Ptdunmtralion* - Prcisc: Fltr Laibach »»»Uiihrig . . . 6 ft. — tt. Halbjahtig . . . 3 „ — „ iitierleljahrig. . . 1 „ 80 „ ttonatli* . . . — „ 60 „ Mil ter Post: Donzliihrig . . . 9 ft. — tt. Halbjiihrig . . . t „ 60 „ «ietteljLhtig. . . i „ »5 „ Auftellun, in# HauS eierttl- iiihtig 25 tt., monatlič 9 tt. Hinzelne 'Jlummetn 6 tt. Laibacher Nr. 2W. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht beriicksichtigt; Manuskripte nicht zuritckgesendet. Montag, 4. Oktober. — Morgen: Placidus. Utlakiion: 8abn»clgafit 8lt. 131. tipttilion lllld 3nftrattn flat tan: »ongtetzplatz 'Jit 81 kBuchhandwng eon 9.0. kleinmaet * F.Bambetg) Zuscrlionsprcisr: lit die ein(palti(je Pet!I,eiIe S tt 6ei itoeimaligct Einlchaliung a Mr. btctmal a 7 tt. 3n|ertion6ftcm»eI icbeflmal 30 tt Lei gtiitzeten 3n|etaten nnd iftcret 6inf<4 altitna eutsptechendet UtaSatt. 1869. Aus bcm Landtage. (Schluh.) Die in Druck gelegte Mittheilung des Acker-bauministcrs, cntholtend die Griinde, warum bcm im Borjahrc beschlosiencn Gefctzcntrourfc fiber die Vertheilung der Gerneinbe-Hntrociden und Wechscl-grundc bit a. h. Sanktion verwcigert rourbe, roirb fiber Antrag Dr. Tomans bcm volkswirthschaft-lichen Ausschusse zur roeitcren Antragstellung zuge-wiesen. Writers iibcrwics bet Landtag bie oorn Lon-desausschusse befiirwortete Petition her (Scmeinbe Lascrbach urn AuSscheidung auS bcm Gerichtsbezirke Rcifniz unb Einvcrlcibung nach Voas an ben Ber-fasfungsausfchnh, ferner ben Bericht beS Lanbcs-ausschusses uber bic kiinftige Organisirung des Museums. das Gesuch dcS Arztcs des ZwangSarbeitS-hanscs Dr. Karl Blciwcis um Glcichstcllung mil den Primarien der Wohlthatigkcitsanstaltcn, und die Borlage des LandcsausschusscS, betrcffend die Uebcrnahmc dcS RealschulfondeS, an ben Finanz-ausschuh. Schon seit Jahrcn pctitioniren bic Gemeinben des StratzenkonknrrenzbezirkeS Planina um Bcwil-liguns, einer Strahcnmauth in Rakck, unb e« hat ihr Vcrtretcr, Abgeordneter Koren aus Planina, biefen Gegcnstand scbon zu wiedcrholtcn malcn im landtage zur Sprache gebracht. Dcr LandcsauS-schuh befiirwortete in Folge cineS im Vorjahrc ge« fahtcn LandtagSbeschluffeS bcren Gesuch bci ber Lan-dcSregierung, biefc ging jedoch darauf nicht ein. In der jctzigcn Vorlagc dcS LanbcSausfchuffcS wird »utzer einer Subventionirnng von 500 fl. pro 1870 aus bcm Landcsfonde beantragt, ber Landtag moge sich nochmals bci ber h. Regicrnng um BcwiUiguug dicscr Strahcnmauth zur Erhaltung ber Konkur-renzstrahen von Rakck ubcr Zirknitz bis Oblocik mit ber Abzweigung nach Vigaun, femer jcner von Rakck bis Planina unb der Maunitz-Adclsberger Strahe verroenben. Der Regierungsvertre ter spricht sich PrinziPiell gegen bic Einffihrung von Strahcnmau-then auf Koukurrenzstratzen aus; im vorliegenben Falle roirb bic Armuth der Gemeinben als Haupt-grunb Hicfur angeffihrt, doch find Mauthen sicher-lich fcin Mittcl zur Erhohung bcs Berkchrcs und bcs Wohlstandcs citicr (Scgcnb, fie vertheuern vicl-mchr bic Lebensmittel. Ucbcrall, wo noch cinc Slrahcnbcmauthung cxistirt, ,st man bestrebt, sie aufzuheben, erst juiigst hat ber Bauausfchuh bes nicdcrostcrrcichischcn Landtagcs bic Aufhcbuug ber Mauthen als bic ungcrcchtcstk Gattung ber bi ref ten Stcucrn beantragt. Dr. Costa entgegnet hierauf, batz bie bcsagte Strahe besonberS fiir bic Ausfuhr bes Mcrfantil-hvlzcs und fast gar nicht fiir die Zufuhr von Le-bensmitleln beniitzt roeibc, daher auch burch Errich-tung einer Mouth feine 23ertheucrung ber Biktua-licn in jciicr armett Gegenb zu beforgen ist. Ucbri-gen« Habe man im Vorjahrc 1000 fl. als Subvention fiir biefc Strahc beroiUigct. Hromel' rnacht auf die gefahrlichcn Kvnsc-quenzcn ber Befunvortuug von Slrahenmautheu unb ber Bewilligung alljahrlich rcicbertehrcnbcr Subventionen ausmcrkfam. Die vorjahrigc Untcr-stutzung ist als ein Landcsbeitrag fur bie mit groben Kosten erfolgtc crftc Stratzcnanlage anznsehen. Dcr komnicrzicUe Bcrkehr soll bekbt unb nicht burch Maulhschranken gehemmt werden, in dcr lebhaftcn Frequenz dcr Strahe findet die Bevvlfcrung ein neues Mittcl ihrer Subsistenz. Die Strahe von Oblokik nach Rakek ist gut ongelegt, fast ganz in der Ebene anSgefuhrt, zur Befchotterung steht ein anSgezeichncteS Strahenmatcrialc zu Gebote. Der Kvnkurrenzbezirk Planina ist bezuglich der Erhaltung der in feinem Rajon gelegenen Strahcn, deren Lange bcilansig 22.000 Klafter betrdgt, vicl gun-stiger gestellt, als andere Konkurrenzbezirke in Ober-unb Unterkrain, so z. B. Krainburg, Stein. Tref-fen, letzterer hat 44.000 Klafter an Strahen zu erhalten, unb bennoch beziehen biefc feine Landcs-fubvention. Das Strahenfonkurrcnzgefctz geftatte fiir auherorbentliche Fallc Mauthen unb nur fiir Kunstbauten Subventionen aus bcm Landesfonde, beides fei bei ber Rafcfer Strahe nicht ber Fall. Dr. BleiwciS beruft sich darauf, dah auch bit hiesige Landwirthfchaftsgefellfchaft, von ber Re-gicruttg um ihr Gutachten befragt, iibercinftimmettb mit ber Filiale Planina, sich fur bie Errichtung einer Strahcnmauth crfldrt Habe.