PrS»mueratio«S - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 4V kr. Halbjährig . . 4 „ 20 vierteljährig . 2 „ 10 , Monatlich ... - .. 70 ., Laibacher Mit der Post: «a-zjährig................12 fl. Halbjährig................ 6 „ Vierteljährig 3 „ Wr Zustellung inS HauS diertelj. 25 kr., monatl. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tagblatt Anonyme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. * Rrdactio« «ahnhofgaffe Nr. 13S. ExpeditionS- L Inserate«. vnrea«: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Ja. v. Klein mayr L Fed. Bamberg.^ Jnsertiouspreise: Für die einspaltige Petit! L 4 kr., bei wiederholter tzi schaltung L 3 kr.« -Anzeigen bis 5 Zeilen SV Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 126. Freitag, 2. Zum 1876. — Morgen: Clotildis. 9. Jahrgang. Die Thronumwälzung in Konstantinopel. Die diplomatischen Weisen, die sich nun fast rin Jahr den Kopf zerbrechen über die künftigen Schicksale des seinem Untergange zueilenden Türkenreiches, die erst jüngst in Berlin versammelt waren, um das Fell des Bären, bevor er noch erlegt war, z» theilen. die nur mit größler Anstrengung, nur durch ven energisch und entschieden kundgegebenen Willen der Völker davon zurückgehallen werden konnten, einander-in die Haare zu gerathen und den Welttheil wegen der Erbschaft des .kranken Mannes" abermals in einen verheerenden Krieg zu verwickeln, diese diplomatischen Schlaumeier, sagen wir, müssen nicht wenig verblüfft gelhan haben, als vor e>n paar Tagen die lakonische Drahtbotschaft au« Stambul einlief: „Auf einstimmigen Wunsch der Bevölkerung wurde Sultan Abdul-Aziz entthront und der Thronfolger Murad Effendi zum Sultan und Kaiser von Gottes Gnaden und durch den Willen der Nation ausgerufen. Konstantinopel ist ruhig". Wir zweifeln sehr, ob in irgend einer der europäischen Hauptstädte eine gleich folgenschwere Umwälzung mit weniger Geräusch und unter ähnlicher ruhiger, einmüthiger und entschlossener Haltung der Bevölkerung vor sich gehen könnte. Schon die Der« schwörung der Sofias, die am 17. Mai die Entfernung des unfähigen Alttürken und willigen Werk-zeuges Rußlands, Mahmud Pascha, vom Ruder durch einen einfachen Massenaufzug erreicht Halle, trug einen ganz eigenartigen Charakter. Bisher war man an ähnliche nachhaltige Massenwirkungen nicht ein- mal im politisch geschulten England gewohnt. Jahrzehnte hindurch mußten dort Repealer, ^nti-ec,rll-iLW-IeaAuv, die Manchestermänner und andere Reformer ihr; Meetings und Massenaufzüge forlfetzen, bis sie etwas erreichten. Die leitenden Persönlichkeiten der glücklich und ohne Gewallthat durchgefühnen Bewegung stehen sämmtlich auf dem Boden konstitutionellen Fortschrittes; es ist daher auch wahrscheinlich, daß die Führer der Bewegung sofort die konstitutionelle Reform verkünden werden. Der zum Großvezier bestimmte Midhat Pascha, der geistige Urheber der Softabewegung, stand von jeher an der Spitze der reformfreundlichen Jungtürken Sein Name und Charakter geben die Bürgschaft, daß die Bewegung am goldenen Horn eine entschieden reformfreundliche und fortschrittliche sein und bei aller ausgesprochenen Betonung der Souveränität des osmanischen Elementes die Einlenkung in constitutionelle Bahnen gesichert ist. Da aber auch Hussein Avni, der KriegS-minister, Khalil Pascha, früher Botschafter in Wien, der zum Minister des Aeußern designiert ist, und Sadik Pascha, der das Finanzportefeuille übernimmt, auf dem Boden des konstitutionellen Fortschrittes stehen, so könnte sich in den von den Rajah» bewohnten Provinzen überall das Princip der Majorität Bahn brechen und dadurch auch die Pacifica-tion der im Aufstande befindlichen LandeStheile er-leichtrrt werden. Ueber Murad V., den neuen Padischah, ist wenig bekannt, weil er unter strenger Überwachung, in einer Art Hausarrest gehalten, jede- selbständige Hervortreten sorgfältig vermeiden mußte. Seine Ge- fangenschaft war in letzter Zeit eine derartige, daß sogar die Personen bestimmt waren, mir denen er verkehren durfte. Mehemed Murad, der Neffe de» entthronten Abdul-Aziz, steht heute im 36. Leben-, jahre und gilt selbst unter den Alttürken als begabter, entschlossener Mann. Er genießt den Ruf als guter Gesellschafter und bringt nicht nur eine gründ» liche morgenländische, sondern auch eine tüchtige abendländische Bildung mit auf den Thron. Außer dem Türkischen und Arabischen, spricht er auch französisch und englisch geläufig. Was die praktischen Wissenschaften betrifft, in denen er den Unterricht der an der Militär, und Marineschule zu Konstantinopel angcstellten türki-schen und europäischen Lehrer genossen hat, so besitzt er darin jene Kenntnisse, wi? sie gewöhnlich bei Menschen seines Standes gefunden werden. Be« merkenswerth ist es, daß er gleich seinem verstorbenen Vater besondere Vorliebe für Geschichte hegt, welche Wissenschaft « nicht nur al- eine Lehrerin der Könige und Herrscher, sondern auch als eine Führerin zu kühnen und muthigen Thaten betrachtet. Für seine Charakterstärke möge folgender Umstand sprechen: Bekanntlich ging das Streben des entthronten Sultans dahin, die UlemaS (RechtSlehrer> und Mollahs (Priester) dazu zu bereden, daß sie in