LmllllcherMZeitung. A>.. »HIF^ Pränumeri>tion«prel<: Im «lomptolr ganzj. ^»l.. ^ > >» st. ". b.'.I'-. n. 5.50. Fill die.^uft.'Iliiüi, ins hau, * ^M.". balb!,5,«,?: ^)!llb!:iPosl,ia»,!.st.l5>,ha!v!.st.7.S0. Mittwoch, l!i. September Insert! onsgtb uhr bt» id ^ei!?n: lu,al L<» lr., -«^'»^»^ ^U,.««lr.,!j!,l. 1st.; !on!l pr. »<lr., «?^>H» ^!!!,. »oil. ll.l.w. I»jertion<. 30 l». M.<^^FV« Nichtamtlicher Theil. Ostasialischc Espciilion. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht das gesandt-gastliche Tagebuch über die Rcisc von Hongkong nach ^ljanqhai. Es lautet: Am Morgen des 13. Juni von Hongkong ausgelaufen, ward die Ncise nach Shanghai Me irgend bcmclkcnswcrlhen Zwischcnfall zurückgelegt, ^lh ankerte mit licidcn Schiffes ain V?ittag des N>tcn ^'Uni cinc halbe Stunde unterhalb der Stadt, nachdem ^ Tags zuvor wchcndc heftige Nordwind eine hiurci-^"dc Wasscrmenge auf der inneren Barre im Wosnng-^lssc gestaut hattc, um dcrcn Passiruug auch nnab-l>a>'gig oon dcr Springflut!) zu gestatten. Ich fand Mr von fremden Kriegsschiffen das englische Kanonen-^ „Zebra," das französische „La Flamme," endlich lnchrcrc kleinere chinesische Kanonenboote, dcrcn eines von AlNn Vasallo, einem ehemaligen Officicr dcr k. k. ^lcgsmarinc. befehligt wird. Sofort nach meiner Ankunft besuchte mich dcr fran- ^Ilsche Gcneralconsul Herr Dabry und bot mir, sowie A ganzen Misston in dcr zuvorkommendsten Weife seine ^Wc während unseres hiesigen Anfcnthaltcs an. Dic mative Entfernung, in welcher die Schiffe von dem ^ntralftnnltc des europäischen Bebens, das sich auf dem ebiclc dcr englischen, französischen und amerikanischen ^Xlcmcnts conccntrirt. geankert waren, bestimmte mich, ^" ,l- k. Vcamtcu der Mission, sowie dcu commerciclleu erichtcrstatkrn anch hier, wie in Hongkong, zu gcstat- "» ihren Alifcnlhalt auf dein Lande zu nehmen. 5. Sonntag. 20. Juni, wurde der Jahrestag dcr ^'onbestciguug dcr Königin von England von den k. k, s/!M'chlffc>, über Einladuug des britischen Stations- ^'ffcs in üblicher Weise gefeiert. Ich empfing und wldertc dcn Besuch des interimistischen englischen Vice- ">uls Mr. Forrest, welcher mir gleichwie sein franzö- Micr College in zuvorkommendster Weise seine Dienste c. Derselbe, mit den Verhältnissen des Bandes seit ^Mcn bekannt, ertheilte mir den Rath, fchou von hier h '^ und unbeschadet der glcichlauteudcn, dem Gou-^Uieuv dcr drei Häfen in Tientsin zu übermittelnden d», rulion — durch eine an dcn in Nanking rcsioircn-^ ' ^uckönig dcr drci Provinzen Kiangnan, Ganhni ^ Kiangsc gerichtete Inschrift, der chinesischen Regie-, «y oireetc VNilthcilnng von der bevorstehenden Ankunft l- »nid k, Gesandtschaft zu machen. ,>, v^r Forrest hat die Güte, die chinesische Ueber-ttlnss "'^ ^^ Ucbermittlnng meiner in Folge dessen Mncn Note zu besorgen, sowie ein zweites Exemplar derselben für Tientsin mitzugeben. Bei diesem Anlasse machte Hcrr Forrest auf dic Nothwendigkeit aufmerksam, den officiellcn Titcl dcr k. und k. Monarchic in chinesischer Ucbcrsctzuug feststellen zu lassen und mich mit einem Siegel zu ucrsehcn, dessen chinesische Umschrift nebst diesem Titcl anch einen Hinweis auf die mir übertra-gene Vollmacht zum Vertragsabschlüsse mit der chinesischen Regierung enthält. Auf mein Ersuchen übernahm es Hcrr Forrest, nach beiden Richtungen hin Vorsorge zu treffen. Montag, dcr 21., und der folgende Tag ward durch Besuche und Gegenbesuche der liier rcsidircudcn fremden Consuln und sonstigen Notabilitäten dcr hiesigen Handclswclt, sowie durch Besprechungen und Vorkehrungen in Anspruch genommen, um dcu commercicllcn Berichterstattern, welche für die Dauer dcr Rcisc uud dcs Aufenthaltes dcr Mission in Shanghai zurückbleiben sollen, durch Einführung in die compctcntcn Kreise die Möglichkeit zu verschaffen, die Zeit ihres Vcrwcilcns in dcm wichtigsten Emporium China's nach allen Richtungen hin nutzbringend zu verwerthen. — In gleicher Weise wurden die uöthigen Erhebungen gepflogen, nm in Bezug auf die seinerzeit zu erstattenden finanziellen Voranschläge für das hier zu errichtende Gcncrakonsulal eine möglichst sichere Grundlage zu gewinnen. — Endlich wurden die nöthigen Maßregeln behufs Ausschiffung dcr beiden Gcneralconsnlatskanzlcr v. Hcngclmüllcr uud Schlick, sowie der Ucberschiffuug dcs Dollmctschcrclcvcu Haas getroffen, welcher die Rcisc von Hongkong aus nach Shanghai an Bord Sr. Majestät Corvette „Friedrich" gcmacht und dcn ich nunmehr nach Peking mitzuuchmcu beabsichtige. — Die am Montag Abends hier ciugetroffcuc Post aus Europa reicht bis 10. Mai, brachte mir aber keine Weisungen dcr k. uud k. Regierung. Mittwoch, dcn 23. erschien in Begleitung des französischen ConsulardolmclschcrS Herrn Dillon ein Abgeordneter des Dislrictsgouvcrncurs (Tautai) vou Shanghai bei mir, um mich Namens seines Ehcfs zn begrüßen. Bei dcr großen Scrupulosität, mit welcher dic Ehincscu auch in ihrem Verkehre mit Europäern gegenseitige Rangsunterschicdc abzuwägen pflcgcn uud angesichts dcrcn sie cs nicht sowohl als cincn gewöhnlichen Act der Höflichkeit, sondern viclmclir als cincn Beweis von Unterwürfigkeit angesehen haben würden, wenn ich dcm Tantai, dcsscn hierarchischer Rang dem eines Consuls gleichsteht, mciuen ersten Besuch gemacht hätte, glaubte' ich dem Rathe der hiesigen fremden Vertreter folgen und seinerseits dcn ersten Schritt dcr Begrüßung abwarten zn sollen. Ich empfing dcu mir gesendeten Mandarin in ge-ziemeudcr Weise und ließ mich durch ihn für dcn folgenden Tag beim Tautai ansagen. Am Nachmittage besichtigte ich das unter der Leitung cincs Amerikaners stehende, am Oberläufe des Wosnüg gelegene chinesische Kricgsarscnal, woselbst durch chinesische Aibciler dcr Bedarf au Geschützen uud Handwaffen, sowie kleinerer Maschinen dnrch eigene Production gedeckt wird. Abends vcrcimgtl' cin von Hcrrn Dabiy nur gegebenes Diner dic meisten Mitglieder dcr Expedition sowie dic hiesigen fremden Consuln nnd sonstigen Nota-bililätc». Hcir Dabiy, cin ehemaliger Officicr, dcr seine Laufbahn im Eivilstaatsdicust als Dolmetscher dc-gönnen nnd seit geraumer Zeit an verschiedenen Orten Chinas als Consul simctioniilc, sowie sein Dolmetscher Hcrr Dillon erwiesen mir und dcn Expeditionomitsslic-dcru, uamcntlich dcm dic Scidcndistrictc bereisenden Berichterstatter Dr. Syröli, so zahlreiche und bedeutende Gefälligkeiten nnd Dienste, daß ich mir nicht versagen kann, dieselben dcr besonderen Anerkennung der l. und k. Regierung zu empfehlen. Donnerstag, dcu 24., stattete ich in Begleitung dls LinicuschiffScapitäus von Wipplingcr, des General-consuls Calicc und meines Personaladjutanteü dcm Tantai cmcn Besuch ab nüd wurde in der auszeichnend, sten Weisc empfangen. Hofrath von Schcrzer war durch leichtes Unwohlsein mich zu begleiten verhindert. Die Co!!Ucrsall0ü, durch Hcrru Dillon