MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ftlclicft aaltr Satostioft die SdutfItcHiinK onr ant FermnrNr^is'ß'l'trrel^ar^^VeMu^c w«rd« ^(1« w«m n*Jft«r) üocAtiidi KM l.io einscfilteBM«* Bti (IntlldiaB Anfracra lit dtt RQckporlo beitalcm. .Poiti>ctieckkonio; Wien Mr. S4 Mt *5i v *"•'"?Aöholen In dfr OescJUItJstelle .■ Clllt. M.rtWau Nr. ». Mmrat Hr. T. and r,.a,. aa.art.ro... Nr «. _^rj88/289j^4, Jahrgang Marbcrg-Dran, Samstag/Sonntag, 14,/ll Oktober 1944 Einzelpreis 10 Rpf Härteste deutsche Abwehr Grosse Luftschlacht Im Kampf um Aachen — Neue Feindtaktik In Italien — Sowjet Verluste eines Tages; 200 Panzer rd Berlin, 13. Oktob« Das Kampf geschehen an allen Fronten hat aifh Im Verlauf des Donnerstags wieder verschärft, Hierbed ist jedoch die zunehmeinde Verhärtung der dieutschen Abweihr das hervorragende Merkmal, überall versucht der Feind durch Zu-führimg neuei Reserven oder durch eine veränderte Taktik unsere Abwehirfront tu er»r#iüttiem, erreicht jedoch keinen nennenswerten Erfolg. SeLne Verluste steiigen ui einem Maß« an, daß selb«t diie fecndlich« Agubatton sich pesi&imistisch 2ru den Aussichten äußert, d.ie große Herbfitschlachl erfolgreich beenden zu können. Die Härte der Kämpfe verlangt jedoch von der gesamten deutschen Verteidigung äußeiste Anspannung aller Kräfte und das Bestehen von Belastungsproben, wie sie un« während d'OS ganzen Krieges bisher noch nicht zugemulel worden sind. An der WG«tfront macht sich die deutsche Kraftverstärkunq nunmehr auch in einem vermehrten deutschen Jäqerein-Äatz bemerkbar, der zu einer großen Luftschlacht im Kampf um Aachen führte. Die Fescelunq de« Feindes in der Luft ist wesentlich, da er behindert wird, In die Erdkämpfe einzugreifen. In der Tat haben die Erdkämpfe des Donnerstags die deutschen TVuppen im Vorteil gesehen. Am Ostrand dei Stadt brachen feindliche Angriffe blutiq zusammen, und im Norden der Stadt gewinnen eigene Großannriffe an Boden. Trotz aller Bemühungen, Aachen abzuschneiden, bewegen sich die Kämpfe also immer noch auf den bisherigen Kampffeldern, obwohl die feindlicheI Artillerie sich bemüht, Aachen und die kleineren Ortschaften dea Kampfgebiete« trommelfeuerartig einzudecken. Auch an der südlichen Westfront, vornehmlich vor den Westvocieson, waren die mit sfftrksten Einsätzen vorgetragenen Angriffe des Feindes kaum erfolgreich. In Italien hat der Feind unter dem Eindruck seiner überaus schweren Verluste sich dazu entschlosaen, eine neue Angriffstaktik anzuwenden. Während er j früher In Richtung auf die Straße Flo-'renz—Bologna '>der an der Adria vorzu-' stoßen versuchte, verzichtet er letzt auf : eine derartige Schwerpunktbildung uno i greift an zehn Stellen gleichzeitia an, I um unsere Front zu zermürben. Trotzdem I kann der Wehrmachthericht wiederum I einen deutschen Abwehrerfolg melden. I An der Balkanfront verkiufen die 1 Kämpfe unterschiedlich. Während lo-j wjetisch© Verbände südlich Belgrad im . Vordringen sind, wiesen deutech-unga-I rische Gegenangriffe am Weetufex der oberen Theiß den Feind zurück. Zwischen Debrecen und Großwardein hat sich die Heftiokeit der Panzerschlacht noch gesteigert, und der Vernichtung von 70 feindlichen Panzern in diesem Kampfgebiet let die Zerschlagung der feindlichen Angriff sspit/Mi mit einer Fülle von Material und erheblichem Truppenmafisen hinzuzurechnen. Auch In den Ostbeskiden hat der Feind seinen Angriff wieder aufgenommen, jedoch ohne Erfolg. Im Norden der Ostfront wurden bei Memel 44 und bei Riga 70 Feindpanzer vernichtet, «odaß der Ge-eamtverlust des Feindin an Pansera Allein am Doivnerstag die Zahl von 200 Panzern weit übersteigen dfirfte. Daß die Sowjets nun euch deutsche Lazarettschiffe angreifen, ist bei der unsoldatischen Kampfesweise diese» Gegners nicht zu vcrwundeni, und wird dazu führen, daß man deutscherseits Schutzmaßnahmen ergreift. rreiheN dem VolLel Von Dr, Helmuth Caratanjen Der Probefall Aachen »Kampf auf deutschem Boden anders als in Frankreich* dnb Stockholm, 13. Oktober Der immer hartnäckiger werdende deutsche Widerstand an der Westfront setzt die USA-Korrespondenten im Hauptquartier Eisenbowers immer erneut in Erstaunen. Vor allem die fanatische Verteidigung Aachens müsse, so hnißt es I in ihren Berichten, als eine Art Probefall betrachtet werden. Er zeige, was den englisch-amerikanischen Truppen bevorstehe, falls sie weiter in deutsches Gebiet vorzudringen versuchen. In einem englischen Bericht wird beispielsweise erklärt, die Verteidigung Aachens habe die Warnungen gewisser militärischer Sachverständiger ,,vor dem gefährlichen Optimismus" der Öffentlichkeit vollauf bGstätigt. Der Kampf auf deutschem Boden sei etwas ganz anderes als der Kampf in Frankreich und Belgien. In einem Bericht der englischen Agentur ,,Exchange Telegraph" über die Kämpfe ^bei Aachen heißt es, die Deutschen kämpften wie die Teufel um jeden Fußbreit Boden. Jeder einigermaßen benutzbare Fleck sei mit Maschinengewehren gespickt und die leisesten Bewegun- gen der Alliierten wurden mit Geschütz-feuer beantwortet. Junge deutsche Soldaten griffen ,,mit fanatischem Mut" in kleinen Gruppen ganze alliierte Kompanien an. General Eisenhower erklärte vor Pres-Kevertretern, daß die 1. britische Luftlandedivision bei Nimwpgen von 7500 auf 2000 Mann zusammengeschmolzen sei. Er begründete diese Verluste mit dem energischen deutschen Vorgehen gegen die gelandeten Truppen. Der Kampf sei noch lange nicht beendet, und auf den Schlachtfeldern und in der Heimat müßten noch neue große Anstrengungen gemacht werden. Diese Erklärungen und die vom Kriegsminister Grigg im Unterhaus angekündigte Urlaubssperre selbst für britische Soldaten, die schon 3% Jahre im Felde stehen, hat nach „Ajltonbladet" zu einer niedergeschlagenen Stimmung Londons beigetragen. Der englischen Öffentlichkeit sei jetzt klar geworden, daß der Versuch Montgomerys, den Westwcill in Holland zu überflügeln, mißglückt sei und die anglo-amorikanischen Plane neu geprüft werden mühten. WallendoHf ein Fanal Deutschlands Antwort an Eisenhower Die Einäscherung des deuuchen Grenzdorfes Wallendorl durch die amerikanischen Truppen hat zui Genüqe bewiesen, daß die Vernichtungspläne des Juden Mergenthau keine blasse Theorie sind. Eisenhower betrachtet sich als den Vollstrecker der Haß- und Vernichtungspläne. Mit jedem anderen deutschen Oit würde er genau so verfahren. Das zeigt sich auch in einer Ansprache vor englischen und amerikanischen Krieqskorre« pondenten, in der Eisenhower noch eln-mat mit brutaler Deutlichkeit kundqetnn hat, daß es für ihn keine Schonung Deutschlands und des deutschen Volkes gibt. »Mit den Deutschen gibt es keine Verbrüderung! wir marschieren in da« Feindesland Eroberer«, so erklärte er wörtlich. Er hat seine Truppen angewiesen, deutsches Land dort, wo sie es betreten, in eine Wüste zu verwandeln. Auch der USA-Kriegsmin'ster Stimsnn betonte auf einer Pressekonferenz in Wdshinqton ausdrücklich, keine deutsche Stadt könne Schonunq vor der völ-Hnen Zerstörung erwarten