tohadhrt Iflodirnlilall, (Organ 6er verfasiungspartei in Krain. «,.638 abonntmtntf-etbingntffe: »»nziLdrig: 80r i«ib«4 (I. 4.— »if Post (I. 5,— ^dlbjdbri0 • > ■ m 2. . « ■ 2.50 rww 1. • • « 1.25 Samftag den 29. October 3 n ( ertiont-Preise. •infyaltige Petit-Zeile k 4 It., bei Wiederholungrn k S ft. — Anzkigen bil 5 Leiten 20 ft. iXtbiction. Abininifttalion u. Hr* e b 11 io n: #4to|yn,ianer die Bewohner de« Kttstenlandes unb !•* Staler si* an ben Wanberztigen nicht bethei- ?*. Der Grunb kann nur in bet Ueberliefetung 1,8 Z, n.L«l.„ Sul.pa..«, mi. „b„„ W-..M d" anberen in ber von 9t i e b e t* " . axsucht wetben, welche von allern «nf ma on neben ber Pfl-g- oetroanbtschastlicher Be.iedungtn auch die heimischen Cultflatten besuchten. ber Bedeutung nationaler Cultstatten wird ®;f‘t Lu,u,9 ««».w wt w« unb ouf die borthm von alien Gnechenstarnmen es angreifenb ober sich rechtsertigenb, zu polemisiren. Baron Winkler hat freilich biese Anschauungen niemalS und auch bei seinem Scheiben aus bem Amte nicht getheilt; bei ihm roar ber Politiker stets macbtiget als ber Beamte. UebrigenS abet hat biese Abschiebs-rebe noch eine anbere, faum beabftchtigte Wirkung gehabt. Trotz bes batin aufgehauften Selbstlobes gab fte in ihtet Quintessenz boch nur eine Besta-tigung bes gerabe von beutsch-liberaler Seite tiber Hettn v. Winkler gescillten Urtheils, unb seine Haupt-eigenthiimlichkeit, niimlich bie, ein slovenischer Sanbespraftbent geroefen zu sein, ist niemals starker heroorgetreten als gerabe in bieser Rebe. Glkich im Seginne seiner politischen AuS- suhrungen brachte bet nun zuriicfgetretene Lanbes-prcisibent eine ziemlich unoerblumte Anklage gegen alle seine Vorganger unb beten Regietungsmaximen. Er roar gleichsam ber Erste, ber sich aus ben Stanb-punkt bes strengen Rechtes unb bet Gesetze stellte, ber bie Devise: „Jebem bas Seine" aboptirte. bie Parole ciusgab, bah bie Bevolkcrung nicht zu beeinflussen fei unb — „bie Folge bacon roar", bah bie Slovcnen allenthnlben im Sanbe zur Herrschast gelangten unb fte wahrenb bet ganjen 'ileia Winkler auch behielten. Frtiher natutlich, roo bie Slovenen biese Position nicht ober nur theilweise unb abroechftlnb innehatten, lag also bie Schulb offenbar nut baran, bah anbere Lanbeschess unb anbere Regierungen nicht gleich ausgezeichnete Grunb- unternommenen Wallfahrten oerroiesen. Es roitv fetner gezcigt, bah bie Hyberbotaet Dpfergaben nach Delos schickten; bieser, von Herobot bezeugte Btauch roirb bamit erllart, bah baS ftagliche iibernorbische Volk einmal bie westlichen Kyklaben btwohnt haben miisse; benn bie bott sehhast gewefenen Seleger ftnb eben jene Jllytiet, welche roeiter norblich aus bie Balkanhalbinsel geschoben rourben, von wo fte befanntlich in mehteren Zugen, theits zu Sanbe, theils zu Wasiet in unsere Sllpenlanber vorbtangcn unb bie ©ebicte von ber Abtia bis zur Donau besetzten. Ein nahe-liegenbes Beispiel fei jeboch bie Dpsergabe an Wachrkerzen, welche bie von Jnnichen aus nach Zatz angeftebelten Titolet jahraus jahrein an bie Muttetkitche in Jnnichen roollfahrenb trugen. Noch heute roirb biese Dpfetgobe — gegenrodrtig als ein Gelbbettag — nach Jnnichen gesenbet. fflefannt ftnb auch bie Wallsahttsziige ber Lausitzer Wenben unb ber bShmischen Czechen nach Atkona auf ber Jnsel Riigen, bie noch zur ch r t ft I i ch e n Zeit nach bem Heiligthume bes ©roetoroit ersolgten. Bon bem zahen Festhalten an alten CultstStten roetben noch anbere Beispiele mitgetheilt unb namentlich auch solck^, auS roelchen hervorgeht, dah daS Volk in Pesizeiten zu ben HeidengSttern zurtickfltichtete. Dariiber, bah die unter vetschiebenen Namen auftretenben grohen Wallfahrten an ben Nieberrhein satze roie Herr v. Winkler befolgten unb so nach seiner Meinung bas burchaus natiirliche Recht ber Slovenen auf die Oberherrschast in) Sanbe vetletzten. Mil Stolz pteist Baton Winkler bie ben Slovenen unter seinem Regime tiberctll zugefallcnen Et-solge als bie glanzenbsten Errungenschasten betselben, Etsolge, bie „bei ber erbtiicfenben Majoritat ber Bevolkerung Krains nur naturlich ftnb" unb ..roogegen sich vom ©tanbpunft bes Rechtes roohl nichts einroenben loht". Aehnliche Trugschltisse haben roir ja aus seinem Munbe friiher fchon oft gehort unb es kann uns bcehalb nicht beifaHen, heute nochmals bes Naheren zu beleuchtm, bah es stir bie Seurtheilung unb Losung gtohet staatlicher unb politischer Slufgaben leine primitivete unb verkehr-tere Aussassung geben kann, als hicbei bie Ziffer als roheS Ergebnih ber Bolkszahlung zu ©runbe zu legen; roir roollen auch nicht roeiter bavon teben, bah, roenn man Intelligent unb Capital, roirthjchaft* Iiche Bebeutung unb ©teuerlraft in bie Wagschale roitst, ben Deutschen im Sanbe benn boch eine ganz anbere ©tcllung im Sanbe zukomrnt, als nach ber von Hetrn v. Winkler so tiberberiidfichtigten Be-volkerungszahl — aber ein anbetes Moment fiillt hier noch ungleich oiel schroeret ins ©eroicht. Baton Winkler scheint niemals eine Ahnung bacon gehabt zu haben , ober that minbeftens immer bergleichen, bah in einem Sanbe rote Krain bie Wahlen in bie con 5t arnten, Krain unb Steiermark auSgingen, bah sich auch sozenannte 58 an bolen, bas ftnb Bewohner bes Eisenburger unb Szalaber Comitates in Ungarn baran betheiligten, kann nach ben eingehenben Untersuchungen unseres cetehrten SanbsmonneS, bes Hetrn Univetsitats-ProsessorS Sufchin von Ebengreuth, fein Zroeifel fein. Der Zweifel befteht nur tiber ben Zeitpunkt, an roelchem bie Wallfahrten begonnen, unb tiber bie Umftanbe, welche biefelben ceranlaht haben. Es roirb als bie Zeit bes Beginncns bas Jahr 1202 ober boch ivem'ge ©eptennien spater angegeben. Der Bor-tragenbe ist ber Meinung, bah bie friiheften Wall-sahrten sich bet Beachtung tiberhoupt entzogen haben unb bah man auf bie winbischen Wallfahrer etst aufmertsam rourbe, als fte nach vorangegangenett Peftjahren in groherer Menge erfchienen. In ben alteften Zeiten ftihrte man bekanntlich nicht roie heute Such unb Rechnung tiber ben ftrembenoetkehr, unb felbst 1775 gesteht ber Kreishauptmann v. Aichel-burg in Bolfermotft in einem con ihm ein* geforberten Berichte an bie Sanbeshauptmann* fchaft von Karnten, dah, rocil die Seute einzelroeis obzogen, „sei biese Wallfahrt bie anheto alien Jurisbicenten unb Beamten nicht roeiter bekonnt geworben, als bass solche roirklich bestehe". — Selbst ber Kreishau rotirbe also bartiber nichts geschrieben Haber Vertretungskorper nicht nach ausfchliehlich nationalen Gefichtspunkten vollzogen zu werden brauchen, bah es vielmehr von cinem uberlegenen unb echt staats-mannischen Standpunkte, roic ihn mehr als einer seiner Vorganger eingenommen, eine der angestreng-teften Bemuhung wcrthe Aufgabe ist, hiebei die nationalen ©esichtspunkte unb bamit bie national?,, Gegensatze unb ihre fur Land unb Volk schablichen Folgen zuruckzudrangen unb -dafur grohe staatliche, freiheitliche, ethische, culturelle unb Viloungsmomente in bee Vorbergrunb zu stellen. Auf solcher Basis entftanbcn friiher Majoritaten im Sanbtage unb in anderen Vertretungskorpern unb bei her Wahl war die Wahlerschast nicht auf national?! Basis in Deutsche unb Slovenen, foitbertt nut nach ben friihcr hetvorgehobencn Gesichtspunklen getheilt unb Hunberte unb Hunberte slovenischer Wahler, ohne ihre Nationalitat zu verldugnen, grfchmeige zu schabigcn, ftimmten mit ihren beutsch^liberalen SanbeSgenojfen, iveil sie in beien Grunbsatzen mit Recht bie best? ©ewaht stir die Wohlfahrt unb Entwicklung bes ganjen Sanbes unb der ganzen Bevolkerung ohne llntejschieb der Nationalitat erkannten. Von einer unnaturlichen Untcrbuictimg der Slovenen, einer unevtraglichen Herrschaft einer beutschen Minberheit unb was ber-gleichen Fabeln unb Schlagworie