^4-;. DillslD aln 23. ^snllM' 1864. Die „Laibllcher Zeitung" erscheint, »nit Ausnahme dcr Sonn- nnd Feiertage, tiiglich, nud lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganzjäliriss 11 si., halb-jshrlg o fl. 50 tr., mit Hreuzvand im Comptoir ganfj. 12 fl., hnlllj. 6 fl. Mr die Zustellung in's Hnus siild halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit drr Post porwfrci gnnzj., ,mtn Kreuzband und gedruckter Adresse 15. si., hajhj. 7 ss. 50 ^/ JustNillUsgebüln' snr ewe ^avmond-SpaltcnzeNe ndcr dm Naum dcrsclt,,-!,, ist für Imali^e Eiuschal-tm,g6lr.. filr 2malige3lr., filr »malige I0lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch dcr Insertions-StenHel per 30 lr. für ciue jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. fllr 3 Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 kr. für l Mal (mit Inbegriff des InsertionsstcmpelS). Amtlicher Theil. s^e. s. k. Apostolische Majestät haben mit Aller^ böchstem Bcfcblschrciben vom N>. Februar d. I. aller» gnädigst zn ernennen gerubt: Sc. k. Hoheit den .Herrn Fcldmm'schall»Lieutenant und Feldartillcric-Direktor dcr Armee im lom» bardisch« nenetianischcn Königreiche Erzherzog W il -ticlm zum Oencralarti!Icric«Inspcktor - den Stellvertreter des Kriegsministers Fcldmar-schall^'iclttcnaut Karl Frcibcrrn v. Mcrteus unter Entbcbung iion seinem gegenwärtigen zur Allerhöchsten vollen Zufriedenheit geführten Dienstcöpostcu zum Fcldzen^mristcr und Präsidenten des Obersten Mili- tärjustizscuatcsi bon disponiblen Feldmarschall. Lieuteuant Karl Grafen Vigot de S a i u t - O u c n l i n zum Ad° latus des kommandirendeu Gcncraleu in Ungarn; den Vorstand dcr siebexleu Abtheilung im Kriegs« ministe« iun, Geucralmajor Joseph Fa bisch zum ^andcsartillenc'Dircktor in Böbmcn; den Stclluertrctcr des Fcldartillcric« Direktors in Italien Generalmajor Joseph Hu tschcnrc iter ','. Glinzcndorf zum Fcldartilleric-Direktor bei dcr Armee im lombardisch »vcnetianischen Königreiche, Nichtamtlicher Theil. ttaibach, 2^. Februar. Der allgemeine Krieg — das ist das Gespenst, weichest Europa in Furcht und Schrecken verseht. Bei jedem Konflikte, bei jeder Verwicklung, steht es mit drohendem Finger im Hintergründe. Nm es fern zu halten, hat mau zwei Mittel erfunden: den „loka« lisirtcu" Krieg und den „bewaffneten" Frieden, L.y-tcrcr hat größeres Unheil angerichtet, als ersterer, denn er hat die permanente Finanznoth geschaffen, Drr allgemeine Krieg gebt im Momente wieder einmal als Spukgestalt durch Europa. Die Vorgänge im Norde», die Züchtigung des übermüthigen Däne« mark durch Oesterreich nnd Preußen, besonders aber die neueste Nachricht vom Einmarsch der Verbünde, ten in Jutland haben ihn in Aussicht gestellt. Der Einmarsch dcr alliirtcn Armee in Jutland hat nach den emgrlroffcucu Nachrichten zunächst stra-tegische Ursachen. Er wurde durch eiu Gefecht- veranlaßt, welches sich an der jütischen Grenze entsponnen und über die Grcuze bin fortgesetzt bat. Es zcigt sich jchl. daß dcr Einmarsch in der That ciu selbst, ständiger Akt des Obergenerals Freiherr» v. Wränge! war, welcher auch von der preußischen Ncgicruug nicht ebeu gerne gesehen wird. Aber nachdem einmal die ziemlich fcstc und mililärisch wichtige Position von Koldiug genommen ist. wird sic kaum mehr aufgegc« bcu wcrdcn könuru. um so weniger, als sonst ganz Nordschlcöwist l>is FIcnsbnrg schulzlos offeu läge und die Dänen jeden Augenblick in Schleswig wie»cr ciu« brechen könnten. Zur gesichcrieu Okkupation Schleswigs ü't also die Position von Molding nothwendig und von diesem Gesichtspunkte aus ist dic uxlitärische Aktion lil Jutland zu bcurtbcüeu. Auch scheint in Perlin dct Gcdantt obzuwalten. das, jetzt nach der VcsckUNu ^'s südlichen Theiles von Jutland cin Was» fcusti'llstand auf Grund des militärischen .^>lu,, .,,,.» cher eingegangen werden kann. indem die Bcsctumg Süc>-Iüllands doch ein Acqulvalcnl sur dic Bcscyuug der DÜPpcler Schanzen und Alscus biete. Dic Sach. laqe scheiul jeyt die zu sei", dap d.c uul.tanjchc Ak. tion in Jutland cnlweder ^r Ausgangspunkt sur einen Waffenstillstand u,'d diplomai'sche Verhauolnn-gen oder für größere europäische Komplikationen wer» den könne, Man scheint dcr erstem, Alternative nicht abgeneigt zu sciu. Oesterreichs Politik war immer aus Vermciduua. ciucö großen Krieges gcttchlcl. Vom Krieftsschauftlatze. Aus Flcnsburg meldet mau dcr „K. Z." unter dem 10. d. M. - Der Gcneralstab hat hc'utc Früh den ^deg nach Nordcu^ eingeschlagen; jeht eben rücken dic Uhlancn auö und wir erwarten stündlich den Angrlss auf Düppcl. Die Verbündeten haben 100 gezogene Gcschüpc gcgc» oic Schanzen aufgc. fahrcn. Enorme Vorkchruugcn für Verwundete lie-wciscu, daß man sich auf cine schr blutige Schlacht gefaßt macht. Am 10. Februar ward das Haupl. quartier dcö FelDmarschalls Wraugel uach Apcuradc verlegt uud sind dcmsclbcu gleichfalls dcr Kronprinz von Preußen, dcr Prinz Albrecht, so wie dcr Feld. maischall-^leuteuant Gablenz gefolgt. Prinz Fricorich Karl hat die alleinige ^cituug dcs Angriffes gegen die Düppelcr Echauzcu in die Hand gcnommcn. Seit dcr Ankunft des österreichischen Civilkom-missärs in Flcusbilrg ist Vieles besser geworden. Die Veamtcnfrage. welche zumeist großc Aufrcguug verursacht hat, wird im dculschcu Sinne »ud energisch gelöst wcrbcu. Nicht unt dcr Abscyung dcr ciuzclucu Veamtcn, sondern mit cincr allgcmciucu Purificirnug des Ve.lmtenlhnms wird vorgegangen werden. Emcm Vcrichte aus A ^. enrade. 