Mbllcher Leitung. Nr. 127. PränumelationSprei«: Im Comptoir ganzj. si. !1, lialbj. sl. 5.5>,>. Für dic.^ustl,'llii,i,i in« Haus hall>j.5(>lr. Mit d« Pcst ganzj.si. ,5, ^albj. fi. ?.ß0. Dienstag, 4. Juni Insertl«nSgel>ilhi I'll» IU .^cilcn: imal 6u lr., 3»i.«!ilr., »m. 1 st.z sonst Pr.Zeilc Im. <> lr., Lm.«lr., 8m. 10 lr. u. s. w. HnsertionSftcmPel jedci!m. 3U l». 1867. Amtlicher Theil. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Enlschlicßnng vom 23. Mai d. I. Allerhöchst, ihrcn Hofeaplan Ferdinand Zcnncr zum Propstpsarrcr i>, Wiencr-^teustadt allcrguädigst zu ernennen geruht. DaS Miuistcrilim für Cnltns nnd Unterricht hat eine am Winzer Gymnasium erledigte Lehrstelle dcin Gymuasialprofcssor in Sambor Franz Nack verliehen. Nichtamtlicher Theil. Vaibach, 3. Juni. Wir stchcn am Beginn der Adrcßdcbattc, sicherlich einer der bcdcnlendsten für nnserc Zutnnst. Die Adrcß-Entwürfe licgcn vor, wir haben sie gestern nnscren Lesern znr Vcurthciluug vorgelegt, denn cS ist offenbar, daß beide Häuser dnrch die Vcrösfcutlichllng ihrer Cut-würfe an die öffentliche Meinung appclliren wollten. In diesem Umstände liegt ihre Starte, aber anch ihre Schwäche. Die Presse hat sich denn auch bereits dieses Gegenstandes bemächtigt, nnd ein Grazer Blatt charaktcrisirt die beiden Aclcustückc in folgender Weise: Die beiden Aoreßeutwürfe des Hcrrcu- nnd Abgc-orduclcnhauscS haben daS Gemeinsame, daß sic die Au-crkeuuuug dcS Ausgleiches mit Ungarn als eine Thatsache nicht in Frage stellen. Freilich von Seiten des Herrenhauses nicht ohne Bcdancrn und den Ausdruck schwerer Besorgnisse, sowie auch nicht ohne die Beding' nissc der VcbeuSfähigleil nud Macht des GesammlstaateS anzudeuten. Wir finden darin, mag in diesen Worten der Adresse immerhin eine den ccutralistischen Ideen der riucn Seite gemachte Concession licgcn — gleichwohl nichlS, waS der Stellung nud Würde dcS HauscS Eiu^ trag lhnn oder cS in einen unlösbaren Widerspruch mit dem Al'gcordnclcuhausc scheu löuute, wenn auch die in der Adresse dcS ledern anSgesprocheuc Zustimmung offe-uer uud wäriuer crschciut. Auch in dem einen sehr wcscntlichcu Punkte, der übrigcuS ciuc Lebensfrage für nns bildet, stimincn die Adressen beider Häuser übcrcin in dcr Bctonnng dcr gleichen Verthcilnng dcr Vastcn auf beide Hälfteu dcS Reiches. Und diese Nothwcndigkcit wird so scharf betont »nd hervorgehoben, daß hierin auf ein Nachgeben wcdcr von Seiten dcS Abgeordneten- noch viel weniger des Herrenhauses gcrcchuct werden dars nnd kauu. Hier wird Uugarn zcigeu müsseu, daß es dcu Ausgleich ehrlich uud offen will, nnd nicht daran denkt, sich auf Kosten dcr Situation übermäßige Vortheile auzucigucn. Allein gerade in diesem Punltc uuterscheidcl sich die Adresse dcr Abgcorductcn schr wesentlich von jcncr dcr Herren. Die Erstc läßt cS fühlen nnd crkeuucu, das?, falls dnrch irgend ein nnvorhcrgcfcheucS Hinderniß ein siemeiusauleS Zusammcuwirkcn beider ^lcichshälflcn nicht erzielt wcrdcnlöuntc, die freiheitlichen stechte wcdcr dcr Vcrtrclnng noch dcr Voller diesseits dcr Lcitha gcschä-digt wcrdeu dürfen: die Aorcssc des Herrenhauses läßt diese Frage gleichsam offen, abcr doch crralhcn, daß cs ciuc ciuscitigc Lösung der staatsrcchllichcu Vcrwickluug weder dicS- noch jenseits der Lcitha möglich crachtc. Wohl vcrkcuucu bcide Adressen keineswegs, wic cine gedeihliche Entwicklung Oesterreichs schon an nnd für sich, noch mehr abcr nach Einführung dcs Dualismus ohnc ciuc weitere AuSbilduug dcr loustitutioucllcn ssrcihciteu, ohue dieselben mit Garantien zu nmgebcu, uicht zu hoffen steht; wohl betonen dahcr bcidc dic Nothwendigkeit einer Revision dcr Vcrfassnng, dcr Crlassuug ucucr Gcschc. Allein dic Adresse dcS HcrrcuhallscS spricht sich in eiucm sehr vorsichtigen Tone darüber ans, sie rcdct von dcr Vcrwirtlichung „dcr schasfcudcn nnd zugleich erhaltenden Ideen dcr Gegenwart." Dies entspricht anch ganz dcr tradltioncllcn Stellung dcS Hcrrcnhanscs als ciucs conscrvativcu KörpcrS, nud dcn nnablässig drängenden nnd vorwärts treibenden Ideen dcr Gegenwart gegenüber läßt sich die Nothwcn-digkcit cincr CoWG)ö nichl^vcrkcnncn. ' Ucbriacus siu5 bcidc Entwürfe Gcgcnstand dcr Discussion', nnd ihre Vollcndnng werden sie erst dnrch dic ^ hat erlaM':-,. MN darf dahcr ihre Bcdcntnng anch^nicht übc.'M<^/Adrcsscn siud zwar Vicl i,n par-lamcntarischcn Lcbcn, abcr nicht Attcs Wir bchaltcn nns dahcr nnscr Urtheil nach dcm Schlustc dcr Dcbattc vor, in wclchcr die Partcistcllungcn bcidcr Häuser nnd ihre Programme dcntlichcr sich werden erkennen lassen. ! Ucdcr die auswärtige Politik des Ministeriums Vcust fiudcn wir in dcm „Ionrnal dcS Dc-bats" interessante Älitthcilnngcn, fnr welche wir ihm zwar die Verantwortung übcrlasscn, wclchc abcr jeden-falls nnscrcr Ätcgicrnng schr günstig lautcn. Ans dic Thronrede zurückkommend, mit wclchcr dcr österreichische ReichSrath crösfnct wnrdc, skizzirt daS „Ionrnal dcS Dcbats" nach cincm ihnl anS Wien vom 26. Viai zugcgangcncn Schrcibcn dic gegenwärtige Po-litil dcr österreichischen Rcgicrung in folgender Wcisc: Das Wicncr Cabinet hat sich nach keiner Seite hin gc-buudcu, cS ist wcdcr Preußen, noch Rußland, noch England gcgcnülicr Verbindlichkeiten eingegangen. Seine anf VtothN'cndigkcitcn cincr schr schwierigen Sitnation bc-rnhcndc Haltung besteht darin, sich nach keincr Scitc hin zn bindcn. Damit sull jedoch uicht gesagt sciu, daß cS dcn Bewegungen dcr nllgcmcincn Politik frcmd blcibeu nnd sich jeder Mitwirlnug bei dcn diplomatischen Werken dcr cnropäischcn Mächte cnthaltcn wollc. Hcrr v. Vcnst, dcr Oesterreich nicht in neue Abenteuer stürzen will, meint damit nicht, daß dicscS sich ausschließe, wenn cS sich nm cin allgcmcincS Interesse oder nn, scinc cigcncu Iutcrcsscu haudcln würde; cr würdc sogar Ocstcrrcich iutcrvcnircu lasseu, wenn diese Intervention dem Cinflnsse deöfclben von Iintzcn wäre. Cr hat anch deshalb nicht Anstand gcnommcn, die Initiative znm Porschlagc cincS AnSgleichcS zwischen Preußen, Frankreich nud den Nicdcrlandcn zn crgrcifcn, in dcm Äto' mcntc, wo dcr Besitz des Großhcrzogthnms Lu^cmburg uud das BcsatzungSrccht zn cincm Couflictc zn führcn drohte, wclchcr dcr Anlaß zu cincm cnropäifchcn Kricgc wcrocn konnte. Dic Haltuug, welche dic östcrrcichischc Rcgicrnng in dicscin FaUc beobachtet hat, dcntct gcnau au, iu welchem Äiaßc sie ihre Action eiutrctcn zn lasscn wünsche. Dicscs Niaß wird vom Wicncr Cabincte, so lange die Umstände cS gestatten, nicht überschritten wer-dcn. DicscS Cabinct hat schon mchr als ciumal Gc-leacnheit gehabt, seiucAbsichteu erkennen zu lassen, denn mau hcit ihm scit dein Beginne dieses IahrcS mehr als einmal eine intime Allianz angeboten. Es hat sogar förmlichc, auf bestimmte Objcetc präcisirtc Vorschläge zu gegenseitigen Verpflichtungen erhalten, sie abcr nicht angenommen: cS handelte sich nm die deutsche Angelegenheit. Von Wien wnrdc abcr geantwortet, daß Ocstcrrcich mit jcncm Dcntschland, wic cS dcr Pragcr Fricdc nnd dic Schntz uud Trutzbündnissc zwischcu Preußcu llud dcn Sndstaatcn gcstaltct habcn, nichts mchr gemeinsam habc, Daglgcn hat Hcrr v. Äcnst dic Eröffnnngcn, wclchc voiu Petersburger Cabinet in Bezug auf die orientalischen Augclcgcnhciten gcmacht lvnrdcn, nicht percmlorisch zurückgcwiescn, und ohnc sofort anf dic Anschauungen Rnßlauds einzugehen, hat cr doch dcn Standpunkt dcr ehemaligen östcrrcichifchcu Politik vcrlaffcn lind sich bereit gezeigt, dcu gegenwärtige Znftand dcS Orients uud die Gefühle, von welchen das christliche Europa durchdrlingen ist, iu Crwägung zn zichcn. DicS ist dcr allgemeine Charattcr dcr Politik dcS Wicucr CabincteS iu seincn Vczichuugcn zn dcn anSwärtigcu Mächlcn; Baron Äcust hat dicsc Politik dcm Kaiser Franz Joseph vorgeschlagcii, der sie gntgchcißcu hat, nud cS ist wahrscheinlich, daß sie mit dcr deu Ocstcrreicheru cigcucn unerschütterlichen Beharrlichkeit, Dank wclchcr sic ost unüberwindlich schcincndc Hindcrnissc überwältigt hat, nnd über tödtlich schciuendc Krisen hiuweggclommeu ist, zur Ausführung gelangen wird. Oesterreich. Pontafrl, 20. Mai. Die scit Jahren an den Vitt-tagcn, 2'.)