Ar. 12. Donnerstag, den 10. I-eVruar 1881. VI. Jahrgang. (Cillicr Zeitung. Pränumerations-Bedingungen. Zsür tkilli: V»r»>l>0> . . . —Jii . . >.«> S»t»j»i>iii . . . Mit Vost. Versendung: $UTttllÄt)ri« . . 1 «o f-alb;n]jri$ . . . S.¥u . . . ö.4C lonuut AvAellvnß <>in;rlu( Nummern 7 fr. Erscheint jeden Donnrrstng und Sonntag Morgens. lnsvk-sts wsrltsn sngonommvn i> ht ilsp»diii»n 6 er ..iliitcr Hn. rmiidft «r. « (BllWtu4«ti »», Jod»»» Sulnlilt »,d»e» 3»|ci«:c lili «>» „iliai» d»ittt»a" »» ! *. «»«« t» a:»B. uab all?» Idede»,«»»«» eiilm tr« äontincnt». J»f. Vicn---ich >» <#"»• <1. Cwtlit »»d Sotu. It iamc in UBirit, K. ütaür. »»jcillir >a »d«ch. Aie Wahrheitsliebe Dr. Voschnjak's wird in c in er Plenarsitzung von den südländischen Abgeordnetm erörtert werden. Wir zweifeln nicht, daß bei diesem Anlasse auch jene Behauptungen, die der gerannte Angeordnete bezüglich der Grund-stcuerregutlrui g und der liberal«» auszustreuen bemüht war, eine energische Abfertigung finde» «erden. ?as neueste Heldenstücklein des nationalen Eiferer«, ist eine plumpe Verdächtigung des Slati-Halters von Trieft, Baron Pretis. der den slovenijch Rationalen schon lange ein Dorn im Auge ist und dessen Ersetzung durch einen VandcSches ä la Winkler seit längerer Zeit vom Minister«Präsidenten ver» langt wird. Um diesem Verlangen den gehörige,» Nachdruck zu geben, begann Dr. Voschnjak in der Sitzung de« Budget-Äusschusies vom 5. d. eine Ieremiade loszulegen. Er expectorirte, daß in Trieft geiadezu anarchische Zustände herrschten, daß ton die Partei der Irredenta kühn das Ha..pt erhoben habe und daß sie mit einer Vermeffenheit austrete, so eaß der loyal österreichisch und kaiserlich gesinnte Theil der Bevölkerung sich bereits der bongen Bejoigniß hingebe, es werde dir Bethätigung seiner xuten Gesinnu« g ihm die ernstesten Belä-stigungen, ja sogar Beilegungen seiner persönlichen Fiechcil dnngen. Die Behöide» sehen diesem Treibe» mit verichrüntlen Armen zu, ja sie »eigen sich mehr zur Gege. pärtli. Wenigstens gehen sie diesem hoch-verrätherischen Treiben gegenüber ziemlich lässig vor. Es sei deshalv so weit gekommen, daß ein kaiserlicher Beamter, welcher in einem öffentlichen Vocale ein Hoch aus den Kaiser ausbrachte, während die anwesenden Slorenen die Volkshymne sänge», vo» Gendarmen verhaft« wurde. Die ganze ila- lienijche Bevölkerung des Küstenlandes sei revo» luti^när und staatSgefährlich uns die D'e u t f cb c n Trieft'« sympotisiren mit den Irre-Dentist eil. Die slovenische Bevölkerung allein sei patriotisch und echt kaiserlich gesinnt. Er hoffe daher, daß der Minister-Präsident, alS Minister de» Innern dem Statthalter von Trieft die Weisung werde zukommen lassen, in Zukunft gegen die Irredenta schärfer vorzugehen. Er gab weiter« der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierung fi ti in Zukunft ausschließlich auf den slovenischen Theil der Bevölkerung des Küstenlandes stütze» werde, da, wenn man die österreichische Herrfchaft an der Ädria festigen wolle, nichl« Andere« übrig bleibe, al« sonohl die Italiener, wie die Deutschen im Zaume zu halten und sich alle« Jtaliamsiren« und Äcrilianisire»« zu begebe». Schließlich machte Redner noch auk die Bedrückung aufmeiksam. welche >ie slovenische Bevölkerung Karinen« sich gefallen lassen müsse, und daß auch die Sioocnen in Südsteier-maik Ursache haben, über die empfindlichsten Hintansetzungen ihre« Bo.ksstammcS zu klagen. Die bitterste Lektion, die Dr. Voschnjak für feine Detailmalereien mit dem Maurkipiusel bekommen konnte, wurde ihm vom Abg. HauSner zu Theil. Letzterer bemerkte, daß er es der Rechten Seite des Hause« schuldig zu sein glaube, jede« Einverständniß mit den Au«füh^ r u » g e » des Abg. Voschnjak auf da« entschiedenste zurückzuweisen. Lr. Boschnjak verlange, daß die Polizei in Tuest und im Küstenlande tnt» schieden einschreite, und daß die Gerichte dort schärfer ins Zeug gehen. Wenn, was Redner be-streite«, die doitige Bevölkerung wiik ick so staats-gefährlich gestaut wäre, wie e« nach den Ausführungen tr. Boschnjak'« den Anschein habe, dann würde ein PolizeiRegime und ein übeimätzigeS Handhaben der Iustizpflege gewiß nicht dazu dei» sagen, die Gesinnungeu der Beoö keiung zu ver-bessern. Redner hält e« aber für undenkbar, daß die italienischen und deutschen Bewohner Triesi« wirklich so revolutionären Tendenzen zuneigen, wie die« dargestellt wurde. E« mag sein, daß e« viele im Küstenlaade gibt, die einem specifischen itali-enischen PatriotiSmu« huldigen, aber Niemandem wird deßhalb einfallen, eine nach Hunderttausend zählende