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In Montreux sind zur beit die Abgesandten der ägyptischen Rcgie-l'üng unter Führung des Ministerpräsiden-(ch N a h a s Pascha und der an den (ap:tulationsverträgen beteiligten Staaten sammelt, um über eine Aufhebung dieser Einschränkung der ägyptischen Souveräni-mt zu »erhandeln. Die europäischen Mächte haben früher — 41,b zwar geht das bis ins 11. und 12. Jahr Ändert zurück, wo die italienischen Stadt-waten mit den islamitischen Staaten des Mtens solche Kapitulationen vereinbarten ch mit einer ganzen Reihe orientalischer “chateit Verträge abgeschlossen, die ihre eichen Staatsangehörigen von der Gerichts« övkeit dieser Staaten ausnahmen. Die mit , Ägypten vertraglich vereinbarten Kapitu-Qtiotten stammen noch aus der Zeit der tür Zchen Herrschaft. Sie sind dann 1876 iuso-etwas gemildert worden, als „Gemischte . Michtshgfe" aus Vertretern der curopäi-.pMl Mächte und der ägyptischen Justiz «in wurden, die für alle Zivil- und Hmv Mssachen zwischen Ausländern verschiede-Ct Nationalität und zwischen Ausländern itb Einheimischen zu urteilen haben. Ihre . Msfprcchung stützt sich auf ein Gesetzbuch, ltl italienisches und französisches Recht gründe liegt. Es war immerhin nokven-t.9' die Europäer einer solchen Sonderge-- Msbarkeit zu unterstellen, da die islamiti !$ett Gerichtshöfe nach mohammedanischem m, das europäischen Rechtsbegriffen viel M fernstehen, entschieden. ^.^vzwischen hat sich aber insofern ein J'anbel vollzogen, als dieses alte moham« „^anischp Recht auch in Aegypten nur iatf 6ei Familien- und erbrechtliche» Streit und bei Rechtsfragen der frommen Ö lungen gilt. Im übrigen aber ist die t,„ lifche Gesetzgebung in europäischem Sin modernisiert worden. Ämn nunmehr nach Aufhebung der Ka« ^Ütotioncn auch Ausländer, die beispiels-$3? in Strafsachen bisher ihren eigenen ^.Nufargerichtcn unterstehen, übrigens in ihJ und Handelssachen auch dann noch, lirtiy. e5 i'bf) um Ausländer gleicher Ratio« handelt, in Zukunft vor die einhei« beut n ügYPtischen Gerichte kommen, so 5 c« das natürlich einen empfindlichen tz "9Uff jn yc„ seitherigen Rcchtszustand. Heu ' das sich. dem ägyptischen Verlan-fiiK^^undsätzlich nicht widersetzen will, »er« insofern zu bremsen, als es eine aus-ikz^ude Uebergangsfrist festgesetzt haben dü das Maß dieser Frist scheinen (chi-v Ostungen auf beiden Seiten sehr v«r ^n zu fein. gJ5, r i ch, 15. April. D e v i s e n. Beo-y0J 10, Paris 19.575, London 21.53, Rew-tein 438 75. Mailand 23.075 Berlin 177.35 "n 80.90, Prag 15.33. ' Unterhaus-Sieg des Kabinetts Baldwi Der Mißtrauensantrag der Labour Varty vom Llnterhauö verworfen / Englands Haltung zum Gpanien-Vroblem / Ein wohlgemeinter Vorschlag Churchills London, 15. April. Vor den dicht gefüllten Abgeordnetenbänken, Galerien und Diplomatenlogen fand gestern abends die große Aussprache über den von der Labour Party eingebrachten Mißtrauenantrag gegen die Regierung statt. Hauptredner war der Führer der englischen Arbeiterpartei Major Attlee, welcher eingangs erklärte, daß Nichteinmischungsabkommen verbiete keineswegs den Handel mit Spanien, selbstverständlich unter der Bedingung, daß die Schiffe nicht Munition und Waffen mitführen. Anderseits sei das Regime Franco nicht international anerkannt, denn es handelt sich lediglich um aufständische militärische Formationen, die sich der legalen Regierung widersetzt hätten. Aus diesem Grunde sei dem General Franco auch nicht der Charakter einer kriegführenden Partei zuerkannt worden. Die Blockade, die General Franco durchführe, sei illegaler Natur, weil sie mit einer Reihe international rechtlicher Bestimmungen zusamenstoße. Als auch einige Abgeordnete an den Außenminister Fragen gerichtet hatten, erhob sich Außenminister Eden, um in einer längeren Rede die Kritiken zu beantworten. Der Minister erklärte im Zusammenhänge mit der Blockade-Angelegenheit, daß die englischen Dampfer den Schutz der britischen Kriegsflotte bis zu der spanischen Seehoheitszonne drei Seemeilen von der Küste entfernt genießen würden, wenn sie sich diszipliniert verhalten. Sollte daher ein britischer Dampfer außerhalb der spanischen Hoheitszone angegriffen werden, so würde er den denkbar größten Schutz der englischen Kriegsschiffe finden. Die Lage sei jedoch bei Bilbao eine derartige, daß man nicht alle Dampfer schützen könne. Bezüglich der Freiwilligenfrage verwies der Minister auf die bevorstehende Plenarsitzung des Nichteinmischungskomitees, welches sich mit dieser Frage befassen werde. Man könne von der britischen Regierung nicht eine präjudizielle Stellungnahme verlangen. Was den Vorschlag Churchills betreffend eine Vermittlung der Mächte in Spanien betreffe, so könne er, der Minister, im Namen der Regierung erklären, daß sie jeden Versuch unterstützen werde, dem es darauf ankomme, den spanischen Bürgerkrieg so bald wie möglich zu liquidieren. Das Unterhaus ging sodann zu der Abstimmung über den Mißtrauensantrag der Labour Party über. Der von Major Attlee im Namen der Arbeiterpartei einge-brachte Mißtrauensantrag wurde mit 345 gegen 130 Stimmen verworfen und damit der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. London, 15. April. In seiner Unterhausrede beantragte Churchill eine Kompromißlösung zwischen den beiden kriegsiührenden Parteien. Diese Geistiger Kontakt mit den Auswanderern Rundfunkrede des Innenministers Dr. KoroSec Beograd, 15. April. Heute um 1 Uhr nachts hielt Innenminister Dr. Korošec über den neuen Beograder Kurzwellensender in slowenischer Sprache eine Rede, die allen ausgewanderten Slowenen bestimmt war. Der Innenminister verwies eingangs auf die Idee und den Wunsch nach geistigem Kontakt mit den Auswanderern, ein Gedanke, der sicherlich die besten Früchte tragen werde. Drei Ideen, die vielleicht klein erscheinen, stünden über dem Tageskampfe: die Einrichtung des Staates in einer Weise, die alle Bürger zufriedenstellen soll, der Dienst am Frieden im Sinne demokratislcher Auffassung und das planwirtschaftliche Denken. Zum Schlüsse forderte der Minister die im Ausland lebenden Volksgenossen auf, in diesen Bestrebungen Heimat und Vaterland zu unterstützen. Katastrophenwelle über Nippon 200 Häuser durch eine Sturmflut zerstört. 400 Häuser und ein Krnakenhaus abgebrannt. Tokio, 15. April, über Japan ist gestern ein wahrer Katastrophentag hereingebrochen. So hat in der kleinen koreanischen Stadt Shingishu eine Sturmflut 200 Häuser vollkommen zerstört. In Nagano sind 20 Menschen beim Explodieren eines Fc" -verkskörpers ums Leben gekommen. In der Provinz Hogio sind die Ortschaften Ikari, Anaga und Schischial! durch einen Waldbrand total vernichtet worden. Ein riesiges Feuer in der Stadt Matsuye konnte durch Feuerwehren und Militär erst eingedämmt werden, nachdem 400 Häuser und das Krankenhaus abgebrannt waren. 1500 Menschen sind obdachlos. Außenminister Beck kommt nach Rom. Rom, 15. April. Nach einer Warschauer Meldung der Agenzia Stefani wird der polnische Außenminister Oberst Beck demnächst Rom besuchen und bei dieser Gelegenheit mit Mussolini und C i a-no die aktuellen Fragen der gegenwärtigen politischen Lage besprechen. Rekordflug Kalifornien—Honolulu. Honolulu, 15. April. (INS.) 12 Flugzeuge der amerikanischen Kriegsluftflotte, mit insgesamt 72 Mann an Bord, haben in einem Nonstopflu die Strecke San Diego (Kalifornien)—Honolulu, deren Länge 4000 Kilometer beträgt, in 21 Stunden zu-rückgelegt. Die Drahtverhaue an der jugoslawischbulgarischen Grenze entfernt. Sofia, 15. April. Wie das Blatt »D n e s« berichtet, hat die jugoslawische Regierung den Auftrag erteilt, die an der Kompromißlösung würde sich auf sechs Jahre hinaus erstrecken, und zwar in drei Phasen: 1. Einstellung der Feindseligkeiten unter Respektierung des status quo, 2. Abschluß eines direkten Abkommens zwischen Valencia und Sala-manca und 3. Rückkehr zum normalen parlamentarischen Leben. L o n d o n, 15. April. Die gesamte englische Morgenpresse befaßt sich mit dem Ergebnis der gestrigen Unterhausdebatte, wobei die Stellungnahme entsprechend der politischen Orientierung des betreffenden Blattes zum Ausdruck kommt. Die »M o r n i n g Post« schremi, die britische Regierung tue am besten, wenn sie das Regime Francos nun auch noch de iure anerkenne, denn faktisch sei daš Regime dcr Nationalisten von England ohnehin schon anerkannt worden. Die Regierung möge aber aufpassen, daß sich diese zweideutige Politik nicht eines Tages rächen werde. Der »Daily T e 1 e g r a p h« betont den Neutralitätswillen Englands und erinnert die Labour Party, die Englands Neutralitätspolitik einen schlechten DRnst erwiesen habe, daran, daß gerade diese Partei im Vorjahre applaudiert habe, als die britische Regierung infolge der Spannung im Mittelmeer die Schiffe aufforderte, in Tager nicht vor Anker zu gehen. bulgarischen Grenze seinerzeit zum Schutze gegen die verbrecherischen Umtriebe der mazedonischen Revolutionäre errichteten Drahtverhaue und spanischen Reiter zu entfernen. Das Blatt begrüßt diese Maßnahmen als ein sichtbares Zeichen der verbesserten Beziehungen zwischen den beiden verbündeten und befreundeten Nationen. 70 Schüler in Japan verbrannt Siebzig japanische Schüler, die einen Ausflug in die Berge von Yamanashi unternahmen, sind dort das Opfer einer Katastrophe geworden. Sie waren von mehreren Lehrern begleitet und wollten den Arakura besteigen, der an seinen Abhängen von dichten Wäldern bedeckt ist. Die Wandergruppe befand sich gerade in einem Bergwaldgebiete, als an dessen Rande eine Feuersbrunst ausbrach. Ein heftiger Wind fachte sie an und trieb die Flammen vorwärts, sodaß sie die Wanderer buchstäblich umringten. Lehrer und Schüler bemerkten zu spät den ganzen Umfang des Unheils. Die Flammen stürmten von allen Seiten wie ein brandendes Meer auf sie ein, sodaß ein Entweichen unmöglich wurde. Auf ihre Hilferufe eilten zwar Bergbewohner herbei, aber auch sie konnten den Feuerring nicht durchbrochen. Erst als das Feuer vollkommen niedergebrannt war, fand man unter den ausgeglühten Baumstämmen die verkohlten Leichen zweier Kinder. Von den übrigen Schülern und ihren Lehrern war keine Spur zu entdecken, und man glaubt, daß die. ganze Reisegesellschaft in der entsetzlichen Glut restlos vernichtet worden ist. Die englische Kvmginmn-Kwne mit Dem Koh-i-noor WWUMMKM; Das geftmfene Ansehen des Völkerbundes über erklärte er, die Version über ein neues Datum der Eröffnung der Weltausstellung sei nicht authentisch. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Eine aufsehererregende Denkschrift der Führer der englischen! }$§ parlamentarischen Parteien / Wozu England sich n^pfürmptt! würde London, 14. April. Die »T i m e s« veröffentlicht an leitender Stelle eine von angesehensten führenden Persönlichkeiten des parlamentarischen Lebens Unterzeichnete Denkschrift, in der es heißt, daß die den Völkerbund bildenden Nationen das größte Interesse an der Festigung des Völkerbundes hätten, der ein starkes Instrument des Friedens werden sollte. Die Denkschrift kommt sodann auf die bisherigen Mißerfolge des Völkerbundes zu sprechen und verweist auf seine Inaktivität in der Frage der Lösung internationaler Konflikte. Die im Genfer Pakt vorgesehenen Sanktionen müßten gegen alle Friedensbrecher strenge zur Anwendung gelangen. Ein starker Völkerbund hätte die Anwendung der Wirtschaftssanktionen nicht zu fürchten gebraucht, ebenso auch keine Spannung in Europa. Wenn der Völkerbund bis jetzt nicht erfolgreich tätig sein konnte und außerstande war, die Spannungen zu beseitigen, so liege die Schuld an seiner Schwäche und an der bc im Gefängnis von Sofia der Mörder Unentschlossenheit der Mitglieder, der Kirchweng der der bulgarische Lcmdru Idee des Friedens und der Gerechtigkeit genannt wird, hingerich.At. Er war vor 17 , zu dienen. Einer der Gründe sei auch die Jahren zu lebenslänglichem Gefängnis we- j Tatsache gewesen, daß noch immer nicht Diese Krone, die ganz aus Platin besteht und in der Mitte den berühmten Diamanten Koh- i- noor trägt, wird die Königin Elisabeth bei der Krönung im Mai aufs Haupt gesetzt bekommen. (As-soeiated-Preß-M.) Der bulgarische Landru Eingerichtet Sofie, 14. April. Heute vormittag wür- gen vierfachen Mordes verurteilt und vor wenigen Monaten begnadigt worden. Kaum hatte er das Gefängnis verlassen, ermordete er zwei alte Männer und wurde sodann zum Tode verurteilt. Gräßlicher SgnchmorD N c .;o York, 14. April. In Mino na im Staate Mississippi sind Dienstag zwei Neger gelyncht worden. Etwa hundert Personen stürmten das Gefängnis des Ortes und bemächtigten sich dabei der * Neger, die unter der Beschuldigung, einen Weißen ermordet zu haben, gefangengehalten wurden. Trotz. allen Bemühungen der Polizei, die Neger zu ' schützen, wurden diese von der Menge vor j den Ort geführt und unter furchtbaren Mar j lern getötet. Die wütende Menge band dies Neger an einem Gitter fest, röstete sie bei! lebendigem Leib, knüpfte sie an einen Baum und durchsiebten ihre Leichen mit Revolverkugeln. Eine polnische Leichlathlelm wird zum Mann Warschau, 14. April. Die polnische Leichtathletin Sophie S m e n t k v w n a, die Inhaberin des Weltrekords vom Jahr 1933 im beidarmigen Speerwerfen, hat ihren Entschluß bekanntgegeben. ihr Geschlecht zu ändern. Sie wird in einer Woche operiert werden. die Grenzen modifiziert seien, in denen sich die Interventionen des Völkerbundes zu bewegen hätten. England ist nicht nur wirtschaftlich — sondern auch automatisch verpflichtet — heißt es in der Denkschrift — militärische Sanktionen zu ergreifen, wenn der Völkerbund dies verlangen würde. Es besteht aber jetzt die Gefahr, daß Maßnahmen getroffen werden, die am Völkerbund vorübergehen. Es droht die Bildung zweier großer Militärallianzen, von denen eine die jetzige Weltordnung verteidigen und die andere sie abändern möchte. Die kleinen Staaten wollen neutral bleiben. Man geht diesen Bestrebungen entgegen, aber alldies gibt kein rosiges Bild von der Zukunft des Völkerbundes. Der Völkerbund muß praktische Vorschläge gegen die Kriegsursachen ausarbeiten und sie in Kraft setzen. Solange dies nicht geschieht, können die einzelnen Staaten das System der Sanktionen nicht durchführen und jeder kleine Krieg würde sich in einen Weltenbrand umwandeln. Die Denkschrift trägt die Unterschriften von Lord Arnold, Lord Astor, Lord Lothiam, Lord Rennel, Georges Lansbury, Lord Trenchard u. a. m. Deutsch-belgischer. Nichtangriffspakt? Dr. Schachts Mission in Brüssel / Ban Zeelands Aufgabe in der nächsten Zukunft / Schuldensrage und Kolonialproblem Paris, 14. April. Die französische ] dem auch die Rückkehr Deutschlands an Presse befaßt sich mit dem Brüsseler, den Block der handelsvertraglich gekop-Aufenthalt des Reichsbankpräsidenten Dr. ! pelten Staaten erwägen. Hjalmar Schacht, wobei betont wird, j Das gleiche Blatt bemerkt, daß die daß Dr. Schacht das Terrain für einen j Westmächte bereit seien, Deutschland ei-deutsch-belgischen Nichtangriffspakt vor- j ne große Anleihe zu garantieren, insoweit zubereiten habe. Der »J o u r« will wie- | Deutschland die Garantie abgeben würde, derum in Erfahrung gebracht haben, daß . daß es nur die friedlichsten Absichten in es sich darum handelt, Deutschland in den Währungsblock USA—Frankreich— England hereinzukommen, um die Mark an den Franken, Dollar und an das Pfund anzugleichen. Dadurch würde auch der Mark-Kurs eine Beständigkeit erhalten. Das »Echo de Paris« schreibt, Van Zeeland werde gleich nach seinen Besprechungen mit Dr. Schacht eine Konferenz einberufen, für die Frankreich und England bereits die Initiative ergriffen haben. Diese Konferenz wird sich nicht nur mit wirtschaftlichen Fragen befassen, son- Letzie Demonstrationen vor der Brüsseler Wahl ww **»■ H. s. v5 In Brüssel fand am Sonntag eine Ersatzwahl statt, die deshalb von großer Bedeutung war, weil sich der Führer der Rexisten Leon Degrelle und der bei gische Ministerpräsident van Zeeland als einzige Kandidaten gegenüberstanden. Die Wahl entschied zugunsten van Zeelands. Vor der Wahl kam es noch verschiedentlich zu Demonstrationen. (Associated-Preß-M.) Europa habe. Aus diesem Grunde werden die in Brüssel in Bälde stattfindenden Verhandlungen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Bedeutung haben. In diesem Zusammenhänge wird auf die Worte Leon Blums hingewiesen, der erklärt hatte, daß von einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland so lange nicht gesprochen werden könne, als nicht auch eine politische Zusammenarbeit existiert. London, 14. April. 'Die englischen Blätter berichten eingehendst über die Brüsseler Reise des deutschen Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und kommentieren sie in verschiedenster Weise. Die »Daily Mail« schreibt, eine Gruppe von Industriellen in Livers habe einen Plan ausgearbeitet, auf Grund dessen Deutschland öl und Kupfer aus Bel-gisch-Kongo beziehen würde. Dr. Schacht sei nach Brüssel mit der Nachricht gekommen, daß Deutschland bereit sei, an der Belebung des Welthandels mitzuarbeiten, wenn eine Lösung für das internationale Schuldenproblem für die Kolonialfragen gefunden werden könnte. i. Die Skupschtina dürfte, wie gewisse Anzeichen darauf hindeuten, in Bälde zusammentreten, um die Vorschläge des Petitionsausschusses entgegenzunehmen. i. Univ. Prof. Dr. Arnold Holste in Beograd gestorben. In Beograd ist der Professor der Pharmakologie und Toxikologie, Dr. Arnold Holste, gestorben. Der Verstorbene, ein gebürtiger Hamburger, ist 1924 'einem Rufe der Beogradcr Universität gefolgt; er gründete i n diesen' Zusammenhänge auch das Pharmakologische Institut. i. Erzbischof-Metropolit Dr. Ante Bauer, der zur Erholung auf der Insel Brač in Dalmatien weilte, ist so weit gesundheitlich hergestellt, daß er kommende" Montag wieder nach Zagreb zurückkehren wird. i. Frau Ineni wird in Dubrovnik erwartet. Frau Ineni, die Gattin des türkischen Ministerpräsidenten, wird am 16. d-mit zehn türkischen Frauen in Dubrovnik eintreffen. i. Todesfall. In Koprivnica ist der weit und breit beliebte und angesehene Ap°' i theker Mag. Pharm. Krešimir Peter D e-r e n č i n gestorben. Der Verstorbene war Gründer fast aller lokaler Vereine. i. Freitod einer Postbeamtin. In Zagreb hat sich in ihrer Wohnung am Medvc-ščak die 49-jährige Postbeamtin Jelk3 Mihelič erhängt. Wie verlautet, ist die genannte Frau einem Schwindler zum Op' fer gefallen, dem sie ihr Sparbuch einhändigte und dabei alles verloren haben soll. Aus Gram darüber ging sie in den Tod. i. Ein Kind von Ratten zerbissen. In einer Kellerwohnung in Split ist das sieben Monate alte Kind des beschäftigungslosen und kranken Hilfsarbeiters Kajo Kuzmanič während der kurzen Abwesen' j heit der Eltern von Ratten vollständig zcf' ' bissen worden. Das Kind starb bald nac ’ der Einbringung ins Krankenhaus. i. Das Zagreber Streichquartett wchj am 25. d. im Stadttheater in Šibenik c,n Konzert geben. f. Selbstmord eines verzweifelten Er- Weltausstellung aufgeicholien? Kurzer Aufschub des Eröffnungstermins. P a r i s, 14. April. Die Agence Havas berichtet: Heute wird ein Dekret des Handelsministers Paul B a s t i d veröffentlicht werden, auf Grund dessen der Termin der Eröffnung der Weltausstellung auf kurze Zeit verschoben werden wird. Paris, 14. April. Das DNB berichtet: Die Große Pariser Weltausstellung wird am 30. Mai eröffnet werden. P a r i s, 14. April. Handelsminister Paul Bastid hat eine Konferenz mit dem Generalkommissär für die Weltausstellung gehabt. Den Journalisten gegen i werbslosen. In der Nähe von Podsutw1 bei Zagreb hat sich am 14. d. der 37' jährige beschäftigungslose Hilfsarbeit^ Franz V i š n j i č vor die Lokomotive dc-j heranbrausenden Eilzuges geworfen un wurde buchstäblich in Stücke gerissen Gram über die Erwerbslosigkeit ist da-Motiv der Tat. i. Eine seltsame Aussöhnung. In Back3 Gradište bei Sombor lagen der reich Großgrundbesitzer Kelemen Tazle un sein Schwiegersohn in schwerer Feh J • Der Schwiegersohn stand im Rufe, schönsten und längsten Bart weit U" breit zu besitzen. Vor einigen Tagen }{ fen sich die beiden Männer im Dorfvv>f haus und die Bekannten wollten dies Treffen benützen, um eine AussöhnU » herbeizuführen. Der alte Kelemen wch Schließ lieh kam es aber doch zur Einigung, ^ zwar unter der Bedingung, daß sich Schwiegersohn sofort den Bart abras eingangs davon nichts wissen. ov““llt)d ren läßt und zwei gebackene Frosc^ schenke! aufißt. Der Schwiegersohn gleich den Friseur holen, der ihn im - ,ic haus rasierte. Inzwischen waren auch Froschschenkel zubereitet, die er ^ Freude des Schwiegerpapas aufaß, * s, auf die Einigung mit Strömen von r 1 sigkeit »begossen« wurde. Gast" 89 lu. Todesfall. Im hohen Alter von Jahren ist in Ljubljana der dort im ^ staube lebende Steuervevwalter Karl w ‘ Lar gestorben. lu. Seinen 70. Geburtstag f««tc *5 nerstag der slowenische Schriftsteller , Publizist Ethin Kristan aus-M, ljana, der sich schon viele Jahre m ka aufhalt. Der Jubilar war zunächst1 „ reichischer Offizier, trat aber aus der .t aus und wandte sich der Publizistik ch1- KAFFEE HAB - Genuß und Gesundheit! Er ist feinster Bohnenkaffee, dazu coffeinfrei. 18 Menschen ertrunken Schweres Unweiter über Syrmien und dem Banat dem Kriege galt er als geistiger Führer der slowenischen Sozialdemokratie und war auch Mitglied des städtischen Gememderates. Kurz vor Kriegsausbruch siedelte er nach Amerika über und wurde nach Friedensschluß jugoslawischer Auswandererkommissär in Nawyork, doch quittierte er vor einigen Jahren diese Stelle. (Stibin Kristan ver-, faßte zahlreiche Romane und auch Bühnenwerke und übersetzte mehrere Werke aus der Weltliteratur ins Slowenische. lu. Unterschlagung. Die Gendarmerie ver haftete den 37jährigen Buchhalter der Firma „Universale" in Domžale, Johann C e-d i l n i I, der im Lause der Zeit mehr als eine Viertelmillion Dinar unterschlagen hat te, indem er falsche Eintragungen in seine Bücher vornahm und die Differenz für sich behielt. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Cedilnik behauptet, Sie unterschlagene Summe erreiche nicht 250.000 Dinar, während die Firma der Ansicht ist, daß der Schaden weit größer sein müsse. lu. Ein sonderbarer Brandleger. In Stob Bet Domžale wurde im Wirtschaftsgebäude des Besitzers und Weinhändlers Anton Müller im letzten Augenblick ein Brand verhindert, indem eine brennende Kerze beseitigt wurde. Ws Tater kommt der Hausknecht Martin E s i h in Betracht, der seinem Herrn mehr als vier Jahre treu und 'ehrlich gedient hat. Der Mann gibt die Tat zu, will jedoch nicht erklären, was ihn dazu getrieben hat, zum BraMeger zu werden, wurde festgenommen. Industrieller Karl Rieckh f. Am 10. d. M. ist in Graz der Industrielle fiarl Riedl; aus dem Leben geschieden. Geboren am 21. Juli 1859, übernahm er 1881 mit seinem Bruder Wilhelm die von icinem Vater Franz Rieckh 1854 gegründete Lederfabrik, ©eit 1895 war er Alleinbesitzer des Unternehmens. 