^ »». M.RM »843 Z^<^H^T^5^^3H^^^^^^ A^ ^^^^^2.^2<-» Kurze Freude. (Nach dem Böhmischen von 8«»ntl.) ^^inst besaß ich eine Vlume, Wunderfarbig schön und zart, Die gleich einem Heiligthume Sorgsam stets ich aufbewahrt» Größ'reö Glück noch zu erreichen, Warb ich eines Mädchens Hand; Und ich dachte, ihres Gleichen Sey nicht mehr im ganzen Land. Und damit die Zahl sich fülle, (Denn der guten Ding' sind drei) Gab des Schicksals güt'ger Wille (Kmen Freund mir, wahr und treu. Wie mich so mein Blümchen freute, Lebt' ich fern von jedem Leid. Bald an meines Freundes Seite, Vald im Arm der theuren Maid. Doch es blieb, wofür ich glühte. Leider mir nicht lange traut; Denn mein Mädchen nahm die Vlüthe Und der Freund — der nahm die Vraut. Kreuh. C.Wilhelm. Vaterländisches. ^lelteste Urkunde der Stadt Laibach in deutscher Sprache. Obwohl alles Land von dem rechten Ufcr der Dräu dls zu dem Gestade des adriatischen Meeres schon seit dem fünften Jahrhunderte — wenn nicht früher__von einem Stamme des ausgebreiteten Slavenvolkes bewohnt wurde, so siedelten sich doch mit« l?n unter ihnen, besonders aber in Städten und Märkten, Deutsche an, die meistens Künstler und Handwerker waren. Daher kam es, daß an lolchen Orten sich die deutsche Sprache allmähl'g zur Um- gangs« und Schriftsprache erhob, wozu der zahlreiche Adel, meistens deutschen Ursprunges, n»cht wenig beitrug. Doch vor dem dreizehnten Jahrhunderte trifft man selbst in Deutschland wenig Urkunden in deutscher Sprache an, denn die Gerichts - und Ge» schäftösprachc war die katemische. In unserem Va« terlande, das damals bei weitem noch nicht in die heutigen Gränzen gebracht war, kennte die deutsch« Geschäfts - und Gerichtssprache nur später, und zwar erst mit den Habsburgern emporkommen. Als ältestes Denkmal deutscher Sprache in Kram ist eine Urkunde ^) des Herzogs von Kärntcn und Königs von Böhmen, Heinrichs, merkwürdig. Sie lautet'. »Wir Heinrich von Gottes Gnaden, khönlg zu Beheimb, Herzoge in khernthen, Graf zu Tyrol vnd zun Görz. Vogt der Gottsheuser zu Agley, zu Trient, und zu Brixen, Thuen khundl an discn brief, allen den die in sehent oder lösen h'örendt, daß wir wellen und gedielten, daß fürbaß nie« mandt khcin hauß khauffe; in vnsercr Stadt zu Laibach, diene dann dauon Vnß vnd der Statt mit Sreurn mit Wachen vnd mit allen andern sachen, als ander vnser Bürger da sündt, wer auch die feindt, die handueste habend, daß sy der Statt Steuerfrcy und ledig sollen sein, so vollen wir doch vnd schaffen, daß sie mit Wachte vnd mit Pesse. rung an Mauern, am Graben, vnd an Prügkhen der Start helfen, als vnsere Bürger, die der Frey, unge vmb die Steuer nichtcn habcnt. ?c. ,c. geben wir in disen brief zu einem Vrkhunde, ver» siegelten Mit Vnseren hangenden Insigel, der ist geben zu Sterzingen da man zelt Von Christi geburdt 1320 Iarr, des Psintztags nach St. Iakodstag." «) Doch bedienten sich die Vu'rger Laibachs vor Gerickt schon weit früher der deutscl'en Opracke, wie dirsi ans einer anderen Urkunde vom Jahre 1Ü0N ersickllick ist, welche dieVur-ger des neuen Marktes zu Laiback den dsullckeü Ordensherren ausstellten, als diese hinter ihrer Kircke und dcm daran an« gränzenden Ordcnöhausc cinc Mauer bis an dcn Lcnbachfluß hinabzogen. — 42 — Das Duell. (Nihre Begebenheit, mitgetheilt von Dr. I. S.) Es war in einem berühmten 'Badeorte. An der '1'aliltt ä'ilü^ des besuchtesten dortigen Gastho-fes saß eine zahlreiche Gesellschaft von Gästen verschiedenen Scandes und verschiedener Nationen. Uncer diesen befand sich auch der