«s Areitag, dm 9. A«ni 1871. X. Jahrga«g. .««w«.. a-ll'mg» .,sq.^ M-rb«.«! g.n,j-h.i, « haibMi» -I vinklMi, 1 fl. 50 k! ,1. s«»,»..« ___________ '»« Hau» mmallich lo »r. - MI« M«trl-ndung: s fi., hald>ahng 4 II., vieNeljährig z fl. znserli«»«,ebahr e ir. Pr. Seil«. Ilchnenffucht eines Köge-ordnetm. Marburg, 8. Juni. Am sechstkn Inttj, als die Sißunj^ des Ab-steold»etenhausrs eröffnet war und der parla-me«tar»sche Kampf um den Botaaschlag beginnen sollte, vernahm die Adreßpartei. daß zwei Mit-»Glieder ihre Fahne vkrlassen und die Stelle als Abgeordnete niedergelegt. Der Eine Flüchtling ist dcr LandetgerichtS-rath Tomschitz von Cilli. Bttmochle schon im Falle Zimmermann diestr Abgeordnet» die Kluft zwischen Beamten-bewußtsein und Berlrtterpflichl kaum zu überbrücken, so mußte »hn die Fehde s?iner Partei mit der Regierung noch peinlicher berühren und er wußte slch aus dieser Doppelqual nicht anders zu retten, als durch dcu Verzicht aus den Sitz tm Abgeordnetenhause. Die Adreßpartri hat dadurch eine Stimme vertore« im Augenblicke der Entscheidung und ^eiu Mann ist viel Werth in so schwerer Zeit" — allein wenn sie darüber Klage führt, so verräth sie neuerdings, daß sie noch arg besangen ist im politischen Köhlerglauben. Ein freisinniger Staatsbeamter in Oesterreich ist bei dem ewigen Wechsel der Systeme und Per» souen eiues der bedauernötvürdigsten Geschöpfe und wird sein Unglück noch größer, ivenv ihn die Mitbürger zum Bertieler erkoren. Regierung und Abgeordnetlnhaut nehmen in Oesterreich «och lange nicht ihre natürliche Stellung ein: die Negierung ist der Bertretung nicht untergcoiduet. mcht einmal beigeordnet; sie erhebt sich nicht aUeiu thatsächlich über das Al»-geordnetenhaus und zwar durch die Schuld desselben nein! -- auch verfassungsgemaß ist ihr der Borzug eingl räumt und zwar gleichfalls wicder durch s Verschulden jtner Partei, die endlich nach z,httjähriger Mißwirthschaft banteiott geirorden. 3st'» bei der Abhängigkeit eines Slaatsbtamten von der Regierung nicht mit Gelvißheit voraus-zusehen, daß. wenn RemerungSrichter und Änter-rssenvertreter in einer Peison vereinigt sind, er» sterer die Haltung deS Abgeordneten entgelten muß? Wir reden hier nicht von Maßregelungen, »vtlche dem Staatsbeamten von Seite der Regierung drohen — wir sragen nur: eine Pailti, welche so schlecht gegliedeit ist. welede so gar keine Parteipflicht kennt, so gar keine Parteizucht hat, trie die Atreßpartei. ..ist diese Partei berechtigt, zu verlangen, daß ein ÄoatSbeamter ihrer Fahne treu bleibe? Was hätte die Adreßpartei ttethan. falls Tomschitz gegen die Berathung des Boranschlages gesprochen und gestimmt und deß-halb von der RttUeruiig in den Ruhestand ver» seKt worden? Hütte diese Partei ihren Teiioffen und wackeren Streiter schadlos geHallen? Nein! Mitleidiges Achselzucken, feiges Gejammer wäre sein Lohn getvesen! Dit Adreßpartei hat auch deßhalb trin Nechl. ihrem Genossen die Falmenfiucht zu verargen, weil sie grundsätzlich die Möglichkeit einer solchen nicht ausgeschlossen. Wir haben unS immer