LMllcherWMtlmg. ^l^». ie Monarchen-Begegnungen. Sämmtliche Journale de« In- und Auslandes, in erster Vinie die deutschen, füllen ihre Spalten an lei» tender Stelle mit der Verichlcrslaltung über die berliner 3este und tnüpsen daran Combinationen über die Erfolge der am Hofe Kaiser Wilhelms slaltzefundenen Vespre-chungen. Die „Montags»Revue" schreibt: ..D!e Begegnung mit den Fürsten Deutschlands und Rußlands ist jemr Nutzere politische Elfolg, dcssen Olslerreich zur Forlbi!» dung und Entwicklung sliner Verfassung bedurft: und den man eine Heil lang in einem Siege unserer Waffcn suchte. Was wir so sehnlich wünschten, nunilnhr von inneren Erschütterungen, von einem vcchil.lgüisuollcn Syslemwechsel verschont zu bleiben, das sichern u»« diese Tage von Berlin. Wie unser Fürst die Residenz vcr» ließ mit dem vollen Vertrauen in seine Nalhgebcr, wie er insbesondere die Veranlassung nahm, ihre Erfolge anzutllenne». so wird er. dessen dürfen wir uns vcisi. lyerl hallen, mit denselben Gesinnungen zu seinen Vollern heimkehren W^^ Art die Polil.l zu sein hat. d»e chncn entspricht und zu dem hohen Z.ele führt? D.e F.age i,t n.cht schwer zu beanla.°.tc.? D.e Er> rungenschaflen der Freiheit. d:ren Ocherreich in den letz. ten fünf Jahren theilhaftig geworden, sind so gioß. dap sie durch cine ratncalc Forts^un» nur gcfähldcl, nicht gesichert werden könnten. Die freiheitliche Frage isl für Ocsterrtich im großcn und ganzen gelöst. E«, handelt sich weil mchr um die Frage der inneren Ordnung. Dcr Ordnung zunächst in dem Sinne, daß die Verfassung als die allgemein verbindliche Norm für je. derman hingestellt, und daß alle abseils derselben liegen dtn Begehren unt voller Entschiedenheit zurück^ewiese,' Werden. Dann die Ordnung in dem Sinne, daß t». Autorität der Ntsierung. die in den zehn letzten Jahre,, so sehr gelitte" hat, daß sie jedem czech'schen Telegraphisten und jedem Strohmann.Ncdaclenr preisa/geben war. in ^rem vollen Umfange wieder heraeslelll wcrde. Nur °" Staat kann zu einem vollen Geuusse der bürgerli» Htn und politischen Freiheit gelangen, in welchem ma ln der Regierung das einzige und hvchste Organ dlr staatlichen Vollzugsgewalt ancrkennl. Die Privalpe:so. nen der Minister und der Gouverneure verschwinden o^r der ihnen innewohnenden Autorität. Und e»st dai.n wird man von einer wahlhalten und vollen Verantwort, lichleit eines Ministeriums sprechen lönnen, wenn sich jedermann übcr die Gewalt der Regierung llar ist. In wahrhaft constitulionellen Ländern ist das eine über allem Streite erhabene Frage, und in England und Vel-gien zeigen lügliche Fälle, wie sehr das Voll von dieser lillenntnis erfüllt ist. Für seine Beschwerden existiert das Parlament, in welchem di: Regierung gleichberechtigt die Vefugnl« der Gesetzgebung theilt, und welchem sie verantwortlich ist. In Oesterreich war man sich dieser strengen Scheidung der Gcwalteu nicht immer genau bewußt. Es gab eine Zeit. in welcher man weniger von ciner parlamentarischen Regierung, als von riner Regierung des Parlaments sprechen konnte. Die Folgen blie-den nicht aus. das Ministerium erschien so schwach, daß man cs gar vielfach für vogtlfrei erachtete. Wir können uns nicht versagen, zu lonslatieren, daß sich diese Ver» hiillnisse geändert haben. Das Abgeordnetenhaus hat die Erkenntnis für die Stellung der Regierung gewonnen, lind das Reich >md die Verfassung haben dabei nichte verloren. Der endliche Sieg der letzteren ist um so gewisser, je mehr sich das Parlament seiner gesetzgeberischen Ausgabe zuwendet, und je mehr dic Völker Oesterreichs eingesehen, daß die überstürzende Hast und die Gering» schätzung der RegierungSgewalt nicht die Schollen seien, in welchen der Kein» der Freiheit reift, sondern daß nur der allgemeine Recktszustand und die volle Anellennung der Befugnisse des Höchsten wie de» Niedersten im Staate die Basis seiner Blüte bilden. Die berliner Entrevue wird hossenllich diese Eilemltms reisen." Die „D. R. Corresp." !üßt sich vernehmen wie folgt: „Die Conferenzen, lvle fit seit Samstag begonnen und stallgesunden haben, sind durchaus nicht als Confe» renzen in dem Sinne zu bezeichnen, wie man ihn eben bei oiplomalischen Verhandlungen anwendet; die Confr-renzen zwischen den leitenden Staatsmännern der drei gewaltigsten Großmächte des Kontinentes sind im Grunde genommen weiter nicht« als einfache vertrauliche Vespre. chungcn. die nicht einmal unter den dreien zu gleiche» Zeit, sondern di: glößlentheile zu zweien mit kinander yepflogcn wluticn. Daß man hiebe» sich mit der Orient» frage blsHä'ligl und doh man hicbei der Slcllung F'anl» reichs gedachl hat, ist seldstocrstandlich. ebenso wie es einlcuchlct, daß die Nngele^enhlil des Papstes und die» jenige der „International«" bli dieser Gelegenheil berührt worden. Die ganze Zusammenkunft der Kaiser und ihrer Reichskanzler halte cincn weit hervorragend allgemeinen Eh^ralter und lann o:shalb auch nur von dem aNgcmeincn GcsichlSp^»ll aus betrachtet werden. Sie war für jeden der drei lh-ilnehmmden Slaaten von hvchsttr Wichtissleit. ja von h-rvorragendem Bedürfnis. Oslerrlich bedarf mehr als liner der bciden anderen Staaten dls Flich^s: Rußland, das seit dem Krim' kriege gewifs:rm2ßen in den Hintergrund ycdltuigl ist, erhält durch die Drei Kaiscr-Zusammenlunst wic'erum seine slüher« Slc^ng im europilisHen Slaatlldierung ebenfalls des Friedens d?