Prikuumerations-Pretse Für 2 u i t> o eftttreichischen Zeitschrift für Verwaltungsresorm" KMW-« Artikel zu veröffentlichen be-i« ■ (r ftch mit dem Nachweise BBi daß die Errichtung des Vermaltungs-Ä?6oie6 die Reform der politischen Verwaltung Ä S* wm,*m In £ Sun 31umo.tr bet «mannt«. z-.tl»r>!> 9* I Sfetb auf die Organisation der Verwal-»ber Er beginnt mit einer sachlichen Studie und Kritik der neuen preußischen Kretsord-nZ? fit deren Mängel und Vortheile auseinander. rtiän Ä- ■-»« W W-N-M-» V°-. SäS Üb« die Organisation der Verwaltung Ni Ockerreich anzuschließen. Wie nicht anders zu er. warten tritt Kaiserfeld warm für du ^.heilnahme ^ Bevölkerung an der öffentlichen B-rwaltung e.n unM«Urt, daß den behördlichen Entscheidungen der Charaüer des Persönlichen und Willkürlichen ge- nomm^Mrde tnüpft( mie gesagt, seine Aus- führungen an eine Kritik der preußischen Krelsord-WT „int wie schon Preußen |eme hebe Sch hat. für die Aemter des Bezirksvorst-h-rS und LtheS die geeigneten Per'önl.chk-. °n m er ein. Qefeffenen Bevölkerung zu finden, daher auch das T für jene Fälle Vorsorgen mußte, wo die geeig-N Personen nicht gefunden werdem Demnach £ ^Stiftern der preußischen Kre.sordnung bei 5 vkl wmiger praktisch, weil bei uns nach \ Srwerbsverhaltnissen der Bevölkerung, nach der Ieuilleton. Die Arbeiterrevolte in Geschenen. m mntthard meldete aut 30. v. M. der ^lr«a°«k £ AuSbruch eines Strikes, wie er (tugtaph den aefäbctit6ei; noch selten m Scene »‘Sf* ° folet: Di- 3IM0 yJW der ,.P - örb[i^ctl Eingänge zu dem großen fetter an ^em ^ ^klärten dem Bau-Unter. ^ ie plötzlich den Krieg, legten ihre fr« Herrn Favre p ew n ^ Ium,e[ unb k btüswertzeug 6en,a^ctem Widerstande. Es be-- Nrten sich i“ Tage der Sperrung, daß der nUL!ffer;ufluß und die Gasentwicklung den Wie und der riesigen Unter, ^»nel unfahr Alpendurchstichs, welcher dem W« i« Tunnel würdig zur Seite steht, drohte ^ vnt LemS^u b.£ ^xauSsichtlichen Explosionen sx ernsteste ©eiaq > ^unncl vernichten. Ein an« VtUn den nördlichen Etrike vorhandenes ^«menftam dazu: die Empörer hatten die große Verkeilung des Grundbesitzes, nach der üblichen ilrt der GulSbewirthschaftung und nach den geiellschastli-chen Gewohnheiren die Elemente einer Selbstverwaltung nach dem Muster der preußischen Kreisordnung noch viel weniger vorhanden sind und daher auch nicht einmal für eine feudale Selbstverwaltung aus-reichen würden. Dennoch — fährt der Verfasser fort — bieten die bei uns schon jetzt bestehenden Einrichtungen die Gelegenheit dazu, einerseits der Bevölkerung einen Antheil an der öffentlichen Verwaltung zu gewähren, andererseits aber auch dazu, um insbesondere bei einer Reihe von behördlichen Entscheidungen und Verfügungen, bei welchen es sich um Rechte der Parteien handelt, die nicht dem Privat- sondern dem öffentlichen Rechte angehören, der Verwaltung den Charakter des Persönlichen und Willkürlichen zu benehmen. Es könnte bei uns keinem Anstande unterliegen, den Landgemeinden außer der Verwaltung ihres Vermögens und der auf den Gemeindeoerband sich beziehenden Angelegenheiten auch die Handhabung der Ortspolizei wie bisher zu überlassen. Einerseits ist die Führung der Ortspolizei aus dem flachen Lande, wenn man dieselbe nicht nach streng bureau-kratischen Maßsläbcn beurtheilt, nichts, was die Ortsgemeinden auch in ihrer gegenwärtigen Organisation nicht zu leisten vermöchten. Sieht man von gewissen, oft beklagten Erscheinungen ab, für welche jedoch die Gemeinden mit Unrecht verantwortlich gemacht werden, so haben im ganzen die Vorsteher der Landgemeinden unter der Herrschaft der gegenwärtig geltenden Ge-meinde-Ordnung begonnen, sich an die Handhabung du Pülizci zu gewöhnen, und sich in die dieSsälligen Gotthardsiraße in den Händen und in den ersten Stunden konnte niemand sie hindern, den Paß von beiden Seiten abzusperren und damit gewannen sie eine gewissermaßen strategische Stellung. Die militärische Organisation der kleinen Republik Uri hat sich indessen ausgezeichnet erwiesen. Während die Nachricht von der kühnen Revolte versendet wurde, standen die Scharfschützen mit den Insurgenten schon im Feuer und die Meldung von der Niederwerfung des Aufstandes erfolgte fast in einem AtHem mit der Nachricht von dem Ausbruch desselben. Der Gotthardbahnbau steht unter dem gcutciiv schaftlichen Schutze Deutschlands, Italiens und der Schweiz uud es war eine Ehrensache für letztere, speciell für den Canton Uri, auf defsm Gebiet die Bewegung loSbrach. derselben in kürzester Frist Herr zu werden. Die Sache war ernst genug und wir wollen der dortigen schwarzen Regierung die Anerkennung nicht versagen, daß sich im gefahrvollen Moment die altschweizerischc Energie gezeigt hat. Die Arbeiter Qn dem Gotthard - Tunnel sind zu sieben Zehntel Italiener; es gehört auch daö zu den neuen Seiten des Strikes, daß diese sonst so arbeits- und genügsamen Piemontesen Gesetze hineinzufinden. Es würde aber auch hierin in der Praxis bereits viel besser