präuumrraiiou» - prrisc: Für Laibach Ganziährig . . . 6 ft. — kr. Halbjährig . . . 3 „ — , Bierteljährig. . . i „ So » Monatlich . . . — „ S0 , Mit rer Post: Ganzjährig . . . 9 fl. — kr. Halbjährig . . . 4 „ So » Vierteljährig. . . S „ 2S » Für Zustellung ins Hans vierteljährig SS kr., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern S Ir. Laibacher blatt L c - a K > i o u: Hahndofgasse Nr. 182 Lkpedition und Jaseratru Surrau: Longreßplay Nr 81 (Buchhandlur g von I. v. Klemmayr L F.Bamberg,. Jusertiousprnse: Für die einspaltige Petitzctle 3 kr. oei zweimaliger Einschaltung L bkr. dreimal L 7 kr. Insertionßstcmvel jedeSmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anoniwe Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 67. Donnerstag, 24. März. Morgen: Maria Verkündigung. Samstag: Emanuel. 187V. Mitbürger! In der nächsten Woche werden die Wahlen für den Gemeinderath unserer Landeshauptstadt abgehalten. Wie schon so oft, wenden wir uns auch jetzt wieder vertrauensvoll an Euch und hegen die zuversichtliche Ueberzeugung, daß jener echte Bürgersinn und jenes aufgeklärte Verständnis welches Ihr bei allen Wahlen der letzten Jahre so glänzend an den Tag legtet, auch diesmal Euere Schritte leiten wird. Die bevorstehenden Wahlen sind Ergänzungswahlen. Es ist wohl kaum nöthig, hinzuzufügen, daß fie hiedurch nichts an ihrer Wichtigkeit ver- lieren Sie sind von derselben weittragenden Bedeutung, wie Neuwahlen, und jede einzelne Stimme auch hier von entscheidendem Gewichte. Ein hiebei begangenes Versäumuiß kann in der Folge beklagenswerthe und nicht wieder gut zu machende Nachwirkungen auf die Zusammensetzung des ganzen Gemeinde- rathes "Usüben. ^hre haben sich unsere Gegner, in bedauerlicher Verkennung der, freien Bürgern obliegenden Aufgabe» und von keineswegs lautern Motiven getrieben, der Wahl enthalten. Dies hat Euch damals uicht verhindert, in geschlossenen Reihen an die Wahlurne zu treten und mannhaft nach bester Ueberzeugung die Stimme abzngeben. So soll es auch Heuer sein. Mag die Gegenpartei wählen oder nicht, das darf Euere Handlungsweise nimmermehr bestimmen. Es gilt zu beweisen daß der Geist uud die Gesinnungen, welche in der letztgewühlten Gemeindevertretung so beredten und hervorragenden Ausdruck gefunden haben, noch in nngeschwächter Kraft in der Wählerschaft sortleben. Es ist also die ernste Pflicht der Wähler, in jedem Falle, völlig unbekümmert um die mögliche Wahlenthaltung unserer Widersacher, ihren unwandelbaren Grundsätze» Zengniß zu geben und eines der kostbarsten Rechte des freien Bürgers, das Wahlrecht, vollzählig anszuüben. . ^ , . . . Die Männer, die wir Euch als Kandidaten empfehlen, sind zum überwiegenden Theile solche, die sich bereits als erprobte Kräfte im Rathe der Gemeinde bewährten, aber auch die übrigen haben schon wiederholt Beweise gegeben, daß sie zu dem Ehrenamte, zu welchem sic beruseu werden sollen, die wünschcnsweriheu Eigenschaften in vollkommenem Maße besitzen. Alle sind bei den vorausgegangenen Probewahlen mit übe rwiegender Mehrheit in Vorschlag gebracht worden, und jeder Wähler, der es mit feiner Partei und den gemeinsamen Interessen aufrichtig meint, ist somit verbunden, sich an diese Liste zu halten. Wir sind gewiß, daß die liberalen Wähler auch bei dieser Gelegenheit jede schädliche Stimmenzer,plitterung vermeiden und abermals jene bewunderungswürdige Einmüthigkeit an den Tag legen werden, die bei allen Wahlen der letzten Zeit für die politische Reife und die Disziplin der dabei Beteiligten so unwiderleglich gesprochen hat. Mitbürger! Die Wahlen in den Gemeinderath einer Stadt sind immer und überall cm hochwichtiges, die theuersten Angelegenheiten der Bewohner berührendes Ereigniß. Ist dieser Vertretungskörper doch berufen, in Sachen der Schule, der Volkswirthschast und der Gesundheitspflege, in finanziellen Angelegenheiten und so vielen ändern, die geistige und körperliche Wohlfahrt der Bürger berührenden Fragen maßgebende und oft für die ferne Zukunft wirksame Entscheidungen zn treffen, so daß jeden Wähler ohne Besinnen sein eigenstes und unmittelbarstes Interesse antreiben muß, auch seinerseits auf die Zusammensetzung dieser Versammlung den möglichsten, ihm eben in den Wahlen offen gelassenen Einflnß zu nehmen. Allein die Wahlen in den Gemeinderath unserer Landeshauptstadt haben nnter den obwaltenden Verhältnissen eine noch höhere Bedeutung. Dieser Gemeinderath ist gegenwärtig der einzige öffentliche Vertretungskörper, wo ein offcucS Wort eine sichere Stätte findet, wo ein solches ans Gehör und Erfolg rechnen darf; wo ein Vcrständniß besteht für die wahren Interessen der Stadt, wo der Duldsamkeit, dem Fortschritte, der Aufklärung und der Freiheit mit würdigem Mnthe und NeberzeugungStrenc gehuldigt wird. Niemand vermag die Entwicklung der Dinge in der Zukunft vorherzujehen, aber gewiß hegt jeder brave Bürger aus tiefster Seele den Wunsch, daß die Vertretung unserer Stadt auch fürderhin uns eine feste Stütze sein möge und ein sicherer Hort für unsere kostbarsten Güter. ^ . . . Mitbürger! Die bevorstehende» Wahlen geben Euch Gelegenheit, den Gememderath ui diesem Geiste zu kräftigen und ihn nen zu stärken zu den hohen und schwierigen Ausgaben, die er zu erfüllen hat. Leistet also unserem Rnfe Folge! Laßt Euch durch nichts van der Ausübung Eures Wahlrechtes abhalten, erscheint alle und stimmet in Einem Sinne! Die gemeinsame Parole lautet: Wir wählen! Ms Kandidaten werden empfohlen für den III. Wahlkörper: (Wahltag 28. März) Hansel Vinzenz, Hausbesitzer; Leskovic Karl, Handelsmann; Winkler Johann, Handelsmann. Laibach, am 23. März 1870. I!. Wahlkörper: (Wahltag 29. März) Dr. Keesbacher Friedrich, Primararzt; Dr. Schöppl Anton, k. k. Reg.