Es bedurfte diese« Hinweises von Stimson nach don Erfahrunqen von Wallendorf nicht mehr. Wenn es überhaupt noch möglifh wäre, den deutschen Widerstandswillen gegen den satanischen Vernichtunqswil-len des Feinde« zu steigern, so wären die Worte Eisenbowers und Stimsons dazu angetan. Das deutsche Volk weiß längst, daH es in diesnn Kampf keine Gnade und keine Ritterlichkei» gibt. Bedingungslose Einsatzbereitschaft von Front und Heimat werden den Vernichfungf-willen des Feindes brechen Deutschland wird diesen 'Knmpt auf Leben und Tod durchfechten bis r.um sleqrelchen Ende. Dafür Ist das Grenzdorf Wallendorf ims ein Fanal. Banden vor Belgrad zerschlagen dnb Berlin, 13. Oktober Von Panzern unterstützte ostmärki-sche Jäger griffen nordwestlich Belg-ad ein von Banden besetztes Dorf an der Donau an. In den zur Verteidigung her-gerichteten Häusern, von Dächern und aus Baumkronen leisteten die Banditen verzweifelten Widerstand. Die Jäger vertrieben jedoch die Kommunisten au« Ihren Schlupfwinkeln und gewannen daft zum Teil brennende Dorf Haus um Haus nirück. Die zerschlagenen Bandeng up-pen flüchteten daraufhin in die näch'ste Ortsch/cift. Aber auch dort wurden sie in zweielnhalbstündiqom Nahkf»mp| von den Jägern geworfen, nur Reste d"r Banden konnten im Schutze der Dunkelheit entkommen. Die Weltliga der Verderber Roosevelts Bündnis mit dem Kommunismus — Bulgarien muß weiter warten — Karelische Sowjetrepublik O Berlin, 13. Okiober Die führertde Tageszeitung der nordamerikanischen Pazifikküste, der »San Francisco Examiner« erhebt gegen Roo-sevelt die Anklage nicht nur der Ober-kommandierende der amerikanischen Armee und Marine, sondern gleichzeitig auch der Chef der Kommunisten in den USA zu sein. Begründet wird dieser Vorwurf durch die engen Beziehungen Roosevelts zu Hillman, dem Ledter des Aktionsausschusses dei Cio-Gewerkfichaft. Hillman, der hinter den Kulissen den amerikanischen Kommunismus dirigiert, ist als Sohn eines Rabbiner« in Litauen geboren. Die Juden sind das ^aiaende Band zwischeff' Roosevelt und !^lin. wie sich auch bei den Verhandlungen um die künftige Weltliga erwiesen hat. Diese Liga-Pläne haoen unter den kleineren Alliierten Beunruhigungen ausgelöst, besonders In Australien und Kanada. Auch Brasilien gibt seinen Protest darüber zu erkennen. Die kanadische Presse meint, in Dumbarton Oaks habe sich besonders die Sowjetunion dafür eingesetzt, daß der in Aussicht qenommene »Sicherheitsrat« praktisch auf die »Großen« beschränkt werde. Es wird sich deshalb zeigen, daß die ^mittleren oder kleineren Partner« an alliierter Seite nur papierne Proteste erheben dürfen Das ist das politische Programm des Weißen Hauses wie de« Kremls. Bulgarien etwa muß zunächst einmal »Vorbedingungen« erfüllen, ehe es auf einen Waffenstillstand rechnen kann. Nachdem die Regierung Georgieff seit mehr als vier Wochen auf eine Antwort auf das Waffenstillstandsgesuch gewartet haf, wird Jetzt die Zustimmung noch von der Erfüllunq bestimmter Klauseln abhänglq qemacht. Bis zum eifientlichen Waffenstillstand mag PS noch weit sein, und wie er schl'eß-lich aussieht, weiß man aus den Beispielen Rumänien und Finnland. Ein Waffenstillstand mit Moskau bringt nicht d^n Frieden, sondern den Untergang. So berichtet die schwedische Presse über eine zunehmende Spanntmg in den Reihen der finnischen Sozialisten und eine steigende Hetze gegen einen ihrer namhaftesten Vertreter Tanner. Auch hier macht sich die unterirdische Wühlarbelt Moskaus mit dem Ziel immer stärker geltend, Finnland für den Bolschewismus reif zu machen. Wie ,,Fnl-kets Dagbladet" schreibt, hat die sowje-lische KontrollkommisBion lefliglirh aus taktischen Gründen äußerlich zunächst eine gewisse Zurückhaltung gegenüber den finnischen marxistischen Organisationen beobachtet, ura einen schlechten Eindruck bei den Marxisten anderer Länder zu vermeiden. Jetzt sei der finnische Bolschewist Kuusinen nach Viborg gekommen, um dort den Aufbau einer „karelischen Sowjetrepublik" zu organisieren. Dies sei der erste Schritt auf dem Wege zu einer Sowjetrepublik Finnland. Man befürchtet In Helsinki, daß Kuusinen auch eine bolschewistische Garde in Viborg organisieren werde. In Rumänien aber macht sich der Verräterkönig Michael zum Henkersknecht für die Sowjets, Er hat zwei Verfügungen unterzeichnet. In denen die Verfolgung aller nationalgesinnten Rumänen, ihre Freiheitsberaubunq und Einkerkerung sowie die Bestrafung der früheren Regierungsmitglieder ausdrücklich ge-biliigt wird. Diese Entwicklung geschieht mit ausdrücklicher Billigung Englands und der USA. Das bestätigt rler frühere amerikanische Botschafter in Paris Bullltt, einer der Haupfkriegshetzer, in seinem Bericht aus Rom in dem er erklärt, man halte es in Rom für einen verhängnisvollen Fehler der amerikanischen Regierung, daß sie nicht darauf verzichtet habe, Ihre Hilfe bei der Ausdehnung der Herrschaft der Sowjetunion auf die unabhängigen Staaten Europas zu gewähren. Man sei überzeugt, daß die Sowjets nicht nur Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Bulgarien und Rumänien beanspruchen werden, sondern auch Ungarn und die Slowakei. Benesch verhandelt mit Karoly dnb Stockholm, 13, Oktober Einer Meldung des englischen Nachrichtendienstes zufolge verhandelte der tschechische Emigrant Beneach mit dem ungarischen Emigranten Graf Michael Karoly, der 1919 einige Wochen ungarischer Ministerpriisid'ent war und dann das Land der kommunistischen Herrschaft Bela Khuns übergab. Er befand sich schon seit zwei Jahrzehnten in der Emigration, wo er zunächst von den Tschechen und später auch von den Sowjets finanziert wurde. Er galt in letzter Zeit als ein Vertrauensmflnn der So-wjetbolsrhaft. In deren Auftrag er wiederholt Aufrufe an die Ma^gyaren ver-öffentlichle, die Regierung zu stürzen, den Landbesitz zu nationalieierpti und militärisch den ZusammcnsrhluB mit dau Ualknnbanden durcluuführeii. Marburg, 13. Oktobet Die kommunlstUchen Baaditen «uchen nach «chönedi Worten, um dahinter ihre wahren Absichten zu verbergen. Sie wollen damit hannlose Mon«chon fangen, um ne danach für IhVe Zwecke zu mißbrauchen. B-esondeis von der Freiheit wird viel gesprochen. Die Banditen bezeichnen ihre Organis«ation als »Be-freiungsfront« und verkünden Immer wieder; »Fre'heit dem Volke!