Ni. 17. Mittwoch, 22. Iiimcr 1896. Jahrgang 115. Macher ^____ '>"" Inlera e biz ^^n?i,^^ .^^ "" Zustellung in« Sau« „aluMil«H. 1. - I«sertlon«geb»r: F»r -^^ ' ^" ^ öetttn ,ü lr., grüßs« per 8««e « tr.- bei »steren Wied«ih«lun««n per Zell« » lr. Die «Üalb. Zelt.» erscheint lügllch, mlt «usiiahm« der Vonn< unb Feleitaae, Die »b»l»lftf^ ^ Apostolische Majestät haben dem IM, N^l^^^onsHrttllerie. Regiments Nr. 1 t°Mi all-. ..^. "chowski die Kämmererswürde " ' «llergnadigft z« verleihen geruht. ^llerMs/'/^ I «p^lische Majestät haben mit GutsbMo/ ,'^llchunz vom 16. Jänner d. I. dem "Brümili.^"bustriellen Josef Sebastian Daubek Essend v^-^c-l!""^"""^ seines vieljährigen hervor« ^irlenz k,n Ä '^^" öffentlichen und gemnnnützigm guädiast ... '"ltterstand mit Nachsicht der Taxe aller. »" zu verleihen geruht. gnädigst'/' ""^ ^ Apostolische Majestät geruhten aller- des Obersten Josef Castiglione. suchen j" 5 , hlanenregiments ^^ ^' °"l !"n An« und dcmlp,^ ^^"ltniß «der Emdenz. anzuordnen Krone dri. ^" ^esem Anlasse den Orden der eisernen leihen; " "lasse mit Nachsicht der Taxe zu ver. Franz Hoffmann, des Land-dllnten d,« n'^^^knts Wien Nr. 1. zum Comman« z." ernenne ".^^-Infanterieregiment« Prag Nr. 8 ^usdtuck ^. «lu^ anzubefehlen, dass demselben der werde. " ""erhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben ^"^chst^^^.?p°st°lische Majestät haben mit Moz^'" Entschließung vmn 13 Jänner d. I. den theiln 5 ^ Universitäts. Bibliothek in Wien Dr. ^rgnäki?^^ zum Universität«.Blbliothekar in Graz llft zu ernennen geruht. Oautsch m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Jänner d. I. dem Custos an der Universitäts-Bibliothek in Graz Dr. Anton Schlossar den Titel eines kaiserlichen Rathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Verordnung des Handelsministeriums vom !2. Jänner 1896, betreffend die Aichung und Stempelung von Wasser« Verbrauchsmessern. In Erläuterung des Punktes 3, Absah 2 der Ministerialverordnung vom 15. März 1893 (R. G. Bl. Nr. 37) wird festgestellt, dass die Bestimmung, wonach neue, unter die Bestimmungen des Punktes 1 der citierten Verordnung fallende Wassermesser vom 1. Jänner 1896 ab nur in geaichtem Zustande in die Leitungen eingeschaltet werden tonnen, sich auch auf alle jene bereits eingeschaltet gewesenen Wassermesser bezieht, welche aus der Leitung aus was immer für einem Grunde entfernt worden und noch nicht geaicht sind. Dagegen können die in den Leitungen eingeschalteten Wassermesser, wenn fie au« denselben nicht mitt> lerweile entfernt werden, bis Ende des Jahres 1903 ohne Nichung bleiben. __________ Glanz m. p. Verordnung des Finanzministeriums vom 18. Jänner lUUtt, womit für den Monat Februar 1896 das Aufgeld bestimmt wud, welches bei Verwendung von Silber zur Zahlung der Iollgebüren zu entrichten ist. Mit Bezug auf Artikel XIV. des Gesetzes vom 25. Mai 1882 (R. G. Vl. Nr. 47) wird im Vernehmen mit dem lön. ungarischen Finanzministerium für den Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes unb für den Monat Februar 1896 festgesetzt, dass in denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlung von Zöllen und Neben« gebliren, dann bei Sicherstellung von Zöllen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung kommen, ein Aufgeld von 20 V, Percent in Silber zu entrichten ist. _________Vilinski in. p. Den 18. Jänner 1896 wurde in der l. l. Hof« unb Vtaat»-bruckerei da« V. Stück be» Neichsgesetzblattel i« deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 12 die Concessions'Urlunde vom 2. December 1835 für die Locomotiv'Elsenbllhn von Karlsbad an die Reichsgrenzc bei Iohanngeorgenstadt; Nr. 13 das Gesetz vom 5. Jänner 1N96 betreffend die im § 1 des Gesetzes vom 9. Juli 1891 (R, G. Vl. Nr. 97) in Aussicht genommenen UebeiMNgs'Vestimmungtn für die Bemessung der Hauszinssteuer in den mit der Reichs» Haupt« und Residenzstadt Wien vereinigten Gemeinden und Gemeinbetheilen; Nr. 14 die Verordnung des Handelsministeriums vom 12. Jan« ner 1896 betreffend die Aichung und Stempelung von Wasserverbrauchsmessern; Nr. 1b das Gesetz vom 5. Jänner 1896 betreffend den Nachtrags» Voranschlag für den Verwaltungsgerichtshof für das Jahr 1895. Den 18. Jänner 1896 wurde in der t. l. Hof« und Staats, bruckerei das I.XXXVI. Stück der italienischen, das XOIl. Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1895 und das III. Stück der polnischen und slovenischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes von, Jahre 18W ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Ergänzung des Cabinets. Die Ernennung der Herren Minister FML. Ritter von Guttenberg und Dr. Rittner wird in den meisten Wiener Blättern befprochen und findet allgemein eine günstige Beurtheilung. Das «Fremdenblatt» schreibt: Die Eigenart des Ministeriums Vadeni als eine zwar streng constitu« tionelle, dabei aber nicht im gewöhnlichen Sinne «parlamentarische» R'gierung, schon bei der Ernennung des Cabinets in dessen Zufammensetzung klar zum Aus» drucke gelangt, ist auch bei dessen nunmehr erfolgter Erweiterung gewahrt worden. Die AuKwahl. welche getroffen wurde, war offenbar auch bei den jetzt nach« träglich vorgenommenen beiden Ernennungen nnr von der Rucksicht auf die vorzügliche Eignung der Per> sönlichkeiten für das ihnen zu übertragende Amt geleitet. FML. Ritter von Guttenberg, welcher an die Spitze des neugeschaffenen Eisenbahnministeriums gestellt wurde, steht seit vielen Jahren in dem wohl« verdienten Rufe eines ausgezeichneten TisenbahN'Fach' mannes. Seine umfassenden Fachlenntnisse haben längst die allgemeine Anerkennung gefunden. In seinen Schriften wie in seiner mehrjährigen Bethätigung an der Spitze des militärischen Transportwesens hat er Proben für die volle theoretische und praktische Be» herrschung der ihm nunmchr gestellten Aufgaben ab» gelegt. . . . Von den glänzenden Facheigenschaften des neuen Eisenbahnministers ist aber zugleich mit Sicherheit zu erwarten, dass er bei Führung seines Amtes stets die volkswirtschaftlichen Interessen der landwirt« schaftlichen und industriellen Production so wie des Handels vor Augen haben und stets bestrebt sein Feuilleton. Das Kaibacher Moor. 3^ib^°"^im allgemeinen die Wasserverhältnisse A^t. A W°ore wrifft, so gewinnt man eher die Alser al» k ^s Moor an einem Ueberflusse an ' n^" sich ^<)" g"ßer Trockenheit leidet. Allerdings !i 'n 3r m^"' ""e zum Beispiel bei Hauptmanca ' 3 "tlchj^°he °°n Schwarzdorf bei M. H. KoSler, w bie C„? "let zu stark entwässert und in einer ""tt sind ^ gefahrdrohenden Weise aus« ' ks>n I.?"A Wan ist jedoch nicht dem all-l 3" T)etais^^"?^p''lecte, sondern der manqel° l be ^r H l°rbe,t bei der Anlage der Culturgräben ' f°^"ssen ^ 7"V des Wasserstandes in denselben ^ » blob 'k;,^ allnmleine Tntwässerungsproject um. >l ^^lati" °' Hauptwasferläufe nnd Hauptgräben, die > d " durck . ^ U"W Abständen von einander das ! ^ «rohe« ?r?"' während auf den dazwischen liegen. 