MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORvGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Ver]«g and Schriftlellung Marburg ■. d. Drta, Badgitt« Nr. 6 Pemnifi Nr. 15-47, SS-AK, 25-69. Ab 18 Uhr (tSglirl- auDet Saroiiagl l»t dia Schriftleltung nur «uf Fem ni* Nr. 2ll-«7 errelrhbar Unverlangte Zuirhriften werdpn nicht tückgetandt. Bei limtllrrhen Anfragen Ist das RQckport ^eliultgen. Potti''heckkonto Wien Nr. 54.608. Geichlfiislelle'- in CÜlt. M^rktplati Nr. 12, Fernruf Nr. T, und In Pettau, Ungariorgaica Nr 2. Pamnif Nr. 89 Erichelnt werktäglich al- Morgenieitung. Becugsprela (Im roraut tah.bar) moi.atlich RM 2,10 elnschllaBllrh 19,8 Ppi Poitteltungsgebflhri bei Lieferung Im Streifband zuiöglich Porto; bei Abiiolen In der Geschaftsitell« RM 2,— Alireich d-jrch Post monatlich RM 2,10 (einich' '9,f Rpf Postieitvngsqebühr) und 36 Rpf Zuitell-gebühr. Elnielnummera werden nur gegen Vorelniendunn dei Plnrelpreisei und der Portoautiagen zugesendet. Nr. 114'115/116 — 83. Jahrgang Narburg-'Drau, Samsfag/Sonntag/Montaj^, 24./25./26. April 1943 Einzelpreis 13 Rpf Wieder 16 Handelsschiffe mit 121300 brf versenkt Darunter mehrere vollbesetzte Truppentransporter, zwei Zerstörer und ein Unterseeboot — Vergebliche Angriffe unter schweren Verlusten für den Gegner gescheitert Führerhauptquartier, 23. Aprl! Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An dei gesamten Ostfront fanden gestern keine nennenswerten Kampfhandlungen statt. Die Luftwaffe führte In der vergangenen Nacht einen schweren Angriff gegen den Marinestützpunkt Poll an der Schwarzmeerküste. An der tunesischen Westfront sind heftige örtliche Kämpfe im Gange. Bei dem am 22 April gemeldeten erfolgreichen Angriff wurden mehrere Hundert Gefangene eingebracht, fünf Batterien und 50 Kraftfahrzeuge erbeutet oder vernichtet. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge zersprengten In überraschenden Tiefangriffen Panzerbereitstellungen und Kraftfahrzeugkolonnen des Feindes. Die mit weit überlegenen Kräften geführten Angriffe gegen die deutsch-italienischen Stellungen an der südtunesischen Front scheiterten auch gestern unter schweren Verlusten des Gegners. Sowjetflugzeuge warfen In der vergangenen Nacht planlos Sprengbomben auf ostpreußisches Gebiet. Zwei der angreifenden Bomber wurden abgeschossen Wie durch Sondermeldung bekanntge* geben, erlitt der feindliche Handelsschiffsraum im Mlttelmeer und im Atlantik neue schwere Einbuße. Im Kampf gegen stark gesicherte Geleltzttge versenkten unsere Unterseeboote wieder sechzehn Handelsschilfe mit 121 500 brt, Dr. Tiso vom Führer empfangen ^ D«r Wetf der Slowakei immer an, der Seite der Achsenmächte Führerhauptquartier, 23. April Der Führer empfing heute den slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso, der mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tuka, Innenminister Sano Mach und Verteidigungsminister Catlos zu einem Besuch Im Führerhauptquartier eintraf. Der Führer hatte mit Dr. Tiso eine von herzlichem Geiste getragene Aussprache über die Fragen des europäischen Frei- heitskampfes unserer. Völker gegen den Bolschewismus und die engNsch-amerl-kanlschen Plutokraten. In den Besprechungen, an denen der Relchsminiiter des Auswärtigen von Ribbentrop und GenOTalfeldmarschall Keitel, von slowakischer Seite Ministerpräsident Dr. Tuka, Innenminister Sano Mach und Generai Catlos teilnahmen, kamen die Kameradschaft und Freundschaft zum Ausdruck, die die Beziehungen des Reiches zum slowakischen Volk bestimmen. Die Slowakei kämpft mit den tapferen Verbänden ihres Heeres an der Seite der deutschen Armeen und wird im Bunde mit den Dreierpdktmächten ihre ganze Kraft für den Endsieg einsetzen. Der deutsche Gesandte in Preßburg, Ludin, der slowakische Gesandte in Berlin, Cernak, und der deutsche General beim slowakischen Verteidigungsministerium, General Schlieper, nahmen an dem Besuch Dr. Tisos im Führerhauptquartier teil. transporter sowie zwei Zerstörer and ein Unterseeboot. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. In weit auseinandergelegenen Seegebieten des Atlantik, in den Gewässern Grönlands, Neufundlands, der USA und Westafrikas, haben deutsche Unterseeboote. wie durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde, den feindlichen Nachschub wiederum schwer getroffen. Wie seit Jahren, so stehen sie auch in diesen Monaten bei wechselnden Angriffs- und Witterungsbedingungen mit zähei Verbissenheit im Kampf gegen stärkstens gesicherte Geleitiüge. Boote, die ihre Torpedos verschossen haben, kehren zurück oder werden auf See von unseren Versorgungsbooten zu neuem Einsatz ausgerüstet. Andere stoßen, von ihren Stützpunkten kommend, zu Ihnen, darunter mehrere volllMsetzte Truppen- um gemeinsam gegen die von Zerstö- rern, Korvetten, großen mehrmotorigen Land- und kleineren Bordflugzeugen gesicherten Nachschubgeleite des Feindes zu kämpfen. So gelang ihnen im Nordatlantik o. a. die Versenkung eines großen, schwer beladenen Schiffes, das aus Kanada kam und mit Grubenhol« für die englische Bergbauindustrie voll beladen war. Tage nach der Versenkung war die See im Umkreis von vielen Meilen mit Holz bedeckt, d«i von' der großen Deckladung stammte, die beim Untergang des Schiffes zum Aufschwimmen gekommen war. Ihren Torpedos fielen ferner drei große, tief beladene Munitions-dampfer zum Opfer, die infolge ihrer hochexplosiven Ladung im Augenblick der Torpedoexplosion völlig auseinandergerissen wurden. Bei einer am hellen Tag erfolgten Torpedierung war zu beobachten, Wie einzelne Besatzungsmit-glieder des torpedierten Schiffes durch Das gerechte Urteil wird gesprochen Mordbrenner werden nicht als Krie^s^efanifene l)ehandelt — Eine Erkikmnj der japamschen Regieriin]{ panische Regierung beabsiAtigt, diejenigen Besatzungsmitglieder der feindlichen Flugzeuge, die nach elneift Luftangriff auf Japan, Mandschukuo oder von Japan besetzte Gebiete in Gefangenschaft geraten und die unmenschli* chen Verhaltens bei Ihrem Angriff füi schuldig befunden wurden, vor einem Militärgericht als Feinde der Menschheit schwor zu bestrafen. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, sie schwer zu bestrafen, weif sie an militärischen Opera-•ionen teilgenommen haben, wie die imerikanische Regierung unterrichtet ■.Vörden sein will. Diese von der japanischen Regierung ergriffene Maßnahme zielt darauf ab, die Schrecken des Krieges nach Tienschlichen und moralischen Gesichtspunkten auf ein Mindestmaß zu beschränken. Die Mitglieder der amerikanischen Flugzeuge, die am 18. April 1942 Japan angegriffen haben und in Gefangenschaft gerieten, bombardierten 'edocli mit Willen nichtmllltärlsche 'Einrichtungen, wie Hospitäler, Schulen isw,, bzw setzten sie in Brand und griffen Zivilisten an, die weit von militä-isfhf^n Einrichtungen entfernt waren. 'esonflers verdammenswürdig ist die folsache. daß' sie auf %einem Srhulhof pip'endp Kinder, obwohl sie diese als •olch" erkannt hatten, absichtlich mi) h'rn M i«srhinenqewehren angriffen und töteten bezw. verwundeten. Die er- Tokio, 23. April Wie der Sprecher der Regierung. Horl am Freitagabend bekanntgab, hat diu japanische Regierung eine vom 12. April datierte Mitteilung der Regierung der Vereinigten Staaten erhalten, in der Washington gegen die angebliche Mißhandlung amerikanischer Flieget protestiert, Dieser Vorgang ist im übrigen, wie Hori betonte, von Roosevelt und anderen amerikanischen Persönlichkeiten zum Anlaß genommen wor den, um eine große Agitatlonsmachc gegen Japan zu starten, dem man Verletzung der Genfer Abkommen vorwirft. In düsteren Farben versucht man der Welt ein Japan vor Augen zu malen, das alle Prinzipien der Menschheil mißachtet. Allerdings hat man vorsichtshalbe, das amerikanische Volk nicht über die wirklichen Voigänge und Tatsachen unterrichtet Japans Haltung in diese Frage geht klar aus den beiden Pro klamationen vom 19. Oktober 1942 her vor, wonach alle f'^indlichen Flieger, die sich unmenfichlichor Aktionen bei Luft angriffen schuldig machon und gefan gen werden, zum Tode verurteilt bzw schwer heUraft werden. Am 17 Dezember 1042 hat die japa nische Rr^ierunq der Regierung de Veieiniglen Staaten folgend? Mitteilunn zukommen lassen: »Die Kaiserlich Ja- PK-Aufnahmu! Kricjjsbericljter Sctimacli (Wb) Betm Panze tpgtmenl (»GioUdeutschland« Der Inspekteur der Panzerwaffe, Generaloberst Guderlan, besichtigte an det Ostfront das Pnn'/erregiment »Croßdeiitschland« in Begleitung seines Kommandeurs, Oberst d. R. Graf Strachwitz, dem der Führer vor kurzem die Schwerter Eichenlaub des Ritterkreuzes verlieh wähnten Mitglieder der Besatzung gaben diese Tatsachen zu. bezeichneten dieses Vorgehen als selbstverständlich und bereuten dieses ihr Vorgehen in keiner Welse., Die amerikanische Regierung muß verstehen, daß derartige Männer Feinde der Menschheit und unverzeihliche Verbrecher sind. Die japanische Regierung kann daher solche Verbrecher nicht als Kriegsgefangene behandeln. Nachdem ihre Schuld auf Grund der Ermittlungen eines Kriegsgerichts klar erwiesen war, wurden sie gemäß den militärischen Bestimmungen zum Tode verurteilt. Das Urteil ist jedoch bei den meisten von ihnen abgemildert und nur gegen einen Teil von Ihnen vollstreckt worden. Die japanische Regierung beabsichtigt, alle diejenigen Besatzungsmitglieder feindlicher Flugzeuge wie Kriegsgefangene zu behandeln, die nach Luftangriffen auf Japan, Manschukuo und die anderen Operationsgebiete in Gefangenschaft geraten und sich keine unmenschlichen Aktionen zuschulden kommen ließen. Der Sprecher der Regierung wies ergänzend darauf hin, daß beispielsweise amerikanische Flieger, die nach einerr Luftangriff auf Hongkong In Gefanger schaff geraten sind, wie Kriegsgefan qene behandelt werden. Die japanisch Regierung könne jedoch niemals zuge ben, daß feindliche Soldaten lediglich durch das Tragen einer Uniform immun sind gegen eine Verantwortung für ab sichtlich begangene unmenschliche Ak tionen. die Wucht der Explosion mehrere hundert Meter hoch geschleudert wurden. Unter diesen Schiffen befand sich auch eines der in den USA gebauten 7000 brt großen Notschiffe. fm Atlantik trat ferner der nicht alltägliche Fall ein, daß eines unserer Unterseeboote ein feindliches Unterseeboot torpedierte und versenkte. Besonders erfolgreich aber waren unsere Unterseeboote im Mittelmeer, wo sie mehrere große, vollbesetzte Truppentransporter versenkten, Unter diesen ehemaligen Luxusdampfern, die heute, mit bizarren Tarnanstrichen versehen, zum Überseetransport für Truppen Verwendung finden, befand sich auch ein vollbeladenes Schiff von über 20 000 brt. Einer der Sicherungszerstörer, die diese Truppentransporter geleiteten, wurde ebenfalls versenkt. Das Ziel dieser großen Schiffe waren nordafrikanische Häfen. Für den Gegner gingen dabei nicht nur Truppen, sondern vor allem wertvollster, zur Zeit nicht ersetzbarer Spe zialschiffsraum verloren, ein Verlust, der sich nachteilig auf die Truppentransporte an die überseeischen Fronten auswirken muß. Ritterkreuz für erfolgreichen Stukaflieger Berlin. 23. April Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Scha-landa, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader. Oberleutnant Hans Schalanda wurde als Sbhn eines Postbeamten am 7. Februar 1921 In Wien geboren. Als Sturz-kampfflleger zuerst gegen Malta, dann in Afrika eingesetzt, versenkte er im Hafen von Tobruk ein 4000 brt-Fracht-schiff Im Kampf gegen die Sowjetunion vernichtete er u. a. 23 feindliche Panzer sowie 26 Flak- und Artilleriegeschütze. Außerdem setzte er durch Volltreffer zwei Panzerzüge außer Gefecht und bekämpfte erfolgreich feindliche Kolonnen, Tnfanteriestellungen, Munitionslager und Bereitstellungen. Neuer kroatischer Außenminister Agram, 23. April Der kroatische Staatsführer hat den bisherigen bevollmächtigten Minister und Gesandten in Berlin, Dr. Mile Budak, zum Außenminister ernannt und den bisherigen Außenminister Dr. Mladen Lor-kowitsch von seinen Pflichten entbunden und ihm gleichzeitig den Rang eines bevollmächtigten Ministers verliehen. Dr. Mile Budak gilt ferner als einer der bedeutendsten Schriftsteller im Lande. Wo sind die 350000 Polen? »Wer noch von sowjetischer Kullurmission spricht, bedarf dringender Pflege in einer Irrenanstalt« Berlin, 23, April Der jüdisch-bolschewistische Massenmord im Walde von Katyn wird in der Weltpresse immer noch lebhaft erörtert. Dabei kommt zur Sprache, daß die Sowjets noch mehr Menschenleben auf dein Gewissen haben. So wird qus Teheran bekannt, daß im Jahre 1941 zwischen dem polnischen »Oberbefehlshaber« In Teheran und den sowjetischen Behörden ein Abkommen getroffen wurde, demzufolge im Nahen Osten eine polnische Armee von 400 000 Mann gebildet werden sollte, die sich damals in der UdSSR befanden. Bisher aber kamen nur 30 000 bis 40 000 polnische Männer und rund 15 000 Frauen und Kinder über Astrachan und den Kaukasus nach Teheran. Sie befanden sich In einem beklagenswerten Zustand. Kaum jemand besaß einen Mantel, obwohl es harter Winter war. Von den 100 000 Frauen und Kindern, von denen die Sowjets behaupteten, sie befänden sich noch in der Sowjetunion, hat man nichts mehr gehört Die Sowjetbehörden antworteten auf Reklamationen, daß Transportschwierigkelten die Ausreise bishei verhindert hätten. Es sprechen also alle Anzeichen dafür, daß die Bolschewisten weitere 350 000 Polen ermordet haben. Die »Goetheborgs Stiftstidning« erklärt, wenn schwedische anglo-sowjeti-sche Demokraten von der ersehnten deutschen Niederlage und der Befreiung des unterdrückten Norwegen sprechen, so sei ihnen kurz und bündig zu antworten: »Katyn!« Wer noch Europa und Schweden der sowjetischen Kulturmission mit amerikanischer Beimischung zur Verfügung stellen wolle, bedürfe einer dringenden Pflege in einer Irrenanstalt Gesetz .des Handelns Ostern 1943 im Kriegsgeschehen R. K., Marburg, Ostern 1943 Wieder einmal schickt sich die Natur an, ihr Frühlingskleid anzulegen und wieder einmal blickt das deutsche Volk zurück auf einen harten Winter, hart Im Kampf, hart aber auch an Entbehrungen, die von der Front wie von der Heimat getragen werden mußten. Doch all dies wird von der sieghaften Sonne überstrahlt und so ist Ostern 1943 Abschluß und Beginn zugleich Abschluß einer harten Zeit der Bewährung des deutschen Volkes und der mit ihm verbündeten Länder, Beginn eines neuen Jahresabschnittes, der abermals den Kampf in all seiner Härte in sich schließt. Es Ist eine für diesen Krieg besonders bezeichnende und selbst von unseren Gegnern überaus ernst genommene Begleiterscheinung, daß trotz des gewaltigen Ringens an allen Fronten bei dem jungen Europa eine vollkommen pollti-schfe Neuordung einherläuft, die zu einem gewissen Teil ihren Ursprung in der Aktivität unserer Land-, Luft- und Seekriegführung findet, andererseits aber in volleK Selbständigkeit die Entscheidungen der uns verbündeten Völker reifen läßt, an dieser rasch voranschreitenden Neuordnung, die schon weite Formen angenommen hat, mitverantwortlich und mitbeteiligt zu sein Der Kampf zwischen den Mächten der Achse und den anglo-amerikanischen und bolschewistischen Kriegstreibern spielt sich Ja auf einem durchaus begrenztem Raum ab: an der Ostfront, an der die Sowjets ihr weitqestecktes Ziel der Winteroffensive trotz Einsatz der größten Mittel an Menschen und Material nicht erreicht haben, in Tunesien, das als Brückenkopf im Mittelmeer stärksten Feindkräften gegenüber gehalten wird, in der Luft, wo unsere Gegner Immer wieder schwerste EinbiiRen erleiden und ihren Traum von der Beherrschung des Luftraumes schon längst abgeschrieben haben, und auf See, wo man selbst in USA zugeben muß, daß es möglich wäre, daß hier der Krieg verloren wird. Das eigentliche Kampffeld dieses größten Völkerrinqens aller Zelten aber erstreckt sich weltweit und Japan als die formende Macht Großostasiens ist gleichfalls so in dieses Kriegsgeschehen einbezogen. Vergessen seien nicht die Länder auf den Kontinenten außerhalb Europas, die von England. USA und dem Bolschewismus als Spielbälle Ihrer Meinungen ausgesucht wurden. So hebt in diesen Ostertagen, be stimmt durch Empfänge der Staatsmänner beim Führer, über den europäischen Raum hinaus das große Erwachen an, wie eine leuchtende Fackel, wie ein Fanal der Freiheit, einer Freiheit, die ihren edelsten Kern in sich trägt. Dieses Ja zur klaren Führung ist es, daß auch in der kommenden Zeit harten Kampfes um das Bestehen eines neuen Europa und einer neu sich formenden Welt den Marschtritt bestimmt. Diese in sich geeinten Völker wissen, daß wie der einzelne Mensch so auch ein Volk auf die Dauer nur dann bestehen kann, wenn es sich seiner gesammelten Kräfte immer bewußt ist und sie in richtiger Erkenntnis der Lage einsetzt. Und dieser Wille, dieses Bewußtsein der inneren Kraft und Einheit, dieser unbedingte Glaube an die Führung geben uns an dieser Wende des Kriegsgeschehens in den Ostertagen die Gewiß heit des Endsieges Herausgeboren aus diesem Willen nimmt das junge Europa die Parolen der Feindstaaten nicht mehr unbesehen hin. Man weiß heute, was es heißt, wenn ein Roosevelt von Demokratie und Freiheit der kleinen Völker spricht. Diese Demokratie war immer nach echt liberalistisch-plutokratischer Art nur ein Deckmantel iür die Allmacht des Geldes, der durch das Pacht- und Leihgeselz so gründlich gelüftet wird, daß selbst die noch nicht beteiligten Zuschauer dieses gerissenen Tarnungsspiels in Schrek-ken versetzt werden und um ihre Freiheit bangen. In Syrien wie im Tran und im Irak kamen nach den Engländern, die sich in den Besitz des Landes setzten, um es nun USA zu überlassen, die Juden und verlangten die reichsten Gebiete für sich. Und wenn sich der Zio-nistenführer Chaim Weizmann erst kürzlich wieder anschickte, auch in Nordafrika seine Rechte zu fordern, so sagt dies genug, wie die Volksherrsrhaft der Demokratie aussieht, die übrigens durch ihre mörderische Krieqführung an unschuldigen Frauen und Kindern und an dem Gewaltiegiment iu Indien zeigt, wie 2 i|r Nr. II I 115 116 ♦ SdniL ^ iui.L ^ h ?. den Völkern die »Freiheit« bringt ' \ .)ii um »1 ii'iULnlaten« der diigio-aiaa-u..uui&i.iien Moidbrtaner bis zu der buu^ des Grauens im Walde von Katyn ist nur ein Schritt und man kann es versli .icn, djfl"*ich England, USA und der ßnlschtv^ .smus als Veibundete zu-siimrn';ifßndcn, denn ihre Kriegszicle s.nd diü gleicnen: Vernichtung aller Kultur in Luiupa durch Moskau und die lltiriühalt dc.T Dollars über die Weit. Limd lolg^n d.c Volker, die sich mit diesen dunklen Machten verbanden, dem Wecj ins Verderben. • DL'ut:.chlünd und das junge Europa .vir.sen, daß man Hitler sagt und das cfutatjie Volk meint. L>ie Phrasen von Fie.he.t, Se i ifbibLm'nung, Erschließung d-r Roh^jlul.'ü für alle, usw. ver-f.inf) II niclit nu'lir. D.e Stimmen aus L'mk1i.)h und Washington sagen es im-ni 1 wieder: m wll bis zur Vernich-tuiiq D'^utschlar'd.s kämplen, bis zur Prti^qähe d-""« Rciches in Europis M.tte an den Rolsrhrwismus,- bis zur restlosen Aufteilung in Meinstaaten, die, wenn nicht St\i!in hörig, bei Churchill und Ri osevelt nnfriigpii, was sie tun und lassen diisicn, wo der Jude die Volk'^inei'iung macht und der Nutzen aus ilcin Si l\w('iße df"? deutsthon .^rbei-tiTs in aiiK iik.inisciie .'Vktionäislaschen flit-ßt. Das deutsche Volk, des Endsieges ge-AVi.