LaibacherHMmg. 5tr. 28«. fi, il. h»l»j. e^». H«, Vt, s»Aell»n« m« «x«« ls«ll>j. «> tt. «ll b«, U«ft,««zl. ft. »5. h«U»l. ft. ».50. Montag, 7. Dezember M 4 ZeU» «» lt^ »l»h«« pi. Zeil» » ll., b^ »ft«. 1874. DM" DeS h. Feiertages wegen er« scbeint die nächste stummer am Mittwoch. Amtlicher Theils 3e l. und t. »postollsebe Majettüt haben mit Alles» ^ltz'ier snlschlißung vom 2. l>ez,mber d. I den wiener «idtsgerichlsratl, Dr. Kar! Krall zum Mmifterlal-l'tmilr im Justizministerium allergnubigft zu ernennen «"uht. Glaferw. p. Der l. l. Flnanzm>nifter hat den Sleuerlnspector "opolo Allgustln zu Ksa,nbl,s« zum Steuer.Ober-'"'vector »n der achten Raligslasse für das Vermal-^l»g«zlbi«t der l. l. Fmanzbirecllon für Krain ernannt. Zur Verwaltungsttsorm. Im bellcssenden Ausgüsse oes 0>lerreichischin Ab-ltoldntlel h mjls wurden Sl muien lau>, ble Klage führen, ^°b dle Velwaltungezustünde in den Gemeinden ^t die erfreullchsten und geordnetsten seien; baß ble ^'lr und dort zwangsVlise durchgeführte Zusammen» ««jung lleiner Gemeinden günst ger Erfolge entbehrt; ^b d« Gemeinden die Geschabte de« natürlichen und ^tltragenen Wlllungslrelse« genügend zu besorgen nicht "nande. die Grenzlinien dieser Wirkungskreise nicht !z ^ »ezozen. die Gemeinden mit «mlsgeschüflen und llt^en Hauehillt übtlb^rdet würen; dah o«r allem "Nbern her DuaUsmu«, welcher der Staatsbehörde und ^lllldeevirtretung über Gemeindeangelegenheiten Eompe-''Uzen einlüumt, zu besettlatn; dah die Ausübung der ^ocaipllüztl eine sehr mangelhalte sei, für Sicherheit der "ltjon und des Eigenthums wenig gethan »erde, das ^ttll. und Pa»llbul,t>enwlsm in hvchster Vlülhe stehe, "^ V hüllnisse ein Ende zu machen. Er selbst ist nicht geradezu gegen die Aufhebung des Wuchergesehes, für dieselbe mögen aewisse theoletisH'w fscnschlchliche Oiünbe vor» Handen sein; aber die Hauplsach« bleibe in erster und letzter Linie doch, bah da« Gesetz ein psaltische«, den Bedürfnissen der Bevölkerung eutsprechende« fei. Der Rebner trügt an, den Iuftizautschuß mit der Aufgabe zu betrauen, Untersuchungen über die Folgen der Auf. Hebung de« Wuchelpalenle« zu pflegen und geeiantle Anllüae zu stellen, (lebhaftes Vravo im ganzen Hause.) «bg. Groß beantragt die Zuweisung diese« An. trage« an den vollswirlhschaftlichen Ausschuß. Der Nn. trag des Dr. Ry»zow«ll wird anaenommen. Der Mlniftcr des Innern Freiherr o. Vasser nimmt sodann das Wort, um die Interpellation des Abg. Mises wegen Auslosung des drohobitzer Gemeinde, ratyls zu beantworten. Di« Interpellation wurde dem Minister am 27. November übermittelt und am selber, Tage langte bereits ein Verichl de« Statthalters vor> Galizlen hierüber ein. Demselben ist zu er,tliet,men, dah auf Grund eingegangener Veschwerden der Landesaus« «Da« freut mich", fuhr der Doctor fort. sich ver. znllgt die Hllnde reibend. «Nun denn, da ist ein Patient, ein sehr vornehmer Herr, welcher im Freien zu speisen wünscht. — Ich muß ihm jemand zur Gesell' schaft geben. Hast du mich verstanden?" Dassllbe N.ckiN, dasselbe Lücheln befriedigte den Doclor volllommen. „Du b,ft noch jung und bist auch nicht hilßlich," sagte er, sie freundlich unter dem K>nn streichelnd. Hier hätte Karoline fich beinahe verrathen, denn bei der Veiührung dieser verhaßten Hand fühlte sit ble Zorneslvlhe ins Geficdl fteiaen. und im Gefühl ihrer Ohnmacht, dilse Belühllng dulden zu müssen, trat ihr eine bltlere Th'üne ins Auge, und es »st belarnt. doß Wahi'sinnlae nur selten »einen. — Sie zerdrückte schnell diese« oeiriitherische Zeichen von dem Dasem gvlll:chcr Vernunft und nahm wie v.rschümt ihre Schürze vor die Nllaen. „Ich sebe." »ersetzte er, ..du blft es zufrieden. Du wirst w't Vord Ge,aldln zu Mlllag fvclsen. das wird ihn erh'itern, denn er leidet ojt an Hypochondrie. Doch das vermhft du nicht." sagte er. über sich sübft lnchelnd, daß er mit einer verrückten in solchen Worten sprach und setzte, sich verbessernd hinzu: «Du wirft dieselbe Kost, wie der Lord, von meinem eig'nen Tische belom. «en, dafür, denke ich. wirst du dailbar sein und dich gut benehmen. M>ß Lülitla wird dich mit einem pas-senden Anzüge versorgen und du haft nicht« zu thun, als ein schalse« Auge aus seine Hlnbe zu haben, wenn er mit Messer und Gabel arbeitet, damit er fich nichte damit zu Leide thue. Die« zu verhindern, muht du ihn m't ein paar luftigen Scherzen zu unterhalten suchen." Karoline blickte ihm starr lnS Gesicht. Ihre ssatve wechselle von de« duntelften Roch in bleiche«, lalte« Frösteln. E« war Ue Abscheu, welche er ihr einflößte und ble in ihr so gefährlich wirlte. Doch auch tnefe« Zeichen von Vernunft ging für den Doctor verloren, denn gleich darauf sich fassend, rieb fie fich die Stirn und suchte durch einen linkischen Knick« den Eindruck, den sie vielleicht auf ihn gemacht, zu verwischen. «Jetzt geh', ries Dr. Prilchard, mil der Hand win« lend, .und mache dich fertig, mir um feche Uyr in den Garten zn folgen. Wenn ich eine gute Wirluny von dei-riem Venehmen auf