eine Umänderung des Gesetzes über die Thronfolge im Hause Osman einwilligen, auf daß gleich nach seinem Tode sein ältester Sohn, Jussus-Jzzedin Effendi, den Thron besteige, nicht aber der älteste Sohn seines verstorbenen Bruders Sultans Abdul» Medschid, Murad V. Zwar hatte sich das Oberhaupt der UlemaS und Mollahs, der Scheich-ül- Jeuilleton. Verschiedenheit der Nahrungsmittel. Es gibt kein Reich der Natur, dem der Gau-men des Menschen nicht seine Aufmerksamkeit ge-schenkt hätte. ES gibt Völker, welche vorzugsweise Erd,, andere, welche von Pflanzen, noch andere, welche von allen Klassen des LhierreicheS leben. Sv wiederholt gleichsam der Mensch in seiner Ernährung alle Klassen der Thierwelt. So erst ersteht man, daß der Mensch ein alles genießende« Geschöpf ist. Daß e« auch Erde essende Menschen gibt, bewährt sich in den Ebenen des Orinoco. Hier in «rser großen und wilden Natur leben Völker, denen »erbau fremd, Ameisen, Gummi und, Erde ge-kvend, eil, Auswurf von Menschheit, wie die ^lomaken und Jaruren. Die Erde, welche sie verzehren, ist xin milder Letten, wahrer Töpfer-gefärbt mit etwas Eisenoxyd. Sie kneten diese ^rde in Kugeln und brennen sie äußerlich bei Ichwkchem Feuer, bis die Rinde röthlich wird. Beim Essen wird die Kugel wieder befeuchtet. Die Indianer, die nur bei niedrigem Wasserstande ihrer Flüsse von Fischen und Schildkröten leben, sind größtentheilS wilde, Pflanzenbau verabscheuende Menschen. — Im nördlichsten Schweden genießt man eine aus Infusorien bestehende Erde als Brodmehl, die auch der Finne häufig unter sein Brod mischt. In der Provinz Samgrang auf Java genießt der Javanese einen ändern Letten, den man sogar in gekräuselten, zimmetartigen Röhren verkaüst. Dieser seltsame Appetit, der auch den Negerknaben in Surinam gebrannte holländische Thonpfeifen mit Wohlbehagen verzehren läßt, ist unter vielen Völkerschaften der Erde verbreitet. Weit höher erhebt sich der Pflanzen essende Mensch. Blieb der Erde essende roh, so prägt sich in jenem sofort die Milde der Pflanzenwelt in feinem ganzen Wesen aus. Hierher gehört der sanfte Hindu Indiens, der mit unendlicher Geduld die zarten Mousseline webt, die an Feinheit das Spinnennetz erreichen. Gebot diesem seine Religion nur Pflanzenkost, so fordert sie die Natur vom Südsee-Jnsulaner, dem zarten Kinde des Oceans, dem vorzugsweise nur der Brodfruchtbaum zugewiesen ist. So viel uns Fleischessern aber auch von der Milde dieser beiden Völker zu wünschen wäre, so wenig haben wir jedoch Ursache, sie um ihre Sanft-muth zu beneiden, wie auch der nur auf Kartoffeln angewiesene, von England tyrannisierte unglückliche keltische Stamm in Irland uns nicht zur Nacheiferung reizen kann. Der größte Theil der Menschheit hat inde» schon lange den natürlichen Weg der Ernährung betreten, Pflanzen und Fleisch vereint zu genießen. — ES gibt keine größere Gruppe de- Thierreichs, welcher der Mensch nicht seine höchste Aufmerksamkeit für seinen Tisch geschenkt hätte. Die niederen Bau-thiere hat er ebenso, wie die so wunderbar mannig. fach gestalteten Gliederthiere und inuSkelreichen Rück-gratthiere gewählt. Die widerlichsten Fleischspeisen liefern ohne Zweifel die schlüpfrigen, gallertartigen Schnecken. In Frankreich, Belgien, Schlesien, Baiern, der Schweiz und Italien wird die Wein, bergschnecke zu Tausenden gemästet und gespeist, allein es geschieht mehr von Lungenkranken als Gesunden. Noch unbegreiflicher, wie der Geschmack der Austernesser, ist der Geschmack der Chinesen, der sogar die seltsame, runde, wurmförmige, mit schild. Islam (Fürst des Glaubens) bereit erklärt, ein „Fetwah" (Gutachten) zu erlassen, daß das Thron-folgegesetz, wie es der Gründer der Dynastie vor 600 Jahren geschaffen und das mit den Grund-Pfeilern de« Islams in gar keinem Zusammenhänge stehe, umgeandert werden dürfe. Doch die Ulemas und Mollahs wollten von einer solchen revolutio-«Sren Neuerung nichts wissen, waren vielmehr der Ansicht, ihr geistliches Oberhaupt habe sich erkaufen Lassen, eine solche „Fetwah" zu erlassen. > Der Padischah wandte sich nun an seinen Neffen, er möge freiwillig und natürlich gegen eine hohe Entschädigung dem Rechte der Thrynsolge ent> sagen. Er bot ihm die afrikanischen Provinzet» des türkischen Reiches, Tunis mit inbegriffen, ebenso auch den Tribut von Egypten, außerdem noch eine Abfindungssumme von fünfzig Millionen Franken, salls derselbe sich herbeiließe, auf den osmanischen Thron zugunsten seines Vetters zu verzichten. Prinz Murad erklärte aber ganz entschieden, daß er auf seine ererbten Rechte nicht verzichten werde, nicht: einmal, wenn sein großer Ahnherr Osman aus dem Grabe erstünde und einen solchen Schritt von ihm fordern würde. Jetzt konnte nur noch der Tod den Sultan von dem halsstarrigen Neffen befreien; allein der Großherr hatte zu viel Respect vor Eu» ropa, als daß er durch eine Gewallthat, wie sie sonst in den Palästen der Padischah'S nichts ungewöhnliche« gewesen, den Sohn seines Bruders aus dem Wege geräumt hätte. Die einzige Hoffnung blieb ihm noch, der unbequeme Thronfolger würde in den Armen des Lasters und der Ausschweifungen ein vorzeitige- Ende finden. Aber dem Prinzen stand in einer altern Schwester ein schützender Engel zur Seite, die ihn vor Ausschweifungen warnte mit dem Hinweis aWf das klägliche Dasein des früh entnervten und abgestumpften Oheims, de» jetzt entthronten Harem-Sultan« Abdul-Aziz. Geführt und geleitet von der klugen Schwester, wartete Murad besonnen und geduldig seine Zeit ab. ____________________(Schluß folgt.)