-ier dem je, weift, daß seine Ge-scluosscnh's.' die unüb'^iwindliche Krafl ist die seihst nach Räckschlagf^n im qn Ren Kampfgnschehen an den Fronten der Führer in die Waagschale ■Wirft. Darauf beruht das große Vertrau en-verhäMnis zwischen \do!f Hitler und seinem Volk und zwischf^n ihm und den Sl i'iten der Arhsenmächte, die sich schicksalshaft m.t ihm und dem deu.t-srh'ni Volk verhunden wissen. Wenn der Führer befiehlt, so ist es nicht wie bei den jinglo-amerikanischen Kriegstreibern, v/o der Mcinn des Volkes glaubt fürs Vaf°rlcind zu kämpfen, während er für den K issensrhinnk in den Tod geschickt wird, oder wi^. bei d^n Sowjets, WD unwissende, ribgoslumpfte Massen vor die Kanonen cirtrieben werden. \\'"nn der F'ihrer bclirblt, so bedeutet dies den hcj^hsten EnHchhiß eines Volkes, dis, frr lauf der Vergangenheit durch die fü '• rh phifnkratisrhen Mächte dii'selhen. die uns nnrh jetzt den Krieg fuifdrännten. um dir Priichte seiner Ar-Iv it tietroqen,» nnn den gewiß harten aber einzin richlirien Weq erkannt hat, der zu seiner nnri seinor Kinder Freiheit fiibrt; Vr'nichMu"! rlfs Bolschewismus, pMisatz fil'er K'^äftp d"'^ Volkes fOr d| rl'^n Hndsii^n. in Hem im srh'cVsnlb'if'"n ,] ih' n43 all unser Hoffen besrhinespn 'iPf|t. Die asiatisclicn Nationen - eine geeinte Macht . Britisch-amerikanischer Angriff zerschellt am entschlossenen Widerstand PolitisciiB Hociiefischau Bangkok, 21. April ' Unterstützung des Kaiserthrones, ist am De-- japanische Minister lur Ciroßod- Freitag in Anwesenheit de» Tenne zum as eil Kazuo Aoki, gab vor der thaik n- Erziehungsminister ernannt worden. Seit dischen Presse eine Erklaiung ab. Er der letzten Kabinettsveränderung hatte rühmte darin die thailandis( he Regit'- M.nisterpräsident Tojo das Kulturmini- rung und das thailändische Volk vvregen sterium mitverwaltet, der Verwirklichung ihrer nationalen Japanischen AuBenpoIitlk Ideale und erklarte: «ührie eine Emi- beibehalten« gunq sind die asiatischen Nationen nicht , , , imstande, den Mißständen entgegr nru- ' Sprecher des Informationsamtes, treten, die seit einem Jahrhundert durch Hori, bezeichnete in einer Pressebesp.e- die britisch-amerikanischen Angriffs- chung die neuen Kabinettsmitglieder als handhingen entstanden sind.« Aoki hob »sehr fähige Staatsmänner«, Auf die hervor, daß das japanische Imporiurn Frage, ob eine Änderung in der Außen- und seine Verbündeten Jiorcits eine un- politik Japans zu erwarten sei, erwiderte besiegbare Struktur errichtet und H'.lis- er, daß der bisherige Kurs beibehalten quellen erworben haben, die unmittel- werde Außenminister Tani habe bar für den Kriegseinsntz verwendet rend der letzten anderthalb Kriegsjahre werden. Das japanische Imperium sch itrt Hervorragendes geleistet. Außenn^nister die Mitarbeit Thailands angesichts eines Schigemitsu sei der kommende führende glücklichen Abschlusses des Krieges und werde nicht zögern, in größtmöglichem Umfange zur Entwicklung des thailändischen Wohlstandes beizutragen. Höchste thailändische Auszeichnung für Aoki Dem zur Zeit in ßangkog weilenden japanischen Großostasienminis'er Aoki wurde vom thailändischen Premierminister die höchste thailändische Auszeichnung, dl Orden vom Weißen Elefanten verliehen. Japans Ka*"inclt trst zussRimen Tokio, 23. .Apri! Das japanische Kabinett trat nai h seiner teilweisen Umbildung am Freitiig-morgen zum ersten Male zusammen. Ministerpräsident Tojo legte den Zweck der Regierungsumbildung nälier dar und bekundete in seinen Ausliihnnujen den unabänderlichen Willen zur Weiterführung des Krieges bis /um siegreich< n EiKle. Bei der Umbildung des japnni-schen Kabinetts wurde zum Land'.virl-schaftsminister Yamazaki ernannt, doi schon im Jahre 1934 und 1937 l.'indwirt-schaftsminister war. Viscoiint Nagak igo Okabe, Mitglied des Oborbfu^ps und Diplomat. Seine Ernennung werde auch Hanoi und besonders in Nanking Freitag, 18. April: Die Sowjets führherzlichst begrüßt. Auf Schigemitsu sei weitere schwere Angriffe gegen 1 Kuban-Brückenkopf, die restlos abgewiesen wurden. — An' einem Tage verlor der Feind an der Ostfront bU Plugzeuge. — Der Massenmord von Ka-tyn wird von der neutralen Welt gleich-^ ...... „ , . , f«'l» mit Abscheu aufgenommen und Der militärische Rat der Nationale- ^chärfstens verurteilt. im wesentlichen die Rückgabe der Kon Zessionen zurückzuführen. Chinesische Milltärdelegation nach Tokio chtsandt Nanking, 23. April gierung beschloß, eine militärische Delegation zum'Studium der allgemeinen und der militärischen Lage nach Japan zu entsenden. Tag der Erstürmung von Corregldor wird philippinischer Feiertag I Samstag, 17. April; Bei Terrorangril-fen auf Süddeutschland verlöten die britischen Mordbrenner in einer Nacht 81 Flugzeuge. — In Tunesien und an der Ostfront keine wesentlichen Kampfhandlungen. — Rege Aktivität herrschte Wie aus Manila berichtet wird, hat im Kanal, wo es zu kleineren Gefech-die philippinische Verwaltung beschlos- ten zwischen unseren Küstenslcherun-sen, den 7. Mai, den Tag der Erstürmung - gen und feindlichen Einheiten kam. — von Corregidor durch die Japaner, als Der neue Panzer »Tiger« hält einer Gedenktag für die Neug^urt der Philippinen zu bezeichnen und ihn alljährlich im großen Stil zu feiern. Kampf um Brückenköpfe Es gehört zu einer der Merkwürdig-kt'itrn dieses Krieges, daß er die Anspannung aller Krälte in Großoflen-siven dtjwechselt' mit Kampfhandlungen auf veihdltnismaßig kleinem Raum. Im Augenblick konzentriert sich das Ringen dieser Tage 6m die beiden Brük-Iter^köpfe in Tunesien und am Kuban. Obwohl ^ch diese Kampfplätze niml 25 10 Kilometer voneinander entfernt befinden, ist ihnen doch vieles gemein-f im Tn beiden Fällen versucht der Feind l'^n deutschen Widerstand zu brechen, 'im diira.it die Grundlage für zukünftige, woUer reichende straregische Planungen ,'u scbjiffpn. In beiden Fällen kämpft n'ne vei^ältnismäßig klein« Zahl von TriipponVontingenlen der Achse in fjiin'^Ügrn Verteidigungsstellungen ge-qon den angreifenden und deshalb ört-Mch numchnial überlegenen Feind. Es kann im einzelnen keine bedeii-ondf Rolle spielen, ob örtliche Angriffe bn v.rbrt oder im Gegenstoß unwirk->ui grnirirht werden. Allein die Tatsa- einer der Direktoren der Bewegung zur che, des Besiehens von Brückenköpfen Betrogene Todesfahrer Der Heuervertra^ eines norvvc'^'S''hen Seeraanns als Beweis britischer Hinterlist 739 PoTib<>r! A^'rts Ei'qland und rlio .USA in diesem Jahr bisher allein übei Europa verloren Horlin, 23. April England und die bh.A bezahlen ihre Terroranqrille (|oqtn Europa mit stän-d g wachsenden Ver'nsten an Bomhon-fhig/cuqcn, die unspre Feinde oft genug als Höchslloiflungpii ihrer Kriegsindustrie b« zeichnet habr n. S.chon die Tat-sachn Worten: »Die Deutschen setzen jedes U-B'»cjt, das sie bauen können, ein, lim unsere Schlagkraft zu schwächen, bevor sie zum Einsatz kommen kann.« Auch der konservative Unterhdusabge- Vor kuT7em ist einer dieser norwe ischen Seeleute, Ingvart Ellertsen mit Nnmnn, dem englischen Frachtfahrt-wang entkommen. Er hat Beweise der iritisrhen Zwangsmaßnahmen und der linterlistigen Behandlung mit in die leimat gebracht. Da ist zunächst sein Teuervertrag. Dieser trägt weder Na-nen noch Unterschrift des Kapitäns, wie >s das Gesetz vorschreibt. Auch von 1er Höhe der Heuer wird in ihm kein • terbenswörtjein gesagt. Es handelt sich i!so um einen rechtlich wertlosen Wisch Er beweist, daß cfle Annahme englandfreundlicher Norweger, für die zur To-losfahrt gezwungenen Landsleule werde vnnigstens wirtschaftlich gesorgt, eine Tauschunn ist. Der Kontrakt ist in Wahrheit eine Gaunerei, denn er wurde Hotz seiner rechtlichen Ungültigkeit 7on dem Glasgower Vertreter des emi-ffiierten Königs abgestempelt und zur "iorechnungsgrundlage für die Abgaben rles Seemanns gemacht. Unter den Abgaben spielt neben der 'ioTräcbtli'~hpn Steuern eine außeror-ordenllich hoch angesetzte »Sparquote« >ine besondere Rolle. Dieser monatlich '^inbehaltene Sparabzug sollte anneh lieh dem Seemann nach Ablauf der Heu-orzeit ausgezahll werden. Die gesamten so einbehaltenen Beiträge beliefen sich bei Jahresende 1942 in London auf 1 .300 000 Pfund und in Newyork auf 2 3'11 000 Dollar, während die Steuerabzüge in London auf 1317 000 Pfund Stc'rling und in Newyork auf 2 387 000 Dollar angestiegen waren. Die erzwungenen Sparabgaben werden keineswegs für den Seemann zurückgelegt, sondern sie stehen, wie vor kn^7em die sogenannte norwegische Exilregierung bekanntgab, der engli-chen und amerikanischpn Regierung ur Erhöhung ihres Kriegspotentials nr Verf'iqiing. Von den Steuern aber ebt die Emigrant^nregierung. verhindert weitergehende Planungen, weil Brückenköpfe immer als Pfahl im Fleische Oes Gegners erhebliche Feindkräfte binden und darüber hinaus eine ständige Bedrohung darstellen, Die Berichte clL^Oberkommandos der Wehrmacht lassen klar erkennen, daß in beiden Fällen dem Feind irgendwelche Operationen großen Stiles nicht gelungen sind. Entweder hat der Feind also keine Möglichkeiten zum Ansatz größerer Opera- ersten großen Bewährungsprobe an der Ostfront stand. Sonntag, 18. April; Reichsverweser von Horty wurde vom Führer empfangen und anläßlich der Besprechungen volles Einvernehmen zwischen Deutschland und Ungarn erneut betont. — Bei Einflügen ins Reich erlitten die Briten abermals schwere Verluste. An den weiteren Kriegsfronten keine wesentlichen Ereignisse — Im Lauf von zwei Wochen verlor der Feind in Tunesien über 200 Panzer. Montag, 19. April: Am Vorabend d<^ Geburtstages des Führers bringt das deutsche Volk durch seinen Sprecher Dr. Goebbels Adolf Hitler die Grüße und Wünsche. — Während an den Lionen, oder aber er hält es für lalsch, Kriegsfronten zu Lande Ruhe herrschte, stärkere Kräfte an einzelnen Punkten j^m es vor der niederländischen Küste zu konzentrieren und sich dadurch an yy Hnem Seegefecht, bei dem ein hri-anderen Stellen zu schwächen. Im Au-1 tische« Artillerie-Schnellboot versenkt genblick ist noch nicht zu erkennen, in welcher Form der Feind die sich aus | 20. April: Der Geburtstag des dieser Lage für ihn ergebenden Schwi^ I p^hrers stand im Mittelpunkt des Tages-rigkeiten zu beseitigen versuchen wird. _ Norwegens Minister- Sicher ^ber ist, daß cier Kampfgeist der p^äsident Quisling wurde im Verlauf der an diesen Brückenköpfen kampfenden ^ Staatsmänner vom Führer deutschen Truppen und ihrer Verbün-. ^ V ^ Stellungen deten den .Absichten des Feindes ent- , Noworossljsk liefen die Sowjets gegensteht. Inzwischen können »ich i _ ,73 Flugzeuge verloren deutscherseits in niler Ruhe Operationen jjg Bolschewisten innerhalb von vier iinbahnen, von denen anzunehmen ist, daß sie den F"ind ftn besonders erop-findllchen Stellen treffen werden, Zwölf femdliche Flugzeuge abgeschojsen Rom, 23. April Eter italienische Wehrmachtberioht gabt Ubkaiiüt: Im Südöbs'chnitt der Tunesden-Front nalun am gestrigen Tage der starke feindliche Druck zu, dem sich unsere Einheiten in wiederholten Gegenan-griilsunternehnieii entgegenstellten. Unter unseren Einheiten verdient die unter dem Befehl von General Falugi stehende Division »Pistoria« besondere Erwähnung, deren Infanteristen mit uner-schüttei lieber Festigkeit die Wiederholten Angriffe üherlßgener britischer Streitkräfte aufhielten. Auch im Westabschnitt, auf den der Feind seine Offensive ausdehnte, sind heftige Kämpfe im Gange, Tn Luftkämpfen schössen deutsche Jäger sechs Flugzeuge ab. Des weiteren wurden vier Spilfires von unseren Jägern," die als ßcMleckung eines Luftge-icits eingesetzt waren, vernichtet. Feindliche Fhigzeiige unternahmen einen Einflug auf Syrakus, wobei drei Zivilpersonen getötet und dreizehn verletzt wurden. Die Schäden sind gering. Auch auf Carloforte (Cagliari) sowie auf die Umgebung von Catancaro und Ragusa wiirtion einige Bomben abgeworfen, durch die insgesamt vier Personen getötet und vierzehn verletzt wurden. Von Flakbatterien wurden zwei Flugzeuge abgeschossen. Eines stürzte östlich von Syrakus ah, das andere stürzte bei Poccallo ins Meer. ■Ä-Tr'V- Karikatur: ßutir^Dehncn-Diend ITaiis der lllusioneii »Was meinen Sie, meine Herren, wie hiiitt;! dieser Muuer geuibeitut wiidU ordnete Outhhy weiß durchaus kein Lohlieb zu singen, wenn er eingesteht; >-Von der Schlacht auf dem Atlantik hängt nicht nur der Ausgang dieses Krieges, sondern das Schicksal der ganzen Welt ab.. Er meint welter. ,l,e " |„ Osten, in, April 1<(43 bereits so groll. 'Stdr' beflißt gebrannten l.iucrn sowjetische Scharfschützen. Ex-plos'v(fcschoÖc spritzen umher Sowjeti-sclie Pak steht getarnt hinter Häuserlrüm-mrrn, das reißende Bersten ihrer Spreng-f»rnnalen ertönt. Surrende, jaulende Split- „___________________ _________, ,________öplit- sich gleichfalls mit dem U noot-Pro')!'n 1 Hafgct^en an die Hausmauern K^alk-und schreibt; »Welche Schlug/eilen d.i'h auf die Lungert, Sand immei die englische Tagespresso zieren, Deutschland führt seine Olli nsive der U-Boote von Tag zu Ttig erlolgreichei weiter. Diese Oflensive kann den Deiit-srhen gleichgültig, was sich an Lind an militärischen Vorgängen abspielt, den Sieg bringen Die Gefährlichkeit des U-Boot-Krieges ist der britisthen Öffentlichkeit allmählich durch den ständigen Hinweis in Ministerredeii fn Fluisch und Blut übergegangen, so daß man schon gar keine genauen Einzelheiten mehr braucht, um sie zu glauben.« In einem Jahr 12 000 Reparaturen allein auf USA-Werlten Stoikholm, 23. April Dt Vorsitzende des Rates ilci USA-Schiffbauer gab am Donnerstag bekannt, d.e nordamerikanischeii WerlitMi luittcn im vergangenen Jahre 12 000 Stliiile repariert. Der weitaus gröl^'e Teil dieser reparaturbedürftigen Schilfe dürfte semi-Schäden durch deutsche Flieqi'ittoinben, Hinen und Torpedos eriialteu haben. kn!r.'.cht zwischen den Zähnen, Vor uns c'as Ratlern, Mahlen und Knirschen der sowjetischen T 34 ZwöHzylindrige Motoren springen heulend an, ihr Lärmen erstirbt wieder. Panzerkanonen brüllen auf. Unsere Waffen, von der Pistole bis zur schweren Feldhaubitzc, antworten Unsere Stukas kreisen in der Luft wie stählerne Bussarde, plötzlich stürzen sie herunter wie mit vorgestreckten Klauen. Wir sehen die Bomben schräg heruntersausen, Deto-nfitionen wirbeln haushohe, brandrote Zie-gi Isteinstaubsäulcn empor. So werden die stark ausgebauten Feindstellungen in den Straßcnziigen zerhämmert und zermahlen, bis sii; sturmreif sind. Jeder ist auf sich iilbsf gestellt. Der Tod lauert tückisch iibcrall Handgranaten krachen, Türen si^lltern, Fensterscheiben klirren. Die Straße ist besät mit Giasspiiltern. Das Glas knirscht und kracht unter den ge-nnf^elten Stiefeln der Grenadiere. Hart vor der Hausecke tackt ein deutsches Maschinengewehr, Immer wieder. Keine 300 Meter davor steht eine sowje- tische schwere Pak. Die Bolschewisten haben unsere MG-Slc!lung erkannt. Die MG-Schützen 2 und 3 sind schon ausgefallen. Der Sturmmann, MG-Schütze 1, hält einen verlorenen Poeten. Das weiß er. Die Kameraden rufen ihm »zurück!« Er versucht es.*Umsonst Sowie er den Kopf, den Arm hebt, spritzen um ihn die Splitter der sowjetischen Pakgranaten. Steinbrocken werden aus der llauswand hinter ihm herausgefetzt. Da sehen sie, wie es den Maschin^n^awehrscliützen plötzlich zusammenreißt. Er sackt wie leblos auf das MG. Nur für Sekunden jedoch. Er hält seinen blutenden linken Arm. Drei Kameraden wollen hin zu ihm. Es geht nicht. Das wäre der sichere Tod. Der Sturmmann winkt ab, er wühlt sich tiefer in den Schutt, das Maschinengewehr versinkt mit ihm Sie sehen, wie er einen neuen Gurt einführen will Er wird nicht schweigen mit seiner Waffe. Nein, er gibt das ungleiche Duell nicht auf. Er stört die Sowjets hinter dem Pakgeschütz, er hält zwischen die, welche die Granaten zureichen. Das kann er noch. Mühsam ist es, nyr mit der rechten Hand den Gurl zuzuführen, den Deckel zu schließen. Verdammt, jetzt ha1 sich der Gurt wieder geklemmt. Da preßt der Schütze seinen lahmgeschossenen linken Arm darfuf. Jetzt kl'-ippt es Die rasenden Schmerzen verbeißt er. entsichert mit der rechten Hand. Die Aussicht, hier wieder herauszukommen, ist gering, fast unwahrscheinlich, Mehr als eine Viertelstunde schweigt das Maschinengewehr, dann ^rattert ei wieder. Die sowjetische Pak feuert wütend. Diesen einzigen deutschen Maschinengewehr-schützen muß doch eine 7,62 cm Pak er-wischea, Vergeßt nicht, das ist ein deutscher Grenadierl Einer der-Besten! Der hat einen Eid geschworen. An den denkt er zwar nicht, dazu hat er keine Zeit Aber der Eid ist in ihm. Er tut still seine Pflicht,von der man nicht viel Aufhebern macht. Und in der Gefahr erst r^cht. Ein Kamerad ist herangerobbt mit einer Nebelhandgranate. Er ruft dem Sturmmann zu. »Ich schmeiße die vor dein MG, zieh dich zurück!« Er schmeißt, ein^ Detonation löst Nebelschwaden aus, grau und wolkig. Die Kameraden warten. Da kom^^r heraus, wie ^in Schatten, etwas tauoVPid, mit bleichem Gesicht und fieb-rig|a Augen. In der gesunden rechten HaM bringt er sein Maschinengewehr mit. Sich zusammenreißend meldet er sich bei seinem Gruppenführer als verwundet zum Hauptverbandplatz ab. ff-Kriegsberichter Friedrich W. Abel: PK Druck u. Verlag Marburtfer Verla|(i- u. Druckerei-Gci. m. b. H. — VcriaitileltunR Itftun BaiitnKartncr, Elaupttchrifttcilunit Antun ÜL-rtciiack, z. Z. in Urlaub, iteltv. Hauplichriflicitrr Kiihcrl Kmtzvrl alle in Marburg a. d. Drau, llnH|iasie 6 Zur Zelt für An/.eigon die Pri'Uhtlo Nr. 3 vom 10. April |141 güttiq. Aiifliitt (Irr' l.lelßruiirj doü Btalle' bei höherer Cewnit otl'>r fl"lrl"l)*it>irunrj gibt teinen Anspi ich auf Rdrkiiihluny dus Buzuij»-yutiluk. MARBURGER ZEITUNG Samstag/Sonntag'Montaji, 24./25.