Laiblichcr Tagblatt. Rcdaclion und Expedition: Bahnhofgassc Nr. 1!i. Pränumerationsvreise: I»serrion«preise Sin- ^ , . . PränumerationsvreiscI n serri on «preise ^ Sin- . . —, ^ Nr. 11. Montaa, 14. ^anner 18i8.--Morgen: Mam-lls. II.Iahra^ - Mit der Post: GanM,r. fl. IS. ^ zeigen bis 5 Zeilen ro kr. ^ Politische Rundschau. Laibach, 14. Jänner. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat Samstag fast ohne Debatte und mit großer Majorität beschlossen, in die Spezialberathung des österreichisch-ungarischen Zoll- und Handelsbünd-nisses einzugehen. Die Artikel I bis V wurden unverändert angenommen, vergebens polemisierte der Vertreter der Triester Handelskammer Teuschl gegen die Aufhebung der Zollausschüsse. Art VI (Schiffahrt, Hafenverwaltung u. s. w.) wurde wegen der von ungarischer Seite vorgenommenen Veränderung an den Ausschuß rückgewiefen. Zu Art. VII (Binnenschiffahrt) beantragte Abg. Sueß ein Amendement, betreffend Correetion der Donaustrecke von Paffau bis zum Eisernen Thore bei Orsowa. Dagegen wurde der finanzielle Standpunkt geltend gemacht und endlich die Entscheidung auf die nächste Sitzung verschoben. Auf die am Schlüsse der Sitzung eingebrachte Interpellation der Abgeordneten Roser und Hallwich über die deutschen Zollbeschränkungen gegen unsere Rohleinenausfuhr antwortete der Handelsminister, es werde aus Berlin eine befriedigende Antwort auf die Beschwerde der österreichisch-ungarischen Regierung erwartet, und sobald sie eintreffe, dem Parlament mitgetheilt werden. Der ungarische Ministerpräsident Ti sza und der Finanzminister Szell werden heute in Wien erwartet, um mit der- österreichischen Regierung bezüglich der Details der Ausgleichsangelegenheiten zu conferieren. In Pest glaubt man, daß die beiderseitigen Regierungen sich dahin einigen werden, die Achtzigmillionen-Schuld durch die Quotendeputation austragen zu lassen. In Rom fand am verflossenen Samstag im Beisein des Königs Humbert und eines glänzenden Stabes die Eidesleistung der Truppen statt, welche den König mit dem Rufe: „Es lebe Humbert, es lebe der König Italiens!" begrüßten. Der Papst hat nicht, wie man erwartete, eine der Basiliken für den Trauergottesdienst eingeräumt, welche nach altem Brauch ausschließlich für die Leichenseier-lichkeiten der Päpste reserviert sind. Wie man versichert, können auf Befehl des Papstes im Ouirinal keine Todtenmessen gelesen werden. In Berlin wird nach einem Bericht der „Köln. Ztg." der italienische Thronwechsel als nn günstig für die Curie aufgefatzt, König Humbert soll entschieden gegen das geistliche Regiment gestimmt sein. Die französischen Kammern haben am 10. d. M. ihre Präsidenten gewählt. Im Abgeordnetenhaus? erhielt Jules Grevy 835 von 340 Stimmen. Im Senate wurden Andifsret-Pasqnier mit 172 Stimmen, welche der Linken, den Constitutionellen und den Orleanisten angehörten, wiedergewählt. Die Bonapartisten und die Klerikalen enthielten sich der Abstimmung. Bezeichnend für die Haltung der Bonapartisten ist auch eiu vom „Moniteur Universel" erwähnter Brief des Prinzen Louis Napoleon an einen Parteichef, in welchem Marschall Mac Mahon wegen seiner versöhnlichen Politik hart getadelt wird. Die Waffenstillstands-Verhandlungen zwischen Rußland und der Pforte sind noch immer nicht abgeschlossen. Die „Agence Russe" wiederholt, daß es ein Gebot des Herkommens und der Billigkeit sei, daß den, Waffensüllstande, welcher den Frieden zum Zwecke hat, Präliminarien als Grundlagen desselben vorangehen müssen. Außerdem werden die Verhandlungen durch die Entfernung der beiden Hauptquartiere in Europa und Asien von Petersburg verzögert. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß, sobald die russische Antwort betreffs der Friedenspräliminarien eintrifft, die Delegierten nach dem russischen Hauptquartier zur definitiven Regelung des Waffenstillstandes werden entsendet werden. In Griechenland herrscht infolge der Waffenstillstands-Verhandlungen zwischen Rußland und der Pforte lebhafte Bewegung, fowol in... Regiernngskreisen als im Volke. Im Kabinette gibt es zwei Parteien, die eine neigt sich mit Rücksicht ans die herannahende Katastrophe einer energischeren Politik zu, während die andere nicht ohne Grund Hindernisse von England fürchtet, das schon mehr als einmal den kleinen griechischen Staat lahmgelegt hat und in dessen Politik eine Vergrößerung Griechenlands zu einem lebenskräftigen, bald auch vielleicht das Aegäische Meer beherrschenden Staate nicht paßt. Inzwischen sind bereits griechische Freischaren nach Kreta und Mazedonien aufgebrochen, um dort die Fahne des Aufruhrs aufzupflanzen. Montenegro hat nach der „Pol. Korr.". obwol der Fürst die Fortsetzung des Krieges bis zum Zeitpunkte des Friedensschlusses zwischen Rußland und der Pforte für eine Ehrensache hält, kaum Aussicht, Vortheile zu erlangen, welche