Bevölkerung de« Hochverrath« anzuklagen. Im A!'gcordnetenhause sitzen viele Asgttrdnete ita» lieüischer Rationalität und den Patriotismus dieser Männer wird Herr Boschnjak nicht anzweifeln wollen. Graf T a a f s e fand zwar fein Wort zur Vertheidigung des Statthalters Baron P r e t i «, doch veisprach er die angeregte Angelegenheit mit aller Strenge untersuchen zu lassen, gleichzeitig er-suchte er Dr. Voschnjak ihm hiezu die diesbezüglichen Belege zu geben. Und Dr. B o s ch n j a k, der Arrangeur siid» slavischer Verb'gkerungSfcste, der in Conven-tikeln von einem Südslavenreiche träumt, er, der große Mann, der all da« Herrliche vollendet, er bereute gar bald, daß solche Auslassungen dem Zaun seiner Zähne enischlüpfte». U'Uer der Heiterkeit der Linken bemerkte er, daß er nur sachlich ge« sprachen und keine Person genannt habe. Ja er ging sogar noch weiter und erklärte in einem .Eingesendet" an die „Presse", daß er nicht die gerammte italienische Bevölkerung für revolutionär gesinnt halte »nd daß er auk> keine Sympathien der deutschen Triestiner für die Irredenta anm hme. DaS ist doch eine recht erbauliche Consequen; sie illustrirt am besten die Lampfart unserer Gegner' Feuilleton. Iwci Francn. Criminal Erzählung von Wilhelm Groihe. r 17. Fortsetzung.) — Sie geben meinem Sohne keine Hoffnung?! rief der Polizeiralh. — »eine! antwortete Emilie. bedenken Sie t« wohl! meinte er. — Ich habe tfl bedacht, antwortete sie. Sagen Sie ihm. ich würde mich al« eine Mit« schuldige an dem Tode Otto'S vo» Hastende«g, dessen Ra»n.n ich in Ehren zu halten gezwungen bin, betrachten, wen» ich mein Herz oder meine Hand jem.il« einem Andere» scheuten könnte. Sie atcr dürfen mir deßhalb nicht zürnen, Sie müssen mir Ihre Freundschaft erhalten! — Unsinn! Unsinn! schrie der Polizciraih und fuhr mit den Händen durch die Vurt. Ich ! sehe schon, laß Gottl'arv selbst kommen muß. | — Ich werde jür ih» nicht zu Hause sei», versetzte sie >» festem Tone. Hellmuth von Weller entfernte sich in großer Mißstimmung; Clara aber, die sich zu Ende de« Gespräches nicht in dasselbe gemischt hatte, trat zu ihrer Schwägerin. — Emilie, sagte sie, Du mußt nicht glauben, daß Du die Schwester de« bind) meinen Mann E> mordeten beleidigst, wenn Du Deinem Herzen folgst. — Sprich nicht also. Clara, erwiderte die Gräfin von Hastcnberg in ernstem Tone. Ich bin nicht eine Krau, welche lügt und heuhelt. Otto erscheint mir so groß, daß die Andere» zu Pyz> mäen zusai» IN er schrumpfen. Die Iugendleideiifchaft, welche ich für Gouhard hegte, ist längst entschwunden, ihre Fackel ausgebrannt, der Krater erloschen. Noch einmal gebe ich Dir die Versiehe-rung, daß ich. wäre e« nicht so, keinen Augenblick da« Gerede der Leute fürchten und dem Geliebten meine Hand reichen würde. Die Baronin von Gurten machte Einwendungen, sie stellte Gotthard in ein Helles vicht, u»v wies auf feine adelige Familie und sein Vermögen hin. — Er handelt ohne Egoismus, wenn er Dir seine Ha»d bietet, schloß sie. — Wa« kümmere ich mich um seinen Reich, thum und A?ef, antwortete Emilie. Adel! Du betonst das Wort und bist ihm doch zum Opfer gefallen! — Dos ist was, aber nenne es Vorurtheil, ich kann mich nicht von ihm losreißen. — Du mußt gewöhnen, Vorurtheilt zu ver-achten. — Ohne Vorurtheile fällt die menschliche Gesellschaft au« ihren Fugen. — Laß sie au« ihren Fugen gehen, fiel Emilie ein, sie verdient «s nicht, wenn ihr Kitt nicht besser ist. Dem Herzen zu folgen, wei n e« den sittlichen Weg. den Weg der Pflicht nicht verläßt, ist unsere Ansgade. Clara senkte di« Augen und schüttelte da« Haupi. — Deine Worte bestechen, sagie sie, nnd doch können sie nicht richtig sein, da Du selbst ihnen nicht gefolgt bist. Emilie richtete sich hoch auf, ein edler Stolz verklärte ihre schönen Züge. — Ich opferte mich für meinen Vater, sagte sie, und dl» belohnt worden, denn mir würfe da« Glück, einen willensstarken Gemahl zu finden. Du folgtest dem Vorurlheil und hast schwer geduldet. Laß daher von Deiner Bahn ad und zeige Dich wie ?u bist, da« Vorurlheil unter die Füße tretend. Die Worte Emilie»'« machten einen tiefen Eindruck auf Clara, wen» sie sich auch dieselben nicht zu deuten vermochte. Sie fragte nach dem tieferen Sinn und worauf sie hinausliefen. Da entschleierte ihr die Gräfin, daß man längst von ihrer Zusammenkunft mit Karl Seifried im Thec-Pavillon gewußt hatte. Eine flammende Rölhe, die die frech und unverschämt verleumden und ver« lästern, wenn sie sich im Vortheile blinken, im andern Falle aber feige ihre eigenen Worte und Handlungen verleugnen. Politische