.M l8. 31üi!llalj am 24. Miner_____________l859. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahine dcr So»n- und Feiertag,, täglich, „nd lostet scimiiit den Beilagen im Conlptoir gnuzj ährig it>lt reuz band i»l (>o>»p-toir ganzj. t2 ft., halbj. 6 fl. Fi,r die Zilstettung in'S HauS sind halbj. 5N fr. mehr zu entrichtn,. Mit der Pc> ft portofrei gnuzj., unter .strcnzband und gcdnlckter Adresse 15 ft,, ha l b j. 7 st. 5l, lr. InsertionSgebühr für eine Garmond-Spalten' zeilc oder den Raxin derselben, ist für I malige Tin-schalt»»g <» lr., für Lmalige 8 lr., für 3malige richts - Adjunkten. den Ersteren für das i!a»dcsgcricht in Prag. drn Letzteren für das Krcisgcricht in Ta« bor ernannt. Der Justizmiuister bat denStaatsanwalt'Substitutcll bei dcm ^omitatsgcrichte ul Gynla. Karl W c l s z. zum Ober. Staatsauwalt > Stellvertreter, zugleich Nathssekrelär bei dem Oberlandcsgcrichtc Großwar-dcin ernannt. Dcr Inslizministrr hat dcn Gerichts «Adjunk. ten des Ärcisgerichtes in Bndweis. Wenzel Emanuel Melichnr, ül'cr sein Ansuche» zu dcm Preisgerichte in Iicin überstyt. Das Handelsministerium hat die Wiederwahl des Anton Ritter v. Vicco zum Präsidenten und des Johann Hagcual>cr zn,u Vize.Präsidenten der Handels' nnd Gcwcrbckamlncr in Trieft bc> slätigt. Nichtamtlicher Theil. Laibach. 22. Jänner. Mau bezeichnet die alarmirende Haltung Frank, rcichs in den erste» Tagen dcö Jänner offen als ei> ncn Fühler, um zu untersuchen, was Europa daz» sagc» werde, wenn plötzlich das Kaiserreich nicht mehr der Friede l^'äre. Die Anüuort. dic laranf gegeben worden, ist klar genxg: Frankreich wurde Ge!egen> l'sit geboten, in Bezog "lif Deutschland sich um die Erfahrung reicher zu machru, daß die Tage des Rheinl'undes für imluer vorbei sind; in Vczug ans Oesterreich aber besonders, daß ihm hier, im Falle eines crnttc,'. Konftilts. cin Gcgncr cutssegcutrcten werde, kräftig und würdig genug, um alle nugerech» ten Znmullnma.cn ziirnck^nweiftn. D»^ hat deim schufll die Ansichten umgcwttndell, man hat zu l'c> sänfligcn gcslicht; aber dic vom hineingeworfenen Stein erschütterten Wogen werden nicht sofort wieder glatt und ruhig, ihre Kreise sehnen sich weiter nnd writer auö, bis sie am Ufer gcbrochcn werdm. Ol" gleich der gan^c Himmel voll FricdeüSversicherllnge» hä'llsst. wollen dic Aussichten noch nicht bcsftr wcr> deu. Die omläufige Beruhigung der Silnalion ha! darin ihren Grund, daß kcin Fall uorlisgt. der zur Handhabe cincö .ttriegcö ,uit Pcrnfnng alls d^s Vö>> kerrccht dienen könnte. Mer d.i^ Vewuptsci». daß der Fncdc nicht auf der Flic^lisiiclic Fianlrcicho be-i'nht, sondern »l»r ans dcm Mandel ei,irr Gelegen» licit, mit guter Manier einen Krieg beginne»' zn können, ohne die Acht der öffcntlicbcn Mciimug auf sich z» laden, dieses Bewußtsein l,ält die Gemüth, r der gnnzl-n Writ in steter Aufregung, und jedes Blatt, welches von, Vaumc fällt, wird zu 'inem Schrecken ^rbreitenden Ereigniß. D<^>> lommt, daß dic frai'^öslschc Prcssr eixeln'Manne gleicht, der mil der eincii Hand gibt. mit der andern es wieder ninimt. Während der „Conslituiionnel" P.ilmzweigc schwingt, erhrben „Patric" und „Prcsse" Warnungs« rufc in Brtrcff Italiens. „Dic öffentliche Meinung«, sagt dic „..Patric"". «MN wegen der serbischc» Äügc. lcgcubcit nicht im Mindesten in Unruhe. Sie beschäf. tigt sich mit Fragen, dic immer no.b nicht beigelegi sind, lind die eine ganz andere Wichtigkeit haben. Das, was sich in Italien zuträgt, verdient dic ganze Aufmerksamkeit Europa's. Es sind Evll'tlmütätcn. dic nichts Erschreckendes haben, dic abcr schoi, jcht sehr ernster Nalnr sind. Dic wahre Weishcit liegt darin, sie zu würdigen, aber nicht darin, sie abzu< läugncn." Noch dringender warnt die «Presse" vor allzu großem Vertraue,,. «Was Italien anbclangt«, s">N sie. „so versichert mau ül'rigens aus scmst guter Qucllc, daß dic Tmlericu entschlossen sind, dcn Gra> fcn Cavour, der sich soweit vorgewagt hat, nicht im Stiche zu lassen, da. wenn dieß geschieht, seine Stcllnng so kompromittirt ist, daß er von dcr Nc> gicrung zurücktreten muß. Nun, w>,ö dic Vorsicht betrifft, so babcu dic leplcn Vorgänge bcwicscn, daß man in Europa Wache halt. und vor allzu großen, Vertrauen braucht die „Presst" auch uichl zu warnen. Dic Saat der Gnüchtc trcil'l noch immer lustige Blüthen. Bci dem Mangel greifbarer Frage« n»d Anhaltepunkte erschlinen die zahlrcichln Disklissioncn, dic wir in deu Blaltcru finden, begreiflicher Weise »och nichl klar genug und jedenfalls uur lonjektliral, T ie Oel'l. (5. bemerk!, daß es auch in Frankreich anHtim« nil>i nicht fl'l)l!, welche dio Flalcruisirniigö-Doktrinen ocr „Pl-sssl—, d»ö ^Sicclc" lcl'yaft bekänipfen und >ils rroolutionär fennzsichnsü. Eden dcßhalb stößt Olst»rreichö starke, würd«volle Haltung allen Freunden der Onnung und Gesetzlichkeit iu ganz Europa Ach> tllug und Pcrtrancn ein. Der Pariser Korrespondent der „Wiener Ztg." schreibt: Die ruhige Energic dcr österreichischen Nc> gierung und dcs österreichisch«'!, Volkeö beruhigen das hissi.ic Pnl>likulN mchl, al»< alle gcsprocheusn und gedruckten Worte, die seine Wallungen stillen sollen. Nur ;u oft bat man iu Wien mit Recht über den Vinfinß geklagt, welchen die dortige Börse dcr hli-si. gen gestattet. Seit !n<-l>rercn Tagen findet der m,,' gelelntc Fall Statt. Dic Pariser Börse richtet sich hauptsächlich nach Der Wiener, nicht bloß in Betreff einzelner Effekten, welche beiden Platzen gemeinichaft» lich sind, sondern in ibrer ganzen Tcnrcnz. Dic i» Neapel augeblich getroffenen Maßregeln erregten hiev die Vcrmntbnng Muralistischcr