für di? Unverrinbar?rit deS Staatsdienstes mit drr Stelle eines BolkSVertrctcrS erklärt; der Parti!, welche jetzt ein Mitglied verloren, ging diese gor- dcrung zu weit uird dafür rächt sich ihre Halb« litit auch dieSrnal wieder, wie sie schon oft sich gerächt iznd offenbart sich zum Tröste für so vieles Herzleid über vergei)licheS Streben hier tvie bei allen Erscheiniingen deS politischen LcbenS daS urewige, unveränderliche Gesktz; — Entweder — Recht oder Rache. ?aris und die soziale Arage in Kuropa. Schärfer als die meislen öffentlichen Blättir bespricht der ..Oesterreichische Oekonomist" die Ord-nungSmacherei in Paris und besaßt sich außerdem noch mit den Folgen, welche der Ausstand für die Lösung der sozialen Frage haben dürfte. Da man sich gewöhnlich nur mit der reiripolitischen Seite d,s Falles von Paris beschäftigt, so möge zur Bildung eines allumfaslenden richtigen Ur-lhtilS der erwähnte Artikel hier im Auszug eine Stelle finden. Wir verzichten darauf, heißt es. die Greuel auszumalen, deren Kunde wir dem todes-muthigen englischen Berichterstatter verdanken; ivir haben Nicht die Absicht, zum Pinsel eines Höllen-breughrl zu greifen; eS wideistrebt uns, die wild-empörten Nerven aller Fühlenden und Denkenden durch wohlseile drastische Mittel wnt^r zu reizen. Es sei genug an der Thatsache, deren Schivin-gungen durch das ganze Jahrhundert hin nach-zittern lvetden. deren Konsequenzen den Meisten zur Stunde noch in ahnungsvollen Nebel gehüllt find. Aber »vir bekcnnen, daß ivir «och etivas Tchlimmerls und Peinlicheres in den Pariser Ereignissen erblicken, als die Wuth der rachgie-ligen Berivüster und Verderber. elwaS Roheres lelbst als die Erschießung der Geißel« nnd der allgemeinen Brandst flung. D 'S ist dasGebal)ren drr eindringenden Soldateska in Verbindung m>t der feigen Ängel>crci, Anllägerei nnd Uebcrliefe-rung van Seite de^^ enifrsselten inännlichen und weibliche» Pariser Mob. In dem untersten Kreise der Dante'schcn Hölle ist noch kein passeader Platz sür jei't Hyämn. tvelche die verborgenen Soldaten deS Wahnsinns ans Tageslicht hervorzerrten. um sie den jämmerlichen EhasseurS d' Ajrique, und ihren jämmerlichen Epauletlen-Trägern preis-zugeben. Das Gehirn, welches die Umstehenden iiejpritzte. die Blutlachen jener Eztkntionen sind ein Makel aus dcr Ehre deS Landes, der durch Nichts abgeivaschen werden kann. Die bonapar-tischen Prätorianer, welche des Pardons iior dem Feinde täglich und stündlich bedurften, rächten sich in den Straßen Von PaliS. tvelche sie dritihalb Monat nicht zu betreten wagtiN, dadurch, daß sie keinen Pardon rnchr gab^n, jede Untersuchung abschnitten, allen Unterschied zwischen Fan^Uiker« und Verbrechern aUt'tilgtcn. und in Paris liausten älger als TiUi) il» Ma,^-debnrg und Alba in den Niederlanden. Wahrlich, jene Weiber, ivelche den Vendoine-Platz mänaden-gleich vertiieidigten. gehören iu «in Pantheon, in» Äliglelch zu dcn niederträchtigen Spürhündinnea der bestialischen Rache. Welche Bürgichast dcs BcsserwerdenS, wel-chcs Pfand siir die Herstellung deS