meinen Patienten bemelle, werde ich dir ein HÜdsche« Geschenl machen." Mit diefem, wie er glaubte, aufmunternden Versprechen bssnete er di< Thür des Studierzimmers, und ihre Vewegung v?rberalnd, mllttle Karollne veifchiedene tiefe und lmllfche Knckze und t«al hinaus in die Benholle. Auf ihrer Z llc angilommen. warf sie sich auf dle Kniee, um den wunderbaren Geiühlen, die fte in dieser Unterredung bestürmten und wovon fie fich du'chuu« leine Rtchenstbasl qeben lonrite, in einem iimigen Gebet, sowie in einem Thänenftrom. Lust zu mallen. Punll sechs Uhr. als man eben zur M«tlla«tafel für den Dvllor und seine begüterten Patienten lautete, stand Karoline in der Vorhalle und erwal«e»e dm 5oc» tor. der sie zu T'fche sühren wollte. Welch' eine Ver-ilnderung war mit ihr oelllegangen! Sie war in der That n«cht wieder zu erlennen. Das lurzoerschni lene Haar, das fie, wie alle Koftnünaerinnen der N stall, zu trauen gezwungen war. war durch die lundi«! Hand von M>ß Lütitia's Kammerzofe in duftende Locken gelebt. D»e jugendlich volle Vüsle umfioh eine ftine, weihe Musselinblouse. die man ihrer schlanken Ta,lle angepaßt, sine schmale Sp'tze umrahmte den schneeweihen H»l« und au« den weiten, mit echten brabanter Gp tz»n be» setzten Aermeln leuchteten ein P„r runde, oendenve »lme. Gle trug linen sch»eren schwarzseidenen Rock mtt schuh den «ezirl«»n«schuh zur Untersuchung der Ve-lneinbevllwallung von Diodobitz b»auf«laal halle uud dah über den Ver,cht de« Veziilsau^lchusse« die Auf-«öiung dieser Oem:lndevertlttnn^ am 21 September erfolgte. Ueber Vorjedlac, de« Ll,ndlsllu»sttl.ssee wurde sodann die plov'jollsche Verwallunl, durch die Slalt-halterei bestellt. W»« nun die von den Interpellanten «taen diese proolio^sche Verwaltung voraeblachlen Voc» wülf« über Rechleübelschltitung belr sst. so eltliill der Minister, bah allerbing» ein Gsmeindedlumler an«,stllt »»U'de, we,l dtljlniae, der diefe S» llt jumbal'-, au«-chleden war, woiür jedoch ein Tanschreide pcfl n nuf« Atlassen und ter Gemempe leme Opier oeluljuchl wurden. D« Gauflhrunaen beschlüntien fich a«f die r>o h« wer»blg gewo'dene Ndaptierung tints Setulaedüubes, welche ebenfalls ohne fchwere Opfer für die Gemeinde dulchlltführt wurde. Dagegen sei die Velle'hur>g des Khrenbürgerrltbles an den samborer Vymnofillldireclor allerdings eine Tnalsache. (Hdrt. H0st.) Jedoch Habe der Btalthaller »it Ellah vom 25. November dl,sen Act oer plovlsorischen Verwaltung al« eine Rechlsübelschrei» tung aufgehoben. (Hört. hvll und Vravo lirl«) Nachdem diese Angelegenheit erst durch Erledigung de« anhängigen Rtculsl« geregelt wird, eröffnet der Minister, daß darüber in einer morgen ftallfindenden Plüfibial» sitzung entschieden werde. (Lerh,fle« Vraoo.) Abg. Dr. Smolla ttelll den Antsag. da« Hau« möge nach ß 48 der G. O. an diese Veaniwoltuni in einer der nachften Vichungen eine Vtsprechung liüpfen. (Wird angecomwen.) Nichfter Gegenstand der Tagesordnung ist die Fortsetzung der Generaldebatte über d°« Budget pro 1875. Al« Redner haben sich noch einschreiben lassen: Dr. Menger. Hoase. Dr. Schafser für und Dr. Meznll und Vltezich gegen den Entwurf. Der Prüfid,nt «billet fich o«r Veainn der Debatte da« Wort zn einer persönlichen Vemeiluna: Kr lonnle gestern den im leisesten Tone g'hallenel, Ausführungen de« »bg. Herman nicht vollständig folgen und erst au« dem stenographischem Protokolle wurde er gewahr, doh der Redner da« gegenwärtige Mm,fte-riu« beinzichtigte. e« bilde eine Regierung, „an deren Fingern ein Vertrags- und Rechtsbruch lltbt und die ein böse« Gewissen habe." Der Piüsident sieht fich daher veranlaßt, de» «bg. Herman für diefe Auslassung nach-traulich den Ordnungsruf zu ertheilen. (Lebhafte« Vraoo.) Abg. Dr. Vosnjal spricht gegen die Vubg-too» laae. indem er seine sloocnischen Klagerufe wegen Ver-stwllllurig loslüßt und der Regierung vorwirft, daß fie angesichts der überall herrschenden Ealamitüt es nicht 2022 verschmäht, einzelne Volk«ftäm«e zu bedrängen und ln ihre« Frieden zu ftö en. Redner schließt unter schwachem Velfalle der .Recht«"partei. Abg. »uspitz tritt für den Entwurf ein. Die »nftcht ler G.gerpzrtei. daß dle jenseitige Reich«hälfte ihrer Verpflichtung nicht nachkommen lsnnte und Eis» lel'hanltn bezüglich de< Slaatscredite« leicht in Mltlel« denschaft gezogen »erden dürste, glaubt Redner mit Entschiedenheit zarückweisen zu sollen, denn er halte die ungarische Nation für zu politisch klug, um ein Out, daß sie so theuer «kaufte: die Verechtigung ihrer ftaat» lichen Existenz, so leichthin preiszugeben. (Vravo.) Die Finanzlage erscheine ihm nicht in so dufterem L»chle, al« si« die gegnerische Partei schildert. 