Stenografiern zapisnik desete seje deželnega zbora Ljubljanskega dne 11. septembra 1868. leta. Nazoči: Prvosednik: Deželni glavar Karl plem. Wurzbach.-— Vladina zastopnika: Deželni predsednik Conrad pl. Eybesfeld in vladni svetovalec K o t h. — Vsi članovi razun: Knezoškof dr. Widmar, grof Coronini, dr. Klun, dr. Suppan, grof Margheri, K osier Ivan, vitez Gariboldi. — Zapisnikar: PoslanecRudesch. Dnevni red: 1. Poročilo tinančinega odseka o predlogih deželnega odbora, naj bi se P. P. Glavarjeva ustanova za uboge in bolne rabila v ustanoviteljskem smislu. — 2. Poročilo finančnega odseka o predlogu deželnega odbora, da bi se mnogo ustanovnih zalog prevzelo v deželno obskrbo. — 3. Predlog gospoda dr. Bleiweis-a in drugih, naj se da postava, po ktcrej se premeni § 87. občinskega reda za glavno mesto Ljubljansko dne 9. rožnika 1850. leta. — 4. Poročilo odseka za gospodarske reči o postavi zastran razdelitve sopašnikov in menjalnih zemljišč. Obseg: Bere in popravi se zapisnik. — Peticije. — Poročilo finančnega odseka o predlogu deželnega odbora, da bi se P. P. Glavarjeva ustanova za uboge in bolne rabila v ustanoviteljskem smislu. — Se sprejme v 2. in 3. branju. — Poročilo finančnega odseka o predlogu deželnega odbora, da bi se mnogo ustanovnih zalog prevzelo v deželno oskrbstvo. — Splošna in posamezna debata. — Sprejme se v 2. in 3. branju. — Predlog dr. Bleiweisa in drugih, naj se da postava, po kteri se premeni § 87. občinskega reda za glavno mesto Ljubljansko dne 9. rožnika 1850. — Podpira in izroči se odseku za občinske reči. — Peticija. — Debatam izroči se gospodarskemu odseku. — Poročilo gospodarskega odseka o postavi za razdelitev sopašnikov in menjalnih zemljišč. — Splošna in posamezna debata. — Se sprejme v 2. in 3. branju. — Predlog barona Apfaltrerna, naj se ta postava nemški prestavi. — Debata o tem in se pri glasovanji po imenu ne potrdi. — Dnevni red prihodnje seje. — Konec. (Seja se začne o 2S. minuti črez 10. SlkilMphischkl Dericht der zehnten Sitzung des Landtages zu Laiöadl am 11. September 1868. Anwesende: Vorsitzender: Landeshauptmann Carl v. Wurzbach. — Vertreter der Regierung: Landespräsident Conrad v. Eybesfeld; Regierungsrath Roth. — Sämmtliche Mitglieder mit Ausnahme von Sr. fürstbischöflichen Gnaden Dr. Widmer und der Herren Abgeordneten: Graf Coronini, Dr. Klun, Dr. Suppan, Graf Margheri, Johann Koster, Ritter v. Gariboldi. — Schriftführer: Abgeordneter Rüdes ch. Tagesordnung: 1. Bericht des Finanzausschusses über die Anträge des Landesausschusses ans stiftbriefmäßige Berwendung des Peter Paul Glavar'schen Armen- und Krankenstiftungs-Fondes. — 2. Bericht des Finanzausschusses über die von dem Landes-ausschussc beantragte Uebernahme mehrerer Stiftungssoude in die Verwaltung der Landesvertretung. — 3. Antrag des Herrn Dr. Bleiweis und Genoffen auf Erlassung eines Gesetzes, betreffend die Aenderung des § 87 der Gemeinde-Ordnung für die Hauptstadt Laibach ddo. 9. Juni 1850. — 4. Poročilo odseka za gospodarske reči o postavi zastran razdelitve sopašnikov in menjalnih zemljišč. Inhalt: Verlesung und Berichtigung des Protokolls. — Petitionen — Bericht des Finanzausschusses über die Anträge des Landesausschusses auf stiftbriefmäßige Verwendung des P. P. Glavar'schen Armen- und Krankenstiftungs-Fondes. — Annahme derselben in 2. und 3. Lesung. — Bericht des Finanzausschusses über die von dem Landesansschnssc beantragte Uebernahme mehrerer Stislunassonde in die Verwaltung der Landesvertretung. — Generaldebatte. — Specialdebattc. — Annahme der Ausschußanträge in 2. und 3. Lesung. — Antrag des Abg. Dr. Bleiweis und Genossen auf Erlassung eines Gesetzes, betreffend die Aenderung des § 87 der Gcmeindeordnung für die Hauptstadt Laibach ddo. 9. Juni 1850. — Begründung und Zuweisung desselben an den Ausschuß für Gemcindeangelcgcnheiten. — Petition. — Debatte über dieselbe und Zuweisung an den volks-wirlhschastlichen Ausschuß — Bericht des volkswirthschastlichen Ausschusses, betreffend das Gesetz wegen Vertheilung der Hutweiden und Wechselgründe. — General-Debatte. — Special-Debatte. — Annahme des Gesetzes in 2 und 3. Lesung — Antrag des Abg. Baron Apfaltrern auf Uebcrtragung dieses Gesetzes in die deutsche Sprache. — Debatte hierüber. — Ablehnung desselben bei namentlicher Abstimmung. — Tagesordnung der nächsten Sitzung. — Schluß. — Beginn der Sitzung 10 Ahr 25 Min.) X. Sitzung. 1 Landeshauptmann: Ich bestätige die Beschlußfähigkeit des hohen Hauses und eröffne die Sitzung. Herr Schriftführer wollen das Protokoll der letzten Sitzung vortragen. (Schriftführer Tavčar verliest dasselbe — Zapisnikar Tavčar ga prebere.) Ist etwas gegen die Fassung des Protokolls zu erinnern ? Abg. Koren: Ich vermisse die Bestimmung meines Antrages zu Post-Nr. 6, daß den Ausrufern für 1/2 Tagrcisc eine Gebühr von 1 Gulden und für jede weitere */2 Meile Entfernung 15 kr. zu entrichten ist. Dieser Antrag, der im Ausschüsse selbst nicht mehr zur Berathung gelangte, wurde von dem hohen Landtage genehmiget, daher ich bitten würde, diese Bestimmung nachträglich in das Protokoll aufzunehmen. Landeshauptmann: Wenn keine Einwendung dagegen erhoben wird, wird diese Berichtigung im Protokolle vorgenommen werden. (Nach einer Pause ■— Po prestanku:) Das Protokoll ist sonach mit dieser Berichtigung genehmiget. Der Ausschuß für die Findelanstalten hat sich noch nicht constitnirt, ich bitte daher, sich heute nach der Sitzung gefälligst constituircn zu wollen. Durch den Herrn Abgeordneten Graf Thurn sind mir folgende Petitionen überreicht worden (liest — bere): „Der Gemeinde-Ausschuß des Marktes Ncumarktl bittet um Ablehnung der Cumulirung des städtischen Wahlbezirkes Stein, Radmannsdorf und Ncumarktl mit dem Wahlbezirke Krainburg-Lack." Wird wegen Zuweisung dieser Petition ein Antrag gestellt? Poslanec dr. Costa: Jaz bi predlagal, da bi se ta prošnja izročila odboru za premembo deželnega volilnega reda. Landeshauptmann: Wenn keine Einwendung dagegen erhoben wird, so betrachte ich diesen soeben gestellten Antrag als vom hohen Hause genehmiget. Die zweite Petition lautet (liest — bere): „Die Stadtgcmeindc Radmannsdorf petitionirt um Ablehnung des Antrages des Landesausschuffes auf Einverleibung der Stadt Radmannsdorf in den städtischen Wahlbezirk Krainburg." Ich glaube, in Consequenz des soeben gefaßten Beschlusses wäre auch diese Petition dem Verfassungsausschussc zuzuweisen. (Nach einer Pause — Po prestanku:) Da keine Einwendung dagegen erhoben wird, so ist mein Antrag genehmiget. Ich habe folgende Vorlagen unter die Herren Abgeordneten vertheilen lassen: 1. Bericht des Landesausschuffes über den Wahlact der Städte Rudolfswerth, Gurkfeld, Möttling, Tschcrnembl, Landstraß und Weixelburg. 2. Bericht des Finanzausschusses, betreffend die Pau-schalirung der Amts- und Kanzleierfordernisse für die landschaftlichen Aemter und Landesanstalten. Ferner habe ich folgende Einladungen bekannt zu geben: Der Landcsausschuß wird sich heute nach der Sitzung zu einer Berathung versammeln. — Prvomestnik finančnega odseka prosi, da finančni odsek danes popoldne ob 5. uri v sejo pride. Prvomestnik peticijskega odseka prosi, da naj gospodje udje odseka po seji ostanejo tukaj v dvorani. Prvomestnik gospodarskega odseka napove sejo za odsek danes popoldne ob 5. uri. Poslanec dr. Toman: Prosim, gospod predsednik, ob 4. uri, zato ker ima tačas finančni odsek sejo. Landeshauptmann: Wir kommen nun zur heutigen Tagesordnung. Erster Gegenstand derselben ist: Bericht des Finanzausschusses über die Anträge des Landesausschuffes auf stiftbriefmäßige Verwendung des Peter Paul Glavar'schen Armen- und Krankenstiftungsfondcs. Ich bitte den Herrn Berichterstatter, seinen Vortrag zu beginnen. Berichterstatter Abg. Kromer (liest von der Tribüne — bere iz odra): „Hoher Landtag! In der Sitzung vom 26. August l. I. hat der hohe Landtag die Anträge des Landesausschusses auf stiftbriefmäßige Verwendung des Peter Paul Glavar'schen Armen- und Kranken-StiftnngSfondcs dem Finanzausschüsse mit dem Auftrage zugewiesen, den derzeitigen Stand dieses Fondes, dessen stiftbricflichc Widmung, dann die auf die bisherigen Erhebungen und Verhandlungen basirten Anträge des Lan-dcSausschusses einer genauen Revision zu unterziehen und hierüber zu berichten. Der Finanzausschuß hat daher aus dem Stiftbriefe und aus den diese Stiftung betreffenden Voracten die erforderliche Information eingeholt, unter gefälliger Betheiligung des Herrn Abgeordneten Pfarrer Pintar eine nochmalige Localcrhebung vorgenommen und den Stand des Fondes, dessen stiftbriefliche Widmung und bisherige Verwendung, sowie alle die Erweiterung des Spitalgebäudcs betreffenden Localvcrhältniffc und diesbezüglich bereits gepflogenen Verhandlungen mit dem im Berichte des Landesaus-schusses vom 22. Mai 1868 Z. 1946 dargestellten Sachverhalte vollkommen übereinstimmend befunden. — Auch die auf Grund dieser thatsächlichen Verhältnisse vom Landes-ausschuffe gestellten Anträge sind im großen Ganzen entsprechend und bereits durch dessen Motivirung gerechtfertigt. — Der Finanzausschuß findet daher an diesen Anträgen nur folgende Aenderungen zu beantragen: ad b) Der Herr Beneficiat hat nachträglich den Wunsch ausgesprochen, daß ihm sein Wirthschaftsgcbäudc nicht auf der Gartenparcclle Nr. 58, sondern auf einer zweiten, nordöstlich vom Bcneficiatenhausc gelegenen Gartenparcelle aufgestellt werden möge. Nachdem durch diese Aenderung weder der Kostenpunkt alterirt, noch die freie Lage des Spitalgebäudcs irgend gefährdet wird, so wäre dieselbe zu genehmigen. —■ Ueber-Haupt kann die Wahl der Baustelle auf den zum Bencficium gehörigen Gärten mit Rücksicht auf die dortige Situation ganz dem Bcneficiate überlassen, ein neuer Bauplan mit ihm vereinbart und nur der Voranschlag auf den Maximal- betrag von 2000 fl. reducirt werden, weil um diesen Betrag ein derlei Wirthschaftsgebäude leicht herzustellen ist. ad c) Der für die Adaptirung und Erweiterung des Spitalgcbäudcs aufgenommene Bauplan wäre vor Beginn des Bancs einer nochmaligen Revision aus dein Grunde zu unterziehen, weil die innere Eintheilung des Gebäudes nicht ganz zweckmäßig propound, insbesondere auch die Nothwendigkeit einer kleinen Todtcnkainmcr nicht berücksichtigt worden ist. ad d) Der Aufwand für die Einrichtung und Ausstattung von vier großen, neu herzustellenden Kran-kenzimmern ist mit 800 fl. etwas zu gering veranschlagt, daher hiefür ein Betrag von 1000 fl. zu bewilligen wäre. ad h) Der Stifter wollte die ehemaligen Unterthanen der Herrschaft Landpreis in gleichem Maße wie die Pfarrkindcr der Pfarre Commenda St. Peter berücksichtigen. — Nachdem jedoch die ersteren um die Ausnahme im Spital zu St. Peter ob der großen Entfernung sich nie bewerben, so wäre für sie die Anzahl der Handstipendien a 14 kr. pr. Tag von sieben auf zwanzig zu vermehren, denn auch mit dieser Anzahl von Handstipcndien wird den ehemaligen Unterthanen von Landpreis jährlich nur ein Gesammtbetrag von 1022 fl., sohin kaum der fünfte Theil der reinen Iahresrente des Stiftnngsfondcs zufließen, während die weiteren 4/5 Theile nur der Pfarre Commenda St. Peter und bereit Umgebung noch fortan zu Gute kommen. Der Finanzausschuß findet sohin zu beantragen: Der hohe Landtag wolle beschließen: a) Die beiden dem P. P. Glavar'schcn Bcneficium in Commenda St. Peter gehörigen Banparccllcn Nr. 12 und 13 im Flächenmaße von 219 Qnadratklaftcrn sind für den P. P. Glavar'schcn Krankcn-Stiftungs-fond um den Kaufpreis von 131 fl. 40 kr. in das Eigenthum anzukaufen und die darauf befindlichen baufälligen Wirthschaftsgebäude abzutragen. b) Für diese Gebäude und mit Benützung des aus denselben gewonnenen, noch brauchbaren Materials ist für daö P. P. Glavar'schc Bcneficium ans einer demselben gehörigen Grnndparccllc ein anderes Wirthschaftsgebäude nach einem mit dem Herrn Bcncficiatcn zu vereinbarenden Baupläne um den Maximalbctrag von 2000 fl. auf Kosten des P. P. Glavar'schcn Krankcn-Stiftungsfondcs herzustellen. c) Das P. P. Glavar'schc Spitalgcbäude ist auf Grund der vorliegenden, einer nochmaligen Revision zu unterziehenden Baupläne und Kostcnvoranschlügc zu adap-tircn und in nördlicher Richtung zu erweitern. —• Zur Ausführung dieser Bauten wird der veranschlagte Betrag von 6250 fl. aus dem Stiftungs-fonde bewilligt. d) Ebenso wird für die innere Einrichtung und für die erforderliche Ausstattung der durch diese Erweiterung des Spitalgcbäudes neu gewonnenen Krankenzimmer der Betrag von höchstens 1000 fl. aus dem Stif-tungsfondc angewiesen. ej Nach