erscheint wöcheDtUcb secbsmal (mit Aomahme der Feiertage). Schrift-leitung, Verwaltung und Bucbdnickerei Tel. 25^, 2!^ und 25^. Mnribor KopaliSka ulica & Mtnuikripte werden nicht retourniert Antragen Rflckporto beilegen. Inseraten- und Abonnements-Aiiiiutiine in Mariboi, Kopuli&ka ulica ö (Verwallunf«). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Dii^ zustellen 24Din, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einnlnummer 1.50 und 3 Din. Prds Ohl f'SO Mlioin: ömiuia ^Serlin: ^eine ^ompfonfooe an (Suropa 3>ad öeutfd^-ttalienifAe tTRilitärbfinOni« Im £id5te (er öeutfd&tn ISrtlftfrftd / 3)ir feifrli(iDe tfuterseKDnuno Or« neuen Vertrage« erfolgt am fommenDen Gönn-tao / £onOon: steine QOerflnOerung Oer 2Beltlage Sefferfitnuno &tr ftritge-intialiOeii Der Minister für Sozialpolitik und Volks gesundhelt erließ eine Verordnung, die die geltenden Bestimmungen Uber die Bezttge der Kriegsinval'den teilweise abändert. Darnach können die Kriegsinvaliden, die im Sinne der zuletzt erschienenen Verordnung aus irgendeinem Gründe ihre Anmel dung bis 31. März d. J. nicht vorgebracht haben, dies noch bis Ende des laufenden Jahres tun. Jenen Invaliden, denen die Renten im Jahre 1020 gekürzt worden sind werden die BezUge wieder luerkannt. Soll ten nach d. neuen Bestimmungen die Renten höher sein, so wird ihnen die Differenz für die Zeit vom 1. Jflnner 1020 bis 31. März d. J. vergütet. Die zu viel erhaltenen Summen werden nicht in Abzug gebracht werden. Allerdings darf die neue Hesserstellung der Kriegsinvaliden die Im Voranschlag festgesetzte Summe nicht überschreiten. Die englisch-russischen VerfMuidlangeii. L 0 n d 0 n, 8. Mai. Die englische Antwort auf die sowjetrussischen Vorschläge ist gestern nachmittags nach Moskau abgegangen, wie in Informierten politischen Kreisen mit aller Bestimmtheit versichert wird. Ehiberafuflgeii In Ortoehcnltiid. Athen, 8, Mal. (Avala). Der Sonderberichterstatter der Agence Havas meldet: Die Telegraphisten und Radlotelegraphi-stcn der Reserve des griechischen Heeres sind zur Waffenübung einberufen worden. Die Einberufungen erstrecken sich hauptsächlich auf Thessalonlen, Mazedonien und den Eplrus. Uruguay drosselt die Ehiwanderung. Montevideo, 8. Mal. (Agence Havas). Die Regierung hat dem Parlament eine Gesetzesvorlage unterbreitet, wonach Ausländern, die nicht mindestens 10.000 Pesos besitzen, die Einreise nach Uruguay verweigert wird. Dasselbe gilt au(ih für die Angehörigen einer Weltanschauung, die sich gegen die politische und soziale Ordnung Urugyas richtet. Rumänischer Oeneral ausgeplündert Bukarest, 8. Mal. In der Nähe von Damadas (Dobrudscha) ereignete sich ein räuberischer Ueberfall nach Wild West-Manier. Zwei Kraftwagen, in denen sich u. a. auch der rumänische Brigade-Renerai F 0 t e s c u und Gemahlin, ferner der Direktor einer rumänischen Flugzeugfabrik, ing. Zamfirescu, befanden, wurden von zwanzig schwer bewaffneten Banditen aul offener Landstraße angehalten. Die Straßenräuber nötigten die Automobilisten zum Aussteigen, fesselten Män iier und Frauen und raubten sie vollständig aus. Hierauf zerschnitten sie die Reifen der Autos, zerstörten die Telephonleitungen und verschwanden mit ihrer Beute im nahen Walde. Den Banditen sind einige Reisekoffer mit Wäsche und Kleidung, terner Wertgegenstände von insgesamt 150.000 Lei in die Hände gefallen Obwohl sofort Gendarmerie- und Mi-littlrabteilungen zur Verfolgung der Banditen Pinp[osetzt wurden, fehlt bisher noch 'Ode Spur von den Straßenräubern. C 0 m 0, 8. Mai.' (Avala.) Die A g e n« z i a S t e f a n I meldet: RetohMiiBeiiml-oletef von Rlbbentrop imd Attfienminliler Graf Clano begaben i:ch geetem nach dem feierlichen Emplaiif Im Maillnder Rat haus unter ungeheuren Ovationtn der MaOfinder BevOlkaniog Im offenen Wagen nach Como. Die Fahrt nach Como glich einem wahren Tritunph. Hunderttau sende von Men*cbsii säumten die Fahrt-Straßen und bereiteten beiden AuBenml-nistem der politisch und mifetarlsch verbündeten Nattonen etflrmi>che Sympathiekundgebungen. Die Bevölkerung braclite durch ihre spontanen Kundgebungen sieht l'ch lum Ausdruck, daß sie die MUitär-allianz mit dem Deutschen Reiche freudig begrüßt. R 0 m, 8. Mai. (Avala.) Wie In unterrichteten Kreisen verlautet, wird d e feierliche Unterzeichnung des italienisch-deut-schen polltischen und m'litärlschen Vertrages Sonntag, den 14. d. In Rom erüol-gen. L 0 n d 0 n, 8. Mai. (Avala.) Die gesamte englische Preese steht im Zeichen des Abschlusses des deutsch-itaKen'.schen MUltflrvertragee. Die Blitter bringen zum Ausdruck, daß der Abschluß dieses Vertrages die Welttage keineswegs verändert habe. Waa de facto bereits erfolgt sei, das sei jetit de hire sanktioniert worden, so Ähnlich lanttn die Kommentare der eng llschen Preise. Berlin, 8. Mai, Zum Ergebnis der Mailänder Besprechungen schreibt der »Völkische Beobachter«, der Mailänder Pakt vom 7. Mal bringe es mit sich, daß Infolge der hnmer engeren Mlt-arbdt zwischen dem Deutschen Reich und dem Königreich Italien Europa ein neues Gesicht erhält. Der neue Nordsüdbtock sei mehr als eine bloße polltische Bildung zweier Staaten, es sei die Folgerung des unentwegt rastlosen Zusammenwirkens zweier großer Krftftezentren In Europa. Die Welt werde sich damit abfinden müssen, daß gegenwärtig In Europa die Po- litik der Achsenmächte maßgebend Ist. Die Welt werde aber auch begreifen müssen, daß die Politik der Achsenmächte keine Kampfansage an Europa ist. Der Berliner »Mo n t a g« schreibt, Deutschland und Italien arbeiten unentwegt an der Erhaltung des Friedens. Die Staatsmänner Europas haben jetzt zu wählen: entweder anerkennen, daß die Politik Berlins und Roms ein wirksames Bollwerk des Friedens sei, oder aber auf die Seite der Einkreisungspolitik treten. Deutschland und Italien werden darnach ihr Handeln einrichten. R 0 m, 8. Mai. Die Ergebnisse der Mailänder Besprechungen zwischen den Außenministern Deutschlands und Italiens bilden in Rom das Tagesgespräch. In allen Kreisen der Bevölkerung wurde das militärische und politische Bündnis zwischen den beiden Mächten überaus günstig aufgenommen. Man sieht darin eine natürliche weitere Entwicklung der Ach-senpoHtik zum Schutze des Friedens. SfnanO unO £ettlan6 ouf einer £(nie R e V a 1, 8. Mai. Ueber die Besprechungen zwischen den Außenministern Estlands und Lettlands in Reval wurde gestern eine amtliche Mitteilung herausgegeben, worin die übereinstimmenden