^N 35. MI^M R84V Die TischlergoseUen. ZD ürwahr. ein traurig, ein jchau'rig Thun! Eine Leiche soll zwischen den Brettern hier ruh'n l" ,,Du Weichherz.' wie. deine Thräne rinnt;? Waö schiert dich fremder Leute Kind?"' »So sey doch^anch nur nicht gleich so arg, Bedenk', es ist ja mein erster Sarg!" Sey's erster, sey's letzter! da. thu' mir Bescheid. Und fing' eins. und schaff' dir kciu Hcrzelcid! Zerschneide die Bretter und nimm den Stab, Und hvb'le die knirschenden Späne ab '. - Uvd füge zusammen wohl Vrctt an Brett, Und schwärze fein sauber das enge Bclt! Und leg' in den firnißdustenden Schrein Die Späne, die abgefall'uen hinein! Auf den Spänen muß ruh'n der verweöliche Stanb, Das ist ein gemeiner Tischlerglaub'. Und trage den Sarg in'S Trauerhans. Leich' hinein! Deckel zu, und dann ist's aust" ,Wohl zerschneid'ich die Bretter, wohl nehm'ich den Slab. Wohl mess' ich hinauf, und wohl mcss' ich herab; Wohl hobl' ich dle rauhen Bretter glatt. Doch mein Aug' ist trüb', und mein Arm ist matt. Wohl füg' ich die Bretter hin und her. Doch mein Herz ist voll. und mein Herz ist schwer. O'. ei» traurig Thun, und ein schau'rig Thun! Eine Leiche soll zwischen den V>etteru hier ruh'n!" Ferdinand F re i!.i g ra th. Vaterländisches. ^Dic Weinerzcugung im östcrr. Küstenlande. ^) Das österreichische, 145 geographische Quadratmeilen umfassende Küstenland, welches sich vom 44" ') Im Auszug« ocö laugern ür:ikcli ro» F. Mü hlcisen im 26^ bis ^6" 26^ nördlicher Breite und vom 30° 55^ bis 32" 20' östlicher Lange von der Insel Ferro erstreckt, bietet die verschiedenartigsten klimatischen Verhältnisse dar. Eo z. B. findet man einerseits auf den über 9000 Pariser Fuß sich erhebenden Alpen an den Gränzen Krain's und Kärntcn's ewigen Schnee, wahrend im südlichen Istrien und auf den Inseln bei Lussin die Kork- und Kermcseiche wild wachsen und Citronenbäume und Dattelpalmen unter stcicm Himmel dem Winter trotzen. — Der Weinbau erstreckt sich auf einer Arca von 101"/,» Quadratmeilen. Die Cultur der Weinreben wird aus verschiedene Weise betrieben, und zwar: 1) Auf den Aeckern in reihenweisen Gruppen, welche entweder a) mit lebenden Bäumen, d) mit todtem Holze (Pfählen) gestützt zu werden pflegen. Die Acsie der Neben werden von Gruppe zu Gruppe guirlandenartig aneinander gebunden, und gewähren auf solche Weise emcn reizenden Anblick. — Die todten Pfähle sind nur im südlichen Istrien und auf den Inseln gebräuchlich, während die lebenden Stützbäume, welche nach ihrer mehr oder minder ausgedehnten Anordnung aus Feldahorn, Blmn--mcschen, Pappeln, Kirschen, Kleebäumen :c. bestehen, allenthalben vorkommen. 2) In Weingärten, welche wieder in 2) geackerte und in d) behaucne Weingärten lzerfallcn. Die geackerten, im südlichen Istrien und auf den Inseln üblichen Neingärten sehen so ziemlich den beredten Acckern ähnlich, nur sind die bald auf lebende Bäume bald auf Pfähle gestützten Rebenrci-hen näher aneinander gerückt, und die ackcrbaren Zwischenräume werden selten mit Zwischenräumm bestellt. In den behauenen Weingärten findet man die Neben größtenthe'lls ohne alle Ordnung zerstreut und nur hin und wieder in regelmäßige Reihen gestellt. Sie werden gewöhnlich mit Holzpfählen, und nur bei Pirano und Isola mit einem eigens hierzu gepflanzten Nohre (^i-unclo Vonax) gestützt. 