Rundschau. CiUi. v Februar. Im Abgeordnetenhaus? wurde gestern die Debatte über dos Wuchergesetz beendet. Der Entwurf hatte das Haus duich fünf Sitzungen de-schäfiigl und gehl trotzdem fast unveräudert aus der Pienarberalhung hervor. Die gemeldete Spaltung innerhalb der Recht«. Partei ist. Dank den Bemühungen Falkenhayn« und des Grafen Hohenwarl, vorläufig wieder verkleistert. Die SccessionSlustigen wurden angeblich durch Versprechungen betreffs der Steuerfrogen zum Abwarten veranlaßt. Die Ernennung des bisherigen Seetionschef« im Unterrichtsministerium, Baron Lehmayer, zum Ralh des VerwaltungSgericht« wird lebhaft com-uientirt. Ossiciö« wird versichert, Baron Lehmayer wünschte selbst a»S dem Unterrichtsniinisterium auszuscheiden. Baron Lehmayer, der an der Schaf« fung der konfessionellen Gesctze hervorragenden Antheil nahm, halte auch das Referat über die Universitäten. Der am S. d. abgehaltene französische Mi» visterralh berieth über da« Projekt de» Dcpuiirten Nanquet die Ehescheidung in Frankreich gesetzlich zuzulassen. Die Minister de» Innern und der Justiz erklärten sich principiell gegen daS projcc« tirlt Gesetz. Die orienlalische Situation Hai sich plötzlich aufgehellt. Durch die Reise Göschen'« ist der offi^ ciösen Berliner Auffassung zufolge die Annäherurg Englands a» die von Deutschland und Oesterreich markirte Stellung von ganz Europa demonslrirt worden. Die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich sei schon länFt vorangegangen. Die Aeußerung des Fürsten Bismarck i« der Freilags-Sitzung des Abgcorcnctenhause», daß es keinen Krieg geven werde, ist also mit der ganze» Autorität eine» europäischen Einverständnisses ge-geben worden. BemerkenSwerlh ist die Mittheilung, daß auch Griechenland den Rath'chlägen Gehör zu schenken beginnt. Die Eovflicte im Osten lassen somit eine unblutige Lösung erhoffen. Zu allen Verlegenheiten, welche England momentan beängstigen, kommt »och eine neue: die Aschonlis b> ohen auf« Neue den Krieg zu beginne!!. Veranlassung für ihr drohende« Auftreten ist die Weigerung der afrikanischen Colonial Re-gierung, den Häuptling G^min auszuliefern, der sich von den Aschanli« auf englische« Gebiet ge-flüchtet hol. — In Edinburg sollen durch aus Amerila herübergekommene Iren politische halb der Scham, halb dem Unwillen entsprossen war, bedeckte da« Angesicht der Baronin. — Und Du hast glaube» können, daß die Tochter der Hastenberg sich zu der Geliebten eine« Andern heraowürdigen könnte l rief sie. — Der Abd-uck Deine« Schuhe« ließ keinen Zweifel wehr, meinte Emilie. — Und doch habt Ihr mir Unrecht gethan, versetzte Clara. Die Zusammenkunft hat statt« gefunden, aber strafbare Liebe war ihr Giunb. Sie erzählte ihrer Schwägerin nun, wie sie dem Falle ihre« Gatten habe vorbeugen wollen, wie sie schließlich von bleiern bedroht worden sei uno Karl Seifrieb habe sprechen müssen. Emilie umarmte sie. — Ich habe Dich geringer geschätzt, al« Du verdienst, Clara, sprach sie, weil ich dem Anschein folgte. Wie sehr Nnn derselbe täuschen! Daß man Niemanden bis auf den Grund seine« Herzen« sehen kann! — Du sollst e« von jetzt an, entgegnete Elara. Du sollst Alle« wissen, daß kein Stäudchen an mir sei, da« Du nicht kennst. Ihr habt Un-recht gehabt, daß Ihr mich sür Karl'« Geliebte hieltet, nicht daß ich ihn geliebt habe. Um dieser Liebe, die mit meinem Stolz im Widerspruch war. zu entgehen, gab ich dem Drängen Otto'« nach und heirathele den nichlSwürdigen Gurten. Ich habe Seifried von meiner Zuneigung niemals da« Mordthaten verübt worden sein. Die Thäter machten Selbstmordversuche, al« sie sich entdeckt sahen. — Auf dem Eaton-Place, dem elegantesten Stadltheile London«, würbe vor einigen Tagen eine geladene, mit einem Uhrwerk versehene HöUen-Maschine aufgefunden. Meine Chronik. CiUi. ■>. Februar. (Kronprinz Rudolf) passirt he»le Nacht« mit dem Schnellzuge auf seiner Reise nach dem Orient unsere Stadt. (Dr. Robert Proßinagg scheidet.) Mit der Schnelligkeit einer Sensationsnachricht verbreitete sich am Montag Abend die Kunde, Dr. Proßinagg habe die St lle eiue« Werk«-arzle« von T r ! s a i l angenommen. Niemand wollte e« glaube», baß der Genannte sein geliebte« Cilli, da« ihm eine zweite Vaterstadt geworden, in dem er fünfzehn Jahre wirkte und strebte und für desseu Blühen und Gebethen er seine besten Kräfte einsetzte, verlassen könne. Die Kunde hat sich leider bewahrheitet. Wir sehen einen Mann scheiden, dem da« Gemeinwohl so innig am Herzen lag, dessen sämmtliche Handlungen den Stempel de« Biedersinns und der Treue trugen. Wie