stehen, wenn es den Gemeinden nicht an Führung und Anleitung gänzlich gefehlt hätte. An dieser sollte es aber für die Zukunft nicht mehr fehlen, weil nach dem eingangs ernährten Gesetze die Handhabung der OrtS-polizei dem Gemeindevorsteher übertragen werden und er für dieselbe der politischen Behörde in directer Weise verantwortlich ist. Allerdings bleibt noch übrig, daß aus dem Wirkungskreise des Gemeindevorstehers solche Agenden ausgeschieden werden, welche, wie die Erkenntnisse inDienstboten-Streitigkeiten, mehr privatrechtlicher Natur sind, oder welche, wie die Fälle von Straserkenntnissen, ihm überhaupt nicht zuge-muthet werden sollten. Andererseits muß aber auch den politischen Behörden die Handhabung der Gesetze dadurch ermöglicht werden, dag der Staat oder das Land demselben die unentbehrlichen Hilfsorzane: Aerzte und Thierärzte, Forst* und Bahntechniker zur Verfügung stellt. Um was es sich aber bei der Ortspolizei auf dem flachen Lande handelt, ist nicht das, daß dieselbe durch vom Staate bestellte Beamte ge* handhabt werde, sondern das, daß die Gesetzgebung und die Verwaltungs-Einrichtungen die Wahrheit zum Ausdrucke bringen; daß auch die Localpolizei ein Ausfluß der Staatsgewalt und daß sie, wenn auch gleichzeitig im Interesse der Gemeinde gelegen, doch nur im Namen des Staates und unter seiner Controls auszuüben sei. Eine andere Einrichtung, die in Steiermark vorhanden und die, um Entsprechendes zu leisten, nur in daö Verwaltungsshstem besser eingefügt zu werden brauchte, ist in unseren Bezirksvertretungen und Lombarden, die sich bisher an Arbeiter-Ver« schwörungen, wie sie in Belgien, Deutschland, England und Oesterreich geläufig sind, nie betheiligten, nun in die Reihe der rebellierenden Arbeiter-Bataillone eintreten, wobei es denn nicht fehlen konnte, daß sic ihre gewaltsame Messerpraxis, die sie bisher fast nur unter sich handhabten, nun auch gegen den Arbeitergeber kehrten. Die letzten Ursachen des Strikes in Geschenen sind zwar noch nicht bekannt, Differenzen mit dem Unternehmer des Gotthard-Tunncls über die Lohnverhältnisse waren aber seit einem Jahre schon an der Tagesordnung. Man kann nicht sagen, daß die Arbeiter schlecht bezahlt werden. Bei den Bohr- und Sprengarbeiten stellte sich der Mann durchschnittlich aus 5—6 Francs, bei der Erdbewegung auf -1 Francs; die Unternehmung hotte für Approvisionierung und Unterkunft in der letzten Zeit selbst gesorgt, nachdem sich herausstellte, daß die biedern Urner allerdings an den Arbeitern zu viel verdienen wollten. Der Jnnerschweizer hat die unbändige Sucht, schnell reich zu werden, wenn sich eine Gelegenheit hiezu bietet, mit dem Aelpler allerorts gemein, nur weiß er mit dem Geld nichts Vernünftiges anzufangen. „Je; bruiche mer uifers und Bezirksausschüssen gegeben. Auch diese Institution konnte in der Isolierung, in welcher sie bis jetzt gehalten wurde» ohne Executive und ohne Zwangsgewalt, die ihr, ohne den Kreis administrativer Befugnisse zu verwirren, nicht zugestanden werden durste, und mit ihrem infolge ihrer Isolierung notwendigerweise beschränkten Wirkungskreise — nur wenig leisten. Dennoch hat diese Institution der Bevölkerung, besonders aber den besitzenden Klassen, bereits einige Uebung im Selfgovernement gegeben und könnte sie daher, richtig organisiert und richtig geleitet, fast alle Functionen der preußischen Kreistage und Kreisausschüsse übernehmen. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 4. August 1875. Julau-. Während der dem ungarischen ^>a-binete nahestehende „Hon" versichert, das R o t h -buch, welches den nächsten Delegationen unterbreitet werden soll, werde zumeist über handelspolitische Fragen, unter anderm über die Handelsconvention mit Rumänien, Aufschlüsse bringen, behauptet die „Monlagsrevue", daß diesmal die Vorlage eines Rothbuches an die Delegationen gänzlich unterbleiben wird. Allerdings ist der halbamtliche Credit dieser Wochenschrift seit einiger Zeit nicht mehr über jeden Zweifel erhaben. Die „Jtal. Nachr.," welche häufig ihre In-Formationen direct auS den Kreisen der Regierung Victor Emanuels schöpfen, theilen mit, daß Graf Visconti-Venosta vorn österreichisch-ungarischen Ministerium des Aeußeren sehr genugthuende Erklärungen über die Vorfälle in Dalmatien erhalten hat. Dem wiener Cabinele zufolge wären jene Unruhen dadurch auSgebrochen, daß ein italienischer Arbeiter einen slavischen Knaben miShandelt hatte. Infolge dessen entstand ein Streit zwischen den italienischen Arbeitern, welche für ihren Landsmann Partei nahmen, und den Slaven — ein Streit, welcher sich mehrere Tage wiederholte. Die Ordnung wurde durch 22 Gendarmen wiederher--gestellt und der Schuldige arretiert. Das Gericht hat die Untersuchung eingeleitet und die italienischen Arbeiter werden an die Eisenbahn-Arbeiten zurückkehren. Fürst Milan von Serbien ist am Sonntag abends in Wien eingetroffen, und zwar nicht in Begleitung des österreichischen Agenten, des Fürsten