* Das Strahen-gefetz stelle ja fclbst bic Mauthen als cinc EinnahmS-quclle zur Erhaltung ber Strahen auf. Dcr Libc-ralismus verlange zwar, bah bus Prinzip ber Mauthen fallc, both dies fei nngerecht, man bclaftet btejenigen, melchc von ber Strahe fcinen Vorthcil zichcn, nnd befreit jene von atlem Bcitrag, benett allcin die Strahe zu Gute fommt. Dr. Toman ist im Prinzipc gegen jede Be-rnauthung der Reichs- und der Konkurreuzstrahen, jedoch tueil die Rafefer Strahe nicht so sehr von den Be-wohnern bes Konfurrcnzbczirfcs, sonbern von jenen ber angrenzenden Bezirkc beniitzt roirb, so finbet er biefc AuSnahmc gerechtfertigt. Bewilliget man bie Mauth, so roirb die Strahe in beffcrem Zustande erhalten rocrbeu fbitnen unb bic fremben Fuhrlcutc werden gcrne Mauthgebiihr bczahlcn. Rachbcm znm Schluffc ber Dcbatte ber Be- Imilleton. Reisebriese aus Tirol. VI. 58on Schetlcbcrg an gcht bie Bahn roieber lm Eifadthale unb hat bald bic Hohc des Passes "reicht. Zuerst fommt das „0rennerbab," cinc perme, roelchc von Gichtkranfen befucht roirb, boch scheint uns bas Klima bes Brcnnerpasfes im Ge-8enfatze zn feinem Kurzwccke zu ftehcn. Jnbeffen bad ..Babl" immerhin Fortfchrittc in feincnt ”?toieur gemacht, zum Bewcifc, bah es geftcigert ^"spruch genommen roirb. Lints fommt ein •^nsserfaa von ber HShe heruntergeftiirzt, bas ist ®er Urfprung ber Eifack, bann fommt bas Post-yflus bes BrcnncrS unb ber Bahnhof. Das Post-^us steht gerabe an ber Waffcrfchcibc. Das gaffer ber Siibseite sallt noch bcm abriatifchen, ®fls Wasfcr ber Nordscitc nach bcm schworzcn ,etre Qb, ja ber Volfsmnnb macht bas Verhiilt-noch anschaulicher unb behauptct, bas Wasfcr °er Dachtraufc des Posthauscs fallc fiidlich zur ^°ria, nordlich zum Pontus hinnb. Die Bahn beginnt nun zu fallen, ber still t«umenbe, bunfle Brennersee liegt unter uns, bie Poststrahc lSust in Windungcn ftcil hinunter nach GrieS, die langsam abfallende Bahn gcht auch bahiu, doch fommt fie hoch oben heraus, fo dah GrieS lief unten im Thale liegt. Hicr bictct bem ent-ziicktcn Augc sich ein fchSner Einblicf in daS Ober-thal, deffcn Hintcrgrund von ber fchlanfen Spitze bes Sribulaun abgefchloffen roirb. Sobann verloht bie Bahn abcrmals bas Hauptthal und gcht in daS Folfcrthol hinein, von wo man ins Schmirn-that fommt unb con da fiber einen Uebcrgang, bas Duxerjoch, noch Dux unb ins Zillcrthal hin-flber fteigen fann. Die Bahn gcht bis St. Jobof hinein, von too man obcrmals einen fchSncn Ein-blitf in dos Hochgebirgc bes Schmirntholes ge-roinnt, ubcrsctzt bas Thol auf cinem Damme, macht obermols bie Kurvc in einetn fteineren Tunnel unb fchrt roieber in bas Sillthol zurfick, um von Stoffloch an bosfclbc nicht mehr bis Innsbruck zu verlaffen. Es fommt Stcinoch unb Motrci, bie alte Romermanfion, unb ber Thaleingong des schSnen Gfchnitzthalcs; bie fiber 10.000 Fuh hohc Habicht-fpitzc forbcrt fuhne Bcrgstcigcr fecf heraus, ob sic einen Gang roagen I Wohl gelfiftet es uns, ber fecfcn HcrouSfordcrung zu cutfprcchcn unb jene Wonbc zu etfUmmen, roo nur fetten bes Mcnfchcn Fuh hintritt, roo aber ber Berggeist ben kiihnen Einbringting ffirstlich cmpfangt unb ihn hinein- fchcn taht in bie Wunbcrroclt fcincs RcichcS, roie cinstcns aOiofcS ber Blick nach Kanaan gcroiihrt rourbe, ben Blick in bie Gletfcher bes Stnbaicr-thalcS, bcs Octzchalcs, bcs Ortlcs, bcs Grvhglock-ncrs unb bcs ZillcrthalcS. Doch bie Zcit ist fiir Touristcn, roelchc innerhalb bcs RahmcnS cines „UrloubcS' reifcn, zu bemeffen, roir begrfihten den alten Bckaiinten von der Fcrne unb fuhrcn in ben Schlohtunnel von Motrei hinein, unter welchem bie Sill kbenfalls burch einen Tunnel gclcitet roirb unb jenfeits bes Tunnels mit Macht hervorftfirzt, einen gerooltigen Wafferftraht, ber on einem Steine obprollt, in bie Hbhe fchteubernb. Bon Matrei ftthrt cine Poststrahc nach Hall zum Salzexport, unb ba felbe stets ben Einbuchtungen bes Bcrgab-haugcs folgt, unb ununterbrochen hinein unb hin-auS sich roinbet in ber Form eines gebogen gchal-tenen Armes, so Hat bie Strahe ben Narncn ber „Ellbogcn" erhalten. Der Bahn aber fann bas etmtibenbe Ellbo» genspiel nicht behagen, fie gcht gerabe aus, sie fuhrt Stiitzmauern von der Thalfohle in schroindelnde Hohc hinauf, um ber Einbuchtung zu begegnen, bie zu roeit vorspringende GcbirgSfantc burchbricht ein Tunnel, unb fo ist nun die Bahn on Bau-objeften reich ; Tunnel an Tunnel reiht sich on, stets neue Bilder touchen auf, das Stubaithal unb ber richierstatter Dr. Costa noch besonders hervorgehoben, dah bereits im vcrflossenen Jahre dieser Strahe ohne irgend eine Einsprache die Subvention von 1000 fl. bewilligt rourbc, nahm der landtag die Antrage deS Lanbesausfchusscs unverandcrt an. Als letzter Gegenstand der TagcSordnung tarn ber in einem sonderbaren Sprachengemisch von beutich und slovenisch abgefatzte und vom Berichterstatter Oberbergralh Lipolb vorgetragene Berichl deS volks-wirthschaftlichen Ausschusses iiber die Antrage des Landesausschusses in Betreff der Forstaussicht in Kram zur Berhandluug. Bei der nochmaligen Be-rathung wurden im wesentUchen die Antrage des Landesausschusses angenommen und nur mit einigen Zusatzantriigen veruieht. Die Antrage bee volks-wirthschastlichen Ausschusses lauten: 1. Bon der Einsiihrung der DistriktSsorster lst vorlSufig Umgang zu nehmen. 