80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68. 25-69, Maribor. Kopališka ul. 6 Mss •oom M. eyee DaO Ni. 277 Donnerstag, den 5. Dezember 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis; Xbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, (ür das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PfGfS Olll 1*50 Mmibllm' Milim «Die Türkei hal Verbundes aber keine Feinde” Die Haltung der Türkei in zwei Leitartikeln aus der Feder maßgeblicher Volksvertreter klarge.egt — „Die ruhmreiche Vergangenheit der Türiei schließt jedes Abenteuer aus" . Istanbul, 4. Dez. (Avala — DNB) n türkischen politischen Kreisen haben ^Wei Leitartikel in führenden türkischen Ottern, verfaßt von zwei maßgeblichen ^geordneten des Regierungslagers, gro-es Aufsehen erregt. Die beiden Aufsätze handeln die Haltung der Türkei. So Schreibt der Abgeordnete Ataj im halbamtlichen >U 1 u s«, daß die kürzlich ge-r°tfenen Maßnahmen ein einziges Ziel Erfolgen: die Aufrechterhaltung der Un- abhängigkeit der Türkei. »Alle diese Maß nahmen — so schreibt Atej weiter — wer den in Hinkunft bis zu den äußersten Grenzen des Bedarfes erweitert werden zwecks totaler Verteidigung und Vorbereitung. Die ruhmreiche Vergangenheit der Türkei schließt jeden Wunsch nach Abenteuern aus. Die Türkei respektiert fremdes Recht und fordert die Respektierung ihres eigenen Rechtes. Die Türkei anerkennt lediglich ihre eigenen Ent- schlüsse. Die Türkei betreibt keine Politik der Provokation. Sie mischt sich nicht in die Angelegenheiten des Auslandes ein und duldet auch keine ausländische Einmischung in ihre eigenen Angelegenheiten.« Der Abgeordnete Sadak schreibt im »Aksam«: »Die größte Errungenschaft eines Volkes ist die volle Unabhängigkeit und die freie Bestimmung der politischen Linie auf Grund eigener Interessen. Das einzige Ziel der türkischen Außenpolitik ist die Beschirmung des Vaterlandes und die Unabhängigkeit der Nation. Die Türkei besitzt Bündnisse und Verpflichtungen, aber sie besitzt auch keine Feinde und auch keine geheimen Aspirationen. Ein Feind der Türkei ist nur derjenige, der feindliche Absichten gegen fas türkische Vaterland bekundet.« Den Artikel Atajs im »Ulus« hat auch die Istanbuler Zeitung »Tan« zum Abdruck gebracht. Station Velilla de Ebro versehentlich das Abfahrtssignal erhielt. Diesem Zuge kam der Schnellzug aus Barcelona mit voller Geschwindigkeit entgegen, um eine halbstündige Verspätung einzubringen. Der Zusammenprall war so furchtbar, daß sich die Lokomotiven ineinander verbohrten. Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht genau ermittelt. Durchführung des Nanking-Abkommens Peking, 4. Dezember. (Avala-DNB) Das Blatt „Tientsin Jungpao“ bringt an leitender Stelle eine Pekinger Meldung, wonach der chinesische politische Ausschuss in Nordchina Massnahmen zur Durchführung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bestimmungen des Nankinger Vertrages vorbereitet, und zwar auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen zwischen China, der Manschurei und Japan. Der Präsident des nordchinesischen politischen Ausschusses wird den Zentralstellen in Nanking demnächst konkrete Vorschläge in dieser Richtung unterbreiten. Vor einem Waffenkonflikt zwischen Siam und Indochina? Bangkok, 4. Dez. (United Press). Das Oberkommando der siamesischen Truppen teilt mit, daß im Golfe von Siam eines von zwei französischen Kriegsschiffen versenkt worden sind. Tokio, 4. Dez. (Avala-DNB). »Tokio Nitschi Nitschi« meldet aus- Hanoi, daß zwischen Französisch-lndochina und Siam alle Telegraphen- und Telephonverbindungen unterbrochen sind. Fortschreitende Teuerung in der Türkei Istanbul, 4. Dezember. Avala-DNB Nach einer Mitteilung des Instituts für Konjunkturforschung beim Handels- und Industrieministerium betrug der Index der Lebenshaltung in der Türkei im Oktober d. J. 142.8. Im Jahre 1933 betrug der Index nur 100. Er stieg 1939 auf 120 und ist seither im ständigen Anwachsen begriffen. Epilog zur Tragödie von Jilava Bukarest, 1. Dezember. (Avala— Havas) Wie. von massgeblicher Seite erklärt wird, ist im Zusammenhänge mit der kürzlichen Tragödie im Gefängnis von Jilava eine grosse Anzahl von Personen verhaftet worden. Die Mörder Professor Jorgas und des ehemaligen Ministerpräsidenten Madgearu wurden hingerichtet. Unter den Mördern befindet sich auch der Polizei-I präfekt von Ploesti. Ungarns Stellung im neuen Europa bemerkenswerte Ausführungen des ungarischen Ministervräsidenlen Grasen Teleki vor dem Abgeordnetenhaus / soo.oöo Juden sollen in Ungarn aus dem Leben der Nation ausge- schieden werden Budapest, 4. Dezember. (Avala-jTl). Den Abschluß der Budgetdebatte es ungariscen Abgeordnetenhauses bil-e|e ein großes Exposee des Minister-|räsidenten Grafen Paul Teleki. In er mit großer Spannung entgegenge-|°mmenen Rede betonte der Erstminister, Ungarn sich der Produktion und dem Wirtschaftsleben Europas anzupassen ha. ’e- Graf Teleki kam sodann auf dir ulksgruppenfrage zu sprechen und sagte ’• m, daß In dieser Frage eine Lösung Runden werden müsse, durch die die '.usaihmenarbeit aller Volksgruppen auf llner für Jahrhunderte festgelegten Grund a8e gesichert werde. > Graf Teleki wandte sich sodann den roblemen der Außenpolitik zu, indem er klärte, daß die Außenpolitik Ungarns ;°Uste Klarheit aufweisc. »Ungarn«, so ;agte der Ministerpräsident, »hat sich km neuen Europa angeschlossen. Der ^'Schluß Ungarns an die Achse Romain war die natürliche Folge des vol- len Vertrauens gegenüber unseren großen Freunden.« Der Ministerpräsident streifte sodann die Judenfrage und sagte u. a., daß das Judentumproblem in Ungarn in allernächster Zeit seine Lösung erfahren werde. Die ungarische Regierung wünsche es, daß 800.000 Juden, die auf ungarischem Boden leben, aus der Einmischung in die Angelegenheiten der ungarischen Nation ausgeschieden werden. Am Schlüsse befaßte sich Redner mit der Verfassungsreform. Es gehe in den V Schlägen der Regierung nicht etwa um eine grundsätzliche Abänderung der Rolle der Volksvertretung, da diese Reform keine, radikalen Veränderungen zum Ziele habe. Budapest, 4. Dezember. (Avala-MTI) In seinem Exposee erklärte Ministerpräsident Graf Teleki u. a., daß Ungarn in der Frage der deutschen Volksgruppe sich strikt an die Vereinbarung mit der deutschen Reichsregierung halten werde. Was die Wirtschaftslage des Landes betreffe, so müsse schon jetzt gesagt werden, daß Beschränkungen unerläßlich seien. Ungarns Verbündete befänden sich im Kriege und es würde für Ungarn würdelos sein, im Überfluß zu leben, während die Völker der Achsenmächte strengen Einschränkungen unterworfen seien. Diese -Frage sei für Ungarn eine Frage der Ehre. Dem Brotmehl werde daher Maismehl und Kartoffelmehl beigemischt werden. Die Regierung werde die Erzeugung der Teigwaren einschränken. Semmeln und Kipfel werden abgeschafft. Den orthodoxen Juden werden die Fettikarten abgenommen. Die Frage der Bodenreform werde von der Regierung in einer von politischer Demagogie befreiten Art gelöst werden. Ungarn stehe vor der Rationalisierung seiner Produktion. Am Schlüsse sagte Ministerpräsident Graf Teleki, daß alle einschlägigen Maßnahmen im ! Interesse der Nation und der Vermehrung 1 des Wohlstandes getroffen würden. Der Krieg in Albanien Le Griechen behaupten, die Initiative in den Händen zu haben — Italienische Seekriegserfolgc Alben, 4. Dezember. (United Press) *e Initiative auf sämtlichen Frort l-A>chnitlen in Albanien ist in den Juden der griechischen Armee. Die atsaehe, dass Mussolinis Truppen icht weiterkommen, ist in dem Im-aucl zu suchen, dass die italienischen bdateu d. Weiter in Albanien schwer ’h'agen. hont, 1. Dezember. (United Press) ic Versenkung von zwei britischen JUchbootcn und eines Dampfers so-ie eines britischen Kreuzers meldet as gestrige offizielle Kommunique der ^ionischen Heeresleitung. Es handelt ch um die beiden Tauchboote ..friu-c‘' und „Iiaindow“, deren Namen erst Jäter festgestellt werden konnten. Athen, 1. Dezember. (United Press) 'Ge von der Epirus-Fronl berichtet ,ir(L richtet sich der griechische Vor-to$s in der Richtung auf Porlo F.drln. pe griechischen Truppen haben Del-mo und Georgonlsandes (15 Kimme T von Porto Edda eingenommen. Athen, 4. Dezember. (Avala-Reuter) G« der Athener Rundfunk mitteilt, be- finden sich die griechischen Truppen zwei Kilometer vor dem albanischen Hafen Santi Quaranta, dem südlichsten Seestützpunkt der Italiener in Albanien. Im Gebiete von Argyrokastro wurden durch griechische Truppen zwei dominierende Höhen eingenommen. Athen, 4. Dezember. (Avala-Reuter) Nach einer gestern abends vom Athener Rundfunk gemachten Mitteilung wurden in Griechenland Im Verlauf eines Monates der Kriegführung 604 Personen infolge feindlicher Bombardements getötet und rund tausend Personen verwundet. Bomben auf London und Bristol Amsterdam, 4. Dez. (Avala-DNB). Gestern abends teilte der englische Rundfunk mit, daß bei Anbruch der Dämmerung in verschiedenen Teilen Englands Fliegeralarm verkündet wurde, wobei gleichzeitig Abwehrfeuer einsetzte. Auch in London hörte man Sirenensignale und gleich darauf ein heftiges Abwehrfeuer. ‘Amsterdam, 4. Dez. (Avala-DNB). Die Stadt London erlebte nach einem Reuter-Bericht gestern vier Fliegeralarme. In einem Stadtviertel wurden durch Bombenwürfe zahlreiche Häuser zerstört. Reuter zufolge waren die Luftangriffe der letzten Nacht hauptsächlich Bristol zugedacht, wo zahlreiche Brände und Schäden ausgelöst wurden. Einige Personen wurden getötet, eine Anzahl der Bewohner hingegen verletzt. Englische Schifiskäufc in USA W a s h i n g t o n, 4. Dezember. (Avala-Reuter) Wie man erfährt, hat der zuständige Ausschuss der USA die Reederei „Black Diamond Steamship“ ermächtigt, Grossbritannien sechzig Handelsschiffe zu verkaufen. Großes Eisenbahnunglück in Gvanien M a d r i d, 4. Dez. (Avala-DNB). In ! der Nähe der Stadt Velilla de Ebro, 51 ; Kilometer südöstlich von Saragossa, er-| rignete sich ein schweres Eisenbahn:1 glück. Da der Wärmemesser 16 Grad unter Null zeigt, sind zahlreiche Schwerverletzte durch Erfrieren gestorben. Unter den Opfern befindet sich eine große Zahl von Militärurlaubern. Das Unglück erfolg te um 4.30 Uhr morgens in der Weise, daß der Schnellzug aus Madrid vor der Bulgarien wünscht Aufrediterhaitunfl des Friedens am Baikan Auä Dem gestrigen Sobranie-Expofee des bulgarischen Auhenminifters Popov / Freundschaft mit Lugoslawien Keine Aenderung in den freundschafllichen Beziehungen zur Türkei Sofia, 4. Dez. Die bulgarische Sobranje nahm gestern um 16 Uhr ein Exposee des Außenministers Popov über die Außenpolitik Bulgariens entgegen. Der Außenminister setzte sich in seinem Exposee mit den Richtlinien der bulgarischen Außenpolitik auseinander und sagte u. a.: »Der Krieg, der im Süden des Balkans geführt wird, nähert sich immer mehr unseren Grenzen. Die bulgarische Regierung hat alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Unantastbarkeit des bulgarischen Staatsgebietes zu sichern, wobei aber neuerdings und unmißverständlich der Wunsch Bulgariens zum Ausdruck gebracht wurde, außerhalb des Konfliktes zu bleiben.