Wtmcher Nr. 195. Prä numcra ti onsple i « : Im ilompton »anzi. fi, ll, halbj. ft, 5,-5«. lfül die ZuficUung in« Hau« haldj. 50 tr. Mit del Post «anzj. tenntnis: ^r(; <'.^t, als die nnlrüg-lichstc Manifestatiuil dcö hingebllngouollsten Glailbens ansehen. Die unabhängigen Minner der Verfassungspartei werden jedoch buses ^uiili/il) d<;Il'inwüctw zugnnsten der Parteiführer nnd der Partcitaktik sicherlich zurückweisen. Das Organ, welches die wahrhafte Verfassungstreue auf den Kreis ihrer Parteigenossen einschränkt, verweist übrigens auf die Ergebnisse der Parteitage von Lwz, St. Polten, Graz, Brunn, und fragt, üb denn hier nicht ein Programmüberflnß aufgespeichert wäre. Wir antworten darauf: Hier gibt es Programme, aber tcin Programm, hier gibt es Programme liberaler ^ractionen, aber tein Programm der Ver-fassmlgsftarlei. Welches von diesen ist das echte? Jenes von Graz, welches die sofortige, jenes von St. Pulten, welches die allmälige Verstümmelung der Verfassung Mi Feldgeschrel auserkoren. Schon dieser Widerspruch Mschen den Partcitags-Manisestationen spricht für die Mhwendigtelt einer autoritativen, maßgebenden Kundgebung, ans welcher das Kabinet sowol als die anderen Parteien, sowie die gefammte Bevölkerung zu entneh« men vermöchten, welches der Boden fei, auf dem die Liberaleu stehen, und ob auf demfelben eiuc Auuäheruug der Gegensätze möglich, oder der Kampf die unabwendbare Nothwendigkeit sei. Den Männern von der Vcr-fassungspartei znzumuthen, fie follen in Linz gleich Trappistcn gar nichts sprechen, als dem Kricgsrufe der Klubhegenionen folgen, ein Echo für ihr nun polnumu« abgeben — das deutet auf die beabsichtigte Proclamie-rung der Dictatur iul liberalen Lager hin. Das leitende Organ für Unversöhnlichleit belehrt nns ferner, daß die Programmlosigleit wol das Grnndrccht der Parlanlenlarischen Parteien fei, welche sich stets und überall auf die starre Negation zurückziehen können, daß dagegen die Negieruug die Pflicht besitze, leinen Zweifel über ihre Absichten walten zu lassen. Diese Ziele scheinen uns indessen klar genug zu sein: Die Versöhnung der staatsrechtlichen Opposition mit der Verfassung und auf dem Boden derselben die Um-gcstaltnng des Reichsrathes in ein Vorparlament, die Schaffung einer constauten parlamentarischen Majorität und damit die Möglichkeit einer erfpießlichen Wirksamkeit, emes in fast gleiche Hälften geschiedenen Hauses. Wahrlich, wenn solch' eine Aufgabe gelöst würde — fo läge dann die Erfüllung eines bedeutuugsvollcu Programmes, dem gegenüber ein bloßes „Nein" nur eine höchst stenle Aetivu repräsentieren kann. Das Organ des Kampfes um jeden Preis unter-nimmt bei Festhaltung an der Entbehrlichkeit eines jeden Programmes dennoch den Beweis, daß die Vrr-fafsungspartel sich in den Jahren ihrer Herrschaft nicht mit der bloßen Negation begnügt hat, sondern vieles geschaffen, was dem Reiche 'znm Segen auögeschlageu. Niemaud wird es bezweifeln wollen,' daß viele Werke der Verfafsnngspartei dem Staate zum dauerhaften Nnhme und Vortheile gereichen, die Säulen feiner Macht bilden und wol für alle Zukunft bilden werden. Aber welche Verfasfungspartei hat sie geschaffen? Jene, welche heute von den Uuucrsöhulicheu gebildet wird? Gewiß nicht. Diese Werte sind zumeist das Produtt der schaffcudcn Kräfte der Vcrfaffungspartei, welche überdies in den letzten Jahren ihre Erfolge nur im Gegensatze zu jenen Fractiuncn zu erkämpfen bemüfsigt waren welche heule als die wahrhafte, alleinseligmachende ^cisaMngspartei angepriesen werden. Das Verfassung reue Kab'uet Auersperg-^asscr und Auersperg-Stre-ayr suhrtc dieses angeblich positive Programm der ^erMlugspartei nicht mit, sondern trotz der und gegen ^.v.V^ b"' Vcrnrinllilg durch. Freilich werden die ^ittglieder dieses Kabinets nunmehr, nachdem sie ab« getreten sind, gefeiert, verh. rrlicht und für diese Partei rcclamiert. Es war indessen seit jeher eine Eigenthümlichkeit der liberalen Pnbllcistik Wiens, den liberalen ^illuster erst zu unterstützen und anzuerkennen - wenn er abgetreten war, ihn dagegen zu bekämpfen, so lanae er anf saß. ^ „«ch^,' die Minister — leine Munster mehr sind, wird ihnen eine pompöse Leichenfeier bereitet und das Vaterland aufgefordert, an ihrer Bahre zn weinen. So lange sie aber lebten nnd noch nberdies leben wollten, - da war der kein echter Liberaler, welcher keinen Stein wider sie warf, und Hr. Sturm wnrdc als olympifcher Sieger bekränzt, weil er del, „Psendu-Liberalen" Dr. Ungcr nnter den krummern scmer „absolutistischen Theorien" begrub! Sämmtliche Acte der jüngsten Legislation, auf dcncu nunmehr die äußere Machtstellung der Mon- archie und ihre innere Organisation beruht, kamen gegen den Willen jener zu stände, welche lein anderes Programm als das „Nein" hatten. Was rettete diese Vorlagen, was rettete den Ausgleich mit Ungarn und den Berliner Vertrag? Die Eoalition der produktiven Kräfte gegen die Negation. Die Eoalition ist keineswegs so neuen Datums, wie heute ausgeschrieben wird. Sie ist nicht eine neue Erfindung des Grafen Taaffe, sondern ein Produtt der Nothwendigkeit, welchem das frühere Parlament allein seine Wirksamkeit zu danken hatte. Wer bewilligte den Kafseezoll, ohne welchen der ungarische Ausgleich gescheitert wäre? Die Eoalition, gegen die nm Dr. Herbst gescharten Fractionen der Partei des „Nein". Am 5. Jänner Itt7tt stimmten Dr. Herbst und 10^1 feiner Anhänger mit Nein, 146 liberale und confcrvatiue Eoalierte mit „Ja"! Wer bewilligte am 27. Februar ittVtt den Petroleumzoll, ein weiteres Element des Ausgleichs? Dieselbe Par-lameutülische Eoalition! Wer verhalf dem Quoten-und Restitutionsgesetze zum Siege? Diese Eoalition. Dr. Herbst und 122 Genossen bildeten auch da die Partei des „Nein" gegen 165 liberale und conservative Eoalierte. Das Einführuugsgesetz zum Ausgleiche wurde von derselben Eoalition gerettet. Dr. Herbst und viele seiner Anhänger stimmten bei diesem Anlasse (am 17ten Juni ltt78) weder mit Ja, noch mit Nein. Sie acceptierten damals den reinen Standpunkt der Pro-grammlosigteit. Der Berliner Vertrag, welcher die Machtstellung der Monarchie