>ngend bebalf, respective gerade in diesem Falle. Preußen bleibt die Eh e. dicse Drei» Ka>str»Eoi>fcrenz hcrvorgerusen, das Fri?dentiverl ange-bahnt zu h»d:n. Ist nun aus dem voro/ztichnesen We^e zwischen dcn drei Ministern ein Verständnis her» bciglsü'lNt, welches dcn Frieden garantiert, schon durch sich selbst und oh^t duß es nothwendig geworden wäre, einen Vertrag abzuschließm. so lann jeder der drei Monarchen mit Älsriedigung auf die Resultate der vcrslos» senen Woche zurückblicken; unk dies letztere ist der Fall. Zowohl bei den Kaisein als auch bei deicn obersten Ministern harscht, wie wir von gut ulilcslichleter Seite holen, eine allgemeine Befriedigung sowohl über den Aufenthalt hicselbst. wie auch endl-ch Ubcr d!c Resultate d:r Zusammenlunft. Letzlere wcrbcn voraussiitlich lange zum Hcile des Friedens Europas ibre Nacdwiiluna üben." Die „Nal.'Z'g." scdre»M: „Alle Acußr,ungen in der Prcsse sind darin cinig. daß irgend wilche gemein, s^m formulierte Programme da« Ergebnis der berliner Monarchen- und Diplomalen-Zusamme»lunft nicht sein werden. Es ist dies durch 'die ^age der Dinge auch durchaus aniezsiqt. Die drei in der Eonfcrcnz verlre» lenen Reich« sji,d mit ih^en inneren Angcliacnb/itcn so vollauf blschclfe die gegenwärtige füglich nur indirect durch Anbahnung guter Gesammt-bezichungen beitragen. Angesicht« der politischen ^age bleibt ein Hauplvorlheil der Zlisammenllmsl. daß durch sie die Ausführung dtr ssanzösi'chcn Rachegebanlen in noch wcilere Ferne gerückt w>rt», als dies schon durch die i^age Fralilreich bringt ist. Kaiser Alexander hat nie eine Gelegenheit versäumt, um zu zeigen, daß Frankreich auf seine Vundesgenossctlfchafl nicht zu zählen hat. Tranl er am vorigen Samstag bei dem großen Gala-Diner »auf das Wohl dcr lapslren pieußlschcn Armee," so war dies ein erneueler und sehr deutlicher Wink geqenübcr dem französischen Vilbüngsgedarilen der russischen Allianz." Der Gedanle, daß die Drei-Kaiser-Begegnung zu lcincn Vertrügen und Abmachungen führen werde und li " vffiliös:s FürNen'Eongsesses erzählt hat." schreibt man s>cr „M. Z.". ..fällt alles in nichts zusammen, wcder die oricnlallsche noch dic dänische, weder die sociale noch die kirchliche Frage sind auf das Piogramm ßesetzl. Nenn man sog«r die braunschwein'sche Erbsolgsf^ge dun Prograinme einverl-lbt, so muß man sehr wenig Vertromn zu der b»eh:rigcn preußischen und deutschen Politik habcn, da man eine so rein innere deutsche An-gsle^enh^it schwerlich vor einem Tobunal zur Sprache bringen dürste, in welchem auch Nahland und Oesltr» reich eine Stimme Haber»." Ein berliner Correspondent der ,Bre«laucr Ztg." berichtet: ,.Nl« positiv ist anzunehmen, daß Flirst ViSmarck nach leiner Richlung eine bestimmt formulierte Vorlage für den Eongreß ausardciten ließ. Wie wir von wohl informierter Settl vcrnehmcn, ist cS auch nicht scme Absicht, der Polilit des deulschen CabinetS irgendwie bin-oci^e Vtlpfllchllwuln aufzuerlegen. DtShald kann auch als vegnindct angenommen weiden, daß der Re,che-l'^izler elwaigen dahingehenden Absichten seine Zustim» mung vclsayt dal und daß, falls solche von dcn be» freundeten Elaalsn'.k'.mern von ncuem ausgenommen werden sollten, tel Fürst kaum unterlassen dürste, seine frühere Auffassung wieder gellend zu machen. Der Schlüssel zu dieser Position des Fürsten ViSma,ck liegt einfach in seiner Abneigung gegen Eongrcsse überhaupt. Jedenfalls ist cS irrllhümüch. wenn i>, der Presse stet« die Millhciluna. wiedcitioll mild, das der deutsche N^lts» lanzler da« Fürsten » Rendezvous angeregt hat. Hier walen ganz andere Facloren th2lig." Die „Prov. Corr." bemerkt: ..Go dürfen die drci Monarchrn, welche in bicsen lagen sich an<,efichl« Europas u^d unter sreudigcr Zustimmung ihrer Völkr die Hand für den Völlerfrieden reichtsn. mit hoher G«. nuglhuung auf ihrc segtliverheißende Thot blicken. Das neue Programm für Ungarn. Ghiczy. dcr Führer dcs linken Centrum«, hat «w neues Pionramm in länaerer Rede aulgeslcUt. in lvel-chcm der Sprecher „achstthendes belonle.- Der Ausgleich sei n'chl in allen D,ngen schlecht, »nd mai dürsc nicht vergessen, daß solange Un^ln mit Oesterreich in einem Bündnisse lebt, doch jedenfalls ge-wisse ,'laallichc Inslitutic",en zur Auslrayunc, der z,-meinsamcn «ngtlea VitalSruckMungen iu Barm, zu vermindern/' Sind wir einmal in der Lage, unter günstigen Bedingungen für diesen Zwccl ein speciell ungarische« Anlehen zu contrahicren, so wird uns nichts daran hindern, durch Tilgung von Schuldverschreibungen oder Kapitalsrückzahlung unsere Beitragsleistung zu den Zinsen der österreichischen Staatsschuld so lange herabzumindern, bis dieselbe — gänzlich verschwindet. Bezüglich all' dieser Dinge bedarf es eigentlich gar leider Verständigung, denn in dieser Beziehung ist eine Meinungeo:rschiedenheit schon jetzt nicht vorhanden. Den einzigen wirklichen Stein des Anstoßes bildet die Armee, und in dieser Beziehung — mit Bedauern sprechen wir e« aus, allein der Ernst des Momentes fordert eine offene, unzweideutige Erklärung — iu dieser Beziehung können wir unS mit den Ideen Koloman Ghycy's schlechterdings nicht einverstanden erklären. Herr o. Ghyczy wünscht eine selbständige ungarische Armee und beruft sich darauf, daß im deutschen Kaiserreiche neben der preußischen auch eine baierische, sächsische, würltem» belgische Armee besteht deren Verhältnisse er flüchtig skizziert, um daran die Frage zu knüpfen, warum — wenn Deutschland mit Hllse solcder Armeen einen der glänzendsten Siege dir Weltgeschichte erringen konnte — dies bei uns unmöglich sein sollte? Die Argumentation ist eine sehr sonderbare, denn sie beweiset zu viel oder — gar nichts. Vor etwa sechszig Jahren haben die vereinigten österreichisch-preußisch-russischen H:ere die Armee des ersten Napoleon besiegt, und doch bestand zwischen jenen drei Hereren gar lein Zusammenhang. Der factische Sieg ist also noch lange kein Vlweis für die Güte eines Systems, und wenn Herr v. Ghycy sich die Mühe nehmen will, mit hervorragenden preußischen Offizieren über den jüngsten Krieg zu sprechen, so werden sie ihm — dafür vermögen wir einzustehen — unisono die Versicherung geben, daß die von lhm als Muster an« geführte Stellung der kleineren deutschen Armeen zur preußischen in vieler Beziehung hindernd, oder mindesten« erschwerend wirkt:, und daß der Sieg nicht wegen, sondein trotz dieses Verhältnisses erfochten wurde. Und kann denn ein Staatsmann von der Ein» ficht und dem Scharfblicke Ghyczy's ernstlich glauben, daß dieses gegenwärtige Verhältnis der süddeutschen Armeen zur preußischen wirklich schon ein definitives sei? Kann es seiner Aufmerlsimkeit entgangen sein. daß scion seit Jahr und Tag bcdeulcnde Schritte in uni -ficatorischer Richtung geschehen sind, daß deren