Umtriebe, welche cillrn Gesellschaftsklassen noch weniger als Maz^inist'schc Putsche zusagen. Das Vertrauen wurde sofort wie« der ivanleud. Als aber dcr T'segraph gegeu 3 Ul>r aus Wien di.' Meldnna. von dcr Stimmung der Bö>se brachte. Ivnrden die l,ßten Besorgn>sse und der lcßie Verdacht unühig über Bord geworfen, und erst seit jener Meldung lägt sich s'igeu. daß die Börse e»t schlössen dara» geht. ihrc Wundcu zu heile,, und las verloruc Terrain zurück zu erobern. — Die Resormbewegnug in England »immt grö> ßere Dimeusioncn an. Bright will sein Projekt durch eine sogenannte Monstreagilation imterstützen. Die „Tiines" nannlen es zwar gemäßigt, der „Glol'e" und andcrc Organe l'ingegcn mci»cu, es bezwecke Nichts, als die Fabriksin?ustrie anf den Thron zu setzen und alle anderen Interessen dagegen in den Schalten zu stellen. Wir fürchte« nicht, ein sl'Ich.s Resultat beklagn! zn müssen, da die „och wohlge-gliederte Mech.iuik der verschiedenen gesellschaftliche» Elemente Englands es schwerlich znlassen wno. D-c wahihm'l läuieriwc u»d erhcl'endc Kraft der indnilriel-len Arl'cil bangt wesenllich mit eem reli^iös'sitllichc» Elemente zusammen; dieß in, Widersprüche mit so vielen Traditions.» Englands nicht genugsam zu wür> digcn. scheint ei» Hauptfehler der sogenannten Manch» slcrnläuncr. O e st errei ch. Wien. Sc. k. f. Avost. Majeslät haben mit AUer« böchster Entschließung rom 14. d. M. dem im k. k Strafhaüse zu Padna befindliche» Antonio Visei'tini-den Ncst dcr ihm zuerkannten, in Ilijäbriger schwcrcr kerkerhaft bcslclMdcu Strafe allergnädigst z» sr. lass.n geruht. ' — Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Dezember v. I. allergnädigst zu gestatten geruht, raß die zur probe» weisen Dienstleistung bei der Finanzwache oder bci anderen Zivil'Staatsämtern beurlaubten Offiziere auf Idic Dauer dieser VerweMmg Zivilkleidcr tragen dürfen. — Ihre k. Hoheiten dic durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Wilhclm uno Rainer »nd die durchlauch» tigstc Frau Erzherzogin Marie baben voi» Trieft eine Ncise nach Dalmatien uotcrnommeu und sich am 2l). d. Nachmittag 4 Uhr auf Sr. Majestät Dampfer „Elisabeth" eingeschifft. Wien, 20. Jänner. Ueber die Paduaulr Stu< dcntcnerzessc schreibt man dcr offizielle» »Mailänder Zeiiung" aus Padua. 14. Iäuucr: Der vrrstol' bcnc Professor Zambra, dessen Leiche mau zn einer politische!, Demonstraiion benutzen wollte. Hatt5 wc> nigc Tage vor seiulm Tode. in einem Augenblicks, wo er die Hoffnung der Wicdergenesnng schöpfte, an den Erzbcrzog'Oeneralgollverneur einen in den erge« benstei, Allsdrücken aogesaßlen Brief geschrieben, worin er. seine Wiedergenesung anzligend. dic Hoffnung ausdrückte, binnen Kurzem ein Wutachlen abgeben zu könnc» . das Sl. kais. Hobeit durch ein cigenhändi» ges Schreiben von ihm verlangt hatte, da er dcm Erzherzog' Generalgouvcrncur nls cin Mann von Kenntnissen und erprobter Trene bekannt war. Das ^eichcnbcgängniß cinss solchen Mannes zu cincr re« uolütioüärc» Dcmonstiation benutzcu zu ivollcn. zeigt . nicht l'loß von der ^eichlferligkeit, sondern anch vom Uüsixne dieser jungen Bnrsche. Dic Bcvö!ker»ng der Stadt bliel' fo:ter hergestellt. An einen, einzi. gen Punkte orohte eö zi, Koiifiiktcu ^u kommen, weil die Stndenlc,! t'ort dcr Aufforderun.i dcr Palroulllr. auseinander zu geben, nicht gehorchen wollten. Aber da sich die Patrouille rubig uud entschlossrn geigte, zog sich dieses Haustein Studenten zurück. Die be-waffneie Macht, welche hier mit weit mehr Vorsicht, als bci einem ähnlichen Falle in Genua, einschritt, stellte alsoglricb, die Rnhc wieder hcr. c»bnc daß ein Tropfen Mit vergösse» worden wäre. Gestern hatte Alles wieder seine gewöhnliche Gestall angenommen, nur die Hörsalc blieben geschlossen. Vencdift, 20. Jänner. In Padua berrscht die vollkommenste Nube. Man hofft, daß lie Wieder« eröffümig der Universilät in nicht ferner Zeit wieder erfolge» werde. — Gestern Vormittags gegen 9 Ulir fanden hier zwci wellenförmige Erderschüttcruiigeil Siatt. Mailand, 20. Jänner. Das hiesige Journal ,,^'Uomo di Pietra" hat dir zweite Verwarnung erhallen. — Dic H.i!tnng der Beoölker,!»g ist vollkom» inen ruhig, der Karneval belebt. Deutschland. Der „Leipziger Ztg." wird unterm l7. Jänner ^'om Sipe des Bundestags geschrieben: „Gras Salignae F<'N''lou , der bei dem deulschen Bunde I'eglaul'igie Gesandte Frankreichs, ist vo„ hier »ach Paris abgereist. Er wurde, wic man in unter, richteten Kreisen als unzwch'elhaft nnMubme» Grund hat. dorthin beschiede», um mü'ldlichr Erläuterlingen über deu wähnn Stand der Snmmungen der deutschen Negierungen und der Nation zu geben. Graf Ea> Iig»ac F,''N<''!on besitzt infolge langjähriger Erfahrung und Anwcscnhcit iu Deutschland große uno richtige Kenntniß dcr deutschen Zuständc. wic wobl nur wcnige der dcrmaligcn französischen Staatslnänner. Man glaubt, annehmen zu lönueu. dab die jetzige so ganz veränderte, der Erbaltung des Friedens geneigte Auf. f'issnng dcr Dinge, wie sic nun so plötzlich in der Scimstadt sich kundgibt, zu niä't geringem Th,ile durch die Darlegungen veranlaßt worden sein mag, VN welebe dort i>: jüngster Zeit über die Beivegnng dcr Gcmütber in Deutscliland gemacht wore>en." Vlüncki.'