LäibatherSeitunK. '^' «8H. Dinstag am R4. Anguft «833 ^>c .,i!a!l'm1)cr Zntuxq" erscheint, »nt '.>l»>),,ah!»t o^r Hmin- mid ^im^, t^;lich, uilv kost.t sammt del, Vnlagc,, ,m ^omvloir ^'»zj.ihr^ ll ,l.. „al l'j.i I, r ig ^i ft. ^l'lr.. mil ''treu; band ,»,' ^»»N't^ir gan^jähriq l^ ss.. h., lbj ä !> ri ,^ u si. ' ,n>r ?ie Zm't.'ltmui i,i's H.iuj ,l,w halbjährig:« kr. nuhr zu .»trichtm. Mlt drr Pott port o- ,^ si., halbjährig 7 st. A<> lr. - Insl ra tio» ^el'ü h r siir ei,ic Sp.il^»;.ile udcr dc» Naxm dcrsclbm. ,nr c>n- mali.^ (5>!,schalttt»q .'l k»., fiir Wcimaliqe ^ sr.. sür olvimaliql' .> lr. (?, M. Inftr.,ts bis 12 Zoilcn lost.'» l ,1, für 3 M.il , 5.N fr. siir 2 M,,I »nd 40 tt. siir l MU einzusch.,!!.!!. .Z>, dicscn G.-biihrcit ill nach dc»! „provisorisch.'» Wcftlie uom 6>.»louci»bcr !«50 sür Inscr^tiolls^iü!»'.'!" noch w fr. für ciiic j^dcsmali^c Einschaltung h!ü;il zu rcchnm. _____________ Ämtsichrr Thl'is. ss>c. k. k. Apostolische Majestät haw, mit Aller-höchster Entschließung schästsknndigen alten Parteien eine Zerklüftung her' bei, welche nnr noch znsammengewürfclle,'ilnzuvcr' lässige Majoritäten ohne gemeinsames Prinzip, ohne gemeinsame Grundsähe, ohne anerkannte Führer zu> läßt. Dadurch befindet sich die an den gleichen or. ganischen Fehlern leidende Regierung Englands in der Lage, nach den jeweiligen Luftströmungen laviren zu müssen. Das erklärt viele sich widersprechende Erscheinungen. Die angedeuteten Verbällnissc crschwe« ren die Verhandlnngcu anderer Staaten mit Groß. britannicn und versetzen die Minister, welche die Nc> gicrnng dcs Landes mit wnnderlich zusammengcset)' ten Majoritäten uud Minoritäten führen müssen, gar hänfig in eine üble Lage. ' Seit der erwähnten Zcr-setumg der großcu Parlaments-Partcicn arbeitet die Maschine allzu unregelmäßig, als daß-die Führer einen steten, festen Gang einzuhalten vermöchten. So muß denn eben das Bedürfniß und die Noth des parlamentarischen Tages oder vielmehr Abends vorzugs» weise maßgebend sein. Darum begreifen wir schr gut, warum z. V. Sir G. Grey in der Parlamentsocrhaudlung vom Atcn August die Vorlegung der französisch'englischen Korrespondenz, nach der wohl begründeten alten par< lamcntarischcu Praris verweigerte, weil sie einen durchaus konfioemicllril Charakter trage, während iu dem unlängst auf den Tisch des Unterhauses gelegten Vlaubuchc u. A. auch s^ch? Verhandlungen mit Oesterreich enthalten sind, welche Graf Westmoreland in der betreffenden Depesche selbst als „moxl ^»nli.!.^-li<»l" (höchst vertraulich) bezeichnete (Nr. Ul, vom Ui. Mai). Andere daranf bezügliche Akten sind dagegen ziemlich unvollständig mitgetheilt." Wir billigen uu-bedingt das EinHallen der gulen. Praris gegenüber von Frankreich und sind weit entfernt das — freilich nur lheilweise — Ausgeben derselben in Vetrcff Oe- sterreichs irgend zu beklagen. Doch läßt sich die Lehre daraus ziehen, daß augenfällig — bei den bezeichne« über schwinden mußte — ihren Höfen genügend,,' Aus« kunft über diesen wichtigen Punkt ertheilen konnten und znvcrlässig auch ertheilt haben. Diese Thatsache — welche Mr. Gladstone in der berührten Debatte des Unterhauses vom A. d. mit Recht „n <^>i»ill,l >!<>i!>l" (einen Kapital-Punkt) nannte — ist für die Beurtheilung dcr neuesten Zeitgeschichte überhaupt so entscheidend, daß wir sie für parlamentarische Zwecke nicht iu ein zweifelhaftes Licht stellen lassen dürfen. Der am 10. Mai au die dießscitigen Gesandten zn P.n-is und London crgangenc Erlaß dcs f. k. Kabinttes stellt nämlich unzweifelhaft fest, was dic Bevollmächtigten Englands nnd Frankreichs jchou mehrere Tage zuvor ihreu Regierungen telegraphir» ten, daß die Nichtannahme des beabsichtigten östcr« reichischen Ultimatums von Seiten Rußlands sobald den c^u-; In'Ili und unmittelbar die Unterzeichnung der Militärkonvcntwn mit den Westnlächten zur Fol« gc gehabt hätte. Es bedürfte somit nnr der Zu> stimmung Englands und Frankreichs, und Sir G. Grey hätte die „direkte Verpflichtung Oesterreichs znm Kriege" nicht mehr vermißt. Wien, 12. August. Die „Milit. Ztg.« schreibt: Se. k. k. Apost. Majestät haben allergnädigst zu go uchmigcu geruht, daß iu bcrücksichtigungswürdigcn Fällen die Offiziere, Veamteu mw Diener Allerhöchst Iyrer Armee von dcr ferneren Theilnahme an dem National - Anlehcn losgezählt werden können. Diejenigen, welche um die dicßfällige Enthebung nachsuchen, haben ihre vorschrmmäßig gestempelten Gesnchc im Wege ihres vorgesehen Kommandos und mit gewissenhafter Bestätigung desselben versehen au das hohe Armee-Oberkommando zu leiten, welches die Entscheidung zn verleihen hat. — Die „Donau macht folgende Mittheilung: Wnest von Velbergs permanente Indnslric'Ansstcl> lung in Wien wiro nach eingezogenen Erkundigungen erst Ende September d. I. eröffnet werden, da die dafür bestimmten großartigen Nä'nmc thcilwcisc erst jetzt zu diesem Zivcckc hergerichtet werden konnten. Es bäufcn sich jedoch die Zusendungen von alw, Seiten, dic in den fertigcn Abtheilungen zur ?l,if'l<-i. lnng gelange» und von ^edcrmann l'csichü'gt w^'i können. Die ganze Anlage dcr ^.s.le.I..'