,O«»W>ch», (1»I«Ion »tt. s«v». V«»W»Iwi»S u. vuekörusk«?«! (7»». lawllck. »t». WS« UmÄv«» Iii. 4. I>4MU«ki1pw W»nl«i» ntqdt r«t„5nt«tt. — ^nissOg«« IA^p«w d«t>chG»». 6«» 24 ^ugu»t 1SSS «I. /chG«>»»»M « ßHG?tb0ki ^«WöWM m. 4 (V«rW»iiung.. «««u. » oii^ »Ml!», Oß 01,^ ckMHk k»»»t m«»,s ißt ^ K«t«»6 Z» Dil». l'So ua6 2 Dia Mribirer zriwm Der Wechlfch-vvlntfthe Awlft «vo?d«n >var. Dte „(^^^eka Polska" i'lberschreibt' diese Melt>iln>i nnt „Tich>o6)c>^slowaki scher Liberglisinus". Ein fitl^render Pole der nationalen Arbeiter-l'e^vegung in Tosclx'n wurde i^rhaitet, ivcil i'r bei der BeerdiAnng eines Kameraden die Worte gebrauchte: „Möge dir d'e Polnische l?rde leicht sein!" England will Zelt gewinnen Vier Vunkte ol< Beschluß des gestrigen Londoner 5tabin»nsrates / Nie offiziellen AdAchten werden gek^m gedalten Bon halbosfizisller Seite wirb erklärt, daWJtalien in die Wege geleitet werde, die e Reaieruna urivritnali^^ ikr» aukenvoli«^scsonderes Kennuwrt zugefügt. Die erste Di« oision „2Z. März" erhält den Beinqm«n „Unbeugsam", die z»voite Division „N. Oktober": „Höchster ?^^l>t und Tapferkeit", die dritte Division ,.31. April": „s^omn. nomvn e^t c)men". die vierte Division ..^i. ^^anu-ar": „Wer nmgt, gewinnt!" ukch die fiinft« Division „i. Feber": „Mit dem .(>erzen und mit der Waffe bis zum Ziel." «ommunWfcher Änfchlag auf einen vfterrelchifchen «okoltuo? W i e n. 23. August. (Gestern uui Uhr entgleiste ein Lokal-zug der Strecke Wien- Baden. Der Motor-ivagen fuhr auf einen .^^ufon von Steinen, die in verbrecherischer Weise .wf die iZlij^e-nen geschüttet morden sind. Da sich in dem Zug drei Bundesuiinister beianden. konnte es sich nur um einen polilischon Am'chlag k)andelu. Die Behörden haben eine uinfas» sende Untersuchung eingeleitet. Dv'.'i Personen wurden hiebei verlebt, Zuge entstand eine gro^ Panik. Man ni»nmt an, das; es sich uii? einen verbre?l)erischen Anschlag links gerichteter (5len>snte liandelt. London, ZZ. August. Die Beschlüsse des gestrigen, mit so viel Spannung erwarteten Kabinettsrates bestehen, wie in informiertei, Kreisen verlautet, aus vier Punkten. Diese Punkte lauten: 1. Dte Zusammenarbeit twilchß« Frank, reich «nb. England bis zNr bGWOrftehenden Ratstagung wird zwecks gemeinsamer Ans-sindigmachung einer Mitglichktit der friedli» ch-n Beilegung des italo-abeflinischen llon« fliktes ausrechterhalt-W. 2. Die «nglische Regierung tzStt an den Satzungen des Völkerbundes fest und ist bestrebt, einer neuerlichen Kanferenz der am Konflikt interessierten Mttchtß zuzustimmen. 3. Die Bemiihungen Frankreichs, bis zur Ratstagung die Basis stir eine friedliche Bei. legung des Gtreitfalles zu finden, werden englischerseits die weitgehendste Unterftiitzung erfahren. 4. Die Aushebung des WassenauSsuhrver-boteS nach Ab^inien ist als varliiusig anzusehen. «s wiirde zur definitiven Aushebung kommen, wenn bis zum 4. Veptember eine Zuspitzung der Lage sich ergeben sollte. ^ Da in den nächsten Tagen eine Aendernng 'der Gesamtlage nicht zU «rtvarten steht, sind neue Kabinettsberatungen in dieser Zwischenzeit in Aussicht genommen. dte Regierung urspriwglich ihre außenpoli tischen Absichten nicht mitzuteilen geneigt war und erst auf Parlamentarischen Druck hin ein bifichen die Karten lüftete. Alle Anzeichen deuten jedoch darauf hin, das» die englische Regierung von der bekannten di-Ploma-tischen Taktik Gebrauch machte, daraus hinausgeht, Zeit zu gewinnen. L o n d o n, 23. August. Maßgebend für die Beschlußfassung dcZ britischen .!itabtnetts »varen die Erivägungen, von denen sich die Vertreter der Dominions leiten liefen. Alle Vertreter der Dominions betonten il, der gemeinsamen ikonferenz mit den britischeil Kabinettsmitgliedern England möge vor allem eine Politik treiben, die das Eillpire nicht in einen Krieg verwickelt, anderseits aber mSgo nichts unterlassen lver-den, was zu einer ftiedliÄieu Beilegung des' Abessinien-KonflikteS filhren könnte. Ein ttrirg würde nämlich nicht nur die englischen Interessen in Afrika, sondern gleichzeitig auch in den übrigen Domiuious schtver treffen. Die Dominionsvertreter erklärten sie seien einer friedlichen und einvernohmlicht^^n Revision des kolonialen statuS quo nicht abhold, eS müsse aber betont werden, daß jede gewaltsame Veränderung, wie fie setzt durch chwevste Bedrohung britischer Lebensinteres-s^'n zur Folge haben nnls^te. Der Bertreter Südafrikas verwies insbesondere auf die Gefahr einer Solidaritäts-lvelle der farbigen Völker in, ,^all« eines Kriegsausbruches in Ostafrika. Diese tt^esahr würde nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien akut werden. Nicht geringere Befürchtungen äusserte auch der australische Vertreter, der die italienische Unternehmung in Abessinien als wichtigen Präzedenzfall hinstellte, der auch andere Nationen zu ähnlichen Unternehmungen zn rei. zen geeignet »vare. .Hiebei allndiert? er offen auf Ja^ll, dessen Aeliiste auf gewisse Teile Australiens hinläglich k^kannt sind. Aiich Japan könne nämlich — ebenso wie Deutschland -- das Arguuient der Uebervölkerung in die Wagschale der weiteren Erörterungen werfen und unter diesem Hin)veis für sich k^ie schwach bevölkerten Teile britischer Dominien flir sich beanspruchen. Im großen nnd ganzen sprachen sich ledoch die Vertreter der Doniinions für die strikte Beibehaltung der biskjerigen Völkerbundpo-litik Englands aus, da der Völkerbund der einzige Äarant einer friedlichen internl^ti^i-nalen Ordnung sei. Me Südtiroler Herbstmanvver Italienische Parade vor Enropa / Der miliärische und vor allem der „politische Wert" R o Nl, 23. August. Im Zusammenhange mit den (Lnds l August stattfini>eich«n großen italieilischen ^ 'i^erkstmanövern in ZMirol gab das , .'iriegsiniuisterium einen amtlich.'!, Bericht lieraus. de«,zufolge die besondere Bedeutung dieser Manöver in der großen Anzahl der beteiligtei, Truppen wie in d^'r Wal)l des Manöverfeldes im «östlichen j^rianl und in der Gegend von Bozen zu sel)en i't. Die Manöver um Bozeu vor allem sollen ausser den neuen Waffen und Krilegsniaschiuen die Anwendung der jitngst erlassenen Richtlinien für die Benvettdung großer <5in1)eifen zusammen mit einer beträchtlichen Anzahl beiveglicher und motorisierter Trtippenteile erproben Die Leitung der Manijl»er über-nehnieu der Staatssekretär im Kriegsministerium (^eneval B a i st r o e ch i und der stellverti'elende l^eneralstab'^chef der italienischen Arinee Aeneml P a o i a n i. Als ^uptschiedsrichter ist der Arme.'korPS' Wirbelsturm in Algier. Algier S2. August, stadt nnd l^ebiet von Tabarta wurden gestern nachts von einem Wirbelsturm mit .Hagelschlag heimgesucht. Die Hagelstücke waren faustgroß. Ein am Strande gelegenes Restaurant wurde voin Wirbelsturm buchstäblich hinweggefegt. Der Wächter des .Hauses wurde furchtbar verstümmelt vierhundert Meter weit von seiner Behausung aufgefunden. Auch seine s^rau wies schwere Verletzungen auf. Die Dächer zahlreicher .Häuser wurden weggerissen, Brücken zerstört, Telephon- und Telegraphen lelungen vernichtet. Die .Höhe des Schadens läsit sich zur Stunde no Aufnahine ihrer Personalien mur den sie auf freiem Fuß belassen. Tie '.,/am<'n tverden in diskreter Weise geheiin gehalten. « Einftürzener Flugzeughangar begräbt vierzig Arbeiter. Bukarest, 22. August. In der ruinä-nischen Flugzcugfaibrik I. A. R. in .Kronstadt ereignete sich heute ein schweres Unglück. Ein Flugzeugschuppen stürzte ein und begrub Arbeiter unter sich. Bisher wurden Schwerverlehte und a Tote geborgen. Ueber das Schicksal der weiteren Opfer ist noch keine Klarheit. Der Architekt, der den Schuplvn errichtete, wurde tierhaftet. Der brtttschi „Ll0i^^ stellt die Tchjsfsvern-cherungen ein. L o Ndo n. 2l. Angnit^ Wie der ,,Dt,ilti ^Expreß" berichte, !j.,t die große britische Schiffsversi-li.'rung.^.^.ielf-scliaft „Lloyd" in, .Zusammenhangs' nn! ^c:n bevm'stshenden Ausbruch des italienii l» iiö.s^ si,tischen Krieges jedes weitere '^>e, iici)ern k^er .<^ndelsschifse eingkstelli. Bon einer Dogge zerfleischt. L o n d o n. 2L. August. Eine Äeute von Doggen die aus einen, ^iirtus entsprungen waren, überfielen in der Ortsclmft Stoke einen dreijährigen !>?naben namens William Smith. Obwohl ein fünfzehnjähriger Bursche, der sich in der Nähe befand, die Hunde verjagte, konnte er doch nicht uerl)iildern, daß eine Dogge das unglückliche Kind l'uch-stäblich zerfleischte. Börsenberichte Züri ch 2.'i..'^ August. Devisen: Beograd 7. Paris 20.W.'). London Newnork !V».875). Mailand 25,.l?, Prag I2.7l. Wien 57.7k, Berlin !2.'i.2ü. L s u b l i a n a, .2.'^. August. Devisen: Berlin 1752.77—!7W.Ni> ,'Zürich ! l43I.2s>, London 2t«^.2«»^2l'^.2.'. :Ve'vn»rk Scheck Pari?' Prag —l^terr. Schilling (Primuclear^na» 8.»7—8.47. MariSl'rer Z«'wng^ Numm« 'lvl »MM LamStag, den 24. Nugust !S3V. DmNchland fordert l»tne Kolonlm »urlick Die Z^orderung nach diesbezüglicher Revifion der Versailler Vertragsklauseln. _ Sin Artikel l»er Berliner „Germania". Berlin, 2^. August. Tit' „Germanici" veröffentlicht in ihrer deutiqen Ausgabe ein^ gl-oßcn Artikel über die t^'lc>niolpolitischen PrMcm<'. In dem Arliit'l heißt es, nian l)ak»men und dieses 5^echt könne Italien nicht at^gejprochen werden. Italien ist übernlijfcrt. ec' braucht ein Ventil fiir ticn Voniilterungsüberschuß und N'2u<' Absatz^ qebietc für icinr Industrie. Man dürfe aber hiebet nicht vergessen, daß in Curi'pa mich da^ deutsche Vrlk lebe, nin dm ffleictien Nöten erfiiftt ist angssichtS ^'er kolonialen Besitzli^'siqkeit. DaS Blatt appelliert an die SSestmäckite, eK miigen die Versailler Tlausiün liber die lifvlmiinlmandate sr> bÄd Me möglich aftgeiinS^ert vechen, >amit aus der Kc'll.'nialsraqe ni:t?t ein neuer Weltkrieg entsteht. Amerika bleibt neuttal V a s h i n g t o n, 21. August. Der 'Senat nahm »gestern die NcutralitätsnMge tchne Aenderunsi an. Das Gesetz enttiält folgende Bestimmungen: i. Die )»egieruttc, der Vereinigten Staaten ermächtiki», <'in 'Woffcnausfuhrnerbc't ge-qen alle kriegfiihrendcn Länder zu erlassen. Z. Amerikanische Ztaatsbiirqer reisen in 3chifi<'n kriegfjjhrender Nationen ausschließlich auf eigene (Gefahr. Eine Ausnahme bilden nur 7^äsle wo Amerikaner kriegführendem (Gebiet auf den Lchifsen kriegführende'.-Staaten nerlasscn molten. Die ^chifsahrt.^linicn kriegführender Nalionen dürfen in .«^riegSzeiten keine Ersatz 'eillager oder sonstigen Bersorgungöstätten m amerikanischen Häfen unterhalten. 4. 'schliesslich sind alle Ein-- und AuSfuhrsir« men für ^Kriegsmaterial verpflichtet, sich Lizenzen ^^u verschaffen, ehe sie .Kontrakte ilber Lieferungen von .'Kriegsmaterial erfüllen. Das Gesetz gehl nun an das Repräsentan-tenlmuc'. In Änngrefifreisen erwartet man, Haß !>>7s >^aus die Vorliege wegen ihrer Wichtigkeit ohne Berzi)gerung billigen wird. Das neue Gesetz zeigt mit aller Deutlich-keil. daf; die Vereinigten Staaten in einem zuliinfkigen !^riege anderer Staaten aus je-^en Fall strengste Neutralität bewahren wollen. Beunruhigung Spaniens Plötzliche Truppenverjchiebimge». adrid. S5. August. Eine Reihe plötzlicher Truppenverschiebungen hat die gai,ze spanische ^Öffentlichkeit in hohenl Mafte beunruhigt und zu einer ?tnzahl der wider-ipruchvollsten Geriichte Anlast gegeben. In nerschiedenen Garnisonen wurden an die dnrt stationierten Regimenter der verschiedenen Waiffengattungen dringliche Mobilisie-fungsl^schle erlassen. 