270 ^ ' 3) In den Nonchi. Diese dem Görzer Hü-gellande eigenthümliche Cultur besteht aus mit Wa-scn terrassirten Weingärten, wo der Wall zu Heu, der ackerbare Zwischenraum zwischen den am Rande der Terrassen gepflanzten Nebenreihen und den Graswällen aber zu Moorhirse, Fisolen, Gerste und Mais benutzt zu werden Pflegt. — Auf Pergolaten. Die spaliermäßig in horizontaler oder dachförmiger Richtung gezogenen Neben werden hicrlands Pergolati genannt. Diese erheischen zwar bedeutende Unkosten an Stützholz, geben aber auch den reichlichsten Weinertrag, worüber die Campagnen um Triest den besten Beweis gewähren.__Im Bezirke Volosca sieht man auch auf den Hutweiden einige, einen unbeträchlichcn Raum einnehmenden Pergola-ten, die jedoch mit ihren roh zusammengeflickten Stützen von den eleganten Triester Pergolaten ge» waltig abstechen, und eigentlich nur so hoch gehab ten werden, um deren Trauben dem Viehe und den unbefugten Menschen mehr unzugänglich zu machen. Die Ausdehnung und die aproximative mittlere jährliche Production des verschiedenartigen Wcinlandes ist in der ganzen Provinz 541,700 rothe 218,050 weiße niederösterr. Eimer Weine auf einer Fl.iche von 163,770 Joch; die ganze jährliche Durchschnitt-erzeugung beträgt demnach ungefähr drei Viertel Millionen Eimer. Nimmt man den Durchschnitt-werth eines Eimers nur zu 2 fi. an, so ergibt sich der Werth der Totalerzeugung mit 1'^ Millionen Gulden, welcher bei einem Weinpreise von 3 fl. bis auf 3V4 Millionen Gulden steigt. Da in den benachbarten weinabnehmenden Provinzen Krain und Kärnten im Durchschnitte nur der weiße Wein gebräuchlich ist, so herrscht auch in allen jenen Gegenden, wo diese beiden Provinzen ihren Weinbedarf zu holen pflegen, die weiße Traube vor, wie aus der nachstehenden Darstellung der aproximativen Erzeugung einiger einzelnen Bezirke zu entnehmen ist. Es werden nämlich an Wein erzeugt in den Bezirken Eanale . . 2000 Eimer rother, 7000 Eimer weißer. Quisca . . 3800 „ ,, 26000 „ „ Grafenberg 15000 » >, 20000 „ » Hell Kreuz 300 „ ., 12000 . » St. Daniel 4000 » „ 11000 » » Neifenberg 3700 « » 7600 „ „ Pi'sin» . . 2000 » „ 25000 „ » Daß die bedeutenden Verschiedenheiten der cli-matschen Verhältnisse, wie sie das Küstenland darbietet, auch bedeutend auf die Qualität des Weines einwirken müsse, ist wohl natürlich; daß aber selbst in günstigen Lagen vielfach nur schlechter Wein er- zeugt zu werden pflegt, liegt in der Indolenz der am alten Herkommen festhangcnden Grundbesitzer und Colonen, welchen letztem es ganz überlassen bleibt, welche Gattungen Neben sie nachpflanzen wollen, die sich aber immer sträuben werden, eine solche zu pflanzen, die sie entweder gar nicht oder nich: in genügender Menge haben, für deren Bei» schaffung sie eine Auslage machen müßten, und von der sie noch übcrdicß fürchten, daß sie einen geringeren Ertrag geben werde. Daß die schlechten Wein« qualitäten wirklich nur von solchen Umständen und nicht von climatischen und Bodenverhältnissen ab» hängen, mag folgende Thatsache bestätigen: Vor der Einverleibung der venetianischen Pro» vinzcn mit Oesterreich war der Wein um Monfal-cone und Aquileja so schlecht, herb und sauer, wie eo es noch gegenwärtig um Treviso