den gebrachten nnd noch zu bringenden Opfern entsprechen würden. Schon im April 1877 wurde den, Fürsten von maßgebender Seite der höfliche aber entschiedene Wunsch ausgedrückt, das Plateau von Niksic als die Grenze des Vordringens in der Herzegowina zu betrachten. Auch Fürst Gortschakofs ließ sich in Cetinje in der nämlichen Weise vernehmen. Hiernach wäre die untere Herzegowina, der größte und fruchtbarste Theil dieser Provinz, für Montenegro unerreichbar. Auch die Eroberungen in Albanien scheinen Montenegro seinem Ziele, Erreichung des Meeres, Erwerbung eines Hafens, nicht näher zu bringen. Rußland hat wenigstens dem Fürsten in neuester Zeit bedeutet, daß er sich bezüglich dieses Wunsches vorerst noch bescheiden müsse, weil mehrere Mächte dagegen seien. JeM'eton. Ueber Laibach vor fünfzig Jahren. Vier Jahre französischer Herrschaft in Krain (1809—1813), mit Brandschatzungen und Kriegswirren begonnen und ebenso endend, hatten die gedeihliche materielle und geistige Entwicklung unseres Vaterlands unterbrochen, wenn auch nicht verkannt werden darf, daß durch die im gauzeu wohlwollende und in manchen Dingen, politischen „nd volkswirthfchaftlichen, aufgeklärte fremde Regierung mancher gute Keim gelegt wurde, so durch Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit und des persönlichen Unterthansverbandes, der Züuste und des Gewerbezwanges, Hebung des Kommissionshandels, Aufmunterung wissenschaftlicher Bestrebungen. Schnell organisierend, Ordnung und Sicherheit mit eiserner Hand herstellend, hatten die Franzosen im Lande doch mcht Wurzel gefaßt, sondern nur erst ein militärisches Lager anfgeschlaqen, welches sie der Kriegssturin des verbündeteil Europa im Befreiungsjahre 1813 eilends abzubrechen zwang. In dem kurzen Zeiträume vou acht Jahren nach ihrem Abzüge (1813—1821) machte unsere Hauptstadt, und das Land mit ihr beachtenswerthe, Anläufe und Fortschritte. Man könnte fast sagen, daß jedes Decennium seitdem seine eigene Färbung, seinen individuellen Inhalt, seine besondere Bedeutung hatte. Indem wir uns die gelegentliche Ausführung dieser anscheinend paradoxen Ansicht Vorbehalten, wollen wir vorläufig nur das skizzieren, was den« ersten Decennium nen-österreichischer Herrschaft eigenthümlich ist. , Beginnen wir mit der materiellen Seite, so sehen wir den schönsten Schmuck unserer Umgebung in der Schöpfung der LatterINannsallee, ins Leben gerufen (1815) von dem bei der Bevölkerung hochangesehenen und allbeliebten FZM. Freiherrn v. Lattermann, erstehen; wir erblicken in der Gründung der krainischen Sparkasse — 4ten November 1820, — der zweiten Oesterreichs (1819 in Wien die erste), ein erhebendes Beispiel bürgerlichen Gemeinsinnes und fruchtbringender Fürsorge für die Landeswohlfahrt. Von städtischen Bauten verzeichnen wir deu Brückenbau zwischen der Polana- und St. Petersvorstadt (1819, unter dem Gouverneur Karl Grafen v. Jnzaghi). Nicht minder vielversprechend sind die still gepflanzten Keime und aufblühenden Saaten auf dem Boden geistiger Kultur. Mit welchem Eifer die lernbegierige Jugend des Landes der damals einzigen Stätte höherer Bildung zuströmte, zeigt schon ein Blick auf die Statistik unseres Gymnasiums. Während seine Schülerzahl unter der französischen Regierung zwar nicht gesunken, aber auch nicht gestiegen war, beobachten wir jetzt rin rasches Steigen von 284 im Jahre 1814 auf die höchste seither erreichte Ziffer: 700, im Jahre 1823, w>.bei zum Vergleiche mit den heutigen Verhältnissen zu berücksichtigen ist, daß das Gymnasium damals nur sechs Klassen zählte und die an dasselbe sich anschließenden beiden sogenannien „philosophischen Jahrgänge", welche den Ueber-gang zur Universität vermitteln sollten, keine Jahresberichte veröffentlichten. Der rasche Aufschwung des Gymnasiums war zunächst das Verdienst des ausgezeichneten Schulmannes Präfetten Hladnik, der außerdem als Professor der Botanik und Mineralogie wirkte, in der ersteren Wissenschaft schon lange im Rnse eines tüchtigen Forschers. Unter ihm finden wir erfolgreich thätig Peesen eggrr, Die Serben sollen nun gegen Nowi-Bazar, Sjeniza und Prischtina vorrücken. Zur Tagesgeschichte. — Für den 18. Februar 1878. als deu 25. Jahrestag der Rettung Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. aus Mörderhand, werden, wie verschiedene an das „Wr. Tagbl." gelangte Zuschriften inittheilen, in zahlreichen Gemeinden, Städten nnd Corporationen Manifestationen entsprechender Natnr vorbereitet. An diesem Gedenktage soll anch, dein Vernehmen nach, vom Monarchen allen aetiven Generalen, Stalls- nnd Oberoffizieren, welche vor dein Feinde die kaiserliche Belobung erhielten, das Militärverdicnstkreuz mit der Kriegsdeeoration Anerkannt werden. — Der katholisch-politische Volksverein für Tirol, mit dem Sitze in Bozen, wurde wegen aufwieglerischer Haltung