Nr. 8. Donnerstag, Itt. Jänner 1889. 108. Jahrgang. Mtmcher Zeitung. Vr»»n»rr,»»»o»»pre<»: Vtit Postversenbung: ganzjiihrlg fl, i», Halbjahr«, fl. 7,»0. I« «omplol«: ^ Die „Laldacher Mtuu, ' «,sch«»u» tazltch mit »u«nahm« bn Sonn» »nb ffe««t«<,e Die «d«!nlftr«t!»» «a»»jährig sl.ii, halbjährig sl. K,»o, Nil« die Zustellung in« »au» ganzlährl, ft. I. — I»lertl«»»»«»»ll y«l I befindet stch Vahnhosgasse lk. ble «eb»cti»n Vahnhosgasse ««, Sprechstunden der «ebaclion täglich von 'leine Inlerate bl« ,u 4 feilen »»»r.. „rohere v" >Is > f, ^ d,i «»teren Wi«b«h°Inn<,«n p». Zeile « l«. W IN bl« 12 Uhr vormittag«.—Nnf«»nN«l«>vr«e!' "erden n,cht »n>,«nom«el> und Manuscript» nr Entschließung vom 16. December v. I. dem Gunsten des Hauses S. M. Rothschild Moriz Dub ^ Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei "Ukrgnädigst zu verleihen geruht. Uichtamll'icher Mil. Die Lage in Serbien. Wien, 8. Jänner. Die Krise in Serbien ist vorläufig zum Abschlüsse Fracht. Der König hat seine Autor tät behauptet. Er "Man Ansehen und Einfluss gestärkt aus der Affaire hervor. DiV europäischen Staatsmänner athmen erleichtert auf. Das kleine Serbien hat ihnen in den letzten Monaten große Sorgen und ernste Stunden gemacht. Durch seiuc geographische Lage und durch seine politische Constellation ist Serbien für die europäische Friedensfrage besonders wichtig geworden. Man kann sich denken, dass, wttin in diesem Lande Unruhen und Tumulte aus» brechen, wenn dort revolutiouäre Elemente zur Geltung kommen, dass dann Oesterreich-Unqarn gezwungen sein könnte, in irgend einer Art einzugreifen, um an seiner unmittelbaren Grenze Ordnung zu schaffen. Die öster-reichisch-ungarischen Staatsmänner haben gewiss nicht entfernt die Absicht, in die Angelegenheiten Serbiens sich zu mische». Es liegt ihnen ganz und gar ferne, auf die Politik drs Königreiches irgend wichen Einfluss zu nehmen, und wenn jemals König Milan in Wien an höchster und hoher Stelle in heikler Situation um Rath gefragt hat. so hat er gewifs nichts anderes zu hören bekommen, als, er möge trachten, in gnter Art Ruhe und Frieden in seinem Lande zu erhalten, die Parteien miteinander zu versöhnen und sie zu gemeinsamem Zusammenwirken im Interesse des Friedens und des Forlschrittes zu bewegen. Aus sich selbst wird sonach Oesterreich-Ungarn gewiss niemals sich bestimmt fühlen, in Serbien zu intervenieren. Aber es gibt Situationen, in welchen man gezwungen sein kann, widerstrebend sich zu gewissen Handlungen zu entschließen, zu welchen mau aus freien Stücken nie gelangt wäre. Dergleich n hätte immerhin aus deu lehteu großen Experimenten in Serbien sich ereignen können, wrnn die Prophezeiungen der russischen Blätter, dass ein allgemeiner Umsturz in Serbien eintreten werd?, sich erfüllt hätten. Und wenn solch ein Fall eingetreten wäre, so wären die Con-seq.ienzen desselben unter allen Umständen für den Frieden verhängnisvoll gewesen, denn man kann den« ken, dass die russische Empfindlichkeit durch eine solche Eventualität aufs äußerste gereizt worden wäre. Das all's ist selbstverständlich nur akademiich gedacht und gesplochen. Im Wiener auswärtigen Amte hat man an eine solche Möglichkeit kaum gedacht, sie sicherlich nicht in Erwägung gezogen. Man hat darauf gerech» net. dass unter allen Umständen der gesunde Sinn der serbischen Bevölkerung Situationen verhüten werde, die vor allem dem Lande selbst gefährlich werden müssten. Man hat sich in der That hierin nicht verrech- net, und das ist gut und erfreulich. Man hat überdies eine Wahrnehmung gemacht, die gleichfalls nur im guten Sinne zu deuten ist. die Wahrnehmung nämlich, dass selbst von russischer Seite den Serben Mäßigung und Besonnenheit empfohlen worden ist. Nicht alle Russen waren so klug und so einsichtig. Die chauvinistischen Organe haben, wie dies tagtäglich zu beobachten gewesen, die Serben gehetzt, sie förmlich zur Revolution ermuntert und ihnen gerathen, die Gelegenheit zu be» nützen, um sich ihres Königs zu entledigen. Es war ein Glück, dass die Serben auf solche Sirenenklänge nicht gehört habm. Es war überdies ein Glück, dass solche Aufstachrlungen von maßgebender russischer Seite selbst paralysiert worden sind. Denn es ist Thatsache, dass einflussreiche russische Politiker und diejenigen, die befugt waren, die Gesinnungen des Zaren zu interpretieren, den serbischen Parteiführern, mit welchen sie in Fühlung stehen, gerathen haben, sich mit dem Könige auseinanderzusetzen und nichts gegen die monarchischen Institutionen, gegen das Königthum und speciell gegen König Milan zu unternehmen. Jene russischen Po» litiler, welche wähnten, dass die Zeit zu einem großen Coup gekommen wäre und dass die Exkönigin Natalie wieder auf den Thron zurückgeführt werden könnte, sind von maßgebendster Stelle desavouiert worden. Der officielle Gesandte Russlands in Belgrad soll persönlich seinen Einfluss bei den Parteiführern aufge» wendet haben, um sie für den König Milan günstig zu stimmen. So haben mancherlei Momente und verschiedene Ursachen zusammengewirkt, die jüngste Krise in Serbien zu einem guten und vorläufig befriedigenden Abschlüsse zu bringen. Am meisten hat allerdings der König selber dazu gethan. Seine Energie, sein staats» mä'nniscltts Geschick und seine bewunbernsnierte Meisterschaft, Perfonen und Verhältnisse zu beherrschen, haben ihm zu einem Triumphe verholfen, den er in der be» drängten Situation, in der er sich befunden, kaum mehr erwartet, konnte. Allerdings ist nicht alles abgethan, und die Zeit zum Jubilieren ist noch nicht da. Die neue Verfassung wird sich erst zu erproben haben. Es wird eine neue Regierung zu bilden sein, und es werden hiebei mancherlei Rivalitäten hart aneinandergeiathen. Vielleicht auch, dass die Nachklänge der fatalen Schei-bungsaffaire auch noch in die nächste Skupötina ein» dringen werden und dafs diese Angelegenheit die Gemüther nochmals beschäftigen und erregen wird. Der Hemlleton „Ein Mädchen". Von Arpad Verczil. II. c>.. Die gute Großmama ist mir jedoch eine warme UAprecherin. Sie tritt hin zu mir. deckt mich auf und zn. M'ch lauge, innig an: «Du armes, kleines i7"'"chen! Wurdest du 'dazu geboren? Ach. wie selbst-2 ^ ^'^ Väter! Sie denken nur an sich. Sie dala ^ ""^ "nen Knaben, der ihren Namen trägt, auf sterl, ^ .^""" -- der große Name — ja nicht aus-dar ^"nut jemand vorhanden sei, der Carriere mache, wa« w ^ '^ Eitelkeit spiegeln könne uud, wenn er h? ^deutendes leistet, sie sagen können: Das ist »Nllcl, "" "ött aus ihm ein Lump, ein Schulden» Di,?^' ^" Wechselreiter wird, wenn er im Krieg oder Pj^ frühzeitig sein Leben läset? Wie dann? Ein schaff "' "^' ^ 9""ä anders ist ein Mädchen be^ des!n ^^ Sohn. trotzdem ihm noch von der aus wird k^ Schublade beigebogcuen Cigarre schwindlig aus zn ' ^"'" b"ss er sich mannbar fühlt, weder tt n, ?'l" "^ ""s Mntter. es sticht ihn der Hafer, Herr ^ ^ Elternhaus, denn er will sein eigener Her .^^.m und sich von niemandem befehlen lassen. Gllsj ^"liche Familienkreis beherbergt ihn nur als 'l. Wu Daheim ist andetswo. lnatli^ Tochter dagegen facht die Flamme des Heiden ?". Herdes ""' sie belebt, verschönert, erheitert Hit >5 'llenziskel und erwärmt ihn in bösen Stunden lyrer Liebe. Wird sie dann ihrem Wirkungskreis entrissen — denn sie geht nicht, sie wird entführt — scheidet sie schluchzend von der geliebten Stätte, und unstillbare Sehnsucht zieht sie dahiu zurück. Ihr Heim ist das Elternhaus und bleibt es. wenn es auch einen eigenen Herd gründet. Und wenn die Eltern zu Greisen werden, wer sucht dieselben in ihrer einsamen Behausung auf, wer eilt hin zu ihnen beim Anzeichen des geringfügigsten Uebels, wer hegt und pflegt sie, wer ist ihre beste Stütze? Die Tochter! Uud trotz alledcm, wie lieblos wird sie empfangen!» Auf Papa musste diese — ich gestehe es offcn — etwas langathmige Rede, welche mich vollständig ermüdete, dennoch einen gewissen Eindruck gemacht haben, denn er entgegncte, wie zu seiuer Entschuldigung: «Aber ich habe es ja gar nicht so gemeint ...» Eine tiefe Stille trat ein. Jetzt wurde mir die gauze Situation mit einem Schlage klar. Das also war der Gruud, weshalb mein erstes Auftreteu so über. raschcnd wirkte. Als ich zum erstenmale neugierig im Zimmer Umschau hielt, tummelten sich viele Leute geschäftig um mich herum und wiederholten getäuscht und leise die Worte: «Eiu Mädchen!» Irgend eine Magd setzte hiuzu: «Ach, wenn das der gnädige Herr rlfährt!» Papa sah ich mit keinem Auge. Er war am frühen Morgen ins Amt gegangen und man musste um ihn schicken, die Großmama hatte es jedoch vorher dem Stubenmädcheu aufgetvageu, dem Diener einzuschärfen, dass dieser dem Papa gegenüber mein Mädchendaseiu mit keinem Worte verrathe. Er möge ihn nur eilends nach Hanse rufen. Papa stürzte ins Zimmer herein. Seine erste Frage war: «Ein Knabe, nicht wahr, ein Knabe?» Niemand getraute sich, ihm zu antworten. «So redct doch! Was steht ihr so versteinert da, als wär ich ein Criminal-Polizist?. rief Papa erregt. Schließlich klärte ihn Großmama auf: «Hier liegt es, küsse deine Tochter!» «Ein Mädchen!» schrie Papa tragisch auf. «Das ist unmöglich!» — «Und dennoch so.» zerstreute Groß. mama jeden Zweifel. Papa antwortete nichts, uieng hin zur Mama, küsste ihr Hand und Stirne. Mama lispelte mit matter Stimme: «Zürnst du mir?» — «Ach nein, wie könnt ich dir zürnen,, beschwichtigte sie Papa und ließ sich gedankenverloren in einen Schaukelstuhl nieder Und Papa war dennoch böse, ja gewiss, er war böse auf mich, weil ich meiner kindlichen Pflicht nicht geuügegeleistet und als Mädchen zur Welt gekommen war. Das ersehe ich schon daraus, dass er mir bislang noch keinen einzigen Kuss gegeben hat. Und wie mir ein solcher wohlthun würde! Ach. du mein Gott! Weshalb bin ich nur zur Welt gekommen! So jung, und schon vergiften bittere Erfahrungen mein kleines Herz. Und bin etwa ich schuld daran? An mir war es doch nicht gelegen. Aber jetzt ist es schon alles eins. Die Kopfhängern nützt mir nichts mehr, und ich muss mich wohl oder übel in die vollzogenen Thatsachen fügen. Neue Aefuche, zu meiner Verwandtschaft gehörig langen an. Ich werde der Reihe nach gezeigt, gewöhn» lich aber mit einem Anfluge von Geringschätzung ge» messen. Und immer wieder muss ich es hör^n: «Schade, dass es kin Knabe ist!» Diese fortwährende verächtliche Veiseiteschiebung beginnt Papa zu wurmen. Mit großer Befriedigung bemerke ich. dass er einem und dem anderen gegenüber meine Vertheidigung übernimmt. Laibachcr Fettung Nr. 8.______________________________________58 ______________________ 1y. Jänner 1889. Erfolg aber, den König Milan gegenwärtig errungen, gibt einige Garantien dafür, dass er auch in Zukunft durch eine bedenkliche Situation sich einschüchtern lassen und den rechten Weg zu finden wissen werde. Für unsere Monarchie ist kein Grund vorhanden, ihre Stellung Serbien gegenüber irgendwie zu ändern. Man war hier immer dem König Milan freundschaft' lich und wohlwollend gesinnt. Man hat an allen seinen Unternehmungen und Actionen gegenüber sympathische Theilnahme bekundet. Man hat niemals das Verlangen gehegt, in die internen Angelegenheiten Serbiens sich einzumischen und bezüglich der auswärtigen Politik des Königreiches keinen andern Wunsch gehegt, als dass Serbien die Freundschaft, die ihm die große österreichisch, ungarische Monarchie widmet, mit denselben freundschaftlichen Empfindungen erwidere. Man hat keine besondere Voreingenommenheit gegen irgend eine serbische Partei, noch eine besondere Vorliebe für irgend eine derselben gezeigt. Man hat nacheinander mit den Fortschrittlern. Liberalen und Radicalen gute Beziehungen gepflogen. Man hat alles unterstützt, was die Selbst-ständiqkeit und das Ansehen Serbiens nach außen fördern könnte. Man hat sich aber niemals für den König persönlich oder für irgend einen seiner Staatsmänner direct engagiert. Oesterreich-Ungarn steht so hoch und ist durch seine eigenen Aufgaben so vollständig in Anspruch genom« men, dass die Angelegenheiten Serbiens für die Mon« archie nur einen Gegenstand secundären Interesses oil» den können. Selbst der Sturz des Königs Milan, so wenig erwünscht er uns gewesen wäre, hätte die öster« reichisch-ungarischen Staatsmänner nicht aus der Fas« sung gebracht. Alles, was sie wünschen und erstreben, geht darauf hinaus, dass Serbien, wie es seiner Lage entspricht, loyale, freundschaftliche Beziehungen zu un-> serer Monarchie pflege. Das ist ein billiges Verlangen, das niemals zurückgewiesen werden kann und, geschähe es doch, unter allen Umständen erzwungen werden müsste. Politische Ueberlicht. (Die Delegations-Session.) Es steht nunmehr endgiltig fest, dass die heurige Delegations» Session wieder vor den Sommerferien der Parlamente, nach Schluss der Session des ungarischen Reichstages, wahrscheinlich anfangs Mai. und zwar diesmal in Wien. stattfinden wird. (Im böhmischen Landtage) gelangte vorgestern der Bericht des Landesausschusses, betreffend die Errichtung von Schulen für die nationalen Minoritäten, zur Vertheilung. Der vorgelegte Gesetzentwurf verfügt, dass überall da, wo mindestens 40 anderssprachige Kinder vorhanden sind, eine provisorische öffentliche Volksschule errichtet werde; bei 80 Kindern soll eine zweiclassige, bei 160 Kindern eine dreiclassige er° richtet werden. Wenn die provisorische Schule durch fünf Jahre besteht und bei fünfjährigem Durchschnitte mindesten« 40 Schüler verbleiben, wird die betreffende Schule für eine definitive erklärt. Die Kosten für die Errichtung und die Beschaffung der Erfordernisse und Miete trägt der Landesfonds. Die Bestimmungen über die Aufnahme der Schüler sind in der vorliegenden Gesetzvorlage nicht enthalten. (Der Kaiser) empsieng vorgestern die russische Militär-Deputation, wobei er die Uniform seines russi-schen Infanterie-Regiments trug. (Die Wehrcommission des Herrenhauses) beendigte die Berathungen über das Wehrgesetz und nahm dasselbe unverändert an. Sämmtliche vom Abgeordnetenhause beschlossenen Resolutionen wurden fallen gelassen, Der Referent für das Plenum ist Graf Falkenhayn. (Der Staats-Eisenbahnrath) hat mit Beschluss vom 29. October 1888 an die Regierung das Ansnchen gestellt, mit allen ihr zuqebote stehenden Kräften dahin zu wirken, dass die Eisenbahnen alle erforderlichen Materialien im Inlande beziehen sowie alle Arbeiten im Inlande vergeben. Das Handels» Ministerium hat nun an sämmtliche Eisenbahn-Verwaltungen einen Erlass gerichtet, womit diese eingeladen werden, auf den bezüglichen Beschluss thunlichst Bedacht zu nehmen. (Reichsrathswahl.) Für das durch die Berufung des Fürsten Adolf Josef Schwarzenberg in das Herrenhaus erledigte Reichsrathsmandat des Land» gemeinden-Bezirkes PrachatihMallern candidiert die czechische Partei den Professor am Wiener akademischen Gymnasium Dr. Johann Woldrich. Derselbe, ein geborener Stachauer. bewarb sich bei den letzten allge meinen Reichsrathswahlen im Jahre 1885 um das Mandat des Landgemeinden-Bezirkes Pisek. trat aber schließlich von der Candidatur zurück. (Die Agrarfrage.) Wie man der «Tagespost» schreibt, hat die «Vereinigte deutsche Linke> aus ihrer Mitte ein Comite! zum Studium der Agrarfrage eingesetzt. (Im ungarischen Abgeordnetenhause) unterbreitete vorgestern Minister Baross die Gesetz' entwürfe, betreffend die Uebernahme der Ersten Un-garisch-galizischen Eisenbahn und der Ungarischen West. bahn in den staatlichen Betrieb, ferner einen Gesetz« entwurf über die Regelung des öffentlichen Arbeits-wefens. Nächste Sitzung heute. (Parlamentarisches aus Berlin.) Vorgestern haben der deutsche Reichstag und die französische Deputiertenkammer ihre Thätigkeit wieder aufgenommen. Das deutsche Reichsparlament dürfte sich bald mit zwei bedeutungsvollen Gesetzentwürfen — mit der Vorlage über die ostafrikanischen Angelegenheiten und dem Nachtragscredite für die Militärverwaltung — zu beschäftigen haben. Die Zanzibar-Frage scheint die Regierung ganz im Sinne des inzwischen zum Haliptmanne beförderten Afiika-Reifenden Wißmann erledigt zu haben. Voraussichtlich wird Wihmann an die Spitze einer vom Reiche selbst auszurüstenden Schutztruppe gestellt und zum Reichscommissär in Ostafrika ernannt werden. Der erwähnte Nachtragscredit wird sich wahrscheinlich, trotz aller Dementis, auf die Artillerie beziehen. (König Milan) hat den Ministerpräsidenten Kristtt mit der provisorischen Fortführung der Staats-geschäfte betraut. Eine endgiltige Entscheidung inbetresf einer Neubildung des Cabinets wird wahrscheinlich erst in zwei bis drei Wochen erfolgen. (Aus Frankreich.) Der republikanische Gegen-candidat Boulangers in Paris, Jacques, hat ein Wahlmanifest veröffentlicht, das ziemlich nichtsfagend ist, aber den radicalen Standpunkt mehr. als ersprießlich ist, betont. Jacques, ein reicher Brantweinbrenner. ist Vorsitzender des Generalraths der Seine, dem er seit zwanzig Jahren angehört. Er ist außerhalb der Kreise seiner Geschäftsfreunde und feiner Genossen im Generalrathe wenig bekannt, gehört aber demselben Stadtviertel an, wie der durch die Wahl am 27. d. M. zu ersetzende verstorbene Abgeordnete Hude, und ist der Unterstützung der Kneipwirte sicher, deren Einfluss in Paris nicht zu unterschätzen ist. Ob er gleichwohl der richtige Mnnn ist. um das Gewicht Aoulangers auf-zuwiegen, steht sehr dahin. (Die serbische Verfassung) ist bereits in Kraft getreten. Die erste Frucht derselben wird die Pressfrriheit sein. Danach ist in Serbien jedermann berechtigt, ohne vorherige Anzeige und ohne Caution zu leisten, periodische Druckschriften welcher Art immer herauszugeben; die einziqe gesetzliche Formalität ist die Namhastmachung eines verantwortlichen Redacteurs im Blatte selbst. Hingegen bleibt die Censur fortbestehen gegen die auswärtige Presse. In den nächsten Taqen erscheint die erste Nummer eines illustrierten politischen Tagblattes. (Aus Nordamerika.) Der Senat der Vereinigten Staaten nahm in geheimer Sitzung mit 49 gegen 3 Stimmen einen Antrag an, nach welchem die Regierung der Vereinigten Staaten Amerika's jede Verbindung seitens irgend einer europäischen Macht mit dem Baue oder der Controle irgend welchen Schiff' canals über den Darischen Isthmus oder in Central-Amerlka als den gerechten Interessen der Vereinigten Staaten nachiheilig und als Bedrohung ihres WohleS betrachten würde. Der Präsident wurde ersucht, den Antrag den europäischen Regierungen mitzutheilen. (Ueber den Zwischenfall von Apia) sagt die «National-Zeitung», der beklagenswerteste Vorgang müsse nothwendigerweise zu Verhandlungen zwischen der deutschen und der amerikanischen Regie« rung führen, um endlich den Reibereien auf den Samoa« Inseln ein Ziel zu fetzen. Die dortige eingeborne Bevölkerung fei keineswegs kriegerisch gesinnt oder sonstwie schwer zu behandeln; lediglich die seit Jahren andauernden Aufhetzereien einer kleinen Anzahl Amerikaner haben die Wirren herbeigeführt, welche nun eine für viele deutsche Familien so traurige Folge gehabt haben. 3 o » u 7 (Aus Suakim.) Nach einer Meldung del Agence Havas geht das Gerücht, dass die Egyptiel vorgestern in Suakim schwere Verluste erlitten. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die römisch, katho' lische Gemeinde Kezdi.Väsärhely-Känta 100 fl. die römisch-katholische Schule in Zoorö 150 fl die griechisch-katholische Gemeinde in Berezna 100 fl die griechisch-katholische Kirche in Farkaspatak 200 fl.. die griechisch-katholische Kirche in Konczhäza. die griectM' katholische Schule in Mark und die evangelische Scbule in Pusztavecz je 100 fl.. endlich für die griechisch' kathollsche Kirche m Orosz-Kazmir 80 fl. zu spende" geruht. " — (Ordensverleihungen.) Se. Majestät der Kaiser hat seme beiden General-Adjutanten FML Eduard Grafen Paar und den Vorstand der Militärkanzle', FML. Leonidas Freiherrn V.Po pp. ausgezeichnet, inde'" er jedem den eisernen Kronenorden erster Clase ver" liehen hat. . ^/^3»"." und Kind.) Aus Trautenau wird unterm 6. d. M. berichtet: In den bei Trautenau gelegt nen, zur Gemeinde Altenbuch gehörenden sogenannte" «Grabenhausern> wohnte in dem Hause Nr 69 dl< 48jährige Witwe Barbara Than, mit ihren fünf Kindern, wovon die erwachsenen und nicht mehr schulM" 6'" ^s sabriksarbeiter ihren Lebensunterhalt srist^ wahrend die Mutter und der 10jährige Knabe Franz i" Hause dem Wergzupfen oblagen. Es werden nämlich al" Stncke aufgelöst und zu Werg gezupft, welches da"" ""der m der Fabrik Verwendung findet. Es ist da« e.n sehr mühseliger, kärglicher Verdienst. Die Witwe Tha" ÜÄ '^l k"? / Z'°^ """" "uch °m letzten Freitag "« «n^ A '!^WM und hatten bis abends schon ei-2^^^"^^"6 gezupft. Bei anbrechender N«« ^.^^^^ ""zünden. Das Phosph" Aschen des Zündhölzchens sprang ab und entzündete ^ ! ^^ ^? Stube war von den Flammen erfM ^ ^.« ^^5'^" "^ die Kleider der Witwe und ih" ! Kmdes. Neide vermochten sich nicht zu retten und würd- ^ Ä! s.p!^"w^'"" ^iilen aus dem Feuer gezoge, Ab'den Verunglückten wurden in dai Trautenau ^ verführt, wo der Knabe noch in "' e n Nach starb; auch an dem Auskommen der 37.«"" wird gezweifelt. mögen der Familie Vanderbilt jetzt 274 Mill"" , ?" b'trägt. ^ "irft ein jährliches Einkomme« °° 13,864.000 Dollars ab. Als William H. Vanderbilt °" i Insbesondere trumpft er einen jugendlichen Verwandten ab, der mit ironisch angehauchtem Mitgefühle die Bemerkung fallen lieh: «Deine Großthuerei, Alexius, scheint etwas verfrüht gewesen zu sein.» — «Na warte, lass mir die Kleine nur aufwachsen, die wird eine Ballköuigin. dafs deinen Heiden Söhnen der Kopf mit dem Verstande davonlaufen wird, aber kriegen wird sie keiner,» war Papas stolzbewusste Antwort. Ich muss constatieren, dass das in mein zukünftiges Erobelungitalent gesetzte Zutrauen meiner jungen Seele wohl that und mich mit Papas bisheriger Brummigkeit und Bärbeißigkeit theilweise aussöhnte. ... In seinem Benehmen macht sich überhaupt eine Wandlung wahrnehmbar. Je mehr ich gestichelt werde, desto wärmer wird seine Parteinahme für mich. Ja, einmal ließ er sich gar vernehmen, dass er sich freue, dass ich ein Mädchen sei, und pries mich mit eben derselben Lobrede, die Großmama erst kürzlich ihm gegenüber hielt. Trotz dieser besseren Wendung geht mir ein Umstand sehr nahe. Papa neigt sich wiederholt über mich. Ich sehe es genau ... er zaudert... er will etwas .. . er kämpft mit sich selbst... er will einen Entschluss fassen und kann sich nickt entschließen. Papa, Papa! Hältst du dein kleines Baby keines einzigen Kusses wert? Da. schau wie ich mein Mündchen spitze. Gerne wollt' ich dies mir ins Auge schauende Gesicht zu mir herunterziehen, aber ich kann nicht, ich kann nicht! Da plötzlich schlägt ein wunderlicher Ton von Momas Bett her an mein Ohr. Es ist, als wär's ein ersticktes Schluchzen. Auch Papa stutzt und schaut betten hin. «Lilla. was ist dir?» ruft er bestürzt und tritt zum Bette. «Was sehe ich. du weinst? Um des Himmels willen, diese Gmiüthsstimmung kann dir iü deinem jetzigen Zustande schaden.» Mama antwortet nicht, das Schluchzen wird leiser, nur ab und zu entringt sich aus dem Tiefsten ihres Innern ein schmerz, licher. thränenerstickter Seufzer. «Weshalb weinst du mein süßes Lieb?» fragte Papa in besorgtem Tone.' «So antworte doch!» Mama bleibt stumm. Papa bittet lange, inständigst, flüstert ihr Koseworte zu, kann aber ihr herz nicht erweichen. Großmama tritt ins Zimmer und gibt ihrem Erstaunen Ausdruck, dass Mamas Antlitz thränenbenetzt. «Ich bin in Verzweiflung., sagt Papa. «Lilla will mir nicht den Grund ihres Kummers zu wissen geben.» — «Und du erräthst ihn nicht?, fragt ihn Großmama. «Keine Ahnung!» — «Hast du schon deine Tochter geküsst?» Papa schnellt m die Höhe. «Lilla, weinst du deshalb?» Dann eilt er zu meiner Wiege, nimmt mich heraus, trägt mich hin zur Mama. aus deren Auge nur Liebe, Liebe. Liebe entgegenleuchtet. Ach, wie seelenvoll ist dieser Blick! So hat mich noch niemand angesehen. Jetzt fasst mich Papa fest. ich fühle die Berührung eines Bartes, der mich ein wenig kitzelt, und dann sagt er zu mir: «Du, mein herzallerliebstes, kleines Töchterchen!» Und er küsst mich wieder und immer wieder, bis mich sein Bart schon zu stechen anfängt, worauf ich dann natürlich in ein bitterliches Weinen ausbreche «Aber du erwürgst ja die Arme.» ruft ihm Mama zu, «gib sie her!» Und sie legten mich hin zu ihr. auf die blauseidene Aettd'cke. Mama schaut mich an... lange. . . lange, und ich höre auf zu weinen. «Bist du glücklich?» fragt Mama den Papa Und Papa küsst die Mama: «Ja wohl, mein Herz. glück, lich!' W. >. Laibacher Zeitung Nr. 8._________ 59 10. Jänner 1889. drei Jahren starb, hinterließ er 200 Millionen Dollars. Dieser Betrag hat sich seitdem in der oben angegebenen erstaunlichen Weise vermehrt. — (Dr. Wittelshöfer f) Der frühere Herausgeber der «Wiener medicinischen Wochenschrift», Dr. Leo« pold Wittelshöfer, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Dr. Wittelshöfer war wiederholt Experte be« Mich der Organisation des Militär.Sanitätswesens. — (Erdbeben.) Am 6. d. M. früh 2 Uhr 15 Minuten Budapester Zeit fand in Sissel ein Erd» beben statt. Der Stoß hatte die Richtung von Süd nuch Nord, war mit donnerähnlichem Getöse verbunden und währte drei Secunden. Ein zweites Erdbeben war um 5 Uhr 5 Minuten früh; dasselbe verlief wellenförmig in gleicher Richtung, das Getöfe dauerte 6 Secunden und nahm dann langsam ab. — (Hundert und eilf Jahre.) Mit dem 1. Jänner 1889 hat sich der jetzigen Generation eine Affer aufgedrängt, der sie in der Jahreszahl lange nicht entgehen wird. Cs ist dies die Zahl 9, welche nun durch 111 Jahre stets in der Jahreszahl erscheinen wird. — (Verlobung am belgischen Hofe.) Das Gerücht von der bevorstehenden Verlobung des Prinzen 3erdinand von Bulgarien mit der Prinzessin Henriette von Belgien beruht auf einer Verwechslung des ersteren mit dem rumänischen Thronfolger, dem Prinzen Ferdinand von hohenzollern. — (Fruchtbarkeit der Ehen in Frank» leich.) Nach einer in der «^oaäomio äv muäicins» in Paris vorgelegten Arbeit Arthur Cherd ins sind dreizehn Procent dcr Ehen in Frankreich gänzlich unfruchtbar, 24 Procent weisen ein Kind, 21 Procent zwei, 14 Pro» ^nt drei, 5 Procent vier, die übrigen fünf und mehr, «inder auf. Unfruchtbare Ehen finden sich vornehmlich m der Normandie und Gascogne. — (Schrecklicher Unglücksfall.) Montag abends wurde von dem von Mürzzuschlag nach Graz ^kehrenden Lastenzuge Nr. 126 zwischen Gratwein und Iudendorf ein unbekannter Mann überfahren. Es konnte "lcht constatiert werden, wer der Verunglückte war, da er lln vollsten Sinne zerstückelt wurde. ^ (Entdeckte Verschwörung in Bul-U.arien.) Die «Epoca» meldet ans Sofia, dass daselbst klne Verschwörung gegen den Prinzen Ferdinand ent° deckt und vereitelt worden. Als Urheber derselben werden iwei Popen und zwei in Bulgarien naturalisierte Ser» °en Namens Petrovic und Stupsic bezeichnet. ^ — (Arbeitseinstellung.) Die Arbeiter der ^achlup'schen 3wmerei und des Schmidt'schen Unternehmens für Armee.Lieferungen in Budapest haben gestern die Arbeit eingestellt. Die Polizei wurde Mvon verständigt. Die Ursache bildet die Reducierung . ^- (Vom Pariser Eiffel-Thurm.) Die Nach-"cht. dass der Pariser Eiffel - Thurm sich gesenkt habe, estäligt sich, neuen Meldungen zufolge, nicht. Das gi« uantische Bauwerk wurde vorgestern abermals den ge« aueslen Messungen unterzogen, und die Untersuchungen "aaben, dass der Thurm vollständig senkrecht geblie- «. -^ (Milder Winter in den Hochalpen.) h"feinem Hochthale oberhalb Iberg im Canton Schwyz ^chte man zu Weihnachten grüne Alpenrosen mit den schönsten Knospen, wie man sie nur Ende Juni auf Hochalpen finden kann. — (Vor dem Polizeirichter.) Nun, Sie haben diesen Rock da gestohlen, waS? — Beschuldigter, (auf seinen zerschlissenen Rock weisend): Herr Richter, , schauen Sie mich doch an. Möchten Sie einen so schlechten Rock tragen?________ Eine Milliarde Minuten. Da saßen sie vergnügt beisammen am Sylvesterabend, plauderten von, scheidenden und vom kommenden Jahre und von der Vergänglichkeit der Zeit im allgemeinen, und plötzlich wars der eine die Frage dazwischen: «Wie viel Milliarden Minulen sind wohl seit Christi Geburt schon verflossen?» Nun kann lemand dcr beste Rechner der Welt sein, wenn es einmal in die Milliarden geht, hört bald die richtige Vorstellung auf, man tommt ins Rathen, und dabei schießt man denn nicht selten gar bös neben das Ziel. Und so rielhen sie dcnn hin und her- auf zwanzig Milliarden dcr eine, auf eine halbe Milliarde dcr an« derc, und dcr dritte wollte es nicht unter einer Villion thun. Und bald wären sie ernstlich hitzig geworden, da schlug gerade zur rechten Zeit die Thurmuhr drein, und die hohen Zahlen tauchten mit so vielem anderen unter in dem süßrn Lelhrlranl, mit welchem wir uns den schweren Schritt ins neue Jahr zu erleichtern oder auch noch mehr zu erschweren Pflegen. Tagsdarauf aber fiel einem die Sache wieder ein, und der hat's nun fein säuberlich ausgerechnet uud will es hirmit zu Nutz und Frommen der Leser weiter mittheilen. Die Franc muss eigentlich so lauien: «Wie viele Minuten waren seit Br< ginn unserer Zeitrechnung in dem Augenblicke verflossen, als das Jahr 1888 vom Jahre 1889 abgelöst wurde?» Hieraus ist die Antwort nicht schwer zu finden: wir multiplicieren die Zahl der bis dahin verflossenen Tage mit 24 und erhalten so die Anzahl der Stunden; diese sodann mit 60 multipliciert gibt die Mi< nuten. Eine llrine Schwierigkeit macht uns dabei höchstens die Berechnung der Tage; denn rimnnl müssen wir doch die Schalt» jähre berücksichtigen und können nicht so in Bausch und Bogen das Jahr zu 365 Tagen berechnen, dann aber sind noch cttiche Tage in Rechnung zu ziehen von Jahren, die ausnahmsweise leine Schalljahre sind, obwohl sie solche sein sollten, und endlich erheischt das Jahr 1582 eine besondere Aufmerksamkeit, da in diesem Jahre der Papst Gregor XIII. den alten Kalender des Cajus Julius Cäsar verbesserte, indem er zehn Tage ausließ. Bis zum Jahre 1582 wurde jedes vierte Jahr als Schalt» jähr gerechnet; von da ab aber bestimmte Gregor, da auf diese Weise das Jahr etwas zu lang wurde, zweierlei: erstens sollte, um den bis dahin gemachten Fehler wieder wett zu machen, die Anzahl von zehu Tagen ausgelassen werben; dies wurde in der Weise bewerkstelligt, dafs man auf den 4. October 1582 fogleich den 15. October folgen ließ. Zweitens aber wurde bestimmt, dass fernerhin von den Jahren, deren Jahreszahlen hinten eine dop« prltc Null ausweisen, nur diejenigen Schaltjahre sein sollten, bei welchen die ersten beiden Ziffern sich durch 4 ohne Rest theilen lassen. Danach sind wohl die Jahre 1600 und 2000 Schaltjahre, nicht aber 1700, 1800. 1900, 2100 u. s. w. Wenn also nach alter cäsarianifcher Weise sortgewirtschaftet worden wäre, so wür» den wir unter den bisher zurückgelegten 1888 Jahren 472 Schalt» tage zu zählen haben; da aber im Jahre 1582 nachträglich 10 Schalttage gestrichen wnrden und außerdem die Jahre 1700 und 1800 leine Schaltjahre waren, so ist die Zahl der Schalt» tage von 472 aus 460 herabzusetzen. Und nun ergibt sich auf die Frage, wie viel Tage wir in der Sylvesternacht auf 1889 zurückgelegt haben, die einfache Antwort: 1888 x 365 Tage vermehrt um 460 Schalttage, das ist 689.120-5-460-689.580 Tage. Diese 689 580 Tags ent» halten 16,549.920 Stunden oder 992.995.200 Minulen. Seit Beginn unserer Zeitrechnung ist demnach noch leine Milliarde Minuten vergangen; cS fehlen daran noch 7,004,800 Minuten. Auch an der Schwelle deS 20. Jahrhunderts, in der Sylvester-nacht zwischen 1900 und 1901, wirb die Milliarde noch nicht ganz voll sein; eS werden vielmehr bis dahin erst 999,405.280 Minuten vergangen sein. Vollendet wird die Milliarde erst sein am 28. April 1902 vormittags um 10 Uhr und 40 Miuulrn. Da nun im Jahre 1902 Ostern aus den 30. März fällt und auf den 27. April der Sonntag Cantate fällt, fo ist dcr 28. April 1902 ein Montag. Die Thatfache aber, dass an diesem Montag die erste Milliarde Minuten vollendet wird, dürfte wohl ein hinreichender und würdiger Grnnb sein — blau zu machen, und wenn an dem denkwürdigen Tage die Männer allenthalben um 10 Uhr 40 Minuten zur Feier des großen Ereignisses fröhlich beim Frühschoppen beisammen sitzen, so dürfte wohl niemand etwas dagegen haben, denn wenn irgendwo das unumstößlich wahre Wort gilt, so ist es hier der Fall: »So etwas tommt nicht alle Jahre vor!» U, N. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Lanbesumlagen für dasIahr1869.) Se. Majestät der Kaiser hat den Beschluss des Landtages des Herzogthumes Krain zu genehmigen geruht, wornach fiir das Jahr 1889 zur Deckung des Abganges beim Landesfonde nachstehende Umlagen in Krain eingehoben werden, und zwar: 1.) ein Zuschlag von 40 pCt. zur Verzehrungssteuer von Wein, Wein- und Obstmost und Fleisch; 2.) eine Auflage von dem Verbrauche von a) Liqueuren und allen versüßten geistigen Flüssigkeiten ohne Unterschied der Gradhältigkeit per 6 fl. von jedem Hektoliter; d) allen übrigen gebrannten geistigen Flüssigleiten nach Graden des 100theiligen Alloholometers per 16 kr. vom Hrktolitergrad; 3) ein Zuschlag von 28 pTt. auf die Gesammtvorschreibung der directen Steuern, ein» schließlich des außerordentlichen Staatszuschlages, unter der Einschränkung jedoch, dass die EinHebung der Auflage auf den Verbrauch gebrannter geistiger Flüssig» leiten in Gemäßhcit der Landesgesehe vom 5. August 1887, L. G. Bl. Nr. 24, und vom 16. December 1888. L. G. Gl. Nr. 26, sowie der hiezu erlassenen oder noch zu erlassenden Durchführungsverordnungen zu erfolgen haben, — (Aus Abbazia) wird berichtet: Sonntag abends besuchte Kronprinzessin Stefanie das Concert im «Hotel Stefanie», in welchem die Violin-Virtuosin Scaramelli und Herr Gibara wohlverdienten Beifall ernteten. Die Frau Kronprinzessin sprach sich über den Verlauf des Concertes sehr lobend aus und lieh dem Fräulein Scaramelli ein hübsches Bouquet reichen. Heute, Dienstag, scheint es, als ob der Frühling in all' seiner Herrlichkeit bei uns eingezogen wäre, die Sonne scheint wärmer als im Monate Mai und begünstigte dadurch ein reizendes Fest, welches auch unser hohe Gast, die Frau Kronprinzessin, mit ihrer Anwesenheit verschönte. Es handelte sich um einen Stapellauf, nicht eines mächtigen Schiffes, sondern eines kleinen, aber äußerst zierlich und mit großem Geschmacke gebauten Bootes, Eigenthum des Baron Otto Apsaltrern, bei welchem Feste die Frau Kronprinzessin als Taufpathin fungierte. Als die hohe Frau erschien, überreichte ihr Baron Apfaltrern ein prächtiges Bouquet aus Maiblumen und Veilchen, worauf das Boot getauft und ins Meer gelassen wurde. Kronprinzessin Stefanie unternahm nun in demselben Boote, das vom Baron Apsaltrern, dem Grafen Kegle-v i ch und vier anderen, der Aristokratie angehörenden Herren gerudert wurde, mit Frau Gräfin Palffy eine Spazierfahrt, die mehr als eine halbe Stunde währte. — (Hymen.) Der unseren Lesern wohlbekannte Erforfcher der innerkrainischen Unterwelt, Herr Wilhelm Putick, k. k. Forst-Inspections-Adjunct, hat sich vorgestern mit Fräulein Marie Kritscha, Tochter des Oberlieutenants der Cavallerie a. D., Herrn Martin Kritscha, in Wien vermählt. — (Aus Ratschach inUnterlrain) schreibt man uns: Bei der am 6. Jänner vorgenommenen Re-fträsentantenwahl des hiesigen Marktes wurde wieder Nachdruck vtlbutf». H , w"^ sehend, sprach die junge Frau nicht ohne Ibn '^ '^ allerdings ein großes Opfer, das ich von ^nen fordere, aber fürchten Sie nichts. Ich werde lein "'- ^'"^ Weife compromiltieren. Es wird zu dam? ^Mlichen Scandal kommen. Ich werde mir er /-^"lhen lassen, meinem Manne zu folgen, wenn ^uli "'^ !""« unbekannten Begleiterin entfernt. Geor ^"5 'ch Ihres Schuhes nicht weiter, und Ei, ^ baucht gar nicht einmal zu erfahren, dass ^ wll zusammen hier gewesen sind.» fil^/^lauben Sie denn, dass ich mich vor ihm ^l. fragte Herr d'Artige. sich stolz aufrichtend. selea/^ — ^b^ ^^ ^^" ^ ^er ganzen Nn- ^eine N "^ z" thun. und ich will nicht, dass Sie ^ertheidiguug übernehmen.» öUziel/ "" werden Sie mir gestatten, mich zurück» solH^' gnädige Frau, denn ich finde, dass ich unter spielt ""fänden hier eine höchst lächerliche Rolle ^täl l^ ^läP" antwortete nicht; sie horchte auf ein ^l'a u)^" Stimmen, welches vom Corridor herein» ^nd V- "Ochsten Augenblicke wurde von kräftiger ll°Pfe ^e. Thür anfgestoßen, und den Hut auf dem Hia ' ?" blitzenden Aligen stand auf der Schwelle " « Gatte. Gcora/s von Listrac. bey, "'nuten hindurch standen die drei Personen in lewen Salon einander regungslos gegenüber. Der Eras war der erste, der das Schweigen brach. Er trat vollends ein und schloss die Thür hinter sich. Dann fragte er in kaltem Tone: «Was thun Sie hier, Madame?. «Ich bin gekommen, um dich zu suchen,» ent» gegnete die Gräfin, ohne den Blick vor dem seinen zu senken, «und an mir ist es. Fragen zu stellen!» «Was wagst du auszusprechen?» «Dass du in der Begleitung einer Unbekannten vom Clubhause hierher gefahren bist. Ich folgte dir und habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie du in ihrer Gesellschaft das Cafe" Anglais betratest.» «Ah!» machte der Graf. «Wohlan, ich ahnte Nehnliches und bin vollständig bereit, dir Rede und Antwort zu strhen, wenn dn mir zuvor gefälligst er. klären willst, wie es kommt, dass du hier mit diesem Herrn allein dich befindest? Willst du mir etwa sagen, dn seiest ihm zufällig auf der Treppe dieses Restan» rants begegnet?» «Es wäre dies die vollständige Wahrheit,» mischte sich Albert d'Artiae, vortretend, jcht in das Gespräch, «freilich steht es Ihnen vollkommen frei, diese meine Behauptung zu glauben oder nicht zu glauben, aber ich kann nur auf meine Ehre versichern, dass dem so ist, und bis jetzt hat noch niemand es gewagt, an meinem Worte zu zweifeln.» «Wer sind Sie, mein Herr?» wandte sich Herr von Listrac mit verächtlicher Miene an den Sprechenden. «Hier ist meine Karte; ich benölhige die Ihrige nicht, denn ich weiß. wer Sie sind. und sobald Sie mir Ihre Secundanten schicken, werden Sie mich bereit finden, Ihnen mit den meinen in regelrechtem Waffengang entgegenzutreten.» «Es sollen sich dieselben morgen bei Ihnen ein« finden, und ich constatiere mit Vergnügen, dass Sie anerlennen, mich beleidigt zu haben. Ihr Vorschlag einrs Duells kommt einem Geständnis gleich.» «Ich widerstreite dem mit aller Energie!» «Ah.» rief Georges de Listrac. nachdem er die Karte aus der Hand d'Artige's genommen, «nun be-greife ich die Rolle, die Sie hier spielen. Sie waren vor einigen Jahren Gesandtschafts.Attachi in Wien?» «Ja, mein Herr.» «Und Madame war damals an der Hofoper engagiert? Ich hörte von Ihnen sprechen, dass Sie Bianca Monti geradezu anbeteten. Wir haben folglich eine alte Rechnung miteinander auszutragen. und ich bin froh. dass sich mir hierzu endlich die Gelegenheit bietet, Wir werden uns wiedersehen!» Und sich zu seiner Gattin wendend und ihr cere« moniell den Arm reichend, sprach er in kaltem Tone: «Kommen Sie, Madame!» Vianca fühlte, dass jedes Wort aus ihrem Munde die Scene nur verschlimmern würde; so schritt sie mit einem verzweifelnden Blick auf Albert d'Artige an der Seite ihres Gatten aus dem Gemach hinaus und die Treppe hinunter. Vor dem Hotel hielt noch der Wagen, in wel» chem Viatica gekommen war. Die Dame. die er gefahren, erblickend, lenkte der Kutscher eilfertig da« Gefährt vor das Portal, und der Hotelbedienstete öffnete den Schlag. Schweigend nahmen beide Gatten nebeneinander Platz; ohne dass sie auch nur ein Wort miteinander gewechselt hätten, wurde die nacht« liche Fahrt zurückgelegt und das Palais Lislrac erreicht. Mdllchei Zeitung Nr. 8._______________________________________60^________________ ^ Jänner 1889. Herr Franz Iuvankic zum Marktvorsteher und Herr Josef Vogel zum Cassier gewählt. Bei dieser Gelegen« heit wurde über Antrag des Herrn Marltvorstehers der Beschluss gefasst, den Herrn Josef Gor up in Fiume zum Ehrenbürger von Ratschach zu wählen, und wird demselben demnächst das Ehrendiplom übermittelt werden. — (Vorspannspreis in Krain.) Der Ge-sammtvergütungspreis für ein Vorspannspferd und ein Kilometer ohne Unterschied des Geschäftszweiges (Beamten-, Militär-, Gendarmerie-, Arrestanten- und Schubvorspann, letztere jedoch mit der Beschränkung auf jene Stationen, in welchen nicht durch Minuendo Licitation ein anderer Schubfuhrenpreis erzielt wird) und des Vorspannehmers (Beamte, Officiere, Mannschaft u. s. w.) wurde für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. December 1889 mit 9 Kreu» zern für das Herzogthum Krain festgesetzt. — (Localbahn-Projecte derSüdbah n.) Die Verwaltung der Südbahn beschäftigt sich derzeit mit zwei Localbahn-Projecten, welche in erster Linie Steiermarl betreffen, aber auch für Kroatien nicht ohne Wichtigkeit sind. Zunächst handelt es sich um den Ausbau einer, die Wien« Triester Südbahnhauptlinie durchschneidenden Bahn von Gonobitz an die kroatische Grenze und nach Krapina zum Anschlüsse an die Zagorianer Bahn. Erst jüngst hat die in Marburg abgehaltene Generalversammlung des südösterreichisch-ungarischen Holzhändler.Verbandes beschlossen, eine Petition an die General < Direction der Südbahn zu richten, damit dieselbe diesen Bahnbau in die Hand nehme, und nun heißt es, dass die Verwaltung der Gesellschaft nicht abgeneigt sei, an die Realisierung dieses Projectes zu schreiten. In der betreffenden Petition wurde hervorgehoben, dass die in Rede stehende Bahnlinie im Falle der Verlängerung bis Unter» drauburg zum Anschlüsse an die Südbahnlinie Marburg-Franzensfeste und die Staatsbahnlinie Unterdrauburg-Wolfsberg den kürzesten Weg für den Absah von Holz von Kärnten und Steiermarl und die Saveländer bilden würde. Weit entschiedener hat man übrigens in den Ver-waltungslreisen der Südbahn zu dem Projecte des Ausbaues der Eisenbahn Spielfeld'Radkersburg in der Richtung gegen die Südbahnlinie Pragerhof-Tschalathurn Stel' lung genommen. Vorläufig handelt es sich um die Fort« sehung der Bahn bis Luttenberg; diesfalls hat die Süd-bahN'Direction bereits commerzielle Erhebungen durchführen lassen, und dieselben haben jedenfalls ein befrie« digendes Resultat ergeben, denn die Direction hat beim Verwaltungsrathe einen concreten Antrag auf finan« zielle Betheiligung bei diesem Unternehmen eingebracht, welches außerdem vom Lande und den interessierten Bezirken subventioniert wird. Die weitere Fortsetzung dieser Bahnlinie nach Friedau wäre dann nur eine Frage der Zeit, und es könnte dann dieselbe als nördliche Fortsetzung der Zagorianer Bahn angesehen werden. — (Concert Fischer.) Per bestbekannte Con« trabassist Herr Fischer aus Wien veranstaltet Sonntag, den 13. d. M., im landschaftlichen Redoutenfaale ein Concert, an welchem aus Gefälligkeit auch Fräulein Louise Danes, Ritter von Ianuschowsly und der Män< nerchor der Laibacher Citalnica mitwirken werden. Programm: 1.) E. M. Storch: Großes Concert für Contra« bass — Herr Fischer. 2.) Kriztovsti: «Utonula», — Männerchor der Laibacher Citalnica. 3. 2) G. Botesini : Elegie für Contrabass, b) L. van Beethoven: Arie Die Zofe wachte noch und hallte im kleinen Salon der Rückkehr ihrer Gebieterin; im Kamm brannte ein helles Feuer, die Lampe verbreitete helles Licht. Bianca sagte sich beim Eintritt in diesen wohnlichen Raum unwillkürlich, dass sie klug daran gethan hätte, denselben nicht zu verlassen. Sobald die Zofe ihre Gebieterin des Sammtpelzes entledigt hatte, entließ die Gräfin dieselbe und nahm auf einem Fauteuil Platz. Georges, der ihr gefolgt war, beobachtete jede ihrer Bewegungen, aber kult ruhten seine Augen auf der Frau, die seinen Namen trug; diese Blicke verkündeten nichts Gutes. «Vor allem erörtern wir eine Frage,» leitete er, nachdem die Thür sich hinter der Zofe geschlossen hatte, das Gespräch ein. «Du behauptest, nicht mit Herrn d'Artige in das Cafe' Anqlais gekommen zu sein. aber du kennst ihn schon seit langem. Ich habe lhn im Zwie-gesp'äch mit dir überrascht, und bin es mir selbst schul» diq, ihm eine Lehre zu geben; ich werde mich folglich mit ihm schlagen, und hoffe ihm für seine Insolenz einen tüchtigen Hieb versetzen zu können.» «Das wirst du nicht thun!» sprach die Gräfin bestürzt. «Ich werde es thun. Doch darum handelt es sich jetzt nicht. Ich wünsche jetzt vor allem zn wissen, was dich dazu bewogen hat, mein Thun und Lassen auszukundschaften?» «Ich harrte deiner seit langen Stunden und fühlte mich endlich beunruhigt.» «Woher wusstest du aber, dass ich im Club sei?» «Dein Freund. Herr von Moulieres, kam, um mir davon Mittheilung zu machen; er war es, der mir rieth. dich im Club aufzusuchen.» (Fortsetzung folgt.) aus der Oper «Fidelio» für Contrabass — Herr Fischer. 4,) Rossini: Arie aus der Oper «Der Aarbier von Sevilla» — Fräulein Danes. 5.) Sarasate-Fischer: Faust-Phantasie — Herr Fischer. Die Clavierbegleitung besorgt Herr u. Ianuschowsty, Preise der Plätze: Cercle-Sitz 1 fl. 50 kr., Parterre-Sitz 1 fl., Gallerie-Sih 60 kr., Entree 50 kr., Studentenbillets 30 kr. Anfang um 7 Uhr abends. Karten sind bei Herrn Hugo Turk und abends an der Casse zu haben. — (Li^talnica in Stein.) Zum Präsidenten der Steiner Citalnica wurde Herr M. Novak, zum Vicepräsidcnten Herr Dr. K. Schm idin ger, zu Aus» schussmitgliedern die Herren: A. Arrigler, I. Faj. diga, L. Styasny, Franz Se nicer, G. Sla-bajna, A. Medved und A. Fazan gewählt. — (In dem Bora-Gebiete) wurden zahl' reiche Häuser ihres Daches beraubt, unzählige Fensterscheiben zertrümmert, Schornsteine herabgestürzt. Den Andreas Glav an aus Kostrena bob die Bora drei Meter hoch in die Luft und schleuderte ihn sodann zu Boden, wobei er sich die link Hand brach; einem Kutscher wurde ein ganzer Bretterhaufen an den Kopf geschleudert, und der Aermste erhielt schwere Verletzungen. — (Abstinenz?) Der Fortschrittsverein in Tüffer hat beschlossen, es sei an den Abgeordneten des Wahlbezirkes, Herrn Dr. R. Foregger, das Ersuchen zu richten, im Vereine mit den anderen Abgeordneten der Opposition die Frage in Erwägung zu ziehen, ob es nicht an der Zeit wäre, den Reichsrath zu verlassen. — (Unglücksfall.) Wie man uns aus Adelsberg berichtet, beschäftigte sich in der vorigen Woche der 13jährige Knabe Maximilian Trost von Slap vor dem väterlichen Hause mit dem Holzhacken. Nach kurzer Zeit kam der 9jährige Johann Nussdorfer dazu und stellte sich knapp neben dem erstgenannten Knaben auf; plötzlich entglitt die Hacke den Händen deS Trost und traf den zuschauenden Johann Nussdorfer derart unglücklich in den Unterleib, dass dieser sofort zusammensank und nach vier Tagen an den Folgen der Verletzungen starb. — (Kohlen werk Trifail.) Im vergangenen Jahre hat das Werk Trifail seit dem Bestehen zum erstenmale die Erzeugungssumme von sieben Millionen gallcentner überschritten. — (Professor Strakosch) hat vorgestern im Cursalon in Abbazia einen Declamations»Abend gegeben, welchem die Kronprinzessin Stefanie, Erzherzog Johann und ein sehr zahlreiches vornehmes Publicum beiwohnte. Nach dem Vortrage richtete die Kronprinzessin eine Ansprache an Stralosch, in welcher sie bemerkte, «dass es sie in hohem Grade interessiert habe, Strakosch zu hören». — (Ein Hahn mit vier Füßen.) In der Auslage des Herrn Zifferer in Klagenfurt befindet sich derzeit ein ausgestopfter Haushahn mit vier vollkommen ausgebildeten Füßen — eine Abnormität, die auf einem Gute in der Umgebung Klagenfurts großgezogen wurde. Munst «nd Aiteratur. — («Erstes osterr.r Augenheilkunde an der Universität Graz. Das Herrenhauscomite' nahm die Wehrnuvelle an, lehnte jedoch die bezüglichen Resolutionen ab. Nagusa, 9. Januar. Wie aiis Cetinje verlautet, wird sich Fürst Nikolaus von Montenegro demnächst nach Petersburg begeben. Die Ankunft daselbst soll schon um die Mitte diesls Monats erfolgen. Berlin, 9. Jänner. Die Vrrlobunq der Prinzessin Alice von Hessen mit dem russischen Grohfürst.Thron-folger ist bevorstehend. Berlin, 9. Januar. Dem Vundesrathe ist ein Gesetzentwurf über die Gerichtssprache in Elsaß-Lothringen zugegangen, welcher die letzten vom Gerichts-verfassungs-Gesetz noch zugelassenen Ausnahmen für die Reichslande beseitigt und für gerichtliche wie außergerichtliche Streitigkeiten die deutsche G^schäftssprache fordert. Auch die Geschäftssprachc der Notare soll in Zukunft das Deutsche sein; nur für gewisse Ausnahmen bei letztwilligen Verfügungen wird das Französische zugelass.n. Paris, 9. Jänner. Floquet ist es nicht gelungen. Clemcnceml's Wahl zum Kammer, Präsidenten durch. zusetzen, da Meline, der Candidat des Centrums, nach dem dritten Wahlqange mit 253 Stimmen wiedergewählt wurde. Clemeiiceau trat nach dem zweiten Wahlgange zu Melme's Gunsten zurück und verhinderte hkdllrch die Wahl des Vonlangisten Andrieux. welchen die Rechte protegierte und auf welchen 149 Stimmen firl'N. Madrid, 9. Jänner. Auf der Dienststiegeim Königspalais platzte eine Petarde, wodurch etliche Fensterscheiben eingedrückt wurden. Sofia, 9 Jänner. Die Regierung schloss die m«» gesetzlich gewählte Synode, damit der Exarch neue Wahlen vornehmen lasse. Die Regierung ordnete einen Samtätscordon gegen Provenienzen aus Adrianopel wegen der dort herrschenden schwarzen Blattern an. Der Eisenbahnverkehr ist ungestört. Volkswirtschaftliches. Vatbach, 9. Jänner. Auf dem heutigen Marlte sind erschie-nen: 7 Wagen mit Getreide, 5 Wagen mit Heu und Stroh, 14 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preisc. "ill.° N.n.' Ml!,. Mz-n.>ll n,jlr. n7s^ fl7,,l. Welzcn pr. Hettolit. 6 34 7 20! Butter pr. Kilo . . — 80------- Korn . 4 49 5 50 Eier pr. Stück . . — 3------- Gerste . 4 32 5 - Milch pr. Liter . . - 8------- H°ftr . 3 9 3z 15 Rindfleisch pr. Kilo - 56------- Halbfrucht »-------5,— Kalbfleisch . —48------- Heiden . 4 32 4,90 Schweinefleisch . - 48------' Hirse . 4 83 4 55 Schöpsenfleisch . -32------- Kukuruz . 5 - 5 1b Händel pr. Stück . — 3b------- Erdäpfel 100 Kilo 2 50-------Tauben . - 18____ Linsen pr. Heltolit, 12-----------Heu pr. M.'Ctr 2 50___' Erbsen . 13-----------Stroh . '' 232--Flsoleu » 11-----------Holz. hartes vr Rindsschnmlz Kilo 1-----------" ä' V KiH gßo____ Schwemeschmalz» -68--------weiches, . 430------- Hpeck, frisch . - 60-------Wein,roth.,100Lit.-------28 --geräuchert. -70--------weißer. .____30- Angelommene Fremde. Am 6. Jänner. Hotel Stadt Wien. Wild, k. l. Major. Graz. - Naming. Nova! und Weinberger, Kaufleute. Wien. — Dr. Ritter Gutmans< thal'Nenvenutti, Graz - Goldberg, Kohn, Kaufleute: Eduard Markus, Consul ,m l, l. Ackerbauminist., Wien — Locatelli und Chawaltich, Holzhändler, Gr.-Kanischa. — Erich Wittenberg, Preußen. ^ Hotel Elefant Reiner, Slavonien. - Curths, Ingenieur, Krön-? - ,^'^""' T"ch. - Koz-uh, Dechant, Altlack. - Glo-bocn,, Elsnern. - Frankenstein, Wien. - Berce, Pfarrel, St. Lamprecht. ^ Hotel Slldbllhnhllf. Reichet, Wien. - Sega sammt Frau, 5 H'. ^ 17. ^lich' Nudapest. - Kugler, Untcrofficier. Hotel Vlllrischer Hof. Grabrijan, Kaufm.. Wippach. - Wucher. Postme.ster. Nesselthal. - Michitsch. Koslern - Sannde, «,A l"'«'?, Vmig>.'r, Pferdehändler. Trieft. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Kurelic. Jurist. Pedena. Verstorbene. 1« n?ktl ^I°N""' Francisca Pestotnik, Arbeiters-Tochter, 13 Monate. Petersstraße 70, Bronchitis. - Angcla Kaftan, ArbeUers^ck^20 Monate, Iakobspla» 7, Ausz?h'M'g ^ Meteorologische Beobachtunaen in LaibachT^ H ^" ^Z^ ßö Vint, «nfichl I"ö ^___« Z-i ZZ Gk ^A„ A«3 "4 6 NO. schwach bewdllt L.« e 9 » Ab. 7366 -56 windstill Nebel ^ Den ganzen Tag bewölkt, abends Nebel. Das Tagesmittcl der Temperatur -5 3^n^ ^ _________Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. ^"" Mr Ganbe. " Eine Person, welche durch ein einfaches Mittel von 23jNh' 5/2^blM und O rcngeräuschen geheilt wnd, st bereit. eine Beschreibung desselben in deutscher Sprache allen Ansuche" tz ^--------------------------------------------------------------------------1^ Danksagung. ^"""° "eines verstor. Friedrich Graul > L^7/^!^"' ""d die mir anlässlich deö licke N ttna, ^°^^ ""'"'« erwiesene frenndschast- V,^^'"H""'^e 'ch hmuit meinen innigsten ?°'l- Insbesondere Me ich mich verpflichtet, dem ^ Hl"^^^ ". Knieszuer für die ergrei. "d, ^abrede und der löblichen La bacher sreiwil- Mn Feuerwehr für die ehrenvolle Ausstattung deS sowie auch für aNes Gnte? das rwi^, '^"benen seit vielen Jahren ,o hochherzig °uÄ^ verbindlichsten, tiefgefühlten Danl Laiba ch am 10. Jänner 1889. Die trauernde Schwester. , »«chn Zcttun» m. 8._________________________ 61 I». Iiinnn 1883. Course an der Wiener Börse vom 9. Jänner 1889. N°« d,m °ffic,°»n. «»«««»..< Geld Ware Staats-Aulehen. ^'"heitliche Rente in Neten 82 2b 83 45 ^?"«n t ...... N29N »3-10 ,U. ^« 2taat,ll>st . lis>0 N. 1U4 75 - - l«n. /" ' 8?"ö« ^""fl- "1UU l«»0 l»U4er Ttaatslost . . lUN si, 172-75 173 25 I»/' ^ ' . . 5N ft, 172 5U 17» — b/»D°!N,.P,dbr, ^ILU st. , , 152-80 15U-20 ^.^,Gllld«nte, steuerfrei . ill's.» n, ?u "c,«rr, Notenrcnte, steuerfrei . 9785 9» Oü ^"nntlerte Eisenbahn-Tchuldvtlschrelvunaen. ^°b"l)b»h» in O, slnnrfrel . l!i4 50 125, - F^'«',?°WH Bah,, i» Silber . 112- 11».. ^s°"b"nrr Vl>i)il <„ Silber iou?5 103 75 b,Vbet!ibllIi„ für 200 Mart . 115- 115'8<» ss"°W"'''Mart4"/.,. . 1215.) 12225 ^,'?°scph Änl», Em, 1884 . W 40 !»«-8« «orarlbcrger «Iahn ltmiss. 1884 9240 U3- N?. ?>"b«ntt 4«/„ .... 101-9010210 u"°F?p'°lre»te ü"/,. . , . u»eo 93 80 U!>l>.- Stllclc . . 144 — 144'U« d ° Mall" Prioritäten . . 98-50 9890 bt° I>"°" ^blinat, v, I. I87N I1U - ne-50 d u m ^"^"''"bl.'Ob.loofl. 99-LO 100- «'"- Pti>m,.«,,i k 100 fl, Ü. W. 1U0-50 181- . tbtik«. .. c ^ 50fl,«.W. 180-130-50 "'»'«eg,.Lose 4"/^ 100 fl. 1LU-10 IllL50 Geld Ware Grundtntl.-Oblililltiouen (für 100 ft. a!ll ioj. 50°/« 101— — — Oest,-llnl>, Van! uerl, 4'/,"/« . 101-75 10225 dttto » 4°/„ . . 99«0 100 — delto 50jühl, . 4"/„ . . 9l» «U 100 — Prioritiits-Obligationen (für 100 fl), sserbinano« Nurdbahn Warr Oesterr, Norbwestvahn , . . ioe?<> 107- - Siaatsbah»....... 19875 — — Sübbllhü k 3"/„..... 143-NO 144-20 k 5"/„..... --- --- Ullg.-gllllz. Bahn , , . . 99-25 »9-75 Diverse Lose (per Slüct), Crebillose 100 fl...... I8U50 18,-25 Llart, Lofe 40 fl...... 58__ 59-^ 4"/„ Dona» Dampfsch 100 fl, . 121-— >- — Laibacher Prai», Anleh. 20 fl. ^ — 8425 Osener Lose 4<> st..... ^50 N.,, !»5 Palffy Lose 40 fl...... 59-._ ,;<,_. Rolhen jlrcuz, üst, Ves, v., 10 fl. ,« g<, ,9-^ Rudolph Lose l« ss..... Ll'20 21-70 Salm Lose 40 fl...... 54.^ ^,^> St, Oenms-Lofe 40 fl, , . , 65-50 ß« ü„ Wnldsil-ln Lofe liO fl..... 40gy 4,,^ Wiudiich Vrätz Lofe «0 fl, . , 54,^ .,5,^ Ge>l>, Sch, d, :>"/„ Präin. Schuld vcrsch, d. Vobencreditanstalt . 17-^ ,8 — Van! - Actieu (per Stück). A»a,l0'Oest, Vanl 200 fi, eo<>/<, V, 180-40 120-80 Vanlverein, Wiener 100 fl, , . IO4— »04 25 VbncrMnsl, üst. 200 fl, S, 40"/,, 270 — 271 — e Ges,,Nbrüst, 500 fi, , 512 — 514 — Wiro u, llassenv,, Wiener200fl, 199 — 801 — Huputhclenb,, öst, 200 st. 25"/„E, 07-50 s.825 Gelb Ware Läiiorrbanl, üsl, 200 fl, G, , , 22450 225- Oesterr, unssar, Vanl ll<>0 fi, , 883 — 884 — Unionbanl 200 fl...... 220 25 231- Verlehribanl, Allg, 140 fl. . . 154 — 154-50 Acticn von Transport-Unternchmullgen. (per Stück), Nlbrecht°Bahn 200 fi. Silber . 51-50 52-50 «lfölb'Fiuman, Vahn 200 fl, S, 191-75 19250 Nöhm, Norbbahn 150 ft.... 194— 195 — . Westbah» 200 fl, . , . 818-50 320 - Nuschtiehraber Eis, 500 fl, TM, 860 — 870- blo, (lit, kl) 200 fl, . 81950 320-50 Donau -. Dampflchifsfahrt - Vef,, Ocsterr, l.<»0 ss. CM, . . . »95 — 897 — Dra» itis, (V, Db, Z,)200fl,S, — ^- — — D»l«obenb, Eis, A, 200 fl, S, —— — — Ferdinands Äorob, 1<»l>0fi.!lM, 2480 2485 Galllar! Lubw, «, 20" fl, fi, 3, . , 21925 LI975 Lloyb.us«, ll»n,,Triesl500fl,llM, 436 — 438 — Oesterr, Nordwestb. 200 fl, Vilb, 1L950 170 — blo, (üt,, Ij.) 200 fl, S , . 19S-25'i9L-75 Prass-Dnxerltilenb. l50fl, Lilb, 4475! 45 25 Nübolvl) Ällhü 20!» fi, Ellbtl . 193 50 194 — Staatssüenbahn 200 fl, Silber 2«i - 2!!! 50 Slldbal,» !io<> fl, Silber , . . 102-70^103 20 Süd Nordb Verb V, 200fl.CM. 15« 50,157 — Tramwat, weI,Nr,,170fi, 0, W, »2950 230 — . neue Nr,, Priorität»- «lctien 100 fi...... »9 50 100- Un«, «alij, ltisenb, 200si. Silber 18430 18490 Gelb Ware Ung, Nordostbahn 200 fl, Silber 178— 179 - Ung,Wrstb,(«llllb-Vra,)200fi,S. 180 — 18U«, Industrie-Actien (per Stück), Bannes,, «llg, Oest, 100 fi, , 8«-^0 «7-HU ltgydier , 5575 5650 Liesinffer ^' l fl, , ,0^ 50 i(>r, 50 Montan «' alpine 48 99 49 30 Prasser li, , 200 fi, 2975029850 Salsso Tnij, ^!liii:o!Ul-n «0 fi, i19l<'—»0»- — »Schlüsslülü!,!', Papiers, 200 fi, 208 — »1l>-— .Steyrermühl',Papiers,»,V,'V. 12« — 1»»«» Trisailer Kohlenw-Ves, 70 fi. , —— —'^ Waffens'O. vest,in Wien 100 fi, 35«-—»»»-— Waggunlieihllnsl,, Allg, in Peft 80 fl......... 75'— 78'— Wr, VllU«fsrllfchllft 100 fi, , . 77 5.0 7775 Wienerberger Ziegel »ctien Ves. 18» 50 1b» 5U Devisen. Deutsche Mütze...... ü» »2, 5» 4ü London........ 1»l'— 1»1S0 Pari«......... 4785 47-»7» Valuten. Ducale»........ b 6» 5 71 2<»3ranc» Stücke..... »55z 957 Deutichl- Neichibanlnuten . , 59»?^ 5985 Papier Rubel...... 1 »5« l z»57. Ilalienilchc »anlnoten (1CU ll.) 4740 4750 (129-1) Nr. 273. Kundmachung. .Die EinHebung dcrHundctaxe für das Jahr ^088, und zwar für jeden Hund innerhalb des <-albacher Stadtpomüriums, mit einziger Aus. "ahme jener, welche zur Bewachung einschichtig nklegener Besitzungen unbedingt nothwendig sind, M mit 1. Jänner begonnen, unb sind die neuen vundemarlen bis längstens 1. Februar 1669 b" der Stadtcasse gegen Erlag von 4 fl. ö. W. zu losen. s 'l - ^5"ll auf den Z 14 der Vollzugsvor. dn^ ^^^ ^^ Einhcbung der Hundctaxe werden -^ alle Hundcbescher an die rechtzeitige Ent< ^'?'ung dieser Taze mit dem Beifügen erinnert, °°'s vom 1. Februar an alle auf der Gaffe "riretcnen und mit der pro 188!) gütigen Hnndc-m°^ "'^ versehenen Hunde sofort vom Wascn« klltcr werden cingefangcn werden. Iiinn?/i^"^'^^ üaibach, am 5len (109—1) Nr. 10 953^ Todeserllänlng. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach "lrd über neuerliches Ansuchen drs Mat-»MU3 Ponikoar von Obergolo im Nach-A'nge zum Vorrufungsedicte vom 28sten MM 1887, Z. 4807, Josef Hribar von "Ntergolo für todt erklärt und als dessen T°destag der 5«.^ 1. Jänner 1880 bezeichnet. ^^lbacham 24. December 1888. (105^1) Nr. 10129. Curatorsbestellunff. . Dem Adam Peter von Draciowkins-2-Ä ^- ^ wird Herr Peter Prrse von Mrnembl znm Curator bestrllt, dccre-w und dics-m der Realschätzu,igsbcschnd ^ ^ 129, betreffeud die Realität Einl.-3 ^4 der Catastralgemeinde Tanzberg. 21 3' ^' Bezirksgericht Tschernembl, am ^^vember 1888. (5820-.1) Nr. 29 753. Enratorsbestellung. Ueber die Klage der Vormünder des lmherj. Karl Tauzher von Laibach (durch W,.V ""ba) s.o'o. 99 fl. 50 kr. s. A. ^urde dem geklagten Verlasse des Primus Ud"' b°u Iezica Herr Dr. Pfefferer. ^^ T'l m Laibach, zum Curator Qä ao-vom ^^llt nnd ihm der Klaqsbescheid gef^j December 1888, Z. 29 753, zn- llln y!' ^bt.«deleg. Bezirksgericht Laibach, ^^I^December 1888. ^^^Is Nr. 29 582. Curatorsbestellimg. Elem ^^ Exccutionssache der minderj. Ver?/? "^ ""b Otmar Wratschko. unter ld^H^a des Vaters Josef Wratschko drz 3 ?.^' Sajovic). gegen den Verlass lv^^dlnand Suhadobnil von Laibach tzubl!"r den Verlass des Ferdinand l< bulk Herr Dr. Pfefferer znm Cu-t>'esap ^? ^^'"'" bestellt nxd ihm der lhANchtllche Exccutionsbescheid vom b«H ^- stadt.-deleg. Bezirksgericht Lai-^' am I«. December 1888. Erste Ziehung 14. Jänner. Serbische auf Raten: Tfi.Diiiklosfi ?¦ Stück gcgen 7 M°naisraien k ü- !¦— Ä WWUIII WOW ( 3 » »11 » > » 2'— Jährlich drei Ziehungen. 5 » »12 » » » 3'— Haupttreffer 300.000 Frcs. 10 » »12 » » » 6-— » 200.000 » Sofortiges Spielrecht nach Erlag der ersten Rate. Original-Lose zum Tagescourse fl. 6 V Provinz-Aufträge werden umgehend erledigt. — Verlosungs- Kalender pro 1889 gratis & franco. Wechselstube Werner & Co. Wien I., Graben 8 (Newyork-Haus). (94) 3—3 (11—2) - Nr. 9350. Bekanntmachung. Im Nachhange zum düsgerichtlichen Realfeilbietungsbeschride vom 10. November 1888, Z. 7986, wird den Ta-bulargläubigern Valentin Kuhar und Maria I,re unbekannten Aufenthaltes und den unbekannten Erben uud Rechts« Nachfolgern der Tabulargläubigeriu Helena Drnovöek hiemit erinnert, dass ihnen zur Wahrung der Rechte bei der executiven Versteigerung der Realitäten Grundbuchs «Einlage-Nr. 52 und 53 der Catastralgemeinde Potoökavas Herr Lucas Svetec, k. k. Notar in Littai. als Curator »ä nclum unter Behän-digling der diesbezüglichen Realfeilbic-tnngsbescheide aufgestellt worden ist. K. l. Vrzilksgericht Littai, am 24steu December 1888. (79—2) Nr. 6254. Neuerliche exec. Feilbietungcn. Vom k. k. Bezirksgerichte Ill.-Feistrih wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Maria Kager von Ill.-Fcistritz Hs. - Nr. 89 die mit dem Bescheide vom 14. Juni 1885, Z. 2539, angeordnet gewesene, sohin mit dem Bescheide vom 11. September 1885, Z. 4343, übertragene und mit dem Bescheide vom 22. März 1886, Z. 1678. sistierte zweite und dritte execntwe Feilbietung der der Maria Vicic, geborenen Kuhta und mm wiederverehelichten Nötig von Harije Hs.-Nr. 31 gehörigen, gerichtlich anf 1170 st. geschätzten Realität Urb.-Nr. 13 a6 Gut Neukoffel, jetzt Einlage«Zahl 37 der Catastralgcmcinde Harije, im Reassumierungswege neuerlich auf den 18. Jänner und 22. Febrnar 1889. jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr in der Gcrichtskanzlei. mit dem vorigen Anhange uud im Sinne des Gesetzes vom 10. Juni 1887. R. G. Bl. Nr. 74. als erste uud zweite Fcilbietuug angeordnet worden. K. k. Bezirksgericht Ill..Feistrih. am 10. October 1888. (70) Nr. 11124. Bekanntmachung. Vom k. k. Landes' als Handelsgerichte in Laibach wurde der über das Ver» mögen des Andreas Schreyer, gewesenen Handelsmannes in Laibach, mit Edict vom 30. März 1878. Z. 2458. eröffnete kaufmännische Concurs durch Verthriluug des Concursmasslvermögens für beendet erklärt. Laibach am 29. December 1888. (5692—3) Nr?9787 Curatorsbestelluna. Dem Georg Berber von Maunih. rücksichtlich anch deren unbekannten Rechts» nachfolgen«, ist über die Klage des Michael Otic von Maunitz auf Anerkennung der Ersitzung der Realität Grundbuchs-Einl.-Nr. 102 der Catastralgemeinde Maunitz Herr Karl Puppis vo» Loitsch zum Curator nä üolum bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 24sten November 1888'. "(715^2) Nr. 107387 Erinnerung. Vonl k. k. Bezirksgerichte Adelsberg wird dem Matthäus Zagar von Neudirnbach, respective seinen unbekannten Rechtsnachfolgern, eröffnet: Es habe Anton Zagar von Neudirnbach gegen Matthäus Zagar von Nendirnbach, respective seine unbekannten Rechtsnachfolger, die Klage 6e l>i-a68. 18. December 1888. Z. 10738. auf Er-sihung der Realität Einlage-Nr. 84 aä Catastralgemcinde Altdirnbach hiergerichts eingebracht, und wird im ordentlichen mündlichen Verfahren die Tagsatzuug anf den 18. Jänner 1889 vormittags um 9 Uhr hiergerichts mit dem Anhange des § 29 a. G. O. angeordnet. Nachdem der Aufenthalt des Ge« klagten unbekannt ist. wurde Herr Doctor Johann Pitamic von Adelsblrg zum Curator ac! aclum bestellt. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 19. December 1888. (5816—1) Nr. 29053. Curatorsbestellung. Den unbekannten Erben des Anton und der Maria Serjak von Medvedca wird Herr Dr. Papez in Laibach als Curator bestellt und demselben die Feil-bietungsbescheide vom 9. November 1888, Z. 25 221. behändiget. K. k. städt.-deleg. Bezirksgericht Lai-bach, am 17. December 1688.________ (73—3) Nr. 10739. Executive Vom l. k. Bezirksgerichte Gottschee wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Mathias Holzer von Kumerdorf. Vormund des mj. Florin Kosar. die executive Versteigerung der der Maria Meditz von Büchel gehörigen, gerichtlich auf 1060 Gulden geschätzten Realität »uk lom. 13. lol. 1855 a