im Range der europäischen Staaten und seine Verhältnisse zum Oriente normiert, wurde von derselben Eoalition gegen die Ncill'Sager votiert. (Hier stimmten 154 liberale und conservative Eoalierte gegen 112 Unversöhnliche.) Nicht jener Verfaffungsparlci, welche heute den Krieg predigt, sind demnach die positiven Resultate der letzten Jahre zu danken, auf welchen unfcre Stellung nach auhen und im Innern basiert. Diese hatte tein anderes Programm als jenes der Negation. Wenn das Parlament trotzdem seine Aufgabe erfüllen und die verfassungstreue Regierung ihrem Programme gerecht werden tonnte, so geschah dies nur vermöge jener Parlamentarischen Eoalition, die das Bleibende im Wechsel war. Und wenn nunmehr diese parlamentarische Eoalition, welche unter der Aegide eines ver> fassungstrcuen Kabinets wirkte, ihren Ausdruck auf der Ministerbanl findet - kann man darin eine Versündigung am Prinzipe des Parlamentarismus betlagen ? Erhält es nicht vielmehr darin seinen Ausdruck? Angesichts einer Eoalition, die seit Jahren im Parlamente in uuller Wirtiaml^it war ruft katz §">r^„ k?? Jeuilleton. Die Zaulierglocke von Kahlenberg. Eine Erznhluilg aus zkraiu. Von Harriet. (Schlusi.) Nun kam es aber anders. Nach einem Brief, den Ne ihrer Mutter schrieb und in welchem sie ihr eine misnchtige Beichte über ihre Gefühle ablegte, wnrde stc sofort ans der Anstalt abgeholt nnd mit der aanzen strenge und dem vollen elterlichen Unwillen als eine unfolgsame Tochter behandelt. Lassen Sie mich einen wohlthätigen Schleier über all die Kampfe breiten, welche meine geliebte Bertha nun m dem Elternhause zu bestehen hatte. Man wollte ^ oas arme Mädchen zn der Verbindung mit ihrem n^ «!'.?""'am, - vergebens waren alle Thränen mw bitten, der Tag ihrer Verlobung mit dem jnnaen ,N7"'ll ^'b ^gesetzt, die Neigung zu mir als yunchte Kinderei verworfen. — Bertha verließ das ^',"'"lM,s und flüchtete sich zu einer alten, gute» ^""A dort wnrde sie mein Weib! Der maßlose Zorn b i^ ? "^' 'hr Hochzcitsgeschenk. - O, was wir k?i>. "^ dlch'" Verhältnissen litten, bedarf wol ms? Mahnung; dennoch blieb nnsere Liebe die W rV''s"M Trösterin in bangen, schweren Stnnden. s^i i, Vu ' ^ne arm uns das Leben ohne den gcgen-lntigen Besitz ^worden wäre. Kind/ !,"'^ ""es gut! Bertha's Eltern haben ihrem maa i, .^ ^' ^uurt des Knaben verziehen. Viel sich der ?^" ^löhnung eme Wechselsälschnng, die lobte -> "M,Kaufmann — Bertha's einstiger Verschulden kommen ließ, beigetragen haben. Meine Gattin jedoch schreibt sie der Zanberglocke von, Kahlenberge zu, der sie ihr schweres Leid anvertraute. ^- Eine überirdische Kraft — s» meint sie — verlieh den, Glöcklein in der Fremde die Macht der Erlösnng! Soll ,ch Bertha den frommen Wahn rauben? Sie selbst sangen ja, als wir über den mir unvergeßlichen Veldcser See fuhren: Wenn das Müctllin zu den Strrncn DcmcS Herzens Wünsche trä'nt, -Urmgt cs Trost a»s jenri, Ferne». Und das herz ist froh bewegt. dc.l dem tmdl,chen ^trauen, Das s,ch lm dcn klauben hält, Eine Arnctc sich zu bauen Vln nach jener bessern Welt. Und nun nehmen Sie die beiden Bilder freund-,ns-.-o5 ,«.".^ """" Herzensarüße unserer Freude, ""'"es Glückes, in das ich den poefievollcn Märchen-freund aus dem schönen Krain so gern eingeweiht! .. n^uHlich will ich Ihnen noch sagen, daß Veldes, me ^zeue Ihrer Heimat, bereits viermal von mir in "el. gemalt wnrde nnd sehr gntc Känfer fand, die sich m das reizende Landschafls'bild förmlich verliebten. ^-ie sehen, wie sehr man sich für das liebliche Alpen-ano bei uns erwärmen kaun. Ich will bis zum Früh-nng em Albnni mit den schönsten Bildern Ihrer Heimat vollenden, es wird sicherlich ebenso begeisterte ^chrer fmdcn wie Veldes. Diesem Album soll das düstere Felsenschloß Lueg mit ssiner schauerlich wilden, 3l> ll ^" Naturszenerie eingereiht werden, auch die ^oelsbcrger trotte wird in demselben vertreten sein l""d das liebliche Stein. Indem ich und meine Frau Ihnen die freundlichsten Weihnachtsgrüße senden, bleibe A l" deutscher Anhänglichkeit Ihr G. Lünebura. >Dusseldorf, 21. Dezember 1878." Herr K. faltete den Brief langsam zusammen: „Alfo. das war Frau Bertha's geheimes Leid", flüsterte er vor sich hin. „Man könnte es fast in eine kleine Erzählung aus Krain hinrinverwcben", sagte jetzt die Schwester des jungen Mannes, indem sie sich anschickte, die untersten Lichter an dem duftenden Weihnachtsbaume auszulöschen, denn bei den, Lesen des langen Briefes waren sie fast ganz herabgebrannt. „Wer foll sie denn fchreibcn?" fragte Herr K. rafch. „Dafür laß nur mich sorgen", entgegnete seine Schwester lächelnd. „Die Geschichte foll bald geschrieben und — so Gott und die gestrenge Redaction der „Laibacher Zeitung" nichts dawider haben — auch gedruckt sein, du kannst sie dann als Revanche für die schönen Bilder deinem fernen Freunde senden, der nnfer Krain fo lieb hat und dessen herzige Frau der Macht des Kahlenberger Bcrgglöckchcns so gläubig vertraut. ..O, ich nehme dich beim Wort", fiel da Herr K. lebhaft ein, indem er die Hand seiner Schwester faßte: „Aber dn wirst sie doch nicht selbst schreiben wollen — b" '"'«e«äw!'^„""!c!,^»d°r.. r°M «uch lein ^ichH-^.gn"« würden sich «°M und «.„er «eine Erzählung °u« Nn "rech °ld,'druck, au, deinem Schreibtisch wd n m'dem «ew.H rechl hübschen Titel: Die Z°ubergl°cke »°n Kllhlenbeig," I67N Unversöhnlichen aus: „Wir möchten den Mann sehen, der auf die Frage, ob er gehenkt, ersäuft oder er« schössen werden will, anders antwortet, als mit einer — Negation!" Niemand hat an die Verfassungspartei diese Frage gestellt, vielmehr die engegengcfetz. teste, ob sie am öffentlichen Leben und an der Negierung mitwirken will. und das ist doch etwas ganz anderes, als erschossen, gehenkt oder ertränkt zu werden. Nur das hier in Rede stehende Organ hat der Ver-fassungspartei zugemuthet. einen politischen Selbstmord zu begehen, indem es sie aufforderte, in den Winkel zurückzutreten und der neuen Coalition fernzubleiben, trotzdem sie an der Coalition im aufgelösten Hause ohne Skrupel theilgenommen hatte. Nein, wir können es nicht annehmen, daß die gesammte Verfassungspartei