_________________ Politische Rundschau. Laibach, 2. Juni. Inland. Im Plenum der österreichischen D e -legation hat der von der Minorität de« Budget-auSschuffeS gestellte Antrag, die Kapitalien de« Stell -vertreterfonde« zur Deckung der außerordentlichen Heeresauslagen heranzuziehen, zu einer lebhaften Debatte Anlaß gegeben. Dieselbe endigte damit, daß der Antrag bei namentlicher Abstimmung mit beträchtlicher Majorität abgelehnt wurde. Trotz dieses Votums bleibt aber die Resolution aufrecht, nach welcher die Kriegsverwaltung aufgesordert wird, bei der Zusammenstellung des Budgets für 1877 auf dir Heranziehung der Kapitalien des Militär-Slellvertreterfond« Bedacht zu nehmen. Im weiteren förmigen Fühlfäden besetzte Gestalt des Trepang, eine Holothurie des indischen Meeres, genießt. Ungleich zahlreicher find die Nahrungsmittel aus dem Reiche der Gliederthiere; aber der Genuß solcher Nahrung kann unmöglich eine hohe Stufe der Ei-vilisation verrathen. Die Indianer Peru'S, welche Kopfläuse mit Appetit verspeisen, die Hottentoten und andere Stämme Afrika'«, welche dieselbe Neigung theilen, gehören zu den niedrigsten Schichten der Menschheit; nicht minder jene Stämme Afrika'S, welche ausschließlich von Heuschrecken leben, die Buschmänner. Der Genuß der Ameisen unter den Völkern Brasiliens und Ostindien« verdankt seinen Ursprung wahrscheinlich dem Gewürz der Ameisen, säure. — In der That verspeisen in Ostindien be-sonder« schwache und alte Männer zur Stärkung ihre« Rückens Ameisenköniginpen, ein Genuß, der un« an den de« Maikäfer« auch hier zu Lande erinnert. Doch dienen sie auch im großen, wir die weißen Ameisen Java'« zur Speist. Ihnen zur Seite gehen, wahrscheinlich gleichfalls als Gewürz, die Birnen Ceylon«. Aollange Spinnen verzehrt der Be- Verlaufe der Sitzung beschäftigte sich die Delegation mit der Benutzung über das Extraordinarium des Kriegserfordernisses. Da« Leichenbegängnis Palacky's fand am 31. v. M. unter außerordenllicher Theilnahme statt. Es wohnten demselben über 20,000 Menschen, alle Vereine, viele berittene Bauernbanderien, Zünfte, zahllose Studenten und Turner an. Bei der Einsegnung waren auch der Oberstlandmarschall Auersperg, der Slatthalterei-Vicrpräsident Grüner und dcr Commandierende Philippovich anwesrnd. In dem Berichte über das Kriegsbudget, wel-chen der ungarische HeereSau«schuß dem Plenum der ungarischen Delegation erstattet, findet sich auch der unvermeidliche Passus über die magyarische Sprache. Der Bericht äußert sich in dieser Hmficht sehr anerkennend. Von den 955 Zöglingen der neu-städter Akademie lernen 432 ungarisch, obwol nur 98 Zöglinge der ungarischen Nationalität angehören. Auch sei dir magyarische Sprache vom Kriegsministerium nicht etwa nur als zum Dirnstgebrauche nothwendig, sondern als Mittel für die Erwerbung allgemeiner Bildung hingestellt. Die Ungarn wisfen sich denn auch dankbar für solche ihrer Nationalität dargebrachtr unverdiente Schmeicheleien zu erweisen. Sie volieren alles, was man von ihnen verlangt, und bringen dadurch zugleich die besten Intentionen in der österreichischen Delegation zu Falle. Ausland. Die auswärtige Lage ist durch den Thronwechsel in Konstanlinopel total verschoben worden. Man berichtet hierüber aus Pest: „Man beginnt auszuathmen und gewinnt dem Ereignisse in Konstantinopel eine gute Seite ab. Zichy meldet, die Revolution und die Entthronung wären sicherlich unterblieben, wenn man rechtzeitig die Entfernung Jgnatieffs von Konstantinopel bewirkt hätte. Zichy habe von der Verschwörung gewußt, doch sei rr mit allen seinen College», die erst nach ihm eingeweiht wurden, bezüglich des Zeitpunktes getäuscht worden. Jetzt macht Jgnatieff die letzten verzweifrltrn Anstrrngungrn, um dir Lunte ins Pulverfaß zu werfen. Noch glaubt rr ein ChaoS, einen gewaltsamen Ausbruch der Leidenschaften her-beiführen zu können. Osficiell stimmt er mit den anderen Vertretern, die sich in Permanenz erklärt, überein. Jedoch kennt man seine Bemühungen; Elliot arbeitet ihm mit aller Kraft entgegen. Die neuen türkischen Würdenträger, zur Stunde noch nicht osficiell ernannt, find guten Muthe« und versichern den Botschaftern, daß alle« ruhig verlaufen werde. Murad wild baldigst einen Antritts-Jradö mit beenden ZlHcherungen und Freiheitsverspre-chungrn rrlaffrn, in welchem betont werden soll, daß der Mohamedanismus keineswegs die Knechtschaft der Massen bedinge. Unter der europäischen Diplomatie, zunächst jener der drei Kaiserstaaten, hat eine Ver- wohner Neu-EaledonienS, Motten der von Neu-Süd-WaleS, nachdem er ihren Puder durch Röstung und Umrühren entfernt. Seidenwürmer zieren den Tisch von Madagaskar, der Grugru-Wurm der Kohlpalme den des Japanesen. Sein chinesischer Nachbar zieht sich Larven einer Schmeißfliege am Strande des Meeres auf faulenden Fischen. Achlzehn Zoll lange und einhalb Zoll