., W. nnd 31. Mai, üblichen Processioucu dcr Gcmcindc Pontafcl in dic Kirche in Pontcba liiid glcich^ zeitig jene dcr Gcmcindc Pontcba in die dicSseitigc Kirchc, fanden anch hcntc, nnd zwar znm crslcn male, nachdem die beiden Gemeinden dnrch die RcichSgrcnzc getrennt worden sind, statt. Dcr von dcn Geistlichen der Gcmcindc Pontcba in dcr hicrortigcn Kirchc abgehaltene GottcSdienst nnd dic ilali'cuischcn Kirchcngcbcte dcr Pro-cessiouSmilglieder gingen cbcn so ungestört vor sich, als dic Proccssiou aus Pontafel in der Kirchc zn Ponlcba ihre Blttgcsäugc in deutscher Sprache ungestört vcrrich-tcte. Ain Vorabende dcr Proecsjionen erwachten bci dcr Geistlichkeit (beiderseits) Bcdcnkcn wegen allsälligcr Störung dcS Bittgaugeö von Scitc dcr östcrrcichischcn odcr italicnischcn Finanzwache dnrch Vornahme von zolläint-lichcn Rcvisioncn, wclchcr Fall nicht eingetreten ist. Wic man erfährt, hatte fich die beiderseitige Geistlichkeit dahin verständigt, beim Eintritt dieser Eventualität die Grcnzc mit ihrcn Proccssioncn gar nicht zu nbcrschreitcn, son dcrn sich in die cigcnc Kirchc zurück zu bcgcbcn. — Uebcr dcu vor cinigcn Tagcu gcmcldctcu Eonstiet, wclchcr zwischen den österreichischen Grenzbewohnern und denen von dcr Herzegowina statt-gcfnndcn hat, wcrden folgende Details mitgcthcilt: Au laß dazn gab die in dcr Türkei vorhcrrschcnoc Cholcra, wclchc anch schon anf österreichisches Gebiet eingedrungen war nnd einige Personen in dcn Grcnzdörfern hinweg gerafft hatte. Die Morlatkcu (Dalmatiucr) wolltcu dcn ?cachbarn aus dcr Herzegowina (Türkci) deshalb die Uebcrschrcituug der Grenze vcrweigcru, waS anfangs zn Exccsscn nnd 9taufhändclu snhrtc, die jedoch täglich größcrc Dimcnfioncn annahmcn, bis sic endlich mit dcn Waffen in dcr Hand auSgetragcu wcrdcu solltcu. Es kam zum Kampfe, bci wclchcm ctwa 200 Morlatlcn mchr als 300 Manu aus dcr Herzegowina gegenüber' standen. Gefeuert wurde uuuntcrbrochen dcn ganzcn Tag übcr. In Ragnsa hörtc man wohl dic Schüsse, kouutc sich abcr dic Ursachc nicht erklären, bis gcgeu Abcud — cs war am 19. Mai — dic hicranf bczüg' lichc Äiclduug von dcm Commandanten dcS Forts zn Acrgatto, wclchcS von Dcntschmcistcru besetzt ist, an das RcgimcntScommando zu Nagnsa gelangtc. Noch in dcr-scll'cn stacht wnrdc cine Abtheilung von ungefähr 30 Mann uutcr der Führuug ciues OffieicrS dahiu beordert uud bald darauf Verstärkung nachgcscndct. DaS inachtc Wirkung. Sobald dicsc von dcr „fciudlichm" Scitc bcmcrkt uwrdcn war, wich man znrück nnd sendctc zuglcich cincn Parlanicnlär ab. Nach dcr Znrückknnft dcSselbcu von 9lagnsa - - cs war spät in dcr Nacht wurde daö Fcucr eingestellt. Die Unterhandlungen nehmen beiderseits ihrcn Fortgang nnd dcr Fricdc zwischen den beiderseitigen Grenzbewohnern scheint wicdcr hcrgcslcllt zn scin. Dcr Kampf halte jedoch anch scine tranrigen Folgen. Nicht nnr gab es viclc Vcrwuudete liuter dcu Alorlakken, souderu niauchc Familie Hal allch daS cine odcr daS >nidcrc Mitglied zu beweinen. Uns land. Verlin, 31. Mai. Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Die Ausicht dcö „Journal dcs Dcbats", dic einzig be> fricdigcnde Vösllng dcr Vuj'cmbnrgcr Frage wäre die Ein-vcrlcibnng VurcmburgS in das Königrcich Belgien gewesen, sei irrig. Dic Bewohner ^nxcmburgS bcfürchtetcn gcradc dnrch dic Cinvcrlcibnng in Bclgicn dcn Verlust der Vortheile dcS Zollvereines, wclchc so bedeutend siud, daß dcr Regierungspräsident Freiherr v. Tomaco bei dcr Eonfcrcnz in London sogar beantragte, daö Verbleiben ^nfcmbnrgS iin Zollvereine dnrch eine Vcrtragsbe^ stimlnnng zu sichern. Dic Confcrcnz hatte sich jcdoch nnr nüt dcr künftigen politischcn Stcllling dcS Groß-hcrzoglhnmS ^urcmburg zn bcschäfligcu uud übcrdics siud dic ZoÜangclcgcuhcitcn Sache dcr inncrcu Slaatsgesetz--gcbimg. - Dic „Kreuz-Ztg." mcldct: Dcr Znsammcn-tritt dcS VundcSratheS dürfte im Monate Angnst znr Vorbcrcitnng der Vorlagen für dcn RcichStag crfolgcn. — I. Inni. (HcrrcnhallSsitznug.) Freiherr von BuSschc Slrcilhorst theilt brieflich mit, daß bei ihm eine HanSdnrchsuchuug stattgefunden habc, versichert auf Ehrc und Gcwissen, cr habc an lcincr Verschwörung Thcil gcnoulmcn nnd wcrdc eS anch niemals. Der Prä-sidcnt drückt hierüber scinc Gcuugthnnng dcm Hanse anS. Hicrauf Vcrathuug dcr VuudcSverfafsliug/ 9iefereut Hcffler cmpfichlt dic c^n l,Ioc Auuahmc ohue Special' dcbattc. Dic Diätcuvcrwcigcruug gcbc Gewähr für deu CouscrvatiSmuS dcS RcichSta'gcS. Dcr Abgeordnete Baron Scnft-Pilsach ist für die Annahme, iAcist-Rctzow gleiche falls; cr fürchtet jcdoch, dic Vcrfassnng wcrdc dic Macht dcr Vcrtrctungcn gegcuübcr dcn Rcgicrnugcn verstärken. Hicranf erfolgt NanieuSanfrnf. Die Verfassung wird einstimmig augcuommcn. — Die Reise dcs Königs nach Paris ist nunmchr definitiv für dcn 4. Juni 4 Uhr Nachmittags festgesetzt. — Die „Nordd. Allg. Htg " sagt dcr „AugSbnrgcr Allg. Ztg." gcgcnnbcr: Prcnßcn ist von dcr früheren Concession cincö CingangSzolleS von drei Thalern pro Centner anf östcrrcichischcn Wcin nicht abgegangen. Paris, 27. Mai. Der beste ÄcwciS, daß man die Hicherkunft dcs Königs von Prcnßcn bezweifelte, liegt darin, daß man crst dcu Krouprinzcn in Folgc dcs ihm gcwordcncn Empfangs scincn Vater znr 9tcisc bestimmen läßt. Es licgt cinflnßrcichcn Krciscn schr daran, dic von gcwisscn Agcntcn anSgcsprcngtc ^ügc zn dcmcn-tircn, dcr Kaiser habc dcn Kronprinzen mit dcn Wortcn 832 empfangen: „Ich schätze mich glücklich, dcm Sieger oon Sadowa dic Hand zu drücken." Dergleichen Ergüsse entsprechen weder dein Charakter, noch der Manier, noch der dermaligcn Stimmimg deö Kaisers, für dessen Gcsnnd-hcit man eine nachhaltige Ermüdung dnrch die Feste besorgt. — Die Hcerschan über die mit ihren dcntschcn Gesichtern, Gestalten nnd Hüten iimncr mehr alö Steirer und Tiroler fignrircnden Vogescn-Frcischützen wurde ans inorgcn verschoben. Sie wird nämlich nicht ans dem Earrousselplatz innerhalb des sonore nnd der Tnilcrien, sondern auf der neuen Place du Roi-dc-Romc, gegenüber dcm Maröscld, stattfinden. Der ncnc Platz tann eine ungeheuere Volksmenge anfnchmcn, welche cö an Demonstrationen nicht wird fehlen lassen. Der Kronprinz von Prcnszcn wird der Heerschau beiwohnen. Vci Hof haben die Freischützen einen