gewiß noch mehr geschehen wären, wenn naheliegende Rücksichten nicht ein langsameres schonendes Vargeh:n gebieten würden, daß aber das letzte Ziel, die voll-ständige Einheit der Armee dennoch unverrück. bar im Au>,e behalten und wohl auch in nicht allzu« ferner Zukunft erreicht werdeil wird? Diese einheitliche Armee, die in Deutschland erst geschaffen werden soll und geschaffen werden wird, isl bei uns vorhanden; wäre eS ralhsam, dieselbe gewaltsam zu zerreißen, um dann mit vieler Mühe und nach traurigen Erfahrungen später doch wieder dahin zu gelangen, wo wlr heute sind — wenn bis dahin nicht etwa unter dem Experimente die Monarchie bereits zu Grunde gegangen und der Fehler nicht mehr gutzumachen isl? — Der Gegenstand ist zu wichtig, um mit den vorstehenden flüchtigen Bemerkungen erschöpft zu werden, allein sie gcnüzen wohl zur Begründung unseres Ausspruches, daß der Vorschlag Ghyczy's bezüglich der Armee für uns unannehmbar ist. und damit stürzt leider die wesentlichste, wichogsle Partie des Ghyczy'schcn Werke« in Trümmer. Wir haben vor einigen Tagen die Grenzen bezeichnet, innerhalb deren die Dealpartei sicherlich gerne jedeS Zugeständnis machen wird. das zu einer Annäherung der Parteien führen könnte, — dieser Vorschlag Ohycch's liegt leider außer, halb dieser Grenzen. Der Vorschlag Ghych's, wie die Dinge besser zu machen wären, ist somit leider lein glücklicher, und somit reduciert sich sein nicht zu unterschätzendes Verdienst darauf, einerseits den eigentlichen Dlfferenzpunlt klar- gelegt, andererseits ein meisterhaftes Bild der Situation seiner Partei entworfen zu haben, welches die Anhänger derselben nicht nur im Parlamente, sondern im ganzen Lande zu ernstem Nachdenken anregen muß." Trübe Aussichten in England. .^ Unter dieser Ueberschrift sagt die »Engl. Eorr.". oah nur eine sehr geringe Minorität den kommenden Monaten in England ruhig entgegensehen könne. „Ein eigenthümliche« Zusammentreffen ungünstiger Umstünde bedroht England mit einer Theuerung sür das nächste Jahr, die von den furchtbarsten Folgen wäre, wenn nicht die Ersparnisse f. ühcrer Jahre uua die ausgedehnten Handelsverbindungen bedeutende Erleichterungen versprächen. Die Kartoffelernte ist als vollständig mi«rathen zu betrachten. Die Karloffellranlheit hat entsetzliche Ver-herungen angerichtet und die größte Anzahl der Bewohner Englands und Itland« ihre« Hauptnahrung«mlltel« nahezu beraubt. Die Preise sür Rind» und Schöpsenfleisch haben eine Höhe erreicht, wie e« seit 1ttl5i nicht der Fallwar, und sind für die meisten natürlich unerschwinglich. Die Hoffnung auf eine gute Weizenernte, die man vor einiger Zeit im Falle günstigen Weltcrs noch hegen durfte, hat^cbenfalls fehlgeschlagen, und allgemein stimmen die Gerichte darin überein, daß der diesjährige Ertrag dem durchschnittlichen um 25 pEt. nachsteht. Von geringerer Bedeutung an und für sich. aber im Verein mit den anderen Miserfolgen nicht linwichlig ist der gänzliche Mswachs der Früchte. Zu welch hohen Preisea die Kohlen jetzt verkauft werden, und bei dem Einflüsse den die Kohlen auf Handel. Perkehr, Industrie, Beschaffung der häuslichen Bedürfnisse, kurz auf beinahe alles ausüben, von welcher Bedeutung diefe Calamilät ist. weiß alle Welt. Nun kommt noch gar die Schreckensbotschaft von dem Ausbruche der Rinderpest in einem der besten Farm-bezirke. Jeder wird zugestehen, daß solche Zustände mit Recht Gesorgnisse einflößen können. Ein Trost ist geblieben ; die menschlichen Wohnungen Englands sind vorläufig noch von Epidemien verschont geblieben. Uebrigens trifft aus Amerika die Nachricht von einer glänzenden Fruchternte ein. In anderen Ländern werden hoffentlich Kartoffeln und Getreide gut gerathen sein und von dem Ueberflusse wird für Geld und gute Worte natürlich das nöthige schon an das gut zahlendeEngland geliefert werden." Politische Uebersicht. «aibach, 13. September. „Pester Lloyd" und „Navlo" besprlchen Ghyczy'S Vortrag und erklären namentlich das He« rest hei, lungs-Project füc unannehmbar. (Wegen Druckfehlers im gestrigen Blatte reproduciert.) — Durch alle Erörterungen der oeallstischen Organe zieht sich rück« hallslose Anerkennung sür die Initiative Ghyczy'«; man betrachtet dieselbe als ein Entgegenkommen gegen» über der Dealparlei, kann ihr jedoch nach dem bllannlen Beschlusse de« linken C:ntrum« mehr als eine blos individuelle Bedeutung Nicht zuerkennen. — Das Landes bud get pro l«7>j soll fertig sein. ,Naplo" wird erfahren haben, daß die Schlußrechnungen von 187! um 10 Millionen günstiger ausgefallen sein sollen, als im Budget priiliminiert war. — Der Reichstag wird sich, nach dem „Ellenür", wahrscheinlich auf meh> rere Wochen vertagen, während die Delegationen und die Gudgel'Commission arbeiten. Parallel mit der Ndreh« deballe sollen Abendsitzungen stattfinden, um die rllckstün« digen Eisenbahngcsetze zu erledigen. .il'llM'llill. In eiserner Faust. Ein Roman au« der neuesten Ieit von I Sttinmaun. V. Kapitel. Irrsinnig! (Fortsetzung.) Diese Frau mußle einst schön gewesen sein, noch jltzt zeigte daS Gesicht Spuren einstiger edler Form. »ber jetzt lag ein schwer zu beschreibender Zug in bit' sem Gesicht, es glich einem Marmoranllitz, da« eine ungeschickte Hand verstümmelt und das ein Anstreicher mit grellen Farben coloriert hat und herstellte, so gut und schlecht er cS eben vermochte. Die Frau trat langsam herein. Ihr Gang hatte etwas schwankendes, unsicheres. Ihre Augen fixierten die Tischdecke, auf die sie zuging. Nach wenigen unsicheren Schritten stand sie am Tisch und stützte sich mit beiden Händen auf denselben. Dann sah sie den auf dem Sopha liegenden Mann mit stierem gläsernen Vllck nn. ohne jedoch ein Wort zu sagen. Der Beamte sah sie verdrießlich an. ..Was willst du hier, Marie," sagte er mürrisch. „Geh hinaus, du weiht, ich mag um diese Zeit nichl gestört werden." Die Frau blieb ruhig stehen, unbeweglich die Augen auf den Liegenden geheftet. ..Einst hast du anders gesprochen." sagte sie müh» sam mit langsamer, schwerer Zunge. „ES gab eine Zeit. da tonnte deine Marie