LaibllcherMMtllng. Nr 28U. Plan» merationSpleis: Im Comptoir ganzj. st. Il, > ,,0, Donnerstog, lä. December Vnferli°!!tlgebühr bi» IU Zeilen : 1m»l U0ll., üm.ttU ll., ^m. i fl.; sonst pr. Zeile lm. u Hccrc^crfordcruissc für die Jahre IK6H und 1 !-!<)'.) beanspruchten Nachtragöcredite die Allerhöchste Sanction zu ertheilen geruht: Beschluß. Dem gemeinsamen Kriegsministcrium wird auf Abschlag der für die Jahre l^6A und 186'.» zum Erfordernisse oeö Heeres angesprochenen Nachtragscreditc eine Summe von vier Millionen bewilligt, welche von den Finanzministerien der beiden Ncichshälftcn nach dcu bestehenden gesetzlichen Normen zu bedecken ist. Den vorstehenden Beschluß, welchen die von Mir für dcn 24. November d. I. nach Pest einberufene rcichS-räthlichc Delegation und die vom ungarischen Reichstage z»r verhandln»,-!, der gemeinsamen Angelegenheiten entsendete Delegation in Betreff der Bedeckung der für die ^ahrc 18l'»k' „„h l^l'.l» zum Erfordernisse dcS Heeres beanspruchten Nachtragöcrcditc gefaßt haben und welcher Mir durch Mein gemeinsames Ministerium unterbreitet wurde, finde Ich in Gcmäßhcit der Gesetze vom 21. und 2'l. December l^<»7 zu gcnchmigcu und zu bestätigen. Ofen, am 10. December 1870. /ran.; Joseph in. p. Beust m. p. B. Kulii', FML,, m. i>. LttNyay, m. ^. Der ^ustizmmistcr hat dem Czcrnowitzer Laudes-gcricht«3rathc Franz Hausser die angesuchtc Ueber-sctzuug iu gleicher Eigenschaft zum Landesgerichlc in Lcu,-bcrg bewilligt und den ObcrstaatSanwaltS-Stelwcrtrctcr und Titular-LandesgericlMath Karl Lidl in Lemberg zum LandesgeriäMathe beim Lcmberger Landesgcrichte ernannt. Der Iustizulinister hat den Bezirtörichter Johann Splawinsti in Ehrzanow und den Oberstaatsanwalts-Stcllvertrctcr Johann Danccki in Kratau zu Landcs-acrichtelräthcu, ersteren für das Kreiögcricht in Tarnow und letzteren für das Kreisgcricht iu NzeSzow ernannt. Nichtamtlicher Theil. Politische Uebersicht. z»»,ibach, 14. Dccembcr. Ueber dic Sttlluna dcr neulralcn Mächte »»d ins besondere das Vc, ljaltt,, Oesterreichs i,em deutsch-französischen Kriege gegenüber schreilit „Warr. Con." - In einem Thcilc dcr Presse wird jetzt mannigfach dcr Gedanke ausgcsprochcl,, daß cs Aufgabe der „cu->>a!c» Mächte fti, anacsichls der lctzlcn EreiMsse. ins. b'soüdcrc bci der provisonjchm Rcaicrniia Frankreichs lur bas ^ustaudckommen des Friedens zu willen, und '"an läßt" dabei direclc oder indirccte den Vorwurf cin. fl'^szcn, cö sci in dieser Richtung namentlich dadurch vicl versäum» worden, daß man sich mit sciull, Vorstel. lu»acn ungleich cindringlichcr nach Berlin, als „ach Toilrs acwandl habe. Insoferne dieser Vorwurs gcgen d'c Lcitnng der österreichisch-ungarischen Polilit gerichtet 'st, wird er laum alS ein irgendwie bcaründeter a„ge' stt,c„ wcrdc» könncn; da« Nolljbuch le^t llareS Zeugniß dasnr nb, daß Gras Vcnst ftiuc Aufgabeu m dicscr ^ichluug durchaus uicht emscilia erfaßt hat. Wie die diplomnlischc Situation dcr nculralen Mächte beschaffen war, zcigl am bcslcn dic Depesche, welche der Reichs lanzler a>, dcn Grafen Wimpffcn am 13. October d, I. Ncrichlct. E^ heißt daselbst: ..Ich ">"ß ^w- Excellenz ausfordclll. offen unscr Bedauern darüber anSzusprechcn. daß um, Seite der lönialich preußischen Nrgicrung dao t»>schiedc„stc Bestreben sich tundaibt, jcdc versöhnliche Einwirkuus! dritter Machte fernzuhalten, gleich. a!S ob "n uorhinein besorgt wcrden müßlc, mau wcrde Prcu-ßl" znmnlhcn, DenlschlandS edles Blut unisonst vcr-yossln zu habcn, und malt wcrdc sich der vielleicht wenig dantlüncu, aber darum nicht minder lolwendcu Aufgabe ^'ziehen, dem Besieglcn die Annahme harter Vcdin-8""gcn durch Schonung feiner Gefühle zu erleichtern. Jenes Bestreben kann nicht das Mittel sein. daS Uebermaß von Gräuclu abznwcndcu. welches Preußen aus Rücksichten dcr Mcnschlichl.it dem Feinde ersparen zu tonnen wünscht. Um „ich! die Sttafc der Fehler der gestürzten Regierung tragen zu müssen, sind die republi-canischc» Machthaber in Frans»eich zu dcu äußersten Entschlüssen geneigt — es lann nicht daS M'llel sein. sie hievon zurückzubringen, daß man außer dem Macht-gebotc des Siegers leine andere Stimme zu ihnen sprechen läßt." Die Stelle bedarf leincö EommentarS. Es ist für eine dritte Macht nicht leichl. :,cm Besiegten die Noth. wendigleit harter Opfer bc^rciflich zu machen, wenn der Weg einer Verständigung mit dem Sieger über den Umfang dieser Opfer n. f. f. wenn nicht geradezu verschlossen, doch wenigstens lciueswcgs geebnet ist. In allen diplomatischen Zwischciisällci,, wie beispielsweise gegenüber den, englischen Vorschlage zur Anbahnung eines Waffenstillstandes. Hal sich übriacns Ocstcrreich-Uliacnn jedesmal gleichzeitig nach Berlin und Tours gewandt. (Vergleiche nebcn vielen andcrcn Rolhbnch IV., Nr. 35.) Dcr „Presse" wird ans Berlin, 12. December, lclcgrapliirt; Die Kaiser-Krönung wird in Berlin stattfinden. Das kaiserliche RcichSwappen wird daS Wappen der Hohenzollcrn im eiülöpfiljcn Reichsadler darstellen. Die preußischen Behörden behalten das Prä dicat königlich, nur die Hofämtcr nehmen das Prädicat kaiserlich-königlich au. Die Unterhaudluugcu wcgeu ^ u^embu rg nehmen eine friedliche und für die eventuelle preußische Erwerbung günstige Wendung. Die holländische Regierung beantwortete Bismarck's Schreiben wegen der Neutra-lilätS-VcrlctzlMy theils entschuldigend, theils die Beschul» oiaunaen abweisend. Der französische Vice-Eousul in Vuxcmburg sci wegen der Weiterbeförderung der flüchti' acn französischen Gcfa»lje„ci! cuergisch aufgefordert, die Neutralität zu rcspcciiren. Man glaubt in Berlin, daß die Annexion von Luremburg, und zwar auf fiiedlichcm Wear zu Slandc kommen wird. Dic „Presse" fchicibl darüber: ^ufemburg war bereits cinmal von seilicm Souverän zoni Vcilanfc ansgcbotcu und sollte betuliutlich von Franlreich crwor< ben wcrdcu. Jetzt liegt für das Berliner Cabinet der Gldankc nahe, dieses Kaus^lschäft mit Gcldcrn aus dcr französische!! KricgScolscbädignng für sich zu machcn und dieser Gldankc wird anch von den nculralcu Siguatair-mächten dcS sondoucr Prl'lotollcs oon 1867 nicht ge^ rade mit unaünstigcn Au^zc,' betrachtet. Man glaubt, an Luxemburg ein Eompexsaliouö Object zu habeu, desfei, Einverleibung Dculschlünd z» eincr Hcrabminderung seiner Gebielsfordcrnugcn gcgcliübcr Fiant,eich bestimmen könnte. Das Eoluil^ l-cr italienischen Kammer hat den crstcn Artikel dcS GlsctzcutwU'fcS bet'sffcnd Vrilegnna dcr Hauptstadt nach Nou, mit drm Am^uocmcut, daß die Verlegung bis AI. März 1871 zo b.wcrksltlliakn sei, angenommen. Der auf den 29. November fallende Jahrestag des polnischen N o vember-A u fst a nd e« von 1830 ist auch in diesem Jahre von im Auslande lebenden