vermittelt, bewegte sich urößlcuthcils a»f allgeincincin Felde; dcr Tautai erwähnte, daß er schon lange von der bevorstehenden Ankunft on' Expedition in Kenntniß gewesen sei, erbot sich, soweit cö in feiner Macht stehe, mir nnd speciell dcn hicr zurückbleibende» commerzicllcn Bericht-ristaltcru bei etwaigen Rciscn derselben ins Innere bchülftich zu fein, und sprach zum Schlüsse scinc Ueber zcngnng dahin aus, daß die Miffion, dc,cu Ankunft nach Peking zu mcldcn cr sich bccilen würde, bci Abschluß dcs Vertrages nm so wcnigcr anf Schwierigkeiten stoßen werde, als daS Mißtraue», welches dic chinesische Regierung chcmals den Frrmdcn entgegengebracht, der Ueberzeugung gewichen, daß dcr Contact mit den wcst< lichen Völkern für beide Thcilc mit Vortheilen begleitet sei. Vci mciucm Kommen uud Gehen wurden jedesmal drci Pöllcrschüssc abgefeuert. Bci einer Besprechung, zu wclchcr ich im Laufe dcs Nachmittags dic Hcrrcn Ministe, ialiath von Schcr-zcr, Gencralconsul Calice und Legationssecrctär Baron Trautlcnbcrg berufen halte, wurden mehrere auf dic Ausschiffung dcr beiden Gcncralconsulatsl'anzler so wie der commcrzicllcn Berichteistattcr bczüsilichc Punkte nnd endlich die Frage des dem Generalkonsul Calico hier zn eröffnenden Credites besprochen und geregelt. Dcs Abends folgte ich cincr Einladung des Hcrrn Cunningham, Chef dcs crstcn hiesigen amerikauischcn <^us dem Lager vc»n Chalons. li>ßt ^" weisende, welcher in Chalons dcn Expreß vcr- Heit'/"W ans dem Bahnhöfe fchon, daß er sich nicht h^°" cincr großen Militärcolonic befindet. Das reifende skndc,^"' ^ dahin ans friedlichen Bürgern, Wcinrci- schlvi'^'b Travellers beiderlei Geschlechts bcstchcnd. vcr- ^°rli, ""b macht gebräunten Kriegern Platz, die mit ^legci, ^ Bartcultur des Kinnes und dcr Oberlippe E^.,' Würdige Gcncralstabsoffilicrc, die soeben den "lid !. sch dcs (Ippot ä« Ic^ ^m'ri-0 in Paris verließen ^l>),is^ Nullen Theorien au dcm frischen Grün dcr ^IM^, groben sollen, würdige Dragoncrlieutcnants, ^l'tt« ^ "^b Hußarcn, dic wegen eines galanten Abcn- z»r ^s.?^ ^agcr crst gestern Abend ucrlasscn uud jctzt ^>bes ^'^uicssc nach Monrmclon cilcn, Scmcstcrur- ^' da,. ^^U'o^' von graubärtigcn Scrgeuts bcglei» ^hüreii ^ Lieferanten nnd Spcculantcn ans allen ^blicli» ^ ^^ ^^^" b"' Grundton des rciscndcn !^t> n'.^- Dic (.'liiimixl^lio i»oniU6n«o ist nicht schön ^chc ^. ^'ch an pittoresker Landschaft. Langweilige >?^U' s "wellen begleiten rechts und links dcn Nci- ^ ^°n,° ^^'^ d°s Auge blickt, kein Berg, graue durch n ^,< « f Anbräunte Wicsen uud Felder, dort, wo der ll'^c a s "'lscn, wird das Auge vou dcr Wcißc dcr Mer Kündet. ^. An diefer Gegend hat sich franzö- 'btt«ll i,Ä und Regsamkeit unsterblich gemacht, denn Nr ^'ni, ^'^ "'^ wohlhabende, gesund aussehende ' l»it> >, "ästigen Pferden vor den zwcirädrigcu Wa- °^t, wo ursprünglich daS Haidekraut nicht ge- deihen wollte, bringt dcr menschliche Fleiß alljährlich die bcstc Ernte znwcgc. Von dcr Station S. Hilairc an bewegt sich dcr Zug auf Manöucrgrund, in weiter Ferne cinc unabsehbare Reihe Zcllc, dicht am Bahnhofe von Mourmclon messen sich Ricscnmagazinc, die, täglich gefüllt, sich täglich lccrcu, um dic Magen von 30.000 Manu zn befriedigen. Das Lagcr bildct cinc 4 Kilometer (20.000 Wiener Fuß) lange und 330 Schritt breite, ans Varalen und Zcltcu bestehende kleine Stadt. Brcilc schöne Straßen durchziehen daS Lager nach allcn Richtungen. In der Mittc der Linie sind dic Barakcn, schöne und sorgsam aus Zicgcl gcbautc, mit Schiefer gedeckte kleine HänS-chcn, an den beiden Flügeln rechts die Cavallcric-Dioi-sion, links die zweite und dritte Iufantcric-Division uu-tcr Zelten, in dcr Mitte die erste Infanterie-Division in Barakcu, rückwärts dieser Linie campirt dic Artillerie-, die Genie-, Fuhrwesen und AdministrationStruppc. Vor dcr Froutlinic dieser beinahe cinc dcutschc Meile langen Aufstellung dehnt sich ciuc ungeheure Ebene und am jenseitigen Saumc dicscr befinden sich die geschmackvollen Gcbändc dcs Quartier Imperial und dcS Quartier G'ul ralc. Auf dieser Wicsc wohntc ich dcr ersten Fcldmcssc bci. Dcr kaiserliche Prinz war dcs Tagcs zuvor nach Mourmclon gekommen und bci seinem Einrcilcn, wic dic Zeitungen nicht mit Unrecht meldeten ziemlich lautlos aufgc nommcu worden. Auf seinem Wege aber dchntcn sich cndloS Gruppen von Soldaten aller Waffen, dic theils in voller Parade, theils ganz bequem freiwillig gekommen waren, um dcn Mit, i'riml! zu schcn. Wenige unter ihnen hatten denselben schon gesehen, so kam cs, daß sie über das Schauen daS Rufen vcrgaßcn. Später, als dic Truppen sich satt gcschcn hatten, wurdc dcr kaiserliche Prinz, wo er sich blicken ließ, mit ungeschmiuktcr Frcndc nud Liebe laut begrüßt. Er ritt damals cincu llcincu Braunen edler Race und sciuc Haltung zu Pfcrdc macht Hcrrn Bachon, scincm Stallmeister, alle Ehrc. Zur Paradc am Napolcoustagc, von welcher ich sprechen wollte, hattcn sich zahllose Zuschauer auf zehu Meilen in der Runde eingcfuudcu, dic Truppen standen im großen Vierecke gcgcn dcn Altar gewendet. Die Adler und Standarten dcr ausgerückten Truppen. von dcu Fahncnrotlcn begleitet, bildeten eine breite Gasse vor dcm Altar, auf welchem fünf Priester pontificirtcu. Hinter den Adlern stchcu die Sappcurc mit dcn langen isistorischcn Värtcn. In dcr Mittc dcs Quarr<>s wiegen sich zehn Tambourmajore auf ihren Gigantcnhüften, uud dcr Wind spiclt lustig mit den Ricscnfedcrbnschcn, welche die gc schichtlich berühmte Värcnmützc zieren. 300 Tamboure, 300 Hornisten harren hinter ihren Ehcfs geduldig auf die Zeichen, dic sic zu ohrenbetäubender Thätigkeit befeh ligcn sollen. Ein kleiner Vctschcmcl vor dcm Altare war für deu kaiscrlichcu Prinzen bestimmt. Hinter ihm standen in ungeheuerer Zahl und iu bunten Reihen sämmtliche Stäbe, die geladenen frcmdcn Gaste. Ich beobachtete mit einiger Genngthnung an dem Benehmen dcs jungen Prinzen, daß dic gewissen schwär-zen und grauen Hcrrcu noch viel Arbeit haben werden, um deuselbcn anf dcn gewünschten Grad religiöser Schwär-mcrci zu treiben. Er blickte ruhig, wic Kinder seines Alters in ähnlicher Gelegenheit gethan lMc», um sich und nahm auch hicr. so wic ich auch anderwärts öfters bemerkte, leine ciustudirtcn Stellungen an. Il n« ^036 1548 Hauses Rüssel und Comp., an welches die Expedition accreditirt und dem Dr. von Schcrzer durch Mr. Vur lingam persönlich cmpsohlcn war. Ml. Clinninghan, hat diesen Empfehlungen in der lhcilnchmcndstcn Wäse entsprochen, indem er nicht blos seinem zwischen Shanghai und Tientsin vcrtchrenden Dampfer dcii Befehl geneben, sich bereit zu halten, mich auf ei» verabredetes Signal von den Taku-Forts nach Tientsin zu bringcn, sondern sich auch erbot, durch seinen Agenten an den letztgenannten Ort die Boote beordern nnd alle sonstigen Vorkehrungen filr die Flußrcisc uon Tientsin »ach Peking treffen zu lassen. UcberdieS behändigtc er mir noch, da in Peking eine besondere Gclosorte, n. z. lediglich Papiergeld circulirt, einen illimitirtcn Credit ans seinen dortigen Agenten. Freitag, den 25., wnrde das am 111. geschlossene Postpaket dem englischen Viccconsul zur Weiterbeförderung Nbergebcn und ich machte zugleich die nöthigen Abschiedsbesuche. - Im Laufe des TaM erwiederte der T^utai meinen Besuch nnd ward beim Verlassen der Fregatte (unserem Reglement entsprechend) mit 13 Schliß begrüßt, welche Aiifmcrlsainlcit üdcr seinen speciellen Auftrag seitens eines chinesischen Kanonenbootes mit 1l> Schuß erwidert wnrdc. Am Abende hatte ich die Vertreter von England und Frankreich so wie dic Commandanlen der srcmon, Kriegsschiffe und mehrere Personen, welche sich der Expedition vefondels dicnstgefällig eiwiesc», bci mir zum Diner geladen. Samstag, den ä(l., gegen Mitlas benutzte ich die Springflut, unr. mit dcr Fregatte „Donau" nach Tientsin unter Segll zn gehen. Die englische Korvette „Zebra" hatic die besondere Aufmerksamkeit, mich dis z»r Vtündung des Wosmig in den ^))ang He-Strom zu begleiten, um — waS im Hafen selbst ans localcn Rücksichten nicht gestattet war — meine Flagge mit 1? Schnß nnd drei Hurrahs zn begrüßen, worauf sie — nachdem dieser Salnt meiner, seits beantwortet worden — wieder nach Shanghai zurückkehrte. Hefligcr Gegenwind, schlechtes nnd sehr trübes Wetter nöthigte uns im Lauf dieses und des folgenden Tages verschiedene male zn ankern, so daß wir erst Montag, den 28., ans dcin Zang-tzc liang auslanfcn und die hohe See gewinnen tonnten. Die Weiterreise ward von da ab ohne bcmcrlens-werthen Zwischenfall mit Benützung von Segel und Maschine znrilctgrlegt. Heute, ^, Juli, ying ich nm 10 Uhr Morgens auf der Nh«dc von Tatu vor Antcr. Aus Saint-Cloud Paris, 10. September. AuS Saint-Cloud wurden heute folgende officiellc Bulletins ausgegeben.- Der Kaiser hat gestern um 1 Uhr Nachmittags eine Spazierfahrt in dem Park von Villcneuvel'Etaug gemacht. ES geht Sr. Majestät immer besser. Das Project einer Fahrt nach den Boulevards von Paris wurde in dem letzten Augenblicke aufgegeben, weil man fürchtete, daß dcr Aufenthalt im Wagen zn lang und demnach zn ermüdend sein möchte. Der Kaiser wird auch heute ausfahren, und zwar, wenn das Wetter es gestattet, in dcr Richtung des Voulogner Gehölzes. Dieses Vorhaben dürfte durch dcn seit heute Früh mit geringen Unterbrechungen fallenden Regen wiederum vereitelt worden sein. Wic die „Patric" vernimmt, hat dcr Kaifer in den letzten Tagen viele Decrete unter ;eichl,ct. „La Presse" vernimmt, daß dcr Kaiser sich nach der gestrigen Spazierfahrt wieder matter gefühlt habc und auch dnrch einen Furunkel am Ellbogen belästigt werde; auf dcn heutigen Tag anstehende Audienzen seien demnach wieder abbestellt worden. Nach dcm Frühstück sci dcr Kaiser hcntc am Arme dcr Kaiserin einige Au» gcublickc im Part spazieren gegangen; die Besuche dcr Aerzte dauerte» Früh nnd Abends fort; man bemerke indeß, daß dieselben kürzere Zeit als bisher bci dcm Patienten weilten. „3a Presse" versichert, daß dcr Doctor Councan, über dessen Theilnahme an dcr ärztlichen Behandlung dcs Kaisers dcr „Gaulois" täglich die verschiedensten Details zn geben wußte, sich seit mehr als einem Monat ununterbrochen auf seinem Schlosse in Corsica befinde. Dcr Kaiser überraschte hcnte doch Paris mit seinem Vcsuchc, schreibt ein Corrcsondent der „Kölnischen Ztg." Er erschien nämlich gegen 5> Uhr an dcr Madeleine und fnhr die Boulevards bis znr Ruc dc la Paix hinanf, um über den Platz Vcndome, die Rne Casliglione nnd die Rne Riuoli zurückzukehren. Dcr Kaiser fnhr in einem verschlossenen Wagen; ncbcn ihm befand sich die Kaiserin nnd auf den Vordersitzen zwei Herren, von denen der cine Dr. Eoruisart war, dcr bekanntlich dcn Kaiser seit seiner Krankheit nie verläßt. Ein zweiter Wagen folgte dcm kaiserlichen. Der Kaiser sah blaß und abgemagert aus; seine Haare sind fast ganz wciß geworden. Es machte cincn eigenthümlichen Eindruck, als man ihn dahinfahrcn sah. Die Zuschauer wurden fast unwillkürlich von Mulcio ergriffen, wenn sie dcn jedenfalls noch immer fchr kraukcu Mann, dcm cs gelungen, eine Nation uon 40 Millionen 17 Jahre lang im Zaume zn halten, durch die Straßen von Paris schleppen sahen, um seinem Werke, das er auf ewige Zeilen zn gründen hoffte, noch einige Zcit Dauer zu geben. Die Wagen fuhren im Schritt. Die Menge auf den Boulevards und in deu Straßen war nicht groß, denn cs hattc ihn Niemand erwartet; cs wurde auch nirgends gerufen. Man kann nicht sagen, daß eine eisige Kälte herrschte, aber die Menge beobachte ein beinahe feierlich zu nennendes Schweigen. Die Nachricht von dcr Ankunft dcs Kaisers verbreitete sich schnell in Paris; im ersten Augenblicke wollte aber Niemand daran glauben, das dcr Kaiser wirklich gekommen sci. Auf dem Boulevard dcs Italiens, wo nach der officicllcn Börse sich dic Äoursicrö cinzufindcn die Gewohnheit haben, wurdcu jedoch sofort Geschäfte gemacht, nnd die Rente, welche 70,55') geschlossen, stieg rasch ans 71, um später 70.90 zn machen. Ein rechtes Vertrauen herrschte aber nicht unter dcn Speculanten. Schon der Umstand, daß dcr Kaiser nur bis zur Ruc dc la Paix fuhr und nicht die oberen Boulevards besuchte, schien bedenklich, auch glaubte man nicht rccht, daß die Herstellung dcs Kaisers cinc vollständige sei, und cs ward dic Ansicht geäußert, daß binnen Kurzem, vielleicht schon in dcn nächsten Tagen, Dccrctc erscheinen müßten, welche übcr die Regentschaft die dcr Situation entsprechenden Bestimmungen enthalten. Der Pariser Correspondent der „Frankfurter Ztg." schreibt: Dic Wetterfahne des Schlosses von St. Eloud hat binnen vicrundzwanzi^ Stuuden cinc vollkommene Kreisbewegung gemacht. Hcutc steht sie auf: „Schönes Wetter", abcr glauben Sie nur nicht, daß dies: „Beständig schönes Wcttcr" heißt: Dcr Monitcur hattc einc kaiserliche Promenade übcr dic Boulevards und dnrch die Nue Nivoli angekündigt, seine Vorhersagung ist «"' dessen nur zur Hälfte in Erfüllung gegangen. ^ Kaiser mußte sich damit begnügen, im offenen Wage» inmitten ciner großen Menschenmenge im Äois de Mi' lognc für ciuc Weile zu erscheiucu. Natürlich gcwanncl» die Gerüchte von der orientalischen Reife der Kaisw» unter dem Einflüsse der taiserlicheu Spazierfahrt wicdel neuen Bestand. Zum Concil. Dic „Krcuzzeituug" erhält aus Rom cincn l9c' richt übcr dic Vorarbeiten des Concils. Man schrei nämlich diesem Blatte: „Die Vorbcreitungscongttga' tionen zum Concil haben iyrc Riesenarbeit endlich be-wältigt; alle Vorlagen sind rcdigirt, geordnet nnd ftrl'9' Monsignore Fcßlcr ist jetzt wohl der größte Mann dtt Arbeit, nicht im trägen Italien, wo das eben >u°'' viel heißen würde, sondern in gan; Europa. Als G^' neralsecrctär des Concils muß dieser fleißige DeuiM alles, waS das Concil betrifft, lesen, uutersuchen. s^ dircn; er arbeitet von Morgens 5) Uhr bis Mittel' nacht. Das Geheimniß wird gut bewahrt; im Ganze" nämlich, denn im Einzelnen verlauten hie und da do» allerlei Dinge. So soll cs positiv sein, daß daö all' gemeine Stimmrccht vcrurthcilt werden soll, ebc» >" die Prcßfrcihcit und die Cultussreiheit. Man versiche^ daß die Vcrdammungsbullcn des Concils im Bora»" rcdigirt seien, auch alle Entscheidungen sollen im ^'^' ans fertig gemacht liegen, so daß es von diesem 25at>' canischen Concil heißen würde: vl?nimn8, vülinu»' upprodilvium«. Es heißt, das Concil werde vom ^c> December 1809 bis zu St. Peter 1870 dauern, da"'^ folge eine große Canonisation, mehrere Gcatificatio>>e und das große Jubiläum. Darauf sott ein gro!