Landes rind seiner Freiheit gibt unS diele „Ordnu«gSpartel". gibt uns dlksr sogenaniUe Armee, diese Bande von bewaffneten Stro chc«, Heil von Frankreich beruhen soll? Wo ist auch nur ein einziges moralisches Element in diejem brennenden und blutigen Chaos zn entdecken, aus dem sich eine neue lebenswürdige Lelt ent» ivickeln könnte? Wer sieht einen Stern am Hori-zonte des wurmstichigen, aus allen Poren stinkenden Landes, das doth mehr als einmal der Welt ein großes Beispiel gab? Finster ist sein HiM' mel. der Qualm des jüngsten Tages bildet die Luft, in der es athmen soll. Frankreich ist bis znm äußersten Todeskampf herabgebracht. Stöhnen und Röcheln find seine letzten Lebensäußerungen; nnd doch wird dieses vernichtete Frankreich wiederum den Ton für Europa anschlagen, wiederum, trotz alledem die Parole ausgeben. Uno diese Parole tautet: Tod dem Sozialismus. Abstellung von der Tagesordnung jeder Frage nach Anfbefserung der arbei-tenden Klaffen! Die Rothen haben's gethan. die Kommunisten find die Verbrecher, die „Internationale" hat die Petroleumbomben geworfen! Ein Hochverräther, wer noch von Lohnerhöhung sprich», ein Brandstifter und Mörder, wer das Wort „Koalition" oder „Strike" in den Mnnd nimmt! Die Reaktion gegen alle Fordernngen des „vierten Standes" wird von A»ris ansge-hen und die deutschen Sieger werden stch das merken und kaum hinter dem franzöfische» Muster zurückbleiben. Bebel aus Leipzig hat bereits die erwünschte Veranlassung gegeben. Schwerlich stehen wir in dem Verdachte, die soziale Frage durch Brandstiftung lösen zu wol-len; wir dürfen eS daher sagen, nnd sagen es mit tiefstem Leidwesen: die große ökonomische Frage des Jahrhunderts ist zu Paris auf lange Zeit eingesargt nnd begraben lvorden. tleberzeugte und Heuchler, ernstlich Konservative wie Börsenwölfe, woblwollende Politiker wie ultramontane Schleicher. Alle werden sie im Ehore ihr Veto gegen jede Kritik der Gesellfchaftszuftände. gegen jede Analyse des Pauperismus heulen, und die Wissenschaft selbst wird ins Gedränge kommen. Das betrachten ivir als die furchtbarste Folge der Pariser Ereignisse, das erfüllt uns mit der ivehmüthigsten Stimmung angefichts der beider-s itigen Greuel. Aber hier sthöpfen wir sogleich den Wunsch, bei der Fahne zu verharren nnd in der allgemeinen Betäubung und Verblendung Stand zu halten im menschlicheu wie im wirthschaftlichen Interesse. Der Wiffen-schaft wie der Wahrheit »Verden wir dienen nnd unerbittlich bleiben gegen diejenigen, ivelche den allgemeinen Schrecken beniitzend aus dem Unglücke Enropa'S erst recht i^e Pfeifen zu schnei-den bereit sind. Zur Geschichte des Hages. Zn der Frage, betreffend die Berathung des Boranschlage», ist die Adreßpartei unterlegen — der Antrag: in diese Berathung vorläufig Nicht eirrzugehen. wurde mit sieben uud siebzig Stimmen gegen sitben n>>d sechzig abgelehnt. DaS machte: daS Ausreißen einiger Fceundc vor dcr Schlacht — das machte der Heir von Lasser. auf lvelchen diese Partei so schwachsinnig viel sich eingebildet — das »nachte der Absall von