und Padua ist. Seit dieser Zeit aber haben sich die Grundbesitzer über, zeugt, daß sie mit den Weinen in Trieft nur bann in Concurrenz zu treten vermögen, wenn sie ihv< Weine wesentlich verbessert haben würden, und seit< dem haben sie auch angefangen, die schlechten Trau-bensorten auszurotten und bessere an ihre Stelle zu sehen, und nun hat sich auch der Wein einen guten Ruf erworben. Noch trägt zur minderen Güte der hiesigen WM. ne auch die Art bedeutend bei, wie hier del Wein gemacht und aufbewahrt zu werden pflegt. Die Vorliebe des Italieners zum rothen Weine, dessen Güte in ihren Majolikageschirren durch Umschwenkn probirt und jenem der Vorzug gegeben wird, welcher die weiße Glasur am dunkelsten färbt, macht es nothwendig, den TrauZensaft sammt den Schalen und Stängeln der V werden die Trauben, sobald sie abgelesen sind, in kleinen Bottichen zerdrückt und dann in große Bottiche geschüttet, worin sie unbedeckt gähren sollen. In Hinsicht der Behandlung der Trauben in Bottichen herrscht eine große Verschiedenheit. Die Einen lassen die Trauben durch acht bis zehn Tage ruhig, nach dieser Zeit wird die Flüssigkeit durch das nahe am Boden befindliche Zapfenloch abgelassen, die Trcstern werden wieder mit bloßen Füßen durchgetreten, um die noch darin befindlichen ganzen Beeren zu zerdrücken; hierauf wird der Zapfen wieder 171 vorgeschlagen und die abgenommene Flüssigkeit in die Bottiche zurückgcgossen, worin sie gewöhnlich noch 48 Stunden gährt. — Andere drücken die Trauben in Bottiche täglich nieder und stampfen sie; noch Andere thun dieses jeden zweiten oder dritten Nag. Wenn man die Gährung für beendet hält, was eintritt, wenn das starke Brausen aufgehört hat, so wird der klare Wein abgezogen, in den sich der Herr und sein! Colon theilen. Aus den Trestern, welche gewöhnlich dem Colon gehören, wird entweder Wasser gegossen und diese Mischung neuerdings der Gähnmg überlassen, woraus der Nachwein: Vin pic-c«!u 3cave2xn gewonnen wird, oder sie werden zum Branntweinbrennen verwendet. Letzteres ist häufig in Istrien der Fall, wahrend im Görzer Kreise und im Triester Gebiete der Nachwein, und oft sogarein Nachwein vom Nachweine allgemein üblich ist. Außer« dem werden im Görzer Kreise die Trestern auch noch zum Säuern der Nüben verwendet. — Die Weinpresse ist nur um Görz herum zum Pressen der Zrestern gebräuchlich, wodurch eine gewöhnlich dem Colon gehörige geringere Qualität, nämlich der sogenannte Prcßwein ihn mir wieder he?-^ ausreißen? Wozu nützen mir denn meine Millionen,. , wenn ich des Schluckes, nicht mächtig seyn soll, der meine brennenden Lippen erquicke! darum, Voctreff-lichel! dacht' ich, Sie scheren sich unmaßgeblich zuin. Teufel, denn ich bin gesund,,, ganz gesund, so wahr ' ich van der Witt binv Gesund? gesund wären Sre? fuhr der Doc» tor fort. Erlauben Sie, daß ich Ihnen ganz klal r das Gegentheil beweise, wie Sie ^ pl-i-or» jeljt gar " nicht anders als krank seyn können!