5 ^ Negui ck^chen d" Anlage der Eulturgräben und >lnm N?2 des Wasserstandes in denselben den ^ ?'iden. d^ln. uberlassrn bleibt. Die Hauptgräben 3« "es bedingt, vielfach / ^ts'llnd ? Untergrund ein. so dass bei Normal» ' ""l er etwa bei dem Besuche de« Ve- fertigten geherrscht hat, der Wasserspiegel in dem Hauptgraben nicht bis an die Moorschichte heraufreicht. Ein solcher Graben kann innerhalb seiner Wirkung«« sphäre selbstverständlich nur entwässernd wirken, zur Befeuchtung oder Erhaltung der nothwendigen Feuchtig' leit in der Moorsubstanz jedoch nicht beitragen. Erfahrungsgemäß erstreckt sich aber die entwässernde Wirkung eines Grabens nicht sehr weit land« einwälts, so dass durch die tiefeingeschnittenen Haupt« graben allein wegen deren großen Entfernung von einander eine zu wett gehende Austrocknung der dazwischen liegenden umfangreichen Flächen nicht zu befürchten ist. Wohl aber rückt diese Gefahr sehr nahe heran, wenn die zwischen den Hauptgräben befindlichen Culturgräben ungeschickt angelegt, nämlich vor allem zu stark eingeschnitten werden und einen freien Abfluss in die tief^ liegenden Hauptgerinne haben, ohne dass auf die Möglichkeit der zcltweisen Zurückhaltung oder Zufuhr des Wassers Bedacht genommen wird. Dies ist beispiels-weise bei den oben erwähnten, jetzt schon zu stark ausgetrockneten Flächen der Fall, Auf dirse, den Laibacher Moorwirten, wie es scheint, unbekannte oder von denselben nicht genügend gewürdigte Gefahr eindringlichst aufmerksam zu machen und Vorbeugungsmaßregrin dagegen zu veranlassen, ist eine d r Hauptaufgaben bei Inangriffnahme einer rationellen und nachhaltigen landwirtschaftlichen Cultur de» Laibacher Moore». Glücklicherweise sind derartige Volbengungbmah. regeln gerade im Laibacher Moor nicht schwer durchführbar und denselben dnrch das General-Entwässerungs-project in keiner Weise besondere Schwierigkeiten entgegengestellt. Vielfach wird schon die Anbringung von, wenn auch primitiven Absperrschleusen in den Culturgräben ausreichen, andernfalls Vorrichtungen, um zur Zeit der großen Trockenheit entweder das Wasser au« den Hauptgerinnen zeitweise zurückzustauen oder aus geeigneten Gerinnen Wasser in die Eulturgräben einzuleiten. Zu letzterem Vorgange bittet ftch an vielen Punkten gute und leichte Gelegenheit, da das Laibacher Moor zahlreiche und ausgiebige seitliche Zuflüsse hat und im Moore selbst an den sogenannten Seefenstern günstig gelegene, mächtige Quellen entspringen. Die locale Regelung der Wasserverhältnisse in der an-gedeuteten Art ist eine der hauptsächlichsten Vorbedingungen für die landwirtschaftliche Cultur des Laibacher Moores, fowie man überhaupt bei jeder Moorcnltur, wenn man den Erfolg nicht vom Zufalle abhängig lafsen will, das Wasser beherrschen muss. Was nun die für das Laibacher Moor geeignetste Culturmethode anbelangt, so ist diesbezüglich in erstn Linie zu bedenken, dass es sich dort fast durchwegs um kleinere, nicht sehr capitalskräftige Besitzer handelt, denen man kostspielige Meliorationen, wenn sie auch an und für sich die besten und zweckmäßigsten wären, nicht zumuthen kann oder darf. Im Hinblicke hierauf erklärt Professor Meißl, das» er sich drr Ansicht des Professor« Sitensky, das» Laibacher Zeitung Nr. 17. 128 22. Jänner 1896. wird, mit offenem Blicke die Schienenwege und die Bedingungen ihrer Benützung in den Dienst der ökonomischen Wohlfahrt zu stellen. Ebenso wie die Cr-nennung Ritter von Guttenbergs zum Eisenbahnminister, wird auch die Berufung Dr. Rittners ins Ministerium allseits mit sympathischen Gefühlen aufgenommen werden. Das «Extrablatt» sagt: Durch diese Ernennungen gelangt der Charakter des Cabinets Badeni als Partei» loses «Arbeitsministerium» in markantester Weise zur Ausprägung. Der neue Minister des neucreierten Eisenbahnministeriums FML. Ritter von Guttenberg zählt zu den vornehmsten Autoritäten seines Faches; er bringt auf seinen jetzigen Posten einen Schatz von fachmännischen Erfahrungen mit, welcher in vielfältigster Richtung bisher bereits erfolgreiche und rühmliche Verwertung gefunden hat. Der neue Minister Dr. Rittner hat sich als gediegener Jurist, als Mann von ganz ungewöhnlicher wissenschaftlicher und fachmännischer Ausrüstung schon als Fachreferent des Cultus- und Unterrichtsministeriums vor dem Parlamente wiederholt rühmlich hervorgethan. Beide Berufungen — hebt das «Neue Wiener Tagblatt» hervor — weisen vor allem darauf hin, dass die gegenwärtige Regierung an ihrem unparla« mentarischen Charakter festhält. Es genügt, auf die große Bedeutung einer gesunden Verlehrspolitik für die wirtschaftlichen Interessen des Reiches hinzuweisen, um die Errichtung des neuen Eisenbahnministeriums als ausreichend begründet anzusehen. .. . FML. Ritter von Guttenberg ist kein Laie aus dem Gebiete des Ressorts, das er übernimmt, vielmehr von erprobter Tüchtigkeit auf demfelben. Die «Publicistischen Blätter» bezeichnen die Ereierung des Postens eines Eisenbahnministers als einen wichtigen Fortschritt auf staatöökonomischem Gebiete und constatieren, dass bei der Ernennung des Cisenbahnminifters die Entscheidung auf einen hervorragenden Fachmann fiel und dass auch die Ernennung des Dr. Rittner allseitig den besten Eindruck machen werde. Die «Extrapost» schreibt: Die Berufung des FML. Ritter von Guttenberg auf den Posten des Eisenbahnminifters wird allgemein mit den lebhaftesten Sympathien begrüßt, die auch um so gerechtfertigter sind, als man es in dem neuen Mitglieds des österreichischen Ministeriums mit einer Persönlichkeit zu thun hat, welche sich nicht allein durch eminente fachliche Tüchtigkeit, sondern auch durch die Urbanität ihres Wesens rühmlich hervorthut und der es gewiss an Erfolgen auch in ihrem nunmehrigen bedeutungsvollen Wirkungskreise nicht fehlen wird. Politische Uebersicht. Laibach, 21. Jänner. Der niederöfterreichische Landtag hält heute seine zehnte Sitzung. Auf der Tagesordnung stehen 30 Ausschussanträge. Im böhmische «Landtage begründete gestern Abg. Gebler (deutschnational) seinen A"trag hewffend die Behebung des die Landwirtschaft schädigenden Ein» flusses der Productenbörse, griff die Auswüchse der Productenbörse und die Verlogenheit der Presse auf das heftigste an und verwies auf den unfruchtbaren nationalen und politifchen Streit. Er bedauerte die Ve« fehdung der Regierung, welche wiederholt mit praktischen Anträgen vor die parlamentarischen Körperschaften getreten ist, und missbilligt das Vorgehen gegen den Statthalter, welcher die Regierung würdig vertrete und ein gerechter Mann sei. (Proteftrufe seitens der Iung-czechen.) Abg. Iro ergieng sich in Ausfällen gegen den Einfluss der Juden und wurdejvom Oberstlandmarschall zur Sache gerufen. Abg. Iro beantragtr, dass die Com-» mission in 14 Tagen Bericht erstatte. Abg. Rufs hieß den Antrag in seinem Kernpunkte willkommen und erklärte im Namen seiner Partei für die Zuweisung an die Commission zu stimmen. Abg. Ferdinand Lobkowitz stimmte für die Zuweisung des Antrages und lehnte den Antrag Iro ab. Der Antrag des Abg. Gebler wurde einer Commission zugewiesen, der Antrag des Abg. Iro sodann abgelehnt. Im Bukowinaer Landtage stellten in der gestrigen Sitzung Abg. Tittinger (deutsch -> liberal) und Genossen den Antrag, die Regierung sei aufzufordern, bei den bevorstehenden Verhandlungen über Erneuerung des Zoll- und Handelsbündnisses mit Ungarn hinzuwirken, dass die von Ungarn zu leistende Beitrags' quote mit Rücksicht auf dessen wirtschaftlichen Aufschwung entsprechend erhöht werde; writers dass die Betheiligung der ungarischen Reichshälfte am Ertrage des Zollgefälles nicht nach