1653
Amtsblatt Mr Laibacher Seitnng Nr. 225.
Donnerstag den l. October 1868.
Erkenntnis?.
DaS k. l. Landctl' alö Prcßgericht iil Prag Hal nut ^m Elt^nltinssc vom N>. August 1868 dic Bcschla^-»ahmc dcr?ir, 33 dcr priiodischell Druckschrift „llnixo->>>li<^,> !.>>>>-', Iahrgal'.ii V wcgcn dcv uuf i»i>!:. 134 vorlommcudcii bildlichen Darstt'Uung in 5 Abthcilnugcli Mit dcr Ncb.schi^f! »l'üv :> ><>k !<>.' lo k,»!!ci" — daiui ber bciden auf i'ü^. 131 cnlhaltellcn Gilder mit dcr Uclicr» schrift ,.ll>!l>!>-i^l' !< 6<^k!< >»n /< !'!-<> <>!<'.«^ eidlich dcr Licder in dcr Nudril "ln-sinl'.lv", iN'cischiicdcn:
1. »IV^ilov^äi lu»!v lvlx> nulj j<> k!l,j ct<."
2. „l.l
i)l»vl!>i>Ii . . . . "
3. «^">»<' : V^icknl l>r »line doliiü l'lüji."
4. ,)I^«vl, «xiluiöni l'lc."
'" dcr Richtung dcS ini t< <'.5> lil. ;> u. I» St. G. und 3lr-llkcl II, dcö Gcs^cö vom 17, December 1802 ^'r. 8 N. ^. V. bc^cichnclcn Vsr^chcns dcr Störung dcr üsscnt-l'chcn Nl,hc und dctt im tz 300 St. G. bl^cichüelen Bcr< 8chcni< gcgrn die öffentliche Ruhe und Ordnung bcstä l>ht l!nd dai« Verbot dcr wcitcicn Bcrbrcitung derselben «»ögcsprochcn,
^(351—2)
Kuudmachuug.
Das f. k. Fiuauzmiuisteriuiu beabsichtiget, auf Grund des Gesetzes vom 20. Juni 1868, die nrcn'alen Eisenwerke zu Kleuiboden und Primör M Tirol im Offertwcge zu verkaufen, und ist zn diesem Zwecke ein Bietungstermin auf den
20. October 1868
Atittags 12 Uhr anberaumt, bis zu welchem Tage die k. k. Bergwerks-Prodlicten-Verschlei^-Direction w Wien Offerte übernimmt.
Das Hammerwerk Kleinboden «mfaftt:
l. Die Frischhiittc (Grubhammer); zu dieser gehören :
a) Der Grobhammcr uiit 2 Hartzerren' und 2 Frischfeucrn, 1 Grobhaiumergefchlägc;
!») ein Schlackcnpochwerk, 1 Zeugschmiedc mit 2 Fcucru und 3 .^ammerschläa.en, 1 Zimuler Hütte, 1 Ladeuhütte, 2 ^ohlb^rren, 1 Ge-trcidefastcn, 1 Spritzmagazin;
c) 9 Wohn nnd Wirthschaftvgcbäude, darunter das Istöckige Amtshaus;
ll) Wasscrbauteu, als: 2 Wehren, 2 Rinnwcrke,
1 Uferarche.
ll- Die Haselbacher Kohlstä'tte init 2 Kohlscharren, '2 Wächter-, 3 Proschenhüttcn, 1 ätohl. meistcnvohmmg saluiut Kochso'lde, 1 Holz landuugscanal von 1i)2 Klafter Länge und
2 Archen.
^1. Grundstücke in der Ausdehnung von 7 Joch 554lIMt., woruutcr 2 Joch 800 lUM. nnt Erleu bestockt.