ber jetzt bominiren-ben slovenischen Clique mehr sinb, war also zu feiner Zeit bie Rebc unb unbegreiflich bleibt es nur, bah ein Landesches jemals biese Fabeln unb Schlagworte sich aneignen, j.i biefelben zur entschei-benben Grundlage seines Hanbelns nehmen tonnte. Dap Baron Winkler vollstanbig im Banne der nationalen Frage stanb, stets bloh Slovenen unb Deutsche fah, wo tr nur Krainer htitte kennen sollen, das war feiti grohtcr unb folgenschwerster Fehler. Jhm ist bie Erkenntnih versagt geblieben, bah ein Landesches in cinem Lanbe wie Krain bie segens-reichfte unb scuchtbringenbste Thatigkeit gerabe bann cntfalten kann, wenn er versteht, bas nationale Moment in feinem schablichen Uebergennchte einzu-schranken unb unter stets starker Betonung ber ge-sammtstaatlichen Jnteressen unb unter Hervorhcbung anberer fur bie geistigc unb materielle Wohlfahrt ber Bevolkerung bebcutfanter Facioren bere« Kraste zu vereinter Arbeit zusammenzusassen. Unb weil ber geschiebene Lanbesprasibent biese Erkenntnih nicht besah bars man wohl fagnt, bah trotz seiner vor- er nicht hoheren Dries bazu ausgesorbeit worben ware. Dah er von berselben Kenntnih erhielt, ver-bontte er bem zusdlligen Umstnnbe, bah ber Fiihter unb Dolmetsch bes Zuges von ihm einen Pah »er* tangle. Es haben bie altesten Auszeichnuugen also nur ben Werth, bah fie ben Zeiipunkl feftftellen, an welchem bie Wallsah> ten aus bem Dunkel in bas Licht ber ©efchichte treten. ©eschichtlich sestgestellt ftnb bie Ziige eigentlich erst burch bie Errichtung von Altaren am Hochmunster zu Aachen im Juhre 1362 unb 1374 unb burch bie bes Slavenaltares, von bem bas Jaht ber Errichtung nicht befannt ist. Dutch Spenben ber Wallsahtet waten siit diesen Altar ©elbspenben zusainmengekommen, ivelche eine kletne 91 en te abioatfeti.- Als nun »ach bem Jahte 1490 bie gallische Seuche in Jnnerostetreich inuthrte unb Rnlh unb Nichler von Laibach unb Jtrainburg votaussahen, bah fiir bas nachste Hcilthumsjaht 1496 — bie Heilihiirnet itmrben namlich nur alle steben Jahte ausgestellt — ein groher Anbrnng au8 unseten ©egenden stattfinben ivetbe, ftrebte man bie Errichtung eines Beiiesiciums fiir einen bet slo-vcnischen Sptache kunbigen ©eiftlichen nit. Das 'Beneficium ivurbe auch errichtet unb bes>tzt. A us biefet Sachluge ergibt sich also, bah in Znien bet ©efaht © e 1 ii 6 b e gethan wutb n, bah Richter unb Nath von Laibach unb Strainburg wuhten, bah bie Verlobnisse ben nieberrljeimfchen Gultstatten gelteit witrben unb bah sie beshatb Bor* schnellen Behauptung, er Habe Krain schon gekamtt, ehe er noch ii*8 Lanb gekornrnen fei, thin sogar nach fast breizehnjahriger Amtsftihrung bie hieftgen Ver-haltnisse gerabe in ihrern entscheibenben Kerne un-befannt geblieben sinb. Wiener Snef. (Eine Rede Dumteicher'S.) 26. October. J. N. — Der Abgeorbnete Baron Dumroicher hat oorgeftern vot feinen Wahletn bet Klagensurter Hanbelskammet eine Nebe gehntten, an ber keiit Deutschet achtlos uoriibergehen sollte. Die Fahigkeit bes Barons SDuntreicher, ben retchen Jnhalt seiner Reben in eine elegante Form zu fleiben, ist zu bekannt, als bah sie noch einer Hervorhebimg bebiirsle. Auch fein letzter Rechenfchaftsbericht vereinigt biese beiben Merkmale in hohetn Grade. Baron Dumreicher hat ein realistisches Bilb ber Lage gezeichnet, ohne ©chonfdrberei, abet auch ohne jenen kvankhasteit Pessimismus, ber hauftg bazu oerteitet, bie Hiinbe in ben Schoh zu legen unb in unthatiger E»t-sagung ben Din gen ihren Lauf zu lassm. Der Bertreter ber fitagenfurter Hanbelsknmmer sieht bie Sage keineswegs im rosigen Lichte unb er fann auS ben bishertgen politifchen ©efchehniss n nicht bie 93e-rechtigung ableiten, eine beobachtenbe Haltung bereitš aufzugeben. In gewiffer Richtung gefteht allerbings auch Baron SDumreichcr bie Besserung ber Lage zu, iitbent er betont, bah sich wahrenb ber letzten Mo-nate bie Slegierung in mehr eten Fallen gezwungen gesehen Habe, bie Inter-ssen bes beutschen Volkes wenigstens insolange zu berucksichtigen, als feinen nationalen Feiuben einftuhreiche Wirkungskieise theils abgenornrnen, theils norenthalten wurben. Freilich fei biese Thcitigkeit noch von eiitent eigent-lichen Wanbel ber Staatsfiihrung writ entsernt. Diese Aussassung bes Hettn Baton Dumreicher becki sich vollkontinen mit ber von u»s in ben letzten Monaten eingenontnienen Haltung. Es ist gar feine Frage, bah eine Reihe von Symptomen fiir eine Wenbung zum Besseren spricht. Es wurben beutschseinbltche abministrative Mahregeln eingesteUt unb es wurben Bersiigungen getroffen, bie bem Wunfche beutfchec Bevolkerungskreise entfpracheit. Das 28ieberausnchmen ber Abgrenzungsarbeit in Bohmen, bie Entlnssung Praž tfs, womit enblich auch forge tveffen woflten. Weil abet Richter unb Rath so gut Bescheib wuhten, laht sich annchmen , dah die Wallsahrten schon seit „unbenftichen Zeiten" beftanben. Es gibt nun auch Rachrichten iiieberrheinischer Chtonisten, welche von ©elubbeit sprechen, bie in Steietmark, Kdrnten unb Krain zut Zeit groher 2) ti r r c unb brohenber Hungersnoth gemacht worben roaren; ber eine Chronist sagt, bie Wall-sahrer losten bie ©eliibbe, welche ihre Vorsahren beshilb gemacht, unb kamen nach Aachen, ber anbere behauptet, sie kamen aus beinselben ©runbe nach Kol» zu ben heitigen brei Konigen. Run gibt es aber betresftf ber Heiligen-Geistkirche am Wocheincr See in Krain eine ganz gleiche Sage, unb ba bie Wallsahrten zu betselben regelindhig an jedem Quateinber-Dlitiiooch ersolgen, so laht sich onnehmen, bah hier ein von spdtereii Christen sort-gesetzler, von ben heibnjschen Vorsahren aber be* gtiinbeter Branch vorliegt; benit ber Mittwoch ist ber Swelowit- unb Wob.tntag unb hciht heute noch im Englischen Webnesvay. Aus folche Uebetlicserungen ist spottioenig zu gebm. Aus bent ..Vetlaus ber Wallsahrten" verzeicknen ivir, bah bie Theilnehmer sich auf Wegen, lrnche bie Tradition fortgipflaujt hatte, beroegten, dah ber eine Zug, ber iibet Salzburg ging, bort Verpsl.gung erhielt unb boh auch aus bem weiteren Wege da in Regieiungelreisen bie Selbsttauschung von ber Aufrechthnltung ber altczechischen Partei ausgegcben unb eine gegnerische ©tirnrne im Miiiisterrathe be= seitigt routbe, bie Pensionirung bes Barons Winkler unb seine Etsetzung burch einen tiichtigen unparteiischen Beamten — all' biese Symptonte einer gtinstigen weiteren Zersttzung beS alien Regimes tonne« , aber, wie wit bieh oft betont haben, von ben Deutschen both noch nicht als eine sich ere Gewahr fiir eine vvllstanbige Abkehr von ber Richtung bet Achziger-Jahte betrachtet worben. Die beutfchsort« schrittliche Pariei muh vielmehr unaMaffig bestrebt fein, cine roeitere Wendung zum Besieren herbeizu-sithren unb ihren Grunbsatzen iintner groheren Rach-brucf zu verfchaffen. Dieses Zicl ware unschwer zu crreichen, wenn- bie auherhalb ber grohen beutschsott-fchrittlichen Pirtei ©tehenben bie Worte Dumteicher’S liber bie Gentefnb’urgschaft behetzigten. „9iut wenn Dosterreichs Deutsche von bein Bewuhtsein erfiiUt ftnb, bah fte, an ber Dtau Mmpfenb, auch bie Stam-tnesgenoffen an ber Molbau unb Elbe fchiitzen, bah sie im Bohmerwalb wie am Etz- unb Riesengebirge auch bie Katawanken oertheibigen, unb bah alle ihre Anstrengungcn auf ben vorgeschobenen Postcn witkungslos gersplittern miifsen, wenn sie sich nicht briibetlich an ber Donau bie Hand teichen — nur bann wirb iht nntionaler Besitzstand ge-wahrt unb ihre grohe Stellung im Staate roieber errungen werden. Es sinb golbene Worte, bie ber > Baton Dumreicher ba gesprochcn hat. Leidrr si-id wit von biesem Ziele noch entsernt. Soll es beim wirklich noch fchlechter werben mussen, ehe es bvfizr worben fann ? Sollte nach einer zehnjdhtigen Ge> schichte ber nationalen