Polen vielfach zu politischen Kundgebungen benutzt worden. Die polnische akademische Jugend in Berlin widmete den Crinnerungslag der Verherrlichung dcS russischen Panslavismus. In dcr zur Feier des Tages ver« anstaltelen Fcstvcrsammlung sehlc nämlich der kt,u<1. ^jur. BroriSz auseinander, daß die Aussichten dcr Polen auf Wiedererringung ihrer politischen Unabhängigkeit gering seien, und daß ihnen nur die Wahl bleibe, sich an den PangermanismuS oder an den russischen PanslavismuS anzuschließen. Der jugendliche Redner empfahl dringend die letztere Alternative, ohne daß aus der Mitte der Studircnden ein Widerspruch dagegen rrboben wurde. Zu dem enlgegengesctzlcn Resultate fühittn dic Discussio-nen dcr polnischen Emigraulcn in London. Sämmtliche Redner betonten die Nothwendigkeit eines Kampfes auf Tod und ^cbcn gegen Rußland, daS nicht blos dcr Erbfeind Polens, sor.dcrn ganz Europa's sei. Die zahlreich besuchte Versammlung faßte hierauf folgende Resolution: „1. Die Versammlung, die von dem Wunlche nach der Wiederherstellung Polens in den Grenzen von 1772 beseelt ist und die gegenwärtige politische ?age Europa's dcr Erreichung dieses Zieles für günstig hält, begrüßt mit dem Gcfühl dcr Freude die Aufnahme der oricutalijchen Frage, die nur durch die Wicdcrrichtung Po-lcnö ihrc definitive Lösung finden kann, 2. Die Versammlung betrachtet die Formirung einer polnischen Legion in London, deren uumillelbare Bestimmung die Ostseelüsten sein würden, als eine Garantie der Wicderrichlung Polens seitens Englands, erachtet es aber für unerläß' lich, daß über die Bedingungen der Betheiligung dieser Legion an den Kriegsopcralioncn zwischen der NtKie-rung von Großbritannien und Bevollmächtigten der Emigration ein förmlicher Vertrag abgeschlossen werde, .^. Die Versammlung fordert die polnische Emigration in England zur Wahl einer Repräsentativ- und Efecn' tiubchörde auf, der die weilcrcu Maßnahmen in ditser Angelegenheit übertragen werden." Wandelvereine. Die ,.W. Abdpst." vom 13. d. M. schreibt: Ein hiesiges Blatt erhebt heule eine Reihe lebhafter Vorwürfe gegen die Regierung darüber, daß dieselbe eine vom liberalen politischen Verein für Ober-Oesterreich nach Ischl ausgeschriebene Vereinsverjammlung untersagt habe, und glaubt hierin eine tendenziöse Maßregelung erblicken zu sollen. Das Unberechtigte dieser Ve> hauplung ergibt sich schon aus der Thatsache, daß von Seite der Regierung ein gleichmäßiger, den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen entsprechender Vorgang gegenüber allen Vereinen ohne Rücksicht auf deren politische Tendenz beobachtet wurde. Wir heben diesfalls nur hervor, daß bereits unter dem 16. Juni 1869 die katholischen Filialvereine zu Absamst und Imst (Tirol) und vor wenigen Tagen erst der katholische Vollsverein für daS Viertel O. N. W. von demselben Verbote wie dcr liberale politische Verein für Ober - Oesterreich betrossen wurden. Zur Sache selbst brachte „Wülrens' Currespondenz' folgende, wie uns scheint, recht zutreffende Bemeilungen, indem sie schreibt: „Der Begriff von Wandcroereine», welche ihren Sitz bald da, bald dort aufschlagen, bald an dem einen, bald an dem anderen Orte VcreinSverfammlungen ab-hallen, ist dem Vereinsaesetzc völlig fremd. Nach diesem Gesetze muß dcr Sitz des Vereines, d. i. der Ort seiner ThäligleilSausübung, in dem Vereinsstalut genau be» zeichnet sein; die Eonstituirung des Vereines, sein Vor» stand so wie dic jedesmalige VercinSversammlung müssen, und zwar letzlere unter Angabc von Zeit und Ort, der landesfürstlichen BeHürde angezeigt werden. Politische Vereine haben diesen Behörden auch ihre sämmtlichen Mitglieder namhaft zu machen und jährlich einen AuS< weis über die Mitgliederzahl vorzulegen. Alle dicsc Bestimmungen haben den Zweck, die Ausübung des staatlichen AuffichtsrechteS möglich zu machen, welches aber nicht geübt werden lann, wenn die Behörden von der Existenz, von den Statuten, von ocm Zwecke und den Mitteln fo wie vom Vorstande des Vereine« u, f. w. leine oder nicht vollständige Kenntniß haben. Dicfer Fall lritt aber jedesmal ein, wenn der Verein außerhalb seines statutenmäßigen Sitzes seine Thäligleil ausübt, Versammlungen veranstaltet u. s. v. Diese Gründe hatten die Regierung schon im I,mi 1869 zu dem principiellen Ausspruch veranlaßt, daß die Abhaltung von VercinSvcrsammlungen außerhalb de« statutenmäßigen Vereinesihes gesetzlich nicht glslatlet sei. Diefc Entscheidung ist auch in letzter Zeit sowohl gegen Vereine, die einen clericalen, wie gegen solche, die einen polilisch'liberalen Eharaller haben, zur Ausführung ge» bracht worden. Es handelt sich hiebei nicht um eine administrative Maßregelung oder willkürliche Beschränkung des Ver« tinsrechtes, sondern um eine genaue, von laxrr Oberflächlichkeit wie von tendenziöser Strenge gleich weit entfernte Ausübung des Gefetzcs, das, indem es die Anzeige der VereinSversammlungen an die Behörde des Vcreinssitzes vorschreibt, gleichzeitig die Abhaltung von solchen Versammlungen außerhalb des Vereinssitzcs au«» schließt." Wir möchten dem nur beifügen, daß die aulhenti« sche Interpretation der Gesetze seitens der Cxecutivbe-hörden naturgemäß erst aus der praktischen Handhabung derselben resülliren und erst dann Platzgreifen lcmn. wenn vorkommende Fäll: den Anlaß zu einer solchen bieten. Parlamentarisches. lBudgetausschuß der ö st err. Delegation.) Sitzung am N. December. Vorsitzender: Fürst Iablonowsti. Von Seite der Regierung anwesend: Se. Excellenz Reichstriegsminister Freiherr v. Kühn, Sectionschef Früh, 2002 Oberst Köveß, General-Auditor Leitzendorf, Oberinten-' dant Neuhauser. Intendant Winter, Oberst Tunller,! Oberstlieutenant v. Horst, Major Mittler, Oberrech«! nungsrath Hruby. Schriftführer: Graf Falkenhayn. Beginn der Sitzung 11 Uhr 15 Min. Vormittags. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und genehmigt. Es wird zur Tagesordnung übergegangen. ! Berichterstatter Dr. Nechbauer referirt über Titel 4, „Militärfuhrwesen." Derselbe beantragt statt der in der Regierungsvorlage geforderten 271.797 fl. 208.309 fl. zu bewilligen. An der Debatte bctheiligten sich für die Regierung der Neichskriegsministcr Freiherr v. Kühn, Oberst Köucß, von den Delcgirten Dr. Sturm, Dr. Dcmel und Dr. v. Figuly, bei deren Schluß Dr. v. Grocholsti den Antrag stellt, den Titel 4 mit 250000 fl. rund in das Budget einzustellen. Der Berichterstatter vertheidigt seinen Antrag und hält ihn aufrecht. Deleg. Dr. u. Grocholski zieht seinen Antrag zurück, der vom Deleg. Grafen Wickcnuurg aufgenommen wird. i Bei der hierauf erfolgenden Abstimmung wird die Re- ^ gierungsposition abgelehnt, der Antrag des Delcg. Grafen ^ Wickcnburg auf 250.000 fl. angenommen. ! Es rcferirt sodann Dr. v. Figuly über Titel 1,^ Post 13, und beantragt die Einstellung der Summe von ^ 44.640 st. nach der Regierungsvorlage ohne jeden Abstrich. Dieser Antrag wird angenommen. ^ Dr. v. Figuly refcrirt weiter über Titel 6, „Ver< i pflegemagazine," Post 72 und 73. ! Nach einigt» Fragen an dic Ncgierungsvertreter, welchc Obcrintendant Ncuhauser bcaiitwoltct, stellt der Rcfercnt den Antrag, statt der Snmmc von 545.008 Gulden den Betrag von 475 000 fi. ins Budget einzustellen, An der Debatte über diescn Antrag bethei« ligcn sich die Deleg, Dr. van der Straß, Dr. Stnrm, Dr. AanhanS und Baron Pascolini und es werden durch den Neichskriegsministtr und den Obcrintendauten Neuhauscr die gewünschten Auskläru«'cmg h^t ihre oollsle Wahrung gcfuudcn, aber nichlsdestoweniger dürste es Sie »nteressnen, den Standpunkt des böhmischen ^andcsschulralhcs ,n dieser Angelegenheit l.,men zu lcr-,itn. Bekanntlich hat sich die Narolincnlhaler Gemeinde das Recht angemaßt, das Schulgebäudc zu verpachten, um hiednrch die Intentionen der Rcssii'runss lahm zu legen und den Bchuluntc, richt zu verhindern. Ucbcr diesc Pachtgcschichte werden sich die Herren „Pächter" »or dem Strafgerichte zu verantworten haben, nnd der Landes» schnlralh äußert sich hierüber mit Erlaß vom 5. d. M. folgendermaßen: „Es ist in letzter Zeit vielfach der Irrlhnm vcr< breite! worden, daß in Folge der nenen Schulgesetze die Schnlqcbändc nnn der Gcincin^ i» das Eigenthum des Schulbczirkes übergegangen seien. Der k. k. Landesschuliath sieht sich hiednrch veranlaßt, nachstehende Ausllmnng zur nlliirmeimu 5lcnnt< niß ^u bringen. Nach tz 377 der vuülisckcn Schlilvcrsassuilg ware!> die Schnlhänfrr nicht c>!4 Gcmeindcgul, sondern c>lo Gemeingut anzusehen, nnd sland dawr ?williP>üq d>.r Schnlbchör^en veräußert oder verpfändet werden. ! Än diesem Vcrhällniss^ ist durch die neuen Schul« gcsctze nicfts geändert worden. 'Das Schnsgcbäudc ist kcinc^ wlgs in das Cicicnllium des Schulbcziites übergegangen, es ist anck jetzt Gi'mciü^lt nnd bleibt dem heiligen Zwccke gewidmet, dnß die Nmdcr der betreffenden Ge^ mcindr darin zu leligiössiltüchcn Nlcnscl'en erzogen wcr dcn. Die einziqe Aenderung bcslcht darin, daß jetzt nicht mchr die Gcmcindc, sondern dcr Schulbcznl für ^ die Instandhaltung der öffentlichen Scliulgebäude zu ^ sorgen und die Kosten hiefür ;u tragen hat. ! Es ist daher gesetzwidrig und szrafwürdiq, wenn in ! letzter Zeit von einer Gcmcii,de der Vcrsuch ycmacht ! worden, daS Schulncbäude zu verpachten, um es nicht ^in die Verwaltung dcs Sclmlbczi'lS übergehen zulassen. ^Eiu solcher Pachtvertrag ware auch nach den früheren Schulgesetzen, so lange dic Schule noch eine Gemeinde-! anstall war. ungiltig gewesen und würden sich Gemeinde ^ und Pächter d^r schwersten Verantwortung ausgesetzt !haben. Der l. l. Landesschul, uh setzt voraus, daß jener ! Fall vereinzelt bleiben nnd dic Gemeinden selbst cm-! pfinden werden, daß eS ^ewisiculos ist, den eigenen Kin-! dern den Schulunterricht cnlz^hcu und fie der Unwisscu« hcit und Verwahrlosung preisgeben zu wollen. Die ! Scbulbehördcn werden übrigens jcdcm derartigen Vcr« snche mit aller Entschicdel,heil entgegentreten und wird nicht nnr gegen eine solche Gemeinde mit dcn slrcnasten Maßregeln der politischen Executive vorsangen, sundern auch Jeder, der sich einen thatsächlichen Eingriff in das Eigcnthumsrecht der Schnle erlaubt, sofort zur strafgcrichllichen Untersuchung gezogen werden." Kriegschronik. Ueber den großen Ausfall unter Ducrots Führung gcgen die Linien der Sachfcn und Würt-temberger liegen gegenwärtig ausführliche Gerichte dcr diesseitigen Corrcsftondcnten im Hauplqnartier dcs Kronprinzen von Sachsen vor. nach dcncn sich der Zusammenhang der Ereignisse folgendermaßen gestaltet: „Am Morgen des 30. November befanden sich die Sachsen in Schlachtordnung, die Forts unterhielten ein gewaltiges Feuer und dcr Kronprinz von Sachsen bewerkstelligte die VerlcaMg seines Haupiquartiers von Le Vert Galant nach Champs. Schon gegen halo 8 Uhr Morgens sah man französische Truppen, Infanterie, Cavallcric und Artillerie, von der Abdachung bei Furt Nog>'nt heranmarschircn, wühlend andere, dic während dcr Nacht die Marne üb^rsckvitttn hatten, von Gcunc-vitzrcs auf Champigny vordiangen. Sobald man das Anrücken dcr letztern bciucill>.', wnrdcn Anstalten znm Empfange dcrsclben getroffen. Inzwischen entwickelten sich immer neue Massen von der Richtnng des Forts her. bis drei Corps in dcr Ställe von 50.000 bis 60.000 Mann, soweit sich aus der Fene die Zah! üb,'rschlaclen licß, unter den Werkm sichtbar waren. Al? dieselben auf das Plateau hinabstiegen, erhoben Fort Charcnton, Nogenl, NoslN) und dic mächtigen Älütc-ricn, wclckc kürzlich vor Fort Avron gebaut worden, eine fürchterliche Kanonade gcgc» die Vo>Posten dcr Württeinbcrgcr und Sachsen, besonders anch auf die Dorfer Ehampigny, Villiers und Noify-lc-Orand. Dcr letztgenannte Pnntt bildet den äußersten Posten dc' Sachscn «cgcn südoslen. Zuerst hatten die Vorposten allein dcn ganzen Stoß dcs Angriffs ansznlialtcn, allein ehe es Mitlag geworden, waren drei Regimenter Sachsen, das 104., 10li. und 107., unter General v. Rcitzcn-slein ans dem Platze. Dic sachsen zählten im gan-zcn 11.000. dic Württemberg r 7000 Mann, Der Vo> marsch der Franzosen h>Ut>: noch nicht lange gedauert, als cs klar wnrdc, daß es zunächst auf dic obcnqcnann-d dic dcntschcn Trnppcu brachen hervor auf das Plateau, um dcn bcabsichtiqtcn Angriff zurückzuschlagen. Nun rrfolqte abcr von No^nt nnd Mont Avron ein mörderisches Krcnzfencr. Hoch in die Lnft fuhren dic Granalcn, welche cs buchstäblich ans dcn Forts und dcn Battcricn hcruorhagcllc. Wic glühende Komctcn schussen sie durch die Atmosphäre, und fielen in Schauern unter die deutschen Truftftcn, Tod nud Verderben vc>breitend, wo sie niederfielen. Dic Sachscn fochten wacker. Auf Schritt und Tritt stürzten die Officiere nieder, und die Eompagnien würben furcht» bar dccimirt Anch die Württcmbergcr thaten sick hcr< vor, und un Officicrcn waren bei ihnen dic Verluste noch größer. Schließlich wurdc von dcn Deutschen der Rückzug angetreten, und die Dinfer Champigny, Villicrs nnd ^ric fiele» dcn Franzosen iu die Hände, die bei dem Angriff bioim> cin. ,'.' cigcncn Foits zu gelangen. Im Dorfe gcstallcte sich die Sa^c anders, allein obschon man sich so nahe glssci',-nbcr stand, so kam es doch wcdcr hier noch anderswn zn eincm Zusammenstoß mit dcm Blijonnct. Nach harl-nackigem Widerstand wnrdcn dic Franzosen mit Hinterlassung vieler Gcfangcucn aus dem Oorsc hinausa/'--worfcn. Das Gefecht zog sich hinaus bis auf das fmc Feld, und dort war