VrLmlmeraktouS - Preise Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 46 tr. Halbjährig. . . 4 „ 20 „ «ierteljShrig . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ Mit 6er Post: OauzjShrig...............12 fl. HalbjLhrig............... 6 „ «erteltihrig 3 „ Für Zustellung in* HauS »terielj. 25 Ir., monatl. 9 fr. Einzelne Nummern 6 kr. tj Redaktion Bahnhofgasse 9.. Expedition- & Inserate»-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jgn. v. Klein-mayr & Fed. Bamberg.) JnsertionSpreise: Für die einspaltige Petitzeile ä 4 kr., bei zweimaliger Einschaltung ä 7 kr., dreimaliger ä 10 kr. JnsertionSstempel jedeSmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entspre-' lbender Rabatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Nr. 79. Donnerstag, 9. April 1874. — Morgen: Ezechiel Pl. 7. Jahrgang. Unser Parteiwesen. Die eigenlhümlichen Verhältnisse Oesterreichs spiegeln sich noch immer im Parteileben seiner parlamentarischen Bertretungskörper. Wenn in dem frühern aus indirecten Wahlen hervorgegangenen Abgeordnetenhause nicht selten eine beklagenSwerthe Zerfahrenheit herrschte, so durfte einen das nicht wundern; war doch jenes Parlament nichts anderes als eine Delegiertenversammlung der zufälligen Landtagsmajoritäten. Mehr Halt und Festigkeit, mehr Ueberzeugungslreue und ManneSinuth hätte man vom direct gewählten Parlamente erwarten sollen, allein bald genug, zuerst in der Frage der ökonomischen Krise, am auffälligsten jedoch durch die unselige Abstimmung in der innsbrucker Jesu itenaffaire, wurde es jedem klar, daß selbst in der aus unmittelbaren Wahlen hervorgegangenen Reichsvertretung das Parteiwesen noch jene Unfertigkeit und Zerfahrenheit bietet, wie solche im wohlgeordneten Parlamentsleben nicht Vorkommen darf. Wir haben zwar nicht erwartet, daß ultramontane Tiroler, Anhänger der sogenannten Rechtspartei, czechische Mährer, Polen und Slovenen je eine festgeschlossene Oppositionspartei zu bilden im stände waren; von der Verfassungspartei jedoch durfte man hoffen, sie werde in Fragen des Fortschrittes und des allgemeinen Interesses einmüthig und geschloffen austreten und daS volle Gewicht ihrer Stimmen in die Wag schale legen. Statt dessen sahen wir das unerquickliche Schauspiel, wie die großen Fractionen der Verfassungs-Partei sich im offenen Parlamente zur großen Freude der Gegner befehdeten, wie bei der Abstimmung ein Theil der Verfassungspartei seiner Fahne untren wurde und seine Stimmen mit jenen der Ultramontanen vereinigte, um so fortschrittsfeindliche Beschlüsse zustande zu bringen, welche selbst unserer conservativen Regierung etwas absonderlich scheinen mochten. Wir sahen die parlamentarischen Führer der Linken, die Abgeordneten Herbst, Giskra, Sueß wiederholt von ihren Getreuen im Stiche gelassen, wie Feldherren ohne Armee. Wir wollen hoffen, daß während der gegenwärtigen parlamentarischen Pause die Wähler mit ihren Vertretern in Verkehr treim und selbe an ihre Pflicht erinnern werden. ES kann ja doch nicht Aufgabe einer Volksvertretung sein, auch dann die Wege des Ministeriums zu wandeln, wenn letzteres gegen die Jesuiten und ihre hoben Beschützer besondere Rücksichten üben zu müssen glaubt. Die fortgeschrittenen Wähler Oesterreichs dürfen doch von der Majorität des Abgeordnetenhauses verlangen, daß sie daS Reich nicht noch einmal vor den Augen der Welt arg bloßstelle, wie sie es durch den bekannten Beschluß über die innsbrucker Jesuitenfa-cultät gethan hat. Oder heißt es nicht unsere Kul-tur- und Fortschrittsbestrebungen vor aller Welt lächerlich machen, wenn nicht nur die anderswo aus-gestoßenen Jünger Loyolas sich ungehindert bei uns festsetzen können, sondern ihnen durch öffentlichen ParlamentSbeschluß die Mittel gewähr: werden, auf unserem Boden, in unserer Mitte die Kämpfer und Führer im Streite gegen die Stanisgewalt and die Fortschritlsideen des Jahrhunderts zu schulen und heranzubilden. Gilt es da wirklich Rücksichten zu üben, gilt es wirklich daS Ansehen, die Würde, die P.-.-x-u disziplin der Träger des Verfafsungsgedankene in Frage zu stellen? Freilich erleben wir in Oesterreich mitunter gar sonderbares. So sehen wir Jahr aus Jahr ein eine ungezählte Schar von offiäösm Wohldienern an der Arbeit, die gefammte zurechnungsfähige Bevölkerung fammt den parlamentari-schen Vertretungskörpern ins Bockshorn zu jagen. Da hören wir in allen Formen und in allen Tonarten in die Welt Hinausrufen, das „liberale" Ministerium sehe seinem Sturze entgegen, die Hohenwart und Belcredi's stehen auf dem Sprunge, um eine neue Aera der Reaction und des „Ausgleichs" zu inaugurieren, wofern die Völker Oesterreichs sich mit jenem Ausmaß von Freiheit nicht zufrieden gäben, das ihnen die Herren Lasser und Stremayr in homöopathischen Dosen verabreichen. Bald gilt es die religiösen Gefühle der Tiroler, der Krainer, der Salzburger und Oberösterreicher möglichst zu