foStnfiia ptaCana v. gotovSal 79. Jahrgang firictietnt wöcbentlicb sechsmaJ fmit Anrnthine der beieriage;. Sctirlft« leitunft, Verwaltunii und Duchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69. ff^ribor. KopalUka ulica 6. Manuskripte werden nicht retotimiert. Anfragen Rückporto beilegen. Nr. 54 Samstag, dm 11. Fabruar 1939 Inseraten» and Abonnements-Aanahme in Maribor, Kopaiiska ulica 6 Cyerwaltung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Din. zustellen 21 Diu, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 33 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Din. Pr«ls DIn rSO ÜRorilioitt öHtun |3iQPfl VM XI. auf Der ^totenbolDre S>ie lebten etunOen lüapfle« / Xrauerftimmung fn Oer etoigen @iodt / 3ufommcntritt Oed ^onflatoe« am 27. Sebruar (6it1)e irnäm ecHe 3) SuigarifcAe soffiziere zum Kommandanten der 26. französischen Infanteriedivision und begrüßten ihn in herzlicher Weise durch Händedruck. Inzwischen war auch der Kommandant der berühmten navarra-divislon General Solhaga auf französischem Boden eingetroffen. L 0 n d 0 n, 10. Feber. Verschiedene politische Gruppen in England beinülien sich, die Regierung dazu zu bewegen, zu General Franco unverzüglich einen r1!n!o-matischen Vertreter zu entsenden und ihn mit der Vollmacht auszustatten, ffcrjebe-nenfalls mit dem neuen Re^rme V .irhand-lungen zwecks Anerkennung sc'iens Eng lands einzuleiten. Paris, 10. Februar. (AvaLn.) Wie in gutinformierten Kreisen verlautet, wird sich die französische Regierung am 11. d. zu einem Ministerrat einbinden, der d!'j Anerkennung General Francos und dio Herstellung der dinlomatiscl^en Beziehungen zum nationalen Spanien beschließen wird. Äursie Hainan von den Japr.nem besetzt. Tokio, 10. Februar. Japanische Kriegs schiffe haben gestern die vor der südchinesischen Küste liegende Insel Hainan besetzt. SSörfe Z ü r i c h, 10. Feber. Devisen: Beo-grad 10, Paris 11.6850, London 20.69, Newyork 44.25, Brüssel 74.50, Mailand 23.25, Amslerdam237.75, Berlin 177.10, Stockholm 106.6250, Oslo 103 05, Kopenhagen 92.3750, Prag 15.15, Warschau 83.50, Budapest 87.25, Athen 3 00, Istanbul 3.50, Bukarest 3.37, Helsinki 9.1225, Buenos Aires 101 fünf achtel, Sofia 5.40. ne solche Freihafenzone wird in Sofia keineswegs als vollwertiger Ersatz für einen eigenen bulgarisch-ägäischen Hafen angesehen. Von dieser Seite her sind deshalb gewisse Spannungen zu erwarten, die zu überbrücken sein werden. Am erfreulichsten ist noch das b u I-g arisch- jugoslawische Verhältnis. Es bestehen zwar auch zwischen Sofia und Beograd nicht in allen Fragen die restlos gleichen Auffassungen, aber beide Staaten haben darüber hinaus etwas Gemeinsames; den aufrichtigen Willen zu einer ersprießlichen /Zusammenarbeit. Es ist in Bulgarien schon wiedcrliolt mit allyr Anerkennung betont worden, daß Jugoslawien das einzige und erste Land in der Reihe der Bal- kanstaaten gewesen war, welches dem heutigen Bulgarien d'e Hand zur Versöhnung und Zusammenarbeit gereicht hat. Was noch an offenen Fragen vorhanden ist — etwa die Diskussion über Hrleichterungen im Grenzvcrkclir oder die Zulassung in Jugoslawien noch verbotener bulgarischer Zeitungen — soll freundschaftlich geklärt werden. Ein wc- ♦A^rfborer Zeftungc Nummer 3i. 2 Samstag, den 11. Fcbraar 1030. sentlicher Wunsch Bulgariens an Jugoslawien ist, daß Beograd kekie Aktivität im rumänischen Sinne bekunden möge, falls t'ines Tages die Dobrudscha-Fragc aufgerollt werden sollte. Jugoslawien kannn zwar die bulgarischen Forderungen gegen Rumänien infolge der eigenen Bindungen nicht unterstützen — aber das versteht man sehr gut in Sofia. Man würde in Sofia jedoch eine jugoslawische Neutralität sehr begrüßen. Auch gegenüber der rveuen jugoslawischen Regierung ist eine freundlich-positive Einstellung Bulgariens zu erkennen. Besonders herzlich wnr die Begrüßung, welche dem neuen Außenminister Dr. Cincar Markovic als einstigem Gesandten Ju,f!;r>slaWiens am bulgarischen Hofe durch die Sofioter Presse zuteil wurde. Dr. C'ncar Markovic wird mit Recht als ein Mitschöpfer des bulgarisch-jugosla-wi>^chen Freundschaftspaktes betrachtet imd erwartet in.in daher auch von ihm eine v.c'ferc Fertigung der gegenseitigen 3tpe!ter c^ib-eorftneler Beograd, 9. Februar. Bekanntlich erhielt die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien bei den Wahlen vom 11. De-xember llOS nur ein Mandat. (Gewählt wurde der Redakteur des »Deutschen Volksblattes«.: Franz Hamm). Da nun der Irühere Unterrichlsininister Maga-r a s e v i c, der in Baöka Palanka und in Ruma zum Abgeordneten gewählt wurde, auf st'in Mandat in Backa Palanka verzichtet hat, erhält dieses sein Stellvertreter Dr. Josel T r i s c h 1 e r, Professor an lier Deutschen Lehrerbildungsanstalt in Novi Vrbas. Somit ist die deutsche Volksgruppe durch zwei Abgeordnete in der Skupschtina vertreten. jurttdfgetretrn B r Ii s s c I, 10. Feber. Das Mini^^te-iium S p a a k ist wegen Meinungsver-i^chiedenheiten bezüglich der Ernennun;^ Prof. Martens ats Mitgl'ed der Flämischen Akademie zurückgetreten. B r ü s s e 1, H). Feber, Der unerwartete Rücktritt der Regierung Spaak hat in der helg'srhen Oeffentlichkeit Aufsehen hervorgerufen. In politischen Kreisen herrscht cinif^orniaßen Verwirrung. Man glaubt, (laR die Neubildung des Kabinetts auf Schwierigkeiten stoßen werde. (£incar-Ollarfot)i{ fibrr ^upo-flQtDien^ 'BrrOöltntö )u :Dru(f(Dianö (Sfnt brörutfamr (Srfiaruno Or« fuooflotDffcDm Siuftenniinifler« toor feiner relfe aiM ascrlin / QI6|dDie&«banfett M <9enerolfelAmari4lon <$dring Berlin, 10. Feber, (Avala.) Vor seiner Abreise aus Berlin gab Außenminister Dr. Alexander Cincar-Markovic den Vertretern der deutschen Presse die nachstehende Erklärung: »Im Augenblick^ da ich Berlin verlasse, befrachte ich es als notwendig, meine Ber liner Ttttigkeit in aller Körze aufzuzeigen. Als ich Ende 1935 zum Gesandten in Berlin ernannt worden war, ist mir die Aufgabe übertragen worden, die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Jugoslawien und Deutschland so weit als möglich und dauernd zu bessern. Die Ereignisse der letzten drei Jahre bo> ten mir genügend Möglichkeiten, die Beziehungen zwischen beiden Staaten In eine freundschaftliche Uebereinstlmmung zu bringen. Deutschland und Jugoslawien haben sich auf verschiedene Art und Wei-1 se bemüht, als zwei wichtige Faktoren' der europäischen Politik eine eriol^rekh: Friedenspolitik zu betreiben. Die Zusam menarbeit auf dem Gebiete des Handels brachte die besten Früchte und wir können hoffen, daß der Güteraustausch der beiden Nationen auf ihrer gesunden Grund läge noch größer werden wird. Unsere gemeinsame .Staatsgrenze fordert von unc in einzelnen Fragen die gemeinsam-gegen seitige Klarheit und es wird auf meinem neuen Amtsposten eine meiner wicht^g- mm K 4 +•?[ "X. Wnift(ri>raff&ent un^ 3nnfr. minifler Srogiia (Sbeifobi^ bestehenden Beziehungen nicht nur aufrecht zu erhalten wie sie sind. Ich werde trachten, diese Beziehungen in jeder Weise zu verbessern, um auf diese Weise einen noch größeren Beitrag zur Festigung des Friedens zu liefern. Auch die Kulturbeziehungen zwischen sten Aufgaben sein, als Außenminister die den beiden Staaten werden inniger wer- den, woftir wir zunächst der Errichtung der Deutsch-Jugoslawischen Gesellschaft in Berlin zu danken haben. Die Freundschaft und gegenseitige Achtung der beiden Nationen wird deshalb in bedeutender Weise vertieft werden. Ich betrachte es bei dieser Gelegenheit für meine angenehme PlUcht, der Reichsregierung, der deutschen Presse und allen meinen Freunden für die wertvolle Hilfe zu danken, die sie mir in der Erfüllung meiner Mission geboten haben. Berlin, das ich schon aus meinen Studenten jähren vor dem Kriege kenne, war mir immer teuer, in den letzten Jahren fand ich es so heimisch, daß es mir persönlich nicht leicht ist, diese schöne und lebendige Stadt zu verlassen, die mir In jeder Hinsicht so viel geboten hat. Ich wünsche der großen deutschen Nation unter der Fähmng Ihres Führers Adolf Hitler aus vollem Herzen allen Wohl stand und Fortschritt«. Berlin, 10. Feber. (Avala) Das DNIi berichtet: Oeneralfeldmarschall Göring und Gemahlin gaben zu Ehren des aus Berlin scheidenden jugoslawischen Außen ininisters Dr. Cincar-Markovic und seiner Gemahlin ein Bankett, an dem auch Reichswirtschaftsminister und Reichs bankpräsident Walter Funk, Unterstaats Sekretär Körner und die Generale Udet, Kaßncr und Bodenschat.? mit ihren Gemahlinnen teilnahmen. 3clni Deutschlands Bedingungen für die Garantie der CSR-Grenzen nach einer englischen Darstellung. Prag, 10. Februar. Wie aus London berichtet wird, verJiffentlicht der »Evc-n i n g S t a n d a r d« zehn Punkte der Forderungen, die Deutschland an die Tschecho-SIowakei gerichtet habe als Bedingung Hir die deutsche Garantie der neuen tscliecho-slowakischen Grenzen. Es sind dies die nachstehenden Punkte: 1. 1. Vollständige Neutralität der Tsche-chn-SIowakei. 2. Anpassung der tschecho-slowakischen Außenpolitik an die Außenpolitik des Reiches. Der Beitritt zum Antikomintern-Vcrlrag erwünscht, jedoch nicht Bedln-ßung. 3. Die 'IVchecho-Slowakei tritt sofort au.-^ dem Völkerbund. A. Möglichste Reduzierung der tschechoslowakischen Armee. 5. Ein Teil der Goldschatzes der Tsche-cho-Slowakic.chen Nationalbank — entsprechend dem abgetretenen sudetendeutschen Gebiet — ist der Deutschen Reichsbank abzutreten. 6. Das tschechoslowakische Geld in den Sud*:'tengehieten ist durch Rohstoffe zu er-^etzen. 