Dtangsalitung unb ber politifchen Dhnntacht eine noch langere Petiobe kom-meit mtissen, urn ben Werth ber Einigkeit zu ?tken-nen ? Det ©ebanke ist zu trostlos, als bah man ihn faffen tonnte. Baron Dumreicher hat gauifi ein warmfuhlenbes Hetz fiir bie nationalen uni politifchen Gefchicke bet Deutsche, an ihn wazt sich auch nicht bie lunbldusige Verbddjtigung bes politischkN Sltebetihums heran, benn er ist ein felbstlofer un* abhangiger Politiker. Wenn nun auch biefcr DJiann in bet Gnneinbiirgfchttft ber Deutschen unb nut in iht bie ©ewdhr fiir cine Besserung ber politifchen Stellung ber Deutschen erblickt, bann follte bieiet Ruf nicht ungehort verhallen. Seine Beherzigung unb bort fiir Unterkunft unb Kost gisorgt war. Die beste Sorge hatte K o I n getroffen, benn bort wurben unsere Wallsahrcr sechs Wocheit, vom 18. Mai bis 30. Juni, aus Kosten ber tot abt unterhaltvn. Sic erhlelten Wohnung unb ousreiitienbe Kost, vervichteten in oerfchiebeneit Kitchen ihreAnbnchteii unb spenbeteit 484 Psunb Wachskerzen. Sie tnnzten auch wochentlich jiuei* bis bteimal vor eitanbeS-petsonen unb feivrten — in fpatetet Zeit jelbst Hochjeiten allbovt. In Aachen hiclten sich bie Wallsahrer nut vicrzehn Tagc auf unb ebenfo lange in Trier, bann loste sich ber Zug auf unb bie Riickfehr tr--solgte in kleineten Patticn, wie sic sich ja auch am Rhein jufaimnengetunben hatten. Unter Bifchof Ehion gab es eine Zeit, m man bie Wallsahrtslust bi forberte; eine fpalcteZeit hatte iibet bas Wallsahrten nuhcr Lanbes anbere Ansichten unb so kant es, bah, hetuorgerufm butch bas Bittgcsuch eines Fiihrcrs unb Dolrnetschers bei ben niebcrrheinischen SSaUfahrten, bie Regierung 17 i s ein ftrenged Verbot hinfichtlich betselben erlieB- Die llnterstiitzungcn ber rheinischcn Slabte ipin eu eingest.llt unb nur vereinzclt sanben sich noch £>o* venen bei ben Heilthiiinern in Koln, ilachen im Trier ein. • , Richtig ist jebcnfaHs, bah zu ^iefijeiten abge« legte ©eliibbe bie Zahl ber Wallsahret bebeutenb vetmehtten. Wen» man nun abet biese e roiirbe jedenfalls eine neue aufsteigende Aera des Deutschthums in Oesterreich bedeuten. ^olilische Wochenuderstcht. Die Gemeindevertretung von Reich end erg hat sich entschlosien, gegen die erfolgte AuflSsung einen Recurs n i ch t einzubringen , um hiedurch die Neuwahlen, die binmn sechs Wochen yon dem Tage der Rechtskraftigwerdung des Auf-ISsungsdecretes auSgeschrieben werden muffen, nicht iu verzogern. Der osterreichische Reichsrath wird am 5- November wieder zusammentreten. Als Ergebnih der in Wien abgehaltenen Bischofsconferenzen wurde cine gemeinsame Erklarung des Episkopates" veroffentlicht, welche, neuerlich die schulpolitische Frage behandelnd, die Umgestaltung des Schulwesens auf con-fessioneller Grundlage anstrcbt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch bekqnnt, dah der Episkopat im vergangenen Mcirz an ben Unterrichtsminister eine ben vorausgegangenen ahnliche Eingabe bctrcffs der confefiioneCen Schule gemacht hat. Der Statthalter in Bohmen forberte die ihm unterstehenden BezirkShauptmannschaftm auf, ein fpeciettež Verzeichnih jener Refetviflen und Sandro eh tin an net zu fuhren, welche socia-listische Blatter halten oder rothe Cravatten und Calabreser tragen. In Pllsen constituirte sich ein 93 eretn der Deutsche" in Westbohmen. Det Conflict des Gemeindetathes in T t o p p au mit der LandeSregierung wegen Veroffent-lickuna der Cholerakundmachung auch in c z e ch i \ ch e t gptache ist gutlich beigelegt warden. Der Auflrag der LandeSregierung, b.treffcnd die Veroffent-lickuna der Kundmachung in czechifcher Sprache, nmrbe vom Ministerium des Jnmrn als gegenstandS- loS ^^^Discifilinarrath des Lemberger Ober-landesaerichtes hat gegen drei hohere Gerichts-l^amtewegen unges'tzl'cher W a h l a gl t a t io n Straferkenntnisie gefallt. ^n Ungarn >st aus Anlah der Itrchen-»nlitischen Fragen und der H e n tz i - A f f a i r e eine vorderhand noch latente Cab i n e tskris i « ~T~T- m r t n ch e der Wallfahrlen aunehmen wollte, fo\ulbt immer noch zu erklaren, bah die Bewohner I. ,:-„,lich weit ausemanderliegender Gegen- *oum gainer, Steirer, Karntner u»d gar Unter-kpr Slefanskrone auf ben Gedanken ver-lhanen ^jxtzx„hein zu roallfahrten. Man o„ hier auS be.spielSweise in Tersatto odet X nhet Rom nicht ntindct betuhmte und nahete mlklsabrtsorte zur Verfiigung. Als Erklarung fiir ^ q e an ben Ricbetrhein bleibt nut die An-bie ou8® . ba6 die von hier wallfahrende Bevol- » « beriehungsiveise deren Vorsahren, in einer kerung, » 8e)ie^ung zum Riederthein standen. kiefe Benchung wird unS in zroangloset Form UnB, Je Hjstoria des TacituS erklart, die unS bU,4, b«6 um8 J-hr 69 »»ch Sir. SSit.UiuS *'.* inker Seeresmacht von Koln nach Rom aus. den Thron der Casaren zu besteigen. Mackt bestand zume.st aus Nieder- unb 1 aus Trcweren, Tungern u. a. Es sow'ohl auS bet Bezeichmmg bet bei ben L ebmen Kampftn in Jtalien bctheiligten Legio-„ra aucfi aus roicberholten Hervorhebungen mil Wftimmtheit annehrnen, bah daS Hcet deS BitelliuS • -nd aus Germanen zusammenges.tzt war. »'"JZ hatte zunachst »nit dem Gegenfursten Otho *hun und ols dieser sich das Leben genommen. >u . „ m.svasian alS Kaiser auSgerufen und Primus wurd., B^xhizhaber von Pettau, machte sich 't den illyrischen und dalmatinischen Truppen auf ausgebrochen, die zwar erst in einiger Zeit eine Losung finden diirfte, birmalen aber gilt bie ©tellung des Graf Szapaty als kaum haltbar. Dem gegen-uber brachte allerdingS der »Poster Lloyd" angcblich aus besier Quelle ein Dementi, datz von einer Cabinetskrise leiue Rede fei, dah fein Minister zu demissioniren gedenke und auch ein Anlah zu rinem solchen Schritte nicht vovliege. Nach Jnhalt det d e u tschen Militat- Vot lage sollen sich die einmaligen Ausgaben mit 66,800.000 Mark bfjiffern. Die Verhandlungen Ru h lan ds in grant« teich, betreffenb die Aufnahme eines A n l e h e n s, sind neuerlich als geschritert anzusehen. Die franzosische Kammer hat ben Gesetz-entroutf, bettkffend die Beseitigung von Differenzen zwischen Arbeitsgebern unb Arbeits-n e h nt e r n, im Wege det Schiedsgerichte angenommen. Die Regierung von Schweden beschastigt sich mit det H e e r e s r e s o r m unb beabsichtigt, die Auslagen butch Einfuhtung einer Grund- und Einkommensteuet vom Grohgtundbcsitze zu dccken. Det pteuhische Landtag, roelchet jam 9. November zusammentritt, wird sich mit Ste ue f Reformen befchaftigen. Die dem Vatican ergebene Presse agitirt ununterbrochen, gliicklicherweise ersolgloS, gegen ben Dreibunb. In Montenegro herrscht noch immer cine gcwisse Gahrung unb es werben Stimmen lout, welche bic Abbankung bes allzu eigenwilligen Futstcn Nikolaus zu Gunsten seines Thronfolgcrs wunschen. Wochen-Ltironik. Det Kaiser unb bie Kaisetin find aus Godollo wieder nach Wien zuriiefgefehrt. Die Kai serin begibt sich nach etnem Bcsuchc bei bet Erzhcrzogin Valeric nach Corfu. Erzherzog Franz Fetbinanb von Estc witb Anfangs December seine Reise unt bie Welt antreten unb sich auf bein Torpedo - Rammfreuzet „Kaiferin Elifabkth" cinschiffen. Das Schiff witb von dem Linicnfchiffs Capitan Alois von Becker befehligt werden. Unter ben Schiffs-OfsicietsN wird sich auch Ptinz Leopold von Toscana besinden. Det Erzherzog ben Weg nach Jtalien, wo es zu verschiebencn Kampsen lam. Die Hauptschlacht routbe vot Cremona geschlagen, wo die Truppen im Dunkel bet Nacht zujammentrafen unb sosott hanbgemcin wurben. TacituS schildcrt ausfuhtlich bie Einzcl-heiten bicscs morbcrischen Kampfcs, bet tin Mond-schein fortgesetzt wurde unb ben noch bas helle ©onnenlicht befchien. Die germanischeit Truppen zogen sich schliehlich hinter bie vor Cremona nufge« worfenen Walle, bann in bie Stadt felbst zuriick, muhten