bewirkter Erweiterung und Ausstattung des Spitalgcbäudcs sind daselbst mit Rücksicht auf die disponiblen Fondscrträgnissc zu den bisherigen 14 vorläufig höchstens noch 24 Pfründner nach den Be- : stimmungen des Stiftbricfes in die unentgeltliche Pflege und Versorgung aufzunehmen. f) Die Remuneration des Spitalarztes in Commenda St. Peter wird nebst freier Wohnung im Spitalgebäude auf jährliche 400 fl. festgestellt und dieser Dienstespostcn künftighin thunlichst nur graduirten, der slovcnischen Sprache kundigen Aerzten verliehen. g) Ebenso wird die Remuneration des jeweiligen, mit der Oberaufsicht und Leitung des Spitals betrauten P. P. Glavar'schcn Beneficiaten auf jährliche 250 fl. erhöht. li) Für die ehemaligen Unterthanen der Herrschaft Landpreis werden aus dem P. P. Glavar'schcn Kranken-Stiftungsfonde zu den bisherigen sieben — noch weitere dreizehn Handstipcndien ä 14 kr. pr. Tag und Kopf bewilligt. i) Die Ausführung dieser Beschlüsse wird dem Landes-ausschussc zugewiesen. Laibach, am 7. September 1868. Dr. Bleiweis m. p., Obmann. Kroiner in. p., Berichterstatter. Landeshauptmann: Ich eröffne die allgemeine Debatte. Wünscht Jemand von den Herren das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn nicht, so gehen wir zur Spezialdebatte über. Wünscht Jemand von den Herren ad a das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Um die Herren mit der Abstinnnungsformcl nicht zu ermüden, werde ich jeden Punkt, zu welchem sich Niemand zum Worte meldet, als vom hohen Hause genehmiget betrachten. (Es werden hierauf die Punkte a, b, c, d, e, f, g, h, i ohne Debatte in zweiter und zugleich in dritter Lesung genehmigt — Po tem se odobrijo točke a, b, c, d, e, f, g, h, i brez debate v 2. in 3. branju.) Nun kommt der Bericht des Finanzausschusses über die von dem Landesausschusse beantragte Uebernahme mehrerer Stiftungsfondc in die Verwaltung der Landcsver-trctung. Ich bitte den Herrn Berichterstatter, den Bericht vorzulesen. Berichterstatter Mg. Kromer (liest von der Tribüne — bere iz odra): „Hohe r Landtag! In den bisherigen Sitzungen des hohen Landtages wurden dein Finanzausschüsse die Anträge des Landesausschus-scs auf Uebernahme mehrerer Invaliden-, Mädchen-, Blinden- und Tanbstummcn-Versorgungsstiftungcn, dann des Studcntcn-Stiftungsfondcs — in die weitere Verwaltung der Landcsvertrctung — zur Vorbcrathnng zugewiesen. Der Finanzausschuß hat sich dieser Aufgabe in mehreren Sitzungen unterzogen, und erhielt in deren Verlaufe von Seite des Herrn Rcgicrungs-Commissärs die Verständigung, daß zwar von der k. k. Landesregierung in ihren bisherigen Zuschriften dem Landesausschussc mit der Uebernahme einiger Stiftungen auch das VcrlcihungSrecht in Aussicht gestellt worden, daß jedoch seither die bestimmte Weisung des hohen Ministeriums des Innern eingelangt i* sei, laut welcher an allen stiftbrieflichcn Anordnungen nn- | bedingt festgehalten werden müsse. Nach dieser Erklärung des Herrn Regicrungscommis-särs hat sich der Finanzausschuß stimmcneinhellig ausgesprochen : a) Daß alle hier gedachten Fonde mit Rücksicht auf ihre Widmung und Dotation, dann aus die in den bezüglichen Berichten des Landcsausschusscs näher entwickelten Gründe die Eigenschaft von Landesfondcn haben, daher als solche in die weitere Verwahrung und Verwaltung des Lan-desausschusscs zu übernehmen sind; und b) daß eine Vermehrung dieser und ähnlicher Stif-tungsfonde nur dann sich anhosten laste, wenn die Widmung des Stifters genau befolgt und von dessen ausgesprochenem Willen in keinem Punkte abgewichen wird; daher auch eine Uebertragung des Verleihungsrcchtes von den stiftbricflich berufenen Organen an den Landesausschuß nicht anzustreben sei. Endlich hat der Finanzausschuß in Erwägung gezogen, daß die Verwahrung, Verwaltung und Verrechnung so vieler und so bedeutender Stiftungsfonde dem Lande jedenfalls sehr namhafte Regieauslagen verursachen werde; daher er in seiner Majorität der Ansicht war, c) daß zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mchrauslagen von den sämmtlichen zu übernehmenden Stiftungsfonden, — mit Ausnahme der Jnvalidenstiftungen — eine 5°/0 Tangente ihrer Jahres-erträgnisse angesprochen werden solle. In weiterer Bezugnahme auf die in den Berichten des Landesausschustes dargelegte Motivirung findet sohin der Finanzausschuß zu beantragen: Der hohe Landtag wolle beschließen; Der Landesausschuß werde erwächtiget und angewiesen, von der k. I Landesregierung die Stiftungsfondc 1. nachfolgender Jnvalidenstiftungen, als: a) der Adelsberger-Grotten-Jnvalidenstiftung, b) der Franz Metelko'schcn, „ c) der Laibacher Frauenvereins - Jnvalidenstiftung vom Jahre 1860; d) der Laibacher Frauenvcreins - Jnvalidenstiftung vom Jahre 1867, und e) der Johann Fortunat Trevisini'schen-Jnvalidenstiftung. 2. nachfolgender Fräulein- und Mädchcn-Bcthcilungs-stiftungen, als: a) der Ignaz Freiherr v. Gallenfels'schen, b) der Jakob v. Schellenburg'schcn, c) der Antonia v. Lerch'schcn und d) der Friedrich v. Weitenhiller'schen Stiftung, 3. der Karl Freiherr v. Flödnig'schen Blindenstiftung, 4. der Franz Holdheim'scheu Tanbstnmmenstiftung, 5. der sogenannten illhrischen Blindenstiftung, endlich 6. den gesummten krainischen Studenten-Stiftungsfond in die eigene Verwahrung und Verwaltung gegen dem zu übernehmen, daß dem krainischen Landesfondc zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mehrauslagen aus odgedachten Fanden — mit Ausnahme der Jnvalidenstiftungen — eine 5°/0 Tangente ihrer Jahreserträgnisse bewilliget, dem Staate übrigens das Oberaufsichtsrecht vorbehalten und von Seite der Landesvertretung die Verpflichtung übernommen werde, über die Verwaltung obaufgezählter Fonde der k. k. Landesregierung alljährlich specielle undocumentirte Rechnungsextracte mitzutheilen, die Widmung der Fonde und aller einzelnen Stiftungen genau aufrecht zu erhalten, und insbesondere an den stiftbrieflichcn Bestimmungen über das Verleihungsrecht, — dieses mag I Privatpersonen oder l. f. Behörden zustehen, — unbedingt festzuhalten." Laibach, am 7. September 1868. Dr. Bleiweis m. p., Obmann. Kromer m. p., Berichterstatter. Landeshauptmann: Ich eröffne die Generaldebatte. Wünscht Jemand von den Herren das Wort? Avg. Dr. v. Kaltenegger: Ich habe allerdings vor, nur einen speciellen Punkt zu besprechen, allein, nachdem nach der Fassung der Anträge des Ausschusses diese Bestimmung eben so gut ans den Punkt 1, wie aus die Punkte 2 bis 6 bezogen werden kann, so muß ich in der allgemeinen Debatte das Wort ergreifen. Dasjenige, was ich zu bemerken mir erlaube, bezieht sich auf den bperc. Vcrwaltungsauslagen-Zuschuß von den übernommenen Stiftungsfonden. Es heißt nämlich in dem Berichte: ES habe die Uebernahme aller dieser Stiftungen gegen dem zu geschehen, daß dem krainerischcn Landesfondc zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mchrauslagen aus obgedachten Fanden, mit Ausnahme der Jnvalidenstiftungen eine öperc. Tangente ihrer Jahrcserträgniste bewilliget werde. Ich erkenne vollkommen an, daß mit der Uebernahme dieser Stiftungsfondc eine bedeutende Vcrwaltungs-, Rech-nungs- und Cassa-Manipulation verbunden ist und daß daher ein bedeutender Zeit-, Arbcits- und Kostenaufwand dem Landesfondc durch die Uebernahme dieser Agenden erwachsen wird. Demungeachtct muß ich bedauern, daß diese Stiftungen, welche bisher sich einer unentgeltlichen Verwaltung und Verrechnung erfreuten, nunmehr durch die Uebernahme in die Agenden des Landes sich eine Einbuße in ihrem Erträgnisse sollen gefallen lasten und zwar in einem Zeitpunkte, in welchem die Erträgnisse dieser Stiftungsfondc, wegen des Umstandes, daß sic größtentheils durch Staate -papicre gedeckt sind, ohnehin durch die Zinsenreduction, wodurch sie statt einer 7pcrc. einer 20perc. Einkommensteuer unterworfen sind, eine erhebliche Einbuße zu erleiden haben. Ich will nicht läugncn, daß es in dem freien Ermessen des h. Landtages, beziehungsweise der Landcsverwaltnng steht, die Bedingungen der Uebernahme dieser Stiftungen zu bestimmen, ich will auch nicht behaupten, daß diese Stiftungen ein absolutes und unrückweisbares Recht haben, die unentgeltliche Verwaltung von Seite des Landes in Anspruch zu nehmen. Ich erkenne ferner an, daß der Landesfond und der Grnndentlastungsfond, wie die uns kürzlich vorgelegten Präliminarien irachweiscn, mit einem bedeutenden Deficit zu kämpfen haben, welches nur durch Umlagen ans die direc-ten und indirecten Steuern gedeckt werden kann. Alle diese Rücksichten bestimmen mich, gerade keinen bestimmten Antrag dahin zu stellen, daß diese 5perc. Vcrwaltungstangente fallen gelassen werde; allein ich möchte wünschen, daß der hohe Landtag sich zu einer beschränkenden Bestimmung, beschränkend sowohl dem Betrage als der Zeitdauer nach, bewogen finden möchte. Es kann der Vortheil, welcher dem Lande aus dieser 5perc. Verwaltungstangente erwachsen würde, weder absolut, I noch weniger aber relativ bedeutend genannt werden. Die sämmtlichen Stiftungen, welche hier übernommen I werden, betragen mit Ausnahme der Jnvalidenstiftungen ^läufig im Capitalsbctrage 420.000 ft., das Jahreserträg-iiifi davon beläuft sich also auf 21000 fl. und die 5perc. Tangente dieses Erträgnisses beliefe sich auf 1000 bis 1050 fl. Dies wäre also hier der Betrag, um welchen das «and eine Erleichterung in seinen Verwaltuugsauslagen erfahren würde. 1000 bis 1050 fl. jährlich sind allerdings keine unbedeutende Einnahme, allein wenn Sie dieses vergleiche» mit dem Aufwandc, den die sonstigen und eigentlichen Verwaltungsangclegcnhcitcn dcö Landes in Anspruch nehmen, so werden Sic finden, daß dieser Zuwachs vcrhält-nißmäßig doch sehr klein ist, und daß es gerade kein bedeutendes Opfer wäre, wenn das Land auf diesen Zuschuß verzichten würde. Allein, wie gesagt, ich muthe Ihnen das nicht zu, ich möchte „ur wünschen, daß die Conscquenzcn der Ueberbürdung des LandcSfondeS nicht weiter greifen, als eben der Grund reicht. Es ist denn doch die Aussicht vorhanden, und kann aus dem Rechenschaftsberichte entnommen werden, daß die brennende Frage des incamerirten Fondes und der Restituiruug desselben auf dem Wege erfreulichster Entwickelung sich befinde. Schon jetzt hat das Land einen Mehr-Zuschuß von 3 bis 4000 ft. bekommen und wie gesagt, es ist zu hoffen, daß sich die financiellen Verhältnisse des Landes in dieser Angelegenheit noch erfreulicher gestalten werden. Auf der andern Seite aber ist es nur eine beiläufige Annahme, daß das Mehr der Verwaltungskosten, welches dem Lande dadurch zuwächst, gerade das öperc. Jahreserträgniß dieser Stiftungen erreichen werde. 5pCt. wären nach meinem Standpunkte allenfalls das Maximum, allein nicht ein unter allen Umständen fixer Betrag. Ich dächte also, daß es dem Lan-desauSschnssc anheimgestellt werden könne, für den Fall, daß sich die erwähnten Verwaltungskosten niedriger stellen sollten, statt 5pCt. einen niedereren Zuschuß z. B. nur 4pCt. in Anspruch zu nehmen. Ebenso möchte ich, daß diese Bestimmung der Zeit nach nur so lange in Wirksamkeit bleibe, bis es die sonstigen Vermögensverhältnisse des Landes erlauben, zu Gunsten der Stiftungen cine Modification eintreten zu lassen. Aus diesen Gründen möchte ich daher in der auf alle Absätze sich beziehenden Schlußalinea folgenden Abänderungsantrag empfehlen (liest —- bere): „Gegen dem zu übernehmen, daß dem krainerischcn Landcsfonde vorläufig zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mchrauslagen aus ob-gedachten Fanden, mit Ausnahme der Jnvalidcustiftun-gen eine höchstens mit 5pCt. zu bcmesscndc, jedoch nach aller Thunlichkcit zu ermässigende Tangente ihrer Jahrcs-erträguissc bewilliget werde?" Landeshauptmann: Ich bitte mir diesen Antrag schriftlich zu übergeben. Ich stelle unterdessen die Unterstützungsfrage und bitte jene Herren, welche den soeben vernommenen Abänderungsantrag unterstützen, sich gefälligst erheben zu wollen. (Geschieht — Se vzdignejo) Der Antrag ist hinlänglich unterstützt. Wünscht noch Jemand von den Herren das Wort in der Generaldebatte? Poslance dr. Costa: Res je na prvi pogled velikodušno, ako sklene dežela in deželni zbor — nje zastopnik — da prevzame zaklad ustanov brez primernega plačila za trud in delavnost, ki je sklenjena s tim ustanovami, in zarad tega sem jaz tudi ravno tako v deželnemu odboru, kakor v finančnemu odseku se tudi pridružil tistim, ki so zoper teh pet procentov, ktere je zahteval finančni odsek. Danes pa, gospoda moja, sem jaz drugih misli in zarad tega jaz tukaj govorim, da se opravičim, zakaj danes ne