Chevalier *^, seit einem Tage erst im Bade angelangt, bekannt als ein Hauptstreitsucher und Erzbuellant. Treffliche Spesen, herrliche Getränke, heitere Conversationen belebten die Tafel. Da trat in den Saal ein alter Militär, Haupcmann in Pension, und setzte sich, den Hut auf dem Kopfe, auch zur Tafel. Nlemand schien eS zu bemerken, daß der alce Krieger das Haupt bedeckt hatte, nur der Chevalier sah es, und maß ihn mit wüthenden Blicken. Plötzlich stand er auf, und gab seinem Bedi'cnten einen Wink; dieser verstand ihn, ging und kam bald wieder mit einer geladenen Pistole, die er dem Chevalier einhändigte. Dieser trat leise hinter den Sessel des Hauptinanns, und schoß ihm den Hut vom Kopf herunter. Man denke sich den Schrecken und die allge, meine Indignation, die dieses Benehmen hervorrief. Jedermann erhob sich, empört über diese Brutalität, nur der Haupunann blieb ruhig auf seinem Platze sitzen. Nachdem der Aufruhr sich etwas gelegt hatte, wandte der Hauptmann gelassen sich mit folgenden Worten zum Chevalier: »Sie legren es als einen Act der Unhöflichkeit aus, daß ich mit bedecktem Haupte m«,ch zur Tafel setzte; diese ehrenwcrthe Gesellschaft jedoch traut mir Lebensart und Wellsitte zu, und genehmigt es gütig, daß ich die Bedeckung auf dem Kopfe auch bei Tische beibehalte, weil sie weiß, daß ich dieß nothgedrungen thue. Wegen einer gefährlichen Kopf-wunde wurde ich nämlich vor mehreren Jahren trepanirc; als Folge dieser Operation blieb mir nämlich eine schmerzhafte Empfindlichkeit des Kopfes gegen jede Verkühlung und Veränderung der Temperatur zurück. Daher trage ich, um mich davor zu schützen, beständig meinen Kopf bedeckt. Es erlaubten die Damen und Herren, daß ich auch bei dieser Tafel meinen Hut aufbehielt; nur sie machten gewaltsam eine Aufnahme. Hätten Sie deßhalb Wortc gebraucht,, mit Vergnügen würde ich Ihnen die gewünschte Aufklärung gegeben haben, da sie aber Waffen anwen-decen, so werden Sie mir auch mit diesen Nede stehen.« Betroffen nahm der Chevalier die Herausforderung an. Verstummt und verstimmt saßen die Gäste, als gegen daS Ende der Tafel der Hauptmann sich wieder zum Chevalier wandte, und folgendermaßen das Wort nahm: »Ich bin ein alter Kriegsmann, Chevalier; habe zwar einige Campagnen mitgemacht, und meine Oberen gaben mir das Zeugniß, daß ich des Muthes yno der Tapferkeit nicht ermangelte. Ictzr aber macht mich das Alter unbehilflich, und Degen und manche andere Waffen kann ich nicht mehr so rechr handhaben. Daher mache ich einen Vorschlag. Wir Belde spielen eine Parthie Piquet. Derjenige von uns Zweien, der gewinnt, schießt den Andern mit der Pistole nieder. Nun, Herr Chevalier?" Der Chevalier ging die Proposition ein. Karten wurden herbeigeschafft. Sie spielten und der Hauptmann — gewann. Bleiches Entsetzen mahlte sich auf dem Gesichte des Chevaliers. Er zitterte, und erhielt sich kaum auf dem Scisel, als der Hauptmann die Pistole ergriff, sie lud, und auf ihn __ anschlug. Todtenstille im Saale. Todtenblaß der Chevalier, sein Achem stockte, sein Auge ward stier und starr, als dcr Hauptmann, nach einigen Minuten Pause die Pistole absetzte, sprechend: »Ihr Leben ist in meiner Gewalr; ich schenke es Ihnen, denn Sie sind meines Pulvers nicht werth.* »Der Chevalier ducllirte nicht mehr. Welt und Zeit. (Sprichworte, Redensarten, Flos< lein, Cou versa tions.Fa da isen und üble Gcwohuheiren.) «Wie haben Sle sich amusirt^ so spricht ein ältlicher Herr im Kaffehhause zu einem modernen Dandy, der aus einer Rauchwolke , wie ein Nebelbild Heraussicht. »Wie ich mich unterhalten habe?