es, wo eine gerade dem Orlc gegenüber ausgcfahrcnc Milraillcuscn - Batterie mit äußerster Schnelligkeit arbeitete. Obcrsl Abcndroths Pferd stnrzlc, oon vicr ttngeln durchbohrt, zu Bodcn. Ein Osficicr galopirle heran, stieg ab, dcr Oberst schwang sich i" dcn Sattel, und wieder ging cs mit Hurrah dcm Fcin^ entgegen. Abcr kaum war man hundert Schrille wcilcr ^stürmt, so traf auch dicscs Thicr eine Kugel und Ro!l und Rcitcr stürzten. Obschou verletzt durch dcn Full, rafflc sich Oberst Abcndroth sofort w'cdcr auf und ricf fcincn Mannfchaflcn zu. den Frunzosen zu ^n hiutcr derselben zu Schaden. Obschon es dcn Dcnlsch^ gclungcn war, zwci Gcschützc zu erobcru, so war 5oÄ dcr Kusselregt» so entsetzlich, daß cS absolut unmöglich wurde, sie in Sicherheit zn bringen. Gcgcn 5 Uhr zosscn sich die Franzosen, mit Ausnahme dcr in Champiguh nnd Bric stehenden Truftpcn, zulück. Am Morgen dcs 1, Dcccmbcr zo^cn sich in Noisy starlc Truppcniuass'" dculschcrscils zusammen, zu dcuen das zweite Armcccovps V.'rsiälluug gcstcllt hattc. Man crwartctc ciucn ncuc« Angriff von Brie und Champiaüy her, allein der Tatt ocrging in Ruhe, und iu dcn Nachmittagsslnnden sandle man dic Masse dcr Truppen wicdcr in dic Qnarlicrc. Ain 2. December sollten dic beiden noch in den Hä»' dcn dcr Franzosen befindlichen Dörfcr wiedergenoi»-men werden, doch waren die mit dem Angriff Bedrohte zeitig bci der Hand, und gegen 4 Uhr wnrdc bcrci^ gemeldet: sie hätten in Masse nnd augenscheinlich in dcr Absicht, Villiers und Noisy zu nehmen, wicdcr dic McM'l überschritten. Dic dcntschcn Strcitträftc, wclchc zu ^^ griff und Abwehr angesammelt waren, bestanden ans dcr 24. Division, dcr crstcn Brigade Würltcmbcrgcr u»d einer ebenso wie die Division nicht ganz vollständige« Brigade vom 2. Armcecorpö unter Fransccki, im ga>'^" wohl etwas nntcr 25.000 Mann. Dic Artillerie wcn' sehr zahlreich, kam abcr nicht sehr zu nutze. 5iurz nach 7 Uhr Morgens rückte» einige Regimenter Sachscn gcgcn Bric, und obschon an diesem Punkte dic Franzosen dm'ch die nahen Flnßübergängc nnd die Eisenbahn schr bcgi'M' stigt waren, so war doch dcr Angriff dcr Sachse" l° stürmisch nnd plötzlich, daß kein Widerstand frnchtcte uno das Dorf mit ctwa 300 Gefangenen nntcr wildem Hurrah genommen wnrdc. Ungefähr nm dicsclbc Zcit eröffnete« die Württembcrger das Gefecht gcgcn EhampignY nut Schützcnscuer. Die Franzosen blieben zwar auch d>c Antwort nicht schuldig, indessen, nachdem das Treffe« f«r einige Zcit gestanden hatte, gewann dic Offensive die Oberhand, dic Franzosen wichcn nnd dic Würltcmbcrger bemächtigten sich wicdcr des Dorfcs. Sobald dic SaW' fich in Bric fcstgcsctzt hatten, sandten sie während cM' stündiqcr Pausc, dic durch ein Bombardcmcnt von ^io'll) von Scitcn dcr Forts Nogcnt, Rosny nnd Avron «uo-gefüllt wurde, ihre Gefangenen zu dcn Reserven. E^ ' indessen damit fertig waren, wnrdc Nric dcr ^cgc»' stand, auf dcm sich ein entsetzliches Fcncr dcr Mts.co ^ ccntrirtc. Unter einem Hagel von Geschossen, wtt nnr dnrch einc Combination von dircctcm nnd Vcrttca ^ fcner zn erzielen ist, war an Schutz von Noisy bis ?, dem einen Ende von Ehampigny nicht zn dcnlcn. H"«I 2063 stürzten in Trümmer, Bäume wurden zersplittert und uach allen Richtungen fielen Todte und Verwundete. Unter diesem fürchterlichen Kugelregen suchten sich einige sächsische Abtheilungen den über die Marne führenden Brücken zu nähern, während dichte Colonnen der Franzosen unter dem Schutze der Forts herooroebonchirten. In Brie wurde schließlich ei» längerer Aufenthalt unmöglich; nach fürchterlichen Verlusten räumten die Sachsen, welche so heroisch Stand gehalten, das Dorf, aus dem fie buchstäblich hinaus bombardirt wurden. Einige weitere Ver» suche zu den Ärückcn zu gelangen, srwicscn sich als vcr > neulich. Die Leute ficlcu wie das Wild bei einer Treibjagd. Weder Artillerie noch Cavallcrie tonnte auf dem. dcn Franzosen sehr günstigcn Terrain in« Gefecht gebracht werden. Die Infantcrie hatte die ganze Last deS Kampfes zu liagt», »nt» sie that ihre Pflicht in bcwun-dernSwerther Wc,sc und fügte dem Feinde große Verluste bei. Otgcn 3 Uhr höitc der Kampf auf. Franzosen uud Deutsche zogen sich zurück, die ForlS verstummten, und die Sache blicb im ganzen wie sie gewesen, indem die Franzosen Champigny gröhtentheils wieder in ihrer Gewalt hatten. Die iicsjähchln Dltailausnahmcn >cr gcolo-Wien Neichsanstalt schlössen sich an jene deS vorigen Jahres theils in der Milllärgrcl!^, lhcil^ im nordöstlichen Theile von Tirol an. Al'geschcn von dcn für die Arbeiten im Felde ganz ungewöhnlich ungünstigen Witlcrungsucrhältnissen deS Sommcrs wurdcn dicsclbcn durch die im Aufnahmctcr-rain selbst erfolgte Eilrantliüg der Herren Vcrgrath D. Stur und ^r. ^l. ^ieuluayr wesentlich bccinlrächtigt; doch ^clang cO, dic vorgesetzte Ausgabe wenigstens der Hauptsache naäi dnrckznfuhlc». In der Milillirgreli^c waren ziuci Scctioncn lha» lig, die eine >m Osten, Chcfgeologc Acrgrath Focltcrlc, Scctionsgcologc Herr Dr. Tietzc, denen sich Herr Nu> dolf Hlyd angcschlosstn hatte, die andcrc im Westen, Chcfgcalogc Hc»r Gcrgralh Slur, Scction^cologen die Herren H. Wolf und it. Paul. Dieselben vollendeten dic Ausnahme ans der Uü'gcbung von Svinitza an der Donan nach Westen bis in jene von Brod, also der Gcbictc des Serbisch-Anuater uud des Dculsch-Bana-tcr Grenzregiinentes, dcs Tilclcr Bataillons, des Pctcr-wardeincr und deS östlichen Theiles des Broder Grenz-»cgimentes. Die fortsetzn>:g der Octailaufnahmc in Tirol wurde von ciner Section, Cl^cfgcologe Herr Aergrath O. Slachc, Scllionsgcologcn die Herren Dr. V. Moj-sifovics nnd Dr. M. Neumnyr, befolgt. Herr Bcrgralh Stäche bcarbcitclc einen Theil der Ccntiallclle und zwar daS Zillerthal-Gcbicl im Sildcn bis an die Hinifttwas. serschcidc der Tancrnkcltc. Die Ausnahme des Ocbielcs der Kallalpcn westlich vom Aachcnfcc war Hcrrn Dr. Neumayr zugetheilt, mußte aber wegen der Erkrankung desselben unvollendet bleiben. Kaum wcuigcr als durch die regelmäßigen Aufnahmen wurde aber auch in diesem Jahre wieder die Kenntniß der Vodcnbcschaffenhcit durch Ausflüge und Ncisen gefördert, welche von dcn einzelnen Mitgliedern der Anstalt theils in rein wissenschaftlichem Interesse, theils behufs der Lösuug bestimmter praktischer Fragcu nach allen Thcilcn der Monarchie, ja auch nach dem Auslande unternommen wurden. „, . , Vor allem sind in dieser Bezuhung tne wichtigen Untcriuchungcu hervorzuheben, welche Hcrr Vcrgrath Focltcrlc eingeladen von der rumänischen Neglcrung. in dcr Walachei durchführte. Wesentlich gefördert wur. den die Unlcrsnchnngcn dnrch das lebhafte pc,sönl>chc Inlcrcsse, welches Fürst Karl für dlcsclbcu an dcn Tag lcalc. so wie durch die