3o hat z. B. ein N.ginient schnierer Artillerie den Vesthl erhalten, sich sofort nach den Valenrischen Inseln, nach Ibiza, einzuschiffen. Vom ^iriegsministerium ist bereits ein Dampfer fi'ir diesen Transport nach Ibi-^ia, das einen der strategisck, wichtigsten 'i^unkte ans den Palearen darstellt, angefor-d<"rt worden, .'»^ute abeirds wird auch eine Maschinengewchrtonlpagnie nack) den Bale-oreil ausbreche». An den Konnnandcinten eines .'»k'rlesschiffes erging der Befehl, siä^ mit seinen? schiff iin .'Üx^fen von Barcelona bereit ..zn halten. Dos Schiff ist für den Pa-trouillendienst im Gewässer der Äalearen an'?ersel)en. . Die Befestigung der Balkaren ist ebenso wie iiie vorausgegangene Mobilisierung in !^etlen EndsPanienS auf die Anwesenheit llatienischer Marineflugzeuge am Cabo de ^arifa in der Provinz Aadiz zurüctzufüh-ren. Die italienis6)en Wasserslngzeuge Ke-gründ<'len ihre Anniesenheit in spanischen Ge wassern mit der Aufgabe, italienis6)e Muni-tionsschifslransporte zu s6ii^t^en. Die italie« Nische Aktion Hai in L^panien begreifliche Aufregung ausgelöst. Frontlänge 1700 Kkometer Wie die Engländer den Ablaut des itaUenisch-abessinischen Krieges sehen/Der Negus stellt sich auf den Guerillakrieg ei> Der letzte Händedruck »WIkchm Alolll und Sdm L l> n t» o n, SZ. August. Me die „llnited Preß" berichtet, ist inan in britischen Militärkrei^ der AnfiiP. daß die italienischen motorisierten Abteilungsln binnen Stunden nach Ausbruch der Feindseligkeiten das ?ö Kilometer usn der Grenze entfernte Adua einnehmen werden. D Europäer ckrgends weiterkomm:. M« die englischen MilMrfachleute an nehmen, wirö sich die abessinlsche Heeresleitung hüten, ihre Truppen irgendwo konzentrisch dem G^er entgegenzustellen. Die Abessinier werden die Taktik des Ouerilla-Krieges benlitzen, um nirgends dem gegnerischen Angriff aus der Luft ausgesetzt zu sein. Das ununterbrochen« Belästigen der italienischen Nachschübe usw. soll schließlich die Iermitrbung des Krontgeistes d^m l^egner hervorrufen. Ter italienische Soldat würde von einem unsichtbaren Gcgiler Tag und Nacht badroht werden. Dt?r al^ss'inische .Kaiser will den Gegner nicht vernichten sondern allmählich zermiirben und :m unwirtlichen Hochgebirge mit Hilfe des tropischen Klimas, der.^^anHeiten, der gognerl schen Unkenntnis über die örtlichen Situationen so weit bringen, daß er schließlich da Spiel auf der l7äl) Kilometer langen Fron aufgeben wird. ff Die FraM der Sanftlonen Rund um die Sperre des Suez-Kanals / Französische Hin. weise / Anch Gibrattar soll abgesperrt werden? P a r i s, 22. August. ?^ür die Beschlüsse des englischen Kabinetts herrscht in der französischen öffentlichen Meinung selbstverständlich das größt« Interesse. Das radikale Blatt .,L' Oeuvre" meldet schon aus London, daß die Sitzung des britischen Kabinetts unbedingt mit einer begei-sterten Manifestation für den Völkerbund ausklingen werde. Diese Manifestation verliere aber viel an Wert, wenn man bedenkt, daß es sich lediglich um ein Aahlmanöver handelt, in dem der Opposition Stimme« abspenstig gemacht werden sollen. ES gebe in Wirklichkeit keinen einzigen englischen Mi, nister, der glauben könnte, daß Sanktionen gegen Italien miiglich seien, ohne einen allgemeinen .^rieg heraufzubeschwören. S^n allein die Absperrung des Suezkanals müßte die schrecklichste,l ?^olgen nach sich ziehen. DaS britische Imperium verfüge heute nicht mehr über die .Kraft, die es gestatten würde, seins internationale Politik durchzusetzen. Die Sanktionen sind absolut undurchführbar, wenn England nicht etwa einen Krieg mit Italien und damit «inen Weltkrieg heraufbeschwören will. Der „M a t i n" vertritt die Meinung, daß von den Beschlüssen des britischen .Kabinetts das Schicksal Europas abhängig sei. Paris. 22. Aitgust. Der ,.I n t r a n i i n g e a n t" erklärt im .Zusammenhange mit dem Londoner Ka- binettsrat, England vertiefe jlch in den italo-abessinischen Konflikt mit einem Nachdruck, daß dadurch Beunruhigung in Europa hervorgerufen wird. Die wirtschaftlichen Sanktionen blieben nur so lange friedlich, als das davon betroffene Volk sie nicht als einen Anlaß zum Kriege betrachte. Andernfalls N!»ird ^uer an Europa gelegt werden. Mussolini sei nicht der ??Z^nn. den man leicht einschüchtern könne, und sein Volt werde sich nicht demUigen lassen. In Frankreich süvcht« man, daß England einen Krieg entfessele, um den Frieden zu retten. Im .,P a r i S S o i r" wirft Sauorwein u^rter Hinweis auf das Borgehen Japans in China und das englisch-deutsche Kliottenab-kommen England vor. daß es nicht immer fo entschieden den Bölkerbundpakt und die Verträge verteidigt habe, wie j^egenwärtig. Welche Beschlüsse die britische Regierung auch immer sassen möge, ob Tadel, kleine Sanktionen, große Sanktionen oder Sperre des Suezkanals — eines sei sickizr, daß Eng^ land nicht allein die ganze B-rantwortung übernelhmen, sondern sich an den Völkerbund wenden werde. Der Völkerbund aber b<^eu-te Frankreich. Denn man müsse nch fragen, welches Böskerbundmit^li«^ .verde England Gefolgschaft leisten, wenn s^rankrei^i ihm nicht folge. Frankreich aber geSje mit Italien Hand in Hand zur Erhaltung der Si ßtr.-heit in Europa. Die „Affail Sfteri" ein-gegangen Die offiziöse ^Zeitschrift der ital^nischen Di. plomatie stellt ihr Erscheinen ein. — Vin deutscher Nachruf. Rom, 22. August. Die Zeitschrift „A sfariEster i", die au-sschließlich außenpolitischl« Probleme behandelte, wird nicht niehr ers6)einen. Die Zeitschrift hat zur Zeit der Pariser Drei-mä6?teverhandlungen einen Art^ikel veröffentlicht, in dem die Möglichkeit erörtert wurde, mit Frankreick) und England als den beiden Signalarmächteu des Abessinicn-Ber-trages von lW7 zu einer Einigung zu kom-nien. Diese Artikel hat der italienis6)en Regierung, die die absolute Uners6)ütterlichkcit ihrer Beschlüsse betont selien wollte, mis^sal-len. Amtlick? wuvde gleich hinzugefügt, das^ die „Alffari Esteri" „weder offiziell iwck offiziös" seien und nur die Meinung ihrer Mit-arlieiter zun« Ausdruck brackiten. M ü n ch e n, 22. Augllft. Das Eingel)ett der ..Asfari Esteri" wird >n Deutschland nach Meinung der „Münchner Neuesten Nackirichten" „ohne Rührung" aufgenommen. Diese Zeitfchrifi habc? mit ihren, Wiener Mitarbeiter Dr. Eugenio Mo reale an der Lpihe sehr viel zur Vergiftung des deutsch-italienischen 'i'i».beigetragen. ^lngebllche» Soadungiack de« «onwl« Saleonl »ein Ueb-rsall von s-iten der odessinlschen Eingeborenen. - Uebereitte Nachrichten s»ber den Abbruch der diplomatischen «e. ziehuugen. Paris. 22. August. Die Ageuce .Havas meldet aus Addis Abeba das^ die dortige italienische Gesandtschaft eine Mtteilung herausgegeben habe, wonach der italienische Konsul F a l c o n i bei der !Rückkehr aus Addis ?l^ba nach Äodzana bei der Ueberprüfung seines Geniehres sich selbst verletzt hätte. Der .^tonsul sei ins iitrau kenhaus in Addis Abeba gebracht worden, Ivo n»an hofft, ihn ain Leben erhalten zu kön nen. Dadurch werden alle Nachrichten der Weltpresseagenturen über einen Ueberfall von sciten der abcssiniscki<'n Eingeborenen deuientiert. Im Positivfalle würde dies sofort dell Ausbruch der Feindseligkeiten bedeuten. Es ist daher nicht verwunderlich, daß im ersten Motnent auch schon Nachrichten iiber den Abbrncki der diploinatifchen Bezie lnntgen ausgegeben wurden. Ein Seipel.Buch in Oesterreich verboten. W i e n, 22. August. Die Bundesregierung Hot die Verbreitung Buches „^anzser Dr. Ignatz Z e i p e l, ein Vorkämpfer Volksdeutschen Denkens" Nach der letzten Dreierbesprechung am iHtm» d'Orsay in Paris trennten sich der j:alv, Nische Delegierte A lo i s i und der en,^ lifche Minister E d e n. um in ihre Heinwt zurückzufahren. Es war -hmn nicht gelungen, die Gegensätze der Meiirungen M überbrücken und damit eine Aussicht aus die Vermeidung des estafrlkauischen Äiieges zu eröffnen. (Si^rl-Bilderdienst^M). von Franz Riedl verboten. Die Ner« herrlichung des großen christlichsozialen und dabei noch immer deutschen .Kanzlers ist dem nach im heutigen Oesterreich untersagt. Hrotsvith D«A l ein^m edlen sächstfchen Geschlechte; lhren allhochdeutschen Namen deutet Jakob l^iriium als „mächtige Stimme". Ihr Vati'rlian? n'ird sich kaum loeit von den Küsten d^r Noidlee erh^oben haben; denn ma.'s'lnoll selben iN ihrer Dichtung das Meer, '^^.''ins?r und 'viiih-ling. einsame s^orsten, Bauern nnd T^i'cher. Frl-bzeilig kam sie nach der c^'sten und l'e^ rühnUesten Abtei in Ostsachsi'n. ^^/onder?-heim. In diesem Benediktinerinn'ntlo-ster erlebte sie fast die ganze de? t^eslUechls der sächsischen >^iönige n>'d .>ta'.ier und wurde selbst die fj'lnfte Aebtissin. Dabi'. n«uß man sich bemus^t sein, da^ die i^tloiler d'nual» die Stätten feinster Bildung -i.irl'n; oon dort kamen Bauiueister, Mal?r und Bild-l>auer. Räte und Ge?>eiul.schr''ib^r. ^n cngsto ,'^'reunds1iaft trat sie mit der et-.vas uiug^'ren Gerberg, der Tochter des H.'rzons '^'»e^i.rich von Bayern, Ottos des Grossen zo lange auf sässigen Bruders. Unter der e.rof'.er bergs Vermittlung, bekannt und schnell hoch geschätzt wurden. Sie sind das !'beraus''w'.ch tigste älteste Denkmal in der l>^,'schich'^ neueren Dramas; eS mischen ü'h darin i^ie Stoffe der alten Mysterien und Moralitä- / -flmSkag, den S4. Vugust lSSÜ. „Mliribprer Zettung" Nummer 1S^ tcn. Posscichaftes und Heroisch«?, ab«r im-nu'v unter einer HKl)eren u»»d luit merldareul Ansai) zu kiuWcrisäi'.'r Prägunq. Jedes ein»c'Iiie Mrk hnt seine eigene Art. so finden sich die schon sortq<'lchrittenen Kein.e znnl ges^L)icytllchl?n Drama, zum lchrhaklen zllr Posse. ' zum* ^sbrama, zuiN' D^>ln ältßstelt cilglijchen Epwle gleich, drcin^n sich Szenen und Hc.nd lungen kl i'lbtiMl lMjcht der^^licint, meuu auch, manchuial in et^s Pro-snischer meistens in. der ab?.r auch als ?lnlaut nnd Elabreiw. lind ha^ viel-leicht Shakespeare ein Msson vön dl.'u Mr-«tcn. i'iesor Dichleirin besesüm'^ «seinem „Rottleo und snld ^lohulichkeiton mit Ovotj^nth? „llalimachuö"^ die kaum no-ch als zufttlliq antiesprochcn NK'-d.t'n.lölinen. Wi? kaln und kommt es, daß der D^'Uti^che '^o wenig vvn dieser seiner ersten DMerin er-sichr und erfährt? Die i>oll ^rauzosen nije z. B. BMeinqiu ilberseht uich erläutert wurde und in eincr^ fran.iösischen Arbeit genc^nnt wird „dieses Wunder '^uWlands, dieser Ruhm siir ganz Europa"?! . . 5o fi'lhrt uns Hrotsvith dnivl) P'alzen u. Bürgen, vof- und Gerichtösäle,. .^losterichu-le,l und (5iliiiedlerzellen, Märfte »ni, Airto-Häuser. Ter.Schlnßteil ihrec^ Leben? wird l>es)en1cht von Reliffion, Wissznsckast upd Vaterland. Sie beginnt eine gedichtete Beschichte ihres grossen Zeitgenosse, des Kaisers Otto. Wie sc^rf «rkeimt und geißelt sie dabei das >>auptlaster ihres Vottes, die Uneinigkeit: „O welch ein ruhis^sö lachendes Zeitalter könnte dein Reiche jinsereS BoUeS blÄhen . . ., n>enn nur nicht des alten Dä-mons 'Mimnre Ti'lcke unseren heiteren Frie-den zerrisse mit tiefangelegtem Trusf-!" — Noberails fesselnd sinb die Bilder, die sie entwirft vom König .