.. " "' ßcrst zweckentsprechend und gwßartig. da ,^a zw l kolossale Dam^ gestellten Masch.'nm prol.ircn zu können. __ Um den Vn'l^lMcn zu begegnen, mit welchen die Donau'Dalnpfschiffahrls-Gescllschaft bei nie. »tts drigem Mafferstand zu kampseli hat. werden nuu 12 seicht gehende ^ichterschiffe geballt^ einige si»d bereits hier zil dem Zwecke, lim bei eintretendeiu kleinern Wasser die anlangenden Waaren über Drcnkovn und Turn-Sevcrin verführeu zu können, da erfahruugsge> mäß bei den wenigen anszlibringcuden Frachtivägcu und der Menge von Waren diese nnr sehr langsam verführt werdeu können. — Im Auftrage des h. Armce-Ober>Commando's wcrden in mehreren geeigneten Gegenden der Krön» ländcr Salpeter-Raffinerien für den Aerarial-Gcbranch errichtet. — Der verstorbene Handelsmann Herr Giovanni dalla Case in Verona hat in seinem Testamente den millellojen Handwerkern von Verona verschiedene Realitäten in bedeutendem Werthe mit dem Beifügen vermacht, daß dieselben zum Nutzen der arbeitsnn-fähig gen.'ori^enen Arbeiter von einer ans drei Mitgliedern zusammengesetzten Comniission zu verwalten sind. — Das Krönungsfcst des Kaisers von Rußland wird, wie man hört, im bevorstehenden Herbste in Moskau statthaben. — Das durch Art. 43 der Wechselordnung vom 1. Mai 1703 den Kaufleuten eingeräumte Recht, falls sie von einem Dritten Effekten in Händen haben, dieser aber keine Zahlung leistet, ihre Forderung ans den gedachten Effekten c.xlln l:5u»um zu saldiren findet auch dann Statt, wenn der Schuldner kein behördlich konzessionirter Handelsmann ist, und gilt auch für Forderungen, die uicht eigentliche kaufmän< nische. d. i. solche Forderungen sind, bei denen Glän> digcr und Schuldner dem Handelsstande angehören. — Vci dem Verbrechen des Todtschlagcs muß zwi-scheu der i» feindseliger Absicht ausgeübten Handlung und dem dnrch dieselbe herbeigeführten Tode ein solcher Zusammenhang untcrwaltcn. daß dem Handeluden die Möglichkeit eines soleheu Resultats vorgeschwebt haben könne. — Ein Herr ^ouis Baron aus Hamburg bcab> sichtigt in ^cmberg eine großartige Fabrik zur Erzeugung von euglischem Sodawasser, künstlichem Selten wasscr, Brausslimonade und Senf zu errichten. Dcsfeu dem Leinbcrgcr Magistrate überreichtes Gesuch wurde von der galizischen Handelskammer befürwortet. — Die k. k. Universität zn Padua hat, nach vorläufig eingeholter Ermächtigung Sr. k. l. apostolischen Majestät, das Ehrendiplom als Doktor der Rechte Sr. Exzellenz dem Herrn Handelsminister, Ritter v. Toggenbnrg, uno dem Herrn Emil Edlen u. Vlumeufelo, gegenwärtigen Polizcidirekior in Ve» nedig, übersendet. — General M. Pepc ist am 8. in Turin gc« storbcn. Trie st, 11. August. Dem Vernehmen nach wcrden nächstens die beiden im Ball begriffenen Sce-lcuchtthürmc an der Rocchetta und au der Punta Spiguon als Wegweiser am Eingänge des Kanals von Malamoeco angezüudct werden köuueu. — In Trie st sino vom 8. Anglist Abends um 8 Uhr bis zum 9. Abends um 8 Uhr. in der Stadt 24, in vorstädtischcn Umgebungen 21, in den Dorsschaf-ten des Gebietes 16, im Spitalc 3, znsammen 03 Persoileu an der Cholera erkrankt, 37 genesen und 18 gestorben. — In Behandlung 631. Iu Görz sind vom 8. auf den 9. 19 Personen au der Cholera erkrankt, 6 genesen und 7 gestorben' in Capodi stria vom 7. auf 8. 20 erkrankt, 14 genesen uud 6 gestorben. In dem Görzcr nnd Istrianer Kreise hat die Krankheit an Intensität verloren, und die Geuesnng geht leichter von Stalten, besonders wenn sogleich Anfangs ärztlicher Beistand gesucht wird, an dem es nun mehr oder miudcr in keiner Gemeinde mehr fehlt, da die h. Statthalterei die am meisten heimgesuchten Ortschaften im Islrianer und zuletzt auch im Görzer Kreise mit Aerzten und Wundärzten beschickte, die sich bereitwillig ihrem schweren Bcrufc unterzogen. Um Triest nicht zu viele Aerzte zu cntzieheu. wendcte sich die hohe Statthaltcrei an Se. Erz. den Herrn Minister des Innern, welcher von Wien fünf Aerzte abordnete, so daß zehn Aerzte nach Istricn und drei „ach dein Görzcr Kreise gesendet werden konnten. Seit 23. Inli sind in und bei Agram 14 Pcr> sonen an der Vrechruhr erkraukt uud hievou 6 gc-storbcu. Von diesen sind 1t) auf dem bei Agram gelegenen Verge Pontoveak erkrankt. erkrankt genesen gestorben in Venedig am 9. Angnst 6 3 2 „ Padua ,, 8. „ 13 1 1 „ Viccnza „ 8. „ 8 ? ? „ Verona ,, 8. „ 11 4 6 » Mailand,. 