schonen; daß diese Länder aber eine liberale Majorität ins Abgeordnetenhaus gesandt haben, wird nicht im mindesten berücksichtigt. Bald heißt es, die Regierung habe reiflichst erwogen, wie weitst« gehen Ieuissetou. Stimme und Sprache. Populär-wissenschaftlicher Bortrag des SaiiitätsrattW Dr. Fried. KecSbacher. (Fortsetzung.) Um sich die Formation des Kehlkopfs gut zu versinnlichen, stellen Sie sich am besten einen Siegelung vor, mit dem schmalen Reif nach vorn, mit £ey Siegelfläche nach hinten gekehrt. Dieser Ring der Ringknorpel und ist die Basis des Kehl-W®- Der Ringknorpel geht eben nach unten in 25 Ringe der Luftröhre über. Auf den schmalen sind zwei viereckige Platten aufgesetzt, die , 08 n<*ch außen schief liegen, dadurch eine Erwei-« KehlkopsSraumeS bedingend. Dort, wo die ? ™6»tn nach vorn zusammenfloßen, ist eben « . ,c't® besprochene Adamsapfel. Diese zwei ln i!\ ’W heißen ihrer Form wegen die Schild- orpci. Nach hinten, über der Siegelfläche des «rmgknorpels liegen 2 kleine ungleich dreiseitige, nach .i m ^krümmte, mit dem Ringknorpel durch ""e Gelenksfläche bewegliche Knorpel, die Gieß-ecnnknvrpel. Diese zwei Gießbeckenknorpel stellen Jmt den vorher erwähnten zwei Schildknorpeln wieder die Ringform des erweiterten KehlkopfraumeS her. Hinter der Zungenwurzel und über dem Schildknorpel ragt der Kehldeckel empor, der die Kehlkopfhöhle schließen kann. Geht nemlich beim Essen ein Bissen in die hinter der Luftröhre liegende Speiseröhre hinab, so gleitet er über den Kehldeckel, wie über eine Zugbrücke hinab. Schließt dieser Kehldeckel, der glücklicherweise nie verknöchert, schlecht, oder gelangt ein Tropfen des genommenen Getränkes in den Kehlkopf, so entsteht sofort ein heftiger Hustenreiz. Das ist dasjenige, was man vulgär „sich verkiernen" nennt, oder man sagt mit Außerachtlassung aller anatomischen Kenntnisse wohl gar : mir ist etwas in den falschen Schlund gekommen. Diese Knorpel nun, welche die Höhle des Kehlkopfs in sich einfchließen, find unter sich durch Bänder verbunden und die einzelnen Knorpel unter sich durch einen reichen Muskelapparat zu einander und zu den Organen der Umgebung in das Verhältnis der Beweglichkeit gestellt, so daß sich der Raum des Kehlkopfs nicht allein verkleinern und vergrößern kann, sondern, daß auch der Kehlkopf als solcher einen gewissen Spielraum auf und abzusteigen besitzt. In diesem Raume nun, der vollständig mit Schleimhaut ausgefüllt ist, bildet diese Schleimhaut zwei Paare sich gegenüber liegender Falten, die von vorn nach rückwärts sich horinzontal ausbreiten und zwischen sich eine enge Spalte bilden; die Schleimhautfalten heißen die Stimmbänder, die Spalte btt Stimmritze. Zwischen dem oberen und unteren Stimmbänderpaar liegt beiderseits eine Tasche, nach dem berühmten Anatomen die Morgagni'sche Tasche genannt. Wenn nun die Lungen sich durch ihre eigene Elasticität und durch den Druck, den die Einath-mungsmuskel am Brustkorb auf selbe ausüben, ge-waltsam zusammenziehen, so entweicht die Luft aus der Lunge und geht durch Luftröhre, Kehlkopf und Mundhöhle oder bei geschloffenem Munde durch die Nasenhöhle hinaus. Dies geschieht bei jedem Au», athmen, und umgekehrt bei jedem Einathmen. Stelle ich nun die Stimmbänder, die durch einen Muskel-apparat mehr oder weniger gespannt werden können, so, daß sie die Stimmritze erweitern, verengern und selbst schließen können, stelle ich, sagte ich, die Stimmbänder so ein, daß der vorüberziehende Luftstrom dieselben in Schwingungen versetzt, so entsteht ein Ton. E-ist allen verehrten Anwesenden bekannt, daß ein Ton dadurch erzeugt wird, daß irgend ein elastischer Körper in Schwingung versetzt wird, und zwar nach bestimmten Gesetzen in eine bestimmte Anzahl von Schwingungen. Doch tönen nur die unteren Stimmbänder, die dürfe; man müsse ihr Pertrauen entgegenbringen, fie habe ohnehin das Erreichbare geboten, man dürfe nicht ungestüm drängen, wenn man nicht wolle, daß der schreckliche Hohenwart ans Ruder komme. Eine Erweiterung der consessionellen Gesetzentwürfe etwa Lurch Hinzufügung eines Gesetzes über die bürgerliche Eheschließung wird auf das nachdrücklichste perhorrescierk. Zwar das Ministerium — wird pathetisch erklärt — sei „im Prinzipe" mit den Anträgen deS Ausschusses ganz einverstanden; jedoch die Stimmung in den gewissen „maßgebenden Kreisen" sei eine solche, daß gegenwärtig an eine Verwirklichung der weitergehenden Beschlüsse des Abgeordnetenhauses nicht zu denken, ja daß darüber die ganze konfessionelle Reform wieder ins Stocken gerathen und wohl ganz unterbleiben müßte. ES ist im hohen Grade traurig, es liefert kein günstiges Zeugnis von der politischen Reife eines Volkes oder gar seiner Vertreter, wenn man ihnen mit einer solchen Sprache imponieren kann, wenn «ine Regierung fich mit ihren halben und ungenügenden Maßregeln, eine Volksvertretung mit ihrer jämmerlichen Zerfahrenheit hinter dem Popanz