flNZELPUWS: woc1ietita)|rs 10 Rpl bamstag-Sonnt^l 15 Rpt lorfeurgtr Leitung Amtlich«f O r g 9 n Stelrlschen Heimatbundes Verlag und üchriftleitung: Marburg a. d. Or^u» ßadgasse Nr. 6, Fernruf: 25-67, Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeihing (mit Ausnahnne def it 25-&8, 25-6Ü. — Ab 18 Ühr (ß Uhr qbencjß) is^ die Schriftleitung nur auf Fernruf Feiertage). Bezugsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich RAI 2.10 einschL Zustelt hjf. ?i8-67 erreichbar, — Unvcrlapgte Zuschriften werden nicht riiclcgesamlt. — gejiOhr; bei Lieferung im Streifband zu^ügUch Porto; bei Abholen m dpr Ue* B«i Anfragen Hackporto beilegen. -- Postscheckkonto Wien Nr, 64.608. Är schäftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und ßejugsbestellungen ii^ der Verw^ltun^;. Tti. 28t ^ntQröura a, 6. »rau« 3>Pnn?r«t(ia* 6. iJloöember i94i " _8i. aptiroono Durchbruch durch das 3aila-Gebirse Neue fchwere 8chiffsv«rlU9te dQr Bolschewlsten im Schwarzen Meer r Verhttreniliir Bowlimreieii GmtanfiriH dar d«ult^h»n Lyttwaff« auf dia towjaliitha Oprkl — IQ Faliidl|Ö9tf fiuf d#r Hiiwa yarsQnlfl Aus dem t'üh r e r Ii aIIptq IIa r t ic r, 5. November. D^s Ot)^pmtnando def Wejiriiiacht gibt bekannt: Aul d^r J(rim' wird die Vcrf'olguhK '^wolil in 8üd^cllcr witi in ostwjiriiger l^iühtjtbs fortKfi$]ßtzt..Trot2 spf^wierigcr qelänoeverhältnisse ist das Jaila-Gebir»e $teyle bcu-ejls ilurchsto(]en i^nd die KUsto des Schwarzen Meeres cr-rächt. t>ift Luftwaffe* t^nibardierte di^ Krjm-Häfen Sewastopol, Jalta und Kcrtscli u(id ver^nlite dj^seri Gewässern TranspoHer mit zus^n^fii^n iO.OflO brt ^In Pe^y49|||mg8schli|. fünf weitere Hündelssohiffe ut^d eia |t|n die für die KrsiHwaii^nr un4 flMK4euger2^8Ung bedeutende Indu^triestafit Gorki durch. Volltreffer schweren Kalibers' richteten im Autqwerk Mototow, im \Verftg^ßnqe ä\\ (ier \V9iKa «|id iji de« $ahiiiw(a«en (l^r sroUe Zf»F)»ti|rtjq{(en an. M^it-rera ausgeUreite^ Brijn^e ents^a^iden. Qei l.Mt^figr4f|eii ^\^i töninxrad lionn? ten kriegswichtige Anlagen in'ßrand geworfen werden. Auch Moskau wurde in UQr Ißtzt^ N^ch^ bomb^nrdierK Im (ter K^nM^flngz^nge einen frachttn* von SQAö t)r^ nnd er^tielten ^(unbeiitrf^lfer auf einem w^ter#n sröißer^n Handei^^chm. VorpustenhOQte wehrten im Kanal wie-(lerhi^te Angriffe britisclier Schnellboot crfq|Kre!c}i ab. Im Artül^ri^gefecht wurden ein tein^ilcltes Schnellboot verdenkt. zwei tfurch mehfcre Treffer be- i^ßhiMigt. Im QqH von Suez wnrde am 3. No-veinber ^n britisches Torn^doboot durch f)oml)enwurf eln^ deutschen Kampfflugzeuges b^sch^digt. prlti5jp|ie ßonider nntern^lin^en in li Todts« schreibt das Blatt u. a.: Diejenigen Lpute in England, ^le nichts von Strategie yerstiindep, neigten Yplcht dazu, dje deutschen Er-foijfe in der So>vieliiniön mir danach zu bemessen, wieweit die üe^its9hen Truppen vor Mo^itan stünden. Für tlie Miiitär-facjtleute ]edo9fi sei dieser Moment un-erhehüeh, bie peutschcji fiii|tcn diesen Feldzug gegen dl© zaIilcnniäiUg überlegenen so\v-ietfsc|ien Stfeltkriifto gestartet In dpr Frkeriritnis. daß das deutsche Organisar i^o|isverniÖKen dem spwlelischpii weit iiheTlejren se'. nie bisher von den Deut-"''"hen crzle't'en Frfoipo bewiesen die Annahme. nie von den Oejitsejicn nälirei'd des i'Hpzen Krieges ver(o1gte Taktik Iniife darauf hjnaus, daß sie schnelle und plötz- liche Offensiven an ganz verschiede neu Kampfabschnitten begännen. Ganz plötzlich verlagerten sie so das Schwergewicht vom Norden zMm Süden, dann wieder zum Norden und »rülen stets an soJ-chen Punkten an/ wo sie wüßten« dall der Gegner schwach sei. Ihr Organlsa-Üflnsvermügen und die ausgezeicjmete Arbeit, die die Organisation Todt hinter der Front leiste, gebe den Deutschen sehr große MögUchkelten, ganz im Gegensatz zu den Sowlets ihre Reserven sehr schnell von einem Kampfabschnitt zum anderen zu transportieren. In vielen Fällen sei es sogar so, daO beim Eintreifen der SQwietischeii Verstärkungen gelegentlich einer deutsehen Offensive die Hauptmacht der angreifenden peutschen sich sclion wieder zum Angriff bereits an einer anderen Stelle der Front be-findp, Es könne im groRen und ganzen kein Zweifel darüber bestehen, daü die deutseiien prfo'ge in der Sowjetunion Dr. Tqdt in hohem iV^nlUj zu verdanken seien. Das w qs er und seine Organisation vollbrachten, sei »prstaunliph«. Wahrheit der Roosevelt'schen Beliauptun-gen glaubte. Ja, es werden Stirninen laut, die die angeblichen Angriffsabsichten des Reiches mit scharfem Sarkasmus gegen Roosevelt behandeln. Ein Chikagoer Blatt zieht Vergleiche zwischen der bri-lischen Kriegspolitk und der der Vereinigten Staaten, wobei die Angriffsaüsicli-ten des Reiches gegen Amerika ad abgur-Juin geführt werden. Während England, so schreibt das Blatt, hinter 20 Meilen Wasser sitze und untätig warte, was da kommen möge, strecke .Amerika seinen Hals über den 30(X) Meilen weiten Atlantik vor, aus Furcht, daß Hitler »zwei leichta Sprünge« von Dakar nach Brasilien und von Brasilien nach Newynrk mache. Also müsse entweder bei Churchill oder bei Roosevelt eine Schraube locker sein. Di'-Armeen eines Weltreiches von 5fK3 Millionen Menschen nutzten weiter niplits aö als ihre Hosenboden . . . Wie dieses Blatt, so betonen auch andere, daß die Behauptungen Roosevelts von den deutschen Angriffsabsichten schon deshalb unglaubwürdig sind, weil der Präsident eine Veröffentlichung der entsprechend'-u uokumentc nicht machen könne. Roosevelt wird ^anz offen der lüge und der Heuchelei angeldagt. Im plutokratischen Lager und nicht zuletzt bei den Sowjets wird in diesen Tagen überhaupt viel angeklagt. Wo bleibt die angekündigte Offensive im Kaukasus? Wo bleibt die versprochene Hilfe, so fragt der Herr Stalin von Samara. Ein Bericht aus London gibt Antwort, daß die Engländer d'as Üffensivprojekt im Kaukasus »zumindest vorläufig« habe.i fallen lassen. Der Plan sei lange studiert, aber nicht gebilligt worden, weil die Transportierung einer britischen Armee nach dem Kaukasus die Verkehrswege durch Persien hindurch derartig belasten würde, daß es keine Transportmöglichkeiten für die KriegsmateriallieTcrungen an Rußland mehr gäbe. Die Sowjets aber erachten Kriegsmaterial sicherlich für wichtiger als Menschenmatcrial . . . Waren die Engländer schon einmal an einer Ausrede verlegen, wenn es galt, Bundesgenossen im Stiche zu lassen? Der einzige Trost, den Churchill der Sowjetunion bieten kann, ist der hoffnungsvolle Song: »Wenn der Frühling kommt, werd ich bei Dir sein . . Denn dann werde vielleicht eine zweite Eisenbahnlinie durch vlen Iran fertiggestellt sein . . . Stalin wird vergebens anklagen. Was England heuto den Sowjets bietet, besieht derzeit ausschließlich aus hübschen Märchen. Die !>Times« berichtet ein nach dem andern Mal vom Osten, daß es den Sowjets gelungen wäre, aus dieser und iener Stadt die wichtigsten Industrien zu verlegen und die Maschinen mitzunehmen, sodaß die industrielle Kapazität gewahrt würde. |a, aus Kiew hätten die Russen bereits 14 Tage vor der Einnahme durch die Deutschen ein Industriewerk evakuiert und in der Nähe des Urals wieder aufgebaut. Die Leistung des Werkes sei nicht nur erhalten geblieben, sondern hätte sich sogar verdoppelt. Wie das möglich ist, verrät die Tante vTimes« zwar nicht aber offensichtlich hat d.Mi Maschinen der Klimawechsel außerordentlich wohl getan. Sie spucken jetzt nur so vor Freude — Panzer unil Kanonen auf das Schlach'-feld . . . Was berührt das Churchill? Er hat schon viele Völker im Dienste Englands Seite 2 »Martinr^^ Zelfumr« NnverjVher NimtmcT 281 sterben sehen, waiuiii solicn die Volker ikr Sowjetunion eine Ausnahme bilden? Ks ist diesselbe Gesinnung, dasselbe pathnlogisclie Verbrechertum, das Roose-velt kennzeichnet. Nicht wir allein Stollen üies fest, wir lesen da gerade von einem offenen Brief des Vorsitzenden des Ausschusses »Keep Amorica out of War«, der an Roosevelt gerichtet ist. Roosevelt wird darin angeklagt, einer verbrceher,sehen Verschwörung anzugehören, die zum Zi^'le hat, die Vereinigten Staaten in einen zweiten Weltkrieg zu stürzen. D'e Umtriebe der amerikanischen Regierung kamen einer Revolte gegen das UAS-VolW und gegen die USA-Gesetze gleich. Sie klagen Roosevelt und Churchill an. Die furclitbnrste Anklage aber wird von den Millionen Toten, von Jen Müttern und Kindern, die ihre L'cben verloren haben, gegen diese Rlutschuldigen erhoben werden. Hs liegt eine furchtbare Anklage gegen das deinokratisch-plutokratische System in der Tatsache, daß die Völker, flie mit der Gottcsge'sel derartiger Politiker behaftet sind, sich vor diesen unheilbaren Verbrechern nicht rechtzeitig schützen können. Entrüstung In Finnland Selbst in USA Befremd«n Ub»r HuUs Drohung g«g«n,das finnisch« Volk 11 e 1 s i n k i, 5. November i Staatssekretär Hull hat am Montag' eine Erklärung übei das Verhältnis der' Vereinigten Staaten zu Finnland abge- j geben, die eine im internationalen Ver-i kehr bisher ohne Beispiel dastehende j Einmischung in die Angelegenheiten des finnischen Volkes zugunsten der Boi-schewisten darstellt. Die Erklärung Hulls gipfelte in der Warnung, daß Finnland seine militärischen Operationen gegen die Sowjetunion prompt einstellen müsse, wenn es wünsche, sich die Freundschaft der Vereinigten Staaten zu erhalten. den Eine Erklärung Rytis Hfftorischo Aufgabon Finnlands 14:1 Die Übermacht der deutschen Luftwaffe immer offensJchtl^cher Berlin, 5. November. Die Britcii verloren bei ihren militärischen wirkungslosen Einflügen über den Kanal und in das Ro'chsgebiet während des Monats Oktober 236 Flugzeuge. Die Mehrzahl der Abschüsse, allein 82,-erfolgten durch deutsche Jäger, dazu kamen weitere 24 Abschüsse dtirch Nachtjäger. Flakartillerie schoß 69 britische Flugzeuge ab, andere deutsche Kampf-fhigzuge 10, Marinc.