^101^________ Mittwoch, l). Mai 1«»7. Jahrgang 116. kaillllcher Zeitung. ''Mt!, «'°"spre, <> 5», ssür dir Zlistelluna ins Ha»« gamjHhrig st, l, — Insertlonsyebilr: ssür X «longressplah «r, 2, d»e Medactlon Äohnhofgassc Nr. l». Splechstilnden der Nebaction von » bl« 11 Uhr vormittag», bis zu 4 Zeilen ^^ lr,, größere per Zeile p>r Zoile !l lr, ^ Unsiaolierle Ariose werben nicht angenommen, Vlanuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. lind N^"e k. und k. Apostolische Majestät bula c?2lau, ben 1. d. M., nachmittags von Peters« ^u.Hie Mjestät die Kaiserin und Königin »iH ^ ?kn Tage früh von Territet hier angekommen ^ei3? '" der Villa im Lainzer Thiergarten den i"Mn Ssjour zu nehmen geruht. ^ller^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^Aasi l Entschließung vom 19. April d. I. aller-Vz ^" gestatten geruht, dass der Minister für d°/U"t> Unterricht Dr. Paul Freiherr Gautsch ^t, G ^ " kenthuru das Großkreuz des päpstlichen lrgor-Ordens annehmen und tragen dürfe. ^tti?n!i/ und k. Npostolifche Majestät haben mit 'G/Mer Entschließung vom 26. März d. I. den ''che„?"lichen Professor Dr. Adolf Beck zum ordent-^ly^^°'kssor der Physiologie an der Universität in u allergnädigft zu ernennen geruht. Gautsch ln.p. ^" Vlinister für Cultus und Unterricht hat den ^ U! Dr. Al.xander Bittner zum Chefgeologen, die wjs """en Georg Geyer zum Geologen und ^li'w?e" G^ ^ Bulowsli und August ^cl„^ " ^ zu Adjuncten der geologischen Reichsanstalt ^"w^ Handelsminister hat der Wiederwahl des Ü^ael^ Vurstin 3"m Piäsidenten und des l ^ttüp, " ^ ^ 3UM Vicepräsidenten der Handels- und M^annner in Btody sür das Jahr 1897 die Be- ^zeb"^ wird das X. Stiick des Landesgesetzblattes für Krain ^ ^c»s »,r^ versendet. '2 Me enthält unter von, ^wdnlachullg des k. l. Landespräsidenten in Krain leits ^' ^^^ 1897, Z. 4764, womit das Oesfentlich. kli,,- ^ ^s bosnisch«hercegovinischen Bezirlsspitals in Von k °""^""t w"l>- °^r Redaction des Landesgesehblattes für Krain. Uaibach am 5. Mai 1697. Nichtamtlicher Theil. 5 ^M - tiirtischen Kriegsschauplätze. 'Nct>^ ^'^ strategischen Verhältnisse auf dem . T>?"platze schreibt die «Reichswehr» : KaiisH Ereignis der abgelaufenen Woche bilden am ><^KciegKschauplatze die Kämpfe um Velestinos. Nachdem schon am 28. und 29. April kleine Scharmützel vor diesem Orte stattgefunden hatten, traf nach griechischem Berichte am 30. April ein türkisches Detachement in der Stärke von 8000 Mann Infanterie, 600 Reitern und 13 Geschützen ein, welche am 1. Mai von der Brigade Smolenski zurückgeworfen worden sein soll. Dieses Detachement dürfte mit der gegen Volo dirigierten Infanterie»Vrigade Hassan Pascha identisch sein, welche, durch vier Escadronen der in derselben Richtung abgehenden Cavallerie«Truppen«Div!sion verstärkt, zu schwach war, um die wahrscheinlich numerisch weit überlegene Brigade Smolenski aus ihren die Bergabhänge krönenden Verschanzungen zu vertreiben. Dazu scheint der Angriff taktisch vollkommen verfehlt gewesen zu sein, da nach griechischen Berichten die vier Escadronen die Stellung angeritten haben sollen. Ein geradezu tollkühnes Unternehmen, wenn man bedenkt, dass dir Attaque die Höhe aufwärts gegen einen verfchanzten Gegner gewagt worden sein soll. Seitens Edhem Paschas wird berichtet, dass das ganze Detachement drei Schanzen und vier Schützengräben genommen hat, dass die Griechen sich in eine zweite Stellung zurückgezogen hätten und dass man die Erwartung hege, nach dem Eintreffen Hakti Paschas mit zehn Bataillonen und drei reitenden Batterien Velestinos nehmen zu können. Es erscheint dadurch auch von den Türken zugegeben, dass Velestinos noch nicht genommen werden konnte und dass der Angriff mit unzureichenden Kräften begonnen worden ist. Man hat es also mit einem verzettelten Angriffe zu thun, der, taktisch falsch mit Unterschätzung des Gegner» durchgeführt, unnütz? Opfer und Zeit lostet und den Griechen zu vorübergehenden Erfolgen verhilft, die unmöglich gewefen wären, wenn die Türken ihre verfügbare numerische Ueberlegenheit richtig angesetzt hätten. Dasselbe scheint auch in der Richtung gegen Phaisala hin der Fall zu scin. wo ebenfalls die Griechen den Erfolg verzeichnen, dass sie die anreitende türkische Cavallerie mit Infanterie- und Artillemfeuer vertreiben haben können. Im Epirus sind die Griechen bis nach Arta zurückgedrängt und ist ihnen alles besetzte türkische Gebiet bis auf Salagora wieder abgenommen worden. Im übrigen rüsten die Türken eifrig weiter, da nun im ganzen 89 Bataillone wieder auf den Kriegsschauplatz abgchen, während der neue griechische Minister-Präsident nach den letzten Meldungen ebenfalls nicht für den Frieden gestimmt erscheint. Inzwischen ist die Meldung eingetroffen, dass die Griechen die Stellung bei Pharsala doch geräumt haben. Nach einer der «P. C» aus London zugehenden Meldung wird in den dortigen Apolitischen Kreisen die Annahme, dass Griechenland sich, sobald der Moment dafür gekommen sein wird, über den Friedensschluss direct mit der Türkei verständigen werde, für unwahrscheinlich gehalten. Man glaube vielmehr, dass das Athener Cabinet, wenn es sich endlich zum Aufgeben des Widerstandes entschließen wird, vorziehen werde, die Intervention der Großmächte anzurufen. Nach einer aus Conftantinopel zugehenden Meldung wurde der letzte Jahrgang der Infanterie« und Cavallerie-Akademie vorzeitig ausgemustert und wurden die jungen Officiere der Operationsarmee in Thessalien und Epirus zugetheilt. Auch die beim letzten Schuljahrschluss ausgemusterten Militärärzte, die nach der Vorschrift noch eine Spitalpraxis durchzumachen hätten, wurden nach dem Kriegsschauplatze beordert. Des weiteren wird von dort gemeldet, dass türkischerseits auch an den internationalen obersten Sanitätsrath die Aufforderung gerichtet wurde, alle im Dienste der Sanitä'ts - Administration und der Quarantäne-Stationen stehenden Aerzte und sonstigen Angestellten, welche griechische Unterthanen sind, zu entlassen. Der Sanitätsrath habe jedoch der Pforte geantwortet, dass diese Maßregel nicht durchgeführt werden könne, ohne dafs der Sanitätsdienst empfindlichen Schaden leide. Die Pforte habe auf diese Einwendung bisher nichts erwidert. Der Correspondent der «Daily News» meldet über die griechische Niederlage bei Pentepigadia Folgendes: 600 Eozonen und 400 Mann anderer Truppen mit zwei Geschützen vertheidigten die Stellung auf dem Gebirge, während 600 Evzonen und zwei Geschütze die mittlere Höhe beseht hielten. Mittwoch machten 4000 Türken mit Kanonen mehrmals Angriffe, doch ohne Erfolg, worauf Donnerstag der Angriff wiederholt wurde. Die Griechen erhielten keine Verstärkungen von dem in Hanopulo stehenden Gros der Truppen und wurden mit einem Verluste von 100 Mann zurückgeworfen. Zuerst schwiegen die Geschütze, während die Eozonen tapfer standhielten. Am Nachmittag war der Rückzug allgemein. Auch das Gros der Truppen drängte nach der Brücke und vergeblich versuchten die Officiere die Massen aufzuhalten. Es entstand eine schreckliche Panik. Landleute mit großen Schafherden verfperrten die Straßen. Freitag früh standen die Griechen auf den alten Positionen, welche sie vor der Kriegserklärung inne gehabt hatten, und es befand sich kein Mann von ihnen mehr auf türkischem Gebiete. Feuilleton. Ein Vollsbildlmgslnittel. A^Am Kr emsige und bedächtige Mann im ^ pli)h, .^vth, einem äußeren Anstoß folgend, dank !>«.. tli. s°j.^" Eingebung, die schmiegsame, bewegliche U ' Uai ! literarischeu Merweltscherberge gefunden he .h°t s,A -^ jeden Geschmack vorzusmgen. Und sich H^. überzeugender und anschaulicher gezeigt, bt^lö il -"st und Glück verketten. « H'7 lüngst in der Kreuzstraße vor Reclams V ' üb/, l m der Front zählendem Bücherpalaste lllit,,^ Nntt ""H wahre Ehrfurcht vor der Gewalt ^l^tonm zusammengeballten Kleinen. Und als l^?ln. >' Klipps Sohn und Erbe, Hans Heinrich «ter °">lemem niedlichen Spitz gefolgt, als I«r t>""u willigster Führer vom Keller bis zum 0^. wM H "Ue Räume seines stolzen Baues ge-^tl> ^ <2i^ "^ bkl Naturforscher Ehrenberg nicht listen nn. y^s Schritt und Tritt kommen hier zitzM g."ver die Organisation in der Richtung des ^llktzt s?es. "nd des unsichtbaren Lebens der tzt >detl«, ^bildenden Bacillarien». Das Einzelheft ^ ei« ' kochet trägt kaum so viel, um auch "iigen Ziegel zu bezahlen, und doch spricht sich der Gewinn jedes Geschäftsjahres in immer neu zuwachsenden Geschäftsräumen aus. In den 60er«, 70er-, 80er- und 90er-Jahren bethätigte sich der Schöpfer der Universal-Aibliothek auch als Bauherr: am ausgiebigsten kurz vor seinem Tode. Da war er. so schlicht und genau er sonst für seine eigene Person war, auf besondere Gediegenheit der Anlage bedacht. Er wusste wohl, dass sein Werk ihn lang überdauern und ahnte vielleicht, dass das Stammhaus der Unioersal-Bibliothek weit über seinen heutigen Umkreis in der Insel- und Kreuzstraße zu einem kleinen Stadtviertel anwachsen würde. Solche Träumereien können auch Unbefangene, wie Unsereinen bei einem Gang durch die Wertstätten der Universal-Bibliothek, leicht anwandeln: als wir in den Druckersaal kamen, wurde just die dreiunddreißigste Schnellpresse aufgestellt. Aus den altangesessencn flogen frische, fmchte Druckbogen: Poesie und Prosa aus sehr verschiedeneu Gegenden und Jahrgängen und doch immer jung für jedes aller Orten nachwachsende Geschlecht: Raimunds «Verschwender»; Xmovhon uud Uhlauds Gedichte. Dicht daneben waren vier, fünf Pressen - wie stets — lediglich damit beschäftigt, Profpecte und Kataloge zu drucken. ^ ^.