« Popov erinnerte sodann an die Rückgliederung der Süddoforudscha, die die 1 Erfüllung der Wünsche des bulgarischen | Volkes darsteile. Die Rückgliederung der | Dobrudscha sei in vollem Einverständnis i mit der Sowjetunion erfolgt. Der Außenminister kam sodann auf die Beziehungen Bulgariens zum Ausland zu sprechen. Er verwies auf das bulgarisch-jugoslawische Verhältnis und | sagte darüber u . a: »Was die bulgarischjugoslawischen Beziehungen betrifft, so entwickeln sich dieselben im Zeichen herzlichster Freundschaft. Auch hinsichtlich der Türkei hat sich nichts geändert, so daß die bulgarisch-türkischen Beziehungen nach wie vor als freundschaftlich betrachtet werden können. Die Präventivmaßnahmen, die die türkische Regierung erließ, sind in keinerlei Weise gegen die Interessen Bulgariens gerichtet und auch gar nicht geeignet, die freundschaft- lichen Beziehungen zwischen beiden Staaten zu behindern.« Am Schlüsse seines Exposees verwies Minister Popov auch auf die Zusammenkunft König Bori s-H i 11 e r und betonte hiebei, daß diese Zusammenkunft der beste Beweis für die Sympathien sei, mit denen Bulgarien und Deutschland verbunden seien. Der Außenminister schloß sein ausführliches Exposee mit der Feststellung, daß der Dienst an der Aufrechterhaltung des Friedens Bulgariens und des ganzen Balkans nach wie vor das Hauptziel der bulgarischen Außenpolitik sei. Außenminister Popov dankte sodann den Achsenmächten für die Unterstützung, die Bulgarien insbesondere hinsichtlich der Rückgliederung der Süddo-brudscha genoß. »Die bulgarische Außen- politik«, so lautete der Ausklang der <*' nisterrede, »ist friedliebend. Damit ist Je' doch nicht gesagt, daß wir den Krieg gessen müßten. Der Krieg dauert we» und er bringt immer neue Unsicherheit6 und Beunruhigungen. Die Entwickle11» [der Dinge ist nicht von Bulgarien abhä*1 | gig. Trotz des besten Willens, friedig zu bleiben und alles zu vermeiden, ^ den Frieden bedrohen könnte, dürfen *! nicht vergessen, daß die kühle Benki6 lung der Lage und die immerwährend Bereitschaft das beste Mittel zur Erh3 tung 'es Friedens sind.« Die Sobranje nahm die Ausführung611 des Außenministers mit Beifall entgeg6*1' In den Diplomatenlogen befanden s*c nur die Gesandten Deutschland Italiens und der Sowjetunion- Tschiangkaischek WM die Fortsetzung des Krieges mit Japan Schotte Kritik am Abkommen von Nanking / Xichian^aiichek öemenmrt die Nachrichten über die LLnlerbmmng japanischer Vorschläge z Nachrich en über einen Sieg der Chinesen in Hupei T s c h u n g k i n g, 4. Dez. (Associated Press) Anläßlich der Feier eines Sieges über die Japaner in der Provinz Hupei Am Schlüsse seiner Rede erklärte Marschall Tschiangkaischck, der Vertrag von Nanking sei der beste Beweis für den politischen und militärischen Niedergang Japans. Dieser Vertrag werde das chinesische Volk und die chinesische Armee noch weiter dazu anspornen, den jetzigen unerschütterlichen Widerstand gegen den japanischen Angreifer fortzusetzen und sich noch eifriger dem Wiederaufbau Chinas zu widmen. T s c h u i n g k i n g, 4. Dez. (Reuter) Die Japaner sind in der vorigen Woche in der Provinz Hupei auf einer 250 km langen Front zum Angriff übergegangen und zwar nordöstlich von Itschang. Die Chinesen mußten zunächst weichen, doch vermochten sic innerhalb von dreitägigen Kämpfen das Vordringen der Japaner aufzuhalten. In einem chinesischen Gegenangriff fiel den Chinesen große Beute zu. Man rechnet, daß die Japaner rund 12.000 Mann an Toten und Verwundeten verloren haben. Englische Pläne im Nahen Osten VOR DER EINBERUFUNG EINER PAN ARABISCHEN KONFERENZ IN KAIRO? — PLANT ENGLAND EINEN VORSTOSS GEGEN SYRIEN? hielt Marschall Tschiangkaischck eine Rede, in der er das Abkommen zwischen Japan und der chin. Zentralregierung in Nanking einer scharfen Kritik unterzog. Der Marschall erklärte u. a., er betrachte das Abkommen von Nanking für einen Fetzen Papier, dem keinerlei Bedeutung zukomme. Man könne jedoch sagen, daß dieser Vertrag eher das Gegenteil von einer beabsichtigten Befriedung mit China bringen werde. Japan habe einen großen Fehler gemacht, wenn es geglaubt habe, durch die Unterzeichnung des Nankinger Paktes der Friedensidee einen Beitrag geliefert zu haben. Im Gegenteil: die Lage in China habe hierdurch keine Aenderung erfahren. Im zweiten Teile seiner Rede erhob Marschall Tschiangkaischek schwere Anwürfe gegen das japanische Kabinett K o-n o y c, das seiner Ansicht nach keineswegs Herr über die verschiedenen Strömungen sei, die lediglich die Lage auszunützen versuchten, ohne dadurch Japans Lage irgendwie kräftigen zu können Tschiangkaischek wies sodann daraufhin, daß die japanische Regierung noch im Jahre 1938 erklärt habe, daß sie keinesfalls geneigt sei, bei etwaigen Friedensverhandlungen mit der chinesischen Zentralregierung in Nanking zu verhandeln, da diese Regierung illegitim sei. Es sei auch nicht wahr, daß die japanische Regierung der Regierung in Tschungking irgendwelche Friedensvorschläge gemacht hätte. In Tschnn-.T.i-.ir' man nichts von Verhandlungen mit Tokio. Beirut, 4. Dez. DNB meldet: Wie aus Kairo gemeldet wird, arbeitet die englische Diplomatie mit allen Kräften hinter den Kulissen im Nahen Osten, um eine Einberufung der Panarabischen Konferenz in Kairo zu erzwingen. Diese Konferenz soll den englischen Plänen zufolge in kürzester Zeit einberufen werden, um die arabischen Länder in der englischen Interessensphäre noch vor Beginn der italienischen Offensive für England zu gewinnen Ferner spricht man in politischen Kreisen Kairos davon, daß sich England eine neue starke Position im Persischen Golf zu schaffen beabsichtige. Rom, 4. Dez. DNB meldet: Nach den hier vorliegenden Nachrichten aus Syrien herrscht dort die Furcht vor, daß die Engländer in kürzester Zeit versuchen würden, von Palästina aus in Syrien einzudringen, um auf diese Weise den britischen Landweg nach Indien von der Flanke her zu sichern. Das Blatt »Mes-saggero« berichtet aus Beirut, daß diese Befürchtungen in Syrien durch den Tod Chiappes noch verstärkt würden. Die Ernennung Chiappes zum Oberkommissär von Syrien war mit Sympathie aufgenommen worden, weil man in ihm den richtigen Mann sah, der imstande gewesen wäre, die englischen Pläne in Syrien zu verhindern. Auch in französischen Kreisen Lieber dem Aermel-Kcmal in Syrien ist diese Furcht nach dem lod Chiappes gestiegen. Der Kommando der französischen Truppen in Syrien, 0 ' neral Fourger, hat militärische Maßna ' men ergriffen und die französischen TrUP pen in Syrien befinden sich ununterbN chen in Alarmbereitschaft. Nobelpreistäger Dr. Bergig am Dortragöllsch in Beogr^ Beograd, 4. Dez. Der berÄ*^ deutsche Chemiker und Nobelpreisträg6 der Chemie Prof. Dr. iFriedrich B e r g iy hält Mittwoch, den 4. Dezember mi Sandes Deutschen Verkehrsbüros um Uhr einen Vortrag über das Thema »K® volution der Rohstoffe«. Zu dem Vortf3=” der von der Jugoslawisch-Deutschen y,” Seilschaft in Beograd veranstaltet wir > sind sämtliche Mitglieder der Gesellschf und ihre Freunde eingeladen. Da der y3' me Professor Bergius’ Weltruf besi*z > herrscht für den Vortrag des großen deU ' sehen Gelehrten in Beograd das Interesse. Friedrich Bergius wurde am 11. OkD ber 1884 in Goldschmieden bei Bresla geboren. Seine Hochschulstudien abs<> vierte er an den Universitäten Bresl3 und Leipzig. 1931 wurde ihm der Nob6' preis für Chemie verliehen. Das Hatip' arbeitsgebiet Prof. Bergius’ ist die K° lenverflüssigung und HolzverzuckerunU’ auf dem er epochale Ergebnisse zu vC' zeichnen hat. Das Gold türmt sich in den Vereinig*611 Staaten. Washington, 3. Dez. Tass bend1' tet: Nach amtlichen Mitteilungen befa11 den sich Ende November in den nmy kanischen Großbanken Goldbestände 11 Betrage von 21 Milliarden Dollar. A"61 in den Föderalbanken befanden sich sieben Milliarden Dollar, die bislang gr°° " verzeichnete Goldmenge. Ein deutscher Sturzkampfbomber auf seinem Fluge über den Kanal Marschall Petain zieht nach VersaiH66 Vichy, 3. Dez. (Associated Press)' Die französische Regierung hat nach « . gestrigen Sitzung des Miniterrates el,!n kurze amtliche Mitteilung ausgegeben, 1 der es heißt, Marschall Petain wer 6 demnächst in Versailles bei Paris als Cne^ I des französischen Staates feierlich eIIJ I gesetzt werden. Petain wird dauernd 1 1 Versailles residieren. Verschärfung des Tauchbootkrieges Drilliche Ll-Boote haben einen großen mailichen Gchiffsgeleitzug angegriffen und 15 Gch'ffe mit mehr als 100.000 Tonnen oerjenkl / Am 2. Dezember wurden auf diele Weise insgesamt iöo.ooo Tonnen versenkt / Der britische Zerstörer „Glurdir vernichtet .Berlin, 4. Dez. DNB berichtet: Das Dberkoniando der deutschen Wehrmacht Meldete gestern folgendes:-. »Unterseeboote haben am 2. Dezember p‘neu für England bestimmten großen Ueleitzug mit besonderem Erfolg angegriffen und zersprengt. Trotz stärkster Icherung durch Kreuzer und Zerstörer Und sofort einsetzender heftiger Abwehr Wurden 15 Schiffe mit über 110.000 Brt. u- der zur Sicherung des Geelitzuges gehö 'ende britische Hilfskreuzer »Caledonia« aiJs dem Geleitzug herausgeschossen und ^ersenkt. Die Versenkung zweier weiteren phiffe des Geleitzuges von zusammen 6.000 Brt. ist wahrscheinlich. An diesem trfolg ist das unter der Führung von Ka-P'tänleutnant Mengersen stehende U-Boot zusammen 41.000 Brt. führend beteiligt. . Außer den genannten Erfolgen meldet Cln weiteres U-Boot die Versenkung von 2wei bewaffneten feindlichen Hande's-Schiffen mit insgesamt 21.247 Brt., dar-' "Her das moderne britische Motorboot Victor Roß« von 11.247 Brt. Damit sind aitl 2. Dezember allein durch U-Boote ins- gesamt mehr als 160.000 Brt. versenkt | worden. Wie bereits gemeldet, haben stärkere deutsche Kampffliegerverbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton fortgesetzt und die noch anhaltenden Brände erweitert. Exp'osicncn in den Lagerhäusern der Hafenviertel waren weit über den Kanal bis nach Frankreich sichtbar. Die Schwäche der britischen Abwehr erhöhte die Trc-fs.cher heit der deutschen Flugzeuge. Auch London, Birmingham und Liverpool wurden mit Bomben angegriffen. Das Verminen britischer Häfen ist fortgesetzt worden. Die Tätigkeit der Luftwaffe am Tage beschränkte sich auf Aufklärung. Dabei wurde südwestlich von Irland ein Handelsschiff durch Bombentreffer versenkt. In der Nacht zum 3. Dezember griffen stärkere deutsche Verbände eine Hafenstadt an der britischen Westküste an. Die nächtliche Tätigkeit der britischen ! Luftwaffe beschränkte sich auf einige Einflüge in die besetzten Küstengebiete. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt. Amsterdam, 4. Dezember. DNB meldet: Die englische Admiralität meldet, daß der Zerstörer »Sturdy« verloren sei. Der Zerstörer hatte 905 BRT und eine Besatzung von 98 Mann. Berlin, 3. Dezember. DNB meldet: Während England mit Entsetzen die immer heftiger werdenden deutschen Luftangriffe auf die einzelnen Provinzstädte begleitet, die für England und für die Kriegführung von lebenswichtiger Bedeutung sind, treffen ununterbrochen Nachrichten ein, daß auch der Unterseebootkrieg gegen England abermals verschärft wurde. Am Atlantik haben deutsche Unterseeboote einen Maissenangriff auf einen britischen Geleitzug unternommen. Es scheint, daß der größte Teil der englischen Schiffe dieses Geleitzuges versenkt wurde. Aus New York kommt die sensationelle Nachricht, die amerikanischen Radiostationen hätten Montag mittags Hilferufe von wenigstens 10 Schiffen aufgefangen. Nach der Lage dieser Schiffe urteilend dürfte es sich um einen englischen Geleitzug handeln, der von deutschen Unterseebooten und deutschen Bombenflugzeugen auf offener Sec ungefähr 400 Meilen westlich der irischen Küste angegriffen wurde. Nach den von den amerikanischen Radiostationen aufgefangenen Nachrichten seien in einem einzigen Geleitzug 5 Schiffe getroffen worden. Eines dieser Schiffe sei bereits untergegangen, während ein anderes im Sinken sei. Es handle sich um die englischen Handelsschiffe »Lady Glanley«, »Good Leight«, »Lochranza Castel« und »Victor Roß«. Der Name des fünften Schiffes sei bis jetzt nicht bekannt. Die letzte Nachricht von diesem Schiffe laufe: »Uns ist rasche Hilfe notwendig.« Das Schiff »Lochranza Castel« habe die Mannschaften der versenkten Schiffe übernommen. Unter den Schiffen, die von deutschen Flugzeugen angegriffen wurden, befindet sich nach Berichten aus Amerika auch das jugoslawische Dampfschiff »Cevetri«(7) und das englische Schiff »Kilgeran«. Das britische Schiff »Victoria« gab durch Rundfunksignale bekannt, daß es gemeinsam mit noch zwei anderen Schiffen torpediert worden sei. Die Namen dieser Schiffe sind noch nicht bekannt. Rumänentums in Alba Julia, an der 100.000 Bauern aus allen Teilen Transsylvaniens teilgenommen hätten, die Solidarität aller staatlichen und militärischen Institutionen wie auch die Einmütigkeit und die Zustimmung des Volkes zu den Aktionen des Regimes zwecks Sicherstellung der Ordnung und des Fortschrittes unter Beweis stelle. Gleichzeitig trete volles Vertrauen in Erscheinung, das das ganze Land General Antonescu und Minister Horia Sima entgegenbringe. Die unsachliche Berichterstattung könne nur minderwertigen Mentalitäten entspringen. Oslo, 3. Dezember. (Avala-Stefani.) Die Polizei führte längs der Westküste Norwegens große Razzien durch, wobei zahlreiche geheime Sendeanlagen vorgefunden wurden. Diese Sender verständigten die Engländer über verschiedene militärische Angelegenheiten, sodaß britische Flieger militärische Ziele bombardieren konnten. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Washington, 3. Dezember. (Avala Reuter) Präsident Roosevelt reist nach Miami in Florida, wo er sich morgen auf den Kreuzer »Tascalusa« einschiffen wird. Kathederblüte Professor: »Sie, Müller, stellen Sie sich mal mit dem Gesicht gegen die Wand; Sie sollen mich auch mal — von einer anderen Stelle kennenlernen!« Aspirin clie ändert Und jede Aspirin-Tablette trägt das Bayerkreuz. Das Bayerkreuz ist die einzige Garantie, dass Sie wirklich Aspirin bekommen. Vergessen Sie nie, dass es kein Aspirin gibt ohne Bayerkreuz! Oe**» eeo 3*.?2$> oa 33, «urt» (fizti. Ganze Stadlvieriei Southamptons in Trümmern Taufende von Menschen find obdachlos oeworöen / Die Abwanderung aus Southampton hat begonnen / Viele Straßen find unyatfierbar London, 4. Dez. (Reuter) Wie der Sonderberichterstatter der Reuter-Agen-ür berichtet* sind ganze Stadtviertel von ‘ °Pthamptan schon nach dem ersten Putschen Luftangriff in der Nacht zum ^°nntag in Schutt gelegt worden. Tauende von Menschen sind obdachlos gefeiert. Vorgestern trafen mehrere Tau-Von Arbeitern zu Aufräumungsar-E'tsn in der Stadt ein, die sie in Trümern fanden. Manche Straßen sind voll-T^üimen unpassierbar. Tausende von fischen sind im Stadtzentrum mit der eitigung der Häusertrümmer beschäf-f8L Die deutschen Bomber waren Welle ttm Welle erschienen, um ihr Vernich- tungswerk fortzusetzen, welches in den Morgenstunden ein Ende fand. Besonders schwer heimgesucht wurde das Geschäfts viertel und einige Wohnbezirke. Es wurden sofort Maßnahmen zur Lokalisierung der Brände unternommen. Für die Bevölkerung wurden Lebensmittel herbeigeschafft und provisorische Unterkünfte eingeräumt. Die Zahl der Toten und Verletzten ist nicht unbeträchtlich. Alle Brände konnten bis in die Morgenstunden gelöscht werden. Berlin, 4. Dez. Wie der deutsche Rundfunk berichtet, ist Southampton so schwer heimgesucht worden, daß die Bevölkerung in Massen auszuziehen begann. Die englischen Behörden sehen dieser freiwilligen Evakuierung nicht gerne zu. Den letzten schweren deutschen Angriffen gegen Southampton und London kommt besondere Bedeutung zu. Southampton war nach der Zerstörung Liverpools der wichtigste Einfuhrhafen an der Südküste Englands, der Fleisch- und Ge-treidelieferungen aufnehmen sollte. Durch die Vernichtung dieses Hafens ist nun auch die Möglichkeit verloren, die wenigen der deutschen Blockade noch entgehenden Geleitzüge hier zu löschen. Dies bedeutet also einen weiteren schweren Schlag für die Versorgung Englands mit Nahrungsmitteln. Englands Ernährungslage immer schwieriger j-'NE ERKLÄRUNG DES ERNÄHRUNGS MINISTERS WOOLTON _ EIN TEIL OkR VERSORGUNGSFLOTTE SOLL FÜR MILITÄRISCHE ZWECKE BENÜTZT WERDEN London, 4. Dez. (Reuter) Der eng •sehe Ernährungsminister W o o 1 t o 11 Undigte in einer Rede neue Lebensmittel-itiOnierungsmaßnahmen an und sagte ■ a.: »Wir werden im Jahre 1941 zwar chwer leben, es wird aber noch nicht ,Qtwendig sein, den Bauchriemen enger Uzuschnallen, mit anderen Worten: wir Verden nicht hungern müssen. Die Ein- fuhr konservierten Obstes und frischen Obstes habe eingestellt werden müssen. Es sei sehr wahrscheinlich, daß auch die Fleisch- und Speckrationen verringert werden. Damit England die Offensive führen könne, müsse ein Teil der Handelsflotte, die bis jetzt Lebensmittel trans portierte, für militärische Zwecke verwendet werden.« AuNöwna der Leg onär- 3>o izei fn Numäwm U>e innere Befriedung macht weitere Fortschritte , Bukarest, 4. Dez. (Avala) Stefan1 dichtet: Ministerpräsident-Stellvertreter u. K0111-^ ®ndant der rumänischen Legion, Horia m a, hat die Auflösung der Leg:onärs- °Iizei angeordnet. Jene Mitglieder, die ' C*1 in dieser Organisation besonder2 ervorgptan haben, werden in die Staats-P°i'zei übernommen, während die übr |en neuerlich in gewöhnliche Legionärs-^abonen eingegliedert werden. Line weitere Verordnung Horia Simas erbietct das Tragen der Grünhemden bei anderen als besonders feierFchen Anlässen. Schließlich sieht eine Verordnung Horia Simas eine Revision aller Mitglieder der Eisernen Garde vor. Diese Verordnungen haben den Zweck, die gegenwärtige Beunruhigung des Landes zu beendigen. Istanbul, 3. Dezember. Avala-DNB. Von zuständiger Stelle werden die Gedichte über ein Erweiterung des außerordentlichen Beiageruhgs-Zustandes auf die ganze europäische Türkei dementiert Es wird betont, daß der außerordentliche Zustand nach wie vor nur für das Gebiet der Dardanellen und des Marmarameeres gilt. * Jugoslawien und die Neuordnung Europas Beograd, 4. Dez. Mit der Rolle Jugoslawiens im neuen Europa setzt sich der Direktor der »Vreme« Dr. Danilo Gregorič wie folgt auseinander: Wenn heute von der Neuorganisierung des europäischen Kontinents gesprochen wird, dann findet auch Jugoslawien für diese Pläne größtes Verständnis. Die Neuordnung Europas warf sich von selbst auf nach den Wendungen, die in den letz ten Tagen das Schicksal unseres Kontinents bestimmten. Jugoslawien beurteilt seit jeher die Ereignisse um sich herum real und unbefangen, bestrebt, seine Politik mit dem großen europäischen Gesche hen in Einklang zu bringen. Alle Tendenzen, die eine zwischenstaatliche Zusammenarbeit bezwecken, können daher mit der vollen Unterstützung unseres Volkes rechnen. Ein politisch und wirtschaftlich geordnetes Europa stellt zweifellos die beste Garantie für die Entwicklung aller europäischer Völker dar. Jugoslawien werde daher bei der heute im Gange befindlichen Neuordnung innerhalb der Grenzen seiner Möglichkeiten arbeiten. Knne Nachrichten Bukarest, 3. Dez. (Avala-Rador). Gewisse ausländische Blätter und Rundfunkstationen verbreiten Gerüchte über die innere Lage in Rumänien und suchen die Ereignisse der letzten Zeit in ein ungünstiges Licht zu rücken. Zuständige Kreise betonen, daß die große Feier des Aus Stadl und Umgebung Maribor. Mittwoch. Den 4. Dezember Mitwirkung von Schule und Heim bei der Kmdererziehung EINFÜHRUNG VON DEBATTENABEND EN ZWECKS VERTIEFUNG ZIEHUNGSMETHODEN DER ER- Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, hielt der in Maribor wirkende Verein »Schule und Heim« vor etwa zwei Wochen seine Jahreshauptversammlung ab, in der eine neue Leitung gewählt wurde. Der neue Vorstand hielt nun Montag abends seine erste Sitzung ab, in der die Verteilung der Funktionen vorgenommen wurde. Obmann ist der Sekretär der Kaufleuteinnung Franz S k a s a, Vizeobmann Unterrichtsinspektor i. R. Dr. Poljanec, Schriftführer Biirgerschul-lehrer žerjav und Kassierin Frau S t i-a s n y, die schon mehrere Jahre diese Stelle versieht. In der Aussprache wurden verschiedene Fragen angeschnitten, die alle eine innigere und engere Mitwirkung der Eltern der schulpflichtigen Kinder, vor allem der Mittelschüler, und des Lehrkörpers