^6, April * Nr. 114/115'116 * Seite 3 Osterbräuche in den nntersteirischen „Büheln" Frendenieucr nnd Bollerschiefien — Schutz für Acker, Weingarten nnd Hans — Selchfleisch nnd Eier, die Osterspeisen — Und am Montag zahlt man Schulden Die Ostern beginnen für den itreng nach altem Brauch lebenden Bauern schon mit dem Gründonnerstag, an dem keine Feldarbeiten mehr verrichtet und nur Fastenspeisen eingenommen werden. Am Karfreitag treffen die Frauen in der Küche alle Vorbereitungen für das kommende Fest, während die Männer den Hof und die Wirtschaftsgebäude reinigen und aus den Weingärten die für die Feiertage notwendigen Getränke nach Hause schaffen. Karfreitag ist auch der letzte Tag, an dem die Bauernhöfe oder die Wolinhäuser geweiI3t werden, falls dies nicht schon früher, in den Tagen nach dem Palmsonntag, geschehen ist Nach Btrengcm Brauch ist es am Karfreitag verboten, warme Speisen, Most oder Wein zu sich zu nehmen. Das Wetter an diesem Tage wird als Voraussage für die Jahresernte genommen: Regen am Karfreitag bedeutet ein trockenes schlechtes Jahr, Sonne aber eine erfreuliche und ergiebige Ernte. Am Karsamstag bespreingt der Familienvater und Grundbesitzer mit dem an diesem Tag geweihten Taufwasser Haus und Stallungen, Felder und Wälder, das Vieh und die Familienmitglieder, um alle liegen Unheil und Krankheiten zu schützen. Die Kinder, meist nur die Knaben, sorgen dafür, daß sie nach der Feuerweihe ihre Holzschwämme anglimmen, sie glühend so schnell wie möglich nach Hause bringen und dann alle Räume des Bauernhofes damit beräuchern Auch das •oll das Haus vor Unglück aller Art bewahren. Karsamstag ist schon ein Festtag, an dem nur die notwendigsten Arbeiten verrichtet werden, mit denen in erster Linie die Hausfrau beschäftigt ist, Wenn dann die ersten nächtlichen Schatten des Tausendhügeltandcs zwischen Mur und Drau, seine Weingärten, Kirchen und hochragenden Schwarzpappeln sanft umhüllen, beginnt auf den grünen Rasenplätzen vor jenen Gotteshäusern, einstigen heidnischen Opferstätten, das Fackelbrennen, Es sind keine Pechfackeln, die, wie etwa in Kärnten oder Bayern, bei nächtlichem Umzug lodernd unter Gesang geschwungen werden. Breite flache Näpfe oder Schüsseln werden auf niedrigen Unterlagen so aufgestellt, daß sie bestimmte Bilder, Heneen oder Kreuze, ergeben. Wenn beim Anbruch der Nacht das harzige Kienholz, mit dem sie wohlgefüllt sind, lichterloh brennt, werden jene Herzen und Kreuze als erste OstergrüOe für weite Fernen klar sichtbar, Die Klänge alter Lieder hallen von Bühel zu Bühel, Flammenfahnen leuchten in der Osternacht Noch vor Mitternacht, der »großen Nacht«, wie der Ostersonntag bezeichnend noch heute in Erinnerung an einstige nächtliche Feiern heißt, wird es auf der rebenprangenden Anhöhe wieder lebendig. min wird das hochaufgeschichtete Osterfeuer angezündet, daß sein rötlicher Feuerschein weit ins Land hinausleuchte, auf die Häben des Donatiberges, des Wotsch und des finsteren Bachern, aber auch über das ebene Über-murgcbiet bis «hin zum Plattensee. Das Krachen moderner Polier, das dieses mitternächtliche Frühlingsfest und Sonnwendfeuer begleitet, kann seinen alten heidnischen Ursprung nicht verwischen. So weit der Rauch des Osterfeuers reicht, werden Weinj^ärten und Felder fruchtbar und vor Hagel und Mißernte verschont bleiben; die Häuser in diesem Umkreis nind vor Feuersbrunst und Blitzschlag, ihre Insassen vor Krankheit geschützt. Man sieht, diese Osterfeuer wa- ren ursprün.ftlich mehr als bloße Freudenfeuer bei der Auferstehung der Natur. Aber ein Unterschied zwischen den Osterfeuern in Kärnten und jenen der Büheln ist unverkennbar. Der Morgton des Ostersonntag, der mit dem Läuten der Glocken becjinnt, findet in den Bauernhöfen und Winzerhäusern und in den Herrenhäusern und Blockhütten alles gesäubert, verjünjlt und weihevoll, Hans und Hof, Mensclien und Vieh, Acker, Feld und Weingarten, Wasser, Wein und Feuer, vor allem aber den »Segen«, die geweihten Osterspeisen. Der große Fiechlkorb, worin sich ur'er weißem, hand({esticktem Leinwandtuch der österliche »Segen« befindet — einst Opfergaben für die Frühlings- und Fruchtbar-keitsjSöttin —, enthält in ausgesuchten Stücken alles, was der untersteirische Bauernhof zu bieten vermag: Schinken, Schweinsstelzen, Schulterstücke, Würste, Kalbsbraten, etwas Getreide, gefärbte Ostereier, Krennwurzel. Salz namentlich aber das an das Sonnenrad anspielende radförmige Osterbrot, von dem zur Förderung des Gedeihens auch alle Haustiere zu kosten bekommen, mit Ausnahme der Katze, weil sich der Böse ihrer Gestalt bei seinem Erscheinen zu bedienen liebt. Einst pflegte man den »Segen« auf Wagen zur Weihestätte, die sich oft im Freien auf einer Anhöhe befand, zu führen, Heute tragen die Mädchen den Korb am Karsamstag zur Weihe. Dasjenige, das als erstes wieder daheim ist, wird, nach dem Volksglauben, früher als die anderen heiraten. In der ersten Morgenfrühe nehmen alle Hausgenossen in neuen Festkleidern, die meist an diesem Tage zum ersten Male angezogen werden, eine Fastenspeise ein. Am Südbachern besteht sie aus gekochtem gedörrtem Obst; im Sawegebiete ist die sogenannte »Alleluja« sehr beliebt. »Alleluja« besteht aus getrockneten Rübenschalen, die in die Selchsuppe von Osterschinken eingekocht werden. Zur Zeit der Auferstehungsfeier, die heute vielerorts nicht mehr am Karsamstag, sondern in der Frühe des Oster-sonntajfs stattfindet, werden im Urwalde und südlich davon Kreidfeuer angezündet, In den Büheln zündet man Balkenkreuze an. Das PöllerschieOen hat in manchen Gebieten die Osterfeuer schon ziemlich verdrängt. Fast überall aber nehmen an der Auferstehungsfeier die Dorfmusikanten teil. Später wird zu Hause das Ostermahl eingenommen. Alle Mitglieder der Familie und das Gesinde versammeln sich, festlich gekleidet, wie sie an der Auferstehung teilgenommen haben, um den Tisch, wobei der Familienvater streng darauf achtet, daß ja ein jeder von allen eingesegneten Osterspeisen (Schinken, Eier, Krenn, Brot) ißt Und alsbald beginnen auch die Türen im Hauskeller und in den nahegelegenen Weingartenkellern zu knarren; Feuer und Glut birgt der altererbte Krug, es funkelt der Jerusalemer in den Bechern, Vorher ein Schluck Branntwein auf nüchternen Magen verleiht Gesundheit fürs ganze Jahr. Während des Ostermahles oder, wie unser Bauer gewöhnlich sagt, während des »Segens« wird auch der Osterkuchen zerschnitten, und mit ihm verlassen das Gesinde und die Kinder den Tisch. Die Kinder gehen mit den Schalen der Ostereier auf die Felder, wo während des vergangenen Jahres gestohlen wurde, um dort einige zu vergraben. Mancherorts werden auf solchen Feldern auch Stücke des am Karsamstag eingesegneten Holz-schwamms vergraben — anderswo wieder m Aufnahmen: Pfeifer, Miirbur|< Uutersleirischet Bauernhaus im Ogteillchen BlUtenschoH|ck Holzschwamm und Ostereierschalen zusammen. Glut aus dem Holzschwamm wird auf den Krautacker getragen und dort zu einem Feuer entzündet, um die Wühlmäuse, Maulwurfsgrillen und ähnliche Schädlinge von den Feldern zu vertreiben. Die Hausfrauen, hie und da auch die Kinder, streuen die Ostereierschalen um das Wohnhaus und den Bauernhof herum, damit den Schlangen der Zutritt verwehrt bleibe Auch des Weingartens, des Ackers, des Hauses und Viehs wird bei diesem Naturfest nach altem Brauch nicht vergessen. In dem Weinbauer an der unteren Mur und Drau wohnt noch etwas von einem altheidnischen Priester, wenn er bejahrt und ergraut, aber doch hochauf-gcrichtet, voll Ernst und Würde, voll Glauben und Hoffnung, mit dem köstlichsten und edelsten Saft seiner Reben den Weingarten — mit dem geweihten Oster-wasser aber Acker, Fluren und Wiesen besprengt, segnet und weiht Wciden-krän7,lein an den vier Ecken des Ackers in die Erde gesteckt, vervollkommnen den altheidnischen Ritus. Der Palmbusch aus Sahlweidenrutcn, Birke und Haselnuß, mit Hartriegel, Vogelbeere, Stechpalme und Wacholder, wohl auch mit Äpfeln und anderen Früchten, entspricht in seiner Reichhaltigkeit dem Füllhorn des unterjteirischen Frühlings als einstige unblutige Opfergabe für die aus der Gewalt des Winterriesen wiederbefreite Frühlingsgöttin. Die Weidenkätzchen dieser Palmbuschen oder »Palme« werden am Palmsonntag auf einem Teller Kühen und Kälbern zum Kosten vorgehalten, um sie vor Seuchen und anderen Krankheiten zu bewahren. Die getrockneten Zweige der »Palme« dienen im Sommer zur Abwehr des so gefürch-teten Hagelwetters, wenn mSn sie, entzündet, dem nahenden Ungewitter entgegen fächelt. Die erste Rolle aber im untersteirischen Brauchtum spielen neben dem Osterkuchen die Ostereier. Von allen Osterspeisen werden sie am sorgfältigsten zubereitet. Heute bemalt man sie meist mit Industriefarben — rot, grün oder blau; dann legt man sie auf die Ameisenhaufen, wo sie durch die Ameisen bunt, scheckig gemacht werden. Zur Ornamentierung der Ostereier werden verschiedene Blätter verwende.', in die man das Ei vor dem Kochen einwickelt; auch bereitet man aus Erika, aus Zwiebeln oder aus Erlenrinde Farben, mit denen man die Eier anstreicht — Erika färbt grün, Zwiebel grau, Erlenrinde violett — und darauf bringt man mit Wachs Ornamente an. Diese Ornamente bestanden, ehe sie durch die im Dorfgeschäft gekauften Papiermu ster verdrängt wurden, aus geometrischen oder realistischen Motiven, und diese leben noch vereinzelt im Gebiete zwischen Südostbachern und Sanntale und zwischen Radkersburg und Friedau, In den Ostereiern hat sich die Überlieferung ihrer ursprünglichen Bedeutung, als Symbole der Fruchtbarkeit erhalten. Daß jedes Familienmitglied sein Osterei erhält, ist ein alter Brauch. Die Burschen überreichen den Mädchen Ostereier, die Nachbarn tauschen sie gegenseitig mit dem Ostcrkuchen aus, und die Kinder spielen am Ostersonntag mit ihnen das Eier-hacken und Eierstoßen. Und auch bei den OstergUickwünschen gebraucht man oft die Worte »Glückliche Ostereier!« Wenn der Karsamstag dem Bauernhof und dem Besitz gewidmet ist, so ist der Ostersonntag ein Feiertag der Familie, ein Tag, an dem die Erwachsenen grundsätzlich zu Hause bleiben. Nur Kinder und Bettler verlassen am Ostersonntag ihr Heim. Die Erwachsenen besprechen bei Osterschinken und Wein — um Tren-ncrherg und Landsberg soll man ehemals am Ostersonntag nur roten Wein getrunken haben — die bevorstehenden Feldarbeiten und wirtschaftliche Fragen. Die letzten waren besonders für Schuldner wichtig; denn am Bachern und im Sanntale war der Ostermontag der letzte Tag, an dem man Schulden oder Zinsen begleichen konnte Im allgemeinen aber war der Ostermontag im untersteirischen Bauernhause ein Tag der Verwandtschaft, zu der ja auch die Paten zählen. Die Kinder besuchten am Ostermontag ihre Tauf- und Firmpaten, die gleichzeitig mit den anderen Osterspeisen für sie Eier und Kuchen vorbereitet und gewöhnlich für jedes Patcnkind im Ei oder im Kuchen eine Silberniünze versteckt hatten. Von den Eltern wurde den Paten Osterkuchen zum Kosten geschickt und als Zeichen, was für einen Weizen man in diesem Jahre zu ernten hoffte, sandten die Paten ihrerseits eigene Osterkuchen mit Glückwünschen für Gesundheit und eine gesegnete Ernte. Im sogenannten Urwalde bestand der Brauch, daß an diesem Tag die an-(jesehensten Bauern Nachbarn, die in Grenzstreitigkeiten miteinander lagen, aufsuchten, um ihren Zwist zu schlichten, wobei sie den Zerstrittenen Osterkuchen und Ostereier anboten; denn am Ostermontag sollte man niemandem die Tür weisen. Jegliches Festbrauchtum geht in seinem Wesen und Ursprung auf das Natur-leben im Kreislauf des Jahres zurück. In einem Lande, wo, wie in der Untersteier-niark, ein nordischer Winter durch einen Frühling des Südens abgelöst wird, ist die freudigfeierliche Begehung des vornehmsten Frühlingsfestes, der Ostern, umso natürlicher Was sith durch Jahrtausende im Volke erhalten hat, beweist noch heute den Reichtum einstigen Volks-brnuchtums am Feste der Frühlingsgöttir Ostara. Donner zu Ostern schützt den Bauern vor Hungersnot ' ■» < ' * / Ostereier aus ilein \iaiiviu, nach altem Verfahren gefärbt und verziert Warum bringt der Hase die Eier Von altem, deutschen Brauchtum in der Osterzeit — Germanisches Kulturgut im Frühlingsfest lebendig — Als der Fuchs noch Roteier brachte Ostern und Ostereier gehören zusammen, nicht nur in der Vorstellung der Kinder, auch die Erwachsenen halten mit Liebe am alten Brauch des Eierfar-bens fest und selbst in den ernsten Tagen des Krieges wird es wohl kaum eine Familie geben, die nicht ein paar Ostereier aui den Festtagstisch steilen wird Doch was bedeuten uns heute die Ostereier anderes als freudiges Festtagsgedenken allein? Verbinden wir noch mit ihnen ehrwürdige Gefühle und Hoffnungen? Dem Gedächtnis der letzten Generationen unserer Ahnenreihe ist der tiefere Sinn dieses alten, deutschen Brauches verloren gegangen. Denn er geht schon auf frühgermanische Zeit zurück, da das Ei als Fruchtbarkeitssymbol eine bedeutende Rolle im kultlichen Leben unserer Ahnen spielte. Auf seiner kulturgeschichtlichen Bahn hat das Osterei einen langen Weg zurückgelegt, bevor es unsere harmlos-heitere Festgabe wurde. Vor Jahrhunderten hätte keiner gewagt, ein Osterei zu essen, damals, als noch der Fuchs die Ostereier brachte ., Als Sinnbild alles Lebendigen, als Lebensquell schlechthin, war ursprünglich das El eine Opfergabe, die zur Zeit des geheimnisvollen Sprießens und Wachstums in der Natur, das heißt, um die Frühlings- und Osterzeit, den Göttern der Fruchtbarkeit geweiht wurde. Auch galt das Ei als Sitz der Seele, als Inkarnation mythischer Kräfte göttlichen oder dämonischen Ursprungs, und das vor allem im Frühling, wo ja bekanntlich alle keimenden Triebe am stärksten wirken und daher auch das Ei seinen höchsten Wert (heute sagen wir Nährwert) hat. Jahrhunderte spater bemächtigte sich das Christentum des alten Fruchtbarkeitssymbols in »wohlgestimmter Verbindung« des eingesessenen mit dem neuen Glauben und ließ es als geweihtes Ei in seinen Riten weiterbestehen. Praktisch genommen, hat sich im Mittelalter der Wert des Ostereis noch erhöht: In der Fastenzeit war der Genuß von Eiern untersagt, umso größer war daher die Freude, zu Ostern die langentbehrte Speise wieder auf dem Tisch zu haben. Die in langen Wochen gesammelten Eier tärbte man prächtig und verzierte sie auch mit Bildern und Sprüchen aller Art. Die erste Kunde von diesem gemeindeutschen Brauch hat sich in einer Wirtschaftsrechnung des Fraueustiftes Goß in Obersteiermark aus dem Jahre 1560 gefunden, die deai Bezug von »Bresilfar-be« (rot, grün, blau und schwarz) zum »Ärfärben« verzeichnet. Immer herrschten jedoch die roten Eier vor — und so ist es heute noch —, die kurz nur »Roteier« genannt wurden und wieder auf altgermanische Kultvorstellungen zurückgehen: Rot war die nordische Kultfarbe, die Sonne, die Lebensspenderin gilt als rot, rothaarig auch war Donar, der Gewittergott und rothaarig die ihm geweihten Tiere, unter ihnen der Fuchs, der vor dem Osterhasen zum ersten Eierbringer wurde. Auch die Feuer- und Zauberfarbe ist rot und sie spielt eine wichtige Rolle in der germanischen bis mittelalterlichen Volksmedizin gegen »Verhexung«. Schließlich ist auch der christliche, rote Teufel kein anderer als der in seiner Wesenheit »verkehrte« Wodan-Odin, der wilde Jäger der Germanenzeit, Später wurden die Ostereier zu Pflichtgaben an die Kirche. »Zinseier« sind sie genannt und werden nach dem von Thomas TmchseO, Domherrn zu Speyer, 1508 geführten Haushaltbuch zugleich mit dem »Osterzinshasen« gespendet. Das Osterei wird alsbald zur Festgabe überhaupt und wird immer reicher bemalt und ausgpziert, Glück und ein langes Leben soll es dem Beschenkten bringen, Glückssymbole \md Reime sind in Goldschrift sein häufig angetroffener Schmuck. Der barocke Geschmack greift auch auf die kleinsten Gegenstände der Volkskunst, so auch aut das Osterei über und kunstvolle, bunte Musterung läßt sich manche Hausfrau angelegen sein. In manchen Ländern ist auch die Methode bekannt, dem einfarbig getönten Ei durch Ritzen und Kratzen mit einer Nadel zarte Muster zu geben, unter denen volkskundlich auch das Hakenkreuz in verschiedenen Motiven bekannt ist. In Krünitz' »ökonomischer Enzyklopädie« von 1777 lesen wir folgende ansprechende Färberezopte, die heutzutage freilich besser durch die »Farben-briefe« zu ersetzen sind; »Einige pflegen die harten tyer zu färben, und aisd...rn mit Scheidewasser darauf zu schreiben und mancherley Figuren darauf zu lei-ßen. Sie sieden in dieser Absicht selbige in Wasser, Essig oder Bier, worinn zuvor kleijigestüiSener AJaun aufgelöset, und die Farbe aus einer gewissen Materie ausgezogen worden; wie sie denn zu der gelben Farbe die äußersten, braunen Schalen von Zwiebeln gebrauchen, zu Roth Fernambukspäref gießen sie aber nuj zu dieser rolhen Farbe etwas Lauge, so bekommen sie schön Violet, die andere blaue Farbe aber machen sie ans Blauspänenj um die Eyer schön grün zu färben, nimmt man die blauen Biümlein des auf der Wiesen wachsenden Enzians, siedet sie in Wasser, leget die Eyer darein und thut ein wenig Alaun dazu. Um die Eyer scheckicht zu färben, bestreicht man das Ey mit Eyweiß, schneidet von Zwiebelschalen Sterne, Buchstaben, Zahlen oder andere Figuren und leget sie auf das Ey, so wird es gelb; alsdenn nimmt man dunkelrothe Pappelblutnen und leget einige Blätter davon auf das Ey, so wird es grün, ferner nimmt man Bresilspäne und leget sie auf das Ey, so wird es roth; wenn man blauen Kugellack in grobe Stücke stößt und solche auf das Ey legt, so bekommt es blaue Flecke davon«. Das »Sprücherl-Malen« ist anderseits trotz der mühevollen Arbeit immer noch hüf)sche Sitte unter der ländlichen Bevölkerung der Alpengaue. Besonders beschenken sich gerne Liebpspaare und solche, die es werden wollen, mit sinnvoll bemalten Ostereiern, deren Reime zwar eher handfesten als zartfühlenden Inhalts sind Auf einem untersteirischen Osterei findet sich z. B. folgender »Sinnspruch«: Daß ich Dich liebe / daran ist kein Zweifel, / wirst Du mir untreu, / hol Dich der Teufel. Doch auch das Tiroler Sprücherl, das das Dirndl auf ein Ei für seinen Liebsten zu schreiben pflegt, drückt nicht weniger praktische Lebensweisheit aus: Endlos wie dieses Ei I unsere Liebe sei! / Magst mi, is recht, / magst mi net, is a recht. Schließlich wissen anch die Dichter etwas über das zauberische Osterei zu erzählen. Wenn auch die Lösung der schwerwiegenden Frage, warum wohl der Osterhase Eier bringt, nicht ganz unserem, eben dargelegten Sinn entspricht, so hat doch Mörikes Reimspruch manches für sich; Die Sophisten und die Pfaffen / stritten sich mit viel Gewehren / Was hat Gott zuerst erschaffen, I wohl die Henne, wohl das Ei? ' Wäre das so schwer zu lösen? / Erstlich ward das Ei erdacht, / Doch weil noch kein Huhn gewesen, / Schatz, so hat's der Has gebracht, Dr. Edina Weher Osferspicle Bereits im 16. Jahrhundert kannte man das »Elerlaufen«. Es handelt sich dabei um ein Wettlaufspiel, das bis zum 18. Jahrhundert ganz öffentlich auf den Marktplätzen zum Osterfest ausgefoch-ten wurde. Heute wird es leider nut noch vereinzelt auf dem Lande gepflegt. Auf einer Wiese verteilt man nach bestimmten Regeln rohe Eier, die vom Spieler der einen Partei nach genau mgegebenen Gesetzen — meist in compliziertom Zickzacklauf — eingesammelt und in einen Korb gelegt wer-len müssen. Zu gleicher Zeil muß der Gegenspic'er ins Nachbardorf laufen, Min von dort einen vorher bestimmten Gegenstand zu holen. Wer der Sieger in diesem ungleichen Wettlauf ist, darf die ganzen Eier an sich nehmen. »Eierpicken« heißt ein anderes Eier-spiol, das heute meist nur noch von den Kindern betrieben wiid, wahrend sich die Erwachsenen früher ebenfalls daran beteiligten. Hierbei schlagen zwei Personen zwei Eier mit den Spitzen gegeneinander, bis die weniger rlicke Schale nachgibt und ein Ei sich als verletzt erweist. Das beschädigte Ei geht in den Besitz des starken Sitgers über. Natürlich handelt es sich hier um hartgekochte, bunte Eict, Seite 4 * Nr. 114/115/116 ♦ Samstag'Sonntag'Montag, 24.'25.'26, April MARBURGER ZEITUNG Das Fest der Herzen Ostern ist das Fest des tchfinen Wetters Es ist zu Sonnenschein, Blütenpracht und Veilchenduft verpflichtet — schon um die Frühlini^sscliijkeit zu rechtferti-(Jen, mit der die Dichter dieses Fest des Wiedererwachcns der Natur zu allen Zeiten besunj^en haben. (Oder haben Sic schon einmal ein vcrrej{nctcs Osterj^edicht (gelesen?j Außerdem wäre bestimmt der Franz und mit ihm die ({anze liebende Menschheit beleidigt und böse mit Petrus, wenn er wegen des schlechten Wetters nicht mit der Mizzi den obligaten Oster-spaziergang unternehmen könnte, auf dem er ihr sein lyrisches Herl offenbaren kann. Denn Ostern ist das Fest der Lyrik. Wem nicht die eigenen diesbezüglichen F.rjfiisse aus der Seele quellen, der bediene sich großer Vorbilder, Wenn dann der Franz die Eindrücke der erwachenden Natur mit seinen unhaltbar aufkeimenden Gefühlen für seine Mizzi verglichen hat, ist die Verlobung fällig. Deshalb ist Ostern auch das Fest der Verlobungen. Nie sonst sind die letzten Seiten der Zeitungen so vollbedruckt mit jenen hellen freundlichen Anzeigen, dit schwarz auf weiB rerkünden, daB aich wieder einmal zwei Menschen im Frühling des Jahres und des Lebens gefunden hab^?n. Denn nichts in der Natur kann so Fchnell keimen und aufsprießen wie die Liebe im Menschcnherzcn, und der Frühling ist dafür eine ganz besonders fruchtbare Jahreszeit. Doch wenn man glaubt, fflr derartige Gefühle zu alt zu sein, oder c« im Augenblick am passenden Objekt mangelt, bestimmt man Ostern zum Fest der Ju-genderinnerungcn. Da tauchen dann die Bilder aus längst vergangenen Tagen auf, die man mit dem Schleier der Wehmut verklärt, weil sie unwiederbringlich sind. N'an wandört wieder mit