-irtilleric vernichtete 47. 3 Flugzeuge stürzten ab und eines ist notgelandet. Die ganze Überlegenheit der deutschen Luftwaffe zeigte sich besonders im l.uftkanipf 'der Jäger gegen Jäger. Die Briten verloren in diesem Kampf nämlich 68 Spitfire, während dalie- nur 5 deutsche Jngdflng/eu.cie verlnrenjTingen, Das be-(letilet, dnl^ die Briten fast 14 Jagdflng-70iige verlori'.i, ehe ein ileu^sches Jagd-flugzctig .'ibgoschossen wurde. Der größte Teil der Verlustanzeif^en aucl weiterhin in ^ iiurc..i is J.li ^.luiisch Berlin, 5. November. Die britische Admiralität ist in der ganzen Welt dafür bekannt, daß sie die Verluste der britischen Kriegsflotte nur zu einem kleinen Teil und nur nach langem Zögern bekanntgibt. So ist es denn auch nicht verwunderlich, daß sie 'die große Einbuße an Zerstörern, die sie beständig durch die Angriffe der deutschen Unterseeboote und Überwasserstreitkräfte sowie durch die Luftwaffe erfährt, immer wieder vor der Öffentlichkeit zu verbergen oder einzuschränken sucht. Sie ließ bisher nichts -darüber verlauten, daß die deutschen Unterseeboote während des AAonats Oktober fünf britische Zerstörer, die die Gelcitzüge zu sichern suchten, versenkt haben. Durch diese Versenkungen erhöht sich die Zahl der von der deutschen Kriegsmarine vernichteten britischen Zerstörer auf insgesamt 65. Dazu versenkte die deutsche Luftwaffe seit Kriegsbeginn insgesamt 47 britische Zerstörer. Die briti-.*:he Admiralität h.it aber bisher nur 58 Zerst()rer namentlich als verloren zugegeben, während es in Wahrheit !12 allein im Kampf mit der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe gewesen sind. Es stellt sich also wieder einmal heraus, daß die britische Admiralität die Wahrheit nur zur [lälfoTa8. viri Efkiar« test, daß das Kriegspotential der Sowjets so gut wie erschöpft sei. Die amerikanische Hilfe genüge nicht, um den Minder-stand der Sowjets aufrecht zu erhalten. Volksentscheid in Rumänien. Das rumänische Volk wird für Sonntag, den 9. d. zu einem Volksentscheid aufgerufen, bei dem es seine Stimme für die Billigung oder NichthiU ligung der Befreiungspolitik des Marschalls Antonescu seit dem 6. September 1940 abgeben soll. Juden sind von der Volksabstimmung ausgeschlossen. Eine Propaganda ftir oder gegen die Abstimmung ist verboten. Täglich 17.5 MOlkmen F^nd für Englands Krieg. Wie die >New York Times« aus London berichtet, erreichten die britischen Kriegsausgaben in der letzten Woche hn Tagesdurchschnitt 17.5 Millionen Pfund und damit die höchste Ziffer seit Beginn des Krieges. General Neditsch für enge Zusannncnarbcit mit Deutschland. Der Ministerpräsident Serbiens, General Neditsch, hielt im Belgrader Rundfunk eine Ansprache, in der er die Bevölkerung seines Landes zu engerer Zusammenarbeit mit Deutschland aufforderte, Verfahren gegen Jud Fiklermann. Gegen den Juden Fildermann, den Präsidenten des Verbandes der jüdischen Gemeinschaften Rumäniens, hat die Bukarester Advokatenkammer wegen seines bekannten Briefes an Marschall Antonescu ein Verfahren einge. leitet, Eingeständnis des Ersten Lords der Admiralität. Kürzlich gab der Erste Lord der britischen Admiralität zu, daß die deutsche Seetätigkeit seit dem Krieg mit den Bolsche-wisten zugenommen, statt abgenommen habe. Englische Geiseln In Frankreich. Die fran-zösische Regierung in Vichy hat 14 an der Riviera lebende und im wehrfähigen Alter stehende Engländer als Geiseln für sieben in Syrien von den Briten verhaftete französische lJ.iviliPtcn internieren lassen, darunter den Sohn des früheren englischen Ministers Anicry Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Wie man erfährt, haben nunmehr auch die verhiRsenston Bolsthewisten, die die Stimmung der A\osknucr Beviilkenmg noch auf-pulvern wollten, die sowjetische Hauptstadt bereits verlassen. In den letzten Tagen seien nuch Kalinin und Wischinsky aus A^oskaii abgereist. Guam wird evakuiert. Wie aus Tokio be-richtet wird, haben die USA-Behörden der Insel Gnam im Stillen Ozean mit Rücksicht auf die gespannten Beziehungen zu Japan mit der Fortschaffung der amerikanischen Frauen und Kinder begonnen. lapanischc Staatsangehörige in Indien ver* haftet. Wie der britische Nachrichtendienst meldet, wurden in den letzten Tagen in Indien und Birma einige japanische Staatsange« hörige verhaftet. Nummer ^81 judemiamm In Untersteier ujid anderwärts Wie kommt es, daß in Wien einst Hmi-derte von Juden herumsaßen, die Wassermann hießen (und ihrem Namen kei »Marhursrer Zeitung« NovenTber 1941 Seite 3 Essen und opfern Das Wintcrliilfswerk des neswegs Ehre machten), .und daß es in volkp^; ninhi nie . : i fast allen ostmärkischen Gauen zahl- Angelegenheit zu betrachten-reiche reiiideutsche Bauernfamilien mit jaHiher himn nin Fr/iphnrurJniitfni ,, dem Kleichen Namen Kibt, die schon ein-ganzen Volk, \lntcr diesem Oesidüs- Zum Opfersonntag am 9. November deutschen benden Folgen hätten uns zur Kapitulation zwingen können. Das Wort Friedrichs lIcs Großen hätte, es ist halbes Jahrtauserid und noch l«nEer dcii Veiicn wi'rd' jedem vcrsländlich, Heiniatboden bebauen? Wie kommt es. | „arum es mit einem einmaligen Opfe; daß einem gleich am Euipang des judi- nicht getan ist, auch wenn dieses noch so sehen Friedhofes in München von einem ^jrroß wäre. Der Einzelne soll immer wie-prmikvoHen Ürabstem in Roldenen Let-.dcr daran erinnert werden, daß e« huntern der Name Neubauer entKegcnleuch- derte Volksgenossen gibt, die das Schick, tcn konnte, der doch gar nicht jüdisch sal weniger günstig bedachte als ihn. Fr ist? Und wie kommt es, daß eine alte soll im Sinne einer echten Volksgemein-Famille, die ihr Ariertum bis ins 16. Jahr-'Schaft stets einen Teil fremder Not auf hundert hinein nachzuweisen verma«, | sich nehmen, wodurch seine Opferbereit, sich ausgerechnet Abraham nennt? | schaf| erhalten und er jederzeit fähig sein Um auf diese und ähnliche Fragen, die I wird _ ohne dazu erst einen Anlauf Jiäufiß gestellt werden, die Antwort zu 'lehnicn zu müssen —, Gemeinnutz vor finden, muß man der Entstehung der Na-' I'-igennutz setzen zu können. wen nachgeiien. Schon unter den Ba-byloniern, Persern, Griechen und Römern haben die Juden die Namen des Wirtsvol'kes angenommen oder ihre jüdischen Namen entsprechend »angeglichen«. So wird im Buch Esther ein Jude Mardochai erwähnt (nach dem babylo-{ Lebensführung einer Jiischen Gott Marduk), der Name Esther i schränkung unterwirft, Im Dienst dieser Erziehungsarbeit sind mehrere Möglichkeiten zum Opfern ge-siellt worden. Fine davon ist, neben der uns nunmehr bekannten Straßensammlung, der Opfersonntag, an dem sich =e-der Volksgenosse in seiner persönlichen fühlbaren Einer an seinem selbst ist persisch und bedeutet »Stern«,! üblichen Sonntagsessen Einsparungen "vsährend die Jüdin Esther, die Xerxes in' niacht und diese der Winterhilfe zuführt, seinen Harem nahm, richtig jüdisch tia-| So wird statt mehreren Speisen an dasa = »Myrthe« hieß. So wurde ferner, diesem Tag überall im Reich nur eine üus einem Volljuden Schiineon oder Jo- gekocht und jeder Volksgenosse, ob arm Horden, umgewandelt werden müssen: »Alle Kultur versank in den Mägen', oder wie es Müller sang: »Das Essen brachte uns ums Paradies.« Die unerhörten Leistungen des deutschen Volkes haben die englischen Generale, und nicht zuletzt ihren General Hung;^-, längst in der Versenkung verschwinden lasse;!. Wenn aber kriegshetzerische Juden und JiiLlengenossen dessen ungeachtet fortfahren, diese Melliode weiterzuposau-nen, so wird das niemanden verwundern; sind wir doch längst daraufgekommen, daß sich diese lebendigen Toten mangels anderer Möglichkeiten in den Mauloffensiven austoben und AAakulatur reden, nur deshalb, weil sie nichts ungelogen lassen kön:icn. Ihre Mißlaute werden ihre gelassene Ruhe nicht stc'iren. Wir hatten uns schon daran gewöhnt, als wir, trotz des sogenannten Friedens, ihren Wirtschaftskrieg vereiteln mußten, um unseren Ar-oeitern das tägliche Hrot zu sichern, Aucli sind wir darauf gefaßt, daß die Mauldresche erst verstummen wird, wenn die Lakaien in London melden werden: »Der I-ord läßt sich entschuldigen; er ist zu Schiff nach — Kanada.