sechzehn Vcrfaffungstreuen Großgrundbesitzern, denen zu Liebe die Partei der Verfassung so treu blieb, daß daS „»vahr-auf der jetzt dasjhaft österreichische Vorrecht dieser zumeist adeligen Bksl^tt ja keine Schmälerung erleiden, noch wem-ner beseitig» werden durste. Eine grundsätzlich ent-schloffette Partei würde troK ihrer Niederlage zu neuem Kampfe sich rüsten, würde Vor Allem sich selbst zu erkennen. sich selbst wieder zufinden suchen und darin die Gewähr ilireS Sie^zeS erblicken. Die Partei aber, welche aber am 7. Juni den Kürzeren gnogen, wird sich noch mehr zersetzen, wird als Minderheit die klägliche Rolle nicht aufgeben, welche sie zehn Jahre lang als Mehrheit gespielt. Wie herzlich di e B e z i e h ung e n zwischen Wien und Berlin sich wirdcr zu gestalten scheinen! Entgegen der Meldung öffentlicher Blätter wirb Oesterreich beim Siegesfeste nicht durch eine militärische Abordnung Vertreten sein. Der österreichische Gejandte in Berlin, Graf Wimpffen, hat sich mit Urlaub nach Wien begeben; ob er bis zum SiegeSeinzug wieder zurück-kehrt, ist noch unbekannt. Das alte Lied von der Herrlichkeit deS Sultans erklingt wieder am »joldenen Hornel Die Pforte sei stark auch durch die Freundschaft mit den Großmächten, rühmt man u, Konstan-tlnopel. Znnig ist besonders die Freundschaft mit Rußland. Die Pforte war z. B. bereit, im Streite mit dem Papste über dlc Ernennung des katholischen Patriarchen für die Türkei nachzugeben in der Weise, daß die Regierung die Kandidaten vorschlägt. auS deien Reihe der Sultan den Patriarchen wühlt. Zu gutlr Stunde ward dieser Plan dem diplomatischen Vertreter Rußlands, General Jgnatieff bekannt, welcher dcn Abschluß zu verhindern wuß:c: der Miui-sterrath Verwarf mit großer Mehrheit de» An-trag — dem Willen Rußlands entsprechend. Der Sultan scheint sich mehr und mehr in sein Schicksall ergeben zu wollen und denkt: lieber rin Basall Rußlands, als ein Spielball aller Grobmächte; wenn ihm nur die Hauptsache bleibt: ftin Harem! Bermischte Rachrichten. (Zur Mäß igkeitSfrage) Um das englische Volk nüchterner zu Machen, hatte eine Anzahl Parlamentsmitglieder eine Eingabe eingebracht, wonach die Schließung, der Schenken in einem Bezirke von dem Belieben der Bewohner abhängig gemacht werden sollte; o. h. will die Mehrheit nicht dulden, daß die Schenke weiter geführt wird, so muß sie geschlossen werden. Vernünftiger Weise hat das englische Parlament diesen Borschlag abgelehnt. Die Trunksucht eines Volkes kann man nicht durch Aufhebung der Wilthshäuser heilen, hier l)ilft nur sittlich- und wirthschastliche Erziehung. Die Engländer wür-den viel vernünftiger thun, solche gesellschasiliche Einrichtungen zu treffen, welche bezwecken, daß die Wohlhabenheit sich aus die Masse ausdehnt; damit werden sie die Masse nüchterner machen, alier nicht durch so kindische Mittel wie daS Schließen der Wirthshäuser. (Wirthschastliches auS Elsaß-Lothrinaen.) Für Elsaß-Lothringen sind großitttige BerbesserungSarbeiten in Aufsicht genommen und wird die Ausführung rasch vorbe-reitet; eS gehört