breite Tausendfüßler sah Humboldt von indischen Kindrrn vrrzrhrrn. Arhnlichr« brobachtrtr man mit Jnsrctenlarven, welche die Indianer am Orinoco gierig aus der Erde zogrn. Mit den Fischen beginnt ein rdlerrr Tisch. Dagegen ist im Reiche der Amphibien eine zwischen Wasser und Land getheilte Lebensweise rtwaS halbe«. Nur dir Schildkröten mit ihrem zarten Fleische und ölreichen Eiern find Lieblinge de« Tische« geworden. Die freien Bewohner der Lüfte haben schon seit den frühesten Zeiten die meisten Opfer für die Küche geliefert, aber fast ausschließlich nur die Pflanzen fressenden Vögel. Die Fleisch fressenden schützt ihr thranige« Fleisch vor einer gleichen Begünstigung, ständigung über die neue Lage bereit« begonnen. Dieselbe kann jedoch nur eine negative Basis haben. Wahrscheinlich wird man beschließen, jede Action einstweilen zu sistieren. Man glaubt, daß sämmt-liche Mächte dem neuen Sultan nicht die geringsten Schwierigkeiten bereiten werden. Während dieser Pause dürfie verabredet werden, inwiefern die Mächte nach erfolgter Constituierung des neuen Regimes der Pforte nahelegen sollen, daß die europäischen Wünsche bezüglich der Regenerierung des OsmanenreicheS dieselben geblieben sind wie bisher. Ob Rußland in den sauren Apfel beißen oder indirecl den Brand in der europäischen Türkei weiter anfachen wird, kann noch nicht bestimmt gesagt werden. Die russische Vertretung scheint noch keine neuen Weisungen oder Informationen erhalten zu haben." Di: Entthronung des Sultans erfolgte nach der „Pol. Corr." durch eine Ministerrevolution und erst dann, als der Sultan von der Erfüllung des Verlangens, den erschöpften Kriegskaffen Geld aus seinem Privalschatze vorzustrecken, absolut nichts wissen wollte, kündigte ihm in Anwesenheit sämmtlicher Minister der Scheich.ul-Jslam Heirul-lach Effendi plötzlich an, daß da« Volk mit seiner Regierung unzufrieden und er demnach entthront sei. Unmittelbar hieraus wurden der Sultan und die Sultanin Valide gewaltsam nach dem Palaste Top-kapa gebracht, wo er sich lebend in sicherem Gewahrsam befindet. Das Programm des neuen Sultan«, so weit e« bisher bekannt wurde, lautet sehr löblich. Murad V. will das Serail abschaffen, seine Eivilliste auf fünf Millionen Piaster reducieren und eine Notabelnversammlung einberufen, die permanent zu tagen hätte, also eine Art parlamentarischer EontrolS-Commission wäre. Ob aber die Aufständischen daraufhin die Waffen niederlegen werden? Dem deutschen „Reichsanzeiger" zufolge erfuhr die Uebergabe der gemeinsamen übereinstimmenden Mittheilung, welche die Vertreter Rußlands, Oesterreichs, Frankreichs, Italiens und Deutschland« auf Grund der berliner Anschauungen am 30. Mai an die Pforte richten sollten, durch den ein getretenen Thronwechsel einen Aufschub. England begnügt sich nicht damit, seine Flotte zu verstärken, es rüstet auch seine Mittelmeer-Festungen wie am Vorabend eines Krieges au«. Der konservative „Standard" schreibt: „Hundert Tonnen Schießpulver und eine Million Gewehrpatronen find soeben aus dem königlichen Arsenal in Woolwich nach Gibraltar und Malta und an das Geschwader im Mittelmeer abgesendet worden. Die Quantität an Munition, welche nunmehr abgesendet worden, übersteigt beiweitem die gewöhnliche Zufuhr. Kanonen der neuesten und besten Construc-tion, darunter einige sehr schwere und mächtige, find jüngst in Malta wie in Gibraltar auf den Forti- obwol einige Völker ihr Leben vorzugsweise dem Thrangenuffe verdanken. Ein jeder weiß, wie bei diesen Völkern Ausdünstung und Unrcinlichkeit Hand in Hand gehen. Wie der Stoff, so überall der Mensch. Der civili-fierte Kaukasier verabscheut die das Licht des Tage« meidenden Nager, Ratten und Mäuse, während die mongolische Rasse fie auf den Tisch brachte. So spielen bei den chinesischen Mandarinen die gemästeten, wie Schweine geschlachteten und an Querhölzern zu Markte geführten Ratten al« kostbare Speise eine große Rolle. Auch unter den Säuge-thieren wählte der Mensch mit größter Vorsicht. Diejenigen sind seine Lieblinge geworden, deren Leben vorzugsweise an Pflanzenkost gebunden ist. Zu den Affen führt die Hungrigen meist nur die Noth. Den Menschen selbst schützt die Gattung, die nie oder nur in höchster Noth sich an ihresgleichen sättigt. Nur auf der niedrigsten Stufe der Mensch, heit entweihen caraibische Stämme Amerika'« und die Dajacken von Sumatra da« heilige Gesetz, dem selbst die wildeste Bestie der Wälder, obschon unbewußt, huldigt. ficativnen placiert worden, um die ältere Armatur zu ersetzen, und die Befestigungen selber sind durch Panzerbekleidungen sowie durch den Bau neuer Werke verstärkt worden. In Portsmouth hieß r« am Samstag, daß alle disponiblen Arbeitskräfte auf diejenigen im Bau befindlichen Schiffe gebracht werden sollen, die sich ihrer Vollendung am meisten nähern. Der „Thunderer," ein Thurmschiff der „Devastation"-.Klaffe, ist dem Vernehmen nach das erste Schiff, dessen Fertigstellung rüstig betrieben werden wird." verfassungstreue Haltung im Reitbsrathe, sowie als Kirchen» «chtslehrer Oesterreich« yerdorragknb, ist, wie man uns aus Leitmeritz telegraphiert, daselbst am I. Juni am Her-Mage verschieden. — Grubenunglück. Am 