«, 16. Jänner. Beide Kaunnern d^' Landtags werden sich morgen Vormiit.ig ^um ersten Mlil versammeln; die Kammer dcr Rcichsrälhc zllr Wabl ihres ziveitcu Präsidenten lind dcr bcidcn Sc> kretäre. die Kamnier der Abgeordneten, unl dic Vil» duug dcr Einweisungökouimission vorzunchlnen. Als Alterspräsident fungirt diesmal dcr Abgeordnete. Glas» fabrikant v. Posch>ngcr. dann als Inngsekrclärc dcr Aovol.n Dr. Schlocr und d.r Dichtcr Oskar u. Nedwiy. wclche mil sechs morgen dnrch das Loos zu bestimmenden AbgeordnetsN die erwähnte Kommissio,' bilden, deren erste Aufgabe es ist, die Legitimationen dcr Kammermitglieder ^n prüfcu. Zu diesem Behufe hat das k. Staatöminislerium des Innern oil- sammt» !icl,cn Wahlakten bereiis den« Herrn Alterspräsidenic» znstelle» lasse». Der Tag der feierlichen Eröffining dcs Landtags wir» nicht vor Ende der Woche bc> stimmt werden sönnen. Es scheint »och ungewiß zn sein. ob der König den Landtag persönlich eröffne» werde. Es spre^en aber viele aus der innern nnd äußern Lagc fiicßendc Gründe dafür uno ist nlan dann sehr auf die Tbrourcdc gespannt. Dcr Aba.e< ordnete Dr. Weis befindet sich bereits seit mehrere» T hcrzogin ionise sino nach Nom gereist, von >vo sie sich nach Neapel z»l den Vermälungsfcstell begeben wallen. Das Mmisterinm bat Vollmacht bekoinmen, einige minder wichtig Angelegenheiten nnter eigener Ver> alltlvortling zn llledigcn. — Nach eingelaufenen ielcgraphischen Nachrichte» alls Vteapel vo»l 2l). Jänner war bercils eine solche Besserung des rl'cnmatischcn Leidens. welches Sr. M^jcstät den König befallen batte. eingetreten, d.^ß Allerbochstdcrsclbc in dcn nächsten Tagen von Lccce nach Neapel zurückkehren wird. Mit diesein Berichte über dic in dein Befinden des Königs eingetretene Besserung ist znglcich Nachricht über das ungestörte Wohlbefinden dcr gesammte» königlichen Familie cin> getroffen. — Die ncnssten Nachrichten, welche ans Ncapel nach Marftillc gel.nigte», bestätigen, daj? weder für Neapel, »o^ für irgend eiüe» Theil des Köiugr^el's der Vclagernng^nstaüd pvoklaniirt worden sei. Wol>! al'er ware d<>scn N^^'ichtrn zufolge unterm 13, Iä'nn,r ein loniqUches Eoikt snr dcn ^an^cn Umfang des Königreiches crfiossen, wornach nbeiall, n'o politische Uinndkn ausl'rcchcn, Krirgsgerichtc zusammen-zutraten l'abeu. Sic werden über die dem Staate wie dcn Privatleuten zu leistenden Entschädignngrn kntschctden. sowic über dic Belohnungen. welche Dc-nen ;uzlierksn»cn sinb. die znr Wiederherstellung der Nnhe mitgewirkt haben. — Die amtliche Zcitnng von Ncapel ucröffcnl. licht ein aus iN'ggm. 'll). Jänner dat'rtcs. von »cm Ministcipräsidcnten kontrasignirtcs löniglickes Dekret, welches ans Anlast der Vermäluüg des Kronp!!n;en mit dcr Prinzessin Maria Sofia Amalia von Vaiern dic Strafe ciner Anzahl von Verbrechern mildert. Dic Strafzeit dcr zur Gcfängnißsttafc in Eisen Ver> lirtbcilttn wird um 4. die der zur Einschliepnng oder Relegation Vernrlbeilicn um 3 Jahre vcrkurzt. Den zu korrektioncllcn GcfäügniLstrafen, zur Ioternirnng odcr Verbannnng Vcrnrlhc>!to» werden zwci Jahre nachgelassen. Ferner wcrocn dic korrcktioncllcn Gcld> buLeil erlassen. Die Prozesse wegen geringer Gesc> ^esübertletlingen werden niedcrgsschlagen. Anf Diebe und Fälscher findet dcr königliche Guadenakt leine Anwendung. Durch ein anderes, von» 27. Dezember datirtcs Dckrct wird rinc Anzadl politischer Gefan> qcncn ihrer Haft cnllasslu nnd ihre Strafe in lebens-. längliche , Verbannung verwandelt. Die Zahl dieser Pnsoncn belauft sich alls 9l. Ponio und Seltene brini befinden sich daiunler. Mit Aczna, anf dic dnrch cincu späteren Ministcrial,rlaß flstgesehte Vc« dingll,'g. daß die Begnadigten nach Amerika gebrach! werden sollcn. verdient bemerkt zu werden, daß das neapolitanische Gesey dic Strafe der Deportation nicht kennt, Pien'ont, 1!l. Jänner. Die politischen Gewit> tcrwolftn balkn sich yier dicht zusammen, und Alles erwartet m ängstlicher Spannnng einen Ansbruch, Auf die Tnippcnseudunq vom Innern dcr österreichi« schcn Monarchie nach den wnü'mdisch.ucuclianischsn Provinzen glaubte man auch in Turin mit einer mi> litärischcn Dcmoiistmtion antworten zu müssen, und scit drci Tagen bcrichten dic hicsigcn Journale von mcklö Anderem als von TlUPpeiunärscheu nach Ge> „ua. Alessandria. Casale und der lomb.ndischcn Gmize. Gestern Morgens cchicltcn auch die Garni- so»eu ^ignri'Ns, d. h. von Finale. Savona, San Nemo. Mentonc, Monaeo nnd N'iz^a, dcn Vefchl, nach Genna zu marschire» , >ro sich >n den nächsten T^' >> etwa 2ii.<)<)<) Mann einfindcn dinften. Die H^l g^dampfer «Carlo Alberto". „Malfatailo" n»d „Anll?ion" liefe» uorgestern von Geinia nach Nizza aus. nm die Vligade Pieinonlc eii^uschiffc,'. die in der Nacht des l2. auf den 13. gleichfalls Marschbc-fehl erhalten halte. Ebenso erwartet man auch i» Genua dic Ankunft sämmtlicher Trupp, n, welche bisher a»f der Insel Sardinien in Garnison standen. In Gcnua selbst herrscht ein reges, militärisches Trei< ben. »nd die Festungswerk? der Siadt sind in vollständigen Vcrtl)eid,gU!!g(<;usta»d gcscl^t worden. Emc Volkeoersainmlllng. welche gester» do>t abgchiilten ».'urde. verlangte >nit großem Tumulte die Vilonng eines Freikorps, welches untcr dem Befehl Ga>iba!