2m Radicalmitt:l gegen die verderbliche Krise gebe e< nicht. Sparen ift jedlnfall« nothwendig; »a« aber den Vorschlag betrifft, die Krifi« durch den sortierten Elsenbahnbau beheben zu »ollen, so lomme ihm da« vor, «le die Homöopathie, »elche nach dem Grundsahe: „gimilia giwiUduH" he«len »ill. Die übermäßige Allsdehnung des Elslnbahnbaue« hat die Krifi« herbeijühren aeholfen und jetzt wlll man fie durch Eisenbahnban heilen. (Vraool Sehr aut!) Da« Abgeordnetenhaus dürfe ftch umsoweniger ln kühne Specul^tionen einlassen, al« e« nicht mit eigenem, sondern mit dem Gelde der Steuerträger arbeitet. (Bravo. Sehr richtig.) Er schließt mit der Empfehlung des Aus« schußanlrage«. Lebhafter Veifall ) Abg. Dr. Meznik bedauert e«, daß sowohl in religiösen, wie in nationalen Dingen das Hau« so wenig Toleranz zeige. Dle sttönen Rathschläge, die man uns ertheile, find fruchtlos. Wir find großjährig und wissen »as un« frommt. Man lasse jeden nach seiner Fayon sel'g werden und jede Nation fich in ihrer eigenen Sprache fortbilden. Eine gute Politik hat auch gute Finanzen im Gefolge. Da« Deficit te« diesmaligen Vudgel« werde fich auf 19 Millionen, wenn nicht noch höh>r s!«ll n. In nächsten Jahre werde e« nicht «ün» ftlger werden. Man müsse ader auf das Jahr 1877 blicken, in welchem der Pertrag mit Ungarn endet. Wir »issen ja, daß bei finanziellen Uevereinlowtmn mit dem Nachbarftaate wir immer den kürzeren zithen. (Vravo, rechts.) Die Steuerreform werde kaum helfen, dagegen set die »ufiusung der Vorschußl^ssen lief zu blllazm. Hätte da« Hau« nicht die Ezechen herausgedrängt, so ftünde e« um die finanzielle Lage besser. (H:fliae Oho» rufe. Der Pläfidcnt »eist diele Gme'lun«, zurück) Im Wahlspruche des Kaiser«: ^Viribug umUZ' lieae die richtigste Tirective, der man zu jolgen habe. (seisall «chl« ) Aba. Dr. Menger findet, daß die Klericalen wohl immer Frömmigkeit und etwa eine große Wallfahrt als Remedium gegen die Finanzlage im Munde »ühren, daß fie aber bis i/ht leine Art besserer Administration an« zugeben wußten. (Schr richtig ) Ge^en den unm'ttel« baren Vorredner gewendet, glaubt Dr. Menger. daß die Verwaltung«ralheft llen nicht blo« aus den Verfassung«» treutl,, sondern sehr häufig auch aus illderalift s^lleri« calen Kieisen besetzt wurden. (Vraoo.) Die Viribuä-nuit.i3-Lollt»l nehme sich im Munde der Gegner wcnig glauvlvürd'g aus. Semer Meinung nach habe Herr v. Prell« den vollkommen richtigen Weg «ingsschlagen und mindesten« zwei Vorzüge seiner Politik seien un. leugbar: Die StaatSgelder nicht zu gewagten Specula» tionen preisgegeben und den Staalscredit gut erhalten zu haben. Die Keime der Krise reichen in Iahrhun» lanc»er Schleppe, ein wahre« Prachtstück au« Miß Lall» lia'« Garderobe, welche« diese seufzend opferte und ftch gelobte, daß der reiche Lord e« ihr zehnfach ersehen solle. Der Gürtel diese« Rocke«, welcher, der breilen Taille seiner Eigenlhümerin gemäß, viel zu weit war, wurde um mehr al« die Hälfte verkürzt, und das lüftliche Ge» wand floß daher in umso reicheren Fallen u» dle schlanke, graziöse Oeftalt. Al« Dr. Pritchard au« feinem Zimmer trat und in der Vorhalle einen Vlick auf Karoline warf. die ihn dort erwarlele, r,ß er die Augen aus. al« ob er plötzlich aaloa» niftert worden wäre. Erhalle fi« fast nicht wiedererkannt; doch endlich faßte er sich und wie, wenn mit einem male die Ueberzeugung ihre« »ahren Stande« unbestreitbar in ihm erwache, bot er ihr mit einer »ahlhast ritterlichen Verbeugung den Arm, um fie in den Garten zu Lord Oeraldin zu führen. »Du stehft wahrhaft verführerisch aus", schmunzelte er. »Mein Patient wird hoffentlich mit dir eine NuS» nahm« machen und dich willkommen heißen. Vieb/r durfie ihm lriu weibliche« Oesttöps, nicht einmal meine Schwester Lätitia, nahe kommen." In der Laube angekommen, wo Lord Oeraldin sie «»artet,, stellte der Doctor ihm seine T schgenossln vor. „H«er bringe ich Ihnen M«ß Lucie. eine junge Pa» lientin'. saqte er. «ich hoffe, sie wird e« nicht an Auf« »erlfamteit gegen E». Lordschaft fehlen lassin —" .An Aufmellsawltit gegen mich? Doctor, halten fie »ich für einen Varbaren?" enlggnete Lord Oeraldin, »»» bat die junge Dan»e. Platz zu nehmen. Der Doctor flüfterte ihm zu. fich jede seremonle l» «sparen — ft« verftlhe sich nicht darauf, fi« sei «ine »nhelldare. «h« g,nz ungefährliche Irre. iU«lts«tzn»« l»l«t.) derte zurück, wo die Industrie vernachlässigt wurde und der Vlick nach dem Auslande zu s hc beschäftigt war. Der plötzliche Ueberaang zur Frel-Handelspolilik war vollend« von der schädlichsten Wnlung. Dazu kommt, daß in Oesterreich die Interessen der Oodenlullur und Industrie nicht halmomjch z»,sammenwiilen. Was das Vudaet betrifft, so glaubt Rn Spiegelbild der wahren politischen u> d wirthschaft» lichen Verhültn'sse eine« Staate« sein soll. Man dürfe die Hcffnung auf die Zutumt nicht aufa'ben, allcln der große Fuß müsse ein^eichsünkt weiden. Im M'Iilürwestn und in der Diplomatie müssen ftarle Reduclionen ge» macht «*rden und O.fterre,ch könne es thun, d«nn es ift von lciner Seile bedroht. (Graoo.) Dstr Patriotismus, ruft R dner aus, ift ein reiner und ungeheuchelter, dln die Gegner nicht beftreiten dürfen. (Viaoo) Damit ift die Generaldebatte beendet. — Schluß der Sitzung 3 Uhr. Der deutsche Reichstag beschleunigt da« Tempo