8.',. 19 1 9 „ Udine ^ 9. ,. 62 ? ? — Die „Gazz. di 'Milano" enthält dic solgende Statistik der Cholerakranken seit dem Ausbruche der Epidemie (11. Inni l. I. in Mailand) bis 1. Anglist in der ganzen ^ombardie - Provili;: Fälle: Genesen i Gestorben: In Bchandl. !U. N'. I», N'. !U. W. M. W. Mailand 178 117 7 7 71 51 100 69 Brescia 2688 2634 316 224 1100 »47 1173 1303 Bergamo 672 364 94 7.'! 223 168 266 121 Mantua 046 620 91 78 399 280 168 102 Cremona 100 120 17 19 84 6l 06 40 Como 117 06 ! 4 7 02 46 41 13 Pavia 99 77 14 0 66 40 30 31 Lodi-Crema 06 42 3 1 32 22 30 19 4433 3836 666 417 2020 1004 1862 1814 Snmma 8208 972 3030 3000 8208 Z c n g g, 0. Allgust. Gestern Nachmittag er» hob sich anf einmal unvermuthet um 4 Uhr ein Sturm mit Westwind begleitet im Zengger Hafen, riß 3 Dreimaster mit Zersprcnguug der starken Taue von ihrem Allbindungsortc weg nnd schleuderte solche ins Meer, doch glücklich, weil der Wind sie gegen die User trieb; allein sie erlitten dennoch namhafte Beschädigungen und wurden mit Hilfe der herbeigecilteu Volksmenge gerettet, da sie sonst am Ufer uud au der Brücke zerschlagen worden wären. Deutschland. Dresden, 9. August. Mit würdiger Pietät gibt das „Dresducr Journal" am Jahrestage des Hinscheidcns Sr. Majestät des Königs Friedrich August der trauernden Erinnerung an den geliebten Monareben Ausdruck, indem dasselbe in einem läugeru Arlikel anf die seltenen Fürsten' und MenscheN'Tugen-den des hohen Vollendeten hinweiset. Die wichtigsten, der von dem beendigten Landtage verabschiedeten Gesetzvorlagen sind folgende: das Gesetz wegen Einführuug des Fricdenrichter-Instituts; das Gesetz wegen Berichtigung von Wasserläufen lind Anlage von Ent- nnd Bewässeruugsarbeiten; eiu Nach> trag zu dem Gesetze wegen Aufbringung der Beiträge für die Kirchen lind Schulen uud die desiuitive Landtags-Ordnung. Italien. Allokutioncn Sr. Heiligkeit des Papstes, gehalten im geheimen Konsistorium vom 20. Juli 1866. l. Ehrwürdige Brüder! > Ihr wißt es sehr gut. ehrwürdige Brüder, daß Wir öfter in diesrr cucrcr Versammlung mit tiefer Vctrübuiß über die Zustande der allerheiligsten Religion im Snbalpinischen Königreich (Sardieu), namentlich in der am 22. Jänner dieses Jahres an euch ge< riebtcten uud dnrch deu Druck vcröffeutlichteu Allokn-tion Klage geführt lind Unsern Schmerz ausgedrückt haben über die herben Wunden, welche die Slibalpi» uischc Regierung schon seit mehreren Jahren der ka> tholischen Kirche, ihrer Macht, ihren Rechten, ihren geheiligten Dienern, Bischöfen und Unserer Macht uud Würde, so wie der dieses heiligcn Stuhles von Tag zn Tag zu schlagen uicht aufgehört hat. Als Wir iu jener Allolutiou Uuserc apostolische Stimme neuerdings erhoben, vernrtheillen Wir und erklärten Wic als null lind nichtig alle von jener Regierung zum Nach. theil der Religion, der Kirche und der 'Rechte dieses h. Stuhles erlassene Dekrete und anch jenes, damals vorgelegte höchst ungerechte und verderbliche Geseh. dnrch welches unter Anderm vorgeschlagen wurde, fast alle klösterlichen und religiösen Genossenschaften bei» derlei Geschlechts, so wic dic Kollegialkirchen lind einfache selbst vom Patronsrccht abhängige Beuefizien gänzlich anfzuhebeu und deren Einkünfte lind Güter . oer Verwaltung uud dem Gutdünken der weltlichen Gewalt zn unterwerfen. Wir haben es anch nicht verabsäumt, in jliier Allokutiou die Urheber und Förderer so vieler Uebel zu ermähnen, anf daß sic in ihrem Gemüthe die geistlichen Censuren und Strafen erwägen mögen, welche von den apostolischen Konstitutionen und den Dekreten der ökumenischen Eoneilien gegcu die Vcr» letzer der Rechte uud Güter der Kirche als thatsächlich verwirkt verhangen. Wir wurden damals noch durch die Hoffnung aufrecht gehalten, daß Jene, die sich des katholischen Namens rühmen nnd in jenem Königreiche wohnen, in welchem das Statut selbst ausspricht, daß die katholische Religion allein Religion des Staates sein solle und gleichzeitig vorschreibt, daß jegliches Eigenthum ohne Ansnahme unverletzlich blci» bcn müsse, daß sie endlich, bewegt durch die höchst gerechten Vorstellungen der chrwürdigcu Brüoer und vortrefflichen Bischöfe jenes Reichs lind dnrch Unsere wiederholten Reklamationen, Klagen und väterlichen Ermahnungen Geist lind Gemüth bessern, Nalhe zu» wendcu lind abstehen würden, die Kirche zn analen, ja sich beeilen möchten, die ihr zugefügten schweren Uebel wieder gut zu macheu. Einige, jcueu Bischöfen gemachte Versprechungen, denen wir Glauben