1920 traten die beiden ;-Dhne des Verewigten, Hermann und Paul Rieckh, in die Firma ein. die sie ab 1922 Allein führten. Herr Karl Rieckh war Grüner mehrerer Unternehmungen, so 1904 der Schuhfabrik I. D. Pollak, heute Humanic, l9l7 der Talkumwerke Naintsch, G. m. b. H., ^r Holzwarenfabrik Rieckh, die dann tn an-^re Hände kam, der Voitsberger Hvlzver-^crtungsgefellschaft. 1902 erfolgte seine Styl in den Verwaltungsrat der Steiermärkischen Eskomptebank, 1923 bis 1934 er Vizepräsident. Seit 1922 war er w^waltungSrat der Wechselseitigen Brand-'cha-denanstalt, seit 1924 Verwaltungsrat der >■ tauerei Reininghaus. In den Jahren 1920 .sä 1925 war er Kammerrat der Kammer Handel. Gewerbe und Industrie. Er hat .^ährend des Krieges in wohltätigem Sinne R einer Schenkungsaktion hunderttausende Mare Schuhe für die ntme Bevölkerung ge-deubet, auch zum Ankauf von Bad Einöd llt Kriegsinvalide hat er beigetragen. Freitag, 16. April. . Ljubljana 11 Schulfunk. 12 Schallpl. 18 die Frau. 18.20 Schallpl. 18.40 Fran-“°wch. lg 2?aehr., Nationalvortrag. 20 Blas-jjbfif. _ Beograd, 18.30 Klavierkonzert. ' -SO Nationalvortrag. 20 Konzert (aus Za-f®). __ Prag, 17.15 Konzert. 18.10 Soll Arbeiterkind studieren? Deutscher Vor-Ä 19.10 Hörfolge. 20.25 Festkonzert (aus vtlle«). — Zürich, 17.15 Konzert. 18 Für Sri Jugend. 19 Vortrag. 20.15 Schubert-, — Budapest, 18.10 Zigeunerknaben jjmzieren. 19.30 Oper. — Paris, 18 Sic« g - 20.30 Uebertragung. — London. 19 . °%rt. 21 Hörspiel. — Mailand, 31 Sin-^viekonzert. — Rom, 17-15 Klavierkonzert, g. Öper. — Wien 7.10 Frühkonzert. 12 so. Jgstonzert. 16 Schallpl. 17-30 Konzert-.?^de. 18.35 Reisevortrag. 19-25 Wunich-Jwt. — Deutschlandsender, 18 Lieber. 19 ’Mmusif. so Walzer und Märsche. — Ber-z ' 18 Konzert. 19 Hörspiel. 20 „Minna ß 11 Barnhelm", Lrstspiel. — Breslau, 18 ,j 19 Hörspiel. 20 Konzert. — Le'p-jrr; fS Konzert. 19.4-5 Horfol.ge. 20 Bunter ~~ München, 18 Konzert. 19.15 Klin r Reigen. 20 Blasmusik Am 14. d. M. fegte ein orkanartiger Sturm über Syrmien und das Banat. Infolge des Sturmwetters wurde der gesamte Flußschiffahrtsverkehr auf der Donau, Theiß, Save und Bega eingestellt. Der Orkan fegte mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometer dahin und richtete ungeheuren Schaden an den Telephon-, Telegraphen-und Starkstromleitungen sowie an den Hau fern an. In Brsac wurde der Hangar des Aeroklubs zum Einsturz gebracht. Bei Zc- Bombay, 14. April. Die britische Kolonialregierung hat den Beschluß gefaßt, eine Strafexpedition nach Westwasiristan zu entsenden, um die vom Fakir I p i a geführte mosli-mische Aufstandsbewegung niederzuwerfen. Zunächst wurde ein Expeditionskorps von 2000 Mann nach den Auf standsbezirken entsendet. Das Expeditionskorps setzt sich aus Infanterie, Artillerie, Panzerwagen und Sanitätskolon nen zusammen. Die Truppen haben die Aufgabe erhalten, den Fakir Ipia lebend oder tot in die Hände zu bekommen und die Aufstandsbewegung niederzuwerfen. Die Gegenden, in denen sich Ipia aufhält, sind wiederholt aus der Luft bombardiert worden, jedoch ohne entsprechenden Erfolg, da die Zusammenrottungen der fanatisieren Eingebore- Hans Ambroschitz: Anekdoten aus dem Bnrgenland (Schluß.) Die Eröffnungsrede des Alterspräsidenten. Als die Wahlen dann worbei waren, trat wenige Wochen später der Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die neugewählten Landesboten hatten natürlich noch keinerlei parlamentarische Erfahrung und glichen eher Figuren aus Prof. Teschners Puppenspielen, denen erst schön langsam das selbständige Gehen auf dem parlamentarischen Parkett beigebracht werden mußte. Grundlegende Bedeutung kam der Eröffnungsrede des Alterspräsidenten zu, der im Sinne aller vier im Landtag vertretenen politischen Parteien und damit im Sinne der ganzen burgenländischen Bevölkerung der Freude über die Vereinigung des Burgenlandes mit Oesterreich Ausdruck geben sollte. Die aus Wien nach Eisenstadt gekommenen Parteihebammen, wie die Parteisekretäre von den Landtagsabgeordneten genannt wurden, waren tagelang bemüht, die einheitliche Linie für die Eröffnungsrede, die der Alterspräsident halten sollte, zu finden, jene Fassung zu entwerfen, die allen vier Parteien genehm wäre. Endlich war das paritätisch beschickte Redaktionskomitee so weit, endlich stand die endgültige Form der Eröffnungsrede fest, die in knappen Sätzen das enthielt, was in der ersten feierlichen Sitzung des ersten burgenländischen Landtages gesagt werden sollte, gesagt werden mußte. Diese endgültige Fassung wurde dann wenige Stunden vor der Sitzung dem Alterspräsidenten eingehändigt, damit er sich mit ihrem Inhalt vertraut machen und sie in der Sitzung selbst mun sank indessen in der Mitte der Donau ein Bagger, dessen Bemannung sich vergeblich bemühte, ans Ufer /heranzukomimen. Alle auf dem Bager befindlichen Personen — 16 Mann, eine Frau und zwei Kinder _ sind ertrunken, da sich alle Rettungsversuche als ergebnislos erwiesen. Außerdem ist bei Zemun ein Schlepper gesunken, ebenso auch der Steg des Lokabdampfers Zemun nen immer von neuem erfolgen. Ipia ist in Wasiristan plötzlich da und schon wieder dort, wobei die Beobachtung gemacht werden konnte, daß ihm die Mas sen begeistert folgen. Man rechnet damit, daß in Wasiristan zirka 100.000 Ein geborene für den »Heiligen Krieg« gegen die Engländer vorbereitet sind. Die aufständischen Stämme in Wasiristan haben sich schon wiederholt gegen die Oberherrschaft der Engländer aufgelehnt. Besonders gilt dies für die Mahsud-Stämme im Süden Wasiristans. Bis jetzt sind fünf solche Aufstände erfolgt. die mehrere Jahre gedauert haben, und zwar von 1860 bis 1863, 1878 —1881, 1893—1895 und 1898 bis 1900. Der neueste, vom Fakir Ipia geführte Aufstand dürfte die blutigste unter allen bisherigen Erhebungen werden. ohne Stocken und mit entsprechendem Schwung vorlesen könne. Wenige Minuten vor Sitzungsbeginn wurde der Alterspräsident im Klublokal seiner Fraktion vom Reichsparteisekretär E. eifrig schreibend angetroffen. — »Na, Herr Abgeordneter, wollen Sie viel leicht gar noch rasch einen Antrag (im Landtag) einbringen?«, fragte Reichsparteisekretär E. den Alterspräsidenten. »Ah na, dös net, i arbeit nur die Red um, die i halt’n soll. Die Sie mir da g’geb’n hab’n, is ja viel zu kurz«. — »Aber, Herr Abgeordneter, das geht doch nicht«, warf Reichsparteisekretär E. ein, »die Rede muß so gehalten werden, wie sie Ihnen übergeben wurde«. »Das versteh’ ich besser wie Sie«, erwiderte der Alterspräsident, »ich bin seit einem Vierteljahrhundert Feuerwehr hauptmann, da weiß ich ganz genau, wie solche Reden ausschau’n müssen«. Erübrigt sich noch die Feststellung, daß die Eröffnugsrede doch so gehalten wurde, wie sie von den Parteien vereinbart worden war. Aber seiner Enttäuschung über sie hat der Herr Alterspräsident auch noch nach der feierlichen Eröffnungssitzung mit kräftigen Worten Luft gemacht. * »Bei der Gelegenheit . . .« Während es heute im Burgenland bereits eine ganze Reihe von Gasthöfen u. Hotels gibt, die auch verwöhnteren Ansprüchen genügen, sah es vor etwa 15 Jahren, knapp nach den Anschluß, auf diesem Gebiet recht traurig aus. Wer kam denn auch in dieses Gebiet? Ungarische Handelsjuden aus Budapest, die den Heinzen und Heidebauern ihren möglichst teuern Pökel anhängen wollten und jüdische Viehändler aus Budapest, die billige Vieheinkäufe zu tätigen beabsichtigten. Und für deren Zivilisationsansprüche genügte das, was damals i an Uebernachtungsmöglichkeiten im nachmaligen Burgenland vorhanden war, vollkommen. In dieser Zeit vor den ersten Wahlen im Frühjahr 1922 war es, als der nachmalige Vizekanzler Dr. Waber, damals Minister a. D., ins Burgenland kam, um in einigen Versammlungen zu sprechen. Sein Standquartier sollte der Bezirksvorort O. sein, wo schon seit Wochen der großdeutsche Wahlkreisleiter seine Zelte aufgeschlagen hatte. Da die ser ein Lied davon zu singen wußte, welchem Komfort die Gasthöfe von 0. Uebernachtenden boten — Leintücher standen auch dann 14 Tage in Verwendung, wenn jeden Tag jemand anderer im Bett schlief — nahm er den Wirt, einen kreuzbraven Volksgenossen, beiseite und eröffnete ihm, daß der Herr, der dort beim zweiten Fenster am Tisch sitze, der Minister Dr. Waber sei. — »Minister Dr. Waber«, fuhr der Wahlkreisleiter fort, »wird in Ihrem Gasthof übernachten. Sorgen Sie dafür, daß Sein Bett frisch überzogen wird und in tadelloser Ordnung ist«. In Ehrfurcht ersterbend — weil offenbar noch nie ein Minister in seinem Gasthof abgestiegen war — beeilte sich der Wirt eine entsprechende Zusage zu machen. Und richtig, es verging, keine Viertelstunde, da meldete der Wirt dem Minister, daß das Zimmer bereits in Ord nung sei und daß er das Bett habe — frisch überziehen lassen. Minister Dr. Waber, der Landessitten und Gebräuche unkundig, reagierte auf diese Meinung — statt den vom Wirt offenbar erwarteten Freudenluftsprung zu machen — nicht besonders, weshalb sie der Wirt, als er wieder beim Tisch des Ministers vorbeikam, wiederholte. Dr. Waber tat zwar auch diesmal keinen Freudenluft-sprung, aber er reagierte, da er mittlerweile vom Wahlkreisleiter ins Bild gesetzt worden war, doch merklich freund lieber mit den Worten: »Das ist schön von Ihnen, Herr Wirt«. Was immerhin zur Folge hatte, daß der Wirt über’s ganze Gesicht strahlte und sich mit fol genden Worten an den Wahlkreisleiter wandte: »Bei der Gelegenheit hab ich Ihr Bett auch überziehen lassen«. Was immerhin ein ganz besonderes Entgegenkommen gegenüber besagtem Wahlkreisleiter bedeutete, da dessen Bett ohnehin erst vor zehn Tagen überzogen worden war. Doch, wie gesagt, das war einmal. — Denn mittlerweile haben die burgenländischen Gastwirte und Hoteliers — letztere gab es vor 15 Jahren überhaupt noch nicht in Burgenland — sehr viel dazu gelernt und heute sind sie. wie schon einleitend betont, ganz auf der Höhe. Dies gilt insbesondere auch von jenem Gasthof in 0., der in dieser keineswegs erfundenen Geschichte eine Rolle spielt. -r- Das Geburtshaus des großen Mannes. Als Dr. Ignaz Seipel Bundeskanzler war, führte ihn sein Weg des öfteren ins Burgenland. Auf einer dieser Fahrten, die er als Chef der Regierung, begleitet von einem größeren Gefolge, im Auto ins mittlere Burgenland unternahm, wurde auch der Ort Stoob, bekannt durch seine »Plutzermacher«, berührt. Am Ortseingang hatten der Bür germeister mit dem Gemeinderat, die Geistlichkeit, die Lehrerschaft mit der Schuljugend, der Kriegerverein, die Gendarmerie usw. Aufstellung genommen, um den Bundeskanzler zu Begrüs-sen. Der Bürgermeister, der ebenso wie die Mehrheit des Gemeinderates der sozialdemokratischen Partei angehörten, hielt an Dr. Seipl eine Ansprache, in der er der Freude darüber Ausdruck gab, den Chef der österreichischen Regierung in Stoob begrüssen zu können. Dr. Seipl dankte mit kurzen Worten, tauschte einige Händedrücke mit den er schienenen Honoratioren, ließ sich vom Gendarmeriepostenkommandanten Meldung erstatten, winkte der Schuljugend zu und gab dann das Zeichen zur Weiterfahrt, da ein Aufenthalt in Stoob nicht vorgesehen war und das Ziel der —Beograd. Die Tramway fuhr am 14. d. M. bis zu den Radachsen im Wasser. Der Heilige Krieg gegen die Engländer Mehrere Hunderttausend Inder bereiten sich auf die Erhebung gegen Großbritannien