dem fixen Verhältnisse von 30 und 70, sondern nach Maßgabe der statistisch erhobenen Antheiles am Import des Zolltarif berechnet werde; ferner dass fortan jede einseitige eisenbahntari» farische oder anderweitige Begünstigung der Production hintangehalten werde. Es wurden hierauf zahlreiche Landesangelegenheiten erledigt. Der galizische Landtag nahm ohne Debatte den Gesetzentwurf, dem zufolge die Functions dauer des Lemberger Gemeinderathes fortan auf sechs Jahre ausgedehnt, der Gemeiuderath alle drei Jahre nach Ausscheidung der Hälfte der Gemeinderathsmit-glieder erneuert und die Wahl von vier Vicrbürger-meistern vorgenommen werden foll. Die Abgeordneten ! Fürst Czartoryski und Genossen beantragten, die Regierung zur Aenderung des Viehsmchengesetzes aufzufordern. Die Abg. Dr. Slalkoweli und Genossen stellten leinen Antrag, dem zufolge der Landesaubschuss zu Vorkehrungen für die Regulierung des Dmesters im oberen Laufe aufgefordert wird. Abg. K^zysztofowicz interpellierte den Regierunas ° Vertreter wegen eines Musterstatuts für die Aezirtssparcassm. Der dalmatinische Landtag tritt diesen Donnerstag zusammen. An Sielle des verstorbenen Dr. Klaiö wurde der Landtags-Abgeordnete Dr. Caj^tan Bulat zum Landtagspräsidenten in Dalmatien ernannt. Dr. Bulat, welcher den Landgemeindenbezirk Spalato auch im Reichsrathe vertritt, ist Bürgermeister von Spalato und war bereits Stellvertreter des Landtags« Präsidenten. Er gehört gleichwie Dr. KlaiN Monumente der nationalen Vertheidigung in Gegenn»^ einer ungeheuren Volksmenge feierlich begang^ Der Vicepräsident des Municipalrathes Baudin hi"' eine beifällig aufgenommene Rede, welche in ehrend Worten der Vertheidiger von Paris gedachte und h"' vorhob, dass Frankreich dank seiner neuen Armee se^ Stellung in Europa wiedergewonnen habc. Hiel^ fand die Defilierung der Truppen und zahlr^ Vereine vor dem Monumente statt. — Das Versal Schloss und das dortige Museum waren am SauB anlässlich des Jubiläums der deutschen Reichsbeg^ dung geschlossen. — Der Figaro veröffentlicht e>' Zusammenstellung aller Facten, an welchen im 5M der Untersuchung in der Panama-Affaire neben H? Arton, Dupas und Cottu auch Bourgeois mitbetheil>< sei. Bourgeois, sagt das Boulevardblatt, trage dies^ Verantwortung wie Loubet und Ribot. Er habe.^ Madame Cottu verhandeln lassen und auch nur ^ Opfer hingeworfen, die man nicht retten konnte. < Die fpanische Regierung hat sich nun ^ entschließen müssen, den Marschall Martinez Canf von Cuba abzuberufen. Sie selbst bezeichnete ^ Maßregel als geboten durch die Angriffe der ^ nischen Parteien gegen ihn, begründete sie aber ofsll! mit Gesundheitsrücksichten. Nachdem er gegen ^ schonungsvollen Vorwand telegraphisch protestiert HA legte er den Oberbefehl nieder. Man ist auf ^ Seiten bemüht, dem an Verdiensten um das ^ reichen Morschall die schmerzliche Nothwendigkeit! versüßen, aber die Warnheit, dass seine MlsseE schließlich eine andere Lösung nicht zuließen, lässt ^ nicht vtrtMen. Seine Truppen haben in zatD kleinen Gchchten die Insurgenten zurückgeworfen, " bei ulledem haben diese sich über einen immer grO Theil der Insel verbreitet und jetzt halten s" Hauptstadt Havanna umzingelt, was nicht nur in!^ tegischer, sondern auch in agitatorischer Bezichung? gl ößler Bedeutung für ihre Sache ist. Das MiM der Spanier wird einestheils dadurch erklärt, ^ Martmez Campos alles selbst dirigieren wollte ^ seinen Unterbefehlshabern nicht genug freie Hand', anderntheils durch seine übel angebrachte Milde s? die gefangenen Aufständischen, während nach den^ theile von Kennern des Injurgentenlagers naM lofe Strenge einschüchternd gewirkt hätte. Der U Fabra zufolge habe die Regierung beschlossen, M^ Campos zum Präsidenten des obersten Militärs richtshofes zu ernennen. Der Marschall habe ^ Würde abgelehnt; dessenungeachtet werde das, nennungsdecret im Amlsblatte erscheinen. In . ^ Besprechung des Kriegsministers mit General ^ ! wurde bestimmt, dass sich dieser am 2b. Iän"^ 5 Barcelona anstatt in Corunna einschiffen soll. ^ j taillone Verstärkungen werden mit den Oell^ ^ Barges, Ahumada und anderen nach Cuba abs" h General Weyler hat die Absicht, den Feldzug g< l Aufständischen eifrigst fortzuführen, ohne indes ^ v same Mittel anzuwenden. Officulle Depesch^ ^ Cuba melden zwei für die Spanier sieg/eiche O ^ z Der zum Genrralgouverneur von Portorico el^, ° General Marin wlrd bis zur Ankunft Weyle" l> Cuba bleiben. > ° für das Laibacher Moor die Rimpau'sche Damm« oder Deckcultur die empfehlenswerteste wäre, nicht anschließen könne, ebensowenig wie derjenigen, dass sich die dortige Moorcultur auf die Fäcalien der Stadt Laibach gründen soll. Die Stadt Laibach hat nun einmal die Schwemmcanalisation und der Moorcnltur zuliebe wird man ohne bedeutende Opfer seitens der Moormteressenten gewiss nicht, wenigstens nicht in absehbarer Zeit, zu einem anderen, für die landwirtschaftliche Verwendung günstigeren System der Entfernung der Abfallstoffe übergehen. Vom rein theoretischen Standpunkte sind die Sitensly'schen Anschauungen allerdings vollkommen richtig, man muss aber doch auch mit den praktischen Verhältnissen rechnen. Die Rimpau'sche oder eine derselben ähnliche Deckcultur ist zweifellos das beste und auf die Dauer sicherste Verfahren der Moorcultur und diefelbe foll auch im Laibacher Moore als anzustrebendes Ziel im Auge behalten werden, für den Anfang aber passt sie nicht und wird erst dann am Platze sein, wenn die Laibacher Moorwirte wirtschaftlich erstarkt sein werden. Zudem hat man es bereits gelernt, auch auf einfachere und billigere Weise auf unbedeckten Dämmen sehr be« friedigende Erfolge zu erzielen, die im Laibacher Moore umso sicherer ebenfalls vorauszusehen sind, als die klimatifchen Verhältnisse dort günstiger wie im Norden sind und bei der Cultur das Schwergewicht doch auf Wiefen und Weiden wird gelegt werden müssen. Gin verhängnisvoller Irrthunr. Roman von Max von Weißenthurn. 11. Fortsetzung. «Ella, du bist es?» flüsterte er leise. «Ich bin heimgekommen, wie du siehst; ich vermochte nicht zu sterben, ohne dich und Alice noch einmal gesehen zu haben!» «Sterben? O, Hugo!» schluchzte Ella, zu fassungslos über die Veränderung in der Erscheinung des geliebten Bruders, um weitere Worte hervorbringen zu können. «Kannst du mir emporhelfen?» fragte er sie leise. «Ich bin von der Eisenbahnstation hergegangen, aber meine Kräfte reichten nicht weiter. Kannst du mir helfen, Ella?. «Ja, Hugo,» entgegnete sie mit Fassung, und richtete ihn mit ihren starken Armen auf, während er mühsam nach Athem rang. «Soll ich Burton rufen?» fragte sie sanft. «Burton? Nein, ich vermag ihm nicht in die Augen zu blicken —» Die Worte erstarken auf seinen Lippen. Ella unterstützte ihn mit beiden Armen. «Ich bin stark genug, um gehen zu können, Ella,» sprach er, sich emporrichtend. «Hilf mir, in« Haus zu gelangen!» Langsam schwankte er vorwärts und "i^ seiner Schwester gelangte er wirklich ins Ha«b, steinernen Stufen schleppte er sich mühsam emp^ Hugo Wilson sah sich wieder in dem Hause > Ahnen, um es nimmermehr zu verlassen. > Ella vermochte nicht zu sprechen, das H^! ihr zum Zerspringen voll; ihre Lippen bebte», > rätherisch. Das also war die Heimkehr des S^ Bruders, an den sie mit soviel Stolz gedacht^ Dieser sterbende, gebrochene, jeder Lebenskraft ^ Mann war Hugo, der sie vor drei Iahrett I^s sa blühend, so kräftig verlassen hatte! War d<^. möglich, dass sein kurzer Aufenthalt in London elend gemacht haben sollte? ^ Alice blickte, am Frühstückstisch sitzend, vo",! Zeitungsblatt empor; sie sah die beiden eintrete ^ schöne, blühende Mädchen und den dem Grabe /> kendln Jüngling. Das Blatt entfiel ihren Hä"^ ? in fprachlosem Entsetzen starrte sie auf das ^ kommen ungleiche Geschwisterpaar; sie erblass" die Lippen. .