W r e d e, welcher vielmehr erst in einigen Tagen anlommen wird, und zwar lediglich zu dem Zwecke, seine Einrichtung in Belgrad zu ergänzen. Der Aufenthalt des Fürsten Milan in Wien wird 4 bis 5 Tage dauern. Der Zweck desselben ist, wie man der „Pr." aus zuverlässigster Quelle mit* (heilte, ein unpolitischer. Da die gegenwärtige Lage in Serbien, insbesondere die Nähe der Skupschtina-Wahlen, dem Fürsten nicht gestattet, dieses Jahr wie sonst seine Mutter in Paris aufzusuchen und mit derselben längere Zeit zusammen zu sein, so ist diese aus Paris für einige Tage zum Rendezvous mit ihrem Sohne nach Wien gekommen. Gleichzeitig will derselbe wieder wegen seines Halsübels wiener Aerztc consultieren. Da ohnedies unser Hof und fast das ganze Personal unseres auswärtigen Amtes von Wien abwesend ist, so seien die Eonjecturen über geheimnisvolle diplomatische Zwecke der Reise Milans hinfällig. Bloßes Gefasel sei vollends, was czechische Blätter, wie die „Politik", in dieser Beziehung ihren Lesern oorsetzen. „Naplo" bestätigt, daß das gemeinsame Budget bereits endgiltig festgesetzt sei; eö werde, und zwar auch mit Zustimmung des ungarischen Ministeriums, die Erhebung aller jener Ausgaben enthalten, von welchen bereits bis zum Ueberdruß die Rede gewesen. Ungarn werde jedoch nur durch jenen Theil der neuen Steuern quotaliter belastet werden, welche für die Anschaffung der Kanonen präliminiert würden. Nichtsdestoweniger eröffnet „Naplo" seinen Mitbürgern die Perspective auf — Steuererhöhungen und Anleihen. Matt brauche ja zur Durchführung der inneren Reformen Geld; die Verhandlungen mit Oesterreich werden wol dem ungarischen Staatssäckel einige Millionen zuführen, allein diese werden keineswegs ausreichen. Ausland. In Baiern ist, der „A. A. Z." zufolge, als Tag der Einberufung und der feierlichen Eröffnung des Landtages Montag der 27. September d. I. in Aussicht genommen. Da in der zweiten Hälfte des Oktober der deutsche Reichstag zufam-mentreten soll, fo würde die baierifche Kammer vorerst nur einige Wochen versammelt sein können. Die f r a n z ö s i s ch e N a t i o n a l v e r s a m m -l u n g hat in ihrer Sitzung vom Samsiag den Tallon'schen Gesetzentwurf mit der von der Commission vorgeschlagenen Modification angenommen. Die Verisicierung der beanständeten Wahlen von Generalräthen wird demnach nicht, wie TaUon beantragt hatte, durch die Präsectoralräthe, sondern durch den Staatsrath vorgenommen werden. Nachdem das linke Centrum beschlossen hat, jeden Zwischenfall, der die Stellung der Regierung schwächen oder den Republikanern eine Niederlage einbringen könnte, zu vermeiden, so dürste die Session ruhig ende». Zu einer DiScuffion könnte höchstens der Bericht Pascal Duprats über die Aufhebung des Belagerungszustandes Anlaß bieten, der heute nach der dritten Lesung des Senatoren.Wahlgcsetzes der Kammer vorgelegt werden soll. Die Budgetcommission der Nationalversammlung hörte am 31. v. M. den Minister des Aeußern, Herzog Decazes über den berner Po st ver- trag. Der Minister gab zu, daß der Beitritt Frankreichs zu diesem Vertrage dem FiscuS einen übrigens nicht bedeutenden Ausfall zuziehen werde; aber einmal, fuhr er fort, würde dieser Uebelstand durch die Vortheile, welche die Handelswell auS der Herabsetzung des Porto'S ziehe, reichlich aufgewogen und zweitens hätten die anderen Mächte, die mit der Unterzeichnung des berner Vertrages vorangegangen und durch denselben gebunden sind, die allen und in kurzer Zeit fälligen Verträge mit Frankreich doch unter keinen Umständen erneuert. Nach diesen Erklärungen hat die Budgetcommission den Beitritt Frankreichs zu dem berner Vertrag genehmigt. Ueber den Aufstand in der Herzego. wina laßt sich das „Avvenire" von Spalalo aus Metkowitsch am 28. Juli unter anderm folgendes telegraphisch melden: „In der Nähe haben die Türken, infolge der Entmuthigung und des Abfalls der Einwohner von Gabella, von welchem die Aufständischen sich den kräftigsten Beistand versprachen, die letzteren nach und nach von der Brücke von Tassowitsch, von Strugha und Gabella abgebrängt und genöthigt, sich auf das linke Ufer des fitupa zurückzuziehen. Hier brachen die Aufständischen die Brücke ab und tödteten drei Türken, ihre Stellung verteidigend, deren sie auch Herr blieben. Der katholische Bischof von Mostar, befand sich, auf das Ersuchen der ottornanischen Regierung, vor einigen Tagen, wie es scheint, in Gabella, um die Bevölkerung. welche sich in Masse entfernt hatte, zur Rückkehr zu überreden; jetzt kehrt eine beträchtliche Zahl derselben in ihre Häuser zurück. Die meisten Flüchtlinge verwünschen die Urheber des Aufstandes." Die C a r l i st e n erleiden neuerdings schwere Schläge. General Martine; EampoS, der nach car-listischer Angabe kürzlich eine Niederlage erlitten haben sollte, ist keineswegs zurückgedrängt worden, sondern hat die wichtige Stadt Seo de Urgel genommen. In der Eitadelle halten sich noch die Carlisten. werden aber dem