^. ^, Noch ein kurzer Halt in den Schatzkammern Reclams, den Lagerräumen für die Stereotypplatten und Rohoorrälhe: dann verließ ich das Haus. Ueber der Einfahrt gewahrte ich das alte Familien- und Geschäftswappen mit der stolzen Inschrift: Vsills? 8ÄN3 psur! Ein zuversichtlicher Wahlspruch, der indessen nicht überrascht, wenn man auf der Stirnseite die Medaillons, die Schutzgeister des Hauses, erblickt: Goethe und Schiller, und auf dem Heimwege daran denkt, dass früher oder später jeder Dichter und jeder Denker mit seiner ganzen geistigen Habe der Universal-Bibliothek verfällt. Wer hätte vor dreißig Jahren den folgenreichen Sieg von Reclams Universal - Bibliothek geahnt? Wer hätte es nicht als Phantasterei bezeichnet, dass die Bedürftigsten sich nicht nur als die Bildungsbedürf-tigsten, sondern auch als die Opferwilligsten bewähren würden? Wer hätte geglaubt, dass dauernder Massen-gewinn von« Wissenstriebe der Massen zu holen wäre? So führen alle Gedanken über Reclams Universal-Vibliothel scheinbar zu wirtschaftlichen Betrachtungen zurück, wie sie in Wirklichkeit von ökonomischen Er-wägungcn ausgiengen: In der That bedeutet ihr Triumph doch noch anderes, besseres: den Triumph der Aermsten, die wir mit ihrem Streben nach geistigen Gütern und Genüssen für die Edelsten der Nation halten. Für sie hat der Begründer der Unioersal-Vibliothel nur eine entwickelungsfähige Form geschaffen: den Odem des Lebens, die Seele hat ihr erst das deutsche Volk eingehaucht. Zu wünschen wäre nur ein etwas größerer, die Augen der Leser weniger anstrengender Druck. Laibacher Zeitung Nr. 101. _________________________906 _____ ______ 5. MaiziS^ Eine officielle Kundmachung aus Constantinopel ordnet die Löschung aller Leuchtthürme und Leuchtschiffe zwischen Smyrna und Karaburnun an. Gleichwie in den Dardanellen und in Salonichi wurden auch in Smyrna die Nachleinfahrten in den Hafen verboten. Die nach Salonichi gehenden Schiffe müssen in Karaburnun Piloten nehmen, um die Torpedoanlagen passieren zu können. Bisher sind 547 Verwundete in Constantinopel eingetroffen. Vorgestern wurden 25 Waggons mit Patronen nach Salonichi expediert. Grumbkow ist hier eingetroffen. Politische Uebersicht. Laib ach, 4. Mai, «Narodni Listy» melden: Abg. Freiherr v. Dipauli hat den Vertrauensmännern der Rechten einen Gesetz' entwurf auf Abänderung des Reichsvolks' schulgesetzes vorgelegt und ihnen die Grundsätze desselben mitgetheilt. Der Antrag sollte bereits in der Freitagssitzung des Abgeordnetenhauses eingebracht werden. Die Unterbreitung wurde jedoch auf Dienstag verschoben. Als Antragsteller fungiert der Abg. Dr. Ebenhoch. Die Vertreter der Clubs der Rechten konnten nämlich aus formalen und fachlichen Gründen weder zu dem Projecte selbst, noch zu dessen Einbringung im Plenum ihre Zustimmung ertheilen. Sie erklärten den Antragstellern, dass es diesen sowie jeder anderen Partei freisteht, ihren Antrag, aber lediglich als ihren, im Hause einzubringen; sie, die Vertrauensmänner, besäßen kein Mandat, hiezu in irgend einer bindenden Weise Stellung zu nehmen. Denn ganz abgesehen düvon, düss das Executivcomitö der Rechten keine Körperschaft einer politischen, bestimmten, festen und organisierten Majorität, sondern bloß ein Organ zur Behandlung parlamentarischer Angelegenheiten ist, könnten sie sich über die Einzelheiten des Entwurfes nur pro persona aufsprechen. Aus den angeführten Gründen könnten sie daher die ihnen gewordenen Mittheilungen nur aä rsltzreuäum an ihre Clubs entgegennehmen. Auf den in Teplitz und Reichenberg abgehaltenen deutschen Parteitagen wurde in schärfster Tonart gegen die Sprachenverordnungen Stellung genommen. Das ungarische Abgeordnetenhaus erledigte gestern die Vorlage über die Verstaatlichung des Budapester Localtelephonnetzes. — Nächste Sitzung morgen. In der gestrigen Sitzung des deutschen Reichstages erklärte Staatssecretär Freiherr von Marschall in Beantwortung der Interpellation Kanitz wegen des amerikanischen Zolltarifes, dass die Tarifangelegenheit sich in Schwebe befinde und er sich daher darauf beschränken müsse, mitzutheilen, welche Maßregeln die Reichsregierung gegen die dem Erwerbs» leben drohenden Gefahren ergriffen habe. Redner legte dar, dass die im Jahre 1828 zwischen den Unionstaaten und Preußen abgeschlossenen Verträge auf das deutsche Reich übergiengen und dass die Unionstaaten im Jahre 1885 in das Verzeichnis der meistbegünstigten Staaten aufgenommen worden seien und seither als solche behandelt wurden. Auch die Unionstaaten anerkannten wiederholt das Meistbegünstigungsverhältnis. Freiherr v. Marschall führte hierauf Beispiele an und erklärte, es wäre ein bedauerlicher Irrthum, wenn man in Amerika glaubte, dass Deutschland größere Vortheile aus der gegenseitigen Zollbegünstigung fchöpfe, als Amerika. In der Einführung eines allgemeinen Zucker-zolles von 40 Procent lag keine Verletzung des Meistbegünstigungsrechtes, wohl aber in der Einführung eines Zuschlagzolles von 03 Procent auf Zucker aus den prämienzahlenden Staaten. Deutschland protestierte dagegen. Präsident Cleveland forderte im Jahre 1894 den Congress auf, gemäß dem Einsprüche Deutschlands diesen Zuschlagszoll aufzuheben. Da« Repräsentantenhaus entsprach diesem Ansinnen, der Senat jedoch nicht. Europa verfolgte damals diesen Einspruch nicht weiter, weil die Befürchtungen, als ob die Zuckereinfuhr nach den Unionstaaten durch den Zuschlagszoll geschädigt werden könnte, nicht zutrafen. Der deutsche Zuckerabsatz erreichte infolge des cubanischen Aufstandes eine bisher unerreichte Erhöhung. Die Erwartung, es werde auch auf gesetzlichem Wege nunmehr Abhilfe eifolgen, be> stätigte sich nicht, vielmehr schlägt die vom Repräsentantenhaus angenommene Erhöhung des Zuckerzolles auch ein Zehntel Procent Zuschlagszoll auch für Zucker aus prämienzahlenden Ländern vor. Redner protestierte dagegen, indem er erklärte, Deutschland werde im Falle der Annahme des Gesehentwurfes sich vor die Frage gestellt sehen, ob es die den Union» staaten gewährte Begünstigung, namentlich bezüglich der landwirtschaftlichen Producte, noch weiter gewähren könnte. Auf diese Note antworteten die Unionstaaten, dafs sie der Senatscommission überwiesen wurde. Der Senat werde demnächst diesbezüglich in Verhandlungen eintreten. Freiherr v. Marschall schloss mit der Aufforderung, das Haus möge den verbündeten Regierungen das Vertrauen schenken, dass sie sich der Schwierigkeit ihrer Aufgabe voll bewusst seien und ihre Entscheidungen mit Ruhe und kühler Erwägung treffen werden. — Bei Besprechung der Interpellation sprach sich Abg. Barth (freis. Vereinigung) gegen und Abg. Heyl (nat.«lib.) für Retorsionsmaßregeln gegenüber Amerika aus. Abg. Richter sprach sich für die Tarifverträge aus. Abg. Kardoff (Reichspartei) bemerkte, die Rechte habe das rechte Vertrauen, welches Marschall für die Regierung verlangt, in wirtschaftlichen Fragen für die Regierung nicht. Unter Bismarck hätten sich die Amerikaner Derartiges nicht erlaubt. Abg. Stumm (Reichspartei) sprach seine Genugthuung über die Er-gebnisse der Interpellation aus, womit die Interpellation erledigt war. Wie die «Pol. C.» aus Bukarest erfährt, war die identische Depesche des Grafen Murawiew und des Grafen Goluchowsti, welche am 29. April dem Ministerpräsidenten Sturdza notificiert wurde, folgendermaßen eingeleitet: Die Ankunft des Kaiserrs Franz Josef in Petersburg hat dem Kaiser Nikolaus neuerlich Gelegenheit geboten, die volle Uebereinstimmung mit Oesterreich-Ungarn zu constatieren, die zwischen den beiden Souveränen herrscht. Dann folgte die bereits mitgetheilte Anerkennung für die Haltung Rumäniens im türkisch-griechischen Streite. Der König von Serbien ist am 3. d. M. vormittags in Antivari eingetroffen und vom Erbprinzen Danilo und dem diplomatischen Vertreter Serbiens be« grüßt worden. Der König und der Erbprinz umarmten einander herzlichst. Eine große Menschenmenge brachte dem Könige laute Ovationen dar. Unter Glockengeläute und Kanonenschüssen begaben sich die Fürstlichleiten nach Cetinje. Die deutsche und italienische Presse ist vielfach Commentaren der Petersburger Kaiserbege« nung beschäftigt. Allgemein ist die Ueberzeugung. ?"' die Friedenspolitik des Dreibundes durch die ^>« in Petersburg eine nicht hoch genug zu schätzende tt ^ tigung erfahren hat, und demgemäß ist ein du^ ,^ sympathisches Verhalten der öffentlichen Meinung^. Italien und Deutschland zu verzeichnen. Von del fischen Presse begrüßen die «Nowoje Wcemja> uno «BirZewija Wjedomosti» in der identifchen Note "" ^ lands und Oesterreich-Ungarns an die Balkan»!