^ Hugo versuchte einige Worte zu spreche« l^,l der Schwester die Hand bieten, doch die dulH,^ ^ regung momentan hervorgebrachte Kraft ver» ^ und hilflos fank er in tiefer Ohnmacht zu de" Alice's nieder. Laibacher Zeitung Nr. 17. 129 22. Jänner 1896. .Nack^. ^'"«Z^um meldet aus Wassauah: d2 ?? °"? ^"°lle besagen, dass die Situation Nn«»^°^Ä '"' D°s Feuer hat auf beiden 3n ^Ä^^"vI'"'lik verlangte, in Unterhandlungen Ektra-Ausgabe der «Tribnna> Mim V.""«^'p'lche aus Massauah. welche be-V' V der Negus Menelik bei dem General Bara« die »rn.« Aufnahme von Friedensverhandlungen und a uck? k?"2 eines Bevollmächtigten für dieselben an-G23 .^be. Der Grund dieses Ansuchens seien die "^ieilMten mnerhalb der schoanischen Armee in-abtt iwi^""^^ einzelnen Führern, insbesondere «^r Mschen Menelik und Ras Makonnen, herrschen-die^""^^' Die Depesche bestätigt zugleich, dass eine K°"" bei dem Angnff auf Nakalle am 11. d.M. Coid« ?« große Anzahl von Unterführern und 500 ^oaten an Todten verloren haben. Tagesneuigleiten. zes.^^^as Brautkleid der Kronprin-Kaise^ ' c " bekannt, haben viele Mitglieder unseres EH«,,..» die Grabeslirche in Jerusalem mit reichen Hoheit?". ^^°^ ^un h" sich auch Ihre l. und l. einer lo»! durchlauchtigste Frau Kronprinzessin-Witwe mit an die ss " ^"be zu ihnen gesellt. Iur Erinnerung Nillve im »"""!""' "^^ ^^ ^"" Kronprinzessin-Elätte em^« "^ ^" verflossenen Jahres an der heiligen ciscalur M » ^' schenkte die hohe Pilgerin dem Fran-aus ih^m l! " Jerusalem für die Grabeskirche ein weißer V 5 ^"autlleide angefertigtes Messgewand von Consul k ^""^ Zubehör. Der österreichisch-ungarische Neu °br?. Ippen übergab das schöne Geschenk am Antvelenl. ^ ^" Gustos r. Aurelio in Salvator in Vtector, de« österreichisch-ungarischen 20 d^^^ner Börsenlammer.) In der am lammer °i^"^"" Plenarsitzung der Wiener Vörsen-zu unte.l. "I beschlossen, der Regierung einen Bericht lam»« .!"' " ^^chem die Anträge, die die Börsen-^lten Nn derselben von der Regierung übermit- "itgelb.il^°^""^ sür nothwendig und begründet hält, über d« w ^"' ««r Präsident macht Mittheilungen lür lank^l ^^^""l, welchen auch Delegierte der Börse in TrleN N ^"^° Producte und serner der Vörsen baren c> ^' Czernowitz und Graz beigezogen worden »Nng der N^? wesentlichsten Punkten hat sich eine Eini-^lunll ?^^'"leitungen ergeben. In dem an die Reiben ,/?.""" Verichte wird gegenüber dem von der-^"onomi ^"°" Normalstatute der Standpunkt der liche Com « ^brsenleitungen betont. Der landessiirst. die 3lea,e "^"" herauf ^"lass zu bemerken, dass b°lzuie°<.n^ ^°" gesummten Inhalt des von der Börse schied««/.^" Statntentwurfes in Sachen des Börsen-""drückl 3 ""^ " ^" "°" Tinsührungsgesehe nicht licht,, «.^ ^"«eschenen Punkte als Gegenstand der staat« ^ Genehmigung erachtet. ^er N5. "^Ugiähriges Bischof-Jubiläum.) t>. Nl so!?"','^°" ^"b Johann v. Zalla feierte am 19ten Klasse " 'unszlgjährige« Priesterjubilaum, aus welchem lew unk V^2"vlMe Glückwünsche von Seiner Ma-Vlaje^ , ? ^plte erhielt. Das Telegramm Seiner ^tigen <5 l' ^""big begrüße Ich Sie, da Sie am ^Verlick"^ I^ '^^iähriges Priesterjubiläum in voller ^nen al« l^ i ^"^'»" K"lt stiern und wünsche Ich °'!i der K " ^" leder Zeit Getreuen vom Herzen, ««"den un^? ^ Himmels Ihr an gnstlichen Tu-dtr Ih "^^lthätiglntsacten so reiches Leben zum Wohle ^"den !w c se anvertrauten Diöcese sowie der noth' "tch etl,^"'^^" "°lh eine Reihe von Jahren hin« ^We Gezeichnet Franz Joseph m. p ^ 19 t. ^° stürmische Versammlung.) Eine .^ tzofl.^ '" ^^en "°" ^^ Personen, darunter ^°"°ler A . ""^"' ^suchte Versammlung chnstlich->^^ lve,ler »,.« m^«..^.^^ Y^.^ stürmisch. Die Redner Abgeordnete Geßmann und Kunschka wurden wieberholt unterbrochen. Schließlich entstand eine Balgerei, so dass die Sicherheitswache den Saal räumen musste. Aus der Straße wurden Hochruse aus Lueger und Lasalle ausgebracht. Die Ruhe wurde alsbald hergestellt. Zwei Personen wurden verhaftet, zwei leicht verletzt. — (Aufgelöste Versammlung.) Eine in Graz am 20. Jänner vom deutschnatlonalen Vereine in die Annen-Säle anlüsslich des 3b. Jahrestages der Wiedererrichtung des deutschen Reiches einberufene Ver« sammlung wurde bei den Ausführungen des ersten Redners Aurelius Polzer vom Vertreter der l. k. Staatspolizei aufgelöst. Nach erfolgter Auflösung stimmten die Theilnehmer die «Wacht am Rhein» an und entjernten sich sodann. — (Selbstmord.) Samstag abends stürzte sich aus der Straße nach Miramar ein unbekannter Mann ins Meer und ertrank. Wie nunmehr conftatiert wurde, ist der Selbstmörder mit dem städtischen Baumeister aus Fiume, Dr. Philipp Vaorich, identisch. Derselbe war der Erbauer des Hauses, welches in Fiume vor kurzem einstürzte. Zeit jener Katastrophe, bei welcher bekanntlich mehrere Arbeiter ums Leben lamcn, war Vadri ch immer sehr erregt. — (Berhastung des Attentäters Sze-l e s.) Der Budapester Journalist Szeles, dcr vor mehreren Monaten das Bomben-Attentat aus das Hcntzi-Monumcnt in Budapest verübt hat und dann flüchtig wurde, ist in Annenasse an der französisch-schweizerischen Grenze verhaftet worden. — (Eine angenehme Hochzeitsreise.) Der französische Geograph Gallals aus Bordeaux, der auf seiner zweijährigen mit seiner Frau in einem Schubkarren auszuführenden Weltreise kürzlich in Belgrad an. kam, versuchte sich im städtischen Parke zu erhängen. Gendarmen schnitten ihn vom Baume ab. Die Aerzte hoffen ihn am Leben zu erhalten. — (Sprengungen mit Melinit.) Im Lager von Chalons fanden kürzlich in Gegenwart des Generals Hervi, des Commandanten des 6. Armeecorps, Sprengversuche mlt Melinit statt. Man hatte zu diesem Zwecke füns groß; Schanzen von 140 Lubilmeter Rauminhalt au« mit Cement vermauerten Steinen aufgeführt, deren Erbauung allein 20.000 Francs kostete. Bei der ersten Explosion flogen die großen Steine vollkommen von einander getrennt auf einen Umkreis von 100 Meter aus« einander. Unglückssälle kamen bei diese« gefährlichen Versuche nicht vor. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Würdigung.) Seine l. u. l Apostolische Majestät haben «it Allerhöchster Entschließung vom 6. Jänner l. I. das von dem Obmanne des Lai-bacher Bicycle-Elubs, Professor Dr. Oskar Grahy in ehrfurchtsvollste Vorlage gebrachte Exemplar des von diesem Vereine herausgegebenen «Wegweiser durch Krain und Küstenland für Radfahrer», sowie die von dem lrai-nischen Landesausschusse allerunterthänigft unterbreiteten sechs Stück Photographien darstellend: «Da« Museum Rudolfinum in Laibach nach dem Erdbeben am 14. April 1895» der huldreichsten Annahme sür die l. u. l. Fami-lien-Fideicommiss'Äibliothek zu würdigen geruht. — (Die k. l. Gendarmerie.) Der Stand der in Krain dislocierten l. l. Gendarmerie war zu Beginn des Jahres 1396 folgender und zwar beim Stäbe: 1 Major, Landesgendarmerie-Commandant; 1 Rittmeister-Rechnungssührer, 1 Rechnungs >-Wachtmeister, 1 Wachtmeister uls Hilfsarbeiter des Adjutanten, welche Stelle derzeit unbesetzt ist und 1 Kanzleidiener erster Classe; bei der Ergänzung« - Abtheilung: 2 Wachtmeister; bei den Dienstabtheilungen: 1 Rittmeister erster Classe. 