sich abet ergcbeit. Cremona ging in Flam-men auf unb routbe vollstanbig zerstort. „Gesunbe unb Verrounbete, Halbtobte unb ©terbenbe walzten sich burcheinanber. Ermordete in alletlei Gestalt unb bet Tob in alletlei Formen." „Nicht Stanb, nicht Alter fonnten bavor schiitzen, dah nicht Unzucht-gewalt bei Mord unb Mord bei Unzuchtgewalt vorging. Es war ein blutigeS Gcmitz^l." Viet Tage brannte Cremona unb atle Hauser unb Tem-pcl loberten auf. „Die vom Leichenmodkt dunftende Erbe geftattetc nicht, bet ben Truntntern ber eingc-ascherten ©tabt lange zu verroeilen. Die Armee ruckie drei Wegstunben weiter vor unb v e r t h e iltc bie sntchtsam untherftreifenben Vilellianer jeben unter seine Fahnen. Unb bie flbetrounbencn Legionen wurben butch Illyr i en vet -streut, bctinit fie bei Fortbauer bes Burget-kriegcs nichts BebenklicheS vornehmen fonnten." lSchluh folgt.) roirb zu Schiff nach Bombay fahren, bie Lanbreise burch Jnbien ntachen, hietauf roieber zu Schiff nach Ostasien, bie Haupthafen von China unb Japan anlaufen unb baitn nach Amerika hinuberfegetn. Von San Francisco geht bet Erzherzog tiber Lanb nach Chicago zum Besuche ber Weltaueftellung unb roirb bann iiber Nero Dork mit einent Privatdampfer wieder nach Europa zutiickkehrcn. Det Torpedo» Rammfteuzer „ Kaiserin Elisabeth" soll aus bet Ruckreise Korea anlaufen, roo ein Hanbels^ vertrag mit Oesterreich * Ungarn abgeschlosien roerden soll. Det P apst erlitt am 22. b. M. etnen Ohnmachtsanfall. Das osterreichische Finanzministetium bringt in Erinneruitg, doh die nach dem Conventions— mirnzfuhc ausgepragtcn'i n l a n d i f ch e n S i l-berntunzen unroiderruflich bis zum 31. December d. J. als letztem Termin einberufen roerden. Zuglcich wird crinnert, datz die sogenannten Leoantiner oder Maria The resia-Thalcr vom Jahrc 1780 von ben Cassen unb Aemtetn nicht wie higher in Zahlung genommen roerden bursen unb von bet Einlbsung ausgeschlossen bteiben. Die Kunbmachung, betnffcnb bie Einlofung ber Silberconventionsmunzen, ist von ber grofeten Wichtigkcit, ba bet ber Nichtbeachtung bes autzersten Praclusivtcrmincs bent Publikum ein sehr cmpsinb-Iicher Schadcn entstchen kann. Ein ganger Kronen* thaler, ber mit 2 si. 30 kt. eingelost roirb, ist beispielsweise nach bem Einlosungstetrninc nut mchr circa 1 fl. 65 kr. werth; ein alter Zwanzigct C.-M. gelangt mit 34 It. zut Einlofung unb roirb nach Ablauf bieses Jahtes nur meht einen Wetth von 24. kr. haben. In Wien lam am 24. b. M. ber erste Fall von Cholera asiatica mit tobtlichem Ausgange vor. In Wien roirb ein Sangcrhaus erbaut roetben; bie Sammlung von ©elbbeittagen Hat bereits begonnen. Der belannte Schtiststellcr P. K. Rosegger in Graz ist fchroer ertranlt. In Graz roirb bic e lettri f ch e Bclcuch-tung eingeftihrt. Der hiftorifche Vcrcin in Graz roirb am 20. November I. I. bas Jubilaum ber 700jahtigen Zusammengehorigkeit ber ©teiermar! mit Oesterreich feiern. Die steietmarlifche Spa11asse fpenbete ben Suppenanst alien in Graz 1000 fl. Der steictmatlische J a g b s chutz-0 e t e i n veranftaltet im Jahre 1893 eine Aus-stellung von fehensroerthen Hitschgeroeihen, Rehge-homen unb Gemsltileln. Am 23. b. M. fanb in Kiit n t cn ein Geroerbetag ftatt; es rourben Rcfolutionm betreffenb ben Schutz unb bie Foiberung ber heimat* lichen Gerocrbe, beschlossen. Der Slationsches in Grasenstein, Karl Fe liner, legte sich am 22. b. M. zroischen bet Station Grafenftein unb bet Haltcstellc Riickeriborf auf bie Schienen, routbe von einem 2 a ft e n z u g tiber f ah ten unb g e t o b t e t. Det Schrourgerichtshof in Ptag hat im Etb-schassptocesse W a l b st e i n bie btiben roegen Betruges angellagten grastichen Dbcrbeamlen W e i n e 11 unb Kleibotset auf Grunb bes VetbicteS bet Gefchworenen freigesprochen. Im Resum6 bes Prasibenten bemeifle berselbe: »Die Angellt -n haben baburch, bah sie sich biese Legate ober tochentungen zufommtn licfetn, an unb filr sich nicht das Verbrechen des Betruges be-gangen, roeil ber Graf nach bent Gefetze b i Sp 0» fitionSfahig roar." In Frankfurt a. M. starb Kapellmeister Otto D e s s o s f, vormaliger Dirigent der Wiener Hofoper. In Heidelberg brannte der Bah n-h o f ab. In Hamburg kamen bis 22. d. M. 17.978 Cholera- Erkrankungs- unb 7605 Todes-falle vor. Im Laufe des heurigen Jahres v e r u n- g l u ck t e n butch Unvorsichtigkeit unb Wagnifse 42 T o u r i st e n. In ber Kirche zu Reggio in C a l a-b r i e n fanben rodhrenb ber Prebigt Scanbal-fcenen statt; 40 Personen ivutden verhaftet. In Monte Carlo entleibten sich im Monate October wegen bebeutenber Spieloerluste 20 Personen. Am 21. b. M. fanb in Chicago bie Einweihung ber Weltausstellungs-geba ube statt; dem seierlichen Acte wohnten 90.000 Personen, barunter bie ©emeinde-Repra-sentanz, bie Gouverneure ber Staaten unb Deputirte vieler in- unb auslandischet SSereine unb ©esell-schaften 6ei. Jnfolge ber in China eingetretenen Ueberschwemmungen sinb 50.000 Menschen ertrunken. ___________ Local- unb Provim-Aachrichlen. — (31 in tS a n t r itt b e 8 Hofrathes B a rsn Hein.) Derselbe iibernahm am 25. b. M. bie Leitung ber Lanbesregierung unb empfing am darausfolgenden Tage unter Fuhrung des Hofrathes Schemer! bie Beamten ber Lanbesregierung unb ber Bezirkshauptmcmnschaft Laibach. Nach Mitthei-lung bes Amtsblattes gab Hofrath Baron Hein bei biefcm Anlasse znnachst in schmeichelhaften Worten seiner Besriebigung bariibcr Ausdruck an seiner Seite einen so verbienten Beamten als seinen Stell-oertreter z» finben, bessen Unteistutzung fur ihn in hohem Grade werthvoll sein roerde. Uebergkhenb auf bie Ausgaben der politischen Beamten, bezeich-ncte ber Herr Lanbeschef als solche bie Sorge fur bas geistige unb wirthschafiliche Wohl ber Bevol-ferung; urn biese Aufgobe, welche sich angesichts der sich fteigernden Anforberungen, welche an die Bet-waltung gestellt ivcrbni, als eine gewih nicht leichte, aber uni so bmiltnSroerthere barstellt, zu erfiillen, sei eS erforberlich, nlle Kraste anzuspannen unb mil unermiidlichem Fleihe seinen Pflichten in jeber Be-ziehung gerecht zu roerbm. Es sei aber auch unbe» dingt nothwendig, unb dieh insbesondere in einem °inbe, wo zwei Nationalitaten nebeneinanbet Ivvhnen, ^.oerzeit bie strengste Objectivitat zu beobachten, uni die bejtehenben gesetzlichen Vorschriften unparteiisch roie ein Richter zur Anroenbung zu bringen. Cine weitere unb schvnere Aufgabe muh ber politische Beamte barin erblicken, innerhnlb ber Gesetze unb Verord-nungen nach freiem Ermessen filr bie culturellen Bediirfnisse ber Bevolkerung zu sorgen, woburch sich ber politische Beamte bad Bertrauui ber Bevolkerung unb bamit bie ©runblage fur ein etspneh-liches unb fegensreicheS Wiiken erwerben mirb. Wenn roir ber Bevolkerung mit Wohlivollen ent= gegenkommen, ban« lvirb es und auch leicht (ein, dieses Land, welches wir Alle als unsere liebe Heimnt lieben, mit initner scsteren Bandm an ben Gesainrnt-ftaat unb bie Person unferes ethabenen 'Bionarchen zu fniipfen, ber (eine schiitzenbe Hanb uber alien Volkern seines gtohen Reiches halt. Der Herr Lanbeschef bat schliehlich, bah ihm bie unterstehenben politischen Beamten nicht nur als ihten Borgeietzten, sonbern auch als ihren Freunb betrachten mo gen, ber jederzeit getne bereit sein wirb, ihren Wiinschen, soiveit es die Dienstesvethaltnisse zulassen und es in seiner Placht gelegen ist, Rechnung zu tragen. Zum Schlusse seiner Rede brachte ber Herr Lanbeschef ein breimatiges Hoch auf Seine Majestat ben Kaiser uub bas Land Krain aus, in welches die Versam melten begeistert einstimmten. Hierauf nahm Herr Hofrath Baron Hein bie personliche Vorstellung der einzelnen Herren Beamten entgegen. — (Slovenisches.) Der Austritt ber slovenischen Abgeordneten