freiwillig auf ihren Einfluß auf die Leitung des Staates verzichten, diesen der Alleinherrschaft gegnerischer Parteien überlassen und sich dafür mit der Programmlosigkeit begnügen wolle. Der Soldat muß allel dings seinem Führer treu bis in den Tod folgen, aber die unabhängigen Männer der Verfassungspartei werden vorerst untersuchen müssen, wohin sie geführt werden und welche Folgen die fernere absolute Negation haben kann. Sie werden es nicht für die Pflicht der Partei halteu, den Klubführer treu bis zum politischen Selbstmorde zu folgen." Aus Frankreich. Auf einem von dem Präfecten der Aisne dem Generalvath dieses Departements und seinem Präsidenten, Herrn Wadüingtou, gegebnen Bankett hielt der Minister des Aeußcrn, wie bereits telegrafisch mitgetheilt wurde, eiue Rückschau auf die Thätigkeit der Regierung und der Kammern während der letzten sechs Monate. Er wies in seiner Rede nach, wie die schwierigen Fragen, welche bis znm Regierungsantritt des Herrn Jules Grc'vy in d»r S hwebe geblieben waren, zur allgemeinen Zufriedenheit abgewickelt worden feien. Dabei kam er auch auf die Ferry'schen Vorlagen zu sprechen und charakterisierte diesen Gesetzentwurf als einen ausschließlich politischen, der darauf abzielte, den Staat wieder m den Besitz seiner unverjährbaren Rechte zu setzen. Als Anhänger der freien Discussion habe er, der Minister, nichts dagegen einzuwenden, daß man diese Vorlagen iu ihren Eiüzelnheiten kritisiere, die von der Regierung gewählten Ausführungsmittel für mangelhaft ansehe uud au ihrer Stelle andere, die man für wirtfamer halte, in Vorschlag bringe; in der Sache selbst aber sei es schlechterdings nothwendig, den Entwurf aufrecht zu erhalten, daher anch die Regierung mehr als je entschlossen sei, ihn vor dem Parlamente zu vertheidigen. „Hinsichtlich der auswärtigen Lage — schloß der Ministerpräsident — habe ich nur wenige Worte hinzuzufügen: wir erfreuen uns eines ungetrübten, vollkommenen Friedens und stehen zu allen fremden Mächten in den freundschaftlichsten Beziehungen." Die Rede wurde von dem Veneralrath der Aisne mit einstimmigem Beifall aufgenommen. Bis jetzt sprach sich in den französischen Departements nur ein einziger Generalrath, der der Cotes du Nord, gegen die Ferry'schen Gesetze aus. In vielen anderen Gcneralräthen wurden ebenfalls Proteste wider diese Gesetze eingereicht, dieselben aber an die Ausschüsse verwiesen. Im Generalrathe des Niövre-Departements gab der Präsident Kenntnis von einem Schreiben des Bischofs von Nevers. worin derselbe die von dem Präsecten beschlossene Ersetzung der Congreganistenschulcn durch Laienschulen sehr scharf tadelte. Der Präfect lkh den Präsidenten nicht bis zu Ende lesen, sondern erklärte, er könne nicht zugeben, daß man dem Rathe ein seine Handlungen kritisierendes Actenstück vorlege, und er müsse sich zurückziehen, wenn der Vortrag fortdauere. Der Rath beschloß hierauf, daß der Brief des Aifchofs deu Acten nicht hinzugefügt werde und ein rein persönliches Document bleiben müsse. Das „Journal des Döbats", dessen Beziehungen zu dem Finanzminister Leon Say bekannt sind, veröffentlicht über die Verlängerung der bestehenden Handelsverträge eine Note. der wir nachfolgendes entnehmen: „Welchen Werth wir auch auf eine bestimmte Dauer der Verträge legen, sehen wir doch keinen Grund ab, weshalb wir uns dem Auslande gegenüber uerpflichten sollten, unsere Verträge nur in dem einzigen Falle zu kündigeu, daß der allgemeine Tarif votiert würde. Es scheint uns vorsichtiger, unsere Handlungsfreiheit in dem Maße zu bewahren, als sie sich mit den Bestimmungen des Gesetzes vom 4ten August in Einklang bringen läßt. Das Beste wäre also, mit den fremden Mächten und znnächst mit England ein Abkommen zu treffen, welches zwei Bestimmungen enthielte: Nach der ersten müßte der Vertrag, der jetzt bis Ende des Jahres fortbesteht, auch nachher in Kraft bleiben, bis er von einem contrahierenden Theile gekündigt wird; nach der zweiten dürfte diese Kündigung in keinem Falle vor Ablauf des sechsten Monates von ihrer Notificierung ab ihre Wirkungen üben. Die Permanenz der Verträge würde auf diese Welse die Regel werden, welche von rechtswegen, so lange keine neue Abrede getroffen wird, auf unbe- stimmte Zeit fortzubestehen hätte, und ihre Aufhebung könnte nur durch einen Beschluß der einen oder der anderen Regierung veranlaßt werden." Rußland und Skandinavien. Manche Anzeichen scheinen dafür zu fprechen, daß die germanifchen Nationen und Nationalitäten Europa's mehr und mehr eine Anlehnung an jenen Staat suchen, der durch seine geografischc Lage, seine überlegene Bildung wie durch seine politische Machtstellung der Hort der germanischen Kultur zu sein bestimmt ist. In Holland hat vor kurzem ein hervorragender Publizist in einer Broschüre über die Thronfolgefrage den Gedanken auszuführen gefucht, daß nur in dem Eintritte in das deutsche Reich Heil für das lleiue Königreich zu fuchen und zu finden fei. Für Deutfch-land wäre ja mit dem Anschlüsse seines an Kolonien reichen und durch seinen Handel so bedeutenden Nachbarlandes sicher der werthvollstc Besitz gewonnen. Aber so frei ist man in Deutschland von Annexions-gelnsten jeder Art, daß die dortige Presse von den in mancherlei Hinsicht treffenden Aeußerungen des holländischen Publizisten kaum Notiz genommen hat. Ebenso wenig hat die Stimme eines schwedischen Politikers Beachtung gefunden, der vor einiger Zeit im Hinblicke auf einen deutsch - russischen Krieg die Allianz Skandinaviens mit dem deutschen Reiche forderte. Iu Deutschland hält man die Eventualität eines derartigen kriegerischen Zusammenstoßes nicht für fo nahe bevorstehend, daß man sich ernstlich mit ihr zu beschäftigen hätte, und in Skandinavien sind die Sympathien für Deutschland nicht so stark, daß dort der Gedanke einer Anlehnung an das stammverwandte Nachbarland sofort auf fruchtbaren Boden fallen könnte. Der dänische Krieg des Jahres 1864 hat dort eine Erbitterung zurückgelassen, die erst die nächste Generation völlig überwunden haben wird, uud die Zollpolitik Bismarcks ist keineswegs geeignet, neue