Jeder-mann, der im öffentlichen Leben eine Rolle spielt. Freuude unb Gegner zählt, so erfreute sich auch Dr. Proßinagg solcher, doch sämmtliche Gegner werden zugeben müssen, daß sein Thun unb Schassen srei von Mißgunst unb Neid war, daß er st t« ba« B'ste gewollt unb daß selbst bittere Erfahrungen seinen Kampfesmuch unb feine Zuversicht nicht zu beugen vermochten. Einen tiefen, ja geradezu un-erblichen Verlust erleidet durch den Abgang Dr. Proßinagg'« da« VereinSlrben unserer Stadt. Wir greifen au« der großen Anzahl der Vereine, denen er angehörte, nur den Musikoerein herau«, dessen umsichtiger Direktor er war. Hatte sich Dr. Proßinagg schon um die Gründung de« gedachten Vereine« die entschieden größten Verdienste erworben, so steigerten sich dieselben noch unter seiner Leitung. Mit opferfreudiger Mühe, mit rastloser Hingebung förderte er die VereinS-Jn» teressen und wenn der Musik Verein heute achlung. gebietend dasteht, so gebührt der Löwenonlheil de« Erfolge« der unermüdlichen Ausdauer Dr. Pro-ßinagg's. Sei» unerwartete« Scheiden irirb überall schwer und tief gefühlt. Die Commune verliert in ihm einen thätigen Mitarbeiter, die deutsche Partei einen wackeren Kämpe», die Vereine einen umsichtigen Förderer und die Freunde dea liebenswürdigsten Gesellschafter. Wir wollen un« indeß mit der Hoffnunq »rösten, daß Dr. Pro-ß i n a g g sein ltede« Eilli nicht vergessen wird, daß er. wenn auch entfernt, seii'eTdeilnahmc, seine Sy>n- Geringste ahnen lasse», al« in jener Nacht, da ich ihn zum letzte» Male sehen wollte. E« war ein Abschied für immer ... ja für immer. — Und cr liebt Dich? fragte Emilie. — Ja. hauchte Clara leise. — Dann soll, dann darf e« kein Abschied für immer gewesen sein, bemerkte die Gräfin. Du hast Dein Leben allzulange im Dunkeln verbracht, jetzt soll der Tag leuchtend hinein scheinen. — Nicht also, gute Emilie Z versetzte die Baronin. Wa« würde die Welt sagen, wenn ich, die Baronin von Gurten . . . — Wa« die Welt glauben wird, soll »n« nicht kämmern. fiel die Gräfin in dle Rede. Ich selbst werde Deine Freiwerden» sein, sobalb wir bie Hülle Deine« unwürdigen Manne« in aller Stille bestattet haben werden. Clara sank ihr um den Hal«. — Wie gut Du bist! schluchzte sie..... • * — Herr Assessor, Sie haben sich auch da« Schnupseu abgewöhnt! sagte Margarethe Waiden zu Franz Wagensühr, der mit gefalteten Händen vor ihr saß. in ernstem, tragikomischen Tone. — Ihr Wunsch war mir Befehl, stotterte er. — Wissen Sie, Assessorchen, daß Sie zum Pantoffelhelden die wunder barsten Anlagen be« sitzen? lachte sie. — Sie machen mich glücklich, Gretchen! palhien unserem öffentliche» Leben widmen wird. Darum keinen langen Adschieb ! Die füglich un-bedeutende Entfernung gestattet ja ein recht oft» malige« Wiedersehen. (ver Sannthaler Alpen-Clud) hat an den Gemeinde - Au«schuz nachstehende« Schreiben gerichtet: „Löbliche Gemeinbeoertretuiig ber Stadt Cilli! Al« vor anderthalb Iahrzehiten der steierm. Lanbes-Ausschuß die altchrwürdige, an geschichtlichen Erinnerungen so überau« reiche Burgruine Ober-Eilli käuflich erwarb, da bemächtigte sich aller wahren Patrioten unsrer Heimat bie frohe Hoff-nnog baß unter biesem neue» munificenten Besitzer da« Aeußerste geschehen würde, um diese« so prächtige Denkmal einer lang enischwundenea Zeit, um diese Heimstätte de« so mächtigen in die Geschicke de« ganze» Kaiserstaate« eingreifende» Grafengeschlechte« vor dem gänzlichen Verfalle zu bewahren, und ba« »och bestehende zu erhalten. Wohl traf ber steiermarkische Laird.öauSschuß, hauptsächlich angeregt durch den damaligen Sans-lagsabgeordnete» Herrn Bezirksnorsteder Lichten-egqer im ersten Jahre seine« neuen Besitze« um-fassende Anstalten um biese an historischen Erinnerungen s» überreiche Burg im da naiigem Zastante zu erhrlien, sie dem Geschichtsforscher, dem Touristen, dem Patriaten zugänglich zu machen, — allein seit jener Zeit geschah für die Erhaltung dieser herrlichen Ruine nicht« mehr, un» mit tiefer Trauer und Wehmuth sieht namentlich der Cillier Jahr sür Jahr eine Mauer nach der andern i» Schult zu« sammenstürzen, einen Thurm nach dem anderen bersten. Die Wege in dem einst gen so stolzen Grafenschlosse werden immer m°hr und wehr durch Stein, Schutt und Erde verrammelt, die neuen Steinlreppen sind zerbrochen, bie restaur irten Ballu-straden sinken in Trümmer, die Uliifafsungsmauera zu den herrlichsten Aussichtspunkten sind stellenweise nur mehr mit Lebensgefahr zu passire«; — „nd während man an anderen Orten namhafte Opler dringt, um viel weniger werthoolle AlterlhumSoSjecte zu