-l' Als Sle gestern Abends in den Canal zu fallen " beliebten, wurde der Mikrokosmus m Ihnen — ich meine das Sen.sorium,, das magnetische Princip lf — auf die allergewaltsamste Art affi.zirt, und nur durch einen Sprung m der Ideenfolge an die neue physische Lage, worm Sie sich befanden __ ich meine die im Can,ale — gewöhnt. Als diese An-e- gewöhnungen sich zu sixiren angefangen — nämlich " als Sie todt wa.reu — wurden Sie schwell wieder durch eine magnetische Reaction dleser physischen La-!N ge entrissen, indem durch meine geringen Bemühu:-gen Deroselben. Lungenflügel wiederum zu respiriren ht ansingen, und es trat natürlich nun ein physischer »ie Dualismus ein, nach welchem sie todt waren und lst lebendig zugleich. Dieser Dualismus hatte zu» 175 - Kolge — — daß ich auf dem Sessel eingeschlafen war, und lange mochte wohl der gründliche Beweis des gelehrten Plattföt noch gedauert haben, als das Getümmel der Sklaven mich weckte. Musik er» tönte. Die Palankins hielten vor dem Portale des Hauses, und Freund Wilmsen kündigte mir an, daß Alles in Palembang auf meine Ankunft warte. Somit stieg ich cm. Der Troß ging vorwärts, und überall, wohin ich schauctc, sah ich Festgesichter und gaffenden Pöbel, hohe Häuser, schöne Canä'le. Die Schiffe flaggten, und wie der Zug beim Castell vorbei ging, stand die Besatzung auf dem Walle und salutirte. Aha, dachl' ich: das gilt dem künftig gen Nathe von Indien. Ein Paar Stunden wurde ick) so getragen durch lärmende Straßen, durch schmutzige, dunstende Vorstädte, durch grüne Plantagen, Gärten und Haine; da schimmerte endlich — der Abend war eingebrochen — das mit Millionen farbigen Lampen erleuchtete Palembang. Kanonenschüsse verkündigten die Ankunft des Bräutigams und eine rauschende MuNk jubelte mir aus dem Pallaste entgegen. Am Eingänge und in der Vorhalle standen die Gäste, alles bekannte Gesichter, der General-Gouverneur, der ganze Nath von Indien, die Offiziere, Beamten der Compagnie, ObcrkaMeutc, Wilmsen, Plattföt und der in Gott andächtige Pfarrer, Peter Matten. Des Grüßcns, des Glückwünschens, des Emr pfangcns war kein Ende. Himmel! wie dufteten die Wuhlgcrüche Indiens und der köstliche Punsch und Thee durch die Zimmer mir, dem Hungernden, Durstenden! Mitten im großen Saale saß Lisbcttn, umgeben von der glänzenden schönen Welt von Batavia, welcher mich der süße Schwiegcrpapa prä'sentirte, und dann zu dem Töchterlein führte. Hier, mein werther Herr Schwiegersohn! — sprach der Nath: empfangen Sie nun mein einziges liebes Kmd zum ehelichen Gemale. Wir sind bereit, und so es ihnen gefällig, mag nun Herr Peter, Matten das heilige Werk verrichten. Alles ordnete sich im Halbkreise, die holde Braut stellte sich an meine Seite, vor uns der Pfarrer, aber ich hatte noch kaum die Kraft zu stehen und dem Doctor zuzuflüstern: Um Gottes willen, Vcrchrtcster! ein Glas Punsch und eincn tüchtigen Huck Brot! Allein es war vergebens! Ein Achselzucken verwies mir meine unziemlichen Leidenschaften und der Priester sing an zu copllln'c'n. Halt! — rief ich: Du Gottcsmann! Hochzuverehrende Hochzeitgäste und Honoratioren von Batavia! Ich bin noch mundnüchtern seit heut' Morgen, und überaus hungrig. Wär' cs Ihnen nicht gefällig, mit der heutigen Handlung noch ein Nach sehen zu haben, bis etwa nach der Tafel, wo sodann auch wohl einige vorwaltende Scrupel würden zu beheben seyn. Denn ich heiße doch ei, gentlich Wiescnhaar, bin Nichter in Iiegenborn und meine Frau Louisc ist eine geborne von Oben, und wir wohnen zu Hause am Spittelthor. Auch sagt der §. 