Das (Eisenwerk Primör nnlfapt:
l- 2 Grubmfeldmassen ü. 12.544 l^Klft. ^- An Grundstücken i)1 Joch 283 ^Klafter, darunter 76 Joch 1028 llMt. Waldung. ^' Au Gebäuden:
''") 1 Schmelzhüttc mit 1 Hochofui, 1 Cylindcr-tlebläfe, 1 Erz- und Kohlaufzug uud so.lstigen Apparaten; ) 1 Frischhüttc mit 3 Feuern, 2 Hämmern, 2
Wassertrommelgebläseu;
'') ^ Hcligschmiedc, 1 Schlack^npoch-Hammcr, 2 ^rzröstöfeu, 6 Kohleu- uud auderc Niagaziue
^ ^ Amtshaus, 1 Arbcitcrwohuung; ^ 1 Niuuwerk, 1 Wasserwehre, 1 Steinarche.
spats ^^^'Spatheiscnstein, brechen mit Schwerein .^wlMigem Vleiglan', nud Antim^n-Erzcn ^iebo ^""^ Hochofen wird silberhaltiges Blei als bnna k^"" sscwonncn. Die dctaillirte Vcfchrci ^n s' ? Besitzstandes, fowie die 5taufbedinglM-schleiß ^ ^"' k- k. Bergwcrks-ProductcN'Vcr-'Mrection in Wien oder bei der k. k. Berg-
und Salinendirectiou Hall in Tirol zu beziehe» und sind die Vorstände der zum Verkanf bestimmten Werke angewiesen, den Kauflustigen die Besichtigung des Werkes zu gestatten uud dcuselben die gewüufchten Ausküufte zu enheileu.
Zur Theilnahme an dcr Bcwerbuug um diese Nealitäteu wird jedermauu zugelassen, welcher sich rechtsgiltig verpflichten kann.
Wer für einen Dritten einen Anbot macht, hat ciuc rcchtsförmlichc, für diefeu ^'lct ausgestellte uud lcgalisirte Bollluacht beizubringen, widrigenfalls derselbe, wenn er Ersteher bleibt, als Käufer im eigcuen Namen betrachtet werden wird.
Die Offerte, welche mit dem gehörigen Stempel versehen uud versiegelt fein müsseu, haben Folgendes zu enthalten:
li) Die Bezeichnung des Werkes, für welches dcr Anbot gemacht wird, was auch auf dem äußeren Umschlage unter Angabe der beiliegende Ba-dinmssumme mit den Worten: Offert für.... anzusetzen ist;
d) dcr Aor- nnd Zuname, dann der Charakter und Wohnort des Offerenten mit dcr Erklärung, daß derselbe eigenberechtigt ist;
(,') den mit Buchstaben nnd Ziffern für jedes Werk abgesondert, oder wenn nur eiucs derselben erstanden werden will, nur den für dieses in einer bestimmteu Summe ausgedrückten Anbot, daher Anbote, die blos auf Perccnte oder auf einen Betrag über das erzielte Vestbot lauten, nicht berücksichtigt werden;
ä) die Erklärung, daß der Offercnt die bezüglichen ^crkaufsbedingungeu eingesehen habe uud daß diese von ihn: unterfertigten Bedingnisse für ihn rcchtsvcrbindlich sein sollen;
0) wenn mehrere gemeinschaftlich ein Offert überreichen, so muß diefcs die Erkläruug ihrer Solidarhaftung enthalten;
<') endlich muß jedes Offert mit einem 10perc. Badium des Audotcs entweder in Barem oder in Staatsschuldverschreibu^.gen nach dem Tagescourse, bei Staatslosen aber nicht über den Nominalwerth oder mit der Quittung über den Erlag dieses Va-dimus bei einer ärarischen Casse versehen sein.
Das Offert ist für den Offerenten, welcher sich des Nücktrittsbefugnisses uud der im tz 862 des a. b. G. B. zur Annahme des Versprechens gesetzten Termine begibt, sogleich bei dessen Ucbcr-rcichuug rechtsverbindlich, das k. k. Finanzministerium behält sich vor, die Augcmcsseuhcit dcr Anbote zn beurtheilen und uach sciuer Wahl eines der Offerte anzunehmen.
Die Annahme oder Ablchnuug dcr Offerte wird längstens binnen 30 Tagen, vom 20. Oc tobcr l. I. an gerechnet, den Offercntcn bekannt gegeben werden.
Die Badien dcr Offerentcn, deren Anbote angenommcu werde», habcu als Caution zur Erfüllung ihrer Verbiudlichkciteu zu dienen, die Va-dien der übrigen Bewerber werden denselben zugleich mit der Bekan»tgabe der erfolgten Ablch-uuu^ zurückgestellt werde».
Wien, am 20. September 1868. Vom k. k. Finanzministerium.
"(357-1) Nr. 6001.
Kundmachung.