Ansichten beider Regierungen festgestellt werden. Im Kommuniquee wird hervorgehoben, daß die Standpunkte beider Staaten hinsichtlich des gemeinsamen Handelns in der Außenpolitik miteinander in Einklang gebracht worden sind. £elefi^ rrfte OBoDlreDe Budapest, 8. Mai. Ministerpräsident Graf T e 1 e k i hielt In Szeged eine Wahlrede, in der er u. a. die Beziehungen Ungarns zu den Achsenmächten behandelte. Er erwähnte u. a., daß Ungarn zu den Achsenmächten In immer engerer Freundschaft lebe und daß auch die freundschaftlichen Beziehungen zu Jugoslawien immer herzlicher gestaltet werden. in der Gemeindeverwaltung vertreten. Im Rahmen der geschaffenen acht Hauptarbeitsgebiete wird er auch vorerst Finanzverwaltung und Bauwesen der Stadt leiten. Gauleiter Bürckel hat des weitere« die Leitung der Geschäfte des Reichsstatthalters übernommen und die Abwicitlung der Landesregierung. Oafencu bei König Carol Bukarest, 8. Mai. (Avala.) Die Agence Havas meidet: König Carol empfing gestern Außenminister G a f e n c u, der bei dieser Gelegenheit ausführlich Uber seine kürzliche Besuchsreise berichtete. Holland baut drei 30.000-Tonnen-Kri^s-schlffe. H a a g, 8. Mal. Wie verlautet, prüft das holländische Marineministerlum den Plan von drei schnellen Linienschiffen zu je 30.000 Tonnen, die für die holländischen Flottenbasen In Ostindien benötigt werden. In diesem Zusammenhange erwartet man die baldige Auftragerteilung an die in die Frage kommenden Werften. toria Alexandra • und Pr'nz Arthur von Connaught zusammen. Wenn der Staatsrat auch weitreichende Vollmachten besitzt, so sind ihm doch gewisse Beschränkungen auferlegt; er hat z. B. nicht das Recht, das Parlament aufzulösen, es sei denn, daß der Kön g persönlich die Anweisung hierzu gibt. Die englisch-rumänischen Wirtschaftsverhandlungen. Bukarest, 8. Mai. (Avala). Reuter berichtet: Erwartungsgemäß wird eine Denkschrift ausgearbeitet werden, in der alle Punkte der rumänisch-britischen Einigung finden sollen. Dies soll noch vor der Athener Abreise des Sir Frederic L e i t h - R 0 ß, d. i. Dienstag abends, erfolgen. Obwohl in rumänischen verantwortlichen Kreisen die Ansicht herrscht, daß die rumänisch-britischen Verhandlungen zufriedenstellend seien, besteht dennoch in gewissen Amts- und Handelskreisen große Mißstimmung, da man der Mel nung ist, daß die Vermehrung des rumänisch-englischen Güteraustausches nicht genügend groß sein werde, um den Umfang des jetzigen deutsch-rumänischen Abkommens einengen zu können. Der englische Staatsrat L 0 n d 0 n, 8. Mai. Georg VI. hat einen Staatsrat ernannt, der die Funktionen des Königs während seiner AmerMttnan(« »tvifcedi SialKn un( 2)euif(DtaiiD Ttefllofer 3u*aminrn'((^lu( 6er QldhfenmAd^te sur ^erirf^iaung i^rrr Snlerrfler 3)00 fentationdle &eiitrop M a i 1 a n d, 8. Mai, Der deutsche Reichsaußenminister v. Ribbentrop war am Samstag vormittags gelegentlich der Ankunft in Mailand Gegenstand herzlicher Ovationen von Seiten der Mailänder Bevölkerung. Tausende und Abertausende bildeten zwischen dem Bahnhof und dem Rathaus Spalier, wobei dem deutschen Gaste immer wieder stürmische Sympathiekundgebungen entgegenschlugen. Mai land hatte reichen Flaggenschmuck angelegt und in den Fabriken ruhte zum Zei chen des großen Tages die Arbeit. Die italienischen Blätter — besonders die Mailänder — würdigten in spaltenlangen Artikeln den Leiter der deutschen Außenpolitik und die Bedeutung der Achsenpolitik für das faschistische Italien. Die für Samstag nachmittags anberaum te Aussprache der beiden Außenminister Graf C i a n 0 und v. Ribbentrop dauerte volle zwei Stunden. Ueber das Ergebnis dieser Aussprache wurde gestern um 13 Uhr das nachstehende a m t-licheKommunlquee ausgegeben; »Im Laufe der Besprechungen, die am 6. und 7. Mai zwischen dem italienischen Außenminister Graf C i a n o und dem deutschen Außenminister v. R i b b e n-t r o p geführt wurden, ist die allgemeine internationale Lage einer sorgfältigen Prüfung unterzogen worden, wobei die vollständige Identität der Ansichten der beiden Regierungen festgestellt wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, daß Italien und Deutschland ihre gegenseitigen Beziehungen auch formell re-geln, und zwar in Form eines politischen und militärischen Bündnisses. Durch den vollzogenen Abschluß einu3 solchen Vertrages glauben Italien und Deutschland bei der Sicherstellung des Friedens in Europa am besten mitzuwirken.« Die zweite Aussprache, die den Abschluß des für Europa geschichtlich denkwürdigen Vertrages brachte, erfolgte gestern, Sonntag, vormittags. In italienischen politischen Kreisen wird der Abschluß des italo-deutschen Militärbündnisses als wirksame Beantwortung der französisch-englischen, gegen das Deutsche Reich gerichteten Einkreisungspolitik hingestellt. Die italienischen Blätter betonen, die Politik der Achsenmächte werde das europäische Gleichgewicht her stellen, welches durch den Versuch der demokratischen Westmächte gestört werde, einen Block gegen die totalitären Mächte zu bilden. Dieser Versuch — schreibt die »T r i b u n a« — habe die gegenteilige Wirkung von dem ausgelöst, was man sich in Paris und London versprochen habe, da die Mehlzahl der Balkan- und Donaustaaten dem vorgedachten Block nicht beitrete und immer mehr zur Achse Rom—Berlin gravitiere. »I 1 Giornale d'Italia« meint, der deutsch-polnische Konflikt sei in Szene gesetzt worden, um das Gleichgewichi zum Schaden der totalitären Mächte zu stören, die Reden Hitlers und Becks hätten jedoch bewiesen, daß Verhandlungen möglich seien. Der »P i c c o 1 o« (Triest) schreibt, Italien werde die Vermittlung übernehmen, wobei Polen die traditionelle Freundschaft Italiens berücksichtigen müs se. Mussolini habe bereits einen Kompro-mißf^ntwurf bezüglich Danzigs und der deutschen Landverbindung mit Ostpreus-sen ausgearbeitet. R o m, 8. Mai. Virglnio G a y d a schreibt 'n seinem Blatt »Giornale d'I t a 1 i a«, die Zusammenarbeit Deutsch lands und Ital'ens habe aufgehört, lediglich eine weltanscliaul'che Gemeinschaft zu se'n. Sic wandle sich zu e'ner vollen Sol'darität zwe'er Regierungen, deren Ziel d'e Rekonstruktion Europas mit friedlichen Mitteln sc'. In diesem Sinne werde italienichen M.litärbündn sses zu der Ansicht gelangt, daß dies keine Aenderung der Umstände bedeute, da sich d'e deutsch italienische militärische Zusammenarbeit bere'ts in Spanien gezeigt habe. Deshalb hätten auch Frankreich