bei seinen Albeilen, jedoch ist es zwe>lelh,ft, ob ihm die drei Arbeitswochen, welche «hm noch b « Weihnachten zu Olbote stehen, glNügen nnr» dm. sem P.nium hinter sich zu bringen. Der «Schlef. Ztg." wird he«über von untirrich« tcter Seite geschri ben: „tie mahgchnben Fühler der RcichSta^s Mehrheit haben vom ersten Tage der Session ab die parlamentarische Gesammtlaye urd daS sich t>a» aus trabende V'dürsnih eil«r n,ü,l chslen Ablülzung der Session in völlig übereit'stimmender Wlise m t dcr R gierulg aufgefaßt. Der e»fl>gste Verlreer d«r «nsichl. daß die Session, wenn irgend möglich, bl« Weihnachten zu sließln sei, war H rr o. Forcle«beck. Uoler sein m Ei> fiutz wurden von o«n Führern der graclionen DlS» posi ionen getrosstN, welche eine A,lilrzung der Eession ermö^lleden sollten. In diesen K eisen umd dis zum Augenblick die Meinung f,ft^thi!len, daß d»r Rc,ch«la>, seo'l Hauptaufgaben nut Ausnahme dl« «vant^lf he, b S WliyKachten erledigen und dah derselbe namtllllch d n Reichehauehalt b« dahin flststellen wtlde. Der In» dlfferenüsmus, mit welchem diesc Fiage in gewissen Eur» rspoldlnzen der V rlafsunySbemmmulig gegenuoer be« handelt wi'd, entsp icht dura>au« niH,t ter Aussassung d^« Relchetage« selbst. Nch«. tagSsession wird in der Pr gestellt worden, — al« ob der Reichstag in dieser Beziehung gew sscrwaßen einem Druck racrzußtben halte. Vor Allem lassen d»e parlamentarischen Führer leinen Zwelfll darüdec zu. daß der Re,chihnu«halt vor Neujahr ,ur Feststellung gelargm muh. Die Indiffe,enz. m>t welcher diese Fraae ye enübcr der Verfassuc'gebe» stimmung in o/n»'ssln Eo'resp0lidenzch auch die G fetz« über den Rechnungshof u. f. w., ung,achlet d r dabei oblvallenden inneren Schiicrlyle ten. Es bliede mithin nur in F^ag'. on und zu welchem Z >tpunlsHre«ten, sondern womöglich noch rtduc>e,en werde, onaleich die I'dtmniläl aus Grund de« Vudgel« von 1874 ertheilt wird. Mehrere Muniz pien haben an den ungarlseben Reichstag Petitionen um ttesetzliche Regelung der Ml» lltärbequartlerun g elngertichl. so namcnllicl» t»a< üdenburger, lomorner und somofiy-r EoMltal, der Haj< dulcndlNrlct und die Stadt KccsllU^i. W,e die ,.«llg. Zfg." erführt, wird dle deutsche Reicherealcreng in naaifier Z »t in der Lage sein, der Oac'tgeslhcommisfion des Rc>lll«lage« b>e verlangte Er« l'llrung zu^«hen zu loss n. bezüglich der Ellichtuna einer ReichSbant durch Umwanüluna der preuß schcn G>»c>l «n eine solche. — In den nüchslen Tagen wtlden dlt tlsaß'lolhringtschen Nngll,gel'hellln al,,rma!« de« oeutstlltn RelchSlag bsldasti^en. Es handllt sich um dtN von Winttitc und Genossen ein^ec>lacl)»ln «nlraa. die deulsche Schulgesthgedung in Eisatz.Loln^a/n auf« zuhaben unl» daS flan^ösijcht Schulgsihoon 1850 «vleoer in Kraft treten zu l^ssm. D«e Allwort auf olcse Forderung ift den Herren bcreil« in der Vudaeldcballe ec« tt, i!t. Fürft Viemaick hat lateqorlsch erl,äil, dah die Regierung von der im Elsaß bisher tlna/haltenen Scbul-politll nicht nur nicht abgehen, sondern dltsclbe wahr-schtinlich noch energischer gefiallen werde. Der ..T^lsgrapli" mtltet den Inhalt der Votschaft de« P,osi»cntlN dir fran.üsnchen Republ l, welche der velsmllcr Nationalversammlung vol^elesen wurde. Die Volsttafl «nthüll die U^ssordeiuig an die NHllona>oelsamm>ung. dlll» rung, daß er, Mac Mahon, zu diefem Zweckc an allt Männer von gutem Willen opptlliere. SoUle d»e N>l' lionalversammlung dessenungeachlct dle Ornanisterung dcr siedet,jährigen Maatoolilommepheit de« PrüstotnllN nicht vornehmen, so eltläit Mac Mahon. boß er den Posten, auf den er yeftllll werden, nlchl verlassen, son-dtlli mit uneischütterlicher Fctt'gteil und glw ssenhafttl Gesh'Sachtung blhauptln wirde. «vlachlenSlvllly tl>l^ die Vesprechungln über da« vorzultgenbe Sl cherheil^ geseh fortgeseht. Einige «bgeoidn,te fanden die s«' gekündigten Maßregeln zu milde und die Dauer dl« GeslhfS. zwei Jahre, zu kurz. Der «bg. P""'"" vcllangle die zeitweilige Aufhebung der Schwurgill" in Sicilien. der Iustifter V'gliani antwortete il»", daß da« einen zu bedenklichen Pläcedenzsall abl,eb, lönnte. Der Minister de« Innern Eantclli "^" Mitlhtilungen üner die S'chrhlltSzuftände und aal» <"/ daß dieselben in einigen Gegenden bedauerlich seien, a"^ wenn man Uebertreibungen und lalsche Ausdeutungen Abschla, bringe; er selber vlrtraue indlssen auf ° Wi'liamteit und Zuaänalichlltbtell der voraeschlaae" Maßregeln. Der Mmlsltlprastdent schloß die ^csp^ chung »it der E'llärung. dah die Rcgieruna die M nungsäußerung ihrer Freunde bei der enbgilligen 3^ stlllung der Voilage berücksichtigen werde. . In der Slupschtina sand am 3. d.tle «"lv bebatte statt. Die Majorität und die Minor»»! ° «uSichusseS überreichten zwei Adressen. Der Entwurl Majorität «pricht sich unter anderem für die Ssisten sind »«" den Canarien geschickt worden. «terwalf Elmr lelegrapllischen Meldung zusolae "^ ng fich der Insurgenttn.General Mitre der s"g' ^t von Vuenos.Ayre«. Mitre und se>ne " ' <„n-uid Soloalen