der sogenannten „maßgebenden Kreise" verschanzen, wenn man die gesammte zurechnungsfähige Bevölkerung noch immer mit dieser Vogelscheuche zu schrecken wagen darf. Was steckt denn eigentlich hinter dem Wauwau der „maßgebenden Kreise?" Was weiß man in der jenseitigen Reichshälfte von den „maßgebenden Kreisen?" Würde man in Ungarn nicht jedem ins Gesicht lachen, der es auch nur einen Moment versuchen wollte, damit das Parlament oder die Bevölkerung zu schrecken? Ist es nicht «ine Schande, daß wir uns diesseits immer noch wie Kinder ins Bockshorn jagen lassen und uns scheu in den Winkel verkriechen vor den „maßgebenden Kreisenl" Meint man aber damit etwa gar die Krone und deren Widerstand vor einem gesetzlich zustande gekommenen Parlamentsbeschluß, so erlauben wir uns diesem unwürdigen osficiösen Tratsch die einfache Thatsache entgegenzuhalten, daß noch nie ein Gesetz von beiden Häusern des ReichsratheS übereinstimmend zum Beschlüsse erhoben worden, welches nicht auch sofort die kaiserliche Sanktion erhalten hätte. So und nicht anders ist es gehalten worden mit -den Maigesetzen vom Jahre 1868 (über die neue Schulordnung, die Wiederherstellung des Ehe-rechtes nach den Bestimmungen deS bürgerlichen Gesetzbuches, die Regelung der interconsessionellen Verhältnisse der Staatsbürger) mit der Wahlreform und zahlreichen ändern Gesetzen, ungeachtet man Wochen und Monate lang vom angeblichen Wider- man daher die wahren nennt, denn die Versuche der Gelehrten haben dargethan, daß der Kehlkopf nach Entfernung der oberen Stimmbänder noch anspricht. und nur nach Entfernung der unteren Stimmbänder entsteht kein Ton mehr, nur ein Röcheln. Man nennt daher die oberen Stimmbänder auch die falschen. Wir kennen nun die Entstehung des Tones; der Kehlkopf ist daher rin musikalisches Instrument. Es fragt sich nun, zu welcher Art der musikalischen Instrumente gehört der Kehlkopf nach der Art seiner Tondildung? Wir theilen die musikalischen Instrumente nach der Art ihrer Tonerzeugung rin in Streich, und Blasinstrumente. ES gibt allerdings auch eine dritte Art von Instrumenten, die Schlaginstrumente. Dazu gehört die Pauke, die große und kleme Trommel, der Triangel, das Tamtam, die Glocke ».s.w. Nachdem aber diese Instrumente nicht eigentlich zur Tondildung, sondern meist nur zur besseren JJiar-«erung des Rhythmus benützt werden, so können wir füglich die erwähnte Einleitung acceptieren. Dir Blasinstrumente werden wieder eingetheilt in solche, in welchen der Ton primär erzeugt wird, nemlich durch die Schwingung der Lust selbst und jn solche, wo der Ton durch dir Schwingung einer stunde in den „maßgebenden Kreisen" auf das unwürdigste geflunkert hat. Darum noch einmal, die verfassungstreue Bevölkerung Oesterreichs hat ein Recht, von ihren Vertretern zu fordern, sie nicht durch ein unwürdiges Komödienspiel zu täuschen, sie nicht ihren Gegnern zum Spotte werden zu lassen. Das wird aber der Kall sein, wenn die alte Zerfahrenheit und Unverläßlichkeit fortdauert, wenn nicht die ganze Partei in festgeschlossenen Reihen für die Ideen des Fortschrittes und die wahren Volksinteressen in die Schranken tritt. Politische Rundschau. Laibach, 9. April. Inland. Die einzige Nachricht von Bedeutung, welche die Feiertage gebracht, ist die ofsiciöfe Bestätigung, das Graf Andrassy in der That die letzte Encyklica zum Anlaß einer Note an den österreichischen Botschafter in Rom genommen habe. Am Ostersonntage ist auch die Antwort des Kaisers auf das in der Encyklica erwähnte päpstliche Schreiben abgegangen. Während das kaiserliche Handschreiben den privaten Charakter festhält, wird die Note des Grafen Andrassy als die officielle Antwort Oesterreichs auf die päpstliche Aufforderung an die Bischöfe zum Widerstande gegen die Staatsgesetze zu betrachten sein. Die De-pesche, ein sehr umfangreiches Aktenstück, dürfte im Rothbuche nicht erscheinen, trotz des lebhaften Interesses, das die österreichische Delegation daran nimmt; indessen glaubt die „N. Kr. Pr." nicht, daß Graf Andrassy Anstand nehmen werde, im Verlaufe der Delegationsverhandlungen Aufschlüsse über den Inhalt derselben zu geben. Die parlamentarische Pause wird von den Osficiösen aller Schattierungen dazu benützt, um gegen den Fux'schen Antrag, betreffend die Äus-weisung bet Jesuiten, den Feldzug zu eröffnen. Dir ungestüme Forderung, welche in der amtlichen „Linzer Ztg." vor kurzem erhoben wurde, daß der Antrag freiwillig zurückgenommen werden müsse, ist doch ein gar zu starkes Stück. Die Antragsteller beabsichtigen ohnehin nur in erster Linie einen Protest gegen die mit so großem Missalltn von der Bevölkerung aufgenommene Abstimmung in der Jesuitendebatte. Dazu ist der Antrag vollkommen geeignet, und wenn das Abgeordnetenhaus nicht die schiefen Ansichten bestärken will, die man über seine Stellung gegenüber den Jesuiten sich gebildet hat, so wird dasselbe den Antrag zum mindesten der