« Das deutsche Volk aber hat sich inzwischen zweifelsfrei überzeugen ' kO.incn, daß ihm in seiner heutigen Zusaninien-ballung niemand gewachsen ist. Und wenn seine Organisation einfach u.iüber-w.indbar ist, 'darf keines der Mittel unler-schötzt werden, die diese C)rganisation schufen oder festigen. Fine Schraube darin aber ist das Winterhilfwerk und damit der Opfersonntag. In Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Tages wird nu.i zur Beurteilung des Einzelnen 'das a'te Wort herangezogen werden können; Der Mensch isf, was er ißt. Sebastian Weiß Prügelbanden gegen Lorenzer Deutschen Am Nordabliaiig des Bachern, von chanaan ein griechisch klingender Simon' oder reich, ißt am Opfersonntag sein | tl'^litcn 'l'annenwäldeni rings um.schlos-und Joannes und aus dem Saul ein »Rö-' Eintopfgericht. (Eintopfsonntag.) nier« Paulus. j Die dadurch erübrigten Beträge aber So haben auch in der Untersteiermark r werden in den Haushaltungen auf eine Juden wie Loebl, Orenstein und Moses Liste gesammelt, in der jeder Haushalt sich zur Zeit des jugoslawischen Regimes zu einem Lari^S. Obradoviö und Ma-riiS umgewandelt, wie man sich in Marburg und Pettau noch erinnern wird. In Serbien machten sich die Juden schon frühzeitig zu »Vollblutslawen«. Das erleichterte ihnen die vielfach führende Rolle, die sie im wirtscliaftlichen Leben und in der — Politik spielten. Zahlreiche scrbischc I^olitiker und höhere Offiziere waren mit Juden verschwägert, die rein-«:erbische Namen hatten. Die in Deutschland, vor allem in den größeren Städten lebenden Juden eigneten sich schon im Mittelalter schöne deutsche Familiennamen an, wie Gum-prechw Isenlieb, Süßkind, Freund, Kobenberg, ja sogar Biscliof. Sie hießen nun «enau so wie Tausende deutscher Bürger. Auch Hausnamen und Hauszciciien sind in jener Zeit, in der die Häuser nocli keine Nummern trugen, Nanienge-her für Juden (Drach. Lindwurm, i^är, Haas, Stern). Auch das sind Namen zahlloser Deutscher. Dazu kamen deutsche Städte-, Gau- und Stamniesnamen. Aber der Oroßteil der Juden war noch bis ins IS. Jahrhundert ohne Familiennamen, sie hießen Levi, Sohn des Nathan, und ^o älmlich. Als nun Josef iL 1787 in Österreich anordnete, daß alle Juden Namen be-konnnen sollten, entstand eine neue Gruppe von Judemiamen. Diese wurden durch die Ortsbehörden verliehen, denen die Weisung gegeben war, recht verschiedenartige Namen auszuteilen, um eine — vor allem den Gerichten wünschenswert erscheinende — Unterschci-duTig möglich zu machen. Denn bisher tauchten Juden, um die sich die Justiz kümmerte, regelmäßig »im Meer der jüdischen Anonymität« unter. Kommissionen haben später bei Überprüfung der militärischen Aushcbungslisten besonders in Galizien die Feststellung machcii müssen, daß die kaiserliche Verordnung recht lückenhaft befolgt worden wa/. und haben nun »nachgetauft«. Dabei ist man dann wohl oft mit einer Art grimmigen Humors vorgegangen, die noch heute zum Lachen reizt, zumal, wenn man sich vorzustellen versucht, wie diese iüdi-schen Familienväter ausgesehen und — gerochen haben mögen. vorstand und Untermieter verzeichnet ist. Bei der Sammlung trägt der Spender seinen Namen in diese Liste als Besläti-ßung seines Opfers ein. Es hat eine Zeit gegeben, in der gesagt wurce: »Gegen Demokraten helfen nur Soldaten.« Wir wissen, daß diese Zeit vorüber ist, im totalen Krieg hilft alles zum Sieg, auch das, was der einzelne ißt oder nicht ißt. Zur Zeit Friedrichs des Großen war das noch ganz anders. Er konnte daher ruhig behaupten: »Alle Kultur kommt aus dem Magen.« Hätte die deutsche Staatsführung nicht Vorräte gesammelt und deren gerechte Verteilung organisiert, würde uns widerfahren können, was der Meisterlügner der Welt jenseits' Kanals stets verkündete: Der Mangel an Lebensmitteln und die sich daraus ergc- sen, liegt der Markt Lorenzen. Man würde es gar nicht für möglich halten, welche Menge des Deutschenhasses über diesen ruhigen Erdenwinkel in den letzten zwanzig Jahren hinwegbraustc. Die meist zugewanderten Deutschenhasser sagten einerseits immer, daß es in Lorenzen keine Deutschen gebe, anderseits nannten sie aber dieses stille Tal ein »Klein-Berlin^Orju-na« und mit der Waffe in der Hand, und verboten das Sinken deutscher Lieder! Seit dem Jahre 19,19 drohte man den heimattreueti Steirern immer Iiiiniigcr mit der >Aussicdhnig« ins Reich, mit der Evakuierung der Kinder nach Sarajewo, und die im Markt einquartierte serbische Soldateska hatte den Auftrag, im F'rüh-jahr 19-11 den ganzen Ort in Brand zu steckcn und heiniattreuc Männer zu schleppen. Aber die deutsche Wehrmacht setz'o diesem Spuk und allen Wunschträumen der Zugewanderten ein jähes Ende und jetzt schließen sich in Lorenzen alle Heimattreuen. ohne Unterschied, zusammcii, um auch ihren Beitrag zum Wiederaufbau der schönen untersteirisclien Heimat und damit des ewigen Grolideutschen Reiches zu leisten. Herbert Jäger ein 9Caus mi Unterland ohne ..Marburger Zeitung' Hier eine solche Namen-.\uswahl von galizianischen Juden, die Max (iottschald in seiner Deutschen Namenkunde zuiii besten Kibt: Pulverbestandteil, Ladstock-.sclnvinKer, Wallach, Sturmlauf, Ulanperl, Grdynanz, Shigmirwas, Küssemich, Bor-«enicht, Sanmagen, Netto, Tascliengrei-fer, Galgenvogel und -strick. Fresser, Sclinapser. Temperaturwechsel. Dinten-faß. Scliuhwichs. Schwefelduft. Banmöhl, Lakritzensaft. Eierweiß. Karfiol, Wan-zenknicker. Gardinen-. Achsel- und Ka-nalgcrneh. Kanalgitterbestandteil, Arm-schwtMß. Leibspritz. Bauchgedanke, Gc- silßgezwitscher. Dieser letzte Name ist aber von seinem Träger in Hohenfels umgewandelt worden. Auch andere deutscliadclige Namen w urden von Juden angenommen, so l\ippenheim. Crailsheim, Lichtenstein. Schaumburg usw. Die Juden hatten ja durch Jahrhunderte die Möglichkeit, sich jeden beliebigen deutschen Namen beizulegen. Und sie machten von diesem -»Recht« ausgiebigsten Gebrauch: die weitaus häufigsten Namensänderungen gab es bei den Juden. Und da man ihnen von altersher weder den Hang zu besonderer Reinlichkeit noch zu bäuerlicher Arbeit nachsagte, griffen sie zur Tarnung ihrer Rasse mit \'orliehe nach reinlich und bäuerlich klingenden Namen, wie es z. B. die eingangs erwähnten Wassermann und Neubauer sind. Und der Name Abraham. Elias u. dgl, bei arischen F'amilien? Pas sind verhält-nistiiäl.iig späte Namen. In der Reformationszeit liebte man bekanntliclt biblische N'ornamen. Lind Vornamen wurden ga»* oft zum Familiennamen, wofür wir jr Beweise genug haben. A. Ger. Am 9. November Opfersonntag Da opferst auch Du Seite 4 »Marburcer Zeitung« ß. Novenfber 1041 VOLK und KULTUR iiiiiiiiiiiuiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinitiiiMiiiiniiiiMiiiiiiiiiiimiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Deutsch in Scherz und Ernst Zum 75. Geburtstag Paul Linckes »Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens ist des Künstlers Beruf!* Mit •diesem Rültiß bleibenden Satz verkündet der große Tonmeister der na-tionaldoutschen Romantik, Robert Schumann, die Aufgabe des Künstlers. Vielfältig ist die Kurist in ihren Darbietungen; reich ist die Fülle ihrer Gaben und (Je-schenke. Wie immer das göttliche Feuer sich offenbart, als lodernde Fackol, als geruhsam brennende Studierlampe oder als hüpfendes elektrisches Fünkchen, immer erfüllt es seinen geheiligten Zweck der Menschhcitsibeglückung, wenn es zum Herzen vorzudringen weiß. Darum ist neben der »hohen« Kunst auch die schlicht-feierabendliche Kleinkunst von kulturellem Wert, die wie ein Glühwürmchen über die dämmerische Wiese huscht und das sinnige deutsche Herz beglückt. slen Pysche« eine menschlich-schlichte Seele wohnt, die sich nach Licht und Freude, nach ein wenig Heiterkeit und harmloser Tollheit sehnt. Und wenn französische Tondichter den Wert des Pikant-' Lasciven überschätzten, so unterschätzte der Deutsche Lincke den Wert -des Gemütvollen und Harmloslustigen keineswegs. Er konnte ja aus der Fürfahrung des Vergleiches schöpfen; denn einige Jahre hindurch — um 1898 — hatte er als Kapellmeister am Pariser Revuetheater »Folies Berg^res gewirkt. In sein Vaterland zurückgekehrt, hat er es verstanden, allgemein Bühnenwirksames mit deutscher Solidität zu vereinigen. So entstanden die noch heute lebenden Werke »Frau Luna« mit dem ewig jungen Liede »Schlftsser, die im Monde liegen«, dann »Venus auf Erden«, »Im Reiche des Indra«, »Hailoh, die große Revue« und so fort. Es weht eine frische, frohe Lebensluft in den Werken Paul Linckes, der übrigens meist auch den Text zu seinen Tonstücken selbst verfaßte und deshalb doppelten Anspruch darauf hat, als rcchter volkstümlicher Künstler zu gelten. Und Weltbild fM.) Solch 'ein Meister der »Glühwürmchen-ulylle« ist unser in Deutschlands weiten Gauen wahrhaft volkstümlicher Tonmeister Paul Lincke, der am 7. November seinen 75. Geburtstag feiern kann. Lincke, der Altmeister der Berliner Operette, gehört zu den vom Schicksal und durch eigene Leistung begünstigten Komponisten, an deren Weitwirkung die Flut der Zeit spurlos und schadlos vor-überrauschte. Ein starkes Halbsäkulum lang erfreut sein Gesang und Klang schon die Herzen der Menschen weit über der deutschen Heimat Grenzen hinaus. Nur die Älteren werden sich erinnern, welchen gewaltigen Erfolg etwa die musikalische Revue »Lysistrata« errang, in der jenes erwähnte »Glühwürmdy.Mii-dyll« um die Jahrhundertwende erklang; »Wenn 'die Nacht sich niedersenkt«. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch weit draußen i in der Welt sang, spielte und trällerte ' man alle die »Schlager«, die Meister i Lincke auf eine neuartige, höhere Stufe gerückt hatte, ohne doch im Fiiindesten trockcn-pliilislrös zu wirken. Das Dreiste, Freche der bisherigen GroßstaJtmusik schaltete er aus; denn Lincke, ein Sohn der Reichshauptstadt, kannte das Gemüt der Großstädler besser als viele seiner ausländischen Kollegen und Wettbewerber. Er weiß, daß auch in der »mondain- Lesefreudige deulsche lugend Bei der Tagung »Jugend und Buch« in Wien kam auf die Frage des Jugendbuches innerhalb der weltanschaulichen Erziehung der Jugend zur Sprache. Alle Referenten stellten fest, daß das deutsche Jugendbuch der nnationalsozialistischen Weltanschauung gerecht werden müsse und daß die Forderung der HJ in dieser Hinsicht schon zu erfreulichen Ergebnissen auf dem Büchermarkt geführt hatte. Besonders scharf wandte sich Ministerialrat Dr. Denhardt gegen die Behauptung, daß die heutige Jugend weniger als früher lese. An verschiedenen überzeugenden Beispielen wies der Redner nach; daß die Jugend' heute mehr lese als früher. So kam es in einer mitteldeutschen Kleinstadt im Zeitraum eines Jahres bei einem Bestand von 3000 Jugendbüchern und einem festen lifserkreis von 1500 Jugendlichen zu 15.500 Buchausleihungen. Wenn heute Gas Jugendbuch und besonders das Kriegserlebnisbuch eine so hervorragende Rolle spiele, so kann dies als sehr erfreulich bezeichnet werden. Bei der Lösung der Fragen der Jugend- un^. Volksbüchereien arbeitet die HJ mit den vc-schiedensten staatlichen Stellen eng zusammen. Der Leiter der Reichsschrifttumsstelle der Hitler-Jugend, Oberbannführer Fritz Heike, stellte in seinen abschließenden Ausführungen fest, daß die Wiener Tagung wesentlich beigetragen habe, die Probleme des deutschen Kinder- und Jugendschrifttums im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung vorwärtszutreiben. -f Wien gedachte Radetzkys, Anläßlich des 175, Geburtstages des Feldmarschalls Graf Radetzky legte General der riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiililliitiiiiliillliiiiliiililllililililliiliiiillltlliil § DIE GELBEN PeRLENi I EIN ABENTEUERLICHER ROMAN U illllllllllllllllll VON HANS RABL IMIIIIIIinilllll^ Copyncht by Verlas Knorr (n Ilirth, MUnchcn 1^40 (4. Fortsetzung) >Dabei drahtete neulich unser Korre-^ix)ndeiit in Makassar eine lange Story darüber. Praus, die verschwinden oder von unsichtbaren Hiinden beschädigt werden, malaiische Schiffer, die gewisse Punkte der 13anda-See ängstlich meiden —« • Eine Seeschlange verniutli^li oder ein Riesenkrake«, prustete Lens, ungezogen lachend. >Dlese Seeschlange hätt' ich gerne gesehen«, nuirmelte sie. »Das glaub' ich!« kicherte Lens und legte die Mand auf Betjes Knie, Ihre völlige Unbew eglichkeit machte ihm, deutlicher als jede Abwehr es getan hätte, seinen L'ehler klar. »Verzeihung«, stammelte er. »Ich meine — ich wollte — na, vielleiclit treffen wir das Ding. Unmöglich ist iialürlich gar nichts. _Icln werde für jeden l'aM ein paar Äxte schärfen lassen.« »Wie kann man nur ein armes, harmloses Mädchen ausspotten!« schmollte sie und schlug leise nach Ihm. f'!r hielt ihre fland fest, kiil'.tc das Gelenk. Wie unabsichtlich dreh e sie es. Se^n Mtind iajj iu dcjF kühlen Handfläche verjirabeu. und als sie endlich den Arm zurückzog, sah Lens bunte Kreise flirren. Cr hörte, wie sie ihm mit ihrer ruhigen spöttischen Stimme zutrank. »Skal«, antwortete er unsicher und schlürfte den fünften Gjn-Fizz. Herr Takknr blinzelte sie fragend an: Lens schien ihm genug zu haben. Der Steuermann bemerkte das mitnichten. und ebensowenig, daß Betje Herrn Takk»*»r mit einer Art Trotz leise zunickte, so daß eilig ein neuer Gin-Fizz neben Lens erschien. »Seid ihr eigentlich wirklich so abergläubisch, ihr Seeleute?« zwitscherte Betje. »Och. was die Kleine alles wissen will«, stammelte Lens freundlich überlegen. »Ihr seid so interessant«, flötete sie, »vielleicht« — er war viel zu voll, der Ironie tvoch innezuwerden — »weil ihr so selten an Land seid. Was ist zum Beispiel in dem Medaillon, das Ihr Kapitän um den Mals trägt?« »Das haben Sie gesehen?« Lens begann zu lachen und fand dessen kein Ende. »Aber — aber —«, keuchte er mit tränenden Augen, »schickt sich das für ein junges Mädchen, einem fremden, wilden Kapitän unters Hemde zu luchsen?« Betjes flache Hand schlug empört auf' die Bar. Die vielen bunten Reifen, die den nackten Arm fast bekleidet erscheinen lienen. klingel'en grell. »Herr Lens!« ' inhr sie ihn an und Hell sich vom Hocker 1 gleiten, »ich aelie —• eben unsere Gegenwart zeigt, welchen Wert sie diesen Gaben eines genialen Humoristen und .musikalischen Lyrikers beilegt, wenn wohl täglich an irgend einem Orte Deutschland und ganz besonders oft im Rundfunk Linckes Weisen ertönen. »Laßt J'en Kopf nicht (hängen!« klingt es elektrisierend dem entgegen, der etwa Verdruß im Berufsleben hatte. »Heimlich still und leise kommt die Liebe«, singt »Er« »Ihr« heute zu, wie vor 50 Jahren. Und auch m ernster Zelt hat der wundervolle Frau-Luna-Schlager recht, der daseinsfroh und zukunftsgläu-big bekennt: Lose, muntre Lieder singt man voller Lust, bunte, duft'ge Blumen steckt man an die Brust! Volle, würz'pe Flaschen leert man bis zum Grund, schöne, holde Frauen küßt man auf den Mund! Und wer Meister Lincke auch als be-kenn^enden Patrioten sehen will, der schaue auf seine Militärmärsche und soldatischen Lieder, von denen schon früher Werke wie die Flottenhymne »Deutsche Meereswacht« oder »Der Landwehrmann<* in ernster Zeit Licht und Kraft ins deutsche Herz brachten. Im Scherz und Ernst war er immer deutsch, unser Paul Lincke, das aber heißt frisch und froh, tätig und treu! Deshalb gelfen ihm unser aller ausrichtigen Glückwünsche. Werner Lenz. Infanterie von Streccius vor dessen Denkmal auf dem Stubenring im Auftrage der Wehrmacht einen Lorbeerkranz mit der Inschrift »Dem großen österreichischen Felclherrn zum 175. Geburtstage nieder. + Ein Professor für Olasmaferel. An die neue Reichs-Hochschule für angewandte Kunst in Wien wurde als Professor der langjährige Lehrer an der Wiener Staatlichen Kunstgewerbeschule, Reinhold Klaus, ein gebürtiger Sudetendeutscher aus Warnsdorf, berufen. Professor Klaus genießt den Ruf eines der hedoutendsten Fachmänner Europas auf dem Gebiete "der Glasmalerei. FILM Der deotsdie FarUiltn ist da! Ein Triumph deutscher ZähiskeU Berlin erlebt nun die Uraufführung des ersten deutschen abendfüllenden Farbfilms. Damit ist die erste Phase einer Entwicklung abgeschlossen, die einen bedeutenden Einschni-tt in die künstlerische Entwicklung des Pilms überhaupt darstellt. Bereits seit 18vS2 bemüht man sich um die Probleme der farbigen Fotografie. Inzwischen sind 2800 Patente für Farbenfotografie erteilt worden. Aber erst in den letzten Jahren konnte mit dem Agfacolor-Verfahren ein geeigneter Weg für die Farbfilniherstellung gefimden werden. Das Ziel, dem Kameramann die Mögliclikeit zu geben, den Farbfilm so einzusetzen wie den Schwarz-Weiß-Film. ist zwar noch nicht völlig erreicht, aber der wesentliche Schritt dafür ist getan. Lens haschte schwerfällig nach ihr. »Nicht — nicht böse sein —bettelte er und hatte plötzlich wieder den Hundeblick. »Sie werden mir nicht glauben, aber ich verkohle Sie wirklich nicht: eine Schuippe vom Schwanz hat er drin vom ersten Hai, den er gefangen hat. Soll ein Amulett gegen Taifune sein, sagt er. Ob er's selbst glaubt, weiß ich nicht. Tragen tut er's aber jedenfalls immer.« Betje schwang sich wieder auf ihren Hocker. »Starken Kaffee und Sodawasser«, befahl sie Herrn Takkür, nahm Lens' Glas und trank es selbst aus. Der Steuermann hätte sich gewundert, hätte er gewußt, daß das erst ihr zweiter Fizz war. »Jet;jt wi-rd nichts mehr getrunken«, erklärte sie unerbittlich. »Mein Onkel und Ihr Kapitän müssen bald kommen.« * Herr Takkür. der Inder, war ein moderner Mann, der in keiner Weise aufzufallen suchte. Seinen heimischen Turban — er stammte aus der Gegend um Peschawar, wo die fanatischsten aller fanatischen Mohammedaner Indiens zu Hanse si-nd — hatte er längst abgelegt und wies, allen Oet>oten des Propheten zuwider, der Welt seinen bloßen Schci-tel: eine wunderbar gerade und weiß in blauscliwarzem Haar stehende Linie. Er trug ein modisch gestutztes .schwarzcs Bärlclien auf der Oberli-ppe; seine Kleidung war makellos weiß, und wenn er Hie «silbernen Shaker betätigte, rutschten krachend gestärkte Manschetten mit Nummer 28! Aus den Anfangszeiten des Tonfilms ist bekannt, daß sich damals ein Kreis einflußreicher Filmleute gegen diese Neuerung wandte, weil ihre Ehiführung in den ersten Jahren wegen der vielen Neuinvestierungen wenig Gewinn versprach. Heute, beim Start des Farbfihns, Ist man weniger kurzsichtig. Ja, man resigtriert nicht etwa vor der Tatsache, daß das Neue sich doch immer durchsetzt und macht müde mit. sondern legt Im Gegenteil besonderen Wert auf eine möglichst rasche, befriedigende Lösung des FarbfilmT^roblems. Der Ufa-Farbfilm »Frauen sind doch bessere Diplomaten«, den die BerlineT jetzt zu sehen bekommen, ist Ende Juli 1939 ms Atelier gegangen und wurde trotz Ausbruch des Krieges noch im glekhen Jahre zu Ende gedreht. Für seine Fertigslellimg waren große technische Neueruntren notwendig. Besonders auf dem Gebiet der Beleuchtung mußten neue Wege beschritten werden. Aber schon während der Aufnahmemonate gelang es. das sehr hohe Lichtniveau sowohl durch Llchtmodulaition als auch durch Verbesserung des Rohfilms langsam herabzusetzen. Es war notwendig, das Experiment um den Farbfilm gleich am Anfang dirrch einen Spielfilm in die Wege zu leiten, denn hier erst zeichneten sich die einzelnen Probleme ab. da die Länge der Aufnahmedauer, die Verschiedenheit der Farbwirkung bei wechselnden Tagcszei-« ten Im Freien und andere Ersohejinungen sich erst In der Spielfilm-Praxis bemerkbar machen. So Ist z. B. eine gan2 neue Kunst des Schminkens notwendig, bei der der Filmbildner buchstäblich mit Kartotheken arbeiten muß. Auch die sonstigen Anforderungen an die Schauspiele r sind höher geworden. Trotzdem aber hat man in Deutschland vor diesen Schwierigkeiten auch im Kriege nicht Halt gemacht, sondern ist ihrer Herr geworden. und zwar auf eine Weise, die es der deutschen FUmproduktton ermn ihr, aber auch des Wiederaufrichtens, denn cie Mahnmale des 9. November in München weisen hin auf ein herrliches deutsches Auferstehen. Spätherbsttage, was vermögt ihr dem Menschen zu geben, der sich mit einer tiefen inneren Leere euch nähert, ihr füllt ihn mit stleuch-tenden, breiten Zweige weit über einen Gartenzaun herüberreckt. »Und da habe ich sie aufgehoben. Sagen Sie selbst, Herr Landgerichtsrat, sind sie nicht schön?l« »Ja, sie sind schönt« Er lächelt noch ein bißchen mehr, »Da fällt mir ein«, fährt er dann selbstvergessen fort, >da fällt mir ein, als Junge habe ich auch immer welche w-sammelt überall, wo ich sie finden konnte im Herbst. Aber wir wußten damals auch bestimmte Plätze, wo man um diese Zeit immer welche finden konnte, sehr viele sog^r, ganze Pappschachteln und Zigarrenkisten voll haben wir nach Hause geschleppt.