schenken zu können vermeinten, hielten diese Hoffnung vorzugs» weise aufrecht. Mit tiefem Schmerzgefühle sagen Wir cs, daß die Snbalpinische Regierung nicht nur weder den Vorstellungen ihrer Bischöfe noch Unferer Stimme Gehör schenkte, sondern auch der Kirche und Unserer Autorität so wie der des apostolischen Stuhles immer schwerere Verletznngeu zufügte, indem sie, mehrere Un» sercr Proteste nnd väterlichen Ermahnungen gänzlich verachtend, von dem erwähnten Gesetz nicht zurücktrat es wohl in Wort lind Form einigermaßen änderte, der Sache aber lind dem Geift nach es gnt hieß, sanktionirte und veröffentlichte. Es fäUt Uns nngc« mein schwer, ehrwürdige Brüder, von jener Sans' muth und Milde abzugehen, die wir ans der Natur selbst geschöpft und vom ewigen Fürsten der Hirten gelernt und daher stets mit beständigem Willen sehr gerne geübt haben nnd die Strenge aufzunehmen, vor Der Unser väterliches Gemüth im höchsten Grade zurückschreckt. Da wir jedoch sehen, daß jede Sorge und Vc« mülmng. jede iiangmulh uiw Gcdnld, die wir zum Wiederaufbau der Ruinen der Kirche daselbst seit mehr als sechs Jahren angewendet haben, zn Nichts geführt hat nnd daß Uns keine Hoffnnng erglänzt, daß die Urheber solcher Wagnisse Unsern Ermahnungen gc< lehriges Gehör schenken werden, da sie im Gegentheil dieselben verachtend, uicht aufhöreil, Beleidigungen anf Beleidigungen zu häufen und Alles zu versuchen, nm im Subalpiuischen Königreiche die Kirche, ihre Macht, ihre Rechte und Freiheit zu uuterdrückeu und ganz» lieh umzustürzcu. so siud Wir genöthigt, die kirchliche Strcuge gegen sie zu gebrauchen, damit es nicht den Anschein habe, daß Wir hinler Unserer Amtspflicht zurückbleiben und die Sache der Kirche verlassen. Indem Wir so verfahren, handeln Wir, wie Ihr seht und wisset. uach deu glänzenden Beispielen so vieler Unserer Vorgänger, Der römischen Päpste, welche, ausgezeichnet durch Heiligkeit und Gelehrsamkeit, keinen Anstand nehmen, entartete lind widerspenstige Sölmc der Kirche nnd hartnäckige Vcrletzer der Rechte derselben mit jcuen Strafeu zu belegen, welche von den heiligen kanonischen Vorschriften gegen Solche eingesetzt sind, die sich dergleichen Verbrechen schuldig machen. Alls diesem Grunde erhebeu Wir ill dieser euren hochansehnlichen Versammlung neuerdings Unsere apo< stolischc Stimme, um sowohl das erwähnte Gesetz, als alle anderen von der Subalpinischen Regierung zum Nachtheile der Religion, der Kirche und Unserer Autorität und Rechte, sowie jener des beiligen Stuhles gemachten Schritte und erlasseneu Verfügungen, von denen Wir sowohl in Unscrer AIlokutiou vom 22. »03 Jänner d. I. als in der hentigcn gesprochen habcn, neuerdings zn verwerfen und zn vernrthcilen, und als gmlzlich null und nichtig zn erklären. Ucbcrdieß find Wir zn Unserer nnsäglichei, Be« trnbniß zur Erklärung genöthigt, daß alle Jene, welche kcinc Schcn trugen, dic erwähnten Dekrete nnd das gegen die Rechte der Kirche und dieses h. Stuhles gerichtete Gcset) vorzuschlagen, gut zu heißen und zu sanktionireu und serner Jene, welche diese Dekrete und Gesetze veranlaßten, förderten, anriechen, ihnen beistimmten und sie vollstreckten, die größere Erlom> inunikalwn (M!^<>l'!'!U !>X!I!!<'!>!i«»!>! m) und die andern, von den h. kanonischen Anordnungen, den apostolischen Konstitntioncn und den Dekreten der all> gemeinen Concilien, namentlich des tritcndinischen Eon-cilinms (Sess 22. Kap. N.) verhängten Zensuren und kirchlichen Strafen verwirkt haben. Wenn Wir aber auch, gedrängt von der unausweichlichen Noth' wcndigkeit Unseres Amtes, die apostolische Strenge zur Anwendung dringen, so wissen Wir doch recht gut und sind eingedenk, daß Wir, obwohl unverdienter Weise, hier auf Erden, die Stelle desjenigen vertreten, der, wenn er erzürnt ist, der Barmherzigkeit gedenkt. Indem Wir daher Unsere Angen zn Unserem Herrn und Gott erheben, lassen Wir nicht ab, ihn demüthig and inbrünstig anzuflehen, anf daß cr die entarteten, was immer für einer Klasse, einem Mngc nnd Stande angehörigen Söhne seiner Kirche, die weltlichen sowohl, als die geistlichen nnd mit einem geheiligten Charakter bekleideten, deren Verirrungen nie genugsam beklagt werden können, mit dem dichte stmer himmlischen Gnade erleuchte und sie bessern Sinnes mache, da Unserem Herzen nichts erwünschter nnd erfreulicher zu fti„ ^„„^. ^ ^ß die Verirr, ten zur Vc,mnnng gelangen nnd in sich gehen. Wir unterlassen es nnch nicht, bei jcdrr ^. tion uud jedem öffentlichen Gebete den an Barmherzigkeit reichen Gott anznruscn, auf daß cr nicht anf höre, mit den reichste Gaben seiner göttlichen Gnade allen den ehrwürdigen Brüdern, deu Erzbischöscn