aufgelöst. — Anekdoten über VietorE m a n u e l. Der verstorbene König von Italien war dnrch seine eigenthümliche Lebensweise, seinen jovialen Charakter und genialen Siuu sowie durch seine große Popularität Gegenstand zahlreicher Anekdoten, von denen wol jetzt viele wieder in der Erinnernng der Zeitgenossen aufgefrischt werden. Eine dieser Anekdoten datiert aus der Zeit, da Victor Emauuel von dem Papste mit der Exeonimnnication belegt wurde. Vouseite des Vaticaus war dem damaligen Hof-almosenier nnd Beichtvater des Königs Maneini der Auftrag geworden, allwöchentlich einen Bericht über das Leben und den Gemüthsznstand Victor Ema-uuels eiuzuscnden, welchem Aufträge er auch aufs gewissenhafteste nachkam. Allnächtlich arbeitete der Geistliche in seinem an die königlichen Gemächer anstoßenden Zimmer an seinem Berichte. Eines Nachts führte den König zufälligerweise sein Weg durch dieses Zimmer. Dasselbe war leer, doch auf dein Schreibtische des Paters lag ein solcher Bericht, iu welchem von jedem Schritt und jedem Wort des Königs, der in dem Schriftstück stets als „rö soom-inunierUo" angeführt war, minutiös Erwähnung gethan ward. Victor Emanuel las lacheud den Bericht dnrch uud entfernte sich wieder. Doch als Monsignore bald darauf seiu Zimmer betrat und in seiner Arbeit fortfahren wollte, fand er auf derselben folgendes Epigramm von des Königs eigener Hand: „II rö sevinmunieato— 6 bsvs eoms un prelato" (der exeoininunicierte König ißt und trinkt wie ein Prälat). — Eine andere Anekdote spielt in der Zeit, da Victor Emanuel zum erstenmale als König nach Venedig kam. Er besuchte damals auch die Markuskirche, wobei inan den König auch auf die drei rothen Platten aufmerksam machte, welche an Friedrich Barbarossa er- innern sollen. Der seither verstorbene -Kardinal Trevisanato unterließ es auch nicht, zu erzählen, daß auf diesen Steinplatten Kaiser Friedrich Barbarossa vor dem Papste Alexander IU. gekniet und sich mit demselben ausgesöhut. Victor Einairuel schien von der Moral dieser Sage nicht feh'r ergriffen worden zn sein, denn er schritt ganz ruhig mit den Worten „'IVmijü passati" über diesen Stein, hinweg. „Egyetertes" weiß folgende Anekdote zu erzählen: „Victor Emannel, der bekanntlich ein großer Sportsman war, kehrte oft tagelang, nicht heim, und man erzählt von ihm, daß er sich in der Atmosphäre des Hofes nicht am allerbesten befimden have. Als er Kossuth in Baraccone besuchte! entwickelte dieser mit ziemlicher Ungezwungenheit einige seiner allgemeinen Ansichten über die dynastische Regiernngsform. Darauf erwiderte der König: „Nur mir zürne» Sic nicht, mir wäre es- nie eingefallen. König zu seiu — aber es ist nun einmal mein Metier." — General Lamarmora's Leichenbegängnis fand am 7. d. M. in Florenz statt. Es war feierlich nnd großartig. Der Leidtragende war der Marchese Thomas Lamarmora, Fürst von Masserano, Neffe des Generals. Unter den ans den Sarg gelegten Kränzen heben die italienischen Blätter anch einen von dem Herrn Feldmarschakt Erzherzog Albrecht gespendeten hervor. „Rrrr, uu avversario crrvrrllei-sscro, elw rsncksva onors rrt suo Lllta-goiüsta'- („Es war ein ritterlicher Gegner, der seinem Widerpart Ehre erwies"), bemerkt ein italienisches Blatt hiezu. Lokal- nnd Provinzial-Angelegenheiten. — (Personalnachrichten.) Hofrath und Finanzlandesdirektor Herr v. Poffanner wurde am 10. d. in Wien in kaiserlicher Audienz empfangen. — Die Reichsrathsabgeordneten für Kram, die Herren Dr. Schaffer und Martin Hots che -war, erhielten, erfterer einen sechs-, letzterer einen dreiwöchentlichen Urlanb. — (Die H andelskam mer-Er gän-znugswahlen) werden für die Handelsfection, die Abtheilnng der Großindustrie und der Montangewerbe am 30. und für die Abtheilnng der übrigen Gewerbe am 31. Jänner d. I. vorgenommen werden, — (Eislauf.) Am „Kern" herrschte gestern vou früh bis abeuds reges Leben, dem Vergnügen des Schlittschnhlaufens wurde ausgiebig gehuldigt, 20 Paare arraugierteu eine Quadrille, Zuschauer aus allen Gesellschaftskreisen fanden sich zahlreich ein. Die Negimentsmnsikkapelle spielte in, Doberlets Restauratiouslokale, welches vom Cafetier Herrn Melchior besorgt wird, von 11 bis 1 Uhr mittags Vom Kriegsschauplätze. Die letzten Nachrichten vom europäischen Kriegsschauplätze rücken einer Katastrophe immer näher. Bei der Einnahme von Sofia am 4. d. entging Suleiiuan Pascha mit Noth der Gefangennahme durch die Astrachanschen Dragoner. Durch die Besetzung von Jeni-Sagra und Tatar-Basard-schik stehen die Russen nur mehr 5 Meilen von Philippopel und haben so die beiden von Westen und Norden nach Adrianopel führenden Eisenbahnlinien unterbrochen. Von Adrianopel, wo Renf Pascha in aller Eile noch alle disponiblen Truppen und waffenfähigen Mnhamedaner zusammenrafft, trennen die Russen mir mehr l5 Meilen, von Koustantinopel kann: 60 