Vorberathung würdig erklären müssen. Für den OssiciosuS in der „Linzer Zritung" ist es übrigens bezeichnend, daß er in feinen Ansichten elastischen Platte oder, wie man sich technisch auS-drückt, Zunge erzeugt wird. Die ersteren heißen einfache, dir letzteren Zungenpfeifen. Einfache Pfeifen sind die Jagdpfeife, die Papagenopfeife, die Flöte, die Locomotivpfeife. Zungenpfeifen sind Clarinette, Oboe, Fagott, da« englische Horn und die Phys-Harmonika. Jn ersteren tönt die schwingende Luft als solche, in letzteren elastische Plättchen aus Holz oder Metall. Horn, Trompette und Posaune müssen auch als Zungenpfeifen rangiert werden, weil beim Blasen derselben die Lippen des Bläser» Mitschwingen, die daher al« schwach elastische, membra-nöse Zungen betrachtet werden müssen. Das allereinfachste Zungenwerk ist die Maultrommel, die bei uns fast ganz, selbst bei der Schul-jugend außer Mode gekommen ist, wenngleich sie noch immer einen nicht unwichtigen Exportartikel des österreichischen Handels nach dem Orient bildet. Dabekannteste und complicirrteste Zungenwerk ist die Orgel, wenigstens gewisse Register derselben, die Orgel, welche der musikalische und religiöse Sinn des Volkes mit den luxuriösesten Formen zu umgeben liebt; existiert doch in Mailand eine Orgel, die aus Alabaster gebaut ist. Nach diesrr Erörterung wird es uns nun rin leichtes sein, zu bestimmen, zu welcher Art von mu« über den Antrag sich mit der föderalistischen „Reform" Schuselka'S begegnet. In Ungarn häufen sich die Steuerrückstände; man will die säumigen Zahler öffentlich an den Pranger stellen. Wird wohl schwerlich etwas nützen. Das Recepr der Einundzwanzigercommission zur Rettung des Staates ist endlich fertig geworden, aber das Elaborat ist nach dem Urtheil der ungarischen Presse jämmerlich ausgefallen und strotzt von Unrichtigkeiten. Wie immer, wenn es schief geht, wird die Agitation für eine ungarische Zettelbank lebhafter betrieben. Am 6. d. wurde in Pest von einer Versammlung von 2000 Personen eine Resolution in dieser Richtung beschlossen. Ausland. Die Feiertage haben in der deutschen Militärfrage wenig Bemerkenswerte» zutage gefördert. Nur so viel scheint mehr als je gewiß, daß die Fortschrittspartei fich immer mehr in der Opposition versteift, so daß das ganze Schwergewicht nun in dem linken, von Lasker geführten Flügel der Nationalliberalen zu liegen kommt. Das der Reichskanzler keinen direkten Antheil an der Militärdebatte mehr nehmen wird, bestätigt sich nunmehr auch durch die Nachricht, daß er für den Juni eine Kur in Salzschlief bei Kassel in Aussicht genommen hat. Die französische Regierung sucht die Richtigkeit der Nachricht der ihr jedenfalls sehr unangenehmen Flucht Rochefort's in Frage zu stellen. Die osficiösen Organe des Cabinets, insbesondere das Journal de Paris und die Liberty ziehen die Nachricht in Zweifel, weil bisher noch keine Bestätigung derselben vom Generalgvuverneur von Neu-Ealedonien, Gauthier de la Richerie, eingetroffen ist. Bekanntlich steht Noumäa nicht in telegraphischer Verbindung mit der übrigen Welt, der Gouverneur müßte demnach seine Meldung zuerst mittelst Dampfschiffs nach Sidney senden. Andererseits liegen zwei telegraphische Berichte des französischen CvnsulS in Sidney vor, welche beide da» Eintreffen Rochefort's und seiner fünf Schicksal«, genossen melden. Endlich enthalten die pariser Blätter ein Telegramm der Agence Havas vom 3. d. aus Sidney, wonach die Flüchtlinge sich weigern, Details über die Art ihres Entkommens mitzutheilm, da sie befürchten, durch dieselben ihre Freunde zu compromittieren. Rochefort muß demnach doch wol in Sidney sein. Die Wahlen vom 29. März beschäftigen noch immer die pariser Journale, und es wird immer klarer, daß daS Resultat derselben zum Ausgangspunkt einer Wendung in der politischen Situation werden dürfte. Da» Septennat, wie Broglie es versteht, nemlich als Waffenstillstand der Parteien, sikalischen Instrumenten der Kehlkopf gehört. Er gehört zu den Blasinstrumenten, und zwar ist er eine Zungenpfeife und unterscheidet sich von den Zungenpfeifen, die von Menschenhand erzeugt werden, nur dadurch, daß in diesen die Zunge frei schwingt, während die Zungen des Kehlkopfs paarig und an beiden Enden fixiert sind. Man kann also von einem Menschen, der singt, mit Recht sagen, er pfeift auf seinem Kehlkopfe. Es ist daher ganz gewiß eine Vernachlässigung eines herrlichen Gottes-gescheutes, wenn der Mensch nicht singen lernt, daher diejenigen, die nur sprechen, aber nicht singen können, die also einen Kehlkopf besitzen, ohne ihn zu spielen, dem Manne gleichen, der sich der Mode zu lieb ein Elavier in seinen Salon stellt, ohne darauf spielen zu können. Der Kehlkopf ist al» musikalisches Instrument betrachtet am besten der Orgel vergleichbar. Die Lungen sind der Blasbalg, die Luftröhre entspricht der Windlade, der Kehlkopf dem Stimm« kästen, die darin befindlichen