^ die erste willkommene, für Europa segensreiche l), der Petersburger Kaiserbegegnung. Die «Nowoje W"^ gewärtigt weitere Schritte gleichen Geistes. D>e ' ^ zewija Wjedomosti» erklären, mit der Absendung ^ Note bezogen Russland und Oesterreich-Ungarn ^ Ehrenposten als Wächter des Friedens auf dem v" y Die «Deutsche Petersburger Zeitung» hebt a""!"« das loyale Verhalten Rumäniens in der Vergas, heit wie in der Gegenwart hervor und erklärt, l bekundeten Uebereinstimmung Russlands und ^^ reich«Ungarns in der Orientpolitik liegt die V vor der sich die übrigen Ballanstaaten unbedingt ve"!, werden. Tagesneuigleiteu. > — (Fürsterzbischof von Görz Dr.Z^ Da« «Triesler Tagblatt. ist vom Statthalter ^. v. Rinaldini ermächtigt, zu erllären, das« in der l^ redung zwischen ihm und dem Fiirfterzbischof ^"j^fi Dr. «lois Zorn in Görz am 31. v. M., deren in der! ,„, eingebrachten Interpellation des Abg. Vrafen <^^ und Genossen Erwähnung geschieht, auch nicht w" ^ Worte von nationalen oder politischen Dingen dtt ^ war, so dass der dieser Interpellation zugrunde "5, Bericht über eine nachlheilige Einwirkung dies" ^ redung auf den Gesundheitszustand des Fiirsterzv'^, vollkommen erfunden ift. Das einzige Thema ber redung war ein vollkommen nichlpolitischer Kegenl' ^, — (Zum Jubiläum der König»" ^» torla.) «us London wird vom 1 d. M-^ ^ Die Prinzessin von Wales richtete an den 2"^^ Londons ein Schreiben, worin sie vorschlägt, ^ der Iubiläumstage die Velller und Elenden "^' Behausungen mit Mittagessen zu versehen und ^e zu diesem Zwecke 100.000 Pfund im Subscript" aufzubringen. »ll<^ — (gwei Selbstmorde in einer^' »jz anft alt.) «us Vozen wird berichtet: Im 6"""'gF zu Roverelo gelang es einem Irrfinnigen, die V"^ z« der «luffeher zu liiufchen und fich eines 3ed""°" 5^ bemächtigen, mit de« er sich in der Zelle die V° sich durchfchnilt, worauf er verblutete. Gestern "Y^ ^ in derselben Anstalt ein anderer Irrsinniger a"Hg>,^ gitter, nachdem es ihm gelungen war, sich der 0 jack« zu entledigen. r ll^' — (Jubelfeier der Straßb«^«' ^> versität.) Au, Slraßburg im Elsaß w^d °° sB gemeldet: Der Hauptact der Jubelfeier der " ^1 ift glänzend verlaufen. Die Spitzen der » ^, die Generalität nahmen an dem Feste theil- ^ ^ tretung des zur Beisetzung des Prinzen ^"^ce^' Vaden nach Karlsruhe gereisten Statthalters" ^sec Staatssecretär von Puttlammer im Auftrage oe» ^ dem Rector die goldene Amlslette. die vo^^? Zhrs Kchulö. Eine Erzählung aus Toscana. — Berechtigte Bearbeitung nach Quida von V. Nil mar. (11. Fortsetzung.) Unterdessen hatte Netta Sari drunten ihr Perl« Halsband verloren. Mit einem Schrei hielt sie mitten im Tanze inne und sehte alles in Aufruhr. Wie, wann und wo hatte sie es verloren? Sie wusste es nicht. Als sie zufällig einmal die Hand erhob, um etwas an ihrem Anzüge zu ordnen, hatte sie es vermifst. Die ganze Gesellschaft begann zu suchen; man durchstöberte das ganze Zimmer, Küche, Flur, leuchtete in alle Winkel und Ecken; von einem Halsband leine Spur, nicht einmal die zertretenen Ueberreste waren zu finden. Die Musik brach ab, der Tanz hörte auf, die Zungen allein waren laut geschäftig und erschöpften sich in allerhand vagen Vermuthungen, doch das Halsband war und blieb fort. Das schöne Halsband, das Angebinde ihres Großonkels aus Pontassieve! Was war ein Mädchen ohne ihre Perlen? Ein Vogel ohne Federn. Netta weinte blutige Thränen. Donna Rosa räsonnierte, dass dergleichen in ihrem ehrlichen Hause vorsallen könne, und forderte laut, dass das ganze Haus von, Diebel bis zum Keller, in allen Fugen Nin«^" durchsucht werde. Eine große, dreiarmige tt vv? w3v^ 1"?'"' lie den anderen voran. ^ 5° eiwg man auch suchte, man .NUN haben wir überall ge^chu. mewle Donna Rosa in Verzweiflung. "°"""j «Nußer auf dem Heuboden!» klang es aus Nettas Munde. Im nächsten Augenblicke aber biss sie sich auf die Lippen. «Glaubst du etwa, meine Kühe könnten sich in deine Perlen vergafft haben?» fuhr Donna Rosa sie an. «Aber meinetwegen suchen wir auch noch auf dem Heuboden nach!» Und als erste stieg sie ohne Verzug die vom Kuhstall hinaufführende Leiter empor, gefolgt von ihren beiden Töchtern und von Netta Sari — der hinter aller Rücken wie eine echte Teufelin triumphierenden Netta Sari. Umilta, die, ermüdet von des langen Tages Arbeit, so fest schlief, wie nur Jugend und Gesundheit schlafen können, erwachte nicht von dem durchaus nicht geräuschlosen Herannahen Donna Rosas und ihrer drei Begleiterinnen. Da sie inmitten alles LärmS und Tumults eingeschlafen war, vermochte umsoweniger das durch umherliegendes Heu gedämpfte Auftreten der eifrig Suchenden sie zu wecken. Erst der in ihre Augen scheinende Lichtstrahl schreckte sie auf. «Was ist?» murmelte sie schlaftrunken. Sie dachte zuerst an ihre Kühe. «Netta hat ihr Halsband verloren; es ist geradezu unbegreiflich.» entgegnete Donna Rosa. «Natürlich kann und wird es hier nicht sein; doch um sie zu beruhigen —» Der Satz war nicht vollendet; denn als Umilta sich jetzt, auf ihren nackten, sonnengebräunteu Arm ge» stützt, halb erhob, rollte etwas Kleines, Weißes aus idem Heu unter ihr heraus und blieb im hellen l üamvenschimmer liegen. Cs war eine Perle. Netta deutete darauf hin. kwcke«^ «Es ist eine der meinen!» rief sie '^"schgB' Donna Rosas Gesicht erschien plöM «Steh' auf, Umilta?. gebot sie "UY ^cl^ Umilta gehorchte mechanisch; 'h« ^rH^ Glieder schimmerten selbst wie weiße Pellen Halbdunkel. ^, ^ B ^ In stummer Hast fuhr Signora M" M Hand hier und dort ins Heu. Dann zog " ,^rz" Nettas Halsband daraus hervor. Die Schl"" rissen, die Hälfte der Perlen verstreut. ^' «O, diese freche Diebin!» schrie ^ ^ W während Donna Rosa, wie kraftlos vor ^^ ve> auf das Heu niederließ. Alle Farbe war harten, bronzebraunen Gesicht gewichen. ^ var lo sler ^ms" Wilhelm I. verliehen worden «aiw ^"tor Winbelband schilderte den Entwickelung«-^llllckl Universität, die er als die Morgengabe bMn» * "" ^"^ wiedergewonnene Elsaß-Lothringen i>,l^7(Da« deutsche Hospital in London.) ^°n ? ^" ^^ ^p^l sand im Hotel Metropole in t«H °as Iahressestessen des deutschen Hospitales in W P """ bem Vorsitze des Herzogs von Cambridge dil H,/H einem Toaste aus die Königin Victoria und litzl^lieoer des königlichen Hauses brachte der Vor-3°,., ^" Hoch auf Se. Majestät Kaiser Franz ^tzer "^ ^^" Wilhelm sowie aus die anderen Be-^ltllN / Hospitales aus, indem er deren warmes bliche l» ^ Inftilut betonte. Per Secrelär der ^ tn^n ^^°^' V^"ö Hohenlohe-Oehringen, beantwortete sich. .^' "- Die Beiträge für das Hospital belaufen H°z,^.^6 Pfund, darunter 50 Pfund von Seiner '?K°iset Franz Joses. »el,«», ^ ^ k 0 fess 0 r Koch) schickte Proben seines ^l«»bN ^^" Schwindsucht an die hervor» t!»,., ?!" Pariser Vacteriologen. Per «Matin» befragte ^ lM kehrten um ihre Meinung. Pr. Roux. ^ F»^, ^"^ diesem Gebiete Forschungen macht, hat mit iloh ."°ung Kochz noch leine Versuche angestellt, sondern ^lw l, jungen des deutschen Gelehrten gelesen, ^llän? "^^ °" ^"lh^ Versicherung, das« er die telch, h 2t Immunisierung des Meerschweinchen« er» ^Hlill« ^ ""^ bczeichnet dies als ein neues und sehr ei dl>, «lgebni«. Er lobte auch Koch» Vorsicht, das« ^tyl^l ° S«um noch nicht als Heilmittel gegen die l>» ^"'Ucht des Menschen hinstrlle. weil es hicfür noch ^tllt 3."^^^" Versuchen sehle. Weniger günstig llochz ^ ^ Eornil. Ihm schiinen die Ausführungen ^lkn>it!,i ""b unvollständig. Nach Kochs eigenem ^ssllun ^be er leine Heilung, sondern nur elne lli»„^2 leicht« Fälle localer Tuberkeln erzielt. Eornil ^llhrill "°^ "^ Schmerzen daran, dass er dem >«i«t« ^" Sohn eines College« aus das Verlangen lt illNa c^ b" "ste Tuberlulin Kochs einimpfte und > lltiik """ brei Wochen daraus starb. Cornil sagt, '"«hl l/^chwlerigleit für die Heilung der Schwindel,'„ ^' ^ Kranten ihres Zustandes erst bewusst °>t, ""d den Arzt consultieren. wenn die Krankheit ^I«illel ^"geschritten. Er glaubt auch, das« das ^ llla^ ?