aus bem Hohenwartclub unb bie Bilbung eines eigenen subslavifchen Clubs gehort befanntlich bereits seit Jahten zu ben Hauptforberungen bet rabicalen Partei. Jilngst ivurbe iiber biese oft ventilirte Stage roiebet cine ziemlich heftige Polemik zwischen einem ©orz?r slovenischen Blatte unb ber „Substeirischen Post" gefiihrt, welcher, wie „Sl. Rar." bei bieser Gele-genheit bemerkt, „Regierung§hofer aus Regierungs-krippen entgegenbuftet". Es roar ouffaHenb, bah bas tabicale Blatt, bas fonft am allerentschiebenflen fur einen subslavifchen Club einzutreten pflegt, sich htebci eine starke Zuriickhaltung auferlegte. Das hatte, roie uns von gut informirter Seite berichtet ivird, seinen guten Grund. Wie befonnt, vollzog Herr Schukle mit seinen beiben engfien Gesinnungsgenossen am Schlusse ber letzten Lanbtags-session die neueste seiner Schroenkungen, in bem er sich roieder der rabicalen Fraction in bie Arme waif. Um bei biesem Schritte roenigftenS bergleicben zu thun, als wenn man vor ben Rabicalen nicht bebingungslos copitulirt hatte, soli nun Herr Schukle beim (Sintrittc in ben Club einige thatsachlich fteilich ganz belanglose Botbehalte genmcht habeii, bie bahin gingen, bah bis auf weitetes im „Sl. Rar." bie Russenschwarmetei nicht zur Schau getrageii, die Jun^czechen nicht verhimmelt unb ber Hohenwatt-club nicht verunglimpft roeroe. So ist es gekommen, dah „Sl. Rar." vvtlaiisig in bet Ftage: Hohen-wart- ober siibslavischet Club seine betannte An» schauung nicht mit geiuohnterCgntschiebenheit vertrilt. — Herr Hribat pflegt befanntlich in jeder Landtags-feifion neben oielen anbercn Dingen und Personen auch bie Postverwaltung groblich nnzugreifen unb iminentlich ben Triester Postdirector Pokorny unb ben Oberpostcommissar CorL. Rach bekanntem Muster roerden in heftigein Tone Anklagen erhoben, deren schroerste geroohnlich die ist, dah ein oder das anbere Poftamt noch ein ausschliehlich deutsches Siegel verwende unb so den Fortschritt unb die (Shre der »Ration" ansa hochste schadigt unb ben Schluh bieser oratoriichen Auslassungen bilben bann geivisse Vetdachligungen unb SDenuncititioncn. So geschah i es auch in vetwichener Landtagssession roiebet. Im „Slovenec" vetvffeii licht nun „(5iner im Ramen vieler (louenifdjer Poftbeamten unb Poftmeister" cine sehr ausfuhrliche Abfertigung Hribar'S, worm dess it Auslassungen und Anklagen alS vvllig unbe-grunbet, als von blohen Zutragereicn herruhrenb unb als grobe Berhetzungen bezeichnet, zugleich abet on ber Hanb vet Thatsachen bie Vetbienste hervor-gehc>ben roerden, welche sich gerabe bie gencmnten beiben Poftfunctiondre um bie Hvbung deS Post5 wesens in Krain unb um die Bessetung ber Luge der Poftbeamten unb Postineiftet erivorben haben. Am Schlusse bes betreffenben Artikels heitzt es: „So vici iiber unseren osfencn unb berechtigten Protest gegen Anklagen im Landtage, welche roir nicht alltin auf Rechnung des Abgeordneten Hribar, (ondern auch die einiger unzufriedenen Elemente und besonderS eines gemifien „©treberlein5" in Laibach schreiben, ber auf ben Stufen ber Ver> leumbur.g hober fteigen mochte, bcrnii auf Rechnung jener slovenischen Poftmeister, bie ihre alien Siinden verbergtn niochten burch ihr Geschtei stir bie Ration. Die loblidje Post&irection aber bitten roie, bah sie gegen die Hetzer energisch corgehe, bamit nicht roeitec im Lanbtage .burch unbegrlinbete Anklagen unsere unb unseies Volkes Ehte geschinalett roerde." Diese cbenfo treffende, als entschiedene Ber* urtheilung des Hettn Hribar unb seiner Angriffs- methobe von slovenischet Seite aus oerbient imrner* hin Beachtung. — (E r st e r slovenischet K a t h oli ken-t a g.) Det aus Anlah deS erften slovenischen Ka-tholikenlages zwischen den Rabicalen und Cletikalen entbrannte Streit bouert mit unoerminberter Ge-hassigkeit fort unb auch ber bamit beiberfeits »er« bunbenen Bekchimpfungen ist noch lange kein Ende. Wir haben unferen Lesern bereits ab uub zu Heine Ptoben ber hiebei unterlaufenben ©emeinheiten ge» geben unb es biirfte biefelben faum geliisten, weitere tennen zu Ietnen. Auf clerifaler Seite roerben jetzt tdglich Zustimmungserklarungen fiir den Fiirst-bischof Dr. Missia publicirt unb die Rabicalen bringen roiebet Zustimmungskundgebungen fiir bas Svetec-Bankett. Beiberfeits roitd behauptet, bah man bamit ber Welt nur Sand in die iiugen streucn roolle und die beziiglichen Kunbgebungen keineswegs ber Ausbruck ber Volksstiinmung, sonbern nur ge* ntachte unb erfiinftelte Maniscstationen seien. Rach ben vielfachen Crfahrungen, bie roir in Krain in Bezug auf Petitionen, Abtiffen u. dgl. schon ge* macht haben, bars man roohl behaupten bah beive Theile mit ber Kritik ber gegnerischen Kunbgebungen nicht ganz im Unrechl sinb. Peccatur intra et extra muros. Das tabicale Organ tunbigte iibrigend bieser Tage an, der Karnps roerde noch erbitterter roerben unb broht ben Cletikalen mit oUerlei unangenehmen Enthiillungen und »pikanten Einzelnheiten", wenn sir ihre Angnffe nicht einstellen. „Jetzt geht eS um unsere Ehte", fchreibt das Blatt ber Rabicalen, „um unferen guten Ramen unb ber Ration unb wit tonnen unb btitfen nicht mehr schiveigen. Jht Herren von ber latholifchen Dtucketei, gveift uns mit an-standigcn Waffeii an, abet entfaget ber Liige unb Berleumbung; rovnn nicht, wetden roir auch an bas Wort bet heiligen Schrift gcbcnten: Aug’ um Aug’, Zahn um Zahn! Zur Bertheibigung unferer Ehte mlissen uns auch bie schatssten Mittel gcflattet sein; in biesem Kampfe sinb roir aller Riicksichten ent-bunden unb roir roerben tufen: Herab mit bet Maske! Unsere Schulb wirb es nicht sein, roeim roir gezwungen roerben, tnancherlei zu enthiiHen, was vet« schiebenen unberufenen Richtern ber slovenischen roeltlicheii Jntelligenz nicht zur Ehre geteichen wirb, unb beshalb auch nicht zur Ehre bem gesammten geistlicheu Stiiube, roelchen roir von Jugenb zu achten geroohnt roaten unb geroohnt sinb. Ihr Herren zroingt ! uns nicht bazu unb lehret um, so lange es noch Zeit ist." Das klingt roie eine urge Drohung, abet wet weih, ob es am Enbe so gesahrlich anssallt. Biel-Ieicht schivingt sich bas tabicale Blatt zu bieser Pauschaldrohung auch nur auf, iveil es fonft mit seinem Latein zu Enbe ist. Wie bent abet sei, roir sinb noch immer nicht geneigt, diesen neuesten Zroist miter ben slovenischen Politifern allzu ernst zu nehmen. Es ist roahr, bah et biesjinal longer unb hitziger gefiihrt roiib Venn je zuvor, bah sich biese Herren gegenseitig Jnsulien ins ©esicht 8e‘ fchleubert haben, bie unerhort sinb, bie anberroatti jebcn ©ebanken eiiter 2Bieberanndherung ein fiij allemal unmoglich ntachen roiirben. In »Slovenim jjeboch ist bas Alles anders, ba herrfchen in folchen Fragen eigene ©rundscitze unb wenn roir eines Tages boch noch erleben soil ten, bah bie Leute, die sich roechselseitig in ber ehreiuiihrigsten unb gemeinfien Weise befchimpft, sich in bie Anne fallen, so roerben wit nicht erstaunt sein. . — (Eine Serenade mit $ a (f e IJu W wurbe bem geschiebenen Landesprasibenteii ®oron Winkler am 22. d. M. com „Sokol" unb an eren nationalcn Bereinen und vom Leteranenvereine ge bracht. Bei biesem Anlasse begab sich autV c'11* Deputation unter Fiihtung breier Mitgliebet < rabicalen Fraction, ber Herren: ©coselli, unb Murnik zu Baton Winkler, um ihn namen betheiligten Beteine zu begtiihen. — (Deut sche Dienst sp rache.) Unter ben verschiedenen unberechtigten Forderungen, die von slovenischer Seite immer unB imrner wieder «rhoben werden. figurirte mehr als einmal schon auch die innere slovenische Amtesprache. Solcher nationaler Ueberhebung gegenuber ist es mil Befriedigung zu begriihen, menu i» einem bestimmten -Falle die vom staatlichen Standpunkt unumganglich iwthwendige Geltung