhältnisse.) Vis zu der °m 3). Dezember v. I. beendeten 52. Iahreswoche, sind von je 100,000 »inwahnern al« gestorben notiert: in Wien öl, in Pest 73, in Verlm 52. in Vre«l»n 57, in Stettin 74. in Killn 51. in Hannover 45, in Franlfuit am M»in 31, in Nlto«a 40, in Strahburg 46, in München 78. in Dresden 44, in Leipzig 42, in Karlsruhe 41, in Stuttgart 63, in Pari« 51. in Vrüssel 38, iu Vasel 46, W Kopenhagen 44, in Neapel 52, in Turin 42. in «lefanbri» (Lgypten) 90, in London 43, in Glasgow 51, in Liverpool 56, in Dublin 53, in Edinburgh 42, in Newyorl 46, in Philadelphi» 40. in Vofton 41, in Vombay 50, in Madras 69. Der pld> llche Wechsel der Witterung unb ber Temperatur Hai auf dü Oesundheitsverhllllnisse Europa« im ganzen einen ungünstigen Linfluß ausgeübt. Nicht nur baß die Sterblichleitszahlen im all» gemeinen in einzelnen Slildten sogar bedeutend hliher wurden, zeigten sich einige Vruvpen von Todesursachen in ganz evidenter Weise vermehrt. So ift die Zahl der acuten Entzündungen der Athmuugsorgane besonder« in der niederrheinischen Niederung und in den elsäffischen Städten eiur bedeutend größere geworden und die der Sch:aga«fälle in sehr vielen Orten auffallend vermehrt. (Belli», Vreslau, Dresden) Auch Darmlataiihe. be» sonder« unter den lleinen Kindern, zeigten sich in vielen südlicher gelegenen Orten, namentlich in Müxchcn, aber «mch in Straß-bürg, Stuttgart und anderen Orten. Scharlachfieber und Diphtherie werden noch immer in den meisten Vevvllerungs-senlren Europu's bald in mehr odlr minder grvherer Znhl Todesursachen; auch die Maseru zeigen sich in einigen Städten (Lrsurt, Ällona) zahlreicher und verbreiten sich allmälig mehr nach den nordischen Städten. Die Pocken - Epidemie herrscht noch in London und einigen größeren Plilhen England« i» unverändertem Trade; auch in Lille und Lcmberg 'st die Zahl der wöchentlich daran Sterbenden eine enorme lb7, respective 51 nach den letzten Berichten). In Wien ift ihre Zahl gleichfalls wieder «ine größere gew.orden, so» wie sie sich auch in Pest häufiger zn zeigen beginnen. Die Typheu treten noch immer in Pari» und einigen italienischen Städten «Mailand, Genua) und neuerdings in Warschau mit groher Intensität aus. In den Städten Nordamerila's herrschen gleichfalls Diph r i c a l i o n) ist, englischen Vlllttern zufolge, enorm. Vor 24 Jahren belies sich die lonsumierle Quantität aus 1l0 Tonnen jährlich uu« war äquivalent mit circa 20l».009,000 Stahlfedern. Diese Quantität hat sich aber jetzt mfolge der V>n< sührung de5 Penny'Porlo« und mancherlei Verbesserungen in ber Slahlssdei'Fllbricatlon noch beträchtlich vergrößert. fokales. Aus der t. t. Landwirthschaftsgesellschaft für Kram. Am 7. d.M. hielt der Central.Ausschuß der t. l. Landwirthschaftsgesellschaft für Krain seine erste diesjährige Sitzung ab. Aus dem Proto-tolle derselben rmn'hmen wir nachstehendes: Nnwcjend der Präsident Freiherr o. Wurzbach und acht Mtlglieder. Der Sekretär verliest jene Punkte, welche die November-Generalversammlung dem Kemral'Ausschüsse zur weiteren Verhandlung übertragen hel: 1. Die Aufstellung von bee'delen Weinsensalen und deS dadurch nothwendig werdenden KandeSaeiltzes (sn-trag der Wippacher Filiale). Nachdem sich in der De« bailc die Herren: Dr. Ächazhlzh, Debcutz, Wiischel im Prinzip dagegen auSipcach!,», wurde beschlossen, die Filiale Wippach zu ersuchen, einen soarligen Olsetzemwurf zu verfassen und anher einzusenden, welcher sodann nach voraenommencr Prüfung an den hohen Landtag geleitet werben soU. 2. Weaen «lufslrlluna eines Forstlommissül« im »del«ocrger Bczkle (Antrag der Wippacher Filiale). Da der Abueoldnele Herr Lavreniii diesen Gegenstand im Landtage selbst zum Antrag bringen wird. so ist bis dahin über diesen Gegenstand nicht weiter zu debattieren. 3. Wegen der Regulierung der Wildwässer i« Wippacherlhale (Üntraa der W'ppacher Filiale, erweitert durch den Präsidenten Freiherrn von Wurzbach: Regulierung aller Gewässer im La»de). Ueber diese aus-I^dehnle. wemiagcnoe ,Na^ einspa»» sich eine längere Dlballe, in weichtr wol die Nothwendig!