-Rath; Dr. v. Schrey Robert, Advokat. >. Wahlkörper: (Wahltag 31. März) Mahr Ferdinand, Hausbesitzer; Mallitsch Andreas, Hausbesitzer; Paner Joses, Hausbesitzer; Dr. Snppantschitsch Franz, Advokat. Vom Zentrallvahlkoimtce des KMitutioiiclle» Vereins. AW- Des Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer am Samstag. Politische Rundschau. Laibach, 24. März. Man will wissen, daß Se. Majestät über das Entlassungsgesuch dcS Ministers des Innern lebhaftes Bedauern zu erkennen gegeben habe und den Wunsch aussprach, Dr. Giskra möge auf seinem Rücktritt nicht beharren, wogegen dieser darauf hinwies, daß er ohne Durchführung der Wahl-reform nicht mehr auf das Vertrauen des ReichS-ratheS und des Publikums bei Fortführung seines Amtes rechnen könne. Diese präzise Bemerkung scheint Se. Majestät bestimmt zu haben, das Entlassungsgesuch anzunehmen, ohne jedoch hiemit dasselbe zu bewilligen. Es ist also eben so wenig richtig, daß Dr. Giskra seine Entlassung erhalten habe, so wenig als sich behaupten läßt, er „werde seine Entlassung erhalten." Doch versichern Abgeordnete, welche dem Dr. Giskra nahe stehen, Laß er zwar auf den Wunsch des Kaisers die Geschäfte seines Ressorts bis zum Schlüsse der Session fortführen, aber keinesfalls seinen Schritt rückgängig machen werde. Nachdem Minister Dr. Giskra Se. Majestät den Kaiser Montag mündlich um seine Demission gebeten hat, wurde vorgestern dessen schriftliches Enthcbungsgefuch dem Kaiser nach Pest nachgesendet. Es ist also den Kollegen des Dr. Giskra nicht gelungen, diesen in seinem Entschlüsse wankend zu machen. Im Reichsrath legte der Finanzminister gestern einen Gesetzentwurf betreffs des Verkaufes unbeweglichen Staatseigenthums und einen Gesetzentwurf wegen Forterhebung der Steuern bis Ende Juni vor. Die Budgetdebatte wird fortgesetzt. Bei der Beratung des Etats der Landesvertheidigung urgirt Rech-bauer die Vorlage eines Gendarmeriegesetzes auf Grundlage der Zivil-Organisation und Unterstellung unter die politische Verwaltung und beantragt schließlich die Streichung von über einer Million. Mayerhofer beantragte eine Resolution, um die Regierung aufzufordern, auf ausgiebige Ersparungen im Militärbudget und allgemeine Entwaffnung in Europa hinzuwirken. Der Antrag wird unterstützt. Der Landesvertheidigungs-minister erklärt, das neu ausgearbeitete Gendarmeriegesetz liege dem Kaiser vor. Weitere Herabminderung der Landwehrkosten hält der Minister ohne die Zerstörung der Landwehrinstitution sür unmöglich. Die Resolution Mayerhofer wurde mit 64 Stimmen gegen 53 abgelehnt. In der gestrigen Reichsrathssitzung wurde ferner die Ausschußresolution betreffs Heranziehung der Wehr- JeuilleLon. Erinnerungen aus Rom. i. Hin nächtlicher Besuch in» Museum des Vatikans. (Schluß.) Aus dem Nuovo Braccio begaben wir uns in den Hemieyklus des Belvedere, wo uns andere ungeahnte Wunder erwarteten. Unsere Führer blieben vor dem Torso stehen, und bei jeder Bewegung der Fackeln, die auf ihn ihr Licht ausstrahlten, erkannten wir an ihm neue Schönheiten, welche die meisten von nns noch nicht bemerkt hatten. Das künstliche Licht der Fackeln läßt die vollendeten Formen dieses wunderbaren Körpers mit größerer Kraft hervortreten. Ja, das ist wirklich der Besieger des Antäus, der Vernichter des nemäischen Löwen und der lernäischen Hydra; das sind die Schultern, das die Kniee, das die breite Brust des Al-ziden. Jeder Muskel erzählt von einem Kampf, von einer Heldenthat, von einem Triumps. Jetzt begreifen wir den Enthusiasmus Michelangelo's, der achtzigjährig und blind noch immer daran Gefallen kraft Tirols zur Reichsvertheidigung sowie betreffs keiner Präliminirung weiterer Beiträge für geistliche Korrektionsanstalten angenommen. Der Resolutionsausschuß lehnte gestern mit 9 gegen 7 Stimmen die Punkte sieben und acht des Rechbaner'schen Antrages betreffs der Vornahme der Reichsrathswahlen durch den galizischen Landtag ab, nachdem Giskra sich im Namen der Regierung gegen diese Ausnahmsstellung Galiziens erklärt. Wie wir vernehmen, schreibt die „F. C." vom 20. d., ist soeben in Paris und gleichzeitig iu Florenz, Madrid, München u. s. w. eine österreichische Depesche verlesen worden, welche sich über das Verhältuiß des Kaiserstaatcs zur römischen Knrie verbreitet, und ihre