dazu u. A. eine Kanalisirung der Masel, welche nach dem Boranschlage ach! Millionen Thaler erfordert, ein Rheinkanal bei Straßburg. Einzelnes davon ivar bereits von der französischen Regieruna versprochen, harrte aber bisher vergebens der Ausführung. (Eine ungarische Honved-Vank.) Unter dem Protektorat des Honved-Oberkom-Mandanten Erzherzog Joseph wird demnächst eine Bank gegründet, welche den löblichen Zweck ver-folgt, den Honved-Offlzieren auf monlitliche Rück» zahlungen Darlehen zu 6^/^ j^elvähren. um dieselben, fo weit eS möglich von Wucherhändeii freizuhalten. Als „Gründer", dieser B^uik wird ein Bankhaus genannt. daS auf diese Weise Gelegenheit nehmen will, seinen „österreichischen Patriotismus" zu bethätigen. Es ist zu hoffen, daß dies der alleinige Zweck deS Anerbietens ist. und eine Spekulation, auf diesem „nicht mehr ungewöhnlichen Wege" zum Adel oder zu einem Ordens zu gelangen. — verunglückt. (l^ie Lemberg-Czernoivitzer Bahn.) Zur Beurtheilung der Bau- und BetriebS-Zustände bei dieser viel berühmten Bahn liefert daS „Un-garische Zentralblatt für Eisenbahnen" in einer launigen Reisebeschreibung folgenden Beitrag. „Kaum fähtt man eine Stunde hinter Lemberg. so hält der Zug plötzlich an; man öffnet rasch daS Fenster und verwundert sich, in einen Tlich gerathen zusein, wo den geängstigten Passagier der Kondukt or aber tröstet, es sei weiter nichts, als die zu niedrig gelegte Bahn-trace, welche nn dieser unangenehmen Situation Ursache sei; übrigens werde der Aufenthalt nicht lange dauern, denn diese Gewässer pflegen binnen viernndzivanzig Stunden verlaufen zusein. Kolnmt man gegen Haliez, so wiederlwlt sich obiges Schauspi'l; und in StaniSlau kann die Erfahrung geinacht iverden, »vie man Eisenbahn-Brücken Nicht zu bauen hat, denn dort geht man schön zu Fuße über die Brücke, um jenseits des Bystriza-FlnsseS bereitstehende Waggons zu besteigen. „Hit man besonderes Glück, so gelangt man. die zur Berühmtheit gekommenen Rutschult-gtu bei Korszow ungel)lndert passiicnd, bis zur Pruthbrücke bei Lubkoivce, wo wieder, die Fußwanderung unternommen werden mnß. lvetl die Beamten die Folgen der Befahruug lvährcnd des Hochwassers nicht auf sich nehmen zu können erklären. Von hier gellt «S nun rasch mit ztvei bis drei Meilen Geschwindigkeit bis zur nächsten Prutlj-Brücke, die abermals auf kunstliche Art durch Herübeischieben der Waggons passirt lvird. und so g'langt nittn glücklich biS Czernoivitz, tvo die Direktiou, für die Sicherheit der Passagiere besorgt, Btrai'l.>sjung trifft, daß der Zug bereits auf der vor Czernowitz liegenden Halistclle Zada-gora anljält nnd dieselben per Flaker über die Ltraßenbrücke die Stadt oder aber auch den Bahnhof erreichen können. In Ezernowitz »nüssen sodann die Passagiere einige Zeit zubringen, da eben erst wieder eine totale BerkehrS-Unterbrechung eingetreten ist, was, wie oben angedeutet wurde, seit Monaten sich einigem.ilc wiederliolt haben soll. Da eben ei» Vordringen gegen Osten i.icht ermöglicht erscheint, so muß bezüglich der Schilderung der