7. Die Tschecho-SIowakei öffnet ihren Markt für die sudetendeutschen Erzeugnis sc. Die Tschecho-SIowakei darf keine Industrien ausbauen, die der sudetendeutschen Industrie konkurrieren könnten. S. Erlaß der Judengesetze nach Q-eni Muster der deutschen Nürnberger Gesetze. 9. Entlassung aller Militärs und Zivilbeamten, die von der deutschen Regierung namhaft gemacht werden. 10, Die deutsche fievölkerung in der Tschci'ltn-Slowakei darf Hakcnkreuzab-zeichiMi trngcn und die Farben tles •hes hissen. €inBerufun0en in 3tcilien DER OBERSTE LANDESVERTElDlGUhlQSRAT IN ROM TAGT IN PERMANENZ — DIE FRAGE EINES FRANZÖSISCH-ENGLISCHEN PRÄVENTIVKRIEGES GEGEN DIE ACHSENMÄCHTE o ni, politischen Auswirkungen abzuwarten seien, die sich aus dem militärischen End sieg General Francos ergeben. 10. Feber. Wie »United P r e ßrioed tSiontififot / S)er Seben^Iauf berllori^enen OberOauptcd Oer römifdDen ^ircDe Rom, 10. Feber. S. H. Papst Pias XI. ist heute um 5.30 Uhr frühmorgens gestorben. Der Papst, der heute morgens seinen Geist aufgab, war vor zwei Tagen plötzlich hl gefährlicher Weise erkrankt. Gestern nachmittag verschlechterte sich der Zustand des Patienten derart, daß er in eine Bewußtlosigkeit verfiel, die drei Vier telstunden andauerte. Der Papst schlieT gegen 17 Uhr wieder friedlich und es Sellien als ab er die KHsis überstanden hätte. In der Nacht fiel er jedoch neuerdings in die Agonie, aus der er nicht mehr erwachte. In den Kirchen Roms wurden bereits gestern nachmittags Gebete für den Papst verrichtet, ebenso in der Pfarrkirche seines Beburtsortes Dcsio. Der Tod des Papstes hat in Rom allgemeine Teilnahme ausgelöst. Achille R a t t i (dies ist der bürgerliche Name des Papstes) wurde am 31. Mai 1857 in Desio bei Mailand als Sohn eines Ingenieurs geboren. Unter dem Ein fluß seines Onkels, des Erzpriesters Rat-ti, und seiner frommen Mutter, Theresa Galli, wandte er si:h dem Stt.dium der Theologie zu, dem er in Desio. Monza, Mailand und spüter in Rom lesuiten-Kollegium Gregoriana oblan;. In Rom wurde er 1879 zum Priester geweiht, nachdcm er vorher an der Grci^oriana pro nioviert hatte. Als Lehrer am Seminar kehrte er 1882 nach Mailand zurück. Dort wurde er 1887 zunächst Skriptor. später Konservator und 1907 Präfekt der berühmten Ambrosius-Bibliothek. Damit war er auf den Weg zum höchsten Amt der Kirche gekommen, denn in dieser Eigenschaft trat er in Verbindung mit allen hervoviagi'nüen Gelehrten der Kirche. namentlich auch in Rom. Im Jahre 1911 wurde er gleichzeitig zum Vizeprä-fekten der vatikanischen Bibliothek unter Pater Franz Ehrle S. J. ernannt. Nach dem Rücktritt Ehrle's im Oktober 1914 wurde er vom Papst Benedikt als dessen Nachfolger ganz nach Rom berufen. Es war auffallend, daß im April 1918 der bisher als tüchtiger Gelehrter, aber nicht als Diplomat bekannte Präfekt der vatikanischen Bibliothek von Papst Benedikt als apostolischer Visitator nach Polen entsandt wurde, das damals noch von den Deutschen besetzt war. Es konnte bei der Schwierigkeit seiner Stellunq^ und der Lage in Polen nicht ausbleiben, daß der päpstliche Beauftragte auf beiden Seiten anstieß, sobald er nicht beiden Seiten zu Willen war. Da er se'ne Unparteilichkeit unter allen Umständen sich zu wahren versuchte, erregte er naturgemäß auf beiden Seiten gelegentlich Un willen, bei den Polen namentlich später, als er nach Errichtung der Republik Polen dem polnischen Klerus die politische Agitation in Oberschles'en untersagte. Inzwischen war er im Juli 1919 zum Nuntius in Warschau ernannt worden, unter gleichzeitiger Ernennung zum Titular-Erzbischof von Lepanto. Nach dem Tode des Kardinals Ferrari von Mailand wurde er im Juni 1921 dessen Nachfolger. Gleichzeitig wurde er von Bened kt XV. in dessem letzten Kon sistorium zum Kardinal erhoben. In Mailand konnte er u. a. die neue katholische Universität eröffnen. ' v'xKiiiV' v> *' .* ',1 "I Äfe' ■ Är Am 6. Februar 1922 wurde er von dem Konklave als Nachfolger Benedikts XV. zum Papst gewählt und nahm als solcher den Namen Pius XI. an. Zum ersten Mal seit 52 Jahren, d. h. seit der Besetzung Roms und des Kirchenstaates durch Italien, erfeilte er den üblichen Segen des neugewählten Papstes nicht mehr im Innern der Peterskirche, sondern wie früher, vom äußeren Balkon der Kirche »urbi et orbi«. Mit diesem Bruch des Herkommens wollte er andeuten, daß er die von Benedikt XV. schon angebahnte Politik der Versöhnlichkeit zwischen dem Vatikan und dem italienischen Staat fortsetzen werde. Auch bestätigte er den bisherigen Staatssekretär Gaspari in seinem Amt, ebenfalls ein selten vorkommender Fall. Inhalt und Ziel des Pontlfikates Pius XI. sind gekennzeichnnet durch seine Devise: Pax Christi in regno Christi! Erwähnenswert ist auch, daß Pius XI. in seiner Mailänder Zeit eifrig dem Borgsport huldigte und u. a. auch das Matterhorn erstiegen hat; 1924 ließ er hierüber ein Buch unter dem Titel »Alpine Schriften des Priesters Dr. Achille Ratti« OBalfen Käufen fi<95 an Oer fransöfifc^en <§^ren$e erscheinen (deutsch von L. v. Schlözer bei Rudolf Mosse, Berlin). Im Juni verlieh der Past seinem Bruder Fermo Ratti, dessen Tochter sich mit einem Marchese Persichetti verheiraten wollte, den erblichen Grafentite'. Die Nichte des Papstes trat somit als Gräfin Ratti in die Ehe. Seit Leo XIII. machte kein Papst mehr von diesem Rechte zuniunsten seiner Familie Gebrauch, schon deshalb nicht, weil sowohl Leo als Benedikt ohnehin Adelshäusern entstammten. Pius X. dagegen lehnte es entschieden ah, seine bekanntlich sehr bescheidene Familie in den Adelsstand zu erheben. l)rama Paris, 9. Februar. In der Ortschaft Wittenheim bei Mühlhausen hat sich ein entsetzliches Familicndrama abgespielt, das sechs Todesopfer forderte. Eine Frau und ihre vier Kinder im Alter von neun bis fünfzehn Jahren wurden von dem Gatten und Vater mit einer ünlzhacke ermordet. Der Mörder, der 44jährige polnische Grubenarbeiter, Andre Hirak, ist seit der gräßlichen Tat verscliwunden. — Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß er Selbstmord verübt hat. Der Mann war we gen seines Verhaltens in den Sfrel!;tagen des vergangenen Jahres aus Frankreich ausgewiesen worden. Man hatte ihm nocli einen Aufschub von sechs Tagen [gewährt, der nun abgelaufen war. Hirak halte den größten Teil seiner Möbel verkauft, um, wie er Nachbarn erklärte, das Geld für die Abreise zusammenzubringen. Als eine Nachbarin die Frau Hirak besuchen wollte, fand sie die Eingangstüre verfpcrrt. Sie benachrichtigte die Polizei, die gownit-sam in die Wohnung eindrang. Den l-in-tretenden bot sich ein furchihnres P'üJ: Auf dem Küchenboden lagen die Frau j. die vier Kinder in einer großen Plutlnche. Von Hirak selbst fehlte jede Spur, doch glaubt man, daß er in einem nahen F'nß, dessen Eisdecke eingebrochen war, Selbst mord verübt hat. Todeskandidat lehnt Bcgnadi^'^unqf ab. Ein hartnäckiger Todeskandidat scheint der Schwerverbrecher Pilorge in Paris zu sein. Er hatte das Glück, daß einen Tag vor der festgesetzen Hinrichtung: durch die Guillotine der beauftragte Sch"rfrich-tor, im Volksmund »Mon?':ur de Parisc genannt, starb. Nun wil! es die traditionelle Sitte, daß das erste Opfer, das nach dem Tode des Henkers »an der Reihe istc begnadigt wird. Pilorge aber wollte die Begnadigung nicht annehmen. Rr schrieb an den Präsidenten der Republik folgenden Brief: »Ich will nicht begnadif^t werden. Ich bin für die Guillotine bestimmt gewesen und will enthauntet v,'erden. Mein ganzes Leben habe ich mich darauf vorbereitet. Wie man sieht, ein harlnäk-kiger Todeskandidat! Er wird trotzdem nicht gegen seinen Willen am Leben bleiben. Denn die alte Sitte der Be^nad'gung wurde auf seinen Wunsch hin nicht au? geübt. Eine Folge der großen Entwaffnungsaktion des gefliicb'etcn roten Heeres sind riesige Ansammlungen von Waffen der verschiedensten Art. Unser Bild rechts zeigt schwere MG nach ihrer Ablieferung. — Links: Rote Milizen nach Uebcrschrciten der Grenze Neue Drahtsellbahn in Cort^na d'Ampe? Dieser Tage wurde in Cortina, im schö nen italienischen Dolomifcntal, eine neue Drahtseilbahn auf die Faloria-Höhe eröffnet. Die Strecke hat prilcht'ge Rücke I auf die Gebirgszüge der umgebenden To-fana, auf den Sorapis am Misiirina-See und den prähctigen .Monte Cristnllo — der von dem einstigen Schlndrbach her vielen Reisenden bekannt ist. Blendende Sohnee-felder und herrliche Licht- und Farhcnef-fekte erhöhen noch die Schönheit dieser Berglandschaft. Die Seilbahn, auf die Fn1oria-Ht)he hat eine Länge von fast 3 Kilometern, die, 1 mit Wagenwechsel auf einer Zwl?chcnsta •tion, in 10 iMinuten bewäüifxt wird. Die Steigung betrürrt rund 900 A^eter, da Cortina selbst ja schon 1127 Meter hoch li'.\gt. Der obere Teil der S-^ilbahn üb^nvindct lohne Stützpfeiler mit einem einzigoa Mariborer Zeltung« Nummer Ä. Sprung einen Höhenunterschied von 634 Metern, in der Steigung von 90:100. Contessa Fidda Ciano-Mussolini eröft nete in schöner Zeremonie eine Sehnt', hütte in der Nähe der Endstation d... ' neuen Höhenbahn. Eine viertel Million Fenster geputzt. Jn Butte (Montana) feierte in diesen Ta-^;en ein Fensterputzer ein ungewöhnliches Jubiläum. In den letzten zehn Jahren hat er täglich 100 Wolkenkratzerfenster geputzt. Mit Stolz erklärte er, daß in dieser Zeit von ihm insgesamt 288 600 Fenster von Schmutz und Staub gereinigt wurden. Zweimal kam er in diesen zehn Jahren mit dem Tode in Berührung, — Einmal stürzte er, glücklicherweise aus nicht erheblicher Höhe, ab, während er im zweiten Fall durch ein hübsches Mäd i'hcn von seiner Arbeit abgelenkt wurde. In seiner Begeisterung über einen so '^chön■e^ Anblick, winkte er ihr mit der Hand zu, mit der er sich festhalten mußte, konnte aber im letzten Augenblick n(jch wieder einen Halt gewinnen. Samstag, den II. Februar 1939. Qluf örtn rrfroren TRAGISCHER TOD EINES FAMILIENVATER UNWEIT VON ST. ILJ. Zur Bckämpluns der chronischen Stuhlverf^topfuns mit ihren FolgeUbeln, besonders go^eii Verdauungsstörungen, ist das natürlicli »Franz-Josel«-Bitter- Vvasser ein alterarobtes Hausmittel, wel dies sich auch Uir lan;ieren Gebrauch vorzüglich eignet. Magen- und Darmkranke, die das Franz-Josel-Wasser trinken, sind sowohl mit dem Geschmack, wie mit der Wirkung sehr zufrieden. Reg. S. br. 483/35. 