^ Theil dcr Vischöfe eingeladen werden, bis 1871 i bleiben, um den Festen beizuwohnen, welche stattfinde»' wenn „riu!, IX. 8UM-.Mt uimo--- 1'etri," d. h. we"' der Papst länger auf dem päpstlichen Stuhle gesei«! als dcr Apostel Petrus; Pins IX. würde der el!" Papst sein, welcher so lange wie Petrus Bischof "? Rom gewesen. Es beginnt also am 8. December > Rom eine Reihe von Festlichkeiten und Feicrlichkeite"' welche über Jahr und Tag dauern könnten." Anordnungen in Madrid. Madrid, 8. September. Heute ist dic öffel'll'^ Ordnung in Madrid gestört worden. Dcr Alcadc lio Madrid, dcr zugleich Chef der Freiwillige,, dcr Frelhe ist, hattc in Uebereinstimmung mit dcm Gcmeinderav befohlen, daß die Wache im Ministerium dcS 3"»«" nach dcm Local ans dcm Place Major, das fül Freiwilligen bcstimmt ist, verlegt werde. Die 6o"'^ß nic, welche den Dienst im Ministerium versah, vcr^ dcn Pasten zwischen 4 und 5 Uhr Nachmittags. 29 Einbruch der Nacht bildeten sich Versammlungen ^ dcr Pnerta del Sol und cinc Anzahl Freiwilliger Waffen, abcr ohne Officicre und ohne Ordming- ^" gen inö Ministcrinm ein und bemächtigten si^ ,, WachlocalS. Das Individuum, das an dcr Spitze ° scr Äcwcgung zu stehen schien, war ein Catalonia ^, menS Vcrga. Die circa 200 Bewaffneten hielte" °^ ganze Gebäude und namentlich die Balcons besetzt, > schienen bereit, Widerstand leisten zu wollen. Dcr ^ nistcrrath vcrciniglc sich anf dcr Municipalität z""^s, Mitternacht und 1 Uhr in Anwesenheit dcS Oe»"" 1)28'. hörte ich oft in seiner Nähe mit Freude und Anerkennung rufen. Die Messe war bald vorüber. Die Adler der Regimenter rangirtcn sich in eine Linic, vor dcrsclbcn erschienen sämmtliche Osficicrc und Soldaten, welche mit Auszeichnungen und Beförderungen bedacht worden waren. Der kaiserliche Prinz, der mittlerweile zu Pferde gestiegen war, vertheilte eigenhändig die Dccurationen und Brevets. Jedem Einzelnen drückte er die Hand nach Ucbergabe dcr Auszeichnung. Es mochten nach meiner Bcrcchlnmg AOO Händcdrückc gewesen sein, gcnug, um einen kräftigen Mann auf 24 Stunden lahm zn machen. — Und nun begann die Defiliruna dcr Truppen, der Glanzpunkt des Festes. Wer uoch nic französische Truppen defilircn sah, kann sich von dcm Entrain und dem Feuer, mit dem Alles vor sich geht, leinen Begriff machen. ES hat AllcS cin mehr theatralisches Gepräge. Die Stäbe vor der Truppe mit gezogenem Degen, mit demselben grüßeud uud laut jeder Gruppe feierlich rufend: Vivo i'Nmporour! dann die Truppen selbst. Die Fnßjägcr mit unmöglichem Marschtempo, ich zählte 180 Schritte in der Minute, Die Rcgi-mcntSmusiken der französischen Armee sind bekanntlich daS Ohrenbeleidigendste, was zu denken ist. Sie lassen sich bei der Difilirnng nicht nur von dcn Tambours, sondern auch von den Compagnie-Hornisten begleiten und haben den gnten Takt, leine schwierigen Märsche spielen zu wollen. Gewöhnlich hört man das Turko^ lied, dessen Text bekanntlich endigt: 1,6 eine oxyuiu, pllr I^ lurclnu aoquiij II 1s änivsut 5(M? ^ lAmrio« Uom-Wki oder auch: H. tu vu la ekslMtts äu pör« LuMauä? zwei Lieder, die sehr populär sind und nebst manchem Anderen zeigen, daß dic französische Armee dafür sorgt, die Namen ihrer Licblingsgcncralc nicht in Vergessenheit gcralhcn zu lassen. Eil, gutes preußisches Solda^ lcngcmüth muß bci dcr Defilirnng französischer Truppen in wohlbcgründclc Entrüstung auSbrcchcn. Mit Nonchalance, das Gcwchr flach auf der Schulter liegend, geht Jeder nach dcm Takt, so gnt cs eben gcht. nnd doch ist im großcu Ganzen viel Ordnung. II )' u, wic Jemand richtig bcmcrkt, äo'I'oräru äiM8 1« äösordrs. DaS Defilircn dcr Infanterie dauerte nahe an cinc Stunde. Das Wirbeln dcr Trommeln, das Schmettern der Hörner, der Staub, das Rufen Viv6 I'^mperour von tanscnd Kehlen auf einmal, alles das war sinnverwirrend. Vermehrter Lärm, bcdcutcndercr Staub kündigten die clftc Batterie an. Sic ritt im Trabe, so gut als möglich mit Zurufen vorüber. Dic Bespannungen, cin klcincr, starker, gcdruugencr Landschlag, sind wunderschön. Die Munitiouskarrcn meistens mit Schimmeln. Nach der Artillerie kamen fünf Cavallcric-Rcgi-meutcr. Zwci Dragoner-, zwei Chasseurs- und cin Hußarcn-Rcgimcnt, sie sollten im Trabe dcfiliren. Dic Pferde sind durchgchcnds gut; besonders kräftig und schön die Dragoncrpfcrde. Wie bekannt, sind die Franzosen leine gnten Reiter und schlechte Pfcrdcwärtcr. Bcidc Thatsachen konnte man während dcr Dcfilirung beobachten. Trab ritten eigentlich nur einzelne Offi-cicre, dcr Rest schob im Galopp, glcichgiltig auf welche Faust, vorüber. Keiner hattc eigentlich sein Pferd in der Gewalt. Auch die Charge, welche alle fünf Regimenter in Front, die zwei reitenden Batterien an dcn Flügeln nach der Defiliruug gcgen den Prinzen über dcn ganzen Platz machte, wurdc nur im mäßig" "'^ kurzen Galopp geritten. ^ Als ich nach dcr Parade durch die Infanterie^ ralen streifte, saßen die pion-pion schon compag'< wcisc an langen Tischen in der Gasse beim Früh!"'' Die tägliche Ration war durch große Flcischqllcmt't^ zu clucm guten Ragout umgestaltet. Ein halber ^',,» Wem und mehrere Gläser Cognac begannen die ^" W dalcn ,n cinc dcs Napolconstagcs würdige Stilt»"^ zu versetzen. An deu Küchenbarakcn sah man die öl^ mit großen Kalbslcndenbratcn, Hühnern, Schöpskc^c"' beschäftigt und der Wein für daö Diner dcr ^"',e schaft wurde gerade zugeführt. Um 1 Uhr crwal' das Pferderennen die Schaulustigen. Nach dein ^ um 7 Uhr fuhr Gooard mit dcm Ballon w "l <>„ lwronco m die Luft und um halb 9 Uhr began" ^ Feuerwerk auf dcm Waffcnplatz, was an Mste ,< Lichtcffcctcö und Daucr jcdcs andcrc von mir gesey „ übertraf. Erlassen Sie mir zu beschreiben, "'M Mourmclon nach w Uhr Abends aussah, ^s Federn durften vor dcr Aufgabe zurückschrecke", °'^ toini-WIlll zu beschreiben. Das ganze Lager ^g SclMc zu Schänke. singend, brüllend und johle^' ^l Da >n dcn Officicrsmcssen dcr Tag ""t j>l Cliampagucr gefeiert worden war, so war es a^. dcn Skalen, dic für Officicrc rcseruirt sind, .M '«F Als lch gegen 1 Uhr meine Wohnuug aussuchte' ^c d,c Lust und dcr Lärm im vollen Gange und "«' ^,f Uhr Früh noch konnte man wegen dcS Gcbrilllco der Straße uicht schlafen. .5„ l>o und Franco Alouso, von drci odcr vier FrcuN' httr ?!