2 Lieutenante, 11 Wachtmeister-Vezirls-Gendarmerie-Eom-mandanten, 60 Postensührer und 205 Gendarmen. Die Gesammtzahl der Posten exclusive der Bezirls-Gendar- ö"l Neia^°?N gieng hinter der westlichen Hügelkette "^ Tips.>?.^leuchtete dieselbe mit rosigem Schim-sanies c>?lchem Hugo Wilson lag, das Antlitz dem ^nden ^ ^gewandt; die letzten Strahlen der "en d!^,?°""e beleuchteten seine Züge und ver-l. 5° 5^" m wunderbarer Weise? Ut de/ H^VMson war dem Tode verfallen. Es ? den sein Auge jemals V°l °le ^ V°lb vielleicht sandte der Himmels- °2HaV"7 Mschied nehmend seine Strahlen auf ^ NlicV ,. Erbenden. ^'hs ^'."lete an seinem Lager, während Ella's ^nen'lostt s A"W dem Fenster zugewandt war; ?.°b' als ^"5 sie ms Weite. Ihr Schmerz war zu borten «t l" imstande gewesen wäre, demselben . Erst ,^".st zu machen. ^ Vtuoer ? ^»e waren verflossen, seit Ella Wilson Hilden "sstlos im Garten aufgefunden hatte. ^" aber erkannten die traurige Wahrheit vollinhaltlich; sie gaben sich keiner Illusion mehr hin; sie wussten, dass ihr Bruder sterben würde, dass jenes Leben, welches er in der großen Welt geführt, ihn zu Grunde gerichtet, dass es zerstört hatte, was gut und edel an ihm gewesen war. Er gestand ihnen freimüthig alles. Mit bebender Stimme und großen Schweißtropfen auf der Stirn bekannte er, wie er gefehlt, und die beiden Mädchen, welche ihn so treu, so hingebend geliebt, sie fanden keinen Raum in ihren Herzen für schroffen Tadel, für harte Worte; nur Mitleid lebte in ihrem Innern, tiefes, namenloses Mitleid mit dem Verlorenen. , ,^ i. « Jetzt aber, in den letzten Augenblicken, welche das Leben ihm schenkte, erwachte in seiner Seele namenlose Bitterkeit wegen seines einsamen verfehlten Daseins, und mit tiefer Entrüstung sprach er von dem Manne, der seine Schwäche missbraucht und ihn in Versuchung geführt hatte. Mit leiser, erregter Stimme erzählte er Ella von jenem Verworfenen, und mit zuckenden Lippen, tiefen Groll im Herzen, laufchte sie seinen Worten. (Fortsetzung folgt.) merie«Eommanden beziffert sich aus 72. Auf einen Mann entfallen durchschnittlich zur Ueberwachung 0 - 363 Quadrat-Myriameter und 1807 Einwohner. Provisorische Posten bestehen noch zwei und zwar in Slofelca und in Honig« stein an den Unterkrainer Bahnen. —a. — (Versendung von offenen Druck-» sachen in Kar ten form.) Die l. k. Post- und Tele-graphen-Direction hat die Wahrnehmung gemacht, dass die seinerzeit rückfichtlich der Versendung für offene Drucksachen in Kartenform Verlautbarten neuen reglementären Bestimmungen seitens des aufgebenden Publicums nicht gehörig beobachtet werden. Sie findet sich daher ver. aulasst, in Erinnerung zu bringen, dass die Ndresslarten sowie alle ähnlichen Drucksachen in der Form und Stärke einer Karte nur dann ohne Band, Umschlag, Schleife oder Aerschnürung zur Versendung gelangen können, wenn dieselben au» eine« nicht gefalteten Stücke bestehen und au« festem Papier (Eartonpapler) angefertigt sind. Ndress-larlen oder überhaupt offene Drucksachen in Kartenform. welche einfach ober mehrfach zusammengefaltet sind und von den Parteien ohne Umschlag, Schleife oder Ver' schnürung zur Aufgabe gebracht werden, müssten unbedingt von der Weiterbeförderung ausgeschlossen werben. - (Faschings-Chronil.) Regste Thätigkeit herrscht gegenwärtig anf dem Gebiete der carnevaliftischen Bestrebungen in den geselligen Vereinen; gilt ts doch die kurze Zeit des Fasching« durch ungetrübte, harmlose Freude und erfrischenden Frohsinn auszunützen. Die be« währten Arrangeure werden sich zweifelsohne wie in früheren Jahren auch heuer mit ihrem Humor und scharfen Witzeswassen einfinben, um dem Prinzen Carne-val ihre Geiftesfrüchte huldigend zu Füßen zu legen, Details können wir nicht verrathen, aber es wurden für die kommenden Maskenbälle Bilder und Situationen erdacht, die sich früheren Schöpfungen im Reiche des Humors würdig anreihen werden. — Wie uns mitge-theilt wirb, veranstaltet die Direction des Castno-Vereines eine Reihe von Spielabenben, deren erster Dienstag den 26. Jänner stattfinden soll. Zweck derselben soll sein, den Vereinsmitgliedern Gelegenheit zu zwangloser Unterhaltung mit Musik, Spiel und Tanz zu bieten. Finden diese Abende, zu denen man in gewöhnlicher Straßen-toilette erscheint, Anklang, so sollen sie die Gesellschaft allwöchentlich Dienstag in ihren Räumen vereinigen. — (Sanitätsdienst.) Die gestrige «Wiener Zeitung» Verlautbart das Gesetz vvm 24. November 1895, wonach unter anderem für den Sanitätsdienst bei den Vezirlshauplmannschasten sowie zur hilssärztlichen Dienstleistung bei den politischen Landesbehörben Sanitäts-Concipiften in der zehnten, Bezirksärzte in der neunten und Oberbezirlsürzte in der achten der durch das Gesetz vom Ib. «pril 1673 für Staatsbeamte festgesetzten Rangsclassen bestellt werden. Die Einreihung in diese Rangsclaffen hat in der Art stattzufinden, dass von der für jedes Verwaltungsgebiet syftemisierten Gesammtzahl der im § 1 genannten Amtsärzte in der Regel ein Fünstel der zehnten, drei Fünftel der neunten und ein Fünftel der achten RangSclasse angehören. Die Besetzung der Stellen der zehnten und achten Rangsclasse findet in der Regel durch Ernennung im Concurswege, jene der neunten Rangsclasse in der Regel durch Vorrückung aus der zehnten RangSclasse statt. Dem Landeschef strht zu, die Amtsärzte aller drei Rangsclassen zu den Aezirls-hauptmannschaften ober zu der politischen Üandesbehörde gegen Iugeftehung der normalmäßigen Uebersiedlungs-gebüren zu versehen. Zur Heranziehung eines geeigneten Nachwuchses und zur Verwendung als Hilfspersonale im staatlichen Sanitätsdienste bei den politifchm Landes- und BezirlsbchÜrden können Sanitätsassistenten mit und ohne Ndjuten bestellt werden. Die Zahl der Adjuten darf in der Regel die Hälfte der Anzahl der SanilätS'Conclpiften-ftellen nicht überschreiten. Im übrigen haben hinsichtlich der Sanitäts-Assistenten die für Eoncepts-Praktllanten bei den politischen Behörden bestehenden Vorschriften Nnwendung zu finden. — (Erweiterung der Marine-Sternwarte.) Da« hydrographische Amt der Kriegsmarine, das bisher aus vier Abtheilungen, und zwar au» der Sternwarte, dem Inftrumentendepot mit der mechamschen Werlftätte, dem Seelartenbepot und der Marme-Älblio thel bestand, wurde in jüngster Z«td"rch eme «b Heilung für Geophysik vergrößert, deren Thätigkc, m der V°r< nähme aller meteorologischen, erdmagnetischen Schwere-und Flutbeobachtungen, ferner in der Instandhaltung und Regulierung aller diesbezüglichen Apparate beftehm wird. Das Einführen von See-Oificieren in die zuständigen Veobachtungsverfahren ist ebenfalls Ausgabe dieser neuen Abtheilung, die berufen sein soll, die Ergebnisse solcher von den Schiffen unserer Kriegsmarine ausgeführten Beobachtungen zu sichten, zu bearbeiten und zu publi-cierm. Der meteorologische und der erdmagnetische Dienst hat den Zweck, in Verbindung mit den malcografthischen Beobachtungen eine continuierliche Neihe von Daten zur Erforschung der physikalischen Verhältnisse der «dria zu liefern. Die Abtheilung für Geophysik ist zugleich auch der Ausgangspunkt jener wissenschaftlichen Thätigkeit der Kriegsmarine, welche die allgemeine Erforschung der Meere und die Förderung der Interessen der Schiffahrt im Velste der Zeit bezweckt. Ihr Nrbeitszkl ist namentlich Laibacher Zeitung Nr. 17. 