2. Die k. k. Regierung ist abermalS zu ersuchen, die ungebuhrlich long yinauSgeschobene Servituten-Ab-losung baldiflft zu beenden uub in dieser Beziehung das hiezu nothige Beamtenpersonale insbesonders im RadmannSdorser Bezirke zu vermehren. 3. DaS mit kaiserl. Patent vom 3. Dezember 1853 eingesuhrte Forstgesetz ist nach den Bediirf-nissen der Herzogthnmes Krain abzuandern und da-rin filr die Aussicht der Forste Sorge zu tragcn. 4. Der LandeSansschuh wird beaustragt, im Einverstanduisse mit der Landes- und Reichsregie-rung fUr tin ueues Forstgesetz Sorge zu tragen und wo mSglich selbes schon dem niichften Landtage vorzulegen. 5. Die LanbeSregierung ist zu ersuchen. )ic mSge die Bezirkshauptmannschaften ermahnen, datz selbe mit Riicksicht aus 8 23 deS Forstgesetzes cine erfolgreiche Aufsicht der Forste nicht unterlassen. (j. Der LandeSansschuh wird beaustragt, im Wege dcr Gerneinden die Eigenthiirner und Nny-nietzer dcr Waldungen zu bclehren, in welcher Weise nach dent Fostgesetze mit dern Waive vorzugehen ist. Der RegierungSvertreter wendct sich zunachst gegen den PassuS ..der uugebuhrlich lann hinauSge-schodenen Servitutenablosung," indeiu er ziffennahig dereu Resnltate im letzten Jahre nachweist. Jin nachsten Jahre schon wird die Arbeit in den 58c« zirken Laibach, Gurkseld, Rnbolfsroerih, Tschcrncrndl, Gottschee und Planina beendet sein. In AdelSberg wird die nachtragliche Ermittelung von Waidaqni-valenten wcgen Mangel an sachvctstanbigen cm Jahr mehr in Anspruch nehmen, in Radmannedors fanti die Finalisimng erst mit dem Jahre 1872 ersolgen. Wcgen Berathnng eines Forstgesetzes wnrde hencr cine Enquete von ihm einberufen. Beziigiich der Ucverwachung der Walder durch die Bchordcn alte Schonberg werdeu sichtbar und der stolze Bo-gen der Stefansbrucke, welche den Rntzbach und die ganze Thalweite uberspannt; die Schupfen, ein Gasthaus, in welchem Andreas Hoser sein Haupt-quartier ausgeschlagen hatte und wahrend des Don-ners der Schlacht seinen Rosenkranz bctctc. Die Station Patsck ist erreicht, am Fuhe des Patscher-kofcls. Die Bahn senkt sich nun imrner tiefer in die Sillschlucht hinab, in dem Mahe des Sinkens die Aussicht einbiitzend, und tommt vor dent Sonnen-burgertunnel endlich zur Sill hinab, iibersctzt sie auf einrr Brucke und verschwindet hierauf in dem genannten und bald daraus im Berg Jsel-Tunnel. Nachdcm die Bahn soeben tx duukler Schlucht gefahren, rechts und links von hohen Wauden beengt, so ist es geradezu ein zauberhafter Ein-druck zu ncimcn, wenn der Zug zuin Berg Jsel-Tun-nel hinauSbraust und das geblendete Auge urplotz-lich das souuenglauzende, griin schimmcrnde, von hohen Kalkkolossen begrenzte, weite und breite Jnn-thal uberblickt, von der Martinswand bis hinuntcr uach dem Gnadenwald, und mitten drin das Ju-wel von Tirol, das schone, elegante, thurm- und kup-pelreiche, von dem Silberbande des Inn durch-strbmte herrliche Innsbruck. fci dieseu ein einschreitcnder Wirkuiigskrcis nur iiber geschehene Anzeigc von Devastationen und Forstfre-veln durch daS Gefetz cingerciumt. Don 100 Fallen jedoch betrifft kaum einer einen Forstsrevel im Siime des Forstgesetzes. ES fchlt an den nothigen Auzeigeu und an dem fur die Forstaussicht nothigen Personate. Abgeordneter Psarrer Pintar spricht seine Besriedigung dariiber aus, bah die bereits durch 15 Jahre dauernde Sequestration im Radmauns-dorfer Bezirke in 3 Jahren aushoren wird. Er entwirst ein sehr dusteres Bild ihrer nachtheiligen Folgen fur Oberkrain. Dringende Waldangelegen-heiten sollen durch volle 10 Jahre von den Beam-ten gar nicht in Angriff genom,nen worden sein, wte dies mit dem Walde tieušica der Fall war. Obwohl der Landtag schon im Borjahre eine Dcr-mehrung dcr bei der Servitutenablosung verwcnde-ten Beamten als dringend nothwendig bezeichnete, fei doth bisher hierin nichts vorgekehrt worden. Dr. Kaltenegger beaittragt die Auslassnng deS BeisatzeS ,,presilnu dolgo zavlečena-1 (uuge-biihrlich tang hinauSgeschoben) int zweiten Antrage. Er wolle fcitt Lobredner der Sequestration und der Art und Weise, wte fie ausgefuhrt rourbc, sein, ^doch das ihr zu Grunde licgeitbe Prinzip der Er-hattung des Waldes fur die Eigeuthiinrer fci ein ; richtigeS. Erst nachtraglich roerde man ihre wvhltha-tigeii Wirkungcn erfeunen. Eben der Wald Beušica, von welchem der Psarrer Pintar sprach, sei von der > Sequestration auSgcschieden worden, seitdem ist er von volligcr Lcrnichtnng bedroht, so dah zu wicder-holtcnmaten die Gerneinden sich an die Behordcn mit Einfiihrung eiiteS Provisoriums zunt Schutze jenes Waldes gcwendet habcn. | Dr. £ o m a n bejcichnct die Sequestration als jedeS Rechtsbodcns entbehrenb, denn fie hatte die ! Rechtc des Eigenthumeve nicht verletzen follen. Eine grofjt Mcngc von Bauholz fei in dieser Periode | auS der Jelouza uach Triest verflihrt worden, ročih-I rend der Bezngsberechtigte das Bauholz fur seine |Behau|ung sich taufcu muhtc. Schlichlicy erbietet sich dcr Landeshauptmaiin vom Lutidtagc in Abwesenheit seines SteUvcrtuters I das Wort, urn mittels eines pragnanten FalleS der ^ Servitutenablosung, dcr ihn als Berpflichteten be-| traf, zu konstatiren, dah