den Eltern unter blühenden Bäumen und glaubt fett, daB die herrlichen bunten Eitr, die aus dem Gras hervorleuchten oder getckickt unter Baumwurzcln und Sträuchem Ter-itcckt sind, wirklich der Osterhase gelegt hat. Und wenn man dann einet tcnö-nen Osterfestes entdeckte, daB e« mit-nithten ein Hase war, sondern der Vater die Eier aus der Tasche zog, verschwanden wieder einige der schönen Illusionen •US Kindertagen. Und jährlich bröckelten mehr davon ab, bis sie eines Tage* durch viele, viele neue ersetzt wurden und man mit einem blondgelockten Mägdelein wieder unter österlich blühenden Blumen einherschritt.., Und jeder glaubt, daß das alles seine ureigensten Erinnerungen Bind und denkt nicht daran, daß Jahr für Jahr durch alle Zeiten immer wieder Kinder nnd junge Menschen die gleichen Erlebnisse haben, die später auch fflr sie Erinnerungen sein werden, Erinnerungen an die blütenschwere, frühlingsseligc 2eit um Ostern. So wQnsehen wir, daß auch dicBC« Jahr Petrus nicht den Ruf des sonnenwarmen Osterfestes ((fährdet, daß diesmal Franz ganz besonders schöne Worte findet, um der Mizzi seine Liebe zu gestehen, daß auf den letzten Seiten dieser Zeitung zur Freude unseres Anzeigeniciters spaltenlang Verlobungsanzeigen prangen und daß ao diesen beiden Ostertagcn möglichst viele Menschen österlich frühllngshafte Erlebnisse haben, die dann Kostbarkeiten ihrer Erinnerungen sein werden. St Ein Frühlingstag in Wurmberg Männer, dit cincin Befehl gehorchen m. Zelchenkura der Lehrerschaft In Marburg. An der Narvik-Hauptschule f.tad eia Zeichonkurs der Lehrerschaft des Landkreises Marburg unter der Leitung von Dr. Leo Rindorrr statt, zu dem sirh .50 Er7ieher und Erzieherinnen gemeldet hatten. Es konnte ein großes Gebiet der Zeichen-, Schnitt- und Maltech-mk durchgearbeitet werden. m. Nachrichten aus Mnreck, Am 20. April erlitt der als Vorarbeiter bedien-stete Josef Roschker bei Holz«irheiten im Wfilde nächst Süßenherg durch einen vom Baum fallenden dürren Ast eine t()»iliche Kopfverletzung, der er noch am gleichen Tage erlag. — Frnu Maria Retlenbacher ist nach kurzer Krankheil im 91 Lebensjahre gestorben. Die Verstorbene, deren Lebensürbeit im Haus und \V'irtschaft von besten Erfolgen benleitet war, erfreute sirh seltener Rü-slinkeit, in der sie bis in die letzten Teige ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen konnte. »Sei deinem Volke treu und diene ihm. Männer zu der Arbeittgemeiofchaft, die nach besten Kriften« lautet der Spruch heute die Begriffe Volk und Rasse be-de« heutigen Taget, des vierten, den die handelt. Erst in der Arbeitsgemeinachaft Lehrgangsteilnehmer auf der Schulung«- kann man richtig erkennen, mit wieviel bürg verbringen. Noch herrscht Stille in Begeisterung und mit vrie großem Ernst den Sälen und Bogengängen der Burg, noch schlafen die Männer, nur gedämpft schallt der gleichmäßige Schritt der Wache an unser Ohr. Die ersten Sonnenstrahlen haben sich über den Bergrücken ihren Weg gebahnt, der wolkenlose Himmel verspricht einen heißen Tag. Jäh zerreißt der Weckruf die friedliche Ruhe. Rufe ertönen, die Türen der Schlafstuben werden geöffnet, herausstürmt die Belegschaft, gesunde Männer des steirischen Unterlandes, Amtsträger des Steirischen Heimatbundes, die hier in einem zehntägigen Kurs die politischweltanschaulichen Unterlagen fflr ihr Wirken in den Ortsgruppen und Kreisen erhalten. Die gewährte Spann« von fUnf Minuten wurde nicht fiberachritten, der Frfihaport kana »p^rogrammgemäß« beginnen. Die letzten Keste des Schlafes werden weg-geturnt, die Glieder werden geschmeidiger, sämtliche Lebensgeister sind erwacht. Rasch geht es zurück in die Schlafstuben. Der Bettenbau beginnt. Heute geht et schon bedeutend schneller und leichter. So mancher hat am ersten Morgen etwas verwundert dreingeschaut, als er so richtig erfaßt hatte, was von seinen alten Knochen alles verlangt wird. Aber die Kunst, die man sich einmal angeeignet hat, ist dann keine Kunst mehr. Und der Bettenbau, den Untersteirern in dieser Art neu, schien ihnen anfangs eine Kunst «1 sein. Am letzten Tage des Lehrganges wird dieser »Kunstzweig« wohl nur noch als Spielerei bezeichnet werden. In den Tuschriumen herrscht Hochbetrieb, die Bartanaätxe werden abgekratzt, die Haare in Ordnung gebracht, zur Flaggenhissung haben sich alle sauber nnd ordentlich eingefunden. Langsam steigt das Banner am Fahnenmast empor, weit leuchtet et in die Täler und kündet, daß Wurmberg Männer beheimatet, die unter einem Betehl stehen und einem Befehl folgen. Im Speisesaal. Die Kaffeekannen werden fleißig von Hand cu Hand gereicht. Der Tag ist lang nnd der Appetit läßt nichts fu wünschen flbrig. Noch bleiben einige Minuten frei, punirt acht ist alles im Vortragssaal. »Die lebensgesetzlichen Grundlagen de« Nationalsozialismus« lautet das Thema. In einfacher, leicht verständlicher Form erörtet der Erzieher in einem zweistflndigen Vortrag die sich an« diesem Thema ergebenden Fragen, Langsam baut er seinen Gedankengang auf, sich deesen weht bewußt, daß auch Bauern und Arbeiter ohne weitere Schulbildung in den Reihen der Lehrgangsteilnehmer zahlreich vertreten sind. Die einzelnen Gedankengänge vereinigen sich cu einem Ganzen, die Kemgedanken zn den lebensgesetzlichen Grundlagen des Na-tionalsozialismna sind Gemeingut der 65 Männer geworden. Nach einer viertelstflndigen Pause, die größtenteils zur weiteren Aussprache Bber das Gehörte unter den Lehrgangsteilnehmern verwendet wurde, treffen sich die die Schulung mitgemacht wird, auch dem einen oder dem anderen die noch bestehenden Sprachschwierigkeiten ein Eingreifen in die Aussprache erschweren. Doch so viel Deutsch kann jeder, daß er seine Gedanken verständlich ausdrücken kann. Auch auf verschiedene F'ragen über Volk und Rasse werden durchaus befriedigende Antworten gegeben. Inzwischen hat die Sonne ihren Höhe punkt überschritten, die Mittagszeit ist da. Nach dem Tischspruch wird das vortrefflich schmeckende Essen eingenommen. Auch zum Nachholen ist genügend vorhanden. Nein, hungern braucht auf Wurmberg wahrlich keiner I Die »eiaeme Reserve«, die eich der eine »der. der andere von dakeia ▼nreorglich mitgebracht hat. Hegt »och immet unangerfihrt im Spind. Und das will was heißenI Bis drei Uhr nachmittag ist Freizeit. Doch bedeutet frei sein auf der Schulungsburg nicht Nichtstun. Jeder hat irgendeine' privat« Angelegenheit, deren Erledigung er für diese Stunden zurfick-gelegt hat. Briefe, die vor dem Mittagessen verteilt wurden, werden beantwortet, im Leaesaal werden 2^itungen nnd Zeitschriften zur »Hand genommen, ganz fleißige schreiben die Aufzeichnungen über die stattgefundenen Vorträge ab, ein anderer will sich schnell einen Knopf annähen, kurzum ein Herumlungern gibt es nicht und fällt auch keinem ein. Die Arbeitsgemeinschaft »Zeitgeschehen« und Leibesübungen füllen den Nach mittag aas. DteMs tägliche Thema eHrent sich aater den Lehrgangiteilnehmem größter Beliebtheit. Hier erfährt aaan von den großen Dingen, die in der weiten Welt sich abwickeln, hier werden einem die Zusammenhänge aufgeseigi, die einzelne MaBnahmeo, Erscheinungen nnd Unternehmungen zn einem Ganzen ah-rtuiden lassen. In freien Vorträgen spricht jeder Teilnehmer einig« Minuten über ein ihm bekanntes Thema. Abwechslungsreich und vielseitig ist diese Arbeitsgemeinschaft, daher auch ihre besondere Beliebtheit unter den Wurmbergem. Der R«8t des Nachmittags ist den Leibesübungen geMridmet, denn nicht nur der Geist soll auf der Schulnngsburg Gymnastik betreiben. Mit einen Marscoliea geht es hinunter auf die Sportwies«, wo sich schnell reges Leben nnd froh«s Treiben entwickeln. Obwohl ja nicht nor »junge Jahrgänge« vertreten sind, aiacht alles gern« mit. Es tot aber aiich gut, wenn man nach all dem Sitzen nnd dem geistigen, für manchen ungewohnten Arbeiten dann einmal sich so richtig austollen kann, oder, wena anoh schwer keuchend, iint«r de«, ersten durchs Ziel kommt Die Lehrfanfsteff^ehflier habe« sich aa- sch Heßend wieder um den Fahnenm^t versammelt, die Fahne wird «ingeholt. Wieder ist ein inhaltsreicher Tag beendet. Dem gemeinsamen Abendessen lolgt eine zweieinhalbatQndige Freizeit Einzeln« Deutsche Jugend auf Osferlager BurgstaJl in den Bübeln war am An fang der Osterwoche^ Sciiauplatz eine« bunten Lebens. Di« Jungen- und Mädel-ungschai aus Marburg, bedde erst vor kurzem neu yerst&ikt, hatten aich das frühere Kloster mit seiner prächtige» FernSiicht als Stätte ihres Osterlagers gewählt Die Arbeit galt den Vorbereitungen für die Kulturtage der Jugend im Mai. An jedem Abend erklangen in den alten Räumen ernste und heitere Wejseji der Jugend. Vom frühen Morgen bis zur gemeinsamen Mittagstafel konnte man außerdem vom Weidegrund, der den Jungen einen ide>alen Sportplatz abgab, die Jugend bei Ordnungsübungen und Kampfspielen sehen. Die Sondergefolgschaft legt großen Wert darauf, auch formationsmäßig und sportlich tadellos beisammen zu sein; denn nur aus straffer Haltung und einsatz-I froher Kameradschaft kann eine Mu-iik erwachsen, di* dea Wes«n der deat-scheu Jugend Yon beut« eoispricht Des Hohiepunkt bildete der letzt« Teg, als auch die Jungen des Bannorchesters und der Bläserkameradscbaft, dd« mli mr Sondergefolgschaft gehören, gekommen waren. Ein gemeinsames Geländespiel, m dem die 56 Jungen unter klingendem Spiel der Bläser durch den staunenden Ort inarsdhierten, stand im Mittelpunkt des Kameradschaftstreffens. So ein Lager wirkt auf die Jungen stärker als Wochen langer Dienet in der Stadt. Beim letzten Plaggeneinholen kurz vor dem Abmarsch dankte dw Leiter des Lagers, Ge/olgsdbaftsföhrer Dr. Manfred Kreps, auch dem anwesenden Ortsgruppenführer von Burgstall und der Leiterin der Landwirtschaftsschuk im Namen aller aufrichtig dafür, daß si< die Durchführung des Lagers ennftr licht hntten. Gruppen bilden sich, auch ehie Sänger* runde ist zusammengetreten, zwei Schachspieler messen ihre Kräfte nnd Freund« eines guten Tropfens haben sich in der Kantine getroffen. Bunt ist die Reihe. Heute, am Abend des vierten Tages, stehen die Lagerteil-nehmer schon längst nicht mehr nach den einzelnen Ortschaften gesondert herum. In ihrer schmucken Uniform kann man weder auf Beruf noch auf soziale Stellung schließen. Eine . Kameradschaft ist im Werden, die die Lehrgangszeit weit überdauern wird. Das Führet korps des Steirischen Heimatbundes schließt sich zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen, die von Lehrgang zu Lehrgang wächst, bis sie alle Anitstr&ger erfaßt und so den besten Garanten für die im steirischen Unterland zu leistende Aufbauarbeit darstellt. Um halb elf herrscht wieder Nachtruhe. Alles ist in den Bettes, als die letzten Töne des Zapfenstreiches verkHin-gsn. Der Mond sendet seine Strahlen durch die hohen Fenster der Räume, wo der Schlaf den Männern nach vollbrachter Tagesarbeit neue Kräfte für den kommenden Tag bringt. Ott« Koschitz Wochenspielplan des Marburger Stadttheaten Das Marburger Stadttheater beginnt seinen Wochenspielplan am Ostersonn-tag mit einer Nachmittagsvorstellung. Zur Aufführung kommt die beliebte Lustspieloperette »Susi schwindelt«, während am Abend die Oper »Troubadour« gegeben wird. Das bei der Brst-lufführung gut aufgenommene Schauspiel Ton Reinecker »Das Dorf bei Odassat wird am MontagnachmHlim gegeben, der Abend bringt den »Zigeunerbaron«. Dienstag: »Der Cwissens-wurm«, geschlossen« Vorstellung für Ring 2 des Amtes Volkbildung« Mittwoch; »Das Dorf bei Odessa«! Donnerstag; »Der Zigeunerbaron« I Freitag: »Der G'wissenswurm«! Saoutag: »Das Dorf bei Odessa«! Sonntag, den 1. Mal: am Nachmittag »Der ZigeunerbaroM, am Abend »Der Zlgeunerbaron«. Sonnenflchein Im Marborj^er Lazarett Das Amt Frsuen des Marburger Stadtkreises führte mit seinen Kindergruppen asa 22. April eine Osterbetreuung der Verwundeten im Lazarett durch. Jedes Kind hatt« Blumen mitgebracht und für jeden Soldaten war ein Körbchen, von den Kindern gebastelt, bereitgestellt, mit Mehlspeisen gefüllt und jede« Geschenk-körbchen enthielt eine Karte mit Oster-grüßen. Die Kinderschar mit den viele* Blumen and den Geschenkkörbchen gab eia schöne« Frählingsbild. Ehrliche Freude und stille Dankbarkeit sprachra bei den Liedern der Kleinen aus den Augen der Krieger über so viel Sonnenschein, den die Kleinen in die Spitalsräume brachten. Deutsche Nachrichtenpolitik und ieindliche Lügen- ' Propaganda Vortrag In Marburg Za diesem Thema spricht Mlttwoclv 2ft. April, M Pestsaai der Oberarhole (ür Jnngaa Im Rehmen dar Mibm ger Volksblldungsstltte PQhmgsent»-leiter Siegfried Treml. Der Vortragende gibt dabei einen Einblick In die Art nnd Weise, wie heut« das felndUdie Ane-land durch unwahr« PropagandatltiT-keit dl« Einheit nnsere« Volke« s« «tfr-ren versucht nnd steIH dieser Art yom Propaganda die deutscb« Nedirkdtte»-politik gegenüber. Pür di«a«ai Mit Imter-esse «rwarteten Vortragsabend, sind dto Eintrittskarten In der Buchhandlenf W. Heinz, Herrengasse, In der G—chlfli-stelle des Amtes Volkbildug, Tegetthoff-straJSe 10« nnd asi dar Abankawe m-hältllck. VoDcsmnsfkabend hi Marburg wie wk baraits k«i—, ntohet die hhmikgmtn&imtrimli iaa Amte VoikbUdung 27. Apill, mm 20 Uhr, Im Musiksoel, Sciimidas arya«ee öar DeTiae »VoiksiiistrwMnta Warths ateea Zither^ »d Gtterrinkid, mä den wk hiesnit aile an dar PTUv* «sd Förderang bodeoettodiger Vell interessierten Kretee nocfamela «am ■teohen. Karten Im AaAe V« bdkkHig, sowla an d«r Abendkasan, Klärung der Mitgliedschaft Samstag tmd Sonntag In den Kreisen Marbttrg-Laad, CÜB, Lattenberg, Pettan nnd Trilaü hl Zag« der Anmeldeaktiee aller jener untersteirischen Männer und Frauen, die vor dem 31. März 1927 geboren sind, und deren Mitgliedschaft z«m Steiriechen Hei-matbund k Verbindnng mit ihrer Staata-lugehörigkett noch nicht geregelt lat, sind heute und morgen, den 24 and 25. April, folgende Ortsgruppen anmeldroflicbtigt Kreis Marburg-Land: die (Ortsgruppen Freeen, Gonobitz, Hagau, Hohlewtein, Le-rens«n am Bachem, Plankenstein, PSH-schach und Reifnfg a. B. Kreis Cilli: die Ortegropfsn Amdorl, Frafila«, H«il«n«t«fak, Oposaderi, st«iB^ Pngwald, Sacheenteid nnd WftOan. Krals Lnttenberfi Ai tag, Lettenberg, Steinatal Kl W Kreb stall, Kirchberg, Leonhard L d. Pettnn linkes Drsmsfer, Pettan rechtae Dreoofec« WinterdoH nnd Wittmansherg. Kreis Trilalls die Ortsgroppen EdHn fen, Galkmeck, Knmbrg, Triiail-Ost, Tri-lnil-S«d nnd TrilaU-Wa««. Erhöhter Arbeitseinsatz GroBer DienatappeD der lCrei«ffihrtmg Marlmrg-St»d Anli01ich d«« Disnstappells der Kreis-fflhrung Marburg-Stadt am 22. April gab Kreis führer Knaus einen Oberblick Aber das Zeitgeschehen nnd besprach die wichtigsten isgesfrsgen. Es wird nach wie vor alles darangeeetst, den Befehl des Fflhrers, die Untersteiermark deutsoh zu machen, zur Durchführung zu bringest Zar Erreichung dieses Zieles werden ganz b^ stimmte Wege eingeschlagen, Wege, die geeignet sind, eine klare Scheidung zu treffen, zwischen solchen Volksgenossen, die das Bestreben haben, die deutsche Sprache so schncll wie möglich zu erlernen und zu gebrauchen und den Unwilligen. Der erhöhte Arbeitseinsatz verpflichtet jeden von uns, mehr Arbeit zu leisten, als bisher. Wenn heute jemand jene Stunden des Tagee zur Mehrarbeit bereitstellt, für die er früher keine Verwendung hatte, so kann uns diese Selbstverständlichkeit nicht imponieren, nur jener iringt ein Opfer für den Sieg Deutsch-mds, der bereit ist, zu seiner vollen Ta-csleistung freiwillig« Mehrarbeit zu flber- neknsen. Es haJten aiah eft Gerikchte hartnäckig in beatinunlan Krausen. Man mufi sich darüber wandern, dal es Menschen gi^ die solchsn BIftdsinn glauben und weitergeben. Verbreiter set-cher Nachrichten zeigen darek lue Tat' ihrs politisch« Einstellung, Na«k Ostern wird dar Kr«isfflhrer in 34 VsTsamalan-gen «a den Mitgliedern des Steirisohsn Heimatbundes über alle Tagesfragen sprechen. Die Betriebsstillegungen werden In dem MaBe durchgeführt, ass dar Elnaals der fretwerdenden GefolgschaftsaiHgUedsr in anderen Betrieben benötigt wird. Kreisschulungsleiter Pg. Rachle spmek über das Thema; Weltanschauung und Ar* beit Liberalismus und Marxismus sind Weltanschauungen, dis sick negattv aar Arbeit einstellen. Für sie Ist & Aibeil ein Fluch, eine Möglichkeit, an Profil und Nutzen zu kommen, «ine sonderbare Ware mit einem bestimmten Werl Für uns ist die Arbeit nicht nur eine selbstverständliche Lebensnotwendigkeit, vor allem aber Dienst am Volke. CAlitM: Das Geheimnis usn S)ina Rauch Copyril^lil by Albcrl l,anj{ca — UeorJ M&ller-Verlaf(, Müncbia. 5. Fortsetzung »Alxjr Mensch, weißt du denn noch gar nuht ...? Die Rauch ist doch übei-hdupt nicht zur Prolj« gekommen. Und zu Haus ist sie auch nicht. Niemano weiß was von ihr.« Wieder zielte ein Dutze^id Blicke nach Ramels Gesicht, aus dtr-rn langsam die Farbe wich. Sein« Augen lagen plötzlich ganz tief, wie die einos Toten. Miihsnra bewegte er die Lippen, aber ei brdchte keinen Ton heraus. »Sie soll nämlich die Nacht gar nicht dühpim gewesen sein«, ließ Hololernea gicii:hn)ütig fallen, als handle es sich tim etwas gani Nebensächliches. Bert Rriiners dunkle Brauen zuckten wie im Schmerz. Aufflammend suchte sein Blick den drs Kollpqen, c)er, wie er wuiMe, zu seinen ärgsten Feinden gehörte. Sein Gesicht Wiir auf einmal wie mit Blut üborgoss<*n. »"Deis ist gelogen!* schrie er in aus-brerhendem Jah/om. »Ich habe sie 'gestern selbst bis vor ihre Tür q'^bracht V/f'r noch einmal so eine C'iemeinheit b(^hanp*et. dem...« llr hallte di<> Fau«;t und machte zwei Srhritte auf den Heldenspieler zu Da fühlte er eine leichte Berührunq. Ep war die klpine Spielmann, die ihn am Ärmel festh'elt und ihre blauen Augen bcscUwörcnd zu ihm auffchlug. »Nicht. Rainer — machen Sie keine Dummheiten!« flüsterte sie. Die süße, kleine Stimme hatte etwas unmittelbar Iksruhigeudes. Berts Gesichtsmuskidn ontspannten sich. Er zwang sich zu einer Sekande der Überlegung, Dann wandte er sich an den Spielleiter. »Sie brauchen mich wohl nicht mehr, Wie? Ich weide gleich selbst in Dinas Wohnung gehen, hören was ihre Wirtin sagt.« Seine Stimme hatte wieder deji überlegenen und etwas hochmütigen Ton, der ihn bei den Kollegen verhaßt machte. Mit kurzem Gniß drehte er ihnen den Rücken und ließ die eiserne Bühnentür geiauschvoll hinter sich zufallen. Der Regisseur sah sich gezwungen, die Generalprobe abzubrechen. Ohne die Hauptdarstellerin hatte das Weiterprobieren gar keinen Zweck »Wenn die Rauch nicht bald auf der Bildflärhe erscheint, muß ich das ganze Repertoire umschweißen. Verflucht und zugenäht!« Hr rannte ein paarmal konfus über die Rühne, bis er irgendwo an einem Nagel seinen Huf entfleckte. »Also Wiedersehen. Herrpchaften! Ich gehe die Sache ler Direktion melden.« Kaum halte er den Rücken geke'hrt. als die Arbeiter auch schon mit Feuereifer die Dekoration abzuhrechen bo-iiannen Die Schauspieler retteten sich von der Bühne, teils befriediqf, teils schimpfend — ie nach Umfang und Wichtigkeit ihrer Rolle, die «lurch den •jufref|pnrien Zwischenfall in Frage gestellt war. Der D irstellpr des Holofernes riß sich vor seinem Spiegel wütend die Perücke vom Kopt utid wischte sich mit einer Handvoll Abschminke die gaoze D&-monie vom Gesicht. »Saustall!« wetterte er. »Hat man aich den Dreck wieder mal umsonst In^ die Fresse geschmierti« Dann wandte er sich mit gesenkter Stimme an seinen Garderobennachbar, den langen Himmle. »Hast du bemerkt, wie der Kerl weiß geworden ist — wie'n Gespenst Ich wette zehn geigen eins, daß der ganz genau weiß, was mit dem Mädel lo« ist.