«! des Projcl-le« anerkannt, indeß die Duichjuhrung desselben, welche immense Summen Geld's m,o vorausgehende jahrelange Elhcbungen beoülhigen würde, ixiowen modifizienwurde, dah sich die Regulierung oorläusig auf bt.n W,ldbach im Wippacherlhale dljchrüllen soU. I^i, weiteren Verlaufe der Debatte wies Herr Schollmaycr in eingehender Aueeinanderiehung in erster Linie auf die Sleiner.Fcistrlz als vor allen einer Regulierung bedürftig hin, da dieselbe in lorem verhältnismäßig kurzen Lauf von der Steiner Pulverfabrik bis zur Einmündung in die Save sicher die größtt Zahl von »lvßln industriellen Werken. Fabriken und Mühlen zu bedienen hat, lowie auch ein Terrain durchschneidet, welche« produclionsfahig zu nennen ist. Er »,"! hervor, dllß d.e Felstriz, wenn die Vache nehSrig «„gepackt wurde, eben 75 so wie die Vail in Kilrnten, zu deren Regulierung da« hohe t. l. UÄerdauministerium bisher jährlich 30,000 fl. beisteuerte, reguliert werden lönnte. Es wurde beschlossen, daß Central-AuSschuß Herr Witschen bei Gelegenheit seiner Vereisungen die Steiner« Feistriz und die Wlppacher Bela besichtigen und einen allgemeinen Bericht hierüber verfassen möge, welcher dann nach Durchprüfung dem hohen Landtag befürwortend vorgelegt werden würde. Ebenso wurde Herr Witschet Weilers ersucht, sämmtliche Gewässer Krains gelegentlich seiner Vereisungen aufzunehmen. Die Gewasser»Katte Krain« zu beschaffen, wurde Herr Schollmayer ersucht. 4. Wegen Weinausstellungen, Errichtung von Versuchsweingärten, Einführung von einheitlichem Nebensatz, und mehreren anderen Anträgen, welche von der Oiliale Rudolfswerth eingebracht worden waren, wurde über Antrag Dr. Bleiweis' beschlossen, an die Fi. liale siudolfswerth das Ansuchen zu stellen, über alle diese Anträge zuvor motivierte Berichte zu erstatten, ehe in eine Entscheidung eingegangen werde. b. Die Bitte der Filiale Adelsberg: mit Rücksicht auf den heurigen großen Nothstand im Adelsberger Be» zirle durch Steuerabschreibungen, Einstellung des harten Ezcecutionsoerfahrens, Hamenaustheilung, kräftige Geld» Unterstützungen u. f. w. ttushilfe zu schaffen, wird befürwortend an die hohe Regierung geleitet. (Schluß folgt) Aus der Handels« und Gewerbetammer sür Kram. (Fortsetzung.) IV. Der Obmann der ersten Section, Kammerrath Treun, berichtet namens der Section über eine Zuschrift der Hrazer Schwesterlammer, in welcher diese mittheilt, daß, wie aus Circularien an dortige Firmen hervorgeht, sich Triester Kaufleute dahin geeimgt haben, fürderhin alle Warenpreise für 50 Kilogramme oder 1 Zollzentmr zu stellen, und daß sie sich deshalb an das hohe t. l. Handelsministerium mit der Bitte gewendet habe, die Triester Kaufleute aufzuklären, daß eine Preisbestimmung für 50 Kilogramme nach dem Gesetze nicht zulässig sei. Am Schlüsse dieser Zuschrift wird das Ansuchen gestellt, daß die Kammer die Schwestertammer in Oraz bei iurem Vorgehen gegen die Triester Firmen unterstützen möchte. Die Section hat constatiert, daß factisch von ein« zelnen Triester Firmen Eirculare auch nach Uaibach gesendet wurden, in denen bekannt gegeben wird, daß die Warellpreise für 50 Kilogramme berechnet werden, weiters, daß selbst im kaufe der ersten Hälfte des Monats Dezember 1U76 Preiscourante und Faclurcn von Triester Firmen in KaibaH einlangten, in denen die Preise für 50 Kilogramme berechnet erscheinen. Es kann auch nicht geleugnet werden, daß dies nach dem Gesetze vom 24>ten März 1876, R. G. Bl. Nr. 50, unzula,sig ist, indem dasjelbe im § 1 ausoructllch festsetzt: „Anßer den im Art. 1U des Gesetzes vom 23. Juli 1871 (R. G. Bl. Nr. 16 ei 1U72) unter 1) ausgciMten Gewichten Hal als Gewichtseinheit sür den allgemeinen Berlehr zu gelten der metnjche Zentner glelH 100 Kilogramm." Die Prelsbeittmmung auf Basis von 50 Kilogramm entspricht überdies auch nicht ocn von der Triestrr Kammer unterm 21. Juli 1tt7ti als Platz-Usancen erklärten und veröffentlichten Bestimmungen, die im Art. 29 folgendes sestietzen: „Der Preis wiro m der Regel für Ware