« erwiedert jener — »0, famos! __Ich habe mich mitX. verabredet, denVormictag zu einem Ausflüge aufs Land zu benutzen, und dieß geschah auch. — Das Wetter war famoS! — Um halb sechs Uhr holte mich X. ab; ^. S-e kennen doch diesen famosen Gesellschafter? — Es ist cin Götterkerl; voll Gelst, Witz und Laune — und seine Bonmots, ja seine Bonmots— die sind schon gar famos! Auf dem Wasserglacis wurde gefrühstückt; X. offcrirte mir einige Cigarren, die schon ganz famos waren. IH sage Ihnen, solch ein Frühstück im Freien, bei einem schönen Wetter, gewürzt durch cinc gurc Cigarre — das ist doch famos'. Mittclst St>'l!>vagcn fuhren wir nach Hiz- — 43 — zing, und die Fahrt war schon im hohen Grad« famos. Unsere Gesellschaft bestand aus einer ältlichen Dame mit zwei bildhübschen Töchtern __ ich sage Ihnen, famose Gcsichtchen! Wir speisten bei Dommayer; Küche und Keller sind famos! Der Kellner ist der famoseste Rechner, der mir seir Jahren vorkam. Nachmittag kamen Equipagen auS der Stadt in großer Menge; was Pracht und Luxus auszuweisen vermag, war zu sehen, und Damen erschienen, ja Damen, Freundchen, das war schon famos! Gegen fünf Uhr begann es ju reg, nen; es entstand eine famose Verwirrung; die Fiaker verlangrcn bis Wien 8 Gulden Münze und die Linienschiffe machten die famosesten Geschäfte. V. mahnte mich an den Rückzug; kein Fahrzeug war mehr zu bekommen, und wir machten uns ii«r p6-clv» auf den Weg. Wir hatten beide weiße Bein» kleider an, welche der Regen und die schnellfahren« den Wägen in einen Zustand versetzten, der nicht als Muster der Reinlichkeit betrachtet werden könn« te; ich sage Ihnen, wir sahen famos aus! Doch wer hätte das gedacht; auf den Regenguß folgte das famoseste Wetter. Wir kleideten uns um und gingen »n's Theater. Die Schlanzofsky tanzte «n «Fee und Ritter" zum ersten Male. Ich sag' Ihnen nur so vicl, die Schlanzofsky ist und bleibt eine famose Tänzerinn. Nach jeder Tanznummer gefiel sie mchr; der Lärm am Schlüsse war famos! Als wir aus dem Theater gingen, begeg» net uns Herr von Tintenstoppel, »Wohin?" rief er im Vierbasse, »Ihr werdet doch nicht schon ins Nest kriechen? — Folgt mir; wir gehen ins Hotel zur Staot Krähwinkel; die famose Natursänge-rinn, welche die Natur un-d Kunst so maltrai-chrt, producirt sich heute." >— »Was kümmert uns die Natursängerinn!" rief H.; »wir haben einen famosen Durst, und müssen daher lieber auf Kunst und Natur verzichten." »Nur mir nach'.« rief Tintenstopcl; »das Llesinger ist famos! der der Winh nimmt'S aus einem andern BräuhauS, von dem famysen Bräuer, von dem ich Euch letzt, hin erzählt habe.« Und so begaben wir uns zur «Stadt Krähwinkel,« wo wir bis nach drei Uhr blieben, und uns famos unterhielten.". Ein schlichter Bürgersmann, der eben die »allgemeine Zeitung mit Andacht buchstabirt, ruft: Mar-quer! Trag doch meinen Kassel) in ein anderes Z>m» mer!" Im Abgehen brummt er vor sich hin: „Nicht einmal das Bißl Zeitung kann der Mensch in Ruh' lesen, ohne von einem famosen Narren gestört zu werden'.« Was mit dem Begriffe dcr Classicität und dem Epitheton classisch getrieben wird, ist zu sehr bekannt, um hier noch einer Betrachtung gewürdigt zu werden. Begriff und Epitheton wurden von den Recensenten sattsam maltraitirt, und auf Mittel«-mäßige Leistungen unserer Bühnenhelden angewendet; nach und nach ging dieser Unfug wie vieles Andere aus den Journalen in das conversationclle Leben über, und erst jüngst hörte ich, wie ein Ladendiener zu einem Genossen sagte: »Hörst du, Jacob, auf der Hauptmauty rechts unter der Einfahrt be« kommt man classische geselchte Würstel'.