vor / Wasiristan in voller Gärung / 2000 Mann Kolonialtruppen gegen die Aufständischen entsendet Fahrt südlicher lag. Da richtete der Bür germeister nochmals das Wort an Dr. Seipel. »Herr Bundeskanzler«, hub er an, »mir hätt’n eine Bitt’ an Ihnen«. — »Wenn ich sie erfüllen kann, sehr gerne«, erwiderte Dr. Seipl, der wohl so wie alle übrigen Ohrenzeugen an irgendeinen Straßen- oder Brücken- oder sonstigen materiellen Wunsch denken mochte. »Wissen’s, Herr Bundeskanzler«, fuhr der Bürgermeister fort, »in unserem Ort ist ein großer Mann gebo ren, und tät’n mir halt recht schön bitt’n, wann S' dös Geburtshaus besichtigen möcht’n«. Lächelnd gab Dr. Seipel seine Bereitwilligkeit kund, den Wunsch des Bürgermeisters zu willfahren. Er lud den Bürgermeister ein, in seinem Auto Platz zu nehmen und dem Chauffeur den Weg zu weisen. »Ah na, dös leider net, jetzt hat’s drei Tag g’regnet, da können wir net hinfahr’n, mir möchten ja im Kot ver sinken«. Also entstieg Dr. Seipel dem Auto und seine Begleitung folgte seinem Beispiel und alle zusammen folgten, des Kotes nicht achtend, dem voranschrei-ti-nden Bürgermeister, der nach etwa 10 Minuten — Stoob ist ein ungemein langer Darm — ohne erkennbaren Grund plötzlich stehen blieb. Als Dr. Seipel mit seinem Gefolge an ihn herangekommen war, erklärte der Bürgermeister, auf eines der unscheinbaren Häuschen der nächsten Umgebung weisend: »Sehngs, Herr Bundeskanzler, in dem Haus ist der Herr Nationalrat Dr. Deutsch geboren«. Das Gesicht, das Dr. Seipel nach dieser Eröffnung machte, war wohl etwas länglich, aber, da er sah, daß es der Bürgermeister' durchaus nicht auf eine Frozzelei abgesehen hatte, sagte er nur: »Sehr interessant, ich danke Ihnen, Herr Bürgermeister«, worauf er dann mit seinem Gefolge, das das Lachen kaum verbeißen konnte, den Rückmarsch zu den Autos antrat, die dann rasch die Fahrt fortsetzten, offenbar um den durch die Geburtshaus-Besichtigung verursachten Zeitverlust einzubringen. Aus Stadt Mttd ÜtHaeßuM Kampf 6er Bisamratte! Rasches Ausbreiten des gefährlichen Nagers im Murgebiet Auch in der Umgebung von Maribor bereits aufgetaucht / Wie bereits gestern berichtet, wurde in Tezno von Kindern eine große Bisamratte tot aufgefunden, die bis zu der Schwanzspitze die stattliche Länge von einem halben Meter aufwies. Es ist zwar nur ein vereinzelter Fall, daß in der Umgebung von Maribor Bisamratten gesichtet und erlegt werden, aber es liegt die Gefahr vor, daß sich dieser gefräßige Nager in unserer Gegend ausbreitet und festen Fuß fast, falls nicht förmlich Jagd auf ihn gemacht wird. Im Vorjahr wur- Schlageiscn. Stark vermehren sich die Tiere in letzter Zeit bei Gornja Radgona, L u t v c r c i und im Apače-Beclcen, und zwar in den Sümpfen an den Flußärmeln, wohin sie von den letzten Überschwemmungen verschlagen worden sind. Im alten Murärmel bei Lutver-ci, wo vor der Überschwemmung zwei Ratten gefangen worden waren, wurden von Ausflüglern am vergangenen Sonntag zehn Stück wahrgenommen. In immer größerer Zahl treten de Bisamratten den an einzelnen Stellen in der Umgebung auch schon in Prekmurje entlang der einige Exemplare vernichtet, sogar in Mur auf. In Radenski vrh wurde unlängst Maribor unterhalb der Ruška cesta eine junge Ratte gefangen und in einen wurde ein Vertreter dieser Riesenratte er- eingefriedeten Raum gebracht, da die Leu-schlagen, doch konnte ein größeres Auf- . te der Ansicht waren, daß es sich um eitreten der Bisamratte bei uns einstweilen ! ne junge Fischotter handelt, noch nicht festgestellt werden. Auch in ! Die Bevölkerung wird aufgefordert, der anderen Gebieten des Staates kommt die Bisamratte einen Vernichtungskrieg bis Bisamratte nur vereinzelt vor. i zum letzten Stück anzusagen, da nur auf Anders ist es jedoch entlang der Staats- diese Weise dieser so sehr gefährliche grenze, im Murgebiet, der Fall. Dort Nager, der, wenn er sich in die Enge ge-wird ein rasches Ausbreiten des gefähr- | trieben sieht, auch Menschen anfällt, aus-lichen Tieres beobachtet, das seinen Weg gerottet werden kann. Die Felle werden aus Österreich, wo es in einigen Gegen- gerne gekauft und bis zu 35 Dinar pro Donnerstag, den 15. April Pragersko spangen gestern abends zwei M»n ner aus dein fahrenden Güterzug und verschwanden, als sie der herbeieilenden Gendarmen ansichtig wurden, in dem nahen Wald. Sie ließen ein größeres Paket nrit verschiedenen Schmuggelwaren zurück. Herzschuß mit einem Diamanten Auf eigenartige Weise ist kürzlich ein Now-yorker Tischlermeister in den Besitz von 10.000 Dollar gekommen. Er bekam die Summe auf Grund einer vor zehn Jahren zwischen zwei MVonärLsöhnen abgeschlossenen Wette. Den beiden Leuten, die Mitglieder des Klubs der Millionärssöhne in Manhattan waren, konnte die Welt anscheinend nicht Neues zur Zerstreuung mehr bieten. Sie beschlossen deshalb, binnen einer Woche aus dem Leben zu scheiden, dabei aber ihrem Dasein auf möglichst ungewöhnliche Art ein Ende zu bereiten. Ihre Absicht' besiegelten sie ht ihrem Klub mit einer Weite und hinterlegten je 5000 Dollar. Ta aber die 10.000 Dollar keinem der beiden Selbstmovdkandi-dnten ,Mallen konnten, weil sie sich ja ins Jenseits befördern wollten, ließ sich der eine ein Telephonbuch geben, schlug cs bei ge fchlossenen Augen aufs Geratewohl auf, lipjjte mit dem Finger auf eine Stelle und ließ seinen Freund den dort stehenden Namen lesen. Es war der eines Tischlermeisters. Wenige Tage nach dieser Wette ereignete sich am Rande von Newhork ein aufsehenerregender nächtlicher Flugzeugunfall. Der eine der beiden Millionärssöhne war, wie aus einem an den Klub gerichteten Brief hervovging, nachts mit seinem Sportflugzeug aufgestiegen, hatte vorher seine Kleider mit Brennstoff getränkt und sic während des Fluges angezündet. Die Folge war, daß das Flugzeug, einer Fackel gleich, brennend zur Erde stürzte. In einer 'Geheimsitzung des Klubs der Millionärssöhne wurde jedoch der ander- Selbstmordkandidat als Gewinner -ter Wette bezeichnet. Er hatte die „originellere" Todesart gewählt, indem er sich aus einer Pistole einen großen Diamanten um 100.000 Dollar ins Herz jagte. den nachgerade zu einer Landplage geworden ist, über die Mur nimmt und auch Jugoslawien eine Invasion von ihm droht. In der Umgebung von L e i b 11 i t z beispielweise wurden im vergangenen Monat 72 Stück erlegt. In Radke rsburg fing der Jagdinhaber Franz S c h ö n-w e t te r in seinem an der Mur gelegenen Revier im Verlauf von zehn Monaten nicht weniger als 141 Bisamratten im Stück bezahlt. Im Sommer allerdings sind die Felle weniger Wert, womit jedoch natürlich nicht gesagt werden will, daß im Sommer die Jagd nach der Ratte nach-lassen soll. Jedenfalls ist es unbedingt erforderlich, daß auch die Behörde den Vernichtungskampf organisieren hilft und durch Aussetzung von Prämien zur Aus rottung dieses gefährlichen Schädlings beiträgt. m. Kranzablöse. Anstatt eines Kranzes auf das Grab des verstorbenen Stefan Klarič spendeten die Stammgäste des Gasthauses Breznik in Nova Vas 102 Dinar für die Freiwillige Feuerwehr in Radvanje. Herzlichsten Dank! m. Flucht aus dem Ellernhaus. Der iu der Maistrova ulica wohnhafte 14jährige Eisenbahnerssohn Slavko Pipenbacher ist bereits seit einigen Tagen abgängig. Am U-d. verschwand auch der 15jährige MalerS-sohn Rudolf Fras, Stritarjeva ulica wohnhaft. m. Gelddiebstahl. Die iu der Taborska ulica ll wohnhafte Witwe Elisabeth Petrovič stellte dieser Tage fest, daß ihr jemand aus einem Versteck am Dachboden die samten Ersparnisse im Betrag von 1200 Di nar sowie zwei Sparbücher der Stadtsparkasse gestohlen hatte. Nach dem Dieb fahndet die Polizei. Flucht aus dem Leben. nt. In Pesnica m. Aus dem Aerzteverein. Freitag, den 16. d. um 18 Uhr findet im Allgemeinen Krankenhause ein ärztlicher 'Demonstration^ abend statt und zwar spricht Primariu Dr. Benoan über die Traübenmole mit anschließender Vorführung von interessanten Fällen. Um 20 Uhr findet in der Restauration „Mariborski dvor" eine gesellige Zusammenkunft statt. m. Schon zwei Autobusse mit Gasbetrieb. Die Umstellung des städtischen Autobusverkehrs vom Benzin- auf den Gasbetrieb macht rasche Fortschritte. Dieser Tage wurde bereits der zweite Wagen auf den Betrieb mit Erdgas, das bekanntlich aus Bu-sevica in Kroatien bezogen wird, umgestellt und versieht seinen Dienst. Nach und nach werden auch die restlichen Wagen der ersten Partie der städtischen Kraftwagen mit der Einrichtung versehen, wonach nach Belieben Benzin oder Gas als Treibstoff verwendet werden kann. Der Gasbetrieb stellt sich Fest ittn die Hälfte billiger, was zur Sanierung dieser wichtigen Gemeindeunternehmung nicht wenig beitragen wird. Tie Lieferung von Erdgas an P r ! v a t e zu Betriebs- und Heizzwecken wird ausgenommen werden, sobald die in Auftrag gegebenen Stahlflaschm eintreffen, was voraussichtlich schon in einigen Wochen der Fall sein wird. m. Masarykfeier. Die Jugostawisch-tsche-chohslowakische Liga veranstaltet Freitag, den 16. d. im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung zu Ehren des ersten tschech-oslo wakischen Staatspräsidenten T. G. Masaryk einen Festabend, dessen Programm zwei Festansprachen (Prof. Dr. Dolar und Doktor Sensor) sowie Liedervorträge der „Glas bena Matica" ausfüllen werden. Ruhige Ehe. Mutter: »Nun, mein Kind, wie gefällt es dir in der Ehe?« — »Ich kann nicht klagen, trotzdem wir schon ein halbes Jahr verheiratet sind, haben wir uns erst einmal gezankt.« — »Wann war das?« — »Gleich drei Tage nach der Hochzeit, seit dieser Zeit sprechen wir kein Wort miteinander.« m. Typhuserkrankungen in črna. In das Jsolierspital in Slovenjgradec wurden zwei an Bauchtyphus erkrankte Zigeunerinnen aus črna überführt. m. Opern- und Ballettabend. Die Wiener Opernsängerin Daysi H a l b a n - K u r z, die Tochter der verstorbenen Sopranistin der Wiener Statsoper Selma Kurz, und der hiesige Tanzkünstler Boris P i l'a t 0 veranstalten Anfang Mai in Maribor einen Opern- und Ballettabend. Beide haben für diesen Abend ein großzügiges Programm gewühlt, mit dem sie erst kürzlich in Wien und Salzburg mit größtem Erfolg aufgetre ten sind. m. Das Urteil gegen den Mubmörder Adler bestätigt. Der Appellationsgerichtshof in Ljublstana hat das Urteil des 'Kreisgerichtes in Maribor, wonach Karl Adler feilt Verbrechen am Postboten Lunk 0 in §t. Jls lebenslänglich hinter Schloß und Regel zu büßen hat, bestätigt. Adler wurde bereits in Me Strafanstalt in der Pobreška cesta überführt. ui. Die Raubmörder von Pobrežje, Karl Stern und Johann K 0 l a r. die bekannt-lich im vergangenen Sommer den Finanzrespizienten Stran i s c f ermordet und beraubt haben, werden sich in den nächsten Wochen vor ibeu Sichtern zu verantworten haben. Glechz-eitig mit ihnen wird ihr Komplize Franz Belak auf der Anklagebank sitzen. Die Anklageschrift ist von der S'aatsanwaltschaft bereits ausgearbeitet worden. m. Es ist noch Zeit, sich die Karlen für den kommenden Sonntag, den 18. d. statt-indenden Ausflug zur Mustermesse in Zagreb mit dem neuen Autocar der Stadt-qemeinde anzuschaffen. Der Wagen fährt um 5 Uhr vom.Hotel „Orel" ab und wird den ganzen Tag aus der Messe ausgestellt sein. Es handelt sich bekanntlich um den größten, modernsten und luxuriösesten Autocar Jugoslawiens. Der Fahrpreis beträgt 120 Din pro Person. Die Anmeldungen sind an das Reisebüro „Putnik" zu richten. Schutz ins Herz. In Radizel bei Pol- jagte sich der 23jährige Besitzerssohn r>icr cin großes Gemälde von der enng n P l e č f 0, der in diesen Tagen ein Bedrohung Europas durch Me turk-E r • ' .....................