°"' ^djlitülUcn dcs General Izquierdo nnd von ^ "! Gueips, Adjutanten des Regenten, durch die Callc diU "^ch.dcm Mimstcrium deS Iuucrn; acht Frei-tuill^ ^" Pferde bildetcu die Avantgarde, mehrere Ba« y^" folgen dem Alcadcn. An dcr Pucrla uc> suchten ^. ^Mdwllchcn, die an dcr Eckc dcr Callc de Eorrcs «etv , - ^^k>', das Weitcrc Vordringen dcs Alcadcn Nive " '^^ verhindern. Sie erlaubten sich, Herrn N>cl,r ^'^"lich zu insullircn und dic Läufc il)icr Ge-,, > c auf sei,,c Vinst ^i setzen. Letzterer verwies ihncu h^ ,^^wdi^(« Benehmen nut ebcusouicl Cucrgic al^ blick k ^^'^ ^'^ ertlärtc, daß cr in dicscm Augen-sei ?>^ ^''^.^c n»d wahre 9tepräscntant dcr Frcihcil Adi», ^ ^^icral Contrcras erschien hierauf mit srincm fur. " ""b kündigte d^m Alcadcn an, das; dic In-lonen i!" ^""'ll's'tcn, daß 00 Mann von dcu Valaib stttii 3rciwil!igc>i lmtcr seinem Vcfchlc ins Mini-^>,d f,^'"^ntcn. (5r hob init Lebhaftigkeit die Noth Herr n^ ^lvor, ciüc blntig: Lösnna. zn vermeiden. Nick, ° crtlmtc, daß er sich dieser Combination ^'widersetze, unter dcr Bediuguug jedoch, daß dic '^"Plminc Truppe das Gcbäudc verlasse. ^ Oer Gcncral Eoutrcras, wclchcr zu dcu Iusurgcn- Üy '^''ckgctchrt war, brachte vou denselben eine ucga- Vl>!,?^°^ ""b kündigte an, daß sie dic Nacht im ^ 'IlMliin zubriua.cn wollten. Herr Rivcro, dcr von ollc/')'"^ ^^" wollte, ordnete hierauf die Besetzung bchlbs, "^ '"l P'lcrta del Sol und aller Häuser ^ . "" ""b gab Befehl, das Feuer mit grauendem troff. ^' ^üffnci,. Nachdem cr diese Dispositionen gc- ^'' wachte er mit seineu Begleitern Halt; dcr Mi Vis/^lh hiugcgcu begab sich iu das Palais Bucno- bliebt" ^lstlbc dic ganze Nacht über in Permanenz ^lcn>, '^ ^^ ^"^ Morgen empfing der populäre W ^.""e Coinmissiou, wclchc aus den Herren Pi Mar- sef>n,d ^" nud Lopez y Robert bestand und sich ein- »vllch.«^ .^^' u.n ein Abkommen vorzuschlagcu, durch H'vero ^" ^""flict vermicdcu werden sollte. Allem Herr ! son,«,, n),'^ lede Bcdiuguug zurück, welche uicht die so- ! >vl,^ ^älnnung dcs Ministeriums enthielte. Nur noch ! z^ ^"Ncublicke, und dic vou Herru Nivcro gestellte ^rcit ^ Minuten war vorüber, als um 5)^ Uhr ^«tz (5/?. freiwilliger erschien und auküudigtc, daß »Vl^„ "'be völlig geräumt sei. Das Ministerium ^ 5)er ' ^"^'" Bataillon Freiwilliger uuter Befehl ^ Wifkl^""^" besetzt, nud die ^tuhe war vollstäu- >>tt!,^. ^"'Ncstellt. Herr Nivcro hat sich mit bcwuu- ^nt , ^^' ^tm-gic uud Kaltblütigkeit bcuommcu. Dcr ! Men « !^ ^^ ^ur gcwohntru Stuude zur Nuhc be- ' ^llsani, ^^^^ uidcß uui 3 Uhr auf und wartete deu ! !^e vm .^' Ereignisse ab. Dcr größte Theil dcr Offi- z >tl>i Gcisi ^ l'epubli^auischcu Bataillone», die vom bc- ^lNcn >> ^"!l Nud, uerurlhcilcn sehr stark das Bc- ^l^ da^^^^^'^^e", welche ohne den Befehl ihrer beseht I,., ^uustcriuin dcs Inucrn besetzt hallen uud ^^^nwolltcn. , Oesterreich. ! ^. "«rnfurt, 12. September. (Landtag.) Dcr ^ttpf^ "s ^ndesausschusses auf Ersatz dcr Krankcu- ''schen ^^ . ^lNen durch die Gcmciudcu wird dem poli- ^libect kii !, ^'^ zugewiesen. Der Landcspräsidcut Baron ^hcs ". 6l fil- die nächste Sitzung die Vorlage ciucö "°°l- die Realschulen an. y U us land. ^ , "9. ^ September. (Dcr Kaiser) wird ^"chinen ^!?> ^aneu seine gewöhnliche Beschäftigung ^ ^iari-i« ^^ Gerücht von einer Reise Napolcouv °s- ^rü^.'sl uurichlig. !>^'"scP„.V l 2. September. (Ein G c > ü ch t.) Dcr ^ "ptet "'''" Eorrcspoudrut dcs Blattes „La Meuse" .Mchliac ^ ""er Quelle zn wissen, Kaiser Napoleon ^<>" ^'"'uw'sl zn Guustc!'. seines Sohnes zu ^ Ncac.. "i ^möme Napoleon weide in diesem ^--^^wcrdeu. ^, ^ Oagesneuisilieiten. ^s?t!M^ '^"'boldtfcier in Oesterreich) ^ ?^ch au« K ^""laßt durch Herrn Dr. E. H. ^ ' ^ls de, s "' ^" ^"' ^"ll^ ^'"l 1'i. auf den lerne "> c>uf >. ^'"bertjährigcu Gcburtsscstc des großen ^r (!> ^"f dem ^"^ Etuhleck bei Spital am Ecmmcrin^ ^tt^°"!teu,erw^"?"^ bci Nohilsch, auf dem Wechsel, bei 3tad ' " Sonnenwcndsteiue uud auf deu )c>l)^ (^ier/^ ""l'brnfcuer angezündet worden sind, >e>/s" beides ^'""omeutag.) Die vor scchö ^>< ^elt ^^ ""3 gegründete Gesellschaft der Astrono-?>eh ^'Uacie?« 3" U)rc Bersau.mlung -^ die friihere.l ^isQ" ^. im 's " "' Heidelberg, Leipzig uud Bonn . '^len ,u « "'^" Sitzungsfaale der Akademie der ^"ss" ^a„? ^en. ""c, !V^/l)schastlicheuudgewcrbliche ^" ^lllz.) Samstag um 12 Uhr wurde die Ausstellung vom Borstaudc des Auöstellimgöcomit<'s Herru Haferl mit einer turzcu, kräftigen Ncde eröffnet. Au-wcseud waren dcr Statthalter, (General Huyü, der Bürgermeister sammt den Gcmeiudcrälhcu, und trotz des audau-eruden heftigen Rcgeus fast die halbe Bevöltenittg von Liuz. Die Ausstellung feldst ist reichhaltig u»d find cö vorzüglich Wieuer Firuieu, dcrcu Productc dieselbe zieren. Am 12. folgte die Prämiiruug dcr Dieustbolen, und zwar werden zehn Preise für Lmzer Dicustbotcu und vierzig für die dcr Umgegend vertheilt. - (Rüstiges Alter.) Aus Tiruali vom 1'». wird geschrieben: Gcstcru starb hier der achtbare Greis Joseph Nekauovits, Bürger uud Schneidermeister, im 94. Lebensjahre. Als merkwürdig ist hervorzuheben, daß er sein eige-ues schwarzbrauucs Haar iu das Grab mitnimmt, uud daß cr im 80. Lebcuöjahrc die früher nöthige Vrillc ablegte uud die Sehkraft iu solch' hohem Grade wieder crlauglc, das; er bei deu schwarzeu Pricsterröckeu — Revcrcndeu, die cr hauptsächlich verfertigte — dic Näherei mit spielender Leichtigkeit ausführte. — (Großer Brand in Gewitsch.) Aus Gewitsch iu Mähren, 11. September, wird geschrieben: Am letzteu Dienstag fiel ciu Haus den Flammen auheim uud gestcru :i Uhr Nachmittags wiederholte sich dasselbe Schauspiel, nur leider iu viel großartigerem, schrecklichcrem Maßstabe. In eiuem Gasthause auf dein großen Platze brach das Feuer aus. Ein großer Theil der Stadt wurde ei>v geäschert, daruuter zwei Seiten dcs Platzes, die prachtvolle Kirche und das schöuc ehemalige Augustiuertlostcr (jetzt als Schule verwendet). Erst spät in der Nacht wurde deu Flammen Eiuhalt gethan. Zwei Menschenleben sind zu beklagen. Der Schaden beläuft sich, wie mau hört, auf ^0.000 fl. Der Aublick der jammerudeu Unglücklichen ist hcrzzerreißeud. Gewiß wird die Bitte um Milderuug des gräßliche» Elends nicht erfolglos bleiben. Das Feuer brach iu beideu Fälleu aus Unvorsichtigkeit aus. — (Zur Charakteristik der uugarischeu Naturf 0 rscher - Versammlu u g.) Aus Fiume wird geschrieben: Mit wahrer Vefriediguug vernehme» wir, daß die Statute« des uugarischeu Aerzte- uud Naturforscher-Vercius jetzt reformirt werden, so daß iu Zukuuft mir solche Leute bei den alljährliche» Wauder-Versammluugeu Zutritt habeu werden, welche