17. v. M. rntwickelten fich in dem zum «ohlenwerke Hrastnig gehörigen Elzselde Kohlenoxydgase. Der dortige Schichtmeister Kraiger su-r zur Erhebung des Thatdestandes in die Grube etk; eine Stunde nach der Einfahrt fand man den genannten Berg-beamten als Opfer seines Diensteifers in der ersten Etage leblos liegend aus. — Eisenbahnwesen. Ingenieure auS Frankreich besichtigen dieseitage die Maschinen - Etablissements der Süddahn in Marburg, Graz und anderen Stationen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. DM- Morgen wird das ,Laibacher Tagblatt" um 3 Uhr auSgegeben. — (Durch HagelsLlag) wurden gestern nachmittags die Felder in der Gegend von Kaltenbronn, Josess-thal, Salloch und Umgebung stark beschädigt. Zwischen den Stationen Laase und «resniz ging ein wolkcnbruchartiger «egen nieder, infolge dessen von tzen Bergabhängen Stein-gerölle aus den Bahnkörper herabgeschwemmt wurde und die «estrige dreistündig- Verkehrsstörung eintrat. (Die letzte Schöpfung Dr. Tosta's.) Uebermorgen den 4. Juni findet die Generalversammlung der SloveiH»" statt — und zwar, wie es jetzt kein Geheimnis mehr ist, behufs Liquidierung. Die Liquidation wird von der Majorität der Aktionäre >n der Art beschlossen werden, daß der prager Versicherungsgesellschaft der ganze st»tus yuo in Versicherungen, vermögen und Schulden der Bank „SlovsiH»" abgetreten wird. Letztere loll sich aber weigern etwas anderes als die Lebensversicherungen zu übernehmen. Eine große Anzahl kleiner Leute, insbesondere der dienenden Klaffe angehörig, die ihre sauer ersparten Kreuzer auf Zureden der Geistlichen dem Unternehmen Costa's anvertrauten, aber auch ein Theil deS flovenisch-nationalen Klerus wird dem bankerotten Unternehmen keine Lobespsalmen anstimmen. Nicht nur das Aktienkapital, auch die von der Hälfte der Actionäre geleistete Nachzahlung von 30 fl. per Actie wurde verwirthschaftet. — (Aus demSanitätsberichte.) Im Monate April war der Krankenstand in der Stadt Laibach ein mäßiger; vorherrschend traten entzündliche Krankheiten, na mrntlich Lungenentzündungen, aus; Scharlach kam in leichten Formen zur Behandlung, Diphtheritis und Typhus sehr vereinzelt. Auch die Sterblichkeit war eine mäßige; cs star ben 70 Personen, hievon 35 männlichen und 35 weiblichen Geschlechtes 44 Erwachsene und 26 Kinder; im ersten Le brusjahre starben 13 «inder, vom 2. dis 20. Lebensjahre 16. vom 20. bis 60. Lebensjahre 29 und über 60 Lebens-iahre 12 Personen; als häufigste Todesursache erschien Tuber-culose lümal; es starben in der innern Stadt 10, St. Pe-tersvorstadt 10, Polana 3, Kapuzinervorstadt S, Gradischa 1, Krakau 1, Tirnau 1, Karlstädtervorstadt und Hühner-dorf 3, im Livilspitale 31, tu, Kinderspitale 1, im Zwangs-arbeitshause 3, im Inquisition-Hause 1, im Strashause 2 Personen. In den Jrrenabtheilungen befanden fich Ende April 105 Geisteskranke. Im GarnisonSspitale standen im ^«rlaufe des Monates April 226 Kranke in Behandlung; hievon genasen 120, starben 3, gingen ab. alS erholungs-bedürstjg und mit Defecten behaftet 9 und verblieben in weiterer Behandlung 94 Kranke. ^ (Wiener Bergnügungszug.) Soeben erhalten wir vom Reise-Bureau Schröck! auS Wien die MitthrilunL.,daß. falls die Witterung SamStag den 3ten d. M. günstig jft, j>k Thettnahme an dem zu den Pflogst- seiertagen von Wien nach Laibach, AdelSberg, Triest und Venedig verkehrenden Vergnügungszuge eine außerordentliche zu werden verspricht. Ein großer Theil dieser vergnü-gungszügler wird am Pfingstsonntag, wenn die erforderliche Anzahl von Quartieren aufgebracht wird, in Laibach Aufenthalt nehmen, nachmittags die reizenden Punkte Laibachs und Umgebung, abends da« Frühlingsfest im Garten der Lastnorestauration besuchen und am Pfingstmontag vormittags die Reise nach AdelSberg zur Grottenbesichtigung und hierauf nach Triest fortsetzen. — (Aus dem Amtsblatt e.) Kundmachung betreffend die Erprobung und periodische Untersuchung der Dampfkessel. — Besetzung der Oberlehrerstelle an der Volksschule in Gotischer, drr Lehrerstellen an den Volksschulen in Banjaloka, Ebenthal, Götteniz, Morobiz. Reifniz, Soderschiz, Gutenseld und Laierbach; Gesuche bis 10. Juli an die betreffenden OrtSfchulriUhe. — (Linienschiffs lieutenant Wilhelm PotoLnik) wurde am 31. v. M. in Triest mit den entsprechenden militärischen Ehren zur Erde bestattet. Die Regimentsmusik Sachsen-Meiningen spielt« den Trauermarsch. Dem Leichenwagen folgte der Vater de- Verstorbenen, Baurath Potoinik, die Chefs der Militär- und SeebezirkS-Lom-manben, die Generale, Stabs- und übrigen Offiziere der triester Garnison, Seecadeten, Matrosen, Miütärbeamte und Freunde des Verstorbenen. Aus der ki«E MI» Lsrrisr» vsecdi» wurde die General-Decharge abgefeuert. Die außrk> gewöhnlich zahlreiche Theilnahme an dem Leichenbegängnisse gab Zeugnis, baß der zur Erde bestattete junge, talentierte Seeoffizier sich großer Sympathien zu erfreuen hatte. — (Agiozuschlag.) Vom Juni an wird aus den österr.