« Dieß allein kann hinreichen, um einem Vernünftigen das Epitheton classisch nicht mehr über die Lippen zu lassen. Die unerträglichsten und unausrottbarsten Con-versations'Fadaisen finden sich aber unstreitig in den Begrüßungs- und EmpfehlungSfor» meln. Herr X. schreit, so oft er einem Bekannten, begegnet: »Ich habe die Ehre!« und rennt wie besessen fort. Herr Th. sagt zu Jedem schlechtweg: »Grüß' Gott'.« Herr Z. brüllt sein »Servus« über die Straße herüber und irgend ein Süßling versichert Jeden seiner unbeg ranzte «Hochachtung. Bei dcn Empfehlungsformeln machen jetzt die Ausdrücke: „ergebenster Knecht," »unterchänigstcr Diener," »Ihr Gehorsamster," nebst dem Appendix: »Ich bitt' meinen Handkuß nach Haus« sehr viel Furore. Man ersuche solch' einen »ergebensten Knecht" oder solch' einen gehorsamsten Diener« um eine Gefälligkeit, und man wird einschen lernen, wie man es mit dem ergebensten Knecht« oder gehorsamsten Diener« zu halten habe. Eine der übelsten Gewohnheiten, die die vollkommenste Verabschcuung verdient, ist die Frucht der neuesten Zeit, und besteht darin, daß man die Benennungen Vater und Mutter ganz bei Seite setzt, und andere, keine kindliche Anhänglichkeit verrathende Ausdrücke in Anwendung bringt. Der mo-derne Dandy, so wie Jeder, der jetzt zur eleganten Well gezählt werden will, nennt seinen Vater ganz kurz seinen »alten Herrn« »feinen Alten,» seine Mutter aber gewöhnlich: »seine alte Frau;« spricht er von Beiden zugleich, so thut er dieß mit dem Ausdrucke: »meine alten Leute« ab. Wer hätte noch vor zwanzig Jahren geglaubt, daß die Ausdrücke: Vater und Mutter dulch schlechte Metaphern UNd Nedefiguren ersetzt werden könnten! Sollte dieser Unfug auch eine Erfindung des Zeitgeistes seyn, und das Vorwärtsschreiten der Hu-wanität und Cultur bezeichnen?? -^ N. — 44 — Feuilleton. M (Der englische Adel.) In England gibt es, wie in den meisten andern Ländern, drei Classen: der höhere Adel (noliillh), der niedere Adel (^eutr^) , und das Volk (eommonaU?). Die Geistlichen bilden keine besondere Classe, sondern gehö' ren, je nach den verschiedenen Graden, den drei an» dern an. Die englischen Gesetze und Gebräuche erkennen jedoch nur zwei Classen an, den Adel, welcher nur die eigentlichen titulirten Edelleute umfaßt, und die sogenannten eommontir«, worunter sowohl die untern Volksclassen als auch der niedere Adel begriffen sind. Beide Classen sind indessen nicht ge. nau geschieden, denn daS Vorrecht der Geburt geht nur auf den Erstgebornen über, und anderseits steht, wenigstens gesetzmäßig, einem Jeden der Zuganazu den hohen Staatswürden offen. Seit Georg III. scheint die englische Regierung als Regel aufgestellt zu haben, den HerzogStitel nur den Prinzen aus der königlichen Familie zu verleihen; Wellington allein gab durch seine großen Verdienste um den Staat zu einer Ausnahme Veranlassung, und er ist der Einzige, der seit dem Jahre 1766 zum Herzoge ernannt wurde. Gegenwärtig sind in Großbritan-nien 13 englische, 8 schottische Herzoge und 1 irländischer. Die meisten Herzoge haben zugleich noch andere Titel von Marquisaten, Grafschaften und Varonien, so wie in England gewöhnlich die höchsten Würden andere geringere Titel in sich begreifen. Zwischen den Herzogs - und den Grafentitel stellte Richard II. die Würde des Marquis, welche indessen so selten in England ist, daß es im Jahre 4739 nur einen cinjigen Marquis dort gab; jetzt sind