wirklich durch ihre Studieu und Leistungen darauf Anspruch mache» könuen. Zu bedauern ist, daß diese Statuten-Aenderung nicht ein Jahr früher geschehe» ist. Iiumc hätte i» diesem Falle 5l)- bis K0.000 Gulden erspart, hätte daun besser für die kleiue Anzahl gewählter Gäste forgcu töuueu, und dcr cigeutliche Zweck wäre uustrcitig besser erfüllt worden. — (Idyllisches.) Die „Hermaunst. Ztg." schreibt: Michclsberg ist rcizeud gelcgeu, die Umgcbuug ist romau-lisch; all' das ist uicht mehr neu. Im gcuauuteu Dorfe stehe» Ortsamt uud Wirth auf gespanntem Fuße. Laudlcute pflege» oft starrsinnig zu sein; das kommt auch iu Michelsberg, vor uud da gibt's uutcr den gcnamlteu zwei streitende» Machte» gar oft Rcibuugen. Auch die vorige Woche sollte nicht verstreichet!, ohuc ihr Coulingent zu de» aus dein gespannten Verhältnisse resultirenden komischen Scenen geliefert zn haben. — Das Pferd unseres Wirthes überfetzte einen Zaun und betrat eine fremde Wiese; der Michelsbergcr Wächter sieht das und erstattet dem Orts-aulte die pflichtschuldige Anzeige. Der Wirth bezahlt als ortsübliches Strafgeld 2 Gulden. Der Gemcinderalh nimmt den Betrag in Empfang und begibt sich in die Schäukc des soeben bestraften Wirthes, wo die zwei Gulden in cr. fpricßlicher uud die Gcmeiuocinlercsscn fördernder Weise recht fröhlich beim Gläscheu Wein verwendet werden, d. h. für Wein wieder in die Tasche des Wirthes partienweise zurückwandern. — Doch das thut nichts, denn das Vertrinken dcr Strafgelder foll auch in anderen Dörfern gang uud gäbe feiu. — Der Wirth, um nicht abermals für sein Geld seinen Wein crcdenzcn zu müsse», spcrrt sciu Nößlein vorsichtshalber in den Stall; trotzdem erscheint am andern Tag mit dem Richter au der Spitze eine abermalige Commissiou, uni wieder 2 fl. Strafgeld zu fordern, weil des Wirthes Nößlcin abermals auf fremder Wiese gewesen sciu müsse. Der Wirth verweigert das Strafgeld, weil sein Pferd eingesperrt war; die Eommissiou betheuert, daß Pferdchufspure» auf der Wiese sichtbar seien; dcr Wirth gibt auch das zu, mciut aber, die Spuren können auch von einen, andere» Pferde herrühren ; die Eommission will das Pferd anf die Weise geführt wissen, damit die Spuren an Ort und Stelle mit dem Hufe verglichen werden; der Wirth entgegnclc, es gebe viele Pferde im Dorfe, dic gleiche Hufe haben; der vorliegende Fall sei zu zweifelhafter uud verwickelter Natur, es möge demnach die Sache vor den Infpector gebracht uud dcsfcn Bescheid abgewartet werde». Diesen Gedanken wies dcr Gc-meiudcrath zurück uud draug in dic Küche dcs Wirthes zur Pfändung. Gegenseitige Balgerei, Schimpferei; die Wirthm steht ihrem Manuc redlich bet; allem das Wirthspaar unterliegt im ungleichen Kampfe gegcu die überlegenen Mächte und muß gebrochenen Herzens mit ansehen, wie die „Commission" einen eisernen Topf siegreich und triumphlrcnd als Pfauo" und Trophäe von bannen trug. Der Inspector -- unterrichtet von dem Vorfalle — ertheilte dem Ge-meindcrathc die gemessene Weisnng, den eisernen Topf dem legitimen Eigenthümer zurückzustellen. Nnu weigert sich der Wirth den Topf abzuholcn, dcr Gemeinderati), wieder den Topf selbst ins Wirthshanö zurückzutrageu. Beide krieg-führeude Mächte weisen die dou« oMl^ jeder anderen Macht hartnäckig zurück. — (Wirkungen dcs Blitzschlages.) Vor einigen Tagen pflügte ein Bauer in der Gemeinde Vondues bei Lillc seiu Feld, als ein Gewitter mit schwerem Regen heranzog. Der Bauer suchte sich vor dem Regen in einem Kornschober, der auf den, Felde stand, zu schützen und ließ sein Pferd und Pflug dcrweile stehen. Plötzlich dröhnte ein furchtbarer Dounerschlag nud gleichzeitig waren die Garben dcs Schobers nach allen Seiten hin zerstreut, der Vaucr ward mehrere Schritte weit ins Feld geschleudert, ohne jedoch beschädigt zu werden, und als er sich wieder besonnen halte, fand er fein Pferd erschlagen und den Pflug iu Stücken auseinander geschleudert. Die Pflugschar fand sich über fünfzig Schritte weit von dem Platze, wo der Pflug gestauden hatte, und andere Stücke noch viel weiter. Dcr Äauer hatte keine weiteren Folgen verspürt, als ein nervöses Zittern, welches einige Zeit anhielt. — (Das Unglück zn Plymouth.) Ein Telegramm aus Philadelphia vom ^). d. M. meldet: Heute wurde es uach unsäglicher Mühe möglich, in die innere Kammer dcr Kohlenzeche Avondale i»' Plymouth, Pennfyl-vanicn, vorzudringen, wo sich herausstellte, daß alle Berg-, leute umgekommen waren. Die Leichen, 202 an der Zahl, wurdcu an die Oberfläche gebracht. Mehrere Personen wurdeu währeud der Arbeiten' von den kohlensauren Gasen überwältigt, aber keine verlor das Leben. Die Scene am Bergwerke, wo dic weinenden Verwandten dcr Umgekommenen sich versammelt hatten, war eine sehr ergreifende. In dem Theile der Kohlenregion, wo die Mine liegt, ist alle Arbeit eingestellt worden. Die Leichen waren nicht verbrannt und leicht erkenntlich; offenbar war Erstickung die Ursache des Todes." — (Eine curiose Ehe) wurde jüugst in St. Louis, Vereinigte Staaten, geschlossen. Ein blinder Bräutigam erscheint am Arme seiuer Braut vor dem Altare des Friedensrichters. Dieser ehrliche und gutmüthige Beamte hält es für seiue Pflicht, dem Blinde» zu sagen, daß dessen Herzenscrwählte das häßlichste Fraueuzimmer von der Welt und, wie ihm zu Ohren gekommen, bereits zweimal Witwe gewesen sei. Hierauf erwidert der Bräutigam, daß er die Dame vor langen Jahren gesehen und dieselbe nach seiner besten Erinnerung damals ein Muster von Schönheit und Tugend war. Als dcr Bliude darauf bestand, mit dem Traum seiner früheren und glücklichen Tage verbunden zu werden, wurde der Knoten geschürzt; aber der Richter verweigerte unter dein Vorgeben, daß er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne, die Annahme der Ehe-schlicßungsgebührc». Locales. — (Militärvc r ände r u ngen.) Oberstlieute-uaut Anton Edler v. Vetter des Artillerieregiments Luit-polt Prinz vou Vaieru Nr. 7 wurde zum Commandanten dieses Regiments unter vorläufiger Belassuug in seiner gegenwärtigen Charge ernannt. — (Theater.) Eine auffallende Nachricht verlautet aus Theaterkrcifcn. Der bei dem Laibacher Publicmn noch im besten Andenken stehende Gesangskomiker Herr Blum-lach» er, welchen wir fchon in den nächsten Tagen auf den Vrcltcrn zu begrüßen gedachten, wird, wie man uns mittheilt, uicht auftrcleu, obwohl derselbe audererseits in Laibach zu verbleiben beabsichtigt. Diesen scheinbaren Widerspruch zu lösen, dürfte wohl nur unser verehrliches Theater-consortium in der Lage sein. — (Beim vorgestern Vormittags vorge« » 0 mmeucn Schlagen ciuesSchulh 0 f' schenRö h-reubrunncus) im Hofe dcs Landhauses wurde in einer Tiefe von 2 '/2 Klafter eine wasserhaltende Lehmschichte angefahren. Das weitere Eintreiben der Röhren bis zu einer Tiefe von 4'/^ Klaftern lieferte kein günstiges