Bande der Sympathie zu knüpfen. Immerhin gesteht man in den skandinavischen Ländern willig ein, daß eine Zeit kommen wird und kommen muß, da sich wieder innigere freundschaftliche Beziehungen zwischen den verwandten Nachbarreichen anspinnen werden. Was man aber mit Entrüstung weit abweist, das ist ein skandinavisch-russisches Bündnis, das gerade jetzt von russischer Seite mit so viel verdächtigem Eifer betrieben wird. Wie ein Telegramm vom 22. d. M. meldet, ist der Großfürst-Thronfolger vor drei Tagen von Petersburg abgereist, um die Höfe von Stockholm und Kopenhagen zu besuchen. Kurz vor seiner Abreise hat die officiöse „Agence Ruffe" mit ancrkennenswerther Offenheit als Zweck dieser Reise die Bestätigung der bestehenden guten Beziehnngen und die Anknüpfung neuer freundschaftlicher Bande zwischen Rußland und Skandinavien bezeichnet. Wir würden von dieser Vergnügungsreise des russischen Zarewitsch nicht weiter Notiz nehmen — bemerkt hiezu die Grazer „Tagespost", der wir die vorliegende Politischi' Betrachtung eittnehmen, — wenn sie nicht in so bedeutsamer Weise ill die Zeit der Erkaltung der russisch-deutschcu Beziehungen und des Federkrieges der russische» Presse fiele. Die demonstrative Veröffentlichung der «Agence Russe" — man weiß ja, daß die russische Diplomatie sonst so geräuschlos zu arbeiten pflegt — hat nntcr diesen Umstünden keinen anderen Sinn als diesen: Hütet Euch, mit Nußlaud zu brechen, und surgt dafür, daß unsere Freundschaft Euch erhalten bleibe, denn Ihr steht allein und wir finden Bundesgenossen, wo wir sie suchen! Dieser Popanz wird jedoch für die Deutschen schwerlich etwas Schreckendes haben, uud wir sind überzeugt, daß das skandinavisch-russische Bündnis dem Fürsten Bismarck keine schlaflose Stunde machen wird. Mit Dänemark freilich hat man durch die Heirat des Thronfolgers mit der Prinzessin Dagmar engere Beziehungen angeknüpft, und obwi.'l auch dort die russische Politik des Herbstes 1803, die den kleinen Staat zum Widerstände aufreizte, um ihn. dann im Stiche zu lassen, arg verstimmt hat, so wird der russischen Diplomatie doch durch die Revancheclelüste des dänischen Volkes das Spiel ziemlich leicht "gemacht. Anders in Schweden. Dort gilt der Russe ebeuso als Erbfeind, wie weiland der Franzose den Deutschen; der Russeu-haß ist ein Vermächtnis der Geschichte. Auf unzähligen Schlachtfeldern haben sich dle beidcn Nachbarvölker gemessen; Narwa war Schwedens größter Triumph. Pultawa seine folgenschwerste Niederlage. Schritt für Schritt hat das halbbarbarische Rvesenreich seinen Ostsee-Rivalen verdrängt, nach den Ostsee-Provinzen hat es ihm zuletzt auch Finnland entrissen, in dem noch jetzt das schwedische Element das herrschende ist, und wenn Schweden aus der Reihe der Großuiächte in die der Staaten zweiten Ranges herabst»:igen mußte, so verdankt es dies nur jenem schlimmen Nachbar, der jetzt um seine Freundschaft wirbt. Die rufst sche Regierung freilich welß recht gut, weshalb sie diesen Köder ans-wirft. Sie hat es durch ihre Politik glücklich dahingebracht, daß Nußland völlig isoliert dastt ht, uud nun macht sie verzweifelte Anstrenginigen, sich n^ ^ue Freundschaften zu suchen. Im Lande Harls IX., Gustav Adolfs und Karls XII. aber wird sie mit diesen Werbungen schwerlich viel Glück haben. In Deutschland hat Schweden nichts zu holen; der Wicdcrgewinn von Finnland aber ist ein Ziel, welches das junge Skandinavien noch nicht aus dem Auge verloren hat. Der Kampf um die Hegemonie in Asien. In deu Zeiten der Machtfülle des ottomanischcn Reiches hat dasselbe mit christlichen Staaten niemals einen definitiven Frieden geschlossen, sondern nur einen Waffenstillstand für einige Jahrzehnte. Die moderne Diplomatie der Christenheit ist nicht so ehrlich; ste unterzeichnet Friedensschlüsse auf „ewige Zeiten" un vollen Bewußtsein, daß man einem gnädigen Schicksal allen Dank schulden werde, wenn derselbe etliche De-cennien überdaure. Nicht selten ist die Friedenspause nur ein latenter Krieg sich stets befehdender Interesse», Eine gute Illustration hiezu bieten die englisch-russische" Beziehungen in Asien. Die „Triestcr Ztg." schreibt diesbezüglich: „Der Schwerpunkt des Kampfes um die Heg^ monie in Asien war während des letzten Orientkrieges an den Bosporus verlegt: England vertheidigte in der Türkei seine asiatischen Besitzungen. Durch den Berliner Tractat, durch seine Spezialcouvcntion mit der Tiirw und durch das jüngste Arrangement in Egyplen h" sich das Londoner Kabinct seine Interessentsphäre ^ türkischen Reiche gewahrt; durch den glücklichen Kries mit Afghanistan hat es diese Interessen im munitt"" baren Bereiche seines indischen Besitzes vertheidigt-Alicr von einem endgiltigen Triumphe in Asien lall" vorderhand und auf lange hinaus nicht die Rede se^' Ebensowenig von einem „Ausgleich" zwischen Engla^ und Rußlaud. Die Natur der beiden Staatswese" nnd deren Methode, die asiatischen Besitzungen a^ zubcutcn, »st ciue diametral entgegengesetzte. RußlaN" sncht sein Grenzgebiet nicht blos änßcrlich ausznd^ ncn, sondern auch die neueu Gebiete durch Colonis^ tion in den Bereich seines eigenartigen Staatslebeüs cinzubeziehen. Man Pflegt hie und da die Engländer als das erste Culomsatlonsvolk der Gegenwart zn bezeichncN' Die Engländer sind in der That auch befähigt, al>s einem jungfräulichen Lande durch Thattraft uud Arbeitsfähigkeit eil« zivilisiertes Gemeinwesen zu schasse^ Aber ebeu uur iu jungfräulichen Läudcru, wo d>e einheimischen Nassen vor der Civilisation schwinde!'» wie die Indianer in Nordamerika, die Hottentotte" uud Buschmänner im Caplande, die Papua auf N^ Holland und Tasmanien, die Maoris auf Neusecla^' England kolonisiert, wie die Helcnen des klassisch^ Alterthums kolonisiert haben; Rußland hingegen n)lt die Römec. Rußland wird leme verheißungsvoll^ Grundlagen neuer Staatswesen über den ganzen ^ ball verbreiten mit seiner Colonisationsmethode; ^ gliedert sich aber an seine Grenzeil immer neue, sträng organisierte Provinzen an, in denen die halbgesittete' Eingebornen von der ihnen weit überlegenen russW Zivilisation und Nationalität