« Das klingt wirklich sehr schön. Wer möchte von uns nicht gerne frei sein. Ist Freiheit doch eine« der höchsten Güter auf dieser Erde. Aber was stellen wir uns denn eigentlich unter Freiheit vor? Die meisten, wenn sie heute von Freiheit reden, denken zunächst an den Frieden, den sie alle herbeisehnen. Sie möchten wieder in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen, sie möchten sich gerne wieder ihrer Familie, Ihrer Frau und Ihren Kinder widmen, sie möchten Ihre Kräfte dem Aufbau ihrer Wirtschaft zuwenden, ele möchten sich aber auch In Ihrer Frertzelt unbeschwert all der vielen Dinq« freuen, die das Besitztum unserer Gemeinschaft bilden und uns daher das Leben erßt so richtig lebenswert erscheinen lassen. Friedlicher Aufbau und ruhiges Schaffen, so wie wir es uns wünschen, ist aber ohne Fre heit unmöglich. Nur In der Freiheit erblühen die LSnder und Völker. Das war zu allen Zeiten so. Als vor Jahrhunderten von Osten her die Türken in Europa eindrangen, gelang es ihnen, weite Gebiete in unserer Nachbarschaft zu besetzen, Serbien und Bosnien mußten diirch Jahrhunderte die Knechtschaft unter den Türken ertragen. Weil sie unfrei waren, blieben die in diesen Ländern lebenden Völker in Ihrer Entwicklung zui-ück. Unsere Heimat aber stand zti gleicher Zeit unter dem Schutz des D^^utischen Reiches. Ihr blieb die Freiheit erhalten. Hier wurde die Aufbauarbeit nicht unterbrochen, sondern «de koT^nte planvoll for'ge^etzt werden. Die Höhe unserer kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung, auf die wir mit Recht stolz sind und die uns in so starkem Maße von den Verhältnissen am Balkan unterscheidet, verdanken wir vor allem unserer Freiheit, verdanken wir dem Reich Wo aber ist heute die Freiheit? Wir können uns von unserer Vergmqenhelt nicht lossagen. Was wir heute sind, sind wir durch unsere Geschichte geworden. Sie hat uns unlösbar mit »iriserer steirl-schen Heimat, mit dem deutschen Volk und dem Reich verbunden. Die in Jahrhunderten gewordene Einheit der Steiermark wurde gegen den Willen ihrer Bevölkerung zerrissen. Doch nur etwas über zwei Jahrzehnte dauerte die Fremd-j herrschaft. Im Jahre 1941 wurde unser i steirisches Unterland wiert' Heimfll durchstreifen und ebenfalU, behaupten, sie wollten dem Volke die Freiheit bringen? Wir wollen sie und ihre Meifers helfer nicht nach ihren Worten, sondern nach Ihren Taten beurteilen. Wie sieht die Freiheit ans, die sie bringen? Verbrannte Schulen und Gemeindeämter, ausgeplünderte Geschäfte und berauhte Privath.^user, Gequälte und Gemarterte und schließlich zum Teil in bestialischer Welse Ermordete! Bringt das dem Volke Freiheit, wenn ein Gemeindeamt verbrannt wird, das der Verteilung der Lebensmittel und der Ausgabe von Bezugscheinen und der Föiderung f'e-- Landwirtschaft diente? Bringt das dem Volke Freiheit, wenn WareJilager, die zur Ausgabe an die Bevölkerung bestimmt waren. ausgeraubt und von den BandUen zum eigenen Bedarf verwendet werden? Bringt das dem Volke Freiheit, wenn jeder, der ehrlich bestrebt Ist, an dem Aufl>«uwerk seiner Heimat mitzuwirken, ständig befürchten m.uß, aus dem Hm-terhalt überfallen und ermordet zu werden? Nein, wahrhaftig, Freiheit sieht anders aus! Die sogenannte »Befreiunqsfront«, sie müßte eloenthch »Front der Knecht-scriaft« heißen Sie hat mit der S-iche des Volkes nichts zu tun, sie dient auch nicht, wie einzelne Unbelehrbare noch Imtner glauben, lrfii. La hcitiüelt sk.h um lidiw.o-«»che A be ttr, di* von den koxaun;«ti-•t^en B.indiUii un obereu Drdutdl bei nigkeit mit dem Er«chie(len. Wir Pran-zoten be.->chlossfen at?«hdib schon in dt;n er«tern Tdgen unseres erzwungenen B.111-cljtenddseinfi, be. der eisten GelegenhC'.l zu flüchten. Die« feollte m kleinen Gruppen geschehen, wann immer s.ch dazu AÜl.iig eiitliiuU nad zum Watlendiöiist 1 Gelegeiiheit biete. »An eine gemein- ^zwungen worden wareoi. Einer dieser ■ US diT Gewalt der Btiuditen Hntllohenen, •.II 23jdhrlger H id.otechiu ker aus der •«Klfranzoeisrhen Stadt Cannes erzählt: »In Ausubong mwiner zweijahiigfm AibeilÄdiensipliu ht war ich luit melire-r#»n frariu'.osiM hen Kciniercideii narh Aßling (jekcnirnoii. W r wohnten in gut ein-yerachtetcn iJarocken. /.u essen hatten wir geaiKi und die Arbeit war nicht all/u »chwer. VVit waiftn sf^hr zufrieden und lieuten un« dor herr)iirrirkeii logen elwas aiißeir-halb der gescKlotisenen Siedlung, auf ei-aeim bewaldeten Bergiückcn, In emer Nacht im Juli dranr^en pldlzlirh mit viel Gesrhre; kommunistische Banditen 'in unser L.iger. Da sie in groJ^er Uberzahl, "wnr aber ohne Walfen waren, konnten wir un« nicht zur Wehr Fetzen. Wir flüc-htelen nach allen Selten. Einiger) gelang es auch, der ZwangsrekruMerung Zf\i entgehen, 74 von ins wurden aber von den Banilitrn niitijetrieben. Irgendwo beii Veldes stießen noch eine größere Anzahl Biirschen uiin Männer, fUe anderwärts eiiK)cfcinr;en worden waren, zu uns. riber das Gebirge trii%<'n iins die Band':-ten d^nn in endlo-sen Marsrhen nach Istrien. Dort torinierlcn sie aus uns Frnn-toseii eire eigene Kompanie, die ein Bnnrl'it belehligle, der längere Belgien gearbeitet hatte imd französisch sprach. Von den anderen ] Banditen haben sie uns immer (ernge- ' halten. Sie fi.s die gn teilzunehmen. Dalur nahrneii sie uns aber die Cjewehre ab. Von nun an winden wir als Lasten-tiat|er verwendet. V\ir muhten Munition, die geraubten I ebciismittel und die Verwundeten schleppen. Fh wai ein Hundeleben uiul wir btten sehr darunter, daß wir iinmerlort (lucbif»n mußl'«n tmd pausenlos von einei (ipriend in die andere gebeizt wu di>n. Auch die Verkostigung war ungenügend und sehr oft ungenießbar. Brot gab es iibrrhaupt keines. Die Speisen waren iinge<5iilzen. Fast zwei Monate *>ahen wir keine Zigt^elte. Das Ungezieler plagte uns schreekhch. Wie Tin-s, so eff|inc) es auch den anderen Zwangsmohilisierlen. Ihnen und uns drohten die Banditen wegen jeder Klei- an. Nach hefl'nen Kämpfen konnten s'e sich In den Resitz einer Höhe und einiger Waldstücke setzen. Das V 1-Feucr auf London hält an. Nach den vergeblichen Durchbruchs-verfiiichen auf breiter Front faßt der Gegner nunmehr in den etru«!kischen Bergen und an der adrialischen Küste seine KräfIt» unter hohem Materialein-Satz noch stärker zusammen. Trotzdem v/iirdo der arutreifendo Feind auch ge-... *4 siern überall a))newiesen Nur in einem Aulkiarung i g,-hTnalon Abschnitt konnte er wenige hundert Meter vordrimen. An der licjuri-scben Küste führte der Gegner eine Reihe von vergeblichen Vorstößen. ten die Sowjets auch nördl ch Warschau Ortschaften und Straßen in Süd- und von neuem geqen unsere Stellungen an. Die Mehrzahl der Angriffe brach bereits Im Artilleriefeuer zusammen) alle anderen wurden in Nahkämpfen zftrschlngen. Bei Rozan konnte der Feind Infolge unserer zähen Abweht nur unter hohen blutigen Verlusten qeringen Geländege-winnn erkämpfen. Im Gebiet der unteren Memel scheiterten die mit starken Infanterie- u^d Panzerkräften fortgesetzten Angriffe der .Sowjets an dem hartnäcki-oen Widerstand unserer Truppen. Die Besatzung von Memel schoß bei den erfolgreichen Abwehrkämplen am 11. Oktober 44 Panzer ab. Südöstlich Libiju, bei Riga mul «rf der Hnlbiusel Sworbe führten die Sowjet® vergebliche Angriffe und verloren dabei 78 Panzer. Ein erneuter Landungsvertuch Kj^der fflr Italiener Roosevelt sucht Wahlstimmen o Genf, 13. Oktober Roosevelt versuchte in einer Rede die Stimmen der zahlreichen Amerikaner italienischer Abstammung für die Präsi-denfenwah' 7u ködern, Heuchlerisch klagte er darüber, daß sich Italien und die Vereinigten Staaten in diT-aem Kriege gegenüberstanden und beteuerte, die l.'SA-Truppen seien nicht als Eroberer, sondern nl« Befreier nach Italien gekommen. Ohne