^" ^" Typhus eher werde gefunden werden, ^n die Schwindsucht. ^ »"'^lttliche Kälte 48 Grad Fahrenheit unter ^hkn ^"lt höchst trocken ist und Winde selten ^tend ' ""cht ^ich die Kälte umsomehr sühlbar. ^n«l ^ Sommers steigt die Temperatur in Wer« ? l», ^""wgs biswellen auf -^- 8b Grad Fahren« stille k"en. während es des Nacht« friert. Beim >ze„ , °" herbste« ereignen sich häufig Ueberschwem-3° Ven». . U° des massenhaft niederströmenden Regens. ^° «n^ . ^^ l" der Gegend höchst dürstig und die ^"«t 5° "ein. In Werchojansk leben 10.500 Ein« ^ -^ s^^""""k der Jakuten und Lamelen. °! ' M I^iienversolgung in China.) In 3^en »l^" ^"""l eine Ehristenversolgung aus-^^"lN l °" ^ der Pirection der katholischen >ly^. 'n Pari« au« Kuang.Vi von Msgr. Chouzy )M" "legramme zufolge wurde die katholische y, ' Vtlpl< »kplündert und Mr. Mazel (geboren ^ift ^>'er seil 1896) gelobtet. Auch die Station Si- /^l- und Prouiuzial-Nachrichten. ^"Ng des Laibacher Gemeinderaths ^orsii, "'" ^- Mai 1897. ^^r Bürgermeister Ivan Hribar. ">.! >r '^ 1? Gemeinderäthe, ^^lhe .^"Meister begrüßt die neugkwählten Ge-"X >)°sst. 't,^"^"' bass ihrer große Ausgaben warten, ^'"ll°l»d l ^ ^" Erfahrung und ihre Thätigkeit h>!>t bet m den Dienst der Gemeinde stellen werden. V,°" 3taH ."" ^l" ausgefchledenen GR. Zagar einen '"> «l " ob l ""^ "sucht um die Bevollmächtigung, btl^llt^ .^"" langjährigen ersprießlichen Wirkens ^" zu ^ ^ ^ss«n Pan! schriftlich zum Ausdrucke ^»> tzür "' Beifall.) ^>tk ^n,n,Ä""eifter theilt sodann eine Zuschrift des ^in! ^sz da» !> ^" ^^°z l"lt, worin bekanntgegeben ^c>» ^l U.°° Nelchs-Kriegsminifterium das neuerliche ^azln» "be hinsichtlich des Anlaufe« des Ver-^ ^z nz'° abgelehnt hat. "blzt. ""oll der letzten Sitzung wirb verlesen und ^l^itz"bic stellt namens der Vausectlon den ^,. dez "«c,g. i,^ Gimeinderath bewillige zum >^e. ^^ue« Ntilitärspitals die Nbgleichung und "t bchl Commission seinerzeit bei« Local- Per Antrag wud nach rinigcn Bemerkungen des Viceblirgermelfters R. v. Vlelweis, de« GR. Vell 0. vrh sowie des Bürgermeisters und Berichterstatters wegen der Breite der zum Spltale führenden Straße, genehmigt. Es wird in die Verhandlung ber Tagesordnung ein« gegangen. GR. Svetel berichtet namens der vereinigten Personal- und Rechts- sowie der Flnanzsecllon über den in der Gemeinberath«°S!hung vom 20. April d. I. vom GR. Dl-. V. Gregotic gestellten Pringlichleitsantrag, be-treffend den Beginn der Elnhebung des Iinslreuzers in Udmat. Da nach dem Berichte des Magistrals die be» anlragte Erleichterung nur den Hausbesitzern, nicht aber den Mietern zugute käme, beantragt die Section die Abweisung des Antrag««. 5 »?^ GR. Dr. Greg or it tritt nochmals loarm für seinen Antrag im Interesse der Hausbesitzer von Udmat ein, die wohl die muen Lasten der Einverleibung tragen, nicht aber die Vortheile derselben genießen. Nach einer Entgegnung de« Berichterstatters wild der Scclionsantrag angenommen. GR. Soetel berichtet namens der Finanzscction über den Unliag de« Bürgermeisters, betreffend die Bei» tragsleiftung zu den Baulosten für die Tirnauerlirche. Auf Grund der durch den Magistrat gepflogenen Erhebungen beantragt die Section, nachdem das fülst-bischöfliche Ordinariat 1000 fl. zu den den prällminlerten Netrag von 6600 st. überfchreitenden Vaulosten beiträgt, einen Beitrag von 4000 st. aus dem Vrdbebenjonde zu leisten. Vicebürgermrister Dr. R. v. Blei we is ist der Ansicht, dass das sürstbischöfliche Ordinariat aus den Sammelgklbern einen größeren Veitrag hätte bewilligen können und beklagt, dass die Tirnauerlirchl', die früher einen schönen, stilvollen Bau darstellte, durch den Umbau nunmehr verunstaltet worden sei. Per Antrag der Section wird angenommen. GR. Senelovic berichtet über die Zuschrift der Gemeindevertretung in Reichenberg wegen Mietzins« zahlung für die Handel«-- und Gewerbelammer. Die Gemeinde Reichenberg hat ein Ansuchen an da« Handelsministerium eingebracht, wegen Aufhebung der gefehlichen Bestimmungen, durch die den Gemeinden eine Beitrags» leistung für die Localitäten und die Einrichtung der Handels- und Gewerbelammern vorgeschrieben wird und ersucht die Gemeinde Üaibach, sich der Bittschrift anzuschließen. Dem Antrage der Section entsprechend wird beschlossen, sich dem Gesuche anzuschließen und eine gleiche Bittschrift an das Handelsministerium zu richten. Namens der Bausection berichtet GR. Dr. Pozar über den Recurs in Bauangelegenheiten des Joses Stadler. Ueber Einsprache des Dr. Nhazhizh hat nämlich der Magistrat die Bewilligung zur Erbauung eines zweistöckigen Hauses zurückgezogen und bewilligt nur den Bau eines einstöckigen Hauses. Die Section findet die Einwendungen des Dr. Ahazhizh aus Grund der Bauordnung hinfällig und beantragt, dem Recurse des Joses Stadler Folge zu geben. ^ Angenommen. GR. Dr. Majaron berichtet über den Recurs der Hausbesitzer Pol gegen die dem Umel ertheilte Vau-bewilligung. Nach der Anschauung der Einsprecher müfste letzterer erst einen Grundftreifen von ersterem ablösen. Die Vausection findet die Einsprache unftichhälllg, weil die Hausbesitzer Pol den Nachweis ihres rechtlichen Besitzes auf diesen Grund nicht nachgewiesen haben; da beim Localaugenscheine auch von leiner Seite elne Ein« spräche gegen die Vaubewilllgung erhoben wurde, beantragt die Section die Abweisung des Recurses. Angenommen. GR. Zubic berichtet namens der Vausectlon wegen Vaubewllligung für das städtische Elektricitätswerl und beantragt dem Magistrate dieselbe zu erlheilen. Angenommen. GR. Dr. PoZar berichtet über ben Recurs des Ialotnll gegen den Bescheid des Magistrats, der ihm die Bewilligung zur Errichtung einer Baracke auf den Tauzher'schen Gründen in der Neugasse verweigert. Nach lurzer Debatte wird, dem S cllonsantrage entsprechend, dem Recurse Folge gegeben und die Bewilligung zum Baue der Baracke ertheilt. Ingenieur Sbrlzaj berichtet über ben Recurs des Ursulinenconvents gegen den magistratllchen Nustrag wegen Bauherstellungen im Schultracte gegen die Nonnen-gass?. Nach dem Antrage der Section wird dem Recurse keine Folge gegeben. GR. Dr. Majaron berichtet namens der Polizei-section über die Thätigleit de« städtischen Polizei' Commissariat« im Jahre 1697. Dem Berichte ist u. a. zu entnehmen: . «, , . ^ e> ^ . Die städtische Polizei nahm im Verlaufe be« Jahres 1896 2434 Verhaftungen vor, und zwar 822 wegen Nusschreitungen. Lärmens und Störung der nächtllchen Ruhe. wegen Müßiggang und Arbeitslosigkeit 513. wegen Vetteln« 364, wegen Trunkenheit 203. wegen Diebstahls 150 wegen Unterstand«, und «u«weislost„leil 122, wegen Reversion 76, wegen Ueberlretung de« Wehrgesehe« 61, wegen körperlicher Beschädigung 44, wegen Betruges 26, wegkn Münzverftlschung 8 und wegen anderweitig« Vergehen und Verbrechen 4b. Von dcn Vethasteten wurden 196 dem Lanbesgerichte, 422 dem Bezirksgerichte in Laibach eingeliefert. Im Schubwege wurden aus Laibach 816 der Arretierten abgefertigt, 44 wurden aus Lalbach ausgewiesen, die übrigen verhafteten Uebertreter polizeilich abgestraft. Es lamen zwei größere Vrände in Aaibach und zwei auf dem Moraste, außerdem 13 geringfügere Vrände vor. Selbstmorde ereigneten sich 15, Selbstmordversuche 5. Bei Bauten und bei anderen gewerblichen Unternehmungen verunglückten 19 Personen, von denen jedoch nur 1 starb. Von plötzlich Crlranlten wurden 19 dem Kranlenhause Übergeben. Der Dienst wurde durch 38 Wachmänner, 2 Leiter und 3 Detective versehen. Im Lommissatinte liefen 14,000 Geschäjlsstücke ein, ein Drittel aller beim Magistrate eingelangten Eingaben. Nach dem Antrage der Section wird dem Polizei-Commissar Podgorsel der Danl des Gemeinderathe« sür seine ausgczelchnete Amtsthätigkeit ausgesprochen. GR. Oubic berichtet namens des Dlrectoriums der Wasserleitung über das Gesuch der Ioscfine Zialowsly um Bestimmung des Tarifes für die Abgabe de« Wasser« in die Badeanstalt. Dem Antrage des Directorium« ent« sprechend, wird für den m' 6 lr. berechnet. Die übrigen Gegenstände werden der geheimen Sitzung vorbehalten. Der Bürgermeister beantwortet schließlich die Inter-pellation des GR. Kozat wegen angeblicher Verpestung der Lust durch ftinlende Abfallwässer der Üelmfabril. Die Erhebungen durch den Magistrat haben ergeben, dass lein Grund zum Einschreiten vorhanden ist, da die Üeim-fabril den sanitären Vorschriften nachkommt. Auf die schriftlich eingebrachte Interpellation de« <3R. Dr. Gregor ic wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei Vergebung der Arbeiten sür die Errichtung des Elektricitätswerke« weist der Bürgermeister nach, dass vollkommen correct vorgegangen wurde, indem thatsächlich die Arbeiten den billigsten Offerenten übertragen wurden. O, k. Staatslmhn-Direction in Villach. Dem vor lurzem erschienenen Iahce««O<:schäft«berichle der l. l. Slaatsbahn.Direction für da« Jahr 1696 entnehmen wir Folgendes: Der Amtsbereich der l. l. Staatsbahn«Direction Villach hat im Gegenstandsjahre eine Vermehrung der Netrlebs.Kilomcter erfahren. Am 15. Juli 1896 gelangte ole Üocalbahn Waibhofen an der Ybbs-Groß-Höllenstein (Ydbsthalbahn) zur Eröffnung und der Betrieb derselben wurde der t. l. Slaatsbahn-Direction Villach überwiesen. Das Gesammtmh der l. t. Staatsbahn-Direction stellt sich somit auf 1086 61? Kilometer gegmilber 1061 Kilometer im Jahre 1895. Die Direction Vlllach zählt 14 Oahnerhaltungs-Sectionen, 4 Betriebsleitungen, 6 Heiz« haucleitungen, 6 Helzhaus-Expofituren, 2 Werkstätten, 1 Materialmagazin. 