kräftige Unterstützung, welche dcr Alimstcr für öffcutliche Arbeiten, Fürst Georg Canta-cuzcno denselben angcdeihcn ließ. Herr H. Wolf benutzte die dnrch die so schwunghaft betriebenen Eiscnbahnbaulen in verschiedcucn Theilen dcS NcichcS gebotene Gclcgcn. licit zur Untersuchung ncncr Aufschlüsse; er bcgmg zu d'cscm Vchnfc die im Äau bcgriffcncn Strecken St. Pc-ter.Fiumc und Villach-Orircu der Südbahu so wie die Strecke Laibach-Tarvis dcr Nudolfe-Bahn und machte bei dieser Gelegenheit auch einen Ausflug uach Idria. Nicht minder sammelte er alle Daten, welche bei dcn So,u„rnngcn für dcn Bau der neuen Donan-Brücken bei Wicn. dann bei dcn großartigen Abgrabungcn für die Franz-Joseph. Bahn und für die österreichische Nordweslbahn bei Hciligcnstadt nächst Wien zu gcwin« "en wartn. ^. In Istricn untersuchte Herr Vergralh Stur un Auftrage dcs k. k. Ministeriums deS Innern die durch wiederholte Erdbeben beunruhigten Umgebungen von Klana bei Voloeka namentlich in Vezng auf die Frage, °b es rälhlich sei, die Ansicdluug dcr Bewohner dcr arg beschädigten Ortschaft Klana selbst an einer anderen, weniger gefährdeten Stelle zu veranlassen. In Galizm, »»tcrsnchtc Herr Bcrgrath Foclterlc für die Anglo-öslcr-leichische Bank neuerdings die Lagerstätten von Kalisalzen bei Kalusz. Die Bctritbssiösuugen auf dcr Lemberg-Czerno. ^',ges, eine gewisse Stncke für eine Dammanschütlung mit ihrer trügerischen Festigkeit bnrchauS zu meiden hat lc. Einzelne Verkehrsstörung?!! auf unseren Eisenbahnen lassen die bestimmte Behauptung zu, daß sie verschuldet sind durch die Mißachtung dcr von dcr Wissenschaft ge» oolcnen Hilfsmittel bei dcr Anlage der bezüglichen Strecke und daß deshalb ihre Wiederholung früher oder später nur zu sicher befürchtet werden muh. Oaqesneuistkeilcn. .. (Personalnachricht.) Se. Excellenz der Mi. nifter dcs Innern Graf Taasfe hat sich im Allerhöchsten Auftrage zu den Hinterbliebenen Sr. Exc. dcs Dr. Äerger begeben, um ihnen die Allerhöchste Theilnahme an dem erlittenen schmerzlichen Verluste auszudrücken. — (Für österreichische Industrielle.) Der Wiener Handelskammer sind aus Neapel, Genf und Belgien Mittheilungen zugekommen, welche berichten, daß daselbst wegen der durch den deutsch-französischen Krieg ver-ursachten Störung des Verkehrs mit Frankreich eine zunehmende Nachfrage nach östcrr. Industrieerzeug' uisscn eingetreten sei. Unsere Industrieellen und Kauf-leule würden gut thun, die eiugetreleue Eonjunctur mit erhöhter Rührigkeit zu benutzen. — (Ueber die Witterung) auf dem Kriegsschauplätze an der Loire schreibt ein Correspondent der „Franks. Ztg." aus Ianville unterm 1. December: So sind wir denn glücklich i» den December gekommen und dcr letzte Monat des Jahres kündet sich mit schneidender Kälte an. Ueber Nacht hat sich der Winter mit ganzer Strenge eingestellt. Bei scharfem Nordostwind 4 Grad unter Null in der Sonne, das ist schon eine recht anständige Wintertempcralur. Die Soldaten haben die Kälte und hart» gefrorene Erde jedoch lieber als den Negen nnd Schmutz. Aus dem Vcrichtssaalc. (Zweifache Eh e.) Vor einem TreirichtercoUegium, bestehend aus dem Hcrrn LGN. Kosjet als Vorsitzenden, den Herren LGR. Per to und MR. Raun ich er als Richter, halte sich am 7. d. Alfred Meninger Ritter von Lerchenlhal wegen Verbrechens der zweifachen Ehe vor dem hiesigen l. l. Landcsgerichte zu verantworten. Von Seite dcr Staatsanwaltschaft war StNS. Hren und als Vertheidiger Dr. Razlag gegenwärtig. Der Gegenstand, auf den sich die Anklage gründet, ist folgender: Bei der Errichtung des österreichischen Freiwilligencorps für Mexiko im Jahre 1863 trat in dasselbe auch der aus Krapina in Croatien gebürtige Alfred Meninger Ritter v. Lerchenlhal, welcher früher bereits durch längere Zeit in der österr. Artillerie und in der Finanzwache'gedient hatte. In Mexiko diente er ebenfalls bei der Artille» rie uud iu der Zcilperlode vom 15. Februar bis 16. November 1866 bei der Palalinalgaroe. Nach dem Sturz des Kaiserreiches lehrte er im Sommer 1867 gemeiuschasl-llch mit dem größten Theile dcr Legion nach Europa zurück, und am 20. September langte er in Rudolfswerth bei seiner sich daselbst aufhaltenden Mutter °n. Iu Mexico hatte Mcninger im Iahrc 1866 die Ac-kanntschast einer gewissen Nosario Pcrez gemacht, und mit Zustimmung der Angehörigen derselben und nach Erwir-kung der ihm in seiner Eigenschaft als Militär und Garde erforderlichen Ehebewilligung deS Kaisers Maximilian wurde das Paar am 22. September 1866 von dem lais. Pallastinspectvr Oberstlieutenant Bradillo iu Gegenwart der Zeugen Karl Wagner und Paul Horwath zuerst civil und dann am 4. October 1866 von dem Palastcaplan Joachim Pallacio in der Schloßcapelle des kaiserl. Schlosses zu Capultepet in Gegenwart von Zeugen kirchlich getraut. Bei seiner Mckkehr nach Europa ließ er seine Gattin in Mexico, um sie später uach Aussindigmachung einer ge« sicherten Existenz sammt dem mittlerweile am 22. Juli 1867 gebornen Kinde Namens Louis nach Europa nach-kommen zu lassen. Meninger blieb nun in NudolsSwerth, wo er als Post-Expeditor Verwendung gefunden halte. Dort lernte er das Fräulein Marie K. leimen, welche im Hause seines Schwagers ciue Mädchenschule halle. Er machle ihr Heirats-anträgc und schloß, nachdem er das mittlerweile verbreitete Gerücht, er sei schon verheiratet gewesen, durch entschiedenes Leugnen und dadurch niederzukämpfen wußte, daß es ihm gelang, durch eine vom gewesenen mexicanischen Obersten Mathias Lcißcr ausgcstcllle Bescheinigung seines ledigen Standes Marie K. zu beschwichtigen, mit ihr die Ehe, indem er sich mit dem genannten Fräulein am 22. Cep-tcmbcr 1868, also gerade 2 Jahre nach seiner in Mexico statlgcsnndenen Civiltrauung, iu der St. Ialobslirche in Laibach ordnungsmäßig trauen ließ. Ein trauriges Verhängniß trübte bald das Glück der Neuvermältcn durch einen im Wege der preußischen Ge« sandlschaft an die hiesige Landesregierung gelangten, an die > Verwandt«« des Meninger «dvessille« Brief der Rosarüo Perez vom 17. Mai 1669, wori« dieselbe ihrem Ehe» gattm und heutigen Nngellaglen die driickende Laqe schil' devt, in welcher er sie sammt seinem Kinde zuriick^elassen hat, nnd ihm schreibt, daß sie sckon Huna/is ,^ftorbe« wäre, wenn nicht der deutsche Hilfs verein i» Mexico durch dessen Präsidenten berrn Hide, welcher auc!' für sie diesen Brief in deutscher Sprache schrieb, ihr «ne monat-liche Unterstützung als der Gemalin eines Deutschen hätte zukommen lassen und worin sie ihm Vorwürfe machte, daß er nicht die wenigen Tage bis zur Geburt seine« Sohnes in Mexico abwarten wollte, und ihn erinnert, daß er dort fein dem Elende preisgegebenes Weib zurückgelassen habe. Dieser