« Der lange Himmle riß fragend seine etwas hervorquellenel und richtet« sein« haU«n, gescheiten Augan teainAmsvoU an< den Eintretenden. Römheld hattn nach allem, wm er •tar Raixmrs Beeiehungen za dex Voraciiwun-denan wußte, «inen verstörten «iMi verzweifelten jungen Menschen erwartet Die kühl« and vielleicht absichUich korrekle Haltung, die Rainer vor Ihm zur Schau trug, berührte Ibn anf anbestimmt« Art peinlich. Gar zu gern hAtte et gewuBt, was sich hinter dieser konr ventionellsn Maske verbarg, die itun wenig zu dem unbeherrschten Temperament des jungen Schauspielers m passen schien. »Schön, daß Sie da sind, Rainer, ich mödhte noch Verschiedene« mit Ihnen besprechen, bevor ich...« Er reichte Bert über den Schreibtisch die Hand hin. »Selzen Sie sich doch, bitte. Zigarette?« Rainer griff abwesend In die dargebotene Dose ünd steckte sich eine Zigarette in den Mundwinkel. Aber er vergaß sie anzuzünden, der andere mußte ilim erst das brennende Feuerzeug hinhalten. »Ja, was Ic^i sagen wollte, Heber Rainer«, brach der Direktor mit verlegenem Räuspern das Schwelgen, »wir haben statt der Judith-Premiere für morgen »Don Carlos« angesetzt. Werm Sie sich aber jetzt nicht recht in Stimmung fühlen — Ich meine, wenn Sie vielleicht ©in paar Tage ausspannen wollen — dann sagen Sie es mir ungeniert. Dann lassen wir einmal den Jessen den Carlos spielen, er ist ja einstudiert.« MARBURGER ZEITUNG SamiUtf/Sonntag/Montag, 24./25./26. April » Nr. 114^115/116 ♦ Seite 5 Über eine Mill'on in der Steiermark Die dal ente HaaMammlung fftr Deutsche Rote Kreuz Die Saintnlun|[en für das Deutsche Rote Kreuz, die in voller Höhe der Fürsorf^e für unsere Soldaten dienen, haben gleich mit der ersten Haussammlun^ am 18. April in erlreulicher Weise eingesetzt. Di« vorläufigen Ergebnisse weiaen gegen* über der gleichen Sammlung des Vorjah-res beträchtlich« Steigerungen auf. So erhöhte der Altgau Steiermark sein Auf-kommen von 546 217 auf 810 100 RM und die Untersteiermark von 186 046 auf 244 030 RM. Insgesamt wurden 1 054 130 gegenüber 732 264 RM im Vorjahr ersieh, was einer Steigerung von 44 V. H, «nt-spricht. < Im Reichsgau weist der Landkreis Fürstenfeld in dieser Sammlung die größte Steigerung von 70 v. H. auf 33 600 RM. Von den Kreisen der Untersteiermark stellte sich der Kreis Trifail mit einer Steigerung von 81 v H. und einer Erhöhung seiner vorjährigen Sammlung von 11 067 auf 20 000 RM an führende Stelle vor Rann, das mit 49 v. H. Steigetung von 17 301 auf 25 730 RM gelangte. El folgen ^die Kreise Marburft-Stadt mit einem Aufkommen von 54 500 RM gegenüber 41 ISO, Cilli mit 61 500 gegenüber 47 135 RM. I uttenberg mit 11 400 gegenüber 8888 RM, Pettau mit 32 500 gegenüber 26 474 RM und Ma' burg-Land mit 38 400 gegenüber 34 029 RM. Kleine Chronik m. Goldene liochzett. Das seltene Fest der Goldenen Horhreit feierte der Wei-rhenkonlrollor i. R. Johann Lubei mit seiner Galtin Rosa aus Marburg, m. Beförderungen. Im Bereiche des be-die Cberfinanzpräsidiums Graz wurden fördert- Zu Regierungsassessoren Regierungsreferendare Dr. Josef Mixner, Dr, Friedrich Paar und Dr. Ferdinand l isch Zu Stcueramtmännern die Ober-Steuerinspektoren Max Horath und Franz Maheinz. Zu Obersteuerinspektoren die Steuerinspektoren Franz Petzold und Ernst Schreyer. Zum Oberzolliospektor der Zollinspektor Friedrich Herzele. Zu Steu-ciinspcktoren; Anton Baskoutz, Johann Bernhard Johann Bohak, Emil Drino-wetz, Hans Ehrenhöfer, Engelbert Ma-l'k, Josef Pfaff, Johann Roschei, Heibert Sarhwitz, Thomas Stangl und Otto Tollschein. Zu Steiiersekretären dfe Fleuerassistenten Maria Geiger und Heinz Lupntsch. Zum Vorsteher des Finanzamtes Grfl7-Land wurde Oberregie-rungsrat Dr. Karl Weißenbeck bestellt. Oberregierungsrat Werner Maaß, Vorsteher des Finanzamts Judenburg wurde 7ur Abteilung Steuer des Oberfinanz-präsidiurhs in Graz versetzt. m. Marburgcr standesamtliche Nachrichten. Den Bund fürs Leben schlössen: Dr. Heinz Poller, Oberarzt, und Elisabeth Neff, Sekretärin) Hermann Kiff-mann, Elektroingenieur, und Marianita Hasenöhrl, Sleiiotypistin* Franz Robnik Angestellter, und Ida Kwas, Angestelltej (Hhmar Latzian, Reichsbahnsekretär, und Ludmilla Rener, Angestellte) Wilhelm Arbes, Direktor, und Elsa Strecher, Wirtschafterini Franz Bella, Geodet, und Aqncs Piitschko, Fotografin i Raimund Mesarilsfli, Jvisti^wachtmeister, und Martha Ndontnikj Justizangestellte) Josef Schirn'7, Landarbeiter, und Hilde Ocirde .Strnarl. Auiräumeiint Stanislau Doutsrher, Angesteüler, und Johann Pinter Körliin; Richard Uschen, Aut mechaniker, \md Elisabeth Praperlnit Weberin; Alfons S>;hunko, Maler,, un< Aloisie MTtsrhifsrh, Modistin) Johan' Perke. Gpf eMor, und Verrn'ka Tomfl schitsch. Srliaffnerin; Rudolf Helling rath, Ingenieur, und Maria Suppan? Burhhalterini Johann Podtschederi schek Hr «.er, und Maria Grosek Näherin; Alois Srha^ar, Srhneiderme' hier, und Anna M'illner, ohne Beruf; Anton Haiosfh'in, Kraftfahrer, und Jo hanna ^"hus'er, Verkäuferin; Franz Ko- Helfen, wo wir können! Der Gauleiter sprach in Glaisdori AnläSlich des Geburtstage« des Führers sprach Gauleitet Di. Uiberreither in einer Feiei stunde in Gleisdorf, Schlicht und euüach, wi« e« dem Krieg entspricht, war di*se Gedenkstunde, in der der Gauleiter unserer Liebe, Anhänglichkeit und Ergelienheit 7unx Führei Auadruck verlieh. Der Führer-Geburtstag sei das schönste Fest, sagte der Gauleiter, dafi wir feiern dürfen. Aus den eigenen Begegnungen mit dem Führer gab der Gauleiter ein Btld der Persönlichkeit Adolf Hitlers, und zwar nicht nur in seiner weltgeschichtlichen Bedeutung, sondern vor allem als Mensch. Mit großer Ergriffenherit ¥rurden vor allem die Worte aufgenom- men, mit denen er erzählte, wie »r in glücklichen und schicksaliecbweren Stunden den Führer gesehen habe, der wie kainer den Frieden zu erhalten bestrebt war, weil er wie kein anderer Staatsmann aus edgenem Erlebnis die Schrek-ken und Zerstörungen dea Krieges kannte. Und so wurde ihm in dem Augenblick, in dem er sich anschickte, den ersten Staat sozialistischer Ordnung zu errichten, von den Juden und Kapitalisten der Krieg erklärt. I>er Jude, von Deutschland vertrieben, Tersucht nun vom Kreml, von Washington und London her uns zu vernichten. Der Führer mußte sein Aufbauwerk unterbrechen, obwohl er nicht den Ehrgeiz dazu hatte. Vom Tanzsaal zur Werkstätte Ein vorbildlicher Handwerkerbetrieb in Cilli Der große Taazsaal im Gasthaus »Zur Schwalbe« in der Grazergasse in Cilli hat früher einmal manches rauschende Fest gesehen. Während der Fremdherrschaft ist es wie soviele Betriebe wirtschaftlich fast zugrunde gegangen. Nach der Befreiung wurde die Nutzbarmachung der schönen Gastjokalitäten in Angriff genommen. Der große Tanzsaal mit seinen Nebenräumen war als moderne Schuhmacherwerkstätte ausersehen. Et war dies um so wichtiger und notwendiger, alt nahebei ein großer Betrieb steht, dessen Gefolgschaft mit gutem Schuhwerk versorgt werden soll. Die Herstellungsarbeiten wurden beschleunigt durchgeführt. Der Firma gebührt hiebei das Hauptverdientt, daß aus diesem während der Mrbenherrschaft sehr bekannten Lokal eine vorbildliche Werkstätte wurde. Betriebtführer itt der Schuhmachermeitter Ferdinand Sluga. Ihm steht seine wacker« Frau zur Seite, die unermüdlich titig ist um die Wünsche der laufend vortprechenden Kunden zu erfüllen. ISGefolgtchaftsmitglieder arbeiten indem hellen, luftigen Raum. Vor der Inbetrieb-stellung waren die Gefolgschaftsmitglieder mit ihren Familienangehörigen vom Be-triebslührer lu einem Gefo^tchaftsabend eingeladen. Herzliche Mmeradschaft herrschte unter den Arbeitern und man gewann den Eindruck, hier steht ein Betriebsführer, der sein« Werkttitte to führen wird, wie et der Nationalsozialismus verlangt. Kamerad Willy Turnschek vom Arbeitspolitischen Amt in Cilli sprach zu den ArWitskameraden. Pflichten, Rechte und Ethos der Arbeit im Deutschland Adolf Hitler's und die verdoppelte Arbeitsleistung jetzt im Kriege waren das Thema. Keiner der vielen Kunden verläßt unbefriedigt den Arbeitsraum. Moderne Sohlenpressen sorgen dafür, daß jedermann schnell und gut bedient wird. Steht ,man in dieser großen Werkstätte, so spürt man hier hat rastloser Handwerkerfleiß wirklich etwas Mustergültiges geschaf'fen. Die Schuhmacherwerkstitte det Kameraden Slugti ist die schönste und rationellste im Kreis Cilli und man kann es ruhig sagen, fast in der ganzen Untersteiermark. Neben der handwerklichen Höchstleistung sorgt aber der Betriebsführer auch dafür, daß sich die Gefolgschaftsmitglieder im Gebrauch der deutschen Sprache noch gründlicher Oben und in die deutsche Volksgemeinschaft hineinwachsen. Den besten Deutschen nachzueifern und gleich-zutum versucht auch der jüngste Lehrbub dieses Musterbetriebet. Wie schwer es einst seine Kameraden, die Gesellen, hatten, weiß er nicht Er wächst im Reiche Adolf Hitler's auf und hat Anteil an allen Errungenschaften der nationalsozialistischen Revolution. Er steht in der Deutschen Jugend und arbeitet still und unverdrossen, bis ihn der Führer zu den Waffen ruft. Dann wird auch er den Feinden zeigen, daB di« ruhmreiche Soldatentradition der Untersteierer im Volksheer des neuen Reichet ihre höchste Bewährung findet. E. P. watschittch, Schneidergehilfe, und Marls Podkrischnik, Hausgehilfin; Augus* Scherjaw, Arbeiter, und Maria Boschak Fabriksarbeiterin t Rudolf Mihitsch Werkschutzmann, und Maria Schischek Spinnerin) Wilhelm Ferenz, Angesteller, und Hedwig Stradner, Handelsan-gestelit«) Anton Sattler, Arbeiter, und Maria Janschekowittch, Bedienerin; Michael Kotzbek, Zimmermann, und Pau lina Kiep, Krankenpflegerin. m. Ein Trifaüer erhält das EK II. Dei 21jährige Markus Rep, Gefreiter in ei nem Gcbirgsjägerregiment, wurde fü: sein tapferes Verhalten vor dem Feind -nit dem EK II ausgezeichnet. Er ist de 'nhn des Zelleuführeis Markus Rep in 'or Ortsgruppe Trlfail-Süd, der während ■'S ersten Weltkrieges auch als Soldat i Osten für Deutschland kämpfte. m. Abatal berichtet. Im Standesamt \bstal fand die erste Geburtsfeier in -ilerlicher Weise statt. Das Kind des 'olizeihauptmannes Rudolf Tschigger! ind Frau Margarethe erhielt den Na men Otmar. Die Eltern sind geborene Abstaler. Hauptmann Tsrhiggerl isl •.eit einigen Monaten in Graz statio liert. In Anwesenheit des Ortsgruppen ührers sangen Madel und Kinder de ^bstaler Kindergartens schöne Lieder Der Saal war mit Kränzen geschmückt. — Eine Abordnung der Frauenschaft ■US Schirmsdorf und Machertdorf hat n Radkersburg Liebetgabcn an die Verwundeten verteilt. — Die Jäger-ichalt des Kreises Luttenberg hielt in Sögersdorf auf der Schießsiätte eine Schießübung ab. Der Schießleiter Oberverwalter Paidasch marschierte mit 65 .Schützen aus Abstal zum Schießplatz. !^en ersten Preis erhielt Kanieraii i^eischp aus Nassau, während der zweite in Semlitsch, Absberg, und der dritte m Siana, Kleinsonntag, fiel. Große Be-■Minderung erntete das Mitglied des vVlenerschützenvereines Konrad Jane-chitsch aus Marburg, der immer Voll--Gffer erzielte. m. Die Deutsche Jugend von Wisell ^'srabsrhiede* sich von einem Kameraden. Rottenführer Bernhard Spitzer, ein ' f nsiedierjunge aus der Dobrud cha führte lange Zedt eine Schar der Deutschen Jugend in Wisell, Kreit "Rann. Er starb in Prag an den Folgen einer Blinddarmentzündung. Seine Beerdigung nach der Überführung in sedne neue Heimat fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung und aller »einer Kameraden statt An seinem Grabe sprachen ein ff-Obersturmführer und der Gelolg-srhaMsführer. Ein germanisches ]ugendlager SportUche Ertflchti^on^ und weltanachauliche Ausrichtung Die germanische Jugend allei Stamme Wfst- und Nordeuiopas hat dem Ruf des Reichsjugendtührüis zu engei Zu-samm»iiarbeit freudig Folge gelaistiet und »ich bereits in slaatlichei Zahl begeistert zm neuen Richtung bekannt. Am MillsLdtter See in Kärnten wurde dds zweite Wchrerlüchtiqungslager der großgermanischen Jugend errichtet. Es ist landschaftlich wirklich ein bevorzugtes Stück des Reichet, wo sich die großgermanische Jugend zusammengefunden hat. Man genießt von dem Lager einen einzigartigen Rundblick über Berge und Hügel, Alpen und Almen, Seen und Ebenen. Die Jugend verbringt hier in »Seeblick« in enger Gemeinschaft vier erlebnisreiche Wochen, die im Zeichen der sportlichen Ertüchtigung stehen und m Zucht und Disziplin den Charakter und den Geist formen. Darüber hinaus aber lernen die Jungen einander näher kennen und verstehen Als die Jungen das Lied vom Westerwald in den sonnigen Frühlingstag schmetterten und Schulter an Schulter an uns vorbeimarschiertem, da hatten wir nicht den Eindruck, daß sie Söhne verschiedener Länder sind, fhrer Stammeseigenart nach waren diese strammen, kräftigen und gesunden Burschen kaum voneinander zu untersche-lden Und doch sind sie aus allen Teilen West- und Nordeuropas nach Kärtnen gekommen: 1.S4 deutsche, holländische norwegische, flämische und wallonische Jungen sind es. die sich freiwillig zu diesem Lager gemeldet und aus Innerem Bedürfnis heraus -der neuen Richtung angeschlossen hiben. »Wir fühlen uns h'er ganz wie zu Hause«, meint ein Norweger, als wir seinem Blick von der I'öhe in das Tal folnten und er den in die Berge eingebetteten See mit der Fjordiandschatt seiner engeren Heimat verglich. »Zähe und ausdauernde Burschen sind diese Norweger«, erklärt der Lager führer, »die unserer deutschen Jungen in keiner Weise nachstehen und vor allem äußerst wendig sind im Gelände.« Für den Jungen Holländer, der bisher in Ausübung seines Berufes als Bürogehilfe noch .nicht viel von den Schönheiten der Natur erlebt hat, sind die Berge ein wahres Erlebnis »Ein junger Holländer z. B. legt seinen ganzen Ehrgeiz darein, sich das HJ-Lenstungsab-zeichen zu erwerben. Der Flame, der später Ingenieur werden will, ist gleichfalls mit ganzer Seele hei der sportlichen Ausbildung und erzählt lebhaft vom Lagerbetrieb. Was er erzMhlt. kön nen wir zwar nicht Wort für Wo'-t verstehen, aber der Dolmetscher macht uns den Sinn klar: Der Flame hat sich die Ausbildung »noch viel strenger« vorgestellt und Ist sichtlich erfreut, daß die Ertüchtigung der jungen Männer In jeder Welse den Wünschen und Neigungen der Lagerteilnehmer gerecht wird. Auch die Verständiguno mit den Wallonen stößt anfangs noch auf gewisse Sckwierigkeiten. macht aber von Tag zu Tag Fortschritte) denn Im Deutschunterricht lernen sie die wich-"gsten und gebräuchlichsten Redewendungen. Die Kameraden aus DHnemark weiien ebenfalls zum ersten Male fern 'hrer Heimat, aber auch für s'e tfen Mi- wirkt Attila Hörbiger als Polzer. Gut und chael sitzt ebenfalls ein Mädchen, das sympathisch sind die Darsteller der bei- als Schwiegertochter in die »Familie« den Offiziere Fred Liewehr und Eric auf Sophienlund auigenorrunen wird. Frey, während Inge List und Klaramaria Ein wirklich bezaubernder Film, ries-Skala den Kreis der weihlichrn Darstel-jsen Reiz in dem originellen Euif.ill Film, dessen (nach der Komödie »Sophienlund« von 1er bestens abrunden. Ein Thema mitreißend bewegt und dessen Mü'eu lebensecht und ansprechend wirkt. (Marburg, Esplanade-Kino.) Marianne von Vesteneck Sophienlund Die Familie des Schriftstellers Erich Eckberg ist zusammengefügt, zusamanen-gelogen oder zusamraengedichtet — eines steht jedenfalls fest: sie ist keine Familie im landläufigen Sinne. Sigrid Eckberg ist nicht mit den Söhnen ihres Mannes, den Zwillingen Knut und Michael verwandt; Erich Eckberg nicht mit Gabi, der Tochter seiner Frau, folglich auch nicht Gabi mit ihren vermeintlichen Biüdern. Dennoch führen die fünf Menschen ein denkbar harmonisches Familienleben, denn die Eltern haben ihren jeweiligen Kindern die Wahrheit verschwiegen, um ihnen eime unbelastete Jugend zu schaffen. Nach fast zwei Jahrzehnten glücklichsten Zusammenlebens geben die Eltern am 21 Geburtstag der Zwillinge ihr Geheimnis preis. In den jungen Gemütern entsteht eine begreifliche Verwirrung, und es Helmut Weiß und Fritz von Woedtke) und den geistvollen und witzigen Dialogen liegt. Fritz Peter Buch und Helmut Weiß schrieben mit viel Esprit das Drehbuch. In der Spielloitung spurt man überall Heinz Rühmanns sichere Hand, der diesen Film mit viel Hiunor und einem Schuß Ironie gestaltete. In Erich Eckberg sehen wir nach langer Zeit wieder einmal den einst so viel geliebten Harry Liedtke als liebenswür-d-iigen Familienvater. Käthe Haack ist eine sehr sympathische und liebenswerte Sigrid. Hannelore SchroLh ist reizvoll im ZuSammenspiel mit ihrer Mutter (im Leben wie im Film) und verkörpert eine aufgeweckte, neckische Gabi. Fritz Wagner gestaltet den jungenhaft-männlichen Knut mit jugendlicher Frische. Robert Tessen gibt dem weidieren Michael feine Züge. Die Schwedin Christina Sorbon ist als Rri-git hübsch und natürlich. Ein sehr kultivierter Film, der allen Freunor den soeben angeschlagenen neuesten l.ügenmc!dunjicn der ZeitungsFtände stehend, unversehens an einem Unbekannten das deutsche Gesicht wahrnahm und sogleich ein Strömen wortloser Verbundenheit fühlte; CS ist auch oft geschehen, daß Menschen, die nichts weiter voneinander Wüßten, als daß sie Deutsche waren, in •olch einem Augenblick aufeinander zugingen, sich die Händt' reichten mit der einen Frage, die uns da draußen jeden Tag bewegte: Wie steht es um Deutschland? AufwflWender noch, tfcfer «nd ver-fiflichtender ist seit dem Ringen von Stalingrad uns allen hier in der Heimat diese GcschwisterlicliUeit bewußt geworden. Verwandelt bis in die innersten Krfifte des Seins, steht das Volk nun zu-•ammengeschart. In jedem Herzen haben rl«nd h'ilhpn die R^umel FrQhling über den Hügeln Auln.hm.i Pl««»r, M.rburg Von den Bergen, vom mächtigen Bachem, auf dem die Bergkirschen schon ihre Knospen aufgetan haben, bis in die Ebene ergießt sich der weiße Segen der Baumblüte, die uns überreich beschert wurde. Die Untersteiermark ist das Land des Obstes. Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen sind neben den Weinstöcken Ihre Wahrzeichen. Wanderer, du kannst deine Schritte lenken wohin du willst, überall wirst du jetzt das Land verzaubert finden. Es leuchtet durch das Grün der Hänge, manchmal aber fließt es in weißen Strömen hinab dort, wo unsere großen Obstgärten stehen. Und es ist wohl kein noch so kleine« Bauernhaus zu finden, in dessen Garten nicht ein Obstbaum im schönsten Brautschmuck zu sehen wäre. Aus den Weinbergen aber schimmert das Pastellrosa der Pfirsichbäume^ ein zartes, liebliches Rot, das sich die Reben hänge wie einen Schmuck ins Haar ge iteckt haben. In der Stadt verzaubert ein blühender Baum alte verwitterte Mauern. Er strahlt in dürftigen Vorgärten wie ein Diamant und schiebt seine Aste über dunkle Giebel, eine zierliche Flöte, dir den Frühling kündet. Lange kann man vor einem blühenden Zweig stehen, man wird nicht satt, 7U schauen. Wer denkt wohl nicht an die Anmut junger, lachender Mädchen, wenn er einen Apfelzweig in seiner Blüte sieht? Musik zieht durch die Srhar der Bäume, wenn wir zu ihren Füßen schreiten: die Bienen summen von einer Blüte zur anderen, und leise stäuben die zarten Blätter zur Erde und sticken zierliche weiße Muster ins Gras, fllütenwanderung im Unterland — welche Lockung und Freude! Gerade zur rechten Zelt, zu den Ostern, hat «ich die Blütenpracht jetzt aufgetan. Aus allen Gärten strömen uns Farben entgegen. Flieder neigt seine schweren Dolden. Und die hohen ernsten Kastanienbäume In den Alleen schicken sich auch schon an, ihre Kerken anzuzünden. »Frühling läßt sein blaues Band ...!