EINZELPREIS: woch«ntt|rs 10 Rpt Samstag-Sonntag 15 Kpt SnanutotT äntung Amtliches Organ des Verlag und Schriftleltung; Marburg a. d. Ürau, Badgassc Nr. 6, Fernrut; 25-67, 25-68, 25-C9. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) ist die Schriftleitung nur aut Hcrnrul Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Heimatbundes lirschetnt wöchentllcn sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der üonn- u. Feiertage). Bezugsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl. Zustell-pebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen m der Verwaltung. Ttr. 226 ORar6uro a. ö. S>rau, 2)onn'r4tag. ii. 6ei7lem6er 1941 81. .Sat^roang Uber1200Britenllugzeage seit 22.|iin!v9rloren Non-stop-Offensive kläglich gescheitert — Überlegenheit der deutschen Luftwaffe erwiesen kcr und Feldstellungen gesichert. In hartem Kampf setzten .die deutschen Soldaten die sowjetischen Bunker aiiRcr Gefecht und brachen den bolscheAvlstl-schen Widerstand. Nach der Beendlgunj? der Kämpfe war die Straßenverbinduni; fest in deutscher Hand. Schiffsfriedhof um England Berlin, 10. September. Die Briten haben seit Beginn des Kampfes im Osten ständig von ihrer zur Entlastung der Sowjets durchKelUhrten Non-stop-OffensIve am Kanal und gegen das Reich gesprochen. Ihre Angrilfe wurden von Anfang an durch die deutsche Luftwaffe, Jiiger und Flak, durch Seestreitkräfte und MarlneartlUerio mit so schweren Verlusten für die Briten zurückgeschlagen, datt ihre Non-stop-Offensive zur Noneens-Offenslve wurde. Verloren sie doch seit dem 22. Juni bis 9. September mehr als I3(N) Flugzeuge. Die Briten sehen ihre Non-stop-Olfensive selb««t als klüglich gescheitert Hti. denn seit einer Reihe von Tagen haben sie Ihre Angriffe am Kanal und auf die besetzten Gebiete nicht mehr aufgenommen. Sie haben sich wieder in das Dunkel der Nacht zurückgezogen und greifen die deutsche Zivilhevölkening an. Ahor auch fiel diesen NachtelnllUgen In das Reich werden sie von der deutschen Abwehr schwer getroffen, wie sie selbst zugeben müssen, nachdem sie beim letzten Angriff auf Berlin 21 I-lugzeuge verloren haben. Die deiitsche Luftwaffe dagegen hat! fn erfolgreichem weiteren Vordringen iiire erfolgrelclie Angriffstaktik bei Tage, nahmen die deutschen Truppen gestern und bei Nacht ständig fortgesetzt. Sic j Im Nordabschiiltt der Ostfront eine wichhat bei sehr geringen eigenen Verlusten | tlge StraUenkreuzung. Angesichts ' der die Hafen- und sonstfgen mtlltHrischon | Bedeutung dieser Strailcnverbindüng Anlagen In Schottland und an der britl-1 leisteten die Sowjets an dieser Stelle sehen Küste Immer wieder wirkungsvoll | einen erbitterten und zähen Widerstand, bombardiert. Sie hat die Seefahrt um die Die Kreuzung war außerdem durch Bun-brltische Insel weiterhin täglich mit Versenkungen vieler wertvoller h>achter und Beschädigungen vieler Handelsschiffe zu einer Fahrt auf den Schlffsfriedhol um die Insel gemacht. Sie ist auch in Ihrer Wirkungskraft über und um Britannien nicht durch ihren Kampf an der Ostfront beeinträchtigt. Die deutsche Luftwaffe hat an der Ostfront stets mitentscheidend In den Frd-kampf eingegriffen, die Nachschubwege der Sowjets dauernd zerstört. Schiffe In groUer Zahl Im Finnischen Meerbusen, im Ladoga-See, im Schwarzen Meer vei-senkt, Moskau und Petersburg wiederholt schwer bombardiert und die Sowjetluftwaffe In der Luit und am Boden vernichtet, wo sie sie traf. Nicht anders hat die deutsche Luftwaffe in Tobruk und am Suezkanal, in Alexandria und über Malta ihre Wirkungskraft für den Crdltampf wie bei der Zerstörung von Anlagen und Schüfen Tag für Tag unter Beweis gestellt. Die letzten Wochen haben wieder cin-wandfref die Überlegenheit der deutschen Luitwaffe über die britischen und sowjetischen I "ftstreitkräf^e erwiesen. Wellorw Vormarsch sOdllch des llmen*Sm Trotz Minensperren und Panzerwagen c r 1 i n , 10. Sepie nij>cr. L'nter schwlerlKen Verhältnissen und trotz stellenweise starken Widerstandes der Sowjets drangen die deutschen Truppen gestern Im Räume südlich des llmon-Sees erfolgreich welter vor. Die Sowjets versuchten wiederholt, »Ich hinter schnell angelegten Minensperren festzusetzen. Die deutschen Pioniere und Infanteristen überwanden und beseitigten jedoch diese Sperren In kürzester Zeit, sodaU das Vordringen der deutschen Truppen fortgesetzt werden konnte. Beim Vorstoß auf eine größere Ortschaft stießen die deutsclien Truppen auf stärkere Sowjetverbände, denen zur Abwehr des deutschen Vordringens Pan-yerkraftwagen ziigeteiit waren. Um den Besitz der Ortschaft entwickelte sich ein hefti?er KampL Ohne eigene Verloste wurden im Verlaufe dieses Oefechts IR sowjetische Panzerkamplwagcu, darunter mehrere S2-Tonnen-Panzer, vernichtet. ttitb «£btna Jaipans Eintritt in die inDiJernc Welt, dor in der zweiten HMIfte des vorigen Jahrhunderts erfolgte, vollzog sich sozusagen schlagartig: heute noch völlig ab-^?eschIo;vse.i vom europäischen Wesen und westlichen Ideen und nusschücßlich nach uralten jaipanisch-chinesischen Vorbildern lebend, trat das fornöstliche Insel-reich heinahe über Nacht aus dieser jnhr-liiiiiJertealten Zurückhaltung und Ab-schließung heraus. A\it beisp elioser l'tiergie j^ing es daran, sich iinizustcllen. Die neue Zeit, das lioraufdämmcrndc zwanzigste Jalirlvuivdert mit seiner Technik und dem sich immer stärker ausbreitenden, weltumspannenden Verkehr, klopfte iicbieter sch an die Tore der asiatischen Welt. Einzig i.i Japan war man klu^? genug, sich dieser ForJcrunj^ nicht entziehen zu wollen, mit dem Erfolg, daß Japan in Kürze stark genug war, sich erfolgreich in das Spiel der damali;j;cn W'eltpolitik einschalten zu können. Und England, das zeitweise schon geglaubt hatte, in Japan nach Belieben schalten und walten zu können, mußte gute Miene zum b()sen Spiel machen. Davon profitierte Japan abermals, denn die Folge war u. a. die Schaffung einer modernen japanischen Flotte, an ileren Aufstellung und Aus- Im Osten stetige llngriffserfolge Wirkungsvolle Angrlffttätigkelt deutscher Kampfflugcouge in Ägypten Fülirerhauptqnartid, 10. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten stetige Angrlftserfolge. In Nürdafrika griffen deutsche Kampf-flugz^';-e in der Nacht zum 9. Septem. t>er den Flugplatz Abu Suelr am Suez-Kanal an. In Hallen und .Betriebsstofflagern entstanden heftige Brände. Im gro-fieii Bitter-See erhielt ein Frachter einen Bombentreffer. Im Oolf von Suez wurde ein weiteres Handelsschiff schwer beschädigt. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen Hafenanlagen in Tobruk sowie gegen britische Flug. Plätze und Bahnanlagen in Nord-Ägypten. In der vergangenen Nacht griff ein stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge den Flugplatz Istnailia an. Kampfhandlungen des Feindes über dem Relchagcbiet fanden weder liei Tage fioch bei Nacht statt. Harfnichiger Widerstand der Bolschewislen gebrochen 2700 Gefangeue im Südabschnitt Berlin. 10. September. Im südlichen Teil der Ostfront habon die deutschen Truppen In den gestrigen Kämpfen weiterhin gute Erfolge erzielt. In einem Abschnitt wurden uach der Brechung des hartnäckigen sowjetischen Widerstandes 700 Gefangene gemacht und zehn sowjetisclie Panzer-Kampfwagen vernichtet. An anderer Stelle eingesetzte deutsche Einheiten nahmen lOflO Sowjetsoldaten gefangen und vernichleten oder erbeuteten vierzehn Geschütze und vier Lastkraftwagen. In einem weiteren Angriff dieser Front wurden ebenfalls 1000 Gefangene eingebracht und vierzehn Sowjetpanzerkampfwagen erfient#»* Neue Schiffsverlttste der Sowjets Vollbesetzte Transpottdampfer versenkt Berlin, 10. September, in den Kämpfen der letzten Tage haben die Bolschewisten durch deutsches Infanterie- oder .Artilleriefeuer auf dem Unterlauf des Dnjepr zahlreiche Kanonenboote, Monitore, Schleppdampfer und andere Schiffe verloren. Am 9. September wurde wiederum auf dem unteren Dnjepr ostwärts Cherson ein sowjetischer Transporldanipfer, der vollbesetzt mit Soldaten war, durch d~s gutllegende deutsche Feuer versenkt. Von den Sowjetsüldaten und der Schiffsbesatzung konnte sich nur ein kleiner Teil retten. Die meisten Bolschewisten sind im Dnjepr ertrunken. Unterha'b Kiew wurde ein sowjetischer Monitor, der einen Angriffsversuch auf die deutschen Stelhingen unternahm, ebenfalls vernichtet. Deutsche Kampfflug/eu-ge griffen gestern SchiffRziele in einem Hafen auf der Halbinsel Krim an. Dabei wurde ein Truppentransporter der Sowjets von 1000 brt versenkt. Hin weiterer Trans-portdanipfer von 1500 brt sowie ein Un-'lersecboot-Begleitscbiff wurden schwer beschädigt. bildu'ng s.ich England, um wenigstens einen gewissen Einfluß zu behalten, stärkstens beteiligte. Ganz anders sah es auf der anderen Seite des japanischen Meeres, im uralten Reich der Mitte aus. Hier glaubte man die neue Zeit ohne Scliudcn für China ignorieren zu können. Dabei hatte man aber vergessen, daß sel^bst die älteste Kultur der Welt vor modernen Kanonen niiclit bestehen kann. Und es kam, wie es kommen mußte. Nach und nach wurde China immer stärker angeknabbert, immer neue Forderungen Englands und — wena aucli in geringerem Maße — Frankreichs unterhöhlten die an sich in den einizelncn [Provinzen schon nicht allzu große Macht der kaiserlichen Regierung, bis schließlich das alte China, gleichzeitig von außen, besonders von England, und von innen angegriffen, zusammenbrach. Denn weite Kre'se Chinas hatten erkannt, daß der vom Pekinger Hof eingeschlagene Weg einer schwankenden und unentschiedenen Politik gegenüber den täglich wachsenden Forderungen und Drohungen Englands zwangsläufig früher oder später ins Verderben führen mußte. Und deshalb ging ihr Bestreben dahin, diese erstarrte und verständnislose Regierung durch eine ans ihren Reihen gebildete neue und aktive, mit nlfKiernein Geist erfüllte und tathereite Regierung zu ersetzen. Die auf diescni Zusnmmrnbruch des kaiserlichen Chinas folgenden Jahrzehnte waren von st.'ind'gen Unruhen erfüllt, und das Reich der .\^itte erschien dem Außenstehende,! wie ein brodelnder He.xen-kessel. r)ie Geburtswehen di'S nn, durch die die Weltherrschaft angestrebt werden sollte, das Ziel. Für diesen Zweck mußte die Sowjetunion militärisch gefestigt werden. Hierauf waren die vielen Fünf-jahrespläne abgestellt. Heutzutage dürfte es dem Bolschewismus unmöglich sein, jemanden Irrezuführen. Seine Früchte liegen vor aller Augen. Die Bevölkerung der Sowjetunion lebt trotz der Naturreich tümer des Landes in elenderen Verhältnissen als die irgendeines anderen Staates. Als Ausfuhrware hat der Bolschewismus gleich einem ätzenden Gift gewirkt, überall Störungen und Verwirrung hervorgerufen. Die Arbeiterschaft hat er in vielen Ländern in untereinander kämpfende Gruppen zersplittert und auf diese Weise ihren Einfluß geschwächt. Wegen seiner riesenhaften militärischen Aufrüstung und mit seinem imperialistischen Exipansionsfanatisnms ist der Bolschewisnms schließlich zu einer wirklichen Gefahr für den Weltfrieden und für die Existen'Z der Völker geworden. Der zur Zeit geführte Krieg hat erwiesen, wie riesige Rüstungen dieser »Vorkämpfer des Briedens« sich angelegt hatte. Die Zukunft der Menschheit verlangt es unbedingt, daß ein derartiges verderbenbringendes System vernichtet wird. Wenn es nicht gelingt, wird die bolschewistische Lehre die europäische Kultur vernichten.