Brief gab die Veranlassung zur weiteren Untersuchung, welche die von Meninger in Meimo mit Rosario Perez abgeschlossene Ehe durch unwiderlegliche Beweise zur vollen Gewißheit brachte und seine Beantwor» tung, daß er mit derselben bluS im Concubinate gelebt habe, als durchaus falsch hinstellt. Bei der am 7. d. ftattgesundenen Schlußverhcmolung verantwortete sich der Angeklagte dahin, daß die beiden Trauungsacte rein fingirt waren und nur zu bnn Zwecke, die Verwandten der Perez zu läuschen, vorgenommen worden seien. Es sei das Ganze nur eine ceremonielle Inau-gurirung des in Mexico häufigen und von Sr. Majestät dem Kaiser Max auch bei den Garden geduldeten Concu-binates gewesen. Auch leugnet er, daß jene kirchliche Einsegnung mit jenen Förmlichkeiten vorgenommen wurde, welche bei uns zur Eheschließung nothwendig sind. Nur so viel gibt er zu, daß bei jener kirchlichen Ceremonie der Geistliche ihm einige Geldstücke abverlangt, sie eingesegnet und dann der Braut übergeben habe. Diese erste Verbindung habe er auch aus dem Grunde für nichtig ansehen müssen, da er nach Sturz des Kaiserreiches Placate in Mexico gelesen habe, welche alle wie immer gearteten Verträge als aufgelöst erklärten. Hierauf wird dem Angeklagten der vom Hofcaplan Joachim Palacio aus den Trauungsregistern ausgezogene Trauschein vorgewiesen. Angeklagter bemerkt darauf, er habe nie einen solchen Schein unterschrieben. Dann wird ein Vrief vorgelesen, den Meninger an Perez sogleich am Tage seiner Ankunft in Rudolfswerth geschrien ben und worin er sich als ihr „treuer Gatte" unterzeichnete, dann ein Brief an den deutschen Hilfsverein in Mexico, in welchem er für sich und seine ihm angetraute Gemalin die Unterstützung dieses Vereins anruft, und endlich ein Schreiben der Rosario Perez, das mit den Worten be< ginnt: „Mein geliebter Gemal" und dem treulosen Gat» ten ihre drückende Noth schildert. Der nun vorgenommene Zeuge Karl Schaffer, Fre» gallencapitä'n, bestätigt, daß die Ehen in Mexico ganz mit den gleichen Förmlichkeiten geschlossen wlirden, wie hier in Europa, mit Ausnahme dessen, daß der Mann 13 Silberstücke dem Geistlichen geben muß, welcher sie einsegnet und bann der Frau übergibt. Daß unter Kaiser Max das Goncubinat geduldet und sogar kirchlich eingesegnet worden sei, ist gänzlich unwahr. Oberstlieutenant Leißer, der dem Angeklagten eine Bestätigung seines ledigen Standes ausgestellt hatte, war gar nie in Mexico und nie Commandant der Garde gewesen; auch wurde die Garde bald nach der Trauung Meningers aufgelöst, so daß die dieSsälligen Vormerkungen gewiß nur sehr mangelhaft geführt worden sein können. Nachdem noch einige Prolokolle, welche nichts erhebliches enthalten, vorgelesen waren, stellte die Staatsbehörde den Antrag: da der zur Schlußvcrhcmdlung vorgeladene Zeuge Paul Horvath ans Kaschau nicht erschien und seine Aussage als Trauungszeuge von größtem Velange ist, die Verhandlung bis zum Erscheinen dieses Zeugen zu vertagen. Der Gerichtshof erhebt diesen Antrag zum Beschlusse und sohin wurde die Verhandlung bis 12. d. Nachmittags vertagt. An diesem Tage wurde die Verhandlung mit der Vernehmung deS mittlerweile eingetroffenen Zeugen Paul Horvath, Oberconducteur auS Kaschau, eröffnet. Zeuge halte sich im November 1864 von Miramare aus nach Mexiko eingeschifft und bekleidete dort die Stelle eines Garde-Wachtmeisters. Auf die betreffenden Fragen deS Vorsitzen» den gibt Zeuge an, er sei von Meninger im Jahre 1866 ausdrücklich gebeten worden, bei seiner Verheiratung als Zeuge zu fungiren. Diesen Gefallen habe er ihm erwiesen, sei Zeuge der in der Hoscapellc stattgehabten Trauung gewesen und habe der der Ceremonie nachfolgenden Eintragung in die Kirchenbücher beigewohnt. Auf die Cere» monie mit dem Silbergeld weiß sich Zeuge nicht zu erin» nern, ebensowenig, ob der kirchlichen Trauung eine Civilehe vorhergegangen sei. Sohin wurde das Beweisverfahreu geschlossen, und es entwickelte nun die Staatsanwaltschaft in einstündiger Rede die Gründe, auf welche hin Angeklagter schuldig gesprochen werden müsse, denn es sei unwiderleglich durch Urkunden bewiesen, Meninger habe sich am 22. September 1866 mit Rosario Perez der Civilehe und am 4. October der kirchlichen Trauung unterzogen. Beweisunterstutzend sind die verschiedenen Briefe, welche im Lause der Verhandlung zur Sprache gebracht wurden, so ein Brief Meningers an Ramor Perez, den Vruder der Rosario Perez, in welchen, er ihn um Einwilligung zur Verheiratung mit Perez bittet, dann ein Nrief Meningers an seine Frau und als Antwort darauf ein Brief de/ Perez. Auch habe sich Me. ningcr überall in Mexico als verheiratet gerirt und habe 2064 von Sr. Majestät dem Kaiser Max aus Anlaß seiner^ Verehelichung ein Geschenk von 20 Pesos erhalten. Der vom Oberstlieutenant Leißer dem Angeklagten ausgestellte Ledigschein beweist nichts, denn dieser bezieht sich nur auf Meninger in seiner Eigenschaft als österr.» meficanischer Freiwilliger. Als Gardist war Meninger ganz getrenut vom Corps. Da der Umstand, daß durch die Handlungsweise des Meninger zwei Frauen und deren Kinder ins Unglück gestürzt worden seien, erschwerend ist, mildernd hingegen das unbeanstandete Vorleben des An» geklagten erscheint, so beantragt die Staatsanwaltschaft die Strafe des einjährigen Kerkers, Verlust des Adels uud Nichtigerklärung der zweiten mit Marie K. geschlossenen Ehe. Vertheidiger Dr. Nazlag bestreitet, daß der Beweis in objektiver und subjektiver Richtung gesetzmäßig erbracht sei; die Information und Ciuilehe vor Pradillo erklärt er als einc Aufschreibung, welche zu dem Zwecke stattgefunden habe, den Kaiser mit den ihn umgebenden Personen bekannt zu machen. Auch sei der Trauungsscheiu vom Cap« lan Joachim Palazio gar nicht unterschrieben. Ferners fehlen die zu einer giltigen Trauung gehörigen Förmlichkeiten, denn daß ein Aufgebot stattgefunden habe, ist lediglich Vermuthung. Es sei ganz glaubwürdig, daß Meninger nur um sich in seiner Nothlage zu helfen, den Brief an das Präsidium des „deutschen Hauses" um Unterstützung gerichtet und sich für verheiratet ausgegeben habe. Schließlich bittet der Vertheidiger den Gerichtshof, vor Fällung des Urlheils die betreffenden Documente ja genau prüfen zu wollen. Hierauf zog sich der Gerichtshof zur Berathung zurück, nach deren Beendigung der Vorsitzeude den gefchöpften Spruch verkündete. Das Urtheil lautete: Alfred Meninger Ritter v. Lerchenthal sei des Verbrechens der zweifachen Ehe schuldig und werde demgemäß zur Strafe süufzehnmonatlichen schweren Kerkers, verschalst mit einem Iastlag jeden Monat und am 22. September mit Absperrung in dunkler Zelle und Fasttag, dann zum Ersähe der Slrafproceß- und Strafoollzugskosten verurthcilt. Zugleich werde er des Adels verlustig und die zweite Ehe mit Maria K. für null und nichtig erklärt. Gegen dieses Erkenntniß meldet Meninger sogleich die Berufung an. — (Auszeichnung.) Unserm geschätzten Mitarbeiter, dem Fregattencapitän und Keiler dcs Centralhafen-capilanals in Fiume, Heinrich v. Littrow wurde von Sr. Majestät dem Kaiser taxfrei der Titel eines Seemspec-iors verliehen. __ (Der Laibacher Turnverein) veranstaltet heuer wieder eine Sylvester kneip e, zu welcher wie in früheren Jahren auch die Mitglieder des Männerchores der philharmonischen Gesellschaft und die Schützen, dann die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr geladen sind. Mit ! er Durchführung ist ein aus den bewährtesten Kräften zusammengesetzter Ausschuß betraut, so daß für einen genuß« reichen Abend die ausreichendsten Bürgschaften geboten sind. — iMusealvereiu.) In der gestrigen Versammlung verlas Herr Deschmann ein Echrelben des bis» herigen Oumanus Dr. v. Lehmann, worin derselbe aus Anlaß seiner Uebersiedlung nach Graz seine Stelle niederlegt und nach dem ihm statutenmäßig zustehenden Rechte Herrn Bergrath Trinker seine vorläufige Vertretung überträgt, Weilers theilte Herr Deschmann mit, daß der Ausschutz dem scheidenden Obmanne im Namen des Vereins scin Bedauern Über diesen Verlust ausdrückte. Herr Berg. rath Trinker übernahm sodann den Vorsitz und theilte zunächst ein ihm zugekommenes Schreiben der t. t. Landesregierung mit, worin dieselbe, den wohlwollenden Intentionen der hohen Negierung dem Vereinswesen gegenüber Ausdruck gebend, jede mögliche Förderung desselben in Aus« ficht stellt. Er begleitete dasselbe mit dem Ausdrucke der Befriedigung und der Hoffnung, daß das hohe Ministerium, wie der Landwirthschaft bereits reichliche materielle Unterstützung zu Theil geworden, seinerseits auch die Erreichung wissenschaftlicher Zwecke des MusealuereinS durch Geldmittel ^ fördern würde. Ueber eine Interpellation des Dr. Valenta stellte Deschmann das Erscheinen eines Vereinöhesteö für die ersten Monate des nächsten Jahres in Aussicht. Der Herr Vorsitzende eröffnete sodann die Neihe der Vorträge, indem er über das Vorkommen in Porphyr in Kram mit Vorzeigung von Proben desselben aus den verschiedenen Fundorten Krains im Nordost, den Thaleinschnitten der Save, des Neumarktler Baches, der Kanler und der Feistriz bei Stein, dann im Tucheincr Graben sprach. Er betonte die geringere technische Wichtigkeit dieses Gesteins in Krain, die aber, wenn auch nicht im Ursels, doch in der Tertiär« ablagerung desselben dem Ottoker Sandstein, zu Tage trete. Herr Postbeamte Stussin er theilte seine Beobachtungen über die Art der Bertheilung der Höhleninsecten in Krain mit. Indem er die Schwierigkeit der diesfälligen Forschung hervorhob, gab er zunächst einen Ueberblick der Coleopleren und ihrer Verbreitung nach Temperatur, Tiefe und Zonen, deren er drei, fast entsprechend der geographischen Eintheilung in Ober-, Unter- und Innertrain, unterschied. Er überging dann zu den ^'plodiren und Sylphiden, und faßte das Ergebniß dahin zusammen, daß in jedem der drei Landestheile Krains gewisse Insectenarten vorherrschen. Schließlich besprach er die Localbcgrenzung der verschiedenen Arten in den Höhlen und schloß mit Notizen über die Lebensweise der Tarantel mit ihren sagenhaften Wirkungen, indem er ein ihm vor Kurzem aus Pola zugesendetes Eremplar vorzeigte. Herr Dcschmann wies sodann einen präparirlen Aalfisch aus der Idrize, bei dem er auf das nicht seltene Vorkommen außer dem Wasser aufmerksam machte, dann ein vom Herrn Gressel bei Temcniz geschossenes Eremplar der den Ucbergang von Schnepf zu Ibis bildenden Haideschnepfe, und cine Herusmöve vor, und besprach die in dem Jahrbuch dcs österreichischen Alpenvereins uud den Mittheilungen der zoolugischbotanischen Gesellschaft zu Wien vorkommenden, auf Krain Bezug habenden Abhandlungen, unter welchen er besonders eine Abhandlung von Professor Kraöan in Krainburg als eine interessante Bereicherung der Pflanzenphänologie bezeichnete. — (Theater.) Es war immerhin von Interesse, gestern die ,,I)amo ^ux eam^ili«" mit welcher Dumas Sohn seinen dramatischen Nuf degründete, über unsere Bretter gehen zu sehen. Bühnengerecht durch uud dinch uud dabei von einer stets geistreiche!, Tprache, konnle das Slück auch hier seine Wirkung nicht verfehlen, da die Hauptrollen, Armand Duval (Hr. Puls) uud Marguerite (Frl. Maugsch) in so guten Händen waren. Beide thaten wirklich alles, um das ergreifende, — mau mag vom Standpunkte der Moral einwenden, wag man wolle — aus dem Leben gegriffene Bild nach den Intentionen des Dichters zn verkörpern. In den beiden ersten Acten gab es Störungen, verursacht durch Mangel an Ensemble und schlechtes Me< moriren, der dritte, vierie und fünfte Act gestalteten sich aber höchst wirksam. Erwähnen müssen wir noch der sehr verdienstlichen Leistung des Herrn Vur meist er als Vater Tuval. — (Im Meere veruu glückt.) Nm 8. d. fanden, wie die „Tr. Ztg." meldet, Arbeiter beim dortigen Hafenbaue die Leiche eines Priesters im Meere. Man er. kannte in demselben den im Militärspitale zu Trieft ange» stellten, früher hier in Leibach als Garnisonsgeistlicher wir-tenden Seelsorger Joseph Z,, welcher erst vor wenige» Tagen in der Stadt angekommen war und wahrscheinlich ver^ unglückte, indem er den Weg verfehlte. Geld und Uhr wurden am Leichname vorgefunden. H^^ Wir empfehlen unseren Lesern den der heutigen Nummer beiliegenden „offenen Brief" des Herrn Vinc. Woschnagg noch besonders zur freundlichen Beachtung. UcnMt M. (Original'Telegramine der „Laibachcr Zeitung.") Verliu. «4. December (Qfficiell.) Vlois wurde von den deutschen Truppen am >3te» December besetzt. i! uud on, R4. December. Die ,,TimeS" sagt: England wird zur Vertheidigung deS Luxemburger Vertrages nicht allein vorgehen, sondern mit anderen Mächten berathen, bevor es die einzuschlagende Politik feststellt. „Standard nennt den letzten Act Preußens eine Apotheose der rohen Gewalt Bordeaux, R T.December. Die Preußen erschienen bei Vtoutrichard, Nomorantin; die aus Osten und ZNrsten eintreffenden Verstärkungen werden beiden itoire - Armeen zuge« theilt, um wichtige Punkte uneinnehmbar zu machen; häufige Gefechte der einander gegenüberstehenden Armeecorpö auf der langen Schlachtlinie von Mtans über Vierzon hinaus. Aus Berlin, l3. Dcccmder. wild stcmcldct. daß 5lr Vormarsch der französischen Nordaimc«.' dcs Gene» >al Faidljcilic a.lgen Paris durch ciii »'in dir Dculschcn sisgreicheö Gefecht zwischen S!. Qucnliii und Laon auf' gehalten wuidc. Ill Pfalz burg wurdet, 40 Geschütze und 1500 Gcfai'sscuc c,ksli,'N. Der sächsische Kriegsminister wurde vom Äöliiq von Pllllßcii zum Gcnclalgouvcrncur del' occupirten Provinzen dcö :iikdlichen Frankreich ernannt. Telegraphischer Wechselcours vom 14. December. 