Meilen. Die Russen hoffen, Adrianopel jedenfalls noch vor dem Eintritt des Waffenstillstandes zu erreichen. Auch gegen Rustschuk uud Silistria dürfte demnächst energisch vorgegangen werden. Ueber die Einnahme von N i s ch durch die Serben wird der „P. K." berichtet, daß Fürst Milan alle Angriffsoperationen persönlich leitete. Am 4. d. fand bei Scicilja der erste Zusammenstoß mit den Türken statt, welche den Serben zuvorkamen und sie zweimal heftig angriffen, ohne jedoch etwas auszurichten. Am folgenden Tage besetzten die Serben die Positionen knapp vor Nisch. In der Nacht vom 7. auf 8. ließen sie in den Positionen von Morkowo-Kale und Wlaschko-Berdo Belagerungsgeschütze aufführen und eröffneten am 8. das Bombardement gegen die Fortificationen von Goriza. Am selben Tage versuchten die Türken durch einen allgemeinen Angriff die Wiedereroberung der verlornen Positionen, wnrden aber mit großen Verlusten zurückgeworfen. Am 9. gelang es den Serben durch fortgesetzte Beschießung, die Türken aus der Position von Goriza zu vertreiben. Am Abend desselben Tages nahm eine von der Brigade von Branitschewo unterstützte Division des Morawa-Corps die Aorts Winik nnd Abdi Pascha. Da nun sämmtliche Vorwerke in feindlichen Händen waren, so war Nisch nicht mehr zu halten, und es wurden schon am Abend des 9. Capitulatious-verhandlungen eingeleitet, welche jedoch erst am 10. abends zun: Ziele führten. Sämmtliche türkische Soldaten werden nach Uebergabe der Festung und Stadt und Ablieferung der Waffen in Freiheit gesetzt. Die Offiziere behalten ihre Säbel. Aus Rücksicht auf die Ruhe und Sicherheit werden sowol den Christen als den Mnhamedanern die Waffen abgenommen. Der Fürst garantiert jedem Schutz des Lebens, der Ehre und des Besitzes. Die Serben haben in Nisch gegen 150 Geschütze und über 20,000 Hinterlader erbeutet. als Professor der Rhetorik, tüchtig im Griechischen, Uebersetzer des Anakreon; Vodnik, der slovenische Anakreon selbst, der das erste Handbuch einer Geschichte Krams schrieb, anregend als Lehrer der Poetik, geistvoller Kenner und Interpret der Griechen und Römer, verdient um die Hebung und Pflege des Slovenischen, doch nicht minder freund und Förderer deutschen Sprachstudiums, kern Pedant, jedes Talent ohne Kleinlichkeit hervorziehend und anerkennend, so schilderte ihn ein Zeitgenosse, später selbst eine Zierde des Laibacher Gymnasiums, Petruzzi. Nicht weniger vorzügliche Kräfte zählte das Lycenm (die erwähnten philosophischen Jahrgänge): Gunz aus Prag, Professor der Mathematik, aber auch ein Mann echt klassischer Bildung, gediegener Aesthetiker, der unseren Petruzzi in die Lektüre Göthe's einführte, ein tief angelegter Geist, der leider zu früh religiösen Kämpfen „zwischen Rosenkranz und Fichte" erlag; Richter, Professor der Weltgeschichte, mit anregendem Vortrag, selbst als Quellenforscher um unsere vaterländische Geschichte verdient, als Redner, Dichter und ästhetischer Kunstrichter Einfluß übend und poetische Talente, wie Koseski (Vesel), weckend; Rebitsch, für griechische Sprache, durch jugendliches Feuer Begeisterung für seinen Gegenstand entzündend. Dagarin, als Religionslehrer und Exhortator in mildem, wahrhaft christlichem Geiste wirkend und von der Jugend nicht minder verehrt als der Professor der Physik, Kersnik. Unter solcher Leitung bildeten sich Männer, wie Custos Freyer, Petruzzi, Preschern, das erste und von keinem Epigonen erreichte dichterische Talent der Slovenen. Eine Ausdehnung der Wohlthat des Unterrichts auf gewerbliche Zwecke brachte die Errichtung der Zeichnungsschule für Handwerker mit allerhöchster Entschließung vom 12. Jänner I8l6. Dorfmeister und Schaffenrath wirkten an derselben. Auch die medizinisch - chirurgische Lehranstalt hatte an Dr. Melzer einen Operateur von großem Ruf aufzuweisen. Die Ackerbaugesellschaft als Lehrerin des Landmannes war schon durch Areiherrn von Lattermann im Jahre 1814 wieder ins Leben gerufen worden. Das Landesmnsen m endlich, der Sammelpunkt für alles auf Landeskunde Bezügliche, entsprang 1821 einer Idee der damaligen Stände, welche von dem Vertreter der Regierung eifrig aufgegriffen und gefördert wurde, jedoch erst nach einem Decennium (1831) ins Leben treten konnte. Wenden wir uns dem socialen Gebiete zn, so begegnet uns abermals FZM. Freiherr von Lattermann als Wiedererwecker der philharmonischen Gesellschaft, welche während der französischen Epoche gefeiert hatte, und der von den Laibachern durch vier Jahre entbehrten deutschen Bühne. Die angestammte Dynastie widmete deu wieder erworbenen und ihr im Herzen stets treu gebliebenen Ländern ihre besondere Aufmerksamkeit. Im Jahre 1816 verweilte Kaiser Franz I. vom 19. bis 22. Mai in Laibach, im Jahre 18 lS betrat der Kronprinz, nachmalige Kaiser'Ferdinand I-, die Adelsberger Grotte, in welcher ein einfacher Arbeiter, Lukas