> di's zu stehen häite. Derselbe wirbt gcgcuwärt>g alif der Insel Sardinien zwei Versaglicrc«Bataillons, welche er dem Kriegöministeri»m binnen vier Wochen vevspl.ich. — Dic Verlobungöfeierlichkcitcn znuscheu dem Prinzen Napoleon uud der Prinzessin Klotilde sollcn schon morgen, den 1U., mit geottrr Pracht in Turin vor sich gehen. Was den Aufenthalt des französischen Generals Nie! in Tnrin anbelangt, so soll sich derselbe, wie das Geruch! geht. mit dem General ^a Marmora verständigen. General Niel hat noch von dem Krim-Kriege her einen gewissen mi> litärischen Ruf, csuf welchen man yier grostcS Gc> wicht lsgt. Die Truppenbewegungen in der Lombardei Hal-ten dic diesigen Journale gleichfalls in Alhem. Nach dem „Movimcnto" wäre die Magentabruelc von ei-ncr Abtheilung Uhlancu bcseht, dic ihre Patrouillen längs dem Tcssin ausdehnen. Gerüchte der komisch-stcn und widersinnigsten Art werden täglich in Umlanf geset)'. So hiel) es z. B. vorgestern in Genna „dic Oesterreichcr scicn im Anmärsche gegen Alessandria, um die Zitadelle zu überraschen." Diese Nachricht mnßte. um die Anfregnng zu beschwichtige»!, durch eine Negicrungs'Depcsche demeutitt werden. — Na> turlich sind vor Allcn dic Mazzinistcn i» voller Thä^ tigkeil, nm dic allgcmcinc Verwirrling vielleicht z>l einem Handstreich zu bcnühen. Viele iialicnischc Flüchtlinge sind in letzterer Zeit von der Insel Sar> dinien u:id Frankieich »ach Genna gekommen, wo sie ein immer mehr herausforderndes Benehmen zur Schau tragen. Auch sprach man in den lehten Te>> gsii von einer nencn bewaffneten F>nchtll''gs > Orprdi' tion gegen Neapel. Nach den jü»asi Mittbeilungsn. welche aus 'Neapci in Genua binsichtlich der fornil« dablen Nüstnngeu der neapolltanischei! Negieriiüg ein trafen, dürfte das berührte Fluchlllugspwjekt w.ihr> scheinlich lü,tcrbleiben, (Wr. Z.) Turin, 1^. Jänner. Bei der Vermä'lung der Pü'nzisstu Klotildc sollen mehrere Gnadenakte erlassen werden. Im Innern der Provinzen finden andauernd TnippendislokalionlN Statt. Der vorgestrigen Abend» Gesellschaft bei dem Minister der auswärtigen Ange< legenheite» wohnte» der Prinz Napoleon und dcr Prinz von (5'Nigna» bei. Man spricht von nencn <5N Millioi'en Anleihe. Die hiesige Qnä'slur veröffent« licht cinc strenge Verordnung wegen des Meldung' wcsens. — Die in Villafraltca geankcrtc rllssischc rlls. sischc Fregatte „Polkan" war bei dcr Einschiffung dcr dortigen sardinischen Truppen nach Genua behilf' lich nnd lieh dazn ih:c Boote her. Frankreich. Ans Marseille, 16. Immer, wird lelegraphirt: «Laut Briefen ans Tunis vom 1l. Jänner hatte au der Küste jenes Landes zwei Tage lang ein heftiger Sturm gcwntbet »nd 11 Briggs nnd Goelclten, dar» nntcr !> französische, hatten Sch'ssbrnch gelitten. Ihre Mannschaften wllNe» gerettet." Großbritannien. Die Ncgicrnng hat offizielle Depeschen aus Alc> xandrien uoni 10.. aus Sne; uom N. Jänner und ans Bombay '.'om 2^, Dezember erhallen. Die Pro viuzen, in deneu dcr Anfstalid tobtc, lliiteriverfeu sich mcbr und mehr, >l»d kehvcn in Folge der heilsamen Wilkllngen der Proklamation, dic Amncstie verhciN. ^nr Ordnung zurück. Am 1, Dezember schlngen die Briten bci Bisiva, im Königreich Ond?, den I^mael Khan. Dieser Hoidcnfübrer lieferte sich drci Tage nach scincr 'Niederlage nebst mehreren sciner Genossen den Briten aus. Am 17. Dezember brachte Sir 5?. Napier den Insurgenten untcr F.rod Khan noch eine Schlappe bci. Tantia Topcc war immer noch »iehl in dcn Händen der britischen Behörden. Niederlande. Aus dem Ha«ss, l l. Jänner. Nach Verned« mcn wird der k. hoüändischc Kommissarius in Japan. Mr. I. H. Donker Curtius. in Kurzem in die Hei> niat zurückkehren, nachdem er sich dort so ftbr alls-gezeichnet dnrch sci» umsichtiges benehmen zur Vtr» wirklichung der Politik, welcher ciust Kö'nig Wilhelm ll. huldigte und der auch der jetzig? Monarch so ganz ergeben ist, nicht allein im Interesse Hollands, son« dern te» übcr Iap,>» geschrieben worden ist. scheint demnach das übrige Europa nicht zu wissen, Serbien. Vcl^rad. 10. Jänner. Nachdem Fürst Milosch von dcr Pforte (ingewieien worden war. ci»en Kai» niakan fnr Serbien zu ernennen, der das Land bis zu seiner Anknnft alS sein Stellvertreter regiere» solle, hat hentc dcr Fnrst an Stevtscha telegraph,rt und ihn, diesen Posten übertragen. Slevtscha hat jedoch nnter oer A»gabe, daZ er sich nicht stark genug für ei»c so schwer verantwortliche Stelle fühle, diese Ebre,ib> gelehnt, nnd in seine»! Antworls'Tclegianim gerathen, der Fürst möge die bisherige provisorische Negiernng btstäligeu. Dergleichen l>at heute das Semliuer Donau« Danipfschift'falnts Iuspektorat alls telegmpischsm Wege von sciner Direktion den Auftrag erl'.iiten, den d.isrll'st wohnhaften Kapitän Franasouich sofort zn Lande nach TnrN'Severin zn schicken, nm dort das Kommaudo des Schiffes S^c^cuy zu übcrnelnnen nnd mit dic» sen» zur Aufuahme dcs Fürsten Milosch und der Dc> pntalioil nach Giurgcvo zu fahrcn; er soll keine Mühe und Opfer sparen, um seine Aufgabe, Milosch bis Nadujevits, dein eisten serbischen Grcnzortc, zn brin» gen. auszuführen. Franasovich war eö, dcr im Ial)re 183!) den Fürsteu Milosch aus Scrlueu weggeführt hat, bei n'elcher Gelegenheit Milosch ihm versprochen, daö, sollte er ib» einst nach Serbien znrnckfnbr,!!. er für seine Znkuuft sorgen wolle, Nm« hat drr Fürst vor< geilannlc» Kapitän ausdrücklich znm Kommandanten dcs Sel'iffes, das ibn »viedcr in die Hclmat trägt, '.'crlaugl. Finst Alexander bat Semlin heute Millag ver» lassen und sich uach Teinesvar begcbcn. ^lus^land. St. Pcteröbnr,,. ll. Jänner. Der Kaiser hat eine Einrichtung getroffen, d.rcn Wichtigkeit nicht leicht verkanul wndc» kann. Zur Vorprüfung der Pläne lind Anseblägc für die Priv.it Elsenlmlmen ist nämlich ei» Coinit«'' niedergesetzt ivordcn. wclchcs den Titel ,,Eiscnbal)il - Vomits" erhält, dessen Vorsitzenden der Kaiser er»c»nt uud zu dcsseu Mitgliedern immer der Finanz» und der Bantcn'Miüistcr gehören. Das (5o> mit6 H.U die Befugniß. Sachverständige zu vcrnehnien, es berichtet an das Minister>Emnitsitzenden dcs Coma's ist vom Kaiser dcr Kauzler Graf Nessellode ernannt, dem die genannten beivcn Minister und folgende Mitglieder zur Seile stehen: der Gcinr.U . Adjutant Graf Siroganoff. der wirkliche Staatsrath Baron Meyeudorf, dcr General-Qilarlii rmeister des kaiserliche» Gcncralstabes. General' Adjutant Varo» Licvcn, GcneraI>Adjuta»t Tootlebc». der Ingeninir Genera! > Licutcnaut Oevstfcld. und die Glncral.Majore Melnifoff. Iäsykoff und Kcrbedz vom Genielvesen. Die letztere,, vier sino forlwährend mit dcn Eisenbah» > Angelegeuhcilc» betraut gewesen. Brasilien. Niu'Ianeiro, li). Dezember. Die Eisenbahn Dom Pedro's ll., lines der gröstttu Untcrncbmcn dieser Art. bestimmt, das Innere Brasiliens mit dcr Hauptstadt zn verbindcn, wurdc auf der gangen Strecke von Rio nach Vclem. 