Stimmbänder den Orgelpfeifen, die Morgagnische Tasche dem Resonanzboden, das Ansatzrohr der Orgel dem Rachen, der Mund- und Nasenhöhle. (Fortsrtzung folgt.) mit dem verstümmelten allgemeinen Stimmrecht ^ gemäß oufgeroätmt. Der Kömz fchr und einer orleanistischen zweiten Kammer ist un- da» Domkapitel zu Cleve: „Ich h,de möglich geworden. Die Legilimisten sind entschlossen lenden Hieb ausführen konnte, wie es bei Abra Ham geschah, als er seinen Sohn dem Jehovah opfern wollte. — Ungarische Gesetzgeber. Zwischen den beide« Abgeordneten Csernatony und Helsy ist eine Zeitung-Polemik von sehr erbaulichem Charakter im Auge. Csernatony sagte unter anbetm übet seinen Kollegen Helsy: Er bekomme nur dann einen Knochen zugeworfen, wenn derselbe bereits von Ernst Simonyi abgenagt worden. Daraus erhält nunmehr Csernatony folgende Antwort: „Der von ©imonyi "bgenagte Knochen ist nach kein fo große« Unglück. Csernatony ist in ganz anderer Lage; er bekommt das vorgeworfen, mafl Roloman lisza — bereits auf> gegeffen.- — So sprechen zwei ungarische „Gesetz geber" mit einander! ' — Sprüchlein von Friedrich dem Großen. Einige Krasisprüchlein Friedrichs de« Zwei ehen ließ, daß dieselben ihre Lehrlinge zum Schuld >esuche anhallen müßten, und daß für den Fall der Nichtbefolgung dieses Auftrages den Lehrherren mit Strafen gedroht wurde. Diesem Aufträge kam mau nach, allein nach wenigen Tagen wurden nahezu 400 Lehrlinge auS der Schule entlassen, die wegen Mangel» einer ändern für sie bestimmten Schule jetzt ohne Schulunterricht find. Da die» sehr bedauerlich und eine Ordnung dieser Angelegenheit sehr nothwendig ist, beantragt er, daß sich die Kammer wegen geeig rietet Abhilfe an den k. k. Landesschulrat h wenden mögt. Der Herr l. s. Comnussär, Seine Durchlaucht Fürst Metternich bemerkt, daß die mit UnicistÜ-tzung de» Ministerium» gegründete gewerbliche Schule nur jenen zugänglich sein könne, die die nöthige Bor bildung haben, und daß höchst wahrscheinlich nur jene Lehrlinge au» der Schule ausgeschlossen wurden, welche jene nicht befaßen. Herr KR. Albert Samassa gibt die Aufklärung, daß es nicht anders kommen konnte, weil die Gewerbefchule nicht für jene gegründet wurde, die nicht lesen und schreiben können, da die» nach den gegenwärtigen Gesetzen in der Volksschule zu geschehen habe. In vier bi» fünf Jahren wird dieser Uebelstand gewiß behoben fein, allem fo lange kann man nicht warten, unb e» wäre daher dafür zu sorgen, daß eine Vorbildungsschule in» Leben gerufen werden möchte. Um bieS zu erreichen, wäre am wirksamsten, sich an den OrtSschulrath zu wenden, und er stellt fammlung der Mitglieder der philharmonischen Ge» 'ellschast stattfinden, um über die vom „Flinfer-Co-mite" revidierte» Statuten endgiltigen Beschluß z« affen. Den Mitglieder» dürfte jedenfalls der in un* crem heutigen Blatte vom Gomite veröffentlichte Mo« tivenbericht einen wesentlichen Dienst zur schnellere» Orientierung über die als zweckmäßig und nothwendig erachtete» Abänderungen, erweisen. — (Winke für Schulinspectoren.) Folgende treffliche Winke ertheilt den Schulinspectoren der in Graz lebende LandeSschulinspector in Pension A. R. von Wilhelm: Die Schuliuspection muß sich aus Wahrnehmung unb Würdigung aller an Lehrer unb Direktoren zu stellenden Forderungen, sowie aller "iir Unterricht und Erziehung zu beachtenden Momente a» sich und inbezug auf den Gesammtzweck der Schule «flttlcn. Dies geschieht nicht und sie verdient gar nicht de« Namen einet Inspektion, wenn sie sich auf Abhaltung einet Prüfung beschränkt, weil eine Prü-ung nicht immer mit Sicherheit ersehen läßt, ob da» Resultat durch den vorschriftgemäß ertheilten Unterricht und nicht vielleicht, besonders wenn die Zeit bet Inspektion voraus bekannt sein konnte, durch eine eigene Vorbereitung oder zum Theil durch Mitwirkung äußerer Einflüsse, namentlich häuslicher Nachhilfe für manche Schulet erzielt wurde und ob nicht etwa, z. B. in 6er Volksschule, wie eS ehemals bei VolkSschulprüfungen nicht selten geschah, die besseren Schüler, aus verschiedene Plätze in allen Bänken versetzt, durch ihre (zuweilen bloS eingelernten) Antworten die Leistungen der ganzen Klaffe darzustellen hatten. Der Inspektor hat den unterrichtenden Lehret zu beobachten und sich z« überzeugen, ob die UnterrichtSthätigkeit den Forderungen entspricht, von deren Erfüllung der Erfolg abhängt, und die Inspektion hat weder den Gang deS Unterrichtes zu unterbrechen, noch die an der Anstalt angeführte Ordnung in den die Schule betreffenden Geschäften zu stören; diese Ordnung und den geregelte« Gang des Unterrichtes wahrzunehmen, gehört ja eben auch zur Aufgabe der Inspektion. — (Ein ungeheueres Unglück) hat die Stabt Braunau in Oberösterreich getroffen: Am 28. und 29. v. M. wurden 73 Wohnhäuser ein Raub der Flammen, 150 Familien sind obdachlos. Der Ge-sammtfchaden beträgt nahezu 800,000 fl., das Elend ist grenzenlos, Hilfe