äic, das Jahr vorher neue wundervolle Räume entdeckt hatte. (Schluß folgt.) ( unglückss al l.) Samstag abends glitt eine Frau vor der Schwelle des Hauses „zum Jo-hanneswirth" iu der Polaua derart uuglücklich aus, daß sie mit dem Kopfe auf die Thorschwelle fiel uud sich die Hirnschale so schwer beschädigte, daß sie sogleich ihren Geist aufgab. — (Aus dem V e re i ns leb en.) Die vorgestrige Kneipe des hiesigen Turnvereines verlies in animicrtester Stimmung. — Samstag abends sand im Gasthause „zur Sonne" uuter dem Vorsitze des Professors Herrn. Siudler die constitnierende Versammlung. beziehungsweise erste Berathuug des hier ueu zu grüudendcu Geselligkeitsvereiues der in Laibach doiuicilierendeu Steiermärker, Kärntner, Tiroler, Salzburger, Nieder- und Obcrösterrcicher statt. Zweck dieses Vereines ist: Pflege und Förderung gemüth-licher Geselligkeit durch Veranstaltung wöchentlicher Abenduilterhaltungen während der Wintermonate und durch Veranstaltung gemeinsamer Ausfluge wahrend der Sommer- und Herbstzeit. Das aus zehn den genannten Provinzen angehörigen Mitgliedern bestehende Gründuugscomite prüfte uud nahm die richtig gestellten, 21 Paragraphe zählenden Statuten an, diese werden uächstertage der krainischen Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Mitglieder des Grüuduugscomites und Freunde gemüthlichcr Geselligkeit, obigen Provinzen angehörig, werden sich am Samstag den 19. d. M. wieder im genannten Gasthauslokale versammeln, um iu Bezug auf die seinerzeitige Durchführung der Vereinsstatuten weitere Rücksprache zu pflegeu. Obgleich der Verein „Edelweiß" noch uicht lebensfähig, werden bereits Samstag abends, den, 19- d. M., „gemächliche", unterhaltende Punkte auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Verlauf der vorgestrigen ersten Berathungsversammlung stellte sicher, daß die gomüthlichen „deutschen Zungen" das ihrige möglichst beitragen werden, daß das „Edelweiß" blühe und gedeihe. — (Kasino Vereins abend.) Der am Samstag veranstaltete erste Gesellschaftsabend verlief in glänzender, animicrtester Weise. Die Vereins-Mitglieder Gerstner und Zöhrer wirkceu freundlichst mit. Herr Gerstuer spielte Vieuxtemps Ballade uud Polonaise, und Herr Zöhrer Webers „Aufforderung zum Tanze"; Frl. Karoline Bock sang drei Lieder. Diesen Productionen folgte die Eröffnung des Faschings, an dem Tanzvergnügen uahmeu 40 Paare theil. — (Faschiiigschrvni k.) Die in den Kosler'-und Schreiner'schen Bierhallen veranstalteten Tanz-kränzcheu wareu schwach besucht. — Gestern fand in den Kasinolokalitätcn in Stein ein Kasinoball statt: eine Abtheilung der hiesigen Regiments-Mnsik-kapellc besorgte die Tanzmusik. — (Erdbeben.) Gestern, 13. d. M., um 3'/,i Uhr morgens hatteu wir eineu starken Erdstoß, anscheinend in der Richtung von Nordost nach Süd-West. Möbel wurden in Bewegung gesetzt. Ein unterirdisches Rollen ging der Naturerscheinung vorans. — Auch in Bischoflack wurde gestern morgens um 3 Uhr 20 Minuten ein ziemlich bedeutendes Erdbeben wahrgeuommen, das sich in einem donnernden Getöse und in einer sehr merkbaren Erschütterung äußerte. — (Wink für Haushaltungen.) Die Patent-Petroleumfabrik der Herren Schüßler und Comp in Berlin führt einen Petroleum-Pateut-brenner in den Handel, welcher eine Lösch- und Sicherheitsrvorrichtung enthält. Die Löschvorrichtung ermöglicht es, die Flamme auf bequeme und gänzlich gefahrlose Weise mittelst eines einfachen Fingerdruckes auszulöschen, und wird diese Neuerung, ganz abgesehen von der erhöhten Sicherheit, vorzugsweise bei Hängelampen uni so willkommener sein, als das Anslöschen derselben recht unbequem und mühsam ist; dagegen ist die Sicherheitsvorrichtung besonders für Tischlampen von der größten Bedeutung, da sie die Flamme beim Umfallen oder Herabstürzen der Lampe verlöscht und also das seither durch solche Umstände eintretende Brandunglück ausgeschlossen ist. — (Illustriertes F a m ili e n b l a tt.) Soeben erschien das erste Heft des illustrierten Fa-milicublattes „Die Biene", Verlag von I. N. Anders in Wien, Preis vierteljährig mit Postznsen-duug 1 fl. 40 kr., wöchentlich einmal. Dieses in Familienkreisen beliebte Wochenblatt enthält in seiner heurigen ersten Nummer eineu Originalroman, Novellen, Gedichte, Genrebilder, Notizen, Erzählungen »nd sechs Illustrationen. Abonnements ans dieses illustrierte Familieublatt besorgt die hiesige Buchhandlung v. Kleiumayr Mitglieder an. — In Kroazien herrschen recht gemüthliche Zustände. In der Neujahrsnacht wurden vor dem Magistratsgebäude iu Carlopago mehrere Mordthaten verübt. — In Gries bei Bozeu in Tirol fand am abgewichenen Sonntag eine „fromme" Versammlung statt, bei der sich 120 Bauern einfanden. Die gesalbten Häupter unterließen es nicht, die Anwesenden vor dem Lesen „liberaler" Zeitungen zu warnen. — Der Schul-pfennigverein