und Bischöfen des subalpinischen Königreichs in so viel Nöthen und Trübsal l'cizustclicn und sic zu erfreuen, damit sic, dic so viel zur Vcvycrrlichllng dcö ^öttli' chcn Namens gethan, fortfahren mögrn, mit ausgezeichneter bischöflicher Kraft, mit Staiwhaftigkeit uno Klugheit die Sache der Religion und Kirche tapfer zu vertheidigen und über das Heil nnd dic Unversehrtheit ihrer Heerdc eifrigst zu wachen. Wir brm> gen auch ohne Unterlaß die demüthigsten nnd heißesten Gcbttc dem Herrn dcr Barmherzigleit dar, auf baß cr mit seinem himmlischen Werke nicht unr den gläubigen Klerns jenes Bandes, dcr großmthcils dem Beispiele seiner Bischöfe nachkommend seinem Amte in trefflicher Weise obliegt, sondern anch so viele höchst ansehnliche weltliche Männer jenes Reiches, welche von katholischen Gesinnungen herrlich durchdrungen uno diesem Stuhl Pctri mit ganzer Seele anhangend stolz darauf sind, ihre Thätigkeit zum Schnpc der kirchlichen Ncchte zn verwenden, anfrecht erhalten möge. (". folgt) Frankreich. Nicht nnr der „Independ. beige" wird in bestimmter Weise versichert, daß ei» auswärtiger Gesandter ermächtigt wnrdc, seiner Negicrnng die offizielle Mitlhcilnng zn machen, daß Kaiser Napoleon die gegründete Hoffnung habe, von dcr Kaiserin mit lUicm Nachkommen beschenkt zu wcrdcn, sondern auch bcr „Presse wird dachlbc aus Paris als definitiv ücschricben. Spanien. Eine Depesche ans M aorid vom 4. Angnst lautet: »Die amtliche Zeitung erklärt hente das in Um-l'Ulf gesäte Gerücht, daß den Gesandten Frankreichs u»d Englands Noten zngcstellt worden wären, um zu ^'klären, daß Spanien dem Bündnisse der Westmächtc !^lrete; für unbearündct." Die Theilnahme Spaniens an dem orientalischen Kriege ist nnn troft allen Dementis eine ausgemachte Sache, nnr wird sie ,m't im künftigen Iabre eine Thatsache werden. Die Sache ist nach langen, schwic» rigen Unterhandlungen endlich ;um Abschlüsse gekommen nnd Spanien tritt der Allianz der Westmächte nnter ähnlichen Bedingnngen bei wie Sardinien. Dcr Independance schreibt man hierüber ans Madrid vom 3. Angnst! „In einem nach O'Donnclls Rückkehr aus dem Eöknrial, wo cr zwei Tage bei der Königin zubrachte, abgehaltenen lange dauernden Ministerrathe ist entschieden worden, daß Spanien in daö Bündniß der Westmächte eintreten und eine Armee von 2^.000 Mann nach der Krim abschicken soll. (Ist bereits kurz gemeldet. Die Ned.) Dic .Mindmachung dieses Beschlusses ward gestern Abend amtlich den Gesandten Frankreich's und England's zugestellt. Im Ministerrathc waren es insbesondere O'Donncll und Zabala, die anf das Bündniß drangen; der Minister des Innern stimmte ihrer Ansicht bei, der Bantenminister bekämpfte dieselbe, der In« stizminister war unentschieden, und die Minister der Marine nnd der Finanzen erklärten, abwarten ,zn wollen, wie Espartcro sich ausspreche. Dieser war zuerst gegen den Eintritt in das Bündniß, gab jedoch nach, als O'Donnell nnd Zabala ihm ihre Gründe für diesen Schritt anscinandersetztcn. Die Regiernng wird über den gefaßten Beschluß dcr Eor-tes Rechenschaft ablegen, und diese werden die znin Vollznge dcr Maßregel nöthigen Fonds zn bewilligen haben, falls sie nicht, wie immer bestimmter von den höchstgestellten Personen bchanptet wird, in Kurzem aufgelöst werden. — Wie verlautet, soll General Prim zum General-Lieutenant befördert und ihm der Oberbefehl der spanischen Armee übertragen werden. l^Donau.) Rußland. Dem Journal „Le Nord" wird ans Frankfurt unter dem 4. August der Wortlaut einer Zirkular-note des Kabincts von St. Petersburg zugc-seuoet. welche dasselbe nuter dein 24. Juli an die Rcqicrungcn alicr neutralen Mächte gesendet hat. Dicsclbc bczieht sich anf dic rnssischcn ^düngen neu-traler Schiffe. Bekanntlich haltt- dic britische Regie-rnng den russischen Behörden von Ballisch-P^rd (Nord. westspipc von Esthland) dnrch einen Parlamentär über diesen Gegenstand Mittheilungen machen lassen. Das Kabinct von St. Peteröbnrg glmlbte sich verpflichtet, die andern Mächte dnrch ein Eirknlar vom 10. Mai übcr das Verfahren England's zn unterrichten. Die britische Regierung antwortete darauf unter dem li. Juni durch ein Cirkular an il,re Agenten im Alls» lande. Die gegenwärtige rnssische Note bekämpfte gewisse Behauptungen des Kabincts von St. James, bringt die Angelegenheit dcr neutralen Schifffahrt, znr Kenntniß und zur Beurtheilung dcr neutralen Mächte und betrachtet den Schriftwechsel darüber seinerseits als geschlossen. Griechenland. Ans A then vom 2. d. M. bringt dic «Tricslcr Ztg." folgcndc abcntcncrlich klingende Räubergeschichte: „Um 8 Uhr Morgens kam hier die Nachricht an daß bei Ampelolypos, eine