-ungarischen Eisenbahnlinien statt des jetzt bestehenden AgiozuschlageS von 5 Perzent ein A gi o z u sch t a g von 4 Perzent zu den Bahntarifen eingehoben werden. — (Steuerabschreibung infolge Frostschäden.) Die Bezirksvertretung von Marburg hat im Einvernehmen mit «en übrigen BtzirkSorrtretungen der Steitrmark den Beschluß gefaßt, im Gnadenwege eine Steuer-abschreibung für die durch Frost beschädigten Grundstücke an zustreben. — (Gegen den Ausgleich.) Der Fortschritts verein in Pettau hat sich in einer Petition an den ReichS-rath gegen jeden Ausgleich mit Ungarn, der nach den de kannten Grundzügen eine Mehrbelastung LiSleithanienS zur Folge hätte, ausgesprochen. — (Der Borkenkäfer) tritt Heuer wieder in einigen Gegenden OberkrainS und in der Steiermark auf. Wie wir vernehmen, wurden voitseite des krainifchen Landes-forstinspectors bereits die nbthigen Vorkehrungen zur Ver> lilgmig dieses schädlichen Insektes getroffen. — (Gebirgspartien für die P fingst feiert age.) (Schluß.) 7. KumtHg. Fahrt mit dem wiener Frühpostzuge. Der Aufstieg kann von 3 Stationen geschehen, an denen Uebersuhren über die Save bestehen. L) Sagor. Von da hinter PruSnik in vier Stunden bis zum Gipfel; d) von Trifail über Dobouz in drei Stunden o) von Hrastnik über Savedörfl in drei Stunden. Vom Gipfel des «um ist am angezeigtesten der Abstieg durch den Terbejnikgraben zum Stationsplatze Steinbrück, oder über Eimerno nach Ratschach und Steinbrück, wo man bei der ersten Tour zum gemischten Zuge ganz bequem eintreffen kann. Wer an allen Schloßruinen sein Vergnügen hat, findet in Scharfenberg an der Südseite deS Kum reiche Augenweide, von dort sührt eine Bezirksstraße nach Ratschach ö. Heilige Alpe von Sagor zu ersteigen, von da über Berg wiesen und Wald in die Schlucht längs dem Kotredejbache nach Gallenberg und Sagor zurück. 9. Heiliger Berg, der Anstieg gleich hinter dem Stalionsplatze Sava, zwei Stunden bis zur Anhöhe. Rückweg entweder über St. Lamprecht, Eolni-e nach Sagor, oder über Watsch nach Werneg, daselbst Uebersuhr zum StationSplatze Kresniz. Weitere interessante Ausflüge von dem H. Berge nach Kolowrat, oder über Kan dersch nach Moräutsch und dann nach Laibach zurück können in einer Togestour nicht abgethan werden. S. Jantschberg. Bei Benützung des wiener FrühpostzugeS rin angenehmer Morgenspaziergang. Der Aufstieg von der Station Laa nimmt nur 2'/, Stunden in Anspruch, wenn man den kür zesten Pfad durch den Graben einfchtägt. Nach genossener Rundschau kann man bequem zum Nachmittagspostzuge von Wien nach Triest in Laase eintreffen. Steht der ganze Tag zur Verfügung, so kielet der Mckweg Über Staogenwald, Sk. Martin zum Station-Platze Littai einige Abwechslung. 10. Billichgratzer Berge. Abfahrt mit der Rudolfsbahn um Uhr morgens bis Zwifchenwäfsern. Bon da über PreSka, L lebe aus bequemem Waldpfade nach St. Katharina in zwei Stunden, von hier nach St. Jakob ober Bresowiz '/, Stunde. Diese kahle, mit einem Kirchlein gekrönte Kuppe gewährt eiä!e herrliche Fernsicht. Man gelangt viel kürzer nach St. Jakob, wenn mau hinter der Mühle Malerische! den Pfad am Bergabhange rechts einfchlägt. Anzuempfehlen ist der weitere Wcg von der Raststation in St. Katharina oder in St. Jalob gegen Grmada und Utoßec, letzterer Berg der höchste !>nnkt in der Billichgratzer Gebirgsgruppe. An der Westeile der Grmada sowol als an deren Ostseite führt ein i ifad über Setnitza nach Billichgratz, wohin es am besten i i, sich die Fahrgelegenheit von Laibach aus zu bestellen. Ersteigt man den Utosec, so gelangt man durch die BoZna-chlucht am Wirthshause des Petai vorüber nach Billichgratz. Angezeigter ist es den Psad durch den Hrastenza-Graben nach Lack einzuschlagen, wo man bis abends eintreffen kann. Am bequemsten ist der Rückweg vom Utojec durch das Lok-nizathal an Knapovße vorüber nach Zwischenwäffern. 11. Osolnikberg oder Zeyer mit dem Bergkirchlein Hermagor und Fortunat. Vom Stationsplatze Zwischenwäffern über eyer (Sora) in drei Stunden bequem zu erreichen. Schöner Aussichtspunkt. Abstieg entweder durch das Hrastenzathal nach Lack oder über Selo durch das BHnathal nach Billichgratz. 12. Ljubnikberg bei Bischoflack. Aufstieg hinter dem Schlöffe über Gabrovo. Der Gipfel in drei Stunden bequem zu erreichen. Nebenbei Besuch der Grotten ,hudmSIlL j»m»« und „Leväeres" bei Bresowiz. Rückweg nach Lack entweder durch den Graben unter St. Florian oder beim Zadobnikar vorüber in das Zeyerthal. 13. Iodociberg bei Krain-burg, eines der herrlichsten Panoramen der oberkrainische» Alpenwelt, leider fast ganz unbeachtet. Bom Stationsplatze Krainburg in drei Stunden bequem zu erreichen. Der Rückweg nach Bischoflack über Eepulje, Planica, St. Gabriel rechts lassend, sehr angenehm, bequem in drei Stunden zurückzulegen. 14. Kokna oder Jauerburg mit der Pracht-vollsten Rundschau über ganz Kärnten. Abfahrt von Laibach mit dem Abendzuge der RudotfSbahn. Gate Unterkunft in Jauerburg im Wirthshaufe des Kolbl. Aufbruch nach Koina um drei Uhr früh durch den Lepejnegraben. AuSstchtSpunkt bequem in vier Stunden zu erreichen. Man versäume nicht den südlich von diesem gelegenen Alpenrücken SveLica zu ersteigen, von wo sich auch nach Krain eine prachtvolle Ansicht eröffnet. Rückweg über Reichenberg (Knappenhaus), Alben (Planina) nach Aßling. Einer der lohnendsten AuS-lüge. 15. Uratathal. Vom Stationsplatze Lengenseld ist die amphitheatralische Thalmulde am Fuße des Triglau unter der Scharte „l^ukus.