und England ihre Maßnahmen getroffen. In diplomatischen Kreisen habe daher der Abschluß des Militärbündnisses zw'schen Italien und Deutschland keineswegs überrascht. B e r I 1 n, 8. Mai. Die deutsche Presse br ngt die Nachr cht vom Abschluß des deutsch-italienischen Militärbündnisses In größter Aufmachung. Die Blätter betonen übere'nst'mmend, daß die Westmächte nun die Antwort auf ihre Einkreisungspolitik erhalten hätten. Italien und Deutschland seien nun auf Leben u. Tod verbunden. die die Namen und Daten der größten Waffentaten des nationalspanischen Hee-■■es tragen werden. ^eru beteiligt s'ch nicht mehr an Genf. Sitzungen P a ri s, 8. Mai. Die peruan sehe Re-^'ierung hat das Generalsekretariat des Völkerbundes dahm in Kenntnis geseizt, daß Peru nicht die Absicht habe, se nen Vertreter zu der kommenden Tagung de? Völkerbundes zu entsenden. £ittDinotD unö fein 9ta(0folger Nach einer Meldung der amtlichen Agentur Taß l:nt, wie bereits ber'chtet, das Präsidium des Obersten Sowjetausscliu^ses den Ministerpräsidenten M o 1 o t o w (rechts) unter Belassung in seinem b'.shorlgen Amt zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheit ernnnnt und LitW.'now • Flnkolsfe'n (links) »auf eigenen Wunsch« von seinen Amtsgeschäft?n als AuRcnltcmml^sar entbunden (Weltbild- Wagenborg-M.) nncD ^'>naöi] oj^arreift KÖNIGIN ELISABETH IN DRAHTLOS''M TELEPHONKONTAKT KINDERN. MIT IHREN L 0 n d 0 n, 8. Mai. Die »Empreß of Australia« ist von Portsmouth aus in die See gestochen, um das englische Königspaar nach Kanada zu bringen. Nach einem intimen Diner, das die Souveräne im Salon des Dampfers eingenommen hatten, betrachteten Ihre Majestäten die Begrüs-sung der Atlantikflotte, deren Mannschaften an Bord der Einheiten mit präsentiertem Gewehr angetreten waren. Unter dem Salut der Schiffgeschütze und den Klän-den der Bordkapelle setzte sich die »Em- preß of Australia« langsam in Bewegung, um dann auf 17 Knoten hinaufzuholen. Im Hafen waren zur Verabschiedung viele Zehntausende von Menschen vers-am-melt, die dem Königspaar begeisterte Ova tionen bereiteten. Die Blätter bringen ausführliche Bildberichte über diesen Abschied der Souveräne. Wie die Blätter berichten, wird I. M. Königin Elisabeth mit den Prinzessinnen Elisabeth und Margaret Rose täglich mehrere Male in funk-telephonische Verbindung treten. 3)er 6oefyafte unB Itine cnlti^ufcftr' (Srl^en M a i 1 a n d, im Mai. Trotz e'ner Paralyse, die ihn seit Jahren an den Lehnstuhl fesselte, war der alte Giuseppe F. aus Ma'land ein unverbesserlicher Spaßvogel. Als er nun vor vier Wochen das Ende seines Daseins kommen spürte, sammelte er Frau, Kind, Brüder und Neffen um s'ch und hielt ihnen eine schöne Ansprache. Er sagte ihnen so ungefähr, er würde aus diesem Leben fn TRO^IfCIU nldfti Paseo Franco heißen wird, Ist j scheiden, doch habe er an alle gedacht fDmilKIltfPrt inian mit der Fertigstellung von vier 16 j und hoffe, sie würden se'ner immer mit Meter hohen Triumphbogen beschäftigt,!Freude gedenken. So sprach der alte G'u- M o s k a u, 8. Mai. Die Rede des polnischen Außenministers Beck wird von I der Sowjetpresse auf Grund einer War- | schauer Taß-Meldung ausführlich w'eder gegeben. In Anlehnung an die allgemeine Zurückhaltung, die sich Moskau zurzeit allen außenpol tischen Ere gniss^n g*.gen-über auferlegt, w'rd die Beck-R.?de jedoch in keinem einzigen Blatt komment'ert. , Polnisch-slowakisches Wirtschaftsabkoni men Preßburg, 8. Ma\ Zwischen einer polnischen Delegation und Vertretern der slowakischen Regierung wurde ein Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Aui^ordentlicher schwedischer Aufrü-stungskredit Stockholm, 8. Mai. Die beiden Häuser des schwedischen Parlaments bewilligten e'nen außerordentlichen Aufrüstungskredit im Betrage von 250 Millionen Kronen. Spanische Militärmission in Ro m R 0 m, 8. Mai, König und Kaiser ViktOi Emanuel empfing gestern eine von General Garc'a E s c a m e z geführte spanische Militärmission, Die Missionsmitgl e-der besuchten darnach den Stab der'fa-schist'schen Mifz. Bei dieser Gelegenheit überreichte General R u s s o dem General Escamez den Ehrendolch der faschisti sehen Miliz. Im Kriegsminsterum wurde die spanische Mission vom Chef des Ge-neralstabes General P a r 1 a n i empfan gen. General Franco entließ 250.000 Soldaten, Madrid, 8. Mai. General Franco unterzeichnete gestern ein Dekret, wonacli die Jahrgänge, die in den Jahren 1926 bi^ 1929 aWiv gedient haben, beurhubt werden. 250.000 Mann, die ein Viertel des jetzt bestehenden Heeres darstellen, werden demnach dem .Aufbau Spaniens sif'ii widmen können. Gafencu reist nach Ankara. Istanbul, 8. Mai. Der runiänischc Außenminister Gafencu wird im Laufe der kommenden Woche zu einem o' fiziellen Besuch in Ankara eintreffen. Irland geCocDte fetner aireiDeitdfänipfer Zusammentritt des slowakischen Parlaments Preßburg, 8. Mai. Das slowak'sche Parlament ist für den 11. d. zu einer Vollsitzung einberufen worden. Die slowakische Staatsflagge in Vukovar V i n k 0 V c 8. Mai. Die b'sherigc tschecho-slowakische Donaudampfschiff-fahrtsagentie in Vukovar ist vom slowaki sehen Staate übernommen worden. Auf der Agenc'e wurde die slowakische Flagge gehißt. Vor der Madrider Siegesparade. Madrid, 8. Mai. Havas meldet: Ge-die Pnl't'k Itnl'cns "m Donaurnuni und au"'gen tausend Arbeiter sind Tag und Nnchl dem Bnlknn harmoni{;'crt werden. |mit der Aufstellung der Tribünen für die P a r ' s, 8. Mni. In Par'ser pol't'schcn große Siegesparade beschäftigt. Die Ar-Krc'sen ist man nach Eintreffen der Mcl beiten werden am IG. d. M. beendigt se'n. diincen über den Abschluß des deutsch-'Am Beginn der Pa'^eo Castellana, die in D:r irische Miniotcrprüsldcnt De Valera und der Verteid'gungsm!n!s;cr Fra.iJi A'ken v.'olniten in Dublin e'ner Feier bei, die dem Gedächtnis der beim irirc!.?n Auf trind "m Jahre 1916 G^^fallcnen galt. — De Valera (im Vorder^Tund) b2g jt sich zur Ge-clenkfejer. Hinter ihm Verteid'gungsminister Frank A?ken. (Weltb'ld-WngL'nhorg-M) Hotariet tagen in DR. INO. RADOMIR ALAUPOVIC ZUM NEUEN GOUVERNEUR DES DISTRIKTS JUGOSLAWIEN GEWÄHLT. Seppe und einige Tage darauf nahm er von dieser Welt friedlich Abschied. Von diesem Augenblick war das liebevolle Ver hlltnis der Verwandtschaft zu Ende. Man ging nämlich sofort daran, das versproche ne Testament zu suchen, ohne es jedoch Anden zu können. Die BrOder Giuseppes verdächtigten die »untröstliche« Witwe, diese einen