zu Uuterdrauburg iu Kärnten leistet überraschend Günstiges, er betheilte 85 arme Schulkinder mit Winterkleidern und Lernmitteln. — In der Zwangsarbeits-Anstalt zu Messendorf waren mit Schluß des Jahres 1877 inhaftiert 164 Zwänglinge, davon entfallen auf Steiermark 149, Salzburg 9, Fremde und Zigeuuer 6 männliche Zwänglinge. In jener zu Lankowitz befanden sich Ende 1877 154 weibliche Zwänglinge; hiervon entfallen auf Steiermark 8l), auf Kärnten 32, auf Kraiu 33, auf daS Küstenland 2 und auf Ungarn 2 Zwänglinge. — (Aus der Bühnen Welt.) Die Ope-rettengesellschaft aus Warasdin gibt am 16. d. M. in Cilli die erste Vorstellung. Die St. Pöltner Schauspieler-Gesellschaft trifft an, 2. k. M. in Cilli ein und wird dort für längere Zeit ihre Arena auffchlageu. — Der Wiener Gesangskomiker und Charakterdarsteller Herr Friese gastiert am 14ten uud 15. d. M. in Marburg. — Der hier bekannte Komiker Herr Zwerenz wurde für das Josefstädter Theater in Wien engagiert. — (Landschaftliches Theater.) Herr Friese schloß gestern sein mehrtägiges Gastspiel auf hiesiger Bühne ab und verließ heute Laibach. Das Publikum zeichnete den hervorragenden Gesangskomiker und Charakterdarsteller beifälligst aus. Die beiden letzten Abende waren minder gut besucht, die Benefizvorstellung des geschätzten GasteS warf infolge des in den Kasinolokalitäten arrangierten Vergnügungsabends ein mageres Erträgnis ab. Herr Friese wurde Vonseite einiger den Kasinovereinsabend besuchender Theaterfreunde für das Ausbleiben derselben aus dem Theater entschädigt. -- (Die „Laibacher Schulzei tun g. ") (Schluß.^ An dritter Stelle folgt die Beantwortung der Frage: „Sollen Obstbäuine im Frühjahre oder im Herbste gepflanzt werden? „Die Antwort ist folgende: „Eine endgiltige Beantwortung dieser Frage zugunsten der frühen oder späten Jahreszeit kann nicht wol gegeben werden, da das Erfordernis einer Frühjahrs- oder Herbstpflanzung lediglich von den lokalen Verhältnissen abhängig ist. Deshalb ist es leicht möglich, daß an einem Orte die Herbstpflau-zung stets gute Resultate erzielt, während anderenorts nur Mißerfolge damit aufzuweisen sind. Im allgemeinen gedeihen die Frühjahrspslanzungen, vorausgesetzt, daß sie rechtzeitig vorgeuommen werden, besser als Pflanzungen in, Herbste. Kann jedoch anderseits die Herbstpflanzung so zeitig ausgeführt werden (von Ende September bis Mitte Oktober), daß die gesetzten Bäume noch neue Wurzeln bilden können, so werden diese im Frühjahre kräftiger treiben als solche, die zu dieser Zeit erst gesetzt wurden. Auf schwerem, bündigem und feuchtem Boden ist die Pflanzung immer im Frühjahre zu bewerkstelligen, denu in solchem ist während des Winters stets ein Ueberschuß au Feuchtigkeit vorhanden, welcher den Wurzeln der neugeflauzten Bäume schädlich ist. Hingegen ans lockerem, leichtem, sandigem, trockenem und durchlasseudem Boden ist die Herbstpflanzung vortheilhafter, da in diesem den Bäumen die vermehrte Winterfeuchtigkeit zustatten kommt und ein schnelles Bewurzeln stattfindet. Bei der Früh-jahrspflanznng ans den letzterwähnten Bodenarten, welche möglichst früh, keinesfalls noch nach Mitte April stattfinden soll, müssen die Bäume bei anhaltender Trockenheit zeitweilig begossen werden." Dieser Artikel belehrt den Leser: wie der Bau», gesetzt werden soll? welche Form die Mutterbäume des Schulgartens haben sollen und welche Obst-gattungen und Sorten der Schulgarten auziehen soll ? — Die weiter folgende Rundschau bringt Mittheilungen aus den Schulgebieten Niederöster-reich, Tirol, Ungarn und Amerika. — Aus der Serie der Lokalnachrichten citieren wir nachstehende: 1.) Im Ursuliueukloster in Laibach wurde ani heiligen Abende von den Kostmädchen der inneren Schule eiu Schauspiel unter dem Titel „Des Menschen Schuld und Gottes Barmherzigkeit" zur Aufführung gebracht. Nach Beendigung der Vorstellung wurden sämmtliche Mädchen mit zahlreichen Weihnachtsgeschenken betheilt; 2.) der Vinzenciusverein beging am 28. Dezember die Christbaumfeier der im Knabenasyle im St. Josefs-Spitale aufgenom-menen armen Knaben im Collegium Aloisiauum. Der Betheilung der Knaben mit Kleidungsstücken und Eßwaren ging eine Darstellung von lebenden, der biblischen Geschichte entnommenen Bildern voran; 3.) am 15. Dezember v. I. fand in der Schule des Strashcmses iu Laibach die ganzjährige Prüfung der Zöglinge statt; 4.) der Unterstützungsverein für dürftige Lehramtszöglinge erzielte im Jahre 1877 eine Gesammteinnahme von fl. 24.", 10; verausgabt wurden fl. 243 88 für den Ankauf von 4 Staatsobligationen ä. 100 fl., fl. 45 60 für den Ankauf von Schulbüchern und fl. 57 92 für sonstige Unterstützungen, namentlich für die Verköstigung mehrerer Lehramtszöglinge in der hiesigen Volksküche. Das Gesammtvermögen des Vereines besteht dermalen in I.) einer Silberrente s fl. 100; 2.) zehn Papierrenten