Viertelstunde vor der Stadt, sieben Räuber einen Wagen mit Personen, die sich nach Kcphissa, einem Sommcranfcnthalte in den Vor-bergen des Pentelikon begeben wollten. angehalten uno ausgeplündert hätten. An derselben Stelle, wo die ersten Ränbcr ihr Geschäft anfingen — lagerten Abends !1 Uhr sieben andere nnd> jcoer Wagen, gc. füllt mit solchen Männern, deren Familien in Kephis-sia leben, wnrdc angehalten, die Reisenden höflichst gebeten, Herausznsteigen, sich unter die dort befindliche Brücke zn begeben und sich ihrer Uhren, Ringe, des Bargeldes, dcr Kleider und Schnhe zn entledigen. So fand sich dcnn bald eine zahlreiche Gesellschaft beisammen, nnter diesen anch der Polizeioireltor von Athen und der Direktor im Ministerium des Innern. Da trabten den znlcht noch zwei Engländer. Offiziere vom englischen Lager anf den Pentclikon kommend, herbei- zwei Nänbcr greifen den Pferden in die Zügel nnd bringen sie znm Stehen. Eine unverständliche Unter« rednng beginnt, in welcher dcr griechische, Räuber die Börse verlangt, dcr Engländer aber sic verweigert, bis endlich Letzterer die Gcdnlo verliert nnd mit ei« «er Nilpscrdpcitschc einem Ränbcr cines übers Ge> sieht verseht, während sein Kamerad von seiner Faust Gebranch'macht und eine unabwendbare Kraft zwischen den bciden Aligen seines griechischen Pferde» Halters spielen läßt. Die beiden Ränber tanmeln und lassen die Zügel los, die Engländer sind im Finge sort, aber hinter ihnen sansen zwei Kngcln nnd dic beiden Rosse stürzen von Blei getroffen, znr Erde; die englischen Offiziere kommen athcmlos im Gesandt schaftshotel an lind brachten so nm Mitternacht die erste Nachricht von den Ereignissen, dic kanm c'ne halbe Stnndc anßcrhalb dcr Stadt sich zntrugen. Als aber dic Räuber sich durch die beiden Gewebr« sehüsse verrathen hatten verdichten sie anf weitere Beute nnd zogen weiter. Die Gefangenen zogen bis anf'6 Hemd entkleidet in Athen ein. Verschiedene Trnppenabtheilnngen wurden noch znr nächtlichen Stnndc entsendet, zn Pfero nnd zu Fnß. andere kletterten ohnehin noch anf den nächsten Bergen yernm, aber ein Räuber wurde uicht gefangen. Den folgenden Abend lagerten dieselben Ränber an derselben Brücke, zogen dann zn dem naheliegenden Chan. wo sie sich mit Wein nnd Brot labten uno für den nächtlichen Gebrauch versahen, und brachten die Nacht in Kalandri zu, einem nahe gelegenen Dorfe, wo sie sich ein Schaf am Spitze braten ließen. Amerika. In Ncw-^jork hat man jeht ein Answandcrer« depot errichtet, in welches alle ankommenden Ans-wanderer ans Europa sogleich anfgcnommcn werden. Die dort angestellten Beamten crknndigen sich bei den Ankommenden in der betreffenden Landessprache nach dem Zwecke der Reise, den Gesundheitszustand nnd den Eristenzmitteln der Ankömmlinge. Alle jene, die sich in einer Lage besinden. in der sich in der allgemeinen Unterstützung znr Last fielen, werden auf Ko' sten dcs Kapitäns unterhalten, dcr sie überführt. Man will so die Kapitäns anhalten, gleich bei Aufnahme dcr Reisenden ein Augenmerk zn haben anf Kranke nnd völlig unbemittelte Personen, die sic in ihr Schiff ansnchmcn. Ankömmlinge, die man znr Ansiedlnng für zulässig findet, erhallen die gewünschte Auskunft zu ihrer Weiterreise in daü Innere des Landes. Neneste Post "Wien. 12. Augnst. Leider haben wir ein abermaliges Eisenbahnunglück zu beklagen. Gestern Abends fuhr das vierte Bataillon des Infanterie. Regiments Großfürst Michael mit einem Separat, train von Wien ab. Gleich anßerhalb Wiener.Neu. stadt sticß dcr Train auf einen daselbst stchcudcn Last' zug anf. Die Maschine des Perfoncntrains wnrdc stark beschädigt, drei Lastwagen nnd vier Personen» wagen zertrümmert. Vier Mann vom Militär und zwei Bahnbcdienstetc Individuen blieben gleich todt, dretßig Mann sind inchr oder minder schwer verwundet. Die Verwundeten wurden sofort mit Vorspann nach dem hiesigen Militärspitale gebracht. Dieser Sachvcrhall des bcklagenswcrthcn Fak» tnnts wird uns ans vollkommen verläßlicher Quelle mitgetheilt. Wir geben ihn so, wie wir ihn erhiel« ten, nm übertriebenen Gerüchten, welche dieserhalb die Stadt durcheile», entgegenzutreten; es frcut uns übn» gcns. mit dcr Versicherung schließen zn dürfen, daß, so wie schon bezüglich des lcpten anf der Südbahn vorgekommenen Unglücksfalles die eindringcndsten Er« licbnngen angeordnet und gepflogen wurden, insbc» sondere auch dießmal mit derjenigen Entschiedenheit nnd gerechten Strenge vorangegangen werden wird. welche die Rncksichtcn der Sicherheit dcs Lebens und der Gesundheit der Reisenden, so wie das der Bahn« bcförderung anvertrauten Gntcs gebieterisch erheischen. (Ocsterr. Korr.) TckiMpbischc' N'pl'fchl'it. " M odcna. 