130 22. Jänner 1896. auf die heimatlichen Gewässer und auf die Nbrla gerichtet, deren physiogradhischen Verhältnisse im weitesten Umfange zum Gegenstande der fachwissenschaftlichen Darstellung und praktisch nützlicher Arbeiten zu machen find. Vl« Vorstand der Abtheilung für Veovhyfil fungiert Linlenschiffs-Lieutenant Keßlih. — (Leichenbegängnis.) Gestern nachmittags wurde die am 19. Jänner verstorbene Frau Eölestine Ekel, geb. v Stran «ly, l. l. Regierungsraths Witwe, zu Grabe getragen. Die zahlreiche Theilnahme auS allen Kreisen der Nkvölktung an dem Leichenbegängnisse, die vielen prächtigen Kränze, welche den Sarg schmückten, gaben geugnis, welcher großen, allgemeinen Wertschätzung sich die Verewigte erfreut halte Der Einsegnung wohnten nebst vielen Honoratioren Landespräsident Baron He in und Baronin Hein an und es erwiesen unter anderen auch Vertreter des Rudolfswerter Nürgercorps der Dahingeschiedenen durch ihr Geleite die letzte Ehre. K. i. p. — (Marburger Unterftützungsverein für entlassene Sträflinge.) Wenn auch der Marburger Verein unsere engere Interessensphäre nicht direct berührt, so geben wir doch dem uns freundlich zur Verfügung gestellten Berichte um so bereitwilliger Raum, als ja bekanntlich auch in Laibach ein ähnlicher Verein gegründet wurde. Er zeigt, welch segensreichen Einfluss eine derartige humanitäre Institution auszuüben in der Lage ist, wenn sie auf die Unterstützung der Gesellschaft rechnen lann. Ueberrafchend ist das Bild, welches der Obmann über die fünfjährige Thätigkeit des Vereines entrollte, überraschend umsomehr, nachdem der Verein nicht nur eine weit ausgedehnte Wirksamkeit entfaltete, sondern in feinen Enderfolgen darauf hinweisen kann, dass von 635 in seine Fürsorge genommenen Schützlingen 94-3 pCt. behördlich als gerettet und gebessert geschildert werden, während bloß 2 - 6 pLt. innerhalb eines Ieit-rau»es bis zu fünf Jahren zu neuem Verbrechen rück« fällig geworben find. Betrachtet man diese Ässer allein, welche die wichtigste und schönste aller übrigen Daten der Verelnsstatiftit ist, so spricht diese fchon eine beredte Sprache und legt das beste Zeugnis ab über die hohe sociale Bedeutung eines richtig und mit Hingebung arbeitenden Sträflings-Fürsorgevereines. Die Zahl der Vereins' Mitglieder ist im Jahre 1895 aus 564 herangewachsen; die Mitgliederbeiträge betrugen 1391 Kronen 20 Heller, ble Spenden 231 Kronen 52 Heller, die Subventionen 1360 Kronen, sonstige Einnahmen 16b Kronen 46 Heller Netheilt wurden mit KleiderunterftÜtzungen 108 SchUtz-linge in der Höhe von 1322 Kronen; mit Reise-Unterstützungen 101 Schützlinge in der Höhe von 473 Kronen 65 Heller; mit Werkzeugen 2 Schützlinge mit dem Preise von 40 Kronen 48 Heller; für 174 Schützlinge wurden Regie-Eisenbahnfahrlarten vermittelt, von denen die Ge-ncraldircclion der l. l. prlv. Südbahngesellschaft dem Vereine 169 Karten in munificenter Welse bewilligte und öl? Generaldirection der l. l. öfterr. Staatsbahn 5 erbetene Negielalten dem Vereine ausfolgte. Für 11 Sträflinge wurde die Nachficht der — von unverbesserlichen Sträflingen abgesehen — schädigenden Polizei - Nufftcht sowie für 2 würdige Vereinsschühlinge die Nachsicht der Abgabe in eine Iwangs - Albeitsanstalt erwirkt und einem Vcreinsschützling durch die Hochherzigkeit des k. l. Re« gierungsrathes Prof ssors Hlavacek in Graz die Ablegung der behördlich vorgeschriebenen Prüfung über Heizung und Wartung von Kesselanlagen ermöglicht. Einem and ren Schützling wurde durch den Verein Gelegenheit geboten, den Lurs für Buchführung in Wien zu besuchen, die Prüfung abzulegen und wurden sowohl für ihn sowie füc den genannten Heizer vom Vereine sichere Stellungen beforgt. Für 40 Schützlinge wurden Dienst-, Arbeits-unb Relfedocumente besorgt, 15 bedülftige Schützlinge Wurden als Belohnung sür ihre langjährige gute Führung in der Freiheit über Antrag der Gemeindm zur Weihnachtszeit mit Kleiderprämien im Betrage von 400 Kronen betheilt und einem der besseren Gesellschaftsclasse angehörenden Schützling, der heimgekehrt, feine Frau fchwer lranl und in größter Noth vorfand, ein Darlehen von 400 Kronen gewährt. Für 64 Schützlinge wurden im Iahrl- 1895 Dienftplätze besorgt und 47 Schützlinge mit ihren Angehörigen versöhnt. Ohne noch Weilers in die Details des ausgedehnten und interessanten Jahres» berichtes eingehen zu können, sei constaliert, dass das Wirken und die Einrichtungen dcs Marburger Striiflings-Fürsorge-Vereincs mustergiltige find. Mögen weiters solche Resultate dem Vereine seine bisherigen Freunde und Gönner erhalten und ihm neue Vereinsmitglieder bringen im Interesse dürftiger Schützlinge und ihrer unglücklichen Familien, wie nicht minder im Interesse der Gesellschaft selbst. — (Slovenisches Theater.) Nach den Premieren mehrerer bebeutendir Opirnwerle wurde gestern die «?roättua novcstu» in diefer Saison zum erstenmal« aufgelühit. Da« hohe Interesse, dessen sich diese Oper scit allem Beginne zu erfreuen hatte, ist feither nicht geringer geworden; Ueweis dafür der gestrige zahl» reiche Besuch und der große Beifall, welcher fast allen Nummern zutheil wurde. Die Vefehung war in den Partien des Ienik und der Maienla neu. Als ersterer hatte Hcrr Purlrabel nach feinem wenig beliebten Vorgänger eben leinen allzuschweren Stand, und da» Publicum schien mit seinem Vortrage zufrieden zu sein. Wir loben an ihm insbesondere die deutliche Aussprache des slovenischen Textes, der gestern zum erstenmale auch wirklich slovenisch gesungen wurde. Schwieriger gestaltete sich angesichts des großen Ansehens, das sich seiner« zeit Fräulein Lestinska gerade als Marenla erworben, die Sachlage für Fräulein Aevcil; ihre glockenhelle, obwohl nicht fchwer dramatifche Stimme ließ sie jedoch au'! alle etwaigen Vorurtheile überwinden, und so schns die Sängerin eine unmuthige Gestalt, die sich würdig zu ihren bisherigen Figuren hinzugesellt. Sehr zart sang sie mit Herrn Purlräbel das Llebesduelt im ersten Acte, mit Innigkeit die bisher noch niemal« vorgetragene Arie «Endlich allein! Allein mit mir, mit meinem Gram.» — Herr Vasicel erwarb sich um den Gesammt» erfolg außerordentliche Verdienste; fein Kecal war in Gcfang und Spiel eine Glanzleistung, welche zu wieder« holtenmalen durch anhaltenden Beifall ausgezeichnet wurde. — Herr Podgrajsli als Basel führte fich durch die bekannte Bussoarie sehr vorthellhaft ein und bemühte fich nach Kräften, die schwere Rolle zur Geltung zu bringen. Sein Baöel war nicht schlecht, lässt fich aber mit jenem des Herrn Paosel nicht in eine Reihe stellen. Unter den übrigen Kräften gefielen sehr gut Herr Nolli und die Fräulein Polalova, Nigrinova und Jung» manova. Die Art und Weise des Aufzuges der Komödianten betrachten wir lediglich als eine Concefsion für das weitere Publicum. Im orchestralen Theile machten sich insbefondere in der Ouvertüre mancherlei Verstöße geltend; auch