« Einnahme Sclilfisselbnrgs ein Svmbol Danic der entschlossenen UnterstUtiung Deutschlands — Das finnische Volle Ist stolz auf seine Soldaten genialen Führers des neuen Deutschlands die Befreiunig Kareliens noch lange auf ilire Verwirklichung hätte warten müssen. Die finnischen Soldaten sind stolz darauf, daß sie sich, so schreibt die Zeitung, ihrerseits auch 'des Vertrauens der deutschen Waffenbrüder für den Kreuzzug Europas gegen den Bolschewismus wür-d'g gezeigt haiben. Gute Treffer der ifentschen Luftwaffe an der finniscfien l'ront Berlin, 10. September. An der finnischen Front waren gestern stärke Teile der deutschen Luftwaffe gegen Feldbefestigungen und Artilleriestellungen eingesetzt. Die Beobachter der deutschen Kampfflugzeuge konnten in den befohlenen Zielen gutliegende Treffer mit außerordentlich starker Wirkung feststellen. Die Sowjets haben durch diese An-' griffe schweren Schaden an Menschen ' und Material erlitten. H el s i n k i, 10. September. Das finnische Volk empfindet tiefste Befriedigung darüber, daß finnische Sol-date.n durch historische Tat in einen Bereich vorgedrungen sind, die zum unbestreitbaren Wohngebiet des finnischen Stammes gehört, wo man finnisch spricht und die finnische Soldaten als Befreier begrüßt. Die Einnahme von Schllisselburg durch deutsche Truppen sieht die finnische Zeitung »Ajan Suunta« als ein Symbol für FinnlaniJ an. Denm dort sei der Zwangsfriede geschlossen worden, der das finnische Kardien zum ersten Maie vom übrigen Finnland abtrennte. Dies geschah im Jahre 1323, wo Schweden und Nowgorod Frieden schloßen. Daß gerade unsere deutschen Waffenbrüder, so heißt es weiter, den Ort einnahmen, ist gleichfalls ein Sinnbild dafür, daß ohne ihren Einsatz, ohne die un.beuigsamc Fntschlo'^s' nVi^i' und das unbetdingte PnichtgclUhl des Rüstungsindustrie und der Eisen, und Stahlerzeugung ist in die Hände des Feindes gefallen.« — Das hat für England natürlich peinliche Folgeerscheinungen: »Wir müssen uns auf dem Gebiet der Munitionsversorgung auf ernsthafte Opfer gefaßt machen, um den sowjetischen Be_ darf zufriedenstellen zu können. Wir müssen bereit sein, beträchtlich geringere Sofortlieferungen (aus USA) zu erhalten, als wir angenommen hatten.« Churchill ging dann ein auf die »begrenzenden Faktoren« der Hilfe an die Bolschewisten, d. h. die Schwierigkeiten, die sich der ausreichenden und rechtzeitigen Belieferung der Sowjets entgegenstellen, und legte in diesem Zusammenhang ein uneingeschränktes Eingeständnis ab, daß nicht »deutsche Machenschaften« den Grund zu dem britisch-sowjetischen Überfall auf Iran bildeten, sondern »die unangefochtene Kontrolle der Verbindungswege von Basra zum Kaspischen Meer«. Von dort aus nämlich könnten die amerikanischen Zufuhren in die Sowjetunion gebracht werden. Es bleibt abzuwarten, wie weit das möglich ist: denn schon jetzt macht Churchill Bedenken geltend und spricht von »gewissen Grenzen«. Churchill ging diesmal auch auf sein Zusammentreffen mit Roosevelt in jener geheimnisumwobenen Bucht des Atlantik ein, wo nach dem gemeinsamen Choral »Streiter Christi« die bereits genügsam gekennzeichnete Reklame-Verlautbarung der alleinseligmachenden Demokratie verkündet wurde. Wie bekannt, haben sich die Einwohner verschiedener britischer Kolonien erkühnt, diese verheißungsvolle Botschaft auf sich zu beziehen. So richteten z. B. die Vertreter des von den Engländern seit Jahrhunderten ausgebeuteten und geknechteten indischen Volkes an den mitbeteiligten Roosevelt die Anfrage, ob auch sie die in Aussicht gestellte Freiheit und Selbständigkeit erhalten sollten. Churchill beugt nun vor. Er stellt fest, daß die Atlantik Erklärung mit dem Frei-heits- und Selbständigkeitsstreben der Glieder des Empire gar nichts zu tun hat! Sic ist »ein Ereignis von vollständig anderer Art«. »Es würde in diesem Augenblick für uns unklug sein«, so meint er^ Diskussionen darüber anzustellen, wie wir mit den mannigfachen Problemen, die uns nach dem Kriege gestellt werden, fertig werden.« Das gilt für Indien, Burma und andere Gebiete des britischen Empire. Bei der Atlantik-Begegnung hatte man nur das »Na?i-Joch« im Auge, und »dies ist ein Problem, das nichts zu tun hat mit der fortschrittlichen Politik der Gewährung von Einrichtungen der Selbstverwaltung an die der britischen Krone untertänigen Völker.« Was das bedeutet, darüber werden sich die Inder und Burmesen, die Buren und Araber und andere kleinere Untertanen der britischen Krone keiner Illusion hingeben. Sie haben ihre Erfahrungen mit der »fortschrittlichen Politik« Englands und wissen britische Versprechungen und Verlautbarungen nach der Art des Atlantik-Bluffs gebührend einzuschätzen — genau wie das deutsche Volk genug hat an den 14 Punkten Wilsons. ZwUf neue Rilterhrenitrioer Berlin, 10. September. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschj^ag des Oberbefehlshabers des Heeres. Qe-neralfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Sponheimer, Kommandeur einer Infanteriedivision, Generalmajor Harpe, Kommandeur einer Panzerdivision, Oberst Hertzsch. K^mandcur eines Infanterieregiments. Major Gnaden, Bataillonskommandeur in einem Oebirgs-jägerregiment, Oberleutnant Benack, Kompaniechef in einem Kradschützenba-taiilon. Oberfeldwebel PrsyWenk, Späli-truppführer in einer iPanzeraufklärungs-ahteilung. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritlerkreuz des Eisernen Kreuzes im Oeiieral der Infanterie von Stüjpnagel, Oberbefehlshaber einer Armee, Generalmajor Feldt, Konmiandeur einer Kaval-Icriedivision, Oberst Großmann, Kommandeur eines Infanterieregiments, Oberstleutnant Hemmann. Kommandeur eines Infanterieregiments. HaMptmann Rohwcder. Kommandeur einer Panzer-jiigerabteihmg, und Oberfeldwebel Herzer. Zugführer in einem Schü'leprei!:!-uicut. Wie Petersburg eingescMossen wurde Phasen der Einschliessung aus der Luft beobachtet — SchlUstelburg das letzte Glied in der eisernen Kette um die Drei-Mitlionen-Stadt PK ..0. September. Die Einschließung Petersburj^s ist volL ständig! Das ist die Meldung, die uns an der Front gerade so begeistert, wie sie von der Heimat stolz aufgenommen wurde. Unsere Freude an der erfolgreichen Kinschließung ist doppelt groß, weil wir als Flieger die Fortschritte der Einschnürung aus der Luft täglich und stündlich beobachten konnten. Wie' die Einschliessung der Drei-Millionen-Stadt an der Newa — aus der Luft gesehen_vor sich ging, darüber soll dieser Bericht im einzelnen Aufschluß geben. Seit ein paar Tagen liegt unsere Fernaufklärerstaffel auf einem vorgeschobenen Feldflugplatz, dicht hinter den vordersten deutschen Linien. Die Nähe des Gegners kennzeichnen die Abschüsse und Einschläge der Granaten und Geschosse der schweren und leichten hifanteriewaffen und der Artillerie. Das Dröhnen und Wum. mern der Front ebbt Tag und Nacht nicht ab: nachdem die Truppen im ganzen Gebiet bis kurz vor die Feldstellungen und Befestigungen der Sowjets'um Petersburg vorgedrungen sind, rollen nun auch in unserem Abschnitt, auf der letzten Straße zur Stadt die F'anzcr, sprechen die Geschütze eine eindeutige Sprachc. Um Unterlagen für die Führung des Kampfes utn Petersburg zu schaffen, flie. Ken wir Fernaufklärung um den I.adoga-Sce. Seit dem Beginn der sich anbahnenden Einschließung waren unsere Maschinen täglich, ja stündlich in der Luft, um die Maßnahmen des Feindes zu erkunden, den eiligen Bau seiner neuen Feldstellungen oder den An- und Abtransport von sowjetischen Truppen festzustellen. Nördlich des Peipus-Sees, über die l.inie Nar. wa—Kingisepp hinaus stiessen unsere Truppen vor, gleichzeitig mit den aus südlicher Richtung von Plekau—Luga und von Nowgorod—Tschudowo vordringenden Verbänden. Auf jedem Flug, der uns über das eigentliche Kampfgebiet hinaus ins feindliche Hinterland führte, konnten wir das schnelle Vorrücken unserer Truppen beobachten. Auf c|en wenigen Straßen, die durch das seen-und sumpfreiche Gebiet nach Petersburg führen, rollten unsere Panzer, auf den Fersen gefolgt von den Nachschubkolonnen. Sie jagten den Feind Vor sich her, der sich zäh und verbissen in jedem Waldstück, in jedem Geländestreifen zum Widerstand festzuklammern versucht, aber in harten Kämpfen immer wieder geschlagen und da, wo er nicht fliehen konnte, restlos vernichtet wurde. Auf unseren Flüffen bcReKnen wir Stukas, KanipffluKzcuKc und Zerstörer, die dem Feind die schlimmsten Verluste zufügen, ehe er sich am Boden zum Widerstand stellen kann. Sämtliche Ver-kehrsvveKc von und nach Petersburg zu zerstören und zu unterbrechen, war vom ersten Tage der hcKinnenden Schlacht die Aufgabe der Luftwaffe. Und wir konnten die Wirkung und Gründlichkeit der Bombenangriffe mit Luftbildgerät und durch Augenerkundung immer erneut feststellen. Nach der Zerstörung der letzten Eisenbahnstrecken und Str.ilkn, auf denen eine Zufuhr oder ein Ahlransport möglich war, blieb den Sowjets nur d'c Möglichkeit einer Flucht auf dem Wasserweg übrig. Mit dem Vormarsch cor firinischen Truppen nach Südosten m Richtung auf den Swir hin sclnvand auch dieser Weg, und wir beobachteten auf f»T^seren Aufklärungsflügen, daß den Sow-jels als letzter Ausweg der Lad^gu- ur Schlüsselburg aus nach Osten geblieben wajr, da der gesamte Südteil • J"®^^Kä-Sees für Schiffe unbefahrbar I Au^ diese Möglichkeit des Aii-und Abtrans^portes wurde ihnen genom-"'^11 erkannt war. Und ^v^eder fliegen wir Aufklärung über dem Gebiet um den Ladoga-Se?. in urswalirschemlichem Tempo sind unsere Truppen trotz größter Oeiändeschwierig-keiten vorgestoßen. Harte Kiim.ife sind an allen Teilen des Abschnittes im! (lünge, unter uns brennende Üör^e*- in den Sumpfwiesen qualmende, ausbrennende und festgefalirene Panzer, Einschläge und Rxplosionswolken schwerer Granaten. Zäh und verbissen leistet der Feind, das schwierige Gelände mit seinen Tarnun"smöglichkciten ausnii .,..,jd, letzten Widerstand. Wir überfliegen den Balmliofknoten-punkt M.. wo die Murmaii-Bahn von der Strecke nach Osten abzweigt. Deiilsche Truppen unter uns! In schnellem Zugriff haben sich die TruDpen dieses wichtigen Verkehrsknotenpunktes bemächtigt, sind Von Kriegsberichter Hans Herbert Hirsch in raschem Vordringen gleich weiter jiacli Norden durchgebrochen und halten damit eine entscheidende Schlüsselste.iung in ihrer Hand. Im Dunst vor uns tauoiit bereits die noch Im feindlichen Be'sitz befindliche Südspitze des Ladoga-Sets auf. Dort liegt schon Schlüsselburg. Fla'k schient nach uns. Aus Dutzenden von Geschützen eröffnet die sowjetische Bodenabwelir ein höllisches Feuerwerk. Die Stadt ist mit Flak gespickt, aus .illen Rohren schießen die Sowjets, aber wir fliegen unbeirrt weiter, auf den See i»in-aus. Jetzt gilt es noch, eventuelle Tr-ip-pentransporte auf dem See festzustell:n. Halt, da schwimmt eine kleine Flotte! In großem Rogen umfliegen wir die Traiis-portscliiffe und Kähne, und dann setzen wir unseren Funkspruch ab. Hie Stukas und Kampfflieger werden sich über unsere Meldung freuen. Das war wenige Tage vor tier endgültigen Einschließung der Stadt. Und noch eines stellten wir auf einem Flug fest: Hatten die Sowiets bisher