Annehmlichteitel! einer Reise von Ezernowitz nach Jassy mit der Lemberg Czerno-ivitzerbahn aus eine spätere Zeit verliöstet iverden." (Deutsches Turnen.) Die Statt-halt^rei in Prag hat bekanntlich die Satzungen eines Turnerbundes deßiialb nicht g-'nehmigt. iveil als Zweck dieses BuudeS die Föiderung des „deutschen Turnens" ai'gegebe» »var. „Ein Tur ner" in Wien schreibt nun darüber an die .,Neue Freie Presse": „Die k. k. Statthalt kr., auf chinefischem Papier Preis nur 1 ?. Dieses von Sünstlerhand angefertigte Portrait ist dat beste Andenken an Oesterreich s großen Seehelden. lusIiÄlsr's Nulr-, M»if- unÄ «aarUilinslilv-Vabinst »>vli alvlit m«>>r Im „Xot«! WM- , »0«I«NI Im V - »«!»«» «»»»« -vl» i>«r vl«ll»vl>m Ilirvli«, Knasrvontailt. S4i Eine Wiese (334 ober St. Margarethen mit 2'/- Joch (Küh-futter) ist um ven Preis von 1400 fl. zu der-kaufen. Näheres im Hause Nr. 119, Grazer-ßZ^rstadt. Dnghm'i Chtittt mit Geister- «nd Gkspenstererschlinimgt», errichtet auf dem Tvsienplatze. SomstoA d«n lo. Juni. Rachmittag halb 5 Uhr Zlinderoorfleffung z« ermäßigten Vreisen. Sperrfih. . . 40 kr. Kinder 20 kr. Erster Platz . 80 kr. Kinder IS kr. 389 Zweiter Platz 20 kr. Kinder 1l) kr. Dritter Platz 10 kr. Kinder S kr. Sonntag den 11. Juni: iluwiderruflich die letzte Vorßelnug: g. 7S7ö Edikt. (338 Bon Seite dls k. k. Bezirksgerichtes Mcirburg als AbhandlunftSinstanz ivird hiemit bekannt gemacht: ES sei über Ansuchen der ErbtN die freiwillige öffentliche Versteigerung der in den Verlaß dkS «m 24. Dezember 1870 zuRoihlvkin vcrstorlienc» Grundbesitzers Johann Kaiser gehörigen, in der Steuergemeinde St. Mas^dalena gelegenen Ackerrealität Urb. Nr. 44 aä SchltiniK bltvilliget und M deren Bornahme die TagsaKung auf den 14. Juni 1871 BormittagS 11 Uhr am Orte der Realität anberaumt worden, wozu Kauftustlge mit dem BemerktN eingeladen werden, daß das feilzubietende Objekt in der Nähe de» vormlllige« KadeteninstituteS und der Arbkiter« tolonie gelegen sei und sich zu Bauplätzen eignen dürfte. Der Meistbot kommt sogleich nach dem Zu-schla,^e bezielMgslveise etsolgter Ratlsikation baar zu Händen der LizitationSkommiff'on zu erlegen. K. k. Bezirks,itlicht Marburg am ö. Mai 1871. ÄS8 MlNiW iiN NsrkUrx IlSr?ONUM«»v III» ig a vis Gekauft werden: Meiner« «nd größere Besitzungen bi« zur HSHe »an 100.000 si. gegen sogleiche var»ahlung. Atn»' und Wohnhäuser in und bei der Stadt Marburg. Verkauft werden: K00 Ei«er Sei« von den Jahren 1807, 18S8. 1S69 und 1S70 u. jw. echter Sandberge r, SchmitSberger. SohanneSberger,e. Eine vei»ßart.NealitSt mit S vmzereien. Herrenhaus» Nebengebäude,c. Prei» 12.000 fl. Ei» landtäfliche» Gut, »wischenMarburg und Uhren^usea gelegen, mit solid gebautem Herr-fchafNhGuse, mehreren Nebengebauden, Gla»hau« «»b SSrteu mit schienen Anlagen, dann über 90 Joch Grundstücke, größtentheilß Weingärten mit Winzettien. Preis sammt tw»clu> imtruetu« 52.000 fl. Gin schönes «eugebautes Eckhaus in der Mitte einer Stadt, mit Obst, und Gemüsegärten, sehr »inse^rüalich. Preis . . . 