dich mcht stören, aber diese Zeit ist mit einem male verschwunden." „Gring' mich nicht zur Verzweiflung mit deinem Geschwätz," rief der Beamte voll Zorn. „Wie oft soll ich dir sagen, daß du schweigen sollst? Du weißt ja selbst nicht, was du sagst!" Die Frau lächelte. „Ich weiß. was ich sage," sagte sie lallend, „aber du magst es nicht hören, weil es die Wahrheit ist. Früher, als wir noch jung waren, als du zuerst in unser Haus kamst, da warst du ander«, und als sie dich ein« gesperrt hatten und du wieder frei kamst und ich dir lmmer noch gut war, da sagtest du. das würdest du mir nie vergessen. Aber da mußt ich den Kranz tra» gen und der liebe Gott zog meines alten Vaters Rock an und sagte: Du bist verflucht. Marie. Siehst du, daß ich noch allcS weiß. Und nachher lag der liebe Gott im Sarg und mein alter Vater mußle im Himmel regieren. Aber der hatte auch kein Erbarmen und sagle: Marie, du bist verflucht." „Will du jetzt aushalten, mit dem lolltn Geschwätz?" rief der Beamte und sprang in die Höhe. „-Wenn du noch ein Wort sagst, sperre ich dich ein, bi« du wieder vernünftig bist." „Nlcht einsperren," flehte die Frau mit allen Mienen de« Entsetzens. „Nicht einsperren." Dann versuchte sie die Thür zu erreichen, es «mg aber nicht. Nach wenigen Schritten sank sie zu Voden. ..Sie ist heute wieder ganz von Sinnen," sagte der Beamte. „Wenn das so forlgehl, bin ich sie bald los." Er zog die Klingel. Der Diener erschien. ..Friedrich, hebe meine Frau auf, wir »ollen sie auf ihr Bett legen." Der Diener faßte die Frau an, ohne eine Miene zu verziehen, woraus zu schließen war, baß er derartigen Ereignissen schon öfter beigewohnt hatte. Al« sie wieder stand, lächelte sie und sagle grinsend: „Der Fußboden ist so glatt." Und doch war der Boden mit einem dicken weichen Teppich belegt. ..Nun geh in dein Schlafzimmer." sagle der Ve« amte. Die Frau suchte sich zu widersetzen, sie wollte, wie e« schien, noch einiges erwidern, aber ein barsches: „Du wilst eingesperrt, wenn du nicht gehst!" schüchterte sie so ein. daß sie willig dem alten Diener folgte. AlS sie fort war. ging der Beamte erregt in dem Zimmer auf und nieder. ..Es wird täglich ärger mit ihr." murmelte er. „Man kann leinen Menschen zu ihr führen. Nach dem Irrenhause mag und will ich sie nicht schicken, denn sie ist nur zu Zeilen verrückt, und dann könnte sie den neugierigen Aerzten mehr erzählen, als was ihre Krank-heit anbelangt und mir gerade nichl angenehm sein würde. Aber sie macht es nicht lange mehr, und dann brauche ich nicht zu fürchten, daß sie etwas ausplaudert, wa« mir nicht conoeniert." 1503 Das ..Journal des Debats« gibt zu. baß die ber -liner Kalser.Zusammenkunft Frankreich an feine Vereinzelung mahne. Man möge deshalb auf die Revanche verzichten und sich der Arbeit hingeben. -Wie das „Eoenement" meldet, ist dem französischen tiu-äOlior-pavaur. welcher die fällige Rate der Krieg«. Entschädigung im Betrage von 500 Millionen zu Wtraßbur^ einem Delegierten des berliner Finanzmini' sterlums ausgehändigt hat. am 0. September über diese Summe Quiltuna, ertheilt worden. E« befanden sich darunter 120 Millionen in barem Oelde: v»n denselden wurden am .;. September 43, am folgenden Tage 52 und am 5>. September 25) Millionen abgewogen und für richtig befunden; dann wurden die Acceple der überreich» ten Wechsel ver»fll'iert, worauf der deutsche Veamle nach telegraphisch eingeholtem Vefchl am 6. d. um zwei Uhr die Quilluna. ausgestellt Hal. Die Nüumung der Marne und Hault'Marne wird am 22. September beginnen. Die „Times" meldet aus Trouville, dah dortselbst aus Vttlin eiligelrofsene Nachrichten den freundlichen Empfang bestätigen der dem franzüslschen Votschaf t e r Gonlaut'Viron seilen« der Kaiser von Oester» ltich und Rußland zu Theil wurde. Der Ezar habe demselben erklärt, er möchte um nicht« auf der Welt an einer Eonferenz theilnehmen, deren Zwcck ein Frank» reich feindseliger ware. Die schweizer Gesandtschaft in Paris «chattel« dem Gundesrathe Gericht über die Schweizer, welche infolge de« pariser Commune - Ausstände« ver-sch^undeu oder in Gefanaenschaft aerathen, vor Krieg«, gericht gestellt, beziehungsweise auf fielen Fuß gestellt worden sind. Nach den Ermittlungen des Gesandten sind verschwunden 25). freigelassen oder freigesprochen wurden !4H. ausgewiesen, verbannt 2!>. zu Geiängni«slrafe vtlurlheilt 5». zur einfachen Deportation 20, zur De« porlation nach einem befestigten Platze !',. Mit Vczug auf die angebliche Abreise deS Papstes von Rom telegraphiert man der «Daily News" au< Pari« unterm 5. d. Mts.: „Der Brief, wonach der Papst einen leerstehenden französischen Palast ge. miethet haben soll, hat die spanische Regierung veran» l°ßt. gtgen die Installierung Er. Heiligkeit in Pau. wohin sich Monsignor Dupanloup begab, um Borleh. rungen zu treffen. Einwand zu erheben. Compiügne wurde hierauf in Volschlaa. gebracht, aber Herr Four-nier bemüht sich. ^n Papst zu Überreden, «ln wenig länger in Rom zu bleiben." «uf die Weigerung Mahmud Pascha«, vor dem laiserl. türkischen Min i st er» C o nf eil zur Vc antwortung einiger Fragen zu «scheinm. wmbe dlr gewesene Großoezier mit Gewalt vorgeführt. Aus Japan wird unter dem 5>. Juli gemeldet, daß feit einiger Zcit schon die Frage, ob da« aa,'ze Land den Ausländern atvffliet «erden solle. Gegenstand der Erwägungen der höchsten Vihörden gewesen sei. Es sei nunmehr festgescht, daß vor Abreise de« M>lado nach Europa allen Europäern, die mit l5onsularpässen ver. sehen sind, freier Zugang zu allen Theilen des Lande« gestattet werden solle. Sonst wird noch mitgetheilt, daß die guten Thcepreise wahrend der letzten zwei Jahre der Theecultur einen bedeutenden Aufschwung gegeben. Große Anstrengungen werden gemacht, die Production ireiler auszudehnen, und schon jetzt werden vielfach schöne Par» lien Thee aus Gegenden angeboten, wclche bisher nicht mit unter die Stricht gerechnet wurden, in welchen die Thecpstanze angebaut wird. Da es ungefähr 5 Jahre "fordert, «in? Lheepflanzung zur vollen Culturent. Wicklung zu bringen, fo waren bisher diefe Zufuhren nur gering, allein im Laufe der nächsten zwei Jahre Er ging wieder mit rascheren Schrillen auf und ab. „Ein wahrer Segen ist es. daß sie die eine kurze Periode ihres Bebens ganz vergessen hat. Das Nerven-fieber kam gerade recht. Sie weiß nichts m hr, nur erinnert sie sich dumpf des Auflrittcs mit ihrem Vater, der eben so ein TollhäuSler war, wie andere Fromm,, die wirklich an das glauben, was die Pfaffen fagen. Nun. er ist todt. mir ist es gleich." Die Pcndule schlug. sr u,"f <.