lebten die Waffcn nieder und wur° ^ nestlert. Die übrigen Insurgenten find '" ° ^jchl M't,e mit der «egilrung getroffenen «erelnbaru«^ eingesch ossen. Auch in Uruguay soll ein « au«gebrochen sein. 2029 Canalisation oder Abfuhr? (Fortsetzung und Schluß.) l s« ist hier der Ort, daran zu «rlnnlrn, daß u« öltsllbe Zelt. al« dle ftüolischen Vchörden die gemischte Dlplllallon nlldetsthlen, dlc Sll,al«beh0rden l,n Vul» a^lln der königlich wissenschaftlichen Deputation sür das Mibiclnnllvtsln über die Fra^e der RtlNlgun^ Verlms d°n Uuswurfesiosscn erforderten. Diese« unter dem !6len "lloder 1867 «'staltete Gutachten, dessen LonclusionlN sich der Mäuler der geistlichen. Unlerrlchls» und Me» b'tlnal An^elegeohllten angeschlossen Hal, ft llt nament^ 'ch zwei maßgebende Süye auf, welche für die lint» Ich idung auch der ftHdlljchen Vlyürden bestimmend sein küssen: 1) da« System der Abtrittsgruben muß güazlich ver» lussln werden, 2) es oarf lelne Einleitung der unreinen Wasser ln d»e öffentlichen sl^om Hufe erfolgen. W nn^loch das OuiaHlen sich da>ül>er nicht aus« Glücklich üuhert, ob auch solche« unrtlne Wasser, dem lNenjchllche iö^remerile nicht beig,mengt sta», von der ^»nllliung lu ole öffentlichen Slromlciuie auszuschließen >l>. so l^l,n doch um jo weniger oarü^er eln Zvclfel >lln. al« eine w>ll>am: Conlrole üier solche Oe m:n« lU"l,en nicht ausiüh'var »ft und dltsclben sicherlich sehr ^si, auch oa tlnlcelcn werden, wo llne geregelte «b-lU'l deiltht N,er selb»,, wenn es mö^l'ch würe, die Ha» ^lchan^ mcnjchllchtl iif.llMtnle «ilnzllch zu oeihindlin, !y!lem< b'der mit, noch ohne menschliche Hfcremente »n die bff «illlchen Slromlüufe geleitet werden dürse. daß es t ell,ot>en hat. Noch jeyt sind es gerade die Vll« lo>!^ ^" landwilthschaftllchen Oewttbls. welche mit be« ^deilln Eifcr gegen die Eanallsallon und sür die Nb. h" streiten, well sie den Dünger der Stadt nicht ent» "ln lünnlen. >d'«nt> '"üt mehr loca! btft.mmt wird, wohl von Ü?!>nl. "'" ""den. E« aibt alllldings einen Oe> ' d<»«^^^ ^^ ft'an^tllcn Ub'7n:ocdncl »erden '" der sanilüre. 8»Iug public» uuMNUi Isi. Welches auch die finanziellen 2ons,q«nzen find. sie ^müssen getraqen werden, wenn die Rückftcht auf die ! öffentliche Gesundheit sie fordert. Denn eine Stadt, welche durch ihre Unreinlichtell die Gesundheit ihrer Vürger schädigt oder «ar deren Leben gefährdet, darf nicht zvgern, in dem Nuaenblicke, wo diese Gllennlni« gewonnen wild. auch d«e M'llel ^u ihrer Rcin'gulig zu beschaffen, so schwer sie auch fallen mögen. l.ielt. elfolgl« und daß dlese Wahl bestimmt d« Blftüllgung «laufen tütfle. — (Scdneefall «nd Verle hlsstörungen) stehen an der Tage«o»bt>ung In gc^rz Sielet» ail fälll sell zwei tagen in dichten Masien Schnee. I„ Ober« und Unlclsteiei ist der Vtltehr der Tlsendahnzüge nur unl kchneepftllgen aufrechlzue, hallen, ba der Schnee fußhoch über den Schienen liegl. Von Wl,n au« über den bemmeling ,ft daefelbe Weller. In den Telegiaphenleilungen sind be» ltlls bedeutende Slöiunqen elngelrelen, ja einzelne wurden qanz unierviochen. — Welche Viussen von Sctnce »m Gebirge sielen, schltilil man der »Vmzei Taqeepoft', bewe»»t der Uwftaud, daß da« Hochwild sich jehl ln den Niere»ungen aulhält und von den Sttoßen au«, welche zum Vtljplel von Ifchl nach Edensee und We>h nbach am Allelsee sUH. len, ganze Rudel Hochwild selbst bei tage zu sehen sind und bei 3iacht sich >ogar zu den häufe«« wagen, um den an den Wänden der Häuser sich «imnler hlnausziehenden Tpheu abzunagen, «m 27. v. M. flüh fing e»n Weib in der Lagwie« «it den hilndeu eine Vemse, selbe war sehr malt und sehte ihrer Gefangennahme leinen Widerstand ent« gegen. — (Vlatlernepidemle.) Wegen der in Fiume herrschenden und immer »eller um sich greifenden Wallern« epidemic hat der dortige Magistrat die Normalschulen schließen lassen und wurde der Umerlicht auf unbestimmte geil vertagt. — lIus der Vadezeitung.) Die dritte Win« lerlutlifte von Meran weist bis 19. v. M. 573 Parteien mit 1131 Personen au«. — (Wieder eine Hel ig fp rechung.) Der Prozeß erster Instanz behuf« Heiligsprechung der Jung« srau von Orleans hat begonnen und wild eifrig foil» geslyt. Gewöhnlich werden die Genchlesihungen von be« Vlschof Monsignore. Dupanloup priisioiert. Da« geistliche Gelichl befiehl aus eine« Pltisidenlen, einem Rlchler, zwei Onichlsassessoren, einem Plomoloriu«, einem Vicepiomolo« rius, einem geistlichen Nolar, zwei Eursoren und zwei Po» ftulalorcn, die sämmtlich de« geistlichen Stande angehören, mit Ausnahme eines der Poftulaloreo, der von der Sladl» gemeinde deputiert ift. — (Die Versteigerung der Kirchengiiter in Italien) wird «it dem besten Erfolge fongesetzl. So wurden dieserlage ein Oelbaumwald bei livoli, ein hau« in Rom, Via Panieperna, ein Garten in Sau Onofrio. die Besitzung Toi Velgala (»»«rufeprei« 121,000 Lire, Elftehunaeprel« 180.000 ^ire) und der Weingallen Ciampi bei Poila Salara verlauft. Bei diefem letz en Odjecl wulde stall de« Au«rus«ple»se« von 