« Wem kommen diese Worte des Dichters jetzt nicht in den Sinn? Jetzt, in der Kriegszeit, wollen wir mehr denn je an das Blühen glauben, das unserer Heimaterde entsteigt, und an den Segen der uns daraus erwachsen wird. Kraft und Zuversicht wollen wir aus dem Bild des sich so reich erneuernden Le bens schöpfen, so, wie wir jungen Soldaten sie damals aus dem Anblick jenes Kirschbäumchens vor unseren Schützengräben gewannen. Wie sollte unsere Zuversicht nicht stark und freudig sein, da wir wissen, daß das blühende Land unserer Heimat von der starken Hand nnserer tapferen Soldaten beechirmt wird. Hans Auer Osterfahrt der Jugend Von Walter Zwischen den Dörfern Seehagen und Seefelde, die an einem der großen Landseen des Nordens elnajider gegenüberliegen, bestand ein altes Herkommen. Nicht verbrieft und besiegelt, doch, wie man sagte, schon durch Jahi hunderte besaß es Geltung und war von beiden Seiten immer getreulich gehalten worden. Am Ostersonntage jeden Jahres fuhren in aller Morgenfrühe Alte und Junge in ihren Booten hinüber zum andern E>orf, wo ihnen ein festlicher Empfang bereitet wurde. Man tauschte kurze Ansprachen und blieb bei einem guten Trunk und heiterem Geplauder edn Stündchen zusammen. Beim Abschied hatte ein jimge« Mädchen dann im Auftrage aller Zurückkehrenden die Gastgeber zu einem Gegenbesuch einzuladen mit Worten, die auch «chon ein ehrwürdiges Alter hatten: »Weil ihr »o frei uns aufgenommen. Seid heute auch t>ei uiv« willkommen. Erwieset Ihr uns nicht die Ehr', Gäb's für uns keine Wiederkehr!« Darauf antwortete ein Bursche der Eingeladenen: »Es sei, wie Ihr'« von uns begehrt, Damit ihr immer wiederkehrt.« Am Nachmittag hielt eine kleine Flotte von Kähnen aui das andere Ufer zu, Musik begrüßte die Landenden, und unter ihren Klängen zog man durch das befreundete Dorf. Im Tanzsaal des Kruges ließ man sich nieder. Die Gäste wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Hatte man «ich daran gütlich getan, wurden aus der Mitte des Saales Tische und Stühle hinweggeräumt: der Tanz be-gannl Im letzten Friedensjahr sollte zum ersten Male die Osterfahrt nicht vor sich gehen. Die Dörfer waren wegen der Fischereigerechtsame Lm See in Meinungsverschiedenheiten geraten. Da man nicht einig werden koimte, ,war das Gericht aufgerufen worden. Das entschied zum Nachteil der Seefelder, die sich nicht beruhigten. Sie wandten sich an die höhere Instanz. Der See hatte die Dörfer nicht trennen köruien, sie hatten in guten imd bösen Tagen in Frieden und Freundschaft gelebt, eine Generation nach der anderen. Der Rechtsstreit entfremdete sie in kurzer Zeit und hielt sie Ostern sicherer auselnaiKler als eine brüchige Eisdö^lcG • Während die Seefelder Alten aber, wenn sie zum jenseitigen Ufer hinübersahen, finster die Brauen senkten, war in den Zügen der Jungen heimliches Bedauern zu lesen. Je näher Ostern kam, umso öfter suchten ihre Blicke mit leiser Sehnsucht den gegenüberliegenden Kirchturm und die Häuslein, über die er hinwegragte. Häufig sah Malte Rahn, der Sohn des Seefelder Gemeindevorste(hers, hinüber nach Seehagen. Immer war ihm als stünde drüben edn Mädel und sähe gerade zu ihm herüber — — Kathrin Wi-chards, der er beim letzten Beisammensein das Versprechen gegeben hatte! »Ostern halt ich um dich an, Kathrin!« Sollte er nun sein Wort brechen? Er fragte den Vater: »Wird's was aus der Osterfahrt?« »Die werden uns nicht einladen. Junq' Und wenn sie's tätpn, wir nähmen s nicht an!« »BloB um den Prozeß--!« Der Alte zuckte mit den Schultern »Kann uns ein schönes Gold kosten!« »Aber wenn nun trotzdem welche zu uns kämen oder es wilrden welche von uns nach drüben fahren — verbieten könnte man's doch keinem!« Der Bauer blickte den Sohn scharf an und entgegnete streng: »Du setzt Persich mir keinen Fuß aufs Sr-eJiagener Ufer' Abgemacht!« Da ging Malte schweigend an seine Arbelt. Am .^bend, als die Jiiqend sich auf dem Dorfplatz versammelte, war nur von der Osterfahrt die Rede Malte hörte aus allen Äußerungen wie groß der Unmut war — bei den Burschen wie bei den Mädchen. Es liefen anscheinend noch mehr Fäden über den See, als der zwischen ihm und Kcilhrm. Endlich ndiun er ddb Wort. »Mein Großvater ist mal durch den See geschwoiumen, quer durch, als ei noch jung war. Keiner hat s ihm nach-guonacht. Ich würicht an ihrem Boot lag ein anderes. Darin stand ihr Vater. »Und deine Eltemhälfte, Malte Rahn,* fuhr er gemütlich fort, »ist auch in der Nähe. Kannst dri deinen Alten noch nicht schnaufen hören?« Malte sah ein Boot heransrhießen Mehrere Männer ruderten aus Leibeskräften. Sein Vater saß am Steuer. Und schrie jetzt: »Euch soll doch — — —« »Versrhimpft nur nicht den Feiertag!« antwortete Ihm Wichards. »Die jungen Leute sind gescheiter als wir alten Wärst du ein Stündchen zu Hause gehlieben. hättest du die Nachricht gehabt, daß wir im Gemeinderat qestem abend beschlossen haben, euch Versöhnung anzubieten. Ihr braucht nur einzuschlagen, und es wird euer Schade nicht sHn. Komm mal sacht heran und ff^b mir die Hand- auf alte und nmie Freundschaft zwischen uns und unseren Dörfern!« --- Es wurde eine so fröhliche Osterfahrt wie nie zuvor D«i Gedicht »Oilrrmorijen« entnilimrn wir tun H»n« Klorplm »Criammellc Cledirhlf. VfrltJ der AlptnUnd Buchhandlung Südroirk. Graz 19)6. t Seite 8 ♦ Nr. 114^15116 ♦ Samstajj'Sonnfaf'Montag, 24 ^25.?^ Aprfl MARBURGER ZEITUNO Latema Magica / Von Bruno Brehm »Eiseiftcrnt Z«iteB«, taftt 4mr Major, »erforduni «iieiacriM Mlnn«r.« Aal mciiM Frage, ob man trotzdcai hia «od wieder lächeln dörft, erwiderte der Major: »Nur auf ihre ei^^ene Verantwortung.« Wir wollen ea verantworten. war am Abend vor den Angriff auf die Thermopylen. Unter unt lag die vom goldenen Anhauch des frühen südlichen Sommers vergoldete Ebene. Im Osten schimmerte mild das Meer auf, das wir hier zum ersten Male sahen. Aus der Tiefe des Kessels herauf klirrten die vor-n'arschiereoden Panzer. Die Stadt Lamia kletterte einer Ziegenherde gleich mit ihren hellen Häusern den steilen Hang hinan. Hoch oben saßen «nr auf eioam offenen Dalkon und fieberten vor Unge-duld, oh wir die Englinder noch packen würden. Die Dämmerung kam rasch. Drüben an der Südseite des Kesaels blitzten die Sprengungen der Engländer, auf der neuen ThermopylenstraOe über die H&hen weg, durch den Nebelschleier. Woher der junge Leutnant vom Rhein auf einmal die beiden Flaschen Rheinwein bekommen hatte, weiß ich nicht. Er stellte sie tingekühlt auf den Tisch, wir hätten ans fura Kühlen auch gar nicht die Zeit genommen. Die Griechen harzen ihre Wein«, um sie vor Gärung ni schfitxen; wir bekommen diesen Geschmack bald über. Dies war nun ein reiner Wein. Wir hoben die Gläser, aber wir tranken nicht den Wein allein, wir tranken daa Vaterland, wir tranken die Arbeit von Jahrhander-ten. wir schmeckten die Blondheit, wir •chmeckten die Frauen, die Kinder, die Wälder, di« Wolkenschatten, in fremder Nacht in fremdem Lande spürten wir, was Heimat iat und wie süß daa Vatvrland a«in kann. Wir tranken auf den kommenden Tag, wir sahen einander an, ru tagen war da nichts mehr. Südlich Ton Athen war eine Umge-btingsstraße zu erkunden. Wir kamen dabei in eine kleine Ortschaft, in der offenbar noch keine deutschen Soldaten gewesen waren. Mit der Sprache Homers ■nd Herodots ging es nicht, abgesehen davon, daß hier auch etwas haperte. Alto ein Görlitzer her! Fast in jeder grlechi-achen Stadt gibt es einen G&rlitzer, das Ist ein «hcmaliger Soldat jener im Weltkrieg nttf unsere Seite übergetretenen griechischen Divisionen, die dort oben Interniert worden waren und die der Stadt G6rlttx nnd Deutschland ein gutes Andenken bewahrt haben. Ehe attn dieser Gfirlitxer kam, war der kleine Plate voll von Menschen, vor allem voll mit Kindern, die dicht unseren Wagen nrndring-tea. Da tauchte ein ){riechiseh«r Ortspo-liciet auf, eis wahrhaftiger Osmln nach Geetah «uid Stimme, nnd veraehcttchte die erschrockenen Kinder, — «nd •benao schnell, wi« sie aufgetaucht, warm tie wieder wrachwnnden. Nur di« neugleri« gen GroOeo blieben and lieBea sich voa diesen Osmin nicht verscheucbcft. Eia aehoj&hrigee M&dchen von rührandar Aa* mut war am achnellsten geflohaa and higte ntm, zwischen Angst and Neugierde schwankend, mit dunklen groBea Aagen aus einem HoTtor zu ons herüber. Ich stieg aus, schritt, von den Großen mit ängstlichen Blicken begleitet, auf jenes Haus zu und gab dem kleinen Mädchen ein paar Geldscheine, die das Kind hastig in iiire zerrissene Bluse stopfta, ehe sie in das Haua verschwand. Nun war auch der Gbrlitaar 4a, dar mehr sagen wollte, als er sagesi konnte, denn man vergißt eine Sprache, die man ao lange nicht mehr gesprochen hat. Für die Auskunft über den Weg reichte es. Wir sagten, daß wir nach drei Stunden wieder hier durchkommen würden, nnd staubten davon. Wir erkundeten die Straße, wir fahren durch goldgelbe Felder, in denen die Bau4^m bei der Ernte waren, wir aßen mit Hirttin Hammelbraten an einem offenen Fcaer. Ich freute mich auf die Rückfahrt, ich freute mich auf das holde kleine Mädchen. Wie achAn, wie gelenkig, wie anmutig und flink war sie doch gewcsenl Dil war der kleine Ort; da stand der ganze Platz dichtgedrängt voll Menschen! Und inmitten der unser wartenden Menge stund — ich wagte meinen Augen nicht zu trauen — mit einem Blumenstrauß in lar H^^nd das kleine liebe Mädchen. Aber Aah die axme Kleine ausl Wi« hatte maa ii« zugerichtet I Das rabenschwarze Haar war zu einem Stachelbusch gebrannt und gelockt wie bei einem Negerhäupt-ling, an Stelle des abgerissenen und verwaschenen Röckchens trug sie ein mit grellen großen Maschen geputzte« scheuß liches Vorstadtkleid, an den schlanken braunen Füßen hatte sie giftblaue Strümpfe und die großen Augen klagten in dem einsamen Gesichtlein unter der aufgedonnerten Frisur über die verratene Kindheit. Links von dem armen Kind hatte sich der dicke Osmin, rechts der eifrige Görlitzer aufgepflanzt, der mir gewichtig den innigen Dank verdolmetschte, den mir die mit ihren sieben andern Kindern hinter dar Kleinen aufmarschierte und kreischend den Görlitzer immer wieder unterbrechende dicke Mutter darzubringen wün'ohte. In diese Görlitzer Rede und in das * ratschen der Mutter hinein klatschten di« Großen und schüttelten zustimmend di« Köpfe, was unserem beifälligen Nicken gleichkommt. Ich nahm noch schnell der Kleinen den Blumen-i Strauß ab, drückte dem Görlitzer die Hand, winkte *d«r Mutter zu und ermun-tart« den Fahr«r, nur schnell loszubrau-sen, denn mir war es ein wenig zuviel des Dankes gewasea. a Es war anf dem Vormarsch in Rußland. Hielten wir dicht neben der Rollbahn in den großen Wäldern, dann brachen die Fahrer rasch Föhrenzweige, um die Wagen gcgan Fliegersicht zu tarnen. Ging es weiter, wurd« di« Maskierung abgeworfen. Rollten dann die Räder über die zerknickten und zarquetschten Zweige, dann stieg ans den Nadeln ein so herber Duft, daß ich immer wieder meine Freude daran hatte. Reib« ich jetzt, fem diesen Wäldern and fem den Tagen, ein paar Föhrennadeln zwischen den Fingern, dann sehe ich mit geschlossenen Augen die endlosen Sanawege, die verwahrlosten Felder, die vcrbuschten Felder, die dunklen Seen mit den lichten Wasserrosen und den wehenden Fahnen des Schilfes. Das «odios weit« Laad schluckte die Divisionen, oft lag nur ein dünner Schleier vorne am Feind. Als ich einmal zum Ge-fechtsatand eines Bataillons kam, führte dort die Abteilung der Adjutant, da die anderen Offiziere ausgefallen waren. Es war nicht wait voa Schnuki-Puki, wie unser Kommandierender General, der sich die russischen Namen nicht merken konnte, Velikije Luki nannte. Als ich den jungen Oberleutnant fragt«, was ar noch hinten habe — ich meinte an Reserven —, da sah mich der junge Offtiiar belustigt an und meinte: »Hinten? Wird wenig sein. Dort ist nur noch der liebe Gott zu Pferd.« Dsmit war der Feldgeistliche gemeint. Ich kannte den Ausdruck nicht, aber ich mußte über den jungen Offizier und seine große Ruhe lachen, das Bedrohliche hattf gleich ein anderes Gesicht bekommen. • Als ich nach Afrika kaai, rM«a mir die alten kundigen Afrikaner: »Stallaa sie ihr Zelt nur in kainfia Wadi anf. Dort sind sie wohl vor dem Gibli g«achützt, aber wenft der Ragen kommt, nnd so an-wahrscheinlich dies bei dieser Hitsa and bei diesem immer blauen Himmel klingt, er kommt, er kommt! Dana schwimmen sie wie ein« Maos davon ao4 daa Zalt mit ihnen!« Ich war also gewarnt, and toh atallte mein Zelt erst auf, nachdem ich sorglich die Wetterrunsein swisch«n Sand and Steinen betrachtet hatta. Als dar Gibli, dar Sandstarm, kam, war ich gerade nnterwega, ich kehrte in 'dem Zelt eines Kainaraaen ein. Anfanga sah maa überhaupt nldits, tllai war In ain«n dichten Sanonabal ^hüllf, dar mit seinem feinen Staub ia Aagen and Nase drang. Di« Z«ltwiod« flatt«rt«n, ab«r si« hielten ans. Bald ab«r kan «in R«g«ngttß dazn, das Wasser strömte von allen Seiten henuL wir nuBtan die Plaehea atflt-zen, daß aas Zelt aicht sasamaeaMdrIckt wurde. Mein Zelt am Strande gab ieb in Gedanken längst anf. Als der Regen nachließ, schlitterte ich mit dem Volkswagen heim. Sieh dal Dort stand mein Zelt noch, der Feldwebel hatte sich gegen den Guß gewehrt, mit Rührung sah ick mein liebes Heim. Als der Regen aufhörte ^g Idi dnreh das Lager, nm mir dl« Mnädea aazuso-hen. Jener Kamerad, dar mich am «Indringlichsten vor dem Zelten ia einem Wadi (einem kleinen Tal in der Wüsten-flache) gewarnt hatte, war samt seinem Zelt abgeschwommen, deaa all seine Einsicht hatte ihn nicht dam bewegen können, sich von seinen dr«i raichli^ tragenden Feigenbäumen la trennen, die dort in Schutze d«s Wadis standen. Vom Zelt de« itali«nisehen Verbindungsoffiziers anweit d«a Wadis war ibarhnupt nichts mehr la sehen, das war gans hn Schlamm versunken. Der itaiienfsctie Das Vergelfsgoff VoIkMnärchea atis der Steiermark tob Max Meli Ea wnr einmal «in Bauer, der war gutherzig und hat einem Bettler, wenn der gekommen ist, immer zu essen gegeben. D«r Sohn des B&btm hat das gesehen und hat' eines Tages su murren angefangen nnd hat zum Vater gesagt; »Warum gibst du dem Bettler alleweil zn essen? Was haben wir von dem? Nichts, als daß er (Vergelt's Gott' sagt. Soll der Bettler nicht immer bei uns sein, soll er auch zu einem andern Haus hingehnl« Das hat der Bettler gehürt nnd ist nimmer kommen. Sagt der Vater tum Sohn: »Du hast mir den Bettler vertrieben, und ich krieg kein ,Vergelt'i Gott' mehr. Jetzt mußt da auch fortgebn and darfst mir nicht früher mehr heimkommen, als bis da mir aagen kannst, was ein Vergelt's Gott wert ist.« Denkt der Sohn: werden wir gleich haben; bin bald wieder dal Und geht znm Pfarrer und fragt ihn, was ein Vergelt's Gott wert ist. Der Pfarrer antwortet; »O mein liebet Kind, das weiß ich nicht I Da mußt du schon gehen den Bischof fragen!« Der Bauemsohn denkt: der Weg wird weiter; aber er läßt sich's nicht verdrießen, gelst also zum Bischof und fragt ihn. Der Bischof antwortete: »Was ein Vergelt's Gott wert ist? 0 mein Lieber, wenn dn das wissen willst, da mußt du schon gehn und den Päpsten fragen.« Daa war ab«r ein weiter Weg, und er hatte nichts zum Esten auf der Fahrt und keine Unterkunft; da mußte er darum bitten und hatte nichts dafür zu geben, als daß er sagte: »Vergelt's Gott«. Am Ende kam er zum Päpsten und trug dieoeii aein« Frag« aar, «ns denn ein Vergelt's Gott wert seL Der Papst antwortet«! »0 m«in Sohn, kh bin «e nicht, der dir das s^«n kann. Aber ich weiß einen heilige«' Kinsiedlar, d«r kann es dir vielleicht sagen. Za daai geh and fri^ ihn.« Da machte sich d*tr Baaamaoha aaf d«n Weg ins Morgenland, wo der Einsiedler lebte, und es war eine noch längere Wanderung als die frühere, and ar mußte nich dahin durchfeafatan mit B«tt«ln and ,Vergelt's Gott' aagan. Endlich langt« «r bei dam Einsiodler an und fragt« di«««n, was «in Vargolt's Gott wert icL Dar Einaiedlar antwortet«: O meta Li^Mr, daa kann kA dir nicht sogl«ich sagen. Abar wviBt da, nlla Nacht, da wird es licht, nnd 'da kaiiMt m wät ein Engel and brinit mir aa aaaan. Dan will ich bitton, daB «r anaam Herrgott fragt und oiir di« Antwort engt Solang« faß dich in Geduld and bMb bd aiir. Der Einsiedler also trag itm Entel aeine Bitte vor. Der Engel varspraek, aea Herrgott ca frag«n, and ia dor folg«nd«n Nacht bracht« «r di« Antwort, and si« hat gelautet: »Das Vergelt's Gott iat so viel wert, wie aia Turoi, dar ganz von Gold ist and von dar Erdi« Ua warn -Himmel hinauf r«icht.« Der Einsiedler sagte daa imm Baoam-söhn, ond der bedankte steh «nd trat dann endlidi den Haimwag an aa s«in«m Vater. D«m «rzählt« ar, waa «r erfahren hatte, nnd bat ihn, daB ar «aa wi«d«r dürfe auf dem Bauernhof bl«fb«n. Und von da aa war «r aieaMÜs mofar harther-zig gegen arme Loata, Oberleutnant stand davor und wüßt« nicht, ob er jammern oder lachen sollte, Der Tag strahlte durch die reingewa-schene Luft. Über das Meer hin zogea in ihrer Keilform die Kraniche. Wie von einer unsichtbaren Hand emporgaworfen stiegen Lerchen auf und trillerten im Blauen. Schmetterlinge taumelten dahin, und im dürren Gesträuch auf den vielen Sandbuckeln leuchteten die vom Regen so überraschend schnell herv€rflockten roten und gelben Blüten auf. Zwischen den wie Burgtrümmer am Strande aufra genden Klippen schäumte das ruhelose Meer mit stärkerem Rauschen auf. Vom Land her wehte ein kräftiger Duft. Im Süden zogen mit tiefhängenden Bäuchen die letzten Wolken ab Ich setzte mich an den Strand und genoß den erfrischten und gekühlten Tag. Da trat ganz still mein Fahrer neben mich hin, ein Glaser aus München, deutete auf die wildschäu-menden Wellen und s*gt« in einem gebildeten Hochdeutsch: »Das wär' so grad ein Bild für einen Kunstmaler: Afrikanische Brandung!« * Und was gibt es jetzt hei uns In Sler«-ring in eiseisemer Zeit für eiseisCm« Männer Schönes und Erfreuliches? Die Wiesen sind noch grau, die Knospen sind schon prall und die nach allen Regeln neben dem Gartentor stehende Trauerweide ist schon so grün, daß man sie am liebsten streicheln möchte. Di« V«ildi«n duften s^on, die Himmelschlüssel Uadi-ten, und wenn ich abends den Rock aaa-siehe, riecht er gut nach Rauch, denn das Verbrennen des Laubes und dar abgeschnittenen Zweige, die kleinen qualmenden Feuerchen, sind der schönsts Lohn für die Mühe and für daa vom Umstachen schmerzende Kreaz. Beim Stutzen der Sträncher hat aleli «in solcher Eifer gepackt, daB ich von Einem Kinde Wog«, dla wir gekomma«. Gehst da glückselig horaut Staraa, die uns verglomm««, Blühon dir wieder auf. Wir stehen and sehen Torgebent Nach dem entschwindenden Land: Die heilige Schale des Lebens Ruht n«n in deiner Hand. Halt« al« hoch vor alle« Anderen Menschen and Laß schimmernde Blütea fallen In flire« goldenen Grund. Trink« ««d trinke fh« wieder, de« selig duftenden Wein: Jug«nd and Prühlingsll«d«r Lache« and tAricht sokL winmai itohst da v«rgeb««a Nach dem entschwundene« Land: Dia heilige Schale das Leb«aM Gleitet aus deiner Hand. ■raat OtM Aat aa Aat fortschreitend, I« d«« Rawss« genau so mit der Schere klappara aad RlapMrn kann, wie ich dies schon als ind immer bei einem munteren Friaaar beobachtet und bewundert hab«. Unlängst, gegen Abend, war «in laajfcr und junger Obergefreiter b«i mir la Besuch, «r traf aiich gerade beim Sahlraa •in«s Feuerchena. Da iai WinAar dar Zaua umgestürzt war,' bga« fai dar Nähe daa Feuerchens, das dem Obergefrait«« wohl allzu klein und friedensmäßig aaa-sah, einige Planken, die er voll dar gleich in die Flammen tchob. Da«« hockt« er sich neben mich and blickte stuasm in di« Flammen. »Zäune verheizen«, ateiat« «r nach einer Weile, »haben wir in Rußland gelernt« Wir sahen dem absi«b««-den und sich in der Dämmerung verU^ renden Rauch nach und dachte« der Kameraden drauiJen, an die wir iauner denke« müssen und denen sunt GruB iak di«««a geschrieben habe. De«« ao wia sie ihr halM Herz daheim auf ihra« Fal-d«rn, in ihren Häusern, Gärte« ««d Af beitsstätten gelassen haben, ao Ist a«ck unser Her* zur größeren ««d haasaraa Hälfte bei ihnen draußen gebliebea and sehnt sich so nach ihnen, wie sie sich, die Lieben, Guten, die Treuen, a«di der Ha^ mat sehne«. # Osterzeif Von Peter Kosegger OsternI 0 Stsm, leuchtender Stern Aber des keimreichen Frühlings Schwelle Auf Ostern freuen wir uns alle; sogar dem trockenea Dr, Faust haben die Osterglocken aad die Ostergesänge das Herz wieder aufgefrischt. Die Nacht vor Ostern ist eine Nacht, die den freudenreichsten Tag träumt. Das Haasgesinds verläßt um Mitternacht seine Lagerstätten und eilt ins Freie. Es schließt sich aa die Nachbarsleute und nun wandeln sie luitig plaudernd und singend gegen die Kreuzkuppe. Selbst der Bauer richtet sich im Bette auf, blickt durch die klaren Scheiben hina«a, weckt dann gar seia Weib und sagt: »Alte, das ist ein« wahre Herrlichkeit, was die heute treiben da draußen; schaa dir einmal diese Menge Osterfeuer anl« Die Bä««ri« blickt lang durch das Fenster, dann sagt aiet »Jetzt mag ich nicht aMhr aaUafa«.