gar nicht mit einem so schnellen Vordringen der deutschen Truppen gerechnet und hatten sie Iiis jetzt nur provisorische Befestigungsanlagen im freien Gelände vor den Toren der Sadt angelegt, so arbeiteten sie jetzt fieberhaft an gewaltigen Feldstellungen und f^anzergräben, die ein f^indringen in die Stadt vom Süden und Südosten her unmöglich machen sollen. Aber ein Aufhalten des Vorwärtsstürniens unserer Truppen wird ihnen ebensowenig gelingen, wie sie es bisher verhindern konnten, daß die Deutschen von allen Richtungen gleichzeitig auf die Stadt vorrückten. Wir fliegen über den deutschen Linien. Hier, wo uns gestern noch die Flak beschoß, wo sowjetische Jäger auftauchten und uns abschießen wollten, haben schnelle Truppen des Heeres, durch rollende Einsätze der Kampfflieger in vollendeter Zusammenarbeit unterstützt, die Newa an vielen Stellen gleichzeitig erreicht und haben die Stadt Schlüsselburg im Sturm genommen. Und damit ist das letzte Cjüed in der eisernen Kette um Pe-tersburqi geschlossen, der letzte .Meter Erde, über den die Sowjets hinein oder hinaus könnten, von deutschen Soldaten besetzt. Haifa und Famagosta liqmbanliert Brände und grosse Explosionen — Artillerietätigkeit bei Sollum und Tobruk Rom, 10. September. Dcr italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Haupttiuartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika Artillerietätigrkeit an den Fronten von Sollum und Tobnik, wodurch feindliche Kraftfahrzeuge vernichtet wurden. Unsere Bombenflugzeuge haben Bodenziele im Gebiet von Tobruk und Marsa Matruk wirksam mit Bomben belegt. Die Luftabwehr vom Bardia hat eine Bristol-Blenheim abgeschossen. In Ostafrika an den verschiedenen Abschnitten des Gebietes von Gondnr keine Ereignisse von Bedeutung. Englische Flugzeuge haben einen Ein-flug auf Reggio Calabria und Messina unternommen. Keine Opfer unter der Bevölkerung. • Unsere Flugzeuge haben Hafenanlagen von Famagosta (Cypem) und Petroleumanlagen von Haifa bombardiert. Es wurden Brände und große Explosionen beobachtet. Wirkungsvoller Loilangrilf auf Luit-und FloltenslQlzpunhfe Maltas Rom, 1(1. September. Wie der Luftfahrtkorrespondent der Stefani-Agentur berichtet, haben italienische Bombenflugzeuge im Laufe der Nacht zum Dienstag Luft- und Flottenstützpunkte auf der Insel Malta mit Bom. t>en belegt und hierbei die Hafenanlagen von La Valetta durch Abwurf großkalibriger Bomben schwer beschädigt. Im Verlaufe des Angriffs wurden femer die Lufthäfen von Micabba, Halfar und La Venecia sowie die neue Rollbahn Gudia angegriffen und wirkungsvoll mit Brand-und Sprengbomben belegt. Auf den Flughäfen und in der näheren Umgebung wurden fünf Großbrände, die auf dem Rückflug des italienischen Geschwaders noch auf eine Entfernung von fünfzig Kilometern sichtbar waren, fetsgestellt. England riilinil sich des Bombardements anl das Lazarett in Gondar Mailand, 10. September. Die Empörung über die Bombardierung des Lazaretts von Gondar ist noch durch das zynische Eingeständnis des Londoner Nachrichtendienstes gesteigert worden, dCf diese Luftangriffe auf wehrlose Verwundete und Krankenschwestern offen zugab. l*'s ist das erste Mal in der Kriegsgeschichte, so erklärt »Gazzetta deJ Po-polo«, daß ein Land den vorsätzlichen Angriff auf ein Lazarett eingesteht und sich damit noch rühmt, dort Schäden und Tote verursacht zu haben. Hier handelt es sich um ein vorsätzliches Verbrechen. Der Zynismus der Engländer, so bemerkt »Corriere della Sera« ist nicht mehr zu überbieten. Ihr^ moralische Verworfenheit und Zerstörungswut reiht sich würdig an die (ireueltateii der Bolschewisten an, die sich gleichfalls ihrer bestialischen Morde zu rühmen pflegen. Ronkorrenz mit den USA nicht erlaubl In besonderen Fällen erhält England die. Genehmigung Das bankerotte Albion tanzt nach Roosevelts Pfeife Ziu'ahrtwcge rein illusorisch sind, zeigen Inhalt und Ton dieses sogenannten Ab-kor.Mnens plastisch, wie das bankerotte Eng'and nach der Pfeife Riwscvelts tanzen muß. „Das USA-Voll( muss höher besteuert werden*; Finanzniinister .Hurgenthau bereitet auf die Folgen der Einmischungspolitik vor Boston. 10. September. In einer Rede in Boston mußte Fiuanz-ministcr Morgeiithau zugeben, daß die Vtreinigtcn Staaten durch die voii der Kriegslietzerclique betriebene Einnii-schungspolitik von wirtschaftlichen Sciiwierigkeiten bedroht sind, die M)t)r-tige Cicgenmaßnahmen notwendig much-tin. Er fordert die Arbeiter, Farmer und Geschäftsleute auf, ihr Verlangen nach liöheren Löhnen und Profiten im Interesse der Wohlfahrt der USA-Nation einzuschränken. Das USA-Volk müsse höher besteuert werden, weniger ausgaben, schneller sparen und zuneiimendc Regierungsverordnungen über sich ergehen lassen (!). Die Ankündigungen des Juden .Mor-genthau eröffnen für das USA-\'olk. das Newyork, 10. September. Wie machtlos England dem Wirt-scliaftsdiktat Washingtons unterwo'-fen ist, geht aus einer Meldung dsr »New York Times« hervor. Darin heißt es, daß die Vereinigten Staaten mit (jroßbritan-nien ein »Abkonunen« getroffen hätten, demzufolge Großbritannien sich bereit erklären nmßte, seine Ausfuhr zu ver-iiundern. Diese Regelung sei getroffen, um, wie es heißt, die Kfl-nkurrenz zwischen den Ausfuhrgesellschaften Englands und der USA auszuschalten. Washington soll jedoch, nach »New York Times«, einverstanden sein, daß Großbritannien etwa zwei Drittel des not'na-len Umfanges seiner Ausfuhr aufreclit er-lialte. damit es sich Dollar für das Material beschaffen könne, das in de:i ÜS^ nicht zu haben sei. So wird, wie es in der Meldung lieißi, * England die Genehmigung (!) erlialte.i, den Amerikanern in Venezuela Konkurrenz zu machen, damit es imstands sei, weiterhin Petroleum in Venezuela zu kaufen.« Abgesehen davon, daß solchc Wirtschaftsfestlegungen durch die brit'sche Mandelsschiffsraumnot und die seihst heiaufbescliworeue Abriegclung seiucr die Kosten der plutokratischen Kriegshetze tragen muß, allerdings wenig erfreuliche Aussichten. Vier jldische Filndirektoren als MatMbaber der Kriegshetze Washington, 10. September. Vor dem Senatsausschuß machte Sena tor Neye der USA-Filmindustrie sowie dem Rundfunk scharfe Vorwürfe darüber, dafi sie sich ganz in .den Dienst der Kriegshetze gestellt hätten. Vier oder fünf jüdische Filmdirektoren, so stellte Neye fest, hätten die Möglichkeit, eine Agitation ins Volk zu tragen, die, von persönlichen Neigungen beeinflußt, aus Haß und .Angst emporgewachsen sei. Man könne sich nicht wundern, sagte Neye, daß ein Teil des US.\-VolkPs durch die schaurig grausigen Filme, die man ihm zeige, aus dummer Angst ^-unter die Betten gejagt« werde. Der Reichsmarschall an das lagdgvschwader Liilzow Anerkennungsschreiben zum 1000. Abschuß im Osten Berlin. 10. Septeml^er. Dem Kommodore des JagdJ:csc!iWii-ders Lützow, das vor einigen Tagen seinen 1000. Abschuß im Osten meldcii konnte, hat der Reichsmarschall nac'.i-stehendes Anerkennungsschreiben i:uge-hcn lassen: »An Major Lützow, Kommodore c ncs Jagdgeschwaders. Anläßlich des lOiH'. Abschusses s^preche ich dem Geschwader meine besondere Anerkennung Uud meinen Dank, verbunden mit den besksi Wünschen für weitere große Erfolge, aus. G ü r i n g Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches urtd Überbefehlshaber der Luftwaffe.« jagdgeschwader unter Major Handrick schoss 500. Gegner ab Berlin, 10, September. Ein dieutsches Jagdgeschwader unter Führung seines Kommodore Major Handrick hat im Laufe des 7. September an der Ostfront den 500. Gegner im Luft-kanupf abgeschossen. Major Handrick ist 'der bekannte deutsche Olyniipiasieger von 1936 im modernen Fünfkamtpf. Insgesamt 21 Britenbomber verloren Der kost&pielise Nachtangriff dei britischen Luftwaffe auf die Wohnviertel BerUns Berlin. 10. Se-ptenTber. Wie je^zt bekannt wird, schoß diC deutsche Flak in der Nacht zum 8. September von den Berlin anfliegenden ori-tischen Bombenflugzeugen ein weiteres ab. sodaß sich die von deutscner S^^lte festgestellten britischen Verluste aüf insgesamt ?0 erhöhen. Mit dem über Scliwe-den verlorengegangenen britischen Bomber ko'stete der Angriff auf die Re-chs-haupistadt in der Nacht zum 8. Scnte;n-ber die Briten also insgesamt 2\ Bini-benflugzeuge, unter denen sich zahlreiche viermotorige befanden. Eine „ziemlich merkwürdige" Eeschichle Stockholm, 10. September. ^>Dagens Nyheter« schreibt zu der Tatsache, daß fünf englische Flieger aus einem abstürzenden Bombenflugzeug in Schonen mit dem Fallschirm gelandet sind, einen kleinen Leitartikel mit der Überschrift: »Die Geschichte von dem Engländer, der im Fallschirm niederging.« »Dagens Nyheter« findet die Tatsache, daß der eine dieser fünf englischen Flieger ganz ruhig einen Zug nach Malmö nahm, ziemlich merkwürdig. Die Sache habe eine ernste Seite. Die schwedische Zeitung kritisiert auch die Nachlässigkeit der Bevölkerrng, die nur die Polizei in Malmö benachrichtigt habe, anstatt den Engländer direkt festzunehmen. Wörtlich heißt es zum Schluß in dem Artikel; »V'ohcr hatte der englische Flieger im übrigen das Geld für seine Fahrkarte? Sind die englischen Flieger, wenn sie nach Deutschland fliegen, so gut versehen, daß sie sogar Taschengeld für die Nach-barlände-- bei sich führen?« Moskau erlindef die Einbringung von ..II 73" Kein deutsches U-Boot in der Barents-See von den Sowiets gestellt Berlin, 10. September. Die Sowiets behaupten, in der Ba-rents-See das deutsche Unterseeboot »U 13k aufgebracht zu haben. Diese Meldung trifft nicht zu. Weder »U ISk noch ein anderes deutsches Unterseeboot sind durch Sowjctstreitkräitc in der Barents-See aufgebracht wordea. WIRTSCHAFT Acht Jahre Reichsnährstandsgesetz Als am 13. September 1033 das Reichs, iiährstandsgesotz erlassen wurde, durch das die Voraussetzung für die nationalsozialistische Marktordnung gegeben war, da ahnte wohl niemand, daß mit diesem Oesetz eines der wirkungsvollsten Werkzeuge für die Erringung der Freiheit des deutschen Volkes geschaffen worden war. Die Produktenbörse, die bis dahin mit ihrem wechselvollen Spiel der Preise die landwirtschaftliche Erzeugung beherrscht hatte, war mit einem Schlage ihrer Macht beraubt. Der Bauer und l.iindwirt wußte durch die Festsetzung der Preise, was er für seine Erzeugnisse bekommt und konnte somit seine Wirtschaft auf einer sicheren Grundlage neu aufbauen. Er hatte jetzt die Gewißheit, daß bei guter l''rnte die Preise nicht ins Uferlose sinken und daß er durch BArsennianöver nicht mehr um den Lohn seiner Arbeit gebracht werden kann. Bald wurde es klar, daß in der Marktordnung jenes Instrument geschaffen war, daß den verheerenden Einfluß der aus dem Ausland zu niedri. gen Preisen hercinströmenden Nahrungsmittel ausschalten konnte. Jetzt erst konnte der heimischen Landwirtschaft ;iuch die große Aufgabe übertragen werden, die Ernährungsgruiullage des deutschen Volkes sicherzustellen. Der nationalsozialistische Staat entschloß sich ferner, wieder zur staatlichen Vorratsbil-(lung zu schreiten und konnte im Zusammenhang mit der in den Erzeugungs-schlachten erhrditen Produktion die Er-ncihrungsfreiheit des deutschen Volkes F^chnffen. I^amit hatte die deutsche Aus-senpoliiik jene Bewegungsfreiheit gewonnen, die es dem Führer ermöglichte, Na. lion und Reich