28.000 fl. Gin styöner Weingarten mit guter Zufuhr, bei 12 Joch Rebengrund und anderen Srimd« ftückn, Obst- und Gemüsegarten, in einer schönen ret^en^Lage. Preis . . . . 16.000 fl. Zu pachten gesucht: Ein größeres Gasthaus in der Umgegend von Ma^urg. Eine Greislerei, Kaffeeschank oder sonst ähnliches Geschäft. Eine kleine Realität bei Marburg oderPettau ganz in der Ebene, mit einem soliden Wohn-gMude aus 2 oder » Simmern ic., 2—3 Joch Grund und schönem Garten. Verpachtet wird: Ein schönes Gasthaus in der Tegetthoss-straße sammt Einrichtung znr Ablösung. Aufgenommen wird: Eine Gasthausköchin. Z»ei Hausknechte, welche lesen und schreiben können und der deutschen und windischen Sprache kundig stnd. Ein Hausknecht, dann eine Küche nmagd, der deutschen »nd slovenischen Sprache mächtig, für ei» Kaffeehaus auswärts. Eine verläßliche Kühe- und Schweinemagd. Ein Küche nmädchen. Eine verläßliche Kellnerin, welche Lokalkenntnisse von Marburg befitzt. Ein Gärtner, zugleich Kutscher. Ein Vedi enter mit guten Zeugniffen zu einer Herrschaft; Jene, die im Militär gedient, haben den Vorzug. Tin Weinaart'Lohuer, der praktische Kenntnisse im Weinbau, Aaßbinden und in der Weinbehaudlung hat, flch über Treue und gute Moralität ausweisen kann, de» Lesens, Schreibens und Rechnens, dann der deutschen und windischen Sprache vollkommen mächtig ist. Iahreslohn 24V ft. nebst Kellerrecht und sreie Wohnung._ Dienstantrtige: Ein Förster mit guten Zeugnissen wiiuscht in seiner Eigenschaft, oder auch als Öekonom, Jäger, AusHilfsbeamter oder Wirthschaster n. dgl. sogleich placirt zn werde». Ein Gasthant-St ubenmädchen mit guten Zeugnissen. Zwei junge, gut erzofleneMädchen, 16 nnd 18 Jahre alt. wünschen zu Familien als Stubenmädchen in Dienst zu treten. Es wird mehr auf l!ie Gelegenheit zur Ausbildung im Hauswesen und guter Sitte, als auf Lohn gesehen._ Zu miethen gesucht: Eine schöne Wohnung mit 4 Zimmern, Kabinet sammt Zugehör in der Ätadt. Sine schöne gassenseiti ge Wohnung mit 2 bis 3 Zimmern ohne Küche nnd ohne sonstige» Zugehör iu einer der belebtesteu Tassen oder am srequentesten Platze, mit Ausschluß der Grazer-B orstadt. Bermieth>>t wird: Ein schöne Wohnung mit 6 theils parquetirten Zimmern, 2 Kammern, Küche, Stallung, Wagen-Remise tt. Jahreszins 430 fl. Ein Gewölbe sammt einem großem nnd kleinen Zimmer. Sparherdkiiche und Keller. Eine schöne Wohnung mit 2 gassenseitigeu und 1 rückwärtigen Zimmer ic. in der belebtesten Straße au eine kinderlose Familie. Eine angenehme Wohnung mit 8 Zimmern, Sparherdküche, Holzlege, Keller u. in der Nähe von Marburg ist um 200 fl. sogleich zu vergebe«. Zu vergeben: Kapitalien mit 4000 fl. nnd 700 fl. gegei» pupillar-mäßige Sicherheit und 0°/„ Verzinsung. Kapitalien in jeder Höhe find zu mäßigen Zinsen aus fichere Faustpfänder zu haben. Mündliche Auskunft wird »unentgeltlich, schristliche nur. gegen Einschluß von 50 kr. in Brief- oder Stempelmarken ertheilt. Vezeo LeseUlls- iu^enniI ^iis7srk2.riL «»t«? ck«i« bei 340 ß>anufal(tuf-Kosv!Äfl Lvlcv övi' gsÄllivk Vranlllv'svkvn vuin. Lertixer Herrenkleii^er 8t«>Lk