sehr großen Erfolg. Der Baiser gab Befehl, daö Bataillon ans Staatskosten mit Hinterladern zn versehen. Auch werden die Präfecten nnd Unlcrpräfcctcn der Ostdepartcmcntö alle Maßregeln zn treffen haben, nm sobald es gewünscht wird, dreißig Bataillone Freischützen zn organisircn. Obschon ich die patriotische Hingcbnng der Lothringer, Elsäßcr n. s. w. nicht bezweifle, auch weiß, daß die Bevölkerung in den Ostdcpartements sehr dicht ist, so möchte ich doch sehen, wo^ her jene Departements die Manner zn den dreißig Bataillonen nehmen würden, nachdem sie anch den nencn Rclrutirnugen für den activen Dienst nud die Mobilgarde werden Genüge geleistet haben. Freilich sehe ich unter dcu Schützen granc itöpfc nnd weiße Bärte. ^ -Die „Pntric" gibt eine ausführliche Beschreibung der in Ncw-?)ork gekauften nnd der prcnßischen Con^ l'nrrcnz entzogenen Panzerfrcgaltc „ Dnnderbcrg." Dieselbe soll in jeder Beziehuug prachtvoll uud furchtbar sciu. Sie ist noch mit amerikanischen Kanonen ausgerüstet, erhält jedoch an die Stelle derselben secliszchn französische gezogene Kanonen von 27 Eentimctreö, welche Vollgeschossc von 210 Kilo schleudern. Der „Dnnderbcrg" wird das am stärksten bewaffnete Panzerschiff sciu, welches man bisher kennt. Im Flottcuiuiuistcrium will man wissen.- Graf Bismarck habe Herrn Bcnedclti seinen Verdruß nicht verschwiegen. Paris, l. Inni. Der Kaiser von Rußland uud seine beiden Söhne sind nm 4 Uhr 25> Minnten Nachmittags hier eingetroffen nnd wnrden am Bahnhöfe vom Baiser empfangen. Die Majestäten nud die Großfürstin fuhren sodann nach den Tnilcricn, woselbst der Ezar die Kaiserin begrüßte; sodann begab sich der Kaiser von Rußland nach dem Palais Elyscc. —Das Ionr-nal „M o n v c ment" sqgt, daß eine Revision des Vertrages von 185)6 immer wahrscheinlicher werde. Petersburg, 1. Inni. Die officiöse „Nordische Post" Publieirt folgenden, ans Wirballcn vom 2U. ^iai datirten kaiserlichen Ulas.- Alle anf die letzten Ansständc bezüglichen, noch nicht beendigten politischen Processe sind niederzuschlagen, die darin verwickelten Individuen, mit Aufnahme der gewöhnlicher Eriminalvcrbrcchen Bein-zichügten, werden amnestirt nnd ncnc Processe bezüglich drs letzten Anfstandcs sind nicht einzuleiten. Den im Innern Rußlands internirten Polen ist die Rückkehr in die Heimat gestattet, wenn die Ortsbchördc ihre gntc Aufführung bezeugt. Die polnischen Geistlichen erhalten die Erlanbniß znr Rückkehr dnrch den Statthalter in Polen. Die anf administrative Anordnnng aus der Heimat uach den westlichen Gouvernements Entfernten erhalten bei Bczcngnng ihrer guten Anfführnng die Er< lanbuiß, wieder in das ^öriigrcich Polen zn übersiedeln. Geistliche unterliegen dem Bescheide des Statthalters. Vcl„r.id, ^li. Mai. Die belgische Gesellschaft, welche vom Cnltan die Concession zum Vanc einer Eisenbahn von Eonstantinopcl nach Salonil nnd von da bis znr serbischen Grenze erhielt, sandte Bevollmächtigte yicher, um wegen Verlängerung der Eisenbahn von der serbischen Grenze bis Belgrad Verhandlungen mit der serbischen Regierung zu Pflegen, letztere ernannte eine Eonimission zur Prüfling der gemachten Vorfchläge nnd wird ein baldiges günstiges Resnltat erwartet. ^ Der Empfang der frcinden Eonsnln beim Fürsten findet von mm an nach den an den anderen Höfen üblichen Empfangs ^ ccrcmouien stau; der ncne französische Gcucralcousul z Engelhard wurde gestcru uach dem nenen Eeremonicl > ciupfangcn. Mgcsneuisslmten. — (Aus Wien.) Der Gcmeinderath wnrde von Seite dcs Pcslcr Festcomil den in Anspruch. — Dic A»ku»ft Sc. Majestät in Pest soll erst am 4. Juni erfolgen. Der Hofcontrolor, Negierungs» ralh Möraus, und der Hofzahlmcisler Meycr sind bereits in Pest eingetroffen. Vis 30. d. sollten der königliche Maistall, die Hosecunpagen und dcr Krö>ul»gswagcn nach Pest befördert sein. Für den 1. Juni wird die Aülunst des ge-sammten großen Hofstaates und für deu 2. das Eintreffen des Ober Hosmeisters Fürsten Hohcnlohe erwartet. — (Die Strauß'schc Ea pelle) Hal am 26stcn Mai ihrc Concerte in der italienischen Oper in Paris mit dem durchschlagendsten Erfolge erösfnct. — (Znr Hofcr-Feier.) In Tirol hat sich bekanntlich ein Verein patriotischer Männer gebildet, um im Jahre 1807 eine Feier zur Erinnerung an den hundertjährigen Geburslag Hofers (geb. am ll. November 17 07 im Thale Passeicr) zu veranstalten und den» „Manne von Tirol" ein nationales und dleibendes Denkmal zu scheu. Dieses Denkmal wird cine Eapelle ill der Nähe des „Sand« hoss" in Passcier, einst Eigenthum des geseierteu Helden, sein und deren Einweihung durch ciucn Fcldgo!tl'odie»st und ein Freischicßeu verherrlicht werden. Da>H betreffende Eor»il«' hat nun einen Ausruf an seine Landvleule, dann a>r alle Patrioten in Oesterreich gerichtet iiüb dann in erhebende» u»d eindringlichen Worten zu Beiträgen f»r das Denlmal aufgefordert. — (Ein Beitrag z u r (5 u l l u r g e s chi ch t c un > serer Zeit.) Der Gcmlinderath zu Obersriedersdorf (Oberlausitz) hat im Ncusalzer Amtsblalle folgende Warnung ocröfsentlicht: „Der Unterzeichnete bedauert sehr, das; es in der Gemeinde Obersriedersdors bei dcr ausgetlärleir Zeit noch solche thörichte Menschen gidt, welche sich dnrch eine» Be< lrüger aus S. das sauer verdiente Geld aus oem Beutel, Kühe und Kälber aus dein Stalle und die Karlosfcln aus dem Keller hexen lassen. SoUle die treffliche SonntagsPre-digt unseres Herrn Pastors gegen den Hezenglarrbe» noch leine Aufklärung gcgebcrr habe», so wird ma» gegen dieses Unwesen polizeilich einzuschreiten wisse». Dcr GcMtinderalh." — (Fürstliche Vc suche in Paris.) Für de„ Empfang deü Ezarcn — so wird a»s Paris, 27. Mm, geschrieben — werden im Elyi/'e schon cic »ölhigen Vorbc> rcilnngcn gctlosfen. Fürst Gorlschalosf l'elonrnU das Hotcl der Gcafnr Vtontijo zur Vcrsügn»g gl'stllit, welches i>r u»-miltcldarer Nähe dcs Elis>e ist. Gras Aolerdcrg, dcr Adjutant des Kaisers, und Graf Schnwalow, dcr Polizciminisler, werden mit den Czaareu im Eli><'e wohxe». Vcr Acsuch dcs Kaisers in Ehalons wird unlc»bleibe,!. V MeillN vo» Paris, incognito reisen. Von dort aus aber lrill er als Kaiser auf und wird ossnicll durch General Flcun) begrühl, Denr Baron Vudberg ist mitgetheilt wordür scine Begleitrmg beschränken. Wie verlautet, wird sich der Sultan von Paiis nicht olos nach Loxdo» , sondern auch nach Berlin bcgedc» und von dort seine Mclrrise über Wie» anlnten. Na^ das Fallenlassen dcä Besuches der Königin vo» Spannn in Paris betrifft, so wird dasselbe znm Theile ihren ve-schrünlttU persönliche» Ätilteln zugeschrieben. Man sagt, da») di« Köliigiir erst neulich einen Schmuct vcrklmscu mnszte, um eine Rechnung ihrer Nählcrin zu bezahle». — Am 27len b. M. Äiorgcnü uru 10 Uhr begaben sich dcr Kronprinz und die Klonprinzessi» vo» Preuße» wieoer uach der Ausstellung. Der Prinz war von einigeu Herren, die Prinzes-sir» von einer Palastoame begleitet. Sie besrchliglen genuin-schastlich die 21la>chinengalc>ie und dic Krupp'schc All'>stellu»g, welche dc>5 besondere Gc>atlcn dcr Plinzejsin erregte. Viel Anzichungölralt schie»en in der Mcrschinengalcrie dic Näh-majchine» aus Ihrc t. Hoheit auszuüben und sie gab