8 Bahnbetriebsämter, 126 Stationen. 19 selbständige Haltestellen, 84 Wächterhalteftellen, 3 Verlade« und Ablaoeftellen, 1 Vetriebsauswelche, 172 Einnahme- und 164 Ausgabe-Rechnungsleger. Der Per« sonalftand am Schlüsse des Berichtsjahres war: 174 Beamte, 31 Aspiranten, 7 Volontäre, 458 Unterbeamte, 56 Diurnisten, 12 Manipulantinnen, 1831 Diener. 853 Wächter und 30? Taglöhner auf Memifierten Posten. Dem Pensions'Inftitute gehörten 1179. dem Pcoviftons-Inftitute 4030, der Kranken« und Unterftützungscasse der l. l. öfterr. Staatsbahnen 6355, dem Schlllsondsoerein 70 (darunter 16 Föcderer) und dem Weihnachtsblscherungs-und Feriencolonlevereine 106 Mitglieder an. Unterstützungen aus Betriebsmitteln wurden 3600 fl., au« den Mitteln der Kranlencasse 1750 st. und Vorschüsse au« der Spar- und Vorschusscasse 28 650 st. gegeben. Die Anzahl der im Jahre 1896 gegen EinHebung der Aussertigungsgebür ausgestellten Anweisungen auf Fahrbegünftigung betrug 1808, ohne Elnhebung der Ausfertigungsgebür 42.901 Stück. Die aus de« Titel der Nusfertigungsgebür erzielten Einnahmen betrugen 903 fl. Die Gesammtlosten der zur Vltheilung gelangten, sür beim Bahnbetriebe in Verwendung stehende Unterbeamten, Stellvertreter und Dienstpersonals beliefen sich aus 63.644 fl. 14 lr. gegen 74.551 st. 78 kr. im Vorjahre. Für Drucksorlen. lithographische Presse und Buchbinderarbeiten wurden 38.454 fl., sür Kanzlei- und Papierpauschale 5308 st. und für Kanzleimaterial und Inventar (auch Bücher, gltschriften, Karten und Pläne) 26.586 fl. ausgegeben. Die Bahnaufsicht wirb durch 14 Vahnerhaltungs« Ecctlonen und 2 Betriebsleitungen geführt. Der Dienst bei den 14 Bahnerhaltung«-Sectionen wird neben den Vorständen noch durch 16 technische Beamte, 14 ssanzlistsn btsorgt. Diesen Scctionen waren 72 Bahnmeister, 1 Gebäudemeister, 14 Kanzleidiener, 436 Wächter und 161 Ablösewächter zugetheilt. V.'i den zwei Betriebsleitungen wild der Dienst durch die Vorstände, 2 Kanzlistin, 5 Bahnmeister und 14 Wächter besolgt. Für die Substiutionen und Nachtcontrolgänge standen außcrdem noch 10 Aushilfsbahnmeifter in Verwendung. Iahresprämien süc Riinhaltung der Wächterhäuser und gute Instandhaltung der Inventargegenstä'de wurden 53 Vahnwächlern zuerkannt. Der Gisammlftand an Lokomotiven betrug Ende 1896 221 Stück. Der Stand Laibacher Zeitung Nr. 101. 908 5. Mai 1897. an normalspurigen Personen-, Post« und Gepäckswagen ist 564, dazu 23 der schmalspurigen Linie. Die absolute Menge des verbrauchten Materiales (auf Normallohle reduciert) war 151.381 Tonnen und des Schmiermateriales der Locomotlven (sxclufioe Mur» lhalbahn) war 153.485 Kilogramm. Gei« Zugförderung«-dienste (exclusive Murthalbahn) ftanden im Gegenstands' jähre 1266 Personen, darunter 36 Veamten und Aspiranten, in Verwendung. In Bezug auf die «rbeiterverhältnifse wild bemerkt, dass mit 1. Jänner 1896 weitere 10 Procent des Arbeiterftanbes zur Stabilisierung kamen, so dass sich der Stand der stabilisierten Arbeiter von 209 auf 232 erhöht hat. Die Kranlheitstage haben um 24 Procent zugenommen. Der Arbeilerftand wurde auf 41? Mann erhöht. Der durchschnittliche Iahresverdienst eines Arbeiter« betrug 539 fl. 75 lr. Da« Aussichtspersonale bildeten 20 Personen. Die Kosten des Werlftättendienftes der Werlftälte Knittelfelb sowie der sämmtlichen Heizhäuser beliefen sich, und zwar an Lohn aus 403.737 fl., an Material auf 467.222 fl. und an Regle auf 4450 fl. Die gahl der Schnellzüge hat sich bedeutend erhöht, weil die Luxuszüge Wien-Nizza und Nizza'Wlen ab November wöchentlich dreimal statt zweimal verlehrlen und die Meraner Luxus» züge ab 14. November neu geschaffen wurden.Im verflossenen Jahre waren 113.630 Züge, darunter 12 Sonderhoszüge, gefahren. Befördert wurden 332.394.630 Netto« und 942,784,176 Vrutto-Tonnen.Kilometer. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wurden die Geleise vermehrt und an das Personale des Executivdienstes neun wichtige Circulare hinausgegeben. Im Jahre 1896 gelangten zur Eröffnung die Stationen: Waidhofen 2. V., Gstadt, Mbsih, Opponih, Klein-Hollenftein und GrohhoUenftein, dann die Haltestellen: Kreilhof, Vaisulz und Seeburg, sämmtliche am 15. Juli. Im Stande der elektrischen Einrichtungen find leine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Die Anzahl der auf eine« Schreib« apparate beförderten Depeschen beträgt 7149. Im ganzen wurden 1,760.604 Depeschen befördert. Aus dem Plival'Telegraphenverlehre resultieren zugunsten der Bahn als Gebürenantheile 4998 fl. 19 lr. Seitens der Parteien wurden im abgelaufenen Iah« über ungenügende und verspätete Wagenbeistellung 23 Beschwerden eingebracht, wovon nur 16 ordentlich be« gründet waren. Der Personenwagenparl erwies sich während der Hochsaison analog wie in den Vorjahren zur Bewältigung der Sonn« und Feiertagssrequenz abermals unzureichend; demzufolge musste der Ausfall an Wagen der dritten Vlafse durch eingerichtete bedeckte Güterwagen gedeckt werden. Im Jahre 1896 wurden erledigt: 576 Acten, 1440 diverse Schreiben, 2632 Msngelnoten mit 3070 Expeditionen, 2656 Telegramme betreffs Personenwagen und 10.551 Telegramme betreffs Güterwagen. Eine bedeutende Ausgabenstelgerung verursachte der stets sühlbarer werdende Wohnungsmangel im Amtsbezirke, wie wohl mit Schluss des Berichtsjahres bereits in 31 Stationen 80 Wohnungen für Naturalquartier und Kasernzwkcke in Miete genommen wurden. Die Gesammtlosten für das Verschieben betrugen 176.105 fl. 76 lr., für die Desinsection der Wagen 3219 fi. 70 lr. und für die Beheizung der Wagen 18.727 fl. 32 lr. Der Personenverkehr hat infolge der ungünstigen Witterungsverhältnifse während der Sommersaison sowie durch die im Nahverkehrs vom Publicum als Erschwernis empfundene Erhöhung der Fahrpreise eine merkliche Einbuße erlitten. Hingegen hat sich der Güterverlehr im all« gemeinen in erfreulicher Weise gehoben. , An Fundgegenständen wurden 933 Posten eingebracht und 1002 Posten veräußert, wofür ein Erlös von 403 fi. 92 lr. erzielt wurde. Reclamationen ver« schiedener Fälle wegen wurdln 641, auf einen Betrag von 14.652 fl. 23 lr. lautend, eingebracht und 628 Per« sonen mit 8526 fl. 61 lr. entschädigt. Außerdem wurden in den Reclamationsdienft 4770 einfchlägige Anstünde behandelt. ___________ — (Regiments fest lichkeit.) Aus Klagenfurt wird berichtet: Nulässlich des Besuches, welchen Seine Excellenz Herr FML. Milde von Helfen stein dem ihm von Sr. Majestät dem Kaiser verliehenen In« santerieikgiment Nr. 1? abstattete, fand Samstag abends bei Herrn Obelst Freiherr von Villel ein Thee statt. Sonntag um 8 Uhr vormittags sand ein Dankgottesdienst in der Stadtpfarrlirche St. Egid statt, wozu das Rl« giment in Parade ausgerückt war. Nach dem Gottesdienste defilierte das Regiment vor seinem Inhaber, der die Oberstenuniform desselben trug. Nach der Drsillerung, die trotz des bedauerlich schlechten Wetters vortrefflich vor sich gieng, sprach Se. Excellenz dem Regimenls'Com« Mandanten seine volle Anerkennung mit den Worten aus, « habe «wattet. ein ausgezeichnet gesührtes Regiment und «"l,^" ^""^ s«l weil über seine Erwartungen Um 2 Uhr nachmittag« fand oes^i^ 0ssicieVmps an Trmlfprüchen f.hlt, dau^i«'^ ^d"nd! "^ die Mannschaft halle Se. Excellenz 400 st. spendet. wofür jede« Manne Braten und Wein gereicht wurde. Montag um 12 Uhr 20 Minuten ist Seine Excellenz abgereist. Das Off>cierscorps hatte fich zur Ver» abschiedung auf dem Südbahnhofe eingesunken. Die Mannschaft des Regiments, die im Staatsbahnhofe gereiht des abreisenden Inhaber« harrte, brachte auf denfelben Hurrah» Rufe aus. — (Personalnachricht.) An Stelle des ve» ftorbenen Gutsbesitzers Joses Friedrich Seunlg wurde der Landtagsabgeordnete Franz Kosal in Großluftp als Mitglied de« l. l. Vezirlsschulrathe« Laibach«Umgebung ernannt. —0. — (Relfeprüsungen.) An der k. l. Lehrer« Vildungsanftalt beginnen die schriftlichen Reiseprüfungen am 24. Mal, an der l. l. Lehrerinnen-Vildungsanftalt dagegen am 2 9. M a i. — (8«m Schulhausbaue in Waits ch.) Wie uns mitgetheilt wird, wirb in Waitsch, woselbst derzeit die Volksschule nur in einem Privathause provisorisch untergebracht ist, ein neues Gebäude sür eine zweiclafsige Volksschule aufgeführt werden. Die commissionelle Erhebung zum Zwecke der Bestimmung des Bauplatzes wird am 