nach Gewicht aus Basis von 100 Küogran.m uno für Ware nach Maß auf Grundlage des Heltolüers oder Meters festgestellt. Die Ausnahmen von dieser Regel sind außer oen bei den einzelnen Rubriken angegebenen im Art. 141, welcher von „anderen Waren" handelt, verzeichnet. In Anbetracht des Gesagten und in Erwägung, daß nur einzelne Firmen die Preise nach 50 Kilogram» men berechneten, hält die Section dasur, daß es ge-nügen würde, sich an die Trlester SHwe>trrtammer um Abhilfe zu wenden. Allein, oa die Trierer Bvrien» deputation bereits am 14. Dezember 1tt7d eine Kuno-machung veröffentlichte, in welcher sie, mit Bezug aus einen Erlaß dcr l. t. Stattnalterel, auf die Platz-Ujancen, dann aus den 8 1 des Gesetzes vom 24. März 1tt7lim-mung aufmertzam »nacht; so halt die Section dafür, daß dem Wunsche der Grazer Schwesterlammer ohnehin durch den Vorgang der Tricster Schwesterlammcr entsprochen wurde, und beantragt deshalb im Namen der ersten Section: „Die geehrte Kammer wolle über diesen Gegenstand zur Tagesordnung übergehen." Dle Kammer nahm diesen Antrag einstimmig an. V. Der Obmann der dritten Section, Kammerrath Leopold Bürger, berichtet über das Ge>uch des Ge» melnoevür>tanoes und mehrerer Insassen oes Pfarrortcs Rieg im Bezirke Gottschee um die Bewilligung zur Ab» Haltung zweier Vlehmärlte am 16. Mai und 2. Juli jeden Jahres, und beantragt am Schlüsse oes ausführlichen Berichtes, in Erwägung, daß die Märkte in oollswirthschastlicher Beziehung der Bevölkerung von Rieg uno des sogenannten Hinterlandes überhaupt von 'Nutzen sein werden: «Dle geehrte Kammer wolle sich in ihrem Gutachten an die l. t. Landesregierung für oie Ertheilung der gebetenen Concession aufsprechen." Bei der Abstimmung wird oiejer Antrag angenommen. VI. Der Obmann der dritten Section, Kammerrath Leopold Bürger, referiert über die Zuschrift des Ge-werbe-Hilfsvcreins in Teschen um Unterstützung der von diesem an das hohe Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrathes gerichteten Petition um Auflassung aller Mauthschranten an den Reichsstraßen mit Beginn des neuen Verwaltungsjahres. Die Section anerkennt, daß die Mauthcn den An« foroerungen des praktischen, voltswirthschaftlichm Lebens und den Institutionen der Neuzeit widerstreiten, daß sie den leichten Verkehr hemmen, die Concurrenzfähigteit vieler Industriellen beeinträchtigen, und daß die Mauth-gebühren eine Steuer sind, die nicht gleichmüßig vertheilt werden kann. Diefelbe hebt im Berichte weitcrs hervor, daß der Ertrag im Verhältnisse zu den Kosten der EinHebung ein geringer ist, daß die Einhebungsart einzig dasteht und leine andere Steuer auf eine so lästige Weise ein-gchoben wird, als die Mauthgebühren. Die Section spricht sich, wie dies auch die Kammer im Jahre 1876 zweimal gethan, im allgemeinen gegen die Mauthen aus; allein dessenungeachtet kann sie nicht eine Petition um Auflassung aller Mauth-schranlen an den Reichsstraßen im neuen Verwaltungsjahre beantragen, weil der Termin zur Regelung dieser Angelegenheit, selbst wenn die hohe Regierung auch für die Auflassung wäre, ein viel zu kurzer ist, und weil die finanzielle Lage Oesterreichs nicht eine derartige ist, um ohnewciters auf eine Reineinnahme von einigen Millionen Gulden zu verzichten, und weil der Ausfall nur durch Erhöhung der bestehenden Steuern oder Schaf-fung einer neuen gedeckt werden könnte. In Erwägung des Gesagten und mit Bezug auf den in einem ähnlichen Falle am 15. Mai 1876 gefaßten Beschluß, beantragt Redner namens dcr Section: „Die geehrte Kammer wolle vorläufig über diesen Gegenstand zur Tagesordnung übergehen." Bei dcr Abstimmung wird dieser Antrag einstimmig angenommen. (Schluß folgt.) Ans dem Gemeinderathe.z Laib ach, 12. Jänner- Vorsitzender Bürgermeister Laschan. Schriftführer MagistralSlanzlelleiter G. Mi hallo. Anwesend 25 Gemeinderiuhe. Zu Verlficaloren de« heuligen SitzungSprotolollS nominiert der Bürgermeister die GRR. Petilüc und Polocnit. Der Bürgermeister schreitet zur Beantwortung mehrerer Interpellationen. Auf o»e Il,terpellal»on der