Seine k. k. apostolische Majestät geruhteu mit Allerhöchster Erschließung vom 19. August 1868 Allerhöchst zu geuehmigeu, daß das Etatut für die k. k. Mariue Äcademie dahiu abgeäudert werde, daß vom Schuljahre 1869/70 augcfangen der Bewerber um die Aufuahme in die gedachte Anstalt das 13. Lebensjahr erreicht haben muß, das I5tc nicht überschritten haben darf, und daß er die vollständige Umerreulschnle oder das Untergymna-sium mit gutem Erfolge absolvirt haben muß.
Dies wird auf Grund der Mittheilung des k. k. General-Commando's in Graz vom 27. An-gust 1868, Nr. 4668 Abth. l, hiemit zur öf feutlicheu Kenntniß gebracht.
Laibach, am 10. September 1868.
K. k. Landesregierung für Krain.
Sigmund ^ourad (5'dler v. Vybeöfeld m. s»,
l. k. 5'cmdeSpräsidmt.
(358—1) Nr. 382.
Kundmachung.
Die nächste Prüfung ans der Staatsrcch nuugswisseuschaft wird am 26. October 1868 abgehaltcu werden.
Diejenigen, welche sich dieser Prüfung unterziehen wollen, haben ihre nach § 4, 5 und 8 des Gesetzes vom 17. November 185)2 (Reichsgesetzblatt Nr. 1 vom Jahre 1853) verfaßten,'voll< ständig instruirten Gesuche
bis längstens 23. October 1868 an den unterzeichneten Präses einzusenden und darin insbesondere dommeutirt nachzuweisen, ob sie die Vorlesungen über die Verrechnungskunde frequen^ tirt oder, wenn sie dieser Gelegenheit entbehrt haben, durch welche Hilfsmittel sie sich als Autodidakten die erforderlichen Kenntnisse angeeignet haben.
Nicht gehörig belegte Gesuche werden abschlä gig verbcschicden werden.
Graz, am 28. September 1868. Präses derPrüfungs-Commiss'. on aus der Staatsrechnungs - Wissenschaft für Steiermark, Kärnten und Krain.
Josef Oal. Lichtnegel,
t. !. Statthaltcrei-Ralh.
(359—1) Nr. 7964.
Kundmachung.
Von dem k. k. Landcsgerichte in Laibach wird kund gemacht:
Es sei mit Urtheil vom 2. Juli 1868, Z. 6256, bestätigt vom hohen k. k. Oberlandes gerichle in Graz am 9. September 1868, Zahl 10963, die weitere Verbreitung des Blattes Nr. 25 vom 6. Inni 1868 der' in Laibach er scheinenden Zeitschrift „Triglav" wegen des darin enthaltenen Artikels „Unsere Deutsch-Liberalen," verboten worden.
Laibach, am 26. September 1868.
(361) Nr77^ 80.'
Kuudmachuug.
Dienstag, am 6. dieses Monates, Vormittag um 9 Uhr, werden die städtischen Morastwicseu ober Lippe, duigÄ^K«? ävill genannt, parthienweise auf 6 nacheinander folgende Jahre verpachtet.
Pachtlustigc wollen- um d'? bestimmte Stunde auf deu Wiesen erscheinen.
Stadtmagistrat Laibach, am 1. October 1868. (360—1) ' Nr. ?'7627
Kundmachung
Am 19.October dieses Jahres, Vormittag nm 10 Uhr, wird im Rathssaale des Magistrates die EinHebung der Pflcstermanth, des Wochcustandgeldes, des Bierznschlagcs in dcr Stadt Laibach und der Schlachtgebühr von dem in der städtischen Schlachtbank geschlachteten Nindviche für die Zeit vom 1. Iä'uner 1869 bis letzten De^ ccmbcr 1870 im öffentlichen Licitationswege an den Mcistbietcndn verpachtet.
Pachtlustige werden zn dieser Licitation mi^ dem Bemerken eingeladen, daß sie vor der Licitation von demAnsrnfsprcife pr. 28600 st.— 10 pCt. als Vadmm zn erlegen haben werden, nnd daß die diesfälligcn Licitationsbedingnisse in deu gewöhnlichen Amtsstuuden hieramts eingesehen werden könncu. Sadtmagistrat Laibach, am 26. September 1868.