17.. in den „H. N." entnehmen wir Folgendes: Die Brigade Nostiz mit dem Nest dcr Brigade Thomas, welche auf dcr Straße uaeli Haderslebe»' die Avantgarde bildete und gestern l>e> Ncderl'y und vorgestern bci Norl'vc mit einer Abtheilung feindlicher Kavallerie eiu lml'edculendeö Vorpostciigefecht bestand, rückl vor. Die Bestimmung dcö Hauptquartiers ist für heute ^adcrS-leben. Obwohl oic dänische Hauptmacht, wie man l'ier mit Bcstimmlbeit annimmt, sich schon seit sechö Tagen, und zwar in Eilmärschc» bis au dic Grcnzcn Iüllanos zurückgezogen hat, stoßen unsere Vorposten sekr häufig auf Deutliche Merkmale, daß dcr Fcind die Vcwcgung dcr ibm in weiter Entfernung nach. rückcudeu Alliirtcu mütclst leichter Kavallerie gcuau beobachtet, wobei ihm das Terrain sowohl, als auch dcr Umstand, daß von hicr al) ziemlich allcs dänisch denkt und fühlt, sehr zu statten kommt. Einen kleinen Beweis hievon gibt folgendes Abenteuer, welches am 13. ciu Transportfübrcr bestand, welcher auf 84 Wagen Naturalien und 60 Stück Ochsen uach Gravcusleiu zu füliren hatte. Unterwegs gesellt sich cin anständig gekleideter Mann zu Pscrd mit einer großen dreifar-bigcn Eocardc auf dem Hute zu ihm, zcigt sich als ein besonderer Patriot u»d erforscht im Laufe des Gespräches die Bestimmung dieses Transportes. AIs. bald erbietet er sich "ls Wegweiser, weil sich von Habby ab dic Wege öfter trcnn.u und theilen. Nach einem fast sechsstündigen beschwerliche» Marschc kommt plöplich ciuc deutsche K^illcric.Patrouille mit einem Fcldgensdarm an dcr Spihc querfeldein auf die Straße gesprengt und fragt den Transportführer, wohiu cr denn eigentlich wolle, da cr sich ^ 200 Schritte von den dänischen Vorposten befinde. In diesem Augenblick sprengt der verkappte Däne spornstreichs zwischen dic Vorposten dcö Fcindcs hinein, und nur dcr Euergic des Fcldgcusdarmcn ist es zu danken, daß der Transport noch gerettet worden ist. Had crslc beu. 17. Februar. Heutc ließ FM3.' Gablcuz die durch .varersleben marschircnoe Brigade Nostiz an siä' vorbcl drsilircl,; ail dcr Spiyc dcr'Belgier ucrmißlc man schmerzlich den Hcrzog Wilhelm von Wm'llclubcrg. uud während mau cine» fcits mit Wehmnlh dic stark gclichlctcn Ncihen dcö Hclocnrcgimcnls bclrachtcte. erfüllte andrrscits dic sioüc und zuversichtliche Hciltung der Uebriggcblirbcucn mit Slolz und Freude. Hessen »Infanterie war die crslc östencichischc TruppclmbtheillMg. die in Hadcrslrbcn ciinücfte lM ^ >v»lrce ihr sin schr herzlicher Em> pfang zil Tbeil; auf die Etlimarschirendtü rcgucle cs förmlich Plumeu. H>l)chcu ,<»d Kränze; ol)»e Gc-s'olgf, iu Wipe lino mil an dic Ichuller geworfcucu Mantel, vor dcr Tbürc seiner Wobnung stehend, ließ FMV. Gablcnz seine „schwarzgclbc" Brigade an sich vornbrrmarschircu und seine feierliche Begrüßung dcr Fahnen von Belgien«Infanterie war ciur wohlvcr. dicntc, der unvrrgleichlichcn Tapferkeit dcö Ncgimrnts dargebrachte Huloigliug seines Feldherrn. — Der preußische Stadtkommandant hat den hiesigen ultra, dänischen Bürgermeister wegen seiner störrigen und trotzigen Haltung verhaften lassen. — Die Menge dcr aus allen Gegenden Oesterreichs uud Deutschlands einlaufenden Spenden für die Verwundeten uud deu „Gablcnzfoud" für dic Witwen und Waisen der Gc» falleneu — darunter einzelne Beträge von 5)00 bis 1000 Gulden — überstcigcu dic kühnsten Erwar< tuugcn. Dcr Originalität halber sei erwähut. daß das adelige Damcustift iu Graz dcm Grurral Gon-drceourt ciucii Nchbock und cinc Flasche Champagner ül'erscndct bat. Die dänische Festung Fridcricia in Iüllanb. gegenüber von Fübncn, ist durch sieben vorgeschobene Werke iu cin befestigtes Lager für 20,000 Mau» umgewandelt worden. Die ersteren sind mit je 20 Geschützen armirt, Die Festung selbst hat ^l Fronten mit Bastionen; die, Niederung vorwärts der Werke kaun unter Wasser gesetzt wcrdcn, Während diese zwei fcstcn Punkte dic Uebcrgängc uach den Inseln dcckcn und Mittel zu offensiven Operationen gegen dic Flanke und den Nückcu dcr auf der Halbinsel vorrückende»! Truppcu bieten, sekt die Flotte die Dä-ncu in dcu Stand. dic ganze Küstc von Kiel bis Fridericia in Schach zu hallen. Die Anschaffung zahl» reicher eiserner Transportschiffe ermöglicht ihnen dic öanvlmg eines größereu Truppenkorps an jedem be« licbigen Pnnktc dcr Ostküstc und bedroht alle Depots und Magazine entlang dcrsclbcn. Dic dänische Fregatte „Nicl Iuel" ist am 17. d. Morgens auS dem Hafcn von Plymonth mit süd-lichcnl Kurs ausgelaufen. Kapitän Gottlieb hatte offen seine Absicht ausgesprochen, die österreichischen Briggs «Milost« und „Budua". weuu cr sic drei Meilen von der englischen Küstc cntfcrnt antreffe, zu ncbmcn. Außer dicscn österrcichischru Fabrzcugcu lagen im Hafcn noch zwei Bremenser nud eine prcu< ßischc Barke. Wenn die Fregatte bei ihrem Knrse verbleibt, so wird sie bald in die belebtesten Stellen des Kanals kommen und auf viele Schiffe stoßen, und weiter stcnernd. wird sie auf Brest zusegelu, wo die preußische Frcgattc „ThctiS" vor Ankcr Ücgt. Mau verspricht sich hier ein Seegefecht. Die Ausweisimg des Kabinctöratbcs Tcmpclley aus dcm Hcrzogthum Schleswig ist. wie die «Kodurger Ztg." hört. zum Gegenstand weiterer Erörterungen gemacht worden. Herr Tcmpcllcy. dcr einigc Tage in Gotha sich .nlfgcbaltcu hat, ist am 18. wiedcr im Auftrag dcs HcrzogS Ernst iu dic Hcrzogthümcr. zurückgekehrt. Oesterreich. Wien. Se. Majestät der Kaiser F erdinand haben dcr unter dcm Schuhe Ihrer k. Hoheit dcr durchlauchtigste!! Frau Erzbcrzogiu Sopbic stcbcndci: Akademie iu Prag ciu Geschcul vou 200 fi. zukon^ mc» zu lasseil geruht. Wien. Die ..Ocst. Ztg." schreibt: Wir babcu mitgetheilt, daß cinc Anzahl österreichischer Handels» schiffc. die bereits mit Ladung in Lufsin piccolo licat und n.ich England abgchcu soll. aus Furcht. vo>l dänische» Krcuzcrn aufgebracht zu werden, nicht aus« zulaufen wagt. Wie wir vcrucdmcu. sn'v ^cje Kauffahrer in, telegraphischen Wege aufgefordert mor« !dcn. zum Auslaufen klar zu machen, oa kalscrlichc NliegssclM in znreicheuder Zabl "'^s"' ^ sie zu eskorlircu. Außer de», Limc.ischlft „itaiier uud der Corvette „Friedrich", 5i.. '^ gcmcloct. lm o»c Nordscc mlögcrüM wcrdcn. stnd noch 10 Krlcg.- «»« schiffe zum Schuß dcr österreichischen Handelsmarine seefcrtig und zwar tbcilS ausgelaufen. lbellS kreuzen sie bereit-? an dem Orte ihrer Bestimmung. Davon entfallen 5 für das adriatische. 