19,000 Lire der velhällniewäßig erolmc Veliag von 91.b00 Lire erreicht. Locales. — (Uus dem Sanität« - Wochenberichte des laibacher Staolphys ilats) vom 22. bis lnclu» sioe 28. November d. I. enlnehmen wir folgendes: I. Morblliltll. Dieselbe war in dieser Woche bedeulender als in der Vorwoche. vo» 2. bi« 20. Jahre ftaiben 6 Peisonen, und zwar an Diphteriti« 3, an briqhih scher Kranfheit, Zeh,fiiber und zufüllig ellillenen Verllhungen je 1 Pe>soo; vom 20. bl« 60. Jahre starben 10 Personen, und zwar an Tuberculose 3, an Pylimie 2, an ltnil'iisona.. V'uft« wisse'fuchl, Schlagftuß, Thrombose und Wusseisuchl je eine Kelson; über b0 Jahre all starb 1 Person an Lungen-emvhyle«. «l« häufigste Todesursache traten ans: D'ph» teritis und T»de,cl>loen Voiftüdlen 11 Personen. Dlese ver'heilen sicb, wie folq>: Innere S'adl 1, Sl. PtielOoolftadl 3, Polanavolftabt 8. Kopuzmeioo'ftadl 1, Grablfchavorftadl 2. Krat^u» »nd Tllnuulwlftlldl 1, Karl-ftiidlerovlftadt und Huhneidoif jt 1, Moorgrund 0. — (Verloren.) <3>n armer hüusierer, der sich durch 14 Monate in der Wcll herumgeichlcigen halle, veilor Samstag nachmillags um cuca halb 3 Uhr auf bei Sliecke von der Ialobslllche b>« zu St. Fo>lan b»e Vli^asche wil seine» ganzen Sckhe, dem wäh'end biesel lInqe» Z »l u'ühjam erl>arb,en Beilage von 22^ Gulden l.20 Zehner«, 4 Kü"fel» und 2 Einser.Nvlen). Ja der V'ieflujche be»c>n0 sich außilde» noch eine Rechnung au« Lt'pzlg. < er ll»,»>e Velluflüil^el ift Ma»lo gd.aloo i au« Gl^bomc h» N>. 1, Vezol ill'ü lllng, »üd billel den ehlllcheu Hlnd« ftchenll>ch um Rückgabe feme« <ölgenlt,nn>s. — (Vin Hochgenuß seltenster «r») st ht uns in nliHftee Zu in A.»?sichl. ltln KunjiI«'T"lollUl« elften Rwge« llssl a» 15 d. in »nseien M^uein en, u« ein große» Concert zu geben. I» elfter Re.he we«den w«r den ilbnlg Pavlo de« 19. I^hlhundeil«, den elften h^lfelispielcr der Gegenwart, Herrn Ia«aro, l. l. itammelMrtuose und Mltglled des wiener Hvfoptlnolchefters, begtvhen, dessen kplel Wellruf gen,eßf. Ui« blssin Ge» nvfsen werden wir ben mil sHöaen Sllmmiilelu begabten bor^Uglllten Llebelsiinger h'rru Schmiedler u»v be» Violoncell.Vlttuosen Herrn Spitzer, Mitglied des w»ener Hojopernorcheftel«, huren. lt>n Zeltrau« von »,hr als 14 Iahien ift velftlichen, seitdem wir die große Hallenspiele,« M0»ner hörten; selten nur wild »n« Gelegenheit gebvlen. z» gleicher Zelt drei Künstler zu oelnehmen. T»e zlXusie-fleunde Laibachs w«den diese Voranzeige gewiß mit lege« Inlelefse vvlläufiz zur Kennlvi» nehlnen und sich den signa« listellen Hochgenuß sicher nicht enlschltlpsen lafsen. ^ — (Diel. l. Landwirlhichaftsgesellschafl) beschüsligle sich iu ihrer geftriqen Clntlatau«schuhs»hung mu folgenden Gegenständen: 1. Nn die Filialen in den »ein» baulrelbenden Gegenden Kra»ns wird die Anfrage gelichtet werden, ob bort Reben aus Kloftetneuburg bezogen over bestellt wnlden. 2. Ueber da« Olscheinen dei Rtbluu« in !Klain. 3. Verlheilung von 26 bl« 30 Paulen onzutauscn-der taiviser Schafe an 50 L^nbwillhe in Ode»,, Uuler-und Inneilrain. 4. Mlllheilung de« h. Uckeibaumlnifte- ^rium« inbelteff der guelleunung eine« Slaalsprelfe« oon 300 ft. nebst silberner Mcballle an die Käselelgenoss«'«-fchaflen in Villiuje und Gvjnac in der Wochem. 5. Zu» folge Inschrift de« lrainifchen Lanbe«ausschufse« um Aephi-rung Über den Nuh:n und die Dtinglichleu bei ptvjectlellen sutlregulierurig von Weißlirchen bl« Munlendors nach Nu» ^llllg Dr. Razlag welden votlausiz die Flllalen zu Rutolf«» werth und Gutlfeld zur Velichlelftallung aufgefoiberl. !6. Mehreren WlllhlchaslebesihclN wird der Veiluuf schwerer, nicht mehr fprungjähigel Stiere bedingungswelse gestaltet. 7. Den Orlsfchullälhen zu Sl. Kanzian und Deuifcha» bei Voltfchee wild je eine Garnitur von Garlengeiälhen mit de« Veisahe gespendet, daß diefe in da« Sch»Iinven,«rln» aufzunehmen ift. 8. Vericht an die h. Lc>nbl«leg»erunq in-beltlff der Abhaltung von vier ^ahrmülllen in Sl. Kan-zian bei Nasscnsuß, 9. Der Cenlralausschuß vlbnet die ^Velplanlung de« landwirlhsch.isll»chen Veisuchehosee in der Polana an und lichtet an da« h. Nckclbaulnlmftellu« d« Ville um unentgeltliche Belabfulgung von 6000 liche Malt. 12. Nu«jch«ß,aih Debeuz belichlet, daß Umlaih in Prag den Piei« einer handdreschmafchine von 120 fl, auf 105 ft. hnabgesehl hat. 13 N««schußralh Pelei Lahnil ftelll den Nnllllg, im Wege be« hiesigen Magistral«« sei das Ansuchen zu stellen, daß in Laibach nebst den beftehen-den fünf Ii^hrmälllen an de« ersten Villlwochlage in jede« Monate, »uhin z«öli«al im Jahre, ein Hornvieh, de<.lfh, unstsweise Pietdemalll abgeh^len wclden dürfe. Bei Begründung diese« Antrages belonl Rebner die heb«««, und grcquenz des Vellehre, und die Au«sichl a»f Hlwab guna der Fleischpreise. " " 2024 — (Da« Militär concert), welches gestern in der Veranda dtr Easinoreftauratlon stattfand, erfreute sich eines recht lebhaften Besuches. — (Aus de« Vereinsleben.) A« 8. d. findet in der Hualnica zu Rudolfswerth eine General»«» san»lung statt, wobei die Neuwihl des Ausschusses vollzogen wird. — Am 13. d. velsdmwelt sich der Aitalnica» verein in Adel« berg. An der Tagesordnung stehen: 1. Velichlerftüllung über die Veleinslbatigleit im abgelaufenen Jahre. 