« in drei bis vier Stunden bequem za erreichen. Eine der prachtvollsten Alpenscenerien inmitten der Bergkoloffe Triglau, Tmir, Stajner, 8udi u. s.w. Besonders im Frühjahre der Besuch anzuempfehlen. Weg sehr bequem. Träger in Mojstrana aufzunehmen. Im Wirthshause Zeteznikar in Lengenseld gute Unterkunft. 16. Die Weißenselser Seen. Der Ausflug dahin und zurück zur Station Weißenfels bequem bis Mittag auszusühren. Mit Benützung des gegen I Uhr in Weißensels eintreffenden laibacher Zuges und einer Fahrgelegenheit von Tarvis, kann man am selben Lage noch Raibl und den Predil besuchen und mit dem Nachtzuge nach Laibach zurückkehren. 17. Sulzbach und Logerthal in Steiermark. Von Stein durch das Lrnathal über den Volavleksattel nach Leutsch (Luie). Boa hier nach Sulzdach ins Logerthal. Am nächsten Tag« zum Ursprung der Sann. Rückweg über Volwcov vrd nach Bad Vellach in Kärnten. Bon hier am dritten Tage über See-land durch das Kankerthal nach Krainburg oder von See-land in den Graben Reka abbiegend, bei der Fuchs'schen Säge über den Javornik hinter dem Storni nach Neumarktl. Diese letztere, drei Tage beanspruchende Partie, durchaus nicht beschwerlich, gewährt um diese Zeit da« großartigste Frühlingsbild in der Hochgebirgswelt an dem Knotenpunkte der drei Kronländer Steiermark, Kärnten und Krain. — (ZurEisenbahnsrage.) Die Handels- und Gewerbekammer in Triest beschäftigte sich in ihrer letzte« Sitzung mit der Eisenbahnfrage, namentlich mit den Linie» Billach - Laibach-Triest, Villach-Predil-Triest, Triest-Udine und Salzburg-Spital-Triest. Zum neuerlichen eingehend«« Studium dieser Frage wurde ein aus Abgeordneten de» triester Stadtrathes und der dortigen Handels- und G«. wrrbekammer bestehendes Lomitü aufgestellt. — (Neuer Verein.) In Graz wurde ein aka-'demischer Philologenverein gegründet. Zweck desselben ist: gegenseitige Förderung der Fachwissenschaft. Dieser Verein zählt auch aus Arain einige Mitglieder, welche durch philologische und pädagogische Arbeiten die Bereinszwecke svrdern werden. — ( T hierschutzverein.) In St. Bartholomä a. d. Liebach in Steiermark wurde eine Filiale des grazer Thierschutz-Lentralvereines ins Leben gerufen. — (Historischer Wochenkalender.) 2. Juni 1826, Einführung der Kirchenagende in Preußen; 3. Juni 1676, der alte Defsauer geboren; 1740 Abschaffung der Tortur in Preußen; 4. Juni 1745, Schlacht bei Hohen-sriedberg ; 5. Juni 755, H. Bonisacius, Apostel der Deutschen, gestorben. — (Ein Post- Spar- und Borschuß.Verein ) ist soeben in Triest ins Leben getreten. Zweck dieses Vereines ist, den Postbediensteten unter vortheilbasten Bedingungen Vorschüsse zu eriheilen und kleine Spareinlagen fruchtbringend anzulegen. Dieser Verein hat seinen Sitz in Triest und umfaßt den ganzen triester Post-Directionsbezirk, 'd. i. Triest, Laibach, Görz und Pola. Die Einschreibungen erfolgen bereits massenhaft; Mitglied kann leder Postbeamte werten ; em Antheilschein beträgt 50 fl. österr. Währ., welcher Betrag in Monatsraten List, aufwärts oder auch sogleich voll erlegt werden kann. Ein Vorstand, ein Revi-sions-LomilS und die Generalversammlung leitet die Ber-einsangelegenheiten. DaS in -neuester Zeit so gepriesene Losungswort „Selbsthilfe" findet durch die Gründung dieses Vereines entsprechend praktischen Ausdruck und es ist anzunehmen, daß nicht ein einziger Postbeamter in den obengenannten Postverwaltungsbezirken zaudern wird, diesem humanen Vereine als Mitglied beizutreten. Augekonrmeve Fremde am 2. Juni. Hotel Stadt Wien. Ovin, Radmannsdorf. — Schmidt, Kfm,, und Tauchner, Wien. — Sponer, Fabrikant, Zwittau. — Hribar. Oberlieut., Jesseniz. — Hawranek, Reis., Brünn. — Apfel, Kfm., München. — Soukup, Oberlieut , und Dr. v. Aroßhauer Waldsett, Görz. Hotel Elefant. Wazlavik, Baumeister. Senosetsch. — Hro. wath, «sm, St. Bartholmä. — Villes, Triest. — Weiß, Ungarn. — PauKik, Klagensurt. — Gelles, Wäschhäudler, Wien. Hribar, St. Ruprecht. Hotel Europa. Br. Wilsdorf, k. k. Major, Ungarn. — Schenk, Apotheker, Graz. Kaiser von Oesterreich. Zerkowitz. Triest. vaierischer Hof. Ribano, Stein. Sternwarte. Iakse, Rob. — Gordni, Rudolfswerth. — Grablvwitz, Obersteiermark. Mohren. Kozamernik, Predivar, Beamte, und Moinik, Schuhmacher, Laibach. — Dachel, Privat, und Zerjaw, Krainburg. Telegramme. Paris, 1. Juni. Die Thronbesteigung Murads wurde officicll dem Marschall Mac Mahon noti ficiert. Die Kammer verificierte die Wahl des Prinzen Napoleon. Koustavtiuopel, i. Juni. Ein kaiserl. Rescript kündigt Beibehaltung des gegenwärtigen Ministeriums an, Ueberlassung von 60,000 Beuteln aus der Civilliste sowie der Einnahmen sämmtlicher Privatgüter der Krone für den Staatsschatz, em pfichlt Herstellung des Gleichgewichts im Budget, sofortige Verbesserung der Finanzen, deS Unterrichts, Reorganisierung des Staatsrathes, des Justizmi nisteriums, weist die Minister an, eine Regierungs form ausfindig zu machen, welche allen Reichsangehörigen ohne Unterschied am besten entspricht, um jedermanns Freiheit zu sichern; spricht den Wunsch aus, die zwischen der Türkei und den fremden Mächten bestehenden FreundschafiSbande sich immer enger schließen zu sehen, und proclamirrt endlich, daß Sultan Murad den Thron besteige durch Gottes Gnade und des Volkes Willen. Telegraphischer Lursbertcht am 2. Juni. Papier-Rente 64 95 — Silber-Rente 68'10 — 1860« TraatS-Anleben 106 20. — Bankactien 804.