aufgesogen werden. ^ ^»gländer dagegen wlssen mit einer fremden CiuiW tion nichts anzufangen; ihnen fehlt die militarily Kraft nnd das Mcnschenmaterial, so heterogene ^" kerschaften zn assimilieren. So tuiumt es denn, b^ das anglo-indische Reich wol von ihnen beherrscht U' ausgebeutet wird, daß sie aber nicht in der Lage sl^ dasselbe in eine Kolonie umzugestalten. Sie sind ul bleiben Freindlinge in diesem ihren Besitz; sic ^ wachsen nicht mit Land und Leuten uud diese uA mit ihnen. Ein glücklicher Aufstand, eine glückl,^ fremde Invasion kann sie aus allen diesen Herrlichle" und Reichthümern Indiens hinauswerfen. . „ Ihr Mißtrauen gegen das Näher- und NH, rücken der russischen Nachbarschaft im Turan, ul^ telasien, ist daher wohlbegründet. Rußland, der I > geschlossene Nationalstaat, wäre als unmittelbarer Ore" nachbar einer national-englischen Kolonie dieser ev , sowenig gefährlich, wie die Union für Canada. ^'^r verhält es sich mit Indien. Rückt im Verlaufe ^ Zeiten das russische Kulonialgebiet bis an dessen ^re^ vor, so sind bedenkliche Reibungen nicht mehr zu "leiden. He,, Das weiß man in Altengland seit einem y" ^ Jahrhundert; deshalb die Sorge, eine möglichst 9^.,, neutrale Zwischenzone zwischen dem anglo-indll^ und dem russischen Reiche offen zu erhalten "51^ gesteigerte Mißtrauen in die Zukunft, wenn bleseH^ sich uerengert, wie dies soeben wieder der Fall 9^.^,. dnrch die - mililärischen Erfolge in M)" M-Diese haben das offizielle Machtbereich von ^'„dcrt Indieu den rnssischen Grenzen um einige l) ^. Meilen näher gerückt, nnd ob dieser ConselUU'Nz >^t Siege über Schir Ali und Iakub Khan cinpsm^ / zu Altengland, da es Muße findet, sich den Scha^.y besehen, erklecklichen Katzenjammer. Gesteige" ^jche derselbe nicht unwesentlich durch die Schafs ^ sich Rußland gegen Menu unternommen. Es 1 . dec allgemach heraus, daß man in Petersburg ^„l ganzen so unendlich weit ansgedehnten GrenzU' ^^>l Stillen Ozean bis zum Kasplscc alle und ^h^e'" so weit wie nur immer möglich sistiert, ".'"^ MB^ zur Verfügung stehenden Kräfte gegen die ^" IS7I des Persisch. turanischen Grenzgebiets zu verwenden. H« erste Niederlage, welche den Tekke-Turkmauen gegmuber von einem ungenügend starken Exveditiuns-^orps erlitten worden, nöthigte Rußland um scmes prestiges willen, mm mit concentrierter Kraft vorzu-^eyen. Das Ziel seiner Operationen ist Merw, der ^ulvalpuukt und die wichtigste Stadt in jenem ^"NMdiete zwischen der turanischen und iranischen ^l.t^ Vrvor der Herbst verstrichen ist, hat Merw das Schicksal Khlwa's ereilt, und dann liegt anstatt der «reiten neutralen Zone. welche nach den Schuwaloff'fcheu ^erembarmlcjm die englischen von deu russischen Äe> Ntzungeu scheiden soll, nur mehr das Oasengelnet von Herat zwischen den Vasallenländern beider Reiche. <"le Gefahr der unmittelbaren Reibung kommt uäher und naher. Gelingt es einer klugeu Diplomatie auch nnr, oleselbe für die nächste Zukunft zu vermeide!,, so gilt St t3 s"«°" ^""^ "^ ^"' Iubegrisf umsichtiger Saatenstands- und Ernte-Ergebnisse in Oesterreich. Der Saatcustauds- und Erntebcricht des k. k. actcrbaumiuisteriums nach dem Stande von ^iitte August schildert die Verhältnisse in folgender -üielse: Die erste Augusthälfte war im allgemeinen ourch vorherrschende Trockenheit, vcrbuudeu mit einer orr Jahreszeit angemessenen, ziemlich hohen Durch-,lhUlttste,uperatur ausgezeichnet. Die Ernte von Roggen, reizen und Gerste wurde in deu eigentlichen Getreide, mgen, walizien thcilweise ausgcnoinmen, wol überall beendet und ist in den Gebirgsgegenden im Zuqe. Die vor iegeuoen Berichte, welche zwar nicht zalMich. aber ?ls^ s?''"^?^"' typ'sch siud. liefern über d.c Eruteu folgende Schätzungen: Für Weizen: gut mittel in Völimm und Ober^ osterreich, nnttel m Niederöste.reich (in. We Becken 7ark' Kärue 'Ao7'^'"^' "' ScUzbur Ste?er-7Hiew.7ür 'eu^ im°Vm ^' schw?^^?"'' nngultt», ^culca)t in Westgalnieu, m drn meisten M^ ^ H^nUi U' '^'"'; sehr N^i W M^"' 5°'^'"' Siebeub.ngen; schwach ,uH chl? n s/-""'" ^'^ ""l deu, Westrande Ungarns; dm Ungar.^ ^''"' ^'°'" "'^ ^" '""^n Gegen- in Nm^'^/^s' ü"t '"Mel i„ Steiermark, mittet u Si^2 ^"hmen, Ostgalizien. in der Bukowina, m S ebenburgm und in. Vanate; schwach mittel in Nieder- uud Oberösterreich. Käruteu,' Kraiu uud im nordwe tl.chen Theüe Ungarns; schlecht in Mähren, Westgalizien uud m den meisten Gegenden Ungarns. Ueber die Hafer ernte, welche in den Getreide, lagen der nordlichen Zone sowie auch der Alpenvorlander eben entweder in, Beginne oder im vollen Zuge, m Ungarn aber größtenthcils schon beendet ist, liegen beinahe ausschließlich gute Nachrichten vor. Auch die vorkommenden Angaben über Qualität lauten günstig. Auf den Mais wirkte die Witterung dieser Perwde großtentheils sehr wohlthätig; sein Kolbenansatz uud desseu weitere Entwicklung befriedigt sehr m der Bukowina, im nördlichen und mittleren Ungarn, besonders in, Wieselburger Comitate, wo jeder Ktamm dretoder vier Kolben trägt, entsprichtauch n Tirol, Steiermark, Kärulcu, Görz uud Kroazicu; m Dalmazml aber ,st der Kolbenansah sehr genug auch im sudkchcn Ungarn ungenügend ansgefallen. ^- ^, I ^^'^ ^'^"l aus dem Nordwesten Un-m./k aule ^ «us Westgalizieii weniger gimstige. aus dem östlichen Uugarn uud aus Dalmazien schlecht Nachnchteu vor. Buchweizeu als erste Frucht ver< sV ? WestgalMU nicht >iel, iu Ostgalizw, aber Mht uach den vorliegeudcn Berichten eiiie gute Erute voil,^ dieser Frucht in Aussicht nnd hat dieselbe auch icyon iu manchen Orteu beguuueu. Der als zweite frucht gebaute Buchweizen steht in den südlichen Al-Pmlandern meisteutheils schön uud häufig scholl iu der Glitte, m deu Karstläudern aber konnte wegcu zu großer Dürre beiwcitem uicht so viel als gewöhnlich gebaut werdeil und verkümmert auch der gebaute zum Der Abdrusch des Rapses befriedigt, foweit die ^cachnchteu reiche», die höchsteu Erwartuugen. Der "!'""" der Rapssaateu begiuut, uud zwar' theilwcise !,i//?,?/" Schwierigtciteu wegeu zu großer Trockeu-yelt des Bodens. k..'- <3^, Kartoffclcrute ist durch das Fortschreiten lil c / '" "l^"l Gegeuden, besonders aber in Ga^ In.'