2 Bericht Über die Kossegedarung im I^hre 1874 und den Voranschlag pro 1875. 3. Wahl der Rech, nungslevisoren und Veremsfunctionäre. 4. Unträqe einzelner MttMder. — Der Gcündungsau«schuß jenes Vlrelaes, der es stch zur Aufgabe geftelll, d^ß «an »il Slovenen unr in slooemscher Epiache vellchien solle, hat seinen Sla» tulenenlwurf der h. Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt. — (Für Veamtenlreife) Wie die grazer „Tagespost" elsährt, ist vor lurze« ein sllaß Sr. Exc. dh>nen. Dle Durchfuhiung dieses Pl'nc'pcs Mld tuich das bei der Regulierung der Veamlenqchalie oufqeftillie Gihallsschema wit scinen verschiedenen Rang-lll^ss n. inneihalb deren' wieder verschiedene Gehaltsstufen »no Quirqiennalzulagen bestehen, 3taum gelc>sfin. Dadurch »lld dle Besudelung fähiger IMoivuen odne Rlicksicht auf die D'enftzeit ern özliche, wühreud der bloß n Anclen« ni«Ht immer noch durch die Qulnqzennalzulagen Rechnung getragen wird. — (Attentat.) Am 25. v. M. um 6 Uhr abends wllrde d'r vom gullfelder Varlte nach Lindftraß fihllNüe Wagen de« Handelsmannes Alois Güsch in der Gegend Von BeUbieq, Be^ill Gu»lfeld. von tnei Sirolcten in räu« belischer Udsichl angefallen. Dlese St,olche wichen j^och, als die Päss^qiere im Wagen sich anstellten, von der Schutz. Waffe Gebrauch zu machen, zmuck. Der im Wagen befind« llche Handlungscowmi« Thomas Cesar will in eine« der Anglelfer einen gewlssen Iurect aus Goiica «llamn haben. — (Wölfe) haben sich, wie der „Sloo. N^rod" er-flhrt, auch in der Umgebung von St. Veit bei S'ttich gezeigt. Omes dieser R^ublhieie wurde «legt, weitere sUnf treiben noch ihr Unwesen. — (Nus der Vuhnenwelt.) Die »Wiener Theater - Ehioml" meldet günstige Elfolge, welche Herr Rüder w I^lau als .Dufterer" in «nzenqruber« „Der G'«v ssenswuim" und als „Vicomte Volingbrrcke" im Mas Wasser"; Frau v. Ujfalufy al« „Azucena" und Herr Gült ich, beide in Innsbruck, al« „Luna" in ,Troval0le" etinngen haben. — (Theater.) Vorgestern hörten wir ganz Appartes — Cheiubiln's „W^fseltläzer," eine Oper aus aller Ait. Der musilaUsche Theil bietet Reizende«, na-»en llch in der Ooerlure. in den Vorspielen zu den übrigen Aussen und in sämmtlichen Nummern de« ersten Acte«. Herr hajel gab den Tuelpart recht gut, lebhaft! im Spiel und voll Ausdruck im Gesang; schon das erste freundliche L«d trug ihm großen Beifall ein. Frau ^ Schutz. Witt (Konstanz») ercellierle i« Terzett «lt' Mlchell und Armand (Herr Dalsy), lm Duell mit> Almand und im Flnale deS ersten Acles; letz er?« wurne ^ vo» Frau Schütz. Witt, Fläul. Ianuschowsly (Marcellme). den Herren hajet, Daliy, Knoller ^Aluonio) und Pincile« (t)an»e!) vorzüzkch voigetlagen, »tt g,vßl» Belf^ll und lautem hervorruf begllißs. Dlele« Sfett »st unstreitig die Pelle ver ganzen Oper. Derj zwelle Act wmde durch unverz^hllcheu ^eich>si«n des Herrn' O rien a ue r gewvlfen ; letzleiem belieb«« es nicht, die! de« „Lleutenanl" obliegenden wenigen Gz Oifteirelch einer so g,lß.n Belieblhett, daß auch wir nichl umhu» löhnen, ihn unjeien Leseln und Fleunoen bestens zu empfehlen. Neueste Post. (lDnftinal Telegramm der „ztaibacber Ieitunst.") Belgrad, 6. Dczcmbcr. Ncucs Cabinet: Zu-mils, Präsident nnd Älmcres; pirolschllt'.nt), Heuße-I rcs; Mljalou ts, Flnanzen; Garaschalliu. Cominnni-calioncn; Uogllscheoits, Äustiz; Prolits, tlrieg ; Uo-vakovlts, Cl'Ulis. Vie Principien des neue» Cülii-nets sind lilicral, rrformalorisch nach außcn und loyale Friedenspolitik. Wien, 6. Dezember. Se. l. und l. Apnstolische Majestät sind gtslcrn flü!) von Güdöuü in Wlln emgl-itiossen. Oerlin, 4. Dezember. N<<> der „K ell;;eitllna/' wurde tas vom Orafen Arniul dem S>ac»taer!chte ttti-^ ll/rlichte Vlr:agun^«gl!such abgtllhnt und fi.idlt der Pre-zeß zum nt'blraumltn Termwe ftalt. Telegraphischer tvechselcurs vom 5. Dezembcs Paftier-Rente «^ KU — Silber-Rente 74 60 — I>N0cr Staa<«:Änlehcn 108 40. — Vanl-Hclien ^'^6 Credii-Aclieii 2^25 — London >1»)4' — S,lber wb bO. K. t, Munz-Du-cateu — Napoltonsd'or 690'/,. Kandel und Volkswirt!) schastliches Vail»a«^, 5. Dezember. Nuf dem heutigm Marlte sind er: schienen: 2 Wagen mil Getreide und 10 Wagen nul Holz. Durchl chnitt « « Preise.______________ Mli^lMgz.' Vllt.. Mg,.. fi. fl.I ss.j k. fi,ll, «.!ll Weizen pr. Mehen 4 90j 5 6l Vutler ftr. Pfund ->45 -> . Koin « 3 50 3 «2 Ellr pr. Stück -4 — Gerste „ 8 - 3 5 M'lch pr. Matz - 10------ Hafer „ 2 10 2 20 Nmdfleiich pr. Pfd. -29- - Halbfrucht „ ------4 35 Kalbft.ilch « -26------ Heiden „ 2 9» 3 7 schwemefleisch « -^2« - Hlise „ 3 3 33 Lämmernes „ l9 - . «uluruh ^ -------3 7l) Hahuoel pr. Stllcl - 40 ^- Eüäpjel „ 2,^0 - Tauben „ — 20 l-' i!— ! Monatsauslveis ver Nationalbank. Acliva: Metallschah 143.« 53.2^6 fl. 43 lr. In Metall zahlbare Wechsel 5.05)6.0.')