« Dar Oataiaioigea bt eingezogen. Auf dor Anhühe iat rin ebener Waldanger von Tanna« «mgeben. Mittca auf denselben steht ei« HolsstoS, aa dem die Burschen dea Dorfea wochenlang gebaut and geschichtet haben. Reich bekleidet ist er aut Moos and Reisig and auf seinem Scheitel trägt ar «ins« lunns vo« Stroh und Werg and anderen leicht brennbaren Stoffe«. Dia müasigaa Laote, die da aind, spro-alMa «ad laehea; die Musikanten stimmen ihre Instruments und etwas abseits kauern nMhrar« Männer und schlagen und stoßen mit Hämmern aa Eis«« «nd Gestvin««. Sie lade« die Püller. Wie an« alles fertig lat, atellt sich einer a« da« Holsatofi, schlägt Feuer and bald klebt ain FMounleia an einem Splitter and das gr«ift ia daa Reisig, lüngelt en»-por über daa Mooa, rechts aad links aa all«« 8«it«« — aad («tat loht «s auf nnd dar Kraaa absa aal dem Schait«! wird «i«a riaaiga Fhmaienkrnat, Muaikf Pöllerl FtwM Daa wm b aaaaraa Walde «inaBal la dar Oalaraa^i Wir b«w«nd«rt«a di« lahl-raielia« Fraadaafottsr a«d faaehxtca and varp«fft«n Pulver. Aber daa achöoala Ckterkwer Iwrt d«r Gamsrieglar k d«r Rätt«n«gg«r Pfarr', dassa« aa«as GckAfta aas Tag« so Ireund-tick asM dar Faraa harflbaf achimm«rt« auf aaaara« Barg. U«aar Kn«oht, d«r Waati, war «1« Solm ««s deai Gamarlagler-haaa ««d «ar last a«d atolz darüber, daB aal« Vater a«d Bai«a Bri^ dahate «ia ao prlditigas Fsatfeaer aastaade gcbracbt hatte«. Um I« dar T«<, diaacs anfangs ao sarta LkhtMa wcha gar karrlich a«, ««d ^ mdbr aa oranha, d«^ hellar ^«okale dar WaatL Dar Sahala «m daa vaU aassl 9tm4m la dar Laftliala amtfarala« Oaterfewr war aa miohlig, daB ar v«« ««a, Äa wir asd 4m A« alaeda«, lafalila Schatte« w«rf Ibar da« Bodaa kd«. Der WaatI trfliAorta laatlg« Li«dsr «ad ai« «Her Kaacht voai NacttMr war bal^ana, 4*' «nlhHa aha SpiBa, and wir hialla« mm» Ost«rgelächt«r daa«, daa, wie dl« Blohar araikW v«r-alastmals la dsa Kirnhs« abgekahe« w«^ Dar Vatar kaa all ateaa La» W«»- br«t, Aa Kaacht« Inda« flitt« SdiisBg^ wehr« frisch «ad das Ostarfoner dae Gama-rieglar wniha haamr hüher aad schftnsr aal and w«gla weit aasaiaandir Dar Waau achaitt alch keia Bral ah, ar utm waaig abseits iber die Aa Ua wnr alÜl gswoi ds«. V«« daa Ff dafsMsr aainar Hatent waadels m ia A«ga ak Nach MMaraaaÜ ghig Da iwblaBla« ^Cieadea Pankla 1« dar Cage«d, absr das Ga«wriegl«r-Li^ «ahsM soga mH dem Mond «af «nd dnreh-braah dM adilauaaradea Schleier, dar aagsgoasa« ki ibar d«a Waldlaad«. Ia Irlhar«« Zeitea Ist, wt«-bereit^ aa»> g«d«at«t; aa Oitorfroad« aach ata Oster frlächta BbUch gawsssaj da hat der Heer farra a«f da «aaael Schwänke erzählt, and wa dabei m viel gelacht, daB iha die Trina« ks di« A«ge« gekomma, da hatte — M wird sr«ählt — ei«e anae Seele erMai CMaglookesi, Qstaii««d«f Wie sl«d db Osalta M Irühliek! Wie wehea die Fah-«a«, wie sprloBe« A» BlÜmleia hervor, wie glitaart da klar« ' Wäaeerleia, wie hütig a^ lebendig iat a auf da« Wipfel« da wald«s. Aea) Pater t—stfan *11« fvAalihea te ■aA«. fwla L. Der Selbstmörder Von Hans Kloepta Der Blineggeraeppl war Sensenffihrer beim Schraglhammer in Hinterberg. Und in seinen freien Stunden ein Halbtepp, Damit meint das Volk natürlich schonend einen ganzen. Und das war a auch; breit, untersetzt, mit der niederen Stirn und dem lappigen Maul, um das die Barthaare nur spärtich standen; und mit dem rochenden Kropfton in der Stimme, der hinterm Blähhals saß. Aber im Werk stellte er seinen Mann, Mußte Tag für Tag den Fluder entlang die schweren Sensenbuschen in der Radl-truchen vom Breithammer zum Schnatterhammerl radeln. Davon hatte er die abfallenden Schultern und die mächtigen Arme, die bis zu den Knien reichten. Und den breiten Hintern — doch nein, der war altes Erbfjut der Blinegger. Sonst war der Seppe! zufrieden — das heißt, wenn die lausigen Mistbuben nicht gewesen wären, die^ den Blineggeraeppl beim Radeln umtanzten wie ein Mücken-«chwarm und immerzu tratzten. Und immer aus sicherer Entfernung. Denn wenn er einmal einen erwischte und beutelte — »Haar- und Ohrwaschl z'samml«, wie der Hlimeister ihm geraten —, der merkte sich's wochenlang Heut aber, heut war's schon gar aus der Weis', wie sie'i wieder trieben Tanzten am Kam hinter ihm her, zielten nach ihm mit krummen Finger, »pumml« — und i'aititcn dann jämmerlich wie ein klagendes lündcl. Er wußte schon warum; Einmal, nur ein einziges Mal hatte er sich bereden lassen und war mitgegangen mit den Sen-•enschmieden zum Jagen, Ganz im Gra- ben drunten hatte man ihn angestellt, daß er ja kein Unheil anrichten sollte. Aber wiet der Teufel schon will, war dann richtig ein Sechserhirschl durchs Erlach übers Wasserl gesetzt, zitternd hatte er's krachen lassen — und der Speranzerl der Botenkathl eilte schwer angeschweißt, anf drei Beinen, klagend heimzu. Aber heut! Immer wieder mußte er absetzen und drohte faustschüttelnd hinüber; »Rotzhuam, öllendige — wann i oan dawisch!« Aber wo waren diel Und so stieß er, als er wieder mit seinem leeren Fuhrwerk vor dem pochenden Breithammer stand, dem alten EOmeister Modi entschlossen an die Schulter, Der stellte erst das Wasser ab und schaute über die großen Hornglasaugen unwillig nach der Störung. »Modivota«, schrie er ihm ins Ohr, denn der war hammerterisch wie ein Ofen, »Modivota — mi gfreut's Lehm neamer lAehr — döi Mistbuam tratzn mi so villi — I —- i — i muaß mi daschiaß'nl« »Ja, warum oet goar«, suchte der zu trösten. Aber der Seppl blieb entschlossen und halsstarrig! »Modivota, du bist a Ja^a, du muaßt ma dei G'wehr leich'nl« Der überlegte. Und strich sich endlich zwinkernd den gewaltigen Schnauzer: »Alsdann, in Gott'snamm, jo, wann's scha sein muaßl Es is nur ans: du kannst mit an G'wehr net um^ehn — du kunnsl di fahl'n — oder goar grob juck'n. — Woast wos! um a viari bin i mit mein Tagwerk firti, da han i schön Zeit, do gehr i mit — da daschiaß i dil Obm in Schoch'n bei da groß'n Feicht'nl« »Jo, waar ma wul recht!" dankte der Sepp] treuheuzig und erleichtert, »Und nix für unguat — alsdann um a viari!« Und hinterm Hamma, w« da hundertjährige Forst stcilauf im Dunkel steht, gingen sie um viari auf da kleinen Blöße einträchtig ans Wak. »Alsdann, Seppal, and hiaat stallet di schön taub« zuwi a da alm Faicht'n und betst halt a Vatahmsa, dawail i lod —!« Und während da «Ina, die Hlnda mühsam gefaltet, krumm and «ingezogen, schneppelte und schnellte« Ind da alte Modivater bedl^chtig seine Bücha — blind natürlich —, hielt m«t«rweit daneben — lange — und ließ a krachen, da^ der Berg fast übereinänderging. »Höllsakra, hiax hon i g fanitl« schrie der Eßmeister im verziehenden Rauch und in hellem Eifer. »Oba wart a bißl, i laß no a Kugl nach — i schiafi noch «mall« »Ah — gehma liaba hoami« riet «iner kleinlaut von der Feicht'a ha and war schon im Gedachs verschwunden. Und ein Zufriedena mehr schnarchte nachts in seina Bodenkammer am rauschenden Wehr, Aui! Hini Kloepfar »StalriaelM 0«tcbicMefl<, Verlag der AlpcolaDd-BttchhandluBg. SQdmark, Gras 1937. Das Gewölbe Von Heinrich Zillich Ein Bauer läi^t sich ron Städtern so leicht nicht bescb&meni schon gar nicht, wenn er Geld im Sack hat und das Maul geschmiert wtl« etn Marktweib. Fährt da elnef von Weidenbach nach Kronstadt, den Hut fest und settief in der SLirne, die Peitsche in der Rechten knalleriq zur Saite gedreht, damit sie dem Braiinen leichter ans Ohr zwl'-kp, Hat (Ue Lippen ge«pitsL lat gut aui^»-legt. Die Landstraße va ihm laochtaL Er fängt zu pfedfen an and nach Jeder Strophe. Das Loda daa Rük-kauitzes knarrt, die Stief«! glAittan, Zum Teufel, a iat ein KerL Geatem den Roggen beute wird dor Braxm« da Tom« Cohn, dem Spezereahäudler, dem sdnge-bildetea, verhandelt Und wenn iei Krämer wieder seine Mucken hat and henunlackelt: gut, a gibt noch ainao Käufer in Breondorfl So fährt a in Kronstadt «in, dl« Langgasse hinaui. Da steht auah schon der Cohn in der Handlungstür. ,Gaiic ledse kitzeJt der Bauer den Braunen in der Weiche, zuckt in den Zügeln. Die Pferde recken sdch im Geschirr. »Sohtlc und sie stehen, die Köpf« glatt und rund gebogen. Aber der Händler tot, «Is Bäh« a nichts, starrt in dde Luft. »Outen Morgen«, sagt d«r Baua. »Guten Morgen«, antwortet Cohn. Sein Blick kehrt aus den Wolken wia-detr, um gnädig Ül>er da Gefährt la schweifen. Aha! denkt der Baua, lagt die Peitsche hinter Sich und steigt ab. Kein Wort vom Braunen! Er fragte wie zufflikig: »Sie haben doch ein Kilo f«l-nen Kaffee?« »Hier auf der Gasse wird nicht« va-kauftl Bitte ins Gewölbe zu treten!« f-lerablassend deutet der Cohn auf seinen Laden zurück nnd verschwindet auch schon darin. »Fritz, ein Kilo Kaffee prima.« »Hier ist das Geld!« sagt der Bauer, der nachqefolgt ist, legt die Münzen puf (1r»Tl T ■ '' t Packt iaina TOI«: >A1* MARBURGER ZEITUNO W f SamgU|fSomit>|/Woiit»|, 2<./g./26. April » Wr. 114^15^16 t Seite 9 möchte ich geboren sein!" Hltlsr-Urledber k 4m UstMvUUnMfk tat RakBMB äm Tolk*wfasgeB nnd aufgenommen, so daB sie beim Abschied wiederholt ihrer groBen Freude und Zufriedenheit über das Get>otene und Erlebte Ausdruck verliehen. e Der Panrerjäger ans dem Schwars-wald meinte bisher immer, sein »Ländlec sei das schönste im ganzen Reich. Aber schon auf dem Wege nach Pettau hat er seine Meinung geändert. »Bei euch ist es doch viel, viel schönerl« bekannte er ganz offen. Die einmalige Schönheit der Natur erfafit auch den Heimischen immer wieder, wenn er das Glück hat, lieben Gästen das Geleit durch die unter-steliische Heimat zu geben. Als dann allerorts die schönen Lieder der unter-:itelriftchen Mädel zur Begrüßung erklungen waren, fielen ununterbrochen Äußerungen der Bewunderung. In Cilli beschenkten die MÄdel der Sinqschar jeden Soldaten mit einem frischen Blumenstrauß. In Gonobitz standen lant>- und bSn-dergeschmückte Bauemwagen bereit, mit Sorgfalt geziert, dem neuen Aufgebot der untersteirischen Heimat fflr die Front das letzte Geleit bis zur Bahnstation zu geben. Die jungen Männer, mit Hilten voller bunter BSnder und Blumen-strSuße, Marschlieder auf den Lippen, nahmen Abschied, um wie einst ihre Väter för Deutschland zu kämpfen. Hätte das steirische Unterland seinen Hitler-Urlaubern wohl einen schöneren Empfang bereiten können, als dieses Bild der Brreitschaft in Gonohit7? In Schiltem safi plötzlich der ergraute untersteirische Frontsoldat des ersten Wellkrieges unter den Männoin des jungen Heeres, die Brust nicht minder voller Aiisreichnungen wie die Jungen. Er läßt sich das Neue schildern, dnß Jür ihn so ganz unerhört anders ist und grabt in seinen Hrinnermujen, packt d'e Schlitze aus, die den Stolz seiner kainpf-erfüllten Juhie bilden. Er blickt dabei diese Jungen an, die so gläubig und so sicgcsqewiß sind, daß er sich vor Stolz und Freude streckt. Sein Kampf und reine Opfer waren al.so nicht umsonst! Neben ihm saß der Flakknnonior, der im Osten 17 Panzer abschoß und am 18, Panzer seinen rechten Arm einbüßte. Inzwischen hat er im Krankenhaus mit der LiDk'>n schreiben gelernt. Dieser Soldat sagte beim Abschied von der Untersteiermark: »Es ist so schön, so ruhig hier, daß man sich nach dem Elend und nach der Not, die man in Rußland sehen muß, hier wie getiornen fühlt, so wie einst als Kind bei der Mutter«. Aii)n& Berat»' leben schaffenden Frauen. Wr foi'tM alle dicbc arbeitsfreien Tafie d«./n benutzen, um einmal grundsätzlich Artiejt, di« vielleicht ias eigenen Hane» eoek aa tua wäre, von um absnschiebe . «wenigstens bis auf das Notwendigste, Jenn g»BS ohne Kochen geht es ja schlief.lieh nicht. Vor allem aber solle« die«« Tage benutzt werden, daß wir einmal hinauswaodem aus der Stadt, daB wir an jedem Tage ein paar Stunden im Freien sind, sei e«, dafi man einen ausgedehnten O^terspaziergang unteruiuimt oder die Tage in «eineoi Girt-cbcn rerbririgt Gerade dort, wo heute afle Familicn-mitgiieder im Arbeitseinsatz stehen, wo im Alltag die Familie wenig von einander bat und höchstens in den Abendstunden zusammen vereint ist, bieten die Ostertage Gelegenheit, um gemeinsam draußen in der Natur Erhtjlung und Ruhe ru «uchen. Viele Mütter werden auch di« Tai|e be-nutr.cn, um mit ihren TCindem gemeinsa» ins Freie zu wandern. Gerade dann, wenn vielleicht der Vater aa der Front steht, ist «« umso notwendiger, daß sich da« Band zwiichcn Mutter uud Kmdem omse «nger knöpft und das ist bi« mehr der Fall als durch gemeinsames Erleben der Feiertaji«. Ftir Kinder ist es besonders wichtig, daß li* Oitere al# Fest d'.« lings drauGen in der erwachten Natur erleben. daß tie einmal mitten hineingestellt werden in da^ gewaltig« Wachten und Werden der Natur in diesen Woc len. Hinter all diesem Ostererlebe; wofles 1 wir ruhig die kleinen Dinge dei Lebens I zurflcktrcten lassen, ruhig di« 7eitent^i*l lucg dei Tages einmal umwerfen in T WARBURGER ZEITUNG Wir hören im Rundfunk HfUH. M. AM PaickiMMiari 13.U—11.4: D«r B«ricM wm IV IS: BantCT NacbaHtai^ lUr**e. •8 W—I*: D«r ZaiUpMf«). It.tS—NJt; FraatW-richt«. lf.4J-]0: Hum FrilMcli« a^bl. MJI b«i 2t: Otto Dobriodt »picH. 21—41.30: Dm I>Mt«ck« l'int- und UnterkkllnngMrcliMtw. DeutaclilaBdicadvrt 11.10—Ui OW L«a4 aad Meer. 17.10- 18.JO: KIkMMck« Siai**iwitM. ».15 bii 22: Beliebte Kling« «m Opa IC*Bf«ri. Soutai, M. Aprfl ReichiMBikT: 8-»: Bluaiaaik. lt.3S—HJ»: Aaa Optir und Konzert 12.40—14: Daa d«««ack« Valk«-Uonicrt. 14.15—15; Mirckenaptal >ScliM«vinek«a<. IS—Ifi: UDlerhaltunlikotaponUin iai Walfanrock. Ifr 18; •Feldpnat! Randfuak«. IS—19; R. StrtaS, I ran k, Eneito (Leituaf! CltaieM Kraal). 20.J0 k4a 2li >tNa klta|M4« Fil»-lllaatnaH*« 23 bit M; Baata St«a4«a mH 4aai Dati(»ck*a Taai* «n4 Uatarkaltaa^aafckaatar a. «. OavtaaklM^Madan t—CJOr Baek-Kaala4«. 10.15 kti 11) »Seetaa*!« aas FiiadWek Cnaaa. 14.15 bia 14Jli KlalM CWaklafaMcka. ISJO—15.55* Cbo-pte, tihawi—, Baak |S*Ui4«aMa«ik). It—19; Tin-lafiacka ZathMaaik. 10.15—21t Liebetlieder. 21—22.' Wagaaea •Maiataraiafar«, H Akt. ■aalal, W. Aprfl tilifciataJaii 4—fli FrdUickaa Waekea aa OataiaaaUg. ft—4: Bmtar Malodiaaraifaa. 9—10: Maaik aar galaa Lava«. M.IO—11: ZajlgaaAaaitcka Uaterkaltaegewaiaa*. 11—II; Klaaaiacka lUiB|a aa4 Ballallaaaik. U—1*< Kaaaieraraaik a«a iwai Jakrkasdartaa. ZattgaafiMiack« Ualark«)- taag. IT.IS—ll.lOi »Diaa aad lir Eaek na Spai«. —10: Eia« Staad« Zaitgaachekaa. 20.20 ka 22: >Flr Maa atwaa«. DaittcUaadaaadMi «.»—I»: Eraat« Dtaga aaa altea Tajta. IT.IS—1|.]0: Vaa Caralli kia Raapigki. 20.15—21; Kaaaeraiiuik im Barock. 21—22: Ro«-■ini, Moiart, Liaat. j4us aller Welt «. ErilnduBg VeraehcK. Der Iran- zAsiscb« Gelehrte Paiteur gilt «Is Vater der oogenannten Mikrobioloyie, der Lehre von Bakterien und Mikroben. Hier kam der Zufall einem tchöpferischen Geist zu Hilfe. Pasteur ließ einmal die Lösung einet Weinsteinpr&pcratet liegen — aui Versehen. Nach einiger Zeit ifiel ihm die Flasche mit der LAfung auf. Er wollte nun sehen, wie die Lösung auf Licht reagierte. Dabei bemerkte er, daß es in der Flasche ron Mikro- orgenitmen geraden wlimaehe. War ias das Resultat eiset Girangf Die Vorstellung von einer Infektioskrenk-^t war eher stet« Büt dar Vorstelloog gewisser Garugsproxesee Terbmdeu, So kam Pestevr auf den Gedanken, daß auch bei diesen Krankheiten Mikroben im Spiel sein könnten. So wurde eine Entdeckung gemncht, derea Tragwelte man damals noch kama flbersehen konnte. a. Die pSaktlldiea Lacksa. Am den sfldamerikanikcbm KOsten hat maa die Beobachtung gemacht, daO die Lachse einen geradezu verbHlffenden Zeitsinn besitren. Die Piscba, die sonst Im Meere leben, kommen, am llira Ber abzulegen, in ruhigere Gewisser imd wandern dazu die FKIsse stromauf-wArts. Dabei zeigt sich, defi diese Lachs- waadarungen genau aack dem Kalendar vor sich gehen, und zwar in den Monaten Mai, Juni, Juli und August jeweils am dritten Tage nach Vollmond. Und aicht aar das. Die Lachse haben auch soznsegen »die Uhr Im Kopf« — sie erscheinen immer genau eine Stande nach dem Beginn der Fhit. a. Die Plngielstang einer GrasaAcka. Wie die »Salzburger Zeitung« roa data Direktor des »Hauses der Natur« ar-f&hrt, hat im September ▼, Js. ein gewisser Ludwig Presch onweit ron Sali-burg eine sogenannte MönchsgrasBflcka, ancb »Schwarxblattl« genannt, beringt Der Vogel wurde nun laut aineBi B*-richt aus der Türkei In Mugla, In s4d-lichen Kleinasien, gefangen. Die Loft-linle Tom Start- zum Landeplatz betr> nngeflhr 2000 km. Kleiner Anzeiger .'ed4>« Wort kuil*< Mr Stallao^aaucda t Kpf, 4aa Mtgadmc^t« WafI '.tb Rpl, für Geld-, RadlllAtrnvrrkebr. Br efwechiel und Hairat 13 Rp(, das fettgidruckte Wort 40 Rpf, alle Qhngra Wortaataigaa 10 Rpf, d«! fett^iidrurkta Wort JC Rpf Dsi Wortprali gilt bia lu 12 Buck-i.dben je Wort. Kar nwortyebühr bei Abholung dar AngaboU 35 Rpf, bat Zutcndung durch Po«t oder BüI«d Tu Rpf, AuikunftigabOhr Nür Aiual-gon mit dem Varnirrk; ..Auikunft is da. Varwaltung odaf Gaacklfta» «teile 2ü Rpt Anzeigen-Annahmeschlufi Am Taga vor Erachatnaa «■ 16 Uhr Klein» Anielgpn werden nur geqen VoralBtendMng da« träges lau(h gültigt Briefmarken) aufgenommen MlDdettgebOhi ftir «loa Kleina Aorelga 1 RM. ' Damenrad zu kaufen gesucht. 1 " , - - - Adr. in der Verw. der »M. Z.«, Ubld Ijcschäinverkenr. Marburg-Drau__493-4 '""t" 1 t ^ Li Kaufe quterhaltene Klavler- Zu katizen gesucht harmonika, bis 64 Bässe, oder Kauie Einiainilienhaus mit tausche gegen Sommermantel- Ciarten in Kranichsfeld. Pra- stoff samt Zugehör, Stoff hoch- qorhot oder Hölldorf. — Un- prima^ reine Wolle, in Bratm. t(:ii)oits( hdch. Angebote unter Anträge unter »Harmonika« »•"iduskdiif« an die Verw. der an die Verwaltung der »M. Z.«, »vi. Z.«, MaiburgiDrau. 590-2 Marburg-Drau. 625-4 Ildus mit Gaind oder Garten' Eine Ziege zu kaufen gesucht, bis 12.000 RM zu kaufen ge- Ritsch, Lembach 12, Marburg- s iclit. 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Bestattungsanstalt Brunndorf. — Pogrehno druStvo Studend pri Mariboru 2. Unterstützungsverein in Frauheim. — Podporno druStvo v Framu ' 3. Unterstützungsverein »Der Metallarbeiter« In Elchtal. — Podporno druätvo »Kovinar« v Hrastniku. 4. Verein der Bergwerksangestellten, Ortsgruppe Eichfal. — Dru&tvo rudni^kih nameäfencev, krajevna »kupina Hrast-nik. 5. Arbeiter-Unterstützungsverein Eichtal — Delavsko pod- porno druStvo v Hrastniku. 6. Sterbeverein-Sektion des Bildungsvereine» In Kartschowin Nr. 25. — Izobraievalno dru&tvo v Krtevini — Pogrebni odsek 7. Sterheverein Kartschowin Nr. 3. — Pogiebno drustvo v Krtevini. 8. Bildungs- und Sterbeverein In Leitersberg. — Izobraieval-no in pogrebno druStvo v Lajtersbergu. 