Gewissensbisse setzt sich der Präsident über die Wirklichkeit hinweg, den Hunger, das Elend, die Seuchen und d.!s Masfi-^nsterben des Italienischen Volkes in den von annlo-amerikanl-schen Truppen besetzten Gebieten. Obwohl selbst amerikanische Zeitungen immer wieder die chaotischen Zustände im Bonomi-ltalien schildern, hat Roosevelt den traurigen Mut. bei den Amerikanern italienischer Abstammung Wahlgeschäfte zu versuchen. Um sich die Verantwortung vom Halse zu schaffen, bat er letztlirh seine britischen Bundesgenossen, die Rückgabe von 36 Bezirken dei besetzten ItaMeni an die italienischen Behörden bekanntzugeben. Die »Alliierten« überlassen d<ä-mit die Verantwortung für die schwie- gen. Ernüchtert« Holllndcr Südwestdeutschlaad dei Zivilbevölkerung Verluste zu. Britische Flugzeuge warfen in der verganaenen Nacht Bomben auf Hamburg. Die Anglo-Amcrikaner verloren gestern 44 Flugzeuge, darunter 12 viermotorige Bomber. * In dcB tehntAglgen harten KAmpfen Im Wald von Parroy hat sich die durch andere Einheiten verstärkte 15 Panrergre-nndierdivision unter Führung ihres Kommandeur« Generalleutnant Rodt durch besondere Standhaftigkeil und zähen Abwehrwillen bewährt und in schwierigem, unübersichtlichem Gelände d^m Gegner hohe Verluste beinFbracht. Bfi den Kämpfen in Ostserbien hat sich das TTwelle Regiment der Panzernrenadlordi-vision »Brandenburg« ausgezeichnet. Das ganze erwe4st sich also als ein wohl ausgeklügelter Wahlschwindel, der von Roosevelt und seinen Wahlmachern inszeniert wurde, um die amerikanischen rige Versorgung und Ernährung des von [Wähler Italienischer Abkunft einzufan-ihrien be«et7t.'n Italiens Bonomi. Voi. den Briten aber verlangt Roosevelt, dafi die Erklärung des Auß^^nmiiiisters Eden im Unterhaus widerrufen werden, wonach Italien »eine Kolonien niemal« wieder zurückgegeben werden sollen. Der britische Botschafter in R^m hat beralt« Bonomi erklärt, die Eden zugeschrte-bone Slelhingnahmp sei falsch ausgelegt worden ,in Wirklichkeit bandele es sich um den Inhalt einer Anfrage des Abgeordneten Bdistow, Wie aber war der Vorgang? Barstow hatte den britischen Auften- minister gefragt, ob er dem Unterh-nus versichetii könne, daß die Regierung eine Rückgabe der Kolonien an Italien grundsätzlich ablehne. Ed«n bat — nach Reuter — daraufhin klar und elndetitig mit »jawohl« geantwortet und keine Zweifel darübef gelassen, diaß er damit eine bereits früher abgegebene Regierungserklärung zu bestätigen wünsche. dnb Stockholm, 13. Oktober Die hollAndifichen Emiaranten in London geben offen der Befürchtung Ausdruck, daß Holland Im Falle einer Eroberung durch d'e alliierten Truppen einer wirtschaftlichen Katastrophe entgegengeht. Der sogenannte holländische Premierminister erklärte auf einer Pressekonferenz, die wirtschaftliche Entwicklung in den besetzten Ländern zeige, daß Westeuropa, sowie es in englisch-amerikanischer Hand sei, schweren Zeilen entgegengehe. In. wenigen Wochen würden alle groften Städte ohne Licht und Heizung sein sowie zum großen Teil ohne Nahrung. Das gelte auch für alle holländischen Städte die in die Hand der englisch-amerikanischen Truppen fallen. gerbasierte Flugzeuge und auf dem chi-ne«is( hen Festland stationierte Ma*chi-nen einen gemeinsamen Angriff führten. Die Nordamerikaner «etztei. beim Angriff am Donnerstag auch ihre modernen Großbomber B-29 ein, die aus China kamen. Die amerikaniicrien Flugzeuge, die Formosa angriffen, haben abgeänderte Hoheitszeichen gefühlt mit der offenbaren Absicht, die japanischen Verteidiger zu täuschen. Die gefälschten Hoheitszeichen konnten aus einiger Entfernung ohne weiteres mit den japanischen verwechselt werden. Kürzlich sanken ilber 1000 anglo-ame-rikanische Kriegsgefangene in der Nähe der Philippinen im Meer, als ein lapani-schcr Transporter durch ein feindliche« U-Boot torpediert und versenkt wtirde. Ein japanisches Rettungskommando war in See gestochen, konnte jedoch trotz angestrengter Bemühungen nur 171 feindliche Kriegsgefangene bergen. Gefecht mit Sowfetspanlem dnb Lissabon, 13. Oktober Auch Reuter berichtet jetzt über dl« Unruhen an der französisch-spanischen Grenze, die durch den versuchten Grenz-I übertritt spanischer Banden enlstanden sind. In der Meldung heißt es, daß ein Reisender aus Barcelona von 35 000 gesprochen habe. Der Autobus- und Privat- • autoverkehr zwischen San Sebastian und Pamplona ist eingestellt worden. Die Züge auf dieser Strecke werden von Militärpatrouillen begleitet. In der Gegend von Iruzen soll ein Gefecht stattgefunden haben, bei dem 60 Sowjetspanier getötet und 150 Gefangene gemacht wurden. Die Abführung der Lohnsteuer Erlafi über Vereinfachung Die angekündigten Vereinfachungen und Erleichterungen in der Abführung der Lohnsteuer sind nun durch Erl^aß de« Reichsfinanzministers angeordnet worden. B'sher war die Lohnsteuer monatlich abzuführen, wenn die einbehaltenen Lohnsteuerbeträge im letzten vorangegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich mindestens 300 RM ausmachten. Sie war vierteljährlich abzuführen, wenn in der genannten Vergleichszelt die einbehaltene Lohnsteuer monatlich durchschnittlich weniger als 300 RM, aber mindestens 2 RM betragen hatte und sie war jährlich abzuführen, wenn der vergleichbare Monatsdurchschnitt unter 2 RM lag. Nach dor Neuregelung ist die Lohnsteuer künftig monatlich abzuführen, wenn die einbehaltenen Lohn-steuersumen im letzten vorangegangenen Kalendetjflhr monatlich durchschnUtlich mehr als 500 RM betragen haben. Sie ist vierteljährlich abzuführen, wenn dieser Monatsdurchschnitt nicht mehr alg 500 RM, aber mehr als 5 RM betragen hat. Die jährliche Abführung erfolgt, wenn der Monatsdurchschnitt nicht mehr als 5 RM ausmacht. Die Vorschriften gelten für alle Lohnbnzüge, die nach dem 30. September 1944 gezahlt werden. Der Reichsfinanzminister wird demnächst die Lohnsteuer-Durchführungsbe-strlmmungen und die Lohnsteoierrichtli-nien in neuer Fassung herausgeben, weil beide wichtige Grundlagen unsere« Lohnsteuerwesens in den letzten Jahren wiefle'holt geändert worden sind, wodurch der Rechtszustand nnif dem Gebiet der Lohnsteuer unübersichtlich wurde. Der ungarische Innenminister Bono- zoos ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde der bisherig« Staatsekretär im Innenministerium Baron Peter Schell. Druck und Verlan Marbureer Veilaes- «nd Druclierei-Oes. tii. t». H. — Verlaeslettiine Eeon Baumeartner, Hauptschrlltleitune Anton Oerschark beide ta Marhurc a d Drau. Badeasse fl. Zur Zelt für AnzelKen die Pielslistt Ni ) kOIIIrI Seher einer neuen Zeit Zum Gedächtnis Friedrich Nietzschei Vor hundert .Idh-reti, am 15. Oktober 1844, wurde im Dorte Rückfii bei Leipzig, als Sohn tiiuss Plcirrers, Friedrich Wilhelm Nietzsche geboren: ein Philosoph ganz eijener Piagung, ein Denker von höchster Freiheit und Uiibedingtheit, durch und durch lauter und vornehm in seiner Gesinnung, aber als Mensch — wie es nach all dem fast selbstverstäiuilicli ist — sehr einsam, von seiner Mitwelt