^/c^'^^oht. Sonst stehen die Kartoffeln beinahe min au fchon. Die Zuckerrübe,, gedeihen in Böhmen ,, ? ""gärn, die Flltterrübcn in deu Alpeuläuderu uw m der Bukowiua meistentheils recht gut. arm.i. Z"^' Mahd auf Wicseu ist uuu all-sä i .' "3'"l Tlrul schou die dritte Mahd der drei« a^!'^u'sen im Zuge, die Kleegruluniet-Erute aber Gnlmn,^^ beendet. Unter deu, Mittel bleiben die "u^Deu^ lu Kraiu, Görz Der Wein hat in dieser Periode entsprechende fortschritte gemacht, in verschiedenen Gegenden fangen die Trauben an, sich zu färben, und bei Bozen sowie im Banate gibt es schon reife Traubeu von frühen Sorten, dessenungeachtet ist aber der Vegetationszustaud im allgemeinen um vierzehn Tage und darüber gegen einen der Jahreszeit entsprechenden zurück. Die Ausfichten bezüglich der Weiucrute haben sich in Dal-mazicn etwas gehoben, dagegen sind aus mehreren Gegenden Niederösterreichs und Ungarns, aus welche,, über den Stand des Weiues schon längere Zeit uicht berichtet worden war, Nachrichten eingelangt, infolge deren für Niedelöstenrich mir eine MiXelernte, für Uugarn höchsteus eiue gute Mittelernte angenommen werden kann. — (Für Szeged in.) Die Summe der bisher beim ungarischen Ministerium für die Szegediner Ueber-schwcmmten eingegangenen Spenden beträgt zwei Millionen und ü73.».l)1 fl. 40^ lr.. somit bereits über dritthalb Millionen, zu welcher Höhe sie gebracht wurde durch jcnc 250.000 Francs, welche der Präsident des französischen Hilfscomitcs, Graf Roys, als das Ergebnis des Pariser Ofternfestcs iium 7. Inli übersendete. — (Ein brennender Eisen ba h »z u g.) Der „Pester Lloyd" meldet vom 23. d. M.: Um ü Uhr nachmittags brach auf einem Lastzüge, der uor dem ungarischen Staatsbahnhofe hielt. Feuer ans, In dem Lastzuge befanden sich 48 Waggons, liuu welchen acht. mit <»00 Meterzentnern Petroleum und 24 Meter-Zentnern Manufacturwarcn beladen, nl Arand gerathen waren. Der Werth der Waren nnd der Waggons dürfte 100.000 st, übersteigen. 40 WaggouS wurden gerettet, indem ein auf das abgegebene Feucrsignal ans Steinbruch hcrbeigecilter Nettungszug dieselben von den brcn. nendcn acht Waggons loskoppelte und wegführte. Die gesammten Feuerwchrmannschaften der Hauptstadt waren auf dem Vraudplatze und arbeiteten unter Leitung der Kommandanten iu musterhafter Weise. Ueber die Entstehung des Brandes erzählt man: Den Zug führte der Maschinist Julius Fülovary. ein bereits seit sechzehn fahren im Dienste stehender und als verläßlich bekannter Mann Als der Zng in das Rangicrgeleisc einfuhr, gab der Machinist mit der Dampfpseife das Zeichen: „rückwärtige Waggons bremsen", um die Schnelligkeit des Zuges zu mähigen. Entweder wurde diesem Signal nicht entsprechend Folge geleistet oder es war ein Aushalten des Zuges infolge des starten Oefä'lles überhaupt nicht möglich ; der Zug rollte mit ungeschwächter Geschwindigkeit fort. Der Maschinist gab nun Contredampf. doch alles nmsoxst. Wie vom Verhängnis getrieben, s.iuste der Zug weiter, seinem Verderben entgegen. Der Ma-schlnlst gab uuu dem Heizer mit den Worten: ..Sie smd ein verheirateter Mensch. Sie müssen Ihr Leben >jhrcr Fam.l,e erhalten, es ist genug, wenn ich zum Opfer falle", dcu Befehl, von der Maschine zuspringen, was demselben auch geloug. Maschinist Füldvary blieb aber bis zum letzten Momente auf seinem Posten, schlug noch deu Wassermesser entzwei uud öffnete die Dampfventile, als Plötzlich ein gewaltiger Ruck die Maschine und den Tcndcrwagen erschütterte und Füldvary hinaus-geschleudert wurde. Derselbe erlitt gluckücherweise nur eiuige Hautabschürfungen und stand bald wieder auf den Beine». Die Maschine hatte nämlich das Eudc des Geleises und das freie Feld erreicht und war hiedurch entgleist uud seitwärts gestürzt, der Schlot aber entzwei gebrochen. Die Waggons selbst, welche im uollen Rolle» begriffen waren, spießten sich infolge des plötzlichen Hindernisses; der erste, nächst der Maschine befindliche und mit Petroleumfässcru beladene Waggon wurde aus die Maschine gehoben. Derselbe ging sammt dcn Fässern, welche sich darin befanden, in Trümmer, das Petroleum ergoß sich ans die Machine und fing au den aus den, Nanchfang emporlodernden Flammen Feuer. Im Nu standen mehrere Waggons, ebenfalls mit Petrolcnm- affcrn befrachtet, in hellen Flammen, und es muhte, saus uicht rasch Ncttung kam, befürchtet werde», daß der ganze Zug dem gierigen Elemente zum Opfer fallen '""^'.' E>" Mann von der Zugsbegleitung, welcher gluclllcherweise leiuen Schaden genommen hatte, lief in dlr tz-teinbrucher Station und erstattete die Mcldnng. -uun durt langte bald eine Hilfsmaschine an. Damals standen aber schon acht Waggons in Flamme»; die ubrlgcn 40 Wagguns tonnten jedoch glücklicherweise noch gerettet werden. j ^ v -- (Alpenvcrein.) Am 18. uud 1!). August tagte, wie wir bereits berichtete», die Geucralversamm-lu»g dcS „deutscheu und österreichischen Alpcnuereincs" ,n Zell am See. Dem Jahresberichte entnehmen wir, °"b dcr Verein zur Zeit 67 Scetionen mit nahezu 8"0l) Mitgliedern zählt, daß sich seit einem Jahre drei Settiunen: Lindau. Ulm und Coburg. gebildet haben und dah d,e Mitgliederzahl um 1000 gcwachse» ist. so dah der Herein jetzt weitaus der größte unter den europäischen Alpenvereinen ist. Der Verein hat i» dem Zeiträume von zehn Jahren den Bau von 39 Hütten und von zahlreichen Wegen ausgeführt, eine Reihe von Pu. blicatiuncn wissenschaftlichen und touristischen Inhaltes l und Karten veröffentlicht. Iu ersterer Beziehuug ist namentlich die „Anleitung zu wissenschaftlichen Beobachtungen auf Alpenreifen" zn erwähnen. Der Verein hat sein besonderes Augenmerk auch auf die Organisierung des Fuhrwesens gerichtet und eine Führer-Uuterstützungs-lasse gegründet, welche bereits über ein Kapital von mehr als ',>000 Mark disponiert. Der diesjährigen Generalversammlung lag ein reicher Stoff von Berathungsmaterial vor; vo» den gefaßten Beschlüssen erwähnen wir hier als auch für weitere Kreise von Interesse: die Festsetzung einer Bau-Ordnung für die Wege und Hütten des Vereines; die Aufforderung an die Sectionen, im Einverständnisse mit den