GRR. Dr. B le iwei« und Po toi nil, ob der Bürgermeister nicht geneigt sei, sich an das hohe t. l. Mlmiterium für Kultus uno Umerricht wegen Errichtung einer Slaaisgewerbeschule in Laibach zu wenden, habe der Burgermelsler cm dies« bezügllchls Gesuch im Namen der Gemeinülverlretung am 5. Juli 18?6 an Se. Excellenz oeu Herrn Mml» >ter sitt Kultus und U.urrnchl gerichtet, dem sich die löbliche Handels- und Hewcro..talmner für Ki.llln mil eil.em gleiche», Ge>uche vom 2. Augu>l 1876 anae>chlossen have. Se. Exc. oer Hcrr Unlerrichtsmimsler belome in leinem h'.eraus erlassene», Amwonschrelben, duß er die tjragc der Ernchlung von Gewerbe>chulen slelS eingehend gewürdigt habe, allein die oelchl.ulil.en Mllicl des Staates lassen es derzeit nicht zu, neue Gewerbeschulen zu ellichlcn, da selo>t dlebeicils bestehenden zu giMinogll» chen Ecipaimsscn in ihren Aus^b"' und Anforoeiungln gehallen sind. Se. EfceUmz der Herr Minister erklärte jiloch, dle weitere El^lchl«ng von Gewerbeschulen, ins-veiouoere dlc von dn ^alva^er Gcmelnoeoerlrclung und der ll,alm>chen HaiwelStummer crbeleue, im Auge behal» len zu wolle». Zm^ächjl empfehle es sich, SaMern den Bejuch der Slaals^wtrbeichule »n Glaz durch Erclerung von Supendlen zu erleichtern. Dcr B u r g er ul e l st er beantworttt hierauf d»e vom GR. Horal gestellte Inlcipcllallon: warum dem zum Ehrenouruer von kalvach ernannten Dr. Johann BleluittS von der Gemeinde bisher noch lein Diplom zugestellt wurde. Der Vurgermcliler erklärt, er huvc m oer Auusreuistralur nachgesucht, doch keinen nieittre,, Alt vorgefunden, als das Proiololl der um 27. November 1867 avu.eiMcne,! Gemtinocralhssitzung, in wacher Dr. BlelwelS in Anerkennung «einer Verdienste um dle ^and° wirthschaft des «andcs Kram einstimmig ^um Eyren» vürger von Lalbach ernannt wurde. Das Protokoll ent-hlell wllters oen Äe,chluß oes Gcmelnderalheö, es sollen der Gemeinde durch o»t «llllfertigung des Diploms leine großen Kosten erwaa»en. Daß bisher lem Dlplum aus-ge>nUt wurde, lieue uichl' in dem Ver,chulden der jetzigen Geuiemdeoeriretun^ ,ordern der damals am Ruder ge> wejcnen. Ucbrigens weroe die vernachlässigte Anfertigung des Ehrmbürgerölploms nunmehr nachgeholt werden. Der Bürgermeister beantwortet sonach die In» terpellation des GR. Regali: ob jene Hausbesitzer, welche nach dem „euen Häusernumerierungs - Sislem mehrere Numlnern an ihren in oerschledcne Gassen und Plätze mündenden Fronten erhielten, auch alle diese bezahlen müssen, dahin, baß dies bereits durch den Beschluß des Gemeinoerathes, mit welchen die Wintler'sche Haujerlmmericrullg acccMrt worden sei, die eben eine solche Numerierung voraussetze, bestimmt wurde: Eine Abänderung des einmal gefaßten Beschlusses sei nunmehr durchaus nicht am Platze. Der Bürgermeister beantwortet eine weitere Interpellation des GR. Regal i wegen besserer Beleuch' tung und Beschotterung der Hraoezkyvorstaot. Die Beleuchtung sei bis nun zwar leme splendide, jedoch auch leine mangelhafte gewesen. Um eine noch bessere Beleucht tung zu ermöglichen, habe der Bürgermeister dem Stadt-Magistrate den Auftrag ertheilt, einen Voranschlag über die eventuellen Kosten vorzulegen, für den Fall als die Lampen in dieser Vorstadt vermehrt werden sollten. Derselbe werde demnächst dem Gemeinderathe vorgelegt werden. Dem Wunsche des GR. Regali nach besserer Beschotterung sei bereits entsprochen worden und se< nunmehr ganz die Straße gut fahrbar. Der Bürgermeister beantwortet endlich die Interpellation des Gemeinderathes Regali über die Vernachlässigung der Amtsstunden vonseile der Magi-stratsbeamlen in nachstellender Weise: In Beantwortung dieser Interpellation mache ich vor allem darauf aufmerksam, daß der magistratliche Amtsdienst ein vielfältig auswärtiger ist, wodurch die Beamten sehr häufig genöthigt werden, während der Amtsstunoen die Kanzlei zu verlassen, um ihre executive»! Aufträge zu vollziehen, wodurch sie natürlich in die Lage gelangen, innerhalb der Dienstzeit auf der Gasse gesehen zu werden. Dieses Erscheinen der Magistratsbeamtcn