einer neuen großen Zukunft entgegenzuführen. Die Welt hat gehöhnt, als Reichsnähr-standsgesetz und Marktordnung verkündet wurden; in diesen Hohn mischte sich aber bald schon die Angst, daß sich Deutschland doch aus dem Spinnennetz der von England und dem Judentum beherrschten Weltwirtschaft herauslösen könnte. Doch glaubte man damals noch nicht, daß Doiiischland jemals vollkommen blokadefest werden könnte. Die Plutokraten hofften selbst 1038 noch, daß ilas deutsche Volk durch Absperrung von den überseeischen Märkten in die Knie gezwungen könne. Das nationalsozialistische Deutschland aber hatte aus den Hungerjahren während und nach dem Weltkriege gelernt und alles unlernom-inen, um sich freizumachen, während die iWehrzahl der anderen europäischen Staaten in der Abhängigkeit von der überseeischen l.ebensmittelversorgung blieb. Jetzt aber versucht ganz Europa unter Führung und nach dem N'orbitd Deutschlands, die IJgenversorgung auszubauen. Angesichts der gegen ganz l:uropa gerichteten Blok-kadebedrohung werden Soforlmaßnah-nien in allen eur-opäischen Staaten zur Hebung der landwirtschaftlichen Erzeugung durchgeführt. Allmählich setzt sich ;;ber aucli die i'iberzeugung durch, daß es sich dabei nicht nur um Kriegsaufgaben mit beschränkter Wirkungsdauer handelt, sondern um Aufgaben, die sich aus der grundsätzlichen Abkehr von liberaiisti-schen Methoden ergeben haben und die nach dem Kriege in derselben Richtung weitergeführt werden. Das deutsche Landvolk, das durch die unermüdliche Erziehungsarbeit des Reichsministers und Reichsbauernführers R. Walter Darr6 ge land hatte, diesen grundsätzlichen Umbruch zu vollziehen, da es nur dem Wege zu folgen braucht, den Deutschland gebahnt hat. Wir dürfen ferner nie vergessen, daß Reichsnährstandsgesetz und Marktordnung Voraussetzung für da Gelingen der Erzeugungsschlacht waren, die dem deutschen Volk die Entschluß- und Handlungsfreiheit gaben. Wenn heute die Marktordnung, deren »doppeltes Gesicht« der Reichsbauern-führer wiederholt kennzeichnete, In erster Linie den Verbraucher schützt, so wird sie genau wie in den Jahren nach der Machtübernahme auch nach dem Kriege wieder dem Schutz des Erzeugers dienen und so schult ist, hat eine große Aufgabe gelöst, i das wertvollste Instrument der Gesund-Europa hat es viel leichter, als es Deutsch- i erhaltung der Landwirtschaft sein. Das deutsche Umsatzsteuerrecht in der Untersteiermarlc Von Steuerinspektor Hans Koblinf>er W«it9r« Steuerbefreiungen Sozialversicherung und Fürsorge Steuerfrei sind nach § 4 Ziffer 11 die Srzt-lichen und ähnlichen Hilfelcistnnpt'n, die Umsätze von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, soweit Entgelte dafür von den reichsgesetzli-chen Versicherungsträgern, den Krankenkassen der selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden und den Landes- und Be-zirksfürsorpeverbändcn zu zahlen sind. Dasselbe gilt für die entsprechenden Leistungen durch Heilanstalten und Krankenhäuser, soweit sie das Heilverfahren im Auftrag .der reichsgesetzlichen Vfrsicherunpsträger und der l.andes- und Bezirksfiirsorgeverbände durchführen. Nach dieser Vorschrift sind in Verbindung mit § 38 UStDB im Sozialvcrsicherungs- und Fürsorgewesen steuerfrei: 1. die Umsätze der reichscesctzlichen Versicherungsträger. der VersorßunRskassen und Landes- und Bezirksfürsorgeverhände untereinander und an die Versicherten, Versor-gunpsberechtißten oder Hilfsbedürftigen; 2. die Umsätze der von den Gebietskörperschaften betriebenen Kranken-, Heil-, Pflege-und ähnlichen Anstalten an die Landes- und Be/irksfürsorgeverbände: 3 die Umsätze an die r e i c h s g e s t z -liehen V e r s i c Ii e r u n k s t r ä g e r , soweit damit deren Verpflichtung aus einem Versicherunpsverhältnis oder eine auf Gesetz beruhende Verpflichtung gegenüber einen Versorgungsberechtigten erfüllt wird. Steuerpflichtig ist die Gewährung von Verpfleguay und Unterkunft. Ärzte und Apotheken sind mit ihren Leistungen insoweit steuerfrei (Kassenpraxis und Armenbehandlung), ebenso sämtliche Heilanstalten für die Durchführung von Heilverfahren im Rahmen der Sozialversicherung und Fürsorge (vgl. Ziffer 4); 4. die Umsätze an die Landes- und Bezirksfürsorgeverbände imd an die NS-Volkswohl-fahrt e. V. fNSV), soweit es sich um Leistungen der in Ziffer 3 genannten Art handelt. Naturalentlohnungen § 4 Ziffer 12 befreit die Beherbergung, die Beköstigung und die üblichen Naturalleistungen, die ein Unternehmer den Angestellten und Arbeitern seines Unternehmens als Vergütung für die Dienstleistung gewährt. Zu den Angestellten und Arbeitern gehören auch die im Unternehmen vollbeschäftigten und der V e r s i c h e r u n g s p fI i c h t unterstellten raniilienangehörigen, sofern sie das sechzehnte Lebensjahr überschritten haben. Steuerpflichtig ist jedoch der Verkauf von Gegenständen an Angestellte und Arbeiter, weil es sich hier um iLelstungen handelt, die Über den Umfang der übüchen Sachleistungen (z. B. Deputate) hinausgehen. Voraussetzung ist selbstverständlich auch, daß das Dienstverhältnis innerhalb des Unternehmens, nicht aber nur innerhalb des privaten Lebenskreises des Unternehmers besteht. Die Sachleistungen an Hausangestellte, auch wenn sie üblich sind, sind daher steuerpflichtig. Die üblichen Sachleistungen an über sechzehn Jahre alte Familienangehörige sind nur dann steuerfrei, wenn sie wirklichen Arbeitslohn aus einem ernstgemeinten Dienstverhältnis mit voller Beschäftigung darstellen und wenn die Snzialversicherungsbeiträge für den Angehörigen tatsächlich gezahlt werden. Von den , steuerpflichtigen Unternehmern wird häufig die irrige Meinung vertreten, daß der Wert der üblichen Naturalleistungen von den übrigen steuerpflichtigen Umsätzen absetzbar sei. Dazu ist folgendes zu sagen: Die fenannten Sachleistungen sind steuerbare 'msätze, die durch die besondere Vorschrift des § 4 Ziffer 12 erst steuerfrei werden. Sie sind grundsätzlich also in den Voranmeldungen und später in der Steuererklärimg zum (Gesamtbetrag der Entgelte zu nehmen und erst im folgenden als steuerfrei abzusetzen; anders ausgedrückt, sie sind nur insoweit absetzbar. als sie im Gesamtumsatz enthalten sind imd dürfen daher die übrigen Umsätze nicht schmälern. Wirtschaftsnotizen X Neue Reichskreditkassen. In den letzten Tagen sind in Czernowitz und Smolensk Reichskreditkasscn eröffnet worden. X Ausländische Facharbeiter auf dem richtigen Platz. Der Rcichsarbeitsminister hat die Arbeitsämter im Reich angewiesen, die Be-trieb.sführer anzuhalten, jede nicht nur vor-ühcrgthende Beschäftigung von ausländischen Facharbeitern mit Arbeiten, die ungelernte Arbeiter verrichten können, imverzüglich dem Arbeitsamt zu melden. Ausländische Facharbeiter müssen ihren Berufskenntnissen entsprechend eingesetzt werden. X Ausbau der deutschen Wirtschaftsorganisation in Kroatien. In den letzten Tagen ist nach der Errichtung des Hauptverbandes der deutschen bäuerlichen und gewerblichen Genossenschaften in Kroatien auch eine (iesell-schaft tür die Einfuhr landwirtschaftlicher Maschinen gegründet worden. Die neue Ge-_ sellschaft trägt den Firmennamen »Agrarim-port Schuhmacher & Co. KG. in Esseg«. Die ider brennende! !__sommer ___I hn.MAN VON DORA ELEONORE BEHREND (10. Fortsetzung) \2. ,Ich habe eigentlich schon Besseres gerochen und Hübschcrcs gesehen', dachte Will. I^r kam nach dem Morgenbad beim Malchnschen Orimdstück vorüber. Dort war die große ürubc, und der Malehn und seine Frau hatten einen Hol/trog voller lebenden Flundern zwischen sich. Eine n.'ich der anderen wurde herausgegriffen und ihr mit dem Stein der Kopf cinge-sclilagen. Weißhaarig und kaffeebraun verbrannt, nur mit Hemd und Hose bekleidet, standen die Malehnschen Jungen in der Grube und schichteten Wacholder und Reisig auf. Will Schönbuch blieb stehen. Er trug heute einen braun gestreiften Bademantel, über den Hüften mit der Kordel zu-sanimengebunden. Was passiert hier?« fragfe er. »Passieren?« sagte der Fischer Malehn, »was wird passieren? — Das is mal so. Einer muß den Flundern den Deetz einschlagen und denn übers Feuer.« »Alia«, sagte Will. »Also Räucherflundern, sehr gut, sogar morgens zum Kaffee. Komisch, daß man eigentlich keine Ahnung hat, wie so was wird. Aufstieg i vom Fisch zur Delikatesse. Es hatte et- ' ' was Herzhaftes, wie die Leute da arbeiteten, ihrem Geschäft nachgingen. Ganz ursprünglich, so mochten die Vorväter ihre Nahrung beschafft und zubereitet haben. Unlen in der (jrulie begann das Feuer zu knistern und schwellte auf. Der starke Wacholderduft stach m die Nase. Die Jungen legten Stangen, schwarzgeräucherte, quer darüber. Und dann stieg der Rauch in die Höhe, verdrängte die salzige Frische der Luft und den schleimigen Geruch der toten Fischleiber. Die schini. mernd weißen Leiber mit dunklem Rük-ken in Reih und Glied. Ihre glibberigen Mauler standen starr aufgeklemmt. Rauchschwaden stiegen dichter auf, uinhllllten sie, begannen sie zu bräunen, so daß die Leiber dunkler wurden und die Schwanzflossen trockneten. »Wirklich, sehr interessant«, sprach Will. »Nun weiß man doch, wo die Räucherflundern herkonunen.« »Nee.« Der Fischer Malehn stand, die Pfeife im Mundwinkel, auf Holzschuhen, breitbeinig neben den Stangen und schob mit langem Stock, an dem ein Haken saß, die knisternden Fischleiber hin und her, »nee, herkommen is nich, herkommen tut 'n Fisch von woanders.« »Natürlich«, meinte Will und lachte. »An sich kommt die Flunder aus der See, gerade so wie Steinbutt und Lachs. Soweit meine Kenntnis reicht, ist der Ostseelachs sogar 'ne Stange Goldes wert. Jedenfalls ist er mir lieber als die kleinen Buttchen, die man im Gasthaus bekommt, j Da hat man nichts als den ganzen Mund voller Gräten.« Der A^alehn stand da, als hörte er gar nicht hin, rückte die Flundern mit dem eisernen Haken und kaute am Pfeifenhals. Sein ücsicht sah selbst rauchgegerbt aus, ledern und braun. Es hatten das Leben in Wind und Wetter, im Wassernebel und der große Seegang es zu fester Bronzeform gestaltet. Bartlos wie er war, konnte man die Knappheit der dunkelge-spannten Haut über dem Knochen des Schädels sehen. Auch seine Hände waren dunkelbraun und von metallener Härte, sie trugen blau tätowierte Anker auf dem Rücken. Dann stand er, den Hakenstock wie einen Spieß aufgestemmt, und sah mit scharfen Augen regungslos dem Räucherprozeß zu, nahm plötzlich die Pfeife aus dem Mund und spuckte aus. »Was die Fische sind, das schwimmt nich alles so rum wie die Anieisen im Bau. Bei den Fischen ist Ordnung, Disziplin, grad wie beim Militär. Ich war beim Seebataillon. Da kenn' ich mich aus. Bei den Fischen is es auch so. Die Infanterie schießt auf 'in Exerzierplatz, und die Artillerie hat 'n anders Gelände. Was die Kavallerie is, die muß mit 'n Rekruten in die Reitbahn. Genau wie bei den Fischen. Ordnung muß sein. Über der Sandbank steht der Hering und hinter der Boje 8 die Flunder. Der Lachs ist bei Boje 11. Der Lachs ist die Kavallerie, die feine Truppe, Uniform aus Silber.