Neffen, womit die Feindschaft aller gegen alle hergestellt war. Vor einigen Tagen war die Witwe F. gerade mit einer Strickarbeit beschäftigt, als der Wollknäuel zu Ende ging. Wahrscheinlich dachte sie daran, daß der tote Qatte ihr stets beim Wollabnehmen gehol fen hatte, als sie ganz mechanisch das Pa-plerstttck, um welches der soeben beendete Wollfaden gewickelt gewesen war, vom Boden aufhob. Oroß war ihre üet^rra-schung, als sie auf demselben einige hand geschriebene Sätze Ihres Gatten erblickte. Voller Neugierde entfaltete sie das Papier auf welchem geschrieben stand: »Mein Testament befindet sich In meinem Lehn-stuhll« Im Nu war das ganze Haus auf den Kopf gestellt und die Tochter sowie das alte Dienstmädchen wurden zu Rate gezogen, denn der ältere Bruder hatte den Lehnsessel zu sich genommen, Wie war es nun möglich, bei dieser Feindschaft ihn wieder zu bekommen? Am nächsten Tag ging die Witwe zu einem Rechtsanwalt. Dort erwartete sie jedoch eine neue Ueber raschung. Der ältere Bruder ihres Mannes war anwesend und hatte bereits die Auffindung des Testamentes gemeldet. Das alte Dienstmädchen hatte getratscht! Bald erschienen auch die anderen Familienmitglieder und man einigte sich schließlich, vor einem Notar das umstrittene Testament zu öffnen. Nach der Bestimmung des Toten erhielt jedoch jeder Familienangehörige nur eine Kleinigkeit zugesprochen; so zum Beispiel verpflichtete Giuseppe seinen älteren Bru der, den Lehnstuhl Zeit seines Lebens zu behalten und die aufgerissene Stelle — wo das Testament verborgen war — nicht reparieren zu lassen. TRorfr im agiirrrout(lb P a r i s, 8. Mai. In Chartres spielte sich unter Minderjährigen ein gräßliches Verbrechen ab. Zwei 15-jährige Burschen ent wendeten aus einem Weinmagazin vier Flaschen Champagner, die sie innerhalb kurzer Zeit entleerten. Als die beiden genug getrunken hatten, gerieten sie miteinander in einen heftigen Streit, in dessen Verlaufe einer der Burschen den anderen mit einem gleichfalls entwendeten Revolver niederschoß. Nach der gräßlichen Bluttat schlief der Mörder neben der Leiche seines Freundes ein. In diesem Zustande war er auch aufgefunden und ins Gefängnis eingeliefert. <9ef)efmni«l»olI(< 2>rama G r e n o b 1 e, 8. Mal. In dem kleinen Dorfe Peaugres spielte sich ein geheimnisvolles Drama ab, das bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Am vergangenen Samstag war ein Gutsbesitzers-Ehepaar auf den Markt nach Annonay gefahren und hatten ihre Tochter und deren 5-jäh-riges Söhnchen auf dem Hof zurückgelassen. Als das Ehepaar am Abend zurückkehrte, waren Tochter und Enkelkind verschwunden. Tagelang blieben die Nachforschungen nacb den Verschwundenen ergebnislos. Vorgestern wurden nun Mutter und Kind — ermordet aufgefunden, Das Ktnd lag In einem kleinen Bach In der Nähe des Dorfes, die Leiche der Mutter fand man in einem Gebüsch. Beide Leichen zeigten keinerlei Spuren von Gewaltanwendung. Bis' jetzt konnten die Be hörden kein Licht in das mysteriöse Drama bringen. Man weiß auch noch nicht, ob es sich um' ein Unglück oder ein Verbrechen handelt. Die gerichtsärztliche Oh duktion der beiden Leichen wurde angeordnet. * Bei trägem Darm; 'ind schlechten^ Magen mit Eliuniust infolge Verstoptnnf» benutze man das seit einem Menschen alter bekannte natdrliche «Franz-foset«-Bitterwasser. Es wurde vielfach testge stellt, daf^ das »Franz-josef«-Wasser eir besonder? nützliche!! Hausmittel ist. wenr es sich darum handelt, trühinorgens den Verdnmmj?skanai mit "inem salinisch»*'" Abführmittel durctizuführen. Reg. S. br, 10.474'''iA Der 77. Distrikt des Rotary International, der das Gebiet des Königreiches Jugoslawien umfaßt, hielt Samstag und Sonntag in B 1 e d seine 7. Distrikt-Koti-ferenz (Jahreshauptversammlung) ab, an der Delegierte aller jugoslawischer Klubs teilnahmen. Den Vorsitz der Konferenz, die im Park-Hotel stattfand, hielt der Oou vemeur Dr. S l o k a r aus Ljubljana. Als Vfrtreter der Zentralleitung waren Paul T h 0 r w a 1 1 aus Helsinki und Professor Blanchard aus Montpellier erschienen. An Seine Majestät König P e-t e r und den lebenslänglichen Präsidenten des Distrikts, Seine kgl. Hoheit den Prinzregenten Paul, wurden Huldlgungs depeschen abgesandt. Nach Erledigung der Formalitäten hieß der Präses des Ljubljanaer Klubs Abgeordneter Dr. 0 0 1 i a die Teilnehmer und besonders die Gäste herzlich willkommen, Aus den Berichten des Gouverneurs Dr. S 1 0 k a r und des Schriftführers Redakteur P o t o e n i k Ist ersichtlich, daß im abgelaufenen fahr zwei neue Klubs In Jugoslawien ins Leben gerufen worden sind, in K r a n j und B r S k o, wodurch sich die Zahl der Klubs auf 34 erhöht. Hierauf sprachen die Delegierten Ivan 2 a j a aus Sibenik Uber »Ethik und Wirt- Z a g r e b, 8. Mal. In der Nacht zum 7. d. ereignete sich in dem Hause Baru-tanski brijeg Nr. 25 in Zagreb ein furchtbares Verbrechen. Der 34-jährige Flei-schergehilfe Rudolf S t a n ö i d prügelte in dem genannten Hause seine Lebensgefährtin Anna U m i 1 j e n o v i d und drohte ihr mit dem Tode. Die Frau schrie um Hilfe, weshalb die Nachbarn die Polizei alarmierten. Da Standic als überaus rabiater Mensch bekannt war, beorderte der Rayoninspektor zwei Wachleute, und zwar den 25-jährigen Gjuro J a k § i d und den 26-jährigen Stevo K o s a n o-V i ö an Ort und Stelle, um Stancid zu verhaften und wegen seiner Drohungen vorzuführen. Als die mit Karabinern bewaffneten Wachleute In den Krämerladen der genannten Umiljeovid eintraten, forderte JakSiö StanCiö auf, aus dem Hause herauszutreten. StanCic schrie in einem Winkel; »Hinaus! Hier bin ich der Herr!