einem dcr junge'.r Männer, der sie ihr näher erklären wollte, zu verstehe», dah sie sehr gut damit umzugchcrr wisse. Iu der That lcglc sic anch Hand a» ; wen» die Heche Dame zwar auch nicht nähte, so untersuchte sie die Maschine jedoch mit so sicherer Hand, dah mau vcmerlrn konnte sie verstehe etwas dauo». Der Prinz und die Prinzessin waren von der preußische» u»d sächsische» Alisstcllangscomnliisioir begleitet. Das Publicum grüßte immcr sehr höflich, jedoch hielte» die Polizeidieirer dasselbe slcts i» einer rcspectvolle» Ferne. Um 11 Uhr verlieh die Kronprinzessin in Gesellschaft ihrer Palastdame und eines Hofhcrrn den I'idustriepalast, um sich zu ihrem Bruder, dcm Herzog von Edinburgh, zu begeben, den sie übrigens tagtäglich sieht. Dcr Kronprinz, dcr seine Ge-mali» bis zum Wagen gcleilet halte, setzte dann scinc Wanderung durch die Galerie» fort. Derselbe sah sich einen großen Theil dcr preußischen u»d norddcutschln Ausstellung an. Höchlichst schien ihn die Parsumeric-Galcrie zu crgötzcn. ^ Ein großer Theil der Kölner hat sich dort eingenistet, und! so ost der Prinz an rincm dersclbc» vorbeikam, wurde ihm Kölnisches Wasser dargereicht. Schon glaubte er mit dcu-selben fertig zu scin, als er plötzlich vor Jean Marie Fa-ri»a, „dcm echten," stand und ei» junges Mädchen mit rincr ungeheuren Flasche Kö'lnischcu Wassers ihm entgegentrat. Der Prinz brach nun in ein helles Gelächter aus und rief: „Man könnte wahrlich glauben, man sei in Köln!" Gegen 1^ fand in dcm lroi'plinzlichcu Salon ein kleines Frühstück statt, zu dem die Eommissionsmitglicdcr dcr preußischen und sächsische» Ausstellung gezogen waren. Manchen Pa-riser» ist es ausfallend, daß dcr Prinz nie leidet, daß »in Aussteller, wenn er ihn anredet, dcu Hut abbchält und si.', wie es die Pariser großen Herren machen, unbedeckte» Hauptes daslchcn läßt. Am 20. wohnte der Kronprinz den» Welt' rcnne» im Bois de Boulogne an. Derselbe bcsa»d sich mit dem Kaiser und Könige dcr Belgier auf der großen Tribune. Dcr Kronprinz war natürlich der Gegenwand der allgemeinen Aufmerksamkeit. Dcr Kaiser behandelte ihn mit großrr Auszeichnung und zeigte ihm selbst alle Ocrtlichleiten in eigener Person. Das Publicum vcrhielt sich im Ganzen sehr ruhig, illnse wurde» beim Wettrennen gar nicht gc-hört. Doch wurden die Kaiserin und die Kronprinzessin im Boulogner Gehölz sehr vielfach gegrüßt. Nach dem Well-rennen fuhren der Kaiser, der Kronprinz und der König dcr Vclgicr nach Paris zrrrücl. — (Der Kaiser von China), dcr Herrscher des himmlischen Reiches, soll, wie französische Blätter melde», nach Paris konnnen. Napoleon soll ihm grsch,reden haben und das „Journal du Havre" versichert, Se. himmlische Majcslät werde, der Einlad,ing solgcnd, mil Juli cms eincm Dampjschissc dcr kaiserlichen Messagerie» »ach Europa abreise», den Islhmns von Suez pasjiren lind Mitte August in Marseille landen. Der Kaiser der Chinese» werde während feines Ausen»Halles i» Paris aus Kostcn dcs Kaisers dcr Franzose» beherbergt werde». Locales. — Leider habe» wir abermals ei» A r a n d u n g I ü ck z» verzeichne», welches das ohnehi» durch Mißcrntc» heimgesuchte Untertrat» schwer bctrosfc» hat. Am 6ten Mai ist i» der zur Pfarre und Gcm0. Mai l.I. Nachmittags 1 Uhr iu der -'^ Meile von 3tl,oo!svloer!h enlscrüteu Ortschaft O b e r s chw e r nb a ch der Gcmcinde St. Michael»Slopic Fcucr ausgebrochen, wodurch im Ganzen 0 Wohn- und 20 Wirthfchastsgcbäude, das ganze Vichsnlter UND die GcllrideuoiKülhl', iw großer Thcil dcr Wirll'schcislH-gerälhschasten, Hauscinrichlni'g und KleidunMlücle, dann 2 Nindcr, 15 Schafe uud 2 Schweine i» dcm erhoben»» Schaden von 7436 sl. cin Naub der Flammen wurden, wornach sich cin Gcsammtschaden Von 14.586 st. ergibt. Von den Abbrändlern der Ortschaft U t erst ei n d o r f ist einer mit dein Betrage von mildern möchten. Beiträge wcrbcn von der Redaction dcr „Laibachcr Zlitung" bereitwilligst angenommen, öffentlich a,uil!irt nnd ihrer Bestimmung zug.'sührl. — (Tagesordnung) der crm 6. Juni Nachmittags srlüf Uhr stattfindenden G cm e i n d er a t h s > Sitzung: Voclrag über die Wahlakte der Gemci»de>aths«Ergä»znngs« wählen i Vmträgc der Nauseetion: ». wegen dc>' Morast« enlsnmpsungsarbeitcn im Codelli'schen Durchstiche, >». über einen NecurZ wcgcn verweigerter Baublwilligung. — (Todfall.) In dem höheren Mililärbildung^instilute in Straß bei Marburg starb am 13. Mai nach kurzer Kiantheil unscr geschätzter Landsmann Herr Thomas Eiba< öcl, k. t. Hauscapl'in und Catechct in diesem Institute, und wurde am 15. mit militärischen Ehrcnbczeugrrngen be< graben. Der Verstorbene, Bruder des Herr» Pfarrers in St. Eanlian bei Aucrsperg, wurde 0 l Jahre alt und diente als Feldgeistlicher an 30 Jahre. Scit dcm Jahre 1847 gehörte dcrsilbe dcm historischen Vereine als Mitglied an. — (Der Vorstand des Vereins zur An« betuug des h. Al tarssacrameuts), Herr Dr. Heiu-rich Evl. v. Pa u ter-GIanfcld, veröffentlicht den Jahres' bericht über die Thätigkeit, welche dieser Verein zur Ac- ! lheilung armer Kirchen mit lunstreich gearbeitete» kirchlichen Paramertteu entwicült hat. Dcr Verein zählt gegenwärtig 12.043 Mitglieder, vo» welchen heucr 1070 beigetrcten si»d. Seit der Gründung (1859) sind 317 Mitglieder gestorben. Die Jahresbeiträge sind von 2318 fl. 01 lr. auf 2812 fl. 4 kr. gestiegen. An milden Gaben sind außer» dem eingsflosse»: Von seiner sürstbifchöflichen Gnaderr Dr. Widmcr 100 sl.: drci ungenannte Fraueu, jede 10 fl.; aus Igg 1st. 50 lr.: aus dem Nachlasse einer Ungenannten 5 si. i ans dcm Nachlassc dcr Maria Ercul 18 sl-Es wurden von den Vereinsmitgliedern angefertigt: 20 Mcßtleidcr, 5 Pluvialen (Vcspermäntel), 13 Velums, 10 Burscn, 17 Stolen, 1 Ehristussähnchcn, 50 Altarpolster, 833 35 Chorhemden, 50 Hnmerales, 35 Gürtel, 90 Corvo« rales, 00 Palliumö, 270 Purificatorien, 150 Handtilcheln. Mit diesen Gegenständen wurde» 100 arme Kirchen belheilt. — ((5 in Üongres; hoher Häupter in Lai« dach) kann der Aufmcrksamleit aller Derjenigen, welche verhindert sind, nach Pans zu reisen, bestens empfohlen werden. Es ist dies der mit allen berühmten Namen, als: Washington. Nicl, Lincoln u. s. w. eben in der schönsten Blüthe prangende Noscnsl o r im Garten des Herrn Tr. Eisl. Es ist hier eine Menge der seltensten Arten vertreten, deren Mania.faltia.Ieit im Van und Farben« nuanccn jeden Naturfreund entzücken und den Kenner mit besonderem Interesse erfüllen must. — (Für Gambrinus' Verehrer.) Wir huren auf das bestimmteste versichern, daß die neue Brauerei der Gebrüder Koslcr zu Pfingsten mit dem Ausschaut ihreö Gebräues beginnen wird. Zu dem Ende wird vor der Vrauerei eine Trinkhalle errichtet und auch in dem gegenüber gelegenen, zu Schloß Leopoldsruhe gehörigen Garten, wird sich ein Quell öffnen, der den edlen Gerstenfaft spendet, ein Krügel um — sieben Kreuzer! C. (Die Münzenfund e) betreffend, deren wir im Samstagblatte Mvühntcn, mögen hier nachstehende Details folgen. Bei den Erdarbcitcn zur neuen gußeisernen Schuster« eigcntlich Hradezty - Brücke wurde eine Goldmünze im Gewichte eines kaiserlichen Münzducatens gefunden. Sckon eine oberflächliche Aesichtigung läßt sie als einen im Miltelalter sogenannten „ungarischen Goldducatcn" crtennc» und sie ist recht gut erhalten. Das Museum besitzt bereits ein paar Exemplare. Im Avers zeigt sich die Figur des heil. Ladiölaus mit dem Reichsapfel in der Linken und eine Stceitart in der Nechlcn. deren Schaft am Ende unten ein V bildet. Unter dem Neichsapstl ist ein zusammengesetzter Buchstabe ^li, in der Milt>.' dcsscn ein Kreuz (dcc zusammen-gesetzte Buchstabe bedeutet den Namen des Munzmeisteiö). Die Umschrift enthält im Mönchslatein: 5. l.!