Feuer der Geschütze schwerlich lange widerstehen können. In Estella ist die Noth an Lebensmitteln so groß geworden, daß Don Carlos der Civilbevölkerung den Befehl ertheüte, die Stadt ;u verlassen. Auch der Vorstoß, den die Car-listeu mit großer Kühnheit gegen ßogronno unternommen haben, ist mißglückt. Die Truppen bliebe» Sieger und nahmen Viana. Zur Tagesgeschichte. — Südbahii. Die Berkehrsunterbrechung zwischen Oberdrauburg und Lienz auf der Linie Marburg-Franzens veste ist nunmehr so weit behoben, daß bei den im allgemeinen Fahrplane enthaltenen Zügen die Reisenden bei der Chrisantenbrückc in den jenseits dieser Brücke bereitstehmden Zug übersteigen können. Die Uebertragung des Reisegepäck» besorgt die Bahnverivaltuilg gegen Bergtttung von 5 M- Hergotts Liecht nimmemeh", sagten die urnerischen Goldgräber im Maderanerthal, als sie vor Jahrhunderten eine reiche Ausbeute fanden und sie schlossen die Fensterladen, um beim Kerzenlicht zu zechen. Da kam von der Windzelle der Bergschlipf herunter und deckte die Gruben und die Zecher zu. Wenn den gebildeten Menschen der KlencaliSmus des Urners abstößt, der jedem Geistlichen die Hand auf der Straße küßt, während die Weiber die Knie vor demselben beugen, so hat das spekulative Talent des Urners die fremden Arbeiter am Gotthard-Tunnel von allem Anfang erbittert; das urnerifche Volk andererseits beneidete die Fremden, die sich soviel Geld verdienten und das gegenseitige Verhältnis war von jeher ein gespanntes. Um das zu begreifen, braucht matt sich nur zu erinnern, daß im ganzen Canton keine Fabrik angelegt werden durfte, trotz-dem die herrlichsten Wasserkräfte oorhanden waren, wie z. B. in Schächenthal; die Pfarrer befürchteten von der fremden Invasion eine Verführung ihrer frommen Schafe zum Atheismus. Und nun entstand in Gescheiten auf einmal ein Staat im Staate; das ehemalige elende Dorf an der Gott-hardstraße, das kaum dreißig Häuser zahlte, sieht heute aus wie eine kalifornische Ansiedelung in einem Golddistrict und die Arbeiterbevölkerung — nicht zweitausend zweihundert Seelen, wie der Telegraph gemeldet hat, sondern über dreitausend — macht den sechsten Theil ocr achtzehntausend Köpfe zählenden Gesammtbevölkerung des urnerischen Staates aus. Da ließen sich Reibungen schwer vermeiden und im Schöße des großen RatheS von Urt wurden mehrmals Besorgnisse laut, daß diese wohlorganisierte italienische Arbeiterschaft eines Tages mit der Bevölkerung in Conflict kommen könnte, der zu den ernstesten folgen sichren müßte. Wie denn immer das Unerwartete zuerst geschieht, ist der Kamps nicht nach dieser Seite eröffnet worden, sondern gegen den Unternehmer. Um so frevelhafter sieht die Geschichte aus. ES ist nicht wahrscheinlich, das Herr Favre an dem ganzen riesigen Unternehmen des Tunnelbaues viel gewinnt: die Elemente, Wasser, Gase, ein fast undurchdringliches Gestein haben feinem Plane viel Abbruch gethan und er ist schon seit Monaten mit den Arbeiten im Rückstände geblieben, so daß ihm bereits Conventionalstrafen drohen. Der Wasserzufluß in dein Tunnel ist ziemlich stark, mitunter ging er sogar bachartig herein, so daß die Arbeiten eingestellt werden mußten und je weiter da- btt gedeiht, desto unberechenbarer werden solche ZaM. Niemand kann sagen, wie weit die Wasseradern vom Lago bi Sella, den der Tunnel unterschreitet, noch herumgehen und es ist ja nicht unmöglich, b»6 der ehemalige Zimmcrtnamt sein Geld, das er i» vielen glücklichen Geschäften verdient hat, an de» Gotthard-Tunnel verliert. Den Umstand, daß er jetzt schon gegen seinen Contract mit den betheilig' ten Staaten im Rückstände ist, wollten offenbar die Arbeiter benützen, um ihn zu pressen. ES bedurfte, wie wir früher erwähnt, weniger Tage und der Schaden war unberechenbar; wenn die Luft» und Wasserpumpen stiüstehen, gewinnen die oppositionellen Kräfte und die Natur freie Hand, das Men« schenwerk viel schneller zu vernichten, als mühsame Arbeit es aufgebaut; das glaubten indessen die Ar» beiter riskieren zu können, um dem Unternehmer wie der gehaßten Bevölkerung einen Schabernack anzuthun. Daß die Gotthardstraße durch eine bewaffnete Vagabundenbevölkerung zugleich bedroht war, und daß „eidgenössisches Aufsehen" erfolge« müßte, haben wir ebenfalls erwähnt. ES war ettt für je angefangene 25 Kilogramme. Eilgüter von geringem Gewichte als 500 Kilogramm per Collo werden nach rwlSssiqkeit unter den gleichen Bedingungen wie das Reisegepäck überführt. Die Beförderung mm Frachtgütern kann vorderhand nur wie bisher mittelst Straßenfuhrwerkes zwi-s-ben Oberdraubnrg und Lienz bewerkstelligt werden. Die Wiedereröffnung des unbeschränkten Verkehrs wird, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse eintreten, bis Mitte August «folgener brünner SBeberflriJc hatfür manche Geschäftsleute sehr unangenehme Folgen. Biele derselben taben nemlich als Wohnungsverm.ether oder V.ctual.en-bLndler qroße Einbußen zu verzeichnen. Berechnet man ^ die fünf Woche" des