« »Was du da wieder zusammenerzählst«, sagte d'e Malehn und setzte ihren langen Hn|.;»'nstock wie das Gewehr bei Fuß. Ihr braunhäutißcs Gesicht war hart und ' [ in Kroatien verbliebene V erkaufsorganisation der Neusatzer Jugo-Agrar Maschinenverkehrs-A. G. wurde von der neuen Gesellschaft übernommen. X Güterverkehr Reich — besetztes Frankreich. Bei der Einfuhr in das besetzte Frankreich muß eine Anzahl von üütern nach dem Wert verzollt werden. In diesen Fällen verlangen die Zollbehörden für Verzollungszwecke die Vorlage einer beglaubigten Rechnung. X Warensendungen nach dem Generalgouvernement. Für Warensendungen nach dem Generalgouvernement ist bei der zollamtlichen Abfertigung eine Devisenbescheinigung oder dieser gleichlautende Papiere vorzulegen. X Erleichterung der Wareneinfuhr in Kro« atien. Das kroatische Finanzministerium hat dem Ersuchen der kroatischen Handelskammer Folge geleistet und die Wareneintuhr in Kroatien insofern erleichtert, als Warensendungen, die keine Luxusware enthalten, ohne Einfuhrbewilligung verzollt werden können. Es ist nur notwendig, eine doppelte Ausfertigung Uber Herkunft und Wert der Sendung sowie eine Bestätigung über die Bezahlung der 5%igen Einfuhrgebühr vorzulegen. X Kroatische Krebse für Deutschland. Wie aus Agram berichtet wird, erhielt der Likaner Fischereiverein die Genehmigung für die Krebsausfuhr nach Deutschland. Die Ausfuhr hat bereits begonnen. X Preiskonsolidierung im dcutsch-ungari-sehen Außenhandel. Wie aus Berlin berichtet wird, ist im deutsch-ungarischen Außenhandel eine beiderseitige Prciskonsolidierung zustande gekommen, und zwar auf der Grundlage, daß Ungarn seinen Agrarüberschuß auf deutschen Märkten zu deutschen Inlandpreisen verwerten kann. Es ist dies ein neues bedeutendes Aktivum der europäischen Großraumwirtschaft. X Erster Banater Öl!abriks-A. 0. In OroB-Betschkerek. Die ölfabrik Belgrad A. 0. hat ihren Firmennamen in »Erste Banater ölfa-briks-A. G.« abgeändert und ihren Sitz nach Groß-Betschkerek verlegt. X Neue rumänische Elsenpreise. Das rumänische Unterstaatssekretariat für Versorgung hat die Preise für Ringeisen auf 27 Lei pro kg ab Fabrik festgesetzt. Dieser Preis schließt alle Gebühren außer den Stempelgebühren und der vierprozentigen Sonderatv gabe ein. Die Ilöchstpreise für Eisendraht betragen im Einzelhandel 46.83, für Eisennägel .^1.75 Lei. Die Eisenwerke dürfen höchsten» Rabatte gewähren, die 27 Prozent der Kleinhandelspreise ausmachen. Den Kleinhändlern wird ein Rabatt von mindestens 16.3 Prozent des Kleinhandelspreises zugesichert. X Internationale Pariser Messe 1941. Vergangenen Samstag wurde die internationale Pariser Messe 1041 eröffnet. Die Zahl der Aussteller aus dem In- und Auslände beziffert sich auf etwa 3000. ^ X Berliner Metallprelse. Berlin, 9. September. Metallnotierungen für je 100 kg: Elektro-Ivtkupfer (wirebas) prompt, cif. Hamburg, Öremen oder Rotterdam 74,— RM. Freiver-kehr: Banca Zinn 310,— RM, Straits Zinn ;^00,— RM, Hüttenrohzink 22,10 RM, Standard Blei 22,-— RM, Feinsilber (1 kg fein) 35,50— 38,50 RM. — Edelmetalle; Silber 1 kg 35,50—38,50; Platin, reines 1 gr 5,40; Abfälle 1 gr 3,20. X Züricher Devisenkurse. Am 9. d. wurde auf der Züricher Börse folgende Notierung verzeichnet: Paris 9,685^, London 17,26, Belgien 6f>,00 nom., Italien 22,63?^, Spanien 30.50, Holland 229 nom., Berlin 172,52«/«, Lissabon l7,72'/a, Stockholm I02,58>J, Oslo 08.50 nom., Kopenhagen 83,50 nom., Sofia 4,25, Prag 17,30, Budapest 85,00, Istanbul 3,37Vi:, Bukarest 2,25, Helsingfors 8,75, Buenos Aires 97, Japan 101. fein geschnitten, die seegrünen Augen standen zwischen dunklen Wimpern, und sie trug über dem glatten Scheitel ein weißes Kopftuch. Der Mund war schmal und herbe, verzog sich ein wenig verächtlich, »imtner reden, reden muß er. Der Herr Leutnant wird schon entschuldigen.« »Laß man«, sprach der Malehn und zog an seiner Pfeife, »laß man sein, das is bei unscrm Geschäft so. Da sieht einer juanchcs, und wer in den Norden rpuf-geht nach 'm Lachs, der nuif^ sehen, wie er macht, und wenn er nach Hause kotrimt, muß er erst recht sehn, denn außer den Untiefen und den Klippen is noch mehr, besonders, wenn die Nacht schwarz is und die Faule Marie einem zuplinkert. Wenn sie aber mal vergißt zu plinkern. und is auch schon gewesen, denn kann der Fischer sein Amen dahintersetzen. Nu sieh mal, Mutter, nach der letzten Stange, ob die nich wird gut sein.« Will Schönbuch sah nachdenklich vor sich hin. Wie war das nun, einfach und doch wieder gar nicht einfach, denn viel stand dahinter, und nicht nur Arbeit und Gefahr, sondern allerhand Doppeldeutiges. F.s kam ihm wiederum vor, als ob sein eigenes Leben sich recht farblos abspulte gegenüber den bunten Herzhaftig. keiten des Strandes. Dienst und Kameradschaft waren gut, vielleicht nicht gerade inhaltsreich. Dennoch lag es so, daß er heute die Tage als Verwalter in Kowahlen tnit Vera im Inspektorhaus als höchst bleiche, ja be-' langlose Erinnerung von sich schob. AUS STADT UND LAND Der Haiden blüht Iii diesen Spätsommertagen wandern wir über die mit fruchtschweren Obstbäumen und Reben bestandenen Hügelketten der Untersteierniarl«. Wie aus8:e-| spannte Tücher im lichten Rosa und zarten Weiß liegen um uns die blühenden' llaidenfelder. Ein feiner, honigsüßer Duft erfüllt die Luft und fernes, gleichmäßiges Summen dringt an unser Ohr: Tausende von Bienen fliegen von einer Blüte zur anderen, befruchten sie und sammeln fleißig den köstlichen Honig, es ist der, letzte, reich gedeckte Tisch in diesem | Jahr für sie. Wir wissen es, der Haiden ist eine eigenwillige Frucht, ein em'pfind-| lichcs Lieblingskind der Bauern der Un-, tersteiermark, denn er ist für sie eine Feinkost, der Haidensterz und auch die »hoadenen Knödel« sind bäuerliche Lieb-| linirsspeisen, die allerdings eine geschickte Köchin erfordeirn, sonst werden sie fest wie die Kanonenkugeln. Manchmal bringt der Haiden eine zweite Voll-crnte auf einem Feld, das schon Korn oder Weizen getragen hat. Wenn dann der Monat September seinem Ende entgegengeht, dann lacht der Bauer, wenn er auf dem Kornboden eine reiche Hai-denemte geborgen weiß. In diesen Tagen aber freut sich der Bienenhalter, denn die Haidenblüte verspricht ihm einen guten Honigertrag, den er für sein Haus oder als Winterfutter für die Bienen gut gebrauchen kann. Ist dann die Frucht gereift und der Haiden eingebracht. dann ist die Emtearbeit in diesem Jahre beendet, denn der Haiden ist eines der letzten Geschenke der deutschen Rrde an ihren Betreuer. Bezugscheine gestohlen In der Nacht zum 8. d. wurden aus der Küche der Bahnhofrestauration Marburg folgende Bezugscheine gestohlen: 1 FleisclibezuRschein XXI/6S9 für 15 kg Fleiscii auf den Namen Alois Maizen, 2 Brotbezugscheine Nr. XXI'823 und XXl''828 auf den Namen Matthias Stru-kel, 1 Bezugschein Nr. 20^360 für Weizenmehl auf den Namen Malzen, 1 Bezugschein Nr. 22/81 v") für Welzenmehl auf den Namen Matthias Strukel, 1 Bezugschein Nr. 6^929 für 50 kg Zucker auf den Namen Malzen, 1 Bezugschein Nr. VII/433 für 180 kg Zucker auf den Namen Strukel und 1 Eierbezugschein Nr. VII/437 für 360 Stück Der auf den Namen Strukel lautend. Vor der Entgegennahme dieser Bezugscheine wird gewarnt. Zweckdienliche A-ngabcn sind bei der Kriminalpolizei-steile Marburg, Tegetthoffstraße Nr. 34 (I. Stock) oder beim nJichstgelegenen (lendamicricposten bekanntzugeben. Verlang«! überall dla ..MARBURGER ZEITUNG" Eröffnung der Hnsikscholen in Untersteier Feierstunde In Marburg In Anwesenheit des Chefs der Zivilverwaltung In der Unterstelermark, Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreltb^ Samstag, den 13. September findet im Versammlungssaal des Steirischen Hei-matbundes (vormals QÖtz-Saal) im Rahmen einer musikalischen Feierstunde die Eröffnung der neugegründeten Musikschulen für Jugend und Volk in Marburg, Cilll, Pettau und Trifail durch den Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. U i b e r-reither statt. Es singen i;nd musizieren der Chor und das Orchester der Staatlichen Hochschule für Musikerziehung in Oraz unter der Leitung des Direktors Prof. Dr. Felix Oberborbeck. der, ganz abgesehen von seinem weit In deutsche Lande reichendem Ruf als hervorragender Dirigent und Musikerzieher, auch uns Untersteirern seit der herrlichen Wiedergabe des Händel'schen Oratoriums »Der Feldherr« durch ihn persönlich längst kein Fremder mehr Ist. Musikschüler und deren Eltern, sowie üherhau-pt alle Musikfreunde sind zu dieser Feierstunde, In deren Rahmen aircli der Gesamtleiter der steirischen Musikschulen für Jugend und Volk Dr. Ludwig K e 1 b e t z sprechen wird, herzlichst eingeladen. Der Eintritt ist frei. Hitler-Juqend zeltet in Gairach Am 30. August stieg zum ersten Mal in Gairnch die Fahne der Jugend am Mast empor. 40 Jungen waren am Vortage im Schloß eingetroffen, um einige Tage in fröhlicher Kameradschaft zu ver_ bringen und vor allem um auf ihre künftige Arbeit als Unterführer der Deutschen Jugend vorbereitet zu werden Neben def grundsätzlichen weltan. schaulichen S:hulung, die Bannführer Alfred Oberanner leitete, wurde auf straffe Ordnung und Disziplin im Lager besonders Wert gelegt. Aber auch dem Sport und Singen war viel Zeit gewidmet. Außerdem lernten die Jungen die Grundbegriffe der Gcländekunde kennen und In den Geländespielen hatten sie Gelegen, hell, Ihren Mut und ^hre Geschicklichkeit zu beweisen. F.s war erfreulich zu sehen, mit welcher Begeisterung und Ausdauer die Jungen daran waren, die Ihnen gestellten Aufgaben zu lösen. Ein fröhlicher Lagerzirkus, von den Jungen gestaltet, beschloß die vielseitige Arbeit und Aus, bildung d?8 Lagers. Der Krelsführer. der mit dem Landrat und einigen anderen Gästen zum Abschluß des Lagers gekommen war, sprach beim letzten Finggen, appell zu den Jungen. Er machte s'e auf ihre künftigen Pflichten und Aufgaben aufmerksam und forderte sie auf. immer und überall ihren ganzen Mann für Führer. Volk und Reich zu stellen. Damit war das Lager beendet. Ein Autobus brachte die langen, d'e aus Hrastnigg, Trifa»' und Sagor gekommen waren, in ihre Heimatorte zurück. Erfolgreiche Volkswohifahrts-arbelt Mütterberatuneen In den K'-clscn Mar-burg.Land und Cflll Zu den gemeinsam mit dem Gesundheitsamt abgehaltenen Mütterberatungen der letzten Woche wurden In Zelln'tz 65 in St. jakob 74 Kinder vorgeführt, d'e e'nen durchf:c.hnlttHch gesunden Zustand aufwiesen. Bei einer weiteren Mntterbe_ ratung in der jüngst fertiggestellten und rccht schön eingerichteten Hilfsstelle in Windischgraz konnte der Arzt 77 Kinder untersuchen. Als Erfolg der ersten, vor etwa Monatsfrist abgehaltenen Beratung dieser Ortsgruppe war nunmehr bei dieser zweiten festzustellen, daß die Kinder besser gepflegt und, was besonders w'ch_ tig Ist, nicht mehr wie ägyptische Mu_ mien eingefatscht sind, wie dies in dieser Gegend, sehr zum Schaden der Kinder, leider noch häufig Üblich war. Hauptsächlich müssen durch unzweckmäß'ge Er_ nährung und daraus folgendem Vitaminmangel verursachte Hautausschläge be, niflngelt werden. Zu der in der vergangenen Woche in Oberburg vom Amt Volkswohlfahrt mit dem Gesundheitsamt gemeinschaftlich ab-tiehaltenen Mütterberatung waren Frauen der Umgebung so zahlreich er. schienen, daß von den Fußgängern abgesehen, der fahrplanmäßige A'itobus der Reichspost bis zum letzten Platz von Müttern mit ihren Kindern besetzt war. Die Kinder waren fast alle gesund, kräftig und reinlich gehalten, so daß die Mütter ob des