^ ^^ ^ ^ ^ liMÜreau.'^""'" "'l "' "^ '""5 s°" «ufs P". Er rief den Diener Diefer kam sofort. .: m"3""^^'"t t""l«'< er. ..Den eichenen für die Nacht. G'b acht auf da« Silberzeug »nd laß nicman. den em. 'ch komme erst gegen Morgen, ich habe diese Nacht viel zu thun." . ", >, > Der Diener lächelte vertraulich. ..Du bist und bleibst ein Esel," sagte der Veamle und schritt hinaus auf die Straße. ..Ja. ja, ich weiß schon, was ich bin." sagte der Diener, al« der Veamle fort war und er die zumEor. ridor führende Thür foraMig geschlossen hatte. ..Ich bin nun eiümal nicht anders." Dann räumte er oben das Silberzeug ad. wusch und putzte es und verschloß es in einen festen Schrank. Nur ein Mtsfer nahm er mit in fein Zimmerchen. (Forrs'tzun, lolgl.) dürften wieber zwei bis drei Namen zu den theebau« enden Provinzen kommen, welche sich bereits auf dem Markte in Jolohama Anerkennung verschafft haben. Tagesneuigkeiten. — Die .Wiener Abendpost" schreibt an der Spitze ihre« Tagesberichte« vom 12. d. nachstehende«: „Se. k. und l. Apostolische Majestät haben gestern Berlin verlassen, wo Allerhöchstdiefelben beim hose den ausgezeichnetsten und herzlichsten Lmpfang, bel der Bevölkerung eine enlhu» siastische Aufnahme gefunden haben, und treffen heute wie-der in Ihrer Residenz ein. Die Volker Oesterreichs, wel, che Sr. Majestät mit ihren wärmsten patriotischen Empfin. düngen in die Ferne gefolgt und mit gehobenen Gefühlen Zeugen der Huldigungen waren, die allenthalben der erha. denen Person ihre« Monarchen dargebracht wurden, begrüßen Se. Majestät bei «llerhöchstihrer Wiederlehr mit altge. wohnt« Treue und Herzlichkeit. Wenn irgenbetwa« die Empfindung der Freude Über da« Wiedererscheinen de« Monarchen ln der Mitte Seiner getreuen Voller noch zu steigern vermag, fo ist e« da« von der öffenll,chen Meinung getragene Bewußtsein, baß die Monarchen.ltntrevuc einen eminent friedlichen Charakter an sich getragen hat und daß Se. Majestät unfer allergnädigster Kaifer Seinen Völkern neue, verstärkte Bürgschaften des Frieden« von Seiner Reife mitbringt, als ein glückliche« Unterpfand der Machl und der Ehre Oesterreich« und seiner segensreichen Enl. l Wicklung. Die Festlichkeilen, deren Schauplatz die Residenz de« deutschen Reicke« gewesen, haben ihr Ende genommen, die hohen und höchsten Gaste sind zu« Theil schon abgereist; die noch dort weilenden bereiten ihre Nucklehr vor. Was wir gestern über die Ziele und den Charakter der MonarcheN'Entrevue an dieser Stelle hervorgehoben haben, findet heute nich! nur in den weiter vorliegende» Stimmen preußischer und beutscher Journale, sondern auch in den Worten seine Beschäftigung, welche, wie der Telegraph meldete, Se. Durchlaucht der deutsche «eichslanzler und Graf Mollle anläßlich der Ueberreichung der Bürgerbriefe ter Stadt Berlin an die Deputation dfrfelben gerichtet haben; sie bilden gewissermaßen einen Tommentar der qege» benen und in oe« weitesten Kreisen freudig begrüßten Nachrichten." — Berliner Matter melden: «Kaiser Franz Joseph besuchte bekanntlich am vergangenen Sonntag den zoologischen Garten in Berlin. Bei der Fahrt nach diesem Garten drohte unserem Kaiser und den» Kaiser Wilhelm ein Unheil. Ein Pferd de« Zweigespanne« wurde scheu, und der jugendliche Bereiter war nicht im Stande, zu verhindern, daß der Wagen gegen einen Prellpfahl fuhr. ^ Schon machle Kaiser Franz Joseph Miene, sich duich einen kühnen Sprang au« der Equipage der schlimmen Situation zu entziehen, al« e« be« energischen Eingreifen des Stall' meister« gelang, da« Pferd zu bändigen. — Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht wird in Preßvurg den Echlußmanöoern der combinierlen I4len Truppendivision anwohnen. — (Siamesische Zwillinge in Kärnten.» In der Stadt El. Veit (Kärnten) gebar eine ledige Näh. terin Zwillinge, die, von der halben Brust abwärt« zu» sammengew^chseu, einen einzigen regelmäßigen männlichen Körper dilden, der blos die Abnormität hat, daß rück» wäls über dem Steiß ein drille« Füßchen mit drei Zehen herausgewachsen ist. Beide Köpfe sowie die vier Aermchen sind ganz vollständig ausgebildet. Die Stellung der beiden Oberlörper ist neben einander, die rechte Hand de« einen und die linle de« zweiten Kinde« hingen frei. mil den an» deren Händchen hielten sie gegenseitig den Nacken umschlun» geu. Die Kinder lebten über drei Stunden und halten verschiedene Stimmen. Dieselben wurden in das Museum nach Klagenfurl abgelieser». — (Das laufmännifcheCasino im Ter» gesteum in Trieft) zählt gegenwärtig 2159 Mit- ' glieder. Die Einnahmen beliefez» sich im I. 1871/72 auf st. 3« 292 85, tie «uszaden auf 35.965.78. wozu ein Deficit »ou st. 1342 75 au« den Jahren 1870/71 und ' 1869/70 lam. Der Eassarest von fl. 984 32 wird zur Renovierung der ^esesäle verwendet. — (Probefahrt.) Den 6. b. fand die erste Probefahrt auf der Eisenbahn»Strecke St. Peler-Kilrenberg . unter der Leitung des G?neral>Tireclors Bonlouf stall. — (Explosion.) In Kaschau flog am 8. d. die Slampfe der Pulvermühle durch die Explosion von 200 Pfund Schießpulver in die kuft. Zwei Arbeiter wurde ge» ^ tödlel. — (Gemeinderalhs'Restauration.) Die kroatische l. vandcsregierung hat nicht nur den Magistrat von Ngram, sondern ouch den von Waraidin, Kreuh. Pojega und Essel, in welche» Elädteu bereits lheil« seil 5,, theils seil 11 Jahren leine Restauration stattgefunden, ^ ausgesorderl, die Porarbeuen sür die Restauration, de« Ge» meinderalhes vorzunehmen. l — (DieWeinlraubenfäule) ist infolge der ' anhaltenden Trockenheit im Juli und August und be« daraus ^ eingetretenen