Resultat, indem Lehm und Schiefergcstein die untere Vodeuschichte daselbst zu bilde» scheme». Es wurde daher die Saugröhre anf die besagte wasscrführeudc Lehmschichte wieder zurück eiugcstellt und man hofft, daß das derzeit fchlammhaltige Wasser mit der Zeit sich ganz klären werde. Dem interessanten und höchst einfachen, in Laibach zum erstenmale ausgeführte» Vorgänge dcr Erbohrung einer WasserqueNe wohnte eine große Anzahl von Zuschauern bei. Vorgestern wurde uächst Udmat, wo für die Vrunnenbohrung günstigere Terramverhältnisfe obwalten, ebenfalls ein Echulhof'scher Brunnen mit günstigem Erfolge gesetzt. Auch auf dem Lai-bachcr Moraste sollen bereits Versuche gemacht worden sein, cine von dem Zuflüsse der Tagwässer freie, uuter dem Tegel gelegene Wasscrschichle anzufahren. Sollte dieses Experiment gelingen, fo würde durch die Schnlhof'schen Brunnen für die Ansiedelung auf den« Moraste eine wesentliche Bequem^ lichkcit herbeigeschafft werden. — (Eiu Pferd verfunke n.) Aus Rakel wird uns von eincm äußerst merkwürdigen Fall berichtet, der sich iu der Nähe dieses Ortes am vergangenen Freitag er-ciguetc. Ein Pferd weidete auf dcr Wiese, als das Erd' reich nnter dem Thiere plötzlich wich, und in einem Durchmesser vou circa 5—6 Schuh, 6 Klafter tief einstürzte^ Das Pferd stürzte mit in die Tiefe und wnrde erschlagen. Die zn Tage getretene Höhle ist uach Art der inuertrainer Grotten gebildet und erweitert sich der Tiefe zu. Das bisher die Decke dieser Höhle bildende Erdreich hatte an der Bruchstelle eine Stärke von 2 Schuh. , ,^ -"(An der Seidenbau-Versuchsstation in Görz) haben feit deren Errichtung im Mai 0. I. schon 1« Eleve» Unterricht genommen, und zwar lamen diefel> ben aus Südtirol, auö'Dalmatien, Istrie», Böhmen, Kram 1550 und Sleiermart. Allc erwarben hinreichende Kenntniß im Gebrauche des Mitroswpcs, und werden die Kenntnisse, die sie nämlich mit vielem Eifer sich angeeignet, gewiß fUr die Seidenzucht ihrer Heimat von förderlichem Ein flusse sein. Vom Seidcnbauvercin in Graz lourdc auch während der Zeit der Abhaspclung der Cocons an der Versuchsstation ein ^'chrnlädchen, Caroline Weber, entsendet, mit den« Anflrage, sich im Abhaspeln zu vervollkommnen — ein Ziel, welches sie mit großem Fleiße und Gcschici-lichkcit zu erreichen wußte. Äci dieser Gelegenheit machen wir dringend ausmerisam auf die von der Versuchsstation herausgegebene „Seidenbau Zeitung," welche gleichzeitig in deutscher und italienischer Sprache erscheint. Oingesendet. (tin herzliches Lebewohl, mit dem Wnnsche auf ein baldiges Wiedersehe» begleitet, rufen dem scheidenden verdienst vollen Herrn mehrere Bürger Vaibach's zu. Die vom Staate Hamlinrg ausgegebenen, von dcr Firlna Nottenwiesev <«» (?o. in Hamburg im heutigen Blaüc auqelündigtcii Prämienlose finden viele Abnehmer. Wir lonnen für den Bezug dieser beliebten kosc die genannte Firola, die in allrrnencstcr Zcil N'icdrr l'iclc bcdeutlnde Gewiüüe in Oesterreich ausgezahlt hat, angelegcnllichst cmpfehlen nnd mache» allc d!ci> uigeu, dir sich der Vermittln,sp>cchc »üd ülnr die Alt der oclfassimsssmüßicicii Dtirchfiihrluig Aeschlnß sassc. Hierauf weiden ^lnsschiisse gewählt uud die Vorlage» au dieselben szewiesm. Plankcusteiner kiindigt bezüglich des Erscheinens des Wasserrechtsgesetzes eine Intcipcllation nn, Ncuelle Post. (Original'Tele.qramme der „Laibachcr Zeitung.") Paris, >4. Septc«nbev. Dic Vesscrunss des Vesindens dc^ Kaisers halt a». (5r cm-pfing heute den Ä>tinister ^orcadc und den General Prim. Madrid, «^ September. Drei Decrete in Vetrrff der, O^uba ;u ^ewnkrendcu Freiheiten werden als bevorstehend eraclitct. Mtiincken, > R. September. (r dritten Schwur-gcrichtöverhandlung gegen die „Narodni ^isly" wurdcu sämmtliche Fragen vo» den Geschwornen einstimmig ver»ci»t, worauf der angctlagtc Redacteur Arbcö vou der Autlagc loögesprochc» wnrdc. Prag, 13. September, (?c. Fr. Pr.) Eö verlautet, der Erzbischof und der Bischof vou ^citmcritz werden zuverlässig den ^andtag^sii)u»^cu bciwoh»e». Da^ ^audtagscouiil'' dcö »ichtfidcicoil.missarische» Großgruud besitzcs hat Norbert Graf Pöttiug uud Wcuzcl Ritter v. Bohlisch als Caudidntc» a»sa,cstellt. Prag. 13. September. (Pr.) Das Humboldtfest wird iu viele» deutsch-böhmische» Orte» sole»» begange» werde». Besonders großartig in Tcplitz. Bo» 27 czrchi schcu Vezilksucrtrctuugc» habe» 14 die BezirlS-Schul-ralhswahlc» vorgc»o»n»c». Karlsbad, 13. September. (Pr.) Wiederholter Arbciterkrawall auf der Karlsbad - Egcrcr Bahnstrecke. Es kamen vielfache Verwundungen vor; die Arbeit ist eingestellt. Ar»»», 13. Septcmbcr. (N Fr. Pr.) Der Gc-meindcuorstand uo» Nemcic bei ^ojctcin cltlällc in einem Inscrat der „Mor, Orl'ce," daß daö Gcincindcwirlhs-haus au keine» Juden und Dcnlschcu vcrpachict wird, weil sie politische Gcguer dcr Slaoc» feie». Lcmbcrg, l3. Hcpleulbcr. Dcr Gcmci»dcrath beschloß ei»e Pctitio» an den ^andlag wegn, Wicdci-helstcllung des früheren L^ndtaaswuhlgcfctzcs. desgleichen Pctiliouc» a» die Slallhalterci uud a» das Mini-stcrinul wegc» Sistir»na der bcomstehende» W^ihl z» richteu. Morgcu findet eine Voltsuersammlnug ill glci-chem Sinuc slatt. ^cmbcrg, 13, September. (N. Fr. Pr.) Dcr ^andcsausschuß wird dem Randlage in dcr ersteu Siz-zung einen Antrag auf Abäudcruug dcr Wahlord»»ng uorlcge». Statlhaltcrcileitcr Possmgcr stellte die Ea»c-tio» der Regierung iu Aussicht. P c st. 13. September. (N. Fr. Pr.) I» Uebereinstimmung mit dem Reichs-Kriegsminister verfügte dcr Vaildcsvertheidiguugs - Mi»istcr dic Gc»rlaubu»g dcr asscntirtc» Post- und Telegraphen-Beamte» bis zum Jahresschluß. Pest, 13. September. (Pr.) Im Mmistcrrath kam ma», wie ,.Ho»" hört, üucrci», gleich uach Gccudiguug dcr Budgct-Pcrhandlungc» dem Reichstag ci»cu Gcsetz-eutwurf über iltegulirung dcr Mnuicipic» vorzulegen; uach dcu Wciuachtsferic» würde ciuc Revisio» des Wahlgesetzes u»d iu dcr »cue» Scssio» dic Eivil- uud Straf-codcx-Rcform vom Obcrhausc iu Angriff gc»oi»mc». Dem Gmeral-Eommaudo wurde mitgetheilt, daß Sc. Majestät am 19. September hier eintreffen werde. Flore»,;, 13. September. Die „Gazctla usfiziale" veröffentlicht Vcrä»dcru»gc» im Eo»sulatscoips uud die Errichtung eines Eousulats in Pest mit dcr Jurisdiction für das ganze Köuigrcich N»gar». Paris, 13. September. Prim uxd Silvella lrch'cu heute hier ein. Officicll wird gemeldet, daß der Kaiser Prim morgc» »m 3 Uhr empfange» werde. Lord Elarc»doll lummt morgeu hier au und nimmt im englische» Botschaftcipalais sein Absteigequartier. Madrid, 12. September Abends, Ein Telegramm aus Havauua meldet, daß dic Aufständische» zwei >rcr Führer getödtct uud sodauu um Pardon ö^l" tc» haben. Telegraphische Wecbfelc^urse uom 14, Srplember. , 5prrc. Mclalliqlicö 5»!».!»0. — 5pcrc. Mctalliqiicö »'it,^ uud Novcmbcr-Zilism 59.i»<). — 5perc. Natioiial-Anlrhcn l'^ - l»«^>r Slaali«aulehnl 94.