erhallen unb zu restauriren, — regt sich hier keine Hand — erswaktt hier kein Ruf, um zu retten, was nov zu retten ist. Der Sannthaler Alpenverein ist e«, der in dieser so sehr vorg rückten Zeit sich der löblichen Gemeinde «Vertretung bitteno nihi, die äußerste Energie zu entfallea. "mnu biese« historische Kleinos unsere« Lande« nicht ganz und gar verschwinde, und unser landschaftliche« Biib um eine« seiner schönsten Z erben bringe. Der gefeitigte Verein hat e« erfahren, baß der hohe vandesausschuß die Aussicht über diese Burgruinen der löe>I. Gemernvercprasentanz der Stadt Cilli anvertraute, und bittet nun dringendst ohne Ausichud einzugreifen, und den hohen Lande«, ausschuß zu ersuchen, seiner durch den Kauf selbst — Halt, mein Hcrr! So weit sin» wir noch nicht! rief die Iustizra hsiochter : Sie müsse« mir auch noch den Beweis sührc», daß Sie kem stille« Wasser sinb. — Gretchen, Sie sinb sehr grausam, seufzte Franz Wagenführ. — Und Sie nicht sehr galant, versetzte sie, daß Sie wich mit einem Nero vergleichen, vou dem ich auch nicht ein Atom in mir besitze. — Da« hade ich auch nicht sagen wollen; aber Sie quäle» mich wie ein Dämon. Sie wissen, wa« ich für Sie empfind« . . . — Nein, ba« weiß ich eben nicht, unterbrach sie ihn. Beichten Sie also! — Ich wollte, daß Sie in G.sahr käme», ich würde mein Leben lassen, um sie zu retten, versicherte er, während er die Hand auf die Brust legte. — Mit dem Tode soll nicht« gewonnen sein, meinte sie schalkhaft. — Ach Gretchen, wollen Sie mich denn gar nicht verstehe» ? Haben Sie denn gar kein Fünk-cheu Zuneigung zu mir? Bin ich Ihnen wiber« wärtig? — O nein, wiberwäriig sind Sie mir nicht; aber ich fürchte mich vor Ihnen. — Sie fürchte» sich vor mir? fragte Wagen« führ und erhob sich. (Schluß folgt.) auSgesprochtnen Intention schleunigst nachzukommen — ehe es tu spül wird. Die löbliche Gemeindevertretung hat ja schon oft Opfer für die Verschönerung unserer Stadt ge-bracht, im wohlverstandenen Interesse, und Dank ihrer Munificenz sieht Cilli Jihr für Jahr mehr Gäi'te in seinen Mauern, die ihren Aufenthalt hier auch ausdehnen werden, je mehr für inlnressente Touristen > Ausflüge gesorgt wird. Welche» Ziel jedoch winkt unseren Gästen tindringlichrr und »u« «nderstehlicher, als die epheuumkränzte Ruine Oder-Cilli; — diese zu erhalten, ist ein Gebot der Dankbarkeit, sie zu schützen eine Pflicht der Bewohner dieses Landes, daher sich der Sannthaler Alpenverein es sicher verspricht, daß seine dringende Bitte Erhörung finden werde. Mit der Versicherung der ausgezeichneten Hochachtung Für den Sannthaler Alpen.Verein Joses Rakusch, Dr. Ed. Glantschnigg, dz Secretar. dz. Obmann (vandwirthschaftliche Filiale.) Die j?answirthschastliche Filiale Cilli hielt Sonn» oben», den 5. d. unter dem Vorsitze ihre« Ob-mal'ncS Dr. Langer eine Hauptversammlung ab. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete ein Borlrag de» Adjunkten Hansel über die Reblaus. Der Vortragende besprach in eingeh nder Weise den Schüdlinq und seine Vermehrung. Er erörterte die Mittel zu dessen Bekämpfung und erwa rte schließ ich die Widerstandsfähigkeit der Rcbensorten gegen die Angriffe diese» gesährlichen Jnseki». Redner empiahl die Errichtung von Be» znts-Rcbjchulen, wie solche in Rann und Rohiisch berei'.S bestehen, und in denen widerstandsfähige omceikanijche Reben gezogen werden. Die Ver-sawmlung dankie durch Erheben von den Plätzen für den instrucliven Vortrag. — Hierauf wurden «IS Deleginc zur diesjährigen Generalversammlung die Hcrrc» Dr. Langer und Lutz gewählt. Der Antrag des Filial-AuSschusse« dem Förster der «labt Cilli Franz Kummer für seine Verdienste um die Forstcultur die silberne Gesell» schastsmedaille zuzuerkennen, wurde einstimmig an-genommen, desgleichen der weitere Antrag dem in landwirtl'schastlicker Beziehung unermüdlich thätigen Lchrer J^sef D o b n i k in Sl. Georgen a. d. S. B. eine Belohnung in Gtld zuzuwenden. — Die LeiegiNen wurden beauftragt bei der dies« jährigen Hauptversammlung in Kra; dahin zu wirken, daß die landwirth chastlichen Fortbildung«-curse für Lehrer wieder abgehalten werden; daß daö vierte für landwirthschaftliche Fortbildungs-schulen bestimmte Lesebuch in slove-tischer Sprache bald erscheinen und des landwirthschostlichen Lchr» stoffeS genug bitten möge; fernerS, daß auf Vieh-markten Viehwagen aufgestellt werden, damit der Landwirth Gelegenheit habe, gegen ein geringes Entgelt sich vom Werthe seines Viehes zu über-zeugen. — Schließlich erklärte sich über Ansuchen der Versammlung der GutSvcrwalter Herr Josef B i l