9. Angnst. Die Weinaarttn sind völlig, bercbtc Felder mit andcm Gewäch.m nm em Drittel des Betrages von dcr Ornndfiener befreit worden. Die Vn'«bcrg Börsenbericht aus dem Adcndblatle ocr o'ster kais. Wicner-Zcilling. Wien I«. August 1855, Mittags I Uhr. Tic Slim»!»!!.; fiir Papiere w^ir »>att. Novdbcihil-AltN'« drücktcn sich l'iü 201V,, schk'ssm aber zur Nl?t>^ höher. Aa»f - und Dampfschiff-Alticn wann ziclulich fcst. Stcialörisciib^hil-Afticu habn, sich wc^cn dcr höhcrcn Paliftr. Nl'tiiüugcü bis :^^8 gshrbcn, schlosst» abcr „laltcr. Wcchftl und Pciluttn sind ,n,i '/. p^t. lilli^^r l'ffcrirt glblicbc». '.'lülstcld.i»! !>?'/. Vricf. — Augsburg !ll>'/. Brief. — Franssmt 1i«'/. Vri^f. - Hamburg 8<; V« Vricf. — ^wlNin —. - i'^'don 11.^» Vri.f. — Mailed ^l7'/. Vri,,. — Pari.' l.'i« Vri.s. TtaalllischüIdVtrschn il'!,»^» z» 7>'7„ 7l> °/, ^7l»'/, dctw ^ „ ^'/,'/« 6<;^-»!!a!i..Ol'li^. N. O.st.l. z» 5 "/„ 7!> « » dclto üiidcrcl ^lroül^üdcr .''"/<» 70 7, Mailänder drtto dctto „ 4"/« W 7.-i>0 '/, Lottcljr-Anlshsu vom 5ahrc l«!l4 22« ^228 7, delto bcttu 18!il> 120 7. «20 7, dctto dctw l8.^ ft'.» - U > 7. Va»ko-Ob>igatiolic«, z» 2 7, "/« »<» -^l> 7, Vmck-Mi,» pr. Stück l>.,9 '.»»<» (§Sl!)!,lp!cl'a»s'M!!(i! «,> "/.—87 ^lfli.n drr f. f. priv, östnr. Staall'' (5ift»l'al,!lq!sslljcha''t .^ü 2«0 ft. odcr 5<><» Fr. ' 327 7.-^27 7, Wiru-Raal'»r Ällie» (zilv K^uvN'lini»^ aü^c»,rld>t) — —> V^l'dl'.i!)!! - '.'ll ti>» ssltrclüit 2<»!l '/. - 202 Vndwc>»!!^'!!!z-^»l>md!,lr ,>l'. 1. ^»lissil'il 18-20 lc«t^' 2. „ mit Pl'ioril 2'»—:w Dampschiff-Altinl / <»2 - 5^i dltt^> 12. Omi»u'» l)5'!i-ö58 dctto d.'s Lll)yd 485 .^>i)0 Wicn.r-Dam,'s!!!!,s)l-M<>c!! 108-10«.> P.sthcr Kc!nnbriläc» - '<>!!ti.u s,<»- 58 ^'lliyd Prior. Ol'Ü.i. (i» Silbn) 5»«/.. U3 7, -!»3 '/. Nordl'al/n ' dlttu 5"/« 83 7.-«!«"/. GkMMhcr bclll.' l>"/» 72-72 7, Dmiml - Da»,pfschiss- Ol'li.,. .'»"/« 82 -82 7, l> lü, Ali^lisi 1855. Slaatsschul^'crschrci'.'ilngl'il . zu 5p(^t. sl. in <^i. 7<> l/»» ^!vi. 8! 5/8 d.tto ......., 4 1/2 „ „ «»» Gulden Cilr. Gnld. 1 l8 Uso. Fraxfsüll a. Äi. (fiir 120 st, sudd. ^ 24 l/2 st. ^ uß, Guld.) l l 7 As. 3 Mona!. Haml'ura.. ,!lr m<> Matt Äa»e^', Giilre» 85 3/8 2 Monat L.voriw, snc 300 Toscanische i!ire, ^nld-. 115 3/4 Äf. 2 Monat, ^'onoon, sur 1 Psund Sterl,»^, ^uldnl 11-2l l/2 Bf.3Ml,'iiai. Mailand, snr 300 Oesterr. Virc. ^u!c>lN l ll> 7/8 Äs. 2 '2>.on>U M.iseil'e, fiir 300 «l» 23l> 3l T. Sich,, lt. .'t. vollw. M,!»/i-Dueaten . . . 22 3/4 m>. «ic»!.'.'!^. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laidach am 1>. August 1855. «5lN Aislcner ^letzen ^ '' ____________________________ sl. ! sr. s st. ^ sy. Itteizen........ 7 20 7 50 Ku'urntz....... — - 4 24 Hall'frnchl....... — — 5 — .«or»........ — — 4 48 Gm!e........ 4 — 4 ,- Hirse........ — — 4 — Heidli, ........ — — 4 ^0 Hafer........ — — 2 20 K< K. Lottozichuugctt. I,l Will- am ll. Iull l«5>.",: 24. 20. Nt. 3i). 74. Dic »ächsttli ^il'l)lll,sicn 'vcrdel, am 22. Au-gust ui.d I. September lK55 ii» W>.n g^hai- Ix Glciz am ,l. Juli 1855: 7. 53. 3U. ,l. ^4. Dic nächsten ^i^!u> g^'n w^rdcn am 22. August und l. Eeptcmb^r l855 in Gl'az ^rl)^l' ten narren. Z, 480. u (3) Nr. 3^7 All die cdclmttthigclt Bewohner Kraills! Die zur Wcllplagc gciv^vdcnc Vvcchnchv hlü in ihrcr cpi^mischcn Gestaltung bereits uorlängst dic Grenzcn imscrcö Vaterlandes ül'crschviticn nnd ihre Alispchnnng mehr odcr milldcr nach allen Richtungen desselben gciwmmeu. In der einheimischen Bevölkerung des ganzen Hcrzogtynmö Kram haben sich seit dcm Veginuc der ^2 mw noch in ärztlicher Behandlung stehen 14!)8. Dcm noch imergrimdeten Charakter dieser Krank« hcit nnd den iu andern Ländern gemachten Erfah» rungcn gegrnnbev zählt dicscö Verhältniß zwar nicl,t zll den nngünstigften, allein darum bleibt die erwähnte Hcimsuchliug nnd deren Rückwirkung auf unscrc vaterländische Bevölkerung immerhin sehr betrübend, und dringend wird es, ergiebige Hilfe dahin zn sen-oen, wo das Unglück tiefe Wurzel gefaßt hat. Nach den dce Sanitätö - Kmnmisswn vorliegenden Anöweisen sind es bisher die Amtsbezirke P l a-nina, Wippach-, A d c l s l> e r g , Gottschce, Radmannsdorf, Feistrih und T s ch e r< nembl, in deren Bereiche sich die meisten Erkran-knngs' nnd Sterbefälle ergeben haben. Mehr oder minder ist überall die Noth im Gc< folge des Unglücks. Hilfslose Waisen stehen an der Bahre geliebter Eltern, altersschwache Ehepaare bc> trauern den unersetzlichen Vcrlnst uon Kindern, die ihnen Trost nnd Stütze waren, und so wechseln die ergreifenden Bilder von Ort zu Ort, von Hans zn Hans in veränderter Gestaltung, aber in immer gleich düsterer Farlmng. In