^'>eiri5) l., van der an-gelsächsiischen Gdith, ^ italienischen Adel-kjcid. Bor allen« ergreifend aber ist die Zchil dentn^ Ottos !.. mMend de? fnrchtvaren W^rgerkriegeS, an dem die Schuld auf 'ne-len Seiten, besonder« aber d.!»ch an6) an Gerbergs Vater 5>cinrich, Otto? Bruder, lag. Mt dieser inneren (beschichte des da« maligen Reiches ist Hrotsvitkf 1o eingetiend vertrant; sie hat so sorgsam asse erlangbaren Urkunden genutzt, das? ihrc^ Dichtuni^ ein rei cher TrkenntniSquell fi'lr die G^schichtSwissen schaft gnvorden ist. So sei ihr denn in ihrem IM. Gcbnrts-jal>r wenigstens ein kleiner. Lorbe-erzissig gereicht, da ihr der verdiente grost« bisher versagt gebliieben ist. Ottch TröhR». Seltsam« Krankheit. London 2S. August. Im Londoner K'inderspital von Highate befiudet sich seit einiger Zeit ein fünfjähriger Knabe nautens John Norton der an einer seltsamen Ä rarrk-lieit leidet. Seit s<'iner Äindheit l)at der Kna bc nicht tveniger als M Ä^uo^lieubri'iche zu verzeichnen. Der erste 5tnochenbruch ereignete sich, al'^ das jtind 16 Monate alt war. Seitlier geimgtc es blosj, tueun sich das Kind an einen: harten (Gegenstand etu^s allschlug, um einen ^tnorl>enbr;lch herbeizuführen, der k'ailn allerdings rasch wieder heilte. Die Aerzte glanben das; es sich dieser Krailk-heit UN, den Mangel an Kalziulu handelt und sind der?lil!sicht, das; sich die lisrankheit IM ^Annehmenden Älter von selbst geben wird. Ein ^racht?ahn als Tl«rch»nhe»berge. (5in ^Uinigsberger Sch'rss-r hat Blätter-meldniu^'n zufolge ein allelliebsteg Soiniuer al>enteuer iiii! eineln jungen Ztorch erlebt. Bor einiger (^'it fiel ihn, beiin Vorbeisah-ren ein Storch auf, der lkirsti^rt auf einer Äiese stand und sich nicht getraute, wegz;,-fliegen. Der Schifser rudert<' an das Ufer, ergriff den Storch und nahm ihki ulit si^l» auf seinen !»Zahn.'Hier Ichien es deni st^'rch desenders gut zu behagen, denn er lnachtc nicht die geriirgsten Anstalten, c>eii gastlichen >>ahn wieder zn verlassen, Ä'or»^ell fährt der Schiffer seinen „^vl>ann". ;oie er den Storch genannt l>at, auf die Wiesen, da-init er siä) die ^ri^scht' sellier incht. lv,esjen 'l.'Ibend aber steht der Storch an derselben Stella' und klap^vrt solange, bis er wieder anf den Nahn geholt wii^. Dort läsu er sich gern füttern und l>erwsthnen. ^^n der letzten ."^eit ist I^Vt'nnd Mebar .;!l^r etw^s ledhaf-ter geworden. Er läßt sich auch nicht nu'hr ahne lfteitere? non eineul streicheln, aber noch immer lüivcht er feine '.'lustalten, sein-^' ^-lit-gel zu gelnanchen. Wenu der Storch das Megen bis znin .'c'eM nicht g<'sernt hnt, u'ill ihn der Z - Boigenlast nahm bep Niftbecher, den ihm der .'^x'nker ohne zu zittern, setzte ihn an die Lippen und leerte ihn in einem Zug. Der der .Hinrichtuilg belwohuende l^e-sällgnisarzt stellte fest, daß 1»«r Tod fast sofort erfolgt ist. Boigemast ist der zweite. Verurteilte, dem es freigestellt wlirde, s^ selbst M richten oder hinrichtet zu lr>cri)en. Diese Prozedur des Selbstrichtens griindet sich auf das lleue Strasrvcht, das durch eine präsidiale Verordnung vom 1. Februar t98t> in Araft gesetzt w»rde. Der Otiftbecher wurde schon einmal einem zum Tode Verurteilten ange. boten, nnd zwar dem Muttsrmörder Johan- ne» Restra. Di»^ wsigOrte sich jedoch, den Becher auszutrinken und wurde anr 1. ber al^ an dem Ta^, da das Gesetz in H'rast getret«n ist, Imrch den Strang hiii-gerichtet. Boigenmst. der am i6. August IW wegen b^ngenen Raubinordes an dein Lehrer .^'^ilfa ^"ioege zum Tode verurteilt wult»e. hegte b^ zum letzten Augenblick die Hoff-llUlig, das^ der Staatspräsident ihn begucidi-gen werde. Lairge (5rwägung-:!n der Behörden und Viele Sachverständigenwltachten der nledizillischen ?raß das Riift in einem Zeitraum von Mnif Minuten nicht wirkt, der Delinquent hingerichtet werd^ muß. Der Sharlefton kommt wieder In Mode Aber in gemäßigten i^ormen / Ein Beschluß de« britischen Tanzlehrerverbandes L o n d o n, 32. August. Der Charleston, der Tanz von koulmt llvder in Mode. So bestimnlti? Major Ceckl K. T a v l o r vor tM Tanzlehrern der „Jniperial Societv of Teachers of Dan-cing", deren Vorsitzender er il't. Aber es lvird ein'gemäßigter. Hharleston sein, ohne das verrückte Äbsahhebe?, ohne gebogene Knie und GVbocpn. ^ Tanz wird, ,mch einstim-lttigen Veschlnß-der SW Ä^anzsehrer, im nach, sten Winter in den britischen Ballsälen wie^ der auf den, Programm sein. „Wir behalten die Atnlosphäre alten Eharleston bei," erklärte Major Tatllor, „aber die Schritte ll>erden ruhiger sein und die Füße sich nicht vonl (5-rdbodcn erheben. Wir ^gegnen damit den Wünschen des tanzenden Publikums, d nioderne Tanzsaal-Programm zu eintönig geworden ist. In friiheren Seiten standen 14 Tätize auf dem Programnt, i,t den letzten Iahren wltvde die Zal^l auf vier reduziert, Walzer, den Foxtrott, den Tango ulid chie nnd da einen Rulnba. Der neue (5harleston wird Borzug haben, daß er nach jeder Melodie getanzt werden kann. Bäuerin da« tll^in Ma«>n die Beine ad Renn es, 2?. Allgust. (5iu furchtbares Ehodrama l,nt sich in, bretm^ischvn Dor^ Cavgo. abgsspielt. Eine Bäuerin. uamenH Crosset, erbittert nber die Trunksucht ihres Mannes, der überhaupt iMt (arbeiten wollte» geriet lnit.ihrelu K'anu, als er wieder einmal .betrullke,l l^einigekehrt war. in Streit, packte ihn mit izroßer Gewalt und>schleppte ihn in den..'>cs. wo sie ihn mit Händen und Fiisten an. einen Pfosten ban> 5^ierallf ergriff sic ein Beil und schlug ihnl beide Ws^e ab^ lrng iiin sodaun ins >>an7' nnd l^'^gte ihn ins Bett, wo der Berstüm-inelte bald seinen l^eist anfgob. Nach ^'er Perl)aftnng erklärte die Bäir.'rin, sie hn^'c ihn tlicht toten lvoslen. 7^7ire ?lbsicht sei llvsen, ihin nnr die Beine zu .^erschlagen, danlit er nicht mei>r ins Wirtshaus gehen kAilile. Vteschlechtertausch im Niirnberper Wappen Das Iungfralienwappen der 3tadl ?!ikil berg ist schoil iin Mittelalter l'^'riihmt gc->l>clell. M'nngleich nmn sich ieiue Herkuiisl llicht recht erklären konnte. (5s ^i^'igl «^int^n ilteichsadler mit gesträubten ^-edcrn. Anstelle des Adlerko.pfcs befindet sich jedoch ein roll langein .'^'»aar uinwallter ^iopf citier v^ung frau, die eine .ttrone trägt. Wie jetzt fest" gestellt wurd«, ist dieser ^uilgfrauentopf anf eille früh-mitteialterlichv '^Verwechslung zn-rückzufiihren. Das heutige ^türnberg«:! Wappen ist die Nachbilduilg öine^ alten Majestätssiegels auf dein erstell ?kür.iberger Privileg. Auf dieseiu Maji^stätssiegel l^efindet sich ein Bild König Friedrich N.. der mit den Insigniell seiner Würde auf . einem Thronsessel sit.zl nnd auf seineui lallgivallen--den .^>aar eirie Ki^nigskrone träs^t. Spätere Zeiten sahei^ nur das langwallonde Haar, ohne auf dein ^>erletzten Siegel den .^>aar nur einer Jungfrau gehören ki^nne und l^ersetzten aus diesein Mißverständnis eilie Iilngfran in das Ni'irllberjl<'r Wapp^'il. IlsAwischen ist dies« Jungfrau histi risch ge- lvorden, sodaß die Nürnberger kauiu mit it)rer MckvSvlvandlung in einen Kiwig ein-veiiftmiden sein dürften. haben. So wollen rvir denn hoffen, daß dos hohe Beispiel viele Nachahmer findet. z. Arbeit»? smhm BeschSstigung a»I d«« Laiche. An den Berein für Armeichilfe und BekAinpfung der Bettelei in Zagreb wende« sich oft gesunde, junge, kräftige und unbeschol-telle Leute, denen es nicht gelingt, in der Stadt Arbeit zu finden. Viele von ihnen würden sehr gern gegen besrf)eidene Entlohnung auch auf dem Laiche arbeiten. Deshalb bitten wir gute Menschen, dix. außei?halb der Stadt lÄen und Diener, .Wirten und drgl. brauchen, sich me. kannten Schwerverbrechers ?lnton ! f e r« n i k vor, die fozufagen anf frischer Tat tappt wurden. z. Diimo« Alkohol. In Posavski Breg bei Dugoselo fail.d eiit Feuerivehrfest statt, in dessen Verlaufe 1« .«oektoliter Weiil ausgetrunken wurden. Bei dieser (Gelegenheit flanlinte ein alter Streit ziviscl>en Äen' Latid-Wirten Franjo M i h a l j e v i nnd l^isnro I Il g auf. Mihaljevic zuckte ein .^iich.nulesser "l>ch rechtzeitig Füchten konnte. Der Aikgr^ifer holte den Flnchteiiden jedoch ein und versei.,te ihm fünf ^us^tlche, von deiien ei>k<'r die ?lorta traf so Jlig bald darauf in dell ?lrnlen seiner bexfchied. Mihaljevie stellte sich »m ilächsten Tage selbst den Behörden. z. Todesfall. Im Alter von 7ü Jahren ist ill Zagreb die Witwe des Journalisten und ältesteil journalistischen Organisators Dra« gntin Krvari«:, Frau Maria K' r v a r i gestorbeti. z Der AutobnSoerkehr Petrinja—Gisat, der eine Zeitlang eingestellt lvar, lvird ab l. September wieder anfgeilominen lverden. z Besuch angesehener Politiker. Wie aus Beograd berichtet lvird, lverden am S<'P-t<'ull>er der Demokrateilfüher Ljuba D a v i-dovie und der Führer der serbischen Land-N'irte Joca Iovanovi auptanfgaben gehe« kailn: au die (Z^rrichtullg eines Durchzieh-Hanfes in Zagreb und eines Vanatsarnleil-.smuses svlvie eiiler Anstalt für lierivahrlofte Strasp'njugend, beide letzteren außerhalb der Stadt, .^ier viel darüber zli reden, erübrigt lu. Ans dem Sanitätsdienst. Der lang-des s,m»,.nl»,uskS in Liubliai,» ^ k n k ° wurix- ln den Ruhestand versetzt. lil Aus dem Bqhndienste. Zur c^enerai-direktion der jugoslawischen Staat-^l'ahn 'n ^'<^el^>grad «.»urdeu d<'r Dberbalnirat Bruilko D r e k sl e r und tx'r Ballnrat 7^ivan ..t i t 1 o v i b<'ide liii^her der v^lilindirek^ kion in Ljilbljaua zugeteilt per!et.tt. Iii. !!uLemberk - Slapnik, Verschiedene <-tesleil tiajien sich mit der Idee, den Markt /.li^eiiit'erk an der in lluterkrain, dessen Burg vor Jahrhunderten ein )>ol'sn>.'rk gelten die Tiirkeli^'iiisätle »i'ar. in „Slapnik" uuizul'eneiinen. Die Beoölfernn.i strä'ili- sich gageg'.'n nlld fordert die Beitielialtnnq des alten ??a»nelis, un, anch dadurch d e enge Verbuirdenheit des Mortte^^ mit der Ver-gangenheit zu dokntnentieren. In. Reue Leitung des Radiosenders. Der Verb'hrsminister hat neue Mitglieder für das ^^omunssariat, dem die Leitung des R,. dioseuders iu Ljul'ljaiia obliegt. 'llt. l5rilann, lvurdeli Professor ?'^ranzo b-l a r. Postrat Ing. Ralael r ?. e n und der Pril'ate Milok; S t a r e, alle ans Liul'-ljstlia. lu. Schießt nicht mit alten Wewehren! In 5;martilo bt'i Litija sck>lichen sich lieim Besitzer Be ne ga l i ja naclits Diebe ins ^>aus ein und cntll>endeten liers6,iedene Wa-rlii. Vom (Geräusch aufgeweicht, sprang d."? .'i.'^jährige Besitzer aus dem Bett ergriff sein altes Goll^br und sandte durch das Fenkler 5ln flüchtenden Dieben einen Schnst nach, sich ll'ohl, da nnsere l^effentlichkeit s6ioil,De, (^welirlauf war jedoch dem Druck der längst lveiß, Mi« nötig wir solche Anstalte«^ Pull'ergase nicht mehr gelvachsen unk> zer- ,MartSor« SSw»»« 1S1. Samstag, d«n >t. Augvft ISSi. sprang. Gmegalija erlitt dabei sct>wer« Ner it'tzungen an ttsr linken Hand und mußte ms Krtiniienhaus nach Liuhljana überfÄhri wl'r^cn. !u. Au» Koöevje und U«gil«nß. Unlängst Narki IN ^netli potot (Lichtenbach) der Ate» ftL :Sewohnc!r des Ortes und ehemalige Gast wirt unk> Lodenfabrikant Matthias I o n-5 e, im flohen Alter von 91 Iahren. ,'^er-n^jer Tage in Breg (Ram) die 7(>iähriqe Magdalena Verderbe? und ?n ^alkavaS diirf) der Sliährige ^osef Ä rop f. In Rli>cnau in Niederöster^ reich nersckiied kür^zlich der dortige Oberleh« rer rVranz Langer der seinerzeit in der Umgebung von Koeevjc an mehreren Schulen tätii^ wcir. ^ Der Weidmann Franz ö n I g m a n n erlegte unweit von Po-l5m tl^kiental» ein Wildschwein, das 8^ Kilo wol^. —. In Nove laze (Neufriesa6>) ist k>iwhr aufgetreten und hat bereits daS Lelx'n zweier >>Vinder gefordert. ES wurde daflir ^orge getragen, dak e:::e we't-'re Aus breitung dieser gefährlichen ansteckenden 'ikranftieit verhindert wird. !u. Kleintierousstellung. Im Nahmen der ^ert'stmesse in Liubljana wird auch Heuer eine i^l^intierauostellunq arrangiert, in der vor allem die kleinen !