Strikes den Ausfall an Löhnen L nur 100,000 fl., so muß ebensoviel für den zeitweiligen Unterbau der Weber in Rechnung gebracht werden. Dies „gibt eine Summe von 200,000 fl, deren zweite Hälfte in den von den Arbeitern gemachten Schulden besteht, und Eade repräsentieren die von Brünn bereits fortgezogenen L demnächst noch fortzi-henden Weber die Mehrzahl dieser Schuldner die nicht sobald in die Lage kommen werden, ihre M-kstände zu begleichen. Bei Beginn des Strtkes war m den Viktualienhändlern ((Breislern), 6e, welchen d.e “ . cie nöthigen Lebensmittel aus Borg nahmen, die «e^inbarung getroffen worden, daß die Greisler aus läng-frSmeto Tage Credit geben und die Lebensmittel l.e-k l°llten Wahrscheinlich hatten die Strikenden gehofft. !OT' ,men Zeit ihre Forderungen durchzusetzen. Aber * 2L nahmeine andere Wendung und die ganze Affa.re in die Länge ziehend, zu ihrem Nachthe.le aus. Rw».' W »U-» -- I« **“ TT ° L*ulbenlaft zu unerwarteter Hobe. ^ ^ Ein interessantes D o c t o r - E x a m e _ • „ r *, P r n 28. Juli, wird berichtet: „Heute ist ^fAUqen philosophische» Facultät ein Doctor Examen unter Umständen abgelegt worden, welche vielleicht e.nz.g um, Wochen kam ein ,unger zu nennen find. Nor imh nnh Mann bieher. machte bei den Professoren Befuche und gab ^Absicht ZU erkennen, die akademische Prüsung in den P atenschaften abzulegen. Dergleichen geschieht so häufig. auffallendes dabei wäre, wenn nicht d-rC-md.dat ^Zfa geforscht hätte, ob diejenigen Professoren, welche Sammatoren fungieren würden - Bärte hätten! Sollte ex bei unbätiigen Lehrern aus größere Milde gerechnet haben len deren Aehnlichkeit mit Frauen ? Es stellte sich bald d7r wahre Grund heraus. Der junge Mann .st völlig taub aeboren und hat nicht mit Hilfe des Gehöres, sondern ans f“" , ™6. »»» Wton ba,* J -Um« tW «=»=«, Mann 6«* mU 6tm «ufaebot in biifm $ fnnen In den äußeren verkündet der schwttzer Cantomn. ^ ^ Regierung, in den klei. Telegraph den r gc^n die Trommler in die am inneren io . am Sommernachmittag ge-Gemeinden. ^ '.. Hirschen." „Löwen" oder müthlich "ArAhau- heiß., es ist Mittage, wie sonst das ^ fonft am WirthStisch. draußen Me. ,£$n5aaffc schläft der Sonnenschein ein; die auf der Dorfg N aücin JU Hau«, sie sitzt auf alte Großmutte ' ^gekauert; alles scheint sonst dem Bänkchen z> t9 Qn on einem Ende des ausgestorben. wenige Minuten, und ihr Dorfes, ern EH find Trommelschläge; noch hört eS deuti q, . Einheimische kennt die furcht- eint Minute dumpfen Schläge. Dir EantonS-bare Bedeutung °er Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Erklärung.) Wir haben in Nr. 35 dieses Blattes vom 13. Februar d. I. eine mit „Dr. Costa und die letzten Tröstungen der Religion" betitelte Notiz gebracht, deren Inhalt dahin ging, daß sich Herr Dr. E. H. Costa auf seinem Sterbelager beharrlich geweigert habe, die letzten Tröstungen der Religion zu empfangen und Geistliche, die ihn hiezu bewegen wollten, zurückgewiesen habe u. s. w. Wir sind nun heute in der Lage, auf das bestimmteste erklären zu können, daß diese von uns gebrachte Notiz unrichtig ist. Wir bedauern es lebhaft, hiedurch der Ehre des verstorbenen Herrn Dr. E. H. Costa nahegetreten zu fein und erklären weiter, daß wir die in dieser Notiz enthaltenen Anwürfe als vollkommen grundlose bezeichnen müssen. Laibach, am 3. August 1875. Die Redaction. - (SammlungenfiirdieHerzegowina.) Wie das Amtsblatt meldet, hat die t k Landesregierung die von einem Somite in Laibach eingeleiteten Sammlungen zugunsten der aufständischen Bewegung in der Herzegowina untersagt. — (In Sachen der Ackerbaufchule.) Der Ankauf des Gutes Stauden bei Rudolfswerth zu Zwecken der Errichtung einer niederen Ackerbauschule, der bedingt bereits vor längerem abgeschlossen worden war, muß nunmehr sicherem Vernehmen nach unterbleiben. Der neue Ackerbauminister findet nemlich den Ankauf eines so bedeutenden Grundcomplexes nicht zweckentsprechend und die Aufwendung so erheblicher jiosten blos zu Zwecken einer nieder» Ackerbauschule ebensowenig gerechtfertigt, als er die Verantwortlichkeit für die Gewährung einer Staatssubvention in der Höhe von 20—30,000 Gulden dafür übernehmen will. Zu dieser Ueberzcugung mögen den Minister wol die Verhandlungen in der letzten LandtagSjession geführt haben, wo die Verfassuugspartei, obwol in Minorität, mit den schlagendsten Gründen weise Sparsamkeit mit dem Landesvermögen empfahl und ihre warnende Stimme erhob gegen die Verschleuderung desselben zu unfruchtbaren Unternehmungen. Doch alle ihre Warnungsrufe waren vergeblich, es wurden ins Blaue hinein Summen votiert und Pläne geschmiedet, als ob Krain zum mindesten ein Calisornien und nicht eine der ärmsten Provinzen Oesterreichs wäre. — (Ernennung.) Die Herren Ernst Mühlhausen, Ädjunct beim hiesigen Landesgerichte, und Dr. Moriz v. Pflllgl, Adjunct beim Bezirksgerichte Marburg, wurden zu Staatsanwalts-Substituten in Cilli ernannt. — (Versetzung.) Herr Johann S ch e t i n