9. Sterbeverein Lembach. — Pogrebno druitvo iupnije Lim-buA. 10. Kaufmännische Selbsthilfe, reg. HUfskasse, Marburg. — Trgovska samopomot, reg. pomozna blagajna, Maribor, 11 Freiwillige Verabredung der Angestellten der Münner-»trafanstält in Marburg/Drau. — Selbsthilfe in Slerbefäl-len 12. Professoren-Selbsthilfe Marburg. — Profesorska samopo-mot V Mariboru. 13. Sterbefond des christlichen Frauenbunde« In Marburg. — Posmrtni sklad krSianske zvere v Mariboru 14. Verein der Unterbebmten von Geldinstituten und GtoB-unternehmen mit dem Sitze ir> Marburg. — DruStvo niijih nastavljencev denarnlh zavodov In velcpodjetlj • sedeiem V Mariboru 15. Selbsthilfe der Staatsangestellten und Pensionisten, reg. HUfskasse In Marburg. — Samopomoi driayulh names-dencev in upokojencev, reg. pomoina blagajna v Marl-boru. ■ 16. Vereinigung des Wehrpersonals der Strafanstalten Im Königreiche Jugoslawien in Marburg. — Udruienje stratar-skog osobija kaznenih zavoda u kraljevinl Jugoslavijl, Maribor. 17. Vereinigung des Wachpersonal« der Strafanstalten Im Königreiche Jugoslawien. Sektion Marburg. — Udruienje straiarskog osobija kaznenih zavoda u kraljevinl Jugoslavijl, sekcija Marlbor, 18. Bestattungsverein Rest. — Pogrebno druStvo Rule. 19. Sterbeverein Pobersch, reg Versicherungsgenossenschaft m. b H. — Poqrebno druitvo na Pobreiju pri Mariboru, zavarovalna zndruga z omejenlm jamstvom. 29. Sterbeverein Rotwein. — Pogrebno druitvo Radvanje pri Mariboru . 21. Verein der Bergwerkspensionisten In Trlfall. — Drustvo rudni^kin upokojencev v Trbovljah. 22 Freiwillige Selbsthilfe der Freiwilligen Feuerwehr Wöllan. 23. Verein der Advokaturs- und Notariatsbeamten des Marburger Bereiches in Marburg. — DruStvo odvetnlSkih In notarskih uradnikov marlborskega okroijn v Mariboru. 24. Verein der jugoslawischen Staats- und Selbstverwaltungspensionisten In Marburg. — Druitvo jugoslovanskih dr-JaVnih in samoupravnlh upokojencev v Mariboru. 25. Wirtschaftsverein der Post- und Telegraphenangestellten in Cilli. — Gospodarsko 'druitvo poStnIh In brzojavnih na-mesfencev v Celju. Alle Mitglieder dieser Vereine werden aufgefordert hri der Dienststelle des Stillhaltekommissars in Marburg. Kärntnerstraße 5/1. in dei Zeit vom 19. 4 bis 15. 5. 194.1 entweder schriftlich oder möndlleh lu melden. Die persönliche MelrUinq hat in der Zeit zwischen 8 und 11 Uhr vormittags zu erfolgen. Bei der Meldung sind vorzulegen, oder in der schriftlichen Anmeldnnn genau zu bezeichnen: ' 1 Mitnliedshuch oder sonstige Urkunden, aus welchen die Mitgliedschaft einwandfrei nachweisbar Ist 2 Alle in HMnden der Mitglieder befindlichen Belege «her die bisher geleisteten Beitragszahlungen und die genaue Dauer der MliqUedsrhaft Die Anmeldung ist bei sonstigem Austrhluß einer späteren Berfirksithtinunq fristgerecht vorzunehmen. 2.50-4 Der Stillhaltekommissar: gez. HRUBY, Gauschatzmeister. DER OBERBDRGFRMEISTER DER STADT MARBURG-DRAU Wirtscbaltsamt — Kohlenstelle 21. 722-405 Verlautbarung Uber Hausbrandversorgung im Kohlenwlrtschaftslahr 1943-44 Der gesteigerte Bedarf der Rüstungswirtschaft und anderer kriegswichtiger Verbraucher verlangt, daß Im neuen Kohlen-Wirtschaftsjahr vom 1. April 1943 bis 31 März 1944 gegenüber dem abgelaufenen Jahr weitere Einschränkungen im Hausbrand erzielt werden müssen. Alle Verbraucher müssen deshalb auch mit einer Kürzung ihrer Jahresbezugsmenge rechnen. Jeder Verbraucher kann von seinem Kohlenhändler erfahren. wieviel Kohle er im Kohlenwirtschaftsjahr 1943-44 bekommen kann. Mit dieser Menge muß jeder Verbraucher sein Auslangen finden. Jeder Verbraucher Ist deshalb verpflichtet, während der Sommermonate und insbesondere auch während der Ubergangsreit in den Prühjahrsmonaten und in den Herbstmonaten seinen Verbrauch auf das äußerste einzuschränken, um sich dadurch für die Wintermonate einen Vorrat zu schaffen. Ebenso wird aufmerksam gemacht, daß besondere Ansprüche auf Kohlensorten nicht berücksichtigt werden können, weil jeder Händler eben nur die ihm zugeteilten Kohlensorten an die Verbraucher abgeben kann. Zusatrmengen können Im Kohlenwlrtschaftsjahr 1943'44 nicht ert»nt werden. Jode srhrfUtrhr i'ingahe oder persönliche Vorsprache diesbezüglich wäre beim Wlrtichaftsamte zwecklos. 251-4 I. A.: Dr. Weber. frau Vttt/ m /Joäfit kommt Ivich) ub«r di> gewitien un-bAlieh**n Tage hinweg, Menn ti« NEO-KR AT IN nimml, das b*wihr(e Mlllrl gegen Krämpia und Kopttchmart. NEOKRATIN Packung «9« 1*9# IvkH n «iirban kl»'» bteklTQ I». .»•••«•• Vi» c (GebröderTh 0 11 G t 6 Graz, Herrengasse 2A ^er sichere ^Weg tum ßjgenßeim darrh dia Sparkassen! Ansfthrlirlie Auskilnfti^ iind Beratung für den Bau, Kauf, Za- and Umbuu, Instand-•etjsung und ny|>othtLen-abiiiw kostRnlos hei allin SPARKASSEN der Donau- und Alpm^rauc und ihrem Bau^iiiaruibtilul öjfentfic^en Bausparkasse für die Csimark m)itn I, TichUgaat tO und Anschriftclnde- hen nach 19 Uhr ''""9 müssen unsere Posthein Drauweiler,! i'eher soiort dem zuständigpn Robert ■ Koch-Vo®'^"^^ (nicht dem Vnridg) 3Ü9-3 Gasse 52-1. [neiden. »Marburgei Zeitung«, 587-14 Vertriebsabteilunq. Die Beerdij^unj^ des Soldaten Egon Meklenschek findet am Samstag, 11.30 Uhr, statt. den 24. April, POr Königs bergar Rlau- blanke, Weltiblank« In Erfüllung seiner Pflicht im Dienst für Führer und Reich fand den Tod unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und Bruder Feldwebel Joachim Beck K. O. A., Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader, Inhaber das Eisernen Kreuzes 1. u. IL Klasse und der bronzenen Frontflugspanne und Träger des goldenen Ehrenzeichens der Hitler-Jugend. Marburg-Drau, 23. April 1943. In stolzer Trauer: Zollrat Walter Beck und Frau Luise, Hans Beck, z. Zt. im Felde, und Manfred Beck, Brüder, 623 Spalten 1: Die Preise gelten für die Gemeinden, in denen die Versorgung unmittelbar durch die Erzeuger nicht sichergestellt ist: Diese sind: Cilli, Ehlingen, Eichtal, Gonobitz, Marburg, Bad Neuhaus, Pettau, Pöltschach, Ptageihof' Rast, Rohitsch-Sauerbrunn, Schönstem, Steinbrück, Trifaii, Tüffer, Windischfeistritz,Windischgraz, Wöllan, Zellnitz. Spalten 2: Die Preise gelten in den übrigen Orten. Für di6 Lieferung der Wehrmachtr der Waffen-^^, der kasernierten Polizei des Reichsarbeitsdienstes und der Gemeinschaftslager gelten besondere Vorschriften. Bei der Belieferung der sonstigen Großverbraucher (Krankenhäuser, Werksküchen, Gasthäuser usw.) gelten die für Lieferung frei Keller des Verbrauchers durch den Empfangsverteiler vorgesehenen Höchstpreise. Für den direkten Verkauf durch Erzeuger an Verbraucher gilt folgendes; 1. Bei Abholung durch Verbraucher bei Erzeugern Ist der Erzeugerfestpreis trachtfrei Empfangsstation zu bezahlen. 2. Bei Lieferung frei Keller des Verbrauchers sowie im örtlichen Marktverkehr dürfen die Erzeugerabgabepreise nicht höher liegen, als die für die Abgabe ab Verkaufsstelle der Kleinverteller festgesetTten Höchtspreise im betreffenden Preisgebiet. Dia Sorten der Preisgrnppe C und D sind im Einzelhandel namentlich auszuzeichnen. Dem Allmächtigen hat es gpfdllen, unsere liebste, herzensgute Schwester, Fräulein Anna Gelschek nach kurzer Krankheit uneiwiirtct db-zuberufen. Das Begräbnis findet am 24. April 1943 um 16 Uhr von der Aufbahrurgshdlle des Städtischen Friedhofes aus statt. Die hl. Seelenmesse wird am 29. April 1943, um K'7 Uhr, in dci Ptcirrkirche gelesen werden. Cilli, Agratsin, den 22. April 1943. in tiefer Trauer; Bertha Gelschek, Schwcstcr, Dr. Antun Gelschek, Proiessoi, Bruder, 292-4 Herzlichen Dank allen, die uns in unserem großen Leid anläßlich des Heldentodes unseres lieben KURT ihre Anteilnahme bekundeten. Marburg-Neiße, im April 1943. FAMILIE THEODOR JEBENS |i .......................... Danksagung AnUmirb der VerluMcs unserer iinvnrn»-0-liehen Tocbler OIGA sind um ao viele Beweise nerilicher Anlrilnnhme zuqequnqen, daß wir %ufief«t«nHe sind, jt'dpm elnzplnen xu d-mkoii. Wir KUQpn duhiialb auf diCKcm Wt'c|p hie'ür vIoIpp Diink. lian? hpsondoi* dniikcn wir «her rii'ni Herrn Dl'fklor und der rjanren ErTlchcrsrhaft der LiSA «uwic allen KamorAdiiiiicn dor Ik'lm geilängpnen lüi Ihr Irtzlpii Gelnit und dip vinlcii Kranz- und Blumnnsppndpn Vielen D«nk «urh fllli'n am Hriirühnls Hctnillqten. -ty"! Un(t'lllaii)/, im April 1 . r q »•■I »!-. H T7.pn ü'''tr jede griesgrumige Launr i Pii' Jni]>ndl'rhe rugeliiriien I i Ki'l TURril.M: rriedliche J«gd mit d'-r Farhkarner« i Et FirbtinfMrn d er dr-n Jetgor q mz besonder*! h fntslf.rt I Ki:i.T(II!Pl!M-S0NnFRV0aSTMUJNr.IN- ' '1 f| Vormiltaq 10 Uhr, Diinstdg und Mill'vorh 13 45 Uhr ^ Dsrt!"N'',ri.r,mf'MMSSE j A1v.nti»nf.r )m UrfT"htnf des Dsrhunq'»!«. '^tlr h«« 7uri» 20 "5 V'X Frrniiil ? '^1 " ■ ' n und O .t-, rmont. g um 13 45, 16, 18.30 (inH 10 45 Uh' PAULA unssciv Fin Wipn-Film mit .Mllla HBrhlnpr. Fred I.lewehr, »^r'r rre> Ir-r I Ist. KUramafla Skala. Fn r-t.iiionschtckiiil — vom Dlrhtrr unserer «rhon-sti ri Filmi- — vnn '-incm RrgirVflniMnr or^lrn RnTiri«>R ipsfillol nno X'o.i ("pr unvorqleichHchen Paula Fllr .Iiirondlirlie nirir zugelass>-nl Vom 23 bis 26. .\prllt Da« grnfle Otlerprogramm: I>fT Sil ilsprilllisch II künsllorii^ch bcsondors wertvolle Terrü-Film aii« ricm Lebrn plnp* oroflen Kilnsllors: ÄP'^reRS Schlv.tcr M«lnrlrh Hoorgi» Olrjti Tsfherhowa, Dorolhp« Wipck, HpftMTl Hilhner uni\ Throclnf loos »r iinirr M Jahren nirhl Kugplass^ii! LichHp*efe BrunnJori Die Ideine Residenz Frt'llag qosrhlosspn, Samstag um 20 Uhr, Sonntag urtd Montag um 15, 18 und 20 30 Uhr Fl>r .'(■'■'Trirrhe iin'er 14 Jahren nicht lugelaitenl Burq-Lichfl«piele CiUi SachsenfelderstraB« Vom 23. bis 29. April WILI.V FORST'i Operette mit Wlllv Fnrst, Mdrid Holst, Panl ROrblgm, Leo *"'••• » I K'"*! »r Für Ju^endMche nirhl /iigelassril Ne^ropo'-l'ch^spieVe Cilli Vom 23. bis 79. April Der verkaufte Großvater Jnsrt Elrhhelni Wtnle Maikng, Oskar Siin«, Ellii* Aulinger, Carl \Ver\ FUr Jugendliche nirhl rugelaitenl Mürrhenvorülellungcr: Samstag um 14.30 Uhr, Sonntag um 1.30 Uhr, Monifin um fl,30 Uhr, Dienstag um 14 30 Uhr ,,Dpr gestieli ite Kater". | SIBIRISCHER HEIMATBUND KreisfUhrung Marbnrg-Stadt Amt Volkbildung Volksbildungsstätte Marburg/Drau Mittwoch, den 28. April 1943, spricht um 20 Uhr im Festsaal der Oberschule, Tduris' kerstraße 9, FUhrungsamtsleiter Pq. Siegfried T r e m I über Deutsche Nachrichtenpolitik und feindliche Lügenpropaganda Eintrittskarten zum Preise von RM —.90 und RM —.60 ohne Hörerkarte und RM —.60 und RM —.40 mit Hörerkarte in der Buchhandlung W. Heinz, Herrengasse, in der Geschäftsatelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße 10a, und an der Abendkasse Sonntag, den 26. April 1943 Heimatbundsaal um 20 Ulir Komiker-Rummel Inge List, Filmliebling Karl Libal, Alexander Strahal und Josef Ecker vom Stddttheater in Wien, Ulli von Wieden mit ihrem Ballett. Ein Abend mit Humor, Ballett und Artistik. (Die Nachmittagsvorstellung fällt aus). Dienstag, den 27, April 1943, Musiksaal, Schmiderergasse 6, um 20 Uhr Volksinstramente werben Zither- und Gitarrenabend VorvefTkauf der Eintrittskarten in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße 10a, und an der Abendkasse. 279-4 l.*chtfspie'e Ehlingen Samstag, 24. April Mm 11.31 Uhr, Sonntag, 25. April, Ninntiig, 2fi. April um Iii 30 und 19.30 Uhr llllan llarvey und W'iilv Birgel in dem elnrigartigwn Filmerlebnis um die Tctn?orin! Fpnny Elssler FOr Jugendliche ziigel.issenl Lich^spreVe Fich^al HJ-BRAUNHEMDEN HJ-KNIEHOSEN SPORT-LEYRER MARBURG/DRAU 774 A Samstag um 18.30 und 20 45 Uhr, Sonnlag um 17.30 und 10.45 Uhr, ^tont^lq um i7 10 und 19,45 Uhr AnncHe mit I.ulve Ullrich, Carl Ludwig Diehl und Werner Kraus " r »ffiendPchi- tinlor 14 .lahren nicht rugelassenl Samstag um Ifi ''hr, Si)nn1an um 15 Uhr, Montag uti 15 Uhr dT Kultiirlilrn „KRIS^ HNA Abenteuer im indischen Dsrhunn<>I Fiir Jugendliche tugelassenl I Frfeclau Srnntflg. 25 April um 14 tO, 17 und 20 Uhr Mniilag. 2f \ir'i um |4 "in 17 und 20 Uhr W'e'^er Geschichten mit Hans Moser, P.iul lli^rbiger, Marie Harell, Irene lliUiner u. n. '■^T Jüftp-ttl'rhe unter 14 Jahren nicht zugelassenl CiirUe'd Srimstafi lim 20 Uhi, Sonnlag und Montag um 14, 17 und 20 Uhr S'cbe" J^hre Glück m'l H'ns Moser, 1 heo Llngon, Woll Albach-Relti, I .i'ir i S'iI.tJ u. a Für Jiigi>nd!'the nicht riigelassenl Fic^*Hnie'e ® u'ienHerq Gesucht wird für Gemischtwarenhandlung eine weiblictie Kanasleilcraft mit Schreibmaschinenkenntnissen sowie ein Lehrmädchen. Kost und Wohnung im Hause. Gefl. Zuschriften unter »G, W. V.« an die Verwaltung der »Marburger Zeitung«, Marburg-Drau. 269-4 Wir suchen Jür sofort 2 Küchenhelferinen für unsere Betriebsküche. Anzufragen bei der Marburger Textilfabrik. Marburg-Meiling, Rudolf-Puff-Gasse 34. 288-4 STADTTHcATER MARBURG-Drau Samstag 24. April; Erataa'lulirangi Der Zigeunerbaron Operette in drei .^kten von J. Schnitzer, Muiik von Johann Stratifi Beginn 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Preiae I Sonntag, 25. Apnli NachmltUgivorrtullung; Susi schwindelt Luslspielnperette in 3 Akten von E. Friese und R. Weys. Mutik von Hani Lang. Beginn; 15 Uhr. Ende 18 Uhr. Preise I. Abendvorstellung; Troubadour Oper tu vier Akten von Giuseppe Verdi. Beginn' 20 Uhr Ende: 22 30 Uhr Preise 1. Montag, 26. April: Narhmlitaggvorstellunq; Das Dorf bei Odessa Schauspiel In einem Aulzug von Merbert Reinerker. Beginn; 15 Uhr, Ende; 17 Uhr. Preise I. AI>endvoritelli'ng: Der Zigeunerbaron Operette in drei Akten von J. Schnitzer, Musik Ton Johann StrauB. Beqin: 20 Uhr, Ende; 23 Uhr. Prei*e 1. Dienstag, 27, April: , Ring 2 des Amtes lUr Volk^lldung: Der GVissenswurm Bduemkomödie In drei Akten von Ludwig Anzen-jruher. Bpnlr,n: 20 Uhr, Ende: 2.3 Uhr. Kein Kartenverkauf * Kein Kartenverkauf AMT VOLKBILDUNG CILLI Veranstaltungen am; 25. Zauberschau »Svengali«, FraOlau, Heimatbundsaal, 19 ULr 25. Steirische Volksbühne »Woran ich meine Freude habe«, Laufen, Hei- " matbundsaal 26. Komiker Rummel — Bunter Abend, Cilli, Deutsches Haus, 20 Uhr 26. Zauberschau »Svengali«, Petersdorl, Heimatbundsacil, J? 'Jhr 26. Steirische Volksbühne »Woran Ich meine Freude habe«, Oberburg, Hei-matbundsaal 27. Steirische Volksbühne »Woran Ich meine Freude habe«, Rietz,. Heimatbundsaal 27. Zauberschan »Svengali«. Hochenegg, Heimatbundsaal, 19 Uhr 28. Zauberschau »Svengali«, Bad Neu-haus' Kinosaal, 19 Uhr 273-4 öffentliche Dienststelle sucht für Marburg männliche oder weibliche Kanzleikraft die mit doppelter Buchführung' vertraut ist. Praxis in Durchschreibebuchhaltung bevorzugt. — Anträge unter »STK 5« an die Verwaltung des Blattes. 271-4 Großes Industrieunternehmen sucht zur Betreuung des Gästehauses vertrauenswürdiges Görner*'li«»paor den Mann für Garten- und Hausarbeiten, die Frau zur Bedienung der Gäste. Bewer-l)ungs5chreiben mit Lebenslauf sind zu richten unter »Arbeitsam« an die Verwaltung des Blattes. 283-4 Energieversorgung SUdstelermark Aktiengesellschaft Verlautbarung Die Gasverbraucher werden nochmals aufgefordert, mit dem -Gas auf das äußerste zu sparen und sich in Hinkunft aller Erweiterungen von Gasaniagen zu enthalten. Die Gasinstallateure haben jede Veränderung einer Leitung beim Gaswerk anzuzeigen und erst nach Genehmigung durchzuführen. Solche Veränderungen, die mit einem Mehrverbrauch von Gas verbunden sind, sind von einer Genehmigung von vorneherein ausgeschlossen. Marburg, den 25. April 1943. 276-4 Gaswerk. Marburg und CllU BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE ARBEITSGEMEINSCHAFT Tortragsfolge über das neuzeitliche Rechnungswesen Vielen Anregungen folgend veranstalten wir im Einvernehmen mit dtim Arbeitspolitischen Amt des Steirischen Heimatbundes, Amt für Berutserziehung, in den Monaten Mai und Juni in Cilli eine Vortragsfolge, die der Leistungssteigerung dient und sich mit dem modernen Rechnungswesen beschäftigt. Im Rahmen dieser Vorträge werden in Verbindung mit praktischen Beispielen folgende Themen behandelt: 1. Grundlagen und Formen des modernen Rechnungswesens unter besonderer Berücksichtigung des Wesens der doppelten Buchführung und ihrer Anwendungsgebiete. 2. Abschlüsse in Einzelunternehmungen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. 3 Besondere Bilanzlragen über Bewertung- Abschreibungen, Wertberichtigungen, Posten der Rechnungsabgrenzung, Glie-deningsvorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. 4. Bilanzkritik und Bilanzanalyse. 5. Das Rechnungswesen Im Fertigungsbetriebei Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Die Leitung des Kurses liegt in den Händen von Herrn Dr. W. Homeck, K.-Leiter der Staatlichen Wirtschaftsschule In Clin. Vorgesehen sind zwei Doppelstunden je Woche. Der erste Kursabend findet am Montag, den 10. Mai, in der Staatlichen Wirtschaftsschule, Cllli, Roseggerstraße 1, mit ■dem Beginn um 18.30 Uhr statt. Wünsche für die weitere Zeiteinteilung können dann geäußert werden. Da die Teilnehmerzahl nur eine beschränkte sein kann, bitten wir, verbindliche Meldungen sofort an uns zu richten. Gauwtrtschaftskammer Steiermark, AbL Industrie 2tM-4 Graz, Burggass« 13 III. Ämeiseneier, Arnika sowie alle Heilkräuter kauft laufend jede Menge W. Gremse, KrlutergroOhandlung, Graz, Gartengasse 22. Rtparaturen an StrichwaitD werden modisch und raschest bei der Firma F, KRAMARSCHITZ, Marburg, Herreng. 19. Übernommen. 210 Das wahre Glück des Menschen sind Gesundheit und ein froh Gemüt ARZNEIMITTEL EinescbineHoiinung im eigenen Hause I Das erreichen Sie durch Bausparkasse „Deutsches Heim" Auskunft: Lustkandl, Marburg a/Dr. Herrengasse 60 79-4 S'>nn(dq. IS. Ar)nl um 16, lfl. <0 und ?.0 4S Uhr Mnnl.ig« (I 'P ?'> Apfil tun ili IR .lO und 20 4.S Uhr Hitioncl a"l ^.rden Nt'twirkfndf llrths Moser Theo Llngim und Helm R II lim Jim r flr Jug' ndli« he nig»'1as.iien I Sdmslag um IH urnt 'JO.'i'* Uhr, Oslersonnlag um 15. Ifl u ^0 :iO Uhr, O'iRrmonIcg um 15, 18 u 20.3U Uhr Der St'-om Nricli rli'i. Drim.i von M x 11 ilijo. Für JugerdlicItH uiii^r 14 lahren nirhl logelassenl iim ri>n 15 i:ii (> '"rs'niifn i'l Uhr Ottormonnl.ig 11 "hr M irrhpnvorstnll>ina''n nO«"' geslletelle Kater". Am OslrrmnI ifj ii'ii !'> 'Ihr Wofhpnsfh.'u Sonrt •rviirlührung. ____ „piiNPiax"- Handfeuerlöscher Hauptvertreter Hans Klemsche, Marburg, Tegett-hofistrdßp 12, erteilt Auskünfte und übeniimint Aufträge .551-4 Sci]9illingsiiE!!9nipfungsinittBl für den Obst-, Wein- und Gartenbau Florävit gegen Blattläuse, Raupen und Mehltaui Fusibar gegen Schorf und fressende Schädlingei Kolloisan kolloidales Schwefelpräparat; Nirosan gegen Heu- und Sauer-wurmi Bnumwachs, Baumkitt, Raupenleim, Rattentod usw. erhältlich bei F. SCHERBAUM, PETTAU 601-4 Morkit das ungiftigcVergällungt-mittel itt so einfach und trocken anwendbar wie die Ccretan-Trod»—'« i.Ti'-drrhr iintnr 14 Jahren nirhl rugelassenl Samslag 20 Uhr, Sonntag u Monlag 14 45 u. 20 Uhrj PeUct f'ir Dautschland! | Für Jugendliche »ugriaisenl Seit über 40 Jahren dos Wahr zeichen für unser« *isienschaft-•ich erprobten ond in aller WeM oraktisdi bewährten Präparate Chimoselffabrik Aktiangasvlltchaft Hamburfl Dr. Martin Juchum Facharzt für innere Medizin Chefarzt der Rheumaheilanstalt Thermalbad Tüffer Privatsprechstunde in der Anstalt Montag bis Freitag von 16 bis 17 Uhr '256-4 cU*n dtxstkeH sollte das Saatgui aui Vorrai gebeizt werden. Eine Gefahr von Keimschädigung beslehl auch bei wochenlanger, luitigei und trockener Lagerung nicht. ^ Ceresan Trocken- oder Naßbeize iür alle Gelreidearlen! » « I.G FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT Pllani«o«liu(lAljl»llung LEVERKUSEN OAVin Spendet fOr das DBUtschc Rote Kreuz! S'indct den-Sohlten dfc »Mai burger Zeitung« an die Front