g e r bereit auf den Hopfenfeldern der Herr-schaft Neu-Eilli demonstrative Vorträge zu halten. Die Filiale wird daher zu diesem Behufe eine Excuision nach Sachsenscli» veranstalten. (Volkszählung.) Die Gemeinde B i * schof - dorf im Bezirke Cilli zählt 502 Häuser und 2830 Einwohner. (A a b r i k s k a u f.) Die Besitzer der Gewerk-schaft Slorv (Johann Weizer und Karl Reuseld) haben die Gebäude und Maschinen der Grazer Waggonfabrik»» und Slahiwerksgesellschaft an-gekauft. (Concert.) Die Cillier iviusik-VercinS» Kapelle veranstaltet Samstag, den 12. d. M., 8 Uhr Abends im „Hotel Elefant" ein Concert. (Ein neue« Pompeji.) Französische und italienische Blätter dringen aus Algerien eine merkwürdige Mittheilung über eine im Sande verschüttete Stadt, welche der Archäologe Tarry, frunzösischer Administration« - Beamter, entdeckt hätte. Dieses neue Pompeji soll im Süden Alge-rienS in der Nähe der Stadt Ouargla zu suchen sein. Durch eine leichte Erhebung des Bodei'S auf-merksam gemacht, bätte Herr Tarry seine Unier-fuchungen aus den Punkt gerichtet und die Kuppel eines domartigen Gebäudes entdeckt. Bald wäre unter den Sandschichten ein Thurm, eine Terrasse, und zuletzt der obere Theil einer Moschee zum Vorschein gekommen. Mit Hilfe der Araber wurde der vom heißen Scirocco zu einem Hüzel zusom-mengewehie Sand entfernt und allmälig kam ein Dutzend Häuser zum Borschein. Dieselbe» sind fast ganz intart. Da« Gouvernement von Algier soll jetzt die Sacke in die Hand nehmen und die wei-leren Nachgrabungen veranlaffen. (Fasching«. Chronik.) Der Ort«-schulrath in Fraßlau veranstaltet Sonntag den 13. d. M., in den Localitälen der Frau Rosnik eine Tombola verbunden mil einem Tantkränzchen, deren Reinertrag für die arme Schuljugend be« stimmt ist. — Zu dem gleich humanen Zwecke findet Dienstag, den 16. b. M. in Wistif'« Gasts«iife in Wöllan, eine Tombala, mit einem Tan;kränzchen verbunden, statt. — Samstag, den 19. d. M.. findet im Saloi Mr ..goldenen Krone" in Sachi'enfeld ein Tanzkränzchen statt. Da? Comite macht die möglichsten Anstrengungen, um den Abend zu eintm recht animirle» zu machen. E« ist daher auch ans unserer Stadt eine rege Theilnahme zu erwarten. Die Musik besorgt ein Octett unserer Musik - Vereinskapelle. (M a S k e n b a l 1.) Der er'te diesjährige Maskenball, welcher Sonntag, den 6. d. im Stadtthealer abgehalten wurde, besaß alle jene Eigenschaften, welche diese Art von Vergnüaen in den Vorjahren so beli'bt machten. Der Besuch war ejy sehr zahlreicher, und mit zwanysloser Laune wurde dem Tanze, in dem die Musikverein«. kapelle recht aufmunternde Weilen spielte, aehuldiat. Für (^elränke nnd Speisen hatte da« reich <»»«. gestaltete Büffel de? umsichtigen Unternehmers besten» gesorgt. Jedenfalls wird der nächste Ma«-kenball der Sonntag, den 13. d. staltfindet »nd zu dem ganz besondere Vorkehrungen getroffen werden, eine noch größere Anziebung?kraft a»S-üben. * * » „Die Heimat". Das tiprntfe Heft der ,.Heimat" bringt wieber einige vortlialiche Illustrationen; so die schönen Holzschnitte: „Schillert Todt?nmaske". das ergreifende Genrebild: „Der Ueberfall. Scene an? dem dreißigjährigen Kriege" die „Venetianerin" nach dem Gemälde von Luigi Mio» „Winter im Wienerwalde" nach einem Aauarelle von Y. Poschinger ..Der kleine Abbate" noch L Pasiini. das woblaetroffene Porträt Franz von Dinaelstedt's «nd vier Porträt» von Frauen, welche in Schiller's Leben eine Rolle spielten — Im Terte finden wir außer ber Fortsetzung deß Rank'kchen Romane»: „Höben,auber" den Beainn einer deutsch-amerikanischen Novelle von Karl Fischer, betitelt: ..In barter Schule"; dann den Schluß der „Stiuen au» dem Lande der Liga" von Tpiridion Gop'evi': und die Fortsedung der interessanten Memoiren: ..Schauspieler' leben vor hundert Jahren". Dr. A- Schlossar steuert eine anziehende Skiz-e: „Von den MäsugkeitSvereinen vergangener Zeiten" bei: ein g-diegenc? Feuilleton ist Ida Barber's: ^^rauengestalten aus Schiller's Dramen", Dr fi. Eger liefert eine Skizze aber Bernstein'S". Io> banne? Emmer eine Charakteristik Dinaelftedt'S: endlich sind »u erwähnen die Briefe 'aus Äonstantinope!; von dem Verkasser der Perotischen Briefe in der 91. Fr Pr " Die Rubriken . Aus aller Welt" Schach und Räthsel sind vertreten. Die Beilage enthält die Fortseduna des Romanes: „Ein räthselhastes Verschwinden." — Abonnement« auf die „Heimat" vierteljährig I fl 20 fr. s"? Mark!, mit Posweriendunq I fl 4> kr. — auch in Heften » 20 kr. (33 Pf.) zweimal in iedem Monate. Durch alle Buchhandlungen und Poi'tanstalten >u be-ziehen. iBerlags - Erpedition der „Heimat". Wien 1. Seilerstätte 1. Leipzig. Königsstrasie 3 s Franz Wagnerj). Ans dem (Yerichtssliale. Montag, den 7. Februar. Johann A r« t i £ (f. GrundbesiizerSsohn au« Hrostje hotte am 16. Octobt? v. I. au? Eifersucht in dem der Mutter seiner Geliebten gehörigen Sckweincstalle Fkiier gtlegt. Das Feuer wurde rechiszeitig be» merkt und von den HauSlcuten gelöscht. Die Me» schworenen erkannten den Angeklagten de« Ver-brechen« der Brandlegung schuldig. Der Gerichts-bof verhängte daher über ihn vier Jahre schweren KerkerS. Am gleichen Tage wurde der Schneider» gehilfe Anton Menzin wegen Verbrechen« de« Diebstahl zu schwerem Kerker in der Dauer von 2*/i Jahren vnurtheilt. Dienstag, den 8. Februar. Der 28 Jahre alte Auszügler Josef Gol l ob, war am II. Nov. vor. JahreS im Gasthause de« PostoleinKrk in Lausen wegen eine« früher stattgehabten Rauf-Handels mit Johann CerneuSek in Streit gerathen, letzterer hob drohend eine Latte gegen ihn, Josef Gollob aber zog fein Taschenmesser und brachte den Cerneusek damit mehrere Schnittwunden im Gesichte bei, welche eine bleibende Verunstaliung desselben zur Folge hatten. Josef Gollod ist ge-ständig, will aber au« Nothwehr so gehandelt haden. Die Geschworenen verneinten jedoch die hierauf gerichtete Eoentualsrage und bejahten die auf da« Verbrechen der schweren körperlichen Beschädigung gerichtete Frage. In Folge dessen wurde Josef Gollod vom Gerichtshöfe zu 18 Moi at schweren Kerker verurteilt. — Dem verehl. Meier in Gradischka legt die Anklage zur Last, er habe am 21. October die Johanna Bittner auf der Strasse in der Nähe von 21/arburi', räuberisch überfallen und ihr einen Betrag per 3 fl. sammt einer Brief-tasche gewaltsam entrissen. Der Angeklagte läugnet und auch die Aussage oer Beschädigten wurde im Laufe der Verhandlung in ihrer Glaubwürdigkeit wesentlich durch ihre widersprechenden Angab«» erschüttert. Di( Geschworenen verneinten daher ein» stimmig die an sie gestellte Frage, und ersolgle daher die sofortige Freisprechung des Angeklagte» vom Verbrechen des Raubes. M i 11 w o ch, den Ü. Februar. Am 2. Nov. v. I. hatte der Magazin« Aufseher am Südbahn-Hofe zu Marburg H e i n r i ch M i l d n e r dem dortigen StationSvorstanse die Anzeige erstattet, daß von zwei Knaben wiederdolt Kohlendiedstahle ausgeübt wurden. Al« Miloner in Begleitung eine« SicherheitSwachmauncS nach dem Magazin zurückkehrte, bemerkte er einen der Knaben. E» war die« der 12jährige Earl Puff. M i l d n e r verfolgte ihn, ereilte ihn und streckte ihn mit einem Stoß zu Boden. Als er den I inzen aurichten wollte, war derselbe eine Veiche. Die gerichtSärziliche Orduction constatirte eine Gehirnapoplexic. Verletzungen selbst wurde» an der Reiche keine wahrgenommen, woql aber erual» der Befund, daß der Verunglückte ein schwächliches herabzekomiiienes Individuum gewesen sei. Oie gegen Hrnrich Mildner erhobene A.'klage lautet« auf Todschlag. Die Gcschworrnen vtrnrinicn jedoch tinstimmit nach drm glänzenden Plaidoy.'r ?es Vertheidiger« Dr. iiosjck deiee vom Gerichtshöfe gestellten Schul fragen und wurde demgemäß auch sofort ein freisprechendes Urtheil gefällt. Cmgcsendet.*) Euer Wohlgcboren! Sie waren so gesäüig, mein Eingesendet bezüglich der Cillier Schurs- und Bau Gesellschast in die Nummer vom 27. Januar d. I. Ihres geschätzten Blattes auf-zunehmen. Ich fi-lde nun in Ihrer letzten Son nlagsnummer ein Eingesendet d d. 8. Februar 1881 vom Ausschuß der Cillier Schurs-Gesellschast, worin es heißt, daß nach RechtSkräftigwerdung des Liquidalions-Versahren« die Einlösung der Aktien, voraussichtlich mit ft. v.—, er solgen wird. Die Cillier Schurs Gesellschaft wurde am August 1871 ins Handelsregister eingetragen: die Liquida»»» wurde, weitn ich recht unterrichtet bin, im März 1*77 beschlossen, — und jetzt spricht der Ausschuh der Gesell-schaft erst von einer Rechlsträstigwerbung des Liqui datio».? Verfahren? ? Wie ist dies mit den Paragrasen 243. 2 M und 245 deS allg. HandelsqesetzducheS vom 17. Dezember 1862 in Einklang zu bringen? Ich bit e Euer Wohlgeboren noch um Beröffent^ tichung obiger Zeilen, indem ich die Ehre habe zu sein Hochachtungsvoll Ein Abonnent. *) Für Form und Inhalt ist die Redaktion nicht verantwortlich. Kourse der Wiener Aorse vom ». Februar 1881. Goldrente...........89 3» Einheitlich: Staatsschuld in Noit» . ?2.<> „ . in Sildrr . 74 0"> 1860er Staa'.s-A»leh«nslose .... 13<) Bankacti:»...........814 — Creditactien.......... 236.20 Lonoou............118.S0 Napoltond'or.......... 937'/» k. k. Dkünzducott»........ b.bö 100 Reichsmark.........57.95 JTreiw. Feuerwehr Hochenegg. Sonntag den 13. Ftbruar 1881 findet in Wretschers Localitäten eine gemüthlich«; 58— 2 Tanz - Unterhaltung verbanden mit einer TOMBOLA statt. Anfang 7 Uhr. Entr'! n von 2- 5 Uhr Nachm. Eisenbahn-Frachtbriefe stets vorrätbig in der I" Kaisers, königl. auSschl. priv. Willitlm's flüssiges pllan^enStdaliv Franz Wilhelm, Apotheker in Ntiinkirchcn, da« einzig«, das durch ein»! hohe t k Sanitätsbehörde lorflfdltirt geprüft unb sodann von Sr. Majestät dem Kaiser ^ranz Jose, I. mil einem a isfchl, Privilegium ausgezeichnet wurde. Tiese» Miltel ist ein Präparat, welches, al» Ein-reibung angewendet, heilsam, be! uhigend. jchmerzstillend. bejänsii>,end wirkt in Nervenschwache. Nervenleiden, Nervenschmerz, tiörperjchwäche, rheumatischen nervösen «'»ichschmerzen, rheumatischen «-»inerten. Gliederreißen, MusteUeiden, Gesicht«, und Gelentsschmerzen, Gicht, Rheumatismus, Äopfschmerzen Schwindel, Lhrenbrausen, «reuzfchmerzen. Schwäche der Glieder, besonder» bei statten Anlirengungen aus Märschen (k. f. Militär«, Vyorfttn&mtrr), «Seitenstechen, nerv dien Ktankheilcn jeder Art. auch bet schon veraltetem Rheuma. Ein Plützerl sammt ärmlicher Anleitu»a tostet I fl. i> W. gar Stempel nebst Verpackung 2V kr. 'separat. Auch zu haben in SiUi Banmdach'sche Apotheke, „ bei Ios. Äupferschmid, Apotheker. Zwei Wohnungen jede mit 4 Zlmrner. sammt allem ZujrehOr. die eine auf Verlangen «gleich, die andere mit l. März, sowie ein netter Gurten, sind tu vermiethen. Cilli, Wiener-«tross« No. 7. 50— Freiwillige Licitation. Die Besitzung de* Hr. Notar Puff, (vormals Scu-bitz) nftch»t dem Marburger Südbahnhofe, bestehend aus einem schftnen llnAnAnMie, Obat H fnn«.. fc'nrfen- ln/n)»eM u >1 II r>»i-tfrirtf», wird am 3. Wär* I. J. Nach.-M. 3 Uhr, an Ort und Stelle vom k. k. Bczirks-Gcricbte 1. D. U. Marburg unter günstigen Bedingungen verkauft. Die l,iz.-Bedingnisse kennen bei Gericht, bei Hrn. Notar l)r. Badev in Marburg, oder beim Eigenthümer in Itadkcraburg ein gesehen werden. 42—6 Nur rchl, wenn die vorgedruckle KchutzmarKr auf den Etiquetten stellt. Huste-Nicht, i Honig-Kräuter Mal;-Estract u. Cara-me!ieu von 1^. H. Pietsch & Co. Breslau.*) Di« anerkannt besten .Heilmittel gegen Husten, Verschleimung, Heiserkeit, Hals- und Hruft-Lnden. vom einfachen Katarrh di» zur I Lungenschwindsucht. Concentrirter Auszug von 30 der heilkräftigsten Kräuter. Europa», Amerika« und Indien« mit bestem Malz und jeinstem Honig. ochehrcndeS v Schreiben «r. sr. Ftirstbischöflicten Gniv-n des Hochwür» bimsten Fürstbischofs vo» PrcSleu. Henn vr. Heinrich Förster, Heilizkeii Hausp-älal ituD Throaossittnt, Ritter hoyer un!» höchster Orden. Allabendlich nehme ich seit Jahr und Tag Ihren trejstichrn Hoing - »tränier-Malz-Cxlract tn meinem Thee ein; für Hals, Artist und Verdauung empfand ich davon eine sehr erquickende und heilsame tSitfung. Ausrichtig baute ich Euer Wolgeboren mil der gleich-zciu cn Äerstcherung. daß, sobald Ihre zweite gütige Sendung verbraucht sei» wird, ich wiederum einige Zlaschen bejonde.» ju erbitten nicht ver>ehlen werde. Schloß ^ohanitesberg, 11. Mai 1*80. Hochachtungsvoll Üwer Wohlgeboren ergeb. Heinrich. Fiirftbijchos von Breslau. Wir btsitzen tablreiche Anerlennungen undeinÄegen! spendendes Dankschreibe» Lr. Heiligkeit Papst| Leo XIII. *) Zu habe»: Ifftroct a Flasche 2 st., 1 fl 50 It und «0 b.; Earamevk» a Beutel 10 fr. u. 2-> tr. in fe'itti hei: I. »iupsrrschmid, Apoth. z. Mar.a Hilf.| Z. 2431. Verläuttiarnng. Am 24. Februar 1881 Vormittags 11 Uhr findet in St. Margarethen bei Römerbad die Minuendo-Lieitation der, mit 1468 fl. 46 kr. veranschlagten Bau-Herstellungen an dem Pftündengebäudc daselbst statt. Unternehmungslustige werden mit dem hiezn eingeladen, daß Bauplan und Kosten-Überschlag bei der k. k. BezirkShauptmaunschast Cilli, oder bei der LicitationS-Comm.ssion ein-gesehen werden können. Ä. t. BezirkShauptmaiuschast Cilli. 31. Jänner 1881. Der k. k. Statthaltrreirath: 65-1 H a a S. Scheiterholz ist in jedem Quantum zu haben bei Gnstav (iollitseh, Cilli. Deutlches familisiilildtt vierteljährig Älh. 1.60. 3« festen ,» 50 Pf. = bleuer Vornan von Lenneck. ^ «an defteül >» »Irn?uchb»n»l,i>a«» «ad L L aniian^itischer antirbettmatischer Blutreinigungs-Thee von Franz Wilhelm Avotheter in Reuatirche« ()?.-Oe). wurde gegen Gicht. Rlieumali«mu», Kinder-stiben. vetalteten hartnäckigen Uebel», stet« eiternden Wunden. Geschlecht«- und Haut-ausjchlag«-«rantbeiten^ Gimnteeln am'^ior-per oder im Gesichte. 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