« »Es ließ sich damit herrlich spielen.. das leise Lachen in seinem Gesicht wird immer vertiefter. »Ja, herrlich ließ es sich spielen damit Man konnte sie eigentlich zu jedefn Spiel §ebrauchen, die Kastanien. Es konnten oldaten sein, die wir in langer Reihe hintereinander aufmarschieren Ueßen; es konnten Schinken sein und Preßwürste und Käse und sonstige begehrte Waren in unserem Kaufmannsladen; auf Fäden haben wir sie gereiht und uns phantastischen »Kriegsschniuck« daraus g€m«acht; oder auch, wir zählten sie uns bloß gegenseitig Stück für Stück vor.« Ich habe ganz still zugehört. Ganz still und aufmerksam. Und sann beglückt In seine Worte hinein: du warst einmal ein Kind--ich war einmal ein Kind-- Und als ob er diese Gedanken erraten hätte, sagte der Mann nun abschließend; >Ja. Jaja. Als wir noch Kinder waren, hoben wir alle Kastanien auf und sammelten sie.« »Ich hebe Sie eben heute noch auf,« entgegnete ich vergnüg. »Ja — hm — bei Innen ist es freilich auch noch nicht so lange her«, erwiderte er nun ritterlich. Ich tvar natürlich entzückt! »Oh — immerhin auch schon einige gute zwanzig Jahre«, gestand ich schweren Herzens. »Wirklich?!« »Wirklich!« »Ja, also dann...« ich hielt ihm meine Hand hii. »Ja, also dann...« schüttelte er sie. Es werden nicht viele Menschen die breiten Treppen des ernsten Hauses so vergnügt heruntergehen, wie ich sie nun herunterging Unten fiel mir dann aber etwas ein. Etwas, das mich ärgerte. Ich hätte vielleicht — hätte ich nicht vielleicht die beiden Kastanien ihm schenken sollen?! Doppeltes Lustspiel Von Emst Zacharias Das Leben schreibt die unwahrscheinlichsten Kurzgeschichten. Da diese Tatsache männiglich bekannt ist darf ich es wagen, folgende Hegebenheit einem geneigten Leser zu unterbreiten, ohne in den Ruf eines Aufschneiders zu kommen. Erika unc? Fritz hatten sich gezankt. Das war schon öfter vorgekommen, aber diesmal schien es doch eine ernstere Sache zu sein. Sie wollten nichts mehr von einander wissen. Die Ursache ihres Zwistes war natürlich nichtigste Nichtigkeit; interessiert uns auch weiter nicht Eine ganze Woche hatten sie sich nicht gesehen, und nun saßen sie plötzlich ini Theater dicht nebeneinander. Also Zufall, schön. Es wurde ein Lustspiel gegeben. Rechts und links von ihnen bogen sich die Leute vor Lachen. Die Verfeina«-ten lachten nicht Sie saßen in einer mit Elektrizität geladenen Hohlkugel, die sie von der Umwelt hermetisch abschloß. Nur hin und wieder schauten sie wie durch ein Guckloch auf die vergnügte Menschheit, und die Pein ihrer Lage kam ihnen umso schmerzhafter zum Bewußtsein, Wie schön war es doch sonst gewesen! Er hatte stets etwas zum Naschen mitgebracht und sie — ach, wie sanft war der Druck ihrer kleinen Hand gewesen. Natürlich machte diese Erinnerung das Paar noch verbitterter und unversöhnlicher. So konnte es nicht weitergehen — ■ Erika hatte Glück. In der ersten Pause erspähte sie eine junge Angestellte, die ihr gern den Gefallen tat den Platz zu tauschen. Eine Schönheit war dieses junge Mädchen nicht Das Klingelzeichen ertönte. Der Zuschauerraum lag im Dunkeln. Im letzten Augenblick zwängte sich Erika durch die Reihe. So, nun würde sie doch endlich sehen, was auf o'er Bühne vorging. Und 'Se!fe 6 »Marljifr««r ZettufWft 6. NovemHet Nummer 281 mü<^h€ Arbeilt ewen* Hauptantei] am QeKnffen des Werkes genommen hat. Mit der Führerehrung fand die kurze eindruoksvoHe feier ihr Ende. ZtaHMriMMe. die vsmi^D vemm kOniKn Vorsicht mit fdühender Asche! in der Wohnung der Mieterin Elsa Memik. Forstnergasse 8 hi Marburg, entzündeten sich durch einen schlechten Kamin die BretterwaTid und ein Durch-zugsibaliken. Der Brand wurde rechtzeitig bemerkt und ein weiterer Schaden bzw. Übergreifen des Feuers verhindert. Die rasch herbeigeeilte Marburger Feuerwehr griff 'schnell ein und löschte den Brand. In einem zweistöckigen Gebäude än der-Hugo-Wolfgasse brach gegen Mittag in eiTier Kanzlei im zweiten Stockwerk ein Brand aus, der sich durch starke Rauchentwicklung bald bemerkbar machte. Dem raschen Eingreifen der Marburger Feuerwehr ist es zu verdanken, . daß größeres Unheil vermieden wufde, Der Brand entstaiKl infolge Unvorsichtigkeit, da man heiße Asche in eineni Korb neben einen Papierkorb und Ka^w gestellt hatte. Ein Luftzug muß das Übergreifen des Feuers auf die Zim-meremrichtung beschleunigt haben. Da wiederholt Brände, besonders zur Winterszeit, dutK^h glühende Asche verursacht worden sind, wird die Bevölke-fuog eind'ringllchst darauf aufmerksam genüacht, daß heiße Asche unter keinen Umständen auf den Dachboden, den Korridor oder gar ins Zimmer gestellt werden darf. Sträflicher Leichtshin ist es gteichfal-is, sie in die Nähe leicht entzündbarer Gegenstände zu bringen. Die Asche gehört in die Aschengrube und auch da muß sie vorher gründlich gelöscht werden, um Brände zu vermeiden. Mt Fm erslmhei — ein geiMit-lidies Nadispiel In der Gemeinde Neukirchen hatte sich kürze Zeit vor dem Ei-nmarsch der deutschen Trupi>en in den ersten Aipriltagen dieses Jahres eiire schwere Bluttat zu-iretraigen, deren Opfer die Frau des Pächters Jakob Tainsek wurde. Der gespannten politischen Lage entsiprechend war, wie berichtet wird, auch m, Neukirchen eine Qemeindewache aüfgesteilt worden, zunächst zur Abwehr der sagenhaften »Fünften Kolonne«, später wahrscheiniteh zitr Unterstützung des iu-KDslawischen Einzuges in Wien. Der Pächter Jakob Tainsek, der , ebenfalls dieseir stoJzen Garde angehörtei hatte am 6. Aipril, tmt aufgepflanztem Gewehr bewaffnet, ein Gasthaus aufgesucht, um sich Mut für seinen verantwortungsvollen Wachdienst anzutrinken. Gegen 22 Uhr erschien seine Frau, die damalige Leiterin des Newkirchner Postamtes, um den rauhen Krieger an seine Pflicht zu ge-maiinen. Statt im Wirtshaus zu sitzen, d«s ja keiner Bewachung bedürfe, solle er lieber zu ihr Ins Postamt kornmen, das wohl eher ein Angriffsobjekt der deutschen Truppen werden könnte. Grollend und schinupfend verließ Tainsek das Wirtshaus und Keß sich von seiner Frau lachen wollte sie, tüchtig lachen mit all den andern lustigen Menschen! Und Erika lachte wirklich, denn das Lustspiel war tatsächlich lustig. Und neben ihr lachte auch jemand aus vollem Halse, denn, wie gesagt, das Lustspiel — • Ach, Lustspiel hin, Lustspiel her, aber hieses Lachen von der rechten Seite — äffte sie denn ein Spuk? Blitzschnell drehte sie sich ihrem Nachbarn zur Rechten zu und sah — ja, es ist wirklich schwer zu glauben — und sah in das immer noch lachende, aber gleichzeitig reichlich verdutzte Gesicht ihres bösen Fritz. Auch er hatte also denselben Ge^danken gehabt — verletzend' eigentlich — auch er hatte einen gefälligen Freund gefunden, und nun saßen sie glücklich WTder nebeneinander. Da hatte sich also im'Dükein etwas abgespielt, das sich dt'n Vorgängen auf der Bühne würcig an die Seite stellen konnte Die gegenseitige Ü'>errasoi^UAi; war denn doch zu stark und so kamen sie aus dem Lachen gar nicht erst heraus, und dieses Lachen war so echt unc) herzerfrischend, daß es nicht nur alle bösen Geister verjagte, sondern in einem Umkreis von zehn Metern Durchmesser die Zuschauer abermals zum Lachen brachte. Stemtal und sein Heldenfriedhof Die Wiederberatottung der Ruhestütte tapferer Soldaten der ehemaligen österreichischen Armee V^Hang«! Überall cHa „MARBURGEIl ZEITUNG' Umgeben von prächtigen Föhren und Birken liegen in Stemtal lange Reihen von stü'len Gräbern, eirie der letzten Ruhestätten unserer Helden aus dem Kriege 1914-18. Über ihnen spielt der WirnJ in den Kronen des Waldes seine Lieder. Es stnd die Lieder der Heimat, die diese Toten in seine Obhut genommen hat. Soldaten eines Feldlazarettes der ehemaligen österreichischen Armee Hegen nun wieder hi deutscher Erde, unter deutschem Schutz mkl deutscher Pflege, Diese letzten Ruhestätten sind von uns nicht vergessen und wir haben es als heilige Pflicht erfaßt, sie zu pflegen und zu hegen. Immer sollen uns diese kleinen Erdhügel an jene erinnern, die ihr Leben für das große Werk lassen mußten, dessen Vollendung sie nicht mehr erleben konnten. Wie so