5 für daS ägnische Meer und die Beschirmung des Levanlehandels. Unter den Icpteren befinden sich eine schwere Frcgaltc von 50 Kanonen und zwei schwer armlrte Kanonenboote. Me diese Schiffe sind Dampfer. Trieft, 18. Februar. Telegramme aus Könn berichten, daß daS Fort „Vido". der Schlüssel zur Nhede von Korfu. in die Lnft gesprengt worden ist. Ich halte also doch Necht. als ich Ihnen schrieb, dieß werde der Knalleffekt am Schlnsse der englischen Occupation scin. Und dieß geschieht, während Eng« land die Ionicr bis zum letzten Momente im Wahne erhielt, die Demolirung werde vielleicht nicht statt« finden. Es können dock nur sehr gewichtige Gründe sein. welche die Engländer bewogen, dieses eben erst vollendete Musterfort mit dem für 82 Pfüudcr cinge. richteten, ausgezeichnet festen Thnrme zu zerstören Vielleicht steht diese Maßregel im Zusammenhange mit den gewaltigen Rüstungen der Pforte und der Nedc des Prinzen Napoleon bezüglich des Suez-Kanals. Verona, 16. Februar. Die Nachricht, daß die picnwntesische Regierung die Ausstellung eines Obferoationscorps an der venezianischen Grenze angeordnet habe, bestätigt sich. Vorläufig wird die Stärke desfclbcn 25.000 Mann betragen, und diese den verschiedenen Garnisonen der Lombardei und der Ro< magna entnommen werden, zu dcrcu Kompletirung die aus Süd > Italien einrückenden 27 Bataillone bestimmt sind. (5ö sind übrigens bcrcits den Kom-mandcn des l., 2. nuo 4. ArmccbczirlcS Befehle zugegangen, wonach dnrch Verminderung der Garnisonen in den alten viemontcsischcn Provinzen, in der Lombardei uud in der Emilia der Stand dieses Obser-vatiouscorps auf das Doppelte gebracht werden kiwnc, in welchem Falle dann Cialdini den Oberbefehl über dasselbe übernehmen werde. Man ist hier zu der Ansicht geneigt, daß diese Concentrirung picmontcsischer Truppen am Po und Mincio auf französische Ordre erfolgt, nnd vielleicht als ein Vorspiel einer ähnlichen militärischen Maßregel Frankreichs am Rhein betrachtet werden könnte, und es findet hier, wo man das Treiben der Piemontesen in der Nähc zu beobachten Gelegenheit hat, die Meinung immer mehr Anhänger, daß ein Krieg mit Italien noch im Lause dieses Sommers vielleicht denn doch nicht so ganz zu den Unmög, lichtciten gehören dürfte. Prag, 18, Februar. Unser Landcsausschuß hat sich das Verdienst der Initiative erworben, zu einem Akte edler Humanität nicht bloß, sondern auch kluger Politik; der ron demselben volirte Betrag von 10.000 fl. in Silber — gegen Einholung der nach-träglichen Genehmigung des Landtages — znr Unter» stühnng der Verwundeten in Schleswig «Holstein er« hält nämlich eine Höhcrc Bedeutung durch die warme Ansprache, welche jene Widmnng begleitet. In der dießfalls an den FML. v. Gablcnz gerichteten Zu« schrift gibt der Ausschuß, als Organ der Landesucr-tremng, dem Gefühle der Bewunderung Ansoruck für die heldenmüthige Haltung der Truppen, hicrau aber auch dcu Gedanken ausführend, daß die Armee in ihrem einigenden Opfermuthe. ohne Rücksicht auf die der Sprachcnuerschicdeuheit, ein erhebendes Vorbild sei für die verfassungstreue Einigung aller Patrioten, um auch nach Innen Oesterreichs Macht und Ge« deiyen curch die Gemeinsamkeit aller seiner Stämme zu fördern. Diesem schönen Gedanken des konstitu» tionelleu ersten Organs des Landes gegenüber fehlt eö aber auch nicht an Gegnern. So wollte Professor Zeleny — komischen Andenkens vom Reichs« tage ycr — nämlich den Beschluß des Staetrathcs für eine Spende von 1000 fi, dahin amcndirt wissen, daß jener Betrag bloß den verwundeten einheimischen (!) Landeökindern, d. l). wohl Ezcchcu. zugewendet werden solle; der Stadtrath war aber taktvoll genug, diesen Separatismus nicht zu beachten. (Pr.) Ausland. Verlin, 20. Februar. Die «Nationalzeituug" veröffentlicht die österreichische Zirkulardepesche vom IZ. d. M. an die Bundesregierungen. Der Gedanken« gang derselben ist folgender: Der Londoner Vertrag verpflichte anerkanntermaßen den Bund nicht. Die Abstimmung darüber, den Ausschußanlrägcu gemäß, würde für die Slreilfrage nicht rtlevirrnd sein, aber leicht die uichldcutschen Mächte zu Gegeucrlläruugeu für den Vertrag herausfordern uud die vorhandene Spannung steigern. Die Negierung ersucht, deu Ausschilßanträgcu nicht beizustimmen, sondern ein unqelrennteS Referat über die ganze Erbsolgefrag? zn verlangen. Paris. Die «Vigie dc Cherbourg" sagt: «Es geht unS eine sehr schmerzliche Nachricht aus dem Senegal zu. Am !!0 December deö Morgens wurdr ein 300 Manu starkes ErpcditiouSkoipö von dcn Ein-grbolncn niedcrgemeßclt; bloß 10 SpahiS. welche gut beritten waren, konnten dem Tode entgehen. Vier Offiziere wurden nach cinem hartnäckigen Wider« staube von dem Feinde getödtct: der Kapitän des Geniewcsens Loranö; der Kapitän der Marine-Infanterie Chevrel; der Souslicutenant der Spahis Saint Viktor nnd ein Bcamtcr der Verwaltung. AIS der General ssaidberbe dicsc Mcyelei erfuhr. l)at er sofort dcu Feind verfolgt uud unsere unglücklichen Landsleute edel gerächt." — Ein Pariser Korrespondent der „Guienuc" schreibt: „Man erzählt sich von einem fast diplomatischen Zwischenfalle, der sich bei dem Concerte zu» trug. welches der Minister dcs Innern, Herr Boudcl, mu Ichien Snmswn (l^>.) ßische Botschafter bin? — Allerdings, abcr Se. Ex» zelleuz dcr Herr Minister hat mir dcn Bcfehl gege« bcn. Eure Exzellenz davon in Kenntniß zu scycn. daß dicsc Sessel nur von Damen eingenommen wcrdeu sollen. -- Graf v. d. Golh erhebt sich wüthend und verläßt dcn Salon des Ministers. Es scheint, daß die Preußcu den Play. dcu sie einmal eingenommen h«ben. nicht gern aufgcbeu," ___________ PariS, 18. Februar. Dem Pariser Kabinet wurde allerdings ein dänischer Hilfüschrci. der sich auf deu Vertrag von 1720 bezicht, mitgetheilt; aber es hat ihn sofort und mündlich znrückgcwicscn. Jener Vertrag wurde zwischen Dänemark und Schweden bezüglich deS Verbleibens Schleswigs bei ersterem