— «redit 131 80 — London 121-75.- Silber 103 20. — K. k. Münz dukaien 5 77. — 20-FrancS Stücke 9 68- — 100 Reicr mar! 59 65. Witterung. LaibpL, S. Juni. Morgens und vormittags bewölkt, nachmittags Aufheiterung, schwacher SW. Wärme: moraenS 7 Uhr -i- 118», nachmittags 2 Uhr 4- 16 8° 6. (1875 > 241«; 1874 -j- 281' 6.) Barometer 735 68 nuu. DaS gestrige Taqe-mittel der Wärme -j- 15-2°, um 1'9» unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 1215 mm Regen. Verstorbene. Den I. Juni. Elisabeth» Zlebnik, Inwohnerin, 80 I., Civilspital, Altersschwäche. — Maria Tomc, Arbeiterin, 35 I. und Maria Bizjak, Jnwohnersgattin, 30 I., beide im Civilspital, Lungentuberkulose — Josefa Jeretina, Ausseherswitwen-Kind, 5J., Elisabeth-Sinderspital, Polana-vorstadt Nr. 67, Scharlach. Todtenstatistik. Im Monate Mai 1876 sind 92 Personen gestorben; davon waren 47 männlichen und 45 weiblichen Geschlecktes. Danksagung. Für die so liebevoll bewiesene Thtilnahme während d?r Kranlheit unsere« innig geliebten Sohne«, resp. Brnder« und Schwager« Gustav kuda und für die zahlreiche Begleitung zu dessen letzter Ruhestätte, wie auch für die dargebrachte sinnig-Blumenspende. sprechen den herzlichsten Dank au« allen Verwandten. Freunden und Bekannten die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Zum bevorstehenden Grottenfeste in Aäeksberg empfehlen wk das in unserem Verlage erschienene Handbüchlein: Die A-klsberger Motte von vr. L. L. Oo8ta mit Situationsplan der Grotte. — Preis brock>. 30 kr. Lg. v. Lleinmayr L Fed. Lamberg's Buchhandlung. gegen (249) 40—25 Sommersproffen, Leberflecke, Wimmerln rc. Diese Salbe durch 10 Abende angewendet, verdrängt spurlos Sommersproffen, Leberflecke rc. Ein Original-Tiegel sammt Anweisung kostet 70 kr. E-dt ,n beziehen durch dir LaudsLasts-Apotheke des W en«!. , Apotheker und Chemiker, Graz, Sackstraße Nr. 4. General-Depot für Krai« bei V. Apotheker „zum goldenen Einhorn" in Laibach, Hauptplatz Nr. 4. Geld-Lotterie, gmehmigt und »»rontirt durch die Regler»«,. Die Haupttreffer betragen ev.: sssooo LSOOOO lI8,000 80,000 00,000 SO OOO ««« «t« Zusammen enthält die Lotterie Ge- winne im Betrage von 7 Hlillio« 771,80« Iisio>.8m»rIc. welche in 7 Abtheilungen unter de» entschieden werden. Der kleinste Gewinn ist bedeutend größer wie der Ankaufspreis eine» LooseS. Laut amtlicher Feststellung kostet I gsnrs» lli>Ig -Uoos ö V. H. 3. 3V I Iislbes „ „ „ ,, „ I 65. I vlöi'te! „ ,, „ „ 83. Gegen Einsendung des Betrage« in Banknolen. Coupons etc. etc. oder auch gegen Postnachnahme versendet Unterzeichnete Firma die Original-loose rechtzeitig für die Iste Ziehung „ach allen Platzen. Ausführliche amtliche verloosungS-pläne werden jedem Briefe beiaelegt und nach Ziehung die Ziehungsliste sofort zugesandt. — lieber die gewonnenen Gelder tan» sosort di»< Ponir» werden. Für die lfte Ziehung werden Bestellungen bi» 14. «. «U. entgegmgenommen von dem Bankhaus- L 0o.. vvm Staate ang,stellt. 8»uptävd1t«urv ä. Lr»uu»edv. u Gedenktag -äber die am 6. Juni 1876 stattfindenden Lici-tationen. 3. Feilb., Peuko'sche Real., Parje, BG. Feistriz. — 3te Feilb., Virik'sche Real., Lele, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Mersuik'sche Real., Smerje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Hrovatin'sche Real., Mereke, BG. Feistriz. - 3. Feilb., Bajuk'sche Real., Radose, BG. Möttling. — 3. Feilb, Gntt> mann'sche Real., Mertovc, BG. Rats-bach. — 3. Feilb, Kalan'sche Real., Raskiverh, BG Gnrkseld. — 3. Feilb., Barbik'sche Real, Goriza, BG. Gurkseld. — 3. Feilb., Moletiö'sche Real., Munken-dors, BG. Gurkseld. — 2te Feilb., Knapik'sche Real., Mosche, BG. Krainbnrq. — 2. Feilb., Liper'sche Reol., Bal. BG. Feistriz. - 2te Feilb, Gorup'jü'e Real., BaZe, BG. Wippach. — 2te Feilb., Hrovatin'scke Real., Dornegg, BG. Feistriz. Das große Loos!!! A U A EVEVV Mark ru Kemun«» dletet siet» OelepLnIieit, 6ureli ili^untr n» tlvr 270stt'n von llt'r ILeßn runß u. xi»r»vt!rtvu äer« u Xikliun^ »n» L4 »Iiriii ßl. Gss. keßinvt. übjßt'Nt ßir<>88t>n entiu«It tiii;.-«»; 8t«üt8-I^otterie uneli Ot'^ivne von Lsleksmark Uslektimarli ttvleksmLrlL 1 L S5<»,«0<» 1 L ISS,«»<»«» 1 L L L 4V,UV» 1 L »6,«Ott » L »0.000 l L 25,000 5 SO OOO « ü. 15,000 7 L IS 000 11 10,000 SO L 6,000 55 ü, 1 1 ü, SOO L 4.000 5.000 S,50«> S.400 5 L S OO« 3 L 1,5«« 412 L 1,S«0 0S1 L 5«« etv., rusammsa 43400 Lvvinnv, vinizrer 2!l)nrlk, il> 7 l> uillkr ätz« ^ »rläen. l)io «ler l>t zrinlli Iikreitk o)»t;n vrrvälint, am 14. ü. ^ ^ ^ ^ ^ ^ . KI '/l 0r>gins7'l,oo8e L ü. ^^^ 30. V- Oriyinsl I.008S S ö. V «. I. 85. unil '/< vriginsl l-oo»e ä 83 Kr. 8. (ii< 0r!zs!n»»ll0v8v un«1 sueU <1kv Lintllellvu Vvr looüun^iiztlan >>«!« >. > > , Xj« !,„ns5 .jode, «vkort Ut nmtllellv /i> r»nn^8li'->< Die Ansbezahlnng der Gewinne geschieht unter Staatscontrole. klrul vvenct^ il. ilixl vr irm <1. > ik-mlLttriU!- «LRllA Ilrimlnu Druck vo, Jg. v. jkleinmavr » Frd. Bamberg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Spitaler.