manche andere Pflegestä'tte, wurde auch dieser Heldenfriedhof in Sterntal von der serbischen Mißwirtschaft stank vernachlässigt, ja ganz vergessen. Die Heldengräber steWten ein Bild unvorstellbarer Verwahrlosung dar. Nach der Befreiung der Untersteiermark war die Instandsetzung dieses Heldenfriedhofes eine der ersten Aufgaben, die gelöst wurde. Vor kurzem wurden die Schlußarbeiten an der Wiederherstellung des Heldenfriedhofes beendet. Lassen wir uns von SA-Obersturmführer Fischer, der als Führer der Wehrmannschaftsstandarte Pettau diese Arbeiten leistete, uns nähere Aufschlüsse Über diiese Gedächtnisstätte und ihre Wiederherstellung geben: »Kaum liiehergökofnmen«, so erzähle uns der Standartenführer, »hörte ich, daß im Wald des nahen Stemtal, wo während des WeHkrieges em großes Lazarett war, ein Kriegerfriedhof, halb vergessen und ganz vernachlässigt, liegt. Ich benützte die erste freie Zeit, die mir zur Verfügung stand, um ihn zu besichtigen und mußte ein ganz unvorstellbares Bild von Verwahrtosung erWicken. Die große, zwischen dunklen Föhr^wäldern eingebettete Grabstätte war buchstäblich ganz verwildert. Dichtes Gestrüpp mit bis zu armdicken Stämmen wucherte zwischen den Gräbern, die über eintausendzwei-huridert Männer bargen, die im ersten großen Krieg ihr Leben für Volk imd Vaterland geopfert hatten. Der Gedanke an diese große Schande ließ mich alten Soldaten nicht ruhen, doch hatte ich zunächst keine Mittel, um AbhrKe zu schaffen. Als aber unsere Wehrmannschaft aufgestellt war und ich sah, wie begeistert sich diese in unsere Ideenwelt hineinfand, mit welcher Hin- gabe sie sich vom Geiste deutschen Sol-datentums erfüllen ließ, da erkannte ich mit Freuden, daß schon unsere kurze Erziehungsarbeit es vermocht hat, alle Schlacken, die an ihnen von der Serbenherrschaft geblieben waren, abzustreifen und sie wieder würdig zu machen des Erbes ihrer Väter, die im letzten Krieg zu den besten Soldaten Österreichs gehört hatten. Damit waren sie aber auch reif geworden für diesen Akt höchster Pietät, den die würdige Ausgestaltung eines deutschen Heldenfriedhofes bedeutet. So wurden denn die Stürme aller umliegenden Standorte aufgeboten, um in echter Kameradschaft zu diesem Gemein-schaftswerk anzutreten. Pünktlich zur angesetzten Stunde kamen, angeführt von ihren Kapellen mit klingendem Spiel, die Männer arnnarschicrt und bald waren über 1500 Mann mit Spaten und Schaufeln versammelt, die mit Eifer an die Arbelt gmgen. An einem der folgenden Sonntage bot ich erneuert die Stürme auf. Dieses Mal auch die Frauen Pettaus und der umliegenden Orte, die gleichfalls mit Hand anlegten. Tausend Mann und zweihundert Frauen schafften von acht Uhr früh bis ein Uhr mittags. Neben der begüterten Frau eines Pettauer Bürgers stand die Winzerfrau, um Steine auf die bereitgestellten Fuhrweilte zu verladen, während die Männer mit Krampen, Schaufeln und Rechen der einst verwilderten Stätte ein würdiges Aussehen gaben. Jeder der Schaffenden fühlte, daß es nicht eine sture, aufgezwungene Arbeit sei, sondern ernste freiwillige Tat einer Volksgemeinschaft. Zwei Musikzüge unserer Stürme hoben mit ihren musikalischen Darbietungen die Aibeitsfreudig-keit. Die Frauen schmückten die Gräber der gefallenen Helden des großen Völ-kerringens 1914—1918 mit Bhnnen. Innerhalb der noch halbverfallenen Umfassungsmauern war bald Ordnung geschaffen. • Mitten im Stemtaier Wald liegt nun das Werk, das hn Geiste Adolf Hitters neu aufgebaut wurde und Zeugnis gibt, daß Großes geleistet werden kann, wenn im Sinne unserer nationalsozialistischen Idee gearbeitet wird.« Still, als ein Mahner deutschen Heldentums, liegt nun' diese Ruhestätte, die uns immer Mahner sein wird, diese großen Toten, die hier ruhen, nicht zu vergessen, sind sie doch, mit aHen denen, die im Kampf für die Freiheit blieben, Künder und Wegbereiter der neuen Zeit, die auch diesem Land die Heimkehr ins Großdeutsche Reich brachte. abführen. Während die* beiden auf der Straße werterstritten, spürte die Frau •plötzlich einen heftigen" .^hmerz in der linken Leistengegend. So rasch sie konnte,' lief sie ms Postamt, rief einen Arzt herbei, der ihre Überführung ins Krankenliaus nach Cilti anordnete. Ihr wütender Mann hatte ihr einen Stich mit dem Bajonett versetzt. Die Frau starb, da nach zwanzig Tagen Sepsis eintrat, am 27. April. ' Nun beschäftigte sich das Landgericht Graz mit diesem Fall, das den Angeklagten wegen Totschlages zu sechs Jahren Schwerem verschärften Kerker verurteilte. Gegen dieses Urteil legte der Staatsanwalt Berufung ein, da durch Zeugenaussagen die Ausreden des Jakob Tainsek, die Tötung sei ohne ^Absicht erfolgt, widerlegt wurden. Vielmehr ist festgesteHt, daß der tödliche Stich nicht nur mit großer Wucht geführt, sondern durch die Aussagen der sterbenden Frau bezeugt wurde, daß sie von ihrem Mann absichtlich gestochen worden sei. RMik Cliniill( m Betriebsappelle des ArbeitspoUti-schen Amtes, Kreis Luttenberg. Der Kreisamtsleiter Luttenberg des Arbeitspolitischen Amtes, Stabentheiner, hielt auf zwölf Baustellen der Murbau-bctriebe im Kreis Luttenberg Betriebsappelle ab. In diesen wurden die Arbeitskameraden aufgeklärt, daß sie nunmehr als Untcrsteirer deutsche Arbeitskameraden sind. Der Begriff »nationalsozialistische Arbeit« wurde allen Arbeitskameraden eingehend erläutert. — Am 30, Oktober hielt der Beauftragte für Handel in der Bundesführung des Steirischen Heimatbundes, Bauer, einen Appell für die Schaffenden im Handel aus der Kreisstadt Lutteuberg und der näheren Um- gebung ab. Nach einem kurzen Überblick, in dem Bauer die politischen Verhältnisse schilderte, strich er die Notwendigkeit des Kaufmannes heraus. Er erklärte den Begriff »Deutscher Handel« und betonte dal)ei auch die Notwendigkeit der Berücksichtigung der Frauen und Jugendlichen in diesem Berufe. Der Grundbegriff seiner Ausführungen bestand in der Parole: »Leistmrgsstätte Ist der Betrieb — LeistungsqueHe ist der Mensch«. m. Vom Baugerüst gestürzt. Der 31- jährige, in Thesen wohnhafte und bei einer Marburger Baufirma beschäftigte Arbeiter Franiz Wesselko stürzte hei einem' Neubau vom Gerüst mehrere Meter tief ab. Hiebei zog er sich eine Prellung des rechten Ober- und Unterschenkels zu. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte den verunglückten Arbeiter ins Marburger Krankenhaus. kkseee HosikMet! Beschwerden wegen unregei. mäßiger Zustellung der »Marburger Zeitung« bitten wir nicht an uns direkt, sondern sofort an das zuständige Postamt zu richten. Änderungen der Anschrift (Adresse) bitten wir ebenfalls zwecks Vermeidung von Unterbrechungen in der Zustellung; solorl an das zuständige Postnnr bekannt, zugeben. »MARBUROERZEITUNG« Vertriebsabteilung BtiA kwfc o L>eutache Oberschule in Agram feierlich eröffnet. In feierlicher Weise wurde am Dienstag in Agram die neuerrichtete deutsche Oberschule eröffnet. Der Schulleiter, Profes. sor Hartmann, umriß die Aufgaben der neuen deutschen Schule, die deutschen und kroatischen Kindern zugänglich ist. Der deutsche Geschäftsträger von Troll dankte der kroatischen Regierung für das bei der Errichtung der Schule bewiesene Entgegenkommen. 0 Kroatisches Recht in Semlin. Nach der Einbeziehung Ostsyrmiens und Semlins In das kroatische Hoheitsgebiet wurde die Rechtschaft der kroatischen Gesetze nunmehr aucli auf diesen Bereich ausgedehnt und alle widersprechenden Bestimmungen außer Kraft gesetzt. o Slowakisch - deutsche Abkommen. In f^reßburg wurden am Montag die Ratifikationsurkunden zu zwei slowakisch-deutschen Abkommen ausgetauscht, und zwar zu dem Abkommen über Vormundschafts, und Kuratel-Angelegenheiten und zu dem Abkommen über Bekanntgabe von Auslieferungsbegeh-ren in personellen Angelegenheiten. Den Austausch nahmen Ausenminister Dr. Tuka und Gesandter Ludin vor. Beide Abkomme" treten am 4. Dezember in Kraft. o Großer Erfolg des Wunschkonzertes in Athen. Die Stadt stand am Sonntag und Montag im Zeichen des Wunschkonzertes des Wehrmachtsenders zugunsten der notleidenden griechischen Bevölkerung. Unter den zahllosen Spenden befanden sich viele, die von deutschen Soldaten und Offizieren stammten. Bis zum Veranstaltungsbeginn waren bereits 7,5 Millionen Drachmen eingegangen. o Kein Schweinefett für Juden in Pest und Ungarn. Der wegen seiner judenfeindlichen Haltung bekannte und bei den Betroffenen gefürchtete Vizegesnan des Komitates Pest, Caszio von Endre, hat für seinen Verwaltungsbezirk, den größten in Ungarn, verordnet, daß den Juden die Karten für Schweine-schmalz entzogen bzw., sofern sie bereits verteilt wurden, gesperrt werden. Das Leibblatt der Budapester Judenschaft, »Esti Kurier«, zeigt sich über diese neue Verordnung sehr bestürzt. o Eröffnung des türkischen Pressekon^es. ses. In Ankara wurde am Montag vormittag der türkische Pressekongreß unter dem Vorsitz Salih Rifki Atay's eröffnet. Der General-direkter der Presse im türkischen Ministerpräsidium, Selim Sarper, ([ab anläßlich des Kongresses am Dienstag emen Empfang für die Vertreter der türkische» und ausländischen Presse In Ankara. FÜR DIE FRAU Die Parade icr Slaiimit Kleine Zauberkunststücke mit wollenen Dingen Dieser Tage sah ich, daß unsere Nachbarin emsig dabei war, einen ganz alten wollenen Pullover aufzutrennen. >Ein gutes Stück, nicht war?