deren 17 in England, 3 in Schottland, und 12 in Irland. Der Titel der Grafen (Mrls) ist der älteste unter allen. Die Würde eines Viscount wurde unter Heinrich VI. creirt, seitdem aber nur selten verliehen. Gegenwärtig zählt England 23, Schottland 4, Irland 52 ViScounts. Die Zahl der Barone belauft sich in England auf 134, in Schottland auf 23, und in Irland auf 74; die der Grafen in England auf 100, in Schottland auf 39, und in Irland auf 74. Außerdem gibt es noch an-dcre Barone, wie der Baron der Schatzkammer (Laron ol lll6 NxcIlL^usr), der Baron der Fünf-Häfen ?c., welche weder Sitz und Stimme im Parlament haden, noch eine erbliche Würde besitzen. Jedes Mitglied des hohen Adels hat den Titel L.'ro, odcr »Herr," ist Pair des Reichs und Baron des Parlaments (Mron nl p3rli»m6ut). Der Mayo von London hat den Lords-Titel nur so lange, als seine Funetion dauert. Die Bischof« und Erzbi» schöfe haben als solche den Grad und die Rechte des hohen Adels. Ihr größtes Vorrecht besteht darin, daß sie, gleich den englischen Pairs, Sitz und Stimme im Oberhause haben; d»e PairS von Schotte land und Irland können darin nur durch eine Dee putation von 16 schottischen und 28 irländischen Pairs vertreten werden. Alle diese Würden gehen auf die erstgebornen Söhne über. So lange der Vater lebt, führt der älteste Sohn, welchem im Kanzleistyle nur der Tltel Esquire beigelegt wird, den zweiten Titel des Vaters. — Die übrigen Vorrechte deS Adels sind nicht von Wichtigkeit. Der niedere Adel (A6ii-tr^) besteht in der gewöhnlichen Bedeutung des Wortes aus allen Denen, welche nicht von ihrer " Hände Arbeit leben, aber im legalen Sinne be« greift er theils die jüngern Söhne der Lords mit ihrer Nachkommenschaft, theils diejenigen, welche vermöge eines Amtes oder einer Würde einen per.-sönlichen, nicht erblichen Adel haben. Alle Beamte, vom Friedensrichter angefangen, so wie die Docto» ren der Rechte, sind berechtigt, ihrem Namen den Titel 6«Piil-6 (gewöhnlich abbrevirt 68l/.) beizufügen. Die erstgebornen Söhne dcr Ritter (Xm^lN-z) und die jüngern Söhne der Pairs erhalten durch lhre Geburl den Tltel Esquire, und übertragen chn durch Erbfolge ebenfalls auf ihre männlichen Nachkommen. Alle ausländischenEdelleute, selbst die irländischen Pairs, werden in England nur als Esquires anerkannt. — Die Knights bilden den andern Grad des AoelS, worin auch der erbliche Baronets - Tirel mit begriffen »st. Die Baronets wurden im Jahre 1611 von Jacob I. creirt, als es in dem Kriege gegen die irländischen Rebellen an Geld fehlte. Er fand hundert Personen, von denen jede tausend Pfund Srerl. zahire, um ihrem Taufnamen das Wort Sir vorsetzen und in ihr Wapen das Unterscheidungszeichen der Provinz Ulster (eine blutige Hand) aufnehmen zu dür-fen. Dieß ist daS einzige Vorrecht der Baroncts; allein dieser Ehrentitel wird sehr werth gehalten, denn alle Dienste, welche dem Lande in Künsten und Wissenschaft geleistet werden, belohnt der Landesherr mit dem Titel eines Baronct. (F r a g e.) In einer westvhälischen Zeitung wur» de den Gelehrten folgende Frage zur Lösung aufgegeben. »Ist es nicht möglich, ohne Zuthun des Seidenwurms, durch Anwendung chemischer und techni-sche.r Pioccsse, aus den Blättern deS weißen Maul-bcerbaums Seide zu gewinnen? — Gleich darauf erschien in eintm andern Blatte die Frage zur Lösung: »Ist es nicht möglich, durch Anwendung chemischer und technischer Prozesse, au) dcm Grase und den Krämern, welche das Schaf frißt, Wolle zu erzeugen?" Verleger: Ignaz, Alvis Gdler v. Kleinmayr.