>cli>!lM5 ji,ll. 1)(.i) 6(>-:>li!>) ttcx^N!fUl'il,l', ohne Jahres« zahl. Sigismnnd war von 1387 König von Ungarn und von 1410 an deutscher Kaiser, er starb am 9. Deecmli.r 14^7 zu Znaim. Seine zweite Gemalin war die dernckti^Ic Barbara von Cilli. — Ein zweiter Fund im Fluschelte der Laidach betrifft die Denkmünze auf die in den Jahren 1810 und 1817 herrschende Hungersnot!). Sie ist von der Größe eines Thalers, aus Messing und versilbert, jedoch etwas abgenützt. Im Avers ist die Gestalt einer sitzenden Fran rr-sichtlich, mit linein Säugling im rechten Arme, vor ihr ein größeres Kind mit ausgestreckter rechtcr H<,nv gegen die Mutter, deren Kopf halb abgewendet ist. Umschrift: -, wobei ans dlm Innern der driven Waagschalen die Gewichte und ein Nrollaid hervorblicken; zwischen denselben auf dcm Boden liegt ein Anker mit einer Achrcngarbe. Umschrift: V<>,'/nKl>l ii>>!,l, l^olt k'lil tiorl»! Ganz unten: 1.^10 n. 1817. — (Aus der lrainischcn Mission) in Nord» amerika, Staat Minnesota, Wabashaw, 2^). Apnl, schreibt iu der „Danica" der lrainische Missionär Jakob Trobcc, daß dcr Winter kaum zu weichen begann. Grohe Dampfer befuhren schon den Mississipi bis zur Hauptstatt Et. Paul. Im Winter gab es viel Schnee und sein Schmelzen brachte qrohe Ueberschw'mmungen mit sich, welche aber wieder das Gute h«ben, daß sie die Schifffahrt heleben. Der Mif-sionär beschreibt weiter die Anstrengungen und Gefahr» feines Berufes in dem strengen Klima und bei den großen E»lfrs»»nqen dcr Ansiedluogen. So machte er z. Ä. an einem Tage 90 engl'sche Meilen dcr nahe an 27 Slundcn Weges. Minnesota ist zum Glück,ein sehr gesundes Land, so daß cs wenig K>anl>'itcn gidt, außcr an Folge» des Alters oder unter den tleinen Kindern, unter welchen eine große Sterblichkeit herrscht. Die Mission des Herrn T. um-faßt 7000 Seelen. Im Ialne 1850 halte der ganze Staat Minnefola (von 3622 Quadralmeilen und feit 1858 193 000 Einwohner) nur Einen lathollschen Geistlichen, jetzt' 50, es wäre' aber die doppelte Zahl nothwendig. Beklagt wird der große Mangel an tauglichen Lehren nnd insbesondere an' Organisten. Herr T. hofft sür einen solchen noch die Mittel znr freien Ueberfahrt zu erlangen. Er lobt ferner die liberale Behandlung der Geistlichen hin. sichtlich dcr Dampssahrten, für welche ihnen durchaus halbe Preise bewilligt werde". Schließlich theilt Herr ^ nut, daß vor einigen Wochen von der Mission m Washington 209 Prolestanten in die katholische K.rche ausgenommen ""^sCnrliste des Curortes TöPliz) bis Ende Maid ^- Die Zerren: Jg. Zupancic, t. t. Hanptmann, aus Polen: Mchard (5dl. v. Ullepitsch, t. l. Lieutenant, von klaaenwrt' I Meden, l. t. Hauplmann, von La.bach: Ioh. ^M ' .Postexpedient, «on ^mlfeld: Ioh. Manovsl, Vriu.t ^n^ime- Jod. Lacker, Väclerme.ster, von Lmbach: Io7 Schott «erjäger^ von Landstraß Ios Potowr von Laibach; Paul Simon, Weißgärber, von Oderlachach M. Weiß, Tuchfabricant,von Frisach: Franz Sagorz, Ncal.tattn- besitzer, von St. Aarthelmä: Alex. Easperoli, k. k. Oberlieu-teuant, Franz Olorn, l. l. Obcrlicutenant, Franz Podkrai-scheg, Schützenhauptmann, und Victor Schcmcrl, k. k. Ober-lieutenant, sämmtlich von Laibach: Dr. Victor Schanta, t. l. Oberarzt, von Graz! Ferd. Pollat, t. k. Aezirtscommissär, von Tscherucmbl. Die Frauen: Maria Vidiz mit Frl. Tochter, Adclsinc Trcnz, Gutsbesitzerin, sammt Tochter, Fanny Edcr, t. k. Stcuereinnehmersgattin, Maria Marin, Maria Pilpach mit Frl. Tochter, beidc Handelsmannswilwen, sämmtlich von Nudolfswerth: Maria Krcßl, Nealitätendesitzcrin, von Gottschec: Maria Soj von Lucgg. Zufammen 28. — Außerdem noch 46 Laudleute. — (Schlußv erhandlun gen) beim l. t. Landes« gerichte in Laibach. Am 5. Iuui. Paul Kebbe und Genossen: Diebstahl. — Am o.Iuni. Franz Nousel: Diebstahl: Andreas Skerlep: schwere körperliche Beschädigung und öffentliche Gewaltthätigkeit. — Am 7. Juni. Johann Widigar: Diebstahl. Eingesendet. Wanderung durch Laibach. (Poetische Humoreöle,) Voll Heine dem III »gern. ^aibach ist cine gute Stadt Von 14.0!><> ") Seelen; Von dieser guten allen Stadt Will ich Dir jetzt erzählcu. S' ist rinc Stadt, wic viele sind, Es schneit dort und rö „regent," Und wen» die Sonne lustig scheint, Hal eö die schönste O^güiid, Cs liesst in einem schmalen Thal Am Futschen mit gleichem Namen, Und Berge und Alum umschlingen die Stadt Mil gntnem und weißem Nahmen. Ja Laibach ist so übel nicht, Beim rechlen iücht Iirsrhen, Hat Hänscr und Kirchm groß nnd klein Und Gärten und schöne Alleen, Hat Brücken und Straßcu grad und krumm, Mit gutem nnd schkchlmi Pflaster, Doch wo so viele Tugend wohnl, Verzeiht man wohl ein Laster. Ja ^ailiach ist so ülx>l nicht, Hat Gasthäuser uild Hotelle: Zum Clephautru, zur Stadt Wie», Zur Schnalle und zur Quelle. Beim Elephanten ist der Gast Besorgt und ania/hobeii, Eö ist der Achtuno^rziger Besonderü durt zu lodcu. Oleich v!8-u-v>3 Hotel Stadt Wien, Da mnchl innn großes Wcse», Daß hier das Bicr l>i,ui ciio'r Arl.-„Noch »ilttinli« dageir'cscil!" Bist Du Onmbrimis' Freund jcduch, So wnüdlc nur zur Schunlle, Du fiudesl scine Getrrueu hier Complrt uerfammclt alle. Da sitzen sie riuaMin geschaarl Beim Ärügcl Schreiner Biere, In schöner Ciulnicht sitzen hicr Civilisten, Ofiiciere. Da wird gelrunteu, di^eutirl, Mau spricht mit glricher Hitze Von ^ronnng^seirr, Aufstellung llud von der Kugelspritze, Von London. Moölail und Pari,?, Vou Ball. Coueert und Dainen, Von Schulen, Nee>Imm,l und Dienst, Von, Siadeoffieier-C^amen. Daö Bier N'ird schäumend Dir eredeuzt Von sliiiten Kellmrnuicu, E« fchanint dac Glas, Mh blüht ihr Mnnd, Dll tmniü nicht mehr enttinnen. Ja Laidach ,st so iibel nicht, Nur las; Dich nicht verflihlen, Wcnn Änneiisoiuüag Nachniittagö Dir Hiadchrn pi'uinemrcll, Ninün Dich vor ihnen wohl ill Acht, Sie hadci! sauf» Micuen, llnd Coiffuren rirsig grüß Und iniißlP Crinolnen. Und Angsii lirauu, und Nugeu blau Nud jugendruth.' Wangeu, - -Natur, nicht ilnnst, — wer wollte sich Zu zweifeln unterfangen. Nimm Dich vor ihueu srhr in Acht In Gärleu nnd Alleen, Triffl Dich ein Blick cuiö ihrem Ang' So ist's um Dich geschchrn. Dauu ist eö au« mit Dir. mein Freund, Dann beichte Deine Sünden, Denn hoffe nuu und nimmermehr Erhörung je zu finden. Sie halicn Herzcn, wie von lH,<<, Die nieinalö nicht rrwarinen, Und srnhrr würd' ein harter Sleiu Eich Deiner Noth erbarmen. Ja wohl, dir Laibacher Mädchen sind Gar t!is>endhc>st und spröde, Vou liebeln, lotclliren ist Bei ihueu tcine Rede. *) Bitte, Herr Humorist, wir haben nach der letzten VollS-zähluug ilbrr 20,000 Seeleu. Einrr aus dem Voll. lind häuslich siud sie, das ist wahr, Sie lisgeu lang iiu Bette, Dauu haben sic vollauf zu thun Mit ihrer Toilette. Denn Nachmittags ist Platzmnsil, Da wiuuneltö vou Osfieieren, Der eilte Nadetzkl, läßt sie da Gemüthlich defiliren, Das alte Marschalls-Monumcut Steht dort iu lichler Nolunds, Und alö ich neulich ezing vorbei In mitternächt'ger Stunde, Da flua, der steiuerue Marschall an Zu seufzen uud zu stöhneu, Uud seiueu Schmerz gestand er mir Mit vielen heißen Thränen. Ich gab ihm Trost, so gnt eö giug, Und feigte: „aus den Schlägen Die Oesterreich getroffen hat, Erspricßt in Zukunft Segen!" Nuu fing ich ;u crzähleu au, Wie man jetzt erereire, Und ändere die Reglements Und reoraMisire. Wie ferner iu der Politik Sich alles fchüu gestalte, Und wie der Freiheit edler Baum Sich mehr und mehr enlfalte. So fprach ich eine Weile fort Zum alten Feldmarschalleu, Der lauschte uiriuer Schilderung Mit großmi Wohlgefallen. Und schließlich war die Excellenz Ganz stillvergnügt nnd heiter; Ich machte meine Reverenz Und ging beruhigt weitee. Neueste Post. Agram, 3l. Mai. Mittels Hoftmizleiprüsidial-Erlaß wurdc jede wcitcvc Uiltcrflichung gc^cn Äiattouich und dch'cn ^Nitangckla^tcn in Angclcssciihcit dcr Finmancr Dc!N0llslV(Uiulien ciligcftclll. Dic Stcllc Smaic' blcidt vor dcr Hand undcsctzt. Fiuine, 1. Juni. In dcr hentigcn Mnniciftal-congregatiun wnrdc bcschloffcn, daß einc Deputation, ans den Herren Matcovich, Scarfta, Nandich, Kohen und Vcrneda bestehend, die Stadt Fiume del dcr Krö-nnngsfeicr vertrete. Ferner wurden Dankadressen an den König, an Dcak nnd Andrassy beschlossen. Morgen findet dic Dcpntirtcnwahl statt. Dcr Gegcncandidat Pcrctti ist zurückgetreten. Florenz, 31. Mai. Es heißt, daß cinc starke, g r ö ßtcn the i ls auS römischen Emigranten li c st ehcnde S ch aar von Gariual -dianern dic Grenze dcö ^t i rchcn st a atcs i> bcr-sch ritten nnd die ital. Fahne in den ersten Dorfs chasten, in welche sie eindringen konnte, anfgeftflanzt habc. — Garibaldi hat seine Absicht angesprochen, im Inni nach Neapel zn gehen, nm bei cincln Kongresse der Vertreter aller ital. Freimanrcrlogcn den Vorsitz zn fnhrcn. Telegramme. Wien, 3. Inui. In dcr heutigen Sitzung des Abgcordnetcnhunseö theilte der Präsident mit, daß Minister Beckc die von Skcue und Genossen gewünschten Actenslückc: den Anöznq dce> Contocorrenlcö nach Ueber-ciukoulinen mit der ungarischen Verwaltung nnd den SteucnMständcanöwciö übergeben nnd dem Präsidenten mittheilen werde. Skcnc will dircctc Vorlage ans Haus uud behält sich ciucn bezüglichen Autrag vor. Dcr ^ricgomiuister beantwortet die Interpellation über dic Befestigung Wiens. Die Negierung beabsichtigt nicht, die Neichshanptstadt in eiuc Festung zu verwandeln, weshalb die Besorgnisse einer Verlehr^störnng gänzlich nnbcgründct siud. Auf das Gutachten von Fachautoritäten gestützt, werden in zwcimeiliger Entfernung 10 Forts als Stützpunkte für etwa weiter nothwendige Erd' werke beabsichtigt, wovon heuer l hergestellt werden sollen. Die Kosten betragen 11 Millionen. Bisher sind 20 fl. verausgabt, welche ans dcr kraft des Vircmcuts dem Ministerium verfügbaren Dotation vorschußweise auf Rechnung dcr von Italien erhaltenen Entschädignng bcstritten wurden. Dic Regierung wird den Nest iil verfassungsmäßigem Wege fordern. Die Adrcßdcbattcn haben begonnen. Toman spricht gegen die Adrcssc. Im Hcrrcnhanse hat die Adrcßdcbattc bc gönnen. Wickenburg, für die Adresse, betont die schließ-lichc Nothwendigkeit dcr Regelung dcr geistlichen Angelegenheiten. Hasner, in längerer Rede das siebennnd-sechziger Elaborat vom formcllcu juristischen uud Politischen Standpuuttc kritisircud, bemerkte, angesichts des nahen Zeitpunktes, übcr dic neugeschaffene ^agc sich anssprcchcn zn müssen, wcrdc das Herrenhaus Altöstcrreich einen Schcidcgrnß znwcrfcn und in Ncno'stcrrcich mit derselben Loyalität wie bisher zum Kaiser stehen. Verlin, 3. Inni. Der Tag des Abmarsches dcr prcnßischcn Garnison von Luxemburg ist unbestimmt, doch ist die Dislocation derselben nach Trier, Saarbrück^ Saarlonis, Mainz lind Franlfnrt festgesetzt. 834 München. Der Minister des Aeußcrn, Hohen« lohe, reiste nach Berlin zu Miuistcrconfcrcnzcu bezüglich des Zollvereins ab. Florenz, 2. Iuui. Garibaldi befindet sich unwohl und ist gestern Abends von Florenz nach Caprera zurückgereist. Das finanzielle Ucdereintommeu mit dem Hause (5rlangcr wird Montag dem italienischen Parlamente vorgelegt werden. Paris, :>>. Iuui. Der „Moniteur" veröffentlicht den bekannten Text des londoner Vertrags. Brüssel, '-;. Juni. Dem gestrigen Brüsseler Journal zufolge, stimmte die Pforte dem Vorschlage Napo< lcous zu, zur Prüfung der Beschwerden der Candiotcn eine iutcruntiouale Cugu^te-Commifsiou niederzusetzen. Belgrad, 2. Juni. Der Scrbcufürst besucht die Pariser Ausstellung. (Calcutta, «. Mai. Der König von Virma will die Verpflichtungen des Vertrages vom Jahre 184er ^'osc) Bei der stattgehabten 1«. Verlosung dcrSericu« uud Geuunn^Nlimmeril des Präniicn-Anlehen« vo»l Jahre 180 l wurden nachsteheiidc acht Serien gezogen, nnd zwar: Nr. 7^, <^25, 911. 1282, 1321. 1>?4, 2117 nnd 3052. Aus dicseu verlostcll acht Serien wurde» nachfolgende <>«', größere Treffer gezogcu. und zwar sicl der Haupttreffer von 25l>,0. 52, 01 nnd 9?; G. 2117 Nr 21, 34 nnd 72; endlich E. 3052 Nr. 14, 23, 56, 8« nnd 94 gewinnen je />>0l> ft, Oc. W. Ans alle übrigen hier nicht aufgeführten, in obigen verlosten acht Serien enthaltenen 740 Gcwiun-Nnmincrn der Prämienscheinc entfällt der geringste, Gewinn von l 10 ft. ö. W, Mouat^a»^wcis dcr Nationalbank. Es belief sich Eudc Mai der Metallscha,) anf 103,708.500 fl. , die in Metall zahlbaren Wechsel 44,431,45,,»; fl , dir rscomptirten Wechsel nnd Effecten, zahlbar iil Wien, 12,558.100 fl, die escomplirlen Wechsel, zahlbar in den Filialen, 10,010,920 sl., die Darlehen gegen Handpsand in Wien l9,707.4l0sl., dir Tavlchen in den Filialen 0,011.500 fl, Slaatsnolcn, welche der Vant gehören, 10,001,7!'0 fl,, anf Grnnd des Gesctzeö vom 7. Inli 1800 erfolgte Vorschüsse im Restbeträge von 22.000,000fl., Hypothekar.Darlehrn 08,864.015 sl., Saldi lanfender Nechnnngen 0,95>8.510 fl. , Baukuoteuumlaus 22',',5-13.800 sl., die eiuzulöseuden Bautanweisnngen 1,979.01!» fl, — Der dem italienischen Parlamente z„r Genehmigung vorgelegte Handels- nnd Schifffahrt^vertrag zwischcu Italic,» n„d Oesterreich enthalt 28 Artikel, Art. 1 stipu-lirt wechselseitige Handels- nnd Schifsfcihrls- so wie Nieder-lassnngssrciheit ; Alt. 2 betrifft die gegenseitige Bcfrcinng von Nb-qaben si!r Handelsleute, Industrielle nnd Fabricanten, wclchc solche bcrrils in ihrem Hcimalsslaale e,Nrichten; Ar!. 3 die Befreiung vom Milüärdienste nnd auderen Leistungen; Art. 4 die Eilverbling uun Cigeiithnin; Art. 5 die Befugnis;, Bevollmächtigie eiznsetzen, nnd anderc Erlenchlernngen; Art. 0 untersagt (5in- , Ankfnhr-nnd Transitueibolc, anßer für Staalinnonopolligegenstände, anil Sanilät^rit^sichlen nnd ini Kriegsfalle; Art. 7 enthält die sogenannte VegüüstigniiciSclansel, »velehe, nnr anf die angrenzenden Staaten gewährten Crlcichleniiigc', des Ore!!zverlehrt< und die Begünstigungen, die jetzt oder in Znlunft mit einem der eontrahi-rendcn Staaten einen Zollucrband bildenden Bändern eingeränint werden, leine Anwcndnng flndcl; Art, 8 regelt die Einfuhrzölle durch die Tarife A nnd B, su wie anf Grund einrvseilö dei« italienisch-französischen Vertrages vom Jahre 1863 nnd andererseits dcS üstelreichischen-zollverein^liindischen nnd des österreichi-fchrn-fran^sischen Verlrage« vom il.Dec. 1800; Art. 9 slipul,rt dic Aufhellung der Ansfnhrzollc mit den schon velannlcn Ansnah-men, die Bemessung der NilckMle und die Beseitigung der Transitzölle ; Art, N) umfaszt die Erleichteruugeil bcii» Greiizvcrtehr, Die folgenden Arlilel beziehen sich anf die Erleichterungen fi!r dic EanUonöbolleten, die Accisegedlihre,,, die Pnncirung, die Maßrtl geln gegen den Schiunggel, die Bcsreinng von ^andungsl und Ucbcrschiffniig^gebilhren, dcn gegenfeitigcn Schutz der ffabritömar, len, die gegenseitig«! Behandlung der Schiffe n«ld die Normen, nm die Natioilalitllt nud die Tragsähigteit der Schiffe zn vcrificiren, das Verfahren beiin Transport der Waaren auf die Schiffe, das Einlaufen in euien Nolhhasm nnd Schiffbrüchc, die sreie S6)isfahrt anf den Flüssen nnd Kanälen, die Benützung der Coin» municationljwege, öfscnllichcu Bauten, Erltichternugeu lind Anstalten, den Eiicnbahntranöftort, die Entrichtungen für die, (5'isen-bahncommunicationen, die Consnlaragenten, sililftige Verpflichtungen wegen der literarischen Eigenthninörrchlf, die Danrr dcö Vrr» tragS und bic Au^wechdlnng der Natificaliollen. — Die scchöunddreißigstc Gencraluerstnnmluug der Dauipf-schisffahrtöGescllschaft deü bsterr. llloyd wurde in Trieft am 29ten Htai abgehalten. E« N'areu 117? Actien mit 220 Stimmen vertreten Die Sitzung wurde dnrch den Präsidenten Herren Elio Baron v. Morvnrgo eröffnet, und der Belriebödirectur verlas einen Vortrag, dem wir nach der „Tr. Z!g." folgende Daten cut-nehmen: Zwei Ereignisse haben 1800 die Interessen deö ^lohd schwer bedroht, der Krieg uud die Cholera, Doch Dant den humaneren Aosichtrn, welche in den wechselseitigen B^iehnngen der Voller immer mehr znr Geltung gelangm, tonnte der regelmäßige Dienst der Dampfschiffe ohne Unierbrechung forlgesetzt werden, biö der glänzende Sieg bei küssa volle Sicherheit gewährte. Dic Capitäne nud Maschinisten der »o>, d^r Regierung zur Aushilfe beigezogenen Dampfer zeigten sich der Flotte, welcher sie zugetheilt waren, würdig, Viele derselben erhielten Anözrichnnn, geii. Der Dampfer „EgMo" winde beim Angriffe anf Vissa im Hasen vcrsentt, aber von der Regierung iu seimm vollen Werthe der Gesellschaft vergütet. Der Dienst anf fämmtlichen Linien wurde im i'aufe beö Jahres mit Negrlinäsngleit unterhalten, nnd lein clwähueuöwenhcr Unfall ereignete sich. Drei Dampfer wnr> den verlauf!, dagegen vermehrte sich dir Flotte n»> die Dampfer „Apollo" uud „Diana," Im Aifenale werden zwei Dampfer anS Eiseu von ie 900 Tonnen Tragsähigteit gebant, ebeuso nnirdc der Kiel zum „Marö" uoil 200^< Tonnen gelegt, während in Dnmbarlou ein gleiches Boot, die. „Cerei!," conslruirt wird. Das Material wird Ende 1807 einen Gehalt von 50ll7<) Tonnen aus: weisen gegen 35140 Tonnen iu 1802, gleichzeitig wurde die Fracht nm 50 pCl. ermäßigt. Probeweise wurden direrte Fahrteu yvi-scheu Trieft nud London mit geinieihl'len mgliühen Dampfschisfeu begonnen. Der Ber,cht grhl dann ans die iu einigen Vlällem enlhaltliien Ailgrifse gigen die Verwaltung über man llagt nilö an, sagt er, Schiffe n»d iDtaschinen statt in Oesterreich nn Anölande erzeugen zn lasfen, der ausländischen Industrie im allgemeinen gcgenülier der inländischen dc» Vorzog zn geben, englische Kohlen statt der einheimischen zu uerbranel'en, nnd legt der Art nnd Weise unseres Vorgehens in dieser Hinsicht nnlantere Absichle» bei; mau verlangt vom ^'loyd, das; er die Cnbvenliun der Regierung, welche als uu^cmtgcude Entschädigung für den kostspieligen Postdlcnst gezahlt wnd, zn Prämien für die inländische Industrie vllanögabe, dah er Velbindioi^en uud n,'uc ^lnicn ohne Aussicht auf Erfolg eröffnen solle, und schließlich behauptet mau sogar, das; der ^'loyd seiner eigenen Devise nntren gewor den, uicht mehr vorwän« schreite, sondern von Tag zn Tug uniner mehr verfalle - - nnd bemerlt diesen Antlagen gegeniilier in» lvesent-lichen, daß sch^n der einfache Vergleich zwischen den Erstehnng5-losleu der ans nnscrer Weifte erbanlen „Alistria," nnd jenen der in Schottland gebauten vom gleichen Tonnengehalte, z. B, de,il „Iupiicr," überzrnge, daß onö gesellschastlichc Interesse den Ban in Schottland vorzuziehen gebot, nud zwar um so mehr, da wir znr Eonstrnctiou eine<< solchen Bootes hier >2 Monate benöthigen, während »nun in England dasselbe iu 0 Monaten herzustellen im Staude, sei. Weder Anglomauic, noch der Einfluß von Provision urn.soudcrn die einfache Sparsauilcilsrücksicht, nnd die Pflicht, vor allem das Inlcresse der Acti^liän' z>i ivahren, habe» die Verwaltung bestimmt, Schiffe, im Auslande zn bestallen. Jedoch in Folge dcr Ueberzeugung, daß mi erster Versuch immer themr lst, und cin zweites Schiff ivcniger losten würde, ftrucr, daß das inland,sche, Eiseu, ubwohl theuerer, wegen sciner besseren Beschaffenheit einige Dimensionen der Schiffe zn verringern erlaubt, und daß endlich das gegenwärtige hohe Agio dazu beiträgt, deu Unterschied im Kostenpunkte thrilweise zu venuiudrr», hat der ^'loyd 3 Schisse in Tries! ;n bnucu begonnen. Bei Bestellung der Materialien müssen wir — sagt der Bericht weiter — nnö naüirlichcrweise immer jener Be-ziigcjqn^leu bedienen, die am billigsten sind nud wo mau im Staude ist, uns pünktlich nud schuell die erforderliche Menge zn liefern. Dies ist oas einzige veruüufiige System, welchem eine Privatgesellschaft folgen lau», die nicht geschaffen ist, dac Gedeihen audcrer Industrieller, soudevu vorzugsweise, die Interrsseu ihrer eigeneli Actiouäre zu jöroern. Wir habru dcm hohen Ministerium nachgewiesen, indem wir demselben riurn Auszug unsercr Male-rialien-Rcchnnug pro 1800 vorlegten, daß bei einer Tolal-A»^ gäbe von 42X.022 fl. blos 70.022 ft. aus das Ausland, nämlich Deutschland, England nnd Franlreich fielen, nnd dies größlenthcils für Artiü'l, ivelche, in Oesterreich nicht erzengt werd'm. Kohlen müssen wir zn unserem Leidwesen nocl, immer nnö England lom- mcn lassen und lönnen nnr in Triest für die Linien Dalmatiens die istrianische, steierische nnd dalmatinische Kohle verwenden Daß e? n»s nicht ail gutem Willeu gebricht, geht llar ans dem Um-staude hrrvur, daß wir von der istrianer Kohle, welche, die beste ist, so viel verbrauchen, als man uns liefern taun. Die anoeru Gattungen stehen aber alle so tief unter der englischen, daß man die, doppelte Quantität davon braucht, nm den gleichen Nntzeffect, wie mit der englischen zu erreichen. Die englische Kohle lostet uns aber 15 bis 10 fl. die Touue, die steierische 9 fl., 2 Touucn also 18 fl; serner ist zn erwägen, daß, wenn ein Dampfer von einer Gattung Brennstoff mehr laden muß, als von einer andern, nubedingt jener der Vorzug gebührt, welche bri Gleichheit im Prrise nud Nutzeffecl weniger Ranm einnimmt, weil mau so mehr Waare verladen lann. Wenn somit die einheimische, Kohle, schou in Triest un? so geringen oder gar leinen Vortheil bielet, nm so viel weniger ist sie geeignet, die englische in auswärtigen Stationen zn verdrängen. Uebrigens haben wir im uergaugeucu Jahre iu unserer Station Galatz Orawitzcr Kohle, welche ihrer Qualität uach der englischen ziemlich gleich tomint, zu verbrauchen begouucu uud machen gegenwärtig Versuche, mit Ostraner Kohle, nud wenn dic Eisenbahn dic möglichen und nöthigen Erleichterungen im Transporte zugestehen, so könnten wir iu die ^.'age kommen, vielleicht in viellen Fällen unseren Trirstcr Bedarf damit zn decken. Dic Kohleufracht fällt zum größeren Theile an die österreichische Zchcderei, die mit nahezn 100 Schiffen im Jahre an dem Transporte beschäftigt ist. Um Diejenigen, die den ^'loyd als dem Verfall entgegcngeheud bezeichnen, ,Mgen zn strafen, wird anf die in kurzer Zeit um 00 pEl. iu ihrem Tonnengchaltc vergrößerte Flotte, dic nm Millionen verringerten Tchnldeu, den vervierfachten Waarenverlehr und die nm dic Hälfte ermäßig» ten Frachtsätze verwiesen. Hinsichtlich der Subvention bemerlt der Bericht, daß dieselbe nichts anderes als das vermögc riues eigene» Vertrages stipnlirle Entgelt für den zu leistenden Postdienst ist. Dieser Vertrag legt zwar der Gesellschaft dic Pflicht anf, mit kostspieliger Schnelligkeit regelmäßige Fahrten, ohne Rücksicht ob sie ihr ccmveniren oder nicht, z» unterhalten; läßt aber der Gesellschaft, N'snu sie dieser Verpflichtung uachgelommsu, im übrigru vollkommen sreic Hand. Es kaun daher niemand von ihr mehr fordern, al? waö iu diesem Vertrage festgestellt ist, dcr den von anderen Nationen zn gleichen! Zwecke abgeschlossenen Eontracten entspricht, oder nnr in dem Pnnkte davon abweicht, daß die uus bewilligten Meilengelder weil nisdriger sind, als jenr, welchc Italien, Rußland, Franlreich nnd England für analoge Leistungen zahlen." — Die Einnahmen betrna/li: Ergebniß der Fahrteu fl, 5.'>05,0^'17, Staattcheitrag st. s,950.51!)'50, Eiuuahmcn des Arsenals sl. 17,520, Agio-Gewinn fl. 455,719'09. Activ-Iutcr-esseu 40,297-07, zusammen fl. 7,535.107 33. Dagegen die A,l«^ gaben fl 0,219.582 9.'., der Gewinn des Jahres daher fl. 1,315,524 38. Die Zahl der Reisen betrug l422, der zurückgelegten Meilen 970.171, der Rcifeudeu 251 537, der Werth der'Geldsendungen fl. 107,245 939, das Gewicht der Waaren 2,082.343 Wr, Etr,' — Die Gesellschaft besitzt gegenwärtig 04 Dampfer. Der Gewinn wird in folgender Weise venvendet: Werthabschreibmig au deu Dampfschiffen für I860 fl. 822,200, Dotation des Assekuranz-fondes mit fl. 130.^05, Bcitrag znnl Pensionsfonde fl. 9,450, Emolnmenle mit fl. 37800, Dwidendc mit fl. 17 Per Actic sl. 300.000 nnd der Rest von fl. 9.399 38 fällt denl Reservlfonde zu. Nach Verlesung deö Berichtes erklärten die Revisoren die Bücher iu Ordnung gesunden zu habe». Hcrr Ioh. Hagenauer, »velcher die Periode seiuer Aintssilhrnug beendet, wnrde mit 21/ Stimmen »nieder geU'ählt, woralif derselbe, der Versammlnug seinen Daul anösprach. Hlugekommeno Fremde. Alu 1. III»,. Stadt Wien. Die Herren: Hirschftld, mid 5?oi>, Haudlnng«, nisender. von Wien. -- Viüduer, voil Franz. Simoiilhal, von E'illi. — Einiche, Kanfin, va» Klagcnsnvt. — Nittrr, von Görz. SterllN'artc. Herr Ridi mit Familie, k. l. Beamter, von Rndolfslvrilh. Baiser von Oesterreich. Herr Erlbeck mit Tochter, Han-sirrr, von Goüesgab ^ 3> ,3 Z ^ " ^ 3?: "3 i's; U. Mf>. 320 i!3 -1-12.4 windstill , heiter 3.! 2 ,. N.' ^ 324 l,i -s-23.< W, schwach halbhrüer 0 o,» !10 .. Ab. ! 325 24 -> 10 4 windstill heiler ! In aller Frühe Nebel, her um 0 Uhr bereits verschwunde,, war. Untertags Feder- nud Haiifcnwollcn, Die große Hiiz'e anhallcno. . .- ., Veranlnnn llick'sr Redac-tenr: Icmai n. K l <> i n m c, n r. Gefertigter empfiehlt sich dem geehrten P. T. Pu-l'licnm zum Besuche seines im st r öhl i ch'scheu Hause^ Wicucr ^inic, neu etnblirteu Kaffeehauses. ^____________P. Gitty. Dörstubcricht. Wien, 1. Inni. Fonds behauptet. Iudustriepapiere anf Ncalisirnngru maller. Devisen und Valuten erheblich billiger offerirt. Geld flüssig. Geschäft limilirt. H^effeutliche Schllld. Geld Waare In U. W. zn 5pC!. für 100 fl. 5»!. 10 50,25 In österr. Währung steuersrel 01.30 0l.40 V. Steueraul. in ö, W. v. I. 18<>4 zu 5p(5t. rückzahlbar . 91.50 91.75 *,'» Steueraul, ill ö. W. v. I. 1804 zn 5pCt. rückzahlbar . 89.-.- 89.25 Silber-Antehe» voil 1801 . . 78.- 79.— Silbcraul. 1805 (Frcs.) riickz.'hlb. iu 37 Jahr. zn 5 pEl. 10« fl. 83,75 84.25 Nat.-Anl. mit Iän.'.Conp, zu 5"/.. 70.»;0 70.80 „ „ „ Apr.-Eoup. .. 5> „ 70.50 70.00 Mctalliqncö . . . . „ 5 „ 00. «10.25 detto mit Mai-Eonp. „ 5 „ 02.50 02.00 dttto.....,. 4j« 53,— 53.25 Mit Verlos, ti. 1.1^39 . . . 146.50 147.50 „ „ „ 1854 . . . 79.- ?!,..,» „ „ „ 1800 zn 500 si. 88.00 8^.80 " 1800 ,, 100 „ 92.25 92.50 „ „„1804,. 1«)„ 78.30 78.50 Eomo-Ncutrnsch, zu 42 1.. uu8l. 17,25 17.75 «!. der Kronläuder (für 100 fl.) Gr.-El,ll,-Oblig. Niederüsterrcich . . zu 5"/., 87.— 87.50 Obcröficrmch . „5„ 90.- 91.- Geld Waare Salzlung . . . . zu 57, 80.— 87.- Böhmen .... „5 „ 89.50 90.— Mähren .... „5 „ 90.5« 91.50 Schlesien .... „5 „ 88.50 89.- Steiermark ... „ 5 „ 80. - 88.— Uugaru.....„ 5 „ 71.50 /2.25 Temeser-Bauat . . „ 5 „ 71.- ?2.— Eroalieil und Siavonieil „ 5 „ 75.50 70.50 Galizieu .... „ 5 „ 0X.50 08.50 ^iebeubürgen . . . „ 5 „ l» N.ü, Escom.-Ges.z„500st.ö.W. 613.— 015.— S.'E.-G.zn200fl.CM o.500Fr. 232.50 232.70 Kais. Ells. Bahn zu 200 si. EM. 143.- - 1>i3 50 Süd,-uordd.Per.-B.200„ „ 120.45 12^.75 Süd.St.-,l.-ven.,,.z.-i.E.200N. 201.50 202 — Gal.Karl-Ll>d.-B.z.200fl.CM. 233.- 233.50 Geld Waare Bühm. Wcstbahu zn 200 fl. . 149.50 150.— Ocst.Don.-Dampfsch.-Ges. ^H 483.- 485.— Oesterreich. 5'loyd in Trieft Z Z 190.— 192.-- Wien.Dampsm.-Actg.500st.ö.W. 439.— 442.— Pester Kettenbrücke .... 370.— 380.— Anglo - Austria - Baut zn 200 fl. 9«'..- > 90.50 Lcmberger Cernowitzer Actien . 181.— 182.— Pfandbriefe (für 100 fl.) National- 1 10jährige v. I. baut anf ^ 1857 zn . 5"/« 105.— —.— E. M. ^ verloßbare 5« 9450 95.- Nationalb.ansö.W verlosb.5 „ 90.30 9l».50 Ung. Bod.-Cred.-Anst. zn 57, „ 80.75 87.75 Allg. öst. Vodeu-Eredit-'.'lnftail ucrlosbar zn 5'7„ in Silber ll)4.— 105. - Domaincn-, 5pcrc. in Silber . ...— -..— Uose (Pr. Slücl.) Ercd.-N.f.H.li.G.z.100fl.ö.W. 128.25 128.75 Dou.-Dmpfsch.-G.z.100fl.CM 88.50 89.50 Stadtgem. Ofen „ 40 „ ö. W. 25.— 20. ,, Esterhazy „ 40 „ CM. 90.— 95.— Salm „ 40 „ „ . 30.50 3!.— Pallffy „ 40 „ „ . 24.- 25.- Geld Waare Clary z„40fl. CM. 95.^ Z<:.__ St. Geuois „ 40 „ „ . 22.— 23.^- Wiudischgrätz „ 20 „ „ . 17.- 1«.— Waldstein ' „ 20 „ „ . 2l. - 22.— Kcglcvich „ 10 „ „ . 12.- 12.50 Riidols-Stiftung 10 „ „ . 11.75 12.25 «Wechsel. (3 Monate.) Augsburg für 100 st, südd. W. 101.,- 104.25 Fraulfurla.M 100 fl. detto 104.25 104.50 Hamburg, für 100 Mart Baülo 92.-- 92.25 London für 10 Pf. Sterling . 125.— 125.25 Paris für 100 Franks . . . 49.00 49.70 <5o„rs der Weldsorteu Geld Waare K. Miiuz-Dncatcu 5 fl. 88 tr. 5 fl. 89 kr. Napoleonsd'or . . 10 „ 9? „ 10 „ 97,',, Rnsf. Imperials . 10 „ 29 „ 10 „ 3o „ VerrinSlhaler . . 1 „ "^! ,, 1 « «5 „ Silber . . 122 „ 50 „ 122 „ 75 „ Kramische GrundenNastnngs-Obligationen, P^i, uatnotirnug: 80 Geld, 88 Waan.