1066, Tit. XX, Theil II. des LandrechtS Er ist toll! — murmelten die Gäste — er ist toll! Ich bin nicht toll, — o Ihr Honoratioren, rief ich; aber hungrig und durstig bis auf den Tod. Fassen Sie sich, edler Herr! sprach besänftigend der Geistliche, und erheben Sie mit uns Ihr Herz im andächtigen Gesänge. Da siedelten die Musikanten: Blühe liebes Veilchen, und gestern Abend war Vetter Michel da. Alle sangen ernsthaft und gerührt, mich aber ergriff die niederträchtige Melodie und dieß Singen, wie ein unheimlicher Gcspensterspuck. Wie ein Nebel zog sich's vor meine Augen und durch den Ncbel ragten funkelnde Nasen, Hörner und Bockfüße. Ueber dem Haupte des ehrwürdigen Pfarrers und des Doctor Plattföt wackelten haarige ßsclohren, den Schwiegerpapa zierte cm stattlicher Büffelkopf, Lis« , berta umschniffclte mich und meinen Schweinrüssel und mit brüllender Stimn'e schrie ich: Still da, Ihr Verrückten! Laßt mich fort! Stärker murmelten die Gäste: Er ist toll, er hat den Muck! Ihr seyd toll! — schrie ich heftig: nicht ich! Larven der Hölle, schert euch alle zum Teustl! Da 'winkte dcr Doctor Plattföt ein Paar Sklaven herbei und lispelte leise dem Schwiegervater zu; — aber ich hörte es:—Wir lassen ihn halten, ich schlage ihm eine Ader und während das Lu-ciduin Intcrvallum eintritt, geht die Trauung frisch vor sich. Die Sklaven sprangen herzu. Aber mit 3ö-wenkraft entwand ich mich ihren Fäusten. Ein Fußtritt sprengte die Thüre und mit der Angst der Verzweiflung rannte ich durch den erleuchteten Park. Hinter mir her stürzten die Sklaven, die Gäste, die Hörner, die Ziegenfüße, fprühten die Fackeln, keuchte der Schwiegervater, bellten die Hunde und der ganze infernalische Troß schrie: Hei! hei! Haltet ihn! haltet ihn! er ist toll, er läuft Muck! Haltet-ihn! schrie athcmlos dcr Doctor, und seine Perücke schweb« 176 te an einem Strauche zwischen Himmel und E:de. Die Lanzette blitzte in seiner Hand. Hervor hinter einer Hecke brach Yuma mit geschwungenem Dolche und mit dem Zeter: Nun hab' ich dich, nun mußt du sterben'. __ Wie ein', gehetztes Thier lief ich durch den Wald, auf meinen Fersen das mich verfolgende Halloh und die Hunde. Mit einem Sprunge rettete ich mich seitwärts im Dunkel in ein Vogelhäuschen. Die schon schlafenden Papageies und indischen Naben flatterten erschrocken und kreischend auf. Eben wollte ich mich unter die Flügel einer Kropfgans verbergen, schon rasselten die Wüthenden am Häuschen, da fiel ein kleines Buch aus meinem Busen. Plötzlich kam mir das Bewußtseyn der Vergangenheit. Nach Hause! nach Hause, schrie ich; nach Aegenborn! — und beim Strahl der Fackel meiner Verfolger las ich schnell: er porl» super-nc i>cr verein, Hlarcrnei, I^ocuzta, .^.brH icatabrÄ, 5»x ücnax! — — Ein wohlbekannter Lockenkopf öffnete die Thür und sprach sanft: Lieber Mann, der Stockmeister wartet mit demHermsdorfel Inquisilen schon fast eine Stunde. Hei, hei! antwortete ich und sprang uom Lager. Ist mir denn nun das verruchte Geschmeiß vom Halse? — Stnckmcister seyd Ihr da? Wer seyd Ihr, Inquisiten? — Ah, <ü)'. ganz recht. Willkommen zu Hause! Grüß dich Gott, Louise. — Aber zum In-quiriren habe ich heut' keine Lust. Laß den Kerls cin Glas Punsch aus dem Hochzeitsaale reichen und schicke sie fort. Sie wurden entlassen. Aber