«, meinte sie lachend und zeigte mir, daß der Pullover an beiden Ellbogen riesige Stopfen hatte und daß er daneben auch schon schleierdünn geworden war. »Und was wird nun?« meinte ich verwundert, >wahr-scheinlich wollen Sie Wolle dazukaufen und einen neuen daraus stricken?« Aber sie schüt. telte den Kopf. >Könnte ich natürlich, aber hier soll etwas anderes draus werden; Pulswärmer und Ohrenschützer für meinen Jungen!« In beinahe jedem Haushalt wird es frgcnd. welche alten vertragenen Wolljacken, Westen oder Pullover geben, mit denen man nichts Rechtes mehr anzufangen weiß. Auf alle Fälle aber reicht das vorhandene Material aus, um alle möglichen kleinen wollenen Dinge daraus zu arbeiten, wie es eben Pulswärmer, Ohrenschützer, Leibwärmer, Kniewärmer und ähnliches sind. Man kann auch daran denken, aus kleineren dickcn Stoffresten derbe Fausthandschuhe zu arbeiten, die sich mit einfachsten Mitteln herstellen lassen. Wer vielleicht noch ein paar alte Pelzreste besitzt, kann sie sogar mit Pelz füttern. Solche Fausthandschuhe sind besonders willkommen, wenn jemand früh am Morgen mit _ dem Rad zur Ar-bcit fährt oder später im Winter für alle Berg-bewohner, die viel mit den Skiern unterwegn sind. Mancherlei andere Reste, die sonst kaum beachtet werden, lassen sich nutzbringend verwenden. Vielleicht haben wir noch irgend-wo einen ganz alten Filzhut. der sich beim besten Willen nicht mehr auf- oder umarbeiten läßt. Er ist aber immer noch gut, um daraus ein bis zwei Paar wunderschöne warme Einlegesohlen zu verfertigen, die an kalten Tagen die besten Dienste tun. Bei der Herstellung von Einlegesohlen soll übrigens auch das beste und am meisten wärmende Material nicht vergessen werden: das Zeitungspapier. Man kann Sohlen aus einer mehrfachen Schicht von Zeitungspapler schneiden, die knapp am Rande einmal durchsteppt werden, damit sie zusammenhalten. Ein Irrtum Eine Dame der Gesellschaft ging zur Beichte und war sehr zerknirscht. »linst du noch etwas auf dem Herzen, meine Tochter?« fragte der Geistliche am Ende. »Ja, Ehrwürden, ich habe noch die Sünde der Eitelkeit auf mich geladen. Jeden Abend stand ich vor dem Spiegel und bewunderte meine Schönheit.« Der Priester sah sie an. »Beruhige dich, meine Tochter«, sagte er dann, »das wai* keine Sünde. Das war ein Irrtum.« Nummer 2S1 Nationalsozialismus der Tat Der soziale Aufbau la Süd^iänitei] uiid Krain »Mar^urjrer Zeitung* Nftvftrif^r Setfe 7 ^ Der soziale Aufbau in Südkärnten und Krain begann unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Truppen. Bereits in den ersten Ta;;en nach der Besetzung rücliten die Feldküchcn der NSV in das befreite Ocbiet em, fuhren auf den Markt- und Dorfplätzen in Stadt und Land auf und verteilten aus ihren reichlichen Beständen an die vollkommen verelendete Bevölkerung Brot, Fleisch tmd andere Nahrungsmittel in reichstem Maße. Die Verwunderung der Betreuten darüber, daß das Rcich. von dessen schwerer »Ernähirungskrise« ihnen die crbauiichsten Dinge vorgelogen worden waren, sich in der Lage sah, aus seinen angebhch so kna'ppen Beständen auch noch die Bevölkerung der besetzten Gebiete zu versorgen, wollte nicht enden. War die EniäiiTungsaktion der NSV die erste Bresche, die das neue Regime in das Mißtrauen der Bevölkerung gegen alles Deutsche schlagen konnte, so bHdete die gleichfalls sofort einsetzende Aufbauaktion der Rcichsarbeitseinsatz-Verwaltung die zweite. In Krainburg, Radmannsdorf, Bischoflak, Littai und Unterdrauburg wurden alsbald Arbeitsamtsdienststellen errichtet, denen es in kürzester Zeit gelang, die Majwenar-beitslosigkeit restlos zu beseitigen. Die Zahl der in den befreiten ücbietcn vorhandenen Arbeitslosen halte nach der Übernahme der deutschen Verwaltung weit iiiber 10.000 betragen. Hiervon waren Ende September nur noch Reste vorhanden. Im ganzen nahmen nach der Statistik des Chefs der Zivilverwaltung am 30. September d. J. 15 Männer und 39 Frauen die Arbeitslosenhilfe in Anspruch. die seitens der Zivilverwaltung am 15. August eingerichtet worden war. Im übrigen liegen die heute bezahlten Unterstützungssätze um v50 Prozent höher als während des jugoslawischen Aera. Ein sehr wesentlicher Unterschied gegenüber dem früheren Recht besteht auch hinsichtlich der Unterstützungs-dauer, die in Jugoslawien auf 6 Wochen begrenzt war, während sie heute unbegrenzt ist Der Chef der Zivilverwaltung für die befreiten Gebiete hat ferner, um den Betrieben ihre eingearbeitete Arbeiterschaft zu erhalten, gleichzeitig mit der Arbeitslosenhilfe eine Kurzarbeiter-ft^rsorge eingeführt, für die Durchführung der Berufsberatunsr ab 1. Oktober Sorge getragen und eine geordnete Nachwuchslenkung hl FluR gebracht. Diese Maßnahmen der Arbeitslcnkung erschienen umso vordringlicher, als sich im Zuge der fortschreitenden Arbeitsbeschaffung in manchen Berufen bereits Verkna-ppungserscheinungcn bemerkbar machten, die durch die Heranziehung kroatischer und italienischer Facharbeiter (z. B. Steinmetzen) nur vorübergehend behoben werden kann. Das schwerwiegendste Problem, das die deutsche Verwaltung im sozialen Sektor zu lösen hatte, bestand in der Bereinigung der geradezu chaotischen Lohnzustände. Auf einem Banatsmin-destlohn von 2 bis 3 Dinar pro Tag (10 bis 15 Reichspfennige) bauten sich be-triebsweise geregelte Löhne auf, die seitens der Betrieb.sführer willkürlich und selbstherrlich festgesetzt wurden. Die Lohnspanne zwischen den einzelnen Lohnkategorien nicht nur, sondern auch innerhalb der einzelnen Betriebe spotteten allen Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit. Ihre Vereinheitlichung nach den Prinzipien der deutschen Lohnpolitik durdi autoritär festgesetzte Lohntarife ist mittlerweile erfolgt. Die Arbeiter begrüßen diese entscheidende soziale Neuregelung ebenso wie die Betriebsfülirer, denen auf diese Weise eine Unsumme ärgerlicher Kleinarbeit sowie fortwährende Lohnstreitigkeiten und Arbeitsunruhen erspart werden. Nicht geringe Schwierigkeiten ergaben sich auch bei der Neuordnung der Sozialversicherung. So war z. B. das jugoslawische Gesetz über die Altersversicherung der Arbeiter vom Jahre 1937 bisher überhaupt nicht wirksam geworden. da es eine • Anwartschaft von 200 Beitragswochen vorsah. Die Rentensätze atif Onind dieses Gesetzes hätten um 50 Prozent niedriger gelegen als die jetzt zur Auszahlung kommenden Beträge Auch in der Krankenversichcrutig ist durch die Angieichung der Leistungen an die deutsche Regelung eine erhebliche Verbesserung erreicht worden. So wird z. B. nach den neuen Bestimmungen des Chefs der Zivilverwaltung jetzt ein Zuschuß zur Zahnbehandlung von rO Prozent gewährt, der früher erst nach einer sechsjährigen Zugehörigkeit zur Versicherung ausgezahlt wurde. Die soziale Besserstellung der erwerbstätigen Bevölkerung, die alle diese Maßnahmen mit sich bringt, wird von den Schaffenden auf das lebhafteste begrüßt. Sie beweist ihnen, daß der Nationalsozialismus, wohin auch immer er seinen Wirkungsbereich erstreckt, nicht nur seine nationalen, sondern auch seine sozialistischen Prhiz'pien in kürzester Zeit stets in vollstem Maße in die Tat umsetzt. TURNEN und SPORT liiiiiiiiiiiiiiitiiiniinHiiiimniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHtiiiiiiiiinniiHiiiiiiiiiiniiiiiiiiimiiiHiniiimiiiiniiilfniiiiiinnininniiiiiiHiinHfm Obersleirer in Unlerlnd Die Wcttkäinpfc in der steirischen Gau-klassc nehmen am kommenden Sonntag wiederum mit, einer vollen Spielrundc ihren Fortgang. In der Untersteiermark treten erstmals zwei oibersteirische Mannschaften an, und zwar spielt in Marburg LSV ZeJtweg, während nach Cilli der BSG Donawitz kommt. Man sieht den beiden Gastspielen mit lebhaftestem Interesse entgegen, zumal es sich um zwei wiederholt erfolgreich hervorgetretene Gegner iiandelt. In Graz finden auch diesmal zwei Spiele statt, deren Aktcure GAK—Kapfenberg und R. B. Graz— TuSV Leibnitz sind. Das fünfte Spiel der sonntägigen Runde sieht ni Rosenthal BSG Rosenthal und den Grazer Sportklub als Gegner. Hereidisklasse will vwiterspielen Verhättnismäßig glait ist die Fußball-Bereichsklasse der Ostmark über die Herbstspielzeit hinweggekommen, so daß bereits der Plan erwogen wird, die eine oder andere Frühjahrsrunde noch in diesem Jahr abzuwickeln. Für die dreizehn noch ausständigen Spiele lautet die Termin folge: 8. f^vember: Admira—FAC. 16. November: Wacker—Rapid, Vienna -•Admira, Post SG—Austria, FC Wien— Wiener SC. Sturm Graz—FAC. 23. November: Austria—FC Wien, Wacker—Vienna, Raipid—Sturm Graz, FAC—Post SG, Wiener SC—Admira. 