lichtvollen Ausführungen sollen in den Tnilerien ganz besondere Aufmerksamkeit erregt haben. Daß die französische Regierung ihren in der Note vom 20. Februar formulirten Antrag ohneweiterS fallen lassen werde, ist nach der« selben Korrespondenz noch nichts weniger als ausgemacht, da die Antwort des römischen Kabinets bis zur Stunde noch nicht cingetroffen ist. Wie in-deß diese Antwort auch ausfallen möge, so beabsichtigt Graf Daru, wie die „F. E." erfährt, nachdem er überdies die mündlichen Aufschlüsse des Botschafters eutgegengeuommeu, eine längere, in die materiellen Fragen selbst eingehende Replik auszuarbei-ten, welche von dem Ministerrath sanktionirt und der Art abgefaßt sein soll, daß die übrigen katholischen Kabinett ihren Beitritt zu den in ihr nieder-gelcgten Ideen erklären und so dieser Staatsschrift den Charakter einer politischen Kundgebung der ge-sawmten katholischen Well verleihen könnten. Heute liegen zwei hochinteressante römische Aktenstücke über den Eid ans die österreichischen Staatsgrundgesetze vor. In dem ersten erklärt die Kurie den Eid für absolut unzulässig, im zweiten wird derselbe den Gläubigen unter der Bedingung gestattet, daß in den Kontext der Eidesformel eine den ganzen Tenor der Gesetze umstürzende Klausel ausgenommen würde. Aus Rom wird dem „W. T." untern 22. d. telegrasirt: Der Papst weigert sich absolut, irgend einen Gesandten zu den Versammlungen deö Konzils zuzulassen. Die Antwort Antonelli's an den Grafen Daru ist in diesem Sinne gehalten. Die in unserer gestrigen Nummer erwähnte, von Napoleon und dem Kabinet beabsichtigten liberalen Maßregeln dürften im Senate auf harten Widerstand stoßen, wenngleich die Opposition im Abnehmen ist, und diejenige Partei, welche für die liberalen Maßregeln ist, an Anhang gewinnt. Die letztere beabsichtigt, den Antrag zu stellen, daß der Senat die konstituirende Gewalt vollständig aufgibt, dagegen die gesetzgebende Gewalt mit der Kammer fand, das ruhmreiche Fragment zu betasten, welches vielleicht das schönste griechische Werk des Vatikans ist. Alle Werke Michelangelo's empfindet man als Nachahmungen des Torso. Nach der Kraft siehe da die Weichheit, nach der ewigen Männlichkeit siehe da die ewige Jugend. Da ist der König des Tages, der lächelt, um mit seinem fröhlichen Angesicht die Finsterniß und die Gespenster der Nacht zu verscheuchen. Aber schon begegnet ihm auf seinem Wege der schuppigte Python, besudelt mit Geifer und Gift. Die Nasenlöcher des Gottes schwellen; die Lippen krümmen sich, die Augen leuchten; schon ergreifen seine Finger die rächenden Pfeile. Das furchtbare Unthier, von unabwendbarem Geschosse getroffen, stürzt zur Erde. Der unsterbliche Sieger lächelt und geht weiter. — Der Apollo war das vielgeliebte Modell Eanova's. Nachdem wir aufge-hört, diese herrlichen Bildhauerarbeiten zu bewundern, beleuchtet unser Lichtträger dieselben von rückwärts, damit wir auch das geuießen können, was im französischen die Silhouette der Gegenstände heißt. Die Umrisse des Marmors, von dem Lichte der Fackeln vergoldet, scheinen durchsichtig zu sein. Der Kopf, auf duukelm Hintergrund genau iw Profil hervortretend, wächst an Majestät und Lieblichkeit. theilt, wie es unter der Restauration und der Juli-monarchie der Fall war; mit Ausnahme der fünf Punkte, welche die Grundlagen der Verfassung bilden und welche durch die Volksabstimmung, die auf den 2. Dezember folgte, gebilligt wurde, sollen diesem Anträge zufolge alle anderen Fragen nicht wehr durch Senatsbefchlüsse, sondern durch Gesetze geregelt werden. In den Regierungskreisen würde ein solcher Antrag jedenfalls auf große Simpathie stoßen, und was den Senat anbelangt, so glaubt man, daß er zu guterletzt denselben annehmen werde, da er bei der wenigen Popularität, die er im Lande besitzt, keinen ernstlichen Widerstand auf längere Zeit leisten kann.______________________________________________ Zur Tagesgeschichte. — Die „Wiener Ztg." veröffentlicht das Gesetz vom 10. März, mittelst welchem die Dotation zur Erhaltung des Hofstaates Sr. Majestät des Kaisers für die nächsten 10 Jahre mit jährlichen 3,650.000 Gulden festgesetzt wird. — In Wien haben am 19. d. M. die Gemeinderathswahlen begonnen. Die Betheiligung an denselben war wie immer eine sehr schlechte, denn trotz aller Bemühungen von beiden Seiten erschien nur der vierte Theil der Wähler an der Urne. Und doch war dies ein Fortschritt gegenüber dem vorigen Jahre, in welchem kaum der achte Theil sein Wahlrecht ausübte. Uebrigens haben die diesjährigen Wiener Wahlen eine erhöhte Bedeutung. Die katholisch-konservative Partei tritt zum erstenmale in Aktion. Sie hält ihre Wahlbesprechungen, stellt ihre Kandidatenlisten auf und agitirt mit allem Eifer für die Wahl. Freilich ohne einen nennenswerthen Erfolg; denn sie brachte es in den meisten Bezirken uur zu einer winzigen Minorität. — Die Unisormirung der zisleithani-schen Landwehr bildet derzeit im Reichskriegsministerium den Gegenstand lebhafter Erörterungen. Es