« JakSiö trat zurikk und rief Kosanovid vor, der vor der Türe wartete. Im nächsten Moment krachte jedoch ein Schuß, den Stanöiö aus einer Flinte — hinter der <9ef^dfteftßrung au^ £ie6e — gut, allrtf gut Mailand, im Mai. Der Mailänder Vertreter in Damenwäsche, Carlo Giaccomino, erlebte vorige Woche aufregende Tage. Carlo Giaccomino war ein junger, hübscher Mann, der als Vertreter einer grossen Firma die Damenmodegschäfte der Stadt zu besuchen hatte. Seine Kunden waren stets mit ihm zufrieden gewesen, umso größer war daher sein Erstaunen, als ihn die Inhaberin eines bekannten Wä schesalpns sehr kühl empfing und schließ lieh ersuchte, von nun an ihr Gechäft nicht mehr zu betreten. Aus, Schluß! Jede Frage wurde ihm abgeschnitten. GeheimnlAvolle Anrufe Als G!acconvno nach dieser unerklärlichen Abfuhr den nächsten Laden betrat, bekam er auch hier Aehnliches zu hören. So erging es Ihm an vier anderen Orten. Und Immer die gleiche kalte Abfuhr. Nun war d'e Geduld des Vertreters aber zu Ende! Da n emand den Grund dieser schroffen Ablehnung erklären wollte, ging er zur Polizei. Er vermutete nämlich, daß es sich um einen Streich der Konktirrenz 'landein Itönntc. In Begleitung eines Polizeibeamten be- schaff« und B a 1 i b u § i d aus Novi Sad über die Altersversicherung der Arbeiter, worauf in dieser Frage einige Entschües-sungen angenommen wurden. Zum neuen Gouverneur wurde Dr. Ing. Radomir A l a u p o v i ö aus Zagreb gewählt. Mittags fand ein Bankett statt und nach mittags ein Tee, den Banus Dr. N a 11 a-ö e n gab und an dem auch der Bürgermeister von Ljubljana Dr. A d l e § 1 ä und der Bürgermeister von Bled Dr. B e n e d i k teilnahm. Den Abend beschloß ein Festessen im Park-HoteL Sonntag vormittags wurde der Kongreß fortgesetzt. Der finnische Delegierte T h 0 r w a 1 ! hielt nach der englischen und französischen Ansprache des Gouverneurs Dr. S l 0 k a r eine Rede in kroatischer Sprache und entwickelte das Programm des Rotary International. Das Wort ergriffen ferner Dr. M a r k o v i ö aus Zagreb und Dr. Aleksije J e l a § i i aus Skoplje, worauf der neue Gouverneur Dr. Ing. A 1 a u p 0 V i (5 sein Programm entwickelte. Nach dem Mittagessen wurde ein Ausflug nach B 0 h i n j veranstaltet, worauf gegen Abend die Teilnehmer Bled wieder verließen. Schank zielend — auf Jak§i6 abgefeuert hatte. Der Wachmann sank mit dem Schrei »Ich bin fertig!« tot zusammen. Nun wollte StanCid noch einen zweiten Schuß auf Kosanovic abfeuern, der jedoch sein Vorhaben vereitelte. StanCiö flüchtete in den Hof und nun entstand dort ein dramatisches Handgemenge. Kosanovic warf den Fleischer mit zwei Jiu-Jitsu-Griffen auf den Boden und konnte den verzweifelt Ringenden erst fesseln, als ihm ein 18-jähriger Arbeiter zu Hilfe kam. Die Menschenmenge wollte StanCid lynchen, sodaß ein Aufgebot von sieben Wachleuten nötig war, um ihn vom Zugriff der erbitterten Menge zu bewahren. Jak§ic erhielt, wie die Obduktion zeigte, nicht weniger als 35 Schrotkörner mitten ins Herz. Bezeichnend für den Fall ist die Tatsache, daß vor einigen Jahren in dem Laden der Umiljenovic der spätere Gemeindediener Vlado Preseöki vor seinem Hause am Baruntanski brijeg durch einen geheimnisvollen Schuß ermordet worden war. Der Fall ist bis jetzt trot?: der intensivsten Recherchen nicht gelöst worden. suchte Giaccomino wieder Frau Maria, Frau Olga, Frau Giovanna usw., und nun erklärten die Frauen widerwillig, daß sie seit einer Woche täglich von einer Llnbe-kannten angerufen werden, die ihnen in gröbsten Worten vorwerfe, mit Giaccomino eine Liebelei zu haben. Niemand wußte, von wem die Anrufe kamen, also ließ die Polizei die Telephone der in Frage kommenden Geschäfte kontrollieren. Der Erfolg blieb auch nicht aus. Ueberraschende Aufklärung Vorgestern wurde nun Giaccomino zur Polizei gerufen, der Kommissar erklärte, die Telephonnummer der geheimnisvollen Anruferin zu kennen. Er nannte sie. Und der gute Giaccomino fiel beinahe in Ohnmacht — es war nämlich seine eigene Frau. Giul'a Giaccomino wurde geholt — und nun kam folgende Erklärung für die geschäftsschädigenden Anrufe zutage: Giulia war jung verheiratet und mit den Geschäften ihres Gatten absolut n'cht ver traut. Vor Tagen hatte sie zufällig sein Notizbuch in die Hand bekommen. Neugierig blätterte sie darin und zu ihrem Entsetzen las sie die folgenden »Notizen«: »Frau Maria — jeden Donnerstag besuchen — gut«, fjcdcn Samstag um 11 Uhr zu Frau Olga — sehr gut«, »Mittwoch bei Jo — schwächer« usw. Daneben standen die Telephonnummern. In der Meinung, es handle sich um »ille gale« Damenbekanntschaften Qiaccomi-nos, setzte sie sich täglich ans Telephon und ließ ihre ganze sprühende Eifersucht, d'e sie ihrem Giaccomino sorgfältig verbarg, in den bösesten Worten an den Unbekannten aus. . 12. Gregorka (Ljubijana) 44.45. In den einzelnen Uebungen war die Rel hung folgendermaßen: Freiübungen:!. Merzlikin 9.90, 2. und 3. Ing. Ivan£evi£ und PrlmoiiC 9.50, 4, Kujundiiö 9.45, 5. Budja 9.40. R e c k: 1. Merzlikin 9.70, 2, und 3. Pristov und PrimoiiC 9.60. 4. Grilec 9.55, 5. Forte 9.50. B a r r e n ; 1. Merzlikin 9.70, 2. Forte 9.50, 3. Pristov 9.45. 4. und 5. Grilec und Kujundiiö 9.40. R 1 n g e : 1. Budja 9.75, 2. Merzlikin 9.65, 3. Forte 9.55, 4. und 5. Ing. Ivan-äeviö und Stergar. Seitenpferd: 1. Forte 9.70, 2. Pristov 9.55, 3. und 4. Gregorka und Grilec 9.25, 5. Merzlikin 9.20. Langpferd:l. Mihodlnovid 9.85, 2. Merzlikin 9.80, 3. Grilec 9.70, 4. Forte 9.65, 5. Bela 9.60, Wie aus Beograd berichtet wird, werden alle zwölf Meistertumer unter Führung des Olympiasiegers und Weltmeister Leo S t u k e I j nach Paris reisen. Die Abfahrt erfolgt heute, Montag, nachmittags. m. Verstorbene. Im Alter von 69 Jahren ist der Kondukteur der Staatsbahnen i. R. Josef C e h gestorben. Ferner verschieden Persil Dinar 3? der 69-jährige Heizer Jakob Z e n z, die 38-jährige Bahnbedienstetensgattln Marie K o r d e § und der 4-iährige Besitzerssohn Johann T r i n k o. R. i. p.I 3)ie GROSSE SCHADEN IM BEBENHERD LITIJA. — DIE ERDSTÖSSE IN GANZ SLOWENIEN VERSPÜRT. Samstag in den frühen Morgenstunden: Rollen begleitet. Zahlreiche Häuser im wurde Slowenien von einem Erdbeben Markt wurden beschädigt, davon einige heimgesucht, das in vielen Orten deutlich'ziemlich stark. Eine Reihe von Schornverspürt wurde. Wahrgenommen wurde' steinen stürzte auf die Straße, in den das Beben im ganzen Draubanat, in den | Mauern entstanden Risse, von den Wän-Randgemeinden allerdings nur stellen-'den fielen Bilder und Uhren zu Boden und weise. In Maribor wurde das Beben nur Möbelstücke wurden von ihrem Platz ge- nisches Beben handelt, hervorgerufen durch Verlagerungen der unterirdischen Gesteinsschichten, von einigen Personen verspürt, da die Bevölkerung größtenteils noch schlief. Das Epizentrum befand sich in unmittel rückt. Der Schaden beläuft sich auf viele Tausend Dinar. Die Bevölkerung wurde von den Erd- barer Nähe von L i 11 j a. Der erste Stoß Stößen aus dem Schlaf gerüttelt und erfolgte um 5.10 Uhr früh und dauerte' stürzte in der ersten Panik ins Freie. Als acht Sekunden. Es folgten noch fünf wei-;sich nach einiger Zelt keine Stöße mehr tere Stöße, von denen der letzte wieder wiederholten, beruhigten sich die Bewoh-etwas stärker war. Das Beben