bringend nothwendig. DaS HilfS-comite in Braunau appelliert auch an bie Humanität aller Bewohner KrainS unb nimmt Spenden jeder An dankbar entgegen. Ausweis über den Stand der Blatternepidemie in Laibach vom 3. bis inclusive 5. April 1874. Born letzten Ausweise sind in Behandlung verblieben 15, zugewachfen 1 Weib, genesen 4, gestorben niemand, in Behandlung verblieben 12. — Seit Beginn der Epidemie sind 402 an Blattern erkrankt gemeldet worden, von diesen sind 316 genesen und 74 gestorben. Im landschaftlichen Fil ialf pitale in der P olanavorstadt waren am 2. April d. I. 15 Kranke, da 2 zugewachfen sind; am 3te» April d. I. 13 Kranke, da 1 zugewachfen und 3 genesen sind; am 4. April d. I. 11 Kranke, da 1 genesen unb 1 gestorben ist; am 5. Avril d. I. 11 Kranke unverändert. Siadtmagistrat Laibach, am 6. April 1874. «tngeseudet. Motivenbericht zum Statutenentwurfe der philharm. Gesellschaft. Nachdem der vom FUnser-Comitö des philharmonischen Vereins verfaßte Entwurf der Statuten zur Bertheiluna _ unter die Mitglieder gelangt ist, glaubt ihnen das Lomite °..n.ch jj* «»«. «•. » w--.° ”TiÄÄÄ: Errichtung einer Bordildungeschule für Lehrlinge an ^1, Vereinsstatuten, welche aus dem Jahre 1871 herrühren, den OrtSschulrath wenden. De,felde wurde angenommen, adligen« »och nicht in Druck erschienen, und deren 35er-— (Die neuen Statuten der philbar- gleichung mit ihren Vorgängern, den Statuten vom Jahre « i t *; n 1 <&nnntnn 1.863 lind jenen vom Jahre 1849, ließen auf den ersten montschen Gesellschaft.) Misten «ountag erkennen, baß im Verläufe der Zeit eine »war allmälige, den 12. b. M. wird im hiesigen Redomensaale um obfr um |0 durchgreifendere Abbröckelung der statutarischen 11 Uhr vormittags die außerordentliche Geveralver- Rechte der Mitglieder sich vollzogen hatte; ja, daß ihnen» außer der Theilnahme an den Gesellschastsproductionen gegen Entrichtung des statutenmäßigen Beitrages, kaum eine andere Jngerenz in die Vereinsangelegenheiten verblieb, als jährlich einmal zwölf Namen aufzuschreiben, deren Träger sohin in den nach ihrem Belieben unter sich vertheilten Rollen ungebunden walten konnten. Die jeweilige Direktion war eigentlich der Verein, die Gesammlbeit der Mitglieder aber kaum mehr als ein außer dem Vereine stehendes Publicum, welches unbekümmert um die Angelegenheiten der vesellschaft den Beitrag einfach als Entr>?e für die gebotenen Productionen entrichtet. In naturgemäßer Lonsequenz dessen schlichen sich denn in die völlig nucontrolierte Administration der Vereinsangelegenheiten vielfältige Uebelstände ein. Einem so ungesunden naturwidrigen Verhältnisse gegenüber glaubte das gewählte Comitö keinen Angenblick zögern zu sollen, eine vollständige Revision der Statuten vorzunehmen und der Gesellschaft in Vorlage zu bringen; ja es faßte dies als eine Pflicht auf, bedenkend, Laß eS sich nicht um einen bloßen Unterhalinngsverein, sondern um eine Gesellschaft handelt, die nach ihrem ausgesprochenen Zwecke der Förderung der musikalischen Kunst in Äraitt dient und in Erfüllung dieser Mission eine eigene öffentliche Musikschule erhält. Die Erkenntnis der Natur des Uebels führte von selbst auf die Wahl des Heilmittels. Es galt einerseits die Tätigkeit und Function der Direktion zu regeln, anderseits der in der allgemeinen Versammlung der Mitglieder repräsentierten Gesellschaft die ihr zuflehende Oberaufsicht und Einflußnahme auf die gesammtcn Vereinsangelegenheiten zu sichern. Die bisherigen Statuten gipfeln in der die absolute Vollgewalt der Direktion proklamierenden Bestimmung des § 12 derselben: „Die Leitung der Gesellschaft wird von der Direktion besorgt," und in dem die Ohnmacht der Mitglieder charakterisierenden § 8 derselben, welcher sub Z. 8 den Mitgliedern das praktisch werthlose Recht der „Einsicht" >» die Gebarung mit dem Vereinsvermögen einräumt. Dem gegenüber wurden vom Comite in dem neuen Statuteneutwnrse die Agenden der Direktion inbezug auf die verschiedenen Zweige ihrer Thätigkeit, als: die Musikschule uud deren Fortentwicklung, die Gesellschaft^ Productionen, die Vermögensverwaltung rc. in § 16 speciell aufßezählt, zugleich aber ist darin auch die Pflicht festgestellt, in jeder dieser Richtungen der Gesellschaft die verlangte Rechenschaft abzulegen. Die korrespondierenden Rechte der Plenarversammlung der Mitglieder enthält der 8 19 des Statutentwurses, in welchem sub Zahl 10 ihr überhaupt das Recht gewahrt wird, jede den Verein betreffende Angelegenheit in «erathnng zu ziehen und darüber zu entscheiden. Prinzipiell liegt dieses Axiom im Wesen des Ver eines, da jedes von ihm gewählte Organ, mag es nun Ausschuß, Direktion oder wie immer heißen, nur als dessen Mandatar, unter dessen Controle handelt; praktisch ist es nothwendig, damit der Verein eintretenden Falles in direc tem Wege sanieren könne, was etwa die Direktion in der «ineit oder ändern Richtung verfehlen würde. Weiters