12. d. M. stattfinden. —o. — (Staatseisenbahnrath.) Der Eisenbahn-minister hat auf Grund der Bestimmungen des § 2 des mit der Allerhöchsten Entschlilßung vom 18. Februar 1897 genehmigten Statutes für den Staatseisenbahnrath (R. G. Vl. Nr. 59 6x 1897) zu Mitgliedern, beziehungsweise Ersatzmännern dieser Körperschaft für die Dauer von drei Jahren ernannt, und zwar: zu Mitgliedern die Herren: Karl L u ck m a n n, Handelslammer-milglled und Director der lrainischen Induftriegefellschaft in Assling und Johann Murnll, laif. Rath, Landes« Auischussbelsiher, Präsident der k. l. Landwirtschafts-Ge-sellschaft für Nraln, Secretär der Handels« und Gewerbe» lammer in Laibach ; zum Erfahmann Herrn Josef K u s a s!, Reichsraths-Abgeordneter, Handelslammer.Mitglied, Müh« lenbefiher in üaibach. — (Der Laibachfluss) war infolge des letzten niedergegangenen Regens um 1 80 in über dem Normale angeschwollen, jedoch seit gestern wieder im Fallen begriffen. x. — (Südmärlischer kra inisch - lü ft en-länbischer Sängerbund.) Am letzten Sonntag nachmittags hat i« Vallonsaale des Cafinvvereines die gründende Versammlung stattgefunden, zu der Vertreter aller deutscher Gesangvereine und Sängerverbände von Krain und Küstenland erschienen find. Die nahezu drei Stunden währenden Verhandlungen ergaben eine vollständige Uebereinstimmung hinsichtlich der wesentlichsten Berathungsgegenftänbe, die Annahme der Sahungen und die Wahl eines begründenden Ausschusses, der mit dec Durchführung der nöthigen Vorarbeiten bis zur enbglltigen Schaffung des Verbandes betraut wurde. — (Die durch das Lesen erzeugte Müdigkeit) und Anstrengung der Augen ist von Harold Griffing und I. Franz zum Gegenstände einer eingehenden Untersuchung genmcht worden. Auf Grund derfelben hat es fich ergeben, dass der Haupteinfluss in dieser Hinficht in den Dimensionen der I?ichen zu suchen ist, und zwar ist es nicht rathsam, Buchstaben und Zeichen unterhalb der Minimalgröße von 15 Millimetern zu wählen, da das Auge sonst ungemein rasch ermüdet. Die Stärke der Belichtung hat beim Tageslichte leinen wesentlichen Einfluss. Ist jedoch die zur Beleuchtung zur Verfügung stehende Lichtquelle geringer als zehn Normalkerzen, so tritt eine ungünstige Wirkung ein, welche bedeutend einflussreicher ist, als die von den Zeichen« dimenfionen abhängige, und es lässt fich eine Helligkeit von etwa hundert Normalkerzen als eine besonder« vor-lheilhafte betrachten. Pas weiße Licht ist dem gelben Licht bei der künstlichen Beleuchtung vorzuziehen, ebenso wie die Verwendung von weißem Papier als das Vorteilhafteste anzusehen ist. Die Form der Buchstaben und Zeichen hat fich als weniger elnflussreich erwiesen als ihre Stärke. * (Hochwasser.) Am 2. d. M. trat, wie man uns au« Stein meldet, in der Ortsgemelnde Laale im Tucheiner - Thale infolge der ftarlen Regengüsse Hoch« wasser ein, welches an Feldern und Wiesen einen ziem» lichen Schaden verursachte. Namentlich war es der Sno« v>öia«Nllch, welcher an mehreren Stellen auslrat, das Ufer durchbrach und mit aller Macht daS Dorf Potol durchquerte, dabei die Üandesftrahe überflutend. Der Gemeindeweg zwischen Potol und Snovil ist durch dieses Hochwasser unfahrbar geworden. —r. *(Ausde«Polizeirapporte.) Vom 3. auf den 4. d. M. wurden dreizehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar fünf wegen Vaclerens, drei wegen Bettelns, drei wegen Trunkenheit und zwei wegen Er/.efsc«. — Marie und Rosalia Eerne in der Vahnhosgasse Nr. 7 haben angezeigt, dass ihnen vom 30. April bis 1. Mai d. I. au« der versperrten Wohnung eine goldene Halskette und drei goldene Ringe im Gesammlwelle von 47 fl. durch einen unbekannten Thäter entwendet wuiden. Die eingeleiteten Erhebungen ergaben, dass der Diebftahl von der sechzehnjährigen ttarollne Cerar verübt wurde. Dieselbe hat den Dlebftahl eingestanden. —r. — (Beim Pöllerschießen schwer t>« schädigt.) Am 23. April b. I. abends feuerten ° Schmiede des Georg Megusar in Krapp anlässlich Namensfeftes ihre« Dienftgebers Pöller ab. Als Schmiede Jakob Praprotnil und Johann Petr°c ° Pöller luden, explodierte derselbe und Ialob P"p'°'^ erlitt im Gesicht? derartige Brandwunden, das« " Landespital nach Laibach befördert werden musst', " in Behandlung steht. ^^. — (Dep.schenverlehr.) Im Monate "^ wurden bei den Staalstelegraphenstationen in ^,.« 6655 interne und 262 internatioale Depeschen aulg^^ Angekommen find 269 internationale Depeschen. Vll ^ Eisenbahnstationen dieses Kronlandes wurden 431 ^ peschen aufgegeben. An Tarifgebüren wmdm b?> ^ Staalstelegraphenftationen dieses Kronlandes 26^ eingenommen. Aitevarisches. . — (Das für jedermann wichtige ^ „gten über die Per son alste uern.) Vor kaum dre« 2,^ ^ ist im Verlage von Moriz P e r l e s, Wien I., SellerM,^ eine vom Ministerial-Vicesecretär Dr. Rudolf Pensch be" ^ Ausgabe des neuen Personalsteuergesctzes erschienen, uno^, liegt uns aus diesem anerkannt rührigen Verlag ^'^^F" ergänzte und durchgesehene Auslage des, die materiellen ^ ^el aller NevUllerungsfchichten tiefberührenen Gesetzes unter °c l^d Das Gesetz vom 25. October 1896, R. G. Vl. Nr. 220, "A ^ die directeu Personalsteuern sammt der Vollzugsvorscym ^. den noch weiterhin geltenden einschlägig, n GeselM > .^, ordnuugen, I. Theil Eingangsbestimmungen und ^ ^?. bii^ betreffend die allgemeine Erwerbsteuer. Zweite vermeyr", ^ die Vollzugsvorschrift ergänzte Auflaqe. ll. Theil- . ^c VI. Hauptstück. Zweite durchgesehene Auflage. Mit Vew»^^ Gesetzcsmaterialien erläutert und mit einem InhaltsuM ^^l> sowie einem alphabetischen Sachregister versehen von ^ . Mil Pensch, Ministerial.Vlcesecretär im t. l. Finanzministenun^^ >, für beide Theile zusammen brosch. fl. 2'80, Preis f"Hbf drosch, fl. 3, Preis für Theil II. brosch. fl. 1, vor. EZ ^s^ einzige Ausgabe, welche schon die publicierte Vollzugs ^.sM zum I. Hauptstücke des Gesetzes mit enthält. und V" Ma!ö' auch den Vorzug, dass sie den Leser in vortrefflicher, ^„zel!"" licher Weise durch orientierende Emleitung zu M"' , pca!' Hauptstücke sowie durch zahlreiche Erläuterungen und ".^ B' tischen Leben entnommene V'ispiele mit dem I"h"' s^es""' fangreichen und vielfach sehr fchwierigen Steuerreform^' e^lv' traut macht. Die auch weiterhin geltenden Gesetze »no ^,^ nungen sind dieser Ausgabe einverleibt, und liwnen n> somit jedermann bestens empfehlen. . ^, hiel^ «lleS in dieser Nubrit Vesprochene lann durH " hel« Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr t Fed, «" bezogen werden. Neueste Nachrichten. Hihung des Abgeordnetenhauses am 4. Mai 1897. (0r Der Antrag ist nur von der katholischen.N" Al^ unterzeichnet. Abg. Kaiser erklärt namens je"" ^ ^r dass es eine Forderung der Gerechtigkeit "".^K Minorität eine Vertretung im Präsidium emM ^„e Da die Minorität unterdrückt wird, Hal« ^ ^ Partei unter ihrer Würde, an der PraM" ^ec theilzunehmen. Abg. Schönerer erklärt name" ^ Gesinnungsgenossen, insolange die Sprachenvero ^z bestehen, an keiner Wahl theilzunehmen. ^6^ wählte hierauf den Ab«. Dr. Kathrein "" " ro" 229 Stimmen zum Präsidenten, den Abg. m« ^ Abrahamowicz mit 211 von 212 S"""' H ersten und den Abg. Dr. Kra mat nut 204 ^F Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten. D'e heiM" fortschrittlichen und die Socialdemokraten ^^F sich nicht an der Wahl. Die verfassungstreue» grundbesitzer gaben leere Stimmzettel ab. .z t>e Bei Verhandlung des Dringlichkeitsantt"« ^ Abg. Pfersche. wonach die Regierung auM""^ ^ die vom Vezirkshauptmann in Dux bezügl'cy ^ tigen Volksschulen mit böhmischer Unter"°/ ^,F getroffenen Verfügungen aufzuheben, ew" Ote'. richtsminister Varon Gautsch, der DrlW.^M antrag sei vielleicht eine Mahnung baM. ^elt^. wendig es im Interesse einer geordneten ^ All tung wäre, dass es den Vertretern der ^" b""^ stamme endlich gelänge, ein entsprechendes ^^Hside i werk bezüglich der Minoritäts - Schulen i"' bringen. ^naeftC,^ Der Minister negiert es, dass ^ K^liM Verfügungen eine Eindämmung der Selvi ^ ge". in Schulsachen bezwecken; es könne aber C^sW^ wo die Staatsverwaltung im Interesse der " ^ lvc und der geordneten Schulzustände eintreten "^ ^ diejenigen, die berufen sind, gewisse Pl"^,fe.) ^ füllen, dies verweigern. (Lebhafte Vravo^ ^t " Minister bespricht den Duxer Fall "«d "^ll^e die ausstehende Entscheidung des ^anom^ell. ^ welchem er nicht präjudicieren wolle und v ^ . Unterrichts - Verwaltung werde vollkonitm ^ ihre Pflicht thun. (Lebhafter Beifall "'" j rechts.) e^inali^/ Nach längerer Debatte wird die Dr'^SB'„ namentlicher Abstimmung mit 195 gegen " hep' abgelehnt. Unter den eingebrachten Antt"U ^ ^aibacher Zeitung Nr. 101. 