38'/, englische Meilen bette,' gend. znr Beförderung vo» Passagieren am ». Nov. lind für Gi'iler Transport am 28. November eröffnet. Ihrc Ertragsfähigkeit stellt sich als eine bedcnlend vorthcilhaftcrc heraus, als man früher vermulhcle. (5hina. L.uit Isachrichlen aus Hli„»^t,ng v. 30. No» vembcr ward Lord Elgin gegen das Ende dcs Dc« zewbcr in Shangbai crirartet. während sich Baron OroZ noch iinmer im Norden befand, ohne über seine Marschroute scko» Näheres bestimmt zn haben. In Eanton war die Lagc fortwäkr.-nd schlecht. Man wagte noch keine Hau0k!s>Spckulalionen. auch war,n die meisten dcr im Kriege zerstörten Gewölbe mW Kausmannslädcn noch »ickt wieder hergestellt. Die Rebellen standen mit großer Macht in dcr Gegend von Nanking und auf den Nftrböhen dcs Flusses Yang-tse'Kiang Man gab sich dcr Hoffnung hin, Lord'Elgin hege die Absicht, gegen sie rinc Dcmou» 5R stration mit dm Fregatten «Retribution« mid ,,Fu< riouö" uud deu Kanonenbooten «Eruizer", ^Lco" und «Dove", die cr mit sich geführt h.tt. zu unternehmen. Briefe ans Macao melden, daß am 16. November eine große Feuersbrunst ein Dorf zc> stört hat, welches ganz nahe dem portugiesischen Kirche lag. Man hat auch Vriefe aus Turau, von, 14. November dattrt, erhallen, wonach vier spanische Transportschiffe ihre Kavallerie und Pferde ausgeschifft hallen; doch kou< mn die Feiudscli.ikcitcn wohl kanm vor Mitte De.zem. der d l' nach der Regenzeit, ihre» Anfang nehmen. Di/ Pecking'schcn Nachricht," selbst entbehren der Zu-verlässigkeit; die „Pecking'schc Zeitung" cr,chcint zudem sehr unregelmäßig. Man ist auf neue Nachrichten gc< spannt. Inzwischeu beklagen sich die franz. Kaufleute über die Wahl der Häfen von Nicn »Scheong und Tang'Schow, welche durch den Handelsvertrag von Tien'Tsnlg festgestellt worden sind. während doch ge« radc diejenigen Arlikll, als Erbsen und Bohne», welche bisher den Hanpt »Verkehrögegenstand der gedachten Emporicn bildeten, jetzt durch kaiserliche Bestimmung von diesen Handelsplätzen in Bezug auf den europäi« schen Import ausgeschlossen worden sind. Vermischte Nachrichten. Adelsberss. Die Adelsbergrr Grölte haben in, Laufe des Iabrcö 1838 „icht weniger als 208^ fremde Gäste (die Dienerschaft derselben nicht gercch-net,) besucht und bewundert, während zn dem am Pfingstmontage gefeierten Grotteufest nahe bei 3000 Flnndc aus 3iah und Fern herbeigeeilt waren, um das fccnhaflc Schauspiel der mannigfaltigsten Tropf» steinformationen bei der allgemeinen Beleuchtung zn betrachten. Unter den Gästen des Iabres 18l>8 sind beinahe ^llc Weitgehenden vertreten. Nach dem Frem« dcubuchc waren die Bcsnch.'r aus allen Theilen Oe< slerrrichs lind Deutschlands, dann ans Australien, Bclgicn. Brasilicn. China, Enba, Dänemark. Eug> land, Frankreich. Finnland, Holland. Italien, Java. Indien, Klciilasi.n, Moldau, Negerland am weißen Flllp, Negcrlaud am blauen Fllch, Norwegen, Portu< gal, R'ußland, Schweiz. Schottland, Schweden. Sibirien. Syrien, Sumatra. Türkei, Vereinigte Staa llN von 3l0ll>a„!crlk«, Walachei ?c. — Nach d.m im i.'aufc d^ Iah,»'« l8.'.'8 ooo den Filialanstalten der Bank besorgten Esfoniptege» schäftc nchmcil die betreffenden Handelsttädte folgen« den Rang cm: Trieft l^eskompirtc bei 20 Millionen Gulden), Pra»i ^eskompiirtc bci 17^ Mill, ft.) Pcsth (cskomplirtc bci 11'/2 Mill.fi.) Brunn (eskomptirtc l0 Mill. 0(i0.729 ft.) Darnach folgen Graz. Kronstadt, Lemberg, Olmütz Fiunie. Linz, Reichenderg. Troppan, Tcmcsvar, Laibach. Drbrccziü, KIaa.rnfnrt. Krakali. Innsbruck. — Am 23. Früh nach 6 Uhr flog. dem „Wan. derer" zufolge, eine Pulverstampf, au der Südbabn zwischen Felirdorf nnd Solenall in die Lnft. Die mil dem von Wiener.Nenstadt um 6 Uhr 45 Minuten abgehend.'» Zn^e fabrenden Passagiere ballen wah> rend der Fahrt Mischen den bcidlN Stationen die Erplosion mit angesehen; ein Blip, ein Krach nnd die ganze Gegend war in einen furchtbaren Rauch gehüllt. Die (5>schniterung des Podcns verspürte nian in Badeu durch das Klirren der Fensterscheiben sehr stark. — Unter einer Räuberbande, die vor mebrcren Iabrcu die Gegend von Butyin im Aradcr Komitate unsicher machte, befand sich auch ein gewisser Opre Iuon, der vor et,va dntthalb Jahren empfangen l„,d vom Arader Komitatsgcrichtc zu mehrjährigem schwcren Kerker vernrtheill wnrde, dem es jeroch gc. lang. anö dem Gefängnisse zn entweichen. Dieser Tage run — berichtet der „Aradi Hiradu" — er-schieu Opre ganz unuermuthtt in der Mittagsstunde im Bureau des Herru Staalsanwaltls des Aradcr k. k. Komitatgerichles nud meldete sich freiwillig. die ldm zuerkannte Streife nunmehr erstehen zu wollen, — Aus Mährisch.Oslran uom l!1. Jänner wird uackstehci'de liöchst erschütternde Traue,künde gemcleet: Die Gaö'Erplosioncn über Tag nnd in den Kohlen« gruben der hiesigen Umgebung mehren sich in erschre. elender Weise. Eine gesttrn Morgens in den fürstlich Salm'schcii Kohlenwerken nächst Radivanitz erfolgte Erplosion ,var von einer schauderhaften