auf der Straße berechtigt daher in leiner Weise zu dew Schlüsse, daß sie damit Privalwege machen. Im Gefühle dcr Kränkung über dm ihnen ge-machten, ebenso ungewöhnlichen als ver-letzenden Anwurf haben die Magistratsbeamten mittelst einer gemeinsamen Eingabe an mich Satisfac-lion und Schutz verlangt. Um ihnen diese Satisfaction zu geben, bezeuge ich als ihr Amtsoorstcher hier in öffentlicher Sitzung, daß dieselben nicht blos voll ihre vorgeschriebenen Amts- . stunden einhalten, sondern auch trotz ihrer für die Dienstes-anforderungcn unzulänglichen Anzahl sich redlich be-mühen, durch Arbeit über das Maß der Amtsstundeü diesen Kräfte-Abgang zu ersetzen. Und um den Magi' stratsbeamten den erbetenen Schutz zu erwirken, kann ich wol nichts besseres thun, als diese achtbare Beamten« schaft unter den kräftigen Schirm der Gesammtheit des löblichen Gemeinderalhes zu stellen. (Stürmisches Bravo.) GR. Regali ergreift das Wort. Der Bürgermeister erklärt, daß Interpellationen nach der Geschäftsordnung nur unmittelbar na< Schluß der Tagesordnung gestellt werde» tiwnen. GR. Regali: Die Amwort auf diese Interpella' tion schützt mehrere Beamte ... — Bürgermeister: Nach uuferer Geschäftsordnung ist die Anknüpfung einer Debatte an eine InterpcllationSbeantworlung nicht gestattet. Es wird nunmehr zur Erledigung der Tagesordnung ! geschrillt«. ___________ (Forts, folgt.) , — (Uc bersetzu,ig.) Der Assistenzarzt in brr Reserve, Dr. Franz K o c u o u:l o°n> Rcscloe-Kommundo des Illsaütcri^ Regiment« Freiherr von Maroiiic Nr. 7, wurde in dte nichl aktive l. t. Landwehr Überseht. — (Gemeinderathssihul>. h.) Die Tagesordnung del gestrigen GemeinderalhasilMig wurde truh drnstilildiger st' rachuügsduuer nicht erlediget und dillfte daher zur Erledigung, delsclbcn im 5,'aufe der nächsten Woche eine ucue Slhuug a^ beraumt werden. — (Schulnachrichten.) Der provisorische Lehrer '" s Znlniz, Herr Vulenlin Zvagen, wurde, wie die „Laibache" OchlilzeUuxll." meldrt, zum desimtivcu Vehlel dasllbst ^liülinl. ^ Da« älteste Mäochemustllut in i!aibach, da« im Iahie 1«li0 v"" Fliiulem Marie Edle» v. Zolllrudors gegründet wuide und l^ somit ei»e« LHahrigeu Bestandc« erfreute, wmde mit Vegmn ^ lllufclldeu Schuljahre« au»gelusscn. — Z» Pcrltem» der Lehr"' schafl im l. l. »ezirlsschulillihe wurde« gewählt: «m Schuldes «rainburg: die bisherigen Vertreter: ilorenz Sudar. Sch"^ leiter zu «ischoftaä, und iluta« «iilfk, Schulleiier zu Neumaillll im Schulbczllle Hbel « berg : Karl D^mscher. Oberlehrer '" Slnosetlch, u»d Paul »llut,i, Lehrer iu Adelsberg. Die li^' ordcl'tlicht Vezitlslehlerlonscrenz im lthlaeiiannt.'N Vezirte niull" aus PfiügNdlenülag den iili. Ma, d. I. », Adelsbcrg festgcs^yt. ^ , Mit Vtamn diese« Jahres lomme« 45 lcnüoschi S l u t> e » lt"'! Slisluugen zur W«ebcrbelet)»»g. Vijuchc ,,m sulche sind ^ 15. d. M. im Wege der vorgelchlen Siuolcndirecli«,:, bei ^ l. l. isandeslegierung in iialbach zu überreichen. — (Geschäftliche«.) Da« l. l. Halidelsmin.steli^ lrlilte die Nufmeltlamlcit der Handel«. undGewerb^ lammer in i.' a > b a ch auf cine in Eilg.aud etschirliene ««>'', lichc Nu«gabe dcr Aus,l!hru,!M^schliflel, z>: dem englifchel, H""^ de!<,malle,l-Registlicrui!g«!.<Älletze vom Jahre lV75 und z» t^ daoselbe ameudiereuden Orjchc vom Jahre 1«?6, welche der ofi^ leichischcu I,idu»r>e. die ihre M^rlcu ,n Eli«lalid zu registc'^ wllnschl, einen umso erwUilschleu Schelf Oarbillc.» dürfte. °l« ^ Burschnflm in lhrem Nachhange nebst dem Tff'e der btide" ^ sttze eine genaue linlerwclfuug für jene Pcrfouen enthält, "^ ill» dir Reg,jlr,slMlg lhrci Halloel«mn Englalld ani^ ! wollen. Besonders ist zu bemerteu, daß alle Au«lä»der untel"^ l-lben Veoiussuugen, wie eng>i,che Staa,«ai,gelzürlge zul Rcg'^, lung lhr» Villen lu löugland zugelassen werden, uud daß . el folgte Registrierung i» dem Staate, welchem der Lige»^^ der vcllcffeuben Mailc uugrhurt, nicht nothwmdlge'wcise t>ec ^, glstlierung dliselbe» >n Englaud vollluegcheu uiUssc. Hiefc^ 77 lchrift ist m England um den Preis von , Schilling bei