unruhig ging ich im Zimmer auf und nieder. Wie sich die Perücken wundern werden — murmelte ich, wenn sie mich nun nirgends finden. Hier bin ich doch hereing» sprungen und dennoch bin ich weg. Und Puma! — weil ich nicht tiefer in deine schwarzen Augen geblickt hatte, darum wolltest du mich ermordend — D du! -^ Aber dir, Xeri, mit der ersten Post schik-ke ich dir das seidene K.eid nach Batavia! Staunend stand Louise. Ich erzählte — wir lachten. — Aber als ich den Tag darauf wieder Sieste hielt, konnte ich mich des lauten Rufes nicht enthalten: was mag sie ietzt machen? Es depenvirt nur von mir, jetzt bei ihr zu seyn und dabei schielte ich nach dem vor mir liegenden Vo5li-2äan2U5. Aber ich war standhaft, und streckte meineHand nichtnachder verbotenenFrucht. — Doch ich war belauscht worden, und als am Abende der Arkel der Freunde um den Tisch bei mir am trau« Kchen Ofen saß, draußen der kleine Horn wacker mit Sturm und Schnee an die Fenster schlug und drinnen der köstliche Punsch dampfte, und mich nicht mehr hungerte und durstete, ward mir lächelnd die Nachricht: Der ist in den Flammen des ^05^262» mü5 gekocht. — Bleib' im Lande und nähre dich redlich. Auch gut! seufzte ich: So lebe denn wohl du elendes Schlaraffenland, wohin sich so viele sehnen, die es zu Hause besser haben! Lebe wohl van Etyrum, du dicker Rath von Indien, mit deiner gelben Lisberta! Leb' wohl, 0 Plattföt, du magnetischer Hasenfuß! Leb' aber auch du wohl, arme 3eri. Leb wohl, arme Xerit __ riefen die Freunde und stießen die Gläser an. Feuilleton. (Fleischfressende Pflanzen.) Die gr'ösi' te Empfindlichkett unter den Pflanzen zeigt die Ve, nus.-Fliegenfalle. Sie bildet eine honigartige Absou« derung, welche Fliegen und andere Inftcten anlockt; kaum aber treten diese auf das Blatt, so schließt sich dasselbe und das Insecd ist gefangen. Hr. Knight ermittelte zuerst, das; diese Pflanze auch durch dünne Fäserchen von rohem Rindfleische gefüttert werden top-ne. Nachdem die Fliegen oder andere Insectcn g»» fangen worden sind, bleiben die Blätter mehrere Tags geschlossen, und man kann während dieser Zeit das Instcr darin sich hin und her bewegen sehen. Oeffnen sich endlich die Blätter wieder, so findet man, dasi das Insect zerdrückt und alles Flüssige aus demselben hc^ ausgezogen worden ist, so daß es von dem leisesten Hauche weggeblasen werden kann. — Eine andere ähn« liche Pflanze fängt auf ähnliche Art Käfer, Fliegen )c. Unten an der Blüthe befindet sich eine süße Flüssigkeit, nach welcyer das Insect geht, aber es kann nicht wieder zurück, weil sich ihm eine Art Tpieße entgegen stellen. Knight machte mit diesen Pflanzen, die cr über zwölf Jahre bei sich hatte, viele Versuche, und fütterte sie init Fäserchen von Rind-und Schöpsenfleische. Eine andere gewöhnliche Pflanz?, Dl-osena poiNuitclilui'la, besitzt eine ähnliche Elnrichtung; sie trägt eine klebrige Flüssigkeit und hat eine Menge Haare, an denen sich die Insecten fangen, von welchen sich die Pflanze nährt. Sylbenräthsel. (Zwclsy lbig.) Die (5ß sich nnt tausend Nänken zu befassen. Es fährt D>r selbst bewaffnet in'3 Gesicht. Und weiß von Allem, w.is die Fama spricht. Auflösung des Räthsels im Illyr. Blatte Nr. 34'. Nadelgelder. Verleger: Ignaz Vllois Sdler v. Kleiuwayr.