herrscht in der Militär-Hofpartei die Absicht vor, alle Landwehren gleich zu uniformiren, höchstens den Boc-chefen ihre Nationaltracht zu lassen, was natürlich, abgetrotzt, keinen Werth hat und andere Nationen zur Nachahmung auffordert. Der Kriegsminister befürwortet hingegen, die nationale Unisormirung der einzelnen Königreiche und Länder: „Man lasse," sagte er dieser Tage, als die Wogen der diesbezüglichen Kontroverse wieder einmal recht hoch gingen, „dem Polen seine Tatarka (Konsederatka), die ja auch der reguläre Uhlane trägt, dem Steirer seinen Lodenrock, dem Krainer seine Lederhosen und hohen Stiefel, dem Tiroler seinen spitzen Hut u. s. w. n. s. w. — wenn nur ein jeder ein österreichisches Herz im Busen trägt. — Zum Wiener Setzerstrike. Montag den 21. März fand abermals eine Versammlung der strikenden Werksetzer, der Drucker- und der Schristgie- Bei alldem ist diese schwierige Probe nicht gleich günstig für die übrigen Theile der Figur; die Beine bilden einen sehr unangenehmen Winkel, der Mantel ist schwerfällig. Das dritte Kabinet des Belvedere sollte uns noch lebhaftere Eindrücke bereiten. Unsere Führer gehen uns voraus, wir folgen schweigend, aber von tausend widerstreitenden Empfindungen durchdrungen. Wie wir die Schwelle des Kabinets überschreiten, entfährt ein Ausruf des Erstaunens jeder Brust; vor unsern Augen steht die Qual Lao-koon's und seiner beiden Söhne. Welches Schauspiel! Welche Katastrofe! Welche Würde in allen diesen vom Schmerz durchzuckten Mienen! Dieser Schmer; erscheint sogar schön. Der Künstler hat alle Schläge des Herzens, alle Schauer des Fleisches dargestellt, aber vor allem hat er sich bemüht, die Ueberlegenheit des Menschen über das Thier in jenem ungleichen Kampfe zum Ausdruck zu bringen. Laokoon widersteht als Held, der den Tod nicht fürchtet und um seine Söhne nicht besorgt ist; sein Körper ist gemartert, aber seine Seele ist ruhig; ein männlicher Mnlh, eine erhabene.Resignation ist auf seine Stirne geprägt. Er wird sterben, aber ohne einen Klagelaut, der Zahn und das ßergehilfen statt. In derselben wurde die Aufrechthaltung des gegenwärtigen Zustandes, resp. die Fortdauer des Strikes für sämmtliche Gehilfen mit Ausnahme der Zeitungssetzer zum Beschluß erhoben. — In der Nacht vom 21. auf den 22. brach an Bord Sr. Maj. Kriegsdampfers „Greif" in Pola aus bisher unbekannten Ursachen Feuer aus, das jedoch, ohne erheblichen Schaden anzurichten, gelöscht wurde. — Aus Creuzot, wo vor kurzem erst das blutige Drama einer Arbeiterrevolte spielte, meldet der Telegraf schon wieder unterm 22.: Gestern haben die Minenarbeiter der zwei Hauptschachte die Arbeitsplätze verlassen, nachdem drei Arbeiter das Signal hiezu gegeben hatten. Heute Morgens ist der größte Theil dieser Arbeiter nicht zur Arbeit zurückgekehrt. In den anderen Schachten wurde die Arbeit nicht unterbrochen. Keinerlei Reklamation oder Verlangen um Gehaltserhöhung begleitete diesen Zwischenfall, welcher durch fortwährende 'Aufreizungen fremder Führer her-vorgcrufen zu sein scheint und keinen politischen Charakter hat. Es ist Grund zu glauben, daß diese Arbeitsunterbrechung nur eine momentane sei. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Rann, 22. März. (Aus dem Leben eines Volkssührers. — Die Jantfch berg-Af-faireimGcrichtssaale und der Reben-fchnitt.) Der letzte Artikel, den ich Ihrem geschätzten Blatte zuschickte, hat im „Slov. Nar." eine bitterböse Entgegnung heraufbeschworen. Man weiß wahrlich nicht mehr, wie man es den Narodisten recht machen foll. Ich habe Dr. Zarnik gelobt, und zwar mit voller Ueberzeugung gelobt, und Dr. Razlag getadelt, und zwar wieder aps voller Ueberzeugung getadelt, und glaubte somit ihren Ansichten und Gefühlen gerecht worden zu sein. — Aber das war ein arger Jrrthum, denn dort will man von alledem nichts wissen. Wir verfehmten Nemäkutari dürfen an unseren politischen Gegnern weder loben noch tadeln, wir haben, so meint man, einfach zu schweigen. Aber eine pikante Stelle hat jene Erwiderung dennoch zu Tage gefördert, da, wo erzählt wird, daß Dr. Razlag, in seinen Studienjahren schon nahe daran — Priester zu werden, durch die Aeußerung des Kardinal Rauscher „das Slavifche hat keine Zukunft" zum Uebertritt ins Jus veranlaßt wurde. O wunderliche Fügung des Schicksals! war dieses geflügelte Wort des Kirchenfürsten nicht einer jener scheinbar geringfügigen und doch wieder wichtigen Zufälle, die in ihren welthistorischen Folgen gar belangreichen Einfluß zu nehmen berufen sind? Denn wie ganz anders stünde es vielleicht um die xia ässiäkE der Nationalen, wenn Dr. Razlag anstatt der Advokatenfeder den Krummstab in Händen hielte. Schade, ewig schade, welch' ein werthvoller Erzbischof des großflovenifchen Wolkenreiches ging da verloren. Gewiß hat der Kardinal mit jenem voreiligen Worte dem Episkopate weitaus mehr geschadet, als der Advokatenkammer genützt, und was das schlimmste an der Sache, er hat, befangen von menschlicher Kurzsichtigkeit, seinem Konkordate den frömmsten