ge« schlössen, uud in einem Anhange verbürgten sich für Schweden die Kabiuete von St. James uud Ver« sailleS. Die jepige Negierung Frankreichs hält den Vertrag für vernichtet durch zahlreiche Ereignisse und durch den Vertrag von 1852. Sie beruft sich aber auch auf letzteren nicht, da idn Dänemark längst unberücksichtigt ließ. Oesterreich und Preußen lhn eben auch nicht refpektiren. England und Rußland nichts für ihu tduu. Hingegen besteht Frankreich vorerst anf dem Grundsapc dcr Integrität Dänemarks. Käme es zur Personalunion, so bliebe jenes Prinzip unver« lcpl. und die Lösung könnte einfach zwischen Däne« mark und Deutschland vereinbart werden. Das Pariser Kabinet verwirft übrigens nicht vornherein eine Löjung, welche jcneS Prinzip in Frage stellt. Aber dann verlangt cS eine „europäische Konferenz" (viel-leicht mit Zuziehung eineS piemonicsischen Bcvollmäch« tigten). um die Lösung mit dem Gleichgewichte Euro« pa's oder dem Ncchlc dcr Nationalitäten in Einklang zu bringen. Hierüber äußcrie sich Hcrr Drouy» re Lhuys in cincm Zirkulare an seine Ahnten. Aus London, 17. Februar, schreibt man dem «Botschafter": In hiesigen Ncgierungskreiscn herrscht eine große Erbitterung gegen Preußen. In diplomatischen Kreisen wild eine Aeußerung des Lord Russell erzählt, wclchc cr zu vcrschicdcncn Parlaments Mitgliedern gethan hat. Er sagte: «Man darf über« zcugt scin. daß wir Preußen seinen Eintagslriumph theucr bezal'lcu lassen werden. Es wird bald auf scinc Kosten erfahren, was es heißt, England brlci« oigcn! Wenn es Hllfe erbitten wird. werden wir sie ihm verweigern!" — Die englischen Korrespondenten vom Kriegs« schauplahe fangeu au vernünftig zu werten, nachdem sie mit cigsncn Augen sehen. So z. B. lcgt dcr Korrespondent des «Morning Star", nachdem cr schon mehrere Male Symptome einer Sinncömandlung verrathen hat. jcßt in scincm Briefe aus Flcnsburg. vom 11. d.M., in welchem cr vom objektiven Standpunkte auö das dänische Unlerdl'ücknngösystem charaklcrisirt. als Bcwcis seiner völligen Bekehrung in folgenden Worten sein ucucs GlaubcnSbckcnntniß ab: „Ich ge« stehe, daß alle Vorurthcile. die ich biaher zu Gunsten der dänische» Herrschaft über Schleswig nelicat. wie ein Nebel verschwunden smd. mm ich aus cigrncr Anschauung mir ein Urtheil bilocn saun. Niemand kann sich vtö günsligcu Eindruckcü erwehren, wclchei, die Mallubafligkcit, die Osscnhcrzigkcit. die Bicdtrkcit der Vcwohucr des Herzoglhums machen müssen; Züge, welche iu dem Charakter dcr Schlcswigcr nicht weniger scharf hervortreten, als in dem Charakter der mit itmcn stammverwandten englischen Nation. Die SchlcS« wigcr sind l^in Volk. nm sich in müßigcn nnd grundlosen Klagci, zn ergehen; aber über die politische Tyrannei, unter dcr sie die lehlen zcl>n oder zwölf Jahre geschmachtet haben, führen sie Klage, und daS mit einer Bitterkeit, die nur das Erzengniß bitterster Ungerechtigkeit sein kann." — Vor einer ehrlichen Ueberzeugung alle Achtung; höhere Anerlrunung aber verdient oer unbefangene Freimuth, der sich nicht /tmlletlln. Buchhändler im alten Nom. Seit Faust's und Guttenbcrg's bewegliche Typen im Gebrauch sind, hat immer die Meinnng grberrscht. daß rS vorher nur wenige und sehr theure Bücher gegeben babe. Damit hat sich weiter die Ansicht ver« knüpft, daß literarischc Bildung daS Eigenthum eiui-ger wenigen Reichen nnd solcher Gelelirten gewesen sei. die im Drang nach Wissen die Mühe nicht ge< scheut hatten. Handschriften für sich abzuschreiben. Iu Beziehung auf daS Mlttelalter hat dieser allgemeine Glaube Necht. was abcr das alte Rom betrifft, so beruht er auf einem starken Irrthum. Sind auch jährlich nicht die Massen von Büchern in Umlauf gekommen, die in unserm Leipziger Mrßkatalog para-Viren, so hat es doch eine sehr lebhafte Theilnahme für die Literatur und einen sehr thätigen Buchhandel gegeben. Martial, Ovid und Proper; rübmen von sich. daß die ganze Wclt sie kenne. Hätte es im alten Rom wirklich sv wenige Käufer und Leser von Vü< chern gegeben, wie man gewöhnlich annimmt, sv wäre das eine wahrhaft kinoische Prahlerei. Jene Dichter brauchen auch nicht bloß jene allgemeine Phrase. Alte und Junge, sagen sie. Mäochen und Frauen. Rom lind die Provinzen, der Senat und das Lager lesen unsere Vcrse. Horaz spricht in einer stinlv Satyren seinen Mißmuth darüber aus, daß der gemeine Haufen seine Werke besipe. der nicht so ari. stokratische Martial freut sich. daß ganz Rom seine Verse liebe, lobe und singe, jede Brusttasche, jede ! Haud sie besitze. Zu kaufen brauchte allerdings mchl Jeder, dcr „c'.','c Werke kennen lernen wollte. ES gab öffentliche Lcihbibi^thcken. in denen man kein Lesegcld bezahlte. Es gab Voii'^ungcn. in denen Dichter nnd Gelehrte ihre neuen Werke vortrugen. Diese Vorlesungen wurden rasch zu einer a'.'.^lich"' M'chemung. In Bädern uud an andern öffcn.I^" 0"" wurde fast täglich vorgelesen, nnd nicht selten f..''M>, Votlage vor. denen selbst die Kaiser aus PolMk ww'Mte^. PliuiuS erwähnt in einem seiner Briefe, daß im leßte" Monat lanm an cinem einzigen Tage eine Vorlesung gcfchlt habe. Iuvcnal sagt von Slalius. daß er tue Stadt entzückt habe. als cr scine Thebais vorgelesen. Alles sei herbeigeströmt, die Bänke seien unter der Masse der Zuhörer zusammengebrochen, al'cr den Dichter habe man hungern lassen. ^ , Es ist gcwiß. daß daS Fehlen der Presse die niedern Stände von dcr Literatur uicht ausschloß. Sie hatlcu ihre Bücher und ihre Zeitnngcn. Die beste aller Autoritäten. Tacltus, bürgt uns dafür, daß mau iu den Provinzen und in deu Lagern mit großer Gier nach den Zeitungen griff. «Jeder wollte wissen, was Thraseas nicht gethan habe", spottet dcr aristokratische Geschichtschreiber. Bücher uach Art der heutigen »m ^s^, ^ahr" gedruckten Schriften waren viel verbreitet. Augustus ließ einmal auf falsche sibylliuische Bücher fahudcn uud in Rom allein fanden sich deren zweitausend. O«le Männer ver- faßten