909 5. Mai 1897. Einl^ ^ der Abg. Schönerer und Genossen auf No. v""g eines Specialausschusses zum Zwecke der Evr3 ""es Gesetzentwurfes, wodurch die deutfche iWl ^ ^^ Staatssprache, mit Ausnahme von Ga-eili A , Bukowina und Dalmatien, erklärt wird, ferner wich j 6' !" welchem die Regierung aufgefordert Cbtaü Neichsgesetz, betreffend die Regelung der stcllun !^e, ^"'^ "" ^^^' betreffend die Sonber-gehh"^. ^al'ziens und der Bukowina sowie die Zu Mlt Dalmatiens zu Ungarn, vorzulegen. Ochste Sitzung Donnerstag. Antrx ' ^r Tagesordnung steht die erste Lesung der "°ge, betreffend die Ministeranklage. dir,^ Abress-Ausschuss und der volks-stitui . gliche Nusschuss haben sich heute con-von 3 "b"e wählte zum Obmann den Abg. Ritter geot^worski, zu Obmann-Stellvertretern die Ab' berg k ^^ ^l)PP und Dr. Prinz zu Schwarzen-bllen' ^ letztere wählte zum Obmann den Abgeord-8ellldn > ^' iu Obmann Stellvertretern die Ab-"neten Grafen Attems und Ritter v. Chrzanowski. sich ^^"' ^ Mai. Der AbressauSschuss constituierte ^ilen ^"^ Iaworsli zum Obmann, Kopv zum ^ltlet ^lwzen Schwarzenberg zum zweiten Stell- vorn,^^"- ^- Mai. Der AdressausschusS hält morgen "'"°gs eine Sitzung ab. Großes Brandunglück »« Paris. üoch^riz, 4. Mai, 5 Uhr nachmittags. Heute b«zar M um 4 Uhr wurde der große Wohlthätigteits-^ T) alljährlich in der Rue Jan Goujon btt^s7^en der Aristokratie zugunsten der Armen ztzl 'M wird, durch einen Brand zerstört. Man l unbekannt. Der Bau hatte eine Länge von ^ blls "^ ?^'^ ^°" 66 Meter und war gänzlich ^tnmp Binnen zehn Minuten stand alles in btiina ^ ^"""" entstand ein fürchterliches R ^,,?' Mehrere Personen wurden umgeworfen und , Uen. treten. b'st n ^' ^ Mai (7 Uhr 12 Minuten abends). !? Vz2 "'^^ möglich, genau die Opfer beim Brande ?den ^.."'gteitsbazar festzustellen. Auf den ran» ! ^ jft /^"ern des Bazars, von dem nichts mehr !^!l ^ "kgen gänzlich verkohlte Leichname aufgehäuft, 'lb. F^"erung durch ihre Familien unmöglich sein ,^ ^n ^«3 ^^ Ambulanzwagen befördern die Leichen " tili ^"striepalast. Gegen 150 Verwundete wurden ^ ho?/ "^ ^"urs la Reine, zahlreiche andere in ^' M°l Neaujon überführt. Nach der Aussage >l,ey ^ Eingänge in den Bazar postierten Wach-,> l°"ell !?"ben slch in dem Bazar 1500 bis 1800 i^eten 5M Augenblicke des Nusbruches des Brandes vft iu li ^ furchtbare Scenen. Alles wollte zu gleicher Itiindin Thüren hinaus stürzen, welche alsbald ei. ^lis?^" sämmtliche Abtheilungen. b lek! ' ^Mai, 8 Uhr 25 Minuten abends. ^>r a^^n 200 Todte gezählt. If?^de, ' ^Mai, 12 Uhr nachts. Beim Brande H T)i» Herzog Älen«: on die Füße leicht ver-^ 11 n, Herzogin von Alen <^ 0 n wurde bis es«; "yr abends vermisst. Man befürchtet, "«„glückt. ^riechisch-türkischer Krieg. kv ^l ^ < (Oligllial'Ttltlziamme,) ^iloz ^n 4.^. <^.^ Abberufung des Obersten hs^n^ °ls Vorläufer der Abberufung der tzMen ^" ^"ta und als Beweis der versöhnlichen 'W ^."ks neuen Cabinets gedeutet. Als Ersatz ^onk N'emand designiert. °">b ^bech m'4.Mai. Aus Athen wird gemeldet. b^^n ^ ^^^ mit vierzehn anderen Officieren Ä^^t ^z.or, was officiell mit der Nothwendigkeit ^ 5)betb?^tne ^^^ .^ Thessalien zu verstärken. ^ ^^y„N "uf Kreta übernimmt Oberst Stailos. ^in, °nnta„ >^ Erregung bekundet sich noch immer. lzHn. H gnff der Pöbel die Residenz des Krön-^?uchen Z"°'. an, bemächtigte sich der Waffen der ^ die ^^"' zerstörte die Einrichtung und ver-'^Ey^.-Papiere. h<„>' lnel^V! n 0 pel, 4. Mai. Das Journal ^ Ze„. ^!"kt m einem Telegramm aus Larissa vom ^ Mts/ Division Hairi besetzte auf dem Marsche I ^. ^l^H Pharsalus die Ortschaften Kartest, ^ ^vcli. Dautli, Tschetaschi und Kaputsi. Ein hellenisches Kriegsschiff sank bei der Mündung des Golfes von Arta. Infolge dessen sind die griechischen Kanonenboote im Golfe eingesperrt. Gestern sind 450 Griechen von hier abgereist.' Co nstanti novel, 4. Mai. Ghazi Osman Pascha wurde zurückberufen, hat aber dringlich ersucht, bleiben zu dürfen. Die Nachricht, dass die griechischen Truppen Epirus bereits geräumt haben, ist verfrüht. Die Orte Kambos und Pestiana sind noch im Besitze der Griechen. Dieselben haben ferner eine Batterie in Imaret stehen und halten das Blockhaus Rogis sowie einige andere Positionen im Xerovuni-Gebirge besetzt. Berlin, 4. Mai. Dem «Localanzeiger» wird aus Athen gemeldet, der König werde demnächst «then verlassen und sich auf sein Gut Tatol begeben. Für später werde eine Reise des Königs an die Höfe Europas zum Zwecke persönlicher Vermittelung für Griechenland erwartet. Wien, 4. Mai. (Orig.-Tel.) Mittags stattete Se. Majestät der Kaiser den beiden Königinnen von Holland im Hotel «Bristol» einen längeren Besuch ab. Die beiden Königinnen statteten nachmittags Sr.l.u.l. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Rainer einen Besuch ab. Wien, 4. Mai. (Orig.«Tel.) Vormittags fand die Eröffnung des dritten internationalen landwirtschaftlichen Maschinenmarktes in Anwesenheit des Ackerbauministers und des Statthalters statt. Regeusburg, 4. Mai. (Orig.-Tel.) Giner Meldung des «Regensburger Morgenblattes» aus Luxemburg zufolge ist der dortige deutsche Ministerresident Prinz Franz Thurn und Taxis heute gestorben. Stettin, 4 Mai (Orig.-Tel.) Kaiser Wilhelm ist vormittags zum Stapellaufe des Lloyddampfers «Kaiser Wilhelm der Große» hier eingetroffen. Vrcdow bei Stettin, 4. Mai. (Orig.-Tel.) Der Stapellauf des Lloyddampfers «Kaiser Wilhelm der Große» ist heute mittags in Anwesenheit des Kaisers Wilhelm in glänzender Weise erfolgt. Der Dampfer ist das größte und schnellste Schiff der Welt. wird auf der Nrwyorlrr Linie verkehren und besitzt auch Einrichtungen, um als Hilfskreuzer der Marine zu dienen. Barcelona, 4. Mai. (Orig.-Tel.) Die wegen des am Frohnleichnamstage begangenen Attentats ver» urlheilten fünf Anarchisten wurden heute früh in Montjouy erschossen. London, 4. Mai. (Orig.Tel.) Nach einer Depesche aus Aberdeen ist der Dampfer «Collynie» aus Aberdeen heute nachts bei dem Leuchtthurme auf dem Cap Girdle«Ness infolge eines Zufammenftoßes mit dem Dampfer «Gicinnoe» aus Wick untergegangen. Nur der Capitän wurde gerettet, elf Personen sind ertrunken. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 2. Mai. Ritter v. Höffern zu Saalfeld, k. l. Vezirts< richter, Tschernembl. — Mi'lller, l. l. Gerichtsadjimct, Oberlaibach. — Nurqer, Industrieller, Hrastuissn- — Zimmer, Neubauer, Bum, Lcule, Me., Wien. — Schreiber, Sax, Fabrilsbeamtc, Lundenlmrg. — Dejal, Private, Krainburg. — Walter, Private, f. Frau- Mcnzl, Kfm., Graz. — Ropft, Secretär, Rudolfswert. — Dellal, Private, Gi>rz. — Walter, t. t. Beamter, f. Frau, Stein. — Zasser, Besitzer, Wippach, — Rizzoli, k. t. Bezirks» richter. Mottling. — Mayer, Kfm., Fiume. — Rrisz, Kfm., Budapest. — Hiinissmanu, Kfm., Gottschee. — Cofler, Delmoro, Nfltc., Trieft. — Hendrich jun., Tischlermeister, Villach. Hotel Elefant. Am 2. Mai. Häglcr, Doctorsyattin; Vartal, t. l. Ober-Ingen. ; Mandl, Katscher, Reiner, Sieber, Kfltc.; SclM, Eigen« thümer und Chcfredacteur, Wien. — Ritter v. Purfchka, l. t. Schiffbau-Oberingcn.; Iaklic, k. u. l. Militär»Pfarrer-. Koch, Bertetist, Udine, Valmarin, Me.; A. Enej, Fleischhauer, Trieft. — Gaudini, l. l. Vezirksrichter, Landstras;. — Zuitioni, Kurschmied- Louis, Ksm,, Gorz. — Nruuncrt, Kfm., Berlin. — Lengauer, l. u. l. Rittmeister, Marburg. — Bruschina, Ingen, uud Verwalter der Villa Villutma. — Penic, Priester, Vrdovac. — MM), Fabriksbeschcr, s. Familie; Mally. Peharz, «eumarltl. — Leutner, Kfm., Lienz. — Mosser, Kfm,, Delach. — Westmann. Haimer, Ornstein, Kflte., Agram. — Pollat, Ledcrfabrilant, s. Sohn, Ferlach. — Frenz, Kfm.; Rieder, Taar, Fleischhaner, Hcrmagor. — Baronin Manfroni - Mansort nnd Baronesse Manfroni; Mayer. Tllchfabrilant, Graz. — Polly, Rossi. Me., Monfalwne. — Dionisic, Iumec, Me., Tollmezzo. — Errath, Englon, Kflte., Pontafel. — Weizen, Ksm., Fiume. Hotel Vloyd. Vom 1. bis 3. Mai. Zavrtnit, Redacteur, Wien. — Kavöiö, Reisender, Linz. — Sorn, Private, Villach. — Petrovciö, Kfl»., Treffen. — Wolf, Kfm., Pola. — Ramor, Holzagent; Slivar, Besitzer; Sauel, Spediteur, Trieft. — Smole, Besitzer, Krain-bnrg. — Rumprecht, Besitzer, Gurlfeld. — Schoßig, Reisender, Warnsdorf. — Neumann. Kfm., Fiume. — Penca, Kfm., Nassenfuß. — Petelin. l. k. Professor, Rudolföwert. — Knmplez, Küchin, Graz. — Snflaj, f. l. Bezirlsricl ter und Landesgerichts« rath. Großlaschitz. — Zurc, Besitzer; Vehovec, Privatier, Seifen» berg. — Petschauer, Fleischhauer; Witline, Besitzer, Tschermoschnitz. — Sorbej, Fleischhauer, Reisnitz. — Gdbl, Fleischhauer, Wildon. Verstorbene. Am 1. Mai. Katharina Gregorec, Arbeiters'Gattin, 56 I., Austraße 11, knoumouia. A m 2. Ma i. Josef Wastel, Porzellanhändler, 48 I., Resselstraße, Hpoplexi» cereliri. Im Civilfpitale. Am 27. April. Mathias Sralar, Arbeiter, b? I,, Oeäemil pulm. Am 1. Mai. Franz Kauiiö, Arbeiter, 23 I., ludsr-oo1o8i3 pulln. — Iafob Juri, Arbeiter, b? I., ^xsuä. plsur. äextr». Vieteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. ^^____^, " 