anstreben. Es ist klar, daß Schule und Heim einander ergänzen. In der Schule wird der Lehrstoff erklärt und der Schüler auf den Fortschritt im Lernen geprüft, während er sein eigentliches Lernpensum daheim zu absolvieren hat. Die Erziehung obliegt beiden Faktoren, mit dem Unterschied jedoch, daß der Lehrer seiner Tätigkeit kollektiv gerecht werden karm, d. h. er muß auf die Bildung aller ihm zugedachten Schüler bedacht sein und kann sich dem Einzelnen nur wenig widmen, während die Erziehung der Eltern individuellen Charakter trägt, indem sie nur ihr Kind zu betreuen und ihm den Weg ins Leben zu ebnen haben. Das Elternauge blickt auf das Kind anders als der außerhalb des Familienkreises Stehende und ist sehr oft befangen. Deshalb ist das Vertrautwerden mit modernen Erziehungs methoden für den Vater und Mutter von größter Bedeutung. Der Verein »Schule und Heim« hat is sich zur Aufgabe gestellt, die Beziehungen zwischen den Erziehungsstätten und dem Elternhaus zu vertiefen und die beiderseitigen Bestrebungen miteinander in Einklang zu bringen. Um dieses Ziel erreichen zu helfen, werden Debattenabende im kleinen Saale des »Narodni dom« abgehalten werden. Jedermann wird nach einem kurzen Vortrag über verschiedene Erziehungsfragen das Wort ergreifen und in seiner Art und Weise ungezwungen seine Ansicht über das vom Fachmann besprochene Thema Vorbringen können. Es wird gewünscht, möglichst viele Ansichten aus Elternkreisen über wichtige, die Kindererziehung betreffende Angelegenheiten zu hören, um der Vereinsleitung, in der auch anerkannte Pädagogen vertreten sind, das Material für ihr Vorgehen zu liefern und die vorgebrachten Anregungen entsprechend zu verwerten. Wichtig sind hiebei insbesondere die Ansichten über den Sprachunterricht in den Mittelschulen, da Stimmen für und wider laut werden. Diese Debattenabende werden sicherlich ihren Zweck erfüllen und für die Kindererzic-hung Ersprießliches leisten. Wichtig ist jedenfalls, daß dieser Organisation soweit als möglich alle Eltern, die schulpflichtige Kinder besitzen, beitreten. Denn je stärker eine Organisation ist, desto leichter und mit größerem Nachdruck wird sie ihren Standpunkt verfechten und Vorteile für die Jugenderziehung erzielen können. Schulküchen rechtzeitig wird aufgebracht werden können. Wie notwendig die Unterstützung der mittellosen Jugend ist, kann daraus ersehen werden, daß es allein in der Volksschule in Tezno mehr als 200 arme Kinder gibt, die auf die Unterstützung guter Menschen angewiesen sind. Auch in diesem Falle werden die Kleinen in den Schulküchen das Mittagessen unentgeltlich erhalten. Es ist auch Vorsorge getroffen, daß nach Maßgabe der Mittel arme Schüler Kleider, Schuhe und Wäsche erhalten. m. in Besuchet die GUTENBERGFEIER (500 Jahre Buchdruck) Samstag, den 7. Dezember' um 20.30 Uhr, Stadttheater Dramatische Vorführung Militärmusik - Chorgesang schmerzlos »Bata«. überführt und im Jugendheim unterbracht, wo sie von den Eltern abgeh° werden sollen. m. Der Touring-Club, Filiale Maribor veranstaltet jeden Donnerstag im KaS^O' saal (Slomškov trg) Tanzübungen. D erste Abend findet am 5. d. um 20 u statt. m. Im Marionettentheater in StudeflCj' das sich im dortigen Sokolheim befind^ wird heute, Mittwoch, um 16 Uhr C11 Jugendvorstellung stattfinden. m. Festgenommener Straßenraub^ Gestern entriß in der Aleksandrova..ces^ unweit der Franziskanerkirche ein rer Mann der Besitzersgattin Anna Kuha die Handtasche und eilte davon. Glück konnte der Straßenräuber, es handelt sich um einen gewissen Otto Lesja 1 bald eingeholt und festgenommen werde-In der Tasche befanden sich nur 79 Du« • Taschendiebstahl. Am Marktpla^ der Strosstnayerjeva ulica kam g® Das Winterhilfswerk für arme Kinder in der Umgebung 200 MITTELLOSE ARBEITERKINDER IN STUDENCI UNTERSTÜTZUNGSBEDÜRFTIG — 100.000 DINAR FÜR HUNGERNDE SCHÜLER DER GEMEINDE POBREŽJE ERFORDERLICH Vortrag über Malm Über die Geschichte und Bedeutung dieser kleinen, kaum 300 km2 großen, aber dicht bevölkerten Inselgruppe (über 600.000 Einwohner) mit der Hauptstadt La Valetta wußte uns Viktor Pirnat aus Ljubljana Montag abends in der Volksuniversität viel Wissenswertes und Interessantes an Hand schöner Lichtbilder zu berichten. Malta, eine uralte Gründung, vielleicht von Nordafrika aus, wechselte im Laufe der Zeit oft ihre Besitzer, von denen tiefere Spuren besonders die Araber (noch jetzt in ihrer Sprache) und die Malteserritter hinterließen. Seit 1800 ist sie im Besitze Englands, als es London gelang, auf einer Friedenskonferenz die »geographietüchtigen« Diplomaten von der »Bedeutungslosigkeit« dieser paar Steinmselchen zu überzeugen. Viel Kultur und viel Kunst kann man bei den meist wohlhabenden Bewohnern bewundern, die jetzt in zahlreichen Naturgrotten , vi icindlichen Bomben ihre Zufluch, suchen müssen. Die schwersten Zeiten, die wir durchzumachen haben, empfindet die mittellose Jugend besonders schwer. War es in halbwegs normalen Zeitläuften noch halb wegs möglich, für die Versorgung der armen Kinder die erforderlichen Summen aufzubringen, so ist dies jetzt, im zweiten Kriegswinter, außerordentlich schwer und stößt auf große Hindernisse. Mit geringen Ausnahmen ist die Bevölkerung schlecht bei Kasse und kann für die Unterstützung der Armen nicht mehr jene Opfer aufbringen wie früher. Trotzdem ist lobend hervorzuheben, daß es, wenn nicht alle Anzeichen trügen, dem Opfermut edler Menschenfreunde gelingen wird, die armen Kinder auch heuer über Wasser zu halten. Das Winterhilfswerk macht insbesondere in der Umgebung von Maribor gute Fortschritte und hat schon bisher sehr schöne Erfolge zu verzeichnen. In Studenci hat der Ausschuß für Winterhilfe 230 Ansuchen um Unterstützung mittelloser Kinder erhalten und festgestellt, daß 194 Jugendliche unbedingt auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind. Die meisten Kinder müssen Kleider, Wäsche und Schuhe erhalten, andere sind auf Verköstigung angewiesen. Die Schülerküche wird auch diesmal mit allein Nachdruck in Aktion treten und in den Unterrichtspausen den Kindern wie in den früheren Jahren warme Milch und Brot verabfolgen müssen. Für die Bekleidung der armen Kleinen ist halbwegs gesorgt, Schwierigkeiten bereitet jedoch die Finanzierung uSch-Uküehi1- Um dm Mittel zu crl'.r’.Hcii, wird kommenden Samstag, den 7. d. abends im Sokolheim in Studenci ein Bunter Abend veranstaltet werden. Unter den Mitwirkenden befinden sich ein kleines Orchester, die kleinen Harmonikaspieler von Studenci, der Gesangverein »Enakost«, der dortige Tamburaschenchor, Solisten usw. Zur Aufführung wird auch ein lustiger Einakter gebrach* werden. Mit Rücksicht auf den edlen Zweck der Veranstaltung ist mit einem zufriedenstellenden Besuch zu rechnen. Nicht minder agil ist die Aktion für die Unterstützung armer Kinder in der Nachbargemeinde Pobrežje. Der Ausschuß für Winterhilfe hat ein umfangreiches Programm für die" Versorgung der Kleinen mit Bekleidungsartikeln und für deren Verköstigung ausgearbeitet und hat ebenfalls bereits schöne Erfolge zu verzeichnen. Vor allem kommen die drei Volksschulen in dieser Gemeinde, nämlich in Pobrežje, in Tezno und in Marija Brezje, in Betracht. Mit Neujahr werden an den drei Unterrichtsanstalten Schulküchen in Funktion treten, die nach Maßnahme der verfügbaren Mittel durch mindestens drei Wintermonate mittellosen Kindern das Mittagsmahl verabreichen werden. Für die Schulküche in Pobrežje hat die Textilfabrik T h o m a 10.000 Dinar beigesteuert und für jene in Tezno die dortige Industrie ebenso viel, während für die Versorgung der armen Schulkinder die Gemeindeverwaltung denselben Betrag votiert hat. Außerdem wurde eine Sammelaktion eingeleitet und ist •»,. hoff«- rl-0 «Vh* . Summe von 1CO.OOO Dinar :ü: ■ AugöerilgieiMng im Gaveta! ln der Station Bianca bei Brežice sprang gestern früh aus bisher noch nicht genau festgestellter Ursache ein gegen Zidani most fahrender Güterzug aus dem Gleis. Hiebei stürzten einige Wagen um und rissen auch einige Telegraphen- und Telephonmaste mit sich, weshalb die Verbindungen längere Zeit unterbrochen waren. Die Strecke war lange verrammelt, sodaß sich mehrstündige Zugsverspätungen ergaben. Im Laufe des Tages konnten die Trümmer halbwegs beseitigt werden. Der Materialschaden ist nicht unbedeutend'. Glücklicherweise wurde bei der Entgleisung niemand verletzt . Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß der Unfall auf Schadhaftigkeit des allzu beanspruchten Oberbaues zurückzuführen ist. Die Schwellen und die Schienen sowie die Weichen müssen unbedingt ausgewechselt werden. Jedenfalls ist der Bau des zweiten Gleises auf dieser wohl frequentiertesten Strecke im ganzen Staat unaufschiebbar. stern der Privaten Marie Zavrl die Ge,d tasche mit 200 Dinar abhanden. * Dr. Rudolf Lovrec ordiniert wie^r regelmäßig. Hornhaut und Hühneraugen entfei* m. Wetterbericht vom 4. Dezember, ® Uhr: Temperatur minus 7 Grad, rel. LU feuchtigkcit 95%, Luftdruck 743 n‘ windstill. Gestrige Maximaltempera* 0.0, heutige Mini mal temperatur minus Grad. * Geschenke für das Nikolofest in Velika kavarna können bei der Kassa gegeben werden. Am teile _ Dr. Gregor Jesenko gestorben Celje, 3. Dezember- Mit tiefstem Schmerz erhalten wir betrübende Nachricht, daß der hervor gende Mensch und Arzt Sanitätsrat v ■ Gregor Jesenko im Alter von 76 Ja ren in Wien, wohin er am Freitag 6 bracht worden war, an den Folgen ei Herzattacke gestorben ist. Das tödlic Leiden, das ihn vor Wochen zwang, s' niederzulegen, wollte ihm keine Gnad frist gönnen. Im Augenblick, da w>r Kunde vom Heimwege dieses selten Menschen und Mitbürgers vernehm ’ können wir nur dem Schmerz über un ren Verlust ergriffenen Ausdruck ver hen. Auf die Würdigung seines Leben^ werkes werden wir noch zurückkomme m. In Ljubljana verschied nach längerem Leiden der weit und breit bekannte Arzt für interne Krankheiten Dr. Anton Jama r. Der Verstorbene war längere Zeit Chefarzt des Kreisamtes für Arbeiter-Versicherung. Friede seiner Asche! m. Das Verzeichnis der Einkommen-und der Umsatzsteuer ist fertiggestellt und liegt ab 3. d. am Steueramt zur öffentlichen Einsichtnahme auf. m. Zwei junge Landstreicher wurden von der Gendarmerie in Poljčane aufgehalten, die erklärten, nach Ceije und dann gegen Slovenj Gradec fahren zu wollen. Es stellte sich nun heraus, daß es sich bei einem von ihnen um den 12jährigen Jungen handelt, der vor einigen Tagen zusammen mit seinem Schwesterchen unter fremden Namen auch in