bom tako glasoval, kakor v finančnemu odseku. Gospod predgovornik sam je trdil, da ne bi bilo pravično, zahtevati od dežele, da prevzame vse delo teh ustanov brez primernega plačila in zarad tega ni stavil predloga, kterega smo slišali v finančnemu odseku, namreč, da pade vsa ta doklada 5 percentev. Jaz pa se bojim, da predlog gospoda Kaltenegger-ja, kakor gaje zdaj stavil, ni zadosti jasen in da preveč dä v roke deželnega odbora, in sem na drugi strani tudi teh misli, da, če zahteva dežela pet percentev, s tem ni zahtevala preveč, kar mislim, da bodem tudi dokazal. Gospod dr. Kaltenegger je rekel, da so se dozdaj te ustanove oskrbljevale brez plačila in to je res; ali res vendar le je tudi, da je zdaj država zahtevala plačilo za oskrbljevanje teh ustanov in to namreč po kole-kih in po poti tistega odštetka, kterega morajo plačevati vse obligacije in to ostane tudi za naprej, čeravno pride v roke deželnega odbora. Drugič pa smo slišali v odseku po gospodu poročevalcu, da je tudi deželna vlada mislila na to, da bi ustanove dale pet percentev za trud in delo. Kar mi namerjamo, ravno to je tudi že deželna vlada hotela. Tedaj če je bilo dozdaj oskrbljevanje brez plačila, — vendar bi, če te ustanove ostanejo vladi, morale tudi plačati, kar zahtevamo mi za deželni zaklad. Tretjič pa, slavni zbor, po tem, kar je gospod poročevalec razlagal v finančnemu odseku, nikakor ni se bati, da bi morali teh pet percentev plačati tisti, kteri vživajo te ustanove. Ne bo se tem odštelo 5 percentov, temveč to plačilo se bode vzelo iz interkalarja, namreč iz dohodkov tistih dob in časov, v kterih se prigodi, kakor pri vsaki ustanovi, da je ne vživa nobeden: ne bode se tedaj vzel tistim, ki ustanove vživajo, ni krajcar ne, ampak plačalo se bode naše delo in naša skrb le iz interkalarja. Meni se pa tudi zdi, da pet percentni odštetek ni tako velik, da bi bilo mogoče reči, da oskrbljevanje teh ustanov bode enkrat manj stroškov naredilo deželi. Zakaj, meni se zdi, da je tukaj oskrbljevanje premisliti na vse strani, in teli strani je troje. Prvič oskrbljevanje deželne pisarne, drugič oskrbljevanje deželnega računstva in tretjič oskrbljevanje deželne blagajnice. Nikakor ni mogoče, da bi se to natanko preračunilo, koliko da košta deželno oskrbljevanje teh ustanov, in če bi človek še tako natanko ra-čunil, vendar ne bi mogel do krajcarja izračuniti. Zato tudi ne bo deželnemu odboru nikdar mogoče, po predlogu gospoda Kaltenegger-ja natančno števile stroškov izvedeti. Jaz bom tedaj, glede na to, da je tudi vlada na-merovala, tak odštetek upeljati, da je dežela silno obložena z davki, da so stroški deželnih uradov veliki, in da oskrbljevanje brez plačila ni opravičeno, dalje glede na to, ker se ne bode oskrbljevanje teh ustanov od tistih, ki jih vživajo, ampak le iz interkalarja plačalo, glede na vse to bodem glasoval za predlog finančnega odseka. Landeshauptmann: Wünscht noch Jemand von den Herren das Wort? Wünschen der Herr Berichterstatter......... Berichterstatter Abg. Kromer: Ich werde nach Schluß der Spccialdcbattc sprechen. Landeshauptmann: Ich würde wünschen, nach Abschluß der allgemeinen Debatte den Abänderungs-Antrag Kaltenegger zur Abstimmung zu bringen. Berichterstatter Abg. Kromer: Der verehrte Herr Vorredner v. Kaltenegger hat bemerkt, er könne sich mit dem Gedanken nicht ganz vertraut machen, daß die Stiftungen, welche der Staat bisher unentgeltlich administrirt hat, nunmehr nur gegen Bezug von 5°/o in die Verwaltung der Landesvertretung übernommen werden sollen. Auch ich konnte mich mit diesem Gedanken nicht leicht vertrant machen; allein ich machte einen Rückblick in die Vergangenheit und dachte, daß der Staat eben deshalb, weil er alle möglichen Administrationen übernahm, weil er so viele gut dvtirte Fonde ans seine Kosten admi-nistrirte, so weit gekommen, daß er jetzt bemüssiget ist, alle diese Administrations- und auch sonstige Lasten auf das Land abzuwälzen. Daraus zog ich die Conclusion, daß auch wir mit unserer Landcsverwältung in dieselbe Lage kommen könnten, wenn wir Lasten auf Lasten auf das Land wälzen, ohne genau zu erwägen, ob wir im Stande sind, diese Lasten aucb tragen zu können. Ich glaube, jeder Haushalt kann nachhaltig nur dann kräftig bleiben, wenn er auf rationeller Grundlage beruht, wenn zwischen Einnahmen und Ausgaben die Bilanz stets genau überwacht wird. Sobald man ohne Rücksicht auf die Einnahmen Auslagen ans Auslagen häuft, immer neue Verpflichtungen eingeht, ohne darauf zu sehen, ob man sie auch erfüllen kann, ist der Ruin bald herbeigeführt. Das stete „Warum nicht? Wir habcn's ja," das ewige Pochen auf den eigenen Säckel, auf die Uncrschöpflichkcit des Fondes hat nicht nur einzelne Wirthschaften, sondern auch große Staaten in den financicllen Ruin gestürzt. Dieses vorausgeschickt, möchte ich den Herren vor allem zur Erwägung anempfehlen, ob wir bei unseren derzeitigen Landesmitteln in der Lage sind, noch irgendwelche weitere Verpflichtungen zu übernehmen, oder ob das Maß desjenigen, was wir übernehmen können, nicht bereits vollends erschöpft ist. Meine Herren! schon derzeit hat das Land zur Deckung der Landes- und Grundentlastungserfordernisse einen 40percentigen Zuschlag zu entrichten, und cs treten in nächster Zeit neue und unabweisbare Auslagen an uns heran, so z. B. der Bau der Realschule, welcher mindestens 30—40.000 fl. beanspruchen wird, die Erwci- j terung des Irrenhauses, welche einen gleichen Baufond in Anspruch nehmen wird, die Verpflegskosten eines Zuwachses i von beiläufig 60 Irren, welche eine Jahresauslage von nahezu 9000 fl. verursachen werden, die Bestreitung der Kosten für die Triester Findlinge rücksichtlich derjenigen Mütter, welche unserem Lande angehören und welche, auf unseren Landesfond gewälzt, eine Jahrcsanslage von mindestens 12.000 fl. erfordern werden. Diese unvermeidlichen Auslagen berücksichtigend, wird zu deren Deckung noch ein weiterer Zuschlag von mindestens 5—6 Percent nothwendig sein. Und nebenbei häuft sich bei unserem Landesfonde eine Schuld, die mich schon jetzt erschrecken macht — sie wird sich nach Abschluß des Grundentlastungsgcschäftes auf beiläufig 9 Millionen Gulden beziffern, und nur zur Deckung ' der Zinsen hievon wird eine 45percentigc Umlage auf die gesainmte Steuer erforderlich werden. Ich frage daher, I ob wir wohl in der Lage sind, irgendwelche weitere Bc-lastung zu übernehmen? Von dem ganz abgesehen, nuifj derjenige, der mit einem Vermögen zn disponircn hat, hie, von auch einen Gebrauch machen, und diese Verpflichtung tritt an unö umsomehr heran, nachdem wir nur mit fremden, unserer Verwaltung anvertrauten Mitteln disponircn. Ein braver Hausvater, der mehrere Kinder hat, wird nicht zunächst diejenigen bctheilcn und stützen, welche ohnehin schon reich und versorgt sind, er wird vielmehr seine Hilfe den noch unversorgten zuwenden. Ein HanSwirth,* der zwar einige Mittel, aber nur wenige bessere, sondern meist baufällige oder zn wenige Wirthschaftsgebäudc hat, wird sich nicht damit kräftigen wollen, daß er seine guten Wirthschaftsgebäudc noch weiter ausbessert, sondern daß er zunächst diejenigen aufführt, die er nicht hat, aber nothwendig braucht. — Ich glaube, diese Beispiele sollten auch uns leiten. — Unser Studentenstiftungsfond ist bereits so kräftig, wie ihn vcrhältnißmäßig kein anderes Land aufzuweisen hat, er wird nahe an 400.000 fl. zählen, und dieses Capital sichert eine Jahresrente von 20.000 fl. Wir sind sohin in der Lage, von unseren Studirenden 200 jährlich mit Stipendien von je 100 fl. zu bctheilcn, und ich glaube, daß bei einer derartigen Rente alle wirklich armen und braven Studirenden subvcntionirt werden können. Es wird sich dabei nur darum handeln, daß die Stipendien gewissenhaft zugewendet, daß sie nur denjenigen verliehen werden, welche wirklich brav und dürftig sind. Der Fond hat also die Mittel, um selbstständig dazustehen, er hat die Mittel, um auch seine Verwaltungskosten aus den Jntcrcalaricn und Jahrcsübcrschüs-sen decken zu können, daher cs nicht angezeigt erscheint, auch für diese Administration in den Landessäckel zu greifen. ES ist letzterer bereits bis auf den Grund geleert, daher wir reiflich erwägen müssen, wo eigentlich der Kreuzer am dringendsten und am nothwendigsten verwendet werden soll. Wir können nicht zu opferwillig sein. Herr v. Kaltenegger meint zwar, es ist der Anspruch von 5 Percent doch etwas zu hoch bemessen; ich wäre dieser Ansicht nicht. Im gewöhnlichen Leben, wo am Ende jene klare Verrechnung in allen einzelnen Stadien nicht gefordert wird, beansprucht man für die Administration in der Regel 8 Percent des reinen Ertrages. Wir haben nur 5 Percent in Anspruch genommen, und nur deshalb nicht mehr beansprucht, weil es durchaus nicht in unserem Willen lag, aus dem Stndcntcnstiftnngsfondc irgend einen Nutzen zu ziehen, indem wir daraus nur die nothwendigsten Kosten gedeckt wissen wollen. Sobald der LandeSausschnß zur Ueberzeugung kommt, daß diese 5 Percent mehr als genügend sind, so zweifle ich gar nicht, daß er sogleich einen Antrag an den hohen Landtag einbringen wird, damit die 5 Percent, welche bisher angefordert wurden, ans ein geringeres Maß zurückgeführt werden. Es ist also auch keine Besorgniß vorhanden, daß der Studcntenstiftungsfond ungebührlich könnte in Anspruch genommen werden. Weiters habe ich vorläufig nichts zu bemerken. Landeshauptmann: Die Generaldebatte ist geschlossen. Ich werde aus denselben Gründen, die den Herrn Abg. Ritter v. Kaltenegger bestimmten, seinen Antrag schon in der Generaldebatte zu stellen, obwohl derselbe eigentlich in die Spccialdebattc gehört, diesen Antrag gleich hier zur Abstimmung bringen; es wird dadurch, daß das Haus schon hier über den Antrag Kaltenegger Beschluß faßt, die Verhandlung und Abstimmung in der Specialdebatte erleichtert. Dcr Antrag geht dahin, daß die (Stiftungen Nr. 1—6 non betn Landesansschnsse gegen dem zn übernehmet: feien, daß dem krainerischen Landesfonde vorläufig zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mehrans-lageii ans abgedachten Fonden — mit Ausnahme der Jn-wlidenstiftnngen — eine 5°/0 Tangente ihrer Jahreserträg-„isse bewilliget werde. Ich bitte jene Herren, welche diesem Antrage beistim-nteti, sich zn erheben. (Geschieht —■ Se vzdignejo.) Er ist in der Minorität geblieben. Der Ansschußantrag wird nun selbstverständlich an bem gehörigen Orte zur Abstimmung kommen. Wir gehen nun zur Specialdebatte über. Wünscht Jemand von den Herreit zum ersten Ans-schußantrage daö Wort? Derselbe lautet (liest — bere): „Der Landesansschuß werde ermächtiget und angewiesen, von der k. k. Landesregierung die Stistnngssonde 1. nachfolgender Jnvalidenstiftungen, als: a) der Adelsberger-Grotten-Jnvalidenstiftung, b) der Franz Metelko'schen, „ c) der Laibacher Franenvereins - Jnvalidenstiftnng vom Jahre 1860, ä) der Laibacher Frauenvereins-Jnvalidenstiftnng vom Jahre 1867, und e) der Johann Fortunat Trevisini'schen-Jnvalidenstiftung. (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn Niemand das Wort wünscht, so bringe ich denselben zur Abstimmung und ich bitte jene Herren, welche demselben beistimmen, sitzen zn bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Er ist angenommen. Wünscht Jemand znm zweiten Antrage das Wort? Derselbe lautet (liest — bere): 2. nachfolgender Fräulein- und Mädchen-Betheilungs-stistungen, als: a) der Ignaz Freiherr v. GallenfelS'schen, b) der Jakob v. Schellenburg'schen, c) der Antonia v. Lerch'schen, und d) der Friedrich v. Weitenhiller'schen Stiftung,“ (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn nicht, so bitte ich jene Herren, welche mit demselben einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Er ist angenommen. (Ebenso wurden die Punkte 3, 4, 5 ohne Debatte genehmiget. Dieselben lauten: 3. der Karl Freiherr v. Flödnig'schen Blindenstiftung, 4. der Franz Holdheim'schen Tanbstnmmenstiftung, o. der sogenannten illyrischen Blindenstiftnng, na tako bile so točke 3, 4, 5 brez debate odobrine.) Wir kommen nun zum sechsten Punkte der Ansschnß-aiiträge. Derselbe lautet < liest — bere): f „Den gesammten krainischen Stndentenstiftnngsfond in die eigene Verwahrung und Verwaltung gegen dem zn übernehmen, daß dem krainischen Londesfonde zur theilweisen Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mehr-anslageii ans abgedachten Fonden, mit Ausnahme der Jnvalidenstiftungen — eine 5°/0 Tangente ihrer Jahreserträgnisse bewilliget werde.