anhaltenden Regen« in mehreren Gegenden Slavoniens aufgelrelen und hat nichl unerhebliche Ver, 5 Wüstungen in den Weingärten angerichlet. — (Vadezeilung) E« befinden fich derzeit in Baden bei Wien 8158, in Vöslau 3806. in Kreuzen bei Grein an der Donau 451, in hall in Oberösterreich 2248, in Auss« in Sl'eiermarl 2319, in Vtoznau in Mähren 1203 und in Krapina-Töplih in Kroatien 2412 Bade. gaste. — (Die Generalversammlung der Ka« lholilen Deutschlands) hat in ihrer am 10. b in Vreslau abgehaltenen Sitzung den Antrag angenommen, die Katholilen Deutschlands aufzufordern, den Andachten für die bedrängte Kirche und den h. Vater möglichst häufig beizuwohnen; desgleichen den Antrag, eine Adresse nn die in Fulda versammelt gewesenen Bichöfe Deulschlanb« zu er lassen, denselben darin die unbedingte Treue gegen die Kirche und ihre hirlen ausznsprechen nnd sie um die Untei' stutzung der Vereinsbeftrebuugen zu bitten. Außerdem würd? die Erweiterung, respective Einführung der Mlchaeli««Biuder» fchaft fo wie da« Xaverin« - Mlsslon«wesen dringend emp, fohlen. Locales. Vericht über die tznndesauSschußfitzunst am tt. September l I. j. Ueber eine Nnfrag« des l. l. Äckerbauministermm» betreffend die Errichtung einer Obst. u«d Weinbauschule in Slap Hal der l,'andesausschuß beschlossen, im nächsten Land» läge den Antrag zu stellen, daß der Beginn dieser Schule schon im kommenden Jahre stattfinden könnte. In diesem Sinne sei auch dem l. l. ?an0eSpra'sioium nach gepflogenem Einvernehmen mit dem Central » Comil6 der lrainischcn kandwirthschaft« , Gesellschaft der Vorlrag zu machen. II. Zur Unterstützung für die Schule in Stocken, dorf wirb über Nnlrag des Vandesschulralhes in das Prä« llminare des Normalschulsondes für das Jahr 187.'i der Äelrag von 150 fl. eingestelll. III. Der Untergemcinde Pelelinje wurde die Neu» wähl der GemcindevermögensBerwaltung und der Gemeinde Gojzb die Neuwahl des Gemeinde, Ausschüsse« bewilligt. IV. Ueber eine Anfrage des l. l. Oberlandesgerichtes in Graz hat sich der lrainische ^nde«ausschuß für 2« (lm» führung der Besitzstandsblätler in den Grundbüchern nach beendigter Revision de« stabilen Kataster« mit dem Bei« satze ausgesprochcn, daß im nächsten Randlage eine Vorlage der Regierung über die inncre Einrichtung der Grund» bllcher eingebracht werden dlirfte. V. Ueber den Sland der Grundlasten» Ablösung und in Betreff des Fortbestandes einiger Grundlastcn-Ublösungs-Eommissionen durch weile« Zeit wird dem nächsten i!and« tage ein besonderer Landesaugschußbericht vorgelegt werden. VI. Die Hingabe der Gemeinde Planina gegen die Transferierung der kaiserlichen Behörden und Aemter von Planina nach Loitsch wurde der l. l. Landesregierung mil dem Ersuchen übermittelt, hierüber den Landtag einver nehmen zu wollen. VII. Nachdem der Landc«schulrath dem slovenischen kehreroereine sllr die Generalversammlung am 24. d. M. au« dem Normalschulfvllbe wegen Erschöpfung der Rubill «Remuneralionen und «ushilfen" eine Unlerstlitzung nichl gewähren konnte, so hat der ^anbe«au«schuh diesem V- nus de« Landsfonde einen Betrag von 100 sl. Rechtfertigung vor dem Landtage bewilligt. — (Die Presiren'Feier) wird morM in festlichster Weife in Scene gehen. Die kegitimalionslarlen sind heule von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abend« in der Kanzlei des dramatischen Vereins ((5,lalnica I. Stock) zu haben. Die Fahrpreisermäßigung der Nudolfsdahn.Direction lautet dahin, daß gegen Lösung von Zahrlurten lV. Klasse in der III. Klasse und gegen Lösung von Fahr-lanen III. Klasse in der II. Klasse die Fahrt v,s i'ces» 3iadmann«dorf und retour ftallfinoen kann. Jeder Fest. theilnehmer wolle bei Lösung der l?egitimlltionelarle einen Beitrag von 20 lr. zur Bestreitung der Festivitälslosten leisten. Die Theilnahme verspricht bei günstiger Wttlerung eine sehr zahlreiche zu werden. Mehrere Gäste aus Kroa» tien und Sleiermarl sind bereits eingelrofsen. — (Local bericht.) 1. Der BahnwächttrSgattin Ira Ternil in Moste wurden sieben Slück auf ihren Via» men lautende Pfandscheine gestohlen. 2. Dem Taglöbner Primus Boncar, Sladl A3, wurden Stiefel, Kotzen, Man-lcl, Leintücher u. a. ltffeclcn eniwendel. 3. Bei der Brod» verschleißerin Agnes Trampusch, Kapuzinervorftadl 7, wurden mehrere aus Diebstählcn herrührende Lemlücher un) ärarische Wäschslücke vorgesunden. Der des Diebstahls v«, dächtiqe Andrea« Heinrich Iini^r aus Iavor wurde ron ^der städlischen Sicderheilswache eingezogen. Bei d?n die«- bezüglichen Nachforschungen hat sich herausgestellt, daß im „holel Elefant" feil Frühjahr nahezu 40 l'cinllicher ent« wendet wurden. 4. Der Grunddesitzerin Maria Losmler in Sdike wurde ein schwarze» Röckl im Werthe von 7 fl. von nnbelanülem Thiiier gestohlen. 5. Wegen hizarospi'. le« wurden drei fremde Individuen von der Slcherheus» wache beanstände!. 6. Der hiesige Fohrwellsinhaber hein-rich Noval wurde von einem sein Fuhrwerk drei Tage be, nutzend.« Reisenden aus 5'ume «m 15 fl. Fuhrlohn be» trogen. 7. Wegen Uederlrelung de« Marll»Bmlaus - Per» boles wurden in der leylen Woche 14 Personen von der städlifchen Sicherheitswache beanständet und mit Geldstrafen belegl. 8. Auf dem Mehlplahe wurde ein Portemonnaie mil Varfchclfl gefunden und beim hiesigen Slaoimaziftrale deponiert. 9. Dem Grundbesitzer Joseph Kojnar au« Sne< berje gerielh auf dem Wege vom Iahrmarllsplahe bis zur peler«oorstädter Maut eine Barschaft von 16 fl. in Verlusi. 