traten die Vlasinftrumente zu stark hervor. Der Eingangschor litt unter dem forcierten Tempo, hingegen wurde das Trinklied sehr schön und sehr flott ge-fungen. Der Damenchor hat einige frische Sopranstimmen verloren; der Abgang derselben macht sich hie und da sehr start fühlbar. Erwähnen wir noch, dafs das wunderbare Septett auch diesmal feine Wirkung that und infolgk des raufchenden Beifalles wiederholt werden mufste, so glauben wir alles gefagt zu haben, was vou der gestri' gen in ihrem Gefammteindrucke günstig erscheinenden Aufführung erwähnt zu werden verdient. —n. — (Das Organisation« - Statut für die staatliche Eisenbahn-Verwaltung.) Da» Amtsblatt der «Wiener Zeitung» veröffentlichte gestern da« Organisation« - Statut sür die staatliche Eisenbahn-Verwaltung. Die bisherige Generaldirection der Staats-bahnen wird aufgelöst und eine Erweiterung des Wirkungskreises der Netriebsdirectionen eintreten, über deren Ziel und Standort im Verordnungswege entschieden werden wirb. Denselben wird in Zukunft alles Übertragen werden, was zur Netriebssührung gehört, während dem Eisenbahn-Ministerium alle jene Angelegenheiten vorbehalten bleiben, die einer einheitlichen Regelung bedürfen, vor allem natürlich das Tarifwesen, die Bestellung von Fahr-betriebsmitleln lc. Das Eisenbahn-Ministerium wird auch die Gereral'Inspection und das Eentral-Wagen'Dirigierungs-amt der l. t. Staatsbahnen umfassen. Seiner Ingerenz Werden auch alle die Prioalbahnen, die Verstaatlichungen u. f. w. betreffenden Angelegenheiten unterstehen. Die neue Organisation ist bestrebt, die Einheitlichkeit der Verwaltung vollkommen aufrecht zu erhalten und neu zu stärken, ohne dabei die unabweislichen Bedürfnisse des localen Betriebes außeracht zu lassen. Den Staatsbahn-» directionen fällt die R gelung des Dienstes in allen Zweigen ihres Eifenbahnbezirles zu. Nach dem neuen Statute ist die Direction zur Neuaufnahme von Beamten der zwei untersten Rangsclaffen, ferner zur Vefehung von Vacanzen und zur Entlassung in den drei untersten Rangclass n, endlich zur Beförderung der Unter» beamten und zu deren Disciplinar» Behandlung befugt. Dii Rechte und Pflichten jener Beamten der Staat«, bahnen, die noch nicht Staatsbeamte sind, werden durch die Dienftpragmatik oder durch besondere Vorträge und Pensionsabmachungen geregelt. AIs Dicnstsprache auf dem gesummten N tze der Staatsbahnen wird durch das Statut ausdrücklich die deutsche Sprache bezeichnet. Nur für Galizien wirb, wie dies ja auch schon tm politischen Verwaltungsdienste zutrifft, die polnische Sprache als Dlenstsprache bestimmt, wobei aber auch dort der innere Dtenftoerlehr und der Verkehr mit dem Eisenbahn-Mini» fterium in deutscher Sprache zu führen ist. — (Section «Krain» des deutschen und österr. Alpenvereines.) Donnerstag den 23. d. M. findet um 8 Uhr abends im Salon des Hotel« Stadt Wien ein Vortrags-Abend statt. Programm: 1.) Mittheilungen des Vorsitzenden. 2.) Vortrag des Herrn Professors Dr. I. I. Binder: «Bergfahrten in Griechenland II.» Gäste sind willkommen. — (Schädigung des Wildstandes.) Wir haben feinerzeit berichtet, wie schwer der Wiloftand durch den vorjährigen überaus strengen und fchneeretchen Winte» gefchädigt wurde. Doch nicht allein Hunger und Kälte r«chteten große Verheerungen an; wie man uns aus Oberkrain berichtet, sielen auch der unter dem Gemswild aus" gebrochenen Lungenfeuche zahlreiche Thiere zum Qpsei und di? Seuche becimierte den Wildftand auf Jahre hinaus. Neueste Nachrichten. Gelegranrins. Wien, 21. Jänner. (Ong.-Tel.) Ihre k. und.l Hoheiten Erzherzog Karl Ludwig und Erzherzoff Maria Theresia mit ihren Töchtern den Erzherzogs Maria Annunciata und Elisabeth und Erzherzog 3" dinand Karl traten heute abends die Orientreise <^ Wien, 21. Jänner. (Orig.°Tel.) Dem ^' des Schuloerkines für Beamwltöchter wohnten i^ reiche Mitglieder des kaiserlichen Hauses und samnllll" Minister bei. Um 9 Uhr abends erschien Se. ^' jestat der Kaiser, die Gemahlin des M'lM Präsidenten Grafen Badeni am Arme führend,^ Saale und wurde unter stürmischen Hochrufen^ Publicums vom Sectionschef Dr. v. Wittek zur ^ rade geleitet, wo Wittek den unterthänigsten Dank l^ den Allerhöchsten Befuch aussprach. Es verlautet, ^ Se. Majestät der Kaifer den Sectionschef erwies «Es freut Mich. den Ball besuchen zu können ulü der Beamtenschaft ein Zeichen Meiner Zuneigung geben. Ich bin überzeugt,» soll Se. Majestät U haben, «dass die Beamtenschaft nicht nur durch ^ und Treue im Dienste, sondern auch durch ihre ^ tische Hallung in jedrr Hinsicht sich stets würdig B werde.» Salzburg, 21. Jänner. (Orig.-Tel.) Im LaB brachte Abg. Kottensteiner und Genossen einen A^ auf Abänderung der Landtagiwahlordnung ein. . Prag, 21. Jänner. (Orig.-Tel.) Der Antrag Grafen Schönborn betreffend die Einführung zweiten Landessprache als obligater Unterrichts^ stand an den Mittelfchulen wurde der SchulcomB zugewiesen. Parenzo, 21. Jänner. (Orig.-Tel. — LaB Im Laufe der Debatte über das Gesuch der Ge^! Galefana um Abtrennung von der Ortsgemeinde ^ beantragte Abg. Laginja, der Landesausfchufs so^ der Regierung die Einbringung einer Gesetzes^! anregen, womit in ganz Istrien dir Stadtgeme" derart neu organisiert werden, dass aus denselben', möglich national abgegrenzte Ortsgemeinden gep werden. Der Landeshauptmann erklärte, er lön^ erst im Laufe der Debatte eingebrachten Antrags zur Verhandlung bringen, weil er nicht in der ^ handlungsfprache des Landtages verfafst sei. ^ Rom, 21. Jänner. (Orig.-Tel.) «Fanfulla. ^ Kaiser Wilhelm gab dem König Humbert teleglM feine Bewunderung über den Heldenmuth der Oal^ von Makalle kund uud drückte den Wunsch aus, >^<' lieutenant Galliano den Rothen Adlerorden Schwertern zu verleihen. p Madrid, 21. Jänner. (Orig.-Tel.) Im LaUI^ letzten Nacht eingetroffene offlcielle Depeschen,. Havanna berichten, dass die Lage eine günstige s^ bestätigen, dass das Gros der Insurgenten, welche ^ von spanischen Truppencolonnen verfolgt werd^> zwungen wurde, die Provinzen Pinar del 9^ , Havanna zu verlassen und sich in östlicher Richtung, ^,' zuziehen. Marfchall Martinez Campos wurde bei ^, Abreise von Havanna von der Bevölkerung accla> ssonstantinopel, 21. Jänner. (Orig.-Tel.) 2^ herige Botschafter in Wien, Galib Bey, ist gesteh Wien abgereist, um sein Abberufungsschreiben z" reichen. > Meteorologische Beobachtungen in LaibA 2,3 U.N7 s^47 - 5"j -6^7-1^,7 MN"l^Wec 1 "9. Ab. 747 7 -3-7 O. schwach heiteres , 22.1? U. Mg. 746 2 , —3 b j SO. mäßig s"bewöltt ^, ^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur ^' ' 0 5" unter dem Normale. >^ --------------------------------------------^ vdllg«None». «llsabethdahn eoo u, »00« M. füi »00 Vl. 4°/,..... 118 — 11» — ltl Isabethbahn, 400 u. 2000 Vl. i>O0M. 4»/<>..... 13190 122 90 Franz-Ioseph'B., Vm. i»«4,4°/, 100 10 101 ia »allzisch« «arl «ubwia. »ahn, «m. 18«1, 800 fi. G. 4°/, . 39 1V 100-10 Vorarlberger Nahn, t«.St./,°/, Schanrregal'Ubl.-vbl, 100 — 101 - dto. Präm,5«nl. ll 100 fl, ö. W. ib» — 154 — dto, dto, K 50fi. ü, W. 15« 7b 1ä!l 75 Xbeih Mrg.-Lose 4°/, 100 ft. , 148 — 142- HrundwU.«Gbllgatisnen (für 100 fl, VVl.), 4"/, lroatlsche und slavonisch» . 98— 9s'— 4°/« ungarische (i<»o st, b.W.) . 9?-— 98 - And«» äfftnll. AnUH»n. Domlu-Reg'Lose 5°,,.. . . . 