Maribor gebettelt hat. Der andere Junge ist 14 Jahre alt und stammt ebenfalls an; der dortigen Ge- c Bestattung. Der bei den Erda' hubarbeiten in der Vodnikgasse Samstag tödlich verunglückte Art*?1 Johann Pirc fand am Montag nac mittag im Umgebungsfriedhof die . hestätte. Neben den Verwandten u' Arbeitskameraden hatte sich ein & scrcr Kreis anderer Leidtragender z letzten Geleite versammelt. Joh. / ' " der ein Alter von 39 Jahren erreich ’ war ein tüchtiger und fleissiger ' arbeiten gewesen. Er hinterlässt Witwe und zwei unversorgte Kino _ — Der mit Pirc. gemeinsam vyru glückte Bauarbeiter Karl O b 1 is a ’ der rechtzeitig geborgen und ins hr kenhaus geschafft werden konnte, findet sich auf dem Wege der Bes rung. c Die pensionierte Lehrerschaft Celje und Umgebung trifft sich Donnerstag, dem 5. Dezember, nw Uhr im Restaurant der „Nabavlja zadruga“ jn Celje. c. Sterbefälle. Im abgelaufenen M<*na November starben in Celje 36 Person-' davon 14 daheim und 22 im öffentlic Krankenhause. c. Fachzeitschrift. Die Vereinigung ^ Absolventen staatlicher Handelsschu in Celje gibt unter dem Titel »Absoh'f'11^ eine Fachzeitschrift heraus, die ein gr°^ ses Verbreitungsgebiet hat und von ' Max Suszynski geleitet wird. ^ mann des Vereines ist Herr Leopold čer. c Falschmünzern In Radeče bei Zi- d: • , : »nd. Die K m w urden nach Maribor dani most wurden dieser Tage ^a^sC., Zehndinarstücke in Verkehr gebrac _ Sie wurden in einer Art Prägeverfa ^ ren hergestellt, sind aber an i‘llC Rezitalionsabend berzettgenöl fischen fiotoenlfchen Prosa GROSSER ERFOLG DER SLOWENISCHEN ROMANSCHRIFTSTELLER KRANJEC UND INGOLIČ IN DER VOLKSUNIVERSITÄT helleren Farbe und am Klange erkenntlich. Bisher wurden nach den Feststellungen der Gendarmerie nur vereinzelte Stücke ausgegeben, und ^var in Radeče selbst und auf dem Lande ringsum. Von den Herstellern der Falschstücke fehlt noch jede Spur. c Die Dürer- und Rembrandt-Ausheilung in den Räumen der Ortsgruppe Celje des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes (Kralja Petra cesta 24, II. Stock) bleibt nur noch bis morgen, Donnerstag, abend geöffnet. Sie birgt einen für unser Land einzigartigen Kunstschatz. Unter den 80 Originalen der Ausstellung stechen vor allem die 17 Originale Albrecht Dürers, des deutschesten der* Deutschen, besonders hervor. Die kräftige Anmut der Linienführung ist es, die Dürers Hand schon von weitem erkennen lässt. Doch auch das Kämpferische, Heldische in Dürers Werk darf nicht übersehen werden. Daneben hängen und hegen 15 Originale von Rembrandt, dem Niederdeutschen, der allezeit bemüht ist, das, was er sicht, so wiederzugeben, wie er es sieht und empfindet: sachlich und wahr. Künstler und Kenner schätzen seine Griffelkunst u. Radierungen schon immer wegen ihrer Ideengehalte und sammelten sie wie Unser Kunstfreund, dessen grosszügiges Entgegenkommen diese Ausstellung ermöglichte. Neben Dürer und Rembrandt entzücken den Beschauer auch noch Originale von Zeitgenossen der beiden wie Beham, Penz, Wolf Huber, Schongaucr, Grien, Lukas van Leyden und Ostade. Wer die hervorragende Ausstellung noch nicht gesehen hat, beeile sich, ehe es zu spät geworden! c Missachtet Bisswunden nicht! Die 25 Jahre alte Arbeitersfrau Aloisia Sivko aus Pečovje bei Teharje wurde im September daheim vom eigenen Hunde gebissen. Doch erst vor einigen Tagen kam sie mit einem grässlich angeschwollenen Arm ins hiesige Krankenhaus. Es gab jedoch Leihe Rettung mehr, sie starb unter schrecklichen Qualen. c. Kino Union. Heute, Mittwoch, zum letzten Mal »Der große Refrain«, ein fran zösischer Musikfilm mit Ferdinand Gra-vey, Jacqueline Franceil und Thomas Al-tide, dem bekannten Mitglied der Mailänder Scala. Aus Plul Gebücht niefeier für Hugo Wolf Das Konzert, welches der Gesangverein der deutschen Minderheit am 7. Dezember um 20.15 Uhr abends im Vereinssaal veranstaltet, ist dem Gedächtnis an Hugo Wolf, dem größten Sohn unserer engeren Heimat, gewidmet, der vor 80 Jahren am 13. März 1860 im lieblichen Slovenj Gradec geboren wurde. Hugo Wolf ist im Musikleben des deutschen Volkes eine der bedeutendsten Erscheinungen. Sein Name reiht sich würdig an die der Tonheroen aller Zeiten. Das deutsche Volk und mit ihm auch unsere deutsche Volksgruppe, in deren Schoß er gekoren und auferzogen wurde, sind mit Recht stolz auf ihn. Er hat wie nur ganz wenige das Licht himmlischer Erkenntnis m das Dunkel jener Unendlichkeit getragen, aus der hinaus uns Menschen Gottes Rahe fühlbar wird. Bereits im Jahre 1923 hat der Gesang-Verein der deutschen Minderheit ein Jugendwerk Hugo Wolfs, sein im Druck nicht erschienenes »Mailied« für Männer-ehor zur Aufführung gebracht. Festlichen Anlässen hat er stets durch den öegeiste-nungstrunkenen Hymnus »An das Vaterland« eine besondere Note und höhere Weihe verliehen. Diesmal hat sein I. Chormeister Dr. Eduard Bučar aus seinen geistlichen a capclla Chören nach Gedichten von Ei-nhendorff drei herausgegriffen und auch den »Frühlingschor« aus der unvollendeten Oper »Manuel Venegas« auf die Vor-Lagsordnung gesetzt. Aus dem überreichen Liederborn, den uns Hugo Wolf erschlossen hat, wird Fräulein Herta S p i 11 a u und Herr Etti "F s c h a r r e. begleitet von Prof. Hermann Frisch, dem heute vielleicht be- In feierlicher Stimmung und vor einer beträchtlichen Zuhörerschaft lasen vorgestern die beiden sichtbarsten Repräsentanten des slowenischen Nachkriegsromans in unserer Volksuniversität aus ihren Werken. Den Abend eröffnete mit einer Ansprache Dr. Makso Žnuderl, der Obmann des Mariborer Künstlerklubs, der die beiden Schriftsteller in kurzen, aber warmen Worten dem Publikum vorstellte. Er unterstrich die Bedeutung des epischen Dreigestirns Prežihov Voranc-Miško Kranjec-Anton Ingolič, indem er ihnen dieselbe Rolle zuerkannte, wie sie vor Jahren von der slowenischen Modernen Cankar-Župan-čič-Kette-Murn in der slowenischen Lyrik verkörpert wurde. Die beiden Vor- t u r des heurigen November betrug 6.7 Grad. Die Höchsttemperatur wurde am 5. November mit 18.7 und die Mindest temperatur am 9. November mit minus 4.6 Grad verzeichnet. Unter Null sank das Quedksiliber an zehn Tagen. Im November gab es 12 Regentage, während es an zwei Tagen schneite. Die Niederschlagsmenge betrug durchschnittlich 55.9 mm, sodaß auf einen Niederschlagstag 4 bezw. an einen Monatstag 1.9 m entfielen. Die höchste Niederschlagsmenge wurde am 7. November mit 22.7 mm gemessen. Interessanterweise fiel der Schnee am ersten und am letzten Novembertag. Das Barometer bewegte sich int vergangenen Monat zwischen 752.2 und 7123.0 Millimeter, was einem Monatsdurchschnitt von 736.5 mm entsprach. Die größte relative Luftfeuchtig-k e i t wurde mit 100 Prozent zu Monatsbeginn vermerkt. Kurz darauf betrug sie kaum noch 46%, sodaß die relative Durch BÜBDBOHDeOaDBQBOSDSDaDaQBDB □ steil Kenner Hugo Wolfs, eine gediegene Auslese zum Vortrag bringen. Aber noch zwei Namen schmücken die Vortrags Ordnung, deren Träger unter uns gelebt und hier sicher manche Anregung zu ihren, wenn auch später entstandenen musikalischen Schöpfungen erhalten haben: Roderich v. Mojsisovics und der seines Schülers K o 11 e r i ts ch. Roderich von Mojsisovics war seinerzeit Direktor der Musikschule in Ptuj, kurze Zeit auch Chormeister des Gesangvereines, später wurde er als Direktor des steiermärkischen Konservatoriums nach Graz berufen, als welcher er. fast zwei Jahrzehnte segensreich wirkte. Heute lebt Mojsisovics in München als beachteter [ Musikschriftsteller. Seine Kompositionen j gehören zum Besten was Deutsche in den letzten drei Jahrzehnten geschaffen j | haben. Die Zahl seiner Schüler und Ver-I eh rer seiner Kunst, die unserem Empfindungsleben neue Ausdrucksquellen erschlossen hat, wächst von Jahr zu Jahr. Josef Kolleritsch war vor dem Weltkrieg in Maribor al- Lehrer tätig und lebt nun in Graz. Seine Chorkompositionen. die in ganz Deutschland weiteste Verbreitung gefunden haben, trugen seinen Namen weit über die Grenze seiner engeren Heimat. Das Konzert wird durch die Mitwirkung Prof. Hermann Frise IV, dessen Klavier- lcsenden wählten schon ihr Programm so, daß der Unterschied zwischen dem mehr lyrisch eingestellten Kranjec und dem mehr auf dramatische Kontraste bauenden Ingolič klar hervortrat. Kranjec las zwei Kapitel aus seinem Roman »Povest o dobrih ljudeh« (Erzählung von guten Leuten), in denen das Leben des alten Paares Koštrca mit liebenswürdiger Kleinmalerei geschildert wurde. Ingolič aber las einen effektvollen Abschnitt aus seinem Roman »Žeja« (Durst) und die Schlußseiten seines noch nicht veröffentlichen Romans »Matevž Visočnik«. Beide Abschnitte greifen tief in das Leben des slowenischen Bauemproletari ats ein, der erste in eine Vinzerfamil'ie, der zweite in eine Tischlerwerkstatt. vember im Vergleich mit den übrigen Monaten als trocken erscheinen läßt. Die Bewölku n g machte im November 6.8 Zehntel des mit Wolken bedeckten Himmels aus. Völlig klare Tage gab es nur drei, stark bewölkte neun. An zwei Tagen wurde Nebel, an sieben Reifbil-dung vermerkt. Was die Wim di gike it betrifft, gab es im November nur fünf windlose Tage, größtenteils herrschte Südwind1 vor. Im allgemeinen kann über 8 Jugendstunde. 19.25 Gesang. 20 Kammermusik. — Budapest, 18.10 Zigeanennu-sik. 20.10 Mozart-Abend. — Deutsche Sender, 12 Konzert. 15 Bunte Musik. 16 Blasmusik. 19 Konzert. 