^>austiere zur Schau gestellt werden sollen. Eine besondere ?1btei^ lung wird die großen ^^iegen- und Tchaf-auc'stellung bilden. lu. Das Wunder von Lot. In der Nähe des allen Tladtchen-/ Lo! in Jnnerkrain befindet sich eine riesige .^)i)t>lL, die sener vl^n Adelskierg, mit der sie iedenfaHS in Ausam-n:cni?ang stehen dürste, nicht viel nachsteht. Tis „!^ri2na sama" wie diese Grotte gc« nannt wird, besikt eine Neilie von .^i^hlön und unterirdischen >^een und nieist prachtvolle Tropfsteine auf, die jene in ?idelsberg teilnxiie weit i^kiertreffen. In den Grotten siegen zahlreiche Neberreste des ausgestorbe-NN >>öhlenbären: ein in dieser Höhle ausge^ qra'ienes Skelett befindet sich auch iM Na-turb'.itorischen Mussum in Wien. Di( Hi>hl^ wird in der lekten ,^eit systematisch durch' forscht und kartographisch aufgenommen. Es gibt noch .za>ilrei6ie Ncl'cnhi>hl«n, die bisher noch nicht crforjchk Vierden konnten, doch wird da>^ Persäumte mit Unterstützung der ?cliiirden nachgeholt werden. Fmtoo, den 25. Auauft ^ass ^ Äisi p. Unfall beim Holzhacken. Der Z7iöhrige .qeuschler Johann P i d o v i K aus Po^ drc^sc bei Ptuj war mit dem Holzzerkleinern beschäftigt. <^iebei flog ihm ein Holzpflock mit derartiger ?Au6it an den K'opf, das; Nidovio eine schwere Verletzung erlitt. Er muhte im ^^rantenbauH Aufnahme suchen. p. Radsturz. Der «^1 jährige Äastmirt Josef o r f o aus Areg stürzte auf der Drau-brücke mit seinem Nad und zog sich hiebei einen ?ruch des linken Peines zu. E? wurde MH Krankenhaus iibersührt. p. Blutvergiftung. Der l^lährigv Hirt 7vranz C a f aus Mihonci trat dieser Tage auf «inen Dorn. Die unscheinbar«? Wunde verschlimmerte sich derart, daß der Junge jetzt das Spital aufsuchen muffte, da eine gefähr^ liche Blutvergiftung festgestellt wurde. O lZ. I»» «jer Nsupt/iedunU (22. 6.). 0in lN.0«0 ^4.Z9 ."^7 ^000? 49^4? 63723 87^«.' ?s»5ttS liln «Wv 168 141.^ 2b3l« 3St25 .W7l 42631 42698 4.;.?6l 59758 6529l 69765 74931 81979 87254 98079 VW 6«00 17223 17593 30993 327t>S .?6«,43 3t,755 44185 477^9 49840 51467 516.V 53449 78204 81815 89993 r>in 5WK 11398 12IS0 18383 ZI927 31947 35s»49 35592 .^893 43148 5.«69 5469«) 63066 l.4244 ')<,999 68203 7s»7.?6 72305 78521 81249 84691 92328 99568 vln .^00 3320 4707 22727 34488 4I5Z7 458.^ 48915 53273 54.s.W 58404 6.^436 64427 69162 71205 72827 74666 97815 vln ZW« 12175 12468 15697 360.?6 43lS6 45042 517.37 57151 62567 63591 66935 69960 ><5528 86N1 S236I 92.?67 94678 98391. (Okne (ZevSkr.) l^evollmAelitizte Verkauksstello 6er Stsatl. Klsssenwtterie ygnkjxesekÄt Ve7j»ll. dor. er Oeff^ntlichkeit fast unbemerkt, wurde vergangenen Vonntag vormittags im wirtlich „intimen" Kreise — der Feier wohnten nur wenige Personen bei — im .^ime für den Kindergesundheisschutz in der .Äoro^ Köeva ulica die neue Abteilung für kraitke Säuglinge eröffnet. Im Vergleich zu den übrigen .^^ranklieiten ist der Prozentsatz der Säuglinge, die im zartesten Alter den Erkrankungen der Berdauungsorgane erliegen, mit Verdauungsstörungen uttd schließlich Säuglinge aufgenommen, für die die Gefahr einer tuberkulSfen Jnfek^on besteht. In i>er praktisch und hygienisch eingerichteten Küche werden Mütter in der Zubereitung der .Ein« oernahrung unterwiesen. In Ausnahme« fällen lönnen auch die sich in auswärtiger Pflege befindlichen, künstlich ernährten Säug linge die entsprechend zubereitete Nahrung von der neuen Institution beziehen. Die Ber- überaus groß. Bei solchen schweren Erkran-j Pflegsbeiträge find mäßig und n>el!t»en von kungen helfen die Anleitungen und die Arz-,den Eltern bezw. Berwandten der Mnder neimittel daheim nicht viel. Die kleinen Äran oder von ^en'zuständigen öffentlichen ^kto» ken können nur vom Fachmann in der beson-'ren eingehoben. Im Falle großer Armut deren Abteilung mit Erfolg behandelt wer-'trägt die Anstalt selbst «>ie Kosten. den. Die Zukunft wird unzweifelhaft bald den Beweis erbringen, wie notwendig diese Institution war. Gar mancher Menschenwurm wird in der neuen Abteilung vom sicheren Sofort nach Eröffnung der SäuglingSfta-tion wurden dort die Dristinge der armen Winzerin RoPiS untergebracht. Am Aufkommen der armen Vürmchen, von denen jedes Tode gerettet werden können. Aufgenommen kauni 16(10 statt 3 Säuglinge, das dem sozialen Elend der antwortungSvolle Ausgabe. ! ärmsten NevöUerungSjchichten enls^irmgt, Die neue Abteilung ist im ersten Stochwerk inus; schliesslich jeden guten Menschen >':rch» des Gesundheitsheimes untergebracht und »Mist AI Betten auf. Zur Verfügung stehen eine geräumige Terrasse fiir Sonnenbäder fo^ wie eine Küche, in der die Speisen für die kleinen Patienten zubereitet werden. In Ausnahmefällen können auch Mütter aufgenom dringen, waS zur Fylge haben wird >»aß aus dieser kleinen , Abteilung für kranke Säuglinge früher oder später ein großes .K^inderspital hervorgehen wird. Derartige Opser zu bringen ist dort, wo es notwendig ist, jedes Volk im eigensten Interesse ver« terarm ein« schwere Fraktur zu bePlagen hat. Der Knade hiickt an einem Strick die ihm an-dertravte Kuh fest, konnte eS aber nicht las« sen, das Tier mit einer Rute so lange zu reizen, bis es plötzlich Reißaus nahm und da« vonrast«. BraSko versuchte zwar die Schlinge loszulassen, doch wurde «r derart schnell mit. gerissen, daß dies unmöglich war. Die .Euh raste in den angrenzenden ?!^ld und schleift« den armen .^"naben liber Dick und Dünn mit. Zum Glück riß der Strick, bevor noch die .^uh den Wald erreicht hatte. Mit zerschmet. tertem Arm wurde der Knabe aufgefunden und sofort ins Spital geschafft. — Einen ähnlichen Unfall erlitt der elfjährige Fran^ B i d o v i aus Hoee. Bidovie spielte am Rand eines tiefen l^rabens und vergnügte sich dantit, daß er eine .^uh über den Graben hin und her jagte. Einmal mißlang ihnl der Sprung, wobei e^r noch von der Äuh gestoßen wurde. Der Knabe fiel derart unglücklich auf. daß er sich den rechten Arm brach. men werden, wenn dieselben nach der Nie- pflichtet. Vom gesunden Nachwuchs hängen derkunft mittel- und obdachlos sinid, oder ja in großem Maße die Zukunft und die wenn die Unterbringung des Säuglings im .leuen Heim nur dann möglich ist, wenn die Mutter stets in seiner Nähe weilt. In der Kinderstation werden ferner- Findlinge, mutterlose Säuglinge, die niemanden besitzen, der für sie sorgt, künstlich ernährte Kinder Wohlfahrt jeder Nation ab. Das schönste T«nkmgl, das die Draustadt unserem großen Heimgegangenen ritterlichen König Alexander setzen kann, wäre wohl e'N seinen Nomen tragendes K'nderspital! Sttaßenraubtr Im Auto Auf der Landistraße knapp vor Tezno ereignete sich kürzlich ein schi-ir unglaublich frecher Raubüberfall, der schon fast an dao Gangstertum erinnert. Als der Arbeiter August Mischer mit s^'inecr Gattin Paula aus der erwähnten Strasse gegen Tezno heimwärtSschritt, tauchte im Dunkel der Nacht vor is)nen Pliitzlich c'n unb.l'.'uch-tetes Auto au^f^ denen zwei Gestalten ent« stiegen. Ehe Fischer etwas vermuten kc-nnte, wurde er sowie seine ^rau von den unbekannten Männern niedcrg>'!6ilagen und ihrer ganzen .^^ab? beraubt. Zum t^Uück hatte das Paar nur eine ?asche mit n'enia^n Sachen mit sich, sodaß den Näuber,,. die sich daraufhin sofort wieder aus dem Ztaul'e machten, nur einige Es^.sacben und ein«-,'Flasche Wein zum Opfer fielen. Aus Grund der Evidenznummer de? Krastmigen^. die rasch- ein gewisser G a b e r vermerkt cbere Teil der Brust wiesen grauenhaft« Berlej^ungen auf. Der Unglückliche hatte e:n« Dynamitpatrom in den Mund gesteckt und d'sse Eingemündet. Tie Explosion zertrümmerte den Kops in kleine Fetzen, dic bis zu 30 Meter weit flogen. Die Leiche wurde in die Totenkammer gebracht. Beim Unglücklichen sm^ ma>i Dokumeu^ te, aus denen hervorgeht, daß eS sich um den beim Kraftwar? in !^Ia beschäftigt ge-wosenenen Schlosser Johann I u h a r t aus Si'lnica a. Dr. handelt. Der Mann litt schon inehr als zehn Jahre an Krebs. Die Ärankheit wurde von den Aerzien als uti-heilbar bezeichnet. Per Unglückliche war derart verzweifelt, daß er jetzt seinen Leiden auf sl> surchtbare Wei,sc ein Ende machte. Gegen Abend erregte ^in Pobrelje ein zweiter Selbstmordversu6) neuerliches Aufsehen. Der 48jährige Arbeiter ?ldolf TrebSe griff nach einem heftigen Streit mit seinen lxitlc^ Mnff °« di- b'ikc^n R«udi.-sch.'n Velde veiVntworten sich damit, daß ske 'ich cintN Scherz leisten lvollten. Flucht aus dem Leben Auf der Strahe neben .i'm Mngdalcnen^ fricdhof in Pobr^-^jc' spielte sich flestnn c,''-gen 15 Uhr eine orschütt^'rnde Tragödie Plötzlich erti^nte eine furchtbare Detonatinn. Den herkK^igee'Iten Pafsa^ilNt bn sl:l. ein schrecklicher Anblick. Auf der Straße lag ein Mann, dessen Kopf vers^'wunden war. Aus der l^räszlichen Wunde schoß ein fingrr» dicker Blütstrahl. Auä? d^i .'c.al'-' und der und trank in selbstmörderischer Absicht da-von. Die sofort verstäirdigte Rettungsabtei. lung übersichrte den unglücklichen Mann inS Kranlkenhaus. Gefährliches Kiuderspiel In das Mariborer Krankenhaus wurden gestern nachmittags zwei .Knaben überfichrt, die beide daS Opfer kindlichen UebermutS beim Viehweiden geworden sind. Der erste ist der kaum siebenjährige BesitzcrSsohn Josef BraLko aus Pivola, dar am rechten Un- nt. Evangelijihes. S5tag, 2-1. d. M. unt halb Zl Uhr wird int Gvineindesaale zlerS. Dieser Tage ist di? Mutter des ^österreichischen ?^undeskan'zlerS Dr. Schuschnigg, Frau Anna 6) u s ch« n i g g, gestorben. Für Maribor ist dies-?r Todesfall deshalb bemerken?wert, weil! die Familie des Feldmarschalleutnants von Schuschnigg bis zum .Kriegsende in Mari, bor, und zwar im Pillenviertel, gelebt hat. m. I« Stadtport findet Sonntag. !>en A». d. Mischen ll und 12 Uhr wieder ein Promenadekonzert statt und zwar konzertiert die „Drava"-Mpelle unter Leitung des Kapellmeisters.^ekar. m. Seinen .'iO. Geburtstag bex^ing di<'ser Tage der Direktor des Allgemeinen Kran« kenhauseS in Maribor .^err Dr. Fritz B r e ^ k o. Dem in weiten Fach und Freun deskreisen bekannten sowie wegen seines seinen und liebenswürdigen MscnS allseits sehr geschätzten Jubilar auch unsere lierzli-'^ sten Glückwünsche! m. Neue Straßeulampen. Am Grojsk, Oli ließ die Stadtgemeinde versuchsweise eine Ouecksilberdampslampe anbringen, während vor dem Bahnhof eine Natrittmlamp<' aus.^e« stellt wurde. Sollten sich diese Lampen iiir ^die Straßenbeleuchtung bewähren, werden dieselben auch an anderen verkehrsreichen Punkten der Stadt nwntiert iverden. Borkei« le dieser Lampen sind ein ruhiges und lieltes Licht bei geringerem Stromverbrauch. m. Fatale Verwechslung. Die -2s»iälirll,.? Arbeiterin Katharina .K r a i n e nul).n gestern versehentlich anstatt ?lspirin ein an« dereS Medikament ein. Es stellten sich be: ihr alsbald verdächtige Vergiftnuqsanzcichon ein sodaß ins Krankenhaus iibersi'hrs werden mußte. m. Tod unter dem Wogen, ^n Spodnja idudinja bei Eeljc fand gestern ein sünsiäh' riges Kind ein trauriges Ende. Der Besitzer Ludwig Ravsar begab sich um 7 Uhr morgens zur .HopfenpfNcke. In der linken Hal^ trug er einen großen Korb, wöhr<'nd er mit der Rechten daS Arbciterssöbuchen Peter LiPov « ek aus Zflornja .