“ Poslanec dr, Toman: Prosim besede. Jaz se tudi bolj vjemam z mislijo, ktero je gosp. Kalteuegger izrekel, iu če le bodem gla- soval za odsekov predlog, storim to iz tega obzira, ker naša dežela nima svojega premoženja, da bi mogla oskrb-ljevati brez plačila take ustanove. Dokler se ne bode deželno premoženje kaj zboljšalo, moramo tudi skrbeti, da od drugih strani dobimo dohodkov; sicer pa se vjemam z mislijo gosp. viteza Kaltenegger-ja. Landeshauptmann: Der Herr Landespräsident hat das Wort. Laudespräsident: Ich wollte die hochverehrte Versammlung nur ans eines aufmerksam machen. Nachdem in der Debatte über den letzten Punkt dieser Vorlage hervorgehoben wurde, daß die Jnterealarien, nämlich die Stistnngsgelder, die nicht zur Auszahlung gelangen, zunächst dazu verwendet werden sollen, die Regie- und Verwaltungskosten zu decken und nachdem, wie einer der Herren Redner bemerkte, diese Verwendung auch im Sinne der Anträge liegt, so wäre es wünschenswerth, daß in der Stylisirnng dieses letzten Punktes ein solcher Ausdruck gesunden würde, welcher diesen Sinn klar präeisirt. Wenn daher die Stylisirnng dahin modifieirt würde, daß eine erläuternde Bestimmung über eine solche Verwendung der Jnterealarien dem letzten Punkte beigefügt wird, so dürfte damit auch ein allfälligeS Bedenket: behoben sein, welches gegen diese Stelle des Antrages sich ergebet: hat. Landeshanptmann: Wünscht Jemand von den Herren zn Punkt Nr. 6 das Wort? Abg. Kramer: In der ganzen Debatte wegen Uebernahme dieser Stif-tungei: wurde an dem Grundsätze festgehalten, daß die Stift» tinge in ihren Bezügen durchaus nicht verkürzt werden dürfen, daß ihnen die vollen bisher festgesetzten Beträge zukommen sollen, daß daher die 5 Percent der Administrationskostet: lediglich ans den Jnterealarien und aus den Jahres-nberschiissen der einzelnen Stiftungen zn bezahlet: sein werden. In Festhaltnng dieses Grundsatzes glaube ich, und zwar auch in: Namen des Landesansschnsses sowie des Finanzausschusses Mich dahin anssprechei: zu dürfen, daß bei den: Schlnßantrage Nr. 6 nach den Worten: „ans obgedachtet: Fonden“ die Klausel eingeschaltet werden könne — „rücksichtlich ans deren JahreSüberschüsset: und Jnterea-larien." Landeshauptmann: Der Herr Berichterstatter haben in: Namen des Finanzausschusses und des LandeSanSschusses diesen Zusatzantrag gestellt? Ich nehme dies darum an, weil von Seite der Mitglieder genannter Ausschüsse keine Einwendung erhoben wurde. (Dr. Toman: Prosim . . . .) Ich bitte, wird von Seite der Mitglieder des Landesansschnsses oder des Finanzausschusses eine Einwendung erhoben? Poslanec dr, Costa: Jaz nimam nič zoper to. Landeshauptmann: Dam: aber bitte ich auch die übrigen Mitglieder der genannten Ausschüsse, sich zu erklären, ob sie mit diesem Antrage einverstanden sind. Poslanec dr. Toman: Prosim, gospod predsednik, deželni zbor se mora vprašati o tej stvari. Landeshauptmann: Da der Herr Berichterstatter gesagt hat, er spreche int Namen des Landesausschusses und des Finanzausschusses, und da er mit den Mitgliedern dieser Ausschüsse sich nicht berathen konnte, will ich nur die Zustimmung dieser Ausschüsse zum Antrage des Herrn Bericherstatters constatircn. Ich werde nun über den Zusatzantrag des Herrn Berichterstatters abstimmen lassen. Derselbe lautet (liest — bere): „6. Den gcsammtcn krainischcn Studeitten-Stiftungs-fond in die eigene Verwahrung und Verwaltung gegen dem zu übernehmen, daß dem krainischcn Landcsfonde zur theil-weiscn Deckung der mit dieser Verwaltung verbundenen Mchrauslagcn aus abgesuchten Fanden — mit Ausnahme der Invaliden - Stiftungen — eine Sperr. Tangente ihrer Jahrescrträgnisse bewilliget." Ich bitte jene Herren, welche......... Poslanec dr. Costa: Prosim gospod predsednik! zarad stilistike mislim, moramo reči: „Aus abgedachten Fanden — mit Ausnahme der Jnvalidcnstiftungen — rücksichtlich aus deren Jahresüberschüssen und Jntcrcalaricn, eine 5perc. Tangente u. s.in." Zakaj če se reče: „Ans abgedachten Fanden, rücksichtlich aus deren Jahresüberschüssen und Jntercalaricn, mit Ausnahme der Jnvalidenstiftnngen, eine Sperr. Tangente u.s.w.," bi se znalo tudi tako misliti, da ustanove za invalide stroške oskrbnijštva plačajo iz celega zaklada in ne iz interkalarja. Stavim tedaj predlog, da se besede: „rücksichtlich aus deren Jahresüberschüssen und Jntercalarien," vstavijo po besedah: „mit Ausnahme der Jnvalidcnstiftungen." Berichterstatter Abg. Kromer: Dagegen habe ich nichts einzuwenden, das ist Sache der Stylistik. Vielleicht ließe sich diese Position noch besser dahin präcisiren: „aus abgedachten Fanden, mit Ausnahme der Jnvalidenstistungen, cine opere. Tangente, und zwar aus den Jahresüberschüssen und Jntercalarien bewilliget." Poslanec Svetec: Prosim besede. Jaz mislim, da bi se ta pristavek naj boljše dal vvrstiti po besedah: „eine opere. Tangente ihrer Jahrescrträgnisse," in sicer tako, da bi se glasilo : „eine Spere. Tangente ihrer Jahreserträgnisse rücksichtlich aus ihren Jahresüberschüssen und Jntercalarien bewilliget." Poslanec dr. Costa: Je tudi prav; jaz se vjemam s tim nasvetom. Landeshauptmann: Wird dieser soeben vernommene Abänderungsantrag unterstützt? Ich bitte jene Herren, welche denselben unterstützen, sich zu erheben. (Geschieht — Se vzdignejo.) Er ist hinlänglich unterstützt. Wünscht noch Jemand der Herren das Wort? Weitn nicht (nach einer Pause — po prestanku), so schreiten wir zur Abstimmung und ich bitte jene Herren, welche mit demAusschußantrage, combinirt mit dem Abänderungsantrage Svetec, einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Ni jeden ne vstane.) Er ist angenommen. Nun kommt der Schlußsatz: „dem Staate übrigens das Obcraufsichtsrccht vorbehalten und von Seite der Landesvertretung die Verpflichtung übernommen werde, über die Verwaltung obaufgezählter Fonde der k. k. Landesregierung alljährlich specielle undocumcntirtc Rcchnungs-Extracte mitzutheilen, die Widmung der Fonde und aller einzelnen Stiftungen genau aufrecht zu erhalten, und insbesondere tut den stiestbrieflichen Bestimmungen über das Verleihungs-rccht — dieses mag Privatpersonen oder l. f. Behörden zustehen — unbedingt festzuhalten." — Wünscht Jemand von bett Herren zu diesem Absätze das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn nicht, so schreiten wir zur Abstimmung und ich bitte jene Herren, welche mit diesem Schlußantrage einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Er ist angenommen. Da auch dieser Antrag aus mehreren Theilen besteht, so schlage ich wieder vor, sogleich die dritte Lesung vorzunehmen und ich bitte jene Herren, welche mit diesem Antrage in dritter Lesung einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Diese Anträge sind daher auch in dritter Lesung vom h. Hause genehmiget. Es kommt nun der dritte Gegenstand der Tagesordnung tut die Reihe. Antrag des Herrn Dr. Bleiweis und Genossen auf Erlassung eines Gesetzes, betreffend die Aenderung des § 87 der Gemeindcordnung für die Hauptstadt Laibach ddo. Ren Juni 1850. Poslanec dr. Bleiweis: V soglasji z družniki svojimi sem stavil predlog, naj slavni zbor sklene postavo, po kteri se v začasni ustavi za ljubljansko mesto od 9. junija 1850. leta premeni artikel 87, to je, da se kazen denarna in če ta ne pomaga, kazen politična odloči onim odbornikom, kteri b rez v el javnega vzroka izostajajo iz sej mestnega zbora tako, da mu ni mogoče veljavno sklepati. To je moj predlog, ki ga imam danes zagovarjati. Predlog je sam na sebi tak, da bo zagovor lahko prav kratek, a vendar zadosten, in to zato, ker stoji pod krilom novejše občinske postave od leta 1866. Gospoda moja! Skušnja je povsod naj boljša učitelj ca, tako tudi pri postavah. Mestna naša ustava, dana leta 1850, je v mnogih točkah pomankljiva, naj linja pomaukji-vost njena pa je ta, da v njej ne stoji nobena določba o tem, kako se dä v okom priti temu, ako izostajajo odborniki — ali le iz nemarnosti ali pa nalaš, tako, da seja ni mogoča. V takih okoliščinah, gospoda moja, je v nevarnosti vsa ustava, prestane občinski red, po takem se vniči — paralisira — vse opravilstvo mestnega zbora — in še več — tudi magistratnega zbora, ker po § 48 obstaja magistrat tudi iz petih udov mestnega zbora. Občinska postava za vojvodino Kranjsko od 17. svečana 1866. leta je skrbela za to, da se takim overam v okom pride, in sicer po § 42, ki se tako - le glasi (bere — liest): „če v sklicano sejo ne pride toliko odbornikov, da bi mogli sklepati, ima glavar pravico, vsacega odbornika in namestnika, kteri ni prišel, ter se ne opraviči, za kaj ga ni bilo, na denarjih kazno- j vati in sicer ,do 10 gld., ta globa pak mora iti v ob- j «insko blagajnico.“ Mestna naša postava nima tega paragrafa, zato l je tudi zelo pomankljiva; tej pomankljivosti pa se mora j v okom priti. Zgodi se pa to lahko, ako obvelja moj predlog. Ta predlog se opira deloma na § 42 imenovane občinske postave od leta 1866; le nekoliko razločka je med mojim predlogom in tem paragrafom. Moj predlog nasvetuje, naj se globa ali denarna kazen postavi do 20 gld., tam stoji le 10 gld. Vendar je ta razloček popolnoma opravičen, ako pomislimo, da u n a postava ima pred seboj manj premoženja, manj izvedenega kmeta, tukaj pa imamo opraviti z mestnim kapitalom, mestno inteligencijo. (Velika veselost. Dobro! — Große Heiterkeit! Gut!) Poostren je moj predlog sicer še s tem, da pravi, ako dvakratna denarna kazen ne pomaga, naj se nemarni ali nagajivi odbornik kaznuje s tem, da j zgubi pravico odbornik biti in da v isti volilni dobi ne more več izvoljen biti. Ali tudi to p o ostrenje ni z trte izvito, ampak je opravičeno, in sicer ima svojo analogijo v § 42 naše sedanje mestne ustave same. Ta paragraf se tako - le glasi (bere — liest): „Nach erfolgter Constituirung wählt der Gcmcindcrath unter Vorsitz des an Jahren ältesten Mitgliedes aus seiner Mitte den Vorstand (Bürgermeister), Dieser Wahlhandlung haben sämmtliche Gemeinderathsmitglieder beizuwohnen. Sic sind hiezu mit dem Beisatze einzuladen, das jene Gemcinderaths-gliedcr, die entweder gar nicht erscheinen oder vor Beendigung der Wahlhandlung sich entfernen, ohne ihr Ausbleiben ober ihre Entfernung durch hinreichende Gründe zu entschuldigen, als ihres Amtes verlustig anzusehen seien, in der laufenden Wahlperiode nicht wieder gewählt werden können, und überdies in eine Geldbuße verfallen, welche der Gemcindcrath bis Einhundert Gulden CM. bestimmen kann." Ta odločba je ostra, al mora ostra biti, zato ker bi sicer mogoče bilo, da bi se župan ne mogel voliti, županija bi bila tedaj brez glavarja. Moj predlog pa se opira na drug primerlej, ki je ravno tako važen, kakor uni; zakaj lahko se primeri tudi to, da ima županija glavo, a nima života, ako se, kakor sem rekel, odborniki odtegujejo zborovanju, tako, da ni mogoče veljavno sklepati, -— v unem kakor v tem primerljeji pa prestane delovanje občinsko. Opravičena je tedaj po vsem tem ta postava, o kteri želim, da jo sprejme slavni zbor. Komur ni mar za red mestni, ali komur ni po volji to ali uno, lahko si pomaga s tem, da položi j svoj mandat in da se voli drug na mesto njegovo. Upor, kteri meri na to, da ne morejo biti ne od-borove ne magistratne seje, upor, ki dela na to, da se paralizira ves občinski zastop, zdi se mi, da je punt zoper mestno ustavo! Da se tedaj na škodo mestnim interesom ne paralizira občinski zastop, treba je, da se prenaredi artikel 87 po mojem predlogu. Zato ga priporočam slavnemu zboru da ga sprejme, in nasvetujem, naj se izroči tistemu odseku, ki je postavljen za „občinske zadeve.