her beutschen Sprache als innere Amts-sprach neuerlich betont wird. Es rourben »amlich tnefjreren slovenischen Notaren in Cilli in slove-nischer Sprache verfahte Eingaben berfelben in Verlahsache" vom Bezirksgerichte Cilli, dessen Leitung bem Nathssecretar Dr. v. Zhuber ubertragen ist, ol« ungehorig mil bet Weisung zuruckgestellt, die Einlaqen in deutscher Sprache in Vorlage zu bringen. Der von den Nolaren dagegen emgebrachte Recurs andasOberlandesgerichtinGrazistalsunzulassugzuruck-aewiesen roorben. Die von ben Notcircn hierauf ergriffene B^schwerde an bas Justizministeriuin ist gleichfalls ohne Erfolg geblieben. Der Justizminister hat in aurfirfiveifuna der unbegriindeten Beschwerde aus-Sich betont, bah die unter PraLak erflossenen Svrache.werocbnungen, auf welche sich b,e Beschwerde-iiibrer beruf'en haben. nur ben Verkehr ber Gerichte mit ben Parteien im Auge Haben, keineswegs abet y,„kebr ber Behotben untereinonber. Die DienKsprache in diesem Verkehre ist ausschliehlich Z bculwe, unb Hat bas Bezirksgericht die slove-«ikcken Eingaben der Notare mit Recht als ungc ..iriidtacftrCft, weil die Notare als Gerichls-nmtiffare in Verlatzsachen als gerichtliche Functionate sjnb unb sich beshalb in ihrem Amlsoerkehre Ln Gerichten unbebingt der beutschen Sprache bebienen haben. Unset Justizminister ist iibet f N^dacbt eiiter nationalen Begiinstigunq bes D«,,ch,h»m« «-«ii -ch»d-"' Di- jlvoenischen Perici' ' finB ihm fiir manche Forberung ihrer ^rohen i Bestrebnngen dankbar. SBtnn f"")Z° M« W« Sanction, d-- °«-.. reiLischen Justizverwaltung sich gezroungen sieht, ben , -tApit ©prachrecurs zroetet k. k. Notare SlLl'f™, >° «*>“* d" >ic L Mch>b-r-*'-u»S d» >u Z"°j- Tnhme„ Anspruche in ©achen bet ©enchts- unb rn- ntnmctie. Es erhcllt daraus aber zugleich auch e’nft ber Verhaltnisse auf dem Gediete I* °Justizwescns in unseren siibosterreichijchen Prooinzen. ^^ ^firntcU.) Es vergeht fast fetne , jn der wit nicht in ber Lage waren, aus batlande ein oder die anbete Miltheilung tzNserem w DOn j,em gesunben Sinne ber p oerjei^ne , n _ ^ beutschen roie slovenischen borttfteu un^ pon bcten entschiebener Ab- - Zeugniy Slovenisirung nach krainischem S'T?'iiber sich ergehen zu lasien. ©cute wollen w bemerkenswerthe Ausfuhrungen imttheiten, ‘y|tr,em'L Landtagsabgeorbnele Orasch auf einein tort in Karn.en abgehaltenen Banetntage machte. ,,atte u„ter anbercm, dah er zwar em 1 n r Slovene sei unb seme Mutter. » verleuqnen roerde, babei aber bennoch fplflche n roller Ueberzeugung mit ben I**6 „n bes Lanbes Hand in $ a nb <*“ roiflenb, dah be.be Bolksstamme gleiche gehe, woh\ cvntere(ten netsolnen unb gleiche f 1 !l unb mch> »" W»hn>»e-N leibel, iilmnl h,*6m LT bi »«l lit <6 an, „ 01 4, „ f VI r if,.. nh r nr „t x tilt*6 e n Sprache fur ihn absolut hin sei unb tritt bahcr fur bie be- aus ber bie Kenntnch ber beutschen flUt Auf bie Lerhanblungen bes Lanb-t ! 8 tiberaehenb, betonte ber Nebnct bei bem Titel Moungszwecke", dah Hi-fur i" Karnten zwar sehr viel Gelb ausgegeben roerbc, aber bttsiir sei feme . Summe zu hoch. Alle Abgeorbneten, mit Ausnahme von zwei, stimmen gerne fur solche nutzliche Auslagen. Diese z>vei Abgeordneten aber, bie wollen, bah die Schuleu ganz slovenisirt roerben unb leiber scheinen sie in diesem unftnnigen Begehten bei ber Regietung Unierstutznng zu sinben. Die grotze vierklassige Schule in St. Jakob sei bereits ein Opser bet Llovenen geworden unb bie arme Jugenb muh bebauert roerben, bie jetzt ohne Kenntnih der beutschen Berkehrssprache aufroachst unb urn ihre Hauptstiitze beraubt roirb im harten Kampse um bas Dasein. -Bei u»s zu Lanbe benft zwar ber grohte Theil ber bciuerlichen Bevolkerung iiber ben Werth unb bie Notbwenbigfeit bes Untenichtes in ber beutschen Sprache genau so roie bieset farntnetifche Sanbtagsabgeoronete, allein roie selten roagt es bet Einzelne unb kann es im ©cunbe roagen, seiner roahren Meinung Ausbruck zu geben. Dank einem nach alien Nichtungen styste-mifuten Terrotismus ist bafur gesorgt, bah bie Stimme ber Wahrheit nut sehr selten vernommen roirb, unb roer sich ertiihnt, sie vernehmen zu lassen, hat die grobfte Berunglimpfung unb Anfeindung ohne Enbe zu geroartigen. — (Personal-Nachrichten.) Der neu-crnannte Leiter ber Sanbesregierung Hofrath Baron Hein ist in it seiner ©emahlin am 24. d. M. hier eingetroffen unb im Hotel „Stabt Wien" abgeftiegen. — Der bisherige Lanbespicisident Baron Winkler hat mit seiner Familie vorgestern mit bem Mittags-postzuge Laibach vetlassen unb sich nach Gorz, seinent neuen Ausenthaltsorte, begeben. — Fiirst unb Fiirstin zn Winbisch-Gratz feierten in ooriger Woche ihrer silberne Hochzeit. Aus Anlah bieses Festlages spenbeten die Jubilanten den Drtdarinen in Planina 100 fl. der cortigen Pfankirche unb bet freiroilligen Feuerroehr je 50 fl. — Der zur Dienstleistung bem Miiiisterium bes Jnnern zuge-roivsene Bczitkscommissat Dr. A n bte as Graf Schaffgotsch routbe zum Ministerial-Vicesecretar im Miiiisterium bes Jnnern ernannt. — Ernannt rourben zu Postcontroloren fiir Laibach: bet Post-kassier Johann A u s s e n i f in Pola, bie Post-officiatc Victor Jenčič in Tticst unb Guibo N. v. A n b t i o I i in Neumarktl. — (Concerte.) Das Institut unserer Kammermusik, bas nach mannigfachen Kampfen unb Miihen nunnieht zu einem unentbehrlichen Factor unseres mnsikalischen LebenS sich emporge-schwungm hot, tritt mit bent heutigen in bas elfte J>ihr seines Bestehens. Ohne Ftage hat sich biese in musikalischer Hinsicht so ausgezeichnete Institution, urn bie uns manche anbete Stabt bcneiben nug, bei uns so sehr eingelebt, bah voraussichtlich nieinanb, ber bisher bieser eblen Kunstgattung hulvigte, ihr im heurigen Jahte untreu roerben roirb. Eden roirb ein Bogen unter die Mitglieber ber phil' hatmonischen ©ek 7' haft vetschickt, ber zur Theilnahme an ben heurigen Kammermusikabenden einlabet. ES ware baher sehr zu rounschen, bah er .vollzahlig unterzeichnet roerben mochte, umsomehr, als, roie schon jetzt oerlautet, ber berehrte Primatius Hett Concettmeister ©erstnet heuer ein besonbers schones unb fefitlnbeS Programm vorbereitet hat. Uni nur Eines anzusiihren, ivollen wir verrathen, bah unter anberem bie Auffiihrung bes grohen Septettes von Beethoven in si (here Aussicht genonunen ist. — Das erfte Gesellsch asts -Concert ber Inufenben Session ist uorlausig fiir Sonntag ben 13. November in Aussicht genommen roorben unb foil basselbe Nachmittags 5 Uht bcginneii. — (Theater.) Im „Huttrnbcsitzet" unb „Veilchensiefser" bebtitirte als neuengagirtesMitglieb Herr Hermann Schwarz in ben Titelrollvn unb zeigte sich a IS cine sehr brauchbare Kraft. War seine Leistung im erftgenannten Schauspiele eine beftieni-genbi', so bilrfen wir bie in Mosei's Lustspiel als eine vortreffliche bezeichnen. Auch sonst iiberwog bie Darstellung bes „Veilchensresser" bie bes „Huttenbesitzer" urn ein Erkleckliches, roas aUetbings in ben ungleich fchroierigerenAufgaben beSOHnet’fchen Schauspiels ■— eines ber besten unter ben neuen franzosischen, aus Romanen herausgeacbeiteten Stiicke -seine natiirliche Erklarung finbet. - Eine in jebern Betracht lobensroetthe roar bie Auffiihrung bes „Viceabmiral", welche Operette bisher hier nur von dem fleinen Jnterimstheater in ber Reboute her bekannt, als Novitat gelten komite. Herr Fabbiani (Biceabrniral) befeftigte in vollemMahe, bas gtinftige Urtheil, bas wir jiingft iiber ihn gefallt, unb unter ben tibri.ien Datstellern muh vvt allem Herr Straher (Punto) genannt roerben, ber sich zugleich als flotter Tanzet cntpuppte, bann Herr Hopp (Mitabvlant), bet, ohne zu ubertreiben, recht witksam war. Von ben Damen butfen Ftaulein Kollin (Hilba), Dor6 (Sybillina) unb Mikola (Ganbiba) mit Anerkennung genannt