die Berzbgerung des Ge° schaftes nictt so fehr durch die babei inlerveniren-Ocn Beamten gcfchehc, jonbeni viclmchr cine Folge der durch das Gefetz bis in das fleinlichstc gnmu vorgefchi'icbeiien Abroicflung fei, roelche dutch die mit-unter loufenbcit Rekurfc ungcnicin vcrzbgert roerde Dr. Kal t e negger hatte mehrere Znfay unb Abanberungsantrage zur prajiferen Fassung obiger Ausfchuhantrage gestellt, mit Eittbejiehung niehrerer die Forstaussicht behanbclnden gcseylichen iticftinumingcn, bie dorl vermiht roerden, doch blicb der Landtag bei der vom AuSfchufse beantragten Stilisirung. grohen Fehler nennen, ben ich begnngen hiittc, nenne ich eine grohe Pflicht, bie ich erfiillt Habe. Geneh« migcn Sie, Monfcigneur, bie Datbringung der ehr-surchtsvollen Gesiihle, mit roelchen ich verbleibc, in Jcsu Christo unb in seiner Kirche, Ihr sehr trge« bener unb gehorsamer Diener. Paris, 26. September 1869. Brubcr Hiazinthc." Man mclbct iibrigcns, der Papst sclbst bereite einen fteunbfchaftlichen Hirtenbrief an den Pater Hiazinthe vor, um ihn zur freiroilligen und giit-lichen Riickkehr in den Schoh der Kirche zu be-ftimmcn. Bekehrungsversuche. Dem Erzbischos von Paris scheint die Rolle nicht zu bchagcn, die man ihn in dcr Angelegenheit des Pater Hiazinthc spielcn laht. Er crflart burch seine Getreuen, bah er nach ber Beroffenili-chung bes betaimtm Briescs feinc Unterredung mit dem Pater gchabt; dah er fcrner diese LerSffentli-chung keineswegs gutgeheihen, sondern erst nachtraglich Kenntnih bacon erlangt Habe. Er sei denn auch von tiefer Betriibnih iiber den Schritt des PaterS erfiillt. Den Tadel, roelchen der Bischos von Orleans ihm bricftich crthcilt, hat Pater Hiazinthe nenerdings sehr rourdig, abet durchaus ablehnend in folgendem Schreiben beantroortct: ..Monseigneur! Ich bin sehr gerilhrt von bem Ges^hle, welches Jhnen den Brief eingegeben hat, den Sie mir die Ehre erweisen an mich zu schrti-bcn, unb ich bin sehr dankbar siir die Gebete, welche Sie siir mich gutigst verrichten wollen; aber ich kann weder die Bvrroutse, noch die Rathschliige an> nehmen, bie Sit an mich richten. Was Sit tintn Politijche Rundschau. Laibach, 4. Oktober. Die Landtage von B Shm en und M Lh-ren find erSffnet roordcn. Zwar fchlcn auch dies-mal wieder die Deklaranten, aber die Beschluhfahig-keit ist dadurch nicht beirrt. Die wichtigste Anfgabe der tiersassungSlreucn Mchrheit ist die Wahlrcform. Bon alien deutschen Landtagen ist in dieser graze eine zustimmende Antwort zn erwarten. Die Miinchener Kammer bietet bas eigeuthiimliche Schanspiel, dah sie sich iiber ihren zu wahlenden Prasidenten nicht einigen kann. Zwei Parteien stehen cinandcr schroff gegcnubcr unb be-harren jebe bei ihrcm Kanbidaten. Bereits sechs-mal rourbc ber Wahlakt vorgenommeit unb jebeS-mal erhielten die beiden Kandidaten jc 71 Stim-mett. Morgen wird zuin fiebentetunul gewahlt, wahrscheinlich wieder rcsnltatlaS, so dah wohl nur die Auslvsung der Kammer ubtig blcibt; ohtichin roirb es bent Ministerium unmvglich sein, mit dieser Summer, in ber bcibc Parteien glcich stark finb, zn rcgieren. Kaiser Napoleon befinbet sich alien Nachrich-ten zusolgc roohl unb hat roieberholt schon ben Borsitz im Miniftcrrathc gefiihrt. Ein Simptom wieder erwa-chenber Energic ist anch bic telegrasisch gemelbctc Ab-sicht ber sranzosischen Regierung, die Kammer erst im November cinzuberufcu, um nicht ban Drangen der radikalen Preffe gegeniibet fchrooch zu erfchcincn. Fur ben span ischcn 21)ton scheint, nach-bem tttinig Dom Louis von Portugal bie Thron-kanbibatur cntschicdcn abgclehnt, ber Herzog von Gcnna am mcisten Ehanccn zu habcn. Napoleon soil bamit einverstaudcn sein, wenn man seiner Aeu-herung an Prim Glaubcn schenken barf. „Nehmcn Sic. wen Sic wollen, nur nicht Montpenfier, unb befeitigen Sic bic Republik." Jnbessen inelbete ber Telegraf bas Austauchcn neuer, wahrscheinlich republi-kanifchcr Jnfurgcntenbanbcn, unb so scheint bit Atra des Friedens siir Spanien in unabschbare Fcrne hinanSgeriickt. Don gut unterrichteter Scite roirb mitgetheill, dah man in St. Petersburg allcn Etnstes mit bent Plane umgcht, ben © t at t h at te r posten im Konigreiche Polen schon in der nachsten Zeit ganj aufzuhebcn. Es foil ein Tbeil deS Weichselgonver-nements zu Citthaucn unb Reuhen geschlagcn unb sur baS iibrig bleibenbe Gebiet cin Gcnetal-GoU' verneur eingcfetzt werden. Einigen Blattern zufolge solite bie P forte iiber ben Zweck dcr Rcifc deS Fiirsten Karl von Rumanten in ahnlicher Weife roie s. Z. dem Khedive von Egiptcn gegcnubcr von ban rutnanischctt Agentcn in Konstantinopel Ertlarungen gesorbert habcn, bie dieser in befricbigcribstcr Weise gegeben hatte. Die ..Norddeutsche allgemeine Zeitung" '« Berlin tritt nun dieser Nachricht mit aller Em-schiebenheit entgegen unb fagt: „Die Reise, welch ber Flirst von Rumanicn unternommen hat, kann auf feinc Weise die Pforte berechtigen, irgenbwcW Erklarnngen zu verlangen." Bei der AnwesenheU des Fiirsten van Rumanien in Wien fiel es alls, dah derfelbe in fast bemonstrativcr Weise ben tiirN-fchtn Botschaster ignorirte unb jedes Zusarnmen-treffen mit ihm vcrmied. . Dertrag mit China