1504 — (Die Mitglieder der philharmonischen Gesellschaft) wurden vom Ausschusse des Vereines der slov. Schriftsteller zu der morgen in Vrba bei L«S stattfindenden Preiiren>^eier eingeladen. — (Für Kunstfreunde.) Von unserem vater« ländifchen Maler Ivan Franle, derzeit in Venedig, Pa. lazzo Canale, Sta. Margherita, finden wir bei sserd. Matschet in Laibach, nächst dem Rathhause, drei Kunst« werle zur Besichtigung aufgestellt, und zwar 1. ein Altar« b!alt, den ,heiligen Valentin'' und einige ter Heilung be-dUrftige Kranke darstellend. Dieses Bild ist 6 Tchuh 3 Zoll hoch und bezeugt durch meisterhafte Ausführung des KopfeS und Armes eines allen lranlen Manne« die tu'ns> lcnsche Hand. 2. „Kco6 Iiomo", und 3. cer «heilige RloysiuS^, zwei Bilder in Medaillonform, beide ausgezeichnet durch edle Form dcs Kopfes. Alle drei Kunsiwerle sind fur die Klrche der ehnulirdigen Ursulinenncn in Ai> schosiclck bestimmt. Die Ausstellung dauert nur einige Tage und wird unentgeltlich gestaltet. — Begeben wir uns einige Schritte we'tir, und es präsentieren sich uns in Karingers Handlung, Hiuplplah, zwü O.'igemald? von tüustleiiscker Hand ausgeführt. Das eine Bild bringt uns ein freundliches ländliches Geschwisterpaar in üppiger Flur mit Hlihnelsüllern beschäftigt; das andere führt uns in die feine Gesellschaft und zeigt uns einen S^lon (Entt^c) im fürstlich Llchtcnstein'schcn Schlosse zu Feldbcrg in Mähren. Beide Bilder documentieren hohe künstlerische Begabung, sind voll Leben mit entsprechen em Licht und Schatten ausgeführt und stammen au« der Hand der in der Kunstwelt wohlbekannten Malhilde (5 s ck. Die Kunstlenn besitzt von Seite des akademischen Kunstvercines in Wien die lobenöwerlhchen Anettennungen; der Kunstverein hat bereits einige Schöpfungen aus der Hand des Frl. M. Nsch zu hohe» Preifen angelaust. Die Künstlerin domicilierl der-zett in Karlstadt und will dem Vernehmen liach das Ceu« trale ihrer Thätigkeit nach Laibach verlegen; überdies ist M. Esch bereit, die zur Ansicht aufgcstelllen zwei Gemalte an Kunstfreunde preiswürdig zu Überlassen. Die todte Saifon gewählt uns Muße, die Gemälde-Revue bei den Herren Matschet und Karingcr ohne Berzug anzutreten. — (Das Institut der Landbriefträger) soll demnächst ms Leben treten. Die ländliche Bevölkerung, insbesondere jene in von Eisenbahnen und Straßen weit entlegenen Geblrgsorten, wird dieses wohlthätige Institut mit Freuden begrüßen. Diese Landbriefträger werden wahre Mvfs^onäie des Weltverkehrs, wahre Apostel der Cultur sein. In die abgeschiedensten und einsamsten Wohnsitze werden sie tägllch von den Provinzpostämtern entsendet werden, um Briefe, Zeitungen und Sendungen aller Art (auch Geldbriefe, Anweisungen, Nachnahmen :c.) abzuliefern und ent» gegenzunehmen, Marken, Couverls und sonstige Blantelte zu verlaufen, lurz alle die Dienste zu leisten und Vorrichtungen zu beforgen, die die Postbureaur leisten und besorgen — sie werden ambulante Postämter sein, die auch den einsicdlenschest Wohnenden in täglichen und regelmäßigen Verkehr mit der Welt setzen werden. Die Dienstinstiuclloneu für diese Landbriefträger sind mit muster» gilliger Erwägung aller Verhältnisse und Bedürfnisse au»» gearbeitet, und ist alle Vorsorge getroffen, daß diese neue Institution sich das Vertrauen der Bevölkerung zu erwerben und zil cthaltcu vermöge. Um das durch die verschiedenen neuen Tarifrcsormen ohnedies augenblicklich in sein n Einnahmen deirrle Postärar nicht durch das neue Institut un« gebührlich in Anspruch zu nehmen, wurde für die Dienst« leistungen der Landbriefliäger eine Entschädigung in Form von Zustellungsgebühren normiert, die ron 1 kr. (für eine Zeitung) bis zu 6 kr. (für ein Frachtstück bis .'5 Pfund) variiren. — (Für Lehre rlr eise.) Das neueste statistische Jahrbuch pro 1670 enthält, die im österreichischen Neichs-lache vertretenen Länder betvcfscnd, eine Uebelsicht über den Schulbesuch im Jahre 1868. In dieser Tabelle werden die zum Besuche der Schule verpflichteten Kinder und diejenigen, welche die Schule wirklich besucht haben, neben einander gestellt Hienach kommen in Niederösterreich auf 100 schulpflichtige Kinder 98.5"/,., welche die Schule wirtlich besucht haben, in Oberösterreich N7,1°/„, in Salzburg 99.9°/„, in Steiermart 91 3°/„, in Kärnten 84.1°/<„ in Krain 65 3°/<,, in Trieft, Görz und Gradisca, Istrien, zusammen 51.9"/„, in Böhmen 96.4"/<,. in Schlesien 95.«°/„, in Galizien 29,7«/^, in der Bukowina 20,5"/^, und in Dalmatien 28.3^. Auffallend ist der Umstand, daß in Mähren auf 100 schulpflichtige Kinder 100,0"/^ und in Tirol auf 100 Schulpflichtige 104"/„ die Schule^ wirklich besuchcnde Kinder eiusallen. Ein solches undenk-, bares Verhältnis erklärt sich daraus, daß in mehreren Ländern und in Tirol die allermeisten, nämlich 1815 halb-jährige Schulen bestehen, und daß daher diejenigen Kinder, welch? auf Gcheiß ihrer Eltern im Laufe eines Jahres zweierlei Schulen besuchen müssen, doppelt gezählt werden können, aber freilich in einer Uebeifichlslabelle nicht doppelt gezählt werden sollten. — (Ilir Gastwirthe und Weinhändler). Der Stand dcs Weinstockes kann im allgemeinen als be-friedia/üd bezeichnet werden, doch ist quantitativ nur eine schwache Mitlellese zn erwarten. In Frankreich waren die häufigen Gewitterregen von nachlhciligem Einflüsse und wird die Lese quantitativ weit hinter der vorjährige» zurückbleiben. Im Elsaß und in Baden ist der Stand der Neben günstiger und der Traubenansah befriedigend. Am Nhein haben sich die Aussichten für die niicbste Lese wesentlich gebessert. An der Mosel wird eine quantitativ nur geringe Lese erwartet. Iu den preußischen Weingegenden ivird getlagt, daß der Weinstock durch die ungünstigen Wit-terungsvelhällnisse im Herbst viel gelitte« habe, und sei das junge Holz nicht zur rechten Entwicklung gelangt, infolge dessen auch die Triebkraft eine gering: fei. In der Umgebung von Wien steht der Weinstock vielversprechend, und waren namentlich die letzten Hegen von schr günstigem Einflüsse. Aus den ungarischen Weingegenden liuten die Vcrichle verschieden. In de^l ofuer Gebirgen läßt der Stand des Wlinstockes bezüglich der Triebkraft nichiS zu wünfchen übrig, doch ist der Traubenansal) spärlich; ähnliche Berichte liegen aus Erlau vor, während aus der Um< gebung des Plattensees und in südlichen Gegenden Klagen eintreffen. Im Weingcschäflc herrscht andauernde Neg» samteit, und finden namentlich ältere Jahrgänge zu festen Preifen willige Nehmer. — (Für Landwirthe.) Holztheer als Mittel gegen die Maul« und Klauenseuche wendete man schon vor länger als 30 Jahren in der Mark Brandenburg an. Jetzt hat uuch Herr Stratton in Aylcstone (Dorchester) den Theer als sicher wirkendes