“ Landeshauptmann: Nach § 18 G. O. beschließt der Landtag, nachdem der Antragsteller seinen Antrag begründet hat, ohne Debatte, ob der Antrag an einen schon bestehenden oder neu zu bildenden Ausschuß zu verweisen sei. Wenn der Be- I X. Sitzung. schluß verneinend ausfällt, so ist der Antrag als abgelehnt anzusehen. Da der Herr Antragsteller selbst den Antrag gestellt hat, daß sein mcritorischcr Antrag dem Ausschüsse für Ge-meindcangelegenheiten zugewiesen werde, so werde ich nur die Unterstütznngsfrage stellen und ich bitte jene Herren, welche denselben unterstützen, sich zu erheben. (Geschieht — Se vzdignejo.) Er ist hinlänglich unterstützt. Wünscht Jemand von den Herren zu diesem Antrage das Wort? Abg. Stromer: Ich glaube, cs ist keine Debatte zulässig. Landeshauptmann: Es handelt sich hier nur um die Frage, ob und welchem Ausschüsse der von dem Herrn Dr. Blciwcis gestellte Antrag zugewiesen werden soll; über diese rein formelle Frage der Gcschäftsbchandlung kann allerdings dcbattirt werden. Ich bitte nun jene Herren, welche damit einverstanden sind, daß der Antrag des Herrn Dr. Blciwcis dem Ausschüsse für Gemcindcangclegenheiten zugewiesen werde, sitzen zu bleiben. (Einige Mitglieder erheben sich — Nekoliko poslancev vstane.) Der Antrag ist vom h. Hause genehmiget. Ich unterbreche die Tagesordnung, da mir soeben durch den Herrn Abg. Rudesch eine Petition überreicht wurde, folgenden Inhaltes (liest — bere): „Das Gemeindeamt Pösendorf bittet, die beiliegende bittlichc Eingabe an den h. Landtag des Kronlandes Strain in Betreff des von einer Gesellschaft projcctirten Baues einer Eisenbahn von Laibach nach Carlsstadt gütigst cinzu-beglciten und vorlegen zn wollen." Wird ein Antrag bezüglich der Zuweisung dieser Petition gestellt.? Poslanec dr, Toman: Prosim besede. Kolikor je meni znano, je ena taka prošnja v deželni odbor došla in jaz sem tisto prošnjo rešil tako, da ima na deželni zbor iti. Jaz bi tedaj rad zvedel, kako pride to, da prošnja ravno taka po gosp. Rudežu dojile v deželni zbor? Landeshauptmann: Ich werde die Sachlage aufklären. Diese Petition ist mir wirklich soeben vom Landcsausschussc zugekommen. Da aber keine Petition dem h. Hause vorgelegt werden darf, welche nicht von einem Herrn Abgeordneten unterzeichnet ist, so habe ich brevi manu von meinem Sitze aus den Hrn. Rudesch ersucht, diese Petition zu unterzeichnen, um selbe sodann in der gesetzlichen Form sogleich vor das h. Haus bringen zu können. Poslanec dr. Toman: Prosim gosp. predsednik. Jaz vem, da nam je v poprejšnjih zborih veliko takih prošenj deželni odbor izročil, brez da bi v sredo stopil kak drug poslanec. Landeshauptmann: Ich halte mich an die klare Vorschrift der Geschäftsordnung; § 10 der G. O. Wenn in früherer Zeit derlei formelle Fehler unterlaufen sind, was ich jedoch ncgirc, wäre mir dadurch nicht das Recht erwachsen, selbe fortgesetzt zu begehen. Uebrigens ist das ganze eine rein formelle Sache, die Vorschrift der Geschäftsordnung ist erfüllt, da diese Petition von einem Herrn Abgeordneten unterzeichnet ist; somit ist die Sache abgethan. Poslanec Dr. Costa: Kteremu odseku se bode izročila ta prošnja? Landeshauptmann: Ich habe die Frage ja schon gestellt, welchem Ausschüsse diese Petition zugewiesen werden soll. Poslanec dr. Toman: Prosim, gospod predsednik. Moram reči, da je formalnost včasi važna, ali za vse to se ne prepiram; zato prosim, da se ta prošnja izroči gospodarskemu odseku. Landeshauptmann: Wird der soeben vernommene Antrag unterstützt? Ich bitte jene Herren, welche denselben unterstützen, sich gefälligst zu erheben. (Geschieht — Se vzdignejo.) Er ist hinlänglich unterstützt. Nun schreiten wir zur Abstimmung, und ich bitte jene Herren, welche diesen Antrag annehmen, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sick) — (Nijeden ne vstane.) Er ist vom h. Hause angenommen. Wir kommen nun zum vierten Gegenstände der Tagesordnung : „Poročilo odseka za gospodarske reči, o postavi zastran razdelitve sopašuikov in menjalnih zemljišč.“ Ich bitte den Herrn Berichterstatter, seinen Vortrag zu beginnen. Poročevalec dr. Toman (bere iz odra — liest von der Tribüne): „Poročilo o postavi zastran razdelitve sopašuikov in menjalnih zemljišč. Odbor, kteremu ste bile izročeni postavi zastran razdelitve sopašuikov in menjalnih zemljišč v pretres, je enoglasno spoznal potrebo, da se razdele sopašniki in menjalna zemljišča v naši deželi. Tudi je spoznal odbor, da se mora razdelitev po postavi ukazati, če se ne zgodi prostovoljno. Za vse to so bili razlogi že projavljeni, ko se je prvič stavil dotični predlog in pa v poročilu deželnega odbora. Odbor oziraje se na vse to, pritrdi vsim poglavitnim pravilom in vodilom izrečenim v načrtu postav. Kar je odbor spremenil, se tiče le tega, da bi se še bolj pospešilo razdelovanje, ali se tiče kakih bolj malenih stvari in potrebnih opazk, ali so stilistične poprave. Naj važneji poprava na videz je ta, da sta se dve postavi spremenili v eno, ali tudi ta je le formalna, ker po njej se spremenuje le oblika, ne pa bistvo postave. Kar je posebnih sprememb, tak so jim sledeči razlogi: K §1. Iz posilne razdelitve menjalnih zemljišč so se izvzele menjalne planine, ker se te ravno tako, kakor druge, ne dajo bolje rabiti, ko za pašo, kteri pa menjevanje enega posestnika z drugim ne more biti toliko na škodo, kakor pri njivah ali travnikih. K §2. Zastran pogodbe, po kterej se zamorejo upravičeni pogoditi zarad mere med seboj brez gosposke ali pred gosposko, se je postavila ožja in sicer tista meja, ktera se je omenila v poročilu deželnega odbora. To se je storilo zarad tega, da bi se, kolikor le mogoče, po pogodbah vršile razdelitve. Kazdelitve podlaga pa je mera, ktero je po odločbi težko uganiti. Zato je odbor sklenil, da je pogodba med upravičenimi že veljavna, če ji pritrditi dve tretjini upravičenih, kteri pa morajo posedvati tudi dve tretjini vseh pravic. Kazvidi se lahko iz tega, da odvisi veljavnost tacih pogodeb ne samo od velike množice upravičenih, temveč ravno tako od vrednosti njih pravic in da se tedaj ni bati, da bi se zamogle sklepati krivične pogodbe. Četrti paragraf sopašniške postave od deželnega odbora nasvetvaue je večina odbora zvrgla, ker se ji ne zdi zadosti jasno in dognano, ali so pašne pravice in sopašniki sokupna lastina sosesk, ali spadajo take pravice k posameznim zemljam. Če bi veljalo prvo, tak morajo tudi postati sopašniški deli po razdelitvi samostojne lastine, sicer bi pa padli k zemljam. Le toliko se zdi odboru gotovo, da se ne more zapovedati, da bi se sopašniški deli pripisati morali k zemljam, kakor se je godilo po patentu od 5. juli 1853, ker zastran sopašuikov se ne nahaja med upravičenimi ali soposestniki servitutna ali služinska razmera. Naj koristneje se tedaj zdi večini odbora, da se o tej zadevi ne izreče ne eno ne drugo, temveč da se dotična razprava pripusti gosposki, ktera bo znala v vsakim primerljeji ravnati po pravici, kakor se bode dala razviditi iz okolščin. K §4. Zastran volitve možev, ki imata ceniti drevesa, se je pridjal dostavek, po kterem zamore en sam za volitev upravičenih oba moža voliti, ako se mu drugi o tem pridružiti neče. K §5. Namesto „vsak večji deležnik“ se nasvetuje „naj veči deležnik“ zato, da je izjema zastran razdelitve malih sopašuikov še bolj ozko postavljena. K §6. Iz ravno izrečenega obzira se nasvetuje, da dve tretjini, ne pa večina, kakor je bilo poprej nasvetovano, le zamorete skleniti, da se zarad ovčje paše ne razdeli kaki sopašnik ali cel ali deloma. K §7. Srenjam se pripušate dve leti na voljo, v kterili one znajo same za-se razdeliti sopašnike. Odbor je spremenil le čas, kteri je odmerjen za pogodbo, in čas, kteri je odločen za razdelitev. Pogodbe se zamorejo hitreje skleniti, djanske razdelitve pa potrebujejo veliko več časa. Zato se je čas za pogajanje prikrajšal na pol leta in čas za razdeljenje podaljšal na poldrugo leto. K §8. Za razdelitveno obravnovanje se stavijo dosedanje servitutne gosposke po patentu od 5. julija 1853. Kjer takih več ni, se bode, kakor se je skrbelo za dokončno obravnavo servitutnih razmer, ko so prenehale v enem 'ali drugem kantonu, po političnih okrajnih gospčskah tudi skrbelo po patentu od 5. julija 1853, da bodo ali servitutne ali politične gosposke počele in zvrsile razdelitveno obravnovanje. Večini odbora se tedaj ni potrebno zdelo, se posebno ozirati na politične okrajne gosposke. Postavljena izjema zastran 1. stavka § 11 patenta od 5. julija 1853 se je storila zato, ker se odboru ne zdi pravično in ugodno, da bi se mera vživalne pravice sodila in stavila po tem, koliko bi bil kdo v letih 1836 do 1845 vžival kak sopašnik. Ker bode potreba posebnih obravnovalnih vodil in pa tudi dotičnega poduka za ljudstvo, zato se je pristavil dotični stavek. Deseti paragraf po načrtu deželnega odbora se je izpustil, ker se samo po sebi razumi, da stareje postave zastran sopašnikov nehajo biti veljavne, koliko so prenarejone po tej postavi. Po vsem tem odbor nasvetuje : 1. Naj slavni deželni zbor potrdi postavo zastran razdelitve sopašnikov in menjalnih zemljišč po načrtu pod •/• 2. Naj slavni deželni zbor sklene prošnjo do c. k. državne vlade, da bi ta predložila in priporočila pri-hodnemu državnemu zboru postavo, po kterej: a. Naj vsi sopašniki v kranjski deželi, ki spadajo pod razdelitveno postavo, po razdelitvi ostanejo še deset let v dosedanji davčni vrsti; h. naj v obravnavi zastran sopašnikov in menjalnih zemljišč se oprostijo vse vloge, zapisniki in sploh vsa dotična pisma, koleka, vpisnine, poštnine in drugih davščin v zmislu in po razlogih § 42 patenta od 5. julija 1853. 3. Naj slavni deželni zbor sklene, da ima deželni odbor nalogo, to prošnjo dobro vtemeljeno predložiti c. k. državni vladi. „Postava, veljavna za vojvodino Kranjsko, zastran razdelitve sopašnikov in menjalnih zemljišč. Po nasvetu in sklepu deželnega zbora Moje vojvodine Kranjske zapovedujem, kakor sledi: § 1. Vsi sopašniki (gmajne), razen planin in srenjskih prostorov po vaseh in trgih, in ravno tako vsa menjalna zemljišča, to je vsa zemljišča, ktera so celoma ali deloma po nekem gotovem redu za nek gotov čas v menjalnem vžitku dveh ali več posestnikov, razen menjalnih planin, se morajo razdeliti. § 2. .Razdelitev naj se zgodi po kaki že dosojeni ali veljavno dogovorjeni meri, sicer pa po pogodbi, ktera je veljavna, ako ji le pritrdite dve tretjini vseh upravičenih, ki morajo imeti dve tretjini vseh pravic, in če hi se ne dala tako dovršiti, po razsodbi tiste gosposke, M je v § 8 postavljena za obravnavo razdelitve. 8 3. Davki se primerno razdele po delih. X. Sitzung. Kdor ima na sopašniku lastna divja ali sadna drevesa, jih mora saj v enem letu presaditi, ako ne, jih mora prodati tistemu, čegar je po razdelitvi zemlja, če se zastran cene ne moreta pogoditi, jo odločijo trije možje; vsak voli po enega, izvoljena dva pa tretjega; ko bi pa kteri v osmih dneh po tem, ko mu je drugi naznanil svojega moža, ne izvolil tudi svojega, naj voli öni drugič oba moža in ta dva izvolita tretjega. Njih cenitev se ne dä ovreči. § 5. Sopašnik, ki je tako majhen, da naj veči deležniki bi pri razdelitvi ne dobili več, kakor po en četrt orala, naj se proda na dražbi cel ali v večih kosih, in denar naj se primerno razdeli. Iz posebnih vzrokov sme deželni odbor privoliti, da se tak sopašnik' vendar razdeli. 8 6. Kjer je ovčja reja poglavitni dohodek srenjčanom, sme sopašnik cel, ali njega primerni del izjemno ostati nerazdeljen, dokler se vpotrebuje za ovčjo pašo, ako dve tretjini vseh upravičenih tako sklenete, in ako deželni odbor temu pritrdi. 8 7. Kadar ta postava moč zadobi. mora se razdelo-vanje začeti. Dve leti se daje srenjam na voljo, da si v tem času pašnike same razdele; v prvem polletu se morajo pogoditi, po kteri meri se bode delilo, v poldrugem letu potem morajo razdelitev končati. Ravno tako se posestnikom menjalnih zemljišč daje eno leto, da si v tem menjalna zemljišča sami razdele, ali se pa zastran njih tako pogode, da menjalna zaveza prestane. Eno in drugo se mora skazati v postavljenih obrokih pri gosposki (§ 8.) ki začne brez odloga posilno razdelitev, ako se ni v odločenem času predložila pogodba ali z vršila razdelitev. • 8 8. Razdelitveno obravnovanje se izroči dosedanjim go-spöskam, postavljenim po cesarskem kraljevem patentu od 5. julija 1853 za odvezo ali uravnavo zemljiščinih bremen. Obravnave naj se vrše po tej postavi, po patentu od 5. julija 1853, razen tega, kar se odločuje v 1. stavku §11 zastran uživalne mere, in po postavi od 31. oktobra 1857 (št. 218 drž. zak.) Posebna obravnalna vodila z dotičnim podukom za ljudstvo izdela c. k. deželna komisija v soglasju z deželnim odborom. Mojemmu inistru notranjih zadev se nalaga zvršitev te postave.