— Heere. In diesem Buch wird m. skava Johann rücken sollte, in selbstmörderischer Absicht eine Kugel ins Herz. Plečko war auf der Stelle tot. m. Mit einem Stein niedergeschlagen. In Vukovski vrh (Slov. gor.) wurde der 24jäh-rige Gesitzerssohn Richard Smodej während eines Streites mit seinem Nachbar von diesem mit einem Stein niedergeschlagen, wobei er erhebliche Kopfverletzungen erlitt. “ J m. Schmuggler springen aus dem fahrenden Zug. Knapp vor der Bahnstation in wurde der Besitzerssohn Josef Pukl erhängt aufgefunden. Was den Mann in heu Tod getrieben Hai, ist nicht bekannt. m. Einbruchsdiebstahl. In Len Laden des Kaufmannes Johanu K o r ž e in Cirkovd drangen dieser Tage nachts unbekannte Dw ter ein und ließet: verschiedene Waren _;!U Werte von etwa 16.000 Dimrr mit gehen. Wan glaubt, daß Zigeuner die Tat begangen haben. m. Wetterbericht. Maribor, 15. April, f Uhr: Temperatur 14, Barometerstand 726' Windrichtung OW, Niederschlag 0. m. Flüchtige Diebin. Am Friedhofe iu Studenci wurde gestern eine gewisse Marü S k l e d e r dabei ertappt, als sie gerad-im Begriffe war, mehrere Kerzen zu len. Bei ihr konnten auch mehrere DoM mente vorgefunden werden, deren Herkirm desgleichen verdächtig erscheint. Ehe es now möglich war, die Gendarmerie zu verständigen, gelang cs der Diebin zu flüchten- * Im Hotel „Drei" ab 16. April ncu^; Kabarettprogramm mit dem Mannten K'UZ howc-Quartett. 381 Der Gehilfenausschutz der Kausleuievcl-einigung in Maribor hält D i e n s tall den 20. d. um halb 20 Uhr im Hotel ,35' morec" seine Jahreshauptversammlung Die Teilnahme ist für alle .HandelsgehtUll obligatorisch. Jede Bohne Qualität, jeder Tropft!^ ein Genuß, jede Tasse Gesundheit: das ^ Kaffee Hag! Die feinen ätherischen Dele, d das Aroma und den kräftigen, aber nti®c Geschmack in sich bergen, kommen im Kasl Hag voll zur Geltung. Das Koffein dage

-tona zum Bezirksgericht in Gornja Stab-Mtta versetzt. gr. Aus der Geschäftswelt. Die Bertrc-fttg der Versicherungsgesellschaft „Jugosla-Hja" in Gornja Radgona hat der Hausbesitzer und Kaminfegermeister Michael E r i Z a n c vom bisherigen Vertreter tttI H all) it r t h übernommen Aus CeMe c. Bestattungen. Am Donnerstag fand das ^gräünis des im 55. Lebensjahre steheu-verstorbenen Rechtsanwaltes Dr. Karl s'5 n r f statt, zu dem sich eine große An-Wl von Freunden und Bekannten des Ver-8 ebenen eiugefunden hatte. Man sah viele t5n,)C und Blumen. Am Begräbnis rvah= i?Clt auch eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr in Gaberje, Vertreter der Stadt-^Meinde, des Sokols und anderer Verbän-l: teil. — Im Wiener Zentralfriedhof rour-Xc am Mittwoch unter großer Beteiligung ^ag. Theodor A b e l m a u n, Vizepräsident itd Generaldirektor der „Teerag"-A.-G-, ^asitzer des Ritterkreuzes des österreichischen , ^dienstovdens, unter großer Beteiligung ^gesetzt. Der Verewigte ist in der Nacht ^Ullt Sonntag in einem Hotel in Celje einem °erä!chlag erlegen. c- Kranzablösungsspenden. Der VizentiuS-erein erhielt von Herrn Dr. Alois Rafmt n Stelle eines Kranzes für den versterbe-5'11 Herrn Dr. Kar Laznik 100 Dinar. — 6 n Stelle eines Kranzes für den verstorbnen Rechnungsrat Fvotrz Kalan in Celje Sendete die Firma Franz Zanggcr und die Mittilte Franz Rebeuschegg je 100 Dinar llNnsten der Stad'armen. g. Theateraufführung. Die Dilletanten des hiesigen Sokolvereines veranstalteten vergangenen Sonntag eine Theateraufführung, die einen durchschlagenden Erfolg erzielte. Zur Aufführung gelangte das Lustspiel »Türkische Gurken«, in dem sich vor allem die Damen Vogelnik, Golja, Muha, Zechner, Lesjak sowie die Herren Vogelnik, Golja, Kržičnik, Jeromel, Klem-bas, Valas, Bregant, Muha und Feraris auszeichneten. g. Vor der Gründung einer Alpenver-j einsfiliale. Die Vorbereitungen für die i Gründung einer Filiale des Slowenischen Alpenvereines in Dravograd sind in vollstem Gange, sodaß die gründende Vollversammlung bereits in absehbarer Zeit 1 stattfinden dürfte. Es ist zu erwarten, daß sich in der neuen Alpenvereinsfiliale alle heimischen Bergfreunde zusammenschließen werden. g. Fahrraddiebstahl. Dem Gastwirt F e r a r i č in Sv. Janž kam am vergangenen Samstag ein Fahrrad abhanden. Vom dreisten Täter fehlt einstweilen noch ! jede Spur. ! g. Der Fernsprecherverkehr ist nun, wie uns das hiesige Postamt mitteilt, auch mit dem japanischen Schiff »Chichibu Ma-ru« möglich, und zwar vermittels der Radionstationen London, Newyork und San Francisco. Ein Dreiminutengespräch stellt sich auf 2812.50 Dinar. Originelle Kopfbedeckung in der ägyptischen Armee SimMidm Hiassmkdtmie 1. Ziehungstag der 1. Klasse (34. Runde) am 14. April 1937. Din 80.000: 40749 Din 50.000 : 33743 Din 36.000: 73848 Din 20.000: 70552 Din 10.000: 10747 18877 48310 Din 5000: 20580 34358 47192 63072 78968 97291 Din 3000: 8310 20455 28312 32811 42385 46891 53716 66268 77418 96363 Dili 1000 : 759 1514 6373 31.344 37472 46519 54155 64650 80525 84516 96173 97325. (Ohne Gewähr.) Hauptkollektur der Staatl. Klassenlotterie Bankgeschäft Bezjak. Maribor, Gosposka ulica 25. s,v, —»Fall. Ganz unerwartet verschied in ^fark, Griffen (Kärnten) der im Ruhestand Abende Oberpostkontrollor und .Hausbesitzer V11'1 J a n esch im 63. Lebensjahre. Als "Zhn des gewesenen Oberlehrers Janchch WWW«» m ■■ Diese etwas sonderbar erscheinende qjljY .”’v »tuic|«.-lK:u Kopfbedeckung ist in der ägyptischen r.,Hrte er das Gymnasium in Celje, trat Armee üblich. Sicherlich aber erfüllt sie fQtt'Cr_ in den Postdienst in Maribor eilt and unter der heißen südlichen Sonne voll m sodann nach Graz und Wien. Seuie | ihren Zweck. (Associated-Prcß-M.) b. Heimat am Do», Roman von Theodor Krüger. Propyläen-Berlag. Berlin. Der Roman spielt auf dem Hintergrund der weißrussischen Bewegung in Südrußland in den Jahren 1918 bis 1920. während der erbitterten Kämpfe der deutschen Regimenter und der Truppen der Generale Denikin und Wrangel gegen die Bolschewiken. Die Geschichte der Liebe zwischen Johann Rapp und der deutschen Krankenschwester Alea Habermann, die schicksalhaft in diesen blutigen, haßerfüllten, mitleidlosen Bruderkampf hineingezogen wurden, ist alles andere als weichlich und sentimental. Die Schilderung der Ukraine, der weiten Felder und geheimnisvollen Wälder, der reichen Güter und der heiligen Städte Rußlands sind ein farbenfrohes Gegenstück zur Einsamkeit der sibirischen Taiga, durch deren Wiedergabe der Verfasser hinreichend «bekannt ist. b. Der Weg der Eva Brugger. Roman von Florian Seidl. I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachflg., Stuttgart. In seinem neuesten Roman gibt der Schriftsteller die Entwicklung einer Frau von einem versäumten Backfisch zu einer Krimhilde. Die Lösung dieser schweren Aufgabe gelingt ihm durch eine durchaus dramatisch angelegte Handlung. Wohl hebt das Ganze mit der Poesie einer echten jungen Liebe an, dann aber wächst die Not Evas, häuft sich d.e an ihr begangene Schuld derart, daß sie nur noch eins kennt: Rache. Und in gleicher Steigerung erleidet sie jede Qual, bringt sie jedes persönliche und sittliche Opfer, bis sie endlich che Vernichtung ihrer Verderber erreicht und frei wird für ein neues Leben. Kein Wunder, daß die Spannung des Psychologisch überzeugenden, an packenden Bildern reichen, in einer gewaltigen Schlußszene gipfelnden Romans eine ungewöhnlich starke ist. Der Kalbskopf. »Kellner, Sie haben mich doch nicht vergessen?« — »Aber, gewiß nicht! Sie sind doch der Herr mit dem gefüllten Kalbskopf?« Burg-Tonkino. Heute, Donnerstag zum letzten Mal der prächtige Knut Hamsun-Film »Viktoria« mit Luise Ulrich und Matthias Wiemann. Der schönste Film, den man je gesehen. — Ab Freitag der größte Film der russisch-schwedischen Produktion »In Blut und Flammen« in deutscher Fassung. Eine dramatische Begebenheit aus den bolschewistischen Revolutionstagen, zugleich eine packende Liebesgeschichte zweier junger Menschen. Es folgt der charmante Schlager »Das Lied ist aus« mit Willi Forst, Liane Haid, Ernst Verebcs — und Marica Lubej. — Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr bei ermäßigten Preisen »Zwischen zwei Feuern«, eine spannende humorvolle Kriminalangelegenheit. Union-Tonkino. Heute, Donnerstag, die Erstaufführung des Lustspieles »Karneval und Liebe« mit Hans Moser, Lien Deyers und Hermann Thimig. Ein unterhaltender Wiener Film voll toller Einfälle mit unzähligen komischen Verwicklungen und echtem Wiener Humor. Regie Carl La-mač; Musik von Johann Strauß. —■ In Vorbereitung der mysteriöse Abcnteuer-und. Liebesfilm »Die ewige Maske« mit Peter Peterson. Arllocm-Auöflüge des „pulnik" Das Reisebüro „Putnif" (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reihe von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Lurus-Autocors unter nommen werden. Das Programm sieht folgende. Fahrten vor: 17. und 18. April: Nach Ribnica. Fahrpreis 45 Dinar. 17. und 18. April: Skifahrerausflug nach Obdach und auf den Zirhitzkogel. Fahrpreis 130 Dinar. 18. April: Zur Mustermesse nach Zagreb. Fahrpreis 120 Dinar. 20. April: Nach Graz. Fahrpreis 100 Dm. 23. bis 25. April: Nach Wien. Fahrpreis 2-10 Dinar. 2. bis 6. Mat: Besuch der Budapest er Meise. Fahrpreis 500 Dinar. 8. und 9. Mat: Nach Mariazell. Fahrpreis 200 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Wria mir Aufenthalt in Crikvenica. Pauschalpreis 1200 Dinar. 8. Big 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. 13. bis 22. Met; Pfingftfahrt nach Rom. Gesamtarrangement 2400 Dinar. 14 bis 17. Mat; Pfingftfahrt nach Venedig. Gesamtarrangement 900 Dinar. 15. bis 29. Mßi: Gesellschaftsreise zur Pariser Weltausstellung. Informationen und Anmeldungen im „Pntnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 21-22 und 21-29. Hollands größter Dampfer. In Amsterdam wurde dieser Tage ein neu er holländischer Ozeandampfer, der für den. Verkehr über den Nordatlantik bestimmt ist von Stapel gelassen. Die Königin Wilhelmine taufte das Schiff auf den Namen „Neu-Amsterdam". Wie verlautet, soll das Schiff, das mit seinen 36.000 Tonnen der größte holländische Ozeandampfer ist, im April des nächsten Jahres in Dienst gestellt werden. UidsikaMkUž Ww iStußSSSi wSSSSSSSSst WeWholz-KonjunNur Infolge der Einstellung des russischen Dumpings / Starke Beschäftigung der Werften in der ganzen Welt Die ersten Anzeichen, daß auf dem Weichholzmarkte eine bessere Konjunk tur entstehen wird, machten sich in der zweiten Hälfte des Vorjahres bemerkbar. Heute ist die: Nachfrage in Weichholz g r ö ß e r als im vergangenen Jahre und es ist daher verständlich, daß die P r e i s e im steten A n-wachsen sind. Diese Konjunktur entstand in erster Linie wegen der Einstellung des Dumpings von seiten Rußlands und wegen der großen Arbeiten auf den Weltschiffsbau werften. Rußland hat bis zum Vorjahre sein Holz zu Dumpingpreisen verkauft, im Laufe des vorigen Jahres aber hat es seine Dumpingpolitik eingestellt, und heute ist das russische Holz auf dem internationalen Markte das teuerste. Rußland exportiert jetzt 35°/o weniger Holz als zur Zeit des Dumpings, bekommt jedoch wertmäßig hiefür bedeutend mehr als früher. Ein wichtiger Umstand ist auch der, daß alle Weltschiffsbauwerften große Aufträge erhalten, die ihnen Arbeit bis zum Ende des Jahres 1938 Sichern, und Schiffsbauwerften