a, Staats-anwaltssnbstitut für Cilli, wird über eigene« Ansuchen in gleicher Eigenschaft nach Laibach versetzt. — (Besuch des Handelsministers in Tschinkels Etablissement.) Man theitt uns aus Schönseld an der böhmischen Nordbahn, Besitzung der Firma Tschinkel in Böhmen, folgende« Telegramm mit: Heute am 3. August, um 7 Uhr 20 Minuten abends traf Se. Excellenz, der Herr Handelsminister R. v. Chlumecky, mittelst Separatzuges hier ein und wurde ■ vom _ „ industriellen Theodor Tschinkel empfangen. Der Minister setzte nach längerem Aufenthalte seine Reise nach Rumburg fort. — (Grundsteuerregulierung.) Die BezirkS-Schätzungscommisiion in Tschernembl hat die Probe-Einschätzungen am 29. Juli l. I. beendigt. — (Chiffrierte Depeschen.) Vom 1. August d. I. an sind chiffrierte Privatdepeschen auch in Oesterreich-Ungarn, und zwar sowol im internen, als auch im internationalen Telegraphenverkehre zugelassen. — (Hagelwetter im Jahre 1873.) Das soeben erschiene VII. Heft der statistischen Monatsschrift gibt höchst beachtenswerthe Aufschlüsse über die im Jahre 1873 vorgekommenen Hagelwetter, deren Anzahl sich auf 643 (gegen 532 im Jahre 1872) belief. Von diesen kamen vor: im April 13, im Mai 67, im Juni 202, im Juli 196, im August 142, im September 22 und im Oktober 1. Die Zahl der von denselben betroffenen Gemeinden belief sich aus 1824, die beschädigte (in Kultur stehende) Bodenfläche aus 267,307 Hektare» (gegen 407,118 im Jahre 1872) und der dadurch herbeigeführte Schaden auf 6.414.000 fl. (gegen 8.457,000 fl. im Jahre 1872). Dagegen betrug die von den verschiedenen Hagelversicherungsanstalten geleistete Entschädigung nur 326,222 st. (gegen 317,552 fl. im Jahre 1872) oder nur fünf Perzent des Schadenbetrages, welches äußerst ungünstige Verhältnis einen Rückschluß auf die geringe Verbreitung Bei Hagelversicherung überhaupt erlaubt, sich übrigens nicht aus Indolenz der bäuerlichen Bevölkerung allein, sondern — zum Theile wenigstens — auch daraus erklärt, daß jene Bezirke, welche von Hagelwettern am häufigsten heimgesucht erscheinen, auch von den Versicherungsgesellschaften möglichst gemieden werden und wol gemieden werden müffen, so lange keine auSgleichenden Risken aus minder gefährdeten Bezirken eintreten. Von den Hagelwettern trafen auf Steiermark 53, an Entschädigung 2 3 Perzent des Schadens, auf Kärnten 11, an Entschädigung 3 6 Perzent, aus Krain 29, an Entschädigung gar nur 0-7 Perzent des Schadens. — (Zur Nachahmung.) Der französische Minister des Innern hat ein Rundschreiben an die Präsecten ergehen lasten, worin er denselben sehr scharf den Text liest über die nachlässige Art, womit sic amtliche Schriften unterschreiben. Er hält ihnen vor, daß die meisten dieser Unterschriften unlesbar sind, daß sie die Fälschung erleichtern und daß diese saloppe Manier, seinen Namen unter einen amtlichen Erlaß z» setzen, von nicht eben großem Respect vor diesem Erlaffe Zeugniß ablegt. Schließlich erklärt er ihnen, er werde jedes unleserlich unterschriebene Stück dem Absender znriickschicken. — Unserem Herrn Minister des Innern fehlt es gewiß auch nicht an Veranlassung zu einem ähnlichen Rundschreiben, jo wenig als seinen Herren Collegen. Da nun auch das Publicum oft unter diesem bureaukratischen Mangel an guter Lebensart zu leiden hat, so wären solche Rundschreiben zu wünschen. Die Bemerkung über den geringen Respect vor dem betreffenden Schriftstück, welchen regierung ruft um Hilfe, es ist der Generalmarsch. Mit deö Paters Gewehr stürzt der Junge, der da-heim geblieben ist, aus dem Hause und feuert es in die Luft, das Signal für den Alten, der auf dem Felde arbeitet. Die Ernte steht und ihr droht ein Gewitter, das Gras ist niedergemäht, aber c? steht ein Regen in Aussicht; das mag alles verderben; die Eidgenossenschaft hat gerufen und in ein^r Viertelstunde seht ihr das >Md leer, das Dorf voll; jeder springt in sein Haus, wo er die Uni-form liegen hat, der Bube gibt ihm die Büchse, die er wieder unterdessen lud und noch eine Viertelstunde später steht Auszug und Landwehr des Dorfes vor dem RathhauS.... „Liebwerthe Eidgenossen! In Geschenen ist ein Aufstand der fremden Arbeiter ausgebrochen; die Leute von Uri sind ausgeboten, die Ordnung aufrechtzuhalten. Die Scharfschütze,, sammeln sich in Erstfeld, der Auszug in Altors, die Landwehr steht auf dem Piquet." Im Namen der Cantonsregierung der Landamann." So wird nach dem alten Rezept das Aufgebot gelautet haben. Die urner Regierung hatte nur die unteren Dörfer, einige zwanzig, zur Verfügung; sie ormierte eine Compagnie und schickte sie den Eng-laß der Reuß hinauf. Die Katzelmacher bewarfen ie mit Steinen und erhielten Feuer. Die schweizerischen Scharfschützen sind mit VetterU-Repetier-gewehren versehen, die sechs Schüsse nacheinander abgeben. Dagegen konnten die Messerhandwerker nicht auskommen. Wie daö letzte Telegramm jagt, haben sich die Arbeiterinsurgenten nach Verlust von zwei Todten und mehreren Verwundeten