Iagdberechtigten Vorkehrungen gegen die Bcuuruhigung der Jagd zu treffen, Das Interesse, welches die Alpcnfreunde an der Erhaltung der Wälder in den Alpen haben, gab dem Vereine Anlaß, die Anlage von Saatkämpen und Pflanzgärten unter forsttechnischer Leitung iu Aussicht zu nehmen. Auch für dieses Jahr wurde die Gründung neuer meteorologischer Stationen beschlossen. Nach Maßgabe der vorhandenen Mittel werden im Laufe des nächsten Jahres für Weg-und Hüttenbauten 12,000 Mark zur Verwendung kommen. Unter anderm sollen Bauten an der Karwendelspitze bei Mittenwald, im Gebiete von Berchtcsgaden, in der Dachsteingruppe, in den Mischen Alpen, am Großglockner und iu, Maltathalc hergestellt werden. Als Ort der nächstjährigen Generalversammlung wurde Reichen hall gewählt. Mit dem heurigen Jahre war die drei jährige Function des Vorortes München abgelaufen, und da München filr eine Wiederwahl dankte, wurde die Ccntrallcitnng durch einstimmigen Beschluß der Section „Austria" in Wien übertragen. — «Briefmarkensammlung.) Als Besitzer drr grüßten und schönsten Briefmarkensammlung galt seither Ritter v. Volpi iu Trient, dessen Collection sei-nerzeit das Britische Museum in London laufte. In den letzte» Jahren beschäftigte sich Ritter v. Volpi abermals mit der Anlage einer Sammlung, welche 12.000 Poft-werthzeichen umfaßte und vor einigen Tagen zu dem Prcife von vollen 8000 Mark in den Besitz von Eduard Wölfern in Frankfurt am Main gelangt ist. Die Sammlung umfaßt die allerfeltensten und schönsten Exemplare, deren einzelne einen Sammelwerth von K0 bis 70 Mark repräsentieren. Ritter v. Volpi sammelte circa 10 Jahre, bis die Sammlung zu dem wurde, was sie jetzt ist. und hat sich nur ungern von ihr getrennt. Wie sehr das Bricfmartensammcln aber immer noch en vci^ut; ist, geht wol daraus hervor, dah sogleich, nachdem der Kaus bekannt geworden, englische und französische Sammler nach Frankfurt eilten, um die Sammlung zu besichtigen. — (Das Pariser Grand Hotel.) Die Ver steigrrung des Grand Hotel und der anderen der Im mobilere gehörigen Grundstücke hatte Mittwoch einr große Anzahl von Kauflustigen und Neugierigen iu den Pariser Iustizpalast gelockt. Das Grand Hotel, zu l!> Millionen Francs feilgeboten, wurde nach einem sehr hitzigen Kampfe mit dem Material, der Firma und Knndschaft, dem Notar (lheramy um den Preis von 28,0<>0.000, das gegenüber gelegene Haus der Rue Scribe, in welchem das Grand Cafe und der Jockey-Klub gelegen sind, mit Material und Einrichtung dem» selben für tt.820.000. endlich drittens die große Waschanstalt von Courcelles. welche die Wäsche beinahe für alle bedeutenden Hotels und Restaurants von Paris versieht, mit dem Material demselben um den Preis von 1.800.000 Francs zuerkannt. Der Notar Cheramy, der also im ganzen die Summe von AO.680,^50 Francs zu erlegen haben wird. war als Käufer im Namen der Rente Fonci^rc Parisieunc, einer soeben erst von der Banque Pnrisicnne gegrüudcten Gesellschaft, um welche sich zu diesem Zwecke eine Anzahl bedeutender Kapitalisten gruppiert hat. aufgetreten. Wie der „National" vernimmt, haben die Käufer sogleich «ach geschlossenem Geschäft von der Banquc Hypothecate 22 Millionen Francs alö Hypothek auf die Grundstücke entliehen. — (Ratten als Feuerwächter.) Poriser Blätter erzählen: „Madame V., die in der Nue St. Medaro ein Hotel-Garni hält, war vor einigen Tagen nach dem Diner eingeschlafen. Plötzlich wird sie durch einen eigenthümliche» Lärm geweckt. Sie schlägt die Augen auf und sieht das Zimmer angefüllt von einer Acmee von Ratten. Sie eilt hinaus, die Stiege gleichfalls mit Ratten besetzt, und dasselbe Schauspiel zeigt sich im Hosl Aber dort sieht die Frau gleichzeitig Rauch aus einem Keller dringen, in dem Stroh aufbewahrt war. Frau V. ruft um Hilfe, und das Feuer wurde rasch gelöscht. Die Frau selbst hatte sich am Morgen in den Keller begeben, dort eine Zigarrelte geraucht uud wahrscheml'ch den Brand verschuldet. Ohne die Ratten, die vor d-m erstickenden Quakn Rettung sucht"', wäre wahrscheinlich das Haus ein Rauli der Flamme» geworden. fokales. ,m 5 .^.Nilua) Dem Lieutenaut Bertholb lz^." """e in An- schwierigen Ver- MMen° ^ ii rrn"ervorr!genden technischen Lei-f.» nmen "" "/^Vcrdiensttreuz verliehen, stungm das M.l.ta^^^ Die durch den Tod des ssrl Elife Slosiz erledigte Lehrerinstcllc au der mü "p/ t. k. LehrerinuenbildunMnstalt in Laibach verbun- 1672 denen Uebungsschule wurde der k. k. Uebungsschullehrerin in Klagenfurt Fräulein Bertha Heinricher verliehen. — (Evangelische Gemeinde.) Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers wurde in der hiesigen evangelischen Kirche durch einen vorgestern vom Herrn Pfarrer aus Marburg abgehaltenen Festgottesdienst, dem zahlreiche Andächtige beiwohnten, gefeiert. — (Eisenbahnunfall.) Bei dem Triest-Wiener Postzuge, der die Station Laibach um 1 Uhr 7 Minuten mittags verläßt, brach vorgestern vor Abgang des Zuges an einem Personenwagen dritter Klasse eine Feder. Der schon in Bewegung gesetzte Zug wurde infolge dessen aufgehalten, der beschädigte Waggon ausgetauscht und nach einer hiedurch veursachten, nahezu einhalbstimdigen Verspätung die Fahrt fortgesetzt. Bei dieser Gelegenheit erlauben wir uns, einem Wunsche Ausdruck zu geben, der uns aus dem reisenden Publikum mitgetheilt wird. Derselbe gipfelt in dem Ersuchen an die Betriebsleitung der hiesigen Südbahnstation, bei den während der Sommersaifon an Sonn- und Feiertagen gegen Wien verkehrenden Zügen bezüglich der Strecke Laibach-Stein-brück für eine größere Anzahl von Wagenplätzen Sorge tragen zu wollen, da die Züge an diesen Tagen, namentlich bei schönem Wetter, erfahrungsgemäß fast immer von zahlreichen Vergnügungszüglcrn zu kleineren Ausflügen in die zwischen Laibach und Steinbrück liegenden Stationen benützt werden, wobei sich bisher häufig ein für die Vcrgnügungsreisenden sowol als auch für die Übrigen Passagiere sehr unangenehmer Platzmangel fühl» bar machte. Dem Ucbelstande könnte durch Anhängung eines Waggons, der eventuell in Steinbrück wieder loszukoppeln wäre, leicht abgeholfen werden. — (Unbestellbare Briefpostscndungen