2lug t>m Fahrrad- und VVäschetnarder vor den RIclitem. Unsere Leser werden sich sicherlicli noch an die Aufregung erinnern, die die verbrecherische Tätigkeit einer Diebsbande im Vor- und Vorvorjahr in Mari-hor und Umgebung hervorgerufen hat. in den letzten zwei Jahren verschwand eine ganze Reihe von Rädern. Die Diebe waren so dreist, daß sie die Fahrräder sozusagen vor den Nasen der Besitz Okkasion*Brillanten bei M. Ilgerjev sin, Juwelier, Gosposka 15. Verkauf auch auf Teilzahlung ohne Preiszuschlag. 399 ;enomnien werden. Nacii Dravograd käme der 9019-er um 16.45 Uhr. Der Zug Nr. 9119 geht von Dravograd nach Celje ab und hat in Celjc jetzt keinen Anschluß. Er könnte getrost um 16.49 von Dravograd abgehen. Um den Anschluß an den Zug 9010 noch zu erreichen, käme er 19.44 nach Celje. Falls der Aufenthalt in Velenje verkürzt würde, würde er noch früher eintreffen und den Anschluß an den Zug Nr. 525 (nach Ljubljana) bezw. Nr. 637 (nach Maribor) erreichen. Diese Fahr planänderungen würden sowohl dem Verkehr in Jugoslawien, als auch in Deutschland von Nutzen sein und es wäre wünschenswert, wenn sich die Berufenen damit befassen wollten. Uenffoniflen otim üSenfion Es gibt bei uns eine Gruppe von Ruhe-;itändlern, die seit dem Umsturz noch immer keine Pension erhalten haben. Es sind dies bestimmte Staatspensionisten des alten Oesterreich, denen aus gewissen, aus der unrichtigen Auslegung des toten Buch stabens resultierenden Gründen die Ru-hcstandsgebühren in Jugoslawien, wo sie ständig wohnen und Staatsbürger sind, bisher noch nicht flüssiggemacht word^Mi sind. Nach der, zwischen Jugoslawien, Oesterreich, der Tschechoslowakei und Rumänien am 30. November 1930 in Wien abgeschlossenen Konvention, die am 5, Dezember jenes Jahres im Beograder Amtsblatt erschienen ist, gebührt diesen Ruheständlern die Flüssigmachung der Ihnen zustehenden Pensionen. Im August 1933 traten diesen Pensionisten in Celje zusammen und richteten an weiland König Alexander im Dienstwege ein Gesuch um Anweisung der Pensionsbezüge, doch wurde seine Weiterleitung an die Kabinettskanzlei von der Banatskanzlei mit der Motivierung abgelehnt, daß ein Kollektivgesuch an Seine Majestät den König nicht zulässig sei und daß jedermann für seine eigene Person bitten müsse. Wi«.'-derholt wurden Bittgesuche an die zuständigen Stellen gerichte, die Erledigung steht jedoch noch immer aus. Im April 1937 hätte der Skupschtinaausschuß für Ansuchen und Beschwerden dartiber in der Plenarsitzung des Parlaments berichten sollen, doch wurde die Angelegenheit von der Tagesordnung abgesetzt, da der Bericht ifn Sinne der Geschäftsordnung nicht 24 Stunden vorher dem Hause zugegangen sei. Das Haus hätte später darüber verhandeln sollen, doch kam die Frage bisher überhaupt noch nicht im Parlament zur Sprache. An die zuständigen Faktoren ergeht nun das dringende Ersuchen, der Pensionisten ohne Pension endlich einmal zu gedenken und ihre Angelegenheit positiv zu erledigen. m. Todesfall. Gestorben ist die Han-'Iclsfrau Marie F a v I i im Alter von 51 j''.hren. R. i. p,! m. Promoviert werden am 11. d. an der Universität in Ljubljana die Juristen Otto H ö t z 1 aus Pragersko und Bojan '5 p i c a r aus Jesenice zu Doktoren tler 'lochte. ni. Diplomiert wurden an der Ljublja-nner Universität der Jurist Savo Z ucic aus Celje und an der Zagreber Universität Tugomir C a j n k n aus Bre^ice zum Forstingenieur. m. An der Universität in Wien wurde heute der bökannte •slowenische Schwimmrekordeur DraSko W i 1 f a n zum Doktor der Medizin promoviert. Der neugebackene Doktor ist ein in Europa gut bekannter Rekordeur und ist der jüng ste Sohn des bekannten seinerzeit^gen Führerii und Triester Slowenen und Präsidenten des Minderheitenkongresses Dr. Josef Wilfan. m. Schönes Ehejubiläum. Im engsten Familienkreise begeht am morgigen Sams tag der Lokomotivführer i. R. und Hausr besitzer Herr Viktor Vogrin mit seiner Gattin Luzia das schöne Fest des 40-jährigen Ehejubiläums. Dem allseits geschätzten Jubelpaar auch unsere herzlichsten Glückwünsche! m. In Sit)enik verschied der Bahnbeamte Johann S t e r n i S a, der viele Jahre am Mariborer Hauptbahnhof bedienstet war und nach der Versetzung in den Ruhestand nach Dalmatien übersiedelte. Der Vertjlichene, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreute, war der Vater des hiesigen Gymnasialprofessors Vlado SternlSa. Friede seiner Asche! m. Neue Uniform für die Polizei. In den nächsten Tagen werden die Organe der Mariborer Polizei neue Uniformen erhalten. Dieselbe wird grünlich-grau sein, während die Chargen durch Sterne kennt lieh gemacht werden. m. Französische und englische Fremdenwerbungspropaganda. Der Fremdenverkehrsverhand »Putnik« in Maribor erhielt vom Handelsministerium, Abteilung für Fremdenverkehr, die Mitteilung, daß alle in französischer oder englischer Sprache gedruckten Schriften propagandistischen Charakters fortan, womöglich auf der Titelseite, nut dem Aufdruck »Im prime en Vougoslavie« bzw. »Printed in Jugoslavia« versehen sein müssen, um eine zollfreie Einfuhr sicherzustellen. m. Wer sind die Täter? Der schier unglaublich dreiste Einbruch in die Kanzleiräume des Holzhündlers Stefan Serba k in SlovLMijgradeu hat die größte Aufregung unter der dortigen Bevölkerung aus- m. Einen Unterhaltungsabend mit Tanz veranstaltet Samstag, den 18. d. der Sportklub »2 e 1 e z n i i a r« im unteren Kasinosaal. U. a. wird auch eine »Herzens königin« gewählt werden. Es konzertiert die Jazzkapelle des Musikvereines »Dra-va«. m. Faschingdienstag! Wohin? Die Wahl macht Ihnen der Sportklub »Mari-bor« leicht, der am 21. d. in sämtlichen [Räumen des Sokolheimes (früher Union-iSaal) in herkömmlicher Prachtentfaltung seine traditionelle Galaredoute abhält. Ein . Erlebnis für jedermann! I m. Achtungl Morgen schon beginnt di«' 'Hauptziehung der laufenden Splelrundc der staatlichen Klassenlotterie, die mit ihrer großen Anzahl von Treffern im Gesamtbetrage von fast 57 Millionen Dinar bereits das Interesse der erwartungsvollen Splelteilnehmer im Banne hält. Eilt daher mit dem Ankauf eines Klassenlose«^ und wendet Euch vertrauensvoll an unsere Glücksstelle u. Hauptkollektur der Staats-klassenlotterie Bankgeschäft B e z j a k, Maribor, Gosposka ulica 25, Tel. 20—97. wo sie vielleicht den Sprung in ein neues glücklicheres Leben machen können! m. Die Antituberkulosenliga läßt dieser Tage jedem ihrer Gönner je ein Exemplar des Werkes »Delo proti tuberkulozl« zU' gehen, in welchem die Rechnungsabschlüsse der Antituberkulosenwoche dci Jahre 1937 und 1938 enthalten sind. Der Bericht auf Seite 91 bis 96 ist sehr eingehend dargelegt und sind die gespendeten Beiträge nominativ in Gruppen ausgewiesen. Die Oeffentlichkeit ist durch diese Publikation in die Lage versetzt, die Tätigkeit der Antituberkulosenliga zu kontrollieren. Erfreulich ist der Vergleich der Eingänge des Jahres 1938 gegenüber dem Vorjahre, sind doch die Einnahmen fast um die Hälfte gestiegen. Die ATL in Maribor dank# daher allen darin angeführten Personen, Institutionen, Schulen, Firmen und der Arbeiterschaft für die Aufopferung,, der dieser schöne Erfolg zu verdanken ist, in wärmster und herzlichster Weise. m. Verlängerung der Fatierungsfrist. Wie das hiesige Steucramt mitteilt, hat das Finanzministerium die Frist für die Einreichung der Einbekenntnisse der Erwerbsteuer, des besonderen Steuerzuschlages, der Pauschalumsatzsteuer und der Luxussteuer für das Jahr 1939. die am 16. d. abläuft, bis Ende Feber verlängert. m. Großer bunter Abend des Männer-gesangvereines. Es wird nochmals höflichst ersucht, die für Montag, den 13. Februar vorgemerkten Karten bis spätestens Freitag, den 10. Februar 6 Uhr abends im Geschäfte »Svila«, Gosposka ulica 34, abzuholen. Eine weitere Reservierung über diese Zeit hinaus kann leider wegen der äußerst regen Nachfrage nach Eintrittskarten nicht erfolgen und werden diese vorgemerkten Karten nach diesem Termin abverkauft. m. Unfallschronik. Der 42jährige Zimmermann Franz Zlater kam mit der rechten Hand in die Zirkularsäge, die ihm den Daumen abtrennte. — Einen ähnlichen Unfall erlitt in Zg. Kungota der 25jäh-rige Knecht, der hiebei drei Finger der linken Hand verlor. — In Sv. .