L fl. 100; 3.) einem Sparkassebüchel pr. fl. 35 und 4.) fl. 5696 bar. 5.) die Generalversammlung des krainischen Landes-Lehrervereines fand ani 28. v. M. iu Laibach statt. Der Turnlehrer Herr Schmidt ließ von 30 Zöglingen der Lehrerinnen-Bildungsanstalt Turnübungen ausführen. Nach Erledigung des geschäftlichen Theiles schritt die Versammlung zur Neuwahl des Ausschusses ; gewählt wurden die Herren: Belar, Eppich, R. v. Gariboldi, Hrovat, Linhart, Raktelj, Sima, Wisiak und Zumer; die nächste Vereinsversammlung dieses Vereines findet am Samstag den 18. d. M-statt; 6.) zugunsten armer Schulkinder veranstaltete man in mehreren Orten unseres Landes Abend- Unterhaltungen, so in Gottschee, im Kraiuburger Kasino, zu Radmannsdorf, uud während der Weihnachtsfeiertage auch zu Lukowiz bei Egg im Steiner Schulbezirke. — Den Lokalnachrichten reihen sich an Originalkorrespondenzen aus Littai und Gurk-feld. Die Bürgerschule in Gurkfeld erhielt infolge Anordnung des Unterrichtsministeriums eine ansehnliche Quantität werthvoller Lehrmittel, darunter 466 Volksschulbücher zur Vertheiluug an arme Schüler. — Den Schluß dieser Nummer machen: eine Bücherschau, mannigfaltige Nachrichten und eine Revue über erledigte Lehrstellen. Witterung. Laibach, 14. Jänner. Anhaltend heiter, schwacher O. Temperatur: morgens 7 Uhr — 13-8°, nachmittags 2 Uhr - 5 0° 6. (1877 -s- 4 8°; 1876 12°0.) Barometer im Fallen, 747 83 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Temperatur — 11-3», das gestrige — 101"; beziehungsweise um 8 7° nnd 7-5° unter dem Normale. Angekommene Fremde am 14. Jänner. Hotel Stadt Wie». Heiman, He»n, Teusl, Kslte.; Freund, Ripper, Wellisch und Wilhelm Vincenz, Wien. — Knrz-thaler, Fabrikant, Dom^ale, — Strotz, Kausm., Weißkirchen. — Starbeck, Kfm, Aich. Hotel Elefant. Fröhlich, Dolenz, Reisende, nnd Tänzer, Kausm., Wien. Verstorbene. Den 11. Iänner. Franz Krals, Inwohner, 43 I, Zivilspital, Magenkrebs. — Michael Kapler, Arbeiter, 68 I., Zivilspital, Brand der Alten. Den 12. Iänner. Hermine Gcrstenbcrger, Lehr-amtskandidatin, 16 I. 9 Mon., Rathausplatz Nr. 17, Zehrfieber. — Anna Skov, Inwohnerin, 66 I , Polanastraße Nr. 13, starb gähe. — Eine unbekannte Weibsperson, 60 I.. Zivilspital, Lungenödem. — Barbara Premuta, Arbeiterin, 67 I., Zivilspital, Lungenödem.______________ Lebensmittel-Preise in Laibach am 12. Jänner. Weizen 9 sl. 59 kr., Korn 6 fl. 40 kr., Gerste 6 fl. 1 kr., Hafer 3 fl. 41 kr., Buchweizen 6 fl. 34 kr., Hirse 6 fl. I kr., Kukurutz 6 fl. 80 kr. per Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 5 kr. per 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr., Schweinfett 80 kr., Speck, frischer 66 kr., geselchter 72 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 3 kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 52 kr., Kalbfleisch 50 kr., Schweinfleisch 46 kr. per Kilogramm; Heu 2 fl. 15 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr., weiches Holz 4 fl 5» kr. per vier C -Meter; Wein, rother 24 fl,, weißer 20 fl. per 100 Liter. ________________________________ Gedenktasel über die am 16. Jänner 1878 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Trost'sche Real., Podraga, BG. Wippach. — 3. Feilb, Slabon'sche Real, Gotsche, BG. Wippach. — Reass. 3. Feilb., Podboj'sche Real., St. Michael, BG. Se-nosetsch — 3. Feilb., Kousea'sche Real., Präwald, BG. Senosetsch. — 3. Feilb., HreÄak'sche Real., Gabertsche, BG. Senosetsch. - 2. Feilb., Globevnik'sche Real., St. Kanzian, BG. Nassenfutz. 2. Feilb., Mechle'sche Real., Udje, BG. Laibach. — 2. Feilb-, Demsar'schc Real., Jdria, BG. Jdria. — 1. Feilb., Stirn'sche Real, Oberseld, BG. Krainburg. — l. Feilb, KavaMsche Real., Dule, BG. Rudolsswerth. — l. Feilb., Dreuik'sche Real., Großlikava, BG. Rudolsswerth. — 1 Feilb., Potoker'sche Real., Mu-haber, BG. Rudolsswerth. — 1. Feilb, Progar'sche Real., Jablan, BG. Rndolsswerth. — I. Feilb., Baöar'sche Real., Pechdorf, BG. Rudolsswerth. — 1 Feilb., PapeZ'sche Real., Weixel, BG. Seisenberg. - Einzige Feilb. Germovsek'sche Real, Liberga, BG. Littai. Brieskasten der Redaction. Herrn Julius Fritzfche, Theaterdirektor hier. Wenn Sic glauben, uns durch Entziehung des für unseren Berichterstatter reservierten Sitzes der Verpflichtung enthoben zu haben, noch weiters über das Theater in nu-serem Blatte zu reserieren, so bemitleiden wir Ihre kindliche Rache, da sic ihren Zweck ganz verfehlte; denn wir müssen, so gerne wir cs auch thäten, lebhaft bedauern, Ihrer sreundlichen Einladung, vom Theater in Hinkunft serue zu bleiben, leider nicht nachkommen zu können. Rücksichten, welche wir gegcn unserc Lescr habcn, zwingen uns, auch fernerhin über die Vorkommnisse aus der hiesige» Bühne zu berichten. Da eS Ihnen, wie Sic sehe», nicht gelang, uns mit Ihrer Rache zu strafen, so rathen wir Ihnen einen ander» Weg: verbieten Sie dem Schauspielcr Julius Fr ins che jedes feruere Auftreten und sorge» Sie für eine» Ersatz. Sie werden wahrscheinlich behaupte», momentan keinen Ersatz für ihn finden zu könne», da kein Hostheater und Theater ersten Ranges gegenwärtig feiert. Dem gegenüber rathen wir Ihnen jedoch, aus den verschiedenen Bühnen xteu Ranges, welche im Laufe dieses Winters verkrachten, Umschau zu halten, dorr werden Sie für den Sänger uud Schauspieler Fritzsche sicherlich einen Ersatz finden, der uns erstereu bald vergessen lassen und dadurch den durch denselben provoeierten Confliet in der schönsten Weise wieder ausgleichen wird. Theater. Heute bei aufgehobenem Abonnement (gerader Tag): Erste Gastvorstellung der kleinen zehnjährigen Dora, unter Mitwirkung der Frau Josefine Friese-Skuhra: S'Maderl vom Ballett. Intermezzo mit Gesang von I. Günther, vorgetragen von der kleinen Dora. Hieraus: Der Friseur-Schani. Posse mit Gesang (mit Benützung einrs älter» Spiels) von C. Friese. Musik von Müller. Den Anfang macht: Unbeugsam. Schauspiel in einem Aufzuge von Stanislaus Lcsscr. In Laibach verkehrende Eisenbahiyüge. Südbahn. Nach Wien Äbs. 1 Uhr 7 Min iiatdm. Postzug. „ 3 52 ., morgens Eilpostzug. „ „ 10 „ 35 ,. vorm. (Lilzug, 5 10 „ früh gem. Zug. „Triest „ 2 „ 58 „ nachts Eilpostzug. „ „ 3 ., 17 „ nachm. Postzug. „ „ « k „ 12 „ abends Eilzug. „ 9 „ 50 „ abends gem. Zng. (Die Eilzüge habe» 4 Min., die Personenzüge circa 10 Min. und die gemischten Züge circa ', Stunde Aufenthalt.) Kronprinz Rudolfbahn. Abfahrt 3 Uhr 55 Minuten morgens 8 „ vormittags. 6 15 abends. 2 35 morgens. 8 58 morgens. 8 45 abends. Telegramme. Rom, 13. Jänner. Erzherzog Rainer ist eingetroffen, vom Prinzen von Carignan und den Ministern auf dem Bahnhofe empfangen. Die Leichenfeier wird am 17. d., die Eidesleistung am 19. d. stattfinden. König Humbert ordnete die Beerdigung Victor Emanuels in der Pantheonkirche zu Rom an. Petersburg, 13. Jänner. Großfürst Nikolaus wurde in Gabrowa enthusiastisch empfangen; er geht morgen über den Balkan. Malta, 13. Jänner. Auf telegrafische Ordre von London fährt Admiral Horaby mit dem Stabe an Bord des „Sultan" nach der Levante ab; noch andere Kriegsschiffe werden baldmöglichst dorthin abgehen. Gabrowa, 1 l. Jänner, offiziell. Das Giops-thal ist von den Türken geräumt, eine russische Colonne besetzte Klissura. Selwi, 11. Jänner. Der Vortrab Gurko's erkämpfte Metfchka, Peikern und Jchtiman; Verlust gering. Odessa, 11. Jänner, offiziell. Zwei türkische Monitors bombardieren Eupatoria. Tiflis, 12. Jänner, offiziell. In einem Gefechte vor Baiburt wurden die Türken geschlagen. Seit dem 9. Jänner ist Erzernm vollständig blockiert. Telegrafischer Kursbericht am 14. Jänner. Papier-Rente 63 70. — Silber-Rente 67-—. — Gold-Rente 74 90. — 1860er Staats-Anlehen 113 50. — Bank-aelien 803. — Kreditaetien 218-— London 11910. —^ Silber 10410. — K. k Münzdukaten 5 63. — 20-Francs-Stückc 9 51. — 100 Reichsmark 58 80. Großer Ausverkauf von Resten, so auch billigster Verkauf des gut sortierten Warenlagers bei (17) 13—1 Laibach, Rathausplatz Nr. 7. Die Hauptversammlung des Laibacher Turnvereins wird am 18. Jänner d. I. abends 8 Uhr im Kasino-Klubzimmer stattfinden, wozu die P. T. Mitglieder geziemend eingeladen werden. Tagesordnung. 1.) Berichte über die Thätigkeit im Bereinsjahre 1877. 2.) Voranschlag für das Jahr 1878. 3.) Wahl des Turnrathes. 4.) Allfällige andere Anträge. (14) Der Turnrath. Trockenes Srennhch bei (663) 6 1^1» 11 Brühl, Haus Ziakowsky Nr. 24 (vorm. Kaschier). Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu mögliLst billigem Preist empfiehlt L. .1. UtUULNN, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wuns» an» gefertigt und nur bestpassende Hemden verabfolgt. (341)79 (9) 2-2 Im ist es möglich, jede zweite oder dritte Ziehung bedeutende Gewinste zu erzielen. Anfragen hierüber, mit Retourmarke versehen, sind zu richten an Vk. TV«»-»»«» in Wien, V., Reinprechts-dorserstrahe II. Ans Wunsch sende ich auch Probenummern. Mit nur so Kr. Diese, vom Magistrate der Stadt Wien zum Besten des Armenfoudes veranstaltete Lotterie enthält Treffer von 1000,200, > Dukaten 100, 100 1 Gulden " "100, sin Gold, 100, 100/Silber 200, 100, 3 Wiener Kommunal-Lose, deren Haupttreffer s«« ««« n als Preis eines Origmal-Loses sind zn gewinnen 1 «> 1> Dukaten effektiv in Gold. 30«» Treffer ««.«<>« fl. Die Ziehung erfolgt unter Kontrolle des Magistrats am 5. März 1878. Bei answärtigen Aufträgen wird frankierte Einsendung des Betrages und Anschluß vou 30 kr. für Franco-Zuscndung der Lose und s. Z. der Ziehungsliste ersucht. (651) 12—4 MMIck Ser MMÄK, Vis», KM IZ. beträgt, und viele andere Kunst- und Werthgegen-stände in Gold und Silber, zusammen Druck von Jg. v. K leininayr L F e d. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: ^ranz Müller.