zerstreut. Die näheren Berichte werden darüber Auf» schluß geben, wieso es kam, daß sämmtliche Arbeiter am Tunnel sich corporativ am Stritt und der bewaffneten Erhebung betheiligten. So viel ist sicher, daß der große Bau de« Gotthard-Tunnels durch diese Asfaire einen wesentlichen Eintrag und oicV leicht einen momentanen Stillstand erleidet. Es ist das erstemal, daß bei einem internationalen Werke von solcher Bedeutung sich die sonst bereits altgewohnten Arbeiterdifferenzen einstellen; die nächste Holge könnte sein, daß die Italiener von diesem und vielleicht noch manch anderen Unternehmen dieser Art ausgesperrt werden. Las Meuterische Unterschreiben derselben bezeugt, ist sehr psychologisch, sehr sein und richtig. Augekommeue Fremde am 4. August. Hotel Stadt Wie». Wenedicter Emilie und Josefine, Marburg. — Obereigner, Oberförster, Schneeberg. — Metzler, Reis., Frankfurt. Schmied und Wengras, Reisende, Wien. — Vidovich, Agram. — Liepe, Fabriksbes., Augsburg. Velusig, Lourana. — Br. Apfaltrern, Guts-bes., Kreuz. — Zirkovii, Geistlicher, Krakau. — Psann, Graz. Hotel Elefant. Groß und Calosatti, Private, Triest. — WM Anna, Feistriz. — Balencii, Dornegg. — Gan-dini, Graz. — Hoffmann, Hdlsm., Hoffmann Barth., Hofsmann Jvh. und Rött, Hdlsm., Gottschee. — Basic, Agent, Agram. — Mitteregger, Sänger und Frh. Klezl, Wien. — Jakliö und Kovaöic, Treffen. — Seiko, (. k. Rgmts.-Arzr. - AuZik, Cilli. Hotel Europa. Tybihovski, Professor, Gniesow. — De-qual, Bes., Triest. — Kinzl, Graz. — Stare, Mannsburg. — Hteiner, Ungarn. — Ritter sammt Familie, Rußland. Baterischer Hof. Lapeine, Jurist, Wien. — Lapeine, Handelsmannsgattin und Älantschnig, Private, Jdria. — Beniger, Hdlsm., Herrmann Georg und Hermann Franziska, Triest. — Stof, Mannsbur^. Mohren. Mayer. lIpschästsmann, Klagenfurt. — Smek, Privatdiener. Billichgraz. Telegramme. Wien, 3. August. Der Fürst von Serbien hatte heute eine halbstündige Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser. Die „Presse" erklärt, obwol über die Audienz bisher nichts bekannt, könne sie gleichwol wiederholt bestätigen, daß seitens Oesterreichs ganz im Einvernehmen mit Rußland und Deutschland dem Serbenfürsten hier klargemacht werden wird, daß der Frieden aufrechterhalten und die Haltung Serbiens streng correct bleiben müsse. Die türkische Regierung ist diesbezüglich vollkommen beruhigt und sicht mit Befriedigung, daß die Ueberwachung der österreichischen Grenze durch verstärkte Truppen in Aussicht steht. UebrigenS gilt in wiener officiellen Kreisen der Aufstand in der Herzegowina als in der Abnahme begriffen. Der Fürst von Serbien erhielt den Besuch des deutschen Botschafters Schweinitz und des russischen Botschafters Novikoff. Ragusa, 3. August. Die Nachricht, daß die Türken eine Niederlage erlitten und Kanonen verloren, ist unbegründet. Thatsache ist, die Aufständischen wurden vom Kruppabach abgedrängt, werden wahrscheinlich die Ebenen aufgeben und sich vorläufig aus einen Gebirgskrieg beschränken. Wiener Börse vom 3. August. Staatsfonds. I Gew Ware Kperc. Rente,öst.Pap. z Tti-tfs! 71-05 fcto. bto. oft. in Silb. 74 35 74-45 Lose von 1854 . . . .U05-60 H6--üofc von 1860, flange 112-25 112-50 Lose von 1860, Fitnst. l 17-50 117-75 PrLiniensch. v. 1864 .,120.50 130 Ornndent.-Obl. Eiebenbürg. Ungarn Actten. Unglo-Bank .... Ereditanstalt .... Depositenbank. . . eecouiVte-Hnflalt . Franco - Bank . . . ßanbeiobanl .... Nationalbank . . . Oest. Bankgefells. . Union-Bank.... Bereinsbank .... Berkehrsbank.... Mföld-Bahn . . , «arl-Ludwigbahn . Lais. Elis.'vabn . Ralf. Fr.-IosesSb . StaatSbah» .... Eüdbahn............. 8V— j 81-25 82-40; 82*70 107.80 il8 50 135 — 745-34 50 53 50! 931- - 108-26 218-75 136- :»0' 34.74 54 838-— 96-yO, 97-10 128-— 128-50 227 76 228-26 183-50 >84 164-75 166-25 280--1280-50 99-60 ! 99-75 Pfandbriefe. Geld Ware Allg. öst. Bod.-Credit. dto. in 33 3 Nation, ü.® Ung. Bod.-Sreditaust. 100 — 90*25 S6-50 86-90 100*50 90-60 96*75 87.10 Priori täts-Obl. Franz-JosesS-Bahn . Lest.-Nordwestbahn . Siebenbürger . . . . StaatSbahn Südb.-Ges.zu 500 Fr. dto. Bons %.75 94*— 73*30 141-60 105-222 — 99*50 94-iO 75.50 142’— 105- 25 223 — Lose. 104-25 1H4-75 Rudolfs - Lose .... 13-50 13-76 Weche. (3Mon.) AugSb. 1VV st.südd.w. Franks. IOC Mark. . Hamburg „ „ London 10 Pfd. Sterl. Paris 100 Francs . . 