\^artin bei Vurberg fiel die 6jährige Hesitzerstorhter Juliane Sebeder über einen Stiegeflnuf-» ^or öer (Kforganifation öed SeuertoelDrtDefend MINISTER SNOJ ZUM PRÄSIDENTEN DES JUGOSLAWISCHEN WEHRVERBANDES GEWÄHLT. — VOLLKOMMENE AUTONOMIE DER VERBANDE ANGESTREBT. — IM AUGUST GESAMTSTAATLICHER FEUERWEHRKONORESS IN LJUBLJANA. Die grandsätzlichen Streitigkeiten, die im Schosse der Leitung des Feuerwehrverbandes des Königreiches Jugoslawien seit mehr als Jahresfrist herrschten, erscheinen jetzt beigelegt. Der gesamtstaatliche Wehrverband hielt Donnerstag in Beograd eine Sitzung der Leitung ab, an der auch Vertreter des kroatischen Verbandes teilnahmen. Die kroatische:; Feuerwehren verlangen eine völlige Autonomie der Wehrverbände und entsandten seit JuK 1937 keine Vertreter mehr zu den Sitzungen der Zentralleitung, sodaß diese seit Feber v. j. nicht mehr zusammentrat. Die Spannung wurde in der letzten Zeit soweit gemildert, daß die Sitzung der Leitung wieder einberufen werden konnte, da die Kroaten die Zusage gaben, daß sie die Tagung beschicken werden. Der Präses des Wehrverbandes für Slowenien Dr. K o d r e beantragte, den Vertreter des Zagreber Verbandes als der stärksten Wehrorganisation im Staate, Branko Svoboda aus Zagreb, zum Ver bandspräsidenten zu wählen, was jedoch dieser ablehnte. Daraufhin wurde über An- trag des Vertreters des Vardar-Verbandes Bora Popovic Minister a. D. Franz Snoj zum Präsidenten des Jugoslawischen Wehrverbandes gewählt. Hingegen wurde Branko Svoboda (Zagreb) zu seinem Stellvertreter bestellt. Nach der Wahl des übrigen Ausschusses gab der neue Vizepräsident Svoboda eine Erklärung ab, wonach das gegenwärtige Gesetz über das Wehrwesen seinem Zweck nicht entspreche, da seine Entwicidung nur auf der Grundlage einer vollkommenen Autonomie der einzelnen Verbände möglich sei. Die Sitzung billigte seinen Standpunkt, worauf ein Ausschuß eingesetzt wurde, der binnen Monatsfrist den Entwurf eines neuen Feuerwehrgesetzes aus-zurarbeiten hat. Dem Ausschuß gehören ^für Slowenien Dr. Kodre (Ljubljana) ^und Franz Kramberger (Maribor) an. I Ferner wurde der Beschluß gefaßt, vom 113. bis 15. August den gesimtstaatlichen iF e u e r w e h r k 0 n g r e ß in Ljublja-' n a abzuhalten. Samsfag, den 11. Februar 1939. gang und brach sich hiebei das rechte Bein. — Die 15jährige Mittelschülerin Na-da 2olger glitt beim Turnen aus und trug hiebei einen Bruch des linken Unterschenkels davon. — Die Verletzten wurden ins Krankenhaus überführt. m. An( dem Männergesangverein. Heute, Freitag, d. JO. Februar Generalprobe im Saale der »Zadruina gospodarska ban ka«. Beginn pünktlich 20 Uhr. Wir machen hiebei höflichst darauf aufmerksam, daß zur Generalprobe nur die Mitwirkenden Zutritt haben. m. »Zur »Lustigen Nacht in Afrika« in Ptuj, der Elitefascbingsveranstaltung des dortigen Slow. Tennisklubs, wird am Samstag, den 11. d. vom »Putnik« ein Sonderautobus nach Ptuj abgefertigt. Fahrpreis 28 Dinar. Anmeldungen beim »Putnik«. m. Die nächste Grazer Fahrt des »Put- nik« findet Mittwoch, den 15. d. statt. Näheres beim »Putnik«-Reisebüro in der Burg. m. Fahrradmarder. Dem Schuhmachergehilfen Bartholomäus FerguSek kam gestern in der TrzaSka cesta ein Branden-burg-Fahrrad abhanden. Gleichfalls in der TriaSka cesta wurde dem Besitzer Alois MIasek ein Fahrrad gestohlen. — Am RotovSki trg wurde gestern von einem Wachmann ein herrenloses Fahrrad vorgefunden, das offensichtFch von einem Dieb zurückgelassen worden war. Das Rad, dessen Sattel fehlt, kann vom Verlustträger bei der' Polizei abgeholt werden. m. Die Gemeindeverwaltung Studenci teilt mit, daß in ihrem Bereich die letzte Anmeldungfrist für Fahrräder am 19. d. abläuft. Alle jene Personen, die ihre Fahrräder bis zum 4. d. angemeldet haben, können das VerkehrsbOchel bereits beheben, III. Anstatt Schuhe — Steine im Paket. Der Schuhmachernleister Matthias Au-p r i c h in Mezlca sandte per Nachnahme an den Kaufmann Bogdan Bogdanovi(^ in Dvor im Vrbasbanat ein' Paket mit 23 Paaren Schuhe im Werte von 4741 Dinar. Da Bogdanovii die Ware nicht übernahm, wurde sie an den Absender zurückgesandt. Dieser war nicht wenig erstaunt, als er im Pakett nur 16 Paar Schuhe vorfand. Anstatt der 7 fehlenden Paare wurden von jemandem Steine beigelegt, auf welche Weise das Gewicht ausgeglichen wurde. Der Schaden beläuft sich auf 1600 Dinar. in. Offene Stellen, Da« Divisionskom-Hiando in Ljubljana nimmt vier Ingenieure als Vertragsbeamte auf, u. zw. zwei Bauingen'eure für Betonarbeiten, einen Bauingenieur für Straßenarbeiten und einen Elektroingenieur. Einzelhe ten sind im Beograder Amtsblatt vom 8. d. enthalten. * Am Sonntag, den 12. Fet)er um 19 Uhr alle in die Gambrinushalle zum Fvi-i;eurball! 1179 * Einladung zur Hauptversammlung des Hausbesitzervereines für Studenci u. Umgebung, welche am Sonntag, den 12. Feber 1939 um 14 Uhr im Saale des H. Petz in Studcnci stattfindet. 1117 * Pschunder, Sp. Rad van je. Samstag Hausball. 1153 ni. Noch ist es Zeit, sich ein Los für die .norgen, Samstag, den 11. d. beginnende Hauptziehung der staatlichen Klassenlotterie in der ülücksquelle des it'Putnik«: an /uschaffen. Das Glück winkt! ni. Für den Sonderautobus nach Ribni- ca, der Samstag, den 11. d. um 15 Uhr vom Grajski trg abfährt, werden Anmeldungen im Geschäfte Sport-Divjak, Tel. 27-12, entgegengenommen. Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt 35 Dinar. m. Abgängig ist seit mehreren Tagen der Handelsvertreter Stefan H o r v a t. Desgleichen fehlt seit einiger Zeit vom Handelsangestciltcn Ivan S i t a r jede Spur. Etwaige .\ngaben über ihren Aufenthalt mögen der Polizei mitgeteilt werden. ni. Kranzablöse, D'e evangelische Gemeinde hat anläßlich des Ablebens der Frau Immn D e r n i a C zwei Spenden vu je 300 r)inar für Wohlf.ltigkeitszvveCke 1 erh,'Ilten. Herzlichen Dank! 1 Aus fiepte c. Evangelisches. Sonntag, den 12. d. wird um 10 Uhr im Geme'ndesaale ein Gottesdienst stattfinden. Anschließend um 11 Uhr sammelt sich die Schuljugend zum Kindergottesdienst. c. Kino Dom. Bis einschließlich Sonntag der Liebesroman »Drei Kameraden« mit Margaret Sullivan und Robert Taylor. — Ab Montag »Roxy«. Aushui „Xons ouf Orr 3llm" in IS.ui »Tanz auf der Alm« lautete die Losung, mit der der Sportklub Ptuj einen Massenbesuch seiner Veranstaltung am 4. Februar erzielte. Der Einladung waren so viele, jung und alt, gefolgt, daß es schließlich auf dem großen Tanzparkeft, dann in der Bar und natürlich auch !m zugkräftigen »Cafe« ein fröhliches Gedränge gab, das sich im dichtesten Gewühl zu tropischen Wärmegraden verdichtete. Es war ein Fest echt alpenlän-dlschen Frohsinns und ungebundener Ge-mütl'chkeit. Ein buntes, frohes Gewirr zahlreicher schmucker Trachten füllte die Räumlichkaiten des »Vereinshauses«, denen ein behagliches und anheimelndes, dem Sinne der Veranstaltung entsprechendes Aussehen verliehen wurde. Die Schöpfer dieser reizvollen, jeden Besucher entzückenden Ausschmückung w^en die Herren Mediziner Leo W a 11 n e r und Hermann P r e 1 o g, die beide in treuer Zusammenarbeit, unterstützt durch bewährte Mitarbeiter, dem Fest diesen glän zenden Rahmen gaben. Eine Tanzgruppe leitete mit Volks'tän-zen den Abend ein. Diese um ihrer selbst willen betriebene Volkskunstpflege in Ptuj, die, aus dem reichen, unerschöpflichen Born der Volksseele schöpfend, echtes, rein und unverfälscht erhaltenes Volksgut in Gemeinschaft erleben läßt, haben wir Herrn Alfred Schwegle zu danken. Möge der Gedanke, Volkslied und Volkstanz zu pflegen, in allen Kreisen Wurzel fassen! Unter der umsichtigen Leitung des Ver {^nügungsausschusses, insbesondere der Herren Harald Schwab und Ing. C c-1 o 11 i sowie der Frau Dr. S c h os t e-ritsch, entwickelte sich die Veranstaltung bald zu dem, was sie im Leitwort versprach, zu einem fröhlichen und ge-mütl chen »Tanz auf der Alm«, zu dem 'zwei Mus kkapellen und eine Handhar-Imonika unermüdlich spielten. »Lirum! der Boden war spiegelglatt, hell und be- völkert der Saal. Larum!, es tanzte wer Ohren hat und ein gesundes Pedal!« Doch nicht der Walzer allein beherrschte die 'Tanznacht. Auch ein Contretanz durfte natürlich nicht fehlen: die Quadrille. Und selbstverständlich auch die heute modernen Tänze nicht, mit ihrer prickelnden Lebhaftigkeit der Jazz. Und über allem schwebte der Genius loci: die unbefangene Dasc'nslust. Es war Abend, an dem Geld keine große Rolle spielte, weder am ausgzeichneten Büffet, noch im vorzüglichen Cafe. Es war ein Abend, an dem keine ängstliche Schichtung nach Beruf und Stellung stattfand. Der Mensch und was er an Persönlichein der Gesellschaft zubrachte, entschied. Das es voll war, ein Massenbesuch den Ruf des Festes begründete — nicht weniger als 49 Personenkraftwagen aus allen Teilen der ehemaligen Südsteiermark und auch aus Zagreb parkten vor dem »Vereinshause« — ist eingangs schon angedeutet worden. Es klappte alles vorzüglich, dank der gründlichen organisatorischen Vorarbeit. Die vielen Fest gäste haben sich jedenfalls wieder einmal ausgezeichnet unterhalten, vielleicht auch Treffer in der »Schießbude« und reizende Entdeckungen unter der betriebsamen »Kußglocke« gemacht. Es ist Hausse auf der Sportklub-Börse mit steigenden Notierungen für ungezwungene Lebensart, herzhaften Humor, für Freude am Schönen, Lieben (Liaben), Heiteren- »und dergleichen«. Bedarf es bei all' dem noch eines Hinweises, daß namentl'ch der überwiegenden Jugend die Stunden allzu schnell ver flössen, daß man erst sehr »frühe« an den He'mweg dachte und sich beim Abschiednehmen damit tröstete, daß am 18. Februar dem »Tanz auf der Alnu'c in Ptuj ein Maskenfest des deutschen Männergesangvereins in Celje folgt? Helffried P. Scharfen au. Hoäh-pMftOHm Samstag, 11. Februar. Ljubljana: 12 Platten, 18 RO, 19 Nachr., Nationalvortag, 20 Außenpolitik. 