vielen Wmen ,u haben, wird jedoch auch durch die inländisch«, Vuch. HXndlerfirmm O. I. Mauz. Wilhelm NraumNller H Sohn so-w'e Vcrold H E°mp. in Wien zn beziehen sein. Außerdem er-'ch'm noch eine vou Trade Marlc Registry Office in London pu. "lz'erte, be» Eyry H Spoltiewode gsdiuckte „Notice", welche «awe Vemerlungeu hinsichtlich der Registrierung der Handels» Marlen fllr Naumwollwaren in England enthiilt. "" < ^l« astasius GrUn - Denlmal.) Da« „stuoen. t>,che GrUu-Denlmlll^omilö" in Wien erläßt fönenden Aufruf- Kommilitonen! W.ederholt ,ch°n sind wir unter dem Zeichen MaMu« Gciins vor «Luch hingetreten; da« einemal. al« e» M. °M Iubeltllge de« unerschrocleuen Freiheitssäugeis den Ge- M en aufrichtigster Verehrung und Vewunderung Nusdrucl zu verl«,hen; da, a^eremal. al« an uu« die traurige Pflicht hcran- ll"»,' n^ ^"^ Dahingegangenen die letzten Ehren zu erweisen. "n° «chcril htm D.chter auch seine Werle ein bleilienbe« An- e ien - davon, daß wir ihn alö einen der Vesten seine, Volle, annt; davon, baß seine Worte im Herzen der Zeitgenossen und wahre Begeisterung fllr dei, Menschheit Ideale wach, prüfen, soll ein wllrdige« Denkmal Zeugnis geben. Waren ja VN' deutschen Hochschulen von jeher die Stlltleu freiheitlicher Ve- nrebungeu. echter V°te,laudeliebe, die deutschen Studenten stets «füllt von Vewunderung fllr die Vorbilder edlen Mannesmuthe«, unerschütterlicher Eharalterstärle l Kommilitonen l Zum Zweckt der Durchführung dieser Idee h°t sich ein an« Prosessoren und Studenten der drei Wicner Hochschulen bestehende« <5°mit6 gebildet, da« sich die Ausgabe ge. Ml hat. unter der deutsche» Studentenschaft fllr diese« schäne Unternehmen zu willen und dieselbe zu wcrlihäliger Theilnahme anzuregen. Möge unser Streben von Erfolg gelrönt werden; möge in „icht allzu serucr Zeit um Strande de« vom Dichter so lltrrlich besungenen Strome» ein Deulmal sich erheben, von dem Nnastllsiu« Grüns eigene« Wort gelte: «U»d ans dem Standbild strUme i?eben auch. Dc« groß«, Gcistes ltbe»«warmer Hauch; Dann ziemt auch un« da« schiwe, stolze Wort: Do war und bleibt er unser sort und fort.« W'il«. lm Jänner 1877. Die Helieu Professoren: Dr. L. u. Stein. Dr. Th. Villrolh. Dr. F. Vcentllno. Dr. K. v, Llitzow, Dr. L. Rlitlinger, Dr. lt. I. Schlücr, Dr. Zimmerman. Dr. M. Willen« sind der «Lin« ladung de-z Eom»«;«. demselben b^utreteu in bereitwilligster We,se »«l°!gt. Eubscriptiousbogcn liegen ,m i.'olale d-« «Lesevercine« «r demschm Studenten Wieu«, Stadt. Wollzeile 33.« auf. An der Spitz, des Counts» stehen: Professor Dr. K. I. »Noer, »li, Voisi^nder. Anton Bum, «lml, m«N.ng Nr. 15 in Oraz je nach dem Gewichte " ^0 dl« 80 kr. lu baben. — (Warnung vor falschen vanlnoten.) In jüngster Zeit kommen wiederholt Falsifikate von österreichischen 10 st.». 5 fl,. und 1 Ouldcu»N°tcu vor. Zur Verhütung von «e-nachlheilijjungcn empfiehlt sich duher eilie erliühle Aufmerksamkeit im Geldverlehre. Zur leichtere» Eilennung theilen wir daher n^ch» stehend dic hcrvorraglndslen Kennzeichen mit. an deneu die erwähnten falschen Vtoten kenntlich sind. Da« Falsifilal der 10 ft.. Note ist gewöhnlich etwas duntel schattiert und wird erst bei näherem Betracht al« falsch erfnnnt, und zwar ist dasselbe auf Velinpapier al« Federzeichnung mit Serie l^,. l,. Nr. 1K6.666 und unten 4, 5, und unterscheidet sich von den echtm dadurch, daß die Strafbestimmung vüllig unleserlich erscheint und da« den Adler haltende Schild und die grüne Numerierung X grob und unleserlich ausgearbeitet sind. Da« Gesicht des Hirten, Vrrgman» ues nxd ilanomanne« unten ist zwar ähnlich, aber man sieht so» gleich, daß der Plattelidrucl nicht überall gezeichnet. Die 5 fl.» Notm »ragen die Vene N. <>. Nr. 81 und unterscheiden sich von den echicu dadurch, daß der Druck jowol der Figuren und der Embleme, al« auch de« Textes etwas fett und grob, und baß auch die Schrift der Kontroll- uud Slrasbestimmungssähr unrein uud schwer lesbar erscheint. Die «ückscile der Füufer.Note ,st jedoch fo gut getroffen, daß felbe auch bei einer genauen Vesichligung