erhaltenen Lobes stolz und g'ück. lieh heimkehren konnten. Zu der Beratung In Meilenstein wurden mit allen möglichen Fahrrzelcgenheiten von K'nderwagen bis zum Gespann, über 200 Kinder angefahren, sodaß Arzt, Hilfsstellenleiterin, Volkspflegerin und Säug, lingsschwester einen recht »heißen« Tag hatten. Musikabend auf Schloss St«t*enbera Der Besuch einer Musikeinsatzgruppe der Hochschale für Musikerziehung In Oraz Schloß Stattenberg hatte unlängst einen nicht alltäglichen Besuch. Eine Einsatzgruppe der Hochschule für Musiker. Ziehung Graz besuchte den dortigen Bannlehrgang des Bannes Pettau. Im Nu herrschte zwischen Musikstudenten und Lehrgangsteilnehmern ein kameradschaftliches Einvernehmen. Die lun. gen des Lehrganges ließen sich vom Führer der Gruppe die verschiedenen Instrumente erklären. Abends fand man sich im Rittersaal zusammen, wo es die Mitglieder der Musikeinsatzgruppe verstanden, durch schöne dreistimmige Chöre und Volkslieder die Jungen des Lehrganges vollends zu begeistern. Der stimmungsvolle Abend schloß mit dem dreistimmigen Chorsatz »Oh, du stille Zeit«. Am nächsten Tage setzten die Gäste ihre Fahrt nach Pettau fort. In Pettau 1 Auch hier wurden die Musikstudenten mit großer Freude begrüßt. Der Leiter der Gruppe Fred Köhler war den Pettau-ern kein Unbekannter, sie hatten ihn noch von den »Offenen Singstunden« her in bester Erinnerung. I Nachmittag um 3 Uhr fand im Saal des I Deutschen Vereinshauses ein fröhlicher Kirdernachmittag statt, der unter fröhlichem Singen, Kasperlspiel und Theaterstück nur allzu rasch verflog. I Der Abend war für die Erwachsenen ; bestimmt und wurde mit dem dreistimmigen Chorsatz »Guten Abend« eingeleitet. I Volkslieder wechselten mit Welsen aus , den Alpenländern und auch die Bevöl-I kerung sang mit Begeisterung mit. Mit dem Lied »Ade zur guten Nacht« fand I der wohlgelungene Abend seinen Abschluß. Auch in Mißllng wird musiziert Auf ihrer Rundreise durch die Steiermark statteten die Studenten der Hochschule für Musikerziehung Graz auch der Ortsr^rupne Mißling einen Besuch ab und wußten die Bevölkerung durch drei Tage mit Lied und Tanz vollends zu begeistern. « Kleine Chronik m. Von der Gauleituns. Steilvertretender * Gauleiter Dr. Portschy, der kurze Zelt von seineir Wehrdienstleistung beurlaubt war, weiters Kreisleiter Dr. S u e t t e, Qaupersonalamtslciter Rütte, die Oauhauptstellenleiter Dr. Nitsche (Gauschulungsamt), Dr. Scheine r (Richter beim Gaugericht) und der Adjutant des Gauleiters Dr. Rumpf sind wieder zur Wehrdienst-Icistung eingerückt. m. Todesfall In Marburg, Bürgerstraße 7. starb am 9. d. der 8.^-jährige Private Dr. Anton B a d 1. m, Frauen vom Hilfsdienst werden ta CUM geschult. Sonntag, den 7. September, fand im Kreishaus in Cilli eine Schulung der Frauen vom »Hilfsdienst« des Kreises Ci'li statt, über die Aufgaben des »Hilfsdienstes« sprach Kameradin Hanna Sprenger. Sie führte die Frauen in die Arbeit ein, gab ihnen genaue Rieht, linien und wies darauf hin, daß nur durch wahrhaft frauliches Wesen und mit viel Feingefühl die vielseitige Arbeit im i »Hilfsdienst« geleistet werden kann. I m. Der GaumuSlkzug bei den Köhlen-I bergwerken. Unlängst fanden für die Be» ! legschaft der Trifailer Kohlenwerkgesell-' Schaft in Hrastnigg, Trifail, Sagor vier . Betriebskonzerte statt, die der Oef^^lg^ ' Schaft diese schöne Einrichtung üroß-1 deutschlands erstmalig vermittelte. Der Gaumusikzug des Reichsarbeitsdienstes zeigte unter der Führung des Musikzugführers Finzel sein technisches und I musikalisches Können. Jung und a'lt, ^)ie SBcamtstiftUHg. Kurzgeschichte Von Jo«ef Werdisch Einer der Direktoren der Bu'karester Versicherungsgesellschaft wusch heute seine-m tüc}itigsten Außenbeamten den Kopf. Seinem »Liebling«, foi.xten die Herren Kollegen, zu deren a-ufgcstellten Ohren Fetzen der Unterredung durch die Doppeltür drangen. »Zum Teufel, Brandstetter, ich habe Ihnen doch den besten Versicherungs-bezirk zugeteilt. Ihr Rayon ist groß . . . Und nun bearbeiten Sie seit einem Monat immer nur Peteani und Umgebung. Jede andere Gegend mit Wo.me, aber Peteani? Wissen Sie, daß Peteani mein Grab ist? Wissen Sie denn nicht, wie der Blitz in Peteani umgeht? Ein verdammt humoristischer Blitz ist dort zuhause! Wenn dort ein einziger keuchhustiger, bescheidener Hlitz einschlägt, brennen drei Gehöfte, vier Ställe und fünf Scheunenl Und dann: Seit vierzehn Wochen fast genau so viele Einbrüche in die dortigen Villen. Nein, Brandstetter, für die nächste.n Monate haben Sie Verbot für Peteani!« Aber Brandstetter war Siebenbürger Sachse, die haben einen harten Kopf, er murmelte ein Vcrs.prechen, fuhr von Bukarest ab und war am nächsten Tag in — Peteani. Dort wohnte nämlich seine Braut. Im einzigen Hotel des Ortes war er auch sehr beliebt, denn er sprach gleich gut Deutsch, Rf:'-!lnisch und Ungarisch und war ein bcscheldenier, fröhlicher Mensch. Im großen Gastzimmer gab heute wie seit Monaten der ehemalige Theaterdirektor Manolescu den Ton an. Ein verkniffener, frecher Fünfziger, der oben am Kogel eine Villa hatte. Niemand wußte, wann und wo der Kerl Theaterdirektor gewesen war. Er hockte eben im Hotel herum, hatte seinn Mittelschulabsolventen als provisorische Lehrkräfte eingestellt werden mußten. Außer den schon vorhandenen 14.000 Lehrkräften werden noch weitere 6000 Lehr&r benötigt. o. Todesurteile xegen kommunistische Terrcülsten. Vom Standgeiricht in Tuzla wurden sechs kommunistische Terroristen zum Tode verurteilt, die an einer Bandenaktion gegen Doboj mitgewirkt hatten. Ein Verurteilter wurde vom iPo-glavnik zu 20 Jahren begnadigt, an den übrigen wurde das Todesurteil vollstreckt. o. Lebhaftes Interesse für die deutsche Sprache in Belgrad. In einem Bericht über die Tätigkeit des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts in Belgrad teilt »Novo Vreme« mit, daß das Institut nach der Beendigung des Krieges in Serbien seine Aufgaben in erweitertem Umfange fortsetze. Die Anteilnahme besonders an den von dem Institut organisierten deutschen Sprachkursen fütr Serben sei außerordentlich groß. o. Empfänge beim Poglavnik. Der kroatische Staatsführer Dr. Pawclitsch empfing eine Abordnung katholischer und niuselinanischer Kroaten aus dem historischen Duvanjsko Polje in Bosnien, wo vor mehr als 1000 Jaihren der erste kroatische König gekrönt wurde. Die Huldigungsadresse der Abordnung beantwortete der Poglavnik mit einer Rede, in der er hervorhob, daß Bosnien nunmehr endgültig wieder jene Einheit mit Altkroatien bilde, die dem gemeinsamen Blut und der Geschichte entsipreche, wie gerade das historische . Duvanjsko Polje beweise. Weiters empfing der Poglavniik eine Abordnung der Stadt Sarajewo mit dem Bürgermeister Demirowitsch an der Spitze, der ihn der Treue und der Ergebenheit der Herzstadt Bosniens versicherte. 0. Gleichberechtigung der Volksdeutschen in Kroatien. Auf einer Kundgebung deutscher Bauern und Arbeiter ia lisseg sprach der Hauptamtsleiter für Wirtschaft der Volksgruppenführung, Gastei-ger, über die Gleichberechtigung des deutschen Volkstums, die von der kroatischen Staatsführung in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht anerkatmt worden sei. Die Volksdeutschen Kroatiens, so betonte er, wollen in ihren Reihen keine Klassengegensätze dulden, sondern alle Schaffenden — Bauern, Gewerbetreibende, Angestellte und Arbeiter — in einer einheitlichen Wirtschaftsorganisation der deutschen Volksgruppe zusammenfassen, die dann mit umso größerem Gewicht eine wirtschaftliche und soziale Hebung des Volksdeutschtuins erreichen kann. o. Das außerordentliche MilUärreglme im kroatischen Küstengebiet In Kraft. Aus Agram wird berichtet: Vom Amt des Poglavnik wird bekanntgegeben; »Am Sonntag trat entsprechend den vorhergegangenen Vereinbarungen zwischen dem unabhängigen Staat Kroatien und dem Königreich Italien das außerordentliche Militärregime für das Küstengebiet am Adriatischen Meer von Ogulin bis Mostar in Kraft, das die Aufgabe hat. durch die italienisch-kroatische Zusammenarbeit jede Überraschung vom Meere her auszuschließen. An der Spitze des Regimes steht der Kommandaint deir II. italienischen Armee. General Ambrosio, dem für die zivile Verwaltung der Verwaltungskommissär der kroatischen Regierung. Dr. Andreas Karcic zur Seite steht. Die kroatischen Militäreinheiten in diesem Gebiete unterstehen in taktischer Hinsicht dem General Ambrosio. Zugleich hat General Ambrosio die Bevölkerung des Küstengebietes aufgefordert, innerhalb 48 Stunden alle Gattungen von Waffen abzuliefern. Der Verkehr und die Bewegungsfreiheit wird in diesem Gebiete auf eine Zeitlang gewissen Beschränkungen unterworfen sein, welche von den italienischen Militärbehörden gemeinsam mit den kroatischen Zivilbe-liörden durchgeführt werden. Alle diese Maßnahmen haben vorübergehenden Charakter und sind durch den Kriegszustand begründet. Das Kommando der II. italienischen Armee und damit der Sitz des außerordentlichen Militärregimes wurde, wie ergänzend mitgeteilt wird, nach Suschak verlegt.« o. Minister Medricky kommt nach Agram. Der slowakische Wirtschaftsminister Dr. Medricky wird im Laufe dieser Woche in Agram erwartet, um auf Einladung des kroatischen Wirtschaftsministers die Messe zu besuchen. Zugleich sollen mit Dr. Medricky, der auch Generalsekretär der Slowakischen Volkspartei ist, Fragen der kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Slowakei und Kroatien erörtert werden. o. Italienische Schriftkiter besuchen Kroatien. Zwölf italienische Schriftleiter, die den führenden Blättern Italiens angehören, sind zu einem mehrtägigen Besuch Kroatiens in Agrani eingetroffen. Sie wurden nach ihrer Ankunft vom Außenminister Dr. Lorkowitsch, -dem Unterrichtsminister Dr. Budak und dem Staatssekretär für Prc^agnda Milkowitsch empfangen, Nach ciin«er Kranzniederlegung am Grabe des »Vaters des Vaterlandes«, laden waren. Schon wollte er 'die beiden ansprechen, als er ihre Stimmen hörte! Diese Villa gehörte also dem Herrn Theaterdirektor, seinem Feind! Rolf duokte sich in einen Verandawinkel, um nicht gesehen zu werden. »Leg den Rucksack her. So, jetzt soll der liebe Gott einen starken Blitz schik-ken, und dann h'nein! Du zündest das Stübl unten an, ich oben die Rumpelkammer! Mach die Fenster auf, daß ein guter Luftzug ist; bis die blöde Feuerwehr kommt, brennt der Krempel zusammen, daß es eine Passion ist!« Rolf war ganz Mäuschen. In dem Augenblick krachte der Blitz betäubend in eine nahe Pappel, daß er schwere Äste wegschälte, die zu Boden droschen. »Jetzt los! Den hat uns der Himmel geschickt«, jubelte der Alte. Na, warte, ich werde euch zeigen, wo Gott wohnt, sagte s'ch Rolf und schlich den beiden nach. Aus dem Stübl drang ein schwacher Lichtschein, t'er nun rasch stärker wurde. Ro'f trat in d?n kleinen Raum und schlich an den langen Lulatsch heran, der s'ch an einer r''oßen offenen K'Ste 7»! schaffen machte. Das SHibl war voller Theaterrequisiten, der Inha't der K'ste, Theaterkostlime, brannte schon heM auf. Rolf Rrands^ct^er holte m't '"'em schwe''en Kistcnf"'rke' ni's und srlim''t_ terte 'hn ni'f den Konf fios Langen, der w'f» ein M'^Msack umf'c'. PT^rh pn'*,nnf* or 'n rli" KOch" rlnhoi rni'P*r T l O'n- schalten. Gottlob fand er einen Wasser- eiiner und schleppte ihn zur brennenden Kiste. Nur mit Mühe gelang es ihm, das Feuer zu löschen. Von oben ertönten lästerliche Flüche: »Bist du närrisch geworden, Licht anzuknipsen?