20.30 Bunter Abend. — Beograd: 18.15 Platten, 19.30 Nationalvortrag, 20 Lieder. — Beromünster: 18 Filmmus'k. 19.40 Hörspiel. — Wien; 12 Konzert, 16 Wunschkonzert, 17.50 Volkslieder, 18.35 Vortrag, 20.10 Bunter Abend. — Berlin; 18 Konzert, 19 Platten, 20.10 Tanzabend. Leipz'g: 18.15 Platten, 19 Konzert, 20.10 Bunter Abend. — München: 18.10 Klingende Reigen, 19 Vortrag, 20.10 Fa-8chini;snbend. — Budapest: 18.30 RO, 19.20 Hürsp'el, 21 Tan?. - London: 19.30 Konzert, 21 Bunter Abend. Mailand: 19.20 Konzert, 21 »Tosca«, Oper »Mariborer Zeitung« Nummer 34. Hiatikut Iheokt Freitag, 10. Feber um 20 Uhr: »Die Knechte«. Gastspiel des Ljubljanaer Schauspielhauses. Außerhalb des Aho" nements. Gamstag, 11. Feber um 20 Uhr: »Auto-melody«. Ab. B. Sonntag, den 12. Februar um 15 Uhr: »Matura«. — Um 20 Uhr; »Alles zum Scherz«. SBolf^uniöerfitöt Montag, 13. d. spricht Dr. Grga N o-V a k aus Zagreb über »Herculanum ' Pompeji«. TjOH-HiM Esplanada-Tonkino. Der herrliche Alpen f.lm »Gewitter im Mai« mit Hansi Knotek, Viktor Staal und Hans Richter in den Hauptrollen. Der Inhalt dieses Prachtwerkes ist der gleichnamigen Novelle von Ludwig Ganghofer entnommen und zeigt nebst wunderschönen Alpenbildern aus Bayern eine packende Handlung und ausgezeichnetes Spiel im Rahmen eines Volksstückes. Es ist eine bekannte Tatsache, daß gerade Ganghofers Werke in ihrer Verfilmung glänzend getroffen sind, weshalb auch dieses Werk für unsere Kinobesucher ein besonderes Ereignis darstellt. Für eine großartige Un terhaltung bürgt die mustergültige Regie und die gelungene Zusammenstellung der Künstler. Dieser Film erzielte überall einen durchschlagenden Erfolg, weshalb e: ne Vormerkung und Reservierung der Plätze empfohlen wird. Burg-Tonkino. Premiere des groüen Sensationsfilms »Fahrendes Volk«. Ein bewegter Zirkusfilm mit Hans Albers^ Kamilla Horn, Hannes Stelzer und Irene V. Meyendorff in den Hautprollen. Da-» Zelt mit Personal, Tieren und Inventar wurde vom Zirkus Barley gestellt. empfiehlt sich, angesichts des Massenbesuches, der zu erwarten ist, die Karten im Vorverkauf zu lösen. — In Vorbereitung der neueste Franziska-Gaal-FÜnr »Buckanier«. Union-Tonkino. Bis einschließlich Mor tag »Die Teufelskerle«, ein hervorragender Seemannsfilm mit Dolores del Rio ii. R.chard Dix in den Hauptrollen. In ein" packende Handlung sind glänzende Leistungen waghalsiger Taucher, bunte Hafenbilder, Tanz, Kabarett, Leidenschaft IJebe und Haß verflochten. Alles in allem bildet der Film eine Sensation erster Güte und fesselt den Besucher vom eisten Bilde angefangen. Der Film ist tech nisch und künstlerisch ein Schlager und wurde in der ganzen Welt als eine Prachtleistung angesehen und mit einem Massenbesuch belohnt. Als Beiprogramm ein farbiger Mickey-Maus-Film. Tonkino Pobreije. Am Samstag, den 11. und Sonntag, den 12. d. der Filmschlager »Der blaue Diamant«. Ueberaus spannend. 1183 3I»otf!eTennQ^t6!en'i Bis Freitag, den 10. d. M. versehen die Mariahilf-Apotheke (Mag. Pharm. König) in der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21-79, und die St. Antonius-Apotheke (Mag. Pharm. Albaneze) in der Frankopanova ulica 18, Tel. 27-01, den Nachtdienst . von Puccini. — Paris; 20 Hörspiel, 20.3(1 Simphoniekonzert. — Prag: 18.45 Plat-» ten, 20.45 Harmonikakonzert, 21.10 Karnevalskonzert, — Rom; 19.20 Platten, 21 Oper aus Mailand. — Sofia: 10 Man-dolinenmusik, 10.30 Gesang, Beethoven-Abend. Mehr essen — mehr arbeiten. Eine neuartige Methode zur Leistungssteigerung ihrer Angestellten wird von einer großen Fabrik in Philadelphia angewandt. Die Arbeiter sind verpflichtet» täglicn Hinf Mahlzeiten einzunehmen. Dreimal *ni Tage wird in der Fabrik ge-» gesscH Die Leiter der Fabrik versprecheit sich von diesen zusätzlichen Mahlzeilcrt eine erhebliche Leistungssteigerung ihre? Arbeiter und An^^ostellten. »Marlborer Zeitung« Nummer 34. Samstiip;, den 11. Februar 1939. Sport 0taatömrift(r(d&cift (er !Hinafämpffi Veranstaltung Banus Dr. Natlafen einen schönen Preis gestiftet, w.ihrend die zweitplacierte Mannsctiaft mit dem Preis des Mariborer Unterverbandes bedach? wird. »MARATHON« BEHÄLT ÜBER DEN »ACKER-SPORTKLUB MIT OBERHAND. ~ REVANCHE BIS ZUM 19. d. FÄLLIG, 13:8 DIE Im dicht besetzten Saal der -«»Zadruzna iJospoUarska banka<' wurden gestern Jibcnds die ersten Kämpfe um die Staais-nieisterschaft im klassischen Ringkampf von den Hquipen des SSK. Marathon und des Bä:ker-Sportklubs bestritten. Inspfcsamt kamen vier Kämpfe zur Entscheidunfj, denen noch ein fünfter außer Konkurrenz folgte. Im Leichtgewicht rang K o z i c (Bäcker-Sportklub) den un-routinierten R o b 1 c (Marathon) in dL'r 29. Minute nieder, lünen anregenden Kampf lieferten Franz V e r b o s t (M.) und J a z b i n e k (B,) im Weltergewicht, den der tüchtige >)Marathnn4f-Ver-treter Verbo.st bereits in der viertel Minute zu seinem Gunsten entschied. Fischer (B.) überwältigte dank '■einer besseren Technik den vielleicht sonst stärkeren Oresnik (M.) nach Punkten. Einen glatten Touchesieg landete der alte Kämpe P i r c h e r (B.jt gegen Fritz Verbogt (M.), den er bereits in der dritten Minute bravourös auf die Schulter zwang. Im Bantam, Feder- und Mittelgewicht I stellte der Bäcker-Sportklub keine Gegner, sodaß »Marathon« 9 Punkte kampflos zufielen. Das Endresultat lautet somit 13:8 für »Marathon«. Anschließend folgte ein Exhibitionskampf zwischen D o Ii n-.s e k (M.) und R e z m a n (B.), den der Icichtere DolinSek in der 14. Minute gewann. Vor Beginn der Kämpfe hielt der Obmann des SSK. Marathon Ing. L a h eine Begrüßungsansprache. In der Jury wirken außer Ing. L a h noch Dr. W a n k-in ü 11 c r, K r u s i c und I p a v e c mit, v;ährend K e rb i C als Schiedsrichter sowie V i d i c und K r a m b e r g e r als Seitenrichter fungierten. Der Revanchekamn' 1 muß laut .'Xusschfeibung bis zum 10. d. 'unter Dach gebracht werden. X>roiei:-£äu-er am @iart Sonntag, den 12. d. geht der großartige Bachernlnuf. der sogenan>nte Orozeii-I-aiif, zum siebenten Malt; vor sich. Von Jahr zu Jahr erfreut s'ch diese Bachern-übcrquerung eines ^jrößeren Zuspruchs, so daß man nuch heuer mit einem neuen Nennunf^srokord rechnen darf. Der Starv erfolgt um 6 Uhr murgens von der >\Via-riborska koi^a^v. Die Teilnehmer haben sich bis zur Abfahrt des Abendzuges in Vu?tn'ca e'nzut'nden. Im vSenjorjev donK wird eine Kontrollstelle eingerichtet sein. Für die Teilnehmer wVrd ein Sondei'üutobns am Samstag um 17 Uhr vom Haupiplatz zur ^-Maribors^ka kocn<' fahren. Fahrpreis 20 D'nar. Die Anmeldung möge rechtzeitig dem Verkehrsbüro am Hauptplatz bekanntgegeben werden. An diesem cmmargen Lauf möge sich jeder beteiligen, der Anschluß an unsere Sk^folirerzunft finden will! 3nlfrnQ«ona!s« (•rofvomm Oe«t ©o?ol Der Sokol des Königreiches Jugoslawien wird sich heuer an einer Reihe von internationalen gymnastischen Konkurrenzen beteiligen, die als Vorbereitung für die Olympischen Spiele dienen sollen. Am 28. und 29. Mai I. J. treten die besten ju-go'Mawischen Sokolturner in Paris gegen ilie Nationalriege von Frankreich an. Das Programm sieht die Kampffolge der Olympischen Spiele 1940 vor. Mit besonderem Nachdruck werden auch die Vorbereitungen für die alislawischen Soko!-meisterschciften in Warschau getroffen, an ..IZJ'^ajegegsi" Uamtti Hiata$esä$Ukte Von Christoph Walter D r e y. Die Sonne hatte geraume Zeit gebraucht, bis sie das Eis bezwungen hatte. Auf den schwarzen Kähnen, die beim Eintritt des Frostes den Hafen aufgesucht hatten, wurde es lebendig. Die Leute rüsteten für den Tag, an weichem sie den zum Ufer fülirenden Laufsteg einziehen und die! FjAlirt wieder aufnehmen konnten. | Von nichts anderem unterhielt man sich in der Wirtschaft »Zum goldenen Anker«.' »Iis wird bald leer bei unserer schönen Frau Anna werden .vjutioo des Oherkrainer Unterverbander ' ommt am 11. und 12. d. am »Crni vrh Herau8fordening8run> de sowie das Zwischenzonenflnale werden dennoch in Philadelphia zur .Austragung kommen. :' Hella Kovahl an der Riviera. Jugoslawiens langjährige Tennismeisterin beteiligt sich mit viel Erfolg an den Tennisturnieren an der französischen Riviera. Nach einem Sieg über die Engländerin G 1 0 V e r wurde siie allerdings von der französischen Meisterin M a t h i e u mit 6:0, 6:2 geschlagen. Im Mixed double hol te sie sich mit dem Iren R o g e r s als Partner den zweiten Platz, desgleichen 'im Damendoppel mit der Ungarin S o- m o g y i. Gestern re .ucii Flo-"■lan.und Urago Mitic an die i^iviera. In den nächsten Tagen folgen dann noch /unöec und Pallada. : Jugoslawiens Paartaufmeisterschaft in Ljubijana. halls es die NVitt'.'rungsverhält-nisse gestatten, werden am knmnv nden Samstag und Sonntag hier die Staaismei-sterschaften im Eiskunstläufen für Pan.re ausgetragen. : Keine Trainingsspiele der jugo^lawi-.chen l^nderelf. Wie gemeldet, hat es ''agreb abgelehnt, für die am SauT-tn;:' u. ionntag vom JNS in Boograd vorgesehenen Trainmgsspiele der LänJereit geq:en die Budapester Hungnria Spieic: zu er.t-.enden. Der JNS hat die Stellungnahme der Zagreber Vereine richtig crfaiSt und die beiden schon vorgesehenen Trainings spiele abgesagt. An Stelle der (.änder-mannschaft wird am Samstag ' {ii-iosla-vija«:, am Sonntag der BSK gegen die ungarischen Fußballer spielen. AusoUetWeä 'iWaiWPTrr.