roerben, bie beibeit Tcinzeiinnen Chwala unb Schatz nicht zu vergesfen. Ehot unb Orchefter unter Kapellmeister Korolanyi's gewanbter und tiichtiger Leitung hielten sich ebenfalls sehr brav. Angesichts ber abgerunbeten, roirklich sehr gelungenen Darstellung bieser Operette wunberte es uns, bah bieselbe bei ber zroeiten Auffiihrung nur ein gut befuchteS unb kein ubetsiilltcS Ha us erzielte. — (Die biehjahrige Generalver-s a m m l u n g ber Philharnjonischen © e f e 11» f ch a f t) finbet morgen Sonntag, ben 30. b. M., urn halb 11 Uhr Votmittags im fleinen Saale ber Tonhalle statt. — (M u f e n Iv er e t n.) In ber Monatsver« sammlung bes Musealvereins vom 26. d. M. hielt unser verehrter Mitatdeitet Hett Julius Schmibt ben ongeliinbigten Votttag iibet bie fogenannteit roinbischen ffiallfahrten unb bie Urfachen ihrer Ent-stehung. Die Anroesenben folgten mit Spannung ben ein tiberauS reiches Material bietenben unb zu viel-fach interesanten Schliissen gelangenben Aussiihrungen bes Vortragenben, von bcnen roir in unserem heutigen Feuilleton nur eine furze Uebersicht bieten. Fiir bie betrep ber alteflen Zeilen so iiberaus bunfle Lanbes-geschichte unb fiir die ©efchichte ber Colonisation Krains sinb biese Forschungen, benen roir cinen gebeihlichen Fortgang rounschen, von ber grohten Bebeutung. — (M o rb unb Tobtschlag.) Der 17jahrige Hausbesitzerssohn Michael Kufchat aus Repne hat bie Dienstmagd Maria K n es aus St. Martin in einem ncichst Uranfchitz gelegenen Waive errotirgt unb ber Bursche Johann D 0 r n if aus Buchheim versetzte bem Burschen Johann S u p a n von bort gelegentlich eines WortwechselS mit einem Taschenmesier einen tob >en Stich in bie Brust. — (E r m a h i g 1 e Fa hr p r e ise.) Am 1. November b. I. treten fur (Schuler unb Schii-leriniien folgeiibe geanberte Bestimmungen bei Fahtten auf ben ©taatsei sen b ahnen in Ktast: Zum halben Fahtpteise roerben beforbert: Schuler unb Schiilerinnen der Volfs- v > Biirger-fdhulen, bet Untergptnasien unb Untertealfchulen, soiuie nller ben gennnnten gleichzuhaltcnben, das DeffentlichfeitSrecht geniehenden Lehranstalten, ferner jene Schuler bet Obetgymnasien, Oberrealschulen unb Hochschulen, welche ganz ober zur Halste vom Schul-, respective Collegiengelbe befreit sinb, zum alleinigen Zwecke bes Schulbefuches auf ©runb von je ein Schuljahr geltenben Legitimalionen. Letztere sinb zum Pteife von 2 ft. per Stuck von ben Bahnbetriebsamtern unb Stationen zu beziehen. Die Aušfettigung berfelben obliegt beren Jnhabetn ober ben Angehorigen berfelben. Diese Legitima« tionen roerben nur fiir Slrecken bis zu 50 Kilometer Entfernung ausgegeben. Im Billichgrazer Gebirge. Von Johann Sima. Vor Kutzem ist im Verlage der Section ,5hain" bes dentschen unb osterreichischen Alpen- vereincS ein 33ud?tem mit bem Xitel: ,,Jm Billichgrazer Gebirge von Johann Sima" erschienen. Wenn eS auch vielleicht wunschenswerth gewesen ware, dah dasselbe bei btm gleichen Umfange seinen Jnhalt etwas reicher gestaltet, unb insbeson-bere bit orogrophischen, hybrographischen unb bie Btvolkerungsverhaltniffe ber vom Verfasier ziemlich eng begrenzten Billichgrazer Berge eingehenber be-hanbelt hatte, jo wird es doch geroih bem bei ber Herausgabe in8 Auge gefahten Zwecke bestens bienen unb burch bie htibfchcn ©chilberungen ber Nalut-schonheitcn unb ber herrlichen Friihlingsflora bieses Gedietes sehr bazu beitragen, einem bisher allzu- wenig beachteten, auhetst abwechslungsreichen Aus-slugsgebiete neue Freunbe 311 erwerben unb Jenen, roclche es bereits ftnb, tin willkommener Fuhrer auf neuen Wegen zu sein. Nach einem kutzen Abschnitte, welcher bon Gebirge als (Sanzem geroibmet ift, cnthcilt bas Buchlein in roeiteten brei Abschnitten eine touristisch sehr eingehenbe Schilderung jener in biesem Gebiete moglichen Berg, unb Thalwanberungen, ivelche sich schon jetzt taglich steigenber Beliebtheit erfreuen, insbesonbere seitbem gute Markirungen bie ficherc Fuhrung burch bas Geroirre bet sich hausig kteu-zenben Walbwege besorgen. Ankntipfenb hieran werden bit abseits von biesen Hauptrichtungen gtli-gencn Wege mit ihren lanbschafilichen Schon-heiten einet mehr obet roeniger eingehenben Et-roahnung gerotirbtgt. Zunachst ist es ber Weg von Pobutik iibet Tofchkotfchelo unb ben Ravnik nach St. Katharina unb von hiet zu ben Hauptgipfeln bes Gebietes St. Jakob, Geimaba unb Toschz. welcher mit Recht eine ft hr ausfuhtliche Schilberung erfahrt, ist es doch jener Weg. welcher file ben eigentlichen Fuh-wanberer zunachst in Bettacht koinmt unb es ihm ermoglidjt, ohne Bentitzung einet Fahrgelegenheit don Laibach aus eine lange unb hochst genuhreiche Wanderung in ber Langsrichtung burch bieses Gebiet zu machen. Alletbings muh bann in ber ersten Stunbe bie Lanbsttahe nach Pobutik bcnutzt roeibcn, boch ist biese roenig ftaubig unb roenig befahren unb ftihtt langcre Zeit butch einen fchattigcn Walb. so bast bie Hauptunannehmlich-feiten einet Strahenwanberung fast gar nicht fuht« bat werben. Gleich in ben Steinbttichen von Util evoffnet sich eine interefinnte Pahscenetie mit rounbetbarem Riickblick auf Laibach unb bann ftifjtt ein Walbweg, voll (anbfchaftlicher Reize unb mit ptachtigem Blumcnschmuck, bie ber Verfasser in hochst anziehenber Weise schilbett, nach bem Bergborfe Toschkotschelo-Dem Wege von Gleinitz nach Toschkotschelo unb einem „stillverborgenen Grottensystem" in ber Nahe bieses Dorses werben hietauf zwei besonbete Capilel geroibmet. Dann fuhrt unS ber Autot auf fchattigen Wegen burch bas kaiftahnliche Walbgebiet beS Ravnik in vielen Kttitnmungen an bie gegen bas Gradaschzathal absallenbe frcie Berglehne unb fdhilbert bie priichtigen Lanbschastsbilber, bie sich ouf bem roeiteten Wege nach unferem nachsten Ziele St. Katharina mit ftinetn nieblichen Kirchlein unb feinen zroischen Dbstbaumen Halb versteckten Hciusem entrollt. — Hier fotgt man gerne bem Versasset, welcher ba? 5. Capitel bieseS AbfchnitteS wit ben Wovten: „Eine kurze Rast!" einleitet. Eowohl in bem vom Verfasser etroahnten, reizenb fldegenm Wirlhshause ..Anfchitz", alS auch in jenem „zum Touristen" unroeit ber Kirche St. Katharina dietet sich Hirzu gute Gclegenheit unb bas im letzteren aufliegenbe Frembenbuch Iegt Zeugnih bavon ab, bah von dieser Getegenheit mehr unb mehr G,branch gemacht roirb. — Die nachst gelegenen Aussichtspunkte, ivelcheu bas vorerroahnte 5. Capitel gilt, ftnb St. Jakob unb ber Hirtenberg unb roir lassen liber ben erfteten ben Autor sclbst berichten: „Den Betgfahret zieht es auf bie nur fparlich von Laubbaumen btfe^ten Wicsenmaiten ober St. Katharina, um sich einer roeiten Fernsicht zu frcuen, mit grbheter Macht noch auf einen ber charakteristifchen Gipfef, bie unset Gelanbe flankiren. Von unsetcr Gaststatte, genannt Anschitz, roenben roir uns zunachst bem gtunen Kogel von St. Jakob zu. Anscinglich iibet Acketranber, bann burch walbiges Gefltupp hinaus, erreicht man nach einer Viettel-stunbe bie in einet ©insattelung liegenbe Drtfchaft Wresovitz. Darnach fuhrt ber schattenlose Weg in wenigen Minuten unmittelbar auf bie von frtsdjeren Luften umfachelte, mit bem Jakobskirchlein gekronte Hohe (806 Meter). Man sieht roeit: von ben Kararoanken unb Steiner Aspen bis zur Gtenzwarte Jnnetktains, zvin Schneeberge, von ber cisum-gtirteten Welt bes Triglav bis hinab auf bie in Nebelgra« gehuHten Wcllen bes Unterkrainer Betg-IcmbeS. Aus Karantanien griiht ber Obit hrrUber, ubet bas norboftliche Grenzgebitge manche Hohe ber gtunen Steierinaik, unten abet bchnt sich bas ebene Sanb tiber Ktainbutg hin unb um ben Gtohkahlen-bcrg unb ben Utanschitzbetg heruin, belebt dutch Dorfschaften, Walb, Felb unb das Silbetbanb bet Save, bas sich unter Lustlhal vetliert. Unb bie Billichgrazer