erschien dem Gomite die in § 18 des Statu-tenentwurfes aufgenommene Bestimmung erforderlich, nach welcher die im Anhänge desselben enthaltene Geschäftsordnung und die Instructionen als Theil der Statuten filr die Dircc'.ion bindend sein sollen, während sie bisher dem Ermesse» der jeweiligen Direktion anheimgestellt waren und itn Mitgliedern unbekannt blieben. In demselben wird die @efd\ijtipt'.unblutig in den Plenarversammlungen und in den Lirccuonssitzungen, ferner die Art uud Weise der Vornahme von Wahlen normiert, es werden darin einige Grund-ziige zur Organisation, Pflege und Hebung der Musikschule ausgestellt, die Beiziehung der vorzüglichsten Schüler zur Mitwirkung bei den Gesellschaftsproductiouen angeregt, die Zustellung der Eintrittskarte» zu denselben geregelt und die jRotfjroeiidigleit der Obsorge für die pünktliche Zustellung ‘ hervorgehoben ; es sind darin die Vorschriften enthalten über die Verwaltung und Wahrung des Gesellschaftsvermogens, über die Kassesühruug uud deren Scontriernng, sowie zur Erhaltung der Ordnung inbetrefs der Sitzplätze und zur Hintanhaltnng der Störungen durch verspäteten Eintritt bei den musikalischen Productionen it. s. w., durchaus Gegen stände, die das Interesse und die Rechte der Mitglieder wesentlich berühren und nicht dem Belieben der dem jährlichen Wechsel unterliegenden Direktion anhein,gestellt bleiben bür* sen. Das Comitö konnte sei» Auge vor den Mängeln nicht verschließen, die in den eben dargestellten Beziehungen seinem Blicke sich ausdrängten. ES genüge, ein paar hier speciell hervorzuheben. Die Musikschule, statt das Lieblingskiud deS Vereines zu sein, wurde sie zum unbeachteten Stieskinde der Direction Ohne Lehrplan, ohne eingehaltene Scbulotbmnici, ohne irgend ein harmonisches Zusammenwirken zwischen Di-rection und Lehrern, mit einer zum mindesten höchst unge-nüqenden Ueberwachuug, ist sie statt einer organisch emge richteten Lehranstalt mit ein Konglomerat vereinzelter, dem Privateiser der betreffenden Lehrer überlassener, musikalischer Uittcrrid)tÖfäcfccv. Alö eilt fybefoft wuttfcct Punkt inuft ferner die Uuverläßlichkeit, die Unordnung bei der Zustellung der Programme und Einladungen zu deii GesellschasiLproductionen und Versammlungen hervorgehoben werden. Wenn auch an sich von nur untergeordneter Bedeutung, inacht sie im ©er-fiuölebcii sich doch sehr unangenehm fühlbar. Das lüomito verkennt nicht, daß für vereinzelte Unterlassungen solcher Zustellung nicht den DircciionSmilgliedern die persönliche ■Verantwortung ausgebürdet werden kann; aber wenn die _______________________ »ruck vom San. v. xiciuKaQr * Ked. «a«bern in ra,»ach Unordnung jahrelang fortdauert, wenn einzelne Mitglieder continuieriich sich keiner ändern Zustellung Vonseite der Ver einSdirettion erfreuen als der ihnen von einem Halbjahr zum ändern präsentierten Quittung über den zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag, ohne daß Abhilfe geschafft wird, so deutet dies wohl auf offenbaren Mangel an pflichtmäßiger Überwachung und hat den Anstritt von Mitgliedern zur Folge, die sich die Vernachlässigung nicht mehr länger wollen gefallen lassen. (Schluß folgt.) proöemaöfen. Das gefertigte Cvmitö beehrt sich hiemit zu den anläßlich der bevorstehenden Gemeinderathswahlen zu veranstaltenden Probewahlen einzuladen. Dieselben finden statt: Für den II. Wahlkörper: heule Donnerstag den 9. April l. I. Für den I. Wahlkörper: Freitag den 10. April l. I. Sämmtliche Versammlungen, um deren pünktlichen und zahlreichen Besuch seitens der Herren Wühler dringendst ersucht wird, werden im Casinoglassalon abgehalten und beginnen jedesmal abends 7 Uhr. Laibach, am 9. April 1874. Pom EenIralwahlconM des const. Vereines. Allen «ranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin und ohne Soßen. Revalesciere du Barry oon London. Äetnc ÄeauRett tmr.ag der bcltcate» U.Tfcl.scitr. da Barry *r it dieselbe ohne Medizin und ofcne Soften all. «tk erstehen, tmb 61 Kegen», Werten«, Brust-, Lungen,, Leber., Drülen-,' «»leimhaut., Ithem«, Blasen- neb »icrenleidea, Tuberculosi, «chwiodtucht, *fthma, •nsten, UneetbenllMett, Berfiopfung, Diarrhöe», «ihlallofigleit. 8»B>ä»e, Hämorrhoiden, wassersniht, Fieber, Schwindel, «lutanfftei. Itn, Ohrenbrausev, UeWteit und Erbrechen selbst «ährend der Schwa». lerschast, Diabete», Melancholie, Ubmageruna, «heomattSwn« Gicht Sletchlncht. — te«iSge an« 75.000 Sertif ■ — - ■ sucht. — *c«|8ge an» 75.000 Bertittcaten iibee 1 ... >2er Medizi» widerständen, werden a»f Berlange» fenuco eingefendet. evefungeu, die ■ eingefenbet. Erwachsene» Nahrhafter all Fleisch erspart die BeralMcii« bei ind Äiuber» ffinfitamal ihre» Prei» in Stjneien. On Blechbüchsen von ein halb Psnnd st. 1-50, 1 Bsd. fl. 8-50 I Pfd. fl. 1-50, 6 Pfd. 10 R., 18 Pfd. 80 fl., 84 Psd. 36 g. - Ke-nüeecitre-Biionlten in Büchse» 1 fl. 8 50 und fl. 4'SO. — Bevalesoitr« koeoUW« in Pulver nnd in Tablette» für 18 lafscn fl. 1 50, 84 Taffer 1. 