^"»udinja führte. Aus der ReichS>st!raße kam den b-eiden. ein schwerer mit Brettern beladener Wagen cntgeg«'n. Beim Bor'beisahren l'lieb Nav« Kars .Korb am Fahrgestell hängen. Ter Mann drehte sich sofo-rt nach links und v< r« suchte den Korb wieder freizubekommen. Hiebei zog er das .Kind mit sich^ das strauchelte und unter daS rückwärtige Rad des ZamStag, I»en 24. ÄuPist lSS!, Marsbur?? Zeitung" Nummer 19. Wagens stiirzte^^as .über .lsjne Hüften hinwegging. DsS Kind wurd« sofort inS Äran« kenhaus überführt, doch erlag e< bald dar-auf den schrecklichen Verletzungen. m. AilläUich der IkjähriDen Wi-dertehr d«s Särnt»er Plebiszits findet am l. Septl*,n ber in PoMna bei Prevälje eine grof;? ,^eier statt. Das Reis<^büro „Putnik" macht bei die^ ser Gelegenheit die Besucher auf di llhr am geeignetsten ist, da er schon um halb ?l Uhr in Maribor eintri'k». Der I^ahrpreis nach Prevalje stellt sich für t)ie Hin« und Nücffahrt auf 2^ Dinar. m. Folgenschwerer Gteinwurf. Der Tag^ löhner Matthäus Krambe rger war «b der .^länselei seitens des llsährigen Ar-Iieitersc'hnl'S Franz B- ohinjc derarl erbost, das; e?- diesem e.ncn Stein entgcaen^ schleuderte. Der Änabe wurde hieüe' 'derart unglücklich am .i^r.pfc oberhail? des getroffen, daf; er lK'wusttlo«? zusammenbrach Bohinsc wurdl' in6 Tpital g.',.'k>afft. * Der Radfahrerllub „Pvitela" in lüad-vimje veranstaltet Sonntag, ^en 25. d im Kasthofe Kunko eine ?!achfeter mit demselben Festprogramm. Jedermann ist herzlichst eingeladen. ^.'»37 . m. Einbruchtdiedftahl. Noch unbekannte Toter tauchten gestern in der Wohnung der Privaten Frau Gertrud P u ch in der Al.'k-sandrova cesta 43 auf und ließen auizer verschiedenen Aleidungsgegenftänden uuch e^-waZ .Bargeld und eine Goldkette mit ^ich gek)en. m. I« Vache «rtrunte«. Der 5Sjährige Besitzer Ant-on R e.z a r aus LjubeLna begab sich Sonntags in den Weingarten bei Frankolovo. Bei der Rückkehr stürzte er in der Dämmerung in den Bach LoLnica bei Pristana. .^?iebei schlug er mit dem Kopf so schwer auf einen Stein auf, daß er die Besinnung verlor. Der Kopf geriet dann ins Wafser,.sodas!i der Mann ertrank. Die !?eich?ennen in Cvoch das zliht' halten an dein ln'oher Erreichten iillmer ünd -oit^der zu neuem Geltungsbedürfnis zminqt. Trop des Uin'standes, daß d^r^an der '^l^'sl'rde^^uchr eigentlich ant m-'isten interessi^rie so gut inie nichts dazu b<'i«rägt, >il' 'iüzil?r:-schen Erfolge zu fördern, bl'w>'i>Vn unlere Rennen sonvhl in technischer auck» in qualitativer .?^insi6)t de-nno5i lang- samen. wenn au6> nisthsamen Aiissti^'g. Es ist jedoch zu hoff>'N, das; die iinisl'.qcblichln Stellen die volsswirtschliftkichi' '?^edeu!ung der ^>ebung unse^r Pfe^'ldi^iii.-t't un^ diimit indireft auch des Vierd-'jpovte^^ l?!ich im .Einblick auf den Frc'mdenoer!c'm' cinsehen iverden. Mit kleinen Preksi'n lan» di^' Zucht nicht angelockt 'Verden, da^' Ack.-'rb-.niministe-rium und die Bai^atsverM'.ilt'i'i^^ i>itts'^t''n el>en ent.sprechend hohe Pi'i'is.' slif!>'u, um auf die^e Weise der ^ncht neni^n Antri^ü zu geben, ganz abgesehen Y:>n dm auch sonst notwendigen Subventir'nen für Aufzischt an sich. Der Mariöorer Trabrenn verein hat sich durch die Prekäre Kgffenlage »nd die allgemeine Wirtschaftslage nicht enlmiüiqen lassen. deshalb finden am 8. Z^^Ptemb^'r in Tezno die obligaten ?>erbstrennei' statt. seinerseits soll dadurch das 7^Nieresse des Publlkums iür den edlen Pserd^'spl'rt aufrecht erhalten bleiben, and-!rsnt.?^ so5 Züchtern wieder eine, nvnn auch ssl?:ne Bcr-dienftmöglichfeit als Ve?:^h.iuttg für iljre nolk'/wirtschctftli^i nicht un^nichk'qen Äe-inttliungen zuteil werden. Zur Durchführung gelanc^en: Der Karl Pachner-Preis, cin .'oeatfahren, gestattet für Psorde >^ller Länder. Än diesem Rennen morden sich di? schnellstk'n in- und niisländifchl'n Pferdi' am Starj einfinden. Preis der Stadt Maribor. Zugedacht nur inländischen bis 1? Jährigen. ,^n ^iefi'm Rennen ineiden erwartungsgeinäß einige Neuling«' init erstklasfisier Abstammun«^ vorstellen. Preis von TurniK. Ein Fahren sür s bi-z l2-iä1)rtc;e Pferde, welches von unsei-^'r Mit' telslafse lil'stritten werden soll und voraus fichllich dic' Sjavterzahl aufweifen dürfte. Das Dr. Alfred Rofzmanith-Gedächtnis-rennen, lninaunt nach denl L^rschlies^er un!'« l^ründer der Ljutomergss Pferdezucht. l5s ist dies ein Znx'ispännerfahren, welches fcho.» seit Jahren das Lieblingsrennen des flroß>'n PublikuM'7 ist. Auch in diesem Rennen ist eine Rekordzal)! von Nennungen zu erw-^r-tey. In? l^aldprennen wird sich zuu ersten Male auch unsere junfie Reitergilde vorstellen, wobei mit ebenfalls sehr interessanten Momenten zu rechnen ist. Union'Tontino. Heute, Freitag, zum le^-tenwal der Filmschlager „Ball im Savoq" mit der berühmten Sängerin Gitta Alpar sowie Hans Iaraii und Rose Barsonv. ?Ib Samstag der schon lange angekündigte Pracht film „Die Welt geht weiter", die Svmphonie des 2<>. Jahrhundert^!. Burg-Tontino. Nur noch der sisilm „Die Liebesabenteuer Benoenuti Collinis". Abenteuer dc's größten .^Heiratsschwindlers des vorigen ^''^ahrhundcrt?. !^>n !Z^orbere:-tung „Revolte im ,'^oo", Großlonfilw in deutschi'r Sprache. t. Jubelfeier in S». Jvrij. Die Londwirt^ schaftliche Schule- in Sv. Iurij bei Celje begeht am Sonntag, dem l. September die Feier ihre? ?ojährigen Bestandes. Gleichzeitig findet dort die Jahresversammlung des Verbandes der Absvliventen der landwirtschaftlichen Schulen Jugoslawien? staN. Aus diesem Anlaß gewährt daS Verkehrsmi-nisterium aven Teilnehmern auf allen (^i-lenüahnstrecken eine 59''/',ige Fahrpreisermäßigung für die Zeit vom 28. August bis zum 5. September. Die Teilnehmer haben ani AuSgangsPulttt ihrer Fahrt neben der gan,zm Fahrkarte die gelbe Legitimation .L zu verlangen, die von der Schule in Sv. Iuris bestätigt, zusammen mit der alten ?^rlarte die man nicht auS der Hand qeben darf, zur freien Rückfahrt berechtigt. c. Verhaftet. Die hiesige Polizei hat einen 29 Fahre alten Mann auK Lotavca bei Asdovseina verhaftet, weil er beim Besitzer LipovZek in Lopata bei Celse anläßlich eines Einbruches ein Kleid einen Anzug u. einen llebe.rrock gostol>len hatte. Den Ueber-^ck verkaufte er in Zidani most, ohne zu missen, daß sick) in ihm 8 Dinar Bargeld befanden. Weiters soll der Verhaftete auch beim Gvstwirt und Realitätenbesitzer Sko-berne in Libose eingebrochen haben. Die Uhr als Pfaub. Ein Bosniake namens Iöiö aus Prijedor zechte in einem hiesigen Gasthause. Da er die Rechnung nicht begleichen konnte ließ er bis zum Abend eine Tassniake wurde verhaftet. AllNawlfch«^ Dißball-Suv? Gelegentlich des Äiiftritteä unserer Fuß-ballrepräscntanz in >^ottowitz law es zwischen den polnischen und unseren Fußballführern zu einer interessanten Ausspräche^ Vor allem drehte sich dle Utiterredung uni die Gründung einer alzslawifchen Fu^balltonkur-renz, I»ei der Bulgarien, Polen, die T^sckie^ choslowak.ei, Jugoslawien und - Rußland initwirken würden. Alles ljängt nalürliäi von der Aufnahme der diplomatisä)«?,, Beziehungen mit den Sowjets ab. . S jugotlawifche Schwimm-rekorde in Trieft Nach deif Erfolgen der .Su?aker traten nun au6) die 5pliter ^chmiw?">'r un^ Schwimmerinnen in Triest gegen die dortisle „Triestina" zu einem 56)wimlnkampf an Obgleich die Triestiner durch die Iiesten ita-lienischen Sch^'nimmrepräsentanten "erstärkt waren, gelang es den Dalmatinern ein«' ganze Reihe von hervorragenden Leinunsieu aufzuzeigen, die schliesslich in sechs neuen jugoslawischen Rekorden siipfelten Die neu« en Bestleistungen sind: M Meter Damen Olga Rose 2W Meter Brust Herren Mato^ii^. ?:.^7.l, Staffel fünfmal Mejcr Damen dreinial lM Meter genüfcht Herren IM Meter Rücken 5^erren Gazzari l:lZ.8 und viermal Meter .zerren . Es wurden auch niehrere italienische Rekorde aufgestellt. Während im Schwimlnkampf die Italiener lnit 441.^2 erfolgreich blieben, gewann „Iadran" beide Wafferk^llspiele init 4:2 und lauf zum Austrag. !)vanooiö 'iegre in 3 vor den Engländern Small (^7.2> und Bannifter (k^.1)). Uebcr iOs> Metc.r gab c? folgenden Einlaufe l Holmes ll, ?. T^nn-can ll.^'. .'i. Bauer 1l.!V Im Meler^ Lauf war das E)-gl'l''nis wie iolgl: ! St?-tliard ll?. Nikl>.izi. 2:01, .'i.. offer Im Weitl'prung siegte '^^uilcou mit n>ährend Novakoviö tZ58 uud .'?n ratovie Z^'nlimeter er'ielten. Der llD Meter-Lauf brachte eb^nkalls einen oiln:-terten Kampf: 1. Blake 52, 1.'. Dr. Jan? nckn 53. 3. Ban^t!ie ^Pike .'>n behaupten, mähr!.'nd die iUirigen 'l'lä^.e an Jugoslawien fielen uno zwar lienötigten 'Aauer und Mazzi 23.5. D^.5 'trösU'' teresse wurde deui Austritt de-i; '^^estrek ^r-deurs Lovelock üb"-r l5s>s> Meier gebracht. Bis ÄA) Meter den^ Ziel 'i'hrte der Engländer '^Üerrd, iiann aber Lovelock zu sinem inörd^'rischen 7vin.kii Ml und schnitt weit norai' in al-.' Sieger das Ziel. Ee, folgten War>^ in t:l3.tt. G^orKek in und Iurt^i in In der viermal lAt-Mcter-Siafsel legten die Engländer ll.2 Sclnudei, ol.ir, mährend die Iugosl-anien j4.<-i li.'nötigten. «ngNscher Leich«atble«Meg gegm Auqoslawien In Zagreb trug Mitlwoch abends die englische Studentenäusnxihlmannschast, die England bei den ^tud.?n!en^'.lgt!Nsviele>.l ln Budapest vertreten chatte, gegen Ingoila^ Wiens Vertreter einen Leichtath!l.'tik-Ländcr-kainpf aus. Die Engländer l>olten sich sieben Siege, während an Iugosla vien nur cm Sieg kiel, uich zivar über 499 Meter Hürden, den IvanoviL in 55.Z i^ewann. Die ^^ämpf« und Leistungen wurden durch den andauernden Regen stark beeinträchtig!. Als erste Nummer der Kämpfe, die unt beiden Hhmneii und feierlichen Ansprachen singe» leitet wurden, kam der 400 Meter Hürden- : .^wei Internationale als Iubilarr. Mo- ^a M a r i a n 0 v i l'. der lanqs'^hriqe Mit telstüriner der jugoslawischen Auswablniann, schakt, absolvierte in lilattowitz den <'>0. Landerkampf. Seinen 59. internationalen Auf^ tritt wird am K. September im lü^ampfe sie/ gen die Tschechoslowakei auch der ausgezeich-netc S>itenlättfer Ing. A r s e n i ^ e v i «; feiern. : Ein iteuer jugoslawischer Rekord wurde im Schwimmwettkampf zwischen dem Später „Iadran" und der Triestiner „Triestina" über dreimal 109 Meter geinisckit aufgestellt. M a t 0 Z i G a z z a r i und B r a s i« n 0 v i ö legten die Streck<' in .'^:41.K zurück. Dies war auch die ganze Ausbeute, ansonsten sah der Kantpf die Italiener mit 44 : .'^2 erfolgivich. Im Basserball siegten die Dalmatiner in beiden Spielen. : Tödlicher Absturz eines Tennisspielers. Beim ?lbsturz eines Militärflugzeuc^s in der Nähe von Oslo fand Finn Smith, einer der besten Tennisspieler Nor.vegenZ, den Tod. Snnth vertrat die Farben seines i^^an, des bei vielen internationalen Er.'^ii'sniss^n, zuletzt bei den Spielen um den "rrdishen Pokal. In Wimbledon hatt Smith Heuer in der ersten Runde einen Sieg über oen Iren Rogers zu verzeichnen, schied oder dann ae gen Van Rtin aus. : Giller, ^emttächst einen Trainerpo^ slen auf Malta antreten. : Das Rodeln al^ (Kxtratour bei der Llyuipiodc^ Die nächste Eurov.nue'.stcrjchaft im Rodeln wird im Winter ^ui l^iainii'^i-Parteilkirchen ausgetral^en weriie'i. uiü d?n "^iprtretern d<'s Olyilipischen .^?0lni!"e^^ zu zeigeii, daß auch das jporlg'^nläs^i' uü'deln eiik ernster >lampfsport ist. B.'