priesterlichen Streiter abspenstig gemacht! — Sehr überrascht waren wir, als Dr. Razlag nach kurzer Abwesenheit vor mehreren Tagen hier wieder eintraf. Wohl wußten wir, daß die Zeit zum Rebenschnitte drängt, aber es war uns andererseits auch bekannt, daß eben dieser Tage auch die unglücklichen Jantschberger vertheidigt werden sollten. Wir waren sehr überrascht, den Doktor gerade zu der Zeit hier zu sehen! Denn Sie werden es wohl begreiflich finden, daß wir auf die Plaidojers der Doktoren Costa und Razlag, welche nationalen Rechtsfreunde wir als die in diesem Falle gewissermaßen verpflichteten Vertheidiger voraussetzen durften, — außerordentlich gespannt waren. Aber die unglückseligen Jantschberger sind unter einem bösen Sterne geboren. Denn gerade, als ihre Noch am höchsten stieg, da hatte der katholische Verein in Laibach wahrscheinlich Sitzungen in eg-usg, IvkLlIi-di1i<Äti8, — und der Rebenschnitt in den Weinbergen war wohl länger nicht mehr aufzuschieben! — Lokal-Chrom!. — (Ernennung.) Wie aus Wien tele-grafirt wird, bringt die heutige „Wiener Zeitung" die Ernennung des Herrn Landesgerichtsrathes Gertscher zum Kreisgerichtspräsidenten in Rndolsswerth. — (Die gestrige Abendunterhaltung im Kasino) bot ein interessantes Programm. Der Kammervirtuose Herr Huber trug mehrere Pießen auf der Zither mit wirklicher Meisterschaft unter lebhaftem Beifalle der Anwesenden vor, die Reg.-Kapelle von Graf Huyn Infanterie spielte, eine reich ausgestattete Tombola übte wieder die etwas in die Brüche gegangene Zugkraft, den Schluß bildete ein Tanz, welcher bis über die Mitternachtsstunde hinaus fortgesetzt wurde. — (Bei der Zusammenkunft von freiwilligen Feuerwehrmännern) gestern Abend hatte sich eine ziemlich bedeutende Anzahl von Vereinsmitgliedern eingefunden. Zu den heute unter Leitung des Hrn. Jergitfch begonnenen Exerzitien meldeten sich vorerst 16 Feuerwehrmänner, die, nachdem sie aus-gebildet worden, als Instruktoren für die übrigen zu dienen haben. Herr Jeuuikar, bekannt als eifriger Hilfeleistender bei jedem ausgebrochenen Schadenfeuer, erklärte sich bereit, da er durch Krankheit verhindert sei, selbstthätig am Vereine theilznnehmen, jährlich für die Vereinskasse einen Beitrag von 10. fl. zu leisten. Diese Mittheilung wurde natürlich mit Jubel ausgenommen. Zu erwähnen ist noch, daß der Turnlehrer Hr. Schäfer beantragte, der Gemeindevertretung für die bedeutenden materiellen Opfer, welche sie für eine den jetzigen Anforderungen entsprechende Reorganisirung des Feuerlöschwesens gebracht, den Dank des Vereins ans-zufprechen, welcher Dank von fämmllichen Anwesenden mit lebhaftem Beifall und durch Erheben von den Sitzen zum Ausdruck gebracht wurde. — (Turnerisches.) Seit der löbliche Gemeinderath zwei Klassen der St. Jakobsschule zur Er-theilung eines zweckentsprechenden Turnunterrichtes an die Jugend auch dem Laibacher Turnverein zugewiesen hat, ist derselbe eifrigst bemüht, unter der ersprießlichen Mitwirkung seines Turnlehrers der ihm gewordenen Aufgabe in möglichster Weise zu entsprechen. Mit Beginn des Turnens im Herbste wurden, so viel es der beschränktere Raum der Halle zuließ, die besonders sür das Jugendturnen nothwendigeren Gerätschaften aufgestellt, und die Schüler turnten während der Winter-saison fleißig und nach den Versicherungen Sachverständiger mit bestem Erfolge. Der Tnrnrath, der überhaupt sein ganzes Augenmerk der Hebung und Förderung des Jugendturnens zugewendet, läßt jetzt für die Sommerfaifon die Geräthe des Sommerturnplatzes dnrchgehends renoviren und vervollständigen, so daß auch dieser mit Beginn der Uebungen allen in dieser Hinsicht zu stellenden Anforderungen vollkommen entsprechen wird. Mögen die eifrigen Bemühungen des Vorstandes und des tüchtigen Lehrers vom besten Erfolge gekrönt sein zum leiblichen und damit auch geistigen Gedeihen unserer Jugend, so daß sich die von den Vätern unserer Stadt gehegten Erwartungen in vollem Maße erfüllen. — (Im Irrenhause) überfiel gestern Nachts um 11 Uhr ein wegen Irrsinn aus dem Strafhaufe am Kastellberge in die Anstalt abgegebener Kranker einen Wärter und brachte ihm mehrere schwere Wunden mit einem aus der Schusterwerkstätte entnommenen Instrumente bei. Der Wärter hatte die Unvorsichtigkeit begangen, den Irren außerhalb der Zelle zu belassen, obwohl die Hausordnung die Jsolirung derselben schon um 8 Uhr Abends bestimmt. — (Tomaniaden.) In der Reichsrathssitzung am 22. d. M. ritt wieder einmal Dr. Toman zur nicht geringen Erheiterung des Abgeordnetenhauses sein beliebtes nationales Steckenpferd. Mit Pathos wendete er sich gegen den Abgeordneten Kura nda und rief ihm zu: „Ja, wir waren größer, als das große deutsche Volk, wir Slaveu haben slavisch gedichtet, als sich die Deutschen noch des lateinischen Idioms Gift der wilden Reptilien werden im Stande sein, ihm das Leben zu nehmen, aber sic werden ihm weder eine Verwünschung noch einen Seufzer erpressen. Unter den modernen Bildhauern gibt eö keinen, der diesen im Ausdrucke