3_____________ . ^Ü7N7 ?31 8 19 4 O. mäßig" ' heiles ^- 9 . Ab. 732-6 14 4 NW. schwach ! bewölkt________ 5. l ? U. Mg. I 733-1,11-6 , SO. mäßig ^thellw. heiterj 2-1 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 1», um 0 6' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Ianuschowslh «itter von Nissel,rad. Vielseitige Anwendung. Es gibt wohl lein Haus« mittel vielseitigerer Verwendbarkeit als «Molls Franzbrant» wein und Salz» der ebensowohl als schmerzstillende Ein» reibung bei Gliederreißen, als seiner muslel- und nervenstär-lenden Wirkung wegen, als Zusatz zu Bädern lc. mit Erfolg gebraucht wird. Eine Flafche 90 kr. Täglicher Versandt gegen Nachnahme durch Apotheker A.Moll, l. und t. Hoflieferant, Wien, Tuchlaubcn 9. In beu Depots der Provinz verlange man ausdrücklich Mslls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. (77) 8—3 Steiermärlische LandesCuranftalt Nad NeuhauS bei EiUi. Der Besuch dieses landschaftlich reizend und llimatifch ungemein günstig gelegenen Curortes hatte im vorigen Jahre an Quantität und Qualität trotz der schlechten Witterungs-Verhältnisse erheblich zugenommen. Für diese Saison wurde eine Reihe hygienischer und dem Comfort dienender Neuherstellungen und Verbesserungen geschaffen und die Curmittel der Anstalt u. a. durch eine Abtheilung für Kaltwasserbehandlung und Dampsproceduren vermehrt. Die Cur» Restauration wurde au eineu Restaurateur vom besten Rufe, Herrn George Haager aus Ifchl, vergeben. (1694a) Vollscredit (I/juä8ka xosoMilion.) registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung in Laibach, Gradi^e As.-Nr. 1. «eschäftsverkehr in den ersten vier Monaten 169? per sl. 72».788'51, darunter Spareinlagen, eingelegt.......st. 225.157 58, rückbezahlte Darlehen.......» 27.655 31, behobene Epareinlagen....... 53.401 82, gegebene Darlehen........» 180.277 62. Vpareinlagen werden mit 4V,°/<> verzinst und von jedermann angenommen, Darlehen werden nur an Mitglieder abgegeben, denselben auch Conto für laufende Rechnung eröffnet und die Einlagen täglich verzinst. Der Vorstand zählt 12 Mitglieder. Am 13. April 189? wurden in denselben gewählt die Herren: Dr. Ivan Sustersiö, Advocat und Reichsraths-abgeordneter (Vorsitzender); Joses Siska, fürstbisch. Secretär (Vorsitz.. Stellv.): Dr. Iaulo Brejc, Ndvocaturs.Concipient; Franz Virl, Domvicar; Dr. A. Karlin; Carl Kauschegg, Kaufmann; Johann Kregar, Gürtlermeister; Wilhelm Schweitzer, Advocaturs-Concipient; Dr. Alex. Usenicnil, Professor, alle in Laibach; Anton Velec, Kaufmann und Hans-bcsitzer in St. Veit ob Laibach; Mathias Kolar, Pfarrer in Mariafeld bei Laibach, und Gregor Slibar, Pfarrer in Nudnil bei Laibach. Zum Amtsdirector wurde Herr Max Versec cruaunt. Der Uufsichtsraih zählt fünf Mitglieder, die Herren: Alsons Leviönik, fürstbisch. Secretär, Präsident; Rol Mercun, Subdirector; Alois Stroj, Katechet; Io-hann Dogau, Tischlermeister;Dr. Josef Debevec, Präfect, alle in Laibach. Die Bilauz des Institutes befindet sich im Inseraten« theile, auf welche wir hiemit verweisen. (1970) HI or gen, Donnerstag, den 6. Wai ßarten-Sröffnung - /litI'far-Concert „Hotel Lloyd". rfnfang halb 8 Uhr abends. £ntree fret. ^ch^s«w«»^wl, ^_____________________9l0_____________ 5, Mi M7, Lattermanns-Allee. i ----------¦—---------------_ j Trabers! | weltberühmtes, anatomischen i Museum und Panoptikum. | Ueber 1OOO Kunst- und naturwissenschaftliche j Präparate, darunter 50 lebensgrosse Figuren. ' Geöffnet täglioh von 9 Uhr früh bis ! 10 Uhr abends. Freitag« nur für Damen, j Entree 20 kr. Militär und Kinder 10 kr* j Kataloge j (1901) in slovenischer und deutscher Sprache. 7-4 i Lattermanns-Allee. Neu ! Nur kurze Zelt. U*u. Zum erstenmale hier! Dampf-, Berg- und Thal-Bahn. ZEÜlelctziscla. "Voele-o-clitet. Täglioh von 4 Uhr naohmittags geöffnet. Sehr unterhaltend für Groß und Klein. Um zahlreichen Besuch bittet ergebenst (1902) 7—4 cLer Besitzer. Heu l Neu I Herrn Apotheker Piccoli Der Gefertigte erlaubt sich Euer Wohlge^" mitzutlieilen, dass die eingesandte Magent' (Tinctura Rhei compo iita G. Piccoli) mit gulem ^ folge l>ei Magen- und Gedärmkatarrh sowie endet krankungen der Leber- und Gallengänge angew wurde. ,. - Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Graz am 2. Februar 1897. Provincial F. Emanuel Leitner, (1122) 8 Oberarzt. .^ CouM an der Wiener Börse vom 4. Mai 1897. «<;« bm. ^Men b »l, l»S0ei z°/<> „ aanze «XI l. l«'i>b lt3 ?b l»60«r b°/<> ,. FUnfttl ll>« l. lb« — lL7>- lS«4« Vtllllt»l»se . . l<« l. l»o—iVl- bto. „ . . «l fl. l»u - l»i - »»/, Do»,«Vfdbr. k l»U fi. . . l» U) lb« 50 »°/„ 0tst, »oldrente, steuerf«< l»« l.^ l» 75 »°/, dto. Rente w lrionenn>zhl., steuerftei für»00lfi!MenNom. l«4v10l S0 bto, bto. per Nltlmo . . ,«,«» »0! SO ««st»»»»«. «t««t»fch»»»«r. fchreib»»»«. «lisobetbbahn ln «.steuerfrei .. t«i ?u Kranz'Joseph «Nahn in Silber ,j ldlv. StXs.l00ft.«°m.L'///» l»7 N«dl>lf«b»hn 4>/o l. Kronen». steuers.(dlv. Vt. , für «o»Kr. «om......... »9»o lu«»c» »orarlberabahn 4'/» i, »ronenw, fteuerf,, 40« u. »000 »r. f. »OU Kr, Nom......S9 Ü0 100 b0 ntftti»P./.°/» von »00 fi. «, w. pr. Etücl . »5S bo »58 — «to^Linz.Nudwci« »0U fl. «. W, b/, «»z»'«) »«»'75 ««Ilz.»arl.Ludw..».»a »l. 4°/» »» «'/.». Tt. - - . «e-80 «?'«<> «llilllbethbllhn, 4:« 4«, bto bt«. per Ultimo .... l»» »o i» 40 bto. Rente in ltronmvähr., 4«/„ steuerfrei für»OU»llM«,Nllm, 99 70 98 90 4"/« bto, bto. per Ulrlm« . . »s ?:, i>» 5^ bti,.St,E.Nl,GoldlN0ft..4l/,°', l»»3b l«8-?t> bto, bt«. Silber »00 fl., 4>/,< 101 «o 10« »0 bt». Vt»«t»°0bl<,. (Un«, 0Nb.) ,. 1.187Y, b°/,..... 1»0 5c»1»150 dt«.4l/,''/,VchHnlltgal.«bl.'0bl. 100 l» 101 «» bto. Prüm,-Anl. l» 100 fl. ö. W. 15» ?t> lt»4 7b bt«. dt«. K bN fi. «. ». 15» bl) t54 t>0 Theiß Ne,..2o0 dt«. .««leihe 187» . . 108 l>0 10» 50 «nlehe« der Et«dt Kö«, . . ii»«o — — Nnltyen b. Etabtgemeinoe Wien 103 »0 10t 90 Nnleoen b, Otabtaemelnbc W!en (Oll»« ober Gold)... i»?>6b I»8 50 Prü»ien-«nl. b. EtMgm. Wl«n lS5 50 1SÜ 5V N«rseb0 bto. dto. »°/^Il.««. l,?»b1i«— «.«Ofierr, «ande« Hyp.««lnft, 4°/„ 998U 100 80 c>«st.p.St. _.— ..-», Vübbllhn ll»/« «> F«c». 500 p. St. l7z.?u l?g?o bto. 5'/« k »00 st. p. 100 st. ln _ 1,«^ Ung'goliz. «ahn..... 10?5l» 108 50 4«/„ Untel^rainer Vahn,»» . . 99 ^ z — (per Stück). Vubapest «afllica (Do«»an) . «80 ? 80 «rebillole 100 N. ..... 19? 50 198'ü» «lary«iz°le 40 st. CPi. . . . 5» — — — 4°/„Doi,a»'D2Mpfsch.«X>fl,lM. 148'— 152 — Ofener L°>e 40 fi....... «3 50 64 50 Plllssy-«ost 40 st. «Vt. . . 5U is, «U z-5 Rotheli lrreuz.Oeft.Otf.»., IN fl. 19 75 »0 75 Nöthe,, »treuz, Una.«»>!.»,, 5 fl. 10 75 11 »b Rudolph-Äose 10 fl..... LS'— »7- Ealm-ii^« 40 fl. «Vl. . . . »9 7t» 70 »5 Ht.-Oenoiz-Lost 40 fi. HM. . 73 5« 74 - «»ibfteiN'Lole »0 N. «M. . . 60 — S3 - ««winstsch. d. 3>/„ Pr..«ächulbv. b. «obtncreditanftalt.I.E!«. . 15 50 16- bto, bto. N. V«. 1889. . . »»'— »7-^ L»ib»ch« üole...... «'»5 L8-25 »«lb ««» (pe? Et2i). «n«l0 Ot«.«a,ll »00 st. Y0°/<, «. 1l»t— 154 l.0 «anlvereln. «lener, 100 st. . »5l i>5 »ii ?t» Vober..«nft,,Oeft ,L00fl.S.4<^ 4b!) - 4»1 — «rbl.'Nnft. f. Hanb. u. «, »«« fl. -.— —--> bto. dto. pe« Ultimo Etptb?. 858 «<, 3S01U «rcbltbanl, «Ug. ,m«, W0N. . »87 2!> 38» z>5 Depofitenbanl «!!«,. ^00 fl. . z»8 —»»5-- «««Npt«°««I., «brösi., 500 ft. 745'—?t»O- Vlro.u. «asseuv., Witl,tr,»lwil. 2«».. 270— HVft«thtlb..O,ft.,»0« !1.U5<>/, «. 81'— »«'- öanderbanl, Oeft., 3«« st. , . »82 t>0 833 — vefterr.^ul'gar, Nanl. «W ft. . 850 — 9l»4 — Unionbanl »0»> ft...... »8« 50 88? !<0 Uerlehrlbanl. AU«., 140 ft . i?i ^. <73 - ^lt!«!,!< Vbl!>:i, stordvllhn 150 fi, . . »6!>'bO LUS 50 Vuschtittirad«.: «tis, 500 ft, TM. 1«0« 1Sl8 bto. dt°, l«t. U> l!(X» ft, . 5b1'l»N 5U2-— Donau» Darlpfschisfahrl«»Grs., llcfierr., 50i> st. «W, . , .479 — 482^ Du:'VodcnbllcherO,-V,!«'N ft,V. »<'s»'> Sb 5« Nerdlnand^iordb, üwo si.CM. »l.^0 »580 Ltmb,° lzeniow. Il>s2'«5 »!»2 85 Südbahn «00 st. K...... 77 l>0 ?»'50 Eatmorod. Verb.'V. LU« fl. IM. 2l4'«5 !l<4 l>« . Tr««na>)'Vts./»sl.,l70fl.».W, 410 — 41» — Kto. ««.1»«?.»^!! , , —'— — — ----------------------------------'---------^^"" TrIbi,!:n,»'»lct «K" (per Gwck). ^g ,l^ «augs,., «lll«. «ft., Il» ft- -' / „,. ««,"<««!,".' und V- g,,^ e>^ l» Wien 100 st. . . ' >' ,»l.- Azi, ,7 X5 « 1. ««tanVtstNl«.. Otft..°lp"" «7,^«'!.. Pr^r <5l«,m.",Pllvt?rf.«-»''?' ,z?- >'?„ ^,lllrr «ob>l,«5i.' ^ «>(, M. Vmlge'ellschqst l»0 st.-" - z,z.bb3>° «iener!,« r«« «iegel'»lct!en<«"' »'«is.«. ,^F^ Nmftcrbam..... ' ßS'sl» ^, <- Deutlchs V!ä!), . ...» ' «jS^'^il Uondm....... ' 4?«^ '' Vari».......' '^" s«. Peltisbul« . . - ,«lut,n. .^7 /Z! T>»ca!>'!! ...,.»' 9'^» l«il> ü0.sf:cms^Vtllcls . , - ' ' zs'«''' jK^ Dixtjcht Ne!ct!«lic«»luottn > ' »5^^ ,.5?» 3tali«llscht Vnlllnoten . - ' ,,«,,'.