Gelegenheitsschriftcn und ucrchcilleu sie in Rom uud deu Provinzen. Im Buchhandel spiclteu die Schulbücher eine ähnliche Rolle wie heute. Wenn Invenal schildert, wie ein Knabe die Verse, die er vortragen sollte, nnler der Bank noch einmal heimlich liest, ehe er aufsteht, so ergibt sich damuS. daß die römischen Kuabcn Schulbücher hatten, in die sie Ohren machten, die sie zcrlisscn nnd verloren. wie es heute nicht anders geschieht. Die beliebten römischen Dichter wur» dcn in den Schnlcn studirt. Pcrsius sagte uns, es sei daS Strcbeu jedes Schriftstellers gewcscu. seine Werke in den Schulen eingeführt zu sehen. Nero, der darum nicht erst zu bitten brauchte, gab grmesscnc Befehle, die licbe Schuljugend mit seinen Versen be-kaunt zu machelt. Die stärkste Andeutung einer großeu buchhclud-lerischen Thätigkeit findet ein anonymer Artikel des Coruhill-Magazin (Januarheft von 1864) darin, baß jedes Haus sein besonderes Vilcherzimmcr hatte, Ml> cher Römer kaufte Bücher, weil es Modc «vai. und fad mehr auf den Einband als in den Inhalt. Darum verspottet Seneca die Manie für Bücher, allein die Allgemeinheit verräth doch. welch' ein wichtiges Elc-mcnt des römischen Lebens die Literatur war. Ein zweiter Beweis dafür ist dcr. daß jede wohlhabende Familie besondere Sklaven hielt. welche für hie Bücher Sorge tragen, sie abschreiben und aus ihnen vorlesen mußten. Da die Bücher iu allen Händen waren, so kmm« ten sie nicht theuer sein. Der gelehrte Franzose Ge< raud kommt in seiner „Abhandlung über dir Bücher R7R scheut, um dcr Wahrheit »Mr» frühere Irrthümer einzugtsteheu und offen del, Umschlag seiner Ansichten auszusprechen. London, 19. Februar (Abends.) Auf eine Interpellation Newdcgatc's im Unterbansc erwiederte Lord Palmcrstou: Aulbenlisches über die Absicht Deutschlands. Jutland anzugreifen, feblc; ein dcrar-tiger Angriff würde die bisherige Gewaltthätigkeit aggrauiren. Die 3icgielung müsse es ablebncn/ihrc Politik gegenüber einer solchen Eventualität nutzn, theilen. Auf Veanmontö Interpellation erwiederte Layard: Die Negierung habe keinerlei Mittheilung in Vetrcff der Anerkennung des mcrikanischcn Kaiserlhums er« halten; die Regierung habe bisher jede ???eiuuugs< änßerung hierüber abgrlchnl, Lokal- und VrovMlll-Nachnchtcn. Laibach, 2A. Februar. Seit einigen Tagen kamen hier mehrere Dieb» stähle von Opernguckern. Geld. Börsen. Sack« tüchern nnd Schlüsseln, die theils in der Kirche, tycilS im Theater aus den Taschen gezogen wurden, vor. Der Thäter derselben sammt den meisten gestohlenen Gegenständen, wurde in der Person des 15jährigen Tischlsrlchrjuugen H. S. von hier eingebracht. — Am 30. d. M. Nachmittags fanden die Eommis des Handelsmannes Ninkler. Stadt Nr. 215. ihr Zimmer und die darin befindlichen Kästen mittelst Nachschlüssel geöffnet, und Kleidungsstücke im Werthe von 5)3 fi.. zum Forttragen vorbereitet, den Thaler Wilhelm P., vazircndcn KeUner aus Trieft, aber hinter der Thüre versteckt. Er wurde dem Lau-deSgerichte überliefert. — Vorgestern wurde im Orada^ca «Bache am Mecheu drr Kolesier» Mühle vie Leiche eines mehrere Monate allen und bekleideten Kindes, das nach dem Grade der Verwesung schon längere Zcit im Wasser gelegen sein dürfte, herausgezogen. Ob es todt oder lebend hineingeworfen worden, ließ sich nicht sicher. stellen. __ AnS Cilli, 19. Februar, schreibt man dcr ,T. P.": Heute verbreitete sich in dcr Stadt dic Sunde von drr bedeutungsvollen Thatsache, daß unsere Gcmeiuocrrpräscntanten, einschließlich deö Bürgermei^ sters, ihre Mandate niedergelegt halieu. Als Motiv dieses louformeu Schrittes wird dcr Ablauf der dreijährigen Periode bezeichnet, ans welche sich dic hiesigen Gcmeiudcucrtrctcr gewühlt erachten. Alu 19. Februar lnuft diese Periode zu Ende, da die Wahlen am 19. Februar I8M vorgenommen worden sind. Unter den Ociuciudercfträscntantcn, dic soeben von ihrer Stellung zurücktreten, befinden sich drei, welche dieselbe fcit 14 Jahren iuuc hatten, nämlich 11 Jahre uuter dem Bach'schcu Regime und mlchc Postamt uud die betreffenden Kassen Beschlag gelegt uno dajelbst. statt der dänischen, hamburgische Veamtc eingesetzt. ' " " Hamburg, 21, Februar. DaS hier eingctrof. feue Abendblatt dcr Kopeuhagcncr «Berling'schen Zci. tung" vom 17. veröffentlicht das vom 13. datirte Vlockadercglcment in oxwi^o. Vis I. April erfolgt vorläufige Beschlagnahme feindlicher Schiffe in den dänischen Hafen oder Buchten, mit Ballast oder La. dung. Denselben steht es frei, sich mit einem Go leltsbricf nach einem nicht blockirte» Hafen zu be-geben, die Nczlprozität vorausgesetzt. Es folgen sodann Bestimmungen in Velrcff dn Aufbringung feindlicher oder verdächtiger Schiffe, fer-ner Vestimmuugcn. die Blockade betreffend. Die Blockade ist eingetreten, wenn ein oder mehrere Kriegs, schiffe den Hafen derart blockiren, daß Handelsschiffe ohne augenscheinliche Gefahr des Aufgebrachtwcncns weder hinein noch hinaus können. Die KommauvmUcn haben sofort die neutralen, in den Häfen befindlichen Schiffe aufzufordern, sich zu erklären, wann sie den Hafen werden verlassen können. Hamburg, 21. Februar. Die neuesten Depe-schcn vom Kriegsschauplätze erwähnen, daß die Ueber« schrcitung oer Iütländischen Grenze nur durch den Verlauf eineö Gefechtes herbeigeführt wurde (Ocst Z ) Fleusburg, 20, Februar. Die Oivilkommissärc erließen am l7. und 19. d. Verordnungen, welche vom 18. November 1803 und die Sprachrcikriptc außer Kraft ssßeu Kopenhagen, 21. Februar. Vom "5 d an werden aUe Häfen an der Ostküste .Holsteins und Schleswigs, ausgenommen Neustadt, blockirt Gestern fand ein kleines Vorpostcnarfecht anf Sundewitt Statt Paris, 21. Fcbrnar. Sicherem Vcruehmcu nach ist zwischen Frankreich und England ein Ueber-einkomimn getroffen, um in Voraussicht gewisser Eventualitäten, welche die Integrität Dänemarks bc< drohen, Letzterem mit einer Armee beizustehcu. (S. Z) Brüssel, 20. Februar. Die Abreise des Königs nach England ist für die crstc Woche des Monats März festgesetzt: es wird bestätigt, daß die Politik dieser Reise fremd sei. Das Kabiuct yat beschlossen, die Kammern auf den I. März o. I. einzuberufen. Bukarest, 20. Februar. Drr Finanzministcr Steege hat seine Demission gegeben. Die Gerüchte vom Rücktritt des ganzen Ministeriums mehreu sich. New-Aork, 12. Febnmr. Die Nachrichten aus Mexiko über Havanna mclocn. Juarez hat zu Gunsten Ortega's seine Demission gegeben. Einem Gerüchte zufolge hängen Ortega, Vidanri und Dob» llido dem Kaiscrlhumc au. Die Franzosen okkupiren Oompcche. In dir ul'N'hrtcil Frauen nnd Herren, welche bei dem Com'ertc der philh. Gesellschaft am 17. 