des schönen Ideals, der Grazie, der Heiterkeit erreichen würde. Aber er ist vielleicht noch unerreichbarer im Ausdrucke des Schmerzes. Wo gibt es unter den Modernen Statuen eine, die man mit dem Laokoon oder der Niobe vergleichen könnte? Bernini *) hat sich in der Schule Laokoon's gebildet, aber wie sehr ist er unter ihm zurückgeblieben! Unsere Fackeln, sich um diese wundervolle Gruppe bewegend, zeigen sie uns unter den verschiedensten Gesichtspunkten; sie enthüllen uns die verborgensten Theile, sie lassen uns sozusagen alle Schönheiten sillabiren und ihre Bedeutung wohl verstehen. Es kommt uns vor, als wohnten wir der Schaffung dieser marmornen Tragödie bei; als fähen wir, wie der Künstler sie mit den Schlägen des Hammers aus dem Schöße des Felsens hervor-gehen läßt und ihr nach und nach Gestalt und Ge-sühl cinslößt. ') Geb. 1598, gest. 1680 in Rom. Der Laokoon wurde unter den Ruinen des Palastes Nexo's gesunden, in einem Festsaal, der noch gegenwärtig erhallen ist, wie die Kapelle, in der er gelegen war. Da dieser Saal keine Fenster hatte, so war Akhenodor's Gruppe nur bei Fackelschein zu scheu, so wie wir sie gesehen haben. Begrüßen wir die Diskuswerfer Myrons, die verlassene Ariadne, die komischen Dichter Menan-der und Posidipp und zollen wir ihnen das verdiente Lob; wo wir aber hingehcn mögen, überall sehen wir Laokoon und unsere Augen weigern sich, etwas anderes zu sehen. Um unsere geschwächte Aufmerksamkeit wieder zu erwecken, blieb noch der magische Effekt von der großen Treppe des Saales der Kandelaber. Alle die Ornamente dieses schönen Ban's heben sich dunkelbraun von der flammenden Wand ab, daß man glauben möchte, ein ungeheuerer Brand glühe hinter ihnen. Das war die letzte Episode unserer künstleri-schen Odyssee. Sie dauerte drei Stunden, die uns wie Minuten vergingen. Es war ein kurzer, aber ein himmlischer Traum. Der Fackelschein, von Statue zu Statue irrend, schien — alle Götter, alle Helden des Olymps oder des Elisiums aus dem Nichts hervorzuzaubern, und ihre edlen, anmuthigen. ätherischen Personen glitten eine nach der anderen vor uns vorbei; einen Moment schienen sie, in Licht erglänzend, sestgebannt, dann entfernten sie sich im Dunkel, ähnlich jenen unbeständigen Gebilden, welche die Nacht schafft und der Tag wieder zerstreut. Aber, wenn diese Art, die Statuen zu beleuchten, am geeignetsten ist, ihre Schönheiten hervor-treten zu lassen, ist sie es andererseits, welche die beste ist, um ihre Fehler in die Augen stechen zu lassen. Die Unvollkommenheit der Faustkämpser Ca-nova's neben den Diskuswerfern Myrons; die Mattheit seines Perseus an der Seite des (vatikanischen) Apollo, von welchem er eine schwache Reminiszenz ist, entging keinem von uns. So war, wenn eine Statue einen modernen Arm hatte, der Betrug alsbald entdeckt und vernrtheilt; der Unterschied des Stils und der Arbeit verrieth ihn noch früher als der Bruch des Marmors. Ein nächtlicher Besuch im Museum des Vatikans ist daher zu gleicher Zeit ein Vergnügen und eine Lektion für den guten Geschmack. Berichtigung: Im gestrigen Feuilletonartikel 2. Seite, l. Spalte, Zeile 5 von oben, wolle statt „Herrin" gelesen werden: „Heroine." bedienten. Wir haben keine Wohlthaten von den Deutschen empfangen. Ist das eine Wohlthat, wenn die Nationalitäten auf den Schlachtfeldern für die deutsche Sache kämpfen mußten? Wir bedanken uns für die Vergangenheit und wollen für die Zukunft alle Wohlthaten zurtickweifen. Wir haben bisher alle Opfer gebracht, aber es ist aus, meine Herren!" Wenn schon so manche Probe Toman'scher Beredsamkeit im kraini-schen Landtage uns als slovenische Münchhausiade erschien, so bestärkt uns in dieser Auffassung seine letzte Ueberschwäuglichkeit im Abgeordnetenhause. Wir stehen mit dieser Anschauung nicht vereinzelt, denn wie uns aus Wien geschrieben wird, so hat das Frasengedresche des Vertreters der Laibacher Handelskammer schon zwei wichtige Erfolge anszuweisen, indem bereits im Volksmunde sich die Bezeichnung „Tomanien" als gleichbedeutend mit „diebelreich" eingebürgert, und weiters kolossale Prahlereien von den Wienern als „Toma-maden" bezeichnet werden. — (Der Landesausschuß von Kärnten) hat einen Preis von 400 Gulden sür die beste Geschichte Kärntens zum Schulgebrauche mit den Ein-sendnngstermin bis Ende 1870 ausgeschrieben. — (Klerikale Vergeßlichkeit.) Bei der am Sonntag in Wien abgehaltenen Generalversammlung der Michaelsbruderschaft ereignete sich der „Tagespost" zufolge ein Fall, der die Klerikalen hinlänglich kennzeichnet. Baron Stillfried, der Präsident der Bruderschaft, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf den Papst. Die Anwesenden stimmten begeistert ein und wollten sich sodann entfernen. Da wurden sie dnrch Zuruse noch aufgehalten. Baron Stillfried bestieg die Tribüne nochmals mit den Worten: „Wir haben auf Sc. Majestät den Kaiser vergessen" und brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Die Zuhörer waren so verlegen geworden, daß sie an die Hochrufe gar nicht dachten und sich aus dem Saale schlichen. — (Das I n s era t e n w es en in Österreich) und Deutschland ist momentan unstreitig in rapidem Wachsthum begriffen, so daß eS eine natürliche Folge ist, wenn die hiermit verknüpften Spezialbranchen eine immer größere Ausdehnung gewinnen. Das Institut der Zeitungs-Annonzen-(§xpedition des Herrn Rudolf Mosse, dessen bereits in Berlin, München nnd Hamburg mit Erfolg bestehenden umfangreichen Bureaux sich eiucs bedeutenden Zuspruchs erfreuen, ist durch soeben erfolgte Errichtung eines neuen vierten Etablissements in Wien erweitert worden. _____________ ________________________ EiNsteseiiVet. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren E. Lteillötlkrr ck (so. in Hl»»b»r>1 besonders aufmerksam. ES handelt sich hier um Staats-Lose zu einer so reichlich mit Haupt Gewinnen anS-gestatteten Bertosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung vorauSsetzeu läßt. Dieses Unternehmen verdient »in so mehr das volle Bertranen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und anch vorbenann-teS Haus durch ein stets streng reelles Handeln nnd Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Für die im Tagblatte vom 22. März anempfohlene arme Wilwe find weiters eingegangen: Frau Rupert 3 fl., I. B. l fl., B. G. 2 fl., eine Unbekannte 1 fl., eine Ungenannte I ft., A. W. t st., eine Ungenannte 1 fl., K. S. Köchin 2 fU, F. I. X. 2 fl. Sum-ma 14 fl. _________________ _____________________ Sachs, Handelsm., Agram. — Lavrencic, Graz. — Schalte, Kausm., Preußen. — Schön, Landstraß. — Reuber, Wien. — Br. Roschitz, Gutsbesitzer, Unterkrain. — Fänger, Fabriksreis., Wien. — Kette, Guts-Pächter, Jnnerkrain. — Kranich, Kaufmann, Wr.-Nenstadt. — Br. Lembruch, k. k. Major, Görz. — Bäcker, Kaufm., Triest. — Suck, Kanfm, Agram._____________________________________ Marktbericht. RudolfSwertk, 2t. März. Die Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markt, wie folgt: fl- kr. fl. kr. Weizen pr. Metzen 5 — Butter pr. Pfund . — 48 Korn „ 3 50 Eier pr. Stück . . — u Gerste „ A SO Milch pr. Maß — 10 Hafer „ 2 — Rindfleisch pr. Pfd. — 24 Halbfrucht „ 4 20 Kalbfleisch „ — 26 Heiden „ 3 20 Schweinefleisch „ — 24 Hirse ,, 3 20 Schöpsenfleisch „ — — Knkurutz „ 3 — Hähndel pr. Stück . — 30 Erdäpfel ,, 1 50 Tauben „ — 22 Linsen „ 4 80 Heu pr. Centner . t 60 Erbsen 4 80 Stroh „ 1 — Fisolen „ 3 84 Holz, hartes, pr. Klft. 6 50 Rindsschmalz pr. Pfd. — 45 — weiches, „ Wein, rother pr. — — Schweineschmalz „ — 40 Speck, frisch, — 30 Eimer 7 — Speck, geräuchert, , — 38 — weißer 6 — Gedenktafel über die am 2 6. März 1 870 stattfindcnden Äzitarioncn. 1. Feitb., Oberc'sche Real., Zabuknje, 1485 fl., BG. Gurkfeld. — I. Feilb., Grauic'sche Real., Cedem, 2t0 fl., BG. Landstraß. — 3. Feilb., Zajc'sche Real-, Dovsko, 6200 fl. 90 kr., BG. Egg. — 3. Feilb., Poniguar'sche Real., Sarskn, BG. Laibach. — 2. Feilb., Ferfila'sche Real., Senosetsch, BG. Senosetsch. 1. Feilb., Kristan'sche Real, Schatken-dorf, BG. Radmannsdorf. — 2. Feilb., Lenarcic'sche Real, Podgorice, 4100 fl., BG. Laibach. — t. Feilb., Lnkanic'sche Real., Bntaraj, BG. Tschernembl. — 2. Feilb., Hriberuik'sche Real., Draga, BG. Bischoflack. — Relizit. der dem Kaspar Gaßer gehörig gewesenen, von Johann Knnstel erstandenen Real, in Lack, 'BG. Bischoflack. - - 3. Feilb., Tomsic'sche Real., Grafenbrnnn, BG. Feistriz. ts'rlcSinrmncn. t adjntirte und 2 eventuell 3 nicht adjntirte Ansknlkantcnstellen für Steiermark. Bis 15. April beini Präs. des Oberlandesgerichtes Graz. - Diurnistenstelle in Gortschee. 20 bis 24 ft. monatlich. Bis 28. März, Bezirks-hauptm. Gottschee.________________________________________ Telegrafischer Wechselkurs vom 24. März 5perz. Rente österr. Papier 6t.5>«. — 5perz. Reim österr. Silber 71.45. — 1860er Slaatsantehen 98.—. — Lankaktien 725. — Kreditaktien 289.80. - London 12410. — Silber 121.15. — K. k. Dukaten 5.85'/,.________________ Tiiieriter. Heute: Flotte Bnrscke, Operette in t Act. Morgen: Nndiuc, große Oper in 5 Akten. EMteruug. Wichtiger Auszug iius mehreren Wiener Zeitungen. Die Lotto-Kvllektur in der Rothenthurmstraße scheint von der Glücks Göttin ganz besonders begünstigt zu sein. So wurde daselbst in der Wiener Ziehung am 12. März d. I. nebst vielen anderen Gewinnsten ein Terno mit den Zablen 14, 21, 41, mit dem Einsätze von 5 fl.' gemacht, nnd ein Spieler hatte mit den vier Nummern 14, 21, 4t, 87, ein Onaterno zu gewinnen. Nähere Erkundigungen ergaben die thatsächliche Mittheilung, daß dieselben nach Len erhaltenen Instruktionen des Pro- j fesfors der Mathematik von Orlice in Berlin ihre Einsätze gemacht haben. V. Hl. 4, I 1, sind uberidl ru lvliul'en nnd ru Spielen erlaubt. Uan dietv tlem ÜI6 Uiuiil! SS«««« 3>8 böebsten Levvinn bietet die neUK8tS gro88S kklll-Verlo8vng, >velelie von der koken kegierung geneb-migt und gsrsntirt ist Ls werden nur 6evvinne geroden, und rrvar >dau-geinüss Icoinmen in wenigen Gongten A8.UOO <»«» «iilil« nur «>» kntsebeidun^, dlirunter belillden sieb Ilauj'ttreller von >l. 220.00», 130.000, loo.ooo, 30.000, 40.000, 30.000, 23.000, 2 ins! 20.000, 3 mal 13.000, 4 mal 12.000, 4 ms! 10.000, 5 mul 8000, 7 mal <>000, 21 mal 3000, 35 m-d rrooo, 126 in-,1 2000, 205 mal 1000, 255 ,ri!,I 300, 350 mal 200, 13.200 mal HO etc.. Oie näob8te Oeninn/.ieliunz dieser gossen vom 8t-u>te garaniirten 6eId-VerIosul,j; ist smtlivk f«8i-ge8te»t una üntiet 86kion am 20. 