den bekanntlich ärmsten Bezirken Feist ritz nnd Tsehcrncmbl so wie in dein armen aber nnter günstigern Gchmdhcitsumständcn betriebsamen Orte St ein buche l, des Bezirkes Nadmannsdors, steht die bitterste Noth an dem Krankenlager der Armnth, denn es gebricht an gesunder und stärkender Nahrnng, und was von den wenigen mehr Bemittelten an Snppe, Fleisch, Wein und Brot menschenfreundlichst beigestellt wird, kann nicht genügen. Hier wird der Wahlsprnch nnsercs geliebten Monarchen znm lenchtenden Slern in der Finsterniß, oic unsere armen Brüder umhüllt, nnd was Einzelne nicht zn erzielen vermögen, kann mit vereinten Kräften znr rettenden That werden. Mit dcm ermunterndsten Beispiele hat unser allvercyrtcr Statthalter die Bahn eröffnet. Iym folge nach seinen Kräften Jeder, dem das Gefühl der Menschenliebe die Brnst erwärmt. Jede, anch die kleinste Gabe ist zu dem beabsichtigten Zwecke will. kommen. Auf dem Lande kann dieselbe in die Hände der einzelnen Bezirksvorstände niedergelegt werden. In Laibach sind die l. k. Polizcidirektion, der Stadtmagistrat nnd der gefertigte Kommissions'Präses zn deren Empfm'gnahme bereit, lind auch die Herren von KIcinmayr nnd Bamberg, dann Herr Lerchcr, haben sich willfährigst bereit erklärt, in ihren Buchhandlungen Snbsknptionöbögen aufzulegen und die in dieselben eingezeichneten Beiträge entgegen zu nehmen und ihrer Bestimmung zuzuführen. Die gefertigte Sanitäts-Kommission, bei welcher alle bezüglichen Anfzeichnnngcn zusammenfließen, wird es sich znr heiligsten Pflicht rechnen, nntcr öffentlicher Answeisnng uno Rcchnunglegung, unter Mitwirluug der geistlichen und weltlichen Vorstände, der Aerzte nnd anf sonst geeignetem Wege die Pnukte, ans welchcu Hilfe dringend Noth thut, zu erforschen nnd dieselbe als Geschäftsführer aller einzelnen Wohlthä' ter mit thunlichster Ansdehnnng nnd möglichst schnell zu gewähren Krams edelmüthigc Bewohner haben den Ruf der Armnth noch nie ungehört verhallen lassen, nnd wo es galt, Gntcs nnd Edles zn vollsüh» ren, war nnser Vaterland noch ümmr voran. Darum kein Wort der Ermunterung, denn die Bedrängniß der Gegenwart ist uicht zweifelhaft, und das Herz schlägt warin und thcilnahmsvoll in allen Galien Krams. Laibach am 9. Angnst 18.'^. Von der in Laibach bestellten Sauitäts»Kommission. Andreas Graf Huheuwart, k. k. Hofrath nnd Kommissions - Präses. Z. 492. a (5 r st? s Ver; ei ch n i si der in Folge Aufrufes der in Laibach bestell- ten S'»inltät5'Co!nmilsnn, vam 9. August l. I. eingetlosseucn ^lnterllntzungs-Deitrügc: Von Sr. E,rz. den, H^m Fmstbischof A>,to„ Aloi) Wolf .... 200 fl. — kr. » Hin. Aüdr. Grafen Hoh^'üv.ns, k. k. Höfisch .... 50 fi. — k,-,»' ,) ViNor Hlibcr, k, k. Ni'gie- rmists-Kollzipist..... 5 si, __ kr. » » ^>ni! Dz>>n5ki, Oalanteiil'.- 2?uchbln^r ..... — si, 40 k>-. » » k. k. ?a!,dc^ralh Kail Naab, sa„i,»l Familie .... >0 fl — s,-. >, » L. W, Goitsmnih ... 40 si. -- fr. " Fran Ellla^th Mayer, Apothekers Witwe...... l0 fl. — ke. » Hl» ?llois Tschick, k. k Regie.- rllngo Koi^ipisten ... 2 si. —. kr. ,, » k. k. Schul--Direktor I. I.. Schlacke^ (mit der ausdrücklichen Vestilnmnlig fln' Un- t^rklaii»...... 50 si, — kr. Dazn die von den, Herr» Statthalter ^rasVi, von Choriüsky bereits am 8. Aligllst d. I. zln- dlingelidster« 3?ach-Hilfe bei ^.'l echrul)! kranke» gen'idmete n ll)0 si. — kr. Sunune des biSheria/i, Empfange) 4<>? fi. 40 kr. Laibach am !A, Ang„,1 l»'i5. Von der iu Laibach bestellte» Tanitats' Kominisston Z. ll68. (2) Geschäfts Anzeige. Der ergebenst Gefertigte macht einem I». A'. Publikum hiemit höflichst bekannr, daft ev das Friseur- und Varlner-Geschäft vom seligen Herrn Franz Pregel übernommen hat m>d binel, das dm'ch einc lange Reihe von Iad'-en luirigst qescl^enkle Vertran.n anch ihm zn Theil werde,, ^ll läffen. Frijenr n. Baibicr. Hopfen, „euen Saazer l85lger und A^fchcr, so wie ^p^lter S'egelgnt, indst Amerikaner und alten lt!j.)3ger und ltt52Hcr Baazer zu den möglichst billigen Preisen haben Gebrüder Tallzcr an6 Prag am Lager und zwar von mm an i-n Brauyause zum «Kleeblatt" bei H,rrn Matthäus Urch in ^aidach. ^. ,208. (2) Nicht zn übersehen. Endes^cs-elligter ist in der an^enelnnen Lage, i?cm I) 0 ch oc r c l) r t e n P n d I i k n in 1! a i b a ch s anzuzcia.cn, daß cr V0>n kommenden S'imstlig, d. i. >1 August d. I,, K 0 l n d r c,'l (iinr^ö B>ol) ans feinste m Korn Aliszngmelile ohne irgend cinei» andern Znsatz, und zwar dcn Laid ü 6 kr und 12 kr dcrait aufgebacken seil haben wird, wie n 0 ch keines dieser ?llt in ^'aidach fcilgsboten war, wozu er U'N geneigten Zuspruch bittet Laidach am 8. Anqust ,8^. Johann Kcrmannrr, am ullen Martt '^ir. l?.