21 Unterhaltungsmusik. Das Wettei Wettervorhersage für Donnerstag: Vorwiegend1 heiter, kalt und beständiges Wetter. Ans ulfee 11MI Die Flasche als Liebeöbote In der Umgebung von Graz hat sich ein junges Paar auf eine durchaus ungewöhnliche Weise gefunden. Ein junges Mädchen auf dem Lande, das etwas romantisch angehaucht war, fand ihr Leben eintönig und leer und beschloß eines Tages, das zu ändern. Sie schrieb einen Brief, in dem sie ihre Einsamkeit und ihr Bedürfnis nach Liebe schilderte und steckte ihn mit ihrer Adresse versehen in eine Flasche. Eine Photographie fügte sie bei. Sie vergaß auch nicht, ein rotes Rosenblatt in die Sendung hineinzutun. Die Flasche wurde dann versiegelt und das Ganze dem Fluß Mur übergeben. Nun wartete sie auf das Schicksal. Die Flasche wurde nicht sehr weit getragen. Schon in Graz wurde sie von einem jungen Mann gefunden, der durch die Botschaft in der Flasche sehr beeindruckt war. Da er selbst für den Fall nicht in Frage kam, weil sein Herz anderweitig vergeben war. teilte er die seltsame Botschaft einem Freunde mit. der sich 111 das Bild der schönen Unbekannten verliebte und ihr sofort einen Brief sclirab. mit der Bitte, sie möge ihn heiraten. In diesen Tagen wurde in Graz tatsächlich die Hochzeit des Mädchens gefeiert, das so keck sein Schicksal selbst in die Hand genommen hatte. Dos Wetter im Vormonat DER HEURIGE NOVEMBER GLICH MIT GERINGEN AUSNAHMEN DEM VORJÄHRIGEN — IM ALLGEMEINEN ETWAS WÄRMER BEI GLEICHER NIEDERSCHLAGSMENGE Die Durchschnittste 111 pe r a- Schnittsfeuchtigkeit von .84.7% den No- Spott Ur gerne Ringer in Zagreb KROATIENS AUSWAHL UNTERLIEGT MIT 10:4. — NUR MOGULJAK UND DE LUCCA SIEGREICH. In Zagreb wechseln die internationalen Sportveranstaltungen in rascher Folge einander ab. Dem großen Dreiländerkampf im Tischtennis folgte gestern ein Ringkampf Ungar n—K roatien, der von den ungarischen Repräsentanten mit 10:4 überraschend hoch gewonnen wurde. Die Kroaten mußten allerdings den Kampf mit zwei Ersatzmännern für Schneeberger und V r š č a k aufnehmen. Immerhin erwiesen die Magyaren als ausgezeichnete Ringkämpfer, die den Sieg vollends verdient hatten. Mit dem Italiener C e n s k y als Ringrichter waren beide Mannschaften überaus zu- , frieden. Für Kroatien holten die Sieges-, punkte nur Moguijak und De Lue-; c a. Moguljak landete im Federgewicht gegen Toth einen klaren Punktesieg, während De Lucca im Weltergewicht dem Ungar K i n i s z i gleichfalls nach Punkten den Garaus machte. Alle übrigen Kämpfe fielen zugunsten der Ungarn aus und zwar siegten im Bantamgewicht B e n c z e gegen Staroveškl, ; Leichtgewicht F e r e n c z gegen M r k u s, im Mittelgewicht S z o v a r y gegen H a. 1 u ž a n, im Halbschwergewicht Kovac gegen Metzner und im Schwergewicht B o b i s gegen B e g a č. 3ogreber DreNänderkampf aNMrNch Im Zagrcber Tischteimisturnier errangen Kroatiens Repräsentanten einen mehr als schmeichelhaften Erfolg, der ihnen einen der vordersten Plätze im internationalen Tischtennis ein-räumt. Im Anschluss an das Turnier wurde beschlossen, alljährlich in Zagreb einen Dreiländerkampf Jugoslawien—■Deutschland—Ungarn abzuhalten. Falls sich die internationale Lage ändern sollte, würden auch die Vertreter von Böhmen-Mähren, der Slowakei und Rumäniens herangezogen werden. : Ein Sportler.Nikolofest veranstaltet der SSK. Maribor Sonntag nachmittags um 17 Uhr in der Kino-Bar. : Die Schützenliste der Slowenischen Liga führt Žigon (Mars) mit 17 Goals an. Ihm folgen Lah (Ljubljana) und Kos (Amateur) mit je 14, Pocajt (železničar) mit 9 Treffern usw. : Eine neue Sprungschanze wird in Bled in der Nähe des švegelj-Schiosses vom Skiklub Ljubljana errichtet werden. Die Schanze wird Sprünge bis 30 Meter zulassen. : Albin Jakopič außer Gefecht. Der mehrmalige jugoslawische Skimeister Albin Jakopič aus Mojstrana hat einen folgenschweren Motorradunfall erlitten und wird in diesem Winter kaum am Start erscheinen können. Zum rumänischen Sportführer wurde Maole Stroici ernannt, der seinerzeit als Schützenmeister bekannt war. : Ausgleich im Tennis. Blättermeldungen zufolge ist es zwischen dem Jugoslawischen Tennisverband in Zagreb und dem Serbischen Tennisverband zu einem Friedensschluß gekommen. Es scheint, daß bis zum Beginn der neuen Saison alle Mißhelligkeiten beigelegt sein werden. : Der Zagreber Bürgermeister Mato Starčevič wurde zum Vorsitzenden des HAŠK gewählt. : Schiedsrichter Petermanec, der den letzten Städtekampf Beograd—Zagreb geleitet hatte, brachte mit Rücksicht auf die vielen- Vorwürfe, denen er ausgesetzt war, seine Demission ein. : Der BSK und die Zagreber »Concor-dia« werden am 15. und 22. d. in Zagreb bzw. Beograd zwei Freundschaftsspiele äustragen. Dem Treffen der beiden Herbst melster sieht man mit lebhaftem Interesse entgegen. : Der Winter-Cup fallen gelassen? Wie man aus Beograd erfährt, will man heuer von der Austragung der Cupspiele Abstand nahmen. : Der Oberste Fußballverband des Kö-nigreiches Jugoslawien wird am 26. Jänner seine Jahrestagung abhalten. : Heinz Lazek forderte Max Schmeling. Der neue deutsche Schwergewichtsmeister Heinz Lazek will sich auf seinen frisch erworbenen Lorbeeren nicht ausruhen. Er hat jetzt eine Herausforderung an den Europameister, Max Schmeling, gerichtet. Wann und ob es überhaupt zu einem solchen Kampf in nächster Zeit kommen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob beide Boxer genügend Gelegenheit zum Training haben werden. Denn sowohl Max Schmeling. als auch Heinz Lazek tragen den feldgrauen Rock. An Lazek wollen andererseits mehrere deutsche Schwergewichtler Herausforderungen richten. : Neue Wege im deutschen Frauen-Tennis. Die Führung des deutschen Frauen-Tennissportes, der nacheinander drei so gute Vertreterinnen wie Cilly Aussem, Hilde Krahwinkel und Anneliese Ullstein an das Ausland abgab, hat sich die größtmögliche Förderung des Nachwuchses und der Spltzcnspielerinnen zur Aufgabe gemacht. So ist jetzt allen Spielerinnen, die fiir internationale Wettkämpfe und Städtespiele in Betracht kommen und zur Extraklasse zählen, zur Pflicht gemacht worden, in den Wintor-monaten Ausgleichssport, wie z. B. Hockey, Handball. Štih wimmen Gymnastik und Leichtathletik zu betreiben. Kultu* ° öw.pmüs i i «i minii i ...................... Des Detlef en Gchou pieiers theati-ali che Genduna Ein Vortrag des Präsidenten der Reichstheaterkammer in Berlin Berlin, November. Der Präsident der deutschen Reichstheaterkammer, Ludwig Körner, hielt einen Vortrag, den er nannte: »Des deutschen Schauspielers theatralische Sendung«. Goethe hatte seinem Wilhelm Meister-Roman ursprünglich den Titel gegeben: »Wilhelm Mei- sters theatralische Sendung«, und an diesen Titel lehnte sich fraglos der Präsident bei seiner Thema-Formulierung an. Eine solche Thema-Formulierung verpflichtet dann aber auch den Redner zu neuen, richtungsweisenden Gedanken — eine Hoffnung, in der sich die zahlreich erschienenen Zuhörer keinesfalls getäuscht sahen. Ludwig Körner verglich den Schauspieler mit dem Soldaten. Beide sind eingesetzt, beide müssen mit Anspannung ganzer Kraft den Forderungen des Augenblicks dienen. Der Schauspieler ist ein kulturpolitischer Soldat. Die Theater sind Trutzburgen deutschen Geistes, die deutschen Schauspieler sind ihre wehrhaften Bemannungen. Die deutsche Staatsführung hat die politisch-kulturellen Voraussetzungen geschaffen für ein Theater, das nicht um seiner selbst willen wirkt, sondern Seine Arbeit als Dien ist an der deutschen Kunst auffaßt. Ein neues Volk, so führte der Präsident weiter aus, ist durch seine Jugend gewährleistet. Die neue Bühne muß unermüdlich die Jugend gewännen: zukunftssiche re Menschen als Spielende, junge zukunftssichere Menschen als Zuschauer und Zuhörer! Ja, das deutsche Theater muß zu einem Theater der Jugend und somit zu einem Theater des Herzens, der ehrlichen Überzeugung gemacht werden. Die Arbeit des Schauspielers ist schwer und entsagungsvoll, bekannte der Präsident. Dafür ist die Kunst heute aber auch nicht etwas, was abseits vom Volke steht, sondern die Kunst ist eine Funktion des Volkslebens. Der rechte deutsche Bühnen künstler ist sich seiner Verantwortung bewußt, er hat keine Zeit, sich mit inteiiek-tualistischcn und individualistischen Einzelheiten abzugeben, sondern er stellt sich dankbar und berufen auf die Linie der klassischen und nationalen Kunstausübung. Die Kunst, so gesehen, ist eines der wichtigsten Erziehungsmittel des Staates. Die Bühnenkunst ist die unmittelbarste und begliiökendste Kunst. Der Schauspieler hat über seine theatralische Sendung hinaus eine politische Sendung-Ludwig Körner bezog diese Worte alle ‘ auf den deutschen Schauspieler. Aber die Schauspieler jeder anderen bewußt national lebenden Volksgemeinschaft können und müssen diese Worte ebenfalls belief-' zigen. Sie dürfen sie auf sich um denken . und zum Besten ihres Volkes anwertden. Die 111. Gewerkschaftliche Kunstausstellung in Mailand. Rom — (Agit) — Wie die .»A g i t“ mitteilt wird im kommenden Frühjahr in Mailand im Kunstpalast, die III. Ausstellung unter der Mitwirkung aller Fa-■chistischen Gewerkschaften der Schönen Künste organisiert. Die Ausstellung wird Werke der Malerei, der Bildhauerei und Federzeichnungen enthalten und wird besondere Abteilungen für Gravierungen, Plakatschriften. Fresken, Medaillons usw. aufnehmen. Die Veranstaltung des Jahres 1941, die jener von Florenz und Neapel folgt, die in den vergangenen Jahren stattfanden, wird auch unter dem Gesichtspunkt der Bildung eines großen internationalen Kunstmarktes in Mailand eine besondere Bedeutung haben, der in der Lage wäre andere Märkte, die infolge des Krieges endgültig ihre Funktionen verloren haben, vorteilhaft zu ersetzen-Den Vorsitz der Ausstellung hat der Prä-; sident des Faschistischen Verbandes der * Akademiker und Künstler, Cornelio d> Marzio übernommen und Vize-Präsidenten sind der Bürgermeister von Mailand-i Gallarati Scoti und der Consigliere Na-zionale Maraini. der der Sekretär der Faschistischen Gewerkschaft der Schö-j neu Künste ist. (Agit) I Hems mul Jtrf 1. Der Standort der Kamelien darf nicht zu oft gewechselt werden, am wen:gsten in der Zeit des B’ütenansatzes. Im Winter stelle man die Kamelie in ein mäßig warmes Zimmer, das auf gleicher Wärme gehalten werden muß, damit nicht die Knospen abfallen. Man beachte, daß d;e Kamelie eine Waldpflanze ist und gleich-bleibende Feuchtigkeit liebt. 1. Den durch Schneebruch beschädigten Bäumen muß man eine sorgsame Wundbehandlung angedeihen lassen. Bei hohem Schneefall ist dafür zu sorgen, daß ke'nc Bäume oder Sträucher darunter leiden-Man klopfe mit Schnee belastete Äste ab- 1. Hühnertuberkulose ist eine der schlimmsten Seuchen. Ist ein Teil der Hühner erkrankt (Abmagerung, schwerfälliger Gang, Durchfall, Krämpfe, stark verringerte Legetätigkeit), so töte man die kranken Tiere, verkaufe die gesunden und sorge für allergründlichste Desinfektion des Hühnerstalles, um einige Wochen später wieder aufs neue mit der Zucht von Hühnern zu beginnen. 1. Lager von Obst, Kartoffeln und Gemüse im Keller durchsehen; faulende Teile entfernen. Bei trockenem Wetter lüften- Uusete Kutttyesdütkie Ein Mädchen bleibt standhaft Von B. tllling »Ich habe das Junggesellenleben gründlich satt, mein Lieber«, sagte Klaus Brandt nach einer längeren Debatte abschließend zu seinem Freund Werner, »die ewigen Weibergeschichten sind mir schon langweilig. Das erste Mädchen, das sich weigert, meine Geliebte zu werden, heirate ich!