5perc. Mclalliqnes 56.20, — 5perc, MltalliqucS mit Mai-nud Novcmhcr-Zinsen 5)6.20 — 5>perc, National-Anlehen 65.25». — 1860er Sla>.,tö-Anlehen 92. -. — Vaulactien 732 — Credit' Aclicn 247.25. — London 1ii3 «5. — Silber 122. . — K, l, Münz-Dncuten 5.88. - Napoleond'or 9.93. Handel und "Uolkswirthschastliches. Verlosung. (T il r l e u - ^,' o se) Bei der Ziehung uoin I. December fiel der Haupt,resscr um, UW.ttOtt Franco a», Nr. Y86HN1; scrmr gewinnen: «0.000 Franco Nr. 535.800, 20.000 ssrancS Nr, li<»«l>8 I4W391 uud 194653I; 3'!00 Franco: 11205 162773 2<2<».">6 7^85 1064072 1064073 1154981 1203624 1453945 1698458 1698460 und 1777532; 1000 Francs: 7083 11204 3>>4'l817!» 961Ü90 1061282 106407l I0651«tt I1254!>8 1125500 1I54W2 12!»744« 162:!763 1424698 1431223 1431224 1685760 I6W457 I7343U2 177753t ,l»d 1913229. Angekommene Fremde. Am 13. December. Ttadt Wie». Dic Herren: Knorlmi, Ingenieur, von N^ mcmnödorf. — Iauorek, Kfm.< »o» Wi?u, - - Weiß, Kalif»»., von Asch. - Todorouic, Reisender, von Graz. — Chan'^ uon Bombay. — Kuulcr, Kfm.. von «r!»nu. — Graf Patt, uon Ponovic. — Zabel, Fabrilsbescher, vou Nifdorf. Elefant. Die Herren: schollen, Hcmoclsm., von Gottschce. ' Dr. Lmprrsscr, Hof. uud Gerichtoaduolat, von Lcoben, ^ Trexlcr. uou jtraiubura., — ölrabl, uou Cilli. — Aalalinz, Uou Gr>n - Genocchio, uou Trient. — Noval, Decha»l< vou Golischer — Äastt'llift, Besitzer, uou Malerin. — SterM, Pfarrer, uou Nümerbad, -- Günschcr, Haudclsccisender, uo» Wieu. Theater. Heute: ^!^te Operuvorstelluug: Strad»,'Ila. !Utorc>eu: Nur Mlltter. i.'us!spicl in 2 Acten. Anfnng hall» ______....._______......_. 7,Uhr,___ .^_ Ati'leclrblo^lsch^' Ne^lwchlunqen ill l.'ailmch^ 6 ll Mg, 326,w ^' I.« windstill i ganz bew. 14 2 „ N. 326.,^ j- 5,4 windstill ganz bew. 0.oo 10 „ Ab. 325.i<:! -^ 4.« windstill ganz bem. Thauweltcr ailhaltcnd, der Schnee an der Slldseile der Verge abgeschmolzcn. Nuchniiüag etliche Suluiciiblicle. DaS Tc>< gesmiltcl der Wäime -> 3 l»". uiu 4'?" liber dem Normale, N>'!<,,,tmui üicher Redacteur: I^na< v. ii l e > « m a Y r. i<<,^! »,,», ,^»^t,» '^Ule„ , 13. Decnnuer. Die Vorbo'rse mar flau uno warf Spoculaliauseff^cleu bcdcutcno unter die gestri^l! N^irimc,. (Ä,iiilü 1^1.2), Credit246, lluion 225, «arl-Llidwig Il?!»l'^»l1i.lllt)l. 239, Lumliardm 173,20; gleichinliq sti^ n Nauol^uj l)is 9 fl. 9! l^.) M tt.^,s tl.U ein.,' scl,c>l,i,ig uil) o.nl,i em (3rla!,!N.',l ner g^a,n,nt.'!i lZ^'chilfi^ihälililoi!, ein. 2!°" Äillaasuapicltn war Rente nm ', pCt. billiger ec^cillllch. Auch lliidcre Zchcaneeneffecteu wlirden, soweit Ülierhailvt Ninsal; slat!fand. im Diuchschuitt billiger als gestern aligegeben, doch nahm der «Nclgaug uingeud« grühere Dimensionen au/ so daß Wahl nur die herrschende Oeschiiftsunlnst als Motiv oer gedruckien O^anlinihaltnng bezeichnet werden lann D^r Verkehr in Deuiscn förderle leiue uenn«n«werlhen Resultatr zu Tage. ,________ K. Allgemeine Ttaatsschuld. Fllr 100 st. Ee!t> Waui, Hiuhtittiche Staatsschuld zu 5 M.: mNotrnverzinsl.Mlli-November 56,— 56,10 ., „ ,. Febrnar-Augnst 56— 56.10 „ Silber „ Icluuer-Inli . 65,20 65.30 .. ,. „ April-October. 65.10 65.20 Dllueranlthen rückzahlbar (^) —.— —.-^ VosevI. 1839..... —.— —.— „ » 1854 (4'/,) zu 250 si. -.- -.- ., „ 1860 zn 500 st. . . 91.90 92.10 „ « 1860 zu 100 fl. . . ,03 — 104. - » „ 1864 ,u 100 sl. . 112 75 113.— Ktaat«»Domänt,l-Pfaudbriese zu ' 120 st. ii,W. u, Silber . . 119.— 119.50 ». GrundentlastunaH-Nbliaatioue»,. Für 100 st. Geld Waarr Böhmen . . ' . zubp(it 94.— 95.— ^>lllizlen .... ,,5> „ 72,— 72,50 Nieder-Oesterre,ch. . „5.. W,— 9?.-Ober-Oesterreich . . « 5 « 95,- 97-Siebenbürgen ... . 5 ,. 7475 75,50 V. Actien von Bankinstituten. Gel», Waare Angio-üsierr. Banl abgest, . . 191 50 192,- > Anglo-ungar. Bant .... 79,50 8050, Banluercin.......196.— 198.— i Goden-clreditanstalt ....------ —-^ ! Creditailftalt f Handel u. Gew, . 247.25 247 5>> ^ Hrednaustalt, allgem. ungar. . . 80.50 81 50 , Escompte-Gcscllschaft, u, ü. . . 885. 890, > Frauco-üstcrr. Banl . . , . 96.50 97.— ! Geucrulbaul.......82,— 83 - ^ Handelsbank.......100.50 101 — Natioualbanl......730 -- 732.— Niederläudische Bank .... 226 50 22? - Vereinsbanl.......92 50 93.— Vcrlehrtlbanl.......131.50 132.50 >Z. Actien von Tronsportunternel» mungen. Geld Waare Alfüld-Fnimaner Bahn . . .167.50 168.- «ühm, Wcstbahu.....240.- 242 — Earl-Vlidwig-Bahu.....239.— 239.50 Donau-Dampsschifff. Gejcllsch. . 539— 541.- Clisaketh-Westliahn.....214 50 215—, Elisabeth-Wcslbahn (Linz-Bud- ! weiser Strecke).....182.— 183.— Ferdli^nds-Nordbahi: . . . .2040 2043.— l Fünil'rchen-Barcser-Vahn , . —.— —. - > Geld Wanr? , ^an-.-Iys-vb«.««^ . . .188— 188.25, z»etnberll-<5.,crn.-Iafsyer-Vahn . 19l>.- 190.25 ^'lu»,d, ilfterr........320.— 322 — ! iOiuuiblls........__. ^ __.,^. > !Nudolfs-Vahu......162.— 162,50 ,Siebenburger Bahn . . . ,164—165.— StaalSbahu.......378.— 379.— !Si!dbahu . ......178.60 178,80! lSild-uordd Verbind. Bahn . 167.5") 168.50 !Theilz-Bah!i.......225.50 226.- ! Tramway........172,50 172.75 «. Pfandbriefe (fur 100 ft,) Mg. lift Bowl-Lredit-A«stall Geld Waare uerlosbar zu 5 pCl. iu Silber 106 50 10? — dlo.in33I.rüclz.zll5p(lt.lUü.W. 88.- 88.50 Nüttaualb. ans ü. W. uerlosb. ,u 5 pCt........90.75 91.— Uttg. Bob.-Tred.-Auft. zu 5°/, pEt. 88 75 39.25 >?. Driovitätsobligationen. » 10) st. o. W. Geld Waare i ,Elis.-Westb. iu S. verz. (!. Emiss.) 93 — 93 25 >Ferdinllltds-Nl)rdt!. in SU!^ uerz. 104 50 105, Frlluz-Ioscphö.Vahn .... 93.40 9370 G,Larl-'^H,N.i. S.Usrz.l/Lm. 101 50 102 lOefterr. Nordweftl,«chn ... l 2.50 '.2 75 Geld W" '« Siebend. Nahn in Silber uerz. . 87.— 87.50 Staatöb. G. 3°/.. 5 500Fr. ,.I. Tm. 134.50 Ul5-5" Slldb. G. 3'/„ -. 500 Frc. „ . . 113,25 1 l3 -^ Südb,-G. i. 200 st.z. 5"/, filr 100 fl. 88.— 83.25 Glidb.-Aons 6'/, (187O-.74) j> 500 Frcö......234 - 235.-^ Ung. Ostbahn......85.- 55 2" «l. Privatlose iper Slllcl.) llreditmchall f. Handel u. Gew. Geld Waare zn 100 st. ö W......162- 162 50 Nlldolf-Sliftnng zu 10 st. . . 14— 1^^ 'Mechsel (3 M°u ) Geld Waa" Auaskurg jiir 100 st lübd. W. -.— ^'^ Frankfurt u.M. l00 fl. kctto 103.15 l<>3." Hamburg, silr 100 Mark Bcu:c° 91 10 9l.2-> London, fiir 10 Pfnnd St^rliua 123.60 123?" Paris, für 100 Fraucö . . . —.— —-"^ ^^urs der (ße!dfl'vt?u Ofld Waal'' K. Münz-Ducat« . 5 fl. 88 ?r. 5 st. 89 ". ^iapoleontzd'or . . 9 .. ^'4 „ 9 „ 95 ^ Vereinsthaler. . . I ,. 82j, 1 ' ^ " Silber , . 122 „ — ,. 122 „ 50 " Krannsche Grnudcntlastung« - Obligationen, P"' vllluotirung: 66.— Veld, - Waare.