30. Nov.: Admira—Austria, Vienna— FC Wien. Rleim SporfmcMcbten Die steirischen Tischtennisspieler beginnen in Kürze mit der Austragung der Meisterschaft, an der ASV Graz, LSV Zeltweg. BSO Donawitz, SK Kap-fenberg und SO Cilli teilnehmen werden. Um den Reichsbundpokal, Nach ihrem Siege über di-e Westmark steht die Köln-A.icliener Fußball-Gauelf in d^r zweiten Vorrunde um den Reichsbundpokal unci' tritt hier am 9. November 'n Köln Regen Bayern an. : Aufstellunj^^rsen haben sich bei der Bildung der Auswahlmannschaft ergeben. die am Sonntag im Stadion zum Reichsbundpokalspiel gegen Oberschlesien antritt, da die letzten Meisterschaftsspiele leider nicht ohne Spielerverletzungen abgegangen sind. Die Auf-stelimig wird erst am Mittwoch vorgenommen werden. : GroEte Preise der Reichshauptstadt Am 9. November hat die Deutschlandhalle anstelle des inzwischen auf später verlegten vRadländerkanipfes Deutschland—Italien die »Großen Preise der Reichshauptstadt« auf dem Programm. Den Großen Preis der Steher bestreiten der Deutsche Meister Lohmann, Hoffmann, Stach und der Schweizer Meister Heimann. Bei den FKegcrn sind zwei Weit- und vier Landesmeister zur Stelle, und zwar die Holländer van Vliet und Derksen. Falck-Hansen (Dänemark), Astolfi (Italien). Schorn (Deut.schland), ferner Bcrgomi (Italien). Merkens, Ehmer und Lorenz. : Watter Lotunan war bei den Dauerrennen in der Berliner Deutschlandhalle wieder einmal nicht zu schlagen und gewann den Endlauf gegen Hoffmann, Stach und Ehmer. : Kroaten-Boxer auch tn Waagbystritz. Nach dem offiziellen Ländertreffen der slowakischen und kroatischen Boxer am 23. November in Preßburg sollen die Gäste zwei Tage später in Waagbysfritz nochmals an den Start gehen. : Drei Protiespiele der Slowaken. Mit Sorgfalt bereitet der Slowakische Fußballverband seine Nationalelf für den am 7. Dezember in Breslau stattfindenden vierten Länderkampf gegen Deutschland vor. So sind drei Probespiele ajigesetzt worden, und zwar soll die erste Siebur^ der in Frage kommenden Spie'er am 26. November bei e'nem Treffen zweier Auswahlmannschaften in Preßburg vor sich gehen. Schon vier Tage später wird wahrscheinliche Nationalelf wieder in ö^r Landeshauptstadt an der Arbeit sem, während das letzte Übungsspiel für den 4. Dezember in Sillein vorgesehen ist. : Dänemarks Amateurboxer siegten in Kopenhagen vor 5000 Zuschauern im Landerkampf gegen Schweden mrt 12:4 Punikten. : Den Königspokal der schwedischen Fußballvercine gewann vor 10.000 Zuschauern Hälsingberg IF durch einen 3:1-Erfolg über Sleipner Norrköping. : Gunder Hägg bestraft. Der Vorstand des Schwedischen Leichtathletikverban-des beschloß am Sonntag in Stockholm, den Mittelstreckler Gunder Hägg wegen Verstoßes gegen d-ie Amateurbestimmungen vom l. September 1941 bis zum I. Julj 1942 von allen sportlichen Veranstaltungen auszuschließen Hägg hat am 15. Juni in Eskilstuna Spesen erhalten, deren Höhe vom Verband' nicht genehmigt worden war. Außerdem wnrden Vorstandsmitglieder mehrerer Veretn« zu strengen Strafen verurteilt. Zwei gefangene Sowjetoffkicre, ' Million Bände und erhält als Sammelstätt'"* für alle deutschen Neuerschcmungen auf dem Büchermarkt alljährlich rund 85.000 Bücher dazu. Horst Seemann. Der holländische Arzt Boerhare statrd einst als Zeuge vor einem Gerichtshof. Der Verteidiger des Angeklagten nahm ihn in ein scharfes Kreuzverhör über die Krankheit seines Mandanten, den Boerhave behandelt hatte. »Ein Arzt sollte sein Urteil abgeben können, ohne Fehler zu begehen!« sa^e der Advokat schließlich heftig. »Das sollte ein Advokat auch!« enn'i-derte Boerhave. »Al^r die Fehler eines Arztes Hegen zumeist sechs Fuß unter der Erde begraben!« fuhr der Advokat fort. »Und die eines Advokaten werden gewöhnlich ebenso hoch über der Erde aufgehängt!« beendete Boerhave den Dialog. War1iifP8eT ZeHong« 6. NovemtieT Nummer 281 WIRTSCHAFT HiuiiUHiuiwiiuHiuuiinriHin|iiuiiiiuiniiiiiiiiinii(|iiiinniiiii||iniNinHinii|iHiniiiitiiniHiiiiiiiHKiiniHiiniiHiiiii(in«HniiHHiittiHi|i AMoeWniis dor Fsrderuimen lepen palnisdie SdiildHer Itn Dcytschcn Reichsanzeiger ersdi^en kiiralich eine zweite Anor^inung der Uaiipttrcuhandstelle Ost zur Durchfüh-rimg der Schuldcnahwicklungsverord-11 un^ vom 1^5, August 19-^1. Im Sirrnp dieser neijen Anordnung haben deutsche u;id ausländische, nalüriiche und hiristi-sche Personen, Gesellschaften und an-dcro PersoinenVereinigungen ihre Forde-r^mgen und Kechte a^ler Art gegen polnische Schuldner, insbesondere gegen solche unter koniniissariJHiheT YerwaK iLing, die tru Deutschen Reich einsch^ieß-licli der eingeglie^jTten Ostgebiete und des Prote^Ktor^ts öjölinwn und Mähren Vermög^ besrtze^i, aa^zutnelden. Öi« Ai^-. nipldeipiUcht erstreP^t ^ich nvr £wf ^ fordervingen und Rechle, die vor Aq-ordJimig der kommissarischen Yerw^l-tiTOg über das Vern\pgen des ^hwli^ners enti^tanden uivd noch nH^ht befriedigi^t ^ Die Awneldwng tis spätestens 31. Jünaier 1942 dnrch eingeschrieoeneu Brief zu erfolgen, imd zwar auch dann, ^^'^e^ln sie vor diesem Aufruf schon ein-niaf vorgenommen worden ist oder wenn Zweifel über die Anmeldepflicht bestehen. Die Anmeldung hat auf einem An-ineJdebogen zu erfolgen, dpr vom den TreuhandsteHen in Gptenhafen. ^sen, l.itzan^nnstadt, Eichenau und Kattowitz bezogen 'W'efden kann. Dir dMtsdw RandiwaroMiMrki Der Leipziger Rauchwarenffrwalfej. Das Exportgeschäft als solches war im allgemeinen gut. Es ist mit SicbeTheit zu erwarten, daß die Nadifrage auch in den n^ichsten Monaten mit gleicher Intensität anhalten wird, zumal bekannt geworden ist, daß für deutsche Rechnung etwa 50.000 Silberfüchse in Noo'wegen gekauft wurden, die in Lei«pzig verccjeit und wieder depi E?t-port zur Verfügung gestellt werden sollen. In der Reiiie der stark gefragten Artikel stamden auch billige Blaufüchse, Fohlen, ge%Me Feh, Biber, Bisant, Nutria, Breitsehwänze, Zickelfutter und Hamster. In Kanin und in deutschen SrH>erfüchsen wtfrden besrtrnmrte Mengen dem Inlaikh-bedarf öberia^^en. ebenso aus Watten stammende fertige Lanwn^.tikotnmt, präzisieren- X Neues Scheckrecht im Protektorat. In Böhmen und Mähren wird am l. Jänner IP43 gl chung an das neue Wechselrecht. X Pfweiterter Zugsverk^r H» Serbien. Rje serbische ' Eisenb^^hndirektmn .gibt begannt, daß der voriihergehend auf LqkaUüge bc-^ehrSnkte Reiseverkehr nunmehr wieder ui erweitertem Umfange aufgenopirnen wurde. So verkehrt jetzt wieder regelmäßig ein Zugpaar zwischen Belgrad und Nisch. X Erhöhte Lagergebühren in Kroatien. Die L^ger- und Waggonstandgebühren werden in Kroatien mit Wirkung vom 12. d. um IfV) Proaent erhallt. -r—r AUS AUIR WfLT a. Eia HeMenaml auf Kreia, Ein Karls-rufier Künstler Im feldgrauen Rock, der junge Ejildhauer Anton Twb^^ller, (Jer als Gefreite^ ejnem Fanscplrm-St^jrniregj-ment mit Kfeita Iftmpne, hai im Auftrage seines Kommandettrs am gleichen Tage, als <)ie KlmDfe hef^d^t mit der Errichtung eines Ehrenmals fpr seine gefallenen Kameraden begonnen. tili rennpunkt der KMmpfe, etwa vueX Kilometer von Cane^ entfernt, erhebt sich' auf einer "^einberghöhe c'er Y^m Meere her Bchqn wejt sichtbare gewaltige Steinpylon mit pem Hol^eitszeichcn <(^19 stQraen- den Adler, dem Symbol der t-ajlschirra-truppe. Z^i|ilreiehe Treppen wicJ Stufen fuhren in der schönen Weinbopgland-schaft zu deni p|vrenmal. Denkmal h^t eine Oesamtj|öhe yon 13.50 M^ter, wovon allein S.40 Meter ^f den Adler entfall^p. pie schlichte Inschrifipl^te lautet: »puch Toten gehört d^r Ögiik, die Ihr fern o'er Hefmaf getreu Eurem Fahneneid dqs Lfb^n g^et unsere^ Oräßdeutschland. Zur Mahnung ^ alle, die hier verweilen.« a. Kurto*«» Olockealäut der Bolen in In KattowHz biefand sicl^ bis vor kurzem e>n kirchliches C^^ckeng^ldHt, wohl in seiner Art ei-rj Kuri^um darstellte. Vor Jahren hatten die Polen vor Kattowitz |nit dem einer Kathedrale begonnen, die bi« heute poch nicht fertig-? ge^t^ft isr, well ehernali^ polnische Baumeister uqd Lieferanten" von d'en MilÜ-qiknbeträgen, die dje Bevölkerung geopfert halte, ejnen efhebltchen Teil 4» inre eigenen Tasphen iwandem ließ. Dieser Kathedrale wojlte man datnals auch — es war i^lniSG|ie Oeschmaöks^che mit amerikanispliein Einschlag — ein einzigartiges Glockengeläut geben. So machte sich eine besonders dazu attsgesucht^ Kommiasion auf die Suche nach den seliönsten kirchenglocljcn Europas, die map' jp den herrlichen Klängen d^ Dom* zu Speyer ^tdepkte, Die Kpinmissipn liel^ nun Schallpjfitten anfertigen up^ brachte auf dein ur|fertigen Kathedralenbau eine Lautsprecher^nlagc an, die einigte Jahre lang echje Glocken ersetzte. Erst vor kürzein wurde d|e Anlage, jJie i»^ ihrem öefahrep fÖr die öRentlichkeit barg, entfernt ünG' dtirch echte Glocken ersetzt. Vßrifiiget Ul^ereii die MarliurgBrZiiituno stadfflieater MiirliHrfl Qraii Doiinei«t»g, deit 6. Noyemt>er, 20 Uhr IHadame Bufl^fly sm Qfm m 3 AßtU» (üßioomo Freitag, 7. Jiwember, 20 Uhr Ein Abend im Reich der Illusionen VC^ir benötigen zum ehesten Eintritt: 1 Buchhalter oder Buchhalterin für Kartothekbuchhaltung und 1 Bürodiener, gieichzoiti^ Inkassant Gefällige Offerte an Spedition Transport, 8390 Marburg a. Drau, Mellingerstra^e 1^. M 1^. bitanunicxir WM m IIIIIIIHMIIIIHIPIIIWIHIHUIIIII^ FratSx'S Rpl. it^r SQtendiM VM Keii»w|||r|efeii «erdeji BD im Tonö Mmmet: Av^rseg-AptiakBiwhldS) An «Pf Crschelaea am 16 Ulir. •Kleine An-relreti« verw« itir 'rin»e VorMiiteiMlpnit des Betrj^M <|ach — Briefmarken) nnfvenoni m I>i(fBHffbq|ir fflf ein« ms;- IfitsdUidikäs SmKSiSSSBmß WAG'Kredite • «r Auto, I^q-torräder, M4schinen, Möbel durch ^Mgust pinteri Or^z, F^riepll-Sekanekring 6, Fernruf 0739. ^112-1 EUut^p^IHfer gesucht." l^ran- "bfei" Henhaqs, Interqe Abfpiluna. 9-1 schnellstens jungerein, chcn, das G^genbeit* doutst:n XU lernen, t^ictet sich n, ebrligliem Mäd. as im Hause mithilft, an Hilde Huber, ße 5; Cilli." 8605-1 mmSammitiSmJ anntalerstra Kinder-Pelzmantel zu fesucht. Modesalon lerrer.gasse 8. kaufen Tautz, 8583.3 Kjwfe ßiseuwarenhandiung oder beteilige micb «n sicher. Unter j-A. K.f an q. ver-waltur^g. Viele Tausende Haft Oll Oein H«jinatbialt schon beslelffI lesen d i Üpd Du? 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