1870 8tatt) und kostet lner/u 1 k',in/.es OriAinal 8t»l>ts-1/0os nur ll. 1 bglbes „ „ „ „ „ 1 viertel „ „ ,, „ „ xegen Lin8enllung des tietra^es. ^lle ^uttnige vverde>> 8okort mil der grosste» Lor^sglt aus^etubrl! und erlnilt jedermann von uns die Original 8b,uts-I^oose selbst in ttiindbn. Den tiestellunzen werden die erkordertieken !>mt-lieben l'lune gratis bei^oln^t und nauli jeder Äebnnz; senden wir unsere» Interessenten unsulZelordert ruut-liebe testen. (115—1) Oie äusrsblunF der Levvinnv erlolgt stets prompt unter 8tasi8-ksrantie und li!>„n dnreb direkte !Lu-sendnnzen oder »uk Verlun^en der Interessenten dureb unsere VerduidunAvn an allen grösseren ?Iätren Ueutseblands veranlasst werden. Unser Debit ist stets vom t-liieke bexunstigt und Kütten wii- erst vor livr/.em wiederum unter vielen anderen bedeutenden Lev/MNKN 3 mal lük ersten Usupttreffer in 3 /ivbun^en laut oftiriellen Ke«ei8kn erlangt und unseren Interessenten selbst ausberablt Voraussiebtlieb kann be: einem saleken aut der geArlindeten tlnternebmen überall aut eine sebr rege lietbeiligung mit liestimmt-tieit gereebnet werden, man beliebe datier sclion der alle .Vuttrage I»!»!- ru riebten an 8. i oinp., Aank- und Wechsel-Geschäft in Kamvurg. Lin- und Verliauf aller ^rten ätaatsobligationeu, kisenlialln-^VIitien und ^nlebensloose. Um Irrungen vorrubeugen, bemerken «ir su8-llriieldioli, ÜS88 >oo8e balclig8t uns direkt rugeben ru Ig88en. 0. 0. Laibach, 24. Marz. Seit 2 Uhr NachtS Schneefall. Frische Schneedecke 4 Zoll mächtig. Rnhige Luft. Wärme Morgens 6 Uhr - t.O", Nachmittags 2 Ubr 1.2° (1869 -j- 5.4", t868 6.8") Barometer 322.45'". Das gestrige TageSmittel der Wärme -j-2.1", nm 1.7" unter dem ^Normale. Der Nieder-schlag bis heute früh 6 Ubr 6.30'". Vom morgigen Tage sagen die Bauern: Ms an Mariä Verkündigung schön und rein, So soll das Jahr sehr fruchtbar sein.___________________ Aligelommene Fremde. Am 23. März. Rafchkovitz, Handelsm., Pest. — Gerber, Handels»!, Ofen. Pogacer, Oberkrain. -- Rüger, Kaufm., Leipzig — Jures'ic, Handelsmann, Schabatz in Serbien. - Heimann, Privat, Wien. — Zorzini, Pri vate, Lack. Verleger und ttir die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamber 8io!lrvsi'cli'8olie Prämiirt ans allen Ausstellungen. Eir» Verbindung von Zncker und solchen Kränter-Extrakten, deren woblthätige Einwirkuug auf die Respirations-Organe von der medizinischen Wissenschaft festgestellt sind. Depots dieser Brnst Bonbons in versiegelten Packeten mit Gebrauchsauweisuug L 30 kr. befinden sich in l >:,i->»!>< !> bei A. A. >lrnschowit'„ in ViN-x-i, bei Math. Kiirst Lohn. (380--5) Bereits über Hundert kZtaa.totoQi1s. Geld Ware äperc. österr. Wäbr. . dto. Rente, öst. Pap. 61.45 61.55 dto. dto. öst.inSilb. 71.45 71.50 t!ose von 1854 . . . 91.25 91.75 Lose von 1860, ganze 2ose von 1860, Fünft. 98.— 98.L0 106.— 106.50 Präuiiensch. v. 1864 . 119.90 120.20 Vrnrräsntl.-Hdl. Steiermark zu5pCt. 92.50 93.50 Kärnten. Kraur u. Küstenland 5 „ 86.— 94.— Ungarn. . zu 5 „ 79.— 79.25 Kroat. n. Slav. 5 „ 83.50 84.— Siebenbürg. „ 5 „ 75.25 75.75 Wiener Börse vom 23. März. Geld Ware Oefi. Hyporh.-Bank . 98.— 69.— orILLIs - V d . Südb.-«Aes. zuSOOFr. 122.L5 122.76 dlo. Bons 6 P4.— 94.25 Franz-Jos. (200 fl.S.) 96.— 96.20 Credit INO fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dto. 50fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clary . „ 40 „ St. GenoiS„ 40 „ Windischgrätz 20 „ Waldstein . 20 „ tteglevich . io ^ Rnvolfsftift. 10 ö.W. VsokssL(3Mon.) AngSb.ioofl.südd.W. Franks. 100 si. „ „ London io Pf. Sterl. Paris 100 Francs . srünLvv.. Kais. Münz-Ducaten. SO-FrancSstück . . . BereinSthaler . . . Silber . . sollen. Nationalbank . . . Creditanstal, . . . N. ö. Escoulpte-Ges. Analo-österr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Oest- Hypoth.-Bank . Steier. Escompt.-Bk. Kais. Ferd.-Nordb. . Südbabn-Gesellsch. . Kais. Elisabeth-Bahn. Carl-Ludwig-Bahn Siebenb. Eisenbabn . Kais. Franz-Ioscssb.. Fünik.-Barcser E.-B. Llsöld-Fium. Bahn . Nation. ö.W. verlosd. llng. Bod.-Creditanst. Mg.öst-Bod.--Credit. in . 724.— 288.40 875.— »59.50 382.— 95.—! 245.-j 2260 245.— 192.— L44.75 169-75 187.— I8N.— 175.50 93.10 90.50 107.75 89.80 726. 288.60 880.— 360.-384.— 96.— 250.— 2265 245.20 192.5' 245.25 17').-187.50 181.-176 — 93.40 91.— 108.L5 90.^0 163.25 163 75 99.50 100.— 126.— 128.— 61.— 63.— 33.50 34.50 40.— 41.— 3«'.50 31.- 36.— 37 — 29.50 30.50 20.50 21.— 22.— 22.50 17.50 18.50 15.75 16.50 102.70 102.90 102.90 103.10 124.10 124.20 49.15 49.20 5.85 5.86 9.87» 9.58 1.82 l.82' 12!.- l21 Druck oon Jgn. v. Kleinmavr