nußverstanden, verhöhnt, angefeindut tind gehaßt. Erst wir Heutigen lieginnen, Ihn zu begreilcn Wir bewundern die Ciröße und Reinheit seines neuen Well-und Menschenbildes und zugleich die tiefe Durchseeltheit seiner schönen Sprache, und wir sind daiüber hinaus, genau vierundvierzig .Jahre nach seinem Tode, erschüttert von der fast dämonischen Seherscliaft, womit er, als einer der ,,erhal)ensl»'n Lehrer der Menschheil", geistifie und äußerliche Gegeben-hciti'n unseres Zeitalters vorausgeahnt hat , Kiet^zsches äußeres Schicksal ließ sich runächst glücklich nn, Er studierte in Bonn \ind Leipzig Kunstgeschichte, Archäologie ■ und Philologie, beschäftigte ■ich mit Schopenhauer und Schumann und ei hielt im Februar 1U69, erst vior- I undzwanzigjührig und noch Tor seiner Doktorpromolioii, einen Ruf als auUer-I ortlentlicher Professor für klassische I Philologie nach Basel. Schon im folgenden Jahr wurde er ordentlicher Protes-sor. Aber dann, mit dem Erscheinen seines ersten Uuclies (Gebuit der Tragödie, 1H72), begann seine Leidenszeit. Die Fdchgenosseri achteten ihn, und bald darauf befiel ihn eine in ihrer letzten Ursache bis heute nicht festgestellte Krankheit, die in schmerzhaften Anfallen bald Kopf, bcild Magen heimsuchte und ihn nach wenigen Jahren zwang, seine Professur niederzulegen. Von da an lebte er abwechselnd in Deutschland und im Süden, vor allem in Sils Maria im Engadin — ruhelos und allein, nur von wenigen Freunden verstanden, bald durch stärkere Ausbrüche seines Leidens gequält, bald Höhepunkte der lehensfreude und Schalfenskraft erreichend. Dabei tinermüdllch in Gedanken und Tat beschäftigt, das, was er der Menschheit zu sagen hatte, zu gestalten und festzuhalten. Bis zum Ausgang seines letzten Schaffensjahres 18R8, hatte er eine stattliche Anzahl von Schriften vollendet. (Unzeitgemäße Betrachtungen! Menschliches, Allzumenschlichesi Vermischte Meinungen und Sprüch«! Dor Wanderer und sein Schatten 1 Morgenröte! Die fröhliche Wissenschaft; die vier Teile des Zarathustmi Vorreden zu den früheren Schriftenj .Jenseits von Gut und Bösel Genealogie der Moral und so weiter.I Noch 18H5 begann er die Arbeit an seinem nur in Stichworten vorhandenen philosophischen Hauptwerk „Der Wille zur Macht". Der Januar IBb9 brachte völlig unerwartet die Katastrophe: einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch, der die ständige L'm-nachtung dieses edlen und reinen Geistes zur Folge hatte. Nietzsches Mutter und später seine einzige Schwester, Elisabeth Förster-Nietzsche, die Begründerin des Nietrsche-Archivs in Weimar und Herausgeberin seiner nachgelassenen Sternen-Mora I Vorauabestlmmt zur Sternenbahn, Was geht dich, Stern, das Dunkel auf PnlJ selig hin durch diese Zeil! Ihr Elend sei dir fremd und weiti Der lernairn Well gehört dein ScheinI Mitleid soll Sünde für dich seini Nur ein Gebot gilt dir: sei reini Friedrich Nietzsche Schriften, betreuten die letzten Jahre des Philosophen. Er starb am 25. August 1900. In Nietzsches Werken ist nichts Krankhaftes — im Gegentelll Sie offenbaren eit\e Kraft und Gesundheit des Denkens vind Empfindens, eine naturgewachsene Erhabenheit über die veralteten verlogenen und verbogenen Be-grilfe der damaligen Gesellschaft, die jener Zeit freilich unbegucm und has-senswert erscheinen mußten, uns Heutige aber, die wir auf dem von ihm vorausgefühlten Wege der Menschheitsentwicklung schon ein Stückchen weiterge-schritten sind, mitunter wie ein Blitz berühren. Das ein7.1gartige Buch „Also sprach Zarathustra", das «igentliche Hauptwerk Nietzsches, zu dem Alle seine vorhergehenden und nachfolgenden Schriften sich wie Kommentare zum Text verhalten und von dem Alfred Baeumler sagt, daß es die ,,magna Charta eines neuen Zeitalters, das Grundbuch der heroischen Humanität" sei, während Peter Gast, der Nietzsche-Freund und -Schüler, es eine „Bibel für Ausnahme-Menschen" nennt, jenes so unendlich oft mißverstandene und aus Mittelmäßigkeit oder Bosheit profanierte Selbstbekenntnis, läßt uns den Philosophen, Dichter und Menschen Nietzsche auf fast jeder Seite als ganz zeitnah und geradezu ,,aktuell" empfinden. Der Künder des ,,Willens zum Leben" und des ,,Willens zur Macht", der für das deutsche Volk und die deutsche Kultur eine neue „dionysische,, Bewegung aus ,,deutschem Mythos" heraus forderte und dessen Werk die ersten Voraussetzungen für unser neues Bild von Menschen ifnd Welt enthält, hat die Heraufkunft eines ,,Zeitalters von Kriegen", wie sie es bisher nicht gab, die große Gefahr des „Nihilismus" für Europa und die ,,Bedrohung durch Rußland" vorausgesehen. Er rief nach der Beendigung der ,,europäischen Kleinstaaterei". Er hat auch die avis der Technisierung und der Vermassung d«r bürgerlichen Welt erwachsenen Probleme und ihre heute zum Austrag kommenden Folgen deutlich geahnt und nach einem „heroischen Zeitalter" verlangt. In dem „die Arbeiter wie Soldaten empfinden lernen". Er wollte, daß der Staat organisch aufgebaut sein «olle wie der Leib des Menschen und daß, nach einer echten Gemeinschaftsgliederung, das Volk In ihm den Vorrang vor der äußeren Form haben müsse. Die Aufzucht der Rasse fordert« er: „Nicht nur fort follst du dich pflanzen, sondern hinaufl" —, und wie er Innerhalb eines Volkes die Herrschaft der edlen, starken und großen Persönlichkeiten für unerläßlich hielt, so In der Gemeinschaft der Völker, die der stärksten Rasse. Vielerlei finden wir im „Zarathuitra", was uns ins Herz trifft, in den rund achtzig Reden des Weisen, die „Von den Verächtern des Leibes", ,,Von Kind und Ehe", „Von der Selbstüberwindung", ,,Von der großen Sehnsucht" oder „Vom höheren Menschen" handeln. Und wie Mahnrufe treffen uns In unserem gegenwärtigen Kampf die Sätze ,,Vom Krieg und Kriegsvolke", von denen einer sagt: ,,D4ostäs ist es empfehlenswert, mehrere Aptolsorten miteinander zu vermengen. Iiin"fe Mischung von Birnen und Apleln — sie ist in Oberdonau üblich —- kann auch bei uns tür die Haustrunkbereitung empfohlen werden. Die Ernte soll möglichst spät vorge-nominon werden und durch Abschütteln Gesrliiire diirfeVi stets nur in gereinig-Itm Zustand verwendet werden. zuchthefe ist hier nicht zu uinjeheii. Der fehlende Stickstoff muß dfer Ht^ie in Form von 4ü bis 60 Graiain Chloranimo-nium zugegeben werden Zur Herbeiführung des unbedingt not- Der abgepreßte Satt ist in gut gereinigte nicht rIngeschweleite Fasser ein-ziifiillen. Andernfalls werden die Hete-I pllze durch vorhandene schweflige Saure Von einem Zentner guten Mostobstes | abgetötet und die Gärung wird unter-rechnet man etwa 30 bis 3.5 Liter. Saft, bunden. Damit der Garungsverlauf von I schhiß der Garfussor d,irch AufU-fien Für ein Hektohter Saft werden demnach vornherein günstig beeinfhiflt wiid, ist I von i.appen, Ziegelsteinen, Breltersiük-drei Zentner Fruchte benötigt. es sehr empfehlenswert, Rt inzuchthe'e ken. Ziegelplatten oder dergleichen ist Bei der ganzen Kelterung sowie auch nach der jeder Packung beigefügten Ge- zu warnen. cS/sorf und lurntn Die Gruppe Mitte