beim Laibacher Postamte.) Beim hiesigen Stadt-postamtc erliegen seit 11. d. M. nachstehende unbestellbare Briefpostsendungen: 1.) Korrespondenzkarten an: Bezlaj Magdalena in Graz, Eherne Franz in Sifsel, Hajdin Iohmm in St. Johann a. d. March, Iar-nejec Johann in Wien, Schneidermeister Rudolf in Agram, Derglin Franz in Agram, Kvarc in Banjaloka (Krain), Marine in Banjaloka (Krain), Rüthel Georg in Krems, Hagar Anton in Banjalola (Krain) und Glavan Maria in Seiscnberg; — 2.) Briefe au: Cariniani F. Carlo in Görz. Schulheim Marianna Edle v. in Spital a. d. Dräu. 2 Stück an Schwcinccker, Nudolf-Vahnbcamtcr, Laibach - Erzherzog Carl Salvator in Wien, Unterraincr Magdalena in Inoendorf bei Villach, Se-meja Agnes in Fiumc, Urh Franz in Trieft, Bresquar Franz in Wien VI, Baumeister Carl in Wien, Cvitkovit Aloisia in St. Veit (?). Cotaric Michael zin Banjalula. Fritz Ialab in Iudendorf bei Villach, Gregoric Leopold und Glaser Josef, beide in Laibach; Kralic Johann in Moftar, Kumpenoorfer Adele in Hühnerdorf (Laibach), KraZna Franz in Zirkniz, Koblcr Margareth in Wien, Kovaöek Franz in Oberpulsgau. Ortar Ivan in St. Lo-renz bei Marburg, Polc Anton in Iauerburg, Nau-nicher Maria in Stein. Nenko Josef in Innsbruck, Stamzar A. in Laibach, Schuß ' Rente?8l.f., 18«0cr Staats'Anlehen 124 10. — Bank-ActieN 821. - Credit. Actien 258-. - London 110 45. — Silber - —. K. l. Münz. Dukaten 5 49. — 20 - Franlcn «Stucl« 9 25. lOO-Reichsmark 57 05. Allsssfommeuc Frelude. Am 24. August. Hotel Stadt Wien. hcntschcl, Reis.. Wien. — Tolnay P°"° line, Private, Budapest. — v, Müller, Bergingenieur, Vcm. Hotel Elefant. Aaron Kühn. Fcldzcuqmcistcr. und ValentsitS, Oberst. Graz. - Vertali. Assecuranziusvettor, s. Familie, uno Iatsich. Agent, Trieft. — Kutnit, Gutsbesitzer, Oberlalbacy. — Marso, Privatier, Agram. — hartmaun, Beamter, uno ^urhalcg, Kfm., Wien. — Pcvic. t. l. Beamter. Karlstadt. -^ Gregorie s. Frau, Radlcrsburg. Hotel Europa. Elsncr, Reis,, Graz. — Vednarz, LandlveYl' bczirts^Fcldwcbelsgattin, Neustadt!. Mohren. Dr. Drrschir», em. Universitä'tsprofessor, Wien. Kaiser uo» Oesterreich. Lunker. Geschäftsmann, Nieu. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ______ __„ ___ ^ ^ '"Z ß^ K? « ^- 5ß" 7n"Mg) 7::««? 4-176 O. schwach trübe s.,40 25, ^ „ N. ?.'<« liO -j-22 « W. schwach trübe m^e" N .. Ab. ?.'!« 16 4-182 wiudslill heiter " Morgens Regen, vormittags trübe, nachmittags ga'uzliA Aufheiterung. Das Tagcsmittel der Wärme 4- 1»'5°, um l" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bamberg. ^ Ticfbctrübt geben die Gefertigten die traurige W ^ Nachricht von dem schmerzlichen Verluste der innigst W ^ geliebten Mutter, 'Schwicgcr-, Groß- und Urgrusi' W iW mutier, der Frau W > Katharina Kapretz, > welche heulc abends um 8 Uhr, versehen «lit den M ^ heil. Sterbesakramenten, im Alter von kli Iahrett W ^ sanft im Herrn entschlummert ist, W Das Leichenbegängnis findet am 27. August um W ^ .'! Uhr nachmittags vom Sterbehause (Casinogcbäude W ^ in ^ailiach) aus statt. W ^ Die heil. Seelenmessen wcrdrn in verschiedenen W Kirchen gelesen werden. W ^ Die Dahingeschiedene wird dem frommen An- W ^ dentcn empfohlen. W W Laibach am 25. August 1879. > ^ Johann Kapretz,Oberlandcsgerichtsrath, Sohn. Adele M ^ Rat, Advolatcnswitwc, Tochter. Vincenz Wintlcr, W ^ t. t. hauplmanu in Pension, Schwiegersohn. Anna W ^ iiaprelz, Schwiegertochter. (5ulel: Eugen Kaprel», W ^W Marianne itapreh, Icanncttc itaftrelz, Hanno W «D ttapretz, Httgo itaprc^, Emil Nal, Dr. Anto» M zW Nal, Dr. Ämand Rat, Carl Nat, Marie Edle > M v. Vetter geb. Rat, Adele kuckmann geb. Rat, > ^ Anna Muard gcb. Nal, Jenny ziauöiö geb. Svetiz. W ^D Vecrdissimsssnnslalt de« ssrnnz Dobcrlcl, i'aibach. ^..^ ^W Für die hl'rzllchc Theilnahme mährend der kraut ^ « heit uud für die zahlreiche Äelheilignng b,'i dem W ^ Leichenbegängnisse der am 22. d. M. verstorbenen Frau W » K«s«lm 2ll..v«ku > « sagen die Hinterbliebenen den tiefgefühlten Dans W W Rudolfswerth am 24, August 1879. D 2)l)i. l(lll) - 127 - 128- ' 1864........157 75 15825 Un«. Prämien-AnI.....97 50 98 ssHit-L.........16525 168 7t. «udolfs-Ü.........I8-. 1825 Prämienanl. der Stadt Wien 111— 11125 Donau-Regulierungs-Lose . . 107 75 10325 Domänen«Pfandbriefe . . . 14325 142 75 vesterr. Schatzscheine 1861 rück« zahlbar.........101 — 10140 Oesterr. Schahschcine 1882 rück« zahlbar ......10140 101 60 Ungarische Goldrentc .... 90 70 90 80 Ungarische Eisenbahn-Anleihe . 111 - 11150 Ungarische EiscnbahN'Anlcihe, Cumulativstücke......11050 111 ^ - Ungarische Schahanw. vom I. 1874..........- - -^ — ?lnlehen der Stadtgcmemde Mi,n in N N......99-75 100 - Veld Ware l GrundentlaftungSvbllaatlsnen. I Böhmen......... 102 50 - -- Niederösterreich...... 105 - —— Galizien......... 90 75 9125 Siebenbürgen....... 86 ^ 8650 Temeser Banat...... 8510 8550 Ungarn.......... 8U75 8750 klctien van Vanlcn. «eld wall Anglo-österr. Vanl..... I2:l25. «2850 Kreditanstalt ....... 259^0 259 50 Depositenbank....... — ^ Kreditanstalt, ungar..... 24« 75 247 — Oesterreichisch-ungarische Bank 821- 823 Unionbant . 8^l - 8^ 50 Vcrtchrsbank . ^ ' '. . . . N350 114 — Wiener Bankverein..... 12625 126't>0 «ctien von TransportUnterneh- Velb Ware Alföld'Bahn .......130 — 130 50 Donau.Dampsschiff..Oesellschast 567 569 — Elisabeth.Westbahn . . . . 17? ~ 177 25 «elb llL«e Ferdinands.Nordbahn . . . .2202-2207 — Franz.Ioseph.Vahn .... 144-- 144.'.» Galizische Karl. Ludwig - Nahn 283 - 233 25 Kaschau-Odcrberger Bahn . . 109- 109 50 Lemberg-Czernowiher Vahn . 132— 13250 Lloyd < Gesellschaft.....575 - 57« -- Oesterr. Nordwcstbahn . . . . 123 50 1li4 5,0 Rudolfs-Bahn.......130'5^' / 5«/....... 102 50 1^ Devisen. Auf deutsche Platze..... 56 50 ^70 Loudou. kurze Sicht . . . . H6. l0" " Kiainischc Gru>ldentlastu!lgs'0ol>gat>l"' Gcld 96 50, Ware -'-- ^ hi« ""......«llchtraa- Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente «5 7» bis 65 80. Silberrente 67 75 bis 67 85. Ooldrente 78 45 bis 76 55. Kredit 26010 bis 260 30. Anglo 1<« 123 b0. Uondon 11Ü-Ü0 bi» 11680. Napolesns 52?'/, bis »28'/,. Silber 100— bis 100 .