von den echten sich »icht unteifcheiden läßt. Da« Falsifikat der 1 fl,«Notei, trägt die Serie li. v. und Nr. 45. Obgleich auf den rlstcn Ulicl sllr echt gehalten, unterscheidet e« sich von diesen da« durch, daß aus dem Falsifikate aus dtr ersten Seite hinter den Worten „klingender Münze zu leiftm" dn« Wort „sind" und bei dem Worte „sür" da« „r" cmsgclafscn ist. Ucberhauvt »st die Schrift der Slrafbcstimmung unrein gedrulll, und «umeullich aus der rechten Stile unleserlich. Au der Rückseite ist das Schild unter drr „1" giov und dir Krone über dem böhmischen Wap-peu unregelmäßig und oberflächlich ausgearbsilct, die Kronr auf dein Kopfe dc« dühmischen i?t>we» sehll, und der llnle Vordelfuß de« Löwen ist gegen den Naud zu krumm. Vli dem lombardo, vcnezianischtl! Wappen ist der venezianische Löwe beinahe unsicht» bar und der Kops verschwindend klein. Vei dem schlestschen Wap» pen ist der Adler nicht rein gearbeitet und mit einigen Strichen angedeutet und die rcchle Seite ist nicht auspunktierl. — Trotz aller Angriffe, welche von geil zu geit von interessierten Personen gegen Dr. Niry's Natnrheilmethobc losgelassen werden, hat sich dies vorzügliche populä'r.mediziuische Werk und das darin besprochene Heilverfahren immer neue Anhänger erworben und m immer weiteren Kreisen günstigste Aus. „ahme gefunden, was schon daraus hervorgehl, daß dasselbe be-reits iu mehreren fremden Sprache» gedruckt werden mußte und schon über 68 Auslagen erlebt bat. Wir glauben daher, auch nur im Interesse der zahlreichen, nach Hilfe — Heilung verlangenden Kranken zu handeln, wenn wir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen gläxzendeu Zcngnissr dieses, nur 60 lr. ö. W. loslende Auch dringend zur Anschaffung und Darnachachtung empfehlen. Um nun aber durch ähnlich betitelte Bücher nicht irre g eführt zu weiden, verlange man ausdrücklich: „Dr. Niry's Na lu rheilme. thode, Originalausgabe von Nichters Verlagsanstalt in Leipzig."_______________________________________ Neueste Post. Prag, 11. Jänner. Graf Alfred Veaufort-Spon. liu, HerrenhauSmilglied und böhmischer Fideicommih. Besitzer, wurde, wie das „Präger Abendblatt" meldet, unter Vestätigung des herzoMitels in den erblichen österreichischen Wrstenstand erhoben. — Heute abends traf General Tschernajeff hier ein. Pest. 11. Jänner. (N. Wr. TM.) Der „Pest« Lloyd" meldet: Das Selbstgefühl der Pforte ist zu> sehends im Wachjen. In der vorletzten Konjerenzsitzung formulierte Rußland dus Minimum seiner Forderungen und erklärte, es werde sich dasselbe holen «mit allen, vielen oder mit lvemget,," worauf der Vertreter d» Pforte erllinle, die Tüclci werde es verweigern „gegen wenige, gegen vicle oder gegen alle." Berlin, 1l. Jänner. (N. Wr. Tgbl.) Vei der Berliner Reichstagswahl crlitl die Fortschrittspartei eine Niederlage. Die Sozialdemotrat,«« flegien in zwei Wahl» lreisen unbedingt un.d gtlcmgen in zwei anderen zur Stichwahl. Die Na!ional-^ibel.alrn errangen eine Slich wühl gegen die Fortschrittspartei, welche nur in einem Kreise jhren Kandidaten (Duncler) definitiv ourchbrachle. Konstan tin opel, 11. Jänner, mittags. Die „Agence huvas" meldet: „S'cherem Vernehmen zufolge beharrt die Pforte in ihrer Opp sit«?n gegen die inter» nalionalc Kommission und den Modus der Orncnnung der Gouverneure; nichtsdestoweniger ist es möglich, daß ein Einvernehmen auf Grundlage der Andrassy'schen Note zustande lomme. Die Hallung Ruß'ands ist in der That eine versöhnliche; dagegen ist jene Deutschlands einem Einvernehmen minder günstig. Die -heutiae Kon« ferenz ist von großer Wichtigkeit. Man hofft noch immtt auf eine Versöhnung; sollte aber da« Resultat wie jenes der vorhergegangenen Sitzungen ein negatives sein und sich nicht die Möglichkeit eines Einvernehmens zeigen, alsdann würden die Mächte einen entscheidenden Entschluß fassen." Pera, 11. Jänner, abends. Wegen oes Minifter-raths wurde die Konferenz auf morgen verlegt. — Wegen genügender Defenstostilrle wurden die Milltür-Einbcrufungen suspendiert. Telegrafischer Wechselkurs vom 12. Illnn«, Papier - «ttlte 6190. — Silber, Rente 6795. — Voll» Rente 74 35. — lS60er Sl«,al5-Nnlehm U3 —. — V«nt-Actien 813 —. Kredit-Actien 140 70. — London 125 55. — Silber 114 95. — «. t. MUnz-Dulaten 597. - Napoleonsb'or 10 01'/,. - 100 Meich»marl 61 75. Wien, 18. Iiinner. 