in Zilfern In der fcte'irib*hf>n Futib«llmei«tbrer Leser, mir doch nicht glaubst, will ich wenigstens das Schlimmste verhüten und dir jene Pflanzen nennen, die die schwersten gesundheitlichen Nachteile nach des Huflattich werden geraucht, ferner solche von Broinbeei, Himbcer und Evd-bL«r, Brunnenkiesse, Lavendel u.Td Uf-tunien, Salbei. Thymian und Pfeflerminz, Wcgerich und Hollunrier, Encielwurz, Buch hat der Großvater des hfutiqen Ei- ' 8. Grazer SC gentinneis, die Gfsrhich'e des Hotr.s und ! des Gesrhleiht« medeigeschrieben. HUiKberelie Dorfgenicnsciidfl Bei d»m b-ande eines v^Jin Blilz ge- (> 4 0 2 13:10 b 3 0 3 23; H 5 3 0 2 13:10 6 3 0 3 14 12 6 3 0 3 20:27 5 10 4 9:15 ß 4 6: 6 6- 4 6: 6 6: 6 2: 8 7 0 0 7 2:2') 0:14 FuRbalNtüdtekornnf I nibach—Klaqen-f iirt. Nochilem an den vergangenen Sonn-tdfien eino Liiibachpr FiiRbriilmannschnft in Klar(0!ilur» und V l'arh mit we'^hseln- und acht bis vierzehn Tage schwitzen kann. Das Schwitzen ist deshalb so wichtig, weil die Flüchte dadurch an Güte beträchtlich gewinnen. Obst, das für Most bestimmt ist, muß gesund und sauber sein. Faule F'rüchte •Ind zu entfernen, Faulstellen auszuschneiden. Vor der Verarbeitung werden die Früchte gründlich gcwnschen. Hierauf werden sie durclj die Obstmühle zerkleinert". Die Eisenteile der Mühle, die beim Mahlen mit den Früchten in Berührung kommen, sind längere Zeit vorher mit einem säurebeständigen ge-ruch- und geschmacklosen, womöglich 'weißen Emaillack gründlich zu streichen, um das Schwarzwerden' des Mostes zu _ , ... ,,, . L - - -.......- Hicii I-Hdiiiieue nncn verhuteri. Wegen der Gefahr des Essig- j eich ziehen, wenn sie auch in der Pfei- itiches darf die Maische nach dam Mah len der Früchte nich.t lange stehen bleiben. Sie ist alsbald auf einer geeigneten Spindel- oder Wasserdruckpresse abzupressen. Auch hier müssen die Eisenteile, die mit der Maischc in Berührung kommen, mit Emaillack überstrichen sein. Um eine gute Saftausbeute zu erzielen, ist die Presse anfangs langsam anzuziehen und der Druck erst allmählich zu verstärken. In den Trestern bleiben nach dem er-Bten Preßgang immer noch wertvolle Bestandteile an Zucker, Säure und Aromastoffe zurück. Sie können für die Haustrunkbereitung noch ausgenutzt werden. Zu diesem Zwecke kommen die Trester nach einem neuerlichen Mahlen In einen Bottich und werden mit 10 bis 20 Liter Wasser auf einen Zentner Treffer angesetzt, Nach 24 bis 40 Stunden, während welcher Zelt der sich bildende Tresterhut wegen der CefaVir der Essigsäurebildung öfter tinferzusfoRen ist, wird gepreßt. Mittels der Mostwaage wird der abfließende Saft auf seinen Zuckergehalt geprüft und durch Zusatz von Zucker auf das Mostgewicbt von 40 bis 45" Drhsle gebracht. Hierbei Ist zu bemerken, daß der Zucker vor der fe ebenso gut zu ziehen scheinen, wie echter Tabak. Das sind; Amofer, kha-barber, Kartoffelkraut und llasenklee. Nicht ausgemacht ist, ob auch Kürbisse, in der Wurstschneidemafichine zu Schaf^^arbe und Sonnenblume, Rurikelrü- [ gjiize Vorr.it an Heu und ben und Löwenzahn Das also sind ein- I vernichtet woiJen. Die iiciuurn dt^s heimische Pflanzen, die keineiweg» als I lieferten nun ojicin schui.en Be- Tabakersatz empfohlen werden sollen, von Kameradsf ha) l und Ople sinn, aber wenigstens nicht als allzu gesund- j sie dem schwerliftrolleiieu Bau- heitischädlich angesprochen weiden kön- i insijiMimt 15f) Zcntnei Heu und 120 nen, wenn sie dennoch neraucht weiden. | spe .deteu. Dem Rule des Als Beimischung zu echtem Tabak na- 5ühiinncn 1 Monut abiuhnlen, nnsonsten die Sonn- 10 JAHRt" WltSTENROTER BAtlSPARENI tag 9 30 Uhr' Jup»ndvai'sto''ung r"it voMdllndlgem Prpg'.im^i. Zu allen übrigen Vorstellungen kSnnen Iii-Rendliche iinief 14 lahren nicht lu-ge'a'sen werden. OcMTSPICLTHeATER RANN. Von 14. bi« in. Oktober: Zlrkui R«ni. Ange-llka Hauff, Rene Deltgen. LICHTSPIELE RAST, Samstag, den 14. und Sonntag, den 15. Okiober: Oo'd, mit Brigitte Helm. Iljns Albers. Dn tiCHTSPlELTMEATER TUPFER. Samstag! den 14. und Sonn'ne den 15, Oktober: Oaiparoni, □□ Zi'hntausende FamMien verdanken der Wlistenroter BauRparbewegung Ihr EI--Rcnhelm. Zahlreicher als 'n den Frle-densiiibren sind die NeuabrchiUsre von Buurparbrlefen als sichere flrundlui'e eines kilnftif>cn Eigenheims Außerdem sparen viele tausende Ta-milien bei Wüstenrot mittels Spar-br'ef oder Vermttgen<.buch für leden tieliebigcn anderen Zweck, Illustrierter Prospekt kostenlos von dei ältesten und größten Bausparkasse nuch In der Ostmark Bauiparkasi« 0. d. F. WUitinrot, lalitturg, Bera tuiigitteile Marburg. Scbllltmtruüe 6. KLEINER ANZEIGER Ochiinknech*« dringend gesucht. 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Inlelllgenlen Herron. zwischen 40 und 50. zwecks Ehe, bekannt zu werden Zuschr, mit licht blld unter ,,Herbstfäden" an die ..M. Z." erbeten. Lichtbild wird unter Uls-kietlon ohrenwUrtllch rückerstatlet, 77ött-l2 SU? Wissen Sie, doß dos Wort Vitamine erst im Jahre 1913 geprägt wurde und doß es erst 1936 gelang, das Vitamin Bi, von dem 1897 die Erforschung der Vitamine ausgegangen war, synthetisch herzustellen? Eine Groß^of deufscher Forschung AMTLICHE 0 _REKANNTMACHUNGEN_ DER OBERDUKCEPMFISTEP DER STADT MARBURG-Dr. Ernährungsamt r F K ^ "T .'(II n II rvj r; P« Hegt Veraniasfung vor, erneut mit allem Nach-drutk (iHT.iuf hinzuweisen, daß Xpfel und Kar'ofle'n bewirtschaftet find Der trel» Verkauf von Splu'n Ist verboten. Lediglich maerholh einer Wohnr.omcinde dürfen Verbraucher, die nicht über eigenes ülist verfügen, Äpfel in beschränklem l'mlan'^e vom Er^ejcr t^Mi'en mchdem dieser die ihm ^uferl^Rte Umlage erfiillt hat. Hinsichtlich des V;!rt(chrs mll Speliikartoffeln wird auf die In Nr. 2(»H -I4 unter ,,Sechs' an die M Z. CdU. SInger-Nähmaschln« 3878-14 wird geg. Damen- Tausche tadellosen Handkoffer für VnmnlettP, gut erhaltene Klnvlerzlthcr. ^ ,I" " 77 = 0',^ Frank, Drauwciler ZweltendorfcrstraBe Nr. 110a. Marbure-Drau 7720-14 Tausche Her- u «II .1 - ^ r> renarmbanduhr (15 lausche Violine (ganze) gegen D imen- sielnel eecen s te -liefel Nr. 39. Züsch unter ..Vifllre" tl|„ nH7.r ttVr« an die M Z, CIHt, 3879-14 U'eines B«tt, tadellos, samt Drahieln Adr. in der ..M. Z." salz, gegen einen kleineren runden in Cilli 3897-14 Tisch und zwei Sesseln oder Slockerln Pendeluhr l lepe- stuhl und Bergsteiger tausche gegen Tausche elekir. Ko- nm-Doppeikocher Rundfunkemplänger. eher und Tischlam- gegen Kleklrii»nop- — Zuschrift, unier pe eegcn grttderen pelkochplatte. '^20 ..TauNCh" a. d. Oe-schönen Leder-Hand- V, zu tauschen, — schällsstelle d, „M, koifcr. Adr. In der Anfr, in der ,,M Z... 2," in Peltau ..M. 