!iiiiitI!G ist der Rodelspur! bis setzt als Di'^iplin .n, OllMpischen Wettkainpfprog'a.nin nistit an' erkaiint. : VW nationales Tennisturnier findet ain ti., 7. und >». Sepien,öer in C^lje statt. A!.' ^Veranstalter tritt ^er Spcrltluli auf. Im Rahineii der Beranjtaltiin.'i auch der Relourstadtetampf Maribvr—'v:7.8. Leiä'tathlctischcr «^ünflönderfanips in Berlin. Tie al^i 31. August iind 1. ^l'r!'':n der in Verlin slatlsinden>^c ^^egcl^inni.^ schen Italien, Unk^arii. S^ime^'-n u lMnd wurde iiurcl) die Teilnahnie ^'^an-inc' '»i <'iülein Füniländertainps .'r.i'eiti?rt : Olympiasieger von jtjW wieder !^! 'istci ! Bei den sinnisch^^n Leichlali/leti^mei^se; tell hat in dieiein Ialiree iin i n Äille Pörliiila nlit einer Lesstuiig neu .'>U.l!> Meter deii Mcisterlitel gewonn.'n P hölä ist der gleiche Mann, der !9.'ü li'i den ersten Oliimpischen Spielen n ^er kriegszeit in Antm.'rpen inii ! t>i Me^es Äl)mpiasiegcr iin «^^uii^Iitos^en wur^e^ einer übcrau-^ erseliireichen ttirrien' hat Pi'rhölä nun nolinials 'inn!''n'i> ?iachwuch-.' seine Uebt^rlegeuli.'ii ^.eil^i>üne bleibt ^lajji'! Freitag. 2?. August. Ljubljano l2 Schal'planen, l^i ."'^indou nenkonzert <>uinor^ 19 l,> '.1' ten^ Siunk^e der Nalion. Vorträge. — Bcoprali l!'» ^.unkoi i«: Zchaltplatten. Ii>^9 ^en-.^r:st:l,ik»'' l'.>l'' Nachrichten. 19.ÜN Slun^e k^er .' 2''».'!» -6>aslplalten. — A'icn II.:-.«» 3Nln.'^' er ^vrau. !2 i?rches:er. ^I.in^.'r! au- ^'i'n Klavieren. l^rie^. ^el>illnlak!e:i 17.29 Moderne. Geslügelwirts^j'aii. 10.'^!» sche Baroetuiusif^ -.'9.49 ^inko-.ii.li^in^fn Berlin 21 Konzert iMar »t^'ger». -miinster 29 2.'» Overeltenmusik. 22.'7p... ^ Bratislava l9 ?.'» Revorta^i^ aii»? dei'. Napbiagruben.__Breslau Untc^.''!,i tungsabend. — Budcpkst 2l.9.'> ilveri'o'.ch' ster. — Deutschlandscnder l9 .D Mustlaü sches.Kurzweil.__Droitwich 20.;!'» ^'n'tn'i.'l 22 Sinfoniekoitzerl. — Leipzig 2l>.!.') O. ili». stcrkonzert. — London 29 Boe.t:)oi'en->ion-zert. — Mailand 29.4.'» Luj'ts^^iel. -.'2 5i.ini iiterinusik. — Miin»en 19 ?an v>,il.orcl'.'Zer — Prag 2l.?5 Funkorcheiter. — R^m 29.19 ?lmadeis Werke. 21.29 Chorkonzert. ^ Stuttgart 29.4Ö Buntes ^on^rt.__Toulouse 21 Funkipies. 21..''<> Operettenninsik. - Warschau 29.19 Lieder. 21 S-nsonickon--zert. ! -> ..MrrkSorer ^Zeitung" Nummer WI. iläittllch Dilmr. den niedcuist.'u gen in MnrSka Sobotc^, Diunr, souiit llNl ein Drittel ivcnil^ev. Den höchsten Lvhu bezii^heu die '-Ilvboitninnen in 24.11. nnb den niedrigsten in d«r Umz^ebun^ von Ptuj, niinllich 12.M Dinar, uin di? >Mlfte n>eniqer. In der >i>auptlt.che melde»^ die Arbeiter in der Jndnstrie iir'sftr entlolint als iin Geu^erbe. hier ivicd.'r besser iils bei den s^ldarbeiten. Ddiffcrcn;ial dnrchschnittlich nm 73 bi.5 Para pro Tag. Als l^rundlasK' für die '.^>esc!j.^entw!lrfe iiber die Miniinallöhne führie !^ag Äreisaint für Arbeiternersicherunsi in Ljub-ljana (knde ^'ino Statistik der Arlieitcrlöhne, getrennt nach Indnstriegrup^'t'n und nüch ihrcin Sit, (Stadt oder Land), ein. Die Eta listit voni .;0. 7ulni d. I. sont»crt auch tue l^iehälter tiach (^schlochtern, nach den einzelnen .^«lassen der Gefahrentobelle usw. Al--l<' Au.^'ichen sprechen dafür, daß die L^chn-frag<' in naher '^llknnft wieder aktuell sein wird, da der ))iürkMng der Löhni: in den letz ten dr<'i Monaten ivieder stiirter einges^j^f hat. '^^^i^hrend die Differenz jZ.'gennber der gleichen Periode de^^ Vorjahre? im Mai d I. noch 22 Para täglich ausmachte, stieg dte selbe iln Inni auf 24 und im Juli gar auf Para. Die aon verschiedenen t^^esichtspunkten aus ausgearbeitete Statistik lv.zicht sich nicht auf die ^^chrlinge. sondern nur l-luf die übrigen '.Bediensteten, wie (^hilf-en. Angestellten, Ar l'eiter li'w. Ter versicherte Taglohn ist um 20'^« geringer als der tatsächliche iierdienst, teils ivegcn des Systems der !5l>hnflassen. teil!? loegen des unrichtigen Annieldens der sakiischen Bezüge. Das Hausgesinde ist fast zur (^änze in die 3. oder 4. Lohnkliisse ltäg-lich iUD bis II.00 Dinar) eingereiht, wss-halti die angeführten Ziffern dön Tatsachen teineswegs enl'pre^hen. ^n der Statistik sind auch die '^-^erglenie, (5isenbahner, Feldarl^i-tev und teilmersc auch das .'(^ndel'^'personal nicht cnthall.ii, da diese beim Kreisamt nicht versichert sind. Wo von Städten die )>icde ist, sind darunter Ljnbljana, Maril>»r. Ptilf, l^tranj und ihre engste Ui.igebnng zu verstehen. Äe Statistil vom 30. Juni d. I. l^lHen. Auf die Stäb-!e entfallen l^t5>4 Betriebe mit .'!5.17tt Ar-l'eit'rn Männer und U..79! ^ran en) und auf das Land 1.2.l8s> Betriebe mit Arbeitern Männer und l2.ls>8 ^-ranen). In den Städten sind dem« nach beide Geschlechter nngesähr gleich vortreten. am Lande dagegen entfallen etiva !niei ?.ltnitner anf eine '^ran. Der durch-'schilittliche versicherte TMlohn beträgt in der Stadt für Männer M7f, tnid für Kranen 20.02. ztlsanmtvn anl Lande 25.07, !7.4i^i, ?2.W^ insgesamt ?7.40, 1?.!>4, .24.09 Dinar. Die Disferenzierntig der Li)hno nach Geschlechtern ist in den Städten gröszer als am flachen Lande. Der Unterschwd zwischen den durchschnittlichen Daglölinen der Männer Ilktd grauen in den Städten deirägt 10.74, am Lande dagegen nnr 7.ti1 Diilar Die Löihne der ersteren übersteigeil iene der l«tz- dcr Männer und ?^rauen sbieg !ni zmeittn Quartal d. I. in den Städten uiu .20. aul Lande dagegen nur unl 1 Para ai' Iu der Saison müssen die Li.i'hn" b^^dent^nil^ anzie» hen, da die Saisonarbeiter etwa um die Hälfte besser entlohnt werden als die übrige Arbeiterscl^st. Der geringfügige Lohuzuwachs in den Städten und der Rückgang aus deni flachi'N Lande sprechen dasür, das; die l'^elMter noch immer fallen. Nach der Statistik ''>sise„ nur vier Jndustriegrnppen ini vergangenl-n Bier teljahr ein? Besserung anf. n. ^w. die Me tallindttstrie. die .'l^ol^'.verarbeitnngsindiislrse, der Bal)n- und Straßenbau inid die G'^^niein debetriebe. Dies zngt, das^ >.i.' Lehn'lage lvi nns weder hinsichtlich der Hi^he. noch ni der ^rage der künftigen Entwicklung der Entlohnung geregelt ist. Ta^lohn Versicher- Unterichltd Ä>dustri«ßruppe > > Zahl dir Beirißbe Ardeiter« zahl ter ÜO. 6. 1935 gegen. tiber 1835 D , nor I. Lanvwtrtsck)aft 194 487 22.77 — 0.13 2. Oeffentlil5,er Berkehr 20ig 245 479« 23.50 — 1.47 6. Metallindustrie 1068 4lZ9li 29. l 5 > s>.S7 7. Bcrkcl^rsmittelbau 88 151 28.^2 > 3.77 8. Chemische Industrie 82 1801 3^2.81 4- l>.'. 7 9. Kraftil>erke 7ö 405 .i0.29 s- 0.14 10. Textilindustrie 1Tj5sd,rstrie I0K 1043 39.37 — t.».2? 2Z. Hygiene 44« 1444 S2.32 24. Gemeindebetriebe .'M 19S0 29.1« U". i.33 ?«>. Handel 'M7 3050 2s>.66 — 0.05 2fi Geld- nnd Bersichcrungs- » 14« 480 34.59 — 2.37 anstalten 27. Tl>eater und Verschiedenes 571 1097 26.10 — 1.80 28. Hausgesinde 7440 843i'> 10.78 — 0.1? 21740 73900 24.90 — 001 Ausfuhmleichtemnoen far Italien Die italienischen Zollämter erhielten die Weisung, für gennsse eingeführte Waren Ausnahmen von den geltenden Bestinnnun-gen vorzunehuen. Demnach kr^nnen ohne Einfuhrbewilligung nach Italien n. a. einge-sührt werden: Waren, deren Gegemvert zur l^^änze im Clearing bezakilt wird oder für N'elche im Verkehr mit gewissen Staaten Kontingente mit Zollermöstignngen bestehen Steinkohle für die Staatsbahnen, Zuchtwild, Tabat für die Staatsmonopole, Saatkartoffeln, Gratismuster vpn Arzneien für Aerzte, Preislisten Prospekte, Kataloge nsw., die von ausländischen Transportnnternehmpn-gen ihren Filialen oder Neisegarnituren in Italien gesandt werden, Mnster von Waren, die sich noch auf Schiffen, in Häfen oder in Zollmagazinen befinden, sowie kleine. Postsendnngen für Privatpersonen. X Die BalkantabakbSrse diirfte schon demnächst ihre Tätigkeit aufnehnien. Daß .Haupt-lafler wird in Istanbul errichtet werden. Mitglieder der ??örse werden die Türke!, Jugoslawien, Albanien, Griechenland und Rumänien sein, doch wird mit Sicherheit er-N'artet. dclß auch Bulgarien derselben beitritt. Die ni^tigen Kredite wird ?^ranfreich beistellen. Zweck der Tabakbl^rse ist vor allem ein einheitliches Vorgehen bei A^bschlüffen !"wstln«r Ma» .md PreisronuN-nnl«^ ter verd'ient in der Stadt täglich durchschnitt licki 5.W Dinar me^hr als am Lawde, bei den Kranen beträgt der ^lnterschi?d sedoch 2..'i0 Dinar. Den hi^chst<'n versicherten Tiig-vchn beziehon dv Nvbetwr X Eine n«ue Bsrgbauunternohmung. In Prevalje wurde die Genossenschaft „Berg-ban-Wemeinschaft" ins Leben gerlifen, deren Zweck es ist die in K^onknrs geraten' KohtenMibe w Lo^ie zu ilbornvhmsn odsr gemeinsam ntit den bisherigen Besihcrn die Kohlenförderuug vorzunehmen. Man hofft dadurch, die arbebitslosen Bergleute wieder soweit als nwglich zu beschäftigen. X Eine neue Gchuhfabrit. In Lfnöliana wurde die Genossenschaft „Ljnbljanaer Schuh und Lederwarenfabrik" ins Leben gerufen, die für ihre Mitglieder auch eine große Re-paraturiverkstätte unterhalten wird. Für die Mitglieder werden alle benötigten Rohstoffe, Werkzeuge usw. angeschafft. In der Fabrik sollell die Schuhe in erster Linie von den Genossenschaftsmitgliedern hergestellt werden. X Insolvenzen. Ausgleich: Franz K o r o ki e c, Väckermeister in iselje, Anmel-dungsfrist bis 20., Tagsatzung am 3K. September l«m V Uhr beim Preisgericht in Cs» lje. — Beeu d e t e A u s g l e i ch e: Johann K l u n, Gemischtwarenhandlnng in ?^rna vas, und Dr^o K o p i Gemischtwarenhandlung in Maribor.^ X Zusatzverzinsung der deutschen Gchulv-buchsorderungen. Bon deutscher Seite wird darauf hingewiesen, daß auf Antrag die Zu-satzverzinsnng der Reichsschuldbnchfordernn-gen aus.fkriegs- ui^ Polenschäden in, Nah-lnen des Gesetzes Über di? Zinserniäßigunh bei den öffentlichen Anleihen vom 37. Februar ltt.'jü Altbesitzern von Reichsschuld-buchforderungen genannten Art gewährt wird. Die Nusschlußsrist für Stellung l>es !!^rtrages läuft am lil. Augnst d. I. ab. (interstütiet clie flMubel'l^enschen, abends noch im Be.'t ein Stüm^ chen zu Wenn des Tags« üast und Plage zu Ende ist. dann wellen sie sich do.l, noch ein ivenig Bergniigen göniken. Besonders die Hau^rauen, die len ganzen Tag nur körperlich gearbeitet haben und .'ejni' Muse ^tten, an'sich zu denken, iüljlen nun das dringende Bedürfnis, ehe der ?ag a.inz zu Ende geht, auch ihrem Geiste, der den ganzen Tag über hungern muszte. eni wenig Nahrung.zuzuführen. Dasselbe auch für l'ie vielen im Beruf steh.'nden F.ancn und Mädchen, die den ganzen Tag nur n'in ineclianische Arbeit zn leisten hai'en. '.":^enn die Arbeitszeit zu Ende ist. sehni man si?h nach einen» Ausgleich. Da nian ab^r. niüd" und abgespannt ist,-leg» nian sich gern niit dem Buch in'^ Pett. Da ruht dcr '^-^rper aus, »vähreuh d^'r O^eist, der arnie, wMt nd so^vieler Stunden vernachlässigte Geist, au-l, einmal genies^en kann. Qo angenehm freilich dieses ^'en'stündcti.'n abends im Bett- seii^ mag, es h.u auch leine Nachteile, die. nicht überstchen :ren dürfen. Bor. allein leiden die Ang.'n '^'hr da»-ui»ter. Meistens pflegt man ja, wen:» man im Bett liegt, halb auf der Seite. ll^'gen und das Buch -lkebe», sich liegen zu haben, so das^ der Blick »»icht senkrecht, sy»:dcrn schräg auf.die Schrift auffällt, .vas e.inen dllrchans unnatürlichen Zustand d't»stel!t uikd die Attgen^ itlx'rinäkig anstv'ngt. E'ne weitere Gefahr besteht darin, d»»; man l Buch allzu nahe an die Augen s;ilt. Es lonlmt hinzu, daß auch die ?^.'li'n1)tung eit ungci»üjzz'nd ist. Entlpeder 'st di' Lawp^ »veii eiltferut oder inan begnügt li!) gar u»it .as kann mir das schaden. doch, nie vei^gessen, daß die Augen da.?