54.15 54 25 111-36 43-90 54-V6 54 40 111*46 44'- Münzen. Äoij. Diilnz-älucaten H0-FraneS-ück .... Preuß. Kaffenfcheine. Silber . . . k 25» 8-90 Vti4*o 100-90 5-2t> 8-901 1*64»* 101 — Telegraphischer Lursbrricht am 4. August. Papier-Rente 70 95 — Silber Rente 74-20 — 1860er Staats-Anlehen 112 60. — Bankactien 930. — Credit 218'— — London 111-35 — Silber 100-90. — K. k. Mitnz. ucaten 5-25-/.. — 20-FrancS Stücke 3 90. — 100 Reichs, mart 54-80. Witterung. Laibach, 4. August. Morgennebel bis 7 Uhr anhaltend, dann ziemlich heiter, seit 11 Uhr vormittags zunehmende Bewölkung, schwacher SO. Wärme: morgens 6 Ubr -f- 12 0", nackmilttags 2 Uhr + 226« C. (1874 -f 24-1°; 1873 + 25-1 C.) Baro-ntetei im raschen Fallen 729-55 Mm. Das gestrige Ta-geSmittel der Wärme + 17-6“ um 2 2° unter dem Normale. Verstorbene. Den 2. August. Martina Koprivc, Näherin, 46 3, Civilspital, Lungenemphysem. Den 3. August. Valentin Pochlin, Schmieds-Kind, 51/* Monate, Stadt Nr. 20, Durchfall. — Valentin Seben, Arbeiter, 70 Jahre, Civilspital, Altersschwäche. — Maria Delekorda, Cichoriensabriksarbeiters-Kind, 2,/4 Jahre, St Petersvorstadt Nr. 71, Auszehrung. — Maria Pogacer, gewesene Köchin, 59 Iahte, Stadt 9ir. 147, Entkräftung. In der Herrengaffe Nr. 215 ist für Michaeli d. I. eine schöne, aus acht Zimmern rc. bestehende' (516) 1 WM- Wohnung zu vermieten. Näheres daselbst im ersten Stock. Mül!kl gesucht! Bei der gottscheer Tampfmühle findet ein tüchtiger Müller, der selbständig arbeiten kann, sogleich Aufnahme Bewerber wollen sich bei der Direction direct attfragen. (514) 6-1 Ein Minlkin, das fähig wäre und Lust hätte, in einem kaufmännischen Geschäfte schriftliche und Rechnungsarbeiten zu besorgen, findet bei günstigen Bedingungen angenehmen Platz in Laibach. Kenntnis des Slovenischen wäre sehr erwünscht. Gefällige Anträge sub K. Nr. 24 wolle man in der Expedition dieses Blattes abgeben. (509) 3—2 Bei Josef Karinger Niederlage der Apparate zur ZelbsterMgimg von Todawafser, Gas-Limonaden und andere» moussierenden Getränken (253) 17 für 1 — l1* — 2 - 3 Vs Liter circa 3-4 - 1 - 1", - 2'. Maß per Stück fl- 9 -, 10 - 11'50, 13 -, nebst M. lungen. Herabgesetzte greife infolge großen Absatzes. Globen mit l'liwnifdim Etrtr I sind in meinem Verlage schon seit fünf Jahren erschienen und ich habe bereits über 200 Exemplare nach Krain, Küstenland und Steiermark verkauft. Dieselben haben 8" im Durchmesser und sind geschmackvoll ausgestattet. Preis ohne Meridian . fl. 5 30 „ mit '/, Meridian „ 7-— „ mit Meridian und feinem. Gestell „ 12 60 Job. Giontini, Buch, Kunst- und Musikalienhändler in Lüibadi. (606) 2-2 Gedenktafel über die am 6. August 1875 stattfindcnden Lici- tationen. 3. Feilb., KopaSin'sche Real., Podreja, BG. Wippach. — 3. Feilb., Bostjancic'sche Real., Smerje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Zadnek'sche Real., Celje, BG. Feistriz. — 2. Feilb., Polin'sche Real, ad Herrschaft Beides, BG. Radmannsdorf. — 1. Feilb., Klemencii'sche Real., Makovc, BG. Möttling. — 3. Feilb., Nemanic'sche Real., BeZakovo, BG. Möttling. A m 7. A u g u st. 2. Feilb., PoSnik'sche rlieal, Kropp, BG. Radmannsdorf. — 2. Feilb.. Misley'fche Real., Großpull, BG. Wippach. — 1. Feilb., Tezak'sche Real., Wuschinsdorf, BG. Möttling. — 1. Feilb., MerZe'sche Real., trenoviz, BG. Senoseksch. — Feilb., Kobe'sche Real., Schwcinberg, BG. Tscher-nernbl. — 3. Feilb., Dor. nis'sche Real.. Paka. BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Poikar'sche Real., Nazguri, BG. Wippach. — 3. Feilb., Jerrnann'sche Real., Gerden-schlag, BG. Tschernembl. — 2. Feilb., Beniina’sche Real., Traunik, BG. Reisniz. — 2. Feilb., Horvath'sche Real., Buchnarce, BG. Möttling.— Reass. 3. Feilb. 9ietnanic scher Real., Bo^akooo, BG. Möttling. Am 10. fl u g u fl-2. gib., Cehovin'sche Real., Niederdorf. BG. Wippach. — 2. Feilb., Hommer'sche Real., Hom, BG. Stein. — 2. Feilb.. MnSit'sche Real.. Nasovik. BG. Stein. HAnderttnusende von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem ciiivfl und allein existierenden sichersten und besten Haarwuchsmittel. Es gibt nichts besseres znr Erhaltung und Beförderung des LÜachsthiims Ser Kopfhaare garn und Böhmen eto. etc., cii einem h k. ausschl. Privilegien für doa ganzen Umfang «f k. k. österr. Staaten und au Keeammten Ungar. Kronl5.no" mit Patent vom 18. November i** Zahl 15810—1898 ausgezeloB»»1* als die in allen Welttheilen so bekannt j| und berühmt gewordene, von medio. Autoritäten geprüfte, mit den glänzendsten und wnnderwlr-iendsten Erfolgen gekrönte, von Sr. k. k. apostol. Majestät dom Kfileer Franz Joaef I. von Oesterreich, König von Un- wo bei regolmässlgom Gebrauche selbst die kahlsten Stellen fcef Hauptes vollhaarig werden; graue und rotho Haare bekommen eine dunkle Farbe: sie stärkt den Haarboden aus eine wunderbare Weise, beseitigt jede Art von Schupponbildung binnen wenigen Tagen vollständig, verhütet da» Ausfallen der Haare in kürzester Zelt gänzlich und für Immer, gibt dem Haare einen natürlichen Glanz, dieses wird wellenförmig und bewahrt es vor dem Ergrauen bis in daS höchste Alter. IW Durch ihren höchst angenehme» Geruch und die prachtvolle Ausstattung bildet sie überdies eine Zierde für den feinsten Toilettetisch. — Preis eines Tiegels sammt Gebrauchsanweisung in sieben Sprachen 1 st 60 Ir. Mit Postversendung X f!. 60 kr. Wlederverkftufer erhalten ansehnliche Perzente, Fabrik und Haiipt-CentralVersendungöbepot en gros & en detail bei Curl Polt, Patfumeut und Inhaber mehrerer k. k. Privilegien in Wien. Iosesstadt, Piaristengasse Nr. 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