- . — Vanlactirn 725. - ^n°^ Amen 254.50. — ^ondou 122.30. — Silber 120.25'. — " Ducattn 5 ^8. Handel und Uolkswirtljschastlich^ Ueber den m„tli,nasllichen Verkehr auf dem^H (r „Economist" cine liulgcrc iutcressailtc Ä'l^ innig an, an welcher man mir aussrtml tc»,», daß s>e ^ ^i Alis'weism deö Handrlöamtrs brrliht, obnwhl dcrm Ziiucrla!^ s^'it ciuign' Zeit mit Nccht in Frage licstclll wird. Die v> , sssiuachtc Schäl)ii!ic>, daß dcr Vcrtchr sich während dcr erllcu^ ^ ans etiva »!,00^.00!i Tonnru per Jahr bl-lanfl-ii werdc, w"^^ dem Artitcl ans das eiilschicdrnstc alö unrichtig liczcichnll ^ darssclhan, das? dcr ganze HaildclSucrlchr ,,wischl'ii Ollc» Wcstsu sich während dcr lchtm Jahre, laut AilSwciscü bes?.^ dclsamteö, auf incht gnu; 5,.'i00 000 Toinicn bclicf. 3"^ Aütürcitj ist drr Schiffahrliivcrtchr zivischl,'» Ocstcrrcich »" /A„i lcii, son'ie zwischcii der Tiirkci und ElN)ftlr» nicht '"^^ „»l alicr da derselbe die nilsprcchciidc» Ziffern von Fl'antrc>a> ^ Ilalicu wohl lanm nbcrstciglüi diirstr, lumii!,,'!! im ^anjl!» , üinc <;,0l»0.000 Tmiii'ii silr dm angciidlicilichcii Vcrtrhr z>"'>^ Osten und Wcslt'ii heran?, Dirftr Tonncngchalt ucrWU ^-,nit Aufnahme drs rgyptischcn Tl,cil3, fast anefchlicszlich "»> ^, siclschiffc, und, wie allgemein angegchm ivird, ist ci> »>«)' ^„j schcililich, daß Segelschiff».' dcn Canal beünl^cn,— "' ,,p^ nicht die Segelschiffe dcr außlrhalb dcS Miltclmecrlicclel's j,, »^ndcn Nationcn. und dicsc habcn fast drn ganzen ^" M Haiiden. Dcr Grund, weshalb dcr Canal von Scgclschlw" ^,. driüitzt wcrdcn dürfte, ist dcr, daß die wcnigcn Woche" ^ crsparniß lcinc gcnilgcndc Cittschädignng fitr dic hohe», ..^! abgabcn bildcn. Als ci!i;igc Basis siir cinc Wahrschrl»""^ rcchnung ilbcr dcn Vcrlchr dcS Canals sicht daö ge>'l>"'"^^lbe dclsblalt dcn jetngcn llcborlanducrtchr an, bcrcchnct, ^"s,.nil!l sich jctzt zum l>ochstcn ans <:!)5 (100 Tnnncu liclänft. lind !^ „„ »cncn VcrlelMstrakc für dcn gilnstigstcn Fall I,l>00.00<» ^ -^ fnr das erste Jahr in Auösichl. selbst nach Rücksichtnahme ° .„. Lleigcriliig dcs Vcrlchrs dnrch Errichtnng ncucr DalNp!" . ,^ Demnach wilrdc die ursprilngüchc Schalung sich als sen)) ^ s,H hoch gcgriffcn crgcbcn, cö ist' abcr damit nicht gcsagt, dc>l< > A-nicht i,n i'ausc dcr Zcit crrcichcn odcr iibcrlrcffcu lasse. ^,^!» gciithcil, cö ist dirö nicht mir möglich, sondcrn schr way'! ^,„ lich, lucnii dcr Canal in gntcr Ordnnng crhallcn "'^ Vs!^ Dainftfcr lanfc» dcn Scgclschiffcn von Tag zu Taa>l^ M Rang ab, uud obwohl die Eailalaba.alim cinc slartc Sch" ^c siiid, wcrdcu zwcifclSohnc sofort Dampfcrlinien fiir dcN «^ mit Indicu und in nicht allzu langer Zcit mit China lind " lim errichtet werden. Nudolfswerth, 13. Septcmbcr. Die Durchsch"'^ stclltcn sich auf dcm heutigen Marttc, wie folgt: st. rr. ^-^ Weizcn pcr Melden 4 70 Butter pr. Pfund < ^ >i ! Korn ,. 3 10 Eier pr. Stilck . - ^. ^ berste „ 2 Hafer „ 1 00 Rindfleisch pr. Pfd- >9 Hallifrlicht „ 3 50 Kalbfleisch ,. ^ » Heidcu „ — — Schweinefleisch „ ^ l, Hirse „ 2 88 Schöpsenfleisch ,. ^ '' Kntnrutz „ 3 40 Hähndcl pr. Stü« ^. ^ Erdäpfel ,. ^l 30 Tauben ,. 1 s" linsen „ 4 80 Heu pr. Ecutner > i ^ Erbsen „ 4 80 Stroh „ - 0^ Fisolen „ 4 80 Holz, hartes, pr. Klst- ^^ Riudöschmalz pr. Psd, — 45 — weiches, „ . ? ^ Schweineschmalz „ - 45 Wein.rother, pr. 2>U'^ <; ^ Speck, frisch, „ — 30 — weißer « Speck, geräuchert, Pfd. — 40 " l»b" male, ^. ' Verantwortlicher Redacteur.- Ignaz u. jklei»"^ ---------^-----------------------------^----------------------------------------..___________.—-------------------. ________^___________________________________^.____________ "« -...... ^^^»7 hißi- ^nrlsnllkllllll ^'"!/. ^'^' Scpl^mbcr. 5cr Ocldstand war hcnlc etwas weniger tüapp als in dcn letzlcn Tagen; einige, wenn anch nicht allc Effecte« tonntcn 'N Uerl,ä^ ^ glc.ch mit dni ^amslagsnoiirnngen gegenilderstchl. Dcr Verkchr wickclte sich im Großen nnd Gan;cn rnhig ab. die Stimmung war fllr ältcrc Vanlpapicrc d fitr n ae E scnbah""" zlrmlich giinslige. Ganz zum Schluß trat auf dcr gauzcn Linie cinc beträchtliche Steigerung cm. Mau uolirtc: ' ^ ^ ' H. Allgemeine Staatsschuld. Fitr 100 si. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Note» urrziusl, Mai-November 5!>.5l> 5i9,tt0 „ „ „ Februar-August ^»,50 59.7. - U8.10 Glelleranlehen rilckzahlbar (^) . i)7.-. ^,8.— l?°se uI, 1839 . . . . . -. - -.— « „ 1854(4°/«) zu 250 fl. -.--,. „ :800 zn 500 fl. . . 93.— 94,— ,. „ 1860 zu 100 fl. . . 100.- 101.— „ '' ^^4 zn 100 ft. . . 102.25 102.75 Staals«Dumiineu-Psandbricse zu 120 fl. ü W. in Silber . . n«.- 11?.- ». Grundentll,stu„a«-0l>liaatio,,ri,. Filr 100 st. 2 — 103 — Eöcomptc-Gcscllschaft, u, ö. . . 870.- 875.— Franco-üsterr. Banl . . , . U^50 I09,.')9 Gcmralbanl.......<»4. - 6.^,— Nalioiiull'llnl.......72« - 728 - VerciuSbaut.......10«,— is)<;.5><) Verlchrsbanl.......120— 121.°. «. Actien von Tr.inSportnntevneh, „«nngcn. ! Geld Waare Alfold-Fiumlliier Bahu . . . 168.50 I<:!).5o Böhm, Wesibahn.....217. - 218, - Carl^ndwig-Bahn.....242.— 243.— Donan-Dampfschifss. Gcscllsch. . 550.— 5l>0,— Elisabclh-Wcstbahn..... . , .^ Fcrdlnauds-Nordbahn . . . 2110.—2120 — Fünfllrchcn-BarcscrBllhu , . 17«.- !??.— Franz-Ioscph^Bahn .... 173. - 175. Wubcrg-Ezcru.-Iassyer-Vahu . 196,— 198, Lloyd, ijsterr........—.— 318- j Geld Waare OmuibuS (erste Emission). . . 196.— 197.— Rndolfs-Bah»...... 1<>7..- 168— Siebcubilrgrr Vahu .... 163.-- 163.50 Staalsbahu....... 359.-- 3^0.— Sitdbahil....... 241.50 242.— Sild nordd Verbind. Bahn . . 159 — 159.50 TheißBahu....... 247,— 247.50 Tramway........ 152.-- 152 50 «. Pfandbriefe (sitr 100 fl) Mg. üst, Boden-Ercdit-Anstal« Geld Waare verlosbar ,^i 5 pCt. in Silber 104.— 105 — dto.in33I.r!lckz.zu5pCt,inö.W. 89.— 90,.^ Nationalb, auf ö, W. vcrlosb. zn 5 PCt........93.— 93.50 Ocst. Hypd. zu 5'/, PCt. rilckz. 1878 96.— 99.- Uug. Bod.-Cred.-Aust. zu 5'/, pCt. 90,50 91,50 W'. Prioritätsobli^ationen. « 103 st. U. W. Geld Waare Elis.-Wcstb. iu S. verz. (I. Emiss.) -,.^____ Ferdinands.Nordb. ill Silb. verz. 104.75 105.— Franz-IosephS-Bahn . . . . 88. . 89 G.Earl-Ludw.B.i.S.uerz.I.Em. -.— —... ----------------_________________ ___-------^ W»>l I Oeld ^l^ ^ Ocsterr. Nordwcstbahn .... ^'?,g 5"? « Sicbcnb. Vahu in Silber vcrz. - ^' ^. . Staalsb. G.3"/^500Fr „I.Em. "'" ^ z!'db.G,3',-.500F^ ," . - ^^ . ^lldb.'Bous 6 °/, (1870—74) ^ ^' "500Frcs ...... "^', «. Privatlose Fraulfnrta.M. 100 sl. dctto ^'^ ^^> Hamburg, silr 10,» Marl Ba>:ci "/75 l^gK Loudou, für 10 Pfund Sterling ^' ^ ^ < Pari?, fitr 100 Francs ... ' Eour« der Geldsorte" ^s Geld ^st. l,^ , K. Miiuz-Ducatei: . 5 fl. 87 ^' 9 . ^ , Napoleonsb'or . . !> ,. "^ " 1 "^ -VerciuSthalcr ... 1 „ 79 „ ^ „ <' Silber . . 120 ,. 25 »/ ^! Krmnische VruudeullllNuulis - Nlil'^a"" uatnotinlnl,: 8650 Oelb. v" .