8 50, 4- Taffe» st. 4*60, in Pulver für 180 Taffe» fl. 10, für 88t täfle» fl. 80, für 676 Laster fl. 36. — Zn dezie-ea durch Barry d» s a rr y t 6 o m «>. ln Wien, Wallttsohgaeee Er. 8, inLalbaotl >ei E. Mohr, sowie 1» alle» Stadle» bei ante» «potheler» nab 6$c» .ereihLndl-rn, auch versendet da« wiener Om* »ach alle» »-gerben gegen Poüanweisnug »der Vtachnabme. Witterung. Laibach, 9. April. Trübe, schwacher Südostwind, srischer Schneefall auf den nahen Bergen. Wärmen morgens 6 Ubr + 53', nachmittags 2 Uhr -s- 10 2° C. (1873 + 118«, 1872 4- 100 C.) Barometer im Fallen 72741 Millimeter. DaS gestrige TageSmittel der Wärme 7'5°, um 14" unter dem Normale. Der vorgestrige Niederschlag 175 Millimeter, der gestrige 4 60 Millimeter, Regen. «ugelaramcnc Fremde. Am 11. April. Hotel Stadt Wirn. Höller, Fabrikant, Toplih. — Böcker, Reisender, Wien. — Bassani, Handelsmann, Mantua. — Buckenmeyer, Reisender. Wien. — Pugel, «Lommis, Billa». — Puhar, Pserdel>ändler. «lagensnrt. Reinlmdt, Stuttgart, -f «adovina, Commis, ttilli. — Stiebet, «raz. — Koch, Professor, Älanscnbiirg. — Dr. Jamerek, Regimentsarzt, Marburg. Hotel Klefwnt. Mosche, «aufm., Wippach. — Pi», l. t. Militürintendant, Äraz. - Rabii, RadmannSdors. — Habjan, Billach. — Wascher, Dresden. Mol*reu Tiiar, Aeifniz. — Anna Oberster, Reifuiz. Verstorbene. Den 7. April. Agne» Utmar, Jnstiliitearme, 793., Bradischavorftadt Nr. 1, Echlagfluß. Den 8. April. LukaS PttrooW, Bettler, 80 I, Eivilspital, i'uiigeiteiiiztliibiiiig. — Anna Stjnaf, Magd, 37 I., £ tobt Sir. 139, Schlagslub. 3m k. k. GaruisonSsPitale vom 29. Miirz bis inclus. 4 April 1874. Anton «uly, 3nfanterifl im 46 Juf.-Reg, Gehiruliih-mung, uud Andreas Nemeth, Unterkauoni>r de« 12. Artillerie-Regiineni»._______________________ Lebensmittel Preise in Laibach am 6. April 1874. Weizen 7 fl. 10 fr.; Korn 5 ft. — kr.; Gerste 4 fl. 20 kr.; Hafer 2 fl. 90 kr.; Buchweizen 4 fl. 70 kr., Hirse 5 fl. — kr., Kukuruz 5 fl. 20 kr., Erdäpfel 3 fl. — kr., Fisolen 6 fl. 60 kr. pr. Metzen; Rind« schmalz 54 kr.. Schweinfette 42 kr., Speck frischer 38 kr.. Speck geselchter 42 kr. pr. Pfund; Eier 1*/, kr. pr. Stück; Milch 10 kr. pr. Maß; Rindfleisch 26 tr., Kalbfleisch 28 kr., Schweinfleisch 34 kr. pr. Pfund -Heu 1 fl. 10 kr., Stroh 75 kr. pr. Zentner; harte» Holz 7 fl. 50 kr., weiche« Holz 5 fl. 10 kr. pr. Kloster. Ein großer Pferdeftand satntUf Wagenremise, Futterboden und Schlas-stätte für den Kutscher ist in der Gradischavorstadt sogleich zu vermielhen. Auskunft ertheilt das Annoncen-Bureau iit taiBach, FUrstenhos 206. (230—1) Ein ist in der Meine Hais-Nr. 45 nächst der Franzensbi-iicke, zu Michaeli l. J. beziehbar, zu vermiethen. Näheres daselbst bei (217 -3) M. Ranth. Einige hundert (Eiferiüuljiiarßeitcr für Erdarbeiten finden auf die Dauer von 1'/, Jahren Be schäftigung. Die Ausnahme findet in der Kanzlei der Bau-Unternehmung zu Stein am Rhein, Canton Schaff-haueen, statt. (229—1) Wiener Börse vom 8. April. Staatsfonds. ; «eid bperc. Rente, Sst.Pap. 68.26 bto. bto. 6R. in 6116.1 74 iS Lose voll 1854 ... .1 »8.25 tofe voll 1860, galllt: 103.50 Sole von 1860, flrunfl 111.Ho ytämienl». e. 1864 158.75 Gründend. - Obi. eictentüeg. 73.— angaen jo. . 6 „ | 78.75 Actlen. «nglo-Bank........... ItctitenRelt .... Depofllellbank .... Llcomplc-illlstalt . . iHanco - Sollt - . ■ ßenteUiant........... LLndelbankenverein. . »lauonalbanl ... Oesterr. allg. Ba»k . CeR. «alllgesells. . . Union - Bank . . . . Bereinetanl.......... verkkhr«d»lll........ Blteit-lBabti -itarl.VuMrln-8aen. . Raif. eil|abel6-8abtt. Reif. Ar,ll,-0,ses«d.. 6taatfba6ll . . . •ebbjt» ....... Ware 69.35 74.3*. 98.75 103.76 111.75 189.- 73 50 74.C0 189.>6 194.7? 83.— 855.- 33.50 8 *.~ t>67^-58 -800 -118.60 16.50 102 — 180. *51.60 194 60 19«.-813.-143.50 1X9.75 195.-34.. 860.-34-83. - 961. 69.-201.— 119-17.-10260 18».-862.50 lt*5 50 197-814. 144. Pfandbriefe. lüg. ölt 8ob.»$reblt. bto. in 33 3......... itattox. ö. w........ Ing. Bod.»ran*-3o(eff-8»tn . Oeft. »torbwestbahll. eicbcitbiltgct........ etamlbablt............ SUbb..«cI.,ll 500 ftt. bto. Sou» 6 »St. Lose. irebit < l1........... 8iubelf«i.$........... Weohs«il(,S'jyion.) Augdb. 100 n. fübb.lB. ‘>tqntl. 100 fl. „ „ Hamburg....... ont>on io Vf. 6tetL v»ri» 100 gtaict . Münzen. iu*9Ti8ci|ni4r . . , Äaffenf^eini .j 1.67 s |i.67 s ................. so ioü.-. Veld Ware 94.50 95.— 84 26 85.75 90 — 90.15 86.- 86.50 10‘J.~ 10225 96.- 96,25 82.60 83.- 186.60 110.- 110.25 96.- 96.25 164.- 165.— 18.60 13.— 94.30 94 fO 94.65 94 80 66.80 65.40 112.40 118.5« 44.40 44.50 6.19- 6.30 - 8.9»- 9. Trlegraphischrr Curöderickt am 9. April. Papier-«ente 69 20 — Silber-Rente 74--------------1860er Staatö-Aulehen 103 70 — Bankactien 960 — Lredil 19ü 25° — London 112 40 — Silber 105'85 — 20- Franc«-Stücke 8-99. Verleger und für die kiedaction verantwortlich Oltomar Bamberg.