3 Uyr nachmittag«, («chlußlurse.) Kreditactim 14080, 1860er Lose N310. 1864er i.'ose 133 75, österreichische «ente ,n Pllftier 81 »0. Gtaalsbahn 248 —. Nord« bahn 180 50, 2OFtanll,ftü dung. Den 6. Jänner. Matthäus Ioras. «ealitätenbesiher, 60 Iabre. Stadtwaldriftiaße Nr. 4, Wassersucht — Katharina Slubic, Iuwobnerin, 76 I . Zivilspital, Altersschwäche, Ednarv Igl. Theater.UequifiteuiSlmd, 4'/, I., ßlorlangsnsse, Nr. 2b, «acdenbräune. — Kaspar üulardi, Inwohnerösohn. 13 I., Iivil» spilal. Psoasabszeß. Den 8. Iänner. Helena vodnil, Inwohnerin, 28 I., givilspital. llungentubertull^e. — Josef Suft, «äcker, 51 I., Zivilspilal. Kredötachefie. Den I I. Iiinner. Alois Lindner. l. l. Steueramls» Veamltuö.Kind, 1»/. I.. Kastellberggasse Vir. 2, Wafserlopf. Änftetommene Kremde. Am 12. Iünuer. H»tel Stadt Wien. ^!0w.Veei und Schneider, «stte.. Wien. — Louiar, l. l. Marinelommifsariats'Üdjunlt, Pol». — Pe- trovic, Kapitän, Trieft. — Botxc. Priester, Nadmannsdorf, Hotel Glefant. Tratml, Beamter, tlbelsberg. — Schranz, Veamter, i,'eoben, — Vanzl, Wien. Mohre«, hosbauer, Fabrilanl. Nenmarltl. — Popovii. Kfm>, 5.. O. schwach Regen « '^ I 9 „ Ab. 728.«« > 4.« j O. schwach bewölll """ Düster, geschlossene Wollendeckl; N?gen, den ganzen Tag «mhawnl». Da» Tagesmittel der Wärme -j- 5 4°. um 8 0" ltber dem Viormale. Verantwortlicher Medacleur: Ottomnr Vamberg. ^^!k!l!)el'll1^ ^ü !^' ^".""" ll.Uhc.) Man lann den heutigen Verlciui de« WejäMe« unbedingt einen sehr «Unftigen nennen. Die Alilllgsltlufe fanden eine lebhafte Fortsetzung >^^> >»wl»^^. „„l, d,e Specul°l,°t, ze,gle vergröberte Geneintheil. mil diesem Faltor zu rechnen "»'» Pndi ^tld war« N^'">........°l«b °,W " !^0........!13- ,I3^K " /,^" lätluftel) .... 128-- I2i< f." Un« ."",........IU3^5 1^50 »cm, V"°""'^"'......'li ?5 7tt 2l. ! Nud^' '.......'62- ,«2 2r, ^ D^'^'t!Ul,cluuus«i.'ost . . W4 40 14?.. d°^"^°''d''n.fe . . . . ,4lh.. .4,b„ "°llerrelch,sche Schahschtint . 97 80 u^0 ^^' ^ch°tzb°„« vom I. 1874 95-.. z. nÄ ^E»abtLem:mdeW>tN k> ?.> Temcser Vanat.......71 - 71 50 Ungarn..........78 60 74 - Nctien von Vanten. Velb Walt Nnylo-Vsterr. Vllnl .... 742b .4t"' lt,r»'iu,!,l 2b l41 l0 DepositenbanI....... I'/9 - ^0 K ^!>!>»ar. . )13b l>4'— «scomsi'.Aiflall...... «bl «b^. )i»!,!)lll»d<„lt....... 513 KI»i — Ochirr. »autgel'Mchafl . . . 182-- «f'b — 'l-.^nlions . .,,... l)4t^ 5 -Vtllehrsbanl . , . . 7d — 79 W«,!,r Boillo^m l)f> H6 — Nctien von Tranbvort-Unterneh-nmngen. »tlb wo« «lfclib.vohn , .^. _,._ W°n,u.2)«,mp,chlf,.. GestUschaft «44 ^4s. ^M«bf«,.Wt.l"«n .... l«775 ,^2!> nrrd,nanbscl,?ordbahn ,«l) Vtid Ware Fr°nz - Ioslph - Bahn .... 1/4 s»^ 24-7^ Oc>l,zischl ^li-^uow'«!.««!,« . 20'75» ?04 25 «luschau-Oberberger »abn . . »4— 84 rlU'btsn. 0en9 f»0 Nudolfe-Bchn . . >O>?5 l' 1 sunl!»u<,hu . 24? ?»«> '^4i__ sttdbnhn......... 7750 7775 tysik-Babn ... 'l^ Ungas.-galiz. Verbindun^bahn ^5— 76 — '"x^xHc »iordüüouyll . 855 > l>6 — Wiener crammay->»'i,>llch. 9 b0 9l . Pfandbriefe. ,l:e- " ,' ^ ^.B.-«.) v^'2l> »l» HU N°t!^,n«lt,l,„l 96 6l) V6U' Unu.Nodt,!lrld!,-Inftilul <«»».) «6— bb 2b PriorilätK Dbligationen. lklisablih-V. I. «m. . 91 ?b l»L Feld-V^z-db. in Sllber Wb 1«>b2b jfranl ^l»lel>l>:«abll . ftCdv ^i »0 Gelb Wai« Vlll. ll«l:«ubn,i,«V.. 1. Vm. 99 50 99 75 i>lwl Nnrdn"» «ahn 8^25 8^5^ Giebenblllgrr Vohn . b^ b8^5 Sll»m«!b°hn 1. Vm. . '"50 »5^- «?uo^,u » »»,....... '"?b 'l'» — b-<...... »sk'. 94- Sudbahn, O°n»......— ^ ^'^ Hevlse«. »uf deutsche Vlcche . . 61 1^' 6 l e^ i!°ud°n. lnrze S,chl . . ^bb' >^b5^ /ondon. lange S.chl . .."^'25 70 PllNS . . 49bb 4979 4 ^Ut, ^ li.^ ^ - - »lumilch, Vrunl,entl»Nuu«««0bli»«ti»n<'n Privatnotierun, : Geld 9'—, Ware — —- 74b0.H^7^"?.^^^ 67?0 bi«67U0. Goldrente 74 2b bi« 74 40. ««b.. 1411s. bi« 141 ^ «°«'° "'" "'