« tobte der Alte. Aber da war schon Rolf bei ihm. Der Theaterd'rektor konnte nicht überrascht werden, denn er sah Rolf die Treppe heraufstürmen. »So, jetzt ist der Versicherer da, er heißt Brandstetter, ein richt-ger und guter Name für den Beruf, gerade noch rechtzeitig ist er da?« Der Alte war aber ein schwerer Brok-ken, er kämpfte tapfer. Rolf in seiner aufgespeicherten Wut war das nur recht, er bläute den Brandstifter nach Strich und Faden durch, bis der iammernd und ohne Atem den Kampf aufgeben mußte. Rolf boxte den Gegner aber weiter, daß er nicht mehr aus den Augen schauen konnte un»-! hilf'os herumtaumelte. Aus der Rumpelkammer quoll dicker Rauch. Rolf verzweifelte, ob er diesen '■weiten Rrnndherd noch austreten würde können, denn hier brannten Kulissen und trockenes morsches" Gerümpel. »So. Herr Theat^rdTektor. wenn Sie nicht inis+nir'e «ind d'osen Brand zu löschen, irh schwöre es Ihnf^n. ich «toße S'e •n die Rtimne'knmmer. S'e werden zer_ hr,qt"n w'n r'of pc war zwar ein anderer Heilijrrr, der vor Zoiten ■'crb'Tit'^n pbr^r Pnlf wnr ia Hpti Alt?n mit harten Heben vor silch her. »Unten in der Badewanne wäre Wasser...« jammerte der Brandstifter. Rolf trieb ihn, nun mit einem Spazierstock bewaffnet, an, und es gelang ihnen nach schwerer Mühe, des Feuers Herr zu werden. Jetzt erst untersuchte Rolf die Taschen des Theaterdirektors und nahm ihm die Pistole weg. Dann wandte er einen Trick an, den er aus dem Weltkriege kannte. Wenn man da renitente und auf Flucht erpichte Kriegsgefangene zu geleiten hatte, schnitt man ihnen einfach alle Hosen- und sonstige Knöpfe ab. Mit den Hosen in der Hand geht der graue Zug durchs Land ... Es war heiter; Durch die Villa zogen kalte Rauchschwaden, alle Lichter waren angeknipst, auf dem noch immer Ohnmächtigen unter im Stübl saß Rolf Brandstetter, den schweren Spazierstock griffbereit neben sich, vor ihm aber die Hose haltend, stand der vollkommen erledigte und im Gesicht um und um verschwollene alte Lump. Als der bleiche Sohn erwachte, hatte auch er keinen Knopf mehr, der ihm die Kleider in Ordnung gehalten hätte. Der lunge war feig und ergab sich in sein Schicksal. In den Rucksäcken, die Ro'f dem Vater wie dem Sohn auf1-)ürdcte, klirrte schweres Tafelsilber. Das war ein Fang für Rolf Brandstet. ter! Ohne es zu wissen und zu wollen, hatte er die rjefürchteten Brandstifter und Einbrecher festgenommen. Se'nem Direktor würde er selbstre''fnd erxählen. daß er lange schon einen Ver- dacht gehabt hätte. Da gab es Beförderung, 10.000 Lei Prämie und Hochzeit! Draußen hatte das Gewitter aufgehört, aber es war noch finster wie in einem Keller. Wie sollte Brandstetter die beiden Helden, die die Gegend ftenau kannten, die immerhin sechs Kilometer hinunter in den Ort schaffen? Da blitzte ihm ein Gedanke durch den Kopf, bei dem er wie ein übermütiger Junge auf'achen mußte: »Heute am Nachmittag haben Sie nicht für mich singen wollen, aber jetzt ^^cr-den Sie sin^jen. Wie Sic aufhören oder gar falsch singen, trommle ich Ihnen mit dem Prügel einen Zapfenstreich auf die Knochen! Singen! Zuerst »Vedi il mare, come e bello!« Lauter! Und die zweite Stimme? Du, ich hau dir die Schienbeine entzwei, du aschgrauer Witzbold!« Den ersten Ki'ometer füllte das L'e' aus, dann kam der Einzugsmarsch der Landsknechte, dann folgten andere L'e-der — jran?: wie Rolf es befahl Im Orte selbst aber, da mueten Vater und Sohn, angespornt durch f^in'ge harte Winke, »Auf in den Kampf Torrero...« singen. Es war cogen Mitternacht, a's die Gäste des Hotels das Simrcn der Herankommenden hörten und die Sänger erkannten. Aber wie hatte der Theater, direktor n'cht vorgeReben, er wnl'e heiir 1941 Seite 7 VOLK und KULTUR IIIIIHIIIIIIIilllllllllMllllllllllllillltlllllllllllllllMlllll lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllI IKIlllllllllllllliillliliiiiiiiiiii Kroatisches Theaterleben VOR DEM RICHTER Todesstrafe für einen Brandsttfter Der besondere Strafsenat des Reichsgerichtes in Leipzig hat mit Urteil vom 8. September 1941 den landwirtschaftlichen Arbeit&r Heinrich Haiböck aus Linz a. D. zum Tode verurteilt. Der jetzt 41 Jahre alte Haiböck, der bisher dreiiiigmal vorbestraft war, hatte seit dem Jahre 1923 im ganzen zehn Brände in Linz a. D. und Umgebung gelegt. Die letzte Brandstiftung fand ku'z nach Ausbruch des Krieges statt; durch sie wurden Getreide- und Futtermittelvorräte sowie Vieh hi erheblichem Umfange vernichtet. Bei dieser Straftat nahm der besondere Strafsenat des Reichsgerichts einen schweren Fall nach Paragraph 1, Abs. 1 der Kriegswirt-schaftsverordnung an, da Haiböck durch seine Tat Erzeugnisse, die zum lebenswichtigen Bedarf gehören, vernichtet und dadurch böswillig die Bedarfsdeckung gefährdet hatte. AUS ALLER WELT a. 400 Jahre Speisekarte. Die Speisekarte kann, so berichtet »Der Fremdenverkehr«, 'Jas Reichsorgan für den deutschen Fremdenverkehr, in diesem Jahr ein bedeutsames Jubiläum feiern, sie wird 400 Jahre alt. Nach der Überlieferung wurde sie zum ersten Mal 1541 auf dem Reichstag in Regensburg verwandt. Dor Küchenmeister Hinrichs von Braunschweig hatte für den Herzog bei einem der üippi-gen Festessen einen Zettel mit der Reihenfolge der Speisen gemacht, damit der Herzog danach seine Eßlust einrichten ikönnte. Diese Neuheit fand damals allgemein Anklang und seitdem schnelle Nachahmung und Verbreitung. a. Feuertod vor den Augen der Mutter. In einem Ort bei Verona ereignete sich dieser Tage ein tragischer Unglücksfall. Eine Bäuerin wollte mit einer offenen Kärbidlampe auf ihr Zimmer gehen. Sic stolperte dabei und die Flammen ergriffen ihre Haare und bald ihre Kleider. Ihre 85-jährige gelähmte Mutter muLUe, ohne helfen zu können, mit Entsetzen ansehen, wie die Tochter vor ihren Augen so schwer verbrannte, dali sie nach einer Stunde starb. a. Den eigenen Sohn als Dieb erschossen, In einem kleinen Ort Mitteiitaliens hörte ein Bauer nachts einige Schüsse m roße Anzahl der besten kroatischen Köpfe auf dem Gebiet des Dramas, der Musik, der Dramaturgie, der Schauspielkunst und Inszenierung erfüllten den Wunsch ihres Volkes nach einer arteigenen kroatischen Kunstentfaltung. Die zweite Spielirunde der steirischen Bereichsmeisterschaft bringt bereits zwei wichtige Aufgaben für die beiden untersteirischen Meisterschaftsanwärter. In Marburg wird sich uns die Elf der Grazer Reichsbahner vorsteWen, die erst kürzlich ihre gegenwärtig ausgezeichnete Form in der Draustadt unter Beweis stellen konnte. Rapids Mannschaft, die die Marburger Sportgemeinschaft in diesem Wettbewerb vertritt, sieht trotz : In Radliersburg hat sich ein Postsportverein gebildet, dessen Fußballelf das erste Spiel gegen TuS Gleichenberg 7:1 (5:1) gewann. : Berliner Tennis^ieg über Köln. Der Berliner Schlittschuhclub gewann seine Bege.gnung mit dem Stadion-Club Rot-Weiß Köln auf seiner Platzanlage mit 4:2 Punkten. Den schönsten Kamipf am zweiten Tag lieferten sich der Deutsche Meister Kurt Gies und Edmund Rartko-wiak. Der Kölner hatte fast 3K' Stunden zu tun, um seinen tapferen und gefährlichen Gegner mit 7:5, 10:12, 4:6, 6:2, 6:2 und Gegenwart I Inzwischen war im Jahre 1895 das heutige große Theatergebäude eröffnet worden, in dem sich die Agramer Theaterkultur auch über die schweren Jahre nach 1919 auf ihrer Höhe erhielt. Die traditionelle Verbundenheit Agrams mit dem deutschen Kunst- und Kulturleben erlitt allerdings in diesen Jahren des großserbisch-panslawistischcn Chauvinismus eine fühlbare Unterbrechung. Der neue Geist, der mit der Gründung des unabhängigen kroatischen Staates auch in das Agramer Theatcrleben eingezogen ist, hat jedoch in den ersten beiden Monaten seiner Wirksamkeit die nie gerissenen Fäden zur deutschen und italienischen Theaterkunst wiederaufgenommen. So bietet das Agramer Theater heute in seinem Dramen- und Opern-Repertoire jenes vielseitige Bild, das schon vor Jahrzehnten Agram zur kunstfreudigsten Stadt des Südostens stempelte. Neben kroatischen Schauspielen und Opern spielt man in kroatischer Übersetzung die bedeutendsten Werke der Weltliteratur und -musik. Erst vor kurzem fand die Erstaufführung von Goethes »Iphigenie auf Tauris« in kroatischer Übersetzung statt. Auch Gastspiele ausländischer Ensembles sind im größeren Umfange vorgesehen. Den Anfang machte die königliche Oper aus Rom, die mit Gigli und den anderen Prominenten dieses berühmten Institutes »Alda« und »Butterfly« zu einem künstlerischen Erlebnis gestalteten. Aber auch das eigene Kunstschaffen in seiner beachtlichen Höhe den befreundeten Völkern zu übermitteln, ist das kroatische Kulturleben bereit und befähigt. Milan Begovic, Geno Senecic, Voj-novic als Dramatiker, der größte lebende kroatische Opemkomponist (jotovac und nicht zuletzt auch der Dirigent Lovro Matacic sind in ganz Europa, besonders in Deutschland, wohlbekannt. Daneben wachsen junge schaffende und darstellende Persönlichkeiten heran, die schon heute das Agramer Theater jeder Sorge um seine künftige Entwicklung entheben und für die Zukunft für das ganze europäische Kulturleben einen wertvxjllen Gewinn versprechen. Helmut Schuster * + Üherrdchung des Ehrenringes der Stadt Wien an Franz Kar! GInzkey. Stadtrat Dr. Tavs überreichte dem ost-niärkischen Dichter Franz Karl Ginzkey im Roten Salon des Bürgermeisters im Namen der Stadt Wien den von der Stadtverwaltung anläßlich des 70. Ge-buirtstages verliehenen Ehrenring der Stadt Wien. Doktor Tavs stellte in seiner Ansprache fest, Wien glaube, daß der Dichter dem Großdeutschen l^ich und dem neuen Europa noch viel zu sagen habe, und Wien wünsche ihm daher aus ganzem Herzen auf lange Zeit hinaus eine ungebrochene Schaffenskraft zum Ruhme der deutschen Dichtkunst. alldem dem Treffen mit großer Zuversicht entgegen. Die Sportgemeinschaft Cilli empfängt am Sonntag auf eigenem Platz den vielgerühmten SK Kapfenberg, der gerade am letzten Sonntag das Kunststück fertigbrachte, dem favorisierten Grazer S'portklub mit 5:0 ein peinliches Nachsehen zu geben. Ferner spielen am Sonntag Grazer SC gegen LSV Zeltweg, GAK gegen Leibnitz und Donawitz gegen Rosenthal. zu bezwingen. Leichter hafte es dagegen die Meisterin Ulla Rosenow (Berlin) bei ihrem 6:0, 6:2-Erfolg über die Kölnerin Frau Rdueh. Der für Köln sipielenJe junge Marx leistete Dr. Tübben (Berlin) heftigen Wi-derstand und gab sich knapp mit 6:1, 0:11, 6:3, 6:4 geschlagen. : Zum vlertenmal Siegfried Ludwigshafen. Mit dem 5:2-Sicg im Rückkampf gegen den Berliner Kraftsportverein sicherte sich die kampferprobte Staffel von Siegfried Ludwigshafen zum vierten Male die Deutsche Meisterschaft im Mannschafts ringen, nachdem sie im Vorkainpf (Schirner-M > Nach dem Boxkampf Heuser—Kölblin Die am letzten Sonntag in der Berliner Deutschland-Halle erschienenen 10.000 Zuschauer erlebten mit der Begepnunß Heuser— K<')lhlin einen sehr interessanten, dramatischen Kampf. Der frühere Europameister Adolf Heuser wurde hierbei, wie schon berichtet, wegen seines ungebrochenen Angriffsgeistes und kämpferischen Draufgängertums wiederholt stürmisch gefeiert. — Unser Bild zfti e:t den um einen Kopf größeren und auch 2S Pfund schwereren Külblin (rechts), wie er soeben bei Adolf Heuser seine Linke landet, auf eiigener Matte mit 4:3 Punkten einen knappen Vor&prung mit nach Berlin zum E.ntscheidungskampf gebracht hatte. : Deutsche Markensiege in Kroatien. Auf der schwierigen, 3'.; km langen Bergbahn zum Pantovcak-Paß wurde am .Montag ein Motorradrennen ausgetragen, bei dem es zahlreiche Erfolge der deutschen Faibriken .NSU, DKW, BMW unJ Puch gab. In den Hauiptklasscn sie^^tcn: Rennmaschinen: Bis 250 ccm Uroic (DKW) 2:02,8; bis 350 ccm Babic (jap) 2:03,4; bis 500 ccm Babic (Jap) 1:54,6; bis 1000 ccm Metz (NSU) 1:51,6. —■ Tourenmaschinen: Bis 250 ccm Pecarevic (NSU) 2:55,4; bis 5(KJ ccm Ozanio (Puch) 2:30,0. — Beiwagenmaschinen: Bis 5<")0 ccm Luzar (BMW) 2:35,0; bis lOOOccni Inig. Pavic (BMW) 2:27. : Radrennen »Rund um Agram«. In dem über 80 km führenden Radrennen »Rund um .