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Der Reichswirtsch'ilLs- und der Reirhs-ern^hruncisin ni-stcr h Wurstherstelhinq nur benrenzt mTjqlic h sein, «o sind wiederum zuerst dip Inhriber von Fettab-srhnitt^n mit Wurstwaren zu beliefern, eh#* auch auf Floischahschn'itte Wurst ftbgt*geben wird. „Halt 1 Polizeistreife I (i Ernstes und Heiteres vom RundganfJ mit der Stadtwacht Heldentod eines Gollscheers, Soldat Ein«t Hönler aus Mosel in der Gotlschee, Anqehöririer der Orlftgriippe Brücket, Kreis Rann, fand im Westen den Heldentod Schwar/e Diamanten aus der Uhter-stelermark. In einem intei essanten,_ bebilderten Aufsatz erzcihlt Dipl. Inq. Soll-gruber vom KMhlenherqbau, der dem Kreis Trifail csein charakterislis<^iefi Gepräge gibt. Mit diesem Beitrag setzt die Soldatenze t'in(] »Sieirerland« (Unte-r-steirische Aufgabe) In ihrer iiinqst°n Folge die ArtiUelreihe »Aue dem L..nde, wo un'sere Wieqe stand« fort. Haupt-m.=unn Ritter von Schramm ski/zie t in oi-nej« Leitartikel die Lage om B?qinn des sechsten Kriegsjahres und e.ne Fülle von Meldungen brr'ch'et den Soldaten aus dem KneqsaU'ag ihrer engeren Me'mal. Wie immer iist auch für Unterhaltung und Kurzwell rtesf^rgt. Die Aufgaben der Deutsch -n Pol zel. die im Laute du-fies Krie(H'(> wett liber ihre einstigen Grenzen h.naus erweitert ^ und vergrößert wurden, brachten e- mit sich, daß sich auch Zivilisten nach ihrei ; täglichen Arbeitszeit in den Sicherheitsdienst stellen, um so die Männer der i Polizei, die zu anderer Veiwendunq ge- ! j braucht werden, zu ersetzen oder zu I unterstützen. | I In diesem Rahmen wurde auch in un- i I serer Draustadt eine Stadtwarht aufqe-I stellt, der alle Männer verschiedenst. n 1 Alters angehören und die Nacht für I Nacht mit den Männern der Polizei ihren Dienst versehen. Wir kennen sie bereits, wenn sie mit den weißen A-m-j streifen die Straßen und Gassen abochen und für Sicheiheit und Ordnung sorgen. I Wir wfwipn auch, was ihre Pflicht ist ' und daß wir sie in ihrer bestimmt nicht leichten Arbeit zu unterstützen haben. Daß es bei solchen Polizeistreifen mancherlei Ernstes und Heiteres gibt, dafür sorgen schon jene Volksaencwsen u>-d Volksgenoefilnnen, die. wenn sie von e -ner solchen Streife aufgehalten werden — ganz überrascht tun und alle He li-gen zu Zeugen ihrer »Anständigkeit« anrufen. Wir wollen uns heute einer Polizeistreife mit Männern der Stadtwacht an-schlieJJen und laden Sie. Hebe Leser ein, un« zu folgen, Sie sollen es nicht bereuen! Man lernt nie au«! Fs liegt schon die Nacht über die Stadt, als wir das Polizeirevier verlassen, um unseren nächtlichen Rundgang zu beginnen Der uns begleitende Polizeibeamte klärt uns »fachmännisch« auf und schon geht es los Hohl klingt der Gleichschritt der Männer durch die Straßen, Kein Wort wird gesprochen, alle Aufmerksamkeit ist dem Verkehr mit allem Drum und Dran gewidmet. Die Häuser sind vorschriftsmäßig verdunkelt, doch plntzl'ch blendet ein festlich erleuchtetes Zimmer Wii klopfen vorerst erinnernd an das Fenster Im Erdgeschoß. Vergehens, Obwohl das Zimmer hell beleuchtet ist, scheint sich niemand flarin aufzuhalten Das Klopfen nimmt an Heftigkeit zu, und erst als das alles nicht« nützt, wird die Haustorglocke in Bewegung gesetzt. Da erscheint olötz-lich ein Frauenkopf im Fensterrahmen und ruft energisch ja gewissermaßen empört über die nächtliche Stprunq die Frage in die dunkle Nacht: »Ja. was ist den looos?"( Die Stimme wir^ kleinlaut, als ein t'rfer Baß zu verstehen aibt, daß die Poli7e'fitrei''e die Verdunkplunrtsvor-schrift in Erinnerung zu brir^gen sich erlaubt. Antworten odej Ausreden wie; '»Ich habe doch selbst das Licht aus-gelösc'it nehabt« oder »Ist es dem schon so spät?« sind an der Tagesordnung, wie uns der Polizeibeamte berichtet, und können die Männer der Streife nicht mehr erischüttern. Eine gut gemeinte Er-m.ihnung für da« nächste Mal bringt in den meisten Fällen die Angelegenheit wieder in Ordnung. Aber man merkt sich die verschiedenen »Konten« Im »Revier«. Ihnen wird daun besondere Fliege zuteil . , Und achon geht et weiter. Parkanlag«B und einsame Wege sind trotz der «rtteo Herbstnebel noch immer beliebte |>!ätze eines aeflüsterten Gedankenaustaiisches. Auch dort leuchtet dann und wann die Lampe des Streifendienstes auf. um nach Ausweisen zu fragen. Wir fühlen mit den rotwerdenden Köpfen mit. atjer was nützt es, Dienst ist Dienst. Der eine Ausweis ist in Ordnung, die Beqlfeiterin hat keinen bei sich. Sie schwört, ihn dahslm davonkommen, erklärt ihr der Polizel-beamte, dessen beneidenswerte Gedirld Ich^ immer mehr bewundere. Währeod -wir noch Aber diesMi Fall flüstern, kommt uns ein Mann entgegen, der scheinbar die Straßenbieite abzumessen gedenkt. Er schaukelt von einem Straßenrand rum anderen. Auf unseren Anruf bleibt «r stehen und' lächelt in den Lichtkegel, zeigt aber gleich den Ausweis. Nach der Frage, wohin er so spät geihe, gibt er uns mit lallenden Worten IM wissen, er wolle noch Lembach. Da man aber bekannterweise über Lei» Wenn die Kehle feucht Seit jpher singen die Unleisteirer ge.n. tigen Wacholderschucips sitzt, der nach Fröhlichkeit ohne Gesaiiri. dfis gibt t'S den Kiäulein des Waldes dufiet steigt tür sie nicht. Ubfrall, wo nicn Dun'go- b.ild ans fr-schen Kohlen ein Kunagesang nu6cht beim Wein odei bei ouiem ricli- 1 auf. Das Singen lic-qt dem Unterstnirer - im Blut und es lioqt irn We ä^si Pen seines Landes Aber auch ' noch ein zweites schlummert , im untersteirischen Geblüt: die Jagdleidenschaft. Die untersleirisrhen Jäger sind durchwen nette, gemütliche Leute, die Humor haben und eine so wunderbare Phant.isie, daß man seine Kurzweil daran haben kann. Die beiden Alten auf unserem Rilrla, die nach dem »feuchten Trieb« unterm TTnli'.schindeldach einer Jagdhütte auf dem Bachern das Lied vom Schuster-Franzi aus Weitenstein singen, liefern davon einen Rewe's: »Schuster-Franzi mil d"'m Tschako — fall' In Kaller ahi, brlrht »il s Cinack o . A!fio, für zarte Ohren klingt ' das ja ein wenig derb, aber es ist eben richtiger, ur- i wüchsiget. steirischer Jagerhumor H. Patz .\ii(nahmcn! Pilz (11, Wcinciiiicinfr (11 in der Tasche zu haben und bringt nur schwer Verständnis dafür auf, daß die Streife damit nicht zufrieden sein kann. Ihr Begleiter sagt den kompletten Stammbaum seiner Braut auswendig auf und möchte damit bekunden, sie »wirklich gut« zu kennen. Auch er will oftmal« nicht fassen, daß das den vorqe<:chrie-henen Lichtbildaiisweis nicht ersetzen kann. Ja, und dann kommt es eben da und dort vor. daß wii zum »Geleit"i werden und diese Pc^gsanten zur Polizoi-dienststelle bringen müssen, bis sich die Peisonalien der Betreffenden bestätigen. Und wie leicht kann man s'ch das ersparen! Aber wi« heißt es doch?« Der Krug geht zum Brunnen . ..« Inmitten der Straße kommt uns ein dunkles Etwas entgegen. Es ist ein Radfahrer — natürlich ohne Licht! Die roie Lampe des Pollzeibeamten leuchtet auf. Halt! Polizeistreife! Zuerst der Ausweis. Er ist in Ordnung, doch, wo ist das Licht am Fahrrad? »Die Lamipe ist eben ausgebrannt!?« »So, na dann kauten sie aber morgen schnell eine neu<>!'