« ed l' ite Organ unsere? .Vdrpers '!nd> inan s^)r. sehr dl^iitgend bral»cht und di^',''irlim nicht l^enug jieschont n'erden i'önnen; d'nn bat man eimnal einen Sslmden davon'be-koininen. danli, ist e.^ s» leichr >»icht v'ic^.'r gutzinnaclien. ' Man sollte cilso. me»»n es geht, liche Lesestündchen doch lieber aus^erlialb des Bettes abhalten. Man kai»n es sich l.^ dem schön dcguem macksen, »n eine». Sofa ecke oder im l^rofzvaterstuhl Platz nehinen. den man dicht an ei»»e Lamp' I»ernnschies>t. Wenn lnan aber iu, Beit liest, danit sollte man »venigstens N"»r ausreichende Belen.ch tv»lg sorgen, und zuiar svlt das Licht von hinten auf das Buch falleu. Ferner lege tuan sich, mit einer genügend hl^ihcn UiNerläge auf. de,I Ri'lcken und hall' da.^ Bncli. vor sich. Dieses soll einen ii»i^glichst gr:^si^>i und klaren Druck habe»». Was die Wahl der Lektüre .iiibcteif't. '' ist es »»ntürlich falsch, ii»i»»ier nur ai'freg"n» de Stoffe zu Mhlen. Denn dieie nehn»?>i Geist und Sinl,e allzusehr 'le'angc'n. dii« Nerven »m'rden a»ifgepeitscl^t. nuiii lann ni6)t aufhören, nnd niich dann ist es 'nil dem Schlaf unter Un,ständen noch jj'ir Stnn den vorbei. Wer abends iin Bett zum Bu b greift, soNte gerade einen recht rnliigen »»ud k^sinnliäien Stoff wälzten. Ani l'estel» ,st e-dann sogar, eine Stelle iniitier und i,nn!.v wieder zu lesen. Dann wird inan miide n">' schläft bald ein. h. Obsttortelettes. 17 Dekagramm glatte':« Mehl, 14 Dekagranlnt Bntter oder Thea, ^ Dekagramnl Zucker und etwas gerie'bene Zi-tronenschale rasch am Brett verarbeiten und eine halbe Stunde kalt rasten lassen. Messer-rücket,dick auswalken, große Scheiben aus^ steckten, am Rand mit Eiklar bestreick,«n, n,it einer bleistiftstarken Teigrolle belegen und hell backen lauf unbefettete»i Blecln. Ansküh-len lassen, den Boden mit Maru«^lade best,wichen, darüber eii» bisserl Vanillecreme und darauf rohes oder abgetropftes Obst. — Banilloere in e: 2 ganze Eier, De-kagranltu Zlicker, z/- Vanillin, 1 .'K'affeli^sfe!^ Kartoffelmehl nnd schwach Liter Milch alles über Dunst dicklich schlagen. Mißverständnis. Papa will Mibi die Anfangsgrüilde de Neck)<'nftlnst beibringen. „A,»s dein Teller liegt ein Ei" sagt er, „wenn ich nm» eines dazu lege, »vieviel sind eS dann." — Meink Bubi nnd niacht graste Äiigen: „Tatsächlich» Papa? Ä>annjt du Gier legen?" 7amStag, den 24. August lAd. Die Bögel sammeln fich schon zum Abflug — Störche fliegen 9000 Kilometer nach Afrika — Aber die Wettersachverständigen find sich nicht einig Auf den Teleg^aphendrähten sammeln jich dic schwalben, sie schwirren auf unt» üben zum langen Flug, i>ik' Störche sammeln sich auf den nassen Wiesen, in .Eeil-form flogen schon die Schneegänse nach t»em Süden. „Es wird .^srbst". Und weil si»' so frijh von uns fliesten, so I^ißt es ein früher Winter würde uns fommen un die mit dem prophetischem, rheumatischen Blick Begabtc!» belegen ihre Mc'inung durch das Ziehen in ihren Gebeinen. Wann begiAnt der Vogelzug? Der Beginn des Bogelzuges ist bei den lvrschiedenen Bogelarten schr ungleich. Der uckuk z. B. verläßt schon Anfang Juli seine Heimat und andere Bögel fliegen erst Ende September, Anfang Oktober nach den wärmeren Ländern. Die Bögel haben eine eigene Art fich auszurichten, und es ist nicht durchaus richtig, aus dem frühen Abflug eine bestimmte Lehrmeinung über die Jahreszeiten zu folgern. Die Z t r ch e sammeln sich in Massen unt» fliegen dann unter der Führung eines Leitstorches ihre ganz bestimmte Nichtung.^Die Bogelwarten haben versuche angestellt die sehr interessant verlaufen sind. Man stellte sest, daß eine Scheidegrenze für die Ttörche etwa in der Lin!e des Wasserlaufes liegt und könnte beobach-ten. daß Störche östlich der Weser über Klein asien und dann nach Afrika und die anderen über Spanien nach dem schwarzen Erdteil fliegen. Iung-Gtörche auS Ostpreußen, die zum ersten Mal nach dem Süden fliegen soll tcn, wurden nun westlich der Weser ausgesetzt und flogen doch über Kleinasien, bevor sie überhaupt einmal diese große Strecke geflogen waren. Der männliche Kucku k fliegt allein, ei« iiige Wochen später folgt ihm das Weibchen ebenfalls allein. Indischen aber sitzen die ."Hungen nach der bekannten Kuckuksmanier in einem fremden Nest und wachsen heran und wenn sie groß und stark sind fliegen sie allein den ihnen doch völlig unbekannten !ZSeg, ohne Anweisung und vhne jede Hilfe Mit kcr BsringnngSmethade konnte nun fest gestellt werden, daß diese jungen K^uckuke im folgenden Jahr wieder ln die alte Landschaft zurückfinden. - Die Zugvi>gel haben also in sich eine bislang ungeklärte Entwicklung der Ortssinne, duch des Zeitsinns, der sich absolut nicht id ein Schema bringen läßt. (Gewisse Bogel-allen, z. A. die Amseln bleiben zum Teil Iner lind überwintern. Ein großer Teil, der törsx'rlich genau so geeignet ist den Winter zil iUierstehen, fliegt in die wärmeren G^'-qenden. s'^enau so verhält es sich mit 5 chnePfe und Turteltauben, illit Ä' i e b i k e n und Staren. Es i'selbt ein Rätses^ warum diese Tiere über-! nach dem ^iiden fliegen. Sie sind wis>evst,indssähig und liereinizelte Tiere die >1»? irgend einein ^^runde eilnnal allein blie I'>'n nild nicht mitflogeil. erhielten einen dicl.'ven Federpklz mit vielen fleinen k?laum s?^ern. Man h,it daraus erkennen können, das^ die Tiere Schutzmöglichkeiten znr Ber» l'iiqnng haben, die naturgeinäß allen Vögeln s^Icicherlncißcn zustehen. Welche Tagesstrecken werden zurückgelegt? Vielfack) ist die Anficht verbreitet, daß d!e Vl>gel ihre N'!:ise in ununterbrochenein Fln-le znrückreg<'n. Das ist nicht richtig. Sie flic licn in Etappen und sammeln unterwegs neue.Gräfte siir den Weiterflug. Die Bogel-wavtcn haben festgestellt^ daß die Reiher V. nur fünf bis sieben Stunden am Tage flieg-^'n. Die Entfernuilgen nierden auf diese Weise in langen Flügen überwunden und nur einzelne machen hierbei Ausnahmen. Rauben fliegen mil einer durchschnitt-licli^'n!^eisegeschwindlgkeit von 40..5Y .Alo-^Ml'tdr in der Stunde, kräftige Tiere bis zu Ä'ilometorn. Große Schwärme wil-dee' Tauben schassen die großen Entfernun- gen Nack) dem Süden in der kürzesten Zeit. Keine besondere Ausnahme macht der amerikanische Goldregenpfeifer der in einem „Non Stop-?^lug" zwischen Neuschottland und Venezuela über .^00 j^ilo. Meter zurücklegt und damit den, wenigsten uns bekannten, Dauerflugrekord der Vi^gel hält. Die weiteste Reise unternehinen die S ch w a l v e n, die eine Entfernung von ii'ber lO.lXX) .'ililometern überwinden, uin aus dem kalten, nun fliegenarmen Norden in südliche Gefilde zu kommen. Bekannt ist auch daß Störche WlX) Kilometer bis nach Südafrika fliegen. Dies sedoch nur in Einzelfällen. Andere Bögel begnügen sich damit die südlichen Länder Europas auszusuchen, z. B. der K i e b > k, der nur nach Südsrankreich fliegt. Die Beringung, der — Bogelpaß? Die größte Bedeutung für die Erforschung des Bogelfluges besitzt die Beringung der Tiere. Seit vielen Jahren haben sich die großen europäischen Vogelwarten, insbesondere die deutschen Bogelwarten Noßiten und auf .'^7lgoland, die beide an erster Stelle stehen um die Erforschung große Verdienste erworben. Durch den winzigen Metollring, der dem Tier, das in großen Fangreusen gefangen wird, um das Bein gelegt wird und der seine .Herkunft ausweist, läßt sich bei seiner großen Reise in anderen Ländern leicht feststellen, welche Richtung der Flng nahm. Nur auf diese Weise war es seKu-stellen in welchen Teilen der Welt unsere Sommervögel ilberwintern. Einstweilen gibt es nur in den nördlichen Teilen der Welt Bogelwarten und diese Be-ringungsstotionen konnten darum nur über den .^^erbstflug der Bögel Untersuchungen anstellen. '^Senn aber einmal im Süden gleichfalls Vog^^lwarten eingerichtet sein werden, dann wird man auch bei uns im Frül)-jahr feststellen können, woher die Frühlingsvögel koinmen. Als erster Staat hat Italien in den letzten Jahren beclonnen die Beringung duvl^uführen. Desgleichen hat Mussolini den Bogelschuß angeordnet, der gerade in Oberitalien sehr vonnöten war. Denn dort fingen die Italiener mit großen Netzen die Zussvögel, und viele Ringe, die die deutschen Bogelwarten an den Beinen der Vögel befestigt hatten kamen aus den Ta-lern der Südalpen. Sie hatten allerdings ihren Zlr^ck nicht völlig erfi'illt. Bevor d:? Tien' in ihrer neuen Heimat waren, wurden sie abgefangen und getötet. Einzelgänger und Reisegesellschaften sind die Reisearten der Bögel — ein jeder kennt die typischsten Wanderformen — der .'^use der Stare und Schwalben. Der große Kreis der Störche lnit dem Leitspruch, die Keilform der (Mnse und Schwäne, die eigenartige Staffelung und die Linie. Nur wenige Vögel fliegen aln ?age _ Raubvöc^el, Stör che, Kraniche — die meisten sliegen in der Nacht und nnr bei Stl^rm und Nebel ruht dann der Flug. Wohl ist auI dem Flug der Vögel zu erkennen daß das Jahr früher als sonst dem ,.Ende" zugeht. Aber sagen, daß es einen harten od>?r warmen Winter gebe, weil die Vögel früh oder spät na6i dem Süden flie^ gen, ist doch wodl genau so wenig richtig, als inan folgern kiinne: weil die Pferde ein neues Fell bekonlmen, das wollig und haarig ist komme ein harter Winter. Die Natur schslt^t sich auf eigene Art. Wir können nur die Symptome erkennen, wir wissen die Gründe, aber warum es bei den Tieren und Vögeln gerade so ist lind nicht anders, das wird ein ewiges Rätsel bleiben. Wo.wird das meiste Brot gegessen? Die amerikanische Universität Sta?'5rd hat statistische Untersuchungen über dcn '^rot verbrauch in den verschiedenen Ländern angestellt, ivobei von einer uralten Redensart ausgegangen wurde: „Der Franko'e ist ein Mensch, der nie genug Brot bskoinmcn kann." Die erwähnten gena>lcn Untersuchungen haben dann allerdings ergeben, daß der Franzvse mit einem jährlichen Berbranch von 2.'^0 Mlo an der Spitze der Vi'lk^r rrar-schiert. Danach kommt der Belgier lnit 197, weiter der Italiener init und t'er Engländer mit Es wird Ä^und'^r nk!l?!u'-n, daß nach dieser Statistik der DeuN'ch-^ l'ich lnit 73 .'^ilo begnügen soll und das^ der geringste Brotverbrauch in Europa angc.'ilich auf die Dänen fällt init nur ^l kg im Jahr. Dabei wird man allerdings bcrilcksichtlg?n müssen, daß in D-eutichland ulld Dänemark die .'Kartoffel einen sehr slreßcn Teil der Nahrung bildet, an dessen Spelle in d.'n übrigen Ländern eben das Brot :ritt. .Mariborer Zeitung" Nummer 1S1 Neuis in so Meter Kvhe GcheiInmgSgtitnde dutzendweise. Eine recht r»ergnügliche EH-? n?us; ldie Amo rikanerin Miß Elisabeth Roß geführt ha-k^n, denn bei il)rcm Scheidungsprt.zeß, der ükirigens lnit eiirer Versöhnung endete, gab sie nicht weniger als 75 Scheidungsgründe an. Dil? „wichtigsten" darunter waren folgende: Der Mann käme sehr oft nicht zun» Deutsch englischer SußbaMampf bei den Studenten» Wettspielen In der großen Berliner Ful?tail?it^'>luli^ war am Montag ab.'nd ein riesigem k^cuer ausgberochen, von dem auch das im Flinl-türm in Meter .^'»öhe besindlickie Resla'^-rant ergriffen wurde. Von der Aufstellung selbst brannte eine .'!^asle nieder, inähr^nd sieben andere .'i^allen vr der Bcrnichknng «gerettet lnerden kannten. Diese nä6)tlich.^ '.'ins-nahlne zeigt das Feuer in der Auc-'t'slnng und iln Restaurant des 'RerÜner Fllntturni'.'. lScherl --Bllderdien ^ Vt). Mittagessen nach .^^ause. '^r geh«^ mit ihr Sonntags nicht spazieren, l^r in'^ichc. T.igl'-bucheintragnngen in Gehei>nichrlil. Er ru'e sie nie auc> seinem Büro :e!eps)anisci, an. Er bade oft zwei Stunden iin '^^ad'^i.nnur. Er schlieide ihr den Drahl an bcr Nachi tischlainpe durch, dainit sic' n>cht lei-' er ungestört schlafen föliiie^ Auch fa-' Wirt-schalt-geld werde voil ihn? l'iel zii lliediig bemessen. Der bc'klagle Ehegalie erwiderte mit folgenden Vorivürfeil: Seiii' Frau pfle ge ihit init l>esolldercr Vorliebe ei:i sinniges Rlnnozeros und eine waynsinn'g^^^ Nuß nenileil. Dic Verhandlung endete mit einem schallenden ^'^^lächter Beteiligten und init dem Versprechen b<'sse-rcr Verträglichteit. Im Ralimen der Studenlen-^Wettspiele in Budap<1t n'erden au