5. M. mitgewirkt haben. Se. kaiserliche Hoheit dcr durchlauchtigste Herr Erzherzog Erust habeu laut Erlasses des hoben 3. Armeckorpskommandos vom 20. l. M.. Z. 74. den gefertigten Direktor zn ermächtigen geruht, dcu iu diesem hohen Erlasse huldreichst ansacsprochcnen Dank für die Veranstaltung des zum Besten der Verwun« detcn am 17. l. M. stattgehabten Concertes, auch allen jenen bekannt zu geben, welche bei diesem t5on« certe mitgewirkt haben, Dcr Gefertigte erfüllt nun cinc angenehme Pflicht, indem er diese hohe Ancrkennuug den ver« ehrten Frauen und Herren, die bei dem gedachten Concerte thätig waren, znr erfreuliche» Kenntniß bringt. Laibach am 21. Februar 1864, Der Direktor der philh. Gesellschaft: D» A. Schuppt m. p. Markt- un> Geschäftsbericht. Krainburg, 22. Februar. Auf dem bcutigcn Markte sind erschienen: 20 Wagen mit Getreide, uud 15 Wagen Speck, der Zentner zu 24 bis 25 ft. (Wochenmarkt. Preis c.) Weizen pr. Mchcn ss. 5.55- Korn fi. 3.50; Gerste fl. — .—; Hafer ft. 2.45; Halbfrncht ft. —.—; Heiden fi. 2.85; Hirse ft. 2,80; Kuknrut) ft. 3,30; Erdäpfel ft. 1.25; Liuscu fi, -.- ; Erbsen fi.—.— ; Fisolen ft, 4,20; Rinds« schmalz vr. Pfund kr. 52. Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. 25, dcito geräuchert kr. 40; Butter kr. 42; Eier pr. Stück kr. 3; Milch pr. Maß kr. 10; Nindficisch pr. Pfund kr. 18, Kalbfleisch kr. 23, Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Hähu> del pr. Stück kr. —, Taube» lr. 15; Heu pr. Ztr. ft. 1,60, Stroh kr. <.i(); Holz hartes, pr. Klafter ft. 5,10. detto weiches, ft. 3 50; Wcin, weißer, pr. Eimer ss. 7. Theater. Heute Dinstag: Die Hillerthaler. Singspiel in 1 Alt, von Neßmüllcr. Vom Juristen« tage. Von A. Langer. M orgcn Mittwoch: Vcneficc nnd letztes Auftreten der Fr. Paul m a u n -. Der beste Pantoffel. Solo Lustspiel. Die verwirrten Annoncen. Posse in 1 Akt. Zehn Mädchen und kein Mann. Operette in 1 Akt. im Allttthnm« zn dem Schlüsse, daß die Preise nied. rigcr gewesen seien alö henlzntage. Martial macht einige Angaben über die Preise seiner eigenen Schrif-. ten. Das erste Buch seiner Epigramme war elegant gebunden für drei Denare (beinahe ein Thaler) zu dabcn. In einem wohlfeileren Einbande kostete cö bloß slchö bis zchn Scsterticn l^rhn bis vierzehn Neu« groscheu). Das dreizehnte Buch wurde für vier Sc-sterlitu (nicht ganz sieben Ncugroschcn) verkauft, uud Martial meint, dcr Buchhändler könne es auf die Hälfte heradsehcu und würde immer noch gewinnen. Wenn ein gebundenes Vuch, das nicht einmal sieben Ntugroschcn kostete, einen Gewinn von mehr a!S bun» dert Prozent ergab, so müssen die HerstcUuugskosten sehr gering gewesen sein. Hora; s"gt. ein gelungenes Werk bringe dem Verfasser Ehre und dem Verleger Geld. denn es gehe sogar über Meer. Hatte der Verfasser weiter nichts als Ehre? Man hat es vielfach geglaubt und doch ^ ^ lmnchtig. Livius ist gewiß nicht so honorirt worsen wie Mcn.^!.^ oder Thiers, aber Honorare hat es gegeben. Dcr offenherzige 3'^tiai verräth, was ihn so fleißig mache: der Hunger und die Bitten seiner Freunde. Er hat einmal an ein Auch Epi. gramme nicht die letzte Feile gelegl. weil er auf das Honorar nicht länger wartcn konnte. Gcraud bat berechnet, daß Martial für scinc Epigramme 4400 Franken erhalten babe. Das ist nicht viel. aber lange nach der Erfindung der Vnchdruckerkunst sind schlechtere Honorare bezahlt worden. Unsere Hölty. Vürgcr, Waiblinger nnd die englischen Dichter auS den Dachkammern der Londoner Grubstreet haben oas mit bitterm Leit) erfahren. Im Miltelaltcr waren die Vüchcr selten und theuer, im römischen Alterthum zahl^ch und woblfcil. Dcr Unterschied erklärt sich dadurch, oaß-lm Mittel« alter Mönche und im Altherlhume Sklaven die Ab-schrciber waren. Sklavenarbeit ist wohlfeil uuo in Nom war sie im Ucbcrfiub zu haben. Hunderte. ja Tauseude von Sklave» beschäftigten sich mit Abschreiben. In jedem guten Hanse gab es Vorleser und Abschreiber, die ebenso unentbehrlich waren, wie Köche und Ve« dienten. Selbst die Iraucn hatten ihre Abschreibe-riunen. Diese Sklaven schrieben nicht bloß nach Di> taleu oder machten Auszüge, sondern sie kopirleu auch jedes Vuch, das im Buchhandel nicht mehr zu haben war. Der römische VnchlMdtl entstand weit später als das Abschreiben durch Hanssllauen. Sein Be-gründcr oder Erfinrcr war Atticus, eiu Maun von feinem Geschmack uno selbst ein Schriftsteller. Er bildete cinc Anzahl von Sklaven für den speziellen Zweck des Abschreibcnö aus und gab dem Geschäft rinen so großen Maßstab, daß er die Bücher fast so rasch vervielfältigen konnte, als sie verlangt wurden. Er verkaufte sie so wohlfeil, daß die ^eutc sic liebcrz von ihm entnahmen, als von ihren Sklaven abschreiben! ließen. Da er Erfolg hatte, so fand er Nachabmer. Dcr Buchhandel wurde zu einem besondern Geschäft. Bald wurden in jedem Stadtviertel Noms Bnch-laden geöffnet. Die Säulen dcr Hallen und Bäder wurden mit Ankündigungen von Büchern beklebt. Beliebte Schriftsteller sahen sich umlagert von Vna> l'ändlern. die ein ncurS Werk. das beim Vorlesen Beifall gcfnnden hatte, in die Oeffcntlichkcit brmgci, wollten, Oft wnrdc dieser Oeschaftseifcr bestraft, es blieben Krebse auf dem Lager, aber man hatte ja die Provinzen, die Manches nahmen, w^s in Nom keine Käufer fand. Die geschäftliche Einrichtung des Abschrcibcns crlanbtc eine rasche Vei-viclfältigung. Ein Sklave diktirte hundert Abschreibern zugleich. Martial's Mit« theilung, das ganze zweite Buch seiner Epigramme werde in einer Stunde abgeschrieben, ist wohl nicht wörtlich zu nehmen. Jenes Buch hat 540 Verse, mithin kämen neun auf die Minute. Zehn Abschrift?!, in einem Tage brachte ein Sklave gewiß fertig. so daß tausend Exemplare täglich geliefert werden konnten. Daß Werke, die nach dem Dictat geschrieben wurden, viele Fehler enthielten, ist natürlich. Alle römischen Schriftsteller klaqcn darüber. Ucberdicß lviU-cn Abkürjnngcn gebräuchlich, durch die spätere Ab< schrcibcr. nameutlich dic Mönche des Mittclaltcrs, ttre gemaclit wurden. Drei Jahrhunderte halxii nnscrc Philologen daran gearbeitet. di.