< lächelt der Beamte. Er kennt auch diese Redensarten schon. Bei jedem zweiten Radfahrer ohne Licht ist die Lampe »eben avisgebranntA. Bei jedem dritten ist das Erstaunen groß, denn sie behaupten. wegen der Verdunkelung dürfe man kein Licht am Rad haben! Auch hier muß aufgeklärt und gezeigt werden, daß die Fahrradlampe brennen und abgedunkelt sein muß. An der Straßenecke wird eine Frau aufgehalten. Es ist bereits Mitternacht vorbei. Auf 'die Auflorderurhp des Polizeibeamten, den Ausweis vorzuzeigen, blickt uns ein erstauntes Gesicht an. Ausweis? Ja. seit wann braucht man denn in der Stadt einen Ausweis? Ich bin doch eine alte Marburqerin, |ede« Kind kennt mich hier, nein, so etwas? Sie erzählt uns auf offener Straße ihren ganzen Leibenslauf, wo sie beschäfticrt ist, wo sie wohnt und zeigt schließlich auf einen unserer Begleiter. »Der Herr kennt mich gut!« E« stellt sich bald heraus. daß der Herr nicht die Ehre hat, sie zu kennen und sie wohl auch In seinem Leben nie gesehen hat. Da's zündet .also auch nicht. Was nun? Sie will wissen, seit wann man Lichtbildausweise benötige und wo diese zu be-kommfin soien. Während ihr das mit Geduld erklärt wird, kramt sie In ihrer AktenfcT-sche herum und bringt schließlich doch einen Ausweis, allerdinas ohne Bild, zum Mondeslicht. Sie darf diesmal noch laufen, aber wenn sie bis zum nächsten Mal keinen amtlichen Ausweis besitzt, wird sie nicht mehr so billig ............■ tersberg schwcrlich dorthin kommt, steuern wir ihn mit sanften Griffen und Zureden in die passende Windrichtung, wofür er sich kindlich bedankt und nicht versteht, wie er sich so »verirren« konnte. Die Streife geht ihrem Ende zu. Da kommt noch ein Radfahrer. Wir geben das HaltcTieichen mit der Lamne, er fährt weiter, als gehe ihn d'JS nichts nti. Wie er an uns vorbeifährt, rufen wir »Halt!« Auch diesmal bleibt er nicht stehen. Da werden die Waffen schußbereit gehalten und hätte er im letzten Augenblick nicht doch noch gehalten, j dann hätte et die Verantwortung selbst j tragen müssen, wenn es neknallt hätte, j Auf die Frage, warum er nicht auf unser Lichtzeichen und Anrufen hielt, gibt er d'e unverständliche Antwort, »es eile ihn ; sehrli Da kann man sich nur wundern, j daß es heute noch Menschen gibt, die 1 so unwissend sind odei olauben, sich I über die Gesetze hinwegsetzen zu kfln-I nen. Das erste Morgengrauen steigt aus dem Osten, als wir uns auf der Polizeidienststelle abmelden. Wir freuen uns I ehrlich auf die warme Klappe daheim 1 und schlafen die wen'gen Stunden, die I uns vom Arbeitsnnfritt noch trennen, ; um dann das Tagewerk wieder aufzunehmen, als wäre nichts gewesen,., Norbert Jeglitsch TAPFERER UNTERSTE IRER Aus der Ortsgruppe Schiltern, Kreis Pettau, erhielt Geiredter Rudolf Nowak da« EK II. EheschlleSungen. Den Bund fürs Leben hab'äii yeschlowecii Schneidergehilfe Franz Kob unurgerna trug Gudrun auf, Bianka herbeizuholen und auch selbst wiederzukommen, sie habe Friedrich Wilhelm ihr Jawort gegeben, mtiu wolle nun ein wenig zi'siimmpnsitzen. Bianka erschien in Tränen, fiel der Mutter um den Hals, und die Mutter kiiöte sie und küßte auch Friedrich Wilhelm, hieß beide sich die Hände reichen und sagte; „Gott segne euch, meine Kinder." Gudrun schluchzte fast noch mehr als Bianka Mama befahl ihr, noch zwei Gläser zu holen untl sie zu füllen, und dann saßen alle beisammen, nippten vom Wein und begannen zu schwatzen Dann fragte die Mutter, oh es heule noch etwas Besonderes grKyeben habe. ,,Nein" antworteten alle drei wie aus einem Munde Mdm« luckt* und mOkUil«, dsM di«s*r Tag einer der schönsten Ihres Lebens sei, und alle strahlten sie an. Eine große und tiefe Freude halte sich ausgebreitet. Bevor Mama und Gudrun das Zimmer verließen, um das Brautpaar allein zu lassen, machte Mama mil Friedrich Wilhelm aus, daß die Verlobungsfeier am Dienstag hi®r in der Au stattfinde und daß sie selbstverständlich seine ganze Familie erwarte. »Heute sind wir alle um ein Stück gewachsen«, sagte die Mutter beim Abschied zu Friedrich Wilhelm, und alle verstanden sehr gut. was sie damit meinte. Kurz vor dem Mittagessen begleitete Bianka den Geliebten ein Stück in die Au, Gabriele und Arnulf Pleß kamen ihnen entgegen, gratulieilen ihnen und erfuhren von der häßlichen Szene vor dem Haus und von dem ungi'störten Verlauf der Aussprache mit der Mutter. Beide wurden sehr gelobt. Gabriele meinte zu Arnulf, daß er in der .Au zu Mittan essen solle, da d^r Vetter bestimmt nicht zurückkommen werde. Arnulf w'lliate ein, und Friedrich Wilhelm nahm es auf sich. Poloniu« zu benach-richtidCTi. daß er allein zu Mittarj speisen solle. Nlemtind sprach ein Wort über die ganze Sache, auch Friedrich Wilhelm nicht, als er glückstrahlend in den Schwirzen Hof zurückkehrte und die rinl.iHimg für Dienslaq überbrachte. Ste-l4uii« wüJd« lelbstverctändlicb un- terrichten. Moreli erschien nicht zum Essen. Arnull Pleß nahm seinert Platz ein. Er hielt eine kleine sympathische Rede auf das glücklich verlobte Paar. Alle stießen an und tranken auf sein Wohl, auch die Magd Mathilde, die sich schnell ein Glas holen mußte. Spät in der Nacht kam Stefanie aus Hall zurück. Der Himmel hatte sich leicht bedeckt. Kein Stern luqte hervor. Als sie die Mariannenvorstadt, in der einige Laternen brannten, verließ und die Aü betrat, umfing sie Dunkelheit, Nui langsam gewöhnte sich das Auge daran. Im Pfauenhof war bereits alles zur Ruhe genan-gen. Nun gingen auch die Lichtei des Bahnhofs aus. Ganz fern polterte der Zug, der nach Forchlenberg iuhr. Zur Dunkelheit fügte sich bald auch die Stille. Stefanie Uth hörte nur ihre eigenen Tritte und das leise Janken des Rockes. Nichts regte sich. Unbeweglich stand die grauschwarze, milde Luft. Kein Vogel wai z\i hören. Nicht einmal die Grillen zirpten. Der letzte Fall. Plötzlich überkam sie lähmende Furcht Sie war in der Mitte des Auwegs stehen gebliehen. Sie erstarrte zu Ei«, Die Geräusche schlurfender Schritte waren an ihr Ohr qodrungert. Sie knnien langsam auf sie zu. zögerten, kain(>n Doch dichter httfaui, und dauji blieb eiu liefschwarzer Schatten vor ihr stehen. Nie im Leben hatte sie Furcht gekannt. Jetzt aber fürchtete sie vor Angst und Grauen umzufallen Sie vermochte kein Glied zu rühren. Sie wollte schreien, brachte aber keinen Laut hervor. Nun begann ihr Herz wie rasend zu pochen, da sie, immer deutlicher die Nähe des Wesens verspürte, das unmittelbar neben ihr stand. Aber plötzlich, Wie mit einein Schlage, war alle Furcht verschwunden, Ein Dürft, eine einmalige Witterung hatten sich ihr mitgeteilt »Mama«, fragte sie mit versagender Stimme, »was tust du hier auf dei Straße, in dieser Dunkelheit?« »Ich fürchte mich nicht«, erklanq die erzürnte Stimme dei Mutter, »aber mich dünkt, du solltest daheim bleiben wenn du dich fürchtest, durch die Nacht zu gehen,« »Ganz plötzlich überfiel mich die Furcht.« »Fort-fort. oder Ich schlage mit dem Stock auf dich ein!« Die Stimme erklang noch erzürnter, brat^h läh ab, und wieder e-^lönten d e schlurfenden Schritte, Die NUitter entfernte sich in Richtunn Ko-rht*rbrücke. Sie rille ihr nac^ »Abel, Mama, es waren ja nur Sekunden! Nie mehr wieder will ich mich fürchten! Man sein, W/1S rifi willl« 'iFort-fort, oder ich schlag" auf dich ein, Auch wegen des Hotelzimmer« In Hdlllt