sind große Holzkonsumenten. Die Einstellung des russischen Dumpings und die Beschäftgung der Welt-schiffsbauwerften sind also die Hauptursachen für die gute Holzkoniunktur. J. Lc. Normale Entwicklung des Handelsverkehrs mit Deutschland Gute Handelsbeziehungen schaffen gute Freundschaftsbeziehungen Günstige Folgen des Dresdner Abkommens / Schwierigkeiten bei der Verrechnung des Scheckmark Der Nationale Ausschuß der Jugoslawisch-deutschen Handelskammer hielt dieser Tage in Beograd seine Jahreshauptversammlung ab, in der der Vorsitzende Zivojin N e š i c einen ausführlichen Bericht erstattete. Darnach machten sich die günstigen Fol gen der Tätigkeit dieser Kammer schon Ende 1935 bemerkbar; sie traten im nachfolgenden Jahr noch stärker hervor und übertrafen alle Eiwartungen. Die Ausgaben für Postsendungen, die 1935 noch 4800 Dinar betragen hatten, sind im Jahre 1936 bereits auf 10.800 Dinar gestiegen. Die Zahl der Schreiben, die aus Berlin der Kammer zugesandt worden waren, sind von 760 im Jahre 1935 auf 1670 im Vorjahr angewachsen. Außerdem muß erwähnt werden, daß eine rege Korrespondenz auch zwischen jugoslawischen und deutschen Firmen stattgefunden hat. Gute Handelsbeziehungen schaffen auch gute Freundschaftsbeziehungen. Die bereits geschaffenen guten freundschaftlichen Beziehungen sind imstande, ausgezeichnete Folgen anderen Charakters hervorzurufen. Auf diese Weise werden zahlreiche Angelegenheiten, die uns heute viel Sorgen bereiten, später in guten Beziehungen gelöst und geregelt werden können. Der große Aufschwung des jugoslawischen Handelsverkehrs mit Deutschland im Laufe des letzten Jahres sind in der Hauptsache auf die A b-kommen zurückzuführen, die im Oktober des letzten Jahres in Dresden abgeschlossen worden sind. Durch diese Abkommen hat Deutschland Jugoslawien große Vorteile gewährt, insbesondere bei den landwirtschaftlichen Produkten. Der Wert dieser Begünstigung wird auf 400 Millionen Dinar geschätzt. Beide Staaten sind im Hinblick auf den Warenaustausch aufeman der angewiesen und sie komplettieren sich' ausgezeichnet. Auf dieser Basis ist auch das jugoslawisch-deutsche Handels abkommen zustandegekommen, wie auch alle späteren Abkommen. Aus diesem Grunde war es nicht notwendig, daß beide Staaten sich gegenseitig soge nannte Luftkontingente zugestehen. Die bereits zugestandenen Kontingente können jederzeit vollkommen ausgenützt werden. Die Warenmengen haben sich ebenfalls als nicht genügend erwiesen und sie mußten erhöht werden. Eine solche Entwicklung ist gesund und natürlich. Es ist jedoch auch natürlich, daß bei einem Handelsverkehr, wie der zwi- schen Jugoslawien und Deutschland, jedes einzelne Geschäft ohne Störungen abgewickelt wird. Man muß ins Auge fassen, daß der jugoslawische Handelsverkehr mit dem Reich im Vor jahr ein Drittel des gesamten jugoslawischen Außenhandels darstellt. Die Kaufleute werden es bestätigen, daß in vieler Hinsicht der heimische Handel sehr oft viel schwieriger ist als der Handel mit Deutschland. Die jugoslawischen Kaufleute beklagen sich nur darüber, daß die Scheck-Mark nicht stabil und daß aus diesem Grunde in vielen Fällen eine genaue Kalkulation unmöglich ist. Ein vollkommen stabiler Kurs der Reichsmark an der Börse kann jedoch unter den heutigen Verrechnungsbedingungen nicht erzielt werden, Das Volumen der jugoslawischen Ausfuhr nach Deutschland hängt von der Höhe der Einfuhr aus diesem Staate ab. Bei der Einfuhr spielen die Staatsan käufe eine sehr große Rolle. Bei diesen Ankäufen wird der Kurs der Reichsmark billiger anzubieten, wenn sie kon-diesem Grunde sind die deutschen Lieferanten gezwungen, falls sie ihre Angebote in Reichsmark vorlegen, diese in der Proportion des Disagio der Reichsmark billiger anzubrieten, wenn sie konkurrenzfähig sein wollen. Falls diese die Lieferung erhalten, so verlieren sie im Geschäft ungefähr den Wert der Differenz zwischen 14.50 Dinar und dem Tageskurs der Scheckmark. Aus dieser La ge muß jedenfalls ein Ausweg gefunden werden. Börsenberichte Ljubljana, 14. d. Devisen. Berlin 1756.02—1769.90, Zürich 996.45—1003.52, London 214.28—216.34, Newyork 4342.25 bis 4378.57, Paris 195.02—196.46, Prag 152.64—153.75, Triest 229.69—232.77; österr. Schilling (Privatclearing) 8, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.20. Zagreb, 14. d. Staats werte. 2 ein halb proz. Kriegsschaden 407.50—409, 4 proz. Agrar 52—52.25, 4 proz. Nordagrar 51.50—0, 7 proz. Investitionsanleihe 87.50—88, 7 proz. Hypothekarbankanleihe 99.50—100, 7 proz. Blair 86.25—86.50, 8 proz. Blair 95.50—96, Agrarbank 195 bis 196. X Mariborer Heu- und Strohmarkt. Zugeführt wurden 1 Wagen Süßheu, 4 Wagen Sauerheu und 1 Wagen Grummet. Süßheu kostete 38, Sauerheu 30— 35 und Grummet 34 Dinar pro Meterzentner. X Die größte und stärkste Geldanstalt Sloweniens ist jedenfalls die Stadtsparkasse in Ljubljana, die seit Dezember, als alte Einlagen bis zu 10.000 Dinar freigegeben wurden, rasch liquid gestaltet wurde. Im Dezember v. J. beliefen sich die alten Einlagen noch auf fast 57 Millione Dinar, von denen bis Ende März d. J-jedoch nur etwas über 6 Millionen, sonn kaum 11 Prozent, behoben wurden, derselben Zeit sind die neuen Einlagen i* 16.8 auf 61.2 Millionen Dinar angewacn-sen. Das Vertrauen der Einleger kehrt zu rück, sodaß damit zu rechnen ist, daß 1 Sanierung schon in kürzester Zeit zU‘ Gänze durchgeführt sein wird. Ähnhc entwickelt sich auch die Stadtsparkass® in Maribor, zu der das Vertrauen de Bevölkerung von Tag zu Tag wächst un die in absehbarer Zeit ebenfalls in der a ten Stärke dastehen wird. X Wiener Viehmarkt. Auf den letzt0" Viehmarkt wurden 1669 Rinder aufgetri®' ben, davoh 80 aus Jugoslawien. Es notierten: Ochsen, beste Qualität 1.45—1-6 ’ I. 1.28—1.43, II. 0.98—1.25, III. 0.88 bis 0.75, Stiere 0.83—1.10, Kühe 0.80—l-^' Beinlvieh 0.65—0.82 Schilling pro Kd° Lebendgewicht. Ochsen und Stiere ließe11 im Preise um 2—3 Groschen per Ku° nach, während.die übrigen Gattungen dH Preise beibehalten konnten . X Ermäßigung der Baumwollgarn preise in Oesterreich. Entsprechend d®1 rückläufigen Bewegung der Baumwon preise in den letzen Tagen haben d|e österreichischen Baumwollspinner dj6 Garnpreise wie folgt ermäßigt: Mak° um 7, Amerika um 5, Halbamerika um 4' Surat um 3 und Bengal um 2 GoldgF" sehen für das Kilogramm. X Herabsetzung der Seifenpreise 111 Oesterreich. Der Preisentwicklung aU den internationalen Rohstoffmärk1®11 folgend, hat die österreichische Seite11' Industrie beschlossen, mit sofortig®1-Wirksamkeit die Preise für Schmiersei1® um 6 Schilling und für Kernseife um ; Schilling für 100 Kilogramm herabzus®' zen. X Ein neues europäisches Koksabko«1 men. Die beteiligten Länder haben ‘!l Brüssel ein neues europäisches Koksab' kommen unterzeichnet, das bereits 1,1 Kraft getreten ist. Die Einfuhrländer sin1-1 in vier Gruppen geteilt: 1. GroßbritaU' nien, Vereinigte Staaten, Kanada und 11 land, 2. die skandinavischen und bah1' sehen Länder, 3. die Länder Ost- uN Mitteleuropas und 4. Spanien, Portuga und die Uferstaaten des Mittelmeeres-Nach dem Uebereinkommen wird jeden1 Vertragsteilnehmer ein jährliches KoN' tingent auf Grund der Ausfuhren d® Jahre 1935 und 1934 zugeteilt werden Wird „Železničar" Fußballmeister? Nächsten Sonntag reisen unsere Eisen ba h n c r abermals nach Celje, uro sie diesmal mit dem Sportklub „ C elj e" im Finalkampf um die Unterverbandsmeister-schaft Zusammentreffen werden. Daraufhin hat „Železničar" noch in Trbovlje gegen „A mate n r" anzutreten, worauf sämtliche Rückspiele aus heimischen Boden folgen werden. Gelingt der Mannschaft auch diesmal der Wurf, so wird ihr wohl niemand mehr den Endsieg entreißen können. : Im Kampfe um den Jugendpokol treffen nächsten Sonntag die Jungmannen „Maribor s" und „R a P i d s" aufeinander. : Die Tischtennismeisterschaft von Zagreb, die vergangenen Sonntag zur Entscheidung gebracht wurde, gewann der Ljubljanaer Kosmina. Den zweiten Platz besetzte Heröko-vič aus Zagreb. : Die jugoslawische Tischtennismeisterschast wird in den ersten Tagen des Monats Mai litt Zagreb zum Austrag kommen. Da die stärksten Vereine ausgetreten sind, dürfte das Nennungsergebnis nur sehr schmal sein. : Am Abfahrtslauf im Kantngebiet werben sich auch Jugoslawiens Wettbewerber und zwar Heim, Novak, Žnidar, Zvan, Jtlem und Urbar beteiligen. Der „Puknik" in Ljubljana veranstaltet aus diesem Anlaß einen Autocarausflug. : Sonderzug zum Länderspiel Ungarn-Jugoslawien. Anläßlich der Budapests i Messt und des Fustball-Länderipreles Un- garn — Jugoslawien am 9. Mai in Budapest wird am 6. Mai ein Sondcrzug nach Budapest eingestellt werden. : Ein Weltrekord egalisiert. Bei einem Meeting im Hallenbad von Amsterdam legte Joppi Waalberg 200 Meter Brust in 3:00.4 zurück. Mit dieser Leistung unterbot sie den Europa-Rekord der Deutschen Martha Genenger, aufgestellt am 21. März 1936 m Düsseldorf, um eine Zehntelsekunde, und erreichte die Weltbestleistung der japanischen Olympiasiegerin H. Mayehata, die diese am 30. September 1933 in Tokio aufgestellt hatte. : Zwei Siege Tildens. An Stelle von V>-nes, der an einer Knöchelverletzung laboriert, bestritt Tilden die beiden letzten Kämpfe gegen Perry. B'eidemale blieb der amerikanische Altmeister siegreich. In Elizabeth schlug er den Engländer 6:3. 3:6, 6:3 und in Rochester gewann er 6:2, 7:5. : Norwegen rechnet mit Olympischen Win terspielen 1940. Das norwegische Parlament hat vorläufig einen Antrag auf 150 Tausend Kronen bewilligt, der alZ Fonds bereitgehalten werden soll, falls die 5. Olym pifchen Winterspiele in Norwegen zur Durch führung kommen. Bekanntlich bemüht sich besonders der Präsident der F. I. S., der Norweger Oeftgvavd, die Vergebung der nächsten Oyiwpifchen Winterspiele für sein Land zu erreichen, und es kann auch als sicher angenommen werden, daß der größte Teil der beteiligten Skinationen schon aus Evsparungsgründen dem Vorschläge Oest-gaards zustimmen wird. Allerdings haben hier auch die Japaner mitzusprechen, denen das erste Anrecht auf diese Veranstaltung zukommt und die auch bereits einen ausgearbeitet haben, der die AustraguE der Olympischen Wettkämpfe auf der ge&!\ gigen Insel Hokkaido sichert. Das letzte in dieser Angelegenheit wird gelegen»'-des I. O. C.-Kongresses gesprochen werde r der Anfang Juni in Warschau stattfindet- : Schlußkämpse in Palermo. Das iidW nationale Tennisturnier von Palermo bra^ te in den Endkämpfen folgende Ergebmlh' Herreneinzel: Palmieri gegen Dallos Z 6:3, 6:2. Dameneinzel: Zeichen gegen 7:5, 4:6, 6:3. Herrendoppel: Taroni— tinelli gegen Szigeti—Gabrovits 3:6. G'°[ 7:5 6:3. Damendoppel: Kraus-Wolf M ^ Zehden-Sander 6:3, 4:6. 