« Man muß zugeben, Klaus hatte Pech. Ja früher, als seinen Namen noch niemand kannte, da hatte es, obwohl er ein bildhübscher Junge war, genügend Mädchen gegeben, die sich geweigert hatten, seine Geliebte zu werden. Aber jetzt, lag die Sache eben anders. Wer konnte dem berühmten Schlagerkomponisten Klaus Brandt widerstehen! Die jungen Damen der guten Gesellschaft rissen sich förmlich um ihn, sie liebten es, ihn einzuladen und mit ihm auszugehen. Wie man doch beneidet wurde, wenn man sich mit Klaus Brandt irgendwo geigte! Denn ganz abgesehen davon, daß ihn jedermann kannte, war er eine auffallend elegante Erscheinung und ein außerordentlich scharmanter Gesellschafter. Und da man einem Mann, wie Klaus ernste Absichten von vornherein nicht zutraute, fand man in ihm den idealen Partner für einen zu nichts verpflichtenden Flirt. Und die ändern Mädchen, die Klaus kennenlernte, kamen gar nicht auf den Gedanken, daß ein Klaus Brandt sic heiraten würde, und sahen daher in ihm den sehr willkommenen Freund. Zwei Tage nach seinem denkwürdigen Gespräch mit Werner lernte Klaus auf e’nem Künstlerfest Terry kennen. Terry war gewiß keine Schönheit, aber sie sah ganz reizend aus mit ihren honigfarbe-nen Locken und den großen tiefblauen Augen, die immer etwas erstaunt aus dem frechen Gesichtchen blickten. Zu Hause Reserl gerufen, fand sie jedoch, daß von Therese für eine Künstlerin die einzig mögliche Abkürzung Terry sei. Die Bezeichnung Künstlerin bezog sich allerdings nur auf Terrys Träume, in denen sie sich als großer Filmstar sah. Mimi, ihre beste Freundin, die wenigstens bereits beim Theater war (allerdings so wollte Terry ihre Karriere nicht beginnen, denn Mimi war bloß Girl am Operettentheater), hatte sie zu dem Fest mitgenommen. Als Klaus Brandt sie zum Tanz aufforderte, hatte Terry nur den einen Gedanken, das war die Chance ihres Lebens. Klaus Brandt war der Mann, der sie sofort als Star heraussteilen konnte. An diesem Abend ergab sich jedoch keine Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen. denn Terry wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Und da Klaus sie ohnedies um ein Wiedersehen bat, verschob sie es auf das nächste Mal. Klaus und Terry hatte sich bereits zweimal getroffen, und jedes Mal war Terry sichtlich unruhig und nervös gewesen. Es kam daher, daß sie ständig auf einen günstigen Augenblick wartete, in dem sie ihm 'lire künstlerischen Pläne auseinandersetzen konnte. Aber dieser! Augenblick wollte und wollte nicht kotu-, men. Klaus jedoch hielt ihre Unruhe für mädchenhafte Scheu und freute sich dar- über. Als sie zum drittenmal zusammen ausgegangen waren, bat er sie, vor den1 Nachhausegehen noch einen Mokka *n seiner Wohnung zu trinken. Vielleicht kommt doch endlich der geeignete Zeitpunkt, um mit der Sprache herauszurücken, dachte Terry und sagte verlegen zu. Nach dem Mokka wurde Klaus zu Terry zärtlich. Als er jedoch mit kundiger Hand daranging, den Verschluß ihres Kleides aufzunesteln, durchzuckte eS Terry siedend heiß. Heute morgen waf ihr doch der Träger des Hcmdchens gerissen, und sie hatte ihn in der Eile mit einer Sicherheitsnadel befestigt — waS würde Klaus von ihr denken! Nein, das durfte er nicht sehen! Tief errötend wehrte sie ihn ab und war sehr erstaunt- als er gar nicht ein bißchen verärgert war, sondern sie ganz im Gegenteil überglücklich auf die Stirn küßte. Und noch erstaunter war Terry am nächsten Tag, ja sie hielt es für einen verrückten Traum, als ihr Klaus Brandt einen Heiratsantrag machte. Erst vier Wochen später stellte es sich heraus, daß es wirklich kein Träum war, denn da war Terry bereits eine strahlende Frau Brandt. Uoil 7 proz. Investitionsanleihe 99 bis 0, 7 Proz. Seligman 100.50—0, 7 proz. Blair 94.50—0, 8 proz. Blair 100.50—0; Natio-nalbank 6400—0, Priv. Agrarbank 192 bis 195. Aelchsmeffe Leiwig — Welf-lnartt für Glas. Vorzellan und ©leingut Ein wesentlicher Teil seines geschäft-ichen Erfolges liegt für den Kaufmann bereits im günstigen Einkauf. Am vorteilhaftesten wird er immer dort kaufen, wo e$ ihm möglich ist, unter sehr vielen Angeboten das preisgünstigste zu wählen. Birgens in der Welt nun strömt eine derartige Fülle von Mustern aller Zweige der Fertigwaren-Industrie zusammen wie in Leipzig, wo jetzt bereits die Vorbereitungen für die kommenden Frühjahrsmesse des Jahres 1941 getroffen werden, die in den 24 vielstödoigen Meßhäusern der In-Denstadt abgehalten wird. Zu den Zweigen des Gesamtangebotes der Messe, die stets ein ganz außerordentlich großes Interesse bei allen Kaufleuten finden, gehören Glas-, Porzellan-11 nd Stein gut waren. Gerade von diesem Angebot aber darf behauptet werden, daß eis auf keiner zweiten Messe in entsprechender Vollkommenheit gezeigt wird, denn in Leipzig fehlt praktisch nicht chre einzige ausfuhrfähige Firma. Ein Vergleich der Ziffern von der letzten abgeschlossenen Betriebszählung in Deutsch *and mit den Ausstellerziffem der letzten Reichsmesse Leipzig im Frühjahr 1940 beweist diese Tatsache. In Deutschland ^"Urden bei dieser Zählung 220 Hersteller von Steingutwaren ermittelt; davon sind rund 120 Firmen und damit mehr als 50% aHer Hersteilungsbetriebe auf der Reichs-messe Leipzig vertreten. Glaswaren werden in Deutschland in 400 Betrieben eräugt; davon erscheinen 210 Werkstätten ■tu Angebot der Reichsmesse Leipzig. Rorzellan-Hersteller wurden rund 700 ermittelt, von denen etwa 170 in Leipzig Ausstellungsstände offenhalten. Bei der Beurteilung dieser außerordentlich günstigen Zahlenverhältnisse muß man be-deniken, daß bei der Betriebszählung «Uch die kleinsten Unternehmen mit erfaßt werden, also auch jene zahlenmäßig Sehr stark ins Gewicht fallenden Werkstätten, die weder für ein Messeangebot ''och für die Ausfuhr ihrer Erzeugnisses in Betracht kommen, da ihre Aufgabe sich darauf beschränkt, einen regional begrenzten Kreis mit ihren Erzeugnissen zu beliefern. Wenn man diese Tatsache berücksichtigt, dann erkennt man, daß im Angebot von Glas-, Porzellan- und Steingutwaren auf der Reichsmesse Leipzig Dicht eine einzige maßgebliche Firma fehlt. In den meisten übrigen Branchen der Reichsmesse Leipzig liegen die Dinge ähnlich günstig. Die sich gegenwärtig vollziehende wirtschaftliche Neuordnung des europä-llSchen Raumes bringt es nun mit sich, däß sich der Kaufmann in vielen Fällen r>ach neuen Lieferanten Umsehen muß. Bus geschieht mit den besten Aussichten auf Erfolg dort, wo ein alle Zweige des täglichen Bedarfs berücksichtigendes Angebot zur Verfügung steht, wie es auf der Leipziger Messe der Fall ist. Hier Werden nicht nur Erzeugnisse vorgeführt, die zufällig auf dem Markt sind, sondern der Kaufmann findet in Leipzig eine Möglichkeit, sich umfassend über das tatsächliche Angebot und über die entsprechende Nachfrage in allen Einzelheiten zu unterrichten. Bei der künftig notwendigen plan mäßigen Pflege der zwischeneuropä-’schen Handelsbeziehungen kann daher der Kaufmann irclit darauf verzichten. c grcnte Messe ihr Wc'L r'ic Reichs-messc in Leipzig, bei seinen Einkaufsdis- positionen zu berücksichtigen. Die nächste Messe im Leipzig, die vom 7. bis 17. März stattfindet, wird ihre Sonderstellung unter den übrigen deutschen Messen erneut unter Beweis stellen. X Der Lirekurs wird entgegen anderslautenden Meldungen bis auf weiteres u n verändert bei 2.28 für einen Dinar bleiben. Deshalb wird sich die jugoslawische Ausfuhr nach Italien weiterhin im bisherigen Umfang und ohne Störungen abwickeln können. X Diskontsenkung in Bulgarien. Die Bulgarische Nationalbank hat den Diskontzinsfuß von 5 ein halb auf 5 Prozent herabgesetzt. X Die Ausfuhr von bosnischen Rindern, die bekanntlich viel kleiner sind als die unsrigen, wird im Sinne einer Abmachung mit Deutschland jetzt in grösserem Masse durchgeführt werden, allerdings unter entsprechender Preiskorrektur. In erster Linie züchtet diese Rinder Bosnien, aber auch in anderen Banaten ausser in Slowenien findet man dieses Kleinrind. Das Rind wird geschlachtet nach Deutschland verfrachtet werden. X Die Preise für Dörrpflaumen sind ständig im Wachsen begriffen, da heuer ein Missertrag in diesem Artikel festzustellen ist. Während im Vorjahr Waggon wäre 2.20—1 Dinar pro Kilo kostete, beträgt der Preis für Dörrpflaumen heuer bereits 8—13 Dinar pro Kilo. Dementsprechend ist selbstredend auch der Preis im Detailhandel. X Der heurige .Maiserlrag wurde nach Meldungen aus Novi Sad vor einigen Wochen zu hoch angesetzt. Immerhin hat Jugoslawien diesmal 18 bis 50 Millionen Meterzentner Mais eingebracht, wogegen vor etwa einem Monat von 55 bis 56 Millionen Meterzentner die Rede war. Im Vorjahr allerdings konnten kaum 36.9 Millionen Meterzentner verzeichnet werden. h)i£&f&U sdwkjLM., sdiMkzffiiUHan, uonfio&jüi Miuisdan Voftko Die Akademie kommt ms Dorf NEUE WEGE DER ÄRZTLICHEN FORTBILDUNG (RDV) Wien, Dezember. Im Rahmen der 2. Wiener Medizinischen Woche, die unter dem Gesamtthema »Neue Wege der Behandlung« soeben in Wien stattfand, wurde auch über neue Wege in der ärztlichen Fortbildung berichtet. Die ärztliche Fortbildung schreitet mit so großen Schritten unermüdlich vorwärts, daß oft schon nach einem Zeitraum von fünf Jahren für die Behandlung eines Leidens vollkommen neue Mittel zur Verfügung stehen oder neue Verfahren gelten. Es ist daher seit geraumer Zeit für den deutschen Arzt eine Selbstverständlich keil, daß er sich immer im Abstand von einigen Jahren bei einem grundlegenden »Fortbildungskurs« mit' den neuen Errungenschaften seiner Wiessenschaft bekannt macht. Der Krieg hat es mit sich gebracht, daß die Aerzte von den kleinen Orten selten fort können, um an einem Kurs teilzunehmen. Um diesen Aerzten, die oft noch j die Arbeit eingezogener Kollegen mit übernehmen mußten, doch die Möglichkeit zu einer Fortbildung zu geben, hat die Wiener Akademie für ärztliche Fort-! bildung neue Wege beschritten. Die »Ge- i neralstäbler« dr ärztlichen Wissenschaft, ■ die zahlreichen Professoren der Wiener : Kliniken, müssen an die Front! Genau so wie die Gesundheitswagen der NSV. heute in der Ostmark bis in das entlegendste Gebirgstal fahren, um die Kranken und die Mütter und Kinder zu versorgen, so müssen die Männer der Wissenschaft zu den Landärzten gehen, wenn diese nicht nach Wien kommen können. Im Wiener Ärztehaus finden seit langer Zeit an jedem zweiten Freitag sog. »Seminarabende« statt. Diese verlaufen so, daß einer der Universitätsprofessoren ein aktuelles Thema der Heilkunde anschneidet und nach seinem Vortrag für Fragen zur Verfügung steht, welche die Ärzte der täglichen Praxis, die Versicherungsärzte. Hausärzte, Ärzte