Katastrophe begleitet. Bald nachdem die Bergleute fnil^Morgens eingefahren waren, nahm mau im oberen Theile des Schachtes an dem eigenthümlichen Gernchc der von unten ausströmenden Gasc wabr. daß eine Entzün' dnng stattgsfnnden haben lnüsse. Um sich dttßfalls nähere Idberzeugung zu "erschaffe,,, wurden sogleiä) mehrere Häuer, ein Obersteiger nnd der bei der fürst' lichen Bergvcrwaltling angestellte Assistent, durch einen zweiten, von dem clstcrcu Stachle elwa 200 Klafter entfernteu. aber mit diesem kommunizercnd.i! Schachte an Ort und Stelle entsendet. Als selbe eingefahren waren, vertheilten sie sich dergestalt, daß sic in Di> stanz>u von einigen Klaftern einander folgten, um im Falle eintretender keilen sich wechselseitig deizustchen. Sie hatten lanm eine Strecke von elwa 60 Klftr. zurückgelegt, als der rückwärts gehende Obersteiger dcu Assisteuten erinnerte, cs sei die höchste Zeit, ilmznkehrrn, indem er sich bc> rcits unwohl zu fühlen anfauge. worauf alsbald Alle umkehrten und so schnelt als sie konnten dem Schachte zueilten. Da der Assistent — ein junger, kräftiger Mann — am weitesten vorgedrungen war. so befand er sich im Rückwege am weitellen zurück, uud seiu Unwohlsein nahm derart zu, daß er die Vorderen um Hilfe anrief. Diese aber, sell'st in Gefahr, zu ersticken, erklärten, nicht mehr umkehren zu können, und der Assistent sank alsbald besinnungslos zusam» men. blieb aber glücklicherweise in sitzender Stellung halb aufrecht; der Obersteiger fiel nahe am Schachte belaubt nieder, und wurde todt herausgeholt. Auch einige der Häuer waren todt, die übrigen bewußtlos nnd dem Tode nahe. An dem Tode dcö Assistenten zweifelte man um so weniger, alö derselbe am weitesten zurück war, und so wurde er erst nach vier Stun« den, als die irrespirablc» Gafe ans der Grnbc theil« weise entwichen waren, gesucht, gefunden uud heraus' a/holt, uud durch die anstrcugcndstcn Wiederbelebungs» versuche zum Leben zurückgebracht. Das Entsetzen über den unglücklichen Ausgang des Rettungsver'suches hatte selbst den Beherztesten entmuthigt und Niemand wollte sich ill die Grulic wagen, wo die Eutzüudnug der Gase eingetreten war. Eublich trat ein Bergmann vor, nud erklärte sich zu dieser lebensgefährlichen Fahrt bereit. Nase und Muuo wurden ihm mit iu Essig getränktem Flachs verbnn« den. uud er fuhr an. Nach Ilimaligem Einfahren brachte er l0. mitnntcr fnrchlbar verbrannte deichen herauf, die von den schlagenden Stoffen gctödtet wor> den sind. Bis zur fünfteu Abendstunde wurde» 1i> Todte und 10 Scheintodtc herausgefordert. Unglück' licherwcife war auch der Maschinenwärter in Folge res betäubenden Ansströmens irrcspirabler Gase im oberen Theile des Schachtes obnmächtia, geword.'ii. nnd die Földcrungsmaschiüc blieb bis zn seiner Wic> dcrerholuug still stehen. Die Leichen der Verbrannten lind Erstickten, die verzerrten Gestalten der Scheintodten liegen rings umber, cs ist eine Szene kalten Gr.iucns und Eilt» seßcus. Schou trägt aber die hunderlstimmige Fama tne Schreelenüpost z» t>l>n fsicdllchetl Hilltril der Pcr< unglücklen, dic vielleicht noch an dem Tage der Rnhe mit ihrcn Angehörigen ein frugales, von bcrgmänn,. scher Gcnngsmnkcit gewürztes Mahl fröhlich verzehr-ten. und am andere» Tage wohlgemuth vor Sonnen-anfgang an ihre harte, gefahrvolle Arbcit gingen, um — ilie n'ieder zurückzulehreu. Vald wird sich der Schauplatz des gräßlichen Ereignisses in eine Szene berzzereißruden Jammers verwandeln, denn von allen Seilen werden Witwen, Mütt.r uud Kinder herbeieilen, und manche von ihnen werden den vtlstümnnl. ten Leichnam ihrcö Erhalters kaum wieder erkennen. Die Elplosion i« Folge der Entzündung d,r Gase war so gewallig, daß die in der Grnb,' zur Förderung der Kohlen gelegten nud mit starken Nägeln befestig' ten Schienen herausgerissen wnrdcn. Seitens des hiesigen uud polnisch Ostraner Sanitäts-Personalö ist Alles geschehen, was zur Wiederbelebung der unglück« liehen Opfer gethan werdeil konnte; namentlich Hal sich der von den fnistlich Salm'schcn Kohlenwerken bestellte Wnksarzt. Herr Mcd.-Doktor Kroczel. rurch hilfreiche Handaillegllng ausgezeichnet. Der Hr. Bc> zirlsvorstchcr lind der Herr Vezirk.nnlsadjnnkt uon Odcrber», — die Kohlenwerke befinren sich in Schlesien — der Herr k. k. Vezirkökommissär von Troppan. der Herr Gendarmelic > Lieutenant von Teschen , welch' beide Letztere zufällig lncr eintrafen, waren am Orte des beklagenlwerthsn Unglückes anweftno uud allent» balbcn mit Rath und That behilflich. E>schlitternd war es zu scheu, wie tief das Unglück deu leitenden Herrn Beamten der fürstlichen Kohlenwerkc ergriffen hatte, der überall das Möglichste that, nm cS zn milocrn, Leider sind unter den Opfern mehrere F>nni> lienväter, vou denen der Obersteiger ä Kinder znrück» läßt, zu beklagen. Der Ursache dieses Ereiguisscs wird vou der kom> peteutcu Bchördc uacbgeforscht. — Wie böhmische Blällrr berichten, ist man in Kuttenberg mif eine ueue Schichte Silbererz, die sehr ergiebig zu werden verspricht, gestoßen. Wäre dieß der Fall. so wmdc r>ic alle Bcrgsiadt Klittenberg wieder zn ihrer frübcren Berühmtheit gelangen, nach» eem u>an alle Hoffnung auf Ausbeute seit Langen, bereits aufgegeben hat und Kuitenberg in neuerer Zeit uur mehr nis der Sitz des Distriktual» Bergge-richls den Naiuei' Bergstadt führte. — Ein zweites Ehebüul'niß zwischen der Her> zogöfamilic in Baiern und de.n ncapolitailischen Kö> „igshausc steht in Aussicht. Wie man nämlich cr> fäbrt. wird sich der Prinz Lndwig Maria, Graf zu Trapani. Eliefbruder des Kronprinzen, mit der Prin« zessin Mathilde Ludovika iu Baiern im L.nife des Jahres >8!