6:4. GemiE Doppel, Semifinale: Zehden-Taroni 0 ‘ Sander-Göpfert 6:4, 6:3, Kraus-Vodiöka 5 gen Manzutko-Szigeti 7:5, 7:5. : Lanzi läuft Weltrekord. Beim ErolF nungsmeeting des Vereins „Pro Patria in Mailand legte 600 Meter in 1:17.6 i rück. Mit dieser Zeit verbesserte der Cstn ' iwr den Weltrekord, den der Amerika11^ Ben Eachman im August 1934 in Stockh®1' mit 1:18.4 aufstellte. : Ein Tennisturnier der großen Naul®1^ Im Londoner Wembley- Stadion wird >d sehen dem 24. und 28. Mai ein offiz1®1 . Tennisturnier der großen Profispieler veranstalten, an dem Perry, Vines, Tilden Kochet teilnehmen werden. : Glenn Morris als Tarzan. Der ^ rekord mann und Olympiasieger im 3® -’ kampf, Glenn Morris, hak einen Vertrag mit der Fox-Film-Gesellschait »bgesdstrni® ‘ Auf Grund von Probeaufnahmen, die u , ihm in einer Art Tarzan-Rolle T- wurden, wie sie bisher Johny Weismuu® ' gleichfalls ein früherer Weltrekord-marin und Olympiasieger, verkörperte, wurde ® für zwei Jahre verpflichtet. Durch den -schluß des Vertrages wird die Amateurquw tftettog, den IB. UpM 1957. :"'ÄüR#e*pr Rcftobt?f" AP Hlmet Aatieet £?in» Anzeigen kosten SO Para pro Wort, In der Rubrik „Korre-T?2Jl“®nz" 1 Dinar / Die Inseratenateuer (3 Dinar bis 40 Worte, /»O Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die • nndesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar / Für die Zu. ®ndung von chlffr. Briefen Ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen / Anfragen Ist eine Gebühr von 3 Dinar In Postmarken beizuschliessen Üßtsäuedeaes Kupfervitriol ist sofort anzu-Welden bcj der Kmetijska mnžba, Maribor. 3549 »KAPPELs-Schreibmaschinen sind unverwüstlich, modernst instruiert und konkurrenzlos billig. Angenehme Ratenzah-jbng. Verlangen Sic unverbindliche Vorführung. Eintausch gebrauchter Schreibmaschinen. Alleinverkauf kleindienst & Posch. Maribor, Aleksandrova cesta 44. 4789 gesundes. 2 Jahre altes Buberl wird zur kinderliebenden bnd besseren Familie inPfle-i gegeben. Vorbedingung gu S-, Erziehung. 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In den meisten Fällen ist ungenügende Ernährung des Haarbodens und der Haarwurzel die Ursache. Bald nachdem die Schuppen auftreten, werden Sie die ersten Haare im Kamm bemerken, und dann ist es nur noch eine Frage von wenig Jahren, ja vielleicht Monaten, daß auch Sic zu den bedauernswerten Menschen gehören, die an schütterem Haar und beginnender Kahlheit leiden. Dann kommt die Zeit, daß Sie sich genieren, den Hut abzunehmen. Dank der Erfindung von Silvikrin sind Sic heute diesem Schicksal nicht mehr ausgesetzt. Sie brauchen nicht mehr hilflos mitanzusehen, wie Ihr Haarwuchs nachläßt und das Haar ausfällt. Dr.Wcidner’s Erfindung, Silvikrin, versieht die haarbildenden Gewebe mit organischen Nährstoffen in der Beschaffenheit wie sie die Natur selbst erzeugt. Die Haarwurzel wird dadurch zu normaler Betätigung und gesundem Wachstum gebracht. die natürliche Haarnahmng Nährstoffe für Millionen Haarzellen. Jeder Tropfen Neo-Silvikrin enthält Nährstoffe für Millionen Haarzellen. Es handelt sich dabei um die 14 organischen Substanzen, aus denen das Haar aufgebaut wird: Schwefclalbumosen, colloidaler Schwefel und Gruppen von Aminosäuren, darunter an erster Stelle das geheimnisvolle Tryptophan. Erst durch die Untersuchungen von Prof. Sir Frederick Hopkins, dem Nobelpreisträger für Chemie, kennt man seine Unentbehrlichkeit für das Wachstum. Überraschende Erfolge. Nur auf einem gut genährten Haarboden kann gesundes, schönes und kräftiges Haar gedeihen. Sorgen Sie für Ihre Kopfhaut, dann wird Ihre Kopfhaut für Ihren Haarwuchs sorgen. Geben Sie ihr Neo-Silvikrin, die natürliche Haarnahrung. Die günstige Wirkung von Silvikrin auf die haarbildenden Organe beginnt sofort; Leute, die jahrelang an Schuppen und Haarausfall gelitten haben, waren oft in überraschend kurzer Zeit davon befreit. Die Schuppen verschwanden fast über Nacht, der Haarausfall hörte auf und neues Wachstum setzte ein. Silvikrin ist in der ganzen Welt erhältlich.Seine Herstellung ist durch internationale Patente geschützt. ¥la$ nj&e m Für die tägliche Haarpflege verlangen Sie Silvikrin Haar-Fluid. ‘Hg. (La&mf Für den Haarwuchs und gegen Schuppen verlangen Die tägliche Anwendung erhält den Haarboden gesund und fruchtbar, belebt die haarbildenden Gewebe, fördert den Haarwuchs und bringt die natürliche Schönheit des Haares voll zur Geltung. Verhütet Schuppen und Haarausfall, sowie Störungen im Haarwuchs. Kleine Flasche Din 27.-— Flasche für 2 Monate . . . Din 48.— Sic die Haarnahrung Neo-Silvikrin. Das neue Präparat, das durch äußerliche Zufuhr organischer Haarnahrung die haarbildenden Gewebe wirksam ernährt und zu neuem, gesunden Haarwuchs bringt. In ernsten Fällen von Haarausfall, hartnäckigen Schuppen, schütterem Haar und drohender Kahlheit. Die Flasche für einen Monat . Din 66'— SorgenSie für Ihre Kopfhaut, dann wird Ihre Kopfhaut für Ihren Haarwuchs sorgen. Erhältlich in allen einschlägigen Geschäften. macht die fluckt&ari tjiEation von Morris vorläufig nicht 5c= l%t, da dieser im Film selbst zweifellos s^ct seine sportlichen Fähigkeiten zur Gel-bringen wird, ist mit seiner Erklärung iuvl Professional zu rechnen. Wiens „höchster Draher" jubiliert Dos Riesenrad im Wiener Prater wirb 40 Jahre alt. Das Riesenrad im Wiener Prater, ein bekanntes Wiener Wahrzeichen, feiert in wenigen Wochen sein vierzigjähriges Jubiläum. , Das letzte Jahrzehnt des 10. Jahxhun-ert§ war das eigentliche „Zeitalter" der '"esenräder. Ein amerikanischer Marineof-■yict hatte die erste Anregung oazugegeben, ^Merika war auch das erste Land, das sie ^erwtrklichte Auf der Weltausstellung in Mlkago 1892 wurde das erste Riesenrad mit stugehängten Aussichtswagen und einem Durchmesser von 73 Metern errichtet. 1894 London 1896 die englische Stadl ^ackpool. 1897 Wien und kurz daraus noch 2,ar,5. Dann flaute das Interesse der 33e< 'Hauer ab, die große Mode war vorüber. Als einziges Riesenrad in Europa hat sich das Wiener Rad im Prater bis auf den heutigen Tag erhalten'. Nun wird es in wenigen Wochen sein vierzigjähriges Jubiläum feiern. Wer jemals in Wien gewesen ist, hat es zum mindesten gesehen, vielleicht ist er der Kuriosität halber auch einmal mit ihm herumgefahren. Der ursprüngliche Zweck dieser Riesenräder, den Wageninsassen eine schöne weite Aussicht zu vermitteln, ist durch die Bergbahnen und vor allem natürlich durch die Luftfahrt schon seit langem überholt worden. Und doch hängt der Wiener an diesem Wahrzeichen ebenso wie an dem anderen der Stadt an der Donau, dem Stephansdom. Bor allem hat sich ein Gebrauch eingebürgert, der Jahr für Jahr von neuern geübt wird. Die Kinder, die zum ersten Mal zur Kommunion gegangen sind, werden an diesem Ehrentage nachmittags in einem besonders schön geschmückten Fiaker zum Prater hinausgefahren. Und wenn sie dort alles gesehen haben, dann kommt der Höhepunkt, die Fahrt mit dem Riesenrad. Gerade hierbei zeigt sich so recht die konservative Einstellung des Wieners. Deshalb verdient es das alte Rad, daß man wenigstens kurz eine technische Lebensbeschreibung von ihm gibt. Im Novem- ber 1896 wurde mit seinem Bau begonnen. Sein Erbauer war der englische Ingenieur und ehemalige Marineleutnant Walter Bas set os Waterinouth i„ Devon, eine A'beit--teurerpevsönlichkeit mit unleugbarer technischer Begabung. Nach seinen Berbesserungs Vorschlägen waren die europäischen Riesenräder erbaut worden. Das Wiener Rad, das 61 Meter Durchmesser hat und dessen höchster Punkt 64, 75 Meter über dem Erdboden gelegen ist, war nach dein Stand der damaligen Technik das Bollendeste. Alle Konstruktionsteile waren aus England bezogen. dagegen waren die 30 Wagen und die elektrische Einrichtung österreichischen Ursprungs. Nach achtmonatlicher Bauzeit wurde der letzte Bolzen in die Radkonftruk t:cn. durch die Gattin des damaligen englischen Botschafters in Wien eingeschlagen. Doch dauerte es noch ein ganzes Jahr, bis die Wageneinrichtung usw. fert'ggestellt wor den war. So wurde das Riesenrad noch rechtzeitig für 1898, in dem Kaiser Franz Joseph das 50-Jahr-Jubiläum seiner Regierung feierte, fertig. In den ersten Julitagen wurde es eiugoweiht, bestaunt und eifrig benutzt. In den vierzig Jahren seines Bestehens hat sich nicht ein einziger Unfall ereignet. Noch immer wird es von demselben Inge- nieur betreut, dem 1898 die Obhut anvertraut wurde. Die Wiener Voltspoesie hat das Riesenrad in zahllosen Liedern verherrlicht. Es ist auch heute noch Wiens höchster- „Drccher". Symphonien werden getanzt. In den letzten Monaten trat in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ein russischer Tänzer auf, der seinen Tanzdarbietungen deutsche Musik zu Grunde legte. Er tanzte einmal die G-Moll Symphonie von Mozart und ferner die Beethovensche Siebente Symphonie. Diese Bevorzugung musikalischer Kunstwerke der größten deutschen Meister scheint der amerikanischen Kritik jedoch nicht gefallen zu haben. Sie lehnte die Tanzschöpfungen ab, wobei cs freilich offen blieb, ob die deutsche Musik oder die mangelhafte Darbietung de-s früher sehr geschätzten Tänzers der Hauptanlaß für iv" absprechende Kritik war. In Aberdeen, dem Zentrum schottischer Sparsamkeit, sollen die Fahrpreise der Straßenbahn ermäßigt werden. Die Aber-deener sind aber sehr dagegen, weil sie erklären, daß man dann viel weniger ersparen würde, wenn man zu Fuß ginge. Machtkampf forö-Cewis Der Autokönig blufft mit Vbantasielöhnen In Amerika bereitet sich ein gigantischer Stomps zwischen dem Autokönig Henry F o r b, der immerhin doch über bas zweit größte Unternehmen der Automobilindustrie gebietet, und dem Gewerkschaftsführer L e w i 3 vor. Nachdem Lewis bei General-Motors und bei Ghrysler einen gewaltigen Streik entfacht hatte, um nicht nur höhere Löhne, sondern auch die grundsätzliche Anerkennung seiner Gewerkschaft als alleinberechtigter Verhandlungspartner über die Arbeitsbedingungen durchtzufetzen und nachdem ihm das dort wenigstens teilweise gelungen ist, will er jetzt „Ford auf die Knie zwingen". Ford ist der geschworene Gegner der Gewerkschaften. Er hat Jahre lang keinen Arbeiter eingestellt, von dem bekannt war, daß er einer Gewerkschaft angehörte, und er lehnt jegliches Verhandeln mit den Gewerkschaftsführern noch big auf beit heutigen Tag ab. Nun soll es zur Kraftprobe zwischen ihm und dem sich allgewaltig dünkenden Jahn L. Lewis kommen, der die Absicht hat, die Arbeiter der Fordfabri'kcn alle seiner 'Gewerkschaft einzugliederu. „Ich habe keine Furcht vor dem Komitee für industrielle Organisation — das ist die Gewerkschaftszentrale, die Lewis leitet — denn sie hat Unrecht", sagte Henry Ford, als man ihn darüber befragte, tute er sich zu den Forderungen des Gewerkschaftsdiktators stellte. Es geht übrigens in Amerika das Gerücht um, Ford plane einen ganz großen 'Schlag gegen die Gewerkschaft, indem er seinen Arbeitern einen Mindesttages lohn von 10 Dollar zahlen wolle. Das ist erheblich mehr, als irgendwo sonst in der amerikanischen Automobilindustrie gezahlt wird, und auch mehr, als Lkwis fordert. Ob es sich mit der Kalkulation verträgt, einen solchen außergewöhnlichen Lohn zu zahlen, muß natürlich Herr Ford selbst entscheiden. Sollte er eZ bejahen, würde er damit allerdings bestätigen, daß er bisher riesenhafte Extragewinne in die eigene Tasche steckte. Mer Ford ist ungeheuer reich und es kommt ihm garuichk darauf an, auch eine Weile lang einen solchen wirtschaftlich nicht zu vertretenden Kampfloh,i zu zahlen, wenn er damit feinen Kopf durchsetzen kann. Er hat schon vor mehreren Jahren einmal bei der amerikanischen Industrie durchgesetzt, daß man sich auf einen Tageslohn von 5 Dollar einigte, und er hat damals damit einen geplanten Gewerkschaftsangriff abgewiesen. Zur allgemeinen Streiklage in den Vereinigten Staaten äußerte sich Ford dahin, daß die Industrie eine Wiedergeburt mit frischem Geschäft und größeren Verkäufen denn je erleben würde, „wenn Dieser Streit Wahnsinn einmal vorüber sein wird." — „Meine Gesellschaft — sagte er — wird der Welt Löhne, eine Produktion und eine Konkurrenzfähigkeit zeigen, wie sie nie vorher gesehen worden sind. Die Hauptsache ist, daß man seine Freiheit behält. Das ist die Grundlage Amerikas, Die Leute in un-. seren Fabriken sind frei und wegen dieser Freiheit besser dran als irgendwo ander?. Tausend Dinge könnten zum Nutzen der Behaglichkeit und der Verbesserung des Lebens standards der breiten Massen billiger produziert werden. Aber das ist nicht möglich, unter der Kontrolle, wie sie Finanzorgan'-fatmren der einen oder anderen Art beanspruchen." Ford ist der Meinung, daß sich auch hinter Der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung geheime Kapitalmächte verstecken. Er ift auch überzeugt, daß diese geheimen Kapitalmächte den Plan des Präsidenten Roosevelt für eine Reform des Obersten Gerichtshofes unterstützen, denn „wir werden eine neue NRA bekommen, wenn der Oberste Gerichtshof eingewickelt worden ist, und das wird dann einen neuen Versuch geben, die Industrie zu kontrollieren und zu erdrosseln". Man muß Henry Ford nicht alles aufs Work glauben. Er ist zweifellos ein außergewöhnlich tüchtiger Industrieller, aber er war immer ein Einspänner und ein Dickkopf. Dazu ein Amerikaner reinsten Wassers, der es versteht, „to make money". — Sein Kampf gegen die Gewerkschaften ist zweifellos gesund. Kommen sie wirklich ein mal zur Macht, dann wird das drüben noch viel schwerer wiegende Folgen haben als einst bei uns, denn derartige Kämpfe spielen sich im „freien" Amerika noch weit rück fichtslofer ab, als das je bei uns möglich gewesen wäre. Auf der anderen Seite ist es Muff, wenn Ford sich den Anschein gibt, als habe er besonders viel Herz für seine Arbeiter. Er ist ein kalt rechnender Geschäftsmann. Gewiß hat er zu Zeiten gute Löhne gezahlt, manchmal bessere als seine Konkurrenz. Aber der Arbeiter hat bei Ford das ganze Risiko der Konjunktur zu tragen. Es gibt trüben keinen Kündigungsschutz und Ford hat sich, wenn irgendwie eine Stok-kung des Absatzes seiner Waren eintrat, niemals gescheut, Arbeiter in Massen von heute auf morgen zu entlassen. Der Verfasser dieser Zeilen traf vor Jahren an einem Tage in Detroit ein, an dem ohne jede vorherige Ankündigung 10.000 Ford-Arbeiter allein in dieser Stadt auf die Straße gesetzt wurden. Die Konjunktur ging etwas herunter und es war notwendig, die Produktion ab-zubremsen. weil die hergestellten Wagen sich sonst binnen wenigen Tagen im Fabrikhof zu Bergen gckhäuft haben würden. Und das laufende Band, das Ford in der Aukomo-bilindustrie zum höchsten Raffinement entwickelte, reißt, so wie es in seinen Fabriken gehandhabt wird, der Arbeit buchstäblich die Seele aus dem Leibe. Also hinter die Versicherungen Fords, daß es seinen Leuten bes sec ginge als irgendwo anders, muß man schon einige Fragezeichen machen. Aber wenn er ihnen jetzt wirklich, uni den Angriff der Gewerkschaft abzuschlagen, den reichlich phantastischen „Lohn von 10 Dollar pro Tag" zahlen sollte, dann werden sie den sicherlich nehmen und Herr Lewis ablaufen lassen. Jedenfalls sieht ganz Amerika gespannt auf den gigantischen Kampf, der sich hier vorbereitet. Die „geheimnisvolle" Dame in Schwarz G c n f, im April. In dieser dunklen Affäre ist alles enthalten, was zu einem gu-fen Kriminalstück gehört: eine geheimnisvolle Dame in Schwarz, ein weinendes Meid cherr, ein Brief ohne Adresse und unerklärliche Geldschätze dort, wo man Geld sonst nicht trägt. Die Angelegenheit begann damit, daß zwei Herren der Bahnhofskriminalpvlizei ein Mädchen übergaben, das, in Tränen auf- „Möglich. Aber hoffentlich kommt sie nicht zu spät —" Iren zuckte gleichmütig die Achseln. „Vielleicht doch . . . !" Rainer beendete das sehr durchsichtige Wortgeplänkel. Er beugte sich leicht über den Tisch: „Willst du nicht noch etwas trinken, Irene?" Das Du kam ihm glatt und selbstverständ sich über die Lippen. Erika? Anwesenheit machte diese Anrede erforderlich. Irene verstand ihn sofort. „Ich möchte schon, weiß aber nicht, was", entgegnete sie. „Was rätst du mir?" „Ich möchte zu einer Flasche Sekt raten. Wenn wir auch nur unter uns sind, ein bißchen müssen wir schon feiern:" Irene war einverstanden. In diesem Augenblick begann die Musik wieder zu spielen. Erika erhob sich. „Ich will nur diesen Tanz noch mitnehmen. Mein Ritter schaut sich schon die Augen nach mir aus. Aber dann trinken wir natürlich ein 'Glas mit. Wir müssen doch mal mit euch anstoßen." Sie schob sich, zwischen den Paaren hindurch, die die Tanzfläche zu füllen begannen. Hostenbach kam ihr schon entgegen. Er war sichtlich erregt und verstimmt. „Du — das ist doch Dettmar . . .!" stieß er hervor und trat ihr in eifersüchtiger Erregung auf den Fuß, sodaß sie einen leisen Schrei hören ließ. Sie seufzte ungeduldig auf: „Was für Not man bloß mit euch Männern hat! Jedes bißchen Spaß müßt ihr einem verderben. Stört dich denn der gute Rainer noch immer?" „So eine Frage!" stieß er erneut zwischen den Zähnen hervor. „Da kann ich ja gleich wieder machen, daß ich nach Hause komme." gelöst, versicherte, es komme aus Meiringen und sei mit knapper Not einer Mädchenhän lernt entgangen. Es sei um so mehr davon überzeugt, daß es sich um eine Mädchen-Händlerin handle, weil die Frau ihr -Franken geschenkt habe. Sie habe ichroaiN Kleiduirg getragen und sei in Genf a”--gestiegen. Eiligst suchten die Kriminalisten den Bahnhof ab und fanden die Dame 111 Schwarz am Fahrkartenschalter, wo sie eine Fahrkarte nach St. Gallen gelöst hatte. St. Gallen war sie auch gekommen. Almau sie aufforderte, sich zur näheren Vernehmung in die Kriminalstativn Des Bahnhofs zu verfügen, wurde die Dame Schwarz, die mindestens ein Alter von 0 Jahren hatte, wild und begann die Kriminalbeamten mit kräftigen Faustschlägen bearbeiten. Schließlich gelang es doch, lu in das Polizeibüro zu überführen, wo man allerdings aus ihren Auslagen nicht rech-klug wurde und eine Vertrauensperson de-Polizei zur Leibesvisitation heranzog. Diese Durchsuchung ergab, daß die Ta-me in Schwarz überall am Körper verstev-Geldbörsen trug, die insgesamt einen Vc-trag von 600 Franken enthielten. Außerdem hatte sie aber auch noch ein Sparkassenbuch über mehr alz 3000 Franken bei W>> das sie in einem nach uralten Prinzip'^ konstruierten Korsett verborgen trug. Au-diesem Sparkassenbuch ergab sich der NarrA der Dame in Schwarz. Eine Rückfrage ”l St. Gallen ergab, daß es sich um eine harmlose Irre handle, die ab und zu vom Reisefieber gepackt, kreuz und quer d”r die Schweiz reife. . Eine Mädchenhändlerin war sie also aUl keinen Fall. Sie hatte es sogar in einet” Anfall von Gutmütigkeit recht gut mit de>” Mädchen aus Meiringen gemeint, als 6'. dieses vor den Gefahren der Stadt ®e”j warnte und aufforderte, lieber mit ihr na' St. Gallen zu fahren. Gastspielvertrag zwischen Wien und Budapest. Zwischen der Leitung der königlichen ÖP”. in Budapest und der Wiener Staatsoper eine Vereinbarung getroffen worden, s51 über die bisherigen Gastspielverträge c'n' zelner Sänger und Sängerinnen bcidm-Opern an dem Operninstitut des ander-” Staates hinausgreift. Während bisher Sänger und Sängerinnen jeweils nur cU oder zwei Tage in Wien oder Budapest 6”' stierten, sollen sie in Zukunft zu mehr'””' chentlichen Gastspielen beurlaubt werde”-Dadurch hofft man gesundheitliche Schädig”” gen durch Ueberlastung zu verhindern. „So ist's richtig. Ich sollte dich gleich dem schönsten Namen belegen, den der o° zu vergeben hat. Aber ich will vernüft'Q^ sein als du und dich nicht einfach lassen, sonst geht der schöne Abend rvirkl' 1 in die Brüche. Uebrigens wirst du dich ’c' ber davon überzeugen, daß ich mik Settiitzsi nichts habe: (Kr hat sich heute verlobt. Ach der Dame an seinem Tisch. Es ist übrige”-meine Kusine aus Amerika." Hostenbach schien Plötzlich erheblich c1' leichtert. „Wirklich —?" „Wirklich! Und Gott fei Dank habe ganz deutlich, den Stein plumpen hören, ^ dir eben vom Herzen gefallen ist. Wäre f mir auf anderen Fuß gefallen, so wäre” ” glücklich alle beide lädiert. Also, du lU'r^ dich überzeugen. Wir sind nämlich ei”0^ laden, zur Feier des Tages ein Glas mitzutrinken." Hostenbach schien von dieser Aussicht nig entzückt. „Ach — ich hatte mich so auf den Ab-”' mit dir allein gefreut —" wandte er et”- ^ „Na ja doch. Aber wir können uns sich nicht gut drücken. Es wird sowieso »' % lange dauern, die beiden sind gewohnt, den Hühnern zu Bett zu gehen. Aber 11 ^ werden uns ein bißchen zusammenneh””'^ muffen. Also nicht verplappern — nickst^, wa du sagen, so lange wir mit ihnen 3”Kr men sind, nicht wahr? Nachher können 11,1 wieder reden, wie es uns um Herz ist." Als der Tanz zu Ende war, holte ©°' ‘ bach Erikas Täschchen vom&sch dann ö1 gen sie hinüber. Rainer und Irene hatten sich einen ■ ^ ment stumm angesehen, als Erika gepnt--war. (Fortsetzung folgt). Roman von Bernhard Lonzer Copyright by Gustav Neugebauer, Prag I. 20 „Min", erklärte er hart. „Wer ich wollte föhnen das Peinliche eines Zusammentreffens ersparen." Irene löhnte sich zurück. „Auf mich brauchen Sie in diesem Punkte keine Rücksichten zu nehmen. Es wäre auch bereits zu spät zum Gehen." Sie hatte recht, wie Rainer im gleichen Augenblick sah. Das Orchester war verstummt, die Paare hatten sich wieder auf ihre Plätze begeben. Erika kam quer über die leere Tanzfläche herüber. Sie war von ausgesuchter Eleganz. Ihr weizenblondes Haar unterstrich noch das Auffallende ihrer Erscheinung. Mit einem rätselhaften Lächeln trat sie an den Tisch heran. „Ihr müßt schon entschuldigen. Ich konnte es einfach nicht aushalten. Ich muß unbedingt wissen, wie so ein neugebackenes, glückliches Paar ausfiehk. Man darf sich doch einen Augenblick setzen?" Sie wartete die Erlaubiris dazu nicht cif, ließ sich mit Selbstverständlichkeit auf einen der beiden freien Stühle fallen. „Ein glänzender Zufall, daß wir uns ausgerechnet heute noch treffen müssen! Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich freue." Sie bekam keine Antwort. Ihr unnatürliches, absichtlich lautes Wesen berührte Rainer sowohl wie Irene unangenehm. „Ja, aber so sagt do chnur mal was", fuhr sie in dem gleichen Tone fort. Sie schien die beiden jetzt erst richtig anzusehen. Anscheinend überrascht und verwundert, duckte sie sich ein wenig zusammen. „Nanu —!" staunte sie. „Was ist denn mit euch los?" Ihr habt euch wohl gar schon gezankt? Da fangt ihr aber zeitig an! Oder ist euch so die Ueberraschung in die ©lieber gefahren? Aber ich tu euch doch gar nichts. Ich denke gar nicht daran. Nur, daß ich eben ein bißchen neugierig bin. Und das ist doch wohl verständlich, nicht wahr?" Sie ließ ein Lächeln sehen, das Rainer das Blut in die Schläfen trieb. Er riß sich zusammen. „Ue&eratscht sind wir allerdings, das bedarf wohl kaum einer Frage. Slöer Furcht davor, daß du uns „etwas tun" könntest, haben wir wirklich nicht. Gott sei Dank. Oder leider. Wie du es nehmen willst." Unter seinem kühlen, ruhigen Blick, in de mrour ganz fern etwas Warnendes zu schimmern schien, erstarrte ihr Lächeln wie zu einer Grimasse. Mit einer etwas hastigen Bewegung wandte sie sich ab und sah Irene an. „Ein lieber Kerl, dein Rainer!" Irenes Stimme schwankte kaum merklich, als sie mit einem leisen, seltsamen Lächeln erwiderte: „Weißt du das erst jetzt' Eine reichlich späte Erkenntnis finde, ich." Ein Glitzern schob sich scharf m Erikas Blick. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna» in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck verantwortlich Direktor Stanke DETELA, — Beide wohnhaft in Maribor,