  • .'>an:^nrli-.: störeii. Selbst Negertiiider gelangteii o.>rül''l!?.nd zur Tagesberühinkheit. l^.'genn^ävi-g '.'.ibeil die Neivyorter eine kleine sM'Ntilic "ü^iei-jährige entdectl deren „phäneinonale" gabung sie zu inerkwürdigen Begeiste.run.'zi'-stürlnen veranlaßt. Seitenlanae Jnlernieins mit diesem schwar^^'n .'^tind lni?r)eli nerl^'-fentlicht. Eltern, Tanteii und (^roßinittter werden nin ihre Meiniing liefragt. Dic ^och ter de-? ^.^^egerrict>ters inid Nedakteiils üt der beliebteste (^espl-äcj>sstoff der 'iiies'.'nnlelrt.'l Pole. Die törichtesten Dinge iverdeil datiei festgehalten, so z. B. das^ die tleine Pliilippa das schlverste Wort ber englischen Sniache. aussprechen könite und selilerfrei lierunter schnurrv: Piieunlonoultrainirojeopissiliel'l'ol-eanonioiis. ".Z^^s dieses unsilinige Worl lie-deutet, wissen allerd,lrg>^ die Ainerikailev sell'st nicht. Es ist anscheinend eine geivall^ iame Zusanlinenset^ung und zur Schulung der Znnge erdacht. Zlmngost im Savl>y'.?»otel. L o il d o n, ?l. ^lugilst. Auf tienl Dach der Einfahrt de-? Saiw»>5^olel ilnirde gestern abends ein 70jähriger, völlig I>erabg<'fon>' tttener Mann ii» zerfetzter .holt doch n>ar der ü^)i^ann so ge» schwächt, daß er nicht eininal angelien konn le, wer er sei und wie er auf da.^ Dach der Halle, das si6> 20 Fuß liber der Erde befindet, gekommen war. Die Polizei steht vorläufig Nlxj) vor eimm Rätsel. Mariborsr Zeitung" Rummer lN. samStag, tien 24. K8l II,?« «I«M«? 10? «litN« >«>«« >»«» M»»»«?«»«»««» ,u» Xleiner /^meis« /^nst-sgkn iml« MniMGssy sincl » Mi»«r jn Vi-iv^-msi-ken bei^ulsgen, c»s snsonV^n öl« in cte,^ l_ac?v ist, clss SyvünaoMa ?u ei1ycjics«n. ?ii vkkkavlsi tiutei- VVsin vv» ö l^itsr sui-t, Diu per I.itvr, 2u tutvu l,(>. Vorkliusc) stieiü^vvert .ljlor. k'u^o >ir. _^444 /^wcjcriit.!^ Seklss/.imm^k', iiul^-sisilltiei t, dr-ui!!. «iiiiiiliL />> > er- IvItUlcil. Kiulju petru ?i', neue dil- li«8t :tlZi^u^Llieii. .X^r. Verxv. ?«vermieten Z^U^IiIiert. Limmer, «zeiiur. k'ün-xuii;:. ^(iiniiL. I^urkiüllle. LI! VLiiiuotci,. Vru'/c)V!i ullea ki-III. lecllt^. 8.^07 laßeres ^lmmsr vermK-ten-Vstrjnj^ks iil. H5.?5 Loiinjees, sepsr. >nlt l—2 kytlöii, 'vlavicr. al?xu-Lvbvn. ^oclna 25. ?iir 2. «5Zü l llNeie Aelle« ünftnerirsliitte. tüciilixe. ziiii-j(ii>it, für '?c>lort i^t-'-Ziiciit, >^n»ekc>te mit Z^eujZiiiijiUx'icliijf teil ÄN tjürtnerei envit«. /^krok. VIu5I. Uklcl ciLutsclie» ^s>l:tc!ie /u LiiiLtn ^>-iüIir!i!ei> I(ngtieii. lltlßstö .".«mt ivtjl'ien iseii UN k:uLeii Kuiiil/, i^Ziü.'icu. 'l'ÜLiitise Verl^wNurin mit ineiiriiiliri^Li- nieli^ iider N ^alire ult. wirci l^ek kc^iiuciU. .-Viur-Wv unter »^elks^ünclij; unU elnli^ti gn die Ver>v. k5v9 I'ücktille litiiäwii'tk^I^Äitlielie ssfsp mit (^elä xvirU vciil !e-^iitvil (^runDßiiitücir p.'-'^llclit. ^Iter k>Ieb(i»8ilcile. '/luüLiniitett erdeten lmter ^.^^irl^etiit/Lrili« an liio Verv. U, LI. dblL N- IllUlINMIl MIlW 5 l »ukvv«rt» l l l)iv Ml »5Z» / Anekdoten u. Schnurren Der Landesherr darf saufen. Der Kursiirst von Sachsen, Johann Georg iiebte den Tnlttk. Zogar nnsgicbifl, Die N»»1Ürsttn Hatto viel Aevtier »nd wnichte Nch «IN den Hc»fPrediiler er "lötie in einer Pre-klistt dieses Loster bejolsders geißeln. Am folgenden Sonntag wetterte der from ttie Pfarrer ges^en das Sansen und bemerkte mit Frende, wie der !»tnrsl'nstin Gesicht inl-mer breiter nnd bnlrfi'>;itin hatte mit cinemnmle ein langes, saures, Johann Georg aber ein br^i tes hi'iteres Gesicht, Antosahrerin inl Handschnhgeschiift; „Ich ini^chte ein 1?nar Handschnlie, znr Z^arbe nleines ?lntos pas^ send." „Welche Nnnuner bitte?" „P Mherfßtzung. „Hast dn eine Ahnung luns Morg-enroll ans grönlfindisch heißt?" — „Eskimono." M« «ltttti!» voi» l.0t.a s?ei»< i^sekcti^uek vorbotGN! erklärte: „Glailbe mir, <^s wird Ulli- ivlU?rl)astig schiver, vier Wochen lhne dich seil, ,;il lnnssen, Britln. hätte c.) na.I, unserer Zcheidnng nie für lnöglich ge--l?al!<'u, ev ist aber doch so: Ich habe mich .lUm ^zni.'lleli !).>tal so sehr an vich l^ewÄint, d.ts; ich dich lticht ulehr entbehren inag." -„Und so lange ivird deine 'lieise l^auern, Anichllis', daran direkt nach ''liari^'nbad zu iicheil l'a ich anch in Wien und Prag b«-liisllsl, zu inil liabe. ^.'lber dich i.,l.'lterochen uicht sehen'":^ Wie ist eei denn ejgent- !i.l> inil euren N^'isepläiien'i'" ___ „Wl^'bke PtiuiV" — „Mindestens, ^ch hatte nor, im ist selir lN'izig, sie l>at erklärt, wir hättelt lein für eine >)ieise. K^ilUis Tietrich Inns', natürlich fort. s>"ir deli Inngen ist 'm» wer alle^^ da. .'^ch gönn' e^^ ihm Za. er n't ein lieber >le sür ''Z^abns (srholnng notiveiidiq ist, kann !.I» schliesslich noch alisbritn^en. ^laus ?n'lrich lann nnniöglich allein fahren." — ..Wielttt' oder ich ntüssen nlit. Aber im'nn ich Uronkenpslel^erin sein soll, habe ich nichl-^ .01, einer Neise." — ist anch teine .'liiigaln' für tiick. Brittn. ,Vir werdet es ^chon ülmssen. alle drei zu slihren. 7^hr !ouli>n inich ^Vllnieiibltd. ''>!'^ablis '.'inleil ^lihle 'ch l5inverstanden'i'" — „l5s ivär^' sehr nett, lewlß. aber ob es gehen n»ird? Cbbin'ihans. cier in ^^tnrl^^bad seine jährtiche f^nr machni Nils;, hat nelisi.li schon angedeutet, dflß «'r i.h von seiner Braut nicht irennen mi^chle, :iild das', er denkt, wir könnten alle znsam-?nett nnch litarlsbad fahren. Aber da Oiedke .ln'iubar keine Lnft hatte, ist der Plait wieder fallen gelassen worden. Tu könntest nicht nach ^tar>''blid kommen. Paul':'" — ..Mir ist Marienb«d notu^endig. Was willst du anch in j^karlsbad, Britta? Du hast so gros;« Ausreguniien gehabt, die lchiine ^?uft 'n Marienbad wird dir gut tnlu Du ti^nntest W-der nehnien siir dein angegriffenes H^'rz. von dem du nlir neuliä) erzähltest. Aufrichtig gesagt, ein Aufenthalt mit Sbbingtiaüs wäre mir lästig. Die kreiden jungen Leute stören luich weniger. Wiebke wird ja 'iir ih» ren Bruder sorgen müssen, und da hättest du Zeit fi'ir mich. Du solltest mir wirtlich auf diese Weise Gelegenli«it geben, dir zu zeigen, wie net^ und vorni'inftjg ich inWi. schen geworden bin. Wenn man vier Morien llnailsgesetzt Mamnte» ist, lernt inan sich ivieder griindlich tennen nnd tann beurteilen, ob lnan zueinander paßt." „Tos ist richtig. Ich milßte mich also hinter unseren Hausarzt stecken, dcrmlt der fi'ir mich nnd Klans Dietrich Morienbad vorschreibt. Dgitn kann Wiebke noch tmlnvr machen. tvaS sie will. Meinetwoge,, gan^ hierbleiben." — „Latz sie Iiel>er .nitkammen. Sonst hast du zn tvenig Zeit sür mich. »)ll!o dann wäre das abgemacht?" — „O nein", la6>te Britta, „erst muß ich doch T^ktor Hasltn rumkriegen. Zo einfacs? ist die ?ache tlicht. Panl." — „Wenn dn etwas willst nnd einen Mantt fnr deine Pläne sjewinnen »vollst? Das ist immer no.1i einfach g'lvefen " Sie sehen einaicher in die A>»g.'n nnd lachen sich an. Als Alfred Ebbiimhaus ani !^ach nittug endlich Zeit findet. Wiebke im '^llro anfzu-s.tchen, ist sie schon nach Wittenl^ergen l)in-anögefi^hpen. Er wnnd<'rt st5i. das; er weder von ihr von Georg Etanfs»'r^ ettvaü gehört hat. Aber ftine Zeit ist anch setzt lu Anspruch genommen. Er konnnt °rst Ztm»» den später w die stohannsensche ?^ikla. Wieb te läßt sich vor ihm l'erlengnen. Tie l>at entseWche Migräne nnd liegt zn Pett. bestellte Liesel. Er sibt eine Heile bei leinen. >^^ast du immer noch so schiiinnle ÄVPfl'chinerzen?" — Sie bejaht. Nnr die Migräne kann ihr geschwosleites. verweinte? lÄosicht erklären, Ans seine besorgt^ daheim zu bleiben, sich wieder hinznl'gen, gkht Wiebke nicht ein. Sie hat zu Hanso leine Rllhe mehr. „Gestern war ^tn oölltfl verpatzter Tag", sagt der Mann aus d-r Zahrt. „Merkwltrdigerwetse habe ich auch ni-hts wieder von Stauffers gehört. Seid ihr einig MivordeitV" ^ Tie schiitteit den .stopf und wendet ihr Gesicht zvr ^^ite. „Noch nicht g«^nz. ^ch Miß nicht, ob - er nnrllich fiir dieftn Posten gv^^ignet ist. Pu hast sehr grosses Pertranen zn il)N!. Alfred." „Well er sich sab^'lhaft bewährt l)at. Enorm tiichtig nnd inlellifl^'nt ist. ^ch glaube, ratz dn eine flNte «liil^e an ihm haben würdest, llnö vor allem soll er »lanS Dietrich später zur Seite stehen. M habe deni Jnngen gestern bereits davon erzählt." — Tie erschril^t: ..Was sagt er dazn?" - «Er ikt einv'rstan' den. Er hat <^tausfers ja nnr wenigemalo gesel)on und 'sich nur einmal mit ihln unter-kjnsten an dem Abeitd, als er znni .rltennwi zn tms kam und wir Etansf.'rs auch wieder iieladen k^attetl. weißt dtiV Aber er wor ganz begeistert von -tauffers." — „Einein Jnngen, der «n seilten »iollstnill gescheit ist. imponiert natlirlich eine solche ab^'nlener-liche Exiftenz". nteinl sie kurz. - „Ml^^gli.i^. Aber ich lasse mir doch von so elnm? nicht imponieren, jtindchcn. Hast du et vos gegen Stauffers, Wiebke? M er dir Plötzlich nn fl)mpathisch? )ch hatte bish.'r uicht den E'ii druck. . — „Das ist es nicht", 'tösn sie l)astig uud gequält hervor. „Wir könneu jo morgen noch einnial über kiie TaK' svre chen. .l^eute fühle ich mich zn schleb>." D^i-Nlit Hot sie eine <'^rist gewoniteil. Al>er zwei stunden später silu Alsred El" binghaus ihr schon wieder iin i'iber. Er ist sichtli.ch erregt und li.'s ^n'r-stimint. „Denk' dir, Wiebke, ^>ieier Ztoussir-!' ist fort! Einfach davonlielanfeii! Das^ ich mich so irren konnte! ^ch bin nne uo> d.u Äopf geschlagen! Begreise das l^^^n'.'.e ni l/" — „Dil — liast ihn gesproch^'u?" sragi si!.' nnd erschrickt vor der >^tln>tgl.'sis!t tt i!ii,'n. l eu ^ie mir lxnie angeboten hoben, de.l; ni l^t ge eignet. Sie l)aben nlici» iil'erschi't'l. Ich ge wohl überhanpt nicht ans di^' lür eine lanfmänitislx' Tätii^keit. Di? bei iin'e,i keine Beschäftignilg ttlehr f»r wich 'st, nnl! ich niich einmal im An'^laiid ilni'eh stoben Sie Herzli6)ell Dank inr ^^hre .<>ilf^' nnd seien Sie nicht allzn böse ^hreni dantlmr-n E. v. B." „Dn'? ist sein wirklich"'. Noine" sagt Ebbinghous erklärend nnd niuiml d n Brief ans der.'!>ond des sch,N'.'il!''iid r. .Rä!"-chens. „Was sagsl dll dazu, '^r^iebke?" — „Merkwürdig." — „Äiel inehr als nnr inerk würdig. ??achdeiii er mir g.'st.'rn erk'öue. jetzt durchaus für die kiiufniännisch Tiil'g-seit zn tang^n! ^.liachdem er allein. w,ic-er hier in den drei Zeilen s.hreibt, gernd.' das Gegen!eil hel^nptet hat! Es ist nicht n faffen! Eii»siich nicht zu erklären! Dieier Mensch, von dem ich so viel .'rwaltet !>iitte. st nicht nnr ntidankbnr gagen mich, er i.t an.ch diinnn! lFc'rtskpiinn kosgl^ ^ .. Vireletor -» ii, ^Iaril»oß^ . kei^o vot,nI>»kD l« Mt? ke?qn»i»elier ni"I äi>n vesAN^^k'rtlictii