“ Landeshauptmann: Ich eröffne die Generaldebatte. Wünscht jemand von den Herren das Wort? Abg. Kramer: Als ich gestern dieses Gesetz gelesen, stieg mir das Bedenken ans, ob wir berechtiget sind, diesen Gegenstand in 2* der Form eines Gesetzes zu behandeln. Denn die Gemcinde-Hutwcidcn und Wechselgründe gehören in das Capitel der Gemeinschaft des Eigenthums, sind daher ein Object des bürgerlichen Gesetzbuches. Nach §11 lit. k des Reichsgesetzes vom 21. December 1807 gehören alle Gegenstände, welche die Strafjustiz, die Polizeistrafgewalt, sowie die Civilrcchtsgcsctzgcbuug betreffen, in das Ressort des Reichsrathes. Ich habe auch die betreffenden Paragraphs der Landesordnung durchgeblättert, jedoch nicht die Gewißheit gewinnen können, daß wir berechtigt sind, diesen Gegenstand in der Form eines Gesetzes zur weiteren Vorlage zu bringen. Ich erwähne dies ans dem Grunde, damit der hohe Landtag erwäge, ob cs nicht gerathener wäre, diese Vorlage in der Form eines Antrages zur weiteren Verhandlung zu bringen. Landeshauptmann: Stellen der Herr Abgeordnete einen Antrag? Abg. Kramer: Nein. Landespräsident: Ich erlaube mir in Bezug auf die Bemerkung des Herrn Abgeordneten Kromer zu erwidern, daß die Regierung, insoweit ich ihre Intentionen kenne, diese Angelegenheit nur als einen Gegenstand der Landcscultur, daher als eine Landesangelegcnhcit. für welche das Land selbst zu sorgen hat, ansieht. (Bravo! Bravo! — Pravo! Pravo!) Nachdem durch die Bemerkungen und Aenderungen, welche bei den einzelnen Absätzen gemacht worden sind, den diesbezüglichen, schon im Ausschüsse vom Regiernngscommissär ausgedrückten Wünschen entsprochen ist, so glaube ich, daß die Regierung diesen Gesetzentwurf beifällig anzunehmen und als zur Competenz des Landtages gehörig zu behandeln in der Lage sein wird. Landeshauptmann. Wünscht noch Jemand in der Generaldebatte das Wort? Wünschen der Herr Berichterstatter zu sprechen? Poročevalec dr. Tornau: Že v poročilu deželnega odbora je bilo to vprašanje, ktero je stavil gospod Kromer, pretreseno in določeno. Tam namreč se je oziralo tudi na ta ugovor, da bi taka skupina oseb po civilnem zakonu imela pravico, s svojimi sopašuiki po volji ravnati in da bi tedaj ne šlo jim dajati nove postave, ki bi kratila njih pravico; ali ta ugovor ne velja, ker skrb za okranjenje in po-množenje zemljiščinih dohodkov veleva, da se sme in mora od stala državnega in deželnega ukazati, kako se mora s srenjskim sopašnikom ravnati, če prostovoljno ne ravnajo soposestniki prav. Koliko takih postav imamo, ki deželi koristijo in kulturo zemlje povikšajo, ki pa iz ravno take nadzorne više pravice izvirajo. Mi imamo borštno postavo, ki prepove, da ne sme vsak sekati, kakor se mu ljubi, in zapove, kako se ima z boršti ravnati, in tako imamo veliko političnih postav v deželi, ktere prikrajšajo lastninsko pravico in na ta način, ako se ravno morebiti kdo v svoji pravici po civilnem zakonu prikrajša, s postavami, ki zadevajo deželno kulturo, se deželi koristi. Zato moram prav z veseljem v misel vzeti besede, ktere je gospod c. k. deželne vlade predsednik izrekel poprej, po kterej znamo upati, da bodo se spolnile naše želje, da se bodo pašniki razdelili. Je pa to tudi silno potrebno in ko bi mala senčica pred sankcijo nastala, bi morala vlada skrbeti, da ta senčica ne bi zakrivala sankcije. Landeshauptmann: Die Generaldebatte ist geschlossen. Da kein Antrag gestellt wurde, so gehen wir zur Specialdcbattc über. Es versteht sich von selbst, daß wir über Nr. 1 des Ausschnßnntragcs nicht früher abstimmen könne», bevor wir nicht über das Gesetz selbst debattirt haben. Wir kommen nun zum Gesetze selbst. Ich bitte de» Herrn Berichterstatter, den § 1 vorzulesen. Poročevalec dr. Toman (bere — liest): „§ h Vsi sopašniki (gmajne) razen planin in srenjskih prostorov po vaseh in trgih, in ravno tako vsa menjalna zemljišča, ktera so celoma ali deloma po nekem gotovem redu za nek gotov čas v menjalnem vžitku dveh ali več posestnikov, razen menjalnih planin, se morajo razdeliti.“ Landeshauptmann: Wünscht Jemand von den Herren zu Z 1 das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn nicht, so schreiten wir zur Abstimmung und ich bitte jene Herren, welche demselben beistimmen, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Er ist angenommen. Poročevalec dr. Toman (bere — liest): ,,§ 2. Razdelitev naj se zgodi po kaki že dosojeni, ali veljavno dogovorjeni meri, sicer pa po pogodbi, ktera je veljavna, ako ji le pritrdite dve tretjini vseh upravičenih, ki morajo imeti dve tretjini vseh pravic, in če bi se ne dala tako dovršiti, po razsodbi tiste gosposke, bi je v § 8 postavljena za obravnavo razdelitve.“ Landeshauptmann: Wünscht Jemand der Herren das Wort? Abg. Ritter v. Kaltenegger: In der Generaldebatte wurde bereits die Compcteuz-fragc des Landtages ventilirt. Ich habe damals das Wort nicht ergriffen, weil ich auch der Ansicht bin, daß vermöge der Grundlage und der Hauptbestimmnng des Gesetzes, welches im Interesse der Landescultnr erlassen worden ist, die Competenz des Landtages nicht in Zweifel gestellt ist. Ich muß aber gestehen, daß der einzige Punkt, welcher möglicherweise zweifelhaft sein kann, in dem § 2 gelegen ist, welcher nämlich bei der Theilung des gemeinschaftlichen Gutes die Minorität den Beschlüssen der Majorität unterwirft, während der § 841 des bürgerlichen Gesetzbuches sagt (liest — bere): „Bei der nach aufgehobener Gemeinschaft vorzunehmenden Theilung der gemeinschaftlichen Sache gilt keine Mehrheit der Stimmen." Ich beabsichtige keinen Antrag zu stellen, allein cs sei mir erlaubt, an den Herrn Landespräsidcnten die Anfrage zu stellen, ob nicht in diesem Punkte, welcher in einer unmittelbaren Beziehung zu dem bürgerlichen Gesetzbuche steht 20:1 und eine Abänderung des obigen Paragraphen in sich schließt, i)ic allerhöchste Sanction des Gesetzes scheitern werde. Ich halte dieses Gesetz für zu wichtig, als daß durch eine blosse Formfrage dieses Gesetz möglicherweise nicht zu Stande käme oder doch wenigstens auf lange hinausgeschoben würde. Nur deshalb würde ich mir erlauben, diese Anfrage an den Herrn Landespräsidenten zu stellen. Landcspräsident: Obwohl diese Frage nicht geschäftsvrdnungsmüßig ist, so nehme ich doch keinen Anstand zu erklären, daß ein einfaches Citat des bezüglichen Paragraphen des bürgerlichen Gesetzbuches genügen würde. Abg. Kromer: Im § 2 dieses Gesetzes wurde festgestellt, daß das Uebereinkommen dann rechtsgiltig sei, wenn 2/3 sämmtlicher Betheiligten, welche zugleich zwei Drittheile des Gcsammt-besitzes repräsentiren, sich für das Uebereinkommen erklären. Ein derlei Uebereinkommen halte ich etwas gewagt und mitunter wirklich drückend. Denn prüfen wir, wie am Lande die Besitzverhältnisse sich gewöhnlich gruppiern. Beiläufig s/t jeder Gemeinde sind entweder Ganz-, Halb- oder Biertel-Hübler und der Rest von ‘/i besteht aus den sogenannten Hofstöttlern und Kaischlern, welche jedoch gleichfalls schon alt ersessene Mitbesitzersrcchtc auf den Gemeinde-weideplätzen ausüben. — Nicht zwischen den Hubenbesitzern unter einander, ob sie schon Ganz-, Halb- oder Bicrtcl-hnbler sind, sondern nur zwischen den Hubenbesitzern einerseits und den Kaischlern oder Hofstöttlern andererseits besteht gewöhnlich der Kampf rücksichtlich der Mitbenützung der Weideplätze. Wenn nun ein Gesetz erlassen wird, daß ein Ueber« einkommen, für welches zwei Drittheile aller Besitzer, welche zugleich zwei Drittheile des ganzen Besitzes repräsentiren, sich erklären, für Alle rechtsverbindlich sein solle, dann werden die Hubenbesitzer gewöhnlich den Löwenantheil nehmen, den Kaischlern und Hofstöttlern aber nichts übrig lassen. Ich empfehle daher dem hohen Landtage diesen Punkt zur näheren Erwägung. Landeshauptmann: Einen Antrag stellen der Herr Abgeordnete nicht? Alig. Kromer : Mein Antrag geht dahin, daß nach den Andeutungen, die ich gegeben habe, der tz 2 einer näheren Erwägung, einer nochmaligen Prüfung unterzogen werde. Landeshauptmann: Also beut Ausschüsse zur nochmaligen Berathung rückgestellt werde. Wünscht noch Jemand der Herren das Wort? Poslanec «Ir. Costa: Prosim besede. Jaz bi se tudi skladal z mislijo g. predgovornika in kakor bom zdaj nasvetoval, sem tudi glasoval v deželnemu odboru. Jaz bi tedaj tukaj nasvetoval, da se besede „ktera je veljavna, ako ji le pritrdite dve tretjini vseh upravičenih, ki morajo imeti dve tretjini vseh pravic“ izpustijo, tako da bi se glasilo: »§ 2. Razdelitev naj se zgodi po kaki že dosojeni ali veljavno dogovorjeni meri, sicer pa po pogodbi, in če bi se ne dala tako dovršiti, po razsodbi tiste gosposke, bi je v § 8 postavljena za obravnavo razdelitve.“ Gospoda moja! Po mojih mislih zaderžek, da se pašniki niso razdelili, ni bil ta, da upravičeni se niso zedinili, v kaki meri bi se imeli razdeliti pašniki, temveč vzrok temu je bil, da nismo postave imeli, ktera bi rekla: vi morate razdeliti. če pride postava ki reče: vi morata pašnike razdeliti, potem se bodo gotovo tisti, ki imajo pravice na pašnike, tudi pogodili in če se ne bodo, se bode to zgodilo po razsodbi tiste gosposke, ki je postavljena za obravnavo razdelitve. Zatoraj nasvetujem, da izostanejo gori omenjene besede in bom svoj predlog koj predložil. (Ga piše in izroči — schreibt und überreicht seinen Antrag.) Landeshauptmann: Ich glaube, alle Herren Abgeordneten werden den Antrag des Herrn Abg. Costa verstanden haben. Ich stelle die Unterstützungsfrage und bitte jene Herren, welche diesen Antrag unterstützen wollen, sich zu erheben. (Geschieht — Zgodi se.) Er ist hinlänglich unterstützt. Wünscht noch Jemand das Wort? (Nach einer Pause •— Po prestanku:) Wenn nicht, so hat der Herr Berichterstatter das letzte Wort. Poročevalec dr. Toman: Predlog g. Kromerja gre na to, da bi se še enkrat ta postava dotičnemu odseku izročila v pretres zastran tega, kdaj zamore hiti pogodba veljavna, ali takrat, ko dve tretjini posestnikov in upravičenih pritrdite, ali takrat, kakor civilni zakon pravi. On in g. Kaltenegger zvračata to iz tega vzroka, da to stoji proti civilnemu zakonu in da to sega črez našo kompetencijo. Že pred je c. k. vlada po deželnem predsedniku izrekla, da ona nič nima, kar se kompetencije tiče, zoper to postavo in ona ima prav. Ko bi bila c. k. vlada hotela imeti v resnici pravi vzrok, bi bila ona protestirala v drugih časih, ko je bilo več vzrokov zato. Poglejte, kaj smo dodali občinski postavi! Mi smo občinski postavi dodali eno postavo, ki se tiče gospodarenja zastran premoženja posameznih sosesk. Cele postave smo naredili zastran sosesk o zadevah, ki po tej misli segajo v civilni zakon, ali po moji misli niso spadale pod ta zakon. Pašniki se nemorejo prištevati k lastninami občine, ki je le poli-tiška skupina več oseb ali srenj in ki zna veči ali manji postati, temveč se morajo držati sopašniki za lastnino srenje, ki zmirom enaka ostane. Občine so se razširile in po tem je nastal razloček med soseskami in občinami, o kterih se je v prvem poročilu deželnega odbora dosti govorilo. Če ni imela vlada nobenega vzroka, to postavo zavreči, če je temveč takrat srenjsko postavo na potrditev priporočala, mislim da tudi zdaj ne bo imela vzroka, zarad male stvari te postave zavreči. To sem hotel reči, kar kompetencijo zadeva, in mislim, da se bosta gospoda Kromer in Kaltenegger potolažila; kar pa zadene meritorično ali stvarno zadevo, ktere je g. Kromer omenil, da bi iz tega vzroka znali nekteri več kakor drugi dobiti, tudi to ni, če se na tanko pomisli, vtrjeno. Pomislite, gospoda moja. g. Kromer pravi, da bodo gruntarji tako večidel sopašnikov vzeli in kajžarjem le malo pustili; ali temu stoji nasproti, da morajo dve tretjini pritrditi in če hočejo gruntarji sebi na korist zoper kajžarje delati, jih bo težko dve tretjini, ker je navadno v vsaki srenji več kajžarjev in na drugi strani, ko bi to kajžarji hoteli, bi tudi ne spravili dve tretjini glasov, ker imajo gruntarji več pravic in zopet nimajo kajžarji večine. V prvem načrtu je ta stvar stala tako, da bi dobro in premišljeno bilo, kar koristi zadene, da se kolikor mogoče sopašniki po pogodbi razdele. Deželni odbor je zavrgel to. Deželni odbor, kakor je porečeva!, je rekel, to naj velja zastran tega, kakor civilni zakon pravi. V odboru za pretres izvoljenem se je pa to zopet jako iskreno povdarjalo in posebno po g. Kalteneggerju. Vse je za to iskreno govorilo in se je tudi mera dveh tretjin postavila. Jaz moram tedaj, ko ne stoji kompetencija na poti in ko koristi deželi, da bi izvršili prej ko mogoče razdelitev sopašnikov, in ker ni nobena nevarnost sploh v meritorični stvari, da ostane stavek, kakor ga nasvetuje odbor. Jaz se držim predloga, ki ga je odbor stavil: če pa deželni zbor drugače sklene, se bode razdelitev vendar izvršila ali po večili stroških in bolj počasno. Landeshauptmann: Die Debatte ist geschlossen. Wir schreiten nun zur Abstimmung über den § 2. Es liegen zwei Anträge oor: Der erste Antrag ist der Antrag des Herrn Abgeordneten Kromer auf Vertagung, der zweite ist der Antrag des Herrn Abgeordneten Costa. Ich werde also erst den Bertagungsantrag und dann den Antrag des Herrn Abgeordneten Costa zur Abstimmung bringen. Werden diese nicht angenommen, kommt der Antrag des Ausschusses zur Abstimmung. Wünscht Jemand das Wort zu der Abstimmung? Poročevalec dr. Toman (bere § 2 po nasvetu gospoda dr. Coste — liest § z nach dem Antrage des Herrn Dr. Costa). Landeshauptmann: Ich bitte also diejenigen Herren, welche den Antrag des Herrn Abgeordneten Costa genehmigen, sitzen zu bleiben. (Einige Abgeordnete erheben sich — Nekaj poslancev se vzdigne.) Der Antrag Costa ist durch die Majorität genehmigt. Also ist der Antrag des Herrn Abg. Costa modifieirt Vom hohen Hanse angenommen. (Die §§ 3, 4 und 5 des Gesetzes werden ohne Debatte angenommen.) Poročevalec dr. Toman (bere — liest): § 6. Kjer je ovčja reja poglavitni dohodek sreujčanom, sme sopašnik cel, ali njega primerni del izjemno ostati nerazdeljen, dokler se vpotrebuje za ovčjo pašo, ako dve tretjini vseh opravičenih tako sklenete, in ako deželni odbor temu pritrdi. Landeshauptmann: Wird von Jemand der Herren das Wort gewünscht? Poslanec dr. Prevec: Prva beseda v § 6 mora biti „kjer“ namestu „ker.