Verge alle — sie umftehen ben Beschauet tn mannigfacher Gestaltung, unb aus den Fallen unb Thalgrunben leuchtet es herauf roie aus hefperischen ©ifilben. Zu Fugen liegt bas roellige Walbland Don Schlebe, das unset Kogel unb bet Hirtenberg mit ihren Auslaufern untfangcn. Auf sein wechsel-volleS Gtiin starrt unset Kirchlein nieber, bann jene von St. Flotian, St- Margarcthcn, Peteline unb ©oloberbo." — Die zwei letzten Capilel bieses Abschniltes gelten jenen Bergen, ivelche in ber Aussicht auf bie Billichgrazer Berge von Laibach ben ersten Platz einnehmen: rinerseits Germada unb Toschz, anbeterfeits ber Lorenzibetg nachst Billich-gtaz. Die hubsche Schilberung ihrer Btfteigimgen unb Aussichten unb ber vielen moglichen Abstiege roirb geivih manchen L. ser aneifertt, nach dent eigentlichen Mittelpunfte ber Billichgrazer Berge mit feinen kuhnen Felsbilbungen votznbringen ober bie Heimat ber bertihmten Konigsblnme aufzufuchen unb bann nach bem reizenb gelegenen Dotfe, nach rod-them bie ganze Berggtuppe fcenannt roirb, htnab-zuivandern. — Mit Recht gilt ber nachfte Lbschnitt des besprochenen Biichleins ben Zugangen von Rot-ben unb ber letzte unb kiirzeste jenen von Suden. Denn abgesehen bavon, b»h bie Glieberung bes ®e* bielcs itn Notben cine viel reichere ist, ba bahin lange Betgtucken votn Hauplstocke abziveigen, vi>-l-verzroeigte Thaler hinabfithren unb batz bie roeite Ebene mit unferen fchneegekriinten Betg.stiesen itn Hintergtunbe bem lanbschaftlichen Bilbe einen grohen Reiz verleihen, roahrenb an ber Slibseite in unmittelbarer jttihe bas lange Grabafchzothal bahin zieht unb der kraimfche Schneeberg allein bie Hoch-gebirgstuelt oertritt, ist ja von Notben her ber Zugang bei Benutzung ber Eisenbahn ungemein erleichtert unb fiir Den Fall, bah sich die Sta»ts-bahn bazu entfchliefeen solite, bem geivih seht betech-ligtcn Wunsche nach (Sinsithrung von Localzttg.n an Sonn- unb Feiettag-n (etroa bi§ Bifchoflai) zu enlsprechen, rotitbe ber Fteinbenvetkeht in biesem Gebiete zroeifelsohne einen seht gtohen Ausschwung nehntcn. Unter biefen Zugangen vom Notben ist es zunachst bas Thal Von Babnidol mit ein cm in stiller Walbeinsamkeit uetborgenen Walbweiser, bem iin besprochenen Buchlein eine grofje Beachtung zuge* roenbet roirb; ihm fotgt roohl bet schonste von alien Zugangen nach St. Katharina. Er fuhrt aus bem Thale von Schlebe nach bnn nieblich an einem roeiten Bergauslciuser bes Hirlenbetges gelegenen Kirchlein von St. Margaretheii unb von hier alS ein roahrer Parkiveg, ber von ber Notur felbft gleich unferen Stabtallcen mit feinem Dolomitfand behan« belt roirb, am Abhange bes Hirtcnbetges aufroarts auf ben Gipfel bcsselben ober nach St. Katharina unb ba man cs liebt, fttih bas Thal zu oerloffen unb gemachlich ber Hohe zuzuftreben, verbient tt roohl insbefonbere im Anstiege ben Vorzug vor ben in den nachsten Capiteln geschilberten Zugangen aus bem Luischniza- uttb Hrastenzathale, in roelchen man ben Bergen ganz nahe an ben Leib riidfen farm, bann aber auf cine kurze Strccke bie ganze Hohe zu uberroinben hat. Es ist seht anetkennensroctth, bah bet Verfasser auch auf bie roeniger bekannten Anstiegsroege nicht vergcssen hat unb bah er im Capitel vom Lutschnizathale ben Diotmik erwahnt, einen prachtigcn Aussichtspunkt, bet roegcn seiner auSgezeicbneten Lage unb roie aus seinem Namen ju schliehcn, cinst btt Schauplatz mancher hcibnischen ©onnroenbfeier gewesen sein mag. Den Aufstiegen au8 bem Gtabafchzathale fallt ber kutzeste Raum ju; sir sinb ja auch bie kitrzeften, votausgesetzt, bah man ben Ausgangspunkt ber Bergioanberung auf bet Strahe Laibach-Dobrova-Billichgraz mittelfl SBngett erreicht. Im Anhange sinben roir ein Vetzcichnih, bet Zugangs- unb Ucbergangsroege, im Wesentlichetr cine kurze Darstellung ber im Biichlein geschilberten Touren. (Sine seht erivunschte Beilage ist bit angeschlossene Schichttnkarte ber Umgebung t|on Liiibach, roorin gegeniibet ber Spceialkartc manche im T ist abfltbranut; man besiirchlctc die Fluch bnrg l|t(lir |,»*«frti etttftt»«*«• Derstorbene in Laibach. 3m 20 October. Franz Jesenovec, BackergehilfinS-Sohn, 8 T Triesterstrahe 20. Kinnbackenkrampf. — Jose, Column, Bnltrtidiet 49 I, q$cter»flta6e 62. Tuberculose. 21 October. SlloisU Porcbcr, ArbeiterS • Tochter, 41/ igi Schiehstattg.'sse II. Oiiiigcntiibetculpfe. — Aloisia DolLan Arbeiters-Tochter, 4 M.. $r,efterftra6c 20, Riilir. — 3oba»»' Spreitzer. Slibeiiet, 41 3.. Castellgasse 12. Herzschlag. Am 22 October. Joses Slama. <8y,»nastal. Schuler. 14 ^ Veterk strove 45, DiplltlicritiS. — Maria Stone. ArbeitcrS-flrtltiir 55 S.. K„htl,a>2. Blntzerletznng. - Johann Janežič, flfrhotfV 56 ^ ,'tontbe an bet SZorbseite der LatternianiiS-faJ odV oWfunbcn). erfriercn. 25 October. Aloisia Sattner, PostbeointcnS-Witwe, rq n Wienerstratze 8 organischer Herzfehlcr — Johann WefotoeT Vrbe.tcrS-gohn 3 T , Triesterstratze 28, Mag-,,. 2nb i)armbluli,-igen. -Albma Seznmn, Arbeitcrin, 14 I.. sRiH.Wttio 4, Siibercnloie._____________________________ Gjngrirndet. MATTONI Die Beachtung dieses Korkbrand-Zeichens, sowie der rothen Afller-Etiquette wird als Schutz empfohlen gegen die Muflgon FSIschuiigeri von Mitliii's Halier Siiirhii. 3 SUCHARD NEUCHATEL(schweiz). VI Weltaiieetelluns: tinideme "■r|.jtri„ i«#». v< Koriieiir© Vieti-Nair-Pulver fiir Pferde, Hornvieh und Scliafe. Seit nahezu 40 Jahren mit bestem Erfolge in den moisten Stallnngen im Gebrauch, bei ilangel an Fresslust, sc li lee liter Yerdauung, zar Yerbosserung dor Milch and Yermehrung der Mllcherglebigkeit der Kuhe; es uutersttitzt wesentlich die naturllclie Widerstandskraft der Thiere gegen durch-souchende Elnfliisse. Preis Vi SchachtelTO kr., y8Schachtel 35 kr. 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(3763) Die „New-NorkerHandelszeitung" sagt in Nr.2173 FolgendeS: „Das Bnch leistet qeradezu Aubergeivohn-I'djes und ist fiir jeven amerifamfdjen Impotteur und Exporteur eiusach unentbehrlich". Und so urtheilen uber 80u bcr (iro&tcn Blatter in alien Welttbeilen. Bestellunjien sind zu richten an die Direction bed Export Hand-Adretzvnches von Oesterreich-ltngarn, Ftunie, linčam, in Laibach an die Buch. lianMunn Jg. v. Kleinmayr 8f Fed. Bnmberq. Z«.S iT**-* . r-ts rH K. u. k. pat. hygienische Praparate zur rationellen Pflege des Mundes und der Zahne: DcntibllS, !le»cs Wiener Jlannnl llnlkamittfl I6IIrililn. speciffche Milndskift. EHcalyplnis=p«nb=6|ftn?. zur Reinigung unb Erhaltmig der Ziihne ('Biitcnt nngcuielbcl.) 6m Siiicf 25 kr. Das a l t b e r n h m t e »ud e > » z i g e, schon ini Jalire 1862 zn London m it der PreiS-Mcdaille a h t g e 3 c i A n e t c, weil belicnicfte und ro i r f fa m ft c Pravarat Eine Dose fl. 1.—. 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(376j) & (3732) a.SSd § 5 J iJSBJ <‘6a5 ■= o^C $ N . km S3 es Sell deni Jalire I 868 hewalirt. — --------" 11 r~~a .-S fa °*E,Q * t< « * c ^ -g Q ' ‘5^ 6© C «$ ~G V mm '3 •s ^ *, tn I —< ' $ r3 60 * & 8 Sk?5 c ° p* Xi o _ 0) f q 55 o tc fl is c © V ^ Holelheer und unltnchtldel »Ich wenentllrh Ton »Hen llbrlgen Iheeraelfen dei Handel«. — Zur .... ____wr .... men Ton auen uurigen luotiMimu un inuuni, — kui Vei hiilung ron Timchungen begehre men luidrllcklich Berger's Theerselfe und achts suf die hler sbgedruckte 11,1 hertnacklgee llsotlelden wlrd sn Stella der Theerselfe mil Erfolf Berger’s med. Tlieer-Schwefelseife ingewendet^n^idere The,ree|f, iur Beseltlgung slier Uureinheiten des Telnts, .... Hint- und KopfsusechUge der Kinder, sowle sis unUbertrelHchs cosmetisebs W.seh- und Badeselfe filr den Ugliehei, Bed.rf dlent: Berger's Glyeeriii-Tlieerselfe, die S6*/. Glycerin enthllt und feln psrfumirt 1st. . 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