Heilmittel erkannt. Außerdem verwendet er chlorsaureö Kali (ein Loth auf ein Quart Wasser) und setzt beim Gebrauche etwas Kamphcrspiritus hinzu. Bei Kälbern und Schafen wendet er davon nur die halbe Quantität an. Die einfachere Verwendung dcs Holzlheers jedoch empfiehlt, bei diesem einfacheren Mittel zu bleiben. Neueste Post. Wie», 13. September. Der Kaiser ist gestern nachmillllHs von Berlin nach Wien zunickgclchrt. Pest, 13. September. Montan wird Se. Majestät der Kaiser die Mitglieder dcr Delegation zur feierlichen Eröffnung der Session einpfalicM. München, 12. September. Einer ßlaubwüldigen Mittheilung zufolge hat Vasscr nachstehende Ministtr-liste dem Könige vorgelegt: Gaffer Ministe-Präsident und Acußcrcs, Lipowoly Inncics, Lürchenfeld Cultus. Völberndmf Justiz, Loblowitz Finanzen, Walter ssiie^. Die Entscheidung dlS Königs ist noch nicht bekannt. Belgrad, 12. September. Wie vcilautet, hat Fürst Milan den lyaranticmächten in eia/nhgndigelt Schreiben die erfolgte Thronbesteigung llol,ficicrt. Washington, 11. September. Man glaubt, daß die von dem sstnser Schiedsgericht« zugestandene Entschädigung sich auf 15 Millionen Dollars belauft. Telegraphischer Wechselcnrs vom 13. September. Papier-Rente 66.30. - Sllber-Rente 70.80. -- 1860« slanto-Anlehsn 104.25». — Banl-Nc«»,», »74. — Credit. Nctien 339. — l'<"ld«n 108 75. — «s,ll,,r 1,)7,80. — «, t jMüz.Du.' caltn 5.24',,. Nc>p!>l?°li«b'ar 8.70'/, Handel und WlkswirUchastliches. Wochenansweis ver Nationalbank. (slach § 14 der Gtalutcu und c»if Grxud der Gcsrlze vom 5>. Mai und 25eit drin Wochenauswcise vom 4. September 1872: O a u l u ° t en - U m l a u f 3l3/>61/<30 ft. — Hiclion ab: ?lm Schlüsse des Monates bar zn begleichende Forderung der Nant aus der commissionsweiscn Nesor-gunss des Hypothekar - ÄilweisulinengeschäsleS (8 02 der Gtntu-ten) l0ft.4»8 fl. lj-i^, lr. Vclblrilicn illii.^2.48? fl, 37'/, kr. — Vedellunq: Mstallschal) I27/X)8.1l)0 fl <>(1 lr. In Metall zahlbare Wechsel 5il,«0!».9,>5i sl. 05» lc.. Slaatsnole». welchc dsr Vanl a/ljüri'l!. l.ft«0,59!» fl. Escomute I4f',?7«.lZ4 fl. '.1! lr. Darlchsn ^'>/)10.3'>l)fl. <3ma.elü«!e Coupons von Gl»lldrnl!as!ilng«.' Obligalionen !5.42l fl. ^ lr,. ig>'lal!flc Pfllndlu-iefc « fi''.^)0 ft. Zllsammsn 32^,5'il.70« sl. 55 lr. Verstorbene. Tcu 7. Tcptrmber. Der hochwllrdiqe Herr 5l ^ii Jahre, in drr Polalillvorstadt Nr. 7l) gähc an, Schlcimschlage. — Äiüo» , Mlalar, Agiler, all 3l Jahre, in dcr Filial-Irrenanstall Polana-, Vorstadt 9tr, 5^ an schien Blattem. — Dem Herni Wenzel Knu-, i>n, Salllrrni.istcr in Wien lxim ltrzhcrjog Ernst, seine Frau, ^ Miiria, alt A« Jahre, iu der Orablschavoisladt Nr. i>^ an der , GehiriilälülNüiq. ! Dcn « Sepleinl) cr. Dem ssran, Panschrl. Manrer. ft,» Kind Josef, alt ^ Jahre und 5> Monate, ui der Hladlcz?y: Vorstadt 9ir, '-i'.» an der Gehimlälimmia,. — Herr P.ler Fran- lclli, Victillllieiihändler, alt ^7 Jahre, in der Kralmivurstadt , 3ir. A0, a» ^ulluziorlciu^iti«. Aiilo» Koilianii, Ml ber, alt , 73 Jahre, ill der Kralauvorstadt Nr. Jahre, in der Polaiiavoistadl ! Nr. 13 am Zehisicdcr. — Johann Mazovml, Spinner, alt Il-j l Jahre, in der Polanavorstadt Nr. 95 an der ^'nligensucht. Dtu I I. G ep le m be r. Josef Iermann, Keuschlerssohu, alt 1!» Jahre, im Eiuilspilal am Zehrficlier. Den 1^!. September Dem ssran; Zupaniit, Schuh« ! macher, s,i„ Kind weiblichen (Äeschlechtei«. alt U'/, Stnuden. nolh« getauft, in der Stadt Nr. ?»j ait der Apoplexie. — Assnes Do- liuäel, ge>u:seue Köchin, alt 6l. Jahre, ,n dcr sladt Nr. 76 a» der (intlräflüng. Anssekomnlene Fremde. ^ Am I^i. Slplcmbcr. «l«s»,,<. I. Schuller, Handrlsm,. Goltschee. — 2. Tchnllel, Ha»dcl?m,. »,. Kren Josrf, Handelsm,, Goltschee. ..... Kren Johann, handelsm., (hotlschee. — Dr. Orutischreiber, Unter« lrai». — Schmid, Kanfin,, Klagrnsnrt. — Prager, Kanfm, Wien. — Knr,lhc>lcr, Domzale. — From, Pest. >>»t«l >''«»»'»>»». Hcrlili^, Wicn. — Hanle, Wien. — Ste»n« berc;, Beamte, (Hraz, — Majer mit ssraii, Tricst, 6ll.'Mg7^742?z^"j'l3.l windNill 7"'Nelicl 13. 2 „ N, 74I.»5 ^ '^.4 ,NO. schwach heiter , 0», 10 „M. 74! 5,^, -s-1?.z NO. schwach sternenhell' Mora/nnedtl, hcisier, wolleuloser Tass, fast windstill. D « Tagesmitlel der Wärme j- 18 l>", um 4 U' cr dem Normale, y^raütwortli^cr ^ldacttur: Igi^az v. lk l, i n m ° », r. ^ilnl'll'nl^l'l^t 2^i?„, ,2. Tcplembcr. Dcr heutige Vanlaliöw^is ermutigte die Hpecillaliou zu ucncn Engagement«, dies zwar um sa mehr. als sich auch die GcldverlMtmssc f 145».— 145 50 Depositeulillnl......113.— 113.50! ^«cunlpte-Gesillschllft. n. il. . 1042 1045 - j Franco-üsterr. V°l^l . . . . 13125 13l.50 Handelsbank.......25« 'hm. Aicstdllhn.....--.— — — Larl-iwdwiL-Baliil.....239 — 240.— DonllU-Dampfschistf. Gestllsch. , 618.- 620 — Elisabeth-Westbllhn.....254.- 254 50 Elisabclh-Westbahn (Linz - Vud« weiser Btrecle).....216.- 21?.-- sstrbiuauds.slcrdbahn . . . 2090—2095-DnflnHn:-V«rele«'V«'»« . 196 50 187 - ^rcuv?«'^^-^«?^! . . 527— 228 - lLembers-^^«.-^^^^^«^» 162 25 162 75 r:°l,d. llst^cr....... 537.- 538 - Orfiirr. Nordwcstbah,, . . .217 50 218- Nu^olfs-Äühn......179- 17950 ^elnubllrger «oh« . , . 182,50 183. - S!ll5tSbahn...... 334,5^) .'j35 - G.idbabn........213 7') 21390 Gild.norbd N-r^illb. Vahu , . 179— l«0 — ^THeißVllhu ......257- 25750 lUliüMlsche Nl>rdofll>«hn . . 166 — 16»;,25 Ungarische Ojlbahn . . , . 13350 l34,- ^,llN'.»<,y........315.25 345,5,0 ir. Vfandbrief« (flli 100 fl.) 'lüg. «st Uodm-Tredit-Nnstull Ol>lb Vaare »erlaSbcl,- zu 5 pTt. in «Kilber 103 l>0 tt3 75 ..illrl.i!udw.V.i.G.v«l.>.«m. 10^— 102,25 0«»«r. «ortzweVi«h« ... V9.75 100.—! «el» Waal, silbeub. Vohn in sillier oer,,. . 91 70 91 90 SlaatSb. T. 3"/, 5 5,lX)ssl. «! Em. - .- ____ Zlidb. G, 3", l 5it!N Frc, pr. Gtilcl 113- 113.25» Kb.-G.^200si.z, 5°«Wr100si. 94.- 95.-siiob.-Boll« 6'', (1«?0 - 7«) » 50s' Frc? pr. ?tll«. «He.u. «Usl^ Wa«« zu 100 fl. ö,N......189.50 190- «udols-Bliflnng zn 10 fl. . . 15.25 1575 WtHsel (9Mon) Veld Waare «ua.«!,nrg fllr 1s)0 fl sildd. l.Y. 9l 70 91 8<) Franlsnrt a.M. 100 ft. detto 9190 92.— Hamburg, sür 1 London.