“ Predlagam tedaj, da se to popravi. Poročevalec dr. Toman: Prosim, jaz sem bral kjer, in tu je le zapisnikar izpustil črko j, je tedaj le ortografična pomota. Abg. Kromer: Mein Antrag ist eigentlich kein VertagungSantrag, ich habe nur bezwecken wollen, daß der Ausschuß auf kurze Zeit zusammengetreten wäre und zur sogleichen Fortsetzung der L-itzung beschlossen hätte, ob dem: diese Bestimmung, welche ich für die kleinen Besitzer gegenüber den Hubenbe-sitzern als gefährlich halte (Abg. Toman: Umgekehrt! Narobe!), beizubehalten sei. Wenn jedoch nicht beliebt wird, daß in eine neuerliche Prüfung eingegangen werde, so falle ich von meinem Antrage in der Voraussetzung ab, daß der Antrag Dr. Costa's angenommen werde. Landeshauptmann: Also Sie ziehen Ihren Antrag bedingt zurück. Es kommt somit der Abänderungsantrag des Herrn Abgeordneten Dr. Costa zur Abstimmung; ich bitte den Herrn Abgeordneten, diesen Antrag zu eombiniren. Poročevalec dr. Toman: Landeshauptmann: Wenn von Niemand mehr das Wort gewünscht wird Abg. Kromer: Nach der Bestimmung dieses Paragraphen sollen die Schafweiden dann fortbehalten werden, wenn mindestens zwei Drittheile aller berechtigten Besitzer sich für deren Fortbestand erklären. Nach meiner Ansicht wird dadurch j die Erhaltung der Schafweiden zur Unmöglichkeit; denn soviel mir die Verhältnisse in Krain bekannt sind — und ich kenne sie so ziemlich in allen Bezirken — wird mart in keiner Gemeinde, selbst dort, wo die Schafzucht in größerem Maße I betrieben wird, mehr als die Hälfte der Besitzer finden, die sich damit beschäftigen; die andere Hälfte ist dann Gegner der Schafzucht. Man wird also in keiner Gemeinde die erforderlichen 2/3 Stimmen erhalten, welche sich für die Forterhaltung der Schafweiden erklären würden. Landeshauptmann: Ich bitte, stellen Sie einen Antrag? Prosim, to je samo izpušenje. Prosim, naj se glasuje naj prvo nasvet gospoda dr. Coste in po tem to, kar odbor predlaga. Poslanec dr. Costa: Da, tako, tako je prav! Landeshauptmann: • Ich bitte also zu lesen, wie er lauten soll. Abg. Kromer: Ich glaube, es wäre Beschränkung genug, wenn wir statt 2/3 nur die Hälfte der Besitzer verlangten, und ich stelle den dahin abzielenden Antrag. Landeshauptmann. Wird der Abänderungsantrag des Herrn Abg. Kromer unterstützt? Ich bitte . . . Poročevalec dr. Toman: Prosim, prosim, gospod predsednik! Gospod predgovornik mora svoj predlog staviti. Predlog se mora s postavo vjemati; ali se ima kaj izpustiti, kaj dodati, kaj spremeniti. Landeshauptmann: Er hat gesagt die Hälfte. Poročevalec dr. Toman: Prosim, v to postavo ne more priti „die Hälfte." Mg. Kramer: Ich stelle den Antrag dahin, cs solle der Schlnßabsatz folgendermaßen lauten (liest — bere): „Ako polovica vseh opravičenih tako sklene, in ako deželni odbor temu pritrdi.“ Landeshauptmann: Ich bitte, mir den Antrag schriftlich zu übergeben. Wird dieser soeben vernommene Antrag unterstützt? Ich bitte diejenigen Herren, welche denselben unterstützen , sich zu erheben. (Geschieht — Zgodi se.) Ich bitte, stehen zu bleiben! (Nach der Zählung — Ko je preštel:) Auch der Herr Berichterstatter unterstützen denselben? (Dr. Toman: „Ne!“) Er ist hinlänglich unterstützt. Wünscht noch Jemand der Herren das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wem: nicht, hat der Herr Berichterstatter das letzte Wort. Poročevalec dr. Toman: Ko bi gospod predgovornik Kromer bil na tanko premislil postavo in jo na tanko prebral, gotovo ne bi bil pozabil še drug predlog staviti, da bi bil stavek v glavi popravil. Na glavi stojijo besede, „kjer je ovčja reja poglaviten dohodek i. t. d.“, že iz tega se razvidi, da se mora več ko polovica z ovčjo rejo pečati, da je ta dohodek poglaviten in tedaj ne morejo besede g. Kromerjeve imeti veljavnosti, da bi bila polovica za, a druga polovica zoper razdelitev, da bi se tedaj nikdar ne dobili potrebni glasovi dveh tretjin, če on hoče, da se ovčja paša zadržuje razdelitve sopašnikov, bi bil moral on posled tega svojega mnenja to mejo ožjo storiti, ne pa samo na polovico jo omejiti. Kaj pa je naš namen? Mi hočemo, da se v deželi sopa-šnikirazdele kolikor mogoče in ovčje paše mejo smo le neradi izvzeli iz tega vzroka, ker, kadar se enkrat začnej o izjeme delati, potem dostikrat malo postave ostane in še ta ob veljavo pride, ter ne doseže več namena. Zraven pa moramo ne samo za Notranjsko, temveč tudi za Gorenjsko skrbeti, da ne bojo še tam začeli zarad ovčje paše se braniti, da pašnike razdele, ampak da jih bojo razdelili. In mislim, da je to zadosti, če se sme sopašnik cel ali njega primeren del pred razdelitvijo rešiti, kjer je ovčja paša poglavitni dohodek srenjčanom itd. Kjer pa hoče samo polovica ovčjo pašo obdržati, tam mislim, po praviti imajo tisti bolj prav, kteri trdijo, da naj se razdele pašniki, in zatoraj sem zoper predlog gospoda Kromerja. Landeshauptmann: Die Debatte ist geschlossen. Es liegt nur ein Abänderungsantrag vor, nämlich der des Herrn Abg. Kromer; derselbe lautet (liest — bere): „§ 6. Kjer jo ovčja reja poglavitni dohodek srenjčanom, sme sopašnik cel ali njega primerni del izjemno ostati nerazdeljen, dokler se potrebuje za ovčjo pašo, ako polovica vseh opravičenih tako sklene, in ako deželni odbor temu pritrdi.“ Dieser Antrag kommt zuerst zur Abstimmung. Ich bitte jene Herren, welche § 6 mit der Abänderung des Herrn Abg. Kromer annehmen wollen, sitzen zu bleiben. (Die Majorität erhebt sich -— Večina se vzdigne.) Der Antrag ist abgelehnt. Es kommt nun der § 6 in der Fassung des Ausschusses zur Abstimmung und ich bitte jene Herren, welche den § 6 in dieser Fassung annehmen wollen, sitzen zu bleiben. (Einige Abgeordnete erheben sich — Nekoliko poslancev se vzdigne.) Der Antrag des Ausschusses ist genehmiget. (Ebenso wird der § 7 ohne Debatte angenommen — Kavno tako se § 7 brez debate sprejme.) Poročevalec dr. Toman (bere — liest): § 8. „Razdelitveno obravnovanje se izroči dosedanjim gosposkam, postavljenim po ces. krij. patentu od 5. julija 1853 za odvezo ali uravnavo zemljiščinih bremen. Obravnave naj se vrše po tej postavi, po patentu od 5. julija 1853, razen tega, kar se odločuje v 1. stavku § 14 zastran uživalne mere, in po postavi od 31. oktobra 1857 (st. 218 drž. zak.) Posebna obravnovalna vodila z dotičnim podukom za ljudstvo izdela c. k. deželna komisija v soglasju z deželnim odborom. Landeshauptmann: Wünscht Jemand der Herren das Wort zu § 8 ? Poročevalec dr. Toman: Prosim, jaz bi rad kaj razložil. V tem paragrafu se je izpustilo, kar je poprej deželni odbor nasvetoval, namreč, kjer pa te, to je pospöske za servitutno uravnavo, ne obstoje, tam nastopijo to uravnavo c. k. kan-tonske politične gosposke. To smo izpustili in stoji zdaj samo to, da imajo začeti in z vršiti razdelitev servitutne gosposke postavljene po postavi dne 5. julija-1853 za odvezo ali uravnavo zemljiščinih bremen. Kakor se iz poročila vidi, so nasledki ravno isti, kakor od leta 1853, ko so servitutne distriktne gosposke se postavile in ko so prenehale v enem ali drugem kraju, se je za dokončno obravnavo servitutnih razmer skrbelo po političnih gosposkah. Kavno tako se bode za razdelitveno obravnovanje skrbelo po patentu 5. julija 1853, po servitutnih ali po političnih kantouskih gosposkah počelo in zvršilo. To stavim slavnemu deželnemu zboru v prevdarek. Servitutne gosposke napravljajo mnogo stroškov deželi; ali če vzamemo politiške gosposke namesto njih. tak nastanejo tudi remuneracije za tiste uradnike, ki se bodo posebno pečali z radelitvenim obravnovanje m. Če se pa zvrše vse razdelitve deželi koristne, tak dežela tudi nič ne zgubi, če kaj potrosi na to. Naj slavni deželni odbor to premisli. Landeshauptmann: Wünscht Jemand der Herren das Wort zu § 8? Poslanec ilr. Costa: Meni se zdi, kar gospod poročevalec sam pravi, važno in dobrega prevdarka vredno, namreč, da se postava ne ozira samo na posebno postavljene gosposke za zemljiško odvezo, ampak sploh na vse, ki bodo morda enkrat nastopili mesto teli špecijalnih uradov. Zatoraj naj se izpuste besede „po c. kr. patentu od 5. julija 1853.“ To dajani v prevdarek gospodu poročevalcu in če ne potrdi on mojega predloga, potem sam odstopim od njega. Landeshauptmann: Also Herr Berichterstatter...... Poročevalec dr. Toman: Kar mene zadeva, ne najdem nobene različnosti v predlogu odborovem in dr. Gostovem; ali stoji notri po c. k. patentu od 5. julija 1853 ali ne, ker se samo na sebi razume, da je ta patent od 5. julija 1853. Ali vendar jaz mislim, da je dobro, če te besede notri ostanejo, da se bodo ravno vsled tega patenta gosposke postavile. Landeshauptmann: Abg. Dr. Costa hat sonach aus den Herrn Berichterstatter compromittirt. Folglich sahen Sie von ihrem Antrage ab? Wenn Niemand mehr das Wort zu § 8 wünscht, s°........ Poslance Pintar: Kakor smo slišali iz ust gosp. poročevalca, bi se znalo deželi veliko stroškov naložiti, ako bi vse te gosposke, ktere so za odvezo zemljiščinih bremen postavljene in že toliko časa delajo, tudi to razdelitveno obravnavanje počele in vršile in bilo bi res želeti, da bi, kjer teh več ni, kantonske gosposke to službo prevzele. Zatoraj stavim predlog, da se po besedah „zemljiščinih bremen“ dostavi: „in ako jih ni, političnim okrajnim gospöskam. “ Landeshauptmann: Wird dieser soeben vernommene Abänderungsantrag des Herrn Abg. Pintar unterstützt? Ich bitte die Herren, welche denselben unterstützen, sich zu erheben. (Geschieht — Zgodi se.) Er ist genügend unterstützt. Ich bitte, Herr Pfarrer Pintar, mir den Antrag schriftlich zu übergeben. Wünscht noch Jemand das Wort? (Nach einer Pause — Po prestanku:) Wenn nicht, so hat der Herr Berichterstatter das Schlußwort. Poročevalec dr. Toman: Predlog gospoda Pintarja ni ravno zoper idejo, kakor stoji v postavi in ne dela nič razločka. Vendar nisem zoper ta predlog, le ko bi stalo, ko bi eden nasvetoval „in kjer teh ni več, politične gosposke“, to bi bila drugačne izjema. Mi imamo zdaj servitutne okrajne ali distriktne komisije, postavim eno v Ljubljani; ta komisija ni ! opravljala samo za ljubljanski kanton, temveč tudi za več drugih kantonov in še opravlja opravila. Po predlogu gospoda Pintarja bi vendar prevzela ta distriktna komisija razdelitev v svoje roke zastran vseh okrajev, kteri v to komisijo spadajo. On ne izjema tih servi-tutnih gospösk, kakor obstoje. Nimam tedaj zoper predlog gospoda Pintarja nič. Poslanec Pintar: (ko je napisal predlog — nachdem er den Antrag geschrieben): Samo to opomnim, da sem zdaj namestu „kjer“ postavil „ako“ in glasi se zdaj moj predlog tako-le (bere'— liest): Poslanec dr. Costa: Ta predlog je ves drugačen, kakor prejšnji. Landeshauptmann: So muß ich diesen Antrag zur Unterstützungsfrage bringen, denn der Herr Abg. Pintar hat seinen Antrag wesentlich geändert. Ich bitte daher die Herren, welche den verlesenen Antrag unterstützen, sich zu erheben. (Der Antragsteller allein erhebt sich — Samo nasve-tovalec se vzdigne.) Der Antrag ist nicht genügend unterstützt. Hochwürdcn, cS ist Ihnen das Recht nicht benommen, aus Ihren früheren Antrag zurückzugehen. (Nach einer Pause — Po prestanku:) Sie fallen also von Ihren beiden Anträgen ab? (Nach einer Panse — Po prestanku:) Folglich kommt der Ansschußantrag zur Abstimmung. Ich bitte die Herren, welche den § 8 nach der Fassung des Ausschusses annehmen, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) § 8 ist nach der Fassung des Ausschusses vom hohen Hanse genehmigt. Poročevalec dr. Toman (bere — liest): „Mojemu ministru notranjih zadev se nalaga zvrši-tev te postave. “ Landeshauptmann: Das ist kein Gegenstand der Abstimmung und betrachte ich diesen Absatz als vom hohen Hanse