war von|ier und suchten die Behausungen wieder einem starken dumpfen unterirdischen lauf. Es scheint, daß es sich um ein tekto- Qlfoöeinfe Oer 31r6eiter-jtulturbrrtlne Die Gewerkschaftskommiss'on in Maribor veranstaltete am Samstag abends im Sokol'Saale (Union) unter Mitwirkung des Verbandes der Arbeiter-Kultur- und Musikvere'ne (Unterverband Maribor) sowie der Fili-alen Maribor, Pobrezje, Staden ci und Tezno der s>Vzajemnost« eine Akademie, d'e überaus zahlreich besucht war. Herr A. J e I e n aus Maribor hielt die Begrüßungsansprache, in der er Sinn und Zweck der Veranstaltung klar hervorhob. Den musikal'schen Teil besorgte in der Hauptsache die Kapolle des Musikvereines der Eisenbahnarbeiter und -Angestellten in Mar'bor, deren Darbietungen wie immer auf voller Höhe standen und ein dank bares Publ'kum fanden. Es waren durchaus Komponisten von Ruf, die zu Worte kamen: Gregore, Füllekruß, Smetana. Die gesangl'chen Vorträge wurden vom Gc-snmfcfior der Arbe'tergesangvereine ab- y/Du machst ein Gesicht, als seien Dir alle Felle weggeschwommen, Onkel Christian«. Umständlich nimmt er ihr den Koffer ab. Langsam gehen sie die breite Treppe des Bahnhofs hinunter. Er kann noch Immer nichts sagen. Nur anschauen muß er sie, anschauen, wie die Augen leuchten, als sich ihr das Bild der gewaltigen Stadt offenbart, die vor dem Bahnhof vorbeibraust. Wie sie neben ihm im Wagen sitzt, plaudert sie lustig los »Papa hat gesagt, Onkel Christian habe das Zeug dazu, ihr mal zu zeigen, wie Großstadtluft wehe. Du. und wenn ich nicht gehorche, soll ich neben vielen herzlichen Grüßen bestellen, tue mir eine Tracht Prügel mal ganz gut, denn Du verträtest doch die vier Wochen Vaterstelle an mir.« Christian muß jetzt auch lachen. »Na das wird sich so eine iunge Dame aber schön vorbieten.« »Sag nicht immer Dame zu mir, sag lieber wie Papa, dummer Fratz«. »Na srhön — aber nur einmal, dummer Fratz«. Dnbei streicht er leise über ihre schmale, zarte Hand. Unbekümmert laßt sie itirp Hnnd zwischen seinen Fingern. »Wf^'Rt Du Onkel Christian, so wie Du ausschaust, so müßte später mein Mann aussehen, vorausgesetzt, daß er mich überhaupt will. Weißt Du, alles an Dir ist so, wie Mädels sich Männer träumen. Du das hab Ich Papa auch gesagt. Ach weißt Du ich habe mich ja so auf alles gefreut. Auf die Reise. Auf die Stadt. Auf Dich, On kel Christian. Im Osten kam schon der Morgen, als Christian an diesem Tag Jn einen unruhigen Schlaf fand. Er wußte nicht was ihm geschehen. Und doch spürte er es: Bea-trice! War denn das überhaupt möglich? Was er im ersten Moment da auf dem Bahnsteig nicht fassen konnte? Die Tochter seines Freundes? Er mußte sich das ausreden. Er mußte gegen den Sturm des Herzens kämpfen. Er war für Beatrice Onkel Christian, der Mann, von dem sie meinte, so müsse einmal der ausschauen, den sie lieben wolle. Die erste Woche war wie im Flug vergangen. Beatrice, konnte nicht satt werden an all dem, was die Stadt bot und er ihr zeigte. »Onkel Christian ist goldig, von dem solltest Du Dir einmal eine Scheibe abschneiden«, hat sie gestern beimgeschricben, wie sie auf der Terrasse des Flughafenrestaurants saßen, nachdem sie eben einen Rundflug Uber die Stadt gemacht hatten. Der leise Malwind spielt sanft in ihrem HamVranl&tilen Im Jahre 1926 entdeckte der bekannte Münchner Universitätsprofessor Dr. Tira-la, daß der erhöhte Blutdruck auf regelmäßiges Tiefatmen absinkt, und daß man auf diese Weise die Blutdruckkrankheit durch ein einfaches und in der Hand des Arztes unschädliches Mittel heilen kann. Viele Kranke, die oft lange Jahre hindurch große Mengen von Medizin eingenommen hatten, konnten a.uf diese Welse der Heiltung zugeführt werden. Sogar bei Patienten, die bereits schwere Schädigungen und Veränderungen an Organen aufwiesen, ist es ihm gelungen, durch regelmäßige und richtige Tiefatmungsübungen beste Erfolge zu erzielen, die sehr oft geradezu verblüffend waren. Prof. Tirala hat seine Forschungen auf diesem Gebiet fortgesetzt. Auf Orund von eingehenden Untersuchungen und Beobachtungen, die er in den letzten 5 Jahren durchgeführt hat, erbringt er nunmehr den Nachweis, daß die Tiefatemübungen nicht nur cken »hohen Blutdruck« heilen, sondern daß sie auch die Heilung einer Reihe wichtiger Herzkrankheiten außerordentlich günstig beeinflussen. Seine neuen Erkenntnisse hat er in seiner soeben in neuer, erweiterter Auflage erschienenen Broschüre »Heilung der Blut druckkrankheiten sowie einiger wichtiger Herzkrankhelten durch Atemübungen«, Breidenstein Verlagsgesellschaft, Frankfurt a. M., niedergelegt. MH dieser Atmungstheraple its ein Mittel gefunden worden, das nicht nur die Herzen der Btutdruckkranken veildeinert, sondern aiich .die Herzen, die aus anderen Gründen erweitert sind (manche Formen von ,• Klappenfehlem und Herzmuskel-schwfiche). Das ist ein wichtiger Fortschritt auf dem Gebiet der Herztherapie, denn es handelt sich nicht nur um eine bedeutende Leistungssteigerung des Patienten und das Verschwinden der subjek tiven Beschwerden wie Herzklopfen, Kurz atmigkcit, Schwächegefühl und schnelle Ermüdung, sondern vor allem um ein Kleinwörden des-Herzens, Die Ausatmungszeit, die eine Funktion der Herzkraft ist,' wird bei allen Patienten im Laufe von einigen Wochen bedeutend verlängert. Diese Steigerung der Aus atmungszeit geht mit einer erliöhten Spannkraft des Herzmuskels einher. Kran ke," die über Kopfdruck und Schwindel klagten und nicht mehr gehen konnten, alle 10 Schritte stehen bleiben mußten, um Atem zu schöpfen, berichten unbeeinflußt vc-n einer vollkommenen Veränderung ihre Zustandes. Sie finden wieder Freude am Gehen und werden wieder leistungsfähig. Das QefOhl der Kraft hängt fkoMom TMeaiet REPERTOIRE Montag, 8. Mai: Geschlossen. D^stag, 9. Mai um 20 Uhr: »Die verkaufte Braut«. Gastspiel J. Kriiaj. Mittwoch, 10. Mai: Geschlossen. Donnerstag, 11. Mai um 20 Uhr: »Hollywood«. Premiere. Ab. A. Freitag, 12. Mal um 20 Uhr: »Orohar«. Gastspiel der Mrak-Truppe. Uk-Hiha Burg-Tonkino. Pola Negri in ihrem neuesten Film »Die fromme Lüge«. — Ein gewaltiges Filmwerk, dessen packender Inhalt jedermann In seinen Bann zieht. — Ein Hohelied auf ole Mutterliebe.-- Als nächster Film wird der melodische Schlager »Donaumelodien« vorgeführt. — in Vorbereitung »Die Frauen zum goldenen Hüll«. Esplanade-Tonkino. Der herrliche Wie ner Film »Monika« mit Maria Andergast, Svetislav Petrovic und der kleinen Carmen Lahrmann, einem neuen Filmkind. Dieser reizvolle Film zeigt das wirkliche Leben wirklicher Menschen und den Kampf einer Mutter um ihr Kind. Nebst einer zu Herzen gehenden Handlung bietet der Film sehr viel Unterhaltung und geistvollen Humor. — Es folgt die große Ueberraschung, der zweite und neueste Fllmschlager »Das Glückskind« mit der bezaubernden jungen Künstlerin Deanna Durbin. Unk>n-Tonkino. Bis einschließlich Dienstag »Wie Wölfe der Spionage«, der größte Spionagefilm nach Robert Dumas. Eine spannende Begebenheit aus der geheimnisvollen Welt der Spionage. In der Hauptrolle Jules Berry. 3lpotl>eltnna(TitMent Bis Freitag, den 12. d. versehen die Mohren-Apotheke (Mag. pharm. Maver) in der Gosposka uHca 12, Tel. 28-12, und die Schutzengel-Apotheke (Mag. pharm. Vaupot) in der Aleksandrova cesta 33. Tel. 22-13, den Nachtdienst. Dienstag, 9. Mal. Ljubijana, 11 Schulfunk: Das Leben im Sanntal. 12 PI. 13.20 Volkslieder. 18 Frl. Zupan singt Volkslieder. 18.40 Vortrag. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 PI. 20.20 Hörspiel. — Beograd, 18,20 Vokalkonzert. 19.30 Nationalvortrag. 20 PI. 20.30 Moderne jugoslaw. Musik. — Pragf 16 Koni zert. 18.10 PI. 19.20 RO. 20 Dvofak-Mu-sik. — Rom, 19.25 PI. 21 »Wilhelm Teil«, Oper von Rossini. — Mailand, 19.20 PI. 21 Sinfoniekonzert. — Paris, 18.05 Vokal konzert. 19.30 PI. 20.10 Bunte Musik. — Sofia, 17.30 Leichte Musik. 19.30 RO. 20 Gesang. — Strasbourg, 19.30 Chopin-Musik. 20.30 Bunter Abend. — Budapest, 19.25 Zigeunermusik. 20.40 Hörspiel. — Beromänster, 18 Kammermusik. 18.55 LIe der von Grieg. 20.10 Konzert. — Wien, 16 Konzert. 18 Gesang. 18.40 Hörspiel. 20 Volksabend. — Berlin, 18 Bunte Musik. 19 PL 20.15 Tanzabend. — Leipzig, 18.20 Frauenchor, 19 Leichte Musik. 20.10 Militärmusik. — München, 17.10 Konzert. 19 Konzert. 20.15 Hörspiel. in Wirklichkeit von der Gesundheit und der Leitsungsfähigkeit des Herzens ab. Ein ganz besonderes Feld erschließt sich aber der Atemtherapie bei denjenigen Kranken, welche an i^erzkrämpfen leiden. Bekanntlich warten diese Kranken sehr häufig zu Beginn des Anfalles in atemloser Spannung darauf, wann der An fall semen Höhepunkt erreicht und wieder abklingt. Diese atemlose Spannung muß durch die bewußte Atmung durch-brofhen werden. In einer Reihe von Fällen ist es Prof. Tirala gelungen, durch systematische Atemübungen solche Anfälle vollkommen zum Verschwinden zu bringen. Inserieren bringt Gewinn! Heller Kopf! Praktischet Sinnt \ mm SmAt» 0P Ollarl&or" toirö Su^&all-meififr üon ßolDenlen »BRATSTVO« (JESENICE) AUF EIGENEM BODEN 3 : ! (2 : 0) OESCHLAOEN. DRAMATISCHER VERLAUF DER VORLETZTEN ENTSCHEIDUNOSSCHLACHT. V r h 0 V n i k aus Ljubijana keine An erkennung. Ueberhaupt gab Schiedsrichter Vrliovnik den Stein des Anstoßes ib. was zum Schluß zu stürmischen Szen-^n Anlaß gab. »Maribor« tritt bereits am nächsten Sonntag in Maribor zum Rückspiel gegen »Bratstvo« an und wird dann zu Qualifikationsspielen um den Eintritt in dio Nationalliga von Jugoslawien starten. Der Wettlauf um die Fußballmeisterschaft von Slowenien ist auf einem dramatischen Höhepunkt angelangt. Gestern wurde in jesenice das erste Match der Endrunde zwischen »M a r i b o r« und dem dortigen »B r a t s t v o« zur Entscheidung gebracht, wobei die tüchtigen Gäste aus Maribor einen neuerlichen Bravoursieg zu feiern vermochten. Mit 3 : 1 (2:0) geschlagen, mußte der Besieger des LNP-Meisters »Cakovec« die Ueber-legenheit des Mariborer Fußbalirepräsentanten anerkennen und diesem den Sieg im Kampfe um die höc, ^te Fußballtro-phäc Sloweniens überlassen. »Maribors« Sieg hat in der gesamten sportlichen wie auch in der übrigen Oeffentlichkeit den lebhaften Widerhall gefunden, sodaß man die Weiß-Schwarze wiederum überall als das beste Fußballensemble Sloweniens lein Wagen am Platz wird ge-sucht. KoroSlca c. 1. _ 4196 Tflchtigc .Mamsell wird aufgenommen. Mitzi Kos, Tyr§e-va 12 (Oosposka 44), 4198 I bei Kranzablösen. Vergleichen und ähnlichen Anlässen der AntltoberkiihraeiiNga lo Maribor! - Spenden übernimmt aucb die »Mariborer Zeltung«, Schmerzerfüllt eegen die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dafi ihr innigstgeliebter Gatte, bxw. Bruder, Vater, Großvater und Onkel, Herr CeH losip Koodukteur i. R. Sonntag, den 7. Mai 1939 nach kurzem, schwerem Leiden im 70. Lebensjahre ^ttergeben verschieden ist. Pas Leichenbiglngnis det teuren Dahingeschiedenen findet Dienstag, den 9. Mai 1939 um 16.^ Uhr von der städt. Leichenhalle in PobreS-je nach dem evangelischen Ritus statt. Mafibor, am 8. Mai 1999. Rosa, Gattin. Josef, Albia und Hedvik, Kinder. Maria und Anna, Schwiegertöchter. Albin, Erwin, Hedvik und Ante«, Enkelkinder und aUe übrigen Verwandten. Separate Parte werden niclit ausgegeben. Schnuerzerfüllt teilen wir mit, dass unser geliebter Vater und Schwiegervater Herr Anton Trettier Notarlatsbeamter |. R. heute, Montag den 8. Mai 1939, unerwartet verschieden ist. Die Beisetzung des teuren Verblichenen findet am Mittwoeh den 10. d. M. um 15'30 (Vi4) Uhr auf dem Städtischen Friedhof in Pobrezje statt. Die hl. Seelenmesse wird am 11. d. M. um Vi 9 Uhr in der Franziakanerkirche gelesen werden. Dr. Emtl Trettier und Mnl Uhler^ Kinder, ICirl Uhler) Schwiegersohn. Maribor, Graz 8. Mai 1939. Kraplnske Toollee Altberühmte radioaktive Thermal« und Schlammbäder heilen sicher und dauernd Rheuma, Oicht, Ischias, Frau-enieiden usw. Bäder im Hause, Wienerküche, neugebautes Thermalfreibad und Schlammhalle, niedere pTcise, bedeutende Ermäßigungen während der Vor« und Nachsaison, Psuschalkuren, Anstaltsauto auf der Bahnstation ZABOK'KRAPINSKE TOPl'ICE, freie Bahni^ckfalirt usw. Verlanget Prospekte! 2825 Wenm St ftwa-lltiiirtarl- Wir suchen für die uns angeschlossenen Tages-und Wochenzeitungen geeignete Damen und Herren als dauernde Mitarbeiter für Berichterstattung. Ueferung aktueller Lokalberichte und wichtige Ereignisse, Theater- u. Modeschilderungen. sowie auch Kurzgeschichten, Reisebeschreibungen Erzählungen, Gedichte, Photoreportagen usw. zum Ausbau unseres Zeitungsdienstes. Ständiger guter Verdienst. Antwortschein beifügen. — Zuschriften an: CERCLE DE PRESSE, (Serv. 969), 10 me Pauquet. I^risl6® 4188 Wenn man GmuhäMstrtolge hat, so Ist es maiai das Inserat t Ei giiizis idin Hin Ulli? ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE Copyright 1937 by Aufwärts-Verlag, Berüa SW 68 39 drücken: Du hast dich bis Ober beide Oh- »Achim, was ist mir dir?« fragte der Stabsarzt und musterte den anderen etwas besorgt, »Du siehst nicht gut aus. Ist was los mit dir, bist du nrcht in Ordnung?« Der Hauptmann zuckte die Achseln. »Freund, man kann nicht immer wie das blühende Leben aussehen. Ich habe gestern und vorgestern Schießübung gehabt — der Ritt zu den Ständen strengt mich noch immer an.« »Komm mal heute nach dem Frühstück aufs Revier — ich will d'ch mal abhören. Mensch, mach bloß keine Sachen, du willst doch bald wieder 'raus, nicht wahr!« Der Stabsarzt wechselte seine Vor tragsmappe in die linke Hand hinüber, um die Rechte zum Abschied frei zu haben. »Du brauchst mich nicht zu untersuchen, Peter, ich bin vollkommen auf Deck. Und wenn du es ganz genau wissen willst — ich bm die letzten Nächte erst nach eins ins Bett gekommen.« Der Hauptmann lächelte ein wenig verlegen. »Ich widme mi-ch eben einem--na, du kannst es einen pädagogischen Versuch nennen, wenn du willst.« »Was heißt das?« »Ich bemühe mich, einem Menschen zu helfen, der es nöt*g hat, dem man im Sinne Pcstalozz's die Freiheit der moralischen Selbstbestimmung wiedergeben muß. Kurz und gut — ich bi'n die letzten Abende nach dem Theater noch mit Sascha Korinska zusammen gewesen.« »So, so«, sagte der Stabsarzt und runzelte d''C Brauen. »Ein pädagogischer Ver such — sehr hübsch gesagt. Ich würde den ganzen Tatbestand viel einfacher aus ren in diese polnische Schauspielerin verliebt, nicht wahr?« »Peter . . .f« Achim Stein wollte aufbrausen, besann sich dann aber und fuhr ruhrg fort: »Ich sage dir, daß die Korinska mich braucht, der ihr ein bißchen den Glauben an Gott und die Welt wiederschenkt — und ich finde es nicht sehr — nicht sehr taktvoll von dir, mir hier auf den Kopf zuzusagen, es wäre alles nur eine erotische Angelegenhei»t. Du dürftest mich allmählich etwas besser kennen, Peter.« Doktor Birk lenkte ein. »Ich wollte dich nicht kränken. Aber ich ftlrchte, Achim — — na, lassen wir das. Unsere Freundschaft hast du also zugunsten deines pädagogischen Versuchs auf zufällige Zusammentreffen auf Korridoren und so wei ter eingeschränkt, was?« »Rede keinen Unsnin. Wir sind heute abend nach dem Kasino zusammen, nicht wahr?« »Ist die Koritiska heute nicht frei?« »Nein — Spätprobe .. .« »Ach so, dann verstehe ich!« sagte der Stabsarzt ironisch, »Also bis heute abend.« — Wieder ein paar Tage später: Der Major hatte gerade mif dem Oberzahlmeister die fälligen Fragen durchgesprochen und die -vorgelegten Schriftsachen unterzeichnet. Nun saß er einen Augenblick still in seinem Stuhl und senkte den Blick untätig auf die Schreibtischplatte. Er hatte die letzte Nacht einen sehr heftigen Anfall sei nes Leidens gehabt, der mehrere Stunden dauerte. Nur unter Aufbietung aller Ener- gie war es ihm am Morgen möglich gewesen, zum Dienst zu gehen. Auch jetzt quälte i'hn noch ein dumpfes Druckgefühl in der linken Brustselte — er wußte, es war nur eine Frage der Zelt, daß es plötz lieh mit ihm zu Ende sein würde. Da erschien die Ordonnanz in der Tür. »Herr Hauptmann Stein wünscht Herrn Major zu sprechen.« Der Major richtete sich in seinem Stuhl auf und nahm Haltung an. Sein Luiden war eine Privatangelegenheit, die nicht In den Dienst hineinspielen durfte. »Ich lasse bitten . . .« Der Hauptmann Achim Stein schien ein wenig erregt zu sein. Sein schmales, kluges Gesicht war gerötet, seine Augen suchten erst einen Stützpunkt an dem Feldhermbild über dem Stuhl des Major«, ehe er sein Anliegen vorbrachte, »Ich möchte Herrn Majw gehorsamst melden, daß Ich mich verlobt habe und am Ende des Monats zu heiraten gedenke.« »So, mein lieber Herr Stein — na, da nehmen Sie bktte meinen herzlichen Qlttck wünsch entgegen. Sie und Ihr Fräulein Braut haben Mut, jetzt in unserer großen, aber schweren Zeit an einen solchen Schritt zu denken. Sie wollen natürlich auch Urlaub beantragen, nicht wahr?« »Jawohl, Herr Major. Aber Ich möchte — ich fühle mich verpflichtet, Herrn Major mitzuteilen, daß meine Braut polnischer Herkunft ist, Deutschpolln aus der Gegend von Thorn, Herr Major. Ich bin mir klar darüber, daß dieser mein Entschluß vielleicht im Kameradenkreise auf — auf starkes Befremden stoßen wird. — Es handelt sich um die Schauspielerin Sascha Korinska.« Der Major sagte wieder: »So ,..«, diesmal aber sehr langgezogen und nachdenk lieh. »Bitte, wollen Sie nicht einen Augenblick Platz nehmen, Herr Hauptmann, ja, Fräulein Sascha Korinska — so. Eine begabte Künstlerin zweifellos.« Er nahm ge- dankenlos einen Federhalter von der Schreibschale und drehte ihn ein paarmal zwischen den Fingern hin und her. »Ich darf natürlich voraussetzen, daß Ihr Fräulein Braut allen politischen Bestrebungen, die jetzt in Polen im Gange sind, fernsteht, nicht war?« »Selbstverständlich, Herr Major, meine Braut ist Im Denken und Fühlen deutsch wie Ich.« — Allerdings stieß Hauptmann Steins Ent Schluß im Kreise seiner Kameraden auf heftiges Befremden, wie er es vorausgesehen hatte. Doch gab man sich Mühe, ihn das nicht merken zu lassen, da Major von Passarge und sein Freund, der Stabsarzt, besonders herzlich für ihn eintraten. Doktor Birk sah den Hauptmann in dieser Zeit sehr selten, und auch in'den Stun den, die sie miteinander verbrachten, stand die Frau irgendwie zwischen ihnen. So atmete Achim Stein auf, als die War tefrist verstrichen war und er seinen Hochzeltsurlaub antreten konnte. Sie ließen sich fern von Berlin, irgendwo unten in Suddeutschland, trauen. Der Stabsarzt erhielt von dem Freunde und seiner jungen Frau eine jubelnde Postkarte aus dem Schwarzwald: »Wir sind sehr glücklich!« Acht Tage nach Ablauf seines Flitterwochen-Urlaubs meldete sich der Hauptmann bei seinem Kommandeur mit dem Ersuchen, wieder an die Front gehen zu dürfen. Sein Wunsch traf sich mit dem im mer dringlicher wendenden Bedürfnis der Feldtruppe nach Auffüllung ihrer gelichteten Reihen. Aber dennoch konnte der Major sein Erstaunen nicht ganz verbergen: »Na, Sie junger Ehemann — schon wieder Sehnsucht nach dem Schützengraben?« Der Hauptmann sah seinen Vorgesetzten offen an: »Herr Major, ich habe eine wunderschöne Zeit verlebt — gerade darum hätte ich ein schlechtes Gewissen, jetzt noch länger in der Heimat zu bleiben, wo draußen jed. Mann notwendig Ist Ciicfredaltleur und für die Hedakliou verantwortlich: imo KASPER. - Druck der „Marlborska üskarna" In Maribor. - veraotworllich Direklor STANK.0 ÜIÜTELA, — Beide wobnhall in Morlbor. Für den Herausgeber und dcu Druck