- ilnter.rtfaflb — tin neuer (iü'Pori Paris (ATP). Der Kapitän Le Prieur .,;it jetzt in Cannes eine Ausrüstung für Unterseejäger geschaffen, die sicher jn den snobistischen Kreisen der Cote d' Azur erhebliches Aufsehen erregen wird. Es handelt sich um ein sehr leichtes Kostüm, zu dem eine Kautschukmaske gehört, die durch Gummlröhren mit emem Preßl'uftzylinoer verbunden ist. Dieser Zylinder enthält genügend Luft, um dem Taucher zu gestatten, zwanzig Minuten unter Wasser zu bleiben. Der Unterseejäger wird außerdem mit einem Preßluftkarabiner versehen, aus dem er kleine Harpunen abschießen kann. Die armen Fische werden also in Zukunft selbst in den Tiefen des Meeres ihres Lebens nicht mehr sicher sein. Ganze Jagdgesellschaften wer den auf dem Grund des Ozeans abgehalten werden. Und die oberen Zehntausend werden bald kein vornehmeres Vergnügen mehr kennen, als auf die Tauchpirsch zu gehen. Nur schade, daß sie keine Meute mitnehmen können und keine Hüfthör-ner, mit denen unter Wasser »Halalai«! trompetet wirdl Die Fingerabdrücke der Polizei. Der Pollze chef der Grafschaft Essex (England) ordnete dieser Tage an, daß von sämtlichen ihm unterstellten Polizeibeamten Fingerabdrücke genommen werden sollten. Diese Maßnahme wurde deshalb getroffen, weil bei der Untersuchung von Verbrechen oftmals d'e Fm-gerabdrücke der Polizeibeamten mit denen der Täter verwechselt wurden, woraus sich Schwierigkeiten und Verwirrungen ergaben. Einige Polizeibeamte weigerten sich, dem Befehl ihres Chefs nachzukommen. Sie erklärten, sie seien »freie und ordentliche Bürger« und hätten somit wie jeder andere Bürger das Recht, die Abnahme von Fingerabdrücken zu verweigern. derer Gast, »wird wohl wieder ein Herr| Wirt hier das Regiment haben. Bin bloß neugierig, was für einen Feinen Frau An-1 na sich aussucht?« »Wir wollen aufhören!« Der Blonde stülpte den Würfelbecher um. »Ich bezahle noch eine Runde!« Er trat damit an den Schanktisch und raunte der Wirtin etwas zu. Sie tat, als verstünde sie nicht und gab ihm auf sein Geldstück heraus. Sein Gesicht war dunkelrot, als er an einen Platz zurückkehrte. »Nun das Geschäft!« begann er ,als man angestoßen und getrunken hatte. »Ich lasse zweihundert Mark ab, Steinitz, wenn du dich rasch entschließt. So billig kriegst du nie wieder einen so schönen großen Kahn. Habe ich recht, Nickels?« »Billig ist er«, bestätigte der Dritte. »Aber warum willst du verkaufen, Zabel?« fragte Stienitz. »Weil ich am Lande was unternehmen v/ill.« <.'lch muß mir ihn aber erst ansehen!« »Kannst du gleich!« Er rühmte nochmals die Güte des Fahrzeuges, bis Nikkeis ihn unterbrach: "-^Ist auch deine Frau L'inverLtanden?« »Meme F.rau? Hat.die mitzuredcnTs^, »Hm — weil doch dein Schwiegervater ...« »Der'Kahn „Luise" ist mein. Ich schulde keinem Rechenschaft!« Zabel hatte laut gesprochen. Die Wirtin nickte beifällig. Sic hatte ihm wohl kein tatkräftiges Handeln mehr zugetraut? Die Besichtigung des Kahnes verlief nach Wunsch, obgleich die Begegnung mit der jungen Frau Zabel störend wirkte. Dann begab man sich wieder in den »Goldenen Anker«. Die Uhr zeigte Mitternacht, als Zabel auf seinen Kahn heimkehrte, der morgen in das Eigentum eines anderen übergehen sollte. Die Frau saß noch bei einer Näharbeit. »Warum schläfst du noch nicht?« fragte er unfreundlich. »Ich hatte zu tun!« »Meinst du, ich sähe nicht, wie du mich belauerst?« »Du irrst dich,« erwiderte sie traurig. »Ich bin daran gewöhnt, daß du deine eigenen Wege gehst. Allerdings hätte ich wohl ein Recht, dich zu fragen: was wollten die Männer, mit denen du heute hie warst?« »Das kannst du erfahren! Die Zille ist so gut'wie verkatrtt.f »Und warum?« Ihr Atem ging schwer. »Weil ich vom Schifferleben genug habe!« »Hat sie dich dazu überredet? Sie .. .?< »Was soll das?« Er lachte gezwungen. »Von wem schwatzt du? Du läßt dich gegen mich aufhetzen. Wenn es soweit [gekommen ist, warum hälst du noch bei mir aus?« »Willst du, daß ich gehe?« Seine Haltung wurde drohend. »Ja, -geh — geh!« »Gut, ich werde dir nicht länger zuj Last fallen ...« . Konrad Zabel schlief in dieser Nach\ unruhig. Ihm träumte: Das Wasser stieg höher und höher und er stand in der '''ut und konnte sich nicht von der Stelle rühren. Er hörte draußen den Wind pfeifen und ein Scharren und Schlarien an d"r Bordwand. Durch das schmale Fensterchen schien der helle Tag. Wieder vernahm er das Geräusch. Etwas Hartes srhhig gegen dif" f'^nrdwand. Er sah hinaus. Das Eis trieb! Ein warmer, regnerischer Südwest hatte ihm -ier Pest gegeben. Der Fluß war mit 'reibenden Schollen bedeckt. Notdürftig angekleidet, stolperte br an Deck. Samsfag, den t1. Februar mo. 7 »Marffiorer ZeTfungc Ifummer M.» IHfittsdiüiiiidiA ^unds^au Ttfitff^lao an Oen Siörfen DIE GESPANNTE WELTPOLITISCHE LAOE ALS STÖRENFRIED Bei dem bemerkenswerten Schwache-/infall, dem die Weltbörsen in der vergangenen Woche ausgesetzt waren, haben politische Besorgnisse zweifellos ^>ine große Rolle gespielt; an einzelnen Plätzen, besonders in Amsterdam, mö-^en sie sogar das ausschlaggebende Baissenmotiv gewesen sein. Schon seit Anfang des Jahres überwog im Ausland das auch durch manche amtlichen Äußerungen genährte Empfinden, daß eine neue außenpolitische Kri-sis erster Ordnung heraufziehe. Der rasche Fortschritt der Franco-Offensive und die Verschärfung des französischitalienischen Gegensatzes schienen geeig net, die Entwicklung zu beschleunigen, so daß eine Lage entstand, in der auch die gewagtesten Kombinationen und die unbestimmtesten Gerfichte Beachtung fanden. Die allmählich sich durchsetzende Erkenntnis, daß die Spanien-Frage mcht zu einem allgemeinen Konflikt zu führen braucht, und der günstige Eindruck der Hitler-Rede haben inzwischen eine gewisse Kurskorrektur ermöglicht, aber im allgemeinen haben die Notierungen ihren Ausgangsstand nicht entfernt wieder erreicht und es besteht wenig Aussicht, daß dies in kurzer Zeit der Fall sein wird. Denn in der Regel waren die außenpolitischen Besorgnisse nur der akute Anlaß, der es der Spekulation ermöglichte, ein Kursniveau zu erschOt-tern, das den allgemeinen Wirtschaftsbedingungen nicht mehr entsprach. Sowohl in England wie in den Vereinigten Staaten begann sich bereits seit den letzten Wochen des vergangenen Jahres die Erkenntnis durchzusetzen, daß die Wirtschaftsbelebung, die etwa seit dem FrOhsommer 1938 datierte, zum Stocken gekommen sei. Die Warenpreise waren ohnedies von dieser Belebung der Nachfrage, die wohl großenteils einer Auffüllung der Lager dienen mochte, kaum erfaßt worden, und ebensowenig war eine nennenswerte Erweiterung der privaten Investitionstätigkeit festzustellen gewesen. So bereitet man sich in USA auf eine Periode der Geschäftsstille, in England auf einen beschleunigten Rückschlag der Geschäftstätigkeit vor, und diese psychologische Umstellung reicht wöhl aus, eine Herabsetzung der Aktienkurse um mehrere Prozent zu erklären. In England kommen noch hinzu die durchaus nicht unberechtigten Besorgnisse wegen der zu erwartenden Steuererhöhungen und der unumgänglichen Belastung des Kapital- marktes mit neuen RUstungsanteihen. Die Bemühungen Englands, den heimischen Kapitalmarkt für diese Belastungsprobe vorzubereiten, wirkten insofern auf New York zurück, als englische Besitzer amerikanischer Wertpapiere unter dem Druck der Finan^häuser, die vor Kreditkündigungen nicht zurückschreckten, einen gewissen Teil ihrer Bestände in New York realisiert haben sollen. Daß schließlich der außenpolitische Faktor ohne große Hindernisse in Frankreich eine verstärkte Börsenabsch wä-c h u n g bewirken konnte, wird ohne weiteres verständlich, wenn man berücksichtigt, daß die allgemeine wirtschaft-lich-finanzielle Entwicklung schon seit Wochen erheblich ungünstiger verlaufen ist, als manche im ersten Monat nach den Notverordnungen erwarteten. Bei etwas zuversichtlicherer Beurteilung der weiteren Wirtschaftsentwick-lung würden jene außenpolitischen Momente hier wie m anderen Ländern kaum imstande gewesen sein, die Effektenmärkte nennenswert zu tangieren. Die Konjunktur steht an sich auf schwachen Füßen. Die »böse Politik« ist bloß ein Argument mehr des angriffshistigen Baissiers. 3l0rtrii6rrid5t» L j u b 1 j a n a, 9. d. Devisen; Berlin 1763.62 biß 1781.38, Zürich 995 bis 1005, London 205.25 bis 208.55, Newyork 4364.25 bis 4464.25, Paris 115.77 bis 118.07, Prag >90.75 bis 152.25; deutsche Clearingschecks 13.80, engl. Pfund 238, im freien Verkehr 258. Zagreb, 9. Februar. $ t a a t s w e r t e: 2%% Kriegsschaden 470—472, 4% Agrar 60.50—61.50, 4% Nordagrar 60—6i, 6% Begluk 89iK>—0, 6% dalmatinische Agrar 89.25—90, 7% Stabllisationsanleihe 98— 99, 7% Investitionsanleihe 99—100.50, 1% Seligman 101—0, 7% Blair 93.50—94, 8% Blair 100—101; Agrarbank 225—0, Nationalbank 7750—0, Ttumfinfm plant Otn Oer tKtroInimlrituiiflcii Bukarest. Ein Artikel der t^Tlmes« Uber ein Röhrenleitungsprojekt von Rumä nien nach Preßburg für die Ausfuhr von Rchöl nach Mitteleuropa hat hier ziemliche Beachtung gefunden. Das Journal de Gcneve« schreibt über das Projekt einer Röhrenleitung nach Fiume. Der »Courrier du Petrole« in Paris präzisierte diese Information dahingehend, daß ein Röhren- leitungsprojekt von Prahov.! nach riume Gegenstand von Unterhandlungen zwischen einer Gruppe italienischer und einer Gruppe rumänischer Industrieller sei. Gleichzeitig sollten dann Raffinerunu;>^an-lagen in Fiume od. Triest eingerichtet wer den. Wie weit diese Pläne verwirklicht weraen, läßt sich bisher kaum vot aussagen. Fest steht nur, daß die rumäintschen Petroleumindustriellen stets für eine Erweiterung des rumäinischcn Röhrenleitungsnetz. eingetreten sind. Dabei wurden vor allem ein Ausbau des »taatlicnen Röhrennetzes und die Anlage von Leitungen für den Transport von Benzin und von Gasöl gefordert. Zur Zeit bestehen nur Lei tungen für Rohöl zwischen Baicoi und Giurgiu und Baicoi und Bekarest sowie eine Leitung für Brennöl zwischen Campina und Constanza. Von einer weiteren