angenommen. Poročevalec dr. Toman (bere — liest): „Postava, veljavna za vojvodino Kranjsko, zastran razdelitve so-pašnikov in menjalnih zemljišč. Po nasvetu in sklepu deželnega zbora Moje vojvodine Kranjske zapovedujem, kakor sledi:“ Landeshauptmann: Das ist auch eine formelle Sache, die ebenfalls keiner Abstimmung unterliegt. Abgeordneter Freiherr v. Apfaltrern: Nach der Art des Vorganges, welcher bei der Gemeinde-ordnung gepflogen worden ist, werde ich mir bei dem gegenwärtigen Gesetze die Anfrage zu stellen erlauben, wie das hohe Haus gesonnen ist, cs mit dem deutschen Texte des Gesetzes zu halten, nachdem denn doch in Kram mehrere Gemeinden sind, welche dieses Gesetz nicht verstehen werden, wo es jedoch gleichfalls ins Leben treten wird. Ich würde daher bitten, daß entweder der Ausschuß, welcher für diese Gesetzvorlage bestellt war, oder irgend eine andere Commission mit der Herstellung dcS deutschen Textes betraut würde. Landeshauptmann: Der Herr Abgeordnete stellen also den bezüglichen Antrag? Ich bitte die Herren, welche denselben unterstützen, sich zu erheben. (Geschieht — Zgodi se.) Er ist hinlänglich unterstützt. Wünscht noch Jemand der Herren das Wort? (Nach einer Panse — Po prestanku:) Wenn nicht........... Poročevalec dr. Toman: Zastran tega ni bilo nobene govorice ne v deželnem odboru in ne v odseku iz deželnega zbora izvoljenemu. Kar mene zadene, tak se prav resnično zoper ta predlog izrečem. Koliko postav smo dobili v nemškem jeziku in se niso prestavile v naš narodni slovenski jezik, v tisti jezik, ki naravno obstoji v celi deželi in ki ga razume cela dežela in še celo tiste male občine na Kočevskem, kterik stari naselniki so bili drugega plemena in näroduosti. Jaz sem zoper to, da bi se oficijelno, da bi se posled našega sklepa ta postava nemški prestavila. Ako hoče deželni odbor ali deželna vlada si prestaviti, naj to storita po privatni prosti poti. Mi smo morali še celo za slovensko občinsko prestavo tako rekoč z rokami prositi, ko ste Vi večino a mi manjšino imeli, in vendar je bilo sprevideti, da je občinska postava tako važna in da tako globoko sega v naše domače ljudstvo. Mi moramo postave dajati v jeziku, kterega naše ljudstvo razume. Ta stara napačna navada prestavljanja ne more veljati za zmirom. Landeshauptmann: Die Debatte ist geschlossen über diesen formellen Antrag und wir schreiten zur Abstimmung. Ich werde den Antrag vorlesen und bitte Hrn. Baron Apfaltrern, mich zu corrigiren, wenn ich denselben nicht genau aufgefaßt habe. Er lautet nach meiner Vormerkung: „Das hohe Haus wolle beschließen, daß dieses Gesetz entweder vom hohen Hause selbst, oder durch eine von ihm ernannte Commission auch in der deutschen Sprache erlassen werde." Ist meine Auffassung die richtige? Abgeordneter Baron Apfaltrern: Ja! Landeshauptmann: So schreiten wir zur Abstimmung, und zwar werde ich die namentliche Abstiinmung vornehmen. (Rufe links: „Oho!" rechts: „Ja! Ja!" — Klici na levici: „Oho!“ na desnici: „Da! Da!“ Abg. Dr. Costa: „Dobro!“) Abg. Kromer: Ja! ja! — Wir werden ja sehen, wie die Herren die Gleichberechtigung auffassen. (Gelächter links ■— Smeli na levici.) Landeshauptmann: Es ist das die gewöhnliche Form bei derartigen Abstimmungen. Ich bitte nun diejenigen Herren, welche dem Antrage des Herrn Baron Apfaltrern zustimmen, bei dem Namensaufrufe mit „Ja", jene Herren, welche dagegen sind, mit „Nein" zu antworten, und ersuche die Herren Abgeordneten Rudesch und v. Langer, das Scrutinium zu führen. Baron Apfaltrern: Ja. Graf Barbo: Ne. Dr. Bleiweis: Ne. Dr. Costa: Ne. Graf Coronini: Abwesend. Deschmann: Ja. R. v. Garibaldi: Abwesend. Gabrijan: Ne. Jugovič: Ne. R. v. Kaltenegger: Ja. Dr. Klun: Abwesend. Koren: Ne. Kos: Ne. Joh. Kosler: Abwesend. Peter Kosler: Ja. Kramarič: Ne. Kromer: Ja. v. Langer: Ja. Graf Margheri: Abwesend. Pintar: Ne. Dr. Prevc: Ne. Baron Rastern: Ja. Franz^Rudesch: Ja. Dr. L>avinschcg: Ja. Dr. Suppau: Abwesend. Svetec: Ne. Tavčar: Ne. Terpinc: Ne. Graf Thurn: Abwesend. Dr. Toman: Ne. Dechant Toman: Ne. Treo: Ne. Fürstbischof Widmer: Abwesend, v. Wurzbach: Ja. Zagorc: Ne. Baron Zois: Ne. Mulej: Abwesend. (Heiterkeit — Veselost.) (Der Präsident vergißt auch manchmal etwas!) Ich bitte den Herrn Schriftführer, das Resultat bekannt zu geben. Abg. Rudesch: iÖtit „Ja" wurden abgegeben 10, mit „Nein" 18 Stimmen. Abg. v. Langer: Richtig! Landeshauptmann: Der Antrag des Herrn Baron Apfaltrern ist somit vom hohen Hause abgelehnt. Ich bitte, nun gleich über das Gesetz in dritter Lesung zu entscheiden . . . X. Sitzung. 3 . Poslanec dr. Toman: Opravilni red se mora vendar v tako važnih rečeh zmirom v obzir jemati. Tretje branje je dobro, da se stori. Ker se mora brati postava, se mora ali predlagati, da ni je treba posebno brati, ali pa se mora brati postava. Stavim tedaj predlog, da se v tretjem sklepu o tej postavi po tretjem branju potrdi in ob enem, da naš deželni zbor sklene, da ni treba posebnega branja v tretje. Landeshauptmann: Also ich bitte jene Herren, welche einverstanden sind, daß von der dritten wörtlichen Lesung des Gesetzes Umgang genommen werde, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Der Antrag ist angenommen, es entfällt daher die dritte wörtliche Lesung. Ich bitte nun die Herren, welche dieses Gesetz in dritter formeller Lesung annehmen, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Das Gesetz ist in dritter Lesung von dem hohen Hause genehmiget. Po tretjem branju se ta postava glasi tako-le: Postava, veljavna za vojvodino Kranjsko, zastran razdelitve so-pašnikov in menjalnih zemljišč. Po nasvetu in sklepu deželnega zbora Moje vojvodine Kranjske zapovedujem, kakor sledi: § L Vsi sopašniki (gmajne), razen planin in srenjskih prostorov po vaseh in trgih, in ravno tako vsa menjalna zemljišča, to je vsa zemljišča, ktera so celoma ali deloma po nekem gotovem redu za nek gotov čas v menjalnem vžitku dveh ali več posestnikov, razen menjalnih planin, se morajo razdeliti. § 2. Razdelitev naj se zgodi po kaki že dosojeni ali veljavno dogovorjeni meri, sicer pa po pogodbi, in če bi se ne dala tako dovršiti, po razsodbi tiste gosposke, ki je v § 8 postavljena za obravnavo razdelitve. §• 3. Davki se primerno razdele po delih. § 4. Kdor ima na sopašniku lastna divja ali sadna drevesa, jih mora saj v enem letu presaditi, ako ne, jih mora prodati tistemu, čegar je po razdelitvi zemlja. Če se zastran cene ne moreta pogoditi, jo odločijo trije možje; vsak voli po enega, izvoljena dva pa tretjega; ko bi pa kteri v osmih dneh po tem, ko mu je drugi naznanil svojega moža, ne izvolil tndi svojega, naj voli 6ni drugič oba moža in ta dva izvolita tretjega. Njih cenitev se ne da ovreči. § 5. Sopašnik, ki je tako majhen, da naj veči deležniki bi pri razdelitvi ne dobili več, kakor po en četrt orala, I naj se proda na dražbi cel ali v večih kosih, in denar naj se primerno razdeli. Iz posebnih vzrokov sme deželni odbor privoliti, da se tak sopašnik vendar razdeli. 8 6. Kjer je ovčja reja poglavitni dohodek srenjčauom, sme sopašnik cel, ali njega primerni del izjemno ostati nerazdeljen, dokler se potrebuje za ovčjo pašo, ako dve tretjini vseli upravičenih tako sklenete, in ako deželni odbor temu pritrdi. § 7. Kadar ta postava moč zadobi, mora se razdelo-vanje začeti. Dve leti se daje srenjam na voljo, da si v tem času pašnike same razdele; v prvem polletu se morajo pogoditi, po kteri meri se bode delilo, v poldrugem letu potem morajo razdelitev končati. Kavno tako se posestnikom menjalnih zemljišč daje eno leto, da si v tem menjalna zemljišča sami razdele, ali se pa zastran njih tako pogode, da menjalna zaveza pristane. Eno in drugo se mora skazati v postavljenih obrokih pri gosposki (§ 8), ki začne brez odloga posililo razdelitev, ako se ni v odločenem času predložila pogodba ali zvršila razdelitev. § 8. Razdelitvene obravnovanje se izroči dosedanjim gosposkam, postavljenim po cesarskem kraljevem patentu od 5. julija 1853 za odvezo ali uravnavo zem-ljiščinih bremen. Obravnave naj se vrše po tej postavi, po patentu od 5. julija 1853, razen tega, kar se odločuje v 1. stavku § 11 zastran uživalne mere, in po postavi od 31. oktobra 1857 (št. 218 drž. zak.) Posebna obravnalna vodila z dotičnim podukom za ljudstvo izdela c. k. deželna komisija v soglasju z deželnim odborom. Mojemu ministru notranjih zadev se nalaga zvršitev te postave. Wir kommen nun zu dem zweiten Antrage des Aus-schusses (liest — bere): 2. Naj slavni zbor sklene prošnjo do c. k. državne vlade, da bi ta predložila in priporočila prihodnemu državnemu zboru postavo, po kterej: a) naj vsi sopašniki v kranjski deželi, ki spadajo pod razdelitveno postavo, po razdelitvi ostanejo še deset let v dosedanji davčni vrsti; b) naj v obravnavi zastran sopašnikov in menjalnih zemljišč se oprostijo vse vloge, zapisniki in sploh vsa dotična pisma, koleka, vpisnine, poštnine in drugih davščin v zmislu in po razlogih § 42 patenta od 5. julija 1853. Wünscht Jemand das Wort? (Nach einer Panse — Po prestanku:) Wen» nicht, so bitte ich die Herren, welche mit diesem zweiten Antrage des Ausschusses einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Derselbe ist vom hohen Hause angenommen. Poročevalec dr. Toman (bere — liest): 3. Naj slavni deželni zbor sklene, da ima deželni odbor nalogo, to prošnjo dobro vtemeljeno predložiti o. k. državni vladi. Landeshauptmann: Wünscht Jemand der Herren das Wort zu Nr. 3? Mach einer Panse — Po prestanku:) Wenn nicht, so schreiten wir zur Abstimmung, und ich bitte die Herren, welche Punkt 3 des Ansschußantrages annehmen, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Ni-jeden ne vstane.) Derselbe ist genehmigt. Ich bitte auch diese Anträge in dritter Lesung anzunehmen, und ersuche die Herren, die mit denselben einverstanden sind, sitzen zu bleiben. (Niemand erhebt sich — Nijeden ne vstane.) Auch diese Anträge sind vom hohen Hanse in dritter Lesung genehmigt. ' , Die heutige Tagesordnung ist erschöpft. Ich bestimme die nächste Sitzung auf Montag den 14. b. M. und würde als Tagesordnung vorschlagen: 1. Die Landcsausschußvorlage über den Wahlact des städtischen Wahlbezirkes Rndolfswerth. 2. Die Anträge des Finanzausschusses über die Pau-schalirung der landschaftlichen Aemter und Anstalten. 3. Begründung des Svetcc'schen Antrages auf Aenderung des § 45 der Geschäftsordnung des kraini-schen Landtages. 4. Dann sind 6 Petitionen; dieselben sind nicht gut geschrieben und ich bitte, mich zu corrigiren, wenn ich nicht gut lese. 1. Prošnje: a) Senožeških občin, b) občine Razdrške, c) Kostanjevice in drugih občin za ustanovljenje poprejšnjih sodnij. 2. Prošnja učitelja Lokerja za dopolnjenje plače. 3. Prošnja Kočevskih občin za premembo „hau-sirskega“ patenta. 4. Prošnja Šmartinske občine za privoljenje novih semnjev. 5. Prošnja občine Št. Vidske za preloženje enega semnja. 6. Prošnja društva za podporo dijakov na Dunajskem vseučelišču. Poslanec dr. Costa: Prosim besede! Landeshauptmann: Ist es über die Tagesordnung? Poslanec dr. Costa: Moram opomniti, da bi vendar treba bilo, da se predlogi posameznih deželnih poslancev, ko pride vprašanje na to, ali se imajo izročiti kakemu odseku ali ne, poprej vsakemu poslancu litografirani v roko spravijo. Zato prosim, da se tudi ta nasvet, kterega je gospod Svetec stavil, in ki ga bode v ponedeljek podpiral, precej litografira in nam izroči. Landeshauptmann: Ich habe darüber nur zu bemerken, daß die Litho-graphirung ans ökonomischen Rücksichten unterlassen wurde, weil ich sowohl den Antrag des Hrn. Abg. Dr. Bleiweis wie den Antrag des Hrn. Abg. Svctcc wörtlich im Landtage vorgetrage habe. Sobald aber der Wunsch ausgesprochen wird, so unterliegt die Lithographirnng keinem Anstande; dieser Antrag kann und wird gleich morgen lithographirt den Herren Abgeordneten vorgelegt werden. Die Sitzung ist geschlossen. Seja se konča o l, uri. — Schluß der Sitzung 1 Ahr. Settag bc6 krainische» LandesauSschnffeß. Druck von Jgn. v. KteinmayrL Fed. Bamberg in Laibach. Laäslq .8 ofi/fiOitfVi'T'mòdo iiübffla§o3[ •'• ÌS9BS|np rfiv ESdsiC • -är 10Ùlìàrè&®® «WiftT',.ifc ■gMs nts-r-- -' -nt'I ?öKjS(;ißü'kiqfioq. SS Sì'lèzinb sjcsGi*! -Ö ^ »P»«- 0ß^'W$1®:.’ -i>! —, (bj]; iäs(m öbnisif?) -ssdhW «£ nsđff ..nom^sit «SÌ ' • " - rf- Ìg$ffc&i»jÌj.#| S, .-' S, ~—- /> ■ , ■>,> • Jt*. > •• iŽiStsk*.. • .. t- w..*.*W^*ìéDOF^Ì/,,8s • -j)oq 'aisKöfeaxtoq- "j ;d;od fijg bf ßj .iivfiis s ms tallii? ooìstsB :n;sß *M gpitoJ? md wt ■=32ŽH^ve] $>ÌWI$É.3*5. ìtìfC; 53&SÄ; fct SStJ c >■ 0>:'^ ìx® 1. — .ha .1 0 k-hjojI ?Ms 6&%;~~r~