unker^zetchn - Telegramm iiber Kiachta (sibirische tiinie) an f«n Bcust. Tientsin, 8.September. Bertrag untcr- zeichnet 2. September. Abreise morgen iibtr Chre-foo nach Japan. Admiral Petz. Zur Tagesgeschichte. — Se. Majestat der Kaiser Ireffen am 6. d. di., Jhre Majestat die Kaiser in am 7. d. M. in Wien tin. — Der Kaiser nahm die Demission des Prager Diirgermeisters Klaudy zur Kenntnih. — Mil Riicksicht aus die Natur der in die Kom-prteiiz des Reichsgerichtes sallenden Angelegenheiten hat Finanzministerium zur Beseitigung von Zweiseln erkliiren, dah aus die beidem Reichsgerichte vor-kommendeu Eingabcu, Duplikate, Prvlokolle, Beilageu, ^bschristen, amtlichen AuSserliguugeu, woruuter auch die Erkenntuisse inbegrisfen find, und andere Akte jene dorschristen der Stempel- und GebUhrengesetze Anwen-dung zu finden haben, welche siir die Berhandlungen ^uherhalb des gerichtlichen Bersahrens in und auher Streilsachen in Geltung steheu. — Die Kaiser in Eugenie ist am 2. b. M. drei Uhr Morgens in Venedig angekommen und hat fid) unverweilt vom Bahuhose an Bord des Dam-pfers „l'Aigle" begebeu. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. — (Die heut ige Landtagssitzung) wurde vom Landeshauptmann mit einer kurzen deut-schen und slovenischen Ausprache erossnet, worin die-ser aus Aulah der heutigen Allerhochsten Siamensseier des Glaubens, der Hossnung und der Liebe der Krainer zu jhrem Kaiser gedachte, und mit einem drei-maligen jiuio, in das die Abgeordnelen und das Publikum einftimmten, schlotz. Abg. Kotnik uberreichte cine Petition der Ge-weinden von Preher und Franzdors um Aushebung der Wassermauth in Laibach und Oberlaibach. Dr. Toman brachte abermals das Gesetz Lber die Ber-theiluug der Hutweiden uud Wechselgrunde eiu, und es wurde dasselbe als Dringlichkeitsantrag dem volks-wirthschastlichen Ausschusse iiberwiesen, welcher iibtr Antrag Dr. Costa's burch zwti neu gewahlte Mitglie-ber, Dr. Kaltenegger und Dr. Costa, verstarkt wurde. Hieraus referirte Berichlerstatter Svetec im Namen bes Bersassungsausschusses liber bie Zuschrist bes Ministers Giskra wegen ber zukUnstigen FUhruug bet Sitzungsprotokolle. Die Motivirung enthalt bie ichon in ber freitcigigen Sitzung von ber Majo-t'tdt gegen jenes Schreiben vorgebrachten Griinbe, boch tvirb schliehlich ber Antrag gestellt: Die Siz-jungsprotokollt f in b in slo ven ischer ujnd deutscher S.prache zu f.tilpre.n und zu verisiziren. Wirb ohne Drbatte rinstimmig an-gennmmen. . Writers wurbe ber Bericht des volkswirthschast-Uchen Ausschusses liber das Gesetz, worin die Organe bestimmt werden, welche znr Entscheibung berusen find, ob burch cinen Grunbtausch eine bessere Bewirthschas-tung dewirkt werde, vom Berichlerstatter Psarrer P i n-t a r vorgelesen. Das Gesetz selbst wird mit eiu paar unwesentlichen Abanderuugen in beutscher Sprache vo-tirt. Ueber ben weitern Bericht des Schulausschusses, betressenb bas Realschulgesetz, entspann sich eine langere interessante Debatte, die wir morgen ausstihrlich brin-gen toolkit, dieselbe endete mit ber Zuruckweisuug bes GesetzeS an ben Schnlausschuh. Die Sitzung bauerte bis 2 */2 Uhr. Die nachste Sitzung ist Mittwoch. Tagesordnung: Die heute nicht erlebigten Gegcnstande, ferner bas Gesetz liber Verlilgung ber Raupen und Maikaser unb zum Schutz ber nutzlichen Vogel (erfte Lesnng); Der Bericht bes Finauzausschnsses iiber die Borlage wegen Grtindung eiues Freiplatzes am Kon-servatorium in Wien; die Rechnungsabschllisse und Voranschlage des Lanbeskultur- unb Waisenstiftungr-sonbes. pro 1868 und 1870. — (To des fa l l.) Den 2. Oktober ist in Laibach ber Bau- unb Kunststeinmctzmeister J g n az Tho-rn a n n im 55, Lebensjahre gestorben. Manches kunst-volle Marmorwerf in trainischen Kirchen ging aus seiner Werkfttitte hervvr. Der Verstorbene theilte in seinem Kunftstreben bas Los Dieter talentirten Krainer, welche bet entschiebener Begabung in ihrer Ju-gend aus Mangel an Gelegenheit unb Mitteln einer hbheren Kunstansbilbung etttbehren mllssen unb spL-ter burch anhaltenben Fleih bas rnangelnbe in ihrer Vorbilbung sich anzueignen bestrebt sinv. Eine seiner vorzUglichsten Arbeiten war der marmorne Hochaltar fllr die Kirche zu St. Ruprecht in Unterkrain; bie neue Kanzel in ber St. Jakobskirche ist sein Werk, eben jetzt war er mit der marmorne« Ornamentik fllr bie aufzustellenbe Morienstatue vor ber St. Jakobskirche beschastigt. Das Leichenbegangnitz fittbct heute yiachmittags um 5 Uhr com Hause Nr. 51 in ber St. Petersvorstabt statt. — (PersL nliche Freiheit in ber M il i t ar gr e n z e.) Von einem in ber Militar* grenje reiscnben Krainer koinmt nnS folgenbe Mit-theilung zu, welche ein Streiflicht aus bie bortigen Zustanbc wirft. Unser Korresponbent berichtct nam« tich, bajj er in ber Stabt B., wo er semen Geschas-tcn harmlos nachging, beinahe eingesperrt worben ware, ba man ihtt fllr einen polilischen Agenten hiett, welcher bie Grenzer stir bie Sl us h e bung ber Grenze unb bas Ausgeheu in Ungarn gencigt machen will, was ben Ossizieren, namentlich jenen ber Ver-waltuugsbrauche, nicht konvenirt, weil sic babnrch ihre Omnipotenz unb bas gute Leben verliereit. Man fuchte ben Nciseubeu eines Vormittags, als er seine Geschaste besorgte, in alien Winkeln ber Slabt mit ben Panburen. Er mutzte sich zuiu Polizei-Kommissar unb znm BUrgermeister versilgen, welche bribe mit dem unschuldigen Reisenben ein sormliches Verhbr on-stellten, bessen Pah abverlangten unb zuruckbehielten unb ihm bie sernere Verrichtung seiner Geschaste ver« bolen. Nach langeren Debatten gaben sich die Her-ren endlich zusricben unb liehen ben Mann seiner Wege ziehen. Der ganze Vorsall wurbe bereits bent Bauus Rauch mitgetheilt. (Theater.) Das Repertoirestitck des Burgtheatcrs „Sein. Einzigstes," vom beliebten Lustjpieldichter I. gioseu, fiillte am Samstag uitfetn Musentempel auf bctrcichtliche Weise, unb sowohl das Originelle des Sujets als das vortreffliche Ziiscimmenspiel der SDiitroirfenben erhielten das Publikum bis zum Schtusse in der heitersten Stimmung, die sich in wiedcrholtem Bcifall kund gab. — Der um „sem Einzigstes" allzubesorate Alte, welcher das Her; seiner Tochter Bertha fllr sich allein in Beschlag geuommen, dessen Jnnerstes debt, toenn er von einer Heirat hort, der armc Alte, der durch seine eiferjilchtige Vaterliebe in allerlei nnangenehme, zu-aleich (omifdie Vltuationen gerath und zuletzt doch zur Ein-sicht kommt, datz ein juuges Madchenherz anch andercr Sic be bedarf, — diese originelle Figur wurde von Hcrrn Moser charaktcristisch, antzcrst trefsend und mit vicl Humor barge stcllt. — Frl. Berg gab nns ein tressliches Bild cines offcn herzigen und zugleich mit viel Mntterwitz und weiblicker Schlauhcit begabten Madchens und aefiel allgemein. Ebeufo geblthrt Frl. Glcbofs, rodche Baroncffc und „Putzi»amfell" mit viel Geschick und Grazic in sich zu vcrcinigcn wuhtc, dann Fr. Schmidts und die Hcrren Miiillcr und Gschmcid-lcr die lobendste Ancrkennung. Herr Hellwig sand cine seiner gewLhnlichcn Spielmanicr ganz anpassendeRollc und so gar cinigen Beifall. — In dem gcstcru bei Beleuchtuug des aufjern Schauplatzes in Szene gegangenen Birch-Pfeifserifchen Riihrstilcke „der Goldbauer" erhielten alle Mitwirkenden den lebhaftesten Beifall, von dem sich Herr Titzenthaler und Frk. Glcbosf den LLwenanthcil errangcn. Witterung. Laibach, 4. Oktober Gestern wehte taaiibcr cut matziger Sildwest, Abends Regenwolkcn. Heute Morgens nach 6 Uhr theilweifer Rebel. Vormittags weckselnde BewSIkung. $84 rme: Morgens 0 Uhr+ 8.8", Nachm. 2 Uhr + 16.5' (1868 + 17-2»; 1867 +14-3”) Barometer: 326.59.'" Das vorgestrige Tages mittel der Wiirmc + 16 3", um 2 6°, das geftrige + 13.8°, um 3.2" liber dem Normale Angekommene Fremde. Am 3. Oktober. Stiult Wien. Delperi, Triest. — Dr. Wenediktcr, Gottfchee. — Gersthof, Bahnbeamte, Wien. — Mai, Kfm., Frankfurt a. — Schwarz, Fabrikant, Wien. — Dr. Bi)hm, Gottschec. — Tahauer, fifm., Sissek. — Baron Alpfaltrer, jtrcutz. — Globoinig, Eisneru. Elefaiit. Petroschnig, Farmazeut, Klagenfnrt. - Im mer, Bahnbeamte, Wien. — Trautmann, Kfm., Kanischa. — Spiniic, Tcchnikcr, ^inme. — v. Longer, Gntsbesitzer, — v Poltefchi, Florenz. — Borčič, Hdlsm., Czakathnrn. — Fran Tomšič, Agram. Die Spyerei-, Material-, Fard-, Miilerallvalstr-, fin- nnb DklikariFkN-HaMullg fles Peter Lassnik empfiehlt ihr neu assortirtes Lager in nachstehenden Artikeln zu den. billigsten Preisen Mtyr Zu9ichwung ,reellster Bedienung: Tliee, Ziieher, Hair««, KafTee-Surrogate, CHoUolade, Hei«, Gcrate, («rl«H8, Saga, liinsen, Krlmen, Spelee- und Brenniilet Weluei C*iam|»nKii«r, ChateaM-Ijalltte, llocliHelmer, LlehfraHenmlleli, Mui#ltat-L«nel, J?lailelra, Malaga, Turlm-r Wermi*tli-Weln, Hiidenlieim«r, Cipro, IflalwaHla, Vliw-lauer rolli und w«i»w, Ol'ner, HleUerer, Jerusalemer, Hemelibaclier, Mu#-Itateller, JTleiieseH«r, liiiltenbcrger unil Knitter AiMbrm-h; — Liqueur« und Spirit nose m Liqueur 8_ Qest. Hypoth.-BanI.[ 80,— Eteier. E»comvt.-Bl. —____ »»is. Fcrd.-Nordb. .1 2100 2105 SLdbahn-Geicllsch. . 250.— 250.50 Saif. Elisabetb-Bahn. 185.50 185.60 Larl-Ludwig-Bahn 250.50 251.— Siebenb. Eisenbabn .ii61.— 162. Jtaif. tzranz-ZosefSb. .Ii77.— 178.— Fiinft.-Bar-ser S.-B. 173.75 174.25 Msold-Fium. Bahn . 107.50 168.50 92.50 94.— 78.50 82.60 76.- 720. 260.— 810 275 — 270. Prlorlt&ts-Obllg. Slidb.-Ges. ju 500 Fr. bto. Aon« 6 pCt. Siordb. (100 fl. I43H.) Sieb.-B.<200fl.o.W.) RubolsSb.(»oofl.o.W.) Franz-gos. (200(1.©.) Lose. Credit 100 fi. i>. W. . Don.-Dampssch.-Ges. p 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. (i'Dl. . bto. 50 fl. iS.SB. . Ofcnct . 40 fl. o.W. ©aim . „ 40 „ Palffy • „ 40 „ Clarv . „ 40 „ St.GenoiS,, 40 „ Windischgray 20 „ Waldstein . 20 „ Keglevich . 10 „ Rndolfsstifk. loo.W. Weohael (3 'Dion.) AngSb.lOOfl.siidd.w. Franks. 10« fl. ,, „ London 10 Ps. Sterl. Pari« loo Francs . Milnzen. Kail.Mlinz-Ducaten. SO-Franc«sti!lk. . . BereinSthaler . . . ©ilber . . Geld Ware 97.50 98.50 114.— 114.25 90.- 85.- 85.50 !W.— 91.— 1)1.50 92.25 157.— 158.— 92.50 93.50 124.— 126.- 54.50 55.50 34.50 35.50 39.50 40.50 27.— 29.— 32.— 32.50 3o.- 31.— 21.50 22.50 21.50 22.51) 14.50 15.- 15.50 16.— 101.75 102.— 101.90 102.10 122.50 123.70 48.70 48.75 5.82 5.83 9.78 9.79 1.79 1.80 120.— 120.25 Pfandbrlofo. | Nation. o.W. verlosb. 92.80 93.— ting. Bod.-Creditanst. 89,— 89.50 Mg.Sst.Bod.-Credtt. 105.75 106.— bto. in 383.riitfj. .1 89.— 89.50 Telegraphischer Wechselkours vom 4. Oktober, bperz. Rente Ssterr. Papier 59.60. — 6perz. Rente 6fterr. ©ilber 68.65. — 1860er Staatsanlehen 92.70. — Bankaktien 716. — Kreditaktien 256.—. — London 122.90, - ©ilber 120.15. - K. k. Dnkaten 5.83'/,„. Wir Franz Josef der Erste, »on GotteS fflitabcn Kaiser »on Oesterrcich, Avoftolischer Konig von Ungarn nnd Bohmcn :c. jc., gcbcit jn toiffcn alien Dencn, die c# bctrifst, ba§ Unč Carl Polt, Parfnmeur in Wien, (pernate, aflratntcrtpnigft vorgestellt dal, bajj er ein HaarwuchSmittel, gcnannt: Orlentallscho Krauter- Haarwuchs- unb Bartwuchs-Kraft-Eaacnz, cvfmtbcn babe, so haben Wir line, vo» bent Wnnaohe geleitet, fur das Wohl Unserer Volker nnd fiir die National - Industrie zu sorgen, unb niitzliohe Bostrebungen zu fordern, l'ewogen flcfuittcir, leraft Unserer lzonlgllchen Macht nub beson-deren Gnade dem Carl Polt, feincn Erben unb Cessionaren fiir bic qenannte (Stfinbung ein anSschlikh-lichee Privilcainm in Mmtmt nub Siebenbiirgcn untct ben gesetzllchcn Bedingungen " ' K , . .. - Bedingungen zn ertheilen. 5n ffolge dessen Wir Euch, Unseren getreuen Nnterthanen in Ilugaru unb Siebenblirgen, jeden ©trtubce , Range«, Grabce, CharaktcrS unb AmteS, bit hievon wic immer Knnbe crhalten, krast bieser Unserer Urknnbc anSbriieklich vcrorbnen unb besehlen, bafj Jhr Euch gegen Carl Polt i’ffcntlidi sowohl ale ini Gehcimei, jeber ©tijrung, Hiuberung nnb jeben Berbotce cntlialtct, hingegcn ih,» im Bcreiche UngarnS unb ©lebenblirgene ben GcnnH, Gebranck nub bic Berwertbuna Unserer tfim auabiaft bcluiffiatt-n ^Rp.ii'hiftiminrtvn unb Crrlnnfmifi fiir nt-n*»vt nnb olmc irgenb : ben Gcnntz, Gebrauch unb bič Berwcrihnug Unserer ihm gnadigst tcioiHiateu Begiiuslignngen unb ffirlaubnifj fiir gcflihert "unb welche Berkiirznng, ©lorung unb Behindernng 511 gcstatteu, vielmehr selden gegen jeglicheu ©tiirer. Berleger bicseS Unscree allerguabigstei, Privilcgiuuie >n schiitzen unb zn wahren ale Encre Ansgabe unb Pflicht erachtet unb anttiber nicht baudelt. Wir gegenwLrtigeS Priviseginm in Uuscrem Namen auesertigcn laffen. llrkuncc dessen haven u ^ r „ „ „ ____________________ Gegeben zu Pest-Ofen am zehnten November Eintauseubachtbuubert scchzig acht. Pri»ilegi»m«-Abschrist Zahl 16.764. Fraiiz .losel' in. Wir I I'illlZ JoS(‘f (ler Erstc, »Oil GotteS Gnoben Kaiser vou Ocflerreich, lionig »on Ungarn nnd Bohmeu :c. rc. Nachdem UnS Carl Polt, Parsuiuenr iu Wien, HerualS, allerunterthanigst »orgestellt bat, bafi er uadi fcineui besten Wissen nnb Gewissen ciii Haanvuchemittel, gcnannt: Orlentaliiiche Kršutor - Haarwuoha-unb Bartwuohs-Kraft-Essenz, erfunbeu bade, so I-aben Wir line bewogeu gesnnbeu, bent Carl Polt. feincn Crbcu nnb Cessionaren, fiir bic gcnannt- (Stfinbung eiu aueschlies,lichee Privileginm in ben gesamntteu SSubctn UnsereS ReicheS, uiit AnSnahme UnsereS KSnigreicheS Ungarn unb ©iedenbiirgen, untcr ben' int Patente »oni 14. Anglist 1862 enthaltcnen Bcbingungcu zu »erleihcii. ES foil ber Privilegirte uicht n»r biesee ihm allergnabigst »erliehcnen Privilegiume sich zn crfrcucn baben, sonbern Wir »erorbnen zugleich, bas, wahrend der PrivilegininSbaucr, »on dem Tagc ber osseutlichen Kunbiuachung bieser llrlunbc auge-fnngcn, sich anficr dem Pn»ileg,rten Oebermaun enthalten sov, bic »on ibut angezcigte unb heschricbcne Ersinbnng auesuiibcu, bei aSettneibung ber in ben 66 39 unb 40 llnfcrce Patentee »oni 15. August 1852 zu beit batin feftgcfcgteu Gclbstrasen bis 1000 fl. o. W. obcv in ZablungS-Unfahigkcitefallen ju beiu hiefiir zn biificnbeit Arreste zn crhaltcu. Dcn Bchorbcn, bic c e betrifft, ertheilen wir ben gcmessenftcu Bcsehl, ilber bie Haudhabnng biefe« Privilegiume unb bic bamit ecthnnbcncn Bedingungen zn wachoi. Zu besseu Bestatiguug haden Wir gegenwartige llrfuutc in Unfcreut Namen auSfertigcu unb felbc uiit llnfcrcm taifcrlicheu Onficgcl bcktaftljcu laffen. @o gefchehen m Unserer kaiferlichcn Haupt- unb Nesidenzstadt SBieit am zehnten Tagc bed MonatcS November ini Jahrc dcS HcilS Eintansenbachlljunbcrt scchzig unb acht unb Unserer Ncichc ini zwaiizigstcu. PrivilegiumS-Abschrist Zahl 20.419/3586. FlilllZ .losvf m. p. Jrljt ist bas Nunder entbrdit! Das allerneueste, beate nnd alcherate Mlttel zur IW Erhaltung- und Bcfdrdcrung des Wachsthuma der Kopfhaare und Barthaare ist untcr alien bič jcyt criflirtnben HaarwnchSmitteln einjig unb (illcin bic »oil Sr. k. k. Apoatol. Majestat dem Kaiser Franz Joaef dem Erstcn von Oesterrcich, flonig von Ungarn liub Bobmen re. ic„ init cinem aučfchliesilichen k. t. Privileginm fiir ben ganzcn Umfang ber I. f, ofterrcichifcheit ©taatcn unb bet gcfamnitcu uugarifchcu Kronliindcr uiit Patent vom 10. November 1868, Zahl 20.419/3586 unb Zabl 16.764, auegezcirtmetc _ O p i c» n <» 1 i s e li Muter - Haarwuchs - mid Bartwuchs - Kraft - Essvnz. (Wmnlerniiltel gcnannt.) Bei regclmafiigcni Gebranche unb richtigcr Anwcnbung bieser vortrcsslichcn Esfcnz, loclchc anS Krantern unb Pflanzen acprcfjt wirb, miiffen sclbst gauz kahl gewordcnc ©tcllcn bee Hanptce vollhaarig iverben, grane unb rotlie Hoare belonmicu eiuc bitnHc itarbe, liberhanpt belt crgrantcn Haaren gibt sic iljre natiirlichc gavbc roiebcc znrilck, biefelbcu fiir immer bie in bae bochste Alter vor bent ffirgraneit bcwahrenb, fiiicft beu ijaarboben auf wnndcrbarc Wcisc, bcsciligt jebe Art von ©chuppcnbilbnng binncn wcuigcn Tagcn vollstandig, vcrhiitct b»e AnSsallcn ber Haarc in kiirzester Zcit giinjlich unb fiir immer unb gibt bem Haare eiucit natiitlichen schouen Glauz. fgf Fiir Bartlose zum Bartwuelis H ift biefe Essenz ebenso vortrefflich, wie fiir das Kopfhaar, benit fic bicnt zur schnellen unb unsehlbaren Beforberutttz eiitcd vollen, lraftigen BartwuchseS, beffen Wirkunfl bei reqelmafnger unb bei rich tiger Anwenbnnq garantirt, unb bei ciucnt vier- bis sechs-monatlichen Gebranche selbst bei jnngen Lenten von sechzehn Iahren, wo noch gar teiu BartwnchS vorhanben ist, mit fichcrem Erfvlge in nnglanblich schneller Zeit gekront wirb, wie auch krankhafte Stellen nach knrzem Gebranche bieser Wnnberessenz voll-haarig werben. Ferner ist biese Essenz vvrtresflich fiir bas AuSsauen ber Barthaare, tnbem fie bas Ansfallen in kiirzester Zeit unb fiir immer verhinbert, ebenso verhinbert fie auch baS Granwerben ber Barthaare, granes Barthaar wirb bunkel unb erhalt seine natiirlichc friihere Farbe wieber. Preis einer Flasohc aammt Gebrauchsanweisung' (in 6 Spraclien) 2 fl. o. W. Mit Postversendung 2 fl. 10 kr. o. W. — Wiederverkaufor erhalten ansehnliche Percente. Fabrik und Haupt-Central-Versendungs-Depot en gros et en detail Carl Pold» Parfumeur unb Jnhaber mehrerer k. k. Privilegien in Wien, Hernals, Annagasse Nr. 15, im eigenen Hause, wohin alle schristlicheu Auftrage zu richteu fiitb, unb wo Anftrage anS ben Provinzen gegen Bareinfenbnng bee GelbbetrageS ober Postnachnahme schnellsteus effcctuiit werben. Haupt Depot fur Laibach cmziq und allein bei dem Herrn K <1 u a p <1 Malir, Parfumericwaarenhandlung in Laibach. NB. Unt bic f.!. anSschl. priv. Orientalische tranter-Haarwuchs - unb Bartwuchs Krast - Essen; echt nub unvcr-fStfcht zn bekoillmen, bittet man beim Ankanfc fich nut* an oben bczcichnctc diiebcrlagen zu wenben, unb bie echtc !. f. a. priv. Orientalische Kranter-HaarwuchS - unb Bartwuchs-Kraft-Effeuz von Carl Polt in Wien ausbriicklich zn verlangen. (287—4) Marktbrricht. Laibach, 2. Oktober. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 22 Wagen mit Getreive, 2 Wagen mit Hen und ©trotj (Hen 20 Ztr 35 Pfd., Stroh 22 Ztr. 15 Pfd ), 15 Wagen und 4 Schiffe (26 Klafter) mit Holz. vurchschnitts-prcisc. Mtt.- ivlg,.- TOE7 fl. Jr. fl. kr. fl. kr- fi. ft. Weizen pr. Mtz. 5 — 5 71 Butter, Pfund -j42 Korn „ 3 — 3 20 Eier pr. Stitck — 2 — — Gerste „ 2 60 o 6 Milch pr. Matz — 10 — — Safer 1 80 2 5 Rindfleisch, Pfd. — 22 — — Halbfrucht „ — 80 3 5 Kalbfleisch — 24 — — Heiden „ 2 3 10 Schweinefleisch „ — 24 — — 1 Hirse 2 80 2 88 Schbpsenfleisch „ — 14 — —; Kukurutz „ — — 3 10 Habndel pr. St. — 30 — —! Erdapfel „ i 5h — — Tanben „ — 15 _! Linsen „ 4 — — — Hen pr. Zentner — 90 — — i Erbsen „ 4 50 — — L>troh „ — 70 — —' Fisolen 4 — — — Holz, har., Klftr. — — 6 50 Rindschmalz,Pfd. Schweineschm. „ 53 42 — weich „ Wein, rother, pr. — 5 20 Speck, srisch „ — 30 — — Einier — 9 — • gerLuch. „ — 40 — — — weitzer, „ — 10 — Verstorbene. Den 1. Oktvber. Dem wvhljiebornen Herrn Dr. Ernst Edlen von Lehmann, k. k. Landesgerichtsrath, zugleich Staats-anwalt, sein Frcinlein Tocl)ter Anna, alt 16 Jahre, in der Kapuzinervorstadt Nr. 10 an der Lnngenlahmnng. Den 28. Oktober. Herr Jgnaz Thomann, biirgl. Stein-metzmeister und Hausbesitzer, starb im 55. LebenSjahre in der St. Petersvorstadt Nr. 61 an der Wassersucht. Dem Herrn Anton Premk, k. k. Post-Ofsizial, seine Gattin Johanna, alt 47 Jahre, in der Gradischavorstadt^ Nr. 30, an der Lnngeutuberkulose. Den 3. Oktober. Maria Pippan, Strasling, alt 38 Jahre, im Jnquisitionshause Nr. 82 an der Auszebrung, Anmerknng. Im Monate September 1869 find 67 Personen gestorben, untcr diesen waren 37 nainlichen und 30 weiblichen Geschlechts. 3. Feilb., Maria Lenassi'sche Erben Real., Stermca, BG. Adelsberg. — 1. Rogel'scke Real., Raca, 3775 fl. 90 kr., BG. Egq. — 3. Feilb. der in die Josef Zeilinger'scke Kon-. kursmasse gehiirigen Montan uud Zival Realitciten, des Herreuhanses in Reteneqg, 49.000 fl., des Birnbaumhofes 9000 fl. jc., beim Bezirksgerichte Boran in Steiermark. — fetznitz, 3091 fl. 20 kr., BG. Krainbnrg Lottoziehung vom 2. Oktober. Triest: 68 86 26 64 69. Gedenktasel uber die am 5. Oktober 1869 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Maria Lenasfi'scke Erben, Neal., Stermca, i. Adelsberg. — 1. Feilb., Kavcic'sche Neal., Ulaka, 1297 fl. BG. Planina. Am 6. Oktober. Feilb. Sartori'scke Real, Tiiffer, sammt Fabriksge-baiiden, Dampfmaschine nnd ZugehLr, BG. Tllffer. —I Rfycatcv. Heutcr Norma. Oper. Morgen: Schone Helena. Operette. Berleger und fiir die Redaktion verantwortlich: O t t omar Bamberg. Telegvamm. Paris, 3. Oktober. Das ..Journal offiziel" bringt ein kaiserliches Dekret, welches den Senat und die Kammern auf den 29. November einberuft. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bam berg in Laibach.