F**troieumleitung, die mit Hüfe von fran-zOt ischem Kapital auf dem Industriegebiet nach Constanza geführt werden sollte, war in letzter Zeit häufig iie Rf^de, Da gegen bilden die eingangs erwähnten Plä nj, für die Petroleumausfuhr Röhr'^nleltun geil anzulegen, etwas ganz N 2ues. Es gibt weite Kreise in der. rum.tnischen Peiro-leiimindustrie, die die Oonauvers.":niffun-gen von Petroleum als durchaus genügend bezeichnen. Nach dem Kriege hat der Petroleumtransport über die Donau an Bedeutung gewonnen. Während vor dem Kriege nur etwa 3 Prozi^nt der i-^e-troleumausfuhr Rumäniens über die Do^ nau gingen, sind es jetzt rund 17 Prozent. Di? neuen Petroleumleitungen hJitlen den Zweck, die Petroleumausfuhr nach Ungarn, der Tschechoslowakei, Deut^ch'and und Italien zu erleichtern, da d'e Verschiffungen durch das Eiserne Tor einige Schwierigkelten bieten. X Die Ta^fung der Handels- und Indu-sirlekammem in Beograd, die drei Tage gedauert hatte, Svurde Donnerstag abends geschlossen. Es wurde eine Reihe von ak tuelhn Fragen In Erörterung gezogen, dar unter Steuerangelegenheiten, besonders die Erwerbssteüer, ferner die Stabilisierung des Markkurses, die Kreditpolitik der Geldinstitute usw. Am 21. d. wird die Kon ferenz in Novi Sad fortgesetzt werden, da noch eine Reihe von Problemen zu bereinigen ist, und wird auch die definitive Stellungnahme zum neuen Zollgesetz präzisiert werden. Die Leitung der Konferenz erschien beim neuen Handelsminister T o-m i i, beim Gouverneur der Nationalbank Dr. R a d 0 s a v I j e V i c und beim Vorstand der Steuerabteilung des Finanzministeriums Dr. Sladekovid. X Die Handelsvertragsverhandlungen mit Frankreich sind beendet und wird das Abkommen Freitag oder Samstag unter zeichnet werden. Die Besprechungen fanden in Paris statt und dauerten mehr als drei Wochen. j>Luise!« Es war ein heiserer, ängstli-ciier Schrei. Er lief über die Flanken bis zur Spitze des Fahrzeuges. Zwischen zwei Holzleisten hatte sich ein blaues Tuch geklemmt. Zabel hob es auf. Das hatte sie oft getragen. Er trat an den Schiffsrand, blickte hinüber. Die Eisschollen schoben sich überein ander. Das schwarze Wasser! »Hailoh, Zabel, was ist los?« kam ein Anruf von einem der Kähne, als er mit dem Bootsiiaken das Wasser absuchte. Bald wußten es alle — Luise Zabel war verschwunden... Die Zillen verließen den Liegeplatz. — Manche gingen mit der Strömung abwärts, manche ließen sich flußaufwärts schleppen. Zabel fuhr als einer der lefzten ^b. Der s-GoIdene Anker« hatte ihn nicht wiedergesehen und von dem Verkauf des Fahrzeuges war zwischen ihm und Stie-nitz nicht mehr die Rede gewesen. An Luises Vater hatte er geschrieben, wahrheits-Rütreu und ohne Beschönigung seines Ver haltens berichtet und angefragt, ob Luise bei ihm sei. Eine Antwort war ihm bis zur Allfahrt nicht zuGteganpen. Am zweiten Tage abends erreichte er die Sclileuse, nn der sein Schwiegervater seit vielen Jahren da« Wärteramt verwaltete. »Ist Luise bei dir?« schrie er schon von weitem und lauschte in banger Erwartung. »Durchfahrt frei!« scholl es rauh zurück. »Ist Sie bei dir?« Fahr zu!« Zabel achtete nicht darauf. Mit einem verzweifelten Sprung setzte er vom Deck auf die Böschung hinüber. Die Füsse fanden Boden, aber die Hände suchten auf der kahlen Sandschüttung vergeblich nach einem Halt. Er taumelte rückwärtig. Untern ein Krachen und Splittem, als im harten FaU ein Körper auf das treibende Eis schlug. Wochenlang lag im Schleusengehöft ein Mann krank darnieder. Als er wieder ins Freie konnte, war das Wasser eisfrei. Die Sträucher im Garten trieben Knospen über Knospen. Eine linzlich milde lebenweckende Luft wurde. Er legte den Arm um seine Pflegerin. »Luise, dort ist unser Kahn. Wirst du wieder mit mir kommen?« »Ich gehöre zu dir,« sagte sie einfach. »Wir beglnfl€fn eine neue Fahrt.« X Die Postsparkasse wies Ende Jänner an Spareinlagen 1323.5 Millionen Dinar gegenüber 1288.6 Millionen vor einem Jahr auf. Binnen Monatsfrist stieg die Summe um 38.8 Millionen Dinar an. Von Dezember auf Jänner erhöhte sich die Scheckeinlage um 39 auf 1776 Millionsii Dinar, gingen jedoch Innerhalb eines Jahres um 70 Millionen zurück. Der Umsatz war im Vormonat größer und belief sich auf 7734 gegen 6813 Millionen Dinar vor einem Jahr. X Die WIrtschaftsverhandlangen mit Deutschland haben dieser Tage in Berlin begonnen. Hauptsächlich handelt es sich um die neuerliche Festsetzung des Markkurses, der bekanntlich vor Monatsfrist durch die Aufgabe der Interventionen an den jugoslawischen Börsen seitens der Nationalbank gesenkt worden ist. Die Sta bilisierung der Markt Ist im beiderseitigen Interesse gelegen. ^ »Das Haus gefällt mir so weit ganz gut«, sagt der Reflektant zum Maurer. »Was mich stört, ist nur der Umstand, daß es so dicht bei der häßlichen Fabrik steht.« »Ach, das ist aber nicht so wichtig; das ist eine Pulverfabrik, die fliegt doch heute oder morgen in die Luftf« Der WettkaiBpf ElMcases—Bogoljiibow. Die in Mannheim ausgetragene achtzehnte Partie (ein Damengambit) wurde von Eliskases orthodox verteidigt. Bogo-IjHbow vermied die übliche Abwicklung dieser Variante, die in der Regel zum Un entschieden führt, und gab so dem deutschen Meister Gelegenheit, die Initiative an sich zu reißen. Eliskases kam durch ein Bauernopfer zu starltem Königsan-griff und hatte bei Abbruch eine sehr günstige Stellung erreicht. Punktstand: Eliskases 9, Bogoljubow 7 und zwei Hän gepartien, die am Donnerstag in Mannheim beendet werden sollen. -f- Gabriele Reuter 80 Jahre alt. Am 8. Feber feierte Gabriele R e u t e r in ihrem Weimarer Heim Ihren 80. Geburtstag. Sie fand frühzeitig ihre Eigenart, zu künden, was Frauen und Mädchen schwei gend leiden, zu offenbaren, wie die Toch ter aus den bürgerlichen Kreisen Im späten 19. Jahrhundert ein Opfer wird der Chimäre des guten Tons und des unantastbaren Rufes. Die Wirkung ihres ersten bedeutenden Romans »Aus guter Familie« war ungeheuer, ihr Erinnerungs buch »Vom Kinde zum Menschen« gibt tiefen Einblick in die Entwicklung der Dichterin. Von der ungebrochenen Schaf fenkraft der Achtzigjährigen zeugt ein Werk, das Gabriele Reuter vor kaum zwei Jahren erscheinen ließ; der Familienroman »Grüne Ranken um alte Bilder«, in dem sie die Geschichte ihrer mtit terlichen Vorfahren erzählt und ein reiches Zeit- und Kulturbild gibt. + Carl Orffs Oper »Der Monde kam In der Münchener Staatsoper zur Uraufführung. Das Werk gründete sich stofflich auf ein Märchen der Brüder Grimm; es handelt von vier Männern, die «len Mond verkaufen wollen. Die Handlung spielt teils im Himmel, teils auf der Erde, teih in der Unterwelt. Als Hauptperson fungiert ein Erzähler, der von einer Art Kanzel aus die Vorgänge kommentiert und beschreibt. Orff, von dein die textliche Fassung stammt, hat eine Art Synthese v. Oper, Kontate, Lehrstück und Oratoriaiu angestrebt, ein Versuch, bei f'.wMn man an Vorbilder bei Strawinsky, Milhaud-Clau-del und Wagner-Regeny erinnert wird. Vom Erhabenen bis zum baynsch-derben Humor werden viele Stimmungskreise berührt. Musikalisch geht Orff auch hier wieder die Wege, die ihn zu einem Spezialisten in der Phalanx der jüngeren deut sehen Musikreformer gemacht haben. Wie in aen »Carmina Burana« hält sich die Melodik an volkstümliche Must-^r, bleibt die Harmonik auf einfachät2 Formein beschränkt. Alle Differenzierungen legt (Mf ins Gebiet des Rhythmus. Sein Orciicstcr arbeitet mit einer riesigen Schlagzeug-gtuppe, die fünf Kesselpauken, vielerlei Trommeln, Tamburin, Triangel, Xylophon, Cymbal, verschiedene Tamtams, R.'tsche, Rute, Schellen, Kastagnetten, Glocken, Gläser, Metallophon verwendet und außerdem die Farbenpalerie des Symphonieorchesters noch durch Klav-cr, Har monium, Orgel, Celesta, Harfe, Ziehharmonika und Zither bereichert. Die Aufführung unter Clemens Krauß hinterließ starke Eindrücke. Rudolf Hartmannn arbeitete mit einer horinzontal dreifach geteilten Bühne. Aus dem Ensemble ragten Julius Patzak und Paul Ben.1er hen'or. Russisch - mandschurischer Grenzzwischenfall, L ü n d o 11, 9. Februar. An der mandschurischen Grenze ereignete sich gestern ein neuer Zwischenfall. Eine russische Grenzwachabteilung stieß mit mandschuri sehen Truppen zusammen. Es wurde ein Feuer eröffnet, wobei es auf beiden Seiten Tote und Verwundete gab. »Magyarka« — ein neuer ungarischer Tanz. Budapest, 9. Feber. Auf»dem in der Ofener Redoute abgehaltenem Ball wurde ein neuer ungarischer Tanz, der »Magy-arka«, unter beispielloser Begeisterung der Rnllteilnehmer vorgeführt. Der neue Tanz, eine Abart des Czardas, wird zu zweit getanzt. »Marffwrer Zelfung« Nummer 34. Samstag, den tl. Febru»f 1939. fftffilfflTffciM b. Planfaiski ve>tn)k. Organ des Slow. Alpenvereines. Erscheint monatHch. Nr. 1 und 2 für das Jahr 1939. Mtt prachtvollen Abbildungen aus der Bergwelt, Beiträge aus der Feder anerkannter Bergsteiger. Jahresabonnement 50, für das Ausland 80 Dinar. b. WirtschaftNlienst. Wochenschrift für Welthandel und Weitwiftschaft. Herausgegeben vom Hamburgischen Welt-wirtschaftsarchiv. Nr. 5. Preis pro Nummer 1 RM. b. Die Literatur. Monatsschrift für Literaturfreunde. Das literarische Echo. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. Jännerheft. Preis pro Einzelheft 2 RM. Aus dem Inhalt der vorHegenden Nummer: Zeitlupe; Friedrich Griese: Landschaft als Wirklichkeil:; Hellmut Schlied: Danubi-sche Konflikte; Hans Achim Ploetz: Ju-g€ndschr"ft?n: EHsabetli Dir»;e: FHedHch Griese; \V. E. SUskind: Neue Wege des Romans, usw. Besprechungen von etwa 100 neuen Büchern. b. N. S. Funk. Illustrferte Wochenschrift für Radiowesen und Familie. Nr. 6 Preis pro Nummer 20 Pfg. Mit ein^m aus führlichen Programm der europäischen Sender. b. Das Werk. Monatsschrift der Ver-oinigten Stahlwerke AG, Düssetdorf. Jännernummer. Auch d^ese Nummer bringt wieder eine Reihe von aktuellen Beiträgen aus dem Gebiete der Techni-k. Mit schönen Abbildungen. b Hinter den KuliMen der Sowjetpropaganda. Erlebnisse einer Sowjetdol-metscherin. Ton Tamara Solonewitsch. Dritte Auflage. Essener Verlagsanstalt. Die Autorin war viele Jahre Im Dienst der sowjetrussischen Propaganda als Dolmetscherin bei Auslandsdelegationen, die sich von den Segnungen des Bolschewismus selbst überzeugen konnte, tätig. In diesem Buch macht sie aufsehen erregende Enthüllungen über die Methoden der kommunistischen Propaganda, ihre Organisationen, ihre Hintermänner und Drahtzieher, die sie während der Dauer ihrer Dolmetschertätigkeit sattsam kennenzulernen Gelegenheit hatte. Sie gibt ein eindruckvolles Bild davon, wie die ausländischen Delegierten, die vor allem aus England und Frankreich, aber auch aus Amerika und Australien kamen, bewußt hinters Licht geführt wurden, wie man sie skrupellos belog und »Poteinkinische Dörfer« sehen ließ. Was sie damals nicht sagen durfte, spricht sie hier aus. Die Autorin wurdt bekanntlich vor einem Jahr In Sofia von Bolschewiken erschossen. b Qesctienke von Kindern. Von Carola Habick und Lore Heller. 6. Auflage. Mit 41 Abbildun-gen und 11 Tafeln. 36 Seiten. Oktav. RM 1.50. (Kleine Beschäftigungsbücher für Ki-nderstube und KiiWir garten. Hrsg. von LilH Droescher. Heft 4). Verlag von B. G. Teubner, Leipzig u. Berlin. Jeder, der weiß, wieviel Freude es den Kindern macht zu schenken, welche Bedeutung die selbst gefertigten kleinen Gaben zu Weihnachten und zu Geburtstagen Im Kmderleben einnehmen, der wird glücklich sein über einen praktischen Helfer zur Auswahl und Herstellung schöner, erfreulicher und brauchbarer Kindergeschenke. Hier liegt ein Büchlein vor, das allem Kopfzerbrechen über die schwierige Frage: was soll ich schenken? ein fröhliches Ende bereitet. fik dii Hßiki h. Schwäbisches.' Ein Schalstück wird geklopft, gesalzen und gespickt. Hierauf läßt man es mit Pfeffer und einer grob geschnittenen Zwiebel mit wenig Wasser dünsten, bis es zu bräunen anfängt. Dann gießt man Wasser zu, bis das Fleisch weich ist, staubt m-it Mehl und gibt etwas Rahm daran. Die Speise serviert man mit Nockerln; der Saft wird mit einigen Tropfen Maggi's Würze abgeschmeckt. h. Schweinefleisch in Kraut gekocht. (Einfache Art.) In einem Topf setzt man Kraut zu und läßt es % Stunde kochen. Inzwischen salzt man Schweinefleisch sehr gut ein, legt es in das Kraut und kocht es darin IK—2 Stunden, je nach der Größe des Stückes. Ist das Fleisch weich, nimmt man es heraus, brennt das Kraut ein und serviert es ziim Fleisch. Das Kraut wird besonders schmackhaft, wenn man vor dem Anrichten einige Tropfen Maggies Würze beimengt. Hand In Hand Roman von 84 Hans Hirthammor Ürhebar»Rachttachute durch Var'Ao Oakar Maiatar, Wardau mit Marlene >Aber Professor Hopfelt gehört nicht y.uf Menge. Das ist es ja! Gerade er, der mir mit so tiefem Verständnis begegnete, hätte meine Entschlüsse begreifen müssen. Er hat mich gesehen, er hat mit mir gesprochen — ah, daß gerade er mein Tun verurteilt, trifft mich am schwer-sten.^r »Reut es Sie nun, daß Sie seinen Rat licht befolgt habend' :>Nein!« sagte Lorenz aufblickend und mit großer Entschlossenheit. »Ich muß diesen Weg gehen, und wenn die ganze Welt mich für verrückt erklärt. Vielleicht ist es gut so, ganz allein auf sich gestellt zu sein, keinen Menschen zu haben, zu dem man flüchten kann. So kann ich nicht mutlos werden, weil ich es nicht »Das kann man gelten lassen. — Aber Sie müssen jetzt aufbrechen. Haben Sic sich schon nach neuer Arbeit umgesehen? Nächste Woche ist es doch dort zu Ende!« :»Ja, ich habe etwas in Aussicht. Herrgott, Degener, wenn das klappen würde, dann könnte ich vielleicht daran denken, meine Frau nach Berlin kommen zu las-scn.c :>Geduld, mein lieber Freund, Geduld! Keine Voreiligkeiten!« Lorenz verschnaufe seine Frühstücksschnitten in der Jackentaschc und machte sich auf den Weg. Er konrrte nicht ahnen, daß fast zur selben Zelt Marlene Burmester durch die Sperre des Anhalter Bahnhofes schritt. In der einen Hand trug sie einen Koffer von erheblicher Größe, an der anderen führte sie einen etwa fünfjährigen Jun- gen, den jüngsten Vertreter von Burme-sters Zirkus. Als Marianne die Sperre passiert hatte blieb sie suchend stehen. Der Knabe sah fragend zu ihr auf. »Wird jetzt Vati kommen?« »Nein, Kind, Vati weiß doch nicht, daß wir gekommen sind.« Und im gleichen Augenblick war es mit ihrer Fassung zu Ende., Ein heftiges Schluchzen erschütterte sie. Aber da kam schon Frau Külcke, breit, mächtig und zu tröstlichem Zuspruch bereit, »Sie sind Frau Doktor Burmester, nich wa?« Und weinen? Aber wer wird denn?! Da kommt die olle Külcken ja gerade recht!« ♦ * ♦ Als Marlene damals nach ihrer fluchtartigen Abreise aus Heidmühle in Gers-kirchen eintraf, fand sie keine sehr erfreu liehen Verhältnisse im Elternhause vor. Die Mutter lag noch immer krank, und es sah aus, als ob es Immer schlimmer mit ihr werden wollte. Maria zeigte sich in gereizter Stimmung. Sie war von vielen Nachtwachen müde und abgespannt, hatte tagsüber den Haushalt, keine Erholung, keine Ruhepausen, war es ihr zu verdenken, wenn die Beherrschung sie manchmal verließ? Gleichwohl wurde Marlene mit den Kln dem herzlich aufgenommen. An Betten war kein Mangel. Man räumte ein paar Schränke aus dem Fremdenzimmer, und nach einigem Herumrumoren waren alle auf das beste untergebracht. Das Auspacken der Burmesterschen Habseligkeiten, das Einräumen in die Spinde und Truhen verscheuchte fürs erste alle beklemmenden Gedanken. Her- K1«Im kMtan 60 pro Wert, In d*r MubHIt „Kopp«- •OOAlloni*' 1 Olnop « C3lo Inooratonstouor O Dinor bla 40 Wort* 7'BO Dinar för Aftiolflon) «rtrt borochn«! i Dl« MIndooH—o fOr «Ino MoIm AmsoIm hotrftgt 10 Dlnw / FOr> dl* Zu-Mn4uft# von ohlMr. Briofan lat olnoOsböhr von 10 Dinop lu •rl*g*n Ar>fro«on Ist olnoOobOhf von 3 Dinar In Pootmarkan b«lKuaehllaaa*r Dr. RiUlm üe^niliiiMiiiit Die Verträslichkeit ist eine ausKCzeichnete, speziell wurde der Kute Qes^mack, sowie das Ausbleiben von Bläh ungen, außerdem die anre. «ende Wlrkunj; bei' Darmträgheit hervorgehoben, — Backhaus Robaus Nachf. Ra-kuSa, KoroSka c. 24. 630 KUcfaenniAltel üi aJlen Grössen billigst! 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Das Paradies der Kindheit, aus dem man sich längst verstoßen wähnte, war wieder aufgetan. Aber auch diese Zeit ging vorüber. Aus Berlin kamen Briefe, die zwar beruhigend wirken sollten, aber doch ein wür gendes Gefühl der Angst in Marlenes Herz zurückließen. Noch war das Grauen nicht überwunden, das der Mißerfolg in Dahlem verursacht hatte. Wenn Marias tröstlicher Beistand damals die Versinkende nicht vom Rande des Abgrundes zurückgerissen hätte — wer weiß, ob nicht ein unnennbares Unglück geschehen wäre! Nun machte sich Marlene verzweifelte Sorgen, ob es Lorenz wohl gelingen wür de, sein Schicksal zu meistern. Wenn sie einen seiner Briefe öffnete, dann verstand sie es sehr gut, zwischen den Zeilen zu le sen. Und sie hatte Angst, daß er sich in den Abgründen seines derzeitigen Daseins verirren und verlieren könnte. Maria sah sich diesen Zuständ eine Weile mit an. Aber eines Tages kam sie unversehens ins Fremdenzimmer und setz te sich Marlene gegenüber. »Ich wollte schon lange einmal mit dir reden, Marlene, denn du mußt doch selber einsehen, daß es so nicht weitergeht. Laß doch Lorenz machen, was er für richtig hält. Er ist zäh und ein Dickkopf, er wird es schon schaffen,« Marlene senkte den Kopf, Ein Sonnenstrahl fiel durchs Fenster > und ließ ihr Haar golden aufleuchten. »Maria, ich müßte bei ihm sein, gerade jetzt, siehst du. Ich müßte ihm beistehen, müßte Ihm Mut geben. Schau, ich fühle es ja aus jedem seiner Briefe, wie verlassen, wie ein sam er ist,« »Verstehst du nicht, daß dies nur eine unnötige Belastung für ihn wäre? Du hilfst Ihm am ehesten, indem du ihn jetzt allein läßt. Jetzt braucht er nur für sich zu sorgen, hat keine Verantwortung gegenüber seiner Familie,« »Vielleicht hast du recht!« entgegnete Marlene, aber es war ihr anzumerken, daß sie nicht überzeugt war, — Mancherlei Besucher stellten sich ein, angelockt von Neugierde oder auch von dem Wunsche, der Schulkameradin, der Jugendgespielin die Hand zu drücken, Marlene hielt den Fragenden tapfer stand. Niemand brauchte zu wissen, wie die Dinge lagen. Natürlich nur ein vorübergehender Aufenthalt, verursacht durch die Schwierigkeit der Wohnungs-l)eschaffung in Berlin. Jawohl, ihr Mann sei dorthin berufen worden, gewiß, man sei sehr glücklich und freue sich schon auf die Großstadt. »Da wirst du uns arme Provinzler ja bald vergessen haben!« seufzte ihre alte Freundin Fanny Köhler. Sie hatte mit Marlene zusammen die Schule besucht und war nun mit einem braven und streb samen Schullehrer verheiratet. Fanny Köh ler kannte den Begriff des Lebenskampfes nur vom Hörensagen. »Wie kannst du das denken, Fanny? Im Gegenteil, du mußt uns einmal besuchen,« (Fortsetzung folgt.) Cbefredakteaf*^ÜBd'!df die RMaktiob vci^&ntworrtich: ÜDÖ- KASPER. - Druck der ^^iwlborska tfWcarna" in Maribor. - Für dea Herausgeber und den Druck veranlworllich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor,