Nr. 299. Freitag, 31. Dezember 1909. 128. Jahrgang. Wbacher Ieiwm «ran-mtlatlonOpreis: Mil Postv«>r!e>idung: gcmzMrig 30 li, halbjährig ib K. Im ttonlor: g"nz,ähn<, «X halbjührig it X. ssiii die Züstfllnng in« Hau» ganzjährig L li. — InsertionSgebühr: ssür lleioe zn!cratl Hit zu 4 ZtNtn bO b, gröhe« per Zeile 1ü b; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 k. Die «Laibachrr Leitung' erlchrin» täglich. mi< «uKnahme der Lonn- und sseierwge. T's «dminiftllltio» befinde« sich Millutziöstrufis Nr LN: die «edaltion ViNoLicKraks Nr. 80, Eprechstuiidr» der Nedalüm, von » bi« 10 Ubl vormittag«, Uüsranlierte Brirfs wrrde» inch! angriwmmen, Manulfripte nichi z„rucl»rltel!t. Telephon-Nr. der Nedaltion 52. Amtlicher Heil. Der Finanzministcr hat die Finanzsckretärc Dr. Wilhelm Krcft, Dr. Rudolf Roschnik und August R e i ch zu Finanzräten für den Bereich dcr Finanzdirettion in Laidach ernannt. Heute wurde das XX, Stück des Landesgesehblattes für Krain ausgegeben uud versendet. Dasselbe enthält unter Vr ^l die jtnnouiachmiq des lrainischen Landesausschusses uom 4 Dezember 1'0!i/Z l«.1^8, betreffend die Äbichafsung »on Pränlien sür die Erlcguilg von Raubtieren. V,« der Nedaltion des LandesyesetzblatteS für Krain. Laib ach, am 29, Dezember 1909. «ach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 29. De. zembei i9<>9 (Nr. 29?) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh-'rzeugnisse verboten: Nr. N8 «ttti^ök» vom 22, Dezember 1^9. Nl, 292 «II (.'orrivrs i/i-mlaua» ääo. G0rz, 22. Dezember 1909 Nr. « «II r .I/Nmniieipunono» vom 1«, Dezember 1909. Nr 34« >11 (iioi-ükl!« lli Veue?.ill. (?222«tta 6i Venon», Mo, V'nediq. 17. Dcz.mlicr 1W9. Nr. 8!)2 «I.H '1'rikui^. (4. Ausgabe) ü(io. Rom, 19. De. zember !90!>. ^ ^ . ...,,_ Nr. b(> «Corner« äol I^tw- vom 1». Dezember I'.'tt». Die im «erlasse des Eduard Pcrino in Rom erschienene ,I'o«»iv I'uliticlln» von l«. Äussetti. 5lr. 3 «Kll5c, I)nl>il, l'l-u»il!«l-, 1^09». Nr, :<52 «Prager Tagblatt» (Abendausgabe) vom 22. De« zember 19l)9, , ^, „ , ^^ , . ^ , ,, Veilaae' «I'ro?.?Uu>.vi, n s>uuöoni I'rllolia X. .lilivl-ogk^lw Dülnill» ^ 6. U'ltl.'-jnvicie!!' dcr Nr. 52 dcr Zeitschrist: .^ov/ Fil»oö«»k^ I>öln>!(» vmn 24 Dez.mbcr >9(»9. Nr i'1 «8tl-^ I.i<>». vom 24, Tezember 19<»9. Nr 2^ «Illun I.i2 .V^lu»cl'8l^ odxnr» umn 2!l. D.zrmber 1909. Nr Ni «I'nl1kr!l^nn«8!l.' Iin^I>l«<')» vom 2^ Dez. 1W!>. Nr. N<)5 .Abendausgabe der Reichen Merger Zeitung» vom ^' «Gottund Teufel». Die in Nürnberg erschienene Druckschrift: «Religion und Sittlichleit». D,e in Nürnberg erschünene Druckschrift: «Der Mensch und seine Gölter». Die in Nürnberg erschienene Druckschrift: «Religiöse To> leranz und psäffische Undnldsnmleit». Nr. 291 »Deutsche Wehr» vom 22. Dezember 19U9. MichtamMcher Geil'. Die Finanzlage. In der am 29. d. M. abgehaltenen Sitzung des Herrenhauses ergriff u. a. auch Finanzministcr Dr. Ritter vun Vilinskidas Wort. Seine Ncde ^ besagte im wesentlichen folgendes: Der Minister ^ erklärt es für einen Irrtum, das; die jetzige schlechte! Finanzlage des Reiches auf die ^lnnexion zurück- < zuführen fei. Im Staatsvoranschlagc sei nicht ein ^ Heller auf Bosnien zurückzuführen. In dem ganzen Steuerplane finde sich als Konsequenz dcr Annexion nur ein verhältnismäßig geringer Teil, nämlich eine ^ halbjährige Zinsenlast des für Bosnien für dieses Zwecke aufzunehmenden Anlehens von 200 und et- ^ lichen Millionen. Die finanziellen Verhältnisse seien ^ eben furchtbar schlecht und natürlicherweise fallen! uns jene Auslagen um fo schwerer, die aus der Annexion hervorgehen werden. Der Minister betont, daß die ganze Annexionspolitik so geführt wurde, daß wir einerseits in unserem Prestige in Europa in hohem Maße gewonnen haben, andei^ scits mit Zuhilfenahme verhältnismäßig nicht großer Mittel unsere Armee mit derjenigen Ausrüstung ausgerüstet wurde, welche sowieso notwendig war,^md daß, wenn sie später zustande gelom-men wäre, es für die Verwendung dcr Armee zu spät gewesen wäre. Der Minister verteidigt dann den von dcr Regierung vorgelegten Finanzplan. ! Der Minister befaßt sich sodann mit dein Bud-, gelprovisorium und betont, daß er ohne die neuen Steuern ein Defizit von 70 Millionen habe, wenn die Ausgaben im Nahmen dcr gegenwärtigen Einnahmen aufrecht bleiben. Er muffe deshalb an die Kollegen der einzelnen Ressorts die Bitte richten, vorderhand den Ausgabcnetat soweit einzuschränken, daß wir sür den äußersten Fall, wenn wir die neuen Sleucrn nicht bekommen, um etwa 70 Millionen weniger ausgeben. Der Minister möchte das hohe Haus sehr bitten, nicht zu glauben, daß wir von unserem Programm einer absolut unbcirrten und absolut unbeeinflußbaren Verwaltung durch diese Gesetzesvorlage irgendwie abgewichen sind. Wir stehen bei diesem einen Punkte des Programms neben anderen, die wir auch aufrecht erhalten, und wenn mir aus dieser ganzen Debatte irgendein Trost entgegenblickt, so ist es der Umstand, daß wenigstens unserem sehr verehrten Herrn Chef dcr Regierung und mittelbar den Mitgliedern der Regierung vom Gesichtspunkte der politischen Entwicklung fast von allen verehrten Herren Rednern die Zustimmung zuteil wurde. Das steht im Zusammenhange mit eben dieser Frage, die ich jetzt berührt habe: die absolute Unabhängigkeit der Verwaltung von allen Einflüssen. Das absolut objektive Verwalten ist dcr Leitstern, von dem diese Regierung nie abgehen wird. Nun meine Herren, bitte ich, mir meine Steuern zu verzeihen (Heiterkeit) und in Ihrer großen Gewogenheit und in Ihrem Edelsinn wenigstens das Vudgetprovisorium zu beschließen. (Beifall.) ' _________ Die Kongo-Angelegenheit. In den politischen Kreisen von Brüssel glaubt mnn auf Grund verschiedener Wahrnehmungen sich günstigen Hoffnungen hinsichtlich dcr Beilegung der durch die Annexion des Kongostaates entstandenen Schwierigkeiten hingeben zu können. Von der Konferenz, die am l>. Jänner in Brüssel unter Beteiligung Englands, Deutschlands und Belgiens zum Feuilleton. Das Dicnstbotcnbuch. Ruthenisch von Ynsih Ltef^nik. Dieser Mensch, dcr betrunken dort vor dem Wirtshaus schreit, war immer irgendwie ungluck-lict, Alles lief ihm aus den Händen, mchts hmem. Er kauft eine Kuh - sie krepiert, er kauft ein Schwein — eine Borste bleibt ihm in den Handen. Und immer so. Und seit ihm die Frau gestorben war und nach ikl die beiden Knaben, ist er wie kopflos. Er trank, rank und trank; er vertrank einen Acker, den zwei- n d n dritten vertrank die Wiesen, vertrank den Garten und jetzt hatte er die Hütte verkauft. Er ver aufte die Hütte und nahm bei der Gememde d.s baue Dimstbotenbüchlein, und letzt will cr ^^ <^, .,bc verkauft und gut! Es gehört nicht mehr'mfi !!nd gut! Ist "^/'^ «'N Ach wenn ,o mein Großvater aus ^m Gmbe au r stände! Leute, vier Ochsen, me E^en ",^ wanzig Morgen Feld und die sckMste Hut e nn Dorf! Alles hat er gehabt. Und der En ei jcyt Und er zeigte dem Dorfe das blaue Menst- „Oh, ich trinke und werde noch trinken. Fur mein Geld trinke ich - wer hat ein Ncht mn etwas zu sagen! Aber der Bürgermeister sagt- ^eme aanze Habe hast du durchgebracht. Er chlagt den Stempel in das Büchlein und schimpft! Noch me habe ich fo einen Bürgermeister gesehen! Wenn du einmal so leicht stürbest, wie ich jetzt sterben könnte! Ich gehe ganz fort aus der Hütte, ganz fort. Die Schwelle habe ich geküßt und bin gegangen. Sie ist nicht mehr mein und gut! Wie einen Hund jagt mich davon aus frcmdcr Hütte! Vielleicht werde ich betteln. Mein war alles, jetzt gehört es fremden Menschen. Ich gehe in den Hof und dcr Wald rauscht, mit Worten spricht er: Gehe zurück, gehe zurück in die Hütte, siehe!" Er schlägt sich mit den Fäusten auf die Brust, daß es widerhallt im Dorfe. „Seht, etwas Gräßliches, Schweres kam über mich, so daß ich... Ich gehe zurück in die Hütte, es zieht mich etwas hinein. Ich sitze und sitze und gehe wieder hinaus. Sie ist nicht mehr mein, was soll ich, sie ist nicht mehr mein... Meine Feinde sollen so sterben, wie mir war, als ich aus meiner Hütte ging! Ich gehe in den Hof und als ob mich jemand behext hätte. Auf dem Dache sehe ich grünes Moos — es müßte repariert werden. Eh, Hütte, wenn dcr Stein Wasser würde — ich werde dich, Arme, nicht mehr reparieren. Ein Sicin — auch ein Stein würde zerspringen vor Wehe!" Und er schlägt mit den Fäusten auf die Erde, daß es dröhnt. „Ich ging zum Zaun. Noch meine selige Frau hatte ihn repariert und ich habe Äste geführt zum Flechten. Ich will fort, aber dcr Zaun läßt mich nicht, ich will wcgrciscn — aber cr läßt mich nicht los. Und so fürchterlich ist mir und schwer — oder nein, gar nicht schwer, nein! Ich werde sterben... Ich lehne dort und heule, heule, so schrecklich, als ob man Riemen aus meiner Haut schnitte. Die Leute schauten auf mein Büßen. Siehe, dort bei der Tür sprach der Pope, als man meine Frau aus dem Hause trug. Alle Leute weinten. Eine fleißige, sagt cr, cine fleißige und rechtschaffene Frau war sie, arbeitsam... Dreht euch um in den Gräbcrn, meine Gestorbenen, ich bin ein Lump. Alles habe ich vertrunken, bis zum letzten. Auch die Leinwand habe ich vertrunken. Höre, Maria, höre, Vasiljto, und du, Kleiner, der Vater geht zerrissen herum und wird den Juden Wasser tragen..." Er zeigt auf des Bürgermeisters Haus. „Aber die Bürgermeisterin — ist eine gute Frau. Sie brachte mir Brot auf die Straße, damit ihr Mann es nicht sähe. Gebe Gott deinen Kindern das Glück, wo immer sie sein werden. Euch allen gebe Gott besser als mir... Warum sollte ich am fremden Zaune stehen? Ich gehe. Und machte einen Schritt und die Fenster haben aufgeweint. Weinten, wie kleine .Kinder. Der Wald rauscht, erzählt ihnen, und sie weinten. Auch die Hütte weint um mich. Wie ein Kind nach seiner Mutter, so weinte sie. Ich habe mit den Ärmeln die Scheiben abgewischt, damit sie nicht weinen, da es umsonst ist, und ging dann. Oh, als ob ich in den Stein gebissen hätte. Finster ist die Welt vor mir..." Er fuchtelt mit den Händen. „Ich habe noch etwas Geld und werde trinken. Mit meinen Nachbarn werde ich trinken und vertrinken. Sie sollen wissen, wann ich aus dem Dorfe a.ing. Seht, hier halte ich das blaue Büchlein. Das ist meine Hütte, das sind meine Felder, das ist mein Garten. Bis ans Ende der Welt werde ich damit gehen! Vom Kaiser ist das Vüchelchen, alle Türen öffnet es mir. Überall. Bei Herrschaften und bei Juden und bei allen Teufeln..." Laibacher Zeitung Nr. 299 2736 31. Dezember lUW, Zwecke von Gcbictsabgrenzungen in Ostafrika zusammentreten wird, sind allerdings in dieser Beziehung leine direkten Wirkungen zugunsten Belgiens zu erwarten, da die englische Negierung vor der Eröffnung der Verhandlungen zu erklären beabsichtigt, daß ihrer Mitwirkung an dieser Konferenz nicht die Bedeutung einer Anerkennung der Annexion des Kongostaates durch Belgien beigelegt werden dürfe. Diese Allerkennung hänge von gewissen, seitens Englands aufgestellten Bedingungen ab. Die Konferenz wird sich voraussichtlich bloß mit gewissen territorialen Fragen zu befassen haben, bezüglich deren zwischen Deutschland und England im Mai d. I. eine Verständigung erzielt worden ist. Ein günstiges Vorzeichen für die Regelung der zwischen Belgien und Großbritannien schwebenden Kolonialfragen erblicken die erwähnten Kreise in dem Umstände, das; der Bruder des Königs von England, der Herzog von Connaught, der in der Thronrede des Königs Albert enthaltenen vicl-bemertten Erklärung öffentlich Beifall gezollt hat, daß niemand das Recht habe, an dem Worte Belgiens zu zweifeln, wenn dieses die Verpflichtung übernehme, ein seiner würdiges Programm im Kongostaat durchzuführen. Ferner verdient verzeichnet zu werden, daß der Staatsministcr Vernacrt auf seine, allen auswärtigen Regierungen, der Presse und hervorragenden Persönlichkeiten übermittelte Protestkundgebung bezüglich der gegen die belgische Kolonialpolitik gerichteten Angriffe bereits mehr als fünfzig Antworten erhalten hat, die sich über die Angelegenheit in sehr freundlicher Weise äußern und erkennen lassen, daß die Bemühungen Belgiens zur Einführung bleibender Reformen im Kongo in England, ebenso wie in Frankreich und Deutschland Würdigung finden. Politische Ueberlicht. Laibach, 30. Dezember. Herrcnhausmitglied Graf Alfons Mensdorff mahnt im „Vaterland" die nationakn Parteien daran, den Frieden im Reiche und im Lande zu suchen, die äußeren Bündnisse aber in Ruhe zu lassen. Mit Neo- oder Panslavismus sei in der nüchternen Welt der positiven Politik ebensowenig anzufangen, als mit dem „alldeutschen Hoch-gedankcn". Die äußeren Bündnisse bestimme die geographische Lage und das Vertrauen in die militärische Kraft des Kompaziszenten, nicht aber eine mehr oder weniger zweifelhafte ethnographische Verwandtschaft. Auch das austro-deutsche Bündnis ruht auf anderen Grundlagen als auf den ethnographischen Liebhabereien der Deutschböhmen, wie diese in ihrer Begeisterung dafür, die Ezechen in ihrem Widerspruch dagegen, teilweise zu glauben scheinen. In einer Betrachtung über das abgelaufene Wirtschaftsjahr erklärt die „Neue Leitung", das Wirtschaftsleben Österreich-Ungarns zeige sich im großen und ganzen als gesund. Wird sich in Wien und Budapest das Parlament lebensfähig erweisen und die heurige Ernte für unseren Konsum genügend groß, so können wir mit guter Hoffnung auf ein sehr kräftiges wirtschaftliches Leben im Nächstjahre rechnen. Die Prager „Narodni Politika" veröffentlicht ein Interview mit dem Ministerpräsidenten Pa«i«, in dem dieser die gegenwärtigen Aussichten für das Zustandekommen eines serbisch-österreichischen Handelsvertrages als günstig bezeichnete. Was die Bildung eines Valkan-Biindmsses anbelangt, erklärte Pa5i<'!, daß dieser vorläufig noch ein Ideal sei, dessen Erfüllung noch lange werde auf sich warten lassen. Das Bündnis, das zunächst als ein rein wirtschaftliches gedacht ist, würde gegen das westliche Europa eine rein defensive Haltung beobachten; eine offensive Absicht dürfte diesem Bündnis in keiner Weise zugeschrieben werden. Die Arbeiten der vom Papste Pius bald nach dein Beginn seines Pontifitats eingesetzten Kommission unter dem Vorsitze des Kardinals Gaspari, welche mit der Modifizierung des kanonischen Rechts betraut ist, sind sehr weit vorgeschritten. Es ist nur noch das Kapitel über „Verbrechen und Strafen" zu erledigen, was einige Monate, erfordern dürfte. Nach Vollendung des Werkes seitens der Kommission werden die einzelnen Teile der Arbeit nach und nach sämtlichen katholischen Bischöfen der Welt übersendet werden mit der Aufforderung, ihre Bemerkungen über die Kodifizicrung dem Heiligen Stuhl mitzuteilen. Diese Bemerkungen werden dann einer Prüfung seitens der Kommission unterzogen wcr-ocn. Man hält es in vatikanischen Kreisen für wahrscheinlich, daß diese Revision der Kodifikations-arbeiten ungefähr zwei Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Tagesneuigleiten. — lEin neues Luftschiff.j Ein Mitarbeiter der römischen „Tribuna" ist der Meinung, daß die Aero. pllme, die gegenwärtig so viel von sich reden machen, bald vergessen sein werden. Wie der Papinsche Tops, der Vorgänger der Dampfmaschine, oder die Voltasäule, das Urbild des Elettrizitätser^eugers, werden sie eines Tages zum alten (iisen geworfen werden. Der ihnen den Waraus machen wird, ist ein junger Arbeiter aus Neapel, der ohne Oeld und Vrot seit zwei langen Jahren allein, verschwiegen und unbekannt an einer Erfindung arbeitet, die die Welt in Staunen setzen wird. Die „Tribuna" sagt zwar noch nicht den Namen des Wlück. lichen, sie deutet nur an, daß es sich um ein Mittel» >ding zwischen Luftschiff und Aeruplan handeln wird. Was den neuen Apparat gegen die bisherigen unter, scheidet, ist, das; er kraft seiner Motoren eine Atmo» sphäre schasst, die bei einer Dicke von 7 bis 8 Meter eine Luftschicht darstellt, auf der das Schiff gewisser» maßen schweben kann, wahrend die Nemannuna, mit der gewöhnlichen Lust in Berührung bleibt. Wie das bewerkstelligt werden soll, ist einstweilen noch das Ge» heimnis des Erfinders. Man sagi nur, daß die Benie» gung des Schiffes eine solche sein würde wie die eines Schiffes auf dem Meere. Der „Triuuna" zufolge baben die entscheidenden Experimente bereits am 24. August stattgefunden- das Nesullat soll alle Erwartungen über» troffen haben. Ehe noch zwei Monate ins ^iand gc» gangen sein werden, wird der neapolitanische Arbeiter, versichert das Nlatt, der unnmschräntle Herrscher der ^iifte sein. ^Wenn's nur nicht wieder eine Enttänschung gibt.) — lautes (ycdächtnis.j Unter den französischen Schriftstellern und Dichtern des 1l). Jahrhunderts gab es viele, die ein beneidenswert gntes Gedächtnis hatten. In „Mou Timanche" wird erzählt, daß Alerandrc Dumas Vater, als er das snr die Cunwdie ^ran^aise bestimmte Manuskript des Dramas „Christine" ver-loren hatte, in einer Nacht die fünf in Versen geschrie« benen Akte ans dem Gedächtnis noch einmal nieder» schrieb. An dem Tage, an welchem Victor Hugos „Agende des fideles" erschien, speiste Theophile Gautier in Gesellschaft einiger ^reuude, die sich lebhaft über das neue Werk unterhielten. Man bedauerte sehr, dah man nicht sofort ein Exemplar des Anches Herbeischaf» sen konnte,' da erhob sich Ganlier und dellamierte 158 Verse aus dem nenen Werk. Man fragte ihn erstaunt, ob er die Verse schon seit längerer ,'jeit aus dem Manu» slript keune, worauf er ruhig erwiderte! „Neiu! Ich habe heute morgens beim frühstück das Werk des Mei» sters mir ein bißchen angesehen." ^amarliue war gleich» falls mit einem phänomenalen Gedächtnis begabt. Eines Tages rezilierte, er in Gegenwart von guten freunden elwa 8l»l» Verse, die er am Morgen desselben Tages geschrieben hatte. Gut) de Maupassant erzählte, daß Flaubert ans Werten, die er vor zehn und noch mehr Jahren gelesen hatte, beliebige Stellen zitieren konnte; ja er wußte mauchmal sogar genau die Seile anzugeben, auf welcher die betreffende Stelle zu finden war. Gam» betta soll die Namen aller Nepublilaner Frankreichs und Algeriens auswendig gewnßt haben. Sicher ist, daß er, ohne daß ihm auch nur ein einziger Irrtum unterlief, genau angeben tonnte, wieviel Stimmen in jeder einzelnen Gemeinde Frankreichs für die Republik abgegeben wurden wareil. — lltine sprechende Weckcrnhr.j Wir leben in ciner ^eit, in dcr alles daran arbeitet, dem Menschen das ^eben so leicht wie möglich zu machen. Es läßt sich taum ausdenlen, wohin das führen soll. Jetzt hat man soqar eine Weckeruhr erfunden, die mit laullönender Stimme die Zeit angibt. Man braucht nur auf einen tleinen Knopf zu drücken und sofort ertönt deutlich: 12 Uhr 20, 8 Uhr l<>, 6 Uhr M» usw. Die Vorzüge dieser Uhren liegen auf der Hand. In der Nacht braucht mail nicht erst Licht zu entzünden, sondern der Druck auf den Knopf genügt. Es befindet sich nämlich in der Uhr ein filmarliges Vand mit grammuphonischen Auf» Christoph Schutzes Brautschau. Eine heitere Geschichte mit ernstem Hintergründe von G. Fijcher.Marlgrasf. (23. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) Er hatte die Veränderung in ihren Zügen bemerkt und sah ihr, sich vorbeugend, von unten her auf in das Gesicht, mit einem finster forschenden Ernst, als ginge er ihren geheimsten Gedanken nach. „Das Gute, an das Frauen denken, ist doch immer nur ein großgeschriebener „ER". Sie wich seinem Blick nicht aus: „Warum verspotten Sie die Art der Frau?" sagte sie, ihn ruhig und voll anblickend, „ich denke, Gott wird seine Gründe gehabt haben, als er im Paradiese ein ,Männlein und ein Fräulein' schuf. Sie sollten eben verschieden sein, um gepaart ein Großes, Ganzes zu geben. Es ist unrecht, des anderen Art zu verspotten, nur weil man sie nicht versteht . . /' Nber das Gesicht des jungen Mannes glitt der spöttisch mitleidige Ausdruck von vorhin. Natürlich, Frau Esther in zweiter Auflage. Der getreue Phonograph. Er richtete sich kampfbereit empor. Wenn sie denn das Thema anzuschlagen beliebte, sollte sie seine Ansicht hören — ohne Übertreibung, aber auch ohne Schonung. Sie hatte es sich selbst zuzuschreiben. „Verstehen?" lachte er auf. „Brauchen auch Sie solche Schlagworte? Braucht es denn überhaupt Geist, um Müßiggang, Tändelei, Unzuverlässigkeit und Kleinlichkeit zu verstehen? Mit was verbringt die Frau von heute ihre Zeit, während der Mann seinem oft recht schweren Berufe nachgeht, sich müht und ringt, im völligen Darinaufgehen Körper unh Geist vor der Zeit abnutzt?" Sie ließ das große, sprechende Auge ernst auf seinem Gesicht mit dem lebhaft wechselnden Mienen-spicl ruhen. „Sie urteilen hart," erwiderte sie, scheinbar ungekränkt, „.haben Sie aber jemals darüber nachgedacht, wieviele, oder besser wie wenige Män- ner ihrem Berufe mit ganzer Seele zugetan sind, wie ihnen die Tätigkeit keine Freude, sondern nur eine lästige Pflicht ist, wie die Tagesarbeit nur hcruntergehaspelt wird, um sich abends von Herzen amüsieren zu können, der Beruf nur mehr Mittel zum Zweck, zum Zwecke des Genusses?" Er hatte, anscheinend etwas betroffen, zugehört: Was dies kleine Mädchen für Argumente! vorbrachte, natürlich angelernt, irgendwo gelesen, das Ganze dummes Zeug. Aber es war doch ein ganz eigen unbehagliches Gefühl, das sich seiner bemächtigte, dessen er nicht Herr werden konnte, und deshalb sagte er etwas ganz Dummes, etwas, was er unter anderen Verhältnissen nicht gesagt haben würde, und das eben darum seinen Groll gegen sie verstärkte: „Aber die Wissenschaft hat bewiesen, daß die Frau um 14 Gramm Gehirn weniger hat, als der Mann." Jetzt war es an dem jungen Mädchen, spöttisch mitleidig zu lächeln: „Die Wissenschaft? Wenn Sie keine besseren Hilfstruppen haben! Was hat die Wissenschaft nicht fchon bewiesen und wieder umgestoßen! Immer, wenn ein Großer etwas entdeckt, kommt ein noch Größerer und weiß es noch besser . . ." Heinz nahm plötzlich dcn Hut ab und strich sich über die Stirne, als sei ihm zu heiß. Das war nichts Angelerntes, Angelesenes. Mochte es wahr oder falsch sein, das war eigen Empfundenes, Selbst-gedachtes. Der redegewandte Jurist suchte vergeblich nach einer Antwort. Kathi hatte inzwischen unbekümmert weiter-gesprochcn: „Die Frau soll kleinlicher sein als der Mann. Ihr springender, lebhafter Geist dringt in die Lücken, die der Mann gelassen, und füllt sie aus. Die Kraft, die der Mann auf einen Gegenstand verwendet — bitte, unterbrechen Sie mich nicht — verteilt die Frau auf zehn. Aber ob ich nun" — ihre Stimme begann sich in der Erregung zu steigern, sie hob die Reitgerte und begann, entgegen ihrer sonstigen Art, lebhaft damit zu gestikulieren — „ein Vrot unter zehn oder unter zwei Kinder verteile, das Vrot bleibt dasselbe. Ebenso ist es mit der Kraft des Mannes und jener der Frau. Das Weib erfaßt zehnerlei zugleich, während es dem Manne schwer wird, über e'ncs hinwegzukommen. Das ist es, wodurch die Frau kleinlicher wird, und sie soll es sein." Der junge Mann hatte kein Auge von ihr gewandt; es war ein eigentümlich scharfer Blick, der voll atemloser Spannung auf ihrem sich in der Erregung rötenden Gesicht ruhte. „Das sagen Sie, die Freundin von Frau Esther?" sagte er dann langsam. Kathi hatte erschreckt dcn Kopf zur Seite gewandt, die Nöte war von ihren Wangen gewichen, das zarte Gesicht zeigte wieder den gewöhnlichen Ausdruck herbruchiger Gleichgültigkeit: „Es — es war nur ein augenblicklicher Gedanke . . ." Der Nechtsanwalt schwieg ergrimmt: Natürlich Launen, heute so, morgen so. Dann lachte er Plötzlich so laut, daß eine Krähe, die neben ihm auf einem Zweig gesessen, laut schreiend und flügelschlagend davonstob. Kathi war mit blassem Gesicht herumgefahren, sie empfand das Lachen wie einen Schimpf, den er ihr angetan: „Was berechtigt Sie zu dem Lachen?" fragte sie zornig. Er starrte ihr mit funkelnden Augen in das Gesicht: „Ich? Ich lache über die Frauen, die große Worte im Munde führen, und nicht der kleinsten Kalamität standhalten können; kann ich das nicht, darüber lachen? Die sich durchs Leben schleppen lassen, ohne selbst die Hände zu rühren. Dem Mann, dem sie sich zu eigen geben, eine lästige Bürde, die, in Ermangelung von Pflichten, pikante Nomane anzetteln, untreu ihrer Lebensaufgabe, ihrer Familie, treu nur sich und ihrer Haltlosigkeit. Wissen Sie wie man solche nennt?" Die Stimme drohte, ihm zu versagen, seine Hand krampfte sich um dcn Zügel, daß der Handschuh in den Nähten krachte. (Fortsetzung folgt.) Lnbacher Zeit'mq Nr. 299. ____________________2737 3,. Dezember 1909. zcichnungen sämtlicher Tageszeiten, so daß die Uhr in,-stände ist, jede Stunden-"nnd Minulenzeit anzusagen. Ein beredtes Zeugnis für dic immer Weiler sich offen» barende Verwendbarkeit der Sprechmaschinentuust. — lDcr Muff.) Er ist ein Liebling der Frauen, die ihn, ihre Neigung, freilich erst seil lanm hnndert Iah-reu, zuwenden. Vordem galt er als ein Garderobestück der Männer; selbst Offiziere schämten fich nicht, mit ihm Staat z» machen. Das war zu Paris, wo alle Mode geboren wird, nnd in den französischen Salons qalt es'in den Tage» des jugendlichen Voltaire als be» fonders elegant, wenn die Kavaliere ihre Hände in rie-sigen Pelzröhren versteckten. Damen verschmähten da. mals seltsamerweise die schützende Hülle eines Muffes und überließen dies Gerät dem stärkeren Geschlecht. Aus der Gasse sah man den Muff auch bei den Män-ncrn nicht, er war ausschließlich ein Paradestück der Salons, und die feinen Stutzer ließen sich von ihren Dienern jene gewalligen GeHänse ans Bärenfell bis in die Nesuchsflube nachtragen. Ein Schutz für die Hände gegen Frost uud Welter war der Muff damals also nicht, uud als er im Lause des 16. Jahrhunderts zu Paris erfunden wurde, dachte man lanm au den nütz» lichen Dienst, desfen er fähig ist. Aber die Grönländer und die Eskimos haben fich auf eigene Faust den Muss ersonnen, und man weiß, daß die Jagdherren, die den Unbilden des Winters im Walde.trotzen müssen, laugst Vor den Pariser Modenarren den Muss zu ihrem nütz» lichen Vegleiler erkoren. In den bunten Tagen der Restauration sah man ans den Boulevards bereits die ersten Frauen Muffe tragen, und von da ab verzichten die Herren der Schöpfung auf dies Toileltestüct und Übersassen es großmütig ihren schöneren Partnerinnen. Die Mode aber macht' anch fernerhin den Muff zum Spielball ihrer Launen; bald von riefigem Umfang wie in den Zeiten der Biedermeier, bald kleinwinzig, daß lanm die zartesten Händchen darin Ranm finden, ist er ein klassischer Zeuge sür den Wandel nnd ewigen Wechsel unseres Geschmackes. — sDas Nolle» dcs Donners.) Jedermann kennt das dem Blitz folgende rollende Gelöse, das sich, nach seiner Entstehnng nnd in verkleinertem Maßstabe, dem Knistern des elektrischen Funkens einer Elektrisier. Maschine vergleichen läßt. Wie entsteht aber dieses Ge-rausch? Darauf gibt eine Notiz der Reuterkurrefpon-denz Antwort, wonach in dem physikalischen Labora-torium des Professors Trowbridge von der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) interessante Experimente angestellt wurden, ans denen hervorging, daß das rollende Geräusch des Blitzes als Ursache den Zerfall von Wasserdampf hat, durch den die Explosion der Hydrogen- und Oxygen-Gase herbeigeführt wird. Bei seilten Versuchen mit künstlichen Blitzen hat Pro» fessor Trowbridge einen wahren Regen von riesigen elektrischen Fnnken erzeugt. Das Geräusch der Ent-ladima, war so stark, daß der Experimentator seine Ohren mit^xMaumwolle verstopfen nnd außerdem noch mit einem dicken Tuche zubinden mußte. — ^Diebessicheres Glas.) Eine gewöhnliche Spiegel-scheide, wie man sie vor jedem Laden sehen kann, zer-springt in tausend Stücke, wenn man einen schweren Stein dagegen wirft. Ein neues, in Frantreich erzeugtes Glas soll sich, wie eine englische Zuschrift vom Konsul William Berdet in Reims ersähn, durchaus auders verhalten. Bei den Versuchen, die mit dem diebes-sicheren Glas angestellt wurden, brachte ein schweres Stück Gußeisen, das kräftig gegen die Glasscheibe ge-worsen wurde, nur ein kleines Loch von wenigen Zoll Durchmesser hervor, ohne daß Sprünge im Glas ent-standen. Ebenso widerstandsfähig envies sich die neue Glasart gegen Gewehr- und Revolverschüsse: die Ge-schösse drängen i» das Glas ein oder durchschlugen es, ohnr daß von den Verletzungen ans Nisse abzweigten. ?otal- und Provinzial-Nllchrichten. — jVom Iustizdienste.) Seine Majestät der Kai-ser hat, wie man uns aus Wieu meldet, die Landes-gcrichtsrätc Josef Haussen und Johann K av 5 nik in Laibach zu Oberlandesgerichtsräten unter Belassung aus ihrem bisherigen Dienstorte ernannt. __Militärisches.) Ernannt wurden: Der Oberst Morih Kr 5 iwanek, Kommandant oes FKN ? zum Kommandanten der 9. Feldartilleriebrigade, der Oberst-lcutnant Georg Marjanovio des FKR 34 znm Kommandanten des FKR 7; zn Militärverpflegsakzes-listen in der Reserve die Reserve-Unlerossiziere: Fr. M i-tlal"'i5 des IR 97, Heinrich Schar ss, Doktor der Rechte, dvs IR 7, ersterer beim M'litärverpslegs-maaann in Zara, letzlerer bei jenen, in Graz, Alois Hvrtinar des IR 7 beim Militärverp,legsmagazm in Vrzenwsl; zu Reserve-Verpflegsaspiranlen d,e ReservNnterosfiziere Franz P i n t a s des IR 97 beim Militärverpslegsmagazm m Zara, Hans M u l l^' r des IR 7 beim Militärverpslegsulagaz.n ''' Graz, ^ohann Brenne n st u h l des IR 87 denn M.lilarverpfleg^ maaazin in Lemberg, I"hmm <^ cr „ 0 u . et des H < bcim Militärverpslegsmagazm m Krakau, Georg M , -halyi des IR 27 beim Mililärverpslegsiuagazin ,u Budapest, Johann Popov iein und ^osef Bla» ^cl, beide des IN 7, beim Militärverpslegsmagazin in Hermannstadt. — Der Hanplmaim-Rechnungsfuhrer Anton Schmidt des IR 97 wurde anlaßlich seiner Versetzung in den Ruhestand vom Rcichstrlegsmlnlste. rium mittelst Dekrets belobt. Mit Warlegebuhr wird beurlaubt auf ein Jahr der Leutnant Georg Pfleger des IR 7 (Urlaubsort Knillelseld, Steiermart). - ^n den Ruhestand wird übernommen der Oberst im Status der Offiziere in Lotalanstcllungcn Ludwig Amon, überlumplctl im LIR Klagensurt' 4 ^Ausdruck der Aller, höchsten Zufriedenheit), unter Verleihung des Titels nnd Charakters eines Generalmajors mit Nachsicht der Taxe. — Transferiert werden: die Leulnantc im nicht-aktiven Stande: Richard TumaselIi vom LIR Kla-gensurl 4 zum LIR Linz 2; Äarl Wout vom LIR Klagensurt 4 zum LIR Graz 3; Franz Golli von, LIN Klagenfurl 4 zum LIR Laibach 27- der Fähnrich im nlchtattivcn Stande: Moritz Dccrinis vom LIN Klageusnit 4 zum LIR Sebenico 23; die tadelten im nichtaltiven Stande: Dr. Phil. Franz Skaupy vom LIR Klagenfurl 4 znm LIN Leilmeritz 9; Johann K locker vom LIR Klagenfurt 4 zum LIR Brunn 14. — Die angefuchle Ablegung der Ossizierscharge wurde bewilligt dem Leutnant Anton Rumpler des LIN Laibach 27. — lVom Stcucrdieuste.) Das Präsidiuni der k. I. Finanzdirellion für Krain hat ernannt: zu Skuervcr-walleru in der neunten Rangsllasse die Steueroffizialc Josef Ier m a n, Franz Slrm 0 le, Josef AhIin , Gnslav K crnc, Jakob Milave, Anlon Fabjan, Ignaz Perhavc, Alois Ipavitz , Albert N 0 0 ß , und zu Stenerofsizialen in der zehnten Rangstlasse die Steuerassislenlen Josef P e r n e, Joses F a j n i k, Karl .^ l ^ la , Franz Faleslini, Tholnas Tav -5a r, Alois Kreinz, Franz Krain er, Johann K iIar, Anton Vrilli und Georg K ranlberge r, weiiers zu provisorischen Steuerassislcnten die Steuer-Praktikanten Stanislaus Ribnikar, Antun Pru-di«, Franz Schweiger, Johann Ecrtovnit, Slanislaus Ko«ir, Eyrill Pezdiö, Joses Va-diura und Josef Krater. — ^Auszahlung von Ruhe- und Nersorgungs» qcnüssen.) Wie bereils lnrz gemeldel, haben daS Finanz-und das Handelsministerium im Einvernehmen mil dem Obersten Rechnungshöfe eine Verordnung, betreffend die Auszahlnng der bei den Nechnungsdepartements der Finanz.Landesbehorden in Graz, Klagensurt, Lai -bach, Trieft nnd Innsbruck in Norschreibuug stehen-den Ruhe- nnd Versorgungsgenüsse im Wege der Post-sparkasse, erlassen. Die Verordnung hat folgenden Wort-laut: tz l. Vom 1. Februar 19l»> an sind die bei den Nechnungsdepartemenls der Finanz-Landesbehörden in Graz, Klagensurl, Laibach, trieft und Innsbruck in Vorschreibnng stehenden Ruhe- und Versorgungsgenüsse im Wege der Postsparkasse auszuzahleu. H 2. Für diese Zahlungen haben die Vestiiumnngen der Ministerial-Verordnung vom 16. Dezember 1908, R. G. BI. Nr. 201, zu gelten. Außerdem lverden in betress dieser Zahlungen unter Anwendung der in den 88 4 bis 7 der Miuisterialverordnung vom 5. Juni 1909, R. G. Nl. Nr. 85, entha'llenen Vorschriften die sol-genden besonderen Anordnungen getroffen: 1.) Die Be-ftellnng von Zahlungsanweisungen, bezw. die Bestellung der Geldbeträge zn Zahlungsanweisnngen erfolgt nur z» Handen des iii der Zahlungsanweisung bezeichneten Empfängers. 2.) Bei Erziehnngsbeiträgen nnd Waifen-Pensionen wird die Zahlung nur unter der Bedingnng geleistet, daß die bezugsberechtigte Partei l>md zwar bei Erziehungsbeiträgen: Mutter, Vormund oder Kn-rator, bei Waisenpensionen: der Vormuud oder Kn-ralor und bei großjährig erklärten Waisen, diesc selbst) aus dem Rücken der „Zahlungsanweisung" die nach-stehende Erklärnng abgibt: :>) bei Erziehungsbeiträgen, daß die im Genusse der Erziehungsbeiträge stehenden Kinder am Leben sind und unversorgt in ihrer Ver-pslegnng stehen; l>) bei Waisenpensionen, daß die Waisen leben nnd unversorgt sind. 3.) In gleicher Weise hat die zum Bezüge einer Gnadengabe berechtigte Partei in jenen Fällen, in denen das Bezugsrecht an die Bedingung der Unversorglheii geknüpft ist, auf dem Rücken der Zahlungsanweisung die Erklärung abzu-geben, daß die Unversorgtheit fortdauert. Zahlungen von Gnadengaben, welche für Studien- und Lehrzwecke bewilligt werden, finden nur dann statt, wenn die vor-geschriebene Bestätigung über die ordnungsmäßige Fre-quenz und den entsprechenden Studien-jUnterrichls-) Erfolg von den hierzu berufenen Organen nach Aus-gang eines jeden Lehrlurfes l.Semeftcrs usw.) auf dem Rücken der Zahlungsanweisung beigesetzt ist. 4.) In den Fällen, in welchen die Auszahlnng nur gegen Bei-bringung der unter Puull 2 und 3 bezeichneten Erllä-ruligen ooer Nestätignngen zulässig ist, werden Gut-schrislsanweisungen nicht ausgestellt^ es wäre denn, daß diese Erklärungen oder Bestätigungen schon bei der Liquidierung vorliegen. 5.) Die früher vorgeschriebenen Bestätigungen der Malrilenführer über das Leben und den Aufenlhall, über die Furtdauer der Witweuschasl und über die Unversorgthril der mil Erziehungsbeilrä-geil, Waiscnpensioncn oder Gnadenvcrsorgungsgenüssen beteillen Parteien sind nicht mehr erforderlich. 6.) Wenn Bozugsberechtigle ihre Genüfse nur vierteljährig oder halbjährig zu beheben beabsichtigen, so habeil sie Vies dem Reclmungsdepartement der zuständigen Finanz-Landesbehörde bekanntzugeben. Die Bezüge werden in diesem Falle nur vierteljährig oder halbjährig liqui-dicrt werdeu. 7.) Jede dauernde Wohnnngsänderuug ist dem Rechnungsdepartement der zuständigen Finanz-Landesbehörde rechtzeitig anzuzeigen. Bei bloß vorüber-gehenden Verändernngen des Aufenthaltsortes haben die Parteien beim Poslamte ihres ständigen Domizils das Geeignete wegen Nachsendung der „Zahlungs-anweisnngen" selbst zu veranlassend — lDie Dienstpra.qmatik.j Wie man uns aus Wien meldet, hat die Regierung eineu Gesetzenlwurf, betres-send das Dienstverhältnis der Staatsbeamten und Slaalsdienerschast, dem Präsidium des Abgeordneten-Hauses zur verfassungsmäßigen Behandlung übermittelt. — ) über das Gesuch der Maria Vogel-nik nm pachtweise Überlassung einigen Terrains auj dem Marienplatzc zwecks Aufstellung eines Kioskes sür den Verlanf von Zeitschriften und Tabak; s) über den Voranschlag des städtischen Lotterieanlehens und dessen Amortisationsfonds pro 1910; zc) über den Voranschlag des allgemeinen Stistnngsfonds pro 1910; lij über den Voranschlag des Bürgervermögeiisfunds pro 1910; i) über den Voranschlag des städtischen Armenfonds pro 1910. — 3.) Berichte der Bauseltion: «j über die Zuschrift des Etadtmagistrales, betreffend den gemeinde-rätlichen Beschluß hinsichtlich der Verbauung des Hufes im Hanse Nr. 5 in der Schlossergasse; i») über das Gesuch des Martin Tcrpotitz um Aufteilung der Par-zcUen Nr. 136/1 und 135/3 der Katastralgemeinde Petersvurstadt ^. Teil in drei Bauplätze und zwei Gartenparzellen; <-) über das Gesuch des Franz Golob um Unterteilung der Parzellen Nr. 84, 86 und 92 der Katastralgemeinde Gradi5) über die Rechnungs-abfchlüsse des städtischen Mädchenlyzeums pro 1909; c) über die Rechnungen über die Verwendung der Do» tation für die Weihnachtsfeiern am Ersten und Zweiten städtischen Kindergarten. — 8.) Bericht der Direktion des städtische» Schlachthauses über den Voranschlag des Schlachthauses pro 1910. ^- 9.) Berichte des Direlto-rinms der städtischen Wasserleitung: .<) über das Gesuch des Ivan Bele um teilweise Abschreibung der Kosten für den Anschluß seines Hauses mit der städtischen Wasserleitung; l>) über den Voranschlag der städtischen Wasserleituug für das Jahr 1910. — 10.) Berichte des Direktoriums des städtischen Eleltrizitätswerlcs: «) über die Zuschrift des Stadtmagistrates, betreffend die wei-lere Versicherung der Akkumulatorenbatterie Nr. II sür das nächste Dezennium; l») über die Zuschrift des Stadt-magistrates, betreffend die Umgestaltung der elektrischen Belenchtung in einigen Lehrzimmern des städtischen Mädchenllizeunis; <-) über den Voranschlag des stäo-tischen Elektrizitätswerles für das Jahr 1910. — Hier» ans geheime Sitzung. * lMwcrbliche Fortbildungsschule in Idria.j Der Herr k. k. Landespräsident im Herzogtume Krain hat an Stelle des verstorbenen k. l. Vcrgrales Herrn Karl Svuboda in Idria für den Nest der laufenden Funl» tionspcriode, d. i. bis Ende Dezember 1910, den k. l. Bergarzt in Idria, Herrn Dr. Milan Papeü, zum Vertreter der Unterrichtsverwaltung im Schulausschusse der gelverblichen Fortbildungsschule in Idria ernannt. —1°. " lAus dem Volloschuloicnste.1 Der k. k. Landes-schulrat für Kram hat die bisherige Snpplenlin an der Volksschule in Aßling Fräulein Anna (^ 0 p als Volon-lärin zur unentgeltlichen Schulpraxis an der Volts» schule in Brezniea, Bezirk Radmannsdurf, zugelassen. * lAns der Diözese.) Der Herr l. l. Landespräsi. dent im Herzogtums Krain hat sür die durch die Pen-sionierung des bisherigen Pfarrers erledigte, unter dem Patronate des Allerhöchsten Landessürsten stehende Pfarre in Zalilog, politisck)er Bezirk Krainburg, den Pfarrer in St. Leonhard, Herrn Franz Sever, sirä» sentiert. —r. — lVollstümliche Vortrüge.) Professor Dr. Otto Iauler beginnt seine Ausführungen über die Re» altiunszeit l1815 bis 1848) Dienstag, den 4. Jänner, im Ehemiesaale des Nealschulgebändes. Die Vortrage dürsten nicht, wie angegeben, fünf, sundern acht Abende umfassen; sie sind auf Dienstag und Freilag von 0 bis 7 Uhr angesetzt. — ü<-s:i1iln: von Ad. Kaim, Graduate Hs: von Anton Foerster, Offer» torium 1'ui uunt encli von G. E. Stehle. Theater, Kunst und Literatur. — sSlovenisches Theater.j Gestern wurde Straus' „Walzertraum" in der laufenden Saison zum zweiten» male gegeben. Die Besetzung der Hauplpartieu war im allgemeinen die gleiche wie im Vorjahre' nur die Rolle der Priuzcssin Helene befand sich in den Händen des Fräuleins Lvova. Es gab ein flottes Zusammenspi-l, um das sich unter den männlichen Kräften die Herren Fiala , P u v h «'-, Bohuflav und Ili « i«, unter den Damen die Fräulein Hadrbolef Vohnslav Foerster beging gestern seinen fünfzigsten Geburtstag. Seit dem Erlöschen des Dreigestirnes Smctana, Dvorak und Fibich steht Focr» ster unter den böhmischen Tondichtern oer jüngeren Generalion obenan. Sein bisheriges Lebenswerl be» deutet insofern einen wirklichen Fortschritt für die böh» mische Mnsitliteratur, als er — im Gegensatze zu den genannten Vorgängern — ein philosophisch.konlempla» tives, mystifch-religiöses Element in die böhmische Musil einführt nnd in seinem Schaffen eine harmonische Lösung des Konfliktes zwischen Tradition und modernem Fort» schritt in der Musik findet. Seine regen Beziehungen sowohl mit dem böhmischen als auch mit dem deutschen Geistesleben bringen es mit sich, daß er nicht bloß nationalböhmischen, sondern gern auch oenlschen Motiven seine künstlerischen Anregungen verdankt. Eine charal» teristische Vorliebe drängte ihn zur melodramatischen Bearbeitung zahlreicher Dichtungen von Jaroslav Nrch-licll), von Svatuplut Och, Julius Zeyer, Otalar Nrc-zina und I. V. Slädel. Die Orchestersuiten »AuK Shakespeare" und „Cyrano dc Nergcrac" und seine erste Oper „Deborah", seine dritte Oper „Icssila" entneh. men ihren Vurwurf der Weltliteratur. Trohde« ist Laibacher Zeitung Nr. 299.___________________________________2739 31. Dezember 1909. Foerster lein Merwclls.ENcktikcr, sondern bewährt sich in seinen drei Opern lseme zweite Oper „Eva" hat eine tragische Episode ans dem slowakischen Voltsleben zum Gegenstände), vier Sinfonien und den dem Gebiete der Programmusil angehörenden Werlen als ein selb» ständiger, beseelter, hochkultivierter Geist. In seinen Churlmnpositionen drückt sich die nationale Eigenart am stärksten ans. — Fuerster ist ein Neffe des in Lai-bach lebenden Domdirigentcn i. N. Anton ^oerslcr. — s „ I 5 v « « t, H u U u 5 (! H « k o j? n ll r n ^ l, v ll x u l< i-u il i'«K <>.") Inbalt des 5>. und 6. Heftes: Abhandlungen: Dlc St. Iuhanneslirchc am Wocheiner See:'i.) Dr. Josef Gruden: Geschichtliche Daten. 2.) Josef Dostal: Veschreibnng der Kirche. — Dr. Josef Gruden: Peter Paul Nergerius und seine Beziehungen zn den slovenischen Ländern. — P. von Nadics: ^orlsetznng der „Epitome" von Dulniinr. — I. Vrhovnil: Zum Kapitel: Die Franzosen im Orni Graben. — Viktor Stesla: Der Kirchenkalen-der der Üaibachrr Diözese. — Ivan Vrhovnil: Aus dem Tagebuche des Blasius Vlaznik. ^Schluß.) — Skiz. zcn über Ortsnamen: L. Pintar: Cirjc. (^etex oder Oreteö. I. Koütiül: Podrc«a -^ Patriarscsdorff. — Literatur: I. G.: P. von Radics: Johann Weikhard Freiherr von Valvasor. — I. G.: Fr. Ser. Pokurn: ^^ni«lv ^ri Xrnn^u. — I. G.: Dr. Auguslin Steqcn^ek: XonMKlv : VIaznit und die Gajica. — Dr. Fr. I I e ^ i <">: Die Vischüse in den von den Slovene» bewohnten Ge-bieten i. I. 1648. — Dr. Fr. Ile5i5: Vergerus und die Vöhmisch-mährischen Brüder Wilknberg. — Dr. Guido Saiovic: Noch einiges über den Albinismns. __ Verel nsm i t le i l u n'gen: Neue Mitglieder seit 1. April l. I. Zwei neue Abonnenten der „!?.-v««t^u". Verzeichnis der Mitglieder des Mnsealvereincs für Kram im Jahre 1909. '— Sechs Tafeln._______ Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrejpondenz-Bureaus. Neue Gchcimriitc. Wien, 30. Dezember. Seine Majestät der Kaiser hat den Ministern Dr. Schreiner, Dr. Weiß» lirchner, Ritt, Dr. Ritter v. Huchen burger und Dr. Ritter von Du leb a die Gehcimratswürdc verliehen. Das Ncujahrs-Avlmccmcut. Wien, !l0. Dezember. Das ^andwehrverordnungs-blatt meldet: Seine Majestät der Kaiser hat mit I. Jänner 1910 zu lleutnanten im nichtaktiven Stande bei den Landwchr.Fusitruppen 285 Fähnriche und bei der Landwehr.Kavallerie 12 Fähnriche ernannt. Ungarn. Nxdapest, 30. Dezember. Aus Wien wird gemeldet: Lnlacs erschien heute um 10 Uhr vormittags in der Hos» bürg und wlirde von Seiner Majestät dem Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Insth verließ um 11 Uhr das Hotel Sacher und stattete dem Scktionschef von DaruvaN) einen Besuch ab. lulacs erschien nach seiner eineinviertelstündigen Audienz in der Kabinetts-kanzle», wo er mit dem dort wartenden Iusth zusam» mcntraf. Dann begab sich Lntacs in das Hotel Sacher, wo er die Vertreter der Presse empfing und auf ver-schiedene Anfragen folgendes zur Antwort gab: „Ich kann noch gar nichts sagen, da jetzt Herr v. Iusth bei Seiner Majestät in Audienz ist. Heute habe ich Seiner Majestät nur Vericht erstattet und nach der Audienz des Herrn v. Insth werden wir erfahren, was gc-schehcn ist." — Bezüglich seiner Abreise befragt, sagte llulacs, er könne auch hierüber nichts Bestimmtes an-geben. Vorderhand werde er die Disposition des Mon» archen abwarten, da es wahrscheinlich sei, daß er nach der Audienz Iusths abermals in Audienz erscheinen werde. Budapest, 30. Dezember. Man meldet aus Wien: Die Audienz Iusths dauerte eine halbe Stunde. Nach der Audienz begab sich Insth ins „Hotel Sachcr", wo er mit Lulacs eine kurze Unterredung hatte. Gegenüber den Vertretern der Presse äußerte Iusth: „Nachdem aruhe sachliche Schwierigkeilen ausgetaucht siud, wurden die weiteren Verhandlungen abgebrochen." — Iusth reist um halb 3 Uhr, Lulacs um 5 Uhr nachmittags nach Budapest zurück. V«dapcst, 30. Dezember. Das Ungarische Telc. araphen'itorrespondenzbureau meldet aus Wien: Seine Majestät der Kaiser empfing um halb 4 Uhr nach. mittags den designierten Ministerpräsidenten v. Lulacs abermals in Audienz. Nach derselben erklärte Herr v. Lulacs den Vertretern der Presse gegenüber: Meine Lage ist nicht verändert. Ich war beanstragt, mit den Parteien zu verhandeln. Mit einer Partei habe ich verhandelt, jeht werde ich mit den anderen Parteien in Berührung treten. — Lulacs reist um 5 Uhr 50 Min. nach Budapest zurück. Ein Vombenattcntat in Indien. Lahore, 30. Dezember. Gegen den stellvertretenden Megierunqslommissär wurde eüi Nombenatlenlat vcr-sucht. Sem Diener fand an der Hoftür ein an seinen Herrn adressiertes Paket. Als er dasselbe öffnete, explo-dierte eine darin enthaltene Bombe. Dem Diener wurde die Hand zersplittert.___________________________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Schwächliche Kinder. .Kinder, welche in der Entwicklung zurück sind und welche iu der Schule angestrengt zu arbeiten haben, und speziell in den Entwicklnngsjahren, müssen ein Kräftigungsmittel zur Unterstützung der Ernährung und zur Kräftigung des Körpers gebrauchen, und wird Ferrumangani n von berühmten Kinderärzten warm empfohlen, wodurch das Blut bereichert wird und der Körper gekräftigt, und somit widerstandsfähiger wird. Preis der großen Flasche 3 X 50 >,, in Apotheken zu haben. Man achte genau aus das Wort „F e r r o -manganin". ' M16j Ferromailganin Co., Wien, I., Annagasse ll. Verstorbene. Am 30. Dezember. Maria Po»ocnil, Arbeitersgattin. 67 I,, Polanastrahe 23. - Johanna Dwbes, Arbeiterstochter, 4 Mon., Schichstättgasse Ib. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 3 ^-3 ^ 5 5H W B Wind «"sich. Z3Z z "Z W^ ^ be« Himmel« 2^ ^ 2U. N. 73 l 5 7 0 NW. stark teilw. bew. " 9 U. Ab. 735-2 4-3 NW. s. stnrl teilw. heiter 31 > 7 U. F I7A8-6, 0-7 O. schwach heiter j 0 0 T>as Tassesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 4 1° Normale -2 6«. Seismische Berichte und Beobachtungen drr iinibacher Erdbebenwarte (Ort: Ocbällde der l. l. Slants Obrrrralschule.) Lage: Nürdl. Ärcite 46« 03'; Osll. Länge von OrrlNwisl! 1-l" 31'. Bebenbcrlchte: Am 23, Dezember a/gen 15 Uhr^ Aufzeichnung in Rocca di Papa; gea.cn 16 Uhr 45 Minuten ein Stoß in Caldarola. — Am 24. Dezember gegen 1 Uhr 1k» Minutm Aufzeichnung in Padua; gegen Itt Uhr 45 Mi» nuten ein Stoß in Valtellina. — Am 2»i. Dezember gegen 18 Uhr Stoß IV. Grades in Messina. — Am -efter?^eter grcttag, ben 3 L Member 11)09 = <örofecL ===== [Dililar Konzert auögcfüfjrt fcon bcr Sltcgiment^ ^apcöc ftönig bcr 23elgier 27. Um jntjlreic^en Söcfittf) ersucht f)öflid)[t |arl fttü gdjnttbt p. :: Restaurateur :: - Iur Ieit des FrühlingHansanaH ist eine Mahnung zur Vorficht ganz besonders am Platze. Erkältungen holt man sich nie leichter, als jeht, und mancher hat schon bereut, daß er so einen leichtm lt 'tarrh nicht doch ernsthafter behundelt hat. Es mag hier betont sein, daß die als ausgezeichnet bekannten Fays echte Sodener Mineral« Pastillen gerade jetzt ein schätzbares Mittel gegen Vrlältungen darstellen. Wer zu Erkältungen neigt, sollte jetzt die Pastillen immer zur .Hand haben, Oine geregelte Verdauung ist die Grundlage lörper» lichen Wohlbefindens, „Herbabnytz Varjaparilla Sirup" ist ein ebenso vorzügliches, wie ganz unschädliches Abfuhr» mittel. Auch bei fortgesetztem Oebiauchc tritt leine Angewöhnung ein, so bah der Sirup strts eine prompte milde Wiilung ausübt. Das Präparat wird über A0 Jahre von den Ärzten mit Vorliebe verordnet, dort, wo auf eine regelmäßige Bei« dauung Bedacht genommen werden muß. «Herbabnys Sarja» parilla»Sirup» wird nur in Dr. Hellmanns Apothele «zur Barmherzigkeit», Wien Vl!.. Kaiserftraße 73 bis 7b. erzeugt, ist jedoch in allen grüneren Apotheken vorrätig. (40 I b) Eine schöne vierzimmrige Wohnung ist sogleich oder /um Februartermin zu vergeben. (44 4) 3 2 Anfrage bei der Administration dieser Zeitung. I Magen-Essenz verfertigt in Augsburg von J. G. Kiesow. Ein vorzügl bewährtes, Appetit anregendes und die Verdauung beförderndes Mittel. Ohne Rezept d alle Apotheken in Flaschen zu K 1-20 und K 2*40 erhältlich. J55L aSüEÄE;Kiesow! Depots : Laibach : Apoth. z. gold. Hirschen, Apoth. z. gold. Adler; (Jilli: Apoth z. Maria (44281 12—S Hilf; Marburg: Maria-Hilf-A pot h. ^/rf'mM/4k>W%) *X',*%iPei<1fi; als natürliches ^ Wi 11 ^#|W^! ersten Ranges und als ^ ÄÄ^PJ HeilwasseP gegen die Leiden d«r ',« ^^Alhmungsorganedts Magens und der Blase b^Uns mpfchUj ^ Hauptdepot in Lalbaoh: Miohae Kastner. Kranz Schitnil, l. l. Vezirlshanptmann, gibt, vom ti> fsten Schmerze erfüllt, im eigenen, sowie im Namen seiner Geschwister, seiner Gattin und aller Anverwandten Nachricht von dem Ableben seiner unvergeßlich, n teueistrn Mutter, beziehungs« weise Schwiegermutter, (Vroßmulter, Schwester und Schwägerin, der wohlgeborenen Frau Mm Ml,.»«eil k. k. Steuereinnehmers Witwe welche heute um '/4 4 Uhr früh nach langem schmerzvollen Leiden, versehen mit den heil, Sterbe< satramentl'n im N7. Lebensjahre ,im Sanatorium zu Oraz sanft verschieden ist. Die tnne Heimgegangene wirb Freitag den 31. d. M, um 3 Uhr nachmittags in der Leichen, halle vor dem Paulustl»re, wosel> st d,e Aufbahrung erfolgt, fexrlich eiogesignet und nach dem St, Peters» friedhofe zur letzten Ruhe überführt. Die heil, Seelenmessen weiden in mehreren Kirchen gelesen werden. Giaz.Laibach, am 30. Dezember l9l)8 «tatt jeder besonderen «nzeige. Laibacher Zeitung Nr. 299. 2740 31. Dezember 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslüatte) vom 39. Dezember l909. Die notierten Kurse verstehen stch >n Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher «lltien und der „diversen Lose" versteh» Nch per Ltüll. Geld War» «Ugemeine Staats» schuld. «inheitliche Rente: »«/, lonver. steuerfrei, Kronen (Vai-Nov.) per Ku,se . , 84 95 »5 '5 detto (Iann.-Juli) v«r Kasse 84 9s, 85 15 » >«/, ö. W. Noten (Febr. «lu«. perKass......98- «22< « 2°/, S, W. Silber («pril 0!t.> per Kasse......«05 98 2s 1860er Staatslose 500 st. 4°/„:?» 5< ,75 «>' !8««tr ., l<»0 fl. 4°/^ 254 - z>58 - lS«4« .. ,00 st. . . 3?8 ^3» !8«4«r „ 50 fl. , ,»« .«4 Dom.Mandbr. ^ 120 fl. 5°/„ ,»8 9^ .i9> 5 «taatsschuld d. i. «eichs- rate vertretenen König. reiche und Länder. österr.Goldrente steuerfr., Gold per Kasse .... <«/„ »17 4^ >17 e> österr. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4"/« 95 95 2' detto per Ultimo . . . 4"/^ 85 - 85 ?v Öft, Investition« .Rente, stfr.,. Kr. per Kasse . , 3'/,°/^ 85 50 »5 75 Gll»nb»!,n.zta»t,schnlz. «lschttid»»«». «llsaoeth-Bal,n i. «.. sleuerfr.. zu »'»,»"» fl.....4°/„ —-- Franz Ioseph-Bahn in Silber (dlv. St,) . , . . 5>/<°,<, «18 50 >2.15< Vallz. Kar! Ludwig-Bahn (div. Otücte> Kronen . . .4«/, 85 10 ><« 10 «ludolf-Bahn in Kronenwähr. steuerfr. ldiv. St.) . . 4"/° 85 3« 86 3n Vorarlberger Bahn, stfr,, 400 und «00« »ronen . . 4°/„ 8K «0 8« 0b )» tt«»t»sch»l»»«!ch«lbnngen »b,«ft»»^»ll» Glsn,»»hn.Alllil» «lUabeth.«, 2»<1inz Vudwei« 2«) N ö. W. S. Ü>//Vn . . . , 427 5> 42« detto Salzbirg-Tirol 20« fl ». W. S. 5"/n , . 421 - 422 50 ^lem«tal°Vahn 2<»<> u. 2000 Kr. 4»/,. . l»1 i"2 «eld War' ?»» >l»»tt zur Mahlung ü»n» ,o««nu GllhN'Prl»ltt»t» Gbligatiunen. Äöhm. Westbahn, ,«75 ferdinands-Norbbahn Vm. l8«6 87 8»-- detto optlo 400 u. 5 Kr. »'/,"/„ «7 - «« » Oorarlberger Vahn Lm. 1884 ,dlv, Ot.) Tilb. 4"/„ . . »z,z «ß-ib Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. p,„ ung. Gülbrente per Nasse . 118 7k ii5 9e> ^"/„ betto per Ultimo «13 ?e>nz l,5 ^"/<, ungar. Rente in Kronen- währ. stsr. per Kasse . 92 ^' „2 75 l"/„ belto per Ultimo 8'^ s 5 »»2 7l> ,i'/,°/n detto per Kasse »«s>k Xü ?e> lngar, Vrämien.Nnl. K 10. 2l« - <>«4 — detto k 50 fl 2>7 - s K« 4"/n ungar. Vrunbentl.-Oblig. 83^5 »4 ll?> »"/«lroat. u. slav, Vrdentl.^Obl, 84-- »ü Andere öffentliche Nnlehen. uosn, Landes«»!, (biv.) 4°/« 82 «b 83 65 "!o«n,-heice^ "lsenb. -Lande«- Anlehen ^w.> 4>/,°/n . . »i» i>< lau b"/,, Tonau Reg. Anleihe »878 i02> !8ie»er sjeilchrs-Anl. . 4°/„ 85, 75 »6"?5 drtto l»00 4"/, »5 «< «6 «s> Nnlehen der Stadt Wien . . lco-ba lu, l>,) l8'4 <2l» 65 21 6' dett» (»894/.....8» >b '48S8 , Uk «, ^ü ß, detto l 8l>-75 PL?, detto sIno,N.)v,I.l90« »« «n 8? 6N Äörscbau-Nnlehen verlosb. 4»/„ 8S 2s »7 2.', «ussische Etaatsanl. v. I. 190« s. 100 Kr, p. K, . ü°/„ -detto per Ultimo . . 5«/„ ino 8" 101 3« t?b »red. Inst.,üsterr., f.Verl.-Unt, u. osfentl. Arb. Kat. ä,. 4«/,, 94 10 9K'I0 ^andesb, b. Kün. Galizien und Lodom. 57 >/, I. ruclz. 4«/<> 94- 9b'-^ Mähr. Hypothelenb. verl, 4»/^ 9«'5n 97' ^.-öNcrr, Landes-Hyp.-Unst.40/» 8S'?f> 87'7f> detto inll. 2"/c,Pr. verl, 3'/2"/° 87 7» v«'?b detto K.-Schuldich, verl. »>/»"/° 8?bo 8«-bO delto veil......4"/» 9S'oc> 97'f>c> Osterr.-unaar. Ban! 50 Jahre vcrl, 4"/„ «. W.....98-?« 9S-?<> detto 4"/, Kr......98'b« 9» bl> Zparl., Erste öst.,«0I. Verl. 4°/« H9-- ,»«) - Eifenbalin-Prioritäts' Obligationen. Osterr. «ordweslb. 200 fl. S. . «03 70 i04'?<> -taat«l>ahn ?>«o ssr..... zns>' -.»- Südbahn k 3"/„ Jänner-Juli 50« ssr. (per St.) . . . 276-65. 278 65 sübbahn il 5"/^ ,«00 «90 «<> detto Lm. 188U 2747k 2X0 75 ,,"/„ D°nllu-Neaul,-Lole 10« fl 25?- 283- Herb. Präm. Änl.p »OO Fr. »«/„ »no 90 10S 9, zln»elM»ltch« Los«. Bubap.-Basilila (Dombau) 5 sl, L3 9l> 27 9l> kreditlose »00 fl..... 537' 54/- 6Iary>Lose 4» fl. KM, . . . üin-— 220- Oteuer Lose 4<» sl......—>- ---- balfft»-Lu!e 4« sl. KM. . , . 23»- - -«utcn Kreuz, öst. Ges. t>. 10 fl. «»'50 S? 50 «oten K^euz, una. Ges. v. b sl. 3«— '^ «udulf-Lose lv sl......70'- ?s- Zalm-Luse 40 fl. KM . . . L74- 2l<4 lürl. 227»«5 «eld Ware Wiener Koi'w.-Lose v. I, »874 038 — 54«-> »ew.-Vcl,. b. L«/o Präm.-Schuld d. Bode»! .Nnft. Vnterue!>«nngln. «ussia-Ievliyer Eisenb. 500 fl. 22>0'— 222» — Böhmische «ordbahi, 150 fl. , --— — «uschtichraderVisb üvoflKM 2«3b 2640' detto (lit. U) 200 sl. per Ult. 970'.- Sft« -Donou - Tampsschiffahrl« - Ges., 1.. l. l, vriu.. 500 sl, KM 1037 - 1043 Dux-Nodenbacher E.N. 400 Kr. s>85-— b«9 ^erbiullnbs-iiiordb. 1000 sl, KM. 5450-- 5500 -Nalchau - Oderlirrgcr lilsenbahii 200 sl. S....... 359 b0 3«» 50 «emb.. «lzern,- Iassh-Vismbahn- Gesellschaft, 20« s>. S, , , 558- b««-- loyb, äst., Trieft, 500 fl., KM. 55«'— bo. fl. E....... 406'- 408'- Hr. Lolalb-llltien-Ves. »00fl. 282— L»o>- «anke«. «n«lo. österr. Banl, 120 fl. . 3t4— »l»'- -Uantvercin, Wiener per Kasse — — —' - betto per Ultimo 54? «5 548 25 !Uodenlr,-Anst. öst., »00 Kr. , 114«- . i lb» ^entr.-Vod.-Kredbl. üsl,, 200 sl. 5?»- 574 »redilanstal! für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse «7? ün 673'5l» detto per Ultimo 874 > Deposttenbanl, allg,, ü0« fl. , 4««-. 4'»» ^«lomptc - Gesellschast, nieder- österr. 400 Kr..... «47— «48 50 Hi,» u. Kassenverein, Wiener, 20<1 fl........ 485' 46? - Hypotheleubanl, öst. 200Kr. 5"/„ 320'- »24'-Länberbanl. üsterr.. 20« sl., per Kasse....... -- ->- bettu per Ultimo 504 4n 5«»« 40 .Merlur", Wechselstub..«ltien- Etselllchaft, 2<>« fl. . . . «39' «42 — ONerr,-unaar. Bant 140» — «li — zuinfiril-zlutemel»««,,«,. Baugesellsch., alia, öst., 100 sl. 20h'— »lt — lUrüzerKohlenbergb-Ges, »oosl. ?>»-ba ltleltr.-Wesellsch., intern. 200 sl. -- »l»s-^ ltlellr.-Gcsellsch., Wr. in Liqu 249 50 25»-— Hirtenbeiger Patr,-, Nündh. u Met.-ssabril 4<>u Kr. . , >l.«0 »»28 — ^iesinger Brauerei ino sl, . . 2«? — «»«>.- Montan-Wes,, «st. alpine 1l>0 fl. 749 — 750'— ,,P°ld<.Hütte". licgclgußstahl- ss.-«l.-O. 200sl..... 5,»'. o«2 — bragcrEisen-Inbustrle-Gelellsch. «— detto per Ultimo . , , 3?t — 37z — Waffenf. Ges. üsterr., ,00 fl. «9, «97 — Wr. Baugesellschaft, 100 sl. . . 175« I',?»— Mencrbrrge Ziegels,-«lt.-«es. ?,« .. ?84-- Devise». gurz« Hlchlen nnd Scheck». Amsterdam....... 19885 ,99 05 Deutsche Äanlplähe .... 1»? 77 ,17 8? Italienische BanlplHhe . . . 95 0?' 95 25' London........ 240 ^5 ü4N «0 Mri«......... 9555» «5?a» Zt. Petersburg...... 254 l < 254 8? 8. Verzlnnunfl van Bareinlagen Im Konto-Korrent und aut Giro-Koit«. I