von Rctiungsr-telien usf. an ihn stellen. Ebenso werden die Eortbikhmgsabendc nun in kleinen für die einzelnen Landbezirke zentral gelegenen Städten gehalten. In alle Landkreise des Gaues Niederdonau wurde ein Wunschzettel von nicht weniger als 53 Themen verschickt. Die zuständigen ärztlichen Amtsleiter wählen daraus je zehn Vorträge aus, so daß im kommenden Jahr 1940-41 in jedem Monat ausser in den beiden Sommermonaten je ein Vortrag stattfindet. Zu diesen Abenden kommen die Ärzte des ganzen Landbezirkes zusammen. Die Vortragsorte sind so gewählt, daß keiner mehr als drei Viertelstunden mit dem Wagen zu fahren hat. Im Rahmen dieser Vorträge ist wohl kaum ein Thema ausgelassen, das den praktischen Arzt und gerade den Arzt auf dem Lande interessieren könnte. Prof. v. Reuß beginnt die Reihe mit seinem Referat über »Ernährungsstörungen im Kindes alter«, das er gerade eben vor dem 65. Internationalen Ärztekurs gehalten hat. Hier werden die Beziehungen zwischen der Internationalen Ärztefortbildung, die in Deutschland ihre Heimat hat, und der Fortbildung auf dem Lande eng geknüpft. »Vitamine - Hormone - Fermente« lautet ein anderes Thema. Die Chemischen Kampfstoffe, Neue Wege der Astmathe-rapie, Alkohol und Verkehrsunfall sind weitere Themen aus der Abteilung »Theorie« des Wunschzettels. Aber auch Probleme wie »Naheliegende Irrtünier der Krankheitserkennung«, der »Kreuzschmerz«, »Kurzsichtigkeit« und die Mittel sie zu verhindern oder zu hemmen«, das »Schwindelgefühl« oder die »Behandlungs methoden zur Erhaltung einer Schwangerschaft« sind vorgesehen und haben großen Anklang gefunden. Die Wiener Akademie für ärtztliche Fortbildung hat mit diesem großzügigen Unternehmen einen Weg gefunden, auch mitten im Kriege es dem Landarzt zu ermöglichen, daß er mit seiner Wissenschaft Schritt halten kann. Sie hat damit eine mustergültige Einrichtung geschaffen. Petroleumlager in Jugoslawien entdeckt. Das jugoslawische Blatt »Novosti« berichtet, daß bei Varaždin in einer Tiefe von 1800 Meter Naphtalager gefunden wurden. Nach dem Gutachten der Sachverständigen enthält dieses Naphta 32% Benzin. Es kann, ohne raffiniert zu werden, sofort als Brennmaterial verbraucht werden. Man rechnet damit, daß man täglich 5000 kg Petrol fördern kann. Die Bohrungen werden fortgesetzt, da man hofft, zu noch reicheren Lagern in größerer Tiefe zu gelangen. Sechs städtische Dörfer werden in der Umgebung Mailands entstehen. Rom (Agit). — Das Institut für die Voikshäuserbauten in Mailand hat einen organischen Plan bestimmt, der für den Bau von sechs neuen vollständigen Stadt-einheiten durchgeführt wird, die in verschiedenen Stellen der Umgebung Mailands als kleine Städte für sich, entstehen werden. In der Tat wird eine jede von ihnen 15 bis 20.000 Einwohner aufnehmen können, sie werden sich aus mehrstöckigen Häusern und kleinen Villen zusammensetzen, mit allem Komfort versehen und bequemen, schnellen Verbindungen mit den benachbarten Zentren und jenem der Stadt selbst. Zuerst werden, wie die »A g i t« mitteilt vier dieser Dörfer erbaut werden, die nach Costanzo Ciano, Arnaldo Mussolini, Ita-Io Balbo und Wilhelm Oberdank benannt werden. Das erste Dorf »Costanzo Ciano« wird auf einer Fläche von 700 Quadratmeter entstehen und 6000 Wohnungen mit 15.000 Wohnräumen für eine Bevölkerung von 22.000 Einwohner umfassen. Das größte Dorf wird jenes nach Arnaldo Mussolini benannte sein, mit einer Fläche von einer Million Quadratmetern und halbländlichem Charakter. (Agit) Ein gutes Mittel »Soeben begegnete ich Ihrem Neffen. Was für ein unausstehlicher Mensch!« »Und was für einer! Zum Glück sehe ich ihn nicht mehr!« »Wie haben Sie das erreicht?« »Auf sehr einfache Weise. Ich lieh ihm 50 Dinar und sagte ihm, er möchte sie mir bei seinem nächsten Besuche zurückzahlen.« * Gebt unseren Kindern vom Guten das Beste! Leicht verdauliche und hiebei ausgiebige Nahrung ist der „Emona1"-Blumen Lee, der kräftigende Etamins enthält und bei Milchzusatz ein schmackhaftes, gesundes und ernährendes Getränk darstellt. Diese Eigenschaften besitzt jedoch nur der echte „Emona11-Blumentee in Originalpake'en der Apotheke Mr. Bahovec in Ljubljana. — Ueberall erhältlich. 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Weshalb nimmt sie nicht an der Hochzeit teil?« »Ich habe meiner alten Mutter einen guten Brief geschrieben und sie hat mich voll verstanden.« »Du wolltes es nicht, daß sie kam?« »Nein, ich wollte es nicht.« Iris sagte nichts mehr. Es fiel ihr wie eine schwere Schuld aufs Herz, daß sie nicht eher an seine Mutter gedacht und mit ihm über diese Einladung gesprochen hatte. Vielleicht hatte er darauf gewartet? In ihre Bekümmernis hinein sagte Overbeck freundlich: »Wir müssen jetzt hinübergehen. Bereits in einer Viertelstunde werden wir zur Kirche fahren.« Sie legte zaghaft die Hand auf seinen Arm, und so schritten sie langsam hinüber in den Salon, wo ein allgemeiner Ausruf der Bewunderung sie empfing. Allenthalben herrschte fröhliches Stimmengewirr. Frau Monika in ihrem schwar zen Seidenkleide hatte ein feines Spitzen. tüchlein in der Hand und drückte es sich immer wieder an die Augen. Ach Gott, wenn diesen Tag doch nur ihr guter Mann erlebt hätte, den festlichen Tag, an dem Iris die Gattin eines guten, tüchtigen Mannes wurde. O nein, Tante Monika weinte nicht aus Angst um das Glück der geliebten Nichte — das schien ihr gesichert, denn diese beiden Menschen waren füreinander geschaffen, wer wollte wohl daran zweifeln! Sie weinte einzig darum, weil ihr guter Mann nicht an dem Ehrentage seiner Iris mit dabei sein konnte, der seinen Wünschen so sehr entsprach und der ihn zutiefst erfreut hätte. * Nun waren die Gäste alle fort und der Trubel und der freudige Lärm verklungen. Die gewohnte Ruhe und Besinnlichkeit hatte von dem alten Wildenhagen wieder Besitz ergriffen. Iris und ihr Mann standen in dem schönen Wohnzimmer, das für sie beide eingerichtet worden war. Im ganzen waren vier Räume ganz neu hergerichtet worden: ein gemeinsames Schlafgemach, ein Arbeitszimmer für Overbeck, ein reizendes Damenzimmerchen und eben dieser hübsche Wohnraum. Tante Monika hatte die vorgenommenen Veränderungen damit begründet, daß ein junges Paar das Gefühl haben müsse, in einem eigenen Heim zu wohnen und für sich allein zu sein. Und da sie nicht gern in den Räumen etwas geändert sehen wolle, die sie mit ihrem Manne so lange gemeinsam bewohnt habe, sei die getroffene Regelung gewiß am besten. Und nun standen Iris und Klaus Overbeck einander mit klopfenden Herzen in ihrem Zimmer gegenüber. Iris befand sich noch im Brautgewand, ßie traten keine Reise an, da Overbeck jetzt mitten in der Erntezeit nicht fortwollte, vielleicht würde man im Winter die versäumte Hochzeitsreise nachholen. Das richtete sich ganz nach der inzwischen eingetrenen Entwick lung ihres beiderseitigen Verhältnisses. Overbeck wandte sich an seine Frau. »Darf ich dir irgendwie behilflich sein, Iris? Ich denke, daß du müde bist und sch'afen gehen willst.« Die Erregung würgte sie in der Kehle und sie hatte alle Mühe, einigermaßen gefaßt die Worte herauszubringen: »In der Tat, ich bin müde, aber ich werde ganz gut allein fertig.« »Dann gute Nacht, Iris, schlafe gut und erhole dich von den Aufregungen des heutigen Tages.« Er gab ihr die Hand. Iris legte die ihre hinein. Ein heftiges Zittern, das jäh ihren Körper durchlief, vermochte sie nicht zu unterdrücken. Doch die Hände lösten sich voneinander, ohne daß noch irgendein weiteres Wort fiel. Da wußte Iris, daß er — entsprechend seinen damaligen Worten — sich lediglich nach außen hin als ihren Mann betrachtete .. . Sie starrte mit großen, bangen Augen auf die Tür. Ein Schrei wollte sich ihr auf die Lippen drängen, um ihrem gequälten Herzen und ihrem gedemütigten Frauenstolz Erleichterung zu verschaffen. Liebte er, der ihr Mann war, denn eine andere Frau, der er die Treue hielt? . . . Sie ging mechanisch in ihr kleines Zimmer, das neben dem Schlazimmer lag. Wie abwesend kleidete sie sich aus und blickte dann ratlos um sich. Sollte sie sich in das gemeinsame Schlazimmer begeben? Nach langer Zeit entschloß sie sich, einfach hineinzugehen und von ihrem Bett zu holen, was sie zu einer Lagerstatt in ihrem Zimmerehen brauchte. Aber als sie Licht einschaltete, bemerkte sie, daß das zweite Bett schon abgedeckt und einige Stücke fortgenommen waren. Vermutlich hatte sich Klaus drüben in seinem Arbeits zimmer bereits eine Stätte zum Schlafen zurechtgemacht. Da konnte sie also hierbleiben. Iris schloß die beiden Verbindungstüren, riegelte sie sorgfältig ab und legte sich zu Bett. Aber sie schlief nicht in dieser Nacht. Overbeck lag indes drüben auf seine1 Zigarette nach der ändern rauchend. Es dankenvoll gegen die Zimmerdecke, einc Ziagrette nach der ändern rauchend. £s war bereits sehr spät, als er endlich >r einen unruhigen Schlummer verfiel. * Am anderen Morgen trafen sie sich 1,1 ihrem Wohnzimmer, um zu Tante Monika zum gemeinsamen Frühstück zu gehen. So ganz nebenbei sagte Overbeck: »Ich denke, wir lassen es bei der ge' fundenen Regelung von heute nacht auch weiterhin. Wenn wir aber schon Komödie spielen, so wollen wir sie so gut w:e möglich spielen. Ich verlasse mich darauf, daß Du jeden Morgen mein Schlafzeug, die Decke und das Kissen, rechtzeitig su^ meinem Arbeitszimmer ins Schlafzimmer trägst. Ich kann es nicht, um Dich nicht zu wecken. Denn von morgen früh a*7 stehe ich wieder in gewohnter Weise frühzeitig wie immer auf.« »Ja, das will ich gern tun«, war all65, was Iris erwiderte. . Dann gingen sie zur Tante hinüber, ufl damit nahm das neue Leben seinen Anfang und unterschied sich im Grunde m nichts von dem bisherigen, als daß iel2 Klaus Overbeck mit zu den Mahlzeit^ ständig anwesend war. Nur das erst Frühstück nahm er für sich in der klonen Jagdhalle. Denn warum hätten woh die beiden Damen früh um vier Uhr m> ihm zusammen aufstehen sollen? Kein Mensch ahnte, wie es sich in "Wirklichkeit mit der jungen Ehe eigentlich verhielt. Nicht einmal Tante Monika wußte etwas darüber. Die glaubte fest, daß alles soweit in Ordnung sei und die beiden Starrköpfe sich schon aneinander gewöhnen würden. Und wenn sie sich aU ihren Frauen-instinkt verlassen durfte, dann liebte doch auch Overbeck Iris. Wie dem aber auch immer sein mochte, jedenfan hatte schon manche Ehe ähnlich begonnen und doch nachher einen sehr guten Verlauf genommen. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor, Für den Herausgeber und den Druck