^grani« zeigte sich Reinhart Bat vom Eisenbahnerkluh mit 2:27:06 Std. dem Nachwuchsfahrer Penpeo (So-kol) mit 2:31:55 überlegen. : Neue Sportverbände in Kroatien. Im Zuge des Neuaufbaues des kroatischen Sportlebens hat der Leiter der Sportkommission, .Mischko Zehic, die Errichtung eines Handball- sowie eines Fechtvcrban-des verfügt. In beiden Sportarten haben kroatische Verbände bisher nicht bestanden. : *Vom kroatischen Fußballsport. Am Tage des Ländertreffens gegen die Slowakei fanden in Kroatien nur zwei Freundschaftsspiele statt. HASK .Agram kehrte aus Varasdin mit einem 4:2-Sieg heiin und in .Agram traten im Rahmen einer Veranstaltung der .\rbcitersportvereine, aic demnächst in die kroatischen Verbände Aufnahme finden werden, Zagorac (Varasdin) und Radnik (Esseg) zu einem Fußballwettkampf an, der mit einem 2:2-Unentschieden endete. : Primo Camera wird Ringer. Der frühere italienische Meisterbnxer Primo Car-nera, der sich wie viele italienische Boxer nach seiner aktven Laufliahn dem Film zuwandte, hat jetzt in Rom das Ansuchen gestellt, in die Liste der Berufsringer aufgenommen zu werden. : Einen WeHrekordversuch verfehlt hat die dänische Meisterschwimmerin Ragn-hild Hweger in Kopenhagen. Sie erreichte über 4(X) m Kraul »nur« 5:03 und will nun atn 14. September den neuerlichen Versuch unternehmen, ihre Rekordmarke über diese Strecke, die auf 5:00,1 steht, zu unterbieten. ; Einen Radländerkampf tragen am Sonntag Italien und Ungarn in Budapest aus. Im ersten heurigen Balmrennen beider Länder waren die Italiener erfolgreich. : Europameister Cattaneo boxte itt Ferrara gegen seinen Landsmann Tag-Hatti nur unentschieden. Cattaneo trifft am 27. September mit Bondavalli zusammen. 9iaus im Unterland ohne »Marburger Zeitung" TURNEN UND SPORT iiiiiitiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiriiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiitiiiiiiiiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Untersteirer auf Punktejagd Reichsbahn Graz in Marburg und Kapfenberg in Cilli J 'UHe tcwqehMh Sichm£Cl Wtnn «1 m Gorontol «legt wird, dann bleibt •I übtr ein Jahr ver-w/endboH Die Haus-frou weiß dat. lie legt deshoib ent-b^rliche Eier immer in~Goronlol. das ist prok-lisch, billig und hilft wirl> tchoften, denn und woi wichtig iiti di* ii«r können tu jadar Ztil wnbtdanlilich •ntnommcn und tugalcgt werdanl Bezuffsquellen weist nach: Qeneralver-tretun« Wilhelm Brauns. Cilli BÜRGERMEISTERAMT FRASSLAU / Am 15. September 1941 wird in Fraßlau der alljährliche Herbstvlehmarkt abgehalten. Vieh aus SpeiTgcbieten darf nicht aufgetrieben werden. 6593 Der Amtsbürgermeister: Hermann Rossmanith e. h. Kleiner Ineiger iciles Worl Kostet Ifl Rdi das fettcidruckte Wort in Rot Der Wortoret» ^lll bis lu 15 Buchttabta te Wort ^IffercebOlir (Kennwort) 3? PbI hH Irtellfnee^achin 15 Rpl. POr Zutcndttni von Rennwortbrlelen wtrdtn W Rnt ^nrt« Nrechntt Atiieletn-AnnatirnttchlnR* Am Ttte vor Rrtchclncn am 16 Uhr »Itlfllnf An-zeleen« werden nur eettn Voreinsendnne dei ßptra^e» (auch In «Oliken OrlefmnrVen) aufaenotnmcn MlndentcebQhr fOr tint i^ltlnr Anret?» PM 1 lfutdUeäti$ea Fordere alle Olflubiger, die an die Firma Ing. Oman (Zühler-verkauf) in A^arburg Fordeningen zu stellen haben, auf, sich bis längstens 25. September 1941 beim Wirtschafter Krich Wiatan. Windenaiier-strafle 31, zu melden, 662ß-I Wegen Gefotgschaftsurlaubes bleibt das Schuhgeschäft »Pekoc vom 11, bis 21. Sept. geschlossen. 6661-1 Pensionistenehepaar findet freie Wohnung auf einem Landsitz, Unter »Stadtnähe 2011« an die Vcrw. 6668-1 PtcffHffetr Wohnung und Kost für zwei Hauptschülerinnen (12 und 16 jährige), für 15. September, wird für A^arburg gesucht. Angebote an Ing. Hans Endl, Marburg a. d. Drnu. Obere-Herrengasse 4, Fernruf 2405. 6110-6 Üettekßisutki Bergmann, Bcrgschüler, mit langjähriger Praxis als Obersteiger u. Betriebsleiter, sucht Steile. Unter »Bergmann« an die Verw. 6655-7 Offene UefUtt BURG-KINO Eine Hans Albers-Produktion der Bavaria-Filmkunst G. m. b. H. Karl Peters Hans Albcrs, Karl Danncmann, Fritz Odemar, Toni von Bultovica, Hans Leibeit 6475 Für Jugendliche zugelassen! Kulturfilm! Neueste deutsche Wocficnschaul Es wird gesucht eine tüchtige, perfekte Kanzleikraft mit Schulbildung, Handelsakademie, gegen sofortigen Eintritt in Großkaufmannshaiis. Anträge an die Verwaltung unter »Uroßkaufmannshausc, 6665 Die Rohhäute- und Lederhandlung 3. 3ELLENZ IN CILLI bleibt wegen Oefoigschaftsurlaubes vom 14. bis 28. S#pt«mb«r 1941 geschlossen. Rohhäutc werden während dieser Zeil iin Hofe übernommen. 6658 Wir suchen Mchöne möblierte Zimmer für unsere Gefolßschaftsmitglieder. Angebote sind zu richten an Verwaltung unter »Großbetrieb«. 6648 Haus mit 4 Wohnungen, Obst-iind Gemüsegarten, zu verkaufen. Käuferanfragen unter »Verzinsung« an die Verw. 6660-2 kßuftii 0€M§iU Schreibmaschinen, auch Reise- oder Kleinschreibmaschinen, neu oder gut erhalten, werden sofort gekauft. Anträge unter »Großes Industrieunternehmen« an die Verw. des Blattes. 6659-3 Junger Wolfshund zu kaufen gesucht. 'Angebote; Goethestraße 26. 6670-3 ¥§9k0Uif€H Leichte und schwere Fuhrwägen, Steirerwagerl, Schlitten und (jeschirre, im guten Zustande, abzugehen. Anfragen unter »Gut erhalten Vt an die Verw, 66.'56-4 Reinrassiger Engiiscti - Setter sofort zu verkaufen. Anzufragen Schillcrstrnße 22. ti675-4 Nähmascliinc verkauft aus Gc' fälligkeit Schlosser Kert, Te-getthoffstraße 19. 6666-4 ^11 Suche für sofort ein möbliertes. zweibettiges Zimmer. Unter »Hauptschullehrer« an die Verw. 6671-6 Für^Lehrer und Lehrerinnen des Stadtkreises Marburg werden dringend reine, gut möblierte Zimmer gesucht. Angebote sind erbeten an Stadtschulamt Marburg, Te-getthoffstraßc 12-1. 6642-6 Vor Cinslellunf von Arliciu* kräflen muH die Zuttimmunn det suttündlgea ArbcItMintes einpcholt werden. Vorführungen: Heute 16, I83C und 21 Uhi Karten von 10—12 und ab 13 Uh» ESPLAMADE Kernnil Sommer, Sonne, Erika Karin Hardt, Paul Klinger, Fritz Qetlschow, Erika v. Theimann, W. Dohm, Frieda Richard. Deutsche Wochenschau und Ufa-Kulturfilm! 6453 Für Jugendliche zugelassen! I! I ■« ü Hausmeister • Ehepaar wird aufgenommen. Vorzustellen: Dr. Scherbaum, Luthergasse 5 6625-8 Lehrling, der deutschen und slowenischen Sprache mächtig, mit guter Schulbildung, wird sofort aufgenommen in größerer Gemischtwarenhandlung. Handschriftliche Angebote unter »Lehrling« an die Vcrw. 6654-8 Lehrmädchen für sofort gesucht. — Maschinenstrickerei Piiscbnik, Obere Mcrrengasse Nr. 24. 6667-8 Ehrliche, selbständiger Köchln für Alles oder Bedienerin, deutsche Sprache Bedingung, gesucht. Vorzustellen von 7—8 und von 14—15 Uhr, Adr. Verw. 6663-8 hiHäe - Ifentuele Verloren wurde am 8. September am rechten Ufer der l^au (in der Höhe von Zwettendnrf) braunes Geldtascherl. Der Finder (Fischer) wird ersucht, dasselbe gegen Finderlohn in der Zwettendorferstraße Nr. 4 (Weber) abzugeben. 6672-9 Verordnunas' und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark von Nr. 1 bis Nr. 39 erhältlich im Verlage der Mmrburgmr Drutkwl Mertevrf a. d. Orav. •adeasa« • IN CILLI bei der Oeschäftsstelle der »Marbur-eer Zeitungi;, Adolf-Hitler-Platz 17, Buchhandlung der Cillicr Druckerei IN PETTAU bei Georg Pichler. Aufnahme ständiger Bc/.ieher bei beiden obangeführten Vertretungen und bei der Geschäftsstelle in Marburg. Bezugspreis: RM 1.25 monatlich. Der Bezugspreis ist im vorhinein zahlbar. Wir bitten sofort nach Erhalt der Zahlkarten um die Überweisung der Bezugsgebühr, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen werden muß. ia c]«r „Marburfar Zaltung" haben immer Erfol?, denn sie iit die aiaiif« Taf aazaitunfl äaa Unlarla ndasi IMILICHE BEKINNTMRCHUN6EN DER POLITISCHE KOMMISSAR MARBURG Eniährungsamt VerteiluRg von Einsiedeziicker Hiermit rufe ich auf den Abschnitt N 4 der Nährmittcikarte für Normalverbrnu-clier und der Nähnivittejikarte für Selbstversorger für die 27. Zuteilungspcriodc 300 gr. Zucker zur zusätzlichen Aus^gabc auf. Die Abschnitte N 4 der NähnnMtelkarte für die 27. Zuteilungsperiode simi von den Kleinvcrteilcrn nach der Belieferung zu je 100 Stück auf Bogen aufzukleben. Gegen die F.inlieferung der Abschnitte wird ein Bezugschein A mit dem Zusatz FZ ausgestellt. Die Einzelhändlerbezugscheine A haben qiie Oroßverleiler mit ein-eni besonderen Verzeichnis heim lirnährungsamt in einen Großbczugschcin mit dem Zusatz EZ einzutauschen. Der Leiter des Ernährungsamtes Im Auftrage: gez. Nietzsche. Kauf« Fässer füllfähig von 50—4(X) Liter. Anbote an Firma J. Goriup, Essig- und Likörfabrik und Weine, Graz, Ungergasse 35. 6657 Icder Uotersleirer liest die Mariiurger Zeitung I DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNG IN DER UNTERSTEIERMARK. Der Beauftragte in Jagdangelegenheiten. Anordnung Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innigatgeliebter unvergeßlicher Vater, Herr Johann Holl Privatier am Dienstag, den 9. September um 16 Uhr nach langem l.eiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, im 77. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet am L")onner8tag, den 11. September um 16 Uhr am Brunndorfer Ortsfrictlhi»! statt. Die hl. Seelenmesse wird am 12. September um 6 Uhr in der St. Magdalenen-Kirche gelesen u erden. Brunndort, den 10. September 1941. Die trauernden Hinterbliebenen. Alle Jagdipächter, kommissarischen Jagdverwalter und Eiigenjaigdbesitzer haben ab 1. September 1. J. die Abschußliste B zu führen. Formulare sind bei der Fa. WiHielm Heinr, Marburg, Herrengasse, erhältlich. Weisen zuneimioiuicr Flurschäden haben alle Jagdpächter, koiii'missarischen Jagdverwr.Ilcr unJ Figciijagdbesitzer den Abschuß von Krähen und Fistern tunlichst /u erhöhen und über das Ergebnis dem JagJbeauftragten zu berichten. bb77 Marburg, am 11. September 1941. Unser lieber Bruder, Herr Dr. Anton Badl ist am 9. September im 83. Lebensjahre einem Schlaganfalle erlegen. Das Leichenbegängnis findet 4m 11. September um 17.30 Uhr von der Kapelle des städtischen Friedhofes aus statt. M a r b u r g - G r a z - M ü n c h e n, am 10,.September 1941. Emma Casper, Ida Kieihauser, Olga Ogrisek, Major i, P. Dr. Viktor Badl als (jeschwister. 666'! DR. KUPNIK. HauplscluiiUcilci Aulou (iericüack, SlcUvoilxctcuder llaup.lscürilUeilcr UU« Kasiicr - üruck der „Uarburscr Druckci-c