>!) verinälen und sollen die nöthigen Ein. leitnngen dcizn bereits getroffen sein. Die dmchl. Prinzessin ist geboren am 30. Sept. 1843. der Prinz am 1. August 1838. — Kürzlich kam ein Mann. welcher über den Krimmlcr'Tauern nach Ahru, im Pusterthale. ging. auf eiuc schreckliche Weise um's Lcbeu. Ein Fehltritt brachte seinen Fuß zwischen zwei Steine, wobei der« selbe brach. Der Unglückliche konnte sich auö dieser schrecklichen Lage nicht befreien, war allein auf dem Gebirge und mußte so elend zu Grunde gehen. Die zerschnndcneu Hände der Leiche zeigten, mit welchen Anstrengnngcn er sich aus der fürchterlichen llage de> freien wollte, bis der Tod ihn erlöste. — Aus Devonport schreibt man, daß die Sol» oaten dcS dort stehenden 96. Regiments wöchentlich ein Meeting abhalten, bei dem einzelne aus ihrer Mitte Vorträge halten. Am 14. Jänner hörten 60 Manu eine Vorlesung an, die ihnen dir Gemeine Charles Usher über dcu «Lebcnslauf großer Mäouer" hielt. Er ließ Byron, Cowper. Napier, Goldsmith uud einige andere Berühmtheiten Musterungen passi« ren, uud in jedem einzelnen Falle suchte er die Wurzel ihrer Größe nachzuweisen. — Als Beitrag zur amerikanischen Entwicklungs« geschichte diene folgender Vorfall: Ein schwarzer Sklave in einem der südlichen Staaten hatte eine neue Ackerbaumaschinc erfunden und wollte seine Erfindung patruliren lassen. Die betreffende Behörde jedoch behandelte, dem Prinzip der Stlavenstaateu getreu, den Sklaven alö ein Ding, als ein Neutrum, das weder Er noch Sie sei, demnach kein Erfinder nnv keine Erfinderin sein. somit kciu Patent uchmcu löuue. Als sich aber der Eigenthümer des Sklaven meldete, da ertheilten sie ihm das Patent ohne Weiteres, denn ihm gehöre von Rechtswegen Alles, was sein Sklave durch Hände« oder Geistesarbeit zu schaffen im Stande sei. Telegramme. Paris. 22. Jänner. Der »Moniten»" zeigt eine viertägige Hoftrauer anläßlich des notifizirten Ablebens der durchl. Erzherzogin Maria Anna an. — Gerüchte über das Bevorstehen eines sardimschen An> lehens walen verbreitet. Handels- und Geschäftsberichte. Trieft, 2j. Jänner. (Wochenbericht,) Kassel) ftst und regulärer Absatz. Zucker ans dc» Absatz von gest. zn vollen Preisen beschränkt, eine Parthic Per« nambuco auf Liefernug cbcufallö voi! bezahlt, kacml) 2.'I0 S. Bahia zu unbek. Preisen verlauft. Pseffrr unverändert nno regelmäßiger Umsatz. Nelken in Folge zugestandener Elleichterungei, lk0 Fardi vcr» lanft. Vamnwolle circa 700 V. zn maltt!, Preisen oerkanft. Roihe Nosiuen rtwaS gemacht, Eleme in besserer Halmna. und etwas gestiegen. Snltauiucn ziemlich aogeseyt. da die Preise uachlilßrl!. Schwarze Nosiueu und Korintbru biUiger und beschrank^r Al's.ik. Feigen einiger Verkehr und besser b.hauptlt. Iohan. nisbrot Cypcrn behauptet bei beschränktem Umsatz. Zitronen mäßig ucrkanfl. Gummi ord. und für Fa> brikcn gesucht für Aufträge auö dem Innern. Wolle unverändert, Stahl wenig gefragt. Tendenz fallenl». Weißblech vernachlässigt. Zinn in b.sserer Haltung und mit einigen Verkäufen. Blcl fest. Kupfer be-hanptet. Ocl. da die Aufträge fehlen, waren die Verkänfc beschränk! und die Preise matt. Spiritus fest nnd in steigender Tcuoeuz, besonders für inlän» dischen. in dem Geschäfte mit Rücksicht darauf gc« macht wurden, daß die Speditionen von Nien fnr das Iulauo unterbrochen sind, Alizzari, einige Par» lhien Bakir wurden, da die Besitzer zn Konzessionen geneigt sind, auf Bestellung gemacht; der Vorrath ist aber noch so bedeutend, daß die Preise im Gegm« s.'tz zn denen auf r>eu Ursprungsplätzen, fiau bliebe». Gallus schwarz Aleppo zu frübcre» Preisen begebe»; die Ankünftc sind, d>-r genügen Nachfrage gegenüber, beträchtlich uno die Aussichten auf bessere Preise feb« lcn. Cainpccheholz S. Domingo fester; alle andern Farl'bölzer still. Hanf sehr lebhafte Umsätze i>, den letzten l^l- Tagen l»ci steigenden Preisen. der Vorrath an prompter Ware ist beinahe Null. doch würden snr spätere Licfcrnngcn grö^rc Kontrakte gemacht werden; die gegenwärtige Ernte ist fast erschöpft, da« her si»d die Chancen für Festigkeit der Preise, wenn auch di, i/tzt ledhafte Nachfrage nachlassen' sollte. Wachs ziemlich nmgesctzt zn bebanplctcn Preisen, Kuop. pcru lebhaft und unverändert. Octreidemarkt etwas ermüdet in Folge der Schwankungen der Börse, und sind wegen der billigeren Wechselkurse einige Erleichterungen zugeslandsn, wenngleich dic Märkte des Inlandes mehr Festigkeit zeigen. Außer dem Bedarf der Mülilen war anch etwas Spekulation sichtl'ar, Anliekoinmen sind: 20.000 St. Weiden. 200 St. weiße Faseolen, 2.200 St. Mais und 700 St. Leinsamen. V."uderst i" Laibach. - Verantwortlicher Redakteur: 7k. Va.udrra. Mnnana;ur L^mbamerHenunG Börsenbericht «us dem AbenLblattc ler ostcrr. l^is. Wiener Zcitioic, Wie», 2l. Jänner, Mittags, l U!'r. Die A^rsc inatt iu » Nichlun^en d»s ^ff.ftcnqesch^iftcS. ohne cixen wclliriühml'arlN Grund. — Devisrn ^^rhanllil, theil-N'tise billiger ak' qester». Deffentliche Schuld. ^cld Wan- ?,i össerr. Wäl,runq ,„ 5°/, für lNO - .— —.— Äü-1 d N.U!0!,.il-'.'l>,Ie, c» zu .'»"/« für !«>> I. «! W ,^2, - Vc>!>! >>al,ie l,^»>. Scr, It. z» .',« ,s»r l<'0 st. —.— — — Metalliqn^jil.'»'/, f,r!U»,'i. >«0 !" «N..^!) dclto zu5'/,°/, „ l0<> 7,.5N 7l,7', »lit Vcrlvs. v. I. 1,^:N s. N»i» ft. !j 0 — IÜ2.— „ l8!j9 « l<><) „ >:! — !^N.^<> » <«.',^ . l<><» „ l l l..',0 l 1 7i, U^iuo-Reuteiischcilie zu 42 I., -m«». l^.25 iü.56 I^. der Krolllimder. Grnndentlastllngs»Obligationen v. Nild. O.sterr. z. 5'/, sllr 100 ft ll2— 3^ " „ llugali, . . » ü'/. „ !