128-—189' — dt«. Mnleihe 187« . . 105 — 100 50 Nnlehen der Stadt GKiz. . , 118— — — «nlehen d. Vtabtgeuleinoe Wien 105 — 10L — Nnleden d. Stadt»eme<„o? Wien (Silb« ober Gold) , . . , 128-50 129 5« PrümienÄiU, d, Ctab^m, Wien 1665« 167s»« Vörsvbau'«nletien, verlosb. 5»,, 100 — 10050 4«/„ Krainer Lande«-Nnleden . 98 — 98 eo «elb «are (für too fi.). Nobcr.allg,öst.ln»0I.vl,4»/,«. i»050 — - dto. „ „ in 5« „ 4°/, 99 25 100 25 dto. Präm. Tchlbv. 2">2,1.«km. 115 50 11U 50 bto. dto. 8«/2,ll. »m. l1?l!5 118 — N,'üfterr,Land««^>w.^Unst.4"/, 100 — io0 70 Vtst.un«. »ant verl. 4°/« . . 100—iou-80 dto. dto. üOMr. ,, 4°/, . , 100-100 80 Sparcasse,l.öft.,80H. b>/,°/,vl. 1«150 — — Prisritiit°.Vbllgaiion»n (für 100 fi.^, Ftrblnanb^Nordbahn Gin 18«« 100-50 101-5« vefterr. Nordwfstbahn . . . 110 40 11090 Staatsbahn....... 2W— - — Südbllhn ü 3«/^..... 169-80 170 — bto. ll z°/n..... 131-50 132 50 Ung.'gallz. Vahü..... 10? — 108— 4°,, Nnierkralufr Vahns» , . 99 50 100 — Divtlft zos, (per StN^, »udapestVasilica (Dombliu) . ?-») 780 Tredltlose I0N st...... 19? - 198 - Elnrt» Lose 40 st. EVt. . . . 55 50 56 50 4"/,Dü»au Dampfsch.1lX)ft,sM. »34-— 13?-- - Ofener Lo,V 40 fi...... «o— so-2ü Palssy.Lose 40 fl. «W. . , . 55- 57- NotheüKrsliz.vest.Gts,»., lost. I860 19'— Nöthen »reuz. Una. Ges. v, 5 fi. 11 — 11-8U yiubolpti Lose ia fi..... 2»L5 »4-85 GalM'iios? 40 st. LVl. . . . s?'— «l> — St.-Genols'Lose 4« ft. ft. EM. . . 52— — — WlnbischgrüßUllse 2U st. «M. . d.Uobellcrebltllüstalt.l.Em, , 16 50 l? - dto. bto. ll. Gm. 18«», . . 27'50 30 — Lalbacher Üole...... 2» 50 25 — «eld »an (p«r Ttüll), «lnslo-Oest. «anl 200 st. «0»/»«. 165 — 1S0 — Vaulverein. Wiener, 100 fi. . I4i««i42 40 Vobcr..«nst.,0eft.,»n«fi.s.40> 458 — 4«« — «rbt..«np. f. Hanb.u.«. iso fl. —------------- bt«. dto. per Ultimo Teptbr. 3«0 50 36i — Ereditbaui. Nll«. un«., 200 st. . 41L75 418 75 Depositenbanl, M«., »00 fi. . 235'50 2»?-— («compte^Ves., «brüst., 500 st. 815 — 820 — »iro „,00 fl. «Vl. . . . 450 — 453'— Dur-VobenbacherE V,20vst.Z. 74— 75 — Ferdln»nb»«U«,bb. i0O0fl.llM, 2850 337» öemb.'Cjtrnow.-Iaflt» lenb, «esellschllft »00 st. 3. . . .287 50 289 — Lloyd. Oeft., Iriesi.500fl. «M. 4S»'—470 — Oestei-r. Nol'bwesib,i!Os'ft. E, . 274 —»?5 — bto. bto. ttit. U) LN0 fl. H, 875-75 27N75 Prag'Duzer Osenb, 150 st. H. . > 9575, g«,. Staatselsenbahn W0 st. G. . . ^3—! 353 50 Eübbal», 200 fl. S..... 93'25^00'25 Eübnorbb. Verb.'V. L00fi.VVi. 220" 2»»- lramway'«e<.,«r.,17Nfi.».W. 478 - 4«2 — bt«. «m.l88?,»«. . . . — — —-— ««lb «la« l««»«^««<., Neue Wr., Pri». litH»°»ctt«N 100 fi. . . . 104 50 10«: - Ung.Hllij. «tlsenh. »00 fi. Silber 30« »5 !lO« «. Nng.Vestb.sRaab-^-a^LOafl.S. 807—«OS - Mener Localbahnen»»ct.»Ges. eu— «» — Indnstli»»Altt«n (per H«H). «lluges., »lllg. sst., 100 st. , . »3-— 95--»gybter Visen' >lnb Stahl'Inb. iu Wien 100 fi..... 58 — 5«'4<, «tfenbahnw.'Lelhg., »rfie, 80 N. 120 — i»i — „Elbemühl", Papiers, u. ». V. 51— «5» Liestnaer Vr«ne«i »00 ft. . . 114-50 115 — «°nt»n°««seMch., 0tft.'alpin« 35 - 3ll - Prager «lsn,>Ind.-»ei. «<« ft. 6«0 — e« — V«läo«Tarj. Stelnlohlen 60 ll. S35 — «H — „G«00 fl. 210 — »1» — „Etet«tr«/', Papier,, u. V.4ll. 1»? - is? 5U «rifaile? ttohlenw. «es. 70 fi. 164 —is5l»<» «affenf.'V.,0eft.lnWien,i»0fi. 2^5 — 387 — WaggllnOtihanft., «ll«., in Pest, 80 fl......... «<)._ 425-^. Nr. «augfsellschaft 100 ft. . . iW — i»9-— Wi,n?rv'Vll« Ziegel >»ct^ Uonbo«........ 12l50i»lM» Pari»......... 4» 10 4«l7. St. Peterübiliu......'^ -— — — D»l«t»n. Ducate»,........ 573 5'?> 20 FwücsHtucki..... 9-685 »«4 T«utlchr «cich»!>anlllolen . . 5940 59 4» Italienische Äantüolen . . . 44-Llt 44« Papier'Siubel...... 1 «> 1 !»^. LnndttMellter in Mach. ^ "^ (Außer Abonnement.) Ung, Tag. Mittwoch den 38. Jänner ! " ^nefiz dca 1896, liuhl. Ob 9- uri, Pri tern sodišèu. ;\^na 29. decembra 1895. (225^---------------------^~ Vele8i ^S^8' I l^\^\n° G# kr- deželno sodiAèe Ž?>ia iBfiR ;S 8klepom z dne 4-Ja" "• d. z. 2alz Ukroga v smislu § 273. Pod^^bbpst::ljivca'ter se je ta o G-k»' ok?!vuzaradizapravljivosti. J ^uVftrj^raj8n9° sodiäße v Litiji dne Donnerstag- den 23. d. M. findet in den Restaurations-Localitäten des „Hotel Lloyd" , das alljährlich so beliebte (886) Haus-Tanzkränzchen mit Militärmusik statt, wozu alle P. T. Gäste, Freunde, Bekannte und Geschüftscollegen hiemit höflichst eingeladen werden. Entrt« 30 kr. per Person. Hochachtend Karl und Josefine Poèivaunik. zu der am Donneritag den 30. Jänner 1896 um 3 Uhr naohmltt*g« In den Räumen der Anstalt, Florians gaiae Nr. 27 abzuhaltenden (291) Haupt -Versammlung des Vereines der Kleinkinder-Bewahranstalt in Laibach. Tagesordn ang: 1.) Mittheilungen des Vorsitzenden. — 2.) Rechenschaftsbericht pro 1895. — 3.) Vorlage des Präliminares pro 1896. — 4.) Neuwahl der Direction. — 5.) Neuwahl einer Schutz- frau. — 6.) Allfällige Anträge. Laibach am 21. Jänner 1896. Die Direction. Jegliè & Leskovic Laibach, Prescherenplatz Nr. I empfehlen außer ihrem großen Lager von 8pezerei-Waren noch besonders: Garantiert echten SUvovItz loiter SO k:r. (284) 10—1 IWa cholder r^iter fl. 1-3O. Feinste Butter bezogen vom Gute Krentberg, stets frisch vorräthig. Rouleaux- und Jalousien-Fabrik Franz Heinzel's Sohn Eisenbahn- und Poststation Halbfltftdt iu Böhmen empfiehlt reichhaltiges Lager in Holz-Bouleaux von einfaclister bis zur feinsten Dessinierung. Als Specialität: Oellmprägnierte transparente Waterproof-Rouleaux in allen Farben und mit feinstem Sammt- und Golddruck. Selbstthätige Rouleaux-Stangen für alle Stoffe, auch für Holz-Rouleaux, zu billigsten Preisen. Preincourant gratis und franco. werden überall bei hoher Provision eugagiert. Reichhaltige Musterbücher zur Auswahl gegen gesicherten Auftrag franco. (288) 3—1 (169) 3—2 fif. 7409. Oklie. C. kr. okrajno sodiäöe v Litiji na-znanja, da se je neznano kje v Ameriki se nahajajoèemu tožencuPavluUstarju iz Sent Jurja pri Izlakih imenoval Martin Brodar, obèinski predstojnik Kanderäki v Dolgetn Berdu, kuratorjem ad actum in istetnu vroèila tusodna malotna tožba de praes. 14. decembra 1895, št 7409, vsled katere je doloèen dan za ustno razpravo v tnalotnem postopku na 11. marca 1896 ob 9. uri dopoldne pri tem sodišèu. C. kr. okrajno sodiäöe v Litiji dne 20. decembra 1895._______________ (206) 3—2 St. 199. Oklie. C. kr. deželno sodiöce vpelje oa proänjo Borivoja Berganta de praes. 8. januvarja 1895, St. 199, amorti-zacijsko poslopanje gled6 Borivoju Bergantu lastne, baje izgubljene knji-žice mestne hranilnice Ljub|janske st. 4453, glaseCe se na 25 gold. Pozivlja se vsakteri, koinur pri-stoji kaka pravica do te knjižice, da to v aestih mesecih tusodno naznani, sicer se bode ome-njena knjižica na zopetno prosnjo amortizovala. VLjubljani doe 11. januvarja 1896. (5631)3—2 Sf. 24.855. Razglas. C. kr. za m. del. okrajno sodišèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe Janeza Vidica iz Zagradisöa st, 3 proti Neži Vidic, Mici Jelen in Andreju Lusnerju, oziroma njih ne-poznanim pravnim naslednikom, za-radi zastaranja terjatve de praes. 30. novembra 1895, št. 24.855, sled-njim postavil Matija Äidan, posestnik v Zadvoru, skrbnikom na ein in da se je za skrajsano razpravo doloèil dan na 7. februvarja 18 96, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodiaèu. Ljubljana 4. decembra 1896.