> Fehler dcr alten Handschriften anszumcrzrn. und sind damit noch mcht zu Stande gekommen. Verantwortlicher Nedntleur: Istnaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Iguaz v. Kleiumayr st Fedor Vamberg in ^aibach. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr t. k. öffentlichen Börse in Wien 5°^Mnalllqucs 71 <)5> 1«60-cr Anllih«? 90.90 5"., Nat.-A»lch. 79.55 Lilbcr . . . N«,?5 Vcmlaktirn . 770.— London . . . 119,^0 Kreditaktisil . 176^— K. k Dukaten 5 7ZV.n Fremden - Hn;eige. Dm ^1. ffcbruar Ttadt Wicn. Die Hen'.n: V,ir n Gori^utti. f. f. Haupt-mann, vun Wicn. — Schludcrman», Agent, von Graz. — Lo>), Burner, von Vottschce. Elephant. Die Hcrrcn: (^oltscii, Handclsinann, vox Trieft. — ^ilich und Rlcht, KaiiNcutt; Dr. Saviüschr,. Hcsl'schalt5l>csihcr; Sticbrr, Hand-lunzsrlisrndcr. voil 3i'i»n. -- Iagudil). Kauf-mann »nd Meyer. Tcchnilcr. von TrirN — P.n'ia. (»lunddcsißcr. vlN Görz. - Hirschmann, >Vandrl>'»!ann. vun Czat^thurn _______ ! VOntlichcr Dank! ! R Nachdem mein Sohn, welcher» > im Alter von 10 Jahren von dieser» > Erde nbbcrnfcn wnrdc, durch »'^W > Jahre das ^chr' nnd Erzichungo-» » Institut des Herrn Alois waldhrrr» »frcqncntirte, und ich während dieser V WZcit an ihm nicht nur dic besten,!» Rund für seine Jugend erfreulichsten» UFortschritte wahrgenommen, sonder» > derselbe auch von dem Herrn Bor-Wstehcr, sowie den Herren Lehrern »dieses loocnSwerthcn'Instilntcs stets »mit größter Liebe und zlirtsinnigstcr »Schonung behandelt wnrde, so fühle »ick) mich verpflichtet, dem Herrn »Alois UlallchrN' und den Herren »Lehrern für ihr ebenso liebevolles, »als erfolgreiches Streben meinen > tiefgefühlten, aufrichtigsten nnd herz » lichsten Danl hiermit öffentlich aus-W zudrilckcn! D ^'aibach am ^. Frbnmr 1864 » , l. l. Hnliplxiann. Eoeben sind wieder cingetroisen Karten l,'0IN Anezgschmlplch in Ichlrsulig-Zolstcin bei lßn. v. KiLinmllVl^l?«(l. Lllmliei'^. (321-2) Im Kwlzhofe des Hauses dcS Gc° fertiqtrn. Pola„a' Vorstadt Nr. 3i» sind des Hofraumcö balbcr »<>O Ttück Vichenstncke zu Plankensäulcn, ^,erfenftänden, SpreiHeu, Tlner stocken :c.. dann cilcn ^ittQ >3tiict Föbrenpfoften, !). 13 und 18' lang, so wir liuch ><>tt Stiick Föhren zu Vrunucnröhren?c. billigst zu ver^cbcn. Dcß.Uriche» sinl« alle Attcn Vau-materialien, Hölzer und Vrennhul; sttts vorrälhig. W.J.Kubclku. Wohnung M vergelltn. Im Hause Nr. 17 in der Vorstadt Tirnau ist für Georgi d. I. die große ebenerdige Wohnung mit 3 Zimmern, Küche, Keller :c. zu vergeben. (345>-1) 'Nr. 5>79. Edikt. Mit Vczug auf das Edikt nom 2. Iällucr d. I-. Z. «. wird am 17. März d. I. zur zweiten Fcilbictllngstagsahung geschritten werde». ss. l. Bezirksamt Nadmauusdolf. als Gericht, am 17. Februar 1864. (347—N Nr. ^9. Edikt. Von dem k. k. Vczirksamtc Planiim, als Gericht, wird hicmit bekauut genmchl: Nachdem zu dcr in dcr Erckulioüs-sache dcs Herrn Ailtoil Moichek vou 'Planiua gegen Iol)auu Woner von Uulcr. plcil>i»a mil ocm dicß^erichllichrn Vc> ,chcit>e vom ^'). Oktober I^<>", Z, '»143. auf den 9. Jänner nut' '.). Feblli.iv l. I. augeorduclen mte» uiio zweiten Feilbit-üiug ocr drm ^cylcru gehörigen, gerichtlich auf 1170 st. gcschätzlln Nsalitai. N.ktf..Nr. 103 u„o 40^2 l»l Gtunobuch HiiaSberg lcm Kaufiusllgcr llschicueu ill. so wird an« 8. M ä r z !. I. M- drillen und llpleu Fcildielullg mit Vcibel'alluug deS Orleö. rer Slnude uuc> mit dem voiigrn Aühange geschrilici,, K. k. Pszillsaml Planlua. uls Gc^ licht, am !>. Februar 1^l'»4. (346—1) Nr. <''i«, Edikt. Vou dem k. k. Vs^ilköamte Planem. l'.!S Gericht, wird hiknut l'clauut gemacht: Nachdem zu der iu der El'cklNiouö-i.ichc 0cr Frau Fla,^iöka Millou^ v^» Zilkuip gcgen Frauz ^.ni^Mliuu vo» Zirkln^ mit ps»i oießgerichllicheu Vc^ schsicc uom 23. Oktober l8ll'l, Z.,yl l"iON1, auf den ,^. Iänuer uud <). Febrnar l. I. aug,orouclkn erNtu und zneilc» Fcil-biklung der dem Zepter,, gedörigeu. ge. ilchllich auf ^3^» sl. gsschnNtcu Nenütäl, Ulb. Nr. 5>3 ncl Oruiwl'mii P!mrglll>e ^'aas. kclu Kaufillstiger llschic»,'!! i^. so wild am !». März l. ^. ^ur drittcu mid lcyleu Fcilbicluu,; uii! Ucibchaltui'g I>ei>Orlrs. dcc Stuudr. uut> mil dcn» i.'oline,, A»'.)a,'gc ^cschiiltsll. K. l. Ve^ivfsallll Pwnin« . als Ge-. richl. am '.». Zcl'ruar !8li4. (349 1) Nr. ss40. Edikt. Vc»u dem k. k. Przilköamle Plauiua. als Gericht, wild l'iemit brkaiuil gr:uachl: Nachdem zu der i" der KvcflltwuS iache des Georg Opcka von Nicorrdorf >,lge:, M.'tll'ä'us Wcber von Mauniy mit dem ricßgnichllichci, Bescheide vom 17. Oltt'bcr 1863, Z. 49W, auf dcn 12. Jänner und 9. Februar l. I. augcore>l,ctcn ersten uud zwrittu Fciltnc-!ui,g der dem Lcptcru gehöligcu.gclichllich duf 1855) fl. grsckätztcl, Realität. Ncktf.» Nr. 25)9 ml Gruuc>l'uch Hciai!l»crg. kein Kaufiusliger eischienen ist. so wird am ll. März l. I. ^ur dvitteu nud lcptcu Fcilbicluug mit V.ibrbaltni'g dcS Orleö, der Stunde und mit dem uorigcu Aulmuge geschritten. K. l. Vc^lksaml Plainna. als Gc-richt, am 9. Februar 18(!4. (263-3) Nr. 4920. Edikt. Vom gefertigten f. k. Vczkk^amte, als Gericht, wild bck.iunt gemacht, daß zur Vornahme dcr grgrn Iohauu Maroll uon Großli^iz wegen Nichlzuhalliilig dcr Üizitationübcdingmsse bewilligteu Nclizita-li>.'u bcr zu Großliui^ Hs.