— ü'.'. „ Te>». Ä.n,at, .stru.lt. u. Sla'o, zu 5'/, f. lNN il. ?!) — 7ü 2.) „ Oalijien . . zu .'>'/, für l<»0 ft. 7^l) 7!>..i>' „ ber Bu^'wina „ .')'/, „ IN» „ 78.— 7v5>l> „ Siedenbiirgl!, .. 5'/, „ l„» „ 7,^.— 78.5U „ and, ^rl,'!llä,iber „ ü'/, „ l»0 ., l»,.— «2. - m.dcr ^crlDUUiis-Klailscl <8':7zil/i'/, s- ll><) fl. —. - —.— Attic» dlr <>?.itil'!,.i!l'.inl pr. St...... !»H2,— z»^«.— d. Kredit-?l»üalt fur H^üdcl u. (ilcwerbc zu ii«0 '!. ö, W. V>-. St........^i.::n H22 ^<» d. u.ösl. ^^ompt^Gl-s.llschaft z>l 500 fl. CM. <>l,^.- d. .N.üs Fcrb'Nl'rll'. lUM» '1. (52»i,pr. Sl. !72ü. ^72»<. l>. Sta.vti«. «ii .lib 'O.ftllschaft ju >'0<) ft. C,!».. edll.'ioo^r. vr. ^t........2:l8,— H^l8.l<) d. Kai,. (5liial,'.lh'Aahu zu 200 ft, (5Dl. n,it !(»<> f!.(50'/.! ^iüj.ihlu»^ pr, St. . . 81,— 8o.ü<» d slid »crrkliiisch, V^iüiidb. ^00 ii,(iM.v. St. >?<).— 1?!.— d T!>c!ßbaln,i>i 200 «. (5'1'l'. m,t!»»» ,«. (.)«'/.) Hnij.ihlmiz pr. Tt........^l)^.— l().'». ^, lc'üib. t>l»ct. <>is.übah!l j,> 57<» öst. i!irt odev l!», si. (5l'i. >»it?<» «.H8 sr. (40'/,) .^r. mit !'/.) ^i»,,,l,lil»g ^'r. St. tt.l. - «5,— d, !.^st, Dlinou Da>>w,schiff-Aescllschast jil .'i00 ft. l.^i. rr. St.........4i)!«.— 492.— d. estlrr. Lll'yd iu Triest j» .'ivN fl. l5M. . . ^l<). - !l l' .— d. 3iZi.üer Dampf,» Äft.-'Ä,,', ^» .W» fl. (^'1>i. 400. — 405.— H>fa»db riefe der i l'.jähri.jzn^'/, f»r N>0 ft. . . 98.^ 985)0 3iaii,li<,Ib>i«k! >0j'/, für <0<» ff. . 9»..'>() «.«.'».— auf 6M, ^verll'^b>iv <>i .^'/, f.ir l„U fl. . tt8 7.» ki».-~ der Natil'ua bankl l illil'ulitlich <»5>'/» f»r l00ft. U!».— i!U..'>l) aufdst. W.ihrmlg 0 ft. 84.7.', 85,— ilose der.Nr.dit-Axst.'lt für H.,üd^l und GeU'erl^e zu <00 ft. öftcrr. 'R^ihiuu^ pr. Ht. . . 98— 98.Ä) „ Dl.'U>iU'D^>!N'ffchifff>,hrt G.scllsch.ift z» z» «00 fi. (i. M. pr St......,l>^.— 10.!--. Oslerhijy ,,u ^0 ft. ^iil'i. pr. St, , . . 72— 7^l." E"!,» ., W ^ „ ^ ^ . , . 41 .)l> 4?.'-. ^alffV » W .. .,..., ... ^l^,— 38.^' ^lc»V « ^0 „ ',.,,. . . ^8, :«'.<> St. >»'e»ois » ^ „ ., „ . ... Ist 5) ^7 — Wiud!,cl'.,väz ., 2tt «,,"'' . ! . 23.— 2^l ^.0 Wcildslei» ^ 20 .,„„.,... 2ä.2.', ^ä.<>> Hc^lcvich „ U) ., ^ .. „ ... 15.— l^.^i) Effekten-Kurse vom 2'^. Jänner 185)9. l. Vefentliche Schllld. /V. dcs Staotrs. Iu osterr. W,, ss. 8<7ä ü. W. M.ta!l!quc^....., 5«/. >..«<, «.. ü. W. Ustalllques .... „ 4 l/2'/. t"tto ?,. ö W. ll'il Verlosung: Vom Iah« l83l) dctto j'^9. ö. W, li. Der Kronlmidcr. Vlundeutla!!u!»5,-Vbligi,liontN. Vl,'N '.>ii ö. W „ K.^s>r>n (5lis.,I'ell) Wesib.'lill ^ 2»"» ft.niil l0 ' sl,(^0'/«) ^'»zahl........ dctto 8,-l.L.') ö. W, „ oft. Dc»au-D«mvsschi,',fahrts' . 0>'cs. Pfund Sterling . . l<»i^() Mail au d . . „ 100 ft dfierr,Wä>ru»g. N>l 7.', Paris . . . „ l00 Fraufcn .... ^,'-^ Hl. T«gc. Vukarcst für N)0 walachische Piaster . . . lZ. Af. (il.'nsta,!t!«l'p,l für ^r. Baron Gall, Gutsbesiyer, -> Hr. Temi.'n-banil,, .^^llfiuc,!'!,, lü'd — i^r. V^'ichl, Haüdelö.-üiann, von W,Vli, -- Hr. M^s, ^a»f!»c>'!N, r-on ^v. ^II55!)Ü" Mls Wien, cmrfi'l'It sich mit cnnm q»> s^nivlc» ^'.i^fr r'O» H>inlsch!,l'i'!, ^i liO l'is 40 kr.. Kl'.n'lUe>'. Hcirlu > Heiilds», (5c'!fs»rr!! »mV Negligl'-Haudchln. 'Auch lsl t>ascll>sl ci»e l)lds»>. tondc Auswahl uc'n Moli< u»d VriiLlkl'Sllcklsli, nam-lich: Gm'MllN'f», Niitcrchrnliscls. Krägen ,l»l, U»llr> ärmcln ?c. zll nn^ewöhülich billign Preisen, am Markl» l'lcil) Hi'iite Nr. ll. In einem Hause an der Wie-ner-Stnisie ist der ganze dritte Stock für kommende Georstizeit zn vemliethen. Näheres zn erfahren beim Manrcrmeistcr Treo. Es sind mehrere 1000 fl. PliMar-Kl'Vitall!'!! ^cqcl! vuvill!!r»«äs;i»ieSichl'lstcllu!!!i zu vcrqcbc». Auskunft hierüber ertheilt H. «i.., St. Peters-Vorstadt Nr. 140, ersten Stock. Beachtenswerthe Um den armen Webern, und Spinnern meiner Riesengebirgö-Gegend Arbeit zu verschaffen, dcli Absatz der Wave zn beschleunigen, habe ich eine Geschäftsreise anketteten, welcheä mich anch vcranlastte, den hiesigen Markc zn besuchen. — Da sich dem geehrten l'. ^l'. Publikum nicht so leicht eine derart günstige Gelegenheit darbiete», wird, echte Leinen waren ans der erjicn Hand, somit sehr billig cilWklmscn, so hoffe ich umsomchr auf cinen zahlreichen Zuspruch, da meine Erzeugnisse reel, in der besten Wiejel,-NaNlvbleiche gebleicht, nnd da ich die Waren direkte aus der Weberei erhalte, so ist man des gerechten Kummers, daß die Ware uerlegen wäre, gänzlich überhoben. Indem ich aber wahrgenommeil habe, daß viele lugenhafte Anzeigen, wo durch allerlei Marktschreiereien und Verwände daö kaufende l'. 1'. Publikum getäuscht wird, nnd oft eine sehr schlechte Ware, der ein fremdländischer Name beigcgeben wurde, kauft, in der Hoffnung, daß es echte böhmische Gebirgs - Leinwand ist; so fiude ich mich veranlaßt, hiemit allgemein bekannt zu machen, daß ich keine Hochländer-, Irländer-, Brabanter- und wie alle die Leinwänden heißen mögen, in meinem Warenlager besitze, sondern nur eigene, echte Whlmsche Aiejelllzesni g.^- Vrzeil,il,iffe zu.., Verkauf anbiete. Der sehr billige Arbeitülohn in meiner, Gegend macht es mir möglich, die Waren nicht nur gut erzeugen zn lassen, sondern auch zu nachstehend verzeichneten, festa/sehten, sehr billigen Preisen verkaufen zu können. Vrcis Gourant iu österr. Währ. '2 Dutzend Dessert-Servietten Vz, ^4, l bis 2 fl. V2 „ Wirthschaft« Ti'icheln, qiiliorillirt '/,. 1, 2 bis 3 ,1. V, », echte Leinen«SMncher zu j, 1^2, 2 l'iö tj fl. ',2 „ Nlrthsch^'ts'Handti'lcher z» '^, 1, 1'/, biü 2 ft. '/, „ cchlc Zwillich- und Damast. 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