? fl. 55 lr. Escompllerte Wechsel und Effecten zahldar in W>cn 72,«00.401 fi. 24 lr. Escomptierte Wechsel und Efftclc» zahl« bar in den Fllialen 66,640.03! fl. 4 tr., zusammen 13!1.4<0,43^fl, 2« tr. Dallchsn gegen Handpfand in Wien 13.557.700 fl,. Darlehen gegcn Handpjand in dm Filialen 22.1l>l.tt»>> fl., zusammen 35 749.500 fl. Vlaalsnoleu, welche der «ant gehören, 2 2,890 fl. Darlehen an den Staat fllr die Dauer des Vant-Privilegillms «0.0<«»,000 fl. Hypothclar-Dallehen «6,944.769 fl. ?8 » lr. Oär- senmäßig angelauste Pfandbriefe der Nationalbani 4.429.800 st. 85 tr. Effecten de« Reserve Fonds nach dem Cur«werthe v, 30. Juni I«74 4.257,3«2 sl. 40 lr. Effecten des Pension«! Fonds nach dem Eur«werthe v 30. Juni 1874 2.286.4"2 sl.95lr. Gebtlude ,n Wim u.Vuda.Pch. dann gesammler^uilliu» >n«ll-u«:tu!, 2.80i!.93l fl.l7'll. Zusammen 506.241.396 fl. 42 lr. — Passiva: Vanl Fond« 90.0>>l>.000 fl. Rsseroe-Fonds 18.009,s'00 st, Vanlnolen-llmlaus 304.078,640 ft. Unbehobeiie «llpllul«rUll,ahlungen 37.615 ft. Lin» zulüsende Vanl-Nnweisungen I 2^5,046 fl. 25''lr. Giro-GnlhadtN 1 55,0.836 fl.86 lr Undshobene Dinidenden 122.8?3st.30lr. Pfand, briese ,m Umlaufe 86 915.865 st, Verloste, „och nicht emnelüsle Pfandbriefe 177.250 ft Uubebodene Pfandbrief-Binsen 88.957 fi. 87 lr. Pensions - .solid« 2.286,476 ft. 65 tr. 'Saldi lautender Rechnungen 1.647.835 si. 48 ' tr. Zusammen 506.241,396 ft. 42 tr. Lottozichnng vom 5. Dezember. Trlest: 18 9 7? 64 20. Theater. Heule: Au« der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Acten. Meteorologische BcodachluiMN in ^faibach. 6U.Ml,. ?3'»..4 -i-04 NNW.s.sch. R,g n 6.5 5 2 « N. 729,7 »^ l4 9iO. ichucich gan< bew. Regen, ^ >0^, Ab 73^0. ^.0„ O/iO. schm. gan; bew. SchN« '6l1.Mg 735,? i 0.4 WNWschw. Nebel' 6 2 « N. 737 o^ ^ I.. O !ch,uach Nedel 0 c»o !0« Äb. 73^,5 -0« O)lO. schw. Nebel Den 5. in der Nacht u»d mit geringe» Unterbrechungen bi« gl>gfii Mütaq lllü'allsno. adwechsclnd l>i,lnld. Da« Taueemillcl del T>»,prlalnr an, 5. -^-0^", um 6. ^- 0 4", t>eziet,ung«ive!!e um 0 2 Ubec uuo ^0" gltlch dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ott« mar Vamberg. > Danksagung. W Für die vielfachen beweise von Theilnahme wä> ^> rend der Htlanlell unieres liedeu ilindts > MuX ^ und der zahlreichen Vetbeiliqung bei der Beeidigung ^ desselben sprechen den tiefgefllhllcslen Danl aus die trauernden Neltern: M Leopold 6lil«!er, W Fricl>trillc Hnrgcr. W Helene geball und Viaraaretha Zeball arben M ^ allen Verwandten. Fvcmide» und Belainilen die liückst W ^ betrlldende Nachricht von dein D.ch!>!sä'eiden ihceS W ^ theuren, unvergeßlichen Vetters, des Herrn W > Igiltt) Heisl, > W gew. Nanliersin Trieft, W ^ welcher beule nachmittags um 4 Uhr hierorts, ve» W ^> sehen mit den hell Sterbesakramenten, nach liirzeM W ^ Kranlenlager im 82. Lebensjahre sel,a in dem Herrn W M entschlafen ist. W ^ Das feirilicke Leichenbegängnis findet Montag den W M 7. d. M. nachmittags uin 3 Uhc am hiesigen Fnedhofe D W zu Nltlack statt. «, ' u u / ^ W Die heil. Seelenmessen weiden in verfchiebcncn W Kirchen gelesen werden. W >> Der theine Dahingeschiedene wird dem frommen W ^ Ändenlen empfahlen. W W Vischoflack, am 5. Dezember 1874. W ^u ^5okA»»«<4»<- ^ien. 4. Dezember. Bauwerlhe und ungarische Papiere waren ftau und zogen andere Werthe in Vlitleidelischaft. Nenlt und 1«60er ilose waren sehr fest und lv'lldt" ^l'sfrlirllMl. ftr Arbitrage in Posten getauft. ________ ___________________ _________ Geld Ware Febrn«.) ^"^ <.....69 fft K9 «k 3»»»«.) «.«^.^ i . . . 7460 7470 L«l«, I»39.......2«9 - 272 — , 1V4.......1l 3 75 104 — , 18sO.......1(920 is» 4" , 18«0 ,n 100 N. . . . 11b 11b k»c » 1864 . . . . . . .134 50 134 75 Domllnen-Pfllndbriefe .... 1'/3— ^350 Prä«ien«U«hen der Stadt V!» 102 50 103--»»t,m« » ^^. . , . . 98 - V850 »«li«im l ^°' l . . «375 84- «i«b»5»r,en f ..'A.. ^ . 7b 50 76 Un«,r» I "<"«» I . . ???b 7825 »on» >»egn immge.e,fs . . . 9750 38 — U»,. A»,li.«ahn,ll»l. .... 9775 98 - U»,. Pliw,itn.»ul......80— V050 «»'rel. C«uim»»«.»2lehen . . b9— 69 b< Nette» »ou Vsuken. Geld Ware »nglo.Vanl .... 13? — 137 25 V«mlo«tin . . »<6 __ 97 — V»deulrtditanft«U 1^9 50 111) K0 T«dit«mN»lt . 233 zh 2b3 bO Geld V««, «reditllnfialt. nngar.....«24 - 224 50 Depositenbank ...... 123 — '2^ - ««compttaustult. .... .300-81"- ßr»n«.««ll......b6- f62b h»nl»el«bant . ..... 7! 50 72 Natlon»lb«n«......996— S97 - vesterr. »ll,. v«ck .... >» — ^ Otfterr. V«l,litlllch,ft - . . I»1 — '93 - lHis«l.'...... .1!! 75 112- «tttw«i«5.......19 2ü ,9^0 «^ir«i?«k.......1<^4 50 10b Actie» »»» Iv«n«p»»t«Unterneh« mu»ae». Geld Na« «lf«ld.««hn.......137 50 I!«« ««l.Lnd»l,.Vahn . . . ; «23^50 2^9 75 »2N«u.«>»lnpischill..»tstllfch,ft 430— 4^2.. «lls»belb.«e«»h».....192-19Z50 «llfaheth^Vshn <8inz«Vnz»»tils« Bt«^,).......— — — — sserdinanbs-Norbbahn. . . 1890—1900-Hranz-Ioseph-Bahn . 1^4 - 184 50 ziemb.. «..... 94—94 2« ... 10b , 7l1 ,10b . ««wische «rnnd«»laNnn,».Obli!z»tl<,ne^ Vri,,t„tl«>»,: «elt, «6 50, «»«