-Nr. 20 gclr-gcuen. im Gruudbuchc Glltcnfcld >ul) 3lltf.-Nr. 5>8 uorkommeudl'.! sliccilitäl im Schätzuugswcrlhe pr. 777 fi. !«» lr. die Tagsahnng nuf ten ll. März l8<^. flüh N Ubr. liieramls mit dcm Vcisahe an(,eordl!ct wllrt'e. daL dir Ncnliläl auä! uuttt dem Schäpungswertlie hintaugegc-licn werden mirl'. Das Schä'huugsprc'lokoll. der Giun'v< buchsaus^ug uud l>ie Vedinguisse löiiuc» dicrgerichls einges^lien weide,,. K. k. Vczillöamt Oroßlaschift. als Gericht, am '.». Dczcmdcr 18«'..".. (265)-3) Nr. 4lill. Edikt. Vondemk,k. Vczirlöamle GroLlaschit), als Gericht, wird yicmit bekannt gc-macht: Eö sei übcr oaS Ai'suckcu dcö Johann! Koziauzhizh uou Klciiwßoluik. gegeu oic Josef Grel'eiiz'sche Or'^n von Naschiza, zu Hcuircn des Vormulidcö Sinwu Grrbtnz. ucm .ftleinlaschii) wegcn, aus dcm gerichtliche!, Vergleiche r>dlo. 23. April1861.Z.195)s). schuldiger 12!) fl 94kr. ött. W. l.-. 8. c., iu rie crekutire öffculliche Velsteigcruug dcr dcu LcNicru glbörigcu, im Gruudbl'chc Äucl^p.rg .>uli Ull'.Nr. 43, Nils.-Nr. '.)4, uorkommcodcu, iu Naschißa gellgeuel» Hul'lcaliläl sammt A»' lull) Zuglbör tm grrichillch eldodeücn Lchapungöwlrll'c von 1M0 fi. 40 kr. öst. Währ. gcwilligct, uud zilr Voruahmc derselbe» oic drei Fcilbietiiiig5tagsal)ungkn auf dcn 18. März. 20. April und 25. Mai 18^4, jedesmal Vormittags um 9 Nhr. im Amtösitjc mit vem Anbaugc be-lilmml woroeu. daß dic feilzubietende Ncalilät uur bei dcr lentcn Fcübictnug auch uulcr dcm Schat^uugswcrthe an den Msislbictcuoeu bünaugrgcbsu werrc Daö Esbäyuüg'.'plolokoll. der Grund« I'uchöMract U!ld t)>'c ^izitaliliuöbcbiugnisse löu»cu bci oicsem Gcrichie i» dcu gewöhnliche» Amlsstuu0!li eingesehen wcrdcn. ss. k. 'Ncznköinut GlolXaschll). ali< Gericht, am 13. Iiovcmbcr 18l!3. Edit t. Von dem s. k. Vc^rks.imle Groß« laschin, als Geli«1/!. iriro l'icmll be» kau»» gcul'. , in die rrclunue i)ffc»tliche Vclsttigrruug dcr scm ^cNlllU gehörigcu. im Grundbuchc Aucr^perg. Nkif-Ns. 5>0. und Illd.-Nr. 120 vorkommenden, zu Podsterniftz gclrgcnen Ncalitä't sammt 'A»« no» Zogcl'öl im gerichtlich crdobcueu Schälmligswmbe oou 3455) ft. 60 kr. ö. W. im Neassumirulig^wsgc grwilligct. ,!>>!> ^ur Voriiabmc dcrsclbru Die ^cil» bictUtigstagsayuugr!! auf deu 1«, März. 20. April und 25). Mai 1804. jedesmal Vormittags um 9 Ubr, vor Vicscm Gerichte mit dcm Hnhauge bestimmt worden, daß die feilzubietcndc Ncaütät nur bci dcr Icytcu Feilbie« tung auch lintcr dem Schäyungowfrihc an dcn Mcistbistcudcu hintaugegcben werde. Das SchälnmgöprotokoU. der Grund-l'uchscxlracl nud die öiiilalionöbcdmguisse könueu dci dicscm Gerichte iu dcn gewöhnlichen Amlösinüdcil riugeschen wcr- dcn. K. k. Vrzirksamt Großlaschih. als Gc- richt. am 14. Oktober 1863. /26«—") Nr. 45).^7. Edikt. Von dcm k. k. ÄczirkSamtc Großlaschitz. als Gericht, wird hicmit bckauut gcmncht: Gö sci übcr das Ansuchen dcü Autou Viornik uon Kompalli. sscgen Anton SchnidcrschiY von Malavaö wegen, aus dem Vergleiche vom 21. Juli. 1852. ^. '',375>. schuldiger 241 fi. 5)0 kr. öst. W. ^ >. »!., in die crecutiue öffentliche Ver» slcigclung dcr dcm Achtern gehörigen, im Grunobnchc von Zobclsbcrg l>ul) Ncltf.. Nr. 44. vorkommenden, in Malavas H,-Nr. 22 gelegenen Realität sammt 'Au« uud ZügctM im Icliclnlich srhc., ^e»ri: SchälMM'clthe ^>^, is^ ^ iil» tt. öst. W. ill, Ncasslnniruug^wegc .^williget, nnd zur Voliiahme dcrjllbcu hie orci Feilbietu»gsta>js.il)uugeu. und ^ir.'l aus dcu i». April, 4. Mai und 3. Iuui 18«'.4. icdcsmal Vurmitlags um 9 Udr. vor die» sein Gerichte mit dcm Auliange bestimmt lworden. daß die fcllzubictcudc Nealitat ^uur bei dcr lenlc» Fcildictulig auch un-lcr dem Schä'l)ung^wcrlhc au dcu Meist, bietcüdcl, hiutaugegrbcu werdc. Das Schäyuügsproll'koll. dcr Grund« buchOcltracl und dic ^l'^latioüöbedluguisse köuuen bci dicscm Gerichte in dcu gcwöhu» lichen Aultöstulidcu cingesebeu wcrecu. K. k. Vczirköamt Großlaschit). alS Gericht, am 11. November 1863. (267—3) Nr. 4654. Edikt. Von dcm k. k. Vczilkö.nnte Großla« schin. alS Gericht, wild hicmit bekannt gcniacht : Es sci über das Ansuchen des Anton ^ouschiu von Oberdorf. Bezirk Neifuip, gegen Vartholmä Gillalsch vou Vru« chanavas wegen, aus dem Vergleiche doto. 1. Mai 1860, Z. 2627, schuldigcr 29 fi. 40 kr. oil. W. c. ». «., in die eic. kulive öffentliche Vcrstrigcnmg dcr. dem ^'syteril gehörigen, im Grundl'uchc Zo-belobrrg >>!»!) Nk!f.>Nl. 119 voikolnmcu-den, iu Vruchanauaö Ücgrudin Hubrca° 'lität sammt An- uuo Zügchör im gcrichl» !ich crliobcuen Schäl)lingicr dcn, SchahmigSwcllhe an reu Mcist° l'icleüdcu l'iutangcgcl'cn ll'crde. Das Schäpliugspro^tVIl. der Grund« l'uch^crtrslct uud dic ^izilationsbcdingnisss fölnicu bci diesem Gerichte iü c>en gc-ivl'lnlllcheuAmt^nuoenciügcssbsNwcrdsn, .ss. k. Vcziik^alüt Gloßlajchitz. a!S Ocricht. ain 17. N^veuiblr 1863. Edit t. Von dc„i k. k. Äczirköamlc Ncifuiy. als Gericht, wird dem Andreas Ander-kul)l von Maseru, Maria Mihizl» >!U0 oereu uoblkailnten Kindcru, dann Paul Ibaschüik von Mascrebcu. allen unbe« kaunteu Aufenlhaües. l'icrmit crillüert: Eö hal'c Georg Mil'i^b von Masc-reben wider dicsclbcn die Klage ans Vcr« iälirl' und Erloschcuerflälung folgender, auf scincr im Grundbnche oer Herrschaft Ootischcc l Ull>. - Fol. 2442. und Ncktf.. I.. Z. 4692. dicramls eiugebracht, worüber zum müud-lichcn Verfahrcn die Tagsapuug a,.f bcn 10. Mai 1864. früh '.» Ubr. hicramis mit rcm Anhaugc des ^. 29 a. G. O. angeordnet, uui» deu G'tlagtc» wcacu "'^ z,„l,e^„„^„ ^",^'ülhaltes dcr Herr Iof.f Thuma vou Maseru als <'ul'l,lor üval!cr zu bestellen, und au» her ramhaft ^ll mcichcn habe», widri-qcns diese Rechtssache mit dcm anfgc« slclltcn Kurator vc-haudclt wcrdru wird. ss. k. Bezirksamt in Neifuih. als Gc« richt, am 28. Dczrmbcr 1863. Hiczu ciu halber Noqen Intclligcnzblatt.